Elii

Flavor Of The Month* -- Hannoveraner

*2003; im Besitz seit: 17. Februar 2013

Flavor Of The Month* -- Hannoveraner
Elii, 21 Juli 2015
Zaii und Samarti gefällt das.
    • Elii
      Teilnahme an der [HK 442] Hengste mit blauen Augen 22. Juni 2013
      3000 Zeichen, von Gwen

      „Begrüßen wir nun die Nummer 3! Eli mit ihrem Hengst Flavor of the Month!“ Sanft strich ich meinem Schimmel über die glatten Turnierzöpfchen, welche seinen Hals zierten. Wir ritten schon seit einiger Zeit auf dem Abreitplatz, um uns aufzuwärmen, nun war es so weit. Heute würde Flavor seine erste Hengstkörung bestreiten, doch ich war mir sicher, dass er nicht halb so aufgeregt war wie ich. Mit einer vorsichtigen Schenkelhilfe wechselte Flavor in seinen weichen Trab über und wir ritten Richtung Halle. Zwei Helfer hielten uns die Tore auf, damit wir hineinreiten konnten. In der Halle wurden wir von Menschenmengen begrüßt, doch mein Hengst ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Geradewegs ritten wir zu X, wo ich ihn mit einer leichten Parade zum Halt durchparieren konnte. Auch blieb er exzellent geschlossen stehen und mit einem Lächeln konnte ich die Richter grüßen, welche uns gegenüber saßen. Flott nahm ich wieder die Zügel auf und wir gingen erneut zum Trab über, um bei A auf die linke Hand abzubiegen. Auf der langen Seite verstärkte ich die Trabschritte meines Hengstes, bevor ich ihn vor der kurzen Seite wieder zurücknahm, auf den Zirkel abbog und ihn mit einer kaum merklichen Galopphilfe motivierte. Wie immer zeigte er seinen weichen und doch schwungvollen Galopp, so dass wir nach einer Runde auf die ganze Bahn übergingen. Es gab einen Moment, wo ich Flavor doch stark zügeln musste, damit er mir nicht davonlief, doch schon eine Sekunde später waren wir wieder voll konzentriert. Wieder bei A parierte ich zum Schritt durch und wechselte durch die ganze Bahn, dabei ließ ich die Zügel ein wenig länger, damit Flavor sich entspannen konnte. Direkt am Wechselpunkt trabten wir wieder an und gingen auf die ganze Bahn. An der langen Seite ritten wir eine doppelte Schlangenlinie, um Flavors Biegsamkeit unter Beweis zu stellen. Auf der kurzen Seite galoppierten wir wieder an und gingen diesmal direkt auf die ganze Bahn. Nun kam das Highlight unserer Kür. Bei C begangen wir unsere Schlangenlinie durch die ganze Bahn mit drei Bögen. Bei jedem Wechselpunkt ritten wir einen einfachen Galoppwechsel und bei dem allerletzten einen fliegenden. Lange hatten Flavor und ich dafür trainiert, um alles ohne Probleme hinzubekommen. Nachdem diese Hürde nun geschafft war, fiel die gesamte Anspannung von mir ab. Während der langen Seite parierte ich meinen Hengst wieder zum Trab durch, um dann bei C auf die Mittellinie abbiegen zu können. Wieder blieben wir bei X geschlossen stehen und ich verabschiedete mich von den Richtern. Alle Anspannung war nun weg und ich lobte stolz meinen großen Schimmel. Im Schritt am langen Zügel drehten wir noch eine Runde, um die Halle zu verlassen. Tosender Applaus begleitete uns und machte mich noch glücklicher als zuvor. Draußen auf dem Abreitplatz warf ich ihm seine Decke über und ritt meinen Hengst ab, während wir ungeduldig auf unser Ergebnis warteten. Nochmal lobte ich ihn ausgiebig, denn er hatte sich heute von seiner besten Seite gezeigt.
    • Elii
      Pflegebericht 22. Juli 2013 - Körungsergebnis
      1249 Zeichen

      "Sie sind gekört!", rief ich laut, als ich durch die Stallgasse lief. Voller Freude umarmte ich erst Mel und dann Jack, welche beide ebenfalls ein breites Grinsen im Gesicht hatten.
      Nicht nur dass sich ich mein Schimmelhengst Flavio bei der Körung als Sieger herausstellte, auch mein Furioso Nachzucht Hengst konnte die Richter für sich gewinnen. Ich konnte es immer noch nicht fassen, dass Csíny, wie seine Eltern, in der Zucht mitwirken konnte. Sollte er jemals seine blauen Augen vererben, würde das Fohlen definitiv bleiben. Seltenheiten gab ich nur mit schwerem Herzen weg.
      Flavio und Csíny, beide besaßen strahlend blaue Augen, wussten bisher noch nichts von ihrem Glück, doch der Eimer mit Möhren und Äpfeln konnte ihnen bestimmt verraten, dass heute ein ganz besonderer Tag war. "Heute seid ihr alleine die Stars des Hofes, meine beiden Sieger.", flüsterte ich ihnen zu, während ich ihnen über die Stirn streichelte. Es war wunderschön wie die Hengste Seite an Seite fressen konnten, und nur von einem Zaun getrennt waren. "Hoffentlich ändert sich das nicht, wenn ihr das erste Mal zu einer Stute dürft.", sagte ich lachend und nahm die bereits leeren Eimer in die Hand.
      "Brav sein!",rief ich ihnen noch zu, als ich zurück zum Stall ging.
    • Elii
      Pflegebericht 09. August 2013 - Gesamtbericht
      14608 Zeichen

      Auch wenn heute die Temperaturen unter die 30° fallen sollten, stand ich bereits um kurz nach 5 Uhr im Stall und ließ die Pferde auf die Koppel. Findings Neverland und Shakoor kamen zusammen mit Cresant Moon auf die kleine Koppel direkt am Stall. Direkt daneben durfte es sich Diome bequem machen. Csíny und sein Vater The Whole Story brachte ich in die gegenüberliegenden beiden Koppeln. Die Stuten kamen alle zusammen auf die Koppel am Stall, auch wenn sich beim Weg dorthin Ostara und Pipcas wieder einmal zankten und ich schon Angst hatte, dazwischen zu geraten. Furmint und Ékes begannen gleich zu grasen, als sie ihre Halfter los hatten, weshalb Unwritten genervt die Ohren anlegte, da sie wegen den beiden kaum vorwärts laufen konnte. Jumping to Conclusions und Dark Jewel trotteten hinter Unwritten her und begannen weiter hinten zu graßen.
      Schnell schloss ich das Koppeltor und lief zurück zum Stall, da noch einige Hengste auf die Koppeln gehen sollten. Zwei der größten Koppeln waren mittlerweile unterteilt, damit jeder Hengst seinen eigenen Bereich haben konnte. Dark Decission und Dark Intention kamen nebeneinander in die erste Koppel. Direkt dahinter kamen Flavio und Kalzifer. Rechts daneben konnte Fekete seine Freiheit genießen und ganz am Ende war Dark Firestorm’s Koppel.
      Als ich wieder zurück war, ging ich noch einmal ins Haus, um mehrere Kisten an Sprudel in den Stall zu bringen, damit niemand verdursten musste.
      Da der Stallbursche momentan im Urlaub war, und Melanie und Jack erst um 7.30 Uhr anfingen, begann ich alleine die Boxen zu misten. Nach einer Stunde hatte ich bereits einen Großteil geschafft, da durch die langen Aufenthalte auf der Koppel, die Boxen kaum genutzt wurden. In der letzen halben Stunde mistete ich noch die große Gemeinschaftsbox von Shakoor und Nevi, sowie die Boxen von Diome, Csíny und Cressi.
      Als ich die letzte Box neu einstreute, kamen erst Melanie und dann Jack durch die Stalltür und begrüßten mich. Nachdem wir den Ablauf des Tages bei einem Kaffee besprochen hatten, ging es auch schon los mit der Arbeit.
      Da die beiden Azubis, die seit heute auf dem Hof mitwirken sollten, erst um halb 9 kommen würden, hatte ich noch Zeit Kalzifer zu reiten. Der Fuchshengst sollte heute wieder etwas auf dem Platz gearbeitet werden, in letzter Zeit hatten wir das Training wegen der hohen Temperaturen schleifen lassen. Melanie nahm sich in der Zwischenzeit Ékes vor, die heute ebenfalls dressurmäßig geritten werden sollte. Jack hatte somit genügend Platz auf dem Springplatz, um niemand durch Flavios Eskapaden zu gefährden.
      Nachdem alle Pferde geputzt und gesattelt waren, gingen wir zusammen zu den Plätzen. Jack verabschiedete sich als wir am Springplatz ankamen, so dass Melanie und ich alleine zu Dressurplatz gingen. Während Melanie bereits im Schritt losritt, legte ich vier Stangen beim Mittelzirkel hin und stieg danach auf Kalzifers Rücken. Gemeinsam mit Mel drehte ich meine Runden auf dem Platz, bevor es mit der Arbeit losging.
      Nach zehn Minuten begann ich dann erst über die Stangen und dann in Volten um sie herum zu reiten. Danach wechselte ich die Hand und ritt die gleiche Übung noch einmal. Kalzifer arbeitete heute besonders gut mit, auch das Schenkelweichen, wo er sonst immer versuchte zu schummeln, klappte auf Anhieb. Mel hatte mit Ékes auch keine Probleme, aber die Stute machte sonst ja immer brav mit.
      Im Trab musste ich Kalzifer vermehrt mit dem äußeren Bein treiben, damit er auch wirklich über die Stangen lief. Auch wenn ich ein wenig kämpfen musste, trabte der Hengst dann doch über die Stangen und nicht daran vorbei. Melanie tat es mir gleich, da Furmint etwas maulig war und immer wieder den Kopf in die Höhe warf.
      An der langen Seite ließ ich meinen Hengst im Trab zulegen und fing das Tempo kurz vor der kurzen Seite wieder ab. Danach folgte eine kurze Schrittpause am langen Zügel, um dem Hengst etwas Erholung zu bieten.
      Als ich die Zügel wieder aufnahm, trabte ich noch eine Runde auf dem Zirkel und galoppierte dann an. Die Stange, die auf dem Zirkel lag, nahm ich gleich im Galopp mit. Nach zwei Runden parierte ich durch, wechselte die Hand und galoppierte erneut an. Auch hier ritt ich Kalzifer wieder über die Stange. Wieder parierte ich durch und galoppierte dann auf dem Mittelzirkel über alle vier Stangen. Kalzifer galoppierte fleißig, und ich hatte Mühe mich bei seinem Schwung im Sattel zu halten. Auch das Verstärken des Galopps an der langen Seite, klappte einwandfrei, auch wenn Kalzifer kurz ins Stolpern geriet.
      Ich parierte durch und trabte leicht, gleichzeitig gab ich dem Hengst die Zügel hin und lobte ihn ausgiebig. Auch Melanie hatte gerade das Training beendet und ritt bereits im Schritt ihre Runden. Damit die beiden Pferde noch etwas raus kamen, ritten wir eine Runde um den Hof zum Abschluss. Jack war bereits fertig und hatte den Schimmelhengst schon zum Putzplatz gebracht. Als Melanie und ich ankamen, war Flavio bereits abgeduscht und mit Jack auf den Weg zurück zur Koppel. Ich übernahm Ékes als sie abgesattelt wurde und duschte sie und Kalzifer zusammen ab.
      Ein kurzer Blick auf die Uhr sagte mir, dass unsere Azubis jede Minute kommen würden, also beeilte ich mich die beiden Pferde auf die Koppel zu führen. Als ich zurück kam, kamen mir auch schon zwei junge Mädels entgegen. Celine, dunkelbraune Haare und 21 Jahre, und Marleen, rote Haare und 18 Jahre, hatten bereits beide ein Praktikum auf unserem Hof hinter sich, dies fand allerdings noch vor dem Umzug, weshalb die Beiden etwas verloren im Eingang standen.
      „Habt ihr gut hergefunden? Wir liegen jetzt ja etwas weiter außerhalb.“, sagte ich lachend und führte Celine und Marleen gleich weiter zu den Koppeln. „Wenn ihr wollt könnt ihr euch gleich aufs Pferd schwingen, das ihr Reiten könnt, weiß ich ja. Furmint und Ostara müsstet ihr ja noch kennen, oder?“, fragte ich während wir zur Koppel gingen, was mir durch ein Nicken bejaht wurde. Ich grinste und freute mich, da mir so auch einiges an Arbeit abgenommen wurde. Schnell halfterte ich Ostara und Furmint auf, und übergab sie dann Celine und Marleen. Während die Beiden die Stuten putzten, bequatschte ich mit ihnen den künftigen Tagesablauf und sagte, welche Pferde sie in Zukunft reiten würden. Neben den beiden Stuten sollten auch Diome und Tiny zu ihren Aufgaben gehören, sowie hin und wieder eins der anderen Pferde, wenn Jack, Mel und ich nicht genügend Zeit hatten. Während ich mich um die Azubis kümmerte, gingen Mel und Jack auf Pipcas und Jewel zusammen ausreiten.
      Um kurz vor 9 Uhr ging es dann in die Halle, da der Himmel begann sich zu verdunkeln und in Kürze der Regen folgen würde. „Fangt schon einmal an im Schritt, ich bau solange noch ein paar Sachen auf:“, rief ich Celine und Marleen zu, bevor ich in der kleinen Kammer verschwand und mit Stangen zurück kehrte. An der langen Seite legte ich drei Stangen schräg auf den dritten Hufschlag, so dass man sie mit einer einfachen Schlangenlinie oder beim Handwechseln über reiten konnte. An der anderen langen Seite baute ich noch ein Cavaletti auf, das später als Gymnastiksprung dienen sollte. „Die Sachen könnt ihr nutzen, ich muss mir jetzt kurz selbst ein Pferd fertig machen und dann komm ich wieder hier her.“
      Schnell holte ich Fekete von der Koppel und putzte kurz über sein ohnehin sauberes Fell, bevor ich ihm den Kappzaum anlegte und die Longe in den mittleren Ring einklinkte. Ich führte ihn so zurück zur Halle und begann dort ihm im Schritt den Hufschlag entlang führte. Marleen und Celine arbeiteten bereits fleißig im Trab mit ihren Stuten und nutzten auch die Stangen mit. Fekete konnte seine Augen kaum von den hübschen Stuten lassen, diese ließen sich von seinem sehnsüchtigen Wiehern aber nicht aus der Fassung bringen. „Treib Furmint weiter voran, die schläft dir fast ein. Und Ostara braucht ein bisschen mehr Abwechslung als Zirkel. Reite ein paar Schlangenlinien, Volten oder Tempowechsel, sonst macht die dir bald dicht.“, rief ich Celine und Marleen zu, während ich Fekete um mich kreiseln ließ. Auch er musste über die Stangen laufen und auch das Cevaletti kam zum Einsatz. Im Galopp rannte er etwas zu schnell drauf zu, konnte sich aber kurz davor noch abfangen und gesetzter Springen. Er war einfach ein Dressurpferd durch und durch. Immer wieder Handwechsel führten dazu, dass der Rapphengst sich fallen ließ und fleißig vorwärts-abwärts lief. Locker ließ ich ihn noch einige Runden traben und parierte ihn dann zum Schritt durch. Marleen und Celine ritten bereits einige Runden im Schritt, weshalb ich vorschlug noch eine Runde um den Hof zu reiten; die dunklen Wolken waren bereits vom Himmel verschwunden.
      Während des kleinen Rundgangs erklärte ich meinen Azubis das Gelände und wo sie die besten Galoppstrecken finden konnten. Wieder am Hof angekommen, zeigte ich den Waschplatz und übernahm dann die beiden Stuten, um sie auf die Koppel zu bringen.
      Währenddessen machte sich Mel mit den beiden Mädchen bekannt und nahm sie als Helfer bei Cressi mit, der heute seinen Reiter das erste Mal im Trab an der Longe tragen sollte.
      Bei mir stand als nächstes Unwritten auf der Liste, mit der ich ins Gelände gehen wollte. Nachdem ich sie geputzt hatte, sattelte ich meine Lieblingsstute schnell und stieg dann auf. Ich ritt den Wiesenweg am Reitplatz entlang und verfolgte dann die Landstraße weiter geradeaus, bis ich in den Wald kam. Dort trabte ich locker an und sorgte mit dem Schulterherein für die tägliche Portion Dressur. Für meine Scheckenstute war das kein Problem, schließlich kannte sie die Übung schon ewig. Fleißig lief die Stute voran, zuckte aber kurz zusammen, als es im Gebüsch raschelte. Jedoch hatte ich sie schnell wieder beruhigt und konnte gemütlich weiter reiten. Als es den Berg hinaufging galoppierte ich die Stute an, welche sofort lospreschte. Weiter im Wald gelangte ich zur Vielseitigkeitsstrecke, wo momentan Jack mit Deci und einem Trainer arbeitete, dieser hatte nämlich am kommenden Wochenende ein Turnier und sollte dafür Top in Form sein. Da ich nicht stören wollte, ritt ich eilig weiter und trabte die Stute ein weiteres Mal an. Ruhig setzte sie sich in Bewegung und trabte den Waldweg entlang. Kurz darauf verließen wir den Wald wieder. Als wir die Straße überquert hatten, und ich wieder in den Feldern war, galoppierte ich Unwritten erneut an. Als wir in die Nähe des alten Bauernhofs kamen, parierte ich zum Schritt durch. Kurz darauf trabte ich wieder an und parierte erst kurz vor der Brücke, die über den Fluss führte, durch. Den übrigen Weg ritt ich im Schritt, denn schon nach zehn Minuten kamen wir wieder am Stall an. Dort nahm ich Unwritten die Ausrüstung ab und duschte sie, wie die anderen Pferde, ab. Melanie und die beiden anderen hatten bereits begonnen, die anderen Pferde zu putzen, mit Cressi hatte nach Melanie alles bestens geklappt.
      Schnell brachte ich die Stute zurück zu den anderen auf die Koppel, bevor ich mir Jumina schnappte und zum Putzplatz führte. Melanie würde mit Story und Celine auf Diome, sowie Marleen auf Tiny noch eine Runde ins Gelände gehen. Ich hingegen holte für Jack noch Fire von der Koppel, da wir zusammen mit dem Trainer noch auf den Springplatz gehen wollten.
      Jack rief gerade an, als ich die Pferde satteln wollte, um mir zu sagen, dass er länger brauchen würde und ich davor noch Csíny longieren könnte.
      Daraufhin packte ich Jumina und Fire mit einem Arm voll Heu in ihre Boxen und holte mir dann den Furioso Hengst von der Koppel. Er sollte ebenfalls an die Longe, allerdings wollte ich mit ihm hauptsächlich Stangenarbeit machen. Geputzt war er in Windeseile und auch der Kappzaum saß schnell an seinem Kopf. Wieder hängte ich die Longe in den mittleren Ring und führte ihn dann in die Halle. Nach dem Aufwärmen begann ich den Hengst über die Stangen zu schicken und auch das Schenkelweichen seitwärts über die Stangen klappte einwandfrei mit ihm. Über die Stangen schnalzte ich immer wieder, damit mein Kleiner auch seine Beine hieb. Im Galopp sprang er erheblich besser über das aufgestellte Cavaletti und gab sich deutlich mehr Mühe bei der Stangenreihe. Wieder durchpariert übte ich noch einmal das Schulterherein im Schritt an der langen Seite und auch das Schenkelweichen ohne Stange klappte. Mit einer Runde um den Hof beendete ich das Training und konnte auf dem Weg sogar Jack einsammeln. Während er Csíny und Deci abduschte und in die Boxen brachte, da die Pferde über Mittag rein kamen, sattelte ich Jumina und Fire, die letzten beiden Pferde für heute. Jack hatte noch genug Zeit, um auch die Stuten in die Boxen zu bringen, dann mussten wir auch schon auf den Springplatz. Während wir im Schritt die Pferde warmritten, rief ich noch bei Melanie an, damit sie wusste, dass die Pferde noch in die Boxen sollten.
      Jumina und Fire wurden schnell warm, aufgeheizt durch die vom Trainer aufgebauten Hindernisse. Nach dem Abgaloppieren, fingen wir an zu springen, erst niedrig, wobei beide Pferde eher mäßig sprangen und man sie kaum passend reiten konnte. Hauptsache Laufen und locker Springen, war die Devise, damit Jumina und Fire warm werden konnten, auch wenn sie lieber sofort auf höchstem Niveau springen wollten.
      Als es endlich in die Höhe ging, wurden die beiden Pferde munterer und man hatte es schwer, sie überhaupt noch in Zaum zu halten. Jumina war flott unterwegs, vor den Hindernissen gab sie noch ein bisschen mehr Gas, um den nötigen Schwung für den Sprung aufzubringen. Nach dem Sprung musste sie leicht abgebremst werden, um das nächste Hindernis nicht zu verpassen. Fire hingegen war kaum zu halten, schließlich konnte er die letzten Wochen auch nicht wie sonst über den Springplatz heizen, da es schlichtweg zu heiß war. Jack hatte keine andere Möglichkeit den Hengst laufen zu lassen, aber dieser war mittlerweile auch so selbstständig, dass es kein Problem darstellte.
      Nach einer guten dreiviertel Stunde beendeten wir das Training und ritten, wie gewohnt, noch eine Runde um den Block. Daran hatten wir, und auch die Pferde, mehr Freude, als auf dem Platz zu kreiseln.
      Als unsere Pferde Frisch geduscht in ihren Koppeln standen und ihr Heu mümmelten, kamen auch Mel, Celine und Marleen auf ihren Pferden eingetrudelt. Ich half beim Verstauen der Ausrüstung, damit die Pferde schnell geduscht werden konnten und dann in ihre Box zum Heu fressen durften.
      Mittlerweile war es auch so heiß, dass Arbeit nicht mehr möglich war. Der Hunger kündigte sich zudem auch noch an, weshalb ich die gesamte Mannschaft zum Essen in mein Haus holte. Gegen Abend würden die Pferde wieder auf ihre Koppeln kommen, da es dann nicht mehr so heiß war.
    • Elii
      Pflegebericht 19. November 2013 - Ausritt
      3189 Zeichen

      “Wie weit bist du?”, rief Mel mir vom Putzplatz aus zu. „Nur noch das Vorderzeug und die Gamaschen“, erwiderte ich und kam mit eben diesen Sachen aus der Sattelkammer. Wir hatten vor einen Ausritt zu machen, da ausnahmsweise der Himmel blau, anstatt grau war. Mel würde ich sich deshalb auf Flavio setzen, während ich mich mit Story begnügte. Story hatte seine Schur bereits hinter sich, während Flavio bloß eingedeckt wurde, aufgrund seines ohnehin schon kurzen Winterfells. Da wir einen gemütlicheren Ritt geplant hatten und es recht kalt war, bekamen die Hengste eine Fleece-Nierendecke auf. Story hatte eine wunderschöne lindgrüne und Flavio hatte eine dunkellila-hellbraun karierte auf.
      Schnell legte ich Story noch die Gamaschen an und das Vorderzeug, dann ging es auch schon los.
      Wir saßen auf und ritten dann flott vom Hof und Richtung Wald, damit wir noch vor Dämmerung zurück am Stall waren. Als wir am Wald waren, bogen wir gleich rechts ab, um den Waldrand entlang zu reiten. Dort trabten wir locker an und galoppierten noch dazu das letzte Stück. Als wir durchparierten, waren wir bereits am Ende des Weges und kamen auf die Felder. Noch einige Maisfelder standen, allerdings sahen sie auch nicht so aus, als würden sie irgendwann abgeerntet werden. Die Hengste ließen gelassen ihre Köpfe hängen und streckten sich ausgiebig. Auch ihnen war die Pause vom Training recht, gerade wenn das Wetter so schön war wie heute.
      Da wir an eine Straße kamen, nahmen wir die Zügel auf und parierten die Pferde durch. Als keine Autos kamen trabten wir schnell auf die andere Seite und parierten dort erneut zum Schritt durch. Es ging einen kleinen Kieselweg entlang, bevor wir erneut angaloppieren konnten. Die Pferde heizten sich gegenseitig unglaublich aus, weshalb es zu eine, kleinen Rennen kam. Gewonnen hatte Story, da er schlicht und ergreifender doch etwas ausdauernder als Flavio war, welcher sonst immer auf kurzen Stellen gewann.
      Lachend parierten wir zuerst zum Trab und dann zum Schritt durch, um die Pferde zu loben. Wir nahmen den etwas längeren Weg, um noch Traben zu können, bevor es zum Stall ging. Die Chance dazu bekamen wir relativ bald, als wir auf einen Wiesenweg kamen. Locker ließen wir die Pferde in einem ruhigen Trab laufen und gingen gleichmäßig im Leichttrab mit. An der Wegkreuzung parierten wir durch und ritten die letzten 15 Minuten im Schritt.
      Schon bald kamen wir am Hof an und stiegen sogleich von den Pferden. Zuerst kamen die Nierendecken und die Trensen ab, der Sattel wurde mit einer Abschwitzdecke getauscht. Während ich absattelte und das Zubehör aufräumte, bereitete Mel das Futter für die gesamte Pferdeherde vor. Es war bereits halb 5 und es würde nicht mehr lange dauern, bis die Pferde ihr Futter verlangen würden. Als ich fertig war, führte ich die Hengste nach einander in die Boxen und holte zusammen mit Jack noch schnell die Stuten von den Koppeln.
      Gerade als die letzte Stute in ihrer Box war, begann die Fütterungszeit. Während sich einige komplett gierig auf das Futter stürtzen, knabberten andere zuerst noch eine Weile am Heu.
      „Feierabend?“, fragte ich geschafft in die Runde. „Feierabend“, antworteten Jack und Mel synchron.
    • Elii
      Pflegebericht 02. Januar 2014 - Neujahrstag
      11192 Zeichen

      „Ein Glück ist das vorbei.“, murmelte ich genervt, als ich mich aus dem Bett hievte. Mein Kopf schmerzte, weshalb ich ins Bad schlich und mir eine Aspirintablette aus dem Medizinschrank holte. Ich wunderte mich es nach dem gestrigen Abend tatsächlich noch in mein Bett geschafft zu haben, vielleicht war es doch ein wenig zu viel Alkohol gewesen.
      Als es klingelte schlüpfte ich schnell in meine Jogginghose und lief die Treppe hinunter. „Du bist schon hier?“, fragte ich verwundert, als plötzlich Mel vor der Tür stand. Sie war auf der selben Feier gewesen, hatte meines Wissens mindestens genau so viel getrunken, stand aber fit wie ein Turnschuh vor mir. „Ach, ich konnte nicht schlafen und mir war langweilig. Dachte es wäre ganz geschickt, gleich zu dir zu kommen und mitzuhelfen.“, antwortete sie mit einem breiten Grinsen auf den Lippen.
      Mit einer Geste lud ich sie ein, erst einmal reinzukommen. Ohne einen Kaffee würde ich sowieso nicht wirklich wach werden. „Auch was?“, murmelte ich und zeigte zuerst auf meine Tasse und dann auf die neue Kaffeemaschine, die ich zu Weihnachten bekommen hatte. „Wenn möglich einen Chai Latte, der war richtig klasse letztens.“, sagte ich und ließ sich auf die Couch fallen. Meine zwei Kater zuckten daraufhin kurz zusammen, einer von beiden stand dadurch sogar auf und ging zur Tür. Mel eilte zu ihm und öffnete sie, damit er nicht anfing uns die Ohren voll zu miauen.
      Bevor sie zur Couch zurück kam, hatte ich ihr schon ihr Getränk serviert und setzte mich mit einem Cappuccino in den Händen hin. „Glaubst du Jack kommt heute überhaupt noch?“, fragte ich lachend. Er hatte sich am Silvesterabend kein Trinkspiel durch die Lappen gehen lassen und bekam dementsprechend ordentlich Alkohol mit. Mel schüttelte lachend den Kopf, griff aber gleich zum Handy. „Ich versuch ihn mal anzurufen, die Pferde haben heute sowieso Pause, nicht wahr?“
      Ich nickte und trank schnell die letzten Schlucke aus meiner Tasse. „Ich zieh mich noch schnell um, genieß die Pause solange es geht.“, sagte ich zu ihr und lief die Treppe nach oben. Ich holte die frisch gewaschene Reithose aus der Waschküche, holte einen Pulli aus dem Schrank und zog zuletzt noch ein paar Socken über die Füße. Eilig ging ich wieder hinunter, was meinen Kater, der sich an Mel schmiegte, aufschreckte. „Ach Kleiner, langsam müsstest du mich doch kennen.“, lachte ich und hob ihn auf meinen Arm. „Wo ist eigentlich unser Kätzchen?“, fragte ich, da sie mir plötzlich in den Sinn kam und setzte den nun quengelnden Kater ab. Kaum hatte ich ihren Namen ausgesprochen, kam die rot-weiß-getigerte Jungkatze aus ihrem Versteck und rannte auf mich zu. Kurz vor mir stoppte sie und stellte sich auf die Hinterbeine. Liebevoll streichelte ich ihr über den Kopf und nahm sie kurz hoch. Sie drückte ihren Kopf gegen meinen und schnurrte glücklich. „Kommst du mit ihn den Stall?“, fragte ich sie dann und hielt sie etwas weiter weg. Sie miaute leise, was mich und Mel zum Lachen brachte. „Dann gehen wir jetzt!“, entgegnete Mel und öffnete die Tür. Mein Kater hatte sich in der Zwischenzeit hinter dem Sofa vor dem, zugegebenermaßen fast ausgewachsenen, Kätzchen versteckt und kam langsam hervor, als sie mit uns nach draußen trabte.
      Da das Wetter schön war, sollten die Pferde auf die Koppeln, nachdem wir sie gefüttert hatten. Das Ausmisten würden wir heute auch selbst übernehmen, da die Stallburschen frei hatten.
      Mit dem Futterwagen ging es zuerst in den Stutenstall. Unwritten und Jewel waren die ersten in der Stallgasse und bekamen somit auch zuerst ihr Futter. Beide standen ruhig in der Box, machten aber große Augen, als sie sahen, wie wir die Tröge füllten. Jumina hingegen, die als nächste an der Reihe war, tänzelte nervös von rechts nach links, scharrte mit den Hufen und prustete laut, bis sie an ihr Futter konnte.Pipcas und Ostara waren auch aufgeregt, Ékes und Furmint dafür umso ruhiger. Es war einer der vielen Gründe wieso ich mich in Furiosos so verliebt hatte.
      Weiter ging es mit dem Wagen weiter zu den Hengsten. Wieder waren es die Hannoveraner die kaum noch warten konnten, wer konnte es ihnen auch verübeln? Fire und Deci waren schnell versorgt und mit Tiny und Diome war die ganze Familie versorgt. Flavio bekam als nächstes seine Portion und schmatze genüsslich, als er die ersten Bissen im Mund hatte. Danach waren Story und seine beiden Söhne Csíny und Pajtás an der Reihe. Alle drei waren furchtbar ruhige Pferde und warteten brav ab, bis die Tröge gefüllt waren. Fekete und Kalzifer machten den Abschluss.
      Auch der Nachwuchs sollte nicht leer ausgehen, auch wenn bis auf Cressi alle mit Heupellets und etwas Aufzuchtsfutter Vorliebe nehmen mussten. Kedves und Shakoor fraßen das zum Glück ohne Probleme, auch wenn sie es anfangs gerne haben liegen lassen. Fagy war schon eine ganze Weile in einem kleinen Stall mit mehreren Jungstuten untergebracht, in dem sie täglich auf die Koppel kam und dort auch eine Rundumversorgung genoss.
      Als wir zurück bei den Stuten waren, konnten wir diese schon auf die Koppeln bringen, da alle vor den geleerten Trögen standen. Während ich Jewel und Pipcas übernahm, führte Mel zunächst Furmint und Ékes auf die Koppel. Unwritten lief frei neben mir her, sie wusste schließlich ihren Weg und war so auf mich koordiniert, dass sie sich kaum zwei Meter entferntes. Ein leises „Komm!“ reichte schon aus, um sie vom Gras am Wegesrand wieder zu mir zu locken. Als wir die Koppel erreichten, öffnete ich das Gatter und nahm den Stuten die Halfter ab, Unwritten spurtete sie zum Galopp an und so ging es flott zu fünft ans andere Ende der Koppel. Wir gingen wieder zurück in den Stall, wo Mel sich um die beiden übrigen Stuten, Ostara und Pipcas, kümmerte. Ich machte mich daraufhin zum Hengststall auf und schnappte mir Fire. Mit ihm an der Hand konnte ich keinen zweiten Hengst nehmen, außer ich hatte einen Todeswunsch. Mit der Führkette über der Nase brachte ich ihn ins Freie, wo er schon den Stuten auf der anderen Koppel schöne Augen machte. Er tänzelte und ich war heilfroh, als ich an der Koppel war. Als nächstes waren Deci und Diome an der Reihe, die an der Hand furchtbar gut miteinander auskamen. Mel übernahm Kalzifer. Dieser wieherte unersättlich den Stuten entgegen, auch wenn von ihnen nur Furmint antwortete. Auch diese Drei waren schnell in ihrem eingezäunten Bereich. Nun nahmen wir uns die beiden Brüder Csíny und Pajtás vor, die gelassen nebeneinander herliefen und deren Koppeln sich auch nebeneinander befanden. Weiter ging es mit Story und Fekete, ich nahm zusätzlich zu dem Rapphengst auch noch Tiny. Ein letztes Mal liefen wir zum Stall, Mel übernahm Flavio, der nun ganz allein mit Cressi im Stall stand. Den Reitponyhengst halfterte ich kurzerhand auf und so machten wir uns ein letztes Mal auf den Weg.
      Kedves und Shakoor würden sich heute auf eine Reise machen, sie sollten heute zu Zaii fahren, da diese auf ihrem Hof eine Junghengstherde gründen wollte und ich es für eine klasse Idee empfand, den Beiden neue Eindrücke zu ermöglichen. Auch wenn ich sie etwas wehleidig für den Transport vorbereitete, vor allem bei Shakoor machte ich mir große Sorgen, da er immer noch sehr skeptisch neuem gegenüber ist und recht lange gebraucht hatte, um sich mit Kedves zu verstehen. „Hey.. Das wird schon gut gehen, keine Sorge.“, munterte mich Mel auf und legte ihre Hand auf meine Schulter. „Wenn es nicht klappt, kommen die Beiden eben wieder zurück. Es ist doch nur bis April und besuchen können wir sie sowieso jederzeit.“ Ein Glück hatte ich sie an meiner Seite, sie hatte einfach immer die richtigen Worte für mich parat. Ich nickte und erkämpfte mir ein Lächeln. Mel half mir, den beiden Transportgamaschen anzulegen und stopfte ein Heunetz, während ich ihnen eine Abschwitzdecke auflegte. Wehmütig führten wir sie zusammen in den Hänger und schlossen hinter ihnen vorsichtig die Klappe. „Du fährst jetzt und ich werde solange die Boxen ausmisten.“, deklarierte Mel und schob mich zum Wagen. Verdutzt stieg ich ein, willigte dann aber ohne Widerworte ein.
      Nach einer Stunde kam ich an Zaii’s Hof an und stieg aus dem Wagen. Ich begrüßte sie und Edfriend, die auch gerade angekommen war und half dann zuerst beim Ausladen ihrer Pferde. Ich durfte Painted Blur, einen wunderschönen Rapphengst zur Koppel führen, welcher sofort losgaloppierte, als das Halfter ausgezogen war.
      Als nächstes kamen meine eigenen Pferde an die Reihe, welche sich seelenruhig ausladen ließen. Kedves übergab ich so gleich an Zaii, er hatte keine Probleme auch mit ihm fremden Personen zu gehen. Shakoor hingegen übernahm ich selbst, da er schon zitternd aus dem Anhänger kam. Schnell nahm Edfriend die Abschwitzdecken und die Gamaschen von meinen Hengsten ab, bevor wir sie dann zur Koppel führten. Shakoor brummelte leise, als ich mit ihm sprach, tänzelte dann aber sofort wieder mit hocherhobenem Kopf um mich herum. Ich ließ Zaii mit Kedves voraus gehen. Dieser trabte schnell auf die Koppel, als er die anderen Pferde erblickte und machte sich kurzerhand bekannt mit den anderen. Mit Shakoor stand ich bisher noch außerhalb des Zaunes. „Er hat ein paar Probleme mit neuen Dingen, vor allem Ortswechsel machen ihm zuschaffen, da er schon so oft verkauft wurde.“, erklärte ich Zaii und Edfriend, die verständnisvoll zuhörten. Langsam reagierte Shakoor auf die Rufe der anderen und als Kedves schließlich im Schritt entgegen kam, wurde er munterer und ich führte ihn auf die Koppel. Dort löste ich das Halfter und streichelte ein paar Mal über seine Stirn. Eilig steckte ich meinen Beiden noch ein paar Leckerlies zu, sie würden die nächste Zeit zwar ihre Ruhe von mir haben, aber so würden sie mich bis dahin immer in guter Erinnerung haben. Zu dritt sahen wir der kleinen Herde noch eine Weile zu, bevor wir ins Haus gingen, wo sich auch die Besitzer der übrigen Hengste schon befanden. Ich begrüßte alle freundlich und aß auch einen Bissen, aber so ganz konnte ich mich nicht damit anfreunden, meine beiden Hengste allein zu lassen. Auch die anderen kämpften mit Wehmut, doch Zaii beruhigte uns alle. Da ich noch einiges zu tun hatte, machte ich mich recht schnell auf den Heimweg, auch wenn ich es nicht lassen konnte, mit eine von den leckeren Schneckennudeln für den Weg mit zunehmen.
      Obwohl es mir nicht so lang vor kam, war ich wohl ewig unterwegs gewesen, denn als ich wieder zu Hause an kam, waren bereits alle Boxen gemistet. Ich wunderte mich, dass es Mel so schnell geschafft hatte, allerdings lag es an Jack der kurz nach meiner Abfahrt doch noch auf den Hof gekommen war. „Und dir geht’s gut?“, fragte ich ihn lachend und stupste ihn in die Seite. „Klar, das bisschen Alkohol halte ich doch locker aus.“, prahlte er lachend. „Wie wäre es wenn wir uns mit der Neujahrsbrezel die ich mitgebracht hab ins Haus setzen und du uns etwas über das neue Heim der beiden Hengste erzählst?“, schlug er im gleichen Atemzug vor, woraufhin ich eifrig nickte.
      Zusammen schlenderten wir zum Haus und während ich eine große Kanne Tee machte, schnitt Jack die Neujahrsbrezel an und Mel bespaßte Kätzchen, die ihr schon die ganze Zeit am Rockzipfel hing.
      „Auf das 2014 erfolgreich wird.“, sagte ich munter und stieß mit den Beiden an.
    • Elii
      Pflegebericht 16. Juli 2014 - Mehrere Pferde
      2753 Zeichen

      „Und Teee-rab.“, rief ich meinem Schimmelhengst zu, der bis eben gemütlich im Schritt seine Runden gedreht hatte. Ich nahm die Longe etwas kürzer, da er doch merklich nach außen driftete und ich ihn gerne näher bei ihm haben wollte. Er dehnte sich brav nach unten, während er weiterhin flott voran lief.
      Nebenher ritt Mel auf Jumping to Conclusions, weshalb Flavor of the Month immer wieder zu dir sah. „Bleib bei der Sache“, sagte ich ermahnend und schnalzte mit der Peitsche, als er fast in den Schritt fiel. Nachdem vor kurzem der Osteopath bei ihm war, sollte er diese Woche nur locker longiert werden, da er sich zwei Wirbel ausgerenkt hatte.
      Immer wieder wechselte ich die Hand, damit er gleichmäßig gearbeitet wurde und auch die ganze Bahn nahm ich zwischendurch immer ins Longieren. Mel schlängelte sich mit der Hannoveraner Stute immer wieder zwischen durch und nutze hin und wieder auch unsere Trabstangen, was Jumina mehr als nur freute und so auch gerne mal die Stangen im Trab komplett übersprang. Das es sich nicht nur um eine, sondern um ganze drei Stück handelte, interessierte die springbegeisterte Stute nicht.
      Ich staunte nicht schlecht und lachte, als Mel nur noch wie ein nasser Sack am Sattel hing. „Hätte ich mal den Springsattel genommen.“, seufzte sie und rappelte sich wieder auf. „Ach, bis eben ist sie doch wunderbar gelaufen.“, sagte ich lachend und galoppierte Flavio dann an. Locker galoppierte dieser an und zeigte sich von seiner besten Seite. Im fleißigen Bergaufgalopp lief er seine Runden und auch hatte auch auf der anderen Hand kein Problem dies zu zeigen.
      Kurz darauf kamen meine Azubis mit Undisclosed Desires und Diome vorbei. Siri wurde geritten, während Diode brav an der Hand bei diesem Gang ins Gelände sollte. Beide Pferde waren, trotz anderem Geschlecht, völlig ruhig unterwegs und würden bei einem Schrittausritt keine Probleme machen.
      Als Mel mit Jumina den Platz verließ, um sie noch etwas abzuspritzen, wieherte ihr Flavio weinerlich hinterher. Ich nahm ihm schnell den Kappzaum an und ließ ihn dann noch seine Runden im eigenen Tempo drehen, auch wenn er nur im Trab am Zaun auf und ab trabte, um noch ein kleines bisschen mehr von der Stute zu sehen. „Bleib auf dem Boden, Cassanova.“, sagte ich und verdrehte die Augen. Kurz darauf kam er auf mich zu und legte sich vor mir in den Sandboden, um sich dann zu wälzen. Als er wieder aufstand und sich geschüttelt hatte, zog ich ihm schnell den Kappzaum wieder über den Kopf. Schnell führte ich ihn dann zurück zum Waschplatz und spritze ihm dort dann die Beine ab, da es mittlerweile doch sehr warm geworden war.
      Auch Diode und Siri kamen ein paar Minuten später wieder auf dem Hof an und genossen eine Dusche, bevor sie auf die Koppeln durften.
    • Elii
      Pflegebericht 29. November 2014 - Fütterung
      2272 Zeichen

      Heute war es gefühlte zehn Grad kälter als sonst, weshalb ich das erste Mal meine dicken Winterjacke aus dem Schrank nahm, bevor ich in den Stall ging. Als ich die Stallgasse betrat, lugten schon einige der Pferdeköpfe aus den Boxen. Schnell sammelte ich die Eimer in der Futterkammer auf und stellte sie in eine Schubkarre. Langsam schob ich diese die Stallgasse entlang und hielt immer nach drei bis vier Boxen, um den Pferden das Frühsück zu servieren. Zuerst waren Unwritten, Jumina und Jewel an der Reihe, die beglückt brummelten als ich an das Tor kam. Danach waren Saphir und Falada an der Reihe. Beide waren zwei hübsche Knabstrupper, die ich erst vor eine Weile für meine Zucht erstanden hatte. Alors on Chante, Altbekannte und Neuzugang zugleich, bekam anschließend ihr Futter. Furmint und Ostara kamen erst von ihren Paddocks, als sie das Futter in den Trog rieseln hörten, während Pipcas und Ékes ungeduldig hin und her tippelten. Als die zehn Stuten versorgt waren, lief ich zu den Hengsten, die mir, wie gewohnt, kaum Beachtung schenkten, als ich die Stallgasse betrat. Zuerst kamen Dark Firestorm und Decission an die Reihe, die neben Tiny und Diome, unglaublich quengelig wurden, wenn ich nicht schnell genug war. Flavio bekümmerte es recht wenig, dass ich etwas länger brauchte und Story sich erst von seinem Paddock runter begab, als ich bereits an der nächsten Boxentür stand. Dann bekamen Fekete und Kalzifer ihr Futter, gefolgt von den Jungspunden Csiny, Cressi Patjás. Der Nachwuchs bekam morgens kein Futter, nur nach der Arbeit gab es ein paar Krümel als Belohnung. Fagy, Undisclosed Desires, Dajeen und Baila standen zusammen im groß geratenen Offenstall direkt am Hof. Kedves war momentan außerhalb in einer Hengstgruppe, bis er im Frühjahr zum Antrainieren zurück kommen sollte. Eine gute halbe Stunde später waren die Pferde fertig mit ihrem Frühstück und kamen auf die Koppeln. In ihren gefütterten Decken konnte ihnen trotz Schur die Kälte nichts anhaben und gegen den Regen gab es Unterstände. Die Stuten kamen in Gruppen auf die Koppel, während die Hengste einzeln standen. Da ich heute einiges außerhalb des Hofes zu tun hatte, gönnte ich den meisten Pferden eine Ruhetag. Nur wenig würden später noch von Jack und Mel bewegt werden.
    • Elii
      Pflegebericht 26. März 2015 - Umzug Teil 1
      4091 Zeichen

      „Was ist denn jetzt schon wieder los?“, murmelte ich im Halbschlaf und schlug mit der Hand solange auf der Matratze herum bis ich mein Handy traf. Mit halb zugekniffenen Augen schaute ich auf das Display und entdeckte neben dem Whatsapp-Symbol Elsas Namen. Darunter befand sich in riesigen Ziffern die Uhrzeit, kurz nach ein Uhr nachts. Ich seufzte und sah dann nach, was Elisa mir wertvolles mitzuteilen hatte.
      ‚#dinnertimewithcressi’ und ein Bild das meinen Reitponyhengst zeigte, den Elisa irgendwie zu sich ins Bild gezogen hatte. Seine Schnauze war voll mit Mash, das ich mit ihm in Kanada gelassen hatte. ‚Lasd ihn jn ruhs.‘, tippte ich mehr schlecht als recht in den Textblock und hoffte dass sie meine kryptische Nachricht verstand. Verbessern konnte ich es ohne meine vollen acht Stunden Schlaf beim besten Willen nicht.
      ‚Cressi ist traurig, wenn du trinkst.’ war das letzte was ich sah, bevor mir meine Augen zufielen und ich meinen wohlverdienten Schlaf weiterführen konnte.
      Am nächsten Morgen wurde ich vom nervösen Blinken meines Handys geweckt, dass mir damit verkünden wollte schleunigst meine Nachrichten zu lesen.
      ‚Bist du eingeschlafen?‘ ‚Ich hab dir hundert Mal gesagt, dass Alkohol keine Lösung ist‘ ‚Hallooooo‘ ‚:'( :'( :'(‚ ‚ICH REDE MIT DIR‘ …
      Gefühlte 100 Nachrichten und mindestens halb soviel Beleidigungen war ich durch und schloss den Chat mit Elisa. Die sechs Stunden Zeitverschiebung konnte sie sich immer noch nicht merken und ich wusste genau, das nächste Mal würde ich ihr eine Uhr gegen den Kopf werfen.
      Ich streckte mich noch einmal ausgiebig und stand dann endlich auf, die Pferde warteten auf Futter und einige würde morgen nach Kanada reisen. Cressi und Baila befanden sich bereits dort und standen unter Elsas Fuchtel, die Beide allem Anschein nach wie ein Königspaar verwöhnte.
      Weltwunder, Dajeen, Furmint, Fekete, Flavio und Tiny waren auch bald an der Reihe. Mein neu gebauter Stall in Kanada war endlich fertig und die immer mehr Pferde durften in ihre neue Heimat ziehen. Die restlichen fünf würden am nächsten Wochenende zusammen mit mir fliegen, bis dahin musste ich noch einige Sachen packen und alles wichtige verstauen.
      Beim Gedanken daran Deutschland völlig zu verlassen schauderte es mich immer noch. Allerdings war das ganze schon viele Monate geplant, sodass ich sogar jemanden fand, der meinen Hof übernehmen wollte. Auch einige Pferde würden schweren Herzens zurück bleiben, aber da diese alle einen schönen Platz bei Privatpersonen gefunden hatten, machte ich mich wegen ihnen keine Sorgen. Mel nahm Unwritten an sich, während Dark Decission, Dark Firestorm und Diome in Jacks Hände übergingen. Auch diese Beiden würden nicht mit nach Kanada reissen, sondern weiterhin in Deutschland bleiben.
      Die große Abschiedsfeier hatten wir bereits hinter uns und zwei Tage vor meinem Abflug wollten wir noch einmal alle zusammen grillen, wer konnte wissen, wann wir uns das nächste Mal wieder sehen würden.
      „Hast du schon die Sachen für die Pferde rausgelegt?“, fragte mich Mel und riss mich aus meinen Gedanken. „Wollte ich gerade machen.“, entgegnete ich und seufzte. Mel kannte ich schon viele Jahre, doch zum mitkommen konnte ich sie nicht überreden. „Ich werd dir jeden Tag Bilder von Unwritten schicken! Und du musst deinen ganzen Hof filmen, wenn alles fertig ist. Ich bin so gespannt wie er jetzt aussieht. Letztes Jahr konnte man ja noch nichts erkennen.“, quatschte Mel und umarmte mich anschließend. „Das wird schon.“
      Zusammen sammelten wir alle Transportdecken, - Gamaschen und Halfter ein, die die Pferde auf ihrer großen Überfahrt anziehen sollten. Wie immer war alles farblich passend, schließlich sollten sie perfekt angezogen in Kanada ankommen.

      Die Zeit verging und am frühen Abend verluden wir die vorgesehenen Pferde, um sie anschließend dem Personal am Flughafen zu übergeben.
      ‚Pferde sind auf dem Weg, WEHE ihr passt nicht ordentlich auf sie auf.‘
      Die Drohung bezog sich mehr auf Elisa, als auf Gwen. Von ihr wusste ich, dass sie mehr als nur zuverlässig war. Elisa hingegen… Naja, darüber musste man nicht sprechen.
    • Elii
      Pflegebericht 13. Juli 2015 - Kriminelle Nachbarn
      4517 Zeichen

      Dieses elendige… Klauschwein. Was zur Hölle hatte diese kleptomanische Frau schon wieder an meinem Koppeltor zu schaffen, noch dazu mit Bailas hellgrünem Halfter in der Hand.
      „Elisa?! ELISA?! Bleib gefällig stehen, wenn ich mit dir rede!“, rief ich ihr entgegen und sprang hektisch von Flavor of the Months’ Rücken.
      Gerade eben noch ritt ich völlig entspannt mit Flavio auf dem Springplatz und im nächsten Moment musste ich Elisa hinterher rennen. Sie hatte sich inzwischen Baila unter die Finger gerissen und ‚joggte‘ mit der jungen Stute in die Richtung ihres Hofes. Anscheinend reichte es ihr nicht mehr aus, immer wieder Cressi auf ihren Hof zu verfrachten, nun musste auch noch seine Freundin dran glauben. Ein Glück hatte ich die Springstiefel an, mit den hohen Dressurstiefel hätte ich mich bestimmt schon mehrmals überschlagen oder mir vor Schmerzen die Beine abgeschnitten.

      Elisa drehte sich immer wieder panisch um und langsam merkte man, wie ihr die Puste ausging. Jetzt oder nie! Nach einem weiteren Sprint, sprang ich ihr direkt in den Rücken, warf sie so auf den Boden und fasste schließlich nach Bailas Strick.
      „Wenn ich heute keinen verdammt netten Tag hätte, würde ich dir jetzt die Kniekehle durchschneiden, du Diebin!“, zischte ich ihr entgegen, während sie sich langsam aufrappelte. Meine Drohung nahm sie nicht ernst, denn sie verdrehte nur die Augen und murmelte ein leises ‚jajaja‘, bevor sie mir hinterherlief.
      „DRPs haben es bei mir einfach besser, da sind die in ihrer natürlichen Umgebung und haben lauter Artgenossen. Die werden von deinen Warmblütern doch gemobbt!“, quasselte sie schließlich und versuchte so anscheinend ihre Straftat zu rechtfertigen. Sie konnte von Glück reden, dass die Polizei sie für unzurechnungsfähig halten würde, sonst wäre sie schon lange hinter schwedischen Gardinen.

      Während sie mir weitere hundert Gründe nannte, die vor allem davon handelten, dass sich DRPs nur unter ihresgleichen wirklich wohl fühlten, nickte ich nur fleißig mit dem Kopf und verfrachtete Baila so schnell wie möglich wieder auf die Koppel. Auch nach zehn ‚Neins' meinerseits woltle sie nicht aufhören und zog dann auch noch Nathan in die Diskussion hinein.
      „DU bist doch sicher auch dafür dass die armen Ponys endlich zu mir kommen, oder?!“, rief sie ihm entgegen und packte ihn am Arm, um seinen Fluchtversuch zu unterbinden. Nach dem Nathan verzweifelt erst mich, und dann Elisa ansah, entschied er sich dazu, lieber nichts zu Sachen. Er wusste wohl, dass er sich auf dünnem Eis befand, wenn er einer von uns zustimmen würde. Hatte ihm Matthew also doch etwas beigebracht.
      Nathan ging kurz darauf wieder seiner Arbeit nach, während ich, mit Elisa am Rockzipfel, in den Stall ging, um nach Colin zu sehen. Er war heute wieder mit Cressi unterwegs, hatte allerdings noch ein paar Probleme in der Anlehnung, weswegen ich heute helfen sollte.

      Doch als ich am Putzplatz ankam, stand dort nicht nur Colin mit einem schick angezogenen Cressi, sondern auch Jojo und Gwen, die sich an Ostara und Furmint zu schaffen machten.
      „Was habt ihr hier zu suchen?“, fragte ich vorsichtig, auch wenn ich vor der Antwort Angst hatte. Meine Pferde waren also nicht genug, auch meine Mitarbeiter wurden unter Beschlag genommen. Entführung und Diebstahl waren tolle Straftaten, die Prima Hand in Hand gehen konnten. „Wir.. gehen jetzt ausreiten. Mit Colin!“, plapperte Gwen mit einem breiten Grinsen und setzte sich im gleichen Atemzug den Helm auf. Jojo nickte nur hastig und stieg dann schon in den Sattel von Furmint.
      Der einzige, der nichts zu lachen hatte, war Colin, den die Beiden anscheinend dazu gezwungen hatten. Nun gut, Cressi würde sich über den Ausritt bestimmt mehr freuen, als über die Arbeit auf dem Platz und morgen war ja auch noch ein Tag.

      Als Elisa begriffen hatte, dass sie weder Cressi reiten, noch mitkommen konnte, war sie fast den Tränen nach. War es doch IHR Cressi. IHR Lieblingspony. Und jetzt setzt sich da einfach jemand anderes drauf, armes Mädchen. Damit die anderen los konnten, zog ich, die inzwischen wild um sich schlagende, Elisa am Kragen hinter mir her, um mit ihr Weltwunder und Dajeen zu füttern.
      „Komm schon, die Zwei magst du doch auch.“, beruhigte ich sie und streichelte ihr zärtlich über den Kopf. Schlug sie wieder um sich, wurde darauf aber sehr schnell ein Klaps. Als sie am Koppelzaun der beiden jungen Stuten stand, war sie endlich wieder brav und fütterte ihnen Apfelstücke. Zum Glück war das kleine Kind in der Trotzphase jetzt endlich wieder ruhig.
    • Elii
      Pflegebericht 30. August 2015 - Wasserscheu
      4005 Zeichen

      Ein letztes Mal ritt ich mit Fekete in der Traversale durch die Diagonale des Platzes, bevor ich Leichttrabte und ihm die Zügel hingab. Auch auf Trense spulte der Hengst seine Lektionen perfekt ab. Der Hengst schnaubte ausgiebig, als ich ihn zum Schritt durchparierte und abstieg. Bevor er wieder auf die Koppel konnte, wollte ich mit ihm als Abschluss eine Runde ins Gelände gehen.
      Zum einen hatte ich keine Lust im Schritt ewig im Kreis reiten, zum anderen war es auch für den Rappe um einiges schöner, nach dem anstrengenden Dressurtraining nach draußen zu kommen.
      Auf meiner Runde begegnete ich Jojo und Gwen, die gerade auf Star’s Diamond und Namida unterwegs waren. In der kurzen Zeit, in der wir nebeneinander ritten, erklärten die Beiden mir, dass Elisa sie dazu verdonnert hatte, da sie mal wieder ihren Tagesplan nicht schaffte.
      Ich winkte zum Abschied, als ich in die Hofeinfahrt einbog und sprang dann von Feketes Rücken. Den Rest des Weges führte ich den Hengst und öffnete währenddessen Gurt und Nasenriemen. Am Putzplatz zog ich ihm schnell die Trense vom Kopf, hob den Sattel vom Rücken und wickelte die Bandagen ab. Während ich die Ausrüstung verstaute blieb der Hengst auch ohne Halfter brav stehen. Um ihn abzuspritzen halfterte ich ihn kurzerhand und sorgte dann dafür dass das kühle Nass überall auf seinem Körper verteilt war.

      Auf der Weide verwandelte er sich kurzerhand in ein Staubmonster, was wäre ein Pferd auch ohne ausgiebige Wälzsession. Cloud Nine kam mit mir zurück zum Stall, auch wenn es für Außenstehende so aussehen könnte, als würde er mich mitnehmen und nicht anders herum. Natürlich (!) war das nicht so und ich konnte ihn ohne Probleme an den Stuten vorbei führen, auch wenn Nate sich mal wieder nicht davon abbringen ließ, den Strick los zu lassen. So führten wir den Hengst also gemeinsam bis zum Hof, auch wenn Nate sich um den Hengst in der anderen Hand kümmern sollte. Dark Intention wurde etwas quengelig als er so ignoriert wurde und bestrafte Nate nun mit Rumhampeln beim Putzen. Colin hatte mit Flavor of the Month keine Probleme, der Schimmelhengst genoss seine Putzeinheit so sehr, dass er eindöste und erst wieder aufwachte, als Colin den Sattel auflegte. Die beiden Herren würden demnächst aufbrechen, um die verbleibende Zeit des noch recht kühlen Morgens zu nutzen und den Geländeparcours zu springen.
      Als sie verschwunden waren, stellte ich die Aufstieghilfe neben Wölkchen, sprang elegant auf seinen Rücken und lenkte ihn vorsichtig in Richtung Weiher. Da er erst gestern noch mit Elisa im Gelände trainiert hatte, war heute sein freier Tag, den wir im Wasser verbringen wollten. Ich zumindest. Der 1,80-Hengst ließ sich kein Stück mehr dazu bewegen, auch nur einen weiteren Schritt in die Nähe des Wassers zu gehen. Ich versuchte es zuerst mit Treiben und als das auf taube Ohren stieß, sprang ich runter und zog an den beiden Stricken, die links und rechts am Halfter hingen. „Jetzt komm doch endlich. Schwimmen macht Spaß.“, nervte ich den Hengst in der weinerlichsten Tonlage, die ich besaß und hoffte, dass er Mitleid mit mir haben würde.
      Nach weiteren zehn Minuten meiner Überredungskunst bequemte er sich schließlich doch noch und tapste mit den Vorderhufen ins Wasser. Wieder musste ich noch eine Weile warten, bis er endlich mit dem Wasser vertraut genug war, um komplett hinein zu kommen. Ich nutzte die Chance und krabbelte erneut auf seinen Rücken. Gemeinsam schwammen wir so ein paar Runden durch den Weiher, bevor Wölkchen beschloss, dass es genug war und im Galopp hinausstürmte. Nach einer Vollbremsung schüttelte er sich einmal komplett und brachte mich so beinahe zum Herunterfallen. Ich hing nur noch seitlich, doch der Hengst lief unbekümmert zum Putzplatz, wo er sich netterweise direkt neben einen Grünstreifen abstellte. So konnte ich, ohne mich zu verletzen, fallen lassen.

      Nach ein paar Kuscheleinheiten durfte Wölkchen wieder auf die Koppel und sich nach Herzenslust in den Schmutz werfen, wie er es am liebsten tat.
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  • Album:
    1.7 Hengste in der Zucht
    Hochgeladen von:
    Elii
    Datum:
    21 Juli 2015
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    EXIF Data

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    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

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    Rufname: Flavio
    geboren: Februar 2003

    von: For Given – Hannoveraner
    aus: Pentana – Hannoveraner

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    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Schimmel (Grundfarbe Rappe)
    Stockmaß: 169 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Flavor of the Month (engl. Der letzte Schrei) kann nicht stillstehen. Der Schimmelhengst ist eine unheimliche Energiebombe und würde am liebsten vom Fleck weg angaloppieren, ohne wieder anzuhalten. Bei der Arbeit ist er aus diesem Grund auch meist überfleißig.
    Neue Lektionen brauchen einige Zeit mehr, da Flavio sich völlig verausgabt und viel zu hektisch an die Lektionen heran geht. Es ist daher sehr wichtig, ruhig und langsam mit ihm zu arbeiten, damit es klappt.
    Ist der Hengst nicht unter dem Sattel, so lässt er den Chef heraushängen und hört kaum noch auf denjenigen, der bei ihm ist. Nur mit viel Feingefühl und Konsequenz dringt man zu Flavio durch und kann ihn kontrollieren.

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    Erfolge
    //

    Springen E – Dressur E


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    Gewinner der [HK 442] Hengste mit blauen Augen

    3. Platz 60. Hengst des Monats Wahl

    Decktaxe: 110 Joellen
    Zuchtverleih: //
    Nachkommen:
    Flavor of the Weak* / Hannoveraner [2007] - aus Golden Lights / Westfale
    Reminiscent Inspiration / Hannoveraner [2012] - aus Ima Banana Split / Hannoveraner
    Esteem / Hannoveraner [2014] - aus Epona / Hannoveraner
    Golden Cascade / Hannoveraner [2014] - aus Golden Lights / Westfale
    Flavored Coffee / Hannoveraner [2014] - aus Golden Lights / Westfale