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Eddi

Fürst der Finsternis ♛ Rhapsody

Welsh B ♂ gekört

Fürst der Finsternis ♛ Rhapsody
Eddi, 23 Juli 2017
Rinnaja gefällt das.
    • Eddi
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      Ehemalige Berichte

      2011 - 2013
      1. Pflegebericht
      Die Ankunft des schwarzen Fürsten
      Ich war gerade am Boxen ausmisten als mein Handy klingelte. Verwundert wer mich denn so spät noch anrufen würde, hob ich ab. "Hey Julie.", tönte die Stimme von vamp durch den Hörer. Hätte ich mir eigentlich denken können dass die kleine Nachteule anrufen würde. "Hi vamp.", erwiderte ich grinsend.
      - "Was gibts?"
      - "Und zwar, ich habe ein Anliegen. Du kannst dich doch sicher noch an Fürsti erinnern, oder?"
      Ich nickte, und nuschelte ein "Ja, natürlich." in den Hörer. Natürlich konnte ich mich an den schwarzen Frechdachs noch erinnern.
      "Wieso leicht?", fragte ich in den Hörer. Meine Neugier war erweckt. "Naja, ich habe einfach zu viele Pferde. Ich habe weder Platz, noch genug Zeit um mich um alle angemessen zu kümmern. Jetzt wollte ich dir vorschlagen, dass ich dir Fürsti schenke.", erklärte vamp. "Schenken?", meinte ich ungläubig und zog die Augenbrauen hoch. Ich wusste nicht wieviel der Hengst wert war und ich wollte auch gar nicht mehr darrüber nachdenken. "Ja schenken. Allerdings hätte ich auch zwei Bedingungen die du erfüllen müsstest. Und zwar würde ich ihn gerne weiterhin in meiner Zucht als Deckhengst haben und ich hätte gerne Vorkaufsrecht. Was meinst du?", meinte vamp fröhlich. Wie konnte ich zu so einem Angebot "Nein" sagen? Ich sagte freudestrahlend zu und vereinbarte wann ich Fürsti morgen holen würde. Dann verabschiedete ich mich und mistete schnell die Box von Van Deyk fertig aus.
      Am nächsten Tag fuhr ich wie immer morgens auf den Hof um Van Deyk zu füttern, ihn zu putzen und auf die Weide zu bringen. Danach mistete ich wie immer seine Box aus. Anschließend richtete ich noch die Box für Fürsti her. Ich hatte mich für die Box entschieden die links neben Van Deyks Box lag. Nachdem ich sie geputzt hatte, streute ich sie ein und richtete ein Heunetz her. Zufrieden räumte ich alles weg und kehrte noch die Stallgasse. Dann sah ich auf die Uhr. vamp wartete sicher schon auf mich. Ich bereitete noch schnell den Hänger vor und hängte ihn an meinen alten Kombi. Dann schmiss ich noch einen Strick ins Auto und fuhr los.
      Am Hof angekommen, stellte ich das Auto ab und ging in Richtung des Zuchstalls. Dort traff ich aber nur vamps Stallburschen an, der mir sagte, dass vamp im Büro ist. Ich bedankte mich und ging in Richtung Haupthaus. Ich öffnete die Tür und betrat das Büro. vamp saß an ihrem Computer und sah nicht gerade glücklich aus. "Nein nicht abstürzen!", rief sie und seufzte dann. "Na toll jetzt kann ich alles nochmal machen. Oh hi Julie.", fluchte sie und begrüßte mich als sie mich im Eingang des Büros entdeckte. "Sorry bei mir geht alles drunter und drüber." "Hallo.", erwiderte ich und fügte hinzu: "Kein Problem, ich hab Zeit." Ich grinste und setzte mich auf den Stuhl gegenüber vom Schreibtisch. "Fürsti ist leider noch nicht transportfertig. Ich sag meinem Stallburschen schnell Bescheid dass er das machen soll. Möchtest du inzwischen eine Tasse Tee?" Ich bejahte und wartete im Büro während vamp davonhastete.
      Ein paar Minuten später kam sie mit 2 dampfenden Tassen Tee zurück und stellte eine davon vor mir auf den Tisch. Gemütlich tranken wir den Tee, der nach Pfefferminz schmeckte, und quatschten über Gott und die Welt. Ich fragte vamp nach ihrer Zucht und so fachsimpelten wir mal wieder über Pferde. Schließlich war der Tee leer und wir redeten wie des Öfteren nur sinnloses Zeug. Lachend gingen wir hinunter um nach dem Fürsten zu sehen. Der Pfleger befestigte grade die letzte Transportgamasche an seinem Fuß, was der Hengst mit einem entnervtem Aufstampfen quittierte. "Endlich ist das Vieh weg.", hörte man den Pfleger grummeln. Er schien keine gute Erfahrungen mit dem Ponyhengst gemacht zu haben, was mich grinsen ließ. "Wieso grinst du so?", fragte mich vamp neugierig. "Och ich musste nur grad daran denken wieviel Spaß ich mit dem kleinen Mann noch haben werde.", erwiderte ich. Dann ging ich zu ihm hin, kraulte ihn kurz, klickte den mitgebrachten Strick ein und führte ihn auf die Rampe des Hängers, den vamp schon geöffnet hatte. Der Hengst tänzelte die Rampe hoch und mir kam schon der Gedanke dass er ausrutschen würde oder Schlimmeres. Doch schließlich stand er sicher im Hänger, knabberte an dem Heu, während ich ihn anband. Ich verschloss alles fertig und klappte schließlich die Rampe wieder hoch. "Na das kann ja eine lustige Fahrt werden.", meinte ich. "Er ist im Hänger eigentlich brav.", meinte vamp und grinste. Ich lächelte und unterschrieb noch schnell den Kaufvertrag. Dann stieg ich ins Auto ein und fuhr langsam los. Wider meinen Erwartungen benahm sich der Rapphengst wirklich vorbildlich und es wurde eine sehr ruhige Fahrt zurück zu mir. Ich parkte den Wagen im Innenhof und ging nach hinten um die Rampe zu öffnen und die Stangen auszuhängen. Dann ging ich nach vorne und band Fürsti ab. Langsam führte ich ihn rückwärts aus dem Hänger. Diesmal blieb er ruhig. Mit gespitzten Ohren sah sich der Hengst um.
      Ich ließ den Rappen eine Weile gucken und führte ihn dann mit aufmunternden Worten Richtung Putzplatz. Dort angekommen, wurde er sorgfältig angebunden, damit ich ihm das Transportzeug abnehmen konnte. Also nahm ich ihm zuerst den Bein- und Hufschutz ab, dann die Transportdecke und zum Schluss wurde der Schweifschoner entfernt. Der Schweif hing nun seidig herab. Fürsti blieb relativ entspannt bei der Prozedur, nur als ich bei den Beinen hantierte, stampfte er ein paar Mal empört auf.
      Ich beschloss das schöne Wetter zu nutzen und mit dem Hengst einen kleinen Spaziergang zu den Weiden zu machen, damit er den Hof kennenlernen konnte und auch seinen künftigen Boxennachbarn. Also ging ich gemütlich mit dem Hengst im Schlepptau Richtung Nordwesten wo sich die große Weide befand. Ich hatte noch eine zweite, die allerdings etwas kleiner war. Die anderen Weiden waren alle längst abgezäunt worden. Der Hof war einfach viel zu groß, für meine Bedürfnisse. Er war ausgerichtet darauf, dass man hier ein großes Gestüt gründen konnte, was anfangs auch meine Pläne waren, weshalb ich einige Rennpferde hatte. Allerdings hatte mir der Kauf dieser Pferde mehr Geld abverlangt als ich berechnet hatte, wodurch ich meine Pläne aufgeben musste. Die Pferde wurden wieder verkauft und ein Teil des Geldes wurde dafür verwendet, den Hof notdürftig zu renovieren. Allerdings sah er nach wie vor alles andere als schön aus. Zumindest war der Stall technisch gesehen wieder auf einem neueren Stand und auch ein Teil der Boxen war saniert. Doch ich hatte trotzdem vor, das Gut zu verkaufen. Jemand anderes konnte damit garantiert mehr anfangen als ich. Über dieses und andere Dinge grübelte ich nach, während ich Richtung Weide ging. Ich ließ Fürsti hie und da am Wegrand etwas Gras abrupfen und gab ihm ausgiebig die Möglichkeit sich umzusehen. Als wir an der Weide ankamen wurde ich mit einem lauten Wiehern begrüßt. Van Deyk preschte vom hinteren Teil der Weide nach vor und sah mich erwartungsvoll an. Sobald er jedoch meine vierbeinige Begleitung entdeckte, war ich absolut uninteressant für den gescheckten Trakehner. Deyk hielt neugierig seine Schnauze über den Zaun. Die beiden beschnupperten sich kurz, als plötzlich der Schecke erschrocken den Kopf hochriss und zurückwich. Ich grinste. Deyk war es gewohnt der Herdenanführer zu sein, doch hier würde er einen harten Brocken haben. Ich hoffte nur, dass alles ohne größere Streitigkeiten von der Bühne ging, wenn ich sie zusammenließ. Normalerweise war es möglich Hengste in einem Herdenverband zu halten. Es durfte nur keine Stute in der Nähe sein. Da ich bisher nur Hengste hatte und eigentlich nie Probleme damit, wollte ich das auch fortführen.
      Ich blieb noch kurz stehen und beobachtete die zwei und entschloss mich zu gehen, als Fürsti auf einmal empört quickte. Für heute war das genug Neues für ihn.
      Ich verabschiedete mich liebevoll von Deyk, während sich Fürsti wieder mal dem Gras zuwandte und ging dann Richtung Hof zurück. Fürsti passte das zwar gar nicht, doch ich blieb konsequent und konnte einen kleinen Sieg verbuchen. Missmutig latschte der Hengst hinter mir her. Der Weg zurück blieb ohne größere Ereignisse, nur einmal wagte es ein böser Busch im Wind zu wehen, weswegen Fürsti leicht durchdrehte. Doch ich bekam ihn schließlich dazu sich zu beruhigen und ihn davon zu überzeugen dass der Busch absolut ungefährlich war. Er durfte ihn kurz beschnuppern um sich selbst auch davon zu überzeugen und ging dann seelenruhig daran vorbei. Na mit diesem Pferd kam garantiert keine Langeweile auf. Lächelnd brachte ich den Fürsten in seine Box und nahm ihm das Halfter ab. Dann kraulte ich ihn noch eine Weile und schmuste kurz mit ihm. Fürsti schloss die Augen und entlastete sein Bein. Er schien die kleine Aufmerksamkeit zu genießen und auch über die anschließende Karotte freute er sich. Dann ließ ich ihn alleine, damit er seine Box auskundschaften konnte. Außerdem musste Van Deyk noch bewegt werden.
      (c) Julie | 14 Oct 2011

      2. Pflegebericht
      Zasa kam zu Besuch
      Ich hatte gelesen, dass Julie einmalig einen Pfleger für ihre Pferde suchte. Ich hatte mich für ihre Stute Alice von Landwein gemeldet und wollte diese heute nun pflegen.
      Gerade lehnte ich mein Fahrrad an das Stallgebäude und betrat dann den hellen, Lichtdurchfluteten Stall. Von links und rechts schnaubten mir Julie's Pferde aus großen, geräumigen Boxen entgegen. Ich suchte die Stalltafeln ab, bis ich vor Alice's Box stand. Vorsichtig öffnete ich die Boxentür, um die braune Stute auch ja nicht zu erschrecken. Diese streckte mir neugierig den Kopf entgegen. Ich lächelte und zog ein Stück Möhre aus meiner Hosentasche. Mit flacher Hand hielt ich Alice das Leckerli hin und sie nahm es vorsichtig mit ihren samtenen Lippen von meiner Hand. "So ist es eine ganz feine!", lobte ich sie und hielt ihr dann meine Hand hin. Die junge Stute schnupperte kurz, als sie dann aber bemerkte, dass ich nichts mehr hatte, senkte sie den Kopf um mich mal weiter zu beschnuppern. Ich streichelte den muskulösen Hals der Stute, dann ging ich wieder aus der Box heraus und verschloss sie. Ich ging die Stallgasse entlang bis zur Sattelkammer und öffnete diese. Wow, hier war aber viel gelagert! Ich suchte etwas, bis ich Alices Sachen entdeckte. Dann nahm ich ihren roten Eskatronhalfter und ihren Putzkasten und machte mich wieder auf zu ihrer Box. Ich stellte den Putzkasten neben der Box ab, dann öffnete ich wieder die Tür zu Alice und hielt ihr abermals meine Hand hin. Alice, auch genannt, das Apassionata Pferd stupste mich nur frech an. Ich streichelte ihr etwas am Kopf, dann stellte ich mich neben sie und halfterte sie auf. Brav stand die Stute da, bis ich das Halfter geschlossen hatte und sanft am Strick zupfte, mit den Worten "Komm schon, jetzt machen wir dich schön!“ Gelassen lief die kleine Stute hinter mir her und ließ sich problemlos zum Putzplatz führen. Dort band ich sie fest und holte dann noch schnell ihren Putzkasten, dann konnte es schon losgehen! Ich brauchte nicht lange bis Alice sauber war, anscheinend war sie gestern sehr ausgelassen und hatte es nicht nötig sich zu wälzen. Während ich die Stute nun die Hufe auskratzte und danach noch Mähne und Schweif verlas, redete ich unablässig mit ihr, erzählte von meinen eigenen Hof mit sehr vielen Pferden und fragte sie über ihr Leben aus. Sie antwortete zwar immer etwas einsilbig, doch es machte trotzdem Spaß, sich mit ihr zu unterhalten ^_^.
      Schließlich war ich dann auch mit den Hufen und seinem Langhaar fertig und brachte den Putzkasten geschwind wieder zurück in die Sattelkammer. Auf einem Schrank sah ich ein Anti-Fliegenspray stehen, was ich mir eben mal schnell schnappte, eben so wie Fliegenmaske, die auch bei Alice's Sachen lagen. So lief ich wieder zurück zu der Welsh Stute, welche schon - genervt von den Fliegen und Pferdebremsen - mit dem Schweif schlug. Ich zog ihr schnell die Maske über die Ohren unter ihren Halfter, dann sprühte ich sie mit dem Fliegenmittel ein. Das gefiel ihr anfangs überhaupt nicht, doch schließlich ließ sie es sich doch ohne weitere Beschwerden über sich ergehen. Ich lobte die gelehrige Stute und als ich fertig war und machte sie dann los. Ich wollte mir als erstes mal den Hof ansehen, auf dem mein heutiges Pflegepferd stand. Und sie kam natürlich mit! Ich führte 'meine' Hübsche über den Hof, kam an wunderschönen, saftiggrünen Weiden vorbei, natürlich an dem Stall und an einem Reitplatz. Alice von Landwein ließ sich gut führen, nur wenn Gras in ihrer Nähe war, musste ich ihr etwas zeigen wer hier der Chef war, sonst verlief alles problemlos. Eine halbe Stunde spazierten wir so über Julies's Hof und ich sah mir alles an. Zwischen durch wollten sich immer wieder Bremsen an der kleinen niederlassen, doch gemeinsam verscheuchten wir die Viecher alle wieder! Jetzt wollte ich trotzdem noch etwas mit ihr arbeiten. Also holte ich ihre Trense und die Langzügel aus dem Sattelschrank. Sie lies sich geduldig auftrensen und kurz darauf standen wir schon in der kühlen Halle.
      Nach dem aufwärmen übten wir ein paar Tricks wie Plie und arbeiteten am versammelten Galopp, welche die M-Dressur ausgebildete Stute aber mit links beherrschte.Nach einer halben Stunde wollte ich Alice noch schnell raus auf die Weide lassen, damit ich ihre Box noch ausmisten konnte. Ich brachte Alice mit Halfter und Fliegenmaske auf die Weide. "Wehe, du machst die Maske kaputt, dann ist Julie aber sauer", meinte ich nur, streichelte dei Stute noch einmal und ging dann in den Stall. Dort füllte ich als erstes schnell einen Eimer mit kaltem Wasser und brachte ihn dem Pony auf die Weide, dann suchte ich mir Schubkarren und Mistgabel und machte mich an die Arbeit. Nach 15 Minuten war die Box komplett leer und ich brachte die volle Schubkarre zur Misthaufen, welcher umwimmelt von lästigen Fliegen war. Danach suchte ich noch das Einstreu, fand es aber schnell und weiter ging es mit der Arbeit! Schnell war die Box wieder eingestreut und so konnte ich Alice zufrieden wieder reinholen. ie Stute wartete schon ungeduldig am Zaun auf mich. Ich hakte den Strick ein und führte die aufgeweckte kleine zügig zum Stall. Sie betrat ihre Box voller Freude, ich konnte sie verstehen, schließlich war es draußen wirklich warm! Nachdem Alice wieder in ihrer Box stand, holte ich das Wasser wieder rein - besser gesagt den leeren Eimer - und danach das Fliegenmittel vom Putzplatz. Dann ging ich nochmals zu Landwein's Box. Ich säuberte die Tränke noch schnell, dann bekam sie noch ein Leckerli und ich verabschiedete mich von der Hübschen. "Vielleicht komme ich ja öfter mal vorbei. Aber dann bist du nicht mehr vom reiten beferit!", warnte ich Alice mit einem breiten Grinsen gleich noch vor, während sie genüsslich ihr Leckerli fraß. Dann schloss ich die Box wieder, ging zu meinem Drahtesel und fuhr nach Hause.
      (c) Zasa | 23 Aug 2012


      3. Pflegebericht
      Neuanfang
      Mit einem komischen Gefühl stand ich heute auf. Heute würde der letzte Tag sein. Ich hatte alle bürokratischen Dinge abgewickelt und auch einen Käufer für meinen alten Hof und das Haus hier gefunden. Der Kaufvertrag war unterschrieben, ebenso der Vertrag für das neue Grundstück wo ich ab jetzt mit meinen restlichen Pferden hinziehen werde. Auch meine sämtlichen Angestellten hatte ich entlassen. Nun stand nur noch der Umzug bevor.
      Das Büro war schon geräumt, die Futterkammer im neuen Stall gefüllt, die Boxen waren schon eingestreut. Alles war auf die Pferde vorbereitet.
      In meinem Haus hatte ich schon alles was ich nicht zum Leben brauchte in das neue Haus gebracht. Der Rest würde heute noch folgen.
      Es sollte ein kalter Tag werden wie ich mit einem Blick auf das Thermometer feststellte. Typisch für Mitte Januar lag Schnee und ich hoffte ohne Komplikationen von A nach B zu kommen. Widerwillig schob ich die warme Bettdecke zur Seite und stand auf. Ich zog mir meine Stallklamotten an und ging nach unten um mir einen Kaffee aufzusetzen und Jessy rauszulassen. Zeus war mittlerweile leider gestorben, da er Krebs hatte und nach langem Überlegen beschloss ich mir wieder einen Hund zuzulegen. So zog Jessy ins Haus, ein schwarzer Flat Coated Retriever. 6 Monate alt und nur Flausen im Kopf. Ich schüttelte den Kopf darüber, als ich daran dachte wie sie damals mit 8 Wochen das erste Mal durch mein Haus gestolpert ist. An die vielen Dinge die unter ihrem Beißdrang zu leiden hatten. Mittlerweile war sie gewachsen, hatte noch mehr Energie entwickelt und war neben den Pferden das Wichtigste in meinem Leben.
      All das ging mir durch den Kopf, während ich meinen Kaffee trank und durch das Fenster Jessy beim Toben durch den Garten zusah. Ich sah auf die Uhr. „Noch genug Zeit.“, murmelte ich, trank aus und stellte die Tasse in den Geschirrspüler. Dann schüttelte ich mich kurz um die trüben Gedanken abzulegen und begann ein Lied zu summen, während ich Richtung Bad.
      Als ich fertig war, war es 7 Uhr. Ich pfiff nach Jessy und schlug den kleinen Weg in Richtung meines alten Hofes ein. Wehmütig betrachtete ich meinen Namen auf dem Briefkasten. Julie Lehmann. Bald würde hier ein anderer Name stehen. „Jetzt hör doch auf Trübsal zu blasen. Es ist das Beste und der neue Hof ist toll.“, schalt ich mich selber. Jessy sauste schon in Richtung Hof. Ich summte wieder und sah wie jeden Tag anfangs in den Hengststall. 3 Köpfe sahen mir erwartungsvoll entgegen. Ich begrüßte meine 3 Hengste freundlich und streichelte jeden kurz. Dann schmiss ich jedem eine Ladung in die Box und holte 3 Eimer um das Futter vorzubereiten. Leise summte ich wieder vor mich hin, während ich die Eimer füllte. Dann leerte ich zuerst Van Deyk und danach dem Fürsten und dem Spanier das Futter in die Krippe. Mit einem leisen Brummeln verschwanden drei Nasen im Futter und man hörte nur mehr zufriedenes Kauen und Schmatzen.
      Lächelnd ging ich weiter zum Stutenstall, wo sich zwei Köpfe hoben als ich eintrat. Alice wieherte leise und auch Strigoi brummelte. Auch die beiden begrüßte ich wie zuvor die Hengste und bereitete dann auch den zwei Mädchen summend das Futter zu, nachdem ich das Heu in die Boxen geschmissen hatte. Nachdem ich es beiden gegeben hatte, verschwanden auch hier sofort die Nasen und man hörte ein zufriedenes Kauen.
      Während die Pferde ihr Frühstück vertilgten, erledigte ich einige Arbeiten. Ich fegte den Hof und den Putzplatz, äppelte die Paddocks ab und fegte dann die Stallgassen. Anschließend begann ich die ersten Sachen umzugsfertig zu machen. Decken und diverses anderes Zubehör verschwand in großen Kisten.
      Schließlich war die Sattelkammer fast leer. Nur die Halfter, zwei Stricke und das Sattelzeug hingen noch darin. Am Boden stand noch das Putzzeug. Auch die Abschwitzdecken hatte ich noch dagelassen. Alles was Platz hatte, war schon sorgfältig in meinem Kombi verstaut. Den Rest würde ich dann gemeinsam mit James rüberfahren, der sich bereit erklärt hatte mir beim Umzug zu helfen. Er war ein ehemaliger Angestellter von mir und wir wurden in der Zeit, wo er für mich arbeitete, wirklich gute Freunde.
      Zufrieden mit mir, schnappte ich mir ein Halfter, einen Strick und eine Putzbox, ging erneut in den Hengststall und zielstrebig zu der Box des einzigen Schecken den ich hatte. Van Deyk brummelte freudig, als er mich sah. Ich kraulte ihn kurz und redete dabei auf ihn ein. Dann halfterte ich ihn auf, was er bereitwillig geschehen ließ und führte ihn hinaus in die Putzecke. Dann fing ich an ihn sorgfältig zu putzen. Ich striegelte ihn, bürstete Mähne und Schweif bis sie wieder voll und glänzend herabhingen und schnitt beides zurecht. Anschließend kratzte ich noch die Hufe aus. Schließlich ging ich hinein und mistete noch seine Box aus.
      Aus der Sattelkammer holte ich dann sein Sattelzeug und schleppte beides zurück zu dem Hengst. Ich sattelte und zäumte ihn und führte ihn in die Halle. Dort arbeitete ich ihn ca. eine Stunde lang und übte vor allem die Übergänge und die Seitengänge.
      Nachdem wir fertig waren, ritt ich ihn noch ab und schmiss ihm dann eine Abschwitzdecke rauf, sobald ich ihn abgesattelt hatte. Zufrieden führte ich ihn zurück in die Box, gab ihm ein Leckerli und lobte ihn noch einmal. Anschließend kam Fürst dran. Auch er wurde zuerst geputzt, dann seine Box gemistet und schließlich aufgezäumt. Allerdings wollte ich ihn heute nur longieren, da er heute seinen leichten Tag hatte. Nach einer dreiviertel Stunde brachte ich ihn zurück und holte mir den temperamentvollen Spanier. Ezio machte wie immer etwas Show, während wir rausgingen. Ich ließ mich von seinem Temperament jedoch nicht mehr aus der Ruhe bringen und als wir beim Putzplatz waren, hatte sich der Hengst ebenfalls beruhigt. Nachdem ich ihn geputzt hatte, mistete ich ebenfalls seine Box aus.
      Mit ihm machte ich heute wieder Bodenarbeit. Er arbeitete super mit und ließ ausnahmsweise mal nicht den Macho raus. Zufrieden führte ich ihn zurück in den Stall und kraulte ihn noch kurz und belohnte ihn.
      Mittlerweile war es Mittag. Ich kümmerte mich noch um Alice, mit der ich ebenfalls Dressurarbeit machte, nachdem ich sie geputzt und ihre Box gemistet hatte. Zum Schluss kam dann noch Strigoi dran, mit der ich auch Bodenarbeit machte, nachdem ich sie geputzt hatte. Auch ihre Box hatte ich ausgemistet und nachdem ich sie zurückgebracht hatte, pfiff ich Jessy und ging nach Hause etwas essen.
      Nach dem Essen, richtete ich die beiden Hänger her. Einen hatte ich mir geliehen, der zweite gehörte mir. Dann wartete ich geduldig auf James und räumte gleichzeitig noch den Rest zusammen. Als James eintrudelte war alles vorbereitet und die Pferde transportfertig. Wir begrüßten uns herzlich und luden dann noch James Kleinbus voll. Dann führten wir die ersten zwei Pferde zum Hänger. Ezio und Van Deyk waren die Ersten. In den Hänger daneben kamen Alice und Strigoi.
      Ich kontrollierte noch einmal alles und stieg schließlich in mein Auto. Jessy hatte ich zu Hause gelassen, da ich ihr die Hin- und Herfahrerei nicht antun wollte. Die Straßen waren super zu befahren und so gelangte ich schnell zu meinem neuen Zuhause.
      Ein kleiner Hof mit insgesamt 8 Boxen und etwas Grund. Ich war zufrieden damit. Glücklich darüber, dass die Fahrt ohne Probleme verlaufen ist, lud ich die Pferde aus und brachte sie auf den Paddock damit sie sich die Beine vertreten konnten. James der nach mir gekommen war, lud die beiden Stuten aus und ließ sie ebenfalls auf einen Paddock. Wild buckelnd erkundeten Alice und Strigoi den Platz und galoppierten herum.
      „So jetzt noch den schwarzen Fürsten und das restliche Futter und dann hätten wirs“, verkündete ich fröhlich und stieg wieder ins Auto. James fuhr mit um mir zu helfen. Während er Fürst noch transportfertig machte lud ich noch diverse Futtermittel ein, die ich mitnehmen wollte. Das Heu und das Stroh hatte ich mit dem Hof mitverkauft da es mir zu umständlich war auch das mitzunehmen. Mit viel Glück hab ich aber dafür sorgen können, dass ich auf dem neuen Hof genug Heu und Stroh hatte. Zumindest über den Winter kam ich damit.
      Nachdem ich fertig war, lud ich noch den schwarzen Hengst ein und fuhr los.
      Am Zielort angekommen, brachte ich Fürst auf den Paddock und lud dann mit James gemeinsam alles aus. Wir verstauten das Sattelzeug, die Halfter, das Futter, diversen Kleinkram und noch mehr. Schließlich waren wir fertig und streuten noch die Boxen ein. Dann fingen wir die Pferde ein und brachten sie in ihren neuen Stall. Nachdem jeder in seiner Box war, sein Heu und sein Futter hatte, die Stallgasse gefegt war verabschiedete ich mich dankbar von James und versprach eine Belohnung für seine Hilfe. Dann fuhr ich erneut zurück und lud meinen restlichen Hauskram ein. Auch Jessy nahm ich jetzt mit. Es war mittlerweile Abend und ich war froh wenn ich in meinem Bett war.
      In meinem neuen Zuhause angekommen, räumte ich alles notdürftig ein, sodass ich nicht im Chos versank und bereitete mir und Jessy das Abendessen vor. Dann fiel ich müde ins Bett. Meine letzten Gedanken galten dem was mich morgen erwartete.
      (c) Julie | 23 Jan 2013

      TA-Bericht:
      Da meine Rasselbande demnächst auf die große Reise gehen soll, wollte ich sie vorher alle noch mal durchchecken und die Impfungen auffrischen. Auch entwurmt sollten alle nochmal werden. Also sammelte ich in der Praxis alles zusammen und fuhr auf meinen Hof. Ich hatte schon am Morgen alle Pferde gefüttert und sie danach auf die Weide entlassen. James, ein alter Kumpel von mir, der mir schon ewig auf dem Hof half, tauchte wenig später auf und ich erklärte ihm wie ich die ganze Geschichte anpacken wollte.
      Da ich mir zuerst die Stuten vornehmen wollte, bewaffneten wir uns 2 Stricken und holten nach und nach Strigoi, Ayumi, Maifee und Alice von der Koppel. Alice band ich gleich am Putzplatz an, die anderen brachte ich vorrübergehend in den Stall.
      Dann holte ich mein Zeug und begann Alice erstmal durchzuchecken. Ich betastete ihren Rücken und ihre Beine, sah mir die Zähne an, maß den Puls und die Temperatur. Anschließend ließ ich sie mir noch von James vortraben. Es passte alles wunderbar, also verabreichte ich ihr zuerst die Wurmkur und frischte dann die Impfungen auf.
      Als nächstes kam Maifee dran. Die kleine Stute wurde ebenfalls durchgecheckt, ihr Gangbild angesehen und dann geimpft und entwurmt. Ich hatte sie noch nicht lange und ging deshalb dementsprechend vorsichtig mit ihr um, doch es gab kein Problem. Auch Maifee war kerngesund und fit für die große Reise.
      Anschließend kam Strigoi dran. Strigoi war in Sachen Tierarzt eine Art Schlaftablette. Sie ließ alles dösend über sich ergehen, nur bei der Impfung zuckte sie kurz. Die Welshstute war topfit und hatte keinerlei gesundheitlicher Beschwerden.
      Ayumi war etwas schwierig, da sie noch sehr jung war, doch mit der Hilfe von James und gefühlten 3 kg Leckerlis und einem Redeschwall an beruhigenden Worten, schaffte ich es auch sie zu impfen und zu entwurmen. Ayumi war ebenfalls topfit und hatte ein klares Gangbild.
      Nachdem wir alle Stuten wieder auf die Weide verfrachtet hatten, wo sie sich genüßlich dem Gras widmeten, kamen die Hengste dran.
      James und ich schnappten uns der Reihe nach Van Deyk, den Fürsten, Ezio und Snowflake. Ich begann mit meinem kleinen Macho, der den Putzplatz sofort intensiv beschnupperte. Da aber die Stuten, die er roch nicht in Sichtweite waren, stieß er erstmal ein gellendes Wiehern aus und sah sich suchend um. Unruhig trat er hin und her, was mir das untersuchen nicht gerade leicht machte. Auf mein strenges „Steh!“ blieb der Hengst schließlich mit einem etwas verdutzten Blick stehen und sah mich mit einem „was hast du denn?“ Blick an. Ich ignorierte und führte meine Untersuchungen fort. Dann ließ ich ihn ebenfalls vortraben und gab ihm schließlich seine Impfungen und seine Wurmkur.
      Van Dey, der als Nächstes dran kam, war das Gegenteil des Andalusiers. Geduldig ließ er alles über sich ergehen und zuckte nicht einmal bei der Impfung. Ich lobte ihn und freute mich dass er immer noch so fit war. Dann holte ich den Fürsten, wo es ebenfalls kein Problem gab. Ich kannte ihn schon sehr gut und wusste wie ich zu tun hatte, damit er sich in Ruhe impfen ließ. Zufrieden entließ ich ein weiteres gesundes Tier zurück auf die Weide. Zum Schluss kam noch Snowflake dran. Der kleine Hengst war neu und so ging ich vorsichtig mit ihm um, da ich nicht wusste, wie er auf den Tierarzt zu sprechen war. Doch es gab keine Probleme und er ließ sich brav abtasten, Puls und Temperatur messen und auch beim Impfen und Entwurmen gab es kein Theater. Ich lobte den Hengst und entließ auch ihn auf die Weide. Seufzend wischte ich mir über die Stirn und bedankte mich bei James für seine Stimme. Ich würde ihn wirklich vermissen, wenn ich nach Australien gehen würde.
      (c) Julie | 08 Oct 2013

      Hufschmiedbericht für Fürst der Finsternis
      Heute hatte mich Julie gebeten, mich um die Hufe ihrer Pferde zu kümmern. Ich war schon anwesend, denn ich hatte mich vorher schon um einige andere Pferde gekümmert. Fürst der Finsternis wurde gerade angebunden. Ich klopfte ihm kurz auf den Hals, woraufhin er genervt die Ohren anlegte, dann holte ich meine Werkzeuge. Er beäugte mich mit sichtlichem Desinteresse, während ich an seinen Hufen arbeitete. Zuerst kratzte ich ihm gründlich die Hufe aus, dann überprüfte ich eben jene nach Beschädigungen, Entzündungen oder Ähnlichem. Danach machte ich einen Probeschnitt, bei dem ich feststellte, dass normal viel ausgeschnitten werden musste. Dann entfernte ich das lose Sohlenhorn von allen Hufen, was sich Fürst ebenfalls mehr oder weniger brav gefallen ließ. Danach raspelte ich noch ein wenig an den Hufen herum, und schon waren wir auch damit fertig. Ich ließ ihn probeweise ein wenig traben und galoppieren. Die Hufe waren gut, so wie sie jetzt waren, alles saß perfekt. Schließlich bekam Fürst noch ein Stück Apfel von mir. Kurz darauf verabschiedete ich mich von Fürst der Finsternis.
      (c) Helly25 | 07 Jun 2013

      Hufschmied auf dem Gestüt von Julie
      Ich ließ mich in den Bully fallen, ließ den Motor an und schaltete als allererstes das Radio an, Sender umschalten, die passende Musik an. Check!
      Ich hatte eine relativ weite Fahrt vor mir – und das fiel mit Musik einfach leichter. Zumal diese auch das Geklapper der Hufeisen überdeckte, das konnte nämlich ganz schön nerven.
      Rückwärtsgang rein, laut mitsingen, ab geht’s!
      Nach rund einer Stunde Fahrt war ich endlich auf dem kleinen Gestüt von Julie angekommen, parkte meinen Bully direkt vor dem Stall und begrüßte Julie kurz. Ich ließ mir die Pferde zeigen, welche ich machen sollte, dann musste sie sich verabschieden, da sie noch Termine hatte.
      Als erstes stand Van Deyk auf den Plan. Den Hengst kannte ich bereits, sodass wir kein großes Problem miteinander hatten.
      Ich band ihn an, streichelte ihn kurz und holte dann meine Ausrüstung. Zuerst musste ich die alten Eisen entfernen, dann kürzte ich den Huf und feilte ihn in die richtige Form. Das war bei Deyk schnell gemacht, da er echt artig war.
      Als ich alle Hufe geraspelt hatte, trat ich einen Schritt zurück und schaute mir das Ergebnis an. Er stand gerade, alles gut.
      Dann fertigte ich die Eisen an. Da er viel im Springen ging, bohrte ich vorsichtshalber Stollenlöcher hinein.
      Auch das Anfertigen ging schnell. Und da er beim Annageln artig stehen blieb und den Huf schön hoch hielt, war er schnell fertig. Einmal im Trab die Stallgasse hoch und runter – alles saß perfekt und fest, nichts klapperte.
      So konnte Deyk schon wieder in den Stall und ich brachte mir direkt das nächste Pferd mit.
      Als nächstes war das Welsh Pony Fürst der Finsternis an der Reihe. Bei ihm hatte ich schon etwas mehr Probleme. Er ließ sich zwar artig anbinden, biss mich aber, sobald ich mich umgedreht hatte. Auch beim Hufegeben war er nicht so nett wie Deyk.
      Aber auch bei ihm konnte ich bald einigermaßen vernünftig die Eisen abnehmen und dann die Hufe kürzen. Bei ihm stellte ich fest, dass er phänomenal hartes Hufhorn hatte, sodass ich mit aller Kraft daran gehen musste. Dafür hatte er jedoch sehr gute Hufe ohne jegliche Risse oder Mängel.
      Nun konnte ich auch bei ihm die Eisen anfertigen und dann annageln. Er hatte eine höchst angenehme Hufform, sodass ich nicht viel anpassen musste. Mittlerweile schien er sich auch mit seiner Situation abgefunden und verstanden zu haben, dass er mich so leicht nunmal eben nicht los wurde. Beim Annageln war er jedenfalls vollkommen brav.
      Ihn ließ ich anschließend ebenfalls einmal über die Stallgasse traben und brachte ihn wieder in die Box, als ich sicher war, dass alles gut saß.
      Anschließend war Alice von Landwein an der Reihe. Hier hatte Julie mich direkt gewarnt, dass sie nicht Hufschmiedfromm sei. Na, das konnte ja heiter werden.
      Ich band sie ganz normal an, strich über ihren Hals und redete mit ruhiger Stimme auf sie ein. Sie war beschlagen – irgendwie mussten demnach ja auch die Eisen da drauf gekommen sein. Das stimmte mich etwas zuversichtlich. Für gewisse Notfälle hatte ich ein Sedativum im Bully, das wollte ich aber nicht unbedingt nutzen müssen.
      Beherzt nahm ich also den ersten huf hoch – zu meiner Überraschung ließ sie alles brav mit sich machen. Man sah, dass der letzte Hufschmiedbesuch noch nicht allzu lange her sein konnte, oder ihre Hufe wuchsen sehr langsam.
      Vorsichtig entfernte ich die alten Eisen von den Hufen und redete fortwährend beruhigend auf sie ein. Dann kürzte ich die Hufe und brachte sie in Form. Ihr Horn war deutlich weicher als das vom Fürsten, aber auch ihre Hufe waren in Ordnung.
      Nun konnte ich die Eisen anpassen. Dieser Vorgang war schnell gemacht. Als ich jedoch das heiße Eisen auf den huf drückte, sprang sie in die Seite und begann zu zappeln. Ich ließ nicht los, redete weiter auf sie ein und versuchte sie zu beruhigen, bis sie schließlich prustend und aufgeregt, aber still stehen blieb. Ich lobte sie sofort und beeilte mich, das Eisen anzunageln.
      Ähnlich lief die Prozedur auch bei den anderen Hufen ab. Aber es wurde immer besser – sie lernte schnell. Am Ende bekam sie eine Möhre von mir, damit sie lernte, dass ich ihr nichts tue. Dann ließ ich sie noch einmal über die Gasse traben und brachte sie dann ebenfalls in den Stall.
      Nun holte ich Ezio Auditore da Firenze aus dem Stall – der Weg zum Anbindering war jedoch spannend. Denn er zeigte deutlich, dass er ein Hengst war, machte sich groß, wieherte und war alles in allem nicht sonderlich gewillt, brav neben mir her zu gehen. Aber wir schafften es.
      Der Rest der Hufbearbeitung verlief dafür ziemlich angenehm. Ohne Probleme konnte ich die Eisen entfernen, die Hufe kürzen und feilen, korrigieren und richtig stellen. Dann – wie immer – Eisen anpassen, annageln – fertig. Eigentlich ein sehr angenehmer Hengst, wenn gerade keine Stute in Riechweite war. Aber das kannte ich ja schon.
      Auch ihn ließ ich die Stallgasse auf und ab traben. Bei ihm war es auch kein Problem, ihn in den Trab zu bekommen, da er ja ohnehin neben mir her trabte, wenn Stuten in der Nähe waren und er die Gelegenheit bekam.
      Es saß alles sehr gut, nichts klapperte oder war locker, kein Nagel stand hervor – er konnte wieder in die Box.
      Als nächstes holte ich Strigoi aus der Box. Sie giftete mich postwendend an, als die Boxentür knarrend zur Seite schwang.
      Doch auch sie war nachher recht brav, als ich die alten Eisen entfernte. Bei ihr war der Strahl verformt und hatte bereits Taschen gebildet, sodass ich ihn deutlich kürzen und zurechtschneiden musste. Hätte Julie etwas länger gewartet, hätte ich das ohne vorherige Behandlung nicht mehr korrigieren können. Auch ansonsten waren ihre Hufe sehr weich und teilweise eingerissen. Gott sei Dank konnte ich die beschädigten Stellen jedoch alle entfernen, da es ohnehin diejenigen Stellen waren, die aufgrund der Länge weggeschnitten werden mussten.
      Nun fertigte ich ihr Eisen an und nagelte diese dann an. Auch dies ging bei ihr sehr schnell.
      Als das Vortraben in Ordnung war, durfte sie wieder in ihre Box, wo sie mir sofort den Hintern zudrehte und genüsslich begann, Heu zu knabbern.
      Daraufhin war das erste Fohlen heute auf meiner Liste: Ayumi. Na ja, Fohlen ist gut. Die Stute war immerhin schon zwei Jahre alt.
      Dementsprechend ließ sie sich aber schon sehr gut führen, kannte das Anbinden und gab mir auch bereitwillig den Huf. Ab und an musste ich zwar absetzen, da sie noch nicht die Balance hatte, den huf so lange in der Luft zu halten, doch das war schließlich halb so wild.
      Und da ich bei ihr auch nur ausschneiden musste und sie darüber hinaus eine sehr gute Hufhornqualität hatte, war ich dementsprechend schnell fertig. Sie wuchs gerade und hatte eine schöne Hufform – viel zu korrigieren gab es hier nicht.
      Ich lobte sie nach getaner Arbeit und brachte sie dann wieder in die Box.
      Anschließend machte ich mich auf zur Box von Maifee. Gott sei Dank war sie doch nicht so klein, wie ich vermutet hatte. Sie musste knapp 90 Zentimeter geschätzt haben – deutlich angenehmer als die Sammel-Minishettys von unter 75 Zentimetern.
      Auch sie nahm ich mit zum Anbindeplatz, strich kurz über ihren Hals und begann dann mit meiner Arbeit.
      Sie war tatsächlich beschlagen. Es war kaum zu glauben – ich hatte wirklich keine Ahnung, ob ich SO kleine Hufeisen mit hatte.
      Aber zunächst entfernte ich die alten Eisen. Sie waren noch gut in Schuss – zur Not würde ich sie erst einmal wieder draufnageln.
      Anschließend kürzte ich die Hufe. Gott Lob war die Stute sehr brav und ließ alles artig über sie ergehen. Ab und an gähnte sie herzhaft.
      Als die Länge wieder passend war, feilte ich noch Form hinein und schnitt den Strahl noch etwas gerade. Ging bei der geringen Hufgröße alles ziemlich schnell, aber auch auf den Rücken. Ab und an musste ich mich gerade hinstellen und einmal strecken, da ich sonst Rückenschmerzen bekam.
      Bald war aber ein Ende in Sicht und alle Hufe standen korrekt.
      Nun ging ich zu meinem Bully und durchwühlte mein Hufeisensortiment. Und da, tatsächlich, ich hatte so kleine Hufeisen. Ich hätte es nicht gedacht, denn ich konnte mich nicht daran erinnern, jemals so kleine gekauft zu haben.
      Sie ließen sich auch gut und schnell anpassen. Bald presste ich also die heißen Eisen auf ihre Hufe und konnte sie annageln, als sie von der Form her passten.
      Auch mit ihr trabte ich einmal die Stallgasse entlang – alles passte sehr gut.
      Dann durfte die kleine Stute auch schon wieder in die Box. Sie war wirklich artig gewesen – sie gefiel mir.
      Endlich stand schon das letzte Pferd auf dem Programm. Doch als ich in den Stall von Little Snowflake schaute, stöhnte ich. Also doch so ein kleines Pony!
      Und ja, auch er war beschlagen. Noch kleinere Hufeisen!
      Als ich beim Entfernen der alten Eisen schon bemerkte, dass der kleine Hengst sehr brav war, beschloss ich, mich einfach neben ihm auf die Knie zu hocken. So war die Arbeit doch etwas rückenschonender, auch, wenn es so gewisse Risiken barg. Doch wie hieß es noch so schön? No risk, no fun!
      So ging es aber in der Tat viel leichter, auch wenn es nicht sonderlich gut für meine Hose war, da ich keine Lust hatte, zwischendurch immer aufzustehen und deswegen immer von Huf zu Huf rutschte.
      Snokflake enttäuschte mich nicht und blieb artig stehen, schnaubte an und zu ab oder schnüffelte neugierig an mir. Sehr liebenswertes Pony.
      Seine Hufe waren aber leider in nicht ganz so gutem Zustand, was aber nichts machte, da er ja ohnehin beschlagen wurde und er somit durch sein verhältnismäßig weiches Hufhorn keinen Nachteil haben dürfte. Julie musste nur aufpassen, dass ihm kein Eisen abriss, da das wieder annageln dann tendenziell bei ihm eher schwer werden würde.
      Auch für ihn fand ich noch Eisen in der passenden Größe, die ich fast gar nicht anpassen musste. Er war sehr korrekt gebaut und stand gut auf seinen Füßen. Das war ein großer Vorteil.
      Schnell nagelte ich bei ihm die Nägel an, beseitigte scharfe Kanten und schmierte zuletzt die Hufe noch mit Huffett ein. Dann ließ ich ihn noch einmal traben und korrigierte noch eine Stelle, die noch geklappert hatte.
      Dann durfte der kleine Kerl wieder in seine Box. Ich lobte ihn noch einmal, dann ging ich wieder zum Anbindeplatz, fegte dort die Hufreste zusammen und weg, sammelte mein Zeug ein und fuhr dann fröhlich nach Hause.
      Es war wirklich ein anstrengender Tag gewesen, da es aber insgesamt sehr angenehme Pferde waren, war dies nicht so schlimm. Dennoch war ich froh, wenn ich nachher die Beine hochlegen konnte.
      (c) Eowin | 19 Sept 2013
    • Eddi
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      Ehemalige Berichte
      2013 - 2015
      Eddi - 22.10.2013 - Willkommen auf Gestüt 'La Fauconnerie'!

      „Schon die Verkaufsanzeigen durchgeschaut?“ fragte mich Monte grinsend und schob mir die Zeitung über den Frühstückstisch entgegen. Ich runzelte die Stirn, wurde aber schnell fündig, denn Monte hatte mir extra die benannte Anzeige rot einkreist. „Eine Auftakttochter?“ fragte ich neugierig und las mir die Anzeige durch, ehe mich leichte Trauer packte. Julie wollte sich aus dem Pferdeleben zurückziehen und suchte nun für ihren gesamten Hof neue Besitzer. Ich schaute schnell die Namen durch und entschied mich kurzerhand dafür, dass unser Gestüt Zuwachs in Form zweier Welshs bekommen würde. „Talulah? Machst du bitte den Hänger fertig?“ fragte ich lächelnd, sprang auf und lief ins Büro. Dort tippte ich Julies Nummer ins Telefon ein und rief direkt an. Ich wurde leicht gestresst, aber freundlich begrüßt und gab sofort meine Bitte kund. Julie schien begeistert, vor allem, weil ich die beiden Pferde für einen angemessenen Preis kaufen wollte. Als alles geregelt war, fuhr ich gemeinsam mit meiner Pflegerin los.
      Schon nach einer Dreiviertelstunde standen wir auf Julies kleinen Hof und ich wurde glücklich begrüßt. „Ich bin froh, dass sie zu dir kommen.“ lächelte sie und zeigte mir die beiden Prachttiere. Es handelte sich um Auftakts Tochter Alice von Landwein und den jungen Hengst Fürst der Finsternis. Beide bestachen durch ein wunderbares Äußeres, aber auch durch ihren Charakter. Alice kannte ich noch von damals, eigentlich hatte ich ihr Leben indirekt vom Fohlen bis zum Pferd mitverfolgt. Auch Fürst war mir nicht fremd und so wusste ich von beiden Pferden schon das ein oder andere. Während Talulah die beiden einlud, fragte Julie mich, ob ich Lust auf eine Tasse Kaffee hätte. Ich lehnte dankend ab, da ich kein Fan von Kaffee war. Dennoch besprachen wir in aller Ruhe den Vertrag und die Papiere. Als alles schriftliche geklärt war, überreichte ich Julie noch den Scheck über 80.000 Joellen und verabschiedete mich dann wieder. „Ich hoffe wir sehen dich mal wieder!“ rief ich noch, als wir schon fuhren.
      Zu Hause wartete für beide Pferde eine separate Weide, damit sie sich schön bewegen konnten, aber sich auch erst einmal eingewöhnen konnten. Natürlich wurden sie von allen besichtigt und bewundert. Fürst war aufgeregter als gedacht und trabte neugierig auf der Weide umher. Alice hingegen schien entspannt und ich wies Meg an, gleich einmal Animby zu holen und mit auf die Weide zu lassen. Wie gedacht, mochten sich die beiden Welshsstuten direkt von Anfang an. „Sie sind ja auch Vollschwestern.“ lächelte ich glücklich und streichelte Alice sanft über die Stirn, ehe ich mich auch wieder an die Arbeit machen musste.


      Hufschmiede "Happy Hooves"
      Zu Besuch bei Alice von Landwein und Fürst der Finsternis | 6 Dez. 2013 | Pepe

      „Hallo Pepe, ich hätte wieder Arbeit für dich!“ Es war Edfriend am Telefon. „Gerne, was kann ich für dich tun?“, fragte ich sie. „Hätte eine Stute und einen Hengst für dich, beide zur Kontrolle und für einen Neubeschlag. Bei Alice machen mir die Nägel ihres lockeren Hufeisens etwas Sorgen.“, kam als Antwort. „Kein Problem, ich könnte morgen Nachmittag bei dir sein, passt das?“ Edfriend willigte ein und ich legte auf.
      Am nächsten Tag setzte ich mich in mein Auto und fuhr zu Edfriend. Ihr Hof lag nicht weit entfernt und so war ich schnell da. Ich stieg aus und machte mich auf die Suche nach ihr. Ich fand die Pferdebesitzerin in der Stallgasse und begrüßte sich freundlich. „Wir beginnen mit Alice hier“, erklärte mir Edfriend, „ich muss bei ihr nur noch die Hufe auskratzen, dann kann es losgehen.“ „Kein Problem, ich muss eh noch meine Tasche aus meinem Auto holen.“, entgegnete ich und kam wenige Minuten mit meinen Utensilien zurück. Edfriend hatte die Welshstute vor ihrer Box angebunden. „Das linke Bein hat ein lockeres Eisen, kannst du da mal nach den Nägeln sehen?“ Ich nickte und nahm die Zange aus meiner Tasche. Mit einem schnalzen hob ich ihr Vorderbein an. Vorsichtig entfernte ich das lockere, alte, abgelaufen Eisen der Stute und legte es beiseite. Dann entfernte ich zwei Nägel, welche sich etwas in das Horn gebohrt hatten. „Alles kein Problem, keine Verletzung, die Nägel waren nur oberflächlich im Horn.“, beruhigte ich Alice’ Besitzerin. Zur Sicherheit prüfte ich noch ob der Huf warm oder ähnliches war, bevor ich ihn ausschnitt. Die Hufe der Stute waren etwas zu lang, das war aber minimal und ließ sich mit Ausschneiden und Feilen in den Griff bekommen. Dann kam der nächste Huf an die Reihe. Auch hier entfernte ich das alte Eisen, schnitt aus und feilte nach. Die Welshstute schien neugierig zu sein, was ich an ihren Füßen machte, blieb aber entspannt und ruhig stehen. Während ich die restlichen Eisen entfernte, kontrollierte ich ihre Hufe. Hier und da schnitt ich die Hufe etwas kürzer, sonst war nichts Beunruhigendes festzustellen. Als ich fertig war, betrachtete ich die Hufe von allen Seiten und feilte dort nach, wo es nötig war, damit die Stute gleichmäßig stand. „Ich hole mal vier neue Eisen und passende Stollen aus meinem Auto!“ Alice von Landwein sollte mit neuen Aluminiumeisen beschlagen werden, bei ihr entschied ich mich für einen Kaltschlag. Edfriend hob den ersten Vorderhuf an und ich schlug routiniert die frischen Nägel auf das Horn. Nur einmal zuckte Alice zusammen, blieb sonst aber wie die ganze Zeit ruhig. Nachdem alle Nägel im Horn waren und gekürzt waren, schraubte ich die Stollen ein. Damit würde die Stute bei Schnee und auf Gras einen besseren Halt haben. Weiter ging es mit dem nächsten Huf. Auch hier half mir Edfriend und wenig später war auch dieser Huf beschlagen und mit Stollen bestückt Als ich mit allen vier Hufen fertig war, bat ich Edfriend die Stute ein wenig herumzuführen. Alice lief zuerst etwas unsicher, gewöhnte sich aber sehr schnell an die neuen Eisen. Ich feilte die Vorderhufe auf dem Bock noch etwas nach und schon konnte die Welshstute entlassen werden.
      „Mit wem geht es nun weiter?“, fragte ich Edfriend und sie führte mich zu Fürst der Finsternis, ebenfalls einem Welshpony. Ich ließ den Hengst an meiner Hand schnuppern, während Edfriend ihm vor der Box die Hufe auskratzte. Das Pony war neugierig mir gegenüber. „Gleiche wie bei Alice, die alten Eisen müssen runter, er bekommt auch Aluminiumeisen mit Stollen“ Ich nickte und während die Ponybesitzerin an den Kopf des Hengstes trat, hob ich den linken Vorderhuf an. Die Eisen des Ponys waren bereits stark abgelaufen. „Gut, dass du mich angerufen hast, nicht dass sich der Gute beim Toben sich oder andere verletzt hätte; die Eisen sind rasiermesserscharf.“ Mit der Zange entfernt ich das erste Eisen und schnitt den Huf aus. Fürsts Hufe waren nicht so lang gewachsen, hier war wenig Korrektur nötig. Auch das Horn war kräftig und keinesfalls brüchig. Ich feilte den Huf glatt und eben und ging zum nächsten Huf über. Fürst sah meine Pläne jedoch etwas anders. Er stampfte mit dem Huf auf, als ich ihn aufnehmen wollte. Edfriend schimpfte mit ihm und ich startete einen neuen Anlauf. Diesmal ließ der Hengst sich das alte Eisen abnehmen und den Huf korrigieren. Nachdem alle alten vier Eisen abgenommen und korrigiert waren, holte ich auch für den Hengst neue Aluminiumeisen mit Stollen. „Kannst du mir bitte beim Beschlagen helfen? Nicht, dass er mir den Huf aus der Hand zieht und ich womöglich meine Hand nagele...“, grinste ich. Edfriend war natürlich sofort zu Stelle und hielt mir den ersten Huf. Ich legte das Aluminiumeisen auf das Horn und schlug neue Nägel zur Befestigung hinein. Fürst zuckte einige Mal kurz mit dem Fuß, Edfriend hielt den Huf ihres Hengstes jedoch sicher und stabil. Als alle Nägel im Horn und abgekürzt waren, bekam das Pony Stollen eingeschraubt. Weiter ging es mit dem nächsten Huf, auch hier hielt mir Edfriend wieder das unruhige Bein des Hengstes. „Da ist wohl einer ungeduldig!“, lachte ich, als ich in den zweiten Huf die Nägel schlug. Als alle vier Hufe beschlagen und mit Stollen bestückt waren, durfte auch Fürst der Finsternis eine Runde durch die Stallgasse gehen. Ich betrachtete die Hufe und feilte den linken Vorderhuf noch etwas nach. „Damit wär auch er hier fertig.“, sagte ich zu Edfriend und sie brachte den Hengst wieder zurück in seine Box. „Falls noch etwas sein sollte, oder Alice wieder ein lockeres Eisen hat, ruf mich sofort an und ich komme vorbei.“ Edfriend verabschiedete sich von mir und ich packte meine Sachen zusammen. Dann ging es zurück nach Hause.
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      Eddi - 10.12.2013 - In a one horse open sleigh

      „Jingle bells, jingle bells, jingle all the way! Oh, what fun it is to ride, in a one horse open sleigh, hey!“ Sangen Meg und ich in unserer schönsten Stimmlage. Die beiden Welsh Ponys sahen verstört in unsere Richtung, doch ich lachte nur. „Fandest du unseren Gesang so schlimm, Fürst?“ grinste ich und tätschelte dem Rappen seinen muskulösen Hals. Meg und ich waren gerade dabei, die beiden Ponys gründlich zu putzen, denn heute hatten wir etwas Besonderes vor. Seit einer Woche lag Schnee und den wollten wir nun nutzen! „Hast du Alice eigentlich schon ihren Pokal gezeigt?“ fragte Meg fröhlich und summte weiter. Ich schüttelte grinsend den Kopf und musterte die hübsche Welshstute, erst kürzlich hatte sie den 3. Platz bei der Stute des Monats Wahl belegt und wir waren alle sehr stolz auf sie gewesen.
      Nachdem die beiden Ponys ordentlich geputzt waren, holten wir die Geschirre aus der Sattelkammer. Ab und an hatten wir einige Probleme mit den ganzen Schnallen, doch irgendwann hatten wir beide Ponys sicher verpackt. „Tom?“ rief ich durch die Stallgasse und einige Minuten später kam er und holten die beiden Pferde ab. Zu fünft liefen wir raus auf den Hof, wo schon der Schlitten auf uns wartete. Genau, wir wollten eine Kutschfahrt machen! Aber nicht mit Fürst und Alice vor einem Schlitten, sondern mit zwei verschiedenen, denn die Mutter von Meg hatte heute Geburtstag und da sie total pferdevernarrt war, war das ihr Geburtstagsgeschenk. Gemeinsam mit Tom spannte ich die Ponys an, während Meg ihre Eltern und die Gäste in Empfang nahm.
      Schnell waren beide Schlitten voll und wir konnten losfahren. Die Route hatten wir gestern schon ausprobiert, genauso, wie wir in den letzten Tagen mit Fürst und Alice geübt, damit sie ordentlich vor dem Schlitten liefen. Manchmal hatte es dabei einige Eskapaden gegeben, doch die beiden waren die, denen ich am meisten bei so etwas vertraute und sie enttäuschten mich auch nicht! Beide liefen einfach spitze und ich konnte die Spazierfahrt richtig genießen. Irgendwann stimmten unsere Gäste auch wieder Jingle Bells an, was den Menschen und Pferden eine noch bessere Laune bereitete und wir so durch das weiße Wunderland fuhren.

      Eddi - 25.02.2014 - Noch ein Auftakt-Mädchen!

      Grinsend betrat ich den Stall und hielt Mia eine Verkaufsanzeige vor die Nase. „Noch ein Auftakt-Nachkomme und du musst zugeben, Herbsttraum ist einfach ein Traum!“ meinte ich lachend und überließ ihr die Zeitung, während ich die Halfter ordnete und auf ihre Reaktion wartete. „Von der Farbe ist sie auch verdammt interessant, warum nicht?“ meinte sie lächelnd und blickte enttäuscht in ihre Richtung, keine Standpredigt, nichts? Wie langweilig, anscheinend schien Mia sich allmählich an meine spontanen Käufe zu gewöhnen. Ich zuckte nur mit den Schulter und lief zu den hinteren Boxen, um die beiden Hengste Auftakt und BonnyBoy aufzuhalftern. „Hast du gehört, mein Hübscher? Bald zieht eine weitere Tochter von dir ein.“ meinte ich grinsend und führte die beiden Hengste aus den Stall zu ihrer eigenen großen Weide. Die beiden Welshhengste hatten sich von Anfang an perfekt verstanden und so teilten sie sich inzwischen schon seit einer Weile ihre Weide. Die beiden hatten heute frei, weil sie erst gestern noch auf einem Turnier unterwegs gewesen waren. Dafür musste Fürst der Finsternis heute an die Reihe und so war er der nächste, welchen ich aufhalfterte. Doch ihn band ich vor der Box an und begann ihn gründlich zu putzen. Langsam begannen die Pferde, ihr Winterfell abzulegen und so hatte ich alle Hände voll zu tun, ehe ich ihn satteln konnte. Fürst sah wie immer einfach traumhaft schön aus und ich war froh, ihn als dritten Zuchthengst in meinem Stall stehen haben zu dürfen. Da heute einfach herrliches Wetter war, gingen wir auf den Reitplatz, wo ich ihn erst einmal im Schritt am langen Zügel warmritt, ehe wir mit der Arbeit begannen. Fürstchen schien heute gute Laune zu haben und arbeitete wunderbar mit. Ich verlagerte unser Training vor allem auf die Seitengänge und Wechsel, sowohl im Tempo als auch von der Hand. Manchmal war mir Fürst da noch zu rapid, weshalb wir noch daran arbeiteten. Nach einer Stunde ritt ich ihn ab und drehte noch eine kleine Runde im Gelände zur Belohnung. Wieder am Stall versorgte ich ihn und brachte ihn dann auf seine Weide. Ein Blick auf die Uhr ließ mich zusammenfahren, denn es war bereits 11 Uhr! In einer halben Stunde wollte ich bei Jenny sein! Kopfschüttelnd lief ich los, machte schnell Jeep mit Hänger fertig und fuhr los. Der Weg verlief ohne Probleme und ich kam sogar noch pünktlich bei Jenny an. Sie begrüßte mich herzlich und bei einer Tasse Kaffee besprachen wir das Geschäftliche, ehe wir schon zu der neuen Stute gingen. Herbsttraum hatte ich bereits letztens Probe geritten und war vollkommen von ihr überzeugt gewesen, so dass ich sie heute direkt mitnahm. Die hübsche Falbstute ließ sich ohne Probleme verladen und schon waren wir auf dem Heimweg. Zu Hause half Mia mir beim Ausladen und wir brachten Herbsttraum auf eine der kleineren Weiden. Um sie mit ihren baldigen Weidekumpaninnen bekannt zu machen, holten wir Alice von Landwein und Animby aus dem Stall und stellten sie auf die Nachbarskoppel. Alle drei waren Halbschwestern, kannten sich aber nicht. Dennoch passten sie zusammen wie die Faust aufs Auge und schienen sich auch direkt bestens zu verstehen. Ich beobachtete die drei noch ein wenig und verließ sie dann lächelnd. Mit Herbsttraum hatte ich einen klasse Fang gemacht.


      Eddi - 22.04.2014 - Frühjahrsputz

      Punkt sechs klingelte mich mein Wecker aus dem Schlaf. Gähnend erhob ich mich aus dem Bett und schlafwandelte erst einmal ins Bad, um mir eine Ladung Wasser ins Gesicht zu schütten, damit ich erst einmal wach wurde. Heute war früher aufstehen angesagt, denn wir hatten Großes vor. Inzwischen war es April und das Wetter war nun immer zu 80% wirklich richtig schön, deshalb hatte ich entschieden, dass es so weit war: der Frühjahrsputz stand an. Nachdem ich mich in meine Stallklamotten geworfen hatte, lief ich hinunter in die Küche. Wiedermal war ich nicht die erste, stattdessen war Mia schon auf den Beinen und huschte wie ein aufgeschrecktes Eichhörnchen umher. Der Frühstückstisch war schon gedeckt, so dass ich mich einfach auf meinem Stammplatz niederließ. Auch die darauffolgenden Mitglieder des Gestüts schauten Mia verständnislos an und setzten sich verschlafen an den Tisch. Unsere Dressurreiterin war definitiv die einzige, die schon putzmunter war. Wir frühstückten gemeinsam und planten den heutigen Tag, wobei Mia immer ganz vorne mit dabei war. Sie nahm sich so viel vor, dass es sogar für sie knapp werden würde, dass alles zu schaffen. Als wir fertig waren und der Tisch abgedeckt, ging es in Richtung Stall. Wie jedes Jahr begann für die Pferde zu Ostern die Sommersaison und das hieß 24 Stunden Weide! Die Alteingesessenen hatten es schon im Gespür und waren ganz aufgeregt, als wir als große Mannschaft den Stall betraten. Die Herden hatte ich schon in den letzten Wochen eingeteilt und oft genug wechseln müssen, da die Pferde sehr wählerisch waren. Bei uns war es so, dass man eigentlich alle Hengste zusammenstecken konnte, denn die verstanden sich alle. Bei den Stuten sah das anders aus, denn da war Zickenterror an der Tagesordnung, deshalb hatte ich bei den Plänen besonders lang gebraucht. Am unkompliziertesten waren die Jährlinge und Jungpferde gewesen, wo schnell klar war, wer mit wem konnte und so wurden heute die großen Weiden eingeteilt und dann ging es auch schon an die Arbeit. Der Einfachheit halber brachten wir zuerst die Jüngsten raus, da deren Weiden am nächsten lagen. Außerdem wollten wir den Stuten mit Fohlen den Stress ersparen, also halfterte ich Napayné und Nandalee auf, während Meg sich Nesquik und Applaus holte. Gemeinsam brachten wir die beiden auf die große Weide direkt hinter dem Stall. Da auch Khiaras Fohlen Kaythara mit gleichaltrigen Artgenossen großwerden sollte, hatten wir die Vollblutstute und ihre Tochter in den letzten Wochen immer öfter probeweise zu den Welshs gestellt. Zu meiner Freude verstanden sich die Stuten und Fohlen einwandfrei, weshalb Khiara mit auf diese Weide durfte. Danach waren unsere Jungpferde an der Reihe, welche eine Weide bekamen, die zur Hälfte im Wald verschwand, denn ich war mir sicher, die Jungspunde würden zwischen den Bäumen ihren Spaß haben. Es war eine große Stutengruppe, bestehend aus Hollybrooks stolzer Nachkommin Fairy Bluebird, ihrer besten Freundin Joyce, der kleinen Tiny Girl und dann noch den beiden aufgeweckten Stuten Raunchy’s Limited und Fire of Quintesse. Die fünf waren schon halbe Ewigkeiten zusammen und verstanden sich ausnahmslos prima. Gemeinsam tollten sie ausgelassen über die Weide und ich freute mich sehr, sie so zu sehen. Die beiden Junghengste Prazzy’s Goldbell und Painted Blur standen immer noch in der Junghengstherde von Zaii und ich schaute wöchentlich bei meinen Lieblingen vorbei, ihnen ging es wunderbar! Somit waren Feuervogel und Altyn die einzigen Junghengste auf dem Gestüt und bekamen ihre eigene Weide. Nachdem die jungen Pferde fröhlich über die weiten Wiesen tollten, sollten nun auch die großen an die Reihe kommen. Ab sofort waren wir aufgeteilt und jeder kam stets mit zwei Pferden an der Hand aus dem Stall. „Lasst ihr bitte Pajero, Call me a Twist und Schneeleopard noch im Stall?“ meinte ich lächelnd, als ich soeben einige Pferde aufgehalftert hatte. Das rausbringen zog sich und dann war es plötzlich geschafft. Ich rief Mia und Meg zu mir und wir machten die drei verbliebenen Hengste fertig. Sie wurden kurz geputzt und bekamen dann allesamt nur eine Trense über. Danach schwangen wir uns auf die blanken Rücken, ich saß auf meinem geliebten Pajero, Mia nahm Twist und Meg ritt Leo. Ich wollte mit den beiden nun noch einmal alle Weiden abreiten und die Zäune, Versorgungsstände und Herden kontrollieren. Die ersten Weiden waren schnell gemacht und dann kamen wir an die riesigen Stutenweiden. Die Wiese von den Vollblütern war noch relativ klein im Vergleich zum Rest, dafür standen hier aber auch nur die beiden Tekken Mokka und Sonja, sowie die drei Rennpferde Cassiopeia, Destiny und Deadly Ambition. Zufrieden ritten wir weiter und kamen an die wohl kritischste Stutenweide. Um Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip machte ich mir keine Sorgen und auch Nightfly und Foxglove waren problemlos. Aber die drei Welshsstuten Animby, Alice und Herbsttraum legten es gerne auf Probleme an. Deswegen stand auch die Tinkerstute Freeway mit hier, denn wenn ihr die Zickereien zu weit gingen, zögerte sie nicht, sondern griff ein. Doch im Moment war alles friedlich, genauso wie auf der Nachbarsweide von den Westernstuten. Joyna und Chou grasten friedlich im Schatten, während Caribic Sue und Rubina Ravenclaw herumtobten. Apache’s Tomahawk kam sofort angetrabt als sie uns sah, denn sie schien es eindeutig auf Twist abgesehen zu haben, so dass wir flott weiterritten. Die Hengste hatte ich in drei riesige Herden aufteilen müssen. In der ersten waren unsere Welshzuchthengste Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt vereint. Dabei standen auch Lucane, Vertigo, Pinocchio und Carachillo. Allesamt eine ruhige Truppe, weshalb wir Serafino, Ejadon und Dr. Insektor noch dazugesteckt hatten. Bei der nächsten Weide wurden wir freudig von Heartbreaker begrüßt, der seinen Freund Pajero schon sehnsüchtig vermisst hatte. Ich schwang mich von dessen Rücken, nahm ihm den Zaum ab und ließ auch ihn auf die Weide. Das war die Weide der Jungspunde und frechen Kerle, die sich aber allesamt wunderbar verstanden. Zum einen unsere Unzertrennlichen Zarin und Romance, dann Absinth und Dirth, wozu auch Allelujah. Yerai, Muskat und Mennesse brachten noch ein wenig Blut mit rein, so dass ich Breaker, Pajero und Alazar als Aufpasser mit dazugestellt hatte, nicht dass es die jungen Kerle doch einmal übertrieben. Bei der letzten Weide mussten dann auch Meg und Mia absteigen, denn Leo und Twist durften mit zur Thorondor, Aristo, Guarana, Pawaneeh, Magic Golden Dust, Hidalgo und Campeon auf die Weide und dann hatten wir es auch schon geschafft. Als endlich alle Pferde draußen waren, ging es an den Frühjahrsputz. Wie jeden Tag wurden die Boxen gemistet, aber diesmal nicht mehr eingestreut. Zudem wurden die ganzen Spinnenweben entfernt, die Fenster wurden geputzt und die Stallgasse gründlich gekehrt. Alles erstrahlte im neuen Glanz und die Sattelkammern wurden einmal komplett ausgeräumt, ehe wieder eingeräumt und aufgeräumt wurde. Die Sättel wurden öfters gefettet, doch das wurde heute auch direkt noch einmal gemacht. Ebenso wurden besonders dreckige Decken oder Bandagen gleich in den Wäschekorb geworfen. Zum Schluss war alles ordentlich eingeräumt und die Arbeit für heute geschafft und wie die Pferde, bekamen auch die Trainer heute frei. Die kommenden Wochen würden hart genug werden, denn dann hieß es Boxen und Ställe neu streichen, genauso wie die Zäune. Scharniere mussten neu geölt werden, das ein oder andere frisch lackiert werden oder gar ersetzt werden. Die Paddocks wurden abgebaut und der alte Sand entfernt, damit neuer Sand hingebracht werden konnte. Nach diesem kalten Winter sollte wieder alles auf Vordermann gebracht werden.

      Eddi - 29.07.2014 - Umbau

      Als ich heute Morgen aufstand, schien bereits die Sonne leicht durch meine Gardinen. Lächelnd schlug ich die Decke auf und sprang aus dem Bett. Mein Kater war auch direkt wach und folgte mir schnurrend mit ins Bad. Während ich duschte und mich fertig machte, putzte er sich gründlich. Eine halbe Stunde später waren wir fertig und liefen hinunter in die große Küche. Heute waren wir ausnahmsweise mal die ersten. Also gab es für meinen Kater sein Futter und ich schob die Brötchen in den Backofen. Danach machte ich die Kaffeemaschine fertig und machte den Wasserkocher für den Cappuccino an. Nun kochte ich noch die Eier und während alles so verlief wie es geplant war, deckte ich den Frühstückstisch. Pünktlich um acht kam mein gesamtes Team zusammen und wir frühstückten gemeinsam. Mia hatte die Post hineingeholt und verteilte die Briefe an die jeweiligen Empfänger. Ich hatte eine Postkarte meiner guten Freundin Lea erhalten, welche gerade ihren Urlaub an der Ostsee genoss. Lächelnd las ich ihre Worte, wenn sie nur wüsste was momentan hier los wäre. „Wir müssen heute die Jungpferde noch umweiden, sonst können die Bauarbeiten nicht beginnen.“ meinte Tom und ich nickte ihm zu. „Ja das machen wir heute.“ erklärte ich und hatte in Gedanken schon den heutigen Tagesablauf geplant. „Tamzin, Mia? Ihr fahrt heute aufs Turnier, richtig?“ hakte ich noch einmal nach, eigentlich wollte ich nur schauen, dass jeder wusste, was los war. „Ja, genau. Ich nehme Taktlos und Muskat mit.“ meinte Mia. „Talulah wollte wegen der Versorgung mitkommen, ansonsten habe ich eben Alazar und Vertigo dabei.“ fügte Tamzin hinzu. Ich nickte den beiden zu und gähnte leicht. Genüsslich biss ich in mein Brötchen und trank einen Schluck Cappuccino. „Wie geht es den Fohlen?“ fragte ich in die Runde und bekam direkt eine Antwort. „Nüsschen geht es wunderbar und Rosewell ist zwar noch schüchtern, aber ihr geht es bestens.“ erklärte Meg mir. Sie liebte Fohlen und war nur zu gerne bei den jungen Pferden unterwegs. Wir frühstückten zu Ende und dann machten wir uns auch schon an die Arbeit, denn die kommenden Wochen würde auf dem Gestüt viel los sein. Momentan bauten wir nämlich um, so dass es gar nicht so leicht war, für alle Pferde eine neue Weide zu finden, ohne den Bauarbeiten im Weg zu stehen. Aus diesem Grunde mussten die Jungpferde jetzt auch weichen. Also begannen wir unseren Tag mit Weide bauen. Es mussten insgesamt zwei Weiden her, damit wir Hengste und Stuten trennen konnten. Eine Stunde verbrachten wir damit und dann waren die großen Weiden am Rande des Waldes fertig. Nun hieß es die Jungpferde holen. Mit Halftern bewaffnet machten sich Tom, Meg und ich auf den Weg. Ich schnappte mir Prazzy's Goldbell, Feuervogel und Painted Blur, Tom fing sich Altyn und He's called Trüffel und Meg nahm schon die zwei Stuten Hollybrook's Fairy Bluebird und Joyce mit. Der Weg zu den neuen Weiden war weit und das nutzten die Hengste zu gern zum toben aus. Ich war froh, als wir dann endlich die erste Ladung drüben hatten. Nun liefen wir noch einmal um noch Hollybrook's Tiny Girl, Raunchy's Limited, Quintesse of Xaras, Rosewell und Shawneé zu holen. Danach waren wir sogar schon fertig. Während Meg und Tom die alten Weiden abbauten, lief ich zu unserem Stallgebäude. Momentan waren dort alle Mutterstuten mit Fohlen aufgestallt, allerdings wollte ich auch diesen Auslauf gönnen. Als erste halfterte ich Khiara El Assuad auf und brachte sie gemeinsam mit ihrem kleinen Stutfohlen Khaytara El Assuad auf die Weide vor dem Stall. Danach holte ich noch Napayné und Nesquik, unsere Welshstuten. Nandalee und Applaus waren voller Tatendrang und hüpften aufgeregt nebenher und freuten sich riesig auf Khaytara. Fröhlich jagten die kleinen Fohlen über die Weide, während die Stuten friedlich nebeneinander grasten. Nun holte ich noch Mokka mit ihrem frisch geborenen Fohlen Mon petit écrou aus dem Stall und ließ sie heute auf eine der kleineren Weide, denn noch wollte ich die beiden lieber alleine lassen, nur Mokkas beste Freundin Sonja durfte bisher mit zu ihr und dem Fohlen, weshalb ich die drei gerne zusammen stellte. Nachdem auch diese Pferde versorgt waren, nun konnte ich mich nicht länger drücken, denn die Bauarbeiter rückten an und direkt kam der Chef zu mir. Gemeinsam brüteten wir über den Plänen und diskutierten über die Aufteilungen. Ich wollte meinen Pferden ein anderes Leben gönnen und baute deshalb das gesamte Gestüt um. Es sollen zwei neue Paddocktrails und drei Aktivställe gebaut werden. Hinzu kommen sollten fünf Mini-Offenställe, in welchen immer nur 2-3 Pferde leben würden und zu guter Letzt noch einige Doppelboxen mit großen Paddocks für Gästepferde oder auch für unsere Pferde, wenn etwas großes anstand. Mein Team unterstützte mich dabei tatkräftig und schon bald würden die Umbauten fertig sein. Ich musste nur noch die neuen Herden einteilen und dann würden die Pferde auch schon bald auf ihre neuen Weiden ziehen dürfen. Aber heute waren wir davon noch weit entfernt. Lächelnd schlenderte ich über das Gestüt und verabschiedete Mia und Tamzin, sie würden erst heute Abend wieder zurückkommen. Ich entschied mich stattdessen, zu unseren Zwergen zu schauen. Also schnappte ich mir in der Futterkammer sechs Möhren und wanderte zu den Weiden, wo Werina, Mondscheinsonate, Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip standen. Als ich sie rief, kamen sie sofort angesaust und holten sich ihr Leckerchen ab. Danach schaute ich bei den Jungs Heartbreaker und Window vorbei und auch sie bekamen noch eine Möhre. „Guten Appetit, meine Lieben.“ meinte ich lächelnd und ging dann, denn im Stall stand die Teambesprächung an, wer nun was machen würde. Judi wollte heute mit Carachillo und danach mit Capriciasso zur Geländestrecke und die beiden trainieren. Danach würde dann eine Springstunde für ihre jungen Nachwuchsreiter anstehen. „Wen willst du heute mitnehmen?“ fragte ich, um zu wissen, wer dann noch bewegt werden müsste. „Ich wollte gerne Lucane, Nightfly, Pinocchio, Naimibia und Diggin' in the Dirth nehmen.“ erklärte Judi mir und ich nickte. „Alles klar.“ meinte ich lächelnd und verschwand. „Tom? Reitest du heute Absinth und Serafino?“ trug ich ihn auf und suchte dann Meg. „Komm, wir machen einen Ausritt mit Zarin und Death Pop Romance.“ meinte ich lächelnd, damit die junge Auszubildende eine kleine Pause bekam. Heute war sehr angenehmes Wetter und so konnten wir viel traben und galoppieren, was den beiden Hengsten sehr gut tat. Danach bat ich sie noch, sich auf Foxglove zu schwingen. Ich wollte stattdessen Allelujah beschäftigen, für ihn stand heute Longieren an mit viel Stangenarbeit, denn einfach war er immer noch nicht, aber es wurde langsam besser. Als ich mit dem Palomino fertig war, holte ich meinen Liebling Pajero von der Weide, um mit ihm unsere Geländestrecke als lockeren Spaß zu reiten. Wie immer war er super drauf und es war ein toller Ritt. Danach war noch Dr. Insektor an der Reihe. Unser Hengst hatte sehr gute Fortschritte gemacht und vielleicht würde er bald an Turnieren teilnehmen können. Für Ejadon gab es heute frei, denn er hatte die letzten zwei Tage mit Turnieren verbracht. Guaranà ging mit Monty heute eine kleine Runde ins Gelände, um ihn fit zu halten. Mennesse nahm er als Handpferd mit, damit der direkt auch bewegt wurde. Die spanischen Schönheiten Thorondor, Yerai und Aristo hatten heute auch frei, also bewegte ich nur noch Freeway. Danach war erst einmal das Mittagessen an der Reihe. Heute gab es Hefeklöße mit Vanillesoße und Kirschkompott. So kamen wir alle wieder zusammen und konnten eine kleine Pause machen, ehe es mit der Arbeit weitergehen würde. Am Nachmittag war noch genug zu tun und da drei Leute heute fehlten, mussten wir anderen uns besonders ins Zeug legen. Mein erster Gang nach dem Mittagessen war zu Carter, denn ich wollte mich über das Training der Vollblüter informieren. „Wenn es öfter mal ein paar Rennen geben würde, dann könnten Cassiopeia und Deadly Ambition auch einmal zeigen, was in ihnen steckt, aber momentan sieht es dort ja ziemlich mager besetzt aus. Pawaneeh lasse ich jetzt nebenbei aktiv auch in Dressur und Springen trainieren, das braucht er, so kann Susan ihn auch im Rennen besser kontrollieren. Magic Golden Dust macht sich gut im Training und ist topfit. Und Destiny Horror, na ja, ich denke die Dressur wäre eher was für die Hübsche.“ erzählte er mir und ich saugte alles in mir auf. Auch bei unseren Westernpferden tat ich momentan nicht gar so viel, das überließ ich lieber Monte und Elizabeth. Stattdessen schaute ich in die Halle, wo Monte gerade Unterricht gab. Vier junge Menschen hatte er unter seine Fittiche genommen. Heute wurden dadurch Rubina's Ravenclaw, Joyna, Apache's Tomahawk und Caribic Sue trainiert. Wie ich hörte waren Monte und Elizabeth schon mit Schneeleopard und Campéon unterwegs. Call me a Twist hatte momentan frei, denn er verbrachte gerade seine Zeit viel lieber mit potenziellen Stuten auf der Weide. Seitdem er gekört war, hatten wir nämlich äußerst viele Deckanfragen bekommen. Hidalgo wurde gerade von Elizabeth geritten. Die Stuten Chou und Ice Coffee hatten heute frei. Zuletzt standen meine Lieblinge an, die Ponys aus den Wales. Meine kleine Welsh Zucht war inzwischen schon gigantisch und ich freute mich jedes Mal, bei ihnen vorbeizuschauen. Die beiden Hengste Auftakt und Bonny Boy befanden sich inmitten der Turniersaison. Animby, unsere jüngste Stute, wurde hingegen auf ihre Krönung vorbereitet, denn sie sollte auch bald mit in die Zucht einsteigen dürfen. Fürst der Finsternis und Alice von Landwein hatten momentan eine Pause und liefen vermehrt in den Reitstunden der Fortgeschrittenen mit und gingen mit ihren Reitern auch die ein oder anderen Turniere. Die hübsche Herbsttraum hatte sich inzwischen wunderbar eingelebt und ich war ernsthaft am überlegen, mir aus ihr ein Fohlen zu ziehen. Zuletzt war da noch Single Malt, welcher bisher noch Schonfrist hatte. Der Tag ging schneller vorbei als gedacht und abends saßen wir alle beisammen am Tisch zum Abendbrot. Mia und Tamzin waren sehr erfolgreich auf den Turnieren unterwegs gewesen und auch bei den anderen hatte es heute super geklappt. Zufrieden konnten wir so mit dem Tag abschließen.


      Eddi - 15.09.2014 - Wir ziehen um!
      Gestüt Hayes End, Wyoming

      Es gab eine Sache, welche ich mir schon seit Jahren aufbaute und welche ich auch trotz aller Ereignisse nicht verlieren wollte: meine kleine Welshzucht.
      Es hatte lange gedauert, bis ich die Zuchtpferde zusammen hatte, welche nun in meinen Ställen lebten und genau von diesen Pferden würde ich mich auch nie trennen können.
      Problem war nur, dass ich sie nicht mit auf meine Ranch im Nirgendwo nehmen wollte, denn dort bekamen sie nicht die Beschäftigung, welche sie brauchten. Außerdem wollten wir ja auch bekannt werden und dafür musste trainiert werden.
      Lange hatte ich mir also darüber Gedanken gemacht, bis ich im Diner einen Aushang sah: „Verkaufe kleinen Hof nahe der Berge.“ - sofort hatte ich eine Telefonnummer abgerissen und mich erkundigt.
      Der kleine Hof lag in Moran und war perfekt für eine kleine Zucht! Ich schaute ihn mir schon am nächsten Tag an und war verliebt. Er war zwar klein, hatte aber alles, was die Ponys brauchen würden. „Er ist perfekt! - Ich nehme ihn!“, meinte ich und unterschrieb kurz darauf den Kaufvertrag.
      Durch den Verkauf des großen Gestüts konnte ich mir gut meine kleine Ranch und diesen Hof leisten, so dass also keine Finanzprobleme kommen würden – Rücklagen hatte ich genug. Also konnte das neue Abenteuer in Wyoming losgehen!

      Heute war es so weit: Wir hatten den Hof ein wenig renoviert und alles schon eingerichtet, nun fehlten nur noch die Pferde – und genau die kamen heute endlich hier an.
      Der Hof bot genug Platz für Stuten, Hengste und natürlich die Fohlen. Auch wenn wir uns am Anfang von etwas anderes ausdenken mussten, um alles sicher finanzieren zu können, aber da würde uns auch schon etwas einfallen.
      Als erstes kamen die Hengste in einem großen Trailer auf den Hof gefahren. Ich hoffte sehr, dass die vier Kerle die Reise hierher gut überstanden hatten.
      Beim Ausladen bekam ich Hilfe von dem Fahrer, welcher sich dank seines Berufes auch ganz gut mit Pferden auskannte. Ihm überreichte ich auch direkt Auftakts Strick. Der älteste und ruhigste Hengst durfte als erstes aussteigen.
      Danach folgte Fürst der Finsternis – den dunklen Hengst übernahm lieber ich, denn er war von seinem Umzug gar nicht so begeistert.
      „Die Hengste kommen in den Offenstall!“, rief ich dem Fahrer zu, welcher ein wenig hilflos auf dem Hof stand. Ich deutete nach rechts auf das umzäunte Gelände und er nickte mir zu.
      Auftakt nahm sein neues Zuhause gelassen hin und schien sich von Anfang an wohl zu fühlen. Während sein Führer ohne Probleme davon kam, schleifte Fürst mich über den halben Platz und ich war froh, als ich den Strick lösen konnte und er abdüste.
      „Der Rappe ist aber ziemlich temperamentvoll.“, meinte der Fahrer und beobachtete die Hengste kurz. Ich vermied es, besserwisserisch zu sein und ihn über Fürstchens eigentliche Farbe aufzuklären, sondern reichte ihm nur schon den Strick von BonnyBoy – von dem richtigen Rappen.
      Dieser folgte brav bis zum Offenstall, während ich schon ein schrilles Wiehern aus dem Hänger hörte. Single Malt hatte nun das dringende Bedürfnis, auch aus dem Trailer hinauszukommen.
      Dementsprechend aufgeregt tänzelte er auch neben mir her und ich war sehr dankbar, als alle vier Hengste unbeschadet auf der Weide standen.
      „Danke für Ihre Hilfe.“, meinte ich lächelnd zu dem Fahrer und verabschiedete ihn. Danach beobachtete ich noch die vier Zuchthengste, welche ihr neues Heim erkundeten.
      Ihnen stand ein großer Offenstall zur Verfügung. In welchem sie die Winterzeit verbringen würden. Für den Sommer war geplant, dass sie sich auf den Bergwiesen vergnügen durften – etwas besseres und gesünderes gab es für Pferde nicht.
      Die Stuten würden hingegen in auf den Weiden im Tal bleiben, vor allem wenn sie Fohlen hatten, aber auch dort konnte man sich sichtlich wohlfühlen.
      Während ich meinen Gedanken nachhing, fiel mir auf, dass die Boxen für die Stuten dringend noch vorbereitet werden mussten! Also eilte ich in den Stall und machte fünf Boxen fertig – sie wurden frisch mit Späne und darüber Stroh eingestreut, ich kontrollierte die Tränken und füllte die Heunetz auf.
      Im Jungpferdestall mussten auch noch drei Boxen fertig gemacht werden. Denn die Fohlen vom letzten Jahr waren inzwischen abgesetzt worden.
      Kurz darauf hörte ich auch schon den nächsten Trailer auf den Hof fahren und schon eilte ich hinaus. Zu meiner Erleichterung kamen als erstes die drei Jungpferde und die auszuladen war kein Problem.
      Der jungen Fahrerin drückte ich die schwarze Nandalee in die Hand, während ich die beiden Junghengste Trüffel und Applaus nahm und voran ging. Jedes Jungpferd bekam seine eigene Box in dem kleinen Stall.
      Anscheinend schienen sie sich auch direkt wohlzufühlen. Ich unterschrieb noch die Papiere der Fahrerin und dann kam auch schon die nächste und letzte Ladung.
      Erst einmal mussten die beiden Trailer ziemlich rangieren, ehe die junge Frau den Hof wieder verlassen konnte und der neue Trailer Platz fand. Dabei zerfuhren sie ziemlich meine Einfahrt. „Hoffentlich bleibe ich dort mit dem Auto nicht stecken.“, meinte ich seufzend und begrüßte dann auch schon den letzten Fahrer.
      Die Stuten waren viel entspannter als die Hengste und schienen kein Problem mit der Fahrt gehabt zu haben. „Wir bringen sie in den Stall da vorne.“, erklärte ich dem Fahrer und erklärte ihm gleich, wer wo stand.
      Nachdem er es verstanden hatte, reichte ich ihm die Stricke von Nesquik und Napayné. Ich nahm direkt Animby, Herbsttraum und Alice mit einem Mal. Das schöne an den drei Halbschwestern war, dass sie kein Problem miteinander hatten und sich stets vertrugen.
      Nun standen alle Pferde in ihren Boxen, ich verabschiedete den letzten Fahrer und ließ erst einmal ein wenig Ruhe einkehren. Nun stand noch viel mehr an, denn ich brauchte eine Managerin für das Gestüt und bevorzugt zwei Bereiter, welche sich um die Wettbewerbe der Pferde kümmern würden.
      Für heute beließ ich es aber dabei, erst einmal alle Papiere der Pferde im Büro in Ordner zu packen und nach Alphabet in einem Schrank zu sortieren. Diesen schloss ich danach gründlich ab, ehe ich meine Abendrunde machte.
      Zuerst brachte ich den Hengsten noch eine Ladung frisches Heu und jeder bekam einen Futtersack um, damit sie in Ruhe ihr Müsli fressen konnten, ohne dass die schnelleren Fresser zu Dieben wurden.
      Dann machte ich noch schnell die Runde durch den Stall. Auch die Stuten bekamen frisches Heu und ihr Müsli, ebenso wie die Jungpferde. „Morgen dürft ihr dann auf die Weiden.“, meinte ich lächelnd und schloss die Ställe ab.
      Bei den Hengste kontrollierte ich noch einmal den Zaun, befreite die Hengste wieder von ihren Futtersäcken und sagte auch ihnen gute Nacht.
      Heute und Morgen würde ich hier schlafen, um alles überwachen zu können, auch wenn ich mir sicher war, dass wir keine Probleme haben würden. Um die Ranch kümmerten sich derweil die Karamakov-Geschwister – obwohl ich froh war, dass die Pferde sich auf der Ranch auf ihren riesigen Weiden größtenteils selbst versorgen konnten.
      Müde schlürfte ich in das nett eingerichtete Schlafzimmer des Hauses und fiel gähnend ins Bett

      Eddi - 08.02.2015 - Normaler Alltag
      Gestüt Hayes End, Wyoming

      Seufzend goss ich mir noch eine Tasse Kaffee ein. Es war kurz nach sieben und ich war leider so gar nicht motiviert, raus zu den Pferden in den Schnee zu stapfen. Nach der dritten Tasse Kaffee raffte ich mich dann aber doch an, packte mich warm in Jacke, Schal, Mütze und Handschuhe ein und öffnete die Haustür. Ein kalter Wind blies mir entgegen und das obwohl der Himmel klar war und wahrscheinlich schon bald die Sonne aufgehen würde. Müde stapfte ich in Richtung Stutenstall, während ich meine Mütze tiefer ins Gesicht zog. In Wyoming war man ziemlich schnell alleine, wenn man niemanden hatte, der mit bei einem wohnte. Gerade im Winter und im tiefsten Schnee verirrte sich eher weniger jemand hierher.
      Ich öffnete die Tür des Stalls und schlüpfte hinein, um sie dann schnell wieder hinter mir zu schließen. Im Stall war es noch stockduster, so dass ich den Lichtschalter erst suchen musste, ehe ich ihn benutzen konnte. Die Stuten schienen auch noch größtenteils zu schlafen, denn viele lagen noch in das warme Stroh gekuschelt in ihren Boxen. Nur Alice war schon auf den Beinen und brummelte mir leise entgegen. Lächelnd begrüßte ich sie mit einigen Streicheleinheiten und setzte dann den Weg zur Futterkammer fort. Dort stellte ich mir die fünf Futtereimer auf und füllte sie je nach dem Futterplan der jeweiligen Stute.
      Das Geräusch von Müsli was ich in die Eimer schüttete, schien auch die anderen Stuten zu wecken, denn als ich die Futterkammer verließ, starrten mich fünf neugierige Ponyköpfe an. Lächelnd verteilte ich das Futter in den jeweiligen Boxen und räumte dann die Eimer wieder weg. Während die Stuten als frühstückten, wollte ich bei den Jungpferden nach dem Rechten schauen. Nandalee und Applaus waren jetzt seit längerem abgesetzt und da sie den schon älteren Trüffel an der Seite hatten, schienen sie den Aufenthalt in dem kleinen Nebenstall ohne die Mamas gut zu verkraften. Natürlich wollten auch die drei ihr Frühstück haben und so versorgte ich auch meine Zwerge.
      Während die Pferde in den Stallungen fraßen, schnappte ich mir die Schubkarre und lud vier Heubündel darauf, um diese hinaus zum Offenstall der Hengste zu fahren. Allmählich wurde es auch heller und so sahen mich die Hengste schon von weiten. Innerhalb von Sekunden hatten sie sich alle am Gatter versammelt. „Zurück!“, mahnte ich streng und sofort machten alle vier Hengste Platz und ließen mich durch. Während ich das Heu verteilte, durfte auch noch nicht gefressen werden, denn ich wollte nicht umgerannt werden. Die Hengste hielten sich an meine Regeln und warteten geduldig ab, bis ich das Futter in den großen Raufen verteilt hatte, dann machte ich ihnen mit einer einladenden Geste Platz und sofort stürmten sie zum Heu. Nur Auftakt, mein ältester, hatte es nicht so eilig, sondern holte sich erst einmal in aller Ruhe einige Streicheleinheiten ab.
      Danach ging es zurück zu den Stuten, die inzwischen mit fressen fertig waren. Nacheinander halfterte ich sie auf und legte die Führstricke über ihre Hälse. Dann holte ich als erstes Napayné aus ihrer Box und nach und nach die anderen. Vorbildlich liefen die fünf Stuten nebeneinander neben mir her zu ihrer großen Weide, nahe des Waldes. Kurz wurden die Hengste aufmerksam, wandten sich dann aber doch lieber wieder ihrem Frühstück zu. Die Stuten warteten vorbildlich, bis ich allen das Halfter abgenommen hatte und dann schossen sie auch schon quer durch den Schnee. Nun hieß es auch noch bei ihnen die Heuraufen füllen. Danach hielt ich gleich bei der kleineren Weide der Jährlinge an und füllte auch dort schon die Raufen. Dann konnte ich auch schon meine drei Kleinen aus dem Stall holen und zur Weide bringen.
      Leider besaßen die Raufbolde nicht annähernd solch eine Manier wie die Stuten und gerade Nandalee hatte es mit den beiden Kerlen nicht leicht. „Noch ein Jahr und du darfst mit zu den Großen.“, meinte ich lachend zu ihr und löste das Halfter. Gemeinsam jagten die drei über die Weide, wobei Nani schnell ruhiger wurde und den Weg zur Heuraufe suchte. Die beiden Jungs kämpften noch spielerlisch miteinander und genossen sichtlich den kalten Februarmorgen. Zu meinem Glück kam auch die Sonne raus, so dass auch ich langsam wieder auftaute, zum Glück, denn nun war die Stallarbeit an der Reihe! Ich begann mit den acht Boxen in den Ställen, ehe ich auch noch den Offenstall der Hengste abmistete und den Unterstand frisch einstreute. Dann war das wichtigste erledigt und ich konnte erst einmal eine Pause einlegen.
      Wieder aufgewärmt und gestärkt schlüpfte ich in meine dicken Reitsachen und verließ wieder das Haus. Heute war BonnyBoy mein erstes Opfer. Momentan war der Rappe immer etwas zu kurz gekommen und deshalb wollte ich ihm heute besonders viel Zeit widmen. Gemeinsam wanderten wir über den Hof zum Stall, wo ich Bonny anband und gründlich putzte. Danach sattelte ich ihn und ging dann gemeinsam mit ihm zur Halle. Erst einmal wärmten wir uns mit einigen Runden zu Fuß auf, ehe ich mich in den Sattel schwang und leichte Übungen im Schritt ritt. Später nahm ich den Trab und auch den Galopp dazu, machte aber nicht zu viel, da Bonny mit seinem dicken Winterfell nicht arg schwitzen sollte. Danach brauchte er dann trotzdem die Abschwitzdecke, welche ich ihm zum trocken reiten direkt überwarf. Da er nach einer halben Stunde immer noch nicht ganz trocken war, kam er mit Decke zurück auf den Paddock, die würde ich ihm dann später abnehmen.
      Nun schnappte ich mir erst einmal Single Malt. Bei dem Perlino hatte ich relativ viel zu putzen, denn er hatte sich, trotz Schnee!, mal wieder mit Mistflecken eingesaut. „Ach Maltie!“, seufzte ich, als er nach einer halben Stunde immer noch aussah wie ein Ferkel. Ich gab es schnell auf und sattelte ihn dann stattdessen, warf ihm noch die Abschwitzdecke über und marschierte los. Auch für Maltie stand heute etwas Hallenarbeit auf dem Plan, nur dass ich mit ihm vor allem auch mit Trabstangen und Cavaletti arbeitete. Der helle Hengst sollte demnächst wieder auf Turniere geschickt werden und sollte deswegen fit sein. Nach der anstrengenden Stunde ritt ich ihn ordentlich trocken und stellte ihn dann noch für eine halbe Stunde in den Stall, wo er sich aufwärmen konnte und sein Mash futtern durfte.
      Nachdem Maltie wieder auf der Weide stand und ich Bonny die Decke abgenommen hatte, holte ich noch Fürst der Finsternis vom Paddock. Der dunkle Hengst hatte heute frei und sollte nur ein kleines Wellnessprogramm genießen. Ich putzte Fürsti ausgiebig, warf ihm dann seine Back on Track Decke über und machte mit ihm einen kleinen Spaziergang durch unseren nahegelegenen Wald. Damit ihm nicht langweilig wurde, machten wir zwischendurch auch mal die eine oder andere Übung aus der Bodenarbeit. Auch Auftakt bekam heute nur ein ausgiebig Putzprogramm und wurde von mir dann noch zwanzig Minuten locker longiert. Er war in letzter Zeit viel unterwegs gewesen und hatte sich deshalb auch eine Pause verdient.
      Nach den Hengsten waren noch die Stuten dran. Da ich aber sicherlich nicht alle schaffen würden, hatten Alice und Napayné heute frei. Mit den beiden hatte ich sowieso erst gestern ziemlich ausgiebig gearbeitet, wahrscheinlich hatten sie also eh keine Lust. Stattdessen holte ich mir Nesquik und Sally von der Weide, putzte die beiden gründlich und sattelte dann Sally auf. Nesquik bekam stattdessen ihr Knotenhalfter um, denn sie würde als Handpferd mitkommen. Wir machten einen schönen winterlichen Ausritt (wobei ich vom Schnee langsam echt genug hatte…) und als wir wieder da waren, bekamen die beiden Stuten auch eine ordentliche Portion warmes Mash als Belohnung, während ich meinen Tee trank.
      Nachdem die beiden Stuten noch mit Decken wieder auf der Weide standen, schnappte ich mir zu guter letzt die junge Herbsttraum. Die Stute musste noch öfter und aktiver beschäftigt werden. Das hieß nicht zwingend harte Arbeit, sondern eher Arbeit für ihr Köpfchen. Deshalb putzte ich sie ordentlich und legte ihr dann ihr Knotenhalfter um. Gemeinsam betraten wir die Halle, wo ich mit ihr erst einmal wieder die Grundlagen des Führens durchging, ehe wir einfach Horsemanshipaufgaben bewältigten. Herbsttraum war ein totaler Fan davon und ihr machte das einfach unglaublich Spaß. Dementsprechend beendeten wir das Training dann nur aus dem Grund, dass ich vollkommen durchgefroren war.
      Außerdem hatte ich noch allerhand zu tun, während Herbsttraum wieder auf der Weide stand, brachte ich die drei Teenies schon wieder in den Stall und fütterte sie und machte auch schon das Abendbrot für die Stuten fertig, die bald wieder in den Stall kommen würden, denn es dämmerte bereits und wurde schon arg kälter. Doch erst bekamen die Hengste alle noch ihr Müsli. Vorbildlich fraß jeder aus seiner eigenen Schüssel und klaute niemanden etwas. So geregelt lief es nur bei meinen vier Jungs hab. Dann gab es noch die ordentliche Portion Heu für die Nacht und die Kerle waren schon einmal versorgt. Die Stuten marschierten dann auch noch brav hinter mir her in den Stall, wo ja schließlich schon ihr Futter auf sie wartete und dann konnte ich mich guten Gewissens mit einer heißen Schokolade vor den Fernseher setzen.

      Eddi - Pflegebericht - Mai 2015
      Hayes End
      Auf Hayes End hatte sich in letzter Zeit sehr viel getan. Vor ein paar Tagen hatte Nesquik abgefohlt. Letztes Jahr hatte ich sie von dem Lewitzerhengst Piccolo decken lassen und obwohl beide Eltern Schecken waren, war das kleine Stutfohlen tatsächlich ein Brauner geworden! Und zuckersüß war sie außerdem. Einen Namen hatten wir auch schnell gefunden und so hüpfte Nabiri inzwischen fröhlich neben ihrer Mama in der Box her und wartete darauf, endlich auf die Wiese zu dürfen.
      Außerdem weideten wir seit gut einem Monat an und sobald auch das zweite erwartete Fohlen da war, würden die Stuten auf ihre Sommerweiden dürfen. Doch bis dahin hieß es noch täglich raus- und reinbringen. Dementsprechend begann auch mein heutiger Morgen wieder mit der Fütterung von Stuten und Jungpferden, kurz nachdem ich den Stall betreten hatte.
      Applaus und Trüffel waren inzwischen zu den Hengsten in den Offenstall umgezogen und damit Nandalee nicht alleine stand, stand sie nun im Stalltrakt der Stuten. Für mich war das sogar etwas weniger Arbeit. Während die Stuten fraßen, brachte ich den Hengsten ihr frisches Heu und begrüßte sie ausgiebig. Die beiden Junghengste hatten schnell ihren Platz in der Herde gefunden. Applaus, der älteste und Herdenchef, hatte sie herzlich aufgenommen und sie klebten noch öfters an der Seite von ihm.
      Als ich den Offenstall betrat, begrüßten mich auch direkt BonnyBoy und Fürstchen, ehe sie sich dem Frühstück zuwandten. Bald würde ich die Hengste hoch in die Berge auf die Sommerweiden reiten. Doch vorher mussten noch einmal die Zäune kontrolliert werden, wenn ich das heute schaffte, würden sie schon bald frisches Grün vor der Nase haben. Doch nun mussten erst einmal die Stuten auf die Weide. Zuerst holte ich heute Nesquik und ihr Fohlen aus der Box und brachte sie beiden auf die Weide. So durfte Nabiri erst einmal alleine herumtoben und die Welt erkunden.
      Die erste die dazu durfte war Sally. Selber hatte sie noch kein Fohlen gehabt, aber mit ihren 15 Jahren war sie schon ruhig und ausgeglichen und außerdem war sie die Boxennachbarin von Nessie und kannte die beiden schon. Sie begrüßte Nabiri kurz und begann dann direkt zu grasen. Nach und nach ließ ich auch die anderen Stuten dazu. Die trächtige Herbsttraum und Alice von Landwein waren beide sehr ruhig und entspannt und störten sich nicht an dem Neuankömmling. Napayné hingegen war total aufgeregt und leicht zickig, denn ihr gefiel es nicht, dass Nesquik ein Fohlen hatte und sie nicht. Doch nachdem sie von der Mutter zurecht gewiesen wurde, reichte es auch ihr.
      Mit Animby und Strigoi hatte ich zum Glück auch keine Probleme, auch wenn ich was anderes erwartet hätte. Stattdessen spielten sie sogar mit dem kleinen Winzling und schienen Spaß zu haben. Demnächst würde auch Herbsttraum abfohlen und ich hoffte sehr, dass auch ihre Eingliederung problemlos funktionieren würde. Während die Stuten nun ihre Freiheit genossen, schnappte ich mir Single Malt, putzte und sattelte den Hengst.
      Den Vormittag verbrachten wir gemeinsam auf dem Reitplatz und sprangen einige Parcours. Single Malt sollte fit bleiben und nichts verlernen, dementsprechend gehörten auch einige Dressurlektionen zwischendurch dazu, damit er aufmerksam blieb und wachsam. Danach duschte ich ihn ab und brachte ihn zurück auf den Offenstall. Bevor es Mittagessen gab, steckte ich noch die Weide hinter dem Offenstall nach und ließ sie Hengste darauf, schließlich mussten auch sie angegrast werden.
      Nach dem Mittag holte ich BonnyBoy von der Weide und machte ihn auch fertig. Mit meinem hübschen Rappen ritt ich den Pfad hinauf in die Berge entlang und als wir auf den gigantischen Sommerweiden ankamen, genoss ich erst einmal den Anblick und dann machten wir uns an die Arbeit und ritten den gesamten Zaun ab. Tatsächlich hatte ich auch zwei lockere Stellen entdeckt, die ich aber schnell in Ordnung brachte. „Tja, das sieht doch gut aus! Demnächst dürft ihr auf die Weide“, meinte ich lächelnd und ritt wieder hinunter zum Gestüt.


      Eddi - Pflegebericht - Juli 2015

      Das kleine Gestüt Hayes End lag einfach traumhaft. Fernab von allen anderen Unsinn und die Welshs fühlten sich dort auch sichtlich wohl, genauso wie ich. Inzwischen standen die Vierbeiner ganztäglich auf den Weiden, auch nachts. Das hieß für mich weniger Arbeit, denn weder Stall noch Offenstall mussten abgemistet werden und auch das Füttern fiel weg. Stattdessen musste ich nur jede Woche den Wasserkanister neu auffüllen und täglich Wasser und Heu auf der Weide kontrollieren.
      Damit begann auch heute wieder mein Tag und ich begann unten bei den Stuten im Wäldchen. Nandalee war inzwischen zwei Jahre alt und durfte nun mit zu den Stuten, während die beiden Hengste Applaus und He’s called Trüffel bei den Hengsten verweilten. Dementsprechend gab es momentan gar keine Zwerge mehr bei uns, aber das würde sich bald ändern. Herbsttraum sollte demnächst abfohlen und sogar bei Sally war es fast schon so weit. Dementsprechend sahen die beiden Stuten aber auch aus: kugelrund.
      Lächelnd begrüßte ich meine sechs Stuten alle nacheinander. Sally und Herbsttraum hatten jetzt schon seit einigen Wochen komplett frei, wenn dann putzte ich sie nur noch und selbst die Spaziergänge ließ ich immer öfter weg. Aber mit dem Rest hatte ich ja trotzdem genug zu tun. Heute wollte ich Alice von Landwein und Nesquik reiten, Napayné wollte ich longieren und mit Nandalee begann ich allmählich mit der Erweiterung des Fohlen-ABCs.
      Doch vorher musste ich hoch zu den Hengsten und dafür machte ich mir Nesquik fertig. Die Scheckstute war schnell geputzt und gesattelt und sie wusste ziemlich genau, wo wir hin wollten. Brav und geduldig trottete sie den Berg hoch, hinauf zu den Hengstweiden. Wir brauchten eine halbe Stunde, dann konnte ich Nesquik in den kleinen Paddock stellen, den ich extra gebaut hatte, damit die Stute etwas entfernt von den Hengsten blieb.
      Den Rest lief ich und schon kam ich auf der riesigen Weide an. Erste Kontrolle galt den beiden Wasserstellen. Eine musste nachgefüllt werden, ansonsten war alles in Ordnung. Die Heunetze im Unterstand waren nicht angerührt, aber kein Wunder bei dem tollen Berggras, was die Hengste hier hatten.
      Die hatten mich inzwischen auch bemerkt und innerhalb von Minuten scharrten sie sich um mich. Ich begrüßte alle einzeln und halfterte dann BonnyBoy und Auftakt auf. Die beiden würde ich mit runter nehmen, um sie zu reiten, der Rest hatte heute frei. Mit Applaus hatte ich in letzter Zeit oft das Fohlen-ABC trainiert und jetzt hatte er sich erst einmal eine Auszeit verdient. Trüffel würde sowieso bald regelmäßig an der Reihe sein, denn schon bald begann für ihn das Leben als Reitpony.
      Single Malt und Fürst der Finsternis hatten heute frei, sie waren erst gestern an der Reihe gewesen. Also packte ich mir die beiden anderen und machte mich auf den Rückweg zu Nesquik. Die war wie immer: hengstabweisend und zu lachen hatten die Kerle auch nichts. So kam ich auch sicher wieder unten auf dem Gestüt an.
      Die Hengste packte ich in den Offenstall und Nesquik versorgte ich erst einmal. Danach ritt ich Alice auf dem Platz und die braune Stute machte heute wirklich toll mit. Mir war es sichtlich schwer gefallen, wen meiner beiden Braunen ich dieses Jahr hatte decken lassen wollen: Alice oder Sally. Doch dann hatte ich mich für zweitere entschieden, weil Sally bisher noch kein einziges Fohlen gehabt hatte. Bisher bereute ich diese Entscheidung auch nicht.
      Alice stand wieder versorgt und zufrieden auf der Weide und ich holte BonnyBoy aus dem Offenstall, putzte ihn gründlich und ritt ihn dann. Der Rappe hatte ganz schön zugenommen, obwohl ich ihn jeden zweiten Tag ritt. Manchmal fragte ich mich wie gut die Sommerweiden wirklich für die Vierbeiner waren.
      Auftakt war schlank und rank wie immer und machte seine Aufgabe sündhaft gut, motiviert arbeitete er mit und nach einer Stunde waren wir zwar beide fertig mit der Welt, aber glücklich. Für Auftakt und Bonny ging es nun wieder hoch in die Berge. Ich ritt hochwärts Auftakt und runterwärts lief ich, war auf jeden Fall angenehmer als der Aufstieg.
      Nun stand nur noch Nandalee auf meinem Plan. Die kleine Stute hatte sich ganz schön viel von ihrer Mama abgeschaut, was die Zickigkeit betraf. Deshalb musste ich auch so regelmäßig mit ihr arbeiten. Auch heute übten wir wieder das Putzen und Führen. Allmählich sah man auch, dass Nandalee ausschimmelte. Ich war auf jeden Fall schon gespannt, wie sie später aussehen würde. Für heute durfte sie dann aber erst einmal zurück auf die Weide und hatte es geschafft.
    • Eddi
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      Ehemalige Berichte
      2016 - 2017
      Pflegebericht für Kiras Hengste

      "Hallo, ich bin Kira Esenbeck, schön, dass du kommen konntest", stellten sich mir die junge Frau vor, die soeben aus dem Stall gekommen war. Ich war hier, um mich heute um die Hengste des Gestüts zu kümmern. Ich wusste zwar nicht den genauen Grund, warum sie niemanden hatte, der sie Hengste versorgte - wahrscheinlich war ihr Stallhelfer krank oderso -, aber dennoch hatte ich mich kurzfristig bereit erklärt, ihr heute unter die Arme zu greifen. Da ich noch nie auf dem Hof gewesen war, zeigte mir Kira alles, was ich heute brauchte. Zu aller erst natürlich den Hengststall, wo mir schon viele neugierige Augen entgegen sahen, dann noch die Futterkammer, wo Behälter mit diversen Müslis standen und die Sattelkammer, wo das ganze Zubehör der Pferde ordentlich verstaut war. Dann verabschiedete sie sich in den Stutenstall, denn auch für sie gab es heute viel zu tun. Ich schnappte mir derweil das nächstbeste Halfter und suchte dann im Stall nach einem Boxenschild das mit dem selben Namen wie der Haken, an dem das Halfter gehangen hatte, beschriftet war. Schnell wurde ich fündig und holte den Welsh A-Hengst namens Admiral aus seiner Box und band ihn im Gang an. Während ich in der Sattelkammer nach seinem Putzzeug stöberte, knabberte der Hengst gedankenverloren an seinem Strick. Zuallererst kam - wie immer - die Fellpflege, die bei dem kleinen Hengst zum Glück nicht lange dauerte, dann säuberte ich ihm gründlich die Hufe und brachte ihm sein Futter. Während er noch fraß, holte ich auch schon den nächsten Stallbewohner aus der Box; ebenfalls einen Welsh A-Hengst, der den Namen Coco's Landzauber trug. Mit einem Sicherheitsabstand von drei Metern zu Admiral band ich auch ihn im Stallgang an. Ich glaubte zwar nicht, dass sich die beiden zanken würden, aber sicher war sicher. Auch Coco musste eine ausgiebige Putzeinheit über sich ergehen lassen, gründlich wie ich war. Kaum hatte ich ihm sein Futter hingestellt, senkte er auch schon den Kopf darüber und begann es gierig zu fressen. In Sachen Futter waren doch wirklich alle Pferde gleich. Jetzt, da Coco beschäftigt war, sah ich wieder nach Admiral, der seine Futterschüssel schon geleert hatte. Ich brachte ihn zurück in seine Box und öffnete die Tür zu seinem Paddock. Heute hatten die Pferde einen Ruhetag, also konnte sie den ganzen Tag fressen und dösen, was Pferde hält so den ganzen Tag machten. Froh darüber, dass Admiral gleich durch die Tür nach draußen marschierte, schnappte ich mir Mistgabel und Schubkarre und holte die dreckige Streu aus der Box, um sie durch neue zu ersetzen. Auch die Box von Coco's Landzauber säuberte ich, bevor auch er auf den Paddock durfte. Nun holte ich Golden Pirate aus seiner Box. Der kleine Hengst bekam wie auch die beiden anderen das Fell ordentlich geputzt und dann sein Futter. Während er fraß machte ich auch seine Box frisch, genauso wie die Boxen von A Le Hop, All Pride, Auftakt, BonnyBoy und Single Malt, welche ebenfalls geputzt wurden und ihre tägliche Portion Futter bekamen. Erstaunt stellte ich fest, dass mittlerweile die Hälfte der Hengste versorgt war, weshalb ich eine kleine Pause einlegte. Dann holte ich Fürst der Finsternis und Dracula, welche, wie mir auffiel, vom Namen als auch von der Fellfarbe her gut zueinander passten, und versorgte auch sie mit Striegel und Futter. Bei Dracula dauerte dies etwas länger, da ich die ganzen Späneschnipsel, die sich in seinem Schweif verfangen hatten, alle einzeln herauszupfen musste. Deshalb war ich froh, als ich die beiden Rappen auf den Paddock ihrer frischgemachten Box bringen konnte und Legacy of Gold aus seiner Box holen konnte. Bei dem Lichtfuchs brauchte ich nicht lange, um ihn wieder zurück zu seiner Box zu bringen, denn sein Fell war fast ganz staub- und Druckerei und auch das Futter war schnell im Pferd verschwunden. Als ich die nächste Box öffnete, bekam ich fast einen kleinen Schreck, denn der Welsh D-Hengst Roi du Soleil sah im ersten Augenblick wie ein Pferd auf dem ich reiten gelernt hatte aus. Auch Rois Fell beanspruchte nicht viel Zeit, allerdings ließ er sich beim Fressen doch etwas Zeit, sodass ich seine Box gründlich ausmisten konnte. Auch Roi ging, wie auch die anderen Hengste erst einmal auf den Paddock, nur um dann in der Sonne zu dösen. Mittlerweile waren nur noch drei Pferde unversorgt; Look at my Hair, Frisco und Club can't handle me, allesamt Fellponys. Die drei waren alle quirlige Kerle, die sich in der Box wohl die ganze Nacht gewälzt hatten, nach den Millionen Späneschnipseln in ihrem Fell zu schließen. Doch auch sie waren schnell versorgt und ich holte Heu vom Heuboden, welches ich gerecht auf die Heunetze der Hengste verteilte. Dann meldete ich Kira, dass es allen Hengsten gut ging und ich sie alle mit Futter versorgt hatte. Sie dankte mir überschwänglich. Da ich heute noch nach Hause kommen musste, verabschiedete ich mich bald von ihr und den Pferden. Es hatte Spaß gemacht, einmal ein paar andere Pferde als die altbekannten zu sehen.
      (c) AlfurElfe | 29. Januar 2016


      Schlammmonster, lahmende und andere Ponys
      Armani, Coco´s Landzauber, All Pride, Frisco, Admiral, Auftakt, BonnyBoy, Golden Pirate, Legacy of Gold, A le Hop, Look at my Hair, Single Malt, Fürst der Finsternis, Dracula, Stromer´s Painting Gold, ZM´s Zanaro, Club Can´t Handel Me, Lady Moon, Butterblume Roi du Soleil

      Unschlüssig was er tun sollte stand Armani neben mir, Alex hatte mich gerade aufgehalten. Mit Coco´s Landzauber am Strick stand sie vor mir. „Ich glaube er lahmt, kannst du dir das später mal ansehen? Ich bringe ihn erst mal zurück in die Box.“. „Mach das! Ich schau ihn mir nachher mal an.“, nickte ich ihr zu und setzte dann meinen Weg zur Weide fort. Armani folgt mir etwas entspannter, mit Coco hatte er noch nichts zu tun gehabt, auch wenn er bald mit der ganzen Ponyhengstherde vergesellschaftet werden sollte.
      Vorläufig ließ ich ihn aber wieder zusammen mit All Pride, Frisco und Admiral auf eine der Weiden. Die drei Hengste waren besonders verträglich und so hatte ich den Neuen erst in diese Teilgruppe integriert, damit er später nichts von allen Seiten gemobbt wurde. Gerne hätte ich Armani auch mit Auftakt zusammen gestellt, denn dieser war vom äußerst friedlichen Gemüt, doch dieser war der Weidepartner von BonnyBoy, welcher keine anderen Hengste akzeptierte und diese ordentlich zusammen faltete. So konnte er nur mit Stuten oder Auftakt zusammen stehen. Dieser kam neugierig an den Zaun als ich mit Armani vorbei ging. „Na großer?“, rief ich den Hengst zu und konnte mich nicht dagegen wehren kurz stehen zu bleiben um den mittlerweile 16 jährigen die Stirn zu kraulen. Genüsslich schubberte er seinen kräftigen Kopf an meiner Hand. Bou begann sich missmutig zum Zaun zu bewegen, als er Armani entdeckte. Mit einem Klopfen auf den Hals verabschiedete ich mich um Zankereien zu entgehen.
      Heute war ausnahmsweise mal Wetter, welches man fast Sommer nennen konnte. In letzter Zeit hatte es viel geregnet, doch heute strahlte mir passend zu meiner guten Laune auch ein blauer Himmel entgegen. Armanis Weidepartner hatten sich schon über ihr Stück Wiese verteilt. Armani selbst deutete einen Sprint an, als ich den Strick aushakte, überlegte es sich aber nach einigen Metern und senkte abrupt den Kopf richtig Gras. Ich musste grinsen, jedes Pony war verfressen, so gut manche es auch verbergen mochten, Futter liebten sie alle. Da heute auch keine Reitstunden waren, standen die meisten Pferde draußen und durften sich einen schönen Tag machen. Die Hengste wurden sowieso eher wenig für den Unterricht genutzt. Auf meinem Rückweg zum Hof ging ich den Rundgang um die große Stutenweide weiter um so bei meinen anderen Zuchthengsten vorbei zu kommen.
      Schon von weiten sah ich Golden Pirate und Legacy of Gold mir entgegen leuchten, ihr goldenes Fell reflektierte die Sonne und hob sie aus dem grünen Gras hervor. Aber auch wenn beide Golden waren so wurde dies bei Gold durch das Flaxengen und Pangare und nicht wie bei Pirate durch Cream hervorgerufen. Mein Blick schweifte über die Weide auf der Suche nach meinem dritten aufgehellten Fuchs, aber ich entdeckte nur A le Hop, ein Dunkelfuchs, der grade begeistert sich im feuchten Sand-Schlamm-Gemisch vom Flussufer wälzte. Auch Look at my Hair stand am Flussufer und planschte mit dem Huf im Wasser. Neben ihm prustete ein lehmfarbenes Pferd Luftblasen ins Wasser um dann darauf den Kopf zu heben und seine Rosa-Cremefarbene Nase zu zeigen. Single Malt hatte ich somit nun auch entdeckt, doch der Cremello war nicht wieder zu erkennen, sein Fell war dunkel vom wälzen im Schlamm. Ich war froh heute nicht den Plan zu haben ihn zu reiten. Die letzten im Bunde, Fürst der Finsternis und Dracula, bewegte sich langsam unter einigen Bäumen hervor – ihnen war es wohl zu warm in der Sonne geworden. Während Fürst nach einigen Metern zu den anderen hinüber schwenkte, schritt Dee zielstrebig auf mich zu,. Wartend lehnte ich mich an den Zaun. Die weiche Ponynase find an meine Kleidung zu durchwühlen und Dee knabberte frech an einer Hose. „Hey!“, rief ich ihn zurecht, als er meine Haut mit erwischte. Verdutzt schaute er ich an. Nach einiger Zeit riss ich mich los, nachdem ich auch einiges an Leckerchen los geworden war.

      Mein Weg zurück hätte mich eigentlich ein Stück durch den Wald geführt, doch da ich keine Lust auf Mücken hatte und auch nicht allzu viel Zeit hatte ich mich als Abkürzung an der Stutenweide entlang gequetscht, was nicht ohne Blessuren an mir vorbei gegangen war. Es war halt kein Weg, sondern ein ganz schönes Dickicht. Ich rieb mir über den Oberarm, wo ein roter Striemen diesen zierte. Als ich a alten Putzplatz vorbei kam erntete ich verwunderte Blicke, ich sah wohl etwas zerzaust aus. „Ich hab ne Abkürzung genommen.“, rief ich Andrew entschuldigend zu und zuckte mit den Schultern. Dieser grinste mir nur entgegen, „Solange wir pünktlich los kommen!“ , und striegelte weiter über Stromer´s Painting Golds buntes Fell. Ich nickte. Die schmale Vollblut Stute genoss dies sichtlich. Neben ihr stand ZM´s Zanaro, völlig entspannt am dösen. Ich machte mich rasch auf dem Weg zum Haus u meine Kleidung etwas reittauglicher zu gestalten. Mit Jeans und Hemd konnte man zwar auch aufs Pferd, doch erschien es mir nicht angemessen. Andrew und ich hatten im nahegelegensten Rennstall die Erlaubnis bekommen, heute deren Rennbahn zu nutzen. Daher wollten wir mit meinen beiden Vollblütern pünktlich los und die Zeit ausnutzen zu können. Die Zusage war etwas unvermittelt gekommen, weshalb mein Freund Lars andere Termine für mich hatte übernehmen müssen, was mir gar nicht gefiel, aber so war es nun mal manchmal. Ich war schon froh jetzt Andrew Cole auf meinem Hof zu haben, der sowohl Rennpferde wie auch normale Sportler verstand. Gebürtig kam er aus England, arbeitete aber schon länger in Deutschland, woher auch seine Mutter stammte. Daher konnte er auch nahezu perfekt Deutsch, was die gemeinsame Arbeit erleichterte.

      Fertig umgezogen wollte ich nun noch nach Coco´s Landzauber sehen, Andrew kam mir mit der in eine Fliegendecke eingepackten Goldie entgegen. „Ich komm gleich, Landi läuft wohl nicht ganz klar, dass muss ich mir vorher noch anschauen.“, meinte ich zu ihm. Mit einem keinen blauen Halfter holte ich den Hengst raus, das mir Alex in die Arme lief kam mir gerade gelegen. „Kannst du mir mal helfen? Ich wollte ihn mir grade anschauen.“ „Klar! Kann ich Club Can´t Handel Me gerade noch zum anbinden gehen?“ , etwas verschlafen schaute der murmelige Ponyhengst neben ihr drein. „Ich hab leider nicht so viel Zeit, stell ihn doch einfach kurz in Landi´s Box.“. Gesagt, getan, Club wurde in die Box gestellt, was ihm völlig egal zu sein schien. „Was willst du nachher mit Club machen?“, fragte ich sie. „Die Speckmurmel soll mal was arbeiten, ich hatte gedacht in der Hale etwas Dressur- und Stangenarbeit.“ „ Oh ja, gute Idee, lass ihn ordentlich schwitzen!“.
      Aus dem Stallgebäude draußen, ließ ich Alex mir Landi im Schritt und Trab auf dem gepflasterten Hof und normalem Erdboden vorlaufen. Im Schritt zeigte es sich kaum bis gar nicht, aber im Trab auf hartem Boden, wurde sehr deutlich, dass er hinten links lahmte. Ich stoppte Alex und kontrollierte sicherheitshalber seine Hufe auf Steine – nichts. Seufzend stellte ich fest, dass wohl ein Tierarzt kommen musste, ich hoffte er habe sich nur vertreten und ein Zerrung und nichts Ernstes. Kannst du einen Tierarzt anrufen bevor du mit Club in die Halle gehst? Das wäre super, er lahm hinten links schon ziemlich. Und würdest du ihn wieder weg bringen, ich hab´s leider etwas eilig.“. “Klar, kein Problem!“. Der arme Landi verschwand im Stall während ich mich beeilte in den Wagen zu kommen.

      Die Fahrt zum Rennstall, dessen Bahn wir nutzen heute durften, dauerte 30 Minuten. Das war zwar nicht kurz, aber sinnvoller als eine eigene Rennbahn, denn außer den zweien im Hänger hatte ich keinen Galopper im Stall. Und Zanaro hatte zwar Spaß am Rennen, aber die klassischen Disziplinen lagen ihm mehr. Goldie war das Rennpferd, mit hervorragendem Stammbaum, kam sie aus England von dem Pineforest Stable. Dieser hatte sich ganz der Zucht und dem Training von Vollblütern verschrieben, welche erfolgreich im Rennsport, aber auch in allen anderen Sparten waren. Auch Zanaros Abstammung konnte sich sehen lassen, aber er war erwartungsgemäß nicht auf Rennen gezogen.
      Am Stall angekommen hielten wir kurz um im Büro Bescheid zu geben, dass wir da waren. Die Bahn war frei und so fuhren wir direkt zu dieser hoch um dort die Pferde auszuladen und aufzuzäumen.
      Andrew schwang sich auf Goldie, während ich auf Zanaro stieg. Die Bahn war wirklich sehr schön und ordentlich gehalten. Gemächlich drehten wir einige Runden im Schritt, ehe wir die Steigbügel verkürzten. Startboxen hatten wir keine, aber diese waren auch nicht notwendig und zudem kannten beide Pferde diese schon. Vor einiger Zeit waren Zanaro und Goldie in einem Aufgewichtsrennen gestartet, wo mein Hengst in seiner Klasse den 5. und Goldie in ihrer für ihr junges Alter einen wirklich guten 6. Platz.
      Ruhig ließen wir die Pferde angaloppieren. Goldies Ohren schwangen hin und her und Andrew hatte Mühe die junge Stute zurück zu halten, doch wir wollten die ersten Meter die Pferde entspannt laufen lassen. Zanaro hielt sich an das Tempo. Dann ließen wir die Pferde Gas geben. Goldie preschte übermütig nach vorne, während Zanaro langsam aber stetig beschleunigte. Goldie war mit Andrew uns schon ein gutes Stück vor raus, dieser versuchte die Stute etwas ruhiger zu bekommen damit sie auch die restlichen Meter schaffen würde. Bis zum Ziel hatten wir das andere Paar grade überholt, war doch Zanaros Ausdauer und Erfahrung höher. Dennoch besaß Goldie deutlich höheres Potential.
      Wir ritten die Pferde ab, ehe sie wieder in den Hänger kamen und wir uns auf den Heimweg machten. Andrew wollte in nächster Zeit vermehrt an Goldies Ausdauer arbeiten und versuchen die Stute ruhiger starten zu lassen. Für Zanaro stellte das Rennen eher eine spaßige Abwechslung zur normalen Ausbildung dar.

      Als wir auf den Hof fuhren kam Alex uns schon entgegen. „Ich hab mit dem Tierarzt telefoniert, er kommt sich morgen mal Landzauber anschauen.“. „Alles klar! Wie lief es mit Club?“, fragte ich sie. Andrew war schon damit zugange die Pferde weg zu bringen. Währenddessen rollte auch ein blauer Jeep auf den Parkplatz. „ Ganz gut, wie erwartet faul, aber mit viel Treiben war er dann auch am Ende fertig!“, lachte sie mir entgegen, ich grinste mit. Der Ponyhengst war wirklich ein verfressenes faules Ding. Hinter mir hörte ich plötzlich ein noch etwas quietschendes begeistertes bellen. Während ich mich rumdrehte, fiel mir ein, dass Lars heute unseren Welpen abgeholt hatte. Der Kleine war vorbei an Lars aus dem Kofferraum gesprungen und schnüffelte aufgeregt herum, als er uns entdeckte kam er schwanzwedelnd auf uns zu, Lars folgte ihm mit einem Lächeln. „ohhhh“, kam es neben mir von Alex. „Na hallo kleiner!“, ich hockte mich runter und krabbelte den kleinen Hund, welcher sich auf den Rücken schmiss. „Er ist wirklich schick und so ein lieber!“, meinte ein Freund anerkennend welcher ihn heute zum ersten Mal in live gesehen hatte. „Hab ich gut ausgesucht, was?“, grinste ich.

      Noch brauchte der Barsoi Welpe einen Namen, aber dafür war auch noch später Zeit. Lars nahm ihn mit ins Haus, während ich zu Lady Moon ging. Die 8-Jährige versprach mit Training einmal eine große Sportlerin zu werden. Bisher war sie noch nicht viel gefördert worden und so wollte ich es auch erst langsam angehen lassen. Das verbleibende Licht nutze ich für einen Ritt ins Gelände. Hinter dem Nebenstall, an der großen Stutenweide vorbei ging es in den Wald. Mit Elan sprang die Stute die kleinen festen Hindernisse im Wald. Als die Lady anfing zu schwitzen machte ich mich langsam auf den Rückweg. Dafür, dass sie vor meinem Kauf lange Zeit nicht mehr gearbeitet wurde, hatte sie noch eine gute Ausdauer. Aber ich wollte sie auch nicht überstraperzieren.

      Als Lady wieder versorgt war, holte ich noch schnell Butterblume. Bevor ich Roi reiten würde wollte ich die Stute noch nach draußen bringen. Auf dem Weg zu dem kleinen Sand Paddock wurde die Stute nervöser je näher der Wald kam, doch sie ließ sich noch Händeln was eine Verbesserung war. Sicherheitshalber ging ich mit auf das Paddock und hievte die Balken des Tores wieder in die Metallhalterungen, ehe ich den Strick ausklinkte. Angespannt stürmte Blümchen los bis sie der nahende Zaun zum stoppen zwang. Unglücklich durch diese Grenze hüpfte sie vor dem Zaun mit der Vorhand. Zum Glück war der Zaun dieses Sandpaddocks extra hoch und so wagte die S-Springstute dann doch keinen Versuch diesen zu überspringen. Langsam kam sie etwas zur Ruhe, sodass ich durch den Zaun schlüpfen und sie guten Gewissens für einige Zeit alleine lassen konnte.

      Mit Roi du Soleil hatte ich Dressurarbeit vor, in der Halle lagen noch die Stangen von Alex Arbeit mit Club und so beschoss ich diese auch in das Training einzubauen. Nach kurzen Dominanz gehabe machte der Hengst begeistert mit, schwungvoll trabte er über die Stangen und es schien fast so als würde er sich selber ärgern wenn er eine dieser berührte. Lobend klopfte ich den kräftigen Hals des Hengstes. Durch die Fenster schien noch das letzte Licht des Tages und tauchte die Halle in ein goldgelb. Roi hatte deutich an Kondition dazu gewonnen, durch sein Distanztraining vor einiger Zeit und so war der Hengst am Ende nicht annähernd erschöpft. Der Kraftprotz sollte nun täglich bewegt werden um ausgelastet zu sein und ich freute mich schon auf die nächsten Turniere mit ihm.

      Zuletzt brachte ich noch Blümchen wieder in ihre Box. Beim Paddock fand ich zu meiner Freude eine entspannte Stute vor, die vertrauensvoll zu mir kam und kuschelte. Ihr schwarzes Fell war von feinem Staub bedeckt, daher bürstete ich sie mit einem weichen Striegel über. Nach dem Hufe auskratzen ließ Blume sich auch brav in den Stall bringen.
      (c) kira | 2. August 2016


      13.02.2017 - Pflegebericht - kira
      Admiral, Dracula, Golden Pirate, Armani, Auftakt, All Pride, Coco´s Landzauber, ZM´s Zanaro, Lady Moon, Butterblume, Roi du Soleil, Daydreaming Sorrow, Viona, Nandalee, Club Can´t Handel Me, Legacy of Gold, A le Hop, Daydreaming Sorrow, BonnyBoy, Single Malt, Fürst der Finsternis, Wie konntest du nur, I like It, Frisco, Look at my Hair

      Es war noch sehr früh, doch das Dämmerlicht welches inzwischen herrschte verriet, dass der Winter sich nun dem Ende neigte. Die Tage wurden wieder länger. Jascha hatte ich noch nicht zum aufstehen bewegen können und im Stall herrsche auch noch verschlafene Ruhe. Die letzte Woche hatte der Winter sich noch einmal mit Schneeregen und Frost gezeigt und so war ich sehr froh, dass nun der Boden wieder trocken war und ich die erste Fuhre der Zuchthengste hinausbringen konnte. Hibbelig folgten mir Armani, Auftakt, All Pride und Coco´s Landzauber. Auch wenn die beiden Vater-Sohn-Gespänne eigentlich zu den ruhigeren gehörten, vor allen Armani war noch immer recht zurückhaltend, auch wenn er nun schon 9 Monate auf einem Gestüt lebte, doch das schlechte Wetter hatte den Weidegang stark eingeschrenkt. So düßten die vier mit einer Energie los, welche jedes Vollblut stolz gemacht hätte. Ich brachte noch Admiral, Dracula und Golden Pirate hinterher, bevor ich mich einzelnen Pferden zuwenden konnte. Die Stuten würde heute einer der Angestellten raus bringen und auch den Wechsel auf der Hengstweide würde einer diese übernehmen. Im Stall überprüfte ich ersteimal das Aufgaben Brett. Um 11 Uhr gab ich eine Reitstunde und nach der Mittagszeit ebnfalls eine, aber für die Fortgeschrittenen. Die 11 Uhr Reitstunde würde ich an Marion abgeben. Ich trug das reinbringen der Hengst in Alex´s Spalte ein und fügte noch hinzu, dass sie im Anschluss auf die selbe Weide raus bringen sollte. BonnyBoy war ein etwas schwieriger Kandidat, was seine Weide oder Paddock Partner anging. Malt und Fürst waren aber selber kleine Machos und standen auch schon bei ihrem Vorbesitzer mit BonnyBoy zusammen, weshalb die beiden sich gegen den Hengst behaupten konnten.

      Nachdem ich Marion angewiesen hatte die Reitstunde z leiten, machte ich noch die Zuweisung der Ponys, in der 11 Uhr-Stunde würden Wie konntest du nur und I like It, sowie die beiden außerst gutmütigen Fellpony Hengste Frisco und Look at my Hair laufen. Gerne setzte ich, wenn möglich, von meinen Zuchtponys im Unterricht ein. So lernten die Kinder auf zumeist gut ausgebildeten Ponys reiten und diese hatten genügend Bewegung, denn ich selber konnte täglich nur einen kleinen Teil dieser reiten. Vorallem aber die Fellponys hatten die Kinder gerne, denn sie brachten nicht nur gemtliche Gänge mit sich sondern waren auch gutmütige und ruhige Tiere, was bei den auch von arabischen Vollblütern abstammenden Welsh´s nicht unbedingt gegeben war.

      Zum Frühstück erwartete mich Lars bereits, mit Eiern und Brötchen konnte er mich wie jeden Morgen begeistern. Die Zeit zum gemütlichen Frühstück nahm ich mir doch fast jeden Morgen. Bevor ich mich setzte gab ich noch Jascha auf dem Flur sein Futter, inzwischen konnte an ihn auch fast ausgewachsen nennen. Der Barsoi Rüde war ein toller Anblick mit seinem seidigen langen Fell und schlanken Körperbau.
      (c) kira | 13.02.2017


      13.06.2017 - Kostümparty für die einen, Arbeit für die anderen - Canyon

      "Das ist doch albern."
      "Nein, das ist niedlich."
      "Haha." Sie lachte trocken und bedachte ihn mit einem ungläubigen Blick. "Und ich bin der Weihnachtsmann."
      "Da bist du aber nicht sehr glaubwürdig!" Diesmal blickte er gespielt abschätzig vom Pferd aus auf seine Freundin herab, streckte ihr dann jedoch als Zeichen eines Scherzes die Zunge raus.
      "Ich bin ohne Kostüm genauso glaubwürdig wie du es mit Kostüm bist, das habe ich versucht dir damit verständlich zu machen!" Sie versuchte sich aus dieser Lage wieder zu befreien, da ihr jedoch nichts passendes einfiel, verschränkte sie die Arme und schaute absichtlich in eine andere Richtung.
      "Bekomme ich nun trotz des oberniedlichen Hasenkostüms eine Aufmunterung? Immerhin bin ich hier, um die Ehre unseres Gestüts zu verteidigen!"
      "In einem Hasenkostüm!?" Entsetzt blickte sie ihn wieder an. "Du ziehst unsere Ehre in den Dreck!"
      "Weißt du was mir gerade einfällt? Ich weiß noch was "Ehre" auf Russisch heißt!"
      Diesmal musste sie lachen und als sie sich auf die Zehenspitzen stellte, um ihm einen Kuss auf die Lippen zu drücken, lächelte sie liebevoll. "Ich gebe es zu, es ist wirklich niedlich!"
      "Sagte ich doch!" Seine Brust schwoll an und er grinste schon wieder.
      "Jaja...", nuschelte sie. "Wir sehen uns nachher, holst du mich ab?"
      "Immer doch, Liebling, immer doch!"

      Die Kostümparty auf dem Gestüt Milky Way war eine der bekanntesten weit und breit. Viele Besucher kamen mit und ohne Pferd, doch waren sie stets verkleidet, wie es die Regeln besagten. Die einzige, welche heute nicht in eine, lächerlichen oder gruseligen Kostüm steckte, war-
      "Charlotte von Eylenstein." Freundlich streckte sie ihre Hand aus und ergriff die des Mannes. "Peter", meinte dieser nur. Charly tat es gut, nach so langer Zeit wieder ihre Muttersprache sprechen zu können. Fast hatte sie das Gefühl, sie verlernt zu haben. Es lähmte ihr die Zunge und die Wörter, welche sie so viele Jahre lang Tag für Tag gebraucht hatte, schienen hinter all den anderen Dingen in ihrem Kopf verschwunden zu sein. Deswegen nickte sie nur kurz und lächelte zögerlich.
      "Hat dir Kira bereits eine Einführung gegeben?"
      "Nur ganz kurz." Meinte sie. "Das Nötigste eben."
      Peter brummte. "Ok, dann komm mit."
      Der morgendliche Schein der Sonne kroch erst langsam über die Spitzen der hügeligen Landschaft und ließ das Gestüt trotzt des warmen Sommers noch kühl und leer erscheinen. Einige Autos besiedelten schon den Parkplatz und bis zum Nachmittag würden es noch einige mehr werden. Kira hatte sich wie immer jede Menge Mühe für ihre reichlichen Gäste gegeben, Nico freute sich jetzt auf die Mahlzeiten - er mochte deutsches Essen.
      Peter verlor nicht viele weitere Worte, sondern teilte Charly einige Pferde im Hengststall zu, drückte ihr einen Futterplan in die Hand und sie versuchte ihr bestes, das ihr fremde Fütterungsprinzip in die Tat umzusetzen.
      "Ponys, Ponys, Ponys-" murmelte sie und fuhr mit dem Finger die Liste herab. Es waren einige Tiere zu füttern und die Zeit drängte. Die meisten Pferden mussten auf den Weiden sein, bevor der Ansturm an Gästen auf das Gestüt drängte.
      Sie begann, wie man meisten begann. Ganz vorne am Anfang. Obwohl sie unter zeitlicher Anspannung stand, nahm sie sich für jedes Pferd kurz Zeit. Admiral war also der erste, bei welchem sie die Tränke kontrollierte und Heu nachfüllte. Danach folgten viele weitere Ponys: Coco's Landzauber, Armani, Golden Pirate, A Le Hop, All Pride, Auftakt, BonnyBoy, Single Malt, Fürst der Finsternis, Dracula, Daydreaming Sorrow, Legacy of Gold, Look At My Hair und Frisco. Sie war reichlich überrascht, dass der größte Teil der kleinen Pferde erfolgreich gekört war.
      Die Hengste würden heute jedoch drinnen bleiben. Zu viele fremde Pferde waren unterwegs, sodass Charly nach getaner Arbeit bei den Hengsten zu den Stuten ging. Hier lernte sie Alexandra kennen. Diese war ein paar Jahre jünger als sie, aber Charly mochte ihr nettes Lächeln und die beiden Frauen verstanden sich, ohne viel von einander zu wissen. Was Pferde und ein kleines Lächeln bewirken konnten, dachte Charly und griff das Halfter an der ersten Box. Alexandra und Peter hatten bereits die Stuten gefüttert, sodass diese nun auf die Weiden sollten. "Imma zwe auf einma'", hatte Peter gesagt, während Charly nur verständnislos geschaut und Alexandra gelacht hatte. Peter hatte erst nicht gewusst, was er getan hatte, lachte dann jedoch auch, als er es verstand.
      Lilifee und Star hießen die ersten beiden Stuten. Charly mochte einfallslose Namen nicht, verzieh es den beiden jedoch durch ihr hübsches Aussehen sehr schnell. Peter griff sich Vanity und Angel's Kiss, während Alexandra Nesquik und Sally nahm. Die Ponys kannten den Weg schon fast selbst und weit war er auch nicht, sodass nach kurzer Zeit auch Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Argenté Noir, Knives and Pens, Siana und Antigone auf der Weide waren. Peter klopfte sich zufrieden die Händen an der Hose ab. "Jut, dann geht jetzt ener zu den Trainingspferden und die anderen beiden zum Nebenstall. Alex machst du dat? Ich nehme Charly mit, schicke sie dir jedoch, sobald wir fertig sind." Die beiden Frauen nickten zustimmend und machten sich auf den Weg zu den jeweiligen Pferden.
      Die sieben Trainingspferde standen nicht weit abseits. Auch sie mussten gefüttert und anschließend auf die Weide gebracht werden. Wieder gab es für sie einen Futterplan, während Peter das von ihr vorbereitete Futter zu den Pferden brachte.
      "Das ist für Viona und das ist für Nandalee", sagte sie und deutete auf zwei Eimer. "Als nächstes kommen dann Drachenlady und-", sie stockte, "-Wie konntest du nur?" Zweifelnd blickte sie zu Peter auf. "Heißt der wirklich so?" Peter nickte und griff stumm zu den Eimern, während Charly sich kurz lachend schüttelte. Gerade habe ich mich noch über die Namen beschwert, dachte sie, aber jetzt-.
      Zum Schluss kamen nur noch I like it, Club can't handel me und Roi du Soleil und auch diese kamen, nachdem sie genüsslich aufgefressen hatten auf die Weide.
      "Geh' du jetz ma zu Alexandra, ich mache die Boxen hier alleine." Charly nickte und machte sich auf den Weg zum Nebenstall, welche gerade einen unglaublich niedlichen Miniatur Hengst namens Umpalumpa den Schweif kämmte.
      "Ah sehr gut! Dich könnte ich jetzt gut gebrauchen! Du musst mir mal mit Croccantino und ZM's Zanaro helfen, ich würde die beiden gerne in die Führanlage bringen." Sie drückte Charly den jungen Vollblut Hengst Zanaro in die Hände, während sie selbst Croc nahm. "Nachher kommen auch noch Butterblume und Lady Moon, aber die will ich nicht zur gleichen Zeit-" Sie brach ab, denn aus einer der benachbarten Boxen drang ein lautes klagendes Wiehern. "Das ist Stromer's Painting Gold, die mag es nicht, wenn man sie alleine lässt. Vielleicht nehme ich sie nachher mit in die Führanlage." Sie verließ den Stall und Charly folgte ihr. "Aber erst nach dem Mittagessen, logischerweise." Fügte sie noch hinzu.

      Der Nachmittag war erstaunlich Pferdeleer. Nur hin und wieder wurden ein paar Pferde in die Führanlage gebracht und nach kurzer Zeit wieder abgeholt. Ansonsten machte Charly genau die Arbeit, welche sie von Zuhause gewöhnt war. Boxen sauber machen und Weiden abäppeln.
      "Ach wie viel angenehmer wäre das Leben, wenn es auch Pferdetoiletten mit Spülung gäbe." Meinte sie am späten Abend zu ihrem Freund. Ihre Arbeitskleidung hatte reichlich gelitten und ihre Haare waren von Staub und Dreck überzogen. Nico derweilen saß immer noch im blauen Hasenkostüm auf einer der Partybänke und hielt eine Flasche Bier in der Hand. Als Charly diese erblickte, seufzte sie. "Sage nicht, dass ich nun auch noch Autofahren muss!"
      "Keine Angst Schatz, ich habe erfolgreich unsere Ehre verteidigt und eines der beliebten Gästezimmer ergattert!" Seine Brust schwoll vor Stolz.
      "Hoffentlich hast du auch etwas Werbung für unser Gestüt gemacht, das war schließlich deine Aufgabe."
      "Natürlich! Was denkst du denn von mir?" Empört richtete er sich auf. "Dass ich ein Taugenichts bin oder was?"
      Charly hustete. "Ach nö nö, quatsch!" Sie hustete wieder.
      "Glaube mir, die werden uns in Scharen besuchen kommen! Wenn ich eines bin, dann überzeugend und weißt du was? Ich habe noch einen Meilenstein heute erreicht!" Zweifelnd blickte Charly auf. "Lass dich überraschen Hase, lass dich überraschen."
      (c) Canyon |13.06.2017
    • Eddi
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      Ankunft der Welshs
      28. Juli 2017
      Die letzten Tage hatte ich viel zu planen gehabt. Über ein paar Umwege hatte ich erfahren, dass Kira ihre Zucht stark verkleinerte und mich sofort gemeldet, meine damaligen Vierbeiner wieder zurück zu mir zu holen. Dabei handelte es sich um sechs Welsh Ponys, welche ich damals an die Zucht gegeben hatte und eines meiner damaligen Zuchtfohlen. Und heute sollten die sieben Pferde bei uns ankommen.
      Tami und ich waren schon fleißig dabei, die Boxen herzurichten, denn die ersten Nächte wollte ich die Neulinge gerne im Box haben, ehe sie dann in aller Ruhe in die großen Herden eingegliedert werden würden und danach den kompletten Sommer auf den Weiden sein dürften. Zu zweit hatten wir die Boxen schnell vorbereitet und kümmerten uns derweil noch um die einzelnen Weiden. Da sich die Pferde untereinander kannten, bekamen die vier Stuten die Weide direkt am Stall, während die vier Hengste auf die Weide hinter den Springplatz konnten.
      Es dauerte nicht gar so lange und wir hörten die Transporter auf den Hof fahren. Alexa und Tassilo waren auch bereits da und so warteten wir auf unsere Neuankömmlinge. Der Fahrer war relativ in Eile, so dass er mich nur knapp begrüßte und mir dann die Papiere zum unterschreiben hinlegte. Ich nickte, setzte meine Unterschrift darunter und dann kümmerten wir uns um das Ausladen der Pferde.
      Zuerst waren die Hengste an der Reihe und da wir zu viert waren, ging das problemlos auf. Tami nahm Auftakt an sich, während Alexa als nächstes BonnyBoy auslud. Tassilo nahm dann Single Malt und ich holte als letzten Fürst der Finsternis aus dem Transporter. Kurz durften sich die Hengste den Hof anschauen, ehe wir sie direkt auf ihre neue Weide brachten, wo sie sich die Beine vertreten konnten.
      Wir befreiten sie von Transportgamaschen und Decken, ehe sie auch schon entschwinden durften und wir uns den Stuten widmeten. Auch hier ging es wunderbar auf: Tami nahm Nesquik, Alexa schnappte sich Sally und so holte Tassilo Alice von Landwein aus dem Hänger, während ich Nandalee aus dem Transporter führte. Der Fahrer verabschiedete sich direkt, sobald die Pferde draußen waren und entschwand.
      So konnten wir aber immerhin in aller Ruhe die Stuten auf ihre neue Weide bringen. Bei den Damen ging es auch wesentlich ruhiger zu und sie schauten sich erst einmal ihre neue Umgebung an. "Wow, Nandalee hat sich gemacht!", meinte Tami staunend. Alle kannten sie noch als das kleine schwarze Fohlen von früher, aber inzwischen war sie komplett ausgeschimmelt und sah wirklich mehr als toll aus.
      Ich war selber sehr stolz, auch wenn bei ihrem Anblick ein bisschen die Traurigkeit mitschwang, dass ihre Mutter, Napayné, nicht mehr bei uns stand. Bei meiner Verkleinerung damals, hatte ich sie an meine beste Freundin Sammy gegeben. Dort ging es der Stute auch hervorragend, aber nichtsdestotrotz vermisste ich sie gerade jetzt mehr als gedacht. Aber immerhin stand Nandalee ihrer Mutter in nichts nach, die beiden waren tolle Pferde und Nani hatte wirklich das Beste geerbt.
      Die Neulinge durften nun erst einmal ankommen, ehe wir am Nachmittag mit den beiden Gruppen jeweils einen kleinen Spaziergang über den Hof machen würden, auch um zu sehen, ob alles in Ordnung waren. Und dann würden sie die Nacht in Ruhe im Stall verbringen. Ich überlegte auch, ob ich sie in den kleineren Gruppen ließ und gar nicht erst großartig eingliederte. Genug Weiden für den Sommer hatten wir eigentlich. Aber darüber könnte ich noch in Ruhe entscheiden.
    • Eddi
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      Herbst
      07. Oktober 2017
      „Ich war eigentlich ganz glücklich mit dem Sommer“, seufzte Tassilo, während er Maelis und Acariya aufhalfterte. Ich grinste nur in seine Richtung. Es war Oktober und der nass-kalte Herbst hatte uns erreicht. Dementsprechend standen die Pferde nicht mehr 24/7 auf den Weiden, sondern wurden morgens zwischen 8 bis 9 Uhr auf die Weiden gebracht und zwischen 17-18 Uhr wieder reingeholt.
      Das war natürlich für uns wesentlich mehr Arbeit, zumal nun wieder Boxen gemistet wurden, aber gerade für die Jungspunde war es so wesentlich besser. Aktuell hatte wir auch einigen Aufruhr in der kleinen Herde, denn Feuerdrache war kürzlich abgesetzt worden und machte doch recht viel Theater.
      Zum Glück hatte Cover the Moon noch ein paar Monate Zeit, so dass er noch gemeinsam mit Mama Sarabi über die Wiesen streifte und den Herbst genoss. Ich war mir aber bald sicher, dass er nicht so viele Probleme machen würde, wie sein baldiger Weidegenosse.
      Feuerdrache legte sich momentan sehr gerne mit Applaus und Paddington an, bekam aber von beiden älteren Junghengsten dann einige zurück. Ich hoffte einfach, dass sich das noch beruhigen würde. Wenigstens die Mädels waren problemlos. Korah, Herbstmond und Lady Fox ließen sich sogar zu dritt führen und schon waren alle Jungpferde draußen.
      Alexa und Tami hatten sich derweil um die Hengste gekümmert, so dass wir nun nur noch die Stuten rausbrachten. Während sich meine Mitarbeiter dann schon an die Arbeit machten, schaute ich nochmal kurz bei den Weiden vorbei.
      Zufrieden grasend standen am Zaun Alice von Landwein und Amadahy. Etwas weiter weg konnte ich die schneeweiße Nandalee sehen, die sich gerne mit zu Nesquik und Sally stellte. Manchmal irritierte es mich, dass die junge Stute, so die Nähe der älteren suchte, aber ich akzeptierte es.
      Raunchy’s Limited stand etwas abseits und wirkte auch etwas abwesend. Feuerdrache war ihr erstes Fohlen gewesen, dementsprechend nahm auch sie die Entwöhnung etwas mit. Unsere neue Stute Possy Pleasure Mainstream nutzte das aber direkt, um nicht gar so alleine stehen zu müssen.
      Bei den Hengsten sah es da hingegen heute wesentlich entspannter aus. Altyn, Dissident Aggressor, Nochnoi Dozor und Pajero standen zusammen in einem Pulk und grasten friedlich. Calimero II versuchte sich gerade wieder mit BonnyBoy oder Auftakt zu streiten, aber die beiden älteren ignorierten den Junghengst einfach. Erst mit HGT’s Unitato fand er jemanden, der mit ihm spielte.
      Ich zählte auch die Welshs nach, weit hinten standen noch Single Malt und Fürst der Finsternis. He’s called Trüffel stromerte irgendwo bei Dr. Insektor und Outlaw Torn mit herum. Die Welshs waren noch gar nicht so lange da, aber fühlten sich anscheinend sichtlich wohl, so sollte es doch sein.
      So konnte ich mich nun auch zufrieden der Stallarbeit widmen.
    • Eddi
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      Weihnachten!
      24. Dezember 2017
      Wieder war ein Jahr vorüber und Weihnachten stand vor der Tür. Da sowohl Alex, als auch Tami und ich total weihnachtsbegeistert waren, war das gesamte Gestüt rundum geschmückt. Zu unserer Freude hatten wir aktuell auch Schnee, so dass alles weiß und verschneit war. Heute war der 24. Dezember und wir hatten unseren alltäglichen Betrieb auf das Minimum runtergeschraubt, denn natürlich wollte ich meinem Team auch freie Tage gönnen. Aber wie es bei Pferdemenschen so war, tauchten sie trotzdem alle morgens im Stall auf und halfen bei den täglichen Arbeiten.
      Das bedeutete, alle Pferde wurden gefüttert, dann ging es raus auf die Weiden und die Boxen wurden gemistet. Abschließend wurde schon Futter und Heu für den Abend vorbereitet, ehe wir gemeinsam noch unseren weihnachtlichen Rundgang über die Weiden gingen und den Pferden Möhren vorbeibrachten, die wir auf den Weiden verteilten.
      Gerade im Schnee war es immer relativ amüsant, den Pferden bei der Suche zuzuschauen. Wir begannen bei den Jungpferden und dort hatte besonders Tassilo seinen Spaß. Paddington hatte schnell verstanden, dass Tassilo die Möhren etwas weiter warf und war schon ein Stück weiter getrabt, bevor die nächste Möhre durch die Luft flog. Unsere jüngsten, Cover the Moon und Feuerdrache, hielten sich da lieber etwas bedeckt und erschlichen sich durch Süßheit bei Tami ihre Möhren.
      Bei Alex sammelten sich auch bereits einige Jungpferde. Darunter auch unser noch recht frischer Neuzugang Merida, die sich aber schon bestens eingelebt hatte und sichtlich zufrieden mit ihrer Herde zu sein schien. Besonders gerne spielte sie mit Maelis und Acariya. Ich wurde gerade von Lady Fox angestupst, die Korah und Herbstmond zur Seite schob, um nun auch an ihre Möhren zu kommen. Die beiden Welshs Acariya und Applaus hielten sich etwas zurück und warteten einfach geduldig, bis Tassilo ihnen die Möhren vorbeibrachte.
      Bei den Hengsten war aktuell wesentlich mehr los. Calimero II und BonnyBoy jagten sich gerade gemeinsam über die Weide und stießen dabei beinahe mit Call me a Twist und Aristo zusammen, die eigentlich gerade im Schnee nach Gras stöberten und die jungen Hengste direkt zurechtwiesen. Den restlichen Teil ließ das bisher kalt, bis wir dazu kamen. Sofort hoben Pajero, Thorondor und Dr. Insektor den Kopf als sie mein Pfeifen hörten und kamen angetrabt. Man merkte, wer schon lange hier lebte.
      Cover the Sun, Altyn und Fiebertraum ließen sich direkt anstecken und kamen mit angerauscht. Durch die trabende Gruppe wurden auch die anderen aufmerksam und warum auch immer preschten Feuervogel und Outlaw Torn nebeneinander los und buckelten erst einmal wild über die verschneite Weide. Das waren eindeutig die Wintergefühle und die ergriffen auch HGT's Unitato und die beiden Shettys What does the Fox say und Erutan Wishes. Die waren ja sowieso für jeden Quatsch zu haben.
      Bis dann die Hengste bemerkten, dass es bei uns Möhren gab und schon standen sie in einem großen Kreis um uns herum und warteten ungeduldig auf das weihnachtliche Geschenk. Das war eigentlich vor allem dafür da, um bei allen Pferden nach den Rechten zu sehen. Aber anscheinend waren alle bei bester Gesundheit. Für die Möhren rissen sich dann sogar Auftakt und Dissident Aggressor von den Heunetzen los und kamen herübergeschlendert. Fürst der Finsternis und He's called Trüffel schlossen sich an. Die beiden hatten bisher relativ weit hinten gestanden und das Theater hier vorne geflissentlich ignoriert.
      Fehlte nur noch Single Malt, aber der kam nach einem Rufen auch sofort an und schon waren alle Hengste beisammen. Sie waren alle fit und dementsprechend konnten wir uns dann schon bald verabschiedeten und nun ging es nur noch zu den Stuten. Dort wurden wir schon von Walking in the Air, Sally und Teasie erwartet. Die ruhigeren Damen hielten sich gerne am Eingang auf, um auch ja alles mitzubekommen.
      Auch hier reichte ein Rufen und schon kamen Sarabi, Raunchy's Limited und Polka Dot um die Ecke gesaust. Und da sich die Gruppe in Bewegung setzte, kamen auch nach und nach die anderen. Erst Possy Pleasure Mainstream und Shattered Glass, dann aber auch noch Nesquik und Nandalee. Für den Rest mussten wir uns auf den hinteren Teil der Weide bewegen. Lila Wolken und Like Honey and Milk fanden das Heunetz zu nett, als dass sie sich bewegt hätten. Außerdem stromerte hier hinten auch noch Batida de Coco herum und Alice von Landwein und Amadahy spielten gerade miteinander, während Razita sich genüsslich wälzte.
      Auch sie war wie Merida noch relativ neu bei uns, hatte sich aber wirklich problemlos eingliedern lassen.
      Allen Pferden ging es bestens und so schickte ich mit etwas Nachdruck mein Team dann nach Hause zu ihren Familien. Vorher gab es für jeden von ihnen noch ein kleines Geschenk von mir, ehe ich sie dann endgültig verabschiedete und ihnen frohe Weihnachten und schöne Feiertage wünschte. Die hatten sie sich definitiv verdient und die Pferde konnten auch mal ein paar Tage entspannen.
    • Eddi
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      Sommerweiden
      07. Juni 2018
      Hengste: Altyn, Aristo, Auftakt, BonnyBoy, Calimero II, Call me a Twist, Cover the Sun, Dissident Aggressor, Dr. Insektor, Erutan Wishes, Feuervogel, Fiebertraum, Fürst der Finsternis, He's called Trüffel, HGT's Unitato, Namour, Nochnoi Dozor, Outlaw Torn, Pajero, Single Malt, Thorondor, Varulv, Vertigo, What does the Fox say
      Stuten: Alice von Landwein, Amadahy, Batida de Coco, Das Kürbisvieh, Herbsttraum, Like Honey and Milk, Lila Wolken, Naimibia, Nandalee, Nesquik, Polka Dot, Possy Pleasure Mainstream, Raunchy's Limited, Razita, Sally, Sarabi, Shattered Glass, Teasie, Walking in the Air
      Fohlen: Acariya, Applaus, Cover the Moon, Feuerdrache, Herbstmond, Korah, Lady Fox, Maelis, Merida, Paddington

      Der Sommer hatte uns mittlerweile vollständig erreicht. Nach einer längeren Anweidezeit dieses Jahr, waren nun seit kurzem die Sommerweiden eröffnet. Den Mai über hatten uns noch allerhand Unwetter und Stürme geplagt, doch mit denen schien endlich Schluss zu sein. In aller Ruhe hatten mein Team und ich die Sommerweiden vorbereitet und vorgestern die jeweiligen Herden auf die großen Stücke gelassen. Die ersten Tage hatten sie auch alle heil überstanden. Für uns hatte das bedeutet, die Ställe komplett zu misten und auch einmal ordentlich durchzuspülen. Nun fiel für uns viel Arbeit weg. Das Futter bekamen die Pferde nach der täglichen Arbeit und Heu stand ihnen trotz der Weiden permanent zur Verfügung. Jeden Morgen kontrollierte ich auf dem Pferderücken alle Zäune, ehe ich den Pferden auch einen Besuch abstattete und schaute, ob alles in Ordnung war.
    • Eddi
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      Winter is coming
      24. November 2018
      Eisige Kälte empfing mich, als ich die Haustür öffnete. Fröstelnd zog ich mir Schal und Mütze tiefer ins Gesicht und schlüpfte schnell in die warmen Handschuhe. Der Winter hatte sich recht unbarmherzig angekündigt. Innerhalb einer Nacht waren wir zugeschneit gewesen. Wie lange die weiße Pracht allerdings liegen bleiben würde war fraglich. Zumindest aktuell war sie da und die frostigen Temperaturen mit dazu. Also huschte ich so schnell es ging hinüber in den Stall. Dort empfing mich lauschige Wärme und der Geruch von frischem Heu. Tami und Alexa waren bereits bei der morgendlichen Stallarbeit und ich ging den beiden fix noch beim Füttern zur Hand. Bei den Temperaturen mussten morgens und abends etliche Decken gewechselt werden, denn die meisten unserer Sportpferde waren geschoren. Oder es waren so Kandidaten wie Altyn und Nochnoi Dozor, die gar nicht so viel Winterfell besaßen und sowieso eingedeckt werden mussten, damit sie nicht zitternd auf den Weiden standen.
      Auch Fiebertraum schob kaum Winterfell, eigentlich gar nichts. Bei ihm war das aber vor allem seiner damaligen Zeit als Renn- und damit als Boxenpferd geschuldet. Seitdem er bei uns war wurde es immer besser, aber er würde nie Unterwolle haben. Ganz im Gegensatz zu unseren Ponys, die alle aufgingen wie ein Hefekloß. Erutan Wishes und What does the Fox say liefen nur noch als kleine Fellkugeln durch die Gegend und ihre Beine wirkten aufgrund des ganzen Felles noch kürzer als sonst. Sie gehörten zu den wenigen, die keine Decken brauchten und zu denen, die wiederum wie die Verrückten den lieben langen Tag auf der Weide durch den Schnee tobten.
      Nach dem Frühstück ging es für alle Pferde nämlich direkt raus, wo sie auch den gesamten Tag verbringen würden. Erst gegen 17/18 Uhr würde es wieder in den Stall gehen. Fix schaute ich an der Stalltafel, welche Pferde heute ihren freien Tag hatten. Single Malt und BonnyBoy konnten ihren Tag draußen genießen, ebenso wie Call me a Twist und Auftakt. Dr. Insektor und Altyn hatten heute ebenfalls nichts auf den Plan stehen, dafür war aber der Rest an der Reihe. Und wie so oft blieben einige Pferde direkt im Stall. Unter anderem Pajero, Catani und Cover the Sun.
      Während Alexa die drei putzte, bauten Tassilo und ich in der großen Halle einen Parcours auf. Danach holten wir unsere geputzten und gesattelten Pferde am Putzplatz ab. Tami hatte anfangs nicht mitmachen wollen, kam nun aber doch mit Feuervogel hinterher. Wir ritten die vier Pferde in Ruhe warm und nahmen nach und nach immer mehr dazu. Springtraining war immer eine schöne Abwechslung im Winter und das Beste war: Einem wurde warm. Die Hengste machten ihre Aufgabe heute auch wirklich gut und wurden schon bald auf die Weide entlassen.
      Jeden Morgen begann das Team mit einem gemeinsamen Training und danach splittete es sich auf. Tami longierte heute Fürst der Finsternis und Calimero II - Tassilo ritt Aristo und Outlaw Torn, während Alexa zunächst Dissident Aggressor longierte und danach HGT's Unitato ritt. Ich begann heute mit Thorondor und ritt meinen schwarzen Hengst in der Dressur. Ich konnte nicht fassen, dass der Hengst mit jedem Jahr älter wurde und doch merkte man es ihm kein Stück an. Danach ritt ich noch Varulv und longierte abschließend Vertigo. Tami und He's called Trüffel leisteten uns Gesellschaft und so war der Vormittag schneller rum als gedacht.
      Für uns stand nun die Mittagspause an und wir alle waren froh, uns erstmal aufwärmen zu können, etwas zu essen und danach motiviert weiter zu machen.
    • Eddi
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      Neue und alte Gesichter
      19.06.2019
      Seit Anfang des Jahres hatte sich wieder ein wenig in unseren Stallungen verändert. Drei neue Hengste waren hinzugekommen. Exciting Force und Leitz waren altbekannte Gesichter und stets willkommen und neu mitgebracht hatten sie ihren Weidegenossen Phex. Leider waren die drei aus einem nicht so schönen Grund zu uns gezogen. Ihre Besitzerin und eine sehr enge Freundin meinerseits hatte einen schweren Unfall gehabt und hatte vorerst die Pferde und ihr Gehöft aufgeben müssen. Ich drückte die Daumen, dass es irgendwann wieder besser werden würde, aber bisher stand die Zukunft noch in den Sternen.
      Die drei Hengste hatten sich zumindest sehr schnell eingelebt. Oft standen sie mit bei Altyn, Pajero und Cover the Sun, aber auch mit dem Rest der Herde verstanden sie sich prima. Fiebertraum und Nochnoi Dozor hatten sich auch gemacht und waren nun offiziell nicht mehr die Neuen. Heute würde ich noch die neuen Turniernennungen abschicken müssen. Das betraf vor allem Catani, Dr. Insektor, Calimero II und He's called Trüffel. Der Rest hatte momentan mehr oder weniger Ruhe. Feuervogel und Varulv fuhren ab und an mit, wenn es sich anbot, aber wir machten uns keinen Stress.
      Vor kurzem hatten wir mit unseren Westernpferden an einer kleiner Westernshow in der näheren Umgebung teilgenommen. Dissident Aggressor war sowieso bekannt wie ein bunter Hund und auch Call me a Twist brauchte sich nicht zu verstecken. HGT's Unitato und Outlaw Torn hatten wir tatsächlich auch mitgehabt. Es wurde Zeit, dass sich die Jüngsten daran gewöhnten.
      Aristo und Thorondor fristeten ihr friedliches Dasein. Aktuell wurden die beiden nur von mir trainiert, aber es ging super voran und gerade das Training mit Thorondor machte unglaublich Spaß. Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt waren nun langsam wieder auf ihrem alten Trainingsstand und liefen hier und da im Reitunterricht mit und machten ihre Sache auch gut. Abschließend gab es noch Erutan Wishes und What does the Fox say. Das Ponyduo war vor der Kutsche unschlagbar und dort wurden sie auch immer bewegt.
    • Eddi
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      Neujahr
      03. Januar 2020
      Mississle, Teasie, Sarabi, Possy Pleasure Mainstream, Razita, Walking In The Air, Like Honey and Milk, Shattered Glass, Raunchy's Limited, Naimibia, Das Kürbisvieh, Amadahy, Lila Wolken, Herbsttraum, Alice von Landwein, Nandalee, Nesquik, Sally, Batida de Coco, Polka Dot, My Hope Nymeria
      Panta Rhei, Phex, Leitz, Exciting Force, Altyn, Fiebertraum, Nochnoi Dozor, Catani, Cover the Sun, Pajero, Dr. Insektor, Aristo, Thorondor, Call me a Twist, Dissident Aggressor, HGT's Unitato, Outlaw Torn, Feuervogel, Varulv, Calimero II, Vertigo, Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis, He's called Trüffel, Single Malt, Erutan Wishes, What does the Fox say
      Graceful Eclipse, Merida, Maelis, Lady Fox, Korah, Nabiri, Acariya, Herbstmond, Cover the Moon, Paddington, Feuerdrache, Applaus


      Das neue Jahr war angebrochen und mit ihm auch ein neues Jahrzehnt. 2020 hatten wir erreicht und ich war stolz auf das, was das Gestüt Sapala darstellte. Wir hatten ein funktionierendes, tolles Team, welches sich mit ganzem Herzblut um die Pferde kümmerte und die konnten sich auch wirklich nicht beklagen.
      Das vergangene Jahr hatten wir ruhig und entspannt enden lassen. Wie immer schickte ich meine Mitarbeiter über die Feiertage zu ihren Familien in ihren wohlverdienten Urlaub. Zu den Tagen schafften wir es auch mit wenigen, den Stall in Stand zu halten und die Pferde hatten zum Großteil frei.
      Natürlich waren wir alle Pferdemenschen und die ließen es sich nicht nehmen, auch ihre freie Zeit im Stall zu verbringen. Es war immerhin unsere Leidenschaft. So hatten wir zum 23.12. einen großen gemeinsamen Weihnachtsritt mit gemeinsamen Mittagessen gemacht und am 01.01. hatten wir uns alle zum Neujahrsritt versammelt.
      Mein Team hatte die vergangenen Tage damit verbracht, ihre kleinen Reitschülergrüppchen auch an so etwas wie einem Neujahrsritt teilhaben zu lassen. Natürlich ging das nicht alles an einem Tag, aber so waren die ersten Tage des neuen Jahres direkt gut gefüllt gewesen.
      Ende Januar würde unser jährliches Neujahrsturnier anstehen und die jungen Reiter trainierten jetzt schon fleißig und waren sehr ehrgeizig. Auch für meine Mitarbeiter gab es eine eigene Abteilung, auch sie sollten sich messen dürfen und ihren Spaß haben.
      Ich war schon voll in den Vorbereitungen hierfür, bereitete die Schleifen und Gewinne vor und plante das Event und schrieb Listen. Draußen war es heute diesig und nass, so dass ich gerne mal den Tag zum Großteil im Büro verbracht. Den Morgen über hatte ich bereits auf mehreren Pferden gesessen, denn nun ging das Antrainieren wieder los, wenn wir dann im März in die diesjährige Turniersaison starten wollten.
      Die ersten Tage des Jahres würde ich noch viel für Organisatorisches gebrauchen, aber dann sollte alles wieder seinen gewohnten Gang gehen.
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  • Album:
    Habt Spaß <3
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    23 Juli 2017
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    EXIF Data

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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Name: Fürst der Finsternis
    geboren: 2007

    __________________

    Von: unbekannt
    Aus der: unbekannt

    __________________

    Rasse: Welsh B
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Rappe
    Stockmaß: 146 cm

    Beschreibung:

    Fürstchen ist ein selbstbewusster Hengst, der genau weiß was er will und das oft auch durchsetzt. Sein Reiter muss schon einiges an Können mitbringen, weil er einen sonst nur verulkt. Daher ist er definitiv auch kein Anfängerpferd. Dafür ist er aber ein stolzes Erscheinungsbild und hat eine unglaublich Ausstrahlung.

    Ersteller: vampyrin
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: erloschen

    Dressur E -- Springen E
    __________________

    Gekört: ja, [HK 331] für Fellponies und Welshponies Sek. B
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    Nachkommen:

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