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jojomaus

Flying Star

Flying Star
jojomaus, 19 Sep. 2013
    • jojomaus
      Ein trauriges Wiedersehen
      "Jojo, ich wollte gern ein wenig mit Geoffrey springen. Hilfst du mir mit dem Parcour?" "Klar zu zweit gehts schneller." So packten wir gemeinsam an und bauten einen einfachen Parcour auf. Dann schnappte ich mir einen Führstrick und lief gemütlich zur Weide um Geoffreys Brother zu holen. Als ich auf ihn zu ging spitze er die Ohren, musterte mich gespannt und ich konnte in aller Ruhe den Strick ans Halfter einhacken. Gemütlichen Schrittes ging es dann auch zum Putzplatz, der Hengst ließ sich eindeutig nicht hetzen. Beim testen der neuen Geländestrecke hatte ich ja schon miterlebt das der graue Hengst eine Weile braucht um auf Tour zu kommen, so wie Jojo ihn bitten musste. Er ging eben alles zuerst ganz langsam an. Ich schnappte mir Kardätsche und Striegel und begann Geoffrey mit langen, kräftigen Strichen zu bürsten. Ich war so vertieft in die Fellpflege das ich nicht wirklich mitbekam was Jojo da auf dem Hof noch trieb.
      "Du hast deine Mähne aber verwurschtel Geoffrey." meinte ich zu meinem Hengst und schmiegte mich an seinen Hals bevor ich vorsichtig die Mähne bürstete. Er genoss die Streicheleinheiten so sehr das er vor sich hin döste, selbst beim Hufe auskratzen ließ er sich nicht dabei stören. Was allerdings für mich nicht ganz so einfach war wie für ihn, denn er hat kräftige Hufe und er wiegt einiges mehr wie Biene. Am Ende wurde er gesattelt. "Geoffrey, Süßer, aufwachen, komm.", weckte ich ihn höflich und führte ihn zum Platz. Nach dem Nachgurten stieg ich vorsichtig auf. Geoffrey war einfach ein Schatz, da er so ruhig dabei stehen blieb. Im Schritt ging es die äußere Bahn entlang, so konnten wir uns nicht nur aufwärmen sondern Geoffrey konnte sich auch an die Hindernisse gewöhnen. Bevor es an das Springen ging übten wir Tempo- und Gangartwechsel da wir uns erst aufeinander einspielen mussten. Geoffreys Trab war impulsiv und nicht ganz so leicht auszusitzen wie der von Biene. Aber schon in der zweiten Runde war ich in seinem Rhythmus drin und wir konnten einen sauberen und eleganten Trab vorzeigen. Auch sein Galopp war für mich Gewöhnungsbedürftig und ich konnte nun auch die anfänglichen Probleme von Jojo verstehen. Man muss sich nun einmal auf jedes Pferd erst einstellen, da keines dem anderen gleicht. Aber der Hengst ließ sich willig händeln und reagierte brav auf alle Kommandos, sodass ich mich sicher genug im Sattel fühlte um den ersten Sprung zu wagen. Geoffreys Absprung war.. kräftig und er war mit Begeisterung dabei. Ich probierte mit ihm verschiedene Variationen von Hinderniskombinationen und legte die Stangen etwas höher um zu Testen wie weit der Hengst schon war. Geoffrey kam ganz schön ins Schwitzten. Nach einer dreiviertel Stunde Springtraining ritt ich meinen Süßen trocken und führte ihn anschließend zum Putzplatz. Dort sattelte ich ihn ab und putzte noch einmal über und wunderte mich was Jojo wohl trieb, ich hatte sie gar nicht mehr gesehen seit ich mit Geoffrey gearbeitet hatte. Nichts ahnend führte ich meinen Grauen zurück auf die Koppel und beschäftigte mich noch etwas mit den Hengsten dort. Ein Leckerli hier, eine Streicheleinheit dort, als ich einen Wagen die Auffahrt rein fahren hörte. Verwundert sah ich nach wer das wohl war. Jojo war schon eher bei unserem Besuch und begrüßte diesen, sie sah nicht besonders überrascht aus. "Hier sind die Zwei und danke das sie Flying Star auch noch übernehmen.", hörte ich die Frau sagen als ich näher trat. Flying Star? Den Namen kenne ich doch... irgendetwas hatte Jojo mal erwähnt. Und sie weihte mich auch sogleich ein, während wir die zwei Pferde aus den Hänger holten und in ihre frisch vorbereiteten Boxen führten. Nachdem wir von Ceteras schlechter Haltung erfahren hatten, wollte Jojo unbedingt nachforschen wie es meinen anderen Schützlingen von damals erging. So hatte sie erfahren das es Fly auch nicht besser erging als Cetera und hat sie einfach wieder zu uns bringen lassen. Ich war einfach nur Baff. Zwei meiner damaligen Pferde sind wieder bei mir, dank Jojo. Nun und das zweite Pferd, war Liebe auf den ersten Blick. Er hieß Der Physiker und Jojo musste ihn einfach kaufen. Ich hoffte nur, dass das nicht öfter vorkommt, sonst Platzt unser Stall womöglich noch aus allen Nähten. Der Physiker war noch ein recht Junger Hengst, dem es noch einiges an Training bedarf, er sah aber super gut in Form aus. Ich war gespannt wie er sich unter dem Sattel machen würde. Fly dagegen sah einfach nur traurig aus, sie werden wir erst einmal aufpäppeln müssen. Wie kann man Pferde nur so vernachlässigen? Jojo verabschiedete die Frau nach dem der Papiergramm erledigt war und ich fütterte unsere zwei Neuankömmlinge. Ich griff mir Jojo und wir unterhielten uns erst einmal. Nach dem Mittagessen nahm ich Fly aus der Box und Jojo Phey, wie sie den jungen Hengst nannte. Beide wurden ausgiebig gestriegelt und die Hufe ausgekratzt. Da Fly aber so eine zerzauste und zum Teil verfilzte Mähne und Schweif hatte brauchte ich um einiges länger, so das mir Jojo dabei zur Hand ging. Als wir sie halbwegs ansehnlich hinbekommen hatten, brachten wir die beiden zur Eingewöhnung wieder in den Stall.
    • Sosox3
      Hufschmiedebericht Flying Star

      Ich erholte mich gerade wieder von meinem Besuch und bekam einen Anruf von Jojomaus. "Hufschmiede zum Summersee, Rachel Wincox. Wie kann ich ihnen Helfen?", fragte ich freundlich und wartete auf eine Antwort. "Hallo, hier ist Jojomaus. Ich hätte einen Hengst und eine Gerettete Stute, die die Hufe ausgeschnitten und geraspelt bräuchten und am besten noch eine Kontrolle. Hättest du vielleicht gerade Zeit?" Ich bejahte und machte das Auto fertig und fuhr los.

      Auf dem mir unbekannten Hof angekommen fand ich jojomaus mit einem der Pferden angebunden an einer Der Boxen vor. Die Stute stand ruhig und mit zu langen Hufen da und ich begrüßte die Beiden ehe ich mir direkt die Hufe der Stute ansah und auf Anhieb bemerkte das sie eine Entzündung in all ihren Hufen hatte, doch hinderte dies mich nicht ihre Hufe zu kürzen und zu raspeln. Ich nahm mir das Hufmesser und schnitt die Hufe ordentlich zurecht, so dass sie nicht zu kurz oder zu lang waren und schmierte sie im Anschluss mit einer Salbe ein,welche Entzündunshemmend wirkte. Dann raspelte ich diese noch und gab ihr zur Belohnung für das Stillstehen ein Leckerli ehe Jojo mir das andere Pferd zeigte. "Flying Star muss jeden Morgen mit dieser Salbe die Hufe eingeschmiert bekommen und die Entzündungen verheilen innerhalb von wenigen Tagen."
    • jojomaus
      Herbstbeginn
      Der Morgen begann nebelig und feucht, nichts desto trotz versorgten wir unsere Pferde mit frischem Heu, Wasser und ihrer jeweiligen Portion Kraftfutter in ihren Boxen und anschließend gingen wir die Koppeln ab. Die Hengstkoppel musste etwas ausgebessert werden, da wir einen kleinen Raudi auf ihr laufen haben. Einer der Hengste hat wohl mit den Pfosten gespielt und um sicher zu gehen das sonst nichts weiter kaputt war wurde alles abgelaufen. Nach der Reparatur ging es zurück zum Stall, die Pferde waren mit ihrem Frühstück fertig. Jay griff sich Cetera und ich mir Flying Star und zusammen ging es zum Putzplatz wo wir unsere Vierbeiner mit dem Striegel verwöhnten. Beide Stuten blieben ruhig stehen, genossen die Streicheleinheiten und die Sonne, welche sich durch den Nebel kämpfte. Nach dem Hufe auskratzen half mir Jay noch mit dem einschmieren der Hufe von Fly, so wie es uns der Schmied angeordnet hatte. Danach waren wir soweit für einen kleinen Spaziergang. Fly musste erst noch Vertrauen aufbauen und so sollte Cetera ihr etwas Sicherheit bieten, da diese Stute die Umgebung und uns schon kennt und vertraut. Außerdem war ein Spaziergang zu zweit, bzw. zu viert, viel schöner. Die Stuten ließen sich leicht händeln und damit das so blieb wurde gelegentlich Stehen bleiben und Rückwärtsrichten geübt. Hier und da ließen wir unsere Trakehner auch einmal bei einer kleinen Pause an Grasbüschel zupfen. Zurück auf dem Hof hatte die Sonne sich den Himmel erobert und der Nebel ist gewichen und wir brachten Cetera und Fly auf die Weide. Cetera trabte davon, kaum das der Strick vom Halfter war, und forderte Fly zum spielen auf. Es war einfach herrlich anzusehen wie beide Pferde allmählich wieder auf blühten
    • jojomaus
      Morgentlicher Ausritt
      Es nieselte als ich zur Tür hinaus trat. Das versprach kein so schöner Tag zu werden. Ich sehnte mich nach einer Reithalle, aber dieser Wunsch muss noch warten und so trat ich missmutig in den Stall. Die Tiere hatten sich schnell daran gewöhnt die Nacht im Stall zu verbringen, für uns wurde so das Füttern einfacher. Das Füttern ging schnell, Jay und ich waren ein eingespieltes Team. Danach fegten wir den Hof und entsorgten das viele Laub das sich angesammelt hatte, in der Zeit hörte der Regen auf. Flying Star hat ihre Lahmheit überwunden und schon vertrauen zu mir aufgebaut und so wollte ich sie heute endlich einmal reiten. Jay ging es mit Cetera genauso. Um die zwei Stuten nicht zu überfordern wollten wir für den Anfang nur einen kurzen Ausritt wagen. Etwas Schritt reiten, etwas Traben, je nachdem wie die Damen sich unter dem Sattel benahmen. Das Putzen verlief ganz entspannt, beim Satteln blähte meine Stute sich auf und beim Trensen testete sie mich ebenfalls, indem sie den Kopf hob und die Zähne zusammen biss. Aber mit schmeichelnden Worten und beherzten griffen hatte sie keine Chance gegen mich. Jay brauchte auch zwei Anläufe bei Cetera bis die Trense so saß wie sie sollte. Nach dem Nachgurten stiegen wir in den Sattel und brachen auf. Die Stuten liefen entspannt neben einander her. Ich schloss die Augen um mich ganz auf Fly zu konzentrieren und lauschte den klappernden Hufen und dem leisen knirschen der Sättel. „ Was machst du denn da?“ fragte mich Jay amüsiert. „Tja, ich entspanne mich nur bei einem sonnigen Ausritt. Ich stell ihn mir einfach vor.“ erwiderte ich grinsend. Während ich mit Jay weiter scherzte, erreichten wir die Waldwiese. Vergnügt trabten dort unsere Stuten an bis wir sie am Ende der Wiese wieder durch parierten. Schon nach einer halben Stunde war unser kleiner Ausritt zu Ende und wir kamen wieder auf dem Hof an. Wir kontrollierten noch einmal die Hufe beider Stuten und entließen sie dann zusammen auf die Koppel.
    • jojomaus
      Veränderung
      ...​
      Jay war schon auf Arbeit und so musste ich allen Pferden ihr Frühstück bringen und auf die jeweiligen Koppeln. Es machte sich stark bemerkbar das zwei Pferde fehlten, aber ich konnte Jay schon verstehen. Sie wollte mir nicht die ganze Arbeit aufhalsen. Naomi ist auch schon fast verkauft und wird nicht mehr lange bei uns stehen. So verbrachte ich bei ihr einige Minuten mehr mit Schmuseeinheiten, während ich wartete das unsere Vierbeiner mit Fressen fertig waren.
      Mit geübten griffen brachte ich Biene und Flying Star auf die Koppel, als nächstes folgten Cetera und Naomi ehe ich dann in den Hengststall ging und mir Der Physiker schnappte. Hibbelig lief er neben mir her und kaum hatte ich den Strick gelöst donnerte er mit Affenzahn davon. Er musste vorerst allein auf der Koppel bleiben.
      ...​
      Mit Musik in den Ohren ging ich zurück zum Reitplatz und räumte einen Teil meiner Stangenarbeit weg um mir einen kleinen Parcours auf zu bauen. Ich ließ mir jedoch noch einige für die Aufwärmübungen und der Springgymnastik liegen, denn ich hatte heute vor mit Fly das Springen zu festigen. Sie war ja bei einem Turnier, bei dem wir teil nahmen ohne mit einer Platzierung zu rechnen, überraschender weise dritter geworden. Damit zeigte sie ihre Springbegabung die ich unbedingt weiter fördern möchte. Nachdem der Parcours stand ging ich Flying Star von der Weide holen um sie für das Training fertig zu machen. Willig folgte mir die Stute zum Putzplatz und genoss es sich dort verwöhnen zu lassen. Nachdem sie geputzt und gesattelt war führte ich sie auf den Platzt und ritt sie warm. Dazu nutzte ich den Platz kreuz und quer aus. So gewöhnte Fly sich an die verschiedenen kleinen Hindernisse. Im ersten Teil des heutigen Trainings standen Stangenarbeit und Springgymnastik auf dem Programm dazu hatte ich extra eine Gymnastikreihe aufgebaut. Während ich mit Fly so vor mich hinarbeitete, vibrierte mein Handy in der Jackentasche. "Ruhig Fly, wir machen eine kurze Pause, mal schauen wer da etwas von mir möchte." Mit diesen Worten lenkte ich Fly an den Rand des Platzes und stieg ab um ans Handy zu gehen. Du Jojo, ich habe gerade einen Anruf vom Tierschutz erhalten.", meldete sich Jay vom anderem Ende der Leitung. "Sie fragen an ob wir nicht Brave Quintus übernehmen können, da ich die ehemalige Besitzerin von ihm war. Nun habe ich ganz schöne Gewissensbisse, denn eigentlich wollte ich keine weiteren Pferde. Da du dann die ganze Arbeit auf dem Hals hast. Zuerst wollte ich auch gleich verneinen, aber ... , nun ja ... " Natürlich nahmen wir ihn zu uns erklärte ich Jay Felsen fest. Schließlich gehörte er ja damals auch zur Familie, warum dann nicht auch heute wieder? So war das also abgemacht, wir bekamen heute noch einen neuen Hengst. Naja neu nicht direkt, denn Jay kannte ja den Hengst bereits. Damit widmete ich mich wieder meiner Stute zu. Nun konnte ich mich an den Parcours wagen. Fly reagierte gut auf alle meine Hilfen und ließ sich so leicht über den Parcours führen. Ich freute mich riesig darüber das Fly mir so sehr vertraute und keine Macken machte. Sie schien das Springen zu lieben. "So das wars für heute meine Süße. Du warst klasse." Ich ritt Fly trocken und sattelte sie anschließen ab. Den Rest des Tages durfte sie auf der Weide verbringen.
    • Loulou
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      Besuch bei jojomaus
      An einem verschneiten Nachmittag machte ich mich mit dem Jeep auf den Weg zu jojomaus' Stallungen. Wie bereits zu den letzten Patienten begleitete mich auch heute meine Praktikantin Olivia, die mir assistieren würde. Schließlich parkten wir vor den großzügigen Stallungen und ich stieg aus, ehe ich mit gerunzelter Stirn gen Himmel blickte, welcher schon den ganzen Tag Grau in Grau war, lächelte jedoch freundlich, als eine junge Frau auf mich zukam und mich begrüßte. Ich wie auch Olivia gaben ihr die Hand, ehe ich die große, schwarzgraue Tasche aus dem Kofferraum nahm und wir uns zu dritt zu dem Stall näherten. Unsere erste Patientin würde Clair de Lune sein. Heute wollten wir drei Pferde impfen und entwurmen, was eine recht schnelle Arbeit war, die in Sorgfalt jedoch nicht zu vernachlässigen sei. Jojomaus erklärte, dass Clair ein sehr umgängliches und menschenbezogenes Pferd war. „Hallo.“, begrüßte ich die junge Stute und sie reckte mir neugierig ihren schicken Kopf entgegen. Sie begutachtete mich interessiert und während ich damit begann, sie auf Herzgeräusch abzuhören, bereitet Olivia bereits den Impfstoff vor. Es war einer ihrer letzten Tage, so würde ich sie doch ein wenig vermissen, wenn ihr Praktikum beendet war. Auch das Fiebermessen fiel negativ aus, so konnten wir ohne Bedenken impfen. Ohne Probleme lies sie den Piks über sich ergehen und ich steckte die Kappe wieder auf die spitze Nadel, ehe ich sie Olivia übergab. „Nun noch die Wurmkur, dann sind wir hier auch schon fertig.“, erklärte ich und schob vorsichtig aber bestimmt meinen Daumen zwischen die Zahnlücke der Stute, um ihr Maul aufzudrücken. Rasch fand die Paste ihren Weg in den Magen des Rappen und ich lobte sie. „Geschafft.“, lächelte ich und verließ die Box. Als nächstes gingen wir zu der Stute Flying Star, die laut jojomaus zwar ruhig war, aber dennoch eine konsequente Hand brauchte. „Na du.“, murmelte ich und schob den Riegel der Box zurück, während Olivia mir mit meiner Tasche folgte. „Misst du Fieber?“, bat ich die junge Frau, denn sie sollte etwas lernen und dies tat man gewiss nicht durchs zusehen. Sie nickte und begann sogleich, während ich die Stute festhielt und leicht mit einer Hand über ihren Hals strich. Unbeeindruckt stand sie da, bis Olivia fertig war und eine Infektion ausgeschlossen hatte. Ich hörte die Stute ab, doch auch dies fiel unauffällig aus, so bereitete ich die Impfung vor und injizierte ihr schließlich die Flüssigkeit. Es schien, als würde sie langsam ungeduldig und sie begann mit dem Schweif zu schlagen und riss leicht den Kopf hoch, hörte jedoch sogleich auf, nachdem jojomaus sie streng ermahnte. „Du bist ja gleich fertig.“, murmelte ich belustigt und gab ich die Wurmkur. Es war nicht so leicht, wie es bei Clair gewesen war, doch auch das hatten wir rasch geschafft und ich verabschiedete mich lobend von der schicken Stute. „Nun noch zum letzten Patienten.“, stellte ich fest und musterte den Hengst mit der wahrhaftig interessanten Färbung. Nur die Nervosität stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben, als wäre er seit zwei Wochen nicht bewegt wurden. Solche Art der Junghengste konnten durchaus anstrengend sein, doch bevorzugte ich eine starke Persönlichkeit einem Tier, dass sich gleich unterordnete. Ich Klopfte ihm den Hals, als ich die Box betrat und stellte meine Tasche ab. „Hältst du ihn bitte, Olivia?“, bat ich die rothaarige und sie übernahm seinen Strick. Während ich ihn untersuchte, schien die junge Frau einige Probleme mit ihm zu haben, die sie mich jedoch kaum merken ließ und ich konnte meine Arbeit rasch verrichten. „Ganz ruhig.“, murmelte ich und las die Temperatur beim Fiebermessen ab. „Alles in Ordnung.“, sagte ich und bereitete die Impfung vor. Nach der Untersuchung ging dieser Teil schnell voran und im nu war der Hengst gegen alle wichtigen Krankheiten geimpft. Ich nahm die Wurmkur aus meiner Tasche und hielt seinen Kopf fest, was ihm eindeutig missfiel, doch gab ich nicht nach, bis er das Mittel geschluckt hatte. „Siehst du.“, schmunzelte ich und lobte den nervösen Braunen. „Dann sind wir auch schon fertig, der nächste besuch ist in einem halben Jahr fällig.“, erklärte ich lächelnd und gab jojomaus die Hand. Auch Olivia verabschiedete sich und wir machten uns wieder auf den Weg zurück zur Klinik.
      4284 Zeichen by Tikka
    • jojomaus
      Schneegestöber
      Es schneite fürchterlich, als ich mit zügigem Schritt zur Futterkammer ging und mit der Morgenration der Pferde anschließend zum Stall eilte. Der Wind wehte mir hart die Flocken ins Gesicht. Im Stall war es mollig warm, es roch nach Pferden und Heu, man hörte die Tiere schnauben und grummeln. Kaum hatten sie mich bemerkt wurde es unruhig im Stall, ungeduldiges Wiehern und Stampfen. Mit routinierten Handgriffen verteilte ich jedem Pferd seine Ration und am Ende hörte man nur noch zufriedene Kaugeräusche. Während alle am Fressen waren, machte ich mich schon daran den gröbsten Mist aus den Boxen zu nehmen und neu Einzustreuen. Fertig mit der Arbeit, schaute ich kurz hinaus, es schneite immer noch, aber mir kam es weniger Windig vor.
      ...​

      Da es bis zum Mittag heftig schneite, ließ ich die Pferde im Stall und verdonnerte mich selber zur Hausarbeit und suchte nebenbei nach einer Möglichkeit trotz des Wetters meine Pferde trainieren zu können. Nach und nach ließ der Schnee dann doch nach. Die Pferde wollten nach dem längerem Stalltag beschäftigt werden. Als ich den Stall betrat wurde ich auch sogleich lautstark begrüßt.
      Vorerst brachte ich Jay´s Pferde auf die Koppel. Biene und Cetera stürmten auch sogleich freudig durch den noch unberührten Schnee. Schnell beeilte ich mich auch Hollywoods Lil Naomi und Panthera zu den beiden auf die Koppel zu bringen. Naomi darf vorerst doch noch bei uns bleiben, da die Käuferin abgesprungen war. Mich störte es nicht im geringstem, von mir aus darf die freundliche Quarter Horse Stute für immer bei uns bleiben. Als letztes brachte ich noch die kleine einjährige zu den großen Mädels hinaus. Sie wurde von allen recht freundlich in die Herdengemeinschaft auf genommen. Somit hatte ich ein Problem weniger.

      Als nächstes holte ich Flying Star aus ihrer Box und band sie am Putzplatz fest und gleich danach holte ich meinen kleinen Irren aus dem Stall. Die anderen mussten wohl oder Übel noch im Stall bleiben. Der Physiker lief zappelnd neben mir her. Es war wie immer nicht einfach ihn zu führen, vor allem wenn er noch nicht ausgelastet war. Ich band ihn neben Fly fest und beide gaben sich einen Nasenstupser. Sie hatten sich bei dem vorhergehenden Training auf dem Platz schon kennengelernt. Denn dort hatte ich beide aneinander gewöhnt und Phey beigebracht als Handpferd mir auf Fly zu folgen. Fly´s natürliche Dominanz anderer Pferde gegenüber hatte mir dabei unglaublich geholfen, denn der Junghengst wurde ziemlich von ihr eingeschüchtert so dass er sich ihr unterordnete. Nun war ich gespannt ob auch alles noch außerhalb des Reitplatzes funktionierte. Nachdem ich das Putzzeug geholt hatte begann ich Fly zu putzen, bei ihr ging es recht schnell da sie ohne hin recht sauber war, zudem hielt sie schön still. Bei Phey jedoch wurde es wieder eine Gehorsamsübung. Ich hoffte inständig er würde endlich ein wenig ruhiger werden. Letztendlich war auch er fertig geputzt. Das Putzzeug räumte ich zur Seite und holte Fly´s Sattel und Zaumzeug und schnell war meine freundliche Stute Ausreitfähig. Phey bekam ein ordentliches Halfter mit einem Handpferdestrick um und schon konnte es losgehen. Es war ein angenehmer Ritt, Phey folgte und gehorsam, was mich besonders freute. Ich hatte mit extra einen Weg rausgesucht auf dem man bedenkenlos im Neuschnee reiten konnte. Den größten Teil des Weges ritten wir im Trab daher, zum Galoppieren war es mir dann doch ein wenig zu heikel. Wieder auf dem Hof angekommen versorgte ich Fly und Phey und brachte sie auf ihre jeweilige Weide.
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    • jojomaus
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      Ausbildung Springen von Klasse E auf A
      Endlich hatte ich eine Alternative zu unserem im Winter nicht Nutzbarem Reitplatz gefunden, eine nicht allzu lange Fahrt mit dem Auto und ich konnte eine schöne Reithalle mit nutzen. Ich schaffte es einen Termin zu ergattern in der ich die Halle allein nutzen konnte. Da Panthera und Flying Star durch eine Platzierung ihre Sprungbegabung bewiesen haben, hatte ich vor beide Stuten im Springen weiterzubilden. Ich sakte also beide Stuten nach dem Putzen in den Pferdehänger und verstaute Sättel, Zaumzeug und meinen ertüftelten Parcours im Auto und machte mich auf die Fahrt. Mayble und Garry, die beide heute nicht viel anderes zu tun hatten, wollten mich begleiten um bei den Hindernissen zu helfen. Dort angekommen luden wir beide Stuten aus. Flying Star würde die erste sein, also band ich sie am Putzplatz fest, putzte noch einmal über und sattelte sie anschließend. Während Panthera derweil im Padock ein Plätzchen für sich fand. Mayble hatte meinen Plan in der Hand und verschwand mit Garry schon in der Halle. Als ich eine Weile später zu ihnen in die Halle trat, war die Hälfte der Hindernisse schon fertig aufgestellt. Es war herrlich einmal nicht mit auf bauen zu müssen. Fly schnaubte und sah sich neugierig um. Mit leichtem Schenkeldruck trieb ich die Stute vorwärts. Nun war erst einmal Aufwärmen angesagt. Einige Runden im Schritt und Trab auf beiden Händen und Fly lief ordentlich am Zügel. Dann übte ich mit ihr Trab- und Galoppstangen und korrigierte die lernwillige Stute wenn sie doch einmal eine Stange berührte. Nach einigen Durchgängen hatte sie aber schon begriffen das man die Stangen möglichst nicht berührte sondern ordentlich die Beine hob. Währenddessen war der Parcours schon längst fertig aufgebaut und meine beiden Freunde und Trainingspartner haben Platz auf der Zuschauertribüne genommen. Ich begann mit der Springymnastik. Diese bestand aus drei Kreuzsprüngen, welche helfen sollten zu lernen das Hindernis in der Mitte zu überspringen. Vor dem ersten hatte wir eine Stange gelegt um zu üben den richtigen Absprung zu finden. Hinter dem letztem Sprung lag wieder eine Stange, sie sollte dazu dienen, dass das Pferd auch nach dem Sprung konzentriert blieb. Nach jedem Durchgang, drei an der Zahl, gönnte ich meiner Stute eine Konzentrationspause und ritt eine ganze Bahn durch die Halle. Dann war es soweit für das A-Springen zu üben. Zuerst den Oxer, ich ließ Fly ihn umrunden und unter die Lupe nehmen, sie sollte keine Angst vor den Hindernissen haben, dabei umrundeten wir auch gleich noch alle anderen. Ich nahm für den Oxer genug Anlauf, gab alle Hilfen so genau und sauber wie möglich und steuerte Fly mittig auf das Hindernis zu. Die Trakehnerstute zuckte mit den Ohren und zögerte kurz vor dem Sprung, ich reagierte aber schnell und trieb sie weiter auf den Oxer zu. Wir kamen ein bisschen zu kurz so dass die hinterste Stange wackelte. Sie viel aber erstaunlicher weise nicht runter. Lobend tätschelte ich Fly den Hals und versuchte das ganze noch einmal. Diesmal gab es kein zögern, meine Stute sprang sauber drüber. Lobend parierte ich in den Tab und ritt einmal eine ganze Bahn zur Entspannung. Die Mauer und die verzierten Hindernisse waren auch mit ein bisschen Überzeugungsarbeit gemeistert. Fly arbeitete super mit und schien wirklich Spaß am Springen zu haben, nachdem sie ihre anfängliche Scheu gegenüber jedem Hindernis überwunden hatte. Nach einer weiteren Entspannungspause ging es an die zweifache Kombination. Als wäre es das normalste der Welt sprang Fly über die Hindernisse, aber durch einen kleinen Fehler meinerseits kamen wir zu kurz über den Abschlusssprung und nahmen die Stange mit. Ich versuchte es gleich noch einmal und achtete besonders auf meine Hilfengebung und den richtigen Sitz. Da man Fly allmählich die Arbeit ansah nahm ich die letzte Hürde in angriff. Ich ließ meiner Stute genug Zeit den Wassergraben zu erforschen, bevor ich in anritt und Fly zum Springen animierte. Da mein Mädchen heute gelernt hatte das hier in der Halle nichts schlimmes passiert und sie mir Vertrauen konnte zögerte sie kein bisschen, sondern gab sich besonders viel mühe bei diesem Sprung. Mit einem weitem Satz waren wir über dem Graben und ich lobte umgehend die so tüchtige Stute. Damit hatten wir den Grundstein für das A-Springen gelegt, meine Flying Star war bereit dafür. „Jojo, die Zeit wird zu knapp über lass das Trockenreiten ruhig mir. Mayble bringt dir sofort Panthera und es kann weiter gehen.“ Informierte mich Garry, ließ mich absteigen und übernahm Fly´s Zügel.
    • jojomaus
      Neues im Stall
      Früh auf den Beinen, wie eigentlich jeden Tag, hatte ich nach dem erstem versorgen der Pferde nur eins im Sinn. Die neue Box für Baby Doll Melody fertig zu machen und einen Bereich der Stutkoppel abzugrenzen. Nach den beiden Proberitten war ich fest entschlossen sie zu kaufen. Jay hatte nur lächelnd den Kopf geschüttelt und gemeint ich solle machen was ich wollte. Nun das hatte ich auch gemacht, auch eigentlich wie immer. Nachdem die Box hergerichtet war kamen nun vorerst alle Stuten auf die Koppel, während Samantha vorerst im Stall blieb. San, wie ich die Stute liebevoll nannte, hatte sich zum Glück von ihrer Erkältung erholt und war auf dem gutem Weg wieder mehr wie ein gesundes Pferd auszusehen. Ein wenig Gewicht musste sie noch zulegen, aber die ersten Longiereinheit konnte ich heute mit ihr wagen.
      Bei den Hengsten im Stall durften zuerst Phey und French auf die Koppel, wobei ich jeden einzeln dort hin führen musste, da man beide zusammen nicht halten konnte. Sie ließen sich auch gleich auf ein Rangelndes Rennspiel ein und ignorierten mich komplett. So machte ich mich recht schnell wieder auf den Weg zu Brave Quintus, dem guten musste ich noch seine Schrammen versorgen. Auch er war auf dem Weg der Besserung, bei ihm würde es allerdings noch länger dauern als bei Samantha.
      Leider musste ich ihn auf eine extra Koppel stellen, da er sich so überhaupt nicht mit Phey vertrug und ich keine weiteren Verletzungen bei ihm Riskieren wollte. Eine bessere Lösung hatte ich bis jetzt noch nicht gefunden.
      Die Ankunft von Baby Doll war für den Vormittag angekündigt, da zu der Zeit der Verkehr noch recht ruhig war, und so wartete ich gespannt auf meine neue Appaloosastute während ich San am Putzplatz zurecht machte für eine kleine Longiereinheit. Die Hannoveraner Stute zeigte sich heute wieder einmal von ihrer zickigen Seite vor allem als ich versuchte ihr Gesicht zu säubern, den Rest der Putzaktion ließ sie sich jedoch gefallen. Selbst das Hufe säubern klappte erstaunlich gut. Als ich jedoch Longiergurt und Trense anlegen wollte versuchte sie erneut nach mir zu schnappen und drehte und wendete ihren Kopf herum in der Hoffnung mir zu entkommen. Doch bis auf ein `mir fast auf die Füße treten` erreichte die Fuchsstute überhaupt nichts. Am Ende war Longiergurt und Trense angelegt und passte wie angegossen und San schnaubte ergeben. Am Reitplatz angekommen schickte ich sie gleich von mir Weg in den Zirkel und begann sie warm laufen zu lassen, zu erst auf der Linken Hand und anschließend auf der rechten. Als ich sie zum traben animierte warf sie den Kopf hoch und versuchte sich zu weigern. Doch so schnell gab ich nicht auf. Nach energischem treiben trabte meine Fuchsstute gehorsam an und man konnte ihre eleganten Bewegungen erahnen. Ich Arbeitete noch einige Zeit mit San bis sie anfängliche Erschöpfung zeigte und führte sie dann noch etwas im Schritt herum um ihren Gehorsam ein wenig zu festigen. Anschließend putzte ich Samantha über, verwöhnte sie mit einigen Apfelstücken und entließ sie dann zu den anderen Stuten auf die Koppel.
      Die restliche Zeit vertrieb ich mir damit den Hof zu fegen, das war mal wieder dringend notwendig. Als ich das Auto kommen hörte verstaute ich schnell den Besen. Veija stieg aus und wir begrüßten einander freundlich. "Wie war die Fahrt? Habt ihr gut her gefunden?", erkundigte ich mich bei ihr, während ich ihr half die Verladerampe hinunter zu lassen. "Die Fahrt war recht lang, aber zum Glück ohne besondere Vorkommnisse." Baby Doll drehte ihren schönen Kopf zu uns und wieherte leise. "Ja mein Mädchen, du kommst ja sofort raus.", beruhigte Veija die junge Stute und zu mir gewandt fuhr sie fort: "Wo soll sie denn zum eingewöhnen hin, nach der langen Fahrt stelle ich sie ungern in die Box. Ein bisschen Bewegung würde ihr gut tun." "Kein Problem, ich habe eine Koppel bei unseren Stuten abgegrenzt, dort kann sie die anderen erst einmal beschnuppern." Ich geleitete beide zu der genannten Koppel und wir ließen Dolly dort laufen. Flying Star stand aufgeregt am Zaun und begutachtete die neue Stute. Ihr Motto war es schon zeitig allen klar zu machen das sie das Sagen hatte. Auch unsere anderen Mädels trotteten neugierig heran um den Neuling zu begrüßen. Bis jetzt sah alles harmonisch aus und einer Vergesellschaftung stand wohl nichts im Wege, solange Fly ihre Position halten durfte.
    • jojomaus
      Arbeitserleichterung
      Um mir ein wenig Unterstützung zu gewährleisten hatte Jay sich um Reitbeteiligungen für ihre Hottis gekümmert und ich muss ehrlich zu geben das es mir ganz gelegen kam. So blieb nicht immer die meiste Arbeit an mir hängen. Unter der Woche blieb die Stallarbeit und das Bewegen der Pferde aber doch oft genug bei mir, da Jay erst nach Feierabend ein wenig Zeit erübrigen konnte.
      Am frühen Morgen bekam jedes Pferd seine eigens auf ihm abgestimmte Portion, hierbei half mir Jay immer. Es war eine Routinearbeit, bei welcher jeder schon automatisch seine Handgriffe tätigte und wir ergänzten uns perfekt. Nachdem die Pferde gefressen hatten ging es meistens auf die jeweiligen Koppeln, je nachdem welches Trainingsprogramm auf der Tagesordnung stand. Außer unsere kränkelnden Pferde, welche entweder Stallruhe verordnet bekommen hatten oder durch Weideverbot mit dem Paddock vorlieb nehmen mussten.

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      Ausbildung Dressur von Klasse E auf A
      Nachdem ich mit der ganzen Stallarbeit fertig war holte ich mir Fly von der Koppel, damit Dolly sich in Ruhe auch mit den anderen Stuten gut stellen konnte. Fly folgte mir gehorsam und ließ die ganze Putzprozedur über sich ergehen. Ich steckte ihr noch schnell eine Leckerei ins Maul und führte sie nachdem sie gesattelt und getrenst war zum Reitplatz um sie zum Warm werden ein wenig zu Longieren. Nachdem sie auf jeweils beiden Händen gelaufen war und ihre Bewegungen geschmeidiger wurden, nahm ich die Longe ab, gurtete nach und stieg dann in den Sattel. Fly schnaubte begeistert und wartete kaum das Kommando ab sich zu bewegen. Wir ritten eine halbe Bahn Schritt ehe ich dann in verschiedenen Tempi von Schritt und Trab Volten und Zirkel forderte. Das sollte mir Fly´s volle Aufmerksamkeit sichern. Damit das Training nicht zu einseitig wurde wechselte ich hin und wieder die Hand. Das Biegen und Stellen diente zur Einleitung der Schlangenlinien. Zur kurzen Erholung ritt ich dann eine ganze Bahn im Trab und parierte in den Schritt um mich anschließend an die 4-Bögige Schlangenlinie zu probieren. Hochkonzentriert nahm meine Warmblutstute die Hilfen an und zeigte fast perfekte Bögen. Nach dem das so erfolgreich geklappt hatte Lobte ich sie dafür ausgiebig. Nach Viereck vergrößern und verkleinern und einer kleinen Galoppeinlage ging es an das Rückwärtsrichten. Diese Übung gefiel Fly so überhaupt nicht und so war meine Geduld und mein Durchsetzungsvermögen gefragt. Ein ums andere Mal machte ich der 6 Jährigen klar was ich von ihr wollte und das ich solange nicht nach gab bis sie mehrere Schritte Rückwärts ging. Bei Jedem Schritt zurück wurde sie zum einen mit der Stimme und zum anderen mit Druckminderung gelobt. Nach einer entspannenden Schrittpause in der sich die Stute vorwärts abwärts dehnen konnte ging es an die nächste Lektion. Der einfache Galoppwechsel ist für viele ein wahres Hindernis, aber oft macht es auch die Einstellung. Ich jedenfalls hatte keine Bedenken. Zum Einstimmen übten wir Galopp-Schritt-Galopp Übergänge im Zirkel, da es den Pferden auf gebogenen Linien leichter fiel den Wechsel zu erlernen. Da man beide Hände gleich stark trainieren sollte, wechselte ich diese hin und wieder. Dann wechselte ich, um die Übung interessanter zu gestalten, durch den Zirkel oder aus dem Zirkel und nahm nach einigen Durchgängen den Handwechsel mit dazu. Immer wenn der Wechsel sauber klappte lobte ich Fly übermütig. An dieser Übung hatte sie sichtlich Spaß, was man unter anderem daran erkannte wie schnell sie begriff was ich von ihr wollte. Der Grundbaustein für die A-Dressur war so gut wie gelegt, es fehlten nur noch der Mitteltrab und -galopp. Nach einer weiteren Entspannungspause fing ich an langsam den Mitteltrab zu erarbeiten. Aufmerksam, an den Hilfen stehend lief meine lernwillige Stute in korrekter Anlehnung. Nach und nach streckte sich Fly, trat deutlich an und setzte größere Schritte. Ich lobte sie nach wenigen Tritten und fing sie wieder ab und kehrte zum Arbeitstempo zurück. Ich wollte Taktfehler vermeiden und die Stute nicht überfordern. Nach jedem Erfolg lobte ich sie, bis sie das mit dem Mitteltrab verinnerlicht hatte. Nun konnte ich die gleiche Übung auch im Galopp absolvieren. Den Mittelgalopp hatte Fly schneller drauf und ich konnte mit einem positivem Erlebnis unser Dressurtraining beenden. Nach dem ich meine Trakehnerstute trocken geritten und gerieben hatte, legte ich ihr eine Abschwitzdecke über und ließ sie den restlichen Tag auf der Koppel genießen.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    jojomaus
    Datum:
    19 Sep. 2013
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  • Rufname: Fly

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    by Charly1604

    Abstammung

    Von: Unbekannt
    Aus der: Unbekannt


    Grunddaten

    Rasse: Trakehner
    Rassetyp: Warmblut
    Geschlecht: Stute
    Alter: 7 Jahre
    Stockmaß: 1,66m
    Fellfarbe: Fuchs
    Abzeichen:
    Blesse

    Beschreibung

    Flying Star ist eine ruhige Stute. Jedoch ist sie sehr hoch in der Rangfolge und beweist sich tapfer als Leitstute der Herde. Sie ist kein Anfängerpferd, da sie jemanden braucht der sich gegen sie durchsetzt, aber dabei trotzdem feinfühlig ist. Flying geht nicht mit allen Leuten mit, nur mit Leuten die ihr von Anfang an sicher erscheinen. Da sie noch sehr jung ist, kennt sie noch nicht alles, ist aber trotzdem nicht schreckhaft.

    Zuchtdaten

    Züchter: //
    Zur Zucht vorgesehen: Ja
    Gekört/ Gekrönt: Nein

    Besitzer: Jojomaus
    Vorbesitzer
    : Erdbeeere
    Vorvorbesitzer: JayPie
    Ersteller/Vkr: JayPie

    Qualifikationen

    Eignung: Dressur, Springen, Fahren

    Eingefahren: Ja

    Dressur: E
    A L M S S* S** S***
    Western: E A L M S S* S** S***
    Springen: E A L M S S* S** S***
    Distanz: E A L M S S* S** S***
    Military: E A L M S S* S** S***
    Fahren: E A L M S S* S** S***
    Galopp: E A L M S S* S** S***

    Erfolge


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    1.Platz beim 158.Fahren
    1.Platz beim 161.Fahren
    3.Platz beim 240.Fahren
    3.Platz beim 266.Springtunier

    1.Platz beim 303.Springturnier
    3.Platz beim 306.Springtunier
    3.Platz beim 261 Dressurtunier

    Sonstiges

    HS-Besuch: war am 26.04.15
    Hufe: Normale Eisen, vorne und hinten


    TA-Besuch: war am 9.07.14
    (Hufbehandlung, entwurmt)
    Gesundheit: gut

    Tierarzt: TA-Praxis zum Gestüt Federsee / Eowin
    Hufschmied: //