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Mohikanerin

Drachentöter | Azteca

2014 - 10 Punkte | 10 Jahre | by Vampyrin

Drachentöter | Azteca
Mohikanerin, 15 März 2015
    • Mohikanerin
      Ehemalige Berichte Zasa
    • Mohikanerin
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      Stufenerhöhen L-M (Dressur)
      .Der Drache des Teufels.
      ~ April 2015
      Drachentöter ist eins der neuen Pferde und soll nun eins höher in der Dressur laufen können. Selbst wenn ich noch nicht so weit bin, soll der Hengst wenigsten die Möglichkeit bekommen. Schließlich kann ich selbst auch noch an mir Arbeiten. Heute wurde Sturm angesagt und der Morgen ist schon sehr stürmig. F Grund dessen, dass Erik nun weg ist, muss ich die Pferde alleine Trainieren. Mit Halfter laufe ich zu der hinteren Weide und halte Ausschau nach dem Drachen. Da fällt mir die dunkle Mähne auf und ich laufe zu ihm. Gemütlich laufen wir zurück. Seine Mähne und meine Haare werden vom Wind ganz durcheinander. Im Stall putze ich ihn sattle ihn mit seinem Zubehör. Der Hengst wurde bisher immer nur auf Wassertrense geritten, doch jetzt müssten wir mit Kandare anfangen. Die nächsten Tage kommt aber erst mal noch Wassertrense. Also lege ich Drachentöter alles um wir laufen zur Reithalle. Der Wind wird immer stärker. In der Halle mache Musik an und dann geht es erst mal los. Im Schritt hat er noch lange Zügel und darf sich strecken. Der Hengst ist bereits im L-Dressur bekannt, aber muss jetzt zu M. Ich selbst bin noch nie M geritten, aber weiß wie man es trainiert. Nach einigen Runden Schritt fange ich mit Dehnübungen an, Schulterhinein auf beiden Händen. Auch auf dem Zirkel trabe ich schon etwas und dehne ihn dabei. Die Volten auf 8m duchmesser klappen auch gut. Nun können wir anfangen. Ich frage zunächst noch die Übungen aus der L ab. Dazugehört Eckkehrt und Volten im Galopp. Icht zu vergessen sind die Tempiwechsel. Der Drache macht es super, als ob er nie etwas anderes gemacht hat. Seine Gänge und Übergänge sind weich. Heute fange ich mit dem Tempoausbauen an. Noch mal trabe ich dden Hengst auf der linken Hand an und bremse ihn vorsichtig in den versammelten Schritt. Zunächst wehrt er sich ziemlich aber nach dem auch meine Hand weicher wird, kommt eine Zustimmung von ihm. Der noch junge Hengst hat viel Talent und ist immer Willkommen bei uns. Nach einer halben Runde darf er wieder in den Mitteltrab. Ich gebe ihm mehr Zügel, dass sich dehnen kann und etwas lockerer wird. Deshalb gehe ich noch mal einige Runden auf den Zirkel eh ich wieder mit mehr Tempi anfange. Der Wird rüttelt an den Fenstern, doch Drachentöter interessiert das kein bisschen. Konzentriert arbeitet er mit und lässt sich oft in Haltung sinken. Nun können wir noch mal starkes Tempo Trab versuchen. Dafür nehme ich die Zügel auf und treibe ihn etwas. Nach dem wir aus der Ecke raussind, geht das mit dem Tempo besser. Der Hengst stämmt sich wieder gegen die Zügel, aber spääter geht es. Mehrmals wiederholen wir das auf beiden Händen und dann ist Schluss. Im Schritt haben wir auch noch geübt. Der Hengst hat noch recht viel Winterfell und ist dementsprechend durch geschwitzt. Ich lobe ihn und wir laufen rasch in den Stall. Dort packe ich alles zurück in die Sattelkammer und stelle ihn mit einer Abschwitzdecke in die Box. Nach dem er aufgefressen hat, wechsle ich die Decke und er kommt mit Weidedecke raus.
      Der nächste Tag ist wie der vorige, es ist sehr windig. Doch die Sonne kommt zwischen durch raus. Wieder hole ich den Drachen von der Weide. Nach dem er geputzt ist und gesattelt, geht es wieder zur Halle. Schon beim Aufsteigen macht der Hengst faxen. Nur widerwillig kann ich auf seinen Rücken. Etwas unzufrieden läuft er los und schlägt mit dem Kopf und zieht. Für den Anfang bekommt er wieder lange Zügel. Das Wamrreiten verläuft dann doch recht gut, aber die Arbeitsphase ist echt anstrengend. Andauernd legt der Hengst sich auf die Zügel. Nur mit Müh und Not klappt es dann doch. Noch kann man den Drachen mit Leckerlies locken. Wir auch schon gestern üben wir Tempiunterschiede. Der Starke Trab läuft schon viel besser als gestern und auch der versammelte Schritt. Nur mit dem starken Schritt und dem versammelten Trab gibt es noch Probleme. Zwischen durch kann er mal die Handwechseln und auf den Zirkel. Die Pausen tuen ihm recht gut. Am Ende des Trainings versuche ich noch mal alles in Kombination und siehe da, erste Verbesserungen sind zu merken. Morgen bekommt er Pause und dann werden wir sehen wie es weiter geht. Im Stall bekommt er wieder Fresschen und danach raus auf die Weide.
      Die restliche Woche verlief nur mit wenigen Problemen. Wir waren noch mal Ausreiten und die anderen Tage einmal Pause und üben. Der Hengst macht gute Fortschritte und in drei bis vier Wochen werden vielleicht sogar schon fertig sein.
      Die nächste Woche hat Angefangen und Drachentöter guckt schon immer blöd, wenn ich ihn von der Weide hole. Die anderen Pferde scheinen neidisch zu sein, doch der Hengst muss bald auf eine Körung und dafür muss er Fit sein! Also putze ich ihn wieder im Stall und lege ihm das Zubehör an. Heute muss er auch wieder Wassertrense laufen. Die Kandare mache ich erst, wenn alles sicher ist. Gemeinsam laufen wir zur Halle. Komischerweise schneit es, obwohl es recht warm ist. Ich hasse Schnee. Der Drache sieht auch nicht ganz zufrieden aus. Egal, in der Halle mache ich wieder Musik an und steige in der Mitte auf. Die Heizung war wohl an, weil es ziemlich warm ist. Im Schritt läuft der Hengst los und kann am langen Zügel gehen. Er schreckt sich schön und kann das Tempi selber bestimmen. Nach einigen Runden Schritt auf beiden Händen kann es los gehen. Im Schritt arbeite ich noch mal an den Unterschieden und im Trab auch. Der Hengst arbeitet heute aktiv mit und wehrt sich nicht im Maul. Fehlerlos und Sanft gehen die Übergänge. Ich lobe ihn und jetzt können wir mit Galopp anfangen. Es steht nun fliegender Galoppwechsel auf der Liste. Es ist recht schwierig, weil es mir am Timing fehlt und Drachentöter m Gleichgewicht. Doch Übung macht den Meister. Jetzt reite noch mal ein paar einfache Galoppwechsel und gehe noch mal auf kleine Volten, dass Drachentöter mehr gedehnt ist und langsam weiß, was ich möchte. Nun können wir Anfangen. Ich galoppiere den Hengst an und gehe zunächst auf den Zirkel und bleibe dort. Dann wechsle ich vorsichtig auf den anderen Zirkel. Ich lehne mich nach innen und stelle ihn viel zu stark nach dort, um ihn das Umspringen zu erleichtern. Bei X gebe ich den Druck wieder weg und setze mich zurück. Drachentöter springt um. Ich lobe ihn und lasse ihn wieder durch parieren. Noch mehrere male wiederhole ich das und dann ist auch Schluss. Der Hengst war heute gut drauf. Nach dem ich ihn im Schritt am langen Zügel abgeritten habe, steige ich in der Mitte ab und laufe zum Stall zurück. Wie immer packe ich das Zeug zurück, gebe ihm Kraftfutter und stell ihn mit Weidedecke raus.
      Nach dem die nächsten Tage genauso gut verliefen, kann ich die nächste Woche mit den Seitengängen anfangen.
      Es regnet wie aus Eimern. Drachentöter steht unmotiviert auf der Weide und ich kann nur mit Mühe ihn zum Stall schleifen. Das komplett nasse Pferd steht ruhig am Anbinder. Zufrieden sieht er nicht aus. Trotzdem putze ich ihn. Als er dann auch gesattelt ist, laufen wir rasch zur Halle. Noch einmal wollen wir die Wechsel heute üben und dann hat er Pause. Ich reite ihm warm und dehne ihn im Anschluss. Drachentöter zieht ständig an den Zügeln und legt sich drauf. Auch meine weiche Zügelführung ändert heute nichts dran. Trotzdem versuche ich den Hengst etwas zu motivieren, mehr mitzumachen. Nach der gefühlten millionsten Runde arbeitet er besser mit. Kleine Spielchen machen im Spaß, immer das Selbe ist völlig falsch für das Pferd. Also mache ich einige Handwechsel und übe noch einmal die Tempiunterschiede. Jetzt ist der Drache wieder in einem Zustand, in dem am mit ihm arbeiten kann. Nun kommen wir zu dem nächsten Meilenstein für den Hengst – die Seitengänge. Dafür gehe ich nochmal im Schritt und auf die Volte. Unser Ziel ist später, dass die Kruppe hinein kommt oder heraus. Später kommt dann noch Traversalen dazu. Also los geht’s. Ich trabe den Hengst an und gehe zunächst auf den Zirkel. Mein äußeres benutze ich zuVorwährtstreiben und das innere sorgt für die Längsbiedung. Schnell versteht der Hengst was das werden soll, doch stellt sich noch etwas selbst im Weg. Die Hinterhand geht bereits in die richtige Richtung. Den Zirkel verkleinere ich immer wieder und versuche das Biegen. Nach einer Weile hat Drachentöter schon gute Fortschritte gemacht. Travers klappt also schon fast. Um den Hengst nicht zu überfordern, hören wir jetzt ab. Ich lasse ihm die Zügel und das Pferd streckt sich erste mal. Endlich läuft er auch mal etwas langsamer Schritt. Später steige ich in der Mitte ab und laufe zurück in den Stall. Es regnet noch immer. Deshalb entscheide ich, den Hengst nicht mehr rauszubringen. In zwei Stunden kommen eh alle raus und er soll sich nicht noch erkälten.
      Zwei Tage später fange ich also mit Renvers an. Dafür hole ich den Hengst von der Weide. Heute ich besseres Wetter auch wenn es noch etwas windig ist. Doch hier ist eh immer Wind. Schon als ich am Tor stehe, kommt das Pferd zu mir. Zusammen laufen wir zum Stall. Drin binde ich an und lege ihm die Weidedecke ab. Nach dem er geputzt ist, laufen wir gesattelt mal wieder zur Halle. Gestern war Thor auch schon mal eine Runde mit ihm ausreiten. Ich steige in der Mitte auf und reite den Hengst zunächst warm. Dann trabe ich ihn an und er kann sich erst mal strecken. Nun kann es los gehen. Ich gehe mit dem Hengst auf den Zirkel und biege ihn die Kruppe hinein, Travers Vom letzten mal erinnert sich der Drache noch dran. Von Anhieb klappt es ein paar Meter. Auch zurück in den Hufschlag ist keine Schwierigkeit. Ich bin stolz auf den Hengst. Deshalb fange ich heute auch schon mit Renvers an. Dafür gehe ich wieder ganze Bahn. Die Kruppe soll heraus gehen. Da der Hengst die Seitengänge so gut kann, werde ich aus einer Kehrtwende in die Renvers gehen. Als wir fast fertig sind gebe ich wieder Hilfen um die Balance zu ändern und es klappt. Nur wenige Meter ist er drin und fällt dann in den Schritt. Doch das ist kein Problem. Normalerweise fängt man im Schritt an, da der Drache aber so gut zuhört, kann ich schon im Trab trainieren. Noch mehrmals wiederholen wir die Übungen. Am Ende galoppiere ich noch einmal mit ihm und reite zwei fliegende Galoppwechsel. In der Mitte steige ich wieder ab, nach dem ich den Hengst abgeritten habe. Im Stall wird er wieder zugedeckt und kann auf die Weide zurück. Fresschen hat er schon bekommen.
      Eine Woche ist vergangen und der Hengst ist besser geworden. Zwei Tage hatte er Pause und heute darf er wieder ran. Ziel ist es, dass Freitag alles sitzt und das ist in vier Tagen. Deshalb hole ich den Hengst schon mal von der Weide und putze ihn in der Stallgasse. Danach sattle ich ihn und wir gehen in die Halle. Ich steige auf und reite ihn zunächst warm. Das Pferd kann sich strecken. Nun können wir arbeiten. Ich trabe den Hengst an und gehe zunächst auf den Zirkel und verkürze ihn allmählich und biege ihn in die Travers. Sogar als wir aus der Ecke sind, bleibt er in der Haltung und trabt versammelt vor sich hin. Super. Ich lobe ihn und bringe ihn wieder auf den Hufschlag. Nach einigen Bahnfiguren und Handwechseln, reite ich noch Renvers. Auch das klappt schon gut. Deshalb können wir heute mit der Traversale anfangen. Dafür darf Drachentöter noch einmal galoppieren auf beiden Händen um sich zu lockern. Unser Ziel ist es, eine diagonale zu reiten im Seitengang. Hierbei soll aber der Körper möglichst parallel zur langen Seite sein. Ich atme tief ein und wieder aus. Leider bin ich heute ziemlich unkonzentriert und das merkt das Pferd. Dafür ist er heute gut drauf. Der Hengst ist leicht zu führen, dass mir die Sache ungemein einfach macht. Im Trab klappt es schon einigermaßen gut auch wenn er etwas hart im Maul wird. Doch das schaffen wir schon. Nach dem ich ihn abgeritten habe, kommt er in den Stall und bekommt noch Fresschen. Drachentöter darf noch einige Stunden auf die Weide.
      Heute ist Freitag. Thor hat sich extra Zeit genommen, um zuzuschauen wie der Hengst läuft. Die letzten Tage haben wir viel geübt sowohl im Gelände als auch mal auf dem Reitplatz. Die Sonne scheint, aber trotzdem ist es sehr windig. Kalter Wind. Gemeinsam holen wir den Drachen von der Weide. Im Stall putzen wir ihn und ich sattle ihn. Dazu bekommt er noch Bandagen und Glocken ran. Da fällt mir was schreckliches ein. Ich wollte mit ihm diese Woche reiten auf Kandare üben und habe das jetzt vollkommen vergessen. Nun gut, dann muss er heute wohl das erste mal damit laufen. Ich hole die Kandare ich mache alles fest. Nun gehen wir zur Halle. Ich bin gespannt. In der Mitte steige ich auf und lobe ihn erst mal. Im Schritt reite ich ihn an. Der Hengst ist sehr weich im Maul und auch das Genick. Er scheint aktiv zu kauen und ist auch sehr entspannt. Die Haltung von ihm fühlt sich sehr gut an. Als ich zu Thor gucke, nickt er zustimmend. Sehr gut. Ich reite Drachentöter zu nächst warm und dann geht es an den Trab auf der linken Hand. Als erstes reite ich einen Zirkel und an der nächsten langen Seite gehe ich in die Renvers. Noch immer arbeitet er gut mit. Als die Seite fast zu Ende ist, hole ich seine Vorderhand zurück auf den Hufschlag und reite durch die ganze Bahn wechseln. Ich verstärke das Tempo. Beim erreichen der Bahn versammle ich den Hengst und gehe erneut auf den Zirkel. Dort galoppiere ich ihn an und nach eineinhalb Runden mache ich einen fliegenden Galoppwechsel. Noch eineinhalb Runden bleibe ich auf dem anderen Zirkel und pariere in den Trab durch. Nun bin ich wieder ganze Bahn und an der langen Seite ich in die Travers. Die Hinterhand drückt sich langsam nach außen. Seine Biegung ist gut. Kurz vor der kurzen Seite kommt er wieder auf den Hufschlag zurück und versammle den Trab. Nach einer Volte pariere ich durch und reite im versammelten Schritte Eckekehrt. Beim Aufreiten zu X sind wir im Starkentempi Schritt. In der Mitte lobe ich ihn und lasse die Zügel locker. Wir haben geschafft in wenigen Wochen, den Hengst auf M-Niveau zu reiten. Obwohl keiner von uns je in der Klasse geritten ist. Ich reite den Drachen noch ab. Am Hof bekommt er noch Kraftfutter. Er ist total durchgeschwitzt und hat sich nun eine Pause verdient.
      14'051 Zeichen | Mohikanerin | Legosteine – Der Weg zum Erfolg | - Vina
    • Mohikanerin
      .Sommerlüftchen.
      ~ August 2015


      Schon früh begann der Morgen. Die Sonne schien auf den Hof und bereits um 9 Uhr, ist es ziemlich warm. Alleine mit Thor frühstücke ich und mache mich stallfertig. Auf der Weide wartet bereits Drachentöter auf mich. Der Hengst darf heute mal wieder etwas in der Halle arbeiten. Entspannt gehen wir in den Stall und glücklicher Weise ist es auf dem Gestüt immer windig. Ich putze ihn und hole dann die rot karierte Schabracke aus Kammer und den Longiergurt, dazu nehme ich die isländische Halbkadarre mit. Auch wenn Drache kein Isländer ist, reite ich ihn gerne mit dem Gebiss. Ausserdem nimmt er sich nicht viel von der Größe her, deshalb geht das alles gut.

      In der Halle habe ich erst mal Schwierigkeiten auf das Pferd zu kommen. Es ist schon etwas länger her, dass ich auf dem Pferd sass. Doch dann sitze ich und kann warm reiten. Ich lasse meine Beine baumeln und der Hengst kann sich etwas strecken. Nach wenigen Runden Schritt, trabe ich Drache an und sitze aus. Durch seine gute Ausbildung, kann ich ohne Probleme aussitzen, da ich ihn schnell versammeln kann und er ziemlich weich im Maul ist. Er wehrt sich nicht und gibt nach. Ich merke, dass er mit seinem Rücken nach oben kommt und auch so schon viele Muskeln hat. Noch ist er Jung, aber schon ziemlich weit. Im Trab mache ich verschiedene Tempi und reite auch viele Bahnfiguren, dass es nicht zu eintönig ist. Schnell schwitzt Drache schon, weil es schließlich warm ist.

      Nach einiger Zeit höre ich schon auf und wir gehen zurück zum Stall. Ich mache ihm das Zeug ab und bringe ihn nach Draußen, um ihn abzuduschen. Etwas Angst hat er vor dem Schlauch, aber als er merkt, dass ich ihm etwas gutes tue, bleibt Drache stehen. Auf der Weide wälzt er sich erst mal und ich gehe das nächste Pferd holen.

      1759 Zeichen | © 2015 | - Vina
    • Mohikanerin
      .Das Ende ist der Anfang.
      ~ August 2015


      Thor verlässt heute wieder Deutschland. Die Zeit ging einfach viel zu schnell vorbei, also müssen wir heute noch etwas Zeit verbringen. Für mich begann der Tag mit dem Schimmelchen und ging dann weiter mit dem letzten gemeinsamen Frühstück.

      Zusammen mit Thor gehe ich in den Stall und wir holen die beiden Jungepferde – Héla und Devil warten bereits. Rasch machen wir die kleinen Pferdchen fertig und gehen dann los Richtung See. Es ist erst 10 Uhr, aber trotzdem herrscht schon so eine Hitze, dass es fast unmöglich ist, etwas zu unternehmen. Die Jungpferde sind nun ein ein halb Jahre alt und gehören normalerweise auf die Weide. Doch die Möglichkeit gibt es nicht, zu mindesten nicht jetzt. Draußen ist es zu heiß für die kleinen und erst recht das Wasser ist knapp geworden. Als wir angekommen sind, gehen wir langsam zum Wasser. Etwas skeptisch guckt Devil das Wasser an, aber ist zu neugierig um zurück zu weichen. Da sieht es mit Héla anderes aus. Thor kämpft etwas mit der Stute, aber man kann sie nicht zu ihrem Glück zwingen. Doch schon nach wenigen Minuten weckt sich auch ihre Neugier. Bis zum Bauch steht das Jungpferd im Wasser und planscht etwas. Devil hat sich bereits gewälzt und schwimmt etwas mit mir. Es ist komisch, aber mal was neues. Als dann auch ihr Interesse irgendwann abklingt, gehen wir zurück zum Hof. Die beiden Pferde kommen zurück in die Box.

      „Wir müssen noch sauber machen“, sage ich dann zu Thor, als wir am Stall sind. „Ich weiß“, antwortet er und wirkt sehr in Gedanken versunken. Ich gehe wieder und hole eine Schubkarre aus dem Roundpen. Vorübergehend ist das nämlich unsere Rumpelkammer. „Los geht’s.“, sage ich und reiche ihm einen Strick. Wir sind nur in Stall 2. Aus der ersten Box holt Thor Ruvik raus. Der Hengst ist etwas übermütig und wirkt nicht sehr gewollt aus dem Paddock zu kommen. Notwendigerweise nimmt er sich die Hengstkette zur Hilfe und führt ihn durch den Stall, während ich sauber mache. Da wir so schon geübt sind, geht es weiter mit Pferd zwei. Er stellt den Hengst zurück und dann geht es weiter. Zwei Paddockboxen weiter steht dann auch Loki, der auch nicht gerade einfach ist. Wiedermal holt Thor das Pferd auf der Box und führt ihn durch den Stall. Ich laufe den Paddock ab und belade die Schubkarre. Mir fällt auf, dass der Hengst kaum was frisst, weil das ganze Heu hier noch liegt und auch schon etwas schimmelt. Ich leere die Schubkarre am Traktor aus und belade die Karre neu. Thor läuft noch mit dem Hengst Runden, was nicht sehr angenehm ist, weil Loki sich andauernd aufbäumen will und somit ausbrechen möchte. Doch mehr Möglichkeit als Hengstkette gibt es nicht. Doch dann ist es endlich geschafft – die Box von Loki ist sauber. Entspannt stellt er sich wieder hin und knuspert im Stroh. „Wir müssen ihn beobachten“, sage ich nur und gehe weiter. „Wir? Du!“, antwortet er und holt Willa aus der Box. „Bitte pass auf“, befehle ich ihm. Thor nickt und führt die Stute vorsichtig aus der Box. Mein Pferd ist mir ziemlich wichtig und ich möchte nicht, dass irgendwas passiert. Thor geht mit Willa raus und lässt sie etwas am Grass knabbern, während ich ihren Paddock sauber mache. Ich muss ein paar mal hin und her laufen und dann ist auch schon wieder alles rein. „Sie kann wieder rein“, rufe ich ihm zu und er bringt mein Stütchen wieder rein. Mir wird langsam warm, aber Thor ist zu langsam für so etwas. Er holt die kleine Narnia heraus und geht durch den Stall. Ich betrete die Box und mache sauber. Es geht schneller als bei den anderen Pferden, da sie nicht so große Häufchen macht. Thor gibt der Stute noch ihr Kraftfutter und bringe den Inhalt der Schubkarre zum Traktor. Dann geht es weiter. Er stellt die kleine Stute wieder in den Box und holt Little Sister aus der Box. Etwas unerwartet guckt sie uns an und folgt dann Thor problemlos. Zwischendurch hat die Stute Phasen, in denen es nicht Möglich ist, irgendwas mit ihr zu tun, ohne die Hengstkette zu befestigen. Schnell mache ich ihren Paddock sauber und bringe dann mal wieder den Inhalt weg. Durch das Stroh ist die Schubkarre schnell voll. Leider ist das Wetter für solche Arbeit nicht so angenehm, aber die Arbeiter haben alle frei. Ich kann einfach nicht organisieren. Thor bringt auch die Lewitzer Stute wieder in die Box, die dann ihn noch angiftet. Ich gebe ihr einen Klaps auf die Schnauze und dann geht es zum anderen Stall. „Kannst du das schnell machen?“, frage ich Thor und trinke einen großen Schluck aus meiner Wasserflasche. „Selbstverständlich“, antwortet er und nimmt die Karre mit. Ich gehe ihm nach. Aus der ersten Box hole ich Nico und gehe mit ihm aus den Rasen, dass er etwas fressen kann. Ausserdem haben die Pferde in dem Stall keinen Auslauf, also muss er sich auch mal ein paar Meter bewegen. Ich laufe dann noch mit ihm ein Stück über den Hof und dann ist Thor auch schon fertig. Nico darf zurück in seine Box. Weiter geht es mit Ghosts, der direkt neben seinen Bruder steht. Der Hengst hat es mir echt angetan, aber ich habe kaum Zeit, um etwas mit ihm zu machen, dass heißt, ich muss mir mehr Zeit nehmen! Doch wenn ich jetzt wieder komplett alleine bin, wird das schwer. Ghosts darf noch ein paar Minuten auf den Rasen und Thor ruft mich wieder herein. Im Moment ist die Mittagssonne da, die das arbeiten nicht leichter macht. Doch lieber so, als wenn über all Schnee liegt. Vorsichtig führe ich Felix aus seiner Box und wir gehen ein Stück über den Hof. Der Hengst ist etwas angespannt. Ihm tut der Stall nicht gut, aber heute Nacht kann er wieder auf die Weide. Einige der Pferde sind gerne drin, doch zu diesen zählt er nicht. Felix ist sonst ein sehr aktives Pferd, aber nicht oft merkt man das. Mit ihm ist Arbeiten immer ziemlich kompliziert – alles mit Felix ist kompliziert. Also führe ich ihn noch ein paar Meter und dann ist Thor auch schon fertig. Der Hengst winkt mit dem Kopf und ich nehme Drachentöter aus seinem Bereich. Er guckt mich etwas geschockt an, aber das kenne ich bereits von ihm. Dieser Hengst ist super, doch auch er kann mal anderes sein – jeder hat diese Tage einmal. Heute ist so einer. Drachen guckt die ganze Zeit um sich und kann nicht mal ein Stück ordentlich laufen. Dazu kommt, dass er sogar Angst hat vor den Geräuschen, die Thor im Stall macht, obwohl wir eine Runde über den Parkplatz laufen. Dann geht es nach weniger Zeit, aber der Drache kommt wieder in sein Reich. Nun kommt noch Ragnaröks Box an die Reihe. Der Hengst ist leicht zu führen und ich kann ihm am Strick fressen lassen. Er guckt nicht mal um sich, sondern frisst einfach nur. Doch das ist im Moment auch das einfachste. Thor läuft immer wieder hin und her um die Karre aus zu leeren, weil es nicht möglich ist, mit dem Traktor bze Lader in den Stall zu fahren – Tor ist zu schmal, die Gassen würden locker passen. Aber dann geht es auch schon weiter. Ragnarök darf zurück und als nächstes kommt dann Aqua raus, die bereits in der Box wartet. Als wir draußen sind, klingelt mein Handy. Ich kann noch recht zeitig rangehen – Ilja. „Аддо!“, begrüße ich ihn. „Bleibt es bei heute Abend mit dem Treffen?“, fragt er direkt mit seinem Russischen Akzent. „Sicher“, beantworte ich ihm seine Frage und verabschiede mich dann. Eigentlich habe ich gar keine Lust, aber irgendwie freue ich nicht trotzdem. Besonders, weil ich dann heute nicht den ganzen Abend alleine bin. In wenigsten Stunden muss Thor zum Flughafen. Schnell bringe ich wieder Aqua in ihre Box und hole dann Saints Row aus ihrer Box. Die Stute ist völlig durchgeschwitzt und das erste was ich tue, ist sie in unter den Schlauch zu stellen. Glücklicherweise hat sie damit kein Problem. Anschließend kann sie noch etwas am Gras zuppeln und muss dann wieder in die Box. Als nächstes wartet bereits Pögn, die auch in letzter Zeit viel zu kurz kommt. Doch irgendwann wird sich das schon ändern. Die Stute ist auch ziemlich nass und darf unter den Schlauch. Leider hat sie damit ein Problem und springt immer wieder vor dem Wasser weg, aber dafür habe ich jetzt nicht so viel Zeit, also gehe ich noch eine Runde über den Parkplatz und die Stute kann wieder in die Box. Nur noch drei und wir sind fertig. Ich wechsle mich wieder mit Thor ab. Während er Duse heraus holt, fange ich an das Stroh in die Karre zu machen. Er geht mit der schwarzen Stute nach draußen und lässt sie fressen, während ich mich noch in der Box aufhalte. Das gute an dem Stall ist: Altbau! Es ist immer kühl, trotzdem schwitzen die Pferde. Thor bringt die Stute wieder rein und sagt mir, dass sie auch heute Nacht mit raus muss. Duse ist ziemlich hibbelig und das ist sie sonst nie. Das vorletzte Pferd holt Thor aus dem Stall. Es ist Totbringer. Das Schimmelchen durfte heute schon arbeiten, aber trotzdem muss ihre Box noch sauber gemacht werden. Ich betrete mit der Schubkarre die Box und lege das ganze Stroh und Heu in die Karre. Als dann der Dreck raus ist, mache ich neues Zeug rein – fertig. Thor bringt die Stute wieder rein und holt Luna aus ihrer Box. Die bunte Kladruber Stute ist ein tolles Pferd, aber leider so standard. Mit ihr kann man viel machen, aber trotzdem ist es keine Herausforderung. Doch ich brauche manchmal sowas am Abend, außerdem ist sie super für mein Zirkusprogramm. Die beiden gehen raus auf den Parkplatz, dass die Stute etwas laufen kann. Ich mache neben bei rasch sauber und bringe den Mist auf den Lader. Kurz lässt Thor Luna fressen und bringt sie dann rein. Ich fahre den Mist weg – fertig.


      9'247 Zeichen | Mohikanerin | - Vina
    • Mohikanerin
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      01. April 2016 | (c) Mohikanerin
      3136 Zeichen | - Vriska

      "Können wir jetzt los?", fragt Emma und hüpft aaufgeregt durch die Küche. "Warte noch, ich möchte noch ein Lunch Paket mitnehmen", antworte ich ihr und laufe in die Küche. "Ma'm, wollen sie etwas Obst?", fragt Percy mich und ich nicke.
      Als alles gepackt ist, laufen wir zum Stall. Auf den Paddocks stehen die Pferde noch sehr verschlafen. Es ist elf Uhr und die Sonne scheint. Emma bekommt heute Reitunterricht auf Drachentöter, doch vorher wird erst mal sauber gemacht. Zusammen mit meiner Tochter hole ich eine Schubkarre und die Mistgabel. Ich schiebe und sie macht die Kacke in die Karre. Nach ungefähr einer halben Stunde sind wir schon mit den beiden Paddocks fertig. Wir machen zwei mal am Tag sauber, morgens ich und Emma und am Abend machen ich und Ilja das schnell. Von Oben kann ich erkennen, dass Percy gerade die Ecke schneidet. Ich bin sehr froh, dass wir uns ihn doch geholt haben. Es ist ein super "Butler".
      Emma kommt mit Drachen vom Paddock und bindet ihn am Anbinder an. Sie ist sehr klein, was sehr interessant wirkt, da Drachen sehr groß wirkt, obwohl er nur 151cm ist. Beim putzen helfe ich ihr ein wenig, da sie nicht überall ran kommt. Auch beim Satteln helfe ich ihr. Trensen schafft Emma alleine.
      "Noch mal nachgurten und dann kannst du aufsteigen", sage ich ihr noch mal und dann geht es los. Emma schwingt sich auf den "Riesen" und treibt ihn vorwärts. Ich habe zur Not die Ausbinder mitgenommen, weil Drachen manchmal sehr fest im Maul wird und Emma kann noch nicht so gut reiten. "Lass die Zügel erst mal noch locker, du reitest ihn warm", sage ich und sie lockert etwas den Griff. Nach einigen Runden nimmt sie die Zügel auf und reitet einige Figuren.
      "Ich mache dir mal die Ausbinder ran", sage ich zu ihr und kommt auf mich zu geritten. Emma schafft es nicht, ihn im Trab zu lassen, er möchte immer angaloppieren und testet. Dann geht es weiter. Sie sitzt jetzt besser im Sattel und kann sich auf ihren Sitz konzentrieren. "Nicht so mit den Händen wackeln." Genervt guckt Emma zu mir. Ich muss grinsen, weil sie gar nicht böde gucken kann, sondern nur wie die Grumpy Cat. Wenn sie nur wüsste ... "Okay, dann mache ich dir jetzt die Steigbügel hoch, scheinbar kannst du dann besser sitzen.", gesagt und getan. Nach einer Schrittpause geht es wieder los mit traben und jetzt sitzt Emma endlich ordentlich auf dem Pferd und kann Drachen besser kalkulieren. Rasch hole ich mein Handy aus der Tasche und eine Foto. Das kann ich später dann Ilja zeigen. Er ist bestimmt stolz auf seine Kleine. "Super Emma, so sieht es sehr gut", lobe ich und sofort lächelt sie wieder. Noch ein Bild mache ich und packe dann das Handy wieder in die Tasche. "Wir machen jetzt langsam Schluss. Drachen schwitzt schon.", rufe ich ihr zu und sie parriert ihn in den Schritt. Sie kommt zu mir geritten und ich mache wieder die Ausbinder ab. Die restliche Zeit macht sie noch viel Schritt, eh wir wieder am Anbinder sind. Ich gebe dem Hengst sein Kraftfutter und gucke noch mal, ob die Pferde genug Heu haben.
      "Ich habe Drachen weggebracht. Machen wir jetzt noch was?", fraggt Emma gespannt. "Ja, wir gehen uns die Fohlen angucken"

      ...


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    • Mohikanerin
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      21. Mai 2016 | (c) DisneyHorse
      2614 Zeichen | - Unbekannt

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      Der Geruch von Regen

      Vorbei am Concord Swamp, durch Concord, über die Brücke nach Sanctuary Hills und weiter zu Atomics Valley. Der hübsche familiäre Hof gehörte Vriska, einer alten Bekannten, die mich gebeten hatten ihr Pferd durchzuchecken.


      Sie begrüßte mich und holte gleich den Hengst vom Paddock. Mir fiel die Kinnlade herunter als ich den bildschönen gescheckten Azteken sah. Vriska schmunzelte. Plötzlich erschien ein kleines Mädchen hinter mir und ich erschrak und ließ fast den Arztkoffer fallen. Sie streckte mir freudig die Hand entgegen und sagte „Hi ich bin Emma!“. Noch etwas verwirrt erwiderte ich kurzer Hand „Hi.“.

      Vriska schaute mich an und sagte es sei ihre Tochter die des Öfteren mal auf Drachentöter reitet. Ich nickte und folgte den beiden zum Waschplatz wo Drachentöter angebunden wurde. Emma streichelte den gelassenen Hengst und fragte mir Löcher in den Bauch. Vriska ermahnte sie, doch Emma schaute sie nur genervt an und wendete sich danach wieder zu mir. „Kein Problem ich beantworte gerne Fragen!“ sagte ich mit einem Lächeln auf den Lippen.

      „Gab es letzter Zeit etwas Auffälliges bei Drachentöter – Verletzungen, Krankheiten et cetera.“. Beide schüttelten den Kopf. Ich fing an den Hengst abzutasten und auch hier fand ich nichts Auffälliges. Nun schaute ich in das Maul von Drachentöter. „Sein Zahnfleisch ist hellrosa und seine Zähne sehen gut aus!“ verkündete ich den beiden die sich über die Gesundheit ihres Pferdes freuten. Als nächstes checkte ich die Vitalwerte von dem Schecken. Mit dem Stethoskop überprüfte ich seinen Herzschlag – 28 Schläge pro Minute. Auch seine Atemfrequenz lag im Idealbereich und zwar 9 Züge pro Minute.

      Jetzt ging es an das Messen der Temperatur. Vriska hielt ihren Hengst fest und ich führte das Thermometer in den After. „37,9°C! Soweit ist euer Hengst kerngesund!“, verkündete ich freudig. Zu guter Letzt legte ich das Stethoskop an den Bauch und wartete auf das ‚Grummeln‘ und da war es also war das Pferd kerngesund!

      Zum Abschluss rasierte ich eine Stelle am Hals, desinfizierte sie und drückte die Falte zusammen und spritzte die 4-fach Impfung in das Gewebe. Die Impfung schützte gegen Tetanus, Tollwut, Influenza und Herpes. „So es ist vollbracht! Euer Drachentöter ist kerngesund und nun auch geimpft. Er darf für die nächsten Stunden aufgrund der Impfung nur langsam bewegt werden.“, erklärte ich Vriska und Emma.

      Vriska bedankte sich bei mir und brachte mich, nachdem ich mich von Emma und Drachentöter verabschiedet hatte zum Auto. Über die Brücken hinweg fuhr ich wieder nach Hause.
    • Mohikanerin
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      28. Mai 2016 | (c) Veija
      6776 Zeichen | - Verena

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      Springen (E-A)

      Als ich auf dem Flughafen in Frankreich saß, hatte ich gerade zu Hause angerufen und nach einem Update gefragt. Seufzend stornierte ich meinen Flug nach Hause und versuchte sofort einen Flug nach Prag zu bekommen, denn dort in der Nähe lag der Hof von Vriska, Emma und Ilja, auf den ich nun musste. Zu meinem Glück erwischte ich noch einen Flug, der heute Abend noch fliegen würde. Also rief ich Vriska an und kündigte meinen Besuch bei ihr an, damit sie mich in Prag abholen konnte. Ich hatte aufgehört mir Taxis oder Leihwagen zu bestellen, denn das kostete einfach zu viel. Müde ließ ich mich auf meinem Platz im Flugzeug nieder und schlief sofort ein. Mein Aufenthalt in England bei Hunter, in Irland bei Bracelet und in Frankreich bei Canyon hatte mich ziemlich ausgelaugt. Von der Landung bekam ich auch nichts mit, denn als ich geweckt wurde, hatten schon fast alle Passagiere das Flugzeug verlassen. Ich stieg aus und schaute in den dunklen Himmel. Wie viel Uhr es wohl gerade war? Ich wusste es nicht. Meinen Koffer und Vriska fand ich sehr schnell. "Wie viel Uhr haben wir eigentlich?", fragte ich sie und rieb mir die Augen. "2 Uhr morgens.", antwortete sie mir mit einem leichten Lächeln. "Oh man bin ich fertig.", erklärte ich ihr. "Du musst ja morgen früh nicht so früh anfangen, Emma kommt erst um zwei Uhr aus der Schule und sie will ihr Pferd unbedingt reiten.", erklärte sie mir. "Oh, okay. Super." "Aber nur mit Helm und Schutzweste.", pflichtete sie mir bei. "Ich pass auf, versprochen." Versprechen konnte man vieles, jedoch konnte immer etwas passieren.
      Auf dem Hof angekommen zeigte mir Vriska mein Zimmer, in dessen Bett ich mich sofort fallen ließ und bis halb 12 am nächsten Tag schlief. Zu erst schaute ich auf meine Armbanduhr. "Drei Uhr?", murmelte ich und schaute auf den Wecker, der hier stand. Halb Zwölf sagte dieser, ebenso wie mein Handy. So stand ich auf, duschte schnell und fand mich dann in der Küche ein, wo ich auch Vriskas Mann Ilja kennen lernte. Ein wirklich netter Mann, ebenso wie Vriska eine wirklich nette Frau war. Wir verbrachten die Zeit, bis Emma aus der Schule kam und wir zusammen essen wollten damit, über die Pferde zu reden. Doch auch Emma war ein Gesprächsthema.
      Endlich kam das Mädchen aus der Schule und wir konnten essen, mein Magen brachte mich schon fast um, so laut knurrte er. Nach dem Essen schickte Vriska sie nach oben, um ihren Helm und ihre Schutzweste zu holen. Dann gingen wir gemeinsam zu Drachentöter. "Und den reitest du?", fragte ich sie. Schüchtern nickte sie und machte den Hengst fertig. Wirklich Hilfe wollte sie nicht haben, weshalb ich sie einfach machen ließ und mir die anderen Pferde hier im Stall anschaute. Dáti war noch immer mein Liebling, weshalb ich eine Weile bei ihm blieb, ehe ich wieder zu Emma zurück ging, die den Hengst schon gesattelt hatte. Ich fragte erst gar nicht, die das Mädchen den Sattel rauf bekommen hatte, sondern nickte ihr nur zu und wir gingen zusammen in die Halle. Vriska hatte mir gesagt, dass sie unbedingt reiten wolle, weshalb ich heute nur ein paar Cavalettis und niedrige E Hindernisse von maximal 85cm aufbauen wollte. "Reitest du ihn warm, dann baue ich dir einen kleinen Parcours?", fragte ich sie und sie nickte. Ich half ihr noch beim Aufsteigen, dann ging ich meine Hindernisse suchen.
      Ich verteilte einfach Trab und Galoppstangen auf dem Boden, platzierte zwei Cavalettis in der Mitte, ebenso ein 85 cm Hindernis. "Geh mal über die Trabstangen.", sagte ich zu Emma und sah zur anderen Seite des Zauns, an dem Vriska und ihr Mann Ilja standen. Emma war talentiert, aber das wussten sie bestimmt schon. "Nochmal. Dreh ihn sofort und dann von der anderen Seite.", sagte ich, als Drachentöter an die letzten beiden Stangen dran gekommen war. Erneut kam er gegen die letzte Stange. "Umdrehen, nochmal.", sagte ich knapp und Emma tat was ich sagte. Erneut ritt sie über die Trabstangen und nun klappte es, alle guten Dinge waren wohl doch drei. "Super! Komm mal her.", sagte ich und sie kam zu mir. "Weißt du, warum du sofort wenden und von der anderen Seite rüber solltest?" "Nein..", sagte sie und überlegte. "Ich komm nicht drauf." "Ganz einfach.", sagte ich. "Wenn du Drachentöter und auch jedes andere Pferd sofort wendest und genau das Selbe nochmal von der anderen Seite machst, passen sie automatisch besser auf, weil dein Weg ja eigentlich geradeaus war, und nicht wieder da hin zurück, von wo du gekommen bist. Klar?", erklärte ich ihr lächelnd. "Klar." "Super, dann kannst du die Galoppstangen und schließlich die beiden Cavalettis nehmen. Nun kamen Vriska und Ilja zu mir rüber. "Eure Kleine hat ein riesen Potenzial.", sagte ich zu den beiden und beobachtete, wie sie sich in die Augen schauten und grinsten. "Als ob ihr das nicht wüsstet.", sagte ich und schaute wieder zu Emma, die gerade die Cavalettis sprang. "Klasse! Versuch den Sprung jetzt mal.", rief ich ihr zu und verfolgte die beiden mit meinem Blick. Emma sprang super über den Sprung, hielt die Zügel jedoch arg kurz, so dass sich Drachentöter nicht richtig strecken konnte. "Versuch es gleich nochmal und gib ihm etwas mehr Zügel über dem Sprung, damit er sich richtig strecken kann.", gab ich Anweisungen und sofort sahen die beiden harmonischer aus. "Super, reit ihn trocken, ich räum alles weg. Dann kannst du ihn fertig für die Box machen.", erklärte ich ihr und räumte alles weg, ehe ich mit Vriska in den Stall ging, um ihr dort ein wenig zur Hand zu gehen, schließlich hatte ich heute ja sonst nichts mehr zu tun. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen.
      Am nächsten Morgen war ich schon um neun Uhr auf den Beinen. Emma war in der Schule, Vriska war ausreiten und Ilja war... keine Ahnung, ich fand ihn nicht. Also machte ich mich selbst daran, Drachentöter zu putzen und zu satteln. Ich nahm ihn mit auf den Platz und band ihn dort an, ehe ich mir einen E-Parcours aufbaute mit Hindernissen von 80 cm bis 90 cm. Zwei Hindernisse hatten die Höhe von 115 cm, welche in der Klasse A gefragt würde. Ich ritt den Hengst also ordentlich warm und sprang dann die ersten Hindernisse. Springen konnte der Hengst, eigentlich musste ich hier nichts machen, aber ich konnte ja nicht einfach am zweiten Tag abhauen, weshalb ich seine Techniken verfeinerte. Den Parcours sprang er fehlerlos, die beiden A Sprünge klappten auch ohne Probleme.
      Am Nachmittag gab ich Emma dann nochmal ein wenig Unterricht, ehe ich am nächsten Tag einen kompletten A- Parcours ritt. Am darauffolgenden Tag dirigierte ich Vriska durch den Parcours. Sie war selbst Trainer und konnte die restlichen Feinheiten selbst schaffen.
      Ich verabschiedete mich also dann von Ilja und Emma, ließ mich von Vriska zum Flughafen fahren, verabschiedete mich von ihr und trat endlich die Heimreise auf meine Ranch an.
    • Mohikanerin
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      29. Mai 2016 | (c) Bracelet
      2862 Zeichen | - Bracelet

      Sonne. Ein wolkenklarer Himmel lag über Prag und damit auch auf dem traumhaften Hof meiner Auftraggeberin. Ich parkte mein Auto relativ nah am Stall und stapfte, noch etwas erschöpft von der langen Reise, zurück zu meinem Kofferraum, aus welchem ich meinen Hufschmiedkoffer und meinen speziell angefertigten, rollbaren Miniofen herausnahm. Dann warf ich mir meine oberschicke, braune Schürze um und schlüpfte in meine dazu passenden, überhaupt nicht ausgelatschten Stahlkappenschuhe. So ging ich dann zum Stall.
      Dort sah ich auch schon einen wunderschönen Schecken in der Stallgasse stehen. Er schien gerade zu dösen während seine Besitzerin, als welche ich sie von hinten bereits identifizieren konnte, mühsam den Dreck von ihm putzte. Ich grinste und räusperte mich etwas lauter. Vriska schrak auf und ihr Hengst tat es ihr gleich. ,,Ohh hallo!'',sagte sie und wischte ihre verstaubten Hände in ihre Stallhose. Sie reichte mir die Hand und schüttelte sie anschließend freundlich. Anschließend erzählte sie mir einiges über ihr Pferd. Drachentöter hieß er, ihr Goldstück.
      Nachdem wir uns noch länger unterhielten hatten und der zutrauliche Schecke fertig geputzt war, machte ich mich an meine Arbeit. Zu aller erst machte ich mir ein grobes Bild seines Hufzustandes. Ich sah mir dabei Hufwinkel, Hufwände, Härte und Sohle ganz genau an und kontrollierte die Huf und Beinstellung. Sah alles wirklich gut aus. Dennoch wollte ich ihn etwas ausschneiden da ich ohnehin schon da war.
      Dazu nahm ich zu aller erst die Eisen herunter. Dabei bog ich die Nägel gerade und zog diese heraus, das Hufeisen folgte sozusagen von allein. Dann nahm ich mein Hufrinnenmesser und machte vorsichtig einen kleinen Probeschnitt in die weiße Substanz des Hufs. So sah ich wie viel Horn ich herunternehmen durfte, was ich anschließend tat. Auch den Strahl schnitt ich wieder ein wenig in Form.
      Dann folgte der eigentliche Teil meiner Arbeit. Drachentöter sollte heute schließlich auch neu beschlagen werden. Um den Huf auf die Prozedur vorzubereiten feilte ich zuerst noch die Trageflächen gerade und begradigte auch alle übrigen Kanten. Dann suchte ich das passende Eisen aus, welches anschließend in den Ofen kam. Als es heiß genug war nahm ich es dann wieder heraus und brannte es auf Drachentöters Hufe auf. Der Hengst gab sich gelassen und zuckte nicht mal mit den Ohren. ,,Braaav.'',lobte ihn Vriska. Als alle Eisen aufgebrannt waren kamen sie zum Abkühlen in ein Wasserbad. Danach konnten sie auch schon aufgenagelt werden.
      Da sich der Hengst überaus kooperativ zeigte und wirklich brav stehen blieb und Huf gab war ich damit sehr schnell fertig und Vriska durfte laufen. Ich wollte mir nämlich das Gangbild des Pferdes nochmals mit den neuen Eisen ansehen und sicher gehen, dass alles gut saß. Dies war der Fall, weshalb ich die Beiden dann auch guten Gewissens wieder verließ.
    • Canyon
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      15. Januar 2017 | (c) Canyon
      4228 Zeichen | - Ray Greenwald

      Mein Weg führte mich heute nach Idaho auf das Gestüt Atomics Valley. Schon lange hatte ich Fiona nicht mehr besucht, aber dieses Mal war ich sowieso auf dem Weg zu Vriska Isaac. Fiona lebte seit einiger Zeit mit ihren Pferden auf ihrem großzügig angelegten Gestüt und es waren bereits einige Monate vergangen seitdem ich sie das letzte Mal besucht hatte. Trotzdem fand ich den Weg recht schnell und auch Fiona erwartete mich bereits. Wir waren alte Bekannte, wenn man es so bezeichnen wollte, hatten ab und zu mal regen Kontakt und hörten uns dann längere Zeit nicht mehr. Aber heute ging es ja um Vriskas Pferde.
      Fiona war so nett mir meine kleine hübsch eingerichtete Gästewohnung zu zeigen und da Vriska im Moment nicht auffindbar war, zeigte sie mir auch noch einmal die Stallanlagen. Als ich das Gefühl hatte nun wieder einen Überblick über den ganzen Hof zu haben, fanden auch endlich Vriskas und mein Weg zu einander, sodass sie mir endlich die letzten paar Kleinigkeiten erklären konnte, bevor ich endlich anfing. Vriska brauchte meine Hilfe für die Beschäftigung der Pferde, da auch hier auf dem Gestüt die Krankheitwelle viele überrollt hatte und die Pferde wegen des Weihnachts- und Neujahrstresses etwas "vernachlässigt" wurden waren. Für heute sah es meine Aufgabe also vor, ein paar der Hengste zu longieren. Vriska gab mir eine Liste mit den Namen und ließ mich dann allein.
      Der erste Name auf der Liste war Hákur. Ein junger und aufmerksamer Isländer mit hübscher, aber typischer Farbe. Er brauchte einige Zeit, bis er sich an mich gewöhnt hatte, dann verlief das Training aber ohne Probleme. Gründlich putzte ich ihn danach ab und widmete mich dem nächsten Pferd. Ruvik. Auch er war nicht gerade aufgeschlossen mir gegenüber und ständig hatte ich das Gefühl, dass er mich anschaute, nicht so recht wissend, was er von mir halten sollte. Die Arbeit tat ihm allerdings gut und ich merkte, wie er immer entspannter mir gegenüber wurde.
      Nun folgte noch Drachentöter, ein Azteca, bevor auch ich mir eine kleine Ruhepause gönnte.
      Nach meiner Pause fand ich diesmal Vriska sehr schnell und sie gab mir noch die Aufgabe, die junge Woodstock Lady zu longieren. Für sie nahm ich mir besonders viel Zeit. Sie war noch sehr unerfahren und kannte bis jetzt erst wenige Lektionen an der Longe, weswegen ich versuchte ihr dort ein bisschen etwas beizubringen.
      Den Abend verbrachte ich bei Fiona, zog ihn allerdings nicht allzu sehr in die Länge, da es am nächsten Morgen früh weiterging.

      Für heute stand als erstes ein kleiner Ausritt an, damit auch die Stuten etwas Bewegung bekamen. Vriska teilte mir Topas' Comtesse zu, während sie selber die Isländerstute Thögn. Ich war froh endlich mal ein Pferd reiten zu dürfen, welches mich von Anfang an mochte, denn die kleine Topas schien ziemlich zutraulich und freundlich zu sein und so freute ich mich gleich noch viel mehr auf den Ausritt.
      Das ganze wurde dann allerdings etwas komplizierter als gedacht, da ich an meine Seite noch zwei kleine Jungpferde bekam, welche meine ganze Aufmerksamkeit erforderten. Zum Glück waren es zwei Stuten, Elfa und Héla, mit zwei wunderschönen Namen. Vriska selbst nahm die beiden Junghengste Gösli und Voodoozirkus.
      Dir Natur rund um das Gestüt war einzigartig, auch wenn ich davon leider nicht allzu viel mitbekam. Multitaskingfähig schien ich wohl nicht zu sein. Im Gegenteil zu mir saß Vriska vollkommen entspannt auf Thögn, links und rechts einen Führstrick und schien die ganze Macht der Natur auf sich wirken zu lassen.
      Nach einer Stunde Ausritt war ich ziemlich platt, doch auch ziemlich gerührt von Idahos Landschaft. Am Ende war es für mich doch ein sehr gelungener Ausritt gewesen und gelernt habe ich definitiv auch etwas.
      Nachdem alle Fohlen und auch die beiden Stuten abgeputzt wieder zurück auf ihre Weiden durften, gab mir Vriska noch die leichte Aufgabe, mit der kleinen Songbird, einem Shetlandponyfohlen, spazieren zu gehen. Zusammen mit Songbird ließ ich so den Tag noch ruhig ausklingen und fiel am Abend glücklich in mein Gästebett.
      Bereits am nächsten Morgen ging es für mich wieder zurück in Richtung Heimat, auch wenn ich mir sicher war, dass ich Fiona, Vriska und ihre Pferde bald mal wieder besuchen kommen würde.
    • Eddi
      Verschoben am 20.07.2017
      Grund:
      6 Monate keine Pflege.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Mohikanerin
    Datum:
    15 März 2015
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    Name Drachentöter
    Rasse Azteca (F)
    Geschlecht Hengst
    Alter 6 Jahre, 14.4
    Fellfarbe Dunkelfuchsschecke (Dark Chestnut Tobiano) - eeaaSsnTo
    Stockmaß 151 cm
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    Charakter
    Drachentöter ist ein ziemlich cooler Typ. Ein durchaus ausgeglichener, aber trotzdem nicht verschlafener Charakter zeichnet ihn aus. Anfangs zögerlich, doch mit der Zeit immer motivierter und stets bei der Sache.
    Beschreibung
    Motiviert kann man mit Drachentöter arbeiten. Für neues ist er immer offen und gibt sein bestes. Gegenüber anderen Pferden ist er ausgeglichen und wandelbar. Wenn er der Chef sein muss, dann ist er es - wenn nicht, dann nicht.

    Reitschulpferd
    Nein
    Showpferd
    Ja

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    Dressur M | M
    Springen A | A

    Gangveranlagung 3 Gänge
    Ausbildungsdaten
    Dressur (E-A) | Dressur (L-M) | Springen (E-A)

    Zirkuslektionen
    Ja-Nein |

    Erfolge
    BSW 323 | 295. Dressurturnier |


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    Joyna | Vater

    Herkunftsland/Zucht
    Deutschland - Unbekannt
    Nachkommen
    Keine

    Gekört | Ungekört

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