1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
NorwegeerStar

Fenris ♂ [Norweger]

Fenris ♂ [Norweger]
NorwegeerStar, 22 Feb. 2015
    • NorwegeerStar
      Ein Geschenk des Himmels

      Es war gerade einmal eine Woche her, dass ich mein altes Leben hinter mir gelassen und von vorne angefangen hatte, und doch fühlte es sich schon so viel länger an - vielleicht weil ich jeden Morgen um 7 Uhr aufstand und das obwohl ich noch Urlaub hatte. Oder vielleicht weil mir die Arbeit im Stall so viel mehr Spaß machte als nur der Gedanke an die Arbeit die mich im Büro erwarten würde. Eine Woche war vergangen und ich hatte mich umgehört um einen Beisteller für Baccarda - so hatte ich die kleine Stute genannt - zu finden und ihre Einsamkeit zu beenden, es hatte gedauert und nur durch Zufall hatte ich bei meinem Einkauf in der nächsten Stadt ein Gespräch zweier älterer Damen überhört. "Es ist traurig, wirklich." - "Der alte Jenkins?" - "Ja, schafft es nicht mehr mit der Farm, den ganzen Tieren." - "Habe gehört er verkauft die Rinder. Alle 836 Stück. Kriegt er bestimmt einiges an Geld." - "Und die Pferde?" - "Ist ihm doch keines mehr geblieben! Nur das zottelige Pony!" Da hatten sie beide gelacht und ich sie unterbrochen. Nein, dass ich ihr Gespräch überhört hatte fanden sie nicht sehr amüsant, allerdings verrieten sie mir wo ich Jenkins und das Pony finden könnte - am Ende lag ihnen vielleicht doch etwas an dem alten Mann.
      Wenig später rumpelte mein alter Truck auf das Gelände, dessen Zustand als "schlecht" zu bezeichnen noch eine Untertreibung gewesen wäre, doch der gebückte Mann und sein Lächeln waren so ehrlich, dass ich über den Rest schnell hinweg sah. "Fenris ist hier geboren, müssen Sie wissen, ein ganz feiner Kerl. Aber ich kann nichts mehr machen - habe mir die Hüfte gebrochen!" Dafür lief er sehr flott und schlängelte sich gekonnt zwischen dem Müll und Krempel auf dem Hof hindurch, bis ich schließlich vor einer Weide stand auf der ein ausgewachsenes Fjordpferd stand. "Der da?" - "Na so schlimm sieht er doch auch nicht aus!" lachte der alte Mann und ich schüttelte hastig den Kopf. "Nein, nein, nur ich hatte mir unter Pony etwas anderes vorgestellt.. Was wollen Sie denn für den Kerl?" fragte ich, noch bevor ich die Hand auch nur in die Nähe des Pferdes gebracht hatte.

      Ich versuche meine Nervosität für mich zu behalten, als ich den Wagen mit Hänger auf meinem Hof geparkt hatte und langsam die Rampe runter ließ. Fenris schien sich unglaublich zu freuen, denn er wieherte als ich neben ihn trat und das Halfter löste, sodass er aus dem Hänger gehen konnte, und sein Ruf wurde auch so gleich erwidert - von der Koppel kam ein Glockenhelles Wiehern, Baccarda lief neugierig den Zaun auf und ab. "Eins nach dem anderen.." murmelte ich mehr zu mir selbst als zu irgendwem anderen, während ich Fenris langsam an das Gatter führte an dem Baccarda sich nun aufplusterte und so groß machte wie sie nur konnte - es schien fast als wollte sie dem Hengst imponieren. Ob er nur mitspielte oder es klappte, da war ich mir nicht so ganz sicher, aber er blähte die Nüstern und machte einen Schritt nach hinten, bevor er neugierig wie er war, wieder nach vorne kam und seine Nase in das weiche Fell des Fohlens drückte. Er hatte mitgespielt.
      Mittlerweile sahen die vorderen vier Boxen ganz passabel aus, ich hatte das Holz abgeschliffen und neu lackiert, die Ecken und Enden wieder richtig mit einander verbunden und die Türen ordentlich in ihren Angeln gesteckt - das machte das ganze gleich viel besser.

      [To Be Continued]
    • Eddi
      Zu Besuch.

      Wenn man viel reiste war es immer gut, hier und da ein kleines Hintertürchen für etwaige Übernachtungen zu haben. Meine bestanden größtenteils aus Pferdebesitzern, welche ich irgendwo und irgendwann kennengelernt hatte. So war es auch bei der Lake Magog Ranch, welche mir für eine Nacht als kleiner Zwischenstopp dienen sollte. Mein Zimmer bezahlte ich mit Stallarbeit. So konnte ich mich nützlich machen, die Zeit verging schneller und ich musste kein Zimmer kostenlos annehmen, das tat ich nämlich wirklich nicht gerne. Die Besitzerin hatte mich vor einer Stunde in Empfang genommen und mir mein Zimmer gezeigt. Es war schon spät und so hatte ich nur noch die Überreste meines Reiseessens verspeist und machte mich nun bettfertig, denn morgen würde es früh rausgehen.
      So war es auch der Fall, denn pünktlich um sechs klingelte mich der Wecker aus dem Bett. Flott stand ich auf und entschwand im Bad, um mich fertig zu machen. Unten erwartete mich dann schon ein reiches Frühstück, für welches ich mich auch herzlich bedankte. Wir frühstückten gemeinsam, ehe es hinaus in den Stall ging. Die Lake Magog Ranch war sehr heruntergekommen gewesen, aber ihre Besitzerin hatte schon ihr Bestes gegeben, um die Ranch wieder zu alter Schönheit erblühen zu lassen und bisher war sie auch auf bestem Wege. Natürlich sah es jetzt im Winter etwas trostlos aus, aber die gut gepflegten und munter aus ihren Boxen blickenden Pferde zeigten, dass hier alles einwandfrei lief.
      Ich half bei der morgendlichen Fütterung und lernte so die drei Persönlichkeiten der Ranch kennen. Fenris war der Alteingesessene und vom Vorbesitzer übernommen. Ein wirklich schöner und freundlicher Norweger. Er teilte sich den Stall mit zwei Stuten, einmal dem bunten Stutfohlen namens Baccarda und einem Paint Horse namens Angelic Desolation. Alles drei waren sehr sympathische Pferde und im Umgang wirklich einwandfrei.
      Nach der Fütterung wurden sie nämlich auch alle einmal gründlich geputzt, ehe es für sie hinaus auf die Weiden gingen. Dabei kontrollierten wir auch zu zweit noch einmal alle Zäune, damit kein Pferd abhanden kam. Danach ging es direkt ans Boxen misten, bei der Kälte und dem Frost musste man die Misthaufen teilweise erst einmal freihacken, ehe man sie auf die Schubkarre laden konnte. Bei drei Boxen war man dann aber trotzdem sehr schnell fertig und nachdem alles frisch eingestreut war, die Heunetze wieder gefüllt und die Stallgasse gekehrt, waren meine Aufgaben schon erledigt.
      Im Wohnhaus wärmte ich mich auf und machte schon alles bereit für meine Abreise. In einer Stunde würde mein Taxi kommen und dann ging es direkt weiter, und zwar wieder nach Hause, nachdem ich bei einer guten Freundin in England gewesen war. Ich unterhielt mich noch ein wenig mit der Besitzerin und bedankte mich dann noch einmal herzlich für ihre Gastfreundschaft, ehe ich mich auch schon verabschiedete, als mein Taxi vorfuhr und mich wieder auf eine lange Reise mitnahm.
    • NorwegeerStar
      Der erste kalte Tag

      Es war ein seltsames Gefühl, der Sommer war furchtbar durchwachsen gewesen mit kalten und heißen Tagen, Regen und Sonnenschein und nie war ich wirklich dazu gekommen wirklich etwas zu machen. Der Hof hatte sich zur Auffangstation entwickelt, hatte ich mir nicht vorgenommen keine Pferde mehr zu kaufen?! Doch der Plan war mir schnell durchkreuzt worden..

      Als ich nun um fünf Uhr aus dem Haus trat, klapperten mir auch sogleich die Zähne aufeinander, denn es war furchtbar kalt. Vermutlich nur fünf, sechs Grad. Mein Atem sammelte sich in kleinen Wolken und stieg langsam gen Himmel, der noch immer in seiner dunklen Schönheit da lag. Die Stalltür ließ sich mit einem lauten Knarren öffnen, ich musste sie unbedingt mal ölen, und schon starrten mich dreieinhalb paar Augen an - Baccarda konnte noch immer nicht gänzlich über die Tür schauen und so sah man entweder ihre Nase im ganzen oder einen Teil vom Auge über die Box lugen. "Guten Morgen, ihr Süßen!" begrüßte ich die Bande frohen Mutes, machte mich daran eine kleine Runde Heu zu verteilen und als alle aßen, machte ich mich in die Sattel- und Futterkammer. Das allmorgentliche füttern war ein Akt für sich. Baccarda bekam extra Vitamine, Selen und Kraftfutter um ihre Defizite auszugleichen, Fenris bekam spezielles Diätfutter damit er auch ja nicht wieder seinen dicken Weidebauch ansetzte (sein Vorbesitzer hatte mich gewarnt!), dann war da Angelic Desolation - Angy - die extra etwas zum Muskelaufbau bekam, denn die Arbeit allein schien bei ihr nicht zu reichen und zu guter Letzt noch Pebbles. Die Gute hatte ein, zwei Probleme mit Magen und Darmtrakt und bekam deswegen eine Kur. Alles in allem dauerte es jeden Morgen fast fünfzehn Minuten um alles richtig zu mischen und zu machen, und das obwohl jeder Handschlag saß.

      "Jetzt beweg dich halt endlich, du sturer Sack!" murrte ich, scheuchte Fenris vor mir her, der sturr am Weidezaun stehen geblieben war, als ich Baccarda geholt hatte. "Komm schon, Dicker." ermutigte ich ihn nochmal, ehe ich ungeduldig mit dem Strick wedelte, an dessen anderen Ende eine hibbelige Baccarda hing und es kaum erwarten konnte auf die Weide zu kommen. Die beiden hatten heute frei, nachdem ich sie also ein wenig geputzt und geknuddelt hatte, standen die beiden jetzt draußen und genossen den ersten kalten Tag. Währenddessen ging ich zurück zu Angy, hatte sie schnell geputzt und aufgetrenst, um sie zu longieren. Sie sollte erst einmal Muskeln aufbauen und die Grundregeln lernen, ehe ich irgendetwas weiter mit ihr machen würde, wobei ich für alles andere wohl auch einen Trainer hinzuziehen würde.
      "Und Schee-ritt!" sagte ich beruhigend, eine dreiviertel Stunde später, die Stute hatte ordentlich geschwitzt und ich wollte es damit auch gut sein lassen, lobte sie nachdem ich sie zu mir in die Mitte geholt hatte und noch ein paar Runden mit ihr im Schritt gegangen war. "Brave Maus, magst du jetzt zu den Anderen?" Ich kontrollierte ihre Hufe, ehe ich sie zu Baccarda und Fenris auf die Weide brachte und nun in aller Ruhe mit Pebbles widmete. Die Stute stand ungeduldig schnaubend in ihrer Box, stieß mir den Kopf gegen die Brust als ich endlich in ihrer Nähe war, als wollte mir sagen "Wo bleibst du denn?!" Und Recht hatte sie, es war schon halb zwölf und ich hatte keine Ahnung wo die Zeit geblieben war.

      "Noch ein schneller Galopp, meine Schöne, und wir sind Zuhause.." flüsterte ich in das plüschige Ohr, dass sich in meine Richtung gedreht hatte und Sekunden später preschten wir den langen Feldweg entlang. Der Wind biss mir in den Augen, die kalte Luft brannte in meinen Lungen und doch konnte ich nicht anders, als zu Lachen. Lachen und weinen, die Arme in die Luft gestreckt, schenkte ich ihr die Zügel und unter mir lief Pebbles als ginge es um Leben und Tod, als würden wir den ersten Platz in einem Derby belegen wollen. Es dauerte eine ganze Weile auf dem Platz um uns beide wieder zu beruhigen, denn als der Hof in Sicht gekommen war, hatten wir beide noch schwer geatmet. Jetzt lief Pebbles mit hängendem Kopf neben mir, ihre Nüstern abwechselnd im Sand und in meinem Rücken, ehe ich schließlich stehen blieb. "So, meinst du, für heute haben wir genug getan?" Ihre Augen sprachen Bände und ich lachte, ja das war mein Mädchen. Sie wusste genau was ich sagte und ich verstand was sie mir mitteilen wollte.
      Ein Kuss auf die weichen Nüstern drückend verabschiedete ich mich von der Stute, ehe ich durch den Zaun schlüpfte und dabei zusah wie sie langsam den anderen entgegentrottete, noch nicht ganz sicher wie sehr sie sich freute mit den anderen auf der Wiese zu stehen.

      Jetzt wurde es Zeit fürs Frühstück..eh... Mittagessen!
    • Canyon
      Besuch auf der Lake Magog Ranch

      Gehetzt blicke ich auf meine Uhr. Der Zeiger steht still, wie bereits seit mehr als zwei Tagen. Unter der Dusche haben sie ihren Geist aufgeben und trotzdem zucken meine Augen immer wieder reflexartig in diese Richtung. Einmal im Leben, einmal muss man pünktlich sein und dann kam man zu spät.
      Ich radle genervt die Hauptstraße entlang, halte Ausschau nach dem Schild, welches mir beschrieben wurde, und biege wenig später in eine Seitenstraße ein. Zum Glück besitze ich einiges an Orientierungssinn, welcher dafür sorgt, dass ich mich nicht auch noch verfahre.
      Die Lake Magog Ranch liegt eingebettet von Wald, Wasser und Bergen und es erscheint mir wie ein kleines Paradies, inmitten einer großen grauen Welt. Je näher ich der Ranch komme, desto mehr steigt meine Aufregung. Ich weiß nicht, ob es die richtige Entscheidung gewesen ist, mich mal wieder auf die Suche nach einer Reitbeteiligung zu machen und ich habe Angst vor der Antwort dieser Frage.
      Mein Fahrrad stelle ich etwas abseits unter einige Bäume und mache mich dann auf die Suche der nach Besitzerin. Ich erkenne sie an ihrer schönen Stimme, welche ich bereits am Telefon bewundert habe. Sie zeigt mir die Stallanlage, stellt mir alle Pferde vor und verweist mich auf die zu beachtenden Dinge. Sie scheint nett und so erkläre ich mich bereit, ihr bei der Arbeit im Stall zu helfen.
      Vor allem freue ich mich darauf, die hübsche Pebbles kennenzulernen. Ihr gilt mein Interesse besonders und so erstaunt es mich nicht, dass sie noch hübscher ist als auf dem Bild. Sie ist nicht die erste ihrer Rasse, die ich kennenlerne. Viele Jahre lang betreute ich einen Wallach, welche die gleiche Rassenverteilung hatte. Ich weiß also, worauf ich mich einlasse.
      Nachdem wir jedoch nicht nur Pebbles, sondern auch Angelic Desolation, Baccarda und Fenris gefüttert haben, bringen wir Baccarda und Angi auf ihre Weiden.
      Schon wieder merke ich, wie meine Aufregung steigt, als ich das weiche Fell von Pebbles bürste. Die Besitzerin erzählt mir jedoch seelenruhig vom Gestüt und der Umgebung, während sie ihrerseits Fenris fertig macht.
      Der anschließende Ausritt wird zu einer wahren Freude. Ich genieße die wunderbare Landschaft, verliebe mich ein weiteres Mal in Pebbles und hoffe so sehr, dass es nicht mein letztes Mal auf ihrem Rücken sein wird.
      Nach dem Ausritt kommen auch die beiden Pferden raus auf die Weiden, während wir die Boxen und die Paddocks säubern. Am späten Nachmittag steige ich schlussendlich wieder auf mein Fahrrad, winke den Pferden und der Ranch noch ein letztes Mal zu und mache mich dann auf den Weg zurück nach Hause. Ich bin gespannt, ob sich die Besitzerin melden wird, denn ich weiß genau, dass ich hier hin auf jeden Fall zurück will.
    • Sevannie
      Verschoben am 29.03.2018
      Grund:
      6 Monate lang keine Pflege.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    NorwegeerStar
    Datum:
    22 Feb. 2015
    Klicks:
    453
    Kommentare:
    5
  • [​IMG]
    Name: Fenris
    Rufname: -
    von: Lausejunge
    von: Lucky Boy
    aus der: Liberty

    aus der: Linnea
    von: Ingolf
    aus der: Ida


    Geburtsdatum/Alter: 2007
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,49m
    Rasse: Norweger
    Fellfarbe: Falbe
    Abzeichen: -

    [​IMG]
    Fenris ist ein ausgeglichener Hengst, sehr ruhig und hat ein entspanntes Wesen, das ihn vor allem für Anfänger sehr attraktiv macht.

    [​IMG]
    Gekört/Gekrönt: nein
    Vorgesehen für die Zucht: nein
    Leihmutterschaft: -
    Decktaxe:
    Nachkommen: -
    Geschwister: -
    Besitzer: Norwi
    Vorbesitzer: Floooh
    Gezüchtet bei/Zucht: -
    VKR: Monsterflosse

    [​IMG]
    Eingeritten: ja
    Eingefahren: nein

    Dressur: A
    Galopprennen: E
    Springen: E
    Military: E
    Fahren: E
    Distanz: E
    Western: E

    - >279. Dressurturnier