1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Sevannie

Golden Gate - Tinker

Tags:
Golden Gate - Tinker
Sevannie, 3 Jan. 2015
    • Sevannie
      [​IMG]
    • Sevannie
      [​IMG]
      [​IMG]
      Nun war Nadeln in dir schon gut drei Tage auf dem Hof und durfte sich etwas bei den Hannoveranerstuten einleben. Dort würde sie auch stehen bleiben, da sie eine Ausnahme der EVB's war. Sie verstand sich aber recht gut mit den ganzen Hannoveranern um sie herum. Ich lief zu der Koppel, wo die ganzen Stuten drauf standen. Tyler hatte sie heute morgen schon raus gebracht gehabt. So pfiff ich kurz und rief dann; ,,Nadl, kommst du?'' - Ja Nadl das war ihr neuer Spitzname hier auf dem Hof. Ich fand er passte und ständig, Nadeln in dir, wollte ich sie sicherlich nicht nennen. Die Stute kam mit den andern an galoppiert, gut sie hörte sicherlich nicht auf den Ruf, eher auf den Pfiff wie die andern, denn der zeigte den Pferden das sie entweder in die Boxen zurück kamen oder ich eben wen zum Bewegen holte. Tyler und ich wollten etwas ausreiten und er hatte sich dafür eine ruhige Stute ausgesucht, die aber nicht hier dabei stand sondern bei den Kaltblütern. Er nahm sich Golden Gate vor. Diese Stute war unter anderem auch erst seit diesem Monat auf dem Hof. Ich halfterte Nadl auf und führte sie von der Koppel, hinter uns schloss ich das Tor zur Weide wieder und schaltete den Strom an. Schmunzelnd lief ich zum Putzplatz und Band die Vollblutstute an. Tyler kam auch gerade von der anderen Koppel mit Golden Gate. Ich lief zur Sattelkammer und holte beide Putzkisten, während Tyler auf die Stuten aufpasste. Wir begannen die Pferde zu putzen, wobei er natürlich viel mehr Arbeit hatte, da Golden Gate viel Behang hatte und auch viel mehr Mähne als Nadl. Ich grinste und half ihm etwas, als ich mit Nadl fertig war und brachte meine Putzbox dann weg und holte den Sattel von Nadl und die Trense. Auch holte ich ein Gamaschenset mit Streichkappen. Ich befestigte die Streichkappen und Gamaschen, dann begann ich sie zu satteln. Kurz legte sie die Ohren an, anscheinend hatte sie keine Lust etwas zu machen, aber es war ja nur ein Ausritt! Ich lobte die Stute sanft und schaute zu Tyler rüber. ,,Na du hängst etwas hinter her, was?'' - ,, Gar nicht. Ich muss doch nur noch satteln..'',grinste er und verschwand in der Sattelkammer. Ich war froh das Tyler mir auf den Hof half, er war ja schon ein klasse Typ, auch freute es mich das er so Spaß daran hatte mit mir auch mal auszureiten oder auch mal die Pferde zu trainieren. Deswegen hatte ich ihm auch vor kurzem Get a Movie als ,sein' Pferd ernannt. Er hatte sich in diesen Hengst verguckt und die beiden waren ein klasse Team, daher machten sie sich vielleicht auch bald auf zu einem Springlehrgang zusammen. Ich war nun fertig mit Nadl und wartete nur noch auf Tyler und Goldi. Getrenst war die EVB-Stute auch schon. Ich stellte mir noch hurtig die Steigbügel ein und holte mir einen Stuhl herbei, das ist eindeutig freundlicher für den Pferdrücken wenn man vom Stuhl aus aufstieg und das tat ich jedes Mal! Als Tyler dann endlich fertig war, stieg ich auch auf. Er nahm sich dann den Stuhl und stieg ebenfalls auf. ,,Hat ja auch lange genug gedauert!'',grinste ich und sah zu ihm. Er machte nur eine nachäffende Geste. Ich grinste und trieb die Stute in die Richtung Wald. Tyler holte mit Golden Gate auf und wir ritten nebeneinander her. Anfangs sagten wir beide nicht viel nur irgendwann meinte er: ,,An welchen Körung willst du denn noch Teilnehmen?'' - ,,Naja mit Irritable hatte ich noch vor zu Trainieren und auch mit Scotti. Dann geh ich noch mit einem Pferd von Elena auf eine Kür. Mit Pusteblume, der Drp-Stute. Und dann muss ich mal schauen was noch so offen ist.'',erklärte ich und er nickte. ,,Haben wir ja noch einiges vor.. '',grinste er und sah zu mir. Wie süß er wollte jedes Mal mitkommen. ,,Ja, aber du musst natürlich nicht mit.'' - ,,Es ist doch selbstverständlich nur ich bin dein Turniertrottel.'',meinte er scherzend und ich nickte bestätigend. ,,Stimmt du hast recht.'', mir entging nicht wie Tyler immer wieder Golden Gate etwas antreiben musste, ja die Stute war etwas von der gemütlichen Sorte und Nadl hatte hingegen eher die Hummeln im Hinter, zumindest zur Zeit. ,,Wollen wir mal ein Stückchen traben? Da vorne kommt gleich der große Berg, das wäre ja ideal.'',er nickte und ich nahm die Zügel etwas auf. Nadl war schon Feuer und Flamme, Golden Gate hingegen schien gar nicht zu bemerken das wir nun gleich traben wollten. So trabte ich dann mit der aufgeregten Vollblutstute vor. Sie wollte natürlich gleich in den Galopp, doch das gab es nicht! Erstmal traben. So trabten wir eher schnell den Berg hoch, wohin Golden Gate und Tyler sehr gemütlich hoch trotteten und wir oben auf beide warteten. ,,Na auf ihr Trantüten!'',grinste ich und er lächelte. ,,Ich treib ja schon, aber sie hat nicht so wirklich Lust!'',erklärte er und ich lachte kurz auf. ,,Vielleicht das nächste Mal eine Gerte mitnehmen.'',schlug ich vor. ,,Wäre eine Idee, ja..'',murmelte er und ich grinste. Wir liefen im Schritt weiter und durch das wunderschöne große Gelände. Im Wald gab es dann eine Galoppstrecke, die ebenfalls Bergauf führte. Nur das beste für die Pferde! Ich grinste und nahm die Zügel erneut auf. ,,Dann mal los.'',grinste ich und wir ließen Golden Gate und Tyler vor galoppieren, doch die beiden hatten wir dann in Windeseile wieder eingeholt. Wir schossen an ihnen vorbei und Nadl kam richtig in Fahrt. Ich hatte ganz vergessen wie das so auf einem Englischen Vollblut war.. Am Ende der Galoppstrecke zügelte ich die Stute wieder und versuchte sie in den Schritt zu kriegen, was auch relativ schnell möglich war. Als wir im Schritt weiter gingen, denn nun stehen bleiben war gar nicht gut, schaute ich immer wieder zurück.. Wo blieb den Tyler nur? Aber dann sah ich die wilden Puschelhufe von Golden Gate im Dreck herumwirbeln und grinste. Na da konnte nachher wer putzen! Die beiden kamen nach längerem bei uns an und Tyler parierte auch Golden Gate in den Schritt. ,,Habt aber lange gebraucht.'',spottete ich und Golden Gate legte die Ohren an. ,,Golden Gate legt wert auf Eleganz nicht Schnelligkeit.'',grinste Tyler und lobte die Falbscheckstute. Ich grinste und lobte auch nochmals Nadl, ehe wir dann im Schritt uns wieder auf den Heimweg machten. Beide Pferde fingen an zu Schwitzen, auch wenn es recht kalt heute gewesen war. Matschig zudem auch noch. Wir kamen auf dem Putzplatz an und stiegen ab. ,,Mach mir bloß ihre Puschelbeine sauber, sonst krieg ich die nie wieder so weiß!'',meinte ich in einem ernsten Ton, doch grinste danach. ,,Ist okay, Chefin!'',grinste er und brachte den Sattel weg. Auch ich brachte den Sattel dann weg, als ich Nadl die Trense abgenommen hatte und ihr das Halfter drauf gemacht hatte. Sanft lobte ich sie erneut und machte ihr danach dann die Streichkappen und Gamaschen ab. Zusammen mit der Trense brachte ich auch die Gamaschen und Streichkappen weg. Der Beinschutz wurde abgewaschen und das Gebiss der Trense natürlich auch. Dann kam alles in ihren Spind. Aus der Sattelkammer brachte ich die Abschwitzdecke mit und legte sie Nadl über. Golden Gate hatte auch schon ihre Abschwitzdecke auf. Ich machte mit warmen Wasser die Beine von Nadl sauber, was eindeutig leichter war als die Puschelbeine von Golden Gate und brachte sie dann in eine Zwischenstellbox. Sie sollte nicht draußen, zwar mit Decke, im kalten stehen immerhin war sie ja geschwitzt. Und so hatten wir einige freie Boxen als Zwischenstellboxen ernannt. Ich mistete hurtig die Box von Nadl und streute frisches Stroh ein. Dann durfte auch sie wieder in ihre Box mit Paddok dran. In ihr Heunetzt füllte ich etwas Heu und begab mich dann zu Golden Gate's Box, aber Tyler war schon fleißig am misten. So half ich ihm noch beim einstreuen und während er die Stute holte, füllte ich ihr Heunetz etwas auf. Somit waren heute wieder zwei Pferde bewegt. Bevor ich mich zu den anderen Pferden machte, kontrollierte ich nochmal die Beine von Golden Gate, aber sie waren wirklich sauber und auch noch gründlich. An Tyler gab es einfach nichts zu meckern!
      [7928 Zeichen by Sevannie]
    • Sevannie
      [​IMG]
      [​IMG]
      Nach einer viel zu kürzen Woche machte ich mich diesen Samstagmorgen wie immer früh in den Stall um zu füttern. Wie jedes Wochenende war ich auch diesen Morgen allein, Tyler durfte ausschlafen und am Nachmittag musste er auch nicht unbedingt kommen, er durfte ja auch mal frei haben. Somit gab ich ihm das Wochenende, wo er auch mal was mit seinen Freunden machen konnte. Nachdem ich alle Pferde gefüttert hatte stellt ich alle raus auf die Weide außer Goldi. Sie wollte ich nun erstmal reiten und dann wollte Ich sehen was ich dann machen würde. So lief ich zu ihrer Box. Total verwirrt blickte sie drein, da sie wahrscheinlich immer noch nicht auf der Weide mit den anderen Kaltblüter-Stuten stand. Sanft streichelte ich die Nüstern der Falbscheckstute und nahm mir dann ihr Halfter zur Hand. Ich halfterte die auf und führte sie dann auf den Putzplatz. Dort Band ich die Stute an und holte mir die Putzbox von ihr. Ich begann sie zu putzen, Was recht mühsam war, da sie sich eingesaut hatte. Aber übel nehmen konnte ich ihr es nicht, weil sie natürlich sich auch mal wälzen durfte. Es ging jedoch relativ flott und so brachte ich die Putzbox dann wieder weg und holte mir die Abschwitzdecke, Sattel, Trense und Bandagen. Ich sattelte die Stute zuerst, dann bekam sie die Bandagen drum und zu guter letzt die Trense auf. Die Abschwitzdecke ließ ich am Putzplatz hängen, diese bekäme sie auf wenn ich mit ihr wieder kam. Ich holte mir noch rasch meine Handschuhe und meinen Helm, zog das alles an und lief mit der Stute zur Halle, draußen war es noch zu kühl um auf dem Reitplatz zu reiten. Ich stieg, mithilfe eines Stuhls, auf und ließ mich sanft in den Sattel gleiten, ehe ich dann portofrei am langen Zügel. Nach fünf Minuten wechselte ich die Hand und lief auch auf dieser nochmal fünf Minuten im Schritt die ganze Bahn entlang. Heute wollte ich mal sehen wie weit Goldi denn war. Als sie dann aufgewärmt war, nahm ich die Zügel auf und trabte an. Im Leichtrab natürlich. Erneut ging es die ganze Bahn entlang, ehe ich auf dem oberen Zirkel blieb und dort einige Runden lief. So langsam lockerte sich die Stute und ich begann mit dem inneren Zügel etwas zu spielen. Ihre Reaktion darauf war es zu kauen und sich lang zu machen, was ich natürlich gleich lobte. Wir wechselten auf den anderen Zirkel und auch hier ging es einige Runden herum, bis sich Goldi dann auch weiter streckte und langsam begann am Zügel zu gehen. Ich ritt mit ihr aus dem Zirkel und eine Schlangenlinie mit vier Bögen. Nach dieser ging ich auf den mittleren Zirkel und parierte sie wieder durch zum Schritt. Erneut gab es ein Lob mit Stimme und Halsklopfen. Bis jetzt war doch alles prima. Sie war eben bis jetzt nur E fertig, aber bald gäbe es sicherlich noch mal ein Trainer der sich an sie ran machen dürfte, Ich konnte zwar auf höherem Niveau reiten, wollte sie aber nicht überfordern und wenn ich sie S fertig reiten würde - auf ein solches Turnier würde ich nicht an erkannt werden mit ihr. Ich nahm die Zügel wieder auf und ritt wieder auf den unteren Zügel, nun saß ich aus. Ich ritt einige Bahnfiguren, wie zum Beispiel Volten, Schlangenlinien, durch die ganze Bahn wechseln und weiteres. Nach circa zwanzig Minuten gönnte ich ihr wieder eine Schrittpause von fünf Minuten, danach fing ich an zu galoppieren, die ganze Bahn und Zirkel. Auch größere Volten, aber keine welche richtig eng waren. Nach einer guten Stunde Training war die Stute geschwitzt und auch etwas ausgepowert. Ich stieg ab und führte sie zum Putzplatz. Der Sattel, die Trense und die Bandagen kamen wieder ab und die Abschwitzdecke dafür drauf. Ich ließ die Stute wieder in die "Übergangsbox", begann nun ihre Box zu misten. Als ich fertig war, war die Stute wieder fast trocken und die Sonne kam raus. So machte ich ihr die Abschwitzdecke wieder ab und brachte sie auf die Weide. Ich blickte Lina an und lächelte dann wollte ich mich mal an ihr versuchen. [3914 Zeichen by Sevannie]
    • Vhioti
      [​IMG]
      [​IMG]
      A-Dressurtraining (c) Catalina
      Das große Rundherum-Training
      (Nadel in dir – A-Galopp; Augenblick, Golden Gate – A-Dressur; CH's De la Luna – A-Fahren)

      Tag 1
      Mit Rucksack und Leinentasche stieg ich aus dem Taxi in Norddeutschland aus. Es war bewölkt (wieder einmal) und im Schnellschritt stiefelte ich am Stall und Anbindeplatz vorbei zum Gutshaus. In der Leinentasche befanden sich braune Bananen. Golden Gate, Joy's Tinkerstute, hatte wohl einen sehr schwachen Kern für die Früchte. Doch heute wollte ich zuerst mit Nadel in dir arbeiten, eventuell auch mit Augenblick. Joy fand ich nach langem Suchen in der Dressurhalle. Dort arbeitete sie mit Get. "Hey! Glückwunsch zur bestandenen Körung!", rief ich von der Bande aus. Joy hielt den Hanno direkt vor mir. "Danke.", sie kicherte. "Hast du dich schon bei uns einquartiert?" "Ich muss vier Pferde trainieren, das schaffe ich nicht mal so eben in zwei Tagen.", antwortete ich. "Hast echt was gut bei mir." "Aber wirklich! Ständig zwischen Kanada, Deutschland und Schottland rumfliegen ist gesundheitlich nicht sehr toll!" Joy grinste. "Und was machen die Pferde?" "Benny läuft wieder super. Dorn hat immer noch einen Haschmich, aber das kenne ich ja nur zu gut, und Steel mag mich mehr und mehr. Ach, und ich habe neue Pferde bekommen." "Soll ich die mal durchchecken für dich?" Ich nickte. Danach lief ich zu den Paddocks, um das Vollblut zu reiten. Ich entdeckte die Stute an einer der Tränken. Sie sah wohl, dass jemand auf sie zu ging, trank jedoch in Ruhe aus und hob dann den Kopf, um das Halfter angelegt zu bekommen. Am Anbindeplatz putzte und sattelte ich sie. Aus Ermangelung eines Rennsattels nahm ich einfach einen Lammfellsattel, der war sehr leicht und bequem zu sitzen. Ich saß auf, und ritt mit ihr in die Dressurhalle. Joy ritt immer noch auf Get, daher beließen es wir in der Halle nur beim Galopp zum Aufwärmen. Die Stute strotzte nur so vor Energie, und ich musste sie zügeln, herumzupesen. Ich merkte der 12jährigen an, wie sehr sie ein Rennen machen wollte, obwohl sie sich nun bemühte, ruhiger zu traben. "Wo kann ich hier am Besten mit ihr üben?" "Dressurplatz ist leer.", erwiderte Joy, als sie mit dem Hanno einen Zirkel ritt.
      Draußen also war es etwas windig, und die Stute stand stolz auf dem Platz und wartete. "Ja, lass mich nur aufgurten.", ich lachte kurz und zog den Sattelgurt enger, ehe ich sie dann auf den Hufschlag ließ im Mitteltrab. Ich stand langsamer auf, damit sie ruhiger trabte, und saß in der Ecke aus. Keine weiteren Hinweise brauchte sie; sie sprang kurz darauf an und galoppierte los. Ich gab die Hand etwas vor und führte sie wieder auf den Hufschlag, da sie drohte, die Kurven abzuschneiden. "Weiter, na los!", die Runden summierten sich langsam. Etwa vier Minuten später legte ich eine Pause ein. Der Stute merkte ich an, dass sie gerne weitergerast wäre, aber ich brauchte einen Seitenwechsel und Luft zum Atmen. Die Vollblutstute schnaufte, kratzte sich am Schnienbein und wieherte einmal. "Na los, weiter gehts." Diesmal dauerte es länger, denn sie ließ sich deutlich Zeit beim Anspringen. Aber sie galoppierte viel ruhiger und schnitt keine Ecken. Und so verbrachten wir eine weitere Viertelstunde damit, weiter zu trainieren, bis sie dann mit Abschwitzdecke in ihre Box durfte.

      Die Füchsin graste auf der Weide neben Luna und Golden Gate. Eigentlich hätte ich jetzt jede andere Stute nehmen können, doch ich blieb bei meinem Plan und holte die Tinkerstute Augenblick zum Putzen auf den Platz. Sie war heute etwas drösig und verschmust. Trotzdem putzte ich sie. Beim Hufekratzen legte sie die Ohren an und verweigerte mir die Hilfe. "Fräulein, lass es.", warnte ich einmal und klopfte dann wieder gegen das Fesselgelenk. Zögerlich hob sie ihn und wiederholte es auch bei den anderen. Beim Aufsatteln legte sie die Ohren wieder an, gab aber beim Trensen Ruhe. Dann führte ich sie in die Dressurhalle. Beim Aufsitzen merkte ich schon, wie unmotiviert sie schon am frühen Morgen war, daher schnappte ich mir noch ein Stöckchen und fing mit dem Training an.

      Tag 2
      Am nächsten Tag hatte ich noch Muskelkater vom Dressurtraining mit Augenblick. Sie war sehr faul und unzugänglich, hatte noch nicht mal Lust für einige Galoppsprünge, daher kamen Schenkel, Gewichtshilfen und Stöckchen ständig in Benutzung, bis die Stute endlich machte, was ich von ihr wollte. Es hatte mir wirklich Kraft gekostet, nicht einfach aufzuhören.
      Heute waren Luna und Golden Gate dran. Das Fahrtraining würde nur heute stattfinden; für die nächsten zwei Tage war ein hundsmiserables Wetter vorhergesagt, daher wollte ich mich mächtig ins Zeug legen. Die junge Stute stand auf der Weide, neben ihr – was ein Zufall – auch Goldi, wie sie liebevoll genannt wurde. Da ich schon eine Banane mithatte, fand die auch direkt ihren Weg zum Magen der Falbscheckin. Luna hatte sehr viel Ungeduld, als ich mich erst mit ihr bekannt machte und sie dann auf dem Putzplatz anband. Als ich ihr Fell bearbeitete, damit es mit dem Training losgehen konnte, knirschte es hinter mir. Joy stand schräg hinter mir mit einer Kaffeetasse und Augenringen bis zu den Kniekehlen. "Was ist denn mit dir passiert?", prustete ich los. Ich legte den Striegel kurz auf dem Rücken der Tinkerstute und lehnte mich mit den Armen an ihr ab. "Schlecht geschlafen und zu früh wach geworden." "Zu früh?", geistesabwesend putzte ich die Stute weiter. "Es ist halb acht, Joyce. Um die Zeit bin ich schon putzmunter." Joy seufzte. "Das Leben ist einfach kein Ponyhof." "Eher ein Pferdehof, meine Liebe. Würdest du mir helfen, den Sulky zu holen?", fragte ich nun. Sie nickte, trank dann ihren Kaffee aus und zog mit mir dann den Großpferdesulky aus den Stallungen. Danach verabschiedete sich die Tierärztin ins Gutshaus, und ich war mit Luna alleine. Mit viel Gefriemel spannte ich die kräftige Stute vor, und klopfte ihren Hals. Ihre Augen funkelten, als ich auf dem Bock saß und sie vom Gelände runterbrachte, denn auf dem Hof alleine war nicht genug Platz. Ich kannte ein kleines Dorf, nicht mal sechs Kilometer von hier entfernt. Das wäre eine gute Strecke, die man auch im Mitteltrab hinter sich bringen konnte. Die Peitsche lag neben mir, denn die Palominostute strotzte nur so vor Energie und gab die Beine richtig vor. Vom Dorf aus dann ging es wieder zurück, und es war schon kurz nach acht, als ich die Stute dann auf die Weide brachte. Keinen Moment zu früh, denn der Himmel öffnete schon seine Pforten und es fing an zu regnen. Mit dem Strick in der Hand rannte ich direkt zum Sulky und zog ihn, so gut es ging in den Stall, damit ich dann die in einer Box stehenden Golden Gate vorbereiten konnte. Wegen des Wetters stellte ich sie an der Box ab, und schüttelte mich kurz. Daraufhin schaute mich die Dame doch recht verwirrt an. "Ja, ich bin kein Hund aber trotzdem bin ich nass und muss das irgendwie beheben, nicht?" Belustigt – nun, anders konnte ich es nicht beschreiben – schnaubte sie und ließ sich von mir satteln und dann streicheln. Ich hatte sie direkt lieb gewonnen.
      In der Halle rieb ich den Sattel noch trocken, dann saß ich auf. Schnaubend beschleunigte und parierte sie, wenn ich es von ihr wollte. Ein wahres Verlasspferd, und trotz ihres Körperbaus sehr gelenkig und geschmeidig, was Zirkel und größere Volten anging. Die A-Dressur war eigentlich nur eine Auffrischung von den Bahnfiguren, die meistens bei Freizeitpferden bereits vorhanden waren, daher ging es heute auch um die Tempowechsel. Die hatte die Stute allerdings recht gut drauf, nachdem wir vor allem den Wechsel Leicht-/Mitteltrab geübt hatten und wir zum Abschluss etwas galoppierten. Wir schafften so auch eine Runde auf dem Zirkel, ehe sie durchparierte, sich kurz kratzte und dann im Schritt eine Volte und im Anschluss eine Schlangenlinie bei B vollführte. Zufrieden saß ich ab, und entschied mich dann, auch mit Augenblick weiterzumachen. Es war ja schließlich noch recht früh, kaum zehn Uhr war es...
      Und so fand ich mich auch mit der letzten Tinkerstute in der Dressurhalle wieder. Die äußerst hübsche Stute hatte es faustdick hinter den Ohren, wie ich feststellen musste. Beim normalen Aufwärmen – sprich dem Vorbereiten der Gelenke – gab es Andeutungen von Buckeln, beim Bahnwechsel schnappte sie kurz nach meinem Bein, und beim Angaloppieren ging das selbe Spiel wieder von vorne los. Buckelte wie ein störrischer Esel – tut mir Leid -, und gab sich dabei sogar Mühe, in der Halle zu bleiben. Daher blieb mir nur eines übrig. Im Trab aussitzen, bis sie vernünftig mitlief und -dachte. Mitdenken klappte bei ihr wohl heute überhaupt nicht. Zirkel hingegen schon. Auch wenn sie den Kopf nicht richtig in die Biegung legte, buckelte sie nicht und blieb ganz ihrem Rassetyp her ruhig, auch beim folgenden Galopp aus der zweiten Ecke.

      Tag 4
      Gestern war das Wetter immer noch grauenvoll. Daher hatte ich den ganzen Tag mit Augenblick trainiert, vor allem deshalb, weil sie immer noch gerne buckelte und ich daher sehr intensiv mit ihr im Trab arbeitete, und so konnten wir nach erfolglosen Versuchen auch wirklich trainieren. Joy war ganz davon angetan, denn sonst hatte sie auch nur magere Erfolge erzielt.



      Heute ging es zur finalen Überprüfung von Luna und Nadel in dir. Da Joy im Dorf einige Sachen abholen musste wie zum Beispiel eine Futtermischung für ihre Jungpferde und auch für die Kaltblüter, war dies die Gelegenheit. Gemeinsam machten wir die doch sehr aufgeregte Stute fertig. Wie ich erfahren hatte, gab es für sie nur Bodenarbeit gestern und das hatte ihr nicht wirklich gutgetan. Mit der Kutsche und dem kleinen Verdeck ging es los. Durch die schnelle Gangart wurde das Brackwasser der Pfützen bis zum Bock hochgejagt, und als wir im Dorf dann die Ladung abholten, war meine graue Hose dreckig braun gefärbt. Joy gab ihrer Stute einen kleinen Apfel, auf dem sie dann den Weg aus dem Dorf herumkaute, bis sie dann im Trab wieder an Feldern und Gestüten vorbeizog. Die Luft war sehr klar und frisch, und ich freute mich schon wieder, in Schottland wieder bei meinen Pferden sein zu dürfen. Damit war dann auch Lunas Sequenz beendet und als wir kurz geduscht und zu Mittag gegessen hatten, nahm ich mir wieder die Vollblutstute vor. Nadel war auf dem Paddock, und visierte ein Wasserloch an. "Oh nein.", mir schwante Übles. Joy stand neben mir und grinste gemein. In dem Moment, als sich die Braune in das Wasser legte, warf ich die Hände über den Kopf, als Joy einfach loslachte. "Tja, viel Spaß wünsch ich dir dann.", sie klopfte mir auf die Schulter, als ich mit Halfter und Strick auf die mittlerweile sandbraune Stute zum Waschen an den Anbindeplatz stellte und ihr eine Dusche gab. Die hatte sie dringend nötig und als sie dann wieder trocken war, sattelte ich sie wie gewohnt auf und ging mit ihr auf den Platz. Nachdem ich erneut nachgegurtet hatte, setzte ich mich schwerer in den Sattel und trieb sie leicht an. Schon nach der dritten Runde galoppierten wir auf dem Zirkel an, und behielten das Tempo. Ich gab die Hand vor, drückte die Schenkel enger an ihren Bauch und achtete auf meine Position. Denn da wir leider keine Bahn zur Verfügung hatten, sondern einfach 'nur' ein kleines Rundherum veranstalteten, war es angebracht, nicht bei einem plötzlichen Parieren die Haltung zu verlieren. Trotzdem legte sich die ehrgeizige Stute richtig ins Zeug. Ihre schwungvollen Gänge kamen in den Ecken gut zum Vorschein, und deshalb musste ich sie abbremsen. Aber sie hatte wirklich Spaß daran, und das war das Wichtigste für mich. Solange es dem Pferd gefiel, war meine Arbeit getan.

      Die Pferde
      -> Nadel in dir (A-Rennen)
      -> Augenblick (A-Dressur)
      -> Golden Gate (A-Dressur)
      -> CH's De la Luna (A-Fahren)
      haben erfolgreich am Training der Legacy of Scotland Trainerin Catalina Dixon teilgenommen.
    • Vhioti
      [​IMG]

      [​IMG]
      [Augenblick, Golden Gate; L-Dressur – Royal Rubina, Shiny Sunlight; A-Springen – Veronica; A-Distanz – Bajau, Torte; Bodenarbeit – Linara, Alice, Irritable, Muemmi – Abteilungsreiten (A-Dressur; Alice: M-Dressur)]
      "Cause baby now we got bad blood! You know it used to be mad love, so take a look at what you've do-one, cuz baby now we got bad blood! Hey!", Taylor Swift, Gesangskanone und Erfolgssternchen am Pophimmel, brachte ihn mir wieder die Killerbraut zum Vorschein. Keine Sorge – das war nur virtuell und nicht real. Im Takt zum neuesten Swift Song klopfte ich mit den Fingern auf das Lenkrad. Clark war immer noch auf dem Seminar und kam bald zurück. Solange hatte ich das Vergnügen, mich um Joys Pferde zu kümmern. Bad Blood dudelte aus, weiter ging es mit REM und einer darauf folgenden Stauwarnung. Vor mir erstreckte sich kilometerlang eine gähnend leere Autobahn. Direkt vor dem Ortsschild brauste ich über den Zubringer in die Stadt. Und schon kurz darauf war ich wieder am Hof angelangt. Der Parkplatz war voll; ich musste mit dem Wegesrand aushalten. Nicht unbedingt problematisch, solange er nicht kaputt ging.

      Wo war Joy? Mit meiner Tasche und einem Beutel Kräuterchen stand ich etwas unschlüssig im Gutshaus. Ich fühlte mich wie bestellt und nicht abgeholt, konnte dann aber Tyler erkennen, der wohl frisch geduscht und angezogen die Treppe zu den privaten Zimmern hinunter stieg. "Ach, Catalina!", er schüttelte mir die Hand und geleitete mich dann in mein künftiges Gastzimmer. "Joy kommt morgen früh erst wieder. Sie hat einige Aufträge, daher bin ich der Chef." "Damit komm ich klar, Tyler.", der Mann wurde rot. "Also, wie sieht die Planung aus?" Lange brauchte ich nicht nachzudenken. "Ich bräuchte noch zwei Reiter für das Abteilungsreiten. Ich würde selbstverständlich Alice übernehmen. Sie als Anwärterin der M-Dressur ist da schon die Chefin der kleinen Kür. Heute mache ich die Bodenarbeit mit den Hannofohlen. Und über die nächsten Tage geht es mit den anderen Qualifikationen weiter. Sonst noch Fragen?" Tyler schüttelte den Kopf. "Alles okay. Ich werde mal rumfragen, ob wer mithelfen will beim Abteilungsreiten. Ich lasse dich am Besten alleine. Viel Spaß dann!", damit machte er auf dem Absatz kehrt und huschte wieder die Treppe hoch.

      Bajau und Torte waren auf einem der Paddocks untergebracht. Mit den anderen Nachwuchspferden tollten sie über den Grund. Als ich mit Tortes Halfter etwas verwirrt hinter dem Gatter stand, brummte die Stute bereits. Sie lief eilig auf mich zu. "Na, du willst aber unbedingt mitmachen, wie?", doch weit gefehlt. Die schon beinahe ausgewachsene Hannoveranerstute wollte beschmust werden. Ich gab ein, besann mich dann aber eines besseren und halfterte sie auf. Am Anbindeplatz entstaubte ich ihr Fell und kratzte sorgsam die Hufe aus. Sie wirkte empfindlich, als ich ihre Fesselgelenke berührte. Beim genaueren Betrachten erkannte ich an den Vorderbeinen kleinere Blasen, die sich um die Gelenke bebildet hatten. Eilig schrieb ich mir diese Beobachtung in mein Handy. Notfalls würde ich Joyce alles schreiben, was mir aufgefallen war. Ich klopfte ihren Rücken und führte sie dann in die bereits vorbereitete Halle. Sie war immer noch auf Kuschelkurs, aber dafür hatte ich schon vorgesorgt. Am langen Strick führte ich sie an den Hütchen vorbei, die ich aufgestellt hatte, direkt nachdem ich angekommen war. Torte wusste, worum es bei den gelben und knallroten Dingen ging und was man machen sollte. Auch im Trab fand sie keine Berührungsängste. Ich wollte sie auch an die Longe nehmen, damit sie galoppieren konnte, verwarf es aber. Aufgrund der empfindlichen Fesseln wollte ich sie nicht überstrapazieren und ließ sie nur traben.

      Torte kam, nach eingehender Kontrolle der Gelenke, in ihre Box. Auch wenn ich Tyler voll und ganz vertraute, vorsichtshalber hatte ich Joy geschrieben was mir aufgefallen war. Sie merkte an, dass sie sich die Stute anschauen würde, sobald sie wieder da sei. Weiter ging es mit Bajau. Die sehr zurückhaltende und hübsche Jungstute wirkte recht nervös, als ich sie anband. Denn auch ihr Fell strahle nur so..."Wie könnt ihr alle nur so dreckig sein?", wunderte ich mich, als ich ihr Fell bürstete und dann noch die Mähne säuberte. Die Hufe wollte sie mir nicht unbedingt geben, aber da diese doch recht frei von Steinen und Erde waren, zuppelte ich ihr Halfter zurecht, damit es zum Round Pen ging. Auch hier wurde Wert gelegt auf etwas Kuscheln, denn andernfalls konnte ich sie aus der Deckung nicht heraus locken. Zutraulicher wurde sie erst, als ein Möhrchen in ihrem Magen war. Ich rollte eine Tonne in den Round Pen, während Bajau durch das Rund stromerte. Unter die blaue Tonne legte ich schnell einen Apfel und stellte sie dann mit dem offenen Ende auf den Boden. Bajau stubste das Gefäß sofort an. Sie brauchte etwas, bis sie die Tonne umgeworfen hatte. Allerdings lag der nun leicht angematschte Apfel direkt innen. Ich stieß gegen den Boden und wartete, bis sie sich den Apfel griff. Auch danach wurde die Stute an der Longe angearbeitet. Sie war wohl doch bei mir angekommen und schien Spaß daran zu haben, im Galopp herum zu jagen und dabei den Sand hochwirbeln zu lassen. Nach einigen Runden parierte sie durch und schnaufte. Sie zog ihre Kreise um die blaue Tonne, scharrte mit den Hufen im Sand und bommerte gegen das Plastik. Nach dem vierten Mal, als das Gefäß einige Meter wegrutschte, führte ich sie dann mit einem mahnenden Blick zurück auf den Paddock, wo sie sich sofort anfing am Boden zu wälzen.

      Im Stall fand ich dann auch Augenblick. Die wunderschöne Stute mit der hübschen Kopfzeichnung rupfte bedächtig Halme aus ihrem Futtertrog. Möhrenstückchen plumsten dabei heraus, aber das lenkte sie nicht ab. Gemächlich, wie Tinker halt eben sind, mümmelte sie diese vom Boden ihrer Box auf und schnaubte. "Erkennst du mich noch, Schönheit?" Gelassen strich ich über ihr Nasenbein bis zum Schopf und kraulte sie hinter den Ohren. Sie brummelte zufrieden und machte Platz, als ich in ihre Box ging und sie dort weiter streichelte. Auch wenn ich mich an sie gut erinnerte; ob sie es tat, bezweifelte ich. Ihre Gutmütigkeit war aber Balsam auf meiner wunden Seele. Aufgehalftert führte ich sie an den Putzplatz. Dort gab es schon die ersten Probleme; der Sattelgurt war zu eng, immerzu schnappte sie nach mir, bis ich es aufgab und einen längeren Ersatzgurt nahm und anschnallte. Dabei hatte sie mehr Luft zum nachgurten. Ich flocht ihren Behang (die Mähne nur zum Spaß) und schickte Joy ein Bild. Es war fast eins. Nach der ersten Lektion mit Augenblick wollte ich mein kaltgestelltes Mittagessen nachholen, dann weitermachen mit Golden Gate und nach Torte sehen. Es war ja möglich, dass es nur ein vorrübergehendes Symptom war und die Empfindlichkeit verschwunden war. Augenblick starrte mich von oben herab an, als ich an ihrem Zopf zuppelte. Die Sonne schien nicht mehr, dafür trat eine leichte Schwüle ein. Es roch nach Regen. Eilig huschten wir in die Dressurhalle. Im Sinne war die L-Dressur etwas anders aufgebaut als die A-Dressur. Denn bei ersterem wird zum ersten Mal genau auf das Gang- und Tempowechseln geachtet. Das war bei den weichen Gängen der Stute kein Problem. Heute wirkte sie ruhig und gefasst. Beim Aufwärmen hatte sie jedoch ihre Sekündchen; Zirkel waren wohl nicht ihre Stärke derzeit. Sie lehnte sich gegen die Hand und ich musste sie gelegentlich anticken, damit sie richtig sprang. Ihre Muskeln zuckten, als wir im Galopp einen Zirkel ritten und dann einen Bahnwechsel durchführten.
      *
      Schließlich hüpfte ich durch den strömenden Regen mit Tyler auf die Weide, um einige der Pferde reinzuholen und dann noch trocken zu reiben. Die Blasen an Tortes Fesseln waren immer noch da. Auch der Mann hatte keine Ahnung, was mit Torte war und ging mit der Jungstute auf Tuchfühlung. Und ich schaute derweil nach Golden Gate. Mit zwei Kräuterchen in der Westentasche begrüßte ich die liebe Tinkerstute ausgiebig und gab ihr die Leckerchen. Binnen Sekunden roch es nach Wald und Kräutern. Ich machte auch sie reitfertig. Das Aufwärmen ging fixer; die Stute wollte gefallen und genau deshalb war sie eines meiner liebsten Pferde, die ich trainieren durfte. Meine Gedanken schwirrten nun bei Caleb; der musste in den nächsten Tage halbwilde Westernpferde antrainieren unter der Anleitung seines Personal Coach. Und ich wollte ihn doch nach Kanada mitnehmen, zu Verena! Das fiel mir siedendheiß ein, während wir eine Volte im Leichttrab gingen und dabei das Tempo etwas erhöhten. Ich schunkelte im Sattel, als wir auf der Mittellinie im Mitteltrab – ein Wunder, dass sie das schon etwas kannte – auf halber Bahn abwendeten und dann einen Zirkelwechsel vollzogen. Nach einigen kleineren Paraden und einer Traversalenanlehnung – Anlehnung deshalb, weil sie das richtige Platzieren der Hufe nicht schaffte – wemsten wir im Galopp durch die Halle. Ich gab dabei die Hand vor, damit sie richtig jagen konnte, alsbald aber fielen die Lichter aus. Abrupt hielten wir beide an. Unruhig trat die Stute zur Seite und schnaubte laut. Mit einem merkwürdigen Gefühl im Magen sprang ich aus dem Sattel, hielt die Zügel richtig fest als ich die Steigbügel hochband und dann nach draußen lief. Der Himmel war stockdüster. Mein Gefühl bestätigte sich, als es anfing, in der Ferne zu grummeln. Ich zögerte keinen Moment; raschen Schrittes brachte ich Golden Gate in den Stall, und sah dabei noch, wie Tyler die restlichen Pferde ebenfalls in ihre Boxen brachte. Ich half ihm, die Tiere etwas zu beruhigen. "Mir ist die Sicherung rausgeflogen!", rief er über den tosenden Wind, der nun in den Stall wehte. "Ich bleibe bei den Pferden!", entgegnete ich, als er hinter mir die Tore schloss und ich mich auf einen Hocker hinsetzte. Tyler sollte sich um die Sicherung kümmern.

      Gegen Abend kam Joy nach Hause. Sie hatte es doch pünktlich geschafft, ihre Aufträge zu erledigen und war über meinen Tatendrang erfreut. Am Küchentisch besprachen wir weitere Details. "Morgen früh arbeite ich wieder mit Goldi und Augenblick. Dann fange ich mit Veronica an. Und dann werden wir das Abteilungsreiten machen. Und wenn ich dann noch Zeit für diesen Tag habe, mache ich das Springen mit Rubina und Sunlight. Übermorgen gibts dann wieder Wiederholungssequenzen. Einverstanden?"
      *
      Mit müden Zügen im Gesicht stromerte ich aus dem Gutshaus. Ich konnte nicht schlafen und war deshalb froh, dass Joy bereits an mich gedacht hatte und Augenblick für mich fertig gemacht hat. "Du bist ein Schatz, das weißt du.", ich trank meinen Tee mit Zitrone aus, schüttelte den Kopf und wurde automatisch wacher.
      Augenblick war die perfekte Stute fürs Morgentraining. Es war unverantwortlich von mir, mit drösigem Kopf einfach aufs Pferd zu gehen, aber die Stute wollte heute ein bisschen Spaß haben. Die Luft war kalt; wir waren draußen, denn die angestaute Luft in den Hallen war klamm und stickig und somit nicht geeignet. Nach einigen Zirkelwechseln und Bahnwechseln schien ich bereit zu sein. Ich konzentrierte mich eher auf die Gänge und Tempi – ebenso wie bei Goldi. Zum Abschluss bekamen sie noch einen Apfel und weitere Kräuterchen – und ging weiter zu Veronica. Die Falbstute graste mit Sunlight und Rubina ein Stück Weide ab. Lieb wie sie war, ging sie neben mir her ohne das ich den Strick brauchte und hatte wohl scheinbar kein Problem damit, dass Tyler an einem Sattel herumwerkte – mit lautem Radio. Ein richtiges Verlasspferd also, mit der ich die 15 Kilometer bis zum Dicken Emil reiten wollte.

      Der Dicke Emil war eine Felsformation, die durch Erosion zu einem Michelinmännchen mutiert ist. Wobei "mutiert" nicht das richtige Wort war, aber so sagten es die Leute. Veronica schien von dem ganzen Trubel, den Dorfbewohnern und den wenigen Touristen, nicht viel zu halten. Es war später Vormittag. Die Stute trank den halben Vorrat an Wasser leer. Ich schaute mir ihre Gelenke an, um nach Kratzern zu sehen, und kratzte ihr die Hufe aus. Die beiden Ritte waren ungewöhnlich ruhig und schnell abgelaufen, und ich konnte mit Rubina fortfahren. Vorerst jedoch baute ich mit Tyler einige Hindernisse auf, die ich auch gut mit Sunlight überspringen konnte.
      *
      Rubina und Sunlight waren unterschiedlich wie Tag und Nacht. Zum Einen lag es daran, dass Rubina sich strikt weigerte, das Kreuz zu überspringen, mit den Stangen aber scheinbar kein Problem hatte, zum Anderen auch daran, dass Sunlight zerstreut wirkte. Diese unterschiedlichen Charakteristika waren aber angenehm für mich; nicht nur einfache Pferde, auch dickköpfige oder zickige waren für mich der Grund, mit ihnen zu arbeiten. Sunlight hatte gutes Springpotenzial. Auch wenn sie schusselig war (also genauso wie ich, denke ich), hatte sie Spaß daran, die Hindernisse zu nehmen.

      Joy, Tyler und ich machten derweil die Dressurpferde fertig. Ich hatte Alice im Blick, da ich sie reiten sollte. Die Dame kratzte sich am Vorderbein, als eine ältere Frau auf den Hof fuhr. "Ach, Cindy!", Joyce umarmte sie herzlich, dann begrüßten wir beide uns. Die Frau in ihren Fünfzigern wurde an Linara empfohlen. Joy nahm Irritable und Tyler ritt dann auf Muemmi. Auf dem Platz machten wir uns alle eigenständig warm. Danach reihten wir uns hintereinander auf. Die keifende Muemmi – hatte die tatsächlich Linara geschrappt – war am Ende der "Quadrille", vor ihr gingen Irritable und Linara. Und ich am Anfang. "Also, ich werde die Kür mit euch zwei- bis dreimal im Schritt vorreiten und durchsprechen. Dann machen wir das im Trab, ja?" Nicken und Schnauben.
      Die ganze Abteilung blieb auf der Mittellinie. Wir bogen rechter Hand ab und sprachen dann ab, dass wir eine Volte gehen wollten, um dann passend wieder auf dem Hufschlag zu landen. Das klappte schon gut. Anschließend gab es eine Kehrtwende aus der Ecke und wir gingen an X vorbei auf die linke Hand. Es folgte ein Zirkel und dann noch einmal eine Volte auf den Hufschlag.
      Im Trab sah das schon anders aus. Es wurde etwas hektisch und unorganisiert, aber glücklicherweise schafften wir das auch noch, nach einer halben Stunde!
    • Sosox3
      [​IMG]

      [​IMG]
      Da Joyce heute nur wenig Zeit zwischen ihren Aufträgen als Tierärztin bat sie mich darum vier ihrer Pferde zu versorgen, welche die Tinkerstuten De la Luna und Golden Gate und die anderen beiden Pferde Cloud’s Angel und Nadeln in dir wären. Ich hatte mir überlegt einen langen gemütlichen Ausritt mit meinem Bruder Simon, meinem Freund Max und Serena, einer meiner Pferdepflegerinnen zu machen. Max würde das Verlasspferd Goldy bekommen, ich würde De La Luna nehmen und Simon würde Nadeln in dir reiten während Serena Cloud’s Angel nahm. So hatte jeder ein Pferd mit welchem er zurecht kommen würde und somit betraten wir den Stall.
      Während ich den dreien die Pferde zeigte, erklärte ich was wir vor hatten. Da alle einverstanden waren machten wir kurzerhand die Pferde fertig und putzten sie gründlich. Die Pferde bekamen jeweils eine Blaue, eine Petrole, eine Grüne und eine Pinke Schabracke rauf und dann wurden sie auch schon gesattelt. Max trug zur Sicherheit einen Helm und dann stiegen wir auch schon auf. La Luna war gleich drauf und dran mich zu verarschen, zumindest versuchte sie es die ersten Meter. Doch dann als sie merkte das sie mit mir nicht machen konnte was sie wollte, gab sie Ruhe und ließ mir die Führung. Die anderen auf ihren Pferden hatten bis auf Max einen ähnlichen Spaß und er war auch froh das er Golden Gate unterm Sattel hatte. Wir ritten und unterhielten uns ziemlich viel über verschiedene Themen und fanden auf dem Weg eine neue Galoppstrecke, welche wir alle gleich testeten. Wir lieferten uns ein Rennen und es verlief sehr knapp. Nadeln buckelte beim Angaloppieren , doch Simon konnte sich halten sodass wir unversehrt ins Ziel kamen. Dann ritten wir durch den Wald, ehe wir wieder auf dem Hof nach drei Stunden ankamen. Wir waschten die Pferde nach dem Absatteln und stellten sie dann auf’s Paddock wo sich alle vier auch gleich wälzten und in der Abendsonne trockneten während wir uns einen Kaffee gönnten.
    • AlfurElfe
      [​IMG]
      In letzter Zeit häuften sich immer mehr Aufträge der gleichen Art bei mir, ich vernachlässigte schon meine Trainerpflichten. Diese Woche war es unsere Tierärztin Joyce McConnor, welche Hilfe beim Pflegen ihrer Pferde brauchte. Schon bald nachdem ihre Anfrage eingeflattert war, machte ich mich zu ihr auf den Weg.

      Ich war schon ein paar Mal auf Joyces Hof gewesen, weshalb sie mich nicht lange einweisen musste, was auch gut war, denn heute musste ich insgesamt 26 Pferde putzen, füttern und ihre Boxen ausmisten. Ich beschloss, im Hengststall zu beginnen und holte zuerst Antaris aus seiner Box. Der Hannoveraner war schnell glänzend geputzt und freute sich sehr über sein Futter, auch wenn die Portion heute kleiner ausfiel, da er ja nicht arbeiten musste. Während er fraß holte ich Schubkarre und Mistgabel und säuberte seine Box, bevor ich Antaris auf den kleinen Paddock vor der Box brachte. In der Box neben Antaris' stand Hero of Heaven, den ich zusammen mit Cinnemonts Accento, Cloud Angel und Get a Movie draußen auf dem Hof anband und sie putzte, bis sie glänzten. Die vier Boxen in der Zeit, in der die vier Hengstefraßen auszumisten war nicht gerade einfach, da ich immer damit rechnen musste, dass sie sich draußen kabbelten. Aber auch Hero of Heaven, Cinnemonts Accento, Clouds Angel und Get a Movie könnten bald auf ihren Paddock, sodass ich mich Schwachkopf und Burnin' Awake and Lifelesszuwenden konnte. Schwachkopf hatte es geschafft, sich vollkommen mit Streu zu bedecken, sodass das Putzen ziemlich lange dauerte, was bei Burnin' Awake and Lifeless zum Glück nicht der Fall. Nachdem ich auch die beiden auf ihren Paddock gebracht hatte, ging ich in den Fohlenstall, wo ich Dark Sweet Temptation, Krisu, Rando und Soulmate's Death allesamt auf Wunden vom Spielen auf der Weide kontrollierte und den gröbsten Dreck aus dem Fell entfernte. Dann kontrollierte ich noch bei jedem Fohlen die Hufe und sah nach, ob sie noch genug Futter hatten, bevor ich in den Stutenstall rüber ging. Eine der Stuten, Epona, kannte ich von einer Stute-des-Monats-Wahl, aber auch von Mistery, die ich zuerst umsorgte, hatte ich zuvor schon gehört. Dann holte ich Veronica, die wie die anderen auch eine Hannoveraner-Stute war, aus der Box, um ihr das falbfarbene Fell zu putzen. Die Stuten kamen nach dem Füttern auf die Weide, weshalb ich mir mit dem Ausmisten der Boxen etwas Zeit lassen konnte. Auch Linara und Muemmi putzte ich gründlich und gab ihnen ihr Futter, bevor ich sie auf die Weide brachte und dann weiter in den Stall der Kaltblutstuten ging, wo mich Augenblick, Ch's De La Luna, Wolkentraum und Golden Gate mit freudigem Wiehern begrüßten. Golden Gates gelblich gescheckte Fell war schon fast sauber, die Stute hatte sich wohl in der Nacht nicht hingelegt. Auch Augenblicks Fell war schnell glänzend geputzt und so brachte ich die beiden auf ihren gemeinsame Weide, bevor ich De La Luna aus ihrer Box holte. Die Stute hatte ich schon zwei Mal trainiert und mich sofort in sie verliebt, weshalb ich mich sehr freute, dass ich mich auch um sie kümmern durfte. Nachdem Luna versorgt war und bei ihrer Herde auf der Weide war, ging ich weiter zu den Kaltblüterhengsten, wo ich mir die Halfter von Sharon IV, Time to Go Darling, A Brave Hearts Freedom und King of Night, die ich, mit einigem Sicherheitsabstand auf dem Hof anband. Bei Sharon und King of Night dauerte das Putzen nur wenige Minuten, während ich bei A Brave Heart's Freedom und Time to go Darling länger als eingeplant brauchte, aber schließlich konnte ich auch sie auf ihren Paddock bringen. Nun standen auf meiner Liste nur noch Staccato und Velvedere, welche ich beide im Privatstall fand. Staccato war ein American Saddlebred mit einer interessanten Schabrackenscheckung, die ich jedoch erst einmal unter den Streustückchen, die er sich ins Fell 'eingearbeitet' hatte, freiputzen musste, bevor er sein Futter bekam und auf den Paddock durfte. Nun wartete nur noch Velvedere, eine junge Holsteiner-Mixstute auf mich. Ihr geschecktes Fell war staubig, aber es dauerte nich lange, bis auch sie ihr Futter bekam und schließlich auf die Weide durfte. Mittlerweile war es schon früher Nachmittag, weshalb ich Joyce aufsuchte um mich zu verabschieden. Sie dankte mir für meine schnelle Hilfe und wir verabschiedeten uns voneinander, bevor ich wieder den Heimweg antrat.
    • Friese
      [​IMG]
      Es war noch dunkel als ich die große Stalltüre aufschob und den Geruch der Pferde tief in meine Nase zog. Doch das war auch nötig. Es standen immerhin 34 Pferde auf meiner Liste, diese waren allesamt nur Stuten. Anfangen wollte ich damit erst mal meine Stuten auf die Weide zu bringen. Ich fing mit Northern Dancer und Hollywood Undead II an. Nachdem die beiden auf der Koppel waren, holte ich Kristy Killings und Elanor. Ich lobte die beiden und ließ sie dann auch laufen. Sie freuten sich natürlich alle über den Auslauf. Ich ging den Weg wieder zum Stall zurück und holte dann Kahlua und Bellami. Die beiden waren erst vor ein paar Tagen aus Kanada wieder gekommen. Ich war sehr froh, dass sie wieder einmal dort ins Training gehen konnten. Ich lobte die beiden als wir an der Weide ankamen und ließ sie dann laufen. Nun fehlten nur noch drei meiner eigenen Pferde. Ich holte Cup Cake und Face Down. Ich ließ die beiden auch laufen und holte zu letzt Spotted Face. Danach ging ich wieder nach drinnen. Nun waren Joyce Stuten an der Reihe. Als erstes holte ich Walking tot he Moonlight und Calacirya. Ich brachte die beiden auf die Koppel und ging dann wieder nach drinnen. Bei ihren Stuten musste ich mich ein bisschen mehr beeilen, da es um einige mehr waren. Roxy und Grey Love durften als nächstes auf die Weide. Besonders mit Roxy musste ich gerade noch kurz kuscheln. Ich ging wieder nach drinnen und holte Hermelin Jaela und Winter Cloud aus der Weide. Ich brachte die beiden nach draußen und ließ auch sie dann in Ruhe mit den anderen laufen und fressen. Es standen immer noch 19 Pferde auf meiner Liste und ich hatte das Gefühl ich war schon ewig beschäftigt. Das konnte aber auch daran liegen, dass die Sonne mittlerweile schon fast ganz aufgegangen war. Ich holte Augenblick und Golden Gate nach draußen. Die Aussicht die Boxen zu misten war auch nicht gerade aufbauend. Ich ging dennoch schnell wieder nach drinnen und holte Ch’s De la Lune und Wolkentraum. Somit waren meine Pferde und ihre Kaltblüter auf der Weide. Ich zog meine Weste aus und legte sie im Stall über einen der Sattelhalter. Durch das viele laufen war mir mittlerweile doch warm geworden. Ich ging zu den nächsten beiden Boxen und holte Alice Cullen und Lotte Buff aus ihren Boxen. Gemeinsam ging ich mit den beiden wieder zur Koppel und lobte sie dann. Ich ließ sie vom Strick und ging wieder nach drinnen. Ich holte Epona und Golden Wonder nach drinnen. Ich klopfte den beiden ihre Hälse und streckte mich danach einmal kurz. 34 Pferde hatten es schon gehörig in sich. Ich ging wieder nach drinnen und holte Millenium GC und Royal Rubina nach draußen. Wieder lobte ich sie und überlegte dann kurz. Nun waren es nur noch neun Pferde. Es ging halbwegs voran. Ich holte Gameover und Shiny Sunlight aus den Boxen und lief dann mit ihnen zur Weide. Als nächstes folgten Muemmi und Irritable. Ich brachte die beiden auf die Weide und ging dann schnell wieder in den Stall. Dort ging es auch sofort weiter mit Pferde holen. Nun waren es nur noch 4. Soweit ich das noch richtig im Kopf hatte. Ich führte Linara und Veronica auf die Weide und schaute dann kurz nach allen. Danach holte die nächten zwei Stuten. Diese waren eine Hannoveranerdame und das weiße EVB. Ich ließ Wild Reflex und Mistery auf der Weide laufen. Mir viel ein, dass ein Pferd noch fehlte. Naja eher gesagt Pony. Aus genau diesem Grund ging ich Klein aber Oho holen. Ich stellte sie auf die Weide und klopfte dann kurz ihren Hals. Danach ging ich wieder in den Stall und machte alle Boxen sauer. Dies dauerte natürlich sehr lange und ich war danach auch echt müde. Ich ging wieder nach draußen und schaute nach den Pferden. Ich ging wieder nach drinnen und streute die Boxen ein. Ich hatte eigentlich schon gar keine Lust, aber wenigstens meine Stuten mussten noch ein bisschen arbeiten. Vor allem Bellami und Kahlua. Ich streckte mich nach dem Misten und Einstreuen. Ich ging in die Sattelkammer und holte dort Bellamis Sattel und ihre Trense. Diese platzierte ich vor ihrer Box. Dann fegte ich die Stallgasse. Ich holte ihren Putzkoffer noch und stellte ihn dann vor die Box. Müde ging ich wieder zur Weide und holte dann meine Stute. Ich band sie vor der Box an und putzte sie dann ausgiebig. Danach platzierte ich das Sattelzeug auf ihr und ging mit ihr nach draußen. Ich stieg auf ihren Rücken und ritt dann los. Nachdem ich sie warmgeritten hatte, ging es auf die Geländestrecke. Dort übten wir die Sprünge für das nächste Turnier mal wieder genauer. Die Stute machte wirklich gut mit. Bald würde sie auch wieder häufiger ins Training gehen dürfen, da ich ja jetzt selber Trainer war. Nach dem Training ritten wir zurück zum Hof und ich sattelte und trenste sie ab. Dann putzte ich sie nochmal und brachte sie wieder auf die Weide. Solange ich noch mit Kahlua trainieren würde dürfte sie noch ein bisschen in Ruhe grasen. In diesem Zuge nahm ich Kahlua gleich mit und klopfte sanft ihren Hals. Ich gähnte einmal müde und putzte dann meine Stute. Danach holte ich ihren Sattel und die Trense. Ich platzierte beides auf ihr und stieg draußen auf seinen Rücken. Ich trieb sie an und klopfte nochmal sanft ihren Hals. Meine Stute trottete brav nach vorne und langsam kamen wir auf unseren Trainingsweg. Die Stute war mittlerweile warm geworden und so trabte und galoppierte ich sie noch ein bisschen. Dann ritt ich auf den Geländeweg und sprang die Sprünge mit ihr. Brav nahm sie jeden Sprung und schnaubte dann danach ab. Ich klopfte ihren Hals und ritt sie auf dem Weg zurück ausgiebig trocken. Im Stall angekommen brachte ich sie in die Box und füllte dann das Heu und Kraftfutter für alle Pferde auf. Nun kam der anstrengende Part. Ich musste alle Pferde wieder reinholen. Nachdem dies endlich erledigt war, kehrte ich nochmal die Stallgasse und kontrollierte dann alles.
    • Sevannie
      [​IMG]
      24.10.2016
      Umzug Teil II
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

      __________
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.

      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]
    • Sevannie
      [​IMG]
      26.04.2017
      Renovierungsarbeiten
      Wir hatten uns mittlerweie alle schon ziemlich gut im neuen Heim zurecht gefunden und jetzt, nach den ersten paar Monaten, wollten wir auch weiter mit den Renovierungsarbeiten machen. Es stand noch auf dem Plan, dass die Weiden hier und da erneut werden müssten, ebenso wollten wir die Zaunlatten alle streichen, damit sie wieder im schönen weiß für den Sommer erstrahlen konnten. Auch wollten wir weiter am Gästestall arbeiten, denn dieser war als einziger Stalltrakt noch nicht fertig gestellt und sollte für die Trainingspferde dienen, der andere Trakt daneben für die Pferde, die tierärztlich versorgt werden mussten. Neben den beiden Projekten wollte ich auch die nächsten Tage den Stall an sich in Angriff nehmen, dort sollte nämlich auch die Wände noch einmal neu gestrichen werden. Es war früh am morgen und Tyler hatte das Frühstück schon vorbereitet als ich in Stoffhotpants und Top in die Küche kam. Die letzten Tage waren morgens immer knackig frisch und mittags war es brechend warm für diese Jahreszeit, wer weiß, was auf uns im Sommer zukommen würde. Ich streckte mich, noch etwas schlaftrunken, ehe ich mir einen Kaffee eingoss und Tyler mit einem 'Guten Morgen' freundlich begrüßte. ,,Guten Morgen, meine Liebe.'',lächelte er süffisant und ich runzelte die Stirn. ,,Was ist denn mit dir los?'' - ,,Nichts, ich habe einfach gute Laune und wir haben viel vor in den nächsten Tagen. Ich hab gedacht während ihr beide und Mercy die Streicharbeiten in die Hand nehmt, fange ich mit Simon und Linus an den Stalltrakt weiter auszubauen.'', stumm nickte ich und schmunzelte. War doch ein guter Plan, so wurden zwei Baustellen in Angriff genommen und es ging sicherlich schnell vorran. ,,Erstmal müssen wir uns um die Pferde kümmern.'',murmelte ich schmunzelnd und setzte mich an den Tisch. Wir begannen z frühstücken und nach und nach trudelten auch die anderen in die Küche ein. Bald saßen wir schon zu sechst am Tisch. ,,Wollen wir zuerst die Weiden machen, oder den Stall?'',fragte Mercy und ich sah Elena an. ,,Den Stall oder? Wenn wir die Pferde gemacht haben können sie noch auf die Weide, wenn die Zäune gestrichen sind erstmal nicht.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Bis heute Abend müssten ja die Wände im Stall trocken sein.'',meinte ich zustimmend und Elena war nun die, die nickte. Wir aßen fertig und räumten alles weg, ehe ich mich ins Bad machte. Die anderen gingen schon einmal hinaus und begannen zu füttern. Ich war auch schnell fertig für den Tag und folgte ihnen. Im Stall angekommen wurde auch ich, als Nachzügler, noch mit einem Brummen und Wiehern von unseren Pferden begrüßt. Ich machte mich zu den Fohlen und gab ihnen ihre morgendliche Portion Futter. Das Heu wurde von Tyler auf den Weiden schon fertig gemacht. Es dauerte nicht lange, da waren die Pferde auch alle fertig mit dem Fressen und wir brachten sie nach und nach auf die Weide. Ich schnappte mir Winter's End und Amaretto. Mercy nahm sich Hannelore und Calacirya. Tyler folgte mit Walking to the Moonlight und Grey Love. Elena und Simon nahmen sich Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud und Ch's De la Luna und zu guter letzt kam Linus noch mit Augenblick und Golden Gate hinter her. Wolkentraum blieb absichtlich drin, da Mercy sie gleich putzen sollte und dann longieren sollte. Sie brachten die Kaltlüterstuten auf deren Weide, während ich die beiden Verkaufspferde auf die ihre brachte. Mercy band Wolkentraum am Putzplatz an und begann diese zu putzen. Wir anderen brachten die restlichen Pferde auf die Weide und begannen mit den Kaltblüterhengsten. Arikado, Hope in Despair, Geoffrey's Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A brave Hearts Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung und Hermann kamen auf ihre großflächige Weide und durften sich dort über den Vormittag austoben. Somit waren die Kaltblüter schon einmal alle draußen und Mercy war schon am Longieren von Wolkentraum. Als nächstes machten wir uns an die Privatpferde des Gestüts, diese sollten nämlich zu den Verkaufspferden auf eine Weide. Staccato, Neskur und Massacre Boy und Calero kamen zu Amaretto und Winter's End. Wild Reflex, Klein aber Oho und Velvedere kamen auf die nebenliegende Weide. Somit waren diese dann auch schon draßen. Als nächstes ging es an die Fohlen, welche ebenfalls eine extra Weide besaßen und auch schon nach Geschlechtern getrennt wurden. Mit Saevita und Soulmate's Death ging ich vorran, folgen taten mir die anderen mit Bajau, Torte, Quintessa, Krisu und Millenium's Pride. Die Hengstfohlen Ramazotti Amaro, Gino, HGT's Be my Sunshine, Rando, Tomenko, Pancake Killer und Karl, folgten auf die andere Weide. Somit blieben noch die Hannoveraner Hengste und Stuten übrig, welche nun noch folgen würden. Wir fingen mit den Stuten Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Sunlight, Gameover, Irritable und Muemmi an, danach kamen noch Linara, Veronica und Mistery. Nun fehlten noch die Hengste die auch schnell draußen waren, Dark sweet Temptation war neu im Bunde, war also noch nicht lange auf der Weide mit dabei, dennoch hatte er sich gut eingelebt. Die anderen Hengste waren quasi schon ''eingesessen''. Also brachten wir Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach's Ostwind, Burnin' Awake and Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral Wings, Schwachkopf, Cinnemont's Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Scottland Yard, Clouds Angel und Café Latte raus. Mercy war gerade mit Wolkentraum fertig, also durfte sie sich nun noch an meinen Liebling Dark sweet Temptation machen und diesen putzen und longieren. Was sie natürlich gerne und mit einem dicken Grinsen machte, denn sie fand den Palominohengst auch so klasse wie ich. Mercy zog wieder von dannen und die Jungs machten sich nun an den Gasteställ dran. ,,Dann wollen wir mal anfangen zu misten und dann zu streichen.'',belächelte ich Elena und sie nickte schmunzelnd. ,,Die Drecksarbeit dürfen wir mal wieder machen.'',lachte sie und ich stimmte mit ein. Kurz darauf fanden wir uns in den Boxen wieder und lasen die Äpfel und das vollgepinkelte Stroh aus. Die Boxen waren schnell gemistet, da es nie sonderlich viel zu misten gab. Als wir mit dem Misten auch fertig waren, begannen wir auch schon mit den ersten Wänden. Diese wurden vorerst abgewaschen, damit wir nicht den ganzen Dreck einfach nur anstrichen. Elena blickte mir einen verdutzten Gesicht auf ihre Uhr und sah mich an. ,,Wir sollten mit dem Kochen beginnen.'',murmelte sie, ich blickte auf meine Uhr und nickte. ,,Fang du schon an, ich werde den Rest fertig machen, dann können die Wände so lange trocknen.'',erklärte ich und sie stimmte mir zu, ehe sie dann auch schon in das Haus lief.

      ____________________________________
      Das Essen war wunderbar und nun waren wir alle gestärkt um unsere arbeiten weiter auszuführen. Mercy war nun erst einmal fertig mit den Pferden und half uns nun beim Streichen der Boxenwände. Die hintere Steinwand strichen wir nämlich wieder schön weiß, ebenso sollten die eisernen Pfosten zwischen jeder Box noch gestrichen werden, sowie die Gitterstäbe. Damit das Gestüt auch im neuen Glanz erstrahlen konnte.



      [Fortsetzung folgt]
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    ~ Gnadenweide ~
    Hochgeladen von:
    Sevannie
    Datum:
    3 Jan. 2015
    Klicks:
    852
    Kommentare:
    11
  • Golden Gate
    ♣--------------------------------------♣

    Abstammung
    Unbekannt x Unbekannt
    Ubk. x Ubk. Ubk. x Ubk.

    ♣--------------------------------------♣

    Exterieur
    Rasse Tinker
    Geschlecht Stute
    Alter 6 Jahre [10.10.2009]
    Stockmaß 1.61 m
    Fellfarbe Falbschecke
    Abzeichen Blesse, alle Abzeichen aufgrund der Scheckung!

    ♣--------------------------------------♣

    Interieur & Beschreibung
    Freundlich | Kinderlieb | Treu | Verlässlich

    Golden Gate oder auch gerne Goldi genannt hat ein rießengroßes Herz und man könnte meinen jeder fände seinen Platz dort drin. Sie ist ein Anfängerpferd, denn sie kann auch mit Kindern gut umgehen. Sie ist eine aufmerksame und treue Stute mit welcher man durch dick und dünn gehen kann. Sie ist ein Verlasspferd. Eben eine richtig freundliche und super süße Stute.

    ♣--------------------------------------♣

    Gesundheit & Wohlbefinden
    Gechippt [x]
    Letzte Impfung /
    Letzte Wurmkur /

    Beschlagen [Ja]
    Letztes mal Ausgeschnitten ??.??.????
    Letztes mal Geprüft ??.??.????
    Mängel/Welche? -//-

    ♣--------------------------------------♣

    Besitzerdaten
    Besitzer Sevannie
    VKR Gaitano
    Verkaufspreis Nicht zu verkaufen

    ♣--------------------------------------♣

    Qualifikationen
    Dressur L
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Rennen E
    Western E
    Fahren E
    Wendigkeit E

    ♣--------------------------------------♣

    Ausbildungsstand & Zuchtdaten
    Eingeritten [x]
    Eingefahren [x]
    Potential Dressur, Fahren, Wendigkeit

    Gekört/Gekrönt [ ]
    Eingetragene Zucht /
    Gencode Ee Aa Dd +Sb

    ♣--------------------------------------♣

    Zu den Schleifen
    Zu dem Zubehör