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Eddi

Fiebertraum ♛ Rhapsody

Englisches Vollblut ♂ gekört

Fiebertraum ♛ Rhapsody
Eddi, 29 Okt. 2017
Cooper, Ofagwa, Mohikanerin und 2 anderen gefällt das.
    • Eddi
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      Ehemalige Berichte
      07.08.2012 - Ein neuer Anfang
      “Guten Morgen meine Süßen!” rief ich fröhlich, als ich der Weide entgegeneilte. Heute würde ein anstrengender Tag werden, doch zuerst sollten die Gnadenbrotpferde gefüttert werden. Zwar war Fly die einzige Stute unter vier Wallachen, dennoch war sie eindeutig die Chefin. Ich betrat den Offenstall und kraulte der Warmblutdame kurz die Stirn. Zu ihrer Linken stand der kleine Calimero, frech wie eh und je war unser 29-jähriges Shetty und die rechte Hand von Fly. Auch die anderen Pferde kamen sofort zu mir. Insgesamt bewohnten fünf Tiere den großen Offenstall mit anliegender Weide. Ich begrüßte zuerst Snickers und Star, beide waren wie immer Seite an Seite und ließen sich nur zusammen kraulen. Auch jetzt waren sie noch unzertrennlich, Kumpels für immer. Zu guter Letzt führte mich mein Weg zu Rashid. Auch er war näher gekommen, stand dennoch abseits. Unser Saddlebred war auf seinem linken Auge erblindet und deshalb stets vorsichtig. Ich redete lächelnd mit ihm und begann ihn zu kraulen, was er auch sichtlich genoss. Ich tätschelte ihm den Hals und macht mich dann ans Werk. Es war erst früh um sechs und dennoch schien die Sonne schon hell vom Himmel. Flott kontrollierte ich die Tränke und füllte nach. Dann schob ich die Schubkarre herein und verteilte das Heu in den Raufen. In aller Ruhe, wie Senioren eben sind, setzten sich die Pferde in Bewegung und begannen zu frühstücken. Danach nutzte ich sogleich die leergewordene Schubkarre, um den Paddock abzuäppeln und den Offenstall zu misten. Mit allem fertig, holte ich noch frisches Stroh und dann öffnete ich das Gatter zur Weide. Wenn sie wollten, würden die Guten sich schon im Grünen vergnügen. Ich hatte mich jedoch fast zu lange mit ihnen beschäftigt, denn es war bereits um sieben. “Mist…” fluchte ich. Ich hatte doch um diese Zeit schon auf Nasty Past sein wollen. Entschuldigt, ich meine damit unseren ehemaligen Hof. Denn heute stand der große Umzug an. Nachdem uns Monat für Monat immer mehr Helfer abgesprungen waren, hatten wir zuletzt nur noch zu zweit mit einem riesigen Hof und vielen Pferden dagestanden. Schwermütig hatten wir uns von den größten Teil getrennt und ich hatte nach einem neuen Hof gesucht, welchen ich auch mit Erfolg gefunden hatte. Er besaß alles, was wir brauchten, war aber gemütlicher und übersichtlicher. Heute würden noch die übrigen zwölf Pferde hier einziehen. Als Hilfe stand uns nun auch unsere Jahrespraktikantin Trudi zur Verfügung, welche uns nur zu gern half. Sie würde sich hauptsächlich um die Ordnung und Sauberkeit auf dem Hof kümmern, ab und an mit den Fohlen arbeiten und vielleicht auch manchmal reiten. Die Frage war nur wen, denn die Pferde waren doch noch sehr kompliziert. Doch ich musste erst einmal los.
      Auf dem großen Hof angekommen, stieg ich gähnend aus dem Auto und begrüßte eine ungeduldige Fee. “Ich bin doch pünktlich.” lachte ich. Als erstes wollten wir die Fohlen fahren. Also machten wir zuerst Moon River und Lulu für die Fahrt bereit. Die beiden waren auch schnell und ohne große Probleme verladen und ich konnte losfahren. Die beiden Zwerge Existenz und Calero würden von Fee gefahren werden, während meine Pflegerin Chrissi, auf die anderen Tiere aufpasste. Es dauerte nicht lange und wir kamen auf den neuen Hof an. Gemeinsam luden wir die Fohlen aus und brachten sie in die komplett neuen Boxen, welche Trudi schon fleißigerweise eingestreut und schön hergerichtet hatte. Es war ein Stall für zwanzig Pferde und jede Box besaß auch einen großen Paddock. Die Fohlen schienen sich wohlzufühlen. Wir fuhren direkt wieder zurück, um nun die Stuten zu holen. Das würde ein Spaß werden… Oh ja, das war es. Wir teilten so ein, dass jeweils eine ruhige Stute zu der nervösen kam. Als erstes waren Key und Success Story an der Reihe. Während Key mir ohne Weiteres brav hinauffolgte, sträubte Story sich wie eine Raubkatze. Sie stieg, tänzelte umher und wieherte ohrenbetäubend. Eine halbe Stunde brauchten wir, eh sie auf dem Hänger stand. Danach war die zweite Hürde an der Reihe. Zuerst verluden wir unsere Warmblutstute Deep Silent Complete. Sie ging auch ohne große Probleme auf den Hänger. Ihre Mitfahrerin Cual Maniaca, unsere Achal Tekkiner Dame, streikte noch schlimmer als Story. Beinahe riss sie sich los. Nur mit vereinten Kräften und gutem zureden schafften wir es auch bei ihr, sie auf den Hänger zu schaffen. Mit viel Radau ging die Fahrt los. Gott sei Dank war der andere Hof nur eine halbe Stunde entfernt, länger hätte ich das nicht ausgehalten. Das Ausladen gestaltete sich fast genauso schlimm und wir fahren froh, als wir unsere Vollblüter sicher in ihren Boxen stehen sahen. Besonders Manni schwitzte tierisch, also bekam sie direkt eine Stalldecke darauf. Story entspannte sich allmählich. Während man Key und Silly die Umstellung kaum anmerkte. Zu guter Letzt würden unsere vier Hengste kommen. Während ich Fiebertraum und Hoppla fuhr, würde Fee Leitz und Tiramisu übernehmen. Bei ihnen brauchten wir nicht ganz so lange, eh sie auf den Hängern standen. Glücklich fuhren wir auch die letzten vier Pferde auf den neuen Hof. Als auch unsere Hengste sicher in den Boxen standen, konnten wir verschnaufen. Der alte Hof stand nun leer, er war auch schon verkauft. In unseren neuen Hof zog gerade Leben ein. Für heute würden die Süßen im Stall bleiben müssen, aber sie hatten ja ihre Paddocks. Ab morgen würde es dann zum Test auf die Weiden gehen. Nachdem nun alle Pferde anwesend waren, gab es erstmal Mittagessen als Begrüßung. Jeder bekam seine spezielle Portion.
      Damit fertig, säuberten wir die Hänger und fuhren ein letztes Mal auf den riesigen Hof. Nun würde noch die Sattelkammer ausgeräumt werden. Ein langwieriges Unterfangen, denn wir säubert alles gleich, ehe wir es verpackten. Es dauerte zwar ewig, eh wir fertig waren, aber am späten Nachmittag war die neue Sattelkammer komplett eingeräumt und glänzte strahlend. Rundum zufrieden genoss ich die aufkommende Ruhe. Die Vögel zwitscherten noch und die Sonne gab ihre wärmenden Strahlen ab. Der Tag war erfolgreich geschafft und wir konnten stolz auf und sein. Fee musste relativ früh wieder weg und auch Trudi entließ ich nach Hause. Die ersten Tage würde ich alles mit ihr zusammen machen, damit sie die Pferde kennenlernte und alles. Wenn sie reiten würde, würde ich sie wahrscheinlich auf Key setzen. Sie ist die Ruhigste und hat genug Vertrauen in Menschen, Bei Silly wäre das eventuell auch möglich. Gegen Abend fütterte ich noch mal unsere Neuankömmlinge und nahm Manni ihre Decke ab. Dann machte ich mich auf den Weg zur Weide und pfiff die Gnadenbrotpferde zusammen in den Offenstall, um das Weidetor schließen zu können. Ich verteilte noch das Nachtheu, sagte jedem gute Nacht und bezog mein Nachtquartier im Büro.

      Tierarztbericht für Fiebertraum
      Heute hatte ich endlich die Zeit gefunden, um mich um Edfriend und ihren Fiebertraum zu kümmern, nachdem ich einen besorgten Anruf von eben jener bekommen hatte.
      Noch am Tag davor hatte ich von seinem Sieg in dem Rennen gehört und den wunderschönen, gold schimmernden Hengst auf dem flackernden Bildschirm in dem kleinen Restaurant bestaunt, während ich zwischen zwei Patienten ein ziemlich ungesundes Mittagessen genommen hatte.
      Und jetzt hatten wir den Salat - nach dem, was ich am Telefon gehört und erzählt bekommen hatte, hatte der Veterinärmediziner an der Rennbahn eine Muskelzerrung diagnostiziert aber es dabei belassen.
      Typisch, schnelles Geld und keine Hilfe.
      Als ich jetzt auf den Stall zu ging, sah ich Edfriend die auch grade aus der Tür über den Hof kam, mir entgegen und lächelte. Nach den üblichen Floskeln ginge wir zu meinem Patienten, ich konnte ihre Besorgnis sehen und wollte keine Zeit mehr verschwenden.
      "Na du Champ, wie geht es dir? Würdest du ihn mal raus holen?" Die Box war zwar groß, doch es war mir lieber, wenn ich die Stallgasse zum untersuchen hatte, damit die Pferde in ihrer Box noch immer ihren Rückzugsort erkannten.
      Das ich ihm das lieber nicht angetan hätte, sah ich als er die Ohren anlegte, bei jedem Schritt mit dem er das verletzte Bein belasten musste und nur äußerst unwillig mit Edfriend ging, sowieso schien er nicht ein großer Sonnenschein zu sein.
      "Ich werde das Bein erstmal abtasten, dann sehen wir weiter." klärte ich sie kurz auf, während ich meine, durch das nasskalte Wetter, kühlen Finger an sein Bein legte. Um so leichter spürte ich, dass das Bein erhitzt war, stark erhitzt - und das obwohl Edfriend wohl schon gekühlt hatte.
      Für uns Tierärzte war es gut, dass die Pferde auf den ausgeübten Druck so stark reagierten, so konnte man die Schmerzursache schnell lokalisieren und präziser behandeln.
      So war es auch bei Fiebertraum, als ich auf den Oberarm Druck ausübte, legte er unwillig die Ohren an und versuchte sogar nach mir zu beißen. Ich konnte es ihm nicht verübeln.
      Es war nicht wirklich geschwollen, weshalb ich ausschließen konnte, dass ein Muskelfaserriss vorlag was es für alle besser , aber grade Fiebertraum erheblich leichter machen würde. Aus meiner Tasche nahm ich eine Ampulle, ich war zwar ein Freund von alternativen Heilmethoden, doch ein Pferd mit so starken Schmerzen stehen zu lassen, grenzte an Tierquälerei.
      "Ich werde ihm ein Schmerzstillendes Mittel verabreichen, außerdem braucht er Boxenruhe, damit sich das Bein schnell erholt. Besser wäre es da fast, ihn in den normalen Stall zurück zu stellen, nur etwas weiter hinten, damit er nicht alleine ist, aber sich auch nicht übermäßig bewegt." riet ich Edfriend, denn so ein Quarantänestall war zwar gut und schön, aber die Boxen so groß, dass sich Dreamer dennoch Problemlos darin ziemlich viel bewegen konnte.
      Ich desinfizierte die Stelle am Hals und hatte ganz schön zu kämpfen, denn als dem Hengst der beißende Geruch in die Nase gestiegen war, rollte er mit den Augen, schlug mit dem Schweif und versuchte sich der im Licht der Lampe aufblitzenden Kanüle zu entziehen. Aber da half auch sein Gezicke nicht, immerhin würde die milchige Injektion ihm helfen, dass würde er schon noch zu schätzen wissen.
      "Zusätzlich kannst du Arnika verabreichen und das Bein sollte Tagsüber gut gekühlt werden, die Arnikaumschläge kannst du auch weiter führen. In etwa einer Woche sollte er wieder Schmerzfrei gehen, bis dahin sollte sich sein Bewegungsradius auf die Box beschränken." fasste ich zusammen und klopfte Fiebertraum, der mich argwöhnisch beäugte, ob ich ihm nicht doch noch eine Spritze verpassen würde, den Hals.
      "Wenn es nicht besser oder sogar schlimmer wird, ruf mich an. Ansonsten wünsche ich gute Besserung!" verabschiedete ich mich letztlich, ehe ich auch schon wieder weg war..

      28.10.2012 - Der Winter kommt ...
      Gähnend blickte ich aus dem Fenster und staunte nicht schlecht, als ich weiß sah. “Nein…” stöhnte ich. Es war gerade einmal Ende Oktober und draußen lag ‘Schnee’. Ich schüttelte mich und schaute frustriert in meine fast leere Tasse. Flott schüttete ich den Rest weg und verstaute sie im Geschirrspüler. Schnell hatte ich mich dann angezogen, einige Leckerlis eingepackt und machte mich auf den Weg zum Auto. Nach einer halben Stunde traf ich auf Nasty Past ein. Zu meiner Freude war die leichte Schneedecke wieder verschwunden, nur der Himmel war noch grau bewölkt. Es war erst kurz nach acht und im Stall herrschte noch komplette Ruhe. Also beschloss ich, zuerst im Offenstall der Gnadenbrotpferde vorbeizuschauen. Schon jetzt schlossen wir abends die Türen des Stalles, damit er nicht so auskühlte. Umso mehr freute sich unser Zwerg Calimero, als ich ihm die Türen öffnete und er sich austoben durfte. Flott gab ich den fünf ihr Frühstück und huschte zurück in den Stall. Dort bekamen auch die restlichen ihr morgendliches Mahl, eh ich mir die Bewegungspläne der letzten Tage begutachtete. Seufzend musste ich feststellen, dass kaum einer der Großen bewegt worden war. Nur Leitz und Manni waren erst gestern gearbeitet worden. Also standen für mich heute fünf Pferde an. Hoppla konnte man ja nie dazuzählen. Der kleine Falla genoss immer seine Ruhe. Inzwischen kam sogar die Sonne heraus, sodass ich die Tiere erst einmal auf die Weide brachte und ich erst einmal mit der Stallarbeit beginnen konnte. Trudi war inzwischen auch erschienen und half mir tatkräftig. Als wir fertig waren, beschloss ich dank des schönen Wetters doch einen Ausritt mit Trudi zu wagen. Ich hatte ihr schon öfters Unterricht auf Key gegeben und die beiden kamen super miteinander aus. Nur ich brauchte noch ein Reitpferd. Spontan fiel meine Wahl auf Silly, denn ich wollte heute doch mal kein Risiko eingehen und mich einfach ausruhen. Wir holten die beiden Stuten von der Weide und begannen sie gründlich zu putzen und zu satteln. Als wir dann fertig waren konnten wir auch direkt los. Beide Stuten waren hochmotiviert und schienen von unserem Plan begeistert zu sein. Gemeinsam ritten wir durch den noch bunt gefärbten Wald und genossen dann einen flotten Galopp über die gefrorenen Felder, eh wir entspannt zurück ritten. Trudi kümmerte sich um beide Stuten, wofür ich ihr sehr dankbar war, denn so konnte ich direkt weitermachen und mir Tiri holen. Im Gegensatz zu den Damen besaß der Araber heute null Elan. “Ach komm schon Kumpel.” lachte ich und machte ihn fertig. Mein Dressurtraining verwarf ich gleich und wir einigten uns schnell auf Gymnastikspringen. Ich machte den Hengst fertig und gemeinsam ging es auf den Reitplatz, wo noch ein simpler E-Parcours aufgebaut war. Doch erst einmal ging es in die Halle zur Erwärmung. Erst lockerer Schritt und dann ein wenig Trab- und Galopparbeit. Erst dann ging es in den Parcours. Tiri war sofort aufmerksam und arbeitete plötzlich voller Motivation mit. Insgesamt verbrachten wir noch eine Dreiviertelstunde bei den Hindernissen, eh ich zum Abreiten eine Schrittrunde ins Gelände ging und dann Tiri fertig machte. “Trudi?” rief ich im Stall und war auf der Suche nach unserer Praktikantin. Schnell fand ich sie auch unterbreitete ihr meinen Vorschlag, dass sie doch bitte unsere Story longieren sollte. Während ich mit Dreamer noch ins Gelände ging und ein wenig Distanz arbeitete. Gegen 17 Uhr war ich wieder da und somit war der Tag fast gelaufen, denn im Herbst wurde es früh dunkel. Wir machten die Pferde fertig, holten alle wieder hinein und Trudi kümmerte sich um die Abendfütterung im Stall, während ich die Offenstallpferde in den Stall brachte und fütterte. Langsam verliefen die Tage wie in einem normalen Reitstall und man merkte kaum noch was von ‘Problempferden aus schlechter Haltung’. Ich verabschiedete mich von Trudi und fuhr nach Hause.

      22.05.2013 - Frühjahrsputz
      „Morgen Fee!“ rief ich meiner Freundin fröhlich entgegen, als ich mich vom Rad schwang und Nessie an die Leine nahm. Heute war herrliches Wetter, doch uns stand ein anstrengender Tag auf Nasty Past bevor. Ich glaube wir hatten uns nun lang genug vor dem Frühjahrsputz gedrückt, so dass wir nun wirklich anfangen mussten. Doch zuerst waren die Pferde an der Reihe, denn sie spielten hier die Hauptrolle. Schon seit langem hatte Nasty Past kein neues Pferd mehr aufgenommen, so dass allmählich ein geregelter Alltag einhergegangen war und sich die Pferde dank unserer Unterstützung immer besser erholten. Dieses Jahr wollten wir sogar die ein oder anderen schon auf so manches Turnier schicken. Während Fee sich um die Morgenfütterung im Stall kümmerte, besuchte ich unsere Gnadenbrotpferde. Calimero kam als erster an, um sich einige Streicheleinheiten zu holen. Rashid war der zweite, welcher mich bemerkte und mir fröhlich entgegenbrummelte. Nightshine stand noch bei der Heuraufe und döste vor sich hin, währenddessen Snickers und Star schon ungeduldig am Weidegatter herumliefen und endlich auf die große Weide wollten. Die beiden waren wie Zwillinge und trennten sich nie. Ich begrüßte noch Nightshine, eh ich das Gatter des Paddocks öffnete und die Pferde auf die Wiese ließ. Trotz ihres Alters buckelten die beiden großen Schecken erfreut durch die Gegend. Calimero suchte Schutz neben der ruhigen Nightshine, um in ihrem Schutz zu bleiben. Rashid trabte stattdessen elegant hinfort. Ich schnappte mir sogleich die Schubkarre und eine Mistgabel, um den Paddock sauber zu machen. Dafür brauchte ich auch nicht lange, so dass ich nach einer Viertelstunde schon wieder verschwinden konnte und Fee bei dem Rausbringen der Pferde half. Als erstes schnappten wir uns die Fohlen. Fee nahm die Zwerge Calero und Existenz, währenddessen ich mir Moon River und Lulu schnappte. Als die vier auf ihrer großen Weide standen, waren noch die großen an der Reihe. Nachdem auch diese auf der Weide standen, machten wir uns an die Stallarbeit. Diese nahm heute wesentlich mehr Zeit in Anspruch, denn wir putzten auch die Fenster, machten die Spinnweben weg und kümmerten uns um das Aufräumen in der Sattelkammer. Nach drei Stunden waren wir durch und der Stall erstrahlte wieder in alten Glanz. Es war noch nicht lange her, dass wir umgezogen waren, doch im Winter hatte niemand große Lust, etwas zu machen. Ein Glück hatten wir uns zumindest letzte Woche schon um die Weiden und den Reitplatz gekümmert und die Reithalle hatten wir aktiv im Winter instand gehalten. Lediglich der Offenstall der Gnadenbrotpferde könnte noch einen neuen Anstrich gebrauchen, aber das würden wir auch noch schaffen. Nun wollten wir uns eine Pause gönnen, so dass wir uns Key und Silly schnappten, um mit den beiden Stuten auszureiten. Es war so schönes Wetter, dass wir uns zum See aufmachten und wir wurden für unseren Weg auch belohnt. Die beiden Pferde konnten sich abkühlen und wir hatten ein herrliches Panorama vor uns. Als wir wieder da waren, machten wir uns an die Arbeit: Fee ging mit Hoppla in den Longierzirkel, um mit dem Falabella einige Zirkuslektionen fortzuführen, während ich mir Leitz sattelte und an unseren Springkünsten feilte, denn dieses Jahr sollte seine erste Saison wieder losgehen. Bei meiner heutigen Motivation wagte ich mich dann sogar an die Dressurarbeit mit unserer Vollblutstute Success und bei dem schönen Wetter gingen wir natürlich auf den Reitplatz. Fee folgte bald mit Manni, unserer Achal Tekkiner Stute, so dass wir es uns am Ende nicht nehmen ließen, noch ein Pas de deux zu reiten. Das klappte heute auch erstaunlich gut, so dass sich unsere Laune immer mehr anhob. Die letzten unbewegten Pferde waren die Hengste Dreamer und Tiri. Ich freute mich schon riesig auf unseren Araberhengst und wir beschlossen, an deren Muskeln und Ausdauer zu arbeiten, so dass es heute Hügel hoch und wieder runter ging, damit die Muskeln geschult wurden. Danach waren beide auch ziemlich k.o, und wir hatten alles geschafft. Schnell war die Abendfütterung durch und alle Pferde konnten zurück in den Stall. Dann machten wir uns auf den Weg zu den Gnadenbrotpferden, welche schon vorbildlich im Paddock waren und wir nur noch das Gatter schließen mussten. Um den Tieren noch eine Wohltat zu tun, putzten wir heute noch alle gründlich durch und waren dann mit unserem Tageswerk vollends zufrieden.

      11.08.2013 - Ein Neuzugang?
      Ich gähnte und warf die Decke von mir, schlaftrunken wanderte ich ins Bad und machte mich fertig. Unten in der Küche bekam mein Kater schnell sein Frühstück, währenddessen ich mir meinen Cappuccino in eine Thermoskanne goss und mir noch ein Toast schnappte. Ich wollte heute einmal pünktlich auf Nasty Past ankommen, weshalb ich extra früh aufgestanden war. Zu meiner Enttäuschung dann doch zu früh, denn schon Punkt sechs Uhr stand ich vor den Stallungen, von Fee oder Trudi natürlich noch keine Sicht. Ich war stolz auf mich, einmal die Überpünktliche zu sein und begann bereits die Pferde zu füttern. Während diese fraßen, kontrollierte ich kurz die Weidezäune und schaute bei der Gnadenweide vorbei. Dort wurde ich wie immer fröhlich begrüßt und von allen einmal angeknabbert. Wieder im Stall halfterte ich zuerst die Fohlen auf. Die vier Zwerge nahm ich immer zusammen, denn Calero und Existenz machten bei ihrer Größe keine Probleme, genauso wie Moon River und Lulu, welche beide bestens erzogen waren. Als alle ihr Halfter abhatten, preschte die kleine Fohlenherde davon und ich machte mich auf den Rückweg. Auch die vier Hengsten teilten sich unsere größte Weide. Doch hier halfterte ich zuerst Tiri und Leitz auf und brachte die beiden auf die Weide, da sie sonst ein riesiges Theater machen würden, wenn sie erst als zweites an der Reihe wären. Danach waren der kleine Hoppla und Dreamer an der Reihe. Als auch die Hengste auf der Weide standen, kamen wir zu den letzten. Erst brachte ich die sanftmütige Key und deren Weidepartnerin Story auf die Weide und dann kümmerte ich mich um unsere Diva Manni, welche nur mit Silly zusammen auf eine Weide konnte, da sie sich mit keinen anderen Pferd vertrug. „Morgen Eddi!“ rief Fee grinsend und umarmte mich. Kurz nach ihr kam auch Trudi und grüßte uns. Gemeinsam machten wir uns an die Stallarbeit, damit so schnell wie möglich die Boxen fertig waren. Dank dem langen Weideaufhalt hatten wir nicht gar so viel zu tun. Dann setzten wir uns vor den Stall und tranken unseren Kaffee beziehungsweise ich meinen Cappuccino. Dabei besprachen wir den heutigen Ablauf und ich berichtete von den heute anstehenden Dingen. „Ich habe interessante Neuigkeiten. Wir bekommen einen Neuzugang!“ grinste ich, während es Fee und Trudi die Kinnlade runterklappte. „Aber ich dachte Nasty Past wäre inzwischen inaktiv?“ fragte Trudi verwirrt. Also klärte ich die beiden ausführlich über unseren baldigen Neuankömmling auf. „Es ist eine junge Tekkenstute namens Unglück. Ich weiß nicht ob ihr mitbekommen habt, dass Hedone gehen musste, auf alle Fälle kann sie sich aus privaten Gründen nicht mehr um ihre Pferde kümmern. Also hat BluePearl mich angeschrieben, ob ich etwas für Unglück tun könnte, da sie die Züchterin der Stute ist. Ich habe gefragt, ob es okay wäre, wenn sie auf Nasty Past stehen würde und beide haben zugestimmt. BluePearl übernimmt auch den Transport, heute Abend wollte sie sie bringen.“ beendete ich meine Erläuterungen. Und dann unterhielten wir uns noch ausgiebig über die Vorbereitungen. „So, jetzt aber an die Arbeit!“ grinste ich. Wie immer würde Trudi die Fohlen bespaßen, während Fee und ich uns um die Großpferde kümmern würden. „Heute reitest du Manni.“ stöhnte Fee und ich musste lachen. Die Stute war letzte Stunde unter Fee äußerst spaßig draufgewesen. Aber zu Beginn wollten wir uns um Tiri und Dreamer kümmern. Wir holten die beiden Hengste von der Weide und begannen mit dem Putzen. Trudi hatte sich zu Beginn Moon River geholt und wollte sie longieren. Nachdem alle Pferde vorbereitet waren, gingen wir zu dritt in die Halle. Fee und ich drehten einige Runden im Schritt, während Trudi auf einen verkleinerten Mittelzirkel ging und begann, die schon groß gewordene Moon zu longieren. Sie baute auch auf der einen Seite drei Trabstangen auf und auf der anderen ein Cavaletti. Für uns waren diese gut durch eine gerittene Schlangenlinie oder einen Handwechsel zu erreichen. Im Trab begannen Fee und ich, ebenso die Stangen zu nutzen. Gerade für Dreamer war dies ein Genuss, denn der Vollbluthengst hasste Dressurarbeit, er war eher der Renner und Springer. Doch die Grundlagen mussten auch sitzen. Deshalb hatte Fee es manchmal gar nicht so leicht, zu dem Hengst durchzudringen und ihn munter zu halten. Sie ritt abwechslungsreich mit Hand- und Tempiwechseln. Ich hatte mit Tiri nicht so viel Arbeit, der Araber arbeitete heute wieder voller Begeisterung mit. Auch wenn er anfangs ein wenig Angst vor den Stangen zeigte und oftmals versuchte auszuweichen. Als wir zum Galopp übergingen war Trudi mit Moon bereits wieder verschwunden. „Pass auf, dass er dir nicht durchgeht.“ grinste ich Fee an, als sie im Galopp mit Dreamer das Cavaletti nahm. Er zog tüchtig davor an und sprang mit einen riesigen Satz darüber. Bei Tiri sah das nicht annähernd so kraftvoll aus, es war eher ein Ponyhüpfer, dafür brauchte ich heute aber wenigstens keine Handschuhe zum Reiten. Zum Abschluss ritten wir die beiden im Schritt ab und drehten noch eine kleine Runde um den Hof, um den beiden Hengsten noch ein wenig Abwechslung zu können. Wir sattelten die verschwitzten Hengste ab, spritzten die Beine ab und brachten beide dann wieder auf die Weide. Um keine sinnlose Pause zu machen, holten wir uns den kleinen Hoppla und putzten ihn gründlich. Während Fee seinen Schweif flocht, versuchte ich mich an einem spanischen Zopf für seine Mähne. Als er fertig war, machten wir uns auf den Weg zum Reitplatz, um dort ein wenig Bodenarbeit mit ihm zu machen. Hoppla war ein richtiges Showpony. Trudi trainierte gerade mit Existenz und Calero ein wenig Sicherheit, indem sie ein Schrecktraining machte. Als Hoppla wieder auf der Weide stand, holte ich Manni und Fee ging zur Hengstweide, um sich Leitz zu schnappen. Wir machten unsere beiden Pferde geländefest und ritten dann schon zum Springplatz, wo bereits unsere Trainerin wartete. Wir begrüßten sie und ritten uns im Schritt und Trab warm. Wie immer begannen wir mit Stangenarbeit zum erwärmen und dann mit niedrigen Sprüngen. Beide Pferde waren bei niedrigen Sprüngen immer ein wenig schläfrig und wurden erst ab einer gewissen Höhe wach. Denn dann konnte man die beiden kaum noch halten. Leitz sprang heute fließend und mit einer super Manier. Bei Manni hatte auch ich zu tun, sie zu halten und mich darauf zu konzentrieren, dass wir passend auf den Sprung zuritten, sicher sprangen und landeten. Aber man merkte deutlich, wie viel Spaß es den beiden machte. Nach einer Stunde waren dann aber nicht nur die Pferde verschwitzt. Dennoch zogen wir noch unser Ründchen um den Hof, ehe wir die Pferde versorgten. Es war inzwischen Nachmittag und da Trudi nun auch mit Lulu fertig war, welche sie auch longiert hatte, schlug ich einen Ausritt vor. Trudi ließen wir auf Key, da die Stute ein Sonnenschein war, Fee holte sich Silly und ich schnappte mir Story. Wir machten die drei Stuten ausrittfertig und schwangen uns dann in den Sattel. Wie so oft ritten wir erst durch den Wald und dann zum See, es war einfach ein herrliches Gebiet rundum Nasty Past. Die Stuten konnten sich am See die Beine abkühlen und ihren Durst stillen, ehe wir uns auf den Heimweg machten. Wie immer ritten wir ein Wettrennen und bei Story kam deutlich das Rennpferd hervor. Aber auch Key und Silly waren nicht gerade ohne. Als wir wieder da waren, gab ich Story in die Hände von Fee, da plötzlich ein Wagen auf den Hof rollte. „Hey BluePearl!“ lächelte ich und begrüßte sie, schnell sprachen wir alles ab und luden dann die Stute ab. Unglück war ein traumhaft schönes Pferd. Aufgeweckt blickte sie sich um und prustete uns an. Dann gab sie ein scharfes Wiehern von sich und bekam auch direkt Antwort von den Weiden. Wir brachten sie direkt in ihre neue Box und gaben ihr das Abendbrot. BluePearl musste sich schon wieder verabschieden, so dass wir die anderen Pferde reinholen konnten, fütterten und uns dann selbst an unser Abendessen machten. Während Trudi und Fee schon im Haus verschwanden, kontrollierte ich nochmal alle Pferde und blieb noch ein Weilchen bei Unglück. "Na du Kleine? Du bringst eine ganz andere Geschichte mit, als der Rest, der hier steht." lächelte ich sie an. Sie war das erste Pferd bei dem wir uns keine Gedanken machen mussten, wie wir sie wieder aufpäppelten und zähmten. Unglück war einfach da und ein wahrer Sonnenschein, rundum versorgt und glücklich. "Ich werde deine Besitzerin vermissen..." murmelte ich leise und kraulte ihre Stirn, ehe Fee mich zum Essen rief.

      21.12.2013 - Weihnachten auf Nasty Past
      „Guten Morgen meine Lieben!“ lächelte ich fröhlich, als ich den Stall betrat. Neugierige Blicke wurden mir von allen Seiten zugeworfen, anscheinend warteten alle schon begierig auf ihr Frühstück. Flott schnappte ich mir also die Heuballen, zerteilte sie und schob jedem Pferd sein Frühstück in die Box. Während ich meine Arbeit verrichtete, dachte ich über die kommenden Tage nach, denn in drei Tagen würde Weihnachten sein! Deshalb war ich der Meinung, dass wir den Stall doch noch schön schmücken mussten! Dementsprechend warf ich Fee schon früh aus dem Bett, damit wir nach der Fütterung einkaufen fahren würden. Doch vorher versorgte ich noch die Gnadenbrotpferde und äppelte deren Paddock ab. Gegen neun Uhr kam dann Fee und wir fuhren in die Stadt, um Weihnachtszeug zu kaufen.
      Schon nach Eineinhalbstunden waren wir wieder da und machten uns an unsere Lieblingsbeschäftigung, nämlich den Stall zu schmücken! Über das große Tor hängten wir einen hübschen Weihnachtskranz und ganz oben an der Spitze des Daches befestigten wir einen roten Stern. Im Stall hängten wir weihnachtliche Girlanden auf und hier und da ein wenig Schmuck. Auch hatten wir eine Lichterkette für den Tannenbaum gekauft, der vor dem Stall stand und trotz seiner spitzen Nadeln, schafften wir es, ihn zu dekorieren. Als alles an Ort und Stelle war, nickte ich Fee zufrieden zu. Nun konnten wir uns um die Pferde kümmern, welche alle friedlich auf der Weide standen und ihre Freiheit genossen.
      Wir holten uns Unglück und Key von der Weide, um mit beiden einen kleinen Ausritt zu wagen. Leider lag bei uns immer noch kein Schnee, obwohl doch heute sogar Winteranfang war! Ich hoffte inständig, dass es vor Weihnachten endlich noch schneien würde. Für uns war es natürlich auch praktisch, denn so ging die Arbeit noch wesentlich leichter von der Hand. Die beiden Stuten putzten und sattelten wir flott, eh wir in Richtung Wald ritten. Es war interessant zu sehen, dass einige Bäume tatsächlich noch ihr Laub besaßen. Mit den beiden Vollblutstuten konnte man sehr angenehm ausreiten und so kamen wir auch wohlbehalten wieder an.
      Als nächstes holte ich mir die aufgedrehte Success Story, während Fee sich lieber mit Deep Silent Complete beschäftigte. „Ey, Eddi! Hast du schon gehört, dass Joelle Galopp wieder aktiv wird?“ fragte mich Fee begeistert und ich strahlte sie an. Auf Nasty Past standen inzwischen so viele Vollblüter mit Potenzial und wenn wir bei solchen Rennen erfolgreich sein würden, könnten wir den Rettungshof wesentlich besser finanzieren! Während wir in der Halle ein wenig Dressur ritten, unterhielten wir uns noch sehr angeregt über Joelle Galopp, denn das wäre wahrlich eine geniale Idee.
      Generell hatten wir uns letzter Zeit zurückgezogen, so dass wir direkt beschlossen im Jahr 2014 wieder aktiver zu werden. Während wir Hoppla und Cual Maniaca putzten, nahmen die Pläne allmählich Gestalt an. Wir wollten Turniere veranstalten, um wieder einige Spenden zu bekommen, denn momentan wurde es doch langsam knapp, was das Geld für Tierärzte und Hufschmiede betraf. Alles aus eigener Tasche zu bezahlen war doch auch happig. Immerhin besaßen Fee und ich auch noch eigene Gestüte. Dennoch machte uns die Arbeit mit den Nasty Past Pferden riesigen Spaß und den kleinen Hoppla würde ich gewiss nicht mehr abgeben. Ihn und Cual Maniaca longierten wir heute nur.
      Danach waren noch Leitz und Fiebertraum an der Reihe. Mit ihnen wollten wir springen und da kamen wir schon auf die Turniere zurück, beziehungsweise Fiebertraum wäre der geborene Sprinter für Joelle Galopp. Während wir die Hengste mit Trabstangen und Cavalettis gymnastizierten, besprachen schon einige Dinge und inzwischen standen unsere Teilnahmen bei Joelle Galopp fest. Nur die Winter Cups würden wir wohl noch nicht mitmachen können, aber man sollte ja auch nicht alles überstürzen. Schließlich würden wir vorher noch fleißig trainieren müssen.
      Da kamen wir schon zum nächsten Problem, wo denn mit Vollblütern trainieren? Fee und ich stellten uns an die Weide der Vollblutstuten, welche wir damals von Sevannie übernommen hatten. Sie hatten sich inzwischen richtig gut eingelebt und ich hoffte doch, dass das mit dem Training nur noch besser werden würde. Already und Paper Heart kamen zum Zaun getrabt und begrüßten uns herzlich. Besonders Already hatten wir jetzt schon ins Herz geschlossen, die Stute war einfach wunderbar und so liebenswürdig! Allerdings konnte sie auch, genauso wie Paper Heart, ziemlich abgehen.
      Die Vollblüter standen im kleinen Stall, unserem eigentlichen Quarantänestall, aber dort waren sie am besten aufgehoben. Den Fuchshengst Calvados hatten wir mit zu unseren Hengsten gestellt und nach anfänglichen Eskapaden hatte er sich auch integriert. Ich holte ihn von der Weide, um ihn gründlich zu putzen und dann zu longieren. Fee wollte sich lieber um die beiden Fohlen Zanaro und Crown Jewel kümmern. Gemeinsam putzten wir die drei und splitteten uns dann auf, ich ging in die Halle und Fee ging spazieren. Nach einer halben Stunde trafen wir uns dann wieder und dann standen nur noch wenige Pferde an.
      Schnell putzten wir noch Moon River und Lulu, um die beiden älteren Stutfohlen dann noch ein wenig in der Halle zu fordern. Auch hier hieß es longieren oder zumindest daran gewöhnen. Als die beiden dann wieder in ihrer Box standen, holten wir noch die Zwerge Calero und Existenz. Beide putzten wir nur noch, ehe sie in ihre Boxen durften, dann folgten auch schon die anderen Pferde. Nachdem dann alle in ihren Boxen standen, fütterte ich im großen Stall und Fee kümmerte sich um die Vollblüter. Mit Fürsorge begutachtete ich noch einmal jedes Pferd, eh es sein Müsli und das Heu bekam. Den Abschluss unserer Abendrunde machten wir bei den Gnadenbrotpferden. Dort hieß es noch ein wenig kuscheln und das Heu verteilen, ehe wir müde nach Hause fuhren.

      22.12.2013 - Hufschmiedbesuch bei Fiebertraum und Success Story xx
      Mit allen Utensilien ausgestattet fuhr ich den bekannten Weg zu Eddi. Die beiden Pferde Fiebertraum und Success Story sollten mit einem Rennpferdebeschlag ausgestattet werden.
      Wie immer wurde ich herzlich von Eddi empfangen, lächelnd führte sie mich zu den beiden Pferden. Die junge Frau holte zuerst Fiebertraum aus seiner Box. Der hübsche, schlanke Palominohengst musterte mich mit seinen frech leuchtenden Augen.
      „Hallo, du“, ich streckte dem Hengst meine Hand entgegen, neugierig beschnupperte er diese. An Eddi gewandt witzelte ich: „Noch ist er ja ganz artig.“ Mir wurde bereits berichtet, dass Fiebertraum manchmal etwas ungestüm werden konnte, aber wir würden das schon hinbekommen.
      Während ich die Hufe des Hengstes kürzte, war noch alles in Ordnung. Zwar hampelte er etwas rum und schlug ab und an mit dem Schweif, aber alles noch im Rahmen.
      Nachdem ich die Eisen rausgesucht und das erste erhitzt hatte, sah es schon etwas anders aus. Missmutig legte Fiebertraum die Ohren zurück und schlug sein Hinterbein unter den Bauch. „Alles gut“, beruhigte Eddi den Hengst und nickte mir zu, ich solle doch einfach anfangen.
      Einmal zog das Vollblut mir den Huf aus der Hand, ansonsten schaffte ich es aber, alle vier Eisen ordentlich an die Hufe zu nageln.
      „Gut, dann ist jetzt Success Story dran“, sagte Eddi, während sie den frisch beschlagenen Hengst zurück in seine Box stellte.
      Die Stute, welche Eddi nun zu mir brachte, beäugte mich scheu und blieb in sicherer Entfernung stehen. „Sie ist noch etwas schüchtern, aber wenn ich da bin, wird es schon gehen“, erklärte Eddi mir, während sie der Stute beruhigend über die Nüstern strich.
      Nachdem ich mich eine Weile mit Success Story vertraut gemacht hatte, begann ich vorsichtig mit dem Ausschneiden. Sie war zwar ziemlich angespannt, ließ mich aber gewähren. So konnte ich die Hufwände kürzen, abrunden, die Trachten auf die optimale Länge bringen und den Strahl etwas bearbeiten.
      Beim Beschlagen war die Stute nicht mehr so kooperativ. Unruhig schlug sie mit dem Schweif und zog mir immer wieder den Huf aus der Hand. Mit ein paar Leckerlis und ganz vielen Streicheleinheiten versuchte Eddi sie so gut wie möglich abzulenken, was auch einen kleinen Erfolg zeigte. Zwar immer noch angespannt und unruhig, konnte ich nun aber die Hufe der Stute mit dem Rennpferdebeschlag versehen. Dieser war aus Aluminium und deshalb besonders leicht, um die Rennleistung des Pferdes nicht negativ zu beeinflussen.
      Nach einer Weile hatte Success Story es endlich überstanden und war sichtlich erleichtert, als Eddi sie wieder in ihre Box brachte.
      „Haben wir es doch geschafft!“ Lächelnd packte ich meine Sachen zusammen. „Und so schlimm war es gar nicht.“ Eddi kam wieder aus der Box und stimmte mir nickend zu: „Ja das stimmt! Komm ich helfe dir noch.“ Gemeinsam verstauten wir alles im Auto, dann verabschiedeten wir uns und ich machte mich auf den Weg nach Hause.

      Bei Nasty Past zu Besuch
      Mit einem Blick auf die Strasse setze ich den Blinker und biege rechts ab. Heute sollte es wieder zu Eddi gehen, zusammen mit ihr und Fee kümmern wir uns heute um die Pferde des Rettungshof und auch ein Frühlingsputz ist angesagt. Ich fahre dem Kiessträsschen entlang und bald erblicke ich den grossen Hof. Als ich dann aus dem Auto springe, kommen mir Eddi und Fee schon entgegengelaufen. Mit einem hellem "Hallo" begrüsse ich die beiden, bevor wir uns noch rechts und links drei Küsschen geben. Ich schaue mich mit strahlenden Augen auf dem Hof um, ich war schon einmal hier, da habe ich mich um Eddi's Fohlen gekümmert. Fee kenne ich noch nicht so gut, ich hoffe, dass wir uns an diesem Tag besser kennenlernen. Sie macht einen sympathischen Eindruck. "Und, wo fangen wir an?", frage ich dann die beiden Mädels. "Ich wäre dafür, dass wir zuerst alles auf Vordermann bringen, und uns dann um die Pferde kümmern. Wer weiss, vielleicht haben wir ja am Schluss noch Zeit für einen Ausritt...?", zwinkert mir Fee zu. Ich lache und erwidere: "Na, da bin ich einverstanden. Wo fangen wir an?" Nachdem mir Eddi antwortet, dass es vielleicht am besten wäre, wenn wir zuerst die Weidetränke reparieren würden, marschieren wir schon los. "Zuerst kontrollieren wir mal ob es überhaupt etwas zu reparieren gibt, und geputzt werden müssten die Tränke auch", grinst Eddi mich an, schlüpft unter den Zaun durch und wir folgen ihr. Auf der Weide schauen und viele Pferde neugierig an. "Oh, wie süss. Wer ist denn das dort hinten?", ich zeige auf ein Trakehner, ein Palomino. "Oh, das ist unser hübscher Fiebertraum.", antwortet Fee mir, während sie zu ihm geht und ihn streichelt. "Der Name passt ja aber gar nicht, ts ts", meine ich gespielt empört,"das ist doch kein Fiebertraum, das ist ein Traum auf Erden!" Wir lachen und die beiden stellen mir auch noch die anderen Pferde vor. Innert einiger Minuten habe ich praktisch alle Pferde des Rettungshof kennengelernt. Cual Maniaca, Hoppla, Fiebertraum und ZM’s Zanaro haben es mir doll angetan. Nun führt Fee mich auch schon zu den Weidetränken. Der erste scheint noch intakt zu sein, da müssen wir nichts machen, ausser ihn zu putzen. Beim zweiten sieht es aber schon anders aus; ein langer Riss schlängelt sich durch die Tränke. „Eddi, müssen wir den wohl ersetzen oder geht das vielleicht auch anderst …?“, fragte Fee an Eddi gerichtet. Eddi erwidert nicht, grinst nur und eilt davon. Was sie wohl im Sinn hat? Wenig Später kommt sie mit viel Klebband zurück. „Das wird doch nicht reichen!“, meint Fee kritisch. „Ach was, komm Klebband, denen zeigen wir es!“, lacht Eddi und fängt an, die Tränke zu reparieren. Und siehe da, nachdem wir der Wassertränke einen Wassertest gemacht haben, hält es perfekt. „Ha!“, ruft Eddi und zeigt mit dem Zeigefinger auf Fee, „da hast du es!“ Wir alle drei fangen an zu lachen und kontrollieren auch noch die anderen Tränke. Nachdem wir dann alle geputzt und kontrolliert haben, machen wir uns am Zaun zu schaffen, an einigen Stellen hält der nicht so gut. Deep Silent Complete bleibt immer in meiner Nähe und schaut neugierig zu, was ich da denn treibe. Ich erlaube mir hin und wieder eine kurze Pause und streichle ihren schönen Kopf.
      Später, nachdem wir alle erledigt von der Weide zurückkommen, bringt uns Eddi ein kaltes Getränk, genau das Richtige. Wir trinken und unterhalten uns über Belangloses, ehe wir uns wieder an die Arbeit machen. In der Sattelkammer sollte man wieder mal aufräumen und aussortieren und auch der Stall sollte wieder geputzt werden. Also erheben wir uns wieder und machen uns auf den Weg zur Sattelkammer. „Letztes Jahr haben wir Sachen gefunden, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie hatten. Hoffen wir es geht diese Jahr genau so“, lacht Fee und wir stimmen mit ein. „Das ist doch immer so“, grinse ich. In der Sattelkammer nehmen wir uns die erste Kiste vor und entdecken immer wieder neues, spannendes Zeug. „Ich wusste ja gar nicht das wir Laufferzügel haben!“, meint Fee plötzlich erstaunt. So ist es, man hat Sachen, welche man gar nicht braucht. Wir putzen Zügel, begutachten Schabracken und suchen zusammen passende Steigbügel. Nach einer guten Stunde, oder auch zwei, ist alles geputzt und sortiert an seinem richtigen Platz. „So, dann wollen wir uns mal die Stallungen vornehmen“, seufzt Fee und ich nicke mit gespielt ernster Miene. Im Stall befreien wir Boxenwände vor Spinnennetze, putzen das Fenster und reinigen allgemein den ganzen Stall. Plötzlich quieke ich auf und schreie: „Ratte! Eine Ratte!“ Ich hasse nämlich Ratten. Erschrocken von dem Geschrei eilen mir Fee und Eddi zur Hilfe. Als ich dann aber auf die graue, fette Ratte zeige, fallen sie in lautes Gelächter. Ich verziehe die Lippen und schmolle, entferne mich von der Ratte. „Nicht witzig“, brummle ich und verschränke die Arme. Als mich dann aber Fee anschaut, muss ich auch lachen. „Aber was soll ich den machen wenn ich Ratten hasse?“, ziehe ich die Schultern hoch und frage die beiden. Als Antwort lachen sie erneut. Nach diesem Zwischenfall arbeiten wir weiter, ich schaue mich immer wieder misstrauisch um, ob irgendwo eine Ratte lauert. Zum Glück läuft mir aber keine mehr über den Weg. In der Zwischenzeit haben Eddi und Fee Musik laufen lassen, und ich summe fröhlich mit.
      Nachdem wir alles sauber geputzt haben, wenden wir uns den Pferden zu. Zuerst hole ich Paper Heart von der Weide und putze sie gründlich. Sie geniesst die Putzeinheit und döst vor sich hin. Danach bringe ich sie wieder zurück und hole zuerst Already und dann Crown Jewel von der Weide. Beide Hüh putze ich gründlich, Already ist sehr verschmust und reibt ihren Kopf immer wieder an meiner Jacke. Crown jedoch ist schnell langweilig und versucht eine Befreiungsaktion. Erfolgslos. In der Zwischenzeit hat Eddi Lulu, Moon River und Calvados geputzt, währendem Fee sich um Key, Success Story und Hoppla gekümmert hat. Nun bleiben noch Leitz, Cual Maniaca, Fiebertraum, CH’s Unglück, CH’s Zanaro und Geoffrey’s Brother übrig. Zusammen putzen wir zuerst CH’s Unglück, dann CH’s Zanaro und Geoffrey. „Und was ist mit Calero und Existenz?“, frage ich Eddi und Fee und schaue die beiden Fohlen sehnsüchtig an. „ Um die beiden haben wir uns heute Morgen schon gekümmert“, meint Fee und lächelt mich an. Nun sind alle Pferde geputzt, ausser drei, denn mit Leitz, Cual Maniaca und Fiebertraum wollen wir auch noch einen Ausritt unternehmen.
      Nachdem wir die Pferde gesattelt haben, ich reite Fiebertraum, währendem Eddi Cual nimmt und Fee Leitz, zäumen wir unsere Pferde. Fiebertraum ist nicht ganz so brav und reisst seinen Kopf in die Höhe. „Nicht so mit mir“, lache ich und nach einigen Minuten ist es mir gelungen, ihn zu zäumen. Fee hat mir erzählt, dass der feine Kerl sehr sensibel ist und unter dem Sattel temperamentvoll. Mit ihm werde ich noch meinen Spass haben. Nun steigen wir auch schon auf und entfernen uns vom Hof. „Eddi?“, frage ich nach hinten, „wie gross ist denn eigentlich Fiebertraum?“ „Er sollte so circa 165 cm gross sein“, antwortet mir Eddi und ich antworte mit einem Okay. „Wollen wir dann mal traben?“, durchbricht nun Fee das friedliche Schweigen und bald darauf traben wir auch schon an. Fiebertraum hat einen wundervollen Trab, zuerst wollte er schneller davonpreschen, doch schnell mache ich ihm klar, dass ich hier das Sagen habe. „Aber keine Angst, Grosser. Wir werden schon noch galoppieren“, spreche ich mit ihm. Nachdem wir eine Weile getrabt sind, parieren wir die Pferde wieder in den Schritt und plaudern über Gott und die Welt. Irgendwann sagt dann aber Eddi: „So, hier könnten wir galoppieren. Lust auf ein Wettrennen?“ Wir bejahen und schon schnellen wir vor. Fiebertraum, froh endlich laufen zu können, rennt und ich könnt jubeln vor Glück. Das Vollblut ist unglaublich schnell. Eine Weile rennen die Pferde Kopf an Kopf, bis dann Fee aber leider sagt: „Nun müssen wir wieder bremsen“ Fiebertraum wollte zunächst nicht, doch nach einigen Paraden fällt dann auch er in den Trab. Wir traben noch ein Stückchen ehe wir dann ganz in den Schritt fallen. Zufrieden schauen wir uns an und lächeln. Nun kommt auch schon der Hof in Sichtweite, bald muss ich gehen. „ Heute war es echt toll hier bei euch!“, grinse ich die beiden an, und sie grinsen zurück.

      Muskelaufbautraining
      Leise rief ich Fiebertraum's Namen. Der mittelgroße Hengst drehte sich um und spitzte interessiert die Ohren. Lächelnd halfterte ich ihn auf und band ihn auf der Stallgasse an. Schnell lief ich in die Sattelkammer und holte sein Putzzeug. Ich putzte das Vollblut über, kämmte Mähne und Schweif und kratzte ihm die Hufe aus. Dann holte ich seinen Longiergurt und eine Longierunterlage und sattelte ihn. Als nächstes legte ich Gamaschen und Bandagen an und trenste ihn auf um mich mit ihm zur Longierhalle zu begeben. Der Goldene Hengst tippelte aufmerksam hinter mir her und versuchte ein paar mal mich zu überholen was ich aber geschehen ließ. In der Longierhalle rüstete ich mich mit einer Peitsche aus und stellte fest das mein Vorgänger offensichtlich noch ein paar Cavalettis hatte stehen lassen. Ich nutzte die Chance nichts aufbauen zu müssen und passte die Cavalettis an Fiebertraums Schrittlänge an. Ich ließ ihn im Schritt angehen und wechselte nach 10 Runden die Seite, ehe ich ihn antraben ließ. Das Vollblut machte Raumgreifende Tritte und senkte über den Cavalettis aufmerksam den Kopf. Er streckte sich schön vorwärtsabwärts. Die Hilfszügel erfüllten ihre Zwecke. Er kam mit der Nase nicht hinter die Senkrechte, drückte aber auch nicht den Rücken weg, welcher gut mitschwang. Seine Hinterhand war gut aktiviert, und der Hengst gleichmäßig im Tempo. Bis draußen ein Pferd vorbeigeführt wurde. Diesen Vorfall nutzte der Junge Blüter und bretterte los. Nach einigen Runden hatte er sich wieder beruhigt und machte brav seine Arbeit. Ich wechselte die Hand und wiederholte das Training. Anschließend baute ich Tempiwechsel in die Arbeit ein. Dies zog ich 10 Minuten lang durch ehe ich ihn durchparierte und die Stangen an seine Galoppsprünge anpasste. Nun ließ ich ihn auf jeder Hand 10 Runden über die Stangen galoppieren. Dann baute ich auch in die Galopparbeit Tempiwechsel ein. Zum Schluss schnallte ich die Hilfzügel aus und ließ ihn noch ein paar Runden locker schritt gehen, ehe ich ihn zum Stall zurück führte, und ihn Boxfertig machte. Zum Abschluss bekam er noch ein paar Mohrrüben und sein Kraftfutter.

      Zu Besuch bei Fiebertraum.
      " Heute fuhr ich zum ersten mal zu meiner Reitbeteiligung Fiebertraum, der auf dem Hof von IGottaFeeling steht. " Hey Großer ", fuhr ich ihn an und stopfte dem 6 Jährigen einen Keks ins Maul. Ich schnapte mir sein hellgrünes Halfter und holte ihn aus seiner Box. Noch recht müde stapfte der Hengst hinter mir her, ich putzte ihn ausgibig und schon bald began er etwas wacher zu werden, er sammelte die Bürsten aus dem Putzkoffer und kaute auf ihnen rum, jedes mal wenn ich ihm sie weg nahm, holte er sie sich wieder und manchmal legte er sie von alleine wieder in den Putzkoffer. Ich lachte, ehe ich ihm vorne Gamaschen ummachte. Und los ging es in Richtung Wald. Die Herbstliche Stimmung wurde von der warmen Sonne unterstrichen, Fieber spielte mit der Nase im Laub während er langsam im Schritt vorwärts ging, Typisch Vollblut musste er sich erstmal aufspielen und began mich großen Nüstern alles mögliche zu erkunden. " Feiner Junge", sagte ich und wir gingen weiter, von vorne kam ein Reiter und Fieber wurde leicht Hengstig, es war zum Glück ein Wallach und somit recht egal. Der Spatziergang endete sehr schnell aber ich würde bald wiederkommen!

      Pflegebericht für alle Pferde - Januar 2015
      Es war noch früh am Morgen, als Fee an meine Tür klopfte - laut genug, dass ich sofort hellwach war. Seufzend hievte ich mich aus dem Bett und schlüpfte in meine Stallsachen. Unten in der Küche erwarteten mich schon frisch gebackene Brötchen und heißer Kaffee. Doch auch das konnte meine Motivation nicht wirklich hervorrufen, denn draußen goss es aus Eimern. "Was für ein wundervoller Januarmorgen!", murmelte ich frustriert und frühstückte zusammen mit Fee. Die hatte schon die Post geholt, wo auch ein Sale-Katalog von Krämer dabei war und sie strich sich gerade fleißig Dinge an, die sie unbedingt kaufen wollte. "Falls Helme im Angebot sind, sag mir Bescheid, ich brauche einen neuen!", meinte ich und dachte an meinen inzwischen sehr labilen Helm zurück.
      Nachdem wir mit dem Frühstück fertig waren, ging es direkt in den Stall. Während ich alle Pferde fütterte, holte Fee schon Stroh und Heu vom Dachboden herunter, damit wir nachher schneller fertig sein würden. Dann kamen die Pferde auf die Weide und wir machten uns an die Stallarbeit. Also wurden die Boxen ausgemistet und frisch eingestreut. Das Heu wurde verteilt und die Tränken wurden kontrolliert. Als wir dann mit allem fertig waren, fuhren wir erst einmal in die Stadt, weil wir dringend neue Pellets kaufen mussten. Und nebenbei konnte man ja schön durch den Laden stöbern...
      Natürlich blieb es nicht nur bei Pellets sondern wir kauften noch das ein oder andere. Vor allem allerhand Stricke waren dabei, da es gewisse Kandidaten gab, die die gerne mal zerstörten. "Auf, auf an die Arbeit!", meinte Fee und warf mir Leitz' Halfter zu. Wir holten Leitz und Black Lemontree von der Weide, putzten sie gründlich und gingen dann trotz des miesen Wetters ins Gelände. Danach versorgten wir die Pferde und während Fee die Heulieferung entgegen nahm, schaute ich bei den Fohlen vorbei. Calero und Existenz tobten zufrieden über die Weiden und schienen sich an dem Wetter nicht zu stören. Lulu stand dösend im Unterstand, während Moon River neben ihr stand und Heu mümmelte. Man merkte bei den vier Jungpferden genau, wer die älteren waren. Eine halbe Stunde später kam Fee mit zwei Schubkarren wieder. Es hieß den Offenstall der Gnadenbrotpferde abzuäppeln. Diese schienen sich über unseren Besuch zu freuen und folgten uns auch brav durch den Regen.
      Zwar waren wir inzwischen durchnässt, dennoch schnappte ich mir die Stute CH's Unglück und machte sie zum Longieren fertig. Während ich das tat, beschäftigte Fee den kleinen Hoppla mit etwas Bodenarbeit. Danach gönnten wir uns erst einmal eine Teepause im Reiterstübchen, ehe wir uns für die Reitstunde fertig machten. Um die Pferde zu fördern, kam einmal wöchentlich eine Reitlehrerin vorbei, um uns auch mal wieder auf Vordermann zu bringen. Ich wollte heute gerne Deep Silent Complete reiten und Fee nahm Key. Mit den beiden ruhigen Stuten hatten wir eine tolle und wieder sehr lehrreiche Stunde. Nachdem die beiden versorgt waren, longierte ich noch Fiebertraum und Fee machte schon einmal Cual Maniaca und Success Story für ein kleines Springtraining fertig. Die verlief heute zwar nicht sonderlich berauschend, aber was wollte man bei dem Wetter erwarten!
      Dennoch zwangen wir uns noch einmal in den Regen, denn nur in der Halle reiten war einfach langweilig. Nach zwei Stunden (wir hatten uns veritten) kamen wir mit Paper Heart und Calvados klatschnass wieder am Stall an. Die beiden stellten wir zum trocknen mit Decke in die Box, während wir noch mit Zanaro und Crown Jewel das Fohlen ABC trainierten. Dann war der Tag auch schon um. Die Pferde wurden reingeholt und es gab Abendbrot. Als dann im Stall alles erledigt war, gingen Fee und ich nacheinander duschen, ehe es zum Abendessen Spaghetti und einen schönen Film gab.
    • Eddi
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      Ehemalige Berichte
      Frühlingsgefühle | Ofagwa ... Zeichen
      "So langsam wurde es endlich wieder wärmer vor der Tür, und die Pferde warfen ihr Fell einem nur so entgegen. Heute war ein ganz besonderer Tag, die Warmblutstute Rockabella würde nun nach langem warten endlich zu uns auf den kleinen Hof kommen. Doch zunächst schnappte ich mir in der Morgensonne die Heukarre und verteilte das Frühstück in den bereits vom fleißigem Tjark gereinigten Boxen. Fiebertraum grummelte mich freundlich an, ich war überglücklich als ich vor einer Woche das OK bekam ihn abzuholen, denn ich wartete schon über ein Jahr darauf das der Schicke Palomino zuverkaufen ist, und nun endlich ist es meiner. Er hatte sich schon super eingelebt und genoss auch noch die ruhe alleine auf der kleinen Parzelle, die er bald mit einem kleinen Jungspund teilen sollte.. aber dazu später mehr. Nun ja, nachdem ich gefüttert hatte fegte ich den Stall, es sollte alles blitze blank sein bevor Ranga mit Bella auf den Hof kam. Nachdem ich alles in windes eile gefegt hatte waren die meisten Pferde schon fertig mit dem Frühstück und streckten erwartungsvoll ihr Köpfe aus den Boxen, da sie auf die Weide wollten. Zuerst holte ich mir Fiebertraum, der noch immer Gamaschen umbekam, denn er kannte hier ja noch nicht alles und sollte sich auch bitte nicht die Beine brechen. Dann brachte ich Nojrsodsch auf ihre Parzelle, denn im Moment war die gute die einziege Stute auf meinem Hof.. Silver und Brother teilten sich ebenfalls mit Willo und Oreo eine der Weiden und zu guter Letzt standen Zuckerwatte , Warapuu und der kleine Commander auf dem letzte Parzellen Stück und grasten sichtlich zufrieden. Dann kam auch Ranga und die kleine Bella durfte mit einem Quitschen und Beineschlagen Nojrsodsch begrüßen und somit ihre neue Weidepartnerin.

      Springen E auf A für Willo, Galopprennen L auf M für Fiebertraum | Veija 8781 Zeichen
      Lächelnd schleppte ich meine beiden Auszubildenden Alexis und Aliena in den Wagen, ehe ich auch noch Aaron mit einpackte. Heute würde ich einen Connemarahengst einer befreundeten Nachbarin trainieren. Caleb kam schon alleine zurecht, darüber machte ich mir keine Sorgen. Warum ich die drei mitnahm? Aaron wollte einmal ein großer Springreiter werden. Alexis gefiel das Springen auch, und es tat ihr gut, einmal andere Pferde und andere Höfe zu sehen. Abseits von dem ganzen Stress auf unserem Hof. Und Aliena? Tja, sie wollte eigentlich mal Pferdewirtin Spezialreitweise Westernreiten werden, weshalb sie ein wenig fehl am Platz war.. doch sie wollte unbedingt Amarulas Sohn sehen, weshalb sie dann auch mitkam. Ich chekte mein Handy und sah, dass Ofagwa mir noch eine Sms geschrieben hatte. Wenn noch genug Zeit wäre, sollte ich Fiebertraum noch im Galopprennen von L auf M bringen. Schmunzelnd stieg ich aus dem Wagen und lies Aaron den Hänger anhängen. Mein Ziel war Walker. Er lief zwar schon Galopprennen M, aber er würde es schaffen, dass Traum sich noch ein wenig mehr anstrengen würde beim Laufen. Pferde waren nämlich immer ein wenig schneller, wenn sie gegen ein anderes gewinnen wollten.
      Nach ein paar Minuten war Firewalker eingeladen und wir konnten losfahren. Ofagwa wohnte nicht sonderlich weit weg, weshalb wir trotz des noch immer liegenden, hartnäckigen Schnees recht schnell bei ihr waren. Verwundert wegen des Anhängers kam sie aus dem Haus und begrüßte uns. "Da hab ich einen meiner Englischen Vollbluthengste drin", erklärte ich ihr. "Der wird mir mit Fieber helfen. Hast du irgendwo einen Paddock oder eine kleine Koppel, wo er drauf kann? Ich würde nämlich gerne mit Willo anfangen..", erklärte ich ihr und lud den Fuchs aus. Walker wiehrte einmal laut, ehe seine Nase an meine Jacke rieb und ich ihm leicht drüber streichelte. Ofagwa führte uns zu einem kleinen, eingezäunten Stück Weide, wo ich Walker draufstellte. Seine Decke blieb drauf, lediglich das Halfter nahm ich ihm ab.
      Nun konnte es endlich losgehen! Ofagwa führte uns zu dem Connemarahengst und erkundete sich dabei gleich um das Wohlergehen von Maracuja. "Sie tut sich ein wenig schwer, sich einzuleben. Auf der Koppel steht sie noch immer alleine herum.. Lediglich mein Quarter Wallch Gipsy darf sich in ihrer Nähe aufhalten. Aber er ist wirklich gut zu ihr.. hält ihr nämlich die anderen Zicken vom Hals.", erklärte ich ihr lachend. "Aber das wird schon noch", fügte ich dann bei und halfterte Willo auf. Ich führte ihn in die Gasse und befahl Aaron, den Hengst schonmal gründlich zu putzen. Mit Aliena und Alexis folgte ich Ofagwa zu Traum. Alexis konnte den Hengst auch schon einmal aus der Box nehmen und putzen. Nun gingen Aliena und ich zu Brother. "Wow, ist der hübsch geworden", sagte ich, denn auch ich hatte ihn lange nicht mehr gesehen. "Ein wunderschönes Pferd", sagte Aliena und streichelte ihn. "Darf ich ihn putzen?", fragte sie Ofagwa dann gerade heraus, die das ganze bejahte, aber als Aufpasser bei ihr stehen bleiben wollte. "Gut, alle sind beschäftigt..", sagte ich lachend. "Ich bin dann mit Willo in der Halle, wenn ihr fertig seit, könnt ihr ja nachkommen", sagte ich zu den Beiden. Das Selbe erzählte ich auch Alexis, ehe ich wieder zu Aaron ging, der schon mit dem Satteln angefangen hatte. Willo sah super hübsch aus, mit der bunten Satteldecke und den dazu passenden Bandagen. Lächelnd nahm ich ihn entgegen, setzte mir meinen Helm auf und ging mit ihm und Aaron in die Halle. Dort gurtete ich nach und schwang mich in den Sattel. Aaron baute in der Zeit Schritt-, Trab- und Galoppstangen sowie zwei Cavalettis auf. Ich wollte Willo in dieser Zeit warm reiten. Doch Zusammenarbeit? Fehlanzeige. Der Hengst legte sich aufs Gebiss und zickte ziemlich rum. Na warte, Willo, dachte ich mir und machte eine Übung, die ich bei meinen Westernpferden immer machte: Ich nahm den rechten Zügel so kurz, dass er seine Nase fast auf mein Bein legen musste, ehe ich ihn energisch mit meinem rechten Bein rumdrückte, so dass er in kleinen Kreisen um sich selbst gehen musste. Dann nahm ich jeglichen Druck weg und lies ihn überlegen. Als ich wieder losgehen wollte, machte er das Selbe erneut. Ich zog ruckartig den linken Zügel an und trieb ihn in kleinen Kreisen vor sich hin. Nach ein paar Runden löste ich den Druck im Maul, lies ihn aber nicht denken, sondern trieb ihn sofort zum Trab an. Etwas verwirrt und mit angelegten Ohren trabte der Hengst los. Ich ritt viele Biegungen und Bahnfiguren, wechslete ständig die Seite oder trabte über die Stangen, sowie mit einem kleinen Hüpfer über die Cavalettis. Der Hengst hatte also gar keine Zeit an Dummheiten zu denken. Nun parierte ich ihn doch wieder zum Schritt durch, ging über die Schrittstangen und trabte dann wieder an, weil er sich sehr zu langweilen schien. Aaron wies ich dann an, die Schritt- und Trabstangen wieder abzubauen und eine Reihe von E-Sprüngen aufzubauen. Ich galoppierte den Hengst währenddessen an und ritt ihn viele Zirkel und Schlangenlinien, ohne Galoppwechsel, bis Aaron fertig mit aufbauen war. Eigentlich hatte ich vorgehabt, Aaron reiten zu lassen, aber der Hengst war mir zu kompliziert für ihn, weshalb ich das lieber sein lies.
      Schon nach den ersten Sprüngen stellte sich raus, dass Willo ein talentierter Springer war, dem es wirklich sehr leicht viel, den genauen Absprung zu finden. Es dauerte nicht lange, da konnten wir die E-Sprünge locker nehmen und Aaron erhöhte auch schon auf A-Niveau. Ich lies Willo noch ein wenig verschnaufen, ehe ich ihn an den am niedrigsten gestellten A-Sprung herangaloppierte. Sichtlich verwundert, dass das Hindernis nun höher war, riss er die Stange und kam ein wenig unglücklich auf, weil er sich während des Sprungs so erschreckt hatte. Doch nach einem Buckler galoppierte er wieder normal weiter, weshalb ich mir keine Sorgen machte. Wir nahmen erneut den selben Sprung. Nun kamen wir rüber, ohne dass er riss. Wir übten noch eine Weile weiter, ehe ich mir sicher sein konnte, dass er locker einen A-Parcours ohne Fehler reiten konnte.
      Während Aaron bereitweillig alles wegräumte, ritt ich den Hengst trocken und brachte ihn wieder in den Stall. Alexis hatte schon Traum und Walker gesattelt, so dass ich gleich weitermachen konnte. Aliena und Ofagwa hatten sich verquatscht, weshalb sie uns nicht in der Halle zugeschaut hatten. Ich drückte Ofa den verschwitzten Willo in die Hand. "Nach anfänglichen Zickereien hat doch alles geklappt und er kann locker einen A-Parcours springen. Er ist wirklich ein talentierter Springer!", erzählte ich ihr, während sie anfing, den Hengst abzusatteln.
      "Alexis, du reitest Walker", wies ich sie dann an, ehe ich Traums Hals klopfte und ihn mit in die Halle nahm. Ich wollte ihn und Walker erst ein wenig aufwärmen, bevor sie galoppieren sollten. Alexis kam bewusst mit dem anderen Hengst sofort mit in die Halle, damit sie sich ein wenig aneinander gewöhnten. Walker war ein recht gelassener Hengst, wenn es um andere männliche Wesen ging. Ihm war es dabei egal, ob es ein Wallach oder ein Hengst war, hauptsache er wurde nicht angezickt oder gebissen.
      Nach dem Nachgurten schwang ich mich auf Traums Rücken und ritt ihn im Schritt und Trab auf beiden Seiten warm. Alexis schaute immer wieder zu mir rüber und tat das Gleiche. Nach einem kurzen Galopp in der Halle, ritten wir auf die Bahn. Dort halfen Ofagwa, Aliena und Aaron uns, die Pferde in die Boxen zu bekommen. Traum schien sichtlich nervös, was Walker nun auch langsam nervös machte. Endlich gingen die Boxen auf und ich trieb Traum an. Walker war mit einem riesen Sprung aus der Box gestartet. Ich hatte Alexis schon auf dem Boden liegen gesehen, doch sie konnte sich noch in der Mähne festkrallen und wieder gerade ziehen. Nach dem Sprung waren Traum und ich etwas weiter vorne, doch Walker zog ziemlich an, so dass wir eine ganze Weile nebeneinander her galoppierten. Immer wenn Traum eine Nasenlänge vor Walker war, zogen er und Alexis an und waren wieder vor uns. So kam es, dass wir gleich auf ins Ziel kamen. Doch es war definitiv noch Platz nach oben, wenn man Traum weiter trainieren würde. Lächelnd ritt ich nach dem Auslaufen zu Ofagwa und den anderen: "Du hast bei ihm noch einigen Platz nach oben. Trainier einfach fleißig mit ihm, denn er kann noch schneller werden", versprach ich ihr und schwang mich von Traums Rücken. Ich übergab den Hengst seiner Besitzerin und sah, wie meine drei Mitarbeiter meinen Hengst zum Hänger brachten, absattelten und in den Hänger stellten. "Also.. Willo ist jetzt im Springen auf A und Traum im Galopprennen auf M. Wenn du nochmal einen Trainer brauchst, melde dich einfach!", sagte ich lächelnd und verabschiedete mich von ihr. Zusammen mit den anderen stieg ich ins Auto und wir fuhren nach Hause.

      Hufschmiedbericht | Abajo 5054 Zeichen
      Heute erhielt ich einen Anruf von Michelle, die mich um einen dringenden Besuch bat. Zwar konnte ich ihr nichts garantieren, aber ich versprach ihr, nach Möglichkeit spätestens am Abend vorbeizuschauen. Und so rollte mein Auto am Abend auch schon über das Harp Stud Gestüt. „Hallo Michelle!“, begrüßte ich die Gestütsleiterin nachdem ich mein Auto geparkt und den Koffer herausgenommen hatte. Ich ließ mir kurz erklären, welche Pferde wir Heute drannehmen würden und Michelle führte mich anschließend in den Stall, wo schon das erste Pferd, Hollywood’s Silver Dream in der Stallgasse wartete. „Hallo Silver!“, begrüßte ich den Hengst, der auch schon mal einige Wochen bei mir auf dem Hof gewohnt hatte. Da mich der Hengst schon kannte, störte ihn meine Anwesenheit überhaupt nicht, auch mein Rumwerken an seinen Hufen schien ihm wenig auszumachen. „Vorne Eisen, hinten nackig?“, fragte ich zur Sicherheit, worauf Michelle mir als Antwort nickte. „Gut dann schauen wir uns das mal an.“ Ich nahm mir erst die Vorderhufe vor, entfernte die alten Eisen und kürzte dann die Hufe mit einer Hufzange auf die passende Länge. Danach wurden die Hufe noch aufgeschnitten und zurechtgeraspelt. „Ich denke die Hufeisen können wir noch einmal verwenden, beim nächsten Mal würde ich aber neue empfehlen.“ Ich kontrollierte die Hufeisen nochmal auf Passgenauigkeit und nagelte diese dann an die Vorderhufe. Die hinteren Hufe blieben nach dem Raspeln unangerührt. „So, das war es auch schon.“, erklärte ich und wartete dann darauf, dass Michelle Silver wegbrachte und mit einem neuen Hengst zurückkam. „Das hier ist Crown Jewel.“, erzählte sie mir beim Anbinden des jungen Hengstes. Ein Blick auf die Hufe verriet mir, dass er bis jetzt noch barfuß gelaufen war. Also nahm ich mir 2 passende Hufeisen aus meinem Koffer und legte sie bereit. Zuerst kümmerte ich mich aber um das Korrigieren der Hufe. Ich führte mein typisches Programm von Kürzen, Ausschneiden und Raspeln durch und sprach dem Hengst zwischendurch gut zu, da er etwas ungeduldig wurde. Dann erhitzte ich das erste Hufeisen, drückte es kurz an den ersten Huf und ließ es dann in einem Eimer kalten Wasser abkühlen. Der Hengst zuckte zwar unruhig mit den Ohren, ließ aber alles brav über sich ergehen. Nachdem das Eisen abgekühlt war, hielt ich es nochmals an den Huf, um ein letztes mal die Passgenauigkeit zu kontrollieren. Dann fehlte nur noch das Annageln, das ich schnell erledigte, indem ich erst die Nägel in den Huf schlug und die herausstehenden Enden umbog. Auch der zweite Huf wurde auf diese Art fertig gemacht. „Er wird sich vielleicht die ersten Schritte blöd anstellen, aber schnell daran gewöhnen.“ Als nächstes kam der Hengst Fiebertraum an die Reihe. „Hast du hier nur Hengste?“, fragte ich lachend und bekam prompt die Antwort, dass das letzte Pferd eine Stute sei. „Nicht, dass ich etwas gegen Hengste hätte…“, versicherte ich Fiebertraum und tätschelte ihm den Hals. Dann kümmerte ich mich um seine alten Hufeisen, indem ich diese abnahm. Diese Hufeisen hatten einen besseren Zustand als die von Silver, weshalb ich sie ohne Problem weiterverwenden wollte. Zuerst aber wurden die Hufe korrigiert, indem ich sie mit der Hufzange kürzte und mit dem Messer die alten Sohlenreste entfernte. Zuletzt wurden sie noch rundgeraspelt. Nachdem alle 4 Hufe korrigiert waren, nahm ich das erste der beiden alten Hufeisen und nagelte dieses an den Huf. Auch das zweite Hufeisen nagelte ich ohne Probleme an und setzte den Huf dann zurück auf den Boden. „So das war es, die Hufeisen sind noch in einem guten Zustand und sollten noch etwas länger halten.“ Mit einem Klaps auf den Po verabschiedete ich mich auf den Hengst und bereitete meine Werkzeuge für das nächste Pferd vor. Zuletzt bekam ich wie versprochen eine Stute, die Wüttemberger Stute Rockabella. „Hallo Hübsche!“, begrüßte ich sie und tätschelte ihren Hals. Nachdem wir uns kurz kennengelernt hatten, kümmerte ich mich auch schon um die Hufe der Stute. Auch sie trug vorne noch Hufeisen, doch diese waren schon recht abgenutzt. Zuerst entfernte ich die beiden Hufeisen und betrachtete diese dann kritisch. „Da müssen auf jeden Fall neue rauf.“, gab ich Michelle Bescheid, während ich die alten Eisen auf die Seite legte. Dann korrigierte ich erst alle 4 Hufe, bevor ich neue Eisen aufsetzen wollte. Also wurden die Hufe ordnungsgemäß gekürzt, die alten Sohlenreste weggeschnitten und die Ecken und Kanten mit der Feile rundgeraspelt. Die Stute verhielt sich die ganze Zeit über sehr vorbildlich und zuckte kein einziges mal weg. Auch als ich die heißen neuen Hufeisen auf ihren Huf setzte, blieb sie ruhig stehen. Nachdem die Hufeisen angepasst waren, nagelte ich sie noch an die Hufe. „Sooo, wir sind dann fertig.“, meinte ich nach einem letzten prüfenden Blick auf die Hufe. Dann kraulte ich der Stute den Hals und räumte meine Werkzeuge in den Koffer. „Das nächste Mal ruf mich aber bitte ein paar Tage vorher an und nicht ein paar Stunden.“, sagte ich lachend zu Michelle und verabschiedete mich dann von ihr. „Bis zum nächsten Mal!“

      Zwischen Orkahnböhen und Schicksalsschlägen | Ofa .. Z.
      " 'Wir bitten alle Bewohner nicht all zu viel draußen rum zu laufen' , ' Mama ', rief ich als ich von meinem Frühstücksbrötchen abbis ,' Ja?', ' Wir sollen Orkanböhen bekommen, soll ich die Boxen dicht machen?', ' Öhm.. ja mach lieber', auf diese Antwort hatte ich nahe zu gehofft. Sofort machte ich mich daran auch den Rest des Brötchens zu verspeisen damit ich mich schnell Anziehen konnte. Ich schaute umgehend auf mein Handy, ich hatte eine SMS von Tjark bekommen, er war heute Morgen schon da gewesen und hatte die Boxen fertig gemacht, denn er möchte sich wegen des Sturms frei nehmen. Ich Tippte ihm eine zustimmende Nachricht zurück und steckte das Handy sicher und trocken in meine Tasche. Ich lief so schnell ich konnte zum Stall, dort vielen mir fast die Augen aus dem Kopf. Die Besen flogen halb durch die Stallgasse und auch das Stroh tanzte durch die Stallgasse. Sofort schloss ich alle Fenster der Boxen von außen. Plötzlich machte Zucker auf dem Padock einen Satzt zur Seite, vom Baum war ein kleinerer Ast gestürzt. Schnurstraks ging er in seine Box und ich konnte auch seine Tür schließen. Nun ging es für mich wieder in den Stall, da es nun gute 10 Uhr war verteilte ich bei allen Pferde erstmal etwas Heu, damit sie was im magen hatten, denn auf die Koppel würde ich sie heute nicht stellen. Ich pustete mir die Strähne aus dem Gesicht und schnappte mir den Besen, in mühevoller kleinst Arbeit fegte ich die Stallgasse wieder blitzeblank. Danach machte ich mich daran das Heu und die Heulage Wieder auf 2 Haufen aufzuteilen, und zurrte die ballen auch so gleich an der Holzwand fest, damit garnichts passieren konnte. Dann schaute ich mich in den Boxen um, bei Silver fand ich eine Plastik Tüte und bei Rockabella einen alten Kinderball. Sofort ging ich wieder ins Haus und Machte mir eine heiße Schokolade.. "

      Tierarztbericht | Eddi 2516 Zeichen
      Heute traf ich einen alten Bekannten wieder, denn ich fuhr auf das Gestüt von Michelle. Es war schon etwas länger her, dass ich bei ihr gewesen war, aber heute wurde es mal wieder Zeit. Alle Pferde sollten mal wieder durchgecheckt werden und dafür war ich natürlich gerne zuständig. Schon kurz nach acht kam ich auf dem Hof an und wurde herzlich von Michelle begrüßt. Mein erster Patient war Fiebertraum, der mysteriöse Bekannte. Es war noch gar nicht so lange her, als der Hengst noch auf dem Rettungshof Nasty Past gestanden hatte und nun hoffentlich bei Michelle seinen Endplatz fand.
      Da Fiebertraum mich kannte, benahm er sich bei der Untersuchung wirklich gut. Michelle führte ihn mir erst im Schritt und Trab durch und dann hörte und tastete ich ihn einmal komplett ab. Danach bekam er die nötigen Impfungen und die Wurmkur. Zu guter Letzt sollte ich seine Zähne kontrollieren. Also bekam Fiebertraum die Maulsperre hinein und ich ging einmal die gesamten Reihen durch. Einen Haken musste ich korrigieren, ansonsten war alles in Ordnung und der Hengst war fertig. Als nächstes war das Reitpony Nojrsodsch dran. "Hat sie auch einen Spitznamen?", fragte ich stirnrunzelnd, denn der Name war echt ein Zungenbrecher! Aber die Stute mit dem seltsamen Namen benahm sich bei mir wirklich gut. Sie ließ sich problemlos vorführen und untersuchen. Auch die Spritzen und die Wurmkur ertrug sie ohne Probleme und war so schnell fertig.
      Nun kam Crown Jewel an die Reihe. Auch der kleine Hengst stammte von Nasty Past und auch bei ihm lief die Untersuchung ohne Probleme ab. Nur das Abhören mochte er nicht sonderlich, ertrug es aber still. Dann gab es die Spritzen und die Wurmkur und dann kontrollierte ich auch noch seine Zähne. Alles war einwandfrei und in Ordnung. Für die beiden folgenden Hengste lief es genauso ab. Zuckerwatte, Hollywood und Willo'the Wisp benahmen sich einwandfrei und waren schnell geimpft und entwurmt. Die Stute Rockabella machte anfangs ein wenig Theater, beruhigte sich aber auch recht schnell weder und hatte es dann geschafft. Der letzte Patient war Brother. Auch ihn untersuchte ich, impfte und entwurmte ihn. Dabei fiel mir leichter Nasenausfluss auf und schnell war klar: Der Hengst hatte Schnupfen. Es schien aber kein schlimmer zu sein, so dass ich Michelle einige homöopathische Mittel da ließ. Dann kontrollierte ich auch noch sein Gebiss und musste noch ein wenig an den Zähnen nachfeilen, aber dann waren endlich alle Vierbeiner geschafft und ich konnte zufrieden nach Hause fahren.

      Zu Besuch bei Michelle | Veija ... Zeichen
      Da Michelle zur Zeit mitten im Prüfungsstress war, hatte ich mich angeboten, kurz bei ihren Pferden vorbei zu schauen. Da ich selbst nicht viel Zeit hatte, würde ich heute morgen alle auf die Koppel bringen, heute Abend wieder alle in den Stall zurück stellen.
      Gesagt getan: Ich brachte Crown Juwel, Fiebertraum, Nojrsodsch, Zuckerwatte, Hell of Warapuu, Oreo, Snuff, Rainbow, Rockabella, Brother und Willo' the Wisp auf die Koppel, ehe ich anfing, die Boxen zu misten.
      Damit war ich schnell fertig, sodass ich mich an die Koppel stellte und Snuff und Brother beobachete. Ein wenig Leid tat es mir schon, Snuff verkauft zu haben, da sie ein Abschiedsgeschenk von einer guten Freundin gewesen war. Sollte Michelle sie abgeben, würde ich alles daran geben, sie zurück zu bekommen. Doch nun stand sie nunmal hier.
      Grübelnd betrachtete ich mir nun Brother, den ich doch wieder von der Koppel holte, sattelte und mit ihm auf den Platz ging. Ich musste einfach testen, ob der Hengst nach seiner Mutter kam. Also fing ich mit ein paar einfachen Übungen aus der Reining an, ehe wir nachher einen geschickten Stop hinlegten. Ja, der Hengst kam nach seiner Mutter.
      Lachend klopfte ich seinen Hals, ehe ich mich von seinem Rücken schwang und ihn absattelte. Nach einem Blick auf die Uhr kam er nicht mehr auf die Koppel, sondern in den Stall, wo auch alle anderen Pferde wieder ihren Platz fanden. Seufzend strich ich Snuff über die Stirn und verabschiedete mich von ihr. Sie war nicht aus der Welt, aber nicht mehr die Meine.

      Schwedisches Klima | Ofagwa
      "Nun sind es schon 2 Monate, in denen wir auf dem neuen Hof in Schweden leben, das Gestüt Oakwood gehörte schon seit Jahrzehnten meinem Opa, der in der Nähe in einem kleinen Fischerdorf lebt. Er fuhr nur ab und zu hier raus um nach dem rechten zu sehen. Seit, wie schon erwähnt, 2 Monaten erblüht der Hof in neuem Leben, ich bin her gezogen um meinen Vollblut Hobby Zucht etwas weiter auszubauen und vielleicht auch ein Geschäfft daraus zu machen. Mit auf den Hof ist auch gleich eine neue Stute für das Projekt gezogen, Denali, sie kommt dirket aus Kanada und hat sich auch schon super eingelebt. Das besondere an ihr? Sie ist ein Blue Roan und ich will tatsächlich versuchen seltenere Farben, soweit die vorhandenen Gene es erlauben, auf die Rennbahn zu schicken. Als wir hier ankamen war es recht regnerisch und kühl, doch der Schwedische Sommer gibt sich nocht nicht geschlagen, seit ein paar Tagen aber wir Sonne und schöne 20 Grad...
      Früh am Morgen klingelte mein Wecker, um genau zu sein um 7:15, die Arbeit ruft. Noch etwas benommen zwenge ich mich in Hose, Hemd und Schuhe und gehe die Treppe hinunter, am Küchentisch begrüßen mich Oma und Opa, die zu unserer Freude das leben in dem kleinen Fischerdorf aufgegeben haben, und zu uns gezogen sind. Oma drückte mir ein frisches Leib Brot in die Hand, es war noch warm, denn Omi macht das Brot natürlich selber! Schmatzender weise begebe ich mich zu den Weiden, sie sind wehsendlich schöner als die in Deutschland. Durch die Stutenkoppel verläuft ein kleiner Bach, der ab und zu auch Fische führt, und die Hengstweiden sind übersäht von kleineren Baumgruppen. Ich setzte mich auf unseren kleinen Lader und fuhr das Heu auf die Weiden. Freude strahlend kamen mir Denali und Ribo entgegen als sie das frische Heu bemerkten. Die Weiden waren noch überzogen von Nebel der sich langsam in Tau verwandelt, welcher durch die Sonne langsam began zu glitzern. Auch Bella machte sich nun auf in meine Richtung, während Baraqua sich direkt an die Heuraufe legte und gemütlich an den Halmen knabberte. Bei den Hengsten war es nicht so Idylisch. Zuckerwatte lief hektisch auf und ab eher er einen großen Haps von dem Frischen Heu ergattern konnte, nur Risadnro, der bei ihm stand, ließ sich nicht aus der ruhe bringen, schubste den kleinen Raufbold bei Seite und began zu essen. Nun musste ich erstmal zurück in den Stall und neues Heu holen, auf dem Rückweg erwartete Wisp mich schon und auch er gab ruhe als das Heu auf den Boden viel. Grand Little, welcher direkt neben an stand, schaute nur müde zu mir rüber und blieb noch etwas in der Sonne stehen. Nun ging es zu dem Offenstall, in dem meine Jährlinge standen, Romerico,Applaus und ,der Inzwischen nicht mehr ganz so kleine, Crown lagen noch im Stroh und bequemten sich nur langsam zur Raufe. Ganz anders als Fiebertraum und September, die sich am Zaun ein Kopf an Kopf rennen lieferten, ehe sie am Heu inne hielten. Ab Morgen dürfen die beiden wieder zusammen stehen, beschloss ich, denn sie hatten sich vernümpftig eingelebt. Nun fuhr ich wieder zurück zum Hof und begann die Boxen fertig zu machen, die Pferde bekammen Hexelstroh und etwas normales Stroh zum Kanbbern in die Ecke, so bereitete ich alle vor, denn langsam wurden die Nächte kälter und länger, und ich wollte zumindest die Sensiebelchen Fiebertraum und Risandro nun Nachts rein holen.
      Die Boxen hier waren Gitterboxen, nur die Gitter waren alle aus Holz, undzwar aus Ästen, die auch nicht immer ganz gerade waren, was ich irgendwie total toll fand. Sie waren sehr groß und es gab auf diesem Gestüt auch wieder 2 Ställe, die aber diesmal verbunden waren. Wir hatten hier ein Solarium, eine Führanlage, eine große Reithalle und 2 außenplätze sowie Longierplätze zur verfügung. Auch 4 Sandpadocks konnte ich in Anspruch nehmen. Vor allem aber die Führanlage erleichtert mich das Leben. Zu meinem, bzw unserem Glück, ist unser Stallbursche Tjark mit gezogen, und wir haben nun auch einen zweiten namens Samuel, Samu ist ein Schwede und hilft mir die Pferde zu bewegen, er Longiert und kann mit Rainbow fahren, was für sie super ist, denn so hat sie eine Person die ihr noch mehr Aufmerksamkeit schenkt als ich es kann. Außerdem haben unsere Nachbarn, naja der Hof der 15 km von uns entfernt ist, zwei Kinder, Malla (16) und Januka (18) die beide früher geritten sind, und nun zwei mal die Woche kommen und sich um Wisp und Zuckerwatte kümmern, Januka ist bereits für das nächste Drerssurturnier mit Zucker angemeldet!.
      Nun ging es weiter für mich, ich holte mir Ribo von der Weide und Longierte sie ordentlich, während ich die Schimmelstute Longierte, stellte Samu Bella, Wisp und Risandro in die Führanlage , dort dürfen sie nun eine Stunde gehen, denn das ist unser Programm für alle Pferde die einen "freien" Tag haben. Ehe ich vom Longierplatz runter war, ging Samu schon mit Zuckerwatte auf den Platz, Samu war wirklich eine große Hilfe für mich. Ich putze Ribo und stellte sie unter das Solarium, damit sie sich etwas entspannen konnte. Während dessen holte ich Denali und putzte sie, dann brachte ich kurz Ribo raus, und Legte Denali ein Knoti an, heute war Gehorsamkeit drann, sprich, ich ging mit Denali über den Platz, ließ sie Rückwärts gehen, ließ sie anhalten und übte mit ihr auf Tippen die Beine zu heben, heute war ich recht zurfieden, obwohl sie nahe zu kaum Konzentriert war. Dann musste ich aber auch schon los , es hieß Koppel abäppeln... "

      Erster Winter in Schweden | Ofagwa
      " 6:30 , mein Freund war bereits Arbeiten und ich zwang mich mühevoll aufzustehen. In meinem Zimmer war es wohlich warm, ich zog mir meine Stallsachen an, ehe ich die Treppe nach unten suchte. In der Küche machte Oma bereits Frühstück, Mom saß da, bereits versunken in ihre Zeitung und schlürfte ihren Kaffee. " Morgen ", warf ich ihn den Raum und Oma und Mama begrüßten mich. Oma setzte mich sofort an den Tisch und deckte mir Rührei, Brötchen und Kakao auf. Ich sah prüfend auf mein Handy und bemerkte dann im Augenwinkel etwas helles drausen, ich wand meinen Blick etwas höher und was ich sah wollte mir zunächst nicht gefallen. " Es schneit!", Oma grinste ," Ja schon den ganzen Tag", ich sah etwas skeptisch auf die Uhr *es ist 7 Oma..* dachte ich mir aber lächelte sie an. Ich schnappte mir sofort meine Jacke und ging in den Stall. Nun gab es Frühstück für meine Mäuse. Tjark und Josh, unsere Angestellten, hatten bereits Heu gefüttert und waren schon dabei die ersten Boxen zu misten, *seit dem wir auf Hexelkstroh umgestellt hatten waren alle Pferde sauberer und es ging viel schneller*als ich begann den Pferden ihre Frühstücksportion Müsli zu geben. "Guten Morgen Chef", bekam ich aus der Richtung der Jungs zu hören," Morgen", entgegnete ich freundlich. Dann ging ich schon zu Risandro und Zuckerwatte, nach der Beinverletzung was Zucker wieder Fit und wir konnten in den letzten Wochen die HK für uns Entscheiden und zu meinem Glück besitze ich eine passende Stute für Zuckers erstes Fohlen, die Pläne wachsen. Naja aufjedenfall brachte ich die beiden in die kleine Halle, da wir auf diesem Gestüt 2 Hallen besitzen haben wir die kleine umgebauen können und in ihr 3 Paddock gebaut, und nicht nur einfach aus Steckpfählen, nein meine Jungs haben schöne stabile Holzpfähle und weißes Band genommen. Da die Halle so oder so verschließbar ist haben wir natürlich auf Strom verzichtet. Es ist etwas urig aber es ist besser als Mauke und Schlamschlachten. Doch heute hatte ich mit meinen lieben etwas anderes vor, der Weg ging in Richtung Springplatz, welcher auch feste Geländesprunge besitzt und somit schön groß und ein reiner grasplatz ist. Ich ließ die Stricke abfallen und Risandro und Zucker gaben mächtig Gas in Richtung Schnee. " Super Kerle", sagte ich und lachte, denn nach circa 10 Metern voll Speed lag Risandro schon im Schnee und freute sich seines Lebens. Nach mir holten Tjark und Josh die anderen Hengste und stellten sie auf die Paddock verteilt im Hof. Alle fanden den Schnee sichtlich spaßig. Ich ging über den Hof, sicherte gurz den Weg zur Winterweide und sperte mit schnüren ab. "Los", rief ich und die Boxen der Stuten öffneten sich und die Damen der Nation trabten artig den Weg entlang in meine Richtung. Nun waren alle Pferde zunäachst auf den Koppeln und ich konnte mich an die Stallarbeit machen. 12:30 , Boxen waren gemistet, die Mittags Portionen warteten schon auf die Pferde, welche nun seit 4 1/2 Stunden draußen im Schneegestöber zwischen den Tannen standen. Nur der kleine Romerico stand heute in der Box, er war seit gestern mächtig am Husten und ich wollte ihm etwas ruhe gönnen, aber nun musste auch er für die letzten 30 Minuten mal an die frische Luft, dick eingepackt führte ich ihn auf eines der kleineren Paddocks. Der arme Kerl fand es zwar nicht so super nun im Schnee zu stehen, aber immer die staubige Luft ist auch nicht gut. Dann holte ich die Damen schon mal rein, Nojirsodsch und Rainbow zeigten sich sichtlich erfreut endlich in den wärmeren Stall zu kommen, ich führte sie in ihre Boxen und sich machten sich direkt über das frische Heu her, dann ging ich wieder zurück, " Wie cool", sagte ich als Tjark mir mit Bella und Cuja entgegen kam. Die kleine Maus war inzwischen schon fast weiß, sie hatte sich ordentlich gemacht bei Veija und war nun bestimmt froh endlich wieder zuhause zu sein. Ich ging direkt los um Zuckerwatte und Risandro vom Springplatz zu fischen, der Wallach und der kleine Hengst hatten sich super zusammengerauft und waren inzwischen unzertrennlich, deshalb standen sie auch nun nebeneinander. Die anderen Pferde wurden von den Jungs rein gheolt, während ich mir Rainbow fertig machte. Sie bekam das Zuggeschirr um und eine Nierendecke , dann ging es los. Ich schnappte mir das Sulky welches wir auf Kufen gebaut hatten und nahm mir als Handpony Nojirsodsch mit. Rainbow zog artig an und ich musste sie kaum treibe, wir bogen in den Wald ab, dort wo es auch zu unserem See ging. Njiodschi war sichtlich genervt, die junge stute wollte laufen, also suchte ich mir einen passenden weg, ließ Rainbow die Zügel nehmen und gab ihr da Okay. In einem Affenzahl Trabte sie durch den Wald, während mein Pony ordentlich ackern musste um im Galopp vernümpftig zu treten, gut das sie die gefütterte Regendecke auf bekommen hat, statt der dicken Stalldecke, denn jetzt wurde ihr bestimmt warm." woooh", ich hielt Rainbow an, denn wir bekamen Besuch, von vorne ritten zwei Herren auf uns zu, als sie genau neben mir standen hielten sie an, " Wissen sie wie wir zur Hauptstraße kommen?", fragten sie," Em, eigentlich immer gerade aus, aber was suchen sie denn? weil das hier ist ein Privater Wald", ich war etwas verdutzt denn im Schweden hielt man sich eigentlich daran wo man reiten durfte und wo nicht, und ich hatte überall Schilder aufgestellt, damit ich keinen umniete wenn ich mit Rainbow oder den anderen hier durch heize. "Das gestüt Oakwood", ich blickte etwas komisch drein, erstmal ritten sie auf zwei Füchsen durch meinen Wald, und was wollten sie ?," Em ich bin sie Besitzerin aber was kannich für euch tun?", " Wir sind auf einem Wanderrritt und möchten kurz eine Pause machen und vielleicht unseren Pferden etwas heu geben, deshalb sind wir auch in diesen Wald geritten weil wir gehofft haben so zum Stall zu kommen". ich grinste, in Schweden waren diese Wanderreiter nicht selten und gehörten zum Bild des Landlebens,"kommt mit", sagte ich und ließ Rainbow drehen, und es ging wieder in Richtung Stall. Die beiden Pferde der Jungs durften in der Halle in einem der Paddock Heu genießen und sie etwas ausruhen, während Oma die armen Kerle mit Tee und Keksen vollstopfte. Ich kümmerte mich währendessen um meine Pferde, Paulchen wurde vorhin von Tjark longiert und Bella von ihrer Reitbeteiligung bewegt. Also schnappte ich mir Fiebertraum, legte ihm eine Trense an und es ging in die Halle. Ich saß auf und Checkte meine Nachrichten, Oma kam rein und berichtete das die Jungs wieder los seien und sich noch mal bedankt hatten. Ich treib Fieber an und der Henbst begann zu laufen, im selben Moment kam Mama mit Little rein und leistete mir etwas gesellschaft, wir ließen den Tag nett ausklingen in dem wir noch applaus und Crown rennen ließen..

      Kurzer Besuch bei Michelle
      Heute war ich auf dem Weg zu Michelle, denn sie hatte im Moment recht wenig Zeit für die Pferde, weshalb ich ihr ein wenig unter die Arme griff.
      Bei ihr angekommen ging ich zunächst in den Hauptstall und schaute mir St. Pauli an, den sie noch gar nicht so lange hatte. Ich brachte das Tier auf die Koppel und widmete mich sogleich Grand Little und Romerico, die ich auch auf die Koppel brachte. Risandro, Fiebertraum und Zuckerwatte brachte ich auch nach draußen, ehe ich anfing die Boxsn zu misten, was doch mehr Arbeit war, als ich zunächst gedacht hatte. Doch nach einer Weile hatte ich alle Boxen fertig, füllte die Heunetze und rationierte das Kraftfutter. Erst dann ging ich in ihren Nebenstall und brachte Noijrsodsch, Maracuja Limes, Applaus, Crown Jewel, Rainbow, September und Rockabella nach draußen auf die Koppel. Auch hier mistete ich alle Boxen aus, füllte die Heunetze auf und gab allen Tieren Kraftfutter in den Trog. Dann holte ich alle Pferde wieder in den Stall und verabschiedete mich bei den Tieren, ehe ich wieder nach Hause fuhr.

      Sommergewitter | Ofagwa
      "Ja , das machen wir so! ich freue mich", verabschiedete ich mich und legte auf. " Wer war das den?", fragte meine Mutter mich neugirig, während sie eine Tasse abtrocknete. " Ist eine Überraschung ", sagte ich und lächelte verlegen. Mutter nickte nur leicht mit dem Kopf, und verzog sich wieder komplett in die Küche. Gerade als ich aus dem Haus trat, sendete man mir ein Bild, " ganz wie ihre Mutter ", sagte ich und legte den Kopf träumend bei Seite. Ehe ich mich versah war ich schon träumend im Stall angekommen. Schnell steckte ich das Handy in meine Tasche und schnappte mir die Heugabel, mit der ich die Schubkarre füllte. Das Heu fuhr ich dann zu den Parzellen. Bella kam brummelnd an und freute sich über den kleinen Snack. Risandro kam mit großen Schritten von hinten herran und gesellte sich zu ihr. Auf dem nächsten Stück freute sich Zucker schon über das Heu. Undso ging es bei den anderen weiter, hätte mich auch gewundert wenn nicht. Ich ging wieder in den Stall und holte ein Halfter für Grand Little, welcher sich nicht unbedingt freute, dass er beim Essen gestört wurde. " Loooos ", fuhr ich ihn an, denn der große Schecke war nun mal nicht gerade schnell im Schritt unterwegs. Im kühlen Stall band ich ihn direkt an, und holte die Tube aus dem Putzkoffer, Grand wusste sofort was los ist und verzog die Nase. Schon began ich ihm die Sonnencreme auf die roserne Nase zu schmieren. Reiten konnte ich den dicken nicht, denn dank der Frühlingsgefühle hatte sich der Hengst beim toben die Schulter etwas ausgerengt, und hat erstmal eine Woche Pause verordnet bekommen. Ich nahm mir noch den Striegel und putze ihm den groben Staub vom Fell, denn noch dazu sah er aus wie Sau, wo auch immer er eine feuchte Stelle gefunden hatte. " soll ich ihn dir abnehmen?" , fragte Mutter die gerade in den Stall kam. " Kannst du, dann schnappe ich mir nur Schnell ein Halfter für Zucker und begleite dich". Sofort ging ich los, und dann gingen wir gemeinsam zu den Parzellen. Während Mutter Grand wieder auf sein Viereck brachte, holte ich mein kleines Pony von der Koppel. Tänzelnd lief der Hengst an meiner Hand neben der Parzelle um Bella vorbei. " Du spinner", sagte ich lächelnd und brachte ihn in den Stall. Auch Zucker schmierte ich die Nase ein, anders als Grand flehmte er nur ständig und verzog nicht die Nase, wobei dies nicht unbedingt hilfreicher war. " Michelle! Es braut sich dahinten schon ales zusammen, wir haben Gewitterwarnung, lass uns die Pferde schnell rein holen oder?", " Oh ja!" sagte ich und brachte Zucker schnell in seine Box, wir schnappten uns die Halfter und holten die anderen 5 rein. Gerade noch rechtzeitig, denn als Paulchen gerade den Stall betrat donnerte es erneut und es began zu tröpfeln. Nun verteilte Mutter noch Heu in den Boxen, und Müsli. Ich schnappte mir schnell den Besen und fegte noch einmal durch, bevor es richtig schlimm wurde. Heute würde ich nichts mehr mit den Pferden machen, denn Gestern hatten alle eine Dressurstunde bekommen, und vor allem Bella hatte sichtlich Muskelkater.

      Tierarztbesuch bei Fiebertraum
      Nach langer Zeit bekam ich mal wieder die Gelegenheit, zwei altbekannte Gesichter zu besuchen. Zum einen Michelle und zum anderen Fiebertraum. Der Vollbluthengst war lange in meiner Obhut gewesen, ehe er umgezogen war und wie ich sah, schien er hier richtig aufgeblüht zu sein. Und so fuhr ich heute als Tierärztin auf nach Oakwood. Dort wurde ich auch direkt von Michelle in Empfang genommen, welche mich herzlich begrüßte und mich bat, kurz vor dem Stall zu warten.
      Fiebertraum stand noch auf der Weide und sie holte ihn fix. Wir trafen uns wieder vor dem Stall und ich begrüßte den schönen Hengst kurz, ehe ich Michelle direkt bat, ihn mir auf dem Hof einmal im Schritt und einmal im Trab vorzuführen. Die Gänge waren klar und Fiebertraum schien auch komplett entspannt zu sein. So machten wir uns auf den Weg zum Putzplatz, wo Michelle den Hengst anband.
      Ich kontrollierte fix den Pupillenreflex, ehe ich einen Blick in Ohren und Maul warf. Danach tastete ich die Lymphknoten des Hengstes ab und danach das Genick abwärts die Wirbelsäule. Fiebertraum blieb vollkommen entspannt und ließ sich brav abtasten. Ich lobte ihn kurz und zückte dann mein Stethoskop. Nun mussten noch Herz und Lunge abgehört werden, ehe ich auch noch die Körpertemperatur kontrollierte.
      Alles war im grünen Bereich, dementsprechend war Fiebertraum topfit. Ich ließ mir den Impfpass geben und entschied, direkt alle vier Impfungen aufzufrischen. Das bedeutete Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. So war Fiebertraum direkt wieder vollständig für alle Turniere ausgestattet. Abschließend musste er noch die Wurmkur schlucken und dann war er komplett durch. "Die nächsten zwei Tage eventuell etwas ruhiger angehen, aber danach könnt ihr wieder loslegen", meinte ich noch lächelnd zu Michelle, ehe ich meine Sachen packte und mich verabschiedete.

      Hufschmied | sadasha
      Leise vor mich hin summend holte ich mit einem Schweißmesser die unverkennbaren Zeichen des vorangegangenen Trainings mit Mr. Raw Depression aus dessen Fell, als mein Handy plötzlich mitsummte. Es war Michelle. Wir hatten uns schon des öfteren unterhalten und auf manchen Turnieren traf man sich ganz unwillkürlich. Sie rief geschäftlich an. Ihr Vollbluthengst Fiebertraum sollte die Hufe gemacht bekommen. Die Umstände wurden schnell geklärt und in den nächsten Tagen bereitete ich den Wagen für einen Abstecher an die deutsche Ostsee vor. Fiebertraum... Der Name sagte mir doch etwas. Die Fahrt über ließ mich der Gedanke nicht los den Namen schon einmal gehört zu haben. Auf dem Hof in Schönberg angekommen begrüßte mich Michelle und führte mich sofort zu ihrem Hengst. Als ich den Palomino sah fiel es mir wie Schuppen von den Augen. „Ah, daher kommt er mir bekannt vor...“ murmelte ich vor mich hin während ich ihn von oben bis unten musterte. Der Hengst beobachtete mich aufmerksam, die Ohren drehten sich immer mal zur Seite. „Bitte, woher?“ hakte Michelle nach und ich sah auf. Hatte ich wirklich so laut gedacht? „Ich habe ihn schon bei Galopprennen mitlaufen sehen.“ erklärte ich. Ein so auffälliges Pferd vergisst man nicht. Mir war auch bekannt, dass er schon bei zwei Rennen platziert wurde.
      Michelle lächelte. „Kann ich noch irgendwie helfen?“ bot sie sich an. „Lass ihn mir einmal vortraben, dann sehe ich besser ob er vielleicht noch eine bestimmte Korrektur benötigt.“ Gesagt getan. Michelle löste den Strick und lief los. Der Hengst schien noch keine großen Probleme mit den Hufen zu haben, hier und da sah ich aber dennoch Fehler im Detail. Vor allem die Eisen hatten ihre beste Zeit schon hinter sich. „Gut, danke. Den Rest schaffe ich alleine.“ sagte ich freundlich, während ich Fiebertraum übernahm und auf dem Innenhof anband, sodass ich den Wagen bis kurz vors Pferd fahren konnte. So hatte ich Schmiede und Pferd nahe beieinander. Die Schmiede musste aber erst mal aufheizen. In der Zwischenzeit nahm ich die alten Eisen vorne herunter. Beim Abtragen der alten Sohle fiel mir auf, dass doch mehr Horn weg musste als ich auf den ersten Blick vermutet hatte. Zum Schluss knipste ich mit der Zange den Hufrand ab und raspelte schließlich alle Ecken und Kanten ab. Den gleichen Prozess des Ausschneidens und der Korrektur durchliefen nun auch die restlichen drei Hufe. Die hellen Hufe bestanden aus besonders weichem Horn, sodass sie sich schneller abnutzten. Das merkte man auch bei der Bearbeitung und so war ich hier extra vorsichtig. Meine Schmiede brauchte jetzt nur noch ein paar Minuten, bis sie die Temperatur erreichte die ich brauchte. Die wenigen Minuten nutzte ich um die Hufeisengröße herauszufinden. Die alten Eisen war so abgenutzt, dass sie nicht weiter verwendet werden konnten. Beim Abnehmen hatte man das Gefühl sie kämen einem schon freiwillig entgegen.
      Fiebertraum war fast schon frech. Der Hengst ließ mich immer mal seinen Schweif spüren, wenn ich gerade mal schräg neben ihm stand um die Eisenform zu begutachten, die ich nun an seine Vorderhufe anglich. Um bei der Form auf Nummer sicher zu gehen legte ich das Eisen immer wieder fast auf den aufgebockten Huf. Der Hengst ließ das ruhig über sich ergehen. Lobend strich ich ihm über die Schulter bevor ich mit dem Eisen endgültig zufrieden war und es einmal kurz zum Schließen der Poren auflegte. Für Fiebertraum war das wohl der unangenehmste Part bisher. Kurz schrak er hoch, doch da war das Eisen schon wieder weg. Schließlich wurde es auf Normaltemperatur herunter gekühlt. Der Innenhof stand nun zum Teil im Schmiedequalm und ich nagelte mit ein paar Hufnägeln das Eisen an, knipste die überstehenden Nägel ab und schliff die restlichen Kanten runter. Auch das Eisen für den zweiten Vorderhuf passte ich erst gründlich an, bevor ich es ebenfalls annagelte. Fiebertraum stand nun auf vier frisch gemachten Füßen und lief nach wenigen Schritten wieder einen astreinen, makellosen Trab. Dessen versicherte ich mich bevor ich ihn wieder seiner Besitzerin überließ. „Vielen Dank.“ Anerkennend lächelte Michelle mich an nachdem wir die Bezahlung geklärt hatten und uns verabschiedeten. Einige Minuten später hatte ich das Auto wieder bepackt und verließ den Hof um mir noch ein wenig die Ostsee anzusehen bis es zurück nach England ging.

      Trainingsbericht Galopp M-S | Bracelet
      Am ersten Kalendertags des Monats kam ich nach langer Reise bei den Oakwood Stables an. Etwas ungeschickt suchte ich ein wenig später die Klingel des Haupthauses und ehe ich mich versah wurde die große Tür vor mir aufgerissen. Ich erschrak und stieg einen Schritt zurück, stolperte sogar fast. ,,Hallo?'' Na super. Es war die Gestütsbesitzerin und ich hatte mal wieder einen perfekten ersten Eindruck gemacht. ,,Hallo Ofa.'',sagte ich hochroten Gesichtes und reichte ihr freundlich die Hand. Sie begrüßte mich ebenfalls und bat mich hinein. Daraufhin zeigte sie mir mein Zimmer für die kommenden Tage und die anderen Räumlichkeiten. Dann ließ sie mich erstmals auspacken und duschen.
      Als ich mit allem fertig war schlüfte ich auch schon in meine Reithose und nahm Helm samt Handschuhen in die Eine und meine ausgelatschten Stallschuhe in der anderen Hand. So schlich ich regelrecht die Treppe herab, da ich niemanden stören wollte. Dann hörte ich Ofagwas bekannte Stimme, welche in der Küche lautstark mit jemandem diskutierte. Es schien um den Beritt einiger Pferde zu tun zu haben, der nicht richtig gemacht wurde. Es war wohl nicht leicht einen solch großen Hof zu führen, alles zu organisieren und zu kontrollieren. Ich wollte sie nicht unterbrechen, weshalb ich mich inzwischen vor die Tür in die Sonne setzte.
      In etwa fünf Minuten später kam meine gute Bekannte dann hinterher und deutete mir ich solle mitkommen. Sie zeigte mir das wunderbare Anwesen mit all den wichtigen Plätzen auf dem Gestüt. Die nächsten zwei Monate würde ich schließlich ihren Vollbluthengst trainieren und dies bedeutet natürlich, dass mir nicht ständig jeder etwas zeigen müsse sondern ich wirklich selbstständig und gut arbeiten könne. Immerhin hatten ja Ofa und ihre Mitarbeiter selbst viel Arbeit zu tun. Sehr Interessant für mich war auch die Sattelkammer, in der sowohl Fiebertraums Zubehör als auch Ersatzstücke zu finden waren. Ersatzstücke im Sinne von neuen Riemen, andere Gebisse, Trensen und allerhand andere Dinge. Auch das Futter zeigte sie mir. Generell bekam der Hengst eine auf ihn abgestimmte Menge an Saft, Kraft und Raufutter. Wenn ich ihn allerdings nun trainierte musste ich das Kraftfutter klarerweise an seinen Bedarf anpassen.
      Nach der kleinen Führung holte ich das Vollblut dann auch schon von der Koppel. Er war dabei anfangs sehr aufgeschlossen und neugierig, ließ sich gut von mir führen und gehorchte aufs Wort. Ich ging mit ihm zum Putzplatz, wo ich ihn dann erstmals anband und seine Putzbox holte. Als erstes nahm ich das Schweif und Mähnenspray heraus und sprühte damit das Langhaar gründlich ein. Es roch sehr intensiv, deshalb las ich, leider etwas spät;,,Apfel-Zimt.'' Ich musste grinsen. Scheinbar war Ofagwa noch oder schon wieder in Weihnachtsstimmung. Oder sie mochte einfach nur den Geruch. ,,Na Fieber? Gefällt dir das? Dann wollen wir mal.'',sagte ich zu dem bildhübschem Hengst und kratzte ihm seine Hufe aus. Anschließend massierte ich mit einem Plastikstriegel den Dreck aus seinem Fell. Mit einer Magic-Brush entfernte ich den getrockneten Schlamm von seinen Beinen und mit einer weicheren Bürste putzte ich Fiebers Gesicht. Zu guter Letzt ging ich noch einmal schnell mit einer Staubbürste über das nun samtige Fell.
      Anschließend führte mich mein Weg in die Sattelkammer. Hier nahm ich mir Fiebers Trainingstrense, Gamaschen, Streichkappen und einen Springsattel. Der Grund weshalb es noch kein Rennsattel war war der Grund, dass ich im Springsattel mehr Halt hatte und mich zuerst mit den Eigenarten des Vollbluts auseinander setzen wollte. Mein Unfall letztes Jahr durch diesen Fehler hatte mich lernen lassen was das für ein Selbstmordkommando war dies zu tun. Ja, Jockeys ritten oft fremde Pferde. Aber nur auf der Rennbahn, bei Rennen. Ich war aber Trainer und kein Jockey und hatte andere Aufgaben.
      Nachdem Fiebertraum fertig war setzte ich meinen Helm auf und zog meine Reithandschuhe an. Dann nahm ich die Zügel vom Hals des Palominos und ging mit ihm hinaus zur Aufstiegshilfe. Die ersten fünf Minuten drehte ich mit ihm ein paar Runden am langen Zügel am Viereck. Als er dann warm war nahm ich die Zügel auf und ging mit ihm hinaus ins Gelände. An einer Wiese mit geringer Steigung testete ich ob der Hengst im Stande war zu traben. Viele mir bekannte Rennpferde konnten dies nämlich nicht. Sobald man etwas Schenkeldruck gab rasten diese Exemplare los und ließen sich nicht mehr stoppen. Da Ofa mir erzählt hatte wie sensibel Fieber war gab ich ihm nur leichte Hilfen und siehe da: Er hatte gute Erziehung genossen und trabte. Dennoch ließ er sich nicht in Anlehnung bringen. Ich drehte großräumige Kreise, ähnlich wie überdimensionale Zirkel, und gab ihm Paraden am äußeren Zügel. Zwecklos. Er lief mit seinem Kopf hoch oben umher und als er merkte, dass ich nicht aufgeben würde schaltete er sofort um auf stur. Er schüttelte den Kopf, galoppierte öfter an und versuchte dem Druck zu entkommen, den ich nun mit meiner Autorität ausstrahlte. Ja, er wurde anschließend auch so richtig frech. Dennoch saß ich am längeren Hebel und irgendwann nach zehn Minuten fügte er sich. Drei Runden im Kreis genügten. Dann lobte ich ihn und ließ ihn im Schritt eine Pause machen: ,,Guuuter Junge. Ich weiß anfangs ist das anstrengend und du bist kein Dressurpferd, aber ein gestärkter Rücken ist immer gut.''
      Nach Fiebers wohlverdienten Pause ging es ans Eingemachte. Den Galopp. Ich hatte mir vorgenommen ihn mir heute zuerst ein wenig anzusehen, also noch nicht wirklich mit dem richtigen Training zu beginnen. Ich ließ ihn zuerst den 'Hügel' hinauf galoppieren. Ich galoppierte ihn also an und ging in den leichten Sitz. Fiebertraum reagierte prompt und begann so richtig zu ziehen. Er streckte sich richtig und gab alles. Ich ließ ihn laufen, hielt ihn noch nicht wirklich zurück und sah mir die Sache an. So zickig er sein konnte - beim Galoppieren war er mit Herz und Seele dabei.
      Nach einigen Mal rauf und runter machte ich eine Pause mit dem Hengst. Ein einziges Mal ließ ich ihn anschließend noch rennen und beschloss dann für heute aufzuhören. Ich hatte nun ein anschauliches Bild von dem Palomino. Er hatte eine schlechte Tragemuskulatur was den Rücken betraf, was für Rennpferde jedoch praktisch normal war, was die Technik seines Galopps betraf war ich mehr als zufrieden; seine Ausdauer könnte jedoch besser sein. Bei einem richtig langen Rennen würde er wohl bald zurück fallen. Momentan schien er eher für kurze Distanzen geeignet. Er sollte allerdings zur Klasse S ausgebildet werden, was bedeutete, dass er lernen musste sich nicht gleich so sehr zu verausgaben um am Ende noch Energie übrig zu haben und einen Sprint hin zu legen.
      Ich brachte Fiebertraum anschließend auf die Koppel und zog mich in mein Gästezimmer zurück. Dort erstellte ich einen Trainingsplan.
      Am nächsten Tag begann dieser auch schon. Ausdauertraining im Gelände stand auf dem Plan. Ähnlich wie mit einem Vielseitigkeitspferd übte ich im Wald, wo ich versuchte möglichst lang durchzugaloppieren. Dies war allerdings mit dem Vollblut gar nicht so einfach. Er musste lernen, sich zurück nehmen zu lassen und dann nicht frech gegenzuarbeiten. Am Ende des Waldes ging ich im Schritt zurück um ihn wieder abkühlen zu lassen. Im Stall spritzte ich ihn mit dem Schlauch ab und schmierte seine Beine mit Kühlgel ein.
      Am darauffolgenden Morgen übte ich ein schnelles Manövrieren des Hengstes im Galopp auf einer Wiese. Dies musste schon lustig aussehen, da ich imaginäre andere Pferde überholte und ihnen auswich. Fiebertraum jedoch schien mich nicht für verrückt zu halten. Er hatte richtig Spaß an der Sache.
      Ähnliches wiederholten wir eineinhalb Wochen. Dann ließ ich mich auf bestimmten Distanzen stoppen und es wurde tatsächlich immer besser - und zwar nicht nur die Schnelligkeit des Pferdes verbesserte sich rapide, auch seine Ausdauer nahm immer mehr zu und ich konnte ihm mehr zumuten. Er musterte sich zu meinem Lieblingsgaloppschüler. Es machte wirklich Spaß mit dem Hübschen zu arbeiten.
      Am Ende des Trainingsmonats August hatte ich auch mit anderen Pferden unter Ofagwas Sattel Trainingsrennen bestritten und Fiebertraum war auf der Galopprennnklasse S angelangt. Es war unglaublich welch große Fortschritte er gemacht hatte - ich war wirklich stolz auf den Vollblüter.

      Neue Freunde | c Ofa
      Ich saß am Frühstückstisch und nippte an meinem noch sehr heißem Kaffee, als mir eine Anzeige in der Zeitung ins Auge stach: " Feari Hills Auktion". Ich schluckte .. Diese Zucht war die größte Araber Zucht die mir bislang bekannt war und dort wurde auch mein ehemaliger Connemara Hengst Wisp geboren, seine Mutter lebte dort noch. Ich musste nicht lange nachdenken und schon hatte ich meine Pick Up Schlüssel in der Hand, Shady würde ich mir doch gerne auf den Hof holen, ich hatte die Stute früher schon immer gut gefunden. Sofort ließ ich mir von Tjark helfen den Trailer an den Pick Up zu hängen, meine Mutter und die Angestellten würden die Tage nach dem Rechten sehen, und sich um die Hofpferde kümmern. Der Motor startete und es dauerte nicht lange da fahr Tjark ", wie war eigentlich die Leistungsprüfung mit Zucker?"," Oh, ja die war ganz gut, er hat eine 7,75 als Wertnote erhalten, damit kann man mehr als zufrieden sein wie ich finde", erwiderte ich und Tjark stimmte mir nickend zu. " hast du vor nur Shady mitzunehmen falls sie verkauft wird?"," naja ich habe zur Sicherheit den großen Trailer mitgenommen, da passen sonst auch 5 Pferde drauf", sagte ich lachend und Tjark konnte sich das Grinsen nicht verkneifen ," dachte ich mir schon", sagte er lachend.
      Nach ein paar Stündchen fahrt erreichten wir das Gestüt, auf dem schon viel los war. Ich bekam einen guten Parkplatz und begann mit Tjark über den Hof zu laufen, sweetvelvetrose begrüßte uns und erzählte das ihr der Hof mit so vielen Tieren zu viel werde und das sie einfach auf ruhigere Tiere umsteigen will. Nach einem kurzen Plausch machte ich mich auf, die Parzellen mit den Verkaufspreisen abzugehen. "Da!", sagte ich freudig und erblicke den grauen Rücken von Shady, sofort ging ich zu Ihrer Parzelle die sie sich mit zwei anderen Stuten teilte. Ich ging zu der Parzelle und schrieb mein Gebot auf das Protokoll für diese Stute, für sie hatte noch keiner geboten und ich hoffte die 11 jährige Stute würde zu mir kommen, auf einmal kam Sweetvelvetrose auf mich zu " du willst Shady oder?", fragte sie lächelnd ," ja ", erwiderte ich gespannt ," ich fand sie ja schon immer toll!". Sweet ging zu dem Richter, zusammen mit der Mappe von Shady. Nach 3 Minuten Wartezeit kam sie wieder zu mir und drückte mir einen Pass in die Hand, zusammen mit einem Umschlag ," tu das Geld darein und geb es dem Auktionär, aber vorher zeige ich dir nicht etwas". Mein Herz raste, ich durfte Shady tatsächlich haben, gespannt folgte ich Sweet, die mich zu einer Box im Stall führte . " Oh ja!", sagte ich als ich den Falbschecken namens Amor Casdove erblickte. " Den hier habe ich auch noch, wäre er nicht was für dich?", fragte sie und drückte mir seinen Pass in die Hand, welchen ich mir kurzerhand ansah. "Definitiv!", sagte ich mit großen Augen und Sweet sagte mir dann noch was er kosten solle. Ein Handschlag und die Sache war besiegelt! Ich nahm beide mit und bezahlte beide vor Ort. Tjark half mir dabei die Ausrüstung der beiden zu verladen und danach auch die beiden. Ich verabschiedete mich von Sweet und setzte mich in meinem Pick Up, es ging los.
      "Der ist soo schick und das du Shady wolltest kann ich auch komplett nachvollziehen", fuhr Tjark mich sofort im Wagen an, ich lachte nur und konzentrierte mich den Rest der Fahrt komplett auf den Verkehr.
      Zurück zuhaue war es schon fast wieder später Nachmittag und die Pferde auf dem Hof waren versorgt und bewegt worden. Meine Mutter kam mir entgehen und fragte ungeduldig oh ich Shady nun bekommen hatte," ja habe ich, aber ich hab auch noch was mitgebracht ", sagte ich und grinste, dann kam Tjark schon mit Amor vom Hänger und ich holt ebenso schnell Shady hinunter. Shady kam direkt auf die Weide zu Bella und Risandro, welche sich sichtlich über die neue Bewohnerin freuten. Amor kam auf seine eigene kleine Parzelle ," ich denk du wolltest keine Hengste mehr kaufen? Nur noch züchten ?", fragte Mutter mich schmunzelnd, " ach Mama! Wir haben ja genügend Platz und er wird sicherlich nicht der letzte sein, so wie ich mich kenne", sagte ich lachend und bewunderte den Scheckhengst der über die Weise peste.

      Trainingsbericht Galopp S-S* | Bracelet
      Bereits den gesamten August hatte ich auf den Oakwood Stables verbracht und auch den September sollte ich Ofagwas Englisches Vollblut Fiebertraum im Galopprennen zur Klasse S* ausbilden. Der Jungspund hatte sich in den letzten Wochen absolut zum Musterschüler gemausert, weshalb ich nun gespannt war, wie er die folgende Herausforderung meistern würde.
      Um das Ganze nun absolut professionell ablaufen zu lassen hatte ich einen Jockey gemietet der jeden zweiten Tag auf dem Palominohengst reiten rollte - auf einer Sandrennbahn einige Kilometer entfernt vom Gestüt Ofagwas. Der Zielort hatte einiges zu bieten, was Fiebertraum gerade brauchte. Da ich ihn dort so richtig trainieren wollte, auch in der Anwesenheit anderer Rennpferde seines Levels hatte ich mit der Besitzerin des Hengstes geredet und bald sollte Fiebertraum dort eine Gastbox erhalten, die dann die nächsten drei Wochen sein zu Hause sein sollte.
      Die erste Septemberwoche allerdings trainierten wir wie gewohnt die Ausdauer und Technik des Pferdes. Vor allem das Ausdauertraining gefiel Fiebertraum mittlerweile so richtig, da ich ihn zuerst lange galoppieren ließ, eher versammelt - bis hin zu einem Grad für ein Rennpferd natürlich, und ihn dann so richtig rennen ließ. Das war dann auch immer eine Art Belohnung für den rennbegeisterten Palomino, der dann ganz in seinem Element war und regelrecht aufging.
      Am Ende der Woche stand dann der vorübergehende Umzug für den Hengst an. Ich hatte ihn in der Früh von der Koppel geholt und gründlich geputzt. Ebenfalls hatte ich seine Ausrüstung hergerichtet und Fiebertraum mit einer Fliegendecke, einem bequemen Lammfellhalfter und Transportgamaschen ausgestattet. Dann kam auch schon der Transporter des Rennstalles. Ofagwa verlud ihr Pferd anschließend und verabschiedete sich vorübergehend auch bei mir. Ich stieg zu dem Herrn ins Auto und ließ mich mitnehmen. Dort angekommen führte ich Fiebertraum, der mir mittlerweile auch nicht mehr nicht vertraute, von der Transportrampe. Der Palomino folgte brav und ließ sich in seine neue Box bringen. Erst war er etwas nervös, beruhigte sich dann aber bald und durfte auch auf ein Paddock.
      Am Nachmittag trainierte ich ihn locker auf einem Laufband. Überraschenderweise ging er sofort auf die ihm unbekannte Gerätschaft und ließ verstand auch schon bald das Prinzip des Ganzen. Von einem Mitarbeiter des Rennstalles wurde er verkabelt um Herzfrequenz und Anstrengung zu messen. So konnte ich gut sehen, wo das Limit des Palominos war und dieses war mittlerweile wirklich hoch. Als ich jedoch merkte er wird immer schwächer ließ ich die Geschwindigkeit immer mehr verringern und schaltete das Band kurz darauf ab. Nun ging es für ihn noch acht Minuten in die Schrittmaschine.
      Am nächsten Morgen hieß es für das hübsche Rennpferd in die Gegenstromanlage, wo er sich im Wasser durchschlagen musste. Begeistert war er nicht von dem kühlen Nass. Trotzdem ließ er es über sich ergehen und strengte sich an. Um zu trocknen führte ich ihn auf dem Anwesen des Stalls etwas herum. Fiebertraum beäugte dabei aufmerksam das neue Gelände und schien Interesse an ein paar Stuten, die gerade auf der Rennbahn liefen, gefunden haben - er stellte nämlich seine Schweifrübe hoch auf und trabte neben mir her. Schnaubend. Ich musste grinsen und führte unseren Spaziergang fort.
      Am frühen Abend ging es dann auf die Rennbahn. Hier ließ ich ihn die volle Strecke gehen, die in einem Langstreckenrennen gefordert war. Er hielt sich wacker. Seine Zeit war jedoch noch ausbaufähig. ,,Naja wir sind ja noch am Üben.'',murmelte ich, als ich die Zeit hörte. Möglicherweise war der Hengst noch etwas müde vom Transport.
      Am darauffolgenden Tag übten wir mit drei anderen Rennpferden auf der Bahn. Dabei ritt ihn der gemietete Jockey. Es ging alles sehr professionell zu und auch das 'Ausbrechen' aus der Startbox wurde intensiv trainiert. Beim dritten Mal hatte Fiebertraum schon keine Probleme mehr damit hinein zu gehen und sofort herauszuspringen. Verglichen mit den anderen Pferden zeigte sich ein anderes Bild als am Vortag: Fieber konnte laufen. Und wie! Sein Jockey Björn musste ihn anfangs sehr zurück halten. Dennoch war er immer an der Spitze, wenn eine Rennsituation anstand. Er mochte es gar nicht hinten zu laufen. Ein paar Mal übten wir ohne Startbox und das schnellste Pferd des vorherigen Durchganges - es waren noch kurze Strecken die wir sie zusammen laufen ließen - musste später starten, was sich bei unserem Hengst sehr schwierig gestaltete, da er sogar fast stieg, wenn er warten musste. Es dauerte nie lange, bis er dann außen vorbei zog und alle wild schnaubend im gestreckten Galopp überholte.
      Nach dieser Trainingseinheit hieß es für Fiebertraum dann für heute nur noch Entspannung. Zu allererst spritzte ich den Hengst ab und ging mit ihm auf der Wiese grasen. Dann stellte ich ihn unters Solarium und massierte den Hübschen eine ungeschlagene Stunde lang. Dabei schienen sich alle möglichen Verspannungen zu lösen, weshalb ich ihn anschließend noch für eine viertel Stunde in die Schrittmaschine stellte, um die Giftstoffe die dabei freigeworden sind abzutransportieren. Zumindest sagte man, dass man dies machen sollte und ich hielt mich an den Rat meiner Tierärztin.
      Die folgenden Wochen trainierten wir viel zusammen mit anderen Rennpferden mit denen sich Fiebertraum messen konnte. Er schnitt dabei immer wirklich gut ab. Nur einen Dunkelbraunen gab es, der ihm immer wieder überlegen war. Dies passte unserem Hengst dann aber überhaupt nicht, weshalb er ihn dann beim Auslaufen noch teilweise überholte und von der Seite anzicken wollte. Dies war allerdings immer wieder gut, da sich die Beiden gegenseitig aufheizten und motivierten. Meist sah dies so aus, dass die Pferde, meistens sechs Stück, aus der Startbox sprangen, Fiebertraum sich an die Spitze setzte, der Dunkelbraune von hinten aufholte und die beiden sich dann oft mehrere Pferdelängen von der 'Masse' abspalteten und ihre Duelle austrugen.
      Am Ende des Trainingsmonats ging es dann wieder in die traute Heimat zurück. Fiebertraum hatte viel gelernt, viel geübt und das Gelernte definiert. Er war nun auf jeden Fall der Klasse S* gemessen. Bei einem Vorreiten vor seiner Besitzerin zeigte er sich in Topform und Ofagwa standen beinahe die Tränen in den Augen, da sie so begeistert von den Fortschritten ihres One-Million-Dollar-Pferdes war. Mein Job war getan. Deswegen musste ich mich dann auch schon wieder bei Ofa und Fieber verabschieden. Der Abschied fiel diesmal wirklich schwer. Möglicherweise würden wir uns ja bald mal wiedersehen. Immerhin wohnte ich ja auch nicht allzu weit weg und konnte die Beiden mal besuchen kommen. Ich war sehr gespannt was ich demnächst von Fiebertraum zu hören bekam - er war wirklich ein erstklassiges Rennpferd geworden und war wohl für jeden Konkurrenten eine harte Nuss.

      Der Herbst, er kommt | Ofa
      Heute war es dann endlich soweit, mein Sorgenkind aus England würde auf unserem Gestüt ankommen. Siako war mir auf den großen Turnieren aufgefallen und durch die Medien, denn er Holsteiner Hengst hatte nicht immer ein nettes Zuhause, sein letzter Besitzer hatte in Gedopt und er wurde von den Turnierwn verwiesen, kurz drauf suchte der Verein ein neues Heim für den Rotbraunen Hengst, ich musste nicht lange überlegen und meldete mich. Doch die Ankaufsuntersuchung ergab, dass der Hengst auf dem linken Auge fast Bild war und rechts auch nicht klar sah. Nach langem hin und her und vielen Diskussionen mit meinen Trainern und Angestellten entschied ich mich dem Hengst eine Chance zu geben, selbst wenn er nur als Deckhengst eingesetzt werden könnte, wäre er sehr Interessant, denn er besaß einen sehr guten Stammbaum, der nicht nur unendliche Möglichkeiten der Farbvererbung mit sich brachte. " Du wirst mit ihm sicherlich nichts erreichen im Springsport und für die Dressur hat er die falsche Abstammung ", predigte meine Mutter mir besorgt. " Mom, er kann springen , er ist ja nicht komplett blind, nur sehr beeinträchtigt. " sagte ich ernst, obwohl ich wusste das er nie wieder auf sein S Niveau kommen würde, aber dafür hatte ich ihn auch nicht gekauft. Ich lief nach draußen als ich den Transporter hörte, meine Angestellten hatten ihn geholt, denn ich hatte viel im Büro zu tun gehabt. " endlich ", vertröstete ich mich und öffnete die Hänger Klappe, drinnen stand ein rotbrauner verängstigter Hengst, dem man die schlechten Erfahrungen ansehen konnte. Ich stieg ein und drückte ihn zunächst einen Keks in die Schnute. Am Hals konnte man noch weiße stichelhaare erkennen, sie stammten von Narben die er durch die spritzen des Vorbesitzers bekommen hatte. Langsam schickte ich ihn rückwärts, nachdem mein Angestellter Tjark die Stangen entfernt hatte,"heute sollte er zunächst auf die Koppel kommen", befahl ich und anstatt Tjark den Strick in die Hand zu drücken, wollte ich meinen neusten Zuwachs selbst zur Parzellen bringen. Durch sein eingeschränktes Sehvermögen waren helle Zäune für ihn Gold wert, in zu seinem Glück hatten wir die Holzlatten auf seiner zukünftigen Parzelle von innen weiß angemalten, was nicht doll auffiel, denn der Zaun war so oder so aus hellem Holz gebaut worden. " na geh ", sagte ich sanft und entfernte den Strick von seinem blauen Koppelhalfter. Siako lief artig im Schritt und mit gesengtem Kopf über seine neue Weide. Risandro und Bella, welche auf der Koppel nebenan standen schauten intersssiert zu ihm rüber. Siako war sehr ruhig, wahrscheinlich weil er eben nicht alles sehen konnte, nach kurzer Zeit schon zupfte er an den Grashalmen. Ich ging zurück, Tjark und Luki hatten den Hänger bereits weg gefahren und kümmerten sich darum das die Hebgste Amor und Paulchen ihre tägliche Reiteinheit erhielten. Somit konnte ich ins Büro gehen und mich um die Zukunft des Betrirbes kümmern. Gerade als ich das Büro betrat rief mein Bruder aus Australien an," Michelle? Hey! Ich muss dich was fragen"," Hallo Brüderchen, was ist denn?"," Ich hab doch diese Auffangstation für Mustangs, aber ich habe einen Falbhengst bekommen, welchen wie nicht hinbekommen..", sagte er eingeschüchtert," okay.. ich mach alles fertig! Ich nehme ihn", erwiederte ich. Mein Bruder war schon immer ein guter Mensch gewesen, aber mit richtig schwierigen Fällen konnte er noch nie, das Gespräch endete damit, dass der Mustang Hengst von Australien nach Europa, zu mir, reisen würde. Er war wohl noch komplett roh. Unterdessen wir telefonierten checkte ich meine Mails, die Hackney Stute von Bear würde bald soweit sein, dass ich sie holen konnte. Und dann stand am Wochenende noch eine Warmblutjungsterauktion an, zu der ich gehen wollte.

      Genesung
      C Ofagwa
      .. der Wecker klingelte und ich rieb mir den Schlaf aus den Augen, es war 10 Uhr, heue würde mein Tag wieder so laufen wie die anderen in den letzten 2 Wochen.
      Ich nahm mir die Krücken und humpelte zur Küche um zu frühstücken." Tante Maddy hat angerufen, Tjark ist heute schon Zimt geritten, er war heute wohl wesentlich besser, und sie wollte fragen wie es dir geht", " Oh das freut mich, naja immerhin hat er Tjark bis lang noch nicht abgeworfen." Sagte ich und grinste, der Grund für meine Krücken war der kleine Falbhengst der vom Wesen her definitiv nicht nach seinem Daddy kommt. Zimt hatte mich vor 2 Wochen nach einem Rodeo in den Sand gesetzt und ich hatte mir das Schienbein angebrochen.
      " Hat sie gesagt wie es Flame und Anoki geht?"," Ja Flame geht es gut, der Tierarzt war da und hat sie gecheckt, das Fohlen ist gesund und wächst. Anoki hatte heute ein Training mit Joey, er hat ihn longiert oder sowas auf jeden Fall konnte er ihn heute berühren und das auch an der Brust"," oh sehr gut!", ja ja mein Anoki, der Mustang Hengst erwies sich als sehr misstrauisch und wirklich schwierig aber immerhin trat er nie, ja ich dachte natürlich an Zimt, der kleine frechdachs machte mir mein Leben echt schwer. Flame war außerdem tragend, sie stand zwar noch ziemlich am Anfang aber ich war zuversichtlich, dass es ein tolles Fohlen werden würde.
      "Ich habe vorhin Paulchen und Brouk auf die Koppel am Haus gebracht, wenn du willst geht doch in den Garten", sagte Mom und ich gehorchte. Humpelnder weise steuerte ich auf den Zaun zu, Paulchen grummelte sofort und kam freudig auf mich zu," na mein großer", ich schob ihn einen Keks zu und streichelte ihn, ehe Brouk dazu kam und sich auch seinen Keks abholte. Beide bekamen giraffenhälse und bettelten nach dem nächsten Keks, aber ich grinste nur und Tapete Richtung Hof. Immerhin war es heute warm und alle standen draußen. Zucker und Risandro hingegen kamen mir mit Lea und Lola auf ihren Rücken entgegen. Meine kleine Cousine dürfte Risandro ab und an reiten und ein Mädchen aus dem Dorf hatte Zucker für ein mal die Woche als Reitbeteiligung, die beiden Grüßen und ritten in Richtung Wald. Ich ging weiter zum Stall, durch ihn hindurch und dann zu den weiden. Denahi und Narla standen zusammen mit Rose und Socks auf der Weide, Narla kam sich wahrscheinlich wie eine Pflege Mama zwischen den ganzen Halbstarken vor. Ich ging weiter und schaute mir Grand und Fieber beim topen an, Lütti und Amor standen nur in der Ecke und genossen anscheinend die Sonne auf dem Pelz. Nach kurzer Zeit wurde mein Bein unter dem Gibs ganz warm, also flüchtete ich wieder Richtung Stall und setzten mich dort zu Mom und Kira, die gerade den Stall fegten. Als das dann aber auch zu langweilig wurde, beschloss ich mich in mein Zimmer zu setzten und etwas zu lernen, denn auch wenn ich nicht reiten oder großartig laufen konnte, meine Prüfungen standen trotzdem bevor.

      Distanztraining A - L
      C Ofagwa
      Heute, an einem wirklich überragendem Frühlingstag, ging es für Goldi alias. Fiebertraum ans Eingemachte. Pünktlich zum Start der neuen Turniersaison packte mich die Lust den Vollbluthengst in der Lektion Distanz hoch zu Stufen um somit bei den Turnieren der höheren Klasse mit mischen zu können. " na los ", sagte ich und lies Goldi nach circa 10 Minuten schritt antraben. Zunächst ging es durch den Wald, der schon langsam überall zu blühen begann, ehe Goldi die Felder kommen sah, und so langsam spürbar Lust auf einen gepflegten Galopp entwickelte. " Woohh", hielt ich ihn zurück, denn so sehr es mich auch in den Fingern juckte, heute waren wir nicht zu vergnügen hier, zumindest musste ich mir dies auch immer wieder sagen. Nachdem Er sich etwas beruhig hatte, durfte er angaloppieren, was eine Erleichterung .. leicht Trab und das über einen längeren Zeitraum war nun auch nicht meine Lieblingsbeschäftigung und so war der kleine Galopp eine Art Pause für beide. " und teeeerrraaaabbb", murmelte ich vor mich hin um den Palomino zum durchparieren zu bekommen. Fiebertraum war zunächst garnicht begeistert und versuchte das olle Ding auf seinem Rücken zunächst zu ignorieren, was ihm aber nicht ganz so gut gelang. " feiner Kerl" lobte ich ihn und ließ die Zügel etwas lockerer. Bei diesem Tempo könnte ich mich gut halten und schaute mir so die Umgebung etwas an, der Wald und die Felder waren in so ein schönes Licht gehüllt was einen glatt fesseln konnte, wenn Goldi einen mit einem stolperer nicht aus dem Traum reißen würde. Nun kamen wir zu einer weg Gabelung, entweder rechts zum See oder links in den Wald. Fiebertraum wollte wohl eine kleine Abkühlung und hielt sich strikt rechts am Weg. Von vorne kam ein Radfahrer, und Goldi spielte sofort mit den Ohren ," wehe! ", mahnte ich den Palomino Hengst denn er suchte nur wieder nach einem Grund mal eben schnell in den Galopp zu fallen. Ich hielt ihn leicht zurück und nachdem wir den gefährlichen Radfahrer überlebt hatten, schnaubte er zufrieden ab. Tack Tack Tack Tack .. man könnte meinen der Klang der Eisen könnte einen irgendwann nerven, aber für einen Reiter war es Musik in den Ohren. Nach weiteren 10 Minuten erreichten wir den See, wo er eine Pause einlegen durfte und ich eben so. Ich nach einem Schluck aus meiner Wasserflasche, die ich in den Satteltaschen verstaut hatte. Fiebertraum nahm ebenfalls einen Schluck aus dem See, ehe er mit mir auf seinem Rücken in den See rein ging. " na dicki wollen wir zurück ?", fragte ich sarkastisch, denn wir mussten in der Zeit bleiben. Also presste ich meine beine an die Seiten des hengsts und etwas nasser als vorher trabten wir gen Heimat. Auf dem Rückweg merkte ich, dass Fiebertraum etwas die Puste aus ging, also ließ ich ihn auf den letzten paar Metern vorm Hof noch einmal Galoppieren. Dies mal sprang er nicht mit voller freue an, doch er wusste dass es nach Hause ging. " da seit ihr ja ", sagte Joey als ich mit dem Hengst auf dem Hof eintrat...

      Hufschmiedbesuch
      C Sosox3
      “Fliegst du oder ich?”, fragte ich Rachel über unseren neusten Auftrag. “Flieg du ruhig nach Amerika und ich fahre nach Deutschland zu Alicia Grey und ihrem Reitpony, abgemacht?” Mir blieb eigentlich auch nichts anderes übrig als nachzugeben. “Alles klar, ich buche den Flug gerade und mach mich so schnell es geht auf die Reise dorthin. Einmal Eisen und einmal Barhuf waren zu erledigen und so machte ich nach nur 2 Tagen Wartezeit mich auf den Weg in die USA zu Mailys Farm. Luna Crown nahm mich auch schon herzlich in Empfang und ich könnte schwören, dass wenn Fayenne mich sehen würde, sie mich doch am liebsten umgebracht hätte. Sie hasste es einfach wenn ich mit anderen weiblichen Wesen redete. Da zählte auch meine Born to Die oder Croatoan dazu. “Mit wem fangen wir denn an?”, fragte ich neugierig und sie lächelte freundlich. “Ich dachte, wir fangen mit Amor Casdove an und machen dann mit Fiebertraum weiter. Also erst den Barhufer.” “Klar, können wir so machen.”
      Der Weg zum Vollbluthengst war nicht gerade lang und während ich mir die Lederschürze umband und die Werkzeuge zurecht legte, hatte Luna schon Amor´s Hufe ausgekratzt und ich konnte mich um die Kontrolle und Beurteilung kümmern. Auf den ersten Blick erkannte ich seine zu langen Hufe. Lief jedoch taktklar und hatte keine Beschwerde gefunden. Nur der Strahl war bei den Hufen etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Also begann ich mit dem Ausschneiden und schnitt seinen Strahl frei und entfernte bei allen vier Hufen Hornfetzen. Dann kürzte ich die Eckstreben und schnitt die Hufsohle etwas weg. Der Vollblüter verhielt sich währenddessen echt brav und wie eine eins. Er war gut erzogen worden. “Was machst du eigentlich momentan? Hältst du auch Pferde?”, fragte die junge Frau mich neugierig. “Ja, ich leite zusammen mit meiner Frau einen Rettungshof in den Niederlanden und mache halt hauptberuflich die Schmiede zusammen mit meiner Exfreundin.”Ich kratzte meinen Hinterkopf und machte mit dem Hufmesser einen Kontrollschnitt. Es musste ja eh ein ganzes Stück weg und begann dann mit der Kürzung der Trachten in dem ich die Hauklinge und den Schlegel nutzte. “Du bist aber mutig”, lachte Luna und ich grinste. “Ja nh, vorallem ist meine Frau echt eifersüchtig, haha”, lachte ich. “Du kannst den gerne weg bringen und Fiebertraum bringen. Ich erhitze schonmal den Ofen.
      Es dauerte nicht lange, da führte Luna den Palomino an mir vorbei und ich sah mir sein Gangbild genauestens an. Er war taktklar, nur etwas nervös und zeigte ein etwas schnelleres Gangwerk und gerade im Trab war er etwas schneller als seine Besitzerin. “Alles klar. Ich nehm mal gerade die alten Eisen ab und kürze ihm dann die Hufe”, sagte ich und wusch mir einige Schweißperlen von der Stirn. Er hatte Hufe, welche mehr als in Ordnung waren, sodass er auch Barhuf ohne Probleme hätte laufen können. “Wissen sie, Fiebertraum könnte auch ohne Hufeisen laufen. Er hat so gute Hufe, wir können es gerne erstmal langsam probieren und ihm nur vorne zwei Eisen aufnageln und beim nächsten Mal schauen, ob das gut funktioniert und ihn gänzlich auf Barhuf umstellen”, informierte ich meine Kundin freundlich lächelnd und man sah ihr an, dass sie sich ernsthafte Gedanken machte. “Ja, dann versuchen wir das”, sagte sie und hielt mir die Hufe hoch. Nachdem ich seine Hufe gekürzt hatte, hielt ich eines der Eisen an den ersten Huf. Ich hämmerte mit einem Hammer ein paar Markierungen ins noch kalte Eisen und legte es dann in den Ofen zum Erhitzen. Während das eine Warm wurde, wiederholte ich den Vorgang für den Huf vorne rechts. Als das Eisen heiß genug war, schmiedete ich die Zehenrichtung und bog den Mittelteil um ein Drittel der Eisendicke. Dies sollte das Abrollen erleichtern. Darauf folgte dann die Maßarbeit und ich konnte es einen Moment später aufbrennen. Ich hatte meine Arbeit gut erledigt und hielt das heiße Eisen ins Wasser. Heißer, brennender Rauch stieg uns beiden in die Augen und trieb uns Tränen in die Augen. “Huii, brennt das”, sagte Luna und ich grinste kurz. “Sowas bin ich täglich ausgesetzt.” Ein schockierter Blick und ein Schlucken war ihre Antwort, doch mein Lächeln im Gesicht blieb erhalten. Ich achtete darauf, dass das Eisen weit genug lag und nagelte dann die Hufeisennägel ca. ⅔ tief in die Hufwand. Dann knippste ich diese kurz und bog sie um. “Dann wären wir soweit fertig. Ich stell ihnen gerade die Rechnung aus und muss dann auch schon weiter”, sagte ich und packte alles zusammen.

      Nach der Auktion
      c Ofagwa
      Nachdem ich einige meiner Pferde durch den Tot meiner Tante Maddy abgeben musste, sind auch schon wieder zwei neue Mädels dazu gekommen. Mama hatte eine Anzeige in der Zeitung gelesen, dass ein nah gelegenes Gestüt die Zucht aufgab und alle Pferde unter den Hammer setzte. Wir müssen dahin, einige werden bestimmt vom Abdecker geholt , ja Mama.. noch etwas geknickt fuhren wir dort hin und gingen durch die Stallgassen, um uns die Auktionspferde anzusehen. Es waren viele renommierte Sportpferde dabei und so auch viele Zuchtstuten und deren Fohlen. In einer kleinen Abzweigung vom Stall befand sich ein sehr kleiner Laufstall, dort gingen kaum Besucher vorbei, doch mich zog es irgendwie zu diesem Zaun. "Oh, guck! Hier steht die beiden sind noch komplett roh was das reiterliche angeht und daher gehen sie auch nur zusammen weg.", Mama nickte zufrieden, denn die kleine Scheckstute hatte es mir sofort angetan und ihre Kameradin war auch ein Blickfang. Im Auktionsraum wurde dann nach ein paar anderen Pferden die Nummer des Laufstalles aufgerufen und man durfte beginnen zu bieten. Der Abdecker hob die Hand und damit war für mich klar, das ich die beiden mit nehmen würde. Ich bot ebenfalls und der Abdecker, er war ja kein Unmensch, bot natürlich nicht mehr gegen an. Es hallte durch den Raum und schon hatte ich zwei Pferde mehr im Bestand. Kurz nachdem ich die Auktion für mich entscheiden konnte, ging ich zu dem "Stand" an dem man bezahlte und die Pässe bekam. Dort bekam ich alles ausgehändigt und ging dann zum Laufstall um die beiden kleinen Mäuse aus dem dunklen Laufstall zu befreien. Das Stroh war komplett verdreckt und die weißen Beine der beiden waren eher dreckig als sauber. May Bee und Shorty kamen ohne Probleme mit mir und waren auch sehr ruhig und ließen sich von dem Trubel auf dem Hof nicht aus der Ruhe bringen. Am Hänger angekommen ging Shorty sofort ohne Probleme drauf, ihre kleine Freundin zögerte zunächst ehe sie dem Beispiel der Falbscheckstute folgte.
      .... später am Tag .....
      Bei uns angekommen luden wir die beiden Stute zunächst direkt auf einer der Parzellen am Stall ab. Die Klappe viel hinunter und die beiden staunten nicht schlecht, " haben sie noch nie eine Weide gesehen?", fragte Mom etwas verwundert, naja das würde ich zwar nicht unterschreiben, aber die beiden wirkten wirklich etwas verwundert über das Grün vor Ihren Nasen. Shorty ging als erste hinaus und rupfte sich sofort ein paar Halme ab. Denahi, die mit auf dieser Weide stand, kam angetrabt und sprach den beiden etwas Mut zu. Auch wenn die beiden Trakehner Damen etwas älter als meine einjährige sind, war ich zuversichtlich, dass sie sich verstehen würden. Shorty war bereits einige Meter getrabt, ehe May Bee sich auch traute und im wilden Galopp die Weide ablief. Brouk und Sankt Pauli, die nebenan stehen, wurden hellhörig und schauten dem bunten treiben gespannt zu. Ich ließ die Mädels erstmal in Ruhe und ging die Parzellen ab, um zu sehen ob es allen gut geht. Risandro und Lütt Lorbas standen in der Sonne und dösten nur so vor sich hin, während Amor Casdove und Fiebertraum ebenfalls aufgeweckt auf die Parzelle der Stuten schauten.

      Tierarztbericht – Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“ | Fiebertraum
      |22.05.2017 ©Möhrchen ( 2.075 Zeichen, 329 Wörter)
      Zwischen zwei Terminen machte ich mich am Montag Mittag bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg zu Ofagwa und ihrem Hengst Fiebertraum. Sie hatte mich angerufen und gebeten, ganz spontan vorbei zu kommen, da sie ihn bereits zur Körung angemeldet hatte und diese nur noch wenige Tage hin war.

      Als ich auf den Hof fuhr, erwartete sie mich bereits auf dem Parkplatz. Auf dem Weg zum Putzplatz, wo sie ihren Hengst bereits angebunden hatte, erzählte sie mir ein wenig über ihn. Am Putzplatz angekommen, streckte ich dem schicken Palominohengst meine Hand entgegen. Er schnupperte daran und machte sich dann sofort an meinen Taschen zu schaffen. Noch ehe ich es verhindern konnte, hatte er meinen Reißverschluss zwischen den Zähnen und ich konnte ihn gerade noch retten. Er schien ein echter Clown zu sein.

      Auf den ersten Blick machte er einen sehr guten Eindruck, hatte klare, wache Augen und ein glattes, glänzendes Fell. Ich fing am Kopf mit der Untersuchung an, schaute mir seine Augen, Ohren, Nüstern und Zähne an. Er ließ es brav geschehen und ich konnte nichts Auffälliges erkennen. Ich tastete mich an seinen Halswirbeln entlang zum Rücken. Dabei tastete ich jeden einzelnen Wirbel ab und achtete auf seine Reaktionen. Er knabbelte zwar ungeduldig am Anbindebalken herum, zeigte aber keinerlei Schmerzreaktionen.

      Ich hob jedes einzelne Bein an und kontrollierte Hufe und Gelenke. Dann bat ich Ofagwa, ihn eine Runde im Schritt und Trab über den Hof zu führen, um mir seine Bewegungen ansehen zu können. Fiebertraum folgte ihr artig und zeigte schwungvolle, gleichmäßige Gänge. Zurück am Putzplatz hörte ich noch sein Herz, seine Lunge und seinen Bauchraum ab, aber auch hier war alles in Ordnung.

      Zufrieden stellte ich ihm eine tierärztliche Bescheinigung aus und überreichte sie Ofagwa. Dann musste ich auch schon los zu meinem nächsten Termin. „Ich wünsche euch beiden ganz viel Glück für die Körung“, rief ich zum Abschied, bevor ich vom Hof fuhr.


      Springen E auf A
      C Ofagwa
      Nachdem unser Palomino nun endlich an der Spitze des Rennsports mitgewirkt hat, und dies auch erfolgreich sollte er nun eine neue Seite kennen lernen. Unser Reitlehrer Marcus war der festen Überzeugung, das Fiebertraum gefallen am Springen finden würde. Ich hatte den Hengst bereits warm geritten bzw. er schwitze schon als ich mit ihm auf den Springplatz geritten kam. " wir fangen mit ein paar E Hindernissen an und dann gucken wir mal wie hoch wir kommen", sagte Marcus und ich galoppierte auf der rechten Hand an direkt in Richtung des ersten Kreuzes, " Beine ran!", und schon flogen wir über das Hinderniss ," Suuuper Kerl", lobte ich Fieber und ritt sofort das erste Steil in einer etwas höheren E Klasse an ," mehr mehr mehr... und hop ", sagte Marcus um mir eine Stütze zu sein. Fieber wurde regelrecht heiß auf das springen, auch wenn er gerade mal zwei Sprünge hinter sich hatte. Auf der Diagonalen stand ein Oxer, der ein kleines A Hinderniss dar stellte, ich packte meinen Mut zusammen und ritt ihn auf gut Glück an. Fieber setzte sich auf die Hinterhand und zog ordentlich ab ," Jaaa! Lass ihn vor .. ", und schon sprang der Vollbluthengst ab. Der Sprung fühle sich an wie in Zeitlupe und Fieber landete perfekt und steuerte direkt von alleine das nächste Hindernis an, ehe ich mich sammeln konnte. Fieber nahm den nächsten fast von ganz alleine und schnaupte beim Galopp danach ordentlich ab. " sehr gut weiter so", sagte Marcus und ich ließ Fiebertraum erneut den Oxer anlaufen ," warte ", sagte ich und hielt ihn etwas zurück, damit er sich mehr konzentrierte und schon sprang erneut ab, diesmal berührte er die Stange, aber dennoch beschlossen wir, das es nun reichte und klopfte ihn ab..

      Dressurtraining A auf L
      C Ofagwa
      "... mal wieder regnete es in meinem kleinen Kaff am Rand der Ostsee.. also blieb mir nichts anderes über mit Fieber in die Halle zu gehen, eigentlich wollten wir auf der Galoppbahn etwas Gas geben aber das viel nun im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. In der Stallgasse war gerade Lea und putze Fleur, die kleine Stute war damals an eine gute Freundin gegangen, die nun aber einiges auf sich nehmen musste... daher ist die kleine seit circa einer Woche wieder bei uns, was meine kleine Cousine sehr erfreute, denn als Fohlen fand sie die Porzellan Scheck Stute schon super. "Wir reiten heute aus zum See", sagte Lea motiviert und packte bereits die Regendecke aus und legte sie so gib, dass der Sattel und der Ricken von Fleur trocken blieben. " viel Spaß ", sagte ich heimisch und führte Fieber in die Halle. Dort setzte ich mir in den Kopf heute etwas an Fiebers Grundausbildung zu arbeiten, denn er konnte zwar Rennen und das auch sehr gut, aber wenn es an Gesetze und konzentrierte Arbeit ging... daaa mache der Palomino meistens nur Spirenzchen. Ich began damit, dass ich ihn die Lektion Schulterherein absolvieren ließ damit er checkte, dass es and arbeiten geht. Sofort machte Fieber etwas dicht und began zu meckern.. er schlug mit dem Schweif und began genervt zu knirschen.. " Fieber !", meckerte ich gegenan und drückte ihn mein Bein etwas mehr in die Seite... " Ja ja immer erst meckern ", sagte ich lachend und ließ ihn antraben. Erst war er ein richtiger steifer Esel der überhaupt keine Lust auf arbeiten verspürte.. also ließ ich ihn kurzerhand über die Trabstangen laufen, die an einer der langen Seiten lagen. " jetzt musst du mir den Rücken geben" , sagte ich voller Vorfreude ehe wir über die Stangen schwebten. Als wäre er auf einmal aufgewacht hätte ich keine 200kg mehr auf den Händen liegen und ein etwas ambitionierteres Pferd unter mir. " so ist es super ", lobte ich ihn und ließ ihn etwas flotter traben, sofort konnte ich merken, dass er sich bei dem Tempo etwas besser halten konnte. Also nahm ich ihn wieder auf und er musste ordentlich auf dem Zirkel laufen. Nach einigen Anfällen von ' ich bin ein Hirsch ' gab er sich Mühe, trat etwas langsamer und der Muskelaufbau war in vollem Gange. " Klasse! Dann wirst du ja doch noch ein Dressurmuskelprotz ", sagte ich lachend, denn Fieber war nun wirklich sehr sportlich gebaut, und auch eigentlich nicht für die Dressur geboren, aber ein paar Grundlagen brauche er nun schon. Vor allem wollen wir ja nächste Saison etwas im springen mitmischen, denn seine Galopper Karriere ging so langsam dem Ende zu. " es ging halt immer jüngere und bessere ", sagte ich und klopfte meinen Hengst tröstend. Im Galopp, was ja nun voll seine Gangart ist, ging er etwa so besser an den Zügel und konnte sich auch wesentlich besser halten, auch wenn ich ihn gern noch etwas gesetzter haben wollte. Ich übte mit ihm auch den Travers, den er aus welchen Gründen auch immer perfekt beherrschte ' naja es ist halt keine wampe im Weg wie bei den Dressurpummelchen' dachte ich mir und grinste bei dem Gedanken. "Klasse Junge" ich ließ Fieber die Zügel aus der Hand kauen und empfand unser heutiges Training für abgeschlossen. " Klack Klack.. ", "Na Lea doch zu nass?", fragte ich als Lea zusammen mit einer kleinen entnervten Ponystute kladdernass in die Halle stapfte... "
    • Eddi
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      Weihnachten!
      24. Dezember 2017
      Wieder war ein Jahr vorüber und Weihnachten stand vor der Tür. Da sowohl Alex, als auch Tami und ich total weihnachtsbegeistert waren, war das gesamte Gestüt rundum geschmückt. Zu unserer Freude hatten wir aktuell auch Schnee, so dass alles weiß und verschneit war. Heute war der 24. Dezember und wir hatten unseren alltäglichen Betrieb auf das Minimum runtergeschraubt, denn natürlich wollte ich meinem Team auch freie Tage gönnen. Aber wie es bei Pferdemenschen so war, tauchten sie trotzdem alle morgens im Stall auf und halfen bei den täglichen Arbeiten.
      Das bedeutete, alle Pferde wurden gefüttert, dann ging es raus auf die Weiden und die Boxen wurden gemistet. Abschließend wurde schon Futter und Heu für den Abend vorbereitet, ehe wir gemeinsam noch unseren weihnachtlichen Rundgang über die Weiden gingen und den Pferden Möhren vorbeibrachten, die wir auf den Weiden verteilten.
      Gerade im Schnee war es immer relativ amüsant, den Pferden bei der Suche zuzuschauen. Wir begannen bei den Jungpferden und dort hatte besonders Tassilo seinen Spaß. Paddington hatte schnell verstanden, dass Tassilo die Möhren etwas weiter warf und war schon ein Stück weiter getrabt, bevor die nächste Möhre durch die Luft flog. Unsere jüngsten, Cover the Moon und Feuerdrache, hielten sich da lieber etwas bedeckt und erschlichen sich durch Süßheit bei Tami ihre Möhren.
      Bei Alex sammelten sich auch bereits einige Jungpferde. Darunter auch unser noch recht frischer Neuzugang Merida, die sich aber schon bestens eingelebt hatte und sichtlich zufrieden mit ihrer Herde zu sein schien. Besonders gerne spielte sie mit Maelis und Acariya. Ich wurde gerade von Lady Fox angestupst, die Korah und Herbstmond zur Seite schob, um nun auch an ihre Möhren zu kommen. Die beiden Welshs Acariya und Applaus hielten sich etwas zurück und warteten einfach geduldig, bis Tassilo ihnen die Möhren vorbeibrachte.
      Bei den Hengsten war aktuell wesentlich mehr los. Calimero II und BonnyBoy jagten sich gerade gemeinsam über die Weide und stießen dabei beinahe mit Call me a Twist und Aristo zusammen, die eigentlich gerade im Schnee nach Gras stöberten und die jungen Hengste direkt zurechtwiesen. Den restlichen Teil ließ das bisher kalt, bis wir dazu kamen. Sofort hoben Pajero, Thorondor und Dr. Insektor den Kopf als sie mein Pfeifen hörten und kamen angetrabt. Man merkte, wer schon lange hier lebte.
      Cover the Sun, Altyn und Fiebertraum ließen sich direkt anstecken und kamen mit angerauscht. Durch die trabende Gruppe wurden auch die anderen aufmerksam und warum auch immer preschten Feuervogel und Outlaw Torn nebeneinander los und buckelten erst einmal wild über die verschneite Weide. Das waren eindeutig die Wintergefühle und die ergriffen auch HGT's Unitato und die beiden Shettys What does the Fox say und Erutan Wishes. Die waren ja sowieso für jeden Quatsch zu haben.
      Bis dann die Hengste bemerkten, dass es bei uns Möhren gab und schon standen sie in einem großen Kreis um uns herum und warteten ungeduldig auf das weihnachtliche Geschenk. Das war eigentlich vor allem dafür da, um bei allen Pferden nach den Rechten zu sehen. Aber anscheinend waren alle bei bester Gesundheit. Für die Möhren rissen sich dann sogar Auftakt und Dissident Aggressor von den Heunetzen los und kamen herübergeschlendert. Fürst der Finsternis und He's called Trüffel schlossen sich an. Die beiden hatten bisher relativ weit hinten gestanden und das Theater hier vorne geflissentlich ignoriert.
      Fehlte nur noch Single Malt, aber der kam nach einem Rufen auch sofort an und schon waren alle Hengste beisammen. Sie waren alle fit und dementsprechend konnten wir uns dann schon bald verabschiedeten und nun ging es nur noch zu den Stuten. Dort wurden wir schon von Walking in the Air, Sally und Teasie erwartet. Die ruhigeren Damen hielten sich gerne am Eingang auf, um auch ja alles mitzubekommen.
      Auch hier reichte ein Rufen und schon kamen Sarabi, Raunchy's Limited und Polka Dot um die Ecke gesaust. Und da sich die Gruppe in Bewegung setzte, kamen auch nach und nach die anderen. Erst Possy Pleasure Mainstream und Shattered Glass, dann aber auch noch Nesquik und Nandalee. Für den Rest mussten wir uns auf den hinteren Teil der Weide bewegen. Lila Wolken und Like Honey and Milk fanden das Heunetz zu nett, als dass sie sich bewegt hätten. Außerdem stromerte hier hinten auch noch Batida de Coco herum und Alice von Landwein und Amadahy spielten gerade miteinander, während Razita sich genüsslich wälzte.
      Auch sie war wie Merida noch relativ neu bei uns, hatte sich aber wirklich problemlos eingliedern lassen.
      Allen Pferden ging es bestens und so schickte ich mit etwas Nachdruck mein Team dann nach Hause zu ihren Familien. Vorher gab es für jeden von ihnen noch ein kleines Geschenk von mir, ehe ich sie dann endgültig verabschiedete und ihnen frohe Weihnachten und schöne Feiertage wünschte. Die hatten sie sich definitiv verdient und die Pferde konnten auch mal ein paar Tage entspannen.
    • Eddi
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      Sommerweiden
      07. Juni 2018
      Hengste: Altyn, Aristo, Auftakt, BonnyBoy, Calimero II, Call me a Twist, Cover the Sun, Dissident Aggressor, Dr. Insektor, Erutan Wishes, Feuervogel, Fiebertraum, Fürst der Finsternis, He's called Trüffel, HGT's Unitato, Namour, Nochnoi Dozor, Outlaw Torn, Pajero, Single Malt, Thorondor, Varulv, Vertigo, What does the Fox say
      Stuten: Alice von Landwein, Amadahy, Batida de Coco, Das Kürbisvieh, Herbsttraum, Like Honey and Milk, Lila Wolken, Naimibia, Nandalee, Nesquik, Polka Dot, Possy Pleasure Mainstream, Raunchy's Limited, Razita, Sally, Sarabi, Shattered Glass, Teasie, Walking in the Air
      Fohlen: Acariya, Applaus, Cover the Moon, Feuerdrache, Herbstmond, Korah, Lady Fox, Maelis, Merida, Paddington

      Der Sommer hatte uns mittlerweile vollständig erreicht. Nach einer längeren Anweidezeit dieses Jahr, waren nun seit kurzem die Sommerweiden eröffnet. Den Mai über hatten uns noch allerhand Unwetter und Stürme geplagt, doch mit denen schien endlich Schluss zu sein. In aller Ruhe hatten mein Team und ich die Sommerweiden vorbereitet und vorgestern die jeweiligen Herden auf die großen Stücke gelassen. Die ersten Tage hatten sie auch alle heil überstanden. Für uns hatte das bedeutet, die Ställe komplett zu misten und auch einmal ordentlich durchzuspülen. Nun fiel für uns viel Arbeit weg. Das Futter bekamen die Pferde nach der täglichen Arbeit und Heu stand ihnen trotz der Weiden permanent zur Verfügung. Jeden Morgen kontrollierte ich auf dem Pferderücken alle Zäune, ehe ich den Pferden auch einen Besuch abstattete und schaute, ob alles in Ordnung war.
    • Eddi
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      Winter is coming
      24. November 2018
      Eisige Kälte empfing mich, als ich die Haustür öffnete. Fröstelnd zog ich mir Schal und Mütze tiefer ins Gesicht und schlüpfte schnell in die warmen Handschuhe. Der Winter hatte sich recht unbarmherzig angekündigt. Innerhalb einer Nacht waren wir zugeschneit gewesen. Wie lange die weiße Pracht allerdings liegen bleiben würde war fraglich. Zumindest aktuell war sie da und die frostigen Temperaturen mit dazu. Also huschte ich so schnell es ging hinüber in den Stall. Dort empfing mich lauschige Wärme und der Geruch von frischem Heu. Tami und Alexa waren bereits bei der morgendlichen Stallarbeit und ich ging den beiden fix noch beim Füttern zur Hand. Bei den Temperaturen mussten morgens und abends etliche Decken gewechselt werden, denn die meisten unserer Sportpferde waren geschoren. Oder es waren so Kandidaten wie Altyn und Nochnoi Dozor, die gar nicht so viel Winterfell besaßen und sowieso eingedeckt werden mussten, damit sie nicht zitternd auf den Weiden standen.
      Auch Fiebertraum schob kaum Winterfell, eigentlich gar nichts. Bei ihm war das aber vor allem seiner damaligen Zeit als Renn- und damit als Boxenpferd geschuldet. Seitdem er bei uns war wurde es immer besser, aber er würde nie Unterwolle haben. Ganz im Gegensatz zu unseren Ponys, die alle aufgingen wie ein Hefekloß. Erutan Wishes und What does the Fox say liefen nur noch als kleine Fellkugeln durch die Gegend und ihre Beine wirkten aufgrund des ganzen Felles noch kürzer als sonst. Sie gehörten zu den wenigen, die keine Decken brauchten und zu denen, die wiederum wie die Verrückten den lieben langen Tag auf der Weide durch den Schnee tobten.
      Nach dem Frühstück ging es für alle Pferde nämlich direkt raus, wo sie auch den gesamten Tag verbringen würden. Erst gegen 17/18 Uhr würde es wieder in den Stall gehen. Fix schaute ich an der Stalltafel, welche Pferde heute ihren freien Tag hatten. Single Malt und BonnyBoy konnten ihren Tag draußen genießen, ebenso wie Call me a Twist und Auftakt. Dr. Insektor und Altyn hatten heute ebenfalls nichts auf den Plan stehen, dafür war aber der Rest an der Reihe. Und wie so oft blieben einige Pferde direkt im Stall. Unter anderem Pajero, Catani und Cover the Sun.
      Während Alexa die drei putzte, bauten Tassilo und ich in der großen Halle einen Parcours auf. Danach holten wir unsere geputzten und gesattelten Pferde am Putzplatz ab. Tami hatte anfangs nicht mitmachen wollen, kam nun aber doch mit Feuervogel hinterher. Wir ritten die vier Pferde in Ruhe warm und nahmen nach und nach immer mehr dazu. Springtraining war immer eine schöne Abwechslung im Winter und das Beste war: Einem wurde warm. Die Hengste machten ihre Aufgabe heute auch wirklich gut und wurden schon bald auf die Weide entlassen.
      Jeden Morgen begann das Team mit einem gemeinsamen Training und danach splittete es sich auf. Tami longierte heute Fürst der Finsternis und Calimero II - Tassilo ritt Aristo und Outlaw Torn, während Alexa zunächst Dissident Aggressor longierte und danach HGT's Unitato ritt. Ich begann heute mit Thorondor und ritt meinen schwarzen Hengst in der Dressur. Ich konnte nicht fassen, dass der Hengst mit jedem Jahr älter wurde und doch merkte man es ihm kein Stück an. Danach ritt ich noch Varulv und longierte abschließend Vertigo. Tami und He's called Trüffel leisteten uns Gesellschaft und so war der Vormittag schneller rum als gedacht.
      Für uns stand nun die Mittagspause an und wir alle waren froh, uns erstmal aufwärmen zu können, etwas zu essen und danach motiviert weiter zu machen.
    • Eddi
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      Neue und alte Gesichter
      19.06.2019
      Seit Anfang des Jahres hatte sich wieder ein wenig in unseren Stallungen verändert. Drei neue Hengste waren hinzugekommen. Exciting Force und Leitz waren altbekannte Gesichter und stets willkommen und neu mitgebracht hatten sie ihren Weidegenossen Phex. Leider waren die drei aus einem nicht so schönen Grund zu uns gezogen. Ihre Besitzerin und eine sehr enge Freundin meinerseits hatte einen schweren Unfall gehabt und hatte vorerst die Pferde und ihr Gehöft aufgeben müssen. Ich drückte die Daumen, dass es irgendwann wieder besser werden würde, aber bisher stand die Zukunft noch in den Sternen.
      Die drei Hengste hatten sich zumindest sehr schnell eingelebt. Oft standen sie mit bei Altyn, Pajero und Cover the Sun, aber auch mit dem Rest der Herde verstanden sie sich prima. Fiebertraum und Nochnoi Dozor hatten sich auch gemacht und waren nun offiziell nicht mehr die Neuen. Heute würde ich noch die neuen Turniernennungen abschicken müssen. Das betraf vor allem Catani, Dr. Insektor, Calimero II und He's called Trüffel. Der Rest hatte momentan mehr oder weniger Ruhe. Feuervogel und Varulv fuhren ab und an mit, wenn es sich anbot, aber wir machten uns keinen Stress.
      Vor kurzem hatten wir mit unseren Westernpferden an einer kleiner Westernshow in der näheren Umgebung teilgenommen. Dissident Aggressor war sowieso bekannt wie ein bunter Hund und auch Call me a Twist brauchte sich nicht zu verstecken. HGT's Unitato und Outlaw Torn hatten wir tatsächlich auch mitgehabt. Es wurde Zeit, dass sich die Jüngsten daran gewöhnten.
      Aristo und Thorondor fristeten ihr friedliches Dasein. Aktuell wurden die beiden nur von mir trainiert, aber es ging super voran und gerade das Training mit Thorondor machte unglaublich Spaß. Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt waren nun langsam wieder auf ihrem alten Trainingsstand und liefen hier und da im Reitunterricht mit und machten ihre Sache auch gut. Abschließend gab es noch Erutan Wishes und What does the Fox say. Das Ponyduo war vor der Kutsche unschlagbar und dort wurden sie auch immer bewegt.
    • Eddi
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      Neujahr
      03. Januar 2020
      Mississle, Teasie, Sarabi, Possy Pleasure Mainstream, Razita, Walking In The Air, Like Honey and Milk, Shattered Glass, Raunchy's Limited, Naimibia, Das Kürbisvieh, Amadahy, Lila Wolken, Herbsttraum, Alice von Landwein, Nandalee, Nesquik, Sally, Batida de Coco, Polka Dot, My Hope Nymeria
      Panta Rhei, Phex, Leitz, Exciting Force, Altyn, Fiebertraum, Nochnoi Dozor, Catani, Cover the Sun, Pajero, Dr. Insektor, Aristo, Thorondor, Call me a Twist, Dissident Aggressor, HGT's Unitato, Outlaw Torn, Feuervogel, Varulv, Calimero II, Vertigo, Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis, He's called Trüffel, Single Malt, Erutan Wishes, What does the Fox say
      Graceful Eclipse, Merida, Maelis, Lady Fox, Korah, Nabiri, Acariya, Herbstmond, Cover the Moon, Paddington, Feuerdrache, Applaus


      Das neue Jahr war angebrochen und mit ihm auch ein neues Jahrzehnt. 2020 hatten wir erreicht und ich war stolz auf das, was das Gestüt Sapala darstellte. Wir hatten ein funktionierendes, tolles Team, welches sich mit ganzem Herzblut um die Pferde kümmerte und die konnten sich auch wirklich nicht beklagen.
      Das vergangene Jahr hatten wir ruhig und entspannt enden lassen. Wie immer schickte ich meine Mitarbeiter über die Feiertage zu ihren Familien in ihren wohlverdienten Urlaub. Zu den Tagen schafften wir es auch mit wenigen, den Stall in Stand zu halten und die Pferde hatten zum Großteil frei.
      Natürlich waren wir alle Pferdemenschen und die ließen es sich nicht nehmen, auch ihre freie Zeit im Stall zu verbringen. Es war immerhin unsere Leidenschaft. So hatten wir zum 23.12. einen großen gemeinsamen Weihnachtsritt mit gemeinsamen Mittagessen gemacht und am 01.01. hatten wir uns alle zum Neujahrsritt versammelt.
      Mein Team hatte die vergangenen Tage damit verbracht, ihre kleinen Reitschülergrüppchen auch an so etwas wie einem Neujahrsritt teilhaben zu lassen. Natürlich ging das nicht alles an einem Tag, aber so waren die ersten Tage des neuen Jahres direkt gut gefüllt gewesen.
      Ende Januar würde unser jährliches Neujahrsturnier anstehen und die jungen Reiter trainierten jetzt schon fleißig und waren sehr ehrgeizig. Auch für meine Mitarbeiter gab es eine eigene Abteilung, auch sie sollten sich messen dürfen und ihren Spaß haben.
      Ich war schon voll in den Vorbereitungen hierfür, bereitete die Schleifen und Gewinne vor und plante das Event und schrieb Listen. Draußen war es heute diesig und nass, so dass ich gerne mal den Tag zum Großteil im Büro verbracht. Den Morgen über hatte ich bereits auf mehreren Pferden gesessen, denn nun ging das Antrainieren wieder los, wenn wir dann im März in die diesjährige Turniersaison starten wollten.
      Die ersten Tage des Jahres würde ich noch viel für Organisatorisches gebrauchen, aber dann sollte alles wieder seinen gewohnten Gang gehen.
    • Eddi
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      Sommergewitter
      14. Juni 2020
      Mississle, Teasie, Sarabi, Possy Pleasure Mainstream, Razita, Walking In The Air, Like Honey and Milk, Shattered Glass, Raunchy's Limited, Naimibia, Das Kürbisvieh, Amadahy, Lila Wolken, Herbsttraum, Alice von Landwein, Nandalee, Nesquik, Sally, Batida de Coco, Polka Dot, My Hope Nymeria
      Panta Rhei, Phex, Leitz, Exciting Force, Altyn, Fiebertraum, Nochnoi Dozor, Catani, Cover the Sun, Pajero, Dr. Insektor, Aristo, Thorondor, Call me a Twist, Dissident Aggressor, HGT's Unitato, Outlaw Torn, Feuervogel, Varulv, Calimero II, Vertigo, Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis, He's called Trüffel, Single Malt, Erutan Wishes, What does the Fox say
      Graceful Eclipse, Merida, Maelis, Lady Fox, Korah, Nabiri, Acariya, Herbstmond, Cover the Moon, Paddington, Feuerdrache, Applaus


      Das Gewitter überraschte uns unwillkürlich. Die vergangenen drei Tage hatten wir schönstes Wetter gehabt und die Temperaturen waren bis zu den 30 Grad hochgeklettert, und dann brach es herein. Ein richtiges Sommergewitter und zwar eins von der fiesen Sorte. Und hier oben an der Küste erwischte es uns mehr, als es lieb war. Innerhalb einer Stunde schlug das komplette Wetter um. Im Himmel brauten sich die dunklen Wolken zusammen und man hörte bereits den ersten Donner, während die Blitze bisher kaum sichtbar war.
      Ich war gerade mit Leitz ausreiten und wir machten uns, so schnell es ging, auf dem Heimweg. Während Leitz leicht flockig vorwärts trabte, rief ich bereits zu Hause an, damit dort alles sturmsicher gemacht wurde. Außerdem mussten die Pferde in den Stall. Natürlich hatten wir alle Herden inzwischen auf den großen Sommerweiden. Aber die meisten davon waren nicht unbedingt für solche Gewitter geeignet und ich wusste meine wertvollen Tiere lieber in Sicherheit.
      Als ich mit Leitz am Stall ankam, sprang ich aus dem Sattel und drückte den schönen Palomino einen meiner Stallburschen in die Hand. Eigentlich war das nicht meine Art, aber ich schnappte mir vier Stricke und eilte zu den Jungpferden, um dort zu helfen. Gerade die Jungspunde hatten nicht so viel mit Menschen zu tun und würden es nur bedingt einsehen, jetzt unbedingt mitkommen zu müssen. Doch sie benahmen sich alle einwandfrei und eine halbe Stunde später standen alle im Stall.
      In der Zwischenzeit hatte es bereits begonnen zu nieseln. Inzwischen schüttete es aus Eimern. Ich rannte mit Batida und Polka Dot an meiner Seite noch schnell in den Stall und schon waren alle Pferde drin. Die beiden Ponys packte ich in ihre Box, wo sie sich direkt zufrieden aufs Futter stürzten. Alle Pferde standen drin, während der Regen auf das Dach einprasselte. Auch mein Team fand sich komplett im Stall ein, manche noch trocken, manche ganz schön durchnässt - doch alle gut gelaunt.
      Gemeinsam verzogen wir uns in unser Reiterstübchen wo ich Tee aufsetzte und Alexa Sandwiches verteilte. So verbrachten wir gemeinsam den Abend, ehe ich alle früher als sonst nach Hause schickte, denn es regnete und stürmte immer noch und ich wollte gerne, dass alle heil zu Hause ankamen. Vermutlich würde es die ganze Nacht über weiter so gewittern.
    • Eddi
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      Vorbereitungen für den Umzug
      08. Dezember 2020
      Exciting Force, Razita, Vertigo, Fiebertraum, Possy Pleasure Mainstream, Nandalee, Sally, Nesquik, Alice von Landwein, BonnyBoy, Auftakt, Single Malt, Fürst der Finsternis, Lady Fox, Calimero II, Acariya, Herbsttraum

      Allerhand meiner Pferde zogen zu guten alten Bekannten und würden dort einen neuen Platz finden. Doch vorher stand das übliche Prozedere an: AKU, Auffrischung der Impfungen, letzter Hufschmiedbesuch und Vorbereitung auf den Umzug. Das stand allen Beteiligten vor und so war ich die kommenden Tage gut damit beschäftigt, Pferde vorzuführen oder Hufe zu halten. Ebenso war ich viel im Büro und bereitete alles Nötige vor, damit der Rest dann so reibungslos verlaufen würde, wie gedacht. Außerdem schenkte ich jedem Vierbeiner in unserer letzten gemeinsamen Zeit noch einmal etwas mehr Aufmerksamkeit. Beziehungsweise, so viel, wie eben möglich war.
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  • Album:
    Habt Spaß <3
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    29 Okt. 2017
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  • Name: Fiebertraum
    Geboren: 2005
    __________________


    Von: Freudentraum
    Golden Sun x Big Picture

    Aus der: Goldlöckchen
    Götterfunke x Fabelwesen
    __________________


    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst

    Farbe: Palomino
    Stockmaß: 167cm


    Beschreibung:
    Fiebertraum ist ein äußerst sensibler Hengst, der seinen Reiter auch zu gerne einmal testet. Im Viereck überzeugt er mit raumgreifenden Gängen und steht gerne im Mittelpunkt. Ursprünglich wurde Fiebertraum für den Rennsport gezüchtet und zeigte sich in seinen jungen Jahren auch als ausdauernder Läufer, welcher besonders für Langstrecken geeignet war.
    Inzwischen wird aber viel mehr Wert auf eine vielseitige Ausbildung gelegt, so dass Fiebertraum abwechslungsreich gearbeitet wird. Trotz seines Temperaments und seiner Rennerfahrung zeigt er sich im Alltag als tolles Reit- und Turnierpferd.

    Ersteller: vampyrin
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: erloschen


    Galopprennen S* -- Dressur L -- Springen A -- Military L -- Distanz L

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    3. Platz 210. Galopprennen
    1. Platz 239. Galopprennen
    3. Platz 378. Dressurturnier
    1. Platz 264. Militaryturnier
    2. Platz 265. Militaryturnier
    2. Platz 278. Distanzturnier

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    Gekört: ja, [HK 490] Außergewöhnliche Farben
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    Nachkommen:
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    Offizieller Hintergrund