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Edward's Dusk till Dawn I ♂ I Tinker

[center][b][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]Edward's Dusk till Dawn[/size][/font][/color][/b][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]„Edward“, „Dusky“[/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font='Century Gothic'][size=3]----------------------[/size][/font][/color][/center] [center][b][color=#33cc33][font=helvetica][size=3]Abstammung[/size][/font][/color][/b][/center] [b]aus der[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– unbekannt[/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=2][b]aus der [/b]– unbekannt --[b] von [/b]– unbekannt[/size][/font][/color][/center] [b]von [/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– unbekannt[/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=2][b]aus der [/b]– unbekannt --[b] von [/b][/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=2]– unbekannt[/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font='Century Gothic'][size=3]----------------------[/size][/font][/color][/center] [color=#33cc00][b]Exterieur[/b][/color] [b]Geburtsjahr[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– 1999[/size][/font][/color][/center] [b]Geschlecht[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– Hengst[/size][/font][/color][/center] [b]Rasse[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– Tinker[/size][/font][/color][/center] [b]Fellfarbe[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– Bay Tobiano[/size][/font][/color][/center] [b]Stockmaß[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– 156 cm[/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font='Century Gothic'][size=3]----------------------[/size][/font][/color][/center] [color=#33cc33][b]Interieur[/b][/color] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]Edward's Dusk till Dawn ist ein starker Tinkerhengst, der manchmal unberechenbar erscheinen kann. Er weiß seine Größe und Statur durchaus zu schätzen, zeigt er dies nach außen hin doch auch – ihm würde aber niemals einfallen, jemanden damit zu verletzen. Er nutzt sie höchstens, um andere einschüchtern zu können, doch eigentlich könnte er keiner Fliege was zuleide tun.[/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]Er ist ein wenig träge und scheint nur wenig Spaß an der Arbeit zu haben, was aber auch daran liegen kann, dass er bisher häufig unterfordert wurde. Es wurde nie entdeckt, was tatsächlich in ihm steckt. Mit seinem Besitzer Matthew versteht er sich allerdings blendend. Sobald man die beiden „Männer“ gemeinsam sieht, ist es unmöglich, das Band, das zwischen ihnen besteht, zu übersehen.[/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font='Century Gothic'][size=3]----------------------[/size][/font][/color][/center] [color=#33cc33][b]Besitzerdaten[/b][/color] [b]Besitzer[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– medy[/size][/font][/color][/center] [center][b][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]VKR: [/size][/font][/color][/b][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]Samarti[/size][/font][/color][/center] [b]Ersteller (mit VKR) [/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– Nuray[/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font='Century Gothic'][size=3]----------------------[/size][/font][/color][/center] [center][size=4][color=#33cc33][b][font=helvetica]Qualifikationen[/font][/b][/color][/size][/center] [b]Decktaxe[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– nicht zur Zucht zugelassen[/size][/font][/color][/center] [b]Nachkommen [/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– keine[/size][/font][/color][/center] [b]Reitstil[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– Englisch[/size][/font][/color][/center] [b]Eingeritten[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– ja[/size][/font][/color][/center] [center][b]Springen[/b][color=rgb(90,90,90)][font=georgia][size=3]:A[/size][/font][/color][/center] [center][b]Millitary[/b][color=rgb(90,90,90)][font=georgia][size=3]:E[/size][/font][/color][/center] [center][b]Dressur:[/b][color=rgb(90,90,90)][font=georgia][size=3]E[/size][/font][/color][/center] [center][b]Distanz:[/b][color=rgb(90,90,90)][font=georgia][size=3]E[/size][/font][/color][/center] [center][b]Western[/b][color=rgb(90,90,90)][font=georgia][size=3]:E[/size][/font][/color][/center] [center][b]Galopprennen[/b][color=rgb(90,90,90)][font=georgia][size=3]: E[/size][/font][/color][/center] [center][b]Fahren[/b][color=rgb(90,90,90)][font=georgia][size=3]: E[/size][/font][/color][/center] [b]Eingefahren[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]– ja[/size][/font][/color][/center] [b]Eignung[/b] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3][img]http://abload.de/img/freizeitexkzp.png[/img][/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]–[/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3][img]http://abload.de/img/fahrentxjdw.png[/img][/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=2]Freizeit – Fahren[/size][/font][/color][/center] [center][color=rgb(90,90,90)][font=helvetica][size=3]Offizieller Hintergrund | PNG | PNG Puzzle[/size][/font][/color][/center]

Edward's Dusk till Dawn I ♂ I Tinker
medy, 10 Feb. 2014
    • medy
      Pflegebericht - 23. Dezember 2013
      Das Training mit den „sanften Riesen“ hatte seinen Zweck anscheinend verfehlt.Denn nun war es kein neuer Auftraggeber, der einen dieser Kolosse auf mein Gestüt verfrachtete – nein, es war Matthew höchstpersönlich, der soeben einen Tinkerhengst von Nuray abgeholt hatte, den wir gemeinsam gekauft hatten. Er war das erste Kaltblut auf meinem Hof, obwohl ich mir gesagt hatte, dass ich diese ursprünglich gar nicht haben wollte. Diesbezüglich hatte ich mein Vorhaben nicht einhalten können, denn just in diesem Moment zog eben eines dieser Tiere bei mir im Hengststall ein.
      Ich hatte mich einfach nicht zurückhalten können, ihn zu kaufen. Auch Matthew war sofort Feuer und Flamme gewesen, er liebte die stämmigen Pferde und hatte mich noch überredet, eines zu kaufen. Es war mehr für ihn gedacht als für mich, dennoch hatte auch ich sofort einen Narren an Edward's Dusk Till Dawn, wie der schöne Tinkerhengst hieß, gefressen und mich verliebt. Die einzige Tatsache, die mich zweifeln ließ, war, dass er der einzige „seiner Art“ in meinem Stall war, dennoch hoffte ich, dass er sich gut einleben würde.

      „Er ist wunderschön“, flüsterte Joline, die plötzlich neben mir aufgetaucht war, leise und betrachtete den Tinkerhengst, der genüsslich kauend sein Heu fraß, dass einer der Stallhilfen soeben in sein Netz gefüllt hatte. Ich sagte nichts und nickte nur leicht, meinen Blick konnte ich nicht von dem kräftigen Tier abwenden. Dusk hatte sich bereits hervorragend eingelebt, und das, obwohl er erst seit einigen Stunden auf meinem Gestüt stand. Matthew stand hinter mir, hatte mich im Arm – ich wusste nicht, wieso – und folgte meinem Blick, der noch immer auf dem Scheckhengst lag.
      „Gute Wahl“, murmelte er mir ins Ohr und ich konnte sein Grinsen förmlich heraushören, als er das sagte. „Ja“, erwiderte ich nur, „hast du gut ausgesucht.“
      Für eine Weile sagte keiner mehr etwas, Joline verschwand ebenfalls irgendwo in einem anderen Winkel des Stalles und kümmerte sich scheinbar um die Stuten.
      „Er sollte mein Weihnachtsgeschenk an dich sein“, unterbrach ich plötzlich die Stille und wandte meinen Blick von Dusk ab, um ihn zu Matthews Gesicht wandern zu lassen.
      „Er ist ein perfektes Weihnachtsgeschenk“, wisperte dieser nahezu in mein Ohr und ich spürte seinen warmen Atem in meinem Nacken, „danke.“
      Ich lächelte leicht und gab ihm ein kurzes Küsschen auf die Wange. „Gern geschehen. Jetzt lass uns wieder reingehen, es wird dunkel und kalt.“
      Matthew nickte, nahm meine Hand und zog mich mit in das Haupthaus. Wenn ich daran dachte, dass wir bald wieder umziehen würden … Eigentlich wollte ich hier nicht weg, doch die Ranch in Dover hatte es mir einfach angetan.


      Weihnachten auf dem Gestüt - 24. Dezember 2013
      „Unser erstes gemeinsames Weihnachten“, murmelte ich leise und betrachtete den riesigen, noch ungeschmückten Weihnachtsbaum, der den Weg in unser Haus gefunden hatte. Matthew und Harry brummelten mir zustimmend irgendetwas zu, während sie am großen Tisch saßen und Armdrücken spielten. Sie wollten unbedingt wissen, wer von den Beiden der Stärkere war. Seufzend drehte ich mich wieder von ihnen weg und befestigte eine weitere Christbaumkugel an einem der Zweige. Im Hintergrund lief leise Weihnachtsmusik und die letzten Töne von „Let It Snow“ erklangen gerade, als das nächste Lied angespielt wurde.
      „Mach das aus!“, schrie ich nahezu und fuchtelte wild mit den Armen in der Luft herum, was dazu führte, dass mein Gleichgewichtssinn sich verabschiedete. Ich konnte mich gerade noch so auf der Leiter halten, ohne umzukippen und stieg schließlich die Stufen herunter, um mich auf den Weg zum Radio zu machen.
      „Schalt es ab“, wiederholte ich knurrend und suchte den Lautstärkeregler des Radios.
      „Was hast du denn gegen Last Christmas?“ Matthew sah mich verwundert an, seine Augenbrauen schossen fragend in die Höhe.
      „Ich hasse es einfach. Es ist nervig.“
      „Ich finde es schön“, protestierte Lucy und ich warf ihr einen tödlichen Blick zu, um sie zum Verstummen zu bringen. Im nächsten Moment musste sie laut lachen. Nein, meine Blicke konnten leider nicht töten.
      „Macht es einfach aus“, stimmte Joline mir zu, „ich finde es auch scheußlich. Jedes Jahr dasselbe, dämliche Lied. Ich kann es nicht mehr hören.“
      Ich sah sie lächelnd an, dankte ihr dafür und beobachtete Harry, der auf einen anderen Sender umschaltete. Als er sich zu mir umdrehte, zierte ein belustigtes Grinsen sein Gesicht.
      „Da haben sich die Radiosender wohl gegen dich verschworen.“
      Ich stöhnte genervt auf und ließ mich auf einen der Stühle fallen, die im großen Wohnzimmer verteilt standen. Mein Gesicht vergrub ich demotiviert in meinen Handflächen und ein lauter Seufzer verließ meinen Mund. Es konnte doch nicht wahr sein, dass auf jedem gottverdammten Sender dieses nervtötende Lied gespielt wurde! Ein wunderbarer Weihnachtstag, ein wunderbarer Heiligabend wegen diesem wunderbaren Lied. Man bemerke bitte die Ironie in dieser tatkräftigen Aussage.

      „Beverly und Dajeen sind bereits in ihren Boxen. Was ist mit Goldherz und Casey?“ Harry lief unruhig auf und ab, verwirbelte dabei einige Strohhalme in der Stallgasse, die soeben gefegt worden war. „Goldherz steht in ihrer Box. Casey muss noch hereingeholt werden, Romantica auch. Machst du das bitte eben?“, bat ich ihn und händigte ihm die zwei Halfter aus, die für die beiden Reitponystuten bestimmt waren. Er nickte und verschwand nach draußen. Es würde laut Wetterberichten eine kalte Weihnachtsnacht werden, weshalb die Pferde und Ponys die Nacht in den Ställen verbringen würden. Der Regen dürfte in Folkestone auch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Dieses Jahr gab es wohl keine weiße Weihnacht. Danke, Erderwärmung.
      Nur kurze Zeit später erschien Harry mit den beiden Scheckstuten im Stalltrakt und führte sie in ihre warmen, frisch eingestreuten Boxen. Ich seufzte bei dem Gedanken daran, dass wir wahrscheinlich bald wieder umziehen würden. Eigentlich wollte ich dies nicht, doch ich hatte eine kleine Ranch in Aussicht, ganz in der Nähe von diesem Gestüt. Sie war gemütlich und wurde nur verkauft, weil die ehemaligen Besitzer verstorben und keinerlei Erbanwärter vorhanden waren, weshalb sie schließlich zwangsversteigert werden musste. Ich hatte mich sofort in diese Ranch verliebt, aber … es war schwierig, vom Gestüt The Mountain Yard loszukommen. Schließlich wohnten wir hier erst seit einem halben Jahr, doch ich bemerkte, dass die Anlage einfach zu groß für uns war. Wir hielten nur siebzehn Pferde, und für diese reichte die kleine Ranch in Dover in der Nähe der Kreidefelsen vollkommen aus. Dann würde ich das Gestüt hier wohl oder übel verkaufen müssen.
      Ein wenig Hufgetrappel ertönte, als ich mich umdrehte und nach draußen sah. Dort standen Flame und Dahiba, fertig geputzt und gesattelt. Sie warteten nur noch darauf, ihre Trensen übergezogen zu bekommen, dann würden wir in einen kurzen Ausritt starten. Sie brauchten ihre Bewegung.
      Mein Reithelm saß fest auf meinem Kopf, als ich auf Dahiba aufstieg und Joline neben mir das Gleiche bei Flame tat. Es war kühl und ich fror ein wenig, hatte ich doch nur einen Sweater angezogen, aber das musste nun sein. Augen zu und durch!

      Nach nicht sehr viel Zeit trafen wir wieder auf dem Hof ein. Die Dämmerung brach schon an, als die beiden Stuten in ihren Boxen standen und es schien, als würde sich bald die Nachtdecke über Folkestone niederlassen. Der Himmel war in eine bunte Mischung aus verschiedensten Farben getaucht worden, und kurz gesagt: Es war wunderschön.
      „Rapsoul, Pamino und Sonic Syndicate sind in den Boxen. Holt bitte noch Herbstblatt, Chronos und Da Vinci rein!“, wies Charles Neill und Mason an, die sofort auf seine Anweisung hörten und auf der Weide verschwanden, um besagte Hengste in die Boxen zu bringen.
      „Hat sich Dusk Till Dawn gut eingelebt?“, wandte sich der Ausbilder und oberste Stallmeister nun an mich und ich nickte nur leicht. „Ja. Trotz der Tatsache, dass er erst seit einem Tag hier ist, macht er sich wahnsinnig gut.“
      „Das ist schön zu hören. Monsta muss noch in die Box!“, rief er Harry zu und klatschte in die Hände, um alle auf sich aufmerksam zu machen. „Elisa, hol du Nacromancer in the Dark in den Stall. In Ordnung?“ Ich nickte erneut. Obwohl er für mich arbeitete, war er so etwas wie ein Vater für mich und half mir oft dabei, alles geordnet zu halten.
      Meine Beine trugen mich eilig auf die Hengstweide und mit einem kurzen 'Klick' sprang der Karabinerhaken ein, sodass Nacros Halfter nun fest auf seinem Kopf saß. Es war eigentlich unnötig, denn der Hengst folgte mir auch so. Dennoch ging es so schneller.
      Es war bald schon in seiner Box und die Pferde waren alle versorgt worden – inklusive einer kleinen Weihnachtsüberraschung, die sie in ihren Trögen fanden.

      „Sie erinnert mich an ein kleines My Little Pony“, lächelte ich Matthew zu und deutete auf das Bild einer Criollo-Tinker-Mix Stute, die momentan zum Verkauf stand. Ich hatte sofort ein Auge auf sie geworfen und mich um sie beworben, doch ich war nicht die Einzige, die sie haben wollte. Dennoch hoffte ich auf das Beste.
      „Lass uns zu den Anderen“, murmelte Matthew und strich mir sanft über den Rücken. Ein kleiner Schauer lief mir über diesen und ich musste augenblicklich noch breiter lächeln.

      „Gerne“, erwiderte ich, stand auf und zögerte dann., bevor ich wirklich zu den Anderen ging und ihn hinter mir herzog. Und so verbrachten wir einen ganzen Abend mit leckerem Weihnachtsessen, einer wunderschönen Bescherung und einem ebenso wunderbaren Heiligabend. Trotz der Tatsache, dass wir in England waren, behielten wir noch deutsche Traditionen bei uns – mal sehen, wie lange die noch anhalten würden.


      Hufschmiedbericht - 2. Januar 2014
      Gleich nachdem mein Besuch bei Rose von statten gegangen war, bekam ich gleich den nächsten Anruf von Elisa. Sie hatte auch neulich drei Pferde gekauft und wollte nun, dass ich deren Hufe ausschnitt und korrigierte. Ich machte noch am selbigen Tag den Termin aus und hatte dazwischen sogar noch Zeit, bei Starbucks etwas zu essen und zu trinken, ehe ich mich auf den Weg zu Elisa machte. Auf dem Hof angekommen wartete sie schon mit ihren drei Pferden und nachdem wir uns begrüßten machte ich mich sofort an die Arbeit. Als erstes ging ich zu Edward's Dusk Till Dawn, der kräftige Tinkerhengst beschnupperte mich erst neugierig, ehe er brav den ersten Huf hob. Ich lobte ihn und säuberte mit dem Messer seine Hufe gründlich, ehe ich mit der Hufzange die Form etwas korrigierte und das überstehende Horn abknipste. Dann nahm ich die Feile und feilte den Huf noch etwas aus, damit er gerade auf dem Boden stand. Das wiederholte ich auch bei allen restlichen Hufen und war erstaunt, wie brav der Tinker dort stand. Als ich fertig war ließ ich ihn noch etwas herumgehen und Traben, damit ich sehen konnte, ob er gut auf seinen korrigierten Hufen stand, und als das der Fall war, machte ich mich an die Arbeit mit Pushin' Jazz for Cash. Die hübsche Hackneystute keifte mich kurz an, als ich sie etwas zu hektisch berührte, gewöhnte sich dann aber langsam an mich und ich hob ihren Vorderhuf. Sie brummelte kurz, ließ es aber über sich ergehen und ich schnitt erst gründlich ihre Hufe aus, ehe ich ihn etwas mit der Feile begradigte. Ihre Hufe waren schön sauber und hatten kaum überstehendes Horn, daher beließ ich es dabei und wiederholte das ganze bei allen restlichen Hufen, wobei sie an der Hinterhand etwas empfindlich war und ich dort besonders vorsichtig sein musste. Nachdem ich auch bei ihr nachprüfte, ob sie gut auf den Hufen stand, ging es zu Audio Delite at Low Fidelity. Die hübsch gefärbte Stute war erst etwas skeptisch, aber nachdem ich ihr ein Leckerli zusteckte und Elisa sie etwas streichelte, ließ sie es zu, dass ich ihre Hufe hob. Auch bei ihren Hufen gab es kaum überstehendes Horn und so musste ich nur ein wenig wegknipsen und feilen, ehe sie sauber waren. Ihr rechter Vorderhuf war zwar etwas rechteckig, aber nachdem ich das ein wenig mit der Feile begradigte, wurde er wieder etwas runder. Ich lobte die Mixstute ausgiebig und gab dann auch Edward und Jazz ein Leckerli, bevor Elisa alle drei wieder in die Boxen führte. Ich packte alles zusammen, verabschiedete mich von Elisa und fuhr vom Hof auf den Weg nach Hause, wo ich mir erst einmal etwas richtiges zu essen gönnte.



      Umzug auf das Gestüt Crown Hill Stables - 11. Januar
      Mit emotionslosem Blick betrachtete ich das bunte Treiben auf dem Gestüt The Mountain Yard. Es war noch hektischer und lauter als sonst. Dabei war es erst sechs Uhr in der Früh, doch wir alle mussten uns auf den Umzug vorbereiten. Mit einem lauten Seufzer zog ich mir schließlich meine Jacke über, schlüpfte in meine Schuhe und schnappte mir meinen Schlüssel, bevor die Haustür lautstark hinter mir zuknallte und ich ins Freie trat. Mir wurde kaum Beachtung geschenkt – waren doch alle mit dem Verpacken von Ausrüstung, dem Verladen der Pferde oder sonst irgendwelchem Kram beschäftigt, der uns auf den Umzug vorbereiten sollte. Es standen nur noch vier Pferde auf dem Hof, besser gesagt vier Ponys. Goldherz brummelte mir aus ihrer Box zu, als sie mich erblickte und damit auch die paar Karotten in meiner Hand sah. Ich bewegte mich mit langsamen, ruhigen Schritten auf die Boxentür meiner Stute zu und streichelte sanft über ihr weiches Winterfell, das auf ihrem Nasenrücken wuchs. „Na, Liebling?“, murmelte ich leise und meine Hand wanderte zu ihren Ohren, die ich kraulte. Ein stummes Lächeln schlich sich auf mein Gesicht, als Goldherz ihre Augen schloss, tief ausatmete und den Kopf ein wenig senkte. Dann jedoch wurden ihre dunkelbraunen Augen wieder sichtbar und ein kleiner Ponykopf rieb sich behutsam an meinem Oberarm, bevor Goldherz sich mit ihrem Kopf an mich lehnte und erneut tief ausatmete. Ich entspannte mich für einen Moment, vergaß den Umzugsstress und den Trubel auf meinem Hof und konzentrierte mich nur auf das gescheckte Pony vor mir. Goldherz war schon immer der Liebling meiner Pferde gewesen. Bereits vor einigen Jahren hatte sie ich zuerst erblickt und sie daraufhin gekauft. Ich hatte keine Kosten und Mühen gescheut, um aus ihr die Stute zu machen, die sie heute ist. Ich hatte sie krönen lassen, mit mir hatte sie mehrere Schönheitswettbewerbe und Turniere bestritten und Schleifen nach Hause bringen können. Ich war jedes Mal dabei, wenn sie ein Fohlen auf die Welt brachte. Leider war ich auch diejenige, die völlig überstürzt das Land verlassen hatte. Goldherz fand zwar einen Platz bei Juu, verletzte sich aber beim Springen an der Beugesehne und Juu beschloss, sie zu ihrem Wohl auf die Gnadenweide zu stellen. Niemand hatte eigentlich Hoffnung gehabt, dass die Verletzung wieder abklingen würde – war doch nicht mit ihr zu spaßen. Doch Weihnachten 2012 hatte Michelle mir das wohl beste Weihnachtsgeschenk gemacht, das sie mir hätte machen können. Sie war mit einem Tierarzt und joe zu Juu gefahren, um Goldherz abzuholen. Ihre Verletzung war zu dem Zeitpunkt nicht mehr besonders schwerwiegend gewesen und sie konnte langsam wieder mit dem Training beginnen. Nun, irgendwann hatte Michelle mir erzählt, dass sie eine Überraschung für mich hätte. Ich hätte mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass sie mir tatsächlich Goldherz wiederholen konnte.
      Aus der Nebenbox ertönte ein empörtes Schnauben und Goldherz hob ihren Kopf, um Casey einen giftigen Blick zuzuwerfen. Sie war zwar die Mutter des Grauschecken, doch wenn Goldherz ein wenig Aufmerksamkeit bekam und ihr die jemand wegnehmen wollte, wurde sie zickig und beinahe eigen. Ein erneutes Lächeln zierte meine Mundwinkel, während ich Goldherz eine Möhre zusteckte und sie diese genüsslich zermalmte. Die Zeit nutzte ich, um mich Casey zu widmen. Diese studiere mich aufmerksam, als ich auf sie zulief und mit der Möhre vor ihrem Kopf wedelte. Ihre blauen Augen verfolgten wachsam diese und ich konnte sehen, wie ihr förmlich das Wasser im Mund zusammenlief. Dennoch machte sie keine Anstalten, mir die Karotte aus der Hand zu ziehen, weshalb ich sie ihr schließlich doch selbst gab und ihr den Hals klopfte. Mein Weg führte mich zur nächsten Box, in der sich Romantica befand. Sie war heute Morgen bereits versorgt worden und trotz der Tatsache, dass sie durch den Koppelzaun gesprungen und ihre Verletzung somit erst drei Tage her war, sahen ihre Schnittwunden nicht mehr gänzlich so schlimm aus wie zu Anfang. Auch die Prellung am Bein hatte nachgelassen und sie dürfte die Fahrt problemlos überstehen. Romantica bekam ebenfalls eine Möhre zugesteckt, ebenso wie Monsta, die in der vierten Box im Stutenstall stand. Kurz darauf verließ ich diesen Stalltrakt wieder und lief in die anderen beiden. Es herrschte gähnende Leere. Selbst die Büros im Stall waren bereits ausgeräumt worden, alle Unterlagen waren verschwunden. Hier gab es nichts mehr zu sehen.
      Es tat mir in der Seele weh, zu wissen, dass ich dieses Gestüt verkaufen müsste. Ich wusste nicht, was mich dazu gebracht hatte, das Gestüt mit dem Namen Crown Hill Stables zu kaufen. Es war wahrscheinlich diese Verlockung, wieder etwas Neues zu erleben – aber sie gefiel mir um Längen besser als das Gestüt The Mountain Yard und so beschloss ich, dieses zu verkaufen und einen erneuten Umzug zu wagen.
      „Elisa?“, riss Matthew mich aus meinen Gedanken und ich drehte mich ruckartig um, weshalb ich fast in ihn prallte. „Ja?“, brachte ich heraus und sah ihn mit gerunzelter Stirn an. Auch er schien nicht sonderlich gelassen zu sein, ihn schien der Umzugsstress ebenso mitzunehmen wie mich. Trotz der Tatsache, dass das neue Gestüt sich im Südwesten Englands in Penzance befand, hatten viele meiner Mitarbeiter beschlossen, mich zu begleiten. Bereits zuvor hatte die Mehrzahl von ihnen bei mir auf dem Gestüt gelebt, so würde es auch in Zukunft sein. Mich überraschte dies zwar, doch vielmehr freute ich mich darüber. Die Stallburschen würden mich nicht begleiten, ebenso wie zwei meiner Jockey abgesagt hatten. Dies taten auch drei weitere Ausbilder, was mich zwar etwas trauriger stimmte, aber nicht umbringen würde. In Penzance gab es mit Sicherheit auch gute Ausbilder, die ich mir an Land ziehen könnte.
      Aber Harry würde uns verlassen. Ihn zog es wieder nach London, wo er zuvor bereits gewohnt hatte und wie Matthew mir gerade mitteilte, war es für mich an der Zeit, mich nun von dem Ausreißer zu verabschieden.
      Mit trägen Bewegungen schritt ich auf Harry zu, der bereits auf dem Hof wartete. Als ich seine Koffer erblickte und den grimmigen Taxifahrer sah, wurde mir mulmig und ich versuchte, nicht allzu sehr nach ʻam Boden zerstörtʼ auszusehen. Obwohl ich traurig war, dass er verschwand, wusste ich, dass es besser so wäre. Er gehörte hier nicht hin. Harry gehörte in eine Großstadt, in Clubs und Diskotheken. Nicht auf das Land und ganz besonders nicht auf ein Gestüt.
      Als er mich im Arm hielt und mir sanft mit seinen großen Händen über den Rücken strich, schluchzte ich laut auf. Er war nun eine ganze Weile lang auf dem Gestüt gewesen und ich konnte es mir gar nicht mehr ohne ihn vorstellen. Dennoch war es die einzig richtige Entscheidung, die er treffen konnte.
      Nach gut zehn Minuten vernahm ich ein leises Räuspern seitens des Taxifahrers. Harry wischte mir kurz die Tränen von der Wange, dann gab er mir einen kurzen Kuss auf die Stirn. So, wie er es bereits vor Jahren gemacht hatte, als er und seine Familie von Deutschland nach England gezogen waren und mich zurückließen. Er war schon immer wie ein großer Bruder für mich, der beste Freund, den ich mir wünschen konnte. Wie sollte ich es wieder so lange ohne ihn aushalten?
      Wir ließen voneinander ab und ich setzte ein gezwungenes Lächeln auf. „Pass auf dich auf“, murmelte Harry mir ins Ohr und winkte mir noch einmal zu, während ich nur benommen nickte. Mit diesen Worten drehte er sich um und stieg in das Taxi, das kurz darauf mit brummendem Motor vom Gestüt fuhr.
      Nachdem es hinterm Horizont verschwunden war, drehte ich mich um und setzte ein Lächeln auf. „Dann wollen wir mal die letzten Pferde verladen“, grinste ich Matthew an und dieser nickte nur schnell, bevor er in den Stalltrakt verschwand, in dem sich die vier Ponystuten befanden.
      Meine Gedanken wanderten wieder zu dem Gestüt in Cornwall, während wir die besagten Stuten aus dem Stall holten uns sie auf den Pferdetransporter zuführten, der gerade angekommen war. Allerdings wurde mir das nicht lange erlaubt, denn Casey sträubte sich, das Ungeheur zu betreten. Es verwunderte mich ziemlich, hatte sie doch sonst keinerlei Probleme mit Pferdetransportern gehabt. Erst, als Goldherz vorlief, schritt die Grauscheck Stute ihrer Mutter langsam und skeptisch hinterher und ließ sich in ihre provisorische Box führen.
      Der Transporter verschwand ebenfalls bald von der Bildfläche und so waren es nur noch Matthew und ich, die auf dem Gestüt blieben. Wir mussten noch auf die Immobilienmaklerin warten, die uns dabei helfen wollte, das Gestüt zu verkaufen. Sie hatte bereits einige Zeit Verspätung, doch es machte mir nicht sonderlich viel aus. Ich wollte noch so viel Zeit auf dem Gestüt verbringen, wie es mir möglich war.
      „Ich werde die lila Dächer vermissen“, hörte ich Matthews Stimme und problemlos vernahm ich sein Schmunzeln.
      „Das ist wohl das mindeste“, entgegnete ich grinsend und blickte hinauf zu den Dächern. Sie waren wirklich lila. Ich wusste nicht, was die Leute, die das Haus erbaut oder erbauen lassen hatten, sie dabei gedacht hatten. Es war zwar nicht sonderlich auffällig, aber eigentlich gar nicht mein Fall. Dennoch konnte ich diesen Schönheitsfehler immer gut übersehen und nach einiger Zeit störte es mich schon gar nicht mehr.

      Es dauerte noch eine Weile, bis wir alles mit der Immobilienmaklerin besprochen hatten und endlich auf dem Weg nach Penzance waren. Auf dem Weg in unsere neue Heimat.
      Ich hatte mir zwar schon Fotos von der Landschaft angeschaut, doch als wir in der Grafschaft Cornwall ankamen, überwältigte der Anblick mich dennoch. Raue, steile Felsen zierten die Landschaft, hin und wieder erschienen lange Strände und malerische Buchten. Weite Felder, grüne Wiesen und dichte Wälder vervollständigten das Bild noch und es war der Anblick, der mich schließlich davon überzeugte, das richtige getan zu haben.
      Das Fahrzeug, in dem Matthew und ich schweigend saßen, fuhr einen etwas holprigen Sandweg empor. Links und rechts von uns waren vereinzelt einige Sträucher und Büsche, einige Meter vor uns befand sich das Wohnhaus des Gestüts. Es war nicht sonderlich groß, aber mehrere Stockwerke hoch und bot genug Platz für ein paar Personen.
      Wir erreichten einen kleinen Parkplatz, der sich in der Nähe des Hauses befand und der Motor verstummte, als der Wagen endlich anhielt. Voller Vorfreude sprang ich wortwörtlich aus dem Wagen und stolperte einige Schritte vorwärts, ehe ich mich wieder fangen konnte und mein Gleichgewicht wiederfand. Drei Möbelwagen standen ebenfalls auf dem Parkplatz, doch ich hatte keine Zeit, mich diesen näher zu widmen. Gerade, als ich an der Haustür klopfen wollte, wurde sie mir schon geöffnet.
      Vor mir stand ein grinsender Charles, der bis über beide Ohren strahlte. Matthew fand ebenfalls zu uns und wir wurden ins Haus gezogen. Es war noch ziemlich leer, es waren kaum Möbel vorhanden und das ganze Gebäude wurde mit Pappkartons gefüllt, in denen unser Zeug war.
      Unser Weg führte uns durch einige Zimmer und ich kam mir vor, als würden wir im Kreis laufen, doch nach kurzer Zeit befanden wir uns in einem Raum, der einem Wohnzimmer ähnelte. Dort trafen wir auf Lucy – Charles' Frau – und Joline, die uns ebenso erfreut wie Charles empfingen. „Die anderen sind draußen“, klärte das blonde Mädchen mich auf und ich nickte kurz. Joline war inzwischen eine vollwertige Ausbilderin in meinem Betrieb. Sie hatte ihre Ausbildung auf meinem Gestüt gemacht und als sie sie erfolgreich hinter sich gebracht hatte, bot ich ihr an, dass sie für mich als Ausbilderin arbeiten könnte. Zu meiner Freude sagte sie sofort zu, weshalb sie nun auch vor mir stand.
      Ich sah mich in dem Raum um, um mir ein Bild von meinem neuen Zuhause machen zu können. Im Großen und Ganzen gefiel mir, was ich sah. Die Wände waren in zarten Pastelltönen gestrichen, einfache Holzböden befanden sich unter unseren Füßen.
      „Wollen wir mal weiter?“, fragte Matthew und ich stimmte ihm eilig zu. Auch die anderen beschlossen, uns zu begleiten. Zwar waren sie schon etwas länger hier, doch sie wollten uns die Anlage zeigen.
      Unsere Füße betraten wieder den Sandweg, während wir um das Haus herum und auf das Gestüt zuschritten. Der Anblick überwältigte mich immer wieder. Zwar hatte ich das Gestüt schon besichtigt, doch ich hatte es nicht so groß in Erinnerung. Hinter dem Wohnhaus befand sich ein kleiner Teich, daneben grenzten riesige Weiden an. Zu unserer Rechten befanden sich ebenfalls zwei Weiden. Auf der Weide, die uns und dem Sandweg näher war, zermalmten die Stuten schon zufrieden die Grashalme, die ihren Weg kreuzten. Dahiba bemerkte uns als erste, kümmerte sich jedoch nicht weiter um uns und widmete sich wieder dem Gras. Beinahe zeitgleich flogen auch Audio Delite at Low Fidelitys, Pushin' Jazz for Cashs und Flames Köpfe in die Höhe. Die drei Stuten schritten gemächlich auf den Zaun zu, der sie von uns abgrenzte. Dies allerdings nicht, ohne hin und wieder einen Grasbüschel abzureißen und darauf herum zu kauen. Eine kurze Streicheleinheit holten die drei sich von uns ab, drehten sich dann jedoch wieder um und widmeten sich wieder dem Gras, was anscheinend interessanter war als wir es waren.
      Mein Blick glitt weiter über das Gelände. Geradeaus war das dreiteilige Stallgebäude gebaut worden, aus dem schon jetzt Hufgetrappel, Mistgabeln auf dem Boden und schnaubende Pferde zu hören waren. Soweit ich es beurteilen konnte, befand sich nur noch ein kleiner Teil der Hengste in den drei Stalltrakten. Beverly, Dajeen und Bel Homme waren mit den anderen Stuten auf der Weide; Rapsoul, Da Vinci und Herbstblatt fraßen auf einer anderen das Gras. Daneben befanden sich Pamino, Nacromancer in the Dark und Sonic Syndicate, die auch das Grünzeug aus dem Boden rupften. Die einzigen Pferde, die ich nicht sah, waren Chronos und Edward's Disk till Dawn. Matthew schien dies auch zu bemerken, denn im selben Moment zog er mich mit in den Stall. Unsere Wege trennten sich, als ich in den zweiten Stalltrakt ging, in dem die Sport- und Turnierpferde untergebracht waren. Matthew hingegen begab sich auf den Weg zu den Freizeitpferden.
      Nicht viel später stand er neben dem Tinkerhengst in der Stallgasse und schloss die Boxentür, ehe die beiden „Männer“ nach draußen verschwanden. Edwards Hufe hallten lautstark von den Wänden wider, was Chronos nervöser machte. Er war nun das einzige Pferd im Stall und das konnte er wirklich nicht sonderlich leiden. Schnell führte ich auch ihn auf die Weide, auf der die anderen Hengste standen. Da meine Hengste sich alle inzwischen aneinander gewöhnt hatten und sich hauptsächlich in Frieden ließen und nur hin und wieder herumzickten, konnte ich sie problemlos auf einer einzigen Weide stehen lassen.
      Der Schimmelhengst preschte sofort los, nachdem ich ihm das Halfter entfernt hatte. Er buckelte einige Male, dann ließ auch er den Kopf sinken und wandte sich dem Gras zu.

      „Der Ausbildungsbetrieb gehört dazu. Es wird kein Problem sein, ein paar Pferde mehr hier unterzubringen. Wir haben schließlich genug Boxen“, erklärte Charles und ich nickte zustimmend. „Ja, du hast recht. Es war ja sowieso von Anfang an klar, dass ich den Betrieb nicht aufgeben möchte.“
      „Was ist mit dem Ferienbetrieb? Also der, der hier zuvor schon war? Dass Kinder Reitferien auf dem Gestüt machen können und für eine Woche oder so ein Pferd kriegen, um das sie sich kümmern müssen“, erkundigte sich Lucy, die mit uns am Tisch saß und vor sich die Unterlagen des Gestüts liegen hatte.
      „Wir könnten es doch aufnehmen. Dann bieten wir den Kindern eben Reitunterricht an und reiten, je nach Reiterfahrung und Pferd, hin und wieder mit ihnen aus. Dann machen wir Anfänger-, Amateur- und Fortgeschrittenengruppen. Das lässt sich besser einteilen und ich denke, damit würden wir auch den Feriengästen einen Gefallen tun.“
      „Also möchtest du nur Kinder als Gäste?“, fragte Joline an Charles gewandt, der diesen Vorschlag in die Runde geworfen hatte.
      „Ich persönlich würde mit Kindern anfangen. Schließlich gehen in den Schulferien viele Mädchen in die Reiterferien und bei dieser Gegend dürfte es nicht schwierig sein, welche zu finden, die darauf Lust hätten.“
      Nachdenklich sah ich auf den Tisch und starrte ihn an, bevor ich langsam den Blick hob. Auf mir lagen mehrere Augenpaare, die auf meine Reaktion warteten.
      „Ich finde die Idee gut“, sagte ich schließlich und spielte mit dem Kugelschreiber herum, den ich in der Hand hielt. „Aber nur, wenn wir die Gäste wirklich in Gruppen einteilen. Und auch nur, wenn sich welche dazu bereit erklären, den Kindern die passenden Pferde zuzuordnen und sich um sie zu kümmern. Ich würde das ja übernehmen, bräuchte dabei aber Hilfe, weil ich mich um den ganzen Papierkram und auch noch die Ausbildung kümmern muss. Das würde ich nicht allein schaffen“, sagte ich und blickte in die Runde. Zustimmendes Nicken.
      „Dann wäre das geklärt. Der Ferienbetrieb bleibt bestehen. Er wird allerdings erst wieder aufgenommen, wenn wir den Umzugsstress hinter uns haben“, besiegelte ich den Beschluss und rückte mit dem Stuhl nach hinten, um aufzustehen. Lächelnd trat ich die Treppe hoch und ließ mich in dem Zimmer nieder, das ich als mein Schlafzimmer betitelt hatte. Von hier hatte man eine wunderbare Aussicht auf das Gestüt und während ich auf der breiten Fensterbank saß und das Geschehen beobachtete, wurde mir bewusst, dass die Entscheidung, dieses Gestüt zu kaufen, definitiv die richtige gewesen war.
    • Eselchen
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      Mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen stieg ich mit meinem Köfferchen unter dem Arm aus meinem Chevy. Die Sonne strahlte seit langen wieder mit voller Kraft auf die Erde und weckte nicht nur in mir wunderbare Frühlingsgefühle. Der ganze Hof war in die Sonnenstrahlen getaucht und bot einen wirklich atemberaubenden Anblick.
      „Hey Jamie!“, drang es an meine Ohren und ich erblickte Medy, die mir ebenfalls über beide Ohren strahlend entgegenlief.
      „Hallöchen! Na? Wie geht’s dir so?“, grüßte ich freundlich zurück und begann ein lockeres und angeheitertes Gespräch, während Medy mich hinüber zum Putzplatz führte, wo schon meine zwei Patienten warteten.
      „So. Das ist Golden Silence – mein Riesenbaby.“, erklärte mir Medy und zeigte auf einen großen, schicken Palomino. „Und das da hinter dem Riesen ist Edward’s Dusk till Dawn.“
      „Hey, ihr Hübschen! Na? Wie geht es euch denn heute?“, brabbelte ich freundlich und stellte mein Köfferchen ab. „Mit wem wollen wir denn anfangen?“
      „Mir ist das egal. Such du dir aus mit wem du anfangen willst.“, sagte Medy lächelnd und wartete auf eine Antwort meinerseits.
      „Dann würde ich doch mal sagen, dass ich mit dem Riesenbaby anfange.“
      Noch immer lag ein warmherziges Lächeln auf meinen Lippen und ich ging auf den hübschen Palomino zu. Der ruhige Hengst verfolgte gelassen meine Bewegungen und schnupperte sachte an mir, als ich in Reichweite kam.
      „Hey, Großer.“, sagte ich leise und fuhr mit meiner Hand vorsichtig über seine Schulter. „Ich weiß – ich rieche interessant.“
      Ganz behutsam tastete Golden Silence meine Jacke ab, schnaubte dann kurz und wendete sich dann wieder seinem Sonnenbad zu.
      „Ist der immer so gelassen und entspannt?“, fragte ich lachend und trat nun wieder einige Schritte zurück.
      „Ja, ist er. Den bringt nichts aus der Ruhe.“, erklärte sie mir lächelnd, während ich nun mit meiner eigentlichen Arbeit begann.
      Auf den ersten Blick sah der Hengst sehr gesund aus. Er stand gut im Futter und erschien mir wirklich gepflegt. Sein Fell glänzte und seine gesamte Proportion erschien mir auch passend. Die Hufe machten ebenfalls einen guten Eindruck und auch wenn Golden Silence sehr gelassen war, schimmerten seine Augen doch lebhaft.
      „Das sieht doch schon mal gut aus.“, sagte ich zufrieden und ging wieder zu dem Hengst, um mir nun die Schleimhäute der Augen, Nüstern und das Zahnfleisch anzusehen.
      Behutsam streichelte ich erst wieder über die Schulter des großen Pferdes, ehe ich dann langsam mit meiner Hand über den Hals bis hin zum Kopf des Pferdes wanderte. Gott sei Dank hatte der Hengst sich dazu entschieden ein wenig vor sich hin zu dösen, sodass sein Kopf auf einer erreichbaren Höhe war. Vorsichtig entfernte ich nun ein wenig Dreck aus dem Augenwinkel des Hengstes, der sich daran nicht störte. Mit ganz bedachtsamen Bewegungen hob ich dann erst das obere Augenlid an und zog dann das Untere etwas nach unten, um mir die Färbung der Schleimhaut anzusehen, die keine Mängel zeigte. Gleiches machte ich bei dem anderen Auge und stellte wieder nur fest, dass alles in Ordnung war. Als nächstes begutachtete ich dann die Nüstern und schließlich das Zahnfleisch, indem ich vorsichtig die Ober- und Unterlippe anhob beziehungsweise herunterzog. Beide Male waren die Färbungen klasse und ich testete noch kurz die Kapillarfüllzeit des Zahnfleisches, um die Durchblutung zu überprüfen. Behutsam drückte ich einige Sekunden lang meinen Daumen auf ein Stück Zahnfleisch in dem Bereich, wo das Gebiss normalerweise läge. Als ich dann den Druck wieder wegnahm, färbte sich das Zahnfleisch innerhalb von einer Sekunde wieder entsprechend rosa. Eine längere Rehabilitationszeit hätte auf Kreislaufprobleme hinweisen können.
      „Bis jetzt ist alles in bester Ordnung.“, sagte ich zufrieden zu Medy und tastete nun die Beine des Pferdes ab. Ich bemerkte keine Schwellungen, Erwärmungen oder Macken und ging zu meinem Köfferchen, um mein Stethoskop zu holen.
      Mit diesem bewaffnet hörte ich dann die Herz- und Lungenfunktion, sowie den Bauch des Hengstes ab. Da Golden Silence im Moment döste und völlig entspannt war, waren Herz und Atmung entsprechend ruhiger, aber auf jeden Fall normal. Im Bauch waren keine auffälligen Darmgeräusche zu verzeichnen und so stempelte ich Golden Silence als 100%-ig gesund ab.
      Innerhalb weniger Minuten waren dann die Impfungen aufgezogen und im Pferd verschwunden.
      „So … Der Große ist erstmal fertig. Der hat sich so super benommen! Da kannst du wirklich stolz drauf sein.“, sagte ich begeistert und tätschelte die Kruppe des Hengstes liebevoll. „Die Wurmkuren für Beide gebe ich dir nachher. Du solltest die so in sechs bis acht Tagen selber verabreichen, damit sich die Beiden schon nen Bisschen von der Impfung erholt haben. Einfach die Paste ins Maul spritzen. Und wenn das nicht klappt – was ich mir aber eigentlich nicht vorstellen kann – dann kannst du das ruhig in nen ausgehöhltes Brötchen packen und so verfüttern.“, erklärte ich Medy freundlich und wendete mich dann dem schicken Tinker zu.
      „Hey Edward!“, begrüßte ich den Hengst und ging zu ihm. Wie Golden Silence schnupperte er erstmal an mir und entlockte mir ein sanftes Lachen. „Haben sich die Beiden abgesprochen, oder wie?“
      „Scheint so.“, sagte Medy und stimmte herzlich in mein Lachen ein.
      Auch Edwards äußere Erscheinung sprach, wie bei Golden Silence, zu meiner vollsten Zufriedenheit:
      Er war gut proportioniert, stand gut im Futter, war sehr gepflegt und auch seine Hufe sahen gut aus.
      Die Schleimhäute des Hengstes waren auch super und die Kapillarfüllzeit war ebenso gut. Bevor ich dann noch das Herz, die Lunge und den Bauch des Hengstes abhören wollte, tastete ich noch die Beine ab. Bis auf eine bereits verheilende kleine Macke am linken Hinterlauf war wieder Alles klasse. Von Herz und Lunge brauchte ich gar nicht erst zu sprechen: Die waren nämlich auch in einem super Zustand. Der Bauch gluckerte ein wenig, machte mir aber keine Sorgen.
      „Ich würde sagen, dass du zwei völlig gesunde Hengste dein Eigen nennen kannst. Noch dazu so Hübsche …“, säuselte ich und lächelte, während ich die Impfungen vorbereitete und letztendlich Edward verabreichte.
      „So – das war’s auch schon wieder. Die Wurmkuren gebe ich dir eben und dann bin ich auch schon wieder verschwunden.“, sagte ich freundlich und kramte ein wenig in meinem Köfferchen. Nachdem ich dann Medy die Pasten gegeben hatte, räumte ich mein ganzes Zeug wieder ein und fuhr mit einem Grinsekatzengrinsen wieder vom Hof …

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      (c) Trostpferd
    • Cascar
      Stufenerhöhung Springen (E/A)
      Erster Bericht | (c) Cascar


      Zum ersten Mal fuhr ich mit dem Rad bei Medy vor, sie hatte mich gebeten, ihren Tinker im Springen aufsteigen zu lassen. So kam es, dass ich meine Arbeitgeberin an diesem sonnigen Tag fröhlich begrüßte und mir Dusk zeigen ließ. Das Hüh schien stark und sah mich mit einer Mischung aus Neugierde und Aufmerksamkeit an. Ich wollte den kleinen Großen fordern und deshalb begannen Medy und ich mit dem Putzen.

      Später, auf dem Platz, zwischen all den E- und A-Hindernissen, beschäftigte ich mich mehr mit dem Hotta. Erfahrungsgemäß war es bei Pferden dieser Statur besser, die Ränge klarzustellen. Aber wie sich herausstellte, war Dusk mit mir einer Meinung - 'wir beide Herde, ich du das Leittier!'
      Das freute mich und ich saß glücklich auf. Nach einigen erwärmenden Runden im Schritt und Trab fiel der Hengst in einen ruhigen, erstaunlich versammelten Galopp. Die ersten Hindernisse meisterten wir also. Bisher gab es aber auch nur E's. Die Metermarke stellte sich als schwierig heraus und ich war sehr zufrieden, als wir drei 'hohe' Sprünge hintereinander fehlerfrei schafften. Dann lobte ich mein Pferd, stieg ab und führte ihn trocken. Eine gute Entscheidung und ich kam nicht umhin, immer wieder die Breite Stirn des Schecken zu kraulen. Was für ein liebenswürdiges Pferd. Mit diesem Gedanken übergab ich Dusk's Zügel an Medy und verabschiedete mich für's erste.
    • Cascar
      Stufenerhöhung Springen (E/A)
      Zweiter Bericht | (c) Cascar


      Auch am heutigen, sonnigen Tag würde ich Dusk wieder reiten. Ich freute mich über das Wetter und folgte Medy gut gelaunt in den Stall. Der mächtige Schecke erwartete und milde erfreut; ich begrüßte ihn und begann mit dem Putzen. Meine Freundin ging derweil schonmal vor, um den Parcours vorzubereiten. Ich hoffte, dass der sanfte Riese die nächste Stufe würde meistern können.
      So kamen wir zuversichtlich auf den Reitplatz; ich führte den Hengst einige Runden, gurtete dann nach und stieg auf. Wieder einmal wurde mir beim Warmreiten bewusst, dass ich den Tinker sehr schätzte. Denn auch er reagierte zuverlässig und ließ sich vollkommen führen. Ich lobte den Großen und galoppierte schließlich an. Die E-Hindernisse klappten fehlerfrei (bis auf eins..). A stellte sich als leichter heraus, als ich es am Vortag erfahren hatte. Das freute mich und der kleine Steilsprung wurde in der nächsten halben Stunde unser bester Freund. Wir wurden nicht müde, Anreitwinkel und Geschwindigkeit zu verändern; schließlich gab Medy den gesamten Parcours frei. Zu meiner Überraschung machte Dusk das Springen so einen Spaß, dass er ohne Fehler durchkam. Bei den nachfolgenden Versuchen war das nicht mehr so. Ich versuchte ihn, zu nichts zu zwingen, trotzdem verweigerte er ein Mal. Doch als wieder ein supertoller Durchgang folgte, lobte ich das Hüh überschwänglich und ließ es am langen Zügel runterkommen. Ich war zufrieden und konnte bestätigen, dass Dusk im Springen aufgestiegen war. Mit fröhlichen Gedanken stieg ich dann ab und verabschiedete mich von meiner Arbeitgeberin.
    • medy
      Pflegebericht
      Layla301 I 6050 Zeichen

      Es war endlich Samstag, heute stattete ich mal wieder einem Hof besuch am um dort die Pferde zu pflegen. Es war halb zwölf, die Sonne stand hoch am Himmel und schien auf meinen Rücken als ich aus dem Auto ausstieg und den Vögeln zuhörte wie sie sangen. Etwa drei Minuten danach kam eine junge Frau auf mit zu gegangen. ''Hallo, du musst Alessia sein, wir haben uns ja schonmal gehört", sagte ich und lächelte sie freundlich an. "Ja genau das bin ich, komm mit ich zeige dir unsere Weiden und danach kannst du gleich mit füttern beginnen", antwortete Alessia und erwiderte mein Lächeln. Als wie alle Koppeln umrundet hatten und sie mir die Pferde gezeigt hatte ging sie und ich fütterte es dauerte genau eine halbe Stunde, ich hatte auf die Uhr geschaut, als ich fertig war und Alessia mit zwei hübschen Halftern auf mich zu kam. Sie erzählte mir von ihrem Plan das wir mit den Kaltblüter Hengsten ausreiten gehen und ich danach Nilly longieren kann, ich stimmte zu und kurz darauf, ich hatte mich für einen Apfelschimmelhengst mit dem Namen 'Barrymores's Holy Boy' entschieden während sich Alessia mit dem fünfzehnjährigen Tinkerhengst 'Edward's Dusk till Dawn' entschieden hatte. Kurz darauf hatten wir unsere Pferde gesattelt und getrenst und waren aufgestiegen und machten einen weitläufigen Ausritt über Felder wobei ich richtig ins schwitzen kam. Für ein Austrian Draft war er ziemlich flott. Die Pferde erschreckten sich nur einmal etwas als ein Traktor laut ratternd auf der Straße an und vorbei fuhr. "Du sag mal, hast du für die Shettys eine Kutsche?", fragte ich Alessia als sie mit Dusk neben mir zum Schritt durchpariert war. "Ja sogar zwei, eine etwas größere und einen kleine, die große kann man für Ein- und Zweispänner umbauen, wieso?", fragte sie mich als sie mir geantwortet hatte. "Ach nur so, vieleicht will ich nachher Lutsche fahren gehen" danach ritten wir schweigend weiter bis wir wieder am Hof ankamen. Sie zeigte mir wo Kutsche und das dazugehörige Geschirr war. Danach holte ich Nilly, sie war eine hübsch gescheckte Deutsche Reitpony Stunde und war, meiner Meinung nach noch ziemlich jung. Es machte mir Spaß Pferde zu trainieren. Ich band Nilly am Putzplatz fest und begann mit der Kadätsche kreise über ihr Fell zu ziehen, später bürstete ich noch ihr Fell glatt. Es war weich. Ich kratze ihr Hufe aus. Ich sattelte sie, nahm Kappzaum mit und noch die Trense fals ich sie reiten wollte. Am Reitplatz hatte mich mir vorhin schon Longe und Peitsche zurecht gelegt, ich verschloss den Kappzaum über dem Halfter. Ich knallte leicht mir der Peitsche und schon lief sie willig um mich herum ich trieb sie in den Trab, ihre Gänge waren aufgreifend und schön, ich wechselte die Hand und schnalzte mit dem Zunge, zum stoppen sagte ich "Brrr" und sie parierte bereitwillig durch zum Trab. Ich machte den Kappzaum auf und schob ihr das Gebissstück ins Maul, sie kaute zufrieden darauf rum. Ich gurtete nach und stieg auf. Sie lies sich hinmlisch reiten. Ich trabte leicht und kurz darauf galoppierten wir im leichten Sitz über den Platz. Der Sand wirbelte hinter Nilly's Hufen auf und bildete eine kleine Staubwolke die uns rasch über den Reitplatz verfolgte. Ich gönnte ihr zwischendurch Schrittpausen und schon nach einer Dreiviertel Stunde begann sie den Kopf nach unten zu nehmen und in Anlehnung zu laufen. Ich liebte ihren Galopp, er federte so schön. Holy's und Nilly's Gänge waren meilenweit von einander entfernt, trotzdem waren sie beide toll. Ich ritt sie im Schritt trocken als mir plötzlich etwas einfiel, wenig später hatte ich eine kleine Büsche Shettystute namens Wild One an der 'Leine' und so verließ ich, auf Nilly sitzend, den Hof. Wild freute sich raus zu dürfen und ging zügig neben der Ponystute nebenher. Ich trabte auch ein kleines Stück, als wir an einem Bach ankamen lies ich die Ponys trinken, ich schaute auf die Uhr, halb vier. Ich ritt wieder zurück zum Hof.Wild One war nun bei den anderen Shettys auf der Weide und ich entschied mich mit den Shettyhengsten Rocky und Moritz Kutsche fahren zu gehen. Moritz lies sich lieb von der Koppel führen und anbinden, bis ich Rocky eingefangen hatte dauerte es doch ein bisschen. "Hey", rief ich empört als ich sah wie Moritz sich am Putzkasten zuschaffen machte, als ich aber seinen Namen rief machte er große Augen und prustete laut. Er war so süß, also verzieh ich im und putze die beiden. Rocky hatte eine sehr schöne Scheckung und Moritz auch. Das braungesprenkelte Fell war schwerer sauber zu kriegen als erwartet. Als ich nun endlich fertig war war kam Alessia. "Soll ich dir beim einspannen helfen?", fragte sie mich. "Ja gerne!" Ich war erleichtert. Die beidem kleinen Hengste ins Kutschgeschirr zu verfrachten war schwerer als erwartet. Als wir nun, endlich, fertig waren führten wir die beiden nach draußen und ich schwang mich auf den Kutschbock, Alessia setzte sich zu meiner Überraschung neben mich und wir begannen uns über ihre Isländer zu unterhalten, ich mochte Isländer. Die Hengste bewiesen sich vor der Kutsche als kleine Helden. Alessia sagte wo wir hin wollten. Die Kutschfahrt dauerte länger als geplant. Den Ponys hatte es anscheinend Spaß gebracht und uns auch, ich wusste jetzt viel mehr über Isländer. Als wir nun im lockeren Trab auf dem Hof ankamen erwarteten uns schon Wild und Shelty. Mit Shelty wollte ich gleich nur Freispringen machen. Die Hengste auszuspannen war leichter als sie anzuspannen, gemeinsam brachten wir die beiden weg und brachten Kutsche und Kutschgeschirr wieder an Ort und Stelle. Shelty war im Gründe genommen sehr sauber, nur hier und da ein paar feine Staubkörnchen. Ich führte Shelty in die Halle wo sie bereitwillig Schritt, Trab und Galopp ging. Ich stellte eine Hürde auf und sie übersprang sie jedesmal. Am Ende gab es noch ein Leckerlie für's Pony und noch einen Kafee für mich. Alessia hatte mich zum Kaffee trinken eingeladen. Nun es war nun sieben Uhr und ich musste dann auch mal so langsam los. Ich verabschiedete mich von allen Ponys und den Pferden und versprach ihnen bald wiederzukommen.
    • medy
      Kurzer Pflegebericht

      Vor dem Abendessen stattete ich Dusk und Boy einen kurzen Besuch ab. "Hallo Jungs", begrüsste ich die beiden, währendem sie mir die Hand abschlabberten. "Ehh, ihr seit eindeutig unterfordert. Aber bald werden wir mehr machen, ich versprech's euch!" Auch zu Nilhell's Kind schaute ich kurz rüber und kraulte sie unter der Mähne. Danach ging es zu den Kleinen, Little und Moritz standen schon am Gatter als ich zu ihnen kam. "Na hallo!" Ich spielte mit den Vieren noch kurz und bedüttelte sie, ehe ich mich auch von ihnen verabschieden musste. Wind Shelty und Wild One schauten mir dann noch zu, wie ich das Futter verteilte und mich dann auf den Weg ins Haus machte.
    • Eddi
      Besuch bei medy
      Momentan ging es im Joelle-Tal drunter und drüber, und das eher zum Leid vieler. Ich befand mehr oder weniger mitten in dem Chaos drin und wurde wie ein Ball hin und her geworfen. In einer freien Minute machte ich mich dennoch auf den Weg zu medy. Ich hatte leider nicht viel Zeit, aber für einen kleinen Plausch reichte es immer. „Oh, ich muss heute noch so viel machen und heute Abend ist eine Familienfeier!“, stöhnte medy und wirkte plötzlich ziemlich müde und geschafft. Dementsprechend bot ich ihr direkt meine Hilfe an. Lächelnd dankte medy mir und gemeinsam machten wir uns auf dem Weg zum Stall. Dort war erst einmal Shetlandponys betüddeln angesagt. Ich fand diese kleinen flauschigen Knäule ja absolut liebenswert und besonders My Hope Nymeria hatte es mir sofort angetan. Wir holten sie und Lady Gina von der Weide, um beide Stuten ordentlich zu putzen und dann eine kleine Runde spazieren zu gehen. Dabei nahmen wir auch den kleinen Zwerg Songbird mit, der fröhlich neben uns her hopste und das frühlingshafte Wetter genoss. Nach den Stuten waren die Hengste Avero und Erutan Wishes an der Reihe. Auch die beiden putzten wir und gingen dann eine Runde in die Halle, um ein wenig Bodenarbeit zu machen. Es war äußerst witzig, mit zwei Hengsten gleichzeitig zu arbeiten! Nachdem die Zwerge wieder wohlbehalten auf ihrer Weide standen, durfte ich einen von medys Isländern reiten. Anfangs hatte ich ja eine regelrechte Abneigung gegen diese Rasse gehabt, aber seitdem ich selbst Besitzerin einer solchen Stute war, vergötterte ich die Isländer! Ich durfte die Stute Álædis reiten, während medy auf Uhrzeigersinn ritt und Högni als Handpferd nahm. Und so machten wir einen schönen Ausritt durch die herrliche Umgebung rund um medys Hof. Wieder da versorgten wir die drei Isländer und hatten es auch bald geschafft. „Wer nun?“, fragte ich grinsend und medy warf mir fröhlich ein Halfter zu. Bei der Größe und Masse von Barrymore's Holy Boy und Edward's Dusk till Dawn war ich erst einmal sprachlos, aber die beiden Zossen waren wirklich lieb. Wir putzten sie und ritten dann etwa eine Stunde in der Halle und dabei durfte ich die ungemeine Bequemlichkeit von Edward kennenlernen. Fünf Ponys wollten wir nun nur noch machen. Nilfhel's Kind longierte medy, während ich mit dem kleinen Little Rocketti ein wenig Bodenarbeit machte. Dann schnappten wir uns Windy Shelty, Kleiner Moritz und Wild One und gingen noch eine größere Runde ins Gelände, natürlich zu Fuß! Als wir wieder da waren, wurde es auch schon Zeit die Pferde in den Stall zu bringen und zu füttern. Dann neigte sich die Sonne auch allmählich dem Horizont zu, aber medy und ich hatten eine Stunde rausgeholt! Und so hatte medy nun noch genug Zeit sich fertig zu machen und zur Feier zu fahren.
    • Sevannie
      Verschoben am 22.11.2015
      Grund: 6 Monate lang keine Pflege
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    medy
    Datum:
    10 Feb. 2014
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