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Möhrchen

Fallen Godness | Welsh B | Hengst *gekört*

Fallen Godness | Welsh B | Hengst *gekört*
Möhrchen, 27 Juli 2017
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    • Möhrchen
      Alte Pflegeberichte:

      Der Frühling kommt
      -kurzer Pflegi-
      Früh aus den Federn und auf dem Hof von Globalesser angekommen, da ich den Auftrag hatte mich eine Zeit lang um seine Pferde zu kümmern, da er momentan keine Zeit hat, stand ich da und musterte den Hof. „Na dann mal los, die Zeit läuft.“ murmelte ich und ging zu den Boxen. Da streckten auch schon die 6 Pferdchen ihre Köpfe raus und musterten mich aufmerksam. „Na was mache ich heute am ersten Tag mit euch?“ fragte ich und dachte nach.
      Langsam lief ich zu dem kleinen Pony „Itchy“,sagte ich, „ dich werde ich jetzt erst mal putzen, dann gehen wir etwas spazieren.“. Wie als hätte sie mich verstanden, schnaubte sie. Ich holte sie aus der Box, band sie an und putzte sie gründlich durch. Eine Menge an Pferdehaaren flogen durch die Gegend. Da sah man, dass es endlich wärmer wurde. Nachdem Itchy schön gepflegt war, nahm ich sie am Strick und ging hinaus. Ich ging einem Weg entlang, links und rechts von uns war ein Feld.
      Nachdem der geteerte Weg zu Ende ging, folgte ein Feldweg der an einem weiteren Feld entlang führte. Von weitem sah ich einen See. Ich habe erfahren, dass Itchy Spaziergänge an Seen liebt, also ging ich auch in die Richtung des Sees. Nachdem wir nach dem Seespaziergang wieder am Stall waren, lies ich sie auf die Weide. Da ich merkte dass die Zeit sehr schnell vorbei ging, lies ich alle Pferde auf die Weide und mistete die Ställe aus. Schon total verschwitzt war ich gerade mal mit der Hälfte fertig. Aber trotzdem machte ich weiter. Ich holte alle Pferde nacheinander von der Weide und putzte sie. Zuerst Fallen Godness, dann folgte Cavalina, danach Unischtbar, dann Pilgrim, nach ihm kam Albertino und zum Schluss die kleine Itchy. Alle standen nun wieder in ihren Boxen und ich füllte noch schnell die Futtereimer. Wasser hatten sie noch genug. Ich verließ nun den Stall und ging nach Hause.
      [by Luci]

      Ankunft von Circle und Fallen Godness: ( 28. Juni - Friese)
      Heute sollten zwei neue Pferde auf unseren Hof kommen. Zum einen The Circle of Unbroken von Zasa und Fallen Godness von Rain. Ich mistete die Boxen der anderen Pferde aus und brachte sie auf die Weide. Als nächstes streute ich die Boxen meiner neuen Pferde ein und richtete ihr Futter. Dann kehrte ich die Hofgasse. Als nächstes räumte ich den Spind für die neuen Pferde um ihr Zubehör gleich zu verstauen, wenn die beiden da waren. Ich hörte wie ein Hänger auf den Hof fuhr und ging dann gleich auf diesen. Aus dem Hänger stieg Zasa und grüßte mich freundlich. Danach zeigte ich ihr den Hof und wir holten Circle aus dem Hänger. Ich klopfte ihm sanft den Hals und begrüßte ihn dann. Er war noch sehr schüchtern und sah kurz zu Zasa. „ Wollen wir ihn vielleicht erstmal in die Box bringen?“ fragte ich und gemeinsam gingen wir zu dieser. „ Er hat hier auch einen Paddock und kann sich die Beine ein bisschen vertreten. Wenn er sich eingewöhnt hat dann kann er auch auf die Weide. Ich möchte ihm nur erstmal ein bisschen Zeit geben“ erklärte ich ihr und sie war sehr froh darüber. Gemeinsam gingen wir wieder nach draußen und in diesem Moment kam auch schon Rain. Er stieg aus und begrüßte uns beide. Zasa verabschiedete sich wieder von uns und fuhr dann nach Hause. „ Soll ich dir erst alles zeigen?“ fragte ich und sah ihn an. Er lächelte und nickte dann. Gemeinsam liefen wir über den Hof und ich zeigte ihm die Halle und Weiden. Dann folgte der Platz und als letztes die Stallungen. Wir gingen zum Hänger und holten meinen neuen Hengst heraus. „ Na du?“ begrüßte ich den Hengst und klopfte sanft seinen Hals. „ Er hat eine Paddockbox für die ersten Tage bis er sich eingewöhnt hat. Dann darf er mit den anderen Hengsten auf die Weide. Das ist mir sehr wichtig, weil ich viel wert darauf lege, dass sie jemanden haben mit dem sie gemeinsam kämpfen können, schließlich sind sie ja Herdentiere“ Auch ihm gefiel mein Konzept und so brachte ich ihn in die Box. Ich gab beiden ihr Futter und ging dann mit Rain zu seinem Trailer. Wir verabschiedeten uns und er machte sich auf den Weg nach Hause. Ich räumte das neue Zubehör auf und kontrollierte dann die beiden Boxen nochmal. Ich schaute mir noch die Pferde genauer an und ging dann ins Haus. Ich kochte für mich und die anderen zu Abend. Sie kamen und wir machten uns noch einen gemütlichen Abend. Bereits im Dunkeln holten wir die Pferde wieder von der Koppel und ich müsste nochmal genauer schauen, ob wirklich alle da waren. Nachdem dies auch erledigt war und alle auch noch etwas zu fressen hatten, ging ich schlafen.

      Pflegebericht

      "Hey Elena!", rief ich fröhlich über den ganzen Hof und folgte ihr direkt in den Stall. Elena hatte momentan allerhand zu tun und deshalb mich gebeten, heute mal Stallbursche zu spielen. Sie musste zu einer Familienfeier und hatte gerade niemand anderen, der sich um ihre Vierbeiner kümmern konnte, da sprang ich doch gerne ein. Die Morgenfütterung machten wir noch zusammen und währenddessen erklärte mir Elena fix, was ich wie und wann zu machen hatte. Elena verabschiedete sich dann auch schon, während ich begann, die Pferde auf die Weide zu schaffen, um danach die Boxen zu misten. Das dauerte gut bis kurz vor Mittag und dann gönnte ich mir auch erst einmal eine kleine Pause, ehe ich weitermachte. Ich wollte heute mit den Zwergen anfangen. Deshalb holte ich mir als erstes Batida de Coco und Baghira von der Weide, putzte die beiden Reitponys gründlich und ging dann ein Ründchen mit beiden spazieren. Zufrieden standen sie wieder auf der Weide, während ich Paluche holte und putzte. Ein wenig Betüddeln und der durfte zurück. Mit Bottle of Jack frischte ich ein wenig das Fohlen-ABC auf. Nach den vier Jungpferden gönnte ich mir einen entspannten Ausritt mit Pusteblume, die das sichtlich genauso genoss wie ich. So hatte ich den Tag schon fast geschafft, noch drei Pferde standen auf dem Plan. Zuerst longierte ich Fallen Godness, der hübsche Welshhengst machte fleißig mit und hatte sich danach seine kühle Dusche sichtlich verdient. Danach arbeitete ich mit General Jack noch ein wenig vom Boden aus, ehe ich die Hengste Gigolo und Fahd kurz putzte und dann wurde es auch schon Zeit für Abendroutine: Das hieß alle Pferde wieder in den Stall und füttern. Danach noch die Weiden und Tränken kontrollieren und die Abendportionen Heu verteilen und dann hatte ich es auch schon geschafft und konnte guten Gewissens nach Hause fahren.


      23.09.2015
      Prolog
      Mittlerweile waren wir schon bald einen Monat auf dem neuen Hof. Ich zusammen mit meinen Zuchtpartnerinnen Elena Delgardo und Rachel Wincox, sowie ihren Stallhelfern, Bereitern und anderen Angestellten oder Freunden. Obwohl wir vorher in die Türkei wollten waren wir heute dann doch in den USA. Die Briar Cliff Stables waren somit voll im Gange aufzublühen. Der Brand von unserem Hof in der Türkei war das schlimmste gewesen. Ich war damals noch nicht dazu gezogen aber ich wollte vielleicht eine Woche später auch dort hin. Der Hof war aber bis dahin schon längst abgebrannt und einige Pferde verloren ebenfalls ihr Leben. Somit schöpften wir neue Hoffnung auf dem neuen Hof, im neuem Umfeld! In den Staaten würde das alles ja hoffentlich nicht so werden, sondern erfolgreich! Bis jetzt waren schon einige Pferde auf bestem Wege gekrönt oder gekört zu werden. Die Pferde hatten sich auch schon gut eingelebt und wir Menschen in diesem großem Haupthaus hier auch. Hier fand jeder Platz und wir hatten sogar noch einige Zimmer frei, vielleicht für Gäste? Oder für neue Mitarbeiter? Naja für mich waren Elena und Rachel gar keine Kollegen sondern Freundinnen und wir erfüllten uns hier alle zusammen den Traum! Den Traum der eigenen Zucht und der Selbstständigkeit. Den Traum für und vorallem mit Pferden zu Leben.
      Zwei Tage voller Stress..
      Früh morgens wachte ich auf, gähnte lauthals wie ich es immer tat, ehe ich in das Badezimmer schlürfte. Rachel und Elena schliefen generell länger wie ich nur Tyler nicht. Mein Stallbursche aus Deutschland gleich mit importiert. Dieser war es von früher noch gewohnt früh aufzustehen. Aber wir hatten keine Probleme uns das Bad zu teilen. Heute war ein großer Tag, meine liebste Alice Cullen wollte ich an einer Stutenkrönung teilnehmen lassen, in der Hoffnung das sie dort auch einen Gewinn erzielte, dann könnte sie auch bald in der Zucht starten. Wir wollten erst einmal genug Zuchtpferde beisammen bekommen bevor die Zucht auch wirklich 'eröffnet' und wir Zuchtfohlen verkauften. Dabei hatten wir ja schon einige Zuchtpferde zustande bekommen. Während ich eher die Kaltblüter, Hannoveraner und einige kleinere Nebenrasse vertrat.. Vertrat Rachel vor allem die Albaner, Elena wollte die Quarter und Paint Horse etwas ankurbeln. Somit hatten wir unsere drei Hauptrassen der Briar Cliff Stables. Nachdem ich im Bad fertig war lief ich hinunter in die Küche, dort deckte ich den Tisch für alle und machte mir dann mein Toast. Ich wusste ja nicht wann die anderen zum Fühstücken kamen. Wir hatten jeder seine Zeiten und ich hatte kein Problem zusammen mit Tyler morgens zu füttern – er auch nicht. Also konnten die anderen ruhig länger schlafen. Dank unserem Futterwagen dauerte das Füttern ja auch nicht so arg lange. Ich bestrich mir mein Toast mir Marmelade als gerade Tyler hereingeschneit kam. ,,Du schon wieder.''',murmelte er in einem verachtendem Ton und grinste danach. ,,Dich zu sehen.. immer wieder eine Qual.'',murmelte ich zurück und biss in mein Toast. Tyler setzte sich lächelnd zu mir und frühstückte mit. Die Unterhaltung fiel noch relativ gering aus, da wir meist erst bei der Futterpause miteinander ins Gespräch kamen. Sicherlich weil jeder von uns schon zwei Kaffees intus hatte. Nachdem ich dann auch fertig gegessen hatte murmelte ich ein leises ,Bis gleich' – ehe ich dann meine Schuhe anzog und mich aus dem Haupthaus machte. Ich lief zum großen Stalltrakt und öffnete die ebenso großen Türen. Ich ließ sie weit offen denn bis jetzt waren zwar nur graue Wolken am Himmel aber dennoch regnete es nicht. Da konnte mal etwas Durchzug im Stall nicht schaden. Immerhin waren unsere Pferde aj robust und waren nicht aus Zucker! Schmunzelnd lief ich durch den Stall bis zum Ende hin, schaltete im Vorbeigehen das Radio an und lief zum Futterwagen. Mit dem Eimer füllte ich das Müsli, Hafer und Pellets auf, ehe ich dann die große Apfeltüte darauf legte und zwei Schaufeln nahm. Tyler kam gerade hereinspaziert und schaltete die Kaffeemaschine im Stall an, ehe wir dann durch die Gänge liefen und die Futtertröge auffüllten. Rachel's Mustangs standen auf der Sommerweide derzeit, diese brauchten also kein Zusatzfutter. Die Pferde begannen zu fressen und ich setzte mich in unser kleines 'Reiterstübchen' im Stall. Tyler gesellte sich zu mir und wir tranken erneut einen Kaffee.
      Als ich nach einiger Zeit ein Bellen vernahm stutzte ich. ,,Huch?'' - ,,Das ist bestimmt Aika.'',murmelte er und stand auf. Er lief aus dem Stall und aus reiner Neugierde folgte ich ihm. Tatsächlich, es war Aika. ,,Aika!'',rief ich laut und pfiff kurz, ehe die Jackrusseldame an gesprintet kam. Jung und dynamisch, für jeden Ausritt zu haben. ,,So ich mach schon mal Alice fertig, zu den Hänger?'',fragte ich nach und er nickte. Schmunzelnd knuffte ich ihn kurz, ehe ich mich in den Stall machte. Ich bog ab zu Sattelkammer und holte aus Alice' Schrank ihre Putzkiste. Immerhin sollte sie ja schick aussehen für die Körung. Da wir noch genug Zeit hatten konnte ich alles in Ruhe machen und Alice konnte dabei fressen. Stören tat ich sie ja eh nicht. Also halfterte ich die Stute auf, zog den Strick vom Halfter ab und zog die Bogentüre zu. Ich begann damit sie zu putzen, erst schaute sie verdutzt drein, ehe sie dann brummelte und weiter fraß. Sanft lobte ich sie kurz und putze ihr schwarzbraunes Fell bis es wieder seinen Glanz zurück erlangte. Nachdem das Fell wieder glänzte begann ich die Mähne einzuflechten, was aber nicht allzulange dauerte. Der Schweif wurde noch mal auf Vordermann gebracht und auch die Hufe ausgekratzt und etwas abgebürstet. Nachdem Alice wieder richtig hübsch war, denn hübsch war sie ja sowieso immer, und sie fertig gefressen hatte, brachte ich sie hinaus auf den Putzplatz wo ich sie anband. Tyler kam gerade mit dem Volkswagen Tiguan vorgefahren und dem Hänger hinten dran. ,,So wir können.'',lächelte er und da sah ich gerade Rachel und Elena aus dem Haupthaus stampfen. Ich schmunzelte, ehe ich Alice dann auch die Transportgamaschen anlegte und sie auf den Hänger führte. Brav wie sie war machte sie keine Murren. Ich bereitete drinnen alles vor und Tyler machte die Klappe hinter Alice dann zu. Sanft lobte ich sie und blickte auf das Heunetz das drinnen hing an, ehe ich mich aus dem Hänger machte. ,,So wir brechen dann auch gleich auf.'',meinte ich zu meinen Freundinnen, welche nun bei uns angekommen waren. ,,Hast du auch alles? Sattel,Trense, Bandagen, Satteldecke, Fliegenohren..'' - Elena hörte ja gar nicht mehr auf. ,,Ja Maus, ich hab alles.'',versicherte ich ihr schmunzelnd und drückte beide kurz, ehe ich mit Tyler in den Wagen einstieg und wir vom Hof fuhren. Die Beiden stellten nun die Pferde raus und dann würden sie sicherlich auch schon anfangen die ersten zu Bewegen. Heute Mittag wenn wir drei zurück kehrten würde es für mich und Tyler nicht anders aussehen, immerhin hatten wir ja einige Pferde auf dem Hof die versorgt werden mussten.
      Nach einiger Fahrzeit kamen wir endlich auf dem Hof an, wo die Krönung stattfand. Es waren bereits einige am Reiten und ich hing immer noch hinter her. Oh weh. So sprang ich schnell aus dem Auto und holte meine Stute aus dem Hänger. Kurz putzte ich noch einmal über sie drüber, ehe ich sie dann sattelte, während Tyler die Bandagen um ihre Beine wickelte. Natürlich war sie heute ganz in weiß bekleidet und bekam auch noch Fliegenohren auf. Als sie dann auch getrenst war und ich meinen Helm, sowie die Handschuhe anhatte begab ich mich in den Sattel und ritt sie auf dem Platz warm.
      Die Kür:
      Heute war es endlich soweit, ich war auf einer Krönung zusammen mit Alice. Meine schwarzbraune Stute lief ruhig auf dem Abreiteplatz wo ich sie gerade noch warm ritt. Sie lief im Schritt umher, während ich im Kopf unsere Kür Revue passieren ließ. ,,Nun Joyce McConnor mit Alice Cullen bitte!'' - Ja ihr Name war etwas.. komisch, dennoch war dieses Pferd wundervoll. Daher nannte man sie eigentlich auch nur Alice aber der volle Name musste ja angegeben werden bei solchen Sachen. Wir ritten zum Halleneingang und als die vorherigen Teilnehmer draußen waren, ritten wir im schwungvollem Trab in die Halle hinein. Schmunzelnd wendete ich die Stute zu dem Punkt X, wo ich sie aus dem Trab anhielt und die Richter grüßte. Sie nickten mir ebenfalls zu, was das Zeichen dafür war das ich loslegen konnte. Ich trieb Alice leicht an und sie fiel wieder in ihren Schritt. Wir ritten auf die Bande zu und steuerten dann rechts ab, ehe wir auf den Zirkel ritten. Sie zeigte ihren starken Schritt, was sie heute wieder fein machte, dafür das es sonst ihre Schwäche war. Sanft lobte ich sie, wendete dann aus dem Zirkel und wechselte somit auf den anderen. Hier liefen wir ebenfalls eine Schrittrunde, bevor ich die Zügel einen Ticken mehr aufnahm und sie in ihren starken Trab trieb. Dieser war ihre größte Stärke, somit musste diese auch gezeigt werden. Alice war eine Stute dessen Dressurniveau auf S lag. Das durfte man ja in solchen Momenten sicherlich auskosten. Ich ritt mit ihr die ganze Bahn entlang und an der kurzen Seite fing ich sie mir zum versammelten Trab. Wir ritten wieder die Mitte der Bahn entlang, wo ich mit ihr eine Passage absolvierte. Ja ein kleiner Fehler war drin, aber welches Pferd ist schon perfekt? Sanft lobte ich sie und ritt mit ihr auf den mittleren Zirkel. Dort galoppierte ich sie an und ritt mit ihr zwei Runden, ehe ich sie die ganze Bahn entlang gleiten ließ. Ende der kurzen Seite steuerte ich sie durch die ganze Bahn und absolvierte mit ihr einen Galoppwechsel, bevor es wieder auf den mittleren Zirkel ging und sie auch hier ihren Galopp präsentieren durfte. Sanft lobte ich sie wieder und parierte sie zu Trab. Wir trabten die Bahn entlang und wendete zu guter letzt zum Punkt X ab. Bei X parierte ich sie durch zum Stand und verabschiedete mich von den Richtern. Lächelnd und lobend verließ ich im Schritt und am langen Zügel die Halle mit meiner Hannoveranerstute Alice Cullen!
      Die Kür war geschafft und so hieß es auf das Ergebnis warten. Dies würde aber in einigen Tagen erst kommen, somit konnten wir auch wieder Heimfahren als Alice wieder für den Transport bereit war. Also ging es auf die Heimreise und den gleichen Weg wieder zurück. Wie es jedem bekannt war, dauerte die Rückreise nicht mal annähernd so lange wie die Hinreise, zumindest gefühlt. Als wir auf dem Heimathof wieder ankamen brachten wir Alice zu den anderen Stute auf die Weide, als Transportgamaschen ab waren. Tyler und ich halfen den anderen beiden Mädels noch schnell die letzten Boxen auszumisten, wobei die anderen beiden mich auch ausfragten wie es gewesen sei. ,,Ich bin überzeugt davon das wir gewinnen!'',lächelte ich und blickte zu ihnen, ehe wir die Boxen fertig einstreuten. ,,So ich mach mich an mal an Geoffrey's Training. Heute geht’s etwas in die Dressur!'',schmunzelte ich und stiefelte dann zur Kaltblüterweide los. Ja auch wenn alle Pferde in einem Stall standen, Besitzer-getrennte Weiden hatten sie trotzdem immer noch. Kein Pferd von Elena stand bei mir ebenso standen von unseren Pferden keine bei Rachel. An der Weide angekommen holte ich meinen Apfelschimmelkaltlbüter von dieser uns brachte ihn auf den Putzplatz. ,,So wir tüdeln heute nicht durch's Gelände, weil es erstens ekliges Wetter ist und zweitens wir auch mal was anders machen müssen als nur Faulenzen.'',erklärte ich dem Tinker und schmunzelte als er die Ohren kurz anlegte, also würde er mich verstehen. Mein knuddeliger Freund versuchte mich immer wieder umzustimmen beim Putzen indem er mich immer wieder anstupste. ,,Nein Geoffrey!'',murmelte ich nun etwas bestimmter und begann dann ihn zu satteln. Ich machte ihn für's Training fertig, ehe ich aufstieg und mit ihm zur Halle ritt, in dieser befand sich Tyler welcher gerade auf Admiral Wings seine Runden drehte. Er machte gerade eine Schrittpause, also gesellte ich mich einfach dazu und wir ritten nebeneinander her und plauderten etwas. Nach gut fünf Minuten fing er wieder an zu traben und ich begann mit leichten Übungen wie dem Biegen. Als Geoffrey dann warm war, begann ich ebenfalls zu traben, doch der Tinker bekam seinen faulen Po nicht in Bewegung. ,,Ich will mir keine Gerte holen müssen, Geoffrey!'',warnte ich etwas sauer und schon ging das ganze besser – war eben genauso wie im Gelände nur dort konnte ich im Notfall keine Gerte herbei zaubern. Rachel kam vorbei und auf meine Bitte hin legte sie einige Trabstangen zurecht, ehe sie verschwand und wenig später mit einem ihrer Pferde zum Longieren wieder kam. Ich ritt mehreremale über die Trabstangen und nach und nach wurde Geoffrey lockerer. Auch Tyler nutzte die Stangen und nach einer guten Dreiviertelstunde schien der soll für Geoffrey erfüllt und auch Tyler war am Abreiten. ,,Zwei Pferde weniger für heute.'',murmelte ich geschafft vom Tag. Naja gut es war mittlerweile auch schon recht spät also wollte ich nur noch alle Pferde reinholen und dann füttern und ins Bett. Naja duschen war auch noch drin. Zusammen mit Tyler und den Pferden verließen wir die Halle und im Stall sattelten wir dann ab, immerhin war es mittlerweile schon recht spät und auch dunkel. Als Geoffrey und Admiral fertig waren, verfrachteten wir sie in ihre Boxen und holten zusammen die anderen Pferde von den Weiden. Als alle drin waren, fütterten Rachel, Elena und ich noch. Tyler machte sich schon rein in das Haupthaus und duschte. ,,So das wäre es.'',murmelte ich und schloss die Türen des Stalles, ehe wir drei zusammen in das Haupthaus gingen. Morgen ein neuer Tag wo wir sicherlich mehr schaffen würden, immerhin hatte die Krönung auch einiges an Zeit gefressen gehabt. Nachdem ich geduscht war machte ich mich auch in mein schönes, gemütliches Bett.
      Ich führte The Circle of Unbroken neben Hall of Fame über die Stallgasse. Ich hatte die Lichter schon sehr früh heute angemacht und war nun schon mit meiner Arbeit in vollem Gange. Verschlafen schlürfte Rachel neben der fitten Joyce zu mir in den Stall. Beide sahen mich sahen mich total geschockt an. „Guten Morgen“ meinte ich dann fröhlich zu den zweien. „ Du meintest ja gestern du willst die Pferde umstellen, aber wir haben jetzt acht. Warum bist DU da schon wach?“ fragte mich Joyce lachend. Die zwei sahen sich um und staunten dann noch mehr. Ich hatte alle Boxenschilder bereits an die neue Box gehängt und den Großteil von unseren Pferden auf die Weide gebracht. Sie sahen sich weiter um. „ Wo sind denn die anderen Pferde?“ Ich ging an ihnen vorbei und meinte dann „ Draußen auf den Koppeln. Simon hat mir geholfen“ Dieser war mittlerweile jedoch duschen, weil er zu seiner Freundin fahren wollte. Meine zwei Freundinnen folgten mir nach draußen. Gemeinsam standen wir an der Weide der Hengste und sprachen weiter drüber ab, welches Pferd wo stehen würde. „ Wir sollten uns auch nochmal über die nächsten Turniere und die weitere Planung der Zucht unterhalten“ sagte ich mit ein bisschen Nachdruck in der Stimme. Wir kamen mit allem sehr gut voran seitdem wir auf dem neuen Hof waren. In kurzer Zeit hatten wir viele Zuchtpferde begrüßen dürfen und auch selbst ein paar gekört bekommen. „ Was muss heute noch alles gemacht werden?“ fragte Joyce und riss mich mal wieder aus meinen Gedanken. Rachel erklärte, dass sie mit ein paar ihrer Pferde für das nächste Turnier trainieren wollte. Ich stimmte ihr zu und gemeinsam gingen wir wieder in den Stall. Das Ausmisten war schnell erledigt, da wir drei gut zusammen halfen und schon ein eingespieltes Team waren was die Aufgaben anging. Joyce mistete, ich fuhr den Mist weg und brachte dann neues Heu und Rachel verteilte es in den Boxen. So waren bei uns immer mindestens zwei Schubkarren in Gebrauch und man hörte zwischen durch ein Knallen oder Knarren. „ Wir sollten die letzten schönen Tage eigentlich noch nutzen bevor es dann Winter wird. Das Sattelzeug einiger Pferde müsste nämlich auch mal gefettet werden“ meinte sie dann und ich nickte kurz. Ich stand auf dem Gang und bohrte die letzten Namensschilder an die Boxen während die anderen das Futter richteten. „Mal schauen wie die Hengste ihre neue Boxenordnung so finden. Auf den Koppeln stelle ich sie auch gleich noch in andere Gruppen. Ich wollte nur, dass sie erstmal noch ein bisschen entspannen können.“ Mit diesen Worten ging ich aus dem Stall und zu meinen Hengsten. Ich hatte bereits eine der leeren großen Koppel in kleinere unterteilt, da die Gruppen nun überschaubarer werden sollten und nicht mehr alle 18 Hengste zusammen stehen sollten. Als erstes holte ich Circle und Hall von der großen Weide und ging mit ihnen zu den vier abgegrenzten Stücken. Gemeinsam stellte ich sie auf die erste, welche auf der linken Seite lag. Zwischen den vier Stücken hatte ich ein Stück frei gelassen, damit ich sie zwischen durch führen konnte. Ich lobte die zwei und ging dann wieder zur Weide. Von dieser holte ich San Diago und Coming Home. Sie stellte ich zu den anderen zweien. Ich musste nicht damit rechnen, dass es zu arge Kämpfe gab, da sie ihre Rangfolge untereinander schon ausgemacht hatten. Der ein oder andere würde die Rangfolge durch die neuen Gruppen vielleicht in Frage stellen, aber auch dies würde sich bald geregelt haben. Im Gedanken holte ich Hrafn von der großen Weide. Ihn brachte ich auf die kleinste der vier Weiden. Fahd und Mökkur folgten Hengst und irgendwie tat der Araber mir schon leid, dass er mit zwei Fohlen auf einer Weide stand. Ich hatte es mir auch lange überlegt, dennoch war ich zum Entschluss gekommen, dass es für ihn so am besten war. Er hatte sich in der Gruppe zwischen den anderen Hengsten nicht sonderlich wohl gefühlt, da er doch wahnsinnig sensibel war. Ich war der Meinung, dass deswegen der schüchterne Mökkur zu ihm passte. Als nächstes holte ich meinen schwarzen Berber. Ich brachte ihn auf seine neue Weide, welche neben der meiner anderen vier Hengste lag. „ Brav Ameer“ meinte ich zu ihm und ging dann wieder auf die große Weide zurück. Riverside und Rosenprinz holte ich zu ihm auf die Weide und ging ein weiteres Mal zurück. Müde streckte ich mich. Auf der Weide angekommen, klinkte ich den Strick in das Halfter meines Hengstes. Ich führte Lambardo zu den dreien auf die Weide. Bis jetzt waren alle noch ruhig und ich musste mir noch keine Sorgen machen, dass etwas passiert. Die letzte Weide war am schwierigsten. Sie war auch die größte mit 5 Pferden. Ich holt Flopp oder Hopp wieder von der Weide und stellte ihn dann auf die große abgetrennte Weide. Nun waren es nicht mehr viele Pferde, welche auf die Weide mussten. Während ich wieder an der alten Weide ankam, hörte ich schon ein paar laute Wieherer. Mit Dashing Blade an der Hand ging ich wieder zu den neuen abgetrennten Stücken. Dort sah ich wie sich Circle und Sanny stritten. Die beiden machten anscheinend gerade ihre neue Rangfolge aus. Ich war mir ganz sicher, dass Circle sich nicht einfach so von ihm unterdrücken lassen würde. Ich brachte Dashing auf die Weide zu Flopp oder Hopp. Dann sah ich kurz nach den zwei Streithähnen und den anderen Koppeln. Ich ließ die zwei einfach ihren Kampf selbst austragen und ging dann wieder zu der großen Weide. Von dort holte ich Magic Attack und Ice Black. Auch sie kamen auf die größte der vier Weiden. Bei ihnen blieb ich kurz stehen. Ice Black legte seine Ohren tief in den Nacken und ging so auf die anderen zu. Er wollte anscheinend seine Position in der Herde klar stellen und nicht wieder im Mittelfeld der Herde sein. Bis jetzt war aber der eigentliche Chef der Herde auf der Weide. Ich holte Brookton von der Koppel. Er war der vorletzte der Gruppe und bei ihm hatte ich mir eigentlich keine Sorgen. Zwei Hengste fehlten insgesamt noch. Diese holte ich auch zusammen. Walking the Damon stellte ich zu der einen Gruppe und Galawayn zu der ersten Gruppe. Zwischen Circle und Sanny wurde es nun auch schon ruhiger und ich machte mir keine Sorgen, dass es zwischen den beiden nicht klappte. Als ich mich umdrehte sah ich wie Damon auf Ice Black zuging. Er schnappte nach ihm und beide galoppierten über die Weide. Immer wieder buckelte Ice Black nach ihm. Ich seufzte kurz und ging dann in das Haupthaus. Die anderen zweien saßen dort bereits auch schon. „ Ich war gerade mit Café Latte beim trainieren. Er hat so toll mitgemacht“ erzählte uns Joyce und Rachel fügte hinzu, dass sie es gesehen hatte, als sie mit Zot auf dem Platz war. Die zwei hatten anscheinend schon mehr erledigt wie heute. „ Ich muss morgen die Hengst dann genauer anschauen und die Wunden versorgen. Soll ich mich um eines eurer Pferde dann auch noch kümmern und untersuchen?“ sagte ich zu den zweien. Rachel antwortete mir, dass sie ihre selbst erst ein bisschen angeschaut hatte und keiner was hatte. Joyce fügte hinzu, dass sie morgen mithelfen würde und ihre Pferde auch gleich anschauen würde. Ich lächelte und nickte dann. „Ich schau mal schnell nach den Stuten und hol sie dann auch schon rein“ meinte ich und stand dann auf.
      Als Elena wieder weg war verabschiedete ich mich auch für's erste von Rachel. ,,Ich muss noch einige Pferde machen. Mit CaféLatte war ich auf dem Platz geritten und hatte auch wie mit Geoffrey gestern etwas Stangenarbeit gemacht. Er hatte gut mitgemacht, also durfte er den restlichen Tag ruhen. Nun wollte ich mir Millenium's Pride schnappen und mit ihr in das RoundPen gehen. So holte ich mir die junge Stute von der Koppel. Die schüchterne Stute hatte sich mittlerweile recht gut eingelebt und so wollte ich sie etwas an das Longieren bzw. an die RoundPen-Arbeit gewöhnen. Ich war ja ein großer Fan von RoundPen's jedoch hatte ich früher keines gehabt, umso mehr nutzte ich seit neustem dieses auf dem Hof. Ich schmunzelte und putzte die Rappstute, bevor ich den Strick abmachte und sie mit zum RoundPen führte. Dieses öffnete ich und schloss hinter uns das Gatter. Ich machte den Strick vom Halfter ab und sie blickte verwirrt drein. ,,Na auf schau dich um.'' - aber so wie die schüchterne Stute war, wurde dies auch nichts. Sie blieb auf der Stelle stehen und wollte sie am liebsten hinter mir verkrümeln, also ging ich vor und sie mir nach. Nach und nach lief sie dann frei herum und fand auch etwas gefallen an dem ganzen. Als sie dann am Rande stand und ich in der Mitte begann ich zu schnalzen, was sie richtig auffasste und sie vorwärts ging. ,,So ist's brav.'',lobte ich sanft, doch sie legte die Ohren an. Sicherlich vermisste sie die Longe. Nach einigen Runden fiel sie wieder in den Schritt. Naja auch gut. Allzu viel wollte ich eh nicht machen, da sie sich recht langsam an neues gewöhnte. Ich ließ sie noch einmal auf der anderen Seite entlang traben, was wieder ein wenig ungewohnt war, ehe ich den Strick einhakte und sie wieder auf die Weide brachte. ,,Fein hast du das gemacht, meine kleine Prinzessin.'',lobte ich sie und entließ sie wieder auf die Weide. Gerade kam Tyler mit Gino und Scottland Yard wieder. Er hatte mich gefragt ob er die beiden für einen kleinen Ausritt sich ausleihen dürfen. Ich wusste zwar nicht wie man bei diesem trüben Wetter ausreiten konnte, doch natürlich hatte ich zugewilligt. Er hatte Gino als Handpferd mitgenommen und so wie Tyler strahlte hatte er seine Sache gut gemacht. Er berichtete mir das es gut geklappt hatte und er es auch öfters probieren würde, damit Gino sich daran gewöhnte, doch das nächste Mal wollte er lieber einen Tinker nehmen, da Gino so gemütlich drauf war und man Scotti doch anmerkte das er ein Hannoveraner war. Sie waren eine kleine Weile getrabt, aber nicht galoppiert. Ich meinte zu ihm das dies nicht schlimm sei, denn immerhin waren sie etwas bewegt und hatten auch sichtlich Spaß gehabt – so voller Matsch wie sie waren. Also spritzten wir die beiden Buben nochmal ab und ließen sie gleich in den Boxen drin. ,,Tyler nimmst du dir nochmal ShinySunlight mit und ich schnappe mir Gameover.'',erklärte ich kurz und lächelte. Rachel hatte vorhin mit erzählt sie wollte etwas Freispringen machen, also dachte ich mir ich könnte die Sprünge doch noch nutzen die noch darum standen. Tyler holte Shiny aus ihrer Box und ich mir meine zickige Gameover, wobei sie sich auch schon sehr gebessert hatte. Gameover blieb eben MEIN Pferd, denn sie ließ nicht wirklich wen anders heran. Ich war froh das es sich bei mir gebessert hat, den Dark sweet Temptation hatte sich damals als junges Fohlen abgekupftert wenn sie mich gebissen hat oder es versucht hat. Das sollte bei den zukünftigen Fohlen ja nicht passieren, aber auch Dark hat das ja nun wieder raus bekommen. Mittlerweile sind beide, zumindest bei mir, totenbrav. So hatte ich auch keine Probleme damit Gameover zu putzen. Shiny war ebenfalls brav bei Tyler und so liefen wir zusammen mit den Stuten in die Halle. Dort waren die Freisprünge noch aufgebaut, also ließen wir Gameover und Shiny von den Stricken und sie trabten fröhlich umher. Mit Peitschen dirigierten wir sie sorgsam in die Richtung der Sprünge nachdem sie dann warm waren. Gameover sprang zuerst und nahm keine Stange mit, bei Shiny sah es etwas anders aus. Gut sie wurde bis dato eher in Distanz gebildet als im Springen, aber das würde auch noch kommen. So trabten die Stuten umher und sprangen ab und an mal über die Hindernisse. Als die Hallentür aufging hatten wir die Stuten dann auch schon wieder an den Stricken, denn es war schon mehr als eine halbe Stunde vergangen. Elena und Rachel brachten und noch netterweiße The Invincible und Belstaff vorbei. Ich sagte zu Rachel das sie doch bitte hier bleiben möge, da Gameover eben so ein Fall für sich war. Also brachten Elena und ich die beiden Pferde weg in ihre Boxen und Tyler sowie Rachel machten Invi und Staff etwas fertig. Als wir wiederkamen sprangen die beiden Hengste nach einander brav geordnet über die Sprünge und machten das auch richtig gut. ,,Ihr habt das im Griff?'',fragte ich und beide nickten, also lief ich wieder in den Stall zu Irritable und Elena machte ihre Weiden fertig. Irritable und ich vollzogen noch etwas RoundPen-Arbeit, sowie Bodenarbeit. Sie drehte einige Runden um warm zu werden, dann gab es einige Gymnastizierungen und dann durfte sie weiter traben und galoppieren. Danach kamen ein paar Zirzensikaufgaben, ehe wir es für heute sein ließen. Somit war mein soll an Pferden erfüllt und als Irri und ich den Stall betraten, stellten Rachel und Tyler die anderen beiden gerade in die Boxen. ,,Danke.'',lächelte ich ihnen zu und auch Irritable kam in ihre Box. Tyler und ich brachten noch die anderen Pferde rein..
      Bei den Stuten war alles in Ordnung. Mein erster Weg wieder in den Stall war mit Face Down und Gabi, welche nebeneinander in den ersten zwei Boxen standen. Ich ging wieder raus und holte Cup Cake und Easy Going. Ich ging mit ihnen rein und stellte sie gegenüber den anderen zwei Westernpferden. Ihnen folgten Spotted Face, Luna, Hollywood Undead und Kristy Killings. Ich ging ein weiteres Mal auf die Weide und holte meine Englische Vollblutdame Coulee. Die Stute folgte mir lieb und schnaubte auch lieb ab. Die nächsten waren Shay Petit und Lysanne. Sie folgten auch lieb und ich brachte sie in ihre neuen Boxen. Ich empfand die neue Stallordnung und Boxenordnung als viel besser. Die letzten zwei die noch in ihre Boxen mussten waren Prides Heart and Perfektion und Northern Dancer. Sie kamen in die letzten zwei Boxen auf der rechten Seite. Bis die zwei dann verstaut waren hatte der Großteil meiner Stuten schon gefressen. Ruhig kehrte ich den Gang draußen. Nun waren die Hengste an der Reihe. Bei ihnen war es die ganze Zeit ruhig gewesen während ich die Stuten in den Stall gebracht hatte. Als erstes brachte ich Mökkur und Hrafn in ihre Boxen. Ihnen folgte in die dritte Box des Hengstkomplexes mein Araber Fahd. Somit war die erste Koppel schon leer. Die zweite Koppel war auch mit zwei Gängen leer, da ich beim ersten Mal Riverside und Rosenprinz in ihre Boxen führen konnte und dann Lambardo und Ameer. Sie standen den anderen drei Hengsten gegenüber. Die nächste Weide war nun die schwierigste. Ich holte als erstes die zwei Kämpfer rein. Walking the Damon und Ice Black hatten beide ihre Ohren tief in den Nacken gelegt und ich führte den einen auf die rechte Seite und schließlich den anderen auf die linke. Schnell ging ich wieder nach draußen, da es langsam dunkel wurde. Ich holte Dashing Blade und Magic Attack rein und stellte sie beide auf die linke Seite. Brookton und Flopp oder Hopp nahmen den Platz ihnen gegenüber an. Müde gähnte ich und war froh, dass es jetzt nur noch 5 Hengste waren. Als erstes holte ich Galawayn und San Diago herein. Der eine kam auf die rechte Seite und der andere auf die linke. Die zwei fraßen wie die anderen und ich holte meine letzten drei Hengste rein. Diese drei nahm ich auf einmal mit rein. Circle und Coming Home kamen auf die linke Seite. Der letzte war dann Hall of Fame, welcher auf die rechte Seite kam. Auch die Hengste hatten schon gefressen und so fegte ich nur noch schnell. Dann ging ich ins Haus und duschte.

      (c) Friese
      (c) Sevannie
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      24.03.2016
      Mein Weg sollte mich heute mal wieder in meinen eigenen Stall führen. Dieses Mal zu meinen Zuchthengsten. Sie waren wie meine Zuchtstute ein bisschen kurz gekommen. Doch auch heute drängte danach noch das Training mit den anderen Pferden und so war nicht wirklich Zeit. Als erstes brachte ich die fünf Hengste nach draußen. Hierbei nahm ich General Jack mit The Circle of Unbroken zusammen und Louis mit Gigolo. Als letztes kam Fallen Godness zu der Gruppe. Ich ging wieder in den Stall und machte die Boxen sauber. Bei nur fünf Pferden ging das zum Glück relativ schnell und so konnte ich Circle wieder reinholen. Er war als letztes zu den Zuchthengsten umgezogen und schien das ständige aufs Turniere gehen und trainieren zu vermissen. Ich putzte das Fell des Schecken und holte dann seinen Sattel. Diesen platzierte ich auf seinem Rücken, dann holte ich noch seine Trense und platzierte auch dieses auf ihm. Nachdem ich damit fertig war ging ich nach draußen zum Platz und stieg dort auf seinen Rücken. Ich ritt mit ihm zum Platz und ritt ihn dann auf diesem warm. Der Hengst freute sich schon spürbar, dass wir jetzt dann arbeiten würden. Ich lobte ihn nachdem ich ihn warm geritten hatte und zog dann mit ihm eins der etwas schwereren Dressurprogramme durch. Danach ritt ich ihn ab und lobte ihn kräftig. Er schnaubte ab und gemeinsam gingen wir zum Stall. Dort sattelte ich ihn ab und brachte ihn dann in seine Box. Ich gab ihm sein Futter, welches er gierig verschlang. Als nächstes holte ich General Jack von der Weide und putzte dann auch ihn. Ich ging dann eine kleine Runde mit ihm um den Hof spazieren und wieder zurück. Auch er bekam sein Fressen und durfte dann wieder seine Ruhe genießen. Ich holte Gigolo und Fallen Godness als nächstes zusammen rein und putzte dann auch die beiden. Danach ging ich mit ihnen zum Platz und ließ sie dort laufen. Die beiden machten eine super Figur. Gerade Gigolo sah noch echt fit aus, obwohl er ja auch nicht mehr der Jüngste war. Ich holte sie wieder rein und putzte sie nochmal. Auch sie bekam ihr fressen und durften wieder in die Box. Als letztes holte ich Louis nach drinnen. Ich putzte ihn und sattelte ihn. Dann trenste ich den gefleckten Hengst noch. Simon hatte mir draußen auf dem Platz einen kleinen Parcours aufgebaut. Diesen ging ich mit dem Hengst auch gleich nach dem Warmreiten. Er stellte sich dabei super an und ich war sehr zufrieden mit meiner Truppe. Ich ritt ihn ab und brachte ihn dann auch nach drinnen. Dort bekam er, nachdem ich ihn komplett fertig gemacht hatte, auch noch sein Futter. Ich kehrte die Stallgasse nochmal und machte mich dann auf den Weg zu meinen Stuten, welche trainiert werden sollten.


      25.08.2016
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.

      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.

      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.


      24.10.2016
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.
      __________
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.
      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]

      26. Januar 2017 | 4.460 Zeichen (743 Wörter) |(c)FrauHolle
      Aufgeregt stand ich am Zaun vom Aktivstall und beobachtete Lumikello auf der Weide, der alleine an der Heuraufe stand. Endlich hatte ich einen Kumpel für ihn gefunden, der jeden Moment auf der Küstenranch ankommen müsste. Fallen Godness war, genau wie Lumi, ein Welsh Hengst und ich fand, die beiden passten wunderbar zusammen. Während Lumi eher sehr ruhig und brav war, war Fallen ein echter Draufgänger. Aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Nach der Beschreibung der alten Besitzerin war Fallen ein fleißiger und arbeitswilliger Hengst, der aber stets artig war. Ich freute mich riesig, das Lumi bald nicht mehr alleine stehen musste.
      Ich war mit meinen Gedanken ganz woanders, als ich plötzlich ein Auto samt Hänger auf der Hof fahren hörte. Fallen war noch sehr jung und ich hoffte sehr, dass er bei der Fahrt artig gewesen war. Aus dem Auto stieg ein junger Mann mit braunen, lockigen Haaren, der mich freundlich begrüßte. Er war so lieb und brachte Fallen zu mir, denn ich hatte noch keine Anhänger. Zusammen öffneten wir die Hängerklappe und Fallen drehte sich neugierig um. Er war etwas nassgeschwitzt. Wahrscheinlich war er auf der Fahrt ziemlich aufgeregt gewesen. Ich kletterte durch den Hänger nach vorne und öffnete den Knoten, der im Strick war. Der Mann, der übrigens Jan hieß, hängte die Stange aus und ich schickte Fallen vorsichtig rückwärts aus dem Hänger. Wir hatten es geschafft und ich stand glücklich mit meinem neuen Pony auf dem Hof. Lumi kam an den Zaun und wieherte den Fremden Hengst an. Mit aufgestelltem Schweif und hoch erhobenen Kopf guckte sich Fallen nervös um.
      Ich beschloss, ihn erst einmal in den Offenstall nebenan zu stellen. Dann konnten sich Lumi und Fallen erst einmal durch den Zaun kennenlernen. Fallen hatte heute schon genug Stress gehabt und sollte sich erst einmal ausruhen. Morgen würde ich die beiden dann zusammen lassen.
      Ich führte Fallen zum Tor und machte den Strick vom Halfter ab. Aufgeregt beschnupperten Lumi und Fallen sich. Ich ging zu Jan und bezahlte ich, damit er wieder losfahren konnte. "Vielen Dank nochmal", sagte ich zu ihm. "Kein Problem. Bis dann", Jan stieg in sein Auto und fuhr vom Hof.
      Ich wickelte den Wasserschlauch ab und füllte die Tränke mit etwas frischem Wasser. Danach fasste ich in Fallens Halfter und zeigte ihm die Tränke. Durstig nahm er einige große Schlucke, bevor er sich wieder interessiert an den Zaun zu Lumi stellte. Ich ging zur Heukammer und packte eine Schubkarre voll mit Heu, das ich Fallen brachte. Auch wenn er jetzt noch mit Lumi beschäftigt war, würde er es später oder heute Nacht bestimmt noch essen.
      Ich beobachtete die beiden noch ziemlich lange und konnte mich nicht dazu aufrappeln, nach Hause zu fahren, denn ich wollte Lumi und Fallen nicht alleine lassen. Nach und nach wurden beide ruhiger als Lumi zu seiner Heuraufe ging, machte sich auch Fallen ans Heu. Zufrieden standen beide am Heu und ich konnte mit einem guten Gewissen nach Hause fahren.

      Am nächsten Tag fuhr ich schon um sieben Uhr morgens zu den Pferden, denn ich war gespannt wie die beiden sich bei der Zusammenführung benehmen würden. Die Nacht hatte Fallen gut überstanden und er war heute deutlich ruhiger als gestern. Das Heu hatte er fast aufgefressen und auch im Unterstand fand ich ein paar Äppel, also hatte er sich in der Nacht untergestellt. Ich begrüßte die beiden und nachdem ich mir einen Strick geholt hatte, ging ich zu Fallen und führte ihn rüber zu Lumi. Ich konnte gerade noch den Panikhacken öffnen, da fingen die beiden Hengste schon an zu klären, wer der Chef war. Schnell ging ich durchs Tor und beobachtete das Spektakel von außerhalb. Fallen fing an zu steigen, es quietschte ein paar Mal und Lumi trat einige Male aus. Nach ungefähr 15 Minuten gab Lumi auf und akzeptierte Fallen als Leittier. Dass Fallen der Chef sein würde, war mir schon klar gewesen, denn Lumi war eher einer, der sich unterordnet. Die beiden liefen noch einige Runden über die Wiese, bevor sie sich mit ein paar Meter Entfernung auf die Wiese stellten. Ich war heil froh, dass die Zusammenführung so gut geklappt hatte und war mir sicher, dass Lumi und Fallen bald beste Freunde sein würden.

      Während ich den Offenstall wieder ordentlich machte, die Äppel einsammelte und das restliche Heu zusammen harkte, war es wirklich sehr friedlich im Aktivstall.

      Überglücklich warf ich einen letzten Blick zu meinen beiden Hengsten und fuhr dann mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause.


      05. Februar 2017| 3.262 Zeichen (539 Wörter) |(c)FrauHolle
      Fallen Godness hatte sich gut bei mir eingelebt. Die erste Woche nach seiner Ankunft hatte ich ihn in Ruhe gelassen, doch heute wollte ich mit dem Training starten. Meine Schwester hatte ihn vor einiger Zeit durchgecheckt und mir das Ok gegeben, dass Fallen völlig gesund ist.
      Der frische Seewind blies mir ins Gesicht. Ich setzte meine Kapuze auf und holte Fallen aus dem Aktivstall. Beim Putzen stand Fallen schön still und er genoss meine Streicheleinheiten. Ich hatte ziemlich zu tun, denn seit seiner Ankunft hatte ich ihn nicht mehr geputzt und sein Fell sah auch demensprechend aus. Der Schweif war voller Kletten und auch die Mähne sah ziemlich übel aus.
      Nach einer knappen Stunde war Fallen blitzblank. Ich merkte erste Regentropfen, schnappte mir schnell die Longe und die Peitsche und flüchtete in die Halle. Kaum waren wir in der Halle angekommen, fing es an in Strömen zu regnen. Typisches Nordsee-Wetter eben...
      Ich ging ein paar Runden mit ihm im Schritt durch die Halle, bevor ich ihn nach außen schickte und anfing zu longieren. Fallen lief fleißig vorwärts, ohne dass ich ihn treiben musste. Ich holte ihn nach innen und schickte ihn auf der anderen Hand wieder nach außen. Nach knappen 10 Minuten gab ich ihm das Kommando zum antraben. In einem schnellen Trab lief der Hengst los. Ich versuchte, ihn mit meiner Stimme ein bisschen ruhiger zu kriegen und redete auf ihn ein. Fallen streckte seinen Kopf nach unten und schnaubte. Er hatte lange nichts getan und war wohl froh, sich mal wieder bewegen zu dürfen.
      Nachdem ich ihn auf beiden Seiten traben gelassen hatte, gab ich ihm eine kurze Pause und baute ein paar Trabstangen auf. Ich legte sechs Stangen hintereinander und erhöhte alle ein bisschen. Auf der anderen Seite baute ich 3 Stangen auf, die ich mit so viel Abstand hinlegte, dass er im Galopp rüber laufen konnte.
      Ich ließ ihn mehrere Male über die Trabstangen traben. Fallen wurde von Mal zu Mal ruhiger und entspannte sich immer mehr. Ich ließ ihn angaloppieren und Fallen preschte los. Etwas unkontrolliert galoppierte er wie wild um mich herum. Ich schickte ihn über die Stangen, in der Hoffnung, er würde sich auf die Stangen konzentrieren und langsamer werden. Mit einem riesigen Satz sprang er über zwei Stangen gleichzeitig und galoppierte danach im Kreuzgalopp weiter. Mit meiner Stimme versuchte ich ihn zum Traben zu bringen. Endlich schaffte ich es und Fallen parierte durch. Ich wechselte die Hand und ließ ihn wieder antraben. Die Trabstangen waren für ihn kein Problem, doch der Galopp war auch beim zweiten Mal noch ziemlich hektisch. Ich ließ ihn trotzdem ein paar Mal über die Stangen galoppieren und Fallen wurde von Runde zu Runde etwas ruhiger. Mit vielen Trab-Galopp Übergängen schaffte ich es, meinen Hengst langsam müde zu bekommen und endlich galoppierte er in einem einigermaßen entspannten Tempo um mich herum. Nachdem ich ihn noch etwas im Trab gearbeitet hatte, ließ ich ihn zum Schritt durchparieren.
      Fürs erste Mal war ich ganz zufrieden mit ihm. Wir mussten uns wahrscheinlich erst einmal kennenlernen, dann werden wir uns auch besser verstehen. Ich nahm mir auf jeden Fall vor, in den nächsten Tagen mehr mit ihm zu Arbeiten und ihn langsam wieder an den Alltag eines normalen Pferdes zu gewöhnen.


      17. Februar 2017 | 7.817 Zeichen (1282 Wörter) | (c)FrauHolle

      Ich stopfte die Heuraufe mit frischem Heu. Die Tränke war gefüllt, der Paddock geharkt und auch die Zäune hatte ich gestern alle noch einmal kontrolliert. Für meine drei Neuankömmlinge war alles perfekt vorbereitet. Ich hatte noch eine knappe Stunde, bis Ramira auf meinem Hof ankommen würde. Kurzerhand schnappte ich mir Lumikello und ging mit ihm auf dem Platz. Sein neues Knotenhalfter stand ihm wirklich ausgezeichnet und ich war ganz verliebt in ihn, als er mich mit seinen Knopfaugen erwartungsvoll anguckte.
      Heute wollte ich ihm seinen ersten Trick beibringen. Ich tickte ihn mit der Gerte an sein Bein. Etwas zögerlich bewegte er es ein Stück zur Seite und ich lobte ihn kräftig. Von Mal zu Mal nahm er sein Bein ein Stück höher. Damit er auf andere Gedanken kommt, machte ich zwischendurch ein paar Basics mit ihm. Rückwärts- und Seitwärtsrichten klappte wirklich wunderbar mit dem kleinen Welsh Hengst. Noch einmal versuchte ich es mit den Ansätzen zum Spanischen Gruß. Lumi war wirklich ein artiges Pony und nahm mir ganz vorsichtig die Leckerlies aus der Hand. Ich trainierte ungefähr eine halbe Stunde mit ihm, bis ich zufrieden war. Der Anfang zum Spanischen Gruß war gemacht. Die nächsten Tage wollte ich die Lektion weiter mit ihm üben und ich war mir sicher, dass er sie bald beherrschen wird.
      Ich entschloss mich dazu, Lumi noch ein wenig zu putzen, um meine Aufregung zu überspielen. Artig stand er am Putzplatz und genoss, wie ich ihm sein Hinterteil kraulte. Ich war gerade dabei, die Hufe Auszukratzen, als ich plötzlich ein Auto auf den Hof fahren sah. Ich winkte Nuray zu, die mir netterweise ihre Stute, die ich ihr abgekauft hatte, zu mir brachte. Schnell gab ich Lumi noch eine Karotte und brachte ihn dann zurück zu Fallen Godness in den Aktivstall.
      Nuray begrüßte mich und zusammen öffneten wir die Hängerklappe. „Wie ist die Fahrt verlaufen?“, fragte ich neugierig. „Beim Verladen war sie etwas nervös und es hat ein bisschen gedauert, bis sie auf dem Hänger stand, aber auf der Fahrt war sie dafür umso artiger“, erzählte Nuray.
      Die junge Tinkerstute schaute sich nervös um. Lumi und Fallen kamen neugierig an den Zaun und betrachteten von weitem die wunderschöne, neue Hofbewohnerin. Ich war ein totaler Tinker-Fan und freute mich riesig, so ein tolles Pferd endlich „mein“ nennen zu dürfen. Zusammen brachten Nuray und ich Ramira in ihren neuen Offenstall und Nuray schaute sich Ramiras neues Zuhause ganz genau an. „Richtig schöne Anlage hast du. Ich glaube, Ramira ist bei dir sehr gutaufgehoben“, mit diesen Worten verabschiedete Nuray sich von mir und fuhr vom Hof. Etwas hilflos und einsam stand Ramira am Zaun und schaute dem Hänger nach. Ich holte ein paar Äpfel und Karotten aus der Futterkammer und startete erste Annährungsversuche. Behutsam streichelte ich Ramiras Hals und die Stute verschlang genüsslich die Leckereinen.
      Ich gönnte Ramira etwas Ruhe. Bevor heute Nachmittag zwei weitere Ponys einziehen würden, wollte ich mich um Fallen kümmern. Endlich hatte ich eine passende Ausrüstung für ihn und heute wollte ich ihn das erste Mal reiten. Voller Motivation holte ich den Putzkasten, den Sattel und die Trense aus der Sattelkammer. Ich war sehr gespannt auf unseren ersten gemeinsamen Ritt und führte Fallen zum Putzplatz. Die letzten Tage hatten wir viel Longenarbeit gemacht und vom Boden aus waren wir ein richtig gutes Team geworden. Nachdem ich ihn ordentlich geputzt, die Hufe ausgekratzt und Mähne, sowie Schweif gekämmt hatte, ging ich mit ihm in die Halle. Da der Offenstall, in dem Ramira heute eingezogen war, genau neben dem Reitplatz war, würde Fallen draußen viel zu sehr abgelenkt sein. In der Halle konnte er sich besser konzentrieren und ich hatte es leichter, mit ihm vernünftig zu arbeiten. Zumal war das Wetter eh nicht so das Beste.
      Ein paar Runden führte ich den Hengst in der Halle im Kreis, bevor ich ihn in der Mitte parkte. Ich stellte mich mit meinem linken Fuß in den Bügel und schwang mich auf sein Rücken. Ohne zu warten, bis ich richtig saß, marschierte Fallen los. Ich sortierte meine Zügel und ließ ihn im Schritt am langen Zügel durch die Halle laufen. Um ihn von Anfang an zu beschäftigen, ritt ich ein paar Bahnfiguren. Ich brachte viele Schlanglinien, Zirkel, Volten und Handwechsel mit ein. Ein paar Mal hielt ich ihn an und schickte ihn rückwärts. Fallen hörte mir erstaunlich gut zu und ich beschloss anzutraben. Locker ließ ich ihn ein paar Runden ganze Bahn traben, bevor ich die Zügel etwas mehr aufnahm und viele Wendungen mit ihm Ritt. Der Hengst reagierte sensibel auf meine Hilfen und lief sehr fleißig vorwärts. Es machte richtig Spaß, Fallen zu reiten und ich fühlte mich sicher genug für den ersten Galopp. Zur geschlossenen Zirkelseite galoppierte ich ihn an. Etwas zu schnell, aber trotzdem noch kontrolliert drehten wir ein paar Runden im Galopp, bevor ich ihn wieder zum Tab durchparierte. Sein Galopp war angenehm schwungvoll und man konnte ihn gut sitzen. Auch auf der anderen Hand galoppierte ich ihn und ließ ihn an der langen Seite ordentlich Gas geben. Fallen nutzte sie Chance und preschte die lange Seite herunter. Vor der Ecke nahm ich ihn ein bisschen zurück, bevor ich ihn an der nächsten langen Seite wieder vorwärts schickte. Zufrieden schnaubte Fallen, als ich ihn zum Trab durchparierte, mir die Zügel aus der Hand kauen ließ und noch ein paar Bahnfiguren am langen Zügel ritt. Glücklich klopfte ich ihn am Hals und ging zum Trockenreiten über. Das Reiten mit Fallen war wirklich wunderbar und ich freute mich riesig auf viele weitere Ritte mit ihm.
      Ich holte eine große Schüssel mit Müsli aus der Futterkammer, nachdem ich Fallen abgetrenst und abgesattelt hatte. Bevor ich den Putzplatz fegte, brachte ich Fallen, der sich sofort ans Heu machte, zurück zu Lumi. Ich hatte noch ungefähr zwei Stunden Zeit, bis Rabea und Treebeard ankommen würden. Ich nutzte die Zeit und äppelte den Aktivstall ab, nachdem ich mir eine kurze Pause gegönnt hatte. Lumi und Fallen hatten ordentlich Mist produziert und ich kam ganz schön ins Schwitzen, als ich die schwere Karre zum Misthaufen schob.
      Ramira war ruhiger geworden und knabberte am Heu. Ich wollte ihr ein paar Tage Eingewöhnungszeit geben, bis ich mit ihr schonend das Training beginnen wollte.
      Ich schaffte es gerade noch, die Äppel aus der Halle zu räumen, die Fallen beim Reiten losgeworden war, da hörte ich ein weiteres Auto auf meinen Hof rollen. Ich freute mich riesig auf meine neuen Schützlinge und lief gleich zum Hänger. Da Rabea eine Stute und Treebeard ein Hengst war, kamen sie in getrennten Anhängern.
      Die kleine Shettystute Rabea schaute sich neugierig um und wieherte, als Ramira an den Zaun kam. Rabea war die erste Bewohnerin meiner Mini Ranch, wo ich sie daraufhin gleich hinführte. Neugierig erkundete sie den Offenstall. Der Unterstand war ihr noch nicht ganz geheuer aber das Heu hatte sie auf jeden Fall schon mal gefunden. Da sie erst einmal alleine in dem Offenstall wohnen musste, hatte sie reichlich Platz. Ich wollte mich allerdings so bald wie möglich auf die Suche nach einer Freundin für sie machen.
      Treebeard war ein Falabellahengst, der hingegen völlig gechillt aus dem Hänger ging. Kurz schaute er sich nach den anderen um, fand die Leckerlies in meiner Tasche aber dann doch irgendwie interessanter als die anderen Pferde. Er durfte in den Hengstoffenstall einziehen. Auch für ihn wollte ich mich auf die Suche nach einem Kumpel machen, doch er konnte wenigstens Fallen und Lumi durch den Zaun sehen. Die Suche nach den richtigen Pferden gestaltete sich gar nicht mal so leicht. Trotzdem wurde meine kleine Ranch langsam zu einem richtigen Reiterhof und ich freute mich total auf die nächste Zeit mit meinen fünf Ponys.
    • Möhrchen
      Alte TA- und Hufschmiedberichte:

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      Tierarztbericht – Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“ | Fallen Godness

      Am nächsten Morgen machte ich mich mal wieder auf den Weg auf die Küstenranch zu meiner Schwester. Sie hatte vor kurzem einen neuen Hengst bei sich aufgenommen und hatte mich gebeten, ich einmal zu untersuchen. Als ich gut gelaunt auf den Hof fuhr und die Autotür hinter mir zuschlug, hörte ich bereits Musik aus der Reithalle. Aufgrund des Nieselregens hatte sie sich zur Bodenarbeit mit Fallen Godness in die Halle zurückgezogen. Ich betrat die Halle und begrüßte meine Schwester mit einer Umarmung. Dann schaute ich mir ihren neuen Hengst an. Er war wunderschön und hatte eine tolle Farbe, ich war ganz begeistert von ihm.

      „Wenn wir schonmal hier sind, dann kannst du ihn gleich noch eine Runde an der Longe traben lassen, dann kann ich mir seine Bewgungen angucken“, sagte ich zu ihr. Sie nahm ihn an die Longe und ließ ihn antraben. Artig drehte er seine Runden und schnaubte zufrieden ab. Alles sah wunderbar aus, er lief locker und fleißig vorwärts.

      Um dem Wetter aus dem Weg zu gehen, blieben wir zur Untersuchung in der Halle und meine Schwester hielt Fallen fest. Ich schaute mir zuerst seine Augen und Ohren an und öffnete vorsichtig sein Maul, um seine Zähne zu kontrollieren. Auch hier sah alles gut aus, also tastete ich mich über das Genick und den Hals weiter vor in Richtung Rücken. Ich achtete auf seine Reaktion, während ich jeden einzelnen Wirbel abtastete. Er zeigte keine Reaktionen und schien keine Schmerzen zu haben. Das gleiche wiederholte ich mit seinen Beinen: auch hier war alles in Ordnung.

      Als letztes holte ich mein Stethoskop hervor und zeigte es Fallen. Neugierig und freundlich schnupperte er daran und ich fing an, sein Herz, seine Lunge und seinen Bauchraum abzuhören. Ich hörte keine auffälligen Geräusche und war sehr zufrieden mit ihm.

      „Alles ok, dein kleines Schmuckstück ist völlig gesund“, sagte ich zu meiner Schwester und kraulte Fallen die Stirn. Zusammen brachten wir den kleinen Hengst zurück zu seinem Kumpel Lumikello in den Aktivstall und machten es uns dann mit einer Tasse Kakao im Wohnzimmer gemütlich. Das war bei diesem Mistwetter echt die beste Idee...

      |31.01.2017 ©Möhrchen
    • Möhrchen
      Pflegebericht | Lady Felize, Lamiro, Lumikello, Devils Trap, Yakari & Callimero
      Ankunftsbericht | Fallen Godness


      Aufgeregt zog ich früh am Morgen die Vorhänge zurück. Was für ein Glück: die Sonne schien es und es war keine einzige Wolke am Himmel. Vergnügt sprang ich die Treppe hinunter und machte mir einen Tee und ein Toast. Mein Freund war schon auf der Arbeit. In Windeseile aß ich mein Frühstück auf, schnappte mir die Tasche, die ich bereits am Vortag gepackt hatte und rannte aus dem Haus. Ich traf mich heute seit langem endlich mal wieder mit meiner Schwester und damit nicht genug: wir hatten endlich mal wieder einen Strandausritt geplant.

      Ich wirbelte über den Hof und verteilte in allen Ställen Heu. Die Stallpferde stellte ich auf die Weide, dann holte ich die beiden Kandidaten für den heutigen Ausflug: Yakari und Callimero. Beide waren noch nie am Meer gewesen und ich war sehr gespannt, wie sie reagieren würden. Ich stattete meinen Transporter mit Heunetzen aus und legte den beiden Hengsten ihre Transportgamaschen an. Ein drittes Paar landete im Kofferraum, denn ich wollte am Abend mit drei Pferden nach Hause kommen. Fallen Godness, der Welsh Hengst meiner Schwester, den ich bereits längere Zeit kannte, sollte heute zu mir ziehen.

      Wenig später waren wir unterwegs und rollten Richtung Küstenranch. Ich drehte die Musik auf und sang laut mit, meine Pferde konnte ich auf dem kleinen Bildschirm beobachten. Nach etwas weniger als zwei Stunden rollten wir auf den Parkplatz der Küstenranch. Kaum hatte ich meine Tür geöffnet, fiel meine Schwester mir auch schon um den Hals. „Endlich bist du mal wieder hier!“, seufzte sie. „Ich war auch zwischendurch mal hier, aber du ja nicht“, antwortete ich grinsend. Sie war in den letzten Wochen einige Male unterwegs gewesen und ich hatte mich ein bisschen mit um ihre Pferde gekümmert. Schwatzend luden wir meine beiden Hengste aus und sie bezogen ihre Boxen im Stall. Dort wartete schon eine weitere Portion Heu auf die beiden. Während sie sich noch ein bisschen ausruhten, zogen wir uns auf die Terrasse zurück und quatschten bei einer Tasse Tee über die letzten Wochen.

      Gegen elf Uhr holten wir unsere Pferde. Meine Schwester nahm heute Lady Felize mit an den Strand, die das Meer bereits kannte. So konnte sie für meine beiden Jungs als gutes Beispiel voran gehen. Als Handpferd durfte auch Lumikello mit. Wir putzten unsere Ponys, kratzen ihnen die Hufe aus und ich kramte mein Sattelzeug aus dem Transporter. Für Callimero reichten sein Lederhalfter und ein langer Strick, Yakari zog ich sein Sidepull an und legte ihm seinen Sattel auf. Dann schanppte ich mir meinen Helm und stieg schon mal auf. Meine Schwester war schließlich auch fertig und schwang sich auf Lady Felize. „Na dann mal los...“

      Das Wetter war immer noch herrlich, als wir vom Hof und durch die Dünen ritten. Es war nicht zu warm und es wehte ein leichter Wind, aber es war herrlich sonnig. Yakari lief flott aber vollkommen entspannt hinter Lady Felize her, obwohl er die Umgebung und auch die anderen Pferde nicht kannte. Callimero wäre lieber neben Lumikello gelaufen und hatte es ein bisschen eilig. Aber er war gut zu halten und beruhigte sich auch schnell wieder. Als schließlich endlich das Meer zwischen den Dünen zum Vorschein kam, spritzte Yakari die Ohren und schaute sich neugierig um. Lady Felize kannte den Weg bereits und stapfte weiter durch den Sand. Artig folgte Yakari ihr weiter bis hinunter zum Wasser. Meine Schwester ritt sofort ins Wasser hinein und ihre beiden Pferde folgten, als wäre es das normalste der Welt. Gut, für sie war es das auch...

      Ich ritt bis kurz vor das Wasser und ließ die Ponys gucken. Yakari steckte interessiert die Nase ins Wasser und zog sie erschrocken wieder zurück, als eine kleine Welle kam. Callimero wich erstmal ein ganzes Stück zurück, was aber zum Glück kein Problem war, da ich extra einen langen Strick genommen hatte. Yakari ließ sich nicht lange bitten und stapfte hinter Lady Felize her bis ins Wasser. Im flachen Wasser ritten wir im Schritt am Strand entlang, Calli folgte uns mit einigem Abstand au´m Strand. Er war ruhig, aber wollte sich noch nicht so ganz ins Wasser trauen. Ein Stückchen weiter machten wir nochmal Halt und ritten etwas tiefer ins Wasser. Nun folgte uns auch Calli, zwar etwas zögerlich, aber doch neugierig. Letztendlich standen die Großen bis zum Sprunggelenk und die Kleinen bis kurz unter dem Bauch im Wasser. Calli hatte mittlerweile Gefallen am Wasser gefunden und planschte mit Lumi um die Wette. Die beiden Kleinen hatten mächtig Spaß und spritzen so sehr herum, dass unsere Hosen wenig später nass waren.

      Wir ritten wieder weiter aus dem Wasser hinaus und an den Strand. Dort angekommen, trabten wir an und Lady Felize gab ordentlich Gas. Yakari bemühte sich, hinter ihr her zu kommen, aber da Calli auch noch mit kommen sollte, entstand ein ziemlich großer Abstand. Meine Schwester hielt Lady ein bisschen zurück und so konnten wir wieder aufschließen, bevor wir zusammen angaloppierten. Calli buckelte wild los und auch Lumi machte ein paar Freudensprünge. Die beiden Großen blieben aber ruhig und so galoppierten wir ziemlich flott, aber gesittet, dahin. Es war einfach ein wahnsinniges Gefühl, am Strand entlang zu galoppieren.

      Fast eine Stunde trabten und galoppierten wir, fetzten durch kleine Prile und gingen in einer kleinen Pause auch nochmal etwas weiter ins Wasser. Langsam merkte ich, dass meine Jungs müde wurden und wir ritten langsam zurück in Richtung Dünen. Ich klopfte Yakari den nassen Hals, ob es nun Wasser oder Schweiß war, konnte ich nicht mehr so genau identifizieren. Auch Calli war komplett nass, da er sich zwischendurch im Wasser sogar einmal kurz hingelegt hatte. Lumi ließ erschöpft den Kopf hängen und trottete neben Lady her, die noch ziemlich fit zu sein schien. Am langen Zügel ritten wir nebeneinander her und quatschten über Gott und die Welt, bis wir schließlich wieder auf der Küstenranch ankamen.

      Wir sattelten unsere Pferde ab und spülten sie am Waschplatz einmal komplett ab. Als alle Ponys wieder ihre ursprüngliche Farbe hatten, stellte ich Yakari und Calli in eine der Paddockboxen und meine Schwester brachte ihre beiden zurück in ihre Offenställe. Die Mittagspause verbrachten wir mit Kuchen und Keksen auf der Terrasse und legten eine Weile die Füße hoch.

      Der Nachmittag begann mit Stallarbeit: gemeinsam äppelten wir die Offenställe ab, füllten Heu und Wasser auf und fegten den Hof. Dann holten wir Lamiro und Devils Trap aus ihren Ställen. Ich durfte Lamiro reiten, während meine Schwester mit dem kleinen Scheckfohlen ein bisschen Bodenarbeit machen wollte. Ich schwang mich mit Halfter und ohne Sattel auf Lamiro, der einen super breiten und bequemen Rücken hatte. Während meine Schwester Devil die Hindernisse auf dem Trailplatz zeigte, ritt ich mit Lamiro einige Runden zum warm werden, ließ ihn auch etwas traben und galoppieren. Dann machten auch wir uns an die Hindernisse. Lamiro absolvierte alles sehr artig und souverän, und es machte wirklich Spaß, sich auf seinem Rücken über die Hindernisse tragen zu lassen. Es war mittlerweile ganz schön warm geworden, deshalb machten wir nicht allzu lange. Lamiro bekam noch eine kalte Dusche für die Beine und durfte sich dann auf dem Paddock wälzen.

      Für mich wurde es langsam Zeit, mich auf den Heimweg zu machen. Ich zog Yakari und Calli ihre Gamaschen an und stellte sie wieder auf den Transporter. Dann ging ich zu meiner Schwester, die bereits Fallen Godness abfahrbereit machte und sich verabschiedete. Es fiel ihr nicht leicht, aber sie wusste ja, dass sie ihn jederzeit besuchen konnte und er es bei mir gut hatte. Sie verlud ihn auf den Transporter und gemeinsam klappten wir die Klappe hoch. Dann umarmten wir uns zum Abschied und schmiedeten bereits Pläne für unser nächstes Treffen. „Es war wirklich ein wundervoller Tag“, seufzte ich. „Auf jeden Fall Wiederholungsbedarf!“, stimmt meine Schwester zu. Und schon war der tolle Tag wieder vorbei und ich rollte vom Hof...

      Zu Hause angekommen lud ich die drei Hengste aus. Fallen kam erst einmal in eine Paddockbox, um sich im neuen zu Hause einzugewöhnen. Ich versorgte alle Pferde mit Heu, holte die anderen wieder von der Weide. Es war inzwischen stockdunkel geworden und ich beeilte mich, endlich ins Bett zu kommen.
    • Möhrchen
      "Überraschung!" | River's Haru und Fallen Godness
      946 Wörter (5.873 Zeichen); 27. Oktober 2017; (c) FrauHolle


      Voller Vorfreude stieg ich in mein Auto. Es war Punkt sieben Uhr und ich war schon um fünf Uhr auf den Beinen gewesen, um meine Pferde zu versorgen. Kurzerhand hatte ich mich gestern Abend dazu entschlossen, meine Schwester mal wieder auf ihrem Hof zu besuchen. Sie wusste davon natürlich nichts und ich war total gespannt auf ihren Blick, wenn ich plötzlich bei ihr an der Tür klingeln würde. Ich bog von meinem Hof rechts auf die Landstraße und drückte aufs Gaspedal. Die Straßen waren wunderbar leer und ich war ruckzuck an meinem Ziel. Bevor ich zu meiner Schwester fuhr, hielt ich noch kurz beim Bäcker an und holte frische Brötchen, mit denen ich Jessi überraschen wollte. Kurze Zeit später stand ich mit den Brötchen in der Hand vor Jessis Tür und klingelte. Völlig verschlafen und mit verwuselter Frisur öffnete meine Schwester mir die Tür. „Was machst du denn hier?“, fragte Jessi erstaunt und viel mir um den Hals. „Ich dachte ich statte dir mal einen kleinen Überraschungsbesuch ab“, grinste ich, „hier, ich habe Brötchen mitgebracht“. Während Jessi sich im Bad kurz frisch machte, deckte ich den Frühstückstisch. „Du bist doch verrückt“, lachte Jessi, als sie sich an den gedeckten Tisch setzte. „Tja, du kennst mich doch! Was steht heute so an?“, fragte ich voller Tatendrang. „Eigentlich wollte ich heute ein bisschen mit Fallen Godness und Haru trainieren aber wenn du jetzt schonmal da bist, können wir auch einen Ausritt mit den beiden machen“. Auja! Meine Schwester hatte mir meinen Hengst Fallen Godness vor gut drei Monaten abgekauft und ich hatte ihn seitdem nicht mehr gesehen. Umso mehr freute ich mich, dass ich heute mit ihm ausreiten durfte.
      Nach dem Frühstück schnappten wir uns ein paar Karotten und unsere Jacken und stürmten in den Stall. Dort herrschte eine entspannte, morgendliche Stimmung und die Pferde dösten noch unter ihren Unterständen. Die ersten Ponys hatten sich schon an die Heuraufe gestellt und genossen die ersten Sonnenstrahlen des Tages. Wir begrüßten die acht Hengste, die gemeinsam im Paddock Trail standen. Neben den bekannten Gesichtern entdeckte ich auch einige neue Ponys, welche Jessi mir sofort vorstellte. Yakari schnüffelte neugierig an meiner Jackentasche, während ich Callimero eine Möhre gab. Nachdem alle Möhren verfüttert waren, schnappten wir uns die Halfter von Haru und Fallen und führten die beiden Hengste zum Putzplatz. Fallen machte einen zufriedenen Eindruck und auch eben hatte ich das Gefühl, dass er in seiner neuen Herde wohlfühlt. „Schön, dass er bei dir so einen schönen Platz gefunden hat. Ich glaube er hat es sehr gut bei dir“, dankte ich meine Schwester.
      Eine gute halbe Stunde später hatten wir fertig geputzt und unsere Pferde gesattelt und getrenst. Nachdem wir uns in den Sattel geschwungen hatten, ritten wir nebeneinander Richtung Wald. Fallen Godness hatte es schon im Schritt ziemlich eilig und auch Haru war nicht gerade faul. Trotzdem konnten wir die beiden am langen Zügel gehen lassen und nebenbei entspannt quatschen. Nach guten 20 Minuten Schritt kontrollierten wir noch einmal den Sattelgurt, nahmen die Zügel auf und trabten schließlich an. Das Ausreitgelände um Jessis Hof herum war wirklich wunderschön und man konnte eine gefühlte Ewigkeit geradeaus reiten, ohne durch irgendjemanden und irgendwas gestoppt zu werden. Wir parierten die Ponys wieder durch und klopften ihnen zufrieden den Hals. Auch Haru und Fallen sahen sichtlich zufrieden aus und senkten ihre Köpfe nach unten. Nachdem wir einen kleinen Trampelpfad entlang geritten waren und der Weg wieder breiter wurde, galoppierten wir unsere Ponys an. Fallen hatte ordentlich Hummeln im Hintern und preschte buckelnd an Haru vorbei. Ich konnte mich zum Glück halten, nahm die Zügel noch etwas auf, griff mit einer Hand in die Mähne, ging in den leichten Sitz und ließ Fallen einfach laufen. Auch Jessi war in den leichten Sitz gegangen und galoppierte in einem flotten Tempo mit einem kleinen Abstand hinter Fallen und mir her. Zum Glück kannte ich diese Strecke und wusste, dass es bis zum Ende des Weges noch ein ganzes Stück war. Fallen Godness wurde langsam immer ruhiger und fiel in einen entspannten und gleichmäßigen Galopp. Kurz vor Ende des Weges konnte ich ihn schließlich ohne Probleme durchparieren. Wir sortierten uns wieder und nahmen uns im Schritt Zeit zum Durchatmen. Auch die Ponys waren ins Schwitzen gekommen und waren ziemlich aus der Puste. „Ich glaube, das brauchten die beiden Jungs mal“, sagte Jessi erschöpft zu mir. Und ich musste ihr zustimmen, auch wenn es wirklich kein Wunder war, dass die beiden so viel Energie hatten. In der letzten Woche war es ganz schön kalt geworden und durch den Dauerregen hatte meine Schwester kaum Möglichkeiten, ihre Pferde alle auszupowern. Aber selbst der kleine Buckler von Fallen hatte mir nichts ausgemacht und ich war eigentlich froh, dass die Pferde an unserem Ausritt so viel Spaß hatten. Wir ritten im Schritt auf die andere Straßenseite, wo wir wieder antrabten. Die Hengste waren deutlich ruhiger geworden und schnaubten zufrieden ab. Das letzte Stück zurück zum Hof gingen wir im Schritt, damit die Pferde ein bisschen runter kamen. Wir stellten die beiden wieder an den Putzplatz und legten ihnen die Abschwitzdecken über. Während Fallen und Haru sich über ihr verdientes Müsli hermachten, packten wir das Sattelzeug zurück in die Sattelkammer. „So und was fangen wir jetzt mit dem restlichen Tag an“, fragte ich meine Schwester. „Ach da finden wir sicherlich so einiges“, lachte sie, „wie wäre es, wenn wir erst einmal ins Haus gehen und uns eine leckere Pizza in den Ofen schieben?“. „Die Idee finde ich super!“, erst jetzt bemerkte ich, dass mir nach dem langen Ausritt ziemlich der Magen knurrte. Wir stellten die Pferde weg und schlenderten schließlich Richtung Haus. Mal sehen, was der Tag nach dem Mittagessen noch so mit sich brachte…
    • Möhrchen
      Kurzer Pflegebericht für alle meine Pferde – Der erste Schnee!
      |©Möhrchen, 08.12.2017

      Es war eine unheimlich stressige Zeit gewesen und ich hatte mich bei der Stallarbeit wochenlang auf das nötigste beschränkt. Ich hatte mich fast rund um die Uhr um meine Mutter gekümmert, die am anderen Ende von Deutschland mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus lag. Meine Pferde waren wirklich eine ganze Weile lang zu kurz gekommen. Langsam wurde es besser, trotz allem hatte ich auch heute wieder nicht viel Zeit. Jetzt ging es auch schon auf Weihnachten zu, wo es in der Familie auch nicht unbedingt entspannter werden würde.
      Meine Pferde hatten also vorerst Winterpause und ich hoffte, im Januar wieder voll durchstarten zu können.

      Als ich die Vorhänge zurück schlug, traute ich meinen Augen kaum. Die ganze Zeit hatten wir keine einzige Flocke Schnee abbekommen und jetzt war draußen dichtes Schneegestöber und die Erde war schon leicht gezuckert. Ich schlüpfte also in meine dicken Thermostiefel und setzte meine Mütze auf. Dann machte ich mich auf den Weg in den Stall, das Frühstück musste heute mal warten.

      Ich fing mit der Stallarbeit auf dem Stutentrail an. Die Mädels waren heute ordentlich aufgedreht, Curly, Anni, Snooky und Viona fegten gerade in einem Affenzahn den Trail entlang. Lillifee stand dagegen entspannt an der Heuraufe und schaute sich das Spektakel aus der Ferne an. Liara und Narla standen im Unterstand und kraulten sich gegenseitig den Widerrist. Ich ging zum Koppeltor und öffnete die größte Koppel. So konnten sie sich zumindest noch ein bisschen austoben. Sobald sie sahen, dass das Tor offen war, stürmten die vier Wildfänge auf die Wiese und setzten ihr Spiel dort fort. Auch Liara und Narla spitzten die Ohren und schossen dann hinter ihnen her. Nur die Kleinste der Bande, Lillifee, spazierte im Schritt hinter den anderen her. Ich musste grinsen, als ich meine Mädels so über die Weide fegen sah. Da ging einem doch trotz all dem Stress das Herz auf.

      Ich beeilte mich mit der Stallarbeit, äpplte den Paddock ab, kontrollierte Tränken und füllte Heu und Stroh auf. Dann machte ich mich mit der voll beladenen Schubkarre auf zu den Hengsten.

      Auf dem Trail der Hengste ging es etwas gemächlicher zu, nur Corry und Fallen hatten sich von den Stuten anstecken lassen und tänzelten unruhig am Zaun entlang. Caillou, Calimero und Armani standen einträchtig an der großen Heuraufe und zupften die letzten Halme aus dem Netz. Haru, Yakari und Damon hatten sich in die Liegehalle zurückgezogen und hielten ein Nickerchen. Haru hielt Wache, während die anderen beiden es sich im Stroh bequem gemacht hatten. Auch für sie öffnete ich die Weide, doch die drei Schlafmützen im Unterstand ließen sich davon gar nicht stören. Die Kleinen machten sich dagegen begeistert auf den Weg auf die Koppel und drehten auch ein paar flotte Runden im Schnee. Calli schmiss sich sofort auf die verschneite Wiese und rollte sich genüsslich von einer Seite auf die andere.

      Ich sammelte auch hier alles ab, mistete geschickt und die schlafenden Ponys herum aus und füllte alle Heuraufen wieder auf. Zum Glück hatte ich beheizte Selbsttränken und musste kein Wasser schleppen. Zum Ausruhen setzte ich mich noch kurz zu den Großen ins Stroh und genoss ein bisschen die winterliche Stille. Damon und Yakari ließen sich davon gar nicht stören, was mich sehr freute.

      Im Stutenstall warteten alle sehnsüchtig darauf, dass sie auf die Koppel durften. Nach und nach brachte ich die Stuten auf die große Winterkoppel, die inzwischen schon mehr weiß als grün war. Royal und Namica machten den Anfang, dann folgten Donatella und Brött und zu guter Letzt Nökkvadís und Raya. Heute schienen echt alle Pferde ordentlich Pfeffer im Hintern zu haben, denn während die ersten vier bisher noch entspannt gegrast hatten, schossen sie jetzt mit Ankunft der letzten beiden wie die verrückten los und buckelten wild über die Koppel. Ich blieb einen Moment am Zaun stehen und schaute ihnen zu, bis schließlich wieder Ruhe einkehrte. Dann machte ich mich an das Misten der Boxen und Füllen der Heunetze.

      Nun fehlten nur noch die kleinsten im Offenstalltrakt. Sie blieben bei dem Wetter auf dem Paddock. Anscheinend fanden sie den Schnee sehr interessant, schließlich hatten sie so etwas noch nie gesehen. Thalima schob begeistert ihre Nase durch den dünnen Schnee und freute sich über die kleinen Häufchen, die sie zusammen schob. Pantoffelchen steckte ihren Kopf durch das Gatter und schaute fasziniert in die weiße Landschaft hinaus. Nayomi und Bina kämpften gerade ein bisschen und versuchten quietschend, sich anzusteigen. Nayomi verlor dabei fast das Gleichgewicht und wäre beinahe auf den Rücken gefallen. Nur Umpalumpa und Lakota hatten nichts für den Schnee übrig und standen gelangweilt im Unterstand herum. Für die war das weiße Zeug ja schließlich nichts Neues.

      Ich striegelte alle Fohlen kurz ein bisschen. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir dann aber, dass ich mich langsam beeilen musste. In Windeseile äppelte ich die Paddocks ab und verteilte frisches Heu und Stroh. Dann eilte ich zurück ins Haus, um mir trockene Klamotten anzuziehen.
    • Möhrchen
      Kurzer Pflegebericht für alle Pferde – der Frühling ist da!
      |©Möhrchen, 18.04.2018

      Endlich war es so weit: es war warm, richtig warm, und die Sonne strahlte vom strahlend blauen Himmel. Endlich Frühling! Während vor ein paar Wochen noch Schnee lag, waren jetzt schon an die 25 Grad und ich hatte richtig gute Laune, als ich vom Frühstückstisch aufstand und meinen Teller in der Geschirrspüler räumte.

      Gestern hatte ich mich mit meinen beiden besten Freundinnen zu einem Hoftag verabredet und ich freute mich auf einen fröhlichen und produktiven Stalltag. Noch bevor die beiden ankamen, machte ich mich an die Stallarbeit. Zuerst mistete ich die beiden Paddocktrails ab und füllte die Heuraufen. Dann ließ ich die Boxenpferde auf die Koppel und machte mich daran, die Boxen zu misten. Während ich noch am Misten war, kamen Sina und Kathi laut schnatternd in die Stallgasse gelaufen. Wir begrüßten uns herzlich, da wir uns eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatten. Dann schnappten sie sich kurzerhand eine Mistgabel und halfen mir beim Misten.

      Zu dritt waren wir schnell mit der Stallarbeit durch. Da das Wetter uns einfach nach draußen lockte, entschieden wir uns, zuerst einen Ausritt in den Wald zu machen. Ich sattelte also Liara, Sina nahm Narla und Kathi Curly Lure. Als Handpferde nahmen wir Viona, Lillifee und Snooky mit, sodass wir mit einer richtig großen Truppe von Hof ritten. Es war wirklich ein tolles Ausritt, wir trabten viel und nutzten auch meine Lieblings-Galoppstrecke gründlich aus. Die Pferde waren artig und entspannt und hatten richtig Spaß. Zufrieden ritten wir zurück auf den Hof, spritzten den verschwitzten Pferden die Beine ab und stellten sie zurück auf den Trail.

      Anschließend nahm ich Anni mit zum Putzplatz, schrubbte ihr gründlich das lose Winterfell ab und schnitt ihre Mähne nach. Ansonsten hatte sie heute frei und durfte weiter auf dem Paddock die Sonne genießen.

      Auch mit den Wallachen entschieden wir uns zu einem Ausritt. Ich sattelte Haru und nahm Callimero als Handpferd, Sina zog mit Yakari und Caillou los und Kathi schnappte sich Armani und Corry. Die Jungs waren etwas flotter drauf als die Mädels und genossen einen sehr ausgedehnten Galopp im Gelände. Yakari und Caillou bekamen sich auf dem Ausritt etwas in die Wolle, sodass ich den Rückweg mit zwei Handpferden meisterte. Aus diesem Grund ritten wir auch gemütlich plaudernd im Schritt zurück und es klappte besser als gedacht.
      Zurück am Hof bekamen auch die Jungs ein Fußbad und durften dann für ein paar Stunden auf die große Wiese.

      Währenddessen machten wir Mädels noch ein kleines Beautyprogramm mit Fallen Godness, Damon, Umpalumpa und Raya. Dann bauten wir auf dem Platz ein paar kleinere Sprünge auf führten Nökkvadís, Brött, Donatella, Namica und Royal Disturbance warm. Die Stuten waren entspannt und drehten brav mit uns ihre Runden. Nach 10 Minuten ließen wir sie vom Strick und ließen sie erstmal ein paar Minuten toben. Dann verteilten wir uns auf dem Platz und dirigierten sie nach außen über die Sprünge. Anfangs hatten sie mächtig Spaß und das Ganze glich eher einem Wettrennen als einem Freispringen. Aber nach ein paar Runden beruhigten sie sich etwas und sprangen gesittet ein kleines Kreuz nach dem anderen. Namica buckelte übermütig und schnaubte danach zufrieden ab. Nach 20 Minuten waren alle Ponys müde und wurden immer langsamer. Wir ließen sie noch eine Weile auf dem Platz, damit sie ihr verschwitztes Fell genüsslich im Sand wälzen konnten, was sie auch begeistert annahmen. Dann stellten wir sie zurück auf die Wiese.

      Zum Schluss waren noch die Fohlen an der Reihe. Wir setzten uns einfach zu ihnen auf den Paddock und ließen uns belagern. Sofort kamen sie an und beschnupperten uns neugierig, ließen sich kraulen und Bina legte sich nach einer Weile sogar neben uns in den Sand. Lakota verlor nach einiger Zeit das Interesse, während Tahlima und Nayomi sich stundenlang kraulen ließen. Pantoffelchen stand etwas abseits und beobachtete das Geschehen. So ließen wir den Abend gemütlich ausklingen und quatschten über Gott und die Welt, während die Fohlen um uns herum langsam müde vom Spielen wurden.
    • Eddi
      Verschoben am 09.11.2018
      Grund:
      6 Monate lang keine Pflege.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Möhrchen
    Datum:
    27 Juli 2017
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    EXIF Data

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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Fallen Godness

    *____________________________________________*
    Abstammung


    Von:
    unbekannt
    Von: unbekannt | Aus der: unbekannt
    Aus der: unbekannt
    Von: unbekannt | Aus der: unbekannt


    *____________________________________________*
    Exterieur

    Hengst
    Pony
    *16.08.2012
    (5 Jahre)
    Rasse: Welsh B
    Stockmaß: 132 cm
    Farbe: Red Roan


    *____________________________________________*
    Interieur & Beschreibung


    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●● Unintelligent
    Sozial ●●● Unsozial
    Begabt ●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●● Nervös
    Loyal ●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●● Faul


    Beschreibung

    Fallen Godness ist ein sehr fleißiger und arbeitswilliger Hengst. Er liebt lange Ausritte, auf denen er so richtig Gas geben kann. Auch wenn er sehr gerne läuft, lässt er sich stets gut kontrollieren.Er braucht ständig Beschäftigung und wenn man ihm keine Abwechslung bietet, wird ihm schnell langweilig und er kommt auf dumme Ideen. Im Springen zeigt Fallen Godness sich als äußerst begabt. Am meisten Spaß hat er an dem Geländespringen, denn da kann er seine beiden Leidenschaften, das Springen und das Gelände, verbinden. Die Dressurarbeit ist nicht ganz sein Ding aber auch hier gibt er sich immer Mühe und versucht es seinem Reiter immer recht zu machen.
    Aber egal ob bei der Dressur, im Springen oder bei der Bodenarbeit: Bei Fallen Godness ist Kreativität gefragt.
    Bei neuen Dingen ist Fallen meist erst sehr skeptisch. Neue Dinge sind ihm nicht ganz geheuer. Lässt man ihm allerdings die Zeit, die er braucht, ist das Problem schnell behoben.



    *____________________________________________*
    Besitzer


    Besitzer: Möhrchen
    Vorbesitzer: FrauHolle
    Züchter: -
    VKR/Ersteller: Rain
    Reitbeteiligung: -
    im Besitz seit: 27.07.2017
    Zu verkaufen: -
    Kaufpreis: -
    (Bei Abgabe zurück an: Friese )



    *____________________________________________*
    Qualifizierungen & Erfolge


    Dressur E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Gangreiten E A L M S S* S** S***
    Aufstieg durch: Turniersieg | Training


    Erfolge

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    174. Synchronspringen (2.Platz)
    377. Westernturnier (1. Platz)
    399. Springturnier (1.Platz)
    400.Dressurturnier (3.Platz)
    401. Dressurturnier (2.Platz)

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    416. Besondere Hengstkörung für drei- bis sechsjährige Hengste
    344. SW für Welsh- & Shetlandponys
    354. BSW für Schecken aller Art

    *____________________________________________*
    Zuchtdaten


    Abstammung: -
    Schleifen: -
    HS: -
    TA: -
    Trainer: -
    Zubehör: -
    Gesamt: -



    Zur Zucht zugelassen: Ja
    [​IMG]
    [BHK 416]

    Eingetragene Zucht: x

    Nachkommen
    -


    *____________________________________________*
    Ausbildung


    Eingeritten
    Eingefahren
    Halfter und Decke vertraut
    Verladefromm
    Longiert
    Schmiedefromm
    Geländesicher


    Bodenarbeit/ Zirkuslektionen

    Spanischer Gruß
    Spanischer Schritt
    Flehmen
    "Ja" sagen
    "Nein" sagen
    Küsschen geben
    Beine überkreuzen
    Bergziege
    Schaukelpferd
    Plié
    Kompliment
    Knien
    Liegen
    Flachliegen
    Sitzen
    Steigen
    Podest
    Slalom
    Teppich ausrollen
    Drehen


    *____________________________________________*
    Gesundheitszustand


    Letzter Tierarztbesuch: 31. Januar 2017 (Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“)
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert: x
    Hufbeschaffenheit: sehr gut
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: x
    Beschlag hinten: x

    *____________________________________________*