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Citara

Frozen Bubble

- Lewitzer - Stute -

Frozen Bubble
Citara, 3 Apr. 2016
Cooper gefällt das.
    • Citara
      • Eddi
        Ehemalige Pflegeberichte:

        Spoiler
        Ankunft
        „Hallo Elena, ich habe von Hedone gehört, dass du ihr oft bei ihren Pferden hilfst und so wollte ich fragen, ob du mir und Adam vielleicht bei der Ankunft unserer neuen Pferde helfen könntest und der Ankunft weiterer Pferde zu helfen. Ein Teil der Pferde war bei Eddi in Pflege und der andere Teil kommt von verschiedenen Züchtern“ laß ich die Mail auf meinem Pc und schrieb sofort zurück, dass ich ihr gerne helfen würde. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag und ich ging nochmal zu meinen eigenen Pferden.

        „ Are you with me? Are you with me?“ tönte mein Handy laut. Ich schaltete den Wecker aus und stand dann auf. Verschlafen ging ich ins Bad und machte mich fertig. Ich ging in die Küche und machte mir etwas zu essen. Auch einen Kaffe machte ich mir noch schnell und ging nach draußen. Ich packte meine Sachen ins Auto und fuhr dann los. Nach einer etwas längeren Autofahrt kam ich an Juals Hof an. Ich stieg aus und sie begrüßte mich bereits freudig. „Wann kommen die Pferde ca an?“ fragte ich sie sofort. Sie erklärte mir, dass wir die Boxen noch schnell einstreuen mussten und dann die Pferde auch schon kommen würden. Wir taten dies und schon fuhr auch schon der Hänger auf den Hof. Ich begrüßte Eddi und zusammen mit Jual und ihr öffneten wir den Hänger. Als erstes holte Jual Caillou, als nächstes holte ich Donatella heraus und Eddi They call her Fiorina. Wir brachten die drei in ihre neuen Boxen und redeten dann kurz über die Pferde. Eddi hatte sich sehr gut um sie gekümmert und Jual war sichtbar froh, dass es ihnen so gut ging. Wir gingen wieder zum Hänger und holten dann aus diesem Calimero noch aus dem Hänger, währenddessen fuhr bereits ein weiterer Hänger auf den Hof. Eddi brachte das Fohlen in die Box und verabschiedete sich dann von uns. Wir hatten Ally bereits begrüßt und sie führte Monster Delusion aus dem Hänger. Wir begrüßten beide den Hengst und ich brachte ihn in ihre Box. Ally und Jual unterhielten sich noch ein bisschen und bis ich wieder auf den Hof kam stand bei den beiden auch schon Nuray. Ich grüßte diese auch höflich, da wir uns ja schon länger kannten. Sie holte dann Amazed Marlin aus dem Hänger und Ally verabschiedete sich. Ich klopfte der Stute den Hals und Jual brachte sie zusammen mit Nuray in ihre Box. Ich begrüßte meine Freundin und Zuchtpartnerin Joyce, welche Jual ein Fohlen verkauft hatte. „ Na du wie geht es dir so?“ fragte ich sie und wir redeten ein bisschen. Dann holten wir Frozen Bubble aus dem Hänger und brachte sie in ihre Box. Jual begrüßte Joyce auch und schaute sich das Fohlen gut an. Zusammen mit Joyce und Jual ging ich in den Stall und brachte das Fohlen in die Box. Ich redete noch kurz mit Joyce und schon kamen Occulta mit Sika an. Joyce verabschiedete sich von mir und Jual und fuhr auf unseren gemeinsamen Hof. Ich führte die Scheckenstute in ihre Box und lobte sie dann. Jual und Occulta klärten in dieser Zeit die wichtigen Sachen über Sika. Ich fütterte die Stute und ging dann zu Jual und Occulta. Occulte fuhr nach kurzer Zeit und die nächste kam schon an. Es war Elliot, ein von Floooh gezogener Hengst. Ich begrüßte die beiden und brachte ihn dann zusammen mit ihnen in den Stall. Wir fütterten den Hengst und führten dann Floooh über den Hof. Nachdem sie gefahren war, aßen wir kurz einen Bissen und als wir damit fertig waren kam das nächste Pferd an. Dieses war Jim Beam Bastian von Delilah. Er kam jedoch mit seiner alten Besitzerin Salera. Ich grüßte sie und zeigte ihr dann kurz den Hof, während Jual den Hengst in seine Box brachte. Sie stieß dann zu uns und klärte alles Wichtige mit Salera. Ich fegte in der Zeit den Gang des Stalles und ging dann wieder nach draußen. Als ich draußen war stand bereits das letzte Pferd, Niyo, auf dem Hof. Ich ging zu den anderen und grüßte sie. Cooper lächelte mich freundlich an, da wir uns ja schon kannten. Wir brachten den letzten Hengst in den Stall und dann verabschiedeten wir uns von Cooper. Jual und ich räumten noch alles auf und fütterten die letzten Pferde. Dann fuhr ich heim und kümmerte mich meine eigenen Pferde. Ich traf noch kurz auf Joyce und sprach mit ihr über den heutigen Kauf. „ Frozen wird es bestimmt bei Jual gut gehen“ meinte ich zu ihr und sie antwortete „ Ja das glaube ich auch. Ich bin sehr froh, dass Frozen ein gutes Zuhause gefunden hat.“ Wir räumten beide noch ein bisschen im Stall auf und gingen dann ins Bett.

        geschrieben von Friese​
      • Eddi
        Ehemalige Ausbildungsberichte:

        Spoiler
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        Fohlen ABC

        Ein weiteres Fohlen wollte von mir trainiert werden, den Auftrag erhielt ich vonJules O'Mara. Ihr kleines Lewitzer Stutfohlen sollte das Fohlen ABC lernen, das Basistraining eines jeden Reitpferdes.

        Das Aufhalftern
        Pünktlich zur vereinbarten Zeit traf ich auf dem Hof von Jules ein und suchte die Besitzerin auf um sie zu begrüßen und fragte im Anschluss gleich: „Wo finde ich den den kleinen Spatzen?“ „Warte, ich für dich schnell zu ihr.“ Jules führte mich zuerst in die Sattelkammer wo wir Schmusebürste und Halfter fanden und dann in den Stall bis vor die Box von Frozen Bubble. Neugierig steckte sie uns ihre Nase entgegen und ich machte mich vorsichtig mit ihr bekannt. Scheu gegenüber Fremden zeigte sie keine und sie genoss es gestreichelt zu werden. Ich begann sie auch gleich vorsichtig mit der Bürste zu streicheln um zu schauen wie sie reagierte. Sie stupste mich an und sah es als Spiel. Auf ihr ruhiges Verhalten erhielt sie ein Lob und ihre Faxen ignorierte ich geflissentlich, so gewöhnte sie daran überall mit der Bürste berührt zu werden. Da Frozen überaus gut gelaunt war und aufmerksam bei der Sache, machte ich anschließend mit dem Halfter weiter. Daran herum zu schnuppern war ihr schnell zu langweilig und so machte ich mit dem Berührungstraining weiter. Das fühlte sich nun doch ein wenig komisch an und Sinn ergab es für die Stute scheinbar auch nicht, so dass sie zur Seite wich und das Halfter lieber beknabberte. Unermüdlich machte ich weiter und beobachtete die junge Stute dabei genau und lobte sie für ruhiges Verhalten und beendete rechtzeitig das Training um sie nicht zu überfordern. „Für das erste Mal sind wir ja recht weit gekommen, kleine Maus.“ Über den Tag verteilt machten wir mit dem Training weiter, nicht zu lange und mit ausreichenden Ruhephasen dazwischen und auch auf der Weide. Frozen Bubble´s zeigte sich äußerst kooperativ, lernte schnell und mochte lieber mit neuen Reizen überhäuft werden als mit Übungen die sie schon kannte.

        Das Führen
        Am nächsten Tag konnte ich mit den ersten Führeinheiten beginnen. Es war immer wieder schön mit anzusehen, wie die Fohlen lernten und um zu gefallen ihr bestes gaben und Frozen war ein Fohlen das schnell lernte, was besonders viel Spaß machte. „Na kleine Maus, da bin ich wieder. Schau, heute habe ich was neues Mitgebracht.“ Ich ließ Frozen am Strick schnuppern, ehe ich das Berührungstraining damit durchging. Zuerst mochte das Stütchen das überhaupt nicht, aber für Lob akzeptierte sie es nach und nach dann doch. Angst sollte sie vor dem Strick nicht haben, was bisher auch gut klappte. Nachdem ich aufgehaltert hatte, klickte ich den Strick ein und lockte Frozen einige Schritte vorwärts. Ganz behutsam übte ich auf dieser Weise das Führen vorerst in der Box. Und die Lewitzerstute lernte ebenfalls die Grenzen des Strickes kennen und dass nicht alles nach ihrem Willen ging. Auf der Weide durfte sich sich dann erstaml austoben bis es mit dem nächsten Training weiter ging. Später übten wir das Führen dann dort bis mir am Ende des Tagens Frozen schon fast Manierlich in die Box zurück folgte. Die nächsten Tage erhöhte ich die Anforderungen Stück für Stück und das Stutfohlen lernte bei einem Berührungstraining auch auf sanfte Weise die Gerte kennen. Es kamen die ersten kleinen Spaziergänge hinzu, welche immer ein Stück länger wurden und bei denen wir das ordentliche nebenher laufen, stehen bleiben und richten lassen übten. Frozen mussten lernen auf Kommando zur Seite zu weichen oder zurück und die Gerte fungierte dabei als verlängerter Arm, mit dem ich das Fohlen korrigieren konnte. Da die Lewitzerstute sehr schnell lernte erzielten wir auch schnell Erfolge die sich sehen lassen konnten.

        Das Hufe geben
        Neben den ersten Spaziergängen wurde natürlich auch das Anbinden bei der Putzaktion oder Berührungstraining geübt, und das gefiel der kleinen Maus so überhaupt nicht. Da ihr aber nichts anderes übrig blieb gewöhnte sie sich an den Ablauf und blieb auch immer länger ruhig stehen, vor allem wenn sie auf dem Putzplatz Gesellschaft hatte. Neugierig wurde auch der Putzkasten auseinander genommen als ich einmal nicht ganz so aufmerksam war wie ich hätte sein sollen. Aber Spaß muss sein. Als Frozen sich überall Berühren ließ und auch ruhig stehen blieb begann ich mit dem üben vom Hufe geben. Dazu strich ich zuerst sachte das Vorderbein entlang und hob den Huf auf Kommando kurz an. Für ruhiges, vorbildliches Verhalten wurde sie auch prompt Belohnt und gelobt. Als diese Übung auf der Vorhand gut klappte, wagt ich mich an die Hinterhand. Was immer eine besondere Herausforderung war. Nach Anfänglichem Widerwillen nahm Frozen auch dort die Übung an und hob auf Kommando ihre Hufe. Das Ausbalancieren fiel ihr zuerst noch recht schwer, aber mit der Zeit wurde es besser. Damit war das Fohlen ABC gemeistert und Frozen Bubble´s perfekt für ihr weiteres Pferdeleben gerüstet.​
      • Eddi
        Pflegebericht - Mai 2015

        Spoiler
        Eigentlich erwartete ich vom heutigen Tag nicht sonderlich viel. Ehrlich gesagt hoffte ich, dass ich mich mit einem Drink und Sonnenliege in den Garten pflanzen könnte und dort dann den Rest des Tages bliebe, nachdem die Pferde versorgt waren. Aber leider war das nicht der Fall.
        Stattdessen erreichte mich bereits beim Abmisten ein Anruf von Jual. Etwas perplex nahm ich ab. „Hey! Was gibt’s denn?“, fragte ich neugierig und war dann doch von deren Neuigkeiten ein wenig geschockt. „Im Ernst? Also wirklich jetzt?“, fragte ich immer noch etwas ungläubig und geduldig erklärte mir Jual nochmals alles. „Na klar übernehme ich wenn schon denn schon alle!“, meinte ich lächelnd und unterdrückte meine Traurigkeit.
        Es war keine schöne Sache, seine Freundin und Zuchtpartnerin zu verlieren, aber ich wusste, dass Überreden es nicht wirklich bringen würde. Also bereitete ich mich lieber auf einen Ansturm von Schecken vor. An sich besaß Jual nicht zu viele Pferde, aber direkt einmal zehn Pferde zu übernehmen. Dabei musste ich wohl oder übel auf die Hilfe von Ethan und Kat zurückgreifen, aber das klappte ja sowieso ganz gut.
        Da es herrliches Wetter war und die Pferde sich von Jual aus schon kannten, ließ ich mir nur ihre Weidekonstellationen geben und zäunte dann die nötigen Weiden ab, damit die Vierbeiner sich bei uns direkt frei draußen bewegen konnten, ehe sie dann kommende Woche in die großen Herden eingegliedert wurden und dann kamen sie auch schon! Jual hatte den Transport übernommen, während ich alle Vorbesitzer beziehungsweise Züchter abgeklappert und das Vorkaufsrecht geklärt hatte.
        „So, ich würde sagen wir fangen mit den Hengsten an“, meinte ich lächelnd und erklärte meinen drei Helfern auf welche Weide die Hengste sollten. Damit es nicht gar so viel Stress gab, ließen wir sie auch direkt zusammen. Jual lud Caillou und seinen Sohn Calimero II aus und führte die beiden bereits in Richtung Weide. Ethan übergab ich Elliot, der Hübsche würde keine Probleme machen. Kat überreichte ich Niyo, welcher wie immer die Ruhe selbst war. Ich übernahm hingegen Monster Delusion, welcher aufgeregt neben mir hertänzelte und die sonst recht ruhige Hengstgruppe direkt aufmischte.
        Danach waren die Stuten an der Reihe. Ihre Weide lag direkt in die entgegengesetzte Richtung, denn laut Jual waren zwei der Stuten momentan sogar rossig, was den Transport nicht leichter gemacht hatte. Jual schnappte sich die junge Frozen Bubble und Sika. Die beiden liefen brav neben ihrer Besitzerin her. Donatella und They call her Fiorina teilte ich zwischen Ethan und Kat auf, denn die beiden Scheckstuten waren echte Engel. Für mich blieb nur noch Amazed Marlin übrig und dann waren auch die Stuten allesamt auf ihrer Weide.
        „Perfekt! Das ging ja schnell!“, meinte Jual lächelnd und umarmte mich zum Abschied. „Wir hören uns“, meinte sie lächelnd und verschwand dann, wahrscheinlich für eine längere Zeit. Ich fand es wirklich schade, aber ändern konnte ich es ja leider leider nicht. Also machte ich das Beste draus, versprach ihr, sie könne ihre Pferde jederzeit zurückerhalten und plante nun schon einmal Turniere und Trainingseinheiten für die neuen.​
      • Eddi
        Pflegebericht - Juli 2015

        Spoiler
        Müde stampfte ich in Richtung Weide, vor mir die Schubkarre mit den acht Heunetzen herschiebend. Erst hatte man wochenlang Hitze, dann gewöhnte man sich allmählich daran und änderte seinen Tagesrhythmus und urplötzlich wurde es kalt. Richtig kalt, denn die 15-20°C waren nichts gegen die 36°C der letzten Woche. Bewölkt war es auch immer noch, aber wenigstens regnete es nicht mehr. Nicht, dass ich etwas gegen den Regen hatte. Den brauchten wir ja sogar, wenn ich nicht wollte, dass die gesamten Weiden weggebrutzelt wurden, aber eigentlich sollte ein Sommer aus einem gesunden Wechsel aus Sonnenschein und Regen bestehen und nicht zwei Wochen lang Grillen und danach zwei Wochen lang die Sintflut nachspielen.
        So wirklich konnte man da mit den Pferden nämlich auch nichts machen und das motivierte mich allmählich immer mehr dazu, die Ranch zu überdenken. Ich war eigentlich nicht der Mensch, der so leben konnte und wollte. Vor einem Jahr war es eher eine Flucht gewesen aus meinem alten Leben, eine zwanghafte Pause. Die aber nun mal nicht so einfach von Statten ging, wenn an einem selbst noch fast hundert Pferde dranhingen, dementsprechend die spontane Idee mit der Ranch. Was Besseres war mir ehrlich gesagt nicht eingefallen.
        Inzwischen verfügten wir ja immerhin über richtige Betten und eine nutzbare Küche. Sogar einen Fernseher hatten wir. Aber ich wurde nicht glücklich, denn das, was mir fehlte, war nicht da! Keine große Reithalle, keine gigantischen Reitplätze, keine Führanlage und keine großen schicken Stallgassen. Leise seufzte ich, während ich die Stimme meiner guten Freundin Elisa im Kopf widerhallen hörte „WAS? Schon wieder umziehen? Aber das kannst du doch nicht tun!“, hm ja, ein bisschen Recht hatte sie, aber ich musste, ich war nicht mehr glücklich.
        Ein bisschen ahnungslos war ich zudem, wohin ich wollte. Hier war es mir zu trocken, dass hatte Elisas Co-Trainerin Gwendolyn bereits korrekt angemerkt und wirklich Lust hatte ich auf diese Trockenheit nicht mehr. Erst war von dem Fluss gar nichts mehr übrig geblieben, nun überschwemmte er ein Drittel meiner Weiden – klasse. Undankbares Land, kein Wunder, dass ich es mir hatte leisten können. Apropos, der nächste Punkt: Ich hatte wieder Geld.
        Einige Pferde hatten erfolgreich ihre Körung bestanden und andere hatten uns verlassen, auf jeden Fall reichten meine Rücklagen dafür, um neu anzufangen. Mal wieder. Nur wo? Am liebsten, ehrlich, in Deutschland. Zurück zu den Wurzeln. Aber ich glaube dafür würde mich jeder meiner Bekannten lynchen, zumindest glaubte ich das, vielleicht hatte ich ja auch Glück – vielleicht auch nicht.
        Inzwischen war ich an der Weide angekommen und begann, die Heunetze zu verteilen. Durch die Hitze war das Gras eh schon mau geworden und nun war das, was es gegeben hatte, auch noch überschwemmt. Also musste ich zufüttern und deshalb warteten meine gescheckten Ungetüme auch schon ungeduldig auf ihr Frühstück. Die Kleinen hatten natürlich die größte Klappe und dementsprechend zwang sich Calimero II durch die großen Hengste hindurch und reservierte sich ein Heunetz. Das teilte er aber immerhin sozial mit seinem Kumpel Panta Rhei, aber man sollte es sich ja auch immerhin nicht mit allen versauen.
        Die beiden Junghengste machten sich toll und würden sich als würdige Nachfolger ihrer Papas erweisen. Besonders bei Calimero war ich auf seine Vererbung gespannt, einen Falbschecken hatte ich schon öfters in der Zucht haben wollen. Die anderen Hengste begannen auch in Ruhe zu fressen und ich machte mich daran, die Unterstände und die Weide abzumisten. Bei dem Schlamm war das leider unumgänglich, wenn ich Mauke vermeiden wollte. Noch ein Minuspunkt für die Ranch.
        Die Stuten hatte ich vorhin schon gemacht, also zumindest etwas hatte ich schon geschafft und nachdem ich dann endlich mit dem Abmisten fertig war (drei Schubkarren, hatte ich zum Misthaufen kutschieren dürfen), sammelte ich mir Elliot, Niyo und Caillou ein. Ich nahm die drei Hengste direkt mit und stellte sie erst einmal in die Boxen. Ich würde sie nacheinander abhandeln. Piccolos Blaze und Vertigo hatten heute frei, die beiden waren erst gestern auf einen längeren Ausritt mitgewesen und dementsprechend abgehandelt.
        Als erstes begann ich mit Elliot, der Hengst sollte so langsam auf die Körung vorbereitet werden und eigentlich sollte ich für ihn auch mal noch einen Trainer besorgen, damit dieser Monat nicht umsonst verstrich, aber na ja, man kannte mich ja. Also putzte ich den Schecken erst einmal gründlich, ehe ich ihn mir sattelte und dann marschierten wir raus zum Reitplatz. Dort wärmte ich ihn gründlich auf und dann arbeiteten wir nur ein wenig vorwärts-abwärts.
        Ich hatte Elliot ehrlich gesagt schon länger nicht mehr unter dem Sattel gehabt und deshalb wollte ich wieder langsam anfangen. Außerdem kannten der Hengst und ich uns noch nicht so gut, denn so lange war es noch gar nicht her, dass ich ihn von Jual übernommen hatte. Aber er war fleißig und arbeitete gut mit, das war mir direkt sympathisch.
        Nachdem Elliot versorgt war, putzte ich Caillou und machte ihn mir longierfertig mit Kappzaum und Longe. Ein bisschen Bodenarbeit würde dem Zuchthengst nicht schaden, damit er nicht zu kugelig wurde, aber das würde bei den momentanen Weiden ja sowieso nicht passieren. Pluspunkt für die Ranch. Caillou arbeitete gut an der Longe mit und zur Abwechslung baute ich auch ein bisschen Stangenarbeit an. Als das geschafft war, durfte er zurück in seine Box und bekam Belohnungsmüsli.
        Als letztes war Niyo an der Reihe. Meinen Scheckhengst wollte ich ein wenig Springen. Eigentlich hatte ich dafür auf unsere Geländestrecke gehen wollen, aber wie die aussah, musste ich ja nun niemanden erklären. Also erst einmal eine halbe Stunde draußen einen Parcours aufbauen – juhu!
        Aber Niyo dankte es mir, er sprang außerdem wirklich gerne und sehr motiviert. Es machte Spaß den Hengst zu springen und dementsprechend fiel es mir auch ein wenig schwer, mich doch irgendwann von ihm zu trennen, denn so wirklich toll passten wir auch nicht zusammen, aber das hatte ja noch Zeit.
        Nach den Hengsten machte ich mich nun noch an die Stuten. Mit Rosewell und Korah arbeitete ich weiterhin am Fohlen-ABC, denn heute stand das Hängertraining an der Reihe für meine beiden ältesten Stutfohlen. Für die etwas jüngere Amadahy blieben wir bisher noch beim Putzen und Führen, aber da zeigte sie sich auch wirklich gut. Frozen Bubble und Nabiri hatten noch ein wenig Ruhe. Sie waren die jüngsten und erst kürzlich ans Halfter und Führen gewöhnt worden und bei dem Wetter wollte ich sie eh nicht nerven.
        Stattdessen sammelte ich mir Talya, Amazed Marlin und Sikari ein und machte mich auf den Weg hoch zum Stall. They call her Fiorina hatte frei. Momentan hatte sie sowieso genug um die Ohren turniertechnisch und auch Donatella ließ ich heute in Ruhe. Momentan war sie in der Krönungsvorbereitung, welche bald stattfinden würde und heute war ihr einziger freier Tag in der Woche.
        Stattdessen beschäftigte ich mich mit den anderen Stuten. Talya longierte ich ordentlich, damit wir weiterhin an ihrer Selbsthaltung arbeiten konnten und sie motivierter untertrat. Amazed Marlin ritt ich heute in der Dressur, denn auch für sie stand eventuell bald eine Krönung an. Mit Sikari machte ich heute einen längeren entspannten Ausritt, das tat uns beiden gut und danach hatte ich es auch schon so gut wie geschafft. Jetzt hieß es erst einmal Mittagessen für mich und dann ging die Stallarbeit weiter.​
      • Eddi
        Pflegebericht - August 2015

        Spoiler
        Grübelnd saß ich gemeinsam mit Kat und Ethan am Frühstückstisch. Ich wusste gar nicht so recht wie ich beginnen sollte, aber vielleicht fing ich einfach an, das wäre wohl das einfachste. „Leute? Ich muss euch was sagen“, meinte ich und zog die Stirn ein wenig kraus. Ethan und Kat sahen mich neugierig an, sie schienen mit nichts Besonderem zu rechnen, maximal mit einem neuen Pferd, aber sonst. „Es ist nicht das was ihr denkt“, sagte ich genervt und haute es dann einfach raus: „Ich ziehe weg. Die Ranch steht schon zum Verkauf.“
        Tja, da waren meine beiden Mitbewohner erst einmal baff, aber es ging nicht anders. Ich hatte die Pause in Wyoming wirklich genossen, aber es war langsam Schluss damit. Ich sehnte mich wieder nach einem richtigen Gestüt und nach Mitarbeitern und genau das wollte ich umsetzen. Kat und Ethan schwiegen, sie schienen nicht so recht zu wissen, was sie sagen sollten. Auch sie hatten diese Pause genutzt, um aus ihrem alten Stress heraus zu kommen, aber beide waren eher Stadtmenschen und nicht für das Land geschaffen und das hatten sie auch schon oft zugegeben.
        Wir frühstückten relativ schweigend zu Ende und dann machte ich mich auch schon auf den Weg nach draußen, die Pferde mussten immerhin versorgt werden. „Ich übernehme die Hengste!“, erklärte sich Ethan bereit und stand mit auf. Schweigend warf ich vier Heubündel auf die Schubkarre und machte mich auf den Weg in Richtung Stutenweide. Die Heunetze wurden alle frisch aufgefüllt und der Rest kam in die Raufen. Dann mistete ich die Unterstände und machte mich auf den Weg zu den Fohlen.
        Im Stall traf ich wieder auf Ethan, der nun auch fertig war. Gemeinsam brachten wir die neueren Pferde auf die kleineren Weiden und misteten deren Boxen aus. Neu waren Fandango und Scheherazade, welche immer noch getrennt von den anderen standen, das war mir doch lieber. Doch schon bald sollten dann auch sie umgesiedelt werden, aber ein wenig Zeit hatten wir ja noch. Da nun die grundlegende Arbeit fertig war, konnte ich mit dem Training beginnen. Dabei standen an vorderster Spitze unsere momentanen Körungskandidaten und davon hatten wir mehr als genug.
        Dementsprechend holte ich Classic Gold und CH’s Sun is Shining von der Weide. Zweitere packte ich erst einmal auf den Paddock und erstere wurde geputzt und zum Longieren fertig gemacht. Den Probedurchlauf für die Krönung hatten Classic Gold und ich schon hinter uns, nun wurde es langsam ernst und ich hoffte, dass das bald mal von Statten gehen würde. Hier in Wyoming hatten sie es nicht so mit regelmäßigen Krönungen, die waren manchmal Monate lang offen.
        Classic Gold longierte ich heute nur locker vorwärts-abwärts. Sie sollte fit bleiben, aber gestern waren wir auf einem Turnier gewesen, deshalb machten wir heute nur muskelkater-vorbeugendes Training. Sunny musste stattdessen mehr dran glauben. Die Araberstute sattelte ich mir und ging mit ihr für ein Stündchen auf den Reitplatz, um die kommenden Aufgaben durchzureiten und unsere Fehler noch auszubessern.
        Danach waren Ice Coffee und Cual Maniaca an der Reihe. Ich schnappte mir Kat für einen kleinen Ausritt und setzte die Anfängerin auf die brave Westernstute. Manni wäre nichts für sie gewesen, sie war viel zu zickig dafür. Der Ausritt verlief aber ganz entspannt, auch wenn Kat nur grummelnde Töne von sich gab. Wieder auf der Ranch traf ich auf Laurel, welche die Reitbeteiligung von Lila Wolken und Hákur war, dementsprechend waren die beiden Isländer heute versorgt.
        „Wenn du fertig bist, können wir auch noch einen Ausritt mit Milka Luflee und Hyreygur machen!“, bot ich ihr an und Laurel schien sich nach einem anstrengenden Schultag sichtlich auf diese Abwechslung zu freuen. In der Zwischenzeit bewegte ich Allelujah und Feuervogel, meine beiden hübschen Palominos. Mit beiden Junghengsten hatte ich genug zu tun und war danach eigentlich auch echt k.o., aber der Tag war noch nicht einmal zur Hälfte rum! Auf mich wartete nun noch ein Dressurtraining mit Dr. Insektor und ein Geländeritt mit Hollybrook’s Zarin. Ethan wollte uns auf Schneeleopard begleiten und das Training beobachten, außerdem wollte ich ungern alleine im Gelände springen, wenn doch einmal etwas passierte, hatte ich keine Hilfe vor Ort.
        Ethan versorgte danach beide Hengste, damit ich in der Zeit erst Animby und dann Absinth longieren konnte. So viele Pferde alleine zu bewegen machte definitiv keinen Spaß. Umso dankbarer war ich dann, als die ersten Pferdemädchen eintrafen. Ich hatte zwei feste Gruppen je fünf Mädchen erstellt, welche zweimal die Woche kamen und Reitunterricht bekamen. Sie hatten auch jeder ein eigenes Pflegepferd und so standen einige Minuten später fünf Stuten am Putzplatz und wurden vorbildlich versorgt.
        Dabei handelte es sich um Apache’s Tomahawk, Caribic Sue, Freeway, Walking in the Air und das Kürbisvieh. Die Mädchen liebten ihre Pferde und gingen immer sehr umsichtig mit ihnen um. Dementsprechend verlief auch die heutige Stunde wieder sehr entspannt und lehrreich. Am Ende standen alle Pferde wieder zufrieden auf den Weiden und die erste Gruppe zog ab. Aber die zweite stand schon in den Startlöchern.
        Da diese aber jünger war, holte ich die Pferde selbst von der Weide. Aus dem Grund fing ich mir Naimibia, Herbsttraum, Occani, Deep Silent Complete und Come Whatever May ein und nahm sie mit zum Putzplatz. Dort wurden sie direkt umzingelt und liebevoll versorgt. Für die zweite Gruppe stand heute ein Spazierritt an und deshalb nahm ich die kleine Little Chocolate Chip als Handpferd für mich mit, während ich mir Chou fertig gemacht hatte.
        Nach dem Ausritt ging es wie immer noch einmal zu den Shetlandponys und diese wurden dann mit Streicheleinheiten und Leckerlis umsorgt. Werina und Mondscheinsonate liebten das besonders, aber auch Window holte sich gerne das ein oder andere Leckerli ab. Hoppla stand mit bei dem kleinen Shetty und bekam dementsprechend auch Streicheleinheiten.
        Danach war auch die zweite Gruppe weg und nun war es bereits später Nachmittag. Ich gönnte mir eine Pause, bei welcher ich bei Khiara El Assuad und Quintesse of Xaras vorbeischaute. Die beiden standen grasend am Koppelzaun und ließen sich gerne ein wenig kraulen. Dann ging es für mich auch schon in den Endspurt. Sika, Cover the Sun, Morning Sun und Raunchy’s Limited wollten noch bewegt werden, außerdem musste ich auch noch bei Joyce vorbeischauen. Danach war ich für heute fertig, die Pferde bekamen noch ihr Abendheu und dann ging es unter die Dusche und zum Abendbrot.
        Am nächsten Tag saßen wir erneut schweigend am Frühstückstisch, bis Kat damit rausplatzte, dass sie eh wieder zurück nach New York kehren wollte und Ethan sich auch dafür entschieden hatte. „Das ist gut. Ich habe nämlich auch schon Interessenten für die Ranch“, meinte ich lächelnd und schaute in zwei entsetzte Gesichter, damit hatten sie anscheinend nicht gerechnet. Tja, so war das Leben.
        Der Tag begann wie jeder andere mit Füttern und Abmisten und dann ging es los mit dem Training. Heute widmete ich das vor allem den Hengsten und Fohlen. Zu allererst waren Leitz und Vertigo an der Reihe. Beide ließ ich freispringen. Danach ging es direkt im fliegenden Wechsel weiter, denn Sikari musste noch longiert werden und mit Rosewell arbeitete ich weiter am Fohlen ABC, das saß nämlich noch nicht so richtig. Piccolo’s Blaze, Niyo und Caillou hatten momentan frei, deshalb hatte ich genug Zeit, mich um unsere Nachzuchten zu kümmern. Korah schmuste ich nur, aber mit Panta Rhei und Amadahy ging es schon in Richtung Bodenarbeit.
        Danach war Talya an der Reihe, die junge Stute machte sich momentan wunderbar, allerdings war sie noch längst nicht an der Reihe. Erst einmal würde Amazed Marlin an einer Krönung teilnehmen und hoffentlich so in die Fußstapfen von They call her Fiorina und Donatella treten. Ebenso war Elliot erst kürzlich gekört wurden und nun der neuste Zuchthengst im Stall. Calimero II musste stattdessen erst einmal lernen, dass man während des Putzens still stand, da hatte er viel mit Frozen Bubble und Nabiri gemein, denn alle drei Fohlen waren die Unruhe in Person.
        Deshalb brauchte ich dann erst einmal eine Fohlenpause und holte mir Pajero und Heartbreaker für einen Ausritt. Heartbreaker ging als Handpferd mit und wir genossen den Ausritt wirklich, er war mal wieder richtig schön entspannt. „Ausritt mit den Westernpferden?“, fragte ich Kat und Ethan und natürlich sagten diese nicht nein. Also machten wir uns gemeinsam mit Dissident Aggressor, Call me a Twist und Morrigan auf den Weg. Die Weidezäune kontrollierten wir nebenbei auch direkt und schlichteten einen heftigen Streit zwischen Golden Ebano und Pawaneeh. Die beiden Vollbluthengste konnten sich noch nie wirklich leiden und zankten sich selbst über den Zaun hinweg an.
        Wieder da stattete ich kurz Aristo und Thorondor einen Besuch ab. Die beiden hatten heute frei, genauso wie Bandit und die drei schienen damit sichtlich glücklich zu sein. Im Gegensatz zu Hugo Boss, der nämlich mit mir in die Springstunde musste, genauso wie Carachillo und Varulv. Denn drei der gestrigen Reitmädels waren schon etwas fortgeschrittener und sprangen für ihr Leben gerne.
        Nach dieser Stunde wurden die Hengste abgesattelt und abgewaschen. Der Tag neigte sich bereits dem Ende zu, dabei musste ich noch Albertino longieren, mit Altyn ins Gelände und mit meinem geliebten He’s called Trüffel wollte ich noch ein wenig Bodenarbeit machen. Denn der junge Hengst stand seit neusten mit bei den großen und wurde allmählich zum Reitpony ausgebildet. Also theoretisch war er schon eingeritten, aber manchmal war er noch etwas schreckhaft und die Kommandos saßen noch nicht, aber genau das wollte ich heute ein wenig erarbeiten, damit dann das Training unter dem Sattel einfacher von der Hand gehen würde. So wie ich Trüffel kannte, würde er sowieso einwandfrei mitmachen und wir würden auch heute wieder große Fortschritte erzielen. Ich erahnte bereits, dass ich das kaum schaffen würde, aber ich gab mir Mühe und siehe da! Am Ende des Tages waren alle Pferde versorgt.
        Der nächste Morgen war von Stress geprägt, denn Kat hatte ein plötzliches Vorstellungsgespräch in New York erhalten und musste deshalb schon eher los. Ich war eigentlich gerade dabei, nach potenziellen Höfen zu schauen, als Ethan ins Haus gestürmt kam und mir wild gestikulierend erklärte, dass der Zaun der Jungpferde ein Leck zu haben schien und die Hälfte davon im Nirgendwo war. Toll.
        Also schnell anziehen und los auf die Suche. Vorher machte ich aber eine Bestandsaufnahme von den Verbliebenen und sperrte das doch beachtlich große Loch im Zaun ab. Da waren noch circa 8 Fohlen. Ich konnte Sibiria entdecken, Caruso, Paddington, Outlaw Torn, Dead Memories, Hollybrook’s Tiny Girl, Destiny Horror und Hollybrook’s Fairy Bluebird. Also fehlten eindeutig noch genug.
        Als erstes entdeckte ich mitten im Wald Prazzys Goldbell. Der wollte sich natürlich gar nicht einfangen lassen und kam nur zu mir, weil Shawnée wiehernd und im Eiltempo auf mich zugetrabt kam. Ethan hatte auch Glück und erwischte Dead Memories und Never look back. „Puh. Wäre der was passiert, wäre ich dran gewesen!“, meinte ich lachend und musste an Elisa denken.
        Es fehlten noch Mellow Billow und Mon petit écrou. Die beiden Stuten waren aber gar nicht so weit gekommen wie gedacht und ich hatte auch beim Einfangen Glück. Auf dem Heimweg mit beiden lief uns noch Cruel Twist of Fate über den Weg. Und wieder an der Weide entdeckte ich Ethan mit Unitato und Abendprinz. Nun fehlten ja nur noch…ach ne!
        Da hatte ich noch einmal Glück gehabt, denn Herbstmond lief noch bei ihrer Mama mit und Acariya hatte ich auch mit zu den Welshponys gepackt. Um Sacre Fleur brauchte ich mir momentan keine Gedanken machen, die verweilte noch bei ihrer Mama bei kira, wobei sie auch langsam abgesetzt werden müsste…
        Ein letztes Mal zählte ich durch um zu kontrollieren, ob wirklich jeder da war, dann konnte ich mich zufrieden der Tagesordnung widmen.​
      • Eddi
        Pflegebericht - Dezember 2015
        Weihnachten!

        Spoiler
        Pünktlich sieben Uhr morgens trällerte mein Wecker „Shake up the happiness, wake up the happiness…“ und versetzte mich zurück in das Gefühl der letzten Tage. Vor kurzem waren wir umgezogen und hatten es Anfang Dezember dann endlich geschafft, dass alle Pferde auf das neue Gestüt zogen und nun stand mir ein Neubeginn vor. Nochmal von vorne, aber es fühlte sich richtig und gut an.
        Seit Tagen verbrachten nun ich und die Pfleger vor allem auch Zeit damit, alles weihnachtlich zu schmücken, denn am 23. Dezember würden wir unsere Weihnachtsfeier haben und bis da waren es nun nur noch knapp vierundzwanzig Stunden, in denen allerhand geschafft werden musste. Die Pferde hatten zwischenzeitlich ein wenig Pause gehabt, denn ich hatte mich erst einmal ordnen müssen.
        Da das Gestüt aber über genügend Weiden verfügte, verbrachten sie ihre freie Zeit eben dort. Da der Winter momentan auch gar kein Winter war, konnten sie auch ungestört über die fast schon zu grünen Wiesen toben und ich musste ein wenig aufpassen, dass sie mir nichts zerstörten, aber so lange es trocken blieb, war alles gut. Tatsächlich war es dieses Jahr wirklich kein Winter. Stattdessen hatten wir täglich um die 15 Grad und Sonnenschein, es war eher wie Frühling.
        Dementsprechend fiel es alle Beteiligten schwer, sich wirklich in ein Winterfeeling zu versetzen, aber es blieb uns ja nichts anderes übrig, wenn in zwei Tagen Weihnachten sein würde. An sich hatte ich an dem Tag meinem ganzen Personal frei geben wollen, aber sie wollten zumindest bis Mittag noch ihren Dienst verrichten und mich bei der großen Anzahl an Pferden unterstützen. Dafür dankte ich ihnen sehr und am morgigen Abend würde jeder noch eine kleine Überraschung von mir erhalten.
        Doch nun musste ich mich erst einmal aus dem Bett schälen und mich allmählich fertig machen, denn die Pferde warteten schon auf ihr Frühstück und dann wollten sie auch schon hinaus auf die Weide. Bisher hatte ich nicht viel Personal, weshalb ich selbst noch kräftig mit anpackte. Jeder hatte eine bestimmte Aufgabe verteilt bekommen, weshalb sie Pferde schon gefüttert waren, als ich angezogen und gefrühstückt in den Stall trat. Stattdessen ging es nun auf die Weide. Immer mit zwei Pferden verließ ich den Stall und brachte sie auf ihre bestimmte Weide. Um dem Personal einen Leitfaden zu geben, hing zum einen im Stall ein großer Plan und zum anderen stand sowohl an den Boxen als auch an den Weiden, wer wo hingehörte. So konnte ich mir sicher sein, dass alle Pferde dorthin kamen, wo hin sie sollten.
        Die Fohlen waren heute wieder besonders aufgeregt, für sie konnte es nie schnell genug nach draußen gehen. Besonders Hidden Flyer und Exciting Force waren immer sehr stürmisch. Die beiden Vollblutfohlen waren noch nicht sonderlich lange in meinem Besitz, weshalb ich sie bisher nur schwer einschätzen konnte, aber ich gab mir Mühe und so langsam kam ich dahinter. Zumindest rissen sie sich inzwischen nicht mehr samt Halfter und Strick los, sondern warteten, bis ich diese entfernt hatten.
        Heute sollte ein normaler Alltag anstehen, trotz der Tatsache, dass der 22. Dezember war, hatten wir noch genügend Anmeldungen für unsere heutigen Reitstunden. Eine würde ich halten, die andere würde auf das Konto einer mobilen Reitlehrerin gehen. Doch vorher wollte ich das sonnige Wetter für einen Ausritt nutzen. Leider fand sich spontan kein Mitreiter, weshalb ich entschied, mich selbst auf Deep Silent Complete zu schwingen und Come Whatever May als Handpferd zu nehmen.
        Die beiden Warmblutstuten kannten sich schon lange und kamen sehr gut miteinander aus, es würde also ein ruhiger und entspannter Ausritt werden, so etwas hatte mir gefehlt! Danach konnte ich dann guten Gewissens in den Tag starten. Tatsächlich waren wir auch nur eineinhalb Stunden unterwegs und nachdem beide Stuten gut versorgt wieder auf der Weide standen, erwarteten mich schon die Reitstunden.
        Die erste Reitstunde hatte etwas eher begonnen, da die Reitlehrerin heute Nachmittag noch woanders hin musste. In ihr liefen nur Herbsttraum und Hugo Boss. Beide unter sehr erfahrenen und talentierten Nachwuchsreitern, welche eine wirklich gute Figur auf den Ponys machten und den Unterricht der Reitlehrerin befürwortete ich auch sehr. Meine Reitstunde würde für fünf Reiter sein, es war ausnahmsweise Abteilungsreiten, was ich ungern machte, aber es konnte auch Spaß machen.
        Ich muss ehrlich sein, die Lewitzer setzte ich an liebsten in den Reitstunden ein. Immerhin züchtete ich sie als talentierte Sportponys für Kinder und Jugendliche. Dementsprechend besaßen sie auch einen ruhigen und rücksichtsvollen Charakter, waren aber denn wirklich talentiert. Das war auch der Grund, weshalb ich für meine Reitstunde Donatella, Elliot, They call her Fiorina, Talya und Carachillo ausgesucht hatte. Schnell waren die Pferde verteilt und die Reiter damit beschäftigt, sie vorzubereiten, denn das musste man bei uns noch alleine machen. Sie hatten dafür gut eine halbe Stunde, je nachdem ob sie eher oder später kamen. Pünktlich um zwölf startete dann meine Reitstunde. Ich ließ sie die Pferde erst einmal aufwärmen und gab den ein oder anderen schon ein paar Tipps. Wir wechselten immer zwischen Abteilungsreiten und freiem Reiten, bei zweiteren nahm ich sie mir auch gerne mal einzeln auf dem Zirkel vor. Es lief wirklich gut, auch wenn ich das Gefühl hatte, danach schon heiser zu sein, aber was tat man nicht für die Jugend!
        Auch das Versorgen der Pferde beobachtete ich aufmerksam und war erst zufrieden, als es sowohl den Pferden als auch der Ausrüstung wirklich gut ging. Einer meiner Reiter schien gerade im Stress zu sein, denn ich fing ihm auf den Hof ab, wo er im fliegenden Wechsel von einem Pferd aufs andere sprang. Gerade kam er mit Scheherazade vom Distanztraining zurück und war nun schon auf halben Weg, um mit Cual Maniaca die nächste Runde anzutreten. Deshalb nahm ich ihm ein wenig Arbeit ab und führte meine braune Araberstute trocken, ehe ich sie noch abbürstete und dann auf die Weide brachte. Scheherazade barg sehr viel Potenzial, doch bisher hatte es sich noch nicht wirklich entfaltet. Leider.
        Da der morgige Tag gefüllt sein würde mit dem Programm unseres Weihnachtsfestes, hatte ich spontan eine Longenstunde doch noch auf heute geschoben. Das Pferd dafür war Kürbis, sie war ideal für die kleine Sechsjährige, welche uns hoffentlich öfters besuchen würde. Gemeinsam machten wir das Pferd fertig. Das Mädchen war sehr wissbegierig und scheute sich auch nicht, direkt nachzufragen. Heute machten wir an der Longe nur leichte Übungen, um ihre Balance und Konzentration zu stärken. Abschließend durfte sie noch ein paar Runden traben, ehe ich sie noch eine Runde um den Hof führte und dann war auch schon Schluss. Ohne Protest ging das zwar auch nicht, aber kommende Woche würde sie ja schon wieder da sein.
        Das Reitschulgeschäft konnte ganz lukrativ sein und ohne würde ich kurz über lang nicht auskommen, wiederum war mir aber das Wohl meiner Pferde wichtig und so basierte mein Prinzip darauf, dass auf jede Reitstunde mindestens zwei Korrekturstunden kamen und ein Pferd nie wirklich öfters als ein bis zweimal in der Woche lief. So dringend nötig hatten wir das Geld dann auch wieder nicht.
        Für den heutigen Nachmittag stand aber noch allerhand an. Ich wollte zumindest auch ein wenig mit helfen und es gab das ein oder andere Pferd, was wirklich nur ich ritt. Das war aus Prinzip Pajero. Den Schecken hatte ich schon, seitdem er ein Fohlen war, weshalb wir eine enge Bindung zueinander hatten. Für heute hatte ich mal wieder ein wenig Geländetraining eingeplant, das liebte er ja abgöttisch und besonders talentiert war er auch.
        Nach Pajero wartete schon mein zweiter Liebling: Thorondor. Jahrelang war ich seine Reitbeteiligung gewesen, dann war er in meinen Besitz gewandert und nun stand der wunderschöne Rappe bei mir im Stall und ging meinem Personal auf den Keks, denn er hatte einen sehr speziellen Charakter. Doch die Freiarbeit machte mit ihm tierisch Spaß und jeder bewunderte den Ausdruck und die Motivation des Pferdes, während wir über den Reitplatz tobten, es war wie immer sehr erleichternd.
        Für den heutigen Tag stand noch ein Springtraining mit Classic Gold an und eine Kutschfahrt mit Little Chocolate Chip. Danach telefonierte ich noch mit Occulta, welche momentan Naimibia als Leihstute für ein Fohlen besaß, schon bald würde meine hübsche Stute zurückkehren, da Occulta gerade dabei war, das Fohlen abzusetzen. Es war ein Traum von Reitpony geworden und wurde schon jetzt (zurecht) bewundert.

        Am kommenden Tag stand die Weihnachtsfeier an. Da diese pünktlich 13 Uhr beginnen sollte hieß es, den restlichen Kram schon vorher fertig zu machen und das war allerhand. Zum einen ritt ich vorher noch Allelujah, denn der hatte sich inzwischen seinen Ruf bei meinen Reitern gemacht und wurde tunlichst gemieden, weshalb ich die einzige war, die ihn vor allem gerne ritt. Danach longierte ich noch meinen Zwerg Hoppla, damit der kleine Kerl über den Winter weg nicht zu kräftig wurde und als letztes ließ ich noch einmal allen Stress von mir abfallen, während ich mit Albertino eine gemütliche Runde ins Gelände ging.
        Und dann ging schon unser Programm los! Beginnen tat das Ganze mit einem Führzügelwettbewerb. Endlich hatten wir eine Beschäftigung für unsere Zwerge gefunden. Werina und Mondscheinsonate liefen auch öfters als Gespann vor der Kutsche, aber Window blieb da immer ein wenig alleine im Nichtstun. Führzügelwettbewerbe und das Training mit den Zwergen machte ihm hingegen riesigen Spaß und unsere kleine Flauschkugel nahm tatsächlich ein wenig ab!
        Occani und Heartbreaker brauchten ein wenig mehr Beschäftigung. Zwar waren beide super kinderlieb und sehr geduldig, aber man sah ihnen doch an, dass es ihnen wesentlich mehr Spaß machte, gefordert zu werden. Sei es nun in der Dressur, im Springen oder im Gelände. Die beiden Welshs waren einfach für alles zu haben.
        Aus diesem Grunde hatten wir angeboten, die ein oder anderen kleinen Reiterinnen darauf vorzubereiten und alle waren wie verrückt gewesen. Es gab natürlich Schleifchen zu gewinnen und für jeden einen Nikolausstiefel mit Leckereien, so dass niemand leer ausging. Das Publikum hatte auch sichtlich Spaß! Danach sollten die Großen zeigen, was sie konnten, denn nun kam eine Hengstquadrille!
        „Bei der Auswahl der Pferde für die Hengstquadrille hatte ich lange mit mir gehapert, denn diese Pferde repräsentierten das Gestüt und sollten auch potenzielle Züchter anlocken. Also hatte ich versucht, so viel wie möglich mit einzubringen: Pawaneeh als Vertreter unserer Vollblüter, Cover the Sun lief als Sportpferd mit, Aristo zeigte die barocke Seite des Gestüts und zu guter hatte ich mich noch für Dissident Aggressor entschieden.
        Ich hatte alles dabei haben wollen und es war mir gelungen! Ich selbst saß auf Dissident Aggressor und jedes Pferd zeigte eine besondere Lektion, so dass Dissi und ich einen Spin zeigten, Aristo die Piaffe, Cover the Sun eine Pirouette und Pawaneeh überzeugte mit seinen Seitengängen. Der Applaus sprach auf jeden Fall für sich!
        Da ich wusste, wie beliebt es bei kleinen Kindern war, boten wir eine Art Ponyreiten an. Es waren immer größere Spaziergänge in das umliegende Gelände, circa eine Viertelstunde, bei welcher die Kinder geführt wurden. Dafür hatte ich Milka Luflee, Hyreygur, Varulv und Cheveyo ausgewählt, allesamt waren Hingucker aber totenbrav und das war das Wichtigste.
        Die Weihnachtsfeier war toll und alle hatten viel Spaß. Gegen 18 Uhr verließen allmählich alle das Gestüt und mit meinen engsten Leuten machte ich noch einen nächtlichen Ausritt bei Vollmond. Gut, nächtlich war übertrieben, aber 19 Uhr war es eben schon stockduster. Wir waren zu viert unterwegs und ritten unsere ruhigen Westernstuten: Kisshimbye, Like Honey and Milk, Ice Coffee und Apache’s Tomahawk. Schöner konnte man es nicht haben. Der Abend endete mit einer Weihnachtsfeier mit einem reichen Büffet und einer Dankesrede samt Geschenken für alle. Dann rückte auch der 24. Schon näher und ich würde allerhand zu tun haben.

        Wirklich viel Zeit hatte ich nicht, ich wollte alles schaffen, aber auch pünktlich 18 Uhr zu Hause sein, das hieß, dass spätestens halb fünf alles geschafft sein musste. Aus diesem Grund stand ich heute wesentlich eher auf, um nach der Fütterung direkt Khiara El Assuad, Golden Ebano und CH’S Sun is Shining in die Führmaschine zu packen.
        Während die drei beschäftigt waren, longierte ich meinen Junghengst Altyn, welcher sich momentan mehr als gut machte und mit dem ich wirklich zufrieden war. Dann widmete ich meine Aufmerksamkeit meinem Neuzugang Cola, welcher immer noch ein wenig in sich gekehrt war, was ich versuchte, mit Bodenarbeit aufzulockern. Wir machten Fortschritte, allerdings eben nur kleine. Da ich heute noch meinen Pferden etwas Gutes tun wollte, ritt ich noch Feuervogel und Morning Sun. Ich wusste, dass die beiden Reitponys sonst vor Langeweile vergingen.
        Da ich noch ein wenig Hilfe von meinem Personal am Morgen hatte, waren auch Lila Wolken, Possy Pleasure Mainstream und Sika bereits bewegt. Für Autumn Leave in the Sky und Dr. Insektor hatte sich auch noch jemand gefunden und so hatte ich doch schon fast meine Liste geschafft. Es war bereits früher Nachmittag, als ich noch zu einem Ausritt mit Flintstone und Schneeleopard aufbrach.
        Danach machte ich alles für den Abend bereit, denn die Pferde bekamen jeweils eine Extraportion Möhren, weil Weihnachten war. Dann ging ich zu meiner Kontrollrunde in den Fohlenstall. Amadahy, Frozen Bubble, Korah, Nabiri, Panta Rhei und Roswell vertraten stolz meine Lewitzerzucht. Es waren allesamt herrliche Nachkommen, auf welche ich mehr als stolz sein konnte.
        Auch über meine Welshponys konnte ich mich nicht beklagen. Acariya wurde von Tag zu Tag schöner, Sacre Fleur langsam immer selbstbewusster und zu Herbstmond brauchte ich nichts sagen, die wurde eh von alles und jedem geliebt und das zurecht! Shawnée und Siberia waren ja damals mehr Zufall gewesen, dennoch wollte ich die beiden Welsh Ds nicht mehr missen und auch heute bekamen sie wieder ihre Portion Knuddeln.
        Vor den Boxen von CH’s Destiny Horror und Hollybrook’s Fairy Bluebird blieb ich etwas länger stehen. Beide waren nun langsam bereit für den nächsten Schritt in ihr Dasein als Reitpferd, nur ich zögerte noch ein wenig, ich wollte ihnen so viel Zeit wie möglich geben. Das Gleiche galt für Tiny Girl, doch mein AMH unterschätzte ich zu gerne und wenn ich das tat, zeigte sie es mir auch deutlich.
        Der Tag neigte sich dem Ende und halb fünf standen alle Pferde in frisch gemachten Boxen, mit ihrer Ladung Heu für die Nacht. So konnte ich guten Gewissens duschen und mich umziehen, um dann pünktlich auf den Familienfest zu erscheinen.

        Von meiner Familie konnte kaum einer nachvollziehen, dass ich meine Feiertage mit den Pferden verbrachte, statt mit der Familie, obwohl ich zu jeder Feier trotzdem pünktlich kam, dennoch standen die Vierbeiner an erster Stelle. Diesen Morgen arbeitete ich ein wenig mit den Junghengst Abendprinz und Cruel Twist of Fate. Danach war HGT’s Unitato an der Reihe und dann noch Outlaw Torn. Die Jungpferde brauchten allerhand Beschäftigung, doch ich kam momentan kaum hinterher.
        Deshalb hatte Prazzy’s Goldbell allerhand Flausen im Kopf, genauso wie Paddington und gemeinsam machten sie nur Unsinn! War ich da immer froh über Caruso, der sich nichts anmerken ließ und ein Engel war. Am Ende meines Fohlenrundgangs betüddelte ich noch ein wenig Mon petit écrou, ehe ich mich an die richtige Arbeit machte.
        Vertigo, Caillou und Piccolos Blaze mussten geritten werden. Calimero II sollte noch longiert werden und dann wollte ich zumindest noch mit Joyce oder Sika eine Runde ins Gelände, für die Jungstuten war diese Erfahrung mehr als wichtig. Die restlichen würde ich auf die kommenden Feiertage schieben müssen, denn heute Nachmittag stand bereits die nächste Familienbevölkerung statt.
        Während dieser plante ich aber nur die kommenden Tage. Am morgigen Tag sah ich mich früh mit Amazed Marlin ausreiten, ehe ich gemeinsam mit Hákur neue Lektionen in Angriff nahm. Dann würde ich HGT’s End of Day longieren und an seinen Rückenmuskeln arbeiten, ehe ich etwas bodenarbeitstechnisches mit Fandango machen wollte.
        Am 27. Dezember ging es dann gemeinsam mit drei Freundinnen ins Gelände. Ich selbst ritt Quintesse, während ich den Rest auf Caribic Sue, Freeway und Walking in the Air verfrachtet hatte und dann stand tatsächlich schon fast 2016 vor der Tür! Ich würde Zarin und Golden Ebano ihre homöopathischen Tropfen am 31. Geben müssen, damit sie nicht vollkommen explodierten, wenn dann überall das Feuerwerk losging.
        Zum Glück bestand mein Stall größtenteils aus Pferden, denen das egal war .Call me a Twist und Bandit war das schnuppe, die würde auch neben einem Feuerwerk herlaufen. Morrigan war da nicht viel anders, nur He’s called Trüffel konnte ich da nicht so gut einschätzen, aber das würde sich noch zeigen, nun musste ich erst einmal diese Familienfeier hinter mich bringen!​
      • Eddi
        Gestüt Sapala
        Frühjahrsputz
        02. April 2016
        Spoiler
        Kurz nach Neujahr hatte unser Umzug stattgefunden, so dass wir nun seit fast vier Monaten in Holland lebten. Wie ich es bereits gewohnt war, zog sich alles unglaublich. Es hatte gut zwei Monate gedauert, bis alle Pferde umgezogen waren und ein festes Team hatte ich auch noch nicht, da war ich noch fleißig auf der Suche, aber trotzdem kehrte allmählich eine Routine ein. Und ich liebte unser Gestüt. Den Namen hatte ich so übernommen und so lebten wir nun auf Gestüt Sapala.
        Es lag zwischen Wäldern und Wiesen, ziemlich im Abseits und stellte eine herrliche Anlage da. Das wichtigste war zu Hauf vorhanden: Weiden. Zudem besaßen wir zwei Reitplätze und zwei Hallen plus weitere Trainingsmöglichkeiten wie eine Führanlage und zwei Longierzirkel. Und natürlich gigantische Stallungen, was für uns nun mehr als nötig war. Ganz nebenbei war ich ja in mein Wohnhaus verliebt, hier konnte man sich wohlfühlen!
        Den Pferden gefiel es auch, das spürte man deutlich und das Gelände war auch einfach mehr als idyllisch, denn außer unseren Heuwiesen gab es rundum kaum etwas anderes als Felder, Wiesen und Wälder. Ich war endlich in meinem Traumzuhause angekommen und wenn man sich etwas mehr Zeit nahm, war man mit einem halbstündigen Ritt auch direkt am Meer. Wir befanden uns im Friesland, genauer gesagt in Aurich und ziemlich nah an der Küste.
        Die frische Meeresluft tat allen gut und momentan arbeitete ich auch eine lange Liste an Bewerbungen ab, denn wir waren begehrter als gedacht. Nun war schon April 2016 und wie immer erfasste mich die Frühjahrsputz-Laune. Es gab schließlich immer etwas zu tun und es gab auch noch genug Kisten, die noch ungeöffnet irgendwo standen. Besonders in den Sattelkammern hatte ich bisher nur das Nötigste untergebracht, meine Pferde hatten zu viel Kram!
        Die waren momentan übrigens alle in ihrer Schonfrist. Der Umzug war auch für die kräftezehrend gewesen, aber glücklich waren wir alle. Außer ich in dem Moment, denn gerade klingelte mein Wecker – 5 Uhr in der Früh. Bisher sah es an Mitarbeitern noch mager aus, dementsprechend musste ich selber kräftig mit anpacken was Fütterung, Rausbringen und Misten betraf. Dazu kamen der Papierkram und die Vorstellungsgespräche und so bekam ich kaum noch die Gelegenheit zum Reiten.
        Angezogen, frisch gemacht und gefrühstückt tauchte ich im Stall auf und grüßte knapp die anderen Pfleger, die bereits angetanzt waren. Es war kurz nach sechs und draußen tatsächlich schon hell. Oh ich freute mich so auf den Sommer! Dann würden die Pferde auch 24 Stunden auf den Weiden stehen und wir hätten ein bisschen Arbeit weniger. Aber wirklich nur ein bisschen, denn im Sommer wollte ich alle wieder in Höchstform sehen – mich eingeschlossen.
        Füttern und Rausbringen fraß Zeit. Nachdem dann auch gemistet war, war es schon fast 10 Uhr und ich würde mich für das nächste Vorstellungsgespräch fertig machen müssen. Leider überzeugte mich der Herr um die 30 Jahre weder im Gespräch noch auf dem Pferd. Als Dressurtrainer hatte er sich beworben, weshalb ich ihm für den Proberitt Aristo ausgesucht hatte, einer unserer Dressurässer. Doch sein „Was, ein Barockpferd?“ hatte mich eigentlich direkt abgeschreckt und so hatte ich zwar ein freundliches „Ich melde mich noch einmal bei Ihnen“ herausgebracht, war aber erleichtert, als er weg war.
        Stattdessen ging der Stress direkt weiter, denn heute sollten einige neue Pferde kommen. Ich war dafür bekannt, regelmäßig aufzustocken und da meine liebe Freundin Julie aus privaten Gründen ihren Hof auflöste, kamen einige Pferde aus Schottland zu uns. Zum einen Van Deyk, ein toller Trakehnerhengst mit großem Potenzial, auf dessen Dasein ich mich schon jetzt freute. Des weiteren Ayumi, ein tolles Fohlen aus der Zucht von Siobhan, was mit einer tollen Abstammung daher kam. Dann noch Key, eine Vollblutstute, welche ich noch aus meiner Nasty Past Zeit kannte. Und als letztes was ganz witziges: Ridcully, ein American Miniature Horse. Er sollte das Gegenstück zu meiner Hollybrook’s Tiny Girl werden und dementsprechend war er sofort eingezogen.
        Heute tanzten die drei an, doch während ich noch gut eine Stunde Zeit hatte, schaute ich bei den ehemaligen Neuzugängen an. Die beiden Vollblutfohen Hidden Flyer und Exciting Force waren mir sehr schnell ans Herz gewachsen und entwickelten sich prächtig, ich hatte mich in beide wirklich verguckt. Da wir ja ein riesiges Gestüt hatten, kamen auch Anfang des Jahres zwei Reitponys zurück. Elisa hatte leider verkleinert und so kehrten Never look back und Raunchy’s Limited zurück. Hatte ich sie noch als zerzauste Jungpferde nach Townsend Acres gegeben, kamen sie nun als schicke Turnierponys zurück. Elisa verstand eindeutig etwas von ihrer Rasse und ihrem Geschäft.
        Dementsprechend hatte sie sich auch über Absinth’s erfolgreiche Körung gefreut und war sich sicher, dass Allelujah und Morning Sun genauso schnell ihre Punkte sammeln würden. Ich hatte da ja noch allerhand zu tun, denn sie waren nicht die einzigen Pferde, die in eine Körung geschickt werden sollten. Priorität hatte auch immer noch Feuervogel, den hätte mir Elisa sicherlich auch trotz Verkleinerung aus den Händen gerissen.
        Selbst bei unserem zerstruppelten Neuzugang Cola hatte sie bei ihrem Besuch (natürlich hatte sie ihre beiden Schätze eigens vorbei bringen müssen) neugierig begutachtet. Sie sah das Potenzial, was hinter dem vernachlässigten Pferd steckte. Wir beide kannten Cola schon sehr lange vom Sehen und Hören. Ich musste auch sagen, dass er sich wirklich ganz gut machte, genauso wie seine Leidensgenossin Autumn Leave in the Sky. Beide stammten aus schlechter Haltung und wurden bei uns nun wieder aufgebaut.
        Bei ihrem Besuch hatte Elisa natürlich meine Reitponys auf den Kopf gestellt. Paddington hatte sie unbedingt einen Besuch abstatten müssen und gestaunt, wie schnell der kleine Kerl wuchs. Mit Hugo Boss und Carachillo hatten wir einen entspannten Ausritt gemacht und ausgiebig geplappert, so wie es sich für zwei Frauen gehörte, ehe sie auch noch ihren Senf zu Naimibia und Sika gegeben hatte.
        Naimibia war schon gekört und bereits von ein paar Fohlen stolze Mutter, bei Sika sah ich das ja noch nicht so, doch Elisa ermunterte mich und sah die Rappscheckstute auch schon gekört. Während ich so schön in Gedanken schwelgte, kam der Transporter an und die neuen Pferde mussten versorgt und ausgeladen werden.
        Während Van Deyk erst einmal seine Box mit Paddock bezog, wollte ich Ridcully und das Stutfohlen direkt vergesellschaften. Auf einer kleineren Weide traf Ridcully auf Heartbreaker. Mein Welshhengst war der Chef unserer Zwergengruppe und wenn er Ridcully akzeptierte, würde das auch der Rest tun. Der Rest, das waren Window und Hoppla auch beide problemlos und so stand Ridcully eine halbe Stunde später bei unseren Zwergenhengsten und genoss das herrliche Wetter.
        Ayumi sollte heute nur auf CH’s Destiny Horror und Mon petit écrou treffen. Beides eher ruhigere und ältere Jungpferde und dementsprechend perfekt geeignet und siehe da, es klappte wirklich gut und auch das Fohlen war untergebracht. Um auch Van Deyk noch etwas Abwechslung zu bieten, ging ich mit dem Schecken eine kleine Runde über das Gestüt und kennte ihn etwas lernen.
        So wirklich zum Frühjahrsputz kam ich heute ja nicht, denn es standen noch zwei Schnupperstunden an. Ich hatte entschieden, im kleinen Rahmen gutes Reiten anzubieten und nutzte die Chance einer Ponyschule, um meine Zwerge unter einen Deckel zu bekommen. Da die Ponyhengste heute aber schon genug Aktion hatten, waren die Mädels an der Reihe.
        Tatsächlich hatte sich sogar jemand für Little Chocolate Chip gefunden. Ein kleines dreijähriges Mädchen schwärmte von Ponys und ihre Mutti schien selbst pferdevernarrt zu sein und so kamen sie heute mal zu Besuch. Auch Mondscheinsonate, Occani und Werina waren heute an der Reihe. Alle Kinder waren unter 10 Jahre und bekamen beim Putzen und Satteln die Unterstützung von mir und ihren Eltern (zumeist die Mütter).
        Als alle fertig waren, gingen wir auf den Reitplatz, wo wir erst ein kleines bisschen Theorie paukten und es dann endlich in den Sattel ging und wir die ersten kleinen Runden drehten und auch allerhand Übungen machten. Die Ponyschule war eine schöne Idee, aber ich brauchte auf jeden Fall Helfer. Zum Glück waren es heute nur Schnupperstunden, aber Kinder und Eltern waren mehr als begeistert und so war auch ich glücklich.
        Zweiteres war eine Reitstunde für Fortgeschrittene und unter 18-Jährige. Altersbeschränkungen waren mir an sich egal, aber für das Klima in der Stunde war so etwas doch immer sehr angenehm und die Erwachsenen waren auch immer lieber unter sich. Als Schulpferde hatten sich bereits damals unsere Lewitzer bewährt und auch heute wählte ich fünf von ihnen. Cheveyo, Donatella, They call her Fiorina, Piccolo’s Blaze und Elliot. Die Mädels waren begeistert von ihren Schecken und auch davon, dass man bei uns die Pferde selbst holte und fertig machte.
        Natürlich kontrollierte ich alles und gab Tipps, aber sie machten das wirklich gut. Auch im Viereck konnten sich die fünf Reiterinnen sehen lassen. Natürlich hatten sie ihre Fehler und Probleme, aber genau deshalb kamen sie ja zu uns. Anscheinend kamen diese Schnupperstunden mehr als gut an und während die Mädels quatschend abritten, baute ich meine Geschäftsidee aus, indem ich auch Reitstunden für reine Jungsgruppen und Senioren anbieten wollte. Alles Gruppen, die man so anlocken konnte.
        Mein Prinzip war lediglich, dass für das Pferd pro Reitstunde mind. zwei Korrekturstunden kamen, so dass einerseits sehr gute Schulpferde vorhanden waren, aber eben auch diese nicht überstrapaziert worden. Also würde sich das Pensum auch mehr als Gering halten. Nachdem alle Pferde versorgt waren, ging ich Lewitzerliste kurz durch:
        Vertigo wollte ich im Turniersport, so fiel er als Reitpferd für Schüler weg und bei Talya war ich mir auch nicht sicher, ob es das Richtige war. Genauso wie bei Elliot. Er hatte seine Sache heute gut gemacht, aber ich glaube, Caillou konnte ich mir da besser vorstellen. Und Amazed Marlin ließ ich bisher auch lieber außen vor, sie sollte sich auf ihre Krönung konzentrieren.
        Zum Glück hatten die Fohlen nicht solche Probleme. Sowohl Amadahy, Frozen Bubble, Nabiri und Rosewell als auch die beiden Hengstfohlen Panta Rhei und Calimero II tobten mit dem Rest zufrieden über die Weiden. Aber irgendwann würde auch für sie der Ernst des Pferdelebens kommen. Obwohl, sie hatte noch Zeit.
        Den Nachmittag verbrauchte ich im Büro und plante für die Fohlen. Das machte ich gerne und es war auch nötig, denn so erinnerte ich mich wieder daran, dass ich einige „Fohlen“ hatte, die schon längst nicht mehr so klein waren wie ich dachte, sondern schon mehr als bereit. Hollybrook’s Fairy Bluebird war eine tolle Ponystute geworden, nun bald sechs Jahre, hatte bisher aber noch keinen Reiter gesehen.
        Das Gleiche galt für Prazzy’s Goldbell, dabei wollte ich meinen geliebten Pajero-Sohn gerne langsam unter dem Sattel sehen, er würde seinem Vater alle Ehre machen! Apropos, einen Ausritt mit Pajero würde ich mir heute Abend noch gönnen müssen, zum Glück blieb es immer länger hell. Ach, ich war doch ganz froh, den Winter hinter mir zu haben, auch wenn der Sommer sicherlich wieder heiß werden würde.
        Bei Outlaw Torn war ich mir bezüglich der Ausbildung sehr unschlüssig. Er war bald vier und schon sehr weit, eben weil das bei Paint Horses so gehandhabt wurde, aber genau deshalb wollte ich ihm Zeit lassen und es war ja nicht so, als wäre das Reiten für ihn essentiell wichtig. Das sahen HGT’s Unitato und Cruel Twist of Fate nicht anders und so ließ ich meinen Westernpferden gerne mehr Zeit.
        Und dann gab es da noch meine Welshnachkommen. Alle behalten, nachdem die ältere Generation verkauft worden war. Herbstmond und Acariya waren bisher immer noch meine Favoriten, aber auch Sacre Fleur liebte ich, ebenso wie Shawnée und Sibiria, auch wenn ich nicht recht wusste, was ich mit zwei Welsh D Stuten anfangen sollte, aber irgendwas würde sich schon finden.
        Dann gab es da nur noch Abendprinz und Caruso. Zwei Fohlen sondergleichen, die ich beide sehr liebte. Geplant war in weiter Zukunft ein Fohlen aus Fairy von Zarin, welches als Gegenstück für Caruso dienen sollte, aber im Gegensatz zu Zarin war Fairy noch nicht gekört.
        Und dann hatte ich mich in die Araber verguckt, neben Abendprinz gab es bisher zwei Stuten: Scheherazade und CH’s Sun is Shining. Zwei wunderbare Tiere und eine sogar schön gekrönt. Aus der Zucht meiner besten Freundin Sammy würde mich auch noch ein wahrer Wüstenstürmer erwarten, aber bisher war er noch nicht so weit, ich freute mich aber schon auf ihn.
        Den heutigen Abend verbrachte ich zu meiner Freude dann doch noch auf den Pferd und erkundete mit Pajero die neuen Wege rund um das Gestüt und freute mich natürlich riesig, denn es war so toll! Irgendwann mussten wir einen großen Ritt ans Meer machen, aus unserer Frankreich-Zeit wusste ich, wie sehr Pajero das liebte.

        Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus und wieder war viel los, wie eigentlich jeden Tag auf dem Gestüt. Zur Abwechslung beschäftigte ich am Morgen aber erst einmal Thorondor mit viel Bodenarbeit, damit mein Berber nicht verrückt wurde, denn nur Weide war für ihn einfach gar nichts und so war er einer der wenigen, die mich mindestens fünfmal die Woche zu Gesicht bekamen.
        Ach und die Führanlage hatte ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Spätestens als sie Pawaneeh und Golden Ebano die nötige Bewegung verschaffte. Bei Classic Gold und Khiara El Assuad war die aber noch wichtiger. Die Vollblüter wären mir sonst explodiert. Wer witzigerweise auch richtig Gefallen daran fand, war Freeway, unsere Tinkerstute. Eigentlich ein Pferd, was ich nie in die Führanlage gepackt hätte, aber sie liebte es.
        Heute war mal wieder Bewegungstag, gestern hatte ich ja Pause gehabt. Am Morgen longierte ich Deep Silent Complete und Herbsttraum, ehe ich mit Come Whatever May auf den Springplatz ging. Flott weiter ging es mit einem Ausritt: Apaches Tomahawk als Reitpferd und Caribic Sue als Handpferd. Was die Bewegung betraf, kamen mir die Schnupperstunden recht. Heute war wieder eine und so waren Kürbis, Lila Wolken, Milka Luflee, Walking in the Air und Quintesse beschäftigt und ich auch.
        Danach hätte ich zu gerne eine Pause gehabt, raffte mich aber noch auf Like Honey and Milk zu longieren. Ihre Vorbesitzerin war immer sehr hinterher, dass es der Stute gut ging und so kam sie auch jetzt definitiv nicht zu kurz. Eine Pause stand an und die genoss ich auch wirklich, denn heute Abend hatte ich etwas Besonderes für meine treuen Pfleger geplant. Bisher dachten sie, sie würden zu einer Besprechung antanzen müssen, dementsprechend ahnten sie nichts.
        Doch als es dann so weit war, eröffnete ich ihnen einen Ausritt an den Strand und alle waren begeistert. Wir waren zu elft, also eine ziemlich große Mannschaft, die gute und ruhige Pferde benötigte. Guten Gewissens hatte ich mir direkt Schneeleopard rausgepickt und dann die beiden Westernstuten Ice Coffee und Kisshimbye. Flintstone und Joyce kamen auch zum Einsatz. Die Hälfte war abgedeckt. Für mich hatte ich Fandango rausgesucht, mein kleiner Sonderling im Stall und so fehlten nur noch fünf Pferde und wir waren vollständig. Call me a Twist und Dissident Aggressor waren sowas von mit dabei und dann nahm ich noch Bandit und Albertino mit. Als letztes hatte Varulv die Ehre und so ging es gefühlt auf einen Riesen-Ausritt, den alle Beteiligten sehr genossen, denn am Strand erwartete uns auch noch ein Lagerfeuer.

        Obwohl ich weder trank noch irgendwas desgleichen tat, fühlte ich mich am nächsten Morgen verkatert. Ein langer Ritt plus ein langer Abend waren nichts für jemanden, dessen Wecker fünf Uhr morgens klingelte und so kam ich auch fast zu spät zum Proberitt meiner eventuellen neuen Reitlehrerin. Diese hatte ich auf Altyn gesetzt, was etwas fies war, aber mir dann auch direkt zeigte, dass sie die richtige war, denn mein junger Hengst lief unter ihr wirklich traumhaft, nachdem sie zusammengefunden hatten.
        Halb dösend bespaßte ich nach diesem Erfolg Cover the Sun im Longierzirkel mit etwas Stangenarbeit. Die nutzte ich kurz darauf auch noch einmal mit Possy Pleasure Mainstream, um Rücken- und Bauchmuskeln zu aktivieren. Eigentlich war meine Liste heute mehr als lang, aber aus privaten Gründen bekamen Hákur und HGT’s End of Day frei, so dass ich nur mit Dr. Insektor ins Dressurtraining musste und danach eine Pause im Gelände mit Cual Maniaca einlegte.
        „Ich bewundere dich für dein Durchhaltevermögen!“, hörte ich dann am Telefon, als ich mit meiner Mutti bezüglich meines Geburtstags Ende April sprach, denn ich lud sie nach Holland ein. Und bisher waren sie nicht abgeneigt. Währenddessen ließ ich He’s called Trüffel und Hýreygur freispringen, aber trotz maximaler 50cm war zweiterer einfach nicht begabt.
        Mein Abend endete wieder mal auf dem Pferderücken, nämlich auf Morrigans, welcher mich entspannt gen Gestüt trug, nachdem wir einmal über die schöne Waldwiese gejagt waren und nun genüsslich entspannt in unseren Feierabend spazierten.
    • Citara
      Pflegebericht​

      Ein ganz normaler Tag


      Es war ein ganz normaler Tag auf dem Ausbildungshof Three Oaks. Nach schwerer Krankheit hatte Heinz Jacobs, ein gestandener, älterer Mann mit weißem Schopf, alle seine Pferde verkauft, nur sein Hof blieb in seinen Besitz. Nun, da er genesen war, hatte er seine Leidenschaft wieder aufgenommen und ein paar vielversprechende Pferde gekauft sowie zwei Mitarbeiter eingestellt. Beide, jung und tatkräftig, halfen sie ihm bei der Ausbildung und dem Verkauf seiner Pferde sowie derer der Kunden. Außerdem hatte sich vor kurzem spontan ein Fotografie-Student eingemischt, der, um die Tierfotografie zu perfektionieren, eine Weile auf dem Gestüt verbleiben würde.



      Heinz war zumeist der erste, der aur die Ställe betrat, so kümmerte er sich gleich um das Frühstück der Pferde. Danach traf er Eleonora und Elias, seine beiden Trainer und mittlerweile guten Freunde, zum Frühstück im Gutshaus. Dies war ein lang gepflegtes Ritual geworden, denn so konnte man sich ideal auf den Tag einstimmen und weitere Vorgehensweisen besprechen. Außerdem erfuhr er so besonders viel über den Ausbildungsstand seiner Pferde – dies war wichtig, denn der Aufenthalt der Meisten war befristet, sie sollten nach ordentlicher Ausbildung verkauft werden. Nur einige wenige, die den Dreien besonders ans Herz wuchsen, durften bleiben.

      Eleonora begann, vor Energie strotzend, gleich das Gespräch. "Also Frozen Bubble wird sich zu einem klasse Springpony entwickeln, das sieht man schon jetzt! Sie wird schon bald bereit sein, eingeritten zu werden. Langsam wird sie durch die Bodenarbeit ganz muskulös." Heinz lächelte. "Und wie macht sich Cual Maniaca?" Maniaca gehörte zu den jüngsten Zugängen auf Three Oaks. "Sie ist etwas schwierig, man braucht ein wenig Zeit, um Zugang zu ihr zu finden. Aber ich denke, auch sie hat Potenzial. Was ist eigentlich der Plan für Khiara El Assuad?" - "Sie hat bereits eine lange, erfolgreiche Karriere als Galopper hinter sich. Deswegen möchte ich, dass sie in erster Linie ein sanftes Muskelaufbautraining – Dressur, ein wenig Springen und Military vielleicht, bekommt. Alles, was sie psychisch und physisch ausgleicht. So langsam hat sie sich ihren Ruhestand im Rennsport verdient, nun müssen wir auf ihre Gesundheit achten, um die Schädigungen durch den Galoppsport gering zu halten. Sie wird auch lange bei uns bleiben dürfen, ehrlich gesagt ist sie eine wahrlich beeindruckende Stute." Eleonora lächelte, Elias biss schweigend in sein Brot. Er war ein gutaussehender junger Mann, groß, muskulös, mit strahlend blauen Augen und dunkelblonden Haaren. Dennoch war er sehr schüchtern und zurückhaltend. Heinz hakte nach. "Und was machen deine Pferde, Elias?" - "Altyn ist ein aufmerksamer Hengst, er wird schnell lernen. Ich werde jetzt langsam mit der Gewöhnung an Sattel und Trense anfangen, seine Vorbesitzerin hat allerdings auch da bereits ganze Arbeit geleistet. Ebenso bei Mon Petit Ecrou, sie ist eine tolle Stute, aber noch nicht so weit wie Altyn. Abendprinz...nunja, ich muss erstmal Zugang zu ihm finden. Er ist sehr ängstlich." Heinz nickte. Er wusste dies, und genau deshalb wollte sich kaum jemand dem schokoladenfarbigen Junghengst annehmen. Aber er war Elias im Charakter ähnlich. Das verriet Heinz Elias natürlich nicht, aber er hoffte, dass Elias somit einen Draht zu dem Araber finden würde, was Heinz selbst nicht geschafft hatte.



      Nach dem Frühstück machten sich alle drei auf den Weg in den Stall. Heinz schnappte sich die Doppellongen-Ausrüstung von Rebel Love Song, die er ihm nach ordentlicher Fell- und Hufpflege anlegte, während Eleonora und Elias bereits mit den Fohlen Bubble und Nüsschen auf den kleinen Reitplatz gingen und sie auf alle Schrecken des Lebens vorbereiteten. Nach der Vorbereitung brachte Heinz Rebel auf den großen Reitplatz und gewöhnte den sichtlich verwirrten Hengst langsam an die Arbeit an der Doppellonge.

      Nachdem Eleonora und Elias die Fohlen auf die Weide gebracht hatten, sattelte Eleonora Khiara und ritt einige Dressurlektionen, um die Stute besser einschätzen zu können. Sie erwies sich als ein wenig triebig, doch die Dressurarbeit würde ihr gut tun.

      Elias saß währenddessen bloß mit einem Buch in der Box von Abendprinz, der eigentlich nichts mit Menschen zu tun haben wollte. Der Umzug war sichtlich zu viel für den Hengst gewesen, doch jemand musste Zugang zu ihm finden. Auch, nachdem sich Khiara und Altyn bereits auf der Weide befanden und Eleonora mit Maniaca einige Übungen ritt, genau wie Heinz mit Emperador. Heinz hatte sichtlich Freude an der Arbeit mit dem gut ausgebildeten, schwarzen Andalusier, der seine Beine nur so schmiss.

      Elias gab auf, nachdem sich Abendprinz auch nach zwei Stunden nicht näherte. Enttäuscht wandte er sich Altyn zu und brachte ihn auf den Platz, wo er ihm vorsichtig erst Trense und dann Sattel auflegte. Der Hengst machte keine Anstalten, sich zu wehren, doch Elias beließ es beim Longieren mit Sattel und Trense, anstatt sich bereits auf den Rücken des Pferdes zu schwingen, um den Junghengst auf keinen Fall zu überfordern. Nach einer Stunde gut laufender Arbeit brachte er Altyn auf die Weide. Als er die Ausrüstung von Altyn zurück in die Sattelkammer brachte, vernahm er ein leises, nervöses Schnauben aus Abendprinz' Box. Vorsichtig näherte Elias sich und streckte seine Hand dem Hengst entgegen. Der junge Hengst zitterte, war jedoch auch neugierig und schnüffelte vorsichtig an Elias' Hand. "Möchtest du zu den Anderen nach draußen, mein Guter?", flüsterte Elias. Prinz schnaubte leicht. Elias wartete nicht lang und holte ein passendes Halfter aus der Sattelkammer. Vorsichtig hielt er es dem Hengst entgegen. Nachdem es sich als nicht besonders gruselig erwies, legte Elias es ihm an. Der Hengst zuckte kurz, folgte Elias jedoch willig aus der Box. Auf der Weide entließ Elias den zitternden Jungspund, entfernte sich jedoch nicht, sondern setzte sich mit seinem Buch ins Gras. Die anderen Pferde fanden dies zunächst sehr interessant – so ein Buch sieht ja auch sehr schmackhaft aus – entfernten sich jedoch bald, als Elias die Essbarkeit seines Buches negierte.

      Nach einer Weile stand Abendprinz direkt hinter ihm. Elias las weiter, er wusste, dass er ihn mit einem bloßen Blick nach hinten verschrecken konnte. Doch der Hengst blieb.

      Heinz beobachtete dies aus der Ferne und lächelte, schien sich seine Einschätzung doch zu bewahrheiten.



      Elias blieb noch länger als die anderen beiden und somit war es seine Aufgabe, die Pferde wieder in die Boxen zu bringen. Abendprinz jedoch beließ er noch eine Stunde länger auf der Weide, war er doch aufgrund seiner Ängstlichkeit lange nicht mehr dort gewesen. Doch auch er musste irgendwann wieder in die Box. Entgegen aller Vermutungen folgte Prinz Elias dorthin anstandslos.

      Am Ende des Tages löschte Elias das Licht in Ställen und Büro und fuhr in seinem Vectra A nach Hause.
    • Occulta
      Verschoben am 13.02.2017
      Grund: 6 Monate lang keine Pflege
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Citara
    Datum:
    3 Apr. 2016
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    EXIF Data

    File Size:
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    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Name: Frozen Bubble

    Geboren:
    2013
    __________________


    Von: Caillou
    Vertigo x Napayné

    Aus der: Nanu Nana
    __________________


    Rasse: Lewitzer
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Braunschecke
    Stockmaß: wird ca. 144cm


    Beschreibung:

    Frozen Bubble ist eine zutrauliche Stute, die es liebt, Aufmerksamkeit zu bekommen und gestreichelt zu werden. Bei kleinen Bodenarbeitsübungen ist ist stets aufmerksam, wenn es was neues zu lernen gibt, allerdings lässt sie sich schnell ablenken, wenn die Übung mehrfach wiederholt wird.
    Alles wird von Bubble als erstes untersucht, da sie eine äußerst neugierige Jungstute ist. Die anderen Stuten kann sie ziemlich auf Trab halten, da sie immer Action braucht und sehr aufgeweckt ist.
    Frozen Bubble verkörpert bisher alle positiven Eigenschaften ihrer Eltern was sie für die spätere Zucht sehr wertvoll machen kann.

    Ersteller: Sevannie
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: Sevannie/Jual


    [noch nicht eingeritten]
    __________________


    Gekört: nein


    Nachkommen:

    --