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Laraya13

Exaltation

Orlow-Traber |Hengst | *2015 | 1,60m | ungekört

Exaltation
Laraya13, 7 Apr. 2021
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    • Laraya13
      Pflegebericht HMJ Exaltation

      by Laraya13, 3044 Zeichen,
      Von Schweden, Trabern und Problemen


      Laraya | Mein erster Tag auf der Lindö Dalen Stuteri war gerade erst begonnen und ich fand mich zusammen mit allen anderen Teilnehmern nun mit einem neuem, fremden Pferd in der Hand dastehen. HMJ Exaltation, ich war unheimlich froh, das meine Bewerbung angenommen wurde für diesen wunderschönen Hengst und ich war gespannt, ob wir aus ihm genauso viel herausholen könnten, wie vergangenes Jahr aus HMJ8400, unseren Pilgrim. „Na komm erst mal dahin mit, wo's ruhig ist.“, sagte ich ruhig zu dem weißen Hengst und führte ihn langsam etwas aus der Menge, zu einem Baum am Rand. „Na du, kleines Tierchen. Magst du Möhren?“, fragte ich, wie man eben mit seinem Pferd sprach und hielt Exaltation eine Karotte hin. Er schaute zögerlich und legte die Ohren an, in meinem Kopf brummte das wenige Hintergrundwissen, was man über ihn hatte und machte mich mental bereit, gleich gebissen zu werden.. doch wurde einfach nur angeschaut. Seine Ohren zeigten immer noch nach hinten, also setzte ich mich erst mal auf den kleinen Baumstumpf, der hier war, und beobachtete das Tier ein wenig, knabberte an einer der Karotten. Es war unheimlich ungewohnt, alleine auf einem anderen Kontinent zu sein und ein neues Pferd in der Hand zu haben..Liam war tatsächlich sehr angefressen, als er nicht mitkommen konnte. Ich hoffe, das legt sich..und so schweifte ich Gedankenversunken ab und starrte auf das geschwollene Bein meines Schützlings, welcher mich beobachtete und doch ab und zu mal ein Ohr nach vorne stellte.Die Arbeit mit einem selbstständigen Pferd wird nicht einfach, das hatte Atlanta mir schon beigebracht.. dennoch faszinierte mich der Hengst ungemein. Ich seufzte, stand wieder auf und legte den Lilanen Strick, der so gar nicht zu dem schönen Knotenhalfter passte, um seinen Hals, um ihn so etwas Freiheit geben zu können und hielt nochmals eine Karotte hin. „Bist du dir sicher? Die sind echt lecker.“, sagte ich und biss ab, hielt Sie dem Hengst wieder hin und mich schaute ein freundliches Pferdegesicht an, streckte den Hals ein wenig zu der Möhre und erhaschte Sie sich vorsichtig. Ruhig kaute er auf der Möhre und ich durfte ihn tatsächlich an der Stirn berühren, dann an den Nüstern. „So ein lieber.“, murmelte ich und ging ein Stückchen die Wiese entlang, sah mich etwas um. HMJ Exaltation sah mir verwirrt nach, gab es doch gerade extra Futter, setzte er seine Glieder dann langsam in Bewegung und folgte mir, jedoch in einem gesunden und akzeptablen Abstand. Als jedoch mein Handy klingelte, erschreckte er sich, blieb aber dennoch stehen und beobachtete mich. Genervt zog ich das Handy heraus, hatte ich doch gebeten, heute keine Anrufe zu erwarten und drückte Liam mit einem schweren Herzen weg. Seufzend ging ich langsam zu dem Schimmel und hielt meine Hand hin, welche beschnuppert wurde, und griff mir langsam den Strick. „Na komm, machen wir dich mal ein wenig sauber und entfilzen deine Mähne.“, sagt eich sanft, streichelte dem Hengst über den Hals und spaziere gemütlich mit ihm Richtung Hof, auf der Suche nach einem Anbindeplatz.
    • Laraya13
      Pflegebericht HMJ Exaltation
      by Laraya13, 3340 Zeichen Ohne Leerzeichen
      30.04.2020

      Kleine Basics und der Tag vor der Abreise

      Laraya| Die Woche hier in Schweden war schneller um als gedacht. Ich hatte gerade meinen morgendlichen Kaffee getrunken und machte mich auf den Weg zu Exaltation. Ich stand erst eine Weile vor der Koppel und beobachtete die Tiere ein wenig, sah Tatio zu wie er gemütlich döste. Ich lief, mit dem alten Halfter von Atlanta im Schlepptau, langsam auf die Koppel und rief den weißen ab und an beim Namen, erntete aufmerksame Blicke, nur einen Schritt zu mir machte er nicht. Bei ihm angekommen streifte ich ihm vorsichtig das Halfter auf und führte ihn zum Unterstand, um ihn zu putzen. Ich wollte ihn ungern anbinden, da er es wohl mit Stricken nicht so hatte, also hoffte ich einfach darauf das er ruhig stehen blieb und holte sein Putzzeug und die Futterschüssel. Ich legte etwas Müsli und Äpfel sowie Karotten in die Schale und als HMJ Exaltation langsam zu mümmeln begann, putzte ich ihn gründlich von Kopf bis Huf und versuchte, diese verfilzen Haare ordentlich zu bekommen. Das Striegeln machte er wunderbar mit, Hufeheben war ein wenig mit diskutieren verbunden, aber ebenso händlebar. Die Basics saßen also, wenn auch ausbafähig. "Du süßer, ich glaube du brauchst einen neuen Haarschnitt..", sagte ich etwas wehleidig und holte eine Schere aus dem Putzkoffer heraus. Der Traber begutachtete die Schere erst genaustens, ich lies ihn natürlich, bevor ich an sien Langhaar durfte. Mit größter Vorsicht und hoch konzentriert verpasste ich ihn einen etwas sportlicheren Schnitt und kürzte auch den Schweif, was aber das Gesamtbild des Hengstes gleich in ein geplfegteres rückte. "Hast du super gemacht, sehr fein.", lobte ich ihn und streichelte seinen Kopf, ehe ich mir sein Gelenk ansah. Es war nicht sehr dick, aber doch auffällig. "Hmm.. wir gehen ein wenig spazieren, mal schauen was dabei herum kommt. Und du musst dich mit Stricken anfreunden.", erzählte ich dem Hengst, welcher mich einfach nur ansah. Ich wechselte das Halfter, packte ihm die neue Decke drauf und dann nahm ich den Strick und hielt ihn einfach nur hin. Exaltation legte die Ohren zurück, lutschte, schnupperte und prustete den Strick an, blieb aber bei mir. Ich redete beruhigend auf ihn ein, zeigte ihm das der Strick nicht biss.. dafür aber der Hengst, als ich den Strick am Halfter festmachen wollte. Glücklicherweise hat er in den Strick gebissen. "Sowas machen wir nicht, Freundchen!", tadelte ich den Hengst und schickte ihn mit meinem Körper ein paar Schritte zurück und nutzte seine Verdutztheit, um den Strick unbemerkt zu befestigen. "Siehst du, Stricke fressen keine weißen Pferde.", scherze ich und hielt den Strick locker in der Hand. Sobald der Strick dran war und locker hing, schie nes für den Hengst wieder in Ordnung zu sein.. Vielleicht wurde er mit Stricken geschlagen?

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      Als wir nun fertig waren und ich die Sachen des Hengstes weggeräumt hatte, liefen wir zusammen los und ich achtete darauf, den Strick so locker wie möglich zu lassen. Die Motivation von Tatio hielt sich in Grenzen, jedoch lief er schön mit und zog weder noch bummelte er. Sein Gangbild war trotz des dicken Gelenkes klar und unauffällig, ich würde in Kanada mal einen Arzt draufschauen lassen, genauso wie Bjorn die Hufe machen muss.Wir zogen gemütlich unsere Runde über dieses wunderschöne Gestüt, als mein Handy vibrierte. Liam.. dieses mal nahm ich an, nach einer Woche wegdrücken kann man das mal machen. "Ja? .... Ja, morgen.. Gegen zehn Abends landen wir... Bring Kaffee mit...." - Das Gespräch hielt ich so kurz wie möglich und ging auf Fragen nicht ein, da ich es hasste, am Pferd zu telefonieren.Nachdem wir nach einer langen, entspannten Runde spazieren wieder an der Koppel ankamen, lobte ich den Hengst ausgiebig. Er kaute und schien selber etwas entspannter, was mich sehr freute. Ich war sehr gespannt, wie er sich verladen liese morgen.. Ich nahm ihn das ganze Zeug ab und er lief gemütlich auf die Koppel. Das Tor schloss ich und schaute zu, wie sich Exaltation noch ein wenig wälze, bevor er zu den anderen rannte.
    • Laraya13
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      HMJ Exaltation | Prophylaxe, Artrhitis Behandlung
      „Hey Coop, es sind erneut zwei Aufträge in der Klinik eingeflogen“ schrie Joey aus dem Büro runter in die Küche. „Ernsthaft?“. „Ist das jetzt gut oder schlecht?“ fragte er verwirrt. „Ne, gut! Auf jeden Fall gut! Ich bin froh. Ich dachte schon ich werde nicht mehr gebraucht“ lachte ich ein bisschen verlegen. Ich sah Joey im Geiste, wie er den Kopf schüttelte. „Schüttelst du den Kopf?“. Er lachte „yap!“. Ich trank meinen Kaffee und organisierte einige Turnierbesuche für die CHH Pferde und schaffte es dann rauf ins Büro, um mir die Aufträge anzuschauen. Ein Auftrag kam von Laraya Shizuka. Ich atmete tief durch und war erleichtert das sie doch noch mal Kunde sein wollte, nachdem ich ihr das letzte Mal aus einigen Gründen absagen musste. Natürlich ging es auch diesmal um ein HMJ Event Pferd. Laut Auftrag um einen Orlow Traber, Rappschimmel namens HMJ Exaltation. Laut dem Tierschutz wurde er im Wald aufgefunden. Ich legte meine Hand auf die Wange und schüttelte den Kopf. Diese Information hatte in mir die Neugier geweckt und ich ging auf die Tierschutzwebsite, um mir weitere Vergangenheiten von Pferden anzuschauen. Das hätte ich im Endeffekt eher lassen sollen. Denk ganzen Tag konnte ich nicht mehr von den Schicksalen dieser Pferde loslassen. Am Abend informierte ich Laraya über mein Kommen und wir vereinbarten einen Termin. „Ich brauch circa vierzig Stunden mit dem Auto zu dir. Fahre über den Trans- Canada Hwy. Auf die Frage, warum ich nicht Fliege antwortete ich „Ich bin genug geflogen die letzten paar Monate. Ich fahr gern mal Auto. Zudem kann ich dann Mudge mitnehmen, falls das okay ist“. Laraya stimmte mir zu und sagte zu Mudge selbstverständlich zu. Ich nahm mit in der Nähe ihres Geländes eine kleine Pension, auch wenn sie anbot, dass ich bei ihr übernachten könnte. Weiter plante ich Unterkünfte für den Hin und Rückweg. Für die Hinfahrt plante ich zwei Übernachtungen ein, die ich auch ausgiebig nutze. Als ich in Edmonton ankam war ich tatsächlich mehr geschafft als ich gedacht hatte, aber Mudge wollte natürlich auch die Umgebung sehen. Ich ging mit ihm eine Runde und erkundete das Gelände. Die Pension war sehr gemütlich und bot mir direkt Frühstücks ins Zimmer an, welches ich auch zufrieden annahm. Ich aß einige bissen vom Rührei und schlief dann auf dem großen Bett bis zu nächstem Tag ein. Der Wecker klingelte, wie immer, dann um fünf Uhr morgens. Zu meinem Überraschen war ich recht ausgeschlafen, jedoch hatte ich auch knapp fünfzehn Stunden geschlafen. Ich informierte zunächst Chattahoochee Hills das ich noch lebte und rief dann meine Auftraggeberin an, um sie über meine Ankunft zu informieren. Weiter bestätigten wir den Termin für den nächsten Morgen. „Heute haben wir also noch frei“ sagte ich zu Mudge. Der hechelnd auf dem Boden saß und nur darauf wartete irgendetwas zu tun. Ich ging mit ihm eine übliche Runde und nutze dann sein Mittagsschlaf aus, um einige Sachen für Chattahoochee Hill’s zu regeln. Des Weiteren legte ich eine neue Akte für HMJ Exaltation an und füllte meinen Ordner mit Blankos für die Dokumentation. Den restlichen Tag gestaltete ich recht entspannend.

      Am nächsten Morgen wurde ich schon vor dem Klingeln des Weckers wach. Der Border Collie hatte sich in der nachts ins Bett geschlichen. „Lümmel“. Ich wurde dann direkt von Kuschel Einheiten überfallen. Nach dem Frühstück machte ich einige Übungen und machte mich während des Hörens eines Hörbuchs für die heutige Sitzung fertig. Ich kontrollierte noch mal ob ich alles eingepackt hatte und auch am Auto schaute ich noch mal genauer hin. Ich nickte mich selbst an und schloss den Kofferraum. Mudge sprang auf den Rücksitz und schaute mir erwartungsvoll an. „Wir gehen zu Patienten, kein Unsinn machen“ lachte ich und schnallte ihn durch einen speziell angefertigten Gurt für Hunde, an. Kurze Zeit später trafen wir auf „Black Oak Stables“ ein. Anscheinend wurden wir schon erwartet. Laraya stand an ihren Toren und schaute auf ihr Handy. Sie kam dann als ich ausstieg auf mich zu. „Keine Sorge, du bist nicht zu spät, wollte nur nicht das du dich verläufst“ sagte sie und nahm mich somit in Empfang. Sie begrüßte dann auch Mudge, der sich freue mal etwas anderes zu sehen. „Ich bring dich einfach direkt zu Sorgenkind. Ich denke du möchtest ja morgen recht früh abreisen“. „Alles gut“ antwortete ich. Im Stall angekommen schaute ich mir zunächst das Verhalten vom Traber in der Box an, plus die Interaktion von Laraya. Beides schien für die Verhältnisse und Umstände angemessen. Man bemerkte beim Schimmel auf jeden Fall Anspannung. Vor allem, dass ein fremder Mensch dabei war, empfand er als nochmal unangenehmer. Nach einiger Zeit Beobachtung brach ich dann das Schweigen. „Ich merke das er extrem angespannt ist, er ist dauerhaft in Alarmbereitschaft, aber im Sinne von Angriff und nicht Flucht. Ich denke das du zu ihm ein Vertrauensverhältnis schon aufgebaut hast. Versuche das zu stärken und wenn du magst zeige ich dir ein paar Enstpannungstechniken und Punkte zum Massieren. Eventuell fährt er dann nach zusätzlich etwas runter“. Laraya nickte und bedankte sich. „Dann wollen wir mal“ ich atmete tief durch. Ich hatte erst vor kurzen eine Fortbildung im Umgang mit Problempferden absolviert, da wurde die Aggressivität ausführlich besprochen. Ich hielt mich an alles was ich gelernt hatte, empfand aber Exaltation als zu „schlau“ um auf bestimmte Tricks „reinzufallen“. Die Untersuchung gestaltete sich extrem schwer. Im Endeffekt sammelte ich aber genug Daten. Völlig aus der Puste vom ausweichen und allgemeiner Aufregung dokumentierte ich zunächst die Ergebnisse. „Also. Der Mundraum ist an den Zähnen etwas gerötet, ich würde da eventuell noch mal eine spezielle Zahnpflege anordnen. Ich denke er hat eine Parodontitis, Zahnfleischentzündung. Ich gebe dir eine Salbe dafür, aber pass auf deine Finger auf. Das muss ein Mal am Tag aufgetragen werden. Ansonsten muss halt die Ursache dafür noch geklärt werden. Ohren und Nüstern sind frei und das Auge ist auch in Ordnung. Pupillenreflex ist adäquat“. Aufmerksam hört Laraya zu, während ich gleichzeitig dokumentierte. „Einige Narben im Flankenbereich, scheint aber gut abgeheilt zu sein. Bauchbereich und Hals konnte ich auf Grund seiner Bissfreudigkeit leider nicht genau untersuchen. Solltest du was finden, gebe mir gern Bescheid. Da ich jetzt unbedingt an die Beine muss, um vor allem nach dem angeschwollenen Gelenk zu schauen, schlage ich eine Sedierung vor. Das darfst du aber auch Ablehnen“. Ich erklärte der Besitzer vom Schimmel den Prozess und lies ihre Bedenkzeit. Sie stimmte der Sedierung auf Grund von Sorge zu. Ich bereitete die Sedierung von und setzte diese anhand einer Verlängerung in den Hals. Mudge saß brav an der Seite und schlief nach einiger Zeit ein. Exaltation tobte zunächst durch die Injektion, sodass die Wirkung der Sedierung sehr prägnant war. Er war noch in der Möglichkeit zu stehen, aber die herabgesetzte Reaktionszeit lies mich an seinen Bauch und an seine Beine. Er versuchte dennoch nach mir zu schnappen, jedoch konnte ich gut ausweichen. Ich führte klinische Beugproben an jedem Bein durch. Durch die Beugprobe konnte im am linken Fesselgelenk den Schmerzpunkt lokalisieren und feststellen das eine Arthritis besteht. Das Gelenk war extrem geschwollen und auch sehr warm. Ich kontrollierte direkt danach die Vitalwerte. „Alle Werte sind gut. Er hat kein Fieber, somit können wir die Arthritis durch eine Entzündung ausschließen“. Ich dokumentierte und erklärte Laraya dann die Diagnose. „Bei einer Arthritis, also Gelenkentzügung, ist eben die sogenannte Synovialmembran entzündet. Das führt dazu, dass es zu einer vermehrten Bildung von wässriger Gelenkflüssigkeit kommt. Somit kommt es zu einem Gelenkerguss und die Knorpel werden nicht mehr aussreichend geschmiert. Es scheint so als hätte er es schon länger, somit die auch die Sehnen in Mitleidenschaft gezogen worden und ebenfalls entzündet. Über die Ursache können wir jetzt nur spekulieren. Ich gehe mal davon aus, dass er sich schlich und einfach im Wald eventuell vertreten hat“. Nach der langen Erklärung machte ich eine kurze Pause und schaute nach Exaltation, der langsam wieder aus der Sedierung erwachte. Fragen hatte Laraya keine, nur wie nun die Behandlung aussah. „Nun. Zunächst muss er komplett ruhiggestellt werden und weicher Einstreu ist ebenfalls hilfreich. Ich gebe euch eine entzündungshemmende Salbe, die zwei Mal am Tag aufgetragen werden muss. Zusätzlich habt ihr auch die Möglichkeit das Bein zu kühlen. Da wir nicht wissen wie lange er diese Beschwerden schon hat würde ich ihm gern auch etwas systemisch geben, am besten direkt mit einer Spritze ins Gelenk“. Ich verzog selbst das Gesicht bei der Aussprache. „Ohje“ hörte ich nur von Laraya. Sie streichelte den Kopf ihres Tieres. „Ich mache das nur damit es dir besser geht, bitte hasse mich nicht“. Ich schmunzelte. „Er wird es dir verzeihen“. Ich atmete erneut Tief durch und bereitete die Injektion vor. Zu unserem Glück war der Schimmelhengst noch so weit sediert, sodass ich die Möglichkeit hatte, ohne gebissen zu werden, die Substanz zu spritzen. Im Anschluss verband ich das linke Fesselgelenk und lies den Hengst, nach weiterer Vitalzeichenkontrolle, ruhen. Laraya bedankte sich herzlich. Wir tranken nach dem Ereignis einen Kaffee und dort erklärte ich ihr noch einiges über das weitere Vorgehen in den nächsten Wochen. „Ich kann leider keine Grundimmuniserung vornehmen. Zwar hat er kein Fieber, dennoch sollte man nicht Grundimmunisieren, wenn etwas Akutes vorliegt. Einige machen das, aber das vertrete ich persönlich nicht“. Laraya stimmte mir zu und wir machten einen neuen Termin für die Grundimmunisierung fest.

      Vier Wochen später besuchte ich erneut die Black Oak Stables. Das Fesselgelenk von Exaltation hatte sich gut erholt und weitere Problematiken machen sich nicht bemerkbar. Ich führte die Grundimmunisierungen durch diesmal eine homöopathische Sedierung durch und kontrollierte zusätzlich das Gelenk. „Hat sich super gemacht. Es scheint so als wäre er damit sehr lange rumgelaufen. Ich würde das im Auge behalten und sobald du Veränderungen siehst einfach erneut gern Kontakt aufnehmen, dann schauen wir weiter. Für’s erste scheint alles wieder im Lot zu sein“ lächelte ich. „Falls du noch einen Hufschmied kommen lässt, sag ihm das. Er kann orthopädisch einen extra angefertigten Hufbeschlag erstellten, welches ebenfalls dann die Probleme beheben kann. Da du so oder so eine Kopie meiner Dokumentation und der Diagnose erhältst, kannst du ihm auch das in die Hand drücken. Zusätzlich schreibe ich dir noch eine Verordnung für orthopädische Anfertigung. Dann kann keiner meckern“ lachte ich. Erneut bedankte sich Laraya und ich hoffte sehr das der Traber nun ohne Schmerzen etwas entspannter werden würde.
      9095 Zeichen | by Cooper
    • Laraya13
      Pflegebericht HMJ Exaltation
      by Laraya13, 14677Zeichen, 7 Pkt




      Es war einmal ein Sorgenkind
      Laraya|
      Woche 1 auf den Black Oak Stables
      Die ersten Wochen mit HMJ Exaltation vergingen wie im Fluge. Nach unserer Ankunft in Kanada durfte er sich erst mal im Quarantänepaddok eingewöhnen, bekam dann auf der Weide Stückchenweise Kontakt zu den anderen Jungs, wo er sich schnell mit Pilgrim, Éamonn und Daemon anfreundete. Unser Training machte kleine Fortschritte, ich hatte mich bis jetzt weiter auf kleine Basics und das beißen fokussiert. Man merkte, das Exaltation viel kennengelernt hatte, wo auch immer er vorher gelebt hatte, bevor er im Wald gefunden wurde. Er kannte sogar Pad und Gurt, was ich einfach ausprobiert hatte, um mit ihm an der Doppellonge zu arbeiten. Wie ein alter Hase stand er da und machte brav mit, biss nicht ein einziges mal. Das beißen, wenn ihm etwas nicht passte, hatten wir nun zu 80% unter Kontrolle bekommen, das einzige wo er noch schnappte, waren Berührungen an seinem verletzten Gelenk und an den Flanken sowie an der Brust. Ich nahm ihn einmal die Woche mit in den Roundpen, um ihn zu bewegen und das Training langsam aufzunehmen, als jedoch immer sichtlicher der Zustand seines Beines verschlechterte. Ein Glück kam in zwei Tagen Tierärztin Dr.med.Cooper Chattahoochee um ihn zu Impfen und sich das Bein an zu sehen. In der Zeit blieb ich mit ihm zusammen auf seinem Paddok. Da er sich sehr gut einlebte, hatte ich ihn bereits eine Box zwischen Pilgrim und Èamonn fertig gemacht. Heute stand einfach nur ein wenig betüddeln auf seinen Plan, so saß ich bereits bei ihm und massierte dem Hengst ein wenig den Hals und Rücken, übte weiter das Anfassen der Brust. Kurze Berührungen lies er mir gerade sogar zu, doch dann kam schon der Kopf herum und ich kniff beherzt aber ruhig zwischen seine Nüstern. „Nein, Tatio.“, sprach ich bestimmt und berührte die Brust erneut, lobte den Hengst für gutes Verhalten. Nach ein paar Minuten löste ich die Einheit auf, da er nun keine Anstalten mehr machte und beendete das Training mit einem positiven Ergebnis. Ich entschied mich spontan Tatio an den Strick zu nehmen und schlenderte ganz gemütlich mit ihm über die Anlage, lies ihn hier und da mal grasen. Ehe ich mich versah, sank bereits die Sonne hinter den Bergen und ich holte zusammen mit Liam die Pferde, die in die Boxen kamen, nach drinnen und stellte auch Exaltation nun in seine Box, lies allerdings die Tür zum großen Laufpaddok erst mal zu. Das Verhältnis von mir und Liam blieb weiterhin angespannt, was man an den Pferden gut merkte. Seine Schützlinge kamen, bis auf Mini, nur noch zögerlich zu mir und so war es aber auch umgekehrt. Ich schaute nochmal nach den Rechten und begab mich dann ins Haus , aß zu Abend und bereitete mich für einen neuen Tag vor, der genauso ruhig ablief und das Band zwischen mir und Tatio weiter stärkte.

      Woche 2 auf den Black Oak Stables
      Heute war es endlich soweit, die Tierärztin kam um sich Exaltation anzusehen. Ich empfing Sie an der Einfahrt und wir gingen zu Tatio in die Box, denn ich hatte ihn extra drin gelassen. Mal schauen, ob er auch beim Arzt so bissig war..

      Ich nahm Dr.med.Cooper Chattahoochee in Empfang und lächelte, als ich mein Handy wegsteckte und auf die aussteigende Frau zuging. Wir waren uns bereits bekannt. „Keine Sorge, du bist nicht zu spät, wollte nur nicht das du dich verläufst“ sagte ich und nahm sie somit in Empfang, lächelte ihr zu. Als nächstes begrüßte ich ihren vierbeinigen Begleiter Mudge, streichelte sein weiches Fell. „Ich bring dich einfach direkt zu Sorgenkind. Ich denke du möchtest ja morgen recht früh abreisen?“, fragte ich Cooper, welche ein „Alles gut“ antwortete. Wir kamen an Tatios Box an und Dr. Chattahoochee sah sich das Verhalten des Hengstes an, welchen ich beruhigend streichelte. Er sah die neue Person neugierig aber auch wie mich am Anfang, sehr skeptisch an und blähte leicht die Nüstern. „Ist gut Schatz, dir passiert nix.“, redete ich beruhigend auf den Schimmel ein. Nach einigen Minuten Schweigen und einer merklichen Anspannung vom Hengst, brach Dr Chattahoochee das Schweigen. „Ich merke das er extrem angespannt ist, er ist dauerhaft in Alarmbereitschaft, aber im Sinne von Angriff und nicht Flucht. Ich denke das du zu ihm ein Vertrauensverhältnis schon aufgebaut hast. Versuche das zu stärken und wenn du magst zeige ich dir ein paar Entspannungstechniken und Punkte zum Massieren. Eventuell fährt er dann nach zusätzlich etwas runter“. Ich nickte und bedankte mich, massierte Tatio immer noch nebenbei leicht den Hals, so wie er es mochte.. „Dann wollen wir mal“, sagte Sie und wir atmeten fast zeitgleich tief durch. Ich versuchte, soviel Ruhe wie möglich für mein Schimmeltier auszustrahlen und redete ihn immer wieder kleine, beruhigende Sätze zu. Die Tierärztin fing mit ihrer Untersuchung an, versuchte in Tatios Maul zu gucken, was er mit viel schnappen und treten quittierte. „Tatio, nein.“, ermahnte ich den Hengst immer wieder und zog einige Male kurz am Strick, um seine Aufmerksamkeit zurück zu gewinnen. Auch der Rest gestaltete sich schwer und wir mussten sehr oft vor Zähnen und Hufen ausweichen, besonders an Brust und Hals, welche wir so gut wie gar nicht berühren durften, doch gab es auch Momente zum Loben. Als wir fertig waren, verschnauften wir kurz und ich bekam die Diagnosen bzw. Ergebnisse mitgeteilt. Aufmerksam hörte ich zu und nickte. Es kam der Vorschlag für eine Sedierung, da Tatio mittlerweile zu aufgeregt war und uns definitiv nicht an das Gelenk lassen würde. Ich willigte ein, immerhin wollte ich ihm soviel Stress wie möglich ersparen. Die Sedierung wurde schließlich verabreicht und in dem Moment, wo die Injektion verabreicht wurde, drehte der Hengst total durch. Ich schnappte mir Dr Chattahoochee und Mudge, drängte uns erst mal nach draußen in die Stallgasse, um das Risiko eines Unfalles zu minimieren. Nach einiger Zeit beruhigte sich Exaltation und die Wirkung des Mittels setzte ein.Sofort Empfang ich Mitleid und Schuld für den Schimmel, welcher gerade so in der Lage war zu stehen und eine sehr verzögerte Reaktionszeit hatte. Ich hielt ihn fest, während Cooper in Ruhe das Gelenk untersuchen konnte. Ich hoffte nur, das es nix all zu ernstes war.. bei der Diagnose, hörte ich Aufmerksam zu. Von Arthritis hatte ich bis jetzt nur bei Menschen gehört. Es wurde mir das mögliche Wieso und die mögliche Ursache erklärt, während mein Hengst langsam wieder zu sich kam. Seufzend streichelte ich seine Stirn, ich hätte eine etwas mildere Diagnose erwartet. Das die Sehne ebenfalls betroffen war, gefiel mir überhaupt nicht und ich erinnerte mich an meine damalige Stute zurück, wurde jedoch , als ich wie eine Maschine nach dem Behandlungsablauf fragte, der mir gründlich erklärt wurde. Cooper sprach, das Sie noch zusätzlich gern eine Injektion in das Gelenk geben würde. „Oh je...“, sagt ich und streichelte Tatios Kopf. „Ich mach das nur, damit es dir wieder besser geht. Hass mich nicht, bitte..“, flehte ich den Schimmel an und Cooper lächelte. „Er wird es dir verzeihen.“, sprach Sie und ich nickte. Die Injektion saß und anschließend verband Sie noch das Fesselgelenk. Ich nahm dem Traber das Halfter ab und wir gingen hoch auf die Terrasse einen Kaffee trinken, nachdem ich mich herzlichst bedankte. Wir unterhielten uns über das weitere vorgehen in den nächsten Wochen und machten uns einen Folgetermin für die Impfungen aus. Ich brachte Sie noch zu ihrem Wagen, verabschiedete mich und holte die Pferde rein, ging in das Haus und lies den Tag in der warmen Wanne mit lauter Musik sacken.

      Die nächsten Tage gestalteten sich etwas schwer, den Tatio nahm mir den Tierarztbesuch doch ziemlich übel, ließ mich aber gut die Salben auftragen und das Bein kühlen und verbinden. Ich saß den ganzen Tag bei ihm in der Box, kuschelte mit ihm. Ab und zu ging ich zu meinen anderen Lieblingen zum knuddeln, damit Sie nicht dachten ich vernachlässige Sie, denn besonders Atlanta nahm mir das alles sehr übel.


      Woche drei auf den Black Oak Stables

      Die erste Woche mit einem ruhig gestelltem Hengst.. jedoch machte Exaltation das besser, als erwartet. Er war unheimlich brav, auch wenn er nur in der Box stehen durfte. Wir zäunten ein Mini Stück am Paddok noch ab, damit er etwas Frischluft und Sonne bekam, sich aber nicht zu viel bewegte. Die Verabreichung der Salben, vor allem im Maul, klappten immer besser, jedoch schien das Gelenk gefühlt dicker zu werden. Ich schaute besorgt nach draußen, beschloss mich mit einem kleinen Ausritt auf Atlanta abzulenken. Nach 4 Stunden stellte ich die Stute zurück in den Offenstall, ging zurück zu Tatio, wo ich bereits seit 2 Tagen nächtigte. Die Woche ging dennoch relativ schnell um, die Beziehung zwischen mir und dem Hengst wurde stärker, dafür wurden andere, zwischenmenschliche Beziehungen schlechter... und schon befanden wir uns in der vierten Woche..


      Woche 4 auf den Black Oak Stables.


      Heute kam Dr. Chattahoochee erneut, um das Gelenk nochmal anzusehen und die Grundimmunisierung vorzunehmen. Ich räumte meinen Schlafsack weg und fütterte die Pferde, stellte alle bis auf Tatio und Éamonn raus und begann, den Schimmel zu putzen und die Salben zu verabreichen. Cooper kam an und wir gingen zu dem Schimmel, wo Sie das Fesselgelenk begutachtete und vorher eine homöopathische Sedierung vornahm. „Hat sich super gemacht. Es scheint so als wäre er damit sehr lange umgelaufen. Ich würde das im Auge behalten und sobald du Veränderungen siehst einfach erneut gern Kontakt aufnehmen, dann schauen wir weiter. Fürs erste scheint alles wieder im Lot zu sein“ lächelte Sie und ich seufzte erleichtert. „Falls du noch einen Hufschmied kommen lässt, sag ihm das. Er kann orthopädisch einen extra angefertigten Hufbeschlag erstellten, welches ebenfalls dann die Probleme beheben kann. Da du so oder so eine Kopie meiner Dokumentation und der Diagnose erhältst, kannst du ihm auch das in die Hand drücken. Zusätzlich schreibe ich dir noch eine Verordnung für orthopädische Anfertigung. Dann kann keiner meckern“ lachte ich und ich bedankte mich mal wieder. Wir hofften beide sehr das der Traber nun ohne Schmerzen etwas entspannter werden würde. Cooper reiste wieder ab und ich tätschelte Tatio den Hals, schaute mir in der Stallgasse sein Gangbild an. Er lief tatsächlich besser, auch wenn das Gelenk noch geschwollen war. Ich beschloss somit kurzerhand, seinen kleinen Paddok etwas zu vergrößern, damit er sich ein wenig die Beine vertreten aber nicht toben konnte und kehrte langsam zum eigentlichen Alltag auf meiner Anlage zurück. Training der Pferde, Fohlentraining, Lehrgänge... Donnerstags erhaschte ich endlich Björn, der gerade aus Deutschland wieder anreiste und ging zu ihm, mit einem Kaffee für ihm in der Hand. „ Na, wie war dein Ausflug nach Europa?“, fragte ich ihn und er grinste. „Gut gut, ich sollte mich dort mal nach Pferden für mich umsehen.“, sagte er und ich lachte nur. „Du solltest dich mal mit Slayin Amon anfreunden.“, sagte ich nur und sah ihn etwas besorgt an. „Tatio hatte nun seine tierärztlichen Behandlungen, er hat Arthritis im Gelenk. Dr Chattahoochee sagte, das ein orthopädisch angefertigter Beschlag seine Probleme lindern könnte bzw. beheben könnte.. was sagst du dazu?“, fragte ich ihn und wir tranken unsere Kaffees, während er nachdenklich mich ansah. „Können wir gerne versuchen, ich habe da sogar welche da für solche Fälle.“, sagte er und ich nickte. „Machen wir wann?“, fragte ich und Björn schlug seinen Kalender auf. „Ich würde sagen in zwei Wochen, nachdem die Ärztin nochmal da war.“ Ich nickte zustimmend und so liesen wir den Tag ausklingen und ich schlief zum ersten mal wieder in meinem Bett.


      Woche 5 auf den Black Oak Stables


      Nun kam die fünfte Woche, Tatios Bein sah tatsächlich besser aus und so fing ich an, mit ihm täglich 5 Minuten über den Hof zu laufen. Er war immer noch super brav für einen Hengst, der nun drei Wochen in der Box stand ohne Bewegung. Es hagelte somit viel Lob für den Hengst und ich konnte mein Anti-Beißtraining fortsetzen, musste aber merken das er mir vieles noch übel nahm und mich nicht mal ansatzweise in die Nähe seiner Brust lies, dafür aber nun an die anderen Problemstellen. Als ich Tatio wieder in seine Box brachte, machte ich mich energisch und mit viel Kaffee sowie fest entschlossen daran, etwas über seine Vergangenheit heraus zu finden. So hockte ich nun schon 6 Stunden am PC und am Telefon, klapperte viele Stellen ab und landete nun somit bei einem ehemaligen Pfleger aus dem Stall, aus dem Tatio ursprünglich her kam. Wir telefonierten und ich lud den netten Mann zu uns ein, damit wir uns etwas unterhalten konnten. Er würde bereuts morgen anreisen und schickte mir vorab einige Fotos von Tatio als zweijähriger Junghengst und Fotos von der Bahn.. keine schönen Fotos, wohl gemerkt und so wurde mir klar, woher die eigenheiten des beißens und die ganzen Narben kamen. Aufgewühlt legte ich mich ins Bett und so begann auch schon der neue Tag. Mein Wecker klingelte mich aus dem Bett und ich stieg mit einem vollen Kopf und lauter musik auf den Ohren auf und verkrümelte mich im Bad. Danach schlenderte ich singend zum Stall, um die Pferde raus zu lassen und Tatio zu begrüßen. Er hatte mittlerweile seine Liebe zu Bananen entdeckt und so gab es jeden Morgen eine Gutenmorgenbanane. Dann holte ich auch schon seinen ehemaligen Pfleger, Daniél Mercier am Tor ab. Er sprach verdammt gutes Englisch. „Willkommen auf den Black Oak Stables, Daniél. Ich bin Laraya.“, stelle ich mich vor und wir gaben uns die Hand. „Freut mich hier zu sein, danke für die Gastfreundschaft. Ich bin gespannt, wie sich der kleine Baldéric gemacht hat. „ Ich schaute ihn verwirrt an und erhielt sofort meine Antwort: „Er heißt eigentlich Baldéric, jedenfalls hieß er bei uns so.“, erklärte er und ich nickte, führte ihn zu Tatios Box. „Aktuell steht er aufgrund einer Gelenkgeschichte.. er wurde im Wald gefunden.“, sagte ich und Daniél begutachtete den Hengst, welcher sich an seinen damiligen Pfleger wohl zu erinnern schien, jedoch nicht positiv. Der Hengst stieg, wieherte und regte sich so auf, wie sich eigentlich eine Stute aufregen würde. „Tatio!“, rief ich und versuchte, den Schimmel zu beruhigen, was mir aber erst gelang als ich Daniél nach oben führte. „Was genau habt ihr mit Exaltation damals gemacht, das er so reagiert?!“, fragte ich entboßt und Daniél erklärte mir die französischen Trainingsmethoden, welche dazu führten das ich ihn zurück zu seinem Wagen führte und ihn verabschiedete. Ich gin zurück zu Exaltation und sah den nass geschwitzten Hengst an, der sich langsam beruhigte. Seuftzend holte ich ihn aus der Box, gönnte ihn eine kleine Dusche und schlenderte mit ihm über den Hof, ehe ich mich gedankenversunken auf seinen Paddok setzte und die Zeit verflog..
    • Laraya13
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      HMJ Exaltation
      Distanz E-A


      Jake Baldwin | “Ich kenn mich mit dem Distanzreiten nicht aus. Ich weiß nicht mal, was ich da beachten muss!” Brooke hyperventilierte fast, die Nervosität sah man ihr auch in ihrem knallroten Gesicht an und ich legte ihr meine Hand auf die Schulter. Die beruhigende Geste, die ich ihr vermitteln wollte, tat allerdings nicht das, was sie sollte. Die noch immer aufgedrehte und scheinbar leicht in Überforderung geratene Brooke schloss ich kurzerhand in meinen Arm. “Ich helf dir dabei! Ich kenn mich in der unteren Klasse noch aus.” “Wirklich?” Ihr Blick schnellte nach oben und ihre wohlgeformten Lippen umspielte ein sanftes Lächeln. Ich nickte nur und setzte mich mit ihr an den Tisch. “Du nimmst Exaltation und ich reite dann Caprimond, das findet Nate bestimmt nicht so schlecht.” Ich nickte und sah mir die Karte auf der Wand an. Wir werden die nächsten zwei Wochen alle 3 Tage einen freien Tag einlegen. Die beiden werden ordentlich Muskelkater haben, aber es tut ihnen gut.” HMJ Exaltation, ein schneeweißer Traberhengst mit dunkler Mähne, machte mir das Putzen schwer, weil er wohl ziemlich empfindlich am Bauch war, ich ihn aber dennoch Satteln musste. Ich versuchte ihm das zwar so angenehm wie möglich zu machen, aber nach mir geschnappt hat er trotzdem. Die ersten Tage fingen wir mit einer Distanz von 15 km an, steigerten diese dann aber von Tag zu Tag um 2 km. Exaltation tat sich schwer zusammen mit Caprimond ordentlich nebeneinander zu gehen und stachelte Caprimond ziemlich oft an. Das sonst so zutrauliche Baby legte nun auch mal die Ohren an und so entschied ich, dass Brooke mit Capri hinter mir trabte und ich vorritt. Die Idee war zwar gut, aber Capri hatte Drang vor ihm zu sein und legte demnach nach. “Parier ihn etwas durch. Er muss lernen die Kraft und Kondition zu halten, wir haben noch 10 km vor uns”, sagte ich und galoppierte in einem gesetzten Galopp an. Capri hatte hinter uns Mühe in einem langsamen Galopp folgen. Er wollte schneller ans Ziel. Es ist auch nicht so, als hätte er kein Potenzial in der Distanz, aber seine beste Eignung war nunmal das Springen und darin wollte Nate ihn auch trainieren. Nur mit viel Überzeugungskraft hatten wir ihn überredet bekommen, dass Jack Exaltation trainieren durfte. Wir tränkten die beiden Pferde in unserer kleinen Pause und maßen den Puls. Die Werte lagen im Rahmen, Exaltation war definitiv besser in Form als Capri und je öfter wir trainierten um so schneller baute er Muskulatur auf. Natürlich durften Streicheleinheiten auch nicht fehlen und so führte ich ihn jeden Abend eine Runde um den Hof und kraulte ihm die Ohren. Er schien gänzlich zu entspanne, sobald man damit anfing und auch wenn er schwierig im Umgang war, ich ihm das Schnappen nicht abgewöhnen konnte und er mit Capri nicht gut klar kam, war er ein tolles Pferd mit Potenzial. Am Ende konnten beide ihre 35km ohne große Mühe beschreiten und ich war stolz auf beide Pferde. Und auf Brooke, der ich wieder etwas näher kommen konnte.
    • Laraya13
      Hallo
      Pflegebericht für alle Pferde auf dem Gestüt drei Mauern

      Atlanta, Bittersweet, EBS Dafina, Funny Sugar, Exaltation, Thjalfe van de Jätunheimr, Coco, Pilgrim, Lamiro, Farhan's Harlequin, Sweet Revenge, WHC Jaydee



      Hallo Deutschland!
      Laraya|

      Ungläubig war all dies, was sich hier abspielte. Doch bei so einem guten Angebot einer Anlage konnte Laraya einfach nur zuschlagen. Nicht nur das ihre Familie in der Nähe lebte, nein, allein die größe der Koppeln und Trails war doppelt so viel wie in Kanada. Zudem hatte die Anlage eine Gaststätte für Besucher und eine schicke Reiterstube, beides mit Blick in die Halle.

      Die ersten Pferde waren bereits hier, Liam holte gerade die restlichen zwei Stuten vom Flughafen ab. Den Kaffee schnell ausgetrunken, machte Sie sich auf den Weg nach draußen und sah Erwin, den hier ansässigen Tierarzt, der zeitgleich auf dem Hof aushilft. Der Blonde Hüne führte gerade Thjalfe und Lamiro zu Coco auf den Trail der Männer-WG. Sich kurz umsehend sah die Rothaarige, wie bereits die Fohlen auf der Weide 3 spielten. Jedenfalls jagten sich gerade Farhan sich mit Sweet Revenge ein kleines Wettrennen lieferte. WHC Jaydee inspizierte gerade den Brombeerbusch, welcher neben dem Tor wuchs. Lächelnd lief Laraya in den Stall, schnappte sich einen Strick sowie ein Halfter mit Strick und ging zu den Boxen vun Exaltation und Pilgrim. Seit Exaltation hier eingezogen war, als das HMJ noch lief, waren die beiden irgendwie unzertrennlich. Vermutlich wusste Grimm irgendwie, dass Tatio genau wie er schlecht behandelt wurde. Nicht zu vergessen, die beiden sind die einzigen Hengste, die sich akzeptieren. Während Pilgrim noch mit Lamiro auskam, hatte Tatio mit allen anderen Probleme außer dem Kabadinerhengst. „Na du kleiner Trottel.“, grüßte Sie Pilgrim welcher aus seiner Box brummelte und öffnete die Tür, legte ihm den Strick um den Hals, ehe Sie die Box von Exaltation öffnete und ihn aufhalfterte. Beide Pferde führte Sie vor den Stall, schwang sich dann auf Pilgrim und ritt so gemütlich im Schritt mit dem weißem Traber an der Hand zur Koppel. Gemütlich schlenderte ihnen Erwin entgegen , wartete an dem Koppeltor und öffnete dies, damit die Pferde hinein konnten. Spaßeshalber rutschte Laraya Pilgrim über den Po runter, nahm den Strick von seinem Hals und Exaltation das Halfter ab, ehe beide Hengste davon trabten.

      „Jetzt fehlen nur noch die zwei Araber, die kommen hoch auf die 4. Wenn Liam mit Atlanta und Funny ankommt, kommen die beiden dazu und in einer Woche kommen die Stuten auf ihren Trail.“, merkte Laraya an, als die beiden zusammen zum Stall liefen und der Tierarzt nickte zustimmend. „Werden sich freuen, sich wieder zu haben, doch allein die Luft hier wird eine Umstellung.“ - „Deswegen hab ich ja dich da.“ Beide witzelten und brachten EBS Dafina und Bittersweet hoch auf die kleinere Koppel über den Springplatz. Laraya war froh, das Erwin das Team bereicherte, wo nun Björn drüben in Kanada bleiben wollte. Erwin war ein guter Typ, ging klasse mit den Pferden um und war zuverlässig. Nur Liam sah in ihm wohl einen Konkurrenten.
      Vor dem Haus hatte Laraya eine kleine Sitzecke hingestellt, so konnten die beiden einen Kaffee in der warmen Frühlingssonne genießen. Wenige Zeit später hörte man ein Auto auf dem Parkplatz parken und weitere Minuten später kam Liam zusammen mit Funny Sugar und Atlanta um die Ecke. Während die Rappscheckin sich ruhig führen lies, führte der Jungspund einen kleinen Tanz auf. Erwin erhob sich und ging Liam entgegen, beäugte die Stuten kurz. „Da ist jemand ziemlich aufgeregt.“; witzelte Laraya und trat ebenfalls heran, nahm Liam dann Atlanta ab. Die Stute wurde kurz geknuddelt, das war selbstverständlich. Hatte Sie Laraya doch am meisten gefehlt.

      „War die ganze Fahrt über hibbelig. Wo sollen die beiden hin?“, fragte Liam in einem kühlen Ton und Erwin setzte sich wieder auf die Bank. „Koppel 4, die Arabärchen warten schon.“, sagte Laraya und so brachten beide die restlichen zwei Stuten zu ihren Freundinnen. Nun begann der Rest der Arbeit. Boxen misten, Futtervorräte kontrollieren und Training. Ob ihr Kanada fehlte? Definitiv. War es ein Fehler, näher an die Familie zu ziehen? Definitiv nicht. Die Anlage war alles, wovon man träumen konnte, wenn auch nicht direkt für das Westernreiten gedacht, doch da fand man Kompromisse.

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  • Album:
    Gestüt Drei Mauern| Hengste und Wallache
    Hochgeladen von:
    Laraya13
    Datum:
    7 Apr. 2021
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  • HMJ Exaltation

    Rufname: Tatio
    Geburtsdatum/Alter: *2015
    Geschlecht: Hengst


    Stammbaum


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    aus der: ✗ ~ von: ✗ | aus der: ✗ ~ von: ✗


    Exterieur


    Größe: 1,60m
    Rasse: Orlow Traber
    Fellfarbe: Rappschimmel
    Gencode: Ee/aa/GG
    Abzeichen:


    Interieur


    Charakter
    Eigenständig, nach vorn gehend, erfragt Respekt

    Beschreibung
    Exaltation ist ein Schnapppferd. Wenn ihm etwas nicht passt, dann wird er biestig. Es ist es ihm egal was er zwischen seine Zähne bekommt. Er ist sehr eigenständig und von Menschen unabhängig und braucht sie nicht solange es Futter und Wasser gibt. Grundsätzlich gilt: Bist du nett zu ihm, ist er auch nett zu dir. Auf der Weide ist er ein sehr lebensfrohes Pferd, das eher ranghoch eingegliedert ist. Meist hat er seine Herde von hinten im Blick und lässt andere Pferde vor. Ihm ist es also nicht wichtig, als Leithengst von außen gesehen zu werden, solange er in der Herde als solcher anerkannt ist.
    Wenn du weißt, wie du mit ihm umgehen musst und seine Eigenheiten akzeptieren kannst, dann ist er auch für dich ein sehr gelehriges und schlaues Reitpferd.
    Exaltation wurde alleine im Wald gefunden und die die letzten Monate vom Tierschutz betreut.


    Mittlerweile hat sich Exaltation zu einem akzeptablen Hengst gemausert, deren Toleranz gegenüber Dingen, die er vorher nicht mochte, sehr gebessert hat. Er liebt es hinter den Ohren gekrault zu werden und mag Äpfel sehr gern.

    Stand April: Das Laster des schnappens wird Tatio wohl noch eine Weile begleiten. Der Bauch ist weiterhin seine empfindlichste Stelle. Tatio tut sich schwer, andere Hengste zu akzeptieren, eine Ausnahme stellt Pilgrim dar. Bei Stuten und Wallachen ist er unheimlich brav. Mittlerweile ist er sogar fast ein Schmusebär, sehr lernbegierig. Auch seine Toleranzen werden stetig besser. An der Bodenarbeit hat Tatio unheimlich viel Spaß.


    Zuchtinfos


    Gekört/Gekrönt: ✘
    Vorgesehen für die Zucht: nein
    Leihmutterschaft/Deckaxe: /

    Nachkommen

    ✗/✗

    Besitzer: Laraya13
    Vorbesitzer:
    VKR/Ersteller: Canyon
    Reiter: Laraya
    Weide: K3 zusammen mit Pilgrim und den Hengstfohlen.
    Unterbringung: Gestüt Drei Mauern


    Trainingsstände
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯


    Fohlen ABC ✓| Eingeritten ✓ | Eingefahren ✗


    Bodenarbeit
    Treiben + Bremsen ✗ | Rückwärtsrichten ✓ | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Halten ✗
    Abstand halten ✗ | Wenden + Handwechsel ✗ | Abruf ✓

    Freiheitsdressur/Zirzensik
    Kompliment✗ | Knien ✗ | Spanischer Schritt ✗ | Spanischer Gruß ✗| Plié ✗|
    Piaffe ✗| Passage ✗ | Steigen ✗ | Sitzen ✗ | Liegen ✗


    Reitpferde-Ausbildung

    Dressur: E A M L S
    Galopprennen: E A M L S
    Springen: E A M L S
    Military: E A M L S
    Fahren: E A M L S
    Distanz: E A M L S
    Western: LK5, LK4 , LK3, LK2, LK1

    Potential • Aufstieg durch Turnier | Trainingnicht weiter gefördertkeine Begabung

    Erfolge



    Gesundheit


    Gesundheitszustand

    Letzter Tierarztbesuch: 24.05.2020
    Chipnummer: noch keine
    Gesamteindruck: gesund
    Akute Krankheit/en: Arthritis (in Behandlung)

    Chronische Krankheit/en: keine
    Erbkrankheit/en: Keine
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    Hufe/Beschlag
    Letzter Hufschmiedbesuch:00.00.0000
    Ausgeschnitten/Korrigiert: 00.00.0000
    Hufbeschaffenheit: zu kurz, stark abgelaufen
    Hufkrankheit/en: Keine
    Beschlag: Barhuf