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Eowin

Django - Mini-Shetlandpony - Hengst

Puzzle PNGRufname: DjangoZuchtname: CharmeurVater:Mutter:Rasse: Shetlandpony, Mini Maß (Original)Fellfarbe: Rappe / Fading BlackStockmaß: 72cmGeschlecht: HengstGeburtsdatum: 20.07.2009Ersteller: SweetvelvetroseBesitzer: EowinEignung: Kinder-, Freizeit- und Fahrpony, ZuchthengstQualifikationen:Military: LSpringen: LWestern: ADressur: S*Galopp: AFahren: AWendigkeit: Aeingeritten: neineingefahren: jaHZ: keine nötigFür Anfänger geeignet: jaGeländesicher: JaVerladefromm: JaLongiert: jaGencode: folgtCharakter:Django ist ein absolutes Seelenpferd. Er ist ein richtiges Herzi, der stets bemüht ist, das Richtige für seinen Menschen zu tun. Obwohl er ein Hengst ist und dies auch weiß, ist er stets kontrollierbar und sehr artig. Niemals käme er auf die Idee, einem Menschen gegenüber böse zu sein.Er hat einen "will to please", ist sehr intelligent und ruhig. Dennoch besitzt er nicht die Sturheit und Faulheit, die man den Shettys gern nachsagt. Er ist fleißig und arbeitet gerne mit.Dabei ist er absolut verschmust und menschenbezogen. Auf der Weide ist er stets der erste, der kommt.Außerdem ist er kein bisschen schreckhaft oder scheu. Da er aber sein linkes Auge durch einen Weideunfall verloren hat, muss man sich im Umgang etwas darauf einstellen.Eignung / Gangwerk:Django ist vor allem als Tüddelpony eingesetzt. Mit ihm können Kinder ihre ersten Erfahrungen mit Ponys sammeln, er geht aber auch unglaublich gerne im Gelände spazieren. Da darf dann auch gern über einen Baumstamm gesprungen werden - dies macht ihm Spaß und er zeigt hier auch durchaus einen guten Stil und (gerade für seine geringe Größe) auch Vermögen.Für seine kurzen Beinchen hat er erstaunlich viel Raumgriff und gutes Gangwerk. Anders als bei anderen Minis in diesem Format zeigt er hier gute Qualität. Doch auch sein Gebäude ist herausragend. Er steht korrekt auf den Beinen, hat sehr gute, harte Hufe und angenehmes Fell. Doch seine wichtigste Eigenschaft auch für ihn als Zuchthengst ist wohl seine übergroße Ehrlichkeit, sein riesengroßes Herz, die Sensibilität und seine gewaltige Gutmütigkeit.Erfolge:1. Platz 195. Militaryturnier1. Platz 196. Militaryturnier3. Platz 286. Springturnier2. Platz 275. Westernturnier3. Platz 295. Dressurturnier1. Platz 284. Galopprennen3. Platz 298. Dressurturnier3. Platz 223. Fahrturnier2. Platz 299. Dressurturnier1. PLatz 72. SynchronspringenGewinner HK 468 für Schimmel & RappenGewinner 40. Rs - Schnitzeljagd zu zweit

Django - Mini-Shetlandpony - Hengst
Eowin, 10 Nov. 2014
    • Eowin
      - Platzhalter -
    • Islandpony
      Pferdeklinik Horsefever / Komplettcheck / 10.11.14

      Auch heute gab es wieder einen kleinen Patienten für mich. Diesmal ein Mini-Shetty, welches einen Komplettcheck brauchte. Zu diesem Hof fuhr ich nicht weit. Aber ich verirrte mich, wie so oft schon, ziemlich. Gut, zugegebenermaßen war ich ohne Navi aufgeschmissen. Aber was sollte man schon machen, wenn das Ding einfach nicht mehr anging... so musste ich mich also selber orientieren. Trotz diesen Problemen kam ich dann irgendwann an meinem Zielort an. Peinlicherweise war der Ort auch noch ständig ausgeschildert gewesen...

      Ich stieg aus dem Auto und sah mich um. Ein kalter Wind wehte und ich fror in meiner dünnen Softshelljacke zunehmend. Die Besitzerin des Ponys, Maren hieß sie, hatte gemeint, sie würde im Büro auf mich warten. Zum Glück war das Büro ausgeschildert und so fand ich schnell zu einer Tür an der stand "Verwaltung". Ohne Auto fand ich mich also schon ganz gut zurecht. Ein "Herein!", ertönte und ich öffnete die Tür. Hinter einem Schreibtisch saß eine junge Frau, die mich freundlich anlächelte. "Hallo, sie sind die Tierärztin oder? Ich bin Maren", stellte sie sich vor. "Ja genau, die bin ich. Ich heiße Lelya", sagte ich. "Okay... du kommst für Django. Nicht wahr?" Ich nickte. Jetzt erinnerte ich mich wieder. Django hieß das Pony. "Gut, dann gehen wir doch mal zu ihm", meinte Maren und ich folgte ihr in einen der Ställe.

      In einer Box stand ein unheimlich süßes Rapp-Pony, welches mich neugierig ansah. "Voila, Django", stellte Maren ihn mir vor. Ich hielt vorsichtig die Hand rein und ließ den Rappen schnuppern. Dabei drehte er sich ein wenig und ich entdeckte das andere Auge... beziehungsweise die Stelle, an welcher das Auge eigentlich ein sollte. Da fehlte es nämlich. Schockiert sah ich den Hengst an. Oh der Arme... "Weideunfall", flüsterte Maren heiser, ohne dass ich sie gefragt hätte. "Oh Gott, der Arme...", flüsterte ich zurück. Dabei war doch nicht mal jemand da, der uns belauschen konnte. Dann ließen wir das Thema fallen und Maren führte den Rappen heraus auf die Stallgasse, um ihn da anzubinden. Ich ließ das Pony schnuppern und streichelte es an der Nase. Dann fing ich an. Er ließ sich brav den Puls messen. 38 Schläge pro Minute. Die Atmung betrug 12 Züge pro Minute. Dann kam das Thermometer dran. Ich nahm es zum messen und steckte es ihm in den Hintern. Er zuckte nur kurz, drehte sich dann jedoch zu mir und verlangte ein Leckerli. Natürlich bekam er es, denn nicht immer standen Pferde bei Untersuchungen so brav. Sein... eines... Auge schien völlig in Ordnung und glänzte freundlich. Die Zähne waren auch in Ordnung, ich sah auch nichts, was auf Zahnfleischentzündungen, u.s.w. zurückweisen konnte. "Könntest du ihn mir bitte einmal vortraben?", bat ich Maren und sie nickte. Auf dem Hof trabte sie mit Django einmal auf und ab. Seine Gänge waren kurz und klar. "Okay, du kannst wieder reinkommen", rief ich ihr von der Stalltür aus zu. Sie kam zurück und ich fragte sie, wie und was sie Impfen wollte. "Als Spritze bitte Tetanus, Influenza und Herpes", bat Maren. Ich nickte und bereitete die Impfungen vor. "Kannst du ihn bitte festhalten? Impfungen und Wurmkur mache ich nicht, wenn das Pferd angebunden ist", meinte ich zu ihr. Sie nickte und streichelte Django die Nase, während ich die Tetanus-Impfung gab. Der Hengst interessierte sich gar nicht für die Spritze und stand ganz und gar entspannt da. Auch bei Influenza und Herpes blieb er brav. Wir lobten ihn beide. "Gut, das wäre es, oder soll ich noch nach irgendwas schauen?", sagte ich zu Maren. "Nein, das passt. Vielen Dank." "Nichts zu danken", ich streichelte Django nochmal hinter den Ohren und verabschiedete mich dann von den beiden um weiterzufahren.

      (c) by Islandpony
      3.687 Zeichen
    • Zion
      Hufschmiede "Kaltes Eisen":
      Auch wenn es schon Abend ist mache ich mich auf den Weg zu Eo, wo ich einem Hotti von ihr die Hufe machen soll.
      Wie manche von euch wissen liebe ich Shettys und deshalb frute ich mich besonders. Leider hat der kleine Django nur noch ein Auge.
      heute war Angie wieder bei und half mir. Da Angie so eine beruhigende Art hat hielt sie Django fest. So jetzt waren wir endlich angekommen. Wir begrüßten Eo und gingen schnurstracks in den Stall. "Hallo", begrüßte Angie Django sanft. Wärend Angie leise mit ihm sprach ging ich auf die Seite wo er noch sehen konnte. Er wirkte nervös, aber da Angie beruhigent zu ihm sprach ging das schon. Gott sein Dank stieg er nicht. Wir holten ihn langsam aus der Box und statt ihn anzubinden hielt Angie ihn fest. Dann holte ich meine Werkzeuge. Als erstes schnitt ich vorsichtig die Hufe aus. Hierbei war er ganz brav, aber manchmal zog er mir den Huf aus der Hand. Drei Hufe musste ich korriegieren, sie waren eingerissen.
      So das war auch geschafft, aber hierbei zappelte er ziemlich. So zum Schluss guckte ich mir noch den Strahl an. Er schien sich gut erholt zu haben von der Strahlfäule. Ich tastete vorsichtig über den Strahl, anscheinend tat es ihm nicht weh. "Fertig", sagte ich zu Django. Er schien erleichtert. Angie lief mit ihm eine Proberunde und er lief eins A. Schließlich durfte er wieder in die Box. Als Angie schon zum Auto ging, suchte ich noch Eo auf. Ich wollte ihr nähmlich noch ein Mittelgeben für Django.

      "Hey Eo Django ist fertig, also die Hufe. Hier ist noch ein Mittel das trägst du einmal pro Tag auf den Strahl auf. Es dient vorbeugent und auch pflegend", erklärte ich Eo.

      "Aha ok danke und tschüss Fiona", erwiederte EO.
      Ich ging auch zum Auto und wir fuhren los.
    • AngieMaus
      Trainingsstall "Harmony"
      ]
      Ich fuhr im Dunkeln zu meinem nächsten Patienten. Schon seit 6 Stunden war ich auf den Beinen. Das machte mir nichts aus, denn diesmal war es ein Fall, der mit ganz besonders ans Herz ging. Maren, die Besitzerin, hatte mich angerufen und mir von ihrem Mini-Shetty Django erzählt. Ich sollte ihm das Longieren näher bringen. Es war jedoch kein Auftrag, wie jeder andere. Django, ein lieber und treuer Hengst, hatte bei einem Weideunfall sein eines Auge verloren. Deswegen ist er sehr schreckhaft beim Longieren. Ich würde mich ihm trotzdem annehmen und mein Bestes geben, genau wie ich es Maren versprochen hatte.
      Nach einer fast 7-stündigen Autofahrt kam ich endlich auf dem Hof an. Es war alles schön beleuchtet. Ich sieg aus dem Auto aus. Es war eiskalt. Ich setzte meine Kapuze auf und schlang meine Arme um meine Taille. Ich beeile mich und holte meinen Koffer. Zum Glück musste ich ihn nur rollen und nicht tragen. Ich rannte beinahe zum Haus. Im Innern des Hauses brannte noch Licht. Ich klopfte, doch niemand öffnete mir. Ich klopfte noch lauter. Dieses Mal ging im Flur Licht an. Eine Frau öffnete mir die Tür.
      "Guten Tag, sie müssen Angie sein.", sagte sie.
      "Ja, das bin ich. Und sie sind wohl Maren, oder?", fragte ich.
      Sie nickte.
      "Und übrigens, sie können mich ruhig duzen.", sagte ich lächelnd.
      "Na dann.", erwiderte sie ebenfalls lächelnd.
      Wir gingen hinein. Es war angenehm warm. Es sah aus, als möge sie den klassischen, mittelalterlichen Stil. Ich musste zugeben, dass es einen gewissen Charme hatte. Sie führte ich zu meinem Zimmer. Es war im Erdgeschoss, zum Glück. Es war schön eingerichtet. Es gab zwar keinen Fernseher, aber den würde ich auch nicht brauchen. Ich setzte mich auf das Bett und versank. Ich liebte weiche Betten, in denen man so schön einsank. Das Badezimmer war groß, zu groß für eine einzige Person. Ich war sehr zufrieden mit meinem Zimmer. Ich entschied, jetzt noch ein wenig zu schlafen, um nachher fit zu sein. Auf dem Wecker, der auf einem kleinen Schrank neben dem Bett stand, stand 1:36. Ich legte mich hin und sank in einen tiefen Schlaf…

      Als ich aufwachte war es 8:58.
      "Immerhin habe ich 7 Stunden geschlafen."; dachte ich mir.
      Die Sonne schien leicht in mein Zimmer. Ich öffnete meinen Koffer, holte meine Sachen heraus, wusch mich, zog mich und ging heraus. Der Flur war lang und hell erleuchtet. Es gab mehrere Fenster, durch die die Sonne schien. Mich überkam eine angenehme Wärme. Ich öffnete meine blaue Softshelljacke und kam zur Eingangshalle. Ich überlegte, ob ich schauen sollte, wo Maren ist. Aber ich entschied mich nach draußen zu gehen. Wahrscheinlich war sie gerade mit Stallarbeit oder so beschäftigt. Ich öffnete die Eingangstür und ging durch. Es war kälter als erwartet. Trotz der Sonne, die wahnsinnig hell schien, war es kühl draußen. Einige Wolken verdeckten den Himmel. Der Hof erschien mir groß und ich fragte mich, ob ich mich hier zurechtfinden würde. Der Weg war mit Steinen gepflastert und es knirschte unter meinen Füßen. Ich kam zu einem länglichen Gebäude, das wohl der Stall sein musste. Im Inneren war es dunkler, weil es nicht viele Fenster gab. Ich ging an den Boxen entlang. Wie ich schon erfahren hatte, war Django auf der Weide zu finden. Als ich aus dem Stall kam, blendete mich das Licht. Ich musste kurz meine Augen schließen. Als ich sie wieder öffnete, ging ich weiter. Ich erkannte die Sattelkammer, die ein paar Meter weiter stand, und die Reithalle. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich zu den Koppeln. Ich erkannte den Kleinen von weitem. Er war ein Rappe ohne jegliche Abzeichen. Er stand ruhig auf der Weide und fraß Gras. Es war ein sehr beruhigender Anblick. Am Zaun saß eine andere Gestalt. Als ich näher kam, erkannte ich, dass es Maren war. Sie schien den Anblick und die Sonnenstrahlen ebenfalls zu genießen. Ich gesellte mich z ihr, doch sie schien mich nicht zu bemerken. Anscheinend träumte sie gerade ein wenig.
      "Guten Morgen!", sagte ich.
      Sie schüttelte den Kopf und schien sichtlich verwirrt über meine Anwesenheit.
      "Ach, hallo. Entschuldige, ich war gerade irgendwie weg.", sagte sie schnell.
      Ich lachte. Das kannte ich nur zu gut. Wenn man an der Koppel steht und seine liebsten beobachtet, wird man von einem wunderschönen Gefühl erfüllt. Wir standen noch ein wenig so da und beobachteten die friedlichen Pferdchen. Es hatte so etwas idyllisches. Alles war im Einklang miteinander und harmonierte. Ich weiß nicht, wie lange wir noch so da gestanden haben, aber es war viel zu kurz.
      "Willst du deinen neuen Patienten kennen lernen? Keine Sorge, er ist ganz lieb.", versicherte sie mir.
      Natürlich.", sagte ich zustimmend.
      Sie pfiff und rief seinen Namen. Ich sah, wie er den Kopf hob und auf uns zu trottete. Er erinnerte mich an eine Shetty-Stute aus meiner Kindheit. Kurz ergriff mich eine Sehnsucht, doch ich schüttelte sie ab und konzentrierte mich auf meinen Auftrag. Django wieherte freundlich und blieb vor Mare stehen. Sie streichelte ihn liebevoll. Seine Mähne hing vor seinen Augen. Maren holte den Strick und machte ihn an Django`s Halfter fest. Wir gingen in die Stallgasse, wo schon ein Putzkoffer bereitstand. Langsam ging ich auf Django zu. Ich darf ich ihn nicht bedrängen. Er blieb ganz ruhig stehen und schnupperte an meiner Hand. Er war sehr zutraulich und ich musste schmunzeln. Kurzzeitig vergaß ich seine Verletzung und er kam mir wie ein ganz normaler, liebevoller Shetlandpony-Hengst vor. Sein Fell, das schon dick geworden war, war ein wenig dreckig. Ich holte mir meine notwendigen Utensilien aus der Putzbox und begann zu putzen. Wie immer, war ich ganz vorsichtig, weil ich ihn nicht kannte. Er machte jedoch keine Anstalten sich irgendwie zu bewegen. Er stand ganz ruhig da und ließ sich verwöhnen. Als ich fertig war, hob ich seine Mähne.
      Ich starrte in eine dunkle Höhle und erschrak. Aber ich ließ mir nichts von meinem Schock anmerken. Als ich seinen Hals berührte, spannen sich seine Muskeln an. Natürlich, er konnte mich nicht sehen. Beruhigend sprach ich auf ihn ein. Meine Stimmer war kaum lauter als ein Flüstern, aber er schien u verstehen. Er wurde wieder ruhig und ließ sich von mir berühren.
      "Sehr gut gemacht. Du hast sofort gemerkt, als er seine Muskeln angespannt hatte.", sagte Maren, die ich schon völlig vergessen hatte.
      "Ja, das ist sehr wichtig in meinem Beruf.", sagte ich lächelnd.
      Ich brachte Django wieder zu der Koppel Obwohl er ein Hengst war, lief er ordentlich neben mir her und hielt an, wenn er merkte, dass ich stoppte. Lobend klopfte ich ihm auf den Hals. Wir entließen ihn wieder auf der Koppel. Das sollte für den ersten Tag erst einmal reichen. Am Abend überlegte ich mir einen Plan für die nächsten Tage. Bei Django muss ich sehr vorsichtig sein…

      Am nächsten Tag wachte ich um 5:25 auf. Es war noch dunkel draußen. Seufzend stand ich auf und ging ins Bad. Ich sah in mein Spiegelbild und musste lachen. Meine Haare sahen aus, als hätte ich mich an einem Luftballon gerieben. Ich kämmte meine Haare ordentlich, doch manchen standen immer noch ab. Ich entschied mich, mir einen Zopf zu machen. Ich zog mich um und ging nach draußen. Hinter den Baumkronen ging langsam die Sonne auf. Sie tauchte den Himmel in ein hübsches Pink. Alles war still, nur meine Schritte und ein gelegentliches Wiehern war zu hören. Ich ging wieder zu den Boxen, um zu sehen, welches Djangos war. Ich wurde schnell fündig, da er weit vorne stand. Als er mich sah, wurde er neugierig. Ich war froh, dass mir das gesunde Auge entgegenschaute. Ich stellte mich an seine Box und sagte: "Hey mein Guter, hast du mich erkannt?". Leider bekam ich anstatt einer Antwort ein stummes Schweigen. Er beobachtete mich ganz genau, doch als er feststellte, dass ich keine Bedrohung war, widmete er sich dem Rest seines Heus. Ich fasste in meine Jacke und holte ein selbstgebackenes Leckerli hervor. Fiona und ich liebten es diese Dinger zu backen. Es war nicht sehr viel drin außer Haferflocken, Milch, Apfel, Möhre und Honig, aber sie schmeckten unseren Pferden. Ich lockte ihn damit zu mir. Nach einem kurzem Zögern kam er und fraß genüsslich. Ich bekam die Gelegenheit, ihn zu streicheln. Seine liebste Krabbelstelle war an seinem Hals. Da schmiegte er sich förmlich an meine Hand.
      Als ich bemerkte, das es draußen schon hell geworden war, ließ ich ihn allein, um Maren zu helfen. Sie war gerade dabei, einige Boxen auszumisten. Ich nahm mir die Mistgabel und nahm mir die nächste Box vor. Wir redeten nicht, aber das war nicht schlimm. Es würde uns nur von der Arbeit abhalten. Außerdem können wir uns später auch noch unterhalten. Ehrgeizig mistete ich alle Boxen aus. Das Stroh machte Maren rein, so hatten wir uns entschieden.
      Am Nachmittag wollten wir einen Ausflug machen. Dazu nahmen wir uns Django und gingen ins Gelände. Er wirkte sehr aufgeweckt und schien Spaziergänge zu lieben. Auch ich mochte das Rascheln der Blätter unter Pferdehufen und das angenehme ruhige Gefühl, wenn man mal ganz still ist und den Vögeln lauscht. Django reagierte sehr gut auf Stimmkommandos. Natürlich war das sehr wichtig, auch für später. Es erleichterte mir einen Teil meiner Arbeit, den ich haben würde, wenn wir genug Vertrauen aufgebaut hatten. Höhepunkt unseres Ausfluges war ein Trick den mir Maren und Django vorführten. Sie nahm ihm an Strick und rannte los. Django legte trotz seines Handicaps ein beachtliches Tempo hin. Und ich staunte nicht schlecht, als sie zusammen über einen Baumstamm sprangen. Ich applaudierte für die beiden. Ich sah, dass beide unsagbar glücklich waren. Plaudernd liefen wir den Weg zum Hof zurück. Maren erzählte och ein bisschen über sich, aber am meisten über ihre Pferde und Django. Er war ein echter Schmusebär und total kinderlieb. Ich wollte sie über den Unfall befragen, ließ es aber doch, weil es sonst nur zu einem unangenehmen Gespräch führen würde. So, wie es jetzt war, war es viel schöner…

      Zu Django baute ich immer mehr Vertrauen auf. Dazu nutzte ich unter anderem sein Schmusebedürfnis und seine Liebe gegenüber Spaziergängen im Gelände. Wir hatten viel Spaß zusammen. Wenn man ihn richtig kannte, war er ein total treuer Hengst und wich seinem Menschen kaum von der Seite.
      Auch ich sprang mit ihm über ein Hindernis. Es war zwar auf dem Reitplatz und bedeutend kleiner, als der Baumstamm über den Maren und Django vor ein paar Tagen gesprungen sind, aber ich war trotzdem zufrieden. Es zeigte, das wir schon ein Band besaßen, das uns zusammenhielt. Auch wenn es unscheinbar und klein wirkt, es kann sich noch zu etwas ganz großem entwickeln.
      Die Tage wurden immer kürzer und der Abend rückte immer schnell heran. Das hielt uns jedoch nicht davon ab, immer noch bei Django in der Box zu sitzen. Er ließ sich gern kraulen und bettelte immer danach. Es war zu niedlich, als das man Nein sagen konnte. Wir verstanden uns wirklich gut , und ich wusste, dass es langsam Zeit war, mit dem ersten Teil des Auftrages zu beginnen…

      Heute war mein 5. Tag auf dem Hof. Und doch kam mir die Zeit hier schon so lehrreich vor. Ich war dankbar für dies hier. Es zeigte mir, das man im Leben Spaß haben kann, auch wenn man eine Behinderung besitzt.
      Nachdenklich ging ich auf den Hof. Ich lief eine Weile umher, ohne irgendeinen Plan zu haben. Ich war so in Gedanken verloren, das ich fast mit Maren zusammenlief.
      "Hey, was machst du?", fragte sie mich.
      "Ähm…ich, ich war gerade in meinen Gedanken vertieft. Tut mir Leid!", antwortete ich.
      "Ach, ist doch nicht schlimm. Passiert mir auch manchmal.", sagte sie aufmunternd.
      Es war mir wirklich peinlich gewesen und ich ging schnell in den Stall und äppelte ab. Als ich fertig war, hatte ich mich beruhigt und war nicht mehr beschämt wie zuvor. Mit einem Lächeln lief ich zu Django, aber er war nicht in seiner Box. Wahrscheinlich hatte Maren ihn auf die Weide gebracht. Ich schlenderte den Weg entlang zur Weide. Django stand etwa hundert Meter entfernt. Ich pfiff so laut ich konnte und rief seinen Namen. Ich sah, wie er seinen Kopf erhob und sich umschaute. Noch einmal rief ich seinen Namen. Er lief zu mir, aber immer schön langsam, damit ich mich gedulden musste. Als er bei mir war, streichelte ich seinen Kopf. Ich konnte mich immer noch nicht an den Anblick dieser Höhle gewöhnen, die anstatt seines einen Auges in seinem Gesicht war. Ich ließ es mir nicht anmerken, aber ich schauderte immer noch ein wenig. Wie konnte so ein lieber Kerl nur so ein Pech haben?
      Ich nahm den Strick der um dem Pfeiler hing und ging mit ihm den Weg entlang. Er war sehr ruhig heute und ließ sich kompromisslos führen. Ich machte ihn in der Stallgasse fest und holte die Bürste. Ausgiebig bürstete ich sein Fell. Auf der Seite, auf der sein Auge fehlte, machte ich mich immer durch meine Stimme bemerkbar, damit er nicht erschrak, wenn ich mit der Bürste über sein Fell fuhr. Meine Stimme hat etwas beruhigendes, das sagte Fiona immer zu mir. Anscheinend hatte sie wirklich Recht, denn bei den meisten Pferden wirkte das Reden als Beruhigung. Bei seiner Mähne hatte ich am meisten zu tun. Stroh, Blätter und Gras hingen überall. Ich versuchte seine Mähne so gut wie möglich zu bändigen. Nach ungefähr 10 Minuten war ich zufrieden. Alles war sauber und glatt. Außerdem glänzte sein Fell und seine Mähne. Ich führte ihn nach draußen und band ihn an einem kleinen Pfahl an. Er hielt ganz still.
      Zum Glück besaß Maren einen Kappzaum in Shetlandpony-Größe. Es war sehr schwer an diese Dinger heranzukommen. Ich holte den Kappzaum und zeigte ihn Django. Er war sich nicht sicher, was das war. Das konnte ich an der Unsicherheit seiner Ohren sehen. Ich sprach beruhigend auf ihn ein und machte das Halfter ab. Gehaltern wurde er jetzt nur noch von dem Strick, den ich ihm wie einen Halsring um den Hals gebunden hatte. Vorsichtig kam ich mit dem Kappzaum näher. Ich redete die ganze Zeit lang. Als der Kappzaum seine Nase berührte, drehte er den Kopf weg. Ich startete noch 2 Versuche, bis es endlich mit ganz viel Überzeugung funktioniert hatte. Sofort bekam er von mir die Leckerlis, die er so gern mochte. Lobend klopfte ich ihm auf den Hals. Ich wiederholte diese Übung und es klappte wieder. Natürlich bekam er auch sofort wieder eine Belohnung von mir. Das würde für heute erst einmal reichen, weil man das Pferd immer mit einem guten Gefühl entlassen soll, dass hatte ich gelernt.

      Auch Maren versuchte Cody den Kappzaum anzulegen. Es klappte auch bei ihr sehr gut. Cody war bei ihr sogar noch ruhiger als bei mir. Heute würde ich noch einen Schritt weitergehen. Er bekommt heute von mir die Longe an den Kappzaum geschnallt. Das scheint nichts besonderes zu sein, doch es ist schwieriger als man denkt. Die Pferde finden es manchmal unangenehm, weil es natürlich auf der Nase drückt. Ich habe schon ein Pferd erlebt, das bei zu viel Druck gestiegen ist. Zum Glück war ich damals nicht der zuständige Ausbilder. Deshalb ist es mir wichtig, dass man am Anfang sehr vorsichtig ist. Jedes Pferd hat seine Macken und seine Hintergründe. Auch wenn Django ein total lieber Kerl ist, es kann immer etwas passieren.
      Heute war er nicht so gut drauf. Er trottete hinter mir her, anstatt bewegungsfreudig neben mir zu laufen. Ich überlegte, ob ich unsere Übung abbrechen solle, entschied mich aber dagegen. Django ließ sich, wie immer ohne Zickereien putzen. Als ich fertig war, ging ich mit ihm wieder zu unserem Übungsgelände. Er kannte dies schon gut und wartete auf mich. Ich nahm den Kappzaum und streifte ihn über seinen Kopf. Dabei achtete ich darauf, von der Seite zu kommen, wo er noch sah. Er blieb ruhig stehen und wartete auf meinen nächsten Schritt. Dieses Mal holte ich die gestreifte Longe mit, die ich in der Sattelkammer fand. Ich lies ich schnuppern. Er fand es nicht gerade aufregend und drehte uninteressiert den Kopf weg.
      "Okay. Dann lass es uns versuchen.", sagte ich zu ihm.
      Ich schnallte die Longe in den mittleren Ring des Kappzaums. Bei dem schnappenden Geräusch zuckte er leicht zusammen. Ich sprach beruhigend auf ihn ein. Ich legte den Strick, den ich wieder um seinen Hals geschlungen hatte, auf den fahl. Ich nahm ihn so kurz, wie es beim Strick normal sein würde. Ich sah, das der Druck für ihn am Anfang sehr ungewohnt war.
      Protestierend blieb er stehen. Ich redete mit ihm und zog ganz leicht an der Longe. Widerwillig folgte er mir über den Hof. Ein paar Mal blieb ich stehen, um ihm eine Belohnung zu geben. Diese nahm er dankbar an. Nach einer gewissen Zeit lief er normal neben mir. Ich wendete ein paar Mal, um ihn auch damit bekannt zu machen. Die meisten Besitzer ziehen die Pferde zu viel. Dadurch wird der Druck auf der Nase sehr hoch und es quält die Pferde. Man muss ganz vorsichtig ziehen, den Druck verringern und dann wider vergrößern. Als wir nach ca. 20 Minuten wieder zurück waren, schien er mich und die Longe schon gut zu akzeptieren. Ein weiterer Punkt, den ich heute ausprobieren wollte war seine Empfindlichkeit und Angst der Longe gegenüber. Willst du ein Pferd longieren, darf es keine Angst vor Longe und Peitsche haben. Doch heute würde erst einmal die Longe reichen.
      Ich zog ihm wieder das Halfter mit dem Strick über und stellte mich parallel zu ihm hin. Den Strick hielt ich locker in der linken Hand, und die Longe in der rechten. Ich beugte mich leicht herunter, um mich auf eine Höhe mit ihm zu bringen. Ich redete mit ihm, leise und ruhig, und fuhr mit der Longe um seinen linken Vorderhuf. Reflexartig hob er ihn. Ich lies die Longe an seinem Huf, bis er ihn wieder abstellte und sich entspannte. Als das geschah, bekam er ein Leckerli. Nun legte ich die Longe auf seinem Rücken und ließ sie kreisen. Er zuckte kurz, ließ es aber über sich ergehen. Ich gab ihm die Möglichkeit, seinen Kopf zu drehen um mich zu beobachten. Komplizierter war es auf der anderen Seite. Ich legte ihm zuerst die Hand auf seine Schulter und redete, damit er wusste, dass ich hier bin. Er drehte seine Ohren in meine Richtung. Ich wiederholte die Übung auf dieser Seite. Es klappte zwar nicht ganz so gut, aber ich war zufrieden. Er bekam von mir noch die letzten Leckerlis und durfte dann in seine Box. Für ein teilweise blindes Pferd hat er es heute sehr gut gemacht…

      An die Hinterbeine traute ich mich erst, als ich mich ein paar Tage später mit Maren traf. Django kannte nun schon die Longe auf dem Rücken, am Bauch, am Hals und an den Vorderbeinen. Nun war es Zeit für den hinteren Bereich. Das war in diesem Fall am Kompliziertesten, da er nur einen Teil davon sah. Selbst Pferde, die beide Augen besaßen, wurden sehr nervös, wenn man mit der Longe auf ihre Hinterhand zuging. Maren hielt Cody fest.
      "Lass ihn lockerer.", wies ich sieh an.
      "Okay, mach ich.", sagte sie.
      Ich redete mit Django, als ob nichts wäre. Er drehte ich zu mir um. Ich konnte in sein wunderschönes Auge sehen. Ich lächelte und ging auf seine Hinterhand zu. Während ich redete, ließ ich die Longe ganz leicht um seine linke Hinterhand gleiten. Er wich aus und tänzelte zu Seite.
      "Maren, bitte rede mit ihm. Sag ihm, dass alles gut ist.", gab ich ihr die Anweisung.
      Sie nickte und sprach mit ihm. Ruhig ging ich wieder auf seine Hinterhand zu. Diesmal war ich langsamer, vorsichtiger. Ich sah dass er zuckte, blieb aber trotzdem stehen. Als er ruhig war, gab ich Maren das Zeichen. Es bedeutete, dass sie ihm das Leckerli geben darf. Nah ein paar Malen klappte es auf der Seite ganz gut. Auf der anderen Seite hatten wir jedoch unsere Probleme. Er wich immer wieder zurück und hat sogar einmal ausgetreten. Zum Glück hatte ich das gesehen und bin rechtzeitig zur Seite gegangen. Ich beschloss, die Übung abzubrechen und Django in seine Box zu bringen. Trotz unseres kleinen Fehlschlages, war dies ein akzeptables Ergebnis gewesen.
      Das mit dem rechten Huf bekamen wir nach 4 Tagen endlich hin. Wir waren alle sehr erleichtert gewesen und Django wurde ordentlich belohnt. Während ich wieder mit ihm Spazieren ging, übte ich schon die Stimmkommandos, die er beherrschen musste…

      Als es in die finale Phase überging, wurde ich aufgeregt. Die nächsten Tage werden darüber entscheiden, ob sich unser Training bewehrt hat.
      Ich ging zu Django in die Box, wo er ganz ruhig stand. Gemütlich kaute er auf einem kleinen Büschel Heu. Der Geruch von Stroh war angenehm. Ich zitterte ein wenig, als ich ihn aus seiner Box holte. Auch Maren, die ich unterwegs traf, war nervös. Sie begleitete mich um Anbinder und schließlich auch zur Halle. Die Tür war sehr schwer aufzubekommen und ich musste viel Kraft aufwenden. Als ich es endlich geschafft hatte, traten wir in den dunklen Saal. Ich begab mich zur Ecke, in der wir schon etwas aufgebaut hatten. Damit Django kein Problem mit dem Kreis hat, habe ich mit Kegeln und einem Seil ein kreisähnliches Gebilde gebaut. Ich lief ein bisschen in der Halle herum und ließ ihn sie erkunden. Er war sehr interessiert und hatte einen gewissen Bewegungsdrang. Als Maren wiederkam, klärte ich sie über den heutigen Ablauf auf.
      "Also heute kommen wir zu unserem finalen Schritt. Wir werden versuchen Django erst einmal im Schritt zu longieren. Dabei musst du außen laufen und den Strick halten, den ich noch mitgenommen hab.", sagte ich.
      "Verstanden"
      "Außerdem musst du am Anfang viel mit ihm sprechen, damit er weiß, dass du da bist."
      Maren nickte.
      Ich prüfte meine Position und schickte Maren und Django ein wenig nach außen. Es reicht, wenn man erst mit anderthalb Metern anfängt. Ich wartete, bis Django ruhig stehen blieb.
      Dann gab ich das Kommando, das ich schon bei den Spaziergängen mit ihm geübt hatte.
      "Schee-ritt", sagte ich laut und deutlich.
      Ich sah wie er seine Ohren aufmerksam auf mich richtete. Ich wiederholte mein Kommando, diesmal noch ein wenig lauter.
      Er verstand und lief los. Maren sprach mit ihm. Ich achtete auf die richtige Biegung beim Zirkel. Wenn das Pferd sich nicht richtig biegt, bringt es nichts. Für einen Anfänger war er gar nicht so schlecht. Ich hob die Hand und sagte: "Haaalt, Django."
      Wieder huschten seine Ohren zu mir und er blieb stehen. Maren schien sichtlich erfreut über unseren Fortschritt. Ich versuchte einen Handwechsel. Auf dieser Hand wurde es wesentlich schwieriger, denn er sah mich nicht. Sein gesundes Auge blickte nun nach außen zu Maren. Deswegen waren die Stimmkommandos so wichtig. Mit einer Peitsche wäre die Gefahr, dass er sich erschreckt viel zu hoch. Maren wird nur mit Stimme arbeiten können. Als ich ihm wieder das Kommando gab, setzte er sich wieder in Bewegung, diesmal etwas zaghafter. Doch auch auf dieser Hand reagierte er sehr gut auf die stimmlichen Hilfen. Er wurde viel gelobt und bekam, als er in seiner Box war, eine Extraportion Heu.
      Ich sprach zu Maren: "Du weißt aber, das du nicht mit ihm an der Longe galoppieren kannst."
      "Ja, natürlich", versicherte sie mir.
      "Außerdem musst du immer sichergehen, dass dich niemand stört und einfach reinplatzt."
      Sie nickte.
      Ich wusste, dass sie froh war, mit ihm überhaupt etwas machen zu können. Es ist nicht einfach, mit einem behinderten Pferd zu leben. Deswegen habe ich auch ganz großen Respekt vor ihr.
      Mit Mal zu Mal wurde Django besser und reagierte immer besser auf die Hilfen, die ich und Maren ihm gaben. Maren versuchte auch ihn zu longieren, und beendete es mit Bravur. Sie hatte viel Erfahrung mit Pferden und es war schön ihr zuzusehen. Doch ich wusste, dass meine Zeit vorbei war und ich mich langsam auf den Heimweg machen musste. Sie würden ohne mich klarkommen und es noch weit bringen. Django und Maren hatten viel Ehrgeiz und Vertrauen zueinander.
      Am Tag meiner Abreise war ich ein wenig melancholisch. Die Zeit hier ging schnell vorüber und ich hatte wahnsinnig viel Lernen dürfen.
      "Es war mir eine Freude mit Django zu trainieren.", sagte ich zu Maren.
      Sie lächelte und sagte: "Vielen Dank für deine Hilfe."
      Wir gaben uns die Hände. Django stand neben Maren und starrte mich an.
      Ich hockte mich hin und fuhr durch seine Mähne.
      "Tschüß mein Lieber. Es hat mich gefreut dich kennenzulernen.", sagte ich zu ihm.
      Er schmiegte seinen Kopf an meine Hand. Tiere spürten auch, wenn es Zeit war Abschied zu nehmen.
      Ich stieg in mein Auto und machte den Motor an. Ich streifte nochmal über den Hof bevor ich um die Ecke bog. Dieser Hengst hatte mich eine Menge über Kraft und Freude am Leben gelehrt und ich war froh, auch ihm helfen zu können. Vielleicht bringt und das Schicksal irgendwann wieder zusammen.
      Ich seufzte. "Ja vielleicht…"
    • Samanta
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      [SIZE=11pt]Trainingsbericht "Einfahren"[/SIZE]

      [SIZE=11pt]
      Tag 1
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      [SIZE=11pt]Ich hatte von Maren den Auftrag bekommen,ihren Shettyhengst Django einzufahren und mich heute direkt auf den Weg gemacht.Dort angekommen wurde ich von ihr bereits erwartet.Gemeinsam gingen wir zur Weide,wo Maren mir Django zeigte."Wie ich am Telefon bereits gesagt habe,hat er nur noch ein Auge,deshalb ist er ein besonderer Fall,weil er eins seiner Augen verloren hat",sagte Maren zu mir.Ich nickte und antwortete dann:"Das werden wir schon hinbekommen."Maren drückte mir ein Halfter in die Hand und sagte:"Du kannst ihn ruhig holen gehen."Ich nickte und näherte mich dem Shetty.Er war direkt an den Zaun gekommen,als er uns gesehen hatte und ließ sich von mir brav das Halfter aufziehen.Gemeinsam mit Maren brachte ich ihn zum Putzplatz.Während wir ihn putzten,merkte ich schnell,dass er wirklich kaum schreckhaft war.Wenn man sich ihm von der linken Seite näherte,dann merkte man schon,dass er ein bisschen nervöser wurde,aber wenn man mit ihm redete,entspannte er sich wieder.Nachdem ich mich ein bisschen mit ihm angefreundet hatte,fragte ich Maren,ob er Longieren bereits kannte.Maren nickte und strahlte gleichzeitig."Ja,das hat er bereits gelernt."Ich erwiderte ihr Lächeln und ließ mir von ihr den Longiergurt,seine Trense und eine Doppellonge zeigen."Wir müssen hierbei besonders vorsichtig sein",sagte ich zu Maren,"weil Django ja auf der linken Seite nichts sieht,sodass er sich vielleicht erschreckt,wenn plötzlich etwas von links kommt."Maren nickte und nachdem wir den Longiergurt und die Trense aufgezogen hatten,hakte ich die Doppellonge ein.Zunächst nur von der rechten Seite,bevor ich sie vorsichtig um ihn herumlegte und dabei mit ihm redete.Maren beruhigte ihn derweil von vorne.Er blieb entspannt,zuckte nur etwas,als die Longe ihn auf der linken Seite berührte,ließ sich aber sowohl von mir,als auch von Maren beruhigten.Ich hakte sie nun auch auf der linken Seite ein und bat Maren ihn anzuführen.Sie tat mir den Gefallen.Während ich seitlich hinter ihm auf der rechten Seite lief.Wir gingen in dieser Konstellation in die Halle.Django schien uns zu vertrauen,denn auch wenn die Longe seitlich gegen ihn kam,blieb er entspannt,hielt sich aber immer an Maren,um sicher zu gehen,dass alles in Ordnung war.Mit der Zeit reagierte er aber auch auf die 'Hilfen',die ich ihm über die Longe und die Stimme gab.Insgesamt arbeitete er gut mit,sodass wir sowohl im Schritt,als auch im Trab bereits mit ihm arbeiten konnten.Maren blieb die ganze Stunde neben ihm und führte ihn.Schließlich beendete ich das Training für heute und wir versorgten den Hengst gemeinsam.Nachdem er ein Leckerli bekommen hatte,brachten wir ihn wieder auf die Koppel,wo ich mich mit Maren unterhielt."Ich werde mindestens 5 Tage mit ihm arbeiten müssen",teilte ich ihr mit.Sie nickte und meinte,dass das kein Problem sei.Ich könne jederzeit kommen und mit ihm üben.Ich fragte sie,ob sie ein zweites Shetty hätte,das wir mit ihm anspannen konnten und auch das bejahte sie.Ich war froh darüber,denn sonst hätten wir uns eines leihen müssen und es war immer besser,wenn die Pferde sich schon kannten.Schließlich verabschiedete ich mich von Maren und machte mich auf den Heimweg.[/SIZE]

      [SIZE=11pt]Tag 2[/SIZE]
      [SIZE=11.5pt]Ich hatte mich auch an diesem Tag früh zu Maren aufgemacht.Sie hatte Django bereits von der Koppel geholt und gemeinsam putzten wir ihn.Django war entspannt und ließ sich gerne von uns putzen.Er war wirklich ein süßer Kerl und schien es immer allen Recht machen zu wollen.Außerdem genoss er die Aufmerksamkeit sehr.Während Maren den Hengst betüddelte,holte ich den Longiergurt,Doppellonge und seine Trense.Nachdem alles angezogen war,brachten wir den Hengst in die Halle und setzten da ein,wo wir gestern aufgehört hatten.Django war entspannt,während des Trainings.Wir wiederholten das gestrige Training erst einmal und da er gut auf mich und meine 'Hilfen' reagierte,bat ich Maren,ihn loszulassen und sich an den Rand der Halle zu begeben.Maren folgte meiner Bitte und Django folgte Maren.Es dauerte etwas,bis ich ihn davon überzeugen konnte,dass er sich auch auf mich konzentrieren und verlassen konnte.Django fasste trotz seiner Beeinträchtigung relativ schnell vertrauen und war auch kaum schreckhaft.Ich lobte ihn immer wieder viel für seine tolle Mitarbeit und schließlich beschloss ich,dass er soweit war,schon einmal ein kleines Gewicht ziehen zu können.Wir schnallten ihm erst einmal das Geschirr an und die Doppellonge blieb auch weiter noch daran.Ich fragte Maren,ob sie eventuell ein kleineres Holzstück oder so etwas hatte,das ich an ihn ranhängen konnte.Sie konnte einen Sack auftreiben,den wir etwas beschwerten.Wir hängten ihn hinten an ihn heran und während Maren nach vorne ging,ging ich weiter hinter Django her.Erstaunlicherweise war der Hengst vollkommen entspannt.Er suchte etwas Anlehnung an Maren,aber sonst blieb er entspant und zog den Sack hinter sich her.Schließlich beendeten wir das Training für heute und versorgten den Hengst.Ich gab ihm noch ein Leckerli und machte mich dann auf den Nachhauseweg.[/SIZE]

      [SIZE=11.5pt]Tag 3[/SIZE]
      [SIZE=11.5pt]Ich hatte mich gleich an diesem Morgen auf den Weg gemacht,um zu Maren und Django zu fahren.Die beiden erwarteten mich bereits an der Koppel,zu der ein Angestellter mich geschickt hatte.Maren drückte mir das Halfter in die Hand,welches ich dem Hengst ohne Probleme anzog.Gemeinsam putzten wir den Hengst und zogen ihm dann das Geschirr an.Erst einmal wollten wir heute den Sack erneut hinten dran machen und dann wollten wir ihn,gemeinsam mit Marens Shetlandpony Stute Mila anspannen.So machte ich das immer,denn es war einfacher,wenn man ein bereits eingefahrenes Pferd mit einem anderen zusammen anspannte.Erst einmal führten wir Django in die Halle und hängten dann den Sack hinten dran.Wieder war er entspannt und Maren ließ ihn schließlich los.Django reagierte auf meine Hilfen und blieb auch weiterhin entspannt.Nachdem wir noch eine ganze Weile mit ihm geübt hatten,holte Maren Mila von der Koppel und putzte sie.Gemeinsam holten wir die Kutsche und spannten zuerst Mila an,bevor wir Django ebenfalls anspannten.Maren lief neben Django her,während ich ihn von oben lenkte.Er war etwas angespannter,als beim Training vom Boden,aber da Maren bei ihm und Mila entspannt war,wurde auch er mit der Zeit ruhiger.Die Scheuklappen spielten uns in die Hand,denn so konnte er auf beiden Seiten nicht sehen,was geschah.Ich merkte schnell,dass ihm das Kutschefahren lag.Nachdem wir einen kurzen Ausflug von Marens Hof herunter gemacht hatten,brachten wir die beiden Ponys zurück und versorgten sie.Beide bekamen ein Leckerli und ich machte mich auf den Weg nach Hause.[/SIZE]

      [SIZE=11.5pt]Tag 4[/SIZE]
      [SIZE=11.5pt]Ich war zuversichtlich,dass heute der entscheidende letzte Schritt folgen würde,um Django einzufahren.Da der Hengst so gut mitgearbeitet hatte,hatte das Training nicht sehr lange gedauert.Als ich am Hof ankam,hatte Maren die beiden Shetties schon reingeholt und wir putzten die beiden.Erst einmal spannten wir beide wieder an und Maren lief neben Django her.Wir fuhren zunächst nur über den Hof.Schließlich bat ich Maren sich zu mir zu setzen.Sie bat einen Mitarbeiter,Django noch festzuhalten und setzte sich dann zu mir hoch.Dann ließ der Mitarbeiter Django los und ich ließ die beiden angehen.Mila gab Django Sicherheit und ich hatte das Gefühl,dass der Hengst sich sehr gut machen würde.Wir fuhren erst einmal einige Zeit über den Hof,bevor wir uns ins Gelände wagten.Django machte seine Sache sehr gut und nachdem wir ihn in allen drei Gangarten gefahren hatten,durfte auch Maren noch einmal den Hengst fahren.Ich gab ihr Tipps und riet ihr,ihn auf jeden Fall erst einmal nur mit einem anderen Pferd zu fahren.Wir kehrten zurück nach Hause und versorgten die beiden Ponys.Nachdem sie beide ein Leckerli bekommen hatten,unterhielt ich mich noch eine Weile mit Maren,bevor ich mich dann auf den Nachhauseweg machte.[/SIZE]
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      [SIZE=11pt]by IceLandGirl 7806 Zeichen[/SIZE]
    • Elsaria
      Stufenerhöhung von A- L mit Langzügeln

      Heute fand ich Zeit den kleinen Minischetty Hengst Django meiner Freundin Eowin in Dressur weiter zu bilden. Da man den kleinen Hengst nicht reiten konnte, ging es nur mit den Langzügeln gehen. Ich zog mir die warme softschellreithose an und zog mir eine warme Jacke über und fuhr auf unseren Hof. Eowin wuselte gerade an Sambertino rum. „ Guten Morgen!Ich schnapp mir mal Django hast ihn heute noch nicht gemacht“ begrüßte ich sie. „ Morgen, da hast du glück ich wollte nach Samber ihn machen!“ gab mir eo zurück. Dann stiefelte ich los und holte den kleinen Rapphengst aus seiner Box. Auf einer Seite hatte er leider sein Auge verloren, aber dies scheint ihn nicht zu stören.. Ich putzte ihn sauber , legte ihm eine schöne schabracke und sein minilongiergurt an, trenste ihn auf, klickte ein langzügel in die trense, zog ihn durch den longiergurt, und auf der anderen seite machte es dies gleich und ging dann mit Django auf den Platz. Ich wärmte Django ordentlich auf und begann dann nun mit der arbeit. Zuerst rief ich die einfachen lektionen auf, dieser Django mit pravour leistete. Nun gingen wir der Klasse L über. Mit einer einfachen Schlangenlinie fing ich an. Ich hinter dem Pony statt auf dem Pony ist eine komische Situation für mich, da er mein erstes mal war das ich ein pferd vom boden aus ausbilde aber es machte sehr viel spaß.. Django verstand die aufgabe im schritt gut, desshalb machten wir es nochmal im Trab. Auch da reagierte er sehr fein. Dann übte ich noch aus der ecke kehrt mit Django. Nun hieß es die zwei neu erlernte sachen zu festigen. Immer wieder lobte ich diesen süßen Schettyhengst. Nach 20 minuten beendete ich das Training, und Django ist nun bei L ausgebildet. Natürlich kann er noch weitere lektionen lernen aber für heute sollte das genügen.

      Foto folgt ( ist noch am basteln)
    • Eowin
      Ställe streichen

      Heute stand einiges an Arbeit vor mir: Ich wollte die Ställe der Pferde streichen, da die Farbe abbröckelte und das alles nicht mehr sonderlich gepflegt aussah.
      Als ersten Schritt mussten also alle Pferde nach draußen auf die Paddocks. Das hieß, dass ich nach und nach Cheero, Black Eyed Smokey, Rebia, Esmeraldas Topside, Prai, Lithium, Dauthdaert, Ahira, Havana Club, Altair Ibn La Ahad, Fly through Jerusalem, Caipirinha, Eypor, Lunaris, Falling in Love, Sissi di Royal Peerage, Tilly, Neala, Wivrojan, Arika, Django und Mila nach draußen brachte.
      Sofort begannen die Pferde wie irre zu toben. Es ging eine ganze Weile so, bis sie sich nach und nach endlich hinstellten und am Heu zu knabbern begannen.
      Dann konnte ich auch endlich wieder in den Stall gehen und mit der Arbeit anfangen.
      Zunächst mistete ich alle Boxen aus, was schon ziemlich lange dauerte. Dann begann ich zu pinseln.
      Der untere Teil der Boxen bekam einen Anstrich in schwarz, welcher abwaschbar und schmutzabweisend war, oben wurden die Boxen weiß. So waren sie hell und einladend, aber dennoch würde es lange schön aussehen.
      Als alles gestrichen war, richtete ich das Nachtlager der Pferde ein, da die Farbe ja erst trocknen musste, bevor sie wieder in ihre Boxen durften.
      Am nächsten morgen wurde dann eingestreut und die Pferde durften wieder in ihre Boxen, welche sie zunächst schnüffeln begutachteten wegen dem fremden Geruch.
    • Eowin
      Teilnahme an den 40. Reiterspielen: Schnitzejagd zu zweit
      Es treten an: Eowin mit Django und Jual mit Amazed Marlin
      Wir schauten in den grauen Himmel, als langsam eine einzelne Flocke Schnee herabrieselte und sich auf Djangos Nase setzte. Der Hengst schielte zum weißen Etwas hinunter und schnaubte dann, woraufhin sie sacht gen Boden rieselte.​
      „Na toll“, entfuhr es mir.​
      Jual lachte laut los und legte die Hände an den warmen Hals ihrer Lewitzerstute Marlin. „Du hast dir selbst ausgesucht, dass du laufen willst!“​
      Damit hatte sie natürlich Recht. Wir hatten sogar extra bei der Veranstalterin angerufen und nachgefragt, ob ich mit meinem Mini teilnehmen durfte. Die Antwort war ja, solange die Aufgaben, die vom Reiter erledigt werden sollten auch durch diesen erledigt wurden.​
      Da für mich somit ein straffes Sportpogramm auf dem Plan stand, hatte ich mich nicht allzu warm angezogen und war in bequeme Schuhe geschlüpft. Mit Schnee hatte ich nicht gerechnet, sodass es relativ unangenehm für mich werden dürfte.​
      Dennoch machten wir und frohen Mutes auf den Weg. Von einer freundlichen Frau bekamen wie die Starnummern an die Ponys geheftet und ich bewaffnete mich mit der Karte. Dann ging es joggend beziehungsweise trabend los.​
      „Zuerst müssen wir in den Wald da!“, sagte ich und zeigte nach vorn, wo man bereits die Wipfel sah.​
      Nach wenigen Augenblicken betraten wir den Hain. Durch die Jahreszeit waren die Bäume licht und Sonne schien verhalten durch die Äste, sodass Schatten auf den Trampelpfad geworfen wurden.​
      Wissend, dass normalerweise bald eine Aufgabe folgen müsste, parierten wir die Ponys durch zum Schritt. Es wunderte mich selbst, wie artig Django heute war, obwohl wir mit einer Stute unterwegs waren.​
      Achtsam musterten wir die Bäume, suchten Stämme, Büsche und den Boden ab, bis Jual etwas entdeckte: „Da, auf der rechten Seite – ein Briefkasten!“​
      Wir suchten und suchten und nach einer ganzen Weile, fanden wir eine Schnur.​
      „Zieh da mal, ich schau, was passiert!“, sagte Jual und ging zurück zum Briefkasten. Behände zog ich an der Schnur.
      „Es klappt! Hier ist ein Zettel drin. Kannst loslassen!“, kam die Anweisung und ich tat, wie geheißen.​
      Im Trab kam Marlin wieder auf uns zu, ohne dass Jual die Zügel in der Hand hielt. Vor uns machte sie Halt, während ihre Reiterin das Papier bereits aufgefaltet hatte.​
      „Wo befindet sich bei dem Pferd das Knie?“, las sie die Frage vor.
      Wir beratschlagten uns kurz und kreuzten an „An den Hinterbeinen“ an.​
      Dann machten wir uns im Trab wieder auf den Weg.​
      Bald darauf gelangten wir zu einem Bach. Das Wasser war recht bewegt und unfassbar klar, sodass man darunter ein Flussbett erkannte, welches sich aus kleinen Steinen zusammensetzte. Mit der Wintersonne von oben bildete sich so ein interessantes Farbspiel und alles glitzerte.​
      Es wurde kälter. Der Atem bildete bereits weiße Wölkchen und an den Grashalmen bildeten sich kleine Eiskristalle. Auch der Schnee wurde mehr. Wir mussten uns beeilen, sonst würden wir bald im Schnee versinken.​
      Die nächste Aufgabe wurde uns schnell klar: Am Ufer lagen zwei lange Seile, die an einem Floß befestigt waren. Darauf lag eine kleine Box – darin musste sich die nächste Frage befinden.​
      Wir schauten uns an, dann wurde schnell klar, wie wir das Ganze bewältigen wollten. Jual stieg ab, ich ermahnte Django, lieb zu sein. Dann legten wir uns beide flach auf den Boden (meine Güte war das kalt!) und begannen, mit gleichmäßiger Bewegung das Floß an uns heran zu ziehen. Es wankte bedenklich und wir mussten einige Male mitten in der Bewegung verharren, um zu verhindern, dass wir die Frage versenkten und damit an dieser Stelle aufgeben mussten.​
      Gott sei Dank stellten sich die Pferde hinter und hin und begannen zu grasen. Nicht unbedingt günstig mit Trense, aber besser wie vieles, was ich mir bereits in Gedanken ausgemalt hatte.​
      Bald kam das kleine Floß in Griffweite und wir schnappten es uns. Mit einem Klicken ließ sich die Box öffnen. Sie beherbergte einen kleinen Zettel, den ich mit raschen Bewegungen entfaltete.​
      „Wie viele Zähne hat ein Hengst idealerweise?“​
      Es folgte wieder kurze Beratung. Wir zählten durch und grübelten, ob auch die Wolfszähne zu zählen seien, beschlossen dann aber, dass diese im Idealfall entweder nicht da oder gezogen worden sind, sodass wir 40 ankreuzten.​
      Nun mussten wir nur noch ÜBER den Bach gelangen. Jual saß wieder auf – für Marlin war der Hüpfer gar kein Problem. Für Django und mich schon. Ich ließ den Strick, den ich an der Longierbrille am Gebiss des Hengstes befestigt hatte, sehr lang, rannte auf das Gewässer los und sprang, Django direkt hinterher. Während Django es fehlerfrei schaffte, setzte ich mit einem Fuß auf die Kante des Ufers auf und drohte, nach hinten in das Wasser zu klatschen. Wie als wisse Django Bescheid, zog der Rappe am Strick, sodass ich genug Schub nach vorne bekam, um längs im Gras zu landen. Scheinbar war die Grasnarbe wetterungsbedingt nicht sonderlich standhaft und riss bei meinem Aufprall vollends auf. Fazit: Mein Gesicht war mit Matsch bedeckt und durch die wasserundichten Laufschuhe war mein Fuß nun so nass, dass es ein schmatzendes Geräusch gab, als ich mich aufstellte und den Fuß belastete.​
      Während Jual sich so heftig kaputt lachte, dass ihr Tränen in die Augen traten, wischte ich mir den Dreck so weit es ging ab und murmelte: „Immer ich.“​
      Dementsprechend begleitete uns auf dem Weg zur nächsten Station ein rhythmisches Schmatzen.​
      Vor uns tat sich ein Gerstenfeld auf. Neben demselben wartete wieder eine Person, die uns das Ganze kurz erklärte.​
      Nach kurzem Überlegen beschlossen wir, dass Jual in das Labyrinth reiten würde, während ich von außen lenken würde. Also wurde mir die Karte übergeben und Jual lenkte ihre Stute vor den Eingang des Labyrinths.​
      Mit lauter, klarer Stimme kündigte ich an, woher sie reiten sollte. Es war fast so wie bei einem Dressurturnier, nur dass ich statt „rechts dreht links marschiert auf“ Dinge rief wie „und nun bei der dritten Möglichkeit links abbiegen. Dann zwei Mal gerade aus und dann scharf rechts“.​
      Plötzlich schrie Jual. Ich schrak zusammen, dann horchte ich auf: „Ich hab die nächste Frage gefunden!“​
      Ich freute mich, dann dirigierte ich sie weiter, während ich am Rand des Feldes immer auf ihrer Höhe mit ging – bei dem recht niedrigen Getreide konnte ich gut sehen, auf welcher Höhe sie sich bewegte.​
      Bald kam sie heile am anderen Ende des Feldes wieder heraus. Sie entfaltete den kleinen Zettel in ihrer Hand und las vor.​
      „Hm… Welche Pflanze nicht giftig ist?“, fragte ich nach.​
      „Genau.“​
      „Die Herbstzeitlose, oder?“, fragte ich.​
      Jual zog die Stirn in Falten, während ihre Stute begann, den Rasen umzugraben. Ihre Geduld ließ nach. Bei Django war es nicht besser, nur dass er statt zu betteln unentwegt gähnte. Und auf seinem Rücken bildete sich eine Schneeschicht.​
      „Nein, die müsste auch giftig sein. Das müsste der Schlehdorn sein“, meinte Jual.​
      „Also die Eibe ist auf jeden Fall giftig, da sind wir uns einig“, stellte ich fest.​
      Wir diskutierten noch einen Augenblick, dann kreuzten wie den Schlehdorn an und machten uns auf den Weg zum Endspurt.​
      Im Trabe näherten wir uns einer großen Weide, auf der einige Hindernisse platziert waren – genauer gesagt fünf.​
      Dieses Mal klemmte die Erklärung an einem Pfosten. Hieran waren mittels einer Heftzwecke ein Zettel und ein Seil befestigt, welches zusätzlich noch einmal um das Holz geschlungen war.​
      Der Zettel verriet uns, dass wir den Parcours meistern mussten, ohne uns weiter als zwei Meter voneinander zu entfernen.​
      Wir zogen die Luft scharf ein. Zwar waren die Hindernisse sehr hoch, aber Jual würde ihre Stute gut versammeln müssen, um selbst heile über das Hindernis zu gelangen und langsam genug zu sein, dass Django und ich hinterher kamen.​
      „Wir werfen einfach den Speed-Gang rein!“, lachte und legte Jual an der rechten und mir an der linken Hand das Seil an. So konnte ich weiter auf Djangos blinder Seite führen und er konnte einen besseren Überblick über die Sprünge behalten. Außerdem käme er im Falle eines Falles nicht zwischen die Hufe von Marlin.​
      Ebendiese wurde von Jual nun angaloppiert und sehr stark versammelt, während Django und ich so schnell lossprinteten wie wir konnten. Das Problem lag hier auch weniger an ihm als an mir – er hätte ohne Probleme bei der großen Ponystute mithalten können. Es wunderte mich manchmal ohnehin, in welch Affenzahn er über die Wiese preschte und wie flach er dann in den Kurven wurde. Das brachte mich immer zum Schmunzeln.​
      Nun kamen die ersten Hindernisse. Aufeinander folgten ein Baumstamm, ein Sprung, wo in der Mitte Äste aufgetürmt waren und Reisigbesen als Fänge dienten, dann eine Erhöhung, wo wir zunächst hinauf, dann hinunter springen mussten, dann ein kleiner, breiter Wall und noch ein breiterer Baumstamm.​
      Es war unglaublich schwierig, aber wir schafften es.​
      Als wir endlich auf der anderen Seite der Weide standen und das Seil von unseren Handgelenken lösten, musste ich mich zunächst auf meine Oberschenkel stützen und war für eine Minute nur mit Atmen beschäftigt. Asthma war eine doofe Krankheit.​
      Derweil entfaltete Jual den Zettel mit der letzten Frage, während mein Hengst zärtlich seinen Kopf unter meinen Arm steckte und zu mir hoch schielte. Ich lachte los und daraufhin ging es mir schon viel besser.
      „Wie oft sollte ein Pferd gegen Tollwut geimpft werden?“, las Jual vor.​
      Ich atmete laut aus. „Keine Ahnung, ich impfe meine nicht gegen Tollwut…“​
      Jual dachte nach. „Normalerweise jährlich.“​
      Wir beschlossen, dass wir das einfach ankreuzen würden und machten und auf den Weg. Noch einmal im Trab, um eine gute Zeit zu erhalten. Ich prustete mittlerweile und mit jedem Atemzug pfiff meine Lunge. Die Welt war unterdessen von Schnee bedeckt, mein Pony schien nun auch ein Rappschecke oder ein umgekehrter Splashed White zu sein. Ich fror erbärmlich und meiner Partnerin schien es nicht besser zu gehen.​
      Ich war heilfroh, als wir das Ziel erreichten. Wir wurden beglückwünscht, dass wir alle Aufgaben erledigen konnten und uns wurden die Pferde abgenommen. Als Jual abstieg, war sie so durchgefroren, dass ihre Beine nachgaben und sie auf den Hintern plumpste.​
      Unendlich froh war ich, als man den Pferden und uns Decken umlegte und uns je eine Tasse heißen Kakao mit Sahne in die Hand drückte. Erst, als sich meine Hand um die Tasse schloss, spürte ich, wie sehr ich zitterte.​
      Wir waren an unsere Grenzen gegangen.​
      „Aber es hat Spaß gemacht, oder?“, fragte ich Jual.​
      Diese nickte, lächelte matt und nippte dann dankbar an ihrem Heißgetränk. In Zukunft würde ich nur noch im Sommer an einem solchen „Ritt“ teilnehmen.​
      10.477 Zeichen, geprüft auf lettercount, by Eowin
    • jojomaus
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      Ausbildung Dressur von Klasse M auf S
      Heute sollte ein Shetty mein Schützling sein welchen ich in der Dressur ausbilden sollte. Da er aber zu klein war um von mir geritten zu werden fand die Arbeit am Langzügel statt. Ich hatte extra für diesen Auftrag einen Lehrgang für dieses Gebiet absolviert und fühlte mich bereit den kleinen die S-Dressur näher zu bringen. Die Anfahrt verlief ohne Probleme und da ich zur verabredeten Zeit auf dem Hof von Maren war wurde ich auch schon erwartet und freundlich begrüßt. Nach dem ich von der Besitzerin auf dem Hof herumgeführt worden war, wusste ich wo ich alles Nötige finden würde und ging dann endlich in den Stall zum kleinen Django. Ich machte mich vorerst mit dem schwarzen Hengst bekannt bevor ich ihn aus der Box holte und zum Putzplatz führte um ihn dort zu putzen. Beim Anlegen der Longierausrüstung ging ich umsichtig und vorsichtig vor, da der Hengst eine blinde Seite hatte. Eine Sache die ich auch beim Training mit berücksichtigen musste. Anschließend ging es in die weitläufige Reithalle um mit dem Aufwärmen an der Longe zu beginnen, erst nachdem Django auf die Arbeit eingestimmt und auf die Hilfen abgestimmt war nahm ich ihm die Longierausrüstung ab und legte ihm lange Zügel an. Der Rappe war so ein süßer, mit seinen kleinen Ponyschtittchen tippelte er vor mir her und kam meinen Hilfen brav nach. Mit einigen Übungen wollte ich ihn auf die Hinterhand bringen und nach und nach nahm Django mehr Last auf die Hinterhand und begann nun durch die Bahn zu schweben. Seine Behinderung fiel bei der Arbeit so gut wie gar nicht auf, so gut kam er mit dieser mittlerweile aus. Auch dass er dem Menschen so sehr vertraute kam dem zu gute und es freute mich, dass der Kleine auch mir ein solches Vertrauen entgegen brachte. Folgsam kam er all meinen Aufforderungen nach und ich konnte mit den höheren Lektionen beginnen welche ich mit Schulterherein einführte. Ohne Probleme trat Django mit dem inneren Hinterbein unter den Schwerpunkt und ging mit der äußeren Schulter vor. Diese Lektion klappte wie erwartet gut und ich ging nun in den Travers über. Hier schlich sich dem kleinen Rappen ein Fehler ein, er wich zu sehr nach innen aus und lief nicht mehr genug vorwärts. Ich musste ihn also korrigieren indem ich meine eigene Position veränderte und meine Hilfen anpasste, zudem hielt ich die einzelnen Seitengänge nicht lange sondern wechselte nach einigen Tritten in einen anderen. So übten wir Schulterherein, Travers, Renvers und Traversalen, unterbrochen von Volten und Passaden sorgten diese für Abwechslung. Immer besser spielten wir uns auf einander ein und uns unterliefen so gut wie keine weiteren Fehler mehr. Der Shetty war ein Prachtkerl und zeigte mir sein enormes Potential so dass ich getrost zu den Pirouetten übergehen konnte, welche wir vorerst einige Male im Schritt durch gingen. Erst danach ging es an die Galopparbeit. Hier musste ich zuerst einmal die für den Hengst beste Hilfengebung herausfinden und experimentierte ein wenig herum bis wir das Angaloppieren sauber und punktgenau hinbekamen. So war der Weg zu Galopptraversalen und fliegender Wechsel nicht mehr weit. Welche die nächsten Übungen waren welche wir erfolgreich in Angriff nahmen. Django war sehr ausdauernd und gelegentliche Pausen sorgten auch dafür, dass es so blieb zudem war er sorgfältig durch die voran gegangenen Übungen vorbereitet, sodass ich kaum auf weitgreifende Probleme im Training stieß. Die Pirouette im Schritt war dem kleinem Rappen bekannt und der Sprung zur Galopppirouette war mittlerweile nicht mehr so schwer. Zur Mitte der Bahn hin führte ich Django im Traversale und wendete ihn in der Mitte dann mit Hilfe der Pirouette ab um zur Ausgangsposition zurück zu kehren. Diese Übung vollführten wir zuerst im Schritt, dann im Trab und dann erst im Galopp. So wusste der kleine Hengst sofort was von ihm verlangt wurde und nahm meine Hilfen ordentlich an und die erste Galopppirouette war geschafft. Noch einige Male übte ich so mit Django bis ich auch die Pirouette anderswo in der Bahn abfragen konnte und diese Lektion damit abgehakt war. Anschließend lockerte ich den Shetty mit einigen Übungen und begann dann mit dem Trockenführen bis der verschwitzte Hengst nicht mehr gar so nass war. Für heute hatte er genug geleistet und mich vollkommen zufrieden gestellt. In der S-Dressur wird sich der Shetty sehr gut machen. Wieder am Putzplatz putzte ich Django noch einmal über und deckte ihn ein bevor ich Maren aufsuchte, ihr vom Training berichtete und mit ihr gemeinsam den Rappen zurück in seine Box brachten.
    • Eowin
      Teilnahme an der HK 468 für Schimmel & Rappen mit Django
      Nachdem wir ein wenig Stress miteinander hatten, klebte mein Minipony nun artig an meiner Seite und begnügte sich damit, die anderen Hengste auf der Körung mit giftigen Blicken zu bedenken. Andere männliche Pferde waren einfach nicht sein Ding.
      Als die Lautsprecheransage und ankündigte, wuschelte ich dem Hengst noch einmal durch die dichte, weiche Mähne, die ich bewusst nicht eingeflochten hatte, und machte mich auf den Weg in die Halle.
      Dummerweise saßen die Zuschauer auf der linken Seite, auf welcher der Hengst blind war. Als der Applaus losging, erschrak er zunächst, aber ich bekam ihn schnell wieder, wendete ihn auf der Mitte der langen Seite ab und drehte ihn so, dass er übe die Bande hinweg zu den Zuschauern sehen konnte.
      Nun wurde er spürbar ruhiger, sodass ich ihn wie verlangt zu X führte und grüßte. Die Blicke, die uns bedachten, spiegelten gemischte Gefühle wider – offenbar war ein so kleines Pony vor der Körkommission nicht unbedingt Alltag.
      Nun begann ich, den Hengst vorzuführen.
      Zunächst stellte ich ihn im Schritt in der ganzen Bahn vor und begann dann mehrmals Achten zu laufen, sodass er von beiden Seiten gut zu beurteilen sein würde.
      Für den Trab löste ich die Zügel von der Trense des Rappen und stellte meine Helfer in die Ecken.
      Er ließ sich erstaunlich gut regulieren und lief im Trab wieder die Achten. Auch auf die ganze Bahn trieben wir ihn achtsam, bevor ich ihn via Stimmkommando angaloppieren ließ.
      Der Mini war mittlerweile sehr durchtrainiert und zeigte sehr schöne Gangarten, die für die kurzen Beinchen sehr viel Raumgriff und Schwung vorwiesen.
      Als die Richter alle Gangarten auf beiden Händen zu Gesicht bekommen hatten, bremsten wir das Pony aus und ich fing ihn wieder ein. Dies klappte ziemlich gut.
      Nun tauschte ich die normalen Zügel gegen den Langzügel aus und ging mit ihm zunächst zum Aufwärmen auf dem Mittelzirkel im Trab, bevor ich diesen versammelte, wieder auf die ganze Bahn ging und dann die Passage einleitete. Der Mini machte seinen Job gut. Die lange, dichte Mähne wallte den muskulösen Hals hinab und verdeckte beinahe gänzlich auch sein rechtes, sehendes Auge.
      Nach dieser Aufgabe holte ich ihn zu mir heran und tauschte Langzügel und Trense gegen sein quietschgelbes Knotenhalfter.
      Mit sachter Hilfe legte ich ihn zunächst ab und setzte mich daneben, bewies, dass er mir vertraute. Dann leitete ich das Sitzen ein, welches es mit Bravour meisterte – wir hatten lange dafür geübt.
      So saß er im Sand und ich wechselte meinen Standort, sodass ich vor ihm stand. Dann ging ich vor ihm in die Hocke, streckte die Hand aus und wies ihn an: „Gib Huf!“
      Sofort stellte er seinen Huf in meine Hand. „Der andere!“
      Er nahm den Huf wieder hinunter und stellte den anderen auf meine Handfläche. Ich lobte, dann wies ich ihn an, mit mir gemeinsam aufzustehen.
      Stolz harkte ich einen Strick in das Knotenhalfter, grüßte die Richter und wir verließen die Halle.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Eowin
    Datum:
    10 Nov. 2014
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