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Sammy

GH`s Safriko

American Saddlebred | Hengst | gekört | F || GA: S (4) | DR: S (1) | FA: S (2)

GH`s Safriko
Sammy, 28 Nov. 2014
    • Sammy
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      Alte Berichte
      alte Berichte

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    • Sammy
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      Safriko kommt nach England!
      "Oh ich darf ihn wirklich haben? Das ist ja wundervoll, danke!", rief ich überschwänglich ins Telefon. Gerade hatte ich einen vier Jahre alten Saddlebred Hengst gekauft, den ich schon früher ein paar mal gesehen hatte.
      Flott vereinbarte ich mit Pepe, dass ich Safriko in zwei Wochen in England am Flughafen abholen würde und lief dann fröhlich in den Stall, um meinen Pflegern die frohe Kunde mitzuteilen. Dies würde vorerst vor allem Donald und Samuel betreffen, da die beiden die Hengste versorgten.
      Nachdem ich meinem Personal Bilder und Stammbaum des Hengstes gezeigt hatte, waren alle vollauf begeistert. Er war mit seinen stolzen 1,63 Metern recht groß und war so langsam bereit, um eingeritten zu werden. Wie auch meine anderen Saddlebreds, wollte ich Safriko in der Dressur, im Gangreiten und im Fahren trainieren.

      ***

      Zwei Wochen später war ich endlich auf dem Weg nach London, um Safriko zu mir zu holen. Ich hoffte sehr, dass der junge Hengst den langen Flug von Kanada gut überstanden hatte und war dementsprechend aufgeregt, als ich dem Flughafenpersonal meine Papiere zeigte und ihnen sagte, weshalb ich hier war. Sie schickten mich in den Warteraum und riefen mich erst eine Stunde später wieder auf. Der Flug hatte wohl ein wenig Verspätung gehabt, doch nun waren alle Passagiere ausgestiegen und auch die Containerbox, in der Safriko transportiert worden war, war endlich ausgeladen worden.
      Ich stieg in meinen Pferdehänger und folgte der netten Dame vom Flughafenpersonal. Als ich ausstieg, hörte ich bereits das nervöse Wiehern eines Pferdes und konnte es nun kaum noch erwarten, bis der Mitarbeiter des Flughafens die Klappe des Containers geöffnet hatte. Ich stellte meinen Hänger in Position, übernahm die Papiere und unterschrieb den Empfang, bevor ich endlich Safriko befreien konnte.
      Der junge Hengst blähte aufgeregt die Nüstern und sah sich tänzelnd auf dem Flughafen um. Ich führte ihn so schnell es ging in den Hänger, band ihn ordentlich fest und verabschiedete mich dann vom Personal. Nun lagen zwar immer noch zwei Stunden und 45 Minuten vor dem Scheckhengst, doch danach war er dann endlich in seinem neuen Zuhause angelangt.
      Während der Fahrt verhielt Safriko sich wirklich ruhig und regte sich erst wieder, als ich den Hänger auf dem Parkplatz meines Gestüts abstellte.
      Es war bereits zehn Uhr Abends und nur Meg, Donald, Samuel und Brian waren noch auf dem Gestüt. Meg hatte heute wohl eine Verabredung und Brian hatte sich wie immer nach der Arbeit zurück gezogen, doch Samuel und Donald kamen mir entgegen und ließen sofort die Rampe herunter.
      Donald ging hinein und band den Hengst los und pfiff anerkennend durch die Zähne.
      "Wow, der macht wirklich was her. Noch viel mehr als auf den Bildern.", sagte er.
      Auch Samuel nickte zustimmend und gemeinsam führten wir unseren Neuzugang zu den Ställen. Dort nahmen wir Safriko Decke und Gamaschen ab, putzten den Hengst noch einmal über und führten ihn dann in seine neue Box neben Dead Pop Romance. Dies würde nicht die endgültige Box des Hengstes bleiben, doch vorerst war er hier gut aufgehoben. Ich vergewisserte mich noch einmal, dass es meinem neuen Schatz an nichts fehlte, dann gähnte ich und machte mich auf zu meinem allnächtlichen Rundgang durch den Stall. Ich war schon sehr gespannt, wie Safriko sich in Zukunft entwickeln würde.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur E-A
      "Guten Morgen, Safriko, mein Engel!", flötete ich fröhlich, während ich mir meine Winterjacke enger um die Schultern zog.
      Dann halfterte ich den Rappschecken auf und führte ihn aus seiner Box. Da es heute wirklich fürchterlich kalt war, band ich den Hengst auf der Stallgasse an und begann dort sein Fell zu bürsten. Da meine Pferde im Winter alle eine Stalldecke trugen war ich recht schnell fertig und sattelte Safriko auf.
      Heute war es so glatt draußen, dass wir die Pferde nicht auf die Weiden stellen konnten und einige meiner Hengste warfen Safriko eifersüchtige Blicke zu. Auch Cheeky Jot und sein Sohn Casanova schlugen zweimal mit ihren Vorderbeinen an die Boxentüren, bis ich ihnen einen bösen Blick zuwarf.
      "Hört sofort auf ihr zwei! Safriko braucht das Training, immerhin soll er bald zur Körung!"
      In diesem Moment betraten Samuel und Donald den Stalltrakt und warfen mir belustigte Blicke zu. Meine Helfer sprachen zwar alle mit den Pferden, aber keiner von ihnen unterhielt sich so angeregt wie ich.
      "Gehst du mit Safriko raus?", fragte Samuel mich, während er seinem Liebling Levistino den weißen Schopf aus der Stirn strich.
      Ich schüttelte den Kopf: "Nein, ich will ihn heute in der Dressur auf Klasse A trainieren. Wird langsam Zeit, immerhin geht er im Fahren schon auf L-Niveau."
      Ich machte Safriko fertig, legte die Abschwitzdecke auf seinen Rücken und führte den Rappschecken aus dem Stall.
      Seit Safriko bei mir war, hatte ich schon einige Male mit ihm gearbeitet und der Hengst hatte sich als sehr ruhig und gelehrig erwiesen. Nur Stillstehen konnte mein Kleiner überhaupt nicht leiden, aber da arbeiteten wir dran.
      Nach einem sehr rutschigen Gang in meine Reithalle, verschloss ich die Türen, gurtete nach und schwang mich dann in Safrko`s Sattel. Die Decke klemmte ich mir unter die Knie und ritt den Rappschecken im Schritt an.
      Als wir auf beiden Händen einige Runden Schritt geritten waren, legte ich die Decke auf die Bande und trabte meinen Hengst an. Dann ritt ich Zirkel, Volten, einfache Schlangenlinien und Schlangenlinien durch die Bahn. Anschließend folgten Schritt- Trab und Trab-Halten- Übergänge.
      Bei Letzteren brauchten wir eine ganze Weile, denn Safriko wollte nach einigen Sekunden sofort wieder antreten. Also ließ ich den eifrigen Hengst jedes Mal, wenn er einen Schritt vorwärts oder seitwärts mache, einen Kreis gehen und stellte ihn somit zurück in seine Ausgangsposition.
      Als ich schließlich zufrieden war, konnten wir mit den Lektionen für die Klasse A beginnen.
      Das waren die Schritt-Galopp-Übergänge, das Rückwärtsrichten, Viereck verkleinern und vergrößern und die Vorhandwendung. Beginnen würde ich wie üblich mit den Übergängen vom Schritt zum Galopp.
      Ich galoppierte Safriko zunächst eine Runde ab, bevor ich ihm die Hilfen zum Durchparieren gab. Der Hengst wollte wie gewohnt in den Trab fallen, doch nach weiteren halben Paraden fügte er sich in einen schwungvollen Schritt. Ich klopfte seinen gescheckten Hals und verlangte dann von ihm, aus dem Schritt heraus anzugaloppieren.
      Safriko spielte unsicher mit den Ohren, doch nach einem sanften Klaps mit der Gerte sprang der Hengst artig im Galopp an. Ich ließ ihn zwei Runden laufen, dann parierte ich den Hengst in den Schritt und ritt bei A auf die Mittellinie. Dort parierte ich ihn zum Halten durch. Nun würden wir uns dem Rückwärtsrichten widmen.
      Ich hatte diese Lektion mit Safriko bereits vom Boden aus erarbeitet, weshalb ich nicht mit größeren Problemen rechnete.
      Ich richtete mich im Sattel auf, nahm die Zügel an und sagte: "Back!". Sobald Safriko sein Gewicht nach hinten verlagerte, klopfte ich ihm lobend den Hals und gab die Zügel nach. Dies wiederholten wir solange, bis Safriko schließlich eine ganze Pferdelänge ohne zu zögern rückwärts lief. Dann lobte ich den Hengst und gönnte ihm eine Verschnaufpause am langen Zügel.
      Direkt danach begannen wir mit dem Viereck verkleinern und vergrößern. Dies war nichts anderes, als aneinandergereihtes Schenkelweichen.
      Ich stellte den Hengst bereits in der ersten Ecke der langen Seite nach außen, trieb mit dem äußeren Schenkel vorwärts-seitwärts und legte den inneren verwahrend zurück. Als wir so im Seitwärtsgang eine Pferdelänge vor E waren, stellte ich Safriko gerade und ließ ihn zwei Pferdelängen geradeaus gehen, bevor ich ihn nach innen stellte, diesmal mit dem inneren Schenkel vorwärts-seitwärts treibende Hilfen gab und den äußeren Schenkel verwahrend hinter den Gurt legte.
      Als das ganze auch auf der anderen Hand klappte, war die letzte Lektion an der Reihe: die Vorhandwendung.
      Dazu ritt ich Safriko auf den zweiten Hufschlag und ließ ihn dort Halten. Nachdem der Hengst brav stehen blieb, stellte ich ihn leicht zur Bande und trieb ihn mit dem äußeren Schenkel seitwärts. Die Zügel ließ ich anstehen, damit der Hengst nicht nach vorne lief. Mein innerer Schenkel lag wieder verwahrend hinter dem Gurt.
      Als auch diese Lektion zu meiner vollsten Zufriedenheit klappte, lobte ich Safriko überschwänglich und ritt ihn ein paar Runden im Schritt am langen Zügel durch die Halle. Dann ließ ich mich aus dem Sattel gleiten, lockerte den Gurt, schnallte die Bügel hoch und legte Safriko die Abschwitzdecke wieder über, bevor ich ihn zurück in den Stall führte.
      "Und wie wars?", fragte Donald mich neugierig.
      Ich grinste ihn an und antwortete: "Es hätte nicht besser laufen können! Safriko geht jetzt in der Dressur auf A-Niveau!"
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur A-L
      "Morgen Safriko! Hat mein Baby gut geschlafen?", säuselte ich, während ich die Boxentür meines Saddlebred Hengstes öffnete und das stattliche Tier liebevoll umarmte. In den drei Monaten, die der Hengst nun schon bei mir auf dem Hof war, hatte er sich wirklich ausnehmend gut gemacht. Heute wollte ich nun daran gehen, ihn dressurmäßig weiterzubilden.
      Ich band Safriko in der Stallgasse an, putzte sein schwarz-weiß geschecktes Fell und sattelte ihn anschließend auf. Kurze Zeit später führte ich den Hengst mit einer Abschwitzdecke über dem Rücken zur Reithalle. Bibbernd schloss ich die Türe hinter mir. Es war im Januar schon mal etwas wärmer gewesen, doch heute lagen die Temperaturen mal wieder unter 0°C und ich beeilte mich in den Sattel zu kommen, um mit der Arbeit zu beginnen.
      Nun ließ ich Safriko erst einmal auf beiden Händen im Schritt gehen, bevor ich die Abschwitzdecke von seinem Rücken zog und sie auf die Bande legte. Anschließend wärmte ich den schönen Hengst auch im Trab auf. Für den Aufstieg in Klasse L mussten wir heute den Außengalopp, den einfachen Wechsel, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung erarbeiten.
      Wie gewöhnlich begann ich mit dem Außengalopp. Safriko arbeitete brav mit und galoppierte auf mein Kommando hin sofort gelassen an. Ich ließ Safriko eine Runde ganze Bahn gehen, dann ritt ich einfache Schlangenlinien. Somit lief Safriko in den Wendungen bereits im Kontergalopp. Diese Übung verstärkte ich, indem ich den Bogen der Schlangenlinie einfach immer mehr in die Länge zog. Nachdem das gut klappte, wechselte ich mit Safriko durch die ganze Bahn. Kurz vor Erreichen des Hufschlags, achtete ich besonders darauf, ruhig zu sitzen, um Safriko auf keinen Fall zu stören. Der gelehrige Hengst behielt den Galopp bei und so umrundeten wir die Bahn das erste Mal im Außengalopp. Ich parierte Safriko zum Trab durch und lobte den Hengst fröhlich. Das war zumindest schon einmal ein sehr guter Einstieg. Nun ging es an den letzten Schritt der Lektion: Safriko musste lernen, auf meine Hilfen hin direkt im Außengalopp anzuspringen. Dazu stellte ich Safriko auf gerader Linie nach außen, drückte den äußeren Schenkel an und legte den inneren eine Handbreit hinter den Gurt. Safriko sprang sogar auf Anhieb richtig an, wechselte dann jedoch mit einem fliegenden Wechsel den Galopp. „Na jetzt weiß ich wenigstens, dass du ein natürlicher Wechsler bist. Das hilft uns für Klasse M weiter“, lachte ich und parierte Safriko erneut zum Trab durch.
      Beim nächsten Mal stellte ich ihn noch deutlicher, bis mein kluger Hengst schließlich verstand, was ich von ihm erwartete. Nun konnten wir uns der nächsten – wesentlich einfacheren Aufgabe widmen: Dem einfachen Galoppwechsel.
      Den Übergang vom Galopp in den Schritt und anders herum hatten wir ja bereits für Klasse A lernen müssen und nun galt es einfach, diese beiden Übungen miteinander zu verbinden. Ich ließ Safriko im Handgalopp laufen und wendete auf den Zirkel ab. Kurz vor X gab ich dem Rappschecken das Kommando, in den Schritt zu fallen, ließ ihn drei Tritte machen, stellte ihn um und galoppierte erneut an, während ich aus dem Zirkel wechselte. Das Ganze wiederholten wir auch auf der anderen Hand, doch wie erwartet hatte Safriko damit keinerlei Probleme.
      Ich parierte Safriko in den Schritt durch und begann mit der Kurzkehrt. Um Safriko schon richtig gestellt zu haben, ritt ich den Anfang einer Volte und führte Safriko dann immer mehr in die Biegung hinein. Mit dem äußeren Bein fing ich Safriko`s Bewegungen ab, die Gerte hatte ich verwahrend an seiner Schulter angelegt. Zu Anfang ließ ich den Hengst immer nur ein paar Tritte wenden und ritt dann die Volte zu Ende. Ich wollte immerhin auf keinen Fall, dass Safriko einfach herumschnellte. Es musste jeder Tritt ausgearbeitet werden. Als wir schließlich die kompletten 180° der Wendung geschafft hatten, ließ ich die Zügel lang und gönnte Safriko vor der nächsten und letzten Übung eine kurze Pause. Dann nahm ich die Zügel wieder auf und begann mit der Hinterhandwendung. Im Gegensatz zu der Kurzkehrt wurde diese aus dem Halten ausgeführt, weshalb ich Safriko auf den zweiten Hufschlag ritt und in der Mitte der langen Seite zum Stehen durch parierte. Bis auf den Unterschied, dass ich Safriko vorn zurückhielt und mein Schenkel seitwärts trieb, blieben die Hilfen die gleichen und mein braver Hengst verstand schnell, was von ihm gefordert wurde. Nach einigen Wiederholungen war ich zufrieden mit dem Rappschecken, ritt ihn ordentlich trocken und sagte dann glücklich: „Das hast du ganz toll gemacht, mein Schatz. Jetzt gehst du in der Dressur schon auf L-Niveau!“
    • Sammy
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      Planung & Vorreiten

      "Guten Morgen alle zusammen!", begrüßte ich fröhlich meine Mitarbeiter Anna, Meg, Patrick, Brian, Donald und Samuel, die mich bereits erwartungsvoll anblickten. Ich hatte sie gestesrn Abend gebeten, sich heute eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn mit mir zu treffen, da es einiges zu besprechen gab.
      "Also ihr Lieben. Wie ihr wisst, möchte ich meine Zucht bald wieder eröffnen und habe nun beschlossen, auch Achal Tekkiner und Berber mitaufzunehmen. Deshalb ist Ivory zu uns gezogen und Candle in the Wind wird ebenfalls bleiben. Die Suche nach den Berbern habe ich auch schon begonnen, aber das wird noch eine Weile dauern. Fakt ist, dass wir den Stall ein wenig umplanen müssen und ich außerdem einen neuen Plan für die Unterbringung der Pferde erstellt habe. Das müssen wir nach dem Misten als erstes machen. Leider ist auf den Koppeln alles vereist, deshalb werden wir von den Stutenkoppeln einen kleineren Teil abtrennen, damit die Pferde wenigstens ein bisschen Auslauf bekommen.
      Außerdem beginnen wir ab heute mit dem Arbeiten der Pferde. Longieren werdet ihr alle, beim Reiten lege ich viel Wert auf die Dressur, wer möchte kann sich auch für Springen, Military, Distanz, Western, Galopprennen und Fahren melden. Eure Longiertechnik und die Dressur schaue ich mir heute schon an, den Rest dann morgen!". Ich blickte meine Mitarbeiter erwartungsvoll an und sie brachen alle in zustimmendes Gejubel aus. Nur Anna drückte sich ein wenig hinter die anderen und wirkte auch nicht wirklich begeistert.
      Wir machten uns nun alle gemeinsam daran, die Pferde auf die Koppeln zu verteilen und anschließend die ganzen Boxen auszumisten. Nachdem diese Arbeit getan war, beorderte ich alle in die Sattelkammer, um die Ausrüstung mal wieder richtig zu reinigen.
      Dann sagte ich: "Na los, erzählt mal. Auf wem würdet ihr das Probereiten heute gern absolvieren? Möchte jemand gar nicht reiten? Oder möchte jemand noch andere Disziplinen dazu nehmen?"
      Samuel und Donald begannen gleichzeitig zu reden, sahen sich an, lachten und begannen dann nacheinander nochmal von vorne. Samuel begann.
      "Also am liebsten würde ich natürlich Levistino reiten. Außer der Dressur würde ich mich unglaublich für Springen und Military interessieren.", begann der blonde Junge.
      "Und ich würde gern Fantastic Fly oder Golden Indian Summer reiten! Aber da du dir ja die Dressur ansehen möchtest, wohl eher Fly. Außer Dressur würde ich gerne Western und Fahren trainieren. Ich hab ja auch auf dem Gestüt auf dem ich vorher war, bereits Pferde eingefahren und mit ihnen trainiert.", schloss sich Donald an.
      Als die beiden Jungs fertig waren, brachte Meg strahlend hervor: "Mir ist es eigentlich egal, wen ich reiten soll, aber ich würde unglaublich gern Galopp- und Distanzrennen trainieren."
      Ich nickte lächelnd. Das hatte ich schon gewusst, da Meg eigentlich von nichts anderem mehr sprach, seit sie hier war.
      Fragend sah ich nun Brian an. Der zuckte mit den Achseln und meinte: "Wen ich reite, interessiert mich nicht. Ein guter Trainer muss ja schließlich mit allen Pferden klar kommen. Meine Disziplinen wären Fahren und Springen."
      Patrick erklärte, er wolle am liebsten nur Dressur reiten, da er mit den restlichen Disziplinen noch keine Erfahrung gesammelt hatte und Anna druckste verlegen, mit hoch rotem Kopf herum, bis ich sie schließlich aufforderte, mit mir nach draußen zu kommen.
      "Anna was ist denn los mit dir?", fragte ich die junge Frau. Schließlich hatte ich doch von vornherein klar gemacht, dass ich von allen erwartete, auch mit den Pferden zu arbeiten und zwar auch vom Sattel aus.
      Anna starrte verlegen auf ihre Füße und meinte dann leise: "Ich habe zu große Angst, um zu reiten! Ich liebe Pferde, aber ich möchte sie auf keinen Fall trainieren. Bitte wirf mich deshalb nicht raus, ich liebe meinen Job wirklich sehr!"
      Stirnrunzelnd betrachtete ich das braunhaarige Mädchen: "Aber Anna, ich habe fast 100 Pferde hier stehen, ich brauche jede Unterstützung, die ich bekommen kann. Warum hast du denn solche Angst? Du musst ja nicht Springen oder Galopprennen reiten. Aber Dressur und Ausritte sollten doch möglich sein?"
      Anna schüttelte den Kopf, während ihr Tränen in die Augen traten: "Nein, wirklich nicht. Ich hatte vor drei Jahren einen schlimmen Unfall und seitdem habe ich einfach zu viel Angst. Erst hatte ich überhaupt keinen Kontakt zu Pferden mehr, doch ich konnte einfach nicht ohne sie. Und dann habe ich gemert, dass alles wunderbar ist, solange ich nur nicht reiten muss!"
      Ich musterte das Mädchen von Kopf bis Fuß und sagte dann entschieden: "Anna es tut mir Leid, aber ihr seid nicht nur zum Arbeiten hier, sondern auch um etwas zu lernen. Um aber alles über ein Zucht- und Trainingsgestüt zu erfahren, muss man sich eben auch aufs Pferd setzen. Ich kann dir höchstens anbieten, dass wir dich auf ein ganz ruhiges Pony setzen, wenn die anderen heute Abend weg sind und du dich dann langsam wieder ans Reiten herantastest. Aber du hast in deiner Bewerbung angegeben, dass du sehr gut reitest und darauf habe ich mich natürlich auch verlassen. Bist du bereit, es heute Abend zu versuchen?"
      Anna sah mich unglücklich an, nickte aber nach einer Weile. Ich lächelte sie an und kehrte dann wieder zu den anderen zurück.
      Nachdem wir alles Sattelzeug geputzt und neu geordnet hatten, machten wir uns daran die Pferde reinzuholen. Wie immer widmete ich mich Hollybrook`s Cheeky Jot und Hollybrook`s Bloody Valentine, die zusammen auf einer der Hengstkoppeln standen. Die Halbgeschwister verstanden sich außerordentlich gut und ich war froh, dass Cheeky in Bloody einen Spielkameraden hatte und Bloody durch Cheeky`s Verhalten selbstsicherer wurde. Ich führte beide zum Putzplatz, nahm ihnen die Weidedecken ab und begann sie flott überzuputzen. Donald tat das gleiche bei Hollybrook`s Casanova und Hollybrook`s Classic Moment, Samuel übernahm Caspar und Orfino, Brian führte BMs Caradoc von der Koppel, Patrick übernahm Daemon, Meg führte Intolerable Life, Eddi`s Dead Pop Romance und Fair Prince von der großen Hengstkoppel und Anna kümmerte sich um Hollywood Undead, Pequeno und Juego.
      Als die zwölf Hengste sauber waren, zog ich meinen zerknitterten Stallplan aus der Tasche und begann vorzulesen: "Cheeky Jot kommt wie gehabt in die erste Box am Eingang auf der linken Seite. Daneben stehen Bloody Valentine, Casanova Orfino, Caradoc, Caspar, Fair Prince, Intolerable Life, Daemon, Hollywood Undead, Juego und Pequeno. Classisc Moment kommt dann neben Juego und Romance wiederum neben den."
      Als alle Pferde versorgt waren, holten wir die nächsten Hengste und wieder las ich vor: "Direkt neben der Tür auf der rechten Seite steht Wüstentänzer. Dann kommen Khamar al Sanaa, Ghostbuster, El Racino, Tschiwabschischi und Candle in the Wind. Die Box neben Candle bleibt frei, dort soll später mal der Berberhengst stehen. Daneben stehen dann Ojos Azules, Pierre, Slaters Secret, San Salvador, Someone, Levistino, Fantastic Fly, Branagorn, Black Soul, Dream of Wyoming und Golden Indian Summer." Somit war neben Summer noch eine Box für den Painthengst frei, den ich mir definitiv noch zulegen wollte. Auf der anderen Seite hingegen gab es noch sechs freie Boxen. Diese waren für Trainingspferde, Fohlen oder auch Rettungspferde gedacht. Immerhin sollten auch Romance und Classic Moment irgendwann wieder ausziehen.
      Nachdem alle Hengste gut versorgt waren, ging es mit den Stuten weiter. Wir begannen mit den Stuten aus dem linken Trakt. Dort standen auf der linken Seite vom Durchgang aus Samiyah, Mahira, Wild Lady Roxanne, Angels Falls First, Reminiscent Inspiration, Unannounced Pleasure, Levistino`s Hope und Barakah al Sanaa. Gegenüber von Barakah sollte irgendwann einmal meine Berberstute einziehen. Daneben kamen dann Ivory, Salwa, Benjilala, Mizzi, Paradises Rafinesse, Shekitt Quinn und Cuchara. Im Haupttrakt im rechten Seitenteil waren American Baby, BBs Harmony, My Golden Heart und The Morticains Daugther untergebracht. Die große Eckbox stand momentan leer. Dann kamen Backup, Kagami el Assuad, Pirate Island, Black Pearl, Ace of Spades, Rose de Soleil, Adina de Ra`idah, Melody`s Girl, Bittersweet, Fallen Immortaliny, Sharley, Haadeh, Little Miss Sunshine und Sahira. Zwischen der Box von Sahira und Magical Moment lag die große Stalltür, die nach hinten zu den Koppel führte. Neben Magic waren Naboo, Everybody`s Darling, Isola della Pirateria, Thousand Sunny, Walk of Fame, Fairylike Facility, Aimiliani, Precious Scream, Golden Flair, Dorina, Cinnemont`s History, Fatimah und Dark Misery untergebracht. Daneben im Seitenteil standen meinen kleinen Damen, nämlich Talina, Mississle, Little Big Girl und Kolibri.
      Als schließlich alle Tiere sauber in ihren gemisteten Boxen standen rief ich meine Pfleger wieder zusammen.
      "Also Samuel du machst Levistino fertig, Donald du darfst Fly reiten. Meg dir habe ich Ghostbuster herausgesucht, Brian nimmt Black Soul. Patrick dich setze ich auf Branagorn, du meintest ja, dass du noch nicht so sicher bist. Anna für dich habe ich Ojos Azules ausgesucht. Ihr sattelt die Pferde bitte alle, aber wir werden zuerst longieren. Anna du legst Jojo einfach nur einen Longiergurt und den Kappzaum an."
      Es verteilten sich sofort alle und Anna nickte mir dankbar zu. Ich lief im Hengststall auf und ab und beobachtete meine Pfleger dabei, wie sie die Pferde putzten.
      "Samuel macht den Anfang, ihr anderen dürft mit gucken kommen.", wies ich die jungen Leute an. Ich war schon sehr gespannt, wie Samuel mit dem etwas eigensinnigen Levistino klar kommen würde, doch ich musste mein Personal auf die schwierigeren Pferde setzen, damit ich sah, was sie konnten.
      Samuel wirkte nun doch ein wenig nervös, als er den hochbeinigen Schimmel aus dem Stall zur Reithalle führte. In der Halle angekommen, verteilten wir anderen uns auf die Ränge, während Samuel Levistino in der Mitte der Bahn aufstellte, die Steigbügel noch einmal sicherte und dann die Longe einhakte. Der große Hengst lief recht manierlich, auch wenn er zweimal versuchte, vom Trab in den Galopp zu wechseln. Schließlich hatte ich genug gesehen und nickte Samuel zu. "Okay, dann schwing dich mal in den Sattel und zeig uns, was du kannst!", sagte ich lächelnd zu ihm.
      Samuel nickte, brachte mir Longe und Peitsche, gurtete nach, stellte die Steigbügel auf seine Länge ein und saß dann auf. Levistino merkte, dass Samuel nervös war und begann sofort auf der Stelle zu tänzeln. Samuel trieb ihn sachte vorwärts und der Hengst schoss im Stechtrab auf die Bande zu. Donald stöhnte auf und Brian verzog verächtlich das Gesicht, während Anna am liebsten davon gelaufen wäre.
      Ich sagte gar nichts, sondern schaute einfach zu. Levistino war kein einfaches Pferd und natürlich lies ich Samuel Zeit, um sich auf den Hengst einzustellen. Der verstand nun langsam, dass er Levistino nervös machte und ich konnte erkennen, wie er versuchte, sich zu entspannen. Er ließ die Zügel lockerer und wurde weicher in der Hand. Auch sein Sitz sah jetzt besser aus und prompt ließ Levistino sich fallen und arbeitete mit. Ich nickte Samuel anerkennend zu und sagte: "Sehr schön, Samuel. Morgen kannst du mit ihm Springen, dann werden wir deinen Trainingsplan ausarbeiten! Bring Levistino bitte zurück in seine Box. Donald du bist als nächtes an der Reihe!"
      Die beiden Männer eilten zurück zum Stall und kamen ein paar Minuten später mit dem gesattelten Fantastic Fly zurück.
      Der junge Fuchs war heute gut aufgelegt und Donald hatte schon seine liebe Not, überhaupt in den Sattel des Hengstes zu kommen. Dann fügte sich Fly jedoch schnell und ich war wieder einmal sehr froh darum, dass Samuel seinen Freund damals einfach zu seinem Vorstellungsgespräch mitgebracht hatte. Nachdem Donald Fantastic Fly auf beiden Händen galoppiert war, nickte ich ihm lächelnd zu. Dann schickte ich Meg in den Stall, um Ghostbuster zu holen.
      Die junge Frau hatte sich im Nu in den Sattel des grauen Hengstes geschwungen und holte nun alles aus ihm heraus. Ich war hin und weg. Ghostbuster war zwar bisher das einfachste Pferd gewesen, doch um ihn so zu präsentieren, brauchte es einiges an Können.
      Als nächstes war Brian mit Black Soul an der Reihe. Der schweigsame Pfleger führte das Pferd mit festen Schritt in die Halle und saß auf dem Rücken des Rappen, bevor dieser überhaupt Blödsinn machen konnte. Black Soul hasste fremde Reiter und gebährdete sich normalerweise wie ein Wahnsinniger, doch ich hatte ihn für Brian ausgesucht, weil der junge Mann einen fantastischen Lebenslauf hatte, was die Reiterei betraf. Und tatsächlich versuchte Black Soul nicht einmal Blödsinn zu machen, sondern zeigte sich wie das geborene Dressurpferd. Als Brian Soul unter meinem lächelnden Blick aus der Halle führte, begannen Donald und Samuel zu tuscheln. "Das war ja gemein! Unsere Pferde waren viel schwieriger. Auf Black Soul hätten wir auch eine solche Figur abgegeben."
      Ich baute mich hinter den beiden auf und räusperte mich: "Ihr irrt euch. Black Soul war das schwierigste Pferd. Dass er Brian nicht abgeworfen hat, grenzt schon fast an ein Wunder und beweist, dass er nicht gelogen hat, was seine reiterliche Laufbahn betrifft."
      Die beiden Jungs zogen die Köpfe ein und liefen knallrot an.
      "Anna? Holst du bitte Ojos Azules? Es wird so langsam immerhin auch Zeit, mit der Abendfütterung zu beginnen. Donald, Samuel geht ihr schon mal vor und fangt mit Brian zusammen an, bitte.", sagte ich zu meinen Helfern.
      Als Anna weg war, nahm ich Meg zur Seite und sagte: "Meinst du, du schaffst es, Jojo`s Sattelzeug hierher zu schmuggeln? Ich will Anna wieder aufs Pferd setzen, aber wenn die Jungs das rausfinden, wollen sie zuschauen."
      "Aber ich dachte Anna reitet nicht, weil sie es nicht kann?", fragte Meg verwundert.
      Ich zog überrascht die Augenbrauen hoch, da ich eigentlich erwartet hatte, dass Anna sich wenigstens den anderen Stallburschen anvertraut hatte. "Nein. Sie kann reiten, hatte aber einen schweren Unfall und hat deshalb fürchterliche Angst. Deshalb möchte ich es sehr ruhig angehen lassen und ich finde, dass Jojo dafür das perfekte Pferd ist."
      Meg nickte und rannte zum Stall, um mir das Sattelzeug zu bringen. Da die Jungs im Hengsttrakt mit der Fütterung beginnen würden, müsste sie es ungesehen aus der Sattelkammer holen können. Kurz darauf kehrte sie bereits wieder zurück, legte mir Jojo`s Trense, Sattel und Satteldecke vor die Füße und machte sich dann daran, ihren Freunden bei der Abendfütterung zu helfen.
      Als Anna mit Jojo zurückkam, ließ ich sie den Rappen erst einmal in aller Ruhe longieren, dann schnappte ich mir das Sattelzeug und lief auf das Mädchen zu. Anna wurde bei den Utensilien auf meinem Arm ganz blass.
      "Ich soll Jojo reiten? Der ist aber doch so groß!", stammelte sie.
      "Er ist vielleicht groß, aber sanft wie ein Lamm, das hast du doch gerade gesehen. Wir satteln ihn jetzt zusammen und dann nehme ich dich für den Anfang an die Longe, wenn du dich damit sicherer fühlst."
      Anna sagte kein Wort mehr, half mir aber den Hengst aufzusatteln. Als ich ihr in den Sattel half, war sie leichenblass und zitterte so sehr, dass sie kaum die Zügel aufnehmen konnte. Ich stellte mich in die Mitte der Bahn und ließ Jojo im Schritt antreten. Anna zuckte zusammen und verkrallte die Finger in den Zügeln. Mein sensibler Andalusierhengst riss den Kopf nach oben, blieb stehen und sah mich verunsichert an.
      "Anna. Ganz ruhig, Jojo ist eines meiner brävsten Pferde. Er würde niemals etwas tun, was dir schadet!", versuchte ich das Mädchen zu beruhigen.
      Nach einem zweiten Blick seufzte ich, entwirrte die Zügel aus Anna`s verkrampften Händen und löste diese von Jojo`s Trense.
      Anna sah mich schockiert an und wollte schon absteigen, da sagte ich : "Halte dich an seiner Mähne fest. Oder am Sattel. Aber Jojo ist sehr empfindsam, deshalb darfst du ihm auf keinen Fall im Maul reißen. Wir lassen ihn heute auch nur Schritt gehen, versprochen!"
      Ich ging wieder zurück in die Mitte der Halle und ließ Jojo erneut losgehen. Der Rappe schritt fleißig aus und bewegte sich in völliger Gelassenheit. Nun, da nichts mehr an seinem Maul zerrte, war die Welt für ihn wieder in Ordnung.
      Ich ließ den Hengst etliche Runden im Schritt drehen und sah zufrieden, dass Anna sich ganz allmählich entspannte.
      "So, das reicht für heute. Sonst fragen sich die anderen noch, wo wir solange bleiben.", sagte ich schließlich, ließ Jojo halten und half Anna aus dem Sattel. Der hübsche Rappe schüttelte seinen weißen Kopf und schnaubte mir in die Haare. Ich lächelte.
      "Morgen bewege ich dich wieder Jojo, dann arbeiten wir eine neue Kür aus.", sagte ich liebevoll zu dem Hengst, während wir sein Sattelzeug wieder gegen Longiergurt und Kappzaum tauschten.
      Im Stall angekommen, half ich Anna den Rapphengst zu versorgen und stellte ihn dann zurück in seine Box.
      Anschließend halfen Anna und ich den anderen bei der Abendfütterung, bevor Patrick und Anna sich verabschiedeten. Meg nahm mich später noch einmal auf die Seite und fragte nach, wie es mit Anna und Jojo gelaufen war.
      "Das Longieren war gar kein Problem, aber beim Reiten musste ich die Zügel ausschnallen, weil sie Jojo so im Maul gerissen hat. Ich hab ihn nur im Schritt gehen lassen und hab aufgehört, als Anna sich endlich ein bisschen entspannt hat. Das wird noch eine ganze Weile dauern, bis sie aktiv beim Arbeiten der Pferde helfen kann.", sagte ich ein wenig resigniert.
      Meg sagte schnell: "Also ich mache gern Überstunden und reite mehr Pferde, um Anna auszugleichen. Samuel, Donald und Patrick würden das bestimmt auch machen. Nur bitte, du darfst sie nicht rauswerfen. Anna liebt diesen Job."
      "Meg, ich habe nicht vor, sie rauszuwerfen. Aber dafür muss sie an sich arbeiten und das habe ich ihr heute auch gesagt. Sie kann ja zusammen mit Patrick die braven Pferde bewegen, aber das muss einfach gehen."
      Wir unterhielten uns noch eine Weile, bis Meg sich schließlich verabschiedete und ich mich todmüde ins Bett fallen ließ. Heute war ein sehr anstrengender Tag gewesen und der morgige würde sicherlich nicht leichter werden, zumal ich noch ein neues Pferd erwartete....
    • Jual
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      Heute morgen hatte Adam einen Anruf von Sammy bekommen, wenn möglich sollte er noch drei Pferde versorgen, welche demnächst zu Körungen und Krönungen sollten. Am späten Nachmittag setzte er sich in seinen Bulli, vielleicht würde er noch alle schaffen, ansonsten würde er morgen wieder kommen. Er hatte, bevor er losgefahren war, kurz angerufen, damit Sammy die drei Pferde schon mal holen konnte.
      Als er ankam, standen die drei bereit. Adam fing mit GH's Safriko an. Im Jahr 2012 war das letzte Mal ein Schmied bei ihm gewesen. Demnach sahen seine Hufe nicht sonderlich schön aus. Adam legte seine Lederschürze um und begrüßte Safriko, indem er seine Hand zum beschnuppern hin hielt und ihm über den Hals streichelte.
      Dann fuhr er am Bein entlang und Safriko hob dieses. Adam brauchte etwas, bis der Huf ordentlich ausgeschnitten war. Danach knipste er mit der Hufzange das Horn ab, welches zu lang war. Zuletzt wurde der Huf noch rund geraspelt.
      Der hintere Huf war etwas falsch gewachsen oder nicht korrekt abgelaufen. Vielleicht auch beides. Hier musste Adam besonders aufpassen, damit der Huf richtig nachwachsen konnte. Das Ausschneiden war schnell erledigt und nach dem abknipsen und rundraspeln war er zufrieden mit seiner Arbeit.
      Auch die Hufe der anderen Seite waren schnell wieder korrigiert und ausgeschnitten und Adam konnte sich dem nächsten Pferd zuwenden.

      1370 Zeichen (c) Jual
    • Eddi
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      Kurzer Vet-Check
      Heute war ich mal wieder seit langem auf dem Hollybrook Stud zugegen, denn Sammy brauchte dringend einen Vet-Check für drei ihrer Pferde. Natürlich hatte ich nicht lange gezögert, sondern direkt zugesagt und war nun schon auf dem Hof angekommen. Sammy lehnte entspannt an der Mauer des Stalles und winkte mir freudig entgegen, als sie mich entdeckte. Wir begrüßten uns herzlich und machten uns direkt auf den Weg in den Stall. Als erstes war die hübsche Vollblutstute Barakah al Sanaa an der Reihe. Sammy holte sie aus der Box und führte sie mir kurz im Schritt und Trab vor. Dann warf ich einen kurzen Blick in Augen und Maul, ehe ich die Stute noch abhörte und abtastete. Barakah war kerngesund, so konnte ich die Influenza und Herpes Impfung auffrischen und ihr die Wurmkur geben. Dann war die Scheckstute auch schon fertig und durfte zurück in die Box. Als nächstes war Safriko an der Reihe. Das Saddlebred hatte sich wirklich gemacht und war inzwischen ein schicker Hengst geworden. So benahm er sich aber auch während der Untersuchung und ich war froh, als die beiden Spritzen gesetzt und die Wurmkur geschluckt waren. Nun kam noch Golden Indian Summer dran. Entspannt ließ der Hengst alles über sich ergehen und schien sich weder an dem Stethoskop noch an den Spritzen stören, so dass wir schnell fertig waren. Als auch er wieder in der Box stand, lud Sammy mich noch zu einem Kaffee mit Plauderunde ein, was ich nur zu gerne annahm.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur L-M
      „Safriko!“, flötete ich fröhlich, als ich den Hengsttrakt meines großen Stalles betrat. Sofort streckte mein hübscher Rappscheckhengst den Kopf über seine Boxentür und ließ sich von mir kraulen. Ich hakte den Strick in sein Halfter ein und führte den großen Saddlebredhengst aus seiner Box. Samuel war so nett gewesen und hatte Safriko für mich geputzt, sodass ich nun nur noch einmal die Hufe kontrollieren und aufsatteln musste. Momentan hatte ich sehr viel zu tun und schaffte es nicht, so viel mit meinen Pferden zu trainieren, wie ich eigentlich wollte.
      Nachdem ich Safriko fertig gemacht hatte, legte ich ihm die Abschwitzdecke über den Rücken und führte meinen Schatz in die Reithalle. Heute stand das Training für den Aufstieg in Klasse M in der Dressur auf unserem Plan und ich war schon sehr gespannt, wie Safriko das anstrengende Training meistern würde.
      Nachdem ich den Hengst gut aufgewärmt hatte, begann ich mit der ersten Lektion: dem Halten aus dem Galopp. Neben dieser Lektion standen heute aber auch die fliegenden Wechsel, Schulterherein, Travers, Renvers, Traversale und die halbe Pirouette im versammelten Schritt auf dem Programm.
      Ich galoppierte Safriko an und wendete bei A auf die Mittellinie ab. Auf Höhe von X gab ich dem Hengst die Hilfen zum Halten. Safriko reagierte sofort und dementsprechend viel unser Halt recht holprig aus. Trotzdem achtete ich zunächst darauf, dass Safriko geschlossen stand und versuchte das Ganze dann ein weiteres Mal. Diesmal bereitete ich den sensiblen Hengst noch mehr auf die bevorstehende Lektion vor und nach und nach kam Safriko wirklich schön zum Stillstand. Ich lobte den Hengst und ging sofort zur nächsten Lektion über.
      Wir würden nun mit dem größten Block in dieser Trainingseinheit beginnen: den Seitengängen. Dort stand wie immer zuerst Schulterherein auf dem Programm. Ich ritt Safriko im Schritt zur langen Seite, stellte ihn leicht ins Bahninnere, trieb mit dem inneren Schenkel vorwärts-seitwärts und legte den äußeren verwahrend eine Handbreit hinter den Gurt. Als diese Lektion ordentlich klappte, machten wir sofort mit dem Travers weiter. Wie schon gerade eben stellte ich Safriko nach innen, drückte aber diesmal das äußere Bein an, sodass Safriko mit der Hinterhand ins Bahninnere auswich. Deshalb wurde diese Übung auch Kruppe herein genannt und bildete zusammen mit dem Renvers die Vorbereitung zur Schritt-Pirouette. Nachdem auch der Travers saß, war der Renvers, oder auch Kruppe heraus, an der Reihe. Dafür stellte ich Safriko nun erstmals nach außen. Die Übung war anspruchsvoller als Schulterherein und Travers, da Safriko sich nun auch ohne die Begrenzung durch die Bande gerade halten musste. Mein Hengst machte seine Sache jedoch hervorragend und ich lobte ihn überglücklich.
      Um Safriko nun eine Pause von den Seitengängen zu gönnen, schob ich die fliegenden Wechsel dazwischen. Dafür galoppierte ich meinen Rappschecken im Arbeitstempo an und wendete auf den Zirkel ab. Da ich ja schon im letzten Training festgestellt hatte, dass Safriko ein natürlicher Wechsler war, entschied ich mich für die Methode des `Umwerfens`. Dazu stellte ich Safriko bei X betont um und verlagerte mein komplettes Gewicht auf die andere Seite, wodurch ich meinen Hengst aus dem Gleichgewicht brachte und er somit automatisch umsprang. Ich lobte Safriko sofort und wiederholte die Übung solange, bis Safriko auf eine kleine Gewichtsverlagerung und eine halbe Parade hin umsprang.
      Nach einer kurzen Schrittpause widmeten wir uns der Traversalverschiebung. Dazu ritt ich an der langen Seite Schulterherein und machte dann aus der Ecke kehrt. Nun trieb ich mit dem inneren Schenkel vorwärts-seitwärts und legte den äußeren verwahrend hinter den Gurt. Dabei war Safriko leicht in Bewegungsrichtung gestellt. Da Safriko sowieso eine Affinität für die Seitengänge zu haben schien, begriff er auch die Traversale recht schnell. Zudem hatte ich ihn ja auch durch Travers und Renvers optimal auf die Lektion vorbereitet. Anschließend übten wir auch Viereck verkleinern und vergrößern in Traversalstellung und ritten doppelte, sowie auch halbe Traversalen.
      Soweit so gut. Fehlte nur noch die halbe Pirouette im versammelten Schritt. Ich verkleinerte nun den Zirkel in Traversalstellung und zwar solange, bis sich Safriko`s Hinterhand in der Mitte des Zirkels befand. Dann erhielt ich die Biegung aufrecht und treib seitwärts, sodass Safriko mit seiner Hinterhand einen kleinen Kreis beschrieb. Nachdem wir eine halbe Umdrehung absolviert hatten, ließ ich Safriko gerade aus gehen, ließ die Zügel lang und lobte den etwas erschöpften Hengst ausgiebig. Nun konnten wir an Turnieren der Klasse M teilnehmen!
    • Sammy
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      Trainingsbericht Fahren E-A
      Fröhlich vor mich hinsummend führte ich meinen American Saddlebredhengst GH`s Safriko von der Koppel, band ihn am Putzplatz an und begann mit gleichmäßigen Bewegungen sein schwarz-weiß geschecktes Fell zu bürsten. Heute wollte ich den Hengst im Fahren bis Klasse A ausbilden. Die Grundlagen der Klasse E beherrschte Safriko problemlos und er ließ sich Ein- sowie Zweispännig fahren. Nachdem mein Hengst sauber war, begann ich damit ihn anzuschirren. Den leichten Einspänner hatten mir die Jungs bereits vor den Stall gestellt.
      Da nun endlich der Frühling angebrochen war, konnte ich auch draußen auf dem Platz arbeiten, was mir wirklich gefehlt hatte. Ich kontrollierte noch einmal die ganze Ausrüstung, dann führte ich Safriko mit der Kutsche im Schlepptau zu meinem Dressurplatz.
      Ich schloss das Gatter, setzte mich auf den Kutschbock und fuhr im Schritt an. Dann wiederholte ich zum Aufwärmen die Lektionen der Klasse E. Das waren der Zirkel im Gebrauchstrab, das Wechseln durch die ganze Bahn, Schlangenlinien mit drei Bögen, absolutes Stillstehen, Tritte verlängern und die Schritt-Trab-Übergänge.
      Gleich darauf konnte ich dann mit den neuen Lektionen beginnen. Für die Klasse A wurden das Rückwärtsrichten, die Kehrtvolte, die Kehrtwendung, die halbe Volte, der halbe Mittelzirkel und die einfache Schlangenlinie verlangt.
      Wir begannen mit dem Mittelzirkel, dessen Schwierigkeit darin lag, dass Safriko die Begrenzung durch die Bande nicht hatte. Durch seine gute Dressurausbildung stellte die Lektion für meinen Hengst jedoch kein großes Problem dar und auch die einfache Schlangenlinie und die halbe Volte klappten sehr gut. Als nächstes wollte ich das Rückwärtsrichten üben. Safriko kannte das Kommando natürlich vom Boden und auch vom Sattel aus, doch nun musste er ja auch die Kutsche rückwärts bewegen. Ich nahm die Zügel ein wenig an und sagte: „Back!“. Artig wie er war, bewegte Safriko sich sofort nach hinten, spielte aber nervös mit den Ohren, als er das Gewicht der Kutsche spürte. Ich behielt den Druck über die Zügel aufrecht und ermunterte den Hengst mit ein paar ruhigen Worten. Als Safriko sich zögerlich weiter rückwärts bewegte, lobte ich den Hengst fröhlich. Nach einigen Wiederholungen hatte der Rappschecke sich an das Gefühl gewöhnt und trat wie gewohnt zuverlässig zurück. Nun konnten wir mit der Kehrtwendung beginnen. Dies war die letzte Lektion, die wir ohne Kegel üben würden. In diesem Moment kam auch schon Donald um die Ecke, der mir gleich Safriko halten würde, während ich die Kegel für das Hindernisfahren aufstellen würde.
      Ich winkte ihm zu und konzentrierte mich dann wieder voll und ganz auf mein Pferd. Bei der Kehrtwendung fuhr man bis zur Mittellinie und musste sein Pferd dann in einem 45° Winkel zurück zum Hufschlag wenden. Ich wendete bei E ab, fuhr zu X und stellte Safriko dann wieder zu H – zurück zum Hufschlag. Für den Anfang wählte ich einen größeren Winkel, sodass wir uns allmählich an die 45° herantasten konnten. Als Safriko die Figur schließlich gemeistert hatte, lobte ich den Hengst ausgiebig und fuhr dann zu Donald hinüber. Ich übergab ihm Safriko`s Zügel und machte mich daran, die Kegel fürs Hindernisfahren aufzustellen.
      Für die Klasse A musste ich die Kegel etwa 40-50 cm weiter auseinander stellen, als die Kutsche breit war. Hier kam es natürlich vor allem auf eine sehr präzise Ausführung der Bahnfiguren an, da dieser Abstand sich später auf bis zu 20cm verringern würde. Als erstes fuhr ich durch einfache Kegelpaare, um Safriko mit der völlig neuen Aufgabe vertraut zu machen. An die Kegel an sich hatte ich meinen jungen Hengst bereits vor einigen Wochen gewöhnt, sodass zumindest ihr Anblick ihm keine Angst mehr einjagte. Nun begannen wir mit einer Formation, die Schlangenlinien durch die Bahn mit drei Bögen darstellte. Es viel mir nicht schwer, Safriko sauber durch die Figur zu lenken, da der Hengst meine Hilfen und Kommandos immer sofort und sehr präzise ausführte. Nachdem die Figur gut geklappt hatte, ließ ich Safriko in einen leichten Trab fallen. Es war nun schon deutlich schwieriger, vor allem in den Kurven, die Spur zu halten, doch irgendwie schafften wir es sauber hindurch. Als letzte Übung für heute erhöhte ich nun das Trabtempo, da es beim Hindernisfahren ja darauf ankam, die Aufgabe so schnell wie möglich zu bewältigen. Beim ersten Durchgang fiel ein Kegel, doch die drei anschließenden Durchgänge schafften wir fehlerfrei. Ich parierte Safriko zum Schritt durch, stieg ab und kraulte den Hengst lobend am Hals. Dann führte ich ihn zurück zum Stall, schirrte ihn ab und versorgte ihn umsichtig. Nun war mein Schatz im Fahren auf A-Niveau aufgestiegen!
    • Sammy
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      Trainingsbericht Fahren A-L
      "Samuel? Würdest du mir Safriko von der Koppel holen und ihn putzen? Ich muss noch mal wegen der jungen Berberstute telefonieren, aber ich möchte unbedingt noch mit Safriko trainieren, bevor es anfängt zu regnen...", bat ich einen meiner Pfleger.
      Samuel nickte und lachte: "Na klar, wird sofort gemacht. Ich wünsch dir viel Glück bei deinem Gespräch, wär schon toll, mal wieder ein neues Pferd auf dem Hof zu haben!"
      Nun war es an mir zu lachen. Darum liebte ich meine Mitarbeiter so. Wir hatten schon gut 80 Pferde auf dem Gestüt, doch sie freuten sich immer noch über Neuzugänge. Ich nickte Samuel zu und rannte in mein Büro, um meine Aufgaben zu erledigen.
      Kurze Zeit später betrat ich den Putzplatz, wo Samuel mich schon mit dem angeschirrten Safriko erwartete. Ich dankte ihm und nahm ihm den Hengst ab, um ihn vor die leichte Kutsche zu spannen. Diesmal wagte ich es schon, Safriko im Schritt zu meinem Außenplatz zu fahren. Dieser war von den Außmaßen für das Kutschtraining ausgelegt. Ich wärmte Safriko auf beiden Händen im Schritt und Trab auf, bevor ich mich der eigentlichen Aufgabe widmete.
      Für den Aufstieg in Klasse L mussten wir, was das Dressurfahren betraf, die einfache Schlangenlinie, die 20 Meter Volte, Schlangenlinien durch die Bahn mit drei Bögen und zusätzlichen Tempowechseln, das Anfahren im Trab aus dem Rückwärtsrichten heraus, den Mittelzirkel mit Zügel aus der Hand kauen und den versammelten Trab erarbeiten. Letzteres beherrschte Safriko durch seine sehr gute Dressurausbildung bereits.
      Ich fuhr mit Safriko zunächst ein paar Hufschlagfiguren aus Klasse A, bevor ich mich an den Mittelzirkel wagte. Als das gut klappte, war die einfache Schlangenlinie im versammelten Trab an der Reihe. Um es Safriko leichter zu machen, gestaltete ich die Schlangenlinie flacher, damit Safriko sich an die Bögen gewöhnen konnte. Doch nach und nach konnten wir eine saubere Schlangenlinie fahren. Ich lobte Safriko und machte sofort mit der nächsten Aufgabe weiter. Dies war die Volte. Bevor wir die geforderten 20 Meter Durchmesser erreichten, tasteten wir uns ganz langsam heran, indem ich die Volte einfach bei jedem Durchgang ein wenig kleiner gestaltete. Safriko war immer noch aufmerksam bei der Sache und ich war schon jetzt unglaublich stolz auf den schönen Rappschecken.
      Als nächstes wagten wir uns an die Schlangenlinie mit drei Bögen. Diese kannte Safriko ja schon aus unserem letzten Training, doch diesmal mussten wir Tempowechsel mit einbauen. Und zwar einen vor jedem Bogen. Ich begann das Ganze im Gebrauchstrab, parierte vor dem zweiten Bogen zum Schritt durch und lief Safriko vor dem Dritten im versammelten Trab gehen. Wieder einmal dankte ich dem endlosen Dressurtraining, das ich mit dem gelehrigen Hengst absolviert hatte. Das machte uns jetzt wirklich unglaublich vieles leichter.
      Ich gönnte meinem Hengst eine kurze Pause, dann begann ich mit der letzten Dressuraufgabe: dem Rückwärtsrichten mit sofortigem Anfahren im versammelten Trab.
      Ich lenkte Safriko bei A auf die Mittellinie und parierte ihn bei X zum Halten durch. Dann ließ ich den Rappschecken eine Pferdelänge rückwärts treten und gab ihm - noch während er den letzten Tritt machte - das Kommando zum Antraben. Safriko reagierte sofort und als wir den Übergang noch ein wenig verfeinert hatten, war ich richtig zufrieden mit dem Hengst.
      Ich lenkte ihn wieder an die Bande und ließ Safriko dann im Arbeitstempo angaloppieren. Dies diente uns als Vorbereitung auf das Geländefahren, mit dem wir in Klasse M beginnen würden. Daran arbeiteten wir solange, bis Donald mit den Hütchen zum Platz kam. Ich parierte Safriko zum Schritt durch und stieg ab.
      "Hier, du kannst ihn ein bisschen im Schritt um den Platz fahren, bis ich fertig bin, aber nur um den Platz bitte!", sagte ich Donald, der daraufhin strahlend auf dem Kutschbock Platz nahm. Ich hatte ihn noch nie eines meiner Pferde fahren lassen.
      Nachdem ich mich vergewissert hatte, das Donald mit dem jungen Hengst zurecht kam, machte ich mich daran neben den normalen Durchfahrten auch eine Volte, ein U-Hindernis, ein Eckhindernis und ein Boxhindernis aufzustellen.
      Ich winkte Donald zu mir auf den Platz und meinte: "Wenn du möchtest, kannst du warten, bis wir hier fertig sind und dann eine Runde mit uns rausfahren. Nur eine ganz kleine Runde, aber ich möchte, dass Safriko sich daran gewöhnt. Immerhin steht für das Training zu Klasse M auch das Geländefahren auf dem Programm." Donald nickte begeistert und ich stieg wieder auf den Kutschbock.
      Zunächst fuhr ich mit Safriko durch die Durchfahrten, die nun nur noch 30 cm breiter als der Wagen waren. Danach waren die Volten an der Reihe. Ich hatte mehrere in verschiedenen Größen aufgebaut - die kleinste hatte einen Durchmesser von 15 Metern. An diese Größe tasteten wir uns langsam heran und ich war stolz auf meinen Hengst, der unglaublich präzise auf meine Hilfen reagierte. Als nächstes war das Eckhindernis an der Reihe, dass die Form eines Ls hatte. Diese Kombination übten wir zuerst im Schritt, dann auch im Trab und zwar solange, bis ich zufrieden war. An dem Tempo konnten wir nach und nach noch arbeiten, für heute war es nur wichtig, dass Safriko das Hindernis sauber durchlaufen konnte.
      Als vorletztes Hindernis war nun das U an der Reihe. Es war gelegt wie ein - an einer Seite offener - Quader. Für dieses schon schwierigere Hindernis brauchten wir wesentlich mehr Zeit und ich brauchte ein wenig, bis ich Safriko begreiflich gemacht hatte, wie er den Bogen am besten nehmen musste. An das Box-Hindernis gingen wir genauso heran und schließlich winkte ich Donald zu, damit er uns das Tor öffnete. Nachdem mein Mitarbeiter selbiges wieder umsichtig geschlossen hatte, setzte er sich neben mich auf den Kutschbock und wir drehten eine nette Runde über das Gestüt.
      Als wir schließlich wieder vor dem Stall hielten, strahlte ich übers ganze Gesicht. Immerhin hatte mein braver Safriko gerade den Aufstieg in die Klasse L des Fahrens geschafft. Und das auch noch mit Bravour!
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  • Album:
    Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    28 Nov. 2014
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    Kommentare:
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  • GH`s Safriko
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    Spitzname: /

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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Sir Lancelot
    V: Ban von Bonewig
    M: unbekannt


    Aus der: Fine Frenzy
    V: Landico
    M: Fidele De

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    Rasse: American Saddlebred
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 24. Oktober 2010
    Stockmaß: 1.63 m
    Fellfarbe: Rappschecke
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: ///

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    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Safriko ist ein gelassenes Fohlen, das mit Geduld, Verstand und Aufmerksamkeit an die Arbeit geht. Safriko lässt sich leicht belehren, ist aber trotzdem nicht leicht zu bändigen, da er nicht leicht stillstehen kann.

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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Pepe
    Ersteller: Elii
    Vkr: Elii

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur: S
    Fahren: S
    Gangreiten: S
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    ~ Schleifen ~

    Gewinner der HK[471] Warmblüter
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    3. Platz beim 219. Fahrturnier
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    3. Platz beim 220. Fahrturnier

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    1. Platz beim 19. Gangturnier

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    2. Platz beim 306. Dressurturnier
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    1.. Platz beim 32. Gangturnier
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    3. Platz beim 71. Gangturnier
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    2. Platz beim 72. Gangturnier
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Ja
    Nachkommen: ///
    Geschwister: ///