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Zaii

Eisvogel

* 2001, im Besitz seit 2008

Tags:
Eisvogel
Zaii, 24 Okt. 2009
    • Zaii
      Tierarztbericht - Prophylaxe
      Heute kam ich auf das Gestüt von Zaii, um mich um ihren Hengst Eisvogel zu kümmern. Ich hatte eine ganze Liste an nötigen Tätigkeiten, aber wenig Zeit, sodass ich mich sputen musste.
      Kurz, aber freundlich begrüßte ich Zaii und ließ mich dann in den Stall führen, wo der Isländer bereits für mich bereit stand. Ich fragte sie, ob sie Zeit hätte mir zu helfen, welches sie mir zusagte. Es freute mich, so würde einiges an Arbeit viel besser gehen.
      Zuerst bekam Eisvogel eine Spritze, nämlich ein Kombipräpärat zur Influenza- und Tetanusimmunisierung. Er ließ es brav über sich ergehen, zuckte beim Injizieren der leicht brennenden Substanz allerdings kurz zusammen. Vorsichtig rieb ich über die Einstichstelle und lobte den Kleinen dann.
      Anschließend holte ich die Wurmkur, stellte die Tube auf das richtige Gewicht ein und gab die Paste tief in den Schlund, sodass er schlucken musste.
      Während er unstet kaute, klaute ich ihn ein paar Haare von der Rückseite des Schweifes, die ich für den Gentest brauchte.
      Dann notierte ich mir sämtliche Daten für den Pferdepass und füllte das Diagramm aus. Die Identifikation dürfte bei dem Hengst kein Problem sein – seine großen Abzeichen machten den bunten Hengst unverwechselbar.
      Ich packte die Daten für den Pferdepass mit dem Röhrchen mit seinen Haaren zusammen in mein Auto und holte sogleich das Klemmbrett zur Bewertung von Exterieur und Gangbild. Schnell testete ich, ob mein Kugelschreiber noch schrieb. Etwas unwillig, aber nach etwas Einschreiben ergoss sich blaue Tinte auf meinem Papier – es konnte losgehen.
      Ich trat wieder auf Eisvogel zu und bat Zaii den Hengst geschlossen vor mir aufzustellen. Das war bei dem gut ausgebildeten Hengst gar kein Problem. Er blieb ruhig mit stolz erhobenen Kopfe stehen und sah sich aufmerksam in seiner Umgebung um.
      Langsam und bedacht ging ich um den Hengst herum und schaute nach Fehlern oder besonders korrektem Bau.
      Als ich mir ein ausführliches Bild gemacht hatte, teilte ich Zaii mein Ergebnis mit: „Eisvogel steht eher im klassischen Typ, ist robust gebaut und besitzt einen breiten Rücken, der verspricht lange hohes Gewicht tragen zu können. Hingegen sind seine Beine reichlich dünn, weswegen ich ihn auch nicht mit zu viel Gewicht belasten würde. Er besitzt einen ausdrucksstarken, geraden Kopf, sein Hals ist gut angesetzt auf einer schön gelagerten Schulter. Der Übergang von Rücken zu Kruppe erfolgt fließend; er besitzt keinen besonders ausgeprägten Widerrist. Auch sein kompakter, eher quadratischer Bau ist typisch und unterstreicht eine hohe Tragkraft. Die dünnen Beinchen, die man vielleicht einfach auf die neuen Zuchtziele und die Einzüchtung von sportlicheren Typen zurückführen kann, würde ich als einzigen wirklichen Fehler bezeichnen. Insgesamt würde ich denken, dass er die 9-Punkte-Grenze zwar nicht knacken, aber haarscharf daran vorbei gleiten würde.“
      Zaii schien mit einem Ergebnis dieser Art bereits gerechnet zu haben und schien zufrieden zu sein, jedenfalls klopfte sie ihrem Hengst mit liebevollem Blick den Hals.
      Anschließend bat ich sie, mir den Hengst zunächst im Schritt, Trab und seinen Sondergangarten auf hartem Boden vorzustellen.
      Ich machte mir ausführliche Notizen, dann bat ich sie, ihn mir nochmals auf weichem Boden in der Reithalle vorlaufen zu lassen. Hier konnte er auch den Galopp zeigen.
      Eisvogel zeigte sich als typischer Isländer. Er war ein Fünfgänger und zeigte dafür den Trab und Galopp nicht so klar, weil er gern immer mal wieder entweder in den Tölt oder in den Pass fiel.
      Da ich mich mit Isländern, Tölt und Pass nicht allzu gut auskannte, konnte ich hauptsächlich seinen Bewegungsablauf an sich bewerten.
      Als ich mir alle Gangarten auf beiden Händen angeschaut hatte und mir ausführlich ein Bild gemacht hatte, brachte ich meine Notizen kurz in Form und schloss daraus ein Fazit.
      „Eisvogel besitzt einen sehr elastischen Gang, wenngleich man doch das Pony einfach sieht. Dennoch ist sein Gang raumgreifend, er fußt ordentlich unter den Schwerpunkt und man sieht, dass er gelernt hat, mit der Hinterhand vermehrt Last aufzunehmen. Im Rücken ist er außergewöhnlich leicht und beweglich, er schwingt frei mit und zeigt in keiner Weise eine Beeinträchtigung, die auf eine mögliche Verspannung hindeuten könnte. Er hält den Takt stets und zeigt oftmals eine sehr ausgeprägte Schwebephase."
      Zaii nickte und wir gingen gemeinsam wieder in den Stall zurück.
      Ich erklärte ihr, dass der Pferdepass ihr in etwa vier bis sechs Wochen zugesendet würde, da die Verbände meistens, gerade zum Jahreswechsel, relativ lange brauchten. Weiter meinte ich, dass ich ihr die Ergebnisse des Gentests zusenden würde und dass diese bereits in wenigen Tagen bei ihr eintrudeln müssten.
      Dann verabschiedete ich mich und fuhr nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause.

      Ergebnis des Gentests bei Eisvogel:

      Ee aa gg cc dd zz ww oo toto Ss soso rnrn rbrb FF prlprl chch lplp splspl pgpg

      Eisvogel trägt versteckt eine Sabino-Scheckung, welche sich lediglich in seinen vier hochweißen Beinen ausdrückt. Diese wird er zu 50% an seine Nachkommen vererben.

    • Zaii
      Trainingsbericht - Eintölten und -passen

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      4. Februar 2014
      Heute geht es zu einem Kunden, bei der ich den Isländerhengst Eisvogel eintölten und später auch einpassen soll. Darum kann das Ganze etwas dauern. Ich packe meine Sachen in den kleinen Wagen und fahre los.
      Nach zweieinhalb Stunden bin ich bei ihr in Deutschland angekommen und steige aus. Wir reden kurz und gehen dann zum Pferd. Sie bringt das Sattelzeug bereits raus. Das Pferd steht schon draußen. Ich mach den Hengst sauber und wir gehen auf den Reitplatz. Der Sand ist zwar etwas zu tief, aber das wird schon was. Also reite ich den Rappen erst mal warm. Sein Schritt ist etwas flott, aber gut zu sitzen. Ich schwinge bisschen zu viel mit, aber er kann scheinbar nicht langsamer. Zaii steht draußen und guckt zu. Als er dann warm ist fange ich mit töltvorbereitende Übungen an. Eisvogel lässt sich gut nach innen und aussen biegen, was mir sehr zu gute kommt. Deshalb richte ich ihn etwas auf, nehme die innere Hand etwas nach oben und drehe sein Kopf etwas nach innen. Nun treibe ich den Hengst. Er macht erste Töltanzeichen, aber rollt sehr stark. Trotzdem ist er gut im Genick. Gute Anzeichen für die folgenden Trainingseinheiten. Noch einmal versuche ich ihn anzutölten und zuppel immer wieder an den Zügeln, ab und an tippe ich ihn mit der Gerte an. Es klappt gut. Nur, dass das Viereck so klein ist stört mich etwas, doch damit kann ich leben. Ich pariere den Hengst wieder durch und lasse ihn verschnauben. Anschliessend reite ich einen Handwechsel, durch die ganze Bahn wechseln. Im Schritt reite ich eine kleine Volte und tölte ihn daraus an. Auf der linken Hand rollt er nicht so stark und zeigt immer wieder den erwünschten Tölt. Nach mehrmaligen Widerholen der Übungen, galoppiere ich ihn noch etwas auf dem Zirkel, um zu schauen wie das mit dem Pass später wird. Doch das kann noch dauern. Er hat leider nicht so viel Power wodurch es etwas verschwert wird. Aber ich versuche alles. Ich trabe ihn noch ein wenig und reite eine einfache Schlangenlinie, dann reite ich den Hengst ab. Ich lasse mir die Zügel aus der Hand kauen und reite noch ein paar Runden Schritt.
      Als wir fertig sind bekommt er noch zu fressen. Ich bin fertig für heute und fahr nach Hause. Die nächsten Tage werde ich noch öfter zu ihr fahren. Der Hengst ist nun nicht der einfachste, aber so kompliziert ist er nicht.


      8. Februar 2014

      Wieder mal mache ich mich auf den Weg zu Zaii, bei der ich den Hengst Eisvogel eintölten und später auch einpassen soll. Darum packe ich heute noch leichte Boots und auch eine Gerte ein.
      Sie holt mich ab, als ich aus dem Auto steige. Gemeinsam gehen wir zum Putzplatz. Dort steht der Rappe bereits gesattelt und getrenst. Ich befestige die Ballenboots an seinen Hufen und nehme ihn an den Zügeln. Heute reicht das Viereck nicht, aber trotzdem reite ich ihn dort erstmal warm. Ich gurte noch einmal nach und steige dann auf. Gemütlich reiten wir im Schritt ganze Bahn. Trotz seiner etwas flotteren Schritte ist es noch nicht zu schnell. Nach wenigen Runden ganze Bahn beginne ich mit Zirkelreiten im Trab und auch Volten im Trab. Ausserdem muss er im Schritt ganz ganz langsam und auch Seitengänge darf er gehen. Der Rappe hat sofort verstanden was ich möchte, es liegt schließlich in den Genen. Im Schritt reite ich aus dem Viereck. Ein Stück vom Hof entfernt, im Wald, ist ein gerader ebener Sandweg auf dem man gut galoppieren, aber auch bestimmt tölten kann. Vorsichtig nehme ich die Zügel kürzer und verlagere mein Gewicht nach hinten. Vorsichtig hole ich die Aufrichtig nach oben und treibe ihn mit der Gerte von hinten. Eisvogel töltet los und die ersten Meter noch rollt er, was dann nach längerem tölten weniger und schwächer wird. Immer wieder bremse ich ihn in den Schritt. Durch häufiges antölten verschwindet die Rolle am Anfang immer mehr.Als wir dann mehr als 50 Meter ohne Rolle getöltet sind, reite ich den Hengst ab.
      Am Ende füttern wir noch den Rappen. Anschließend erkläre ich Zaii noch, wie das Training mit ihrem Hengst weiter geht. Ganz am Ende machen wir noch zwei weitere Termine aus, wobei sie auch eine Reitstunde bekommt.


      15. März 2014

      Ausgeschlafen und fit für den heutigen Tag mache ich mich auf den Weg zu Zaii. Da ich mal wieder länger krank war, musste sie alleine ihren Hengst machen. Doch heute habe ich wieder Zeit. Also steige ich in mein Auto und mache mich bereits auf den Weg. Da es etwas weiter ist, habe ich mir noch ein paar Aufgaben mit genommen. Außerdem fahre ich heute auch mit der Bahn, da es schneller und preiswerter ist.
      Ich komme am Bahnhof an und Zaii wartet bereits auf mich. Sie begrüßt mich freundlich und wir steigen in ihr Auto. Jetzt fahren wir noch mal 20 Minuten und sind schon da. Ich geh in den Stall und hole den Strick von dem Hengst, um ihn von der Weide zu holen. Er trotte mir langsam hinterher. Als wir beim Putzplatz sind, hat Zaii schon sein Putzzeug und Sattel und Trense rausgeholt und wir machen den Hengst fertig. Eisvogel zappelt schon etwas am Strick, doch das legt sich schnell wieder, da ich schnell mit ihm los kann.
      Ich steige auf der Wiese auf und reite erstmal ein bisschen Schritt. Wieder möchte er flott gehen, doch das verwehre ich. Nun geht es los mit Dehnungsübungen und Tempiwechseln. Aufmerksam arbeitet Eisvogel mit und zeigt auch, dass er etwas lernen möchte. Jetzt kann ich mit Tölt anfangen. Dafür verlangsame ich ihn und reite ihn aus dem Schulterhinein wieder an. Nach einer Rolle beim Antölten läuft er flüssig und hat auch einen guten, raumgreifenden, hohen Bewegungsablauf. Nach ein paar Runden ganze Bahn gehe ich auf den Zirkel und reite einen Handwechsel. Auf dem Zirkel der anderen Hand pariere ich den Rappen durch und reite kurz Schritt. Dann tölte ich ihn energisch an. Die Rolle kommt nicht durch und ich lobe Eisvogel. Er bessert sich immer und immer mehr. Da der Tölt schon super klappt, versuche ich es mit Passübungen. Dafür galoppiere ich ihn auf dem Zirkel an und probiere ihn, so schnell wie es geht, auf der langen Seite in den Tölt zurückzuholen. Es klappt ohne Probleme. Das heißt, ich fange in sechs bis acht Wochen mit dem Pass an. Nach einer Schrittpause trabe ich noch ein bisschen mit dem Hengst bevor ich ihn durch pariere. Ich lobe Eisvogel und lasse die Zügel lang. Er kaut aktiv und schnaubt ab. Daraufhin streichle ich ihm über den Hals.
      Als er dann auch abgesattelt ist klären wir den nächsten Termin und vereinbaren, dass ich mich später nochmal melde. Ich bringe den Hengst in seine Box und Zaii räumt seine Sachen auf.
      Ich fahre danach wieder nach Hause. Im Zug lerne ich noch weiter für meine Pferdewirtschaftsmeister-Prüfung.


      5. Mai 2014

      Wieder mal bin ich bei Zaii. Eisvogel war nun bereit eingepasst zu werden. Ich bin bereits am Hof und mache den Hengst fertig. Nun stößt auch Zaii dazu. Wir unterhalten uns kurz und ich gehe wenig später mit dem Rappen auf die Bahn. Aber heute denken wir noch nicht mal an den Pass, in den nächsten zwei Wochen auch nicht. Jetzt geht es an das Ranarbeiten. In der Bahn steige ich auf und gurte noch mal nach. Das Loch treffe ich noch grad so und steige auf. Etwas hektisch läuft er los, aber ich bremse ihn mit ruhiger Stimme. Dann lobe ich Eisvogel auch schon. Zaii hat die letzten Male sehr an der Regulierung gearbeitet, was super ist. Nach zwei Runden Schritt reiten tölte ich den Hengst als erstes an und stelle ihn nach außen. Er versucht immer wieder nach innen zu gucken, doch vergeblich. Auch, dass Eisvogel mal schnell und mal langsamer tölten soll findet er nicht so begeisternd und schlägt etwas mit dem Kopf. Beim schnellem Tempo rollt er noch ein wenig, aber das wird noch besser. Ich pariere ihn wieder durch und mach einen Handwechsel. Nach einer Runde Schritt trabe ich den Rappen erneut an. Im Vergleich zum letzten Mal hat er viel mehr Schwung bekommen und auch die Aufrichtung ist besser geworden. Das könnte auch dran liegen, dass ich heute die Gerte vermehrt einsetze und allgemein weicher in der Hand bin. Ich lenke ihn aufs Grüne, um einen Zirkel zu reiten. Nicht nur Tempounterschiede sind erst mal wichtig, sondern auch Stellungsarbeit. Deshalb wechsle ich auch in höheren Gangarten die Hand und stelle ihn mal nach innen oder außen. Schnell hat Eisvogel begriffen, dass er mit seiner Spinnerei nicht durchkommt und arbeitet aktiv mit. Nach einer Weile pariere ich den Hengst durch und lasse ihn am lockeren Zügel im Schritt verschnaufen. Doch nach zwei Runden auf jeder Hand kommen wir zum Hauptteil des Tages, Galopp-Tölt-Übergänge. Ich galoppiere Eisvogel in der ersten Ecke an und pariere ihn langsam und vorsichtig durch. Nicht schnell, eher so, dass er danach im Arbeitstempo töltet. Aber ich galoppiere ihn danach auch schon wieder an. Diesmal nehme ich erst mal das Tempo raus, dann pariere ich ihn wieder durch in den Tölt und stelle Eisvogel leicht nach innen. Aus der Stellung galoppiere ich ihn noch mal an und bremse ihn nach einer Runde wieder raus. Die ganze Ovalbahn staubt. Doch so warm ist es gar nicht. Die anderen Tage war es viel wärmer. Aber ich mach noch eine Handwechsel und wiederhole das Spiel. Wenig später reite ich ich ihn ab und steige ab. Gemeinsam mit Zaii laufen Eisvogel und ich zum Hof. Ich mach ihm kurz eine Abschwitzdecke um und gebe ihm etwas Kraftfutter.
      In den nächsten Tagen habe ich Zaii Unterricht gegeben, wie die Übung funktioniert und auf was man achten muss. Nach vier Tagen setze ich mich auch noch mal drauf. Der Schritt ist ruhig und ich stelle ihn schon nach der ersten Runde. Heute geht es noch mal um das langsame Bremsen aus dem Galopp. Er soll einfach entspannt die Gangarten wechseln. Doch das klappt nicht immer. Aber ich bleibe dran. Nach einem Handwechsel tölte ich den Hengst an. Im langsamen Tempo reiten wir an der langen Seite lang. Ab der kurzen Seite fange ich wieder mit dem Stellen an. Er ist nun schon viel weicher geworden, als an den Tagen zuvor. Also kann ich jetzt versuchen schon rascher zu bremsen um ihn später in dem Moment in den Pass zu legen. Eisvogel zeigt bereits starke Ansätze. Doch ich kann noch nicht einschätzen, ob er gut wird. Ich pariere den Hengst in den Schritt durch und mache einen Handwechsel. Nach einer Runde Schritt trabe ich ihn an und geh erst mal ruhige zwei Runden ganze Bahn. Weiter geht es dann mit Zirkeln und Volten, aber auch nur mit Handwechseln und auch mal ganze Bahn. Ich lobe den Hengst und pariere ihn durch. Eisvogel darf nun zwei Runden Schritt gehen, bevor wir mit der Galopp-Tölt-Übung anfangen. Ich galoppiere den Hengst in der ersten Ecke an und bremse ihn sofort nach der kurzen Seite. Er fällt kurz in den Pass, aber ich lasse es nicht zu. Als wir wieder im langsamen Tölt sind, galoppiere ich ihn an der langen Seite mit Innenstellung an. Er springt super an und auch der Galopp fühlt sich gut gesprungen an, besser als sonst. Doch nach einer halben Runde bremse ich Eisvogel in den Tölt, nach einigen Metern dann auch in den Schritt. Er hat super mit gearbeitet und darf jetzt noch im Schritt mehrere Runden ablaufen. Ich streiche ihm durch die Mähne und steige wenig später ab. Am Hof bekommt er noch etwas Futter.
      Auch an den weiteren Tagen habe ich den Hengst weiter trainiert und Zaii unterrichtet. Immer besser wurde der Eisvogel auf den Rennpass vorbereitet. Doch heute werden wir sehen, wie weit er ist und wie gut er sich in den Pass legen lässt. Gesattelt laufe ich mit ihm zur Bahn. Zaii folgt uns unauffällig, sie stellt sich mit der Kamera an den Rand. Ich gurte noch einmal nach und steige dann auf. Im Schritt reite ich an und gehe ganze Bahn. Heute ist glücklicherweise besseres Wetter und ich kann im T-Shirt reiten, heimliche Schleichwerbung für mein neues Gestüt in England, nach einigen Runden mache ich ein Handwechsel und fange mit einfachen Stellungsübungen an. Der Hengst hat 100g Boots dran und Gamaschen, dass er sich nicht verletzt und um bessere Aktivität in die Gänge zu bekommen. Schon im Schritt klappt es, aber im Tölt sieht es besonders gut aus. Sowohl im Arbeitstempo als auch im Mitteltempo. Der Hengst ist heute auch noch gut drauf. Dann kann ja nichts mehr schief gehen! Nach mehreren Runden Tölt mache ich noch einen Handwechsel und tölte ein wenig. Die Ovalbahn staubt wieder. Nach einer weiteren Schrittpause fange ich nun mit dem Pass an. Ich trabe den Hengst an und galoppiere ihn in der erste Ecke an. Schon in der Mitte der kurzen Seite mache ich den Galopp, so zu sagen, kaputt und stelle ihn nach außen. Er fällt in den Rennpass. Noch ist es sehr langsam und nach der halben Strecke fällt er wieder in den Galopp, aber ich versuche es erneut an der nächsten langen Seite. In der Mitte der kurzen Seite stelle ich ihn schon leicht nach außen und treibe weiter. Außerdem versuche ich in in den Tölt zu kriegen und er fällt in dem Pass. Diesmal zuppel ich gleichmäßiger und treibe auch. Er schafft die ganze Seite in einem angenehmen Tempo. Ich pariere den Hengst in den Schritt durch und lobe ihn. Nach einigen Runden Schritt wechsel ich die Hand und versuche es auch hier noch einmal. Eisvogel fällt auf der jetzigen Hand, links, besser in den Pass und zeigt mehr Geschwindigkeit. Nach dem Abreiten bekommt er wieder zu fressen und kommt raus auf die Weide.
      Die nächsten vier Wochen haben wir hauptsächlich am Pass gearbeitet. Zwar nur eine Wochen zusammen, aber Zaii schafft das schon alleine. Als die vier Wochen um waren, bin ich wieder zu ihr gefahren um noch mal einige Tage am Tempo im Pass zu arbeiten, dass es auch Rennpass wird. Ich sattle den Hengst noch und steige auf. Zaii ist heute nicht da, deshalb mach ich heute alleine mit Eisvogel das Training. Wieder beginnt alles mit Schritt, Tölt und Biegungsarbeit. Nach einer halben Stunde fange ich mit dem Pass an. Er ist nun schon so weit, das ich ihn nur im Galopp kurz nach außen stellen muss und der Hengst ist im Pass. Aber heute treibe ich ihn mehr und er wird schneller. Doch auch am Kopf muss ich dran bleiben das er nicht rausfällt. Geschafft. Wenn wir weiter so üben ist der Rennpass super. Ich reite den Hengst noch ab und bringe ihn weg.

      Die nächsten Tage haben Zaii und ich noch viel mit dem Hengst geübt und sind auch mal ins Gelände gegangen, zur Abwechslung. Jetzt haben wir es geschafft. Der Hengst ist eingepasst und hat auch ein gutes Tempo drauf. Ich verabschiede mich und fahre nach Hause.


      Vepr
    • Zaii
      Pflegebericht 27. April 2014 - Abwechslung
      Heute wollte ich meine Hengste vom alltäglichen Training ablenken und stattdessen an den Sachen feilen, die lediglich dazu dienten, den Kopf frei zu bekommen – von Pferd und Reiter.
      Motiviert lief ich vom Reitplatz zum Stall der Hengste, wo ich schon sehnsüchtig erwartet wurde. Adrian begrüßte mich wiehernd vom Paddock aus und weckte damit seinen Boxennachbarn Eisvogel, der ebenfalls auf dem Auslauf stand und entspannt ein Hinterbein entlastet hatte. Nur Soul Eater, mein Monster, blinzelte mir auf der Stallgasse entgegen und ich ließ es mir nicht nehmen, dem Schecken mit dem hübschen Gesicht ein wenig die Stirn zu kraulen. Als Adrian und Eisvogel bemerkten, dass ich mich im Stall aufhielt steckten auch sie ihre Köpfe über die Boxentüren. Ich löste mich von dem Irish Draught, schnappte mir stattdessen Adrians Halfter und führte den jungen Hengst anschließend aus seiner Box, nachdem ich ihn auf gehalftert hatte. Auf der Stallgasse befestigte ich links und rechts am Halfter Stricke, die überall festgebunden waren, dann ging ich die wenigen Schritte zur Sattelkammer, wo ich sein Putzzeug holte, außerdem eine Fliegenhaube und Gamaschen. Der Rappschecke genoss es sichtlich, als ich sein seidenes Fell mit großen, gleichmäßigen Bewegungen massierte und schien regelrecht beleidigt zu sein, als ich meine Arbeit beendet hatte und mich daran machte, die Hufe auszukratzen. Trotzdem gab er brav jeden Huf, wobei ich bei den vorderen Zweien darauf achten musste, mein Hinterteil vor den frechen Zähnen des jungen Hengstes zu bewahren. Ich konnte mir ein Lachen trotzdem nicht verkneifen, schließlich wusste ich, dass Adrian es nicht böse meinte und außerdem hatte ich den Hengst, seit er von seiner Mutter entwöhnt worden war. Wir waren ein eingespieltes Team und verstanden uns auch ohne große Worte. So ließ er mich auch Mähne und Schweif verlesen und vom Stroh befreien und nickte dabei schon fast ein. „Du hast es schon ganz schwer, nicht wahr, mein Kleiner?“, meinte ich neckisch und Adrian brummelte, als wollte er mir zustimmen. Nachdem er wieder ansehbar war brachte ich Gamaschen und Fliegenhaube an und verschwand dann erneut in der Sattelkammer, heraus kam ich mit einem Springsattel und einer Trense. Mit Schwung brachte ich den Sattel auf den Rücken, wo ich in sanft ablegte und zurecht rückte, dann verschloss ich den Sattelgurt. Die Trense war heute nicht die der Dressurarbeit, mit Kandare, sondern ein einfaches englisches Reithalfter. Ich zäumte Adrian auf und führte ihn dann nach einmal Nachgurten aus dem Stall und auf den Reitplatz, wo ich zuvor bereits ein paar kleinere Hindernisse aufgebaut hatte. Wenn man, so wie ich, die Hindernishöhen gewohnt war, über die das Monster hinweg setzte, so waren diese Hindernisse auf A-Niveau es kaum wert, anzugaloppieren. Trotzdem wärmte ich Adrian ausgiebig auf und lenkte ihn dann nach etwa einer viertel Stunde im Trab auf das erste Cavaletti zu. Mit gespitzten Ohren setzte Adrian ohne Probleme über das Hindernis und ließ sich danach auch schnell wieder zurück in den Trab holen. Ich lobte, dann lenkte ich ihn, erneut im Trab, auf ein In-And-Out zu, welches er ebenfalls nahm ohne sich zu verschätzen. Ich lobte und legte dann eine kurze Schrittpause ein, ehe ich ihn wieder antrabte und nochmals auf die Hindernisse zu lenkte, mit denen wir angefangen hatte. Anschließend trieb ich ihn im Galopp weiter und überwand mehrere Hindernisse, aber immer mit kleinen Pausen, wie einer Runde Ganze Bahn oder auf dem Zirkel. Adrian war in seinen jungen Jahren bereits sehr erfolgreich in der Dressur, doch genau dort lag auch sein Talent und so hatte er seine Probleme, die Abstände zwischen Sprüngen richtig zu bewältigen. Nachdem wir die Hindernisse mehrmals, und oft auch von beiden Seiten, überwunden hatten, parierte ich allmählich in den Trab zurück und gab dem Hengst die Zügel hin. Adrian trug sich wunderbar selbst, das viele Dressurtraining zeigte Wirkung. Nachdem der Schecke ausgeschwitzt hatte, stieg ich ab und lockerte den Sattelgurt, um ihn anschließend zurück in den Stall zu führen. Adrian brummelte dem Monster und Eisvogel freundlich zu, als die beiden uns auf der Stallgasse entgegen blickten. Leider waren diese beiden weniger verträglich als Adrian, sodass auch er momentan noch alleine stehen musste, da sich die Hengste sonst nur über die Weide jagten. Doch ich setzte meine Hoffnung in Dreamie, der momentan zwar noch mit seinen Freunden auf der Junghengstweide herum tollte, doch in etwa einem dreiviertel Jahr an die Arbeit mit der Longe heran geführt werden und dann auch in den Hengststall umziehen sollte.
      Geschwind nahm ich Sattel, Trense, Gamaschen und Bandagen ab und nachdem ich dem Hengst nochmal über Sattellage und Kopf geputzt hatte, warf ich ihm eine leichte Abschwitzdecke über. Ich hielt zwar nichts davon, meine Pferde zu verhätscheln, doch noch pfiff ein kühler Wind über den Hof und ich wollte nach dem Training keine Erkältung riskieren, denn Adrian sollte bald auf eine Körung geschickt werden, wenn sich eine passende für ihn fand. Mit dem Lusitano neben mir marschierte ich einmal über den gesamten Hof, vorbei an den beiden Jungstuten Litha und Lakim, die Adrian natürlich schrecklich interessant fand und auch an Ima kamen wir vorbei, die gerade mit gesenktem Kopf auf ihrem Paddock döste. Ich führte Adrian auf die Weide neben die der Junghengste und ließ ihn dort laufen. Zum Glück hatte ich die Decke richtig angebracht, denn Adrian lieferte sich mit den Teenagern auf der anderen Seite des Zaunes ein wildes Wettrennen nach dem anderen und buckelte sich kräftig aus. Mit einem Lachen und Kopfschütteln machte ich mich auf den Weg zurück zum Stall, steckte Ima, Litha und Lakim jeweils ein kleines Stück Möhre zu, und kehrte dann in den Hengststall zurück.
      Dort schnappte ich mir nun das graue Halfter von Monster und führte ihn aus seiner Box, um auch ihn anschließend auf der Stallgasse anzubinden, wie zuvor Adrian. Der Unterschied war hierbei, dass ich, nachdem ich Fell und Langhaar gesäubert und auch die Hufe ausgekratzt hatte, mit einem Dressursattel aus der Sattelkammer kam. Monster war unser Springer und machte seines Sache, wie Adrian in der Dressur, wunderbar; in der letzten Zeit hatten Gwendolyn und ich uns auf einigen Synchron-Springturnieren behaupten können. Umso wichtiger war es mir, dass Soul Eater sich auch mal auf etwas anderes konzentrieren musste, als auf riesige, weite Hindernisse und schließlich war die Dressur auch für ihn nur förderlich. Nachdem ich auch die schwarzen Beine durch Gamaschen geschützt und die Trense über seinen großen Kopf gezogen hatte, führte ich den Braunschecken aus dem Stall. Im Stall zurück blieb Eisvogel, der uns vorwurfsvoll hinterher wieherte. „Du kommst schon nicht zu kurz, keine Sorge!“, rief ich zurück in den Stall. Monster quittierte das Theater mit einem tiefen Schnauben, wobei er meine rechte Hand gleich mit duschte. Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, denn als ob er wissen würde, dass ich ihm nicht böse sein konnte, blinzelte er mich aus seinen großen, dunklen Augen heraus an und spielte mit der Oberlippe nun an eben dieser Hand. Ich tätschelte ihm den Hals und verschloss das Gatter des Reitplatzes, nachdem Monster und ich darauf standen. Nachdem ich nochmals nachgegurtet hatte, schwang ich mich in den Sattel. Es war ungewohnt, auf Soul Eater und in einem Dressursattel zu sitzen, aber Dank des Trainings mit Adrian und teilweise auch mit Eisvogel war ich doch nicht ganz verloren. Ich gab dem Hengst zunächst die Zügel hin und so schritt der Hengst gemütlich über den goßen Platz. Die Hindernisse standen noch, vielleicht würde ich das In-And-Out nutzen, um Monsters Aufmerksamkeit zu wecken, aber auch so waren die Hufschläge frei und auch einige leichtere Bahnfiguren waren ohne Probleme möglich. Im Trab begannen wir auf dem Zirkel und wechselten aus diesem. Soul Eaters Ohren spielten interessiert mit und ich war wirklich erstaunt, denn seine große Freude hatte der Schecke nun mal am Springen und wenn er nicht wollte, kam es schon einmal vor, dass er seinen Reiter loswerden wollte. Für so viel Arbeitseifer lobte ich Monster leise mit der Stimme und machte mich dann daran, seine Schritte an den langen Seiten zu verlängern und so die Hinterhand vermehrt zu aktivieren. Der Hengst ließ sich brav stellen und nahm meine Hilfen bereitwillig an. Immer wieder gab ich zwischen durch die Zügel in Schritt und Trab lang, ob wir im Galopp schon so weit waren, wagte ich zu bezweifeln. Stattdessen übten wir die Übergänge aus dem Trab zum Schritt und aus dem Galopp zum Trab. Ich brauchte die niederen Sprünge gar nicht, denn wie es schien war das Monster sehr motiviert und schnaubte auch zufrieden ab. Als nächstes hielt ich aus dem Trab heraus an, trabte dann wieder an und gab kurz darauf die Galopphilfe. Auch hier ließ ich ihn im Mittelgalopp gehen und parierte dann, mit nur einer kleinen Trabeinheit dazwischen, in den Schritt durch. Ich lobte das Monster und nachdem wir abschließend das Rückwärts richten noch übten, gab ich ihm die Zügel hin und ließ den Springer über den Platz trotten. Nachdem der Sattelgurt gelockert war machten wir uns zurück auf den Weg in den Stall. Im Gegensatz zu Adrian hatte Monster kein bisschen beim Training geschwitzt und so konnte ich mir die Decke sparen, als ich ihn auf die Weide führte. Im Gegensatz zu Adrian wählte ich für Soul Eater eine der kleineren Hengstweiden hinter dem Hauptstall. Auf der Weide war Monster nicht sonderlich verträglich und ich wollte nicht riskieren, dass er durch den Zaun ging und mir die Junghengste jagte.
      Von seinem Paddock aus sah mir Eisvogel zu, wie ich Monster auf die Weide brachte und brummelte mir dann freundlich entgegen, während ich zurück zum Hengststall kam. Ich kraulte dem Rappen die Unterlippe, die er mit seinem gesamten Kopf über den Zaun und mir entgegen streckte. Während ich um das Gebäude herum ging tat Eisvogel die wenigen Schritte vom Auslauf in die Box und blickte mir dann auch im Stall aus seiner Box entgegen. „Na du?“, meinte ich, während ich Eisvogel auf halfterte und auf der Stallgasse fest machte. Wie auch schon die beiden anderen, striegelte ich auch Eisvogels glänzendes Fell. Für seine Rasse barg das Fell ungewöhnlich viel Glanz, die meisten anderen Isländer, die ich kennen gelernt hatte, waren matter. „Das kommt von der guten Pflege..“, witzelte ich leise vor mich hin, während ich gerade das dichte Langhaar verlas. So schön es auch aussah, so aufwändig war die Pflege der langen, schweren Haare. Trotzdem brachte ich es nicht übers Herz, Eisvogels Mähne zu kürzen. So hatte ich ihn kennen- und lieben gelernt und so sollte er auch gerne bleiben! Nachdem ich auch noch die Hufe gesäubert hatte, machte ich mich ans satteln. Im Gegenzug zu Adrian und dem Monster war ich mit Eisvogel in der letzten Zeit nicht auf Turnieren gestartet, da er in seinem hohen Alter endlich professionell an Tölt und Pass heran geführt worden war. Zwar war das Training noch nicht abgeschlossen, doch den Tölt konnte man bereits problemlos abrufen und so wollte ich das Gelernte gerne wiederholen, denn auch für mich war das Gangreiten etwas ganz neues. Ich führte den Hengst also aus dem Stall, auf dem Rücken ein erst vor kurzem erworbener Isländersattel und machte mich auf den Weg in die Halle. Um jetzt die Hindernisse abzubauen, dafür war ich schlichtweg zu faul und so wich ich eben, trotz Sonnenschein, auf die leere Halle aus.
      Nachdem das Tor verschloss war saß ich auf und ritt den Hengst zunächst warm. Im Gegenzug zu anderen Rassen fand ich es schwieriger, einen Isländer zu reiten, da natürlich die gesamte Körperhaltung des Pferdes beim Reiten ein wenig anders war. Trotzdem übten wir fleißig und nach einigen Anläufen schaffte ich es schließlich sogar, vom Trab in den Tölt zu wechseln. Nach einer langen Seite parierte ich wieder durch und lobte ausgiebig. Ich war stolz auf uns als Team, denn von dem verschreckten Pferd, das ich vom Tierschutzverein übernommen hatte, war heute nicht mehr viel übrig. Im Gegenteil, Eisvogel war ein stattlicher Hengst geworden, welcher schön zu reiten war und der sogar schon zwei gesunde Nachkommen gebracht hatte. Wir wiederholten das Antölten noch einige Male und während Eisvogel schon vollkommen routiniert wirkte, merkte ich auch ich von Mal zu Mal, dass ich sicherer wurde. Nach einer letzten Runde im Tölt parierte ich schließlich durch und nachdem das dichte Fell des Ponys wieder durch und durch trocken war, öffnete ich das Tor der Halle und ritt mit Eisvogel heraus. Wir unternahmen noch einen kleinen Ausflug ins Gelände, wobei wir aber lediglich eine kleine Schrittrunde durch den Wald drehten und schon bald wieder zum Hof zurückkehrten. Ich hoffte inständig, dass das Gangreit-Training zeitnah abgeschlossen werden konnte, denn so langsam konnte ich Eisvogel nicht mehr auf Dressur- oder Distanzturnieren starten lassen, da er nicht der Typ für die höheren Klassen war. Daher setzte ich nun auf die Gangturniere, denn mit ein paar Erfolgen in dieser Sparte würde sich auch sein Wert als Zuchthengst weiter steigern.
      Zurück auf dem Hof saß ich ab und führte den Hengst in den leeren, kühlen Stall. Dort nahm ich dem Rappen Trense und Sattel ab und striegelte das lange Fell noch einmal über, doch sobald er auf der Weide war, würde sich der Isländer mit großer Wahrscheinlichkeit eh in den Dreck schmeißen. „Na siehst du, Junge: ich hab dich nicht vergessen“, meinte ich schließlich mit leiser Stimme, während ich Eisvogel ein Leckerli zusteckte und ihn dann am Halfter auf die Weide führte. Kaum auf der Weide fegte der Hengst mit großen Galopptritten davon, während ich das Weidetor hinter mir schloss. Eisvogel war auf die Weide gekommen, die dem Hengsstall am nächsten war, so hatte er zwar Sichtkontakt zum Monster, doch die beiden konnten keinen Streit über den Zaun anfangen. Während sich Eisvogel als wie vorher gesagt genüsslich im Staub wälzte, mistete ich im Stall noch alle Boxen und verteilte, nachdem sie frisch eingestreut waren, auch gleich die abendlichen Heurationen.
      Dann machte ich mich auf den Weg ins Haus, denn noch war es sonnig, hell und warm und so konnten die Pferde noch ein Weilchen auf der Weide verbringen.
    • Eddi
      Pflegebericht 22. Oktober 2014
      "Liebe Zairina,
      ich war kürzlich bei dir auf dem Gestüt, habe dich aber leider nicht angetroffen - vielleicht hätte ich mich anmelden sollen? Auf jeden Fall wollte ich dir liebe Grüße da lassen und dir alles Gute wünschen, ich weiß ja, dass du momentan im Stress bist!
      Deshalb habe ich ein wenig im Stall ausgeholfen, wenn ich schon einmal hier war. Habe mir dabei ein wenig Hilfe von deinem aufgestellten Trainingsplan geholt!
      Ich habe Talitha und Lakim gründlich geputzt und bei ihnen direkt einige neue Massagetechniken ausprobiert. Ich glaube deinen Stute hat es gefallen! Danach habe ich Soul Eater longiert und dabei auch einige Stangen eingebaut. Er kann ja so dickköpfig sein!
      Danach habe ich Eisvogel gesattelt und ihn ein wenig mit Stangen und kleinen Hindernissen gymnastiziert (Er ist der erste Isländer den ich kenne, der so gut springen kann!). Und zum Schluss habe ich Imadama noch bespaßt. Habe sie ein wenig verwöhnt und bin dann mit ihr spazieren gegangen.
      Deine jungen Stuten haben sich ja ganz schön gemacht! Großes Lob an dich, aber auch die Hengste sehen natürlich klasse aus - die sollen sich ja nicht vernachlässigt fühlen!
      Ich denke in einer Woche schaue ich noch einmal vorbei, vielleicht trifft man dich ja dann an!
      Liebste Grüße,
      deine Eddi"
    • Zaii
      Pflegebericht 25. Dezember 2014

      folgt
    • Zaii
      Heute ging ich zu Eisvogel. Ich halfterte ihn auf und putzte ihn. Danach ging ich eine Runde mit ihm spazieren. Zurück auf dem Hof kontrollierte ich nochmal die die Hufe, ehe er zurück auf die Weide durfte. Dort gab ich ihm noch eine Möhre.
    • Eddi
      Tierarztbericht 12. Juli 2015

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      Zai hatte mal wieder einen etwas größeren Auftrag für mich, weshalb ich mir einen ganzen Zeit "frei" genommen hatte und mich schon Morgens auf den Weg zu ihrem Gestüt machte. Vierzehn Patienten würden dort begierig auf mich warten und natürlich auch eine hoch motivierte Zai. Die sah dann übrigens genauso verschlafen aus wie ich. "Na? Schlechte Nacht gehabt?", fragte ich grinsend und bekam ein geseufztes "Mmh" zurück. Hach ja, wir hatte es schon nicht leicht! Zai hatte die Pferde bereits gefüttert, sie aber extra noch im Stall gelassen, damit wir keine großen Wege nutzen mussten, dementsprechend konnten wir auch direkt loslegen. "Ich würde sagen: Ladies first!", lachte ich und Zai grinste mich fröhlich an.
      Deshalb begannen wir mit Already. Die hübsche Vollblutstute kannte ich nur zu gut und mal wieder konnte ich Zai für ihren tollen Umgang mit Pferden loben. Already war bei ihr richtig aufgeblüht und ich erkannte das ehemalige NP-Pferd kaum wieder. "Herrlich!", meinte ich glücklich und kraulte Already ein wenig. Dann hieß es aber ran an die Arbeit: Zuerst sollte Zai mir die Stute im Schritt und Trab vorführen, damit ich mir ihren Bewegungsapparat anschauen konnte. Der war sichtlich in Ordnung, also ging es mit der Untersuchung am Putzplatz weiter. Dort warf ich zuerst einen Blick in Ohren, Augen und Maul, um die Schleimhäute zu kontrollieren. Already ließ das alles vorbildlich über sich ergehen und stand brav still.
      Danach hieß es Abhören und Abtasten. Dazu packte ich das Stethoskop aus und kontrollierte Herz-, Atem- und Pulsfrequenz. Alle waren in einem sehr guten Bereich und auch beim Abtasten der Wirbelsäule entdeckte ich keine empfindlichen Stellen. Einwandfrei. Nun noch die Körpertemperatur kontrolliert und schon konnte ich die Stute impfen und entwurmen. Vier Spritzen gab es für die Maus, was mir beinahe etwas leid tat, aber die Grundimmunisierungen mussten gemacht werden, das hieß also Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Dann gab es noch die Wurmkur zu schlucken, ehe es Already eine kurze Verschnaufpause erhielt.
      In der schnappte ich mir den Impfpass und trug die neuen Impfungen samt Stempel und Unterschrift ein. Nun hieß es noch Zahnkontrolle. Auch die ließ Already brav über sich ergehen und sie war schnell fertig, denn ich konnte keine Mängel entdecken. So durfte Already als erste raus auf die Weide und während Zai bereits die nächste Kandidatin holte, tauschte ich die alten Materialien gegen frische aus. Denn nun war Damiani an der Reihe. Für die Untersuchung der kleinen Stute würde ich wohl auf die Knie gehen müssen, aber erst hießt es im Schritt und Trab vorlaufen.
      Dann kam der bekanntliche Blick in Ohren, Augen und Maul, ehe ich die kleine Stute gründlich abhörte und abtastete. Wie vorhergesagt landete ich dabei auf den Knien, da ich ansonsten gar nicht an das Mädchen heran kam. Danach kontrollierte ich noch die Körpertemperatur und dann konnte auch Damiani geimpft und entwurmt werden. Nachdem das geschafft war, kam es noch zur Zahnkontrolle und Entfernung eines kleinen Hakens und auch Damiani durfte mich zufrieden verlassen und auf die Weide. Wieder hieß es Nachtragen im Impfpass und Materialien austauschen und ehe ich mich versah, stand auch schon Zairina am Putzplatz.
      "Nochmal!", meinte ich lachend zu Zai, welche mir die Stute wieder brav vorführte. Dann ging es ans Anschauen, Abhören und Abtasten, ehe ich zufrieden feststellen konnte, dass auch die Stute einfach topfit war. Das hieß für sie allerdings vier Spritzen und eine Wurmkur. Danach noch die Maulsperre, damit Zairina mir brav ihre Zähne zeigte, aber dann hatte es auch sie schon geschafft. Fast so problemlos lief auch die Untersuchung von Scylla ab, allerdings war die Connemarastute wiederum gar nicht so begeistert von den Spritzen und machte als erstes Pferd tatsächlich dabei Theater! Und dann musste ich bei ihr leider auch noch einige Haken an den Zähnen entfernen, was mich in der Sympathie der Stute nicht sonderlich steigen ließ, dementsprechend bockend stapfte sie dann auch hinter Zai aus dem Stall hinaus.
      Ich trug lachend die Impfungen ein und tauschte wieder brav aus. Die nächste Patientin machte mir zumindest kaum Probleme. Imadama war typisch Tinker: typisch lieb, typisch geduldig. Ein Traum von Pferd. Sie ließ sich problemlos vorführen, untersuchen und dann auch impfen und entwurmen. Vorbildliches Pferd! Auch den Blick ins Maul ertrug sie sogar ohne Maulsperre und als Dank musste ich bei ihr auch gar nichts machen. SST's Lakim hatte es da dann nicht so gut erwischt. Während sie körperlich eigentlich echt fit war und ohne Probleme auch die Impfungen und Wurmkur erhielt, machten ihr ihre Zähne echt zu schaffen. Ein Eckzahn war etwas schief gewachsen und drückte dementsprechend oben ins Zahnfleisch. Das musste dringend behoben werden und war dementsprechend auch sehr unangenehm, aber was man tat man nicht alles für das Wohl der Pferde. Als Trost gab es dann ein Leckerchen und Lakim hatte es hinter sich gebracht.
      Ihre Weidegenossin Talitha hatte hingegen Glück, bei ihr ging alles schnell von Statten und eine Viertelstunde später stand die Warmblutstute geimpft, entwurmt und mit gerichteten Zähnen wieder auf der Weide und genoss ihre Ruhe, während ich einige Impfungen im Pass nachtragen musste. Die Stuten waren damit geschafft, kamen wir nun zu Zais Zwergen, die uns sicherlich etwas mehr Probleme, ich meine natürlich Spaß!, bereiten würden.
      Dark Dreamer kannte mich und meine Prozeduren schon. Bei den Impfungen und der Zahnkontrolle waren wir uns zwar etwas uneins, aber ansonsten lief die Untersuchung eigentlich ganz passabel ab und der junge Hengst hatte es schnell hinter sich gebracht und wurde entlassen. Dakan El Assuad hingegen war typisch Vollblut und ließ sich von mir nichts sagen. Stillhalten? Nein, danke. Ordentlich vortraben? Lieber auch nicht. Zai und ich hatten alle Hände voll zu tun, damit ich mir ein Bild von Dakans gesundheitlichen Zustand machen konnte. Das Impfen war eine Tortur, die Wurmkur wollte er nicht schlucken und ins Maul schauen lassen erst Recht nicht. Aber wir gaben nicht auf und schließlich hatten wir auch diesen kleine Wildfang gebändigt.
      Da war das Stütchen Esteem wesentlich entspannter drauf. Mit ihrem einen Lebensjahr war sie zwar noch recht schüchtern und unsicher, ließ sich dafür aber problemlos von Zai beruhigen und führen. Auch hielt sie brav während der Untersuchung still, so dass ich sie problemlos abhören und abtasten konnte. Die Jährlingsstute war topfit und konnte so geimpft und entwurmt werden. Beides hielt sie aus, auch wenn vier Spritzen für das kleine Mädchen wirklich viel waren. Auch den Blick ins Maul hielt sie tapfer stand und da sie noch recht jung war, war da auch noch nichts zu machen. Mit Everybody's Dream verlief es ähnlich. Die beiden Stutfohlen waren sich sowieso recht ähnlich und so hielt auch die Knabstrupperstute traumhaft toll still und machte ihrem Namen alle Ehre. Auch wenn die Impfungen böse pieksten und die Wurmkur ekelig schmeckte: Für ihre Besitzerin ging Everybody's Dream auch da durch. Ebenso öffnete sie mir bereitwillig ihr Maule und zeigte mir ihre schönen Milchzähne, die allesamt in Reih' und Glied standen.
      "Ich würde sagen, fast geschafft!", meinte ich lächelnd, als ich Zai den Stapel Impfpässe der Fohlen zurückgeben konnte. Nun waren noch die drei Hengste an der Reihe und dann hätten wir es tatsächlich geschafft. Inzwischen war es aber auch schon früher Nachmittag und zwischenzeitlich hatte Zai uns mit Kaffee und Kuchen durch den Tag gerettet, dafür war ich ihr auch wirklich dankbar. Auch jetzt gönnten wir uns noch einmal eine kleine Verschnaufpause, ehe es motiviert in den Endspurt ging und Zai ihren Hengst Adrian aus der Box holte.
      Adrian war ein alter Hase, was den Tierarzt betraf und dementsprechend viele Flausen hatte er auch im Kopf. Der junge Hengst war immer für einen Spaß zu haben, auch wenn das bei der Untersuchung nicht immer ganz so toll war. So schaffte er es auch beinahe, mir beim Abhören das Stethoskop zu klauen und die Zahnkontrolle verlief bei Adrian auch nicht so problemlos. Letztendlich hatten wir den Hengst aber geimpft und entwurmt und seine Hengstzähne ein wenig zurecht geschliffen. So durfte er auf die Weide und der nächste Patient zu mir: Eisvogel.
      Der Isländerhengst war unerschrocken, ließ das Vorführen, Abhören und Abtasten vorbildlich über sich ergehen und auch das Körpertemperatur messen. Danach war es an der Zeit für die Impfungen und die Wurmkur. Vier Spritzen und etwas Unleckeres ließ der Hengst über sich ergehen und öffnete mir dann dennoch bereitwillig sein Maul für die Zahnkontrolle, so einen Patienten hatte man doch gerne! Letzterer für heute war Soul Eater. Die Impfungen passten ihm nicht sonderlich, aber sonst war auch er brav dabei und nach einer Viertelstunde fertig. Zai und ich übrigens auch. Dementsprechend lud sie mich erst einmal auf ein Päuschen auf ihrer Veranda ein und dazu sagte ich nach dem Arbeitstag definitiv nicht nein! Vierzehn Pferde hatten wir durchgenommen und das war echt kein Zuckerschlecken gewesen.
    • Eddi
      Pflegebericht 02. August 2015

      Gut Florentina stand auf dem großen Schild, an welchem wir gerade vorbeifuhren. Ein wenig irritiert drückte ich mir die Nase an der Fensterscheibe platt und fragte mich, ob wir richtig waren. Meines Erachtens hatte ich Zaiis Gestüt unter anderen Namen in Erinnerung, glaubte ich zumindest oder hieß es doch länger schon so? Fast direkt vor dem Haupthaus hielt der Taxifahrer und half mir beim Ausladen meines einen einzigen Koffers. „Danke“, murmelte ich und bezahlte ihn. Warum ich mit dem Taxi kam? Überraschungsbesuch!
      Und der galt Zaii, welche nun gerade ein wenig verdattert in ihrer Haustür stand und mich anschaute. „Ich grüße auch dich ganz herzlich“, kommentierte ich grinsend ihr Verstummen und schleppte meinen Koffer zu ihr herüber. „Ich dachte, ich bringe mal ein wenig Abwechslung in dein ödes Gestütsleben indem ich vorbeikomme!“ – darüber gesprochen hatten wir übrigens öfter, aber ich glaube Zaii hatte es nur als Spaß aufgefasst als ich sagte, in einer Woche würde ich vor ihrer Haustür stehen. Na ja, knapp daneben war halt auch vorbei.
      Irgendwie fand sie ihre Stimme dann doch wieder, umarmte mich kurz und zeigte mir ihr zwar kleines, aber feines Gästezimmer. Wie lange ich bleiben wollte, wusste ich noch nicht. Da würde ich mich wohl nach Zaii richten und der Zeit, die sie mich ertrug. Nun wollte ich mich erst einmal kurz hier einrichten und dann hieß es erst einmal auf die Couch packen und quatschen – immerhin hatte man sich nach so einer langen Zeit doch viel zu erzählen!
      Spontan entschieden wir auch, gemeinsam zu kochen, denn zum einen war ich nach der langen Reise echt hungrig und zum anderen war es sowieso langsam Zeit fürs Abendbrot. Zusammen kochen war außerdem immer gut, es machte Spaß, es kam etwas dabei raus und man konnte nebenbei trotzdem fröhlich weiterquatschen. Da es im Stall auch nichts mehr zu tun gab, verbrachten wir den Rest des Abends im Wohnzimmer, schauten Filme und wie gesagt: Zu erzählen gab es genug.
      Dementsprechend spät war ich dann auch im Bett gelandet und gar nicht motiviert, als am nächsten Morgen der Wecker um halb acht klingelte. Am liebsten hätte ich ihn vom Nachttisch geworfen, doch dann fiel mir ein, dass mein Wecker auch gleichzeitig mein Handy war und ein neues konnte und wollte ich mir dann doch nicht leisten. Also stand ich lieber auf und nahm die Gästetoilette in Augenschein. Wohl mehr ein Gästebadezimmer, denn ich hatte alles was ich brauchte und konnte sogar duschen gehen.
      So kam ich dann frisch und munter kurz vor acht unten in der Küche an, wo Zaii schon den Tisch deckte. „Also so voll war mein Kühlschrank dann doch nicht, also musst du dich mit einem etwas dürftigen Frühstück begnügen“, meinte sie grinsend und deutete auf die paar Gläser auf dem Tisch. Ich winkte mit dem Argument ab, dass es bei mir auch nie anders aussah und ich das sowieso gewöhnt war.
      Nach dem Frühstück ging es in den Stall. Da stand das Übliche auf dem Programm: Pferde füttern, Pferde rausbringen und Boxen misten. Bei allem half ich Zaii und so waren wir dann sogar auch schnell fertig und konnten zufrieden eine Pause einlegen. Natürlich ließen wir es uns nicht entgehen, einen schönen Ausritt zu machen. Dabei durfte ich tatsächlich Adrian reiten. Der hübsche Lusitano konnte manchmal echt unmöglich sein, aber heute benahm er sich tatsächlich. Zaii schwang sich derweil auf Soul Eater und nutzte die Chance, allen drei Hengsten Bewegung zu verschaffen, indem sie Eisvogel als Handpferd mitnahm.
      Das klappte sogar besser als gedacht und außer einmal wurde sie auch nicht aus dem Sattel gezogen, weil der Isländer der Meinung war, eine andere Richtung einschlagen zu wollen. Mit Adrian hatte ich anfangs auch Startschwierigkeiten und er tänzelte aufmüpfig unter mir her. Nach dem ersten Trab war das dann aber auch gegessen und wir konnten den Ausritt tatsächlich genießen. Danach bekamen die drei Hengste bei dem Wetter auch eine erfrischende Dusche und dann ging es für sie schon wieder zurück auf die Weide, während wir uns unserem Mittagessen widmeten.
      Und danach machten wir das, was man am liebsten auf den Gestüten machte: Fohlen bespaßen! Grinsend schaute ich Zaii an, als wir am Zaun der Fohlen standen. Ihre Anzahl von Pferden hatte sich dann ja doch um einige erhöht. Aber ich bekam auch gleich die Gelegenheit nach Khiaras Fohlen zu schauen. Dakan El Assuad war in letzter Zeit unfassbar gewachsen und der Halbwüchsige machte seiner Mama alle Ehre. Auch Zaii war sichtlich stolz, den Hübschen bei sich haben zu dürfen und die beiden verstanden sich ausgesprochen gut.
      Währenddessen Dakan Zaii beinahe vollkommen in Beschlag nahm und keinen anderen ran ließ, versuchten es dann die restlichen Fohlen bei mir. Dementsprechend war ich von drei Warmblutfohlen umgeben, die alle um Krauleinheiten buhlten. Dark Dreamer machte dabei sehr deutlich, dass er als Hengstfohlen den beiden Stütchen kräftemäßig überlegen war, weshalb sich Esteem und Everbody’s Dream gegen ihn zusammenschlossen und er frustriert zu Zaii abzog. So hatte ich nur noch die beiden Stutfohlen und konnte sie so gleichzeitig kraulen. „Dream ist so schön!“, meinte ich lächelnd, während ich die dunkle Schulter des Stutfohlens kraulte. Aber auch Esteem war eine Schönheit für sich, auch wenn ich etwas geschockt war, dass die Kleine aussschimmeln sollte. „Dabei ist sie so ein schöner Brauner“, meinte ich empört, aber ihr Vater würde sich wohl oder übel durchsetzen.
      Nachdem wir beinahe den gesamten Nachmittag bei den Fohlen verbracht hatten, blieb uns gar nicht mehr so viel Zeit, aber dennoch nahm mich Zaii noch für ein wenig Bewegung ihrer Pferde in Beschlag. Deshalb hatte ich dann auch Lakim vor der Nase stehen, während Zaii Talitha putzte. Sie wollte ihre beiden Stuten heute gerne noch ein wenig dressurmäßig arbeiten und meine Versuche, sie davon zu überzeugen, dass ich daran nicht mehr sonderlich talentiert war, klappten leider nicht.
      Tatsächlich klappte es zwischen Lakim und mir besser als gedacht. Ich kam mit der ruhigen Jungstute sehr gut klar und wir wussten von Anfang an, wie man am besten miteinander arbeiten musste. Zaii und Talitha gaben ein traumhaftes Bild ab und so lohnte sich die Stunde Arbeit dann auch für alle vier Beteiligten. Danach hieß es aber die Stuten versorgen und schon stand der abendliche Stress an: Alle Pferde in den Stall holen, füttern und das Heu für die Nacht verteilen. Erst dann konnten wir den Stall guten Gewissens verlassen und uns um unser eigenes Essen kümmern.
      Den nächsten Morgen verschlief ich total, was natürlich überhaupt nicht an dem langen Abend lag. Der komischerweise tatsächlich verhältnismäßig lang geworden war, dafür, dass ich eigentlich schon um 22 Uhr völlig fertig mit der Welt gewesen war. Zaii hingegen war putzmunter und saß schon kauend am Tisch, als ich müde die Treppe herabstieg und versuchte, möglichst nicht hinzufallen.
      Nach dem Frühstück ging der übliche Alltag los und auch heute hatte Zaii wieder allerhand mit mir vor. Den Vormittag verbrachten wir in der Stadt und Zaii zeigte mir begeistert ihre Lieblingsorte, ehe wir uns in einem Café niederließen. Gut, dass ich nach der Stallarbeit nochmal geduscht hatte, denn Zaii hatte mich mit der Idee überrascht und sonst wäre ich wohl mit Stroh in den Haaren durch die Stadt gelaufen.
      Wieder zu Hause wurde es auch allmählich Zeit, sich erneut den Vierbeinern zu widmen. Dabei ließ ich Zaii völlig freies Geleit. Und siehe da, ich durfte Already wiedertreffen! Sie war heute diejenige, die mich sicher durchs Gelände tragen sollte, während Zaii sich ihre Tinkerstute Imadama schnappte. Der Ausritt war an sich entspannt und auch ein wenig peppig durch die herrlichen Galoppstrecken, welche Zaii mir zeigte. Und die beiden Stuten hatten sichtlich Spaß.
      Danach machten wir aus Spaß ein wenig Bodenarbeit mit Scylla und Damiani. Bei Scylla arbeitete Zaii momentan vermehrt daran, dass die Stute endlich ihre höllische Angst vor Wasser verlor. Sie hatte zu dem Thema einige herrliche Anekdoten bereit und irgendwann kam ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. Mit der kleinen Damiani machte ich vor allem allerhand Quatsch bezüglich Zirkuslektionen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so Spaß machen könnte, mit so einem Zwerg zu arbeiten, aber so war es.
      Da mir inzwischen mein Hinterteil wehtat, ließ ich am Ende des Tages Zaii den Vortritt, ihre Reitponystute zu reiten. „Zairina? Sie heißt wie du, echt?“, fragte ich grinsend, als ich einen Blick auf das Namensschild der Stute geworfen hatte. Zaii verdrehte nur die Augen und hatte schon die nächsten Geschichten auf Lager, bei welchem ihre Freunde die Hauptrolle spielten.
      Zairina hatte tolle Gänge und sprang auch richtig klasse. Das war auch das, was Zaii heute mit ihr machte: Springen. Ich schaute dabei vom Zaun aus zu und gab Zaii nur ab und an einen Rat, wenn mir etwas auffiel. Das war nicht sonderlich viel und eigentlich wollte ich lieber nur still zuschauen, aber Zaii bestand darauf, dass ich etwas sagte.
      Theoretisch lief Zairina erst E-Niveau, aber Zaii wagte sich auch schon an die A-Höhe heran, was die Reitponystute auch traumhaft meisterte. Auch wenn Zairina es ihrer Reiterin nicht immer leicht machte, denn die Stute hatte schon eindeutig ihren eigenen Kopf und manchmal auch vollkommen andere Vorstellungen von dem Training als Zaii. Nach dem Springen waren Reiter und Pferd völlig fertig, so dass ich schon einmal die anderen Vierbeiner von den Weiden holte und fütterte, während Zaii ihre Stute versorgte.
      An dem kommenden Abend hielt ich dann schon länger durch, ich glaube, so langsam gewöhnte ich mich an daran und ich war mir sicher, dass die restliche Zeit mit Zaii auch noch klasse werden würde. So wie ihre Augen leuchteten, hatte sie noch allerhand vor, was wir gemeinsam bestreiten wollten. pferdetechnisch hatten wir hier ja sowieso alle Möglichkeiten und auch in die Stadt wollte Zaii noch das ein oder andere Mal. Für mich würde es auf jeden Fall ein erlebnisreicher Urlaub werden und das war auch das Ziel meiner Reise gewesen.
    • Gwen
      Pflegebericht 11.01.2016 - Umzug nach Kanada!

      Schon länger hatte ich das alles geplant und doch verzögerte es sich nun alles. Für unsere liebste Zai hatte ich ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk, bei welchen ich natürlich auch die drei anderen aus unserer Crew zu Rate und Hilfe herbeigezogen hatte und natürlich waren auch sie von meiner Idee mehr als begeistert gewesen: Zai sollte endlich nach Kanada ziehen! Und wir würden ihr dabei helfen.
      Selbst hatte ich mir noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht, wie so etwas überhaupt von Statten ging, da aber Elena und Jojo und selbst Elisa irgendwann mal nach Kanada gezogen waren, konnten sie sich in etwa noch zusammenreimen, auf was wir alles achten mussten. Das A und O waren natürlich die Pferde. Die sollten wohlbehalten und möglichst wenig gestresst in Kanada ankommen, gar nicht so leicht bei dem Weg, welchen sie vor sich hatten!
      Als nächstes wäre da Zai. Die hatte sich bisher ja tapfer geweigert, aber so langsam musste es ja nun einmal vorwärts gehen, also würden wir ihr wohl am besten die Augen verbinden und sie notfalls mit Gewalt nach Kanada schleifen! Lange Zeit hatte sie sich mit den Arbeiten am neuen Gestüt herausgeredet, doch die waren inzwischen alle abgeschlossen.
      Das Gestüt war also bereit für seine Neuankömmlinge und damit auch alles glatt über die Bühne gehen würde, hatten Elena und ich das Gestüt schon gründlich unter die Lupe genommen. Da ein großartiger Möbeltransport nach Kanada sowieso sinnlos war, hatten wir einfach beschlossen, die Einrichtung selbst zu übernehmen. Sehr zur Freude von Elena, die sich richtig austoben konnte.
      Allerhand Tage verstrichen, in denen wir selbst strichen. Nämlich Zais Wände. Aber danach sah es richtig heimisch aus! Und wir waren mehr als zufrieden mit unserem Werk. Der Stall hatte auch einen Fingerschnipp a la Elena hinter sich und sah nun aus wie einer dieser teuren Ställe aus dem Fernsehen, gut, so sahen fast alle von uns aus, aber für die Pferde galt ja auch nur das Beste!
      Den Transport von Zais Pferden erledigten wir wortwörtlich über Nacht. So bekam Zai nichts mit und für die Pferde war es auch das angenehmste. Da sie so aber in den frühen Morgenstunden ankommen würden, mussten wir besonders früh aufstehen, um insgesamt vierzehn Boxen in dem großen Stall vorzubereiten. Zai hatte eine klare Ordnung für den Stall, welche ich ihr irgendwann mal stibitzt hatte.
      Die Pferde waren schnell durch die veterinären Sicherheitskontrollen gekommen und kamen eines Morgens mitten in Kanada an. Gemeinsam mit Elisa und Elena als Fahrerinnen kamen sie dann auch im tiefsten Winter auf ihrem neuen Gestüt an. In aller Ruhe luden wir sie aus und brachten sie in die neuen Boxen. Da Zai lieber auf brave Pferde stand, hatten wir auch kaum jemanden dabei, der Randale machte.
      Am sympathischsten waren mir ja persönlich Already und Lakim. Die beiden waren einfach Engel auf vier Hufen und so ausgeglichen, dass ich schon Sorge hatte, dass es ihnen doch nicht gut ging. Elisa tat wiederum wie immer das, was sie am besten konnte: sich mit dem zickigen Reitpony beschäftigen. Das war nämlich Zairina und auch wenn ich es selbst nicht glauben konnte, sie war teils anstrengender als Scylla. Wie war das nochmal? Zai mochte lieber brave Pferde?
      Die nächsten paar Tage kümmerten wir uns abwechselnd um das Gestüt. Ich am meisten, weil es meine Idee gewesen war und ich am nächsten wohnte. Hoch zu Ross brauchte ich fünf Minuten durch den Wald und schon war ich bei Zai. Deshalb konnte ich mich direkt auch mit ihren Pferden bekannt machen, diese würde ich sicherlich schon bald im regelmäßigen Training wiedersehen, da war ich mir sicher.
      Natürlich erreichte auch Zai die Nachricht, dass ihre Pferde weg waren, aber da standen bereits die drei anderen bei ihr vor der Haustür, während ich in Kanada wortwörtlich die Pferde hütete. Zai wurde samt Klamotten eingepackt und nach Kanada gekutscht. Da der Umzug schon seit Ewigkeiten geplant war und Zai eigentlich schon in den Startlöchern gestanden hatte, gab es auch kaum noch etwas, was sie zu erledigen hatte oder womit sie sich rausreden konnte. Nun war sie in Kanada!
      Es dauerte ein Weilchen bis sie sich eingelebt hatte, aber eigentlich ging das dank uns mehr als schnell. Inzwischen hatten wir schon Silvester hinter uns gebracht und kämpften uns wacker in das neue Jahr 2016.
      Da Zai noch relativ alleine auf ihrem Gestüt war (die Auswahl des richtigen Personals war gar nicht so einfach!), halfen wir ihr. Besonders ich beschäftigte mich zu gerne mit den Fohlen. Everbody’s Dream und Dark Dreamer waren mir ja richtig ans Herz gewachsen. Zweiterer wurde mir persönlich dann aber doch langsam zu groß. Aber auch Esteem und Dakan El Assuad waren klasse Nachwuchspferde. Zais Stall war zwar klein, aber beinhaltete dafür allerhand Schmuckstücke!
      Heute hatte Zai mich zu einem kleinen Ausritt eingeladen und da sagte ich nicht nein, zumal ich auch noch ihren geliebten Adrian reiten durfte! Der Hengst war ein witziger Kerl und ich mochte ihn von Anfang an wirklich sehr. Zai ritt ihren großen Hengst Soul Eater und nahm den Isländer Eisvogel als Handpferd mit.
      Natürlich beklagte sie sich während des Ritts sehr oft darüber, dass ich einfach ohne ihr Wissen gehandelt hatte und wie viele Mühen das doch gewesen waren! Und die Kosten erst! Am Ende hatte ich das Gefühl, sie hätte sich tatsächlich Fusseln an den Mund geredet, aber es war nur der Schnee, welcher uns unerbitterlich ins Gesicht blies, aber immerhin brachte ich Zai mit dieser Metapher zum Lachen und sie hörte auf, sich über meine Ideen zu beschweren. Eigentlich, und da war ich mir doch sicher, war sie froh, endlich bei uns zu sein.
      Wieder am Stall quietschte Zai wütend auf, als sie ihre beiden Hengste gerade hineinführte. „Damiani! Du kleine Ziege!“. Ich war ja ein wenig verwirrt, denn eigentlich war Damiani ein Falabella. Aber als ich Zai folgte, sah ich das Ausmaß der Verwüstung, welche ein Falabella anrichten konnte.
      Da hatte sich jemand aus seiner Box befreit und ein tierisches Chaos im Stall angerichtet. Die Tinkerstute Imadama betrachtete das Schauspiel neugierig von ihrer Box aus, hielt sich aber lieber im Hintergrund. Zai drückte mir derweil die Zügel von Soul Eater und Eisvogel in die Hand, um ihr Pony einzufangen und wieder hinter Riegel und Gitter zu bringen.
      Eine halbe Stunde später waren die Hengste versorgt und der Stall wieder aufgeräumt. Zai hatte sich auch wieder von dem ganzen Stress erholt und konnte über das Geschehene nur noch lachen. Damiani hatte direkt eine extra Kette an ihrer Boxentür. Mir war es sowieso ein Rätsel, wie sie die mit ihrer Größe aufbekommen hatte?
      Während wir jedoch mit Tee in der Stallgasse saßen und uns aufwärmten, entlarvten wir den wahren Übeltäter: Talitha, die Boxennachbarin. Die Hannoveranerstute war für ihren Mut und ihre Neugierde bekannt, beides sorgte dafür, dass sie oft auf dumme Gedanken kam, zum Beispiel am Riegel von Damianis Box herumzuspielen und diesen durch Zufall dann auch noch zu lösen.
      Zai schüttelte nur lachend den Kopf, so etwas hatte sie auch noch nie erlebt. Talitha spielte wirklich nur an der Boxentür herum, allerdings hatte sie sehr wohl gemerkt, was sie vorhin erreicht hatte, nur nicht wie. Bei ihrer eigenen Boxentür kam sie nämlich nicht so an den Riegel heran, dass sie ihn ziehen konnte. Dennoch ging Zai lieber auf Nummer sicher und befestigte mit meiner Hilfe auch noch an Talithas Box eine extra Sicherung. Wir unterhielten uns noch ein Weilchen, ehe ich mich schon verabschiedete, bei mir zu Hause warteten nämlich auch noch einige Chaoten. Zai passte das ganz gut, denn dann konnte sie direkt noch ein wenig mit Talitha arbeiten und sie beschäftigen, damit ihr nicht noch mehr Unsinn einfiel. Nun wohnten wir ja sowieso nebeneinander, da war es ja ein kurzer Weg, um die liebste Zai zu besuchen! Perfekt!
    • Gwen
      Pflegebericht 29. Mai 2016 - Verspäteter Frühjahrsputz

      "Zai! So lange wohnst du hier doch noch gar nicht!", jammere Eli herum, während sie mit mir die Stallgasse durchkehrte. Zai hatte uns zu einem Frühjahrsputz eingeladen, wenn auch verspätet. Wir waren so doof gewesen und hatten zugesagt. Allerdings hatte sie es auch "Grillen" genannt, erst als wir bei ihr eintrafen, kam die böse Offenbarung und so putzten wir nun gemeinsam mit ihr die Stallung. Es war schon 18 Uhr und so wenigstens schon etwas kühler, allerdings sorgte Jojo sowieso für genügend Abkühlung, während sie mit den Wasserschlauch wild durch die Luft segeln ließ.
      Aber irgendwann waren wir dann auch mit dem Herrichten des Stalls fertig und auch Elenas Ansprüchen genügte dieser. Elisa schickten wir schon einmal vor, damit sie sich um den Grill kümmerte, während wir restlichen drei nun noch die Pferde reinholten. Lena verteilte derweil das Futter, denn sie war die einzige, die den Futterplan auswendig konnte. "Ich hol die Fohlen! Die sind am süßesten!", meinte Eli und verschwand in Richtung der Jungpferde. "Nur weil die Weide am nächsten ist", murmelte Jojo und verdrehte die Augen.
      Während Jojo so todesmutig war und alle drei Hengste Eisvogel, Adrian und Soul Eater mit einmal in den Stall brachte, nahm ich erstmal nur zwei Stuten. Scylla und Zairina reichten auch schon, ich hatte mal wieder die beiden Zicken erwischt und war sehr froh, als sie hinter Gittern waren. Eli kam halb gebückt und rückwärts laufend die Stallgasse entlang. In der Hand hielt sie Möhren und hinter ihr her trippelten Everbody's Dream, Esteem, Dark Dreamer und Dakan El Assuad.
      "Ey! Das geltet nicht, drei davon stammen immerhin auch aus deiner Zucht!", murrte ich und Dakan war hundertpro nur ein Mitläufer, typisch Kerl halt! Dafür musste Eli noch Stuten mit mir holen. Aber auch da schnappte sie sich Lakim und Talitha. "Also du schummelst heute mächtig!", meinte ich nur und sammelte Imadama und Already ein. Die kleine Damiani ließ ich so mitlaufen und so kamen wir alle heil im Stall an.
      Nachdem dann alle Pferde zufrieden futterten, ging es für uns in Richtung Terrasse. Dort hatten Lena und Jojo schon den Tisch gedeckt und wirtschafteten nun gemeinsam mit Elisa am Grill herum. Zum Glück gab es bereits Salat in allen möglichen Formen, also falls das da mit dem Feuer nicht wurde, würden zumindest Eli und ich satt werden.
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  • Album:
    Hengste
    Hochgeladen von:
    Zaii
    Datum:
    24 Okt. 2009
    Klicks:
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    39
  • Pferdename Eisvogel
    Rufname ---
    Von Engel
    Aus der Djunjá
    Rasse Isländer
    Geschlecht Hengst
    Geburtsdatum 21. Juli 2001
    Farbe Rappe
    Stockmaß 145cm

    Der lackschwarze Hengst strotzt nur so vor Energie. Seine Mähne glitzert wie das Wasser im Gefieder eines Eisvogels, auch seine Bewegungen erinnern an den Flügelschlag des blauen Vogels, sind sie doch genau so elegant. Eisvogel kann mit fast jedem gut Freund sein, versteht sich mit allen Tieren - außer anderen Hengsten - und ist im Umgang sehr unproblematisch. Beim Reiten braucht sein Reiter einen guten Sitz und eine weiche Hand, da Eisvogel überaus empfindlich auf die Hilfen des Reiters hört und dazu sofort auf jeden Reiz in seiner Umgebung reagiert. Mit der nötigen Feinheit eröffnet Eisvogel seinem Reiter so fünf schwungvollen Gänge.
    Eisvogel vererbt vor allem seine schönen, klaren Gänge. Seine Nachkommen sind außerdem empfindlich im Maul und benötigen somit eine feine, einfühlsame Reiterhand. Im Umgang sind sie meist gelassen, doch ähnlich dem Vater kommt auch bei ihnen manchmal das Fluchttier durch, sodass es durchaus möglich ist, dass einmal gescheut oder umgedreht wird, wenn etwas nicht geheuer ist. Die lernwilligen Pferde fixieren sich aber oft - und am liebsten - auf eine Person, anstatt herumgereicht zu werden. Hat man einmal das Vertrauen, so hat man einen wahren Freund gefunden.

    Genetik Ee aa gg cc dd zz ww oo toto Ss soso rnrn rbrb FF prlprl chch lplp splspl pgpg
    Eisvogel trägt versteckt eine Sabino-Scheckung, welche sich lediglich in seinen vier hochweißen Beinen ausdrückt. Diese wird er zu 50% an seine Nachkommen vererben.

    Nachkommen

    Totengräber (*2004 ✝2015)
    Kjarkur (*2006)
    Wolkenvogel (*2013) aus der Lila Wolken

    Besitzer Zaii
    -- maya -- Zaii
    Ersteller Yashafreak -- umgemalt Lizzy02
    Vorkaufsrecht verfallen

    Eingeritten Ja
    Gangreiten S** -- Dressur M -- Springen A -- Military A -- Distanz A

    HK 452
    17. Gangturnier | 110. Gangturnier | 119. Gangturnier | 123. Gangturnier | 124. Gangturnier | 126. Gangturnier | 128. Gangturnier | 129. Gangturnier | 133. Gangturnier | 135. Gangturnier | 140. Gangturnier | 152. Gangturnier | 168. Gangturnier | 222. Gangturnier
    200. Dressurturnier | 245. Dressurturnier | 197. Galopprennen | 165. Westernturnier | 166. Westernturnier | 160. Springturnier | 164. Springturnier | 165. Springturnier


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