1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Citara

Emperador

- Andalusier - Hengst -

Emperador
Citara, 3 Apr. 2016
Zion, Svartur, sadasha und 2 anderen gefällt das.
    • Citara
      • Alte Berichte
      • [*]Kirbeeh
        Ankunft von Emperador & Negresco

        Ich saß schon einige Stunden am Schreibtisch und musste Papiere der Pferde ausfüllen, Anmeldungen der Pferde an Körungen, Tierärzte, Hufschmiede und Ausbilder. Ich seufzte, lehnte mich zurück und schaute aus dem Fenster, betrachtete das es schon dunkel geworden war und starrte auf die Uhr, 2 Uhr morgen schon und nichts habe ich erledigt, dachte ich. Ich machte die Schreibtischlampe aus und legte mich aufs Bett, nachdem ich noch einige Nachrichten auf meinem Handy checkte und anschließend einschlief. Der Wecker klingelte pünktlich und Ausnahmeweise überhörte ich ihn nicht. Heute sollten zwei Andalusierhengste ankommen, sofern alles gut verläuft. Ich hatte noch etwas Zeit und setzte mich mit den Blättern auf mein Bett und musterte die Pferde die heute ankommen sollten auf dem Papier. Sie kamen aus Spanien und kosteten mich ein Vermögen, ich war ziemlich froh über die Bereicherung von Andalusiern, den Momentan hatte ich nur Cadence, und um die Zucht ein wenig in Vordermann zu bringen habe ich den Entschluss gefasst. Auch überlegt hatte ich, nach Spanien oder Italien zu ziehen, doch ich wusste nicht ob das die Richtige Entscheidung wäre, der Umzug mit den ganzen Pferden wäre sehr stressig. Eine Stunde war Vergangen, mein Kopf dröhnte noch vom Papierkram, und im Hinterkopf hatte ich noch die letzte Begegnung mit David. Ich hatte ihn gestern in meinen Armen halten können, nach 2 oder 3 Jahren, auf Elisas Gestüt, als ich Cadence trainieren lassen wollte. Es war eine Riesen Überraschung für mich gewesen ich habe mich Wahnsinnig gefreut. Als lauter Glücksgefühlen hab ich zu viel Zucker in meinen Kaffee gemischt und konnte danach direkt einen neuen Servieren. Acht Uhr war es bereits und ich ging runter in den Stall um dort die Boxen zurechtzurücken, die ziemlich verlassen dastanden. Ich legte neues Stroh rein, füllte die Behälter mit frischem Wasser und wischte noch etwas Staub weg. Anschließend fegte ich den Hof sauber und machte die Einfahrt frei. Ich setzte mich wieder rein um die letzten Sachen zu erledigen damit ich die Pferde annehmen konnte. Elf Uhr war es nun, halb Zwölf sollten sie ungefähr da sein. Ich ging runter, zog mir eine warme Jacke und warme Schuhe an und begab mich erneut nach draußen, Neujahr lag bevor, jedoch kein Schnee und die Sonne schien. Ich hätte mir dieses Jahr sehr gerne Schnee gewünscht. Etwas verträumt und aufgeregt stand ich gelehnt am Weidentor und hörte das schnattern von Autos. Sie hielten genau vor mir und Occulta und Monsterflosse kamen mir entgegen die ich Herzlich begrüßte. Sie haben mit dem Transport geholfen wo ich sehr sehr dankbar war. Occulta nahm den ersten Andalusierhengst aus dem Transporter. Er war fein säuberlich geputzt und er glänzte sehr stark. Sein Blick war sehr gelassen, jedoch gleichzeitig aufgeregt als er mit den Beinen auf dem kalten Transporterboden trampelte. Ich begutachtete ihn von allen Seiten, streichelte seinen gewaltigen Hals und seine fein gekämmten Rabenschwarzen Haare. Ich ging eine Runde um den Hof mit ihm. „Und wie wird er heißen?“ fragte Occulta mich. „Ich weiß nicht. Negresco? Ich lege auf Spanischen Namen einen Wert bei denen... irgendwie.“ „Der ist doch schön“. Wir grinsten uns an. „Ach ja, das Halfter ist übrigens für dich.“ Sagte sie herzlich und ich umarmte sie dankbar. Es war ein edles Kaffeebraunfarbiges Halfter, es passte perfekt zu ihm. Etwas unruhig gingen wir nebeneinanderher. Anschließend brachte ich den Hengst in seine Box um den anderen begrüßen zu können. Ich ließ ihm das Halfter an und etwas stur ging er in die Box rein. Ich ging wieder zurück nach draußen, zum Transporter wo Monsterflosse schon den anderen Hengst hinausführte. Es war ein prächtiger kraftvoller brauner Andalusierhengst. Er hatte wildes Haar und zappelte nicht soviel rum wie sein Bruder. Er war etwas dunkler, jedoch größer und muskulöser. Brav ging er neben Monsterflosse und mir her. „Emperador“, murmelte ich. „Was?“ fragte sie. „Ehm, ja, so nenn ich ihn“, sagte ich und grinste. Sie nickte nur und lächelte ebenfalls. Ich hielt Emperador noch am Strick, während ich mich von Occulta und Monsterflosse verabschiede. Ich hatte mich nochmal bedankt, nachdem sie wegfuhren. Nun hatte ich Zeit Emperador und Negresco etwas mehr zu mustern, führte Emperador ebenfalls in die Box und starrte beide eine Weile an. Bald würde erst mal der Tierarzt und der Hufschmied kommen, wir haben noch einiges vor, dachte ich. Turniere, Körungen, all dies stand bevor. Doch nun dachte ich nur noch an eins, schlafen gehen. Es war wieder dunkel geworden, doch als ich auf die Uhr schaute war es erst sechs Uhr. Nichtsdestotrotz ging ich in mein Haus und machte ein Nickerchen, der anschließend als Tiefschlaf endete.
        Melden​

      • Wolfszeit
        e


        [​IMG]
        by Text-Enhance">Ausbildung[​IMG] Emperador und Negresco:Dressur E-A
        Tag 1:

        Fröhlich machte ich mich auf den Weg zu Jennys Pferden Negresco und Emperador. Sie hatte mir die zwei gebracht, da sie ihre Andalusier, auf das nächst höhere Dressurniveau auf Barocke weise, A, trainieren lassen wollte. Mich freute dieser Auftrag natürlich sehr, da es der erste war den ich als Ausbilder erledigte.Nun kam ich zum Stall und sah die zwei schon aus ihrer Box schauen.Ich ging zuerst zu Negeresco.Jenny hatte mir erzählte was er schon alles konnte, und was ich noch alles trainieren müsste, damit er demnächst auf A-Niveau starten dürfte.Ich holte sein Hafter und streifte es ihm ohne probleme über.Nun ging ich zum Putzplatz wo ich ihn anband und mein Putzzeug holte.Ich Putze ihn gründlich,bevor ich Sattel und Zaumzeug holte um es ihm überzustreifen.Ich führte ihn in die Halle da der Platz zugeschneit war.In der Halle gurtete ich noch einmal nach,bevor ich aufstieg. Er hatte enorm gute Grundgangarten, sodass die Dressur kein Problem für ihn darstellen wird. Ich ritt ihn nun ordentlich . Anschließend fing ich auch schon mit den
        „neuen“ Lektionen an, begann dabei jedoch mit den neuen Hufschlagfiguren, die er eigentlich schon von mir damals kannte, da ich diese regelmäßig ritt. Ich wechselte mit ihm durch die Länge der Bahn, was kein Problem für ihn darstellte, und auch eine circa zehn Meter große Volte im Trab schaffte er ohne Probleme. Währenddessen ging er konstant am Zügel. Ich hakte die neuen Hufschlagfiguren direkt ab und arbeitete an dem Galopp. Da dieser auf dem Reitplatz noch etwas flach gesprungen war, setzte ich mich tief in den Sattel hinein und versuchte „von hinten zu schieben“, sodass er mehr springt. Nach zwei Runden hatte er das Prinzip verstanden und ging deutlich besser. Ich gönnte ihm eine Schrittpause, in der ich den Spanischen Schritt testete den er schon können sollte, diese hatte Jenny wohl schon mit ihm geübt, aber er würde manchmal noch nicht ganz sauber gehen. Nachdem die ersten Versuche scheiterten, erhielten wir durch viel Geduld die ersten Erfolge. Als nächstes probierte ich mit ihm die Piaffe.Das bewegen der Füße war nicht sein Problem nur er lif nicht auf der Stelle sonder vorwärts.Nach ein paar versuchen begann er zu versehen was er tun sollte.Ich lobte ihn und Galoppierte nun an. Aus dem Galopp versuchte ich ihn nun sofort in den Schritt durch zu parieren, was zuerst nicht klappte, stattdessen ging er erst einige Schritte im Trab, nach etwas üben jedoch gelang uns auch dies. Ich ließ nun die Zügel aus der Hand kauen und ritt ihn noch in Ruhe im Schritt ab.Dann saß ich ab, versorgte ihn noch fertig und ging rüber zu Emperador.Auch ihn holte ich aus der Box und putze ihn gründlich bevor ich ihm die Trense über streifte.Jenny hatte gesagt das er Stur sein weshalb ich mit ihm vom Boden aus üben wollte.Auch ihn führte ich in die Halle.Ich wollte mit ihm erst das Kompliment üben.Als ich das Leckelie unter seinen Bauch hielt versuchte er erst sich zur seite zu biegen.Als er es nach ca. einer halben Stunde verstanden hatte.Übte ich mit ihm noch den Spanschien Schritt.Als er deutlich zeigte das er keine Lust mehr hatte beendete ich das Trainig und brachte ihn zurück in die Box.

        Tag 2:

        Heute wollte ich mich mehr auf Emperador konzentrieren. Wie gestern machte ich ihn fertig und brachte ihn in die Halle. Ich ritt ich ihm im Schritt, Trab und Galopp warm und begann dann mit den neuen Lektionen. Zuerst jedoch beschloss ich das gestern gelernte noch etwas zu vertiefen und wiederholte es. E mperador arbeitete gut mit und zeigte sich stets kooperativ, sodass es keine Probleme gab. Auch die heutigen Lektionen waren meiner Meinung nach fast alles Dinge, die zu einer guten Grundausbildung gehörten und nur nochmal vertieft werden mussten, beziehungsweise die Pferde mussten in den neuen Bewegungen sicherer werden. Ich galoppierte ihn ruhig an und gab ihm,wie gestern bei Negresco, die Zügel frei. Ruhig sprang er weiter gut im Galopp, auch als ich mich in den Sattel setzte. Ich lobte ihn ausgiebig, während ich mich innerlich schon auf den Mittelgalopp vorbereitete, der sicherlich kein Problem werden sollte. Anfangs war Emperador noch etwas zögerlich, da er es nicht gewohnt war auf dem Reitplatz im Galopp zu beschleunigen. Nachdem die Unsicherheiten überwunden waren, galoppierte er taktklar im hohen Tempo, bis ich sein Tempo wieder einfing und schließlich zum Trab durch parierte. Auch hier beschleunigte an den langen Seiten bis hin in den Mitteltrab, hierbei schien alles als könne er es schon ewig. Als letztes stand nun noch der einfache Galoppwechsel auf dem Trainingsplan. Ich galoppierte ihn versammelt an und lenkte ihn auf den Zirkel. Hier galoppierte ich eine Runde, bis er wieder schön am Zügel lief und parierte ihn dann etwa eine Pferdelänge vor X zum Schritt durch. Kaum hatten wir X erreicht, stellte ich ihn schnell um und galoppierte erneut an. Beim ersten Versuch landeten wir prompt im Außengalopp, beim zweiten Mal klappte es schon deutlich besser und nach einigem Üben funktionierten die Übergänge flüssig. Ich lobte ihn und trabte ihn noch etwas leicht und ließ die Zügel aus der Hand kauen. Ich ritt ihn noch komplett trocken ehe ich ihn absattelte, sein Fressen gab und zurück in den Stall stellte.Nun ging ich zu Negresco.Auch ihn holte ich aus der Box und putze ihn gründlich bevor ich ihm die Trense über streifte.Heute wollte ich mit im vom Boden aus arbeiten.Auch ihn führte ich in die Halle.Ich wollte mit ihm erst das Kompliment üben.Als ich das Leckelie unter seinen Bauch hielt versuchte auch er erst sich zur seite zu biegen.Als er es verstanden hatte.Übte ich mit ihm noch den Spanschien Schritt.Als er auch das verstanden hatte beendete ich das Trainig und brachte ihn zurück in die Box.


        Tag 3:
        Heute würde Jenny die zwei wieder abholen.Als sie forfuhr gingen wir zu Negresco und Emperador.Wir machten sie zusammen fertig und brachten sie inn die Halle.Ich zeigte Jenny was ich mit beiden erarbeitet hatte.Jenny war begeistert wir sattelten sie wieder ab und ich half Jenny die Beiden wieder zu verladen.


        [ © Wolfszeit \ 6043 Zeichen ]
        Melden​

      • Julie
        Pflegebericht für Cadence und Emperador

        Das Gestüt Husky liegt eingebettet in Wälder, weswegen es für mich gar nicht so leicht war es zu finden. Doch dank moderner Geräte, sprich Navi, fand schließlich auch klein Julie, also ich dorthin.

        Nachdem ich mein Auto geparkt hatte, ging ich, wie in der Mail gefordert, zuerst in Richtung Haupthaus, wo sich auch das Büro befinden sollte. Nach dem ersten Staunen über die Größe des Gestüts und ein klein wenig suchen, fand ich beides und klopfte an die Tür, wo daneben ein großes Schild mit „BÜRO“ hing. Ich meine, hier war ich richtig. Als mir dann eine junge Frau öffnete, die sich nach kurzem Erklären meinerseits, was ich denn hier wolle, als Jenny herausstellte, wars mehr als 100% sicher. Sie zeigte mir auch ohne Umschweife wo ich die beiden finden konnte, wobei wir während dem Weg zum Stall einige Banalitäten austauschten. Ob ich den gut hergefunden hätte und ein Dankeschön. Dann fragte sie mich noch, wie ich denn mit den Pferden arbeiten wolle und ich erklärte ihr freundlich, dass ich nach den Grundsätzen der klassischen Dressur arbeite und auch die Bodenarbeit bzw das Longieren in diese Richtung gestalten würde. Sie freute das ungemein und erzählte mir, dass sie ihre Andalusier in der barocken Reitweise ausbilden bzw weiterbilden möchte. „Punktlandung.“, dachte ich nur mit einem Lächeln als wir gerade den weitläufigen Stutenstall betraten. Einige Pferde schienen auf der Koppel zu sein oder gerade gearbeitet zu werden, denn viele der Boxen waren leer. Wir gingen an einigen der Stuten vorbei, die mich teilweise neugierig beäugten oder kurz an mir schnupperten, bis wir vor einer Stute mit typischem barocken Kopf standen. Sie war ein Apfelschimmel und brummelte leise als sie Jenny sah. „So das ist Cadence.“, erklärte Jenny überflüssigerweise, denn auf dem Stallschild, hatte ich den Namen ebenfalls schon entdeckt. „Sie ist absolut schick. Ihr Ausdruck ist einfach der Wahnsinn.“, geriet ich ins Schwärmen, während mich die Stute neugierig beschnupperte. „So ich zeig dir noch wo Emperador steht. Ich hab ihn ebenfalls im Stall gelassen.“, meinte Jenny und machte sie wieder auf den Weg Richtung Ausgang. Schweigend, da ich ein Mensch weniger Worte war, machten wir uns auf den Weg zum Hengststall wo deutlich mehr Pferde standen. Zielstrebig steuerte Jenny zwei braune Pferde an und deutete auf den linken. „Das ist Emperador. Rechts neben ihm steht sein Bruder.“ Ich fand sie beide unglaublich schick und machte mich mit Emperador kurz bekannt. „Die Sattelkammern sind in beiden Ställen beschildert, genau so wem welches Sattel- und Putzzeug gehört. Ich geb dir noch eben meine Handynummer, damit du anrufen kannst, falls du was brauchst oder vom Pferd gehopst bist oder dergleichen.“, sagte Jenny und holte gleichzeitig ihr Handy raus. Ich kramte meines ebenfalls aus der Hosentasche hervor und tippte rasch die Nummer die sie mir ansagte ein. Dann rief ich sie kurz an, damit sie meine Nummer ebenfalls hatte und wir speicherten die Handynummern ab. „Gut vielen Dank. Ich denke ich wird mich schon zurechtfinden.“, meinte ich. „Falls noch Fragen auftauchen, call ich dich einfach.“, fügte ich noch hinzu, während mir der Hengst hinter dem ich stand einen neugierigen Stups gab, der mich einen Ausfallschritt nach vorne machen ließ. Jenny konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und meinte grinsend, während sie zurück zum Ausgang ging: „Na viel Spaß mit ihm. Und lass dich nich zuviel herumschubsen!“ Ich grinste und wandte mich dann zu dem Hengst. „So mein Großer, jetzt wird’s ernst. Erstmal raus hier aus der guten Stube.“ Mit diesen Worten öffnete ich die Boxentür und schnappte mir das dunkelbraune Halfter, das davor hing. Mit geübten Handgriffen legte ich es ihm an und lobte ihn kurz für seine Mitarbeit. Dann fingerte ich nach dem Strick, der ebenfalls draußen an der Box hing, hakte ihn ein und führte den, mir furchtbar gewaltig erscheinenden Hengst, raus auf den Putzplatz. Ezio erschien mir gegenüber Emperador viel zierlicher, aber das konnte auch täuschen. Ruhig ging der Hengst neben mir her und schnaubte kurz ab, als wir nach draußen traten.
        Am Putzplatz angekommen, sah er sich neugierig um und wieherte testweise lautstark. Da jedoch keine Antwort kam, beschränkte er sich darauf, einen Hinterhuf zu entlasten und wegzudösen.
        So fand ich ihn zumindest vor, nachdem ich aus der Sattelkammer nach kurzem Suchen seinen Putzkoffer geholt hatte. Da er nicht sonderlich schmutzig war, sondern nur etwas staubig, beschränkte ich mich darauf ihm den Staub mit einer Kardätsche rauszubürsten, Schopf und Langhaar zu ordnen und die Hufe auszukratzen. Emperador rührte sich während der ganzen Prozedur keinen Schritt. Im Gegenteil, er schien das Putzen richtiggehend zu genießen.
        Als ich fertig war, suchte ich mir Gamaschen, Schabracke, Sattel und Zaumzeug zusammen und schleppte alles hinaus zu dem Hengst, was mir mein Rücken mit einem lauten Knacksen dankte. Den leichten Schmerz ignorierend, legte ich den Sattel ab und befestigte die Gamaschen an den 4 Beinen. Emperador schien es wohl gewohnt zu sein, dass an seinen Beinen herumhantiert wird, da er sich auch dies ohne Mucksen gefallen ließ. Nachdem die Gamaschen und die Streichkappen jeweils an ihrem Platz waren, kraulte ich ihn kurz, schnappte mir dann den Sattel und legte ihm das Ding schwungvoll auf den Rücken, wobei ich den Schwung kurz vor aufliegen abdämpfte, damit ihm das Teil nicht in den Rücken knallte. Ich schloss den Gurt leicht, sodass der Sattel hielt, was er mit einem kurzen Ohrenanlegen quittierte, es jedoch dabei beließ. Trotz dem kurzen zicken, wurde er von mir gelobt, da noch kein Pferd perfekt war und er sich, wie ich fand, trotzdem vorbildlich verhalten hatte. Das Zaumzeug stellte absolut kein Problem dar, eifrig nahm er das Gebiss und steckte sofort seine Nase durch den entsprechenden Riemen, sobald ich ihm das Reithalfter hinhielt. Ich verschloss es sorgfältig, hängte dann noch das Halfter so auf, dass keiner darüber stolpern konnte und führte den Hengst schließlich zu einem Weg, den ich vorhin auf dem Weg zum Stall gesehen hatte und der offensichtlich, zwischen den Weiden durch, in den Wald führte.
        Nachdem ich nachgegurtet hatte, stieg ich auf, wobei sich das etwas schwierig gestaltete, da Emperador aufgeregt hin- und her tänzelte. Doch schließlich saß ich im Sattel, richtete mir noch kurz die Steigbügel und gab dann mit einem Schenkeldruck das Zeichen, dass es nun losging. In lockerem Schritt, am langen Zügel, schritt der Hengst den Weg entlang, die Ohren aufmerksam gespitzt und den Kopf neugierig dahin und dort drehend. Einige Pferde waren als Schemen auf den Weiden zu sehen, doch Emperador schienen diese relativ gleichgültig zu sein. Nachdem wir an den Koppeln vorbei waren, folgte ich dem Weg weiter in den Wald hinein. Ich nahm nun die Zügel auf. Eifrig ging der Andalusier vorwärts und begann auch bald schön unterzutreten und den Kopf an die Senkrechte zu strecken, was mit einem dicken Lob quittierte. Er reagierte sehr fein auf meine Hilfen und war nun konzentriert bei der Sache. Im Schritt ritten wir den relativ engen Weg entlang, bis er breiter wurde und am Waldrand entlang einer Wiese vorbei führte. Dort trabte ich den Hengst an und ritt das Stückchen der Wiese flott entlang. Als es wieder enger wurde, parierte ich sanft durch, lobte ihn und bog nach links in den Wald hinein. Ich hatte keine Ahnung wo ich mich befand, doch da ich Hufspuren erkennen konnte, wurde dieser Weg wohl öfters genutzt, weswegen ich nicht ganz falsch sein konnte. Nach dem kurzen Stück Wald kamen wir wieder an eine Wiese und diesmal gab ich sofort das Zeichen zum Galopp, da ein langes gerades Stück vor uns lag, was sofort einladend wirkte. Der Hengst fiel sofort in einen kraftvollen und raumgreifenden Galopp und preschte die Wiese hinab wie die Feuerwehr. Genußvoll beugte ich mich vor in den leichten Sitz. Die Geschwindigkeit und Kraft des Pferdes unter mir schien mich beinahe zu berauschen, doch leider war die Strecke schon viel zu früh zu Ende. Etwas außer Atem, parierte ich Emperador durch in einen flotten Trab und bog erneut nach links in den Wald ein. Wir bekamen noch ein Mal die Gelegenheit zu galoppieren und kamen nach gut einer Stunde zum Gestüt Husky zurück.
        Dort angekommen versorgte ich den Hengst, sattelte und zäumte ihn ab, lobte ihn nochmal ausgiebig, bevor ich ihm eine Abschwitzdecke auflegte und ihn zurück in den Stall führte.
        Anschließend kam noch die hübsche Apfelschimmelstute dran, die mir Jenny gezeigt hatte. Auch sie putzte ich zuerst kurz über, um ihr den Staub abzubürsten und mich ein wenig mit ihr bekannt zu machen. Cadence war ganz anders wie Emperador. Ich merkte ziemlich bald, dass sie sehr zickig sein konnte und wohl ziemlich temperamentvoll war, da sie nicht stillstehen konnte. Aber mit viel Geduld und Konsequenz konnten wir das Thema Putzen bald hinter uns lassen. In der Sattelkammer fand ich schnell Longiergurt, Kappzaum und eine Longe. Auch eine passende Schabracke zum unterlegen und eine Longierpeitsche war schnell gefunden. Nachdem alles zu Cadence gebracht und ihr angelegt wurde, suchte ich noch schnell passende Gamaschen und ging dann mit einer hin und her tänzelnden Stute neben mir zu der großen Halle. Da die Halle leer war, suchte ich mir den oberen Zirkel aus und schickte die Stute energisch auf den Zirkel. Hektisch begann sie einen Kreis zu laufen, doch nach einigen Paraden meinerseits und etwas aufspielen ihrerseits wurde sie merklich ruhiger und begann den Kopf zu senken. Ich longierte sie ca. eine halbe Stunde in allen Gangarten und auf jeder Hand, bis ich sie zufrieden lobte. Zum Schluss machte ich noch etwa eine ¾ Stunde Bodenarbeit mit ihr, damit auch ihr Köpfchen beschäftigt wurde. Ich wusste, dass sie auf S-Niveau war, deshalb gymnastizierte ich sie noch vom Boden aus mittels Seitengängen, Rückwärtsrichten, Vor- und Hinterhandwendungen. Auch Führübungen baute ich ein und nach 45 Minuten hörte ich zufrieden auf. Trotz ihres Temperaments, hatte die Stute sehr gut mitgemacht und war großteils konzentriert bei der Sache. Ich lobte sie ausgiebig und führte sie dann zurück zum Stall. Da sie kaum geschwitzt hatte, rieb ich sie nur kurz trocken und stellte sie dann zurück in ihre Box.
        Auf dem Weg zum Auto rief ich noch kurz Jenny an und teilte ihr mit wie es gelaufen war und das ich jetzt fertig wäre. Sie schien sehr zufrieden zu sein, was mich sehr freute.

        © Julie | 10392 Zeichen | Gezählt mit Microsoft Word
        Melden​

      • Samarti
        [​IMG]
        Trainingsbericht, Dressur L-M

        „Hey, Elisa!“ Jennys Stimme hallte über den Hof, als sie aus ihrem Auto stieg und auf mich zu lief. „Hallo, Jenny“, begrüßte ich die junge Frau und schloss sie kurz in eine Umarmung, ehe ich an ihr vorbei und zum Pferdehänger lief, um die Rampe herunterzulassen.
        „Nanu, gleich zwei?“, lachte ich leise und drängte mich am ersten Pferd vorbei. Es wunderte mich nicht, dass es sich bei den beiden Pferden um Andalusier handelte – Jenny hatte eine Leidenschaft für die barocke Zucht entwickelt und wollte bald nach Spanien umziehen, um sich dort den Barockpferden zu widmen.
        „Jup“, bestätigte sie meine Frage, „der da ist Emperador.“ Sie deutete auf den dunkelbraunen Hengst, der auf der linken Seite des Pferdetransporters stand. „Und das da“, wandte sie sich an den helleren Braunen daneben, „ist Lisonjera.“
        „Beide in Dressur eine Stufe höher, richtig?“, versuchte ich mich, an das Besprochene zu erinnern und führte währenddessen Lisonjera aus dem Hänger. Die Stute war neugierig und blies mir erst einmal ihren warmen Atem ins Gesicht, ehe sie ihren Kopf senkte und vorsichtig rückwärts aus dem Hänger und die Laderampe herunter trat.
        Jenny führte kurz darauf Emperador aus dem Hänger. „Genau. Lisonjera soll von A auf L und Emperador von L auf M trainiert werden. Er hier ist ziemlich eifrig und macht gut und gerne bei der Arbeit mit, sie hingegen ist … na ja, total faul. Du musst sie zum Arbeiten erst einmal überreden“, teilte sie mir mit und ich nickte kurz, um zu zeigen, dass ich ihr zuhörte. Jenny erzählte noch weiter über die beiden Andalusier, während wir sie in ihre Boxen führten, wo die Pferde sich erst einmal der Heuraufe widmeten, die sich in dem vorübergehenden Heim befand. Nur kurze Zeit fanden die Besitzerin und ich uns in meinem Büro wieder, wo wir das weitere Vorgehen und sonstige bedeutende Informationen besprachen.
        Die erste Zeit lang ritten Matthew und ich auf den beiden Andalusiern häufig und lang aus, um ihre Ausdauer zu steigern. Zunächst einmal waren es lediglich Schritt- und Trabausritte, die dazu dienen sollten, das Verhalten der beiden Pferde einzustudieren und mögliche Probleme herauszufinden, doch beide waren im Gelände absolut ruhig, lediglich Lisonjera hatte ab und zu ihre Phasen, in denen sie am liebsten los preschen würde. Dennoch war sie gut zu händeln und man konnte ihr den Unsinn gut unterbinden.
        Auf die Schritt- und Trabausritte folgten die Galoppausritte, um die Kondition zu steigern. Wir galoppierten häufig zwar lange Strecken, aber dies in einem langsamen Tempo – nur selten galoppierten wir kurze Strecken, dafür aber schneller.
        Es dauerte nicht lange, bis wir mit dem Training der beiden Barockpferde beginnen konnten, sodass ich mich zunächst einmal an Lisonjera wandte, der ich zunächst einmal die neuen Hufschlagfiguren näher bringen wollte. In einer L-Dressur waren dies die acht Meter-Volten im Galopp, die Figur halbe Volte links und halbe Volte rechts, aus der Ecke kehrt mit acht Metern Durchmesser, durch die halbe Bahn wechseln und durch die Länge der Bahn wechseln; also fünf neue Hufschlagfiguren, die es zu erarbeiten gab.
        Schon bald merkte ich, dass Jenny mit der Charakterbeschreibung der Stute vollkommen richtig lag. Sie war kaum konzentriert während der Trainingseinheiten, ihr schien das Training in der Reithalle definitiv nicht allzu viel Spaß zu machen, weshalb wir nach dem Training häufig Abstecher ins Gelände machten, sodass die Stute wusste, dass sie auf etwas hinarbeitete, das ihr Spaß machte – und siehe da: nur kurze Zeit, nachdem wir diese Regelmäßigkeit eingeführt hatten, wurde Lisonjera williger und arbeitete konzentrierter mit, denn auch sie hatte gemerkt, dass sie desto schneller im Gelände sein würden, je besser wir mit der Trainingseinheit durchkamen.
        Die Hufschlagfiguren hatten wir nach einiger Zeit hinter uns, da sie keine sonderlich große Schwierigkeit darstellten. Auch die Figur aus der Ecke kehrt hatte Lisonjera nach anfänglichen Schwierigkeiten gut ausgeführt und somit konnten wir uns den Lektionen zuwenden.
        Dies waren der Außengalopp, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung.
        Die erste Lektion, der Außengalopp, war schnell erlernt, sodass wir uns gleich den anderen beiden widmeten.
        Zunächst einmal begannen wir mit der Kurzkehrt, bei welcher ich Lisonjera in den Schritt parierte und das Pferd nach links bog, indem ich mein Gewicht nach links verlagerte, mit dem inneren Schenkel trieb und mein äußerer Schenkel eine Handbreit hinter den Sattelgurt wanderte, während mit dem äußeren Zügel zeitgleich nachgegeben wurde. Zwar dauerte es etwas, bis die sechsjährige Andalusierstute das Prinzip dieser Lektion verstand, doch nach einigen Wiederholungen trat sie schließlich vorwärts-seitwärts, woraufhin ich mein Kreuz und meine Oberschenkel anspannte und eine kurze Parade am äußeren Zügel gab. Auch hier beanspruchte es etwas Zeit, bis Lisonjera die Lektion Kurzkehrt zufriedenstellend umsetzte, da ihre Arbeitsmoral dennoch etwas zu wünschen übrig ließ, weil das Pferd sich durch alle möglichen Kleinigkeiten, die viel interessanter als das Training waren, ablenken ließ.
        Nichtsdestotrotz konnten wir schließlich mit der Hinterhandwendung fortfahren, bei der zu Beginn der Übung zwei Stangen in einem 90 Grad-Winkel zueinander auf dem Boden lagen, die als Begrenzung und Hilfestellung zu Beginn der Übung dienen sollten.
        Wir ritten auf die Mittellinie und wendeten somit aus dem Schritt heraus, ritten in die Ecke hinein und somit sollte Lisonjera eigentlich eine Drehung um das innere Hinterbein durchführen, was zwar nicht auf Anhieb klappte, aber nach drei, vier Wiederholungen schließlich doch noch vollführt wurde. Dies übten wir so lange, bis wir das Ganze auch ohne Stangen durchführen konnten, sodass auch die Hinterhandwendung abgehakt werden konnte.
        Zeitgleich mit dem Training von Lisonjera hatte ich natürlich noch Emperador auf meinem Gestüt, der darauf wartete, ebenfalls in der Dressur eine Klasse aufzusteigen. Der erste vierjährige Hengst hatte es schon weit geschafft und beherrschte auch die neuen Gangarten der Klasse M bereits nach einigen Übungen und Wiederholungen, da er um ein Vielfaches eifriger und konzentrierter bei der Arbeit mitmachte, als es die Stute tat.
        Beginnend mit dem versammelten Schritt, den wir schon nach kurzer Zeit beinahe problemlos erreicht hatten, achtete ich bei diesem besonders darauf, dass die Hinterhufe nicht über die Spuren der Vorderhufe hinaus fußen, der Fleiß an der Arbeit jedoch nicht verloren ging. Somit richtete Emperador sich entsprechend dem gesteigerten Versammlungsgrad auf, was dazu führte, dass seine Schritte im Ausdruck erhabener und kraftvoller wirkten. Seine Stirn-Nasenlinie näherte sich hierbei der Senkrechten und der Rahmen des Pferdes verkürzte sich somit um einiges.
        Den starken Trab erarbeiteten wir, als ich mir sicher war, dass der Andalusier losgelassen und versammelt ging. In diesen Moment trieb ich ihn verstärkt nach vorn, wobei ich jedoch acht darauf gab, dass der Hengst nicht einfach nur schneller wurde, sondern die Tritte während des Ritts verlängere. Dementsprechend benötigte er mehr Platz am Zügel, den ich ihm bereitwillig ließ, allerdings weiterhin die Verbindung zum Pferdemaul aufrecht erhielt. Emperador lieferte während dieser Gangart Schub aus der Hinterhand, wobei mir zwar zu Beginn noch eine Gerte unterstützte, um ihm jenen Schub zu ermöglichen, doch nach einiger Zeit konnte ich die Gerte aus dem Training entfernen.
        Der starke Galopp funktioniert in einem ähnlichen Prinzip, sodass wir hierzu nicht allzu viel Trainingszeit in Anspruch nahmen und uns den neuen Lektion zu wandten.
        Die Mähne des Andalusierhengstes wippte im Takt, während wir im Galopp durch die Bahn wechselten und somit auf der rechten Hand weiter ritten. Während des Galopps machte ich das junge Pferd stetig auf mich aufmerksam, indem ich ihm halbe Paraden gab. Mein äußerer Schenkel wanderte dann stets an den Gurt, der innere hingegen hinter den Gurt. Die neue innere – also zuvor äußere – Hüfte wurde dadurch automatisch nach vorn geschoben. Mit dem neuen inneren Zügel gab ich nach, sodass Emperadors inneres Hinterbein genügend Raum hatte, um genug durchzuspringen und der Hengst wechselte somit vom Außengalopp in den Innengalopp und wieder zurück, bis ich mir sicher war, dass diese Lektion saß.
        Somit widmeten wir uns der Lektion Schulterherein, die jedoch auch nach nur kurzer Zeit aufgrund der Lernwilligkeit des Hengstes schon beherrscht wurde. Hierbei lag mein innerer Schenkel am Vorderbein an und trieb ihn vorwärts-seitwärts, was zu einer vermehrten Lastaufnahme des inneren Hinterbeines führte. Mein äußerer Schenkel lag hinter dem Sattelgurt, was das Ausbrechen der Hinterhand verhindern sollte. Das Gewicht wurde auf meinen inneren Gesäßknochen verlagert, danach nahm ich den inneren Zügel leicht an und führte somit die Vorhand nach innen. Mit dem äußeren Zügel gab ich hingegen leicht nach, um die Schulter vorzulassen und die Stellung sowie die Laufrichtung aktiv bestimmen zu können.
        Die Seitengänge Travers, auch bekannt als Kruppe-Herein, Renvers und die Traversale waren da schon eine andere Schwierigkeitsstufe. Sie waren erheblich komplizierter, doch auch diese erlernte Emperador schnell, da er offen für neues war und sich gern etwas besseren belehren ließ, falls er etwas falsch machte oder ihm Fehler unterliefen.
        Um die Lektion Travers zu erreichen, lag mein innerer Schenkel am Sattelgurt an und war somit das treibende Bein, was zum Vortritt des Hinterbeines und zudem zu einer Vorwärtsbewegung führte. Mein äußerer Schenkel lag eine Handbreit hinter dem Sattelgurt und sorgte somit aktiv für die Vorwärts-Seitwärtsbewegung des Pferdes. Ich verlagerte mein Gewicht auf den inneren Gesäßknochen, hielt die Schultern parallel zu denen von Emperador und nahm den innen Zügel leicht an, um eine korrekte Abstellung des Hengstes zu erreichen. Der äußere Zügel lag auf gleicher Höhe, gab leicht nach und bildete somit die richtige Abstellungsgrenze.
        Weiter ging es mit der Renvers. Hierbei führte ich das Pferd einige Schritte im Schulterherein und stellte den braunen Andalusierhengst dann nach außen. Daraufhin ließ ich ihn schließlich wieder antreten, sodass die Hinterhand sich weiter kreuzte. Anfangs wählten wir eine geringere Stellung, damit das Kreuzen erhalten blieb, nach einiger Zeit vergrößerten wir diese allerdings und Emperador bewegte sich in Bewegungsrichtung vorwärts-seitwärts.
        Bei der Traversale ritt ich den Vierjährigen auf die Mittellinie und stellte ihn im Schulterherein; brachte ihn mit den korrekten Hilfen dann wieder auf den Hufschlag zurück. Hierzu gab ich halbe Paraden und mein äußerer Schenkel wanderte abermals eine Handbreit nach hinten, woraufhin Emperador die Kruppe ein Stück weit nach innen herein nahm. Zeitgleich hielt mein innerer Schenkel den Hengst aktiv in der Biegung und auf dem Weg, bis wir problemlos wieder auf dem Hufschlag ankamen.
        Mit Beendung dieser Lektion war auch unser Training beendet, sodass ich noch am selben Abend Jenny anrief und ihr Bescheid gab, dass sie ihre beiden Andalusier abholen konnte.
        Es dauerte zwar einige Tage, bis Jenny dann ankam, da sie ihren ersten Flug verpasst hatte, doch schließlich traf sie noch auf meinem Gestüt ein. Sie war völlig außer Atem, während wir uns auf den Weg zu den Außenboxen machten, weshalb ich sie erst einmal auslachte und dann das Halfter für Emperador aushändigte. Sie verstand sofort und machte sich auf den Weg in seine Box, um den Hengst dort hinauszuführen und am Putzplatz anzubinden, wo sie ihn säuberte. Während ich mit Lisonjera das Gleiche tat und wir den beiden schließlich noch ihre Transportausrüstungen umlegten, erzählte ich der Besitzerin der beiden Andalusier, wie das Training verlaufen war. Viel gab es da allerdings nicht zu erzählen, da ja keinerlei Probleme aufgetreten waren, weshalb wir bereits nach kurzer Zeit die beiden Pferde in den Hänger verluden und Jenny vom Hof fuhr, um alles Weitere zu regeln.
        Melden​

      • Kirbeeh
        Umzug nach Spanien – Das „Haras Equitador“
        Teil 1
        Es fing an mit einem stressigen Morgen, ich stand auf schaltete das Radio an und zog mir warme Sachen an, schaltete die Kaffeemaschine an und setzte mich auf die Couch um einige Papiere zu beobachten. Es war nun halb sieben in der Früh, um sieben Uhr sollten die Männer kommen. Überall stapelten sich Kisten und ich war froh noch einen Kaffee genießen zu können. Ich werde nicht alles mit holen, dachte ich mir, denn die Pferde hier müssen noch versorgt werden da sie bisher nirgends hinkommen konnten. Es war und ist immer noch eine schwere Entscheidung wen ich mit holen werde und von wem ich mich verabschieden werde. Ich trank den Kaffee aus und schaute auf mein Handy; ein Unbekannter Anruf. Ich hatte nicht den drang zurückzurufen und schaute aus dem Fenster, wo ein Riesiger Laster in das Grundstück hineinfuhr. Ich stolperte die Treppen hinunter und zog mir eine Jacke über und schlüpfte in meine Stiefelletten. Langsam ging ich zum Laster hinüber wo ein Mann geduldig auf mich wartete. „Hallo, danke das ihr so früh hier seid“, begann ich. „Kein Problem. So, wo fangen wir denn an?“, fragte mich der Mann, er trug ein blaues Hemd und hatte einen leichten Stoppelbart und dunkelgrüne Augen. „Eh... Also die Sachen sind alle markiert beziehungsweise schon in Kisten einsortiert, mein Bruder wird ihnen dabei helfen, solange mach ich anderweitige Arbeit.“, sagte ich mich einem leichten grinsen, welches der Mann erwidert hatte und begann mich zu den Ställen. Emperador, Lisonjera und Emperador standen dort und müssten mitgenommen werden. Sie schienen noch nichts zu ahnen und kauerten genüsslich an dem Heu herum. Alle Pferde die ich nach Spanien mitnehmen würde wurden schon vom Tierarzt untersucht und durften mit, alles war geklärt, trotz allem hatte ich meine Bedenken, es war eine lange Reise. Wir müssen durch Frankreich fahren und dann nach ungefähr dreizehn Stunden Autofahrt in El Papiol ankommen, natürlich wird das wohl länger als nur dreizehn Stunden dauern, denn wir wollen den Pferden keinen großen Stress bereiten und einige Pausen mit einarbeiten. Etwas in Gedanken versetzt verabschiedete ich mich von den dreien und ging rüber zur Weide wo ich Cadence, Insane und Halluzination begutachtete. Ich war mir hier jedoch noch nicht sicher ob ich nicht noch welche mit holen würde, es tut schon weh sich von den Pferden zu verabschieden. Ich schaute über die Weide und ging anschließend wieder. Ich habe mich entschieden meine Zucht auf Barockpferde zu spezialisieren, beziehungsweise auf Lusitanos, Andalusier und Friesen. Jedoch wollte ich noch einige Privatpferde haben, einfach weil ich diese Pferde zu sehr liebe um sie wegzugeben. Unter anderem währen das Douglas, Albaran ox, Soldiers Pride und Sir Lancelote. Beim Gedanken so viele Pferde hier zu lassen kamen mir etwas die Tränen, andererseits habe ich diese Entscheidung gefällt, habe lange darüber nachgedacht. Währen dessen sind die Männer gut am Werk und tragen gerade einen Tisch in den Laster hinein. Ich schaute Traurig über die Weiden, sah die großen Shire Horses, die große Vielfalt aller Rassen. Ich hing sehr stark an ihnen, jetzt gibt es kein zurück mehr. Während ich mich lange Gedanken machte, mir Sorgen machte und an die Zukunft in Spanien dachte, riss mich der schrecklich peinliche Klingelton von meinem Handy aus den Träumen. Ich starrte auf das Display, Unbekannter Anrufer. Ich war nicht wirklich heiß drauf abzunehmen, drückte daher auf Ablehnen und entfernte mich vom Zaun und ging rüber zum Laster. „Ich helf' mal mit“ sagte ich etwas kleinlaut und ging in das Haus hinein. Der Geruch von Kaffee ging über das ganze Haus. Derweil waren anderthalb Stunden vergangen, so fragte ich die Jungs ob sie nicht eine Pause haben wollten. Anschließend saßen wir im Wohnzimmer auf einigen Kisten und ich machte den Kaffee, ich hatte einige Tassen aus der Kiste herausgefischt. „Schmeckt Klasse, Dankeschön“, hörte ich Reihenweise und ich nickte nur mit einem leichten grinsen. Der Mann vorhin, der mit den dunkelgrünen Augen, er schaute mich die ganze Zeit an. Es viel mir schwer seinen Blick zu erwidern, und immer als dies Geschah musste ich peinlich grinsen. Nun war es neun Uhr und ich lehnte mich gegen die Küchentheke, als erneut mein Handy klingelte. Dieser Klingelton war schrecklich, allerdings fingen alle an zu lachen und etwas beschämt drückte ich auf den Ablehnen Knopf. Ich mochte diesen Klingelton und würde ihn nicht ändern wollen. Wer könnte das nur sein der mich andauernd erreichen wollte. Etwas besorgte schaute ich auf mein Handy nachdem ich es wegsteckte. „Wieso gehst du nicht dran?“ fragte dieser ziemlich gutaussehende Mann der mich mit seinem Blick gefesselt hatte. „Ich weiß nicht wer das ist oder sein könnte...“ etwas lächerlich hörte sich das schon an, aber ich hasse es, wenn man in Ungewissheit Telefoniert. „Hast du Angst?“ der Mann fing heftig an zu lachen und ich starrte ihn böse an. Ja, irgendwie hatte er Recht. Ich seufzte und legte mein Handy ab. Es stand noch soviel herum, zu viel. Ich ging hoch in mein Zimmer, mitten auf der Treppe hörte ich wieder mein Handy klingeln, welches aber Abrupt stoppte, ich schaute hinunter und rannte wieder ins Wohnzimmer. „Hallo... Hier ist Mike... Die Frage ist wer sind sie..“ Ich hörte aufmerksam zu und setzte mich neben Mike, so hieß er anscheinend. Er funkelte mich mit seinen grünen Augen an während ich ihn fragen musterte. „Wer ist da?!“ „Irgendein David.“ Etwas sprachlos saß ich da und wusste zunächst nicht was ich tun sollte, doch schnell drückte mir Mike mein Handy ans Ohr und begann wieder mit der Arbeit, verabschiedete sich mit einem Augenzwinkern und ging hinaus. „Ehm... Hey!“ stotterte ich leicht in mein Handy rein. „Was gibt’s?“ fragte ich, doch das einzige was er erwiderte, war. „Wer ist Mike?!“ Ich grinste in mich hinein, beantwortete seine Frage jedoch nicht. Er wiederholte diese Frage andauernd, anschließend hatte er angeboten beim Umzug mitzuhelfen, ich nahm die Hilfe dankend an, und nach einer Halben Stunde stand er auf dem Hof herum und schaute sich um. Ich kenne David schon lange, 4 Jahre ungefähr. Damals waren wir so was wie zwei verliebte. Und vor nicht allzu langer Zeit trafen wir uns wieder, zusammen mit Samarti, er war dort Trainer, und Gehilfe, so etwas in der Richtung jedenfalls. Es war komisch, diese Begegnung hatte etwas magisches. Und nun, wo ich ihn dastehen sehe... Allerdings habe ich meine Gefühle für ihn schon länger abgelegt. Etwas mulmig im Bauch begab ich mich nach draußen, vergaß meine Jacke und kehrte nochmal zurück um mir die Jacke anzuziehen. Ich sah das er immer näher kam und ich lächelte ihn an. Wir begrüßten und mit einer Umarmung und wir begannen ein Gespräch zu halten. Wie ich es handhaben werde, den ganzen Umzug. Es war viel zu machen. Wir redeten und redeten, über alles mögliche, was die letzten Jahre so passiert ist. Es tat gut, unheimlich gut. Wir gingen den Plan durch, heute werden wir - also ich und David, da er sich dazu bereit erklärte – alle Pferde pflegen und versorgen die hier bleiben. Am nächsten morgen machen wir dann alle Anhänger klar und fahren nach Spanien. Ich freute mich, sehr sogar. Wir hatten nun den ganzen Nachmittag Zeit hier aufzuräumen. Wir fingen im Stall an, dort stand Husky und Burnin' Awake and Lifeless, die werden hier bleiben. Während David sich an Husky ran machte kümmerte ich mich um das Fohlen. Ich putzte ihn und füllte seine Box neu ein, sowie das Wasser dort. Zum Schluss gab ich ihm noch einige Leckerlies mit in die Box hinein. David wurde ungefähr Rechtzeitig fertig, derweil erzählte er mir von seiner Ausbildung als Pferdeausbilder. Als ich ihn kennen gelernt hatte, hatte er noch Fußball gespielt, was er aber immer noch drauf hätte, meinte er zumindest. Zusammen watschelten wir rüber zur Weide, dort begab ich mich zunächst zu Schachfigur, Meine Fäden, Aloha from Hell und Heartbeat. David beschäftige sich derweil mit Glanzstück, Blümchen, Talmih und Possibility. Schachfigur war schon lange bei mir, ich habe ihn nun gute fünf Jahre hier auf dem Gestüt, sowie meine Fäden immer mein kleiner Schatz war. Ich hatte schöne Erinnerungen mit ihnen. Zunächst mussten wir sie mit einem Halfter mitnehmen und dann banden wir sie alle draußen an. Wir putzen sie, striegelten sie, und ich konnte mir eine kleine Träne nicht verkneifen. David sah dies, er achtete sehr auf mich. Er kam auf mich zu und umarmte mich. Ich erwiderte diese Umarmung, er drückte mich fest an sich. Ich öffnete meine Augen und schaute auf seine braunen, starken behaarten Armen. Ich atmete seinen Duft ein, wie ich diesen vergessen hatte. Er ließ nicht los. Lange Zeit standen wir ineinander, ich spürte seinen Herzschlag. Meine Arme fingen an Wehzutun und ich ließ locker, er merkte dies und tat das gleiche. Wir starrten uns an, verlegend drehte ich mich weg und griff eine Bürste und das Fell von Heartbeat zu säubern. Die etwas zickige Stute lies dies aber gut ergehen. Genau wie mit Aloha from Hell, dies wunderte mich sehr, er war inzwischen erwachsen geworden, er ist nicht mehr so böse wie früher. David war fertig, ich auch. Zusammen brachten wir die Pferde wieder zurück auf die Weide. Mit Putzzeug und Leckereien bewaffnet gingen wir zu den Ponys, hier verabschieden wir uns von Herbstraum, Star, Dancer in the Moonlight, Alufolie, little Jim, Shalom, Spotte Dreams und Kronjuwel. Ja, Douglas wird unser einziges Pony in Spanien sein. Währen wir mühsam begannen die Pferde nacheinander zu putzen begann David ein Gespräch zu beginnen. „Du Jenny. Würde es dir was ausmachen, wenn ich mitkommen würde? Also, ich meine ob ich dich begleiten dürfte...“ etwas fragend schaute ich ihn an, was meinte er damit? „Ehm, willst du wirklich 12 Stunden hin und herfahren?“ ich lachte kurz und schaute zu ihm rüber, er jedoch lachte kein bisschen. „Nein damit meinte ich. Du weißt doch, ich komm eigentlich aus Spanien und so weiter. Ich habe vor einigen Jahren schon überlegt umzuziehen, also zurück nach Spanien eigentlich Tuilla, aber...“ Ich schaute ihn erstaunt an, wartete, doch es kam nichts mehr aus seinem Mund. „Also... wenn du möchtest kannst du eine Weile auf meinem Gestüt leben, bis du halt ein Wohnsitz für dich gefunden hast...“ Sagte ich etwas kleinlaut, habe ich das gerade wirklich gesagt? Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht, doch sein leuchten in den Augen ließ alle meine Sorgen verschwinden. „Dein Ernst?!“ ich nickte, er umfiel mich mit einer deftigen Umarmung und flüsterte mir ein Danke ins Ohr. Ich war nicht sicher ob ich jetzt lachen sollte oder nicht, aber es würde bestimmt schön werden. Dann wäre ich nicht ganz alleine, und hätte eine große Hilfe an meiner Seite. Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr gefiel mir die Vorstellung. Nachdem wir auch damit fertig waren, die Ponys von Dreck zu befreien, kam mir der Mann von vorhin, Mike entgegen. Je näher ich ihn betrachtete desto Attraktiver fand ich ihn. Ich setzte ein lächeln auf und wartete was er zu berichten hatte. „Ja. Also wir sind jetzt erst mal fertig mit der Arbeit hier. Sättel und das ganze andere Zeug holen wir dann Morgen. Morgen früh fahren wir dann los.“ Er drückte mir seine Hand hin um sich zu verabschieden. „Danke, na also dann bis morgen früh“ grinste ich, er ging und ich spürte einen kleinen Zettel der an meiner Hand klebte. Ich drehte mich weg und schaute auf meine Hand. Was sollte das? Ich öffnete den Zettel, schaute zu Mike, die mit einem Auto wegfuhren und wieder auf den Zettel. Ich öffnete ihn langsam, ohne zu bemerken dass David hinter mit stand. Mike 01805 4646. Ich kicherte, David jedoch sah ziemlich sauer aus. „Okay, wer ist Mike?!“ „Das war doch der Mann eben.“ sagte ich Trocken. Mit verschränkten Armen stand er da. Wieso wollte er alles wissen? „Der ist der Typ der... Na ja, er ist der Umzugshelfer. Ich kenne ihn gar nicht“ „Wieso hat er dir dann seine Nummer gegeben?!“ „Vielleicht findet er mich hübsch“ Sagte ich kleinlaut und musste kichern. „Na los, lass die anderen Pferde pflegen, will heute noch fertig werden.“ Er nickte und als wir die Pferde wieder zurückbringen wollte, fragte er mich wieso ich nicht ans Handy gegangen bin als er versucht hatte mich anzurufen. Ich erklärte das ich Angst hatte beziehungsweise es nicht mag wenn mich Leute anrufen die ich nicht gespeichert hatte, dass Mike dann ran gegangen wäre da ich mein Handy liegen lassen hab und so weiter. Etwas mürrisch trotteten wir zur nächsten Weide, wo meine Vollblüter standen. Es war bereits sieben Uhr, wir pflegten Muh!, Saddy, Silberstern, Mike, Khadir, Teasie und Arsil auf der Weide. Ja wir mussten alle selbstständig pflegen, da ich meine Stallburschen und Helfer bereits gekündigt hatte. Es war um einiges Anstrengender als ich dachte, zum Glück waren sie nur etwas staubig und weniger verschlammt. Auch Laurencio, Fine Frency, Season's Princess, Draugsa, Casablanca, Yanetha, Puppenspieler, Aerith und Silenc Dream, sowie meine zwei Shire Horses Tigra und Rayon de Solei haben lange gedauert. Wir haben es so ausgemacht, er kratzt die Hufen aus, er Striegelt, und ich Bürste das Fell nochmal gründlich und Kämme das Langhaar durch. Anschließend war ich doch sehr, sehr dankbar das David hier aufgekreuzt ist, wir waren ein gutes Team. Mit ihm ging die Zeit schnell vorbei, und ehe wir es sahen, war es schon zehn Uhr. Und wir waren fertig. Erschöpft ließen wir uns in meinem Haus unter, der fast völlig Leerstand. Das einzige was noch hier war, war die Kaffeemaschine und mein Bett. Ich führte ihn ins Haus hinein. Wir haben noch etwas geredet, haben gelacht, bis in die Nacht hinein. „Wir müssten mal schlafen, morgen ist ein langer Anstrengender Tag.“ Sagte ich Vorsichtig und schaute ihm Tief in die Augen. „Danke. Danke für alles, wirklich, du warst mir heute mehr als nur eine große Hilfe...“ Sagte ich als wir beide an der Tür standen. „Bis morgen früh dann“ Sagte er und hielt mir die Hand hin. „Warte, nicht dein Ernst oder“ Ich lachte laut als ich den Zettel in meiner Hand entdeckte. „Bis morgen dann“, sagte er und lächelte mir Herzhaft zu. Ich lehnte mich mit verschränkten Armen gegen die Säule und sah ihm hinterher, bis er ganz verschwunden war. Es war spät am Abend, fast zu spät. Ich legte mich auf mein Bett, schaute auf meine Koffer, dann wieder auf den Zettel, mit dem ich in der Hand einschlief.
        Am nächsten morgen schaute ich verdutzt auf mein Handy, ich habe 4 Wecker übersprungen und bin erst jetzt, um halb 7 aufgewacht. Ich hatte immer viele Wecker gestellt, da ich zu feste und zulange schlafe, ich habe meinen Schlafrhythmus ausgeschaltet und könnte den Tag durchschlafen, vor allem da ich letzte Nacht relativ spät schlafen gegangen war. Total in Eile stand ich auf und rutschte über den Linoleum Boden schnell ins Badezimmer. Ich hatte eigentlich keine Zeit mich fertig zu machen, verschmockt wollte ich allerdings auch nicht auftauchen. Also schmierte ich mir sachte den Eyeliner auf und etwas Wimperntusche und stürmte anschließend raus. Es war schon alles am Gange, viele Pferde wurden schon verkauft, fast alle sind verschwunden. Heute wollten wir uns auf die Pferde konzentrieren die wir verladen müssten. Auch Erstaunlicherweise nahmen wir zwei neue Pferde an, Fury und Ehrengold. Fury hatte eine außergewöhnliche Dressurbegabung und Ehrengold war ein erfolgreiches Rennpferd, welches ich außerdem als Privatpferd nutzen werde. Heute war der Achte März, Frauentag; dachte ich und schaute hinaus. Die Möbel waren nun alle ausgeräumt, der Laster würde jetzt losfahren, nach Spanien. Ich freute mich wirklich, trotzdem machte mir der lange Transport einige Sorgen. David wollte mitkommen, ob er das Ernst meinte würde sich heute herausstellen. Es wäre merkwürdig, aber ich würde nicht sagen das es falsch wäre, auch wenn ich ihn lange Zeit nicht gesehen habe. Ich lehnte mich gegen die Mauer und schaute mein altes Gestütshaus an. Es würde mir fehlen, dachte ich mir. Die Zeit hier war sehr schön, viele Erinnerungen stecken hier fest. Der Typ, der mir seine Handynummer anzetteln wollte kam auf mich zu, wie war noch gleich sein Name? Als er anfing zu sprechen, fiel es mir wieder ein – Mike. Er war wirklich sehr attraktiv, vor allem vom nahen. Eine Sache die ich nicht Verstand war, wieso hatte er mir seine Handynummer gegeben, wenn ich sowieso nach Spanien ziehen würde? Wir redeten eine Weile, die Zeit verging schnell, er erklärte mir nebensächlich das die Nummer für Notfälle wäre, und er direkt nach Spanien fahren würde, würde mir etwas fehlen – na klar. Trotzdem schmeichelte es mich sehr, es war angenehm mit ihm zu reden, ich hatte lange kein so Intensives Gespräch mehr, außer mit David. Als der Name in meinem Gedächtnis fiel wurde das Gespräch zwischen mir und Mike immer erzwingender für mich, er jedoch hörte gar nicht auf zu reden, kam mir immer Näher, körperlich und auch innerlich. Wir saßen auf den Treppen, er hockte vor mir und wir starrten uns gegenseitig an, ich konnte seine Augen genau betrachten, die leuchteten sehr hell als er immer zu mir hochschaute, die Sonne war stark, und das früh am Morgen, allgemein war es ein schönes Wetter. „Du Mike, ich muss mich langsam um die Pferde kümmern, tut mir Leid, aber die müssen heute noch hier weg“,sagte ich mit einem grinsen und ohne zu Fragen folgte er mir. Auf David warten würde keinen Sinn mehr machen, er würde zu spät oder gar nicht kommen, beides war mir recht, irgendwie war ich sauer auf ihn. Etwas stur ging ich in den Stall hinein und schaute auf meine Notizblätter, wo alle Pferde aufgelistet waren. „Ja, ich hab keine Ahnung wie wir das machen sollen“ lachte ich etwas unsicher. „Kennst du dich mit Pferden aus?“ fragte ich Mike, der jedoch hysterisch mit einem Kopfschütteln verneinte. Ich seufzte und grinste ihn an. Emperador und Negresco würden auf jedenfall in einen Transporter kommen... Fury könnte auch hinein. Ich grübelte und entschied mich dann noch für Ehrengold, die vier würden in einen Transporter kommen. Der zweite wäre dann Lisonjera, Cadence, Chramisa und Flame. Blümchen mit Zingara, Amalia und Black Star, Exorzismus mit Everland's Calucci, Raufbold und Kinderlachen. Ich musste wieder überlegen. Ich skizzierte alle Möglichkeiten auf das Notizheft. Soldiers Pride war als Stute noch übrig, mit Insane, Douglas und Albaran ox sollte das kein Problem sein, dachte ich mir. Gut dann wären nur noch Pichon, Suger, Lucero und Chronos übrig, es geht perfekt auf, dachte ich mir und grinste in mich hinein. Derweil saß Mike gelangweilt dar und schaute mich stark an, er wendete seinen Blick nicht von mir und ich fühlte mich dabei etwas unwohl und drehte mich lachend zur Seite. Etwas unerwartet umarmte er mich von hinten, um klemmte meinen zierlichen Körper mit seinen festen Armen, die sich jedoch so weich und angenehm anfühlten. Ich fühlte seinen leichten Atem an meinem Nacken, Gänsehaut bildete sich über meinen gesamten Körper. Umarmungen von hinten waren wirklich schön. „Und schon fertig?“ flüsterte er mir ins Ohr und ich drehte mich langsam zu ihm und nahm etwas Abstand von seinem Gesicht, er sah wirklich gut aus, aber ich kannte ich kaum. Ich zeigte ihm die Zeichnung, er schaute fragend drauf, als könnte er damit nichts anfangen. Ich grinste ihn an und ging hinaus. Die Transporter wurden nun eingefahren, zumindest einer war jetzt da. Und darin David. Total verwundert stand ich da und begutachtete ihn, wie er aus dem Auto stieg. Zuerst dachte ich er wäre aus dem Transporter ausgestiegen, sein Auto parkte jedoch knapp dahinter. Er hatte ein breites lächeln aufgesetzt. Ein lächeln, was einen selber direkt zum lachen erzwingt. Schon von weitem sah ich seine funkelnden braunen Augen. Es war ein komisches Gefühl, sollte ich mich jetzt freuen oder sauer sein das er zu spät ist? Wobei er eigentlich ja nicht zu spät ist, ich war kurz davor die Pferde einzuladen. Als er greif nahe vor mir stand wurde er langsamer und schaute mir über den Rücken, dort, wo Mike stand. Er umarmte mich feste, drückte mich an sich ran, etwas ruckartig und schnell kam das ganze und ich musste erstmals meine Hände ordnen, bis ich bemerkte das ich ihm fast an dem Gesäß gefasst habe umkam mich ein unwohles Gefühl, angrenzend an Peinlichkeit. Ich kletterte mit meinen Fingern seinen Rücken hoch um ihn dort zu Packen und anschließend um die Umarmung zu erwidern. Ich lag unter Zeitdruck, das machte ich David auch klar, zeigte ihm die Zeichnung und wir machten und auf die Pferde zu transportieren. Ich hatte davor einige Pferde untersuchen lassen, um sicherzustellen dass sie für den Transport gesund sind. Wir mussten uns wirklich beeilen, zunächst kümmerten wir uns um die Stuten, ich hatte jeweils zwei gepackt und er auch. Nach kleinem zögern der Stuten standen sie auch im Transporter drinnen. Das gleiche wiederholten wir auch mit allen anderen Pferden, die jedoch etwas mehr Terror gemacht haben. Etwas genervt stand ich da und schaute Exorzismus an, der einfach nicht hineinwollte. Ich seufzte, und solange ich Exorzismus überreden wollte hineinzugehen, war David schon fleißig dabei die anderen zu verfrachten. Eine Ewigkeit verging, Wasser müsste hineingeschüttet werden, Essen, dies das. Etwas gestresst rannte ich um die Gegend. Ich war eben dabei etwas Heu zu holen, als ich sah das Exorzismus freiwillig mit David mitging. Meine Kieferladen fielen hinunter und ich schaute David geschockt an. „Schätzchen, du bist zu gestresst, komm mal runter.“ Sagte er als er auf mich zukam, und mir das Heu abnahm. Schätzchen, was soll das denn jetzt bitte heißen, versucht er mich jetzt zu provozieren? Vielleicht hatte er Recht, ich sollte wirklich mal etwas runterkommen. Stunden vergangen, Pferde verladet, Möbelwagen bereits losgefahren. Mike beobachtete uns währenddessen die ganze Zeit, er wollte uns helfen, konnte mit Pferden allerdings nicht wirklich viel anfangen, immerhin war er eine kleine Hilfe. „Ich hab kein Bock mehr“ jaulte ich böse. „Tja der Transport wird das beste haha. Nein, wird ganz normal und ruhig verlaufen, du könntest im Auto sogar etwas schlafen, nur weißt du ja selber das wir eine kleine Pausen machen müssten.“ beruhigte David mich. „Ja ja“ sagte ich ironisch genervt, lächelte ihn aber groß an. Ich schaute mich um, Mike war immer noch da. Irgendwie verwunderte mich das, er könnte schon längst Zuhause sein, die Möbel hatte er schon in der früh verladen. Inzwischen war es Vierzehn Uhr, und wir würden jeden Moment losfahren. Anstatt mich aber dafür vorzubereiten ging ich nochmal in meinem Gestüt herum, in meinem Gestütshaus, die Weiden entlang, die Boxen. Es war so schön hier. Ich werde das hier sehr vermissen. Ich setzte mich nieder und eine kleine Träne floss mir über die Wange. Ich wollte zwar nicht weinen, aber verhindern konnte ich es trotzdem nicht. Der Blick war wunderschön, dieser Geruch. Die Gegend war mir in den letzten 5 Jahren so vertraut gewesen, ich habe hier so viele neue nette Leute kennen gelernt. Ich atmete noch einmal den Geruch tief ein, als ich Schritte hörte. Mike kam mit schnellen Schritten auf mich zu „Hey, die anderen wollen jetzt losfahren, willst du nicht mit?“ er lächelte mich herzlich an, er war wirklich ein netter Mensch. Ich nickte und ging neben ihm her. Wieder standen wir auf dem Parkplatz und ich schaute zu Mike hinauf. „Jetzt heißt es wohl Abschied nehmen...“ Ich kannte ihn zwei Tage, trotzdem fühlte ich den kleinen Trennungsschmerz. Zunächst nickte er, was aber zu einem langsamen Kopfschütteln wurde. „Nein“ sagte er ernst. Ich schaute ihn fragend an. Was war den jetzt los – dachte ich. „Ich erklär's dir in der Pause.“ Ich sah nur noch wie er zu einem der Autos in den Beifahrersitz stieg. Ich brachte nur ein hörbares 'Häh' heraus und sah zu David, der mich an meinem Arm packte und zu seinem Auto drängte. Ich stieg ein, schnallte mich an, was David ebenfalls tat. Ich drückte auf irgendwelche Knöpfe in seinem Armaturenbrett bis ich Musik fand. Er hörte ausschließlich spanische Musik, was mir nach einer Stunde Autofahrt jedoch tierisch auf den Senkel ging. Im Radio lief auf nur Schrott dachte ich mir, und genau für so etwas hab ich mitgedacht und eine CD gebrannt, mit wirklich guter Musik, zumindest Musik die mir gefällt, und bei anderen Leuten eigentlich auch relativ gut ankommen. Der Bass ließ das Auto vibrieren, ich liebe das Gefühl, dachte ich mir nur und lehnte mich nach hinten. Als ich meine Augen wieder öffnete, nachdem ich kurz gedöst habe wegen der schön ruhigen Musik schaute ich David an, der angestrengt der Straße folgte. Ich begutachtete sein gesamtes Gesicht, seine Gesichtszüge waren sehr Maskulin, er hatte einen leichten Bart, schön gegelte Dunkelbraune, fast Schwarze Haare. Eine schöne gebräunte Hautfarbe und diese Augen... sie ließen mich jedes mal dahinschmelzen. David war schon attraktive, sehr sogar. Immer wieder faszinierte er mich, er war makellos. Das lange Anstarren was ich an ihm vollübt hatte, machte ihn Aufmerksam auf mich. Wir waren auf der Autobahn, ein langer Augenkontakt würde nicht kommen, doch dieser kleine Augenblick, wo er mir tief in die Augen geschaut hatte, auch nur für den Bruchteil einer Sekunde... Es war wunderschön. Ein Gefühl ist in mir hochgekommen, beschreiben würde ich ihn als kleinen Schock, wie wenn du im Schlaf träumst du fällst oder stolperst irgendwo hinunter. So würde ich das Gefühl beschreiben. Es war nicht unangenehm, keineswegs, ich genoss es sogar. Ich konnte meine Augen nicht von ihm wenden, ich musterte seinen Gesamten Körper, was er anhatte, wie er atmete, wie oft er blinzelte. Bis ich anschließend eindöste. Ungefähr Acht Stunden Autofahrt haben wir nun hinter uns gelassen. Ich wurde wach als wir Lyon überquert hatten, wir machten in Grenoble die Pause. Die Pause würde ungefähr zwei Stunden dauern, den Part danach würde ich fahren, weswegen ich die Autofahrt jetzt erst mal geschlafen habe. Wir hatten viele Helfer dabei, wir ließen sie die Arbeit mit den Pferden machen, helften jedoch hier und da noch mit, die Pferde durften am Waldrand grasen und bekamen etwas Auslauf. Ich legte mich wieder Müde ins Auto um etwas Schlaf zu bekommen, auch David döste vor sich hin. Ein hupen rüttelte uns beide Wach, genervt schaute ich hinaus, es sah so aus als müssten wir bald wieder losfahren. Da ich ziemlich kritisch mit meinen Pferden war, wachte ich stets über die Gesundheit der Pferde. Bei der Menge ist es jedoch recht schwer einen Überblick zu behalten, also stieg ich zunächst erstmals aus dem Auto und schwankte stehend. Als ich wieder etwas zu mir kam und ich mir zutraute zu gehen, machte ich eine kleine Rundtour. Jeder der Pferde schien das Gras zu genießen, wie lange wir eben eingenickt waren weiß ich nicht, David schläft jedenfalls noch. Ich sah wie Chronos bereits wieder in den Transporter gebracht wird, und schnell schnappte ich mir einen der Stuten um bei dem anderen Transportwagen mitzuhelfen. Mir war noch ganz schwindelig vom schlafen eben. Ich zog meine Blicke über alle Pferde die nun Verladen wurden, es gab einige Unklarheiten wer in welche Box kommen sollte, zum Glück hatte ich meine Aufzeichnungen noch dabei und konnte strikte Anweisungen geben. Das ganze verlief recht stressig, jedoch war das ziemlich schnell geschafft, ich glaube keiner der Leute hatte mehr großen Bock noch irgendwie viel zu machen und würden sich freuen endlich da zu sein. Ich schielte zu dem PKW wo ich eben mit David saß, der aber immer noch auf dem Armaturenbrett am schlafen schien. So langsam aber sicher wurde ich immer wacher und etwas nervös wurde ich von Mike's blicken, die ich immer stets von meinem Blickwinkel beobachtete. Als ich dann sah das er näher kam bekam ich leichte Panik und wusste momentan nicht wie ich handeln sollte. Das war immer so wenn ich müde bin. „Hey, na wie geht’s? Endlich erledigt, nicht wahr? Ich bin Hundemüde, aber du siehst ja richtig... ehm bekifft aus?“ sagte er und fiel in verlegenes Gelächter. „Ha ha“ lachte ich ironisch und grinste ihn offen an. „Dabei bin ich jetzt relativ wach geworden, ich freue mich auf die Autofahrt“ sagte ich und schaute direkt in seine Augen. „Also ich leg mich darein schlafen oder so ich kann nicht mehr“ „Ja, David ruht sich auch schon 'ne Weile aus... na ja, ich mach mich dann mal zum Auto, wir sehen uns dann schätze ich mal.“ Er nickte mir zu und unsere Wegen schieden sich. Ich rückte zum Beifahrersitz und schob David etwas zur Seite sodass ich zu dem Gangknüppel kam. Da ich wohl die einzigste war, die den Weg kannte, musste ich fortfahren. Das Navigationsgerät war in dem Fall nicht sehr Hilfreich, wäre ich danach gefahren wären wir sonst wo gelandet. Das Karten studieren hatte sich also gelohnt. Ich war komischer Weise ganz gut gelaunt, die Sonne ging langsam unter und auf der Autobahn sah man viele kleine Glühwürmchen die ein Rennen bestreiten, also Autos. Ich pulte meine CD aus dem Beifahrerfach heraus und steckte sie in die CD Anlage, wo ich gleich ganz Laut stellte. Somit war David dann auch wach, und er war wirklich sauer das ich ihn aus seinem Schlaf geholt habe, aber sonst könnte ich nicht wach bleiben. Die Boxen dröhnten und das Fahrerlebnis wurde immer intensiver. David immer angepisster. Jedenfalls konnte ich mich nun besser auf wieder wach bleiben und die Straße konzentrieren. Nebenbei erzählte mir David von seinen Träumen, wo ich mit einem Ohr zuhörte und verständnisvoll nickte, so wie ich es immer tat wenn es mal nicht anders ging. Meine Hände schwitzten am Lenkrad, es war sehr warm hier, auch Nachts. Zwei weitere Stunden waren vergangen und meine Augen gaben die Kraft auf, sie waren trocken und schwer, ich konnte sie kaum noch aufhalten. Im Gegensatz zu David der die ganze Zeit geschlafen hat. An einer Raststätte wechselten wir die Plätze und auf einem Reisekissen machte ich es mir Gemütlich. Zwei Stunden Schlaf... dachte ich mir. Mir wurde nach einiger Zeit übel, als ich die Augen geschlossen hatte, und bemerkte wie hysterisch David nach mir packte. Ich bemerkte das das Auto langsam stehen blieb, David wusste nicht wohin. Daraufhin musste ich wieder das Steuer übernehmen, und es ging wieder ab auf die Autobahn, die Karte war zwar auf Spanien, da ich meine Verloren hatte, aber David konnte gut Spanisch und ich hatte die Karte wirklich gut studiert, ich wollte mich auf keinen Fall verlaufen. Ich war sehr gespannt auf das Gestüt, es war bereits renoviert sodass wir direkt einziehen und uns einleben konnten, nur die Möbel mussten nur noch aufgestellt werden. Wir waren fast da, wir hatten die Französische Grenze überschritten und steuerten direkt nach Katalonien. Nicht mehr lange und wir wären angekommen. Wäre der Verkehr nicht so nervig. Das Grundstück lag etwas abseits, nähe eines Waldes in einer etwas höher liegenden Gegend. Anschließend, nach aufregenden vierzig Minuten sind wir endlich angekommen. Ich war sehr aufgeregt, wollte das Gestüt so schnell wie möglich besichtigen. Ich hoffte auch das die Pferde ihren Platz hier finden würden, beziehungsweise dass sie sich wohlfühlen, aber ein zurück gäbe es sowieso nicht, auch für mich wäre das eine Gewaltige Umstellung, ich muss Spanisch lernen und so weiter, ich habe das Grundwissen bereits für die Sprache, meine Aussprache ist grässlich, aber es sollte für den Anfang reichen. Am Gestütstor stand bereits der Markler, der mir den Schlüssel nun übergeben würde. Ich öffnete die Autotür, wechselte einige Worte mit dem alten Mann und fuhr weiter, nachdem er das Tor geöffnet und sich verabschiedet hatte.
        Melden​

      • Ofagwa
        Shorty's Ausbildungs Centrum
        [​IMG]

        Dressurstufenerhöhung | Emperador & Pichon

        "..."Hey Jenny", fuhr ich sie an als ich in den Stall trat ," Hey Michelle", erwiederete sie freundlich und gab mir die Hand. " Hast du gut geschlafen?", fuhr sie mich an ," Ja sehr gut", entgegnete ich ihr, ich war nun den zweiten Tag im heißen Spanien und meine Idee hier her zu ziehen fand immer mehr an Gefallen. " Ich mach heute Emperador und Pichon", sagte ich und half ihr das Heu zu verteilen ," Oh supi, dann guck ich dir zu", sagte sie und drückte mir Emperador's Halfter in die Hand," dann geh ich mal", sagte ich und war schon in Richtung Koppeln verschwunden. " Na komm", fuhr ich den Hengst an, welcher mich bereits stur ansah, doch dann kam er auf mich zu und ließ sich aufhalftern. Schnellen Schrittes ging es zurück in den kühlen dunklen Stall. Ich band ihn an seiner Box an und began ihm ausgibig den hellen Staub aus dem Fell zu bürsten, eine kühle Briese wehte durch die Stallgasse und der Staub wurde sofort mitgezogen. "Welche Schabrake willst du?" frage Jenny mich lachend ," öhm .. wie wäre eine schwarze?", fuhr ich sie an und Jenny machte sich sofort auf den Weg zu den Schränken. Nach gut 3 Minuten kam sie wieder, mit dem Sattel samt schwarzer Schabracke und der Spanischen Trense für den Hengst. Zusammen sattelten wir den Hengst und dann legte ich ihm die Trense an. " So dann wollen wir mal", sagte ich und führte den Hengst zum Platz, wo Jenny sich auf einen Stuhl in den Schatten eines Baumes setzte. Ich saß auf und ließ Emperador am langen Zügel laufen. "Endlich mal wieder was Spanisches", lächelte ich Jenny an. Ich began ihn aufzunehmen, er war sofort komplett da, ich began in Seitwärts gehen zu lassen, er zögerte es immer etwas herraus, so bekam er einmal einen kleinen schubs mit der Gerte, er stellte die Ohren neu und plötzlich konnte er die Hinterbeine mit nehmen. Nun ließ ich ihn antraben, er machte große Schritte und nahm die Beine recht gut mit, aber er schummlte er ging mit der Hinterhand sehr weit innen, ich tuschierte ihn mit der Gerte und gab ihm mehr druck mit meinen Schenkeln, es fiel ihm nicht sehr leicht grade zu laufen, doch machte er es nach und nach immer besser." Ich hole schonmal Pichon", fuhr Jenny mich an und ging zurück in richtung Stall, ich nickte und ließ den fleißigen Hengst angaloppieren. Er lief schön bergauf und gab sich alle mühe. Nun wechselte ich durch die länge der Bahn und ließ ihn mehrere Fliegendewechsel vollführen, "klasse", sagte ich und gab innen etwas nach. Man konnte ihn auch im Trab sehr gut sitzten, um genau zu sein merkte man von oben nur einen Windhauch aber keine dolle Bewegung unter sich, es war echt ein Traum. Nun ging es an die Travers, er ließ fließig mit und es muss wohl sehr anstrengend sein, denn ehe ich mich versah schwitzte der Hengst schon sehr doll unter der Sonne Spaniens. " na zu warm?", frage ich ihn und ließ ihm nun die zügel hin, er hatte gut eine halbe Stunde mitgearbeitet und hatte sich den Feierabend verdient. Gerade als ich absteigen wollte kam Jenny von mit Pichon um die Ecke, " Super dann tauschen wir", bemerkte ich lachens, Jenny stimmte in das lachen ein und nahm mir den braunen Hengst ab. Ich nahm mir also Pichon und saß auf, der Hengst versuchte mir in den Schuh zu beißen ," Hey", sagte ich und klatsche ihm die Gerte an die Brust, er schnellte mit dem Kopf hoch, richtete ein Ohr zu mir und schnaubte ab. Nun ging es im Schritt los. Ich versuchte langsam ihn zu stellen, er war nicht ganz so weich und schnell da wie Emperador, aber er war auch nicht schlecht. Er ging etwas gegenan und lies sich kaum bremsen," Hey", sagte ich und schon spitzte er die Ohren. Plötzlich konnte er seinen Kopf selber tragen und trabte wie auf Wolken. " Klasse", sagte ich und versuchte mit ihm den Starken trab. Er machte es klasse, dennoch war ich noch nicht ganz zufrieden, ich motivierte ihn die Schulter mehr einzusetzten und somit die Vorderbeine höher zu heben " Super", sagte ich als sich die ersten erfolge einstellten. " Okay, jetzt noch etwas Galopp", zwang ich ihm auf und gab ihm die Hilfe. Inzwischen hatte Jenny sich wieder auf ihren Stuhl gesetzt und wirkte so als würde sie gleich schlafen. Ich lachte, als ich an ihr vorbei ritt, denn zwei kleine müde Augen schauten mich an. " ich geh mal essen machen", sagte sie und verschwand so schnell wie sie gekommen war. Ich Galoppierte den schwarzen Hengst noch etwas ehe auch er triefend nass war und absolut keine Lust mehr hatte " Klasse", lobte ich ihn nach einem Ungewollten, aber gut gemachten Fliegenden Wechsel, ich wollte einfach mal gucken ob er es machen würde, anscheinen hatte ich recht... ich ließ Pichon in seine Box, in der bereits Heu und frisches Wasser war, der schwarze schaute mich grimmig an, mich verband er wohl nun mit Arbeit ," Bis dann", sagte ich und ehe ich weg war begann der Hengst zu fressen. Ich kam ins Haus, zog meine Schuhe aus und ging in die Stube, wo Jenny mit 3 Dvd's und zwei Tellern voll Nachos wartete ," sehr cool", fuhr ich sie an und setzte mich zu ihr, gemeinsam ließen wir den Tag ausklingen .. "


        Zeichen : 5028 | Lettercount | c Ofa
        Melden​

      • jojomaus
        [​IMG]
        Ausbildung Dressur von Klasse S** auf S***​

        Die Dressurausbildung führte mich wieder zu Jenny. Ich durfte wieder Lisonjera in Dressur Trainieren, sowie den Andalusierhengst Emerador, auf welchen ich schon sehr gespannt war. Die Stute sollte in der S*-Dressur und der Hengst in der S***-Dressur ausgebildet werden. Die Grundlagen dafür waren schon gelegt, nun wurden nur mehr Kraft, Konzentration und Kondition verlangt. Das Training würde also einige Tage in Anspruch nehmen.
        Jenny begrüßte mich herzlich und ich besprach mein Trainingsablauf mit ihr bei einer Tasse Kaffee. Anschließend machte ich mich auch gleich auf in den Stall. Dort warte Lisonjera in ihrer Box. Ich halfterte sie und führte sie zum Putzplatz um sie zu putzen, verwöhnen und für das Training zurecht zu machen. Für heute wollte ich sie ein wenig in der Halle trainieren und ihren Trainingstag mit einem kleinen Ausritt abklingen lassen. Ab und an schnaubte mich die Andalusierstute an und ich wusste in dem Moment nicht was dieses Verhalten aussagen sollte. Entweder wollte sie Arbeiten und ich war ihr in der Vorbereitung zu langsam oder sie drückte ihren Unmut aus überhaupt aus ihrer Box heraus geholt worden zu sein. Nach dem Satteln und Trensen ging es geradewegs in die Reithalle, in der ich dann in den Sattel stieg. Lisonjera setzte sich gehorsam in Bewegung. Nach der Aufwärmung trietzte ich sie und kitzelte mit Einfühlungsvermögen und Geduld ihre wunderschönen Gänge heraus. Wir übten Galoppwechsel, Pirouetten, Piaffen und Passagen und ich brachte die schöne braune Stute ganz schön ins schwitzen. Ich selber war nach dem Training selbst ziemlich erschöpft da es gar nicht so leicht war Lisonjera zur Arbeit zu ermutigen und zu motivieren. Nach kurzem Abreiten gönnte ich uns einen wohlverdienten Ausritt zur Entspannung. Kaum im Gelände war die Stute wie ausgewechselt, sie war temperamentvoll und übermütig und zeigte
        ihre Lust am schnellem Galopp. Ich hatte meine Freude mit ihr. Doch auch ein Ausritt hatte ein Ende und ich führte die Andalusierstute nach dem absatteln und überputzen zurück in ihre Box.

        Anschließend machte ich mich auf die Suche nach Emperadors Box, welche dank Jennys Beschreibung schnell gefunden war. Auch ihn holte ich zum Putzen raus und gehorsam folgte er mir. Während des Putzens machten wir uns mit einander vertraut, auch ein paar Leckerlies halfen dabei. Der Hengst sah sehr stolz und edel aus, vor allem nachdem ich ihn zurecht gemacht hatte. Auch ihn führte ich in die Halle und stieg in den Sattel. Das Aufwärmen diente sowohl dem kennenlernen als auch dem aufeinander einstimmen. Der Hengst reagierte sofort auf kleinste Hilfen und war bequem zu sitzen. Seine Bewegungen waren Kraftvoll und elegant und er setzte seine Hinterhand fast von Anfang an ein. Auch die Anlehnung war konstant vorhanden. Er war ein Traum von einem Pferd. Als nächstes testete ich was der Andalusier so alles schon konnte und übte mit ihm vor allem die Lektionen der S-Dressur. Das Arbeiten mit Emperador gestaltete sich leichter als das Training mit Lisonjera, da er von sich aus schon gut mitmachte um mir alles recht zu machen und Spaß an der Dressur hatte. Größtes Augenmerk legte ich auf die Lektionen Galoppwechsel, Pirouetten, Piaffen und Passagen, sowie die Versammelten Gangarten. Nach dem Training versorgte ich den Hengst und brachte ihn anschließend noch auf den Paddock zum wälzen und ausbuckeln nach der anstrengenden Arbeit.

        Nachdem ich mir somit einen Eindruck vom Können der beiden Andalusier gemacht hatte, gestaltete ich ihr weiteres Training so Abwechslungsreich wie möglich und übte mit ihnen vor allem die Dinge bei denen sie noch Schwächen hatten. Beim Longieren verbesserten wir die Losgelassenheit, den Muskelaufbau und festigte den Takt. Wo hingegen ich bei der Handarbeit die Lektionen einmal ohne Reitergewicht verinnerlichte und danach auf die Arbeit im Sattel übertrug. Ausritte dienten dem Spaß und der Entspannung und verbesserten das Vertrauen und die Bindung. So schaffte ich eine deutlicher Verbesserung in der Dressur bei beiden Andalusiern.

        Schon nach etwas mehr als einer Woche Arbeit, konnte ich mit Emperador eine S***Kür ohne allzu großen Fehler bewältigen. „Ich bin begeistert Jenny, er hat sich so gut gemacht im Training. Ich kann dir nun getrost sagen das er die S***-Dressur erreicht hat.
        Mit Lisonjera trainierte ich noch einige Tage länger bis sie die Anforderungen der S*-Dressur ohne weitere Probleme bewältigen konnte. „Jetzt hat es auch deine Andalusierstute in die S*-Dressur geschafft. Mitlerweile komme ich auch gut mit Lisonjera zurecht, sie ist zauberhaft... auf ihre Art“, lächelnd verabschiedete ich mich von Jenny und ihren Pferden.​
    • Citara
      • Alte Berichte
      • [*]Kirbeeh
        Haras Equitador Teil 2
        Regnerischer Tag in der Provinz Katalonien. Inzwischen haben wir uns gut eingelebt, leben nun seit einem halben Jahr auf dem Gestüt. Alles hat seinen Platz gefunden. Das Wetter war immer schön angenehm, langsam neigt es sich zur Winterzeit. Allerdings war von der Kälte kaum etwas zu spüren. Leider hatte ich in letzter Zeit ziemlich viel um die Ohren, die Zucht sollte längst stehen, doch die Umbauten des Grundstückes waren enorm. Alles im Spanischen Stil, eine Finca als Gestüt sozusagen. Vor allem gefielen mir die neuen Boxen. Heute ging alles ums pflegen. Ich habe die Pferde in drei Rassen unterteilt, anschließend zusätzlich meine Freizeitpferde. Ich begann mit den Andalusiern. Ich führe Cadence als erstes aus der Box hinaus und ließ sie dort stehen. Sie machte keine Faxen und wisch mir kaum von der Seite. Ich bemühte mich das Stroh ordentlich zu wechseln. Anschließend füllte ich noch Wasser auf, Futter gab es später. Danach kamen Emperador, Negresco und Lisonjera. Alle drei vor kurzem Gekört wurden, worauf ich richtig stolz bin. Darauf folgten Suger, Lucero, Fury, Ezio und Marismeño. Araña und Inquestador waren ziemliche Frischlinge auf dem Hof, daher habe ich mich bei denen ziemlich viel Zeit gelassen. Beide hatten schon einige Turniergewinne, allerdings waren sie trotzdem noch die unerfahrensten. Ich musste sie getrennt halten, wegen der Geschlechtertrennung. Also musste ich einen kleinen Weg hinter mir legen, nachdem ich Araña bereits bepflegt habe. Inquestador war ein richtig temperamentvoller Hengst. Er ist kohlrabenschwarz und schimmerte aus allen Ecken seines Körpers. Er ist noch nicht lange bei uns, es ist auch schwer sich mit ihm in Verbindung zu setzen, sprich sein Vertrauen zu gewinnen. Ich legte ihm ein weißes Halfter an und führte ihn aus der Box raus. Es ging relativ schnell und ich bewegte ihn langsam wieder hinein. Das Gebäude der Lusitanos war am nähsten so trottete ich vor mich hin. David kam mir entgegen. Ja, er lebte inzwischen hier, eine Liebesromanze hat es allerdings nicht gegeben. Er ist sozusagen jetzt mein kleiner Helfer, mit Pferden kann er jetzt auch endlich was anfangen. Ich ging zu den Stuten, er zu den Hengsten. Na ja, nach Flame und Chramisa ging ich anschließend zu David um nachzusehen. Chronos und Calucci waren schon fertig und er war gerade bei Raufbold dran. Ich ging zu Pichon um da zu helfen, und anschließend zu King of Darkness. Letzendlich sind wir bei Gaviao stehen geblieben. Er ist ziemlich gewachsen das halbe Jahr das er schon hier ist. Wir teilten uns erneut auf, diesmal ging er zu Exorzismus, ich wollte ihm auch etwas Spaß gönnen. Zingara, Amalia und Black Star ließen sich leicht händigen. Die Boxen waren schnell fertig, so blieben nur noch acht. Nach nochmals einer Stunde hatten Ochrasy, Ehrengold, Insane, Heartbeat, Blümchen, Douglas, Albaran und Soldiers Pride ebenfalls eine schön ausgeräumte Box. Für heute wollte ich eigentlich nicht noch mehr machen. Allerdings hat mich David doch noch überreden können heute auszureiten. Das Wetter war eigentlich ganz angenehm, ich hatte einen dünnen Pullover an und eine lange Hose mit hässlich Verdreckten Stiefeln, die ich erst mal auswechselte. Ich wusste direkt das ich Inquestador reiten wollte, und David nahm Marismeño. Wir putzten und sattelten sie. Langsam gingen wir die Steigung hoch an den Waldrand. Umgeben von Bäumen fingen wir an das Tempo zu erhöhen und mit voller Freude rasten die zwei Andalusierhengste los. Ich hatte uns ein kleines Picknick gemacht, Sandwichs und Obst. An einer Lichtung machten wir rast und ließen die Pferde essen, währenddessen wir uns auf den Boden schmissen und genüsslich aßen. Als es langsam dunkel wurde stiegen wir wieder auf die Pferde für einen Rückweg. Als wir ankamen stellten wir sie wieder in die Boxen. Das wars für mich, dachte ich, und begab mich in meine kleine Hütte nieder.
        Melden​

      • Kirbeeh
        Haras Equitador III
        Heftige Böen wüteten über das schöne Catalonien und riss einige Bäume mit sich. Ziemlich unüblich für die eigentlich schöne und warme Provinz. Die Äste klapperten gegen die Rollläden und die Betonwand, als ich mich endlich aufrappelte um aufzustehen. Glücklicherweise war es nicht allzu früh und so rollte ich mich um fünf Uhr aus dem Bett. Ich musste die Pferde reinbringen die noch auf der Weide standen, realisierte ich viel zu früh und schlüpfte in meine verfranzten Lieblingspantoffeln und suchte mir was annehmbares zum anziehen an. Ich entschied mich für meinen Schlafanzug, da ich mir ohnehin eine Jacke anziehen würde und blickte kurz in den Spiegel. Ich machte mich frisch, spritzte mir Wasser ins Gesicht, danach schminkte ich mich dezent um riesige Augenringe zu überdecken und kämmte meine wilden Haare zurecht. Ich starrte verwirrt auf den dunkelbraunen hölzernen Küchenboden als ich an meinem Kaffee, der gar nicht mehr nach Kaffee schmeckte, nippte. Noch in träumen vertieft weckte mich eine vertraute tiefe Stimme. David stolzierte munter in die Küche hinein und schenkte mir sein Colgate lächeln. Ich grinste zurück. Inzwischen waren wir ein Jahr in Spanien, es war wunderschön hier. Ich vermisse das alte Leben in Deutschland zwar, allerdings erwartet mich hier ein langes aufregendes Leben. Spanisch hab ich auch gelernt, so halb. Ich besuchte jeden zweiten Tag den Deutsch-Spanisch Unterricht um hier besser klarzukommen. Allerdings bin ich der totale Sprachmuffel und durch meine Aussprache verstand mich sowieso keiner, also kämpfte ich mich grundsätzlich mit meinem Englisch durch. Auch wenn David mich anspornte wie sonst keiner, es war schwer. Heute war wieder einer dieser tollen Spanischkurs Tagen. Es war immer ein gemischtes Gefühl wenn ich in den Raum eintrete. Immer um Punkt neun Uhr trafen wir uns alle und begannen erst mal zu erzählen was wir den Tag alles gemacht haben. Ich sag dann einfach das ich Kaffee getrunken habe und fertig, bekannt war zwar das ich ein Gestüt hatte, aber durch meine Kaffee Geschichten haben sie wohl den Anschein das ich Personal habe der die ganze Arbeit macht. Schön wärs, aber ganz ohne mich geht’s auch nicht. Zum Glück habe ich David, denn die Stallburschen verstehen kein Wort Deutsch. Um Halb sechs machte ich mich schließlich auf den Weg nach draußen, das Wetter wurde kaum schlimmer, aber auch nicht besser. Ich öffnete die Haustür und bekam den Sturm erst mal richtig mit. Ich liebe stürme, aber nicht die Arbeit die damit verbunden war, in Deutschland waren sie recht häufiger, wobei ich das nach einem Jahr Aufenthalt hier kaum beurteilen kann. Die Haare klatschten mir in mein Gesicht hin und her, ich kehrte um um mir meine Haare festzubinden. Derweil wartete David auf mich. Rasch kam ich die Treppe schmiegte mich an David vorbei, aus der Haustür raus. „Das übliche, nur diesmal müssen die Pferde auf den Weiden in die Boxen.“ sagte ich und bekam nur ein stumpfes nicken. Unterteilt sind die Weiden Grundsätzlich in Geschlechtern, da wir nicht unerwarteten Nachwuchs wollen. Ich begab mich auf die zweite Weide, da ich David auf die erste dirigiert habe. Hier standen Blümchen, Soldiers Pride, Heartbeat, und Your Possibe Past. Es war eine recht kleine Weide, allerdings mit einem Weidehüttchen wo sich alle hineindrängten. Der Sturm hatte einige Baumfetzen herumgewirbelt, wirklich schlimm war es allerdings nicht. Trotzdem sollte ich mich etwas beeilen denn ich wusste nicht wie das noch ausarten würde. Nach einem kleinem Ausflug ins nächstgelegene Hüttchen packte ich mir vier Halfter und Stricks. Ich öffnete das Weidentor, betritt die Wiese und schloss das Tor zunächst. Dann ging ich auf die vier zu die sich zusammenknüllten und pickte mir eine nach der anderen heraus. Sie waren alle relativ aufgedreht und nervös, was ich nur dem Wetter zuordnen kann. Ich humpelte die Hügel der Wiese zum Tor entlang, es hat wohl auch etwas geregnet, realisierte ich und führte alle aus dem Tor hinaus, welches ich anschließend wieder verschloss. Ich führte sie mehrere Meter herum zu ihren Boxen. Dort platzierte ich sie zunächst und begab mich auf die anderen Weiden. Währenddessen hatte David seine Arbeit ebenfalls erledigt und hatte Albaran ox, Douglas, Insane, Ehrengold, Ochrasy und April Snow zu ihren Boxen geführt. Er kam auf mich zu. „Danke“ sagte ich und fuhr fort:“So die Friesen sollten jetzt auch kein Problem sein, die sind alle noch auf der Weide, wegen den anderen unterhalten wir uns gleich, ich schnappe mir wieder die Stuten.“
        Die Weide war nicht weit von der wo ich eben war, David allerdings musste mit dem Anhänger wegfahren um Exorzismus und Modjo abzuholen, sie waren ziemlich temperamentvolle Hengste und sollten die Damenwelt hier nicht in Chaos versetzen. Von der ferne sah ich Black Star, Amelia und Zingara herumtrabem. Anscheinend genossen sie die kleinen Böen. Mit etwas schnellerem Schritt ging ich auf sie zu und befestigte sie um sie zu ihren Boxen zu führen. Ich führte eine nach den anderen in ihre zugehörigen Boxen und verschloss sie sorgfältig. In den Gängen hörte sich der Sturm noch gefährlicher an, als er eigentlich war. Damit sollten die Friesen allesamt gesichert sein. Die Stallangestellten sollten jeden Augenblick kommen, es wartet eine Menge Arbeit auf sie. Aber die Spanier arbeiten gerne für den Lohn. Als ich rausging sah ich David im Auto, hintendran der Anhänger mit zwei wohl gebauten Friesen. David war also auch fertig, wie schnell der das alles schafft. Anscheinend trödelte ich zu viel, dachte ich und sah auf die Uhr. Es war schon bald neun Uhr, ich hatte noch eine Stunde um den Rest der Pferde hineinzuverfrachten. Schnell ging ich meine imaginäre Liste durch. Von den Lusitanos waren King of Darkness, Pichon, Flame, Chronos, Gaviao und Ariabolo noch auf der Weide, während Chramisa, Calucci, Raudbold und Kinderlachen schon stationiert waren. Es waren zuviele, also musste ich mit David teilen. „Wir müssen jetzt teilen“ ich sah ihn genervt an, ich hatte keine Lust mehr, gleich noch zum Spanischkurs. „Also du wieder Hengste, ich Stuten?“ Er nickte. „Ich hol dann Flame mit erstmals, und kümmere mich dann noch um Chronos und Ariabolo.“ Wir machten uns auf den Weg, und erst mal musste ich Flame mit mir nehmen da sie die einzige Stute war, zusammen mit den anderen Hengsten wollte ich sie auch nicht führen. Es ging alles schneller als Gedacht, so waren alle Lusitanos auch in den Boxen. Die Zeit drängte und ich musste los. Ich ging in das Haus zurück, suchte mir die Materialien zusammen und verabschiedete mich von David. „So ich muss jetzt los zum Kurs. Von den Andalusiern sind Emperador, Negresco, Suger, Lucero, Ezio, Fury, Marismeño und Inquestador in den Boxen, also alle Hengste. Cadence, Lisonjera, Araña und Echo sollten eigentlich kein Problem für dich sein. Falls doch, die Stallhelfer sollten jeden Augenblick kommen, da kannst du die ja Fragen. So ich bin in einer halben Stunde wieder da.“ Ich umarmte ihn und machte mich auf zu meinem Motorrad und auf dem Weg zur Schule. Ich fühlte den Seitenwind beim fahren was ziemlich ungemütlich war. Angekommen zog ich den Helm aus und ging zum Haupteingang der Schule. Es war eine gewöhnliche Schule für Kinder. Ich suchte den Raum und klopfte. Das Gesicht des Lehrers kam mir entgegen, mit seinem super heißem Akzent begrüßte er mich. Ola Ola. Mit der Zeit gewöhnt man sich an die Sprache. Ich war die einzige erwachsene in dem Kurs, unangenehm war es nicht wirklich, nur verwunderlich. Hier sitzen viele Deutsche Kinder, dessen Eltern sich entschieden haben hier hin zuziehen um ihrem Job nachzukommen. Das hätten meine Kinder sein können. Heute lernten wir eine weitere Zeitform und mehr Vokabeln. Aber zunächst, erst einmal schön erzählen was wir so gemacht haben. Ja also ich bin durch peitschende Äste aufgewacht und musste erst mal drei dutzend Pferde woanderhinschleppen. Dachte ich, als ich allerdings an der Reihe war, war es wie ein Mantra, welches ich täglich aufsagte. „Ich bin heute aufgestanden. Dann habe ich meine Zähne geputzt. Dann habe ich Kaffee getrunken.“ Diesen Satz konnte ich in und auswendig. Der Lehrer hatte wohl nichts dagegen und kicherte nur verlegen und schaute nach unten. Sein Deutsch war äußerst Charmant, mit dem Spanischem Unterton, es macht Spaß ihm zuzuhören. Er ist ein lustiger zuvorkommender Mensch und es ist wirklich niedlich wie er mit seinen jüngeren Schülern umgeht. Als die Stunde zuende war, die Kinder raus stürmten und ich gemütlich die Sachen zusammenpackte, kam der Lehrer mir entgegen. Erst fing er an etwas Spanisches zu plappern, ich konnte nur einige Wörter heraushören wie 'Essen'. Das wars auch. Fragend schaute ich ihn an, das einzige was ich zurückbekam war ein lächeln. Er kam mir ungemütlich nahe, dann ging er wieder zu seinem Pult. „Ob sie mal Zeit haben, ich würde sie gerne zum Essen einladen.“ Oh. Ich dachte zuerst er wollte Essen von mir weil er so hungrig wäre. Etwas mit dem Lehrer anfangen, nein. Verdutzt schaute ich ihn an. „Na ja, wissen sie, ich habe nicht oft Zeit, und nur sehr wenig, ich weiß nicht ob wir uns da einigen könnten.“ sagte ich mit nervöser Stimme. Es war eine komische Situation da ich nie etwas anderes in ihm gesehen habe. „Ich würde sie gerne näher kennen lernen.“ sagte er selbstsicher. Wooh, dachte ich mir. Er ist schon attraktiv, aber irgendwie habe ich keine Zeit für einen Freund, selbst für einfache Freunde bleibt die Zeit zu knapp. Ich habe wenig Freizeit, und wenn ich welche habe dann benutze ich sie um etwas zu malen, oder um zu spielen. „Ich würde gerne... aber wie gesagt ich finde wirklich schwer Zeit.“ Ich hoffe das sollte ihm jetzt bewusst sein, das ich absolut keine Zeit habe. „Wie wärs mit morgen um 21:00 Uhr?“ Ich hab doch gesagt ich habe keine Zeit. Jedenfalls morgens und mittags. Und Nachmittags, Abends eigentlich schon aber na ja. Warum eigentlich nicht. „Ok.“ War das einzige was ich rausbrachte. „Ich hole sie ab.“ Wie jetzt, der weiß doch gar nicht wo ich wohne. Anscheinend schon, denn sonst hätte er mich jetzt gefragt. Seufzend ging ich aus der Tür heraus und schaute ihn noch ein letztes mal an. So jetzt kann ich mich wieder meiner Arbeit widmen. Ich hoffe David hat es mit dem Pferden hingekriegt. Ich stieg auf mein Motorrad und bretterte los. Angekommen sah ich ein bevölkertes Grundstück. Mehrere Autos waren aufeinander gereiht, Autos von den Stallhilfen. Die hatten nun einiges zu tun, sie mussten nun so gut wie alle Stallboxen ausmisten. Ich ging durch die Gänge in den Ställen und beobachtete sie. Sie schuften zwar viel, aber auch für einen guten Lohn, daher pass ich gut auf das sie ihre Arbeit gut machen. Nach einer Kontrolle aller Boxen nahm ich mir eine Schubkarre und platzierte einen Sack mit Essen für die Pferde drauf. Wieder ging ich Reihum und portionierte den einzelnen Pferden ihre Mahlzeiten.
        Melden​

      • Friese
        Aushilfe bei Jenny
        Spoiler
        Unerwarteter Weise hatte mich ein Anruf von Jenny erreicht und sie hatte gefragt, ob ich ihr helfen könnte. Natürlich hatte ich ihr zugestimmt und war nun auf dem Weg zu ihr. Am Stall angekommen sah ich, dass die Pferde bereits auf der Weide waren. Jenny kam auf mich zu und fragte mich dann „ Kannst du mir vielleicht gleich beim ausmisten helfen?“ Ich bejahte dies natürlich und lief mit ihr dann in den Stall. Dort waren nur noch Echo und Suger. Ich holte die zwei aus ihrem Boxen und lobte die beiden. Ich kannte sie bereits, da sie auf meinem Hof gestanden hatten. Als erstes brachte ich Echo auf die Weide der Stuten und dann Suger zu den anderen Hengsten. Ich ging wieder in den Stall und half dann Jenny beim ausmisten der vielen Boxen. Danach richteten wir gemeinsam das Futter her und fegten den Stall. Ich ging neben ihr raus und meinte dann zu ihr „ Darf ich vielleicht meine alten Pferde reiten?“ Jenny fand diese Idee sehr gut und meinte sie wieder ein paar andere in der Zeit reiten. Ich holte als erstes Lucero und ging dann mit Jenny rein. Sie hatte sich Raufbold geholt und ich konnte gar nicht aufhören ihn zu bewundern. Ich lobte Lucero nochmal und band ihn dann vor seiner Box an. Gemeinsam mit Jenny ging ich in die Putzkammer und holte seine Putzbox aus dem Schrank. Jenny tat es mir mit Raufbolds Kiste gleich. Ich putzte den Hengst und machte ihn dann für das Reiten fertig. Jenny und ich gingen gemeinsam auf den Platz und ritten dort die beiden Hengste nebeneinander warm. Danach begannen wir beide mit ihnen zu arbeiten. Die Hengste machten beide sehr gut mit und wir ritten sie ab. Die zwei durften schließlich in ihre Box und schlugen sich dort die Bäuche voll. Gemeinsam gingen wir wieder nach draußen und dort holten wir Pichon und Kinderlachen. Jenny hatte die beiden Putzboxen bereits hergerichtet und wir konnten so gleich loslegen. „ Wollen wir eine Runde ins Gelände gehen?“ fragte sie mich und ich nickte knapp. Ich freute mich bereits auf das Gebiet um den Hof herum. Ich mochte Spanien sehr und es war nicht, dass erste Mal das ich hier war. Im Gedanken machte ich Pichon fertig und wir gingen raus. Ich stieg auf den Rappen und wartete dann auf Jenny. Diese stieg auf ihren Hengst und wir ritten los. Kinderlachen schnaubte tief ab und Pichon tat es ihm gleich. Das Gelände war wirklich sehr hübsch und Jenny hatte es gut so ein großes Gebiet zu besitzen. „ Dein Hof und die Umgebung sind wirklich wundervoll“ meinte ich dann und sie bedanke sich dafür. Während unserem Ausritt unterhielten wir uns viel über die Pferde und ihre zukünftige Zucht und meine Zucht. Die beiden Hengste kamen nach dem Ausritt auch wieder in den Stall und fraßen auch. Wir besprachen unseren restlichen Tagesplan und machten aus, dass ich Suger und Echo auf jeden Fall noch bewegen würde. Jenny würde noch Calucci und Ehrengold reiten. Ich holte also Echo und Calucci rein während sie unser Zubehör herrichtete. Wir machten die Pferde fertig und gingen dann wieder auf den Platz. Als erstes ritten wir die beiden warm und übten dann diverse Dressurübungen. Nach dem Training durften auch sie in ihre Boxen und Suger und Ehrengold standen auf der Liste. Mittlerweile fing es bereits zu dämmern an und so entschlossen wir uns in die Halle zu gehen und nur noch leichte Sachen zu üben. Die beiden machten sehr gut mit und durften dann auch in die Boxen. Nachdem wir alles aufgeräumt hatten, holten wir Arana, Inquestador, Marsimeno und Fury von der Weide in den Stall. Jenny war mir sichtlich dankbar, dass ich ihr dabei auch noch half, denn es würde immer dunkler. Ezio Auditore de Firenze, Negresco, Cadence und Emperador folgten den Pferden die bereits im Stall waren. Die Weiden hatten sich bereits gut geleert doch einiges hatten wir noch vor und uns so beeilten wir uns die restlichen Pferde reinzuholen. Müde setzten wir uns danach nach draußen und tranken noch kurz etwas. „Danke, dass du mir geholten hast“ meinte sie dann zu mir und ich erklärte ihr, dass ich ihr immer wieder helfen würde und es mir sehr Spaß gemacht hatte. Gemeinsam gingen wir auf meinen Wagen zu und sprachen noch ein bisschen. Dann fuhr ich heim und ging noch duschen. Ich schaute mir noch einen Film an mit Simon, dem Bruder meiner Freundin.​
    • Citara
      Pflegebericht​

      Ein ganz normaler Tag


      Es war ein ganz normaler Tag auf dem Ausbildungshof Three Oaks. Nach schwerer Krankheit hatte Heinz Jacobs, ein gestandener, älterer Mann mit weißem Schopf, alle seine Pferde verkauft, nur sein Hof blieb in seinen Besitz. Nun, da er genesen war, hatte er seine Leidenschaft wieder aufgenommen und ein paar vielversprechende Pferde gekauft sowie zwei Mitarbeiter eingestellt. Beide, jung und tatkräftig, halfen sie ihm bei der Ausbildung und dem Verkauf seiner Pferde sowie derer der Kunden. Außerdem hatte sich vor kurzem spontan ein Fotografie-Student eingemischt, der, um die Tierfotografie zu perfektionieren, eine Weile auf dem Gestüt verbleiben würde.



      Heinz war zumeist der erste, der aur die Ställe betrat, so kümmerte er sich gleich um das Frühstück der Pferde. Danach traf er Eleonora und Elias, seine beiden Trainer und mittlerweile guten Freunde, zum Frühstück im Gutshaus. Dies war ein lang gepflegtes Ritual geworden, denn so konnte man sich ideal auf den Tag einstimmen und weitere Vorgehensweisen besprechen. Außerdem erfuhr er so besonders viel über den Ausbildungsstand seiner Pferde – dies war wichtig, denn der Aufenthalt der Meisten war befristet, sie sollten nach ordentlicher Ausbildung verkauft werden. Nur einige wenige, die den Dreien besonders ans Herz wuchsen, durften bleiben.

      Eleonora begann, vor Energie strotzend, gleich das Gespräch. "Also Frozen Bubble wird sich zu einem klasse Springpony entwickeln, das sieht man schon jetzt! Sie wird schon bald bereit sein, eingeritten zu werden. Langsam wird sie durch die Bodenarbeit ganz muskulös." Heinz lächelte. "Und wie macht sich Cual Maniaca?" Maniaca gehörte zu den jüngsten Zugängen auf Three Oaks. "Sie ist etwas schwierig, man braucht ein wenig Zeit, um Zugang zu ihr zu finden. Aber ich denke, auch sie hat Potenzial. Was ist eigentlich der Plan für Khiara El Assuad?" - "Sie hat bereits eine lange, erfolgreiche Karriere als Galopper hinter sich. Deswegen möchte ich, dass sie in erster Linie ein sanftes Muskelaufbautraining – Dressur, ein wenig Springen und Military vielleicht, bekommt. Alles, was sie psychisch und physisch ausgleicht. So langsam hat sie sich ihren Ruhestand im Rennsport verdient, nun müssen wir auf ihre Gesundheit achten, um die Schädigungen durch den Galoppsport gering zu halten. Sie wird auch lange bei uns bleiben dürfen, ehrlich gesagt ist sie eine wahrlich beeindruckende Stute." Eleonora lächelte, Elias biss schweigend in sein Brot. Er war ein gutaussehender junger Mann, groß, muskulös, mit strahlend blauen Augen und dunkelblonden Haaren. Dennoch war er sehr schüchtern und zurückhaltend. Heinz hakte nach. "Und was machen deine Pferde, Elias?" - "Altyn ist ein aufmerksamer Hengst, er wird schnell lernen. Ich werde jetzt langsam mit der Gewöhnung an Sattel und Trense anfangen, seine Vorbesitzerin hat allerdings auch da bereits ganze Arbeit geleistet. Ebenso bei Mon Petit Ecrou, sie ist eine tolle Stute, aber noch nicht so weit wie Altyn. Abendprinz...nunja, ich muss erstmal Zugang zu ihm finden. Er ist sehr ängstlich." Heinz nickte. Er wusste dies, und genau deshalb wollte sich kaum jemand dem schokoladenfarbigen Junghengst annehmen. Aber er war Elias im Charakter ähnlich. Das verriet Heinz Elias natürlich nicht, aber er hoffte, dass Elias somit einen Draht zu dem Araber finden würde, was Heinz selbst nicht geschafft hatte.



      Nach dem Frühstück machten sich alle drei auf den Weg in den Stall. Heinz schnappte sich die Doppellongen-Ausrüstung von Rebel Love Song, die er ihm nach ordentlicher Fell- und Hufpflege anlegte, während Eleonora und Elias bereits mit den Fohlen Bubble und Nüsschen auf den kleinen Reitplatz gingen und sie auf alle Schrecken des Lebens vorbereiteten. Nach der Vorbereitung brachte Heinz Rebel auf den großen Reitplatz und gewöhnte den sichtlich verwirrten Hengst langsam an die Arbeit an der Doppellonge.

      Nachdem Eleonora und Elias die Fohlen auf die Weide gebracht hatten, sattelte Eleonora Khiara und ritt einige Dressurlektionen, um die Stute besser einschätzen zu können. Sie erwies sich als ein wenig triebig, doch die Dressurarbeit würde ihr gut tun.

      Elias saß währenddessen bloß mit einem Buch in der Box von Abendprinz, der eigentlich nichts mit Menschen zu tun haben wollte. Der Umzug war sichtlich zu viel für den Hengst gewesen, doch jemand musste Zugang zu ihm finden. Auch, nachdem sich Khiara und Altyn bereits auf der Weide befanden und Eleonora mit Maniaca einige Übungen ritt, genau wie Heinz mit Emperador. Heinz hatte sichtlich Freude an der Arbeit mit dem gut ausgebildeten, schwarzen Andalusier, der seine Beine nur so schmiss.

      Elias gab auf, nachdem sich Abendprinz auch nach zwei Stunden nicht näherte. Enttäuscht wandte er sich Altyn zu und brachte ihn auf den Platz, wo er ihm vorsichtig erst Trense und dann Sattel auflegte. Der Hengst machte keine Anstalten, sich zu wehren, doch Elias beließ es beim Longieren mit Sattel und Trense, anstatt sich bereits auf den Rücken des Pferdes zu schwingen, um den Junghengst auf keinen Fall zu überfordern. Nach einer Stunde gut laufender Arbeit brachte er Altyn auf die Weide. Als er die Ausrüstung von Altyn zurück in die Sattelkammer brachte, vernahm er ein leises, nervöses Schnauben aus Abendprinz' Box. Vorsichtig näherte Elias sich und streckte seine Hand dem Hengst entgegen. Der junge Hengst zitterte, war jedoch auch neugierig und schnüffelte vorsichtig an Elias' Hand. "Möchtest du zu den Anderen nach draußen, mein Guter?", flüsterte Elias. Prinz schnaubte leicht. Elias wartete nicht lang und holte ein passendes Halfter aus der Sattelkammer. Vorsichtig hielt er es dem Hengst entgegen. Nachdem es sich als nicht besonders gruselig erwies, legte Elias es ihm an. Der Hengst zuckte kurz, folgte Elias jedoch willig aus der Box. Auf der Weide entließ Elias den zitternden Jungspund, entfernte sich jedoch nicht, sondern setzte sich mit seinem Buch ins Gras. Die anderen Pferde fanden dies zunächst sehr interessant – so ein Buch sieht ja auch sehr schmackhaft aus – entfernten sich jedoch bald, als Elias die Essbarkeit seines Buches negierte.

      Nach einer Weile stand Abendprinz direkt hinter ihm. Elias las weiter, er wusste, dass er ihn mit einem bloßen Blick nach hinten verschrecken konnte. Doch der Hengst blieb.

      Heinz beobachtete dies aus der Ferne und lächelte, schien sich seine Einschätzung doch zu bewahrheiten.



      Elias blieb noch länger als die anderen beiden und somit war es seine Aufgabe, die Pferde wieder in die Boxen zu bringen. Abendprinz jedoch beließ er noch eine Stunde länger auf der Weide, war er doch aufgrund seiner Ängstlichkeit lange nicht mehr dort gewesen. Doch auch er musste irgendwann wieder in die Box. Entgegen aller Vermutungen folgte Prinz Elias dorthin anstandslos.

      Am Ende des Tages löschte Elias das Licht in Ställen und Büro und fuhr in seinem Vectra A nach Hause.
    • Occulta
      Verschoben am 13.02.2017
      Grund: 6 Monate lang keine Pflege
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Citara
    Datum:
    3 Apr. 2016
    Klicks:
    624
    Kommentare:
    4

    EXIF Data

    File Size:
    366,9 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • [​IMG]


    Emperador

    - Caesar -
    Andalusier

    aus der: Princesa
    von dem: Ezio Auditore da Firenze

    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Dark Bay
    Abzeichen: --
    hochweißer Fuß
    Stockmaß: 1,62m
    Geburtsdatum: 05.08.2010

    Besitzer: Citara
    Ersteller: Citara
    VKR: Citara

    Beschreibung:
    Emperador kommt aus einer ehemaligen Spanischen Reitschule und seine Herkunft steckt in seiner Reitweise, er wird nur auf Spanische Reitkünste dressiert

    Qualifikationen:
    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: A
    Spring Klasse: E
    Military Klasse: E
    Fahren Klasse: A
    Dressur Klasse: S***
    Distanz Klasse: A

    Schleifen:

    3. Platz 248. Westernturnier
    [​IMG]

    3. Platz 176. Distanzturnier

    2. Platz 195. Fahrturnier
    [​IMG]

    3. Platz 278. Dressurturnier
    [​IMG]

    3. Platz 282. Dressurturnier
    [​IMG]

    Gewinner der [HK 462]
    [​IMG]