kira

Dracula ♛

Welsh B | Hengst | gekört

Dracula ♛
kira, 24 März 2014
    • kira
      Alte Pflegeberichte
    • kira
      Ausbildung Dressur E zu A von Ausbilderin medy


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      © medy I 6030 Zeichen
      Gespannt steige ich nun vom Auto aus und sehe mich mit einem Lächeln um, heute sollte ich mich um Dracula von Kira kümmern. Der hübsche Rappe sollte auch in Dressur weitergebildet werden und laut Kira, sei er nicht ganz so ein Einfacher. Gut so, eine weitere Herausforderung für mich. Bald sehe ich Kira auf mich zulaufen und ich lächle. „Hallo!“, ruft sie mir zu, ehe wir uns noch richtig begrüssen. Nachdem wir einige Zeit uns ausgetauscht haben, zeigt sie mir auch schon Dracula. Ich folge ihr erwartungsvoll in die Stallungen. „So, da wäre mal Dracula“, meint sie zu mir und haltet vor einer Box an. Nun sehe auch ich den hübschen Welsh B Hengst. Schwarz wie Pech ist seine Fellfarbe und er schaut uns erwartungsvoll an. „Na, schon wach den Herrn?“, frage ich lachend, und auch Kira stimmt ins Lachen mit ein. Ich mache mich mit Dracula bekannt, zuerst scheint er interessiert, dann aber wird ihm schnell langweilig und wendet sich ab. Kira meint nun zu mir, ich könne ihn ja schon mal anfangen putzen, sie müsse noch schnell weg. „Alles Klar!“, rufe ich ihr zu und hole aus der Sattelkammer Dracula’s Halfter. „Bist ja ein Feiner“, lobe ich ihn, als ich ihm das Halfter angezogen habe. Aber anscheinend ist er dann eben doch nicht so brav, als ich ihn am Putzplatz anbinden will, versuchte er abzuhauen. „He!“, rufe ich aus, zum Glück hatte ich den Strick gut in der Hand. Dann muss ich aber doch Grinsen, dieser Dracula hat echt was. Ich binde ihn an und hole seine Putzbox. Beim Putzen verhält er sich brav, doch er schaut sich immer wieder mit wachen Augen um. Als ich ihn fertig gebürstet habe, strahlt sein schwarzes Fell noch mehr und zufrieden lächle ich. Dann verlese ich ihm noch den Schweif und kämme die Mähne. Und zu guter Letzt kratze ich ihm die Hufe aus. Nun kommt Kira wieder und zusammen satteln wir ihn. „Wie alt ist denn Dracula?“ frage ich sie. „Der Gute wird schon bald 8“, antwortet sie mir grinsend und streichelt ihren Schützling. Nachdem wir dann ihn auch noch gezäumt haben, zeigt mir Kira den Platz und gemeinsam mit Dracula gehen wir auf den Platz. Hier steige ich dann auf und lobe Dracula, und obwohl der Welsh Hengst schon durchstarten will, liess ich ihn noch einige Runden am langen Zügel im Schritt laufen.

      Wir gehen auf die Volte, langsam habe ich mich an ihn gewöhnt. Aus der Volte wechseln wir die Hand und bei C traben wir an. Dracula hat einen sehr schwungvollen Trab, sodass ich mich zuerst rechtfinden muss. Der kluge Hengst nützt das natürlich gerade aus und fällt in einen rasenden Galopp. Ich fluche halbpatzig, zunächst bin ich ein bisschen verwirrt, dann aber pariere ich ihn schnell wieder in den Trab. „Nicht so mit mir!“, schimpfe ich mit ihm, währendem ich grinse. Aber das kann er ja nicht sehen, oder? Kira schaut vom Rande aus zu, währendem ich darauf achte, dass Dracula nicht in den Schritt fällt. „Du willst mich nur ärgern, oder?“, meine ich kopfschüttelnd und treibe ihn hartnäckig. Plötzlich gibt Dracula nach und zeigt sich lernwillig. „So geht’s ja auch, oder?“, lobe ich ihn ganz fest. Nun, zur Auflockerung, reiten wir Schlangenlinien und Volten und wechseln viel die Hand. Bald geht er schon viel gelassener unter mir und ich pariere ihn in den Schritt. Nun will ich ihm eine neue Bahnfigur zeigen, nämlich das Viereck verkleinern. Nun ist der Hengst vollkommen bei der Sache und macht begeistert mit. Zunächst ist er verwirrt, das kennt er ja noch nicht. Langsam, Stück bei Stück, lernt er diese Figur kennen und am Schluss sitzt es perfekt. Ich gebe ihm feine Hilfen und nun verkleinern wir das Viereck im Trab. Auch im Trab läuft es gut, super, dann können wir zum nächsten Thema gehen. Nun galoppieren wir beim nächsten Ecken kontrolliert an, seine Sprünge sind zunächst ein bisschen holprig, mit ein wenig Hilfen geht es dann auch schon viel flüssiger. Wir arbeiten dran, bis der Galopp auch gut sitzt. Ich pariere ihn wieder in den Schritt und lobe ihn ganz doll, als Belohnung lasse ich ihn einige Runden am langen Zügel im Schritt ganze Bahn reiten. Doch anscheinend braucht Dracula keine Pause, denn wieder galoppiert er los, den Kopf hoch erhoben und freut sich sehr wahrscheinlich, dass es ihm gelungen ist, mich zu ärgern. Wieder pariere ich ihn den Trab, galoppiere dann aber grinsend wieder an. Denn wir sollten auch galoppieren können, wenn ich es sage. Dracula gehorcht und wieder lobe ich ihn, insgeheim ist er eigentlich ein lieber Kerl. Nun pariere ich ihn in den Trab und verlängere seine Schritte, ehe ich etwas Neues angehe; den Mitteltrab. Ich lasse ihm mehr Zügel, treibe bei jedem Schritt fein und lasse ihm genug Zeit. Nach einiger Zeit klappt es dann, seine Schritte werden raumgreifender, die Schwebephase länger und er zeigt einen schönen Mitteltrab vor. Ich lobe ihn ganz fest und wir wechseln die Hand. Auch auf dieser Seite üben wir den Mitteltrab, bis es perfekt klappt. „Feiner Bursche!“, lobe ich ihn und pariere ihn in den Schritt. Nun hat er recht geschwitzt und ist auch müde. „Hast du gut gemacht!“, lobe ich ihn nochmals und aus den Augenwinkeln sehe ich Kira grinsen. Nun lasse ich ihm am langen Zügel noch ganze Bahn laufen. Nun reite ich ihn die Mitte und steige ab, ich lobe Dracula nochmals ganz fest und er bekommt, wie üblich, ein Leckerchen. Kira kommt nun auf uns zugeeilt und hilft mir die Bügel hochzuschieben. „Es hat echt gut ausgesehen!“, meint sie zu mir und ich lächle. „Dracula hat echt super Gänge, das könnte was werden“, grinse ich sie an, dann bringen wir Dracula zum Putzplatz und zäumen und satteln ihn ab. Wir putzen gemeinsam nochmals drüber, ehe ich noch, zum Abschied, ein bisschen mit ihm kuschle. „So, dann wollen wir mal“, sage ich und binde Dracula los. Zusammen mit Kira bringen wir ihn zu der Weide, zu seinen Kollegen. Ich binde ihn los und er trabt, zufrieden, zu seinen Artgenossen. Ich und Kira schauen den Pferden noch zu und unterhalten uns, dann muss ich aber leider auch schon gehen. Wir verabschieden uns und mit einem Lächeln steige ich ins Auto und mache mich auf den Rückweg.
    • Eowin
      Tierarztbericht für Kira’s Weidepferde

      Als ich heute in meinen Terminkalender sah, erschrak ich: ich hatte einen riesigen Auftrag drin stehen. Zwar hauptsächlich impfen und Wurmkur geben, aber dennoch waren es über 30 Pferde, sodass ich eine ganze Weile unterwegs sein würde.
      Ich seufzte tief – ich hatte ja heute Zeit. Ich packte mir einen ganzen Karton mit Fläschchen verschiedener Impfstoffe, der gerade geliefert worden war, und platzierte ihn auf dem Rücksitz meines Mercedes, da der Stauraum im Kofferraum bereits mit Notfallkram vollgestopft war, sodass ich insgesamt für so viele Impfstoffe zu wenig Platz hatte.
      Achtsam schob ich den Karton so lange hin und her, dass ich sicher war, dass er auch bei einem Bremsmanöver sicher stand – dafür schnallte ich ihn sogar an, was sicherlich Gelächter hervorrufen würde, würde es jemand sehen, doch das war mir vollkommen egal.
      Als ich sicher war, dass ich alles beisammen hatte (also auch Nadeln, Spritzen, Alkoholtupfer und die gesamte Notfallmedizin), stieg ich ins Auto und rief kurz Kira an, um ihr Bescheid zu sagen, dass ich in rund einer halben Stunde bei ihr ankäme. So konnte sie sich auf meinen Besuch vorbereiten und einer schnelleren Bearbeitung wegen das erste Pferd schon einmal bereitstellen.
      Dann ließ ich den Wagen an, der surrend ansprang, und machte mich auf den Weg.

      Bei Kira angekommen, lehnte sie lässig an der Gebäudewand – offenbar hatte sie bereits auf mich gewartet.
      Ich begrüßte sie herzlich, dann begleitete sie mich in den Stall.
      „Als erstes ist Davour an der Reihe. Ein Achal-Tekkiner Hengst. Manchmal kann der Gute etwas stürmisch sein, aber eigentlich ist er total lieb und anhänglich – du solltest also eigentlich keine Probleme haben“, erklärte seine Besitzerin mir, während ich bereits auf ihn zu trat und ihn begrüßte.
      Ich ließ mir seinen Impfpass zeigen und stellte fest, dass die letzte Impfung bereits zwei Jahre her war.
      Ich impfte also Tetanus, Influenza und Herpes. Er war in der Tat etwas aufbrausend und quietschte mich an, blieb aber artig. Die Wurmkur nahm er dann mit stoischer Gelassenheit.
      Anschließend überprüfte ich rasch seinen Gesundheitszustand, wo ich keine Mängel feststellen konnte.
      Bei All Pride stellte ich durch den Impfpass fest, dass noch keine Impfung wieder notwendig war, sondern erst im August fällig würde.
      So schaute ich auch bei dem Welsh Hengst zunächst nach dem Gesundheitszustand und verabreichte ihm anschließend eine Wurmkur. Er wehrte sich ein wenig, aber durch Trick 17 mit Selbstüberlistung, wie man so schön sagt, schaffte ich es, ihm die Paste ins Maul zu drücken.
      Mein nächster Patient war wieder ein Welsh, dieses Mal aber im Cob-Typ: Wild Dream. Der Rapphengst machte seinem Namen alle Ehre. Die Tatsache, dass er Influenza, Tetanus und Herpes ertragen musste, machte das alles irgendwie nicht besser, sodass ich bei der letzten Spritze ordentlich zu kämpfen hatte.
      Dies alles und auch ein kundiger Blick verrieten mir jedoch schnell, dass der Hengst in einwandfreiem Gesundheitszustand war.
      Auch Wild Dream bekam zu guter Letzt eine Wurmkur, bevor er wieder auf die Weide gelassen wurde und dort den Abend genießen durfte.
      Nun war Valentine’s Candy Fireflies an der Reihe, ein mittlerweile fünfjähriger Junghengst. Der Holsteiner wurde ebenfalls gegen Tetanus, Influenza und Herpes geimpft. Erstaunlicherweise ließ er dies recht ruhig über sich ergehen.
      Auch bei ihm kontrollierte ich den Gesundheitszustand, wo ich aber nichts Besorgniserregendes finden konnte, und gab ihm eine Wurmkur, die er nicht toll fand, aber ertrug.
      Dann lobte ich den Bunten und schickte ihn wieder auf die Weide.
      Auf selbige Art und Weise verfuhr ich bei der Dülmener Stute Flaschenzieherin. Diese Stute gefiel mir außergewöhnlich gut, sie hatte so einen aufmerksamen Blick.
      Nachdem sie Kontrolle, Impfung und Wurmkur ertragen hatte, war sie sichtlich froh, dass sie auf der Weide wieder mit ihren Kumpanen spielen durfte.
      Anschließend war ein American Miniature Horse an der Reihe – Rumpelstielzchen. Voller Begeisterung kraulte ich die Kleine, bevor er mir mit einem kecken Biss bewies, dass er sich bester Gesundheit erfreute.
      Auch er bekam Tetanus, Influenza und Herpes und wurde entwurmt. All das fand er nicht lustig, bei der letzten Impfung stieg er, aber es war machbar und er blieb einigermaßen händelbar.
      Laheeb al Amara war schließlich genau mein Beuteschema. „Wenn du den mal verkaufen willst, sag Bescheid, ich kauf dir den ab!“, sagte ich zu Kira. Leider verneinte sie und meinte, er sei nicht verkäuflich, aber sie würde auf mich zurückkommen, sollte sie ihn abgeben müssen. Da willigte ich ein.
      Laheeb hatte eine kleine Macke am Bein, was jedoch nichts Wildes war. Ich sprühte es mit Silberspray ein, damit es nicht entzündete, aber dann bekam auch er ganz normal Impfungen und Wurmkur. Hierbei blieb das Vollblut erstaunlich ruhig.
      Mit Drachenlady war ich rasch fertig. Sie war sehr artig und blieb ruhig stehen, während ich sie kontrollierte und impfte. Auch die Wurmkur nahm sie erstaunlich gut an.
      Anschließend kam mit Asfari Sharin wieder ein Vollblutaraber. Bei diesem musste ich vor allem mit der Impfung etwas mehr tricksen und bei der Kontrolle beäugte er mich misstrauisch. Aber schließlich schaffte ich alles und drückte ihm auch die Wurmkur noch rein.
      Club can’s handle me war ein Fellpony Hengst. Auch mit ihm war ich schnell fertig mit Impfung, Kontrolle und Wurmkur.
      Auch der nächste Patient war ein Fellpony, dieses Mal eine Stute namens I like it. Sie verhielt sich sehr artig, sodass ich auch bei ihr mit dem Pensum schnell durch war.
      Daraufhin war „wie konntest du nur“ an der Reihe – ein Blue Roan. Auch hier war die Grundimmunisierung an der Reihe, was schnell gemacht war, obgleich die Stute schon ein bisschen zickig war. Auch Kontrolle und Wurmkur brachte ich routiniert hinter mich.
      Anschließend war wieder ein Cob an der Reihe – eine Stute namens White Dance. Sie war wirklich hübsch und gefiel mir optisch sehr gut. Offenbar teilten andere ebenfalls diese Meinung, denn sie hatte bereits einen Schönheitswettbewerb gewonnen.
      Auch sie wurde geimpft, kontrolliert und entwurmt und durfte dann wieder auf die Weide.
      Ähnlich schnell ging es bei Snow Whites Beaty. Sie musste ebenfalls die Grundimmunisierung bekommen, war vollkommen fit und nahm die Wurmkur mit gelassener Routine, sodass ich sie lobte.
      Anschließend war Eisenmann an der Reihe, ein hübscher Vollblutaraber in Sonderlackierung.
      Einen Augenblick war ich von seinem großen Ausdruck gefesselt, dann zog ich in gewohnter Routine meine Arbeit durch: Gesundheitszustand kontrollieren, Impfung, Wurmkur. Hier war alles in Ordnung.
      Auch das Fohlen Pancake Killer war erstaunlich ruhig und ließ sich so schnell abarbeiten. Der bunte Hengst war rasch fertig.
      Nun folgte die Graufalbstute Juwel der Stille. Ich begrüßte sie kurz, dann begann ich mit Kontrolle, Impfung und Wurmkur. Es war alles in Ordnung, sodass ich sie rasch wieder auf die Weide schicken konnte.
      Ähnlich schnell war de Luxe fertig. Die Stute ließ alles artig mit sich machen; selbst die Spritzen schienen sie kein bisschen zu stören. Ich lobte sie für dieses vorbildliche Verhalten ausgiebig, bevor sie wieder auf die Weide durfte.
      Der letzte Patient von der Weide war Dracula. Ich begrüßte wieder den Hengst, dann kontrollierte ich ihn. Er war absolut fit, sodass ich ruhigen Gewissens impfen konnte. Auch er bekam die Grundimmunisierung und eine Wurmkur, die er einigermaßen artig über sich ergehen ließ.
      Dann durfte auch Dracula wieder auf die Weide und der erste Teil der Vielzahl von Kiras Pferden war fertig behandelt. Nun folgten die Zuchtstuten.

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    • kira
      Pflegebericht für Dracula & Look at my Hair

      Ein schöner entspannender Ausritt war heute mit den beiden Hengsten Dracula und Look at my Hair geplant. Ich wollte Looki reiten und Dee als Handpferd mitnehmen, da Looki beim reiten ruhiger und gehorsamer war. Auch sollte Dee mal ein kleine Pause bekommen, da er momentan sehr aktiv auf Tunieren unterwegs war.

      Gut gelaunt kam ich in den Stall und bog erst zu den Zuchthengsten ab, denn dort stand Looki, da er gekört war. Brav ließ er sich in der Box die Hufe auskratzen und sich dann raus führen. Putzzeug stand immer, aber dennoch in sicherer Entfernung, bereit. Schnell war er sauber gestriegelt, nur sein Fesselbehang und Mähne und Schweif beanspruchten längere Zeit. Mit ganz viel Mähnenspray hatte ich schließlich dann doch jeden knoten entfernt, ohne allzu viele Haare auszurupfen. Sattel und Trense ließen sich ebenso leicht und schnell wie die Gamaschen anlegen. Dann zog ich ihm noch das Halfter wieder über die Trense, ehe ich mich zu Dee auf den Weg machte.

      Dieser stand schon an seiner Boxentür als hätte er auf mich gewartet. Als ich eintrat klopfte ich ihn fröhlich und begann dann seine Hufe auszukratzen, was er aber nach einiger Zeit doof fand und so versuchte mir diese weg zu ziehen. Ich hielt gegen. Als ich schließlich mit dieser schweißtreibenden Prozedur, denn trotz seiner nur 1.39 war er stark wie ein Kaltblut, fertig war war ich froh. Das putzen verlief bis auf einmal zwicken von ihm und einen darauf erwiedernden Klaps und Schimpfen, wonach er dann brav war, recht flott und ereignisslos. Heute ließ er sich auch brav trensen und Gamaschen waren wie immer kein Problem.

      Mit Dee an der Hand holte ich meine Reitkappe und ging dann zu Looki. Die beiden Hengste kannten sich schon und vertrugen sich auch gut.

      Mit beiden Pferden auf dem Hof saß ich schnell auf dem etwas kleineren Looki auf und im flotten und fleißigen Schritt ging es dann Richtung Wald. Es klappte gut mit den beiden, da ich für Looki keinen besonderen Aufwand beim reiten brauchte, konnte ich Dees kleine Ausbrüche gut kontrollieren. Dee orientierte sich auch langsam am ruhigeren Looki. Die Galoppstrecke kam mir verlockend vor und da es bisher so gut klappte traute ich es mir und den beiden Hengsten auch zu. Und wie er wartet, voller Freude Galoppierten die beiden Schulter an SChulter und ließen sich auch recht gut ausbremsen.

      Auf dem Rückweg waren die beiden dann aber doch ein bisschen hibbelig, sie wollten nachhause zu ihrem Futter. Am Hof brachte ich die beiden nach dem Hufe auskratzen dann schnell in ihre Boxen. Sattelzeug kam wieder in die Sattelkammer und jeder Hengst durfte sich noch über einen Apfel freuen.
    • kira
      [quote name="medy" timestamp="1409591089"]

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      by medy I 7470 Zeichen

      Fröhlich pfeifend steige ich aus meinem Auto aus und hole aus dem Kofferraum meine Reitsachen heraus. „Alessia? Na bist du schon da“, begrüsst mich Kira lächelnd ehe wir uns beide mit einer Umarmung begrüssen. „Ja, ich hoffe, dass stört nicht?“ „Nein natürlich nicht“, antwortet sie mir. Wieder einmal habe ich es heute mit dem hübschem, aber auch frechem Dracula zu tun. Denn heute sollte es wieder einen Schritt vorwärts gehen, Dracula wird heute das L Level erklimmen. Kira gibt mir nun mit einem Handzeichen zu verstehen, dass ich ihr folgen sollte und ging in das Haus hinein. „Kaffee oder Tee? Oder Cola?“, fragt sie mich, währendem ich meine Schuhe ausziehe. „Ehm gerne eine Cola“, lächle ich sie an und sie erklärt mir, dass Dracula noch mit jemandem auf einem kleinen Ausritt unterwegs ist, damit er nachher schon warmgeritten und startklar ist. „Super!“, strahle ich sie dankbar an und nehme ein, zwei Schlucke von dem Getränk. In dieser Zeit haben wir uns an einem Tisch niedergelassen und fangen nun an, über dies und jenes zu reden. Auch über ihre Zucht und sie fragt mich nach unserem Umzug, so also vergeht die Zeit, bis Kira einen Blick aus dem Fenster wirft und aufsteht. „So, du kannst schon mal den Reithelm aufsetzen, sie kommen“, sagt sie in meine Richtung gewandt. Erfreut erhebe ich mich nun auch und setze mir meinen Reithelm auf. Keine Frage – ich war gespannt auf das Training mit Dracula und wie er sich in dieser Zeit gemacht hat. Draussen bleibt er mit der Reiterin stehen und ich begrüsse ihn, währendem er mir seinen warmen Atem in die Hände haucht. Dracula’s Reiterin lächelt mir zu und ich erwidere das Lächeln höflich. „So, dann wollen wir mal. Weisst du noch wo der Dressurplatz ist?“, fragt mich Kira schelmisch und gespielt entrüstet gebe ich zurück: „Na logo! Oder seh ich etwas nicht so aus?“ Wir grinsen uns an, ehe ich Dracula’s Zügel in die Hand nehme und losmarschiere. Beim Platz angekommen lächelt mich Kira an und meint: „Ich lass euch mal allein, falls du Hilfe brauchst …“, sie macht eine kurze Bewegung mit der Hand Richtung Haus, „ … weisst du ja, wo ich bin“ Nickend wende ich mich dann dem hübschem Hengst zu, welcher schon vor Langweile angefangen hat, meine Hände vollzuschlabbern. „Dann wollen wir mal!“ Voller Enthusiasmus schwinge ich mich in den Sattel und gurte nach, verlängere die Steigbügel und richte mich dann wieder auf. Mit der inneren Hand lobe ich ihn, ehe ich kurz schnalze und leicht meine Waden an seinen Bauch drücke. Sofort setzt er sich in Gang und ich nehme die Zügel kürzer und schaue, dass er versammelter läuft. „Feiner Junge“, lobe ich ihn kurz, dann gehe ich auf die Volte. Hier biegt er sich gut und schreitet fröhlich voran, anscheinend ist er heute richtig gut drauf. Gefasst darauf, dass er sich dennoch einen Scherz erlaubt, bin ich trotzdem. Ein Lächelnd schleicht sich auf mein Gesicht, als ich Dracula leicht zu verstehen gebe, dass wir nun aus der Volte die Hand wechseln und er sofort kapiert. Er ist halt so ein schlauer Junge, welcher dies aber manchmal auch ausnützt. Nun pariere ich ihn schnell direkt zum Stehen und Dracula macht toll mit, sein linkes Ohr aber wandert immer wieder hin und her, so als würde er nicht verstehen, was das nun war. Lachend lobe ich ihn und wir reiten im Schritt weiter. Nun wollen wir mal schauen, ob der Hübsche den Mitteltrab noch beherrscht und ihn nicht vergessen hat. „Nein nein, Dracula doch nicht, oder?“, grinse ich und er schüttelt unter mir die Mähne. „Bist ja ein Feiner!“, lache ich und konzentriere mich dann wieder. Schnalzend gebe ich ihm feine Beinhilfen und sofort trabt er an. Den Mitteltrab beherrscht er immer noch traumhaft, seine Tritte sind schwungvoll und raumgreifend. Nach einer ganzen Runde pariere ich ihn wieder in den Schritt und ich lasse ihm eine kleine Pause, natürlich nicht ohne dass er zuvor mit Lob überhäuft wurde. Plötzlich – ich bin gerade nicht gefasst drauf – reisst er seinen Kopf hoch und galoppiert an. Bevor ich auch nur in kleinster Weise darauf reagieren konnte, ist er schon wieder stehen geblieben. „Äh… Dracula?“, frage ich ihn verwirrt. Was sollte denn nun das? Wieder schlich sich ein Grinsen auf mein Gesicht und ich nehme die Zügel auf. „Na wenn du galoppieren willst, wagen wir doch einen kurzen Galopp!“ Denn vielleicht gibt es hier auch noch einige Sachen zu korrigieren. Dracula jedoch galoppiert er flüssig an und es klappt alles wunderbar, nur das er einmal fast gestolpert ist. Aber ich meine, das kann ja jedem passieren. Gut so, dann können wir uns nun dem schwierigstem Teil der L Dressur widmen – dem versammeltem Trab. Für Dracula wird das nicht allzu schwer zu meistern sein, der Rappe lernt wirklich schnell.
      Nachdem ich auf beiden Händen das neu Gelernte nochmals mit Dracula geübt habe, lasse ich ihm die Zügel lang. Im Schritt reiten wir diverse Bahnfiguren, damit es dem Kleinen nicht allzu langweilig wird. Er scheint immer noch interessiert, jedoch auch müde. „Bist ja ganz ein Feiner gewesen“, lobe ich ihn nochmals und lasse dann meinen Blick in die Ferne schweifen. Kira hatte gesagt, sie komme nachher noch zugucken, jedoch ist ihr wohl nun etwas dazwischen gekommen. Für den Schluss verkleinern wir das Viereck und reiten dann noch Schlangenlinien in drei Bögen, ehe ich X anpeile und wir dort dann geschlossen stehen bleiben. „Braaav“, lobe ich ihn nochmals ganz doll und umarme ihn von oben. Der Kleine, wenn auch etwas freche Kerl ist mir nun ans Herz gewachsen – und er hat auch wirklich auch Potential in Dressur. Ich schwinge mich nun sachte aus dem Sattel und von unten gibt’s noch ein Pferdeleckerchen für Dracula, dann lockere ich den Sattelgurt um einige Löcher und schiebe die Steigbügel nach oben. Dracula reibt nun seinen Kopf an mir, so als wär ich ein Kratzbaum. Lächelnd streichle ich ihn unter dem Schopf, ehe ich die Zügel herunter nehme und ihn aus dem Platz führe, zum Putzplatz. Dort streife ich ihm das Zaumzeug ab und lege ihm sein schickes Halfter an. Leicht tätschle ich seinen Hals, als ich in die Sattelkammer das Zaumzeug versorgen gehe. Dann nehme ich ihm den Sattel ab und gehe mit der Bürste noch kurz bei der Sattellage durch. Währendem all dem döst Dracula vor sich hin. Ich denke, er ist wirklich müde nach diesem Training. Als ich gerade die Putzbox versorgen wollte, kommt mir Kira entgegen, ziemlich durch den Wind. „Ahh, hier seid ihr! Ich hab euch gesucht“, lächelt sie mir zu. „Ja, ich hab dich nicht mehr gesehen und joa“, grinse ich, „Dracula jedenfalls ist ziemlich müde“ Lächelnd stellt sie sich zu ihrem Schützling und streichelt ihn kurz. „Das kenn ich ja gar nicht so von ihm“ Ich zwinkere ihr kurz zu, ehe ich dann endlich die Putzbox in die Sattelkammer bringe. Danach erzähle ich Kira, wie es gelaufen ist und langsam trotten wir mit Dracula zu seiner Weide. Als er seine Kumpels auf der Weide sieht, wird sein Blick schon wacher. Ich schüttle grinsend den Kopf, ehe ich mich von ihm verabschiede und wir ihn auf die Weide entlassen. Kurz schauen wir dem Kleinen zu, wie er seine Artgenossen begrüsst, ehe wir uns dann auch langsam auf dem Weg zu meinem Auto machen. „Ja, ich müsste langsam los“, antworte ich nun Kira, mit einem Blick auf meine Armbanduhr. Wir verabschieden uns herzlich, ehe ich zu meinem Auto schreite. „Lass dich mal wieder blicken, ja?“, ruft sie mir hinterher und ich antworte ihr: „Immer gerne!“ Dann steige ich zufrieden, aber auch müde in mein Auto ein und mache mich auf den Heimweg.

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    • Zion
      Hufschmiede "Kaltes Eisen":
      Dracula ist heute mein zweiter Kunde. Er ist der Hengst der anspruchsvoll ist. Als ich ankam wieherte ein Pferd. Ich ging in den Stall um Dracula zu holen. Das klappte so weit und ich band ihn.
      Dann holte ich meine Werkzeuge und vier Edelstahl Hufeisen. Ich fing an die Hufe zu kürzen. Er zapelte ziemlich, aber es ging schon irdendwie. Nach dem kürzen machte ich mich ans beschlagen. Hierbei war er relativ brav und gab die Hufe. Dafür bekam er ein Leckerli und ich rief Kira damit sie eine Proberunde mit ihm dreht. Alles lief super er lief eins A und dann durfte er wieder in den Stall. Ich verabschiedete mich von den beiden und fuhr los.
    • kira
      Hoch und Tief
      Pflegebericht

      Der Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich vielleicht mal etwas in die Pötte kommen sollte. Schnaufend befreite ich mich aus der Umarmung. Lars brummelte. Vorsichtig rutschte ich zur Bettkante und schlüpfte mit meinen nackten Füßen in meine Pantoffeln. Es war kalt im Zimmer, bloß schnell in die Küche. Ich reckte mich noch, um mich wieder bewegen zu können und stupste meinen Freund leicht an „Wir müssen aufstehen Lars. Ich bin schon mal unten.“ „Hmmhh..“, er drehte sich rum. Mit einem leichten grinsen und kopfschüttelnd bewegte ich mich die Treppe runter. In der Küche angekommen deckte ich den Tisch, nicht sehr viel Aufwand bei zwei Personen. Grade fertig mit decken tauchte auch Lars auf. „Schon fertig?“ Ich nickte. „Morgen erstmal, ne?“, meinte ich dann grinsend. Ein Lachen konnte er sich nicht verkneifen. „Guten Morgen mein Schatz“, ein Kuss folgte. Am Frühstückstisch würde der Schlachtplan für den heutigen Tag folgen. Ich setzte mich schon mal und begann mein Brötchen fertig zu machen, während Lars sich noch Kaffee kochte. Brrr.. Kaffee – nicht so meins – mit meinem Kakao war ich sehr glücklich. Einen kräftigen Bissen nahm ich von meinem Käsebrötchen, während Lars sich setzte. „So. Was steht heut an? Die Kleinen kommen heute, oder?“ Ich nickte, denn ich war immer noch mit meinem Käsebrötchen beschäftigt. „ Ist alles dafür schon fertig?“ Noch am kauen nickte ich, aber hob die Hand um ihm zu verdeutlichen, dass ich dazu noch etwas sagen wollte. Der letzte Bissen war runtergeschluckt: „ Prinzipiell schon, die kommen doch zu Gracie in den kleinen Laufstall.“ „Meinst du das geht gut?“ Die Kleinen waren nicht nur vom Alter klein, was Grace auch war, sondern wirklich klein. Zwei Miniature Horses. Und Grace war normal groß. „Hoffe ich doch.“ „Okay.“, meinte er nickend. Wir Frühstückten zu Ende ehe wir uns fertig anzogen und auch schon nach draußen verschwanden um das Tageswerk zu beginnen.

      Als wir vor der Tür standen genoss ich es einen Augenblick mein Gesicht der Sonne entgegen zu strecken, die letzte Zeit hatte es viel geregnet, richtiges Winterwetter hatte es diesen Winter bisher kaum gegeben, dennoch war es kalt und ekelhaft gewesen. Dann folgte ich Lars zu den Ställen. Er hatte schon begonnen den Pferden ihr Frühstück zu geben. „Stutenstall ist fertig, ich mach jetzt die Hengste.“ „Gut, dann nehm ich was übrig bleibt.“, meinte ich und schnappte mir einen Futterwagen, womit ich mich aus dem Hauptstall, welcher die Zuchthengste und Anwärter beherbergte, auf dem Weg zu einem der Nebengebäude machte. Hier waren die Pferde und Ponys untergebracht, welche nicht eine unserer Hauptzuchtlinien waren. Also eher die Hobby Pferde. Nacheinander bekamen Davour, Valentine´s Candy Fireflies, Flaschenzieherin, Rumpelstielzchen, Pancake Killer und Umpalumpa ihr Futter. Ebenso wie die Araber, gekört und ungekört, Asfari Sharin, Laheeb al Amara, Eisenmann und Famiah und meine Berber Stute Pangäa, die auch hier untergebracht waren, da sie nur eine Nebenzucht waren. Am Ende des Gebäudes befand sich der Jungpferde Laufstall, in welchen heute die beiden neuen Jährlinge einziehen sollten. Eigentlich schon anderthalb, bald zwei. Am Tor stand Graceful Eclipse. „Na Gracie?“, begrüßte ich die Stute. Das große Mädchen steckte mir freundlich ihren Kopf entgegen, sodass ich sie krabbelte während ich ihr Futter in die Raufe schüttete. Auch hier kontrollierte ich routinemäßig die Tränke und nahm mir kurz die Zeit die Stute in Augenschein zu nehmen, aber wie immer war alles in Ordnung. Glücklich klopfte ich Grace den Hals, worauf hin sie mich an stupste. So ein freundliches Pferd hatte ich selten erlebt und mit Spannung wartete ich darauf wie sie sich unterm Sattel und bei sonstiger Arbeit machen würde. Sie war echt ein Herzenspferd. Aber weiter ging es, also wieder in den Hauptstall und den Futterwagen weggebracht und neu aufgefüllt. Beim Verrichten davon kam ich bei All Pride vorbei, im Gegensatz zu sonst kam er nicht zur Boxentür um sich ein Leckerchen zu egammeln. Noch so eines meiner Lieblingspferde, auch wenn er jetzt wohl noch faul im Stroh lag. Generell haben wir viele wundervolle Pferde. Was würde ich nur ohne sie machen? Und ohne Lars? Aber sie sind alle hier. Glücklich machte ich weiter. Vom Heuboden schmiss ich einen kleinen Quarder Stroh runter und transportierte ihn mit einer Schubkarre zum Hänger. Eine neue Schubkarre könnten wir mal gebrauchen, diese hier war etwas schrottig. Aber es reichte, ich und das Stroh kamen beim kleinen Hänger an, wo ich eine Schicht drin verteilte. Der Hänger war eigentlich ein Schafhänger. Aber wofür den riesen Häger mitnehmen, dieser war für zwei so winzige Pferdchen viel sicherer und auch angenehmer zu fahren. Würde Lars fahren? Das müsste ich ihn noch fragen. Aber so oder so würde ich auf jeden Fall mit zum Abholen. Mit dem restlichen Stroh ging ich zurück zum Hauptstall. Eigentlich könnte ich es auch im Stutenstall verteilen. Wieso nicht? Die würden sich freuen. Also nahm ich einen kleinen Umweg und brachte das restliche Stroh zu den Stuten. Das ganze wurde im Laufstallverteilt, wo die Zuchtstuen standen. Nosferatu, Draculas Wife, Star, Happy Steffi, Siana, Knifes and Pens, Antigone, Vanity und Lillifee freuten sich drüber und ein Großteil stürzte sich sofort drauf. Vanity zickte etwas herum doch Siana bot ihr direkt Einhalt. Dennoch musste ich lachen als Knive lieber reißaus nahm und sich mit etwas Stroh davon machte. Frisches Stroh war recht beliebt, Heu und Kraftfutter oder Frischfutter natürlich mehr, aber momentan gab es für die Zuchtstuten fast nur Heu. Ein paar Zusätze gabs dennoch, für die Entwicklung der Fohlen. Aber es passt so. Es gab immer gesunde kräftige Fohlen. Und ab Frühjahr sind sie ja auch draußen. Nach kurzen Recken nahm ich die Schubkarre wieder auf und ging an den Einzelboxen der ungekörten Stuten, sie standen alle noch im Training, Wie konntest du nur, Drachenlady, I like it, De Luxe, White Dance, Snow Whites Beauty und Juwel der Stille vorbei. Einige neugierige Nasen reckten sich mir entgegen, aber es gab keine Leckerchen. Like versuchte es mit quitschen und empörten treten gegen die Boxentür. „Hör auf du Zicke! Ich hab nichts!“, vesuchte ich ihr klar zu machen. Zufrieden war sie dennoch nicht, sie warf mir einen trotzigen Blick zu. Einfach ignorieren, sie war eben so. Eine der kleinen Stalldiven.

      Grade als ich die Schubkarre abstellte kam Lars an: „Kommst du gleich mal?“ Er machte so ein besorgt-wichtiges Gesicht. Nickend fragte ich: „ Klar, was ist denn?“ „Gleich. Ich muss wieder zu Dracula.“ Schon war er wieder verschwunden. Anscheinend hat er Dracula bewegt. Gut, dann muss ich das nicht mehr machen, der Kerl war auch heute mit Training dran. Worums aber geht..? Hoffentlich ist nichts mit Dracula passiert. Sorgen breiteten sich aus. Das Zurecht legen des Sattelzeuges der Pferde die heute geritten werden sollten müsste warten, erstmal würde ich nach schauen was los ist.
      Lars war grade Dracula am abbürsten. Dee hatte ordentlich geschwitzt sah ansonsten aber quitsch lebendig aus und hibbelte wie immer ein bisschen herum und machte uns das Leben schwer. „HEY!“ Ich schreckte aus meinen Gedanken auf. Lars verpasste Dee einen kräftigen Klaps. „Er hat mich gezwickt.“, entschuldigte er sich und verzog das Gesicht. „Frechdachs. Aber er ist dennoch gut.“ „ Ich hab ihn mal ein bisschen gefordert, Medy hat gute Arbeit geleistet, der geht ne super L Dressur mitlerweile.“ „Wir könnten sie ja nochmal kommen lassen oder meinst du er wäre mit mehr Überfordert?“, fragte ich nachdenklich und kam naher um den Ponyhengst zu krabbeln. Dee ließ mal seine hengstige Seite fallen und drückte sich meiner Hand entgegen. „was du nur immer mit den Pferden machst!“, meinte Lars lächelnd. Dees Lippe zuckte, der Mascho genoss es sichtlich. „Achja und wir können ja mal mit Medy telefonieren was sie dazu meint.“, er schwieg kurz, setzte an etwas zu sagen, aber überlegte es sich doch anders. Nach einem Moment der Stille und einem Stirnrunzeln von mir kam er doch noch zu Punkt: „Ich glaub Pride geht’s nicht so gut.“ Nein! Ich verkrampfe leicht, „ Könnte ne Kolik sein.“ Dracula wurde unruhig, ich hatte unbewusst aufgehört ihn zu krabbeln. Meine Hand hing nur noch angespannt an seinem Hals, ich nahm sie weg. „Es ist noch nicht so schlimm. Ich hab den Tierarzt vorhin schon angerufen er kommt nachher.“ Ich nickte. „Magst du nach ihm schauen? „, fragte er sanft und legte mir seine Hand auf die Schulter. „Du kannst am besten mit ihm. Ich kümmer mich hier um den Rest. „Ja“, kam es leicht krazig aus meinem Mund. Er schenkte mir einen mitleidigen Blick, denn er wusste wie viel mir Pride bedeutete. Dann nahm er Dracula um diesen wieder in seine Box zu bringen. Also auf zu Pride. Wird schon nicht so schlimm sein. Warum hab ich das nicht gemerkt heute Morgen als er nicht raus geschaut hat! Ich hätte nach ihm schauen sollen.
      So schnell war ich noch nie bei einer Box gewesen. Vorsichtig lugte ich durch das Boxen Gitter. Da lag er im Stroh. Zumindest wälzt er sich nicht. Schwitzig sah er aus und er blähte auch die Nüsten. „Hallo Kleiner!“, begrüßte ich ihn leise und schob den Riegel zu Seite um einzutreten. Prides Blick wanderte zu mir. Langsam ging ich zu ihm hin und hockte mich neben ihn. Er legte mir pracktisch seinen Kopf in den Schoß, mir kamen beinahe die Tränen. Ich streifte ihm sein Halfter über und stand dann auf. „Komm! Hoch!“, versuchte ich ihn zum Aufstehen zu bewegen. Schnaufend kam er hoch. Zumindest das Geschafft. Er spannt den Bauch. Jetzt mal ein bisschen Bewegung, dass hilft. Hoffentlich kommt der Arzt bald. Mit einem sanften zupfen am Strick brachte ich ihn dazu mir zu folgen. Aus der Box raus, er sah nicht gut aus. Die Tränke hatte aber funktioniert, also lag es nicht daran. Erstmal würden wir ein paar Runden drehen.
      Es dauerte bis der Tierarzt kam. In der Zwischenzeit war ich mit Pride Runde um Runde gegangen und hatte immer wieder versucht ihm etwas Wasser anzubieten – bisher ohne Erfolg. Lars schaute auch immer wieder vorbei: „Wie geht’s ihm?“ „Nicht so gut.“ „Wenn du was brauchst sag mir Bescheid. Ich hab mein Handy dabei.“ „Klar“, meinte ich und schenkte ihm ein Lächeln. „Looki ist jetzt auch bewegt. Ich war eben mit ihm in der Halle und bin ein bisschen gesprungen..“, er hielt inne und grinste mich leicht an, „.. es war intressant, aber ich glaube nicht das er ein großes Springpferd wird. Cavalettis schafft er aber.“ Lars zwinkerte mir zu. Bei dieser Vorstellung wie er Looki wohl mit großem Aufwand zum Springen gebracht haben musste musste ich lachen. „Überlass das besser uns.“, ich schaute etwas wehleidig zu Pride. Er und ich – das war ein Team – wir waren beide unglaublich springbegeistert und kamen super miteinander aus. Aber ans Springen war momentan nicht im Entferntesten zu denken. „Ich bring jetzt erstmal die Zuchthengste in die Führmaschiene und dann reit ich noch Club.“ Ich nickte. Dann waren zumindest schon mal Admiral, Frisco, Coco´s Landzauber, Legacy of Gold, Golden Pirate, A le Hop und Club Can´t Handle Me bewegt.
      Endlich traf der Tierarzt ein. Ein schaute sich Pride genau an, tastet ihn ab. Drückte hier und da. Armer Kerl, er hatte echt Schmerzen. Und jetzt drückt der Arzt auch noch an ihm rum. Beruhigend streichelte ich ihn. „Also „, setzte der Tierarzt an, „ es ist wie sie dachten eine Kolik. Das Führen war schon eine gute Maßnahme, ebenso wie das Anbieten von Wasser. Ich werde ihm jetzt eine Krampflösende Spritze geben und ein Schmerzmittel.“ Den Strick fest in der Hand streichelte ich Pride und redete mit ihm um ihm abzulenken: „Schau her Junge! Alles wird gut. Hhmm? Ja, mein lieber Pride.“ Der Arzt setzte die Spritzen geschickt und Pride blieb brav. Er war aber auch fertig. “ Sie können ihn dann wieder in die Box stellen. Achten Sie darauf ob er trinkt. Aber er sollte erstmal noch nichts fressen. Wenn es sich bessert kann er wieder kleine Portionen Heu bekommen, was dann langsam gesteigert werden kann. Wenn es aber nicht besser wird sollten sie mich nochmal Kontaktieren, aber ich denke hiermit sollte es getan sein.“, wies der Arzt mich an. „Okay alles klar.“, ich verabschiedete mich mit einem Händeschütteln und brachte Pride etwas erleichtert in seine Box zurück. Dort räumte ich alle Futter Reste raus und stellte ihm zusätzlich zur Tränke einen Eimer mit lauwarmen, frischen Wasser in die Futterraufe. Es schien ihm schon jetzt etwas besser zu gehen. Zumindest steht er und ist nicht mehr schwitzig.
      Nach kurzem Tätscheln ließ ich ihn dann alleine, mein Magen grummelte schon seit geraumer Zeit und es waren noch andere Pferde um die ich mich heute kümmern müsste. Und die zwei Neuen! Erschrocken schaute ich auf meine Uhr. Vier Uhr. Mist. Eigentlich hätte ich vor einer halben Stunde bei der Züchterin sein sollen. Hastig zog ich mein Handy aus der Hosentasche – kein verpasster Anruf. Also machte ich mich auf die Suche nach Lars. Wie es schien hatte er inzwischen schon alle Hengst wieder in ihre Boxen gebracht, denn die Führmaschine war leer. Als ich die Futter- und Sattelkammer betrat bemerkte ich eine Notiz am Brett
      ‚Bin die Kleinen abholen. Hoffe du bist nicht sauer, dass du nicht mit bist ;)
      Lars‘
      Glückgehabt, es wäre mir sehr unangenehm gewesen, wenn niemand pünktlich dar gewesen wäre. Und ich war nicht sauer. Auch wenn ich natürlich schon sehr gerne mitgekommen wäre. Hatte er gut gemacht. Aber ich sehe die Kleinen ja nachher. Motte und Porcelain Doll. Beim Überprüfen der Tabelle stellte ich auch fest das Lars auch anscheinend noch unseren alten Herren Wild Dream geritten war, so hatte ich jetzt eigentlich nur noch ein Pferd heute zu reiten. Bei übriger Zeit würde natürlich sich auch keines der restlichen Pferde dagegen wehren, aber es gab immer einige „Pflicht“-Pferde, danach kamen die Optionen. Aber erstmal ging ich jetzt ins Haus. In der Küche stellte ich auch fest, dass Lars sogar gekocht hatte. Wie ich ihn liebe! Er hatte heute echt gerackert.
      Nach dem Essen ging ich wieder gestärkt erstmal nach Pride schauen, ich erwischte ihn grade mit dem Maul im Wassereimer. Erleichtert seuftze ich, worauf hin er seine Nase hob und ans Gitter presste. „Nein, Pride du kriegst nichts. Du willst doch wieder Gesund werden.“, wähnte ich. Weil ich ihn aber nicht so stehen lassen wollte kraulte ich ihn, es schien ihm schon deutlich besser zu gehen. Wie schön! Ich merkte wie ich deutlich entspannter wurde. So und jetzt kommt der Spaßige Teil des heutigen Tages.
      Roi du Soleil stand schon ungeduldig an seiner Boxen Tür, er war noch ziemlich neu doch hatte er sich schnell eingelebt und wartete nun jeden Tag auf seine Beschäftigung. "Hey du!", begrüßte ich den hübschen Hengst. Roi stampfte mit dem Huf auf und nachdem ich ihm diese ausgekratzt hatte und ihn mit Halfter am Strick aus der Box führte schien er fast etwas beleidigt. Armer Kerl, musste er heute so lange warten bis er dran war. Sonst war er früher.. Also schnell geputzt bis das rote Fell in der restlichen winterlichen Sonne funkelte und dann den Sattel drauf gepackt. Schnell flitze ich noch in die Sattelkammer um meinen Helm zu holen und nahm dabei wieder die halbe Tür mit "Autsch!" "Was für´n Mist!", fluchend ging ich wieder zu Roi zurück, darauf bedacht nicht weitere Ecken mit zu nehmen, der blaue Fleck würde nun reichen. Relativ flott war der Kerl gesattelt und als würde er sich bedanken wollen, dass er jetzt endlich seine heiß ersehnte Bewegung bekäme, stupste er mich sanft an. Lächelnd krabbelte ich ihn zwischen den Ohren. Brav folgte er mir zum Reitplatz, das Wetter war heute wirklich gnädig, blauer Himmel und Sonne. Naja kalt war es immer noch. Und feucht. Vom ganzen Regen. Aber was sollte man erwarten? Mit dem was man hat sollte man sich zufrieden geben und sich freuen. Ich öffnete unter einiger Anstrengung das Tor, da müsste man noch mal was dran machen, es funktionierte nicht mehr ganz so wie es sollte. Darum war ich froh als ich es wieder geschlossen hatte und im weiß umzäunten Reitplatz stand. Roi war hibbelig, das merkte ich schon beim aufsteigen. "Hey!", stehen bleiben war wohl nicht drin.. Schnell schwang ich mich hoch und ihn dann, er war einfach losgelaufen, anzuhalten und rückwärts wieder zum Ursprungsort zurück zu kehren. Dort ließ ich ihn erstmal stehen. Passte ihm natürlich nicht und er schlug mit dem Kopf. "Selber Schuld, wer sich bewegen will muss dennoch auf mich hören.", meinte ich etwas genervt. Als er es dann doch schaffte ruhig zu stehen durfte er dann endlich auch gehen. Im Schritt ging es einige Minuten über den Platz bis Roi gut aufgewärmt war. Dann sollte er traben. Die nächste Hürde an diesem Tag. Lief heut nichts wie es sollte? Sanft berührte ich seine Flanke und Roi preschte los als würde er ein Rennen laufen. Ein Galopprennen. Gegen die Schnellsten. Und er hält mit. "Hör auf!", schnauzte ich ihn an. Ein paar sehr eindeutliche Paraden und Volten ließen ihn zu seinem Glück wieder langsamer werden. So geht man nicht mit mir als reiter um. Hatte er jetzt gemerkt, würde er, hoffte ich für ihn, nicht nochmal machen. "Nächstes mal wirst du vorher longiert!", meinte ich zu ihm. "Was?", kam es zurück. Verwirrt schaute ich mich um und entdeckte Lars am Zaun, der musste natürlich lachen, ich schien wohl recht verdutzt zu schaune. Ich manovrierte Roi im lockeren Trab zu Zaun und ließ ihn dort anhalten. Na bitte, ging doch. Er stand ruhig. "Dachtest du dein Pferd spricht mit dir?", meinte Lars schmunzelnd. "Ich war mir nicht ganz sicher und habe schon an meiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt!", erwiederte ich lachend. "Wo sind denn die Kleinen?" "Ordentlich verstaut im Stall. Alles super gelaufen, sind brav in den Hänger und haben es sich dort bequem gemacht. Zwei ganz süße sind das!" "Super! Ich schau sie mir an, wenn wir hier fertig sind." "Lass dir Zeit mit Roi die Kleinen rennen schon nicht weg!", meinte Lars frech. Ich zog eine Schnute, doch musste dann lächeln, er kannte mich einfach zu gut. "Jaja." Also widmete ich meine Aufmerksamkeit wieder Roi. Erst lobte ich ihn natürlich, dass er so lange brav und ruhig gestanden hatte. Da hatte es wohl klick gemacht wer das sagen hatte. Als ich antrabte meinte Lars noch:"Ich mach schon mal die Abendrunde." Ich nickte nur. Ich hatte gar nicht wirklich wahrgenommen das es schon recht düster wurde, aber der Tag würde bald zuende sein. Roi stellte sich beim restlichen Reiten vorbildlich an, er arbeitete toll mit und bot sich von selber an. Fleißiger Junge! Als ich schließlich beendete schien er mit sich selbst sehr zufrieden zu sein und sich, zum Glück, gut ausgepowert zu haben. Ich würde mit Lars besprechen ein Paddock an seine Box zu Bauen, denn umziehen lassen wollte ich ihn nicht. Dort wo er momentan stand stand er eigentlich gut. Umzüge waren immer so große Pferde hin und her Schieberreien. Denn es konnte ja uch nicht jeder überall stehen. Also wäre ein neues Paddock die simpelste Möglichkeit. Klar, es müsste auch noch ein Durchgang nach Außengebaut werden, aber hey! Wofür hatte man einen handwerklich begabten Freund? Als Roi wieder in seiner Box stand könnte ich gar nicht schnell genug Sattel und Putzzeug wegräumen. Beinahe vergaß ich zu kehren. Doch der drohend in der Stall Gasse stehende Besen erinnerte mich daran. Seuftzend nahm ich ihn und beseitigte den Dreck vor Rois Box. Schließlich konnte ich mich doch endlich in Richtung Laufstall auf machen, auf dem Weg kam mir Lars entgegen. "Sie stehen doch im Laufstall?" "Ja, ich hab ihnen aber erstmal ein eigenes Stück abgetrennt, dass sie nicht sofort zu Gracie müssen." Ich nickte. "Bin gleich auch mit Füttern fertig. Dann geh ich rein. Pride geht es übrigens schon eindeutig besser." Erleichtert lächelte ich, er war mein Liebling, ohne ihn.. ich wollte es mir gar nicht vorstellen. Lars und meine Wege gingen wieder auseinander, ich betrat das Gebäude in welchem sich der Laufstall befand. Dunkelheit empfing mich. Licht an. Da standen sie.. zusammen gekuschelt bei Gracie. Absperren hatte wohl nichts gebracht. Motte und Porcelain Doll hatten sich einfach durch den sorgfältig aufgestellten Zaun gequetsch, wie war auch mir ein Rätsel. Verschlafen blintzelten mir drei Augenpaare entgegen. Lars hatte recht, sie würden mir nicht weglaufen, daher beschloss ich den dreien ihre ruhe zu lassen. Für die beiden Minis war der Tag schon aufregend genug gewesen. Lich aus und wieder raus. Lars war warscheinlich schon fertig. Auf dem Weg zum Haus ging ich nochmal bei Pride vorbei. Ruhig lag er im Stroh. Als ich langsam den Riegel aufschob und zu ihm rein ging, reckte er mir den Kopf entgegen und blieb völlig entspannt liegen. Vor seinem Bauch ließ ich mich nieder und lehnte mich gegen ihn, seinen Kopf legte er mir nun fast in den Schoß. Die Ruhe die er ausstrahlte ging auch direkt auf mich über. Nach diesem stressigen und aufregenden Tag könnte ich endlich wieder durchatmen. Vertrauensvoll ließ er sich von mir umarmen und krabbeln. Wir beide, das war was. Ich liebte diese Momente, die einem beinahe verzaubert vorkamen, etwas unreal, aber dennoch wundevoll. Ich strich noch einige male über sein braunes, weiches Ponyfell, bevor ich auf stand, aus der Box ging und mich, wieder etwas unbefangener, zum Haus und zu Lars aufmachte.
    • Vhioti
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      Dressurtraining (c) Catalina
      Croccantino, A-Springen
      Dracula, M-Dressur


      Weiter ging es nach Deutschland. Bremen, um genau zu sein, war die neue Heimat von Kira und ihren Pferden. Sie war erneut umgezogen, und jetzt brauchten Croc, ein Dauergast von mir, und Dracula Training. Um ehrlich zu sein, war ich froh, wieder in Deutschland rumgurken zu dürfen, daher pfiff ich mit Genuss die Melodie der Deutschen Neuen Welle von Silbermond mit und fuhr von der Autobahn direkt ab Halderstadt auf den anschließenden Weg. Der führte mich zwei Kilometer durch die Pampa bis ich durch ein Schild darauf hingewiesen wurde, dass ich nach etwa 11 Kilometern Kiras Hof erreichen würde. Der Hof war, wie sich nun herausstellte, ein kleines Grundstück mit einem Offenstall, einer Halle und einem Platz sowie zwei hübschen Weiden, die sich bis zu den naheliegenden Wäldern hinzogen. Behelfsmässig parkte ich am Straßenrand und schnappte mir meine Tasche. Das hier würde ein Wochenendjob werden, das war mir bewusst. Deshalb war ich sehr glücklich, als Kira mir ihre Wohnzimmercouch anbot und mir dann sofort Zeit gab, damit ich mit Croc trainieren konnte, und stiefelte auch direkt zur Weide. Auf dem Weg zu dem schmucken Hanno bemerkte ich auch Dracula, den Welsh B, der einfach nur stand und leicht döste. Bei gut 25 Grad war das nicht verwunderlich. "Hallo Croc.", der Hengst schnaubte, schaute mich kurz an und dachte wohl nach. Danach trat er auf mich zu, den Kopf gesenkt, sodass ich ihn aufhalftern und dann auf den kleinen Putzplatz führen konnte. Er war für seine Verhältnisse sehr ruhig – hatte ich ihn doch auch anders in Erinnerung, aber das beunruhigte mich nicht, als ich sein Fell striegelte und dann seine Hufe auskratzte. Schließlich hatten auch Pferde mal einen ruhigen Tag, warum also auch nicht Croccantino? Vor mich her summend kämmte ich dann noch seinen Behang. Nicht, dass der Behang verdreckt war, es war einfach nur eine Routine für mich, ehe ich ihn nun aufsattelte und dann noch auftrenste. Bei den Gamaschen war ich mir nicht sicher; also legte ich sie trotzdem an und hakte dann die Ausbinder in das Gebiss, ehe ich den nun wachen Braunen auf den Platz führte.
      Der Wind war heute recht stark, aber das hinderte uns nicht daran, eine schöne Aufwärmrunde mit mehreren Gangwechseln und Wendungen zu reiten. Ich hatte wohl den Ehrgeiz des Hengstes geweckt, denn er wirkte sehr unruhig und wollte schon die Hindernisse in Angriff nehmen, daher zügelte ich ihn und galoppierte bei A an, um ihn etwas ruhiger zu stimmen. Von dort aus nahmen wir dann die kleine Mauer in Visier, gefolgt von einem Gatter und einer einfachen Stange. Das meisterte der Hannoveraner recht gut; also durfte er etwas schneller über die Doppelkombination bei X springen. Die ersten beiden einfachen Stangen wippten ein wenig nach, die Hecke streifte der Hengst mit den Hinterhufen. Im Mitteltrab gingen wir rechte Hand, um danach bei C wieder im Galopp über die Stange, das Gatter und die Mauer zu gehen.
      Und so trainierten wir eine weitere halbe Stunde, bis mir langsam die Gesäßmuskeln 'Guten Tag' sagten und ich locker mit ihm leichttrabte, um uns dann eine Runde Schritt zu gönnen. Mir wurde es sehr warm nach dem anstrengenden Training, daher veranschlagten wir beide eine Pause – heute Abend würde ich ihn nochmal springen lassen. Vorher jedoch sattelte ich den Hengst ab und schickte ihn wieder zurück auf die Weide. Kurz darauf trank ich meine Wasserflasche aus und packte sie in Kiras Küche in den Müll, ehe ich wieder auf die Weide ging. Dracula wehrte sich am Anfang ganz schön, überhaupt von der Weide zu gehen. Der Rappe war mehr als nur unsauber, ließ sich dann aber doch anbinden. Mit dem Schweißmesser entfernte ich die Schicht Winterfell, die mit Grashalmen und Erdklumpen bestückt war, und fuhr dann zur Vorsicht einfach noch einmal mit dem Metall langsam über seinen Körper. Dabei hatte Dracula seine Ohren aufmerksam aufgestellt, sein linker Hinterhuf war leicht angelehnt. Der Boden war mittlerweile übersäht mit Fell und Dreck, und ich nahm jetzt den Striegel und putzte weiter. Es dauerte eine Viertelstunde, bis wir nun in der Halle waren und uns genügend aufgewärmt hatten. Obwohl der Hengst doch sehr eigenwillig war und mich vor allem bei den Gangwechseln testete, wirkte er sehr konzentriert bei den Bahnfiguren. Daher übte ich mit ihm heute nur die Tempowechsel wie etwa Mitteltrab und Mittelgalopp und ging mit ihm mehrere enge Wendungen und Zirkel, um ihn etwas zu fördern. Für mich war es gutes Training, mit einem solch anspruchsvollen Hengst zu arbeiten, da ich so auch meine Fähigkeiten verbessern konnte, jetzt aber war ich ziemlich müde und freute mich auf das baldige Abendessen. Nach einer Kehrtwende und einer Wendung aus der Ecke saß ich ab, klopfte den Hals des Pferdes und lobte Dracula, bevor ich ihn in den Stall führte und dort boxfertig machte. Kurz darauf rief mich Kira zum Essen in ihr Haus.

      Nach dem leckeren Essen, einer kurzen Dusche und etwas Zeit zum entspannen übte ich mit Croc weiter. Ich hatte dafür die Halle mit ca 20 Zentimeter hohen Stangen präpariert und ihn dann via Longe über die Hindernisse geschickt. Über die Lektionen hatte ich die Stangen näher aneinander gelegt, damit der Hengst etwas flinker lief und sprang.
      Über Samstag und Sonntag hatte ich vor allem mit Dracula viel gearbeitet. Das Potenzial des Welsh B war sehr groß; allerdings verwehrte seine doch abneigende Art Menschen gegenüber die Nutzung ebendieses. Daher übten wir die verschiedenen Lektionen in kleinen Schritten. Bei dem Rappen trat das Phänomen auf, dass er häufig durchstartete und im Starktrab oder Jagdgalopp über den Platz jagen wollte, deswegen ritt ich mit ihm viele Volten und Zirkel, variierte dabei mit den Größen und der Schrittlänge, um ihn davon abzubringen. Trotzdessen wirkte er bei der Ausführung der Bahnfiguren sehr konzentriert, immer noch neckisch und kühl, aber ich musste ihn nicht ständig mahnen, eine vernünftige Schlangenlinie oder Kehrtwende auf der Vorderhand zu gehen.
      Und auch Croc war löblich dabei. Löblich? Existiert das Wort überhaupt noch? Jedenfalls hatte er seinen Spaß daran, über den Parcours zu gehen und mir dann genau in dem Moment nach dem Wiederaufsetzen einen Schrecken einzujagen. Tatsächlich wollte er nicht mehr vom Platz herunter, ebenso sehr wie am Sonntag. Kira stand an der Bande und sah uns zu, wie wir über die Kombinationen und Hindernisse sprangen, bis ich es für gut genug empfand und er dann auf die Weide durfte.

      Croccantino hat erfolgreich im A-Springen teilgenommen.
      Dracula hat erfolgreich am M-Dressurtraining teilgenommen.
    • Sevannie
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      Heute ging es zu Kira auf den Hof. Ich sollte zwei ihrer Pferde einmal Durchchecken und Impfen. Dies alles wäre dann sicherlich schnell gemacht, sofern die beiden Hengsten denn auch brav waren. Ich war schon auf den Weg, da die Fahrt etwas länger dauerte. Als ich jedoch auf dem Hof ankam blickte ich mich um, ein großes Anwesen und vor allem richtig schick. Von dem Hannoveranerhengst den ich heute hatte hatte ich schon etwas gehört. Braunwindfarben, ein richtig schicker also. Ich freute mich schon darauf diesen zu sehen, vor allem weil ich Hannoveraner ja so liebte. Als ich gerade zum vermeintlichen Stalltrakt lief, kam mir Kira schon entgegen. ,,Guten Morgen.'',lächelte ich und reichte ihr meine Hand. ,,Guten Morgen, Joyce. Ich bring dich am besten gleich zu den Beiden.'',lächelte sie und wir liefen dann auch in das Gebäude was sich wirklich als Stalltrakt entpuppte. Als erstes führte sie mich zu Welsh B- Hengst. Laut dem Boxenschild war dieser 2006 geboren, also hatte ich es mit einem 9 jähriger Rapphengst zu tun. Ich schmunzelte und Kira halfterte den Hengst auf. ,,Er ist etwas schwierig aber ich denke wir bekommen das zusammen schon alles hin.'', lächelte sie und ich nickte schmunzelnd. Zuerst ließ ich den Hengst meine Hand etwas abschnuppern, während ich mit der anderen vorsichtig über seine Ganasche streichelte. Ich wollte etwas Vertrauen gewinnen und konnte mir so auch gleich ein Bild von seinen Augen machen, doch dies waren nicht trüb und sie tränten auch nicht. ,,Dracula, hm? So gemein scheinst du mir gar nicht.'',lächelte ich und Kira musste ebenfalls lächeln. Ja schon seltsam wie manch ein Pferd hieß, wenn ich mich in meinem Stall umschaute.. von Götterdämmerung bis hin zu Wolkentraum. Ich schmunzelte wieder bei den Gedanken und begann dann Dracula abzutasten. Hier machte der Hengst keine Anstalten und ich durfte ihn überall abtasten. Bei den Beinen hob er jedes einmal, da er anscheinend dachte ich wolle diese auskratzen. ,,So ist's brav.'',murmelte ich und lobte ihn dann. Soweit war alles in Ordnung. So ging ich kurz an meine Tasche, welche außerhalb der Box stand und ich holte mein Stethoskop heraus. Ich hörte den Hengst ab, als ich jedoch das Stethoskop anlegte und das kalte Eisen seine Haut berührte zuckte er kurz. Kira hingegen flüsterte dem Hengst einige beruhigende Worte zu. Die Atemfrequenz war leicht erhöht, sicherlich durch den kleinen Schock gerade und der Puls ebenfalls. ,,Bei einer Armenfrequenz von 18 Atemzügen pro Minute haben wir nichts zu befürchten, auch nicht bei einem Puls von 48 Schlägen. Sicherlich nur durch den kleinen Schock.'',erklärte ich ihr und sie nickte. Als nächstes holte ich mein Thermometer. ,,Einmal dann bitte am Kopf bleiben, aber so das er dich nicht treten kann oder du auch ausweichen kannst im Notfall.'',belehrte ich sie kurzerhand und stellte mich dann an die Kruppe. Seitlich natürlich, mit meinem Bein andockend an das Hinterbein von Dracula. Ich hob den Schweifansatz vorsichtig an und schon merkte ich wie der Hengst sich verkrampfte. Kira begann weiter auf ihn einzureden und nach und nach entspannte er sich dann wieder etwas und ich begann zu messen. Er zuckte erneut kurz, doch sonst war er relativ brav. Er lief kaum zu Seite und versuchte auch nicht nach Kira zu schnappen. ,,37,9°C, also die Körpertemperatur liegt auch im grünen Bereich, somit können wir dann Impfen.'',erklärte ich ihr und sie nickte. Sanft lobte ich den Hengst und gab ihm eine Möhre als kleine Zwischenbelohnung. Ich desinfizierte rasch das Thermometer und holte dann einer der Einwegspritzen und die Ampulle mit dem Impfstoff heraus. Ich zog die Spritze auf und suchte mir die Vene am Hals. Als ich diese fand nickte ich Kira zu, welche wieder etwas in Deckung ging. Als ich die Spritze injizierte, quiekte der Hengst auf und legte die Ohren an. So schnell es auch angefangen hatte war es dann auch wieder rum und erneut lobte ich ihn. Etwas quieken durfte jedes Pferd. Solange nichts schlimmeres kam war alles gut. Ich pakcte somit das ganze zusammen und Kira halfterte den Rappen wieder ab. Sie verschloss die Box und wir liefen zu Croccantino. Auf dem Weg zu diesem schmiss ich noch den angefallenen Müll weg. ,,So das wäre mein allerliebster Croc. Die kleinen Wunden die hier und da mal hat kommen von der Weide, er macht alles etwas mit Übermut.'',erklärte sie mir schmunzelnd, während sie ihn auf halfterte und dann streichelte. ,,Naja dann weiß ich ja bescheid.'',lächelte ich und fing bei ihm genauso an wie bei dem Welsh B Hengst. Ich streichelte ihn und ließ mich abschnuppern. Als ich dann wieder uninteressant war und er sich eher Kira wieder zuwendete begann ich ihn abzutasten. Auch Croc zeigte keine Auffälligkeiten, nur eben diese Schürfwunden doch das waren wirklich nur Kleinigkeiten wo man nicht einschreiten musste. Ich lobte sanft den Hengst und schaute mir nochmal seine Augen an, auch wie bei dem Rapphengst zuvor stellte ich nichts Außergewöhnliches fest. So hörte ich auch den Hannoveranerhengst ab und seine Werte lagen im Normbereich, er hatte sich zuvor auch nicht erschreckt gehabt. Somit lag die Atemfrequenz bei 12 Atemzügen pro Minute und der Puls bei 38 Schlägen pro Minute. Dies erklärte ich alles Kira und sie schien mit diesem Ergebnis ebenfalls zufrieden zu sein. Bis jetzt war Croccantino sehr ruhig geblieben und versuchte auch hier so ruhig wie möglich zu bleiben, kuschelte dabei aber auch liebend gerne mit Kira. Als ich das Thermometer wieder zur Hand holte stellte sich Kira wieder in Sicherheit und ich mich wieder auf den selbigen Platz wie bei Dracula. Ich hob den Schweifansatz an und Croccantino blieb brav stehen. So begann ich dann zu messen und mehr als die Ohren anlegen tat der braunwindfarbene Hengst nicht. So bekam er auch im Endeffekt ein großes Lob und eine Möhre. Die 38,1° C waren auch im Normbereich und somit war auch dieser Hengst kerngesund, abgesehen von seinen Blessuren. Als ich wieder am Boxenschild vorbei kam, sah ich das der Hengst auch gerade mal 4 Jahre alt war, somit waren die Blessuren von der Weide noch weniger schlimm. In so jungen Jahren verkraftet man alles recht gut. Ich schmunzelte und zog derweil die Spritze wieder auf, ich lief dann zum Halse des Hengstes und Kira streichelte ihn weiterhin. ,,So dann gibt es noch einen kleinen Piecks und du bist fertig, lieber Croccantino.'',murmelte ich und suchte mir dabei die Vene, als ich diese fand und den Impfstoff injizierte kam das gleiche Verhalten zum Vorschein wie bei Dracula. Das Quieken und das Ohrenanlegen mehr aber nicht. So bekam der Hengst wieder ein dickes Lob und eine Möhre, ehe ich den restlichen Müll wieder weg schmiss. ,,So Kira, damit sind deine beiden Hengste nun geimpft und durchgecheckt. Beiden geht es wirklich prächtig und zu bemängeln habe ich nichts.'',meinte ich lächelnd und reichte ihr erneut meine Hand. Diese schüttelte sie wieder und ich verabschiedete mich dann. ,,Ach so. Bevor ich es vergesse. Bitte schone sie die nächsten Tage etwas, wegen dem Impfstoff.'',erklärte ich und sie nickte. ,,Werde ich tun. Bis demnächst!'',versicherte sie mir dann und ich stieg in meinen Wagen ein und fuhr fort.

      [7148 Zeichen by Sevannie / Tierklinik Briar Cliff]
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      Kontrollieren, Auschneiden & Raspeln

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      Mein Weg führte mich nun nach Deutschland auf Kiras Gestüt für den Welsh B Hengst Dracula und den Hannoveraner Hengst Croccantino. Beide sollten kontrolliert und ausgeschnitten wären. Also packte ich meinen Jeep mit meinem Werkzeug und machte mich auf den Weg nach Europa. Angekommen parkte ich meinen Weg nach dieser langen Fahrt im Schatten. Kira stand schon am Tor als ich das Gestüt, mit meiner Werkzeugtasche bepackt, betrat. Wir begrüßten uns und sie führte mich bei strahlender Abendsonne zum Putzplatz. Nebeneinander standen die beiden Hengste angebunden, einer ganz groß, einer ganz klein. "Fangen wir mit dem kleinerem Mann an", lachte ich und wendete mich zu Dracula. Ich stellte die Tasche ab und bat Kira ihn kurz abzubinden und auf dem harten Weg vorzuführen. Ich prüfte seine Hufe dabei. Sie sahen gesund und gepflegt aus. Mit dem Hufrinnmesser begann ich die Hufsohle auszuschneiden, um die Tragwände dann mit der Hufschneidezange zu knpisen. Nacheinander wurden die Hufe wieder auf die gewünschte, gesunde Länge gekürzt und zu Letzt musste ich alles nur noch gleichmäßig raspeln. Mit einem letztem überprüfendem Blick schaute ich mir meine Arbeit an. Es sah alles gut aus. Dracula durfte uns wieder verlassen. Während Kira ihn also wegführte, bereitete ich mich auf Croccantino vor.
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  • Album:
    Hauptstall Hengste
    Hochgeladen von:
    kira
    Datum:
    24 März 2014
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    Kommentare:
    19
  • offizieller Hintergrund

    Dracula
    Dee
    2006

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    unbekannt​
    Dracula
    unbekannt​
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    Rasse Welsh B
    Geschlecht Hengst
    Stockmaß 139cm
    Fellfarbe Rappe
    Gencode ...

    Charakter frech, eingebildet, selbstbewusst
    Beschreibung
    Dracula ist ein anspruchsvoller Hengst. Er testet aus und ist schwer zu bändigen. Trotzdem kann er ein unglaublicher Charmeur sein und Stuten, sowohl auch Menschen um den Finger wickeln. Beim Reiten verhält er sich angemessen, doch muss man ihn manchmal maßregeln.​

    Springen L
    Dressur M
    Distanz E
    Military E
    Western S*
    Galopprennen L
    Fahren L

    Besitzer Kira
    Ersteller/VKR vampyrin

    Gekört ja/nein
    Nachkommen
    Coco de Mer (2009)

    Erfolge
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    Gewinner der [HK 473] Alle Rassen
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    3. Platz 143. Westernturnier
    2. Platz 144. Westernturnier
    3. Platz 145. Westernturnier
    1. Platz 146. Westernturnier
    1. Platz 158. Springturnier
    1. Platz 159. Springturnier
    3. Platz 115. Galopprennen
    2. Platz 258. Westernturnier
    2. Platz 265. Galopprennen
    2. Platz 211. Fahrturnier
    1. Platz 213. Fahrturnier


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