Elii

Flavor Of The Weak* -- Hannoveraner

*2007, im Besitz seit 05. Januar 2017

Flavor Of The Weak* -- Hannoveraner
Elii, 14 Jan. 2017
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    • Elii
      Pflegebericht 31. Januar 2017 - Lotto-Pferd
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      „Hast du im Lotto gewonnen?“ - „Nein.“
      „Bingo?“ - „Nope.“
      „Glücksrad?“ - „Nada.“
      „Ha! Ich habs. Glückskekse!“

      Ich sagte nichts mehr. Ich wollte Jojo nur mein neues Nachwuchspferd zeigen und dann kommt so etwas. Vielleicht hatte ich in letzter Zeit ein paar Pferde gekauft, vielleicht stand gleich am Anfang des neuen Jahres der Hengst in meinem Stall, aber das war alles gut so.
      Flavor of the Weak, ein siebenjähriger Hengst, hatte ich als Absetzer verkauft und im September 2016 wieder gekauft. Er blieb allerdings noch bis zum Januar in seiner alten Heimat und wurde weiter ausgebildet, sodass er sich momentan auf einem soliden L Niveau im Springen befand und schon einige Schleifen im A und L Springen gesammelt hatte.
      Der Schimmelhengst hatte allerdings auch einiges von seinem Vater geerbt und ging deshalb auch in der Dressur auf diesem Niveau.Bei mir sollte er nun die Vielseitigkeit kennen lernen und im Gelände durchstarten.
      Ein wenig aufgedreht trabte der Hengst auf seiner Koppel herum, was von Flavor of the Month, welcher daneben stand, nicht eines Blickes würdigte. Die zwei Schimmel hatten sich schon etwas kennengelernt, blieben aber kühl einander gegenüber.

      „Aktion Mensch!“, rief Jojo plötzlich, weshalb ich sie mit hochgezogenen Augenbrauen ansah. „Du hast das Geld für ihn aus der Sonderverlosung von Aktion Mensch.“

      Da Ignorieren manchmal das beste war, was man tun konnte, drehte ich mich um und ging zurück zum Haus. Leider hüpfte Jojo immer noch um mich herum und rief hier und da weitere Möglichkeiten in den Raum, die mir den Kauf des Pferdes ermöglicht hätten.
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    • Gwen
      Trainingsbericht 31. März 2017 - Springen E-A
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      In Elenas Stall stand der Fortschritt nie still und das betraf auch ihre Zucht. Zwar züchtete sie nur noch für sich selbst, aber die Nachkommen konnten sich sehen lassen. So auch Flavor of the Weak, der zehnjährige Hannoveranerhengst, welcher Anfang des Jahres auf Gut Sanssouci eingezogen war.
      Schon öfter hatte ich ihn und einige andere Nachwuchspferde bewundert und nun war es so weit, dass Elena mir ihren neuen Lieblingsschimmel unter Obhut stellte. Ich sollte den Hengst im Springen trainieren, wo er bereits inoffiziell auf L-Niveau lief, so, wie es bei fast allen von Elenas Pferden der Fall war. Sie waren den Trainern immer einen Schritt voraus.
      Da Elena sich bisher noch nicht um einen Spitznamen gekümmert hatte, sah ich mich gezwungen, meinem neuen Patenkind einen zu verpassen. Bei meiner grenzenlosen Kreativität fiel mir das gar nicht schwer und ich taufte den Schimmel auf Waka. „Deine Zuchtnamen kann man sich nicht antun“, verteidigte ich den Namen am darauffolgenden Tag gegenüber Elena, welche mächtig gestikulierend vor mir stand und überlegte, mich als hauseigene Trainerin direkt wieder abzuziehen.
      Ich ignorierte ihr Gehabe und musterte neugierig die drei Outfits, welche Elena uns herausgesucht hatte. Sie hatte sich selbst bisher nicht entscheiden können und so auf meine Meinung gewartet. „Ich weiß wie sehr du Mango liebst, aber ich hätte gerne Skyblue“, meinte ich und wartete gar nicht erst Elenas Meinung ab. Wenn ich mich schon passend kleiden musste, dann wollte ich mitentscheiden und es Waka würde die Farbe ausgezeichnet stehen. Immerhin war er ein Schimmel, dem stand sowieso alles.
      Nach dem Putzen und Satteln konnte ich dann auch Elena von dem ihr viel zu normalen Blauton überzeugen und mich endlich an unser Training machen. „Ach übrigens hab ich Colin gesagt, dass er dir helfen soll“, meinte Elena noch beiläufig und entschwand dann. Ich blickte ihr kurz mit offenen Mund nach, aber mir fiel nichts Gescheites dazu ein.
      In der Halle traf ich dann auch auf Colin, der entspannt an der Bande lehnte und sich anscheinend ein wenig fragte, wozu er überhaupt hier war. „Na? Heute mal nüchtern hoch zu Ross?“, fragte er mich grinsend und ich starrte ihn nur an. „Das letzte Mal ist schon…lange her!“, jammerte ich und schwang mich danach schweigend in den Sattel.
      „Aber, wenn du schon da bist, kannst du gerne noch Stangen schleppen. Die gehören zum Springtraining dazu“, meinte ich knapp und riss mich zusammen, nicht allzu böse zu grinsen. Heute wollte ich Waka nur locker arbeiten und schauen, was er schon alles konnte und welche Grundlagen wir noch vertiefen mussten.
      Deshalb baute Colin uns auch Trabstangen und Cavaletti auf. Ebenso einen kleinen In-Out-Sprung und einen Slalom aus Pylonen. Zum Glück besaß Elena eine große Halle, da hatten wir genug Platz für solche Späße. Ich wärmte in der Zwischenzeit Waka in allen Gangarten auf und lockerte ihn mit Seitengängen und Handwechseln.
      Der Schimmel ließ sich sehr gut reiten, aber man merkte förmlich, wie ein Vulkan unter einem brodelte und Waka scharf auf die Hindernisse war. Wir begannen deshalb in aller Ruhe mit den Trabstangen auf beiden Händen. Dann nahmen wir auch Galoppstangen und einige Cavaletti.
      Mir ging es vor allem darum, dass der Hengst ein gutes Gefühl für den Takt bekam, so dass er auch ohne Probleme passend auf die Stangen kam. Außerdem nahm ich so ein wenig den Vorwärtsgang heraus, da Waka sich definitiv konzentrieren musste, wenn ihn auf dem Zirkel auf der einen Seite erhöhte Cavaletti im Trab und auf der anderen Seite ein kleines Kreuz im Galopp erwarteten.
      Ein Springpferd musste zu jederzeit gut kontrollierbar sein, damit man das Tempo und den Abstand abschätzen konnte, dementsprechend feinfühlig musste der Hengst auch auf meine Hilfen reagieren. Die ersten Runden waren auch noch sehr holprig und schlecht abgestimmt, aber die jeweils letzten zwei auf beiden Händen ließen sich schon sehen.
      Deshalb widmete ich mich auch noch dem In-Out-Sprung, eine weitere gute Übung für Distanz und Takt. Nur wenn man passend hineinkam, kam man auch gescheit wieder heraus. Ein Glück hatten wir Colin dabei, denn obwohl Waka sich sehr konzentrierte, war er manchmal einfach noch zu schnell, um die Distanz zu schaffen.
      Am Ende der Stunde waren wir beide recht k.o., aber es hatte sich definitiv gelohnt. Grundlagentraining durfte man nie vergessen und manchmal hatte ich das Gefühl, dass mich Elena genau deshalb anheuerte, damit sie es nicht selber machen musste. Nach dem Training gab es für Waka auf jeden Fall eine Portion Müsli als Belohnung und dann ging es direkt wieder hinaus auf die Weide.
      Colin war derjenige, der sowohl Vater als auch Sohn regelmäßig im Training ritt, weshalb Elena ihn mir wohl auch zur Seite gestellt hatte. Deshalb sprach ich mich mit Colin bezüglich des Trainingsplans ab und baute ihn auch fest mit ein. Er nahm mir unglaublich viel Arbeit ab, wenn er die Tage übernahm, wo Waka nur locker geritten oder longiert werden sollte.
      So konnten wir den Hengst effektiv sechs Tage die Woche arbeiten und kamen selbst kaum unter Zeitdruck. Außerdem brachte es auch im Nachhinein mehr, wenn Colin derjenige wäre, der den Hengst auch später weiter im Training ritt. Bei Elena machte ich mir keine Sorgen, aber wie man sie kannte, war sie auch regelmäßig anwesend und beobachtete unser Training.
      Die Wochen verstrichen auch wie im Flug und wir hatten Waka in allen Grundlagen bestens gefestigt. Er war bisher vor allem auf Höhe gesprungen worden, weil er dank seiner Abstammung schon von Natur aus über eine gute Manier verfügte. Dann vernachlässigten die meisten allerdings dennoch das Fundament, auf welchem die höheren Klassen aufbauen würden. So tat Waka unser „einfaches“ Training auf alle Fälle auch sehr gut.
      Es dauerte auch gar nicht so lange, da wechselten wir von Stangen-Hindernis-Kombinationen zu einem reinen A-Parcours. Ich arbeitete mit Waka sowohl am Stil als auch am Tempo. Mir war es sehr wichtig, dass er Feuer im Parcours zeigte, aber dennoch auf mich hörte. Mit dem Hengst war das kaum ein Problem, denn er wurde täglich bewegt und stand den ganzen Tag auf der Weide, so dass er gut ausgelastet war.
      Als der A-Parcours in unterschiedlichsten Variationen funktionierte, erhöhten wir auch schon auf L-Höhe. Für Waka absolut kein Problem und er sprang souverän wie eh und je. Wenn man beständig auf seine Manier achten würde, wären S-Springen ein leichtes für den Hengst und seine Sternchen würde er sich auch ohne Probleme verdienen.
      Ebenso schien Elena äußerst zufrieden mit der Entwicklung ihres Hengstes zu sein und auch mit seinen Outfits. Ich freute mich schon auf den Tag, wo ich mir wieder einfach zufällig Sachen aus dem Schrank nehmen könnte, ohne mir Sorgen um eine gerichtliche Anzeige von Elena zu machen. Am Ende hatte sie eine Kleiderordnung in ihren Gestütsrichtlinien festgelegt, oder heimlich in unserem Trainer-Besitzer-Vertrag im ganz Kleingedruckten.
      Man wusste ja nie. Blondinen durfte man keineswegs trauen! Außer beim Pferdekauf und Pferdekleidung, da hatten die hellhaarigen auf jeden Fall die Nase vorn. Sah man ja an Waka, der gerade sehr zufrieden in Lime gemeinsam mit Colin durch den L-Parcours galoppierte und über ein Hindernis nach dem anderen segelte.
    • Elii
      Pflegebericht 07. April 2017 - Gangsterpaar auf der Flucht
      4319 Zeichen

      Nachdem es nun schon einige Zeit lang trocken geblieben war, wollte ich heute das erste Mal mit Couleur du Deuil auf die Geländestrecke. Die junge Stute hatte die Woche über mit Dressur- und Cavalettiarbeit verbracht, als Belohnung dürfte sie nun auch draußen Gas geben dürfen. Nate und Colin begleiteten mich ebenfalls, auf Császári und Flavor of the Week. Die beiden Hengste würden zu tun haben, um mit Dulli Schritt halten zu können, denn trotz ihres Alters verhielt sie sich im Gelände wie ein alter Hase.
      Die Pferde waren so gut wie fertig, also nahm ich schnell Paint it Black aus dem Solarium, um ihn auf die Koppel zu stellen. Der Hengst gähnte und steckte eines seiner Hinterbeine aus, bevor er sich dazu bewegen ließ mit zu folgen. Anscheinend war der Ausritt anstrengender als gedacht gewesen.
      Kurz vorm Koppeltor kamen uns zwei weiße Blitze entgegengerannt - wobei, da waren einige Punkte vorhanden. Sie stoppten vor mir und hüpften wild um mich herum, was Paint it Black gar nicht passte.
      Den Tumult hatten auch Ayumi und Yuki bemerkt und kamen in Windeseile vom Stall angeschossen. Die zwei fremden Hunde, allem Anschein nach Dalmatiner, freuten sich über ihre Spielpartner und auch meine Beiden freuten sich sichtlich.
      Da meinem Hengst das Ganze gar nicht packte, verfrachtete ich ihn schnell in die Koppel und rief dann Ayumi und Yuki zu mir. Wie geplant, folgten auch die anderen Zwei, welche ich am Halsband packen konnte. Dort befanden sich auch Marken, auf denen jeweils eine Telefonnummer stand.
      Bevor ich diese wählen konnte, kamen zwei bekannte Gestalten um die Ecke gestürmt und kamen vor mir wild schnaufend zum Stehen.
      „Sagt bloß, das sind eure..“, murmelte ich und deutete mit meinem Blick auf die Rabauken. Während Elisa nach Luft ringt und auf allen Vieren am Boden kniete, brachte Gwen ein gehauchtes „Jaaaa..“ Heraus, bevor sie sich wieder die Hand in die Hüfte stemmte und laut atmete. „Ihr wisst aber, dass es so etwas wie Leinen gibt?“, fragte ich weiter, was auch mit einem leichten Nicken bejaht wurde. Zumindest von Gwen, Elisa sah so aus, als würde sie gleich kollabieren.
      Da ich Mitleid und einen guten Tag hatte, gab ich meinen Nachbarinnen den Strick von Paint it Black mit, welchen sie ins eine Halsband einklinkten und am anderen festknoteten.
      Bevor die beiden davonschlichen, denn sie konnten nicht mehr schneller laufen, machten wir noch einen Termin für eine Welpenspielstunde aus, dann würden Bonnie und Clyde auch nicht mehr einfach so durch die Weltgeschichte toben.
      Ayumi und Yuki schauten ihren neugewonnenen Freunden noch eine Weile hinterher, bevor sie mir folgten. Die beiden Shibas würden die Zeit, die wir auf der Geländestrecke waren, im Haus verbringen. In der Hoffnung, dass Yuki nicht umdekorierten und alles möglich in ein Versteck bringen würde.
      Als das erledigt war, ging ich zum Stall, wo ich von meinen Mitarbeitern schon erwartet wurde. Schnell Trense ich Dulli auf und schwang mich dann samt Schutzweste auf ihren Rücken. Die Bügel stellte ich noch ein Stück kürzer bevor wir losritten.
      Auf dem Weg verkündigte ich noch die Neuigkeit, dass wir ab jetzt jeden Montag und Donnerstag eine Welpenspielstunde veranstalten würden, was zu mäßiger Begeisterung führte. Nate rollte mehrmals mit den Augen und schrieb sofort Matthew, um diesen zu informieren. Von Elisa wusste ich bereits, dass er einen Aufstand gemacht hatte, als sie mit den Welpen auf den Hof kam.
      Nach gut fünfzehn MInuten kamen wir bei der Geländestrecke an, und wärmten erst einmal im Trab und Galopp weiter auf. Heute wollten wir nur die Hindernisse auf dem Grasplatz nutzen und nicht die gesamte Strecke, um die Pferde erst wieder an die Naturhindernisse zu gewöhnen. Dulli, Császári und Weak waren gut drauf und gingen die Hindernisse in einem flotten Tempo an. Dulli setzte wie erwartet noch ein Stück drauf und sprang den Parcours um einiges schneller als die beiden Hengste. Es war schwer sie zurück zu nehmen, doch nach ein paar Durchläufen, klappte sogar das.

      Nach dem Training wurden alle Pferde gelobt und wir traten unseren Heimweg an. Es ging im gediegenen Schritt zurück, jedoch musste Dulli auch hier jederzeit die Nase vorn haben. Die Stute war wirklich einmalig, allerdings müsste man noch einiges an Arbeit investieren, bevor sie das perfekte Reitpferd darstellte.
      Gwen gefällt das.
    • Elii
      Pflegebericht 24. April 2017 - Osterbrunch
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      „Was machst du da?“
      „Wir suchen Ostereier!“
      „Aber… Das sind Hunde…“
      „Hunde die Ostereier suchen wollen!“
      „Aber…“

      Langsam aber sicher reichten mir die Aber von Nate und ich stoppte ihn mit dem Schweigefuchs. Etwas verblüfft brach er seinen Satz ab und schaute dann weiter zu wie ich mit Yuki und Ayumi durch das Gras robbte. Die Hundekinder wussten nicht so ganz was ich von ihnen wollte, machten aber brav mit.
      Als ich mich völlig überschwänglich über das Osternest vor uns freute, bellten die beiden Hunde im Chor und hüpften wild um mich herum.
      „Ich dachte die Hunde sollen suchen und nicht…“ - „Klappte, Nate“
      Ich ermahnte ihn erneut und tänzelte dann zusammen mit Osternest und Hunden zurück zum Haus. Dass Nate mir auf Schritt und Tritt folgte, verwirrte mich etwas.
      Ja, ich hatte einen Osterbrunch versprochen, nachdem die Pferde versorgt waren und ja, eventuell auch ein kleines Osternest für alle. Aber er musste mich nicht so unter Druck setzen, das jetzt sofort zu machen. Also bitte. Zwei Stunden Wartezeit waren doch nichts und so konnte er wenigstens neben Cloud Nine und Dark Intention auch noch Paint it Black reiten.
      „Ich kümmer mich um den Brunch, in der Zeit kannst du noch Flavio longieren“, kommandierte ich, woraufhin Nate nur seufzte. Weil er mir und meinem Charms aber nicht widerstehen konnte, trottete er zur Koppel und holte den Schimmelhengst. Flavor of the Month wusste was sich gehört und folgte Nate artig, ließ es sich aber auch nicht nehmen den Hengst raushängen zu lassen, als es an der Stutenkoppel vorbeiging.
      Ich öffnete die Haustür, sodass Yuki und Ayumi reingaloppieren konnten und machte mich dann an den Brunch. Colin, der bis jetzt verbindlich seine Pferde geritten hatte, schaute kurz zur Tür hinein und gab mir Bescheid, dass Csíny und Kalzifer für heute fertig waren und auch Colored Belle hatte ihr Training bereits hinter sich.
      Und weil Colin so ein netter Kerl war, half er mir beim Zusammenstellen unseres Brunches. Sogar die Hunde bespaßte er, bis Nate endlich herein kam und nach Essen verlangte.
    • Elii
      Trainingsbericht 28. Mai 2017 - Springen A-L
      2603 Zeichen

      Für heute war ein einfacher Trainingsritt für Flavor oft he Weak geplant. Auch wenn der Hengst den L Parcours bereits rückwärts mit verbundenen Augen springen konnte, wollte ich vor dem nächsten Turnier sichergehen. Normalerweise waren wir schon weiter, heute war für ihn also ein eher leichtes Training mit einer Höhe von 1,20m und einer Weite zwischen 1,05m bis 1,35 m angesagt.

      Auf dem Springplatz war bereits alles aufgebaut. Acht Sprünge standen dort, darunter auch ein Wassergraben, vor dem Waka gerne einen Rückzieher machte, wenn man ihm nicht energisch genug heran trieb.

      Zuerst ritt ich ihn in allen drei Gangarten war, gerade im Galopp achtete ich darauf, dass er schwungvoll vorwärtslief. Dadurch dass ich Tempounterschiede ritt, würde ich später weniger Probleme im Parcours haben. Normalerweise war Colin derjenige, der Waka auf Turnieren vorstellte und im Training ritt. Dieses Mal jedoch wollte ich selbst auf den Hengst steigen.

      Nach einer Schrittpause, in der der Hengst noch einmal verschnaufen konnte, galoppierte ich erneut an und steuerte auf den ersten Sprung zu. Waka kannte seinen Job in und auswendig und setze problemlos darüber. Auch die folgenden Hindernisse waren ein Kinderspiel für den Hengst, der nun etwas mehr Tempo draufhatte. Damit er nicht zu sehr rannte, legte ich eine Pause ein und galoppierte ihn im versammelten Tempo zwei Runden auf dem Zirkel, bevor ich wieder startete. Wieder war Wakas Konzentration voll auf den Hindernissen, über die er in einem Rutsch flog. Da nun der Wassergraben anstand, galoppierte ich erneut eine Runde auf dem Zirkel und erhöhte das Tempo, damit er im richtigen Grundtempo an den Sprung kam und sich nicht mehr gegen das Springen entscheiden konnte. Unser Wassergraben war 2,50 m weit, konnte auf dem Turnier aber auch etwas weiter sein, weshalb ich gerne mit etwas mehr Tempo anritt. Auch wenn er kurz davor versuchte zu stoppen, so konnte ich ihn mit energischem Treiben vom Gegenteil überzeugen. Er sprang, wenn auch etwas holpriger als sonst.

      Bei der Kombination musste der Hengst voll bei mir sein, weshalb ich wieder eine Zirkelrunde einlegte, bei der ich das Tempo variierte. Waka war unglaublich fein an den Hilfen, weshalb ich mir keine Gedanken mehr über die Kombinationen machte. Auch hier zeigte er sich wieder völlig unproblematisch. Sowohl die zweifachen, als auch die dreifachen Kombinationen waren ein Klacks, auch wenn Colin mir bestimmt noch ein paar Tipps geben konnte. Somit sollte dem Turnier nichts mehr im Weg stehen und wenn es gut lief, konnten wir eine weitere Schleife an die Wand des Hengstes hängen.
    • Eddi
      Tierarztbericht 15. Juni 2017 - Pferdepraxis Sapala
      3386 Zeichen

      Trotz meiner knapp bemessenen Zeit ging es heute für mich aufs Gut Sanssouci, denn der Termin bei Elena Redling stand schon seit längerem fest. Aber statt von der eigentlichen Gestütsbesitzerin, wurde ich von zwei wild herumtollenden Welpen begrüßt, die mich und meine Doktortasche höchst interessant fanden. Doch eine Ermahnung ihrer Besitzerin reichte und die beiden verzogen sich in Richtung Stall, so dass ich Elena in Ruhe begrüßen konnte.
      Gemeinsam gingen wir in den Stall, denn wir hatten einiges vor. Vier Pferde standen auf unserer Liste und wir wollten im Verlauf des Tages ja auch noch fertig werden. Wir begannen mit dem wichtigsten Kandidaten: Flavor Of The Weak. Der hübsche Schimmel sollte demnächst auf einer Körung vorgestellt werden und dementsprechend war sein Gesundheitszustand von hoher Priorität.
      Zu Beginn führte Elena mir ihren Hengst im Schritt und Trab auf dem Hof vor. So konnte ich mir die Bewegungsabläufe des Pferdes genauer anschauen und eventuelle Lahmheiten oder Ähnliches entdecken. Doch bei Weak war alles in bester Ordnung und auch die Beugeprobe bestand er ohne Probleme. So kehrten wir zum Putzplatz zurück, wo ich in aller Ruhe einen Blick in Ohren, Augen und Maul warf, um zu schauen, ob alles so war, wie es sich gehörte.
      Dann wurde Weak an der Brust abgehört, um die Werte von Puls und Herz kontrollieren zu können. Abschließend wurde die Körpertemperatur gemessen und nachdem alles bestens war, konnte Weak geimpft werden. Dabei hielt ich mich an seinen Impfpass, so dass er nur gegen Influenza und Herpes geimpft werden musste.
      Die Wurmkur übernahm die Besitzerin selbst und diese war auch sehr regelmäßig vorhanden, so dass alle Pferde gut geschützt waren. Weak war dann für seinen Teil fertig und durfte zurück in die Box. Doch ein paar Minuten später stand bereits das nächste Pferd vor mir: Dark Rubin. Eine junge und aufgeweckte Fuchsstute, die beim Vorführen bereits ihre schönen Gänge zeigte.
      Auch sie tastete und hörte ich ab, kontrollierte, ob alles so war wie es sein sollte und dann musste auch Dark Rubin für eine Impfung stillhalten, ehe sie direkt fertig war. Die nächste Stute, Rockabella, war ebenso brav und gut erzogen, wie ihre Vorgänger. Es kam sicherlich auch sehr selten vor, dass ein Pferd auf Sanssouci mit Unarten daher kam und mir meinem Job schwer machen würde.
      Rockabella ließ sich einwandfrei vorführen, abtasten und abhören. Auch bei der Impfung zuckte sie kaum zurück und somit waren wir hier wirklich mehr als schnell fertig und konnten zum letzten Pferd übergehen. Bei Dark Chocolate handelte es sich um eine Halbschwester zu Dark Rubin, was bereits der Name verriet. Auch sie war mit tollem Gangwerk und einem schönen Exterieur gesegnet und konnte ebenso mit Benehmen punkten.
      Zwar vertraute sie weder dem Stethoskop noch der Spritze in meiner Hand so recht (und wohl auch berechtigt), ließ sich aber von ihrer Besitzerin schnell beruhigen und stand brav still, während ich an ihr herumhantierte. So war auch das vierte Pferd schnell erledigt und durfte zurück in seine Box. "Tolle Pferde!", meinte ich lobend zu Elena, denn ihre Zucht bewunderte ich seit langem. Umso schöner war es, wenn dann eben bereits die dritte Generation einer Linie immer noch in meiner Obhut stand. Dennoch musste ich mich vom Gestüt losreißen und den Heimweg antreten, denn zu Hause wartete noch allerhand eigene Arbeit auf mich.
    • Zaii
      Hufschmiedbericht 30. Juni 2017 - Männertag
      8322 Zeichen

      „Waka waka, eh eh!“, schmetterte Zai, als sie ihre Freundin Eli mit ihrem Hengst Flavor of the Weak entdeckte. Eli warf Gwen einen bösen Blick zu, denn wie mir erzählt wurde, war sie es gewesen, die Waka damals zu seinem Spitznamen verholfen hatte. Gwen aber war sich keiner Schuld bewusst und kraulte etwas zu auffällig die Stirn von Ohnezahn, der seelenruhig neben ihr her spazierte.
      Und dann war da noch Elisa, die (zum Vergnügen aller anderer) gut zu tun hatte, mit zwei Hengsten links und rechts von sich. Hinter ihr folgte Matthew, der Tenacious führte. „Mit allen dreien wäre es noch lustiger gewesen“, flüsterte Zai mir zu und ich musste mir ein Schmunzeln verkneifen.

      Zais Freundinnen kamen wild durcheinander plappernd am Putzplatz vor dem Oststall an und es sah fast etwas ulkig aus, wie Waka da zwischen den ganzen Ponys stand und irgendwie nicht so ganz reinpassen wollte, überragte er die anderen Hengste um mehr als zwanzig Zentimeter.

      „Gut, wer macht den Anfang?“, mein Blick glitt fragend in die Runde. Ich konnte im Nachhinein nicht mehr beantworten, was mich dazu veranlasst hatte, zuzustimmen, fünf Hengste der Freundinnen meiner Partnerin an einem Mittag anzunehmen. Immerhin konnte ich aushandeln, dass sie zu mir kommen mussten, das machte die Sache doch schon wieder angenehmer.
      Auf die anfängliche Stille war schnell eine rege Diskussion gefolgt, aus der Elena als Sieger hervor ging und so begann ich direkt, Wakas alte Eisen abzunehmen, nachdem ich mich mit einem Stück Möhre vorgestellt hatte.
      „Ganz schön hibbelig“, bemerkte Zai stumpf, als der Schimmel immer wieder versuchte, mir das Bein weg zu ziehen und überhaupt sehen wollte, was ich da so anstellte. Eli warf ihrer Freundin einen bösen Blick zu und hätte sie nicht bei Waka gestanden, hätte Zai sich wahrscheinlich auch noch einen schmerzhaften Tritt gegen das Schienbein eingefangen. So blieb sie aber verschont und konnte ohne Blessuren Chesmu von Elisa übernehmen, denn dieser zankte sich gerade immer mehr mit seinem Kumpel Allelujah.
      „Du bist trotzdem mein Liebling, Chessi“, säuselte sie ihrem Hengst nach und winkte berührt mit der Hand hinter ihm her. Wenigsten war meine Arbeit heute ausgesprochen unterhaltsam.
      Nachdem ich Wakas alte Eisen mit vier neuen abgeglichen hatte, wanderten diese in den Ofen. In der Zwischenzeit schnitt ich die Hufe des Hannoveraners aus und raspelte die Hufe anschließend wieder plan. Die Eisen waren mittlerweile heiß und konnten nach und nach angepasst werden.

      Die lauten Schläge machten Ohnezahn, Chesmu und Tenacious wenig aus, auch Waka ließ sich nach anfänglicher Unruhe wieder beruhigen, nur Allelujah schien ganz und gar nicht angetan, wenn ein Mann auch noch wilde Bewegungen und Krach veranstaltete.
      So machte sich Elisa daran, eine Runde um die Reithalle zu drehen und Matthew folgte ihr ergeben. Gwen und Zai hingegen machten es sich am Grünstreifen neben dem Stall gemütlich und ließen ihre Hengste grasen.

      Waka hielt mittlerweile erstaunlich still und so konnte ich meine Arbeit zügig zu Ende bringen. Schnell war der letzte Nagel gebogen und gekürzt und so hatte es der erste schon wieder geschafft. Die Gänge des Hengstes ließen auf nichts Ungewöhnliches schließen, also konnte es direkt mit dem nächsten weitergehen.

      Zai setzte sich gegen Gwen durch, die nun schmollend im Gras saß und sich von Eli trösten ließ („Zai ist so gemein!“ – „Sch, sch. Ich weiß doch“ – „Wieso sind wir überhaupt mit ihr befreundet?“ – „Der Hufschmied, Gwen..“).
      Chesmu freute sich sehr über die Leckerei und war fortan beschäftigt, Zai nach noch mehr Möhrenstücken abzusuchen. Das machte mir die Arbeit sehr einfach, denn er hielt still und ließ mich ohne Zwischenfälle alle vier Hufe ausschneiden und kürzen.
      „Gut gemacht“, lobte Zai, als der glänzende Hengst (was tat Elisa nur in ihr Futter?) auch die Gangprobe überstanden hatte und zurück zum Gras durfte.

      Als nächstes folgte Ohnezahn von Gwen, der hingebungsvoll den lobenden Worten seiner Besitzerin lauschte, als ich nach und nach jeden seiner Hufe aufnahm, kürzte, ausschnitt und abschließend plan raspelte. Nicht einmal hatte der Schimmel versucht, mir den Huf zu entziehen und so schob ich ihm nach getaner Arbeit nochmal ein kleines Stück Möhre zu. Hoffentlich hatten das Waka und Chesmu nicht gesehen!

      „Ich bin dran!“, schallte es bestimmt über den Hof, als Matthew mir gerade T in Schritt und Trab vorgeführt hatte. Es folgte eine Diskussion zwischen Elisa und dem Gestütsleiter (oder Sklaven, ich war mir da gerade nicht sicher), den die junge Frau zur Überraschung von niemandem für sich gewann. So mussten Tenacious und Matthew den Platz wieder räumen und machten es sich stattdessen am anderen Ende des Stalls gemütlich. Matthew würde nun also erstmal seine Wunden lecken, während ich das Vergnügen mit Allelujah hatte. Der Hengst ließ sich von Elisa bitten und betteln und folgte trotz der Überredungskunst seiner Besitzerin nur zögerlich. Ich hielt ihm lange meine Hand hin, doch obwohl ein schmackhaftes Stück Möhre auf dieser ruhte, traute sich Allelujah nicht nah genug an mich ran. Na das würde sicher spaßig werden. Nachdem Elisa die Nascherei verfüttert hatte, stellte sie sich dicht an den Kopf des Palominos und begann, ihm Mantra-artig eine Beruhigungsformel ins Ohr zu flüstern. Ich machte mich zeitgleich an die Arbeit, die sich als nervenaufreibender erwies, als bei Allelujahs Stallkumpanen. Bei jedem Huf versuchte der Hengst, von mir wegzukommen und wann immer ich die Stimme minimal erhob, zuckte der Zehnjährige merklich zusammen. Vielleicht war er durch Elisas hohe Stimme aber auch schlichtweg so traumatisiert, dass tiefere Stimmen ihm nun Unbehagen bereiteten. Die einen sagten so, die anderen so.
      Mit der ein oder anderen kleinen Pause und vielen Möhrenstücken klappte es letztendlich aber doch und Allelujah zeigte mir einen äußerst flotten Trab, als er bei der Bewegungsprobe von mir weg traben konnte.

      Den Abschluss sollte nun Tenacious machen. Der Hengst war das komplette Gegenteil zu seinem Vorgänger, denn er war durch nichts aus der Ruhe zu bringen und so war ich in Windeseile fertig damit, die Hufe Dunkelbraunen auszuschneiden und zu kürzen. Auch beim Planraspeln hielt das Pony still und während Matthew noch lobte, war ich bereits fertig mit meiner Arbeit.

      „So..“, ich streckte mich und drehte den Oberkörper einmal nach links und rechts. Fünf Pferde hintereinander und auch ein Hufbeschlagsschmied fühlt sich, als würde er am Fließband arbeiten. „Sag mal..“, diesen Ton, den Zai da an den Tag legte, konnte ich leider allzu gut einordnen, „.. wenn du schon dabei bist..“, ich drehte mich ungläubig um, „.. bitte Theo!“, schloss Zai flehend und ich sah sie hinter mir stehen. Mit Turf Runner an der Hand. „Noch einer?!“, fragte ich ungläubig, doch Zai war nicht von ihrem Plan (der nicht so spontan wirkte, wie sie ihn mir verkaufen wollte) abzubringen. „Es ist Tuffi. Unser toller, süßer, lieber Tuffi“, säuselte Zai. Wenn es um Arbeit ging waren es immer unsere Pferde. Turnierplatzierungen und –siege hingegen zogen ihre Pferde ein. Seufzend gab ich meinem Schicksal geschlagen und so folgte Hengst Nummer sechs an diesem Tag.
      Wenigstens hatte Zai nicht gelogen, denn das Vollblut war wirklich unkompliziert und so dauerte es nicht lange, bis ich die routinierte Arbeit des Ausschneidens, Kürzens und Planraspelns hinter mich gebracht hatte.

      „Das wars für heute! Keine Chance“, schwor ich, als ich Tuffis letzten Huf abgesetzt hatte. Gwen, Eli, Elisa und Matthew hatten sich nach dankenden Worten bereits wieder auf den Heimweg gemacht, es waren also nur noch Zai und Alex, die sich mit Friedrich vor wenigen Minuten zu uns gesellt hatte, anwesend. Hugo, der gerade Emie und Every auf den Platz führte, musste bei meinen Worten schmunzeln und das war schon etwas, was dem schallenden Gelächter anderer Menschen nahe kam. „Zai, nein“, sagte ich energisch, als diese den Mund öffnete, um etwas zu sagen. Zu meiner Freude schloss die Braunhaarige den Mund wieder und ließ mich dann tatsächlich in Ruhe. Während sie Tuffi zurück in seine Box brachte, packte ich mein Werkzeug zusammen und machte mich dann mit Alex und Friedrich auf zu unserem Häuschen. Zai würde mich heute nicht mehr zu Gesicht bekommen, denn sonst würde sie bestimmt noch eine Arbeit für mich finden.
    • Elii
      Pflegebericht 25. Juli 2017 - Büroarbeit
      2753 Zeichen

      Der Sommer war immer besonders stressig. Jedes Wochenende standen Turniere an, denn fast alle Pferde liefen in den unterschiedlichsten Klassen, was ein besonders gutes Zeitmanagment erforderte.
      Auch heute reichte es nur für einen kurzen Durchgang, da einiges an Bürokram anstand. Colin und Nate konzentrierten sich dafür auf das Training und waren gerade mit Coloured Belle und Golden Lights auf dem Springplatz. Danach sollten auch Dark Rubin, Colour GH’s Baila Conmigo und Long Island Icetea auf den Platz gehen. Der etwas mildere Tag heute sollte genutzt werden für Springgymnastik und Parcourspringen, je nachdem wie weit das jeweilige Pferd war.
      Poppysmic, Ékes und Tavasz hatten heute frei, genauso Kiss me Quick und Liscalina. Beides neue Stuten, die ich aus einer Insolvenz übernommen hatte. Auch Minstrel und Jacarta kamen auf diesem Weg zu uns, sowie Back to Business und die zwei Vierjährigen Dark Prince und Déchante. Da ich nicht alle behalten wollte und konnte, wurden die Pferde auf meine Freundinnen verteilt. Nur Jacarta und Minstrel würden letzten Endes bleiben.
      Da ich doch noch etwas Zeit hatte, drehte ich noch eine Runde bei den Koppeln. Am Morgen war alles noch etwas aufregender für die Pferde. Obwohl sie jeden Tag draußen standen, mussten vor allem die Hengste ihre Energie rauslassen. Cloud Nine und Clouded Sky galoppierten Seite an Seite über die Koppel, während Flavor of the Month und Flavor of the Weak bereits fertig waren mit Toben und sich eine schöne, braune Schicht aufgetragen haben. Mit dabei von der Vater-Sohn Partie waren auch Liberté’s Cresant Moon und Crescent Jewel und auch Csíny und Kalzifer standen in ihrer Nähe. Die vier grasten und sahen nur kurz hoch, als ich vorbei stiefelte.
      Die Büroarbeit sorgte nach drei Stunden doch für Kopfschmerzen, weshalb ich eine erneute Pause einlegte. Mittlerweile waren Colin und Nate mit Couleur du Deuil und Dark Chocolate aus dem Gelände zurück und berieten sich, welche Pferde als nächstes kamen. Die Wahl fiel schließlich auf Paint it Black und Császári. Für beide stand die Dressur heute an.
      Später würde wohl auch noch Romerico an die Longe kommen und ich reservierte mir Weltwunder für einen Ausritt. Dajeen hatte Glück und durfte heute freimachen.
      Bei meiner jetzigen Runde schaute ich noch bei den Kleinen vorbei. Millennium Falcon, Éllovas und Golden Cascade standen friedlich in ihrem Offenstall. Cover the Stars würde ich heute nicht besuchen. Da er momentan der einzige Junghengst war, stand er nicht am Hof.
      Seufzend schlappte ich schließlich zurück zum Haupthaus, um mich dort erneut vor meinen PC zu setzen. „Geh endlich! Du kannst morgen wieder mitmachen!“, rief mir Nate noch hinterher, was ich allerdings nur mit einem bösen Blick kommentierte.
    • Elii
      Pflegebericht 19. November 2017 - Trister Sonntag
      2762 Zeichen

      Es war Sonntag, das Wetter unglaublich beschissen und, zugegebenermaßen, ich hasste es. Da es überhaupt nicht aufhörte, mussten die Pferde den Tag über drin verbringen und nicht nur sie nervte es unglaublich. Ich hatte mit Nate und Colin ein Springtraining auf Cloud Nine, Clouded Sky und Flavor of the Weak vereinbart. Während jeder für sich seine Runden in der Halle zum Aufwärmen drehte, langweilte ich mich schrecklich. Nicht einmal die Musik, die über die Boxen die Halle durchdrang, konnte etwas daran ändern. Die Motivation der Hengste war ebenfalls gering, sie würden das Aufräumen wohl auch lieber nach draußen verlegen.
      „Elena, kannst du bitte aufhören ständig zu Seufzen?! Dadurch hat niemand mehr Lust etwas zu machen. Wir wissen, dass das Wetter scheiße ist und daran ändert dein Seufzen nichts.“

      Das hat gesessen. Nate war sowieso immer schlecht gelaunt, aber das Regenwetter setzte dem noch einen drauf. Ich drückte genervt meine Lippen aufeinander und konzentrierte mich darauf, kein Geräusch mehr zu machen.

      Nach dem Aufwärmen sprangen wir abwechselnd über die Hindernisse und wechselten uns genauso ab beim Erhöhen. Wir zogen stetig an bis wir M Niveau erreichten. Für die zwei Wolken war dies ein Kinderspiel, da sie bereits auf Turnieren M liefen. Waka hingegen hatte etwas zu kämpfen, da er noch nicht die Routine hatte, kam aber gut mit.


      Das Abreiten musste natürlich auch in der Reithalle stattfinden. Ich hasste es. Um wenigstens etwas Anderes zu sehen, auch wenn es nur ein Perspektivwechsel war, stieg ich ab und führte Waka einfach. Begeistert war ich immer noch nicht, aber es war immerhin etwas besser.

      Als endlich die zehn Minuten vorbei waren, verließen wir die Halle und trabten den Weg zum Stall, um nicht allzu nass zu werden. Die Abschwitzdecken, die über der Hitnerhand der Pferde hingen, sollten schließlich nicht allzu nass werden und auch mir war es lieber möglichst trocken zu bleiben. Colin und ich beschäftigten uns anschließend mit der Dressurarbeit von Rockabella und Golden Lights. Das Warmreiten in der Halle widerstrebte mir immer noch, aber was sein muss, muss sein. Nate ließ in der Zwischenzeit Coloured Belle und Jacarta freilaufen und machte zeitgleich Dark Rubin für die Doppellonge fertig. Die Stute mochte das Ausgleichstraining sehr und machte ihre Arbeit sehr gut. Sogar Lektionen funktionierten an der Doppellonge mittlerweile sehr gut.

      Tavasz und Poppysmic hatten heute frei, würden aber auch in der Halle freilaufen, um sich die Beine zu vertreten. Nachdem ich mit Rockabella fertig war, kümmerte ich mich um die zwei Stuten und brachte in der Zwischenzeit den Putzplatz auf Vordermann.

      Mittlerweile durchgefroren, ging ich zurück zum Haus, um mich dort mit einer heißen Schokolade aufzuwärmen.
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  • Album:
    1.7 Hengste in der Zucht
    Hochgeladen von:
    Elii
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    14 Jan. 2017
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    EXIF Data

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    Rufname: Waka
    geboren: Februar 2007

    von: Flavor of the Month – Hannoveraner
    aus: Golden Lights – Westfale

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    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Schimmel (Grundfarbe Rappe)
    Stockmaß: 170 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Flavor of the Weak kommt ganz nach seinem Vater. Wie jener kann auch dieser Wirbelwind nicht stehen bleiben und braucht seine Bewegung. Ohne ausreichende Auslastung wird er nervig und die Arbeit mit ihm erweist sich dann zunehmend schwieriger.

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    Erfolge

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    2. Platz 183. Synchronspringen

    2. Platz 305. Militaryturnier
    1. Platz 186. Synchronspringen
    3. Platz 406. Springturnier
    3. Platz 191. Synchronspringen
    3. Platz 413. Springturnier
    3. Platz 380. Galopprennen
    1. Platz 314. Militaryturnier
    3. Platz 196. Synchronspringen


    Springen L – Military E

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    Gewinner der [HK 491] Turnierpferde

    Decktaxe: 100 Joellen
    Zuchtverleih: //
    Nachkommen:
    Darkest Hour / Hannoveraner [2018] -- von Dark Rubin / Hannoveraner

    offizieller Hintergrund
    Zubehör