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Muemmi

Efeumond - 7 (Anmerker: Steckbrief)

Englisches Vollblut | Hengst | Im Besitz seit: Dezember 2014 | Pfleger: Mia Andalik | Bitte keine Kommentare!

Efeumond - 7 (Anmerker: Steckbrief)
Muemmi, 2 Juli 2018
Cooper gefällt das.
    • Muemmi
      (1) Pflegebericht Dezember 2014

      Pflegebericht privaten Weidepferde

      Armer Armani, Fohlenspielstunde und Liebesgeschichten

      Ich drückte den Rücken durch und massierte mir die linke Schulter. Ich war heute lange mit dem Motorrad unterwegs gewesen und in einen heftigen Regenschauer gekommen. Teile meines Haares waren immer noch feucht. Ich strich mir über die Stirn und sah durch die Stallgasse. Zu Aquentino, den ich immer noch Socke nannte wegen seiner Abzeichen und dem kleinen Coda, einem Sohn meines alten Hengstes Cadoc waren neben Grand Little noch Moonlight, die ich neben Armani vor längerem schon aus schlechten Verhältnissen gerettet hatte, sowie die top Zuchtstute Perfect Image und Acerado aus der Burnin-Familie. Und dann war doch mein ganzer Stolz Efeumond, ein Sohn von Ehrengold. Er sah seinem Vater bis auf die Abzeichen unglaublich ähnlich. Bald würde ich ihn in die Ausbildung auf die Rennbahn geben. Er lutschte noch immer verspielt an den Zipfeln meine Jacke und schnappte nach den Leckerchen in der Tasche, wenn ich mit ihm knuddelte, er war noch so klein und süß. Zusammen mit Coda stand er jetzt im Offenstall und knabberte am Stroh. Ich füllte zuerst ihre Tröge und die Heunetze, mistete den Unterstand und kontrollierte die Wasserwanne. Es war ziemlich matschig geworden und überall füllten sich die Abdrücke der Pferdehufen mit Wasser zu kleinen Pfützen. Es nieselte immer noch und die Beiden schüttelten unwillig und aufgedreht ihre Köpfe. Ich lachte, denn auch ich mochte Nieselregen nicht besonders. Ich ging nach drinnen und fing an, die Boxen zu misten, die anderen waren ebenfalls draußen auf den Koppeln. Nur Armani stand mit hängendem Kopf in seiner Box. Der Gute war nach einem Hinweis einer Freundin an mich aus einem verlassenen Stall gerettet worden und würde nun, wenn er wieder bei Kräften ist, Teil meiner Welsh Zucht werden. Ich streichelte ihm liebevoll über den Kopf und füllte seinen Trog mit frischem Hafer. Zufrieden senkte er die Nüstern hinein und schnobberte vor sich hin. Ich lächelte wieder und ich sah ihn damit einen Tag mehr gesund und munter werden.
      Nachdem ich die Boxen gemistet hatte, schob ich die Heuhaufen in die Ecken einer jeden und füllte auch dort die Tröge. Dann holte ich die Jungs von der Weide und die beiden Mädels von der anderen Koppel und ließ sie erstmal fressen, außer Acerado. Der arme musste erst noch mit in die Springstunde. Ich putzte und sattelte ihn und führte ihn hinaus rüber zur Halle. Dort warteten schon die anderen und drehten ihre Aufwärmrunden. Wir übten einige schwerere Sprünge und Wechsel. Acerado war noch nicht lange bei mir, hielt aber bis jetzt immer, was er versprach. Nach gut einer Stunde erlöste ich auch ihn und ließ ihn mit einem letzten lobenen Klopf auf die Hinterhand in seine Box. Dann kehrte ich noch die Stallgasse und schloß die Tür.
    • Muemmi
      (2) Pflegebericht Dezember 2014

      Pflegebericht für alle Weidepferde

      Windrose Romerico Risandro Taciturn Drunken Huntsman Warcraft Awolnation Perfect Sweetness East Wolfshain´s Alex Shining Tainted Love Toffifee Armani Efeumond Acerado Perfect Image Grand Little Aquentino Coda

      Lange hatte ich nicht mehr vorbei geschaut. Und dann hatte ich auch noch wirklich wenig Zeit für meine Lieblinge. Die Pferdchen standen schon in ihren Boxen, es war mittlerweile kalt nass und dunkel draußen geworden und ich war gerade dabei die Boxen zu misten. Meine Pferde hatten Zugang zu ihren Paddockaußenplätzen, standen jetzt aber lieber im Warmen. Ich fing in diesen Tagen auch wieder an, Mash zu kochen und gab einigen davon in ihr Müsli bzw. Hafer. Reiten konnte ich derzeit kaum, die Schule vereinnahmte mich zusehens. Ich bürstete grob die Felle und kratzte die Hufe aus, bevor jeder eine leichte Decke aufbekam und noch ein paar Leckerchen und Möhrchen bekam. Dann kehrte ich die Stallgasse und räumte die Sattelkammer etwas auf, bevor ich wieder nach Hause ging.
    • Muemmi
      (3) Pflegebericht Dezember 2014

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      für Coda, Reebook, Efeumond, Awolnation und Romerico

      Die Bauarbeiten auf dem Hof gingen langsam dem Ende zu und die Fohlen waren bereits in die neuen Stallungen umgezogen. Vier Buben und ein Mädchen standen jetzt zusammen im Offenstall, im Frühjahr würde ihre Ausbildung beginnen, da sie groß genug waren. Coda schnupperte schüchtern an meiner Hand, als ich ihm ein Leckerchen hinhielt und dann mit der Mistgabel bewaffnet in die Offenstallbox kam. Ich fing an, die größere Fläche zu misten und neu einzustreuen. Dann bekamen die Kleinen eine Runde Heu und etwas Kraftfutter, aber nicht zu viel, da sie noch nicht gearbeitet wurden. Als ich mit den Aufgaben fertig und alles sauber war, bürstete ich die Kleinen noch und entwirrte die Haare. Auch das Hufe geben klappte immer besser. Zum Schluss bekamen alle noch Apfelschnitzen und Möhren, ein paar Knuddel- und Streicheleinheiten, bevor ich wieder zum Hauptstall zurück ging.
    • Muemmi
      (4) Pflegebericht Juni 2015

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      für Coda, Reebook, Efeumond, Awolnation, Romerico und Inka

      Ich war lange nicht da gewesen und sah heute nach meinen Fohlen. Die Sonne strahlte und ich freute mich riesig, als Efeumond und Inka, meine kleinen selbstgezüchteten Nachwuchstalente ans Gatter kamen und ihre Babynüstern an meine Arme drückten. "Da, hier, für euch Rabauken!" sagte ich und steckte ihnen Apfelschnitzen und Möhrenringe zu. Da kamen auch schon Coda, Reebook, Awolnation und Romerico auf mich zu, die bis jetzt im Schatten gestanden hatten, um den Fliegen aus dem Weg zu gehen. Vor allem Romerico schwitzte als Rappe doch ziemlich. Ich lief hinüber zum Offenstall und machte sauber, putzte die Tränken und holte dann ein Fohlen nach dem anderen, was nicht weiter schwer war, weil sie mir bei der gesamten Arbeit zusahen und kontrollierte die Beine und Hufe, putzte sie ab und duschte sie anschließend. Glücklich und zufrieden stapften sie dann davon und Coda fing mit Efeu sogar das Buckeln an. Ich wischte mir die Stirn, kühlte den Nacken am Wasserhahn und machte mich dann wieder hinüber auf den Weg zum Haupthaus.
    • Muemmi
      (5) Pflegebericht November 2015

      Zu Besuch auf Gestüt Naundorf
      Es war ein angenehmer, außerordentlich warmer Herbsttag als ich auf das Gestüt Naundorf kam. Muemmi, die Besitzerin des hübschen Hofes, kam sofort zu mir und begrüßte mich.
      Es war noch sehr früh am Morgen und sie würde mich bloß einweisen, was zu tun war, da sie dann auch schon weg musste, weshalb ich ihre Alltagsaufgaben übernehmen sollte.
      Unter diese Aufgaben viel die Verpflegung ihrer Stuten, ihrer Fohlen, ihrem Wallach und einem ihrer derzeitigen Verkaufspferden.
      Nachdem Muemmi weg gefahren war ging ich gleich mal in den Stutenstall, wo ich erstmal alle Boxen ausmistete, da die Pferdchen auf der Weide standen.
      Anschließend holte ich immer jeweils zwei Stütchen, beziehungsweise Fohlen, und brachte diese zum Putzplatz, wo ich ihr Fell von Schlamm und anderem Dreck befreite.
      Die ersten Beiden waren Sansanija und Perfekt Sweetness. Auch wenn sie mich nicht kannten zeigten sie sich zutraulich und genossen die wohltuende Trockendusche.
      Die nächsten Beiden die dran waren, nachdem Sansanija und Perfect Sweetness in die Box gebracht wurden, waren Taciturn, ein süßes, kleines Wollknäuel, und Cara Mia.
      Dann folgten Awolnation, Reebok, Coda und Efeumond. Es war erstaunlich, wie brav die kleinen Fohlen schon in diesem jungen Alter waren. Anscheinend genossen sie bei Muemmi eine ausgezeichnete Fohlenstube.
      Auch Fly Quest und Firewalker holte ich von der Koppel und putzte sie. Erst Fly, dann Walker, welchen ich nach Muemmis Anweisungen auch ein wenig reiten sollte.
      Dabei sattelte ich ihn erst und machte ihn etwas mit mir bekannt, bevor ich dann mit ihm hinüber zum Reitplatz ging. Hier ließ ich ihn erst 10 Minuten locker Schritt gehen, ehe ich mit leichter Trabarbeit begann. Es freute mich sehr ein so gut ausgebildetes Pferd zu reiten, welches auf so feine Zügel und Gewichtshilfen reagierte. Dennoch hatte ich anfangs noch hier und da meine Probleme mit dem hübschen Fuchs, da ich sein Temperament nicht erwartet hätte, beziehungsweise handhaben konnte. Als es aber an die Galopparbeit ging hatte ich unsere gemeinsame Balance gefunden und es klappte alles ausgezeichnet,
      Nachdem ich Walker danach in die Box gebracht hatte kümmerte ich mich noch etwas um Naundorf's Leni und Lillifee sowie Bifröst. Die drei Kleinen hielten mich ganz schön auf Trab. Dennoch machte es mir wirklich total Spaß mit ihnen zu spielen und sie zu putzen.
      Bevor ich dann wieder fuhr versorgte ich noch einmal alle Pferdchen und vergewisserte mich, dass alles stimmte.
    • Muemmi
      (6) Pflegebericht März 2016

      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf

      © Muemmi | 11. März 2016 | 13662 Zeichen



      Miniweide unter den Kiefern
      Narnia, Darkwood´s Storm Dancing Feather, Taciturn

      Außenbox der Wallache
      Small Joker likes Dun, Firewalker

      Stuten- & Hengstweide der Dänen
      Caja, Oline, Aquentino, Inka, Amber, Dakaprio, Reykja

      Stutenpaddock auf dem Hauptplatz
      Cara Mia, Perfect Sweetness

      Fohlenkoppel am Bootsfluss
      Awolnation, Efeumond, Reebook, Coda

      Hauptstall der Zucht
      Ravallo, Seana, Red Diamond II, Weyganda, Lacura, Polarfuchs, Rasputin II, Trink auf´s Leben, Little Sweetness, Butch, Tainted Love Toffifee

      Nebenstallungen für die Hengste
      Polarnacht, East, Drunken Huntsman, Warcraft, Wolfshain´s Alex

      Westflügel der Naundorfer Welshzucht
      Admiral´s Valentin, Seidenfell, Armani, Orchidee´s Nikita, Prima Teutonia, Miami´s Blue Boy,
      Zimtmond´s Haselnuss, Leona, Primadonna, Apfelblüte, Love me Lara, Tringle, Miro, Landwein´s Erdbeerpflücker, Take a Bow, La Luna, Sweet Poison



      Ich atmete tief durch und schüttelte die Kälte ein wenig von mir ab. Ich hatte meine dicke, dunkelgraue Reitjacke und die etwas dunklere Reithose, meine Stiefel, Handschuhe, einen hellbraunen Schal und ein dunkelgrünes Stirnband an. Die jetzt nur noch knapp bis zur Achsel reichenden Haare hatte ich mir zu einem lockeren Franzosen geflochten, einige Strähnen hatten sich gelöst. Neben mir lief mein Jack Russel Idefix, sein Fell war bis zum Bauch mit Schlamm bespritzt und auch seine Schnauze war nicht mehr weiß, sondern schlammig. Er trabte neben mir her, als ich hinüber über den Platz lief und mir Cara und Perfect einen kurzen Moment hinterher trotteten. Cara war jetzt um einiges größer geworden und ich hatte angefangen mit ihr zu arbeiten, sie wurde immer trittsicherer und sprang auch in ihren Freiübungen wunderbar über die Stangen. Bald würde ich anfangen, sie unter den Sattel zu nehmen. Ich ließ beide Karabiner klicken und führte die Hellbraune und die Gescheckte in den warmen Stall hinüber, gerade, als es anfing leicht zu nieseln. Ich kratzte beiden die Hufe aus, spritze den Schlamm von ihren Beinen und nahm ihnen die Weidedecken ab. Es war früher Vormittag, doch wegen dem schlechten Wetter konnte ich die beiden nicht länger auf dem versumpfenden Sandplatz stehen lassen. „Ich muss da echt mal Platten legen lassen...“ dachte ich mir, warf beiden je zwei Apfelschnitzen in den Trog und machte mich dann weiter zur Fohlenkoppel. Eigentlich müsste ich die schon Jugendkoppel nennen, denn Coda, Efeumond, Reebook und Coda waren jetzt richtige Halbstarke. Die Vier würden bald vertraglich vermittelt werden, damit sie eine solide Grundausbildung erhalten. Vor allem Efeumond gehörte werden seiner Vollblutabstammung in spezielle Hände, ich hatte schon lange nicht mehr in Joelle Galopp eine Fortbildung besucht und war auch sonst weg vom Renngeschäft. Er würde nur 2 Jahre laufen und dann als Deckhengst meine Privatzucht etwas bereichern. Die Rabauken freuten sich mich zu sehen, jeder hatte jetzt in dem neu renovierten und ausgebauten Trakt mit insgesamt 6 Boxen seine eigene, sowie einen Paddock. Im Sommer würden sie allerdings wieder zusammen auf die Weiden kommen, dann aber schon getrennt und mit den erwachsenen Pferden zusammen. Ich mistete die vier hellen Behausungen, streute neu ein, wechselte bei Awolnation den Leckstein und schraubte bei Coda die Bürste auf einer Seite wieder fest an. Der Schecke war ganz nach seinem Vater, hatte aber auch ordentlich Kraft und demolierte im Schalk auch schon gerne mal etwas. „Dich muss ich ganz besonders im Auge behalten, hab ich die Befürchtung.“ meine ich, kniff ihm ganz leicht in die Nüstern und strubbelte ihm dann über die Stirn. Er schüttelte sich und schnaubte, dann schlug er mit einem Vorderbein gegen die Tür und glotzte nach Idefix. Der saß direkt unter ihm, wedelte mit dem Schwanz und bellte zweimal. „Das ist nicht Cadoc, das weißt du?“ fragte ich ihn und lachte. Direkt neben dem renovierten Stall, über einen alten, gepflasterten Weg, der im Sommer leicht von Moos überwuchtert wurde, lag der Offenstall. Dort hatte ich die drei Minis Taciturn, Narnia und Feather unter gebracht sowie die beiden Hengste Joker und Firewalker. Letztere hatten bald den Termin zum Legen, sie sollten als Aklimatisierer in meiner doch recht aufmüpfigen Stutenweide Abhilfe schaffen, sowie natürlich einige Preise in den Schauen einheimsen und als Schulungspferde eingesetzt werden. Beide waren ausgesprochen ruhig, ich trainierte viel mit ihnen und ließ oft ein Schrecktraining miteinfließen. Die Ponys hatten für meine kleinen Feriengäste die Aufgabe, ihnen die ganze Reiterhofwelt zu eröffnen. Auf den Minis ritten die Kinder nicht, durften aber den Umgang mit ihnen und ihrer Pflege lernen. Taciturn wurde als Führpony neben den Welshis öfter eingesetzt oder zog auch mal zum Spaß eine kleine Kutsche. Ich hatte mir überlegt, sie eventuell einmal decken zu lassen, damit diese kleine Familie etwas Zuwachs bekommen könnte. Aber das würde sich wohl erst im nächsten Jahr ergeben, jetzt kümmerte ich mich erstmal um die fünf, die in einem der schönsten Ecken des Gestüts zu Hause waren. Unter den Kiefern hatte man auch im Winter und im noch kargen März das Gefühl, es wäre immer grün und sommerlich, auch wenn die Temperaturen und das nieselig, schlammige Wetter dies gerade kaum aufkommen ließen. Auch hier hatte ich die Weide aus Grasnarbenschutz sperren müssen und sorgte im Auslauf für Abwechslung. Ein Ball hing an der Wand zum Spielen, zwei Bürsten waren angebracht, der Salzleckstein vor Wind und Wetter geschützt und genügend Heu zum Fressen vorhanden. Ich schüttete den Ponys nur ein wenig Müsli und Gemüse in die Tröge, den großen gab ich etwas Hafer und Mash. Nach der Hufkontrolle war ich auch hier fertig und lief am kleinen Bach zurück zur Weststallung. Die Welshis standen getrennt auf den großen Paddocks, immer in kleineren Gruppen zusammen. Die Hengste waren auf der anderen Seite, getrennt von den Stuten. Valtentin und Armani kraulten sich gerade gegenseitig, Miro knabberte am letzten Rest seines Heuhaufens, Blue döste in einer Ecke, Bow, Landwein und Poison streckten ihre schmalen Köpfchen durch das Gitter. Landwein wieherte dann sogar aus vollem Rohr. „Na? Alles klar bei euch?“ Ich schaute nur kurz in die Boxen und sah, dass sich meine Stallkraft schon um die Lausbuben gekümmert hatte. Als ich hinüber zu den Stuten ging, sah ich gerade, dass sie Teutonia das Fell bürstete, ihre kleine Schwester dabei, die Nikita gerade sattelte. „Hi, reitet ihr aus?“ fragte ich und kraulte Haselnuss, die mich gerade anstupste. „Ja, hoffentlich hält das Wetter. Wir nehmen den Kiespass und werden mal die hinteren Waldsprünge abreiten. Willi hat darum gebeten, er möchte nicht extra mit dem Jeep rausfahren müssen und wir kommen eh vorbei. Dann weiß er, ob er sie ebenfalls auf die Liste setzen muss.“ „Ok gut, ich werde mit Weyganda und East später wohl auch noch raus gehen, aber dann kann ich eventuell noch eine andere Route nehmen. Passt sonst alles?“ Ich lächtelte, beide nickten und meinten, sie würden sich beim Zurückkehren um Leona, Primadonna, Nüsschen, Seidenfell, Apfelblüte, Luna, Lara und Tringle kümmern. Also war auch hier alles getan. Als nächstes standen die Dänen an, auch hier war schon gefüttert worden, Socke und Kaprio standen auf dem Paddock, Caja fraß Heu in ihrer Box, Reki, Oline, Amber und Inka sahen auf den Gang und drehten mir ihre Köpfe zu, als sie mich sahen. Idefix kam jetzt wieder über die Weide angefetzt und sprang zwischen meinen Beinen hindurch in den warmen Stall. Er hatte keine Maus ausgebuddelt, wusste aber um die Decke in der Sattelkammer und um das angekaute Kuhohr, das ich ihm letztens mitgebracht hatte. Genüsslich sabberte er in seiner Ecke alles voll und nagte an dem braunen Fetzen, während ich die Sattelkammer kontrollierte, die Gasse kehrte und den Putzplatz abspritzte. Ich hatte zwar keinen Dienst diese Woche in diesem Trakt, aber hatte versprochen für Amy einzuspringen, die in der Halle schon ihr eigenes Pferd nach langer Stehzeit wieder aufbaute. Dafür war der Physio extra angereist und arbeitete nun mit den beiden zusammen. Es ging jetzt langsam auf Mittag zu. Wir trafen uns alle im Stüberl und aßen zusammen. Willi berichtete mir, als er 10 Minuten später eintraf, dass im Waldsprungplatz wohl eine alte Kiefer umgestürzt sein musste. Glücklicherweise hatte sie keinen der Holzsprünge getroffen, allerdings musste der mittelgroße Stamm zum späteren Frühjahr entsorgt werden. „Es hat einen Abschnitt des Zaunes getroffen, aber das sind nur zwei Bretter die ich wechseln und ein Pfosten, den ich neu setzen muss.“ „Ach das geht ja noch. Ich werd´s mir später doch mal selber ansehen, ich gehe noch mit Weyganda raus. Aber erst nach dem Zuchtstall.“ „Ok, ich fahr in die Stadt und hol die Wurmkuren für Welshis und die Ponys. Tom sollte soweit ich weiß morgen kommen wegen Alex.“ „Ja, er braucht dringend den neuen Beschlag. Ich werd vor dem Ausreiten nochmal seine Box auflockern und neu einstreuen, oder warst du da heute morgen schon drin?“ „Ja, aber neu getreut ist nicht, das Mehl hab ich dir in die Karre geladen, steht im Zuchtstall.“ „Danke.“ Ich nickte, zog den Topf dampfender Kartoffelsuppe zu mir her und schnitt mir eine Scheibe von dem selbstgebackenen Bauernbrot ab. Wir wärmten uns gut eine Stunde auf, dann ging es wieder an die Arbeit. Willi fuhr nach einigen wenigen Erledigungen in die Stadt, ich lief hinüber in den Zuchtstall. Ravallo wieherte, drehte sich einmal in seiner Box und reckte seinen Hals über die Box. Dann lief er hinaus auf den Paddock und kabbelte sich mit Rasputin, der in der Nebenbox stand. Diamond, Säufer und Polarfuchs lugten jetzt auch aus der Box, ebenso Toffifee, Weyganda und der dicke Butch. „Ihr hattet schon zu fressen meine Herren! Ravi, jetzt reiß dich mal zusammen....“ Ich konnte meine Jungs verstehen. Es war ziemlich ätzend, in den Stallungen gefangen zu sein, solange die Wiesen noch so durchtränkt waren, konnte ich sie nicht hinaus lassen. Meine Pferde wären danach nicht mehr zu unterscheiden, da alle schlammfarben. Die Reitschülerinnen und Beteiligungen hatten in letzter Zeit schon so manchen Buckler in der Halle aussitzen müssen. Ich entschied mich also daher, die unruhigsten einfach in die Führmaschine zu stecken. So waren die Boxen frei, ich konnte in Ruhe misten und die Gasse kehren, bevor ich rüber zu den Stuten lief und auch dort Sweetness, Seana und Lacura liebevoll umsorgte. Die drei bürstete ich sogar ab und kämmte ihnen kurz durch die Mähnen, kuschelte ein wenig und machte mich dann an die Versorgung meines Sorgenkindes. Alex, mein großer Fuchs, lahmte seit vielen Wochen durch einen Abszess am Hinterhuf. Es war bereits gut abgeheilt, allerdings war er noch auf speziell entlastende Beschläge und einige Spülungen die Woche angewiesen. Auch musste er so gut es ging ruhig stehen und das fand er nicht wirklich amüsant, auch wenn er es ansonsten gut ertrug. Er bekam von jedem Kuscheleinheiten, Leckerchen, liebe Worte und wurde auch sonst wie der König des Hofes behandelt. Die Kinder hatten arges Mitleid mit ihm und streichelten seine Nüstern, die er über die hohe Boxentür streckte. Eigentlich war ihm nie langweilig und so fing er nicht wieder an zu weben. Ich lobte ihn, als ich heute zu ihm kam, wechselte den Verband ein letztes Mal vor dem Hufschmiedtermin und striegelte ihn ein wenig. Er ließ sich auch kraulen und kräuselte die Oberlippe dabei, machte den Hals lang und stupste mich an, als ich aufhörte. Die anderen vier Jungs fanden diese Behandlung alles andere als lustig. Sie wurden zunehmend eifersüchtig und bekamen deswegen von mir viele Leckerchen in Form von Apfelschnitzen, Möhren, etwas Mash und Leinöl. Zufrieden schlabberten Warcraft, Drunken, Polarnacht und East ihre Tröge leer und waren danach zufrieden. Während sie gefressen hatten, hatte ich Alex Box zusätzlich gestreut, damit er weich stand und auch ihm eine Portion zu fressen gegeben. „So, endlich fertig mit der Arbeit...“ seufzte ich, es war jetzt kurz nach 15:00 Uhr und ich spurtete mich, damit ich mit Weyganda noch eine größere Runde drehen konnte. Vorher brachte ich Idefix ins Haupthaus. Er hatte angefangen zu frieren und ich sperrte ihn in meinem Büro ein, unter dessen Tisch eine zweite Decke mit Spielzeug lag. „Bleib schön hier, wärm dich auf, da, jetzt gibt’s was zu fressen und frisches Wasser.“ Idefix war es gewöhnt, über zwei Stunden alleine zu bleiben, war aber doch lieber an meiner Seite. Doch noch lieber hatte er sein Fresschen und so konnte ich zurück in den Stall, den kräftigen Rappen putzen und satteln und mich wohlverdient endlich in den lammfellbesetzten Westernsattel ziehen. Nach 15min Aufwärmen fing ich an, ihn durch den Kiefernwald traben zu lassen und ließ ihn dann die letzten hundert Meter bis zum Springplatz raumgreifend galoppieren. Im Sommer würden wir höchstwahrscheinlich ein kleines Wikingerlager veranstalten und Weyganda wäre das perfekte Showpferd dafür. Generell freute ich mich auf den Sommer, er war einfach deutlich angenehmer. Vom Weg aus sah ich die umgestürzte Kiefer, sie war direkt in die Distanz zwischen zwei Oxern gekracht und hatte in der Mitte einen Zaunabschnitt unter sich begraben. Die grünlichen Holzplanken waren geborsten und ein Pfosten war nach vorne gedrückt worden, aber ansonsten sah alles soweit gut aus. Alle Bäume waren letzten Herbst kontrolliert worden und genau diese Kiefer sollte im Frühjahr gefällt werden, bevor der Platz wieder in Benutzung genommen werden würde. Der letzte Sturm hatte aber seines natürlichen Amtes gewaltet und uns die Fällarbeiten abgenommen. Ich schnalzte mit der Zuge, zog meinen Schal enger und ritt über den breiten Waldweg zurück zum Hof. Gerade als ich Weyganda versorgt hatte und über den Platz lief, sah ich Willi auf den Hof fahren. Ich ging auf ihn zu und nahm ihm die Wurmkuren ab. „Da haben wir morgen was zu tun...“ meinte er, lachte, holte zwei Eimer Zusatzfutter von der Ladefläche und stellte sie im Hausflur ab. „Ich verräum die Kuren. Morgen um 10 ist Tom da, fährt danach weiter nach Cottbus zu nem anderen Fall.“ „Passt. Dann kuren wir danach, dann sollten wir mir dem Stalldienst fertig sein. Ich mach jetzt noch ein paar Abrechnungen und editier die Liste. Ich hab die Kiefer übrigens gesehen! Perfekt getroffen!“ Ich lachte, winkte Willi und verschwand zurück zu Idefix ins Büro. Der sprang von der Decke, begrüßte mich kurz und ließ sich am Bauch streicheln. „Ruh dich noch etwas aus, war ein langer Tag wie immer, ich werd noch etwas Bürokram machen.“ Ich seufzte, fuhr den Rechner hoch und fing an zu tippen...
    • Muemmi
      (7) Weihnachtswunschzettelbericht für Efeumond
      (Rückholen von der Gnadenweide)


      Ich war wirklich lange nicht mehr auf der Gnadenweide gewesen. Normalerweise kümmerte sich Willi gern um die Süßen, die ich doch auch sehr vermisste. Aber weil sie eben auf der Gnadenweide standen und da Dave vor kurzem diesen Unfall hatte, kamen wir gerade so mit den Trainingspferden hin. Heute hatte ich aber wieder Zeit, um mich um zwei ganz besondere Pferde zu kümmern. Efeumond war mittlerweile groß geworden und hatte sich zu einem hübschen Junghengst entwickelt. Er würde demnächst von der Gnadenweide zurück in den Ausbildungsstall kommen. Wir hatten mit unseren neuen Plänen entschieden, dass wir ihm und Oline eine neue Chance geben würden. Also ging ich heute hinüber und kümmerte mich um Efeumond. Er ließ sich erstaunlicherweise sofort halftern und folgte mir recht brav in die Stallgasse hinüber. Dave streichelte ihm den Hals und sah mir dabei zu, wie ich den Großen putzte, ihm die Hufe auskratzte und ihm eine Decke umlegte. Er ließ es sich gefallen, blieb aber skeptisch. "Er muss sich erst noch daran gewöhnen, dass er jetzt wieder mehr Kontakt zu Menschen hat. Wir sollten einen Spaziergang machen. Hast du Lust mitzukommen?" Dave sah mich schmunzelnd an, zu Dritt verließen wir den Hof und liefen eine Runde in Richtung der Rennbahn zwischen den Kiefernwäldern. Schnaubend sah sich Efeumond erst mal um, wurde dann aber immer ruhiger und folgte uns auf unserer Runde. Nach einer dreiviertel Stunde kamen wir wieder auf dem Hofgelände an. Wir sahen Mia gerade, wie sie Oline von der Gnadenweide holte und mit ihr hinüber zum Hauptstall ging. Wir putzten Efeumond noch die schlammigen Füße ab, bevor wir ihn in seine neue Box im Hauptstall brachten. Er stand jetzt bei Webster und Checkpoint, mit denen er sich auf Anhieb doch gut verstand. "Lass uns Mia mit Oline zusehen." schlug Dave vor und wir gingen hinüber in die Reithalle.

      (c) Muemmi | 1895 Zeichen | lettercount
    • Muemmi
      Pflegebericht Januar 2018

      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 04. Januar 2018 | 15647 Zeichen


      Neubau für die Anwärter des Gestüts
      Uranium Fever | Occani | tc Annakiya | Orchidee´s Nikita | Take a Bow | Chocolate Chip Cookie | CM´s Meilenstein | Valentine´s Candy Fireflies | Al Aasiyah ox | Aquentino | Caja | Checkpoint | Reykja | Solsikke | Taciturn | Webster

      Hauptstall der Zucht

      Cadoc´s Rohdiamant | Amber | EBS Mon Amie | Heros | Medivh | Dante | Fleming | Zarin

      Fohlenweide auf der Lichtung

      SPN Harvey | Thor | Scamander | Painted Minimalistic Art | Elfenlied | Lillifee | Capona | Aufgepasst, hier kommt Arcada | Symphonie de la Bryére

      Gnadenweide
      Efeumond | Oline

      "Hallo Cleo"


      „Du hast was?“ Dave starrte erst mich an und dann auf die Papiere, die ich ihm unter die Nase hielt. „Viel Spaß mit ihr.“ „Luisa, ich…“ „Gern geschehen!“ Ich lachte und ließ ihn gar nicht mehr zu Wort kommen. Unser Verhältnis zueinander hatte sich nach seiner Rückkehr zwar etwas abgekühlt, weil Dave zu mir wieder etwas auf Distanz ging. Aber es war deutlich besser als vor dem Unfall, wir hatten uns seitdem kein einziges Mal mehr gestritten. Ich stand im Büro und ging nachdenklich ein paar Briefe durch, während Dave in der Tür stand und auf die Papiere in seiner Hand starrte. Er lehnte sich mit seiner gesunden Schulter leicht an den Türrahmen und runzelte die Stirn. Von meinem Platz aus sah ich ihm heimlich dabei zu und konnte den Blick kaum abwenden. Was er da studierte war der Kaufvertrag und die Eintragungen, sowie Tierarztbescheinigungen von Uranium Fever. Die Stute war meiner Meinung nach eine unserer besten Errungenschaften in diesem Jahr, die auch ein stolzes Sümmchen gekostet hatte. Aber da sich Dave langsam vom aktiven Reitsport zurückziehen wollte und mehr und mehr Interesse an einer Sportzuchtlinie entwickelte, hatte ich zugeschlagen. Ich wollte ihn unterstützen, wo ich nur konnte. Nach dem Unfall, als er zurück auf den Hof kam, hatte sich eine ganze Weile eine leichte Depression bei Dave eingestellt. Er kämpfte verbittert in der Physiotherapie, hielt sich an die Ratschläge, übte fleißig und brachte sich in das Hofleben ein, wo er nur konnte. Doch obwohl er Tom und mir so viel Arbeit abnahm, irgendwann war auch die erschöpft, während wir anderen mit dem Training der Pferde, dem Misten und den restlichen Arbeiten auf dem Hof schier absoffen. Dave fühlte sich also nach drei Wochen zurück auf Naundorf nutzlos. Er ließ sich dann die ersten Oktoberwochen hängen. Seine Arbeit erledigte er natürlich immer noch und auch zur Physiotherapie ging er regelmäßig, doch jeder von uns sah ihm an, dass es ihm nicht gut ging. Seine Haare wurden immer länger und er ließ sich immer öfter einen Drei-Tage-Bart wachsen. Von mir ließ er sich in dieser Zeit nur bedingt helfen, so richtig ließ er mich nicht an sich heran. Bis Tom die brillante Idee hatte, eine eigene Zuchtlinie aufzubauen.

      Dave und ich saßen an einem Novemberabend zusammen im Büro, während ich das Hoftagebuch für den Tag ausfüllte, als Tom zu uns ins Zimmer kam. Er hatte das Auktionsheft dabei und warf es Dave zu. Dann eröffnete er uns seine Idee, wir saßen bis spät in die Nacht zusammen und unterhielten uns. Ich war glücklich zu sehen, dass diese neue Veränderung Dave wieder ein Leuchten in die Augen zauberte. Er blieb an dem Abend zwar sehr rational und blätterte scheinbar uninteressiert das Heft durch, aber schon am nächsten Tag zeigte er mir eine Stute und fragte, was ich von ihr halten würde. „Die hat keine belegte Abstammung, ist wohl eine gefundene Stute. Aber scheint in Topform zu sein. Als Basis wäre sie vom Exterieur ja genau das, was du und Tom suchen würdet. Aber sie hat damit auch einen sauberen Startpreis“ Er diskutierte noch eine Weile mit mir das für und wider, als er sich dann aufrappelte und an die Büroarbeit machen wollte. Im Flur blieb er am Spiegel stehen und sah sich einen Moment erschrocken an. „Wie seh ich denn aus?“ Ich konnte es mir nicht verkneifen und musste lachen. „Ich fahr später zum Friseur.“ Damit war er aus dem Haupthaus. Ich zog das Heft an mich heran, wählte die Nummer und hatte den Besitzer an der Leitung. Ich sollte an dem Tag das Höchstgebot abgeben und die Stute zwei Tage später unser Eigen nennen.

      Und nicht nur Uranium Fever zog mit zu uns auf den Hof. Anfang Dezember erhielten wir einen Anruf, nachdem ausgerechnet Cadoc´s Rohdiamant aus einer nachlässigen Haltung gerettet wurde. Also fuhren Willi und Tom am selben Tag zu dem einen Hof, an dem Dave und ich Fever holten. Allgemein hatten wir jetzt viele neue Pferde auf Naundorf. Kurz bevor Dave mit Medivh im Sommer gestürzt war, hatte er Chocolate Chip Cookie zu uns geholt. Das Sportpony mit seiner hübschen Färbung wurde jetzt von Leo übernommen und ausgebildet, der mit Candy Fireflies weiterhin unfassbar viele Schleifen und Erfolge sammelte. Die Beiden waren zu einem unglaublich guten Team geworden. Zum Einkreuzen von Vollblut wollten wir uns neben Aasiyah noch eine zweite Vollblutstute holen. Wir hatten jetzt nur noch Interesse an Stuten, da wir mit unseren Hengsten Fleming, Dante, Checkpoint, Aquentino, Webster und Heros genügend Starter hatten, um unseren Plan in die Wirklichkeit umzusetzen. Auch unsere Newcomer wie Painted und Scamander würden auf dem Hof bleiben. Wir überlegten auch, Efeumond zurück auf den Zuchtplan zu holen, um einen Engländer mit einfließen zu lassen. Jedenfalls freuten wir uns, als wir eine zweite Chance erhielten und Anfang Dezember auch Annakiya nach Naundorf holten. Die hübsche Scheckstute war ein wahrer Traum und zeigte sich mit ihrem liebevollen Wesen und ihrem ansprechenden Exterieur von ihrer besten Seite. Mia war ganz hingerissen, die sich um unsere Araber und Vollblüter kümmerte. Tom bildete weiter Reykja und Webster aus, die diese Saison so ihre Probleme mit Erfolgen hatten. Wir konnten uns das nur mit einer sehr starken Konkurrenz in der Dressur erklären, die uns aber nicht daran hinderte, stehts weiter zu machen und weiter auszubilden. Denn die Bestätigung in unseren Leistungen erhielten wir durch die Rückmeldung unserer Kunden und durch den Durchbruch im Springreitsport. Dort hatten wir uns 2017 einen Namen gemacht. Vor den Boxen hingen teilweise so viele Schleifen, dass wir kaum mehr zählen konnten. Vor allem an der von Medivh. Der Hengst hatte in den letzten Tagen seiner Genesung Anzeichen fürs Weben gezeigt. Auch er war wohl vor einer Depression nicht gefeit. Da Dave noch immer in Behandlung war und noch bis ins Frühjahr „Reitverbot“ hatte, übernahm ich Medivhs Beritt. Ich hatte mit einer Freundin lange Telefonate geführt, deren Friesenhengst vor vielen Jahren wegen einer Krankheit erblindet war. Mir ihrer Hilfe drang ich recht schnell zu Medivh durch. Erst vom Boden, dann aus dem Sattel gab ich ihm nach und nach sein Selbstwertgefühl und seinen Mut zurück. Er vertraute darauf, dass er mit seinen Sinnen die einseitige Blindheit ausgleichen konnte und ihm nichts geschah. Er war dennoch etwas schreckhafter seitdem und brauchte viel Liebe und Aufmerksamkeit. Ab dem Moment, als er seit dem Unfall das erste Mal wieder unter dem Sattel ging, stellten sich die Anzeichen des Webens sofort ein. Dave fiel ein Stein vom Herzen.

      In all dem Trubel, brachte Amber still und leise etwas früher als erwartet ihr erstes Fohlen zur Welt. Es war das schönste Zeichen für uns alle, dass es jetzt wieder bergauf ging. Leo hatte den dunklen Hengst, den wir später mit unserem Kürzel SPN Harvey nennen sollten, entdeckt. Er kam in die Küche gelaufen, hechelte und grinste übers ganze Gesicht. „Amber hat gefohlt, es steht grad!“ Dave und ich sahen uns erschrocken an, dann sprangen wir alle auf und liefen hinüber. Willi kam auf dem Weg dorthin auf uns zu. „Wasn hier für ne Hektik?“

      „Oh ist der niedlich!“ flüsterte Mia, die rechts neben mir stand. Links von mir Dave, der lächelnd die halbe Portion in der Box betrachtete. Amber schleckte ihn immer noch sauber, während Tom vorsichtig auf Amber zuging und sie kurz durchcheckte. „Wir sollten später noch einen Tierarzt holen lassen. Aber es sieht alles gut aus.“ „Auch im Abfohlen ist sie ein Naturtalent. Hast du schon nen Namen Dave?“ fragte Leo. Zusammen liefen wir zurück zum Frühstücken, bevor sich Dave um den Tierarzt für Amber und Harvey kümmerte und der Rest von uns den Stalldienst verrichtete. Dabei hatte ich mich an dem Morgen endlich mal wieder für die Fohlen eingetragen. Ich bekam von den Kleinen viel zu wenig mit und sie wuchsen auch viel zu schnell. Scamander hatte schon seine erste Fohlenschauschleife an der Box hängen, Thor war mittlerweile auch zu einem Riesen geworden, Symphonie und Arcada waren mittlerweile auch keine Babys mehr. Die hübschen Stuten würden ebenfalls auf dem Hof bleiben und bald in ihre Grundausbildung starten. Ebenso wie Lillifee, Elfenlied und Capona. Ihr streichelte alle gefühlt stundenlang, putzte ihr Fell, mistete ihre großen Gemeinschaftsboxen und ging die Weiden ab. Es hatte die Tage immer mal wieder geschneit, aber wirklich lange liegen geblieben ist davon nichts. Wir hatten diesen Winter noch nicht wirklich Probleme mit eingefrorenen Wasserleitungen oder Eisschollen auf den Weiden zu tun.

      Als ich bei den Fohlen fertig war, holte ich mir Meilenstein. Die schwarze Stute machte gute Fortschritte bei ihrer Ausbildung. Ich longierte sie am frühen Nachmittag, als Dave wieder aus dem Haupthaus kam. Er hatte einen ziemlich geknickten Gesichtsausdruck. Ich gab Meilenstein ein kurzes Kommando, auf dem sie zu mir herkam, dann liefen wir gemeinsam zum Zaun, an dem Dave jetzt stand und lehnte. „Was ist los?“ „Die Stute, von der ich dir erzählt habe, erinnerst du dich?“ „Ja. Wieso?“ „Sie wurde am selben Tag verkauft. Ich hätte nicht warten sollen.“ „Ach Dave, dann hat es nicht sein sollen.“ Ich war froh, dass er mich in dem Moment nicht ansah, weil ich mich sonst verraten hätte. Willi, Tom und Mia wussten Bescheid, Leo weihten wir noch nicht ein, weil er sich gerne mal verplapperte. Wir sollten sie am nächsten Tag abholen und ich ihm die Papiere in die Hand drücken. „Danke Luisa.“ Dave kam plötzlich auf mich zu und umarmte mich. Als er mich losließ, sahen wir uns kurz in die Augen. Es war eine spontane Umarmung, die so gar nicht zu Dave passte. Er war zwar immer gern auf „Kuschelkurs“, wie es Mia gern nannte, aber eine Umarmung hatte er sich mir gegenüber noch nie getraut. Ich löste das Ganze, indem ich lachte und ihn fragte, was er sich zum Mittagessen überlegt hätte. Er grinste, aber er war dankbar für die Vorlage.

      Mitte Dezember hatten wir endlich wieder Luft für einen gemeinsamen Ausritt. Normalerweise machten wir das immer an einem Sonntagvormittag nach dem Stalldienst im Monat, aber wir hatten einfach zu viel zu tun. Leo ritt auf seiner Solsikke, die sich immer besser mit ihm machte. Tom hatte sich Zarin genommen, Mia auf Mon Amie und ich auf Fleming. Die beiden Hengste waren trotz ihres Deckeinsatzes sehr umgänglich und ließen sich gut führen. Fleming war unter mir sowieso ein kleines Schäfchen. Dave lag in der Woche nach Leo flach. Willi ritt sowieso nicht mit und da er auf dem Hof blieb, hustete Dave so lange, dass wir Spaß haben sollten, bis wir alle aufbrachen. Er fehlte trotzdem, obwohl ihn Leo nacheiferte. „Bis zur Tanne!“ rief er, da stob Tom mit Zarin schon an ihm vorbei. Ich hatte lange nicht mehr über so einen verdutzten Blick gelacht. Als wir zurückkamen, trabte Take a Box einmal quer über den Hof. Dann Willi direkt hinterher. Tom schnitt ihm mit Zarin gleich den Weg ab und packte sich den Hengst. Wir anderen mussten nochmal herzlich lachen. Er hatte sich gerade um Taciturn und den wilden Ausreißer gekümmert. „Wie geht’s Dave?“ „Der hat sich vorhin hingelegt.“ meinte Willi, schnaufte schwer und kam dann mit uns zurück zum Stall, Take im Schlepptau.

      Und natürlich feierten wir dann auch Weihnachten. Wir machten ein richtig fettes Raclette, jeder hatte eine Kleinigkeit für jeden und wir stießen zusammen an. Tom und Mia zogen sich im Laufe des Abends dann irgendwann zurück, Willi hatte zu unser aller Überraschung eine geheimnisvolle Verabredung und Leo fuhr hinüber zu seinen Eltern. Dave und ich blieben dann natürlich als Einzige in der Küche zurück. Es war das erste Weihnachten ohne Idefix, der mir in den letzten Tagen so unglaublich fehlte. „Sollen wir nochmal eine Runde über den Hof gehen?“ fragte er und so liefen wir nebeneinander über den dunklen Weg der Weide zu den Fohlenställen. Wir sahen auch noch einmal nach Harvey. Doch die Lücke schloss sich einfach nicht. „Luisa…“ Mir kullerte eine Träne über die Wange, die ich sofort wegwischte. Jetzt kam er gewollt auf mich zu und nahm mich fest in den Arm. „Danke.“ murmelte ich. Gemeinsam gingen wir zurück zum Hof.

      „Luisa!“ Es war Silvester und ich saß gerade im Büro, als Leos Ruf vom Hof schallte. „Ist was passiert?“ rief ich aus dem Fenster. „Schau mal!“ Im selben Moment fuhr Dave in einer kleinen Kutsche um die Ecke. Über die letzten zwei Nächte hat es richtig ordentlich geschneit. Er hatte Occani und Nikita angespannt. „Komm raus aus dem Büro, wir machen ne Spritztour!“ Tom kam im selben Moment hinter mir rein. „Raus mit dir.“ Er lächelte. „Also keine Wahl?“ „Nö“ Ich zog mir meine warme Jacke und die Lammfellstiefel an. Dave grinste übers ganze Gesicht, als ich mich zu ihm setzte und mit der Zunge schnalzte. Die Kleinen hatten ziemlichen Spaß dran, uns hinter sich her zu ziehen und sahen auch echt knuffig aus. „Wo hast du bitte die Welsh-Kutsche her? Sowas hatten wir zu Hochzeiten der Zucht nicht.“ „Ach, hab da ein wenig telefoniert.“ feixte er. „Gehört der dir jetzt?“ „Ja, kann man so sagen. Müssen wir leider öfter fahren jetzt.“ „Was für eine Schande.“ Wir sahen uns an und lachten.

      Mitten auf der Lichtung hinter halb der Rennbahn hielten wir kurz an. „Magst du ne Tasse Tee?“ Dave drehte sich um und deckte die Ablage ab. Darunter kam ein kleiner Korb mit einer Thermoskanne und einer Schachtel meiner Lieblingskekse zum Vorschein. „Oh, was für ein Luxus! Jetzt mal ehrlich, was hast du ausgefressen.“ Ich lachte, weil er mich verdutzt ansah. „Du kennst mich langsam etwas zu gut, befürchte ich.“ „Kann sein ja.“ Ich grinste immer noch. „Naja, ich dachte, ich räche mich mal für die Aktion mit Uranium Fever.“ „Rächen, ja?“ „Ja, das war echt gemein!“ „Stell dir vor, du hättest es viel eher erfahren und wärst viel länger geknickt gewesen, war ja nur ein Tag.“ „Trotzdem, ihr wusstet alle Bescheid!“ „Na dann… Jetzt bin ich gespannt.“ Da tauchte hinter uns plötzlich ein schwarzer Geländewagen auf und hielt mit einigen Metern Abstand. Eine Frau stieg aus, die ich von irgendwoher kannte, aber mir fiel nicht sofort ein, woher. „Warte hier.“ Er drückte mir die Zügel in die Hand und lief auf die Frau zu. In mir machte sich ein komisches Gefühl breit. Die Frau lief hinter den Wagen und holte etwas aus dem Wagen. Sie drückte das Packet in Decken gewickelt in Daves Arme, schloss die Klappe und verabschiedete sich wieder. Langsam ging Dave auf mich zu und erst nur noch einige Meter von mir entfernt begriff ich, was er da trug. Ein hübscher, hellbrauner Hundekopf sah aus der Decke heraus und da legte mir Dave die Jack Russel Hündin schon in den Schoß. Die sah erst Dave an, dann mich und versuchte mir das Gesicht abzuschlecken. „Ihh, lass das doch, du Süße! Hi! Wer bist du denn?“ Ich sah Dave verwirrt an, der sich jetzt wieder neben mich gesetzt hatte. „Ihr Name ist Cleo. Eigentlich müsste sie einen mit „I“ tragen, wie ihre Mama… Ida.“ „Verarsch mich.“ „Nein, ist so.“ Ida war im letzten Wurf von Idefix Welpen die einzige Tochter. Sie hatte ihrem Papa sehr ähnlich gesehen. Nach seinem Tod musste ich immer wieder an sie denken und hatte es sehr bereut, keinen seiner ganzen Welpen für mich behalten zu haben. Jetzt erkannte ich auch im Nachhinein die Frau, sie hatte Ida damals gekauft. „Oh Dave…“ Ich streichelte Cleos Fell und wischte mir die Freudentränen aus den Augen. Die Kleine war herzzerreißend niedlich. „Dankeschön.“ flüsterte ich und sah ihn an. „Damit du 2018 wieder mehr lächelst. Ich hab gemerkt, wie sehr dir Idefix fehlte an Weihnachten. Cleo ist kein Ersatz, das weiß ich, aber…“ Weiter kam er nicht. Ich hatte mich zu ihm rüber gelehnt und ihn auf die Backe geküsst. „Danke, wirklich.“ Er wurde rot, sah mich direkt an – und küsste mich dann richtig.
    • Muemmi
      Pflegebericht Juli 2018

      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 02. Juli 2018 | 12894 Zeichen


      Hengstweide
      Take a Bow | Valentine´s Candy Fireflies | Aquentino | Checkpoint | Webster | Heros | Medivh | Dante | Fleming | Zarin

      Stutenweide
      Amber | EBS Mon Amie | Uranium Fever | Occani | tc Annakiya | Orchidee´s Nikita | CM´s Meilenstein | Al Aasiyah ox | Caja | Reykja | Solsikke | Taciturn | Chocolate Chip Cookie | Oline | Forever Yours | Cara Mia

      Fohlenweide
      SPN Harvey | Thor | Scamander | Painted Minimalistic Art | Elfenlied | Lillifee | Capona | Aufgepasst, hier kommt Arcada | Symphonie de la Bryére | Efeumond


      "Morgendliche Stoppelfelder"

      Vermutlich hörte man schon von Weitem das Donnern der Hufe auf dem trockenen Feldboden. Es war in den frühen Morgenstunden, als wir unsere Pferde fertig machten und direkt nach dem ersten Füttern in den Wald aufbrachen. Morgens war es noch kühl, was man vom Rest des Tages nicht behaupten konnte. Leo hatte einen richtigen Sonnenbrand beim Heumachen davongetragen und auch Dave und ich waren deutlich dunkler geworden die letzten Wochen. Dafür war er jetzt fast schon hellblond und machte damit Mia ziemlich Konkurrenz.
      Wir hatten uns die letzten Monate ganz schön abgerackert. Der Hof wurde ja teilweise immer noch umgebaut und saniert, Dave und ich sind in meine Wohnung zusammen gezogen und Leo hatte die größere Zwei-Zimmer Wohnung von ihm übernommen. Dort war also auch einiges neu gemacht worden, Wände wurden gestrichen, Koppelzäune erneuert, Wege neu gezogen und der Eingangsbereich des SPN neu bepflanzt. Überall gab es neue Baustellen. Und dann natürlich die verdammte Heuernte. Wir hatten immer noch niemanden neu einstellen können und waren wirklich unterbesetzt. Aber irgendwie hatten wir es auch dieses Mal wieder geschafft. Im Zuge dessen haben wir aber nach langem Überlegen die Betreuung der Fahrturniere abgegeben. Dave war etwas weh zumute, denn es war ja auch seine absolute Leidenschaft neben dem Militaryreiten. Letzteres traute er sich auch nach fast einem Jahr nach dem Unfall nicht wieder so wie früher. Doch er ging in den neuen Aufgaben total auf. Und auch die Beziehung zu mir gab ihm den Halt, den er gebraucht hatte. Er war endlich in einem Zuhause angekommen.
      Tom hatte erst mich und dann Dave lachend umarmt, als wir im Januar von unserem Schlittenausflug zurückkamen. Er hatte als Einziger natürlich vorher von Cleo gewusst, Dave hatte ihn um Rat gefragt und Tom für ihn den Kontakt mit der Züchterin hergestellt. Und dass wir uns gegenseitig heimlich lieben war durch unsere offenen Zankereien sowieso kein Geheimnis mehr. Leo klopfte ihm anerkennend auf die Schulter und zwinkerte mir ganz frech zu, was auf dem Hof plötzlich zu einer Schneeballschlacht führte. Die letzten Anspannungen, die noch aus dem Horror im Sommer 2017 übrig waren, waren auf einmal wie weggeblasen. Ich war seit diesem Tag so sorglos wie schon lange nicht mehr.
      Und so hatten wir die Kraft, alles anzupacken, was wir uns für dieses Jahr bis hierhin vorgenommen hatten. Wir zogen alle so gut an einem Strang, dass wir sogar mit unserem Trainingsprogramm allein schwarze Zahlen schrieben und auch unser Zuchtprogramm als zweites Standbein weiter ausbauen konnten. Wir strukturierten unsere Organisation der Pferdepflege um und fingen langsam damit an, die Fohlen aus den letzten Jahrgängen auszubilden. Scamander und Painted Minimalistic Art sollten später als Springpferde Karriere machen bzw. dort ihre Hauptspezialisierung besitzen. Deswegen wurden diese beiden speziell mir zugewiesen. Außer leichter Bodenarbeit und einigen Tricks, sowie den allerersten Standartdingen wie Halftern, Putzen, Hufe geben und auf den Hänger gehen wurde aber noch nichts gemacht. Ich merkte bei beiden schnell, dass sie sehr spritzig und eifrig waren, manchmal aber natürlich auch noch etwas ungehalten. Es würde viel Arbeit werden, aber wir hatten hier zwei tolle Fohlen mit gutem Stammbaum. Tom, Mia und Dave hatten ebenfalls jeweils zwei Fohlen in die Ausbildung übernommen. Tom würde sich um Symphonie de la Bryére und Capona kümmern. Die hübschen Mädels würden dann natürlich weiter im Dressursport gehen. Und dafür war Tom unser erster Mann. Dave durfte sich natürlich um sein Amberfohlen Harvey kümmern. Was wir mit ihm machen würden, wussten wir eigentlich noch nicht genau. Er war noch so klein und verspielt, dass dafür noch genügend Zeit blieb. Bis dahin hatte Dave auch die Chance, sich weiter zu erholen, denn ich hoffte doch, dass er in Daves Spezialgebiet des Military oder je nach Körperbau in die Distanz gehen könnte. Da Harvey noch so klein war und erst nur das Halftern lernte, bekam Dave zusätzlich Thor an die Hand. Der war mittlerweile zu einem stattlichen Jugendlichen herangewachsen und machte ordentlich Eindruck, auch wenn er noch sehr schlaksig war für einen Friesenmix. Doch sein Wesen war des eines liebevollen, friedlichen Kuschelbärs. Er hatte schon auch seine fünf Minuten, doch er schien anscheinend zu merken, dass Dave aus Reflex seine Schulter noch immer wegdrehte oder nicht ganz belastete, obwohl der Physiotherapeut die Behandlung schon vor drei Monaten erfolgreich abgeschlossen hatte. Jetzt war Thor eben sein neuer Therapeut. Der schwarze Hengst mit den blauen Augen lernte schnell und verdiente sich damit eine Karotte oder Apfelschnitze nach der anderen und forderte seinen Ausbilder so, dass der irgendwann gar nicht mehr an die Auswirkungen des Unfalls dachte. Eines Abends kam er pfeifend in unsere Wohnung, drückte mir grinsend einen Kuss auf die Stirn und zog sich ohne jede Mühe das T-Shirt über den Kopf, um dann weiter pfeifend unter der Dusche zu verschwinden. Ich kann nicht sagen, was mich in dem Moment mehr umhaute – der Anblick an sich oder die Tatsache, dass es jetzt alles gut war.
      Und weil alles gut war, alles so wunderbar lief und es uns so gut ging wie noch nie auf dem SPZ Naundorf, jagten wir jetzt mit einem Affenzahn über das frisch abgemähte Weizenfeld am nördlichen Waldrand. Dave saß auf Heros, der ein absolutes Verlasspferd im Gelände war, dicht gefolgt von Leo auf seinem Fireflies, der noch dieses Jahr zur Körung gemeldet werden würde. Mia hatte sich ihren Checkpoint ausgesucht, da wir ohne große Reibereien nur mit Hengsten reiten wollten. Tom nahm sich Webster, dem etwas Geländeerfahrung nicht schaden konnte. Der Erfolgshengst unseres Zentrums in Sachen Dressur hatte schon einige Schleifen gesammelt und würde wohl auch bald in unser Zuchtprogramm überwechseln. Mia und Tom galoppierten auch über das Feld, allerdings nicht so schnell wie wir anderen drei. Ich klopfte Dante den immer heller werdenden Hals, als wir am unteren Rand des Feldes ankamen. Im Trab ritten wir weiter, bis Tom und Mia aufgeschlossen hatten.
      Die beiden waren natürlich auch noch ein wahnsinnig glückliches Paar und wir saßen oft abends noch nach dem gemeinsamen Abendessen zusammen draußen auf der Veranda. Dort trugen wir wichtige Daten und Ereignisse des Tages zusammen, besprachen bevorstehende Termine und alberten nach getaner Arbeit miteinander herum. Während der Heuernte waren wir aber oft auch so platt, dass es nur dabei blieb, ab und an eine Flasche Rotwein miteinander zu trinken und dem Hof zuzuhören, wie es nach dem Tag langsam ruhiger wurde. Denn Mia hat mit Tom und mir die meisten Pferde zu betreuen. Neben den beiden Fohlen Efeumond und Arcada, waren in ihrer Obhut neben Checkpoint bei den Hengsten vier Stuten: Annakiya, Mon Amie, Al Aasiyah und Caja. Mit Mon Amie arbeitete sie derzeit nicht wirklich, außer einige Dehnarbeiten. Sie war wieder tragend von Dante. Daher lag ihre Aufgabe hauptsächlich auf die Ausbildung der Distanz. Annakiya und Aasiyah vertrugen sich so gut, dass sie abwechselnd auf einer der beiden ritt und die andere angebunden mitführte. So drehte sie um den Hof ihre Runden, wenn sie alleine unterwegs war, alternativ kam ich mit Aquentino mit. Dieser, sowie meine Hengste Fleming und Dante, die Stuten Cara Mia und Amber und die beiden Fohlen Scamander und Painted waren meiner Betreuung zugefallen. Daher hatten wir nach dem Stalldienst am Vormittag bis zum Mittagessen, bei dem wir uns alle abwechselten, immer genug zu tun. Wir hatten uns auch die freien Tage, die jedes Pferd hatte, auch so eingeteilt, dass Mia und ich dann gegebenenfalls anfallende Arbeiten im Haupthaus oder ähnliches zusammen machen können oder unsere Trainigseinheiten eben aufeinander abgestimmt waren. Tom und Dave fanden das gut und holten Willi und Leo mit ins Boot. Willi kümmerte sich um die Kurzen auf dem Hof und hatte daher bei den Fohlen die kleine Lillifee, den charmanten aber manchmal etwas eigensinnigen Take a Bow und die drei Süßen Nikita, Occani und Taciturn übernommen. Letztere war neben Lillifee als Welshfohlen die Kleinste auf dem Hof und unsere Herzensdame. Neben Cleo, die gerne mit ihr auf der Weide spielte, war sie sozusagen unser „Maskottchen“. Unsere Besucher liebten sie und regelmäßig wurde sie mit Leckerchen und Streicheleinheiten überhäuft. Mittlerweile war sie ja auch schon 17 Jahre und wurde zu allen anderen Pferden auf dem Hof wenn nur spazieren geführt. Auf die Gnadenweide wollten wir sie aber noch nicht stellen, da der Ausbau für die Kleineren noch nicht fertig war und wir sie doch gerne im Stutenstall sahen, wie sie neugierig den süßen Kopf gerade so über die Tür streckte.
      Hier standen natürlich auch noch die Stuten, die Tom und Leo betreuten. Neben seiner Solsikke, die neben Fireflies Leos absolute Turnierpferdchen geworden waren, kümmerte sich Leo auch noch um die hübsche Lewitzerstute Chocolate Chip Cookie, sowie um die Dänin Oline. Er hatte an diesen ebenfalls einen besonderen Narren gefressen und arbeitete regelmäßig und fleißig mit ihnen. Cookie war etwas spritziger als Oline, aber genau das hatte meiner Meinung nach nur Vorteile für Leo. Er sollte mit verschiedenen Charakteren arbeiten und sich nicht zu sehr auf eine Verhaltensart spezialisieren. Neben den erwachsenen Stuten hatte er deshalb auch Elfenlied als Fohlen bekommen. Wir unterstützen ihn dabei natürlich, bis jetzt macht er seine Sache wirklich sehr sehr gut. Neben den bereits genannten betreut Tom mit insgesamt sieben Pferden zusätzlich im Stutenstall Forever Yours, Meilenstein und seine Reykja. Erstere haben wir lange nicht so gefordert, da wir sie ja aus schlechter Haltung übernommen haben. Sie soll höchstens noch zwei Fohlen tragen, bevor wir sie wohl doch auf die Gnadenweide entlassen. Dagegen machen Meilenstein und Reykja von Tag zu Tag weiter Fortschritte. Meilenstein wird mittlerweile geritten, Anfangs saßen hauptsächlich Mia, Leo und ich auf ihr, da wir vom Gewicht her etwas leichter sind als Tom. Doch mit dem richtigen Training konnte sich Meilenstein bald so gut ausbalancieren, dass sich Tom mittlerweile von unten in den Sattel ziehen kann und sie sauber unter ihm austritt. Reykja ist parallel dazu mit Webster unser Dressurass geworden. Ich liebe es, Tom und ihr in der Halle zuzusehen. Er hat dafür einfach das richtige Gespür und gibt uns allen immer noch Korrekturunterricht oder reitet unsere anderen Pferde zur Kontrolle regelmäßig auf dem Platz. Der Rest von uns will immer nur über Hindernisse oder ins Gelände, worauf ja unser Zentrum hauptsächlich ausgelegt ist, aber die Dressur ist eben die Basis und darauf achtet Tom zum Glück.
      So hat er auch Dave unterstützt, der mit der Arbeit mit Thor und Zarin langsam auch wieder vermehrt Zugang zu Medivh bekam. Bei beiden waren die körperlichen Wunden verhältnismäßig schnell verheilt, aber was blieb ist, dass die beiden jetzt nicht mehr genau wussten, auf was sie ausweichen sollen. Military würde vermutlich nie wieder gehen, obwohl Medivh im Gelände ein erstaunlich gelassenes Verhalten zeigt. Auch vor den Hindernissen hat er an sich keine Angst, aber verweigert doch deutlich häufiger bei den ersten kleinen Versuchen auf dem Sandplatz, wenn er es durch Drehen des Kopfes nicht ganz sieht. Wir haben angefangen uns durch die Turnierwelt zu fragen und auch zwei Fälle gefunden, in denen einseitig blinde Pferde wieder springen. Ein Versuch mit dem Abdecken des blinden Auges durch eine Maske zeigte erste Erfolge. Vielleicht brauchte er einfach die Bestätigung, dass er das jetzt ganz sicher einseitig blind machen wird und deshalb auf seinen Reiter vertrauen muss. Oder aber es ist die Angst, sich erneut zu verletzen. Wir können es uns nicht erklären, aber mit zunehmendem Training fasste Medivh mehr und mehr Vertrauen. Viel über Stimmtraining, Toms Erfahrungsschatz und gute Bodenarbeit hörte Medivh nach einigen Wochen wieder auf zu Weben. Wir entließen ihn auf Anraten von den Besitzern der anderen blinden Pferde voll und ganz in den Herdenverband der Hengste. Anfangs rumpelte er noch ein bis zweimal an andere an, aber irgendwann bemerkte man nichts mehr. Dennoch überlegten wir uns, ihn eher in die Distanz und ins Fahren zu bringen. Dort hatte er mittlerweile auch Erfolge eingeheimst und ging dort genauso auf. Ein weiterer Grund, warum der pfeifende Dave nicht wieder verschwand hinter jemandem, der keine Perspektive mehr für sich sah. Und mit Harvey, sowie der flinken Uranium Fever hatte er zwei weitere Pferde, mit denen er nach meiner Einschätzung das Military eben nicht verlieren würde. Ich denke, das weiß Dave für sich auch und fand mit dem Unfall seinen Frieden.
      So ritten wir also nebeneinander her, alle fünf außer Willi und Cleo, die wie immer den Hof hüteten- ausgelassen, zufrieden, den Sommer genießend. Die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht und die dampfenden Pferde unter uns.
    • Muemmi
      Pflegebericht Dezember 2018

      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 02. Dezember 2018 | 9910 Zeichen


      Hengstweide
      Valentine´s Candy Fireflies | Aquentino | Webster | Checkpoint | Take a Bow | Joschi | Medivh | Heros | Dante | Zarin | Fleming

      Stutenweide
      Caja | Reykja | CM´s Meilenstein | Uranium Fever | Chocolate Chip Cookie | Solsikke | Occani | Cara Mia | Orchidee´s Nikita | Al Aasiyah ox | tc Annakiya | Taciturn | Tassila | Oline | Forever Yours | EBS Mon Amie | Ambie

      Fohlenweide
      Efeumond | Thor | Lillifee | Painted Minimalistic Art | Symphonie de la Bryére | Aufgepasst, hier kommt Arcada! | Elfenlied | Capona | Scamander | SPN Harvey


      "Glück pur"

      „Luisa! Wir müssen los!“ Daves Stimme schallte durch den Flur und das Treppenhaus hinauf in unsere Wohnung. Er stand unten in der Eingangstüre und blickte zu mir hinauf, als ich eben diese Treppe hinunterstolperte. „Sorry, bin schon fertig.“ Er grinste, während ich in meine Jacke schlüpfte und die Stiefel anzog.

      Der Sommer war so schnell vorbei gegangen, dass ich mich jetzt gefühlt unvorbereitet im Dezember mit nasskaltem Wetter wiederfand. Wir hatten einen superschönen Herbst gehabt, mit vielen bunten Blättern und sonnigen Ausreittagen. Dave und ich hatten uns nach der stressigen Zeit der Heuernten und der Tuniersaison, die außer für Dave und Willi für uns alle noch im vollen Gang war, Zeit für uns genommen. Medivh hatte sich mittlerweile vollständig erholt und wir uns alle an den etwas seltsamen Anblick seines linken, blinden Auges gewöhnt. Er ging jetzt vermehrt in der Dressur und Dave hatte Heros mehr in die Ausbildung des Springens genommen. Aber wir hatten gemeinsam beschlossen, dass er diese Saison noch nicht wieder im Turniersport mitmischen würde. Dave ging jetzt dafür eher in der Aufgabe auf, mich und den Hof bei allem zu unterstützen. Ich war richtig beeindruckt von seinen Ausbilderfähigkeiten, die er bei den Kutschpferden, den Springern und den Militärygängern zeigte. Die Sportpferde unseres Zentrums blühten regelrecht auf und unsere Kunden lobten Dave zufrieden für seine Arbeit. Allgemein bemerkte ich, dass ihm das Leben hier auf Naundorf richtig guttat. Es gab im Frühsommer ein kurzes, unschönes Aufeinandertreffen mit seinem Vater auf einem der Trabrennen, die wir uns in Zusammenhang mit Uranium Fever ansahen. Er hatte sie zur Probe mal vor einen Sulky gespannt und war auf der Sandbahn oben im Wald eine kurze Runde gefahren. Auch an ihr hatte Dave ganze Arbeit geleistet und wir wollten sie daher in der Saison 2019 in ein paar Fahrturnieren laufen lassen. Die hatten wir bereits vor einigen Monaten schon als Organisatoren aufgegeben und erst da gemerkt, wie sehr uns das eigentlich belastet hatte, auch wenn es eine Leidenschaft für uns alle war. Kaum war das vorbei, kam mit der Tatsache, dass Dave jetzt mit mir, Eine der Teilhaber Naundorfs zusammen war, Stunk von Seiten seiner Verwandschaft. Daves Dad war schon immer schwierig gewesen und hatte sich schon früh einen guten Ruf im Fahrsport gemacht. Er war aber auch für sein Cholerisch-Sein bekannt und konnte es sich mit dem zunehmenden Erfolg Naundorfs, das ihm mitunter den ein oder anderen Kunden abgeworben hatte, nicht verkneifen auf Dave zu zielen. Dieser ließ sich das nach außen hin nicht anmerken, aber mir gegenüber gab er zu, dass es ihn immer noch schwer traf, wenn sein Vater ihn als „Nichtsnutz“ und „Schnorrer“ hinstellte. Da konnte auch seine wundervolle Mutter, mit der ich mittlerweile gut befreundet war und regelmäßig Kontakt hatte, nichts ändern. Es führte sogar zu noch mehr Ärgernis, da wir sie natürlich auf Naundorf immer willkommen geheißen hatten – seinen Vater allerdings auf Daves Wunsch nicht. Ich mischte mich da nicht ein, da das Daves Sache war. Ich konnte ihn nur unterstützen und für ihn da sein. Um uns also zusätzlich eine Auszeit zu gönnen, waren Dave und ich eine Woche nach London und zu Freunden, die Sportpferde in Großbritannien züchteten gefahren. Es war einfach nur wunderschön dort und wir haben diese eine Woche in vollen Zügen genossen. Ich hatte schon immer eine Schwäche für das satte Grün der Weiden und die alten Gemäuer der Herrenhäuser gehabt. Doch nichts würde mir je so viel bedeuten, wie unser Naunhofer Gestüt, bei dem ich mich mittlerweile so viel mehr zu Hause fühlte, als ich es damals im alten jemals getan hatte. Und das galt eben auch für Dave.

      So stürzten wir uns mit neuer Energie wieder in die Arbeit und in die Ausbildung unserer Jungpferde. Thor war mittlerweile so groß, dass man ihn langsam unter den Sattel nehmen konnte. Der Gute wurde im Januar jetzt 3 Jahre alt und würde demnächst auf die große Hengstweide wechseln. Auch Efeumond hatte seine Ausbildung hinter sich und kam jetzt zum Beritt in Mias Hände. Der spritzige Hengst sollte aufgrund seines höheren Alters nicht mehr in anderweitigen Rennen, als denen im Amateursport laufen und uns als guter Springer und Vererber in der Zucht dienen. Auch Painted nahmen wir in der Fohlenausbildung weiter in Beschlag, er war mittlerweile ein Jahr von seiner Mutter abgesetzt und ordentlich gewachsen. Wir würden ihm aber noch mindestens ein Jahr geben, bevor wir mehr mit ihm trainieren würden, als über das Absolvieren einer Fohlenschau hinausgehen würde. Auch die Stutfohlen Symphonie de la Bryére, Arcada, Capona und Lillifee durften noch ganz Fohlen sein. Sie standen alle zusammen auf einer Weide und hatten bei dem matschigen Wetter bis zum ordentlichen Bodenfrost erstmal nur Ausgang auf den großen Sandpaddock. Auch Scamander und Harvey waren noch etwas zu jung und tollten um mich herum, als ich zum Misten kam. Elfenlied allerdings war ähnlich wie Thor langsam groß genug, um auf die Stutenweide zu wechseln und in eine reiterliche Ausbildung über zu gehen. Den Sattel nahm sie schon gut an und lief auch unter ihm an der Longe recht gut. Nur mit einem reiterlichen Gewicht hatte sie noch Schwierigkeiten, was wir regelmäßig mit Sandsäcken und kurzen Ritten an Muskulatur aufbauten.

      Aber nicht nur unsere Fohlen veränderten sich, indem sie immer größer wurden. Auch unser Team hatte sich vor kurzem geändert. Lange hatten wir gesucht und wussten nicht, wie wir die nächste Saison überwinden sollten, ohne jetzt langsam jemanden einzustellen. Und gerade Leo hatte dann die Lösung. Nach dem Unfall auf Medivh kamen einige Artikel dazu heraus und die Erblindung eines Sportpferdes war wieder mehr im Gespräch in der Reiterwelt der Region. Da Leo damals direkt mitten im Geschehen war, hatte eine junge Reiterin, die schon länger für ihn geschwärmt hatte, die Möglichkeit, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Denn sie hatte sich bisher nicht getraut, ihn anzusprechen. Sie meinte später, dass Dave immer mit Leo rumhing und das deshalb unmöglich für sie war. Leo war nach dem Unfall selbstverständlich länger nicht im Turniersport aktiv gewesen und Sophie, die ebenfalls als junge Reiterin viele Erfolge gefeiert hatte, hatte seinen Namen in einem der Artikel gesehen. Über Facebook hatte sie ihn dann angeschrieben und die beiden sich getroffen. Dass sie ihn über die Berichte gefunden hatte, erzählte sie natürlich erst sehr viel später, aber da waren die beiden schon einige Wochen zusammen. Wir auf dem Hof bekamen das offiziell erst im Sommer mit. Da brachte Leo Sophie das erste Mal mit. Die junge Reiterin war mit ihrem Deutschen Reitpony Tassila uns voher schon etwas bekannt, aber je öfter sie hier war, desto mehr gehörte sie mit zum Hof. Sie war eine hübsche, schlanke Frau mit schwarzen Haaren und seltenen grünen Augen, die für ihre gerade mal 19 Jahre einen sehr erwachsenen und reifen Eindruck machte. Sie hatte ihr Abitur abgeschlossen und war ein paar Monate im Ausland gewesen, bevor sie sich entschied, ihr Hobby doch zum Beruf zu machen. Nur der richtige Betrieb fehlte noch. Und da waren wir als Betrieb richtig dankbar. Dave und ich erklärten ihr aber, was damals mit Susan, die sich mit Dave überworfen hatte passiert war. Und dass wir sie gerne auf dem Hof mit ihren beiden Ponys Tassila und Joschi willkommen heißen würden, sofern es keine Streitigkeiten geben würde. Doch als wir alle sahen, wie die beiden zusammen arbeiteten und sich Sophie machte, verschwanden unsere Zweifel. So zog Sophie erstmal in ihr eigenes Zimmer im Haupthaus. Denn mittlerweile lebten auch Mia und Tom zusammen. Die beiden waren fast noch glücklicher als Dave und ich und nach allem, was uns auf Naundorf passiert war, konnten wir das Glück zwar kaum fassen, aber vollends genießen.

      So steuerten wir also mit dem ersten Advent auf die Weihnachtszeit zu, während langsam eine gemütliche Routine auf Naundorf einkehrte. Wir hatten genügend Zeit unsere Pferde zu trainieren und auch die von Kunden zu betreuen, den Hof an einigen Stellen zu sanieren und endlich die gesamten Zäune auf Vordermann zu bringen. So kamen bei Tom, Webster, Reykja, Forever Yours und Meilenstein ordentlich voran und zeigten in der Dressur erstaunliche Fortschritte. Auch Tom lebte jetzt nach dem ganzen Stress auf und hatte richtig Spaß an der Arbeit. Auch Mia konnte ordentlich trainieren und sich um ihre Schützlinge Checkpoint, Annakiya, Mon Amie, Aasiyah und Caja kümmern. Sophie half Leo mit Oline, die wir ihr bei der Einstellung fest zuteilten. Sie sollte mit einem Großpferd arbeiten, da sich Willi um Joschi kümmern würde. Der Beistellshetty hatte jetzt mit Occani, Taciturn, Nikita und Take a Bow neue Weidengenossen und verstand sich vor allem mit Bow sehr gut. Leo hatte also mehr Zeit, sich auf seine Solsikke und auf Cookie zu konzentrieren. Die beiden Damen hatten sich auf dem Hof wirklich gut gemacht und so langsam konnte es auch bei ihnen in die Turniere gehen. Candy allerdings hatte sich wirklich super gemacht und einige Schleifen eingeheimst. Er würde demnächst mit Aquentino zur Körung eingeschrieben werden. Auch meine Pferde machten sich gut. Ich hatte endlich wieder genügend Zeit, um mit Fleming und Dante richtig lange Ausritte zu machen und eine Parcour abzureiten. Auch Cara Mia und Amber kamen wieder zum Zuge, vor allem Amber hatte nach Harvey wieder ihre alte Form und sprang besser denn je. Dave sah immer mal wieder neidisch rüber, als er gerade mit Zarin trainierte.

      Und wie gesagt, konnten wir uns endlich wieder auf andere konzentrieren. Um unsere Zuchtpläne weiter zu verfolgen, hatte Dave einen Großverkauf entdeckt und auch zum Trainieren und Pflegen der Pferde dort brachen wir heute auf. Dave grinste immer noch, als er vorne ums Auto herumlief und einstieg, während ich mich auf dem Beifahrersitz niederließ. „Bis später!“ rief uns Tom zu und winkte zum Abschluss.
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    Sportpferde Naundorf - Hengstweide
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    2 Juli 2018
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  • Efeumond

    Ehrengold x Blütenzauber
    Solo x Shew O´Gold | unbekannt x unbekannt
    Geburtsdatum: 24.03.2012
    Zucht: Gestüt Ammersee

    Gekört/Gekrönt: Nein

    Geschlecht: Hengst
    Rasse: Englisches Vollblut
    Stockmaß: wird ca. 1,70cm
    Fellfarbe: Brauner
    Abzeichen: Blesse, vier Beinabzeichen

    Besitzer: Muemmi
    Ersteller: Muemmi
    VKR: Muemmi

    Charakter: begeisterungsfähig, mutig, verschmust, neugierig, begriffsstuzig

    Eignung: Galopp, Military, Springen
    Ausbildung: Bodenarbeit, Angeritten
    Galopp: E
    Dressur: E
    Springen: E
    Military: E
    Western: E
    Distanz: E
    Fahren: E

    Gesundheit: Sehr gut
    Sonstiges:
    Bilder:

    [​IMG]

    [​IMG]

    Abstammung

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    Exterieur

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Hengst Stute

    x.x.x
    (x Jahre gealtert)
    Rasse: x
    Stockmaß: xcm
    Gewicht: xkg
    Deckhaar: x
    Abzeichen: x

    Gewichtangaben:
    Englisches Vollblut: 400kg-500kg
    Araber: 420kg-570kg
    Paint Horse: 470kg-600kg
    Quarter Horse: 400kg-600kg
    Haflinger: 400kg-600kg
    Edelblut-Haflinger: 400kg-500kg
    Shire: 700kg-1000kg
    Tinker: 460kg-730kg
    Percheron: 870kg-930kg

    Interieur / Beschreibung

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Verhalten in der Box: Neutral, Aggressiv, Ruhig, Unruhig, Gelangweilt

    Verhalten auf der Weide: Neutral, Aggressiv, Abseits der Herde, Stur

    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●● Unsozial
    Begabt ●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●● Nervös
    Loyal ●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●● Faul

    Vorgeschichte


    Charakter

    Weide: x
    Unterbringung: x
    Einstreu: x
    Futtersorte: x
    Fütterungszeiten: x

    Besitzer: Jackie (x)
    VKR/Ersteller: x

    Qualifizierungen & Erfolge

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Dressur E A L M S S* S** S***

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S S* S** S***

    Western E A L M S S* S** S***

    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Cutting: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Barrel Racing: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Pole Bending: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Roping: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1

    Springen E A L M S S* S** S***

    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L M M* M** S S* S** S*** S**** S*****

    Military E A L M S S* S** S***
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****
    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG
    Flachrennen: 800m 1000m 1250m 1500m 1750, 2000m 2250m 2500m 3000m 3400m
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4
    Trabrennen: 800m 1000m 1600m 1760m 1900m 2100m 2300m

    Gangreiten E A L M S S* S** S***
    Tölt: T8 T7 T6 T5 T4 T3 T2 T1
    Viergang: V1 V2 V4 V5 V6 V7 V
    Fünfgang: F F1 F2
    Passrennen|Pass: P1 P2 P3 | PP1 PP2

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Offiziell

    -

    Inoffiziell
    -

    Ausbildung und Zuchtdaten

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    Trainingsplan

    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten x | Eingefahren x

    Fohlenausbildung (bis 2 Jahre)
    Anfassen x | Putzen x | Aufhalftern x
    Führen x | Hufe geben x

    Jungpferdeausbildung (ab 2 Jahre)
    Gebiss annehmen x | Sattel aufgelegen x | Reitergewicht x
    Schrecktraining x | Verladen x | Longieren x

    Springpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten x | Hindernisgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    Dressurpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    Rennpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten x | Hindernisgewöhnung x | Startboxgewöhnung x | Gelassenheitstraining x

    Westernpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten x | Startboxgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    Kutschpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten x | Einfahren x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren Antrainiert Prüfung Abgeschlossen

    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪

    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪
    Verladefromm: 3 2 1 ✪
    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass


    Schleife
    HK/SK

    Gencode: unbekannt
    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht: x
    Züchter/Herkunft: x
    Trächtig [] Nächste Rosse (alle 30 Tage): x

    Nachkommen
    0/5
    -

    Gesundheitszustand
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt


    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) überfällig
    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4 (alle 6 Monate) überfällig

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt

    Ausgeschnitten/Korrigiert:
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
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