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RoBabeRo

Dreamchaser | Lettisches Warmblut >gekört<

Dreamcatcher x Chasin' Stars | ♂ | *09.01.2011 | Cremello | 190cm

Dreamchaser | Lettisches Warmblut >gekört<
RoBabeRo, 22 Juni 2015
    • RoBabeRo
      Hufschmiede 'Keep Smiling'

      Kontrollieren, Ausschneiden & Stahleisen
      1608 Zeichen | RoBabeRo


      Heute hatte ich auch meine eigenen Pferde auf der Liste zur Hufbearbeitung. Bei den Pferdehengsten würde ich anfangen, vor allem meine Lettischen Warmblüter standen ganz oben auf der Liste.
      Als erstes nahm ich mir also meinen großen Cremello Hengst Dreamchaser vor. Mein Werkzeug samt Aluminium Eisen legte ich parat, bevor ich den einzigartigen Kerl holen konnte. Auf der Weide kam er mir sofort entgegen, schnell war er auf gehalftert und ich führte ihn zum Putzplatz, an den Ort an dem ihn sein neuer Beschlag erwarten würde. Ich band Dreamchaser neben meinem kleinen tragbaren Eisenofen und schnappte mir schon vier Eisen die ich auf Dreamchasers Größe schätzte.
      Am Anfang lies ich erst einen kontrollierenden Blick über die Hufe wandern, bevor ich mich ans Ausschneiden, Raspeln und ans Beschlagen machte. Mit schnellen Handgriffen nahm ich ihm seine alten Eisen ab und schwang dann nacheinander, Huf für Huf, erst die Hufschneidezange, dann das Hufrinnmesser und zu guter Letzt die Raspel um alle Tragwände schön eben abzuraspeln. Nachdem er wieder bar huf auf gemachten Hufen stand und ich ihm Hufbalsam aufgepinselt hatte, passte ich die neuen Hufeisen an und formte sie unter Hitze mit Hammer und Amboss auf seine Größe. Einen nach dem Anderen nagelte ich dann auf die nackten Hufe. Die Überstehenden Nägel waren fix mit der Hufbeschlagzange abgezwickt. Dann war meine Arbeit auch schon getan, perfekt abgepasste Hufeisen auf gut gepflegten Hufen. Ein Traum jedes Pferdebesitzers. Ich konnte den frisch bearbeitenden Dreamchaser zurück auf seine Weide führen und mich dann dem nächsten Pferd widmen.
    • RoBabeRo
      Freispringen mit Dreamchaser

      3293 Zeichen | RoBabeRo

      Mit einer Karotte bewaffnet machte ich mich auf den Weg aus dem Haus. Ich wollte mich heute um meine beiden Lettischen Warmblüter Rabauks und Dreamchaser kümmern, die beiden Neuen des Hofes, die sich schon klasse eingelebt hatten.


      Als erstes war Dreamchaser dran. Der prächtige Cremello wartete schon aufgeregt am Weidengatter als ich samt seines Halfters das Tor aufzog. In wenigen Sekunden war der große Hengst auf gehalftert und stand schon außerhalb des Weidezaun, zufrieden auf seiner Karotte kauend. Für ihn hatte ich mir heute eine Freispringstunde eingeplant und konnte gleich seine neue Ausrüstung in Bordeaux ausprobieren.


      Voller Vorfreude und Tatendrang führte ich den sportlich gezogenen Herren also zum Putzplatz an dem schon alles bereit stand. Mit fixen Handgriffen schwang ich fast im Takt zu seiner Atmung Kardätsche und Striegel über das Fell, kämmte dann sein volles Langhaar und kratzte die Hufe aus. Er war ein richtiger Eyecatcher, ein unglaubliches Pferd. Ich war unglaublich stolz ihn zu haben. "Du bist wundervoll", flüsterte ich ihm also liebevoll zu während ich seinen Kopf kraulte. Er blies mir gutmütig warmen Atem in die Haare. Ein Pferd, das eigentlich ein richtiger Temperamentsfundskerl ist, so harmonisch und ruhig mit seiner Besitzerin. Meine Pferde überraschten und begeisterten mich jeden Tag aufs Neue. Ich atmete seinen süßen Duft noch einmal tief ein bevor ich ihm die dunkelroten Gamaschen anlegte und ihn auftrenste. "Los geht's", tätschelte ich ihm noch den Hals, bevor ich ihn zu einer unseren großen Halle führte. Hinter der Hallentür ließ ich ihn freilaufen, während er mir aber lieber Schritt auf Tritt folgte als rumzuspacken baute ich schon die Hindernisse in einer Reihe auf und sperrte sie mit Band ab.


      Nach mehreren Minuten aufwärmen an der Hand im Schritt und Trab inklusive Seitengängen und gezieltem Überstreichen der Vor- und Hinterhand konnte ich ihn langsam auf die Hindernissreihe schicken. Er meisterte den ersten Durchgang mit Bravour. Mir stiegen Tränen in die Augen, so schön sah das aus. Er war unglaublich. Runde für Runde erhöhte ich die Hindernisse zu gymnstizierenden Zwecken in gesunden Abstände. Er schwitzte nicht mal als die Sprungständer schon zu Ende waren, ein unglaubliches Springtalent. "Und mir wurde gesagt, dass du ausschließlich für den Dressursport mit klassisch-barocken Neigungen geeignet bist", lachte ich stolz und freute mich darüber wie vielseitig diese Rasse ist. In jeder Disziplin mit höchsten Erfolgsaussichten einsetzbar. Ein Pferd für den gehobenen Sport, in allen Reitweisen.

      Nach vielem Loben und einer gelungenen Freispringstunde baute ich alle Hindernisse ab und führte den staubtrockenen Dreamchaser noch mehrere Runden. Sein goldenes Fell glitzerte gefühlt meilenweit.


      Am Putzplatz angekommen trenste ich ab und entledigte ihn auch seinen Gamaschen. Nach einem kurzen drüber putzen und verdientem Mash durfte er auch wieder auf die Weide.


      Nachdem der Große weggebracht war, räumte ich den Putzplatz auf und widmete mich dann seiner Box. Mit routinierten Bewegungen war diese schnell ausgemistet und frisch eingestreut. Nur das Heu aufzufüllen dauerte durch das engmaschige, verwirrte Heunetz immer etwas. Nachdem auch das geschaffen war, machte ich mich auf den Weg Rabauks zu beschäftigen.


    • Cascar
      Stufenerhöhung Springen E/A

      6809 Zeichen | Cascar

      „Ja klar, das wird nicht lange dauern. Ich denke, übermorgen komme ich wieder.“, ich lege etwas genervt auf. Kaum nimmt man den Flugmodus aus seinem Handy, gibt es schon wieder massenhaft Anrufe. Eventuell verständlich, wenn man kurzerhand von der Messe verschwindet, um sich in der Karibik ein Ausnahmetalent in Sachen Springen zu betrachten. Ich bin gespannt. Ein „gutes“ Springpferd wollten mir schon viele Menschen zeigen.
      In Gedanken und mit einem Seufzen nehme ich mein Gepäck und gehe den schmalen Gang im Flugzeug entlang. Draußen ist es warm, die Busfahrt zum Terminal ist eine Tortur. Dort warte ich zwanzig Minuten auf meinen Koffer, bevor ich eilig ein Taxi aufsuche und eine Adresse, die des Gestüts „Keep Smiling“, durchgebe. Die Fahrt vom Flughafen zum Hof dauert eine volle Stunde; als ich eintreffe, werde ich vom Schatten der Bäume, Hundegebell und einem Wächter, der meinen Personalausweis sehen will, empfangen. Es ist 17:00 und ich habe nicht viel Zeit, also tue ich, was man mir sagt und mache mich dann in Richtung der Gebäude inmitten der weiß umzäunten Paddocks auf die Suche nach Roxy, wie sie sich mir per E-Mail vorgestellt hat.
      „Mr Winterscape?“ Ich drehe mich nach ungefähr hundert Schritten ruckartig um. Vor mir steht ein junger, lächelnder Mann. „Ehm … ja. Hallo. Können Sie mir sagen, wo ich die Gestütsleiterin finde?“ Der Mann lacht. „Aber klar doch, deshalb bin ich hier, folgen Sie mir!“ Damit geht er zügig voran und passiert das Haupthaus, hinter dem uns ein großer, schwarzer Hund empfängt. „Keine Angst, das ist Kostas. Der ist lieb.“ Ich habe Mühe, mit meinem Koffer Schritt zu halten, als wir kurzerhand abbiegen, der Hund folgt uns hechelnd, und geradewegs auf ein Stallgebäude zulaufen, vor dem mich augenscheinlich eine Frau erwartet.
      „Guten Tag, Roxy.“ Wir reichen uns die Hände. „Eine Freude, Sie kennen zu lernen. Schön, dass das hier klappt.“, erwidert sie lächelnd. „Wie war Ihre Reise?“
      Ich erzähle dies und das, während ich meine Sachen kurzerhand abstelle und wir, nunmehr allein, über den geschäftigen Hof laufen. Jetzt, gegen Abend, werden die Pferde für ihre Arbeit von den Weiden geholt. Eine Taktik, die ich von zuhause gut kenne. „Das ist Dreamchaser.“, sagt Roxy unvermittelt und deutet im Gehen auf den Po eines stattlichen Cremellos, der beim Klang ihrer Stimme ruckartig den Kopf dreht und uns entgegensieht. Ich lächle unwillkührlich. Er scheint selbstsicher und keinesfalls schüchtern.
      Einige Angestellte wuseln um den Hengst, um ihn zu putzen und zu satteln. Ich beachte sie nicht und nähere mich dem Tier im Bogen von der Seite. „Na, Großer? Lust auf Arbeit?“, übermütig versucht er mit der Lippe meinen Finger zu erwischen, während ich ihn am Kopf streichle. „Dass du Springen kannst, glaube ich.“, sage ich zu mir selbst, nachdem ich mir den Körper des Pferdes angesehen habe. Er ist nicht nur gut bemuskelt, sondern allgemein nicht überbaut. „Was ist das für eine Rasse?“, frage ich, während ich dem Guten den Hals klopfe. „Ein Lettisches Warmblut“, erwidert Roxy stolz. Ich atme durch. „Gut. Dann wollen wir mal.“
      In der Halle sind wir allein. Es ist kühl und der Boden staubt nicht, während ich Chaser einige Runden führe und so ein erstes Gefühl für seine Energie bekomme. Dann wird noch ein wenig longiert, wobei klar wird, dass der Hengst doch irgendwie aufgeregt ist: er schwitzt am Hals und schüttelt hin und wieder den Kopf. Ich versuche ihn ein wenig zu beruhigen, bevor ich schließlich nachgurte, die Steigbügel einstelle und mich auf den hohen Rücken schwinge. Mein Pferd macht einige Schritte vorwärts, bevor ich seinen Eifer mit einem sanften Zügelzupfen bremsen kann. Lächelnd gebe ich ihm dann wieder mehr Freiheit und er trottet, sich unablässig streckend, durch meine Schenkelhilfen auf dem Hufschlag.
      Schon im Schritt kann ich mir seinen ausgreifenden Galopp vorstellen und muss mich regelrecht zwingen, ihn gründlich warmzureiten. Wir beginnen mit Handwechseln, dann gibt es Bahnfiguren mit engeren Biegungen, wie Volten und schließlich Innenstellungen und Schritt-Trab-Übergänge. Dreamchaser arbeitet ordentlich und willig mit, protestiert gegen keine Arbeit und präsentiert sich trotz seiner Statur als überaus wendig und geschickt. Einzig im Trab nicht anzugaloppieren gestaltet sich als schwer, was ich allerdings mit einem Grinsen billige.
      „Ihr könnt loslegen!“, ruft mir Roxy zu, als ich den Cremello sachte durchpariere und lobe. Bald darauf galoppieren wir auch ganz gewollt und absolvieren erste Gymnastiksprünge. Versuchsweise probiere ich aus, inwiefern mein Hengst auf meine Hilfen reagiert und nehme ihn so beispielsweise kurz vor dem Absprung etwas zurück, reite schneller und teilweise schräg. Schnaubend nimmt Chaser meine Herausforderungen an, vorbildlich lässt er die niedrigen Sprünge hinter sich. „Wir können heute schon fertig werden!“, sage ich unsicher während einer Schrittpause. Zu meiner Überraschung ist Roxy einverstanden. Aber was soll sie auch dagegen haben? Das Pferd ist gut gelaunt und in Topform, die Hindernisse für ihn wahrlich ein Witz. Es zögert also niemand, den Parcours innerhalb von 15 Minuten umzubauen und uns lächelnd über die Sprünge zu winken. „So. Zeig mal, ob du gut bist!“, richte ich mich an den Hengst, der auf meinen Geheiß hin angaloppiert, kurz die Ohren nach hinten dreht und dann, den Kopf weit nach oben nehmend, die Ohren gespitzt, zum ersten Sprung ansetzt. Er merkt, wann es drauf ankommt. Zumindest ist er noch disziplinierter und konzentrierter, als vorhin und ja, Roxy hat irgendwo Recht. Dieses Pferd muss etwas können, wenn es den Parcours im ersten Durchgang und in einer verdammt guten Zeit schafft. Ich pariere hinterher keuchend und schwitzend zum Trab durch, lobe mein Pferd überschwänglich und registriere das leise, glückliche Klatschen meiner Auftraggeberin.
      „Und? Wie finden Sie ihn?“, fragt sie mich, als wir in der Mitte halten und der Cremello schon einmal probehalber den Boden beäugt. Ich merke ihm förmlich an, dass er sich wälzen will. „Sehr selbstsicher. Aber ich an Ihrer Stelle würde aufpassen.“ Ich halte inne, steige ab und rede weiter, während ich den Sattelgurt lockere: „Der hier kann groß werden, im Sport. Wenn sie auf eine langsame Ausbildung achten. Ich kenne einige solche Ausnahmetalente und einige mehr, die welche hätten sein können, wenn sie sich nicht selbst überschätzt hätten.“ Ich lächle, als ich Roxys ernstes Gesicht sehe. „Ich würde ihn gerne trainieren. So generell.“
      Eine Antwort bleibt mir Roxy schuldig, aber wir satteln Dreamchaser gemeinsam ab und ich verabschiede mich schließlich, als sie loszieht, um ihren Hengst auf die Weide zu bringen. Meine Arbeit ist hier getan. Ich habe ein Pferd kennen gelernt, das durchaus in Zukunft S-Springen laufen könnte. Mein Abstecher in die Karibik hat sich gelohnt.
    • RoBabeRo
      Dreamchaser ausgiebig Putzen
      1833 Zeichen | RoBabeRo

      Ich schaute um diese frühe Uhrzeit nur kurz im Hengststall vorbei um Dreamchaser bisschen zu verwöhnen. Es war gerade halb 5 Uhr morgens- eine meiner schlaflosen Nächte. Die Pferde würden erst in einer Stunde auf die Weiden geführt werden. Ich bereitete Dreamchasers Putzzeug vor seiner Box vor und schnappte mir sein braunes Lederhalfter. Die heiße Sommerluft stand draußen wortwörtlich, die hochmoderne Klima der Stallungen machte die Luft in den Boxen selbst aber noch erträglich. "Guten Morgen Schlafmütze", weckte ich den am Boden dösenden Cremello Hengst liebevoll. Er hebte den Kopf und brummelte leise. Das weckte allmählich die gesamte Stallgasse, hier und dort hörte man vereinzelte müde Kau- oder Begrüßungsgeräusche. Ich streichelte Dreamchaser durch die Boxengitter und schnappte mir sein braunes Lederhalfter. Mit einem Schwung war das Tor geöffnet und Dreamchaser aufgehalftert. Ich band den Hengst an beiden Seiten seines Halfters in der Stallgasse an und füllte schnell sein leeres Heunetz auf. Nun konnte ich mich ans Putzen machen. Erst kratzte ich nacheinander seine riesigen, aber dennoch proportionalen, Hufe aus. Alles schien sauber, die Hufe waren sowieso gut gepflegt. Dann konnte ich mich an das Langhaar machen. Den Schweif verlas ich ausgiebig, befreite ihn von vereinzelten Strohhalmen. Dann kämmte ich seine sportliche Mähne und den vollen Schopf mit der Mähnenbürste durch. Dreamchaser schaute noch sehr müde drein, ein träger Blick für den sonst wachen und temperamentvollen Riesen. Mit dem Gummistriegel und der Kardätsche bearbeitete ich dann sein weiches Fell. Er strahlte nach Putzeinheit. Lange kuschelte ich noch mit ihm. Es war schon fast soweit die Pferde rauszustellen. "Knabber noch ein wenig dein frisches Heu", verabschiedete ich mich von Dreamchaser. Das war ein schöner Start in den Tag.
    • Svartur
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      Stufentraining Distanz E -> A

      4113 Zeichen | Svartur

      Kaum war ich wieder ein paar Wochen Zuhause in Estland gewesen erreichte mich ein Anruf von Roxy, die noch ein zweites Pferd hatte, welches ich für sie weiter ausbilden sollte. Ich nahm das Angebot gerne an, da es mir letztes Mal sehr gut gefallen hatte und saß schon zwei Tage später erneut im Flugzeug. Dieses brachte mich wieder ohne größere Komplikationen auf die Bahamas, wo mich Roxy am Bahnhof abholte. Sie setzte mich am Gestüt ab, fuhr dann direkt jedoch weiter um einige Erledigungen zu machen. Ich kannte das Prozedere doch bereits vom letzten Besuch und klingelte am großen Hoftor. Kurz darauf wurde ich aufgefordert meinen Personalausweis in die angebrachte Kamera zu halten und wurde dann von einem Mitarbeiter abgeholt. Glücklicherweise hatte dieser vorher die Wachhunde hinter einen Zaun gesperrt, denn wirklich freundlich sahen wir die nicht aus, kein Wunder schließlich sollten sie die wertvollen Tiere auch beschützen! Lange gucken konnte ich jedoch nicht, da die Pfleger kaum Zeit hatten und ich somit schnell zu Dreamchaser gebracht wurde. Der Hengst stach mit seiner besonderen Farbe aus der Masse heraus und machte einen sehr freundlichen Eindruck. Kurz wurde ich in seinen normalen Tagesplan eingeweiht und dürfte dann direkt mit dem ersten Training beginnen. Im Gegensatz zu Kollegah war er etwas ruhiger und genoss auch das Putzen deutlich mehr. Dennoch blieb mir hierfür nicht allzu lange Zeit, sodass ich mich nur kurz mit ihm bekannt machte ehe ich ihn mit dem Dressursattel sattelte und dann auf den Reitplatz ging. Der Lette ging anders als erwartet flott vorwärts, träumte jedoch etwas in der Gegend rum, sodass ich bald anfing sämtliche Seitengänge und weiteres abzufragen um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Der Hengst arbeitete gut mit und es schien ihm kaum etwas auszumachen einen fremden Reiter auf sich zu haben. Auch im Trab und Galopp anschließend verhielt er sich vorbildlich, sodass ich kurz darauf beschloss mit ihm ins Gelände zu gehen. Da es heute etwas windig war wurde mir sofort eine Nierendecke gebracht die ich ihm auflegte, damit er sich draußen nicht erkälten würde, da die Sportpferde alle geschoren und somit empfindlicher waren. Im Gelände war er generell sehr brav, ging auch fleißig vorwärts, doch durch seine Träumereien stolperte immer wieder über kleine Unebenheiten im Boden. Da ich so einen Fall aber bereits schonmal gehabt hatte kannte ich ein tolles Training dagegen. Statt nur auf den ganz geraden Wegen zu gehen suchte ich mir bewusst einen Weg der mit Baumwurzeln übersäht war und bei dem er genau aufpassen musste wie er die einzelnen Hufe aufsetzte. Er stolperte einige Male bevor er anfing sich auf den Boden zu konzentrieren und die Hufe ordentlich anzuheben. Als er dies jedoch verstanden hatte waren die Wurzeln kein Problem mehr, und auch als ich danach die Strecke im Trab zurück ritt hob er ordentliche die Beine. Ich lobte ihn daraufhin und ritt ihn gemütlich im Schritt zurück. Wieder am Hof sattelte ich ihn ab, ehe er für zwei Stunden auf die Wiese kam. Nachmittags arbeitete ich ihn dann noch ein wenig an der Longe um die Muskeln zu lockern, wobei mir seine hervorragenden Gänge auffielen. Er hatte sehr hohe Gänge und schien nahezu über den Boden zu schweben – er war wirklich ein klasse Pferd!

      Die nächsten Tage ging ich mit ihm ausschließlich zwei Mal am Tag ins Gelände, wobei ich ihn einerseits auf Kondition trainierte, andererseits aber vor allem die Trittsicherheit in den Vordergrund rückte, da diese sein Hauptproblem war. Er verbesserte sich jedoch von Trainingseinheit zu Trainingseinheit und schon bald trug er einen sicher auch durch etwas schwierigeres Gelände. Zwei Mal wurden wir von Mitarbeitern begleitet, denen ich auch ein wenig zeigte wie sie Dreamchaser weiter trainieren sollten, damit er sich weiter konstant verbessern würde. Dann war die Zeit leider auch schon wieder rum und nach einem letzten Besuch bei Dreamchaser und einem kurzen Abstecher zu Kollegah war es erneut Zeit für mich das Gestüt zu verlassen, wobei ich mir sicher war, dass ich bestimmt nochmal wiederkommen würde!

    • RoBabeRo
      Springtraining mit Dreamchaser

      Laut mitpfeiffend mistete ich Dreamchasers Box zur mitlaufenden Radiomusik. Viel musste nicht grmacht werden, man musste nur das nasse Einstreu und die Pferdeäpfel rausholen und neues Stroh nachstreuen. Dies war auch schnell erledigt und ich konnte mir gleich Dreamchasers Springausrüstung bereitstellen und ihn mit seinem Halfter bewaffnet von der Weide.
      Schnell kam Dreamchaser nachdem er seinen Namen gehört hat auf mich zugetrottet und lies sich fix aufhaltern. Ich führte ihn zum Putzplatz, an dem ich ihn wieder blitz-cremello sauber putzte und seine großen Hufe auskratzte. Nun konnte er die Gamaschen ran bekommen, gesattelt und getrenst werden. Dreamchaser stand wie immer ruhig da und schien sogar ein wenig motiviert drein zu gucken. Als Dreamchaser fertig war, warf ich mir noch schnell meine Klamotten über und war bereit ihn in die Halle zu führen. Erstmal gingen wir ein paar Runden ganze Bahn, ehe ich die Sprünge umbaute und dann auf Dreamchaser stieg. Bevor es ans Springen ging löste ich Dreamchaser, auch unter anderem mit Stangen und niedrigen Cavalettis, erst im Schritt und dann auch im Trab und einem kurzen Galopp auf beiden Händen. Langsam war er bereit und genügend aufgewärmt um nacheinander auch die anderen Sprünge zu nehmen. Wir arbeiteten heute viel an Distanzen und dem richtigen Absprungpunkt. Dazu hatte ich auch mehrere In and Outs aufgebaut. Wir trainierten einr volle Stunde. Dreamchaser lief vollkommen spitze und war am Ende auch leicht angeschwitzt. Das war eine tolle Stunde. Nach mehreren Runden abreiten stieg ich ab und lobte den feinen Kerl.
      Zufrieden mit unserer Leistung versorgte ich Dreamchaser, stellte ihn danach zurück zu seinen Kumpels auf die Weide und räumte seine Sachen in die Sattelkammer.
    • RoBabeRo

      Hufschmiede 'Keep Smiling'

      Kontrollieren, Ausschneiden & Stahleisen
      1002 Zeichen | RoBabeRo

      Mit meinem Werkzeug und den neuen Stahleisen für alle vier Hufe bewaffnet schritt ich auf Dreamchaser zu. Ich hatte meinen goldenen Hengst bereits angebunden und nun war er für den neuen Beschlag bereit. Zuerst entfernte ich mit der Hufbeschlagzange die alten Nägel und nahm ihm die abgetretenen Stahleisen ab, bevor ich mich an das Ausschneiden machte. Mit der Hufschneidezange schnitt ich die Hufe regelmäßig aus, während ich mit der Hufraspel alle Tragwände glatt raspelte. Brav blieb Dreamchaser stehen und lies alles über sich ergehen. Die alten Eisen benutzte ich um die neuen richtig abzupassen. So konnte ich mit Hammer und Amboss im vorgeheizten Offen alles auf Form zu schlagen und die dann auf Dreamchasers Hufen nacheinander raufnageln. Die überschüssigen Nagelköpfe kappte ich noch fix ab und lies ihn dann durch einen meiner Stallhilfskräfte vorführen um die Hufe in der Bewegung nochmal zu kontrollieren. Ich vergewisserte mich, das alles gut ist und er durfte nun weiter auf die Weide. [
      /SPOILER]
    • RoBabeRo
      Nach der Körung mit Dreamchaser
      3458 Zeichen | RoBabeRo

      Heute war ich mit Dreamchaser auf der Hengstkörung 481, welche offen für alle Hengste jeder Sparte war. Noch einmal putzte ich über das helle Fell des Hengstes, ehe ich ihm die Schabracke und den Dressursattel auf den Rücken legte. Sorgfältig zurrte ich den Gurt fest, bevor ich das Halfter gegen die Kandarre tauschte und meinen Hut richtete. Nun machte ich ihn los und wir gingen zum Abreiteplatz, wo ich den Gurt nochmal nachzog und wir uns dann aufwärmten. Er war heute gar nicht so gut drauf, weshalb ich alle Mühe hatte, sein Köpfchen bei mir zu behalten. Ständig wiehrte er hier einer Stute nach, legte bei diesem und jenem Pferd die Ohren an und meinte sich wirklich alles rausnehmen zu müssen. Gott sei Dank hatten wir bis wir dran waren noch etwas Zeit, so dass ich ihm noch ein paar Aufgaben fürs Köpfchen gebene konnte. Unsere Pattern für die Kür ließ ich ganz außer acht, stattdessen übte ich nun Schenkelweichen, Hinter- und Vorderhandwendungen und und und. Endlich fing Dreamchaser an sich auf mich zu konzentrieren, weshalb ich ihn nur noch am langen Zügel laufen ließ und darauf wartete, dass wir aufgerufen wurden. Es dauerte noch geschlangene zehn Minuten, bis ich unsere Namen hörte und unsere Kür endlich beginnen konnte.
      Ich ritt den Hengst in die Halle und sogleich steuerten wir auf X zu, wo ich ihn geschlossen Stoppte und meinen Hut zückte, um die Richter zu grüßen. Dann ging die Kür auch schon los, so dass ich den Hengst zu erst gerade bis zum Ende der Halle zu A ritt und Dreamchaser nach K abwendete. Wir ritten eine Runde im Schritt auf der rechten Hand, ehe wir mit einer Volte die Richtung wechselten und eine Runde Schritt auf der anderen Hand ging. Als ich wieder bei K angekommen war gab ich Dreamchaser Trabhilfen und wir trabten an, wobei wir an der langen Seite Schlangenlinien ritten und dan der kurzen Seite auf gerader Spur leichttrabten. Erneut ritt ich eine Volte, um das Ganze auch auf der rechten Hand zu reiten, bevor ich Dreamchaser in der Ecke zwischen K und A angaloppierte und auf dem Zirkel hielt. Richtige Galoppwechsel kannte der Hengst mit seiner A Klasse in Dressur noch nicht, so dass ich ihn an X einfach zurück zum Trab nahm, die Hand wechselte und dann wieder angaloppierte. Er sprang sofort richtig an, so dass ich auch hier ein paar Runden galoppieren konnte. Aus dem Zirkel heraus lenkte ich ihn dann wieder zu X, da wir schon am Ende unserer Kür waren. Ich zückte erneut meinen Hut, verabschiedete die Richter und verließ die Halle. Das hatte der Hengst super gemacht!
      Nachdem ich ihn verladen hatte und wir uns auf den recht kurzen Weg nachhause begeben hatte, konnte ich als Beifahrer im Auto kurz etwas essen, sodass ich mich gleich wieder voll Dreamchaser widmen konnte. Ich lud den Hengst auf unserem Gestüt aus und führte ihn in die Stallgasse zum Verpflegen. Als erstes streifte ich ihm die Transportgamaschen ab, löste die Turnierzöpfe und nahm ihm die rote Schleife aus dem Schweif. Dann konnte ich in Ruhe das Pferd einmal abputzen, die Hufe auskratzen und den Schweif verlesen. Dreamchaser war blitzblank und rundum zufrieden. Ich war sehr stolz auf unseren neuen Deckhengst, er hatte sich traumhaft präsentiert und mit 23 Kurpunkten zusammen mit einem weiteren Pferd die meisten Körpunkte gehabt. Bevor ich Dreamchaser in die Box und zum wohlverdienten Feierabend führte, mistete ich noch schnell aus. Nun durfte er den Abend genießen, mit einer großen Portion Futter und viel Heu.
    • Occulta
      Verschoben am 15.01.2017
      Grund: 6 Monate lang keine Pflege
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    RoBabeRo
    Datum:
    22 Juni 2015
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    EXIF Data

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  • DREAMCHASER


    'Abstammung'
    Von: Dreamcatcher (100%Lettisches Warmblut)
    Aus der: Chasin' Stars (100%Lettisches Warmblut)

    'Grunddaten'
    Rasse: Lettisches Warmblut
    Alter: 09.01.2011
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Cremello
    Stockmaß: 1,90m
    Abzeichen: -
    Gesundheit: 100% (Sehr Gut)
    Hufe: 100% (Sehr Gut)

    'Besitzerdaten'
    Besitzer: RoBabeRo
    Ersteller: by RoBabeRo
    Vorkaufsrecht (VKR): RoBabeRo
    Reitbeteiligung: -

    'Qualifikationen'
    Dressur Klasse: A
    Spring Klasse: S
    Western Klasse: E
    Galopprennen Klasse: L
    Militairy Klasse: A
    Distanz Klasse: M
    Fahren Klasse: M

    'Schleifen & Preise'

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    [HK481] Alle Hengste

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