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Sammy

Golden Indian Summer

American Quarter Horse| Hengst | gekört | F || WE: S (2) | RE: S (2) | DI: S (2)

Golden Indian Summer
Sammy, 23 Nov. 2014
    • Sammy
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      Ankunft von The Morticians Daughter & Treasure of the Indian Summer
      "Ja wirklich? Oh das wäre wundervoll!", rief ich überglücklich aus. Gerade hatte Ranjit mir versprochen, dass ich ihre gekrönte Paint Horse Stute The Morticians Daughter bekam. Ich hatte die Rappscheckstute schon geliebt, als sie noch im Besitz von Monsterflosse war und für meine zukünftige Zucht stellte Daughter natürlich ein Juwel dar. Ich vereinbarte mit Ranjit, dass sie Daughter in einer Woche zu mir bringen sollte, dann konnte sie die drei Pferde, die ich ihr im Tausch geboten hatte gleich mitnehmen. Außerdem konnte ich sie überreden auf dem Weg zu mir nach England meinen neuen Quarter Horse Hengst abzuholen.
      Den jungen Buckskin hatte ich zwar noch nie gesehen, doch die Anzeige im Internet, sowie die Fotos und Videos von der Besitzerin hatten mich so sehr beeindruckt, dass ich ihn einfach haben musste.
      Fröhlich lief ich hinaus auf die Stallgasse und verkündete meinem Personal die frohen Neugikeiten.

      ***

      Eine Woche später hüpfte ich nervös von einem Bein aufs andere. Es war ein eiskalter, verregneter Novembertag, also nicht gerade das beste Wetter, um zwei wertvolle Pferde von Deutschland nach England zu transportieren.
      Ranjit hatte mich angerufen, nachdem sie meinen Hengst abgeholt hatte, um mir zu versichern, dass alles in Ordnung war. Nun hatte ich jedoch schon seit Stunden nichts mehr von ihr gehört und wartete sehnsüchtig auf ihr Eintreffen.
      Irgendwann kam Samuel um die Ecke, packte mich am Ärmel und zog mich mit sich in den Stall.
      "Du holst dir noch den Tod, wenn du weiter da draußen rumstehst! Nichtmal die Pferde wollen bei dem Wetter raus. Wir haben die Boxen gerichtet, es ist alles für die Ankunft der beiden bereit. Und es wird ihnen auch gut gehen."
      Ich nickte und machte mich daran, die ohnehin schon aufgeräumte Sattelkammer neu zu ordnen. Samuel schüttelte nur lachend den Kopf, als plötzlich eine Hupe ertönte.
      Sofort sprang ich auf und rannte zur Hofeinfahrt, um Ranjit zu zeigen, wo sie hinmusste. Ich lotste sie mit ihrem Vierer-Hänger die Auffahrt entlang, bis kurz vor den Stall. So wurden die beiden Tiere nicht nass.
      Dann begrüßte ich Ranjit und half ihr dabei, die Klappe des Hängers herunterzulassen, um mich sofort The Morticains Daughter zu widmen. Die wunderschöne Rappscheckstute streckte mir ihren feinen Kopf entgegen und ich strich ihr sanft über die weiße Nase. Dann band ich die Paint Stute ab und führte sie aus dem Hänger. Dort drückte ich Samuel ihren Strick in die Hand und wies ihn an, die Stute in ihre neue Box zwischen BBs Harmony und Barakah al Sanaa zu bringen.
      Gleich darauf kam ich mit dem Hengst Treasure of the Indian Summer aus dem Hänger und übergab den wunderschönen Sooty Buckskin an Donald. Der schöne Quarter Hengst sollte in Zukunft zwischen Dream of Wyoming und Black Soul stehen.
      Als ich beide Pferde gut versorgt wusste, zeigte ich Ranjit den Stall. Sie war hellauf begeistert und lobte mich über alle Maßen für das schöne Gestüt, dass ich mir hier aufgebaut hatte.
      Ich lud sie auf eine Tasse Kaffee ein und fragte sie dabei darüber aus, wie die Fahrt verlaufen war.
      Sie meinte, das Fahren sei recht anstrengend gewesen, aber am schlimmsten hatte sie die Überfahrt empfunden. Sie war sich auch nicht sicher, ob heute noch eine Fähre zurück ging.
      Also bot ich ihr an, die Nacht in meinem Gästezimmer zu verbringen und zu sehen, ob das Wetter morgen besser war. Ranjit stimmte sichtlich erleichtert zu und ich zeigte der erschöpften Frau ihr Zimmer.
      Nachdem ich meinen Pflegern geholfen hatte, die Pferde zu versorgen und mich nochmals versichert hatte, dass es meinen beiden Neuzugängen gut ging, bereitete ich in der Küche ein heißes Abendessen für alle zu, rief Ranjit ins Esszimmer und wartete gemeinsam mit ihr auf Meg, Brian, Samuel und Donald. Meine Pfleger waren wie immer sehr gesprächig und nahmen Ranjit gewohnt freundlich in die Runde mit auf.
      Um halb elf verabschiedeten sich meine vier Helfer, da sie ja am nächsten Morgen schon wieder sehr früh auf den Beinen sein mussten. Ich räumte zusammen mit Ranjit die Küche auf und wünschte meinem Gast dann eine Gute Nacht.
      Am nächsten Morgen war ich bereits vor meinen Pflegern im Stall und starrte bewundernd Indian Summer an. Der junge Hengst hatte eine wirklich außergewöhnliche Fellfarbe und ich war schon sehr gespannt zu sehen, wie er sich im Training machen würde.
      Der Tag heute versprach recht schön zu werden, also putzte ich die drei Pferde, die Ranjit im Tausch gegen Morticains Daugther bekommen sollte. Zuerst den Schweren Warmbluthengst Demon`s Boy, dann seine Schwester Damon`s Girl und zum Schluss noch Hollybrook`s Tinkerbell, ein Nachkomme von meinem Dream of Wyoming und Morticains Daughter.
      Gerade als ich alle drei ordentlich geputzt hatte, kam Ranjit auf mich zu.
      "Oh gut, du bist schon dabei die drei fertig zu machen. Ich würde gern in einer halben Stunde los, damit ich so früh wie möglich auf die Fähre komme. Vielleicht schaffe ich es dann sogar, noch im hellen nach Hause zu kommen.", sagte sie fröhlich.
      Ich nickte und half ihr dabei, die Tiere transportfertig zu machen. Kaum eine Viertelstunde später standen alle sicher angebunden im Hänger und Ranjit konnte sich auf den langen Heimweg machen.
      Heute hatten meine beiden Neuankömmlinge noch frei, doch morgen wollte ich bereits langsam mit dem Training beginnen, damit vor allem Indian Summer für die kommenden Körungen fit war.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Distanz E-A
      "Hallo Summer! Na, mein Schöner, wie gehts dir heute?", fragte ich liebevoll meinen Neuzugang, während ich bestimmt Black Soul`s Kopf aus dem Weg schob, um zur Box meines Quarter Hengstes zu gelangen. Der Rappe schaute mich ein wenig beleidigt an, dann wandte er sich um und hängte den Kopf über die halbhohe Außentür der Box. Der junge Sooty Buckskin hatte mittlerweile genug Zeit zum eingewöhnen bekommen und da ich ihn die letzten beiden Male nur auf dem Platz bewegt hatte, war heute endlich einmal ein Geländeritt an der Reihe. Dabei wollte ich Summer auch gleich im Distanzreiten auf Klasse A trainieren.
      Dieses Training würde sich zwar etwas über einen Monat hinziehen, aber irgendwann mussten wir ja damit beginnen.
      Ich holte den schönen Quarter Hengst aus seiner Box, brachte ihn unter den strafenden Blicken meines Elitehengstes Hollybrook`s Cheeky Jot nach draußen, putzte ihn gründlich auf dem überdachten Putzplatz und hiefte dann den Westernsattel auf Summer`s Rücken. Nachdem ich ihn auch getrenst hatte, rückte ich das Lammfell zurecht, zog meine Jacke ganz zu und schwang mich behände in den Sattel. Ich hatte selbst noch nicht viel Gelegenheit gehabt, die Gegend um mein Gestüt herum zu erkunden, doch das würde ab heute anders werden.
      Golden Indian Summer schritt gleichmäßig aus und ich sah lächelnd auf seine wippende schwarze Mähne hinab. Der Hengst war wirklich ein wahrer Glücksgriff gewesen und ich konnte seine Körung kaum noch abwarten. Er würde sicherlich wundervolle Fohlen zeugen.
      In der Satteltasche hatte ich ein paar Leckerchen, ein Pulsmessgerät und eine große Thermoskanne Tee für mich, damit ich im Sattel nicht steif fror. Ich hatte das Training für die Klasse A jedoch absichtlich in den Winter gelegt, da wir hier nicht so fürchterlich weite Strecken zurücklegen mussten. Das Training für die höheren Klassen würde ich dann im Frühjahr und im Herbst abhalten.
      Staunend ritt ich Summer im Schritt durch den New Forest und konnte mich kaum an der Schönheit um mich herum satt sehen. Wir würden heute nur etwa 15 Kilometer im Schritt zurücklegen, auf denen ich mehrmals Summer`s P/A-Werte überprüfen und vermerken würde. Als wir die ersten fünf Kilometer hinter uns gebracht hatten, sprang ich aus dem Sattel und kontrollierte Summer`s Werte.
      Als wir schließlich wieder auf dem Hof angelangt waren, umarmte ich den Quarter Hengst glücklich. Das war ein sehr guter Einstieg gewesen, sodass ich nicht an unserem Erfolg zweifelte.

      ***

      Auch die nächsten Trainingseinheiten gingen nicht über die 15 Kilometer hinaus. Allerdings baute ich nach und nach ein paar Trabphasen ein, um den Hengst ein wenig mehr zu fordern. Als das gut klappte, erhöhte ich die Länge meiner Strecke ganz allmählich auf 40 Kilometer. Dann wechselte ich immer wieder zwischen kurzen Trabritten und langen Schrittritten ab, bis der Hengst schließlich soweit war, auch auf den 40 Kilometer-Ritten streckenweise zu traben.
      Als das alles gut klappte, war es an der Zeit, das Gelände ein wenig anspruchsvoller zu gestalten. Ich baute nun somit auch kleine Steigungen in meine Strecke mit ein. Nach guten vier Wochen Training hatten Summer und ich unser Ziel schließlich erreicht: Wir schafften eine 40 Kilometer lange Strecke mit leichten An- und Abstiegen, langen Trabphasen und das alles, während Summer flott wieder auf den angestrebten Puls von 64/64 zurückkam. Nach unserem Abschlusstraining für den Aufstieg zur Klasse A, wurden wir bereits von meinem Personal erwartet, die uns freudig um den Hals fielen. Vor allem Samuel`s Augen leuchteten, denn er kümmerte sich hauptsächlich um Summer und war natürlich stolz auf seinen Schützling. Zumal ich ihm auch in Aussicht gestellt hatte, später selbst mit Summer Distanzturniere zu bestreiten. Fröhlich versorgten wir den Hengst und gingen dann in mein Haus, um uns einen schönen warmen Tee und ein paar frisch gebackene Plätzchen schmecken zu lassen.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Western A-L
      "Hallo Summer mein Schatz! Bereit für ein bisschen Arbeit?", fragte ich meinen jungen Quarter Horse Hengst liebevoll. Nachdem wir vor kurzem unser Distanztraining erfolgreich absolviert hatten, woll ich den Hengst nun auch im Western trainieren. Momentan war es sehr kalt, doch wir hatten ja die große Reithalle zur Verfügung.
      Ich holte Golden Indian Summer aus seiner Box, brachte ihn zum Putzplatz und fuhr mit gleichmäßigen Bürstenstrichen über sein Fell. Als Summer sauber war, legte ich den schweren Westernsattel auf seinen Rücken, trenste ihn auf und führte den Hengst anschließend in die Halle.
      Heute standen Übungen für die Klasse L auf unserem Programm, doch ich war mir ziemlich sicher, dass Summer damit keine größeren Probleme haben würde.
      In der Halle angekommen, befreite ich Summer zunächst wieder von Sattel und Zaumzeug, um die Bodenarbeit der Klasse A zu wiederholen. Also begann ich damit, Summer im Schritt und Trab um mich herumgehen zu lassen, wobei ich nur meine Stimme und meine Körpersprache benutzte, um ihn zu steuern. Nachdem der Hengst auf beiden Händen galoppiert war, rief ich ihn wieder zu mir und strich ihm lobend über die weiße Stirn. Als nächstes übten wir das geschlossene Halten. Immerhin sollte Summer dies später aus dem Sliding Stop heraus beherrschen, weshalb es wichtig war, bereits jetzt die Grundlagen dafür zu legen.
      Nun war es an der Zeit, die Seitengänge zu üben. Dazu stellte ich mich neben Summer und tippte ihn an der Flanke an. Der Hengst verlagerte sofort sein Gewicht, weshalb ich ihn lobte und das ganze gleich noch einmal probierte. Diesmal ließ ich den Druck allerdings bestehen, bis Summer einen Schritt zur Seite machte. Als Summer zuverlässig mit der Hinterhand auswich, war es an der Zeit auch seine Vorhand mit einzubeziehen. Nun tippte ich ihn also nicht nur an der Hinterhand an, sondern legte gleichzeitig meine linke Hand auf seine Schulter, um auch dort Druck auszuüben.
      Golden Indian Summer hob ein wenig verwirrt den Kopf und sah mich aus seinen rießigen Augen an, doch schließlich machte er auch mit dem Vorderbein einen zögerlichen Schritt zur Seite. Ich lobte ihn, indem ich ihn an seiner Lieblingsstelle am Widerrist kraulte und machte dann weiter. Wir wiederholten das ganze mehrmals, auch auf der anderen Hand, bevor ich Summer flott wieder aufsattelte und mich auf seinen Rücken schwang.
      In diesem Moment betrat Samuel die Halle und setzte sich gespannt auf die Bank.
      Ich sah ihn überrascht an. Normalerweise waren meine Pfleger zu dieser Zeit noch vollauf damit beschäftigt, die vielen Boxen des Gestüts zu säubern. Samuel lachte und meinte: "Keine Sorge, ich bin heute extra zwei Stunden früher aufgestanden, weil ich wusste, dass du Summer trainieren willst. Soll heißen: Meine morgendliche Arbeit ist schon erledigt!"
      Ich schüttelte lachend den Kopf und konzentrierte mich dann wieder auf den Hengst unter mir.
      Als nächstes war es nun an der Zeit das Speed Control von unserem vorherigen Training zu wiederholen und zu festigen. Ich legte sehr viel Wert darauf, dass meine Pferde auf die leiseste Gewichtsverlagerung reagierten. Summer reagierte bereits unglaublich sensibel und es war kein Problem, ihn nur über Gewichtsverlagerungen zu beschleunigen, zu verlangsamen oder zu wenden.
      "Sehr schön mein Kleiner, dann kommen wir jetzt schon zur vorletzten Übung für heute!", sagte ich fröhlich zu Summer, während ich ihn auf der Mittellinie zum Stehen brachte.
      Dann nahm ich die Zügel ganz leicht an und sagte: "Back!" Summer spielte mit den Ohren, dann tat er das was er bisher gelernt hatte: Er wich dem Druck. Ich ließ ihn eine Pferdelänge zurücktreten, dann ließ ich die Zügel locker und Summer stand wie eine eins. Fröhlich kraulte ich ihm seinen glänzenden Hals und auch Samuel zeigte mir den nach oben gereckten Daumen. Neben Levistino war Summer sein neues Lieblingspferd und ich wusste genau, wie sehr er darauf brannte, Summer selbst reiten zu dürfen. Ich hatte den Termin fürs Vorreiten für Februar angesetzt. Dort würde ich mir dann ansehen, wie meine Pfleger auf dem Rücken der Pferde und auch beim Longieren und der Bodenarbeit zurechtkamen.
      Nun fehlte uns aber in der Rückwärtsbewegung noch das Tempo. Wieder nahm ich die Zügel an, gab mein Kommando und während Summer rückwärts trat, schnalzte ich mit der Zunge. Da ich den Druck der Zügel aufrechterhielt, versuchte Summer das für ihn naheliegendste und wurde ein wenig schneller. Sofort gab ich nach und belohnte den intelligenten Hengst.
      Als nächstes beschloss ich heute auch schon einmal das Training für den Sliding Stop zu beginnen. Dieses war sehr aufwändig und wir würden uns der Lektion in vielen kleinen Schritten annähern. Ich galoppierte Summer an und gab ihm dann auf der Mittellinie das Signal zum Halten. Unser Galopp war noch sehr langsam gewesen und trotzdem fiel der Halt wenig elegant aus. Ich ritt Summer erneut an und probierte es gleich nochmal. Diesmal gab ich vor der ganzen Parade jedoch meherere halbe, um Summer auf das Kommende vorzubereiten. Nachdem Summer sehr weich zum Stehen kam, achtete ich vermehrt darauf, dass er auch geschlossen anhielt. Wenn dies nicht der Fall war, tippte ich das entsprechende Bein an und stellte Summer so gerade hin.
      Nach mehreren Anläufen klappte es dann schließlich so gut, dass ich mich der letzten Übung für heute widmen konnte: Dem Schenkelweichen.
      Ich stellte Summer entgegen der Bewegungsrichtung, trieb mit einem Bein seitwärts und legte das andere verwahrend hinter den Gurt. Golden Indian Summer bewegte sich anfangs noch sehr zögerlich, doch nach und nach wurde der junge Quarter Hengst sicherer und führte die Übung auf beiden Händen recht flüssig aus. Ich lobte ihn ausgiebig und ließ mich dann aus dem Sattel gleiten.
      Sofort sprang Samuel von seiner Bank auf und öffnete die Bandentür.
      "Komm, ich nehme ihn dir ab. Du hast doch sicherlich noch einiges zu tun, oder?", bot er mir lächelnd an.
      Ich nickte dankbar: "Ja, allerdings. Ich muss heute noch Barakah und Dead Pop Romance in der Dressur trainieren. Für Barakah steht heute sogar das Training für Klasse S an!", sagte ich mit einem gewissen Stolz in der Stimme. "Ach ja und außerdem steht heute die erste Trainingseinheit mit Safriko auf dem Plan. Und die Fohlen sollte ich auch noch bewegen, immerhin stehen jetzt im Frühjahr wieder die ganzen Fohlenschauen an."
      Samuel lachte, wünschte mir viel Spaß und führte Golden Indian Summer zum Putzplatz, um ihn zu versorgen.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Western L-M
      Bibbernd betrat ich den Stall, indem meine Hengste untergebracht waren. Dafür, dass der Dezember relativ mild gewesen war, hatte es der Januar nun so richtig in sich. Bei uns herrschten Minusgrade und mir graute es schon ein wenig davor, in der eiskalten Reithalle zu trainieren. Es waren zwar eigentlich Heizungen geplant gewesen, doch die Firma hatte Verzögerungen angemeldet und nun standen wir im Januar immer noch ohne Heizung da.
      Ich streichelte liebevoll die Pferdeköpfe, die sich mir entgegen reckten, blieb bei jedem meiner Hengste kurz stehen und kraulte ihn. Als ich meinen Rundgang beendet hatte, ging ich zurück zu der Box, in der mein Quarter Horse Hengst Golden Indian Summer untergebracht war und führte den Sooty Buckskin aus seiner Box. Dann band ich meine neueste Hoffnung in der Stallgasse an. Heute war es mir entschieden zu kalt, um ihn auf meinem überdachten Putzplatz fertig zu machen.
      Ich war gerade dabei, den schweren Westernsattel auf Summer`s Rücken zu hieven,als Samuel und Donald zur Tür hereinkamen.
      "Ah, gut das wir dich treffen! Wir waren gerade hinten an den Koppeln - durch den nassen Schnee und die Kälte ist alles ziemlich vereist, willst du die Pferde trotzdem draußen haben?", fragte Donald mich.
      Ich überlegte keine Sekunde, sondern schüttelte sofort den Kopf. "Nein, das ist mir zu gefährlich. Nicht, dass uns einer ausrutscht. Vor allem Wild Lady Roxanne müsst ihr im Auge behalten, ihr wisst ja, dass sie hoch trächtig ist.", erinnerte ich die beiden Pfleger.
      Ich dachte noch kurz nach und meinte dann: "Ihr könntet euch mal die Paddocks anschauen, die dürften eigentlich nicht vereist sein, da geht ja das Stalldach drüber. Wenn die in Ordnung sind, könnt ihr die Boxen aufmachen, dann können die Pferde selbst entscheiden, ob sie bei dem Wetter nicht doch lieber in ihren Boxen bleiben wollen."
      Donald nickte, während Samuel ein wenig wehmütig auf Summer starrte. Er hing immer mehr an dem jungen Hengst und konnte den Februar kaum noch abwarten, denn für dort hatte ich den Termin für das Vorreiten angesetzt. Immerhin wollte ich in diesem Jahr endlich meine Zucht wieder eröffnen, da war es gut, wenn meine Angestellten mir auch beim Training der Pferde helfen konnten.
      Ich klopfte Summer den glänzenden Hals, legte die grün-goldene Abschwitzdecke auf seinen Rücken und führte ihn dann zur Reithalle.
      Dort angekommen, schickte ich meinen Hengst zunächst rückwärts und seitwärts, als Anknüpfung an unser Training für die Klasse L.
      Als alles zufriedenstellend klappte, schwang ich mich in den Sattel, steckte mir die Enden der Fleecedecke unter die Knie und ritt Summer im Schritt an. Bis zum Frühjahr würde seine Westernausbildung weitestgehend abgeschlossen sein, so dass wir uns dann wieder vermehrt dem Distanzreiten widmen konnten. Und natürlich wollte ich auch Turniere mit dem schicken Hengst gehen.
      Nachdem ich Summer auf beiden Händen gut aufgewärmt hatte, legte ich seine Decke auf die Bande und wiederholte das Rückwärts- und das Seitwärtsgehen auch vom Sattel aus. Wie erwartet saßen die Lektionen bereits sehr gut, sodass ich Summer das Schenkelweichen ein wenig erschweren konnte.
      Ich trabte den jungen Hengst an, wendete auf die Mittellinie ab und gab ihm dann erneut die Hilfen zum seitwärtsweichen.
      Ein wenig überrumpelt von meinen Hilfen in der schnelleren Gangart, wäre Summer fast über seine eigenen Füße gestolpert. Ich musste lachen, versammelte Summer ein wenig mehr und probierte es dann gleich nochmal. Auch jetzt ging der Hengst wieder viel zu übereilt an die Sache heran, doch nach weiteren vier Anläufen wurde Summer langsam ruhiger und führte die Übung sauber aus. Ich parierte den Hengst zum Schritt durch und lobte ihn ausgiebig. Das war schon die erste Lektion für heute gewesen.
      Als nächstes war nun der Außengalopp an der Reihe. Für ihn hatte ich heute die meisten Zeit eingeplant und es wunderte mich nicht, dass Samuel und Donald kurze Zeit später in die Halle kamen.
      Den Außengalopp trainierte ich mich meinen Westernpferden genauso wie ich es mit meinen Dressurpferden machte: Ich galoppierte Summer im Handgalopp an und ritt dann einfache Schlangenlinien. Dabei lief mein Hengst bereits in den Wendungen im Kontergalopp. Anschließend zog ich den Boden der Schlangenlinie immer mehr in die Länge, damit Summer längere Strecken im Außengalopp zurücklegen musste. Als das gut funktionierte, galoppierte ich Summer die Diagonale der Bahn entlang und wechselte somit durch die ganze Bahn. Vor Erreichen des Hufschlags achtete ich ganz besonders darauf, ruhig zu sitzen, um Summer bloß keinen Anlass zum Umspringen zu geben. Tatsächlich behielt der Hengst seinen Galopp bei und ich parierte ihn nach zwei Runden zufrieden zum Schritt durch. Nachdem wir das Ganze auch auf der anderen Hand geübt hatten, folgte Teil zwei der Lektion: Summer musste lernen, auch direkt im Außengalopp anzuspringen. Das war natürlich nicht ganz einfach, denn bisher war der Hengst ja darauf erzogen worden, im Handgalopp loszulaufen.
      Ich stellte Summer leicht nach außen, drückte das äußere Bein an und legte das innere eine Handbreit hinter den Gurt. Dann schnalzte ich auffordernd mit der Zunge. Summer sprang sogar im Außengalopp an, wechselte jedoch sofort in einen Handgalopp.
      Ich parierte den hengst sofort wieder durch und probierte es gleich nochmal. Als Summer diesmal im Außengalopp ansprang, lobte ich ihn sofort, damit er verstand, dass er alles richtig machte.
      Nachdem auch diese Übung gut saß, machte ich mich wieder einmal an den Halt aus dem Galopp. Für die Klasse L hatte es mir gereicht, dass Summer aus dem Galopp geschlossen zum Stehen kam. Nun war es an der Zeit das Tempo ein wenig zu erhöhen. Ich ritt erst im Arbeitsgalopp die Mittellinie hinunter und brachte Summer etwa in der Mitte zum Stehen. Danach versuchten wir es aus dem starken Galopp heraus. Da das schon sehr gut klappte, beschloss ich, es für heute damit gut sein zu lassen. Bis zu einem spektakulären Sliding Stop lag noch ein weiter Weg vor uns, doch dafür hatte mein junger Hengst auch noch alle Zeit der Welt.
      Ich parierte Golden Indian Summer zum Schritt durch und winkte die beiden Jungs zu mir.
      "Ihr könnt mir mal bitte drei Stangen parallel zum Hufschlag in die Bahn legen. Während ihr damit beschäftigt seid, dass an beiden langen Seiten zu machen, widmen Summer und ich uns der Vorhandwendung.", wies ich sie grinsend an.
      Ich ließ mich aus dem Sattel gleiten, stellte mich vor Summer, tippte seine Flanke an und hielt diesmal seinen Kopf bei mir - im Unterschied zum Schenkelweichen sollte er ja nur mit der Hinterhand um seine Vorhand herumtreten. Ich brauchte ein paar Anläufe, bis Summer verstand, was ich von ihm wollte, doch schließlich wurde der junge Hengst sicherer und führte die Übung flüssiger aus, sodass ich mich wieder in den Sattel schwingen konnte.
      Ich stellte Summer nach außen, drückte das äußere Bein an und legte das innere verwahrend hinter den Gurt. Sobald ich merkte, dass Summer einen Schritt nach vorn machen wollte, hielt ich den Hengst mit den Zügeln und meinem Gewicht zurück.
      Samuel und Donald verließen gerade wieder die Bahn, als ich beschloss, dass ich damit zufrieden sein konnte. Für Feinabstimmungen hatten wir auch an anderen Tagen noch genug Zeit.
      Blieben nur noch die Stangen. Ich ließ Summer ein wenig Zeit, um sich die bunten Dinger genauer anzusehen, dann stellte ich ihn auf der Mittellinie auf und ließ ihn seitwärtsgehen. Als wir die Stangen erreichten, half ich dem jungen Hengst nicht weiter. Er musste einfach lernen die Abstände selbstständig richtig einzuschätzen und vor allem auch, die Beine hoch genug zu nehmen. Unsere erstesn Versuche waren noch recht holprig, doch Golden Indian Summer lernte sehr schnell und schon bald kamen wir problemlos über alle Stangen. Ich lächelte, kraulte den Hengst liebevoll am Widerrist und ließ mich dann aus dem Sattel gleiten. Summer hatte seine Sache wiedereinmal großartig gemacht.
      Samuel reichte mir Summer`s Decke, die ich ihm sorgfältig überwarf, dann begleiteten mich die beiden Männer zurück zum Stall und halfen mir, Summer zu versorgen.
      "Wie wäre es denn, wenn ihr mit Wild Lady Roxanne und Angels Falls First einen kleinen Spaziergang machen würdet? Die zwei hätten ein bisschen Abwechselung bitter nötig!", sagte ich lachend zu den beiden und verzog mich dann zu Hollybrook`s Barakah al Sanaa, um auch ihr Training in Angriff zu nehmen...
    • Sammy
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      Planung & Vorreiten

      "Guten Morgen alle zusammen!", begrüßte ich fröhlich meine Mitarbeiter Anna, Meg, Patrick, Brian, Donald und Samuel, die mich bereits erwartungsvoll anblickten. Ich hatte sie gestesrn Abend gebeten, sich heute eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn mit mir zu treffen, da es einiges zu besprechen gab.
      "Also ihr Lieben. Wie ihr wisst, möchte ich meine Zucht bald wieder eröffnen und habe nun beschlossen, auch Achal Tekkiner und Berber mitaufzunehmen. Deshalb ist Ivory zu uns gezogen und Candle in the Wind wird ebenfalls bleiben. Die Suche nach den Berbern habe ich auch schon begonnen, aber das wird noch eine Weile dauern. Fakt ist, dass wir den Stall ein wenig umplanen müssen und ich außerdem einen neuen Plan für die Unterbringung der Pferde erstellt habe. Das müssen wir nach dem Misten als erstes machen. Leider ist auf den Koppeln alles vereist, deshalb werden wir von den Stutenkoppeln einen kleineren Teil abtrennen, damit die Pferde wenigstens ein bisschen Auslauf bekommen.
      Außerdem beginnen wir ab heute mit dem Arbeiten der Pferde. Longieren werdet ihr alle, beim Reiten lege ich viel Wert auf die Dressur, wer möchte kann sich auch für Springen, Military, Distanz, Western, Galopprennen und Fahren melden. Eure Longiertechnik und die Dressur schaue ich mir heute schon an, den Rest dann morgen!". Ich blickte meine Mitarbeiter erwartungsvoll an und sie brachen alle in zustimmendes Gejubel aus. Nur Anna drückte sich ein wenig hinter die anderen und wirkte auch nicht wirklich begeistert.
      Wir machten uns nun alle gemeinsam daran, die Pferde auf die Koppeln zu verteilen und anschließend die ganzen Boxen auszumisten. Nachdem diese Arbeit getan war, beorderte ich alle in die Sattelkammer, um die Ausrüstung mal wieder richtig zu reinigen.
      Dann sagte ich: "Na los, erzählt mal. Auf wem würdet ihr das Probereiten heute gern absolvieren? Möchte jemand gar nicht reiten? Oder möchte jemand noch andere Disziplinen dazu nehmen?"
      Samuel und Donald begannen gleichzeitig zu reden, sahen sich an, lachten und begannen dann nacheinander nochmal von vorne. Samuel begann.
      "Also am liebsten würde ich natürlich Levistino reiten. Außer der Dressur würde ich mich unglaublich für Springen und Military interessieren.", begann der blonde Junge.
      "Und ich würde gern Fantastic Fly oder Golden Indian Summer reiten! Aber da du dir ja die Dressur ansehen möchtest, wohl eher Fly. Außer Dressur würde ich gerne Western und Fahren trainieren. Ich hab ja auch auf dem Gestüt auf dem ich vorher war, bereits Pferde eingefahren und mit ihnen trainiert.", schloss sich Donald an.
      Als die beiden Jungs fertig waren, brachte Meg strahlend hervor: "Mir ist es eigentlich egal, wen ich reiten soll, aber ich würde unglaublich gern Galopp- und Distanzrennen trainieren."
      Ich nickte lächelnd. Das hatte ich schon gewusst, da Meg eigentlich von nichts anderem mehr sprach, seit sie hier war.
      Fragend sah ich nun Brian an. Der zuckte mit den Achseln und meinte: "Wen ich reite, interessiert mich nicht. Ein guter Trainer muss ja schließlich mit allen Pferden klar kommen. Meine Disziplinen wären Fahren und Springen."
      Patrick erklärte, er wolle am liebsten nur Dressur reiten, da er mit den restlichen Disziplinen noch keine Erfahrung gesammelt hatte und Anna druckste verlegen, mit hoch rotem Kopf herum, bis ich sie schließlich aufforderte, mit mir nach draußen zu kommen.
      "Anna was ist denn los mit dir?", fragte ich die junge Frau. Schließlich hatte ich doch von vornherein klar gemacht, dass ich von allen erwartete, auch mit den Pferden zu arbeiten und zwar auch vom Sattel aus.
      Anna starrte verlegen auf ihre Füße und meinte dann leise: "Ich habe zu große Angst, um zu reiten! Ich liebe Pferde, aber ich möchte sie auf keinen Fall trainieren. Bitte wirf mich deshalb nicht raus, ich liebe meinen Job wirklich sehr!"
      Stirnrunzelnd betrachtete ich das braunhaarige Mädchen: "Aber Anna, ich habe fast 100 Pferde hier stehen, ich brauche jede Unterstützung, die ich bekommen kann. Warum hast du denn solche Angst? Du musst ja nicht Springen oder Galopprennen reiten. Aber Dressur und Ausritte sollten doch möglich sein?"
      Anna schüttelte den Kopf, während ihr Tränen in die Augen traten: "Nein, wirklich nicht. Ich hatte vor drei Jahren einen schlimmen Unfall und seitdem habe ich einfach zu viel Angst. Erst hatte ich überhaupt keinen Kontakt zu Pferden mehr, doch ich konnte einfach nicht ohne sie. Und dann habe ich gemert, dass alles wunderbar ist, solange ich nur nicht reiten muss!"
      Ich musterte das Mädchen von Kopf bis Fuß und sagte dann entschieden: "Anna es tut mir Leid, aber ihr seid nicht nur zum Arbeiten hier, sondern auch um etwas zu lernen. Um aber alles über ein Zucht- und Trainingsgestüt zu erfahren, muss man sich eben auch aufs Pferd setzen. Ich kann dir höchstens anbieten, dass wir dich auf ein ganz ruhiges Pony setzen, wenn die anderen heute Abend weg sind und du dich dann langsam wieder ans Reiten herantastest. Aber du hast in deiner Bewerbung angegeben, dass du sehr gut reitest und darauf habe ich mich natürlich auch verlassen. Bist du bereit, es heute Abend zu versuchen?"
      Anna sah mich unglücklich an, nickte aber nach einer Weile. Ich lächelte sie an und kehrte dann wieder zu den anderen zurück.
      Nachdem wir alles Sattelzeug geputzt und neu geordnet hatten, machten wir uns daran die Pferde reinzuholen. Wie immer widmete ich mich Hollybrook`s Cheeky Jot und Hollybrook`s Bloody Valentine, die zusammen auf einer der Hengstkoppeln standen. Die Halbgeschwister verstanden sich außerordentlich gut und ich war froh, dass Cheeky in Bloody einen Spielkameraden hatte und Bloody durch Cheeky`s Verhalten selbstsicherer wurde. Ich führte beide zum Putzplatz, nahm ihnen die Weidedecken ab und begann sie flott überzuputzen. Donald tat das gleiche bei Hollybrook`s Casanova und Hollybrook`s Classic Moment, Samuel übernahm Caspar und Orfino, Brian führte BMs Caradoc von der Koppel, Patrick übernahm Daemon, Meg führte Intolerable Life, Eddi`s Dead Pop Romance und Fair Prince von der großen Hengstkoppel und Anna kümmerte sich um Hollywood Undead, Pequeno und Juego.
      Als die zwölf Hengste sauber waren, zog ich meinen zerknitterten Stallplan aus der Tasche und begann vorzulesen: "Cheeky Jot kommt wie gehabt in die erste Box am Eingang auf der linken Seite. Daneben stehen Bloody Valentine, Casanova Orfino, Caradoc, Caspar, Fair Prince, Intolerable Life, Daemon, Hollywood Undead, Juego und Pequeno. Classisc Moment kommt dann neben Juego und Romance wiederum neben den."
      Als alle Pferde versorgt waren, holten wir die nächsten Hengste und wieder las ich vor: "Direkt neben der Tür auf der rechten Seite steht Wüstentänzer. Dann kommen Khamar al Sanaa, Ghostbuster, El Racino, Tschiwabschischi und Candle in the Wind. Die Box neben Candle bleibt frei, dort soll später mal der Berberhengst stehen. Daneben stehen dann Ojos Azules, Pierre, Slaters Secret, San Salvador, Someone, Levistino, Fantastic Fly, Branagorn, Black Soul, Dream of Wyoming und Golden Indian Summer." Somit war neben Summer noch eine Box für den Painthengst frei, den ich mir definitiv noch zulegen wollte. Auf der anderen Seite hingegen gab es noch sechs freie Boxen. Diese waren für Trainingspferde, Fohlen oder auch Rettungspferde gedacht. Immerhin sollten auch Romance und Classic Moment irgendwann wieder ausziehen.
      Nachdem alle Hengste gut versorgt waren, ging es mit den Stuten weiter. Wir begannen mit den Stuten aus dem linken Trakt. Dort standen auf der linken Seite vom Durchgang aus Samiyah, Mahira, Wild Lady Roxanne, Angels Falls First, Reminiscent Inspiration, Unannounced Pleasure, Levistino`s Hope und Barakah al Sanaa. Gegenüber von Barakah sollte irgendwann einmal meine Berberstute einziehen. Daneben kamen dann Ivory, Salwa, Benjilala, Mizzi, Paradises Rafinesse, Shekitt Quinn und Cuchara. Im Haupttrakt im rechten Seitenteil waren American Baby, BBs Harmony, My Golden Heart und The Morticains Daugther untergebracht. Die große Eckbox stand momentan leer. Dann kamen Backup, Kagami el Assuad, Pirate Island, Black Pearl, Ace of Spades, Rose de Soleil, Adina de Ra`idah, Melody`s Girl, Bittersweet, Fallen Immortaliny, Sharley, Haadeh, Little Miss Sunshine und Sahira. Zwischen der Box von Sahira und Magical Moment lag die große Stalltür, die nach hinten zu den Koppel führte. Neben Magic waren Naboo, Everybody`s Darling, Isola della Pirateria, Thousand Sunny, Walk of Fame, Fairylike Facility, Aimiliani, Precious Scream, Golden Flair, Dorina, Cinnemont`s History, Fatimah und Dark Misery untergebracht. Daneben im Seitenteil standen meinen kleinen Damen, nämlich Talina, Mississle, Little Big Girl und Kolibri.
      Als schließlich alle Tiere sauber in ihren gemisteten Boxen standen rief ich meine Pfleger wieder zusammen.
      "Also Samuel du machst Levistino fertig, Donald du darfst Fly reiten. Meg dir habe ich Ghostbuster herausgesucht, Brian nimmt Black Soul. Patrick dich setze ich auf Branagorn, du meintest ja, dass du noch nicht so sicher bist. Anna für dich habe ich Ojos Azules ausgesucht. Ihr sattelt die Pferde bitte alle, aber wir werden zuerst longieren. Anna du legst Jojo einfach nur einen Longiergurt und den Kappzaum an."
      Es verteilten sich sofort alle und Anna nickte mir dankbar zu. Ich lief im Hengststall auf und ab und beobachtete meine Pfleger dabei, wie sie die Pferde putzten.
      "Samuel macht den Anfang, ihr anderen dürft mit gucken kommen.", wies ich die jungen Leute an. Ich war schon sehr gespannt, wie Samuel mit dem etwas eigensinnigen Levistino klar kommen würde, doch ich musste mein Personal auf die schwierigeren Pferde setzen, damit ich sah, was sie konnten.
      Samuel wirkte nun doch ein wenig nervös, als er den hochbeinigen Schimmel aus dem Stall zur Reithalle führte. In der Halle angekommen, verteilten wir anderen uns auf die Ränge, während Samuel Levistino in der Mitte der Bahn aufstellte, die Steigbügel noch einmal sicherte und dann die Longe einhakte. Der große Hengst lief recht manierlich, auch wenn er zweimal versuchte, vom Trab in den Galopp zu wechseln. Schließlich hatte ich genug gesehen und nickte Samuel zu. "Okay, dann schwing dich mal in den Sattel und zeig uns, was du kannst!", sagte ich lächelnd zu ihm.
      Samuel nickte, brachte mir Longe und Peitsche, gurtete nach, stellte die Steigbügel auf seine Länge ein und saß dann auf. Levistino merkte, dass Samuel nervös war und begann sofort auf der Stelle zu tänzeln. Samuel trieb ihn sachte vorwärts und der Hengst schoss im Stechtrab auf die Bande zu. Donald stöhnte auf und Brian verzog verächtlich das Gesicht, während Anna am liebsten davon gelaufen wäre.
      Ich sagte gar nichts, sondern schaute einfach zu. Levistino war kein einfaches Pferd und natürlich lies ich Samuel Zeit, um sich auf den Hengst einzustellen. Der verstand nun langsam, dass er Levistino nervös machte und ich konnte erkennen, wie er versuchte, sich zu entspannen. Er ließ die Zügel lockerer und wurde weicher in der Hand. Auch sein Sitz sah jetzt besser aus und prompt ließ Levistino sich fallen und arbeitete mit. Ich nickte Samuel anerkennend zu und sagte: "Sehr schön, Samuel. Morgen kannst du mit ihm Springen, dann werden wir deinen Trainingsplan ausarbeiten! Bring Levistino bitte zurück in seine Box. Donald du bist als nächtes an der Reihe!"
      Die beiden Männer eilten zurück zum Stall und kamen ein paar Minuten später mit dem gesattelten Fantastic Fly zurück.
      Der junge Fuchs war heute gut aufgelegt und Donald hatte schon seine liebe Not, überhaupt in den Sattel des Hengstes zu kommen. Dann fügte sich Fly jedoch schnell und ich war wieder einmal sehr froh darum, dass Samuel seinen Freund damals einfach zu seinem Vorstellungsgespräch mitgebracht hatte. Nachdem Donald Fantastic Fly auf beiden Händen galoppiert war, nickte ich ihm lächelnd zu. Dann schickte ich Meg in den Stall, um Ghostbuster zu holen.
      Die junge Frau hatte sich im Nu in den Sattel des grauen Hengstes geschwungen und holte nun alles aus ihm heraus. Ich war hin und weg. Ghostbuster war zwar bisher das einfachste Pferd gewesen, doch um ihn so zu präsentieren, brauchte es einiges an Können.
      Als nächstes war Brian mit Black Soul an der Reihe. Der schweigsame Pfleger führte das Pferd mit festen Schritt in die Halle und saß auf dem Rücken des Rappen, bevor dieser überhaupt Blödsinn machen konnte. Black Soul hasste fremde Reiter und gebährdete sich normalerweise wie ein Wahnsinniger, doch ich hatte ihn für Brian ausgesucht, weil der junge Mann einen fantastischen Lebenslauf hatte, was die Reiterei betraf. Und tatsächlich versuchte Black Soul nicht einmal Blödsinn zu machen, sondern zeigte sich wie das geborene Dressurpferd. Als Brian Soul unter meinem lächelnden Blick aus der Halle führte, begannen Donald und Samuel zu tuscheln. "Das war ja gemein! Unsere Pferde waren viel schwieriger. Auf Black Soul hätten wir auch eine solche Figur abgegeben."
      Ich baute mich hinter den beiden auf und räusperte mich: "Ihr irrt euch. Black Soul war das schwierigste Pferd. Dass er Brian nicht abgeworfen hat, grenzt schon fast an ein Wunder und beweist, dass er nicht gelogen hat, was seine reiterliche Laufbahn betrifft."
      Die beiden Jungs zogen die Köpfe ein und liefen knallrot an.
      "Anna? Holst du bitte Ojos Azules? Es wird so langsam immerhin auch Zeit, mit der Abendfütterung zu beginnen. Donald, Samuel geht ihr schon mal vor und fangt mit Brian zusammen an, bitte.", sagte ich zu meinen Helfern.
      Als Anna weg war, nahm ich Meg zur Seite und sagte: "Meinst du, du schaffst es, Jojo`s Sattelzeug hierher zu schmuggeln? Ich will Anna wieder aufs Pferd setzen, aber wenn die Jungs das rausfinden, wollen sie zuschauen."
      "Aber ich dachte Anna reitet nicht, weil sie es nicht kann?", fragte Meg verwundert.
      Ich zog überrascht die Augenbrauen hoch, da ich eigentlich erwartet hatte, dass Anna sich wenigstens den anderen Stallburschen anvertraut hatte. "Nein. Sie kann reiten, hatte aber einen schweren Unfall und hat deshalb fürchterliche Angst. Deshalb möchte ich es sehr ruhig angehen lassen und ich finde, dass Jojo dafür das perfekte Pferd ist."
      Meg nickte und rannte zum Stall, um mir das Sattelzeug zu bringen. Da die Jungs im Hengsttrakt mit der Fütterung beginnen würden, müsste sie es ungesehen aus der Sattelkammer holen können. Kurz darauf kehrte sie bereits wieder zurück, legte mir Jojo`s Trense, Sattel und Satteldecke vor die Füße und machte sich dann daran, ihren Freunden bei der Abendfütterung zu helfen.
      Als Anna mit Jojo zurückkam, ließ ich sie den Rappen erst einmal in aller Ruhe longieren, dann schnappte ich mir das Sattelzeug und lief auf das Mädchen zu. Anna wurde bei den Utensilien auf meinem Arm ganz blass.
      "Ich soll Jojo reiten? Der ist aber doch so groß!", stammelte sie.
      "Er ist vielleicht groß, aber sanft wie ein Lamm, das hast du doch gerade gesehen. Wir satteln ihn jetzt zusammen und dann nehme ich dich für den Anfang an die Longe, wenn du dich damit sicherer fühlst."
      Anna sagte kein Wort mehr, half mir aber den Hengst aufzusatteln. Als ich ihr in den Sattel half, war sie leichenblass und zitterte so sehr, dass sie kaum die Zügel aufnehmen konnte. Ich stellte mich in die Mitte der Bahn und ließ Jojo im Schritt antreten. Anna zuckte zusammen und verkrallte die Finger in den Zügeln. Mein sensibler Andalusierhengst riss den Kopf nach oben, blieb stehen und sah mich verunsichert an.
      "Anna. Ganz ruhig, Jojo ist eines meiner brävsten Pferde. Er würde niemals etwas tun, was dir schadet!", versuchte ich das Mädchen zu beruhigen.
      Nach einem zweiten Blick seufzte ich, entwirrte die Zügel aus Anna`s verkrampften Händen und löste diese von Jojo`s Trense.
      Anna sah mich schockiert an und wollte schon absteigen, da sagte ich : "Halte dich an seiner Mähne fest. Oder am Sattel. Aber Jojo ist sehr empfindsam, deshalb darfst du ihm auf keinen Fall im Maul reißen. Wir lassen ihn heute auch nur Schritt gehen, versprochen!"
      Ich ging wieder zurück in die Mitte der Halle und ließ Jojo erneut losgehen. Der Rappe schritt fleißig aus und bewegte sich in völliger Gelassenheit. Nun, da nichts mehr an seinem Maul zerrte, war die Welt für ihn wieder in Ordnung.
      Ich ließ den Hengst etliche Runden im Schritt drehen und sah zufrieden, dass Anna sich ganz allmählich entspannte.
      "So, das reicht für heute. Sonst fragen sich die anderen noch, wo wir solange bleiben.", sagte ich schließlich, ließ Jojo halten und half Anna aus dem Sattel. Der hübsche Rappe schüttelte seinen weißen Kopf und schnaubte mir in die Haare. Ich lächelte.
      "Morgen bewege ich dich wieder Jojo, dann arbeiten wir eine neue Kür aus.", sagte ich liebevoll zu dem Hengst, während wir sein Sattelzeug wieder gegen Longiergurt und Kappzaum tauschten.
      Im Stall angekommen, half ich Anna den Rapphengst zu versorgen und stellte ihn dann zurück in seine Box.
      Anschließend halfen Anna und ich den anderen bei der Abendfütterung, bevor Patrick und Anna sich verabschiedeten. Meg nahm mich später noch einmal auf die Seite und fragte nach, wie es mit Anna und Jojo gelaufen war.
      "Das Longieren war gar kein Problem, aber beim Reiten musste ich die Zügel ausschnallen, weil sie Jojo so im Maul gerissen hat. Ich hab ihn nur im Schritt gehen lassen und hab aufgehört, als Anna sich endlich ein bisschen entspannt hat. Das wird noch eine ganze Weile dauern, bis sie aktiv beim Arbeiten der Pferde helfen kann.", sagte ich ein wenig resigniert.
      Meg sagte schnell: "Also ich mache gern Überstunden und reite mehr Pferde, um Anna auszugleichen. Samuel, Donald und Patrick würden das bestimmt auch machen. Nur bitte, du darfst sie nicht rauswerfen. Anna liebt diesen Job."
      "Meg, ich habe nicht vor, sie rauszuwerfen. Aber dafür muss sie an sich arbeiten und das habe ich ihr heute auch gesagt. Sie kann ja zusammen mit Patrick die braven Pferde bewegen, aber das muss einfach gehen."
      Wir unterhielten uns noch eine Weile, bis Meg sich schließlich verabschiedete und ich mich todmüde ins Bett fallen ließ. Heute war ein sehr anstrengender Tag gewesen und der morgige würde sicherlich nicht leichter werden, zumal ich noch ein neues Pferd erwartete....
    • Sammy
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      Trainingsbericht Distanzreiten A-.L (zusammen mit Barakah al Sanaa)
      "Donald?", rief ich fröhlich in den Stall hinein und bekam auch postwendend Antwort von meinem Mitarbeiter.
      "Moment, ich komme sofort!", rief der rothaarige Junge aus Fantastic Fly`s Box heraus und kam gleich darauf die Stallgasse hinunter gejoggt.
      "Bist du mit deinen Boxen schon fertig?", fragte ich grinsend.
      Donald nickte und sah mich dann fragend an, weshalb ich flott fort fuhr: "Also ich habe mir überlegt, dass du mir beim Distanztraining von Barakah al Sanaa und Golden Indian Summer behilfich sein könntest. Distanzreiten ist sehr aufwändig und dir würdest mir wirklich sehr helfen, wenn du Summer reiten könntest."
      Donald strahlte mich an und rief: "Ist das dein Ernst? Ich würde liebend gerne mit ihm trainieren! Wann fangen wir an?"
      "Sehr gut, das dachte ich mir schon. Wir starten in zwanzig Minuten, sobald die Pferde gerichtet sind. Essen und Trinken habe ich uns schon eingepackt. Die beiden stehen sehr gut im Training, deshalb werden wir zum Einstieg gleich die 40 Kilometer-Strecke reiten. Wenn wir uns beeilen, sind wir auch vor Einbruch der Dunkelheit wieder da. Donald nickte und flitzte dann in den Stall, um meinen Quarter Horse Hengst fertig zu machen.
      Ich selbst ging zu meiner Araberstute Barakah al Sanaa, vor deren Box ich Meg antraf.
      "Trainierst du heute wieder mit ihr?", fragte das Mädchen mich und meinte als ich nickte: "Sie sieht wirklich gut aus. Total fit und gesund. Es wird wohl auch nicht mehr lange dauern, bis du sie zur Körung schickst, oder?"
      Ich nickte wieder und antwortete: "Ich habe bereits einen Stutbuchwettbewerb für sie in Aussicht. Da sie im Galopprennen und in der Dressur bereits bis Klasse S ausgebildet ist und im Springen und hoffentlich bald auch im Distanzreiten auf Klasse L, sollte einer Teilnahme eigentlich nichts im Wege stehen. Und das wird auch langsam Zeit, das Gestüt hat sehr viel Geld gekostet und es sollte so langsam auch mal wieder eine größere Summe einbringen."
      Meg schaute traurig auf den Boden: "Musst du sie denn wirklich verkaufen? Sie würde doch eine tolle Zuchtstute abgeben. Genauso wie Hope! Ich glaube, du machst einen großen Fehler, wenn du die beiden hergibst."
      Ich seufzte: "Meg, hör zu. Ich führe nunmal ein Zucht- und Trainingsgestüt und es ist meine Haupteinahmequelle gezüchtete Pferde zum Erfolg zu führen und sie dann zu verkaufen. Das bringt das Geld, dass das Gestüt so dringend benötigt. Hope und Barakah sind klasse Pferde, aber wir werden Besitzer für sie finden, die sie genauso gern haben wie wir und bei denen sie besser zum Einsatz kommen. Hope könnte ich zum Beispiel gar nicht decken lassen, weil Levistino ihr Vater ist. Und Barakah könnte höchstens von Wüstentänzer gedeckt werden. Aber das ist nicht der Sinn meiner Zucht. Tut mir Leid, ich muss mich beeilen, Donald und ich wollen gleich los."
      Ich schob mich an Meg vorbei, halfterte Barakah auf und führte sie nach draußen auf den Putzplatz. So langsam begann ich mir Sorgen um Barakah`s Verkauf zu machen, denn Meg wurde immer bedrückter und das, obwohl die Rappschimmelscheckstute ihren Stutbuchwettbewerb noch gar nicht gewonnen hatte.
      Draußen erwartete Donald mich bereits mit einem blitzblank geputzten Golden Indian Summer.
      "Wo warst du denn solange? Hat die kleine Zicke wiedermal keine Lust gehabt?", fragte er mich und beäugte Barakah misstrauisch. Er und die junge Stute konnten sich irgendwie nicht leiden, was auch ein Grund war, warum ich Donald dabei haben wollte. Barakah musste schließlich lernen, auch mit Leuten klar zu kommen, die sie nicht auf Anhieb mochte.
      Wir sattelten die Pferde auf, befestigten die Satteltaschen, nahmen den Puls von beiden und ritten dann im Schritt los, Richtung New Forest. Es war kalt, doch die Sonne schien durch die Bäume hindurch und ich genoss den Ritt in vollen Zügen.
      Während wir die Pferde ab und an traben ließen, unterhielt ich mich viel mit Donald über seine späteren Berufswünsche und Ziele. Außerdem erklärte ich ihm, wie unser Training mit den beiden Pferden weiter laufen würde.
      Wir wollten in den nächsten Wochen allmählich auch Galoppstrecken einplanen. Diese zuerst natürlich wieder auf weitgehend ebenen Wegen, später auch leicht Hügelaufwärts. Außerdem wollten wir zweimal die Woche Bodenarbeit und Gymnastik mit Barakah und Summer machen, damit sie Muskeln aufbauten und geschmeidig blieben. Gleichzeitig verbesserten wir so auch die Wendigkeit von beiden Pferden.
      Die Wochen vergingen recht schnell und Barkah und Summer machten große Fortschritte. Am Ende der Trainingsphase nahmen wir uns einen ganzen Tag lang Zeit, ritten früh morgens los und schlossen unser Training mit einem Tagesritt ab, indem wir neben diversen Steigungen auch längere Trab- und Galoppphasen einfließen ließen und natürlich regelmäßig den Puls unserer Pferde kontrollierten.
      Am Ende dieses Tages waren wir alle vier ziemlich geschafft, aber auch zufrieden. Denn Barakah al Sanaa und Golden Indian Summer liefen in der Distanz von nun an auf L-Niveau!
    • Jual
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      Nach GH's Safriko kam der Hengst Golden Indian Summer an die Reihe. Auch sein letzter Besuch beim Schmied schien etwas länger her sein. Adam begrüßte ihn auf die selbe Art und Weise wie Safriko auch und begann dann, seine Hufe auszuschneiden. Er schnitt zu erst alle vier Hufe aus und begann dann wieder am ersten Huf, um diesen zu kürzen und zu raspeln. Golden Indian Summer hielt die ganze Zeit brav still, sodass Adam sehr schnell fertig war und mit dem nächsten Pferd fortfahren konnte.
      490 Zeichen (c) Jual
    • Eddi
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      Kurzer Vet-Check
      Heute war ich mal wieder seit langem auf dem Hollybrook Stud zugegen, denn Sammy brauchte dringend einen Vet-Check für drei ihrer Pferde. Natürlich hatte ich nicht lange gezögert, sondern direkt zugesagt und war nun schon auf dem Hof angekommen. Sammy lehnte entspannt an der Mauer des Stalles und winkte mir freudig entgegen, als sie mich entdeckte. Wir begrüßten uns herzlich und machten uns direkt auf den Weg in den Stall. Als erstes war die hübsche Vollblutstute Barakah al Sanaa an der Reihe. Sammy holte sie aus der Box und führte sie mir kurz im Schritt und Trab vor. Dann warf ich einen kurzen Blick in Augen und Maul, ehe ich die Stute noch abhörte und abtastete. Barakah war kerngesund, so konnte ich die Influenza und Herpes Impfung auffrischen und ihr die Wurmkur geben. Dann war die Scheckstute auch schon fertig und durfte zurück in die Box. Als nächstes war Safriko an der Reihe. Das Saddlebred hatte sich wirklich gemacht und war inzwischen ein schicker Hengst geworden. So benahm er sich aber auch während der Untersuchung und ich war froh, als die beiden Spritzen gesetzt und die Wurmkur geschluckt waren. Nun kam noch Golden Indian Summer dran. Entspannt ließ der Hengst alles über sich ergehen und schien sich weder an dem Stethoskop noch an den Spritzen stören, so dass wir schnell fertig waren. Als auch er wieder in der Box stand, lud Sammy mich noch zu einem Kaffee mit Plauderunde ein, was ich nur zu gerne annahm.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Galopprennen E-A
      "Alles gut mein Schöner, gleich darfst du laufen!", sagte ich beruhigend zu meinem schicken American Quarter Horse. Der junge Hengst tänzelte unter mir her und ich hatte alle Mühe, ihn ruhig zu halten und in die Startbox zu dirigieren. Heute fand unser Abschlusstraining für den Aufstieg in die Klasse A im Galopprennen statt und Golden Indian Summer war sehr gut aufgelegt.
      Während den letzten Wochen hatte das Training des Buckskin Hengstes hauptsächlich aus Muskelaufbau bestanden, da er für die Viertelmeile Rennen gut in Form sein musste.
      Golden Indian Summer war unglaublich schnell, doch es hatte mich viel Zeit gekostet, den Hengst daran zu gewöhnen, dicht an der Bande zu laufen und vor allem natürlich die Startbox zu akzeptieren und auch sauber daraus abzuspringen.
      In den letzten Monaten hatte ich mit dem Hengst bereits sehr viel trainiert und ihn im Westernreiten auf Klasse S, sowie im Distanzreiten auf Klasse L gebracht. Dies war bereits eine herausragende Leistung, doch ich wusste, dass noch mehr in dem talentierten Hengst steckte. Während Meg meine brave Quarter Horse Stute American Baby in Starbox Nummer 1 lenkte, bezog ich mit Golden Indian Summer die Nummer 2.
      Meg war ziemlich aufgeregt, da ich ihr heute das erste Mal erlaubt hatte, auf meiner Rennbahn zu reiten. Meg liebte Rennreiten und hatte sich von Anfang an gewünscht mir bei meinem Training zu helfen. Da ich mir für Summer ein möglichst realistisches Abschlusstraining wünschte, bei dem er auch noch etwas lernen konnte, hatte ich beschlossen, ihn gegen die ältere Stute antreten zu lassen. Das war auch eine gute Gelegenheit für Meg zu sehen, was da in Zukunft auf sie zukommen würde. Immerhin sollte sie heute ein braves Pferd reiten und das auch nur über eine Viertelmeile. Wenn sie irgendwann meine Vollblutpferde über die langen Distanzen bringen wollte, brauchte sie zuerst ein wenig Routine.
      Als auch Summer in der Startbox stand, läutete Samuel die Glocke und die Türen flogen auf. Normalerweise wurden Quarter Mile Rennen nicht von der Startbox aus gestartet, sondern von einer Linie aus, aber mir war es lieber, wenn mein Hengst beides gelernt hatte und auch beides aktzeptierte.
      Ich lehnte mich nach vorn und trieb Summer an. American Baby hatte einen besseren Start erwischt und hielt sich nun dicht am Rail. Das würde in der Kurve ihr Vorteil sein. Bei einem Rennen über eine Viertel Meile hat man nicht viel Zeit zu überlegen, doch als Summer nach mehr Zügelfreiheit verlangte, gewährte ich ihm diese und der Hengst schoss los wie eine Rakete. Er wollte American Baby überholen und genau das war es ja auch, was ich sehen wollte. Kurz vor der Ziellinie stob der goldene Hengst an der älteren Stute vorbei und ging als erster durchs Ziel. Ich lehnte mich zurück und ließ Summer kurz auslaufen, bevor ich den Hengst wendete und zu Meg und Baby zurück ritt.
      Meg war völlig begeistert von ihrem ersten Rennen und bat mich, mir ab jetzt häufiger assistieren zu dürfen, was ich ihr natürlich gerne zusicherte.
      Aber zunächst einmal versorgten wir nun unsere beiden Pferde und ich war überglücklich, dass Summer nun auch im Galopprennen auf A-Niveau trainiert war.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Galopprennen M-S
      "Meg? Wo bist du?", rief ich aufgeregt in den Stutentrakt hinein. Sofort kam die eifrige Pflegerin angelaufen.
      "Was ist denn?", fragte sie aufgeregt.
      "Wie du weißt haben Golden Indian Summer und ich in den letzten Monaten viel trainiert. Jetzt ist es endlich an der Zeit, Summer die letzte Hürde zum Aufstieg in Klasse S nehmen zu lassen. Ich habe ihn für ein offizielles Quarter Mile Rennen gemeldet! Dort wird er gegen fünf andere Hengste antreten, die alle auf Klasse M oder höher trainiert und teilweise auch schon älter als er sind. Wenn er sich bei diesem Rennen gut schlägt, hat er sich den Aufstieg wirklich redlich verdient! Ach ja und ich hätte gerne, dass du uns als seine Pflegerin begleitest. Das Rennen findet bereits morgen statt, wir sind nur noch mit reingekommen, weil einer der anderen Starter kurzfristig absagen musste."
      Meg quietschte vor Freude und löcherte mich die nächste halbe Stunde mit Fragen, bis ich sie endlich überzeugen konnte, dass ich heute noch viel Arbeit vor mir hatte. Zuerst nahm ich mir das Sattelzeug von Golden Indian Summer und putzte Sattel und Trense, bis alles glänzte und die Silberbeschläge wie neu schimmerten. Anschließend kontrollierte ich sein Pad auf Schmutzflecken und packte es in eine Tüte. Danach hängte ich mir Summer`s Trense über die Schulter, hievte den Sattel hoch und brachte beides zu meinem Hänger. Gleich darauf lief ich ein zweites Mal mit einer Abschwitzdecke, Bandagen und einem Putzkasten.
      Wieder zurück im Stall betrat ich Summer`s Box und holte den schönen Hengst hinaus auf die Stallgasse. Vor einiger Zeit hatte ich die dicken Winterdecken gegen leichtere Stalldecken getauscht, doch ich wollte Summer heute noch einmal gründlich putzen, da wir morgen früh los mussten. Ich polierte das goldfarbene Fell des Hengstes, bis es wie Seide glänzte und verzog anschließend Mähne und Schweif. Außerdem massierte ich Golden Indian Summer, während ich an unsere bisherigen Trainingseinheiten dachte. Durch das Distanztraining hatte Summer ausdauertechnisch bereits einen sehr guten Start gehabt, doch ich hatte trotzdem weiterhin mit ihm an seiner Kondition gearbeitet. Nach und nach hatten wir immer weitere Strecken im Galopp zurück gelegt. Außerdem hatte ich sehr viel Boden- und Stangenarbeit mit Summer gemacht, um seine Wendigkeit und Durchlässigkeit zu steigern. Natürlich waren wir auch viel auf der Bahn gewesen. Mittlerweile startete Summer aus der Startbox, sowie auch von der Linie aus immer sauber und fand schnell seinen Tritt. Morgen würde sich dann endlich zeigen, wie er gegen andere Pferde abschneiden würde. Meine braune Stute American Baby war schon lange keine Konkurrenz mehr für den ehrgeizigen Hengst.
      Ich beendete die Massage, brachte Summer zurück in seine Box und legte mich dann früh schlafen. Das Rennen begann zwar erst um drei Uhr nachmittags, doch wir hatten zwei Stunden Fahrt vor uns und ich wollte Summer genug Zeit geben, um sich einzugewöhnen.

      ***

      Am nächsten Morgen wachte ich bereits fünf Minuten bevor mein Wecker klingelte auf und sprang sofort aus dem Bett. Dann legte ich mir meine Sachen zurecht, sprang unter die Dusche und zog mir normale Klamotten an. Später auf der Rennbahn würde ich mich dann umziehen. Ich hängte meine Klamotten sorgfältig in den Transporter, packte auch eine Tasche mit Essen und Trinken ein und ging anschließend rüber in den Stall. Meg war heute von ihrer Stallarbeit befreit und sie erwartete mich bereits bei Summer. Der Hengst war schon übergeputzt, sodass ich ihm nur noch flott Transportdecke und - gamaschen anlegte. Dann verabschiedeten wir uns von den anderen und führten Summer über den Hof zum Hänger.

      ***

      Ziemlich genau zwei Stunden später trafen wir auf der Rennbahn ein. Es war nicht so viel los, wie an normalen Renntagen, doch die Atmosphäre war von freudiger Anspannung geprägt. Meg besorgte uns die Nummer unserer Box und ich führte Summer aus dem Hänger. Nachdem wir den Hengst versorgt hatten, sahen wir uns erst einmal auf dem Gelände um. Die Rennbahn hier veranstaltete des Öfteren Quarter Mile Rennen, wenn gerade keine wichtigen Rennen für die Englischen Vollblüter anstanden. Nachdem wir einmal über das Gelände gelaufen waren, besahen wir uns die Konkurrenz. Am meisten beeindruckte mich ein kohlrabenschwarzer Hengst namens Captured in Time. Seine kräftigen Muskeln spielten unter seinem glänzenden Fell und er schien auch sonst in einer super Verfassung zu sein. Ansonsten waren ein paar schöne Pferde dabei, doch ich glaubte nicht daran, dass eines von ihnen das Zeug hatte, Golden Indian Summer zu schlagen.
      Wir kehrten schließlich mit unserem Mittagessen zu dem Hengst zurück und bereiteten ihn dann so langsam auf das Rennen vor. Zuerst gingen wir mit Summer spazieren, putzten ihn dann nochmals, bandagierten seine Beine und brachten ihn schließlich zum Sattelplatz. Dort führte Meg Summer einmal um den Führring, bevor ich den schweren Sattel auf seinen Rücken hievte und ordentlich verschnallte. Zudem trug Summer heute Vorderzeug, damit der Sattel auf keinen Fall verrutschen konnte.
      Meg führte den schönen Silver Dapple Sooty Buckskin wieder aus seiner Box hinaus und ich schwang mich in den Sattel, bevor ich mich der kleinen Gruppe anschloss, die hinaus aufs Geläuf ritt. Summer spielte aufgeregt mit den Ohren und tänzelte lebhaft unter mir her, während wir zum Aufgalopp an der Tribüne vorbeikamen. Dieses Rennen wurde ohne Startbox abgehalten und ich bemühte mich darum, Summer auf seiner dritten Position ruhig zu halten. Der große schwarze Captured in Time stand auf der äußersten Position. Ich griff schonmal in Summer`s Mähne und trieb ihn sofort an, als das Startsignal ertönte. Mein folgsamer Hengst schoss los wie eine Rakete und setzte sich sofort ans Rail - genau wie wir es geübt hatten. Das brachte uns in so einem kurzen Rennen schon einmal einen entscheidenden Vorteil. Plötzlich schob sich der schwarze Kopf von Captured in Time an Summer`s Flanke heran. Ich beugte mich ein wenig mehr vor und forderte Summer auf, noch mehr zu geben. Der goldene Hengst reagierte mit einem Schub nach vorne, doch auch Captured in Time gab sich nicht geschlagen und die beiden Hengste rasten Kopf an Kopf über die Ziellinie. Ich war ein wenig enttäuscht, als auf dem Zielfoto zu erkennen war, dass wir um eine Nasenlänge geschlagen wurden, doch gleich darauf strahlte ich wieder. Golden Indian Summer war ein hervorragendes Rennen gelaufen und hatte sich somit den Aufstieg in Klasse S des Galopprennens redlich verdient!
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  • Album:
    Ranchpferde
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    23 Nov. 2014
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  • Golden Indian Summer
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    Spitzname: Summer

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    ~ Abstammung ~
    Von: Gigolo
    V: ?
    M: ?

    Aus der: Masura
    V: ?
    M: ?

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    Rasse: Quarter Horse
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 23. November 2010
    Stockmaß: 1,60m
    Fellfarbe: Sooty Buckskin
    Kopfabzeichen: Laterne
    Beinabzeichen: ///

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Treasure of the Indian Summer ist ein wahrer Schatz. Der junge Quarter Horse Hengst ist extrem anhänglich und verschmust und fordert seine tägliche Aufmerksamkeit lautstark ein, wenn es sein muss.Er besitzt neben seiner außergewöhnlichen Fellfarbe ein exaktes Exterieur, schöne Grundgangarten und ist sehr intelligent.Genau diese Intelligenz lässt Summer zuweilen aber auch recht schwierig sein. Der Hengst versucht des öfteren seinen Kopf durchzusetzen und ist noch recht ungestüm. Schreckhaft ist Summer dagegen überhaupt nicht, außer er hat seine fünf Minuten. Dann scheut er vor jedem noch so leisen Geräusch und vor jedem Rascheln im Gebüsch.Alles in allem ist Summer ein hervorragendes Pferd, das mit der richtigen, konsequenten Ausbildung sicherlich ein sehr guter Sport- und Freizeitpartner werden wird.

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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: ///
    Ersteller:Sammy
    Vkr: ///

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    ~ Qualifikationen ~
    Western: S
    Rennen (Quarter Mile): S
    Distanz: S

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    ~ Schleifen ~

    Gewinner der HK[472] Hengste mit Turnierschleifen
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    2. Platz beim 274.Westernturnier
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    3. Platz beim 281. Westernturnier
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    2. Platz beim 291. Galopprennen
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    2. Platz beim 294. Galopprennen
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    2. Platz beim 204. Distanzturnier
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    3. Platz beim 206. Distanzturnier

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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Ja
    Nachkommen: /