1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Waldvoegelchen

Felicitas - Trakehner - Stute

Felicitas - Trakehner - Stute
Waldvoegelchen, 22 Aug. 2014
    • Waldvoegelchen
      Pflegebericht 1
      Feli's Ankunft

      Das Knacken des Sandes unter den Rädern eines Autos machte mich aufmerksam. Ich war gerade dabei, die Stallarbeit zu verrichten und selbstverständlich suchte ich mir nur Aufgaben, die nah an der Auffahrt unseres Hofes lagen. Der Grund? Ich erwartete Zuwachs. Ich hatte letztens im Internet die Seiten durchstöbert und bin auf den Internetauftritt des Hofguts Tannenheide gestoßen. Wunderschöne Tiere hatten die da und prompt fand ich mich natürlich bei den Nachzuchten wieder, verliebt war ich auch schnell, eine kleine Schabracktigerscheckstute hatte es mir angetan und mein Anruf ließ dann auch nicht lange auf sich warten.
      Nun, nach viermonatigem Warten aufgrund der Quarantäne, wurde sie von einem Flughafenmitarbeiter hergefahren.
      Als erstes lukte ich natürlich in den Hänger, machte ihn auf und überprüfte, ob alles glatt gelaufen ist, zum Glück gab es keine Probleme. Ich unterschrieb dann zahlreiche Papiere, die Quarantäne betreffend und Besitzerdatenwechsel etc.
      Dann konnte ich die Süße begrüßen. "Hallo Felicitas" säuselte ich "Magst du ein Möhrchen?" Sofort spitzte sie die Ohren - ich und der Flughafenmitarbeiter, Quentin hieß er übrigens - fingen an zu lachen und das Fohlen guckte nur verwirrt drein. Ich fasste ich meine Tasche und brach ein kleines Stück Karotte ab. Das existierte nicht lang sondern verschwand sofort im Schlund von Feli.
      Ich tastete ihre Beine nochmal ab, aber zu fühlen war nichts, Quentin führte sie mir kurz vor und ich konnte auch kein Humpeln feststellen, weshalb sie auch gleich auf den vorbereiteten Teil der Fohlenweide durfte, den wir abgetrennt hatten. Ich bedankte mich bei Quentin, der sogleich abfuhr, aber nicht, ohne mir zuvor noch einen kleinen Zettel in die Hand zu drücken. Ich ließ ihn in meine Tasche verschwinden und beobachtete Feli ein wenig. Sie hoppelte fröhlich , als die Rackerherde sie begrüßen wollte, stand aber blöd da, als ein Wettrennen veranstaltet wurde und sie nur die Hälfte mitlaufen konnte.
      Ich überlegte, es zu riskieren, sie gleich zu den anderen zu lassen, da keine Konflikte vorrauszusehen waren. Als ich Rose vorbeigehen sah, stimmte ich mit ihr ab - eine Nacht würden wir warten um dann nochmal zu schauen was sich ergibt.

      Am nächsten morgen um 5 stand ich voller Tatendrang auf, ich hatte Lust, ganz viel zu machen. Den einen Zaun könnte ichja ausbessern, dachte ich beim Duschen, und die Sättel können alle auch mal wieder geschrubbt werden.
      Ich trat um 5:30 mit einem Blick auf das Termometer nach draußen. 8°C, der Sommer in Jasper war definitiv vorbei. Ich ging zur Fütterung durch die Boxengasse und überlegte schon, wer zuerst gearbeitet werden sollte. Wir sollten echt mal Pfleger einstellen, dachte ich, ich kümmere mich zwar gern komplett selbst um meine Pferde, jedoch schafft man viel mehr wenn einem bestimmte Arbeiten abgenommen wurden.
      Als nächstes joggte ich kurz zu den Fohlenweiden, ich wurde großteils ignoriert, einige Föhlchen dösten, die meisten standen gekuschelt in den Unterständen. Nur Felicitas kam auf mich zugetrabt. "Hey Kleine, was ist los?", sie schnaubte und schaute zu den anderen. "Och ja, diese Nacht war unfair, das gebe ich zu." Ich kraulte sie am Schopf, dann entfernte ich das erste Band der Abtrennung. Feli sah mich an. "Na los!" lachte ich und flutsch - war sie an mir vorbei und raste zu den anderen, bei denen sie fröhlich begrüßt wurde.
    • Waldvoegelchen
      Pflegebericht 2
      Alltagstraining

      Auch Feli wurde allmählich älter und wir fingen verstärkt an, mit ihr zu arbeiten. Das Führtraining war so gut wie abgeschlossen, nur in letzter Zeit wurde ihr Verhalten wieder schlechter. Kein WUnder - die Kleine kam ja auch in die Pubertät.
      Ich hatte momentan aber sehr viel Zeit für sie. Der Umzug stand zwar an, aber der Großteil meiner Pferde hatte schon einen neuen Platz gefunden, weshalb ich ihr nun viel mehr Aufmerksamkeit widmen konnte.
      Heute ließ ich sie erstmal frei in der Halle laufen, damit sie sich ein bisschen auspowert. Ich schickte sie viel hin und her und zwischendurch raste sie und man sah ihren schönen, gestreckten Galopp.
      Als sie meiner Meinung nach genug Dampf abgelassen hatte, fing ich sie wieder ein und ging mit ihr auf den Roundpen. Ich schickte sie nach Außen und ließ sie ein paar Runden im Schritt auf jeder Seite ohne Ausbinder drehen. Auf Kommando kam sie dann wieder brav nach Innen und ich konnte ihr die Ausbinder locker einschnallen. Wieder Außen, ließ ch sie wieder erst Schritt gehen, damit sie sich an den Widerstand der Ausbinder gewöhnen konnte, trieb sie aber recht schnell in den Trab, da sie das alles schon kannte. Sie lief nicht sehr fleißig und machte ein paar Faxen auf der linken Hand. Die rechte war eindeutig ihre Lieblingsseite, weshalb ich verstärkt auf der linken trainierte.
      Als ich sie angaloppieren ließ, schlug sie einmal heftig aus, lief danach aber viel fleißiger als vorher. Im Trab schnaubte sie noch einmal ganz tief und danach entspannte sie sich endlich.
      Ich legte 3 Trabstangen hintereinander und entfernte die Ausbinder wieder. Zunächst durfte sie auf der rechten Hand laufen, machte das auch ganz prima. Berührungen der Stangen blieben nicht immer aus, aber sie hatte auch noch Schwierigkeiten, ihr Tempo zu halten. Auf der linken Hand hörte ich auf, nachdem 2 Runden zufriedenstellend geklappt hatten, um ein positives Ergebnis stehen zu lassen. Ichräumte die Stangen ein und ließ sie wieder einige Runden Schritt laufe. Dann durfte sie wieder zu ihren Kameraden auf die Weide.
    • Waldvoegelchen
      Pflegebericht 3
      Umzug zu Mr. Flynn

      Mein Vorhaben, einen Reitschulbetrieb mit Ferienanlage zu gründen, startete mit dem Verkauf eines Bauernhofs. Mr. Flynn war zu alt geworden, und hatte keine Verwandten, die seinen Hof bewirtschaften wollten. Es war ein netter alter Mann, doch um die inzwischen nur noch 10 ha konnte er sich nicht mehr kümmern. Seine Tiere hatte er verkauft, einen Teil seines Landes auch. Zurück blieb ein alter Kuhstall und das Wohnhaus. Er bat darum, weiterhin zur Miete bei mir wohnen zu dürfen. Er wollte wissen, wie es mit seinem Lebenswerk nun weiterging und natürlich hatte ich kein Problem damit. Der Hof war nur 2 Stunden von Jasper entfernt, ich hatte also keine Probleme mit dem Transport meiner Pferde.
      Bevor der Umzug anstand, musste ich jedoch erst einiges tun. Der Kaufvertrag wurde direkt nach der Besichtigung geschlossen, aber auf den Wiesen gab es keinen Unterstand und der Kuhstall war mir zu heikel, weil Istas dann mit Heimi zusammenstehen müsste, was beiden garantiert nicht gut bekam. Also überprüfte ich die schon für die Kühe eingezäunten Weiden nach Schäden an Zäunen, was ein ziemlicher Aufwand war, da die Flächen nicht gerade wenig Raum einnahmen. Ich musste nicht viel machen, nur einige Latten waren morsch und schnell ausgetauscht, Nägel standen keine raus und auch sonst sah ich keine Verletzungsrisiken. Da war Mr. Flynn wohl noch fleißig gewesen, dieser Teil war zumindest instand. Auch gefährliche Pflanzen waren auf dem gesamten Stück nicht zu entdecken.
      Immer wenn ich dort war, wartete Mr. Flynn mit einem heißen Kaffee und einem Stück Kuchen auf mich, sodass ich mich richtig auf den bevorstehenden Umzug freute. Das Zusammenleben mit dem Mann würde wirklich angenehm werden, aber vorher musste ich noch weitere Dinge erledigen.
      Zunächst musste ich mich leider von einigen meiner Pferde trennen. Der erstklassige Hengst Donnerschall, Elysion, mein Liebling Jack, die stolze Shyva mit ihrem Ammenfohlen Jinx und auch Maelis – alles Trakehner mit denen ich viel gearbeitet, geschwitzt und gelacht habe – wurden verkauft. Auf meinem neuen Hof hatte ich noch keine Anlagen, um die Pferde zu fördern und ich wollte, dass ihnen auch weiterhin eine rosige Zukunft bevorstand. Ich wusste, dass ich noch viel von ihnen hören würde und dass auch der Kontakt zu den neuen Besitzern immer bestehen bleiben würde, weshalb mir der Verkauf nur halb so schwer fiel wie erwartet. Natürlich würde ich sie alle vermissen, ohne Zweifel, aber als Schulpferde waren sie alle nicht geeignet und bis ich die Anlagen hatte, die ich für das Training brauchte, und das Geld, um Helfer einzustellen, würde zu viel Zeit verstreichen. Schließlich sind es alles leistungsbereite Tiere, die nicht nur rumstehen wollen.
      Im Frühjahr war es dann so weit, ich packte meine Sachen und der Pferdetransporter stand bereit. Ich hatte trotz der verhältnismäßig kurzen Transportstrecke bedenken. Istas war schwierig, er lies sich immernoch nicht gerne anfassen, geschweige denn verladen und er verstand sich auch nicht sonderlich gut mit den anderen Pferden. Ich war schon am Überlegen, zwei mal zu fahren aber war mir nicht sicher, ob das von der Zeit her klappte.
      Ich entschied mich dazu, Istas als erstes zu verladen. Ihm Transportgamaschen anzulegen war schon das erste Problem. Er lies sich nicht beruhigen, obwohl wir das schon mehrmals geübt hatten. Nachdem wir ihm etwas Kamille gegeben hatten, wurde es einfacher, aber leicht noch immer nicht. Zumindest trat er nun nicht mehr aus. Das Verladen selbst wurde dann doch verhältnismäßig einfach. Zwar gab sich Istas stur und wollte par tout nicht in den Hänger eintreten, aber zumindest versuchte er sich nicht vom Strick loszureißen. Mit Lockmitteln in Form von Futter trat er dann in die Hängerbox und war entspannter, als ich es erwartet hätte. Er beobachtete uns zwar aufmerksam, aber er trat nicht gegen die Türen oder tat ähnliches. Ich fragte mich, ob er einfach einen guten Tag hatte, oder ob das langwierige Training wohl doch schon kleine Erfolge zeigte.
      Die anderen Pferde ließen sich problemlos verladen. Heimi kannte das in und auswendig, Feli war einfach furchtbar neugierig und für neues immer offen und mit Crime hatten wir das auch schon ein paar mal getestet.
      Ein Freund von mir, Luke, war so nett und fuhr den Transporter zum Hof, damit ich auf die Pferde achten konnte. Ich hielt Abstand von Istas, aber ich merkte, wie meine Anwesenheit ihm doch etwas Sicherheit gab. Er hatte wohl doch gelernt, dass von mir nichts Böses ausging und spürte, wie entspannt ich war. Crime war die ganze Fahrt über fröhlich am fressen, Heimi döste vor sich hin, Feli wollte toben und war enttäuscht, dass hier nicht genügend Platz war und Istas starrte gespannt auf die Hängertür, er bewegte sich während der Fahrt kein Stück.
      Einen Tag vor der Abfahrt hatte ich schon kleine Weideabschnitte abgetrennt. Heimi bekam eines allein, sowie Istas. Die Stuten würden gemeinsam auf die Koppel kommen. Das Ausladen war aber auch schon wieder ein neues Istas-Abenteuer. Kaum öffnete ich die Boxentür, rannte er mich beinahe um, raus aus dem Hänger. Kurz danach blieb er aber prompt stehen und betrachtete die Gegend. Seine Anspannung lies nach und er ließ sich wieder einfangen. Er hat sich selten so brav führen lassen. Er überholte nicht, riss nicht am Strick. Dieser Ort schien ihm zu gefallen.
      Die Pferde standen nun also auf ihren Abschnitten. Crime und Feli spielten, Heimi schaute neugierig zu den jungen Stuten. Mr. Flynn erwartete mich und Luke mal wieder mit Kaffee und Kuchen. Käsekuchen um genau zu sein, sogar noch warm. Bevor wir uns an den Tisch setzten, wollte mir der alte Mann aber unbedingt etwas zeigen. Wir gingen in den alten Kuhstall und was stand dort? Ein brauner, verwahrloster Ponyhengst. Mr. Flynn erzählte mir, er hatte ihn auf einem Privatgrundstück ohne Futter und Wasser gefunden. Nach Absprache mit Polizei und Tierschutzverein bot er an, das Tier bei sich unterzubringen. Er bat mich, ihm zu helfen, das Pony aufzupäppeln und ich lehnte natürlich nicht ab. Vorerst schien er versorgt zu sein. Er war ungewöhnlich zutraulich und verschmust, doch sein Fell fühlte sich verklebt an. Ich schaute, ob er Putzzeug kannte und er ließ sich die Putzmassage sichtlich gefallen. Danach sah er schon viel besser aus und mir fiel seine unglaubliche Traummähne auf. Lockig, voll und lang. Mr. Flynn sagte, er würde Bittersweet Memory heißen und ich dachte direkt, dass das passt.
      Ich wollte den Hengst am liebsten nicht alleine lassen, aber er war stabil und wir wendeten uns dem Kuchen zu. Ich erzählte, was ich alles auf dem Land vorhatte und Luke bot mir direkt an, mir bei allem zu helfen. Ich lachte und bedankte mich, diese Kanadier waren einfach immer so höflich.
      An diesem Tag blieben wir lange wach und stießen mit Wein auf die rosige Zukunft an. Ich war mir sicher: Hier war mein zu Hause.
    • Waldvoegelchen
      Pflegebericht 4
      Stallalltag

      Es war Herbst geworden in Kanada. Ich merkte das an der bitteren Kälte, die mir jedes Jahr auf's neue durch Mark und Bein zog. Hatte man sich im Laufe der kalten Jahreszeit daran gewöhnt, ging alles leicht von der Hand, doch die ersten kalten Tage waren immer hart. Handschuhe an oder aus? Hat man sie an, hat man wegen dem Stoff weniger Gefühl in den Fingern für feinere Arbeiten, hat man sie aus, hat man wegen der Kälte erst recht kein Gefühl in den Fingern, geschweige denn, dass man sie bewegen könne. Ich lief also schon mit Handschuhen umher und gerade am Abend wurde es immer kritisch, wenn die Kälte schon richtig im Körper haftete und man nicht, wie morgens, vom gemütlichen Bett aufgewärmt war.
      Zum Glück war noch morgens und ich erledigte meine Arbeiten gewissenhaft. War ja schließlich mein Hof und für das nächste Jahr musste er in Schuss sein, wenn die ersten Feriengäste kommen sollten. Trotzdem wartete zu allererst der Alltag auf mich. Heu auffüllen, Weiden überprüfen und vor allem abäppeln. Die Boxen mit Futter für die Pferde befüllen, die Kraftfutter bekamen. Als ich damit fertig war, kam Luke mich besuchen. Er umarte mich herzlich mit einem Arm und holte dann mit seinem anderen Arm eine Brötchentüte hervor. "Na, zusammen frühstücken?" Ich lachte und sagte natürlich nicht nein. Ich setzte Kaffee auf und klopfte vorsichtig an Mr. Flynns Tür, um zu schauen, ob er schon wach war. Natürlich war er das, der alte Herr konnte nicht mehr so gut schlafen und ich lud ihn mit zum Frühstück ein. Er kam direkt mit runter und freute sich über Lukes Besuch. Der Kaffee war, wie immer, zu stark, aber keiner der beiden sagte was, um mich nicht zu verletzen. Mich würde es ehrlich gesagt nicht stören, wenn sie mal ihren Mund aufmachen würden, denn eine Hausfrau war ich gewiss nicht, aber so war es schon immer. Zu einem Frühstück bei Helena gehörte eben ein zu starker Kaffee.
      Luke arbeitete mal hier, mal da als Kellner oder Barkeeper, aber mir half er auch gerne aus, auch wenn er dafür kein Geld bekam. Er war auch eigentlich kein Reiter, aber als Vergütung bekam er von mir ab und zu mal Reitstunden, wenn er denn Lust hatte und inzwischen wusste er zumindest, wie man Pferde lenkt und wie man in allen Gangarten sitzenbleibt. Im Umgang mit den Pferden war er allerdings ein Naturtalent. Er selbst hatte mir Istas inzwischen viel mehr erarbeitet als ich. Wahrscheinlich, weil er nicht verlangte, sondern einfach alles belohnte, was richtig aussah, und das klappte bei dem wilden Hengst. Auch heute fragte Luke, ob er mit Istas in den vor 4 Monaten gezimmerten Roundpen gehen durfte und ich sagte natürlich nicht nein. Während ich den Tisch abdeckte, holte er mir schon Memo von der Weide und band ihn am Putzplatz an. Istas nahm er direkt mit auf den Roundpen. Zunächst ließ er ihn einfach laufen, wie der Hengst es wollte. Er schnupperte am Gras, das am Rand wuchs, wirkte sichtlich uninteressiert, schlug ein paar Bocksprünge, trabte einige Runden und hatte seinen Spaß. Irgendwann kam er freiwillig zu Luke und ließ sich die Nüstern streicheln. Das war auch das Zeichen für meinen Freund, auf den Roundpen zu dürfen. Er schnappte sich eine Bürste und kletterte einfach über den Zaun. Ich konnte mich zwar inzwischen ebenfalls mit Istas auf gemeinsamem Boden aufhalten, doch Luke war ihm wesentlich lieber, das war einfach sein Mensch. Ich hoffte nur, dass man ihn irgendwann reiten könnte.
      Ich stand inzwischen mit einem fertig gebürsteten Pony am Putzplatz, sattelte den Braunen und nahm ihm sein Halfter ab, auf dem eingraviert auf einem Metallstück in schnörkeligen Buchstaben "Bittersweet Memory" stand. Ein Geschenk von Mr. Flynn an den lieben Hengst, der bald bereit war, von dem graubärtigen Mann geritten zu werden. Ich hatte ihn nach seiner Ankunft erst schonend angefüttert, nach 2 Monaten fing er sogar langsam an, anzusetzen und ich nahm das Training auf, um Muskeln aufzubauen. Er war definitiv vorher schon geritten worden, jedoch in keiner definierbaren Reitweise. Die Hilfen kamen für ihn erst sichtlich schwammig an, inzwischen hatte der Kleine es aber richtig drauf. Souverän trabte er auch heute mit mir über Stangen, lief auf jeder Hand dreimal jeweils eine lange Seite im Galopp und suchte sogar zeiweise eine Anlehnung. Er hatte noch nicht genug Muskeln, um sich dauerhaft selbst tragen zu können aber demnächst könnten Mr. Flynn und Memo richtig durchstarten. Der Mann konnte reiten - und wie! Er traute sich nur nicht mehr richtig. Ich hatte ihn zwischenzeitlich auf Heimi reiten lassen und das war echt sauber, was er da machte. Er hatte vielleicht nicht mehr die Kondition, 30 Minuten konzentriert Dressur zu reiten mit aussitzen im Trab und allem drum und dran, aber er hatte einen atemberaubenden nd eine wunderbar feinfühlige Hand, genau das, was Memo brauchte. Und schwer war der Mann auch nicht.
      Als ich mit Memo fertig war sah ich, dass Istas wieder auf seiner Weide stand und Luke mir zugeschaut hatte. Ich bat ihn, den Braunen fertig zu machen und in seine Box zu stelle, bis er aufgegessen hatte, dann konnte er wieder raus. Außerdem durfte er noch die Fohlen bespaßen. Während er zu Feli und Crime auf die Weide ging, holte ich Heimi von seiner und Memos Weide und machte ihn fertig. Ich trainierte mit ihm erste M-Lektionen der Dressur mit seinen jungen 7 Jahren. Dieses Pferd war aber auch unglaublich aufnahmefähig und lernte unfassbar schnell. Er war ein echter Gelände-Crack, da er immer abrufbar war, zur Not aber auch den nötigen Biss hatte, seinen Reiter zu retten, wenn der einen Fehler machte. Die Dressur gehörte aber zu jeder Vielseitigkeitsprüfung und auch darin hatte er eine super Veranlagung, aber im Viereck fing er gelegentlich an, sich selbst zu beschäftigen oder durch Unaufmerksamkeit blöde Fehler zu machen. Man konnte es ihm aber nicht unbedingt übelnehmen, da er seine Herrausforderung brauchte und wenn ihm diese nicht gegeben wurde - tja, dann war er geistig wo anders.
      Während ich fliegende Galoppwechsel übte, wurde Luke von den Fohlenmädels überrannt. Auch die liebten den Kerl. Er kraulte herzhaft Felis Kruppe und Crimes Widerrist und tobte mit den beiden. Lief er los, preschten sie hinterher, blieb er stehen, legten sie einen showreifen Sliding-Stop hin. Was sie vielleicht machmal noch ein bisschen mehr liebten als ihn, waren die Karotten, die er immer mitbrachte. Bei Luke war auch ein Leckerlie nie weit.
      So begann der Nachmittag, die Fohlen ruhten sich aus, Heimi futterte genüsslich seinen Hafer und wir machten uns selbst Pizza. Mr. Flynn verzichtete, der hatte schon die Hühnersuppe vom Vortag gegessen. Mit viel Gelächter und roten Clowns-Tomatenmark-Nasen schoben Luke und ich die Pizza in den Ofen. Heute Nacht musste er wieder arbeiten, weshalb er am Nachmittag auch wieder gehen musste, aber ein gemeinsames Mittagessen war noch drin. Ich würde nachher im Kuhstall weiterzimmern, der durch Umbauten immer mehr nach Pferdestall aussah. Alles ging natürlich nicht allein, einiges musste eine Baufirma machen, da die Gitterstäbe im Mauerwerk eingefasst waren aber Holzarbeiten machten mir Spaß, die ersten von mir gebauten Boxen standen auch schon komplett, bei den anderen stand nur der Rahmen, den ich nicht allein hätte anertigen können. Die Verkleidung hatte ich mir aber zur Aufgabe gemacht und wenn weitere Pferde einziehen wollen, müssen die auch langsam fertig werden.
    • Waldvoegelchen

      Pflegebericht 5
      Feli als Handpferd

      Die junge Trakehnerstute war schon ganz schön groß geworden. Sie machte jeden Mist am Boden mit, wie Teppich ausrollen, Apfel aus dem Eimer fischen und andere spaßige Aktivitäten. Im Gelände war sie auch schon häufig, allerdings immer ganz normal geführt. Heute entschied ich mich, sie als Handpferd mitzunehmen. Sie war nicht rossig und Heimi hatte absolut keine Hengstmanieren, weshalb ich den Palomino als Reitpferd auswählte. Ich putzte die beiden ausgiebig, schmuste noch ein wenig mit dem Hengst und kraulte ihn zwischen seinen Ohren, worauf er seinen Hals fallen ließ und auch die Unterlippe auf halb acht hing.
      Feli konnte nicht so gut still stehen, dafür war sie zu hibbelig, sie wollte immer Beschäftigung. Trotzdem musste sie das lernen, also übte ich auch das noch kurz mit ihr am Anbinder, bis ich dann Heimis Zaumzeug und den Sattel holte. Ich verschnallte alle Riemen, ging mit beiden Pferden zur Aufstiegshilfe und schon dorthatte ich gewisse Probleme beim Aufsteigen. Feli fand die ganzen Dinge auf dem Hof interessanter, al stehen zu bleiben und sie wusste ganz genau, dass ich sie nicht richtig ermahnen konnte, wenn ich auf der Aufstiegshilfe stand. Also zog sie immer wie blöd am Strick, bis ich einmal einen bestimmte Ruck ausübte, worauf sie mich erstmal blöd anschaute, aber wenigstens stehen blieb.
      Beim Ausritt an sich war alles in Ordnung, so lange wir liefen. Feli wollte zwar alles angucken und gar nicht auf dem Weg bleiben, aber irgendwann verstnad sie, dass sie neben Heimi bleiben musste. Eigentlich wollte ich üben, auch ab und zu stehen zu bleiben, allerdings war das wohl zu viel des Guten. Ich beließ es also dabei, dass sie lernte, wo sie zu gehen hat und ärgerte sie nicht noch mit still stehen. Wir ritten nur eine kurze Runde, etwa 20 Minuten, als wir auf den Hof zurückkehrten. Ich schmiss Feli wieder auf ihre Weide, wo sie wieder lospreschte und ein paar Bochsprünge machte.
      Mit Heimi ging ich noch auf unseren Geländeplatz, wo wir einige selbstgebaute Hindernisse stehen hatten. Allerdings machte ich nur ein paar Gymnastiksprünge und sprang nicht hoch. Ich überprüfte seine Stellung an den Hilfen, was er sehr gut machte. Er blieb immer voll konzentriert bei mir, also schlossen wir dieses Training auch recht schnell ab. Ich ritt im Schritt zurück zum Hof, sattelte ab und verabschiedete den Hengst auch auf seine Weide, wo er gelassen von Jack begrüßt wurde.
    • Waldvoegelchen

      Pflegebericht 6

      Rundherum im Kreis

      Felicitas war eine wunderschöne, junge Stute geworden, und wir fingen langsam an, sie auf das Anreiten vorzubereiten. Die Trense kannte sie schon, den Sattel auch, doch heute würde sie das erste mal damit longiert werden. Beim Putzen benahm sie sich inzwischen tadellos, sie genoss die streichenden Bewegungen über ihre Muskeln und ihr Fell richtig. Die Unterlippe fast auf dem Boden hängend döste sie vor sich hin. Beim Aufsatteln blieb sie ruhig stehen, auch das Anziehen das Sattelgurts interessierte sie nicht. Lediglich beim Auftrensen hob sie den Kopf und ging ein paar Schritte rückwärts, auf dem Gebiss kaute sie schließlich etwas unruhig herum, doch das gab sich bei ihr für gewöhnlich nach einer Weile Beschäftigung. Über die Trense schnallte ich einen Kappzaum, ohne dass dieser sie behinderte.
      Gemütlich schlendernd, eher schon etwas faul, trottete sie mir zum Roundpen hinterher, blieb bei mir in der Mitte stehen und suchte in meiner Jacke nach einem Leckerchen. Mit einem bestimmten Nein schob ich ihren Kopf beiseite und schickte sie nach Außen. Sie ging ganz normal, als wäre nichts anders als sonst. Ein paar Runden ließ ich sie gemütlich gehen, dann forderte ich mehr Fleiß. Es war schwierig für junge Pferde, die Haltung zu wahren, aber die Rücken- und Bauchmuskulatur musste vor dem ersten Reitergewicht noch weiter trainiert werden. Ich wechselte ab zwischen locker gehen und fleißig arbeiten, entließ sie aber nur aus der Arbeitshaltung, wenn ich das wollte. Fiel sie selbst auseinander, forderte ich wieder mehr. Ich ließ Feli viele Schritt-Trab Übergänge laufen, da diese die Hinterhand schön aktivieren konnten. Am Ende der Arbeit durfte sie sich nochmal richtig ausgaloppieren, allerdings wollte sie das heute nicht so recht ausnutzen - wohl etwas müde die Stute.
      Schon auf dem Roundpen trenste und sattelte ich ab, damit sich die Liebe noch einmal wälzen konnte. Kaum war das Zubeör ab, klappten auch schon die Vorderbeine ein und sie ließ sich plumpsen. Sah schon etwas witzig aus, aber das war ihre typische Art sich hinzulegen: Einfach fallenlassen. Sie bekam noch ein Stück Möhre und dann entließ ich sie wieder zu ihren Freunden, jedoch begrüßte sie als erstes die Tränke und dann das Gras und blieb fast am Weidetor stehen. Naja, manchmal möchte auch ein Pferd Zeit für sich.
    • Waldvoegelchen
      Pflegebericht 7

      Felicitas schnupperte an meinen Händen und ließ ihren Kopf wieder in Gras sinken, als sie merkte, dass ich kein Leckerlie dabei hatte. Ich zog sie am Hals wieder nach oben und halfterte sie auf, in der Hoffnung sie käme mit. Falsch gedacht, der Kopf verschwand wieder im Gras und war kaum von dort wegzubewegen. Als es Feli zu ungemütlich wurde, machte sie aber doch betont langsame Schritte hinter mir her. Die faule Socke döste dann am Putzplatz, während ich Strich für Strich ihr geflecktes Fell bürstete. Dick war sie geworden, jetzt musste sie wirklich völlig ins Training genommen werden, alt genug war sie.
      Ich holte Trense und Sattel und verschnallte es an der kleinen Stute. Sie hatte nun ein Stockmaß von 154cm und bis auf ein paar Zentimeter würde sie garantiert nicht mehr wachsen. Ich kraulte sie ein bisschen an den Nüstern und zwischen den Ohren und führte sie dann auf den Roundpen. Sie machte ihren Hals ganz lang, ich musste sie förmlich ziehen.
      Auf dem Roundpen schickte ich sie dann direkt vorwärts. Zwar noch im Schritt, aber Fleiß forderte ich von ihr. Ich musste ständig nachtreiben. Wenn sie auch nur ein paar Schritte von sich aus fleißig ging, dann lobte ich sie mit meiner Stimme. Ich hoffte einfach, dass sich das wieder verwachsen würde. Junge Pferde sind nunmal häufiger etwas triebig. Ich ließ sie durch die Mitte auf die andere Hand wechseln und nach einigen Schrittrunden sollte sie antraben, was eher nach Schrab aussah - einer Mischung zwischen Schritt und Trab. Ich trieb sie energischer, sodass sie letztendlich doch in die geforderte Gangart fiel.
      Ich machte noch etwas weiter im Roundpen und als ich fand, dass Feli doch etwas fleißiger mitarbeitete, machte ich Schluss, damit wir mit einem positiven Lernerfolg aufhörten. Er war minimal, aber besser als nichts. Ich sattelte die Stute ab, brachte den Sattel weg und ging noch eine kurze Runde mit ihr spazieren. Da musste ich sogar aufpassen, dass sie nich überholte. Das Gelände gefiel ihr viel besser als die Arbeit auf dem Platz. Aus ihr würde garantiert auch ein super Buschpferd werden.
    • Waldvoegelchen
      Helena liegt flach

      Kopfschmerzen plagten mich, als ich mich aus dem Bett quälte. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten und so richtig klar sehen fiel mir auch schwer. Diese Erkältung hatte mich richtig erwischt. Ich zog mir schwerfällig warme Kleidung über meinen Schlafanzug. Eine enge Jeans hätte ich kräftemäßig nicht mehr über meine Beine bekommen. Ich schlurfte die Treppe herunter und Luke schaute mich finster an. "Was amchst du hier unten? Geh wieder ins Bett!" befahl er mir. Bevor ich etwa erwidern konnte, drehte er mich an meinen Schultern um und half mir nach oben. "Ich kümmere mich um alles, bis es dir wieder gut geht." gab er sein Versprechen. Ohne die warmen Klamotten auszuziehen, fiel ich wieder ins Bett und war sofort weg.
      Luke derweilen machte sich auf und besorgte sich Karren und Schippe. Eine nach der anderen schob er sie leer zu den Weiden und voll wieder zurück. Unermüdlich säuberte er die Grasflächen, bis alles vorbildlich aussah. Daraufhin brachte er Dashing Blade zum Putzplatz und striegelte sein glänzendes Fell. Dabei wurde er desöfteren von dem goldenen Hengst angeknabbert, nie grob, sondern immer liebevoll. Luke arbeitete mit Blade auf dem Roundpen und das Pferd zeigte richtig, was er konnte. Nach einer anfänglichen Zurschaustellung seiner prächtigen Gänge fing er an, gut mitzudenken und fleißig zu sein.
      Die gleiche Prozedur wiederholte er mit Peacekepper. Der war heute allerdings sehr aufgewühlt und sah hinter jeder Ecke Gespenster. Bei ihm hatte Luke wirklich Mühe, Konzentration zu fordern. Ständig sprang das farbige Pferd zur Seite und guckte durch die Gegend, anstatt ordentlich und entspannt zu laufen. Das war wohl der Frühling, der in seinen Gliedern steckte.
      Badawi und Felicitas bekamen heute einen Tag Pause. Luke holte sie zwar raus und Mr. Flynn war so nett, die beiden zu putzen, aber das war es dann auch. Die Jungspünde hatten sowieso besseres zu tun. Zum Beispiel toben auf der Weide oder grasen oder Schabernack machen. Mit Bocksprüngen verabschiedeten sie sich also in den freien Tag.
      Jack und Heimerdinger holte Luke gleichzeitig. Mr. Flynn hatte auch Lust, mal wieder auf einem größeren Pferd zu sitzen. Luke machte Heimi fertig und entdeckte eine kleine Wunde am Bauch, zum Glück nicht in Sattellage. Die desinfizierte er kurz, aber etwas ernstes war es nicht. Mr. Flynn massierte Jack regelrecht mit den Bürsten, das ließ sich der braune Hengst sichtlich gefallen. Geputzt und ausgerüstet drehten die beiden dann eine recht große Schrittrunde, sodass der Himmel sich langsam rosa färbte, als sie zurückkamen. Die Pferde wurden glücklich und zufrieden auf die Weide entlassen und grasten friedlich vor sich hin.
      Da sieht man mal, auf meine Männer kann ich mich verlassen.
    • Waldvoegelchen
      Kälteeinbruch

      Furchtbar warm war es hier nie. Aber wenn man wenigstens 13°C misst und am nächsten Tag plötzlich nurnoch 5°C, dann tut es verdammt nochmal weh! Einerseits am Kopf, denn auf Wetterumschwünge reagierte ich empfindlich, andererseits an den Händen, weil kalte Finger + harte Arbeit = nicht sooo schön. Aber meckern konnte man viel, das war den Pferden auch egal. So schleppte ich mich also nach draußen und äppelte die Koppeln ab. Peacekepper kam ganz neugierig an und hatte kurzerhand dann doch Schiss vor dem Mistkarren, den er schon tausendmal gesehen hatte. Als er dann zum dritten Mal ankam, schickte ich ihn bestimmt weg, denn so kam ich nie zu irgendwas.
      Als ich fertig war, was hier ja leider alleine immer ziemlich lange dauerte, schnappte ich mir Dashing Blade von der Wiese. Er wurde einmal übergeputzt und longiert. Ich arbeitete mit ein paar Stangen, ließ ihn sich ordentlich strecken und richtete ihn zwischenzeitlich rückwärts, um ihn von da antraben zu lassen. Er machte das hervorragend und war erstaunlich konzentriert. Ich fand noch ein Leckerli in der Tasche, dass er genüsslich fressen durfte.
      Mit Jack ging ich ins Gelände. Ich ritt viele Tempoveränderungen, hauptsächlich im Galopp. Im Trab ließ ich ihn ein paar Hügel rauflaufen. Man merkte, dass er dann angaloppieren wollte, weil das weniger anstrengend war, er blieb aber trotzdem immer im richtigen Tempo. Seine Kondition ist momentan echt auf Höchstform, um ihn noch weiter zu fördern fehlte mir leider die Zeit. Da er etwas stärker geschwitzt hatte, entließ ich ihn mit einer Abschwitzdecke auf die Weide, die ich ihm später wieder abnehmen würde.
      Mit Peace machte ich heute ein wenig Schrecktraining. Dabei war es mit wichtig, dass er zwar auch vor den Dingen an sich keine Angst hatte, aber hauptsächlich, dass er auf mich achtete und sich entspannte, wenn ich es tat. Das war schwieriger, als ich es gewohnt war, da ich eigentlich nur neugierige, ruhige Pferde hatte. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, wir machten eher Rückschritte als Fortschritte bei dem Thema. Beim Reiten blieben wir wenigstens auf unserem Stand, aber voran kamen wir leider auch nicht so wirklich.
      Badawi lotste ich auch zur Bodenarbeit. Er sollte Gehorsam lernen und aufmerksamer dem Menschen gegenüber sein. Ich führte ihn über den Hof und forderte mit Aufgaben seine Aufmerksamkeit. Er ließ sich immer wieder ablenken, doch kam zu mir zurück, wenn ich etwas von ihm verlangte. Trotzdem tänzelte er noch zu viel um mich herum, wenn er stehenbleiben sollte. Wenn er sich bewegte, wenn er stehen sollte, schickte ich ihn ein paar Schritte zurück und ging wieder ein paar vor und blieb wieder stehen. Doch sobald sein Fokus wieder auf etwas anderes gelenkt wurde, tänzelte er wieder herum. Als ich ihn zehn Sekunden stehen lassen konnte, beendete ich das Training. Ein kleiner Erfolg, aber besser als nichts.
      Felicitas hatte heute frei. Ich beobachtete sie, wie sie graste. Sie war eine schöne junge Stute geworden. Normalerweise quirlig, sah sie so friedlich schon beinahe elegant aus. Ich freute mich schon darauf, zu sehen was die Dressurarbeit mit ihr brachte. Auch, wenn ihre Stärke definitiv im Gelände liegen würde.
    • Waldvoegelchen
      Heute war ein kleiner Ausritt geplant. Mr Flynn setzte sich auf Jack, Luke auf Heimerdinger, Helena auf Peacekepper und eine Freundin von Helena auf Dashing Blade. Alle machten ihre Pferde selbst fertig, dann ging es auh schon raus ins Gelände. Die Pferde waren brav und keiner wollte überholen. Allerdings ging die Truppe auch nicht das Risiko ein, zu galoppieren. Das konnte weder Peace noch Blade gut, deshalb blieb es beim Trab als schnellste Gangart. Spaß hatten alle trotzdem. Es wurde viel gequatscht und gelacht und die Pferde waren tiefenentspannt. Die Sonne kitzelte allen auf der Nase, die Frühjahrswärme tat gut. Als alle wieder auf dem Hof ankamen, freuten sich die Pferde auf eine Extrahand voll Müsli. Das gab es manchmal als Belohnung.
      Im Anschluss schauten Helena und Luke noch nach Felicitas und Badawi. Bei denen sah auch alles prächtig aus. Die beiden hatten aber heute frei und musste nichts tun. Badawi brutzelte ein wenig in der Sonne und Feli senkte ihren Kopf in das frische Gras. Für die kleine ein echter Festschmaus. Bald würden die beiden auch eine Karriere als Reitpferd einschlagen.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Wohlverdienter Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Waldvoegelchen
    Datum:
    22 Aug. 2014
    Klicks:
    1.376
    Kommentare:
    11
  • [​IMG]

    Von Pacey

    Von Possibility
    Aus der Daughter of Glory

    Aus derForever Yours

    Von Unbekannt
    Aus der Unbekannt
    Geburtsdatum 16.04.2013

    Geburtsort Deutschland
    Geschlecht Stute
    Rasse Trakehner
    Fellfarbe brauner Schabrackentigerschecke

    Abzeichen v.l. & v.r. Socke
    Stockmaß Endmaß geschätzt: 159 cm
    Gesundheit Felicitas ist gesund.
    Besitzer Waldvoegelchen
    Pferd erstellt von/VKR Salera

    Aus der Zucht Hofgut Tannenheide


    [​IMG]


    [​IMG]

    Felicitas ist noch nicht eingeritten.


    Vorlieben Dressur/Sprigen/Distanz


    Galopprennen Klasse E - Einsteiger
    Western Klasse E - Einsteiger
    Spring Klasse E - Einsteiger
    Military Klasse E - Einsteiger
    Dressur Klasse E - Einsteiger
    Distanz Klasse E - Einsteiger



    [​IMG]

    Feli ist eine junge Stute, die viel Vertrauen schenken kann. Sie mag wirklich jeden und geht mit allen offen um, sei es Pferd oder Mensch. Die Kleine ist dazu noch sehr verspielt und neugierig, weshalb sie den Fallen des Alltags, wie lauten Eimern oder raschelnden Tüten, auf jeden Fall gewachsen ist.

    [​IMG]


    Gekört Nein
    Decktaxe //

    Nackommen //

    Offizieller Hintergrund