vampyrin

Finsterforst

Finsterforst
vampyrin, 14 Apr. 2016
BellaS, Sunnyyy und sadasha gefällt das.
    • vampyrin
      Der dunkle Riese
      © vampyrin

      Vorgeschichte: Teil 1, Teil 2, Teil 3

      April 2016 - Finnland
      „Das soll doch wohl ein Scherz sein oder?!“, fassungslos deutete die junge Frau auf den Schwarzwälder Fuchs neben ihr. „Nein, wie kommst du darauf?“, erwiderte ich freundlich. „Weil das ein verdammtes Kaltblut ist! Und mit dem willst du ein Sportgestüt aufziehen?“
      „Aber warum denn nicht?“
      „Papa.“, sie schien fast den Tränen nahe. „Wir wollen doch Erfolg haben oder nicht? Dann können wir doch nicht mit dem dicken Vieh auf Turnieren antanzen, die werden uns auslachen! Wir brauchen richtige Sportpferde! Warmblüter! Im besten Falle mit ordentlicher Abstammung. Er ist das absolute Gegenteil von dem was wir brauchen!“, missmutig schob sie den gewaltigen Kopf zur Seite, dessen neugierige Schnauze an ihrer Jacke herumknabberte.
      „Barockpferde sind immer etwas kräftiger. Aber er hat Talent, das kannst du mir glauben!“
      „Barock? Das ist kein Barockpferd mehr, das ist ein dickes, fettes Kaltblut! Außerdem weiß ich aus eigener Erfahrung dass du nichts als Spott ernten wirst wenn du mit diesem Vieh“, wieder schob sie energisch den Kopf zur Seite, „wenn du mit diesem Vieh auf einem Dressurturnier vorreitest! Die Richter werden dich auslachen, ich selbst lache solche Leute aus!“

      Ich seufzte. Ihr fehlte einfach das Verständnis für diese schönen Tiere. Hilfesuchend blickte ich zu Hannes, der nur ratlos die Schultern zuckte. „Wie kommst du eigentlich darauf? Früher hatten wir doch auch vernünftige Pferde, woher kommt der plötzliche Umschwung?!“, sie konnte es nicht lassen mir die Sache auszureden, dass das Tier bereits praktisch in meinem Besitz war verschwieg ich jedoch vorerst. „Weil ich sie Leid war! Immer diese Einheitsbrei-Pferde. Ich möchte etwas mit Charakter und über die Jahre hinweg habe ich mich mehr und mehr mit diesen schönen Tieren beschäftigt und sie sehr lieb gewonnen.“
      „Einheitsbrei hin oder her! Leistung ist das was zählt. Und du willst keinen Bauernhof aufmachen, sondern ein Sportpferdegestüt!“
      „Sie ihn dir doch erst mal an. Zeig ein bisschen Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Dingen.“, grinste ich. „Komm, ich zeig dir mal wie er toll er Laufen kann.“ Ihr Augenrollen, als ich mich abwandte konnte ich förmlich spüren auch wenn ich es nicht sehen konnte. „Viljo, wärst du so nett?“, wandte ich mich nun an den Herren mittleren Alters, der unserer Diskussion bisher schweigend beigewohnt hatte. Er nickte nur kurz und verschwand mit dem großen Hengst in Richtung der Ställe. Hannes und ich folgten ihm und auch Maira entschloss sich nach kurzem Zögern hinterher zu dackeln. Viljo tauschte in Windeseile das Halfter gegen einen Kappzaum aus, packte sich die Longe und wies uns den Weg zum Reitplatz. Hier nahm ich den Hengst entgegen und ließ ihn zu Beginn im Schritt um mich herum laufen. Nach und nach führte er so alle Gangarten vor. Für einen Hengst seines Alters war er sehr gut erzogen auch wenn er sich einen kurzen Ausbruch des Temperaments nicht entgehen ließ. „Na beeindruckt?“, rief ich zur Bande rüber, wo sich die ‚Kinder‘ an den Zaun gelehnt hatten. Maira hatte den Kopf auf den verschränkten Armen niedergelassen und folgte dem Fuchs mit missmutigem Blick. Hannes sagte irgendwas zu ihr und lachte, doch ich konnte nicht verstehen was. Offenbar allerdings nichts was ihr sonderlich gefiel, ihrem bösen Funkeln in seine Richtung nach zu folgern. „Hooo.“, rief ich mit ruhiger Stimme um den Hengst durchzuparieren. Er schnaubte einige Male und schüttelte die prächtige Mähne. „Und unter dem Sattel?“, hörte ich meine Tochter aus der Ferne rufen. Bevor ich antwortete holte ich den Fuchs zu mir her, tätschelte ihm belohnend den Hals und rollte die Longe auf, bevor ich mich zu den anderen an die Bande gesellte. „Er ist noch nicht allzu lange unter dem Sattel.“

      Maira ließ die Stirn verzweifelt auf die Arme sinken und verblieb einige Minuten in dieser Position, bevor der Kopf wieder hochschnellte. „Das ist also dein Plan? Erfolgreiche Sportpferde ausbilden.. und das erste was du dir anschaffst ist ein dickes Kaltblut, das nicht einmal EINGERITTEN ist?!! Wie lange hast du denn bitte vor so rum zu vegetieren bevor etwas Geld in die Kasse kommt? Rohe Pferde bringen kein Geld, SIE KOSTEN NUR!“
      „Oh, er ist nicht roh. Du siehst ja wie schön er sich schon longieren lässt, ist bereits etwas am langen Zügel gearbeitet und hatte auch schon ein-zweimal einen Reiter auf dem Rücken.“, mit seligem Blick strich ich dem Hengst über die weiche Nase, während Maira den Kopf wieder und wieder auf die Arme fallen ließ. „Pass auf, dass du keine Kopfschmerzen kriegst.“, scherzte Hannes und erntete einen weiteren düsteren Blick. „Wir müssen jetzt mal Klartext reden.“, setzte sie an. „Das geht so nicht. Wir brauchen gerade für den Anfang eine kleine Sammlung vernünftiger, erfahrener“, dieses Wort betonte sie besonders. „Pferde. Im Besten Falle sollten sie schon das ein oder andere Turnier erfolgreich gemeistert haben und eine vernünftige Abstammung besitzen, damit wir sie später teuer weiterverkaufen können. Immerhin sind wir keine Aufzuchtstation. Der hier“, sie deutete auf den Hengst. „passt da absolut nicht rein. Ich fürchte den wirst du dir aus dem Kopf schlagen müssen.“
      „Oh so einfach ist das nicht. Weiß du, es ist nicht so als würde sein Kauf zur Debatte stehen. Eigentlich ist der schon abgeschlossen und Viljo hier wartet nur noch auf die Zahlung.“
      Ihr blieb die Kinnlade offen stehen.
      „Und bevor du jetzt etwas in den falschen Hals kriegst, das Ganze stand schon fest bevor du mit an Bord warst. Du hast also keinen Grund dich verraten zu fühlen.“, damit war die Sache für mich erledigt.

      Sie schien zu einer weiteren Schimpftirade anzusetzen, schloss dann den Mund und blickte resigniert auf ihre Finger. Ein lautes (etwas zu theatralisches) Seufzen war zu hören. „Was hab ich mir da nur angetan?“, murmelte sie und wandte sich ohne ein weiteres Wort ab. Langsam ging sie in Richtung des Wagens, dabei brummelte sie weiterhin unverständliche Worte vor sich hin. „Die fängt sich schon wieder.“, winkte ich ab, als ich die erwartungsvollen Blicke sowohl von Hannes als auch Viljo auf mir spürte. „Bringen wir den Prachtburschen mal wieder zu seinen Freunden.“

      Maira schwieg die ganze Heimfahrt über hartnäckig. Jeder Versuch sie aus der Reserve zu locken war vergebens, also gaben wir schlussendlich auf. „Wie heißt er eigentlich?“, fragte Hannes plötzlich. Tatsächlich hatte ich ihm den Namen des Hengstes nie gesagt. „Finsterforst, das ist wohl ein deutscher Name. Viljo hatte mir da mal irgendwas erzählt. Scheint eine Region in Deutschland zu sein und so viel wie schwarzer Wald zu bedeuten wenn ich mich nicht irre, übrigens auch die Heimat dieser Rasse. Mehr kann ich dir dazu aber auch nicht sagen.“, kicherte ich leise.
      „Hmm.. das kommt mir doch von irgendwoher bekannt vor..“, murmelte Hannes und auch er schwieg von diesem Zeitpunkt an, versunken in seinen Gedanken.

      Apr 14, 2016
    • vampyrin
      Tierarztbericht #1 - Ankaufsuntersuchung
      © Eddi | Klinik Caen

      April 2016 - Finnland
      „Guten Tag, Eemil Partanen, folgen Sie mir“, wurde ich von einem älteren Mann auf dem kleineren Hof herzlich in Empfang genommen. Es herrschte eine sehr familiäre Atmosphäre, so dass man sich auch aus aussässiger Tierarzt direkt wohl fühlte. Ich war heute hier, um eine Ankaufsuntersuchung durchzuführen. Eemil wollte einen Schwarzwälder Fuchs kaufen, aber vorher lieber auf Nummer Sicher gehen.
      „Das ist Finsterforst. Hengst, 4 Jahre alt und 1,59m groß“, meinte er knapp und führte den kräftigen Kerl aus seiner Box. Ich bat ihn, den Hengst festzuhalten, während ich einen Blick in Augen und Maul warf. Der Pupillenreflex funktionierte hervorragend und die Schleimhäute wiesen ein gesundes Rosa auf. Dann hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte den Puls und die Körpertemperatur.
      Da es sich um eine Ankaufsuntersuchung handelte, wollte ich den Hengst auch gerne an der Longe und unter dem Sattel sehen, weshalb es direkt für uns in die Halle ging. Dort longierte der Besitzer mir das Pferd in allen drei Gangarten auf beiden Händen, ehe er ihn sattelte und das Gleiche noch einmal vorritt. Die Gänge des Pferdes waren klar, er lief locker und verspannte sich nirgendwo.
      Nichtsdestotrotz machte ich später in der Stallgasse noch Röntgenaufnahmen von den Gelenken und dem Genick, diese würde auch der spätere Besitzer erhalten. Mit unserem Aufwand riefen wir auch den Stallbesitzer auf den Plan. Dieser stellte sich als Viljo Laaksonen vor und beobachtete neugierig das Prozedere, was ich veranstaltete. „Also willst du ihn endgültig kaufen?“, meinte er knapp zum Pferdebesitzer und nach einem kurzen Gespräch verschwand er wieder.
      Ich hatte in der Zwischenzeit die Bilder ausgewertet und konnte Eemil zufrieden mitteilen, dass der Hengst kerngesund war. Sowohl von den Werten als auch von den Bildern. Der Hengst bekam eine kurze Pause und ich füllte den Bogen aus, ehe ich meine Unterschrift druntersetzte und ihn samt den Bildern in einen Umschlag packte.
      Für Finsterforst standen nun nur noch alle vier Impfungen und die Wurmkur an. Also bekam er die Spritzen gegen Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut und schon war er komplett fertig und durfte wieder in die Box. Ich frischte noch seinen Impfpass und dann verabschiedete ich mich auch schon von Eemil und machte mich auf den Heimweg.

      Apr 24, 2016
    • Sosox3
      Pflegebericht Oktober 2016

      Heute führte mein Weg mich aufs Troll Lair EC, denn Vämp hatte mich gebeten während ihrem Urlaub mal bei ihren 4 Schützlingen vorbeizuschauen und sie morgens und abends zu füttern. Der erste, den ich heute bewegen würde, war Dakaprio, ein Dunkelfuchs mit heller Mähne und einem verschmusten Wesen. Ich nahm ihn aus seiner Box und putzte ihn erstmal gründlich, sodass sein Fell wieder glänzte. Dann legte ich ihm Gamaschen an und führte ihn eine Runde um den Hof. Der kleine Spaziergang zeigte mir, dass der fast 5-jährige Hengst doch etwas schreckhaft und sehr guckig war. Dann konnte er für einige Stunden auf die Weide und ich widmete mich Jolly Beggar zu. Mit seinem feinen Kopf wirkte er fein und lieb auf mich. Laut Vämp aber war er ein Schlitzohr, denn es kam auf seine Motivation und Tagesstimmung an, sodass ich ihn nur putzte und dann auch auf die Weide brachte. Der nächste war Darym. Ein Holsteiner-Pinto in toller Jacke den ich ein wenig Dressur in der Halle ritt. Er testete mich ganz schön, während ich versuchte mich durchzusetzen. Als ich mit dem Training fertig war, klopfte ich seinen Hals und stieg ab. Ich kratzte seine Hufe aus und legte ihm die Abschwitzdecke über. Der letzte war Finsterforst. Ein Schwarzwälder Fuchs in angenehmer Größe, den ich aber lieber in der Halle ein wenig laufen ließ. Dann brachte ich die Pferde gegen Abend von der Weide rein und machte mich dann aus dem Staub.
    • Friese
      Pflegebericht Mai 2017:

      Heute machte ich mich auf den Weg nach Schottland. Ich wollte mich um die Pferde von Troll Lair EC kümmern. Auf dem Hof angekommen begrüßte ich alle Pferde. Als erstes würde ich Dakaprio, Jolly Beggar, Darym und Finsterforst auf die Weide bringen. Danach machte ich ihre Boxen und richtete das Futter her. Nachdem ich damit fertig war holte ich Dakaprio wieder nach drinnen. Ich putzte ihn und lobte das Dänische Warmblut. Vämp hatte mir gesagt, dass ihr Zeitplan es einfach nicht zuließ, dass sie sich wirklich um ihre Pferde kümmerte. Ich sattelte und trenste den Hengst. Nachdem ich damit fertig war, ging ich mit ihm eine große Runde ins Gelände. Er schien dies wirklich zu genießen. Als nächstes stand ein Spaziergang mit Jolly Beggar und Darym an. Auch ihnen schien es gut zu tuen sich mal die Beine richtig zu vertreten. Da ich nicht sonderlich viel Zeit hatte longierte ich Finsterforst nur ein bisschen. Ich brachte alle von den Weiden wieder in die Boxen und gab ihnen das bereits hergerichtete Futter. Sie stürzten sich drauf. Ein letztes Mal kehrte ich alles und machte mich dann auf die Weiterreise auf den Hof Caed Crevan.
    • Occulta
      Verschoben am 22.05.2017
      Grund:
      6 Monate keine Pflege, letzte Pflege zählt nicht da nach Ablauf der Frist von Modi geschrieben.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    vampyrin
    Datum:
    14 Apr. 2016
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    Height:
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  • Finsterforst

    Abstammung
    unbekannt x unbekannt

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    Exterieur
    Rasse Schwarzwälder Fuchs


    Geschlecht Hengst
    Geboren Mai, 2012
    Stockmaß 1,59m


    Fell Lichtfuchs
    Abzeichen Breite Blesse, 4 weiße Beine
    Gencode ee aa ff


    _____________________________

    Charakter & Beschreibung

    - folgt -
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    Zuchtinfos
    Zuchtzulassung keine

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    Besitzdaten
    Besitzer Troll Lair EC
    Verantwortlich Eemil Partanen
    Ersteller/VKR vampyrin


    Wert ,-
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    Ausbildungsstand
    Reitweise Klassisch, Fahren


    Eignung Dressur, Zugleistung (Fahren)

    Dressur -
    Fahren -


    Turnier, Training
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    Spind