honigkuchenpferd

Firlefanz | Westfale | Hengst

Firlefanz | Westfale | Hengst
honigkuchenpferd, 22 Jan. 2019
Flair gefällt das.
    • honigkuchenpferd

      Training| 18.04.2018

      Ein paar Tage sind vergangen, nachdem die beiden Hengste Frühlingstanz und Firlefanz auf meiner Anlage angekommen sind. Heute wollte ich mit dem Rappen ein wenig Schrecktraining machen. Da die Sonne herrlich schien, beschloss ich meine Requisiten auf dem großen Springplatz aufzubauen. Dieser war hoch eingezäunt, sodass ich ihn alleine frei an die Sachen ran lassen konnte.
      Die beiden standen auf einer der an die Paddockboxen angrenzenden Wiesen. Beide kamen neugierig an und schauten, was ich in meiner Hand hielt. Es gab für jeden eine Möhre. Ich betrat die Wiese, streichelte beide kurz und zog Frühlingstanz dann das Halfter über und ging mit ihm in die Stallgasse. Firlefanz konnte uns gut beobachten, schien die Entfernung zu seinem Kumpel allerdings nicht ganz so cool wegzustecken wie sein Freund. Er wieherte aufgeregt und lief die ganze Zeit am Zaun entlang. Ich lies mich nicht beirren und fing an den Rappen zu putzen. Da es seit Tagen nicht geregnet hatte, war er sehr staubig und ich hatte Mühe, den Sand aus seinem schwarzen Fell zu entfernen. Als ich mit dem gröbsten fertig war, widmete ich mich seinen Hufen. Die bräuchten bald dringend einen Hufschmied.
      Nachdem Frühlingstanz sauber geputzt war, holte ich ein Knotenhalfter mit einem langen Bodenarbeitsseil und legte ihm noch Dressurgamaschen an alle Beine. Sicher ist sicher. Solch ein junges Pferd verheddert sich ja schon einmal gerne in seinen langen Beinen, vor allem bei neuen und spannenden Sachen wie Regenschirme, Planen und Poolnudeln. Firlefanz schien auf der Wiese verrückt zu werden, aber davon konnte ich mich jetzt nicht verunsichern lassen. Auch er musste lernen, dass alleine sein nichts schlimmes ist und wir bald wieder zurück kommen würden.
      Also ging ich mit Frühlingstanz Richtung Springplatz. Dort angekommen schaute er nicht schlecht. Ich hatte viele verschiedene kleine Stationen aufgebaut. Regenschirme in allen Größen und Farben, Poolnudeln, blaue und schwarze Plastikplanen, einen Vorhang aus Flatterband und diverse Plastiktüten. Zudem hatte ich meinen Pferdeanhänger auf den Platz gestellt. Frühlingstanz war nicht allzu verladefromm und machte gerne mal ein paar Spielchen. Das wurde heute auch geübt.
      Nach ein paar Runden Schritt und Trab auf beiden Händen um mich herum schien er entspannt und locker zu sein, er schnaubte genüsslich ab. Somit gingen wir zur ersten Station, die Regenschirme. Er glotzte und bewegte sich keinen Schritt vorwärts. Ich tat es ihm vor und nahm einen in die Hand. Ein lautes und erpörtes Prusten kam aus seinen Nüstern. Ich musste ein wenig lachen, ein großer stattlicher Hengst hatte Angst vor einem Regenschirm. Klar, liest man ja öfter in der Zeitung: Regenschirm attackiert Hengst - Hengst schwerverletzt!
      Ich lockte ihn mit einem Leckerchen in die Mitte der Regenschirme. Da Futter anscheinend das Allheilmittel war, stand Frühlingstanz plötzlich in Mitten der bunten Regenschirme. Ich lobte ihn ausführlich und nahm einen anderen Schirm in die Hand und lies ihn den Schirm beschnuppern. Schlimm waren die anscheinend nicht mehr. Weiter ging es mit den nächsten Stationen. Keine davon machte ihm wirklich Sorge. Dann ging es zum Anhänger. Oh shit. Der Anhänger! Der Hengst wollte nur noch rückwärts, Hauptsache weg vom Anhänger. Ich fing an ihn zu longieren und damit abzulenken, immer weiter verlagerte ich die kleinen Kreise in Richtung des Hängers bis er zufrieden schnaubte. Zum Ende musste er jedoch noch einmal auf den Hänger drauf. Ich warf ein paar Leckerchen sichtlich in den Hänger, er schaute ihnen hinterher und schien zu überlegen, ob es sich lohnen würde. Ich ging ein paar Schritte die Rampe hoch und demonstrierte ihm, dass daran nichts schlimmes war. Er tat es mir nach, traute sich aber nicht weiter über die Rampe. Mit langem Hals fischte er das nächstgelegene Leckerchen und ging sofort wieder herunter. Ich lobte ihn, er musste aber noch einmal rauf. Also liefen wir eine Runde zur Entspannung und steuerten dann den Hänger erneut an. Als wäre nichts gewesen, lief Frühlingstanz die Rampe hoch und fischte nach dem nächsten Leckerchen. Dieses Mal musste er jedoch auf der Rampe kurz stehen bleiben, bis ich ihm das Kommando gab, wieder herunter zu laufen. Ich lobte ihn überschwänglich, das sollte für heute reichen. Ich lies den Hengst noch ein wenig frei grasen, während ich meine Sachen wegräumte. Anschließend gingen wir zurück zum Stall, wo ich noch einmal seine Hufe auskratzte und ihn dann auf die Wiese stellte. Nun war Firlefanz an der Reihe. Zwischenzeitlich hatte er sich tatsächlich beruhigt und sich mit dem Alleinsein abgefunden. Nachdem Frühlingstanz jedoch den Stall betrat, war diese Ruhe vorbei.
      Ich versuchte ihm sein Halfter anzuziehen. Ein Ding der Unmöglichkeit, er wollte nur noch mit seinem Kumpel kuscheln. Ein süßer Anblick aber auch er musste nun ran. Nach einer gefühlten Ewigkeit schaffte ich es ihn aufzuhalftern und in den Stall zu führen. Auch hier schrie er förmlich nach seinem Kumpel. Ich beschloss mit Firlefanz ein wenig die Gegend zu erkunden und ihn auf die Umweltreize zu desensibilisieren. Auf zukünftigen Turnieren sollte er schließlich auch nicht gestresst, sondern entspannt sein. Ich zog ihm seine Trense an und nahm neben den Zügeln auch eine Hengstkette zur Sicherheit mit. Auch er bekam Dressurgamaschen an alle Beine und schon konnten wir starten. Von der Anlage überhaupt herunter zu kommen, war ein Akt. Der Hengst wollte partout nicht von Frühlingstanz' Seite weichen, schon gar nicht ihn aus dem Blick verlieren. Vielleicht wäre eine Kastration doch ratsam, da musste ich mal den Tierarzt konsultieren. Nach langem Diskutieren waren wir endlich auf einem der umliegenden Feldwege unterwegs. Firlefanz war sichtlich angespannt und hatte alles genau im Blick. Jeder Vogel, der neben uns startete und jeder Hase, der durch die Felder hoppelte. Ich versuchte durch meine Energie ihm ein gutes und sicheres Gefühl zu geben, was nach einer halben Stunde endlich Wirkung zeigte. Er fing an zu kauen und zu schnauben, ein gutes Zeichen! Er bekam sofort ein Leckerchen zur Belohnung. Da er nun recht entspannt war, wollte ich umkehren um mit einem guten Ende abzuschließen. Somit gingen wir wieder zurück zum Stall. Es schien, als hätte Firlefanz seinen Freund gar nicht vermisst. Nach einem kurzen Wälzen brachte ich beide in ihre Paddockboxen und gab ihnen ihre Portion Kraftfutter. Glücklich über das gute Training ging ich zurück ins Wohnhaus.
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    • honigkuchenpferd

      Dressurtraining | 01.05.2018

      Obwohl heute ein Feiertag war, musste ich mich trotzdem um meine beiden Pferde kümmern. Zuerst war der Fuchs Firlefanz an der Reihe. Beide standen draußen auf der Sommerweide, sodass ich mit einem Strick bewaffnet zu den Weiden lief. Solch eine große Weide für zwei Pferde sah ein wenig kläglich aus, so leer. Ich hoffte, dass bald die nächsten Pferde auf meinen Hof einziehen würden.
      Auf der Weide angekommen sahen mich die beiden Hengste zwar, machten aber keine Anstalten sich in meine Richtung zu bewegen. Also machte ich mich auf und lief bis zum hinteren Ende der Weide um Firlefanz einzusammeln. So ganz einfach sollte das aber nicht werden, denn das Gras schien zu gut zu schmecken, er lies sich kaum davon abbringen. Nach vielen Überredungskünsten kam er dennoch mit und wir liefen gemeinsam in den Stall. Dort wieherte er aus voller Brust nach seinem Kumpel, der in der Zwischenzeit das so leckere Gras auf der Weide genießen durfte.
      Nach ausgiebigem Putzen sattelte ich Firlefanz mit seinem Dressursattel, legte ihm die Trense an, stieg auf und ritt in Richtung des Dressurviereckes. Dort hatte ich ein paar Stangen ausgelegt, denn heute war Stangentraining angesagt.
      Ich ritt den Hengst auf beiden Händen in allen drei Gangarten warm und machte mich dann im Schritt an die erste Übung. Die Stangen hier waren erhöht und er sollte Vor- und Hinterhand ordentlich unter den Körper ziehen. Nach anfänglicher Scheu vor den Stangenauflagen schritt er selbstbewusst über die Stangen. Dabei vergaß er aber, dass seine Hinterhand ebenfalls die höheren Stangen überwinden muss, sodass er rund die Hälfte wieder herunter schmiss. Da ich alleine auf dem Hof war, musste ich absteigen und die Stangen neu auflegen. Nach ein paar weiteren Versuchen gelang es Firlefanz ohne Probleme, die Stangen zu überwinden. Um ihm eine kurze Pause zu gönnen, ritt ich ihn kurz in allen Gangarten frisch vorwärts, dabei streckte er sich schön in den Zügel und lockerte seinen Rücken auf.
      Die nächste Übung waren ein paar Stangen auf dem Zirkel. Er hatte Probleme seine Beine in der Biegung zu koordinieren. Deshalb ritten wir in Dehnungshaltung in Biegung auf dem Zirkel über die Stangen. Auch das meisterte er erst nach einigen Problemen wirklich fehlerlos. Da er schon ordentlich schwitzte und sehr matt wirkte, beendete ich nach einer kurzen Entspannungsphase das Training hier mit Erfolg. Ich war sehr zufrieden mit ihm und ritt mit einem kleinen Umweg durch den Wald zurück zum Stall. Dort sattelte ich ihn ab und gab ihm eine Portion Heu, während ich seine Ausrüstung wieder wegräumte. Danach brachte ich ihn wieder auf die Weide und nahm seinen Kumpel Frühlingstanz direkt mit. Er schien kein Problem damit zu haben, jetzt die Arbeit gegen das Gras einzutauschen und trottelte mir direkt hinter her. Mit ihm wollte ich mich heute an den Grundlagen zu schaffen machen. Er war erst drei Jahre alt, somit mussten zuerst die Basics sitzen. Ich achte immer sehr auf eine schonende und langsame Ausbildung meiner Pferde. Seine ersten Turniere ist er aber schon gegangen und hatte tatsächlich schon zwei gewonnen.
      Nach dem Putzen sattelte ich Frühingstanz und bandagierte ihn in meiner Lieblingsfarbe dunkelgrün. Danach ritten wir zum Dressurplatz, auf dem noch die Stangen vom Training mit Firlefanz standen. Frühlingstanz schien sich daran aber absolut nicht zu interessieren und ließ sich ohne Probleme daran vorbei reiten. Nach einer längeren Aufwärm- und Lösephase am langen Zügel nahm ich diese auf und arbeitete an einer korrekten Dehnungshaltung. Mit vielen Wendungen und Handwechseln brachte ich ihn immer weiter auf die Hinterhand, sodass ich nach einer dreiviertel Stunde ein lockeres und gut gedehntes Pferd unter mir hatte. Um mein Glück weiter zu probieren, nahm ich die Zügel auf und tatsächlich, er bot mir eine tolle, positiv gespannte Aufrichtung an. Danach durfte er mir die Zügel aus der Hand kauen und wir beendeten ebenfalls das Training mit einer kurzen Runde durch den Wald. Am Stall angekommen sattelte ich den Hengst ab, gab ihm ebenfalls eine Portion Heu und stellte ihn schon mal in seine Paddockbox. Es war schon relativ spät, sodass ich den anderen Hengst ebenfalls in den Stall holte. Beide bekamen ihre Abendration Heu und ihr Kraft- und Mineralfutter. Beide schienen sehr zufrieden zu sein, ich ebenso. Ich schaltete das Licht im Stall aus und ging ins Haus. Dort angekommen kochte ich mir etwas zu essen und setzte mich vor den Fernseher um den Abend ausklingen zu lassen.
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    • honigkuchenpferd

      Entspannter Waldausritt | 25.05.2018

      Als ich heute morgen aufwachte, strahlte mir die Sonne ins Gesicht und ich beschloss mit den Pferden eine Runde durch den Wald zu drehen. Ich rief meine Freundin Natalie an und fragte sie, ob sie nicht mitkommen wolle, dann wären direkt zwei Pferde beschäftigt. sie bejahte und wir verabredeten uns für 11 Uhr.
      Ich stand auf, duschte kurz, machte mich fertig und frühstückte eine Scheibe Brot. Danach ging es direkt in den Stall, die Pferde hatten ebenfalls schon Hunger. Die am Vortag vorbereiteten Portionen Heu schob ich in die jeweiligen Boxen und ging in die Futterkammer wo ich das Kraftfutter vorbereitete. Die beiden Hengste Frühlingstanz und Firlefanz bekamen jeder einen Schepper Hafer und Gerste, dazu Mineralfutter. Die Stute Faible nur Hafer und Mineralfutter.
      Nachdem alle ihr Futter aufgegessen hatten, ging es auf die Weiden. Die Hengste konnten zum Glück zusammenstehen, nur die Stute musste alleine bleiben. Da musste bald dringend eine Lösung gefunden wären... Sie hatte zwar Sichtkontakt aber das reichte mir persönlich nicht aus.
      Während die Pferde sich die Sonne auf den Rücken schienen ließen, mistete ich die drei Boxen aus und streute sie neu ein. Ein Blick auf meine Uhr verriet mir, dass es bereit halb 11 war. Ich ging ins Haus zurück und zog mir meine Reithose an. Meine Freundin würde jeden Moment auf dem Hof erscheinen.
      Kaum zu Ende gedacht, hörte ich bereits ihr Auto auf der Einfahrt.
      Ich begrüßte sie und wir gingen die Pferde holen. Wir entschieden uns für die beiden Hengste, da Faible am vorherigen Tag schon einen ordentlichen Springparcours gelaufen ist.
      Wir putzten die Pferde, sattelten sie und ritten los. Ein wenig nervös war ich schon. Noch nie war ich mit beiden Hengsten gleichzeitig im Wald, ich war sehr gespannt wie sich der Ausritt entwickeln würde.
      Nach ca. 20 Minuten kamen wir auf eine kleine Lichtung, wir beschlossen ein wenig herum zu reiten und die Pferde im Trab und Galopp locker vorwärts zu schicken. Meine Befürchtungen, einer der Hengste würde stiften gehen oder durchgehen, bewahrheitete sich nicht. Beide waren mega entspannt und liefen locker ihre Runden. Wir verließen den Platz und ritten im Schritt am langen Zügel einen langen Waldweg entlang, der sichtlich als Galoppstrecke genutzt wurde. Kurze Überlegungen später befanden wir uns auch schon im Galopp neben einander. Firlefanz fand anscheinend Gefallen daran und wurde zunehmend schneller. Natalie bekam immer mehr Probleme ihn zurück zu halten. Frühlingstanz lies sich die Chance nicht nehmen und ging auf die Herausforderung ein. Beide Hengste fingen an gegeneinander ein Rennen zu veranstalten. Mit uns als Beifahrer. Als das Ende der Strecke langsam in Sicht kam, die Hengste aber nicht den Anschein erweckten, jemals wieder zu parrieren, wurde mir leicht mulmig. Was tun? Wir beide setzten uns tief in den Sattel, machten uns schwer und gaben beiden einen ordentlichen Ruck ins Maul. Davon aus ihrem Wahn gerissen, wurden beiden Hengste langsamer und ließen sich anschließend ohne Probleme parrieren. Noch mal Glück gehabt! Natalie und ich lachten ein wenig nervös und beschlossen im Schritt langsam zurück zu reiten. Genug Schnelligkeit für heute.
      Am Stall angekommen sattelten wir die Pferde ab, bürsteten den Staub ab und brachten sie zurück auf die Koppel.
      Natalie war sichtlich angetan von Faible und wollte sie unbedingt mal "ausprobieren". Da sie eh zum Verkauf steht, dachte ich mir, warum nicht? Natalie holte die Stute von der Weide und machte sie fertig. Wir gingen auf den Springplatz und Natalie ritt Faible in allen Gangarten einmal locker. Die bei mir gezeigte Bockigkeit und Stutenhaftigkeit war wie verflogen. War das das selbe Pferd? Ich lobte Natalie, wie toll die beiden zusammen passten. Eventuell würde Natalie die Stute ja nehmen? Sie wollte sich das noch einmal gut überlegen, da aktuell ja gar kein Pferd für sie geplant war.
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    • honigkuchenpferd

      Umzug auf die neue Anlage
      | 17.07.2018

      Nach langer Suche war es endlich geschafft. Eine neue Anlage war mein Eigentum. Preislich lag sie sogar unter meiner alten Anlage, aber das lag an den teils maroden Weidezäunen, dem undichten Reithallendach und der veralteten Strom- und Wasserversorgung. Aber renovieren und sanieren war schon immer mein Ding. Hauptsache, die Pferde haben ein neues Zuhause. Aktuell wohne ich mit ihnen noch bei einem befreundeten Nachbarn. Jetzt war der Zeitpunkt des Umzuges gekommen, was freute ich mich!

      Ich stehe in der provisorisch umgebauten Scheune meines Nachbarn und mache die ersten zwei Pferde fertig. Die beiden Hengste Frühlingstanz und Firlefanz werden von mir geputzt und mit Transportgamaschen ausgestattet. Dann verlade ich beide Pferde und fahre zur neuen Anlage. 4km von meinem alten Zuhause entfernt beginne ich ein neues Leben.
      Vor dem Hengststall drehe ich und rangiere den Hänger vor der Tür. Frühlingstanz bringe ich in die erste Paddockbox, Firlefanz in die zweite Box. Bei den beiden Hengsten habe ich keine Angst, dass sie sich durch die Zäune gegenseitig umbringen. Hier sind sie komplett unter sich und nicht von den weiblichen Hormonen abgelenkt. Ich werfe jedem noch eine Portion Heu in die Box und fahre zurück zu den Stuten. Die drei warten schon, allerdings werde ich nur zwei von ihnen mitnehmen. Faible, die Apfelschimmelstute wird nicht auf die neue Anlage ziehen, sondern sie bleibt bei meinem Nachbarn auf der Gnadenweide. Leider hat sie sich während eines Trainings die Sehne angerissen und ist nun für einen weiteren Einsatz im Sport nicht mehr zu gebrauchen. Nach einem Jahr Ruhe und hoffentlich erfolgreicher Genesung wird sie von der Tochter des Nachbarn übernommen. Ich freue mich total, dass ich eine so gute Lösung gefunden habe.
      Also mache ich Fabiola und Fineza fertig und verlade sie. In aller Ruhe fahre ich erneut zum Hof und halte dieses Mal vor dem Stutenstall. Dort werden beide Stuten in je eine Paddockbox gestellt und bekommen, wie die beiden Hengste, eine Portion Heu.
      Zum letzten Mal fahre ich noch einmal zurück zu meinem Nachbarn um dort alles aufzuräumen. Mein ganzen Rumpel, wie Schabracken, Putzzeug und Heunetze, verpacke ich in meinen Hänger. Auch meinen Turnierschrank mit Sattelzeug schiebe ich die Rampe hoch. Nachdem ich einmal durchgefegt habe und Faible noch eine Portion Heu zum Abschied reingeschmissen habe, fahre ich mit Hänger vom Hof ins neue Zuhause.

      Am nächsten Morgen möchte ich direkt Routine reinbringen und starte mit dem Füttern bei den Hengsten. Beide Hengste bekommen ihre Morgenportion Heu und ihren Hafer. Ich laufe weiter zum Stutenstall und werfe den Stuten auch das Heu und den Hafer rein.
      Als erstes auf meiner Todo Liste heute steht die Weidezäune zu reparieren, damit die Pferde nicht nur auf den Paddocks stehen müssen. Ich lade die neuen Zaunpfähle auf mein Auto und fahre den Weidegang entlang. Die ersten Weiden sind noch alle gut in Schuss, jedoch sind die hinteren so gut wie nicht mehr umzäunt. Das wird ein langer Tag.

      Nachdem ich gefühlt 100km Weidezaun erneuert habe, fahre ich erschöpft zurück. An Training ist heute nicht mehr zu denken, also lasse ich die Stuten und die Hengste jeweils getrennt voneinander in der großen Reithalle laufen. Zurück in den Boxen gehe ich noch einmal zu jedem Pferd hin und putze es ausgiebig. Abends gibt es dann eine große Portion Heu und Hafer.
      Ich laufe zurück in mein neues Wohnhaus und falle nach einem anstrengenden Umzug geschafft ins Bett.
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    • honigkuchenpferd

      Trainingstag | 13.10.2018

      Einige Wochen waren nun auf der neuen Anlage verstrichen, doch das Gefühl von Zuhause stellte sich immer noch nicht so richtig ein. War es die richtige Entscheidung hier her zu ziehen? Ich wusste es nicht... Um mich auf andere Gedanken zu bringen zog ich mir meine Reitsachen an und ging in den Stall. Dort warteten meine vier Pferde bereits auf mich.
      Ich machte die Heuportionen fertig und fütterte die Pferde. Während sie alle am Heu mümmelten, bereitete ich schon mal die Kraftfutterportion für heute Abend vor, fegte den Stall und ging auf die Paddocks um die Zäune zu kontrollieren.
      Nachdem ich damit fertig war, ging ich zurück in den Stall und stellte alle vier Pferde auf die Paddocks. Diese waren sehr großzügig geschnitten, sodass Platz für jeweils zwei Pferde pro Paddock war. Danach machte ich mich ans Ausmisten der Boxen. Wie ich diese Arbeit hasste... Aber es nützte alles nichts und ich fing an, die erste Box von nassem Stroh und Äppeln zu säubern.
      Nachdem ich alle Boxen fertig ausgemistet und mit frischem Stroh übergestreut hatte, ging ich zum Dressurplatz um mir einige Stangen fürs Training bereit zu legen. Während ich die bunten Stangen auf den Boden legte, überlegte ich, was für Übungen ich hier reiten konnte. Denn die Stangen lagen kreuz und quer auf dem Platz verteilt, ich hatte sowas noch nicht oft gemacht und wussste gar nicht so richtig, was man außer langweiliges gerade aus reiten noch machen konnte. Kurzerhand googelte ich ein paar raffinierte Übungen für jedes Pferd, um die jeweiligen Schwachstellen besser herausreiten zu können.

      Ich ging zu den Paddocks und schnappte mir Fineza. Sie trottete brav wie immer hinter mir her und war gespannt, was auf sie zukam. Ich putzte sie, sattelte sie und ritt dann um Dressurplatz. Die Stangen waren für sie als Springpferd nichts neues, allerdings für ihren Geschmack ein wenig zu nah am Boden. Nach dem Aufwärmen ritt ich Fineza im Trab über die im Bogen gelegten Stangen um sie aufmerksamer zu machen. Dabei ritt ich viele Wendungen und Tempiwechsel. Ihr Problem in der Dressur war ihre Konzentration. Solange kein 1,20m Sprung vor ihr stand, war sie sehr abgelenkt und sehr stumpf am Schenkel und Gebiss. Je öfter ich mit ihr über die Stangen trabte, desto aufmerksamer wurde sie. Nach einer halben Stunde beendete ich die Trainingseinheit. Sie hatte so gut mitgemacht, da wollte ich es nicht übertreiben. Wir ritten noch eine kurze Runde zum abkühlen um die Wiesen und gingen dann zurück zum Stall, wo ich sie absattelte, mit der Bürste noch kurz übers Fell ging und sie dann zurück zum Paddock brachte.
      Wie beim Bäumchen wechsel dich nahm ich dann Fabiola mit zum Stall. Ich beschloss allerdings mit ihr ausreiten zu gehen. Sie hatte sich letzte Woche einen Muskel in der Hinterhand gezerrt, sodass ich auf Anweisung des Tierarztes nur leichte Arbeit mit ihr machen sollte. Ich putzte die dunkle Stute ausgiebig, denn sie hatte einiges an Sand in ihrem Fell. Nachdem das gröbste raus war, sattelte ich sie und wir ritten in den benachbarten Wald. Dort lies ich sie am langen Zügel die frische Luft genießen. Sie schnaubte zufrieden ab und schritt entspannt den Weg entlang. An der üblichen Galoppstrecke lies ich sie antraben. Weiterhin am langen Zügel lief sie im schönen V/A vor sich hin. Da es mittlerweile um die 25°C warm war, waren wir beide wohl ganz froh um den schattigen Wald. Da es aber immer mehr Mücken und Bremsen wurden, kehrten wir nach 30min zum Stall zurück. Dort angekommen, spritzte ich ihre Beine mit kühlem Wasser ab und brachte sie nach dem Absatteln und versorgen wieder zurück zum Paddock.

      Bevor ich mich den Hengsten widmete, wollte ich mir ein paar Cavalettis aufbauen. Ich lief also zurück zum Dressurplatz und tauschte ein paar Stangen gegen Cavalettis aus. Ich hatte letztens auf Facebook ein Video gesehen, wo eine bekannte Reiterin über erhöhte Stangen galoppiert ist. Meine beiden Pappenheimer müssten sich jetzt auch mal dieser Herausforderung stellen.
      Ich lief zu den Paddocks und schnappte mir direkt Firlefanz. Am Stall musste ich ihn mit ein wenig Kraftfutter bestechen, damit er still stehen blieb. Er klebte sehr an Frühlingstanz und konnte alleine keine Minute ausharren.
      Beim Putzen beruhigte er sich wieder ein wenig, sodass ich ohne Todesangst seine Hufe auskratzen konnte und ihn zu Ende fertig machen konnte. In seinen wildesten Momenten fing er an zu steigen und wild umher zu laufen. Heute schien aber ein recht guter Tag zu sein. Nachdem ich ihm alle vier Beine bandagiert habe, gingen wir zum Dressurplatz. Er schaute schon aufmerksam in Richtung der Stangen, wusste aber anscheinend nicht so wirklich was er damit anfangen sollte. Ich musste innerlich ein wenig lachen, ich hatte noch kein Pferd gesehen, dessen Mimik und Gestik so aussagekräftig war. Nach der Aufwärmphase begann ich mit den normalen Stangen. Firlefanz sollte seine Hinterhand mehr mitnehmen und mehr Schwung entwickeln. Nachdem die Stangen im Trab gut angenommen wurden, steuerte ich auf die erste Cavaletti Reihe an. Ein Dressurpferd und Cavalettis? Haaa, sehr witzig. Wie der größte Tollpatsch sprang er über das erste Cavaletti, sodass der Abstand zum zweiten so gar nicht mehr passte und blieb stehen. Nichts zu machen, der Herr wollte einfach nicht. Okay, fünf Minuten Schritt-Galopp Übergange geübt un nochmal auf die Stangen zu. Dieses Mal klappte es schon besser, eins viel um aber der Rest blieb stehen. Ein zweites Mal galoppierte ich über die höher gelegten Stangen und siehe da, alles blieb liegen und das Pferd brach sich kein Bein. Ich lobte ihn überschwinglich und beendete das Training sofort. Mit ihm ging es noch eine Runde um die Wiesen herum. Er liebte diese Runde, konnte den ganzen Hof beobachten und war voll in seinem Element. Am Stall angekommen sattelte ich ab, putzte noch schnell drüber und tauschte das Pferd auf dem Paddock gegen Frühlingstanz. Allerdings kam der schwarze Hengst mir schon lahmend entgegen. Ich bekam sofort Panik und brachte das Pferd in den Stall, um mir die Beine genauer anzuschauen. Die vordere linke Sehne war dick und heiß. Oh shit. Nicht noch ein krankes Pferd. Ich ging mit Frühlingstanz erst einmal zum Waschplatz und kühlte das Bein mit kaltem Wasser. Ich brachte Frühlingstanz zurück aufs Paddock und schaute mich um, ob ich irgendwas sah, was Aufschluss auf die Verletzung geben konnte. Ich sah aber weder Spuren von wildem Herumgaloppieren noch sonstiges. Ich rief meinen Tierarzt an, damit er bei Gelegenheit vorbei kam und sich das ansah. Hoffentlich war es nichts ernstes!
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    • honigkuchenpferd

      Ankunft Flippa und Training | 22.01.2019

      "Freches Pony zum Kinderreiten zu verkaufen". Hm, interessant. Ob diese Kombi eine gute Idee ist? Seit einiger Zeit gebe ich auf meinem Hof Reitunterricht. Da ich die kleinen Kinder aber ungerne auf die großen Pferde setze, schwebt mir schon länger der Gedanke nach einem kinderfreundlichen Pony im Kopf herum. Das Bild von Flippa sticht mir bei Ebay Kleinanzeigen direkt ins Auge. Hübsch ist sie auf jeden Fall, aber frech? Hm. Ich rufe die Nummer an und vereinbare heute noch einen Besichtungstermin. "Wenn Sie das Pony direkt mitnehmen, kriegen Sie Trense und Sattel noch dazu!" Scheint ja dringend zu sein. Also spanne ich den Hänger ans Auto und fahre los. Theoretisch hätte ich das Pony auch im Kofferraum transportieren können, ist ja nur n knapper Meter.
      Auf dem kleinen Hof angekommen, steht dort bereits ein kleines geflecktes Pony mit zauseliger Mähne angebunden. Daneben ein junges Mädchen, welches vergeblich versucht, die Hufe auszukratzen. Ich parke mein Auto und gehe auf das Mädchen zu. "Hey, ich bin wegen Flippa hier, weißt du wer dafür zuständig ist?", frage ich. Sie antwortet: "Ja, das ist Janine. Geh mal dort in den Stall, sie müsste da am misten sein."
      Also laufe ich ins Gebäude hinein und rufe Janine. Keiner antwortet. Ich laufe weiter, der Stall wird immer dunkler und muffeliger. Hier leben Pferde?
      Irgendwann werde ich fündig und bespreche mit ihr alle Details. Das Pony muss weg, weil es beißt. Ahhh ja, super Voraussetzung zum Kinderreiten. "Ansich ist sie super brav, bei Kindern zumindest. Ab 12 Jahren schaltet sie auf taub und lässt sich nichts mehr gefallen. Also Vorsicht!"
      Ich kaufe Flippa und bin gespannt, was mich da erwartet. Beim einladen zeigt sie sich schon mal von ihrer besten Seite. Sie stemmt alle vier Hufe in den Boden vor der Rampe und bleibt einfach stehen. Nichts zu machen. Janine wirft eine Möhre in den Hänger und siehe da, als wäre nie etwas gewesen stolziert das kleine Pony auf den großen Hänger. Ich verschließe und übergebe noch den wirklich kleinen Kaufpreis von 50 €.

      Auf meinem Hof angekommen, bringe ich Flippa direkt in den Stutenstall. Die Box ist zwar viel zu groß aber vielleicht zieht ja bald ein zweites Pony ein. Platz wäre auf jeden Fall genug da. Ich werfe ihr eine Portion Heu in die Box und kümmere mich nun um die anderen Pferde.
      Zuerst putze ich Fabiola und bringe sie dann in die Halle. Dort ist eine Reihe aufgebaut, denn heute ist Freispringen angesagt. Fabiola scheint aber so gar nicht bei der Sache zu sein und verweigert und reißt immer mal wieder. Ich breche das Training ab und stelle sie zurück in die Box. Nachdem ich die Stallgasse gefegt und das Futter vorbereitet habe, gehe ich rüber zum Hengststall und nehmen Frühlingstanz und Firlefanz am Halfter mit. Sie dürfen sich ein wenig auf dem Platz austoben, denn heute schaffe ich es definitiv nicht mehr zu reiten. Obwohl beide Hengste sind, kommen die beiden sehr gut miteinander aus. Nach einer halben Stunde bin ich fast erfroren und sammle beide wieder ein. Zurück im Stall bereite ich das Futter vor und miste noch einmal kurz die Boxen. Dann gehe ich ins Haus mich aufwärmen und Essen kochen. Denn gleich kommen ein paar Nachbarn vorbei. Das wird gesellig!
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    • Sissicat
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      Am heutigen Tag führte mein Auftrag mich zu dem Fasanenhof. Nachdem ich meinen Kaffee ausgetrunken hatte und im Truck nachdem rechten gesehen hatte fuhr ich auch schon los. Nach einer Weile war ich dann auch schon bei dem Gestüt angekommen und fuhr durch die Einfahrt, wo bereits Leonie Obeck auf mich wartete. "Wir haben telefoniert, nicht wahr?", fragte ich sie während ich ihre Hand schüttelte, lächelnd nickte sie und führte mich zu dem Putzplatz - wo ich mein Zeugs aufbauen sollte. Wie auch bei vielen meiner anderen Aufträgen, holte Leonie die Pferde während ich alles aufbaute. Meine erste Patientin kam frech neben Leonie hergetrottet und hatte den shetty-typischen freundlich-frechen Blick aufgesetzt. "Das ist Flippa.", erklärte Leonie und band das kleine Pony an. Der kleine Schecke hob brav all seine Beine und lies mich an diesen herumhantieren soviel wie ich wollte. "Du bist aber brav.",lächelte ich und streichelte die Stute am Hals. Nachdem ihre Hufe sowohl geraspelt als auch ausgeschnitten waren tauschte Leonie das shetlandpony mit der Westfale Stute Fabiola aus. Die dunkelfuchs-farbene Stute stand schüchtern neben mir, lies aber trotzdem alles übersich ergehen ohne angst zu bekommen, im gegensatz zu Flippa mussten Fabiolas Hufe nicht nur geraspelt und ausgeschnitten werde, Fabiola brauchte auch neue Hufeisen. Vorsichtig hämmerte ich das Eisen zurecht und platzierte es auf das Huf der Westfalen Stute. Als ich alle Hufeisen angebracht hatte, brachte Leonie Fabiola zurück in ihren Stall und kam mit dem Westfale Hengst Frühlingstanz zurück. Frühlingstanz musterte mich bereits von weiten sehr misstrauisch und lies sich dieses Misstrauen auch bei meiner Arbeit anmerken, oftmals entriss er mir seinen Huf oder sprang kurz zur Seite. Trotzallem schaffte ich es mit Leonies Hilfe die Hufe des Rappen zu raspeln, zu schneiden und auch neue Eisen anzubringen. Das Loben übernahm bei Feuertanz allerdings seine Besitzerin. Mein letzter "Gast" am heutigen Tag war der Westfale Hengst Firlefanz. Der Junghengst musterte mich neugierig und schnupperte auch sehr wissbegierig an meinem Amboss. Aus Erfahrung hatte ich das Wasser schon weiter weg platziert, um dem Junghengst die Versuchung zu nehmen darin zu plantschen. Da Firlefanz nichts fand womit er sich beschäftigen konnte, konnte ich meine Arbeit ohne zwischenfälle beginnen und sauber beenden. Während Leonie den Fuchs zurück brachte, packte ich mein Zeugs zusammen. Schnell regelten wir noch das geschäftliche und dann fuhr ich auch schon nach Hause.
      2531 Zeichen | Sissicat
    • Calypso
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      3277 Zeichen von Calypso
      Für mich ging es diesmal nach Deutschland, zu Leonie Obeck. Am Nachmittag kam ich bei ihr an und verschaffte mir einen Überblick auf dem Hof. Als ich mein Auto ausgeräumt hatte, kam die junge Frau auch schon auf mich zu und begrüßte mich herzlich. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde zeigte sie mir die Stallungen und die Pferde. Ein Fuchshengst, Firlefanz, stand bereits angebunden in der Stallgasse und wartete auf mich. Ich machte mich mit ihm bekannt und bemerkte schon das er etwas nervös war, Leonie versicherte mir aber das er völlig händelbar war. Ich tastete ihn in Ruhe ab und gönnte ihm immer mal wieder kurze Streichelpausen. Nach dem abhören mit dem Stethoskop, ließ ich ihn mir von Leonie auf dem Hof im Schritt und Trab zeigen. Seine Bewegungen waren klar. „Okay, hat er Angst vor Spritzen?“ fragte ich mit einem Grinsen. „Werden wir gleich sehen, konnte ich noch nicht testen.“ bekam ich als Antwort. Beruhigend redete ich auf Firlefanz ein und seine Besitzerin streichelte ihn am Kopf. So schnell konnte er gar nicht schauen, war die Nadel bereits in ihm und ich hatte das Mittel injiziert. Jetzt wurde nur noch der Chip kontrolliert. Als nächstes war der Rapphengst Frühlingstanz an der Reihe. Auch er beäugte mich eher misstrauisch und prustete laut. Bei ihm ging ich nach dem gleichen Verfahren vor. Abtasten, abhören, im Schritt und Trab durfte er sich präsentieren und auch bei ihm war ich sehr zufrieden. Er war in Top Form. Beim impfen machte er, komischerweise, keinerlei Anstalten und blieb artig stehen. Auch hier kontrollierte ich den Chip. Dann steckte ich ihm ein kleines Leckerli zu, Tierärzte mussten sich einfach manchmal einschleimen. Leonie brachte Frühlingstanz zurück in seine Box und kam mit einer hübschen, großen Stute zurück. Bevor wir mit der Untersuchung begannen, musste ich ganz viel mit Fabiola schmusen. Hach sie war so eine Süße. Aber die Arbeit rief und so musste auch sie sich abtasten und abhören lassen. Draußen auf dem Hof war sie zuerst etwas faul. Man musste sie ganz schön ermutigen am Strick mit zu traben. Aber das was ich dann zu sehen bekam reichte mir völlig. Geimpft wurde Fabiola in Rekordzeit und natürlich gab es danach noch ganz viele Streicheleinheiten und ein schnelles Checken des Chips mit dem Lesegerät. „So und hier die letzte Patientin“ verkündete Leonie und kam mit einem Shetty um die Ecke. Die kleine Stute hieß Flippa und war mit ihrem knappen 1 Meter einfach zuckersüß. Jedoch stellte sich schnell heraus das sie es auch faustdick hinter den Ohren hatte. Wo die Großen eher schüchtern und zurückhaltend waren, war sie sehr extrovertiert und lebhaft, aber keineswegs böse. Leonie musste sie ständig abhalten das sie mir nicht an der Jacke zupfte oder sonst ein Kleidungsteil ins Maul bekam, während ich sie abtastete. Auch beim abhören fand sie das Stethoskop so interessant das ich ihr regelrecht ausweichen musste. Es war zwar auf eine gewisse Art anstrengend aber auch total ulkig mit ihr. Dann flitzte sie mit Leonie über den Hof, eine richtige kleine Rennsemmel. Ich kam aus dem schmunzeln gar nicht mehr raus. Nun gut, zum Schluss wurde sie auch noch geimpft und ich gab Leonie für alle vier Pferde Wurmkuren mit und las auch Flippa´s Chip aus. Schließlich verabschiedeten wir uns voneinander.
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  • Album:
    Stall
    Hochgeladen von:
    honigkuchenpferd
    Datum:
    22 Jan. 2019
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    EXIF Data

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  • GRUNDDATEN
    Zuchtname: Firlefanz

    Besitzer: Leonie Obeck
    Tierarzt: --
    Hufschmied: --
    Ausbilder: --
    Reitbeteiligung: --


    ABSTAMMUNG
    Vom: --
    VV: --
    VM: --

    Aus der: --
    MV: --
    MM: --


    EXTERIEUR
    Geburtsjahr: 2014
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,72m
    Typ: Warmblut
    Rasse: Westfale
    Fellfarbe: Fuchs
    Langhaar: Fuchs
    Abzeichen: 4x schwarze Stiefel


    INTERIEUR
    Charakter: neugierig, klebt an anderen Pferden, verschmust
    Beschreibung: Leonie hat den jungen Hengst Firlefanz von einer jungen Hobbyzüchterin, die mit seiner Ausbildung komplett überfordert war. Sein Nervenkostüm ist nicht das beste.


    QUALIFIKATONEN
    Training | Turnier
    Springen: E A L M S* S**
    Dressur: E A L M S
    Military: E
    Distanz: E
    Western: E
    Fahren: E
    Rennen: E
    Gangreiten: E
    Wendigkeit: E

    Eignung: Dressur, Springen

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    3. Platz, 490. Dressurturnier
    1. Platz, 493. Springturnier
    1. Platz, 524. Springturnier
    1. Platz, 524. Dressurturnier


    SONSTIGES
    Eingeritten: ja
    Eingefahren: nein
    Schrecktraining: ja
    Verladefromm: ja
    Schmiedefromm: ja

    Für die Zucht vorgesehen: ja

    Gekört/gekrönt: nein
    Decktaxe: --
    Vererbung: --
    Gencode: --
    Nachkommen: --

    Züchter: --
    Besitzer: honigkuchenpferd
    Vorbesitzer: --
    Ersteller: honigkuchenpferd
    Vorkaufsrecht: honigkuchenpferd

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