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Sammy

Fantastic Fly

Holsteiner | Hengst | gekört || DR: S* (2) | SPR: S* (5) | MIL: S (1)

Fantastic Fly
Sammy, 23 Jan. 2020
Tassila, adoptedfox, Zion und 7 anderen gefällt das.
    • Sammy
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      Hufschmiedbericht
      von Mongofisch
      23. November 2013

      Nachdem Wüstentänzer wieder auf der Weide war, holte Sammy Fantastic Fly. Er war ebenfalls ein Fuchs, aber ein Hannoveraner. Mit einem Leckerli auf der Hand näherte ich mich dem großen Hengst, der mich freundlich anguckte. Vorsichtig schnappte er sich das Leckerli und schnaubte zufrieden. Ich strich am Vorderbein von Fantastic Fly hinhab und hob den Huf an. Brav stand der Fuchs still.
      Ich begann damit, den Schmutz aus dem Huf zu entfernen. Dafür nahm ich den Hufauskratzer. Anschließend kam das Hufmesser zum Einsatz, mit dem ich das Horn des Hufes kürzer schnitt. Die Form sah noch gut aus, deswegen änderte ich daran nichts. Mit der Raspel feielte ich den Huf zum Schluss noch schön glatt, dann ließ ich ihn runter. Lobend klopfte ich Fantastic Fly den Hals. Bei den anderen drei Hufen fuhr ich nach dem gleichen Ablauf fort. Nach kurzer Zeit waren alle Hufe auf der richtigen Länge und hatten eine schöne Form.
      Nun ging es daran, den Hengst mit Eisen zu versehen. Dafür suchte ich mir zuerst die passenden Hufeisen raus und fing dann an, das Erste im Brennofen zu erhitzen. Wir mussten nur kurz warten, bis das Eisen glühte. Mit der Zange legte ich es auf den Huf, sodass Rauch aufstieg und es ordentlich zischte. Fantastic Fly zuckte zwar zusammen, blieb aber trotzdem brav stehen. Nach einem kurzen Moment nahm ich das Eisen vom Huf und formte es mit dem Hammer in die richtige Form. Das war schnell erledigt, sodass ich das Eisen in den Eimer mit kaltem Wasser hielt, um es abzukühlen. Dann begann ich, das Eisen mit den Nägeln am Huf zu befestigen, bis alle Nägel an ihrem Platz waren. Der Hengst bekam zur Belohnung ein Leckerli und ich machte mit dem nächsten Huf weiter.
      Nach einer Weile hatte ich alle Eisen angepasst und an den entsprechenden Huf genagelt und ich bat Sammy, mir den Hengst vorzutraben. Sie löste den Strick und zeigte mir, wie Fantastic Fly lief. Es sah alles gut aus, also durfte der Fuchs zurück auf die Weide. Sammy half mir dabei, meine Sachen im Auto zu verstauen und bedankte sich für meinen Besuch.
      Nach einer kurzen Verabschiedung, stieg ich in meinen Wagen und fuhr erschöpft nach Hause.

      © Mongofisch
    • Sammy
      Tierarztbericht
      von Loki
      10. Dezember 2013

      Heute besuchte ich Sammy und ihre drei Pferde Wüstentänzer, Fantastic Fly und My Golden Heart, um diese zu untersuchen und zu impfen. Zuerst kümmerte ich mich um den Araber Wüstentänzer. Er liebte es sich zu präsentieren, wie seine Besitzerin erklärte. Man merkte das sofort, denn Wüstentänzer kam mit erhobenen Schweif von Sammy geführt von der Koppel. Ich fing an sein Herz zu überprüfen. Dann tastete ich seine Beine ab um Unebenheiten zu finden. Ich untersuchte außerdem sein Maul und die Augen. Es war alles perfekt und der Hengst schien sich auch wohl zu fühlen. "So Süßer. Jetzt tut es gleich kurz weh.", sagte ich zu ihm, als ich meine Spritze mit Impfstoff aus der Tasche holte. Etwas erschrocken starrte der Hengst auf die Spritze, doch nachdem Sammy und ich ihn gestreichelt und betüddelt hatten, ließ er sich den Impfstoff verabreichen. Also Belohnung erhielt Wüstentänzer sogar eine Möhre, worüber er sich sehr zu freuen schein. Nach Wüstentänzer war Fantastic Fly an der Reihe. Der Holsteiner Hengst war sofort wirklich brav und er fiel mir ziemlich positiv auf. Auch ihn untersuchte ich auf Herz und tastete seine Beine ab. Ich inspizierte sein Maul und sah mir auch seine Augen an. Außerdem ließ ich ihn mir vorführen, da, wie Sammy mir erzählte, heute sein guter Tag war und ziemlich gut lief. Das konnte ich nur bestätigen. Als nächstes holte ich meine Spritze, die mit dem Impfstoff gefüllt war. Ganz brav und ruhig ließ sich der Fuchs den Impfstoff verabreichen. Ich lobte ihn und Sammy brachte auch ihn auf die Koppel. Nach Fantastic Fly war My Golden Heart, eine ganz besonders hübsche Paint Stute dran, untersucht und geimpft zu werden. Wie die Besitzerin mir beschrieb, war sie eine noch etwas sensible Stute, was ich schon merkte als Sammy sie aus ihrer Box holte. Sie wurde sofort unruhig wenn man zu sehr am Strick zerrte. Umso mehr verwunderte es mich, dass die Stute während der ganzen Untersuchung so ruhig blieb. Ich testete auch sie auf Herz, untersuchte ihre Beine und ihr Maul. Als ich auch ihre Augen geprüft hatte, holte ich eine Spritze um My Golden Heart den Stoff zu verabreichen. Sie stellte sich sehr brav an und bekam auch dafür ein dickes Lob. Alles in einem konnte ich sagen, dass Sammy ihre Pferde sehr gut pflegte und diese kerngesund waren. Ich würde mich freuen sie mal wieder besuchen zu dürfen.

      2344 Zeichen ©Tierarztpraxis "Equine Sports"
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur E-A
      31. Dezember 2013
      "Guten Morgen Fly! Heute wollen wir endlich mal richtig arbeiten, ich bin echt schon gespannt, wie du dich anstellst.", flötete ich meinem Holsteinerhengst Fantastic Fly entgegen. Der junge Hengst gehörte mir erst seit einigen Wochen, hatte sich jedoch schon sehr gut eingelebt. Er stand zusammen mit meinen anderen Warmblütern und meinen New Forests in einem Pensionsstall. Da der Besitzer heute nicht da war und somit auch kein Reitunterricht stattfand, herrschte eine angenehme Ruhe im Stall - ein perfekter Tag um richtig zu trainieren. Ich war den schönen Fuchshengst bereits zweimal geritten und war bisher ziemlich begeistert von ihm. Seine Gänge waren ein absoluter Traum und auch seine Manieren ließen an nichts zu wünschen übrig. Heute wollte ich ihn in der Dressur auf die Klasse A trainieren und ich hatte eigentlich keinerlei Bedenken, dass dies ein Problem für den Hengst werden könnte.
      Ich holte Fantastic Fly aus seiner Box, band ihn auf der Stallgasse an und begann sein seidiges Fell zu bürsten. Fly genoss die Behandlung sichtlich und lehnte sich richtiggehend gegen die Bürste. Als sein Fell glänzte, kratzte ich ihm die Hufe aus, kämmte seine kurze Mähne und verlas seinen Schweif. Anschließend bandagierte ich Fly's Beine und sattelte den Junghengst auf. Ich setzte große Hoffnungen in den Holsteiner, da ich ihn als Partner für meine gekrönte Stute Wild Lady Roxanne gekauft hatte.
      Fly ließ sich wie immer brav fertig machen und folgte mir dann in die Halle. Wenn er gut drauf war, war der Hengst wirklich ein absolutes Musterpferd.
      Ich stellte ihn auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich dann in den Sattel. Dann wärmte ich Fly auf beiden Händen im Schritt und Trab auf, indem ich viele Biegungen und Wendungen ritt. Anschließend ging es an die Schritt-Trab und vor allem die Trab-Halten-Übergänge. Bei Letzteren achtete ich besonders darauf, dass Fly geschlossen zum Stehen kam. Anfangs stellte er ein Hinterbein immer etwas seitwärts, doch nachdem ich ihn immer wieder konsequent antippte, bis er richtig da stand, hatte Fly bald verstanden, was ich von ihm erwartete. Ich klopfte ihm kurz den muskulösen Hals und ließ den Hengst in den Galopp fallen. Ich liebte die großen Galoppsprünge, die er machte unglaublich und konnte es in diesem Moment kaum erwarten, dass erste Mal mit dem Hengst auszureiten.
      Als ich Fly auf beiden Händen kurz abgaloppiert hatte, konnte ich mich an die Schritt-Galopp-Übergänge wagen. Diejenigen vom Galopp zum Schritt hatte Fly schnell verstanden, auch wenn das Durchparieren die ersten Male noch ein wenig ruckelig ausfiel. Beim angaloppieren aus dem Schritt neigte der junge Hengst jedoch dazu, einfach kopflos loszustürmen. Beim ersten Versuch machte er einen solchen Satz, dass er mich fast aus dem Sattel katapultiert hätte. Ich fasste die Zügel ein wenig nach, saß tief in den Sattel ein und parierte den Hengst wieder durch. Dann beschäftigten wir uns zunächst eine Weile mit etwas anderem, bevor ich einen erneuten Versuch wagte. Diesmal ließ Fly sich schon besser regulieren und nach einigen weiteren Wiederholungen war ich recht zufrieden mit dem Hengst. Als nächstes stand das Rückwärtsrichten auf dem Plan. Dazu stieg ich ab und probierte das Ganze erst vom Boden aus. All meine Pferde ließen sich zuverlässig zurückschicken, doch da ich Fly noch nicht so lange besaß, wollte ich das lieber noch einmal am Boden wiederholen. Ich stellte mich vor den Hengst, hob die Zügelenden auf Kopfhöhe und wackelte damit. Gleichzeitig sagte ich: "Back!". Fly hob den Kopf und spielte mit den Ohren. Also verstärkte ich das Wackeln ein wenig. Sobald er sein Gewicht nach hinten verlagerte, lobte ich den Hengst. Beim nächsten Mal trat er bereits einen, dann zwei Schritte zurück und schließlich konnte ich ihn solange rückwärts schicken, wie ich wollte. Ich rieb ihm über die Blesse und stieg anschließend wieder auf.
      Dann hob ich mich leicht aus dem Sattel, nahm die Zügel an und sagte wieder: "Back". Diesmal verstand Fly schneller und ich lobte ihn postwendend. Dies verfeinerten wir nun so lange, bis der Hengst auf die leiseste Hilfe meinerseits rückwärts ging.
      Nun standen nur noch die Vorhandwendung und Viereck verkleinern und vergrößern auf dem Programm. Ich beschloss kurzerhand mit Letzterem zu beginnen. Fantastic Fly beherrschte das Schenkelweichen schon sehr gut, von dem her sollte auch diese Übung kein großes Problem darstellen.
      Ich ritt den Hengst schön gestellt durch die Ecke, stellte ihn dann nach außen und ließ ihn bis zur Mittellinie Schenkelweichen. Ca. eine Pferdelänge vor E ließ ich ihn geradeaus gehen und ritt dann im Seitwärtsgang zurück zur Bande. Auch auf der anderen Hand klappte die Lektion wunderbar, sodass wir uns bereits der Vorhandwendung widmen konnten.
      Dazu ritt ich an der nächsten langen Seite auf den dritten Hufschlag und parierte Fly zum Halten durch. Dort stellte ich ihn nach außen und trieb mit meinem äußeren Schenkel seitwärts, während der Innere die Bewegung abfing. Mit Sitz und Zügeln hinderte ich Fly daran, nach vorne wegzulaufen, sodass der Hengst seine Hinterhand um seine Vorhand bewegte. Nach einer 180°-Wendung ließ ich Fly wieder stehen und lobte ihn. Nachdem dies auch auf der anderen Hand gut klappte, ritt ich Fly trocken und versorgte ihn liebevoll. Die Turniere auf A-Niveau konnten kommen!
    • Sammy
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      Trainingsbericht Military A-L
      29. Januar 2014
      Einheit 1
      Bibbernd zog ich meine Daunenjacke enger um mich und lief so schnell es ging in den Stall. Über Nacht hatte es kräftig geschneit und vor allem war es glatt und bitterkalt geworden. Erleichtert über die mir entgegenströmende Wärme, schloss ich die Stalltüre hinter mir und lief zur Box meines Holsteinerhengstes Fantastic Fly. Vor einigen Wochen hatte ich den Hengst in der Dressur auf die Klasse A trainiert, heute wollte ich mit dem Militarytraining beginnen. Ich hatte vor den Hengst schon bald auf einer Körung vorzustellen, doch dafür wollte ich ihn erst noch weiter ausbilden.
      Wie immer in dieser Disziplin würde ich mit der Dressur beginnen. Heute standen der Außengalopp, die Kurzkehrt und der einfache Galoppwechsel an.
      Ich holte meinen Hengst aus seiner Box, band ihn in der Stallgasse an und putzte ihn flott über. Da meine Pferde momentan alle eine Stalldecke trugen, hatte ich nicht viel zu tun. Nachdem Fly sauber war, bandagierte ich seine Beine und sattelte ihn anschließend auf. Dann ging es auch schon ab in die Halle.
      Dort gurtete ich nach und schwang mich in den Sattel, bevor ich mit dem Aufwärmen begann. Fly war heute gut drauf und ich merkte sofort, dass das eine tolle Trainingseinheit werden würde.
      Nachdem ich ihn abgaloppiert hatte, begann ich mit dem wirklichen Training. Als erstes wollte ich den Außengalopp üben. Also galoppierte ich Fly an und ritt dann einfache Schlangenlinien. So musste Fly bereits zum Hufschlag zurück im Außengalopp laufen. Während der nächsten Wiederholungen ritt ich die Schlangenlinie immer steiler, sodass Fly immer länger im Außengalopp blieb. Anschließend wechselte ich durch die halbe Bahn, wobei ich sehr darauf achtete, Fly nicht ausversehen falsche Hilfen zu geben. Denn dann würde er mit Sicherheit umspringen. Als auch dies gut klappte, wagten wir uns sogar an einen Zirkel heran und ich lobte Fantastic Fly nach der Lektion überschwänglich. Der Hengst bekam nun eine kleine Schrittpause, bevor wir uns der nächsten Lektion widmeten.
      Wieder ließ ich Fly angaloppieren und ritt - diesmal im Handgalopp - einen Zirkel. Fly war gut an meine Hilfen gestellt und reagierte sehr fein auf jegliche Kommandos. Kurz vor X gab ich dem Hengst die Hilfen zum durchparieren und passte auf, dass er nicht zum Halten kam, sondern in den Schritt fiel. Das Halten aus dem Galopp verlangte nämlich zum einen bereits ein gehöriges Maß an Versammlung und zum anderen war es hier schlichtweg nicht gefragt. Als der Hengst Schritt ging, ließ ich ihn eine Pferdelänge gehen, stellte ihn um und gab erneut die Hilfen zum angaloppieren. Fly riss seinen hübschen Kopf hoch und machte zwei bis drei ziemlich mächtige Galoppsprünge, bevor er sich wieder in einen schönen Arbeitsgalopp fügte.
      "Nana, so hatte ich mir das aber nicht vorgestellt mein Schatz. Komm, wir versuchens nochmal!", sagte ich lächelnd.
      Während der nächsten Wiederholungen wurde Fly immer ruhiger, sodass ich den einfachen Wechsel auf meiner Liste abhaken konnte. Nun hatten wir für heute nur noch die Kehrtwendung auf dem Programm. Dazu parierte ich Fly zum Schritt durch und wendete ab, um eine Volte zu reiten. Statt diese normal auszureiten, stellte ich Fly jedoch mehr in Biegung, fing seine Bewegung mit dem äußeren Schenkel ab und trieb mit dem inneren seitwärts. Zunächst ließ ich den Hengst immer nur ein paar Schritte wenden, doch nach und nach schafften wir die 180°- Wendung. Dabei achtete ich sehr darauf, den Bewegungsfluss zu erhalten - Fly sollte aus dem Schritt in die Kehrtwendung gehen und anschließend sofort daraus im Schritt weiter laufen.
      Nachdem wir die Kehrtwendung abgeschlossen hatten, ritt ich meinen Fuchshengst trocken, lobte ihn ausgiebig und brachte ihn dann zurück in seine Box. Diese Lektionen würden wir nun noch eine Weile lang wiederholen und dann ging es ans Geländetraining!

      Einheit 2
      "Hallo Prachtkerl! Bereit fürs Gelände?", fragte ich Fantastic Fly einige Zeit später fröhlich. Es war zwar heute relativ kalt, aber der Schnee war geschmolzen und die Sonne schien. Eigentlich sehr gute Voraussetzungen für unser heutiges Training im Gelände. Fly war auch heute gut aufgelegt und ließ sich brav fertig machen.
      Ich führte den jungen Hengst hinaus auf den Hof, gurtete nach und schwang mich in meinen Vielseitigkeitssattel. Anschließend ritt ich im Schritt vom Hof, zu der Militarystrecke. Dort angekommen, lockerte ich den Hengst erst eine Weile im Trab und Galopp, bevor ich mir ein paar leichte Hindernisse zum Einstieg suchte. Fly war sehr aufmerksam und ich spürte mit jedem Galoppsprung seine Freude an der Arbeit. Tatsächlich fühlte man sich, als würde man fliegen. Seinen Namen hatte der Hengst definitiv zurecht!
      Als der Fuchs gut aufgewärmt war, ritt ich zu dem Abschnitt der Strecke, auf dem sich die Hindernisse der Klasse L befanden. Dort wollte ich erst einige komplizierte Sprünge einzeln nehmen, um zum Schluss einmal die gesamte Strecke zu springen. Zuerst übten wir die Treppe. Dabei musste Fly nach einem Sprung beinahe sofort wieder abheben, damit er auch die nächste Treppenstufe schaffte. Ich ritt den Hengst in einem ruhigen, kontrollieren Galopp auf das Hindernis zu und er nahm die erste Stufe ohne Probleme. Anstatt die zweite jedoch genauso gesittet zu nehmen, machte Fly einen rießigen Satz, sodass die Distanz zur dritten Stufe überhaupt nicht mehr passte. Ich parierte ihn zum Schritt durch und unternahm einen neuen Versuch. Diesmal klappte das Ganze schon besser, Fly war einfach unglaublich intelligent. Gleich darauf durfte er die Treppe auch hinab springen, was zu meinem Erstaunen fast noch besser klappte. Ich strich ihm über den glänzenden Hals und machte mich dann zum nächsten Hindernis - einer Wasserkombination - auf. Dabei musste Fly ins Wasser springen, ca in der Mitte eine weitere Hürde überwinden und wieder aus dem Wasser hinaus springen. Die Schwierigkeit lag vor allem darin, dass das Pferd sehr kontrolliert gehen musste. Ich ritt Fly erst im Schritt in das Wasser, um zu sehen wie der Hengst darauf reagierte. Es schien ihn nicht besonders zu stören, sodass ich das Hindernis gleich darauf im Galopp anritt. Der Einsprung klappte sehr gut, allerdings schien Fly doch ein wenig überrascht von dem plötzlich auftauchenden Wasser und machte erst einmal einen Satz zur Seite. Ich ritt ihn erneut auf den Sprung zu und diesmal nahm er auch das Hindernis im Wasser und den Aussprung. Nun war noch ein Tiefsprung zu meistern, bevor wir die Strecke einmal ganz reiten konnten. Der Abhang den Story hinunter springen musste betrug 1,55 Meter. Ich zeigte dem Hengst das Hindernis zuerst, bevor ich mich daran versuchte. Wir ritten es erst aus dem Trab, dann auch aus dem Galopp. Mein Hengst schien zunächst nicht so recht zu wissen, was er davon halten sollte, dass er für die Landung länger brauchte, als für den Absprung, doch nach einigen Wiederholungen meisterte er den Sprung souverän.
      Wir ritten nun einmal die komplette Strecke, dann lobte ich den Hengst und ritt im Schritt zum Hof zurück.

      Einheit 3
      Heute stand die letzte Trainingseinheit auf dem Programm, bis Fly im Military auf Klasse L trainiert war. Der Fuchshengst war heute im Gegensatz zu den letzten Wochen ziemlich mies drauf, hampelte beim Putzen herum, schlug mit dem schönen Kopf und giftete alles und jeden an, das ihm in die Quere kam. Dieses Verhalten hatte ich bei ihm nun schon einige Male beobachten dürfen und war jedes Mal aufs neue überrascht davon. Trotzdem würden wir an unserem Trainingsplan festhalten und heute das Parcourspringen absolvieren. Ich sattelte den Hengst auf, legte ihm Gamaschen an und führte ihn dann in die Halle, wo schon mehrere bunte Hindernisse, Cavaletti und Trabstangen aufgebaut waren. Heute würde mir auch meine Pflegerin Anna zur Seite stehen, um die Stangen neu aufzulegen und gegebenenfalls die Hindernisse zu erhöhen. Ich ritt Fly wie immer zuerst ordentlich warm und ließ ihn anschließend über die Stangen und Hindernisse in E und A Höhe gehen. Das höchste, was Fly heute springen sollte waren 1,15 Meter - also eigentlich kein Problem für den hübschen Hengst. Auch wenn Fly ab und an ein paar Showeinlagen, wie buckeln lieferte, flogen wir geradezu über die Hindernisse. Somit konnte ich Anna schon bald bitten, diese zu erhöhen. Jetzt hatte ich auch Fly's volle Aufmerksamkeit.
      "Aha. Soll mir das jetzt sagen, dass die anderen Sprünge unter deinem Niveau sind oder wie?", fragte ich belustigt, als der Hengst auf der Stelle tänzelte und zum ersten Sprung hinzog. Ich galoppierte ihn kontrolliert an und wir bewältigten den Parcours ohne größere Probleme. Lediglich bei der Kombination rissen wir das zweite Hindernis, da Fly meine Hilfen nicht beachtete und mit einem viel zu großen Satz über das erste Hindernis setzte. Trotz allem war ich sehr zufrieden mit meinem Hengst und stolz darauf, dass er die Klasse L im Military gemeistert hatte!
    • Sammy
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      Trainingsbericht Military L-M
      21. Februar 2014
      Tag 1 - Dressur
      "So Fly mein Hübscher, jetzt legen wir los!", sagte ich fröhlich zu meinem Holsteiner Hengst Fantastic Fly. Heute begannen wir unser Training für die Klasse M im Military und wie immer machte die Dressur den Anfang.
      Ich hatte vor den Hengst in dieser Disziplin vorerst am meisten zu fördern und dann zu sehen, wie viel Potenzial er in den Einzeldisziplinen hatte.
      Wir mussten das Halten aus dem Galopp, Schulterherein und die Hinterhandwendung auf dem Plan.
      Ich wärmte Fly ordentlich auf und ließ den jungen Hengst dann frisch angaloppieren. Das Halten aus Schritt und Trab klappte bereits problemlos. Also wendete ich Fly bei A auf die Mittellinie ab und bereitete den Hengst behutsam auf das Durchparieren vor. Fly spielte mit den Ohren und kam nach meinem Kommando ein wenig holprig und vor allem recht schief zum Stehen. Ich tippte mit der Gerte sein Bein an, bis er gerade stand und ließ Fly dann erneut angaloppieren. Der Hengst nahm den Kopf herunter und schnaubte ab, während ich ihn wiederum auf die Mittellinie abwenden ließ. Diesmal begann ich noch früher dem Hengst halbe Paraden zu geben und dann klappte auch der Halt besser. Nach ein paar Wiederholungen kam Fly genauso geschlossen zum Stehen, wie wenn wir aus dem Trab anhielten. Ich klopfte dem Hengst lobend den Hals und widmete mich der nächsten Lektion - dem Schulterherein. Dazu ließ ich Fly zunächst im Schritt gehen, stellte ihn nach der Ecke ins innere der Bahn, trieb mit dem inneren Schenkel vorwärts-seitwärts und legte den äußeren verwahrend hinter den Gurt. Fly tat sich am Anfang noch ein wenig schwer mit der neuen Lektion, doch ich belohnte sofort jede Kleinigkeit, die in die richtige Richtung ging, sodass wir bald erst ein viertel der langen Seite, dann die Hälfte und schließlich die ganze Seite im Schulterherein schafften. Nachdem die Übung auch auf der anderen Hand saß, ließ ich Fly antraben und wiederholte das ganze in der flotteren Gangart. Der Hengst war vollkommen auf mich konzentriert und so hatten wir es bald geschafft und konnten zur letzten Übung für heute übergehen. Die Hinterhandwendung hatten wir bereits für die Klasse L mit der Kurzkehrt vorbereitet. Der Unterschied zur Kurzkehrt lag nun nur noch darin, dass Fly nicht aus dem Schritt heraus in die Wendung gehen musste, sondern aus dem Stand. Ich ritt auf den dritten Hufschlag, parierte Fly durch und gab ihm genau die gleichen Hilfen wie für die Kurzkehrt, nur dass ich am Ende das vorwärtstreiben weg ließ. Fly schien zunächst verwundert über den abgeänderten Ablauf, doch nachdem er zweimal versucht hatte vorwärts zu gehen und ich ihn daraufhin sofort wieder in die Wendung geschickt hatte, ließ der Hengst sich auf meine Hilfen ein. Als alle drei Lektionen auch noch mehrmaligem Wiederholen super klappten, ritt ich Fly trocken, versorgte ihn ordentlich und brachte ihn zurück in seine Box.

      Tag 2 - Geländereiten
      Heute kam der spanndenste Teil unseres Trainings: die Geländestrecke. Fantastic Fly war sehr gut aufgelegt , weshalb ich beschloss, den Hengst erst einmal auf dem Springplatz warmzureiten und erst dann zur Geländestrecke zu wechseln.
      Ich wärmte Fly gut auf und ritt dann die ersten Hindernisse an. Der Hengst war sofort voll bei der Sache, er liebte es einfach zu springen. Das lag ihm sehr viel mehr als die Dressur, obwohl er auch dort eine sehr gute Figur machte. Nachdem ich Fly über E, A und schließlich L-Niveau Hindernisse hatte gehen lassen, klopfte ich ihm den glänzenden Hals und ritt im flotten Trab zur Geländestrecke.
      Als erstes stand eine Kombination aus drei recht niedrigen, jedoch sehr schmalen Sprüngen auf dem Programm. Da Fly normalerweise dazu neigte, viel zu schnell zu werden, ritt ich vor den Hindernissen immer wieder eine Volte, um den Hengst bei mir zu behalten. Als wir dann schließlich ans Springen gingen, war Fly jedoch voll bei der Sache. Anscheinend hatte ihm die recht lange Springpause, die ich ihm die letzten Wochen verordnet hatte, gut getan. Er ging sehr viel ruhiger an die ganze Sache heran und war auch viel besser zu kontrollieren. Der nächste Sprung war praktisch ein Loch in einer Hecke. Fly nahm aufmerksam den Kopf hoch, doch ich spürte instinktiv, dass er nicht verweigern würde. Und so kam es auch: Fly sprang zwar mit angelegten Ohren und trat danach nach dem Hindernis aus, aber immerhin überwand er es, ohne dass ich großartig auf ihn einwirken musste. Heute war wirklich absolut sein Tag. Der letzte Sprung für heute war ein Tiefsprung, bei dem es ca. 1,80 Meter nach unten ging. Ich ritt Fly erst einmal um das Hindernis herum, um ihm den Abhang zu zeigen und ritt dann im Trab auf den Sprung zu. Fly sprang behutsamer als sonst ab und ich hatte das Gefühl ewig zu fliegen, bevor wir ein wenig holprig auf dem Boden aufsetzten. Ich lobte Fly überschwänglich und nahm zum Abschluss des heutigen Trainings noch ein paar leichtere Sprünge. Morgen war dann der letzte Teil an der Reihe und dann durfte ich Fly für Turniere der Klasse M melden.

      Tag 3 - Springen
      Für unser letztes Training hatte ich eine meiner Pflegerinnen gebeten mir zu helfen. Zusammen mit ihr hatte ich einen Parcours aufgebaut, auf dem neben Cavaletti und Sprüngen auf A Höhe nur L Hindernisse aufgebaut waren. Meine Pflegerin würde diese dann im Laufe des Trainings auf M-Niveau erhöhen und auch heruntergefallene Stangen aufheben.
      Ich ritt Fly wie immer zuerst warm und wärmte ihn dann an den Cavaletti auf. Anschließend ließ ich den Hengst über die A und L- Hindernisse gehen und lobte ihn ausgiebig. Wie bereits gestern war Fly voll bei der Sache und ich war unglaublich stolz auf meinen jungen Hengst. Also gab ich meiner Pflegerin einen Wink und sie baute die Hindernisse höher und weiter. Fly schaute ihr interessiert zu und tänzelte übermütig hin und her. Ich strich ihm beruhigend über den muskulösen Hals und ließ ihn gleich darauf wieder angaloppieren, um diesmal die M-Hindernisse zu nehmen. Fly sprang einfach fantastisch und machte seinem Namen damit alle Ehre. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Hengst mit den Anforderungen wuchs und damit wuchsen auch meine Hoffnungen darauf, ihn irgendwann einmal zur Zucht einsetzen zu können. Sein Potenzial zusammen mit dem von meiner Wild Lady Roxanne würde mit Sicherheit unglaubliche Fohlen hervorbringen.
      Ich bedankte mich bei meiner Pflegerin, ritt Fly trocken und versorgte den Hengst fürsorglich. Er hatte seinen Aufstieg in die Klasse M im Military mit Bravour gemeistert!
    • Sammy
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      Der große Umzug: Umzugsgedanken und Planung
      10. April 2014
      Umzugsgedanken…
      Aufgeregt und voller Vorfreude stieg ich aus dem Flugzeug, lief zum Kofferband und lud so schnell ich konnte meine Tasche ab. Anschließend ging ich nach draußen und atmete die kühle Luft des Londoner Flughafens ein. Jetzt im Januar war es noch ziemlich frisch. Ich sucht mir ein Taxi und nannte dem Fahrer mein Ziel: ein kleines Hotel in Winchester. Von dort aus wollte ich endlich meine Suche starten – die Suche nach meinem neuen Gestüt.
      Ich hatte mir schon vor einiger Zeit überlegt umzuziehen und zunächst hatte es mich nach Kentucky in die USA gezogen. Nach reiflicher Überlegung war mir dieser Plan jedoch zu gewagt. Amerika war einfach zu weit weg, diese lange Reise wollte ich meinen Pferden nicht antun. Zudem wären auch die Umzugskosten kaum zu stämmen, da ich ja auch den neuen Hof noch bezahlen musste. Nicht zuletzt wäre ich auch völlig ab vom Schuss gewesen und hätte all meine Freunde zurückgelassen. England jedoch lag nicht ganz so sehr aus der Welt und gab auch ein schönes Plätzchen für einen Kurzurlaub ab. Ich hatte auch schon mit einigen Leuten telefoniert, die Gestüte und Höfe zu verkaufen hatten und erhoffte mir von diesen Besuchen natürlich viel. Ich hatte ein ganz genau festgelegtes Budget, welches für den Kauf, eventuelle Renovierungen und Umbauten reichen musste. Den Rest brauchte ich dann für den Umzug und natürlich die tierärztliche Versorgung meiner Pferde. Ich hatte eine ganze Weile gebraucht, um endlich eine Woche zu finden, in der ich nach England fliegen konnte. Zu Hause war momentan schrecklich viel los. Für Wüstentänzer und Melody’s Girl standen nächste Woche Körungen an, Unannounced Pleasure, San Salvador und Reminiscent Inspiration sollten auf Fohlenschauen gehen und natürlich waren viele meiner Pferde für die laufenden Turniere gemeldet. Gott sei Dank hatten sich einige meiner Freunde bereit erklärt, sich diese eine Woche um meine 73 Pferde zu kümmern. Drei davon würde ich auf alle Fälle verkaufen, bei zweien war ich mir noch nicht sicher. Der Rest jedoch durfte bleiben und würde meine Zucht begründen. Früher mit Rawwrrr hatte ich nur New Forest Ponies gezüchtet. Nun wollte ich neben meinen geliebten New Forests jedoch auch Araber, Englische Vollblüter, Trakehner, Hannoveraner, Holsteiner, Isländer, Deutsche Reitponies, Welsh As, Welsh Bs, Andalusier, Lusitanos, Saddlebreds und Barockpintos züchten, sodass ich insgesamt auf 14 Rassen kam. Desweiteren überlegte ich mir auch Quarter Horses und Paints in die Zucht mit aufzunehmen. Dafür hatte ich schon zwei Stuten: einmal meine American Baby, die schon gekört war und dann noch My Golden Heart, eine junge und sehr viel versprechende Paint Horse Stute. Mit diesen beiden Rassen könnte ich auch die Westernreiter abdecken, was mir sicherlich eine etwas größere Kundschaft einbrachte. Sonst waren meine Pferde nämlich bis auf zwei Ausnahmen englisch geritten und ausgebildet.
      Neben der Zucht hatte ich außerdem vor, auch meinen Ausbildungsbetrieb , die Hollybrook Stud Training Stables weiterzuführen. Dies würde allerdings von da an auf meinem Gestüt stattfinden, da ich dann hoffentlich die richtige Anlage dafür bieten konnte.
      Der Taxifahrer hielt vor einem kleinen, aber netten Hotel. Ich bezahlte, stieg aus und checkte schnell ein. In zwei Stunden hatte ich bereits meinen ersten Termin. Solange wollte ich schon einmal auspacken und mich im Internet nach weiteren Angeboten schlau machen.
      Bisher hatte ich vier hoffnungs erweckende Termine, doch ich rechnete eigentlich damit, mir noch mehr Anwesen ansehen zu können. In England gab es eine Vielzahl wunderschöner, alter Höfe, Villen, Schlösser – viele waren jedoch zu teuer oder standen unter Denkmalschutz. Daher war ich umso gespannter, was mir meine Besichtigungen bringen würden.
      Zwei Stunden später hatte ich bereits vier weitere Besichtigungstermine rund um Winchester vereinbart und außerdem für Freitag einen Ausflug in den New Forest Nationalpark geplant. Vier Tage würden mir mit Sicherheit reichen, um ein passendes Gestüt zu finden.
      Mein erstes Ziel lag zwischen Winchester und Stonehenge. Ich hatte mir für diese Woche ein Auto mit Navi gemietet und fand den Hof so auch recht schnell. Es war ein nettes Anwesen, mit einem modernen Stallgebäude und einem schönen Garten. Für mich jedoch viel zu klein und vor allem auch völlig überteuert. Dies lag wohl an der Nähe zu Stonehenge, da der Ort natürlich viele Touristen anlockte. Ich verabschiedete mich schon sehr schnell wieder von der Frau und besichtigte Stonehenge, um mir die Zeit totzuschlagen.
      Mein nächster – und für heute auch letzter – Termin war nahe bei Southampton. Ich fuhr eine kurze Auffahrt hinauf und wurde prompt von einer molligen jungen Frau begrüßt. Sie führte mich über den Hof und erzählte, dass sie das gute Stück geerbt hatte, aber eher ein Stadtmensch war. Der Hof besaß ein paar wirklich schöne Gebäude und sah auch ordentlich gepflegt aus. Renovierungsarbeiten würden hier wohl kaum anfallen. Ich vereinbarte mit der Frau, dass ich mich bis Ende dieser Woche wieder bei ihr melden würde und versicherte ihr, dass ich auf jeden Fall Interesse hatte. Billig war der Hof zwar nicht, aber für das was geboten wurde auf jeden Fall angemessen…
      Die Tage vergingen und viel zu schnell war es Freitag geworden. Ich hatte mir nun vierzehn Höfe angesehen und bereits morgen früh würde ich wieder nach Deutschland fliegen. Nun hatte ich vier Höfe ausgewählt, die in Betracht kommen würden. Keine Frage, es waren alles sehr schöne Anwesen, nur so wirklich „klick“ gemacht, hatte es bei keinem von ihnen. Es fehlte einfach das Gefühl, das perfekte neue Zuhause gefunden zu haben. Ich packte gerade meine Sachen und richtete mir dann belegte Brötchen und etwas zu trinken für meinen Ausflug in den New Forest Nationalpark.
      Von dort stammten meine beiden Gründerponies Caspar und Precious Scream ab. Somit hatten auch ihre Nachkommen Caradoc, Cheeky Jot, Valentine, Casanova, Classic Moment, Nymphomaniac Fantasia und Fairy Bluebird Vorfahren in England. Als ich fertig war, trat ich aus dem Hotel, setzte mich in mein Auto und fuhr los.
      Als ich einige Zeit später schließlich endlich in Tiptoe, einem kleinen Dorf im New Forest ankam, blickte ich mich überwältigt um. Diese Landschaft hier war einfach wunderschön. Ich kaufte mir noch eine Karte der näheren Umgebung und zog dann los, immer faszinierter von der Natur um mich herum. Wohin man auch blickte, waren Wiesen, rießige Bäume, idyllische Waldwege, Brücken und Lichtungen zu sehen. Ab und an stieß man auf ein winziges Dorf, dass aussah als wäre es dem Mittelalter entflohen. Als ich gerade die Dorfstraße entlanglief, kamen mir plötzlich zwei Ponies entgegen. Da die Menschen sie überhaupt nicht beachteten, fragte ich einen Mann danach. Dieser antwortete grinsend: „Ach sie sind Touristin, ja? In diesen Teil des Waldes verirren sich eher weniger Leute..Die Ponies gehören einer Familie aus dem Dorf. Das weiß jeder und deshalb dürfen sie frei herumlaufen. Sie entfernen sich auch nie weiter als ein paar hundert Meter und kommen, sobald man sie ruft.“ Ich bedankte mich und sah staunend den beiden Ponies hinterher. Kurz darauf befand ich mich wieder im Wald und genoss die Ruhe, als ich plötzlich ein weiteres Pony auf mich zugaloppieren sah. Erst dachte ich, das wäre ebenfalls in Ordnung so, doch dann hörte ich eine Kinderstimme rufen. Ich holte schnell ein Stück Zucker aus meiner Tasche und hielt es dem Pony hin. Dieses hob den Kopf, fiel in den Schritt und nahm mir vorsichtig den Leckerbissen ab. Ich griff schnell nach der Mähne des Ponies und wartete auf den kleinen Jungen, der mir mit hochrotem Kopf entgegengerannt kam.
      „Danke, dass sie Funny eingefangen haben! Das ist schon das dritte Mal in dieser Woche, dass sie ausgebüxt ist. Mein Opa wäre sehr wütend geworden, wenn ich sie diesmal nicht gefunden hätte.“
      „Ach kein Problem, das hab ich doch gern gemacht. Wohnt ihr hier in der Nähe?“, fragte ich den Jungen.
      Der antwortete: „Ja noch. Aber wahrscheinlich nicht mehr lange. Mein Opa hat nicht genug Geld um so ein rießiges Grundstück in Schuss zu halten, sagt er. Ich mache jetzt bei ihm Ferien und meine Mama hilft ihm all seine Sachen zu packen. Aber niemand will den Hof kaufen. Und weil Opa jetzt immer so schlechte Laune hat, spricht er die ganze Zeit davon, Funny zu verkaufen! Dabei hab ich sie doch so lieb!“
      Ich sah den Jungen ein wenig entgeistert an. So einen Gefühlsausbruch hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Dann fragte ich: „Dein Opa hat einen Hof zu verkaufen sagst du? Mein du du könntest mich mal zu ihm bringen? Ich bin nämlich gerade auf der Suche nach einem schönen Grundstück für mein neues Gestüt.“
      „Wirklich? Oh das wäre ja schön! Obwohl. Sie sehen so nett aus, da gefällt ihnen der Hof bestimmt nicht. Bisher sind alle netten Leute schnell wieder gegangen und die blöden, hochnäsigen wollten alles abreißen und irgendwelche blöden Hotels darauf bauen.“
      Ich lief neben dem Jungen her und unterhielt mich solange mit ihm über sein Pony. Die kleine Stute war ein New Forest Pony-Mix und ziemlich dick. Er erzählte mir, dass er versuchte, sie auf Diät zu setzen, doch Funny lief einfach immer wieder davon und schlug sich irgendwo anders den Bauch voll.
      So verging die Zeit recht schnell und ein rießiges, schmiedeisernes Tor kam in Sicht. Ich schluckte. Das sah irgendwie ziemlich beklemmend aus. Wir traten durch das Tor und gingen auf ein recht großes, jedoch ziemlich verfallenes Herrenhaus zu. Obwohl der Hof auf den ersten Blick recht verwahrlost wirkte, verliebte ich mich sofort in diesen Ort. Ich wusste nicht wieso, doch ich fühlte mich hier auf Anhieb richtig wohl. Eine wütende Stimme riss mich aus meinen Träumereien: „Wo zum Geier kommst du her? Wir warten mit dem Tee auf dich! Sag bloß das verflixte Tier ist dir schon wieder abgehauen? Deine Mutter hat sich Sorgen gemacht! Und wer ist überhaupt diese Frau?“
      Dann sagte der ältere Mann freundlich zu mir: „Hat er sie etwa belästigt Madam?“
      „Oh nein nein im Gegenteil. Er sagte mir, dass sie einen Hof zu verkaufen haben und zufälligerweise bin ich zur Zeit auf der Suche nach einem. Ich habe mir auch bereits 14 Höfe angesehen, aber wirklich das Passende war nicht dabei.“, erwiderte ich schnell.
      „Timm? Los gib mir das Pony und geh dann zu deiner Mutter. Ich werde die Dame über den Hof führen.“ Mit diesen Worten nahm der Mann dem Jungen Funny’s Strick aus der Hand und ging mit dem Pony los.
      „Also ich weiß nicht was sie führ Ansprüche haben, aber wie sie sehen ist der Hof nicht mehr das, was er einmal war. Früher war dies ein Herrenhaus mit wunderbaren Ställen und einem rießigen Park. Nun..naja das sehen sie ja selbst. Also. Was haben sie denn mit dem Hof vor?“, fragte er.
      „Ich habe 74 Pferde, mit denen ich mir eine erfolgreiche Zucht aufbauen möchte. Außerdem leite ich einen Trainings- und Ausbildungsbetrieb den ich hier gerne weiterführen möchte. Daher suche ich ein Anwesen das ausreichend Platz für ein großes Haus, Top moderne Ställe für ca 100 Pferde, Trainingsanlagen und Weiden bietet. Schöne Ausreitmöglichkeiten wären ebenfalls von Vorteil.“, antwortete ich, wie aus der Pistole geschossen.
      „Aha“, meinte der Alte „Naja wenn ich ehrlich bin, sind die ganzen Gebäude die hier stehen nicht mehr zu gebrauchen. Sie sind alt, morsch, viel zu klein und dunkel. Die Zäune , die den Hof umgeben sind ebenfalls größtenteils kaputt. Das einzige, was mit ein wenig Aufwand wieder in Stand gesetzt werden könnte, wäre das Haupthaus. So viel zu den Nachteilen des Hofs.“, er sah mich erwartungsvoll an, als würde er damit rechnen, dass ich sofort reiß aus nehmen würde. Als ich jedoch nichts sagte, fuhr er fort: „Die Vorzüge des Anwesens liegen sicherlich zum einen in seiner Größe. Ich werde gleich den Wagen holen, wenn wir Funny weggebracht haben, denn zu Fuß schaffe ich das nicht mehr. Es grenzt westlich direkt an den Wald und im Osten an die Heiden. Im Norden liegt in ca fünf Minuten Entfernung das Dorf Sway. Ein sehr hübscher Ort übrigens. Dorthin werde ich ziehen, wenn ich den Hof verkauft habe. Meine Tochter und ihr Mann haben mir netterweise ein Zimmer in ihrem Haus angeboten. Wo war ich jetzt noch gleich stehen geblieben? Ach ja. Im Süden liegen vor allem Felder und Wiesen und außerdem die Bundesstraße. Von dort aus gelangen sie nach etwa fünf Milen nach Milford on Sea, welches direkt am Ärmelkanal liegt. Platz und Ausreitmöglichkeiten hätten sie hier auf jeden Fall mehr als genug.“, schloss er seinen Bericht. Ich hatte aufmerksam zugehört und schwärmte immer mehr für den idyllisch gelegenen Hof. Da auch die Anbindung zur Schnellstraße gut war und Sway einen Bahnhof besaß, wäre mein Gestüt auch sehr leicht erreichbar, was mir sehr wichtig war.
      „Also ich muss sagen, das hört sich alles nicht schlecht an. Könnten wir vielleicht einmal über das ganze Anwesen fahren?“, bat ich den Mann. Dieser nickte und stellte Funny auf eine kleine, mit Stromzaun umsteckte Weide. Dann knipste er kopfschüttelnd den Strom an. „Der Junge ist wirklich unmöglich. Wundert mich nicht, dass das kleine Biest immer abhaut, wenn nie Strom auf dem Zaun ist. Ich lächelte in mich hinein und wir gingen zu einem alten Auto. Ich war recht froh, mal aus der Kälte rauszukommen und wäre gleichzeitig am liebsten draußen geblieben, um mir alles ganz genau anzusehen. Der alte Mann fuhr zunächst um das Herrenhaus herum und dann in weiten Bögen über das Anwesen. Es waren kaum Gebäude zu sehen, eigentlich nur kaputte Zaune und Wiesen. Außerdem lief ein schmaler Bach durch das Anwesen. Es war weitgehend flach, nur hier und da erhob sich ein Hügelchen aus dem Boden. Um den gesamten Hof lief eine halb zerfallene Steinmauer und dahinter konnte man bereits Einblicke in die darumliegenden Wälder und Felder bekommen. Auch wenn dieser Hof unglaublich arbeitsintensiv war, ich hatte mich hoffnungslos verliebt. Der Platz war ausreichend, um einen rießigen Stall, viele großzügige Koppeln, Reitplätze, eine Halle, eine Rennbahn und noch mehr aufzubauen. Die Möglichkeiten hier waren schier unbegrenzt.
      Als wir schließlich wieder vor dem Haupthaus standen, kamen bereits Timm und seine Mutter hinaus und sahen mich gespannt an. Auch der alte Mann schien zu warten, dass ich etwas sagte.
      „Wie viel hätten sie denn gerne für das Anwesen?“, fragte ich dann.
      „Sie..Sie wollen es nehmen? Ich meine, sie kaufen es und bauen dann hier ihr Gestüt?“, stammelte der alte Mann und ich hatte schon ein bisschen Angst, dass er gleich umfallen würde.
      „Naja , ich hätte auf jeden Fall großes Interesse. Aber das kommt natürlich auf den Preis an. Hier ist so viel Instand zu setzen und ich habe leider auch nicht alles Geld der Welt zur Verfügung.“
      „Das verlangt ja auch kein Mensch! Meine Notlösung, dieser reiche Schnösel, der hier ein Hotel bauen wollte, hat mir 200ts Joellen geboten. Er meinte, wenn ich diese Woche noch einwillige und sofort hier verschwinde, verdoppelt er sein Gebot sogar noch.“
      Ich sah meinen Traumhof in Gedanken bereits zerplatzen. So viel war einfach nicht drin, wenn ich die ganzen Renovierungsarbeiten und Materialkosten einrechnete. Dies wollte ich dem Mann gerade mitteilen, als er fort fuhr: „Mir geht es aber nicht darum, dieses Anwesen möglichst teuer zu verkaufen. Ich möchte jemanden, der es zu schätzen weiß und gut damit umgeht. Der Schnösel hätte alles platt gemacht und überall hässliche Betonkästen hingestellt. Das möchte ich aber nicht. Mir gefällt die Idee hier bald ein Gestüt zu haben, viel viel besser. Daher würde ich ihnen anbieten, dass sie mir 20ts Joellen für das Grundstück zahlen und dann hier das schönste Gestüt in der Gegend aufbauen!“
      „Ja! Und wenn sie hier sind, um die Bauarbeiten zu überwachen, können Sie gerne bei meiner Familie unterkommen. Wir haben ein großes Haus mit Gästezimmer, nur fünf Minuten von hier entfernt!“, setzte seine Tochter hinzu. Timm strahlte mit den beiden Älteren um die Wette.
      Ich schaute die drei völlig fassungslos an. 20ts war für so ein rießiges Anwesen eigentlich nichts. Schon fast geschenkt. Ich nickte glücklich und ging mit den dreien ins Haus, um sofort den Kaufvertrag zu unterschreiben. Der alte Mann ließ auch sofort einen Notar kommen, der uns das Ganze beglaubigte und dann gehörte das Grundstück tatsächlich mir. Ich konnte es kaum glauben.
      „Miss? Wenn sie doch hier einen Trainingshof aufmachen, darf ich dann ab und zu mit Funny kommen? Sie ist manchmal soo störrisch. Ein bisschen Training würde ihr sicherlich nicht schaden!“, fragte Timm mich leise. Ich wollte gerade antworten, da viel sein Großvater mir ins Wort:
      „Also Timm was erlaubst du dir? Bitte Madam, hören sie einfach nicht auf ihn. Ach so eine Sache noch, würde es sie stören, wenn ich erst morgen ausziehe? Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich nun so schnell einen passenden Käufer finden würde.“
      „Aber natürlich! Ich fliege morgen früh zurück nach Deutschland. Dort werde ich dann erst einmal alles regeln und komme in frühestens zwei Wochen zurück. Also lassen sie sich ruhig Zeit. Und Timm – wenn ich Zeit habe, darfst du gern mit Funny herüber kommen. Weißt du, ich habe auch New Forests. Zwei davon stammen sogar von hier.“
      Ich verabschiedete mich fröhlich von den drei Leuten, nahm einen Bus zu meinem Auto und fuhr dann nach Winchester zurück, wo ich das Auto wegbrachte, meine Sachen packte und schnell den anderen vier Hofbesitzern absagte.
      Am nächsten Morgen um sieben saß ich bereits im Flugzeug nach Deutschland und konnte es kaum erwarten, meinen Freunden von dem Hof zu erzählen und alles haarklein zu planen…

      Planen, planen und nochmals planen!
      Kaum war ich wieder Zuhause angekommen, rief ich sofort Edfriend an, um ihr die tollen Neuigkeiten mitzuteilen. Sie sagte mir außerdem zu, mir zu helfen wo sie nur konnte. Ich erzählte ihr alles was ich bisher über den Hof wusste. Der alte Mann, Mister Bane, hatte mir inzwischen die früheren Baupläne, sowie Lagepläne und genaue Auflistungen über den Hof zukommen lassen, so dass meiner Organisation eigentlich nichts mehr im Wege stand. Nachdem Eddi und ich uns für nächste Woche verabredet hatten, lief ich hinaus auf den Hof, um Immanuel zu finden. Ihm gehörte der Stall, indem ich 27 meiner Pferde untergebracht hatte. Nämlich meine 17 New Forest Ponies und meine Hannoveraner, Holsteiner und Trakehner. Er erließ mir einen Teil der Stallmiete, dafür dass ich seinen Schülern Unterricht gab oder auch Vorführungen mit meinen Pferden ritt.
      Bei Klaus, der einen Stall ca 6 Kilometer von hier entfernt besaß, hatte ich meine englischen und arabischen Vollblüter, also 21 Pferde untergestellt. Ihm half ich beim Trainieren und Korrigieren seiner Privatpferde und stellte sie ab und an auch auf Turnieren vor.
      Die restlichen 26 Pferde standen 20 Kilometer entfernt, auf einem recht großen Zuchtgestüt. Auch hier half ich wo ich nur konnte, um meine Stallmiete so gering wie möglich zu halten. Auch wenn ich Immanuel und Klaus mittlerweile sehr lieb gewonnen hatte, war ich doch unglaublich froh, bald endlich wieder mein eigenes Gestüt zu leiten. Es war einfach nicht dasselbe, ‚nur‘ ein Einsteller zu sein und außerdem waren die Stallmieten trotz meiner tatkräftigen Mithilfe immer noch horrend.
      Ich teilte also allen dreien mit, dass ich mir einen eigenen Hof gekauft hatte und diesen in nächster Zeit in Stand setzen würde. Immanuel und Klaus sicherten mir zu, beim Transport der Pferde zu helfen und meinten außerdem, sie würden mir die Kündigungsfrist erlassen, damit ich mir um das genaue Umzugsdatum keine Sorgen machen musste. Sollte ein Monat angebrochen werden, würden sie die Kosten einfach anteilig berechnen. Nicht so hingegen Herr Kramer, dem das Zuchtgestüt gehörte. Er verlangte sofortige Auskunft darüber, wann ich umziehen wollte, bestand auf einer fristgerechten Kündigung und meinte außerdem hämisch grinsend, dass ich natürlich die gesamte Monatsmiete zu zahlen hätte, wenn ich erst einen Tag später als geplant den Stall verließ. Ich seufzte resigniert. Der Kerl hatte über 250 Boxen auf seinem Gestüt und über die Hälfte davon stand leer. Aber natürlich konnte er ja nicht wissen, wann genau er die Boxen meiner 26 Pferde brauchen würde!
      Nun gut, das musste ich eben in meiner Planung berücksichtigen. Dann mussten die Pferde, die bei ihm standen, eben zuerst umziehen. Ich fertigte Tabellen an, in die ich all meine Pferde eintrug. Dann überlegte ich: Wir waren vier Leute, die mitfahren würden. Immanuel und Klaus besaßen je einen dieser rießigen Pferdetransporter, in denen man bis zu 10 Pferden transportieren konnte. Eddi und ich hatten beide einen Vierer-Hänger. Somit könnten wir pro Fahrt 28 Pferde nach England bringen. Das wiederum bedeutete dreimal England und wieder zurück. Das war natürlich eine große Belastung, vor allem da Immanuel, Eddi und Klaus ja ihre eigenen Gestüte zu führen hatten. Ich beschloss, einmal bei Herrn Kramer nachzufragen, ob ich seinen großen Pferde-LKW mieten konnte und vielleicht einen seiner Stallburschen als Fahrer. Da wir sowieso zeitversetzt fahren würden und die Fähren nach England jede Stunde ablegten, sollte das kein Problem werden. Die erste Fahrt würde auf jeden Fall ich machen und Eddi sollte das Schlusslicht bilden. So war ich bei der Ankunft der Pferde bereits da und Eddi konnte das Verladen gut im Auge behalten. Außer mir kannte sie meine Pferde immerhin am besten. Ich griff sofort zum Hörer und rief im Büro von Herr Kramer an.
      „Na haben Sie jetzt endlich einen Kündigungstermin für mich?“, bellte er ins Telefon.
      Ich verkniff mir einen bissigen Kommentar und fragte so höflich wie möglich: „Nein, leider noch nicht. Ich muss erst mit den Bauunternehmen reden. Aber ich wollte Sie fragen, ob ich mir ihren großen Pferde-LKW für zwei Fahrten ausleihen könnte? Und vielleicht einen Pfleger der ihn fährt? Selbstverständlich bezahle ich Ihnen auch etwas.“
      Herr Kramer lachte: „Na von mir aus können Sie das tun. Ich möchte für jede Fahrt 1000 Joellen. Zusätzlich zu der Tagespauschale von 500 Joellen. Ach und natürlich müssen sie mir meine Stallkraft ersetzen. Macht noch einmal 1000 Joellen pro Tag.“
      Ich schluckte, konnte meine Wut jedoch nicht völlig unterdrücken: „Sie verlangen von mir 8000 Joellen, dafür dass ich ihren Hänger für eineinhalb Tage miete?“
      „Ja. Wenn sie das nicht möchten, suchen sie sich jemand anderen, auf Wiederhören.“, damit verabschiedete sich der widerliche Kerl und legte einfach auf. Nun gut, ich würde erst einmal mit Immanuel, Klaus und Eddi reden, bevor ich mir überlegte einen Transportverleih zu kontaktieren. Wobei der garantiert immer noch günstiger war, als das Angebot von Herrn Kramer.
      Eine halbe Stunde später saß ich wieder vor meiner Tabelle. Alle drei hatten zugesagt, zu jeder Fahrt mitzukommen, sie würden aber am Tag darauf auch wieder nach Deutschland fahren. Ich war wirklich gerührt von ihrer Hilfsbereitschaft.
      Wenn wir bei den ersten beiden Fahrten alle Transporter voll machten, waren bereits 56 Pferde in England. So könnte ich dann schon dort bleiben, um alles zu regeln und die Pferde zu versorgen. Die restlichen 17 Pferde konnte man dann anders verteilen. Klaus konnte zu Hause bleiben und noch mit nach Immanuels Pferden sehen. Immanuel dagegen würde noch einen Vierer-Hänger an seinen LKW koppeln und Eddi wiederum mit ihrem Vierer-Hänger das Schlusslicht bilden. Immanuel sagte, er würde nicht so gerne mit zwei Anhängern fahren, doch für das eine Mal konnte er eine Ausnahme machen. Nun galt es nur noch zu überlegen, welche Pferde in welchem Transport mitfahren sollten.
      Ich beschloss meine Sensibelchen auf der zweiten Fahrt mitzunehmen. So hatten sie mich die ganze Zeit um sich und sahen bei ihrer Ankunft auch schon ein paar vertraute Gesichter wieder.
      Dazu zählten: Hollybrook’s Cheeky Jot, Hollybrook’s Bloody Valentine, Naboo, Isola delle Pirateria, Walk of Fame, Precious Scream, Wüstentänzer, Sahira, Adina De Ra’idah, Samiyah, Mahira, Cuchara und Black Soul. Also war noch Platz für 15 Pferde. Ich beschloss die Hengste in einen der großen Hänger zu stecken, damit ich zu den nervösen Kerlen auch noch ein paar ruhige stellen konnte. Also brauchte ich noch sechs Hengste. Ich entschied mich für Orfino, Khamar al Sanaa, Branagorn, Warrior, Ghostbuster und Juego. Damit war einer der LKW’s belegt.
      Die acht Stuten wollte ich dagegen aufteilen. Zwei sollten je in einen der Vierer-Hänger und die restlichen Vier kamen in den zweiten LKW. Ich würde Isola delle Pirateria, Adina De Ra’idah, Magical Moment und Thousand Sunny in meinen Hänger nehmen. Eddi bekam Sahira, Precious Scream, Melody’s Girl und Rose de Soleil. In den zweiten LKW kamen demnach Naboo, Walk of Fame, Samiyah, Mahira, Golden Flair, Fairylike Facility, Aimiliani, Cuchara, Angels Fall First und Wild Lady Roxanne. Zufrieden mit meiner Einteilung harkte ich die Pferde in meiner Tabelle ab und widmete mich den anderen beiden Fahrten. Meine Fohlen kamen auf jeden Fall in die letzte Fuhre. Und in der ersten sollten möglichst viele Pferde vom Gestüt von Herr Kramer mitfahren.
      Wieder begann ich aufzuteilen: Bei Kramer im Gestüt standen 26 Pferde. Cuchara und Juego würden allerdings erst in der zweiten Woche nachkommen, die konnte ich dann solange bei Immanuel unterbringen. Blieben 22 Pferde für die erste Fahrt, um bei Kramer die Boxen frei zu räumen. Die Fohlen Mississle und San Salvador würde ich bereits vorher abholen und zu Immanuel stellen.
      Es waren genau 10 Hengste, die ich alle zusammen in einen der großen LKWs stecken wollte. Somit wären Candle in the Wind, Laruna, Ojos Azules, Someone, Slaters Secret, Pierre, Fair Prince, Intolerable Life, Daemon und Hollywood Undead versorgt. Die 14 Stuten würde ich auf den zweiten LKW und auf einen der Hänger verteilen, sodas noch ein Hänger blieb, in den ich Hengste laden konnte. In den Vierer-Hänger sollten Fatimah, Dark Misery, Paradises Rafinesse und Mizzi. Den LKW würden dann My Golden Heart, American Baby, Benjilala, Salwa, Dorina, Cinnemont’s History, Little Big Girl und Kolibri belegen. Außerdem sollten ihnen Haadeh und Little Miss Sunshine Gesellschaft leisten. In den Vierer-Hänger würde ich Levistino, Fantastic Fly, Caradoc und Caspar stellen. Somit waren die Pferde für die zweite Fahrt ebenfalls aufgeteilt.
      Fehlten nur noch die 18 Pferde für die letzte Fahrt. 9 von ihnen waren Fohlen – 6 Stutfohlen und 3 Hengstfohlen. Meine insgesamt fünf Hengste sollten zusammen mit den Stutfohlen in den großen Hänger. Somit wurde der LKW von Tschiwabschischi, El Racino, San Salvador, Hollybrook’s Casanova, Hollybrook’s Classic Moment und den Stutfohlen Reminiscent Inspiration, Unannounced Pleasure, Backup, Mississle und Ravenback belegt. In Eddi’s Hänger würden Everybody’s Darling, Hollybrook’s I Love You My Dear, Sharley und Bittersweet mitfahren. Der Hänger, der an den LKW gekoppelt wurde, würde somit von Fallen Immortaliny, Ace of Spades, Black Pearl und Pirate Island belegt werden.
      Aufatmend machte ich mir eine Tasse Tee und überdachte meine Aufteilung dann noch eine Weile. Im Großen und Ganzen war ich aber ziemlich zufrieden. Nun musste ich noch mit Immanuel abklären, dass Cookie, Juego, Mississle und San Salvador für eine Weile in seinem Stall unterkommen sollten, damit ich die Boxen bei Herr Kramer alle zusammen kündigen konnte. Immanuel erklärte sich sofort einverstanden und so konnte ich diesen Punkt auf meiner Liste auch abhaken. Nun ging es an den aufwändigeren Teil: Ich musste mir überlegen, wie mein Gestüt aussehen sollte, das Ganze mit Architekten abklären und natürlich Baufirmen beauftragen, damit die Renovierung schon bald beginnen konnte.
    • Sammy
      Tierarztbericht
      von Eddi
      18. Juli 2014

      „Geschwind, geschwind! Die Zeit ist momentan nicht mein Freund.“ grinste ich meine beste Freundin Sammy an, auf deren Gestüt ich gerade angekommen war. Für zwei ihrer Hengste sollte es übermorgen auf eine Körung gehen und ihr fehlte noch der Vet-Check, also hatte ich sie heute flott zwischen meine anderen Termine geschoben. Momentan schien Hochsaison zu sein, denn mein Terminkalender war voller denn je.
      „Pack du in Ruhe aus, ich hole schon einmal den ersten.“ meinte sie lächelnd und ich tat wie mir geheißen. Kurz darauf stand der Warmbluthengst Fantastic Fly vor mir und musterte mich neugierig. Ich machte mich erst einmal mit ihm bekannt, ehe es auch schon mit der Untersuchung losging. Ein kurzer Blick in Augen und Maul zeigten mir, dass seine Schleimhäute eine gesunde Farbe besaßen. Auch seine Zähne schienen in Ordnung zu sein. Also horchte ich Herz, Lunge und Darm ab und wie erwartet war alles in Ordnung. Auch seine Körpertemperatur lag im Idealbereich, so dass ich guten Gewissens die anstehenden Impfungen auffrischen konnte.
      Fantastic Fly war gar nicht begeistert von den Spritzen, doch gemeinsam mit Sammy schafften wir es dann doch, danach gab es noch die Wurmkur und er war fertig. Während Sammy ihn wegbrachte, räumte ich die benutzten Sachen weg und holte frische heraus, denn kurz darauf stand der nächste Patient vor mir: My Golden Heart.
      Ich liebte die hübschen Stute, nur sie mich als Tierärztin nicht wirklich. Auch mit Bestechungsleckerlis ließ sie mich nur sehr ungern dran. Aber es half nichts, dennoch warf ich einen Blick in Augen und Maul und hörte sie danach ab. Sammy hielt sie fest, damit sie mich aus Frust nicht zwicken konnte und dann hatte sie den ersten Teil auch geschafft. Die Impfungen waren hingegen wesentlich problematischer und die Stute war sehr stur. Dennoch schafften wir es irgendwann, dann folgte noch die Wurmkur und fertig waren wir.
      „So, ich muss los! Wir müssen uns aber unbedingt mal zu einer Tasse Kaffee treffen und einfach quatschen.“ versprach ich Sammy und eilte zum Auto zurück.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Military M-S
      von Loki
      20. Juli 2014

      1. Tag
      Nervös zitterten meine Finger als ich die Haustür aufschloss. Beinahe hätte ich meinen Schlüssel fallen gelassen. Heute hatte ich meinen ersten Auftrag als Ausbilder und das Pferd, um das ich mich kümmern sollte, Fantastic Fly, müsste in etwa einer halben Stunde ankommen. Ich hatte nicht einmal die Box hergerichtet. Das würde sicher keinen sehr guten Eindruck machen. Ich eilte schnell in den Stall und schaffte es gerade so die Box fertig zu machen, als ich draußen auch schon einen Motor hörte. Ich ging hinaus und eine junge Frau steig aus dem Auto. Das musste Sammy sein. Ich ging auf sie zu und begrüßte sie freundlich. Dann holten wir zusammen den Hengst aus dem Hänger und brachten ihn in die frisch eingestreute Box, wo er sich zunächst über das Heu hermachte. Damit sich Fantastic Fly von der anstrengenden Fahrt ausruhen konnte, ließen wir ihn zunächst allein und ich zeigte Sammy den Hof. Nach einem Stück Kuchen kamen wir wieder zu dem Fuchs zurück und machten ihn zum Reiten fertig. Ich beschloss es heute erstmal langsam angehen zu lassen und nur auf dem Springplatz zu springen. Ich hatte schon einige Sprünge aufgestellt und Sammy, Fantastic Fly und ich schlenderten in Richtung Platz. Dort stieg ich auf und ritt den Hengst warm. Ich bemerkte, dass er immer, wenn wir an einem Sprung vorbeikamen, die Ohren aufstellte. Scheinbar konnte er es gar nicht erwarten zu springen, dachte ich und grinste. Nachdem der Fuchshengst warm war, trabte ich ihn an und ritt einige Figuren um die Sprünge herum, ehe ich ihn angaloppierte. Flys Galopp war unglaublich weich und schön zu sitzen, fiel mir auf und steuerte auf einen Steilsprung zu. Vor dem Sprung spitzte er die Ohren und hüpfte dann wie ein Flummi darüber. Dann lenkte ich Fly zu dem Oxer, der von einem meiner Ponys kaum zu schaffen wäre, doch Fantastic Fly jumpte darüber, als wäre es nichts. Ich lachte und klopfte den Hengst. "Für heute reicht es, denke ich.", rief ich Sammy zu. Sie lachte ebenfalls und stimmte mir zu.
      2. Tag
      Ich war gerade dabei Fantastic Fly zu putzen, als mein Handy klingelte. Sammy konnte heute nicht kommen, aber morgen würde sie kommen und sich das Endresultat ansehen. Also sattelte ich den Hengst und stieg auf. Im Schritt ritt ich zur Geländestrecke, die mir ein Nachbar zur Verfügung gestellt hatte. Dort angekommen trabte ich an und bemerkte sofort, dass Fly ein ziemlich schnelles Tempo hatte. Also galoppierte ich ihn an und ritt sofort auf ein Hindernis zu, welches der Hengst mit Leichtigkeit überwindete. Als nächstes galoppierten wir auf den Wassergraben zu. Fly sprang hinein, dass das Wasser nur so in mein Gesicht spritzte. Lachend klopfte ich seinen Hals und lenkte ihn zum nächsten Hindernis, welches etwas weiter entfernt stand. So konnte mich der Hengst auch von seiner Schnelligkeit überzeugen. Er raste auf das Hindernis zu, doch vor ihm parierte ich Fly etwas und er sprang mit Bravour über es. Ja, Fantastic Fly machte seinem Namen wirklich alle Ehre. Ich wusste jedoch, dass nicht nur Schnelligkeit und Sprungvermögen eine Rolle spielten, sondern, was fast schon am wichtigsten war, auch die Kondition. Auch das musste geübt werden. Also beschloss ich mit Fly noch etwas auszureiten. Nach etwa einer Stunde kamen wir wieder zurück am Hof an. Auch hier hatte mich der Hengst überzeugt. Morgen würde Sammy bestimmt stolz auf ihren Liebling sein.
      3. Tag
      Etwas nervös war ich schon als ich am nächsten Tag zusammen mit Sammy Fantastic Fly putzte. Der Prüfungsrichter musste nämlich bestätigen, dass der Hengst auch für S geeignet ist. Und ich musste ihn vorreiten. Sammy sattelte ihren Hengst während ich meine Reitsachen anzog. Ich rückte meinen Helm zurecht und schritt dann zu dem fertig gesattelt und getrenstem Hengst. Inzwischen war der Richter, ein etwas älterer, doch nett aussehender Herr, eingetroffen. Ich schüttelte ihm die Hand und stieg dann sofort auf. Gemeinsam mit Fantastic Fly, Sammy und dem Richter gingen wir zur Geländestrecke. Ich trabte den Hengst ganz ruhig an und galoppierte ihn dann an. Zunächst sollte ich ihn über einen etwas kleineren Sprung reiten. Fly hob ab und absolvierte ihn makellos. Als nächstes sollten wir durch den Wassergraben. Der Hengst hüpfte hinein, sodass meine ganze Hose nass wurde. Ich musste lachen und trieb Fantastic Fly zum nächsten Hindernis, einem breiten Oxer. Fly streckte sich und machte einen weiten Satz über das Hindernis. Dann sprintete er zum letzten Hindernis. Ein hohes Hindernis, vor dem ich Fly etwas zügeln musste, damit er es nicht mitnahm. Und fertig. Glücklich und gleichzeitig erleichtert klopfte ich den Hengst und ritt zu Sammy und dem Richter zurück. Dieser kritzelte etwas auf seinem Block und sah dann auf. "Glückwunsch", sagte er. "Ihr Pferd hat erfolgreich die Klasse S erreicht."
    • Sammy
      Hufschmiedbericht
      von Jackie
      22. Juli 2014

      „Hey Sammy!“, begrüßte ich die junge Frau, die mir gerade entgegen kam. Ich sollte heute bei einem ihrer Hengste und einer Stute die Hufe kontrollieren und ausschneiden. Soweit ich verstanden hatte, wollte sie mit den beiden demnächst an einer Körung teilnehmen.
      Sammy lächelte mich an und führte mich zum Putzplatz, wo bereits eine hübsche Scheckstute wartete.
      „Sie kennt den Hufschmied bereits, du solltest also keinerlei Probleme mit ihr haben. Ach ja, sie heißt übrigens My Golden Heart. Wegen dem herzförmigen Fleck an ihrer Schulter.“, meinte Sammy zu mir.
      Ich hielt der Stute meine Hand hin und sie schnupperte vorsichtig daran. Ich klopfte Golden Heart den glänzenden Hals und hob dann ihren linken Vorderhuf auf. Vorsichtig klopfte ich den Huf auf empfindliche Stellen ab und ließ ihn, als ich nichts feststellen konnte, behutsam wieder ab, um meine Ausrüstung zu holen.
      Dann hob ich den Huf wieder auf, bat Sammy, Golden Heart am Halfter festzuhalten und begann das Horn abzufeilen. Dies wiederholte ich auch an den drei anderen Hufen und gab der Stute zum Abschluss ein Leckerli. „Das hat sie wirklich brav gemacht, so macht der Job doch immer noch am meisten Spaß!“, sagte ich lachend zu Sammy.
      Diese nickte zustimmend, band Golden Heart los und kam Minuten später mit einem imposanten Fuchshengst zurück.
      „Das ist Fantastic Fly. Ich habe sehr große Hoffnungen, dass er morgen gekört wird. Das wäre einfach wundervoll! Nur wirst du mit ihm wahrscheinlich nicht so viel Spaß haben, der hat heute eine fürchterliche Laune“, warnte Sammy mich gleich vor.
      In der Tat sah der große Hengst nicht gerade zufrieden aus. Er blickte mich mürrisch an, schlug andauernd mit dem Kopf und machte es Sammy damit ganz schön schwer, ihn festzubinden.
      Als sie es geschafft hatte, beugte ich mich herunter, um seinen Huf anzuheben. Der Hengst wirkte zwar wenig begeistert, hob aber anstandslos das Bein. Sammy lobte ihn sofort und ich begann wieder damit, das Horn abzuklopfen und dann abzufeilen. Auch beim nächsten Huf stellte Fantastic Fly sich erstaunlich brav an, doch beim zweiten Hinterbein schien er keine Lust mehr zu haben. Dreimal schaffte der Hengst es, mir den Huf wegzuziehen, sodass ich Sammy bat mir zur Hand zu gehen. Gemeinsam schafften wir es dann endlich Fly’s Huf fertig zu machen. Der Hengst blickte uns mürrisch an und Sammy kraulte ihm lachend den Hals: „Du bist wirklich unmöglich Fly! Ich hoffe deine Fohlen haben bessere Manieren als du.“
      Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn, kümmerte mich um den letzten Huf und steckte Fly dann ein – nicht ganz verdientes – Leckerli zu, bevor ich mich von Sammy und ihrem Hengst verabschiedete.„Hey Sammy!“, begrüßte ich die junge Frau, die mir gerade entgegen kam. Ich sollte heute bei einem ihrer Hengste und einer Stute die Hufe kontrollieren und ausschneiden. Soweit ich verstanden hatte, wollte sie mit den beiden demnächst an einer Körung teilnehmen.
      Sammy lächelte mich an und führte mich zum Putzplatz, wo bereits eine hübsche Scheckstute wartete.
      „Sie kennt den Hufschmied bereits, du solltest also keinerlei Probleme mit ihr haben. Ach ja, sie heißt übrigens My Golden Heart. Wegen dem herzförmigen Fleck an ihrer Schulter.“, meinte Sammy zu mir.
      Ich hielt der Stute meine Hand hin und sie schnupperte vorsichtig daran. Ich klopfte Golden Heart den glänzenden Hals und hob dann ihren linken Vorderhuf auf. Vorsichtig klopfte ich den Huf auf empfindliche Stellen ab und ließ ihn, als ich nichts feststellen konnte, behutsam wieder ab, um meine Ausrüstung zu holen.
      Dann hob ich den Huf wieder auf, bat Sammy, Golden Heart am Halfter festzuhalten und begann das Horn abzufeilen. Dies wiederholte ich auch an den drei anderen Hufen und gab der Stute zum Abschluss ein Leckerli. „Das hat sie wirklich brav gemacht, so macht der Job doch immer noch am meisten Spaß!“, sagte ich lachend zu Sammy.
      Diese nickte zustimmend, band Golden Heart los und kam Minuten später mit einem imposanten Fuchshengst zurück.
      „Das ist Fantastic Fly. Ich habe sehr große Hoffnungen, dass er morgen gekört wird. Das wäre einfach wundervoll! Nur wirst du mit ihm wahrscheinlich nicht so viel Spaß haben, der hat heute eine fürchterliche Laune“, warnte Sammy mich gleich vor.
      In der Tat sah der große Hengst nicht gerade zufrieden aus. Er blickte mich mürrisch an, schlug andauernd mit dem Kopf und machte es Sammy damit ganz schön schwer, ihn festzubinden.
      Als sie es geschafft hatte, beugte ich mich herunter, um seinen Huf anzuheben. Der Hengst wirkte zwar wenig begeistert, hob aber anstandslos das Bein. Sammy lobte ihn sofort und ich begann wieder damit, das Horn abzuklopfen und dann abzufeilen. Auch beim nächsten Huf stellte Fantastic Fly sich erstaunlich brav an, doch beim zweiten Hinterbein schien er keine Lust mehr zu haben. Dreimal schaffte der Hengst es, mir den Huf wegzuziehen, sodass ich Sammy bat mir zur Hand zu gehen. Gemeinsam schafften wir es dann endlich Fly’s Huf fertig zu machen. Der Hengst blickte uns mürrisch an und Sammy kraulte ihm lachend den Hals: „Du bist wirklich unmöglich Fly! Ich hoffe deine Fohlen haben bessere Manieren als du.“
      Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn, kümmerte mich um den letzten Huf und steckte Fly dann ein – nicht ganz verdientes – Leckerli zu, bevor ich mich von Sammy und ihrem Hengst verabschiedete.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur A-L
      31. Juli 2014
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  • Album:
    Überflieger
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    23 Jan. 2020
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  • Fantastic Fly
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    Spitzname: Fly

    --------------------------------------------------

    ~ Abstammung ~
    Von:
    Baceno
    V: Brillianto
    M: Temtation Elly

    Aus der: Fanja
    V: Fine (I'm Gone)
    M: Finja


    --------------------------------------------------

    Rasse: Holsteiner
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 02. Januar 2010
    Stockmaß: 1,75 m
    Fellfarbe: Fuchs
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: v.l.: weißer Stiefel, v.r. weiße Fessel, h.l. hochweißer Stiefel, h.r. weißer Fuß

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Fantastic Fly macht seinem Namen bereits jetzt alle Ehre. Der hübsche Hengst ist ein absoluter Spring-Crack und wird es in dieser Disziplin sicherlich noch weit bringen. Da er sich auch im Gelände recht mutig und unerschrocken zeigt, ist er auch fürs Military Reiten interessant. Desweiteren hat Fly wunderschöne, schwebende Gänge - Losgelassenheit im Schritt, einen erhabenen, schwungvollen Trab und eine schöne bergauf-Galoppade.
    Auch charakterlich lässt der Junghengst an nichts zu wünschen übrig. Er besitzt ein gutes Maß Temperament, arbeitet immer fleißig mit und ist stets bemüht es seinem Reiter recht zu machen. Natürlich hat auch er zuweilen Durchhänger oder einfach schlechte Tage - dann kann Fly richtig biestig werden und braucht eine sichere Bezugsperson, die mit ihm umzugehen weiß.
    Alles in allem ist Fantastic Fly ein toller Hengst, mit perfektem Exterieur, den man sich schon einmal für später vormerken sollte!
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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: ///
    Ersteller: Canyon
    Vkr: Canyon

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    S*
    Springen: S*
    Military: S

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    ~ Schleifen ~
    [HK 461] Pferde über 1,48m
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    259. DR | 279. DR
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    47. SynSPR | 48. SynSPR | 269. SPR | 57. SynSPR | 276. SPR
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    174. MIL
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    3. Platz Dressur beim 1. Jolympia
    Wertnote 8,5

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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Ja
    Nachkommen:///
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    Hintergrund by Samarti! ♥
    Offizieller HG
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