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Veija

Eldrian Antrax

Eldrian Antrax
Veija, 18 Jan. 2015
    • Veija
      Tierarztbericht für alle Pferde, 02.02.2015, by Yumika
      Heute hatte ich wieder einen Großauftrag vor mir. Ich sollte alle Pferde von Verena behandeln. Von meiner Wohnung bis zu ihr war es nicht sehr weit, weshalb ich sehr schnell bei ihr war. Außerdem freute ich mich, da ich meine Beiden Pferde Snuff und Steel Heart besuchen konnte. Leider mussten mich meine Pferde verlassen, da ich beruflich bedingt umziehen musste und die Pferde nicht mitkommen konnten.
      Bei Verena angekommen verwickelte mich Caleb zunächst in ein Gespräch und wollte mich gar nicht mehr gehen lassen. Als ich mich dann endlich von ihm lösen konnte, kam mir Verena auch schon entgegen und umarmte mich lächelnd. Wir redeten eine Weile, bevor wir uns zu dem ersten Pferd begaben. Die erste war Drag me to Hell, die ihre alte Besitzerin sofort erkannte. Sie wiehrte mir freudig entgegen und streckte ihren Kopf aus der Box heraus, um gestreichelt zu werden. "Na mein Mädchen?", sagte ich und nahm sie raus. Es folgte eine allgemeine Untersuchung aller Vitalwerte, doch die waren top in Ordnung. Ich schaute mir ihren Pass an, ehe ich die nötigen Impfungen auffrischte und ihr die Wurmkur verpasste. Zum Schluss wurde sie gechippt, was ihr nicht so wirklich gefiel, aber das musste sein.
      Schon waren wir mit ihr fertig, ehe Verena schon das zweite Pferd holte. Es war Supernova, die mich auch noch erkannte. Lächelnd streichelte ich ihren Kopf und überprüfte ebenfalls ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie. Fertig war auch Nova.
      Nun kam Verena mit einer wunderschönen Red Roan Sabino Stute. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Als nächstes war Faster an der Reihe. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Nun war ein Hengst an der Reihe. Firewalker hies der Gute. Auch seine Vitalzeichen wurden überprüft, seine Imfpungen aufgefirscht, die Wurmkur verpasst und der Chip unter die Haut gesetzt. Das Selbe geschah auch mit dem kleinen Hengst Filly. Augen auf betrachtete ich nur durch die Box hindurch, ihr fehlte nichts, da der Tierarzt erst vor Kurzem nach ihr geschaut hatte.
      Wir waren fertig mit den Englischen Vollblütern und gingen zu den 3 Pferden der Angestellten. Der alte Wallach Emilio war der erste, um den ich mich kümmerte. Ich checkte seine Vitalzeichen, frischte Impfungen auf, gab ihm die Wurmkur und setzte den Chip unter seine Haut. Alles lies er brav über sich ergehen, ehe ich ihm ein Lekerli hinstreckte, welches er genüsslich fraß.
      Das nächste Pferd war Black Ops. Sie kannte ich auch noch, auch wenn sie sich nicht mehr an mich erinnern konnte. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Das letzte Pferd der drei war ein Isländer Mix, mit einer sehr schönen Farbe. Die Kleine war zunächst etwas zickig, doch auch hier klappte alles. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Der erste im Sportstall war Gipsy. Ihn kannte ich auch noch. Er war neben Bella Verenas Lieblingspferd. Ich konnte mir nicht vorstellen, was wohl geschehen würde, wenn einem der Beiden etwas zustoßen würde. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor seine Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihm eine Wurmkur und chippte ihn. Schon war der Wallach fertig.
      Die nächste war eine sehr ungewöhnliche Stute. Eine Kreuzung aus Quarter Horse und Andalusier. Doch auch ihre außergewöhnliche Rasse konnte sie nicht vor dem Tierarzt schützen. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Es folgten Skrúður, Vin, Hængur, Gulrót, Harley, Náttdís und Eldrian Antrax, deren Vitalzeichen alle in Ordnung waren, weshalb ich sie impfen konnte bzw die Impfungen auffrischen konnte. Allen verpasste ich eine Wurmkur und chippte die Pferde, die noch nicht gechippt waren.
      Bei Snuff und Steel Heart ging ich besonders gründlich vor, da die Beiden erst vor ein paar Tagen in Verenas Stall gewechselt hatten. Die beiden hatten etwas erhöhte Temperatur, doch das kam durch den Stress und die ganzen neuen Pferde. Dennoch konnte ich impfen, Wurmkur verpassen und chippen. Schon waren wir mit den Sportpferden fertig, weshalb Verena und ich zu den Westernpferden gingen. Zu erst waren die Hengste dran.
      Die ersten waren Genuine und Spooky. Es folgten Ready for Action und Stütchen. Mit Stütchen war natürlich Funky Powerbabe gemeint, doch für mich und Verena war er mehr weiblich, als männlich. Genau so stellte er sich auf an, als wir chippen wollten. Doch es sei ihm verziehen. Die nächsten waren King Bee, Enjoy und Ali. Gefolgt von What Lies Ahead, Gun and Slide und Charly. Bei ihnen klappte auch alles super, weshalb ich schnell bei Flintstone, Sympath und Siku war.
      Nun kam der schwierigste Kandidat: Zues. Impfen mussten wir mit dem Blasrohr, die Wurmkur mischten wir ihm in sein Futter. An chippen war nicht zu denken.
      Schon waren wir fertig mit den Hengsten, weshalb es zu den Stuten ging. Die erste war Bella, die mich neugierig beäugte. Sie kannte mich ja auch schon lange. Lächelnd klopfte ich ihren Hals, ehe ich ihre Vitalzeichen untersuchte, sie impfte, ihr die Wurmkur gab und schließlich chippte.
      Bei Snapper Little Lena war das Ganze etwas schwieriger. Die Stute war nämlich blind und reagierte auf alles ganz anders, als die anderen Pferde. Wir holten ihr Holly Golightly zur Hilfe, damit sie sich an ihr orientieren konnte. Ständig hatte sie ihre Nase an Hollys Fell, um sich zu vergewissern, dass sie noch da ist. Die Untersuchung verlief noch sehr gut. Das impfen und die Wurmkur ging auch noch, nur das chippen machte ihr und Holly ein wenig Probleme. Doch alles verlief gut, weshalb wir uns den restlichen Pferden widmen konnten.
      Princess Gun, Vice, Devil, Cherokee Rose, Amarula, Moonrise, Summertime, Dawn of Hope, Honey, Angelic Desolation, Born to Die, Comeback of a fallen Goddess, Croatoan, Raised from Hell, Sheza, Secret, Wusel und Crow. Mal verlief die Untersuchung sehr gut, mal hatten wir ein paar Probleme. Doch nun waren wir fertig und Verena zeigte mir noch voller Stolz ihr erstes Paint Horse Fohlen. Aquila. "Wirklich eine Schönheit", sagte ich und wir gingen noch ein wenig ins Haus, um zu reden. Schließlich verabschiedete ich mich von ihr und ihren Mitarbeitern, ehe ich nach Hause fuhr.
    • Vhioti
      ITS Canterbury
      Eldrian Antrax, Einreiten
      Verena O'Conner kam direkt nach Zasa auf den Hof. Vorher waren zwei kurze Hupgeräusche zu hören. Die beiden kannten sich. Die Trainerin hielt ordnungsgemäß auf einem der hinteren Parkplätze, was ich sah, da ich Tigrotto gerade in den Stall brachte. Eldrian Antrax, ein Criollohengst, sollte heute von mir speziell eingeritten werden. Seine spätere Umbildung zum Westernpferd sollte von Verena selber gemacht werden. Während Verena und ich die nötigen Schritte durchsprachen, ignorierte der Hengst uns konsequent. Dann kamen seine Sachen in die Sattelkammer und der Hengst wurde von mir untersucht. Er besaß einen ausdrucksstarken Kopf und er schaute mich wach an, sobald er merkte, dass meine Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet wurde. Gescheit warf er sich in Pose. "Ja, Eldrian mag Aufmerksamkeit. Will aber gefordert werden.", sagte Verena und lächelte glücklich. Ich nickte nur und nahm den Hengst. Seine Besitzerin fuhr direkt danach vom Hof.​
      Der Hengst wurde von mir in die Halle gebracht. Für heute begann ich mit Bodenarbeit, um seine Gangwechsel zu sehen. Morgen würde ich dann mit dem Ansatteln und Eingewöhnen beginnen. Eldrian lief ruhig neben mir her, und schien auch kein Problem mit der Longe zu haben. Die Befehle, die ich ihm beibringen mussten, sollten sich jediglich auf den Gangwechsel beziehen, sodass wir heute damit auch anfangen konnten. Bei Schritt und Trab sollte ich schnalzen, beim Angaloppieren ein Kussgeräusch machen. Sollte der Hengst langsamer laufen, müsste er auf 'Easy', zum Stehenbleiben auf 'Whoa' gehorchen. Das ist ein gutes Stück Arbeit, dachte ich so bei mir, während der Hengst auf dem Mittelzirkel ging und dabei meine kleine Peitsche anstierte. Die würde jedoch nicht zum Tragen kommen. Nach einer Runde schnalzte ich einmal kurz auf. Nichts passierte. Etwas lauter ließ ich meine Zunge gegen die Mundhöhle klicken und zog an der Longe. Aufmerksam fiel der Hengst in den Trab und setzte auch schon zum Galopp an. "Easy!", rief ich laut und zog die Peitsche vor sein Gesichtsfeld, sodass er langsamer wurde. Wiehernd parierte er und trabte an der kurzgehaltenen Longe, bis seine Schritte größer und langsamer aufgesetzt wurden. "Nnk nnk!" Eldrian blieb im Trab. So zogen wir unsere Kreise, bis ich ihn einmal kurz anhielten ließ – "Whoa." reichte nicht ganz aus, ich musste ich komplett abbremsen – und dann die Seite wechselte. Bereits nach dem zweiten Mal Schnalzen trabte der Criollohengst mit der interessanten Scheckung an. Von draußen hörte ich ein lautes Wiehern. Meyja meldete sich zu Wort. Schlagartig wurde der Hengst wach und ließ ein kehliges Wiehern verlauten. "Hey!", ich wollte nicht, dass der Hengst unnötig abgelenkt wurde und zog an der Longe, um ihn wieder zu mir zu kriegen. Nach einer Runde gab ich ein Kussgeräusch von mir und schwang gleichzeitig die Peitsche ein kleines Stück. Schnaubend galoppierte Eldrian Antrax an und warf dabei den Kopf umher. Doch er tat seine Arbeit gut und ließ sich gut longieren. Schließlich, nach gut fünf Minuten, durfte er stehenbleiben und genoss die Möhre, die ich ihm zwischen die Lippen schob. Die Peitsche stellte ich in den dafür vorgesehenden Ständer und kurz bevor wir die Halle verließen, kratzte ich seine Hufe aus und stellte ihn danach auf den Paddock.​
      Tag 2
      Frisch geduscht und motiviert stiefelte ich aus meinem Haus zum Stall rüber. Es war sieben Uhr morgens und die Sonne schien schon. Da Verena bereits Sattelzeug für Eldrian Antrax besaß, konnte ich dies fürs Ansatteln heute nutzen. Der Hengst war über Nacht auf dem Paddock geblieben und sah total verdreckt aus. Einfach nur zu putzen, würde da nichts bringen. Deshalb wurde der Hengst abgespritzt und kurz darauf unter das Solarium gestellt, wo er nach gut zwanzig Minuten fertig war und dann von mir in der Stallgasse angebunden wurde. Dann hollte ich den Sattel des Pferdes und blieb vor dem Hengst stehen. Vorsichtig legte ich ihn auf den Rücken. Eine automatische Reaktion erfolgte; der Hengst warf den Kopf hoch – Hals war hochgestreckt, das Maul war der höchste Punkt des Hengstes -, drückte den Rücken durch und schnaubte protestierend. Der Sattel lag gut, sodass ich ihn erst nicht gurten musste und Eldrian streichelte. Das Gewicht war wohl noch etwas ungünstig verteilt auf dem Rücken des Junghengstes. Sanft zupfte ich an der Decke und dem Sattel, bis er genau richtig lag und er dann eine Möhre bekam. Das Gurten stellte sich üblicherweise als schwierig heraus, da der Druck von beiden Seiten – Rücken und Bauch – für einige nicht ertragbar war. Da ich jedoch Loch nach Loch ging und so den Gurt nach jeder Minute enger machte, bis er dann gut und fest, aber nicht zu eng saß, waren bestimmt neun Minuten vergangen und der Criollohengst wirkte nur noch aufgeregt. So ließ ich ihn noch einige Minuten stehen, bis ich ihn losband und dann mit ihm raus auf den Hof ging. Heute würde nur das Eingewöhnungstraining in Schritt und Leichttrab stattfinden. Morgen dann das Einreiten, da das Ansatteln immer so eine Sache für sich war. Immer noch wachsam ob des Gewichts da oben auf seinem Rücken, lief er neben mir her und zuckte mit den Ohren. Die Sonne strahlte stärker und als wir vom Hof quer zur Reithalle liefen, schien die Temperatur um zehn Grad zu steigen.​
      In der Halle angekommen, zurrte ich den Gurt um ein Loch enger und ging mit dem Criollo auf den Mittelzirkel. Bei X ließ ich ihn kurz stehen, um ein Telefonat entgegenzunehmen, kam nach zwei Minuten aber wieder. Da die Steigbügel festgezurrt am Sattelblatt lagen, konnte ich neben ihm her rennen, um ihn so traben zu lassen, aber nach einer Runde war ich ziemlich müde und musste dann mit ihm 'nur' noch einige Minuten im Schritt gehen. Anschließend sattelte ich ihn ab – zur großen Erleichterung seinerseits - und nahm ihn wieder an die Longe. Das Sprachspiel hatte er recht gut drauf, auf Schnalzen und Whoa reagierte er besser als gestern. Nur das Kussgeräusch und Easy wollte er wohl nicht ganz verstehen. Das lag wohl daran, dass er ziemlich temperamentvoll war. Aber nichtsdestotrotz hatte er viel Spaß daran, auf dem Zirkel zu galoppieren.​
      Am Abend waren wir dann beide ausgepowert. Nein, ich hatte den Hengst nicht acht Stunden durch trainiert, sondern um drei eine zweistündige Pause veranlasst, ehe ich ihn wieder schnappte und dann mit ihm noch eine Runde spazieren ging. Dabei liefen wir über den Feldweg, der vom Hof zur Bundesstraße führte, bogen links in den Wald rein und dann aus dem Wald Richtung Dorf. Im Dorf gab es so ziemlich alles, was man fürs allgemeine Wohl von Pferd und Mensch brauchte. Dort begegneten wir vielen Menschen und Pferden, die sich dann mit Eldrian Antrax beschäftigten, während ich mit den Besitzern über die Wehwehchen oder Macken der Pferde sprach. Das dauerte eine gute dreiviertel Stunde, und danach waren wir froh, wieder auf dem Hof zu sein. Am Stall putzte ich ihn und schaute über seine Hufe – die waren sauber – und stellte ihn dann in seine Box. Zwanzig Minuten später kam ich mit dem Futter für den Hengst und meine Stuten, sah nach dem Rechten und warf mich dann auf mein Bett.​
      Tag 3
      Gähnend rieb ich mir den Schlaf aus den Augen. Draußen goß es wie aus Kübeln...äh...Badewannen. Meine Laune sank gleich um einige Prozent, stieg aber bei dem Gedanken, den Hengst heute einzureiten. Es war sieben Uhr, später als sonst, aber als ich gegen neun fertig war mit dem Bewegen meiner Pferde, stand ich vor dem Criollohengst und begrüßte ihn. Der hatte sich an mich gewöhnt und wollte schmusen statt arbeiten. Als er geputzt war, sattelte ich ihn wieder auf. Auch jetzt warf er den Kopf umher, blieb aber ruhig. Auch das Trensen war etwas Neues für ihn, sodass er auch noch in der Halle wie wild auf dem Mundstück rumkaute. Beim Führen blieb er immer an meiner Seite und drückte seinen Kopf an meine Schulter. Als er dann noch nachgegurtet wurde und die Steigbügel eingestellt wurden, legte er die Ohren an. "Shhh...ist ja nichts passiert." Dann hielt ich mich am Sattelhorn fest, und stieg auf. Protestierend tänzelte er zur Seite und wieherte aufgebracht. "Whoa whoa whoa!", rief ich und zügelte ihn. Das Tänzeln dauerte eine Weile, ehe er nur noch schnaubte und dann losging, sobald ich schnalzte.​
      ...​
      Es verging eine Viertelstunde im Schritt und soweit ich beurteilen konnte, folgte er den Zügelhilfen bereitwillig und fand sich auf mit den Gewichtshilfen zurecht. Endlich gab ich ein Schnalzen von mir, sodass er antrabte. Wir gingen ganze Bahn und bei E gingen wir auf den Zirkel. Nach dem Zirkel musste ich ihn zügeln, da er schneller wurde und anscheinend galoppieren wollte. Solange er dies an der Longe nicht beherrschte, würde er auch unterm Sattel nicht galoppieren. "Easy." Sofort parierte der Hengst und blieb bei "Whoa" stehen. Lobend klopfte ich seinen Hals und stieg ab. Den Sattel und die Zügel nahm ich ab und hakte die Longe ein. Da er schon warmgelaufen war, gab ich ihm die Galopphilfen und machte ein "mwah". Der Hengst galoppierte an, stolperte und fing sich, woraufhin er ruhiger galoppierte. Nach wenigen Runden nutzte ich wieder Easy, um ihn stehen zu lassen. Der arme Kerl schwitzte, weshalb ich ihn nun in den Stall führte und ihn dann trockenrieb. Er durfte dann auf die Weide.​
      Tag 4
      Wir machten Fortschritte. Nachdem gestrigen Abendtraining – es hatte endlich aufgehört zu regnen – begann ich heute langsamer. Eldrian wirkte unmotiviert, als ich ihn aus der Box führte. Selbst eine morgendliche Dosis Leckereien schien ihn nicht aufzumuntern. Nichtsdestotrotz musste ich weiterarbeiten. Das Fell des Pferdes wirkte stumpf. Ich konnte nicht sagen, ob er krank wurde, aber seine Lymphknoten wirkten sehr warm. Glücklicherweise hatte ich für solche Fälle immer einige Medikamente aus der Apotheke, die dagegen kurzfristig halfen. Ich hatte noch einige Enyltabletten und Traumeelsalbe, die allgemein ohne Rezept verkauft werden konnten. Eine Tablette zerkleinerte ich und gab die ihm durch einen halben Apfel. Bevor ich den Hengst striegelte, fegte ich die Box und die dazugehörige Stallgasse aus. Staub war schlecht für die Atemwege von Pferden. Danach bürstete ich sein Fell mit der Wurzel- und normalen Bürste und kämmte seinen Behang. Die Hufe gab er mir schon beinahe widerwillig, sodass ich ihm mehrmals auf die Fesselgelenke klopfen musste, ehe er sie mir gab. Was war nur heute mit den Pferden los? Selbst Tigrotto, die immer gute Laune hatte, hatte heute morgen nicht mal Lust auf einen Spaziergang zur benachbarten Reiterin, bei der ich häufig das Fohlen auf die Fohlenweide stellen konnte. Wetterfühligkeit war ein großes Thema in der Reiterwelt, aber das stumpfe Fell und die geschwollenen Lymphknoten waren ein Zeichen für eine hereinbrechende Krankheit. Trotzdem sattelte ich den Hengst auf und beschloß, bei dem guten Wetter erst einen Ausritt auf den Privatwegen und dann weiter in der Halle zu arbeiten.​
      Auf dem Ritt über die Wege war der Hengst ruhig; zu ruhig, war er doch immer aktiv bei der Sache. Erst beim Antraben nickte er den Kopf ab und schnaubte gelegentlich. Wir ritten einmal um die fertig sanierte Hengstweide, über einen Holzsteg an der Sommerweide vorbei und dann zwischen kleineren Wiesen. Endlich zeigte er seine typischen Manieren und wollte schon Gras rupfen, aber mit den Lymphknoten wollte ich das nicht zulassen. Energisch hielt ich ihn davon ab. Einmal schnalzend, trabte er dann munter los und schnaufte. Auf dem Weg zur Halle hin geschah ansonsten nichts ungewöhnliches. Dort angekommen, begann ich mit Trabzirkeln, um seine Gelenke mehr zu bewegen und gab bei C dann ein "mwah" von mir. Nach einem Ausfallschritt setzte der Hengst dann an, gab einen fliehenden Wechsel und galoppierte gut durch. Doch nach einer halben Runde ließ ich ihn mit einem "Whoa!" stehenbleiben. Fast vorwurfsvoll wieherte der Hengst, als würde er fragen wollen: 'Hey, wieso hört der Spaß auf?' - doch ich wusste die Antwort nur zu gut. Ich saß ab, brachte das Sattelzeug weg und rief sofort Verena an. Ich sagte ihr, sie solle in einer halben Stunde hier aufschlagen. Währenddessen machte ich den Hengst fertig, gab ihm noch eine halbe Enyltablette durch einen Apfel und cremte seine Lymphknoten noch mit der Salbe ein. Diese waren immer noch wärmer als sonst.​
      Verena traf kurz darauf ein. Ich erzählte ihr von Eldrians Fortschritten, wies aber auf die Lymphknoten hin und wie ich ihn erst einmal versorgt hatte. Die Westernreiterin bedankte sich nicht nur für das Einreiten, sondern auch dafür, dass ich den Hengst medizinisch behandelt hatte, sagte aber auch, dass sie ihn unter Beobachtung stellen würde, bis er sich besserte oder verschlechterte, und würde mich im gegebenen Fall anrufen.​
      Eldrian Antrax wurde mit Erfolg von der ITS Canterbury Trainerin Catalina englisch eingeritten.
    • Veija
      Veija, 3.4.15
      Pflegebericht für alle meine Pferde
      "Darling"
      Schon früh am Morgen waren meine Mitarbeiter und ich auf den Beinen. Schließlich stand heute eine Art "Frühlingsputz" an, in dem wir alle Pferde bewegen wollten und ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen.
      Wir begannen im Stutentrakt, wo Caleb, Aaron, Alexis, Aliena und ich nacheinander Bella, Princess, Devil Rosy, Amarula, Shadow, Summer und Like Honey and Milk in die Führanlage brachten, ehe wir uns um die Boxen kümmerten. Nach einer halben Stunde waren diese wieder sauber, so dass wir in jede Box einen Sack "Streupellets" schütteten, ehe wir die Heunetze auffüllten, das Wasser kontrollierten und jedem Pferd seine Ration Kraftfutter dosierten. Dann kamen die 8 Pferde wieder rein. An eine Pause war jedoch nicht zu denken, da wir nun Angelic Desolation, Bailey, Goddess, Croatoan, Sheza, Crow, Grace & Pluie in die Führanlage brachten, ehe wir auch deren Boxen ausmisteten. Raised from Hell und Annie blieben im Stall. Annie sollte sich noch ein wenig einleben, bevor es an die Arbeit ging. Raised from Hell bekamen wir nur mit Mühe ausgemistet, da sie noch nicht wirklich händelbar war. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Sie war wohl ein Pferd, dass man brechen musste, um mit ihr arbeiten zu können. Caleb und ich würden uns in der nächsten Zeit wohl mit ihr beschäftigen müssen... Nun kamen die 8 wieder rein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.
      Weiter ging es zu den Hengsten. Gen, Spooky, Funky, Ali, Winny, Blue, Flint und Pathy kamen ebenfalls in die Führanlage. Siku stellten wir in den Round Pen, Sol kam kurz auf die Koppel. Zues stand noch immer in Penals eingezwängt auf einem Stück der Koppel, weshalb wir ihn nicht ausmisten mussten. Erneut waren wir nach einer guten halben Stunde fertig, so dass alle Pferde wieder in ihre Boxen zurück konnten- ganz zum Leidwesen von Sol, dem das bisschen Gras, was zur Zeit auf der Wiese war, sichtlich schmeckte.
      Weiter ging es zu den Vollblütern, wo wir in den letzten Tagen zwei Neuzugänge bekommen hatten.
      Erneut brachten wir die Pferde in die Führanlage. So waren Hell, Nova, Jagger, Faster, Abby, Zucker, Manni und April innerhalb 5 Minuten in Bewegung. Faster stellten wir in den Round Pen, da wir ihn nicht gerne mit den Stuten zusammenliesen. Nach etwa einer halben Stunde waren wir soweit fertig, dass die Pferde wieder reinkonnten.
      Es war fast geschafft, denn es fehlten nur noch 2 Stallteile. Nun waren wir also bei den Sportpferden angelangt: Gipsy kam auf die Koppel, Skrudi, Vin, Haengur und Glaeta kamen zusammen mit Ops, Oca, Snuff und Heart in die Führanlage. Emilio, Antrax, Maracuja, Callus und Kunis stellte ich auf verschiedene Koppeln. Für die Pferde viel zu schnell waren wir fertig mit der Arbeit, denn sie wollten liebend gerne noch weiter grasen. Doch alles fanden wieder ihren Platz in ihren Boxen.
      Nun gingen wir zu den Jungpferden in den großen Offenstall. Lächelnd begrüßten wir Lil, Holly, Action, King, Enjoy, Striga, Gulrót, Peppy, Dawn, Wildfire, Harley, Charly, Secret, Wusel, Náttdís, Aquila, Nucu und Nani. Wir verbannten alle Fohlen aus dem überdachten Bereich des Stalls, so dass wir in Ruhe ausmisten konnten. Aliena und Alexis gingen zudem noch über die Koppel und äfpelten diese ab. Als wie fertig waren, konnten die Fohlen und Jungpferde wieder unter den überdachten Teil. Es fing nun ziemlich stark an zu regnen, weshalb alle unter Dach wollten. Natürlich spielte Wildfire wieder mit dem Stroh und schmiss alles durch den Stall. Lachend schauten wir den Tieren zu, ehe wir überlegten, ihnen beim nächsten Misten auch Pellets zu geben. Doch uns war es lieber, die Fohlen schliefen im warmen Stroh.
      Wieder im Hauptstall angekommen, zog mich Caleb zur Seite. "So... something changed", sagte er unerwartet zu mir und ich merkte, wie mein Herz in meiner Brust hämmerte. "Something changed?", fragte ich ihn. "Yes, darling", sagte er in seinem charmanten Ton. In letzter Zeit hatte er mich immer öfter darling genannt, ohne dass er mir wirklich aufgefallen war- naja, jetzt viel es mir auf. "I'm sorry..", sagte er noch leise, ehe er seine Lippen auf die Meinen presste. Völlig verwirrt reagierte ich einfach gar nicht und stand stocksteif vor ihm, ehe ich den Kuss leicht erwiderte. Viel zu plötzlich löste er sich von mir und verschwand einfach in der regnerischen Nacht. "Wow..", sagte ich leise und strich mir über die Lippen, bevor ich ein unterdrücktes Lachen hörte. Aaron hatte uns gesehen. "Na was der Kerl vorhat...", sagte er unschuldig und zuckte mit den Schultern. Natürlich wusste er über Calebs Vorhaben bescheid, doch er wollte mir nichts verraten. Verwirrt ging dann also zurück ins Haus, wo ich mich nach dem Duschen sofort ins Bett legte.
    • Vhioti
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      Dressurtraining
      Genuine Lil Cut (M-Distanz), What Lies Ahead (M-Distanz), Eldrian Anthrax (A-Dressur), Cauldron (A-Dressur)

      "Ladies and Gentlemen, we approach Calgary Airport in approximately 25 minutes. Due to the heavy storms in Alberta we will land ten minutes later. We apologize for the circumstances. This is captain Steven Corth, thank you for flying with Air Transat and have a nice stay in Canada.", es knackte in den Lautsprechern. Eine Stewardess fragte nach meinem Befinden. Ich gab zurück, dass ich nur sehr müde sei. Das stimmte auch. Nach der ganzen Fliegerei, mal nach Kanada, dann nach Deutschland, Schottland und jetzt wieder Kanada. Nichts gegen Amerikas kleinen Bruder, aber ich war sehr geschafft und musste direkt danach wieder zu der Ranch von Verena. Merkwürdig, sie gab in der letzten Zeit häufig Aufträge bei mir...Auf Eldrian freute ich mich sogar ehrlich gesagt. Und auf einen schönen Distanzritt. 70 km waren ein gutes Stück. Und zusammen mit dem Strahlemann Caleb würde ich mir dann das schöne Kanada (haha!) ansehen.

      Dieses Mal fuhr ich mit dem Taxi. Da ich für mindestens anderthalb Wochen in Calgary bleiben würde, wären die ungefähr 87$ pro Fahrt ein Geschenk. Ich winkte gerade ein Taxi zu mir und nannte ihm mein Ziel. Sofort ging es wieder los. Die doch kleine Großstadt Calgary wich kleineren Farmen und größeren Eigentumsgrundstücken. Schließlich fuhr das Taxi die lange Auffahrt bis zum Parkplatz. Der Taxifahrer bekam seine 88$ und brauste wieder weg. Es herrschte reger Betrieb. Pfleger und andere Personen führten Pferde – gesattelt wie ungesattelt – in verschiedene Richtungen, und ich fand mich wieder bei den Ferienwohnungen ein. Dort hatte ich ein Zimmer erhalten, obwohl ich mehrmals dankend abgelehnt hatte. Mir wurde das Zimmer gezeigt, danach zog ich meine Reitstiefeletten an und schaute in den Stallungen nach, auf welcher Weide sich Eldrian befand. Er stand derzeit auf der kleineren Koppel, die direkt hinter der größten hinter den Gaststallungen war. Vorerst aber bereitete ich alles vor für das Satteln und Putzen. Plötzlich trat eine junge Brünette vor mir. "Ja?" "Sind Sie eine neue Trainerin?", fragte sie leicht argwöhnisch. Ich stellte mich gerade hin und musterte sie. Sie wies gewisse Ähnlichkeiten mit Verena auf. Musste ihre Cousine sein. "Ich soll über die nächste Zeit drei von Verenas Pferden trainieren." "Ach, Sie sind Catalina? Wie läuft's mit Steel?", fragte sie. "Recht gut. Gewöhnt sich so langsam an mich, hat aber immer noch Probleme mit Menschen.", antwortete ich und marschierte los zu den Weiden. Unhöflich, aber ich war nicht zum Tratschen hier her geflogen. Auf der Koppel grasten einige Hengste, darunter auch der Criollo, den ich suchte. "Eldrian!", rief ich einmal laut und hielt ihm die geschlossene Faust hin. Klug wie er war, trabte er auf mich zu und griff sich mit den Lippen die Möhre, die zwischen meinen Fingern hervorlugte. "Braver Kerl.", ich streichelte seinen Kopf und halfterte ihn auf.
      Die Putzgasse war leer. Eldrian kratzte seinen Kopf an einer nahestehenden Säule. Währenddessen kramte ich in seinem Putzkasten nach einer Wurzelbürste. Ein Gummistriegel wäre heute nicht nötig, ebenso wenig wie ein Schweißmesser. Ich arbeitete still den oberflächlichen Dreck aus seinem Fell, und stützte mich dabei an seinem Körper ab, damit ich die Balance nicht verlor. Auch am Bauch war genug Gras für einen halben Sommer, und so war der Boden nach geraumer Zeit von Fell, Dreck und Gras bedeckt. Dann ging ich mit der Kardätsche noch einmal rüber und kämmte sorgsam seinen Behang. Am Kopf angekommen, schnippte ich ein paar Erdkrumen aus der Nähe seiner Augen weg; er schloss die Lider, danach stubste er mich an und wollte gestreichelt werden. Doch dann wand er den Kopf ab und stampfte mit den Hufen. "Sturkopf.", brummte ich und sattelte den Hengst auf. Geduldig zuppelte ich die Schabracke gerade und gurtete langsam nach. Wie bei meinem alten Reitpferd zeigte auch er, aus was für einem Holz er geschnitten war. Auch beim Trensen riss er wieder den Kopf hoch, den Stirnriemen konnte ich fast nicht korrigieren. "So, los gehts." Auf dem Platz angekommen, führte ich ihn direkt zum Dressurplatz.
      Dort kontrollierte ich den Gurt ein weiteres Mal, bevor ich mich am Sattel festhielt und schwungvoll Platz nahm. Der Criollohengst lief gut unter seinem Sattel und folgte meinen Anweisungen, auf ganzer Bahn im Schritt zu gehen. Der Hengst kannte das folgende Prozedere nur zu gut; nach einigen Runden im Trab – er ging sehr schnell, wollte schon galoppieren – gurtete ich noch einmal nach, dann durfte er weiter gehen. Um die Muskeln und Gelenke vorzubereiten bedurfte es nun auch großer Schlangenlinien und Zirkel.
      Nach einer halben Runde im Galopp zügelte ich ihn und trabte mit ihm auf dem zweiten Hufschlag und wägte die heutige Lektion mit ihm ab. Ich hatte die nächsten Tage noch genügend Zeit, ihn zu trainieren, heute würde es nur ein paar Bahnfiguren geben. Also fing ich direkt mit Schlangenlinien an. Schwungvoll setzte er sich in Bewegung. Über die Runden verkleinerte ich die Bögen, und am Ende des zweiten Bogens bei K bereitete ich eine Kehrtwende vor. Die war leider etwas holperig, also ging ich mit dem Hengst weiter und stellte dann die Zügel aufrechter hin, damit er sich gut in die Wendung biegen konnte und kurz vor E wieder auf dem Hufschlag ganze Bahn ging. Ein Ruf erschallte über den Platz. Vom Platz schräg gegenüber, der Westernplatz, wie ich gelernt hatte, ritt Verena auf Silver an das Gatter. Im flotten Trab hielt ich vor ihr an, streckte kurz meine Arme aus und lachte auf, als Silver und Eldrian sich lautstark begrüßten. "Na, hattest du einen guten Flug?" "Ich hasse Turbulenzen." "Tja, Alberta ist halt ein windiges Plätzchen.", erwiderte Verena. "Heute abend gibt es ein kleines Barbecue am Haupthaus. Du bist gerne eingeladen, sofern du möchtest." Mit einem kurzen Blick auf die Uhr nickte ich. "Ich mache noch zwanzig Minuten mit Eldrian weiter, dann nehme ich mir Gen für einen kleinen Ausritt vor. Ich dachte an Millarville. Sind ungefähr 20 Kilometer. Über die Wochen will ich es mit ihm nach Bluerock Wildland schaffen." "Das sind aber nicht genau 70 km, Cata." "Die zweihundert Meter schenk ich dir." "Also, schaffst du das? Um acht geht's los." "Naja, müsste knapp werden. Und ein schönes Stück Fleisch kann ich niemals ablehnen!", Verena pflichtete mir lachend bei, dann trieb sie Silver auf das Stallgebäude zu. Eldrian hingegen hatte andere Pläne. Der Overo wollte nicht mehr und so waren die nächsten Minuten eine Qual im wahrsten Sinne des Wortes. Ich verfluchte mich, keine Gerte beizuhaben, und trieb den Hengst mit kurz gehaltenen Zügeln zurück auf den Hufschlag. Es folgten leichtere Lektionen der E-Dressur und auch ein Bahnwechsel. Zum Abschluss galoppierte er auf dem Zirkel beim Erreichen des Hufschlages an, und wirkte beinahe schon enttäuscht, als ich ihn schon nach einer Runde durchparieren ließ und auf der Mittellinie von ihm abstieg. Ich band die Steigbügel hoch, lockerte den Gurt um zwei Löcher und kratzte direkt die Hufe aus. Dann führte ich ihn über den Weg zum Stall, sattelte ihn ab und gab ihm einen halben Apfel. Da er ab 15 Uhr in die Box sollte, kniff ich einmal ein Auge zu und ging weiter zu Gen.

      Das Paint Horse stand in seiner Box, und schaute aus dem Tor nach draußen. Als er mich hörte, drehte er sich um. "Hallo, Gen.", sagte ich und musste einen Schritt zurück gehen, da er sich einmal lange schüttelte und dann flemmte. Doch vorerst führte ich ihn nach draußen und schaute ihn mir einmal an. Der typisch hängende Kopf lehnte leicht an seinem Strick, und gelangweilt knabberte er an ihm. Also putzte ich ihn und nahm dann einen Fellsattel für den Hengst. Eigentlich konnte ich auch gut mit einem Vielseitigkeitssattel auf ihm reiten, aber meine Rückenschmerzen plagten mich immer noch und der Lammfellsattel war immer bequem. Ich trenste den Hengst auf, und weil mir langweilig war, flocht ich seine Mähne noch kurz. Auf dem Hof dann liefen mir Caleb und ein anderer Hengst entgegen. "Verena told me to go with you. That's Winny. Nice blaze, right?" Tatsächlich hatte der Foxtrotter, wie mir später bekannt wurde, eine außergewöhnliche Kopfzeichnung. Caleb reichte mir dann einen Rucksack mit Wasser. Als wir anschließend aufsaßen, erklärte der Pfleger mir grob den Weg, stellte sich aber bei diesem Ritt als Vorreiter heraus und trabte dann direkt vom Grundstück.
      Zuerst ging es von den belebten Straßen hinunter. Glücklicherweise trug ich eine gefütterte Jacke, ansonsten würde ich wohl frieren. Caleb führte uns auf einen kleinen Feldweg, der zwischen Feldern und kleinen, abgezäumten Weiden hindurch ging, der sich mehr oder weniger durch die Umwelt wand. Bei einem arg mitgenommenen Baum verging die Zeit im Fluge – im Galopp ging es halt einfach schneller. An einer Weggabelung, die teilweise von hohen Büschen gesäumt war, blieb Caleb kurz stehen und zeigte dann auf das Grün. Es hoppelten zwei Wildhasen heraus. Sie blieben am Boden gekauert, und schnüffelten angeregt an der Luft. Winny beäugte die Hoppler misstrauisch. gen ging einen Schritt zurück. Dann rasten die Hasen weg, schlugen Hacken und waren schon bald verschwunden. Hatte Caleb das gewusst? Nach der kleinen Pause ging es dann weiter. Es wurde ländlicher; in raschen Trab-/Schrittübergängen hatten wir dann so nach einer dreiviertel Stunde laut Caleb 5 Kilometer (plus die drei von dem Gestüt bis zu der Abzweigung) hinter uns gebracht. Daher gab es bei einer kleinen Scheune, die mitten im Nichts stand, eine Pause. Der Foxtrotter und das Painthorse grasten ein wenig, während wir ihnen die Hufe auskratzten, und soffen dann das Wasser, das wir mit hatten. Wolken zogen auf. "Those ain't rain clouds. Still we'd better hurry up.", sagte der Pfleger mit einem Blick nach oben und setzte sich dann synchron mit mir in den Sattel. Im Mitteltrab zogen wir dann an Feldern und kleineren Höfen vorbei, Kinder und Hunde rannten uns ein wenig hinterher und lachten beziehungsweise bellten laut. Just in diesem Moment machte der Hengst einen Sliding Stop. Staub und Gras wirbelte auf, und für diese Glanzleistung gab ich ihm 9 von 10 möglichen Punkten. Einen Punkt Abzug gab es dafür, dass sich der Hengst ab jetzt komplett weigerte, weiter zu gehen. "Ach, komm schon!", genervt stieß ich einen Schwall Luft aus. Antreiben oder mit der Gerte anticken funktionierte nicht; er ging dann immer zurück. Also ging ich mit ihm in kleinen Kreisen um seine Achse, bis er irgendwann so vertieft darin war, dass er überhaupt nicht gemerkt hatte, wie ich mit ihm gerade aus hinter Winny her trabte. Erwischt. Der Hengst schüttelte den Kopf, als hätte er sich darüber geärgert, so ausgetrickst zu werden. Ich gab die Hände etwas vor, als wir wieder galoppierten, und nach wenigen Metern wieder trabten. Langsam schwitzten die Pferde schon. Daher veranschlagten wir eine Schrittpause. Aber auch dabei gingen die Hengste flott.

      Es war Abend. Gen hatte zwar noch zweimal so eine Sache versucht, musste dann aber weitergehen. Tja, leg dich niemals mit einer Trainerin an, hatte ich gedacht, als ich den verschwitzten Hengst abrieb und dann auf die Weide entließ. Nach einer entspannenden Dusche ging es nun zum Grillen. Dort stellte Verena mir nacheinander die Pfleger, Trainer und Azubis vor, die auf ihrer Ranch lebten und arbeiteten. Und dann ging es schon mit dem Grillen los. Neben verschiedenen Sorten Fleisch, Fisch und Geflügel standen uns Baguette, Brötchen, Salate und Saucen zur Verfügung. "Also, wie läufts bei euch gerade?" Ich bestrich ein Brötchen mit Kräuterbutter und legte dann zwei Gurkenscheiben drüber. "Ganz gut. Ich bin vor ein paar Tagen nach Schottland umgezogen. Steel geht es gut, wir mussten sie etwas sedieren. Und wir arbeiten jetzt viel mit einander. Jeden Tag zweimal eine Stunde, Bodenarbeit mit Vertrauensübungen." Verena nickte. "Fleisch ist fertig!", rief Alexis kurz darauf. Und so machten wir uns über das Essen her.

      Am nächsten Morgen machte ich mit Cauldron weiter. Das Pony stand auch auf der Weide, war allerdings nicht so verdreckt wie Eldrian. Obwohl auch er Bekanntschaft mit der Wurzelbürste und der Kardätsche machen musste. Der Hengst erinnerte mich sofort an Blacky. Wobei mein Isländer dabei nicht so ruhig war, wenn ich seine Mähne kämmte. Die paar Strohhalme in seinem Behang konnten rasch herausgefriemelt werden. Mein Magen grummelte. Das Grillen gestern war unglaublich lustig. Es gab Annekdoten aus dem Leben der Arbeiter, halbverbranntes Fleisch – welch ein Graus – und Lagerfeuerlieder. Und dabei spreche ich auch von Spongebobs Lagerfeuerlied-Lied. Ich wurde krebsrot und versteckte mein Gesicht am Hals des Ponys. Callus, wie er auch genannt wurde, knabberte sogleich an meiner Jacke herum. Dann schnaubte er einmal und stampfte kräftig mit dem Huf auf. "Ja ja, ist ja gut." Ich stellte seinen Putzkasten weg und brachte direkt danach sein Sattelzeug mit.
      Die rote Schabracke mit den weißen Schriftzügen sah einfach nur schnieke aus. In Gedanken beschloss ich, Verena nach dem Händler zu fragen, während ich meinen Helm aufsetzte, die Steigbügel einstellte und mich dann auf seinen Rücken setzte. Vom Stall bis zum Platz brauchten wir in etwa drei Minuten, das Gatter war bereits offen. Der Grund dafür war, dass Verena auch auf dem Dressurplatz war. Sie ritt auf einem Rappschecken. "Verena? Woher hast du Callus' Schabracke?" Die Ausbilderin ritt im Schritt neben mir her. "War ein Geschenk von seinem Vorbesitzer. Ich kann gleich mal schauen, woher ich sie habe, warum?" "So eine könnte ich für Steel und Blacky gut gebrauchen. Und ich habe da noch ein Auge auf diese Rennstute geworfen..." Verena lachte auf. Sie ging nun neben mir her auf dem Zirkel. "Ich sehe, du wirst zu einer richtigen Pferdebesitzerin." "Was soll das denn heißen?" "Dass du dich auf jede Richtung hin konzentrierst. Fehlt dir halt nur ein Westernpferd..." "Bin noch nie Western geritten."
      Nach einer Viertelstunde Aufwärmen neben Verena gab es dann auch einen Galopp- und Trabwechsel. Der Hengst war gut auszusitzen in den Ecken und übertrieb es auch nicht. Das war sehr löblich. Nach etwa anderthalb Runden Galopp trabte er dann locker aus. Er ging recht raumgreifend, was das Abwenden auf den Zirkel für ihn sehr leichter machte. Ich überprüfte die Anlehnungen der E- und A-Dressur, da, wie mir Alexis gestern berichtet hatte, sie mit ihm einige Bahnfiguren gegangen war. Das Prinzip der Mittelzirkel und der Volten waren ihm nicht unbekannt, auch wenn er die Volte am liebsten über den halben Platz gezogen hätte. Nach und nach verkleinerten wir die Volte, und legten dann eine Schrittpause ein. Diese nutzte das 6-jährige Pony dazu, zu pinkeln. Dann trat er auch noch in die Pfütze hinein. Wir trabten wieder an und versuchten eine weitere Volte bei B, anschließend eine Wendung aus der Ecke und dann eine Kehrtwende auf der Vorderhand. Der Arme war gerade etwas überfordert, daher durfte er locker auf der ganzen Bahn traben, bis wir drei Zirkel bei A ritten und dann beim Hufschlag eine Schlangenlinie machten. Noch etwa zwanzig Minuten weiter übten wir die Figuren der A-Dressur, bis ich die Füße aus den Steigbügeln nahm und ihn dann einfach herumstromern ließ. Dann stieg ich ab, band die Steigbügel hoch und führte ihn an den Zügeln direkt in den Stall.
      Als ich den Hengst absattelte, stieß ich in der Sattelkammer mit Caleb zusammen. Der schnappte sich gerade ein Westernpad und eine Trense. Auch ich wollte jetzt mit Eldrian kurz weiter machen, und danach auf der Ovalbahn mit Gen trainieren.

      Drei Tage später...
      Eldrian und Callus machten sich gut. Ich hatte jeden Tag mit ihnen insgesamt zwei bis drei Stunden geübt, bin dabei auf Kleinigkeiten wie das korrekte Hufaufsetzen eingegangen oder den Gangwechsel in den Ecken oder bei X. Weil mir das Training mit Callus aber so viel Spaß gemacht hatte, erfolgten auch Anlehnungen der L-Dressur. Er schien richtig Spaß daran zu haben, enge Volten zu gehen oder Kehrtwendungen zu bestreiten. Eldrian brauchte etwas mehr 'Liebe' und Geduld, bis er sich in den Kopf gesetzt hatte, doch einfach mal mitzumachen anstatt gegen mich zu kämpfen.
      Und heute stand die Distanzprüfung, wie ich sie still und heimlich getauft hatte, an. Auch Caleb hatte mit mir fleißig auf der Ovalbahn und in der näheren Umgebung trainiert, und schon am frühen Morgen – okay, es war 8 Uhr, standen wir in der Küche und packten Proviant ein. Der Ritt zu den Bluerock Wildlands würde mindestens drei Stunden dauern. Daher befanden sich Wasserflaschen und Putzzeug in den Rucksäcken, und auch ein paar Äpfel und Brote. "Did you ever rode such a long distance?" "Never. The longest distance I had was like 40 kilometers." Caleb nickte nur. Wir brachten die Taschen zum Stall, wo wir dann die Pferde holten und putzten. Doch bevor wir dann aufsaßen durften sie noch an der Tränke vor dem Stall saufen, ehe wir aufsaßen. Ich hatte wieder meinen Lammfellsattel, Caleb schien im Westernsattel sehr bequem zu sitzen und schnalzte dann.
      Wie bei den letzten Ritten ging es erst einmal nach Millarville. Der Wind frischte auf und zog dunkle Regenwolken mit sich. Von Millarville aus gingen wir in Galopp- und Trabsequenzen weiter westlich, bis uns der nun eintretende Regen dazu zwang, bei einem Stall anzuhalten. Es war ein recht langer Regenschauer, und so durften die Pferde ungesattelt etwas an einem Platz innerhalb des Stallgebäudes trinken und einen Apfel fressen. Caleb und ich nutzten die Zeit, um uns auch etwas aufzufrischen und gelegentlich einen besorgten Blick nach draußen zu werfen. Natürlich hatten wir beide das Wetter der vergangenen Tage und auch das zukünftige verfolgt. Es wäre natürlich schrecklich, wenn es länger als eine halbe Stunde regnen würde. Nicht nur, dass dadurch Tageslicht verloren gehen würde; die Wege könnten auch unpässlich werden. Schließlich hörte es auf und wir machten uns wieder auf den Weg.
      Spätestens jetzt war ein Umkehren angeraten. Wir trabten nun durch ein Reservat. Außer einer Hütte an der Grenze – wir mussten unsere Pässe zeigen – waren wir auf keine Menschen getroffen. Das Reservat war ein Territorium der hier ansässigen Pioniere gewesen. Jetzt bewohnten Elche, Hirsche, Wölfe und Kleinbären das etwa 15 ha große Gebiet. Zum Glück kamen die Wölfe nur zur Dämmerung heraus, und die Bären waren zu scheu, um sich blicken zu lassen. Gen musste einmal pinkeln und einen Haufen hinterlassen. Ich saß ab, und schauffelte den Dung in eine Papptüte und beseitigte sie in einem der Komposteimer, die hier am Wegesrand standen. Sofort danach trabten wir weiter. Winny schien die Gegend gut zu kennen und achtete so nicht wirklich darauf, über die Holzbrücke zu stapfen, unter der sich ein tosender Flusslauf befand. Gen setzte zögerlich einen Huf nach dem anderen auf das Holz, schaute das rauschende Nass an und trabte dann plötzlich dem Foxtrotter hinterher. Ansonsten geschah nichts besonderes. Außer Vogelrufen, einem Falken und raschelnden Büschen war es sehr ruhig, und ich konnte die Stille wirklich geniessen. Die letzten hundert Meter des Reservats brachten wir im Galopp hinter uns, danach mussten wir weitertraben, da wir nun bergaufwärts ritten und der Boden kieselig war.

      Tatsächlich hatte es gut 8 Stunden gedauert, die insgesamt 140 Kilometer hinter uns zu bringen. Als wir beide noch die Auffahrt hochjagten, seufzten wir glücklich auf, festen Boden unter den Füßen zu spüren und schnell die Hengste zu versorgen. Und sobald die auf der Weide waren, wälzten sie sich im Matsch und rieben sich genüsslich. "Oh I'd like to do that, too.", sagte ich und lehnte mich an den Zaun. "You want to get dirty?" Ich lachte. "Jesus, Caleb no! I was thinking about something more relaxing. I'll take a long shower. Luckily my flight is tomorrow in the evening. I can just take some time of, before I need to train my own horses." Somit verabschiedete ich mich langsam von allen Leuten der Ranch und machte mich fertig für den Flug nach Hause.

      Die Pferde
      • Genuine Lil Cut (M-Distanz)
      • Eldrian Anthrax (A-Dressur)
      • Cauldron (A-Dressur)
      • What Lies Ahead (M-Distanz)
      haben alle mit Erfolg an ihrem jeweiligen Training der Legacy of Scotland Trainerin Catalina teilgenommen.
    • Veija
      Veija, 23.5.15

      Genuine Lil Cut Western Reining LK 4 auf LK 3, Cherokee Rose Western Reining LK 4 auf LK 3, What Lies Ahead Western Reining LK 4 auf LK 3, Gun and Slide Western Reining LK 4 auf LK 3, Moonrise Shadow Western Reining LK 4 auf LK 3, Lovely Summertime Western Reining LK 4 auf LK 3, Like Honey and Milk Western Reining LK 4 auf LK 3, Flintstone Western Reining LK 4 auf LK 3, Sympathy for the Devil Western Reining LK 4 auf LK 3, Comeback of a fallen Goddess Western Reining LK 4 auf LK 3, Sheza bat cat Western Reining LK 4 auf LK 3, Siku Western Reining LK 4 auf LK 3, Solitary Western Reining LK 4 auf LK 3,
      Eldrian Antrax Springen E auf A, Marly's Pluie Springen E auf A, Cauldron Springen E auf A, Annie get your Gun Springen E auf A, Hollywood's Silver Dream Springen A auf L, My Blue Gun Western Reining LK 5 auf LK 4
      , My Possible Pasts Western Reining LK 5 auf LK 4, Hot Smoking Chex Western Reining LK 5 auf LK 4, Wimpys Little Devil Western Reining LK 5 auf LK 4 und Lil Princess Gun Western Reining LK 3 auf LK 2


      Kurz blickte ich auf die Uhr. Halb 6. Tja, heute und die nächsten Tage hatten meine Leute und ich viel vor. Genuine Lil Cut, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat cat, Siku und Solitary mussten in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 gebracht werden, Eldrian Antrax, Marly's Pluie, Cauldron und Annie get your Gun in Springen von E auf A, Hollywood's Silver Dream in Springen von A auf L, My Blue Gun, My Possible Pasts, Hot Smoking Chex und Wimpys Little Devil in Reining von LK 5 auf LK 4 und Lil Princess Gun in Reining von LK 3 auf 2. Dann waren endlich alle wichtigen Pferde trainiert und fertig für die Turniersaison.
      Nachdem ich also mein Team geweckt hatte, schnappte sich jeder eines der LK 4/3 Pferde und machte es fertig, ehe wir mit 5 Pferden in der Halle standen. Draußen war es noch zu kalt zum Training, weshalb auch die Vollblüter, die normalerweise früh am Morgen trainiert wurden, erst gegen 11 oder 12 Uhr auf die Bahn kamen.
      Insgesamt mussten wir 3 Teams "bilden". Das erste und zweite Team waren je 5 Pferde, im dritten Team dann nur 3 Pferde. Da wir genau wussten, was wir trainieren mussten, war die erste Trainingseinheit der ersten 5 Pferde auch schon rum. Nun war es schon 9 Uhr, eher gesagt halb 10, ehe wir die nächsten 5 in der Halle hatten. Und es waren 13 Uhr, bevor wir die letzten 3 Pferde der Truppe in der Halle waren. Sagenhafte 15 Uhr, bis wir verschnaufen konnten.
      Nun waren die 5 Springpferde dran. Heute ritten wir nur die E Hindernisse und einfache A Hindernisse, morgen würden wir das Niveau steigern.
      Also letztes waren die 5 Westernpferde dran. 4 davon mussten von LK 5 auf 4, eins von 3 auf 2. Also ritt ich letztere, welche übrigens Lil Princess Gun war und überlies den anderen die anderen 4 Pferde. Caleb hatte ständig ein Auge auf die 3 und auch Aliena machte ihre Sache gut, auch wenn My Blue Gun sie ab und an einfach verarschte. Nach eineinhalb Stündigem Training beendeten wir den Tag und brachten alle Pferde wieder auf die Koppel.
      Am nächsten Tag gönnten wir den Reinern eine Pause und arbeiteten nur mit den Springpferden. Am Tag darauf waren dann die Westernpferde wieder dran, die wir in Reining trainierten. Am Abend konnte man sagen, dass sie alle eine Stufe höher starten konnten.
    • Veija
      12. Juni 2015 by Veija
      Pflegebericht für alle Pferde


      Thunderstorm? Are you kidding?!


      Benommen schaute ich auf die Uhr. Schon 12? Draußen krachte es einmal laut, was mich zusammenfahren lies. Der Wetterbericht hatte doch Recht behalten. Es schüttete wie aus Eimern und immer wieder zuckten Blitze vom Himmel, gefolgt von einem höllischen Lärm. Ich stand auf und blickte nach draußen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen! Da standen meine Pferde, im Gewitter!
      Sofort war ich hellwach und zog mich mehr schlecht als Recht an, ehe ich nach unten stürmte und meine Mitarbeiter zusammenrief: "WER von euch hat die Pferde raus gestellt?!", fragte ich die vier doch keiner wollte mir antworten. "Leute, Regenjacken an und ab! Guckt dass die alle zurück in den Stall kommen!", fauchte ich sie an und zog mir ebenfalls meine Regenjacke an, ehe ich zu den Zuchtstallungen stürmte. Bella, Amarula, Grace und Nova bekam ich alle zusammen in den Stall, ehe mir Brother, Spooky und Funky schnappte und sie in den Stall brachte. Eigentlich musste ich die Pferde nur von ihren Paddocks in den Stall scheuchen, doch das war leichter gesagt, als getan. Schließlich sahen alle Boxen aus wie Sau, weil sich noch niemand erbarmt hatte, diese zu misten. Kurz seufzte ich. Also musste ich nachher ran.
      Nun ging es weiter zu den Vollblütern. Hell, Jagger, Faster, Augen auf, Zucker und Wild Reflex waren von der Koppel schon wieder in ihrem Stall. Lamperd, Nyanda, Sacramento, Scoubidou, Seattle Slew, Pria und Horror brachten Caleb und ich noch zusammen in ihre Stallungen. Auch die beiden Stalltrakte der Vollblüter waren noch nicht gemacht. Seufzend verdrehte ich die Augen und machte mich nun mit Caleb und Aaron im Schlepptau auf zum Trainingsstall. Zum Glück hatten Aliena und Alexis schon fast die Hälfte der Pferde im Stall! So befanden sich Genuine, Gipsy, Lil Princess, Skrudi, Wimpy, Cherokee, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moon, Summertime, Dawn of Hope, Emilio. Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Goddess, Sheza, Sweety und Siku schon im Stall. So holten wir zu fünft noch Náttdís, Eldrian, Solitary, Pluie, Cauldron, Annie, Silver, Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, King Gun, Sue und Ravi in den Stall. Auch ihre Boxen mussten alle noch gemacht werden, doch zunächst gingen wir zu den Jungpferden am Offenstall.
      Crescent Wolf, Crow, Holly, Harley, Ocarina, Raised from Hell, Lena, Striga, Aquila und Peppy Ann kamen in den Offenstall für die Stuten, dessen Stalltür ich schließen konnte, damit die Pferde für den Tag drin blieben. Zues musste leider in seinem provisorischen Paddock bleiben, so Leid es mir tat. Wildfire, Omira, Kunis und Gunna Whiz kamen in ihren Offenstall, wo ich ebenfalls die Tür schloss. Seufzend trug ich nun jedem auf, welche Pferde er zu misten und zu füttern hatte.
      Also ging ich in den Zuchtstall und kümmerte mich um die dortigen Pferde. Im Moment erwartete keines der Tiere Nachwuchs, was auch nicht so schlecht war, denn ich war ja gerade erst dabei, eine Zucht aufzubauen. Da konnten die Tiere ruhig noch ihr Leben genießen, fernab vom täglichen Training. Eigentlich hatten es die Zuchtpferde und die Jungpferde bei mir am Besten. Sie konnten den ganzen Tag fressen und ihr Leben genießen.
      Kurz lachte ich, ehe ich kopfschüttelnd den Stall verlies. Ich war schon fertig und bereitete nun das Mittagessen vor, was wir um geschlagene 17 Uhr essen würden. Tja, die Pferde gingen eben vor.
    • Veija
      29. Juni 2015 by Veija
      Trainingsbericht

      Springen E auf A: Blazing Flame
      Springen A auf L: Eldrian Antrax, Supernova, My lovely Horror Kid


      [...]Nach den Galoppern und den Distanzern kümmerten wir uns um die Springpferde. Meine neue Stute Blazing Flame, die ich reiten würde, musste von E nach A gebracht werden, Eldrian Antrax, von Caleb geritten, von A auf L, Supernova von Alexis geritten ebenfalls und My lovely Horror Kid, von Aaron geritten, auch von A auf L.
      Gesagt getan. Ich trainierte mit Blaze in der Halle, die anderen draußen auf dem Platz. Blaze zeigte sich bis jetzt von ihrer besten Seite und nahm alle Sprünge solide hin. Sie war noch besser zu sitzen als einige meiner Westernpferde, was ich leicht bedauerte. Jedoch freute ich mich natürlich über ihren weichen Gang! Nach einer guten Stunde Training mit der Stute ging ich nach draußen und beobachtete die anderen beim Training. Eldrian entwickelte sich immer besser und auch Horror Kid hatte sich sehr gut auf der Gips Reminder Ranch eingelebt. Nun war also Schluss für heute und wir brachten die Pferde weg. Am nächsten Tag wiederholten wir unsere Trainingseinheit, ehe wir sie als ''mit Erfolg abgeschlossen'' abstempelten.[...]
    • Veija
      19. Juli 2015 by Veija
      Pflegebericht für alle Pferde


      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.
      Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.
      Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.
      Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.
      Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.
      Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður
      Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte.
      Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.
      Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!
      Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.


    • Veija
      25. Juli 2015 by Veija
      Trainingsbericht

      My lovely Horror Kid Springen L auf M, Eldrian Antrax Springen L auf M, Cauldron of Renascence Springen L auf M, Drag me to Hell Springen A auf L, Zuckerschock Springen A auf L, Wimpys Little Devil Springen A auf L, Marly's Pluie Springen A auf L, Annie get your Gun Springen A auf L, Blazing Flame Springen A auf L, I've got the moves like Jagger Springen E auf A, Faster Springen E auf A, Genuine Lil Cut Springen E auf A, Lil Princess Gun Springen E auf A, What Lies Ahead Springen E auf A, Gun and Slide Springen E auf A, Dancing Moonrise Shadow Springen E auf A, Lovely Summertime Springen E auf A, Sympathy for the Devil Springen E auf A, My Blue Gun Springen E auf A, Your Possible Pasts Springen E auf A, Smoking Chex Springen E auf A, Ravi Springen E auf A, Snuff Springen E auf A, Enjoy Nature Springen E auf A, Woodstock Lady Springen E auf A, Augen auf! Ich komme Dressur L auf M

      Seufzend strich ich ein paar Namen auf einer Liste durch, wo die Trainingspferde drauf standen. Es waren im Endeffekt einfach viel zu viele Pferde, die wir mit 6 Leuten trainieren mussten, weshalb ich wohl bald an Personal aufstocken müsste- schon wieder.
      Heute hatten wir uns My lovely Horror Kid, Eldrian Antrax, Cauldron, Hell, Zuckerschock und Wimpys Little Devil vorgenommen. Nach dem satteln fanden wir uns auch schon auf dem Platz wieder, wobei Horror, Antrac und Cauldron in der Halle trainiert wurden, da sie schon eine Stufe höher waren als die anderen 3 Pferde. Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit, den Pferden die Hindernisse schmackhaft zu machen und ließen es dann gut sein, damit die nächsten 6 an die Reihe kommen konnten. Diesmal waren es Pluie, Annie, Blaze, Jagger, Faster und Genuine. Ich ritt die stürmische Blaze, die sich heute nicht kleinkriegen lassen wollte. Ständig verweigerte sie oder warf die Stangen ab. Ich seufzte kurz und legte die Stangen ein Stück nach unten, ehe ich das Ganze nochmal versuchte. Dann klappte es und ich legte sie wieder hoch. Siehe da, die Stute konnte also doch springen!
      Als die Pferde dann fertig waren aßen wir etwas zu mittag, ehe wir weitere 6 Pferde aus ihren Boxen holten. Princess, What Lies Ahead, Gun and Slide, Shadow, Summertime und Sympathy for the Devil. Mit ihnen waren wir sehr schnell fertig, da sie alle sehr schnell lernten, so dass wir uns nun den restlichen Pferden widmen konnten. Es fehlten uns noch My Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, Ravi, Snuff, Enjoy Nature, Woodstock Lady und Augen auf, wobei letztere in Dressur trainiert wurde. Ich selbst schnappte mir Abby, mit der ich alleine auf den Dressurplatz ging. Es dauerte eine ganze Weile bis ich so ordentlich aufgewärmt hatte und sie locker an meinen Hilfen ging. Doch nach einer guten Stunde hatte ich ein schön gelassenes, locker laufendes Pferd unter mir, mit der es Spaß machte, zu trainieren. Ich schaute nun bei den anderen 5 vorbei, die immer wieder die Pferde unter sich tauschten und fleißig am Springen waren. Ich lachte kurz und brachte Abby dann weg, ehe ich den anderen half.
    • Veija
      August 2015, by Veija

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      Eldrian Antrax Dressur A auf L

      "Hopp, hopp, hopp!", sagte ich und schubste Alexis weiter den Flur entlang. "Pferde trainieren!" "Aber ich will nicht!" "Du musst aber" - seufzen. Nicht nur von Alexis, sondern auch von Riley, der mitllerweile bei uns ziemlich eingespannt wurde und anpacken musste, wo gerade Not am Mann war. "Ja, Riley, du auch", sagte ich etwas schnippisch zu ihm und schob auch ihn den Gang entlang. "Come on", sagte Caleb und schnippte seine Kippe weg. Seit neustem rauchte er, was mir gar nicht in den Kram passte. "Caleb!", fauchte ich ihn an und sofort zuckte er zusammen, hob die Zigarette auf und schmiss sie, als sie ganz aus war, in den Mülleimer. "You should stop smoking.. it smells terrible!", sagte ich ihm doch er rollte nur mit den Augen und ging dann auf den Stall zu, wo die Arbeit auf uns wartete. Ich nehme mir Skrúður und Trainiere ihn in Distanz von L auf M, Riley und Alexis ihr trainiert Eldrian Antrax und Cauldron of Renascence in Dressur von A auf L, Alexis, Aaron und Caleb ihr schnappt euch Snuff, Lovely Summertime und Sympathy for the Devil und trainiert sie in Springen von A auf L. Gebongt?", fragte ich alle und bekam ein nicken zur antwort. "Gut, an die Arbeit!", verkündete ich fröhlich und ging zur ox von Skrudi, um ihn mir fertig zu machen. Nach dem putzen schmiss ich ihm seine Decke und einen Vielseitigkeitssattel auf den Rücken, ehe ich ihm die Trense anlegte und mit einem Helm auf dem Kopf den Hof verließ. Im Moment regnete es sehr viel hier in Kanada, weshalb ich für Training außerhalb der Halle immer passende Momente abwarten musste. Diesmal schien ich jedoch Glück zu haben und konnte mir ruhig Zeit lassen mit unserem Ritt. Als ich um die Ecke bog, sah ich schon wie Eldrian sich in der Dressur versuchte und an den neuen Übungen scheiterte. Kurz grinste ich. Der Hengst hatte sich so gut gemacht und war für meine Poloponyzucht so relevant, dass er das einfach hinbekommen musste, da glaubte ich fest an ihn. Skrudi war von seiner Kondition her schon sehr gut, weshalb ich sofort traben und galoppieren konnte, als wir aufgewärmt waren. Wir ritten eine Strecke, die er schon sehr gut kannte, aber diesmal zügiger und auch ein paar kleine Umwege, damit die Strecke länger wurde. Nach einer guten Stunde rief mich Alexis an, welche Pferde nun an der Reihe waren. "Schnappt euch Ravi, Blazing Flame, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil und What Lies Ahead. Trainiert sie in Military von E nach A. Wenn einer von euch früher fertig ist, holt der sich noch Woodstock Lady. Dann machen wir Schluss für heute.", gab ich Anweisungen und hörte, wie ALexis im Hintergrund die Pferde verteilte. Dann legte sie auf. Ich trieb Skrudi ein wenig an, damit er mir nicht unter dem Hintern einschlief. "Guter Junge", sagte ich und klopfte seinen Hals, der schon ordentlich nass vom Schwitzen war, weshalb ich mich entschied, umzudrehen. Schließlich wollte ich nicht, dass der Hengst krank wurde.


      Auf dem Rückweg begegnete ich Caleb, der mir mit Woodstock Lady entgegen kam. Wir nickten uns kurz zu, ehe ich auf dem Hof ankam, Skrudi schnell absattelte und ihm eine Decke auflegte. Dann machte brachte ich ihn in seine Box und gab ihm noch seine Kraftfutterportion. Da die anderen wohl noch lange nicht zurückkommen würden, entschied ich mich dazu, Like Honey and Milk zu satteln und in Hunter under Saddle von LK 3 auf LK 2 zu bringen. Gesagt getan. Nach 10 Minuten war ich mit ihr in der Halle und ging die Grundlagen nochmal alle durch. Honey fand es komischerweise heute gar nicht lustig, dass sie ständig Zug im Maul hatte, doch da musste sie durch, weil ich sie hier nicht mit durchängenden Zügeln reiten konnte. So stand mir eine ganze Stunde voller Diskussionen und Streitereien an, bis Honey einigermaßen ordentlich lief. Ich ließ sie dann aber auch in Ruhe, weil ich unser Training mit einem positiven Ergebnis abschließen wollte. Dann brachte ich sie wieder in ihre Box. Im Stall traf ich die anderen, weshalb wir nun ins Haus gingen und gemeinsam zu Abend aßen.


      Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Naja, was hieß früh, es war 10 Uhr. Von 7 bis 10 hatten wir die Pferde gefüttert und auf die Koppeln gebracht, jetzt ging es ans Training. "Caleb, Aliena, Alexis, Aaron und Riley, ihr teilt euch folgende Pferde auf: Annie get your Gun Trail LK 2 auf LK 1, Hot Smoking Chex Trail LK 3 auf LK 2, My Blue Gun & Your possible Pasts Reining LK 3 auf LK 2 und Enjoy Nature Reining LK 5 auf LK 4. Ich fahre mit Hollywood King Gun und Black Sue DunIt zu unseren Nachbarn, um sie in Barrel Race und Pole Banding weiter zu bringen. Bis heut Abend dann!", verkündete ich die Tagesplanung. Alle nickten zufrieden, weshalb ich nun in den Stall ging und mir King und Sue schnappte, die ich sattelte und in den Hänger stellte. Hier war es üblich, dass die Tiere komplett gesattelt in den Hänger kamen. Natürlich trennte ich die beiden großräumig voneinander, doch ich hatte wenig Hengste, die ausgeprägte Hengstmanieren hatten, so dass ich mir da keine Sorgen machen musste. Bei der Halle angekommen kam mir der Besitzer entgegen der mir seinen Azubi vorstellte. "Oh gut, willst du reiten? Ich hab zwei Pferde dabei, kann jedoch nur eins davon reiten, gleichzeitig geht ja schlecht.. dann kannst du direkt mal andere Pferde kennen lernen.", schlug ich dem jungen Mann vor, der aufgeregt nickte. "Gut, komm mit", sagte ich und führte ihn zum Hänger, wo wir zu erst meine rabenschwarze Sue ausluden, die ich ihm in die Hand drückte, ehe ich meinen Hengst aus dem Henger holte. Er hatte kaum Zeit die Pferde zu bewundern, da war ich schon beinahe bei der Halle. "Kommst du?", fragte ich ihn und hielt ihm die Tür auf. Die Halle war so groß, dass wir gleichzeigt Barrel Race und Pole Banding trainieren konnten. Gemeinsam wärmten wir die Pferde also auf, ehe es losging. Mit King hatte ich gerade mehr zu kämpfen als der junge Mann mit Sue, bei denen es super klappte. King reagierte kaum auf meine Hilfen, wir fielen sogar bei der zweiten Tonne einmal hin. Da der Hengst jedoch sehr flink war, stand er kurze Zeit wieder auf den Beinen. Ich hatte mir natürlich aus Reflex am Sattelknauf festgehalten und konnte noch rechtzeigtig mein Bein wegziehen, bevor er auf es draufgefallen wäre.. Nach einer kurzen Pause machten wir jedoch weiter, da es langsam spät wurde und wir das Training heute noch abschließen mussten. Mittags hatten mich die anderen angerufen, wen sie noch trainieren sollten. Arbeit war ja genug da, weshalb ich ihnen noch Comeback of a fallen Goddess und Marly's Pluie aufs Auge drückte. Goddess musste in Cutting von LK 4 auf LK 3 gebracht werden. Pluie in der Pleasure von LK 3 auf LK 2.


      Als ich dann spät am Abend heim kam, waren alle Pferde versorgt in ihren Boxen. King und Sue stellte ich noch dazu, gab ihnen Kraftfutter und ging dann erschöpft ins Bett.
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  • Album:
    BRR Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Veija
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    18 Jan. 2015
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    by Veija

    Exterieur
    Name: Eldrian Antrax
    Rufname: Antrax
    Geburtsdatum/Alter: unbekannt, 4 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,49 m
    Rasse: Criollo
    Fellfarbe: Black Frame Overo
    Abzeichen: h.l. Socke

    Stammbaum
    von: Eager Beaver
    von: Eagle
    aus der: Beauty

    aus der: Angel in the Dark
    von: Dream and Fly
    aus der: Acapella

    Charakter:
    Eldrian Antrax ist ein wunderschöner junger Hengst, was er auch definitiv weiß. Er hat eine top Abstammung, die sich nicht nur in seiner Farbe und seinem Bau bemerkbar macht, sondern auch in seinen Gängen. Noch ist er nicht eingeritten, aber der Hengst hat federleichte, großräumige und schwingende Gänge. Er wird sich in der Dressur sicher gut machen!Noch ist allerdings nicht sicher, ob er nicht auch unter dem Westernsattel laufen wird; das wird sich beim einreiten zeigen.Ansonsten versteht sich der Hengst leider nur mit anderen Pferden, die er in seinen Augen als "hübsch" betrachtet. Er ist sehr hochnäsig und kann durchaus stur sein.

    Zuchtinfos
    Gekört: ja
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    [HK 481] Alle Hengste
    Vorgesehen für die Zucht: ja
    Decktaxe: 180 Joellen (Stand: 18.Juli 2016)
    Nachkommen: -
    Geschwister: -
    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: -
    Gezüchtet bei/Zucht: -
    VKR: Ally

    Kaufpreis: 800 Joellen
    Zu Verkaufen: nein
    Verkaufspreis: -

    Qualifikationen:
    Eingeritten: ja
    Eingefahren: nein

    Eignung:
    Dressur: M
    Galopprennen:
    Springen: M*
    Military: A
    Fahren:
    Distanz: A
    Western:
    Trail LK 4
    Wendigkeit: A

    Erfolge:
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    [RS 52] Jump and Drive, 3. Platz 358. Springturnier


    Gesundheit:
    Gesundheitszustand: geeimpft, gechippt, entwurmt
    Letzter Besuch: 2.2.15

    Hufschmied
    Letzter Besuch: Juni 2016
    Beschlag: 4x Eisen mit reindrehbaren Stollen

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