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Laraya13

Funny Sugar

Adoptiert von adoptedfox. Danke! <3

Funny Sugar
Laraya13, 7 Sep. 2019
Cooper und Wolfszeit gefällt das.
    • Laraya13
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      22. Mai 2017 - Rinnaja
      Heute wollte auf den Hof Lake Mountain Ranch wenig mich um meine Pferde Kümmeren. Sascha u Coline waren schon fleißig. Auch Luchy Montrose war schon unter wegs und beschatige sich mit ihren Pferden. Ich ging zu Hengst Weide und guckte mir alle Hengst an. Ich fing mit Sir Fashion, Lughnasadh, Majd, A King of Magic, Waking up as a Malik, Spencer, Ceasar, Otto und LMR Sunny Boy und guckte mir alle in Ruhge nach und nach an ob die verletzungen oder sonstig beschwereden hatte. Neben bei Fühlte ich die 3 Badewannen voll Wasser wieder Richtig auf.Da ich immer die Weiden abtrennte damit sie nicht alles gras sofort runter fressen konnten machte ich ein weider Stück der Weide auf und gleich lief die bande auch rüber um da ihre gewöhnheit weiter zu gehen. Sir Fashion stand nur bei mir und hoffte das er ein Leckerlie abstauben konnte und ein wenig Streichel einheiten bekamme was er naturlich von mit bekammt. Als alles auf der Weide Fertig war bei den Hengst ging ich rüber zu meinen Stuten naturlich standen sie alles zusammen mit Luchy Montrose Pferd. Auch ihr machte ich ein Kontroll gang und fing mit LMR Fashion Girl an und ging weiter zu Lady Fantasy die langsam immer mehr vertraunen gefasst hatte zu mir.Es ging weiter zu Walking on Sunshine und Fantastic Sonata auch die beiden sahen super aus und hatten keine Wunden oder schmerzen gehabt so ging mein Rund gang weiter zum nästen Pferde. Des war des war Sunny Empire und Funny Sugar die beiden Stuten waren diesen Monat geboren und auch ihre guckte ich ob alles okay sein bei beiden. Mitlerweile war Malika form Vegas und Fannie Mae bei mir angekommen und hofften auch was von mir abzustauben. Naturlich bekammen sie was und ich machte ein Kontrolle bei den beiden bis auch PFS´Scion d´Or bei mir angekommen war sie hatte auch gemerkt das leckerlies verteilte und gab ihr auch was. Nur Mystic Fantasy Dahlia stand am rande und guckte nur zu was ich da machte sie war zu sehr mir grass fressen beschaftig so beschlos ich auch kurz zu ihr zu gehen um zu gucken ob alles bei ihr okay war und gab ihr auch was. Mitlerweile war auch Luchy Montrose auf der weide und kontrolliere Heu und Wasser brauchte ich das nicht machen und konnte noch mal in den Stall gehen und da meine Arbeit weiter machen.
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      29. Juli 2017 | ©Möhrchen
      Pflegebericht Nabiri und Funny Sugar
      Am Wochenende machte ich mich nach einigen Wochen endlich mal wieder auf den Weg auf die Küstenranch. Meine Schwester war in letzter Zeit sehr beschäftigt und ich hatte ihr versprochen, ihr ein bisschen auf dem Hof zu helfen und mich mit ihren Pferden zu beschäftigen. Außerdem hatten wir für die folgenden Wochen einige Tage zusammen verplant, worauf ich mich schon sehr freute.
      Heute war sie aber selbst nicht zu Hause und ich sollte auf dem Hof nach dem Rechten sehen und mich um die beiden Fohlen Nabiri und Funny Sugar kümmern.
      Auf der Küstenranch angekommen, machte ich mich zuerst an die Stallarbeit. Den Aktivstall hatte meine Schwester schon vor ihrer Abreise fertig gemacht, es blieb nur noch die Miniranch. Ich schnappte mir die Schubkarre und fing mit dem Abäppeln an. Zum Glück standen hier nicht allzu viele Ponys, trotzdem waren die Haufen über die gesamte Fläche verteilt und es dauerte eine ganze Weile, bis ich es geschafft hatte. Aber dann war ich fertig und karrte den Mist auf den Misthaufen. Anschließend verteilte ich neues Heu und säuberte die Tränke.
      Dann ging ich in die Sattelkammer und holte die Halfter der beiden Fohlen. „Sei lieb zu den Babys“, stand auf einem kleinen Zettel an einem der Halfter. Ich musste grinsen. Was dachte sie denn von mir...
      Nabiri und ihre etwas größere Freundin Funny Sugar kamen artig mit mir vom Paddock und ließen sich am Putzplatz anbinden. Sie schienen sich zu freuen, etwas tun zu dürfen. Ich putzte die beiden Fohlen, wobei Funny ganz still stand und Nabiri sich etwas mehr anstellte. Sie zappelte ziemlich viel herum, vor allem das Hufe auskratzen war nicht ganz einfach. Aber dann hatte ich es geschafft und führte die beiden Fohlen auf den Reitplatz. Ich ließ sie frei und sie fingen erst einmal an, sich ordentlich auszutoben. Während sie ihre Runden drehten, verteilte ich einiges Spielzeug auf dem Platz. Ich hatte ein Netz mit Dosen mitgebracht, sowie einige leere Plastikflaschen, einen alten Duschvorhang und einen Regenschirm. Als Funny den Schirm entdeckte, schnaubte sie laut, sprang mit allen vieren in die Luft und rannte soweit es auf dem Platz ging von dem gefährlichen Ding weg. Nabiri schaute sie nur verständnislos an und kam auf mich und meine Spielzeuge zugetrottet. Ich ließ sie erst einmal kurz gucken, dann nahm ich den Duschvorhang hoch und raschelte damit. Funny stieß in ihrer Ecke wieder ein lautes Schnaufen aus, während Nabiri das Rascheln sehr lustig fand und neugierig an dem Vorhang schnupperte. Ich beschloss, mich erstmal mit ihr u beschäftigen und Funny erst einmal von weitem gucken zu lassen, um sie nicht zu überfordern.
      Nabiri war voll in ihrem Element. Ohne Probleme ließ sie sich mit dem Vorhang und dem Klappersack abstreichen, hob alles hoch und untersuchte alles mit dem Maul. Letztendlich wickelte ich sie in den Duschvorhang ein und als sie wie angewurzelt total entspannt stehen blieb, machte ich mit meinem Smartphone schnell ein Foto von ihr uns simste es meiner Schwester.
      Nun näherte sich auch Funny langsam. Während Nabiri weiter mit den Spielsachen beschäftigt war und die Flaschen mittlerweile selbst durch die Gegend warf, ging ich mit dem Klappersack langsam auf Funny zu. Sie versteifte sich zwar, blieb aber stehen und ergriff nicht wieder sofort die Flucht. Ich ließ ihr Zeit und konfrontierte sie nach und nach mit verschiedenen Dingen. Mit der Zeit wurde sie entspannter und am Ende ging sie, wenn auch etwas zögerlich, selbst auf die Dinge zu und wurde neugieriger. Auch über den am Boden liegenden Vorhang konnte ich sie nun führen. Damit gab ich mich zufrieden und beschloss, das Training für heute zu beenden. Ich brachte die beiden Fohlen zurück auf ihren Paddock und räumte anschließend den Reitplatz auf. Dann machte ich mich für heute wieder auf den Rückweg, um mich auch noch um meine eigenen Pferde kümmern zu können.
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      12. August 2017 | © Calypso
      Tierarztbericht Funny Sugar
      Heute war ich auf dem Weg an die schöne Nordsee zu Denise. Denise kannte ich schon etwas länger. Ich hatte selbst schon Kurse, mit meinen Pferden, bei ihr belegt und inzwischen waren wir schon gute Freunde geworden. Am späten Nachmittag kam ich auf ihrem Hof an. Es ging dort recht ruhig zu und es waren nicht viele Menschen und Tiere zu sehen. Als ich aus dem Auto stieg kam mir schon freudestrahlend und mit ausgestreckten Armen Denise entgegen. „Heeeey, schön das du da bist!“ wir umarmten uns zur Begrüßung und hielten einen kurzen Smalltalk. Ich fragte auch nach Lamiro, den Kaltbluthengst hatte Denise mal von mir gekauft. „Wir können gerne mal zu ihm schauen.“ sagte sie zu mir und lief schon voraus. Als ich ihn dann auf seinem Paddock erblickte machte mein Herz einen kleinen Freudensprung. „Hallo mein Großer. Oh siehst du gut aus!“ ich strahlte bis über beide Ohren und streichelte ihm über die Nüstern. Ein paar Minuten blieben wir noch bei Lamiro, aber ich durfte natürlich meine eigentliche Aufgabe nicht aus den Augen verlieren. „So, jetzt zeige mir aber mal unsere heutige Patientin!“ Denise lächelte und führte mich in den Stall wo die kleine Funny Sugar stand. Sie war wirklich sehr niedlich und aufgeweckt. Ich machte mich zunächst mit ihr bekannt, ließ sie an mir schnuppern und streichelte sie sacht. Ich wollte ja das ihr erster Tierarztbesuch ein positives Erlebnis wird. Während der Streicheleinheiten schaute ich mir schon mal ihren Körperbau genauer an. Strich ihr über die Beine und konnte so schon eventuelle Fehlstellungen ertasten. Das gleiche machte ich mit dem Rücken. Als ich dann mein Stethoskop hervor holte um sie abzuhören, war Funny sehr interessiert an dem komischen Ding. Sie ließ mir gar nicht die Möglichkeit richtig an sie heran zu kommen. Ich musste lachen „Bleib doch mal stehen Süße“ irgendwie schaffte ich es dann doch das Herz und die Lunge abzuhören, alles war in bester Ordnung. „So mein Mäuschen, jetzt muss ich dich ein paar mal pieksen.“ Funny schaute mich mit ihren großen, wachen Augen an und ahnte noch nichts von den Unannehmlichkeiten. Denise streichelte sie am Kopf und hielt sie am Strick fest. Ich machte alles ganz ruhig und ohne Stress, aber zog es trotzdem nicht in die Länge. Als die Nadel unter die Haut eindrang, zuckte das Fohlen etwas zusammen und bewegte sich einen Schritt nach vorne. Aber das war es auch schon und wir lobten sie überschwänglich. Zum Schluss gab ich Denise noch eine Wurmkur für Funny Sugar und notierte die Impfungen im Pass. Ich verabschiedete mich mit vielen Streicheleinheiten von der kleinen Stute und schließlich auch von Denise. Es war schön das wir uns mal wieder gesehen hatten.
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      World Horse Training by the Southkorean Horse Federation
      03. September 2017 | © peachyes
      E R S T E W O C H E
      „Schönen guten Morgen Jeremy!“ Trällerte Sir Sobong Jeremy entgegen, der draußen an seinem Mietwagen stand und etwas darin suchte. „Warum denn so früh auf?“, fragte Sir Sobong neugierig, während er versuchte selbst einen Blick in das Auto zu werfen. „Ich – suche – etwas!“ „Und was?“ „Mein Handy!“ Nachdenklich beobachtete Sir Sobong den Pferdetherapeuten während er das komplette Auto auf den Kopf stellte und nicht fand was er suchte. „Brauchst du das denn für das Training?“ Genervt richtete sich Jeremy auf und sah Sir Sobong an. „Kann ich dir irgendwie weiterhelfen?“ Sir Sobong merkte, dass Jeremy sauer war und das lag nicht nur an seinem Handy. Kopfschüttelnd wendete er sich von ihm ab und ging zurück Richtung Gästehaus. Seufzend sah ihm Jeremy nach. Es war nicht sein Tag. Auch wenn er sich sehr auf die nächsten Wochen freuen würde, der Kontakt nach Südkorea zu seiner Arbeit ist Wichtig. Er hat ein ganzes Trainingszentrum zu leiten. Da kann er nicht einfach ohne etwas zu sagen für sechs Wochen sich vom Alltag befreien und das Leben auf einer Ranch an der Nordsee genießen. Was wäre wenn sie Probleme hätten und er ist nicht erreichbar? Oder er müsste schnell wichtige Informationen überbringen, kann aber niemanden erreichen, weil er sein Handy verloren hat. Und warum das alles? Weil Sir Sobong ja unbedingt dabei sein wollte. Er brachte alles durcheinander. Wütend knallte er die Autotür zu. Dann schloss er die Augen und atmete tief ein und wieder aus. Der Ärger müsse verfliegen, bevor er sich um das Fohlen kümmern würde, denn er wollte nicht, dass sich diese Wut auf es übertragen würde. Das hätte das Fohlen nicht verdient. So versuchte sich Jeremy wieder zu fangen und füllte seinen Kopf mit positiven Gedanken. Wie sein Trainingsplan aussah hat er schon während dem Flug geplant. Da er wusste, dass das Fohlen schon einiges an Erfahrung gesammelt hatte, konnte er sich die nächsten Wochen nun mehr auf schwierigeren Dinge konzentrieren. Doch zunächst einmal wollte er lieber abwarten und sich das Fohlen einmal anschauen. Vielleicht würden ihm noch einige weitere Dinge einfallen, die er mit dem Fohlen üben könnte. Sein Material hatte er schon zusammengesucht und in der Sattelkammer abgestellt. Das würde er heute erst später brauchen. Für ihn ging es jetzt erst einmal hinaus auf die Weide zu dem jungen Stutfohlen, um es erst einmal kennen zu lernen. Dort angekommen lehnte er sich gegen den Koppelzaun und beobachtete Funny Sugar ein wenig. Sie war ein sehr ruhiges und ausgeglichenes Fohlen und das Halfter das sie trug, schien sie überhaupt nicht zu stören. Vorsichtig betrat er die Weide und ging ein paar Schritte auf das Fohlen zu und versuchte sich mit einem Zungenschnalzen aufmerksam zu machen. Die junge Stute spitze aufmerksam die Ohren und sah kurz in Jeremys richtig, bevor sie schnaubte und einige Schritte nach vorne sprang. Jeremy blieb stehen und wartete, bis sie ruhig dastand und ihm ihre volle Aufmerksamkeit schenkte. Funny beruhigte sich sehr schnell wieder und beobachtete Jeremy. Als er seine Hand austreckte und ein paar Schritte weiter auf sie zu ging, streckte sie freundlich ihren Kopf ihm entgegen und schnupperte kurz an der Hand. Jeremy drehte sich leicht von ihr Weg und ging die letzten Schritte zu ihr und berührte vorsichtig ihre kleine Stirn. „Hallo meine kleine. Ich bin Jeremy!“ Er streichelte weiter ihre Stirn und wanderte langsam zum Ohr, dann zum Hals und strich ihr auch einige Male sanft über den Rücken. „Ich hoffe wir werden gute Freunde!“ Lächelnd sah er sie an, während Funny mit den Ohren wackelte und die Streicheleinheiten genoss. „Das Halfter trägst du schon wie ein Profi!“ Vorsichtig rückte er es zurecht und hielt ihr dann den Strick vor die Nase, damit sie ihn beschnuppern konnte. Das Führen sollte eigentlich kein Problem sein, jedoch wollte Jeremy vorsichtig sein. Ohne Probleme hackte er den Strick ein. Dann stellte er sich auf Schulterhöhe, zog kurz an dem Strick und ging ein paar Schritte vorwärts, um zu schauen ob sie diese kleine Hilfe schon verstand. Selbst ohne verbales Kommando folgte die Stute ihm willig hinaus auf den Hof, wo Sir Sobong schon auf sie wartete. Jeremy erstattete ihm kurz Bericht über Funny Sugar, welche aufmerksam in seine Richtung sah und mit den Ohren wackelte. „Also, was steht dann heute auf dem Plan?“ Fragend zog Jeremy kurz eine Augenbraue hoch, bevor er Sir Sobong antwortete. „Das Führen klappt doch schon sehr gut. Ich würde das Anbinden noch ein wenig festigen.“ Er strich Funny über die Mähne. „Am besten Putzen wir sie jetzt und bringen sie dann wieder auf die Weide. Später holen wir sie dann wieder und machen dann ein paar Übungen während sie angebunden ist.“ Sir Sobong nickte zustimmend und trat zur Seite. Jeremy band Funny Sugar etwas lockerer an und öffnete den Putzkasten, der neben ihr stand. Bevor er sie jedoch putze mit Striegel und Kardätsche, lies er sie alles erst einmal beschnuppern. Funny hielt beim Putzen still und zeigte, dass sie auch das schon gelernt hatte. „Das sieht doch gut aus.“ Zufrieden löste er den Knoten und führte das Stutfohlen wieder zurück auf die Weide, zu den anderen Pferden. Sir Sobong und er lehnten am Zaun. „Diese Woche würde ich gern noch klein anfangen. Führen, Anbinden und Still stehen. Sofern das gut klappt würde ich dann auch mal Anfangen mit dem alleine lassen.“ „Spaziergänge?“, fragte Sir Sobong. „Das habe ich mit meinen Fohlen oft gemacht.“ Jeremy nickte zustimmend.
      Nach dem Mittagessen, welches den beiden liebevoll zubereitet wurde, gingen sie wieder zu Funny Sugar auf die Weide. Jetzt sollte Sir Sobong sie einmal kennen lernen und von der Weide führen. Er ging langsam auf die Stute zu und redete mit ihr. Jedoch verstand Jeremy kein einziges Wort, denn das war weder Englisch, noch Koreanisch noch sonst eine Sprache die er kannte. Es klang sehr harmonisch, jedoch trotzdem schwierig auszusprechen. Jeremy schüttelte den Kopf und konzentrierte sich lieber auf das Verhalten des Stutfohlens. Aufmerksam folgte sie Sir Sobong von der Weide, an Jeremy vorbei über den Hof zum Putzplatz. Dort band er sie wieder an und wartete darauf, bis Jeremy ihnen gefolgt war. „Das war sehr gut!“ Lächelnd ging er auf die Stute und streichelte kurz ihre Stirn. Dann drückte er leicht gegen ihren Bauch, damit sie einige Schritte zur Seite machte und mit der einen Seite zur Wand stand. Das sah etwas unkoordiniert aus, jedoch würde sich das irgendwann legen. Dann tastete er ihre Beine ab. Zuerst das Hinterbein, dann das Vorderbein. Danach umschloss er mit seiner Hand das Bein und hob es leicht an. Nach ungefähr zehn Sekunden setzte er es vorsichtig wieder ab. Das Gleichgewicht konnte sie gut halten, jedoch durfte Jeremy nicht vergessen, dass sie noch gegen die Wand lehnte. Auch das Hinterbein hob er für knappe zehn Sekunden an und setzte es dann vorsichtig wieder ab. Dasselbe machte er auch mit der anderen Seite. Er entschloss jedoch dazu das ganze heute nicht weiter zu steigern. Morgen würde er dann versuchen die Wand wegzulassen. Nach dem Hufe Geben, lies er sie kurz zwei Minuten stehen und unterhielt sich mit Sir Sobong, bevor er sie noch einmal komplett abtastete. Das sollte einfach nur dazu dienen, dass sie sich überall anfassen lässt für kommende Tierarzt besuche, das Putzen und das sie dem Menschen einfach vertraut. Dann brachten sie das Fohlen auf den Paddock. Das Training würde für den Tag erst einmal reichen. Zurück auf Jeremys Zimmer, setzte er sich an den Schreibtisch und überlegte sich, was er morgen genau vorhatte mit dem Fohlen. Sein Handy hatte er ganz vergessen.
      Auch am nächsten Tag, machte er keine Anzeichen es suchen zu müssen. Er stand auf, machte sich fertig und ging gleich wieder auf die Weide, um das Fohlen zu begrüßen. Nach dem sie kurz herumgetollt sind, führte er sie wieder zum Putzplatz und übte weiter das anbinden, den Knoten immer noch so locker, dass er sich im Notfall sofort lösen würde. Dann begann er wieder zu putzen. Die Stute blieb ganz still stehen und beobachtete Jeremy aufmerksam dabei, wie er aus der Box neben ihr immer wieder etwas neues herausholte, es ihr zum Schnuppern hin hielt und dann damit über ihren gesamten Körper fuhr. Lächelnd belohnte er sie, löste den Knoten und brachte sie wieder zurück auf die Weide, damit sie mit den anderen Fohlen spielen konnte. Das Hufe Geben klappte heute schon etwas besser. Die Wand konnte man ohne Probleme weglassen, jedoch konnte sie ihr Gleichgewicht noch nicht sehr lange halten. Doch das würden sie die nächsten Wochen nun jeden Tag üben, bis es ihr leichter fallen würde.
      Die erste Woche war noch ein sehr entspanntes Training. Das Holen von der Weide klappte sehr gut, das mussten sie nicht einmal intensiv üben, denn da wurde schon Vorarbeit geleistet. Auch das Führen und Anbinden klappte sehr gut. Jeremy wollte diese Woche jedoch gleich den ersten kleinen Spaziergang um den Hof machen. Das Führen klappte an sich schon gut, jedoch gab es auf dem Hof keine neue Ablenkung, die eine Herausforderung für das Fohlen wären.
      Deshalb bat er Sir Sobong dazu, ihn zu begleiten. Nach dem Putzen und dem täglichen Weidegang mit den anderen Fohlen, gingen sie zuerst einige Runden auf dem Hof und begannen Funny Sugar das Anhalten kurz näher zu bringen. Jeremy lief langsam an, ging mit ihm über den Hof und zog kurz an dem Strick und sagte WHOA. Da ihm klar war, dass das Fohlen nicht sofort anhalten würde, sperrte er es ganz vorsichtig mit seinem Körper und drückte leicht gegen die Brust des Fohlens. Das übten sie ein Weilchen, bis Jeremy sich bereit fühlt den Hof zu verlassen. Sir Sobong lief rechts von Funny Sugar, während Jeremy sie führte. Es war ein später Nachmittag und deshalb war zum Glück nicht mehr so viel los. Trotzdem gab es viel für das Fohlen zu entdecken. Die Straße mieden sie fürs erste, weil Jeremy nicht wusste wann ihre Gelassenheitsgrenze erreicht ist. Sie schreckte ein paar Mal zurück vor rauschenden Büschen und vorbeihuschenden Tieren und weigerte sich ein wenig weiter zu laufen. Jeremy wollte in diesem Fall jedoch nicht an dem Strick ziehen und damit gefährden, dass darunter das Führen leiden müsste. Er ließ ihr die Zeit die sie brauchte, um weiter zu laufen. Wegen diesen kleinen Zwischenfällen, beendeten sie den Spaziergang früher als gedacht und brachten sie noch für ein paar Minuten auf die Weide, bevor alle Pferde von den Mitarbeiten zurück in ihre Boxen gebracht werden. Der Spaziergang war etwas aufschlussreicher für ihn. Dass sie vor den neuen Geräuschen und Bewegungen um sie herum noch etwas Angst hatte, musste das nicht unbedingt heißen, dass wir kein gelassenes Fohlen haben. Sie musste einfach noch lernen, nicht sofort Angst zu haben und zu fliehen und sich stattdessen dafür zu interessieren.
      Z W E I T E W O C H E
      Das Training der nächsten Woche beinhaltete mehr Gelassenheitstraining als Führtraining, denn das machte das Stutfohlen schon perfekt. Selbst ihr Gleichgewichtssinn hatte sich in der kurzen Zeit schon sehr gebessert. Nach dem alltäglichen Führen und Hufe geben, brachte Sir Sobong das Fohlen auf den großen Reitplatz, ganz in der Nähe der Miniranch. Jeremy kam wenig später dazu, mit einer großen Kiste voller Dinge, die heute Teil des Trainings werden würden. Schnell huschte er über den Platz und baute die restlichen Stationen noch schnell auf. Dann bat er Sir Sobong darum Funny Sugar einmal durch den Reitplatz zu führen, um sie mit der fremden Umgebung vertraut zu machen. Vor den neuen Dingen hielt sie sichtlich Abstand und zeigte auch deutlich, dass sie diese Situation ihr nicht unbedingt gefiel. Zuerst ging es zu einem blau, gelben Dreieck aus weichem Material, das Jeremy ziemlich am Rande des Reitplatzes platziert hatte. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Pferde die Farben Blau und Gelb am besten sehen können und auf diesem Wissen basiert die Dualaktivierung. Jedoch war das heute nicht das Ziel des Trainings. Funny sollte ihre Angst überwinden und sich in die Mitte des Dreiecks führen lassen. Anfangs zögerte sie noch ein wenig, doch als Jeremy und Sir Sobong voran gingen, auf die Balken standen und Funny deutlich zeigten, dass das hier nicht gefährlich war, ging sie wenig später doch durch das Dreieck und sie verstand auch recht schnell wie sie ihre kleinen Hufe heben musste, um das weiche Material nicht berühren zu müssen. Später würden sie noch einmal hierherkommen, um die Übung zu wiederholen und Routine für das Fohlen zu schaffen. Weiter ging es zu der blauen Plane die mittig auf dem Reitplatz lag und leicht im Wind wackelte. Das gefiel Funny gar nicht. Deutlich gab sie zu erkennen, dass ihr die Plane überhaupt nicht gefiel und sie lieber schnell weg wollte. Jeremy war nun klar, dass heute noch nicht der Tag war, an dem sie über die Plane gehen konnten, jedoch wollte er nicht, dass Funny so vom Platz gehen würde, also faltete er die Plane ganz klein und hob sie Funny vorsichtig hin. Sie beschnupperte es etwas vorsichtig und wusste nicht so recht wie sie sich verhalten sollte. Dann nahm Jeremy die Plane und streichelte damit vorsichtig ihren Hals hinunter zu den Beinen. Sie versuchte dem ein bisschen aus dem Weg zu gehen, doch Jeremy ließ nicht locker. Sobald sie ruhig stehen blieb und lieber aufmerksam zuschaute und versuchte es mit der Nase zu berühren, lobte er das Stutfohlen ausgiebig und streichelte es. Er konnte die Plane sogar zusammengefaltet für eine kurze Zeit auf ihren Rücken legen. Nach der Konfrontation mit der Plane, gingen die drei noch einmal nach hinten zu dem Dreieck und ließen sie wieder dadurch laufen. Bei der dritten Runde hielten sie im Dreieck an und Jeremy tastete wieder ihren Rücken ab. Dann verließen sie das Dreieck wieder. Um das Gelassenheitstraining etwas spaßiger abzuschließen, holte Jeremy nun den großen roten Ball heraus und legte ihn auf die Mitte des Platzes, nachdem er den Rest aus dem Weg geräumt hatte und ließ Funny vom Strick. Sie rannte erst einmal über den kompletten Reitplatz und tobte sich sichtlich aus. Sir Sobong und Jeremy nickten sich zu und gingen Richtung Ausgang und standen mit dem Rücken zu dem Fohlen und warteten darauf, bis die Aufmerksamkeit des Fohlens wieder bei ihnen war. Dann gingen sie hinüber zu dem Ball und kickten ihn Funny leicht entgegen. Sie wollte ihm erst aus dem Weg gehen, doch als Funny merkte, dass er an ihr vorbei rollte, trabte sie ihm sogar nach und versuchte ihn anzustupsen. Es war ein witziges Bild und alle beide mussten anfangen zu lachen. Zu dritt spielten sie ein wenig miteinander, bis sie merkten, dass die Konzentration des Fohlens leicht abschweifte und die Aufmerksamkeit immer mehr nach lies. Also packten sie den Ball weg und brachten das Fohlen zurück auf die Weide. Jeremy wollte es für den Tag so stehen lassen, dann hätte das Fohlen einen angenehmen Abschluss und würde das Training in guter Erinnerung behalten.
      Jeremy ging stattdessen wieder auf sein Zimmer und legte sich auf das Bett, um sich kurz auszuruhen. Er war nun schon eine Woche hier und noch kein einziges Mal am Meer gewesen. Und das war gleich um die Ecke. Seine Freunde wären wirklich neidisch auf ihn, wenn er ihnen Bilder zeigen würde vom Strand … warte … Jeremy richtete sich schnell auf und sah sich um. Seine Freunde. Sein Handy. Er hatte es immer noch nicht gefunden. Und was wenn er es gar nicht dabei hatte? Aber vielleicht hatte er es auch im Flugzeug liegen lassen. Er würde wirklich gern wissen, wie es den anderen zu Hause erging. Er könnte ja Sir Sobong fragen, ob er näheres weiß, aber eigentlich hatte er nicht wirklich Lust mit ihm zu reden. Er war immer noch ein wenig sauer auf ihn. Auch wenn es ihm schrecklich leid tat und es ihm schwerfällt so abweisend zu sein, findet er immer noch nicht richtig, was er getan hatte. Seufzend ließ er sich zurück ins Kissen fallen. Er sollte lieber über andere Dinge nachdenken, als über die Vergangenheit, denn er hatte einen neuen Job. Er konnte den ganzen Tag mit den Tieren arbeiten, die ihm einst das Leben retteten. Und er bekam die große Aufgabe zugestellt ein Fohlen auf das Leben vorzubereiten, übertrieben gesehen. Und Funny Sugar war wirklich großartig. Er freute sich schon auf das nächste Training mit ihr.
      Sir Sobong war heute früher wach als Jeremy und hatte das Fohlen schon aus der Box geholt und geputzt. Selbst das Hufe geben und Hufe putzen klappte heute einwandfrei. Jeremy räumte kurz das Putzzeug auf und begleitete dann die beiden auf einen kleinen Spaziergang um den Hof, bevor sie wieder eine kleine Einheit mit Plastiktüten und Regenschirmen vor dem Führtraining einschoben. Die Regenschirme waren ihr noch etwas ungeheuer, jedoch die Plastiktüten kein Problem mehr. Das Führtraining war nun auch abgeschlossen. Funny Sugar hängt beim Laufen nun nicht mehr hinterher, sondern läuft in einem angenehmen Tempo auf Schulterhöhe neben einem her. Das Alleine bleiben war nun der nächste Punkt auf der Liste, welchen sie jedoch schnell wieder abhacken konnte, da Funny Sugar mit dem Allein bleiben kein Problem hatte. Zum Abendessen brachten Sir Sobong und Jeremy das Fohlen auf die Weide.
      „Und was hast du diese Woche noch vor mit dem kleinen Fohlen?“ Jeremy überlegte. „Ich glaube ich mache mit ihr noch ein paar mehr Spaziergänge. Das Schrecktraining nimmt sie sehr gut an und der Rest klappt schon einwandfrei.“ Sir Sobong nickte. „Und was willst du beim Schrecktraining noch so machen?“ Jeremy räusperte sich. „Warum fragst du mich das? Du warst doch mein Lehrer und ich arbeite nach deinem Vorbild, also bist doch du derjenige der über alles Bescheid weiß.“ Genervt wendete sich Jeremy von Sir Sobong ab. „Weißt du, mir reicht es dass du dich schon seit zwei Wochen so anstellst wie ein kleines Kind das von nichts eine Ahnung hat. Du brauchst keine Schuldgefühle habe und versuchen mir alles Recht zu machen. Wieso bist du überhaupt mitgekommen? Wolltest du mich kontrollieren? Wolltest du sehen wie ich meinen ersten Auftrag versaue?“ Wütend stampfte Jeremy davon, ohne auf eine Antwort von Sir Sobong zu warten. Dieser sah ganz niedergeschlagen dem wütenden Pferdetrainer hinterher. Er hatte keinen Hunger mehr und ging stattdessen auf sein Zimmer.
      Am nächsten Morgen war Jeremy alleine bei Funny Sugar. Sir Sobong tauchte nicht auf. Als er nach dem Training nachfragte, wo den Mister Sobong sei, wurde ihm berichtete, dass Sobong Yoon-Tsela frühzeitig abgereist ist. Jeremy wusste nicht so recht was er davon halten sollte und versuchte sich beim Training weiter abzulenken. Doch das ging nicht. Sir Sobong ist drei Tage früher abgereist, ohne ihm Bescheid zu sagen, nur weil er gestern Abend nicht seinen Mund halten konnte. Niedergeschlagen beobachtete er die Pferde auf der Weide, welche friedlich grasend ihr Leben genießen konnten. Und er verärgerte den Menschen, dem er am meisten zu verdanken hatte. Wenigstens hatte er die Ausbildung des jungen Stutfohlens nicht vermasselt.
      Am vor letzten Tag ging Jeremy mit dem Fohlen noch einmal spazieren, bevor er sich daranmachen würde, den Besitzern des Fohlens sein Training näher zu bringen und ihnen zu zeigen, wie es nun weitergehen würde. Er entschloss sich dazu zum Strand zu gehen. Langsam trotteten die beiden durch das Watt und genossen die kühle Windbrise, die vom Meer kam. Das Wasser schien ihr keine Probleme zu bereiten, weshalb sie sogar einige Schritte weiter hineingehen konnten. Doch bevor sich einer von beiden erkälten würde kehrten sie wieder zurück auf den Hof. Nach ein paar Stunden Pause, erwarteten die Besitzer des Fohlens Jeremy schon auf dem Reitplatz. Dort konnte er ihnen zeigen, woran sie gearbeitet hatten und wie sie das Training immer erweitern konnten. Dann bedankte er sich bei ihnen für den herzlichst Auftrag und entschuldigte sich für das frühe Abreisen von seinem Kollegen. Der Abschied von Funny Sugar fiel ihm ungewöhnlich schwer. Das Stutfohlen war sehr anhänglich und begann allmählich Jeremy immer mehr zu vertrauen. Das hatte er die letzten Jahre vermisst, diese Gutmütigkeit der Pferde, doch die Abschiede von solch wunderbaren kleinen Wesen, die hatte er nicht vermisst.

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      Das Jahr 2017 - Jahresrückblick
      17. Dezember 2017 ©FrauHolle
      Was für ein Jahr! Im Januar hatte ich mir meinen Traum von einem eigenen Hof erfüllt. Gleich an Neujahr hatte ich mit meiner Familie und meinen Freunden angefangen die ersten Ställe zu renovieren. Den ganzen Januar durch hatten wir Tag und Nacht geschuftet: Die Halle bekam einen neuen Boden, die Boxen wurden gestrichen und das Reiterstübchen wurde komplett renoviert. Wir karrten Haufenweise neuen Sand auf die Paddocks und in die neu gebauten Unterstände und auch eine große Liegehalle für den Aktivstall bauten wir alle gemeinsam. Doch die ganze Arbeit hatte sich mehr als gelohnt und dank meiner vielen Helfer konnte ich am 23. Januar meine erstes eigenes Pony auf die Küstenranch holen: Lumikello durfte als erstes Pferd in den neuen Aktivstall ziehen. Ich war stolz wie Oskar und verbrachte Stunden damit, Lumi im neuen Stall zu beobachten. Wir wurden schnell zu einem guten Team und auch heute, fast ein Jahr später, kann ich mich wirklich glücklich mit ihm schätzen. Natürlich sollte Lumikello nicht alleine bleiben und so kaufte ich schon drei Tage später einen Freund für ihn. Fallen Godness und Lumi verstanden sich auf Anhieb und auch ich war zufrieden mit dem jungen Hengst. Leider merkte ich mit der Zeit, dass Fallen und ich nicht wirklich zusammenpassten, sodass ich ihn im Sommer an meine Schwester verkaufte.
      Auch die Shettystute Rabea und der Falabellahengst Treebeard zogen bald darauf bei mir ein, genau wie Tinkerstute Ramira. Doch fünf Pferde waren mir noch nicht genug, sodass ich regelmäßig neue Pferde auf meinem Hof begrüßen durfte. Mit Lamiro hatte ich einen perfekten besten Freund für Treebeard gefunden, denn die zwei sind seid Lamiros Ankunft unzertrennlich. Auch Rabea sollte natürlich eine kleine Herde bekommen, und so erweiterte ich die Miniranch und kaufte My Hope Nymeria. Im März nahm ich dann eine neue Herausforderung an und kaufte mir die beiden Fohlen Devils Trap und Nabiri, die den Stuten auf der Miniranch Gesellschaft leisten durften.
      Ich lebte mich immer mehr auf meinem Hof ein und der Alltag mit und bei den Pferden spielte sich so langsam ein. Während ich mich zwischendurch immer wieder auf die Reise quer durch Europa machte, um meinem Beruf als Trainerin nachzugehen und mir ein bisschen Geld zu verdienen, konnte ich die Pferde problemlos einige Tage alleine lassen, in denen sich eine Freundin von mir um die Fütterung der Pferde kümmerte. An den Wochenenden fuhr ich immer regelmäßiger zu Turnieren und holte erste Schleifen und Siege auf die Ranch, die ich stolz im Reiterstübchen aufhängte.
      Im April zogen dann Wednesday, Contia Socks, sowie Lady Felize auf meinen Hof. Mit Lady Felize hatte ich einen sehr guten Fang gemacht. Wir trainierten jeden Tag, bestritten jede Woche teilweise mehrere Turniere und holten einen Sieg nach dem anderen. Im September erlebte ich dann das Highlight des Jahres: Felize Körung! Ich konnte es kaum glauben, wie gut sie sich innerhalb von einem halben Jahr bei mir entwickelt hatte und konnte sie voller Stolz mein erstes gekröntes Pferd nennen. Doch auch Harvey, die zusammen mit Miss Monty und Rumkugel im Mai auf meinen Hof zog, machte sich im Turniersport sehr gut und ich war mir sicher, dass auch sie es Anfang nächsten Jahres zur Krönung schaffte.
      Im Juni wurde die Miniranch durch Funny Sugar noch einmal aufgemischt und auch die Stutenherde war mit Jule nun endlich komplett. Ich nahm nicht nur mit Harvey und Lady Felize an Turnieren teil, sondern auch die Shettys überraschten mich wieder, indem sie einige Siege in Fahrturnieren absahnten. Mit dem Kauf von Burnout erhoffte ich mir ein weiteres Turnierpferd und ich war mir ziemlich sicher, dass ich 2018 mit ihm durchstarten kann. Im Oktober zog dann mein letztes Pferd für dieses Jahr ein. Lewitzerhengst Leon hatte es mir total angetan und ich bereute es auf keinen Fall, ihn zu mir geholt zu haben.
      Ich war nicht nur stolz darauf, was ich innerhalb eines Jahres alles erreicht hatte, sondern auch überglücklich, jedes einzelne dieser Pferde zu besitzen. Das Jahr 2017 war wirklich überaus perfekt und ich freute mich schon riesig darauf, im neuen Jahr sowohl als Trainerin, als auch als mit meinen Pferden, durchzustarten. Mal sehen, was 2018 so mit sich bringt!
    • Laraya13
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      Der Frühling ist da
      11. April 2018 ©FrauHolle
      Pünktlich um 6 Uhr holte mein Wecker mich aus dem Schlaf. Ich zog die Gardine zurück und schaute aus dem Fenster. Das Wetter versprach einen wunderschönen Sonnenaufgang. In Windeseile schnappte ich mir meine Reithose und Gummistiefel und düste nach draußen. Nach einem kurzen Check, ob bei den Pferden alles in Ordnung war, holte ich mir zwei Halfter aus der Sattelkammer und schlenderte zur Miniranch. Schon jetzt war es total warm draußen und endlich konnte man wieder richtig an den Strand. Das eine Halfter legte ich der einjährigen Funny Sugar an, die neugierig an meiner Jackentasche knabberte. Zusammen mit Funny ging ich zu Contia Socks, die gerade die restlichen Heuhalme aus der Raufe popelte. Contia war inzwischen zu einem richtigen Pferd geworden. Mit ihren dreieinhalb Jahren war sie eigentlich schon viel zu alt für die Miniranch und ich konnte sie bald zu den Offenstall der Stutenherde stellen. Doch jetzt wollten wir erst einmal an den Strand. Zu dritt machten wir uns auf den Weg über den Deich durch die Dünen hindurch. Die beiden Stuten waren flott unterwegs und stapften mit ihren langen Beinen durch den tiefen Sand. Wie liefen in Richtung Südost am Wasser entlang. Funny schnaubte zufrieden ab und lief motiviert im flachen Wasser neben mir her. Das Wasser war noch ziemlich kalt, doch den beiden Pferden machte das überhaupt nichts aus. Wir legten einen kleinen Stopp ein und ich schickte die Pferde etwas weiter ins Wasser herein. Contia scharrte mit ihrem rechten Vorderhuf und machte dabei Funny und mich von oben bis unten nass. Wir liefen noch ein Stück am Strand entlang, bevor wir umdrehten. Gemütlich schlenderten wir am Wasser zurück Richtung Hof. Funny und Contia plantschten noch einmal ausgiebig im Wasser, bevor wir schließlich über den Deich zurück zum Hof gingen. Am Putzplatz spülte ich den beiden den nassen Sand von den Beinen und holte ihnen eine kleine Leckerei. Nachdem ich bei beiden Pferden noch rasch die Hufe ausgekratzt hatte, brachte ich Funny und Contia auf die große Weide, wo sie heute zum ersten Mal dieses Jahr den Tag verbringen durften. Kurz darauf holte ich noch Nabiri und Devils Trap und stelle sie dazu. So hatten die drei älteren Shettys heute mal Urlaub von der Jugend und die Jungpferde durften sich den ganzen Tag auf der riesigen Weide austoben. Zufrieden beobachtete ich Contia und die anderen, wie sie sich genüsslich wälzten, im vollen Galopp buckelnd über die Wiese rannten und sich kurze Zeit später über das frische Gras hermachten. Die anderen Pferde hatten bestimmt auch Hunger, dachte ich, sodass ich mich an die Arbeit machte und die restliche Rasselbande versorgte.
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      Ein Sommertag im Stall
      29. Mai 2018 ©FrauHolle
      Pünktlich um 6 Uhr am Morgen klingelte mein Wecker. Ich schaltete das laute Piepen aus und blieb noch einen Moment liegen. Dann wälzte ich mich auf die rechte Seite und griff nach meinem Smartphone, um meine Neuigkeiten zu checken. Ich öffnete meine Wetter-App. Sonne, Sonne und noch mehr Sonne, dachte ich. Heute Nachmittag zeigte mein Handy über 30 Grad an. Ich musste mich schleunigst an die Arbeit machen, um zumindest die Stallarbeit zu erledigen, bevor die Temperaturen anstiegen. Nach einem schnellen Besuch im Badezimmer schlenderte ich nach draußen. Ich füllte zuerst bei den Stuten, dann bei den Hengsten und schließlich auch bei den Minis das Wasser auf und befüllte die Heuraufen und -netze mit frischem Heu. Danach äppelte ich die Sandflächen in den Offenställen und im Aktivstall ab und harkte das auf dem Boden liegende Heu zu einem Haufen zusammen. Schon jetzt war die Luft ziemlich schwül und ich kam ordentlich ins Schwitzen. Doch ich hatte noch viel vor und nach einer kurzen Trinkpause machte ich mich daran, die Ponys zu beschäftigen.
      Zuerst brachte ich die Aktivstall-Hengste, die den heutigen Vormittag auf der großen Wiese verbringen durften, nacheinander auf die andere Straßenseite. Leon und Burnout machten den Anfang, danach folgten Rumkugel und Lumikello. Den vieren war die Freude sichtlich ins Gesicht geschrieben, denn sie stürzten sich begeistert auf das frische Gras. Ich hängte die Halfter zurück an ihren Platz und holte Felize Dressursattel, Trense und Putzzeug aus der Sattelkammer und stellte diese an den Putzplatz. Für Lady Felize stand heute lockeres Dressurtraining auf dem Plan. Im Nu hatte ich die Stute geputzt und gesattelt und saß schließlich gegen 10 Uhr im Sattel. Obwohl ich viele Schrittpausen machte und das Programm ans Wetter anpasste, war Felize bei den Temperaturen nach dem Training ordentlich nassgeschwitzt. Ich nahm ihr den Sattel mit der vollgeschwitzten Schabracke ab und duschte die Stute am Waschplatz. Kaputt aber zufrieden schmiss Felize sich sofort in den Sand, als ich sie zurück zu ihren Freundinnen brachte. I
      nzwischen war die Mittagszeit angebrochen und die Sonne stand schon ziemlich hoch. Auch ich brauchte dringend eine Abkühlung und so zog ich mir eine kurze Hose an, schnappte mir Ramira, Miss Monty und Nabiri und machte einen Spaziergang an den Strand. Artig folgten die drei mir am Strick bis zum Wasser. Monty stürzte sich sofort ins kühle Nass und plantschte drauf los. Ramira musste sich erst einmal an das kalte Wasser gewöhnen und tastete sich langsam immer weiter rein. Nabiri hingegen war eher nicht so begeistert von der ganzen Sache, doch war am Ende durch Montys Rumgeplansche unfreiwiligerweise genauso nass wie die anderen. Ich versuchte noch ein Stückchen am Wasser entlang zu gehen, doch das gestaltete sich mit drei Pferden, die alle unterschiedlichen Mist im Kopf hatten, eher schwierig. Nachdem Monty sich noch genüsslich im Sand paniert hatte, machten wir uns auf den Rückweg.
      Zurück auf dem Hof holte ich die Hengste von der Weide. Zwar wären die vier wahrscheinlich gerne noch länger dort geblieben, doch einen ganzen Tag Gras waren sie nicht gewohnt. Doch das war auch ganz gut so, denn so konnten Funny Sugar, Contia Socks, Rabea, My hope Nymeria und Wednesday den Nachmittag auf der Weide verbringen. Nachdem ich die fünf in zwei Etappen zur Weide geführt hatte, gönnte ich mir eine kleine Mittagspause und setzte mich mit einem Salat und einer kühlen Cola in den Schatten. In der Sonne war es nun kaum auszuhalten und auch die Ponys suchten auf ihren Weiden und Paddocks nach Schatten. Durch die Reithalle lag der kleine Reitplatz zum Glück im Schatten und so konnte ich dort nach der Mittagspause ein wenig Bodenarbeit machen. Tinkerstute Jule hatte inzwischen viel Freude an der Bodenarbeit entwickelt und selbst bei diesem Wetter war sie konzentriert bei der Sache. Wir übten ein paar Zirkuslektionen und das Seitwärtsgehen über eine Stange. Nach einer guten halben Stunde lobte ich Jule zufrieden, duschte ihr die Beine und brachte sie zurück zu den Stuten.
      Ich holte das Halfter für Devils Trap aus der Sattelkammer und holte das kleine Shettyfohlen vom Paddock. Devil hatte bis vor kurzem noch panische Angst vor Wasser und so übten wir nun jeden Tag abwechselnd mit dem Wasserschlauch und der Nordsee. Inzwischen bleibt Devil schon ruhig stehen, wenn ich ihr mit dem Wasserschlauch die Beine abspritze. Und auch ins Meer traute sie sich Stück für Stück immer weiter rein. Bei der Hitze heute wollte ich versuchten, Devil komplett abzuduschen und war gespannt, wie sie reagieren wird. Ich begann an den Hufen und tastete mich von dort immer weiter nach oben. Devil guckte etwas skeptisch doch langsam merkte sie, dass das kühle Wasser an ihrem Bauch doch ganz angenehm sein kann. Ich gab ich zur Belohnung ein Stück Karotte und spritzte dann vorsichtig ihre Brust ab. Devil zuckte kurz zusammen, doch duldete dann mein Vorhaben, ohne sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Das sollte für heute erst einmal reichen. Ich schaltete das Wasser ab und kraulte Devil den Hals. Zusammen mit Nabiri stellte ich sie auf den Springplatz, wo die beiden den restlichen Tag den Rasenmäher spielen durften.
      Als nächstes kümmerte ich mich um Lamiro und Treebeard. Ich putze die beiden, baute Zügel an Lamiros Halfter und schwang mich auf seinen Rücken. Mit Treebeard als Handpferd ritt ich Richtung Strand. Bei Lamiro war ich mir inzwischen hundertprozentig sicher, dass ich ihm auch ohne Sattel und Trense am Strand vertrauen konnte. Ich ritt in einem gemütlichen Schritt im flachen Wasser am Strand entlang. Treebeard blieb ab und zu stehen und steckte seine Nase ins Wasser, trabte dann aber immer wieder direkt seinem großen Freund hinterher. Ich ritt noch ein kleines Stück weiter ins Wasser herein und die beiden Ponys fingen an, sich gegenseitig nass zu machen. Auch ich blieb auf Lamiros Rücken natürlich nicht trocken, doch das war eine wunderbare Abkühlung. Nachdem wir alle drei ordentlich nass waren, ritt ich zurück zum Hof und brachte die beiden wieder in den Offenstall. Ich füllte noch einmal alle Tränken mit frischem Wasser, brachte den Pferden neues Heu und ging schließlich ins Haus, um mir etwas trockenes anzuziehen.
      Nach dem Abendbrot holte ich die fünf Minis von der Weide. Inzwischen war es glücklicherweise nicht mehr so warm und die Sonne verschwand so langsam am Horizont. Perfekt, um noch einen kleinen Ritt mit Harvey einzulegen. Rasch holte ich die Sachen aus der Sattelkammer und machte das Pferd fertig. Pünktlich zum Sonnenuntergang stieg ich auf dem großen Reitplatz in den Sattel. Harvey hatte vor kurzem die Stutenkrönung geschafft und ich hatte das Gefühl, dass sie seitdem nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht hatte. Ihre Gänge waren wunderschön und auch die Leistung unterm Sattel konnte sich sehen lassen. Nicht nur als Turnierpferd, sondern auch als Freizeitpferd machte sie mich jeden Tag aufs neue wieder stolz. Das Dressurtraining mit ihr rundete diesen, wenn auch ziemlich heißen und anstrengenden, aber wunderschönen Tag perfekt ab. Nachdem ich Hervey versorgt und Devil und Nabiri zurück zu den anderen gestellt hatte, machte ich noch einmal einen Rundgang über den Hof und viel schließlich todmüde und völlig fertig in mein Bett!
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      Funnys neue Herde (+Strandspaziergang)
      16. August 2018 ©FrauHolle
      "Fuuuunnyyyyy", rief ich über die Wiese. Funny drehte sich neugierig nach mir um und trottete in meine Richtung. Ich wartete, bis sie am Tor angekommen war, begrüßte sie mit einer Karotte, zog ihr das Halfter über und führte sie zum Putzplatz. Funny wusste zwar noch nichts von ihrem Glück, doch heute war ein ganz besonderer Tag für die Stute. Sie war in letzter Zeit ganz schön gewachsen und inzwischen war sie für die Miniranch einfach zu groß. Deshalb hatte ich beschlossen, sie heute in die Stutenherde zu integrieren. Da Funny sehr verträglich mit anderen Pferden war, war ich sehr zuversichtlich, dass sie sich schnell bei den anderen wohl fühlen wird. Doch bevor ich sie zu den anderen packen wollte, wollten wir das schöne Wetter genießen. Ich holte das Knotenhalfter und einen langen Strick aus der Sattelkammer und machte mich mit Funny auf den Weg zum Strand. Alleine ins Gelände zu gehen war für Funny inzwischen kein Problem mehr. Artig folgte sie mir über den Deich zum Strand. Im tiefen Sand liefen wir Richtung Wasser. Zum Glück war gerade Niedrigwasser, sodass wir entspannt im Watt weiter laufen konnten. Wir drehten eine große Runde durchs Watt, liefen ab und zu mal durch einen Priel und kehrten schließlich nach über einer Stunde zurück zum Hof. Funny schnaubte zufrieden und ich spülte ihr mit dem Wasserschlauch den Sand von den Beinen. Dann holte ich eine Futterschüssel mit etwas Müsli und frischen Äpfeln aus der Futterkammer und wartete, bis Funny ihre Belohnung verschlungen hatte. Dann wurde es ernst. Zwar machte ich mir wirklich keine Sorgen aber irgendwie war es doch immer wieder ein bisschen aufregend, ein Pferd in eine neue Herde zu integrieren. Ich führte Funny durchs Tor und nahm ihr das Halfter ab. Die anderen Stuten standen kauend an der Heuraufe oder dösten in der Sonne. Funny ging einige Schritte, blieb dann aber stehen und beobachtete die anderen. Harvey entdeckte die Neue und kam neugierig nach vorne. Die beiden Stuten beschnupperten sich kurz, Harvey zeigte Funny, wer hier der Chef in der Herde ist, dann war es wieder ruhig. Jetzt hatten auch die anderen Funny bemerkt und trotteten zu ihr, um sie zu begrüßen. Ramira und Felize schnupperten kurz an der Neuen, drehten dann aber gleich wieder ab. Monty hingegen musste natürlich zeigen, was sie alles drauf hatte und verteidigte mit vollem Einsatz ihren Rang. Da Funny sich aber ziemlich schnell unterordnete verlor auch Monty schnell die Lust und kümmerte sich lieber wieder ums Futter. Funny sah immer noch sehr entspannt aus und machte sich auf dem neuen Paddock auf Entdeckungstour. Zufrieden schaute ich meinen sechs Stuten noch einige Zeit zu, bevor ich mich wieder an die Arbeit machte. Als ich vor der Mittagspause noch einmal am Stutenpaddock vorbei ging, stand Funny bereits neben Jule an der Raufe. Besser hätte es auf jeden Fall nicht laufen können!
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      Schrecktraining
      27. August 2018 ©FrauHolle
      Funny Sugar hatte sich nach über einer Woche wunderbar in der neuen Herde eingelebt. Auch wenn Funny noch sehr jung war und ich mit dem einreiten noch mindestens zwei Jahre warten wollte, musste die Stute noch viel lernen. Seit einigen Tagen hatte ich angefangen, ab und zu Longenarbeit mit Funny zu machen. Um ihr ein abwechslungsreiches Training zu bieten, machten wir hin und wieder einen Spaziergang an den Strand oder probierten uns an ersten Zirkuslektionen. Funny hatte von Tag zu Tag mehr Spaß an der Arbeit und freute sich inzwischen sogar, wenn ich sie vom Paddock holte, um mit ihr zu arbeiten.
      Heute hatte ich ein kleines Schrecktraining geplant. Ich putze die Stute und führte sie daraufhin zum kleinen Reitplatz, wo Funny sich erst einmal in Ruhe umsehen durfte. Nicht nur die große Plastikplane war für Funny fremd, sondern auch der große ,grüne Gymnastikball und das Flatterband, welches ich zwischen zwei Sprungständern gespannt hatte. Nach und nach tasteten wir uns an alle Gegenstände heran. Vorsichtig hob ich die Plane auf und legte sie über Funnys Rücken. Am Anfang war Funny nicht ganz so überzeugt von der Sache, doch am Ende schafften wir es sogar, ein Runde im Schritt mit der Plane auf dem Rücken über den Reitplatz zu drehen. Selbst unter dem Flatterband konnte ich Funny hindurch führen, ohne dass sie panisch das Weite suchte. Und auch der Ball war zwar immer noch sehr gruselig, doch Funny akzeptierte es, dass der Ball um sie herum rollte. Zufrieden gab ich Funny ein Leckerli und lobte sie für ihr Vertrauen. Zum Abschluss ließ ich Funny auf dem großen Reitplatz laufen. Funny nutze diese Chance natürlich aus, und tobte wie wild über den Platz. Manchmal fragte ich mich wirklich, woher sie die ganze Energie nahm. Ich führte Funny im Schritt trocken, gab ihr noch etwas Müsli und brachte sie schließlich wieder zu den anderen.
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      Ein Sonntag auf der Küstenranch
      02. September 2018 ©FrauHolle
      Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich heute endlich mal wieder einen freien Sonntag und ich freute ich riesig darauf, den Tag auf meinem Hof mit den Pferden zu verbringen. Pünktlich um 7 Uhr klingelte mein Wecker. Ich machte mir Frühstück und war kurze Zeit später gestärkt und mit Stallklamotten draußen bei den Pferden. Bevor ich mich an die Stallarbeit machte, brachte ich Rumkugel, Burnout, Lamiro und Treebeard auf die Weide, denn die vier Hengste hatten heute Pause und durften den Sonntag auf der großen Weide verbringen.Die anderen Pferde wurden von mir mit frischem Wasser und Heu versorgt, dann machte ich mich ans Absammeln der Paddocks und mistete die Unterstände aus. Kurz vor 10 Uhr war ich fertig mit der Stallarbeit und machte mich ans Training.
      Zum Einstieg des Tages hatte ich etwas Springtraining mit Leon geplant. Der junge Lewitzerhengst hatte diese Saison einige Schleifen und Siege mit nach Hause gebracht und ich freute mich total, ihn schon bald auf einer Körung vorzustellen. Auch wenn seine Turniersaison bereits vorbei war, mussten wir natürlich bis zur Körung im Training bleiben und so ging ich regelmäßig mit ihm auf den Springplatz oder ins Gelände. Inzwischen war Leon, trotz seiner Größe, zu einem echten Springprofi geworden und das Training mit ihm machte jedes Mal aufs Neue wieder Spaß. Zum Aufwärmen drehte ich eine „Hofrunde“, so nannte ich die zehnminütige Ausreitrunde einmal um den Hof herum. Wir machten uns im Trab und Galopp auf dem Springplatz warm, bevor ich mit dem Springen begann. Leon war wirklich sehr zuverlässig beim Springen und ich konnte mir immer sicher sein, dass er den Absprung noch rettete. Nach einer guten Stunde machte ich zufrieden Feierabend und brachte Leon zurück auf den Paddock. Ich schnappte mir Funny Sugar und Zenja, denn die beiden hatten heute Nachmittag die Aufgabe den Springplatz zu mähen und ich war mir sehr sicher, dass die beiden jungen Stuten dieser Aufgabe gewachsen waren.
      Nach einer kleinen Mittagspause schnappte ich mir My Hope Nymeria, Nabiri und Contia Socks, um mit den drei Stuten eine Runde spazieren zu gehen. Ich halfterte alle drei auf und machte mich auf den Weg Richtung Strand. Zum Glück war gerade Ebbe und so konnten wir gemütlich durchs Watt spazieren. Die Ponys blieben völlig entspannt und trotteten neben mir her. Wir liefen durch einige Priele, drehten schließlich um und liefen zurück Richtung Hof. Nach einer guten Dreiviertelstunde standen die drei wieder auf dem Paddock. Nachdem ich Devils Trap eine halbe Stunde lang longiert hatte, machte ich Lady Felize und Jule bereit für einen Ausritt. Jule hatte sich in letzter Zeit als gutes Handpferd entpuppt und so konnte ich bei einem Ausritt gleich zwei Pferde bewegen. Wir drehten eine Runde durch den Wald, trabten kleine Feldwege entlang und gaben auf einem Stoppelfeld in der Nähe des Hofs so richtig Gas. Erschöpft aber zufrieden kehrten wir zum Hof zurück, wo ich beiden Pferden eine große Portion Müsli gab. Auch ich hatte jetzt erst einmal genug Action und so longierte ich erst Lumikello und dann Miss Monty. Während Lumi es eher gemütlich anging und sich etwas zögerlich von mir über die Trabstangen bitten ließ, konnte ich Monty vor lauter Energie kaum stoppen. Das war eindeutig ein Zeichen, dass ich öfter etwas mit ihr machen musste und genau das nahm ich mir auch für die nächsten Wochen vor.
      Inzwischen war es schon ziemlich spät und ich legte eine kleine Pause im Haus ein, um Abendbrot zu essen. Doch es waren noch längst nicht alle Pferde bewegt und so sattelte ich nach dem Abendbrot meine Tinkerstute Ramira, um mit ihr etwas auf dem Reitplatz zu arbeiten. Sie war inzwischen seit eineinhalb Jahren bei mir und ich war wirklich stolz auf ihre Entwicklung. Zwar hatte Ramira viel Zeit zum Lernen gebraucht, doch ich hatte ihr die Zeit gerne gegeben. Nicht nur unterm Reiter hatte sie sich deutlich verbessert, sondern auch ihr Charakter hatte sich in letzter Zeit stark zum positiven entwickelt. Für nächstes Jahr hatte ich mir vorgenommen Ramira einzufahren und war sehr gespannt, ob wir eventuell bald unser erstes Turnier melden konnten. Zum Abschluss eines wunderbaren Tages mit meinen Pferden schnappte ich mir die beiden Shettydamen Wednesday und Rabea, sowie meine bereits gekrönte Stute Harvey, und machte mich ein letztes Mal für heute auf den Weg zum Strand. Gemütlich liefen wir dem Sonnenuntergang entgegen und die Pferde plantschten in der Nordsee, bis die Sonne schließlich am Horizont verschwand.
      Am Abend holte ich die vier Hengste von der Weide zurück auf die Paddocks und auch Funny und Zenja durften zurück in ihre Herde. Ich füllte noch alle Raufen mit frischem Heu und füllte die Tränken mit Wasser, dann machte ich mich völlig erschöpft aber sehr zufrieden mit dem Tag auf den Weg ins Bett. Was ein Tag!
    • Laraya13
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      Pflegebericht für alle Pferde des von Landsberg TC | 4978 Zeichen von adoptedfox
      Käthe | “Du gehörst ins Bett, my Dear.” ermahnte mich Erin, als ich den Stall betrat und meine Thermoskanne auf der Futterkiste abstellte. Ich seufzte. “...aber mir fällt die Decke auf den Kopf.” sagte ich mit erstickter Stimme und folgte ihr in die Sattelkammer. “Wie läuft es mit Funny Sugar?” fragte ich sie und nahm mir einen Führstrick. “Sehr gut! Die letzten Tage habe ich mit ihr vermehrt Bodenarbeit gemacht und unsere Verbindung wird immer besser!” erzählte sie euphorisch und ich freute mich darauf, die Entwicklung der beiden miterleben zu dürfen. Erin hatte die junge Stute im Oktober letzten Jahres gekauft um sie selbst ausbilden zu können und ich versprach ihr zu helfen, sollte sie meine Unterstützung benötigen. Sie öffnete den Spind von Hibana und nahm den Sattel, ein paar Gamaschen und die Putzkiste heraus. “Was möchtest du heute machen?” fragte sie mich auf dem Weg zu ihrer Box und ich überlegte einen Moment. “Ich denke ich striegel die Pferde nur ab, bringe sie auf die Weiden und vielleicht gehe ich eine gemütliche Runde ins Gelände.” antwortete ich und Erin nickte zustimmend. Wir unterhielten uns noch einen Moment, bevor ich mich auf den Weg machte und mich um die Pferde kümmerte. Nachdem sich die Fohlen Granada, Ivy’s Rhapsody und Missing Misty auf der Weide neben dem unteren Stallgebäude befanden und um die Wette galoppierten, ging ich zur Box von Lorelei. Lorelei war seit einer Woche auf dem Hof und stach, als Kaltblut, deutlich zwischen den Vollblütern hervor. “Na meine Große, wie geht es dir heute?” fragte ich sie und ging in die Box um ihr grobe Verschmutzungen und Streu, die sich im Fell verfangen hat, abzubürsten. Tiefenentspannt, stand sie mit ihrem dichten Winterfell vor mir und genoss die massierenden Bewegungen der Bürste.
      Da sie noch in der Eingewöhnung war, brachte ich sie auf die Koppel neben dem Haus, die wir abgetrennt hatten damit auch Westatlanta ihren Freigang genießen konnte. Ases Maskwamozi, Echo’s Maiden und Smooth Gravity brachte ich zusammen auf eine der großen Weiden und Bearing Spot's, Bear Brooks Denahi, Grenzfee und Sympathy of the Devil auf eine anschließende Weide, damit die Stuten untereinander trotz der Litze Kontakt halten konnten. For an Angel brachte ich zu den Fohlen auf die Weide. Als auch Amistad, Compliment und Valentine’s Cantastor auf den Weiden waren, kontrollierte ich noch einmal dass alle Tore fest verschlossen waren und ging in den Stall um Smarty Jones für den Ausritt fertig zu machen. Der Hengst war das Verlasspferd schlechthin und ich vertraute ihm in jeder Situation. Da ich angeschlagen war hielt ich es für besser, ihn für einen Ausritt zu wählen. Ich holte den Hengst aus der Box und band ihn in der Stallgasse an um ihn gründlich zu putzen. Nachdem ich seine Hufe ausgekratzt hatte ging ich in die Sattelkammer und holte ein paar Gamaschen, seinen Sattel und die Trense. Mit einer Grippe war es ein Kraftakt, den schweren Westernsattel auf den Rücken des Hengstes zu bekommen, doch ich nahm alle Kraft zusammen und legte ihn mit Schwung auf. Der Hengst schnaubte und wandte mir seinen Kopf zu als wolle er fragen, ob alles okay sei. Ich streichelte über seine Stirn und lachte. “Womit hab ich dich nur verdient, hm?” fragte ich ihn und er rieb sein zartes Maul an meinem Oberschenkel. Ich holte eine Abschwitzdecke aus seinem Schrank und legte sie ihn über die Kruppe. Wir hatten zwar keine Minusgrade, doch der Wind fühlte sich eisig kalt an. Ich trenste den Hengst und führte ihn auf den Hof zur kleinen Bank um aufzusteigen. “Nimm das mit, zur Sicherheit.” sagte Erin und drückte mir mein Smartphone in die Hand. Dankbar steckte ich es in meine Jackentasche und trieb den Hengst vorwärts. Als wir an den Weiden vorbeigeritten waren, schlugen wir den Weg entlang der Felder ein. Im Schritt ritten wir auf einem kleinen Pfad zwischen Waldrand und frisch gepflügtem Feld bis es zu nieseln begann und wir in den Wald abbogen. “Wir sollten viel öfter ausreiten, meinst du nicht auch?” fragte ich Smarty Jones und streichelte den Hals unter seiner nachgewachsenen Mähne. Als würde er mir zustimmen, stieß er ein kurzes Schnauben aus und richtete ein Ohr nach hinten. Auch wenn es mich fröstelte, genoss ich die Auszeit im Wald auf dem Rücken meines Lieblings. Die vergangenen Wochen waren nervenaufreibend gewesen. Beginnend mit der Heunot durch den heißen Sommer, über die Vorbereitungen für den Winter, bis hin zum Jahreswechsel hatten wir alle Hände voll zu tun und sogar Hunter, der ebenfalls nicht zu wenig Arbeit hatte, half wo es nur möglich war. Mit dem ersten Tag im neuen Jahr fiel alle Last von unseren Schultern und wir hofften auf ein besseres Jahr. Nach knapp 3 Stunden erreichten wir wieder den Hof. Ich sattelte den Hengst ab und brachte ihn mit einer Abschwitzdecke auf die Koppel zu Valentine’s Cantastor, mit dem er sich sehr gut verstand. Sichtlich am Ende räumte ich den Stall noch auf, bevor ich mich ins Haus zurück zog und mir ein Erkältungsbad einließ.
    • Laraya13
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      Pflegebericht für alle Pferde des von Landsberg TC | 1999 Zeichen von adoptedfox
      Verdine, Lorelei, Funny Sugar, Hibana, Ivy’s Rhapsody, Granada, Missing Misty, Westatlanta, Bear Brooks Denahi, Ases Maskwamozi, Bearing Spot’s, Echo’s Maiden, Smooth Gravity, Sympathy of the Devil, Grenzfee, For an Angel, Compliment, Amistad, Smarty Jones, Valentine’s Cantastor

      Käthe | Ein paar Monate waren vergangen, seit Hunter sich dazu entschlossen hatte den Hofbetrieb für geraume Zeit einzustellen und die Pferde an befreundete Sport- und Zuchtanlagen verkaufte. Wir verbrachten nur noch wenig Zeit miteinander und doch genoss ich jede Minute seiner Anwesenheit. Um Erin zu entlasten, die einmal wöchentlich Seminare an der Universität in Nottingham besuchte um ihre Trainerlizenz zu erhalten, stellte ich zwei zusätzliche Pferdepfleger ein die uns unterstützten. Die Reitstunden hatte ich aus dem Programm genommen, dafür bot ich aber immer wieder Kurse zu verschiedenen Themen an die mehr als gut besucht waren. Auch bei meinen privaten Pferden lief es bestens. Die Fohlen werden mehr und mehr an das Fohlen ABC herangeführt und beinahe wöchentlich waren wir mit unseren Pferden auf Turnieren vertreten. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Jetzt im Sommer zogen wir es vor, die Pferde in den frühen Morgenstunden zu bewegen damit sie die heißen Temperaturen auf den Weiden verbringen konnten. Abends, nachdem die Pfleger sich in den Feierabend verabschiedeten, sattelten Erin und ich die Pferde und ritten aus um den alltäglichen Wahnsinn hinter uns zu lassen. “Wollen wir heute Abend zum See reiten?” fragte Erin und setzte den Huf ihrer Stute Hibana ab. “Ich kann leider nicht. Hunter kommt heute vorbei und ich möchte ihn mit einem Abendessen überraschen.” antwortete ich ehrlich und streichelte der Stute den Hals.
      “Da freut er sich bestimmt! Mensch… ich finde es schade das er alles auf Eis gelegt hat.” Ich stimmte ihr zu. Auch wenn ich hinter ihm stand, machte ich mir Sorgen wie es weitergehen würde. Ich blieb noch ein paar Stunden im Stall und half Erin dabei die Pferde für die Koppel fertig zu machen, bevor ich mir eine Einkaufsliste schrieb und in die Stadt fuhr um alles für das Essen zu besorgen. Die kommenden Wochen waren bereits gut durchgeplant. Am meisten freute ich mich auf einen Dressurlehrgang, den ich für mich und Bear Brooks Denahi gebucht hatte.
    • Cooper
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      Funny Sugar und Coco | Prophylaxe, Immunisierung, Wurmkur, Equidenpass
      Und erneut lag mein nächster Auftrag in Kanada. Nur die Sache war, Kanada ist groß. Ich saß vor dem Bildschirm und suchte einige Flüge, um nach Edmonton zu kommen. Auf Chattahoochee Hill’s war es relativ ruhig und wir hatten es geschafft, einigermaßen Routine herzustellen. Der Auftrag kam von Laraya Shizuka. Um ehrlich zu sein hatte ich noch nichts von dieser Person gelesen und war sehr gespannt auf ihr Gestüt. Ich las den Auftrag und wurde beim Namen Funny Sugar aufmerksam. Während ich mir Black Oak Stables im World Wide Web anschaute entdeckte ich dann Funny Sugar. Die Deutsche Reitpferdstute hatte ich vor einiger Zeit aufgegriffen gehabt, aufgepäppelt und dann verkauft. Ich freute mich sie mal wieder zu sehen. Ihr Hof schien bis jetzt sehr Freizeitlich und war offen für alle Rassen. Denn mein zweiter Patient unter dieser Auftraggeberin war ein Araberhengst.

      Nachdem ich einen Flug gefunden hatte und ich mich mit meinem Personal abgesprochen hatte, setzte ich mich mit Laraya telefonisch in Kontakt. Schon beim ersten „Hallo“ klang die Person am anderen Ende der Leitung sehr sympathisch und war höchst zuvorkommend. Alles was ich über den Besuch und die Planung erzählte wurde gut angenommen und aufmerksam notiert. „Ich freue mich sehr auf Ihren Besuch“ sagte sie und kurz darauf bot ich Laraya dann auch das du an. Zufrieden mit dem Telefonat bereitete ich noch das vor, was vorzubereiten war.

      Der Tag der Abreise kam. Die Taschen waren gepackt und anmeldepflichtige Gegenstände und Medikamente angemeldet. „Ich bin dann soweit. Wir sehen uns in drei Tagen“ sagte ich und fuhr dann zum Flughafen. Der Flug war angenehm sowie auch das Hotel. Ich informierte meine Auftraggeberin über meine Ankunft und darüber das ich dann am darauffolgenden Tag bei ihr um 9 Uhr früh da sein werde.

      Am nächsten Morgen hatte ich dann ein ausgiebiges Frühstück, erledigte etwas Arbeit für das Gestüt vom Laptop aus und machte mich dann mit dem Leihauto auf den Weg nach Black Oak Stables. Gespannt fuhr ich auf den Parkplatz und kramte die Taschen raus. Während ich mit der Nase noch im Kofferraum steckte, hörte ich sanfte Schritte im Hintergrund. „Hi, du hast anscheinend gut hergefunden“ sagte Laraya. „Ja, die Reise ist äußerst angenehm gelaufen. Anders wie sonst“ lachte ich. Wir schüttelten zu Begrüßung die Hand. „Darf ich dir was abnehmen?“ und bevor ich antworten konnte wurde mir schon eine von drei Taschen aus der Hand genommen. „Sehr aufmerksam, danke“. „Das ist eine Selbstverständlichkeit“. Der Hof machte einen sehr schönen Eindruck, man fühlte sich sofort Zuhause. Dann nahmen wir eine Tasse Kaffee zu uns und tauschten uns über unsere Eventpferde aus. Auch über das Event selbst und die anderen Teilnehmer. „Wie macht sich die Funny denn?“ fragte ich und bekam eine sehr positive Antwort die mich erfreute. Laraya erläuterte dann den Auftrag. Heute sollten also Coco sowie auch Funny Sugar Immunisiert, begutachtet und gechippt werden. Alles sehr Routinemäßige Behandlungen. Schön zu hören war auch die beiden Pferde relativ gut mit dem Tierarzt zurechtkommen. Nachdem wir zu Ende gesprochen hatten liefen wir dann zunächst in den Stutenstall. Hier traf ich dann auf die Scheckenstute. Freudig begrüßte ich sie und gab ihr erstmal einige Streicheleinheiten mit, bevor ich dann mit der Begutachtung anfing. Zunächst schaute ich mir ihren kompletten Körper an, mit eingeschlossen Ohren, Augen, Nüstern, Hufen und Schweifansatz. „Alles soweit gut“ erläuterte ich und notierte dies. Dann tastete ich sie ab und kontrollierte auch die Beweglichkeit der Gelenke. Die Stute ließ dies über sich ergehen, aber schaute mich dennoch schief an. Ich lachte. „Gut, ich kontrolliere eben noch die Vitalzeichen, wenn da alles gut ist kann ich immunisieren“. Ich verfolgte meine Worte. Die Immunisierungen waren kein Problem, auch das Chippen hatte keine große Auswirkung auf Funny Sugar. Ich lobte sie mit einem Stück Apfel und kontrollierte ob der Chip erfasst wird. Zuletzt war die Wurmkur dran, diese hatte sie uns vor die Füße gespuckt. Um die Wurmkur durchzuführen hatte es dann doch einige Hände gebracht, aber letztendlich führte kein Weg dran vorbei. Nach diesem Kampf atmete ich tief ein und aus. „Die Papiere sind beantragt, sie sollten innerhalb 14 Tage hier sein“. Laraya nickte. Dann aktualisierte ich noch den Impfpass und wir wechselten vom Stutenstall in den Hengststall.

      Der nächste für die Prozedur war Coco, ein Araberhengst. Auch er sollte bald auf einer Körung laufen. Auch wenn Laraya mir sagte das er ein sehr angenehmer Genosse war, näherte ich mich dem Hengst etwas vorsichtiger. Vollblüter sind eben etwas eigen. Aber Laraya hatte ihn wirklich gut eingeschätzt und ungewöhnlicherweise war der Araber sehr ruhig und sehr leicht im Umgang. „Das ist verdammt ungewöhnlich, ich sehe das erste Mal in meinem Leben einen Vollblut Araber, der so gelassen ist“. Fasziniert kontrollierte ich dann die Vitalzeichen und begutachtete ihn, so wie vorab bei Funny Sugar. Der Chip und die Immunisierungen hatte er ebenfalls sehr gelassen hingenommen und währe tatsächlich sogar dabei das eingeschlafen. Ich lachte nachdem er bei den Impfungen die Augen auf halb zehn stehen hatte. „Unfassbar“ lachte Laraya. Ich streichelte sein weiches weißes Fell und gab ihm dann noch die Wurmkur, die brav angenommen wurde. Einen so angehnehmen Patienten hatte ich schon lange nicht mehr gehabt. Auch seinen Impfpass aktualisierte ich und beantragen den Equidenpass beim örtlichen Amt.

      Nachdem wir den Hengst verließen saßen Laraya und ich noch einige Zeit zusammen und sprachen über einige Sachen, die bei Höfen und Gestüten immer so anstehen. Ich empfand die Zeit sehr angenehm und war auch ein wenig traurig als es Zeit war mich zu verabschieden. „Dann bedankte ich mich für den Kaffee und das Gespräch. Ich finde du hast es sehr schön hier. Ich hoffe wir kommen mal Zusammen ohne berufliche Hintergründe“. „Gern“ antwortete Laraya und begleitete mich noch zum Wagen.

      5022Z. | ohne Leerzeichen | by Cooper
    • Laraya13
      Pflegebericht für alle Hengste/Wallache und Stuten der Anlage



      Coco, Sweet Revenge, WHC Jaydee, Daemon, HGT's Be My Sunshine, Levante, Lamiro, Feuerherz, Goldbube, Pilgrim|HMJ8400

      Bittersweet, Funny Sugar, EBS Dafina, BOS Melody of Spring, Atlanta, Mini

      Einweihung des neuen Offenstalles für die Hengste



      Laraya |





      „Warte..“, sagte ich zu Liam und verband den Litzenzaun mit dem Stromgerät. „So, jetzt nur noch die Verbindung auf und die Hengste reintreiben..“, murmelte ich und streckte mich, lief mit Liam zu einem provisorisch gebautem Paddok auf der Wiese. Wir hatten den Offenstall beider Herden vergrößert, so das nun alle Hengste und Wallache zusammen raus konnten und die Stuten. Als erstes trieben wir heute die Hengste hoch, danach machten wir das gleiche mit den Stuten. Pilgrim stand bei Levante und Lamiro welche vor sich hin dösten, die Fohlen machten wie immer Unfug und steckten damit Sunny und Coco an. Daemon graste zusammen mit Feuerherz und Goldbube ein wenig abseits. Ich entfernte die einzelne Litze, die den Durchgang verband und stellte mich mit einer Longierpeitsche hinter die Männer-WG, Liam stand links und Thomas rechts. „Los, vorwärts!“, rief ich und fuchtelte mit der Peitsche herum, so das die Herde sich in Bewegung setzte und alle Männer los tüddelten. Der Araber lies den Araber raushängen, gefolgt von zwei bockenden und sich freuenden Fohlen. Lamiro und Pilgrim schlenderten gemütlich , der Rest trabte aufgeregt hinter den anderen her. Ich trieb weiter und die Männer schlossen den Zaun richtig, schlossen diesen an den Strom an. Mein Goldbube und Sunshine kamen zu mir getrottet, liefen dann neben mir her wie zwei treudoofe Hunde und erhaschten sich ein paar Streicheleinheiten. Wir liefen so zusammen über einen etwas steileren Hang, an dem sich das neue Stück Wiese anschloss mit frischem Gras. So konnte der untere Teil des OS in Ruhe über den Winter nachwachsen. Während Thomas und Liam selbiges bei den Stuten vorbereiteten, nahm ich mir einfach ein paar Minuten, setzte mich in das Gras und beobachtete meine Hengste und den einzigen Wallach, Lamiro. Der kam mit Pilgrim und Levante im Schlepptau zu mir und alle liesen sich ein wenig knuddeln, auch unser Makeover-Pferd Pilgrim. Ich hatte erst Bauchweh, ihn mit ALLEN Hengsten zusammen zu stellen doch diese Ängste waren total unbegründet. Er fügte sich super ein, machte sich schnell seinen Rang in der Mitte klar und hielt sich extrem an Levante und Lamiro. Einzig mit Feuerherz harperte es noch ein wenig, aber der Buckskin war auch etwas eigen was andere Hengste anging. Ich stand auf, lief zu den Stuten und schaute mir alle im Paddok erstmal an. Das hatte ich bei den Hengsten auch getan, einfach um den Allgemeinzustand meiner Pferde im Auge zu behalten. Bei den Stuten gab es ebenso eine neue Wiese dafür, das die untere weggenommen wurde. Ich betrachtete Bittersweets Fohlenbauch und wurde von hinten von einer eifersüchtigen Atlanta angeprustet. „Ach, sind wir Eifersüchtig?“, scherzte ich und kraulte meine Rappscheckstute am Bauch. Funny Sugar tollte ein wenig mit Mini herum und Dafina und Melody standen ruhig da.. bis die Jungs die Litzen öffneten. Die Stuten liefen von alleine freudig los, ich schwang mich auf den Rücken von Atlanta und genoss diesen kurzen Galopp zu der neuen Wiese, sprang ab und betrachtete nun meine Stutenherde. Zufriedener konnte ich wirklich nicht sein.

      Wir schlossen auch diesen Zaun am Strom an und trafen uns alle am Unterstand, um diesen noch gemeinsam zu misten und ein paar Heunetze aufzuhängen und die Heustationen aufzufüllen. Thomas und Liam erledigten das selbe noch im anderen Offenstall und ich ging den Geburtsmelder für Bittersweet holen.
    • Bracelet
      Pflegebericht für alle Stuten der Black Oak Stables
      August 2020


      Es war noch früh am Morgen als ich bei den Black Oak Stables ankam. Eine gute Bekannte von mir hatte mich gebeten ob ich mich denn nicht um ihre Pferde kümmern könnte solange sie auf einem wichtigen Trainingsseminar war, über das ich auch nachgedacht hatte, dann aber schlussendlich doch abgesagt hatte. Aber aus diesem Grund waren wir ins Reden gekommen.
      Kurz nach meiner Ankunft wurde ich über die wesentlichen Punkte aufgeklärt und ein wenig eingeschult. Zum Glück besaßen die meisten Pferde, zumindest für die Zeit meines Aufenthaltes, ein Boxenschild mit ihrem Namen und der Menge des Kraftfutters, das sie jeden Tag bekommen sollten.
      Soweit so gut. Dann ging es auch schon los mit Ausmisten. Kurz vor Zwölf kamen die Pferde schließlich alle von der Koppel rein um das Mittagsheu, gefolgt vom Kraftfutter zu bekommen. Dabei teilte ich mir die Arbeit mit einem Stallburschen des Hofs. Ich durfte mit Atlanta und Bittersweet beginnen, während er EBS Dafina und BOS Melody of Spring mitnahm. Was ein klingender Name! Nachdem die vier gut in ihren Boxen angekommen waren holten wir noch Funny Sugar, Mini und das niedliche Stutfohlen Bintu-I-Bahri rein. Danach gab es Futter und für mich erstmal eineinhalb Stunden Mittagspause.
      Nach diese vorbei war ging es für die Pferde wieder auf die Koppel und die restlichen abkochen wurden gemistet, manche vom Vormittag auch nochmal nachgemistet.
      Am Abend gab es dann wieder das Futter und ich kontrollierte gegen Neun nochmal ob alles gut war und es meinen Schützlingen gut ging, was zum Glück der Fall war.
      Derselbe Tagesablauf wiederholte sich so auch die kommenden Tage, zum Glück ohne Zwischenfälle!
    • Wolfszeit
      23.01.2021|Wolfszeit
      Pflegebericht für alle Pferde der Black Oak Stables

      Heute war ich zu Besuch auf den Black Oak Stabels. Die Gestütsleiterin ist aktuell auf einer wichtigen Fortbildung und hatte mich darum gebeten. Auf ihren Hof nach dem Rechten zu sehen. Als ich auf dem Hof ankam, konnte ich gleich sehen, dass die Mitarbeiter alles so weit im Griff hatten. Die meisten Pferde standen auf der Koppel. Am Putzplatz stand ein junger Mann, der nachdenklich den Huf von Thjalfe van de Jötunheimr. Ich ging auf ihn zu und fragte ihn freundlich was denn das Problem sei. Der junge Mann erklärte mir, das er den Hengst lahmend auf der Koppel gefunden hatte. Ich sah mir das problematische Vorderbein an und tastete es ab. Es war ein wenig warm und angelaufen. Ich riet ihm das Bein zu kühlen und den Hengst für die nächsten paar Tage nur schritt zu führen. Am besten sollte er auch nur auf den Paddock, nicht auf die Koppel. In der Reithalle arbeitete zwei junge Damen mit Lamiro und HGT's Be My Sunshine. Auf der Koppel bot sich ein friedliches Bild. Pink Chrome und Horik kraulten sich gegenseitig das Fell, während Éamonn, Daemon und Coco Seite an Seite grasten. Einzig Pilgrim HMJ 8400 stand ein wenig Abseits der anderen und beobachte mich misstrauisch aus der Ferne. Die Fohlen Sweet Revenge, WHC Jaydeen und Levante rauften sich und übten schon mal wie es ist, ein Hengst zu sein. Ich freute mich, dass der kleine Hengst sich so gut entwickelte. Jaydeen kam vom Körperbau inzwischen sehr nach seiner Mutter. Auf der Stutenkoppel war einiges mehr an Action Atlanta, Bittersweet und EBS Dafina lieferten sich ein kleines Wettrennen und ließen ihr Temperament durchscheinen. BOS Melody Of Spring, Funny Sugar und Mini dösten lieber ein wenig unter der Eiche. Zufrieden machte ich mich auf den Rückweg und rief nachmittags, bei Laraya an um ihr vom Hof zu berichten.
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  • Album:
    Stuten | Gestüt Drei Mauern
    Hochgeladen von:
    Laraya13
    Datum:
    7 Sep. 2019
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  • Stute
    Funny Sugar | deutsches Reitpferd | 01. Januar 2017
    Stockmaß: 1.63m
    Gewicht: 452.00kg
    Fellfarbe: Buckskin Tobiano

    • ♦ •

    • Abstammung •
    Von
    Zuckerwatte
    Von Zott Monte von Danone Aus der Zauberhaft
    Aus der LMR Fashion Girl
    Von Sir Fashion Aus der Cassini's Girl

    • ♦ •

    • Charakter •
    ausgeglichen | freundlich | intelligent | begabt

    Funny Sugar ist eine intelligente junge Stute die in bester Obhut aufgewachsen ist. Nach einem Schicksalsschlag in der Familie musste die Stute verkauft werden und gelangte in die Hände von Erin White. Hinter ihrer Abstammung verbirgt sich ein hohes Potenzial für den Reitsport und schon jetzt begeistert sie mit schwingenden, elastischen Bewegungen und raumgreifenden Schritten.

    Funny Sugar wird, nachdem sie sich eingelebt hat, von ihrer Besitzerin Erin eingeritten werden.
    Die Stute wird vorerst nicht für die Zucht vorgesehen,
    sondern soll ein zuverlässiger Partner im Reitsport werden.

    • ♦ •

    • Qualifizierungen & Erfolge •
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten x | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential
    Dressur E A L M S S* S**
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S S* S**

    Springen E A L M S S* S** S***
    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L M M* M** S S* S** S***

    Military E A L M S S* S** S***
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Distanz E A L M S
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4

    Offiziell
    -
    Inoffiziell
    -
    Zuchtverband
    -
    GHP - Prüfungen + Reiterspiele
    -

    Abstammung: 6
    Schleifen: 0
    HS: 0
    TA: 0
    Trainer: 0
    Zubehör: 0
    Gesamt: 6


    • ♦ •

    Zuchtinformationen
    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht:
    von Landsberg
    Züchter/Herkunft: Muemmi

    Nachkommen
    0/5

    Besitzer: Laraya13
    Vorbesitzer: adoptedfox
    VKR/Ersteller:
    FrauHolle/Cooper

    • ♦ •

    • Gesundheitszustand •
    Letzter Tierarztbesuch: 12. August 2017

    Chronische Krankheit/en: -
    Erbkrankheit/en: -

    Letzter Hufschmiedbesuch: -
    Hufkrankheit/en: keine