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honigkuchenpferd

Fabiola | Westfale | Stute

Fabiola | Westfale | Stute
honigkuchenpferd, 22 Jan. 2019
Flair gefällt das.
    • honigkuchenpferd

      Ankunft Fineza und Fabiola | 01.06.2018

      06.00 Uhr, mein Wecker klingelte und riss mich aus meinen Träumen. Es war Zeit aufzustehen, denn heute wollte ich zwei neue Pferde abholen. Ich freute mich so dermaßen auf diese beiden neuen Stuten, sodass ich nichts zum Frühstück essen konnte. Ich ging schnell in den Stall, versorgte die anderen drei Pferde und ging dann zu meinem Hänger, der für die Fahrt noch eingestreut werden musste. Danach fuhr ich mein Auto an den Hänger und koppelte ihn an.
      Ich ging zurück ins Haus und packte zur Sicherheit noch ein Brötchen ein. Falls der Hunger doch noch während der Fahrt kommen sollte. Darauf fuhr ich auch los, zwei Stunden Fahrt lagen vor mir. Ich kam gut durch und konnte pünktlich um 9 Uhr die Anlage des Reitstalles erreichen. Die Anlage war riesig und sehr imposant. Links und rechts war die Auffahrt von Baumreihen und Blumen geschmückt und man hielt direkt vor der großen Reithalle. Ich stieg aus und ging zum Haupthaus. Auf dem Weg dorthin fing mich eine junge Frau ab. "Ah hallo, du musst Leonie sein oder? Hi, ich bin Ella! Deine zwei hübschen Damen warten bereits auf dich." Wir gingen zusammen in die Reithalle rein, an der anscheinend eine Stallgasse angeschlossen war. Fabiola steckte schon den Kopf aus der Box und wieherte mir zu. Mein Herz hüpfte! So eine schicke Stute hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. "Hier ist Fabiola, Fineza steht zwei Boxen weiter.", sagte Ella und führte mich zur besagten Box. Fineza hatte wohl nicht so Bock auf mich und fand ihr Heu interessanter. Konnte man ihr nicht verübeln. Gemeinsam bereiteten wir beide Stuten vor und zogen ihnen Transportgamaschen an. Ich wollte gerade Fineza zum Hänger führen und aufladen, da hielt mich Ella auf. "Moment, wir haben noch was für euch, warte kurz!" Sie verschwand in einer der angrenzenden Räume und kam mit zwei dunkelblauen Abschwitzdecken mit dem Reitstall-Logo wieder. "Damit ihr uns nicht vergesst." Sie legte beiden Stuten jeweils eine Decke drauf, nahm Fabiola und wir führten beide Stuten zum Hänger. Beide gingen ohne Probleme die Rampe hoch und standen entspannt nebeneinander, als ich die Klappe verschloss. Ich bedankte mich bei Ella für die schönen Decken und fuhr los. Wir kamen leider nicht ganz so gut durch, wie erhofft. Zweimal standen wir kurze Zeit im stockenden Verkehr, den Pferden machte es zum Glück nicht viel aus. Zuhause angekommen fuhr ich direkt vor die Stallgasse. Die anderen drei Pferde standen noch im Stall, ich wollte erstmal, dass sich die Pferde kennen lernen, bevor ich die Stuten zusammen auf die Koppel stellte. Das Abladen ging ein wenig hektischer zu. Ich öffnete die Rampe und schon kam mir Fabiola entgegen gesprungen. Ella hatte anscheinend die Stange hinter der Kruppe nicht verschlossen, sodass Fabiola raus sprinten konnte. Dabei rannte sie mich fast um und galoppierte aufgeregt über den Hof. Einziges Problem: das elektrische Einfahrtstor. Es fing gerade an, sich zu schließen. Fabiola galoppierte drauf zu, ließ aber vom Ausgang schnell ab und stoppte beim ersten Grashalm, den sie finden konnte. Ich lief behutsam zu ihr hin und schnappte mir schnell ihren Strick. Mit einem Puls von 180 und voller Adrenalin musste ich mich kurz beruhigen, da wäre mir doch fast mein neues Pferd entwischt...
      Ich brachte Fabiola in ihre neue Box und holte daraufhin Fineza. Sie ließ sich ohne Probleme abladen und in den Stall bringen. Beide erhielten ihre Portion Heu. Ich ging erst einmal ins Haus, auf den Schock brauchte ich einen Kaffee.
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    • honigkuchenpferd

      Trainingstag mit böser Überraschung | 04.07.2018

      06:00 Uhr, mein Wecker reißt mich aus dem Schlaf. Noch ganz verträumt stehe ich auf und gehe duschen. Die heiße Dusche tut gut und ich werde langsam wach. Heute hatte ich einiges auf meiner To-Do-Liste. Neben dem Training von allen Turnierpferden möchte ich zudem noch drei Reitschülern auf meiner Anlage Unterricht geben. Das Geschäft lief gut.
      Nach der Dusche gehe ich in die Küche, frühstücke ein Stück Brot mit Butter und gehe in den Stall. Alle Pferde bekommen ihre Portion Heu und das Kraftfutter. Damit ich schon einmal mit dem Misten anfangen kann, gibt es das Futter für die Pferde auf den Paddocks.
      Die Boxen sind schnell gemistet, denn die Pferde stehen ja nicht viel drin. Nachdem alle aufgegessen haben, bringe ich die beiden Hengste auf die Sommerwiese und die drei Stuten auf eine daneben. Zum Glück vertragen sich die Pferde so gut. Ich bereite die Abendrationen vor, hole Heu- und Strohballen vom Lager herunter und säubere die Anlage.
      Gegen 9 Uhr hole ich Fabiola von der Wiese und fange an, sie zurecht zu machen. Zuerst putze ich sie ausgiebig und sattele sie dann mit ihrem Springsattel und der mexikanischen Trense. Da es heute so warm ist, gehen wir ins Gelände. Im schattigen Wald kann man schließlich genauso gut trainieren. Dort liegen sogar ab und zu umgestürzte Bäume, über die man springen kann.
      Nach dem Aufsteigen reiten wir los, die Stute wirkt ein wenig matt. Kein Wunder, das gestrige Training war sehr anstrengend. Ich beschließe heute nur lockeres Programm zu reiten und lasse sie am langen Zügel antraben. Auf der hiesigen Galoppstrecke lasse ich Fabiola ein wenig selbst bestimmen. Wir galoppieren zwei, drei mal locker hin und her. Danach beende ich den Ausritt und wir reiten entspannt am langen Zügel zurück zum Stall. Man war ich froh so ein entspanntes Pferd zu haben.
      Als nächstes ist der Hengst Firlefanz an der Reihe. Mit ihm habe ich geplant ein wenig das Dressurtraining aufzunehmen. Ich hole den jungen Hengst von der Wiese und putze auch ihn. Zuvor habe ich einige Stangen auf den Dressurplatz gelegt. Die Hinterhand des Hengstes muss noch deutlich besser werden, dafür nutze ich sehr gerne Stangen.
      Nachdem ich Firlefanz gesattelt habe , steige ich auf und wir reiten zum Platz. Er geht motiviert vorwärts und lässt sich erst einmal von nichts beeindrucken. Nach einer ausgiebigen Schrittrunde trabe und galoppiere ich an und löse das Pferd. Dabei binde ich schon die ein oder andere Stange mit ein. Heute lege ich vor allem Wert auf einen gleichmäßigen Takt. Das klappt soweit ganz gut. Nur hören wir in der Ferne seinen Kumpel Frühlingstanz wiehern. Das längt Firlefanz ständig ab, sodass er nicht bei der Sache ist. Ich versuche mit vielen Wendungen und Handwechseln die Aufmerksamkeit des Pferdes zu bekommen, aber keine Chance. Ich gebe das Training auf und reite noch eine ausgiebige Runde im Gelände trocken. Danach reite ich zurück zum Stall, mache Firlefanz Koppelfertig und wechsel ihn gegen die Stute Fineza. Mit ihr gehe ich ebenfalls ins Gelände, denn auch sie hatte gestern ein anstrengendes Training. Beim Putzen bleibt sie kein bisschen stehen und tänzelt von A nach B. Mehrmaliges Ermahnen brachte nicht die erwünschte Lösung, sodass sie zum ersten Mal einen Klappser auf die Kruppe bekommt. Sichtlich erstaunt bleibt sie wie angewurzelt stehen. Geht doch.
      Beim Aufsteigen das selbe Spiel. Sie dreht Runde um Runde um die Aufstieghilfe. Ich bleibe ruhig und mache ihr klar, dass ein Aufsteigen nicht mit Diskussion verbunden wird. Nach rund zehn Minuten Kampf sitze ich endlich auf dem Pferd drauf und reite in den Wald hinein. Auch hier lasse ich sie nach kurzer Aufwärmphase antraben und angaloppieren um alle Muskeln, die gestern stark beansprucht wurden, zu lockern. Sie schnaubt zufrieden ab und lässt sich gut vorwärts reiten. Den Weg in die Tiefe findet sie dabei noch nicht immer aber als Springpferd fällt ihr das deutlich schwerer als ihren "Dressurbrüdern".
      Den Ausritt beende ich mit einer Schrittrunde zurück zum Stall. Am Stall angekommen, sattel ich Fineza ab und lasse sie noch kurz am Putzplatz stehen. Ich ziehe meine Reitstiefel aus und wechsel in meine bequemen Sneaker. Danach bringe ich sie zur Koppel.
      Auf meinem Weg zurück zum Stall sehe ich es: FEUER. Die Sattelkammer steht in Flammen und aus den Fenstern steigen dunkle Rauchwolken auf. Angesteinert bleibe ich stehen und will die Feuerwehr rufen. Mein Handy? In der Sattelkammer. Ich blicke zurück zu den Pferden. Sie schauen neugierig in Richtung des Stalls. Ich renne zurück und bringe alle Pferde auf die hinteren Koppeln, so weit weg wie nur möglich. Dann renne ich zurück zum Haus. Wo ist nur das Telefon?! Ich finde es nicht auf Anhieb, aus dem Fenster sehe ich, wie die Flammen sich auf die Boxen ausweiten. Endlich habe ich das Telefon gefunden und rufe sofort die Feuerwehr. 15 Minuten sagen sie. 15 Minuten von denen meine Existenz abhängt. Die Pferde sind zum Glück gerettet. Aber was ist mit den Gebäuden? Warum brennt mein Stall? Ich bin komplett durcheinander und versuche einen klaren Gedanken zu fassen. Ich rauche nicht, habe keine Kerzen an. Woran liegt es?! Stroh kann sich doch nicht einfach so entflammen. Eine gefühlte Ewigkeit später taucht die Feuerwehr endlich auf. Der komplette Stall brennt. Es ist so schlimm mit anzusehen, dass ich anfange zu weinen. Mittlerweile haben sich ein paar Nachbarn auf dem Hof eingefunden und bieten mir ihre Hilfe an. Ich bekomme keinen Ton raus.
      Es ist spät geworden. 18:43 Uhr zeigt meine Küchenuhr an. Das Feuer ist gelöscht, die Feuerwehr ist wieder abgerückt und nur noch meine Nachbarin und eine gute Freundin sitzen mit mir in der Küche. Die Pferde müssen vorerst draußen auf den Koppeln bleiben, denn der gesamte Stall ist abgebrannt. Nur noch die Reithalle und der Springplatz stehen und sind brauchbar.
      Ursache war ein Kurzschluss an einer defekten Stromleitung, die durch den kompletten Stall verlief.
      Ich bin so erschöpft und müde. Was mache ich jetzt?
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    • honigkuchenpferd

      Umzug auf die neue Anlage | 17.07.2018
      Nach langer Suche war es endlich geschafft. Eine neue Anlage war mein Eigentum. Preislich lag sie sogar unter meiner alten Anlage, aber das lag an den teils maroden Weidezäunen, dem undichten Reithallendach und der veralteten Strom- und Wasserversorgung. Aber renovieren und sanieren war schon immer mein Ding. Hauptsache, die Pferde haben ein neues Zuhause. Aktuell wohne ich mit ihnen noch bei einem befreundeten Nachbarn. Jetzt war der Zeitpunkt des Umzuges gekommen, was freute ich mich!

      Ich stehe in der provisorisch umgebauten Scheune meines Nachbarn und mache die ersten zwei Pferde fertig. Die beiden Hengste Frühlingstanz und Firlefanz werden von mir geputzt und mit Transportgamaschen ausgestattet. Dann verlade ich beide Pferde und fahre zur neuen Anlage. 4km von meinem alten Zuhause entfernt beginne ich ein neues Leben.
      Vor dem Hengststall drehe ich und rangiere den Hänger vor der Tür. Frühlingstanz bringe ich in die erste Paddockbox, Firlefanz in die zweite Box. Bei den beiden Hengsten habe ich keine Angst, dass sie sich durch die Zäune gegenseitig umbringen. Hier sind sie komplett unter sich und nicht von den weiblichen Hormonen abgelenkt. Ich werfe jedem noch eine Portion Heu in die Box und fahre zurück zu den Stuten. Die drei warten schon, allerdings werde ich nur zwei von ihnen mitnehmen. Faible, die Apfelschimmelstute wird nicht auf die neue Anlage ziehen, sondern sie bleibt bei meinem Nachbarn auf der Gnadenweide. Leider hat sie sich während eines Trainings die Sehne angerissen und ist nun für einen weiteren Einsatz im Sport nicht mehr zu gebrauchen. Nach einem Jahr Ruhe und hoffentlich erfolgreicher Genesung wird sie von der Tochter des Nachbarn übernommen. Ich freue mich total, dass ich eine so gute Lösung gefunden habe.
      Also mache ich Fabiola und Fineza fertig und verlade sie. In aller Ruhe fahre ich erneut zum Hof und halte dieses Mal vor dem Stutenstall. Dort werden beide Stuten in je eine Paddockbox gestellt und bekommen, wie die beiden Hengste, eine Portion Heu.
      Zum letzten Mal fahre ich noch einmal zurück zu meinem Nachbarn um dort alles aufzuräumen. Mein ganzen Rumpel, wie Schabracken, Putzzeug und Heunetze, verpacke ich in meinen Hänger. Auch meinen Turnierschrank mit Sattelzeug schiebe ich die Rampe hoch. Nachdem ich einmal durchgefegt habe und Faible noch eine Portion Heu zum Abschied reingeschmissen habe, fahre ich mit Hänger vom Hof ins neue Zuhause.

      Am nächsten Morgen möchte ich direkt Routine reinbringen und starte mit dem Füttern bei den Hengsten. Beide Hengste bekommen ihre Morgenportion Heu und ihren Hafer. Ich laufe weiter zum Stutenstall und werfe den Stuten auch das Heu und den Hafer rein.
      Als erstes auf meiner Todo Liste heute steht die Weidezäune zu reparieren, damit die Pferde nicht nur auf den Paddocks stehen müssen. Ich lade die neuen Zaunpfähle auf mein Auto und fahre den Weidegang entlang. Die ersten Weiden sind noch alle gut in Schuss, jedoch sind die hinteren so gut wie nicht mehr umzäunt. Das wird ein langer Tag.

      Nachdem ich gefühlt 100km Weidezaun erneuert habe, fahre ich erschöpft zurück. An Training ist heute nicht mehr zu denken, also lasse ich die Stuten und die Hengste jeweils getrennt voneinander in der großen Reithalle laufen. Zurück in den Boxen gehe ich noch einmal zu jedem Pferd hin und putze es ausgiebig. Abends gibt es dann eine große Portion Heu und Hafer.
      Ich laufe zurück in mein neues Wohnhaus und falle nach einem anstrengenden Umzug geschafft ins Bett.
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    • honigkuchenpferd

      Trainingstag | 13.10.2018

      Einige Wochen waren nun auf der neuen Anlage verstrichen, doch das Gefühl von Zuhause stellte sich immer noch nicht so richtig ein. War es die richtige Entscheidung hier her zu ziehen? Ich wusste es nicht... Um mich auf andere Gedanken zu bringen zog ich mir meine Reitsachen an und ging in den Stall. Dort warteten meine vier Pferde bereits auf mich.
      Ich machte die Heuportionen fertig und fütterte die Pferde. Während sie alle am Heu mümmelten, bereitete ich schon mal die Kraftfutterportion für heute Abend vor, fegte den Stall und ging auf die Paddocks um die Zäune zu kontrollieren.
      Nachdem ich damit fertig war, ging ich zurück in den Stall und stellte alle vier Pferde auf die Paddocks. Diese waren sehr großzügig geschnitten, sodass Platz für jeweils zwei Pferde pro Paddock war. Danach machte ich mich ans Ausmisten der Boxen. Wie ich diese Arbeit hasste... Aber es nützte alles nichts und ich fing an, die erste Box von nassem Stroh und Äppeln zu säubern.
      Nachdem ich alle Boxen fertig ausgemistet und mit frischem Stroh übergestreut hatte, ging ich zum Dressurplatz um mir einige Stangen fürs Training bereit zu legen. Während ich die bunten Stangen auf den Boden legte, überlegte ich, was für Übungen ich hier reiten konnte. Denn die Stangen lagen kreuz und quer auf dem Platz verteilt, ich hatte sowas noch nicht oft gemacht und wussste gar nicht so richtig, was man außer langweiliges gerade aus reiten noch machen konnte. Kurzerhand googelte ich ein paar raffinierte Übungen für jedes Pferd, um die jeweiligen Schwachstellen besser herausreiten zu können.

      Ich ging zu den Paddocks und schnappte mir Fineza. Sie trottete brav wie immer hinter mir her und war gespannt, was auf sie zukam. Ich putzte sie, sattelte sie und ritt dann um Dressurplatz. Die Stangen waren für sie als Springpferd nichts neues, allerdings für ihren Geschmack ein wenig zu nah am Boden. Nach dem Aufwärmen ritt ich Fineza im Trab über die im Bogen gelegten Stangen um sie aufmerksamer zu machen. Dabei ritt ich viele Wendungen und Tempiwechsel. Ihr Problem in der Dressur war ihre Konzentration. Solange kein 1,20m Sprung vor ihr stand, war sie sehr abgelenkt und sehr stumpf am Schenkel und Gebiss. Je öfter ich mit ihr über die Stangen trabte, desto aufmerksamer wurde sie. Nach einer halben Stunde beendete ich die Trainingseinheit. Sie hatte so gut mitgemacht, da wollte ich es nicht übertreiben. Wir ritten noch eine kurze Runde zum abkühlen um die Wiesen und gingen dann zurück zum Stall, wo ich sie absattelte, mit der Bürste noch kurz übers Fell ging und sie dann zurück zum Paddock brachte.
      Wie beim Bäumchen wechsel dich nahm ich dann Fabiola mit zum Stall. Ich beschloss allerdings mit ihr ausreiten zu gehen. Sie hatte sich letzte Woche einen Muskel in der Hinterhand gezerrt, sodass ich auf Anweisung des Tierarztes nur leichte Arbeit mit ihr machen sollte. Ich putzte die dunkle Stute ausgiebig, denn sie hatte einiges an Sand in ihrem Fell. Nachdem das gröbste raus war, sattelte ich sie und wir ritten in den benachbarten Wald. Dort lies ich sie am langen Zügel die frische Luft genießen. Sie schnaubte zufrieden ab und schritt entspannt den Weg entlang. An der üblichen Galoppstrecke lies ich sie antraben. Weiterhin am langen Zügel lief sie im schönen V/A vor sich hin. Da es mittlerweile um die 25°C warm war, waren wir beide wohl ganz froh um den schattigen Wald. Da es aber immer mehr Mücken und Bremsen wurden, kehrten wir nach 30min zum Stall zurück. Dort angekommen, spritzte ich ihre Beine mit kühlem Wasser ab und brachte sie nach dem Absatteln und versorgen wieder zurück zum Paddock.

      Bevor ich mich den Hengsten widmete, wollte ich mir ein paar Cavalettis aufbauen. Ich lief also zurück zum Dressurplatz und tauschte ein paar Stangen gegen Cavalettis aus. Ich hatte letztens auf Facebook ein Video gesehen, wo eine bekannte Reiterin über erhöhte Stangen galoppiert ist. Meine beiden Pappenheimer müssten sich jetzt auch mal dieser Herausforderung stellen.
      Ich lief zu den Paddocks und schnappte mir direkt Firlefanz. Am Stall musste ich ihn mit ein wenig Kraftfutter bestechen, damit er still stehen blieb. Er klebte sehr an Frühlingstanz und konnte alleine keine Minute ausharren.
      Beim Putzen beruhigte er sich wieder ein wenig, sodass ich ohne Todesangst seine Hufe auskratzen konnte und ihn zu Ende fertig machen konnte. In seinen wildesten Momenten fing er an zu steigen und wild umher zu laufen. Heute schien aber ein recht guter Tag zu sein. Nachdem ich ihm alle vier Beine bandagiert habe, gingen wir zum Dressurplatz. Er schaute schon aufmerksam in Richtung der Stangen, wusste aber anscheinend nicht so wirklich was er damit anfangen sollte. Ich musste innerlich ein wenig lachen, ich hatte noch kein Pferd gesehen, dessen Mimik und Gestik so aussagekräftig war. Nach der Aufwärmphase begann ich mit den normalen Stangen. Firlefanz sollte seine Hinterhand mehr mitnehmen und mehr Schwung entwickeln. Nachdem die Stangen im Trab gut angenommen wurden, steuerte ich auf die erste Cavaletti Reihe an. Ein Dressurpferd und Cavalettis? Haaa, sehr witzig. Wie der größte Tollpatsch sprang er über das erste Cavaletti, sodass der Abstand zum zweiten so gar nicht mehr passte und blieb stehen. Nichts zu machen, der Herr wollte einfach nicht. Okay, fünf Minuten Schritt-Galopp Übergange geübt un nochmal auf die Stangen zu. Dieses Mal klappte es schon besser, eins viel um aber der Rest blieb stehen. Ein zweites Mal galoppierte ich über die höher gelegten Stangen und siehe da, alles blieb liegen und das Pferd brach sich kein Bein. Ich lobte ihn überschwinglich und beendete das Training sofort. Mit ihm ging es noch eine Runde um die Wiesen herum. Er liebte diese Runde, konnte den ganzen Hof beobachten und war voll in seinem Element. Am Stall angekommen sattelte ich ab, putzte noch schnell drüber und tauschte das Pferd auf dem Paddock gegen Frühlingstanz. Allerdings kam der schwarze Hengst mir schon lahmend entgegen. Ich bekam sofort Panik und brachte das Pferd in den Stall, um mir die Beine genauer anzuschauen. Die vordere linke Sehne war dick und heiß. Oh shit. Nicht noch ein krankes Pferd. Ich ging mit Frühlingstanz erst einmal zum Waschplatz und kühlte das Bein mit kaltem Wasser. Ich brachte Frühlingstanz zurück aufs Paddock und schaute mich um, ob ich irgendwas sah, was Aufschluss auf die Verletzung geben konnte. Ich sah aber weder Spuren von wildem Herumgaloppieren noch sonstiges. Ich rief meinen Tierarzt an, damit er bei Gelegenheit vorbei kam und sich das ansah. Hoffentlich war es nichts ernstes!
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    • honigkuchenpferd

      Ankunft Flippa und Training | 22.01.2019

      "Freches Pony zum Kinderreiten zu verkaufen". Hm, interessant. Ob diese Kombi eine gute Idee ist? Seit einiger Zeit gebe ich auf meinem Hof Reitunterricht. Da ich die kleinen Kinder aber ungerne auf die großen Pferde setze, schwebt mir schon länger der Gedanke nach einem kinderfreundlichen Pony im Kopf herum. Das Bild von Flippa sticht mir bei Ebay Kleinanzeigen direkt ins Auge. Hübsch ist sie auf jeden Fall, aber frech? Hm. Ich rufe die Nummer an und vereinbare heute noch einen Besichtungstermin. "Wenn Sie das Pony direkt mitnehmen, kriegen Sie Trense und Sattel noch dazu!" Scheint ja dringend zu sein. Also spanne ich den Hänger ans Auto und fahre los. Theoretisch hätte ich das Pony auch im Kofferraum transportieren können, ist ja nur n knapper Meter.
      Auf dem kleinen Hof angekommen, steht dort bereits ein kleines geflecktes Pony mit zauseliger Mähne angebunden. Daneben ein junges Mädchen, welches vergeblich versucht, die Hufe auszukratzen. Ich parke mein Auto und gehe auf das Mädchen zu. "Hey, ich bin wegen Flippa hier, weißt du wer dafür zuständig ist?", frage ich. Sie antwortet: "Ja, das ist Janine. Geh mal dort in den Stall, sie müsste da am misten sein."
      Also laufe ich ins Gebäude hinein und rufe Janine. Keiner antwortet. Ich laufe weiter, der Stall wird immer dunkler und muffeliger. Hier leben Pferde?
      Irgendwann werde ich fündig und bespreche mit ihr alle Details. Das Pony muss weg, weil es beißt. Ahhh ja, super Voraussetzung zum Kinderreiten. "Ansich ist sie super brav, bei Kindern zumindest. Ab 12 Jahren schaltet sie auf taub und lässt sich nichts mehr gefallen. Also Vorsicht!"
      Ich kaufe Flippa und bin gespannt, was mich da erwartet. Beim einladen zeigt sie sich schon mal von ihrer besten Seite. Sie stemmt alle vier Hufe in den Boden vor der Rampe und bleibt einfach stehen. Nichts zu machen. Janine wirft eine Möhre in den Hänger und siehe da, als wäre nie etwas gewesen stolziert das kleine Pony auf den großen Hänger. Ich verschließe und übergebe noch den wirklich kleinen Kaufpreis von 50 €.

      Auf meinem Hof angekommen, bringe ich Flippa direkt in den Stutenstall. Die Box ist zwar viel zu groß aber vielleicht zieht ja bald ein zweites Pony ein. Platz wäre auf jeden Fall genug da. Ich werfe ihr eine Portion Heu in die Box und kümmere mich nun um die anderen Pferde.
      Zuerst putze ich Fabiola und bringe sie dann in die Halle. Dort ist eine Reihe aufgebaut, denn heute ist Freispringen angesagt. Fabiola scheint aber so gar nicht bei der Sache zu sein und verweigert und reißt immer mal wieder. Ich breche das Training ab und stelle sie zurück in die Box. Nachdem ich die Stallgasse gefegt und das Futter vorbereitet habe, gehe ich rüber zum Hengststall und nehmen Frühlingstanz und Firlefanz am Halfter mit. Sie dürfen sich ein wenig auf dem Platz austoben, denn heute schaffe ich es definitiv nicht mehr zu reiten. Obwohl beide Hengste sind, kommen die beiden sehr gut miteinander aus. Nach einer halben Stunde bin ich fast erfroren und sammle beide wieder ein. Zurück im Stall bereite ich das Futter vor und miste noch einmal kurz die Boxen. Dann gehe ich ins Haus mich aufwärmen und Essen kochen. Denn gleich kommen ein paar Nachbarn vorbei. Das wird gesellig!
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    • Sissicat
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      Am heutigen Tag führte mein Auftrag mich zu dem Fasanenhof. Nachdem ich meinen Kaffee ausgetrunken hatte und im Truck nachdem rechten gesehen hatte fuhr ich auch schon los. Nach einer Weile war ich dann auch schon bei dem Gestüt angekommen und fuhr durch die Einfahrt, wo bereits Leonie Obeck auf mich wartete. "Wir haben telefoniert, nicht wahr?", fragte ich sie während ich ihre Hand schüttelte, lächelnd nickte sie und führte mich zu dem Putzplatz - wo ich mein Zeugs aufbauen sollte. Wie auch bei vielen meiner anderen Aufträgen, holte Leonie die Pferde während ich alles aufbaute. Meine erste Patientin kam frech neben Leonie hergetrottet und hatte den shetty-typischen freundlich-frechen Blick aufgesetzt. "Das ist Flippa.", erklärte Leonie und band das kleine Pony an. Der kleine Schecke hob brav all seine Beine und lies mich an diesen herumhantieren soviel wie ich wollte. "Du bist aber brav.",lächelte ich und streichelte die Stute am Hals. Nachdem ihre Hufe sowohl geraspelt als auch ausgeschnitten waren tauschte Leonie das shetlandpony mit der Westfale Stute Fabiola aus. Die dunkelfuchs-farbene Stute stand schüchtern neben mir, lies aber trotzdem alles übersich ergehen ohne angst zu bekommen, im gegensatz zu Flippa mussten Fabiolas Hufe nicht nur geraspelt und ausgeschnitten werde, Fabiola brauchte auch neue Hufeisen. Vorsichtig hämmerte ich das Eisen zurecht und platzierte es auf das Huf der Westfalen Stute. Als ich alle Hufeisen angebracht hatte, brachte Leonie Fabiola zurück in ihren Stall und kam mit dem Westfale Hengst Frühlingstanz zurück. Frühlingstanz musterte mich bereits von weiten sehr misstrauisch und lies sich dieses Misstrauen auch bei meiner Arbeit anmerken, oftmals entriss er mir seinen Huf oder sprang kurz zur Seite. Trotzallem schaffte ich es mit Leonies Hilfe die Hufe des Rappen zu raspeln, zu schneiden und auch neue Eisen anzubringen. Das Loben übernahm bei Feuertanz allerdings seine Besitzerin. Mein letzter "Gast" am heutigen Tag war der Westfale Hengst Firlefanz. Der Junghengst musterte mich neugierig und schnupperte auch sehr wissbegierig an meinem Amboss. Aus Erfahrung hatte ich das Wasser schon weiter weg platziert, um dem Junghengst die Versuchung zu nehmen darin zu plantschen. Da Firlefanz nichts fand womit er sich beschäftigen konnte, konnte ich meine Arbeit ohne zwischenfälle beginnen und sauber beenden. Während Leonie den Fuchs zurück brachte, packte ich mein Zeugs zusammen. Schnell regelten wir noch das geschäftliche und dann fuhr ich auch schon nach Hause.
      2531 Zeichen | Sissicat
    • Calypso
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      3277 Zeichen von Calypso
      Für mich ging es diesmal nach Deutschland, zu Leonie Obeck. Am Nachmittag kam ich bei ihr an und verschaffte mir einen Überblick auf dem Hof. Als ich mein Auto ausgeräumt hatte, kam die junge Frau auch schon auf mich zu und begrüßte mich herzlich. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde zeigte sie mir die Stallungen und die Pferde. Ein Fuchshengst, Firlefanz, stand bereits angebunden in der Stallgasse und wartete auf mich. Ich machte mich mit ihm bekannt und bemerkte schon das er etwas nervös war, Leonie versicherte mir aber das er völlig händelbar war. Ich tastete ihn in Ruhe ab und gönnte ihm immer mal wieder kurze Streichelpausen. Nach dem abhören mit dem Stethoskop, ließ ich ihn mir von Leonie auf dem Hof im Schritt und Trab zeigen. Seine Bewegungen waren klar. „Okay, hat er Angst vor Spritzen?“ fragte ich mit einem Grinsen. „Werden wir gleich sehen, konnte ich noch nicht testen.“ bekam ich als Antwort. Beruhigend redete ich auf Firlefanz ein und seine Besitzerin streichelte ihn am Kopf. So schnell konnte er gar nicht schauen, war die Nadel bereits in ihm und ich hatte das Mittel injiziert. Jetzt wurde nur noch der Chip kontrolliert. Als nächstes war der Rapphengst Frühlingstanz an der Reihe. Auch er beäugte mich eher misstrauisch und prustete laut. Bei ihm ging ich nach dem gleichen Verfahren vor. Abtasten, abhören, im Schritt und Trab durfte er sich präsentieren und auch bei ihm war ich sehr zufrieden. Er war in Top Form. Beim impfen machte er, komischerweise, keinerlei Anstalten und blieb artig stehen. Auch hier kontrollierte ich den Chip. Dann steckte ich ihm ein kleines Leckerli zu, Tierärzte mussten sich einfach manchmal einschleimen. Leonie brachte Frühlingstanz zurück in seine Box und kam mit einer hübschen, großen Stute zurück. Bevor wir mit der Untersuchung begannen, musste ich ganz viel mit Fabiola schmusen. Hach sie war so eine Süße. Aber die Arbeit rief und so musste auch sie sich abtasten und abhören lassen. Draußen auf dem Hof war sie zuerst etwas faul. Man musste sie ganz schön ermutigen am Strick mit zu traben. Aber das was ich dann zu sehen bekam reichte mir völlig. Geimpft wurde Fabiola in Rekordzeit und natürlich gab es danach noch ganz viele Streicheleinheiten und ein schnelles Checken des Chips mit dem Lesegerät. „So und hier die letzte Patientin“ verkündete Leonie und kam mit einem Shetty um die Ecke. Die kleine Stute hieß Flippa und war mit ihrem knappen 1 Meter einfach zuckersüß. Jedoch stellte sich schnell heraus das sie es auch faustdick hinter den Ohren hatte. Wo die Großen eher schüchtern und zurückhaltend waren, war sie sehr extrovertiert und lebhaft, aber keineswegs böse. Leonie musste sie ständig abhalten das sie mir nicht an der Jacke zupfte oder sonst ein Kleidungsteil ins Maul bekam, während ich sie abtastete. Auch beim abhören fand sie das Stethoskop so interessant das ich ihr regelrecht ausweichen musste. Es war zwar auf eine gewisse Art anstrengend aber auch total ulkig mit ihr. Dann flitzte sie mit Leonie über den Hof, eine richtige kleine Rennsemmel. Ich kam aus dem schmunzeln gar nicht mehr raus. Nun gut, zum Schluss wurde sie auch noch geimpft und ich gab Leonie für alle vier Pferde Wurmkuren mit und las auch Flippa´s Chip aus. Schließlich verabschiedeten wir uns voneinander.
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  • Album:
    Stall
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    honigkuchenpferd
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    22 Jan. 2019
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    960px
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  • GRUNDDATEN
    Zuchtname: Fabiola

    Besitzer: Leonie Obeck
    Tierarzt: --
    Hufschmied: --
    Ausbilder: --
    Reitbeteiligung: --


    ABSTAMMUNG
    Vom: --
    VV: --
    VM: --

    Aus der: --
    MV: --
    MM: --


    EXTERIEUR
    Geburtsjahr: 2010
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 1,70m
    Typ: Warmblut
    Rasse: Westfale
    Fellfarbe: Dunkelfuchs
    Langhaar: dunkelbraun
    Abzeichen: 3x weiß


    INTERIEUR
    Charakter: schüchtern, verschmust, intelligent
    Beschreibung: Fabiola ist ein sehr verschmuste und menschenbezogene junge Stute und möchte immer ihr Bestes geben. Im Springparcours ist sie aufgrund ihrer sehr langsamen und kleinen Galoppade nicht sehr erfolgreich. Für die Dressur fehlte dem Vorbesitzer das Interesse. Vielleicht wird Fabiola ja der nächste Dressurcrack in Leonies Stall?


    QUALIFIKATIONEN
    Training | Turnier
    Springen: E A L M S* S**
    Dressur: E A L M S
    Military: E
    Distanz: E
    Western: E
    Fahren: E
    Rennen: E
    Gangreiten: E
    Wendigkeit: E

    Eignung: Dressur, Springen

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    1. Platz - 506. Springturnier


    SONSTIGES
    Eingeritten: ja
    Eingefahren: nein
    Schrecktraining: ja
    Verladefromm: ja
    Schmiedefromm: ja

    Für die Zucht vorgesehen: ja

    Gekört/gekrönt: nein
    Decktaxe: --
    Vererbung: --
    Gencode: --
    Nachkommen: --

    Züchter: --
    Besitzer: honigkuchenpferd
    Vorbesitzer: --
    Ersteller: honigkuchenpferd
    Vorkaufsrecht: honigkuchenpferd

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