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Stelli

Forever Yours | Trakehner, ♀ | ♛

gekrönte Stute (Zuchtstute)

Forever Yours | Trakehner, ♀ | ♛
Stelli, 7 Dez. 2020
MeisterYoda und Eddi gefällt das.
    • Stelli
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      Alte Berichte (c) Stelli 2010-2013

      Pflegebericht Zuchtpferde
      Akhawa, Pacey, Forever Yours

      Abends nach dem Abendessen ging ich runter zu unseren Zuchtstallungen. Wir hatten seit heute einen Neuzugang namens Akhawi, einen wunderschönen Araberhengst. Meine Eltern hatten den tollen Hengst vorhin angenommen und in seine neue Box gebracht. Neugierig ging ich zu seiner Box und wollte den Jungen Hengst begutachten. Neugierig sah ich durch die Gitterstäbe und schnalzte vorsichtig. Schnell hob Akhawi den Kopf und guckte mich mit großen, wilden Augen an. "Na du? Alles paletti?", begrüßte ich ihn. Er starrte mich nur an. Ich zog aus meiner Hosentasche eine Möhre und hielt sie ihm hin. Zögerlich kam er ein Stück näher und streckte seinen Kopf der Möhre hin. Schnell zog er sie aus meiner Hand und wich wieder zurück und kaute die Möhre alleine. Ich beobachtete ihn noch kurz, dann ließ ich ihn alleine, weil er sowiso schon so erschrocken ausgesehen hat. Also ging ich ein paar Boxen weiter zu Pacey, der mir um ein Haar abhanden gekommen war. Ich öffnete seine Boxentür und viel dem Trakehnerhengst glücklich um den Hals. "Ach Pacey, ich bin so froh..", sagte ich und drückte meinem treuen Pferd mein Gesicht in sein geschecktes Fell. Ich verharrte einen kurzen Moment und griff dann nach seinem Halfter. Ich holte Pacey aus der Box und band ihn vor seiner Box an einem der Gitterstäbe an. Ich ging in die Sattelkammer und holte sein Putzzeug. Obwohl Pacey ziemlich sauber war, putzte ich ihn noch lange. Ich genoss jeden Moment mit meinem Pferd und nahm mir dafür auch die Zeit. Nach gefühlten 3 Stunden band ich Pacey glücklich los und brachte ihn zurück in seine großzügige Box. Ich streifte ihm sein Halfter ab und gab ihm noch ein Leckerlie, bevor ich seine Box verließ. Nachdem ich sein Halfter zurückgehängt hatte, ging ich rüber zu den Stuten. Der jungen Trakehnerstute Forever Yours hatte fast das selbste Schicksal erleiden müssen wie Pacey. Freundlich wieherte Forever Yours mir leide entgegen. "Na meine Süße? Na komm her..", sagte ich zu ihr und setzte mich in die Boxentür. In meiner Hand war ein Leckerlie, welches ich ihr hinhielt und wartete, bis sie zu mir kam. Sie zögerte nicht lange und nahm das Leckerlie aus meiner flach ausgestreckten Hand. Sie ließ es sich danach auch nicht nehmen, sich ein bisschen kraulen und streicheln zu lassen. "So meine Kleine, jetzt reichts aber. Morgen bekommst du wieder eine große Portion streicheleinheiten, versprochen!", sagte ich zu ihr. Ich tätschelte noch einmal ihren Hals, bevor ich die Boxentür hinter mir zuzog.
      8 Aug. 2010

      Pflegebericht für Stellis Zuchtpferde
      Forever Yours, Schoko, Realités, Saphir, Palimé, Falada, Embassy, Sumer Wine, Edurance Clash, Akhawi, Pacey, Mejorano, All in All, Punt, Red Diamond, Silvano, Ysun
      Heute ging ich seit Langem mal wieder auf Stelis Hof. Dort ging ich durch den Stall und an den Wiesen entlang. Als erstes ging ich zu Forever Yours. Das Fohlen wäre bereits für die Zucht zugelassen. Ich holte die Trakehnerstute von der Koppel und band sie am Putzplatz an. Ich holte den Putzeimer und bürstete zuerst das Fell von ihr kräftig durch. Als es wieder schön glänzte, soweit Winterfell glänzen kann, holte ich eine Longe und ging mit Forever Yours in die Halle. Dort ließ ich sie zuerst etwas Freilaufen, dann rief ich sie zu mir und hakte die Longe ein. Nach langem Warmlaufen ließ ich Forever Yours antraben. Sie machte ihre Sache super. Schließlich wechselte ich die Hand und ließ sie auch hier traben. Nach einiger Zeit ließ ich Forever trocken laufen und danach wieder etwas Freilaufen. Danach entließ ich sie mit einer Möhre wieder auf die Koppel.
      Danach holte ich die beiden Ponyhengste Realités und Schoko auf den Putzplatz. Nachdem ich auch sie geputzt hatte, ging ich mit den beiden in die Halle. Ich ließ beide von den Stricken los und ließ sie Freilaufen. Die Zwei geschäftigten sich eigentlich ganz gut alleine. Ich hatte ein paar Trabstangen ausgelegt, die die beiden mieden. Deshalb holte ich eine Peitsche und trieb die beiden auch über die Trabstangen. Im zügigem Trab legten die beiden Hengste eine schöne Show hin. Schließlich hakte ich die Zwei wieder an die Stricke und brachte jeden zurück in seine Box.
      Als nächsten kamen die Stuten von Stelli an die Reihe. Saphir, Palimé, Falada, Embassy und Summer Wine wurden nacheinander geputzt. Zu Fünft brachte ich die Stuten in die große Halle. Dort jagten sie zuerst etwas durch die Halle, über die noch da liegenden Trabstangen hinweg. Als sie sich etwas beruhigt hatten achtete ich darauf, dass sie immer in Bewegung blieben. Die Stuten schnaubten, schnappten ab und zu mal und liefen ausgelassen durch die Halle. Das Hufgetrappel erfüllte mich mal wieder mit Lebenslust. Und ich wusste auch schon, wie ich das später ausleben könnte. Aber erst einmal beschäftigte ich mich mit den Stuten. Nach einiger Zeit ließ ich alle die Hand wenden. Brav machten sie alles mit. Nach der Hallenzeit legte ich jeder Stute eine Decke um, da ich keine Lust hatte später noch einmal zu putzen, und brachte sie auf die Koppel.
      Nun Ging es an die Hengste. Edurance Clash war der Erste. Da ich auch noch für die anderen Hengste meine Zeit brauchen würde, putzte ich Edurance nur flüchtig über. Dann ging ich mit ihm in die Halle. Nach kurzen Warmlaufen an der Longe ließ ich ihn ein wenig traben. Danach ein Handwechsel. Auch hier traben, danach trockenlaufen. Edurance schnaufte ganz schön. Auch ihm warf ich eine Decke über und ließ ihn noch etwas auf die Koppel.
      Akhawi und Pacey waren die nächsten beiden. Auch diese zwei putzte ich und ließ sie dann in der Halle frei laufen. Nach etwa einer halben Stunde pfiff ich beide zu mir und nahm sie wieder an die Stricke. Ich warm jedem eine Decke über und brachte auch diese Zwei auf die Koppel.
      Mejorano und All in All kamen in die Reihe. Während sich ein Mädchen ganz lieb und All in All kümmerte, konnte ich Mejorano in der Halle in Ruhe longieren. Nach eine halben Stunde warf ich ihm eine Decke über und brachte ihn auf die Koppel. Genauso war der Ablauf bei All in All. Das Mädchen hatte ihn gründlich geputzt und er war sehr entspannt.
      Pount, Red Diamond und Silvano kamen als letzte Hengste an die Reihe. Ich putzte die Drei gründlich auch ließ auch sie etwas Freilaufen, bevor ich sie mit Decken auf die Koppel brachte.
      Mit klopfendem Herzen ging ich dann wieder in die Stallgasse. Es war nur noch eine Box frei. Auf dem Boxenschild ganz in großen Buchstaben Ysun. Mein Herz raste, als ich der Stute meine Hand entgegenstreckte. Sie beachtete sie nicht. "He meine Große...", sagte ich seufztend. War sie traurig, eingeschnappt oder wütend? Ich wusste es nicht. "Ich weiß, ich war lange nicht mehr da...", seufzte ich. Sie schaute mich aus ihren großen, braun-blauen Augen an. Anklagend, irgendwie. Ich streckte ihr abermals meine Hand entgegen. Dieses mal schnuffelte sie dran und leckte sie dann ab. ich holte ein Leckerlie aus meiner Tasche. Zögernd nahm sie es. Ich trat in die Box ein. Ysun regte sich kein Stück. Aufmerksam sah sie zu, wie ich das Halfter nahm. Sie zog ihren Kopf nicht zurück, als ich ihr das Halfter über den Kopf zog, wie sie es normalerweise bei Fremden tat. Ich klopfte ihren Hals und führte sie nach draußen. Der Wind wehte durch den Hof. Ysun blähte ihre Nüstern. "Du willst laufen, hm?", sagte ich lächelnd. Ich putzte sie gründlich, und man sah, wie Ysun diese Prozedur genoss. Ich klopfte sie ab und zu und redete ihr behutsam zu. Dann brachte ich den Putzkasten weg und holte ihre Trense und eine Longe. Ich hatte nicht vor, sie zu reiten. Aber longieren war einen Versuch wert. Ich führte sie in die Halle. Aufgeregt trippelte sie von einem Huf auf den anderen. "Also gut.", sufzte ich. Ich hängte ihr die Zügel um den Hals und ließ sie los. Sie schaute mich an. "Na los!", sagte ich und gab ihr einen Klaps auf den Po. Sofort preschte sie los und rannte buckelnd, schnaubend und schüttelnd durch die Halle. Nach ein paar Minuten hatte sie sich wieder gefangen. Die erste Energie war raus. Sie kam zu mir, was mich wunderte. "Na, du erkennst mich wohl doch noch.", sagte ich sanft. Ich klopfte ihren Hals und hakte die Longe ein. Nach einer Viertelstunde ließ ich sie antraben. Gehorman verfiel Ysun in einen leichten Arbeitstrab. Nach einem Handwechsel und weiterem Trab ließ ich sie trockenlaufen. Dann brachte ich sie ebenfalls auf die Koppel.
      Dann holte ich die Anderen schon wieder in die Ställe. In genau der Reihenfolge, wie ich sie auf die Koppel gebracht hatte. So hatte Ysun auch noch etwas Spaß auf der Koppel.
      Nach einer Stunde war dann auch Ysun wieder im Stall. Ich fütterte jedes Pferd, jedes Pony. Jede Stute, jeden Hengst.
      Dann schrieb ich Stelli noch eine Nachricht, dass ich mich um ihre Pferde gekümmert hatte und verließ zufrieden den Stall.
      22 Nov. 2010

      Heute würde ich einmal bei Stelli im Stall helfen, weil siemich darum gebeten hatte. Schon früh am Morgen stand ich also in denHauptstallungen des Gestütsund ließ mich von den 13 Pferden begrüßen, dieungeduldig auf ihr Futter warteten. Nachdem ich auch in den Nebenstallungensowie dem Zuchttrakt gefüttert hatte, brachte ich die Pferde je zu zweit nachdraußen. Anschließend verbrachte ich den gesamten Vormittag damit, die Boxenauszumisten und neu ein zu streuen.
      Nach einer kleinen Pause gegen Mittag, fing ich mit Minstrel,La Bella Goia und Faithful an, in dem ich die drei Stuten in die Reithallebrachte und sie dort zusammen laufen ließ – freudig über die Bewegung,stachelten sich die drei gegenseitig an und ich hatte so gut wie keine Arbeitsondern konnte in aller Ruhe in der Mitte der Halle stehen und zusehen.
      Nachdem die drei ordentlich gearbeitet hatten, sammelte ichsie regelrecht ein und führte sie zurück auf die Weide, wo sie sich ziemlichschnell daran machten das saftig grüne Gras ab zu rupfen.
      Als Payty, Captain Skywalker und Midnight mit zur Hilfekamen, schnappten wir uns Kalinka, Grande Couleur, Ready to Talk und Never sayNever und fingen an die vier Fohlen erst einmal gründlich von einer dickenMatschschicht zu befreien. Es war mir ein Mysterium, wie sie das auf dertrockenen Weide geschafft hatten.
      Eine gute viertel Stunde später verließen wir den Hof undmachten mit den vieren einen Spaziergang, wobei mit Valentine’s Never say Nevermit Vorliebe in die Finger oder den Führstrick biss, dass ich bei unsererRückkehr mehrere blau bis blutige Finger besaß – die anderen drei hatten nichtsolche Probleme gehabt.
      Nachdem wir die vier Füllen wieder auf die Weide entlassenhatten, holten wir Lago Puccini, Arriverderci, Kovu und Jade von der Weide,machten die vier Hengste fertig und versuchten dabei alle samt heile zubleiben. Gar kein so einfaches Unterfangen, wie wir feststellten, als wirzusammen auf dem Platz ritten und jeder sichtlich bemüht war das Pferd untersich unter Kontrolle zu halten.
      Nach einer Schweißtreibenden Stunde Arbeit spritzten wir LagoPuccini, Kovu, Arriverderci und Jade ab und brachten sie zurück auf die Weide,wo sie mit Buckeln und wehendem Schweif in die hinterste Ecke verschwanden.
      Midnight und Captain Skywalker sagten, dass sie nun nachhause müssten, da ihre eigenen Pferde warteten, doch Payty wollte weiter beimir bleiben und helfen, weshalb wir uns Ben und Secret Sign fertig machten undeinen gemütlichen Ausritt in den wunderschönen Wald machten, wobei wir – wie Frauenes halt so taten – den neusten Klatsch und Tratsch austauschten. Kurz vorm Endelegten wir eine ungewollte Galoppstrecke ein, weil Ben sich vor einemaufheulenden Motor erschrak und Payty auf Secret Sign mir folgte.
      Als wir die beiden später wieder auf die Weide brachten, warder Vorfall schon wieder vergessen, dafür brauchten unsere schweren Arme jedocheine Pause, weshalb wir eine halbe Stunde lang im Reiterstübchen saßen und..nichts taten.
      Als wir gegen 17 Uhr den Nebenstall betraten, dachte ich,mich Trifft der Schlag, als ich sah, wie viele Pferde noch auf ihre Bewegungwarteten.
      Als wir uns nun Kalympia, Sintia, Glammy, Alcar und LevistoZ schnappten, um diese Kleinherde laufen zu lassen – was sich im nachhinein alsvielleicht nicht ganz so schlau erwies, da Alcar und Levisto Z sich dermaßenhoch schaukelten, dass wir sie gar nicht mehr gestoppt bekamen. Nach einerdreiviertel Stunde erst wurde es de beiden Hengsten zu langweilig und wirkonnten alle Pferde aus der Halle retten. Wobei ‚Retten’ wirklich das richtigeWort war, denn als erstes nahmen wir die beiden Streithähne aus der Halle undflüchteten mit ihnen in den Stall, erst danach ließen wir die anderen wiederauf die Weide.
      Als Payty und mir während eines weiteren Ausritts, bei demsie auf Lovestory saß und Diana als Handpferd hatte und ich auf Conversationsaß und ich die flotte Let the flames begin an der Hand hatte, bewusst wurde,dass wir es unmöglich schaffen würden auch noch die 17 Zuchtpferde zu pflegen,riefen wir nach Hilfe – via Sms und Telefon.
      Kaum eineinhalb Stunden später standen IcelandGirl, Wolke,Fiorinn, Chica, Riku und Toffifee auf dem Hof und sahen uns mit gemischtenGesichtsausdrücken entgegen. „Ihr habt gerufen, wir kommen.“ Lachte Wolke undwir verteilten die Pferde, jeder zwei und ich würde mich später in aller Ruhenoch um Forever Yours kümmern.
      Es war, als hätte man Tauben aus ihrem Schlag gelassen; amAnfang herrschte ein heilloses Chaos, alle wuselten durcheinander und liefensich in den Weg, doch nach einer halben Stunde hatte jeder in seinen Rhythmus gefunden,standen wir anfangs noch alle zusammen in der Stallgasse und man hatte dasgleichmäßige Streichen der Bürsten über das Fell der Pferde gehört, so war esnun leer und ich stand mit Embassy als letzte in der Stallgasse, schnell stiegich auf und ritt sie auf den Platz, wo wir uns erst Zeit ließen uns aneinanderzu gewöhnen und kurz vorm Ende traute ich mich sogar mit ihr ein paar kleinereSprünge zu machen. Es war ein herrliches Gefühl, wie fliegen – nur besser.
      Irgendwie trennte ich mich nur ungern von der hübschenKnappstrupperstute, doch schließlich entließ ich auch sie auf die Weide, wo siesich genüsslich wälzte und dann zu dne anderen pendelte. Schoko, ein SchokofarbenerShettyhengst, wartete schon auf mich. „Na, was machen wir zwei nun?“ fragte ich,doch, was blieb mir auch anderes übrig?, holte ich seine Trense und eine Longeund nach dem ausgiebigen Putzen vergnügte ich mich an den süßen Gängen desabsolut lieben Ponys. Auch Summer Wine und Red Diamond, Silvano und Pount, Ysunund All in All, Mejorano und Palimé, Falada und Pacey, Saphir und Akhawi alsauch Realités und Edurance Clash standen wieder auf der Weide – also war ichdie letzte. Und tatsächlich waren die anderen schon im Stall und unterhieltensich, anschließend halfen sie mir noch die Pferde alle wieder rein zu holen unddie Abendration Heu zu verteilen.
      Schließlich war es geschafft, Stellis Pferde waren allebewegt worden.. und ich tot müde.
      24 März 2011

      Sammelpflegi für Stelli’s Pferde

      Ein weiteres mal erklärte ich mich dazu bereit, mich um Stelli’s Pferde zu kümmern. Natürlich hatte ich auf meinem Hof genug zu tun, zumal wir nun bald umziehen würden, aber das hielt mich nicht davon ab mit Quito einen ausgedehnten Ausritt zu Stelli’s Gestüt zu machen. So sah der schreckhafte Wallach auch mal etwas von der Welt! Brauchte ich mit dem Auto eine knappe halbe Stunde, so war ich zu Pferd doch deutlich langsamer, weil wir einige Umwege nehmen mussten, und mir fiel ein Stein vom Herzen, als wir heile bei Stelli ankamen. „Vielen Dank für deine Hilfe, Norwi! Mein Stallbursche eilt dir auch zur Hilfe und Quito kannst du in eine Box stellen. Liebe Grüße, Stelli.“ Der Zettel pinnte an der großen Stalltür und ein Lächeln lag auf meinen Lippen. Immer auf Achse diese Frau.
      Gesagt getan sattelte ich Quito ab und stelle ihn in eine Box, wo er sich erfreut über das Heu hermachte, und auch schon im nächsten Moment stand ein verdutzter Stallbursche vor mir. „Wer bist du?“ – „Deine Aushilfe für heute.“ Sagte ich und schwenkte dem jungen Mann den Zettel vor der Nase herum.
      Eine halbe Stunde standen 39 Pferde(!!!) auf den Weiden und zupften das grün leuchtende Gras. Obwohl im Wetterbericht heute Morgen gesagt wurde, dass es regnen sollte und in teilen Deutschlands sogar heftige Gewitter runter kommen könnten, strahlte mir von dem blauen Himmel die Sonne entgegen. Kein Regen, kein Gewitter.
      Aber jetzt fing die wirkliche Arbeit erst an; denn es hieß 39 Pferdeboxen auszumisten, wieder ein zu streuen, 39 Tröge zu schrubben und Paddocks ab zu äppeln. Und obwohl ich Mattis - der Stallbursche, eigentlich hieß er Matthias, aber er hatte gesagt, er würde lieber Mattis genannt werden – zur Hilfe hatte, dauerte das alles zusammen über drei Stunden, aber meine Laune war noch immer strahlend. Im Gegensatz zu dem Himmel draußen, denn von dem blau war nichts mehr zu sehen, sondern nur noch weiße Wattebauschwolken.
      Aufgrund der Tatsache, dass Mattis und ich unter enormen Zeitdruck litten, ließen wir die Fohlen Diana, Forever Yours, Valentine’s Never say Never, Ready to talk, Kalinka und Grande Couleur heute das angenehme Wetter auf der Weide auskosten und beschlossen, dass heute somit kein Fohlentraining stattfinden würde.
      Lago Puccini, der Hengst, der mich bei meinem letzten Besuch schon so fasziniert hatte, war auch heute wieder der ‚Sonnenschein’ pur, kam mir auf der Weide freudig entgegengetrabt, während Mattis La Bella Goia von der Stutweide holte. Zusammen machten wir die beiden fertig, ritten in die Halle, wo wir uns ein paar Sprünge aufgebaut hatten und nach dem ausgiebigen Warmreiten klappte dieses Springtraining wirklich hervorragend. Nach dem Reitne putzten wir die beiden abermals und brachten sie dann in ihre Boxen.
      Arriverderci und Kovu waren die nächsten auf unserer imaginären Liste, die wir nun abzuarbeiten versuchten. Die beiden ließ ich zusammen in der Halle frei laufen und anschließend kleine Sprünge springen, während Mattis das selbe mit den Stuten Faithful und Minstrel auf dem umzäunten Außenplatz machte. Auch die vier brachten wir anschließend in den Stall und somit in ihre Boxen. Ben, Secret Sign und Jade waren die nächsten, über die wir uns hermachten, longierten die drei Hengste nacheinander, ehe jeder in seine Box wanderte.
      Kurz darauf waren wir also wieder an der Weide, beide schon relativ erledigt – aber wir waren noch lange nicht fertig. Mit Conversation und Let the Flames Begin machten wir einen Ausritt, nahmen uns dabei Lovestory oder so und Glammy als Handpferde mit und es war das erste mal, dass wir ein wenig durchatmen konnten. Nach einem entspannten Ausritt brachten wir die vier Stuten in ihre Boxen zurück. Levisto Z blieb wegen einem Turnier am Wochenende heute verschont und auch Alcar hatte heute seinen freien Tag.
      Sinita und Kalympia aber mussten ran, nach ausgiebigem Putzen ritten wir die beiden Stuten zusammen im Dressurviereck und musste feststellen, dass es immer windiger und kälter draußen wurde. Nicht all zu angenehm, aber dennoch ritten wir die beiden Stuten eine Stunde, ehe sie in ihre Boxen kamen.
      Der Fallabella Hengst Realités trabte über die Weide und wieherte herzzereißend, als ich grade auf ihn zu kam, blieb er stehen, reckte sein Köpfchen in die Luft und ließ sich brav einfangen. Nach ein paar Streicheleinheiten und dem Putzen longierte ich den quirligen Hengst, ehe auch er in den Feierabend gehen durfte. Saphir, eine wunderschöne Knappstrupperstute, war mit ihren zehn Jahren zwar noch nicht alt, aber dennoch hatte sie laut Mattis am Vortag viel getan und somit heute eine Pause verdient.
      Jetzt kam uns ‚Göttliche Hilfe’ zur Hand, denn nach leichtem Nieselregen klarte der Himmel auf, gradde als die ersten Reitschüler auf den Hof kamen – so stand dem geplanten Ausritt also auch nichts im Weg. Für den Ausritt nahmen sie Edurance Clash, Akhawi – die zierliche Reiterin machte auf mich einen ebenso nervösen Eindruck wie der Hengst -, den Sturkopf Pacey, All in All und Silvano mit. Eine reine Männertruppe also. Mattis führte den Ausritt, während ich auf dem Hof eine Reitstunde auf Palimé, Falada, Ysun, Embassy und Summer Wine gab. Obwohl einige Schüler sagten, sie würden sonst andere Pferde reiten, blieb ich bei dieser Aufstellung, weil es mir lieber war nur Stuten in der Bahn zu haben, wenn zum teil noch unerfahrene Reiter dabei waren. Am Ende der Stunde stellten auch alle fest, das es nur halb so wild war, einmal ein anderes Pferd zu reiten.
      Als auch noch die Reiter vom Ausritt wiederkamen, herrschte das reinste Chaos au der Stallgasse, aber es war ganz angenehm, dass hier mal ein bisschen Leben war.
      Es blieb keine Verschnaufpause Mejorano und Schoko heute eine Pause hatten und somit zu den anderen in ihre Boxen konnten, waren da noch Red Diamond und Pount.
      Mattis und ich beschlossen, zum Tagesabschluss mit den beiden einen Ausritt zu machen, denn obwohl es sich seit einiger Zeit zugezogen hatte, war noch immer kein Regen gefallen – viel zu zuversichtlich waren wir. Kaum waren wir auf halber Strecke, öffnete der Himmel seine Pforten und obwohl wir den restlichen Weg im Galopp hinter uns ließen, waren wir klatschnass, als wir am Hof von Stelli ankamen. Die Pferde ritten wir in der Halle trocken, während unsere Klamotten schwer an uns hingen und auch die Pferde nicht weniger müde waren, von der Regendusche. Als die beiden ‚trocken’ – soweit man das sagen kann, wenn man durch strömenden Regen geritten war – waren, beeilten wir uns in den Stall zu kommen, wo wir die beiden im Eiltempo fertig machten, um uns schnellst möglich aus unseren nassen Sachen zu schälen. Im Auto hatte ich noch meine Jeans und einen Pulli – war ja schließlich mit Reithose und T-Shirt hier rum gelaufen, weil es ja nicht wirklich kalt gewesen war – und somit hatte ich wenigsten Wechselsachen, die ich nun gegen das schwere Shirt und die Reithose tauschen konnte. Wir fegten anschließend noch die Stallgasse und gönnten uns im Reiterstübchen eine Tasse Tee, ehe ich mich verabschiedete und nach Hause fuhr.
      So ein anstrengender Tag!
      27 Mai 2011

      Pflegebericht [Forever Yours, Mejorano, Palimé]
      "AUFSTEEEHEEEN!". So wurde ich mehr oder weniger liebevoll von meiner Mutter geweckt. Schlaftrunken machte ich mich im Bad fertig, zog mir Stallklamotten an, frühstückte flüchtig und ging dann runter zum Stall.
      Für heute nahm ich mir 5 Pferde fürs Erste vor. Beginnend mit Forever Yours, meinem Lielingsfohlen. Mittlerweile war die zweifache Fohlenschausiegern eins meiner Lieblinge. Ich holte die junge Stute aus ihrer Box. Ich putzte Forever gründlich und holte dann Longiergurt, Ausbinder, Trense, Longe und Longierpeitsche. So langsam musste ja mal ans Anreiten gedacht werden. Ich führte Forever Yours zum Roundpen und lies sie erstmal ein paar Ründchen unausgebunden laufen, bevor ich die Ausbinder in die Gebissringe klippte und mit der Arbeit begann. Sie gewann in der letzten Zeit ordentlich an Muskulatur, besonders bei der Hinterhand und Rücken. Der Hals prägte sich langsam auch. Ich wechselte 3x die Hand und ließ sie traben und galoppieren. Nachdem ich longiert hatte, wusch ich Forever dden Schweiß aus dem Fell und brachte sie danach zurück in ihre Box.
      Mejorano stand als nächsts aus meiner imaginären To-Do-Liste. Nach langem Überlegen und auf der Suche nach Abwechslung kam auf auf einen Ausritt mit Westernmontur, obwohl ich Western so gut wie nie reite. Mejorano stand auf der Koppel, also musste ich ihn erstmal suchen gehen. Er stand ziemlich alleine und wild fressend auf einem grünen Fleckchen. Ich streifte ihm das Halfter über und holte ihn von der Koppel. Leider gelang es mit beim putzen nicht, ihn komplett zu säubern, da der Matsch noch ziemlich feucht war. Die Sattellage blieb allerdings verschont. Ich holte seinen Westernsattel, Vorderzeug und Trense und sattelte ihn. Ich stieg auf und ritt vom Hof. Am Anfang des Waldes trabte ich an. Mejorano schien glücklich und zufrieden zu wirken. Mit sicheren Schritten trabten wir durch den Matsch. Der Schlamm spritze hoch und es dauerte nicht lange, da sah ich aus wie ein Schwein. Bald erreichten wir ein Feld was bergauf ging. Ich galoppierte meinen Mustang an und ging in den leichten Sitz. Mejorano hechtete mit schnellen Galoppsprüngen die Steigung hoch. Als wir oben waren führte ich den Galopp solange fort, bis mich irgend etwas hinderte. In diesem Fall war es ein Radfahrer, der aus einem Waldweg auf den Feldweg abbog. Schnell parrierte ich Mejorano durch und überholte den Radfahrer großzügig um wieder anzugaloppieren. kurz bevor es wieder durch den Wald ging, parrierte ich zum trab durch und schließlich auch zum Schritt. Gemütlich trotteten wir zum Hof zurück. Als ich abstieg, staunte ich nicht schlecht, wie dreckig wir waren. Mejoranos Beine waren komplett braun, was bis zur Schulter und Kruppe hochführte. Ich sattelte ab und führte ihn direkt in die Waschbox, um ihm eine Grundreinigung zu gönnen. Danach kam Mejorano ebenfalls in seine Box.
      Als nächstes kam mein Sorgenkind Palimé dran. Leider ging die Stute seit einigen Tagen lahm, keiner wusste wieso. Zuerst dachten wir, sie hätte sich vertreten, aber die Lahmheit wurde eher schlimmer als besser, trotz Boxenruhe. Ich ging also zu ihrer Box. Palimé sah nicht besonders glücklich aus. Ich wusste das sie ein liebender Freigänger war und Boxenpflicht für sie eher eine Betrafung ist. Um die Lahmheit zu kontrollieren, holte ich sie vorsichtig aus der Box und merkte schon beim Schritt, das sie vorne lahmte. Sofort rief ich meine Mutter übers Handy an und und erzählte ihr die Sache. Sie beauftragte mich, einen Tierarzt zu kontaktieren. Ich band sie an und putzte sie trotzdem ein bisschen udn verwöhnte sie mit Leckerlis und Möhren. Danach rief ich sofort den Tierarzt an. Dieser Versprach, in 2 1/2 Stunden vorbeizugucken...
      9 Okt. 2011

      Pflegebericht Zuchtstallungen

      Da ich heute nicht viel Zeit hatte, mich aber dennoch um meine Zuchtpferde kümmern wollte, nahm ich mir doch kurze Zeit.
      Ich betrat die Zuchtstallungen und brachte ein Pferd nach dem anderen raus auf die Weide oder den Paddock. Als alle 20 Pferde an der frischen Luft waren, fing ich an, die ganzen Boxen zu misten. Für 2 Boxen brauchte ich eine Schubkarre. Geschlagene 10,11 Schubkarren später waren alle Boxen von dem Pferdemist befreit und konnten neu eingestreut werden. Ich nahm mir die großen Schubkarren für Heu und Stroh udn füllte immer zwei auf einmal. Eine schob ich vor mir her, die andere zog ich. Ich streute die Boxen großzügig mit goldgelben Stroh oder Späne ein und verteilte es so gut es ging. Als endlich alle Boxen fertig waren, musste ich mich noch um die Stallgasse kümmern. Ich schnappte mir also einen Besen und fegte die endlos lange Stallgasse, bis nahezu kein Halm mehr zu sehen war. Dann war es an der Zeit, meine 20 Pferde zu versorgen.
      Schoko: Schoko wurde geputzt und anschließend 30 Minuten Doppellongentraining in der Halle. Danach kam er auf den Paddock.
      Summer Wine: zusammen genossen wir einen Ausritt durch Wald und Wiese. Danach kam Summer Wine auf die Stutenkoppel.
      Embassy: wir trainierten fast eine Stute in der Dressur, feilten an der Losgelassenheit und verbesserten ihre Übergänge. Anschließend stellte ich sie mit einer Abschwitzdecke in ihre Box.
      Silvano: Silvano und ich vollzogen ein im barock stehendes Training; wir übten dabei den Spanischen Schritt und das korrekte Piaffieren. Zur Belohnung durfte er zurück auf den Paddock.
      Red Diamond: wir trainierten für das nächste Anstehende Springturnier, ich baute einen L Pacours auf, den ich bis Ende M höher baute. Er machte gut mit. Als Dank stellte ich ihn auf den Paddock.
      Pount: mit ihm ging ich 30 Minuten spatzieren und ließ ihn anschließend auf der Wiese grasen. Anschließend stellte ich ihn zurück in seine Box.
      Arrivederci: ich longierte die Welshponystute 30 Minuten lang, am Ende auch über Trabstangen. Sie kam anschließend auf die Stutenkoppel.
      All in All: Nachdem All in All an der Longe aufgewärmt wurde, baute ich Sprünge in Höhe A** auf und ließ ihn freispringen. Danach kam er zurück in seine Box.
      Dance for Winning: Mir der Hackneystute ging ich ins Gelände und galoppierten bergauf, um ihre Ausdauer zu stärken. Danach kam sie mit einer Abschwitzdecke in ihre Box zurück.
      Ysun: mit Ysun ging ich ebenfalls ins Gelände zur Militarystrecke und trainierte sie etwas in diesem Bereich. Sie war sehr engagiert bei der Arbeit und kam danach auf die Stutenkoppel.
      Falada: Falada ritt ich heute Western und übte Spin und Sliding Stop. Danach ging ich noch 20 Minuten im Schritt ins Gelände. Danach kam sie auf die Stutenkoppel.
      Palimé: Zu Palimé kam heute ein Gangpferdetrainier. Er trainierte mit ihr und feilte an ihrem Tölt und dem Pass. Danach kam Palime in ihre Box zurück.
      Mejorano: Mejorano durfte in der Halle frei herumlaufen, danach kam er auf den Paddock.
      Forever Yours: Die Trakehnerstute wurde ausgebunden Longiert, anschließend auch über Trabstangen und einer Galoppstange. Danach kam sie auf die Stutenkoppel.
      Pacey: Pacey hatte heute frei, mit ihm ging ich bloß eine halbe Stunde im Wald spatzieren. Danach stellte ich ihn nocheinmal auf einen Hengstpaddock.
      Akhawi: Ihn ritt ich ins Gelände um seine Ausdauer und Muskulatur zu verbessern. Danach ritten wir durch einen Bach. Im Stall kam er in seine Box zurück.
      Edurance Clash: Clash spannte ich in unsere Einspännerkutsche und genoss eine gemütliche Fahrt auf einem gepflasterten Feldweg. Danach kam er in seine Box zurück.
      Saphir: Saphir ritt ich ohne Sattel auf dem Dressurreitplatz. Danach kam sie zurück in ihre Box.
      Realités: Der Falabellahengst hatte heute frei und wurde nur herausgeputzt und Mähne und Schweif nachgeschnitten. Danach kam er auf den Hengstpaddock.
      Millenium GC: Die selbstgezüchtete Stute aus meiner ehemaligen Zucht wurde heute an den Sattel gewöhnt und damit Longiert. Danach kam das Pferd in den Laufstall zu den anderen Jungpferden.
      Am Abend, als alle Pferde wieder in ihren Boxen standen, war ich mit dem Füttern an der Reihe. Ich fütterte die Pferde folgendermaßen:
      Schoko: 1/2 Eimer Hafer, Karotten, 2 Äpfel
      Summer Wine: 1 Eimer Hafer, Karotten, Banane
      Embassy: 1/2 Eimer Hafer, Spezialmüsli, Karotten
      Silvano: 1 Eimer Hafer, Karotten
      Red Diamond: 1 Eimer Hafer, 1 Eimer Pellets, Mineralien, Karotten, Apfel
      Pount: 1 Eimer Hafer, 1/2 Eimer Pellets, 3 Äpfel
      Arreviderci: 1 Eimer Pellets, Karotten, Zuchtmüsli
      All in All: 1 Eimer Hafer, 1 Eimer Pellets, Karotten
      Dance for Winning: 1/2 Eimer Hafer, 1/2 Eimer Pellets, Banane, Spezialmüsli
      Ysun: 1 Eimer Hafer, 1 Eimer Pellets, Karotten, Zuchtmüsli
      Falada: 1 Eimer Pellets, Mineralmüsli, Karotten
      Palimé: 1 Eimer Pellets, Islandpferdemüsli, Karotten
      Mejorano: 1/2 Eimer Hafer, 1/2 Eimer Pellets, Karotten, Birne
      Forever Yours: 1 Eimer Hafer, Zuchtmüsli, Mineralien, Karotten
      Pacey: 1 Eimer Hafer, 1 Eimer Pellets, Mineralien, Karotten, Apfel
      Akhawi: 1 Eimer Hafer, Karotten, Grand-Relax-Pulver
      Edurance Clash: 1 1/2 Eimer Hafer, Karotten
      Saphir: 1/2 Eimer Hafer, 1/2 Eimer Pellets, Birne
      Realités: 1/2 Eimer Hafer, Karotten
      Millenium GC: 1/2 Eimer Hafer, Aufzuchtutter, Karotten
      Jedes Pferd erhielt einen Schuss Leinöl über sein Futter und natürlich jedes seine Ration Heu. Als alle zufrieden kauten, war auch für mich der Tag beendet. Müde und zufrieden ging ich zurück ins Haus.
      25 Apr. 2012

      Pflegebericht Zuchtpferde


      Ich nutzte die letzten Ferientage um mich zuerst um meine Zuchtpferde zu kümmern. Ich begann heute bei meinem Shettyhengst Schoko. Der kleine Mann stand auf der Koppel, wo er sich im Sommer ganztägig aufhalten durfte. Ich pflückte ihn von seinem heiligen Gras und putzte ihn im Stall. Als er sauber war ging es los an die Arbeit, da er ziemlich zugenommen hatte und die Muskeln auch weniger wurden. Ich holte den kleinen Longiergurt, seine Trense, Gamaschen, Longe, Ausbinder und eine Peitsche und machte Schoko fertig fürs Training. Ich führte ihn in den Roundpen und legte los. Nach einer halben Stunde waren wir fertig und Schoko durfte zurück auf die Koppel. Im Stall gings dann direkt weiter mit meiner Trakehnerstute Summer Wine. Ich holte sie aus ihrer Box und putzte sie, nachdem ich ihren putzkasten geholt hatte. Danach sattelte udn trenste ich die Cremellostute und ging in die Halle, da es draußen momentan angefangen hat zu regnen. Zuerst ritt ich sie 10 Minuten im Schritt warm, bevor es an die Arbeit ging. Wir konzentierten uns heute auf ihre Biegung und Übergange; ich war recht zufrieden nach dem Training. Ich versogte anschließend Summer Wine und stellte sie zurück in ihre Box. Das nächste Pferd war Embassy, meine Knabstrupperstute. Sie stand neben Summer Wine und ich holte sie direkt heraus. Schnell war die saubere Stute geputzt und dann beschloss ich trotz Nieselregen einen kleinen Ausritt zu machen. Ich sattelte sie und führte sie aus dem Stall um draußen aufzusteigen. Unser Weg führte durch den Wald, Feldweg und vorbei an einer Wiese. Der feldweg sollte unsere Galoppstrecke für heute sein. Zurück am Hof versogte ich sie gut und brachte sie anschließend in ihre Box zurück. Nun kam wieder etwas Hengstiges an die Reihe, Silvano. Leider ging der Fuchshengst momentan etwas lahm und hatte so eine ruhige Woche. Vorsichtig holte ich ihn aus seiner Box und putzte ihn vor dieser. Wahrscheinlich hatte er sich draußen vertreten, aber ich wollte kein Risiko eingehen. Auf Wunsch meiner Mutter sollte ich ihn einmal vortraben und führte ihn auf dem Asphalt vor. Die Lahmheit war so gut wie weg, also bekam er noch 2 Ruhetage. Ich brachte Silvano also zurück in seine Box und kümmerte mich um einen meiner Lieblinge: Red Diamond, der momentan zuchttechnisch durchstieg. Ich holte den Scheckhengst aus seiner Box und putzte ihn, bevor ich ihn sattelte und trenste. Heute war ein kleines Springtraining an der Reihe. Ich brachte Red Diamond auf den Springplatz, stieg auf und wärmte ihn gut auf, bevor ich mit dem Springen begann. Zuerst kleine Sprünge, dann legten wir los. Ich sprang mein Pferd heute auf höhe L und M, durchaus ging er die höchsten Sprünge der Klasse S, aber ich begann alles langsam. Nachdem ich eine Stunde geritten war, versorgte ich Red Diamond und brachte ihn zurück in seine Box. Sein bunter Boxennachbar Pount war als nächstes dran. Ich holte ihn ebenfalls aus seiner Box und ums putzten kam er auch nicht herum. Ich packte Gamaschen auf seine Beine und führte Pount in die Halle. Um viertel vor 10 war glücklicherweise noch keiner da. ich führte Pount 5 Minuten Schritt, bevor ich ihn frei laufen ließ. Ausgelassen tollte er in der Halle herum und buckelte was das zeug hielt. Nach 15 Minuten holte ich ihn zu mir und brachte ihn zurück in den Stall. Denn auf der Koppel wartete unser frisch gekörter Zuchthengst Jade, der Überraschungskandidat der letzten Körung für Spanische Pferde. Da Jade jede Menge feuchten Schlamm an sich trug, war an reiten nicht zu denken. Also gingen wir nach dem Putzversuch nur Spatzieren. Wir waren 20 Minuten im Wald unterwegs, schön gemütlich im Schritt. Jade war ein ehrlicher Hengst und absolut brav bei unserem Spatziergang. Als wir den Hof erreichten durfte er auch wieder auf seine heißgeliebte Koppel. Im Stall gings dann weiter, nämlich mit meiner Welshponystute Arrivederci. Da ich Arrivederci wegen meiner größe nur selten ritt, verzichtete ich auch heute darauf. Trotzdem wollte die quirlige Stute was zu tun haben. Nachdem ich sie geputzt hatte gings in die Halle. Arri war schlau, ich ließ sie von Anfang an frei laufen, denn die lief ihre Runden selbstständig im Schritt, während ich ein paar Sprünge aufbaute. Dann longierte ich sie auf dem oberen Zirkel etwas ab, zum Aufwärmen. Dann durfte sie endlich loslegen. Sie machte ihre Arbeit ordentlich und nach 30 Minuten beendete ich das Ganze. Arrivederci kam zurück in ihre Box und ich fuhr mit All in All, meinem selbstgezogenen Rappen fort. All stand bedröppelt auf dem Paddock; er hasste Regen und ich wusste wie die Laune des sensiblen Hannoveraner nun war. Ich holte das Pferd ins trockene. Putzen brauchte ich ein nasses Pferd ja nicht. Also legte ich den Longiergurt und das ganze Pipapo auf All in All und ging ins Roundpen. Ich wärmte ihn ordentlich auf und longierte ihn anschließend noch über Stangen. Das Ganze ging 40 Minuten, dann waren wir fertig. Ich tat All den Gefallen und stellte ihn in seine Box und nicht ins Nieselwetter. Dance for Winning stand ebenfalls schon in den Startlöchern. Die freundliche Stute genoss das Putzprogramm und freute sich, als sie gesattelt wurde. Wir gingen in die Halle und ich hatte an ein lockeres Reiten mit viel Vorwärts Abwärts gedacht. Dance for Winning machte prima motiviert mit, wie ich es auch sonst von ihr kannte. Nach einer dreiviertel Stunde schloss ich das Reiten ab und versorgte mein Pony. Ich brachte sie auf die Koppel, denn ihr machte der leichte Regen gar nichts aus. Ich blieb bei der Versorgung meiner Stuten und machte mit Ysun weiter. Erwartungsvoll wartete sie bereits in ihrer Box und wollte endich raus. Draußen angebunden putzte ich sie blitzblank und sattelte sie anschließend. Ich führte Ysun draußen auf den Reitplatz, mittlerweile hat es endlich aufgehört zu regnen. Ich stieg auf und ritt sie zuerst warm. Danach fing ich an bisschen dressurmäßig zu arbeiten und sie weiter zu fördern. Nach einer guten Stunde beendete ich das erfolgreiche Training und ritt zurück zum Stall um Ysun dort zu versorgen. Ich stellte meine Stute auf den Paddock und ging dann rüber zu den Koppeln, wo sich Knabstrupperstute Falada aufhielt. Ich nahm sie gleich mit zum Stall und band sie fest. Auch sie war schlammbedeckt und ich konnte sie eigentlich nur abspritzen. Ich führte sie also in die Waschbox und brauste sie mit lauwarmen Wasser ab. Da es draußen kalt war kam sie danach noch eine viertel Stunde unter das Solarium. Endlich wieder sauber kam Falada in den Zuchtstall zurück. Nach einer Flasche 7Up ging es weiter mit der Isländerdame Palimé. Ich putzte sie ordentlich vor ihrer Box und sattelte sie anschließend. Danach ging es raus. Palimé und ich suchten als erstes einen Asphaltweg auf, wo wir etwas tölten können. Freudig töltete sie mit einem schönen klaren Tölt den Weg entlang; auf dem Feldweg galoppierten wir dann ein Stück. Am Hof angekommen versorgte ich Palimé und stellte sie zu den anderen auf die Stutenkoppel. Denn nun kam Mejorano dran, der auch schon ungeduldig schien. Ich holte den Mustanghengst von seinem Paddock und putzte sein geschecktes Fell. Anschließend brachte ich ihn in die kleine Reithalle von uns und führte ihn erstmal eine kleine Weile. Danach durfte er frei laufen; insgesamt eine viertel Stunde. Danach holte ich ihn zu mir und hakte den Strick ein. Mejorano kam danach auf die Koppel. Nun kam Forever Yours dran, eins meiner Lieblinge. Die kleine Stute war schon fast erwachsen und bereit zum einreiten, worauf ich mich bereits mächtig freute. Ich holte sie aus ihrer Box und putzte sie. Danach holte ich einen alten Sattel, Gurt und eine Schabracke und sattelte sie. Trense und Longe kamen auch ans Pferd. Dann ging es ins Roundpen. Ich longierte Forever Yours 40 Minuten bis sie leicht schwitzte. Ich brach das Training dann ab und versorgte sie im Stall. Anschließend durfte sie auf die Koppel. Ich maschierte wieder in den Stall um mich als nächstes um meinen Hengst Pacey zu kümmern, an dem ich ebenfalls sehr hing. Jedoch hatte der hengst heute frei, was bedeutete, das ich einen Spaziergang vorhatte. Ich putzte ihn im Stall gründlich und trenste ihn dann auf. Dann gings los in den Wald. An einer Wiese durfte Pacey auch 10 Minuten grasen, bevor wir die Heimreise antraten. Pacey kam danach auf den Hengstpaddock und ich ging zu Akhawi, meinem Araber mit Sonderlackierung. Ich holte ihn aus seiner Box und putzte ihn, um ihn danach zu satteln. Dann ging es raus ins Gelände. Erst ritten wir im Schritt durch den matschigen Waldabschnitt; als es besser wurde trabten wir den Rest des Waldes, bis wir das Feld erreichten. Ich ließ mein Distanzpferd Akhawi ausgelassen galoppieren, bis der Weg endete. Am Gestüt zurück versorgte ich Akhawi sorgföltig und stellte ihn dann auf die Koppel. Auf der Koppel hielt sich Edurance Clash auf, der ebenfalls versorgt werden musste. Ich nahm ihn mit zum Stall und putzte ihn dort. Ich holte seinen Longiergurt und die Trense und ging danach ins Roundpen. Ich legte Stangen ins Roundpen und longierte Clash nach 20 Minuten über sie. Ich longierte ihn insgesamt 30 Minuten und stellte ihn dann in seine Box zurück. Ich ging ins Stutenabteil um nach Saphir zu sehen. Ich holte sie aus ihrem Stall und putzte sie erst, bevor ich sie in die Halle brachte. Ich führte sie erst warm,dann durfte sie frei herumtoben. Am Ende stellte ich ein Kreuz und einen kleinen Steilspung auf, wo sie gymnastizierende Sprünge machen konnte. Anschließend stellte ich Saphir auf die Koppel zu den anderen Stuten. Nun war das kleinste Pferd in unserer gesamten Anlage dran: Realités. Ich holte den kleinen Hengst aus seiner Box und band ihn an. Blitzschnell war der kleine Körper geputzt. ich holte seine Trense und beschloss, einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Wir gingen zuerst den Feldweg entlang und dann über eine Wiese. Realités durfte auf der Wiese 10 Minuten grasen, ich hatte danach nur etwas Schwierigkeiten, den kleinen Dickkopf vom Gras wegzubekommen. Danach liefen wir in Richtung Heimat zurück, denn dort musste ich das letzte Zuchtpferd noch machen: Millenium GC, die ich selbst gezogen hatte und stolz war, das die Kleine schon als Fohlen eine Staatsprämienstute geworden war. Ich holte sie aus dem Fohlenlaufstall und putzte sie ordentlich. Dann übte ich das Hufeheben, was sie vorne schon recht gut mitmachte, hinten jedoch scheitern wir immer wieder. Endlich hatte sie es begriffen und ich konnte den Huf schon etwas länger hochhalten. Ich lobte sie ausgiebig und dann durfte die Jungstute auf die Koppel.
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      9 Aug. 2012

      Großer Pflegebericht für Zucht-, Hauptstall- und Nebenstallpferde

      Heute hatte ich Großes vor. Ich wollte mich um jedes meiner Pferde an einem Tag kümmern. Zuerst ging ich in die Hauptstallungen, wo ich schon mit einem lauten Wieheren vieler Pferde begrüßt wurde. Erstmal kamen ein paar Pferde auf die Koppel oder Paddock, damit ich ihn Ruhe misten konnte, denn heute hatte unser Stallbursche frei. Ich brachte Ben, Kovu, Secret Sign und Lago Puccini zuerst auf die Koppel, dann Minstrel, Never say Never, C'est la Vie und Esperanza auf die Koppel gegenüber. Die Fohlen und Jährlinge Kalinka, Grande Coleur, Ready to Talk und Call me Bubble auf die südliche, längliche Koppel am Waldrand. Until Tomorrow war der Einzige, der alleine auf den großen Paddock kam. Quasi seine Privatkoppel, da er sich mit keinem Pferd verstand und agressiv wurde. Nun war der Stall leer und es herrschte eine ungewohnte Stille. Ich krallte mit Schubkarre und Mistgabel und friemelte Pferdeäpfel und nasses Stroh aus der Box. Ich war recht schnell fertig und holte nun die Schubkarre, mit der das saubere Stroh transportiert wurde. Ich streute jede Box nach, besonders in den 2 Laufställen von Kalinka und Call me Bubble und die andere von Grande Couleur und Ready to Talk musste wieder einiges rein. Endlich war ich fertig. Nun ging es ans bewegen der Pferde:
      Ben: Mit Ben ging ich nach dem Putzen 40 Minuten im Wald spazieren.
      Secret Sign: Mit dem Appaloosahengst machte ich ein leichtes Westerntraining.
      Minstrel: Minstrel wurde 30 Minuten von mir ausgebunden auf dem Reitplatz longiert.
      Kalinka und Call me Bubble: Die beiden Jährlinge nahm ich zusammen mit auf einen 20 minütigen Spziergang durch den Wald.
      Kovu: Ihn ließ ich nach dem warmlaufen 15 Minuten in der Halle frei laufen.
      Ready to Talk und Grande Couleur: Beide Jährlinge konnten zusammen in der Halle rumtoben.
      Lago Puccini: Nachdem er geputzt war, ritt ich ihn auf dem Springplatz und sprang ihn anschließend über ein paar Sprünge auf A und L Niveau.
      Valentines Never say Never: Sie longierte ich ausgebunden 30 Mintuten im Roundpen.
      C'est la Vie: Ich ritt die Hannoveranerstute 40 Minuten locker V/A in der großen Halle.
      Until Tomorrow: Mit ihm machte ich deutliches Dominanztraining.
      Esperanza: Wir genossen einen gemeinsamen 40-Minuten Ausritt durch Wald und Feld.
      Nachdem alle Pferde ihre Dosis Bewegung genossen hatten, ging ich rüber in den kleinen Stall, auch genannt Nebenstall. Dort machte ich das selbe Spiel von vorne. Ich beschloss, dass alle Pferde gemeinsam auf eine Koppel konnten, auch wenn Alcar ein Hengst war. Er war verträglich und nicht auf das Decken einer Stute aus. Ich nahm mir zuerst Kalympia, Glammy und Conversation und brachte sie auf die Koppel, bevor Sinita, Alcar und Lovestory folgen konnten. Diana nahm ich alleine, da sie recht quirlig ist. Zufrieden grasten alle Pferde in der Sonne und ich konnte mich ans misten machen. Hier ging es fast gauso schnell wie in dem anderen Stralltrakt, lediglich Sinitas Box sah aus wie ein saustall, da sie ihren Mist immer vergrub. Nach einer halben Stunde konnte ich de Boxen wieder mit frischem Stroh einstreuen und danach mit dem Bewegen der Pferde weiter machen:
      Kalympia: Ich ritt die Falbscheckstute eine gute Stunde dressurbetont auf dem Dressurplatz.
      Sinita: Im Westernoutfit gings 30 Minuten raus ins Gelände.
      Glammy: Glammy wurde 30 Minuten im Roundpen mit Kappzaum longiert.
      Alcar: Er durfte nach Schrittführen 15 Minuten in der kleinen Halle frei laufen.
      Diana: Sie wurde nach Alcar ebenfalls laufengelassen.
      Lovestory oder so: Ich bin sie eine dreiviertelstunde geritten und danach etwas gesprungen.
      Conversation: MIt ihr hab ich lockere Dehnübungen während der Dressurarbeit gemacht.
      Somit waren auch die Pferde in den Stallungen versorgt und genossen noch eine Weile die angenehme Mittagssonne bei guten 18 Grad. Also gings weiter mit den wertvollen Zuchtpferden. Hier musste ich beim rausstellen schon deutlicher ordnen, zumindest bei den Hengsten. Also brachte ich erstmal die raus, die am verträglichsten miteinander waren, beginnend mit den Hengsten. Schoko kam gemeinsam mit Silvano, Pount, Jade, Realités, Mejorano und Edurance Clash raus. Die Gruppe verstand sich ziemlich gut. Die nächste Gruppe bestand aus Red Diamond, All in All, Pacey und Akhawi.Somit waren alle Hengste draußen und es folgten nurnoch die Stuten. Summer Wine, Embassy, Arrivederci, Dance for Winning, Ysun, Falada, Palimé, Forever Yours, Saphir und Mara kamen alle zusammen auf die riesengroße Koppel. Eine riesige Gruppe! Aber alle verstanden sich prima. Jetzt ehlte nurnoch Millenium GC, die dann auch noch zu den Stuten durfte. Schon leicht müde und kaputt ging ich wieder in den Zuchtstall um zu misten. Ich brauchte fast über eine Stunde, bis die Boxen frei von Mist waren. Ich streute sie frisch nach und kehrte dann die Stallgasse, damit alles schön sauber war. Dann ging es ans bewegen meiner teuren Pferde:
      Schoko: Mit Schoko machte ich eine halbe Stunde Doppellongentraining
      Summer Wine: Summer Wine hatte heute frei und durfte 15 Minuten unters Solarium
      Embassy: Sie wurde 30 Minuten im Roundpen ausgebunden longiert
      Silvano: Er wurde etwas im Westernmäßigen Bereich trainiert, insgesamt 40 Minuten
      Red Diamond: Ihn ritt ich erst 40 Minuten dressurmäßig, danach sprang ich ihn beginnend von A bis M.
      Pount: Mit ihm ging ich 20 Minuten durch den Wald spazieren
      Jade: Jade und ich genossen einen einstündigen Ausritt durch einen Bach, Wald und Wiese.
      Arrivederci: Sie ließ ich nachdem ich sie warmgeführt hatte 15 Minuten in der Halle freilaufen.
      All in All: Er wurde nach dem Warmreiten im Bereich Springen trainiert.
      Dance for Winning: Mit ihr ging ich 30 Minuten spazieren
      Ysun: Sie ritt ich im Gelände zur Galoppstrecke und ließ sie 3 Kilometer galoppieren.
      Falada: SIe longierte ich 30 Minuten ausgebunden auf dem Reitplatz.
      Palimé: Ich trainierte ihren Tölt auf der Rundbahn im Nachbarort.
      Forever Yours: Ich trainierte die angerittene Stute weiter, 40 Minuten leichte Arbeit
      Pacey: 30 Minütiges Springtraining nach dem Warmreiten auf dem Springplatz
      Akhawi: 30 Minuten Schrittausritt durch den Wald
      Saphir: Sie stellte ich 30 Minuten auf das Laufband, während ich Realités machte
      Realités: Ihn longierte ich 30 Minuten im Roundpen
      Millenium GC: Mit ihr übte ich das Aufsatteln und Auftrensen
      Mara: Sie ritt ich 30 Minuten in allen GGA und sprang dann mit ihr über Gymnastiksprünge.
      Der Tag nahte schon dem Ende, als ich mit allen Pferden fertig war. Aber ich war glücklich und zufieden. Die Pferde, die noch draußen waren, stellte ich am Abend wieder rein. Nun war fütterungszeit. Eine halbe Stunde, bevor es Kraftfutter gab, fütterte ich Heu und kehrte anschließend wieder die Stallgasse. Nach dem Kehren konnte ich dann mit der Fütterung des Kraftfutters beginnen. Jedes Pferd bekam nach Größe, Leistung und Dicke sein passendes Futter. Die Pferde schienen glücklich und ausgeglichen. Ich brachte den Futterwagen zurück und ging dann auch ins Haus zurück.
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      18 Okt. 2012

      Pflegebericht von allen Stalltrakten

      Zum Wochenende hin beschloss ich, mal wieder meine ganzen Pferde durchzumachen. Als erstes kümmerte ich mich um die Sauberkeit der Boxen. Ich mistete sie sorgfältig aus und streute sie genügend ein. Anschließend bekamen die Pferde ihre morgige Ration an Heu. Dann gings mit dem Bewegen der Pferde zu. Ich ging zurück in den Hauptstall unserer Anlage und begann mit meinem Ponywallach Ben. Nachdem ich ihn geputzt und gesattelt hatte, gingen wir in die Halle um lockeres Reiten mit Stangenarbeit machten. Nachdem Ben versorgt in seiner Box stand, kam Secret Sign an die Reihe. Es folgten Kovu und Lago Puccini, die ich ebenfalls putzte und dann alle nacheinander in die hofeigene Führmaschine brachte. Ich stellte sie auf eine dreiviertelstunde Schritt und Trab und ging zurück zum Hof. Minstrel blickte mir bereits erwartungsvoll entgegen. "Na Hübsche?", begrüßte ich sie und holte sie zum Putzen heraus, das allerdings nur kurz, da sie danach sowiso auf den Paddock kam. Dann ging ich zu meinen beiden Jüngsten dieses Stalltraktes Kalinka und Grande Coleur, die ich nacheinander Einzeln in der kleinen Halle laufen ließ. Inzwischen waren auch meine 3 Pferde in der Führmaschine fertig. Ich brachte Secret Sign, Lago Pucciniund Kovu zurück in ihre Boxen. Nun kam eine Stutenpartie in die Führmaschine. Ich holte zuerst Valentines Never say Never aus ihrer Box und putzte sie über, dann meine frisch prämiertes Pferd Call me Bubble und zu guter Letzt Esperanza. Ich brachte das bunte Trio zur Anlage. Esperanza vorn mit einem Zwischenraum zur zweiten Never say Never udn dahinter Call me bubble. ich stellte das gleiche Programm wie davor ein und ging wieder in den Stall. Auch hier wartete bereits Until Tomorrow, ein ebenfalls grade gekörter Hengst aus meiner Zucht, auf den ich unheimlich stolz war. Ich putzte ihn schnell, bevor ich sein Longierzeug holte, sie aufs Pferd brachte und ihn dann ausgebunden im Roundpen longierte. Nach 30 Minuten war seine Arbeit getan und meine Zeit passte perfekt mit dem der Führanlagenpferde zusammen. Schnell war Until Tomorrow versorgt und die Führmaschinenpferde waren zurück in ihren Boxen. Nun gings weiter in den nächsten Stalltrakt.
      Dort fing ich mit meinem Jungpferd Diana an. Sie war mein Sorgenkind. Irgenwie kam sie nicht richtig in Schuss, vom Wesen her und von der Optik. Nachdem sie geputzt war, konnte sie ihre Energie beim freien Laufen auslassen. Danach kam Diana auf einen freien Paddock. Dann holte ich Kalympia aus ihrer Box und putzte auch sie geschwind. Ich sattete sie und ließ sie dann kurz warten, denn ich brachte, solange wir reiten würden, Glammy, Sinita und den verträglichen Hengst Alkar in die Führmaschine. Ich stellte den Regler diesmal jedoch auf eine Stunde Schritt und Trab im Wechsel. Weiter gings mit Kalympia. Wir gingen heute auf den Außenplatz, er war nicht gefrohren und die Sonne schien, wieso also nicht. nach ungefähr einer dreiviertel Stunden fanden wir uns im Stall wieder. Kalympia stand wieder in ihrer Box und widmete sich ihrem Rest Heu. Dann maschierte ich zur Führanlage, um Glammy, Sinita und Alcar reinzuholen, bzw auf den Paddock zu verfrachten. Sie sollten das Wetter ebenfalls eine Weile genießen können. Es Folgte die Pflege von Lovestory oder so. Sie sattelte ich nach dem Putzen ebenfalls und baute danach in der Halle ein paar Sprünge auf, die wir heute bewältigen würden. Nichts hohes, einfach nur für die Routine. Meine Stute machte sich gut, wir feilten heute Besonders an dem Anreiten der Sprünge, da sie den Drang hatte, sehr stark anzuziehen und sich vorne festzubeißen. Da Lovestory danach geschwitzt war brachte ich sie in die Box - natürlich mit Abschwitzdecke. Nun war die mich bereits erwartende Conversation dran. In windeseile war sie geputzt, schnell aber ordentlich. Genauso schnell war sie gesattelt und bereit für einen Ausritt. Wir genossen beide die noch leicht anhaltende Schneelandschaft und konnten sogar eine kleine Strecke galoppieren. Anschließend kam sie zurück in ihre Box, genauso entspannt wie ich es war. Der vorletzte Kandidat in diesem Stall war Batida de Coco, eine aufgeweckte, kleine Schimmelshettystute. Trotz putzten konnte man sie aufgrund gelblicher Flecken im Fell nicht sauber nennen, aber nungut. ich holte ihre Trense, meine Doppellonge und arbeitete mit ihr in der Reithalle. Sie wurde in Sachen Doppellonge immer besser und durchschaute leicht, was ich von ihr verlangte. Sie durfte anschließend auch auf einen Paddock. Zuletzt folgte Down with the Sickness. Ich holte ihn aus dem Offenstall von ihm und Diana und putzte den hibbeligen Junghengst, bevor wir an die Arbeit gingen. Er wurde grade anlongiert und seine Widersetzlichkeit wurde auch immer seltener. Danach kam er zurück in seine Box, da er den Drang hatte, sich irgendwie vom Paddock zu entfremden.
      Weiter gings mit dem größten Stall, dem Stall, wo die Zuchtpferde außer Until Tomorrow und Call me bubble ihre Boxen hatten. Hier begann ich mit Shettyhengst Schoko, der ein gutes Pentant zu Batida de Coco war. Der verfressene Hengst war schnell geputzt und landete dann in der zweiten Reithalle. Hier durfte er sich auspowern bis ihm Langweilig wurde, dann kam er zurück in seine Box. Summer Wine war dran. Ich holte die Cremellofarbige Trakehnerstute aus ihrem Stall und holte gleich danach 3 weitere Pferde, Embassy, Falada und Palimé. Die Stuten kamen in mein Goldstück, die Führanlage, somit musste ich 3 Pferde weniger machen. Summer Wine hingegen musste heute was schaffen. Ich packte Longierzeug drauf und ging ins Roundpen, wo ich sie eine halbe Stunde lang ausgebunden über Trabstangen longierte. Sie war heute etwas träge, was mich etwas verwunderte. Vielleicht nur ein schlechter Tag, was solls. Anschließend kam Summer Wine zurück in ihre Box. Das nächste Pferd, um was ich mich kümmern wollte, war Silvano. Der Fuchshenst mit spanischem Blut hatte sich anfang der Woche eine kleine Blessur auf dem Paddock eingefangen und sollte laut Tierarzt eine Woche nicht belastet werden und den Paddock ebenfalls meiden. So führte ich ihn Tag für Tag eine viertel Stunde lamng spazieren, damit er sich die Beine vertreten konnte. So langsam wurde er jedoch unangenehm hengstig, was immer mehr zur Herausforderung wurde. Ich fand mich an Red Diamonds Box wieder, einer meiner absoluten Lieblinge auf unserem Hof. ich putzte ihn gründlich und holte Sattel und Trense und den anderen Schnick-Schnack und brachte das ganze aufs Pferd. Wir gingen heute mal in die Halle und feilten an unserer Dressur. Ich brachte durch einfache Galoppwechsel, Training des Außengalopps und Versammlungen heute mal etwas Abwechslung ins Training ein. Nach dem Ritt versorgte ich den Trakehnerhengst und brachte ihn in die Box, wo ich gleich Arrividerci rausholte, die gleich in der Dressurstunde für weit Fortgeschrittene mitging. Davor holte ich aber Embassy, Falada und Palimé zurück in ihre Box und brachte stattdessen Ready to Talk, Jade und Pount in die beliebte Führmaschine. Glücklicherweise was zu dieser Uhrzeit nichts los, und das bis 3 Uhr. Es blieb mir also noch etwas Zeit. Ich erklärte einer jungen Frau kurz, wie meine Ponystute tickte und ließ sie dann machen. Nun kam ich zu meinem Rapphengst All in All. Der Hannoveranerhengst glänzte immer, egal ob geputzt oder staubig. Nachdem er soweit fertig war, holte ich mein Longierzeug und machte All in All fertig für die Longenarbeit. Nach einer halben Stunde erfolgreichem Longieren mit Kappzaum war seine Arbeit für heute erledigt und er konnte wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Dem Nichts tun. Als ich zurück bei der Führmaschine war warteten bereits 3 Hengste auf mich, die ich nacheinander in ihre Boxen zurück brachte. Ich ging direkt zu den Paddocks, wo ich die draußen stehenden Pferde zurück in die Stallungen brachte. Somit waren einige Paddocks wieder frei geworden und ich konnte neue Pferde rausbringen. Ich entschloss mich in diesem Fall für Dance for Winning, Saphir und Mara, die auf die normalen Paddocks kamen und Mejorano und Edurance Clash auf die erhöhten für die Hengste. Somit musste ich nurnoch Ysun, Forever Yours, Pacey, Akhawi, Realiés und Millenium GC machen. Was heißt nur. Das würde sicherlich noch ein paar Minütchen kosten. Ysun schaffte gestern was, musste sich aber trotzdem irgendwie auspowern, also ließ ich sie laufen. Sie preschte von einer Ecke zur nächsten und Buckelte ausgelassen, als ob sie 7 Tage durchgehend stand. Ysun eben. Die nach dem laufenlassen aufgebrachte Stute brachte ich zurück in die Box, wo sie schnell wieder runter kam. Die Reitschülerin mit Arrividerci war bereits auch am Absatteln. Sie kam anscheinend gut mit meiner Welsh A Stute klar, was mich freute und mir Arbeit abnahm, wenn sie sie jetzt 3x die Woche ritt. Glücklich mit dieser Nachricht machte ich mich an den Falbscheckhengst Pacey, den ich ebenfalls sehr liebte. Ich putzte sein sauber gezeichnetes Fell gründlich und sattelte ihn anschließend, um heute etwas zu springen. Ich baute in der Halle einige Sprünge auf und ritt mich erstmal warm, bevor ich erst mit Galoppstangen, dann mit Kreuz und kleinen Steilsprüngen wietermachte und schließlich in die Höhe ging. Pacey war heute auch irgendwie anders. Einmal verweigerte er, zwar durch meinen Fehler, aber er versucht sich sonst auch immer alles passend zu machen. Zwischendrin widersetzte er sich meinen Hilfen und bockte durch die Halle, wo ich mich grade noch halten konnte; der Sack. ich ließ mich davon nicht abbringen und beendete den anfangs grottigen Ritt durch das Beenden eines fehlerfreien Pacours, was mich dann doch noch zufriedenstimmte. Pacey kam zurück in seine Box und ich machte mit Forever Yoursweiter. Ich holte sie aus der Box, putzte sie und baute die Sprünge in der Halle schnell um. Ich bereitete alles für das Freispringen vor. Zuerst longierte ich Forever Yours in der Halle, bis sie genügend aufgewärmt war, bevor sie etwas springen durfte. Sie liebte das Springen. Als Result hatte ich später ein zufriedenes, ausgelichenes Pferd in der Box stehen, was mich natürlich auch freute. Ich nahm direkt Akhawi mit aus dem Stall, das vorletzte Pferd, zum Glück. Langsam war ich schon ziemlich erschöpft und wollte einfach nur noch zurück ins Haus. Etwas verlangsamt putzte ich Akhawis bunte Fell und holte anschließend Longiergurt und den ganzen anderen Longierkram und machte mich müde zum Longierzirkel. Akhawi war mein komplettes Gegenteil. Er war hellwach udn ziemlich impulsiv. Gleich am Anfang erschrak er wohl vor einem Geist und machte noch lange danach Terz. Wie Araber eben sind konnte er sich nicht mehr richtig fassen und das Longieren wurde zunehmend anstrengender. Umso mehr schwitzte Akhawi nach den 30 Minuten, die er damit verbrachte, um mich herumzurennen. Noch zwei Pferde, wie froh ich doch war. Realités war ziemlich sauber, also musste ich glücklicherweise nicht groß putzen. Schnell war seine Miniaturausrüstung angebracht und ich machte mich ans Longieren. Leider war der Roundpen belegt und ich musste ausweichen. Ich führte ihn zur kleinen Reithalle und begann zu longieren. Realiés war wenig begeistert, dass er sich bewegen musste, also war mal wieder die Schauspielerei dran. Er tat sich schwer, lahmte dann minimal hinten, aber diese tricks Kannte ich bereits. Nachdem ich ihn kurz ablongiert hatte, ließ ich ihn noch ein Weilchen laufen und siehe da, keine Spur von Lahmheit oder Trägheit. Schlaues Pony, doch ich war auch schlau. Ich brachte ihn zurück in seine Box im Zuchtpferdestall und ging zu meinem letzten Kandidaten für heute, Millenium GC. Ich war so müde, das ich beschloss, sie nur zu putzen, das aber Gründlich, inklusive Hufe auswaschen und einfetten. Ich holte noch flott die Pferde, die draußen standen zurück in ihre Boxen. Dann hatte ich es geschafft, ein sehr anstrengender Tag im Stall neigte sich dem Ende...
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      16 Feb. 2013

      Pflegebericht Zuchtstallungen

      Heute waren mal wieder die Zuchtpferde meines Gestüts an der Reihe. Ich begann mit meinem einzigsten Shettyhengst Schoko. Nachdem ich ihn geputzt hatte, holte ich sein Fahrgeschirr und machte ihn fertig für einen kleine Fahrt. Das Wetter lud ja total dazu ein! Wir fuhren eine Stunde über die Straße zu einem asphaltierten Feldweg und von da aus zurück zum Stall. Im Stall kam Schoko nach einer kleinen Dusche auf die Koppel. Die nächste war Summer Wine. Ich holte meine Trakehnerstute mit einer weiteren Stute, Embassy, von der Koppel und brachte sie in den Stall um sie zu putzen. Nachdem Embassy und Summer Wine sauber waren brachte ich sie zur Führanlage. Ich ließ dazwischen jeweils einen Platz frei und stellte das programm auf 45 Minuten Schritt und Trab ein. Derweil holte ich meinen Lusitanohengst Silvano aus seiner Box und putzte ihn ebenfalls. Danach holte ich seine Trense, Longiergurt, Gamaschen und Ausbinder und packte alles auf meinen Fuchs drauf. Anschließend longierte ich Silvano 30 Minuten auf dem Longierplatz. Als ich fertig war und Silvano auf einen freien Hengstpaddock gebracht habe, holte ich Summer Wine und Embassy aus der Führmaschine und brachte sie in ihre Boxen. Als nächstes holte ich Red Diamond aus seiner Box und putzte ihn sorgfältig. Danach sattelte ich ihn und ging mit ihm auf den Springplatz. Nachdem ich ihn ordentlich aufgewärmt habe fing ich an zu Springen. Zuerst ein Kreuz, dann Steil, dann irgendwann einen Pacours auf L-Niveau. Red Diamond steht momentan nicht mehr so ganz im Training wie sonst. Nachdem ich nochmal 20 Miniten gesprungen bin waren wir fertig. Nachdem Red Diamond versorgt war kam er aufs Paddock. Von dort aus nahm ich Pount mit und befreite im Stall sein fell von Staub und Schmutz. Anschließend ging ich mit ihm in die Halle und führte ihn kurz, bevor er frei laufen durfte. Ich scheuchte ihn 10 Minuten herum, dann hatte er keine Lust mehr und kam wieder nach draußen. Anschließend holte ich Jade aus seiner Box, gemeinsam mit Ready to Talk. Ich putzte über beide kurz drüber, dann kamen die Hengste zusammen in die Führmaschine. Derweil holte ich meine Stute Arrivederci von der Koppel, putzte sie kurz und ließ sie dann genau wie Pount in der Halle laufen. Am Ende durfte Arrivederci sogar über 2 Kreuze springen. Nach dem frei laufen kam die Stute in ihre Box. Jade und Ready to Talk waren ebenfalls fertig und kamen auf die Koppel. Dance for Winning war die Nächste. Ich reinigte sie von Staub und Dreck, holte erneut das Einspännergeschirr, brachte es auf sie und spannte die Hackneystute vor die Kutsche. Ich fuhr fast die gleiche Strecke wie mit Schoko, nur andersherum. Nach einer Stunde erreichten wir wieder den Hof und Dance for Winning kam in ihre Box. Nun musste ich mich um Ysun kümmern. Als sie sauber war sattelte ich meine Trakehnerstute und ging auf den Dressurplatz. Yun hasst Dressur, aber da musste sie mal wieder durch. Ich ritt höchstens 45 Minuten bei der Hitze und Ysun stellte sich auch gar nicht so dumm an heute. Nach einer kalten Dusche durfte sie auf ein freies Paddock. Weiter ging das Programm mit Conversation. Ich beließ es nicht bei ihr, sondern holte nachdem ich sie von der Koppel holte, auch noch Falada und die Isländerstute Palimé aus ihren Boxen. Alle 3 waren in windeseile sauber, dann führte ich eine nach der anderen in die Führmaschine und stellte das Programm wie gewohnt auf 45 Minuten Schritt und Trab. Während sie sich bewegten holte ich Mejorano. Ich machte ihn fertig, sattelte ihn mit seinem Westernzeug und dann genossen wir gemeinsam einen Ausritt. Mejorano war sehr trittsicher, daher konnten wir ordentlich durch das Gelände fetzen. Nach einer Stunde waren wir zurück auf dem Gestüt. Schnell war Mejorano versorgt und konnte auf die Koppel und ich holte die 3 Stuten aus der Führanlage und verteilte sie in ihre Boxen und auf die Paddocks. Nun war Forever Yours dran. Sie war grade mitten in ihrer Springausbildung, deswegen hatte ich vor diese heute weiterzuführen. Ich sattelte sie und ging zu Fuß auf den Platz um kleine Sprünge aufzubauen. Danach ging ich mit dem Pferd zum Platz, machte uns warm und dann gings ans Springen. Forever Yours liebte Springen, war anfangs etwas verhalten und wurde nicht locker im Rücken, zum Ende hin wurde sie mutiger und williger. Nach einer Stunde waren wir beide geschafft. Ich duschte Forever Yours und brachte sie in ihre Box zurück. Pacey war nämlich jetzt an der Reihe. Ich holte meinen Falbscheckhengst vom Paddock, putzte ihn und führte ihn dann in die Halle. Zuerst durfte er sich aufwärmen beim frei laufen, danach schickte ich ihn über ein paar Sprünge. Nac h 30 Minuten beendete ich das Laufenlassen und brachte Pacey in seine Box. Nach einer Cola war Akhawi dran, mein Araberhengst in Sonderlackierung. Ich holte ihn von der Koppel und putzte den Schecken. Anschließend holte ich meinen Longiergurt, Gamaschen, Akhawis Trense und Ausbinder und packte das ganze zeug aufs Pferd und ging mit Akhawi auf den Longierplatz. Ich longierte Akhawi in allen 3 Gangarten, am Ende auch über Trabstangen. Als wir fertig waren kam Akhawi in seine Box zurück. Nun war Edurance Clash dran. Leider lahmte der Barpckpintowallach momentan leicht, da er sich auf der Koppel vertreten hat. Deswegen hatte er Boxenknast und durfte nur im Schritt raus. Also führte ich Clash zu einer kleinen Grasfläche wo er 10 Minuten grasen durfte. Danach kühlte ich sein lahmes Bein mit Wasser und stellte ihn in seine Box zurück. Als nächstes hatte ich vor, Saphir und Call me bubble zusammen in die Führanlage zu schmeißen. Ich putzte kurz über beide Stuten drüber und brachte sie dann wie gesagt zur Führmaschine, übliches Programm. Derweil konnte ich mich um Realités kümmern, meinem kleinen Falabellahengst. ich putzte ihn kurz, führte ihn 5 Minuten im Schritt, dann konnte er wie eine Pingpongkugel durch die kleine Reithalle schießen. Nach 15 Minuten fing ich ihn ein und brachte ihn in seine Box zurück. Nun hatte ich noch 20 Minuten, bis die 2 Stuten fertig waren. Also nahm ich mir Millenium GC und ließ sie ebenfalls schnell in der Halle laufen. Die junge Stute steht kurz vorm Anreiten und muss schön ausgepowert sein, damit sie nicht auf dumme Gedanken kam. Danach durfte sie raus zu den anderen Stuten auf die Koppel. Nun waren die beiden Stuten Call me bubble und Saphir auch fertig und kamen auf die Koppel zurück. Als nächstes war der Hengst Until Tomorrow an der Reihe. Ich holte ihn aus der Box, putzte den Wildfang schnell und stellte ihn dann aufs Laufband. Ich stellte 40 Minuten + Steigung ein. So konnte ich mich um meine Mixstute Mara kümmern. Ich holte sie vom Paddock, putztedie bunte Stute fix und holte dann das Longierzeug. Ich machte Mara in windeseile fertig und ging dann mit ihr zum Longierplatz. Zuerst machte ich sie locker warm, danach Stangenarbeit. Mara machte ihre Sache gut und nach 30 Minuten beendete ich das Longieren. Ich brachte Mara anschließend zurück auf die Koppel. Until Tomorrow war auch schon fertig und war ziemlich hibbelig. Schnell holte ich ihn vom Laufband und brachte ihn zurück in seine Box. Nun war Ima Banana Split als Vorletzte dran. Ich holte die Hannoveranerstute aus der Box, putzte sie und sattelte sie dann. Dann begann ich meine relativ neue Stute zu reiten, beziehungsweise mal zu Springen. Bisher bin ich sie 2 Mal gesprungen, sie war sehr verhalten und unsicher. Deswegen fing ich bei Null an und machte erstmal Stangenarbeit, sprang höchstens ein kleines Kreuz und ein Cavaletti. Als sie sicherer wurde sprang ich noch 2,3 Mal und beendete das Training dann und lobte sie. Ich versorgte Ima Banana Split, duschte sie und entließ sie auf die Koppel. Nun musste ich mich nurnoch um ÉdC's Velino kümmern. Da Velino von seiner Reitbeteiligung versorgt wurde, holte ich meinen Prachthengst nur zum Grasen raus. Ich genoss die letzten Sonnenstrahlen des Tages zusammen mit dem Pintaloosahengst. Nach 30 Minuten stellte ich ihn zurück in die Box und beendete somit meinen Tag im Stall.
      [8023 Zeichen (c) Stelli]
      2 Juli 2013
    • Stelli
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      Alte Berichte (c) Stelli 2013-2017

      Pflegebericht für Valentine's Never Say Never, Call me bubble und Forever Yours

      Mein Tag begann schon früh am Morgen. Zu früh, wenn man mich fragte. Als mein Wecker klingelte schlug ich einmal mit der Faust gegen ihn. 6:00 Uhr morgens am Wochenende, der spann auch nicht schlecht. Natürlich fiel er runter, als ich ihn mit der Faust attakierte und klingelte weiter. Murrend rappelte ich mich auf und knipste das Licht der Nachttischlampe an. Erst dann konnte ich den Wecker aufheben und ihn ausstellen. Blödes Teil.. Doch es hatte schon seinen Grund, weshalb er so früh klingelte. Ich würde heute zu Stelli fahren und mich um meine drei neuen Reitbeteiligungen kümmern. Ich freute mich schon wahnsinnig auf das Deutsche Reitpony und die beiden Trakehner. Das war mal was anderes neben meinen ganzen Westernpferden. Nach Ewigkeiten würde ich wieder im Englischsattel sitzen. Wird bestimmt lustig, dachte ich mir und ging ins Bad. Dort sprang ich unter die Dusche und war auch ziemlich rasch fertig. Ich zog mir meine dunkelgraue Reithose und meine hellblaue Bluse an. Dazu dann meine Westernstiefel. Flink bändigte ich meine Haare und zurrte einen Haargummi um sie rum, so dass ich einen Pferdeschwanz hatte, der unter meinem Reithelm herauslugte, den ich kurz anprobierte. Es war schließlich nicht selbstverständlich, dass er passte. Ich zog ihn heute nach einem Jahr zum ersten Mal wieder an.
      Zu guter Letzt packte ich mir noch meine Tasche mit Sporen, natürlich etwas zu trinken und etwas zu essen. Dann setzte ich mich auf mein Moped und fuhr von meinem Hof runter. Ich bog ab auf die Autobahn und fuhr auf dieser bestimmt zwei Stunden, ehe ich auf Stellis Hof ankam. Es war ein schöner geräumiger Hof und ich blickte mich ersteinmal genauer um, ehe ich an die Tür klingeln ging und sofort freundlich von Stelli empfangen wurde. Sie führte mich über den Hof und ließ mich dann machen, da sie sich vorher schon ein wenig informiert hatte, wie gut ich reiten konnte und wie mein Umgang mit Pferden war. An der Stutenkoppel angekommen sah ich schon die drei Stütchen über die Wiese flitzen. Never konnte ich wirklich gut von den beiden Trakehnern unterscheiden. Klar, sie war viel kleiner und sie war im Gegensatz zu den beiden anderen weiß. Bubble von 'Schätzelein' zu unterscheiden war nun doch eine Kunst für sich. Wenn man die Pferde schon lange kannte, dann ja. So aber nicht wirklich. Als sie einmal am Zaun vorbeigelaufen kamen, konnte ich an Bubbles Halfter ihren Namen lesen. Also konnte ich sie doch auseinanderhalten. Bubble und die andere Trakehnerstute waren damit beschäftigt, miteinander über die Koppel zu rennen. Nur Never kam auf mich zu und so streichelte ich der kleinen Stute über den Kopf. „Hallo Never“, sagte ich lächelnd und klickte den Führstrick in ihr wunderschönes Halfter ein. Da ich am Tor stand und sonst kein Pferd zu sehen war, hatte ich sie schnell aus der Koppel raus und schon gingen wir zusammen zum Putzplatz. Lächelnd band ich sie an und schüttelte kurz den Kopf. Sie hatte sich gewälzt und war nun teilweise braun. „Da will wohl jemand doch ein Schecke sein, wie deine beiden Freundinnen, nicht wahr?“, fragte ich sie lachend. Die Stute wippte wohl protestierend mit dem Kopf und schnaubte dann, ehe sie unruhig von einem Huf auf den anderen trat. Sie war anscheinend ein energiegeladenes Bündel, was ausgepowert werden musste. Nun gut, das würde kein Problem sein. Ich putzte sie und versuchte die braunen Flecken so gut es ging zu entfernen. Nachher wenn ich sie waschen würde, wäre wohl alles weg- nur jetzt ging es eben nicht so gut weg.
      Voller Zuversicht ging ich in die Sattelkammer und nahm von der Halterung den Sattel mitsamt der Satteldecke. Beides legte ich auf den Rücken der kleinen Stute, ehe ich den Gurt festzog. Dann verschwand ich erneut und nahm Trense, Longe und Peitsche aus der Sattelkammer. Bei ihr würde ich meine Sporen wohl nicht brauche. Sie war jetzt schon ziemlich aufgedreht. Ich trenste sie schnell auf, hackte die Longe ein und ging mit ihr auf den Reitplatz. Dort schickte ich sie von mir weg und die kleine Stute sprang in einem rießen Satz weit von mir weg. Schmerzhaft rutschte die Longe durch meine Hand durch und hinterließ eine rote Spur. Ich ruckte einmal heftig an der Longe. Das hatte sie sein zu lassen, damit das klar war. Schnell bekam sie sich wieder ein und trabte fleißig ihre Runden. Nach einiger Zeit nahm sie auch schön den Kopf runter und lief vorwärts- abwärts. Mit meiner Stimme und der Peitsche als Hilfe ließ ich sie schließlich angaloppieren. Das ganze machte ich auf der anderen Seite auch und als sie mir ein wenig ruhiger vorkam, hackte ich die Longe aus und schwang mich schließlich hoch. Es war ein ganz anderes Gefühl im Englischsattel zu sitzen. Doch es fühlte sich auch wirklich schön an. Nach einigen Runden Schritt trabte ich die Stute an und sofort preschte sie im Galopp nach vorne. Nur mit Mühe und nach schier ewiger Zeit bekam ich sie wieder in den Trab. Die Kleine war wirklich das größte Energiebündel, was ich je unter'm Sattel gehabt hatte. Dabei hatte ich sie noch so lange ablongiert. Die hat echt Puste, dachte ich und zog ihren Kopf rum. Sie sollte nicht meinen, dass sie einfach losrennen könnte, wenn ich das nicht wollte. Ich verkürzte die Zügel um die Hälfte und tippte sie wieder mit den Fersen an. Sofort trabte sie fleißig an und blieb auch im Trab. Stück für Stück verlängerte ich die Zügel und sie lief brav weiter. Lobend klopfte ich ihr den Hals gefolgt von einem „Fein“. Als wir wieder an der langen Seite ankamen, gab ich Galopphilfen und schon schoss die Stute nach vorne. Sofort parierte ich sie zurück in den Trab und galoppierte sie an der anderen langen Seite wieder an. Diesmal mit weniger Druck und verkürzten Zügeln. Siehe da, es klappte. Sie lief ordentlich und wechselte auch schön den Galopp, als ich durch die Länge der Bahn wechselte. Das sollte auch für heute reichen, schließlich war es das erste Mal, dass ich sie ritt.
      Also ritt ich sie noch ein paar Runden trocken und führte sie dann, nachdem ich Longe und Peitsche aufgehoben hatte, zurück zum Putzplatz. Das Absatteln verlief ziemlich schnell und so brachte ich die komplette Ausrüstung zurück in die Sattelkammer. Als ich zurückkam, war die Stute mit ihrem Strick am Spielen und hatte schon fast den Knoten gelöst. „Du bist mir eine..“,murmelte ich und schnappte mir das Ende des Strickes, ehe sie sich losgemacht hatte. Kurz zischte ich. So ein kluges Pferd. Schließlich kamen wir am Waschplatz an und ich band sie vorne fest. Diesmal konnte sie den Knoten nicht lösen. Ich stellte das Wasser an und spritzte die Stute vorsichtig an den Beinen ab. Sie schüttelte zwar ein paarmal mit dem Kopf und trat, wie schon den ganzen Tag, von einem Bein auf das Andere, genoss dann jedoch das kühle nass. Ich lachte kurz auf und duschte sie dann fertig. Zu erst die Beine, dann vorsichtig die Kruppe und dann immer näher zum Herz. Ich hatte gelernt, immer mit den Stellen anzufangen, die am weitesten vom Herzen weg waren, damit die Tiere sich an das kalte Nass gewöhnen konnten und nicht noch einen Herzinfarkt erlitten. Zum Schluss spritzte ich noch ihren Kopf ab und schon war die kurze Dusche vorbei. Ich fuhr ihr nasses Fell noch einmal kurz mit dem Schwiefmesser ab und schon war sie halbwegs trocken. Ich würde sie aber trotzdem mit einer leichten Decke in ihre Box stellen. Erkälten musste sie sich ja nicht. Gesagt getan. Ich löste erneut den Strick und führte sie in den Stall. Dort angekommen warf ich ihr die leichte Abschwitzdecke auf den Rücken und schließlich stellte ich sie in die Box. An ihrer Box hing eine kleine Tafel, auf der ihre Futterrationen standen. Also bekam sie nach getaner Arbeit ihre Portion Kraftfutter und schon war sie fertig für heute. Ich löste den Strick aus dem Halfter und schloss die Boxentür. Nun würde ich mir Forever Yours vorknöpfen. Reiten würde ich sie und die andere Stute heute nicht mehr, nur Longieren und ein wenig Freispringen. Okay, Forever Yours würde ich noch reiten heute, Bubble würde nur ein wenig longiert werden. Oder vielleicht würde ich sie auch noch reiten. Das würde ich dann sehen. Ich ging zurück zur Koppel und beobachtete die beiden tobenden Stuten. Es war ein schöner Anblick. Kurz lachte ich, ehe ich mit dem Führstrick von Forever Yours die Koppel betrat und einmal nach ihr rief. Die Stute schaute mich perplex an, kam dann jedoch willig auf mich zu. Bubble folgte ihr auf Schritt und Tritt. Ich klickte den Führstrick in Ever's Halfter ein. Ich scheuchte Bubble weg und ging flink mit Ever durch das Gatter durch. Unser weg führte uns sofort zum Putzplatz, wo ich sie anband und schon anfing zu putzen. Das Putzzeug hatte ich vorhin schon geholt, weshalb ich, da die Stute im Gegensatz zu Never kaum dreckig war, sie auch ziemlich schnell satteln konnte. Flink lag der Springsattel auf ihrem Rücken und auch die Trense war schnell auf ihrem Kopf. Natürlich kamen die Bandagen noch an ihre Beine ran und ich zog meine Sporen an. Springen erforderte doch etwas mehr Treiben mit den Beinen als einfaches, lockeres Reiten in der Bahn. Ich führte die Stute bis zum Springplatz und baute ein paar kleine E Sprünge auf, ehe ich mich hochschwang und sie im Schritt und Trab warmritt. Die Stute kam mir nicht so energiegeladen vor wie Never, weshalb ich sie ziemlich schnell angaloppierte und im flotten Galopp um die Hindernisse Slalom ritt. Erst nachdem sie ihren Kopf schön rund gemacht hatte und fleißig vorwärts/abwärts lief, lenkte ich sie auf ein Hindernis zu. Sie visierte es an und als ich ihr die richtigen Hilfen gab, flog sie förmlich über das kleine Hinderniss. Eine wahnsinnig gute Stute, dachte ich mir und trieb sie energisch vorwärts, als sie wieder in Trab fallen wollte. Das sollte sie natürlich nicht, da ich noch die anderen 7 Hindernisse nehmen wollte. Es klappte einwandfrei und so ritt ich sie mit einem guten Gefühl vom Platz. Nächstes Mal würde ich höher gehen, wenn ich bei mir zu Hause nochmal geübt hatte, wie man richtig und korrekt springt. Ich schwang mich vom Rücken der großen Stute und sattelte sie schnell ab. Auch sie duschte ich flink und warf ihr schließlich in der Box ihre Abschwitzdecke auf. Ich gab ihr ihre Ration Kraftfutter und klickte den Strick aus ihrem Halfter aus. Nun blieb noch eine Stute übrig, mit der ich nicht mehr so viel machen wollte. Ich war schon ziemlich geschafft, weshalb ich ersteinmal in mein Brot biss und etwas trank. Dann ging ich wieder zur Koppel und fing mir Bubble ein, die neugierig an meiner Bluse rumzupfte. Zweimal schob ich ihren Kopf weg. Beim dritten Mal ruckte ich am Führstrick und zischte laut. „Lass es“, sagte ich laut und schon flogen ihre Ohren flach an ihren Kopf. Ich mochte meine Bluse und sie sollte noch ganz bleiben für die nächste Zeit. Auch sie putzte ich schnell über und schon hatte sie ihre Bandagen an und ich verließ mit einer Longe und der Peitsche den Putzplatz. Ich ging zurück auf den Springplatz und longierte sie zügig im Schritt und Trab. Dann entfernte ich die Longe von ihrem Halfter und schickte sie im Galopp in ganzen Bahnen um den Platz rum. Sie streckte sich fleißig und galoppierte schön ihre Runden. Dann grenzte ich einen kleinen Bereich mit einem Sprung in der Mitte ab, und stellte mich in die Mitte. Dann gab ich Kommandos und Hilfen zum Galoppieren. Die Stute streckte sich und sprang. Fünf oder Sechs mal ließ ich sie springen, ehe ich ihr wieder den ganzen Platz zur Verfügung stellte. Während sie noch ein wenig in ihrem eigenen Tempo über den Platz donnerte, räumte ich alles Aufgebaute säuberlich weg. Gerade als ich Bubble wieder fangen wollte, lag sie da und wälzte sich. Kurz seufzte ich. Doch ich bekam sie zu fassen und ging mit ihr auf direktem Wege zum Waschplatz. Die Longe tauschte ich am Putzplatz kurz gegen ihren Führstrick und die Peitsche legte ich auf den Boden. Auch die dritte Stute war schnell geduscht und hatte ihre Abschwitzdecke auf sich liegen. Kurz lächelte ich. Ich würde mit Freude wiederkommen, es machte wirklich Spaß sich um die Drei zu kümmern. Ich gab ihr noch ihr Kraftfutter in den Trog, räumte alles weg und verabschiedete mich kurz von Stelli. Dann nahm ich meinen Rucksack und fuhr nach Hause.
      Zu Hause fütterte ich noch kurz meine Pferde und schmiss mich dann wahnsinnig müde ins Bett. Was für ein Tag.
      [12334 Zeichen © Veija]
      7 Sep. 2013

      Pflegebericht für meine Zuchtpferde
      An einem so schönen sonnigen Oktobertag wie heute beschloss ich meine Zuchtpferde wieder auf Vordermann zu bringen. Das war natürlich mit einer Heidenarbeit verbunden! Ich maschierte mit Sack und Pack in den Zuchtstall und holte mein Shetlandponyhengst Schoko aus dem Stall. Nachdem ich Schoko geputzt hatte, führte ich ihn aus dem Stall zu der kleinen Graskoppel. Diese Minikoppel eignete sich besonders als Maskottchenkoppel bzw Paddock mit Gras. Quasi Schokos Privatkoppel. Ihn also dort abgestellt und wieder in den Stall. Zuchtstute Summer Wine luckte bereits auf ihrer Box heraus und brummelte mir zu. Natürlich musste ich sie dann rausholen. Ich band sie an, putzte sie und sattelte sie anschließend. Wir gingen heute raus ins Gelände. Besonders genossen wir den gemütlichen Galopp über das Stoppelfeld, einfach traumhaft. Im Stall stellte ich sie mit einer Abschwitzdecke in ihre Box und kümmerte mich um das nächste Pferd Embassy, Summer Wines beste Freundin. Ich zog ihr die Stalldecke aus und putzte mit der Kardätsche kurz drüber, bevor ich sie für das Longentraining fertig machte. Ich trug uns schnell mit 'Embassy' in die Roundpenliste ein. Embassy musste eine gute halbe Stunde schuften, dann reicht es den Pferdebeinen auch. Da sie nicht geschwitzt hatte deckte ich sie wieder ein und brachte sie raus auf die Koppel, damit sie noch etwas grasen konnte. Als nächstes war wieder ein Hengst an der Reihe, Lusitanohengst Silvano, der wohl einzige richtige Fuchs im Stall. Er stand draußen und ich musste ihn erst reinholen. Auch ihm zog ich seine Decke ab. Dann huschte ich schnell in den Stall und holte unseren zweiten Lusitanohengst Jade heraus. Meine Oma hatte mich gebeten etwas in der Altstadt abzugeben, daher eignete sich eine Kutschfahrt in die gemütliche Stadt wunderbar. Als beide Pferde sauber waren holte ich das Zweispännergeschirr und machte die beiden Hengste fertig. Anschließend spannte ich die Zwei in die Kutsche und dann gings auch schon los. Im Schritt und Trab bewegten wir uns in die Stadt, gefolgt von etlichen bewundernden Blicken der Passanten. Nachdem ich das Päckchen bei der Stadtverwaltung abgegeben hatte, gings auch wieder nach Hause. Die beiden geschwitzten Pferde stellte ich mit Abschwitzdecke in die Box. Nach diesem Ausflug musste ich wieder arbeiten. Ich holte meinen geliebten Trakehnerhengst Red Diamond aus dem Stall. Als ich ihn aus der Box holte stöhnte ich genervt auf, denn er war frisch beschlagen. Grisgrämig band ich ihn an und sah auf die Beschlagsliste. 'Red Diamond - Stelli - 4x beschlag' war durchgestrichen mit Datum dahinter. Gestern Abend, super. Also blieb es heute nur beim Putzen und Spazierenreiten, denn er war unheimlich fühlig danach. Fix war der Hengst gesattelt und ich fand mich im Sattel wieder. Wir ritten den Feldweg entlang, alles leider nur im Schritt. Eine halbe Stunde später waren wir dann wieder Zuhause. Ich versorgte den Trakehner und brachte ihn aufs Paddock, damit er noch ein bisschen frische Luft schnappen konnte. Ich tappte also wieder in den Stall und machte mit Pount weiter. Schnell war der Knabstrupper geputzt und gesattelt und reitfertig. Wir gingen in die Halle da er sich da besser konzentrieren kann. Ich ritt ihn warm und fing dann eine Stunde an ihn richtig schön zu arbeiten. Pount war gut gelaunt und so machte das ganze sogar Spaß. Zum Trockenreiten ritten wir nochmal um die vier Ecken um den Hof. Auch Pount kam mit Abschwitzdecke bepackt in den Stall. Von da aus nahm ich meinen Reitponyhengst Kovu mit. Da ich eine kleine Verschnaufpause brauchte kam mir die brennende Idee, ein paar Pferde in die Führmaschine zu stecken. Spart Zeit und Arbeit. Ich deckte Kovu ab, putzte ihn und ließ ihn kurz alleine, um noch 3 weitere Pferde zu holen. Ich entschied mich kurzerhand für All in All, Ready to Talk und Mejorano. Eine Stute wollte ich ncht dazupacken. Kovu kam nach vorne, dahinter Mejorano, gefolgt von All in All und das Schlusslicht bildete Ready to Talk. Während die Pferde also maschinell bewegt wurden holte ich Kalympia aus der Box. Ich musste mich etwas ranhalten, damit ich mit den vier Hengsten fertig wurde. Schnell war Kalympia geputzt, ich mich erneut im Roundpen eingetragen und sie fertig fü die Arbeit. Ich machte sie ordentlich warm und legte dann Stangen in den Longierzirkel, damit die Hinterhand auch ordentlich was zu tun hatte. Eine halbe Stunde später waren wir pünktlich fertig und in Eile versogte ich die Stute noch, bevor ich meine Hengste abholte. Eingedeckt durften sie nochmal aufs Paddock etwas Luft schnappen. So hatte ich wieder fünf Pferdchen auf einmal versorgt. Leider hatte Arrivedercis Reitbeteiligung für heute abgesagt und ich musste sie selbst versorgen. Reiten ging nicht wirklich, also musste ich die kleine Stute auf das Laufband stellen. Währenddessen holte ich meine Hackneyponystute Dance for Winning heraus, deckte sie ab und putzte sie schnell. Heute stand für sie Doppellongentraining auf dem Programm. Arrivederci strampelte ihre 40 Minuten ab, also hatte ich eine halbe Stunde Zeit. Die kleine Halle war grade frei, also hatte ich die Möglichkeit in die Halle zu gehen anstatt stumpf im Kreis zu arbeiten. Doppellonge war Dance for Winnings Ding. Normales Longieren wurde ihr schnell zu langweilig, weshalb ich einen Kurs belegte und so mit ihr arbeiten konnte. Nach dreißig Minuten waren wir dann fertig und auch die Welshponystute wartete schon ungedulgig auf ihrem Laufband. Dance for Winning brachte ich in die Box und Arrivederci zu den Stuten auf die Koppel, wo sie nochmal ordentlich bocken konnte. Jetzt musste ich aber wieder was schaffen. Denn Ysun stand auf dem Programm und musste dringend wieder gesprungen werden, da noch ein paar Turniere bevorstehen. Ich holte sie aus der Box, putzte und Sattelte die Rotbraune und ritt dann rüber zum Springplatz. Ich rief unseren Reitlehrer vom Pferd aus an und bat ihn, mir beim Springen bisschen zuzusehen. Er war nicht grade hellauf begeistert, tat mir aber den Gefallen. Er baute erst ein paar kleine Sprünge auf, später wurden sie wieder schön hoch, so wie Ysun es mochte. Adrenalin war ihre Sache. Ysun riss tatsächlich nur ein Mal, da wir auf den halben Galoppsprung vor dem Oxer verzichteten und nicht passend hinkamen. Ich lobte meine feurige Stute und ritt sie trocken. Danach kam sie in ihre Box zum trocken werden. Da ich grade im Springfieber war machte ich direkt mit Conversation weiter. Es vergingen nur ein paar Minuten, dann stand sie fertig gesattelt in der Stallgasse. Ich stieg auf un begab mich ein zweites Mal zum Springplatz. Natürlich wärmte ich auch sie gründlich auf und nutzte dann die Warmmachsprünge von Ysun für Conversation, die noch nicht so viel Erfahrung sammeln konnte wie meine Trakehnerstute. Jedoch machte sie ihre Sache recht gut, zwar noch etwas unsicher aber immerhin willig. Von Sprung zu Sprung gewann sie mehr Selbstvertrauen und wurde immer flüssiger in dem niedrigen Pacours. Irgendwann beendete ich das Training, da es auch schon langsam dunkel wurde und ich nicht bei Flutlicht mit der unroutinierten Stute springen wollte. Ich ritt also nach dem Trockenreiten zurück zum Stall und versogte sie. Dann waren meine beiden Stuten Falada und Palimé dran, mit denen ich heute aber irgendwie nicht so die Lust hatte was zu arbeiten. Also beschloss ich, die beiden einfach nur auf die Koppel zu tun. Ich glaube sie hatten auch nicht viel dagegen. Im Galopp begaben sie sich zu dem Rest der Stuten. Getrost machte ich mit Forever Yours weiter. Auch mit ihr konnte ich heute nicht viel machen, da sie sicherlich Muskelkater vom gestrigen Tag hat. Also stellte ich sie nach dem Putzen 10 Minuten unter das Solarium und ließ sie dann nochmal eine viertel Stunde in der Halle laufen. Man merkte, dass sie nicht so richtig Lust zum Laufen hatte, deswegen machte ich heute mal eher Piano. Machte nichts, denn ich hebte mir die Kräfte für mein Pferd danach auf. Mit meinem Zuchthengst Pacey musste ich heute dressurtechnisch wieder einiges Auffrischen. Ich putzte meinen wunderschönen Hengst und holte dann meinen Dressursattel und sattelte ihn. Ich bekam gnädigerweise sogar Dressurunterricht, was mich total zum schwitzen brachte. Nach einem halbstündigen intensiven Dressurtraining machte ich Schluss für heute, sehr dankbar sogar. Ich ritt lange Schritt und legte meinem hengst nach dem Ritt eine Abschwitzdecke über. Total fertig entschloss ich, die nächsten vier Hengste in die Führanlage zu schmeißen, ich musste mich erstmal erholen. Ich holte schnell Akhawi, meinen kleinen Realités, Trakehnerhengst Until Tomorrow und meinen schicken Reitponyhengst Velino. Natürlich machte ich alle Pferde schön sauber, denn keiner kommt mir ungeputzt davon. Vorne ging der dominante Until Tomorrow, dahinter mein Araberhengst Akhawi, gefolgt von Velino und am Ende der Kleinste des Gestüts, Realités. So konnten sie die nächsten dreißig Minuten laufen und ich machte die nächsten Vierbeiner. ich ging zurück zum Stall und holte Saphir, um sie kurz zu putzen und dann aufs Laufband zu stellen. Ich stellte 40 Minuten ein und ging wieder in den Stall und kümmerte mich um Millenium GC, die grade einzureiten ist. Ich putzte sie schnell und holte dann das Longierzeug, um die Stute langsam weiter auszubilden. Ich longierte sie eine halbe Stunde viel Vorwärts Abwärts und über Trabstangen, bevor wir das Training für heute beendeten. Ich versorgte die junge Stute und brachte sie in ihre Box zurück um dann Until Tomorrow, Velino, Akhawi und Realités zurückzuholen. Als diese in ihren Boxen waren musste ich auch Saphir wieder reingeholt werden. Danach gönnte ich mir erstmal eine Cola im Reiterstübchen. Dann holte ich Call me bubble aus dem Stall, Forever Your's erste Tochter. Sie sattelte ich nach dem Putzen und ging in die Halle, denn draußen war es mittlerweile dunkel. Nachdem ich sie aufgewärmt habe trabte ich an und ritt sie auch erstmal am langen Zügel vorwärts abwärts. Muskulär war sie noch nicht so weit sich ordentlich zu versammeln und sich hinten zu setzen. Momentan machte ich viel Stangenarbeit mit ihr und sie machte alles echt super. Trotzdem baute sie beim ersten Angaloppieren einen schönen Buckler rein, der so unerwartet kam, dass es mich fast aus dem Sattel haute. Darin war sie ein Weltmeister. Nach einer dreiviertelstunde waren wir dann fertig und ich versorgte die Stute. Nun holte ich Mara aus der Box, die seit gestern unerwartet lahmte. Ich putzte ihr getigertes Fell und ging dann in die Halle um zu gucken, ob sie noch lahm ging. Leider war dies der Fall. Also ließ ich Mara in Ruhe und stellte sie zurück in ihre Box, nachdem ich beim Abtasten nichts spüren konnte. Mein letztes Pferd für heute, Ima Banana Split ließ ich heute nur laufen. Nach dem Putzen führte ich sie in der kleinen Halle fünf Minuten Schritt, bevor sie losdonnern dufte. Immerhin durfte der teuren Zuchtstute nichts passieren. Schnell verlor sie aber die Lust am rumrennen und blieb schmatzend in der Mitte stehen um mich groß anzusehen. Ich führte sie zurück zum Stall in ihre Box. Schnell holte ich die restlichen Stuten und Hengste von Koppel und Paddock und ging dann hoch ins Haus. Jetzt hab ich mir ein bad reichlich verdient!
      [11222 Zeichen (c) Stelli]
      3 Okt. 2013

      Pflegebericht Zuchtstallungen - Sportpferde
      Die nächten Kandidaten waren meine geliebten Pferde in sportlicher Montur. Ich begann in diesem Stall mit der Cremellostute Summer Wine. Ich holte mein Pferd aus der Box, putzte sie schnell und beschloss kurzfristig, sie auf das Laufband zu stellen. Ich stellte das Programm auf 40 Minuten Schritt und Trab inklusive Steigung ein. Während sie lief, holte ich schonmal meinen Liebling Red Diamond aus der Box. Ich löste die Stallgamaschen des Elitehengstes und machte ihn reitfertig. Eine Einstellerin war so nett und würde Summer Wine zurück in die Box bringen wenn sie fertig war. Ich betrat mit meinem Scheckhengst die Reithalle und bereitete mich auf das anstehende Dressurtraining auf Kandare vor. Nachdem wir uns ordentlich aufgewärmt hatten begannen wir mit dem Training. Red Diamond war heute in Bestform, weswegen ich das Training beendete, als er grade super war. Zur Belohnung kam der Hengst nochmal raus auf ein Hengstpaddock. Das nächste Pferd - besser Pony - war Kovu. Nachdem ich den Kohlfuchs aus der Box geholt hatte, putzte ich ihn kurz und führte ihn dann zur kleinen Reithalle. Dort führte ich ihn zehn Minuten im Schritt weiter, bevor ich den Strick abmachte und Kovu frei laufen ließ. Freudig trabte und galoppierte der Reitponyhengst durch die Halle und bockte ausgelassen. Nach einiger Zeit holte ich Kovu zu mir und brachte ihn schließlich zurück in seine Box. Mein nächstes Pferd war Kalympia, meine geliebte Palominoscheckstute. Mein Plan für sie war eine nette Freispringrunde, wo sie nach längerer Springpause wieder reinkommen kann. Zuerst longierte ich die Hübsche jedoch ab, damit sie schön warm war. Anschließend machte ich die Longe ab und schickte sie zu den Cavaletti, Kreuz- und Steilsprüngen. Kalympia kam schnell wieder rein und hatte richtig Spaß an der Sache. Nach 20 Minuten holte ich sie zu mir und führte sie noch etwas Schritt, bevor ich sie wieder in den Stall stellte. Weil ich von Natur aus eher faul bin und die Faulheit mich grade überkam, beschloss ich kurzerhand meine Pferde All in All, Pacey und Until Tomorrow in die Führmaschine zu stellen. So konnte ich ebenfalls Zeit sparen. Nacheinander kamen die drei Hengste in die Anlage, wo ich das Programm hierfür auf 40 Minuten Schritt und Trab stellte. Unser Stallbursche würde die Pferde dann in die Box zurückbringen. In der Zeit machte ich meine feurige Stute Ysun fertig für's Reiten. Ich putzte und sattelte die Stute und ging mit ihr dann auf den Springplatz. Wir wärmten uns gründlich auf und begannen dann mit der Springgymnastik, die ich bis zum A Niveau steigerte. Heute wollte ich nicht zu viel machen. Nach über einer Stunde waren wir dann fertig und ich brachte meine nun ausgeglichene Stute zurück in ihre Box, wo sie abschwitzen konnte. Nach einer kurzen Kaffeepause aus unserem Automaten beschloss ich aus weiterer Faulheit drei weitere Pferde in die Führanlage zu stellen. Diesmal waren es jedoch Stuten. Ich holte Conversation, Forever Yours und ihre Tochter Call me bubble nacheinander aus ihren Boxen und brachte sie in die Führmaschine, wo sie das gleiche Programm wie die Hengste zuvor bekamen. In der zeit wollte ich Millenium GC machen, die bereits im Fohlenalter gekrönt wurde und bisher nicht eingeritten wurde. Daher trug ich mich mit ihr im Longierzirkel ein. Schnell war die Stute fertig für das Training und wir konnten schon loslegen. Sie war sehr eifrig und hatte ziemlichen vorwärtsdrang. Nach einer halben Stunde brachte ich sie dann wieder in ihre Box und konnte die Damen aus der Führanlage abholen, die bereits warteten. Das nächste Pferd war Ima Banana Split, die heute wieder etwas geritten werden musste. Nachdem ich sie fertig gemacht hatte ging ich mit der auffälligen Stute raus auf den Reitplatz. Ich hatte vor, nur lockere v/a Arbeit mit ihr zu machen, jedoch bot sie sich heute so gut an, dass ich beschloss doch etwas mehr zu machen. An der Spitze ihrer Leistung hörte ich auf und ritt sie noch etwas Schritt, bevor ich ihre Beine in der Waschbox sauber machte und sie wieder in die Box stellte, denn Velino wartete schon. Der hübsche Hengst hat heute Pause, weswegen ich mit ihm nur Spazieren ging. Ich trenste ihn nach dem Putzen und ging mit Velino eine gute halbe Stunde durch den Wald, da er am Vortag schon gut gearbeitet hatte. Als wir wieder daheim waren, brachte ich ihn nochmal raus aufs Paddock. Dann ging ich zu einem weiteren Liebling, Offical Legito. Schnell putzte ich den Scheckhengst, bevor ich ihn sattelte und trenste und Beinschutz anbrachte. Er war schon lange nicht mehr im Gelände, was ich heute ändern wollte, solang wir noch keinen Frost hatten. Wir waren fast 1 1/2 Stunden unterwegs, wobei wir beide riesen Spaß mit viel Galopp hatten. Legito war nach dem Ausritt ausgeglichen und rundum zufrieden. Zu guter Letzt hatte ich noch zwei Neuankömmlinge, die unser gestüt nach Weihnachten bereichert hatten. Einer davon war der Holsteinerhengst Place Royal. Er war noch in er Eingewöhnungsphase, deswegen beschloss ich ihn heute nur zu Longieren. Fix stand ich in der Longierzirkelliste und machte meinen Hengst schnell fertig. Wenig später fand ich uns im Roundpen wieder, wo ich Place Royal longierte. Der Hengst war eifrig und bewegungsfreudig am heutigen Tag. Ich longierte ihn eine halbe Stunde auf beiden Seiten v/a und hörte dann auf. Anschließend stellte ich ihn eingedeckt raus auf den Paddock. Das letzte Pferd war Dschehim, ein Schimmelhengst. Auch Dschehimwar noch ein Neuankömmling und wurde dementsprechend noch geschont. Ich putzte ihn und brachte ihn dann zum Laufband. Ich stellte das Programm wie immer gleich ein und Dschehim durfte maschieren, jedoch heute nur eine halbe Stunde. Als er fertig war holte ich ihn vom Laufband und brachte ihn ebenfalls raus an die frische Luft.
      [5766 Zeichen (c) Stelli]
      12 Jan. 2014

      „Könntest du dich morgen vielleicht um meine Sportpferde kümmern?“, fragte mich Stelli, „ich bin morgen auf einen Geburtstag eingeladen worden.“
      „Na klar, sag mir einfach was ich machen soll, das bekommen wir schon hin“, sagte ich.
      Am nächsten Morgen stand ich erst mal auf und machte mir mein Frühstück. Als ich gefrühstückt hatte, ging ich ins Bad, duschte und zog mir meine Stallsachen an. Anschließend machte ich mir noch in der Küche etwas zum trinken und was zum essen, was ich mitnehmen wollte. Als ich beides in eine Tasche gepackt hatte, zog ich mir meine Schuhe an, schnappte meinen Autoschlüssel und verlies das Haus. Ich stieg ins Auto ein, steckte den Autoschlüssel ins Zündloch und nahm den Navi in die Hand und gab dort die Adresse von Stelli´s Hof ein. Nun startete ich das Auto und fuhr los. Nach einer halben stunde kam ich auf ihrem Hof an. Nachdem ich das Auto geparkt hatte, stieg ich aus und ging auf den Stall zu. Unterwegs traf ich Stelli, die gerade auf dem Weg zum Geburtstag war. "Hey, viel Spaß dir", sagte ich zu ihr. "Dankeschön", bedankte sie sich und lief hastig weiter. "Achja, gefüttert sind sie schon, die müssen nur gemistet, geputzt, bewegt und auf die Weide gebracht werden", rief sie mir noch zu und stieg dann ins Auto. Ich winkte ihr hinterher und betrat dann den Stall. Dort ging ich in die Sattelkammer und holte Halfter, Führstrick und Putzbox von Summer Wine. Als ich bei der Stute ankam, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Nachdem ich die Box betreten hatte, begrüßte ich die Stute und legte ihr das Halfer an. Als auch der Führstrick befestigt war, führte ich die Stute aus der Box heraus und band sie davor an. Nun öffnete ich die Putzbox, nahm Striegel & Kardätsche heraus und fing an sie zu putzen. Als das Fell sauber war, legte ich die Bürsten zurück und nahm die Mähnenbürste heraus. Ich fing mit dem Schopf an, machte dann mit der Mähne weiter und verlaß dann den Schweif erst mit der Hand, bevor ich mit der Mähnenbürste hindurch fuhr. Nachdem ich die Mähnenbürste zurück gelegt hatte, nahm ich den Hufkratzer heraus und kratzte ihre Hufe aus. Nun war sie fertig. Ich band die Stute los und brachte sie auf die Weide. Nun holte ich Schubkarre und Mistgabel und entfernte altes Stroh und die Pferdeäppel aus ihrer Box und brachte es auf den Misthaufen. Anschließend verteilte ich neues Stroh in ihrer Box. Ich räumte noch ihre Sachen auf und nahm die Sachen von Red Diamond mit. Als ich an der Box des Hengstes angekommen war, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Nun betrat ich die Box und legte dem Hengst das Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus seiner Box heraus, wo ich ihn davor anband. Ich öffnete die Putzbox, nahm Striegel & Kardätsche heraus und fing an den Hengst zu putzen. Ich schrubbte und schrubbte, bis er nur noch am glänzen war. Nachdem ich die beiden Bürsten zurück gelegt hatte, nahm ich die Mähnenbürste heraus und kämmte sein Langhaar, bis es entwirrt war. Ich legte die Bürste zurück und nahm nun den Hufkratzer heraus. Als auch seine Hufe sauber waren, räumte ich seine Putzbox auf und holte seine Longiersachen. Wieder bei ihm angekommen, legte ich den Longiergurt richtig auf seinen Rücken und befestigte den Gurt. Anschließend nahm ich ihm sein Halfter ab und legte ihm den Kappzaum an. Als auch die Longe am Kappzaum befestigt war, führte ich ihn in die Reithalle und longierte ihn eine halbe stunde. Eine halbe stunde ließ ich ihn dann noch in der Halle rennen, ehe ich ihn auf die Weide brachte. Ich räumte seine Sachen auf und nahm nun die Schubkarre und Mistgabel. Als alles dreckige entfernt war, leerte ich die Schubkarre auf dem Misthaufen und holte neues Stroh, was ich in seiner Box verteilte. Nun holte ich die Sachen von Kovu. Ich ging zu der Box, in der der Hengst stand und stellte die Putzbox ab. Nun öffnete ich die Box und betrat diese. Nachdem ich den Hengst begrüßt hatte, legte ich ihm sein Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box heraus. Ich band den Hengst an und öffnete nun die Putzbox. Als ich Striegel & Kardätsche herausgeholt hatte, fing ich an den Hengst zu putzen. „Du siehst aus wie der Kovu von König der Löwen“, sagte ich, während ich den Dreck aus seinem Fell bürstete. Der Name passte zu ihm. Als sein Fell sauber war, legte ich die Bürsten zurück in die Putzbox und nahm nun die Mähnenbürste heraus. Ich kämmte den Schopf und die Mähne mit der Bürste durch. Anschließend entwirrte ich den Schweif erst mit der Hand und fuhr dann mit der Bürste hindurch. Nun legte ich die Bürste zurück und holte den Hufkratzer heraus. Ich kratzte seine Hufe aus und brachte dann die Putzbox in die Sattelkammer. Wieder bei dem Hengst angekommen, band ich ihn los und brachte ihn auf die Weide. Anschließend mistete ich noch seine Box aus. Nun holte ich Kalympia´s Sachen aus der Sattelkammer und ging zu ihrer Box. Davor stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Nachdem ich die Box betreten hatte, legte ich der Stute ihr Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte sie aus ihrer Box heraus. Als ich sie angebunden hatte, öffnete ich ihre Putzbox und nahm Striegel & Kardätsche heraus. Nun fing ich an, die Stute zu putzen, bis sie sauber war. Ich legte die beiden Bürsten zurück und nahm nun die Mähnenbürste heraus und fing an, ihr Langhaar zu kämmen. Als ich damit fertig war, legte ich die Mähnenbürste wieder zurück und nahm den Hufkratzer heraus. Nachdem ihre Hufe sauber waren, legte ich den Hufkratzer zurück, schloss die Putzbox und brachte sie zurück in die Sattelkammer. Als ich wieder bei ihr war, band ich sie los und brachte sie auf die Weide. Anschließend mistete ich noch ihre Box aus und verteilte neues Stroh in der Box. Als nächstes war All in All an der Reihe. Nachdem ich die Sachen des Hengstes aus der Sattelkammer geholt hatte, ging ich zu seiner Box und stellte die Putzbox ab. Nun öffnete ich die Boxentür und betrat die Box. Ich legte dem Hengst das Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box heraus. Als ich ihn angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an, den Hengst zu putzen. Als er fertig war, legte ich die Bürsten zurück und nahm die Mähnenbürste heraus. Mit dieser kämmte ich sein Langhaar durch, bis es entwirrt war. Nachdem ich die Mähnenbürste zurückgelegt hatte, nahm ich den Hufkratzer heraus und kratzte seine Hufe aus. Als seine Hufe sauber waren, legte ich den Hufkratzer zurück, schloss die Putzbox und brachte sie zurück in die Sattelkammer. Anschließend holte ich Sattel, Schabracke und Trense und ging zu dem Hengst zurück. Als ich ihn gesattelt und aufgetrenst hatte, führte ich ihn in die Reithalle. Nachdem ich den Gurt wieder fester gezogen hatte, stieg ich auf und ritt im Schritt los. Nach einer Stunde Dressurarbeit, stieg ich wieder ab und brachte ihn zurück in den Stall. Ich löste den Sattelgurt und nahm den Sattel von seinem Rücken. Nun nahm ich ihm noch die Trense ab und legte ihm das Halfter an. Nun brachte ich das Sattelzeug in die Sattelkammer zurück und ging zu dem Hengst. Ich band ihn los und brachte ihn auf die Weide. Zum schluss mistete ich noch seine Box aus. Nachdem ich die Sachen von Lago Puccini geholt hatte, ging ich zu der Box in der der Hengst stand und stellte die Putzbox daneben ab. Als ich den Hengst aus der Box geholt und davor angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox und fing an den Hengst zu putzen. Als er sauber war, kämmte ich sein Langhaar und kratzte ihm anschließend die Hufe aus. Anschließend räumte ich die Putzbox auf und holte das Sattelzeug des Hengstes, ging wieder zu ihm und sattelte und trenste ihn. Nun führte ich ihn in die Reithalle und gurtete nach. Ich stieg auf und ritt im Schritt los. Nach einer Stunde stieg ich wieder ab und brachte ihn zurück in den Stall. Dort sattelte und trenste ich ihn wieder ab und brachte ihn auf die Weide. Zum Schluss mistete ich noch seine Box aus. Nun holte ich die Sachen von Ysun. Nachdem ich die Stute aus der Box geholt hatte, band ich sie davor an und holte Striegel & Kardätsche aus ihrer Putzbox und fing an sie zu putzen. Als das Fell sauber war, holte ich die Mähnenbürste heraus und fing an ihr Langhaar zu kämmen. Als das erledigt war, legte ich die Mähnenbürste zurück und holte den Hufkratzer heraus und kratzte ihre Hufe aus. Nachdem ich den Hufkratzer zurück gelegt hatte, schloss ich die Putzbox und brachte sie zurück in die Sattelkammer. Dort holte ich ihr Reitzeug und ging zu ihr zurück. Nachdem ich sie gesattelt und getrenst hatte, führte ich sie in die Reithalle. Dort gurtete ich nach und stieg auf. Nach einer stunde mit kleinen Sprüngen, stieg ich wieder ab und führte sie zurück in den Stall. Nachdem ich die Stute abgesattelt und abgetrenst hatte, brachte ich die Stute auf die Weide. Ich räumte die ganzen Sachen auf und brachte sie in die Sattelkammer zurück. Ich mistete noch ihre Box aus, verteilte frisches Stroh darin und holte nun die Sachen von Conversation. Nachdem ich die Box der Stute gefunden hatte, stellte ich die Putzbox ab und holte die Stute aus ihrer Box heraus. Als ich die Stute angebunden und geputzt hatte, verstaute ich die Putzbox wieder in der Sattelkammer und holte die Longiersachen der Stute. Nachdem ich der Stute den Longiergurt und den Kappzaum angelegt hatte, führte ich sie in die Halle und longierte sie in allen Grundgangarten. Nach einer Stunde brachte ich sie wieder in den Stall und nahm ihr die Sachen ab. Nun räumte ich die Sachen noch auf und brachte sie zu den anderen Stuten auf die Weide. Zum Schluss mistete ich noch ihre Box aus und verteilte frisches Stroh darin. Aus der Sattelkammer holte ich anschließend die Sachen von Forever Yours. Nachdem ich die Stute aus der Box geholt hatte, öffnete ich die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an die Stute zu putzen. Nachdem ich damit fertig war, legte ich die Bürsten zurück und nahm die Mähnenbürste heraus. Als ihr Langhaar gekämmt war, legte ich die Mähnenbürste zurück und nahm den Hufkratzer heraus. Nachdem auch ihre Hufe sauber waren, band ich die Stute los und brachte sie zu den anderen auf die Weide. Ich mistete ihre Box aus, brachte das alte auf den Misthaufen und verteilte neues Stroh in ihrer Box. Als ich ihre Putzbox aufgeräumt hatte, nahm ich direkt die Sachen von Pacey mit. Als ich die Putzbox vor der Box des Hengstes abgestellt hatte, öffnete ich die Boxentür und betrat die Box. Nachdem ich dem Hengst das Halfter angelegt und den Führstrick daran befestigt hatte, führte ich ihn aus der Box heraus und band ihn an. Nun öffnete ich die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an ihn zu putzen. Als das Fell nur so glänzte, legte ich die Bürsten wieder zurück und nahm die Mähnenbürste heraus. Nachdem auch sein Langhaar gerichtet war, legte ich die Mähnenbürste wieder zurück und nahm den Hufkratzer heraus, um seine Hufe auszukratzen. Als diese sauber waren, legte ich den Hufkratzer zurück, schloss die Putzbox und brachte diese in die Sattelkammer. Wieder beim Hengst angekommen, band ich ihn los und brachte ihn auf die Weide. Ich mistete noch seine Box aus, entfernte altes Stroh, brachte dieses mit der Schubkarre auf den Misthaufen und holte frisches Stroh, was ich in seiner Box verteilte. Nun holte ich aus der Sattelkammer die Sachen von Millenium GC. Als ich bei ihrer Box angekommen war, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Nachdem ich die Box betreten hatte, legte ich der Stute das Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte sie aus der Box heraus. Als ich sie angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox, nahm Striegel & Kardätsche heraus und fing an sie zu putzen. Als ich fertig war, legte ich die Bürsten zurück und nahm nun die Mähnenbürste heraus. Nachdem ihr Langhaar gekämmt war, legte ich die Mähnenbürste zurück und nahm den Hufkratzer heraus und kratzte ihre Hufe aus. Anschließend band ich die Stute los und brachte sie zu den anderen Stuten auf die Weide. Als ich ihre Putzbox auf dem Weg mitgenommen und verstaut hatte, mistete ich ihre Box aus und verteilte neues Stroh darin. Nun nahm ich die Sachen von Call me bubble mit. Als ich die Stute aus der Box geholt und davor angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox und putzte sie. Nachdem auch ihr Langhaar gekämmt und ihre Hufe ausgekratzt waren, räumte ich die Putzbox wieder auf und nahm das Sattelzeug mit. Wieder bei ihr angekommen, legte ich ihr den Sattel mit der Schabracke auf den Rücken, bis beides richtig saß und machte den Gurt fest. Nun nahm ich ihr das Halfter ab und legte ihr die Trense an. Ich führte sie in die Halle, führte sie eine Runde herum und gurtete nach. Nun stieg ich auf und ritt zehn Minuten im Schritt. Anschließen machte ich mit ihr eine Stunde lang Dressurübungen. Ich stieg wieder ab und führte die Stute in den Stall zurück, wo ich sie absattelte und abtrenste. Nachdem ich ihre Sachen aufgeräumt hatte, band ich sie los und brachte sie auf die Weide. Nun holte ich Mistkarre und Mistgabel und entfernte das dreckige Stroh und leerte es auf den Misthaufen. Auf dem Rückweg holte ich frisches Stroh und verteilte dieses in ihrer Box. Nun war Until Tomorrow an der Reihe. Nachdem ich seine Sachen aus der Sattelkammer geholt hatte, ging ich zu seiner Box und stellte die Putzbox davor ab. Als ich die Boxentür geöffnet und betreten hatte, legte ich ihm sein Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box heraus. Nachdem ich ihn angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox und nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an ihn zu putzen. Als sein Fell nur so glänzte, legte ich die beiden Bürsten wieder zurück und nahm die Mähnenbürste heraus. Als auch das Langhaar gemacht war, legte ich die Mähnenbürste zurück und nahm den Hufkratzer heraus, mit dem ich seine Hufe auskratzte. Anschließend schloss ich die Putzbox wieder und brachte sie wieder zurück in die Sattelkammer. Nun ging ich wieder zum Hengst zurück, band ihn los und brachte ihn zu den anderen Hengsten auf die Weide. Jetzt war noch seine Box an der Reihe. Als ich das dreckige Stroh entfernt hatte, brachte ich dieses auf den Misthaufen und holte neues Stroh das ich in seiner Box verteilte. Ich ging wieder in die Sattelkammer und holte dort die Sachen von Ima Banana Split. Nachdem ich die Stute aus der Box geholt und davor angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox und fing an sie zu putzen. Als sie sauber war, schloss ich die Putzbox wieder und räumte diese auf. Ich nahm noch die Longiersachen der Stute mit und ging wieder zu ihr. Nachdem der Longiergurt richtig saß und befestigt war, nahm ich der Stute das Halfter ab und legte ihr den Kappzaum an. Nachdem ich auch die Longierleine am Kappzaum befestigt hatte, führte ich die Stute in die Halle und longierte sie dort für eine Stunde. Anschließend brachte ich sie wieder in den Stall zurück, wo ich ihr alles abnahm und das Halfter wieder anlegte. Ich verstaute noch das Longierzeug, ehe ich wieder zu ihr ging, sie losband und auf die Weide brachte. Nun mistete ich noch seine Box aus und holte anschließend die Sachen von Kiss me Quick. Als ich an ihrer Box angekommen war, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Ich legte der Stute ihr Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte sie aus der Box heraus. Nachdem ich sie geputzt hatte, räumte ich die Putzbox wieder auf und holte die Longiersachen von ihr. Nachdem ich ihr die Longiersachen angelegt hatte, führte ich sie in die Halle. Nach einer Stunde longieren, brachte ich sie wieder zurück, nahm ihr die Sachen ab, die ich verstaute und brachte sie auf die Weide. Als ich auch ihre Box gemistet hatte, ging ich in die Sattelkammer und holte dort nun die Sachen von EdC´s Velino. Als ich den Hengst aus seiner Box geholt hatte, band ich ihn an und fing an ihn zu putzen. Als ich fertig war, ging ich in die Sattelkammer und holte dort seine Reitsachen. Nachdem ich ihn gesattelt und getrenst hatte, führte ich ihn in die Halle und gurtete nach. Als ich aufgestiegen war, ritt ich ihn erst für zehn minuten warm, dann ließ ich ihn antraben. Nach einer Stunde stieg ich wieder ab und brachte ihn zurück in den Stall. Ich löste den Sattelgurt und nahm ihm die Trense ab. Als ich ihm sein Halfter angelegt hatte, brachte ich das Sattelzeug in die Sattelkammer zurück und ging wieder zu dem Hengst. Nachdem ich ihn los gemacht hatte, brachte ich ihn auf die Weide und mistete noch seine Box aus. Nun holte ich die Sachen von Official Legito. Als ich den Hengst aus der Box geholt und davor angebunden hatte, fing ich an ihn zu putzen bis er sauber war. Nachdem ich die Putzbox aufgeräumt hatte, nahm ich die Longiersachen mit und ging wieder zu dem Hengst. Ich legte ihm den Longiergurt auf den Rücken bis der Gurt richtig lag und befestigte anschließend den Gurt. Nun nahm ich ihm sein Halfter ab und legte ihm den Kappzaum an. Ich befestigte noch die Longe am Kappzaum und führte ihn dann in die Halle. Dort ließ ich ihn für zehn minuten im Schritt laufen, bis er warm gelaufen war. Nun ließ ich ihn abwechselnd im Schritt, Trab und Galopp laufen. Nach einer halben Stunde führte ich ihn wieder in den Stall und nahm ihm den Kappzaum ab und legte ihm das Halfter wieder an. Ich öffnete den Gurt und nahm ihm nun auch den Gurt ab und räumte die Sachen auf. Nun band ich den Hengst los und brachte ihn auf die Weide zu den anderen. Als ich auch seine Box gemistet hatte, holte ich nun die Sachen von Place Royal und ging zu seiner Box. Dort stellte ich die Putzbox ab, öffnete die Boxentür und betrat die Box. Nachdem ich ihm sein Halfter angelegt, den Führstrick daran befestigt und ihn aus der Box geführt hatte, band ich ihn an und fing an ihn zu putzen. Als ich damit fertig war, räumte ich die Putzbox wieder auf und brachte den Hengst auf die Weide. Nachdem ich seine Box ebenfalls gemistet hatte, holte ich die Sachen von Dschehim aus der Sattelkammer und ging zu seiner Box. Er war für heute der letzte um den ich mich kümmern musste. Nachdem ich ihn aus der Box geholt hatte, fing ich an ihn zu putzen bis er sauber war. Anschließend räumte ich seine Putzbox auf und nahm sein Sattelzeug mit. Wieder bei ihm angekommen, legte ich ihm Schabracke und Sattel auf den Rücken, bis beides ordentlich und richtig lag. Nun befestigte ich den Sattelgurt und nahm ihm sein Halfter ab. Als er die Trense anhatte, führte ich ihn in die Halle und führte ihn dort eine Runde, ehe ich nachgurtete und aufstieg. Nach einer Stunde mit Dressurübungen und ein paar kleineren Sprüngen, stieg ich wieder ab und führte ihn in den Stall zurück. Nachdem er abgesattelt und abgetrennst war, brachte ich ihn auf die Weide und mistete seine Box aus. Anschließend räumte ich noch seine Sachen auf und schrieb Stelli einen Zettel und heftete diesen an die Pinnwand im Stall. Nun packte ich meine Sachen, stieg ins Auto und fuhr müde nach Hause.
      18903 Zeichen (C) Yvan
      3 Juni 2014


      Der heutige Tag brachte wieder viel Arbeit mit sich. Da es schon seit 8 Tagen durchregnete, konnten die Pferde maximal auf langweilige Sandpaddocks, da die Weiden viel zu matschig waren und die Pferde nur alles zerstören würden.
      Da wir vor kurzem die ganzen Pferde umsortiert hatten, standen alle Stuten gemeinsam in einem Stall, was die Warmblüter betrifft. Die erste Stute war meine Minstrel. Nachdem ich sie aus der Box geholt hatte, wurde sie gründlich geputzt und dann gesattelt, um in der Halle mit mir zu arbeiten. Auf dem Plan stand ein kleines Dressurründchen, da ich diese Form von Arbeit ziemlich schleifen gelassen hatte. Im großen und ganzen verlief die Stunde ganz gut. Anschließend stellte ich Minstrel mit Abschwitzdecke in ihre Box zurück, denn nun musste ich bei Summer Wine weitermachen. Zu ihr sollte heute allerdings nur ein Osteo kommen, denn die Trakehnerstute tickte ab und an in engen Wendungen und klemmte. Nach ein paar geschickten Handgriffen fand der Osteo die Blockaden und löste sie fix und Summer Wine kaute anschließend immer zufrieden. Nach 20 Minuten war alles soweit durchgecheckt und Summer Wine sollte erstmal wieder in ihre Box. In der Zeit musste Kalympia dran glauben. Auch sie wurde geputzt und gesattelt, denn in 20 Minuten stand eine Dressurstunde auf dem Plan, der ab und an auf das Gestüt kam. Die Dressurstunde verlief recht ordentlich, wir übten viel einfache Galoppwechsel und Schulterherein und Schenkelweichen im Trab, da Fräulein Kalympia ab und zu meinte, sich gegen die Hilfen zu wehren. Am Ende war sie schön locker und nach ein wenig vorwärts abwärts ließ ich sie Schritt gehen und stellte sie anschließend unters Solarium, da sie stark geschwitzt hatte. Die nächste Stute war meine Ysun, mit der ich heute etwas auf Höhe springen wollte. Dies würde ebenfalls bei dem Ausbilder stattfinden, der sich schon auf Ysun freute. Er mochte das feurige Temerament der Stute und wollte irgendwann mal ein Fohlen aus ihr haben. Nachdem ich Ysun gründlich wamrgeritten hatte ging es auch schon über erste Trab- und Galoppstangen und über die ersten Kreuze. Als der Ausbilder die Stangen höher legte, leckte Ysun Blut und war schnell in ihrem Element. Recht schnell bewegten wir uns auf einem ordentlichen L-Niveau, welche Ysun natürlich mit Leichtigkeit packte, da sie schon einige S-Siege und Platzierungen vorweisen konnte. Nachdem ich nochmal eine höhere Kombination gesprungen bin und Ysun sie mit Bravour meisterte, ließ ich sie in Ruhe. Auch sie kam nach der Springstunde unter das Solarium. Nun hatte der Ausbilder Andere zu unterrichten, sodass ich mit meinen anderen Stuten fortfahren konnte. Ich beschloss, die nächsten Vier in die Führanlage zu stecken, da ich mir so Zeit sparen konnte. Also nahm ich mir Conversation und Millenium GC zusammen und anschließend Forever Yours und ihre Tochter Call me bubble. Diese konnten sich nun zusammen die Beine vertreten, während ich mit Esperanza in den Longierzirkel ging. Sie war wenig motiviert und ich hatte das Gefühl in dieser halben Stunde mehr gelaufen zu sein als das Pferd. Am Ende war sie jedoch auch recht locker, was mich dazu bewegte Schluss zu machen. Meine Uhr schrie nämlich nach Ima Banana Split, die heute ebenfalls ein wenig gesprungen werden musste. Schnell war sie geputzt und gesattelt und war bereit für ihre Springstunde. Mein Ausbilder kannte sie noch nicht und zeigte sich sehr angetan von ihrer Erscheinung. Ima Banana Split befand sich allerdings noch im Anfangsstadium, was das Springen betrifft. Nach ein paar Trab- und Galoppstangen nach dem Aufwärmen ging es an die Springarbeit. Anfangs war sie enorm zögerlich, übersprang sich einige Male, aber mit der Zeit wurde sie selbstbewusster am Sprung und ich fand sie zum Ende hin sogar richtig gut. Zwar bauten wir nicht höher als ein hohen E-Pacours, jedoch für sie heute absolut ausreichend. Vor Aufregung und Anstregung musste ich auch sie unter das Solarium packen. Nun war Laith an der Reihe. Mit ihr hatte ich im Anschluss eine Dressurstunde. Letztens hatten wir auf dem Lehrgang von Samarti einiges dazugelernt, allerdings wollten wir das weiter festigen. Laiths Schwachstelle war schon immer der Außengalopp, der heute komischerweise recht gut klappte. Im Allgemeinen war Laith heute enorm durchlässig und sehr konzentriert bei der Arbeit. Nach 30 Minuten Vollprogramm war die Stunde vorbei und Laith mindestens so geschwitzt wie ich, weswegen sie 12 Minuten Solarium mit heißluft genießen durfte. Ein Blich nach draußen verriet mir, dass es aufgehört hatte zu regnen. Ich ergriff die Chance und machte Jacarta reitfertig, um mit ihr eine kleine Runde im Gelände zu drehen. Ich betete, dass das Wetter halten würde. Nachdem wir eine halbe Stunde unterwegs waren, fing es leicht an zu tröpfeln. Ich ließ mir den Spaß nicht nehmen und bog auf die Geländewiese ab. Glücklicherweise hatte ich Jacarta die Stollen an die Eisen geschraubt, weswegen wir keine Bedenken im gestreckten Galopp haben brauchten. Die Geländewiese war bestückt mit einigen Militarysprüngen, welche ich natürlich nicht auslassen konnte. Jacarta liebte die festen Sprünge genauso wie ich und trotz Regen hatten wir beide unseren Spaß. Nach insgesamt eineinhalb Stunden kamen wir wieder am Hof an. Ich versorgte Jacarta und wartete gespannt auf den Neuankömmling, der heute Nachmittag eintreffen sollte. 20 Minuten später sah ich ein Auto mit Hänger die Hofeinfahrt entlangrollen, was mir sagte, dass Lady Donatella ankommen musste. Ich begrüßte kira und luden anschließend gemeinsam unsere neue Stute aus. Sie war einfach ein Prachtstück und ich war stolz, sie mein Eigen nennen zu dürfen. Ich führte kira und meine neue Stute zu Donatellas neuer Box, wo kira sich direkt umschauen konnte. Donatella durfte sich erstmal eine kurze Zeit eingewöhnen, bevor ich sie am Nachmittag in der kleinen Bewegungshalle laufen ließ.
      13 Okt. 2014

      Heute wollte ich mir mal in Ruhe einen Tag für die Stuten nehmen, denn die kamen gerne mal zu kurz. Gedanklich hatte ich schon den gesamten Ablauf geplant, doch ich ahnte bereits, dass der hier und da abweichen würde. Es war noch früh am Morgen, doch die Pferde waren bereits gefüttert und teils schon auf den Weiden. Ich wollte heute mit Minstrel beginnen zu arbeiten. Meine kleine Trulla, wie ich sie liebevoll nannte, schien schon auf mich zu warten und brummelte mir neugierig zu. Ich holte sie aus der Box und putzte sie gründlich, ehe ich sie sattelte. Für sie stand heute etwas Dressur auf dem Plan. In einer Runde um den Hof wärmten wir uns auf, ehe wir die Halle betraten. Dort arbeiteten wir uns locker an die neuen Aufgaben heran beziehungsweise an die, welche Minstrel immer noch etwas misslangen. Nach einer Stunde waren wir echt weit gekommen und ich konnte Trulla zufrieden trocken reiten.
      Danach wollte ich direkt mit Summer Wine weiter machen. Während Minstrel also noch unter dem Solarium döste, putzte ich bereits Summer Wine, um diese dann in der Halle ein wenig zu longieren. Natürlich hatte ich Trulla vorher schon auf die Weide gebracht und konnte mich jetzt auf meine helle Stute konzentrieren. Die arbeitete heute gelassen mit, schien aber auch nicht zu motiviert zu sein. Dementsprechend beendete ich das Training schon bald und kümmerte mich um die anderen. Kalympia und Ysun hatten heute frei. Also putzte ich sie nur kurz ein wenig, ehe sie auf die Weiden durften und dort den Tag verbringen konnten.
      Conversation hatte da weniger Glück, denn sie war meine heutige Wahl für das Springtraining. Ich putzte und sattelte die braune Stute und dann wärmten wir uns auch schon auf. Motiviert war sie heute auf alle Fälle, sogar etwas zu motiviert. Dementsprechend arbeitete ich heute vor allem an der Ruhe vor dem Sprung und das war mit Conversation gar nicht so einfach. Letztendlich waren wir beide ziemlich k.o. und ich haute mich gemeinsam mit Conversation unters Solarium, um ein kleines Päuschen zu machen. Als Conversation auf der Weide stand, holte ich Forever Yours aus der Box, putzte sie und ließ sie in der Halle ein wenig frei laufen. Da sie sich aber langweilte, holte ich noch Call me Bubble dazu und die Stuten jagten zufrieden durch die Halle.
      Nun stand für mich ein kleiner Ausritt mit Esperanza an und ich nahm Ima Banana Split als Handpferd mit. Ich genoss den lockeren Ausritt und war dann auch wieder etwas motivierter als wir wieder zu Hause waren. Dort longierte ich noch Laith gründlich, ehe ich mich Jacarta widmete. Diese wusch ich heute nur und ließ sie dann ein wenig unter dem Solarium trocknen. Dann ging ich gemeinsam mit ihr und Lady Donatella noch eine Runde ins Gelände spazieren.
      7 Feb. 2015

      30°C begrüßten mich draußen und am liebsten wäre ich wieder ins Haus geflüchtet. Leider hatte ich verschlafen und so war es schon nach neun, ehe ich endlich loskam. Dabei hatte ich Stelli heute versprochen, mich um ihre edlen Vierbeiner zu kümmern, na wenn das so nicht nach hinten losgehen würde. Pünktlich um zehn war ich auf dem Gestüt und erhielt von Stelli noch die letzten Anweisungen, ehe sie mich mit einem Grinsen alleine ließ. Oh je. Gefüttert und rausgebracht hatte sie schon, also hieß es jetzt zuerst für mich, die sieben Hengstboxen auszumisten und wieder fertig zu machen. Das war bei der Hitze sowieso schon kein Spaß, aber brav schuftete ich weiter vor mich hin. Nachdem der erste Stall geschafft war, mussten auch noch die Stutenboxen gemacht werden und das waren wesentlich mehr. Gegen Mittag war ich dann ehrlich gesagt fertig mit den Nerven. Während meiner Mittagspause studierte ich die Pferdeliste von Stelli. Gut, dass bei einigen dahinter ein grünes "Frei" stand - puh. Aber dennoch, es gab auch genug, die bewegt werden mussten. Los ging es dabei mit Red Diamond, Stelli wollte natürlich, dass ihr Spitzenhengst fit war und dementsprechend stand für ihn heute eine Dressureinheit an. Als Trainerin konnte ich ihm da sogar gerecht werden und es machte wirklich Spaß mit dem Schecken zu arbeiten. Nach einer kühlen Dusche fürs Pferd, waren All in All und Lago Puccini an der Reihe, welche ich auf dem Platz nur Laufen lassen sollte. Anfangs waren beide ja gar nicht begeistert von der Idee, aber nach einer kleinen Weile konnte ich sie doch dazu bewegen, sich zumindest ein bisschen zu bewegen. Faulen Pferde. Aber bei der Hitze war das akzeptabel. Dementsprechend verschwitzt fiel auch die Springstunde mit Pacey aus und danach war ich meines Erachtens schon fertig mit der Welt. Wenigstens hatten Until Tomorrow und Official Legito heute frei und so hatte ich nur noch einen Hengst auf der Liste: Place Royal. Mit ihm machte ich aber nur einen Ausritt und der war auch schon anstrengend genug für alle Beteiligten, immerhin kamen wir auch an einen Fluss, wo wir uns ein wenig Abkühlung verschaffen konnten. Danach waren nun die Stuten an der Reihe und allmählich musste ich mich wirklich sputen. Zu allererst sollten Minstrel und Summer Wine nacheinander longiert werden. Nachdem ich die beiden Warmblutstuten abgehandelt hatte, kam Kalymbia an die Reihe. Eine halbe Stunde Langzügelarbeit und dann noch eine erfrischende Dusche für die hübsche Scheckin. Ysun hatte da schon mehr zu tun, während wir Stangenarbeit vom Sattel aus machten, aber dennoch machte sie wirklich gut mit. Danach war es meiner Meinung nach wieder Zeit für eine kleine Runde ins Gelände. Dafür stand sogar ein Pferd auf den Zettel und so putzte und sattelte ich Conversation. Nachdem auch das geschafft war, standen nicht mehr gar so viele drauf, mit denen ich etwas machen müsste. Forever Yours und Call me Bubble hatten heute frei und durften den Tag auf der Weide verbringen. Esperanza sollte ich nur etwas mit Bodenarbeit bespaßen, ehe auch für sie Schluss war. Hingegen standen für Laith und Jacarta noch ein Springtraining auf dem Plan und noch einmal Arbeit für mich. Wenigstens musste zweitere nur Freispringen und ich konnte mir eine kleine Pause gönnen, ehe es in den Entspurt ging. Lady Donatella hatte heute auch frei und wurde nur kurz geputzt und mit Ima Banana Split machte ich noch ein wenig Bodenarbeit und longierte sie dann und schon war ich fertig. Der Tag war dann aber auch so gut wie rum. Also Pferde in die Boxen, füttern und dann den kühlen Abend genießen.
      11 Aug. 2015

      Ein bitter kalter Tag brach heute morgen an, an dem ich kaum aus dem Bett kam. Alles war mich motivierte ist der vertraute Stallgeruch, also schlüpfte ich wenig später in meine Stallklamotten und stellte erfreut fest, dass es über Nacht bestimmt 5cm Neuschnee gab, den ersten Schnee seit Sommer. Ich ging zuerst in das Stallabteil der Ponys, die mich erwartungsvoll ansahen und auf ihr Frühstück warteten. Der Stallbursche hatte bereits um 6:30 Uhr das Heu verteilt und so war ich nur mit dem Kraftfutter dran. Anschließend fütterte ich die Warmblüter und anderen Pferde und machte mich dann an die Arbeit. Back to Business ritt ich eine Stunde in der Halle, er war ziemlich knackig und hatte ernormen Vorwärtsdrang. Nagoya und Hibiskus gingen gemeinsam auf ein großes Winterpaddock und durften ihren freien Tag genießen. Liscalina longierte ich eine halbe Stunde, danach ritt ich Silverangel ein wenig vorwärts/abwärts, da vorgestern der Osteo vorbeigeschaut hatte. Lavengo longierte ich ebenfalls und Velino musste an eine anstrengende Dressureinheit glauben. Kiss me quick durfte ein wenig in der Halle hüpfen und Never say Never kam in die Führanlage und danach auf ein Winterpaddock. Die vier Jungpferde Love is Confidence, Dark Prince, Déchante und Shadowlight standen wie immer in ihrem Offenstall und freuten sich über den ersten Schnee. Anschließend ging es zu den Großen über. Place Royal bekam heute Vollberitt von einer Bereiterin, Offical Legito ritt ich dagegen ein bisschen Dressur, wobei er sich gut anstellte. Until Tomorrow longierte ich eine halbe Stunde und Pacey sprang ich über Cavalettireihen. Lago Puccini kam zusammen mit All in All in die Führanlage und Red Diamond stellte ich 40 Minuten aufs Laufband. Danach gings mit den Stuten weiter. Lady Donatella wurde heute locker von ihrer Reitbeteiligung geritten, genau wie Jacarta, die von ihrer Reitbeteiligung longiert wurde. Laith dagegen ritt ich im Schritt durch das Gelände, sie liebte Schnee einfach über alles. Ima Banana Split musste sich in der Longierhalle beweisen und Esperanza, Call me bubble und ihre Mutter Forever Yours kamen zu dritt raus, sie hatten heute frei. Die feurige Ysun musste ich in der Reithalle schaffen, sie ist immer noch impulsiver wenn es kalt wird als sonst. Kalympia kam zusammen mit Summer Wine und Minstrel in die Führanlage. Smarty Jones ließ ich in der Bewgeungshalle laufen, Pekinpah ritt ich locker Western und Irpa kam auf die Koppel. Mara und Ben führte ich gemeinsam Schritt durchs Gelände, Arrivederci wurde von meiner Cousine geritten, Jade kam aufs Laufband und Silvano wurde longiert.
      25 Nov. 2015

      Momentan war alles ziemlich stressig. Darunter mussten leider auch meine geliebten Pferde leiden, aber ich hoffte sehr, dass sich das bald ändern würde. Stören tut es die Pferde allerdings nicht, denn sie genossen den sehr warmen Januar und jetzt auch schon Februar größtenteils im Freien auf Koppel oder Paddocks. Unterstützt wurde ich von einigen Freunden und meinen zuverlässigen Reitbeteiligungen. Auch heute hatten viele Pferde einen unbeschwertes Leben auf den Koppeln. Ich ging vom Stall aus rüber zu den Koppeln um nach meinen Vierbeinern zu schauen. Von weitem erkannte ich den auffälligen Smarty Jones und Peninpah auf der Hengstkoppel. Jade und Silvano standen etwas abseits und grasten gemütlich, nur Ben schien mich wahrzunehmen und kam brummelnd an den Zaun, wo er direkt was abstauben konnte. Die anderen Pferde bemerkten dies und kamen ebenfalls. Ich überzeugte mich von ihrer besten Gesundheit, schmuste mit jedem und ging dann weiter zu den Stuten. Irpa stand im hintersten Eck und graste, Mara und Arrivederci standen zusammen etwas abseits. Sie hatten ihre kleinere Herdenkoppel, da sie ein prima Gespann waren. Den Dreien ging es gut, also ging ich weiter. Ich kam zu der Koppel meiner vier Jungspundte Shadowlight, Dark Prince, Déchante und Love is Confidence. Sie kamen alle direkt an den Zaun. Sie waren ziemlich schlammig, da sie den ganzen Tag und Nacht draußen standen und noch ihre Reitfreie Zeit genießen konnten. Um zu den anderen Koppeln zu gehen musste ich einmal quer über den Hof und sammelte auf dem Weg noch einige Leckereien für die Ponys und Pferde ein. Ich sah direkt mal nach dem Rechen, denn Nagoya und Liscalina wurden gerade von ihren Reitbeteiligungen bewegt. Lisca war heute etwas aufmüpfig und Nagoya brav wie meist immer, aber die Reiter hatten alles bestens im Griff. Die Hengste standen einzeln auf den Hengstkoppeln. Zuerst sah ich nach Back tu Business, der sich fein im Matsch gewälzt hatte und sein goldenes Fell einem Wildschwein gleichte. Lavengo ließ sich nicht berirren und graste uninteressiert weiter, als ich am Koppelzaun stand. Er teilte sich seine Koppel mit seinem Kumpel Kovu, der Kopf an Kopf bei Lavengo stand und brav mitmachte. Velino begrüßte mich ebenfalls und durchsuchte meine Taschen gierig nach Fressbarem. Meine Zuchtstuten Hibiskus, Silverangel, Kiss me quick und Never say Never standen wiederrum zusammen und sahen alle munter und zufrieden aus. Nun ging ich rüber zu den Warmbluthengsten. Diese standen ebenfalls alle auf ihren eigenen Koppeln. Was ein Glück können wir hunderte Koppeln aus unserem weitläufigem Grundstück schöpfen! Auf den ersten Blick sah ich alle Hengste zufrieden grasen und keiner war auffällig. Place Royal ließ sich nicht beirren und nahm mich nicht wahr, sah aber sehr fit aus. Offical Legito kam genauso wie Pacey und Red Diamond an den Zaun und ließ sich beschmusen und befüttern. Until Tomorrow kam nach etwas zögern auch zu mir und All in All graste ebenfalls und drehte mir den Po zu. Lago Puccini wurde grade von unserer Bereiterin longiert und stand deshalb nicht draußen. Die Stuten wiederrum waren in zwei große Gruppen unterteilt. Lady Donatella, Laith, Ima Banana Split, Conversation und Minstrel teilten sich eine Weide und kamen direkt zu mir als sie mich sahen. Schön zu sehen wie eine kleine Herde angaloppiert kamen. Ihnen ging es allen gut und ich konnte beruhigt zu den anderen Stuten gehen. Diese Gruppe bestand aus Kalympia, Summer Wine, Ysun, Jacarta, Esperanza, Call me bubble, Forever Yours. Ysun war die erste am Zaun und staubte sich die größte Karotte ab. Die anderen brauchten etwas länger, waren dann aber vollzählig und konnte mich von ihrer besten Gesundheit überzeugen. Nach meinem ausgedehnten Besuch bei meinen Pferden konnte ich mich nun wieder der Lernerei widmen.
      5 Feb. 2016

      Es war ein wunderschöner und glücklicherweise nicht allzuwarmer letzter Julitag in diesem Jahr. Alle meine Pferde genossen den schönen Tag draußen in der angenehm warmen Sonne und ließen die Seele baumeln. Ich trottete rüber zu meinen jüngsten Pferden Shadowlight, Déchante, Dark Prince und Love is Confidence, die mittlerweile in Hengste und Stuten getrennt waren. Sie grasten zufrieden, Prince lag dabei sogar. Neben der Weide standen meine Ponys. Bei den Hengsten Back to Business, Lavengo, Velino und Kovu, bei den Stuten Nagoya, Hibiskus, Liscalina, Silverangel, Kiss me quick und Never say Never. Auch hier schien alles ruhig zu sein. Hibiskus und Silverangel dösten unter einem Baum zusammen während die anderen Stuten Gras fraßen. Bei den Hengsten panierte sich Kovu grade ausgelassen. Ich stand eine Weile da und beobachtete meine Ponys auf ihren großflächigen Weiden bevor ich weiterzog. Bei den Großpferden sah die Aufteilung dieses Jahr anders aus. Weil letztes Jahr sich einige Hengste in die Haare bekommen hatten, hatten wir - wenn möglich - kleine Gruppen oder sie standen alleine. Place Royal verstand sich super mit Lago Puccini, während Offical Legito, Red Diamond und Until Tomorrow alleine standen. Pacey verstand sich seit kurzem recht gut mit All in All. Die Hengste sahen allesamt prächtig aus und waren alle momentan im Training. Einige wichtige Wettbewerbe und Turniere standen vor der Tür, manche auch schon bestritten. Ich freute mich, solche guten Hengste im Besitz zu haben. Legito kam an den Zaun gelaufen und sahne ein Leckerli ab, auch Red Diamond kam und ließ sich was abgeben. Die anderen schenken weiterhin nur der Wiese beachtung. Die Warmblutstuten wiederrum standen in zwei Herden zusammen. Lady Donatella, Laith, Ima Banana Split, Minstrel, Kalympia und Ysun standen in einer Herde, Jacarta, Esperanza, Forever Yours, Call me bubble, Conversation und Summer Wine in der Anderen. Laith und Banana kraulten sich grade, sie verstanden sich supergut. Die anderen Stuten standen etwas abseits. Ysun war friedlich und ließ die anderen in Ruhe fressen. Auch bei der anderen Gruppe schien alles entspannt zu sein. Sie standen weit hinten auf der Koppel, aber ich konnte jeden einzelnen von ihnen erkennen. Zu guter letzt befand sich auf der anderen Seite des Stalls die Koppel der Privatpferde. Auch hier waren Stuten und Hengste, beziehungsweise Wallache, getrennt. Smarty Jones stand demnach mit Pekinpah, Jade, Silvano und Ben zusammen. Bei den Stuten waren es Irpa und bunte Duo Mara und Arrivederi. Sie hatten die 'kleinste' Koppel, obwohl man diese nicht klein nennen konnte. Ben kam durch mein ihm vertrautes Schnalzen brummelnd zum Koppelzaun und wurde von mir mit einem Banenenleckerli liebevoll begrüßt. Ich war glücklich und zufrieden dass alle meine Pferde entspannt den Sonntagmittag genossen und konnte mich mit einem guten Gefühl wieder der Stallarbeit widmen.
      (c) Stelli
      31 Juli 2016

      Aktuellster Bericht

      Ein eisiger Wind fegte durch die Stallgasse. Schnell schloss ich die Stalltüren, sodass die wohlige Wärme schön im Stall blieb. Ich befand mich bereits in den letzten Zügen der heutigen Stallarbeit. Zurückblickend konnte ich stolz auf mein heutiges Werk sein. Lady Donatella wurde ein wenig v/a geritten, Jacarta genoss etwas Bodenarbeit, Laith wurde dressurmäßig auf Kandare gearbeitet, Ima Banana Split, Esperanza, Forever Yours und Call me bubble waren in der Führmaschine. Conversation wurde eine halbe Stunde longiert und Ysun sprang ich persönlich über ein paar Kreuze zur Gymnastik. Kalympia, Summer Wine und Minstrel übernahmen die zweite Führmaschinenschicht. Die Jungpferde, Shadowlight, Déchante, Dark Prince und Love is Confidence teilte ich in Stuten und Hengste und ließ sie laufen. Back to Business ritt ich etwas Dressur, Nagoya wurde von ihrer Reitbeteiligung ebenfalls geritten. Hibiskus wurde eine halbe Stunde longiert, Liscalina und Silverangel ließ ein Pfleger zusammen in der Lauflasshalle laufen. Lavengo genoss das Laufband ein wenig. Velino ritt ich ebendalls Dressur, Kiss Me Quick durfte ein klein wenig Springen. Never say Never wurde heute beschlagen und durfte danach etwas faulenzen. Kovu hatte heute seinen freien Tag. Place Royal wurde von einem hofeigenen Bereiter unter dem Sattel gearbeitet. Offical Legito wurde parallel dazu von mir in der Halle geritten. Until Tomorrow genoss heute ebenfalls einen neuen Beschlag und hatte frei. Mit Pacey machte ich heute etwas Stangenarbeit vom Sattel aus. Lago Puccini und All in All gingen zusammen in die Führmaschine. Red Diamond ritt ich heute Dressur. Mit Smarty Jones ging ein Bereiter von uns auf die Rennbahn, die grob um den Hof führte, da das Wintertraining nicht zu kurz kommen durfte. Pekinpah wurde ebenso von einer professionellen Westernausbilderin gefördert. Irpa bespaßte heute ihre liebe Reitbeteiligung Anna. Mara und Arrivederci gingen gemeinsam in die Führmaschine. Jade wurde locker longiert und Silvano hatte seinen freien Tag. Liebling Ben ritt ich ein wenig v/a und ließ es gut sein. Natprlich genossen die meisten Pferde Paddock oder Winterkoppel. Nachdem ich die letzten Heukrümel zusammen mit meinen Helfern von der Stallgasse gekehrt hatte, ging ich müde aber zufrieden ins Haus zurück. Mich aufwärmen.
      7 Jan. 2017
    • Stelli
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      Alte Berichte (c) Muemmi 2017-2020

      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 04. Januar 2017 | 15806 Zeichen

      Neubau für die Anwärter des Gestüts
      Uranium Fever | Occani | tc Annakiya | Orchidee´s Nikita | Take a Bow | Chocolate Chip Cookie | CM´s Meilenstein | Valentine´s Candy Fireflies | Al Aasiyah ox | Aquentino | Caja | Checkpoint | Reykja | Solsikke | Taciturn | Webster

      Hauptstall der Zucht
      Cadoc´s Rohdiamant | Amber | EBS Mon Amie | Heros | Medivh | Dante | Fleming | Zarin| Forever Yours

      Fohlenweide auf der Lichtung
      SPN Harvey | Thor | Scamander | Painted Minimalistic Art | Elfenlied | Lillifee | Capona | Aufgepasst, hier kommt Arcada | Symphonie de la Bryére

      Gnadenweide
      Efeumond | Oline

      "Hallo Cleo"

      „Du hast was?“ Dave starrte erst mich an und dann auf die Papiere, die ich ihm unter die Nase hielt. „Viel Spaß mit ihr.“ „Luisa, ich…“ „Gern geschehen!“ Ich lachte und ließ ihn gar nicht mehr zu Wort kommen. Unser Verhältnis zueinander hatte sich nach seiner Rückkehr zwar etwas abgekühlt, weil Dave zu mir wieder etwas auf Distanz ging. Aber es war deutlich besser als vor dem Unfall, wir hatten uns seitdem kein einziges Mal mehr gestritten. Ich stand im Büro und ging nachdenklich ein paar Briefe durch, während Dave in der Tür stand und auf die Papiere in seiner Hand starrte. Er lehnte sich mit seiner gesunden Schulter leicht an den Türrahmen und runzelte die Stirn. Von meinem Platz aus sah ich ihm heimlich dabei zu und konnte den Blick kaum abwenden. Was er da studierte war der Kaufvertrag und die Eintragungen, sowie Tierarztbescheinigungen von Uranium Fever. Die Stute war meiner Meinung nach eine unserer besten Errungenschaften in diesem Jahr, die auch ein stolzes Sümmchen gekostet hatte. Aber da sich Dave langsam vom aktiven Reitsport zurückziehen wollte und mehr und mehr Interesse an einer Sportzuchtlinie entwickelte, hatte ich zugeschlagen. Ich wollte ihn unterstützen, wo ich nur konnte. Nach dem Unfall, als er zurück auf den Hof kam, hatte sich eine ganze Weile eine leichte Depression bei Dave eingestellt. Er kämpfte verbittert in der Physiotherapie, hielt sich an die Ratschläge, übte fleißig und brachte sich in das Hofleben ein, wo er nur konnte. Doch obwohl er Tom und mir so viel Arbeit abnahm, irgendwann war auch die erschöpft, während wir anderen mit dem Training der Pferde, dem Misten und den restlichen Arbeiten auf dem Hof schier absoffen. Dave fühlte sich also nach drei Wochen zurück auf Naundorf nutzlos. Er ließ sich dann die ersten Oktoberwochen hängen. Seine Arbeit erledigte er natürlich immer noch und auch zur Physiotherapie ging er regelmäßig, doch jeder von uns sah ihm an, dass es ihm nicht gut ging. Seine Haare wurden immer länger und er ließ sich immer öfter einen Drei-Tage-Bart wachsen. Von mir ließ er sich in dieser Zeit nur bedingt helfen, so richtig ließ er mich nicht an sich heran. Bis Tom die brillante Idee hatte, eine eigene Zuchtlinie aufzubauen.

      Dave und ich saßen an einem Novemberabend zusammen im Büro, während ich das Hoftagebuch für den Tag ausfüllte, als Tom zu uns ins Zimmer kam. Er hatte das Auktionsheft dabei und warf es Dave zu. Dann eröffnete er uns seine Idee, wir saßen bis spät in die Nacht zusammen und unterhielten uns. Ich war glücklich zu sehen, dass diese neue Veränderung Dave wieder ein Leuchten in die Augen zauberte. Er blieb an dem Abend zwar sehr rational und blätterte scheinbar uninteressiert das Heft durch, aber schon am nächsten Tag zeigte er mir eine Stute und fragte, was ich von ihr halten würde. „Die hat keine belegte Abstammung, ist wohl eine gefundene Stute. Aber scheint in Topform zu sein. Als Basis wäre sie vom Exterieur ja genau das, was du und Tom suchen würdet. Aber sie hat damit auch einen sauberen Startpreis“ Er diskutierte noch eine Weile mit mir das für und wider, als er sich dann aufrappelte und an die Büroarbeit machen wollte. Im Flur blieb er am Spiegel stehen und sah sich einen Moment erschrocken an. „Wie seh ich denn aus?“ Ich konnte es mir nicht verkneifen und musste lachen. „Ich fahr später zum Friseur.“ Damit war er aus dem Haupthaus. Ich zog das Heft an mich heran, wählte die Nummer und hatte den Besitzer an der Leitung. Ich sollte an dem Tag das Höchstgebot abgeben und die Stute zwei Tage später unser Eigen nennen.

      Und nicht nur Uranium Fever zog mit zu uns auf den Hof. Anfang Dezember erhielten wir einen Anruf, nachdem ausgerechnet Cadoc´s Rohdiamant aus einer nachlässigen Haltung gerettet wurde. Also fuhren Willi und Tom am selben Tag zu dem einen Hof, an dem Dave und ich Fever holten. Allgemein hatten wir jetzt viele neue Pferde auf Naundorf. Kurz bevor Dave mit Medivh im Sommer gestürzt war, hatte er Chocolate Chip Cookie zu uns geholt. Das Sportpony mit seiner hübschen Färbung wurde jetzt von Leo übernommen und ausgebildet, der mit Candy Fireflies weiterhin unfassbar viele Schleifen und Erfolge sammelte. Die Beiden waren zu einem unglaublich guten Team geworden. Zum Einkreuzen von Vollblut wollten wir uns neben Aasiyah noch eine zweite Vollblutstute holen. Wir hatten jetzt nur noch Interesse an Stuten, da wir mit unseren Hengsten Fleming, Dante, Checkpoint, Aquentino, Webster und Heros genügend Starter hatten, um unseren Plan in die Wirklichkeit umzusetzen. Auch unsere Newcomer wie Painted und Scamander würden auf dem Hof bleiben. Wir überlegten auch, Efeumond zurück auf den Zuchtplan zu holen, um einen Engländer mit einfließen zu lassen. Jedenfalls freuten wir uns, als wir eine zweite Chance erhielten und Anfang Dezember auch Annakiya nach Naundorf holten. Die hübsche Scheckstute war ein wahrer Traum und zeigte sich mit ihrem liebevollen Wesen und ihrem ansprechenden Exterieur von ihrer besten Seite. Mia war ganz hingerissen, die sich um unsere Araber und Vollblüter kümmerte. Tom bildete weiter Reykja und Webster aus, die diese Saison so ihre Probleme mit Erfolgen hatten. Wir konnten uns das nur mit einer sehr starken Konkurrenz in der Dressur erklären, die uns aber nicht daran hinderte, stehts weiter zu machen und weiter auszubilden. Denn die Bestätigung in unseren Leistungen erhielten wir durch die Rückmeldung unserer Kunden und durch den Durchbruch im Springreitsport. Dort hatten wir uns 2017 einen Namen gemacht. Vor den Boxen hingen teilweise so viele Schleifen, dass wir kaum mehr zählen konnten. Vor allem an der von Medivh. Der Hengst hatte in den letzten Tagen seiner Genesung Anzeichen fürs Weben gezeigt. Auch er war wohl vor einer Depression nicht gefeit. Da Dave noch immer in Behandlung war und noch bis ins Frühjahr „Reitverbot“ hatte, übernahm ich Medivhs Beritt. Ich hatte mit einer Freundin lange Telefonate geführt, deren Friesenhengst vor vielen Jahren wegen einer Krankheit erblindet war. Mir ihrer Hilfe drang ich recht schnell zu Medivh durch. Erst vom Boden, dann aus dem Sattel gab ich ihm nach und nach sein Selbstwertgefühl und seinen Mut zurück. Er vertraute darauf, dass er mit seinen Sinnen die einseitige Blindheit ausgleichen konnte und ihm nichts geschah. Er war dennoch etwas schreckhafter seitdem und brauchte viel Liebe und Aufmerksamkeit. Ab dem Moment, als er seit dem Unfall das erste Mal wieder unter dem Sattel ging, stellten sich die Anzeichen des Webens sofort ein. Dave fiel ein Stein vom Herzen.

      In all dem Trubel, brachte Amber still und leise etwas früher als erwartet ihr erstes Fohlen zur Welt. Es war das schönste Zeichen für uns alle, dass es jetzt wieder bergauf ging. Leo hatte den dunklen Hengst, den wir später mit unserem Kürzel SPN Harvey nennen sollten, entdeckt. Er kam in die Küche gelaufen, hechelte und grinste übers ganze Gesicht. „Amber hat gefohlt, es steht grad!“ Dave und ich sahen uns erschrocken an, dann sprangen wir alle auf und liefen hinüber. Willi kam auf dem Weg dorthin auf uns zu. „Wasn hier für ne Hektik?“

      „Oh ist der niedlich!“ flüsterte Mia, die rechts neben mir stand. Links von mir Dave, der lächelnd die halbe Portion in der Box betrachtete. Amber schleckte ihn immer noch sauber, während Tom vorsichtig auf Amber zuging und sie kurz durchcheckte. „Wir sollten später noch einen Tierarzt holen lassen. Aber es sieht alles gut aus.“ „Auch im Abfohlen ist sie ein Naturtalent. Hast du schon nen Namen Dave?“ fragte Leo. Zusammen liefen wir zurück zum Frühstücken, bevor sich Dave um den Tierarzt für Amber und Harvey kümmerte und der Rest von uns den Stalldienst verrichtete. Dabei hatte ich mich an dem Morgen endlich mal wieder für die Fohlen eingetragen. Ich bekam von den Kleinen viel zu wenig mit und sie wuchsen auch viel zu schnell. Scamander hatte schon seine erste Fohlenschauschleife an der Box hängen, Thor war mittlerweile auch zu einem Riesen geworden, Symphonie und Arcada waren mittlerweile auch keine Babys mehr. Die hübschen Stuten würden ebenfalls auf dem Hof bleiben und bald in ihre Grundausbildung starten. Ebenso wie Lillifee, Elfenlied und Capona. Ihr streichelte alle gefühlt stundenlang, putzte ihr Fell, mistete ihre großen Gemeinschaftsboxen und ging die Weiden ab. Es hatte die Tage immer mal wieder geschneit, aber wirklich lange liegen geblieben ist davon nichts. Wir hatten diesen Winter noch nicht wirklich Probleme mit eingefrorenen Wasserleitungen oder Eisschollen auf den Weiden zu tun.

      Als ich bei den Fohlen fertig war, holte ich mir Meilenstein. Die schwarze Stute machte gute Fortschritte bei ihrer Ausbildung. Ich longierte sie am frühen Nachmittag, als Dave wieder aus dem Haupthaus kam. Er hatte einen ziemlich geknickten Gesichtsausdruck. Ich gab Meilenstein ein kurzes Kommando, auf dem sie zu mir herkam, dann liefen wir gemeinsam zum Zaun, an dem Dave jetzt stand und lehnte. „Was ist los?“ „Die Stute, von der ich dir erzählt habe, erinnerst du dich?“ „Ja. Wieso?“ „Sie wurde am selben Tag verkauft. Ich hätte nicht warten sollen.“ „Ach Dave, dann hat es nicht sein sollen.“ Ich war froh, dass er mich in dem Moment nicht ansah, weil ich mich sonst verraten hätte. Willi, Tom und Mia wussten Bescheid, Leo weihten wir noch nicht ein, weil er sich gerne mal verplapperte. Wir sollten sie am nächsten Tag abholen und ich ihm die Papiere in die Hand drücken. „Danke Luisa.“ Dave kam plötzlich auf mich zu und umarmte mich. Als er mich losließ, sahen wir uns kurz in die Augen. Es war eine spontane Umarmung, die so gar nicht zu Dave passte. Er war zwar immer gern auf „Kuschelkurs“, wie es Mia gern nannte, aber eine Umarmung hatte er sich mir gegenüber noch nie getraut. Ich löste das Ganze, indem ich lachte und ihn fragte, was er sich zum Mittagessen überlegt hätte. Er grinste, aber er war dankbar für die Vorlage.

      Mitte Dezember hatten wir endlich wieder Luft für einen gemeinsamen Ausritt. Normalerweise machten wir das immer an einem Sonntagvormittag nach dem Stalldienst im Monat, aber wir hatten einfach zu viel zu tun. Leo ritt auf seiner Solsikke, die sich immer besser mit ihm machte. Tom hatte sich Zarin genommen, Mia auf Mon Amie und ich auf Fleming. Die beiden Hengste waren trotz ihres Deckeinsatzes sehr umgänglich und ließen sich gut führen. Fleming war unter mir sowieso ein kleines Schäfchen. Dave lag in der Woche nach Leo flach. Willi ritt sowieso nicht mit und da er auf dem Hof blieb, hustete Dave so lange, dass wir Spaß haben sollten, bis wir alle aufbrachen. Er fehlte trotzdem, obwohl ihn Leo nacheiferte. „Bis zur Tanne!“ rief er, da stob Tom mit Zarin schon an ihm vorbei. Ich hatte lange nicht mehr über so einen verdutzten Blick gelacht. Als wir zurückkamen, trabte Take a Box einmal quer über den Hof. Dann Willi direkt hinterher. Tom schnitt ihm mit Zarin gleich den Weg ab und packte sich den Hengst. Wir anderen mussten nochmal herzlich lachen. Er hatte sich gerade um Taciturn und den wilden Ausreißer gekümmert. „Wie geht’s Dave?“ „Der hat sich vorhin hingelegt.“ meinte Willi, schnaufte schwer und kam dann mit uns zurück zum Stall, Take im Schlepptau. Danach kümmerte ich mich noch um Forever Yours, die mittlerweile wieder gut bei Kräften war. Auch sie hatten wir, wie Cadoc´s Rohdiamant, dieses Jahr gerettet.

      Und natürlich feierten wir dann auch Weihnachten. Wir machten ein richtig fettes Raclette, jeder hatte eine Kleinigkeit für jeden und wir stießen zusammen an. Tom und Mia zogen sich im Laufe des Abends dann irgendwann zurück, Willi hatte zu unser aller Überraschung eine geheimnisvolle Verabredung und Leo fuhr hinüber zu seinen Eltern. Dave und ich blieben dann natürlich als Einzige in der Küche zurück. Es war das erste Weihnachten ohne Idefix, der mir in den letzten Tagen so unglaublich fehlte. „Sollen wir nochmal eine Runde über den Hof gehen?“ fragte er und so liefen wir nebeneinander über den dunklen Weg der Weide zu den Fohlenställen. Wir sahen auch noch einmal nach Harvey. Doch die Lücke schloss sich einfach nicht. „Luisa…“ Mir kullerte eine Träne über die Wange, die ich sofort wegwischte. Jetzt kam er gewollt auf mich zu und nahm mich fest in den Arm. „Danke.“ murmelte ich. Gemeinsam gingen wir zurück zum Hof.

      „Luisa!“ Es war Silvester und ich saß gerade im Büro, als Leos Ruf vom Hof schallte. „Ist was passiert?“ rief ich aus dem Fenster. „Schau mal!“ Im selben Moment fuhr Dave in einer kleinen Kutsche um die Ecke. Über die letzten zwei Nächte hat es richtig ordentlich geschneit. Er hatte Occani und Nikita angespannt. „Komm raus aus dem Büro, wir machen ne Spritztour!“ Tom kam im selben Moment hinter mir rein. „Raus mit dir.“ Er lächelte. „Also keine Wahl?“ „Nö“ Ich zog mir meine warme Jacke und die Lammfellstiefel an. Dave grinste übers ganze Gesicht, als ich mich zu ihm setzte und mit der Zunge schnalzte. Die Kleinen hatten ziemlichen Spaß dran, uns hinter sich her zu ziehen und sahen auch echt knuffig aus. „Wo hast du bitte die Welsh-Kutsche her? Sowas hatten wir zu Hochzeiten der Zucht nicht.“ „Ach, hab da ein wenig telefoniert.“ feixte er. „Gehört der dir jetzt?“ „Ja, kann man so sagen. Müssen wir leider öfter fahren jetzt.“ „Was für eine Schande.“ Wir sahen uns an und lachten.

      Mitten auf der Lichtung hinter halb der Rennbahn hielten wir kurz an. „Magst du ne Tasse Tee?“ Dave drehte sich um und deckte die Ablage ab. Darunter kam ein kleiner Korb mit einer Thermoskanne und einer Schachtel meiner Lieblingskekse zum Vorschein. „Oh, was für ein Luxus! Jetzt mal ehrlich, was hast du ausgefressen.“ Ich lachte, weil er mich verdutzt ansah. „Du kennst mich langsam etwas zu gut, befürchte ich.“ „Kann sein ja.“ Ich grinste immer noch. „Naja, ich dachte, ich räche mich mal für die Aktion mit Uranium Fever.“ „Rächen, ja?“ „Ja, das war echt gemein!“ „Stell dir vor, du hättest es viel eher erfahren und wärst viel länger geknickt gewesen, war ja nur ein Tag.“ „Trotzdem, ihr wusstet alle Bescheid!“ „Na dann… Jetzt bin ich gespannt.“ Da tauchte hinter uns plötzlich ein schwarzer Geländewagen auf und hielt mit einigen Metern Abstand. Eine Frau stieg aus, die ich von irgendwoher kannte, aber mir fiel nicht sofort ein, woher. „Warte hier.“ Er drückte mir die Zügel in die Hand und lief auf die Frau zu. In mir machte sich ein komisches Gefühl breit. Die Frau lief hinter den Wagen und holte etwas aus dem Wagen. Sie drückte das Packet in Decken gewickelt in Daves Arme, schloss die Klappe und verabschiedete sich wieder. Langsam ging Dave auf mich zu und erst nur noch einige Meter von mir entfernt begriff ich, was er da trug. Ein hübscher, hellbrauner Hundekopf sah aus der Decke heraus und da legte mir Dave die Jack Russel Hündin schon in den Schoß. Die sah erst Dave an, dann mich und versuchte mir das Gesicht abzuschlecken. „Ihh, lass das doch, du Süße! Hi! Wer bist du denn?“ Ich sah Dave verwirrt an, der sich jetzt wieder neben mich gesetzt hatte. „Ihr Name ist Cleo. Eigentlich müsste sie einen mit „I“ tragen, wie ihre Mama… Ida.“ „Verarsch mich.“ „Nein, ist so.“ Ida war im letzten Wurf von Idefix Welpen die einzige Tochter. Sie hatte ihrem Papa sehr ähnlich gesehen. Nach seinem Tod musste ich immer wieder an sie denken und hatte es sehr bereut, keinen seiner ganzen Welpen für mich behalten zu haben. Jetzt erkannte ich auch im Nachhinein die Frau, sie hatte Ida damals gekauft. „Oh Dave…“ Ich streichelte Cleos Fell und wischte mir die Freudentränen aus den Augen. Die Kleine war herzzerreißend niedlich. „Dankeschön.“ flüsterte ich und sah ihn an. „Damit du 2018 wieder mehr lächelst. Ich hab gemerkt, wie sehr dir Idefix fehlte an Weihnachten. Cleo ist kein Ersatz, das weiß ich, aber…“ Weiter kam er nicht. Ich hatte mich zu ihm rüber gelehnt und ihn auf die Backe geküsst. „Danke, wirklich.“ Er wurde rot, sah mich direkt an – und küsste mich dann richtig.


      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 02. Juli 2018 | 12894 Zeichen

      Hengstweide
      Take a Bow | Valentine´s Candy Fireflies | Aquentino | Checkpoint | Webster | Heros | Medivh | Dante | Fleming | Zarin

      Stutenweide
      Amber | EBS Mon Amie | Uranium Fever | Occani | tc Annakiya | Orchidee´s Nikita | CM´s Meilenstein | Al Aasiyah ox | Caja | Reykja | Solsikke | Taciturn | Chocolate Chip Cookie | Oline | Forever Yours | Cara Mia

      Fohlenweide
      SPN Harvey | Thor | Scamander | Painted Minimalistic Art | Elfenlied | Lillifee | Capona | Aufgepasst, hier kommt Arcada | Symphonie de la Bryére | Efeumond


      "Morgendliche Stoppelfelder"

      Vermutlich hörte man schon von Weitem das Donnern der Hufe auf dem trockenen Feldboden. Es war in den frühen Morgenstunden, als wir unsere Pferde fertig machten und direkt nach dem ersten Füttern in den Wald aufbrachen. Morgens war es noch kühl, was man vom Rest des Tages nicht behaupten konnte. Leo hatte einen richtigen Sonnenbrand beim Heumachen davongetragen und auch Dave und ich waren deutlich dunkler geworden die letzten Wochen. Dafür war er jetzt fast schon hellblond und machte damit Mia ziemlich Konkurrenz.
      Wir hatten uns die letzten Monate ganz schön abgerackert. Der Hof wurde ja teilweise immer noch umgebaut und saniert, Dave und ich sind in meine Wohnung zusammen gezogen und Leo hatte die größere Zwei-Zimmer Wohnung von ihm übernommen. Dort war also auch einiges neu gemacht worden, Wände wurden gestrichen, Koppelzäune erneuert, Wege neu gezogen und der Eingangsbereich des SPN neu bepflanzt. Überall gab es neue Baustellen. Und dann natürlich die verdammte Heuernte. Wir hatten immer noch niemanden neu einstellen können und waren wirklich unterbesetzt. Aber irgendwie hatten wir es auch dieses Mal wieder geschafft. Im Zuge dessen haben wir aber nach langem Überlegen die Betreuung der Fahrturniere abgegeben. Dave war etwas weh zumute, denn es war ja auch seine absolute Leidenschaft neben dem Militaryreiten. Letzteres traute er sich auch nach fast einem Jahr nach dem Unfall nicht wieder so wie früher. Doch er ging in den neuen Aufgaben total auf. Und auch die Beziehung zu mir gab ihm den Halt, den er gebraucht hatte. Er war endlich in einem Zuhause angekommen.
      Tom hatte erst mich und dann Dave lachend umarmt, als wir im Januar von unserem Schlittenausflug zurückkamen. Er hatte als Einziger natürlich vorher von Cleo gewusst, Dave hatte ihn um Rat gefragt und Tom für ihn den Kontakt mit der Züchterin hergestellt. Und dass wir uns gegenseitig heimlich lieben war durch unsere offenen Zankereien sowieso kein Geheimnis mehr. Leo klopfte ihm anerkennend auf die Schulter und zwinkerte mir ganz frech zu, was auf dem Hof plötzlich zu einer Schneeballschlacht führte. Die letzten Anspannungen, die noch aus dem Horror im Sommer 2017 übrig waren, waren auf einmal wie weggeblasen. Ich war seit diesem Tag so sorglos wie schon lange nicht mehr.
      Und so hatten wir die Kraft, alles anzupacken, was wir uns für dieses Jahr bis hierhin vorgenommen hatten. Wir zogen alle so gut an einem Strang, dass wir sogar mit unserem Trainingsprogramm allein schwarze Zahlen schrieben und auch unser Zuchtprogramm als zweites Standbein weiter ausbauen konnten. Wir strukturierten unsere Organisation der Pferdepflege um und fingen langsam damit an, die Fohlen aus den letzten Jahrgängen auszubilden. Scamander und Painted Minimalistic Art sollten später als Springpferde Karriere machen bzw. dort ihre Hauptspezialisierung besitzen. Deswegen wurden diese beiden speziell mir zugewiesen. Außer leichter Bodenarbeit und einigen Tricks, sowie den allerersten Standartdingen wie Halftern, Putzen, Hufe geben und auf den Hänger gehen wurde aber noch nichts gemacht. Ich merkte bei beiden schnell, dass sie sehr spritzig und eifrig waren, manchmal aber natürlich auch noch etwas ungehalten. Es würde viel Arbeit werden, aber wir hatten hier zwei tolle Fohlen mit gutem Stammbaum. Tom, Mia und Dave hatten ebenfalls jeweils zwei Fohlen in die Ausbildung übernommen. Tom würde sich um Symphonie de la Bryére und Capona kümmern. Die hübschen Mädels würden dann natürlich weiter im Dressursport gehen. Und dafür war Tom unser erster Mann. Dave durfte sich natürlich um sein Amberfohlen Harvey kümmern. Was wir mit ihm machen würden, wussten wir eigentlich noch nicht genau. Er war noch so klein und verspielt, dass dafür noch genügend Zeit blieb. Bis dahin hatte Dave auch die Chance, sich weiter zu erholen, denn ich hoffte doch, dass er in Daves Spezialgebiet des Military oder je nach Körperbau in die Distanz gehen könnte. Da Harvey noch so klein war und erst nur das Halftern lernte, bekam Dave zusätzlich Thor an die Hand. Der war mittlerweile zu einem stattlichen Jugendlichen herangewachsen und machte ordentlich Eindruck, auch wenn er noch sehr schlaksig war für einen Friesenmix. Doch sein Wesen war des eines liebevollen, friedlichen Kuschelbärs. Er hatte schon auch seine fünf Minuten, doch er schien anscheinend zu merken, dass Dave aus Reflex seine Schulter noch immer wegdrehte oder nicht ganz belastete, obwohl der Physiotherapeut die Behandlung schon vor drei Monaten erfolgreich abgeschlossen hatte. Jetzt war Thor eben sein neuer Therapeut. Der schwarze Hengst mit den blauen Augen lernte schnell und verdiente sich damit eine Karotte oder Apfelschnitze nach der anderen und forderte seinen Ausbilder so, dass der irgendwann gar nicht mehr an die Auswirkungen des Unfalls dachte. Eines Abends kam er pfeifend in unsere Wohnung, drückte mir grinsend einen Kuss auf die Stirn und zog sich ohne jede Mühe das T-Shirt über den Kopf, um dann weiter pfeifend unter der Dusche zu verschwinden. Ich kann nicht sagen, was mich in dem Moment mehr umhaute – der Anblick an sich oder die Tatsache, dass es jetzt alles gut war.
      Und weil alles gut war, alles so wunderbar lief und es uns so gut ging wie noch nie auf dem SPZ Naundorf, jagten wir jetzt mit einem Affenzahn über das frisch abgemähte Weizenfeld am nördlichen Waldrand. Dave saß auf Heros, der ein absolutes Verlasspferd im Gelände war, dicht gefolgt von Leo auf seinem Fireflies, der noch dieses Jahr zur Körung gemeldet werden würde. Mia hatte sich ihren Checkpoint ausgesucht, da wir ohne große Reibereien nur mit Hengsten reiten wollten. Tom nahm sich Webster, dem etwas Geländeerfahrung nicht schaden konnte. Der Erfolgshengst unseres Zentrums in Sachen Dressur hatte schon einige Schleifen gesammelt und würde wohl auch bald in unser Zuchtprogramm überwechseln. Mia und Tom galoppierten auch über das Feld, allerdings nicht so schnell wie wir anderen drei. Ich klopfte Dante den immer heller werdenden Hals, als wir am unteren Rand des Feldes ankamen. Im Trab ritten wir weiter, bis Tom und Mia aufgeschlossen hatten.
      Die beiden waren natürlich auch noch ein wahnsinnig glückliches Paar und wir saßen oft abends noch nach dem gemeinsamen Abendessen zusammen draußen auf der Veranda. Dort trugen wir wichtige Daten und Ereignisse des Tages zusammen, besprachen bevorstehende Termine und alberten nach getaner Arbeit miteinander herum. Während der Heuernte waren wir aber oft auch so platt, dass es nur dabei blieb, ab und an eine Flasche Rotwein miteinander zu trinken und dem Hof zuzuhören, wie es nach dem Tag langsam ruhiger wurde. Denn Mia hat mit Tom und mir die meisten Pferde zu betreuen. Neben den beiden Fohlen Efeumond und Arcada, waren in ihrer Obhut neben Checkpoint bei den Hengsten vier Stuten: Annakiya, Mon Amie, Al Aasiyah und Caja. Mit Mon Amie arbeitete sie derzeit nicht wirklich, außer einige Dehnarbeiten. Sie war wieder tragend von Dante. Daher lag ihre Aufgabe hauptsächlich auf die Ausbildung der Distanz. Annakiya und Aasiyah vertrugen sich so gut, dass sie abwechselnd auf einer der beiden ritt und die andere angebunden mitführte. So drehte sie um den Hof ihre Runden, wenn sie alleine unterwegs war, alternativ kam ich mit Aquentino mit. Dieser, sowie meine Hengste Fleming und Dante, die Stuten Cara Mia und Amber und die beiden Fohlen Scamander und Painted waren meiner Betreuung zugefallen. Daher hatten wir nach dem Stalldienst am Vormittag bis zum Mittagessen, bei dem wir uns alle abwechselten, immer genug zu tun. Wir hatten uns auch die freien Tage, die jedes Pferd hatte, auch so eingeteilt, dass Mia und ich dann gegebenenfalls anfallende Arbeiten im Haupthaus oder ähnliches zusammen machen können oder unsere Trainigseinheiten eben aufeinander abgestimmt waren. Tom und Dave fanden das gut und holten Willi und Leo mit ins Boot. Willi kümmerte sich um die Kurzen auf dem Hof und hatte daher bei den Fohlen die kleine Lillifee, den charmanten aber manchmal etwas eigensinnigen Take a Bow und die drei Süßen Nikita, Occani und Taciturn übernommen. Letztere war neben Lillifee als Welshfohlen die Kleinste auf dem Hof und unsere Herzensdame. Neben Cleo, die gerne mit ihr auf der Weide spielte, war sie sozusagen unser „Maskottchen“. Unsere Besucher liebten sie und regelmäßig wurde sie mit Leckerchen und Streicheleinheiten überhäuft. Mittlerweile war sie ja auch schon 17 Jahre und wurde zu allen anderen Pferden auf dem Hof wenn nur spazieren geführt. Auf die Gnadenweide wollten wir sie aber noch nicht stellen, da der Ausbau für die Kleineren noch nicht fertig war und wir sie doch gerne im Stutenstall sahen, wie sie neugierig den süßen Kopf gerade so über die Tür streckte.
      Hier standen natürlich auch noch die Stuten, die Tom und Leo betreuten. Neben seiner Solsikke, die neben Fireflies Leos absolute Turnierpferdchen geworden waren, kümmerte sich Leo auch noch um die hübsche Lewitzerstute Chocolate Chip Cookie, sowie um die Dänin Oline. Er hatte an diesen ebenfalls einen besonderen Narren gefressen und arbeitete regelmäßig und fleißig mit ihnen. Cookie war etwas spritziger als Oline, aber genau das hatte meiner Meinung nach nur Vorteile für Leo. Er sollte mit verschiedenen Charakteren arbeiten und sich nicht zu sehr auf eine Verhaltensart spezialisieren. Neben den erwachsenen Stuten hatte er deshalb auch Elfenlied als Fohlen bekommen. Wir unterstützen ihn dabei natürlich, bis jetzt macht er seine Sache wirklich sehr sehr gut. Neben den bereits genannten betreut Tom mit insgesamt sieben Pferden zusätzlich im Stutenstall Forever Yours, Meilenstein und seine Reykja. Erstere haben wir lange nicht so gefordert, da wir sie ja aus schlechter Haltung übernommen haben. Sie soll höchstens noch zwei Fohlen tragen, bevor wir sie wohl doch auf die Gnadenweide entlassen. Dagegen machen Meilenstein und Reykja von Tag zu Tag weiter Fortschritte. Meilenstein wird mittlerweile geritten, Anfangs saßen hauptsächlich Mia, Leo und ich auf ihr, da wir vom Gewicht her etwas leichter sind als Tom. Doch mit dem richtigen Training konnte sich Meilenstein bald so gut ausbalancieren, dass sich Tom mittlerweile von unten in den Sattel ziehen kann und sie sauber unter ihm austritt. Reykja ist parallel dazu mit Webster unser Dressurass geworden. Ich liebe es, Tom und ihr in der Halle zuzusehen. Er hat dafür einfach das richtige Gespür und gibt uns allen immer noch Korrekturunterricht oder reitet unsere anderen Pferde zur Kontrolle regelmäßig auf dem Platz. Der Rest von uns will immer nur über Hindernisse oder ins Gelände, worauf ja unser Zentrum hauptsächlich ausgelegt ist, aber die Dressur ist eben die Basis und darauf achtet Tom zum Glück.
      So hat er auch Dave unterstützt, der mit der Arbeit mit Thor und Zarin langsam auch wieder vermehrt Zugang zu Medivh bekam. Bei beiden waren die körperlichen Wunden verhältnismäßig schnell verheilt, aber was blieb ist, dass die beiden jetzt nicht mehr genau wussten, auf was sie ausweichen sollen. Military würde vermutlich nie wieder gehen, obwohl Medivh im Gelände ein erstaunlich gelassenes Verhalten zeigt. Auch vor den Hindernissen hat er an sich keine Angst, aber verweigert doch deutlich häufiger bei den ersten kleinen Versuchen auf dem Sandplatz, wenn er es durch Drehen des Kopfes nicht ganz sieht. Wir haben angefangen uns durch die Turnierwelt zu fragen und auch zwei Fälle gefunden, in denen einseitig blinde Pferde wieder springen. Ein Versuch mit dem Abdecken des blinden Auges durch eine Maske zeigte erste Erfolge. Vielleicht brauchte er einfach die Bestätigung, dass er das jetzt ganz sicher einseitig blind machen wird und deshalb auf seinen Reiter vertrauen muss. Oder aber es ist die Angst, sich erneut zu verletzen. Wir können es uns nicht erklären, aber mit zunehmendem Training fasste Medivh mehr und mehr Vertrauen. Viel über Stimmtraining, Toms Erfahrungsschatz und gute Bodenarbeit hörte Medivh nach einigen Wochen wieder auf zu Weben. Wir entließen ihn auf Anraten von den Besitzern der anderen blinden Pferde voll und ganz in den Herdenverband der Hengste. Anfangs rumpelte er noch ein bis zweimal an andere an, aber irgendwann bemerkte man nichts mehr. Dennoch überlegten wir uns, ihn eher in die Distanz und ins Fahren zu bringen. Dort hatte er mittlerweile auch Erfolge eingeheimst und ging dort genauso auf. Ein weiterer Grund, warum der pfeifende Dave nicht wieder verschwand hinter jemandem, der keine Perspektive mehr für sich sah. Und mit Harvey, sowie der flinken Uranium Fever hatte er zwei weitere Pferde, mit denen er nach meiner Einschätzung das Military eben nicht verlieren würde. Ich denke, das weiß Dave für sich auch und fand mit dem Unfall seinen Frieden.
      So ritten wir also nebeneinander her, alle fünf außer Willi und Cleo, die wie immer den Hof hüteten- ausgelassen, zufrieden, den Sommer genießend. Die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht und die dampfenden Pferde unter uns.


      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 02. Dezember 2018 | 9910 Zeichen

      Hengstweide
      Valentine´s Candy Fireflies | Aquentino | Webster | Checkpoint | Take a Bow | Joschi | Medivh | Heros | Dante | Zarin | Fleming

      Stutenweide
      Caja | Reykja | CM´s Meilenstein | Uranium Fever | Chocolate Chip Cookie | Solsikke | Occani | Cara Mia | Orchidee´s Nikita | Al Aasiyah ox | tc Annakiya | Taciturn | Tassila | Oline | Forever Yours | EBS Mon Amie | Ambie

      Fohlenweide
      Efeumond | Thor | Lillifee | Painted Minimalistic Art | Symphonie de la Bryére | Aufgepasst, hier kommt Arcada! | Elfenlied | Capona | Scamander | SPN Harvey


      "Glück pur"

      „Luisa! Wir müssen los!“ Daves Stimme schallte durch den Flur und das Treppenhaus hinauf in unsere Wohnung. Er stand unten in der Eingangstüre und blickte zu mir hinauf, als ich eben diese Treppe hinunterstolperte. „Sorry, bin schon fertig.“ Er grinste, während ich in meine Jacke schlüpfte und die Stiefel anzog.

      Der Sommer war so schnell vorbei gegangen, dass ich mich jetzt gefühlt unvorbereitet im Dezember mit nasskaltem Wetter wiederfand. Wir hatten einen superschönen Herbst gehabt, mit vielen bunten Blättern und sonnigen Ausreittagen. Dave und ich hatten uns nach der stressigen Zeit der Heuernten und der Tuniersaison, die außer für Dave und Willi für uns alle noch im vollen Gang war, Zeit für uns genommen. Medivh hatte sich mittlerweile vollständig erholt und wir uns alle an den etwas seltsamen Anblick seines linken, blinden Auges gewöhnt. Er ging jetzt vermehrt in der Dressur und Dave hatte Heros mehr in die Ausbildung des Springens genommen. Aber wir hatten gemeinsam beschlossen, dass er diese Saison noch nicht wieder im Turniersport mitmischen würde. Dave ging jetzt dafür eher in der Aufgabe auf, mich und den Hof bei allem zu unterstützen. Ich war richtig beeindruckt von seinen Ausbilderfähigkeiten, die er bei den Kutschpferden, den Springern und den Militärygängern zeigte. Die Sportpferde unseres Zentrums blühten regelrecht auf und unsere Kunden lobten Dave zufrieden für seine Arbeit. Allgemein bemerkte ich, dass ihm das Leben hier auf Naundorf richtig guttat. Es gab im Frühsommer ein kurzes, unschönes Aufeinandertreffen mit seinem Vater auf einem der Trabrennen, die wir uns in Zusammenhang mit Uranium Fever ansahen. Er hatte sie zur Probe mal vor einen Sulky gespannt und war auf der Sandbahn oben im Wald eine kurze Runde gefahren. Auch an ihr hatte Dave ganze Arbeit geleistet und wir wollten sie daher in der Saison 2019 in ein paar Fahrturnieren laufen lassen. Die hatten wir bereits vor einigen Monaten schon als Organisatoren aufgegeben und erst da gemerkt, wie sehr uns das eigentlich belastet hatte, auch wenn es eine Leidenschaft für uns alle war. Kaum war das vorbei, kam mit der Tatsache, dass Dave jetzt mit mir, Eine der Teilhaber Naundorfs zusammen war, Stunk von Seiten seiner Verwandschaft. Daves Dad war schon immer schwierig gewesen und hatte sich schon früh einen guten Ruf im Fahrsport gemacht. Er war aber auch für sein Cholerisch-Sein bekannt und konnte es sich mit dem zunehmenden Erfolg Naundorfs, das ihm mitunter den ein oder anderen Kunden abgeworben hatte, nicht verkneifen auf Dave zu zielen. Dieser ließ sich das nach außen hin nicht anmerken, aber mir gegenüber gab er zu, dass es ihn immer noch schwer traf, wenn sein Vater ihn als „Nichtsnutz“ und „Schnorrer“ hinstellte. Da konnte auch seine wundervolle Mutter, mit der ich mittlerweile gut befreundet war und regelmäßig Kontakt hatte, nichts ändern. Es führte sogar zu noch mehr Ärgernis, da wir sie natürlich auf Naundorf immer willkommen geheißen hatten – seinen Vater allerdings auf Daves Wunsch nicht. Ich mischte mich da nicht ein, da das Daves Sache war. Ich konnte ihn nur unterstützen und für ihn da sein. Um uns also zusätzlich eine Auszeit zu gönnen, waren Dave und ich eine Woche nach London und zu Freunden, die Sportpferde in Großbritannien züchteten gefahren. Es war einfach nur wunderschön dort und wir haben diese eine Woche in vollen Zügen genossen. Ich hatte schon immer eine Schwäche für das satte Grün der Weiden und die alten Gemäuer der Herrenhäuser gehabt. Doch nichts würde mir je so viel bedeuten, wie unser Naunhofer Gestüt, bei dem ich mich mittlerweile so viel mehr zu Hause fühlte, als ich es damals im alten jemals getan hatte. Und das galt eben auch für Dave.

      So stürzten wir uns mit neuer Energie wieder in die Arbeit und in die Ausbildung unserer Jungpferde. Thor war mittlerweile so groß, dass man ihn langsam unter den Sattel nehmen konnte. Der Gute wurde im Januar jetzt 3 Jahre alt und würde demnächst auf die große Hengstweide wechseln. Auch Efeumond hatte seine Ausbildung hinter sich und kam jetzt zum Beritt in Mias Hände. Der spritzige Hengst sollte aufgrund seines höheren Alters nicht mehr in anderweitigen Rennen, als denen im Amateursport laufen und uns als guter Springer und Vererber in der Zucht dienen. Auch Painted nahmen wir in der Fohlenausbildung weiter in Beschlag, er war mittlerweile ein Jahr von seiner Mutter abgesetzt und ordentlich gewachsen. Wir würden ihm aber noch mindestens ein Jahr geben, bevor wir mehr mit ihm trainieren würden, als über das Absolvieren einer Fohlenschau hinausgehen würde. Auch die Stutfohlen Symphonie de la Bryére, Arcada, Capona und Lillifee durften noch ganz Fohlen sein. Sie standen alle zusammen auf einer Weide und hatten bei dem matschigen Wetter bis zum ordentlichen Bodenfrost erstmal nur Ausgang auf den großen Sandpaddock. Auch Scamander und Harvey waren noch etwas zu jung und tollten um mich herum, als ich zum Misten kam. Elfenlied allerdings war ähnlich wie Thor langsam groß genug, um auf die Stutenweide zu wechseln und in eine reiterliche Ausbildung über zu gehen. Den Sattel nahm sie schon gut an und lief auch unter ihm an der Longe recht gut. Nur mit einem reiterlichen Gewicht hatte sie noch Schwierigkeiten, was wir regelmäßig mit Sandsäcken und kurzen Ritten an Muskulatur aufbauten.

      Aber nicht nur unsere Fohlen veränderten sich, indem sie immer größer wurden. Auch unser Team hatte sich vor kurzem geändert. Lange hatten wir gesucht und wussten nicht, wie wir die nächste Saison überwinden sollten, ohne jetzt langsam jemanden einzustellen. Und gerade Leo hatte dann die Lösung. Nach dem Unfall auf Medivh kamen einige Artikel dazu heraus und die Erblindung eines Sportpferdes war wieder mehr im Gespräch in der Reiterwelt der Region. Da Leo damals direkt mitten im Geschehen war, hatte eine junge Reiterin, die schon länger für ihn geschwärmt hatte, die Möglichkeit, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Denn sie hatte sich bisher nicht getraut, ihn anzusprechen. Sie meinte später, dass Dave immer mit Leo rumhing und das deshalb unmöglich für sie war. Leo war nach dem Unfall selbstverständlich länger nicht im Turniersport aktiv gewesen und Sophie, die ebenfalls als junge Reiterin viele Erfolge gefeiert hatte, hatte seinen Namen in einem der Artikel gesehen. Über Facebook hatte sie ihn dann angeschrieben und die beiden sich getroffen. Dass sie ihn über die Berichte gefunden hatte, erzählte sie natürlich erst sehr viel später, aber da waren die beiden schon einige Wochen zusammen. Wir auf dem Hof bekamen das offiziell erst im Sommer mit. Da brachte Leo Sophie das erste Mal mit. Die junge Reiterin war mit ihrem Deutschen Reitpony Tassila uns voher schon etwas bekannt, aber je öfter sie hier war, desto mehr gehörte sie mit zum Hof. Sie war eine hübsche, schlanke Frau mit schwarzen Haaren und seltenen grünen Augen, die für ihre gerade mal 19 Jahre einen sehr erwachsenen und reifen Eindruck machte. Sie hatte ihr Abitur abgeschlossen und war ein paar Monate im Ausland gewesen, bevor sie sich entschied, ihr Hobby doch zum Beruf zu machen. Nur der richtige Betrieb fehlte noch. Und da waren wir als Betrieb richtig dankbar. Dave und ich erklärten ihr aber, was damals mit Susan, die sich mit Dave überworfen hatte passiert war. Und dass wir sie gerne auf dem Hof mit ihren beiden Ponys Tassila und Joschi willkommen heißen würden, sofern es keine Streitigkeiten geben würde. Doch als wir alle sahen, wie die beiden zusammen arbeiteten und sich Sophie machte, verschwanden unsere Zweifel. So zog Sophie erstmal in ihr eigenes Zimmer im Haupthaus. Denn mittlerweile lebten auch Mia und Tom zusammen. Die beiden waren fast noch glücklicher als Dave und ich und nach allem, was uns auf Naundorf passiert war, konnten wir das Glück zwar kaum fassen, aber vollends genießen.

      So steuerten wir also mit dem ersten Advent auf die Weihnachtszeit zu, während langsam eine gemütliche Routine auf Naundorf einkehrte. Wir hatten genügend Zeit unsere Pferde zu trainieren und auch die von Kunden zu betreuen, den Hof an einigen Stellen zu sanieren und endlich die gesamten Zäune auf Vordermann zu bringen. So kamen bei Tom, Webster, Reykja, Forever Yours und Meilenstein ordentlich voran und zeigten in der Dressur erstaunliche Fortschritte. Auch Tom lebte jetzt nach dem ganzen Stress auf und hatte richtig Spaß an der Arbeit. Auch Mia konnte ordentlich trainieren und sich um ihre Schützlinge Checkpoint, Annakiya, Mon Amie, Aasiyah und Caja kümmern. Sophie half Leo mit Oline, die wir ihr bei der Einstellung fest zuteilten. Sie sollte mit einem Großpferd arbeiten, da sich Willi um Joschi kümmern würde. Der Beistellshetty hatte jetzt mit Occani, Taciturn, Nikita und Take a Bow neue Weidengenossen und verstand sich vor allem mit Bow sehr gut. Leo hatte also mehr Zeit, sich auf seine Solsikke und auf Cookie zu konzentrieren. Die beiden Damen hatten sich auf dem Hof wirklich gut gemacht und so langsam konnte es auch bei ihnen in die Turniere gehen. Candy allerdings hatte sich wirklich super gemacht und einige Schleifen eingeheimst. Er würde demnächst mit Aquentino zur Körung eingeschrieben werden. Auch meine Pferde machten sich gut. Ich hatte endlich wieder genügend Zeit, um mit Fleming und Dante richtig lange Ausritte zu machen und eine Parcour abzureiten. Auch Cara Mia und Amber kamen wieder zum Zuge, vor allem Amber hatte nach Harvey wieder ihre alte Form und sprang besser denn je. Dave sah immer mal wieder neidisch rüber, als er gerade mit Zarin trainierte.

      Und wie gesagt, konnten wir uns endlich wieder auf andere konzentrieren. Um unsere Zuchtpläne weiter zu verfolgen, hatte Dave einen Großverkauf entdeckt und auch zum Trainieren und Pflegen der Pferde dort brachen wir heute auf. Dave grinste immer noch, als er vorne ums Auto herumlief und einstieg, während ich mich auf dem Beifahrersitz niederließ. „Bis später!“ rief uns Tom zu und winkte zum Abschluss.


      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 28. Mai 2019 | 5095 Zeichen

      Hengstweide
      Valentine´s Candy Fireflies | Aquentino | Webster | Checkpoint | Take a Bow | Joschi | Medivh | Heros | Dante | Zarin | Fleming | Joschi

      Stutenweide
      Caja | Reykja | CM´s Meilenstein | Uranium Fever | Chocolate Chip Cookie | Solsikke | Occani | Cara Mia | Orchidee´s Nikita | Al Aasiyah ox | tc Annakiya | Taciturn | Tassila | Oline | Forever Yours | EBS Mon Amie | Amber | Windrose | Paminta | Skittles

      Fohlenweide
      Efeumond | Thor | Lillifee | Painted Minimalistic Art | Symphonie de la Bryére | Aufgepasst, hier kommt Arcada! | Elfenlied | Capona | Scamander | SPN Harvey | Rabano | HGT´s Royal´s Daydream

      „Regentage und anderes Alltägliches"

      „Es regnet wieder!“ Willi schüttelte sich die gröbsten Regentropfen aus den Haaren und grinste Dave und mich im Hausflur an. „Kaffee steht in der Maschine, ist grade fertig geworden.“ meinte Dave zu ihm. Willi verschwand in der kleinen Küche, in der Mia noch saß. Tom war recht früh zu einem Dressurkurs aufgebrochen, Mia war mit ihm aufgestanden und hatte bereits die Fohlenstallungen ausgemistet. Neben unseren Großen Thor, Efeumond, Painted Minimalistic Art, Lillifee, sowie den Halbstarken Scamander und Harvey, standen immer noch unsere Eigenzuchten Symphonie de la Bryére, Arcada, Elfenlied und Capona bei uns. Auch Royal´s Daydream hatte sich gut eingelebt, eine Enkelin meines Hannoveraners Red Diamond II, der nicht unweit auf der Gnadenweide friedlich sein Leben genoß. Und erst vor ein paar Tagen kam Rabano zu uns zurück, ebenfalls ein Nachkomme unserer Gnadenweidenpferde – Ravallo und Zingara. Wir hatten vor, Rabano neben Thor auf dem Hof zu behalten, um die beiden später als Kutsch- und Dressurpferde als Besonderheiten zu führen. Vor allem Rabano war mit seiner Farbe ein wahrer Hingucker.

      Willi, Mia, Dave und ich frühstückten zusammen und brachen dann auf, um den Rest der Pferde zu versorgen. Willi und Mia gingen hinüber zu den Stuten, Dave und ich zu den Hengsten. Auch unser Stutenstall hatte in den letzten Wochen nochmal Zuwachs bekommen. Das lag auch an der hübschen Sophie, die wir im März eingestellt hatten. Sie hatte Leo öfters auf Turnieren getroffen und eines Tages hatte er sie mit auf den Hof gebracht. Sie hatte ihre Ausbildung nicht unweit von Naundorf vor einem Jahr abgeschlossen und war mit 22 Jahren in Leos Alter. Uns gefiel sofort ihre liebe und geschickte Art, mit Pferden umzugehen und als sie mehr und mehr ihre Freizeit auf Naundorf verbrachte, baten wir ihr an, ganz zu uns zu wechseln. Somit brachte sie mit Skittles und Joschi zwei neue Vierbeiner zu uns. Unser Haupthaus war jetzt nach fast 5 Jahren seit dem Kauf des Gestüts fertig renoviert und sie hatte dort ihre eigenen zwei Zimmer bekommen. Leo und sie verstanden sich fast besser als Dave und ich, ihre Verliebtheit steckte uns richtig an. Obwohl das gar nicht nötig war.

      Dave und ich waren immer noch wahnsinnig glücklich miteinander. Zusammen leiteten wir mit Tom und Mia Naundorf so erfolgreich, dass wir mit dem Training mittlerweile langsam anfingen, über Brandenburg hinaus bekannt zu werden. Ich war vor kurzem mit Heros, Dante und Fleming nach München und Stuttgart gefahren, hatte unsere besten Zuchthengste dort präsentiert und Werbung für Naundorf gemacht. Mittlerweile hatten die drei zusammen um die 250 Fohlen. Medivh und Zarin waren ebenfalls in der Region überaus beliebt, wir wollten sie aber aufgrund ihrer Verfassungen nicht gar so weiten Reisen aussetzen. Dave führte gerade Webster, Fireflies, Aquentino und Checkpoint hinaus, während ich mit den ersten Boxen anfing. Zusammen brauchten wir für den Hengststall mit Säubern, Füttern und Einstreuen eine knappe Stunde. Dave brachte die restlichen Hengste auf die Weide, Take a Bow und Joschi auf eine eigen abgesteckte. Die beiden verstanden sich prächtig und waren wirklich toll anzusehen. Sophie war total hin und weg von Take a Bow, der von seinen Vorbesitzern eine ganze Reihe von Tricks zeigen konnte. Zusammen übte sie jetzt in ihrer Freizeit mit ihm und Joschi, was uns alle mehr zur Bodenarbeit brachte. Tom ließ sich davon sogar so inspirieren, dass seine ruhige und sanfte Reykja es irgendwann auf Kommando sehr beeindruckend schaffte zu steigen und sich zu verbeugen. Auch ich dehnte Aquentino und Amber mehr, achtete mehr auf die Ausbildung der Fohlen.

      Als Dave und ich fertig waren, gingen wir hinüber in den Stutenstall. Dort standen natürlich mittlerweile mehr Pferde als im Hengststall. Meilenstein war mittlerweile voll ausgewachsen, Uranium Fever hatte sich gut eingelebt, Solsikke und Chocolate Chip Cookie tobten mit Skittles und Cara Mia schon auf der Stutenweide. Occani, Nikita und die alte Taciturn standen wie Bow und Joschi auf einem eigenen abgetrennten Teil der Weide, während Mia und Willi, Tassila, Oline, Paminta, Annakiya, Aasiyah, Mon Amie, Ronja und Forever Yours brachten. Die beiden hatten die Weiden vorher abgesteckt und kontrolliert, die Tröge draußen geputzt und die Fohlen nach draußen gelassen. Zusammen brauchten wir jetzt nur noch eine halbe Stunde, bis alles Boxen gemistet und die Stallgasse gekehrt waren.

      „Mit wem willst du ausreiten?“ Dave grinste mich am Nachmittag an, als wir mit den ersten Trainingspferden fertig waren. Er wollte gerade Uranium Fever holen, als ich ihm Windrose nannte. Die hübsche Braune hatte mitunter mein Herz erobert, seit sie seit Ende letzten Jahres ebenfalls zu unserer Stutenherde gehörte. Sie war als sehr sehr junge Stute mal in meinem Besitz, kam aber auch glücklicherweise irgendwie wieder zurück in unsere Hände. Als reinrassige Trakehnerin würde sie unsere Zucht gut unterstützen, wenn sie vollends im Training angekommen war. Pfeifend schlenderte Dave davon und ich ging in die Sattelkammer, um grinsend das Reitzeug zu holen.


      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 13. November 2019 | 4817 Zeichen

      Hengstweide
      Valentine´s Candy Fireflies | Aquentino | Webster | Checkpoint | Take a Bow | Medivh | Heros | Dante | Zarin | Fleming | Joschi

      Stutenweide
      Caja | Reykja | CM´s Meilenstein | Uranium Fever | Chocolate Chip Cookie | Solsikke | Occani | Cara Mia | Orchidee´s Nikita | Al Aasiyah ox | tc Annakiya | Taciturn | Tassila | Oline | Forever Yours | EBS Mon Amie | Amber | Windrose | Paminta | Skittles

      Fohlenweide
      Efeumond | Thor | Lillifee | Painted Minimalistic Art | Symphonie de la Bryére | Aufgepasst, hier kommt Arcada! | Elfenlied | Capona | Scamander | SPN Harvey | Rabano | HGT´s Royal´s Daydream


      Ohne Auf und Ab

      Das Leben auf dem Gestüt Naundorf war ein ruhiges, fast schon langweiliges geworden, wenn wir nicht so glücklich damit wären. Ein Tag folgte dem nächsten und wir hatten immer noch gut zu tun. Seit mehreren Monaten schrieben wir jetzt schon schwarze Zahlen, konnten die letzten größeren Renovierungsarbeiten am Hof abschließen und uns kleineren Baustellen widmen. Im Sommer gönnten wir uns alle eine längere Auszeit – Mia und Tom fuhren gemeinsam in den Urlaub, Leo verbrachte seine Zeit bei seiner Freundin Sophie und auch Dave und ich fuhren als Paar in die bayerischen Alpen. Natürlich blieben die Trainingsbegleitungen im gesamten August damit liegen, das Treiben auf dem Hof ging abwechselnd natürlich weiter. Unseren Pferden ging es gut und wir hatten auch in diesem Jahr einige Erfolge einholen können. Da wir uns aber vermehrt auf das Training anderer konzentriert hatten und auch die Aus- und Weiterbildungen von Leo, Sophie und Tom als Ausbilder selbst im Fokus standen, war das kein Vergleich zur vorherigen Saison.

      Auch kamen unsere Kleinsten langsam in den Genuss, dass wir sie unter den Sattel nehmen konnten. Thor war fast ausgewachsen und ging nun regelmäßig unter Toms Anleitung im Dressurviereck. Auch Efeumond, den ich nicht auf die Rennbahnen schicken wollte, weil ich diesem Sport nicht mehr zugeneigt war, bekam eine Ausbildung und war aufgrund seines hitzigen Temperamentes eine Aufgabe für sich. Die kleine Lillilfee hingegen verzauberte uns alle, wie sie im Einspänner vor uns her lief und so unkompliziert ihre Aufgaben meisterte. Sie war glücklich, in dem was wir von ihr wollten und das freute uns umso mehr. Mir kam es vor als wäre es erst eine Woche her, als La Luna sie auf die Welt gebracht hatte. Und doch war schon so unglaublich viel passiert seither. Sie war eines der ersten Fohlen, dass hier auf Naundorf geboren worden war, zu einer Zeit, in der ich mir niemals unseren Erfolg erträumt hätte und so vieles noch so unsicher schien. Erwachsen wurden jetzt auch Rabano und Royals Daydream, die Mia und ich unter den Sattel nahmen. Wir hatten beschlossen, erstmal keine Fohlen mehr zu ziehen, bei all der Arbeit, die wir mit den Kleinen hatten. Fohlen bleiben durften aber erstmal weiterhin Painted Minimalistic Art, Symphonie de la Bryére, Arcada, Elfenlied, Capona, Scamander und der kleine Harvey. Sie waren natürlich auch ordentlich in die Höhe geschossen, aber noch deutlich zu jung, um sie einzureiten.

      In den anderen Ställen hatte sich seit dem Frühjahr nichts mehr getan. Bei den Hengsten standen immer noch dieselben Verdächtigen. Mein hübsches Söckchen, alias Aquentino streckte mir die Nüstern entgegen, als ich zum Putzen in den Hengststall ging. Links von ihm Dante, rechts von ihm Fleming. Mein Herz machte jedes Mal einen riesen Satz, wenn ich meine Buben so zusammen sah. Ich hoffte, dass sich das auch für eine lange Zeit nie ändern möge. Ein ähnliches Gefühl hatte ich, wenn ich Dave mit Medivh und Heros zusammen sah. Von dem damaligen Unfall war nichts mehr zu spüren, ihre Vertrautheit und ihre gemeinsame Arbeit war wieder zu altem Standard zurückgekehrt. Und nichts machte mich in solchen Momenten glücklicher, als diese schlimmen Zeiten hinter mir zu wissen. Auch Joschi und Take a Bow waren noch Teil des „Suicide Squads“ und mischten immer noch gut den Laden auf. Sie teilten sich immer noch eine gemeinsame große Box und waren mittlerweile beste Freunde geworden. Dass ich zwei kleine Hengste zusammenstecken konnte, wunderte mich manchmal immer noch, aber niemals kam es bei den beiden zum Streit. Sie ließen es sich aber nicht nehmen, die Großen über die Weide zu scheuchen. Meine anfänglichen Bedenken, Joschi wäre zu klein, lösten sich ebenso schnell auf, wie sie gekommen waren. Webster stellte sich schon total genervt in die weitest entfernte Ecke der Weide, gefolgt von Checkpoint, Zarin und Fireflies. Währenddessen fetzten Dante, Fleming, Heros und der kleine Joschi um die Wette.

      Da war es dann fast egal, dass die Stutenweide nicht weit war und dann wurde auch nicht mehr geguckt. Cara Mia, Caja, Reykja, Amber, Mon Amie, Meilenstein, Uranium Fever, Windrose und Oline standen auf dem ersten abgesteckten Weidestreifen zusammen. Solsikke, Paminta, Skittles, Tassila, Cookie, Annakiya, Aasiyah, Forever Yours und Ronja auf dem zweiten, Occani, Nikita, Taciturn auf dem dritten, etwas Kleineren. Die Mädels waren wirklich hübsch anzusehen und wir ritten mit ihnen so oft es ging aus. Dafür hatten wir diesen Sommer mehr Zeit, als noch im Jahr zuvor. Skittles und Sophie waren fast so unzertrennlich wie Amber und ich, Leo und Solsikke, Dave und Uranium Fever, Tom und Reykja. Gemeinsam flogen wir über die Weiden, zwischen den Wäldern hindurch, über Bäche und Flüsse – hinein in eine gemeinsame, ruhige und glückliche Zukunft.


      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 12. Mai 2020 | 7372 Zeichen

      Hengstweide
      Valentine´s Candy Fireflies | Aquentino | Webster | Checkpoint | Take a Bow | Medivh | Heros | Dante | Zarin | Fleming | Joschi

      Stutenweide
      Caja | Reykja | CM´s Meilenstein | Uranium Fever | Chocolate Chip Cookie | Solsikke | Occani | Cara Mia | Orchidee´s Nikita | Al Aasiyah ox | tc Annakiya | Taciturn | Tassila | Oline | Forever Yours | EBS Mon Amie | Amber | Windrose | Paminta | Skittles | Silmpy´s Ronja

      Fohlenweide
      Efeumond | Thor | Lillifee | Painted Minimalistic Art | Symphonie de la Bryére | Aufgepasst, hier kommt Arcada! | Elfenlied | Capona | Scamander | SPN Harvey | Rabano | HGT´s Royal´s Daydream


      Corona lässt grüßen

      Da lag er. Der Hof, inmitten hüfthoher Gräser, die sich wiegend im leichten Wind schaukelten, in absoluter Stille. Nebelschwaden zogen langsam über die Wiesen, lösten sich auf und wichen den ersten Sonnenstrahlen. Das Wetter wechselte sich die Tage ab. Gestern hatte es noch in Strömen geregnet, heute schien es wieder dampfig warm zu werden. Ich reckte das Gesicht in den Himmel und sah die letzten Wolken über dem Kiefernwald verschwinden, bevor die Sonne über die Wipfel zog und alles in helles Licht tauchte. Cleo sah mich auffordernd an, als ich am Treppenabsatz des Haupthauses saß und mir die Stiefeletten anzog. Sie saß neben mir und war ungeduldig wie immer. „Die Wiesen werden noch ziemlich matschig sein.“ Willi stand hinter mir, blickte hinüber zu den Stutenstallungen und dann zu mir runter. „Warten wir den Vormittag ab, ich werde morgens die Weidezäune abgehen.“ antwortete ich ihm, stand auf und nahm Cleo mit auf die Felder. Zwischen den Stutenstallungen und den Freilaufboxen der Gnadenweide führte ein schmaler Pfad zu den hinteren Koppeln. Cleo jagte Mäuse im hohen Gras, während ich einen kurzen Blick auf Caja, Reykja, Meilenstein, Uranium Fever, Solsikke, Cara Mia, Tassila, Oline, Forever Yours, Mon Amie, Amber, Windrose, Paminta, Skittles und Ronja warf. Diese standen in zwei Freiläufen in zwei größeren Gruppen zusammen und sahen mich vorwurfsvoll an. Solange es aus Eimern schüttete, konnten wir keine Pferde auf die Weiden lassen, die sich in der leichten Senke komplett vollsogen. Um die Grasnarbe zu schützen, waren die Regentage also Tage im Freilauf, auf dem Sandplatz und unter dem Sattel in der Halle. Doch lange dauerte es nicht, bis die Wiesen all das Wasser gezogen hatten und die oberen Schichten wieder trocken genug waren. Die Natur hatte das Wasser so nötig wie lange nicht, einige unserer Futterzulieferer hatten richtige Bedenken im Bezug auf die diesjährige Ernte. Mir schien es manchmal, als wäre die Zeit stehen geblieben auf Naundorf. Ein autarkes Flecken Erde, das nichts ahnen ließ von dem Chaos der restlichen Welt und niemals ein Gefühl des Gefangenseins vermittelte, auch wenn wir mehr oder weniger auf dem Hof eingesperrt lebten.

      Corona hatte uns nur dahingehend beeinflusst, dass einige Kunden ihre Pferde nicht ohne weiteres zu uns bringen konnten, einige sogar Aufträge stornierten und natürlich die komplette Turniersaison ins Wasser fiel. Dave, mit dem ich immer noch glücklich zusammen war, hatte das natürlich extrem geärgert, da er nach seinem Unfall wieder vollständig hergestellt war und diese Saison richtig loslegen wollte. Auch waren wir dieses Jahr finanziell soweit, den Hof weit in schwarzen Zahlen führen zu können und dachten über den Bau eines Pferdeschwimmbades nach. Doch die Situation ließ auch das bis auf Weiteres in der Planung allein feststecken. Ich lief am Zaun entlang, in dem alle paar Meter einige Zweige vom Sturm der letzten Nacht hingen. Die Kiefern und Eichenbäume hatten sich tief geneigt unter der Regenlast und bogen sich erst nach und nach dem Himmel entgegen zurück.

      Nach einer halben Stunde kehrte ich über den Schleichweg zurück zum Hof, bog links ab und ging direkt in die Stutenstallungen. Aus Taciturns Box kam ein helles Wiehern, als das Tor ins Schloss fiel und Cleos Tatzen über den gepflasterten Boden tapsten. „Hey Kleine, guten Morgen!“ murmelte ich und streckte ihr lächelnd eine Möhre über die Box hinweg zu. Mit großen Augen nahm die Shettystute das Leckerchen. Ich liebte die Kleine, die nicht nur aufgrund ihrer Scheckung langsam weiß um die Nase wurde. Als ältestes Pferd auf dem Hof hatte sie fast schon Narrenfreiheit, ihr lieber Charakter wickelte jeden um den Finger. Nicht weit entfernt standen Occani und Chocolate Chip Cookie und lugten über deren Boxen. Dave kam mir jetzt entgegen, lächelte mich an und arbeitete dann weiter an der morgentlichen Routine. Mia hatte sich die beiden Stuten Al Aasiyah und Annakiya schon geholt, um sie in den Führstand zu bringen. Diese waren gestern von ihr trainiert worden und sollten sich vor dem Weidegang ihren Muskelkater etwas auslaufen. Ich streichelte Orchidee´s Nikitas Nüstern, der ich ebenfalls eine Möhre zugesteckt hatte und ging dann in die Sattelkammer. Wir hatten uns vorgenommen, die ausfallende Turniersaison zu nutzen, das Reitzeug auf den neuesten Stand zu bringen, einige neue Satteldecken und Zaumzeuge anzuschaffen und die Kammer nochmals zu putzen. Die Tage hatten wir schon ordentlich was geschafft, ich kehrte die letzten Reste hinaus und putzte das Fenster, bevor ich für den Stalldienst in den Hengststall hinüberging.

      Dort musste ich auch erstmal bei meinen zwei Lieblingen Aquentino und Fleming halt machen, um die beiden ordentlich zu streicheln. Ich hatte ihnen in letzter Zeit viel Training zukommen lassen und eine noch stärkere Verbindung mit ihnen aufgebaut. Aquentino war jetzt richtig kräftig geworden im Gelände und ging mit mir durch Dick und Dünn. Fleming sprang weiter und höher als je zuvor und hatte ordentlich an Tempo aufgenommen. Wir nutzten Corona voll für uns aus und investierten in unsere Zuchthengste, auch wenn wir diese gerade nicht zur Körung anmelden konnten. Candy Fireflies machte unter Leo genauso gute Fortschritte, der neben seiner Stute Solsikke mit ihm gefühlt ununterbrochen arbeitete. Dave trainierte weiterhin mit Medivh, der jetzt in der Dressur deutlich mehr zeigen konnte, während Heros Aquentino und Fleming ordentlich Konkurrenz machte. Mia jagte Dave und mir auf unseren Pferden mit Checkpoint über die Felder, während Tom mit Webster und Reykja auf dem Sandplatz eine Figur nach der anderen übte. Dave und ich nutzten unser mehr an Zeit neben dem Training der übrigen Kunden-Sportpferde auf Naundorf mit Dante und Zarin, um ihnen Komplimente und Tricks bei zu bringen. Beide Schönheiten fingen schnell an sich zu langweilen und wollten mit Köpfchen und Aufmerksamkeit gefordert werden. Selbst dem etwas störrischen Joschi konnten wir nach und nach überzeugen für uns auf Kommando zu steigen, nachdem mit Take a Bow vor dem Gespann gehen nicht alles für ihn war.

      Auch unser Nachwuchs kam nicht zu kurz. Thor war jetzt körperlich ausgewachsen und konnte unter dem Sattel gehen, genauso wie Rabano, Royal´s Daydream, Efeumond und Lillifee. Auch meine Cadoc Nachzucht Painted Minimalistic Art hatte einen ordentlichen Schub hingelegt und würde demnächst zu den Großen gehören. Mit den Stuten Symphonie de la Bryére, Aufgepasst hier kommt Arcada, Elfenlied und Capona würden wir uns noch etwas Zeit lassen. Scamander war auch noch nicht ganz so weit und würde noch etwas brauchen. Der Nachzügler Harvey hingegen erntete jeden Tag Daves durchdringende Blicke, ob er jetzt mal endlich soweit wäre. Derweil war er das Küken in dem Kinderhaufen und wäre wirklich erst ganz am Ende soweit, dass wir mit ihm Turniere gehen würden können. Selbst von mir bekam Dave dafür schmunzelnde Blicke zugeworfen, ich liebte ihn ja für seine Ungeduld bezüglich der ersten Nachzucht aus Amber.

      „Und? Wie sehen die Weiden aus?“ rief Willi, der merkte, wie die Pferde unruhig wurden. „Wenn wir hier fertig sind…“ fing ich an, sah die Hengste an und dann wieder Willi „… können sie wieder wie immer raus.“ Alles wie immer für sie, immerhin, dachte ich mir und genau das gab uns in der kleinen Welt Naundorf jeden Tag ein Stück Normalität zurück.


      Heute hatte ich mal wieder Zeit, mich um Forever Yours zu kümmern. Nach dem allgemeinen Stalldienst putzte ich sie und gab ihr ein paar Leckerchen. Ich führte sie nach draußen auf die Weide, nachdem ich ihr eine Decke übergeworfen hatte. Das Wetter war jetzt typisch November nebelig und die Wiesen feucht. Mit einem kurzen Schnauben stob die Stute davon.
    • Stelli
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      Januar 2021 - Jahresrückblick
      Das neue Jahr war schon wieder vier Tage an. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Auch das verflixte Jahr 2020 verging wie im Flug. Hoffentlich, oh hoffentlich würde 2021 besser und schöner werden als das letzte Jahr. Etwas nachdenklich machte ich mich also an die Arbeit und das Versorgen meiner Pferde und – endlich – auch Ponys. Ich konnte im Vorjahr zwei wirklich fantastische Deutsche Reitponys erwerben, was mich sehr glücklich machte. Früher schon hatte ich viele Reitponys im Besitz, bis heute loderte dieses Feuer für diese Rasse in mir. Feuervogel und scs Bluebell waren es, die bei mir einzogen. Die Beiden hatten sich schon sehr gut bei mir eingelebt und ich plante auch schon, Bluebell bald decken zu lassen, evnetuell auch von Feuervogel? Wer weiß! Mit Bluebell stand heute Dressurarbeit an, Feuervogel wurde longiert. Bei den Großpferden hatte sich auch einiges getan was den Zuchwachs betraf. Es war so großartig, wieder so viele Pferde um einen zu haben. Das erinnerte mich an früher, wo ich Hofgut Tannenheide geleitet hatte.. mit so vielen wunderbaren Pferden. Dempsey zog heute morgen bei mir ein. Ich holte die Trakehnerstute heute relativ früh bei Bracelet ab. Deswegen durfte sie sich erstmal die Woche über eingewöhnen. Auch Bjarka war Ende letzten Jahres zu mir gezogen, ganz überraschend. Sie war ein Geschenk, worüber ich mich unendlich freute. Wir hatten uns schon gut zusammengerauft und passten super zusammen, es harmonierte einfach. Bjarka ritt ich heute nur locker vorwärts-abwärts, sie hatte die letzten Tage genug gearbeitet. Uranium Fever und Forever Yours konnte ich ebenfalls neu dazugewinnen. Grade bei Forever Yours war es eine Herzensangelegenheit, denn die Stute hatte ich bereits vor vielen Jahren lange besessen, bis der Hof unerwartet zerstört wurde. Forever Yours hatte so ihren Lebensplatz bei mir bekommen bis an Ende ihrer Tage. Sie durfte bei mir ein entspanntes Leben führen, mit bisschen reiten und viel Koppel, bis sie auch als Zuchtstute in Rente geht. So auch heute, sie kam nur auf die Weide, wo sie den ganzen Tag rumdümpeln durfte. Uranium Fever hingegen hatte noch einiges vor sich. Sie wurde heute von meinem Freund geritten und durfte etwas springen. Das Training war anstrengend, aber sehr gut. Grey Rose war nun endlich soweit, dass sie Zuchtstute werden darf und gekrönt werden kann. Wir hielten bereits Ausschau nach geeignet ausgeschriebenen Zuchtstutenprüfungen im Umkreis, wo wir teilnehmen konnten. Grey Rose wurde heute nur locker am Halfter longiert und hatte sonst den Rest des Tages frei. Golden Highlight und It’s Tea Time waren seit Ende des Jahres 2020 eingetragene Zuchtstuten. Auch hier war der Plan, sie dieses Jahr eventuell von einem geeigneten Hengst decken zu lassen. Die beiden wurden heute zusammen ausgeritten von meinem Freund und mir. Es hatte ein wenig geschneit und die Landschaft war von einem Hauch Puderzucker überzogen. Es war ein entspannter Ausritt mit viel Schritt und noch größeren Plaudereien. Als wir mit den Stuten durch waren, ging es an die Hengste. Auch hier konnten wir 2020, in der kurzen Zeit wo wir den Hof und die Pferde besaßen, extreme Fortschritte machen. Wir hatten mit Fürstenherz einen extrem schicken Trakehnerhengst gewonnen, der mit seiner seltenen Fellfarbe die Trakehnerzucht auf ein neues Level bringen würde. Ihn galt es jetzt ordentlich auf die Körung vorzubereiten. Doch er hatte auch noch ein bisschen Zeit. Er wurde heute ausgebunden über Stangen longiert. Leviathan’s Levisto zog ebenfalls bei mir ein. Mit ihm wurde früher nicht viel gemacht. Nachdem wir ihn jetzt langsam angeschoben haben war er konditionell fit und machte sich sehr gut. Ich ritt Levi heute nur locker im leichten Sitz, wir galoppierten viel. Nach Levi ging es weiter. Wir waren so begeistert von dem schönen Wetter, dass wir kurzer Hand beschlossen, mit den restlichen Hengsten auch ausreiten zu gehen. Zuerst sattelten wir Shavalou und Smarty Jones. Shavalou durfte sich derweil auch gekörter Deckhengst nennen. Die Hengste galoppierten wir deutlich mehr, da wir merkten, dass sie ziemlich Energie hatten. Wir entschieden uns deshalb für eine lange Galoppstrecke, die leicht bergauf ging, was die Beiden wirklich mal forderte. Zufrieden abschnaubend machten wir uns irgendann wieder auf den weg nach Hause, denn da warteten noch Diamond’s Shine und Sezuan auf ihren Ausritt ins Winter Wonderland. Auch diese Beiden sind 2020 Deckhengste geworden. Ich war auf ihre Zukunft sehr gespannt und was die Zeit bringen würde. Nachdem wir auch diesen Ausritt beendet hatten, kamen die Zwei nochmal raus auf die Koppel. Sweet Spot war ebenfalls eine neue Stute, die kurz vor Silvester bei mir einziehen durfte. Die bunte Knabstrupperstute hatte es mir sofort angetan und ich hatte Glück – sie war noch verkäuflich, da ihr eigentlicher Käufer sie nie bezahlt hatte. Gut für mich! Ich fackelte nicht lange und kaufte sie. Nun hatte sie sich bereits ein wenig eingelebt, war noch etwas schüchtern. Was sich aber von Tag zu Tag besserte. Heute durfte sie auf dem Reitplatz mal für sich etwas laufen und sich ausbocken. Nachdem ich Sweet Spot wieder auf die Koppel gebracht hatte ging es weiter mit PFS’s Colours of Life und Blue Moon II, meine beiden Vollblüter, die das Blüter-Trio komplettieren. Beide wurden parallel von mir und meinem Freund longiert. Nachdem alle Pferde draußen waren, mistete ich schnell die Boxen ab und streute sie nach. Die Pferde blieben den Rest des Tages draußen und kamen erst gegen Abend bei Einbruch der Dunkelheit wieder in den Stall.
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    03 - Hofgut Birkenau | Hauptstallungen
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  • Forever Yours


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    Vom: unbekannt
    Vom: unbekannt
    Aus der: unbekannt

    Aus der: unbekannt
    Vom: unbekannt
    Aus der: unbekannt



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    Rufname: Forever
    Geburtsjahr: 2007
    Stockmaß: 1.66 m
    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Braun-Schabracktigerschecke
    Abzeichen: Blesse, 4x weiß
    Gesundheit: Sehr gut


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    aufgeweckt, aktiv, liebevoll

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    Besitzer: Stelli

    Ersteller: Muemmi
    VKR: -
    Verkäuflich: Nein

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    Zuchtzulassung: Ja
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    Nachkommen: HGT's Celebrity Girl, HGT's Felicitas, Call me bubble
    Decktaxe: 200 J.
    Stationiert: -


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: E
    Military Klasse: E
    Dressur Klasse: E
    Distanz Klasse: E
    Fahren Klasse: E

    Eignung: Springen, Dressur, Military
    Geritten: Ja


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