Elii

Golden Lights* -- Westfale

*2000, im Besitz seit 29. März 2016

Golden Lights* -- Westfale
Elii, 29 März 2016
    • Elii
      Pflegebericht 18. März 2014 - Ankunft
      2982 Zeichen, von Rajandra

      Aufgeregt zog ich meine Jacke über und beeilte mich damit in meine Schuhe zu schlüpfen, denn nachdem Stelli und ich grade mit dem Mittagessen fertig geworden waren kam ein Transporter auf den Hof gerollt und ich wusste genau, was oder eher gesagt wen dieser bringen würde. Ich ließ die Tür hinter mir ins Schloss fallen und begrüßte meinen mittlerweile zum regelmäßigen Stammmitglied gewordenen Fahrer Jan, meiner Transportfirma. Er brachte regelmäßig Pferde zu uns oder fuhr einige unserer Verkaufspferde zu ihren neuen Besitzern. Heute brachte er mir zwei neue Zuchtpferde und ein Nachwuchspferd. Bei den Zuchtpferden handelte es sich um Spring Break, eine Stute die ich schon lange kannte. Ich hatte sie von Salera geschenkt bekommen, da meine Zuchtpartnerin sich von ihrer Holsteinerstute trennen wollte. Da ich auf der Suche nach Holsteinern sowie Westfalen war hatte Salera dabei direkt an mich gedacht und die Schimmelstute mir übergeben. Springbreak zeichnete sich durch ihre aufmerksame sehr leichtrittige Art aus, jedoch war sie auch nicht zu unterschätzen, aber ich mochte sie und so war ich froh, dass sie nun mir gehörte. Das zweite Zuchtpferd, dass ankam war Silberstern. Den Englischen Vollbluthengst hatte ich von HuskyJenny kaufen können und er passte perfekt zu meinen anderen Vollblütern. Ich kannte den Hengst noch nicht sehr gut aber seine Erfolge im Fohlenalter sprachen für ihn und seine Bewegungen hatten mich von vorne herein begeistert. Außerdem schien er ein echter Kasper zu sein, nach dem was HuskyJenny mir erzählt hatte und so erinnerte er mich an Bubi, denn mein Hannoveranerhengst war ebenfalls für jeden Spaß zu haben - ich mochte diese Art von Pferden gern leiden. So kam es, dass auch Silberstern heute bei uns einzog. Als letzte war noch eine wirklich bildhübsche Westfalenstute an Board, Golden Lights war ihr Name und wenn man sie sah, wusste man warum sie so hieß, denn die Stute hatte eine Sonderlackierung und die palominofarbene Jacke stand ihr wirklich ausgezeichnet. Ihre schräge Blesse mit der weißen Unterlippe sowie die vier hochweißen Stiefel hatten mich gleich begeistert und so kam es, dass ich diese hübsche Stute von Elii kaufte. Jan und ich luden also alle drei Pferde ab und sie kamen in ihre schon vorbereiteten Boxen. Golden Lights und Spring Break waren wohl glücklich nach der Fahrt einfach eine geräumige gemütliche Box zu haben und machten keinen großen Aufstand, sie schauten sich kurz um und waren etwas aufgeregt wegen der neuen Umgebung, allerdings fingen sie schon nach kurzer Zeit in ihren Boxen an, die Nachbarn zu begrüßen und auf einigen Heuhalmen zu kauen. Silberstern hingegen benahm sich schon auf dem Weg zu seiner neuen Box wie ein Wildgewordener und auch dort angekommen scharrte er viel und war etwas unruhig. Ich beschloss jedoch ihn ersteinmal in Ruhe zu lassen und später nach dem Mausgrauen zu sehen. Jetzt verabschiedete ich ersteinmal Jan und berichtete Stelli, dass alle Drei gut angekommen waren.
    • Elii
      Pflegebericht 1. Mai 2014
      6724 Zeichen, von Rajandra

      Jedesmal wenn ich irgendwo eingeladen war nahm ich mir vor, nicht so lang zu bleiben, da ich jedentag um die gleiche Zeit aufstehen musste, egal ob Wochenende, Feiertag, Geburtstag, Schnee und Eis, Sonnenschein - die Pferde warteten. Auch wenn ich es jedesmal bereute, länger geblieben zu sein wurde ich daraus nicht schlauer und auch bei der nächsten Einladung blieb ich lange. Mit leichten Kopfschmerzen war ich aus dem Bett gekrochen und hatte mich fertig gemacht. Meinen ersten Kaffe schlürfte ich recht schnell herunter und schlüpfte in Stallschuhe und Jacke, wickelte mir einen Schal um den Hals und ging raus. Die Tür fiel hinter mir ins Schloss und ich zog die Jacke zu, denn es war kühl. Ein angenehmes sommerliches Kühl, die frische Luft tat gut und meine Kopfschmerzen waren fast nicht mehr bemerkbar. Als ich in den Stall hinein kam fingen die Pferde an zu grummeln, denn sie wussten, dass es nun Raufutter gab. Ich hatteFeiertagsdienst, das hieß ich war allein und musste die Arbeit somit auch allein erledigen. Zum Misten kamen unsere zwei Stallburschen Lukas und Navid, aber den Rest musste ich selbst machen. Alle meine Pferde bekamen Heu und da wir noch einige Ballen sehr gute Silage hatten und einer offen stand bekamen sie auch zusätzlich jeder eine kleine Menge Silage dazu. Nachdem ich im Zucht und Tunierpferdestall, im Zucht und Westernpferdestall und auch im Fohlen und Jungpferdestall Raufutter gefüttert hatte ging ich ins nochmal ins Wohnhaus um zu Frühstücken. Es war viertel vor acht, ich schmierte mir ein Brot und schenkte noch eine Tasse Kaffee ein. Dann drehte ich das Radio an und hörte mir die Nachrichten an. An Feiertagen konnte ich immer entspannt frühstücken und hatte keinen Zeitdruck. So hatten die Pferde etwas Zeit zwischen Rau und Kraftfutter. Als ich mit Frühstücken fertig war zeigte die Uhr kurz vor halb neun, weshalb ich beschloss zum Kraftfutter füttern über zu gehen. Nachdem ich damit fertig war und die Pferde aufgefressen hatten brachte ich zuerst die Pferde heraus, die heute frei hatten, da sie die letzten Tage gut gearbeitet hatten. Aus dem Zucht und Turnierpferdestall durften Pete's Peppermill, Ravallo, The Post War Dream, Obscured by Clouds, Fanja, Dante, Svea und Aestas Amor direkt auf die Wiesen, der Rest musste heute noch etwas arbeiten und kam erst später raus. Aus dem Zucht und Westernpferdestall durften alle Pferde direkt raus, denn bis ich mit den anderen fertig war konnte es etwas dauern und auch den Jungpferden machte ich das Gatter vom Offenstall zu den Wiesen auf. Nun konnte ich endlich anfangen die Pferde zu arbeiten, da ich einige von ihnen Freispringen lassen wollte baute ich in der Halle zuerst einmal eine Reihe an der langen Seite auf. Erst zwei Kreuze zu einem In-Out, dann ein Galoppsprung zum nächsten Steil, zwei Galoppsprünge folgten bis zum nächsten Steilsprung wohinter zum Abschluss ein Oxer folgte. Schnell stellte ich noch die Fänge an die Seite und ging dann zurück in die Stallgasse. Die erste die dran kam war Seference Suprime. Ich begrüßte meine Falbstute freundlich und kratzte ihr die Hufe aus, dann führte ich sie aus der Box, putze draußen einmal kurz drüber und legte ihr Gamaschen an. Danach gingen wir in die Halle, wo ich sie zunächst einmal einige Runden Schritt führte und sie dann auf beiden Händen in allen drei Gangarten an der Longe etwas aufwärmte bevor es zum Springen ging. Als sie Seference soweit war ließ ich sie von der Longe und lenkte sie in die Freispringgasse. Da die Hindernisse noch sehr klein waren meisterte die Stute dies mit links und ich wiederholte dies einige Male mit ihr bevor ich die Hindernisse erhöhte. Auch dies machte die Falbstute sehr routiniert und ohne Probleme. Als ich ein letztes Mal erhöhte kam Sefi leicht unpassend herein und warf eine Stange ab die ich danach gleich wieder aufbaute und sie dann noch zwei Mal springen ließ. Sie hatte zwar noch viel Luft gehabt nach oben, jedoch ging es mir nur darum die Routine beizubehalten und so war es eine gute Übung gewesen. Seference durfte sich noch wälzen während ich die Hindernisse wieder kleiner machte und als sie damit fertig war führte ich die Stute noch ein wenig trocken bevor ich sie in die Box zurück brachte. Die Gamaschen nahm ich ihr wieder ab und machte dann mit Atraxe und Late Night Tales weiter, mit denen ich genauso vorging wie bei Seference Suprime. Auch diese zwei waren sehr routinierte Pferde, die keine Probleme mit der Reihe hatten und ebenfalls so gut wie keine Abwürfe. Atraxe war dabei noch etwas geschickter als Late Night Tales, da es für den großen Dunkelbraunen etwas enger war als für die zwei Stuten, doch auch er machte es gut. Danach nahm ich mir noch Silberstern und Springbreak vor. Auch diese zwei mussten Freispringen, allerdings erhöhte ich bei ihnen nicht so viel wie bei den anderen, da sie beide noch nicht oft Freigesprungen waren. Trotz des ein oder anderen Abwurfes machten sie es sehr gut. Springbreak neigte dazu in einem übereilten Tempo in die Reihe zu kommen, merkte dann aber von allein, dass sie zurück kommen musste und Silberstern hielt sich anfangs noch etwas im Rücken fest, was er aber von mal zu mal verbesserte und lockerer wurde. Als ich mit diesen fünf fertig war entließ ich sie auch schoneinmal auf die Weide und baute danach ab. Nun wollte ich nämlich die restlichen Pferde reiten. Bubi und Rubicon arbeitete ich beide gut durch, da sie bald wieder die ersten Turnierprüfungen anstehen hatten und so übte ich mit den beiden auch viele einzelne Lektionen und ritt zum Schluss noch die ein oder andere Aufgabe durch, sodass beide auch gut geschwitzt aus der Trainingseinheit gingen. Mit Rabbani hingegen ging ich erst eine kleine Runde zum Aufwärmen durchs Feld und ritt ihn nur locker in allen Gangarten auf dem Platz, da jetzt zur Vormittagszeit langsam die Sonne heraus kam. Er hatte sich in letzter Zeit auf den Turnieren gut gemacht und so wollte ich heute nur ein wenig locker reiten. Nach ihm war Golden Lights an der Reihe, meine neue vierjährige Westfalenstute. Die kleine führte ich zum Aufwärmen noch um den See und auf dem Platz ritt ich sie auch nur schön flüssig in allen drei Gangarten auf beiden Händen. Sie machte sich sehr gut und blieb immer schön bei mir, das gefiel mir an Goldi sehr. Nach einer guten halben Stunde ließ ich die Zügel aus der Hand kauen und ritt noch etwas Schritt am langen Zügel. Dann stieg ich ab und ging mit ihr zurück in die Stallgasse, wo ich die Palominostute vom Zubehör befreite und sie gleich auf die Weide brachte. Auch die anderen achte entließ ich nun auf die Weide und nachdem jetzt alle meine Pferde auf der Weide waren ging ich ins Wohnhaus, denn es war langsam Mittagszeit und ich hatte Hunger bekommen.
    • Elii
      Pflegebericht 1. November 2014 - Arbeit an der Longe
      2787 Zeichen, von Rajandra

      Fröhlich schnappte ich mir Glodi’s Halfter aus der Sattelkammer und lief dann zu der Koppel, auf der die Stute stand. „Na Goldi, alles fit?“, sagte ich lachend zu ihr als ich das Koppeltor öffnete und zu ihr hineintrat. Ich streichelte sie ein wenig und zog ihr dann das Halfter über und verschloss es sorgfältig. Anschließend führte ich sie zum Putzplatz, wo ich ihr die warme Decke abnahm den Schlamm von der Koppel aus dem Fell bürstete. Dank der Decke war sie nur am Bauch und den Beinen etwas schmutzig, sodass ich schon bald fertig war. Die Hufe spritzte ich mit Wasser grob ab und kratzte sie dann aus um die kleinen Steinchen von der Koppel zu entfernen. Zum Schluss kämmte ich noch Mähne und Schweif ehe die hübsche Palominostute endgültig sauber war. Für das heutige Longentraining würde ich nur eine einfache Longe und den Kappzaum von Goldi brauchen, sodass ich die Utensilien schnell aus der Sattelkammer holte und ihr den Kappzaum anlegte. Zuerst hakte ich einen Strick am mittigen Ring ein und führte sie in die Reithalle, in der es glücklicherweise deutlich wärmer war als draußen, wo ein Herbststurm zeigte was er konnte. In der Halle führte ich sie erst zwei Runden im Schritt auf jeder Hand ehe den Strick losmachte, ihn auf die Bande der Reithalle legte und dann die Longe einhakte. Da Goldi am Kappzaum noch nicht sehr erfahren war wählte ich den mittleren Ring auf dem Nasenrücken und hakte befestigte dort die Longe. Dann führte ich sie wieder im Schritt an und ließ die Longe nach und nach länger, bis Goldi sich schließlich auf einer schönen Zirkellinie bewegte. Die Longe hing locker über dem Boden und die Stute dehnte sich schön vorwärts abwärts. Nach drei Runden machte ich einen Handwechsel und trabte sie dann an. In den ersten Schritten versuchte sie etwas nach außen abzuweichen, gab dann jedoch brav dem Druck nach und behielt die Zirkellinie bei. Ich longierte sie einige Runden auf beiden Händen bis sie sich wieder komplett an den für sie noch recht neuen Kappzaum gewöhnt hatte und fing dann mit der ersten Galopparbeit an. Ich versuchte den Galopp möglichst langsam und versammelt zu halten, was jedoch dazu führte, dass Goldi nicht genug Hinterhandaktivität zeigte und immer wieder in den Trab fiel. Zur Erleichterung legte ich zwei Stangen auf die Zirkellinie und ließ sie darüber galoppieren. Da sie über den Stangen immer zu einem kleinen Sprung ansetzte hielt sie nun den Galopp, sodass ich sie lobte und dann die Aufgabe beendete. Ich ließ sie noch etwas locker traben ehe ich die Longe entfernte und sie zum Abschwitzen im Schritt führte. Anschließend brachte ich sie zurück in die Stallgasse, wo ich sie direkt eindeckte, damit sie sich nicht erkälten würde und brachte ihr etwas Kraftfutter, bevor sie wieder zurück auf die Koppel durfte.
    • Elii
      Tierarztbericht 4. Februar 2015
      4838 Zeichen, von Eddi

      Heute stand ein Großbesuch bei Rajandra auf dem Gestüt an. Wie jedes Jahr machten wir alle Pferde an einem Tag. So hatten wir zwar alle Hände voll zu tun, dafür dann aber wieder ein Weilchen Ruhe. Es war erst kurz nach um acht, als ich schon bei Rajandra auf der Matte stand. In der linken hatte ich meine Tierarzttasche und mit der rechten begrüßte ich Rajandra. Wir gingen gemeinsam geradewegs in den Stall, denn zum Quatschen würden wir heute definitiv genug Zeit haben. Im Stall begrüßten uns zwei Thermoskannen Kaffee und bereits der erste am Putzplatz angebundene Patient. "Na, dann, auf gehts!", meinte ich grinsend und begrüßte die Stute Seference Surprime. Schnell warf ich einen Blick in Augen und Maul, hörte dann Herz und Lunge ab, ehe ich ihre Körpertemperatur kontrollierte und sie dann von oben bis unten abtastete. Die Stute war topfit, also gab es die Impfungen und danach noch die Wurmkur. Ein Stallbursche band die Stute los und brachte sie zurück in ihre Box. In der Zwischenzeit hatte Rajandra bereits Atraxe geholt und festgebunden. Auch die Fuchsstute nahm ich erst einmal unter die Lupe, um sicher sein zu können, dass sie körperlich fit war. Dann bekam auch sie die drei Impfungen und die Wurmkur, welche sie mit schwindender Begeisterung in ihrem Maul herumschob. Nun war Pete's Peppermill an der Reihe. Ich kannte den kleinen Hengst schon lange und hatte immer neugierig seinen Werdegang verfolgt. Pete war ein hübscher Wallach und hatte bei Rajandra sein endgültiges Heim gefunden. Er war aber auch ein wirklich lieber Kerl und hielt auch während der Untersuchung und den Impfungen wunderbar still. Das konnte man von dem großen Hengst Bubi, der danach dran war, nicht behaupten. Ständig wich er zurück und zappelte herum. Rajandra und ich hatten alle Hände voll zu tun, ihn davon zu überzeugen, dass ich ihn nicht fressen wollte. Die Impfungen waren das schlimmste und alle Beteiligten waren froh, als der Braune wieder in seiner Box stand. Rubicon und der Vollblüter The Post War Dream machten stattdessen keine Probleme und waren beide innerhalb von zehn Minuten fertig. Die mausgraue Stute Obscured by Clouds war hingegen nicht so angetan von mir, hielt aber dennoch einigermaßen still. Umso dankbarer war ich dann um Fanja, die alles brav über sich ergehen ließ und schnell zurück in ihre Box durfte. Mit hocherhobenen Kopf schritt nun Dante auf den Putzplatz und er wirkte die ganze Zeit ziemlich beleidigt, während ich ihn untersuchte und impfte. Wenigstens hielt er aber still, so dass ich ihm seine Abneigung verzieh. Als nächstes war der Araberhengst Rabbani an der Reihe. Nachdem ich ihn körperlich untersucht, geimpft und entwurmt hatte, sollte ich auch noch einen Blick in sein Maul werfen. Rabbani gefiel die Maulsperre gar nicht, aber da er mich sonst nicht an seine Zähne ließ, musste das sein. Der Hengste hatte hinten am Backenzahn einen kleinen Haken, der zwar noch nichts angerichtet hatte, aber trotzdem weg musste. Als das gemacht war, durfte auch der Fuchs wieder verschwinden. Seufzend schaute ich auf die Uhr, wir lagen bisher gut in der Zeit! Late Night Tales war zwar nicht vom Tierarzt begeistert, benahm sich aber einigermaßen, auch wenn er mir mehr als einmal mit voller Absicht auf den Fuß trat. "Danke...", murmelte ich und gab ihn einen leichten Klaps auf die Kruppe, als er wieder weggeführt wurde. Dafür war Svea lieb, welche sich sogar ein wenig kraulen und kuscheln ließ, während ich sie untersuchte. Langsam neigten wir uns dem Ende des ersten Stalles zu, also sammelte ich noch einmal alle Kräfte für die letzten vier Pferde. Der Hengst Aestas Amor kannte den Tierarzt gut und benahm sich einwandfrei. Silberstern zappelte etwas herum, ließ aber für ein Vollblut alles brav über sich ergehen. Nur die Zahnuntersuchung fand er gar nicht toll. Leider musste ich dem Hengst aber auch einen Hengstzahn ziehen, welcher schief gewachsen war und nun drohte, ihm ständig ins Zahnfleisch zu pieksen. Doch dank der Betäubung spürte der silberne Hengst kaum etwas und auch wenn er danach etwas betrübt in der Box stand, schien es ihm gut zu gehen. Er bekam noch ein leichtes Schmerzmittel und dann verließen wir ihn. Die große Stute Spring Break kannte den Tierarzt eigentlich schon in und auswendig, machte aber trotzdem jedes Mal aufs neue Probleme. Umso dankbarer war ich, als wir dann endlich sie fertig hatten. Das letzte Pferd in diesem Stall war Golden Lights. Die Stute war noch nicht lange bei Rajandra, benahm sich aber einwandfrei. Auch bei ihr sollte ich die Zähne kontrollieren, aber da dort alles in Ordnung war, konnte ich Golden Lights schnell wieder entlassen. Gemeinsam mit Rajandra setzten wir uns in das Reiterstübchen, tranken Kaffee und begannen nacheinander die Impfpässe zu öffnen, so dass ich die Impfungen eintragen, unterschreiben und abstempeln konnte.
    • Elii
      Pflegebericht 24. März 2015
      1776 Zeichen, von Stelli

      Um Rajandra nicht noch mehr Sorgen und Kummer zu bereiten, erklärte ich mich bereit, ihre Pferde zu versorgen. Ich ging zuerst in den Turnier und Zuchtpferdestall und fing dort mit meiner Arbeit an. Zuerst stellte ich Stuten und Hengste getrennt nach draußen auf Paddocks oder Koppeln. Seference Surprime und Atraxe kamen zusammen raus, genau wie Petes Peppermill und Bubi. Im Stall zurück nahm ich mir Rubicon und The Post War Dream, stellte die beiden Hengste jedoch einzeln auf je ein Paddock. Obscured by Clouds und Fanja stellte ich mit auf die Stutenkoppel. Der Schimmelhengst Dante kam, genau wie Late Night Tales auf einen Hengstpaddock. Aestas Amor kam mit seinem Kumpel Silberstern auf ein kleines Koppelstück. Anschließend stellte ich Spring break und Golden Lights auf die Stutenkoppel dazu. Danach ging es zu dem Westernpferdestall. Auch dort durften die Pferde auf die Koppel. Wieder im Zweierpack stellte ich Candy and a Currend Bun und On the Turning Away auf die Stutenkoppel westlich des Stalls. Der Hengst Interstellars Overdrive kam einzeln auf ein Hengstpaddock. Wearing the Inside Out, Silky Rose Chex und Shattered Glass dagegen kamen zu den Stuten dazu. Die hengste Chapter 24, Alans Psychodelic Breakfast, Elasso, The Blister Exists verteilte ich wiederrum auf Paddock und Hengstkoppeln. Die Pferde im Fohlen und Jungpferdestall standen entweder im Offenstall oder in Paddockboxen. Trotzdem durften diese heute alle zusammen auf die Weide. Demnach brachte ich Ceredwen, Little Askim, Piccobello, Burnin' Malcolm, Crest und Ilviny nach draußen. Als alle Pferde draußen waren mistete ich die Boxen ab und streite sie frisch über, machte danach Futter und gab den Pferden Heu. Ich hinterließ Rajandra eine kurze Message, dass ihre Pferde versorgt waren.
    • Elii
      Pflegebericht 13. August 2015
      2402 Zeichen, von Eddi

      Ich hatte Rajandra versprochen, ab und an bei ihr vorbeizuschauen und ihr unter die Arme zu greifen. Heute war im Kalender ein dickes rotes "GTH" eingeschrieben und ich erahnte bereits, dass ich spät dran war, weil ich es total vergessen hatte. Eilig frühstückte ich zu Ende und zog mich dann an, um mich dann so schnell wie möglich auf den Weg zu Rajandra zu machen, so wie es aussah, war ich heute auch mit den Pferden alleine dran, aber wenn ich Glück hätte, würde Stelli zumindest auch einmal kurz vorbeischauen und mir helfen. Doch nun hieß es erst einmal füttern und rausbringen. Das war bei den ganzen Pferden gar nicht so leicht und es dauerte ein Weilchen, ehe ich damit durch war und mich den Boxen widmen konnte. Wie erwartet kam Stelli tatsächlich vorbei und zu zweit waren die Boxen wesentlich schneller sauber. Wir wollten ein wenig die Fohlen betüddeln, weshalb wir uns zuerst Ceredwen und Little Askim holten, die beiden putzten und spazieren gingen. Danach waren Piccobello, Burnin' Malcolm und Crest an der Reihe. Ich half putzen, ehe Stelli die drei in der Halle laufen ließ und in der Zwischenzeit putzte ich noch Ilviny und brachte sie dann wieder auf die Weide. Stelli half mir auch noch bei einem Teil der Zucht- und Sportpferde, so dass dann bereits Seference Surprime, Atraxe, Pete's Peppermill, Bubi und Rubicon fertig waren, als Stelli sich wieder verabschiedete. Genug zu tun hatte ich aber trotzdem noch. The Post War Dream und Obscured by Clouds packte ich in die Führanlage und in der Zwischenzeit holte ich Fanja, putzte und longierte sie. Danach waren Dante und Late Night Tales an der Reihe, welche gemeinsam Freispringen durften. Aestas Amor und Silberstern putzte ich nur gründlich und brachte sie dann zurück. Spring Break und Golden Lights wiederum ritt ich heute sogar noch und schon waren die Turnierpferde geschafft. Nun waren die Westernpferde an der Reihe, da ich mich dort aber nicht so gut auskannte, beließ ich es lieber beim Putzen und der Bodenarbeit. Im Schnelldurchlauf kümmerte ich mich dementsprechend um Candy and a Current Bun, On the Turning Away, Interstellar Overdrive, Wearing the Inside Out, Chapter 24, Alans Psychodelic Breakfast, Elasso, The Blister Exists, Shattered Glass und Silky Rose Chex. Der Tag neigte sich dann auch schon dem Ende zu, also machte ich die Abendrationen Heu fertig, holte die Pferde rein und fütterte sie gründlich.
    • Elii
      Pflegebericht 15. April 2016 - Neuankömmling und Stangenschubsen
      2550 Zeichen

      Durch die Zeitung erfuhr ich von einer Gestütsauflösung. Der Besitzer des Hofes konnte schon eine geraume Zeit die Rechnungen nicht mehr begleichen, sodass die Pferde nun zwangsversteigert wurden. Auch eines von meinen ehemaligen Vermittlungspferden war darunter. Eine wunderschöne isabellfarbene Westfalenstute, die eigentlich für den großen Springsport vorgesehen war, nun allerdings eine viel zu lange Zeit untrainiert auf der spärlich bewachsenen Koppel stand. Trotz alledem sah der Check Up des Tierarztes gut aus und so sollte ihrer Karriere nichts im Wege stehen. Wackelig stapfte sie vom LKW, hatte sie doch geraume Zeit nicht mehr auf so einem Teil gestanden. Als es geschafft war, wurde sie auf einen abgesteckten Bereich gestellt und vergnügte sich im leuchtendgrünen Gras. Die anderen Stuten schauten immer wieder über den Zaun von der gegenüberliegenden Koppel, vor allem da die neben Golden Lights stehende Tavasz die Neue immer wieder auf die andere Seite ihres Bereichs schickte. Doch gab sich Tavasz erst einmal (halbwegs) einverstanden, dann war auch die restliche Stutenweide anderen Pferden freundlich gesittet. Der schwarze Wachhund tat ihren Job gut, nach zwei bis drei Stunden allerdings verstand sie, dass die blonde Schönheit völlig ungefährlich und ab jetzt teil des Hofinventars sein würde. Der Zusammenführung, die in den nächsten Tagen anstehen würde, stand somit nichts mehr im Wege.
      Während die zwei Stuten ruhig grasten, kümmerte ich mit Colin und Nate zusammen um Poppysmic, Ékes und schließlich Colored Belle. Alle drei nahmen heute bei unserer Stangenstunde von einem auswärtigen Trainer teil.
      Während wir die Pferde aufwärmten und locker machten, baute der Trainer ein wahres Labyrinth an Stangen auf und schickte uns immer wieder von anderen Richtungen darüber. Zwischendurch wurde es mehrmals umgebaut, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen und andere Bereiche zu trainieren. Für Colored Belle war die Arbeit mit Stangen immer noch eher nervig, aber langsam aber sicher hatte sie genug Routine, um sich nicht aufzuregen. Poppy und Ékes tapsten brav hinterher, auch wenn Beide um einiges größere Schritte machen musste. Für die dressurgeübten Stuten stellte dies allerdings kein Problem dar, war der Raumgriff doch ein vielgelobtes Merkmal bei den Prüfungen. Nach einer Stunde war das Training beendet und sowohl Mensch, als auch Tier waren erschöpft, aber glücklich. Nach einer entspannten Runde im Gelände ging es für das Trio zurück auf die Koppel, was sie nutzten um sich noch einmal richtig einzuschweinen.
    • Elii
      Pflegebericht 13. Mai 2016 - Allein Allein
      5227 Zeichen

      Mein Tag versprach anstrengend zu werden, da Nate und Colin nur Dark Intention und Cloud Nine machen konnten, bevor sie ihren freien Tag antraten.

      Für mich stand Kalzifer früh morgens gleich als erster auf dem Plan, da wir unbedingt noch ein paar Lektionen vor der anstehenden M Dressur üben mussten und anscheinend hatte er nach der ersten Nacht auf der Koppel überhaupt keine Lust mehr irgendwas zu tun. Er war einer der wenigen, die jetzt schon manche Nächte auf der Koppel verbrachte, da auf seinem Koppelbereich eine Weidehütte stand und er sich so vor der recht kalten Nacht schützen konnte. Auch Csíny stand bereits das erste Mal nachts draußen, hatte aber recht viel Lust, beim Geländeparcour mitzuarbeiten. Wir nahmen nur vereinzelte Sprünge und konzentrierten uns darauf viel Schritt zu gehen, da auch er am Wochenende eine Vielseitigkeit gehen sollte und dafür in top Kondition sein musste. Auch Flavor of the Month sollte am Wochenende in der Dressur vorgestellt werden, allerdings arbeitete ich bei ihm nur an lockeren, fleißigen Gangarten im vorwärts/abwärts. Wie gewohnt arbeitete er fleißig mit.

      Bei den Stuten standen zum Glück nicht so viele an, da wir bei Coloured Belle momentan wieder Rückschläge verzeichneten, Ékes und Tavasz ihren freien Tag hatten und Golden Lights noch immer in der Aufpäppelphase war und nur jeden dritten Tag longiert wurde oder an der Hand ins Gelände ging. Übrig blieb also Poppysmic, die mich kauend am Zaun begrüßte. Die kleine Reitponystute sollte heute auf den Springplatz, Nate hatte mir dafür extra einen Parcours in E-Höhe und ein paar Cavalettis und Trabstangen aufgebaut. Diese galt es als erstes zu überwinden, bevor wir uns dann langsam an den Parcours machten. Die Stute konnte zwar unheimlich gut springen, war aber sehr unsicher am Sprung und bremste sofort ab, wenn der Reiter ihr nicht die nötige Sicherheit gab. Am heutigen Tag parkte sie nur zwei Mal, weil ich kurz zur Seite blickte, aber die ansonsten arbeitete sie konzentriert mit.

      Als ich abgesattelt und Poppysmic aufgeräumt hatte, schaute ich kurz bei Cressi und Baila vorbei. Die beiden Jungspunde hatten ihre Vier-Tage-Arbeitswoche ebenfalls hinter sich und freuten sich über ihren Tag auf den Koppeln. Da Weltwunder dieses Jahr ihren dritten Geburtstag feiern konnten, durften sie nun zwei Mal die Woche für zehn Minuten an der Longe joggen und das ein oder andere Mal den Sattel anprobieren. Da Dauen heute als erstes Mal den Sattel aufbekommen sollte und meist sehr skeptisch allem gegenüber stand, legte ich nur den leichten Lammfellsattel auf ihren Rücken. Mit Widerwillen duldete sie das komische Ding auf ihren Rücken und vergas es recht schnell, als sie mit Mohrenstücken vollgestopft wurde. Weltwunders Joggingrunde verlief wie immer sehr gut, denn momentan durfte sie noch munter in der Gegend rumschauen, ohne korrigiert zu werden.
      Nach gefühlten hundert Stunden konnte ich mich endlich unter die warme Dusche stellen und danach in Jogginghose und Hoodie vor den PC setzen. Eigentlich wollte ich nur kurz ein paar Dinge checken, bevor ich die anderen nach ihren Plänen für den Abend fragen wollte.
      Das hatte sich allerdings schnell geklärt, als ich die Startseite von Facebook vor mir hatte..

      Erneut schüttete ich Rotwein in mein Glas. Zugegeben, manch einer meinte schon, es wäre nur für Dekozwecke. Aber wo Rotweinglas drauf steht, muss Rotwein rein.
      Ich leerte es mit einem großen Schluck und setzte dann das genervte Anstarren meines PC Bildschirms fort. Kaum war man einen Tag in der Stadt, machten sich alle anderen Bewohner unseres Hof-Fünfecks auf den Weg nach England. Zaii zählte nicht, denn diese machte mal wieder Urlaub in Deutschland, während ihre Bediensteten sich um die Pferde hier kümmerten. Doch nicht nur Jojo, Gwen und Elisa hatten mich verlassen. Auch Nate und Colin verbrachten ihren freien Abend damit, durch die Nacht zu ziehen, sodass ich ganz alleine daheim rumsaß.
      Meine Beine hatte ich zu mir auf den Schreibtischstuhl gezogen, sodass ich meinen Kopf auf die Knie legen konnte und so in meiner Einsamkeit langsam aber sicher einen Nackenkrampf bekam.
      Sollten die Spaß haben, würden sie es bereuen. Ich murmelte einige Schimpfwörter in die um mich gewickelte Kuscheldecke und klickte dann den Facebookbeitrag über die Versteigerung der Pineforest Stables mit dem dazugehörigen Bild weg. Breit grinsend standen diese vermaledeiten dort. Ohne mich. Dabei hätte ich mich gerne mal wieder richtig schön angezogen.

      Ich rutschte von meinem Stuhl, schnappte mir mein Notebook und sprang mit Anlauf auf das Sofa. Man könnte meinen, dass um 20.15 Uhr gute Filme kommen könnten, aber anscheinend hielt man das nicht für nötig, war ich ja die einzige die ihr armes, tristes Leben heute auf dem Sofa verbrachte. Ich schaltete also die Stereoanlage ein, suchte bei Spotify nach Polarkreis 18 und ließ das Lied durch das ganze Haus schallen. Und dann tat ich das, was in solchen Situationen das einzig richtige war: Frustshoppen. Und während ich bei Kiko Nagellacke in den Warenkorb dachte, erinnerte ich mich an die Worte der anderen, doch für sie das nächste Mal mitzubestellen.
      HA! Rache ist süß. Ich würde schon dafür sorgen, dass sie den Kiko Karton sehen würden.
    • Elii
      Pflegebericht 09. August 2016 - Bauernrennen
      2891 Zeichen

      Auch wenn es so überhaupt nicht unser Metier war, starteten Colin und ich heute auf Colored Belle und Golden Lights ein Galopprennen. Zugegeben, es war nur ein so genanntes Bauernrennen und weit weg von professionell, aber trotzdem hatten wir fleißig geübt. Viel Galopp im Gelände sorgte für ordentlich Kondition und Schubkraft, sodass wir guter Dinge waren eventuell sogar einen Preis abzuräumen.


      Die beiden Stuten starteten in zwei hintereinander folgenden Rennen, da der Ansturm auf das Event so groß war, dass es zusätzlich Unterteilungen geben musste. Da wir noch Zeit bis zu den Starts hatten, stiefelte ich los und holte uns etwas zu essen. Für mich eine Currywurst mit Pommes, Colin bekam einen Steakweck und Nate bekam… nichts. Wer nicht ritt, brauchte auch keine Stärkung. Daran würden seine bösen Blicke auch nichts ändern.


      Als die Startzeit näher rückte, sattelten wir auf und packten uns in Sicherheitsweste und Reithelm ein. Die Pferde wurden zunächst lange im Schritt aufgewärmt, danach folgte der Trab und schließlich eine gesittete Runde im Galopp auf jeder Hand. Die restliche Zeit über ließen wir die Pferde Schritt gehen, schließlich sollten sie noch genug Energie für das Rennen haben.


      Langsam trudelten auch Gwen, Jojo und Elisa ein, die es verpasst hatten, ihre Pferde zu nennen. Sie gesellten sich zum missmutigen Nate, der immer trüber dreinschaute. Dass ihn nun drei Frauen bequatschen und sich darüber ärgerten nicht selbst starten zu können, half nicht.


      Während Colin noch auf dem Abreiteplatz blieb, ging es für mich an den Start. Die große isabellfarbene Stute ließ sich auch von ihren nervösen Mitstreitern nicht ablenken und blieb stets bei mir, als wir zum Startlinie ritten. Noch einmal atmete ich tief durch, dann ging es auch schon los. Golden Lights preschte mit einem Satz los, was mich ganz kurz ins Rudern kommen ließ. Schlimmeres konnten der Springsattel und die kurzen Steigbügel zum Glück verhindern. Als ich fest im leichten Sitz positioniert war, war es kein Problem mehr, die Stute auf die innere Bahn zu lenken, um so unseren Vorsprung auszubauen. Leider waren 1400 m auch für sie keine leichte Sache, sodass sich gegen Ende das Tempo reduzierte. In den letzten 200 Metern holten drei andere Pferde auf und kamen, so schien es mir, zeitgleich mit uns ins Ziel.


      Noch einige Meter ließ ich Golden Lights auslaufen, dann parierte ich durch und lobte sie. Schnell sprang ich ab und führte die Stute für die Bahn, musste diese sowieso für die nächste Partie geräumt werden. Colins Ritt konnte ich mir nicht ansehen, da ich ein Pferd zu versorgen hatte, aber anscheinend lief es bei ihm ähnlich.


      Als beide Stuten in ihren aufgebauten Paddocks standen, setzten wir uns an den Rand der Rennbahn und sahen uns das weitere Spektakel an. Bei Nate hatte ich schließlich erbarmen und spendierte eine Bockwurst – verdient hatte er sich die aber nicht.
    • Eddi
      Tierarztbericht 21. August 2016 - Klinik Caen
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      „Gut, und zu wem soll ich dann kommen?“, fragte ich etwas unsicher und hörte am anderen Ende der Strippe ein Handgemenge, ehe ein „Natürlich zu mir, ich habe ein Pferd mehr!“ von Juli Mayers durchdrang. Gerade hatte sie angerufen und um einen Tierarzttermin gebeten, da Elena anscheinend mit bei ihr war, hatte sie auf laut gestellt und so hatte ich spontan statt drei Patienten direkt fünf. Erstaunlicherweise hatte ich heute auch noch genügend Zeit und so vereinbarten wir für den späten Nachmittag einen Termin. So hatte ich noch etwas Zeit für meinen Bürokram und konnte mich dann auch in aller Ruhe auf den Weg machen.

      Auf dem Pine Grove Stud angekommen, wurde ich von einer fröhlichen Juli begrüßt, um deren Beine allerhand Hunde sprangen. „Oh, die sind neu“, meinte ich grinsend und begrüßte auch die Vierbeiner kurz, ehe wir in den Stall gingen. Da doch allerhand Pferde anstanden, mussten wir uns ranhalten.
      Aus dem Grund schaute ich mich auch etwas suchend nach Elena um. „Die kommt bestimmt noch. Wollte her reiten und wie ich sie kenne, hatte sie sich auf ihr Biest gesetzt“, kommentierte Juli meinen Blick locker. Als Tierarzt zuckte man aber doch zusammen, wenn jemand von einem Pferd als „Biest“ sprach.
      Wir begannen bei Juli mit Painted Blur. Der Gute war mir bestens bekannt, denn er hatte seine Fohlenzeit auf meinem alten Gestüt verbracht. Nichtsdestotrotz erkannte ich ihn kaum wieder, denn er hatte sich wirklich zu einem stattlichen Hengst gemacht und war trotzdem im Umgang total brav geblieben.
      Blurry, so wie er liebevoll von seiner Besitzerin genannt wurde, absolvierte brav die Schritt- und Trabrunden an der Hand von Juli und zeigte dabei seine taktklaren Gänge. Zufrieden hielt ich das Paar an und wir gingen gemeinsam zum Putzplatz.
      Dort kontrollierte ich kurz Augen, Ohren und Maul, ehe ich die Lymphknoten abtastete und dann Herz und Lunge abhörte. Blurry blieb dabei ganz stillstehen und benahm sich vorbildlich. Abschließend tastete ich noch die Wirbelsäule ab, aber wie erwartet, entdeckte ich nichts.
      Stattdessen wurde Blurry geimpft und entwurmt und durfte mich dann auch schon wieder verlassen. Während Juli nun eine ihrer Stuten holte, kam auch Elena auf dem Gestüt an, sichtlich aus der Puste und zu Fuß. Aber immerhin hatte sie zwei Pferde mit. Grübelnd schaute ich zwischen der Braunen und dem Palomino hin und her, überlegend, wer das Biest sei.
      „Links“, meinte Juli und hielt Elena dann einen Vortrag, dass sie es ja direkt anders hätte machen können. Bisher hielt ich Juli dann für die Klügere – bis ich Bucky kennenlernen durfte. Sie hatte nicht nur äußerlich Ähnlichkeit mit Elenas Coloured Belle, sondern auch charakterlich.
      Schon beim Vorführen zickte sie rum und als ich sie untersuchte hielt sie kaum still. „Wow, das liegt dann wohl in der Familie“, murmelte ich knapp und erhielt von meinen beiden Kundinnen ein einstimmiges „Hey!!“.
      Nachdem Bucky dann endlich geimpft und entwurmt war, ging es ruhiger weiter mit der Connemarastute Medeia. Die sah nicht nur knuffig aus, sondern war es auch. In aller Ruhe konnte ich den Pupillenreflex kontrollieren, mir die Innenseite ihrer Ohren und ihre Zähne anschauen.
      Auch das Impfen und Entwurmen war kein Problem und obwohl ich sie gerne noch länger behalten hätte, musste ich sie schon wieder gehen lassen. Und es ging mit Elenas beiden Stuten weiter. An sich bevorzugte ich ja die ruhige Stute, aber ich wollte Belle gerne schnellstmöglich hinter mich bringen.
      Tatsächlich war sie noch einen Ticken schlimmer als Bucky und so hingen zwischenzeitlich drei Leute an dem Pferd, nur damit ich einen kurzen Blick ins Maul werfen oder die Nadel ansetzen konnte. Wir waren dementsprechend auch sichtlich abgekämpft, als Belle endlich fertig war. Das erinnerte mich ja schon beinahe an den Film von Spirit.
      Als letztes war Golden Lights an der Reihe. Die Westfalenstute war brav und geduldig während ich sie untersuchte, etwas anderes hätte ich heute dann auch nicht mehr ausgehalten. Brav ließ sie sich impfen und entwurmen und schon waren alle Pferde fertig und ich auch.
      Da Elena noch keine Lust auf den Heimritt hatte und auch Juli sichtlich fertig war, lud sie uns zu Kaffee und Blotz ein. „Bitte was?“, fragte Elena und starrte ihre Nachbarin kritisch an. „Zwetschgenkuchen“, erklärte Juli knapp und gab uns jeweils einen Teller. „Also Pflaumen“, kommentierte ich und erhielt sofort von beiden Seiten böse Blicke. „Okay! Zwetschgen…“
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  • Album:
    1.8 Stuten in der Zucht
    Hochgeladen von:
    Elii
    Datum:
    29 März 2016
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    Rufname: //
    geboren: Mai 2000

    von: Lord Wellington – Westfale
    aus: Great Opportunity – Westfale

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    Rasse: Westfale
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Isabel
    Stockmaß: 169 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Golden Lights besticht durch ihre perfekte Mischung von Temperament und Gutmütigkeit. Die Palominostute besitzt eine enorme Präsenz und Austrahlung, die von ihrer ungewöhnlichen Jacke nocheinmal unterstrichen wird. Im Umgang ist sie zwar nicht ganz einfach aber immer händelbar und sehr verschmust. Unter dem Sattel zeigt sich die junge Stute schon jetzt von ihrer besten Seite und besitzt herrausragende GGA.


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    Erfolge

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    Gewinnerin [SW 444]

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    2.Platz 53. Synchronspringen

    2.Platz 59. Synchronspringen
    3.Platz 62. Synchronspringen
    2.Platz 70. Synchronspringen
    3. Platz 344. Galopprennen
    2. Platz 375. Dressurturnier
    1. Platz 257. Militaryturnier
    2. Platz 136. Synchronspringen
    3. Platz 258 Militaryturnier
    1. Platz 138. Synchronspringen
    1. Platz 373. Springturnier


    Springen A – Dressur E – Military E

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    Gewinnerin [SK 444] Stuten ohne Abstammung

    Decktaxe: 124 Joellen
    Zuchtverleih: //
    Nachkommen:
    Flavor of the Weak* / Hannoveraner [2007] - von Flavor of the Month / Hannoveraner
    Paint it Black* / Holsteiner [2012] - von Painted Blur / Holsteiner
    Golden Cascade / Hannoveraner [2014] - von Flavor of the Month / Hannoveraner
    Flavored Coffee / Hannoveraner [2018] - von Flavor of the Month / Hannoveraner

    offizieller Hintergrund
    Zubehör