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Cooper

| Glamour of Death ♀ | EVB | ♛ |

Springen, *Rennen -> Sprinter/ Sprinter

| Glamour of Death ♀ | EVB | ♛ |
Cooper, 13 Okt. 2018
Flair, Bracelet, Nuray und 7 anderen gefällt das.
    • Cooper
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      Alle Pflegeberichte bis Oktober 2018
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      Das erste Fohlen

      05.03.2016
      Es ist gerade einmal zwei Wochen her, das ich mit zwei meiner Pferde in Kanada war. Zwei Wochen und es wahr keine leichte Zeit dort. Immer wieder nahm ich Kontakt zu meinen Eltern in England auf um zu hören wie es Slap Happy ging. Die hoch tragende Vollblutstute machte sich prächtig. Erst als ich heim kam fing sie an schwierig zu werden. Sie war unerfahren, launisch. Schon zwei Tage vor dem eigentlichen Abfohlen verbrachte ich die meiste Zeit an ihrer extra großen Abfohlbox. Immer wieder dachte ich es sei gleich so weit. Miss Chattahoochee stand mir dabei zur Seite und mit ihrer Hilfe brachte Slap Happy nach zwei unendlich langen Tagen ohne Schlaf ein im ersten Augenblick sehr zerbrechlich wirkendes Rappfohlen zur Welt. Es war eine Stute, fast gänzlich schwarz und zierlich gebaut. Nach ein paar unbeholfenen Aufstehversuchen stand sie auf ihren unendlich langen Stelzen und suchte instinktiv den Weg zur Milch. „Na das sieht doch großartig aus.“ sagte ich mehr als stolz. Es dauerte fast zwei Stunden, bis ich mich abwenden konnte und der Schlaf mich nun doch übermannte.
      Cooper Chattahoochee begleitete uns durch die erste Zeit und führte alle wichtigen Fohlenuntersuchungen und -impfungen selbst durch. Es stand schon während Slap Happys Tragezeit fest, dass sie allergrößtes Interesse an diesem Fohlen hätte. Immerhin ist es der erste Nachkomme ihres ehemaligen Hengstes CHH' Lamperd, der nun in meinem Besitz war. Dass es dann auch noch eine lackschwarze Stute war, war es komplett um sie geschehen. Ich muss gestehen, dass auch ich überwältigt war von der Eleganz die dieses junge Pferd mit sich brachte und es war faszinierend die Entwicklung beobachten zu können. Es war immer wieder etwas ganz Besonderes. Man kann sich einfach nicht satt sehen an überheblichen Luftsprüngen, abgedrehten Spurts und liebevollen Schmuseeinheiten zwischen Fohlen und Stute. Ein halbes Jahr lang konnten die beiden ihre Zweisamkeit genießen, bis die kleine Stute, die wir Glamour of Death tauften, absetzten.
      Es war herzzerreißend wie die beiden nacheinander riefen und ich war mir sicher man würde uns der Tierquälerei beschulden, hätten wir direkte Nachbarn. Eine Woche dauerte es bis beide sich beruhigten und unabhängig voneinander wurden. Erst jetzt rief ich Miss Chattahoochee wieder nach England für den letzten Aufenthalt auf dem Bear Brook EC. Dieses mal nahm sie Glamour mit zu sich nach Hause. „Auf eine vielversprechende, erfolgreiche und lehrreiche Zukunft!“ verabschiedete ich mich und fuhr ein letztes mal durch die seidige, schwarze Mähne des sichtlich gewachsenen Fohlens. Zusammen mit einem hochwertigen Lederhalfter, einem dazu passenden Strick, den Papieren und ein paar Fotos, die wir in der letzten Zeit aufgenommen hatten, verließen Cooper und Glamour den Hof. „Eigentlich hätte ich Cooper ja aus Kanada direkt mitnehmen können nach England.“ dachte ich im Nachhinein.
      by sadasha


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      21.03.16
      Glamour of Death | Fohlenstall
      Es vergingen einige Tage bevor ich mich dem neuen Fohlen, vollkommen, widmen konnte. Dennoch kreisen meine Gedanken nur um das kleine Rappfohlen. Was sie denn an Futter brauchte, was für Streu ich für sie am besten benutze, ob es gut ist, wenn ich mit ihr schon ein bissche Training mache oder nicht?. Ich schüttelte meine Kopf. "Was ist los?" fragte Simon. Unser Schreibtisch sah alles andere als aufgeräumt aus, da ich Trainingsbücher, Punktebücher und Pflegevermerke, vollkommen ausgepackt hatte, um die nächsten Wochen zu planen. "Ich habe doch den Großteil schon gemacht, ich weiß gar nichts wieso du wieder alles umwirfst. Du machst dir immer viel zu viel Stress". Sein Ton gefiel mir nicht, er klang grimmig und ein bisschen gekränkt. Dennoch hatte es dieses einzigartige Kratzen, was ich super gerne hörte, egal in welcher Situation. "Es tut mir leid. Ich wollte...eben nur nochmal Sicher gehen". Er lächelte. "Mittlerweile kann ich das, meine Meinung nach auch sehr gut". Und lächelte erneut, nur dieses Mal mit einem selbstgefälligen Grinsen. Ich schmiss ihm, aus Spaß, das an den Kopf, was grade in der Nähe lag. Es stellte sich als Radiergummi heraus. "Hey, damit kann man einen auch verletzten. Und jetzt komm, wir heißen Dee mal auf Chattahoochee Hills willkommen". Er stand auf, nahm mich an die Hand und führte mich in den den Fohlenstall.
      Neugierig streckte das kleine Fohlen mit die Nase entgegen, welche ich sanft streichelte. "Sie ist ja....wirklich....verdammt Schwarz.". "Allerdings". Simon begrüßte das Rappfohlen ebenfalls, kümmerte sich dann aber um die anderen Fohlen, Pantoffelchen, Laarnié und Talia. Ich beschloss die Stute aus der Box zu nehmen und in der Stallgasse zu putzen, damit sie sich ein wenig an die Umgebung gewöhnen konnte. Etwas ängstlich traten ihre Beine aus der Box hervor und folgten mir in Nachhinein überall dahin, wo ich hin ging. Wir lachten. "Das ist echt unglaublich, das hab ich noch nie gesehen" sagte Simon. "Naja, schon. Aber bei ihr dachte ich, das sie eher etwas distanzierter ist.". Das war sie auch, nur gegenüber Simon und mir nicht.

      In den darauf folgenden Tagen konnten wir schon viel mit ihr arbeiten und bemerkten, dass sie neben ihrer anhänglichen Art uns gegenüber, zudem über herausragende schnelle Lernprozesse verfügt.

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      5th June 16
      Glamour of Death | Nour | Light up Hell | Aywy | Pantoffelchen | Taliah Cableah | Laarnie
      Chattahochee Hills hatte seit einigen Monaten erhebliche finanzielle Verluste einstecken müssen und musste somit an jeder Ecke sparen, dadurch ist der alltägliche Standard den wir für die Pferde hatten entwickeln lassen, gesunken. Und auch das tägliche Leben von mir uns Simon wurde etwas schwieriger. Dennoch stand ich an diesem Morgen mit erhobenen Kopf auf. Simon hörte mich seufzen. "Wir schaffen das schon" sagte er und zog mich zu Ihm in den Arm. Er gab mir einen Kuss auf die Stirn und für einen Moment hatte ich die ganze hoffnunglosigkeit, die uns die ganzen Wochen begleitet hatte, vergessen.
      Heute kümmerte ich mich und unseren Nachwuchs. Die meisten waren schon in das Teenageralter gekommen, unser kleinste war also nurnoch Dee.
      Die Boxen waren von unserem treusten Mitarbeiter schon ausgemistet und frisch gemacht worden. Er erhielt nur noch an die Hälfte des Gehalts, blieb aber bei uns, er gehörte schon fast zur Familie und bezog schon seitdem es den Hof gab in eines der Gästezimmer und fühlte sich auch wohl dort. "Hey. Wie geht's dir denn heute?" frug er. Ich zuckte mit den Schultern. Er nahm mich in den Arm. "Wir schaffen das schon, verstanden?. Sekuoia hat die Körung geschafft, somit können wir eine Leihmutterschaft geben oder selbst Decken und das Fohlen verkaufen. Außerdem laufen in Moment die Rennpferde wieder gut auf der Rennbahn. Es gibt im jeden Rennstall mal schwierige Zeiten." Er ließ von mir los und schüttelte mich. "Lass es los, los!". Ich lachte. "NA! Siehst du! Klappt doch". "Danke Ben" sagte ich und er ging zu Simon ins Haus um einiges an Papierkram zu erledigen. Ben war nicht nur unser langjähriger Mitarbeiter sondern auch Simons bester Freund. Ich widmete mich nun den Fohlen. Ich putze alle sieben, verschaffte Ihnen Auslauf sowie das nötige Training und stellte sie dann auf die Weide.

      Kurzer Besuch bei Coopers Pferden | by Veija
      Heute hatte ich mir zur Aufgabe gemacht, einmal bei Coopers Pferden vorbei zu schauen. Ich hatte ihr versprochen, dass ich mich um die Tiere kümmern würde, während sie keine Zeit hatte, also tat ich das dann auch.
      Bei den Jungpferden waren es Sorayia, Cyoue, CHH' Elhae, Glamour of Death, Nour, Light up Hell, Aywy, Pantoffelchen, Taliah Cableah und Laarnié, die meiner Aufmerksamkeit bedurften. Ich schaute sie mir alle genau an, kontrollierte ihre Beine auf Verletzungen und ließ sie dann auf der Koppel in Ruhe. Als nächstes folgten jetzt die Stuten von Chattahoochee Hills. Cryfirra, Sajé, Deadly Ambition, Smelyalata, PFS' Phaela, Tabita, Felicita II und Sekuoia brachte ich alle zu erst auf die Koppel, ehe ich die Boxen ausmistete und nach dem Futter schaute. Als ich damit fertig war, folgten die Hengste. So brachte ich Aikon Aszu, Eskador, CHH' Guinness, London Grammar, Losco, Seattle Slew und Odyn ebenfalls auf die Koppel. Danach mistete ich die Boxen und kümmerte mich, genau wie bei den Stuten, um das Futter. Das waren jedoch noch nicht alle Pferde, ein paar fehlten noch. Aldaire, Siropòn, Quiet Giant, Vintage und Moment of Truth brachte ich zuletzt auf die Koppel, bevor ich auch ihre Boxen mistete und nach dem Futter schaute. Dann machte ich mich wieder auf den Heimweg, bis zu einem nächsten Besuch.

      Chattahoochee Hill's
      Jährlinge und Fohlen
      Sorayia, Cyoue, CHH' Elhae, Glamour of Death, Nour, Light up Hell, Aywy, Pantoffelchen, Taliah Cableah, Laarnié

      Eigentlich war auf dem Bear Brook EC genug zu tun. Zeit für einen Abstecher über den großen Teich war im Grunde nicht. Dennoch kam ich nicht umher doch für ein paar Tage zu verreisen um wenigstens dafür zu sorgen, dass alle Pferde von Cooper versorgt waren. Das Nötigste eingepackt machte ich mich auf die Reise und sah angekommen zuerst nach den Jüngsten. Sorayia, Cyoue, CHH' Elhae, Glamour of Death, Nour, Light up Hell, Aywy, Pantoffelchen, Taliah Cableah und Laarnié standen gemeinsam auf einer Koppel. Sofort ins Auge fiel mir natürlich meine Glamour of Death, mein erstes gezüchtetes Vollblutfohlen. Sie war nach wie vor lackschwarz und hatte sich prächtig entwickelt. Leider konnte ich nicht noch länger bei den Kleinen bleiben. Mein Weg führte mich sofort ins Büro um zu sehen ob die Pferde hier in nächster Zeit alles hatten, was sie brauchten. Cooper war leidr verhindert und hier vor Ort konnte ich mir einfacher ein Bild der Lage machen. Schnell sah ich, dass sich bereits um alles gekümmert wurde. Trotzdem blieb ich noch um auch den Rest des Pferdebestandes einmal persönlich zu prüfen.
      by sadasha

      Chattahoochee Hill‘s Stables
      03.April 2017 | 6459 Zeichen von sadasha
      Pflegebericht für alle Pferde

      Nein, es sieht im Moment noch immer unverändert stressig aus. Es wäre super, wenn du nochmal aushelfen könntest! Du bist der Beste! – Cooper
      Genau diese Antwort hatte ich bereits erwartet. Da für den eigenen Hof endlich eine Aushilfe (die sich gut einfügte und für nichts zu schade war) gefunden wurde, konnte ich mich ohne schlechtes Gewissen auf den Weg machen. Eine Aushilfe, damit man selber aushelfen konnte. Die Ironie wurde mir erst so richtig bewusst, als Isaac mich mit der Nase drauf stieß. Würde ich nicht nach Amerika fliegen und die Pferde von Cooper versorgen, wer tat es dann? Meine Vernunft sagte mir zwar, dass Cooper da schon jemanden finden würde, mein Gewissen redete mir ein, dass ich unabdingbar war um die Situation zu retten. Also packte ich meine Tasche. Eine Woche wollte ich in Amerika bleiben.

      Der Flug nach Georgia war unruhig und an Schlaf war die meiste Zeit nicht zu denken. Entsprechend fertig sah ich aus, als ich endlich auf dem Gestüt ankam. „Ach Hunter!“ seufzte Cooper und umarmte mich herzlich. „Du brauchst Kaffee, oder?“ mitleidig musterte sie mich.

      Cooper gab mir gut drei Stunden Zeit mich zu sortierten, ehe sie mir zeigte, dass sich auf dem Gelände nichts Gravierendes verändert hatte. Sogar die Pferde belegten noch die gleichen Boxen, wenn ich mich recht erinnerte. Dieser Umstand machte es mir leichter mich wieder einzufinden. Für heute jedoch war nicht mehr viel mit mir anzufangen. Das Jetlag hing mir nach und zog mich wie ein schwerer Sack Kartoffeln nach unten. Im Vorbeigehen erhaschte ich aber schon einen Blick auf die Youngsterkoppel und erkannte sofort Glamour of Death wieder. Das erste von mir gezogene Fohlen. Wie immer war ich stolz zu sehen wie gut sich mein Nachwuchs entwickelt hatte. Den Abend verbrachten wir damit die Woche zu planen. Wir waren zu zweit, also konnten wir uns aufteilen. Cooper würde sich jeden Tag um die Fohlen und Jährlinge kümmern, während ich die ausgewachsenen Pferde so gut es mir möglich war bewegte und bestenfalls etwas förderte.

      Nach einer durchgezechten Nacht wachte ich immer noch totmüde auf. Es hatte die Nacht lang heftig Gewittert und draußen war es nass, aber immerhin warm. Als ich das Haus verließ kam mir Cooper mit Sorayia undCyoue entgegen. Sie waren auf dem Weg zur Weide. Wir brauchten nicht viele Worte um abzuklären, dass sie mit den Jungpferden weiter machen würde, während ich schon anfing die Boxen zu misten. Das Misten war mühselig, weckte meine müden Knochen. CHH‘ Elhae beobachtete mich neugierig von der Box gegenüber. Neben ihr drehte Nour schon Kreise, weil er endlich raus wollte. Doch Cooper holte vorher Light up Hellund Aywy ab. Mit dem Misten kam ich gar nicht hinterher so schnell fertigte sie ihre Jungpferde ab. Auch Taliah Cableah und Laarnié waren jetzt schon auf der Weide. Am Ende fehlte nur noch Pantoffelchen, die sogar fast vergessen wurde. „Man, immer wieder das Gleiche!“ beschwerte sich Cooper und beeilte sich etwas um vor 9am noch die Verkaufspferde rausbringen zu können. Mich hatte sie noch gut zwei Stunden beschäftigt bis ich mit dem Misten der Fohlen- und Verkaufspferdeboxen durch war.
      Die einzigen Pferde draußen, die wohl älter als ein Jahr waren, waren Morgaine, Sence of Humor und Neela. Die drei Pferde standen zum Verkauf und standen zusammen mit einem Knabstrupper Stutfohlen sowie einem Paint Horse Jährling auf der Weide direkt am Eingang des Gestüts. Schließlich sollte jeder, der her kam ein Auge auf diese Pferde werfen und vielleicht Gefallen an einem oder zwei finden. Für einen kurzen Moment blieb ich am Zaun stehen und sah den Pferden beim Herumtollen zu. Die nassen Wiesen boten viel Spaß und während ich mir die nach wenigen Minuten bis zum Scheitelverdreckten Tiere ansah überlegte ich mir die restlichen Pferde heute erst zu reiten und sie danach ins Paradies zu entlassen. Cooper hatte wohl den gleichen Gedanken, denn als ich mich wieder dem Stallzuwandte, sah ich wie sie zusammen mit der gesattelten Cryfirra in Richtung Reithalle verschwand. Im Stall hatte ich nun die Qual der Wahl. Ich entschied mich aber einfach der Reihe zu folgen und zuerst Sajé zu reiten. Mittlerweile war es nach 10am. In der Halle plauderte ich ein wenig mit Cooper, die mir erklärte, dass sie gleich bei den Jungpferden weiter machen würde. Den Ritt brauchte sie als kleinen Motivationskick. Eine Stunde später hatte ich Sajé am langen Zügel und ließ sie noch ein paar Runden abkühlen, bevor sie direkt von der Halle auf die Weide kam. Übrig blieb nur ihr Reitzubehör, dass ich zurück in die Sattelkammer brachte. Auf keinen Fall würde ich heute alle Pferde reiten. Das war leider nicht drin. Daher brachte ich eine Hand voll Stuten schon auf die Weide. Deadly Ambition, Smelyalata, PFS‘ Phaeleh, Tabita und Felicita II wirkten soweit ganz zufrieden mit dieser Entscheidung. Sekuoia hingegen fand es nicht so prickelnd jetzt alleine auf der Stallgasse zu stehen und von mir geputzt und gesattelt zu werden. Die Zuchtstute schrie förmlich nach Bewegung und die Stunde in der Halle mit ihr bereitete mich nur schon darauf vor, was mich Nachmittags bei den Hengsten erwarten würde. Als ich die Reithalle verließ sah ich, dass Cooper Aikon Aszu und Eskador schon raus gelassen hatte. Auf dem Weg zur Sattelkammer kam sie mir entgegen. „Ich helfe doch noch kurz bei den Hengsten. Ich nehm CHH‘ Guinness und du London Grammar und danach nur noch die letzten beiden.“ Gesagt getan. Die Hengste waren anspruchsvoller und so beschäftigen wir uns jeweils zwei Stunden mit ihnen, ehe sie in ihre Offenställe entlassen wurden. Auch Losco und Odyn platzten fast vor überschüssiger Energie.

      Am Abend waren wir beide froh, dass alle Pferde soweit versorgt waren. Auch die nächsten Tage wurden nicht ruhiger und wir lernten uns die Zeit noch besser einzuteilen. Wir bauten hier und da kleine Verschnaufpausen ein und schafften es ein gutes Gleichgewicht zu finden, sodass jedes Pferd mindestens alle zwei Tage bewegt wurde. Vor allem die Jungpferde mussten täglich trainiert werden, damit sie nicht auf dumme Gedanken kamen. Nach der Woche war ich froh wieder nach Hause zu fliegen, wo der Alltag etwas ruhiger verlief. Cooper hatte nun wieder die Unterstützung ihres Personals und würde ebenfalls zurechtkommen. Vermutlich würde es nächstes Jahr wieder um exakt die gleiche Zeit eng werden. Sie wusste, dass sie sich auf mich verlassen könnte. Auch dann würde ich wieder zur Stelle sein und ihr über die harte Zeit helfen.
      by sadasha


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      Privat | Prävention (CheckUp) im Fohlenstall | 04.05.2017
      Es waren sonnige neun Grad in Québec, was mir immer noch nicht genügte, ich konnte es nicht abwarten bis es wieder wärmer wurde. "Zumindest regnet es nicht" sagte Simon und stolzierte mir hinterher. "Alle, heute...?" fragte er, diese Frage bejahte ich und hängte dran, das wir sogar noch Smelyalata untersuchen mussten, da diese bald auf einer Körung lief, die ihr sicherlich Ihre Prämierung einbringen würde. Zuerst kümmerte ich mich um die fast zwei Jahre alte Sorayia. Sorayia war ein Marwarifohlen und ist sehr robust und hat eine leichte Handhabung. Als wir sie aus der Box holten und in der großen Stallgasse anbanden, stand sie, im Gegensatz zu in der Box, sehr gelassen da. "Als hätte die Platzangst!". Ich schaute Simon verwirrt an. "Die Box ist schon für ein ausgewachsenes Pferd groß, wie in aller Welt soll die Platzangst haben". "Naja. Es gibt da immer noch Wände, die sie daran hindert, sich frei zu Bewegen, vor allem kann sie durch die nicht hindurch schauen". Simon hatte recht, warum bin ich nicht auf so eine Idee gekommen. Sorayia war in der Box wirklich sehr nervös. "Dann lass uns die Box umbauen, ich mach da Stäbe dran, anstatt das da dann nur eine Holzwand ist" sagte Simon. "Ok. Und wenn das Wetter ok ist, kann sie ja auf der Weide bleiben" erwiderte ich und gingen dem Prinzip in den anschließenden Wochen mit Erfolg nach. Jetzt kümmerte ich mich um die Untersuchung, das Entwurmen sowie um die Impfung. Ich schrieb Simon alles was ich an Immunisierungen brauchte auf einen Zettel und er Sorgte dafür, was alles etwas Zeit effizienter gestaltete. 8x Grundimmunisierung, 9x Wurmkur, 2x Fohlenlähme Für Elhae und Dee stand darauf. Simon würde wohl eine Weile brauchen und ich fing derzeit mit der Untersuchung von Sorayia an. Zuerst begutachtete ich ihre Ohren, Nüstern, Augen un testete ihre Reflexe, zudem noch Zähne, Haut, Fell und Hufen. Sie ließ alles mit sich machen, auch abtasten, zur Untersuchung auf Verletzungen, lief ohne Probleme. Ich dokumentierte alles und führte die Untersuchung mit der Untersuchung der Vitalzeichen weiter. Puls, Atmung, Temperatur und Herzfrequenz waren unauffällig. "Na dann, sehr gut" lächelte ich. Nachdem ich schon mit Nour weiter machte und ebenfalls den ersten Teil der Untersuchung vollbracht hatte, erschien Simon mit den Immunisierungen. "Es tut mir Leid, es kam so viel dazwischen" erklärte er sich und ich machte ihm deutlich das wir unter keinerlei Zeitdruck oder sonstiges standen, wobei er sich dann wieder beruhigte. Wenn Simon ein Makel hatte, dann war es dass, das er viel zu hektisch wird, schnell hochfährt und sich selbst unter Zeitdruck setzt, was wirklich nicht gut war. Während ich Nour zu ende behandelte und auch Light Up Hell, Laarnié, Dee, Cyoue, Elhae und Aywy untersuchte, sprach ich mit ihm darüber. Wirklich für voll nehmen wollte er mich nicht, bis ich ihm klar und deutlich sagte das es für die außenstehenden Menschen sehr anstrengend ist und für ihn körperliche negative Konsequenzen, wie Bluthochdruck, entstehen. Erst dann zeigte er sich was einsichtig und beschloss das er darauf achten wird. Die kurze Spannung zwischen uns war schon nach einigen Minuten verflogen und als nächstes standen Immunisierungen an. Wenn eins schlimm ist, dann ist es Englische Vollblüter zu spritzen, wenn es dann noch Fohlen sind, sollte man sich gut darauf einstellen. Glücklicherweise verlief jede Immunisierung bei jedem Fohlen ganz gut. Der schwierigste war El. Dieser quietschte drauf los wie ein irrer und es war fast unmöglich ihn still zu halten, dies schafften wir auch, mit einer großen Unterbrechung um ehrlich zu sein, und weitere Unterstützung von zwei Stallmitarbeitern. Letztendlich schlossen wir den medizinischen Rundgang bei den Fohlen mit der Wurmkur und Belohnungen ab.

      ...bei Smelyalata
      Es war schon einige Zeit vergangen und wir liefen zu Smelyalata rüber. "Hallo Yalata" sagte ich sanft und streichelte ihre Nüstern. Ich war mir sicher das sie auf dieser Körung Ihre verdiente Prämierung erlangen würde. Die vier Jahre alte Stute war eine wunderhübsches Englisches Vollblut. Vor allem konnte man bei ihr bestaunen, das sie nicht in ihrer Rassenspezifischen Disziplin gut machte, sonder eher in der entgegengesetzten, Westernreiten. Das machte sie irgendwie, besonders. Smelyalata und ich hatten eine sehr gute Beziehung zueinander, sie kam damals als Fohlen schon zu mir auf Chattahoochee Hills, damals noch Sennevills Stables. Sie brachte mir viel ärger ein, wie ein kaputter Zaun und blaue Flecken, wenn sie mich wiedereinmal wieder gezwickt hatte. Heute ist Yalata aber eine sehr liebe Stute, sie kann zwar schnell ihrer Fassung verlieren, gewinnt diese aber äußert schnell wieder zurück und kann sich zusammenreißen. Die Untersuchung, verlief dementsprechend unproblematisch. Zuerst begutachtete ich Ohren, Nüstern, Augen mit Pupillenreflex, Haut und Hufen. Weiter tastete ich ihren gesamten Körper ab um Verletzungen und Parasiten auszuschließen und dokumentierte dies. Dann folgte das abhören von Herz und Lunge sowie Kontrolle der Vitalzeichen wie Temperatur, Puls und Atmung. Zudem tastete ich noch ihren Rücken ab um Verspannungen un weiteres auszuschließen. Ohne jeglichen Protest ließ die Palominostute auch die Immunisierungen sowie Wurmkur über sich ergehen. "Brav bist du". Nachdem ich die Beugprobe durchführte und ihre Bewegungen im Trab beobachtete gab ich ihr zur Belohnung einen Apfel und stellte sie auf die Weide. Ich hatte auch von der Stute Blut genommen, nur um hundert Prozent sicher zu sein das es ihr vor dem großen Tag gut ging.

      Chattahooche Hill's Stables
      06. Oktober 2017 | 1512 Zeichen von sadasha
      Chattahooche Hills. Wiedermal. Ich musste mich beeilen nicht zu spät zu kommen, denn die Pferde von Cooper waren seit ein paar Tagen ohne Aufsicht. Als ich auf dem Hof ankam wirkte jedoch alles ruhig. Zuerst ging ich zu den Jährlingen und Fohlen. Aywy, CHH’ Elhae, Cyoue und Glamour of Death kamen mir gleich freudig entgegen getrabt, als ich an der Weide vorbeilief. Auch Laarnié, Light up Hell, Nour und Sorayia wirkten sehr fit auf mich. Doch das Futter war leer und so ging ich gleich durch zum Stall, wo Cryfirra und Deadly Ambition gierig aus ihren Boxen schauten. Vermutlich waren auch hier die Futterkrüge leer. Nachdem die Jungpferde versorgt waren ging ich also bei den Stuten die Boxen ab. Am Ende hatten auch Felicita II, PFS’ Phaeleh, Sajé, Sekuoia, Smelyalata und Tabita neues Futter. Nun waren noch die Hengste übrig. Ian, Losco, Aikon Aszu, CHH’ Guinness, Eskador, London Grammar und Odyn hatten nicht nur Hunger, sie waren außerdem maßlos unruhig. Auch die Showpferde Aldaire, Moment Of Truth, Quiet Giant und Siropòn liefen in ihren Boxen einen Hufschlag ins Stroh. Doch viel Zeit hatte ich dieses mal nicht. Auch die Verkaufspferde brauchten neues Futter und das war erstmal wichtiger als Bewegung. CHH’ Emanaé, Morgaine, Taliah Cableah und Vintage waren die letzten, die ich heute fütterte.
      Nachdem alle Pferde versorgt waren beeilte ich mich Cooper eine Nachricht zu hinterlassen. Ihre Mitarbeiter würden sich ab morgen wieder kümmern, sodass alle Pferde weiter bewegt und gefördert würden.


      Chattahooche Hill's Stables
      Zu Besuch bei Cooper - 26. April - 2141 Zeichen | by Quinzel
      An diesem sonnigen Donnerstag im Spätapril, beschloss ich Coopers Vierbeiner auf dem CHH' Gestüt zu besuchen. Sie hatte aktuell nicht so viel Zeit, deswegen dachte ich mir, ein kurzer Besuch um ihr unter die Arme zu greifen, würde sie bestimmt freuen. Ich spazierte als erstes auf dem großen Gelände herum und kontrollierte Zäune und Zauntore. Alles stand wie es sollte - Coopers Abwesenheit war kaum zu bemerken. Zuerst kümmerte ich mich um alle Jungpferde, also Aywy, CHH' Elhae, Light up Hell, Cyoue, Laarnié, Glamour of Death, Nour und Sorayia. Anschließend kümmerte ich mich um die Stuten. Ich mistete die Boxen vonIan und Losco, als ich danach in den Ställen den Gang entlang lief, stellte ich fest, dass Aikon Aszu, London Grammar und Eskador's Futter sich dem Ende neigte. Nachdem alle gefüttert wurden, führte ich CHH' Guinness und Odyn zu den Jungpferden auf die Weide. Auf der Hengstweide galoppierten Cryfirra, Deadly Ambition und Felicita II entspannt umher. Sekuoia stand etwas abseits und graste ruhig vor sich hin. Gegen Vormittag kümmerte ich mich noch um die Boxen von Sajé und PFS' Phaeleh. Als Weidenwechsel anstand, führte ich auch noch Smelyalata, Aldaire, Moment Of Truth und Tabita auf die Weide. Anschließend füllte ich das Futter von Siropòn und Quiet Giant auf. Bei Coopers Verkaufspferden kontrollierte ich nur die Boxentüren und ob noch genug Futter da war. Vintage begrüßte mich freundlich mit einem wiehern und auch Morgaine schaute mich mit großen Augen an. Die Boxentür von Taliah Cableah war nicht gut verschloßen, also half ich nach. CHH' Emanaé ist so zuckersüß, am liebsten hätte ich den Kleinen mitgenommen, leider ging das nicht. Am Ende des Tages waren alle versorgt. Langsam brauch auch schon die Dunkelheit an, also beschloss ich mich auf den Heimweg zu machen. In den nächsten Tagen war Coopers Team wieder da und würde sich um ihre Pferde kümmern. Bevor ich ins Auto stieg, musterte ich den gesamten Hof noch einmal um mir zu versichern, dass ich nichts vergessen hatte. Auf dem Telefon teile ich Cooper mit, dass ich mich um alles gekümmert habe, ehe ich mit dem Auto davon fuhr.


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      29th May 18
      Aywy | CHH' Elhae | Cyoue | Glamour of Death | Sorayia | Nour | Light up Hell
      Seit einigen Tagen sind Simon und ich wieder fest in Kanada auf Chattahoochee Hill's. Als mich ein Stallmitarbeiter fragte ob ich mich wieder eingelebt hätte, fühle ich mich so, als hätte ich alle verraten und verlassen. Ich schnautze ihn nicht an, sagte nur das ich mich nirgendwo mehr Zuhause fühle wie hier. Es ist auch unser Zuhause, dachte ich mir. Aufgrund das ich allgemein nie einen festen Sitz hatte und immer wo anders wohnte, kannte ich dieses Gefühl von einem festen Sitz nicht so wirklich, ich kann mich überall wohl fühlen. Voraussetzung hierfür sind aber die wichtigsten Personen in meinem Leben sowie die wichtigsten Tiere, und die sind hier. Es war sicherlich keine Absicht, jedoch schwirrte mir der Satz den ganzen Tag im Kopf herum.

      Nachdem ich mich um die Verkaufspferde kümmerte, wollte ich sofort zu den Fohlen. Zwei fehlten jedoch, Nour und Light up Hell standen nun auf der Hengstweide. Da ich aber noch gewohnt bin Sie als Fohlen zu betrachten, statte ich den zweien einen Besuch ab und schaute nach ob sie gut von den anderen Hengsten angenommen wurden und sich in den neuen Stallungen wohl fühlten.
      Auch Aywy, Sorayia und Cyoue wurden langsam sehr groß. Aywy ist sehr zutraulich und offen geworden, sogar frech. Als ich nach dem streicheln ihre Box verließ, tritt sie immer wieder gegen die Boxentüre. Elhae ist im Verhältnis zu anderen Vollblutfohlen in ihrem Alter noch relativ klein und Kompakt. Das ist jedoch ein Grund zur Sorge und kann sogar für die Teilnahme an Rennen, später vom Vorteil sein. Sie sucht sehr ebenfalls sehr viel nähe und kann mit ihrem schnellen lernen beeindrucken. Cyoue hat sich nicht verändert, sehr neugierig und stürmisch, und bereit endlich neues zu lernen. sie besitzt unglaubliche Ausdauer, somit steht schon fest das sie vor allem in Distanzrennen ihr Potential ausschöpfen kann. Wie ich schon gehört habe ist Glamour eine wahre Zicke. Das durfte ich schnell erfahren als Sie es gar nicht toll fand als ich in ihre Box eintrat. Sie posierte herum und versuchte mich zu schnappen.
      Sorayia erscheint sehr bodenständig und robust. Sie hatte früher ein paar Probleme mir unbekannten Geräuschen oder Situationen, diese hat sie vollständig abgelegt. Ihr selbstsicheres Auftreten zeigt sich in ihren Gängen, die sehr kontrolliert von ihr ausgeführt werden.
      Nach dem Rundgang der Fohlen bzw. jetzt nicht mehr Fohlen, war ich erleichtert. Ich hatte nichts wichtiges verpasst und alle haben sich zum positiven Entwickelt und ihre Persönlichkeit gefunden. Nun kamen sehr anstrengende Tage auf uns zu, denn alle Jährlinge, Fohlen und neue jung Pferde müssen nun neues lernen.


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      Pflegebericht | Yearlings/Foals and Kholáya
      Nachdem ich von meinen Aufträgen zurück kam war es Zeit mich für einen Tag intensiver um die Jährlinge zu kümmern. Viele der ehemaligen Fohlen waren nun im Pre- Training
      und bald würden sie eingeritten werden und ihre ersten Rennen oder Disziplinen laufen. Das einzige Fohlen was somit noch blieb war Primary Secession. Sie bleib aber auch noch bei Sekuoia.
      Die Jährlinge waren alle samt auf der Weide. Zuerst sah ich Aywy, die freudig auf mich zu stürmte. Ich streichelte die mittlerweile fast ausgewachsene Stute und kontrollierte ihre Extremitäten, die schon darauf hinwiesen das sie einmal Sprinten würde. Ich suchte sie weiter nach Verletzungen oder der gleichen ab und trainierte mit ihr ein paar Gewichte um sie an das Reitgewicht zu gewöhnen. Weiter ging esGlamour of Death sowie CHH' Elhae. Auch bei den beiden trainierte ich den Sattel aufzulegen und die Trense anzuziehen. Sie hatten zwar schon ihr tägliches Training, dennoch wollte ich sicher gehen das sie auch Fortschritte machten. Zudem war es mir wichtig die zukünftigen Galopper mit so wenig Stress wie möglich auf die Rennbahn zu schicken. Das nahm eben Zeit und Mühe in Anspruch. Aber es lohnt sich. Dee und El waren schon sehr weit und eher ruhig im Umgang. Die schwarze Stute hatte oft keine Lust, und wir hatten seit einigen Monaten Probleme damit, das sie einfach zu biss. "Ich hoffe der Jungpferde Kurs hilft dabei" sagte ihr Groomer. "Ich auch" erwiderte ich besorgt und streichelte Dee's Nase. Als ich aus ihrer Box ging schnappe sie nach mir und tritt gegen die Boxenwand. "Hey, ganz ruhig. Was soll denn das?!". Erschrocken kam ihr Groomer zurück. "Alles klar bei dir?". "Ich glaub die hat mich am Rücken erwischt". Das hatte sie. "Ich hol dir eine Salbe, die hab ich mir letztens geholt weil sie mich auch erwischt hatte" sagte er. "Ich danke dir". Ich schaute die schwarze Stute leicht verzweifelt an und schmierte mir die Salbe drauf. Ich unterhielt mich noch mit dem Groomer von Dee und machten einen Termin aus um ihr Verhalten in den Griff zu bekommen. Dann schaute ich nach meinem einzigen Marwari Jährling Cyoue. Sie war mittlerweile kein Fohlen mehr. Sie freute sich über meinen Besuch und ich ging mit ihr eine kleine Runde spazieren. Danach schaute ich auf ihren Körper um festzustellen ob sie sich korrekt entwickelt hatte. "Keine Fehlstellungen, nichts" lächelte ich un trug es in dem Buch ein das jedes Pferd von CHH besitzt. Dort wurden alle Auffälligkeiten, Trainingseinheiten, Krankheiten, Notizen etc. von den Pferden festgehalten. Zuletzt ging ich Kholáya, unserer Paint Horse Stute. Simon hatte sie ohne Vorwarnung gekauft, da sie sonst zu einem Schlachter gekommen wäre. Sie Stute war noch jung, hatte einen sehr schönen Charakter wurde aber noch nie trainiert. Die Farm von der Sie stammt züchtete Westernpferde bis diese sich stark verschuldeten und dort nicht mehr heraus kamen. Sie hatten Glück genug Pferde zu haben mit guter Abstammung und Erfolgen, somit konnten sie ihr Haus erhalten. Kholáya blieb übrig. Sie wollten die Pferdezucht nicht mehr angehen und mussten sie los werden, auch der Schlachter war für sie ein Ausweg. Simon sah die Stute auf ihrer Internetseite und kaufte sie. Er erklärte mir das er einfach nicht mehr wegklicken konnte und die Stute mit Sicherheit uns gute Dienste leisten konnte. Ich bewunderte seine Gutmütigkeit und akzeptierte den Kauf sobald ich Kholáya in die Augen sah. "Sie ist wunderschön, und unglaublich lieb" sagte ich zu Simon der neben mir stand und sie streichelte. Er lächelte mich an. "Nun. Du hast sie gekauft, sie ist dein Pferd. Ich hoffe du kommst dann mehr aus deinem Büro raus" lachte ich und wir führten die Stute auf die Weide.

    • Cooper
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      6174 Zeichen | Calypso | 31 Mai 2018
      Ereignisreiche Tage und viele Pferde standen mir bevor. Ich war mal wieder in Kanada unterwegs, mittlerweile war ich auf diesem Flecken Erde schon fast öfter als bei mir Zuhause, um mir einige von Cooper Chattahoochee´s Pferde anzuschauen. Ich war schon sehr gespannt was mich erwartete. Heute würde ich 4 der Showpferde untersuchen und morgen dann die Fohlen bzw. Jungpferde. Gegen Mittag kam ich an und wurde von Cooper herzlich begrüßt. Wir legten gleich los, also führte sie mich zu ihrem Marwari Hengst Siropòn. Bis dato hatte ich noch nie mit Marwari´s zu tun, aber der hier gefiel mir schon besonders gut. Natürlich hervorstechend waren die Sichelförmigen Ohren. Ich machte mich mit dem Hengst bekannt und fing sogleich an ihn abzutasten und mit dem Stethoskop abzuhören. Cooper führte ihn mir als nächstes im Schritt und Trab vor, beeindruckendes Gangwerk hatte er, da sah man sofort das er Hengst war. Beim Impfen machte er auch brav mit, er schlug zwar etwas unsanft mit dem Kopf in meine Richtung aber keineswegs bösartig. Lobend tätschelte ich seinen Hals und las mit dem Lesegerät noch die Chipnummer ab und verglich diese. „Okay dann darf schon der nächste kommen.“ meinte ich lächelnd und Cooper kam mit der Stute Quiet Giant. Die Besitzerin erklärte mir das Quiet Giant eher zurückhaltend und schüchtern sei, aber sehr sehr lieb. Ich konnte mit solchen Tieren gut umgehen, durch meine ruhige und unhektische Art wurde die Prozedur um einiges angenehmer. Beim abtasten merkte man es sofort, bei jeder Berührung zuckte sie etwas zusammen und fühlte sich unwohl. Da Cooper aber da war, zu der sie eine sehr innige Beziehung hatte, konnte sie es glaub ich ganz gut verkraften. Im Gangbild wäre mir auch nichts weiter aufgefallen und beim Impfen hatte ich noch nie so ein ruhiges Pferd an meiner Seite, trotz ihrer Ängste. Ich war schon etwas begeistert von der Stute das sie so toll mitgemacht hatte. Als nächstes war Moment of truth dran. Auch eine Stute. Schnell stellte sich heraus das es sich hierbei um ein sehr gelassenes Pferd handelte. Nichts konnte sie aus der Ruhe bringen. So waren wir mit abtasten, abhören, vorführen im Schritt und Trab und impfen sehr schnell fertig und hatten noch ein wenig Zeit für Streicheleinheiten. Als letztes für heute war noch ein Berber Hengst dran, Aldaire. Er gefiel mir auch besonders gut. Er war kräftig und gut bemuskelt, hatte imposante Gänge. Herz und Lungenfunktion hörten sich gut an und beim impfen machte er auch keinerlei Anstalten. Solche Patienten hatte ich doch gerne. Als ich auch hier die Chipnummer kontrolliert hatte und alle Impfpässe auf den neuesten Stand gebracht hatte, packte ich meine Sachen zusammen und gab Cooper für alle vier Pferde noch die Wurmkuren. „Gut, dann sehen wir uns morgen zur gleichen Zeit.“ mit den Worten verabschiedete ich mich von ihr und fuhr in mein Apartment.

      Ein neuer Tag und neue Patienten warteten auf mich. Ich freute mich immer wenn es um Jungtiere ging, ich hatte ein Händchen dafür. Cooper wartete schon auf mich und hatte eine Araberstute namens Aywy bei sich stehen. Sie war schon etwas älter, 2 Jahre um genau zu sein. Ich machte mich zunächst mit ihr bekannt und machte die Untersuchung eher spielerisch, mit immer wieder Streicheleinheiten und wieder abtasten usw. Auch sie brauchte ihre Besitzerin als Bezugsperson und war somit deutlich entspannter als ich sie abhörte und impfte. Dann schaute ich mir noch ihre Bewegungsabläufe im Schritt und Trab an. „Feines Mäuschen, gut gemacht.“ lobte ich sie mit sanfter Stimme. Jetzt kam noch ein recht junges Fohlen, CHH' Elhae. Ein Schimmel Hengst der sehr aufgeweckt wirkte. Cooper hielt ihn am Strick fest, angebunden wurde er aus Sicherheitsgründen noch nicht, falls er sich erstreckte oder sonst was war. Bei den Fohlen plante ich immer mehr Zeit mit ein, ich ließ sie alles beschnuppern und inspizieren damit der Tierarztbesuch, in Zukunft, keine negativen Erinnerungen bei ihnen auslöste.CHH Elhae war sehr neugierig und folgte mir mit der Schnauze überall mit hin. Abtasten und abhören war erledigt, als ich die Nadel ansetzte um ihn zu impfen schnaubte er etwas aufgeregt und zuckte zusammen. „Alles gut.“ beruhigte ich ihn. Dafür das er der jüngste war, wie Cooper mir erzählte, war er echt toll und hat das souverän gemeistert. Als nächstes war Cyoue dran. Wieder mal ein Marwari Stütchen. Sie war auch schon fast 2 Jahre alt und während der Untersuchung routiniert wie ein altes Pferd. Es machte Spaß mit ihr, allgemein mit allen bisherigen Pferden. Cooper führte sie mir auf dem Hof vor, ich tastete sie ab und hörte Herz und Lunge mit dem Stethoskop ab. Beim Impfen brauchte ich diesmal zwei Anläufe aber das war nicht weiter schlimm. Cyoue begutachtete meine Tierarzttasche und steckte schon halb mit ihrer Schnauze darin. Lachend zog Cooper sie weg und holte den nächsten Patienten. Glamour of Death, Stute, lackschwarz. Ich konnte mir gut vorstellen wie sie ausgewachsen aussehen würde. Sie war etwas hibbelig also ließ ich sie mir gleich im Schritt und im Trab vorführen, so konnte sie sich noch ein wenig bewegen. Hier sah alles gut aus und ich tastete sie vorsichtig ab. Beim abhören schlug ihr Herz ganz wild vor Aufregung. Die Besitzerin streichelte sie sanft über den Hals und sprach beruhigende Worte auf das Pferdchen ein. So bemerkte sie kaum das ich sie schon gepiekst hatte. „Super, das war die Vorletzte oder?“ Cooper nickte und kam kurze Zeit später mit Sorayia, wieder ein Marwari mit eher seltener Farbe. Sorayia war nicht besonders schüchtern und schmiegte sich mit dem Kopf an mich. Etwas überrascht war ich, aber musste unwillkürlich schmunzeln und erwiderte ihre Zuneigung. „Mein Gott bist du süß, da vergesse ich ja das untersuchen.“ scherzte ich und fing dann aber an. Nach 20 Minuten waren wir dann mit allem fertig. Auch Sorayia wurde abgetastet, abgehört, Gangwerk vorgeführt und geimpft. Cooper brachte sie dann wieder zurück zu den anderen und ich füllte wieder einmal alle Formalitäten aus und packte alle Wurmkuren in eine Tüte. Diese übergab ich Cooper und nach einem kleinen Plausch verabschiedeten wir uns voneinander. Vielleicht sahen wir uns ja schon bald wieder.
    • Cooper
      Trainingsbericht Losco | Galopprennen M - S | Fohlen-ABC Glamour of Death | 9163 Zeichen | @adoptedfox

      Erin | “Flug YQB 2845 hat vor 5 Minuten das Boarding gestartet. Gate 3, beeilen sie sich besser!” riet mir der Service-Agent an der Information und zeigte in Richtung des Gates. Ich bedankte mich, steckte meinen Reisepass, in dem sich auch das Flugticket befand, in den Mund und hob meinen Koffer hoch um schneller durch die wartenden Reisenden laufen zu können. Ich hatte es gerade noch geschafft und ließ mich erleichtert in meinen Sitz sinken. Das nächste Mal würde ich eher losfahren, ganz sicher! Mit einer Verspätung von einer Stunde landeten wir in Quebec. Da ich die Uhr an meinem Telefon während des kurzen Aufenthalts nicht umstellen wollte, hatte ich meine Armbanduhr mitgenommen und schon vor Antritt meiner Reise der kanadische Zeit angepasst. Auf dem Weg zum Gepäckband holte ich mir eine Flasche Coka-Cola aus dem TravelFree-Shop und verließ den Flughafen, wo man bereits auf mich wartete. Eine schlanke, dunkelhaarige Frau hielt ein Schild mit meinem Namen in den Händen und sah sich suchend um. Als sie mich entdeckte winkte sie und reichte mir zur Begrüßung die Hand. “Willkommen in Kanada! Ich bin Cooper Chattahoochee. Hattest du einen guten Flug?” fragte sie und führte mich zum Wagen. “Ja, ich habe fast den ganzen Flug über geschlafen.” gab ich zu und musste lachen. Nach gut einer weiteren Stunde erreichten wir die Chattahoochee Hill’s und Cooper bot mir an, mich ein wenig herum zu führen. Damit ich mich die kommenden Tage besser zurecht fand, nahm ich das Angebot dankend an und ließ meinen Koffer im Wagen. “Eure Anlage ist ein Traum! Allein die Wasserbäder und die Rennbahnen….” schwärmte ich beim gemeinsamen Abendessen mit Cooper und ihrem Partner Simon. Wir verstanden uns auf Anhieb und unterhielten uns noch lang,
      bevor ich mich schlafen legte.

      Day 2
      An meinem zweiten Tag auf den Chattahoochee Hill’s wollte ich mich einem Fohlen widmen, Glamour of Death. Nachdem ich das Halfter und den Führstrick aus dem Stall geholt hatte, ging ich zu den Weiden und suchte nach der jungen Stute. Als ich sie entdeckt hatte ging ich zu ihr um sie zu begrüßen, bevor ich ihr das Halfter anzog und sie in die Stallgasse führte. Was das Halftern und Führen betraf machte Glamour of Death ihre Sache gut, ich merkte jedoch dass die Stute mir gegenüber wenig Interesse zeigte. Beim anbinden versuchte sie mich sogar zu beißen. Ich handelte sofort und kniff ihr mit einem ernsten “Nein!” in die Unterlippe. Sofort riss sie den Kopf hoch, starrte mich an und schnaubte. Ich führte sie in einer kleinen Volte in der Stallgasse und versuchte sie dann erneut anzubinden - mit Erfolg! Auch während des Putzens benahm die junge Stute sich und ich begann beruhigend auf sie einzureden. Cooper hatte mir bereits erklärt das die Stute desinteressiert gegenüber Menschen war und das wollte ich ändern. Nachdem die Stute geputzt vor mir stand massierte ich sie mit der T-Touch Methode an der Schulter und am Hals. Sie entspannte sich zunehmend und akzeptierte die Berührungen, sodass ich einen Schritt weiter ging und mit der Hand an ihren Beinen herab fuhr und nacheinander die Hufe anhob und für einen Moment festhielt. “Prima machst du das!” lobte ich Dee und klopfte ihr den Hals. “Wer hätte das gedacht. Sie lässt sich anfassen!” sagte jemand hinter mir und ich drehte mich um. Simon war in den Stall gekommen und schien uns schon ein paar Minuten beobachtet zu haben. Ich lachte. “Man muss ihr die Gesellschaft der Menschen nur schmackhaft machen.” sagte ich und löste den Strick aus der Befestigungsöse an der Wand. Simon ging einen Schritt zur Seite damit ich die Rappstute an ihm vorbei, in die kleine Reithalle führen konnte wo ich die Übungen unangebunden wiederholen wollte. Glamour of Death sollte die Übungen nicht mit Zwang verbinden, sondern mit etwas positivem. In der Halle angekommen löste ich den Strick vom Halfter und ließ sie laufen. Mit einem Abstand von zirka 3 Metern folgte ich ihr langsam und stellte mich neben sie, sobald sie stehen blieb. Ich wartete ihre Reaktion ab bevor ich wieder damit begann sie zu massieren und meine Hand über ihren Körper wandern ließ, stets beruhigend mit ihr sprechend. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass wir bereits eine halbe Stunde in der Halle waren und ich entschloss das Training zu beenden und lobte die Stute ausgiebig. Während des ganzen Trainings hatte sie nur 1x versucht mich zu beißen und diesen Versuch hatte ich erfolgreich abgewehrt. Gerade als ich die Stute auf die Weide gebracht hatte und auf dem Weg zurück in den Stall war traf ich Cooper in der Sattelkammer. “Darf ich kurz stören? Was macht ihr wenn Glamour of Death versucht zu beißen?” fragte ich sie und sah sie an. Sie dachte nach und antwortete dann: “Wir mahnen sie. Mehr aber auch nicht, wieso?”
      “Handelt nach dem Prinzip Aktion-Reaktion. Wenn sie euch beißt, kneift sie leicht in die Nase oder die Unterlippe. Dieses Verhalten ist respektlos und kann euch später große Probleme machen. Zeigt ihr aber auch, dass das Arbeiten mit euch positive Reaktionen hervorruft wie Lob, Massagen und Leckerchen, dann sollte sie das beißen bald komplett unterlassen.” erklärte ich und Cooper hörte aufmerksam zu und nickte. Da ich meinen Heimweg erst am nächsten Morgen antreten würde, war es für mich selbstverständlich Cooper bei der Arbeit im Stall und mit den Pferden zu helfen bevor ich am Abend anbot für die beiden zu kochen. Auch wenn es nur 3 Tage waren, konnte ich die Zeit in Kanada genießen und versprach den beiden,irgendwann einmal wieder zu kommen. ​
    • Cooper
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      Training I Jungpferdekurs August/September | @Friese

      Heute sollten die ersten Teilnehmer für meinen Jungpferdekurs ankommen. Ich war schon sichtlich nervös, denn so ein großer Kurs war doch nochmal was anderes, als nur ein Beritt oder eine Reitstunde. Die Vorbereitung war bereits viel komplexer gewesen und die Organisation mit den Besitzern war auch um einiges komplizierter gewesen, da mehr bedacht werden musste, wie zum Beispiel, dass die Besitzer genug Futter mitbrachten, dass wir genug Zimmer hatten, dass genug Koppeln abgesteckt waren und auch manche Pferde entfernter stehen konnten. Natürlich war man als Ausbilder dies auch bei normalen Berittpferden gewohnt, von welchen wir teilweise auch bis zu zehn Pferde auf einmal hatten, aber hierbei beschäftigte man sich nicht so intensiv mit dem Reiter-Pferd-Paar, sondern nur mit den Tieren. Ich hatte die Boxen der beiden Vollblüter bereits mit Spänen eingestreut und nun füllte ich noch das Heu auf. Die Boxentüren zum Paddock hatte ich, wie immer am Anfang, gesperrt. Sie sollten anfangs erstmal in Ruhe in ihrer Box ankommen und sich nicht gleich auch noch an den anderen Trouble. Nachdem alles fertig war hieß es nun nur noch warten. Um mir
      die Zeit zu verkürzen beschrieb ich bereits schnell die Boxenschilder. Die anderen Pferdebesitzer, sollten schließlich auch wissen, welches Pferd zu wem gehörte. Ebenso hingen an allen Zimmern Schilder mit den Namen der Personen und den dazugehörigen Pferden. Es konnte nämlich auch immer mal wieder etwas passieren und dann musste man einfach mal wissen wen man ansprechen konnte, wenn ich womöglich gerade verhindert war. Als erstes sollte heute meinen beiden Bekannten Cooper und Veronika ankommen. Sie wollten mir noch bei den allerletzten Vorbereitungen helfen. Die beiden hatten sich scheinbar am Flughafen bereits getroffen, denn ein Anhänger folgte dem zweiten direkt und ich begrüßte beide. Ich freute mich sehr, dass sie bei mir auf dem Hof waren und vor allem beim Kurs dabei waren. Cooper war mit ihren eigenen Groomern angereist, während der Rest der Pferde von meinen Pflegern versorgt werden sollten. Ich zeigte den beiden ihre Schränke, nachdem Veronika Time in a Bottle ausgeladen hatte und in die Box gebracht hatte. Bei Cooper hatten die beiden Angestellten das Ausladen von Light up Hell und Glamour of Death übernommen und beide Pferde in den Boxen „verstaut“. Wir räumten das Futter und Zubehör ein, ehe es an die letzten Vorbereitungen für die letzten beiden Teilnehmer ging. Wir zäunten die Koppel nochmal fertig ab und stellten schwarze Bottiche als Tränken in die Koppeln. Da wir die Zäune immer wieder verstellten, gab es leider keine festen Tränken. Ich schaute aber immer wieder ob sie leer waren und füllte regelmäßig die Tränken, so dass die Pferde nie ohne Wasser waren. Zudem wurden die großen Behälter regelmäßig geleert und geputzt, damit auch kein Dreck oder irgendwelche Algen sich bilden konnten. Nun hieß es Eimer schleppen, denn alle Tränken wollten nun schon gefüllt werden, denn später würde es bereits kurz einen Koppelgang für die Pferde geben. Dieser war auch nur unter Aufsicht, aber dennoch konnten sie sich nach der anstrengenden Reise wenigstens ein bisschen erholen. Morgen würden Denise mit Zenja und Bernie mit Dark Royal ankommen. Beide waren in die zweite Gruppe eingeteilt und so würde das Training hier erst übermorgen beginnen. Das Training für die Gruppe 1 würde morgen bereits losgehen. Auch wenn es sich hier nur um ein erstes Kennenlernen handeln würde. Ich wollte wissen wie Cooper mit Death arbeitete, denn sie hatte mir gesagt, dass es hier aktuell ganz gewaltige Probleme gab. Des Weiteren wollte ich mir eine Meinung darüber bilden in wie weit Veronika und Bottel zu einem Team geworden waren. Der Junghengst war nun ja erst seit Januar bei ihr. Beide sollten während des Aufenthalts bei mir angeritten werden und ich wollte mir hierfür einiges an Zeit lassen, denn wenn man zu Beginn einen Fehler machte, dann zahlte sich das die komplette Ausbildung heim. Oftmals arbeiteten die Pferde dann eher gegen einen oder wollten nicht ganz so mitziehen. Motivation von Anfang an war also das große Thema und die brachte man bei jungen Pferden auch gut und gerne Mal durch Abwechslung. Mitunter aus diesem Grund hatte ich mich auch für diesen Kurs entschlossen. Den Abend ließen wir noch alle in Ruhe ausklingen, denn morgen würde es bereits stressig genug werden.
      Der nächste Tag begann mehr als nur früh für mich. Bevor die weiteren beiden Teilnehmer am Abend ankamen stand noch einiges auf dem Plan. Ich musste alle Pferde misten und nach draußen bringen, dann stand auch schon der erste Kurs an. Das misten ging heute verhältnismäßig schnell und während ich die Pferde nach draußen brachte, machten Cooper und Veronika ihre beiden Pferde bereits fertig. Wobei es sich hierbei nur um kurzes Putzen handelte. Wir wollten erstmal in die Halle gehen, da die beiden Jungpferde den Hof noch nicht kannten und nicht gleich bei der ersten Arbeit schon von den ganzen Umwelteinflüssen abgelenkt werden sollten. Die beiden stellten sich hin und wir bildeten ein Dreieck. Ich bat jeden der beiden darum sich und sein Pferd nochmal vorzustellen, da sie sich ja auch noch nicht wirklich kannten und ich die beiden Pferde noch nicht. Zudem sollten sie etwas über ihre Vorkenntnisse und die Kenntnisse des Pferdes erklären. Beide kannten das Fohlen ABC schon und genau dies wollte ich nun gemeinsam mit den Besitzern parallel abfragen. Jeder sollte sich voll und ganz auf sein Jungpferd konzentrieren und ich sah ihnen hierbei zu. Bei Time in a Bottle fehlte hin und wieder einfach das Vertrauen und der Hengst zögerte deswegen noch ein bisschen. Glamour of Death hingen war teilweise einfach nur respektlos und ungestüm. Ich machte mir währenddessen ein paar Notizen wie das Training mit den beiden gestalten werden sollte. Mein bisheriger Plan war es, dass es täglich eine Gruppeneinheit gab und auch noch dazu eine Einzeleinheit. Hieß eigentlich mussten die Pferde und Besitzer beide zweimal am Tag ran. Mir war es wichtig bei den jüngeren Pferden kurze Einheiten zu machen und diese dafür intensiver beziehungsweise öfter. Die Gruppeneinheiten dienten dafür, dass die Besitzer sich gegenseitig ein bisschen Sicherheit geben konnten und auch mal alleine was probieren konnten, während ich mit dem jeweilig anderen Trainer arbeitete. Außerdem sollten die Pferde von Beginn daran gewöhnt werden, dass sie nicht immer alleine in der Halle waren und sich trotzdem auf ihren Menschen zu konzentrieren hatten. Mehr als diese kurze Einheit war für heute auch nicht geplant. Beide Pferde durften wieder nach draußen auf die Koppeln und bekamen ihre wohlverdiente Ruhe. Ich ging mit den beiden Besitzern ins Haupthaus und erklärte ihnen was ich die nächsten Tage mit ihnen und den Pferden so vorhatte. Bei Death stand als erstes Bodenarbeit in Form von Respektarbeit an, während Time in seinen Einzelstunden einiges an Vertrauensarbeit genießen durfte. Kurze Zeit später rollte bereits der erste Hänger auf den Hof. Hierbei handelte es sich um Denise mit Zenja. Ich begrüßte sie und half ihr dann beim Ausladen der Stute. In Ruhe klopfte Denise ihrer Stute den Hals und ließ sie erstmal in aller Ruhe ein bisschen sich umschauen und riechen. Die Stute zog die Luft immer wieder tief in ihre Lunge und wieherte dann. Prompt kam die Antwort von meinen Weiden. Die Stute zappelte kurz ein bisschen, aber Denise wurde der Stute schnell wieder Herr und brachte sie auf die Weide. Wir brachten die Scheckdame in ihre Box und klopften sie bekam ein bisschen Heu. Das Fenster der Box war offen, die Türe zum Paddock jeder nicht. Sie sollte sich nur ein bisschen umschauen ohne gleich die kompletten Umwelteinflüsse des neuen Hofs mitzubekommen. Ich wollte nicht, dass die Stute gleich von Anfang an überfordert war. Ich zeigte Denise alles auf dem Hof und half ihr dann noch kurz beim Einräumen des Schranks. Lang hatte ich hierfür jedoch nicht Zeit, da bereits Bernie mit ihrem Hänger inklusive Pferd auf den Hof rollte. Ich begrüßte sie und half danach auch ihr beim Auslanden. Dark Royale stand zwei Boxen weiter weg von Zenja. Ich klopfte ihm noch kurz den Hals und zeigte danach auch Bernie ihren neuen Sattelschrank. Nachdem auch sie mit dem Einräumen fertig war, machten wir uns an eine Stallführung. Cooper und Veronika hatte ich bereits alles gezeigt und somit holten sie nur ihre Pferde von der Weide nach drinnen. Ebenso wie ihnen erklärte ich auch Denise und Bernie meine Idee für das Training mit den Pferden. Ich sagte ihnen auch, dass ich morgen mit dem Training der Pferde beginnen wollte in Form eines kurzen Kennenlernens und danach erst die Entscheidungen für das Einzeltraining treffen würde. Schließlich war es wichtig, dies nochmal auf jedes Pferd perfekt zuzuschneiden. Schließlich war Zenja bereits weiter als Dark Royale und so konnten wir nicht das gleiche mit ihnen machen in den Einzelstunden. Den heutigen Tag beendeten wir mit einem gemeinsamen Abendessen und einer Besprechung des morgigen Tages.
      Der nächste Tag begann mit dem ersten Gruppentraining für die Gruppe 2. Cooper machte Light up Hell fertig und neben ihr stand Denise mit Zenja, welche auch geputzt wurde. Bernie und Dark Royale waren bereits fertig und wir beschlossen bereits ein bisschen über ihren Hengst zu sprechen. Nachdem die anderen beiden auch fertig waren, gingen wir gemeinsam in die Halle und ich bat sie dort wieder sich gegenseitig vorzustellen und auch ein bisschen etwas über ihre Pferde zu erzählen. Des Weiteren wollte ich etwas über die bisherige gemeinsame Zeit und das vorherige Training der Pferde erfahren. Für mich war es außerdem noch wichtig zu sehen, wie sich die Pferde trensen und satteln ließen. Hierfür holte ich das Zubehör aus dem Stall und brachte die Trensen zu den jeweiligen Besitzern. Ich sah ihnen beim Trensen zu. Bei Royale und seiner Besitzerin sah dies schon wirklich sehr eingespielt aus. Der Hengst kannte laut ihr bereits Sattel und Trense, aber noch nicht das Reitergewicht. Für mich war dies also das erste woran ich in der Einzelstunde arbeiten wollte. Zenja und Denise hatten hingegen schon ein paar kleine Probleme, aber sie kannten sich auch noch nicht so lange. Hier würde ich auch wieder mit ein bisschen Vertrauensarbeit beginnen. Danach könnten wir relativ schnell die Basics abarbeiten, da die Stute bereits beim Vorbesitzer eingeritten wurde. Light up Hell ließ sich auch brav trensen. Er dachte scheinbar, dass es jetzt wieder ans Training gehen würde und er schien sich insgeheim schon darüber zu freuen. Cooper hatte erzählt, dass Hell wirklich schnell lernte und dies auch gerne tat. Für heute wollte ich das Training bereits beenden. Das Satteln würde ich mir in der Einzelstunde morgen anschauen. Dort hatten wir mehr Ruhe und ich könnte auf Probleme besser eingehen. Die drei brachten ihre Pferde noch ein bisschen auf die Weide und ich bat Cooper und Veronika darum, dass sie ihre Pferde nachdem Mittagessen fertig machten. Joy hatte uns etwas zum Essen hergerichtet und ich besprach mit allen den Plan für die nächsten Tage und teilte ihnen auch mit, dass sie alles noch schriftlich erhalten würden und ich am schwarzen Board alles kommunizieren würde. Nachdem Essen begann das Training mit der Gruppe 1. Ich wollte heute nochmal die kompletten Aufgaben des Fohlen-ABCs mit den Pferden durchgehen. Hierbei wollte ich sie ein bisschen ablenken und schauen wie sie darauf reagierte. Gerade für Veronika und Time würde dies ein bisschen anstrengender sein, da sie sich noch nicht wirklich vertrauten. Als erstes begannen wir aber damit, dass ich mit der Tüte wedelte, während die Pferde noch neben ihren Besitzern standen und noch keine Übungen machen mussten. Time fand dies bereits komisch, aber machte noch keine Versuche das Weite zu suchen. Dee hingegen blähte die Nüstern und stellte ihre Ohren. Typisch Vollblut schaukelte sie sich sehr schnell hoch und ließ dann auch ihren Emotionen freien Lauf. Als nächstes raschelte ich mit einer Flasche, welche ich mit Steinen gefüllt hatte. Gerade Dee, welche später auch auf Turniere gehen sollte, musste ungewohnte Geräusche kennenlernen und durfte sich nicht sofort verunsichern lassen. Auf den Turnieren nahmen nämlich die wenigsten Zuschauer Rücksicht darauf, ob das Pferd das Geräusch jetzt vielleicht komisch finden könnte. Alles in allem verlief die Stunde relativ ruhig, nur gelegentlich versuchte einer der beiden Mal reis aus zu nehmen. Für heute fand ich aber, dass die Pferde wirklich gut mitgemacht hatten und wir das Training beenden konnten. Ich wollte nicht, dass die kleinen direkte von Anfang an überfordert wurden. Ich klopfte beiden noch den Hals und entließ die vier danach. Alle Pferde durften noch auf ihre Koppeln und ich wollte mich noch um die Büroarbeit für den Kurs kümmern. Für die Teilnehmer war nun ein bisschen Freizeit angesetzt, denn man konnte trotz Kurs ja nicht 24 Stunden am Tag aufeinander hocken. Ich erstellte jedem seinen eigenen Trainingsplan und markierte die für ihn wichtigen Stunden. Täglich gab es eine Gruppeneinheit und eine Einzeleinheit für jeden. Pro Tag wechselte es sich ab, wer in der Früh mit der Gruppenstunde begann und wer diese am Nachmittag belegte. Beim Abendessen verteilte ich die Pläne an alle und hing ihn danach noch an das schwarze Brett.
      Am nächsten Morgen begann ich mit der Einzelstunde mit Cooper und Glamour of Death. Sie musste klare Grenzen lernen und ihre Besitzerin musste da teilweise auch einfach noch an sich arbeiten, ein bisschen mehr durchzugreifen. Ich zeigte ihr hierfür ein paar Übungen und sagte ihr, dass selbst wenn die kleine Stute mal nicht wollte, sie zwar durchgreifen musste aber nicht unfair werden durfte. Viele Reiter neigten schnell dazu auch ihre schlechte Laune auf das Tier zu projizieren. Dies geschah meist ganz unbewusst und man wunderte sich, dann warum die Tiere so schlechte Laune hatten. Ich versuchte immer ganz genaue Beispiele zu finden, wenn ich meinen Kunden etwas erklärte. Hiermit konnte man einfach viel leichter begreifen was genau jetzt von einem verlangt wurde oder Zusammenhänge leichter verstehen. Dee wurde regelmäßig von Cooper rückwärtsgerichtet, wenn sie versuchte sie beim Gehen zu überholen. Dies schien die Stute gewaltig zu nerven, denn immer wieder legte sie die Ohren kurz an, aber Cooper ließ sich davon nicht beirren, sondern machte einfach weiter. Wir beendeten das Training und ich holte mir Veronika und Time in a Bottle in die Halle. Für die beiden ging es an die Vertrauensarbeit. Cooper stellte in der Zwischenzeit Dee auf die Weide und machte gleich ihr zweites Pferd fertig. Nach der Arbeit mit Veronika und Time würde es an die zweite Gruppeneinheit mit den „älteren“ Jungpferden gehen. Bei der Vertrauensarbeit begannen wir damit, dass ich einen großen Gymnastikball durch die Halle rollen ließ. Jedoch berührte dieser nie das Pferd, denn ich wusste, dass er noch nicht soweit war. Veronika lobte den Hengst immer wieder und versuchte ihm selbstsicher zu zeigen, dass alles doch gar nicht so schlimm war. Hin und wieder bekam der junge Hengst auch ein Leckerlie, damit er noch mehr verstand, dass ihm die für ihn grusligen Geräusche nichts tun würden. Gegen Ende der Stunde war zu mindestens die blaue Plane nicht mehr schlimm, wenn sie am Boden lag und er dran vorbeiging. Drüber gehen war jedoch noch nicht sein Fall und auch das arge Rascheln damit war ihm noch suspekt. Da heute Abend noch eine Stunde anstand, wollte ich die Arbeit nun mit den beiden beenden. Meine nächsten drei Schüler warteten bereits mit ihren Pferden von der Hallentüre und ich erklärte ihnen, dass wir heute in der Stallgasse üben wollten. Gemeinsam gingen wir zurück zum Stallgebäude und ich bat jeden darum die Pferde locker anzubinden. Da ich wusste, dass alle Erfahrungen hatten mit dem Satteln, machte ich mir keine großen Sorgen, dass etwas passieren würde. Ich besprach mit jedem, dass sie als erstes die Satteldecke auflegen sollten und das Pferd danach loben sollten. Cooper hatte ich gebeten heute den Rennsattel zu verwenden, welchen ihr Hengst bereits kannte. Dieser war leichter als der normale Sattel und ich war mir noch nicht sicher, ob er vielleicht das Mehrgewicht anfangs noch komisch finden würde. Jedes Pferd reagierte auf solche Umstellungen anders und ich wollte nicht, dass heute ein Pferd unruhig wurde und die anderen womöglich ansteckte. Bei Bernie und Dark Royale sah das ganze schon sehr eingespielt aus. Denise und Zenja hatten noch ein paar Probleme miteinander, denn die Stute drehte sich immer wieder hin und her und Denise hatte Schwierigkeiten sie zu beruhigen. Ich zeigte ihr einen Weg wie sie die Stute ruhiger bekam und den Sattel ohne viel Aufwand oder Stress auf ihr platzieren konnte. Nachdem alle drei die Sattel aufgelegt hatten, bat ich sie wieder runterzuholen und diesen Vorgang einige Male zu wiederholen bis es soweit klappte, dass die Pferde annähernd komplett entspannt waren. Danach sollten sie alle den Gurt ganz weit verschließen, sodass noch kein Druck entstehen konnte. Die Pferde spürten jedoch, dass bereits etwas anders war und hin und wieder gab es hier bereits die ersten Probleme, da es für junge beziehungsweise noch nicht eingerittene Pferde einfach ein komisches Gefühl war. Dies würde sich mit der Routine auch legen. Ich bat sie darum diese Übung ein bis zwei Mal am Tag alleine zu wiederholen. Nicht öfter, da wir ja meistens noch zwei weitere Einheiten pro Tag hatten und dies die Pferde sonst überfordern würde. Für die Pferde hieß es nun wieder Auszeit auf der Koppel und für uns hieß es auch Mittagspause. Danach würde ich mit der Gruppeneinheit der Gruppe 1 beginnen und schließlich mit den Einzelstunden. Hierfür besprach ich beim Mittagessen bereits mit den Teilnehmern die Ziele der heutigen Einzeleinheiten. Mit Denise und Zenja wollte ich beginnen. Bei den beiden ging es heute auch an Bodenarbeit und das Stärken des Vertrauens zueinander, denn wenn ein Pferd keine Bindung zu seiner Person hatte, dann konnte es ganz schnell passieren, dass das Einreiten sich schwerer gestaltete. Als nächstes war Cooper mit Light up Hell an der Reihe. Bei ihnen wollte ich nochmal genau schauen wie sie bis jetzt vom Boden aus gearbeitet hatten und was der Stand des Hengstes war. Gleiches galt auch für Bernie und Dark Royale. Ich hatte mich zwar vor dem Kurs mit allen Besitzern in Verbindung gesetzt über den Ausbildungsstand ihres Pferdes, aber es schadete nie sich nochmal selbst ein Bild von der Situation zwischen Besitzer und Pferd zu machen. Oftmals schätzte man seine eigenen Tiere nämlich auch besser oder sogar schlechter ein als sie wirklich waren. Ich wollte zudem wissen, wie weit die Pferde wirklich an der Longe waren, denn hier würden sie die ersten Reitversuche erdulden müssen und es brachte nichts, wenn sie hier mehr ein Ei liefen und sich nicht wirklich kontrollieren ließen. Ich baute nach dem Essen als bereits den kleinen Parcours für die Gruppeneinheit der Gruppe 1 auf. Heute sollte es auch wieder um Vertrauen zwischen Reiter und Pferd gehen. Der Parcours bestand aus einem großräumigen Slalom aus Hütchen, durch welchen die Besitzer ihre Jungpferde manövrieren mussten. Danach sollten sie durch eine Gasse, bestehend aus zwei Stangen, laufen. Schließlich vorbei an mir mit der raschelnden Flasche und Plane und als letztes vorbei an ein paar hängenden Luftballons. In keiner der Übungen wurden sie von einem der Gegenstände berührt, sondern es ging lediglich darum an ihnen vorbeizugehen und ihrem „Herdenführer“ zu folgen. Ich zeigte den beiden erstmal ohne die Pferde den Parcours und gab zu jeder Übung ein paar Hilfestellungen, damit die Besitzer auch wussten wie sie mit ihren Pferden in den einzelnen Stationen umgehen sollten. Ich wartete kurz bis die zwei ihre Pferde holten und gab ihnen hier und da nochmal ein paar Tipps an den Aufgaben. Die ersten beiden Stationen liefen eigentlich ganz gut. Das Rascheln der Flasche und der Folie war für sie total unangenehm und sie wollten beide eigentlich das Weite suchen. Genauso die Luftballons fanden sie auch nicht ganz so lustig, aber sie gingen beide ohne weitere Probleme vorbei. Ich hatte vorher gesagt, dass die Teilnehmer den Parcours bitte mehrfach gehen sollten bis sie für sich das Gefühl hatten, dass es passte und ihre Pferde entspannt waren. Veronika ging den Parcours einmal mehr als Cooper und das war für mich auch in Ordnung. Beide brachten danach die Pferde wieder auf die Weiden und ich räumte die Sachen vom Parcours wieder auf, denn nun standen die Einzelstunden an. Als erstes kam Denise mit Zenja an der Reihe. Sie hatte sowohl die Sachen für die Bodenarbeit dabei, als auch gleich ein Halfter und die Longe. Ich begrüßte beide und erklärte ihr, dass sie heute einfach mal ihre typische Arbeit mit der Stute zeigen sollte. Ich wollte mich erst noch zurückhalten und nur einschreiten, wenn mir gravierende Sachen auffielen. Immer wieder machte ich mir ein paar kleine Notizen bezüglich der Sachen, welche ich gut und welche ich schlecht fand. Danach ging es an das Longieren und ich machte mir auch hier immer wieder ein paar Notizen mit meiner Meinung. Diese teilte ich ihr danach mit und gab ihr ein paar Vorschläge wie sie das Training zukünftig besser gestalten sollte, damit die Stute leichter auf ihre Hilfen reagierte. Ich besprach die nächsten Punkte mit ihr und wir übten danach noch ein bisschen gemeinsam. Als nächstes war Cooper an der Reihe. Sie kam gemeinsam mit ihrem Hengst Light up Hell in die Halle. Auch sie longierte mir den Hengst ein bisschen vor und zeigte mir die Bodenarbeit, welche sie zusammen gemacht hatte. Auch bei ihr machte ich mir ein paar Notizen und besprach sie mit ihr. Mir ging es hierbei nur darum, dass ich mit dem Besitzer der Pferde und dem Pferd Hand in Hand arbeiten konnte. Für heute wollte ich auch gar nicht mehr mit den beiden machen, zudem stand Bernie bereits vor dem Hallentor. Mit ihr ging es an die gleichen Aufgaben wie auch mit den beiden zuvor. Sie zeigte mir ein paar Bodenarbeitsaufgaben und wir besprachen diese danach sofort. Bei ihr sah es schon sehr gut aus, aber sie hatte auch zwei Trainerinnen als Freundinnen und konnte regelmäßig auf diese zurückgreifen. Als nächstes ging es auch bei ihr ans Longieren. Mir war es sehr wichtig, dass die Jungpferde große Kreise gingen und nicht zu lange an der Longe. Für normale Kreise waren sie meistens noch nicht gut genug ausbalanciert und zu kleine Kreise gingen auch bei älteren Pferden noch auf die Gelenke. Auch das Longieren sah schon sehr gut, aber ein paar kleine Anmerkungen hatte ich noch und ich ließ es mir auch nicht nehmen diese meiner Schülerin mitzuteilen. Für heute war das Training mit allen Pferden beendet. Zum Ausgleich durften sie noch draußen bleiben bis es dunkel wurde. Ich bereitete in der Zwischenzeit bereits das Abendessen vor. Während des Kurses gab es nur schnelle Hausmannskost, da einfach die Zeit fehlte mich nach oder zwischen den einzelnen Einheiten an den Herd zu stellen. Joy hatte auch einiges um die Ohren. In der Zeit, in welcher ich mit dem Kurs beschäftigt war, musste sie sich nicht nur um ihre Pferde kümmern, sondern auch noch um meine. Hin und wieder war es dann schon ganz praktisch, dass wir nur noch einen kleinen Teil unserer Pferde hatten.
      Die nächsten Tage bestanden draus die einzelnen Pferde zu beurteilen und langsam mit ihnen in den Einzelstunden an neuen Sachen zu arbeiten. In den Gruppenstunden wurde meistens das gelernte der Vortrage nur wiederholt, dass es den Pferden im Gedächtnis blieb. Mit der älteren Gruppe waren wir mittlerweile soweit, dass in den Einzeleinheit bereits mit Sattel longiert wurde und in den Gruppenstunden ein paar Geschicklichkeitskurse ohne Zubehör und mit Zubehör absolviert wurden. Dies sollte den Pferden helfen ihren Gleichgewichtssinn zu schulen und zu lernen, wie sich der Sattel bei einzelnen Bewegungen anfühlte. Ich wollte schließlich nicht, dass sie beim ersten Aussacken gleich unvorstellbare Panik erlebten. Für Zenja dienten diese Aufgaben eher als Auffrischung und nicht als erneutes Einreiten, aber auch das war für mich okay. Ich verstand jeden Besitzer der sagte, dass er sich bei einem jungen und noch unbekannten Pferd gerne professionell Hilfe holte. Die Gruppe bestehend aus Cooper und Veronika hatte aktuell in den Einzelstunden die Beginne des Longierens als Aufgabe und in den Gruppenstunden legten wir weiterhin viel wert auf Vertrauens- beziehungsweise Erziehungsaufgaben. Ich wollte, dass beide Pferde respektvoll mit ihren Besitzern umgingen, aber auch zugleich lernten, dass keiner ihnen hier etwas Böses wollte. Ich versuchte die Aufgaben möglichst vielfältig zu gestalten, dass sie immer wieder ein bisschen Abwechslung hatten und der Spaß beim Lernen nicht verloren ging. Am Ende dieser Etappe hatte ich mit allen Teilnehmern nochmal Einzelgespräche angesetzt. Ich wollte wissen, wie sie den Kurs aktuell empfanden, was ihnen fehlte oder was sie anders machen wollen würden. Zudem wollte ich wissen, wie sie sich und ihr Pferd aktuell einschätzten. Hiernach erstellte ich einen Plan wie es genau die nächsten Tage weitergehen sollte. Die Pferde würden die nächsten Tage erstmal ein bisschen Pause bekommen um das gelernte zu verarbeiten. In der Zwischenzeit konnten die Besitzer für ein paar Tage auf ihren eigenen Hof zurückkehren und schauen, ob bei ihnen alles in Ordnung war und alles so lief wie sie es sich vorstellten. Nach der Auszeit ging es wieder weiter. In der Einzeleinheit der älteren Pferde ging es darum, dass wir begannen die Pferde an leichtes Gewicht zu gewöhnen. Hierfür bat ich die Besitzer bei ihren Pferden zu bleiben, denn ihnen vertrauen sie. Ich stellte den Hocker neben das Pferd und schaute erstmal wie sie hierauf reagierten, wenn sie ruhig blieben machte ich vorsichtig die Steigbügel vom Sattel runter und lehnte mich vorsichtig in diesen. Hin und wieder versuchte einer der Vierbeiner hierbei nach vorne wegzulaufen, aber die Besitzer machten alle einen guten Job und redeten beruhigend auf sie ein. Bei der jüngeren Gruppe ging es darum sie langsam an die Trense und den Sattelgurt zu gewöhnen. Hierbei war die Divise eins nach dem anderen. Bei beiden Gruppen war aus einer Einzeleinheit und einer Gruppeneinheit, zwei Einzeleinheiten geworden und nur noch ein bis zweimal die Woche gab es eine gemeinsam Einheit für jede Gruppe. Zenja zeigte, dass sie es noch kannte, wenn ein Reiter sich auf ihren Sattel legte und sie wusste genau, was als nächstes folgen würde. Dennoch wollte ich nicht zu schnell weitergehen, da sie auch bei Denise bei solchen Übungen brav bleiben sollte. Deswegen tauschten wir nachdem sie mich komplett aufsteigen ließ die Positionen. Ich beruhigte die Stute von vorne und sie streichelte ihr als erstes den Hals und stellte sich auf den Hocker. Die Stute drehte kurz ihren Kopf nach hinten und ich ließ dies auch zu. Vorsichtig holte ich sie wieder zu mir und Denise lehnte sich sanft über den Sattel. Ich klopfte immer wieder der Stute den Hals und nachdem sie auch beim Beinüberlegen brav blieb, glitt Denise in den Sattel. Ich lobte die Stute wieder und wir gingen ein paar Schritte nach vorne. Dann gingen wir wieder zurück zur Aufstiegshilfe und Denise stieg ab. Wir holten die Stute und sie bekam ein Stück Karotte zur Belohnung. Als nächstes arbeitete ich mit Cooper. Sie wollte als erstes mit Death arbeiten. Mit ihr ging es langsam an das Kennenlernen der Satteldecke und des Sattels. Bei ihr wollten wir nicht mit dem Rennsattel anfangen, sondern gleich mit dem normalen Sattel. Ich empfand die Umstellung vom normalen Sattel auf Rennsattel immer leichter als umgekehrt. Ich ging zur Stallgasse, wo die beiden gleich auf mich warteten und Cooper hatte bereits die Satteldecke und den Sattel hergerichtet. Da sie bereits den Longiergurt kennengelernt hatte, war ich mir sicher, dass die Schabracke nicht wirklich viel schlimmer für sie war. Genauso war es auch. Cooper legte sie ihr immer wieder auf und rutschte sie auch hin und wieder über ihren Rücken. Hierbei landeten die Ohren der Stute sofort tief im Nacken, aber da musste sie jetzt einfach durch. Ich entschied mich dafür, dass wir mit dem Sattel erst morgen oder in den nächsten Tagen beginnen sollten. Schließlich hatten wir sie genug mit der Satteldecke geärgert. Sie durfte also auch wieder auf die Koppel und Cooper kam mit Light up Hell wieder. Er war bereits geputzt und hatte sich in den Tagen vor seiner Pause auch schon an den normalen Sattel gewöhnt. Light up kannte bereits das Reitergewicht und war auch schon daran gewöhnt ein paar Schritte mit diesem auf dem Rücken zu gehen. Dennoch sollte er auch an die klassische Reitweise und die veränderten Hilfen gewöhnt werden. In der Reithalle begannen wir gleich damit, dass Cooper sich auf seinen Rücken legen sollte und danach aufsteigen sollte. Der Hengst blieb hierbei ruhig und schnaubte sogar kurz ab. Nachdem Cooper im Sattel saß lobte sie ihn kräftig und wir gingen gemeinsam ein paar Schritte. Nach wenigen Metern drehten wir bereits wieder um und ich führte ihn zurück zum Hocker. Cooper stieg dort wieder von seinem Rücken und auch er wurde kräftig gelobt. Veronika wartete bereits in der Stallgasse auf uns. Auch sie hatte die Satteldecke dabei und wir begannen gemeinsam damit sie Time auf den Rücken zu legen. Er legte die Ohren zwar nicht an, aber drehte den Hintern hin und wieder weg. Dies zeigte mir, dass er sich der Berührung noch entziehen wollte und wir hier noch ein bisschen Arbeit vor uns hatten. Also strich ich auch bei ihm das Sattel auflegen für heute. Ich gab Veronika Anweisung die Satteldecke nach vorne und nach hinten zu verrutschen. Auch hierbei versuchte er immer wieder auszuweichen, aber ebenso wie Dee vor ihm musste er da wirklich durch, denn sonst könnten wir ihn nie einreiten. Nachdem er sich halbwegs damit abgefunden hatte, dass er nicht entkommen konnte und sich ein bisschen beruhigte, hörten wir bereits mit dem Training auf. Gemeinsam mit Bernie ging ich in die Halle. Auch mit ihr und ihrem Hengst wollte ich mit dem anreiten beginnen. Sie hielt hierfür den Hengst und ich stellte mich auf den Hocker neben ihn. Nachdem er hierbei auch ruhig blieb, drückte ich mit meinen Händen den Steigbügel nach unten. Dies war die erste Übung die ich immer bei komplett uneingerittenen Pferden vor dem Aufsteigen machte. Hierbei kam bereits ein bisschen Druck auf den Rücken der Pferde und sie reagierten meistens mit der Flucht nach vorne. Ebenso ging es auch Dark Royale, wobei ich hier eher vermutete, dass es Trotz war und keine Furcht. Der Hengst war sehr selbstständig und wollte auch mal gerne wissen wie weit er gehen konnte. Bernie richtete ihn wieder nach hinten und ich stämmte mich ein weiteres Mal in den Steigbügel. Nach mehreren Versuchen bleib er irgendwann ruhig stehen. Dies war für mich beziehungsweise uns wieder der Punkt an welchem wir aufhörten.
      Die nächsten Tage übte ich mit der Gruppe 1 das Auflegen und Verrutschen der Satteldecke. Nachdem dies funktionierte kam der Sattel hinzu. Dieser wurde zu Beginn jedoch nie verschlossen, sondern einfach nur kurz aufgelegt. Die Phasen wie lange sie auf dem Rücken lagen wurden von Tag zu Tag länger. Mit Cooper und Light up Hell arbeitete ich daran, dass wir immer weiter im geführten Schritt gingen. Hierfür hing ich die Longe ein, damit falls er mal losrannte ich dennoch Kontrolle über ihn hatte und er mir nicht mit seiner Besitzerin durch die ganze Halle schoss. Er machte dies sehr brav und war meistens komplett bei der Sache. Mit den Hilfen würden wir erst nächste Woche beginnen, aber ich war zuversichtlich, dass er hier auch keine großen Probleme haben sollten. Bernie und Royale waren mittlerweile auch soweit, dass wir ein paar Schritt im Schritt mit ihr auf dem Rücken gehen konnten. Hin und wieder probierte er aus, ob er wirklich gehen musste oder nicht einfach stehen bleiben konnte. Er wollte einfach wissen wer von uns beiden das sagen hatte. Ich ließ jedoch keine Diskussion zu und setzte mich jedes Mal konsequent durch.
      Die nächsten Wochen wurde mit der ersten Gruppe immer intensiver am Satteln und Trensen geübt. Beide machten sehr brav mit und gewöhnten sich auch langsam daran, wenn man den Gurt zumachte. Nachdem dies für sie auch kein Problem mehr war, ging es daran sie mit dem Sattel in allen drei Gangarten zu longieren. Hierbei zeigte sich Time sehr brav. Dee hingegen forderte immer wieder ganz klare Grenze. Cooper und ich mussten hierbei deutlich durchgreifen, damit sie uns nicht auf der Nase rumtanzte. Light up Hell lernte so langsam die Hilfengebung wie Schenkel und Zügelführung kennen. Er lernte wirklich schnell, aber immerhin kannte er ja bereits ein paar Hilfen vom Rennsport. Ich ließ die Longe von Mal zu Mal länger, damit ich ihn nur noch ein bisschen kontrollieren konnte, aber die meiste Richtungsweisung von Cooper kam. Ich hatte ihr hierfür vorher eine paar Stunden auf meinen Pferden gegeben und nochmal genau durchgesprochen wie sie dies bei ihrem jungen Pferd dann genau umsetzten musste. Zenja und Denise waren mittlerweile bereits soweit, dass ich die Hälfte der Halle abtrennte und sie im Schritt bereits ein bisschen freireiten ließ. Zenja war schließlich schon angeritten worden und es musste ihr einiges nur wieder ins Gedächtnis gerufen werden. Die Hälfte der Halle war nur dazu da, dass wenn sie durchging ich schneller zu den beiden kommen konnte und sie nicht auf der langen Gerade so viel Tempo bekommen konnte. Wirklich viel vom Longieren mit Reiter hielt ich anfangs nämlich nicht und wenn nur in großen Kreisen. Die Belastung für die Gelenke war mir einfach zu groß. Zudem konnte bei unbalanciert und unerfahren Pferden schnell mal ein Stolperer vorkommen und beim Rutschen würde an der Longe wahrscheinlich mehr passieren. Bernie und ich arbeiteten mit Dark Royale am Aufsteigen und nachdem dies klappte, begannen wir mit den ersten paar Schritten und kleineren Runden in der Halle. Ich war sehr zufrieden mit den Fortschritten, die die Pferde machten. Für mich war klar, dass die Gruppe 1 wahrscheinlich vorher fertig werden würde als die zweite Gruppe. Die beide machten wirklich sehr gut mit und wir kamen besser voran als gedacht. Ich dachte, dass die Pferde länger brauchten um den Sattel oder die Trense zu akzeptieren, aber meine Zweifel waren doch relativ unbegründet. Wir ließen den beiden jedoch genug Zeit um sich an alles zu gewöhnen, aber man musste sie ja nicht unnötig mit immer der gleichen Aufgabe langweilen, wenn sie eigentlich was Neues lernen wollten. Dementsprechend besprach ich mit den beiden Besitzern erneut den ungefähren Zeitablauf. Sie stimmten mir beide zu nicht mehr Zeit als nötig zu investieren, aber so lang wie die beiden eben brauchten. Die zwei wurden jetzt auch erstmal nochmal ein bisschen Pause bekommen und dann würde das Training wieder voll losgehen. Die Regelmäßigen freien Tage empfand ich zum einen zum Regenerieren, als auch zu verarbeiten sehr wichtig.
      Nachdem Time und Dee Pause hatte ging es bei ihnen jetzt mit dem Longieren mit Sattel los. Hierbei bauten wir immer weiter auf und ich schaute, dass nicht nur Schritt drankam, sondern langsam auch Übergange den Weg in die Arbeit fanden. Im Galopp neigte Dee dazu schnell zu überdrehen und so war für mich klar, dass sie viele Tempowechsel machen musste, da diese anstrengend waren und oftmals auch zu Muskelkater führte. Bei Dee war ganz klar, dass sie einfach wirklich arbeiten wollte und musste. Time hingegen war jedes Mal sichtlich genervt von den Übergängen, denn er hatte bereits raus, dass diese auf Dauer wirklich anstrengend für ihn waren. Aber auch hier musste er wieder durch. Schließlich galt vor dem weiteren Anreiten als Aufgabe erstmal das Muskelaufbauen. Dies war wichtig, dass die Pferde auch später genug Kraft hatten einen Menschen zu tragen und nicht gleich einen Schaden davon zu tragen. Ich wusste, dass ein paar meiner Kollegen eher schwächere beziehungsweise noch unbemuskeltere Pferde einritten, da man diesen krafttechnisch noch entgegen wirken konnte. Ich jedoch war der Meinung, dass dies eher nicht der Fall war. Denn es war meiner Meinung nach egal, ob da nun mehr Muskeln im Spiel waren oder nicht, wenn ein Pferd entschied, dass es seinen Kopf durchsetzten musste, hatte man einfach keine Chance sich mit seiner Kraft durchzusetzen, denn sogar kleine Ponys hatten meistens mehr Kraft als der normale Mensch. Dies versuchte ich auch immer allen meinen Reitschülern oder den Leuten, die ihre Pferde in den Beritt bei mir gaben, zu predigen. Man neigte oft leicht dazu mal zu ziehen und dachte, wenn dass Pferd mitging obwohl es erst nicht wollte, dass man gewonnen hatte. Aber wenn so ein Tier wirklich mal nicht wollte und sich mit aller Gewalt durchsetzte hatte man als Mensch krafttechnisch einfach keine Chance. Für Zenja ging es mittlerweile daran, dass sie die Hilfen wieder aufgefrischt bekommen sollte. Hierfür ritt ich sie erstmal ein paar Mal und übergab sie danach wieder an Denise. Sie hatte ein paar Mal mit meinem Hengst Chester trainieren dürfen und ich hatte ihr auf ihm erklärte wie sie die Hilfen bei Zenja gekonnt einsetzten konnte und verfeinern konnte. Ich fand es sehr gut, dass ich meine trainierten Pferde zur Hilfe nehmen konnte. Nachdem die „Lenkung“ bei den beiden im Schritt soweit klappte begannen wir damit, dass wir der Stuten die Hilfen zum Antraben wieder näher brachten. Oftmals merkte man bei ihr, dass sie bereits angeritten war und nur eine Reitpause hinter sich hatte. Mit Bernie und Dark Royale hatte ich bereits auch angefangen, dass sie in der abgetrennten Halle frei ritten. Hin und wieder versuchte er hierbei ganz klar zu schauen, ob sie jetzt wirklich auf den äußeren Hufschlag wollte oder er mal abkürzen konnte. Damit er schneller lernte, dass er dem Reiter Folge zu leisten hatte übernahm ich einmal am Tag das Reiten. Ich setzte mich meistens ein bisschen mehr durch und ging auch mal an seine Grenzen. Dementsprechend ging er bei mir auch regelmäßig auf Konfrontation. Dies war dann auch gerne mal in Form von Steigen oder Buckeln. Ich ließ ihm dies aber nicht durchgehen und er merkte immer mehr, dass er bei mir mit dieser Art nicht weit kam. Von Mal zu Mal wurde seine Art unter dem Reiter besser und auch bei ihm baute ich den Schritt in der ganzen Halle ein. Cooper und Light up waren mittlerweile auch vertrauert mit der Hilfengebung im Schritt und ich war mir sicher, dass wir mit dem Bereiten der Halle im Schritt anfangen konnte. Mit allen Pferden baute ich immer mehr auf, sowohl von der Zeit wie lange mit den Pferden gearbeitet wurde, als auch mit den Schritt- und Trabübergängen. Hierbei ging es mir einfach darum die Pferde weicher zu bekommen und feiner auf die Hilfen zu machen. Nachdem dies alles halbwegs der Fall war und sowohl ich als auch die Besitzer mit ihnen zufrieden waren, gab es mal wieder ein paar Tage Pause auf der Weide für die zweite Gruppe. Die erste Gruppe musste dennoch weiter arbeiten. Sie hatten Pause gehabt während die andere Gruppe noch arbeiten musste und nun war es umgekehrt. Mit ihnen ging es daran, dass die Pferde lernten, dass ein Hocker neben ihnen nicht schlimm war, ebenso wie es in Ordnung war, dass ein Mensch auf diesem Hocker stand. Hierbei blieb der Besitzer vorne bei den Pferden stehen und ich ging immer wieder auf die Aufstiegshilfe und wieder runter. Diese Aufgabe diente dazu, dass die Pferde lernten, dass es normal war, wenn neben ihnen jemand auf den Hocker stieg. Ich klopfte während der Übung generell den Hals und den Po des Pferdes. Auch an dies mussten sie erst gewöhnt werden. Wir bauten immer weiter auf bis wir irgendwann soweit waren, dass ich mich in den Steigbügel lehnen konnte. Damit auch die Besitzer mal alleine aufsteigen konnten, tauschten wir auch die Plätze und sie machten die gleichen Abläufe wie ich. Nachdem dies auch klappte, durften beide Pferde nochmal für ein paar Tage eine Auszeit auf der Weide genießen. Während sich die beiden Pausen der Gruppen überschnitten nahm ich mir nochmal den Trainingsplan vor. Ich besprach ihn mit jeder Person einzeln und fügte die Änderungsvorschläge der Besitzer hinzu. Mir war ihre Meinung wirklich sehr wichtig und ich nahm Wünsche gerne an.
      Nach der Pause ging es wieder los, dass wir das Reiten und verschiedene Tempowechsel mit der zweiten Gruppe übte. Jedoch handelte es sich hierbei weiterhin nur um Schritt und Trab. Hin und wieder bauten wir auch kleine Bahnfiguren ein. Ich wollte, dass die Pferde auch hierbei auf feine Hilfen reagierten. Für den Galopp schwang ich mich bei jedem der Pferde einmal am Tag in den Sattel, ebenso für die Bahnfiguren im Trab. Bei Zenja ging dies wieder relativ schnell und wir konnten nach geraumer Zeit darauf umsteigen, dass Denise sie in allen drei Gangarten reiten konnte. Bei Light up Hell war das Training im Galopp ein bisschen komplizierter. Er war von seinen Reitanfängen auf Geschwindigkeit trainiert worden und so versuchte er im Galopp an der langen Seite generell ein bisschen mehr Tempo auszunehmen. Ich zügelte ihn hierbei immer wieder und nach anfänglichen Schwierigkeiten bekam ich ihn im Galopp ruhiger. Auch mit Hell erarbeitete ich die Bahnfiguren, welche notwendig waren um ein Pferd als eingeritten einzustufen. Mir war wichtig, dass dies alles klappte bevor ich ihn wieder mit seiner Besitzerin nach Hause gab. Mit Royale hatte ich regelmäßig ein paar andere Probleme als nur das zu Schnellwerden. Er versuchte sich immer wieder meinen Hilfen zu wiedersetzten, aber da war er nicht das erste Pferd. Ich hatte ebenso einen wahren Sturkopf und blieb hartnäckig. Das Training beendete ich jedes Mal, wenn er sich halbwegs damit abgefunden hatte, dass ich das sagen hatte. Mit ihm arbeitete ich vorab nur an den Bahnfiguren und dem Akzeptieren meiner Hilfen. Mir war jedoch jetzt schon sicher, dass aus ihm irgendwann mal ein gutes Turnierpferd werden würde. Zudem hatte er eine Abstammung, welche darauf schließen ließ.
      Die letzten Tage des Kurses arbeitete ich mit der Gruppe 2 daran, dass die Pferde die Bahnfiguren mehr erlernten und die Besitzer sie mit ihren eigenen Pferden trainierten. Des Weiteren begann ich damit, dass die Besitzer auf der abgetrennten Bahn mit ihren Pferden galoppierten. Nachdem auch dies kontrolliert von Statten ging, wurde die Abtrennung wieder entfernt und auf der ganzen Bahn weiter trainiert. Time in a Bottel und Veronika hatten in der Zwischenzeit auch große Fortschritte gemacht. Sie hatten als Fleißarbeit meistens noch ein bisschen Vertrauensarbeit gemacht und so waren die beiden innerhalb der letzten Zeit zu einem guten Team geworden. Bei ihnen war mittlerweile auch das komplette Aufsteigen und geführte Reiten möglich. Mehr wollte ich mit den beiden auch nicht machen. Schließlich sollte er als angeritten wieder nach Hause reisen. Hierfür stellte ich ein Zertifikat für den Kurs aus und verabschiedete mich danach von den beiden. Als nächstes konnte Dee den Hof verlassen. Sie blieb jedoch bei uns bis auch Light up Hell fertig mit seinem Training war. Dies war wenige Tage nach ihm der Fall. Cooper hatte wirklich gut an sich gearbeitet und auch an dem Hengst. Er hatte mittlerweile auch mehr Kontrolle über sich im Galopp bekommen und war auf einem soliden Niveau um in einer E-Dressur zu starten. Dies war eigentlich immer der Fall sobald die Pferde eingeritten waren. Zenja war zur gleichen Zeit fertiggewesen wie Time, aber auch das war mir klar gewesen, da Denise sie ja nur zum Wiedereinstieg beim Kurs angemeldet hatte. Auch sie bekam das Zertifikat für den Kurs und ebenso darüber, dass die Stute wieder eingeritten war. Ich bescheinigte ihr dies nur zur Sicherheit, damit sie etwas hatte auf das sie sich verlassen konnte beziehungsweise verweisen konnte. Dark Royale musste etwas länger als die anderen Pferde hier bleiben mussten. Mit ihm hatten wir am meisten Probleme bei der Arbeit gehabt, aber mittlerweile arbeitete er auch gut mit. Auch er erreichte zum Schluss des Kurses ein solides E-Niveau an welchem seine Besitzerin selber weiter feilen konnte. Dies war für mich Grund auch die beiden, natürliche mit ihrem Zertifikat, nach Hause zu schicken und mich bei ihnen für die Teilnahme zu bedanken. Alles in allem war ich sehr zufrieden mit den Teilnehmer und dem Ablauf des Kurses. Jedoch hatte er allgemein mehr Zeit in Anspruch genommen als ich eigentlich gedacht hatte und so war mehr auf meinem eignen Hof liegen geblieben als geplant. Über den nächsten Kurs würde ich mir erst gehörige Gedanken machen müssen, da es zeitlich doch meistens nicht wirklich möglich war. Dennoch war ich mir sicher, dass es nicht der letzte bleiben würde und ich auch weiterhin viel mit der Ausbildung oder Weiterbildung von Pferden zu tun haben würde. Die Arbeit mit den verschiedenen Tieren und Menschen machte mir einfach viel zu viel Spaß, als dass ich sie einfach aufgeben würde. Der Kurs hatte auch mir für meine weitere Zukunft einiges gebracht, denn es war doch nochmal etwas anderes wenn man mehrere Pferde zeitgleich auf einem Hof und zum Vergleich hatte.

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    • Cooper
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      Pflegebericht | Mares
      Ein weiteres Jahr auf Chattahoochee Hill’s neigte sich dem Ende zu und ein neues Jahr begann. Anders als die anderen Jahre hatten wir dieses Jahr nicht wirklich vorgeplant, wir ließen alles auf uns zu kommen. Das einzige interessante war, dass wir mit dem Gedanken spielten Chattahoochee Hill’s umzubenennen, aber ich befand mich mit dieser Entscheidung in einem Zwiespalt und ging davon aus, dass es sowieso so bleiben würde wie es ist. Zudem würden einige unserer Jungpferde bald an den Start gehen und an Wettbewerben teilnehmen und unser Stall füllte sich langsam mit Zuchtfähigen Tieren. Die Klinik lief mäßig gut, aber da das nicht unsere Haupteinkommensquelle ist, ist das auch nicht schlimm.

      Nachdem ich den Tag davor mich um die Fohlen von Chattahoochee Hill’s kümmerte, waren nun die Stuten an der Reihe. Insgesamte hatte ich im Stutenstall neun Tiere zu versorgen, deshalb fing mein Morgen auch um 5:30 an. Zunächst half ich den Mitarbeitern bei den Stalltätigkeiten aus und tauschte mich danach allgemein mit ihnen ein wenig aus während die Tiere ihre üblichen Trainingseinheiten liefen. Ich optimierte mit dem Team die Fütterungen und Traininspläne. “So müsste es jetzt passen” sagte ich motiviert und freute mich. Da es unmöglich ist alle 9 Stuten auf einmal zu bewegen entschied ich mir dazu zwei Mitarbeiter zu schnappen.
      Nach der Fütterungspause und dem etwas gekürztem täglichen Training sattelten wir Glamour of Death, Sekuoia und Smelyalata. Grundsätzlich war Dee noch nicht offiziell eingeritten, jedoch hatte sie mit einem Reiter ohne Sattel kein Problem, was ich natürlich nutze. Es war immer noch sehr kalt und wir achteten sehr darauf die Pferde und uns warm einzupacken. Zudem wollten wir keine Route laufen wo es vereist sein könnte, weshalb wir auch nach knapp ein und halb Stunden wieder die Heimkehr antraten. Für die restlichen 6 Stuten, Sajé, Deadly Ambition, Felicita ||, Cryfirra, PFS’ Phaeleh, Lethal Combination und Sorayia entschied ich mich für eine gute Stunde englisches Reiten. Natürlich teilte ich alle auf einige Mitarbeiter auf, somit konnte alle zusammen in der Halle bewegt werden. Alle Mitarbeiter auf CHH hatten Reiterfahrung, das war aber kein wirkliches Einstellungskriterium. Ich freute mich einigen etwas beibringen zu können und darauf das sie Erfahrung mit den verschiedensten Charakteren machen konnten.

      Im Anschluss ließ ich alle Mitarbeiter ihren wohlverdienten Feierabend machen und nahm mir die Zeit entspannt die sechs Stuten zu putzen. Somit konnte ich auch mit ihnen noch eine ruhige Minute verbringen, welche ich sehr genoss. Zudem war CHH an diesem frühen Nachmittag sehr sehr ruhig, was mir vor allem nach dem stressigen Neujahrsanfang sehr gut tat.
    • Cooper
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      Pflegebericht | All Horses!
      „Wenig Zeit, wenig Zeit“ sagte ein Mitarbeiter genervt zu mir und verdrehte die Augen, als ich genau diese Worte sagte. Ich ignorierte den Vorfall, würde aber keinen zweiten mehr dulden, obwohl er Recht hatte und ich auch mit der Größe die CHH in den letzten Jahren angenommen hat, überfordert war. Ich überlegte mich demnächst zu verkleinern, eventuell mich auch komplett zurückzuziehen. Diese Entscheidung war aber noch unschlüssig.

      Ich besuchte erst die Fohlen, Newton, CHH‘ Primary Secession, Aywy und Cyoue. Ich streichelte alle einmal durch, schrieb neue Daten in ihr Buch und ging sofort weiter in den Stutenstall.

      Dort stand Glamour of Death, Sekuoia, Smelyalata, Sajé, Deadly Ambition, Felicita ||, Cryfirra, PFS‘ Phaeleh, CHH‘ Lethal Combination und Sorayia. Auch bei ihnen ging ich Box für Box durch, schaute mir Grob ihren Zustand an, ließ mir Leistungen sowie Komplikationen und physische Probleme Berichten. Ich gab jeder Stute einen Apfel, notierte alles in die individuellen Bücher und rannte zu den Hengsten, da ich erneut im Zeitdruck stand. „Ich werde den Tierarztjob aufgeben müssen. Zumindest im Ausland“ sagte ich leise zu mir selbst. Aikon Aszu, London Grammar, Odyn, CHH‘ Chroma, Losco, CHH‘ Elhae, Light up Hell, CHH‘ Guinness, CHH‘ Ian und CHH‘ Jeevan standen auf meine Anweisung hin ebenfalls alle in der Box. Auch hier ging ich die Prozedur wie bei den Stuten durch. „Ich weiß, etwas Herzlos“ sagte ich traurig als eine treue Trainerin der Hengste vorbei lief. Sie schüttelte den Kopf und sagte „Ich werde immer hinter dir stehen, das weißt du. Es ist doch vollkommen nachvollziehbar das auf lange Dauer eine Tierklinik auf der kompletten Erdkugel zu viel wird. Vor allem wenn man sich auch noch einen Namen gemacht hat. Lass die Leute doch hier her kommen wenn sie unbedingt dich als Ärztin haben wollen und nimm nicht unlimitierte Aufträge an sondern reduziere sie auf ein paar im Monat“. Ich schaute sie an, lächelte, bedankte mich und nahm sie in den Arm. Sie hate auch Grundsätzlich einfach recht.

      Die letzte Station war für mich der Stall der Showhorses. Dort standen Quiet Giant, Kholáya und Siropón. Sie waren alle sehr gut trainiert und auch Kholáya hatte Muskelmasse aufgebaut. Ich lobte die Trainer die für diesen Abteil zuständig waren und gab ihnen den Wohlverdienten Mehrlohn. Erneut inspizierte ich alle Tiere und notierte die Daten.

      Zum Ende rief ich alle zu einem Teamgespräch.
    • Cooper
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      Pflegebericht | Stuten
      „Der Regen endet wohl nie“ dachte ich und drehte mich nachdem der Wecker klingelte doch noch mal um, obwohl ich das eigentlich nicht wollte. Die Motivation, die ich gewonnen hatte, war von innerhalb einiger Stunden einfach verpufft. Dennoch hatte ich mit fest vorgenommen heute bei den Stuten vorbeizuschauen und bei allen wenigstens die Fellpflege durchzuführen. Das Wetter war dabei nicht hilfreich. Mein Wecker klingelte erneut. „Schnauzte“ sagte ich und haute auf die altmodische Uhr. Ich fragte mich selbst warum ich so mies drauf war, versuchte das aber irgendwie zu ignorieren und machte mir dann Frühstück. Mudge rannte fröhlich an mir, auf der Treppe vorbei.

      Nachdem ich den Border Collie versorgte hatte, setzte ich mich mit einer Tasse Tee an den Laptop und regelte erneut einige Turnieranmeldungen, Verkäufe und Wettbewerbe. Zudem auch Rechnungen, da es Monatsende war. Die neuen Klamotten der Mitarbeiter waren auch schon da. Zudem bestellte ich auch Futter vom Bauern nach. Dieser heiterte tatsächlich durch ein sehr herzliches Telefonat mein morgen ein wenig auf. Ich bemerkte das ich heute so nicht arbeiten konnte und nahm mir doch noch einige Stunden, um alles mit mir selbst auszumachen. Somit fiel die Fütterung und auch das morgentlicher Renntraining für mich aus. Dies ersetze ich mitlesen, Musik hören und Sport machen. Mir ging es tatsächlich nach der etwas anderen Morgen Routine etwas besser und beschloss die Stute mittags zu besuchen.

      Ich hielt mein Wort und ging gegen zwölf in den Stall der Stuten. Hier blickten mich viele acht neugierige Köpfe an. Ich schmunzelte und nahm zunächst PFS‘ Phaeleh und Sajé aus dem Stall. Wenn man ‚Eleh‘ wie wir sie nennen, ansah, dachte man immer noch sie sei ein Fohlen. Sie besitzt ein sehr junges Gesicht, auch ihre Art sich zu bewegen war sehr jugendlich. Bei Rennen ist die Stute für uns als Steher unterwegs und erzielte bis dato nur erste Plätze. Was bei der Herkunft aber auch nicht verwunderlich war. Die Overostute schaute mich an. „Jaaa, hier“. Ich gab ihr eine Karotte und fing dann mit der Fellpflege an. Das Langhaar bürsten mochte sie gar nicht, aber Bestechung funktionierte bei ihr ganz gut. Hin und wieder erschrak sie vor Schatten und Dingen die eigentlich nicht da waren. Was mich zum lachen brachte. Sajé die geduldig wartete schaute sie zwischendurch ein wenig verwundert an. Ich setzte Eleh in den Trainer und ging dann über zu Sajé. Die Marwaristute war mittlerweile zur Zucht zugelassen, hatte aber noch keine Nachfahren, welche aber für das Frühjahr geplant sind. Die Stute ist für uns im Galopprennen, in der Dressur und im Springen. Ihre beste Disziplin ist jedoch das Distanzrennen, welches auch zu ihrer Rasse passt. Die Sabinostute genoss das Pflegeprogramm. Als Abschluss ritt ich sie ein wenig in der Halle ohne Sattel. Da ich so lange nicht mehr auf einem Marwari saß, hatte ich schon vergessen wie schön es ist. Die Gangarten sind zwar ähnlich wie zum englischen Vollblüter, dennoch aber anders. Sajé war aber vom Wesen her auch eine sehr ruhige und hörige Stute, was die eine Stunde zu einer regelrechten Meditationsstunde machte. Dann wechselte ich zu Cyfrra. Die Palominofuchsstute liebte ebenfalls die Pflegeeinheit, fand aber die Longeneinheit blöd und verhielt sich dementsprechend.

      Nach einer kurzen Pause holte ich Sorayia und Smelyalata aus den Boxen. Ich bemerkte das im Stall die Farben abgingen und setzte dies direkt auf die Bearbeitugungsliste. Auch bei diesen beiden Stuten führe die das Pflegeprogramm durch und hatte sie dann beide zusammen in der Halle Auslauf gegeben. Danach wurden sie zum Training abgeholt. Die nächsten zwei waren beide zur Zucht zugelassenen Vollblutstuten. Sekuoia und Glamour of Death. Sekuoia hatte schon einige Nachfahren und viel mehr würden da auch nicht mehr kommen. Dee, wie wir sie nennen, hingegen hatte noch keine. Aber auch bei ihr war dies für im Frühjahr geplant. Die Stuten waren vom Wesen her auch relativ unterschiedlich. Dee hatte gar keine Lust auf irgendetwas und die ganze Prozedur, bis auch das Reiten, stellte sich als sehr schwierig heraus. Sekuoia genoss die Aufmerksamkeit und freute sich anscheinend vor allem auf die Belohnungen. Ich lobte beide Stuten bis auch diese dann zum Training genommen wurden. Zuletzt war noch die neue Stute ‚Flúx‘ übrig. Viel hatte ich mit der Füchsin noch nicht gemacht, wusste aber schnell das die sehr kontaktfreudig war und entsprach vom Wesen her nicht dem typischen Vollblut. Ich beschloss mit ihr eine Binungseinheit durchzuführen die sehr erfolgreich war. Auch sehnte sich die Stute nach Streicheleinheiten, die ich ihr auch gab.
      Zufrieden mit meiner geleisteten Arbeit pfiff ich nach Mudge und lief dann ins Haus als die Dämmerung eintritt.
      3987 Z. | ohne Leerzeichen | by Cooper
    • Cooper
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      Pflegebericht | Stuten
      April 2020


      Einleitung
      Zwei Monate waren vergangen in den ich recht viel mit der Planung und mit der allgemeinen Verwaltung von Chattahoochee Hill’s beschäftigt war. Ich tätigte Videokonverenzen mit Partnern für die Tierklinik und ließ das Erneuern was erneuert werden musste. Zudem kam die Fohlenzeit immer näher und ich hoffte das die diesjährigen Planungen erfolgreich sein würden.
      Leider hatte ich sehr wenig, meiner Meinung nach, viel zu wenig, Zeit im Stall und mit meinen Pferden verbracht. Es machte mich traurig das die Organisation so viel Zeit in Anspruch nahm. Ganz unschuldig war ich aber nicht. Ich schob die letzten Monate auch einiges auf. Und das musste dann eben nachgeholt werden. Ende April war ich nun auf dem Stand, auf den ich sein muss. „So, jetzt darf ich nicht wieder irgendwas aufschieben“ sagte ich zu mir selbst.​


      Nachdem ich am gestrigen Tag bei den Fohlen vorbeischaute, war es nun heute Zeit für die Stuten. „Morgen geh ich dann zu den Hengsten und dann zu den Showhorses“ sagte ich in der morgendlichen Teambesprechung, an der ich seit einigen Wochen mal wieder teilnehmen konnte. Ein Kaffee später machte ich mich dann auf den Weg zu Sajé, Glamour of Death, Smelyalata und Sekuoia. Die zur Zucht zugelassenen Stuten grasten derzeit auf der Weide. Ihr Training war schon beendet. Da es alles Tiere waren zu den ich eine relativ starke Bindung hatte, musste ich nicht nach ihnen rufen. Sekuoia war die erste die mich entdeckte und kam sofort angetrabt. Der Rest lief dann automatisch hinterher. Die Begrüßung war dementsprechend chaotisch. „Keine Sorge, jeder kommt dran“ lachte ich. Ich verbrachte ein bisschen Zeit mit den Stuten und aktualisierte ihr Buch. „Ihr scheint alle wohlauf“ sagte ich zu mir selbst und dokumentierte. Es stand einiges an medizinischen Untersuchungen an, aber das war ja kein Problem. Zurzeit waren Sekuoia und Smelyalata trächtig und deshalb unter spezieller Beobachtung. Ich genoss eine Weile die Sonne und statte dann Cryfirra, PFS‘ Phaeleh, Flúx, CHH‘ Primary Secession einen Besuch ab. Auch diese hatten sich gut entwickelt und Probleme gab es laut Berichten auch nicht. Flúx hatte des Öfteren großen Erfolg im Synrochspringen, was mich sehr freute. Auch hier dokumentierte ich nach und plante weitere Turniere. Die nächsten zwei Tiere waren Seoki und Siúil A Rún. Beide waren recht neu auf Chattahoochee Hill’s und ich hatte mit ihnen bedauerlicherweise noch nicht viel Kontakt. Seoki war ein Schimmel auf die wir lange gewartet hatten. Wir hatten oft Angebote abgelehnt, bei ihr passte aber alles. Si hatte das Silvergen um welches wir uns ebenfalls sehr bemüht hatten. Auch bei ihnen dokumentierte ich die Aktivitäten und führte eine kleine „Kennlern- Runde“ durch. Auch die nächsten drei Stuten waren beide etwas besonderes und ebenfalls neu auf Chattahoochee Hill’s. Amplitude und Sweet Disaster und Northern Downpour. Ihr Buch war noch nicht angelegt worden, deshalb verkroch ich mich ins Büro und erstellte ihr Buch zum Dokumentieren. Nach einem weiteren Kaffee stolzierte ich mit den Büchern unter den Arm zurück und trug die ersten Aktivitäten ein. Auch mit ihnen führte ich kleine Übungen zum Kennenlernen durch. Die letzte Stute Cyou wartete schon gespannt in der Box. Das junge Tier freute sich sichtlich über meine Anwesenheit. Ich nutzte die Gelegenheit und das angenehme Wetter für einen kleinen Ausflug in den Wald. Mudge spürte regelrecht das ich das Geländer verlasse und kam nach einigen Minuten hinterhergerannt. Ich hörte ihn schon vom weiten. Seine Pfoten stampfte auf den Waldboden. „Ich wusste das du kommst“ sagte ich als er da war und streichelte ihn als er durch meine Beine schlängelte.

      Nach dem Ausflug brachte Cyou zurück auf die Weide und schaute mit dann das Training anderer Pferde an. Gegen Abend telefonierte ich dann mit dem Zuchtverband „NativeBreed“ da wir eine Kooperation für die Tierklinik im Hinblick auf Genetik planten. Der Tag endete dann mit einem Buch und für meine Verhältnisse frühes zu Bett gehen.

      3362 Zeichen | by Cooper
    • adoptedfox
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      CHH’ Mr. Buckminster | Sorayia | CHH’ Fleeing Skipping Stone | CHH’ Mahduri | Tag, you’re it!
      CHH’ Comeath | CHH’ Zéniba | CHH’ Stanley | Newton | Aywy
      Sajé | Glamour of Death | Smelyalata | Sekuoia | Cryfirra
      PFS’ Phaeleh | Bear Brooks Denahi | Flúx | CHH’ Primary Secession | Seoki
      Siúil A Rún | Amplitude | Sweet Disaster | Northern Downpour | Cyoue
      London Grammar | Losco | Aikon Aszu | CHH’ Elhae | CHH’ Chroma | Mellow
      CHH’ Ian | CHH’ Guinness | CHH’ Jeevan | CHH’ Polychromed Biosphere | Élon
      Percy | Wilfred | Quiet Giant | Pudgy | Liav HMJ 4549

      Die letzten Tage des Sommers vergingen wie im Flug. Ich sog die frische Luft des Morgens tief ein und machte mich, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, auf den Weg zu den Pferden. In zwei Wochen würde mein Praktikum auf den Chattahoochee Hill’s enden. Ich würde vieles hier vermissen, doch ich freute mich auch schon auf meine bevorstehende Ausbildung als Trainerin. “Guten Morgen!” rief ich in den Stall und half dabei die Pferde auf die Weiden und Paddocks zu bringen. Sekuoia, Flúx und CHH’ Guinness blieben als einzigste im Stall zurück. Nach einer kurzen Besprechung in der Sattelkammer trennten sich die Wege der Pfleger und Trainer in verschiedene Richtungen. Bevor ich mich meinen Aufgaben widmete, ging ich an den Zaun der großen Weide und beobachtete eine Weile die Pferde. “Sei nicht traurig. Wer weiß, vielleicht sitzt du in ein paar Jahren selbst am Schreibtisch und planst das Training der Pferde hier.” munterte Cooper mich auf und stieß mir ihren Ellenbogen sanft in die Rippen. Ich lächelte.
      “Vielleicht hast du Recht.”

      17. September 2020 - Pflegebericht - 1046 Zeichen
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  • Album:
    |CHH Mares|
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    Cooper
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    13 Okt. 2018
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    Glamour of Death

    Dee

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    Exterior

    Rasse Englisches Vollblut
    Herkunft United Kingdom, Lincolnshire
    Zuchtherkunft BearBrook EC
    Geschlecht ♀
    Alter 7

    Stockmaß 1,68cm
    Deckhaar Rappe
    Langhaar Schwarz
    Abzeichen Stern
    vr []| vl [x] | hr [] | hl []


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    Interior

    bissig | unruhig | xxx

    Charakter/ nature
    Die schwarze Stute ist zickig, temperamentvoll und stürmisch. Ihr Charakter
    beschreibt
    also den typischen Vollblüter. Sie ist schnell von Null auf Hundert
    und kommt Allgemein nicht wirklich zur Ruhe. Sie hibbelt, dreht sich, zieht ihre
    Beine hoch, schmeißt ihren Kopf herum und das relativ willkürlich, ohne großartigen Grund.


    Beschreibung/ description
    Die junge Schwarze besitzt einen leichten, trockenen Kopf mit grade Nasenlinie.
    Ihr Schweif ist hoch angesetzt und wird getragen von einem natürlichen muskulösen Körper.
    Ihre Extremitäten sind rassetypisch dünn, lang aber dennoch ebenfalls mit einer starken Muskulatur ausgestattet.

    Geschichte/ history
    Glamour of Death ist das erste Fohlen der Zucht, BearBrook EC.
    Ihr Vater ist der ganze stolz unserer Zucht CHH. Durch enge Zusammenarbeit ist
    es uns gelungen das erste Fohlen zur Welt zu bringen, dass nun in Kanada ihre Zukunft hat.

    Sozialverhalten/ social behavior

    1 (schwierig)-5 (unproblematisch) points
    herd [2] | conspecific [4] | towards humans [2]


    Problematiken/ Ängste
    zu schnelle Bewegungen
    unbekannte Objekte
    große Autos (inkl. Hänger)
    Zu fest angebunden sein

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    Breed Information

    Gekört [X]
    Durch 2 Gewinne der FS!

    Nachkommen
    Losco: CHH' Death Sentence

    Gencode
    EE/Ee aa


    Besitzer Cooper Chattahoochee | CHH'
    VKR sadasha
    Ersteller sadasha
    Zucht CHH

    Ancestry
    aus der♀ Slap Happy
    von
    aus der


    von♂ CHH' Lamperd

    von
    aus der

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    Achievements & Qualifications
    eligbility: Springen | Rennen | xxx
    Dressur E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Rennen E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***


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    Grinds & Successes

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    [FS 248] Rappen, Füchse & Braune

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    [SW 501] Fohlen und Jährlinge

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    [FS 268] Stuten

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    Training & Educational State
    Fohlen ABC [X] | Eingeritten [x] | Rittigkeit [3,5] | Gelassenheit [1]
    1(schwierig)-5(unproblematisch)
    Halftern [2]
    Trensen [4]
    Satteln [2]
    Führen [2]
    Putzen [2]
    Anfassen [1]
    Ladefromm [1]
    Schmiedefromm [2]

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    Health Condition
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    (TA + HS) Verzeichnis
    Chronische Erkrankung:
    Akute Erkrankung:

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