Cascar

Earl Grey's Darjeeling

Stute | Englisches Vollblut | * 27.05.2013 | im Besitz seit 25.04.2017 | gekrönt: nein | gechippt: nein | geimpft: ja | Decktaxe/Leihgebühr: -

Earl Grey's Darjeeling
Cascar, 24 Nov. 2017
    • Cascar
      Ankunft von Earl Grey's Darjeeling
      [25.04.2017]

      Als ich am heutigen Morgen Empire of Darkness und Kazoom auf die Weide bringen wollte, musste ich kurzerhand mit zwei mächtig hengstigen, temperamentvollen Pferden kämpfen. Grund war wohl ein Pferdehänger mit einem schwarzen Golf, der auf dem Parkplatz gehalten hatte und dessen Inneres augenscheinlich eine rossige Stute wahrte. Obwohl ich mehr als neugierig auf unseren Stallzuwachs war, zog ich meine Pferde hastig weiter, bevor ich knappe zehn Minuten später wieder den Schotterplatz betrat. Eine junge Frau war dort ausgestiegen und hatte bereits allein die Verladerampe geöffnet. "Hi!", rief ich und eilte ihr rasch zur Hilfe. "Hallo", begrüßte sie mich lächelnd und reichte mir die Hand. Mein Gegenüber war ziemlich hellblond, hatte strahlend blaue Augen und ansonsten eine recht sportliche Figur. Sie überragte mich um einen halben Kopf. "Ich bin Carina.", ergänzte sie dann mit holländischem Akzent und beantwortete im gleichen Zug die Frage, die mir auf der Zunge gelegen hatte. "Cool. Ich bin Cascar. Freut mich." Nun grinste auch ich und wie zur Bestätigung wieherte es aus dem Hänger. Ich wandte mich um. "Deine Stute?"
      "Ja. Early ist ein bisschen nervös … wir sollten Sie da raus holen." Da stimmte ich ihr zu und gemeinsam bugsierten wir die Sonderfarbene auf festen Boden. Dort hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, sie richtig zu betrachten.
      Ihr dunkles, champagnerfarbenes Fell glänzte seidig, trotz des jungen Jahres, und ihre Mähne war geschnitten, die pechschwarzen Hufe erst vor wenigen Tagen geölt.
      "Eine Hübsche hast du da. Wie heißt sie denn?", fragte ich ein wenig begeistert. Carina antwortete prompt: "Earl Grey's Darjeeling. Habe sie erst seit ein paar Wochen und jetzt stand der Umzug auf den neuen Hof mal an.", meinte sie. Wir unterhielten uns weiter, vorrangig über die Stute, während wir sie auf eine kleine, im Wald versteckte Koppel führten. Dort durfte das junge Pferd für diesen Tag ankommen, sich die Beine vertreten und grasen.
      Carina und mich indes verschlug es in den Stutentrakt. "Also. Das ist Darjeelings Box … wir streuen generell mit Stroh ein. Du müsstest das Boxenschild noch ausfüllen.", bat ich, nachdem ich Carinas nicht ganz so begeisterten Blick gesehen hatte. "Wer steht denn hier neben ihr?", fragte sie mich ganz nebenbei. "Öhm … Celli. Celebration of Dance." Sie raunte so etwas wie Zustimmung. "Keine Angst, die zwei werden sich verstehen.", beteuerte ich ihr. Damit schien sie ein bisschen beruhigt. Ich konnte gut verstehen, dass sie sich Gedanken machte; Early war schließlich ihr erstes Pferd.
      Am Nachmittag brachten wir deshalb zusammen Celli zu Early. Nachdem sich Carina vergewissert hatte, dass sich die Stuten gut verstanden, willigte sie schließlich ein, dass ich ihren Schützling am Abend in den Stall bringen sollte.
    • Cascar
      Bericht
      [26.04.2017]

      Am nächsten Tag, in der Schule, überraschte es mich, Carina auch dort und in meiner Stufe anzutreffen. Ich hatte sie älter geschätzt.
      Das blonde Mädchen bemerkte mich anfangs nicht, doch dann sprach ich sie an: "So sieht man sich wieder." - "Oh, hi Cascar.", meinte sie dann. Etwas verlegen fügte sie hinzu: "Ich hab dich gar nicht erkannt." Ich stimmte ihr zu. Reitklamotten und ein gestreiftes Kleid waren ein ganz schöner Unterschied. "Kommst du heute Nachmittag in den Stall?" - "Klar."

      Und so war es. Knappe vierzig Minuten nach mir - ich hatte mich gerade in meine Reitsachen geschält und mistete nun Razitas Box aus - betrat Carina den Stalltrakt und rief einen Gruß.
      "Cascar?" - "Ja?", antwortete ich. "Wo steht Early, ich kenne mich hier doch noch nicht aus." Das schien dem Mädchen peinlich zu sein. "Ich bringe dich hin. Was willst du heute mit ihr machen?" - "Ich dachte an's longieren." Daraufhin schlug ich ihr vor, sie mit Celli in die Reithalle zu begleiten. Das würde Early sicherlich eine große Stütze sein.
      Carina nahm das Angebot für diesen Tag dankend an und so holten wir Earl Grey's Darjeeling und Celebration of Dance von der Koppel, die sie heute zusammen mit Cheetah, Razita und CH's Unglück bewohnten. Meine menschliche Kollegin war sichtlich überrascht, dass sich ihr Pferd so schnell und schmerzlos in die neue Herde integriert hatte. Wir plauderten deshalb über dies und das, während wir unsere Pferde aufhalfterten und zum Putzplatz geleiteten. Zu unserem allgemeinen Glück erlaubte es das Wetter, dass wir draußen arbeiten und uns Zeit lassen konnten. So machte ich die Erfahrung, dass meine Celli schon lane nicht mehr so unruhig und unerzogen war, wie zum Beginn ihrer Ausbildung. Besonders im Vergleich zu Early stand sie recht still - die Graue dreht ständig den Po in eine andere Richtung, beäugte alles und jeden und erschrak sich vor Oliver mit der Schubkarre. Unser Ausbilder und Stallbursche stattete uns bei dieser Gelegenheit einen Besuch vor und stellte sich mit auffällig glänzenden braunen Augen Carina vor.
      Man musste allerdings insgesamt zugeben, dass die junge Stute gut die Hufe gab und auch ansonsten dem Putzen nicht abgeneigt war. Auffällig war nur ihr mangelndes Vertrauen in sich und ihren Menschen.
      So betraten wir unbeschadet wenig später die menschenleere Reithalle, deren Dachgebälk hin und wieder leise knarzte. Carina und ich führten ihr Pferd jeweils ein paar Runden warm, bevor sich jeder auf seinen Zirkel schlug. Celebration of Dance machte gut mit, konzentrierte sich zunehmend auf mich und senkte sogar ganz ordentlich den Kopf. Nach kaum fünf Minuten schnaubte sie zum ersten Mal und ich merkte, dass ich einen ihrer guten Tage erwischt hatte.
      Carina hatte da ein wenig zu kämpfen. Early spürte, dass der Mensch in der Mitte ein wenig unsicher war und ging deshalb nur zögerlich vorwärts. Im Trab dann bereitete es ihr Mühe, den Zirkel zu halten und sie schien ein wenig verkrampft. Helfen konnte ich ihrer Besitzerin zu diesem Zeitpunkt nicht, ich hatte ja selbst zu tun. Aber nach dem Training sprach ich sie darauf an: "Sag mal … was hältst du davon, wenn wir das nächste Mal zusammen in's Roundpen gehen und ein bisschen Bodenarbeit mit ihr machen?", fragte ich mein Hinausgehen zaghaft. Da reagierte Carina überraschend heftig: "Danke, Cascar, aber das ist mein Pferd. Ich bekomme das schon hin." Ein wenig erschrocken und eingeschüchtert entschuldigte ich mich für meinen Vorschlag und strich Celli abwesend mit der Hand über die Nase. Wir redeten dann über Unverfängliches wie die Schule und Musik, während wir Early wieder auf die Koppel brachten. Danach verabschiedete sich Carina und ich taperte mit Celli zurück zum Putzplatz. Ihre gute Laune wollte ich unbedingt zum Satteln und Trensen nutzen.
      Und - gesagt, getan - die Scheckin ließ alles über sich ergehen wie ein Reitpferd, ich war richtig stolz auf sie. Deshalb wagte ich es, so mit ihr in das Roundpen zu gehen und sie ein wenig zu longieren. Das hatten wir vorher noch nie probiert, doch Celli arbeitete, als hätte sie ihren Lebtag lang nichts anderes getan. Ich lobte sie fortwährend und überschwänglich und beendete dann auch ihre Trainingseinheit. Nach dem Absatteln durfte die Liebe dann auch zum Feierabend auf die Koppel, bevor es gegen 20:00 in den frisch ausgemistete Stall und zum Abendessen ging.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [21.05.2017]

      "Na dann wollen wir mal.", meinte ich enthusiastisch und zog mit einer Truppe Reitschülerinnen im Sonnenschein und mit Cheetah und CH's Unglück in die leere Reithalle. Der Lärmpegel war generell ganz schön hoch - wir sprachen hier von durchschnittlich Neunjährigen. Trotzdem machte mir das Reitstundengeben immer viel Spaß: Heute ritten immer zwei, nach einer halben Stunde wurde gewechselt.
      "Feli, nimm die Hacken noch ein bisschen runter!", rief ich einem rotblonden Mädchen zu, das daraufhin gleich viel besser auf Cheetah saß. "TÜR FREI?", rief es da von draußen. "Ist frei!", rief ich zurück und Carina betrat hinter mir die Halle mit Earl Grey's Darjeeling im Dressuroutfit. "Morgen!", rief sie strahlend zu uns und ich hab den Gruß lächelnd zurück, bevor ich den Unterricht wie gewohnt fortsetzte. Wir teilten uns die Halle einmal durch zwei, sodass Carina ihr Pferd in Ruhe Longieren und schließlich auch reiten konnte. Ich musste zugeben, dass sie auch ohne meine Hilfe viel ruhiger geworden war und das wirkte sich natürlich auch auf ihr Pferd aus. Als wir nach einer Stunde zusammen die Halle verließen, sagte ich ihr das, was Carinas Lächeln noch verbreiterte. "Danke, Cas."

      Auf dem Putzplatz trafen wir Oliver, der gerade Spotted Frischkäse putzte und - mittlerweile problemlos und alltäglich - sattelte und trenste. Ich war gleich ganz stolz bei dem Anblick der Beiden.
      Das Absatteln und Überputzen der Reitschulpferde überließ ich, unter meiner Aufsicht, den Kindern, bevor wir die Stuten zu fünft auf die Koppel brachten. Danach verabschiedete ich mich von den Mädels und betrat selbst den Turnierstall, wo die hochträchtige Spearmint vor sich hin döste. "Na meine Mädchen?", begrüßte ich sie warm und herzlich und betrat ihre Lichtdurchflutete Box. Eines ihrer Ohren zuckte, ansonsten war sie aber die Ruhe selbst und genoss jegliche Streicheleinheiten, die sie von mir erhielt. Ich strich lange durch Spearmints schwarzen Schopf, bevor ich sie tatsächlich aufhalfterte und wir gemeinsam zurück zum Putzplatz taperten.
      Dort war Oliver soeben mit Spotti in Richtung Roundpen verschwunden; dafür putzte Alois seine Razita und spritzte ihre Beine ab. Die beiden kamen gerade vom Springtraining und schwitzten deshalb. Ich winkte zum Gruß, dann band ich mein Pferd neben Early an und begann das ganze viele Winterfell wegzuputzen. Spearmint genoss Aufmerksamkeit, Sonne und den leichten Wind, der ihre Ohren umspielte. Ich erzählte ihr einige Neuigkeiten und fühlte einige Male nach dem Fohlen, dass sich im Bauch der Mutter räkelte. Ruhig und glücklich bugsierte ich die werdende Mama dann auf die Koppel, zu Cheetah und Unglück.
      Auf dem Rückweg sammelte ich gleich noch Celebration of Dance ein, die ich auch putzte und anschließend auf dem Reitplatz longierte. Die Scheckin war mittlerweile recht gut erzogen und arbeitete gern - auch mit dem Sattel auf dem Rücken. So verschlug es uns auch heute auf einen Spaziergang im Reitoutfit quer über den Hof. Dabei fing ich Carina ab, die mit Early fertig war und auf der Suche nach eventuellen neuen Aufgaben war. Ich schickte sie zum Ausmisten, ging den Weg dorthin aber mit ihr zusammen und entließ Celli gleich - ohne Sattel und Trense - auf die Koppel. Dann half ich Earlys Besitzerin beim Aufräumen und Misten bis circa um eins. Oli und Alois hatten zwischenzeitlich schon Empire of Darkness und Klappstuhl geputzt und longiert; nun ging es für uns zu dritt an die übrigen Pferde des Hengststalls. Meinen Ashqar putzte und sattelte ich selbst und sorgfältig - Carina machte Bem-Te-Vi fertig. Die beiden sahen zusammen recht putzig aus und hinzu kam, dass das blonde Mädchen kaum Erfahrung mit Hengsten hatte. So wurde diese alltägliche Prozedur zu einem wahren Spaß.
      Alois vergesellschaftete sich inzwischen mit Trafalgar Law und als alle fertig waren, zogen wir in die Reithalle, in der Alois am Morgen schon mit Razita trainiert hatte. Die Sprünge dort bekamen E-Höhe und die folgenden anderthalb Stunden ritten wir die Pferde erst warm, dann führten wir sie schonend an die recht neue Herausforderung heran. Letztendlich waren wir alle mit unseren Leistungen wohl sehr zufrieden und wir begaben uns völlig verschwitzt auf den Rückweg zum Stall. Da gab es für alle drei Pferde eine kühle Dusche, bevor es auf die Koppel ging.
      Auf dem Weg dorthin trafen wir Oliver mit Empire of Grace. Die Beiden machten einen Spaziergang und ich stellte im Vorübergehen zufrieden fest, dass der junge Hengst schon nicht mehr so übermütig und respektlos, sondern folgsamer war.
      Im Folgenden verschlug es uns in den Oststall. Dort traf ich vor allem Ann, die Yacedor Gepir gerade sattelte, und kurzerhand nahm sich Carina Kazoom vor und ich mir Distraction. Die letzteren beiden Hengste wurden heute nicht geritten; stattdessen auf dem Reitplatz longiert, während Ann und Yacedor ihre Bahnen zogen. Zuletzt waren da nun noch unsere drei Neuankömmlinge von gestern - Worgait hatte am Morgen seine erste Trainingseinheit mit dem Pferdeflüsterer gehabt und ich halfterte ihn deshalb, ganz wie ich es mir abgeschaut hatte, auf und obwohl mir ein wenig mulmig zumute war, führte ich den Hengst am normalen Seil auf die Koppel. Er stand dort zurzeit alleine, aber nur durch einen Zaun von den anderen Tekkinern getrennt.
      Himmawallajugaga und Charelle hingegen hatten ihre erste Nacht gut überstanden. Während unsere Freunde den Stall ausmisteten, holten Ann und ich sie von der Weide, auf die sie am Morgen gebracht worden waren, und gingen mit einigen Umwegen zum Putzplatz. Dort wurde aller Transportmief einmal weggeputzt und -gewaschen, außerdem die Mähne geschnitten und das Gangbild bewundert. Die beiden durften ihren Ruhetag dann weiter auf der Koppel genießen.
    • Cascar
      Stufenerhöhung Springen (E/A)
      [09.06.2017]

      Am heutigen Nachmittag hatte ich mich zum ersten Mal mit Carina und Ann zu einer Springstunde verabredet. Beide Mädchen hatten sich mittlerweile gut in den WCS eingelebt und so eine Stufenerhöhung war ja auch immer ein bisschen ein Beweis des erfolgreichen Trainings. Interessant waren in diesem Fall nur die Pferde, die wir - jeder seins - sorgfältig putzten und sattelten. Carina würde natürlich Early reiten, ihr eigenes Pferd. Die blonde Holländerin ging mir beim Training normalerweise ziemlich aus dem Weg, wahrscheinlich wollte sie nicht, dass ich ihr so arg auf die Finger sehe. So wusste ich über das graue Pferd Carinas nichts, entnahm aber ihrem Enthusiasmus bezüglich des Springens, dass Pferd und Reiter Fortschritte machten.
      Ann würde sich selbstverständlich Yacedor Gepir annehmen. Obwohl der Hengst zeitweise empfindliche Gelenke hatte, war er doch schon seit geraumer Zeit beschwerdefrei. Abgesehen davon würden wir ja gut auf ihn aufpassen und Abwechslung war stets gut für den Kopf.
      Ich selbst traute mich mit Bem-Te-Vi in die klimatisierte Halle. Der junge Hengst ließ sich mittlerweile gut von oben führen und hatte an Ausdauer zugelegt - den Grundstein für das Springreiten, besonders mit seiner Erfahrung im Freispringen, hatten wir also bereis gelegt.
      Alle drei Pferde brachten abgesehen davon keine schlechten Voraussetzungen mit und die Stimmung war ausgelassen, als wir zu sechst vom Putzplatz in die Halle marschierten. Jene war klimatisiert, bei dem vorherrschenden, sommerlichen Wetter, und Oliver turnte bereits über den Sandboden und longierte soeben CH's Unglück, als wir mit einem gut hörbaren "TÜR FREI?" eintraten. Er blieb noch eine Weile, während wir unsere Pferde erst warmführten (Carina longierte Early sogar) und dann warmritten. Kurz darauf verschwand Olli mit CH's Unglück, tauchte eine viertel Stunde später wieder auf und baute einen Gymnastikparcours auf E-Niveau und mit einigen Cavaletties für uns zusammen. So könnten wir unsere Pferde auch schon am Sprung aufwärmen. Das fiel unterschiedlich aus: Während Bem-Te-Vi, der die Hindernisse ja bereits vom Freispringen kannte, zwar etwas hoch und übereifrig, dafür entschlossen und mit gespitzten Ohren über die Stangen setzte, scheute Earl Grey's Darjeeling vor dem ersten richtigen Sprung. Carina hatte Mühe, im Sattel zu bleiben, nahm dann aber die Zügel auf und führte ihr Pferd erneut heran - dann klappte es. Early schien ihrer Reiterin zwar zu vertrauen, wusste aber noch nicht, wohin mit ihren langen Beinen.
      Yacedor Gepir indes verweigerte zwar ein rotes Kreuz, zeigte sich ansonsten aber diszipliniert und konzentriert. Das lag wahrscheinlich auch an Ann, die mit ihrer ruhigen Ausstrahlung bei dem Hengst Berge versetzen konnte.
      Nach knapp vierzig Minuten war Oliver mit den "großen" Sprüngen auch fertig und wir begannen, sie in das Training einzubeziehen. Mein TV schien nur darauf gewartet zu haben und präsentierte - stolzes Pony - sein ganzes Können. Ich lobte ihn und wir reihten uns auf einem Zirkel ein, um die ersten Versuche der Anderen zu begutachten. Wie zu erwarten machte Early kurz vor dem Hindernis Anstalten zu scheuen. Carina war aber darauf vorbereitet, hielt mit dem Zügel gegen und trieb einmal entschlossen, worauf es sich ihre Stute anders überlegte - zwar sprang, aber riss. "Da fehlt aber ein ganzes Bisschen Selbstvertrauen.", rief ich der Reiterin zu, die atemlos nickte und neben mir zum Schritt durchparierte. Oliver legte die Stange wieder auf und winkte Ann über den ersten Sprung. Die junge Frau saß gut im Sattel - obwohl sie eigentlich Dressurreiterin war - und auch sie bugsierte ihr Pferd sicher und sogar fehlerfrei über das Hindernis. Sie lobte Gepir, bevor sie sich noch einmal der Sprungkombination widmete.

      In den folgenden dreißig Minuten übten wir Querbeet E's und A's; mal einzeln, mal in Kombination. Und schließlich beendeten wir das Training, indem jeder noch einmal sauber über ein A-Hindernis setzte.

      Im Laufe der Woche trafen wir uns noch fünf mal zu ebenso einer Springstunde. Jedes Mal wurden Pferde und Reiter sicherer und selbst Early hätte man zum Abschluss des Trainings sorglos auf ein A-Springen schicken können.
      So waren unsere Übungseinheiten definitiv sehr erfolgreich - und wir beschlossen sogar einstimmig, das Training so in Zukunft jeden Mittwochabend fortzusetzen.
    • Cascar
      Sammelbericht ('Wie gewohnt.')
      [14.06.2017]

      Als ich an diesem Morgen aufwachte, prasselten die Erinnerungen der vergangenen Tage nur so auf mich ein. Über dem Pferderennen vergangenen Sonntag hing in meinen Gedanken eine schwarze Wolke. Es war so viel passiert: Nach dem grauenhaften Sturz auf der Rennbahn war meine Freundin Ruby bewusstlos in das Krankenhaus eingeliefert worden. Ihr linker Arm war nach den Ärzten dort gebrochen und außerdem hatte ihr vierter Wirbel etwas abbekommen; zwei Rippen und den Nacken hatte sie sich geprellt, war aber ansonsten glimpflich mit einer Gehirnerschütterung davon gekommen. Ihr Pferd, Devrienterreuth, befand sich bis heute in der Tierklinik und war operiert worden.
      Diego, Rubys Bruder, machte sich große Sorgen, vor allem um seine Schwester, und wurde von seinen Freunden auf dem Hof bestmöglich umsorgt. Jeden Tag fuhr er in das Krankenhaus, nach Auckland, und morgen würde ich ihn begleiten.
      Das Leben auf dem Hof indes wurde gezwungen, seinen gewohnten Gang zu gehen. Obgleich Devris Box leer war, mussten die restlichen Pferde gepflegt und bewegt werden, Geld eingenommen.
      Noch am Sonntag hatte ich den guten Distraction in das Roundpen geführt und longiert und wie gewohnt Lucifer gefüttert. Ställe ausgemistet, ich hatte sogar Oliver von Devris Sturz erzählen müssen, da er nicht dabei gewesen war. Das war mir nicht leicht gefallen und der Bereiter hatte mir mit offenem Mund zugehört, während er Razita geputzt hatte. Auch Paul, Ann und Carina hatten durch mich davon erfahren - Paul kannte die rothaarige junge Frau zwar nicht, hätte sich aber vielleicht ausgeschlossen gefühlt. Die drei erschienen versetzt auf dem Hof; am Montagnachmittag Paul, um Rhodus zu putzen und spazieren zu gehen, Dienstag Carina und Ann; die eine, um Earl Grey's Darjeeling in der Halle zu reiten, die andere, um mit Yacedor Gepir Dressurlektionen aufzufrischen. Wie gewohnt.
      Angesichts der momentanen Umstände freute es mich aber umso mehr, dass Spearmint und Walli wohlauf waren und dass Celli und Spotti nun endlich unter dem Sattel gingen und deshalb in den Anfängen trainiert werden konnten. Es lenkte mich auch gewissermaßen gut ab, mit Ashqar für Stunden durch das Gelände zu streifen, oder Himmawallajugaga und Charelle zu besuchen. Ein paar mal versuchte ich mir auch vorzustellen, wie es sich anfühlte, nicht von, sondern mit einem Pferd zu stürzen. Das hab ich auf, ich hatte ja keine Ahnung. Aber letztendlich waren es immer meine zwei Kollegen, zu denen mein Kopf zurückkehrte und ich hoffte so, so sehr, dass es ihnen bald besser gehen würde.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [04.08.2017]

      Es ist tatsächlich sehr zu merken, wenn ein paar Leute in den WCS fehlen. Weniger wegen der Betriebsamkeit auf dem Hof, als vielmehr im Aufgabenpensum eines jeden Pflegers. Ich, Oliver, muss allein heute fünf Pferde reiten und Diego, Ruby's Bruder, ist der einzige, der mir dabei helfend zur Seite steht. Abgesehen davon sind es die Winterscapes selbst, also Jeannine und Alois, sie sich um die Pferde kümmern.

      Wir treffen uns zu unserer alltäglichen Monsteraufgabe früh morgens am Wohnhaus der Stallbesitzer. Dort einigen wir uns darauf, wer wo und was füttert. Mit diesem Arbeitsteil sind wir gegen sieben fertig; alle Pferde mampfen friedlich ihr Kraftfutter und Heu; die Paddocktüren sind schon sperrangelweit geöffnet, als die Sonne über die Baumwipfel des Geländes steigt.
      Jetzt können wir uns der Pflege widmen. Unser Programm starten wir im Südstall. Zu vier tauchen wir dort auf und jeder schnappt sich ein Pferd - Alois CH's Unglück, Jeannine nimmt sich Charelle an und ich sehe bei Devrienterreuth vorbei.
      Ruby's Stute hat sich mittlerweile zwar seelisch ganz gut von ihrem Sturz erholt, einen gesunden Appetit und ist auch sonst hellwach und eifrig bei der Physiotherapie, allerdings ist ihr die körperliche Beeinträchtigung sehr anzumerken; Devri ist etwas schmaler geworden und lahmt immer noch stark vorne rechts. Um das kranke Bein zu schonen, Binde ich die Stute deshalb heute im hohen Stroh ihrer Box an und widme mich ausgiebig der Fell-, Huf- und Langhaarpflege. Außerdem wechsle ich behutsam den Verband; die Fäden sind schon gezogen, er dient jetzt nur noch als Schutz für die frische Haut, damit Devri sie nicht abschuppert.
      Die Pflege an Devri übernehme ich nun schon seit einigen Wochen - Ruby sitzt mit ihrer Wirbelfraktur noch immer im Rollstuhl und kommt einmal in der Woche vorbei, um nach ihrer Stute zu sehen. Sie bekommt die Fortschritte ihres Pferdes so ganz sicher und erfreut mit und es tut ihr leid, dass wir uns nun auch noch um diesen Einsteller kümmern müssen. Aber ich mache das gern, zumal Devri ein recht dankbares Pferd ist - so bemüht sie sich auch heute, still zu halten und auf der alltäglichen Spazierrunde über den Hof zügig neben meiner Schulter herzugehen. Wir lassen uns damit Zeit, sind aber schließlich wieder im Südstall angelangt. Dort glänzt Charelles Fell bereits wieder und Blomquist, ihr Fohlen trinkt ab und zu mal, taperte ansonsten aber übermütig auf der Stallgasse herum. Er beäugt mich neugierig, als ich Devri in ihre Box bringe und das Halfter abnehme. Dann wende ich mich dem Jungspund zu: "Na du?" Als ich in die Hocke gehe, kommt das gecheckte Hengstfohlen zutraulich, aber vorsichtig auf mich zu und lässt sich die Nase streicheln. Ich rede leise mit ihm, muss mich aber schließlich verabschieden - die Arbeit ruft und die erwachsenen Stuten Unglück und Nelly sind fertig geputzt. Auf die Weide werden sie in Sichtweite von Devris Paddock von uns bieten zusammen gebracht.
      Danach gehe ich mit Diego in den Turnierstall. Dort erwartet uns Cascars Stute Spearmint mit ihrem Fohlen Spearmint's Cavale Miellée sehnsüchtig und lässt sich öußdrst bereitwillig, wenn auch etwas träge aufhalftern und vor dem Stall anbinden. Diego putzt sie anschließend und albert ein wenig mit Walli herum, während ich im Stall Spotted Frischkäse putze. Die junge Ponydame ist ruhig und entspannt und wird später am Tag noch auf eine Longenrunde entführt werden.
      Mit ihr in der Box war Lucifer, unser Waisenkind. Er hat heute schon mehrmals die Flasche bekommen. Von mir bekommt er deshalb seine dritte Mahlzeit und außerdem bürste ich ihn sorgsam mit einer weichen Fohlenbürste. Er grummelt daraufhin leise und wohlig.
      So können wir dieses zusammengewürfelte Vierergespann schließlich auch auf die Weide entlassen und zwar auf die der Tekkinerstuten. So haben auch die Fohlen einander und die "Großen" können in Ruhe das saftige Gras genießen.
      Nun geht es für uns alle zu den Stuten in den Stallungen im Nordes des Geländes. Ich treffe dort auf Cheetah. Die Rotbraune sieht mir schon zeitig neugierig entgegen und lässt sich enthusiastisch aufhalftern und putzen. Sie ist heute die erste, die ich reite - bevor stehen uns knappe anderthalb Stunden Arbeit auf dem von der Sonne aufgeheizten Reitplatz. Mit uns sind Alois und Razita da und nach einiger Zeit und zu meiner Überraschung auch Carina und ihre Stute Earl Grey's Darjeeling. Im Großen und Ganzen verläuft das Training entspannt und recht ereignislos; ich bin zufrieden mit Cheetah, als ich sie wenig später auf die Weide bringe.
      Es ist jetzt Mittag und nach einer kurzen Pause geht's zum Hengststall. Jeannine putzt dort bereits Klappstuhl, an dem sie einen Narren gefressen hat, und Diego widmet sich ganz der Fellpflege und auch der Bewegung in Form des Reitens von Empire of Darkness. Ich selbst begrüße meinen Hengst Empire of Grace, der mir übermütig, aber mit gespitzten Ohren entgegen sieht. Ich streichle seine Stirn, dann üben wir beim Putzen und Spazieren ausgiebig Disziplin.
      Zuletzt an diesem Tag steht der Tekkenstall bevor, im Osten. Er ist aufgrund des Wanderritts in Europa mächtig ausgedünnt - Kazoom und Distraction sind nämlich nicht da. Ansonsten putze und longiere ich hier Yacedor Gepir. Der Cremefarbene macht elanvoll mit und scheint sich während der Abwesenheit seiner Reiterin, Ann, von der besten Seite präsentieren zu wollen. Nach der Bewegung darf er zu den übrigen Hengsten auf die Weide. Nun fehlen nur noch Cyclone und Worgait.
      Ich nehme mir zuerst Letzteren vor: Der Falbe sieht mir etwas skeptisch entgegen. Abgesehen davon finde ich aber, er ist den Menschen viel zugänglicher geworden. Seit unser Freund und Pferdeflüsterer Matt regelmäßig mit ihm arbeitet, ist er nicht mehr das schwierigste Pferd im Stall. Und nur aus diesem Grund kann ich den Hengst auf der Stallgasse anbinden und recht problemlos - bis auf die Bauchregion und den Kopf - putzen und die Hufe auskratzen. Auch mit Worgait gehe ich des Weiteren in das Roundpen und lasse ihn sich kontrolliert und mit teilweise zu mir gewandten Ohren die Beine vertreten. Nach einem angefügten Lob darf er dann auf die Koppel.
      Im Oststall macht nun nur noch Cyclone ordentlich Radau. Der große Hengst dreht Runden auf Paddock und Box und lässt sich von mir zwar widerwillig aufhalftern, aber nicht beruhigen. Das führt zu einer Konfrontation vor dem Stall, wo ich den Lieben einmal so konsequent rückwärts richte, dass er danach nur noch zögerlich versucht, mich zu überholen. So schaffe ich es auch mit ihm an den Anbindebalken und irgendwie durch die Putzprozedur und auf die Weide. Auf dem Rückweg kommt mir dann Alois mit Hic Rhodus, hic salta!, Paul's Ardennerhengst entgegen. Auch sein Fell ist augenscheinlich geputzt und er wird als letzter zu den anderen Hengsten auf die Weide entlassen. Gegen 16:00 sind so endlich alle Vierbeiner versorgt - aber die Boxen noch nicht ausgemistet. Das und das Anrichten des Futters ist tatsächlich erst gegen 20:00 vollbracht. Ich bin erleichtert, als es Alois ist, der am Ende des Tages äußert, wir bräuchten mehr Personal auf dem Hof, um die ganze Arbeit zu stemmen.
    • Cascar
      Stufenerhöhung Springen (A/L)
      [01.12.2017]

      Der erste Dezember ist bei uns auf dem Gestüt einer der letzten Termine des Jahres, an dem wirklich trainiert wird. Die Zeit danach ist für gewöhnlich eine Ruhephase, bis Weihnachten. Deshalb machen Ann, Carina, Paul und ich auch genau heute unsere Pferde fertig, um noch eine Runde zu springen - auf deutlich erhöhtem Niveau im Vergleich zu vor drei Monaten. Erschwerend hinzu kommt, dass die Kälte mittlerweile klirrend ist. Ohne eine Reithalle macht das das Erwärmen der Pferde deutlich langwieriger.
      Nichtsdestotrotz sind alle gut gelaunt: Eingemummelt in Daunenjacken und Thermoreithosen haben Ann und ich Yacedor Gepir und Distraction aus dem Stall geholt, während Carina und Paul im Hauptstall nach Himmawallajugaga und Earl Grey's Darjeeling gesehen haben. Nun arbeiten wir alle nebeneinander am Anbindebalken an der Säuberung von Fell, Langhaar und Hufen unserer Pferde.
      "Himmi hat keinen Mähnenkamm.", stellt Paul fest und Carina reicht ihm wortlos den von Early. "Danke.", sagt Paul und hebt die Hände. Mir entgeht das Blitzen in seinen Augen nicht, während er Carina noch einen Moment länger über den Rücken seines Pferdes ansieht. Auch Ann schnaubt abfällig und wendet sich dann Gepirs Hufen zu. Alle vier Pferde haben schon Winterfell - wenn auch Early deutlich mehr als die Tekken - und das Putzen und Streicheln hat wieder einen gewissen Teddybäreffekt. Das bedeutet auch, dass das Scheren bald ansteht. Während ich so darüber nachsinne, stupst mich Distraction mehrmals mit seiner weichen Nase an und ich kraule gedankenverloren seine Stirn. Den schwarzen Hengst habe ich mittlerweile richtig lieb gewonnen - vor allem, da er das einzige Pferd ist, dass ich derzeit aktiv im Springen trainiere. Anders geht es wohl Ann auch nicht, die im Sommer zwar Kazoom durch die Alpen geritten hat, ansonsten aber einen sichtbaren Hang zu Gepir hat, mit dem sie regelmäßig auf Dressurturniere fährt. Earl Grey's Darjeeling indes gehört Carina und ich muss zugeben, dass die beiden immense Fortschritte machen, vor allem in ihrer Beziehung zueinander. Paul hat ja eigentlich sein eigenes Pferd, ist aber so lieb - und vielleicht auch ein wenig begeistert vom Kontrast - Himmawallajugaga zu reiten, besonders im Springen.
      Insgesamt sind wir also ein recht optimistisches, vollblutlastiges Quartett, das seinen kurzen Weg zum nördlich gelegenen Reitplatz antritt. Dort wartet nämlich Olli schon auf uns, mit fertig aufgebauten Sprüngen der Stufe A und L. Wir grüßen alle freundlich und Oliver winkt, dann beginnen wir damit, unsere Pferde warm zu führen. Earl Grey's Darjeeling wird sogar von Carina longiert, bevor es and Nachgurten und in den Sattel geht. Das Warmreiten dann erfolgt in der Abteilung und in allen drei Grundgangarten, mit verschiedensten Bahnfiguren. So kommt es, dass wir den ersten Sprung erst nach knapp zwanzig Minuten des Aufwärmens machen. Distractions Fell dampft da schon, aber nichtsdestotrotz ist mein Pferd frisch und voller Elan und Ehrgeiz am Sprung. Es macht mir richtig Freude, den Knaben zu reiten. Ein paar Blicke zur Seite verraten mir, dass die kalte Luft auch auf die anderen eine belebende Wirkung hat - gut zu erkennen an den roten Wangen der Reiter.
      Als es an die neue Stufe und damit höheren Hindernisse geht - die im Übrigen uns allen aus dem Einzeltraining bekannt sind - wird die Situation noch ein wenig aufgedrehter. Während Carina mit Early souverän die neue Höhe meistert und die beiden sichtlich zusammenarbeiten, braucht Gepir anfangs ganz schön Überzeugung durch Ann, um den Absprung zu wagen. Der Cremello ist eben nicht so für den Parcours gemacht, sein "Fliegen" ist eher das der Galopppirouette. Nichtsdestotrotz schaffen es schließlich auch diese beiden Gesellen heile durch die L-Kombination.
      Dann sind da noch Paul und Himmi. Da ist es eher der Reiter, der zusehends Respekt vor dem Sprung hat. Beim ersten kleinen Oxer reißt Paul ganz entsetzt die Augen auf und äußert dann: "Krass, geht die da weit hoch." Ich lache herzlich über diese Reaktion, denn ich kann mich noch sehr gut an meine ersten Springstunden mit Spearmint erinnern. Da ging es mir ähnlich.
      Naja, und dann gibt es da noch Distraction und mich. Der Rappe mit dem mittlerweile kuscheligen, wenn auch etwas klammen Fell setzt ohne zu zucken über die neue Höhe. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir die letzten Wochen vor Saisonende sogar schon einige S-Springen gemeinsam bestritten haben. Im Großen und Ganzen läuft dieses Training also mehr als glatt und vor allem ohne jeden Sturz und ja auch quasi ohne eine Verweigerung (Gepir hat nur gezögert … ). Nach insgesamt zwei Stunden im Sattel können wir deshalb glücklich aufatmen und absteigen. Es folgen noch schier endlose Runden des Trockenführens, bevor es zurück zum Putzplatz und für die Pferde zum Teil mit der Decke, zum Teil ohne auf die Koppel geht.
    • Cascar
      Weihnachten
      [24.12.2017]

      Weihnachten ist ja eigentlich immer ein Grund zu feiern. Es heißt aber auch, vor dem Vergnügen kommt die Arbeit und genau so ist es im Winterscape Stud: Weihnachten bedeutet vor allem die alltägliche Arbeit. Heute allerdings erschwerend hinzu kommt, dass der Boden des Reitplatzes seit gestern gefroren ist und er deshalb kaum mehr benutzbar ist. Außerdem ist Alois noch unterwegs, kann uns Stallmenschen also nicht helfen. Ich vermute, er ist in Auckland und kauft Weihnachtsgeschenke.
      Obwohl in dieser Hinsicht wirklich mehr als genug Arbeit vor mir und meinen Freunden liegt, bin ich fröhlich. Das liegt zum einen bestimmt an Weihnachten, zum anderen an dem lautstarken Gewieher der Pferde, als ich den Stall an unserem Haus betrete. Wie immer zaubert mir das ein Lächeln ins Gesicht - da weiß man doch gleich, wozu man am Morgen aufgestanden ist.
      Gefüttert sind die Stuten und Lucifer schon, das hat Oliver schon vor sieben Uhr gemacht. Ich bin nun in erster Linie hier, um mich um meine Schätze zu kümmern. Meine Mum begleitet mich, während Tommy drinnen auf die Weihnachtsgans im Ofen für morgen aufpasst. Die ist also schonmal nicht mein Sorge.
      In meinem Schaffensfeld aber steht zum Beispiel meine heißgeliebte Spearmint. Die gescheckte Stute wartet förmlich darauf, dass ich sie aufhalftere und - ohne ihr Fohlen - auf die Stallgasse führe und anbinde. Spearmint wird von mir nur mit Kraftfutter versorgt und geputzt, mehr mache ich mit ihr immer noch nicht. Dazu sind Mutter und Kind noch zu fixiert aufeinander. Die Scheckin genießt es trotzdem sichtlich, dass ich sie betüdle und macht anschließend auch keine Probleme, als ich Spearmint's Cavale Miellée - kurz "Walli" - ebenfalls anbinde und putze. Die junge Stute ist mächtig gewachsen, sie ist ja genau so alt wie Lucifer. Auch ihre Mähne beginnt langsam zu kippen und ist zu meiner Freude alles andere als dünn. Bei dem Papa sollte das auch so sein. Ansonsten ist die Liebe sehr aufgeweckt und auch heute verdammt hibbelig. Ich bin heilfroh, Spearmint und ihr Kind dann auf die Koppel hinter dem Stall entlassen zu können.
      Wenig später folgen den beiden dorthin Versatilely Gold und Spotted Frischkäse. Der Ponystute hat sich Jeannine angenommen, während ich mich um die alte Araberin kümmerte. Wobei VGold ja alles andere als senil ist - sie ist zwar ruhig, gelassen und döst gerne während des Putzens, hat aber nach wie vor einen ordentlichen Appetit und ordentlich Feuer unter dem Hintern. So ist es auch primär sie, die man auf der Weide beim Spielen mit Walli beobachten kann.
      Als ich nach dem kurzen Weidenbesuch in den Stall zurückkehre, kommt mir meine Mum mit der frischgeputzten Cheetah entgegen. Dann ist nur noch Lucifer übrig, der ganz wild Runden in seiner Box läuft und lauthals wiehert. Ich beruhige ihn mit Mühe, aber letztendlich doch, überrede ihn schließlich mit einer Möhre und seiner täglichen, verbliebenen Milchration aus der Flasche. Danach ist er schon wieder ansprechbar und wir können friedlich zur Fellpflege und zu einem kleinen Spaziergang schreiten. Letztendlich hat es aber auch dieser Schecke geschafft und darf zu seiner besten Freundin Spotti auf die Koppel.

      In der Zwischenzeit haben - wie ich mitbekomme - Ann und Oliver schon fast den Ganzen Südoststall auseinandergenommen: Worgait und Cyclone stehen schon geputzt auf dem Paddock schräg gegenüber des Wohnhauses und ich sehe hinter den geöffneten Paddocktüren zwei Schatten die Boxen ausmisten. Ich zögere nicht lange und geselle mich zu den Beiden. "Ahoi!", sagt Olli, als ich einen Gruß in den Stall rufe und mir eine Mistgabel schnappe. In dem Moment kommt auch Jeannine und beginnt, Kazooms ohnehin schon spiegelndes Fell noch glänzender zu putzen. Der Tekke bekommt daraufhin eine Decke auf den Rücken und wird auch auf die Weide gebracht. Mehr Arbeitsaufwand haben nach dem Putzen Distraction und Gepir. Der Rappe wird von mir geputzt und gesattelt, Ann nimmt sich ihrer Reitbeteiligung an und wir begeben uns zusammen für eine Runde um die westlich liegende, große Koppel auf den Feldweg. Vorrangig gehen wir Schritt und Trab, verbringen aber vor allem gut Zeit mit unseren Pferden. Als wir zurückkehren, ist Olli gerade fertig damit, Ashqar zu putzen. Der Araber hat quasi - wie Kazoom - Winterferien und ich nehme ihn dann mit Dizzy und Gepir mit auf die Weide. Im Stall ist dann nur noch unser Cherti, der unter der Abwesenheit seiner Freunde zunehmend unruhig wird und den ich deshalb am Anbindebalken auf dem Hof putze und sattle, im Sichtkontakt mit Cyclone und Worgait. Da wird Cherti auch wieder entspannter und ich gehe auch mit ihm noch eine Runde, bevor der Hengst auf die Koppel darf.
      Als ich dann auf den Hof zurückkehre, ist es schon nach 15:00 und die Sonne neigt sich bereits dem Horizont entgegen. Ich mache mich auf die Suche nach meinen Freunden und finde sie an der Stutenkoppel. Die Pferde des Hauptstalls sind nämlich heute Morgen direkt auf die Weide gegangen und werden jetzt erst zurechtgemacht, bevor sie wieder in ihre ausgemisteten Boxen dürfen. Dazu gehören unter anderem Himmawallajugaga, die ich zusammen mit Charelle und so auch Blomquist an den Anbindebalken im Windschatten des Stallgebäudes nehme. Dort macht sich Olli an Himmis kurzem Fell zu schaffen, ich kümmere mich behutsam um Mutterstute und Fohlen. Blomquist ist nämlich der jüngste und an das Absetzen ist noch gar nicht zu denken. Nelly passt auch auf ihn auf wie ein Fuchs. Deshalb dreht sie sich während des Putzens ständig um die Vorderhand, um ja ihren Sohn im Blick zu haben. Ich mache da mal geduldig mit - es ist ja Weihnachten - und atme sehr erleichtert auf, als Charelle fertig ist. Blomquist holt sich dann erstmal eine Milchration ab, dann dürfen alle drei Pferde - auch Himmi - in den warmen Stall. In der Zwischenzeit sind dort bereits auch CH's Unglück und Earl Grey's Darjeeling eingetroffen - zu meiner Überraschung geführt von Carina. Ich begrüße sie herzlich, nachdem die Pferde weggebracht sind und wünsche ihr frohe Weihnachten.
      Dann geht es wieder an die Arbeit. Jeannine holt und putzt Devrienterreuth, die mittlerweile langsam wieder fit ist, und Carina und ich begeben uns mit Ann und Oliver in den letzten Stall, den Südweststall. Auch dort sind die Boxen schon ausgemistet, die Hengste, die hier wohnen, tummeln sich zufrieden auf den Offenstallweiden zur Straße hin. Und sie sind natürlich richtig schön dreckig. An erster Stelle steht da Hic Rhodus, hic salta!. Er ist gleich zwei Nuancen hellbrauner durch den verkrusteten Schlamm und wird deshalb zielstrebig von Carina zum Putzen in die Stallgasse gezogen. Ich wähle kurzerhand Empire of Darkness und Oliver überlassen wir damit sein Pferd Empire of Grace. Während des Putzens bekommen die Hengste gleich ihr Futter - nach den genannten auch der gute Klappstuhl und Bem-Te-Vi. Damit sind dann alle Pferde versorgt und ich atme mehr als erleichtert auf, als ich die letzte Boxentür schließe. Mehr Personal ist definitiv ein Verbesserungspunkt für 2018.
      Es ist schon 18:00 und ich beeile mich an diesem Abend, noch duschen zu gehen, bevor wir zur Weihnachtsmesse nach Auckland fahren. Die Bescherung im Kreise meiner Familie wird wohl noch ein paar Stunden auf sich warten lassen …
    • Cascar
      Stufenerhöhung Springen (L/M)
      [02.01.2018]

      Unsere Trainingsrunde ist geschrumpft. Und das, obwohl die Temperaturen für winterliche Verhältnisse mit 15°C recht lau sind. Nein, der Grund ist, dass Yacedor Gepir sein Springtraining angeschlossen hat. Seit einigen Wochen arbeitet Ann ihn wieder aktiv in der Dressur.
      Und so sind es nunmehr Carina, Paul und ich, dir Earl Grey's Darjeeling, Himmawallajugaga und Distraction auf dem Putzplatz zurecht machen und satteln. Meine Laune ist ausnahmsweise auf einem Hoch, weil Kira drinnen, bei meiner Mum, ist und Louis und Cedric bis zur Einstellung unserer neuen Stallknechte am Ende des Monats beim Ausmisten aushelfen müssen. Ich sehe sie also nicht.
      Mit einem Lächeln auf den Lippen streife ich also Distraction seine Trense über, während Paul Himmis Sattelgurt verschließt und vorsorglich die Steigbügellänge einstellt. Nebenbei redet er scherzhaft mit Carina. Es versetzt mir zwar einen Stich, aber ich muss mir wohl eingestehen, dass Paul dir Holländerin mehr als nur "ein bisschen attraktiv" findet. Sollte aus den beiden was werden, gönne ich es ihnen jedenfalls.
      Bis dahin - und für diese Gesprächsrunde - habe ich Dizzy. Der im Winter schwarze Hengst geht ruhig, aber aufmerksam um sich blickend, neben mir zum Reitplatz. Weil er ein bisschen quirlig scheint, nehme ich ihn zehn Minuten an die Longe, bevor ich mit Carina und Paul aufsteige.
      Der Parcours ist schon aufgebaut, aber Olli gesellt sich sicherheitshalber zu uns, die treue Seele, und überwacht aufmerksam unser Warmreiten.
      Es geht für alle ganz normal, wenn auch unabhängig voneinander, mit den Grundgangarten und Bahnfiguren los. Es werden viele Biegungen und Gangartwechsel geritten, bevor es tatsächlich erst an die Cavalettis, dann an die Gymnastiksprünge geht. Diese Art des Trainings läuft so schon seit Wochen für jeden von uns. Die einzige Besonderheit ist heute, dass die Sprünge in der letzten halben Stunde einige Zentimeter höher und manchmal auch länger sind. Dizzy scheint diesen Unterschied nicht zu merken, er fliegt über die Stangen, als wäre nichts gewesen. Manchmal reißt er, aber meistens ist unsere beide Konzentration so beisammen, dass die Kombinationen klappen.
      Carina und Early haben allerdings schon ganz schön zu tun. Auch, weil Early recht jung ist und besonders im Parcours noch ihren Takt finden muss. Außerdem fällt es Carina recht schwer, die Ruhe zu bewahren, als ihr Pferd immer und immer wieder reißt - aber immerhin springt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die zwei heute nicht ihren besten Tag haben und deshalb das Training einfach nach bestem Wissen und Gewissen in den kommenden Wochen fortsetzen sollten, um sicherer zu werden.
      Auch Himmi und Paul sind etwas durch den Wind. Paul hat augenscheinlich Angst vor der Hindernishöhe und der langen Flugphase. Zumindest glaube ich das in seinen Augen zu sehen. Umso erstaunlicher ist es, wie souverän sein Pferd die Höhe meistert: Himmawallajugaga scheint das Vertrauen zu genießen, dass Paul mangels Erfahrung in sie setzt. Sie scheint förmlich zu sagen :"Komm, ich nehme dich mit!". Das gefällt mir. Aber die Rappschimmelstute war ja noch nie unemanzipierte Frau unter den Stuten.
      Letztendlich ist die Springstunde so doch ganz erfolgreich. Alle haben die M-Höhe gemeistert - alles weitere bringt das kontinuierliche Training. Ich gratuliere Carina nach dem Absteigen, deren Wangen ganz rot sind, und Paul auch, obwohl der eher erleichtert wirkt, auf dem Pferd geblieben zu sein. Immerhin scheint auch er es schätzen zu können, was Himmi geleistet hat, denn er lobt sie überschwänglich und ist es am späten Nachmittag persönlich, der ihr das Kraftfutter bringt.
      Die Tekkiner und Early bleiben dann den Rest des Tages mit ihrer Decke auf den jeweiligen Weiden. Ihre Tagesaufgabe haben die Pferde zweifellos erfüllt.
    • Cascar
      Stufenerhöhung Distanz (E/A)
      [09.04.2018]

      Die Sonne scheint, nicht zum ersten Mal dieses Jahr, aber es ist doch ein Anblick von seltener Schönheit. Es ist noch früh, gerade mal neun; die Pferde haben ihr Futter gegen sechs bekommen und warten ungeduldig in ihren Boxen auf sich vorfreuende Reiter wie mich.
      Und das tue ich tatsächlich. Heute findet der erste diesjährige Geländeritt statt, der erste große, der für die erfahrenen Distanzpferde wie Ashqar und Himmawallajugaga das Ankommen in der neuen Saison 2018 bedeutet, für die weniger Erfahrenen, die den Winter über aufgrund ihrer Turnierpause viel im Gelände gewesen sind, ist die heutige Runde bereits ein echtes Training, mit dem sie sich für Kurzstreckenläufe qualifizieren werden. Mit von der Partie sind neben Dads schwarz-weiß-gefleckter Hündin Kira Carina und Earl Grey's Darjeeling, Paul, Olli und CH's Unglück, außerdem ich mit Omega und Ann führt Gepir aus. Meinem Dad habe ich ausnahmsweise genehmigt, meinen Hengst zu reiten, sodass ich mich um die wesentlich jüngere Stute kümmern kann.
      Unser Gespann besteht also aus zwei erfahrenen und vier unerfahrenen Pferden. Trotzdem stehen die Pferde letztendlich alle nebeneinander am Anbindebalken – Hengste wie Stuten – und wir sind alle frohen Mutes, die Kälte lässt und zügig arbeiten und die Pferde hibbelig werden. Stani und Ewa misten in der Zwischenzeit schon die Boxen aus und bringen einige Pferde auf die Koppel. Mit zunehmender Tageslänge wird es auf dem Hof auch geschäftiger, als Louis und Cedrick eintreffen und beginnen, die Pferde zu bewegen. Letztendlich ist es zehn, als alle fertig sind, wir zum Warmwerden einige Runden über den Hof gehen und schließlich geschlossen nachgurten, aufsitzen und vom Hof reiten.
      Unsere Tour führt uns anfangs an der Straße entlang, die trotz ihrer Stadtnähe verlassen daliegt. Wir reiten landeinwärts, als eine große Kolone. Dad und Ashqar ganz vorne, Paul und Himmi ganz hinten. Omega unter mir läuft zügig, aber entspannt – nur einmal erschrickt sie sich vor einem Leguan im Gestrüpp und sie beginnt bald zu schwitzen, unter ihrem schweren Westernsattel.
      Auch Carina und Early haben ihre Mühe, als wir vom Weg abbiegen und einen recht steil ansteigenden Waldweg hinaufreiten. Die Stute schnauft, als wir oben ankommen, aber Carina ermutigt sie, fleißig weiterzugehen. So haben wohl alle ihre Probleme. Anns beginnen beim Durchqueren eines kleinen Flusses – letztendlich springt Gepir darüber, aus Angst, die Gruppe zu verlieren. Die einzigen neben Dad und Paul, die gar keine Probleme zu haben scheinen, sind Kira, der die Zunge fast bis zum Boden hängt, und Olli und Unglück. Oliver tut mir leid, weil sich gestern ein Käufer für seinen Hengst gefunden hat und er ihn deshalb schon heute Abend verabschieden wird. Gleichzeitig scheint er auch ein wenig befreit und locker, deswegen geht es Unglück unter ihm vermutlich auch so gut.
      Insgesamt ist die Stimmung also gelöst. Aller anderthalb Stunden machen wir zehn Minuten Pause, in denen die Vitalfunktionen der Pferde gemessen und in der Notizfunktion meines Handys festgehalten werden. So steht schon bald fest, dass Earlys und Omegas Kondition die schlechteste ist, aber das macht ja nichts. Wir schaffen es trotzdem alle, nach einer letzten, einstündigen Trabphase, zurück nach Hause und vom insgesamten Fitnessprofil steht es für mich außer Frage, dass die Pferde Anfängerdistanzen vielleicht nicht gewinnen, aber laufen können, ohne körperlich überlastet zu sein. Gegen 17:00 grasen unsere Schützlinge dann endlich friedlich auf der Weide und wir Reiter haben uns alle ein Bier verdient.
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  • Album:
    WCS - Hauptstall
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    Cascar
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    24 Nov. 2017
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  • Stallinterne Informationen
    _________________________________

    Zuchtname des Pferdes: Earl Grey's Darjeeling
    Rufname(n): Darjee, Early, Grey, Maus
    Besitzer: Carina Meeuwenstraat
    Reitweise: Englisch
    Vorbesitzer: Zion
    Vorkaufsrecht: Zion

    Tierarzt: Eddi Caen
    Hufschmied:
    Ausbilder: eigener
    Reitbeteiligung:

    Stall: Stutenstall
    Weide: entral gelegene; zusammen
    mit Spotted Frischkäse und
    Celebration of Dance
    Einstreu: Stroh
    Futter: Heu, Saftfutter;
    Kraftfutter 1x täglich
    Anmerkungen: Pensionspferd;
    wird stets mit versorgt und durch die
    Besitzerin bewegt

    Portrait:


    Abstammung
    _________________________________


    Von: It's Tea Time
    Isis x Mrs Teebaum

    Aus der: Emilia
    Martin x Exquisit Lady

    Zur Zucht zugelassen:

    Züchter: unb.
    Eingetragene Zucht: ✘
    Gencode: n. g.
    Vererbung: n. g.
    Nachkommen:


    Exterieur
    _________________________________

    Geschlecht: Stute (weiblich)
    Geburtsdatum: 27.05.2013
    Rasse: Englisches Vollblut
    Herkunft: England

    Stockmaß/Endmaß: 163cm
    Art: Pferd
    Typ: Vollblut

    Fellfarbe: Classic Champagne
    Langhaar: schwarz
    Abzeichen: Blesse
    Sonstige Erkennungsmerkmale: keine
    Beinabzeichen, große Augen


    Interieur
    _________________________________


    freundlich ◆◆◆ bösartig

    introvertiert ◆◆◆ extrovertiert

    intelligent ◆◆◆ unintelligent

    selbstbewusst ◆◆◆ unsicher

    sozial ◆◆ unsozial

    nervös ◆◆◆ beständig

    ausgeglichen ◆◆◆ unausgeglichen

    temperamentvoll ◆◆ ruhig

    aufmerksam ◆◆ unaufmerksam

    streitlustig ◆◆◆ friedlich

    naiv ◆◆ dominant

    loyal ◆◆◆ untreu

    arbeitsfreudig ◆◆◆ faul

    geduldig ◆◆ ungeduldig


    Charakterbeschreibung: Earl Grey's Darjeeling ist gewissermaßen eine typische, junge
    Vollblutstute: Sie besitzt ein feines Temperament, aber auch eine altersbedingte Scheue und
    Unsicherheit; Charaktereigenschaften, die sie keinesfalls zu einem Anfängerpferd machen.
    Begegnet man ihr hingegen mit einer festen, lenkenden Hand, reagiert die Graue
    aufgeschlossen und überaus loyal gegenüber ihrem Menschen. Sie ist in allen (Alltags-)
    Situationen noch recht stressanfällig und leicht abzulenken.

    Geschichte:
    Earl Grey's Darjeeling stammt von einem der berühmtesten Gestüte in
    England, dem Cheveley Park Stud. Schon recht früh wurde dort klar, dass dieses Pferd
    nicht für die Rennbahn gemacht war - in eindrucksvollen Szenen bewies die kleine Stute
    ihr Desinteresse; bockte vor und in Startboxen, stemmte zum Öffnen der Tore alle Viere
    in den Boden oder buckelte. Kurzum, sie tat alles, außer rennen.
    Daraufhin wurde sie (unter ihrem Wert und sehr jung) an die Tyrifjord Ranch verkauft,
    wo ihre derzeitige Besitzerin Carina sie Anfang April entdeckte und sich in das zierliche
    Pferd verliebte. Die gebürtige Niederländerin spricht von Early als ihr erstes Pferd und
    hofft, mit ihrem Schützling zu wachsen. Als Anlaufstelle dafür hat sie sich die
    Winterscape Stables ausgesucht.


    Qualifizierungen & Erfolge
    _________________________________


    Eignung: Springen, Dressur

    Springen: E A L M S S*
    Military: E A L M S
    Western:
    Distanz: E A L M S

    Galopprennen: ✘
    Fahren:

    Dressur: E A L M S S* S**
    Gangreiten:
    Wendigkeit: E A L M S S*

    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential


    Auszeichnungen: ✘


    Ausbildungsstand
    _________________________________


    Fohlen ABC:
    Longiert:
    Eingeritten:
    Eingefahren: ✘

    Beurteilung: Unruhig und nervös bei der Arbeit,
    aber weder desinteressiert, noch streitlustig

    Gelassenheitstraining:
    Hindernisgewöhnung:
    Hängergewöhnung:
    Startboxgewöhnung:

    Roundpen: leicht abzulenken, schnell verspannt;
    guckig, braucht Beschäftigung
    Reitplatz/Reithalle: löst sich nur schwer von der
    Bande; geht nur zögerlich vorwärts; benötigt
    Mut und Vertrauen in sich selbst, um reiterliche
    Fortschritte zu machen
    Gelände: lauffreudig, schreckhaft, sucht
    Schutz bei der Herde, nicht vertraut mit Straßen-
    verkehr

    Gesundheitszustand
    _________________________________

    Gechippt:
    Geimpft: ✔
    Bekannte Krankheiten:
    Anmerkungen: keine Auffälligkeiten

    Hufzustand: gut
    Prüfstand: vor kurzem ausgeschnitten
    Beschlag vorn:
    Beschlag hinten:
    Anmerkungen: schmiedtauglich,
    nicht beschlagen