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Fratzi

Diabolo

[center][b]Diabolo[/b] [size="1"]Dellas x Dexter[/size] Zum Besitzer [size="1"]Besitzer: Fratzi Vorbesitzer: Isa/Bonnii Ersteller: Julia Lebenslanges VKR: Julia + Isa/Bonnii[/size] ____________________ Zum Pferd [size="1"]Geburtsjahr: '03 Farbe: Grauschecke Abzeichen: graue Nase, v.l., v.r., h.l. dunkle Beinabzeichen Rasse: Araber Geschlecht: Hengst Stockmaß: 1,63m Zuchtpapiere? noch nicht vorhanden Geschwister? keine Nachkommen? noch nicht Verliehen an: ...[/size] ____________________ Charakter & Beschreibung: [size="1"]Diabolo ist ein qurliger Hengst, auf den in Ernstsituation vollster Verlass ist. Er testet gern aus wie weit er gehen kann, bleibt aber im Bereich des Geschmackvollen, und macht keine übermäßigen Probleme. Er sollte trotzdem nicht mit Kindern oder Anfängern allein gelassen werden, da er in der Box unberechenbar werden kann, sobald ihm langweilig wird. Paddock- oder Weidehaltung ist also sehr empfehlenswert, und auch die Beschäftigung sollte nicht zu kurz kommen. Richtig gefordert ist Diabolo ein Prachthengst mit Zuchtchancen, der auf Turnieren eine hervorragende Figur macht.[/size] ____________________ Qualifikationen [size="1"]Springen: E Dressur: S* Military: E Western: A Distanz: E Fahren: S Galopprennen: A[/size] [size="1"]Gelassenheit: sehr gelassen, hat viel WEttkampferfahrung und scheut fast nie. Schmiede- & Verladefromm? ja[/size] ____________________ Schleifen [size="1"]3. Platz 92. Dressurturnier 1. Platz 21. Fahrturnier 2. Platz 22. Fahrturnier 1. Platz 95. Westernturnier 3. Platz 124. Galopprennen[/size] [img]http://i41.tinypic.com/1ttrg5.gif[/img][img]http://www.joelle.de/uploads/1241369550/gallery_5_5269_4485.gif[/img][img]http://www.joelle.de/uploads/1241369550/gallery_5_5269_5005.gif[/img][img]http://i44.tinypic.com/33xfuvm.gif[/img][img]http://i40.tinypic.com/j9yhwg.gif[/img] [size="1"][url="http://i46.tinypic.com/102k091.jpg"]Weihnachtsgeschenk von Husky

Diabolo
Fratzi, 6 Okt. 2009
    • Fratzi
      Frisch gestärkt nach dem Pizzaessen mit meiner Familie fuhr ich zurück zum Hof und besuchte erstmal die Weide.
      Dort warteten Diabolo und Mountain, alle ihre Kameraden waren verkauft worden, weil ich mich nicht kümmern konnte.
      Ich brachte die beiden zum Putzplatz, holte ihre Sachen und begann erst mit Diabolo. Mountain durfte währenddessen frei herumlaufen, der artige Hengst würde dableiben, das wusste ich. außerdem war der ganze Hof umzäunt.
      Ich verbrachte lange Zeit damit, das dünne Langhaar von Diabolo sorgfältig zu kämmen und zu verlesen, den Schmutz zu entfernen. Die beiden lebten sehr selbstständig auf dieser Weide und kamen fast ohne Hilfe aus, entsprechend dick war auch Ihr Winterfell. Diabolo ließ einige Haarbüschel, als ich mit einigem Kraftaufwand den getrockneten Dreck aus dem Schlamm/Staubplatz entfernte. Es schien Spaß zu machen, sich immer nach dem Regen zu wälzen, wenn alles zu Matsch geworden war.
      Doch irgendwann stand Diabolo stolz mit wehendem Langhaar und frechem blick auf dem Hof und stieß ein herrisches Wiehern aus, das mich mit Stolz erfüllte.
      Mit traurigem Blick dachte ich an meine Freundin Isa, die mir die beiden und viele mehr wegen Zuchtauflösung überlassen hatte. Mit einem Klaps auf den Hintern überließ ich Diabolo wieder der Weide, beschloss aber insgeheim das Dreckloch einzuzäunen.
      Ich rief Mountain, der prompt angehopst kam, fröhlich buckelte und mich liebevoll ansah als er vor mir stand. Ich streichelte ihn, froh, dass er ein bisschen reinlicher als der edle Diabolo war und mich nicht halb soviel Zeit kostete wie er. Eine halbe Stude später stand auch Mountain blitzsauber wieder auf der Weide, und ich holte 4 Plastikstecken und Stromband aus der Gerätekammer, betrat damit die Weide und schaffte der ewigen Schlammschlacht endlich Abhilfe. Die beiden würden sich eh nicht daran halten, aber einen Versuch war es wert. Ich war zu faul Strom anzuschließen, darum musste es so genügen.
      Eine Stunde später war auch die gigantische Weide abgeäppelt, nur dank der Tatsache dass die beiden einen bestimmten Platz für ihre Geschäfte bevorzugten.
      Ich ließ den beiden noch Karotten da, als ich dann endültig die Weide verließ um mich um die Stall- & Zuchtpferde zu kümmern.
    • Eddi
      Neujahrsbesuch bei Fratzl

      „Aber klar komm ich vorbei, keine Frage!“ hatte ich vor einigen Tagen gesagt als ich mit Fratzi telefoniert hatte, denn sie hatte mich gefragt ob ich mich mal um ihre Pferde kümmern könnte, denn sie würde zwei Tage lang nicht da sein, währenddessen wollte ich mich mal um alle ihre Pferde kümmern. Bei mir im Gestüt gab es genug Pfleger und nach der Turnier- und Körungssaison hatten meine Pferde sowieso Winterpause, das hieß das außer, Weide, Longieren und Boxen misten nichts weiter los war. Zumindest nicht wenn ich nichts geplant hatte. Am Montag fuhr ich dann gegen um 6 Uhr frühs los, nachdem ich bei meinen Pferden gewesen war. Fratzis Hof lag etwas entfernt, aber ich war innerhalb einer Stunde da. Gestern Abend hatte mich Fratzi noch eingewiesen eh ich sie zum Bahnhof gebracht hatte, sie wollte mal wieder eine Freundin nach langer Zeit besuchen und ich hatte natürlich nichts dagegen. Grinsend parkte ich neben dem Haus und stieg aus. Fratzi hatte mir ihr haus anvertraut damit ich ja nicht hungrig wurde und mich wie zu Hause fühlte wenn ich den ganzen Tag auf ihrem Gestüt verbringen würde. Kopf schüttelnd lief ich durch den tiefen Schnee zum Stall. Ja, seit einer Woche schneite es und es waren mind. -10°C. Aber dafür schneite es nicht permanent, sondern es gab eine schöne Winterlandschaft mit blauen Himmel. „Morgen!“ rief ich in den Stall. Für den Luftwechsel ließ ich die Stalltür solange offen, wie ich die Pferde füttern würden, dann würde ich sie schließen damit die Tränken nicht einfroren. Erstmal begann ich alle ihre Pferde zu füttern. Ich erkannte sehr viele Pferde wieder. Zum Beispiel Roanoke, die Mutter meines Racoons, Sugar, das ehemalige Pferd meiner Freundin Janina, Rangoon, meine ehemalige RB und Vater meines Fohlens und natürlich Candle in the Wind, ein Tekke von Sammy. Nachdem alle ihr Morgenmüsli und Rübenschnitzel bekommen hatten, schloss ich die Stalltüren, kehrte ich die Stallgasse und vergewisserte mich das alle Tränken noch funktionierten. Dann frühstückte ich erstmal. Ergeben war ich dafür zu Fratzis Haus gelaufen. In der Küche hatte ich alles gefunden, da stand eine Schüssel, daneben Müsli und dann auch noch Milch. „Jaja.“ Sagte ich lachend als ich sah das Fratzi alles für mich vorbereitet hatte, sogar der Löffel lag schon in der Schüssel. Schnell aß ich und wusch dann das Geschirr ab. Grinsend stellte ich dann wieder alles so hin wie es vorher gestanden hatte. Dann lief ich wieder raus, inzwischen war ich auch aufgewärmt, ich hatte mir von zu Hause auch eine Thermoskanne mit Kaffee mitgebracht, so wärmte ich mich immer wieder auf. Doch nun erstmal den größten Teil der Pferde auf die Weide oder Paddock. Eigentlich alle, so wie Fratzi es mir gestern erklärt hatte. Ich begann bei den Fohlen, diese sollten alle auf den großen Fohlenpaddock. Ich brachte sie immer jeweils in Zweier-Paaren auf den riesigen Paddock. Erst Butterfly und Way to Future, dann Everland’s Maya und Roxana, danach El Racino und Betty Barclay und dann noch Herzblut. Fröhlich tobten die Fohlen über die weiße Fläche und wälzten sich auch genüsslich. „Brav so, dann habe ich wenigstens nicht so viel Arbeit beim putzen.“ Sagte ich lachend, eh ich zum Stall zurück lief, denn ich musste noch das Mittagsheu für die Fohlen holen, dieses füllte ich in die Raufen im Unterstand. Dann lief ich wieder zum Stall. Dort wollte ich nun die Hengste rausbringen die schon einen Aufstand veranstalteten. Die Ponys sollten alle auf einen Paddock, damit die großen sie nicht mobbten. Also holte ich wieder in Zweier-Paaren die Ponys, das waren: Pfannkuchen und Over the Mountain, Shadow of Water und Michel und natürlich Salute Accede. Auch diese bekamen ihr Heu und dann brachte ich die Hengste auf die Weide. Auch dort brachte ich vorher Heu hin. Die Großpferdhengste würde ich morgen reiten, denn ich wollte heute nicht tausendmal runter zur großen Hengstweide laufen. Nun brachte ich auch die Hengste in Zweier-Paaren: Grand Voyage und Cyanid, Candle in the Wind und Sommer, Fury und Diabolo, Inocence und Sugar, Rangoon und Blackbeard. Diese rasten erstmal ausgelassen über die Weide und fraßen dann das Heu. Nun waren nur noch die Stuten da. Zum Glück lag die Stutenweide näher als die der Hengste. Was ja auch verständlich war, aber morgen würden die beiden tauschen, denn heute wollte ich alle Stuten machen und morgen dann alle Hengste. Die Stuten brachte ich auch wieder jeweils zu zweit auf die Weide, Roanoke und Pflaume, Way of Life und Implore the darken Sky, Shalom und Little Miss Sunshine, Liliputs Darling und Sissi, Sweet und Milka Luflee und Atwa. Die Großen und kleinen Stuten konnte ich zusammen auf eine Weide stellen, bei ihnen gab es keine Rangkämpfe wie bei den Hengsten. Zum Glück! Nun begann ich insgesamt 34 Boxen auszumisten, zum Glück halfen mir einige Pfleger und so waren wir schnell fertig als jeder 10 Boxen machte. Dann ging ich erstmal Sandwiches essen die ich mir zum Mittag mitgebracht hatte. „Fertig.“ Sagte ich grinsend und fütterte die Katzen von Fratzi. Dann wollte ich die Fohlen in der Halle laufen lassen, aber mit Regenschirmen, über Planen, Cavaletti und Co. Das würde ein Spaß werden dachte ich lachend und brachte ich wieder in Zweier-Paaren Butterfly und Way to Future, dann Everland’s Maya und Roxana, danach El Racino und Betty Barclay und dann noch Herzblut in die Halle. Dort legte ich Stangen hintereinander. Cavaletti dazu und dann noch Planen und Regenschirme. Way to Future, Fratzis Westernfohlen, war mutig und testete alles voller Freude aus. Betty Barclay, Butterfly, Roxana und Herzblut taten es ihm gleich. Nur das Vollblutfohlen El Racino und Everland’s Maya waren besonders vorsichtig und schreckten vor den Flatterbändern zurück. Doch nachdem ich ihnen geholfen hatte liefen auch sie brav durch. Trotz seiner anfänglichen Angst benahm sich El Racino dann wie so ein Leithengst. Alle ließen sich jagen nur Future war eiskalt und biss ihn in die Flanke. „Tja, die Stute hat Temperament und Stil. Machos mag sie anscheinend gar nicht.“ Sagte ich lachend und neugierig schaute Future zu mir. Sie war inzwischen schon ziemlich groß und bald würde sie eingeritten werden können. Beleidigt verzog sich El Racino. Dann fing ich sie nacheinander ein und putzte sie ordentlich eh sie in ihre Boxen durften. Alle Fohlen waren sauber und bekamen ihr Nachmittags-Müsli. Ich hatte viel Zeit mit den Fohlen verbracht. Doch auch der Rest der Pferde brauchte noch Pflege. Also holte ich nun erstmal Pfannkuchen, Shadow of Water, Michel und Salute Accede vom Paddock. Alle vier band ich am Putzplatz an und eine Pflegerin half mir sie zu putzten. Nachdem alle relativ sauber waren beschloss ich mit ihnen spazieren zu gehen. Also holte ich noch Over the Mountain zum reiten, ich putzte ihn und befestigte am Halfter nur noch einen längeren Strick. Dann bekamen Pfanni, Shadow, Michel und Accede längere Strick und ich schwang mich auf Mountain. Ich vertraute dem Hengst voll und dann setzten wir uns Richtung Wald in Bewegung. Locker trabten wir zu viert dann dort auch entlang und einige Spaziergänger schaute mich entgeistert an, immerhin führte ich so gesehen 5 Pferde gleichzeitig, was aber nicht stimmte. Mountain horchte voll und ganz auf meine Gewichts- und Schenkelhilfen. Accede lief brav nebenher, ich hatte ich den Strick um den Hals einmal herum gebunden damit er nicht drauftrat, bei Pfanni, Shadow und Michel war es genau das Gleiche. Als uns dann aber eine Menschenmange entgegenkam. Parierte ich zum Schritt durch und ordnete die Pferde so an, das sie im Entenmarsch hinter Mountain herliefen. Das war ein gemütlicher Ausritt dachte ich lächelnd als ich dann wieder auf Fratzis Hof war. Inzwischen war es um 4 und ich beeilte mich alle Ponyhengste in ihre Boxen zu bringen. Als das getan war, holte ich Pflaume, Sissi, Lilliputs Darling, Sweet, Little Miss Sunshine und Milka Luflee in die Halle. Dort machte ich etwas Freispringen mit den kleinen Stuten von Fratzi. Gegen 17 uhr putzte ich dann nochmal die kleinen Stuten und brachte sie in ihre Boxen. Nun holten die Pfleger und ich erstmal die Hengste von der großen Weide in den Stall und gaben ihnen ihr Futter. Denn inzwischen dämmerte es schon. Dann holten wir auch noch Roanoke, Way of Life, Implore in the darken Sky und Atwa hinein. Mit Roanoke wollte ich noch etwas springen. Also putzte ich die Stute und sattelte sie auf. Dann ging ich mit ihr in die Halle und übte dort noch ein wenig. Als ich fertig war versorgte ich Roanoke und machte stattdessen Implore fertig. Mit der Stute wollte ich ein wenig Dressur üben. Die Stute hatte gute Bewegungen und ließ sich sauber leiten. Danach brachte ich auch sie in ihre Box. Inzwischen war es 20.00 Uhr und alle Pferde bekamen Abendbrot eh ich nach Hause fuhr. Dort schaute ich nochmal nach meinen Pferden eh ich dann ins Bett ging.
      Am nächsten Morgen stand ich wieder halb 6 auf um 6 dann losfahren zu können. Schnell angezogen, gefrühstückt und eigene Pferde versorgt und dann fuhr ich wieder auf Fratzis Gestüt. Dort stampfte ich durch den noch höher gewordenen Schnee zum Stall und fütterte erstmal alle Pferde. Als alle Pferde fertig waren brachten ich und die Pfleger die Stuten auf die große Weide unten am Bach. Dann sollten die fünf Ponyhengste Pfannkuchen, Salute Accede, Michel, Over the Mountain und Shadow of Water wieder auf ihren Paddock. Dort bekamen auch alle ihr Mittagsheu. Nun kamen die Hengste Grand Voyage, Cyanid, Candle in the Wind, Sommer, Fury, Diabolo, Inocence, Sugar und Rangoon auf die Weide die nur wenige Minuten vom Stall entfernt lag. Mit Blackbeard wollte ich ausreiten. Also putzte ich den Hengst und sattelte ihn auf. Danach ritt ich durch den verschneiten Wald, über die weißen Wiesen und zurück über den Feldweg, wobei man Feld und Weg eh nicht mehr auseinander halten konnte. Als ich mit Blackbeard zurück war brachte ich den Hengst auf die Weide und schnappte mir Grand Voyage. Ein bisschen Springen zum aufwärmen wäre gut. Also putzte und sattelte ich Voyage schnell eh ich mit ihm zur Halle ritt. Dort wärmte ich ihn erst 10 Minuten im Schritt und Trab auf, eh ich über Cavaletti und Trabstangen ritt. Danach sprangen wir durch den Parcours. Es gab Oxer, Mauern, Wassergräben, Trippelbarren, 3er- und 2-er Kombis und vieles mehr. Alles bewältigte Voyage ohne größere Probleme. Danach ritt ich ihn ab und brachte ihn dann mit Abschwitzdecke in seine Box. Nun nahm ich mit Candle in the Wind um mit diesen für seine kommende Körung zu trainieren. Danach kam auch er mit Abschwitzdecke in seine Box. Mit Cyanid, Diabolo, Sommer und Sugar machte ich ein wenig freispringen. Fury und Inocence hatten heute frei. Also war nur noch Rangoon dran. Mit dem Andalusier Mix ritt ich nochmal gemütlich aus um mich zu erholen. Eh wir dann wieder da warn, war es schon um 17 Uhr und dann dämmerte es auch schon. Also holten die Pfleger und ich alle Pferde in ihre Boxen und fütterten diese. Dann erwartete ich heute auch noch eine Quarter Horse Stute von Sammy. Deswegen machte ich noch eine neue Box fertig und dann mistete ich noch die Pferdeäpfel aus den anderen Boxen aus eh ich ein Auto hörte. Glücklich begrüßte ich Sammy und nahm American Baby entgegen. „Sie wird es bei Fratzi sicherlich gut haben.“ Sagte ich lächelnd zu meiner besten Freundin Sammy und zeigte Amercian Baby ihre neue Box. Die Stute schien sich gleich von Anfang an wohl zu fühlen und knabberte zufrieden am Heu. Dann verabschiedete sich Sammy wieder und ich fuhr auch nach Hause. Morgen würde Fratzi wiederkommen und ihren Hof wieder selbst versorgen. ​
    • Fratzi
      Am zweiten Tag klingelte wieder mein Wecker um 6.oo Uhr ich machte mich fertig und stieg dann ins Auto um die Pferde von Fratzi zu pflegen. Ich ging die Stallgasse entlang um die kleine Stute Lilliputs Darling zu pflegen. Ich lief alle Boxen entlang fand aber die Stute nicht. Ich lief ein eine einen anderen Gang hinunter da stand die kleine ja schon. Dann nahm ich das Halfter und machte es fest, ich führte sie nach draußen in die Stallgasse und band sie an. Dann holte ich ihr Putzzeug und putzte sie danach kratzte ich ihre Hufe und Holte dann die Longe nun band ich sie ab und führte sie in die Halle. Ich lief sie ein paar Runden im Schritt danach im Trab und dann auch ein paar Runden Galopp. Nun machte ich die Longe ab und ließ die Stute noch ein bisschen in der Halle laufen. Nach ca. 20 Minuten ging ich in die Halle zurück und machte den Strick wieder fest. Dann führte ich die Stute Lilli wieder in die Stallgasse putzte sie nochmal und kratzte dann die Hufe aus. Nun war die Stute endlich fertig ich brachte sie wieder in ihre Box. Nun kam der Schecke Diabolo er stand in seine Box und schaute mich frech an. Ich nahm sein Halfter und ging in die Box, er lief nach vorne und scheuchte mich wieder aus der Box. Ich machte die Tür wieder zu und schob einen Riegel vor dann holte ich schnell ein paar Möhren. Als ich wieder vor seine Box war schlug er mit seinem Huf immer gegen die Boxentür. Ich machte die Tür wieder auf und legte die Möhre auf den Boden und hielt schnell das Halfter so hin das er dadurch musste um an die Möhren zu kommen. Ich machte den Strick fest und führte ihn in die Stallgasse putzte und Sattelte ihn und führte ihn dann nach draußen stieg auf und ritt einen kleinen Pfad entlang. Nach 1 Stunde kamen wir von dem Ausritt zurück. Ich band ihn wieder an und sattelte ihn ab und putzte ihn nochmal und kratzte dann nochmal die Hufe aus. Als ich fertig war führte ich den Hengst Diabolo nach draußen auf die Weide gab ihm dann noch seine restlichen Möhren und verabschiedete mich dann von ihm. Nun kam ich wieder in den Stall um den kleinen Hengst Saluta Accede zu pflegen. Er stand neben der anderen Fallabella Stute. Der Mausgraue Hengst war schon ganz nervös als ich ankam. Ich nahm sein halfter und ging in seine Box. Ich hockte mich hin und streichelte dem Hengst seinen Kopf er genoss es richtig. Nach dem Kraulen machte ich sein Halfter fest und führte ihn in die Stallgasse, in der Stallgasse angekommen band ich ihn, an putzte ihn dann hob ich seine kleinen hufe. Als ich fertig war löste ich den Knoten und lief mit dem Hengst über den Hof auf die Wiesen. Als ich kaputt war und der kleine Hengst müde geworden war gingen wir beiden wieder in die Stallgasse zurück. Ich putzte ihn nochmal und kratzte nochmal seine hufe aus, als ich fertig war brachte ich den kleinen süßen Hengst wieder in seine Box ich blieb noch eine halbe Stunde in seiner Box und kraulte ihn er genoss es richtig. Danach wuschelte ich noch ein bisschen in seiner Mähne und ging dann auch aus seiner Box. Ich guckte traurig zurück denn ich hatte inzwischen den kleinen Hengst Saluta Accede richtig lieb gewonnen

      (Text by Globalesser Wörter: 583)​
    • Fratzi
      Pflegebericht für alle Pferde
      Alors on Danse' Dressurtraining + Ausritt, BB Ausritt, Weidegang, Autokauf, Ankunft von Albaran OX und Listen

      "Aaaaasii!" brüllte ich über meine große Sommerweide. Ein Pfleger zuckte zusammen, als ich ihm quasi ins Ohr brüllte, er war hinter mich getreten und brachte mir mein Handy, auf dem mich offenbar ein Anruf erwartete.
      "Ey.. verschone mich" protestierte er leise. "Omg, Sorry" entfuhr es mir während ich mich umdrehte.
      Alors on Danse war mittlerweile an den Zaun gekommen und Sam nahm mir das Halfter und den Strick aus der Hand, mit dem ich Asi zum Hof führen wollte. Während ich wild durch die Gegend rannte und dem Händler wild gistikulierend erklärte wieso ich die Kraftfutterlieferung heute schon brauchte verrichtete die gute Seele Sam meine Arbeit, band Asi an, putzte sie hingebungsvoll und steckte ihr Leckereien zu. Entnervt legte ich auf und lehnte mich an den Zaun. Ich sah Sam zu wie er mein Lieblingspferd versorgte und dachte ernsthaft über eine Gehaltserhöhung nach. Der Gute liebte Pferde, besonders Asi, über alles und schuftete sich für mich die Seele aus dem Leib. Gut, er durfte bei mir in der kleinen Wohnung neben dem Stall gratis wohnen, aber das erschien mir nicht genug. Darüber denk ich heut abend nach, beschloss ich und ging hinüber zu den beiden.
      "Danke Sam" sagte ich ".. aber sag mal. Hast du mal überlegt wieder zu reiten? Okay dein Vater hatte den Unfall, aber das kann dich doch nicht dein Leben verfolgen.. Asi würd sich bestimmt freuen" schlug ich vor.
      "Ich weiß nich.. Vielleicht nicht gleich Asi, die geht immer so ab.." äußerte er Bendenken. Aber er wankte, das spürte ich.
      "Dann nimm erstmal BB" meinte ich "Der ist nicht ganz so groß, die Ruhe selbst,hat genauso viel auf dem Kasten und ist viel gelassener." grinste ich ihn an.
      "Ich muss mit asi ihre Dressurlektionen von den Highlands durchgehen, aber heute abend könnten wir's doch versuchen? Der dumme Händler bringt das Futter doch eh nicht.." leistete ich meine Überzeugungsarbeit, während ich Asis Sattel festschnallte und die Bügel kontrollierte.
      "Ich red nochmal mit Ben, der kann den umstimmen, und über's Reiten denk ich bis zum Mittagessen nach" gab Sam nach und klapste Asi auf den Po.
      Ich wusste es, der konnte ja nicht ewig auf der Erde stehen, dem würd ein Üferd mal ganz gut tun, und verdient hatte er es allemal.
      Sam zog sein handy aus der Tasche um erneut den armen Händler zu bearbeiten während ich Asi auf den Platz führte, das Gatter hinter uns schloss, nachgurtete und aufstieg. Zum Aufwärmen, belies ich es bei einfachen bahnfigunren in Schritt und Trab, später steigerte ich das Programm.
      Ich übte Handwechsel, Volten mit 8 - 10m Durchmesser, Schlangenlinien und Schenkelweichen, sie stellte sich hervorragend an. Eine volle Stunde lang ging ich vämps Programm durch, bevor ich zum Trockenreiten in den Wald ging.
      Als ich vom Hof ritt erwartete mich eine Überraschung.
      Unter dem letzten Baum guckte mich BB an, vollständig aufgesattelt und gezäumt, hinter ihm Sam. Mit Helm und Rückenschutz bewaffnet stand er schüchtern am Tor und guckte mich an.
      "Meinstu echt ich pack das?" fragte er unsicher. Ich freute mich wie ein Schnitzel. "Kla, du kommst jetzt mit, wir könnens ja langsam angehen lassen!" gab ich zurück und sah zu wie Sam in den Sattel stieg als hätte er ein Leben lang nichts anderes getan.
      im Schritt ritten wir langsam vom Hof und ich sah wie Sam zusehends ruhiger wurde, BB zeigte wirkung, seine Gelassenheit war ansteckend.
      "Genau so wie ichs in Erinnerung hatte.." meinte er.
      "Willstu weiterreiten? BB bräucht viel öfter Bewegung.." wagte ich zaghaft vorzuschlagen.
      "Wenn ich darf.. Gern! Nach Feierabend oder so, ich wohn ja ums Eck so gesehen.." grinste er mich an. Wir unterhierlten uns angeregt über Pferde, reiten und alles mögliche, und der Ausritt ging viel zu schnell vorbei. Wir waren nur Schritt geritten, Asi hatte ihre Ruhe gefunden, war wieder trocken und entspannt. Völlig entkräftet trottete sie neben BB her, der gern galoppiert wäre.
      "Solln wir Pferde tauschen? Ich reit mit BB schnell die Schleife um den kleinen Acker, dann hat BB Bewegung und du kannst deinen Liebling Asi reiten" schlug ich vor, als der hof bereits wieder in Sichtweite lag.
      "Gern, tolle Idee!" freute Sam sich und war schon abgestiegen, bevor ich meine Dicke überhaupt zum Stehen brachte.
      Wir tauschten die Pferde und ich bog nach rechts auf einen kleinen Feldweg ab, der einen winzigen Acker umrundete. Ich sprengte BB im Galopp um den Acker während Asi den normalen Weg weitertrottete. Eine Minute später trafen wir wieder aufeinander und beließen es dabei, ritten heim, putzten die Pferde und stellten sie auf die große Sommerweide.
      Ich lud meinen 'Kumpel' noch zum Mittagessen ein, wo ich ihm einen Vorschlag unterbreitete.
      "Wie wärs wenn wir rüber anch Katzbach fahren? Dort ist doch heute dieses Fahrzeugedingens.. Ich brauchn Van undn Unimog oder n Traktor.. Du könntest mir beim Feilschen helfen, den Händler hast du doch auch gepackt, hast du erzählt.."
      brachte ich mühsam zwischen meinen Zahnreihern hervor, die die Spagetti festhielten.
      "Also der Händler kommt um eins, danach kann ich die Arbeit bestimmt auf Ben abwälzen, der schuldet mir noch was.. Mit Autos hat der eh nix am Hut" gab er zurück und sagte zu.
      Ich drehte mich um und sah auf die Uhr.
      "Shit, dan ist der ja gleich da.." meinte ich und räumte ab, wir hatten fertig gegessen.
      "Sirius!" schrie ich durchs Fenster über den Hof und sah den Riesen aufs Haus zurennen. Die Tür stand offen und so stand er bald in der Küche und wollte sein Futter. Ich schüttete etwas in den Napf und hüpfte schnell nach oben um mir etwas anderes anzuziehen. Ich beeilte mich, doch als ich wieder nach unten kam stand Sam bereits da und redete mit dem Händler, der grade Säcke mit Kraftfutter ablud. Keine Ahnung wie Sam ihn rumgekriegt hatte am Sonntag zu liefern, doch es war dringend und ich war ihm dankbar dafür, also bedankte ich mich noch mit einer Flasche Selbstgebranntem.
      Der Händler schob glücklich ab und ich blieb mit Sam auf dem hof zurück. Wir räumten die Futtersäcke ins Lager, nach getaner Arbeit wedelte ich vielsagend mir dem Autoschlüssel.
      Lachend setzten wir uns ins Auto und fuhren los, kriegten uns auf der ganzen Fahrt nicht ein und erzählten uns Sachen aus unserer Kindheit.
      Auf der Ausstellung angekommen ließen wir uns einen Parkplatz zuweisen und besahen uns die Fahrzeuge, alles ältere Semester.
      Meine kranke Seele wusste genau, was sie wollte - einen uralten Hippiebus von VW und einen Unimog von Mercedes Benz, zu oft war mein RAM-Schatzi schon im Dreck steckengeblieben und nicht zu befreien.
      "Also, ich suche einen Unimog, Modell 1000, 1200, 1500, oder 2000, am liebsten 1500. Außerdem einen Hippiebus, son altes VW-Teil" erklärte ich Sam.
      "Wtf? N Unimog? Was soll das sein?", er sah mich an als hätte ich gerade marsianisch geredet. Ich zeigte auf ein Modell um ihm ungefähr das Aussehen zu zeigen.
      "Sowas vom Aussehen her, aber nicht der, der fällt ja auseinander.." lachte ich.
      Zusammen besahen wir uns uralte Traktoren und machten uns über sie lustig, doch am Ende des Geländes wurden wir tatsächlich fündig.
      Ein kleiner Van stand da, etwas älter und unschön anzusehen, der dunkelgrüne Lack blätterte überall ab und die Chromstellen wirkten stumpf, das Innenleben verstaubt.
      Ich genierte mich nicht und legte mich kurzerhand unter das Fahrzeug, während Sam sich die Gegend unter der Motorhaube besah. Wir kamen zu dem Schluss dass sein Innenleben tiptop war.
      Ein Schock traf mich als ich den Tacho sah.
      "Sam? Die Karre hat 300.000km hinter sich" meinte ich während mir wahrscheinlich die Augen aus dem Kopf fielen. Für diese Zahl war das Ding umso rüstiger.
      Kurzerhand beschloss ich den Kauf mit tatkräftiger Unterstützung von Sam, der stark das Aussehen des Geräts bemängelte und den Kaufpreis fast halbierte, während der Besitzer nicht mehr wusste was er sagen sollte.
      Endlich schlugen wir ein, kauften den Kleinen zu einem Spottpreis und vereinbarten die Abholung für morgen.
      Tiefzufrieden schleppte ich Sam weiter über die Wiese, wie ein Kind die Mutter in Richtung Zuckerwattestand schleppt.
      Ich liebte PS über alles und blühte auf derartigen Veranstaltungen immer auf.
      Mir fiel ein Mähdrescher ins Auge, und kurzerhand kletterte ich hinauf um das Gelände zu überblicken. Ich hielt nach dem zweiten Objekt meiner Begierte Ausschau, Sam hängte sich an den Auspuff der nach oben wegging.
      "Guck mal da, der wär doch was.. Dahinten, der Dunkelblaue.." schlug er vor.
      Ich sah in die Richtung die er zeigte.
      "Ich weiß schon wieso ich dich mitgenommen hab, du hältst mich nich für verrückt und unterstützt mich noch" grinste ich. ".. den gucken wir uns mal an, der sieht passabel aus.." setzte ich hinzu und sprang vom Drescher.
      Um Selbstbewusstsein bemüht ging ich auf den Besitzer zu und fragte nach Baujahr, technischen Details und dem Zustand. Der war außerordentlich gut, man sah es ihm an. Dunkelblau leuchtete der Große in der Sonne, ein 2000-er Modell mi 140.000km auf'm Tacho. Auch der war vom Innenleben her einwandfrei, der Preis dagegen weniger. Gegen das Fahrzeug war auch nichts vorzubringen, nichts womit man hätte den Preis drücken können.
      "Hör mal, wir brauchen son Ding, das passt im Gelände und is billiger alsn Traktor, aber der kann auf die Autobahn mit seinen 90 Sachen Durchschnitt.." riet Sam mir.
      "Ich weiß, ich mach es jetzt einfach.. " meinte ich leise.
      Probeweise setzte ich mich hinters Steuer und lenkte spaßhalber.
      "Wieviel für mich?" fragte ich den Besitzer und bemühte mich um ein möglichst nettes Lächeln.
      "Das Gleiche." gab der unbeeindruckt zurück.
      Schulterzuckend stellte ich einen Scheck aus und vereinbarte dass ich den Riesen gleich mitnehme. Einen entsprechenden Vertrag hatte der alte Besitzer gleich dabei, ich unterschrieb und war um ein Gerät reicher.
      Der Unimog war nicht merh zugelassen, doch ich wollte ihn unbedingt gleich mitnehmen. Ich ließ mir alle Papiere und die Handynummer des Halters geben und ließ Sam im RAM hinter mir herfahren. So kamen wir heil mit dem Ding nach Hause, ich musste mich um fast nichts kümmern, TÜV galt noch und so beließ ich es dabei auf der Zulassungsstelle anzurufen.
      Zusammen mit Sam besuchte ich noch BB und Asi auf der Weide, für den Rest des Nachmittags verrichtete ich zusammen mit Sam und Ben die Arbeit mit dem Pferden.
      Wir hängten uns mächtig rein und mistete die Boxen, fütterte und putzte.
      Lightning Sugar, Shadowplay, Gentleman, Merci, Para, Darlin', Betty, Roxi, Die, Acce, Sweet, Maya, Cya, Voyage und Fly aus dem normalen Stall bekamen ihr volles Programm, wir teilten uns die Arbeit und anschließend holten wir Asi und BB von der Weide.
      Danach zog mein Trupp zum Zuchtstall weiter.
      Millennium, BB, Anduin, Voyageur, Heart, Story, Nuss, Caramel, Rose, Dari, Armani und Raufbold aus Stallgasse 1 wurden ausführlich gepflegt, BB spritzte ich noch die Beine ab und putzte ihn besonders gründlich den Weidestaub aus dem Fell.
      Danach kamen mein Schleifenwunder Vegas, Future, Roanoke, Rangoon, Sugar, Baby, Ino, Shadow, Sunshine, Sha, Implore, Mountain, Pfänne und Schwester Pflaume kamen zu ihren Streicheleinheiten und so werkelten wir bis tief in die Nacht, Ben verabschiedete sich schon bei Vegas.
      Sam war geblieben und half noch, wofür er abends noch eine Brotzeit und viel Sirius-Sabber kassierte.

      Überglücklich fiel ich spätabends ins Bett und freute mich auf meinen Bus, den ich morgen abholen würde.
      "Mal sehn wann die erste Spritztour drin ist.. Wir müssen ihn hald noch neu lackieren.." murmelte ich zu mir selbst, während ich mich in mein Kissen drückte.


      ...


      Am nächsten Morgen fiel ich fast aus dem Bett, der Wecker schockte mich derart. Cama hatte sich angekündigt um mir für einen kleinen Gefallen gleich einen Araberhengst vorbeizubringen, was ich bis jetzt nicht verstand. Das würde sie zurückkriegen, das wusste ich. Zum anderen sollte Töff noch einen Holsteinerrappstute vorbeibringen, bevor ich nach dem Mittagessen meinen Hippiebus abholten wollte.
      "Fraaaaaaatz, da kommn Pferde!" brüllte Sam von unten hoch, offenbar hellwach.
      "Kommscho!" schrie ich zurück und schmiss mich schnell in neue Klamotten.
      Ich polterte die Treppe hinunter und blieb an der Haustür stehen um mir Stiefel anzuziehen, als ich innehielt und mir die Schönheit besah die gerade die Rampe runterkletterte. Unter der Eiche stand noch ein anderer Wagen, ein kleiner kräftiger Polo mit einem Hänger dran, aus dem gerade Töff ausstieg. Auch sie besah sich Albi gründlich, wie er da auf dem Hof stand, herrisch wieherte und am Strick riss. Cama konnte ihn kaum halten, erst recht nicht als Raufbold als Platzhirsch zurückwieherte. Der stand bereits am Zaun, Sam hatte ihn offenbar schon rausgelassen, jetzt kam er Cama zuhilfe und zerrte den imposanten Hengst auf einen Extrapaddock. Ich fiel in der Zwischenzeit Cama um den Hals vor Dankbarkeit, sie wusste haargenau wie lange ich ein Auge auf den Hengst geworfen hatte.
      Eine Antwort wieso ich den Hübschen für das Zurückziehen eines Gebotes haben durfte bekam ich trotzdem nicht.
      "Ich muss los, viel Spaß mit ihm" meinte Cama noch während meiner zweiten Umarmung und stieg ins Auto.
      "Komm gut heim, Kleine" sagte ich und wandte mich Töff zu. Die hatte in der Zwischenzeit Listen to your Heart ausgeladen, eine Holsteinerstute, die schon früher lange Zeit auf meinem Hof verbracht hatte. Die Kleine machte wesentlich weniger Probleme, schien nur die Athmosphäre genau richtig zu deuten und blickte traurig, als sie Töff ein letztes Mal anstupste.
      "Komm sie mal besuchen, die freut sich bestimmt" schlug ich vor, während ich ihr den Kaufpreis in die Hand drückte. "Mach ich bestimmt mal, wir können ja ausreiten oder so" freute sich Töff. Nach der Melodie von LP dudelte ihr Handy los, und Töff nahm den Anruf entgegen, während Sam mich ansprach. "Fratz, mit Albi wirds noch Probleme geben, glaub ich.." meinte er. Ich drehte den Kopf, sah den Hengst mit einem quietschenden Wiehern wild um den Paddock traben und den Kopf werfen.
      "OhOh.." meinte ich ".. dito."
      "Wird schon werden, der gewöhnt sich schon ein.. Soll ich ihn auf die Winterweide bringen? Da ist der Paddock, dort kann er übernachten, er hat noch'n bissel Winterfell und da kann er laufen.." schlug Sam vor. "Ja mach das, vielleicht macht ihn das ruhiger.." sagte ich dankbar, während Töff wieder zu mir herkam und sich verabschiedete. Scheinbar war was Dringendes dazwischengekommen und so stand ich bald allein da, eine wunderschöne Rappstute am Strick, die sehnsüchtig dem Auto nachsah.
      "Nanana Kleine.. Du siehst sie wieder, wir kommen bestimmt auch miteinander klar, du kennst dich ja aus hier" versuchte ich die Stute zu trösten, was mir denkbar schlecht gelang. Mit traurigen Gefühlen hatte ich null Erfahrung, und so beschloss ich Listen einfach auf die Sommerweide zu stellen und holte Lightning Sugar dazu, die war lieb und umgänglich und ich hoffte die beiden würden sich anfreunden.
      Für heute hatte ich schon wieder genug, aber noch war ja nichtmal Mittag..
      Ich war gespannt was der Tag mir noch bringen würde.
    • Muemmi

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      .. im Zuchtstall, Stallstreichen

      Valley Victoria, Albaran OX, Listen to your Heart, Millennium GC, Blackbeard, Alors on Danse, Anduin, Keystone Voyageur, Sweet Heart, The Whole Story, Darym, Armani Code, Raufbold, Caramel C, Tender Rose, American Baby, Inocence, Little Miss Sunshine, Shalom, Implore the Darken Sky, Over the Mountain, Pfannkuchen, Pflaumenkuchen, Sugar, Looking at Las Vegas, Way to Future, Roanoke, Rangoon

      Rüde riss mich die Türklingel aus meinen süßen Träumen, Sam klingelte mich aus dem Schlaf. „Bin waaaaach“ brüllte ich mit einem wütenden Unterton nach unten, während ich mir schnell meine Stallsachen von gestern anzog. Ich öffnete Sam die Tür bevor ich in die Küche hüpfte und mir dort ein Schnittchen schmierte. Sam kam zu mir in die Küche, kratzte sich verlegen am Kopf. Immer so schüchtern der Typ, aber ich fand seine Bodenständigkeit toll, die besaß ich ja nicht. „Ey, war nicht zu dolle, ich hab dich ja drum gebeten mich rauszuklingeln“ meinte ich und stellte ihm einen warmen Tee hin, draußen war es noch empfindlich kühl. „Ich war schon früher wach, Ben holt grad Valley, Albaran und Listen aus dem Stall, dann geht’s los, danke dir“ sagte Sam und nahm den Tee entgegen. „Dann wolln wir ihn mal nich warten lassen wie?“ gab ich zurück, blieb aber sitzen und aß weiter, wartete bis auch Sam fertig war.
      Gerade wollten wir nach draußen gehen und uns der Arbeit stellen, doch da klingelte es erneut an der Tür. Es war mein Hofnachbar, ein alleinstehender Bauer auf einem einsamen Vierseithof. Ich hatte ihm am Vortag geholfen seinen gesamten Hof zu betonieren, der liebe Kerl brachte mir nun einen ganzen Ballen Stroh vorbei. Ich setzte all meine Überzeugungskraft ein um ihn davon zu überzeugen, dass die Geste völlig unnötig war, doch der gute Mann ließ sich nicht davon abbringen. „Dankeschön, kann ich brauchen“ dachte ich mir und dankte dem Mann überschwänglich, der sich wieder auf seinen brüllenden uralten Traktor setzte und davonfuhr, was den armen Albaran fast um den Verstand brachte, der Motor dröhnte abnormal laut. Quieksend und mit angelegten Ohren, Kulleraugen und schlagendem Schweif hüpfte er zwischen meiner Vollblut- und meiner Warmblutstute herum, die steinharten kleinen Hufe eines Läufers überall, es war unmöglich sich ihm zu nähern, von vorne kam schließlich eine Wand.
      „Albaraaan!“ brüllte der sonst so ruhige Sam plötzlich los. „.. jetzt spiel dich nicht so auf, er ist längst weg und du weißt das! Du bekommst auch so genug Aufmerksamkeit!“ rief er dem Hengst mit dunkler Stimme zu. Er hatte sich seit seiner Ankunft vor einigen Monaten viel mit dem ausdauernden Sportler beschäftigt, keiner auf dem Hof wusste besser wie er tickte als er. Mutig trat Sam auf Albi zu und klapste ihn auf den Hintern. Ich sog scharf die Luft ein, als ein Huf haarscharf an seinem Knie vorbeisurrte. Sam ließ sich nicht abbringen, drängte sich zwischen die leidlich ruhige Listen und Albaran und griff sich seine Führkette. Beruhigend strich er ihm über den Hals, und der anmutige Fuchs beruhigte sich rasch, wahrscheinlich mehr wegen dem starken Druck der Kette auf seinem Nasenrücken, doch er blieb ruhig, als Sam losließ. „Tolle Show“, meinte Ben schlicht, „…vielleicht übernimmst du den besser, Kumpel“ setzte er hinzu.
      „Cool, dann nehm ich Listen“ sagte ich und schnappte mir einen Putzkoffer, der unter der Eiche stand. Ich streichelte die mir Zugedachte und nahm ihren Kopf zwischen die Hände, putzte sorgfältig mit Schwamm und einer weichen Bürste. Die Dicke hielt eins a still und so konnte ich die Geräte bald weglegen und mir den Mähnenkamm schnappen. Die Mähne war schwieriger zu handhaben, sie war mittellang und sehr dick. Ich kämpfte mich durch den Schopf, bevor ich über dem Oberhals die Mähne bearbeitete. Die war nicht ganz so dick und schnell gekämmt, doch über dem Widerrist musste ich stark ruckeln und ziehen, bis die Mähne seidig bis zum Schulteransatz fiel. Dann machte ich mich über die Hufe, kratzte sie aus und verlas den Schweif, bevor ich Herzi gründlich striegelte, von Kopf bis Fuß, und sie auf die Sommerweide brachte. Dann holte ich mir mein Stutfohlen Mill, ein Hannoveranermix. Ich band sie an Listis Platz an und sah dass Albaran und Vicky mit Sam ebenfalls auf dem Weg zur Sommerweide waren und Ben BB und Asi holte.
      Ich wusste schon, bei wem Asi landen würde und ich lag richtig. Mit einigen Schwierigkeiten hatte ich Mills Kopf bereits gemacht, als Sam sich über Asi machte, die wie die Bravheit persönlich dastand und sich völlig in Sams Regime begab, obwohl sie sonst ein richtiger kleiner Teufel sein konnte. Mit Millennium war ich schnell fertig, Mähne und Schweif erübrigten sich, Hufe und Fell gingen auch ratzfatz, soviel Fläche war ja nicht da die ich hätte saubermachen können. Mill hüpfte fröhlich wie ein junger Springbock neben mir her und zerrte richtig am Strick als wir in Richtung Sommerweide gingen. Am Gatter hatte sich ein richtiger Hügel aus Halftern und Stricken gebildet, die Jungs ließen die offenbar immer am Gatter zurück. Unter normalen Umständen hätte ich sie genommen und in den Stall getragen, doch heute stand Stallstreichen an, und wir mussten eh alles aus der Stallgasse räumen. Also ging ich zurück und griff mir von Anduins Box sein beschlagenes Lederhalfter, mit dem er immer aussah wie ein Ackergaul vor dem Bierzug. Ich mochte den Dicken, der stabilere Typ Pferd war mehr mein Fall, stark und absolut unzerbrechlich. Mit mächtigen Schritten klapperte der Schwarzwälder hinter mir her zum Putzplatz. Auf Anbinden verzichtete ich, neben ihm standen Keystone und Sweet Heart, beides ruhige Hengste, die untereinandere keine Probleme hatten. Gegen Anduins Kraft wäre der Strick sowieso nicht angekommen, doch ich wusste er würde stillhalten. Man konnte in meinem Stall eigentlich kein ruhigeres Pferd als Anduin finden, der schon mehrere Paraden hinter sich hatte. Dementsprechend schnell ging es mit Putzen, er sträubte sich nur bei der Brust, wo er offenbar einige Druckstellen von der letzten Kutschenfahrt davongetragen hatte. Die waren mir noch nie aufgefallen, doch sie waren bereits halbwegs verheilt. „Guter Junge, aber du musst nicht alles allein managen“ flüsterte ich ihm zu als ich aus dem Gemeinschaftsspind die Pferdesalbe holte, die für fast alles gut war, von Muskelentspannung bis Wunden.
      Als schließlich auch Anduin fertig war band ich ihn und Keystone los, und beide klapperten hinter mir her zur Weide.
      Zum ersten Mal kam mir der Gedanke an Weideunfälle hoch, doch ich verwarf ihn gleich wieder. Das Gestüt legte momentan eine kleine Pause ein, und irgendeinen Nutzen würde eventueller Nachwuchs schon bringen. Ich ließ meine Kaltis auf der Weide frei und musste mich an den Zaun lehnen, als der Boden unter den donnernden Hufen zu beben begann. Doch es ließ bald nach und als ich zurück zum Putzplatz kam stand für mich schon Darym bereit, Ben war mir mit Sweet entgegengekommen und Sam hatte Story und Armani geholt. Ehrfürchtig streichelte ich meiner Hoffnung über den schön bemuskelten Hals, bevor ich mich auch dort an die Arbeit machte. Besonders gegenüber Armani wollte Darym sich beweisen, tänzelte und ließ ein herrisches Wiehern los. Laut und bestimmt rief ich die beiden zur Ordnung, und war fast ein bisschen überrascht dass die beiden tatsächlich auf mich hörten und sich benahmen. Still auf die Arbeit fixiert arbeiten wir drei weiter bis zum Mittag, bearbeiteten noch Raufbold, Caramel C, Tender Rose, Baby, Ino, Sonne, Shalom und Mountain, bevor wir uns zu einer Brotzeit auf meiner Vortreppe einfanden. Danach zog Sam im frisch lackierten Van los um grüne, weiße und dunkelbraune Farbe zu holen, während Ben und ich noch schnell den geschenkten Strohballen ins Lager schoben und den Rest der Zuchtpferde pflegten. Implore, Sugar, Pflaume und Vegas fielen unter mein Aufgabengebiet, Pfänne, Future, Oke und Roanoke übernahm Ben. Bis wir mit unsrer Arbeit fertig waren hatte Sam den Stall endgültig von Sattelzeug an Boxentüren befreit und war gerade dabei Boxenschilder abzuschrauben, während Ben und ich begannen alle Einstreu zu entfernen, dreckige sowie saubere. Kaum waren wir mit einer Box fertig, rückte Sam mit dem Hochdruckreiniger nach und spritzte was das Zeug hielt, damit alles wirklich sauber war. Es war schon drei und langsam zogen dunkle Wolken auf, als wir den Zuchtstall in einen Rohbau verwandelt hatten und uns mit Farbrollen, Pinseln und Farbe bewaffneten und den Stall von oben bis unten neu anstrichen. Von außen war keine neue Farbschicht nötig, doch an den Fensterläden und den Boxenwänden blätterte bereits viel Farbe ab. Hier kam Grün zum Einsatz, grüne Holzlasur würde von nun an in der Stallgasse vorherrschen. Die gemauerten Wände zwischen den Boxen verwandelte ich in reinweiße Barrikaden, doch ich wusste, es würde nicht lange halten. Im Inneren einer Box war Farbe zum Scheitern verurteilt, das wusste ich aus Erfahrung. Ben strich noch in dunkelbrauner Lasur die Kanten nach, während Sam die Metallspinde grün anpinselte und ich mich flach in die Stallgasse legte. Ich konnte nicht mehr, der Wille war stark, doch das Fleisch war schwach. Vom Physischen her war ich halt doch kein Typ und so beschränkte ich mich aufs Schnittchenranschaffen, während Sam und Ben unsere Arbeit abrundeten. Ich stellte den beiden Brote hin und ging noch einmal zur Sommerweide, wo sich meine Schätze tummelten. Ich zählte nach, und um eventuellen Ausbüchsen einen Riegel vorzuschieben hängte ich ein Vorhängeschloss ans Gatter, den Schlüssel steckte ich ein. Als ich zurückkam waren die Schnittchen fast weg, und mit meiner letzten Kraft erkämpfte ich mir das letzte Käsebrot.
      Die Nacht über würde die Farbe trocknen müssen und die Pferde würden auf der Weide übernachten. Völlig abgekämpft schob Ben ab, Sam verzog sich noch kurz zu Asi, bevor auch er sich trollte. Schließlich saß ich allein auf der Treppe und hing meinen Gedanken nach. Sirius hatte sich den ganzen tag im Hintergrund gehalten und forderte nun seinen Gassigang ein. Seufzend erhob ich mich und plötzlich überfiel mich die Traurigkeit, die mich schon die letzten Tage gefangen hielt. Mit schlurfenden Schritten, ausgepowert und lustlos trottete ich hinter dem glücklich hechelnden Sirius her, über die Felder, aber nicht allzuweit. Ich konnte nicht mehr, hatte keine Lust und war nicht bei der Sache. „Mädel, geh ins Bett, da gehörst du hin zum Geier“ sagte ich mir schließlich, bemühte mich energisch zu klingen als ich nach Sirius rief. Der gehorchte brav wie immer und es dauerte keine zehn Minuten, bis wir über die Allee wieder auf den Hof zurückkehrten. Sirius ließ ich bei den Pferden, er hatte gelernt aufzupassen. Zwar auf Schafe, doch das hier war in etwa das Gleiche und ich machte mir keine Sorgen. Müde plumpste ich am Abend wie ein nasser Sack ins Bett, fand nichteinmal die Nerven mir Pferdegeruch und Farbreste abzuwaschen. „Morgen“, nahm ich mir vor und zerrte mir im Liegen umständlich die Stiefel und die Röhre von dein Beinen um einigermaßen bequem schlafen zu können.



      … im Stall, Eisessen auf dem Hallendach, Ausritt und Pferdebesichtigung
      GH’s Diamant, Roxana, Muskat, Shadow of Water, Salute Accede, Lightning Sugar, Shadowplay, Gentleman, Merci, Liliputs Darlin’, Betty Barclay, Diabolo, Everlands Maya, Butterfly Effect, Grand Voyage

      Heute wachte ich nicht durch die Türklingel auf, sondern durch wunderschöne goldene Sonnenstrahlen, die mein Schlafzimmer in wunderschönes warmes Licht tauchten. Glücklich sprang ich aus dem Bett und riss die weißen Volantgardinen vollständig auf die Seite, damit das Licht in mein Schlafzimmer fluten konnte. Ich öffnete das Fenster noch sperrangelweit und blickte hinunter in den Hof. Sam war schon wach und putzte Roxana, ein kleines Haflingerfohlen, das vor kurzem die zweite Fohlenschau gewonnen hatte. „Ey Saam?“ schrie ich hinunter. Der schaute auf und gluckste los, offenbar hatte ich das altbekannte Krähennest auf dem Kopf. „Ahm.. wie eärs wenn du dich fertig machst und runterkommst?“ grinste er und fuhr sich vielsagend durch die Haare. Ich grinste und verschwand vom Fenster, zog mir meine Schlafsachen aus und schlüpfte in die Stallsachen. „Da will man einmal nett sein..“ murmelte ich kopfschüttelnd während ich mir meine Stulle machte. Ich trat hinaus ins warme Sonnenlicht und ignorierte Sam demonstrativ als ich an ihm vorbei in Richtung Sommerweide stolzierte. Ich stieß einen lauten Pfiff aus um Sirius zu mir zu rufen. Ich wusste, er kam durch die schmale Lücke neben dem Gatter, das wusste ich. Ich hatte sie extra eingelassen falls Menschen ohne Pferd auf die Weide wollten, doch Pferde passten nicht hindurch. Ich zählte die Pferde schnell durch, alle waren da. Sonne kam an den Zaun gehoppelt und wollte sich Streicheleinheiten abholen, kassierte aber nur einen feuchten Nasenstübser von Sirius, der fast größer als die Shettystute war. Der Rest graste friedlich weiter und als ich mit Sirius bei Fuß zum Hof zurückkehrte wandte sich auch Sonne wieder der Nahrungsaufnahme zu.
      „So, das wars. Länger kannst du dich nicht drücken, ich hab dir schon Nuss geholt“, besiegelte Sam meinen Tag. Gespielt theatralisch seufzte ich und ergab mich in mein Schicksal. „‘N Morgen Großer“ flüsterte ich dem braunen Vollbluthengst zu, der mir nur einen kurzen Blick schenkte. Roxi, die auf die Sommerweide zu den anderen gelassen wurde intressierte ihn mehr. „Is ja gut, sei brav, dann kannst du bald hinterher“ sagte ich mit einem Lächeln und machte mich über die Hufe. Sie waren fast sauber, Ed –seine RB- hatte offensichtlich gut saubergemacht nach dem letzten Ausritt. Auch sonst hatte ich keine Probleme, die lange dünne Mähne ließ sich leicht kämmen, auch das Fell war nicht allzu staubig. Der Schweif nahm da schon mehr Zeit in Anspruch. Er war ziemlich lang und schleifte ein bisschen auf dem Boden, was ihn unten ziemlich verfilzt machte. Mit viel Hingabe verlas ich jede einzelne Strähne, wofür ich von Sam reichlich belächelt wurde. Der schaffte noch Salute Accede und Shadow zu putzen, bis ich mit meinem Perferktionswahn den Schweif fertig hatte. Ich brachte auch Nuss auf die Weide, ließ mir auch Salute Accede mitgeben, mit dem Sam gerade fertig geworden war. „Nimmstu mir Diamant raus?“ bar ich Sam, schon auf dem Weg in Richtung Weide. „Mach ich!“ gab der sein Okay und ich joggte mit den beiden ungleichen Hengsten zur Weide. Nuss trabte erhaben neben mir her, Salute musste fast galoppieren um Schritt zu halten. „Schneller Mausezähnchen“, feuerte ich den Graufalben lachend an, als ich ihnen hinter dem Gatter die Halfter abnahm und beide zu ihren Freunden trabten. Mit schlenkernden Armen und entspannt, glücklich von dem tollen Wetter schlenderte ich zurück zum Putzplatz, wo Diamant schon auf mich wartete. Mustergültig brav stand das Trakehnerhengstchen da und guckte mich mit klugen Kulleraugen an. Er bekam noch kurz seine Streicheneinheiten, bevor ich mit Putzen begann. Das Hufegeben klappte tadellos, auch mit dem Halfter und dem Angebundensein kam er gut klar. Für sein Alter war der Hengst erstaunlich gut entwickelt, groß und lernfähig, willig und treu. Im feinen glänzenden Fell und der strubbeligen Fohlenmähne hatte sich fast kein Schmutz verfangen, und so war ich schnell fertig mit ihm. Ich belohnte ihn fürs Stillhalten mit einer Möhre und band ihn los. Dann brachte ich auch ihn zur Weide, wo seine Freundin Millennium GC schon auf ihn wartete. Es würde tolle Fohlen geben von den beiden, doch erstmal hieß es die Zuchterlaubnis für Diamant abzuwarten. Auf dem Weg zum Stall hing ich meinen Gedanken nach, sah Sam mit Shadowplay an mir vorbeiziehen.
      „Komm, gib dir‘n Ruck“ meinte Sam. „.. das kann ja keiner mitansehn…Was ist los mit dir?“
      „Wenn ich das wüsste…“, gab ich zurück.
      Aber brav wie ich war riss ich mich zusammen und die Athmosphäre wurde deutlich entspannter und lustiger, während wir weiterarbeiteten. Im Laufe des Vormittags kamen auch Lightning Sugar, Grand Voyage, Diabolo, Betty Barclay, Gentleman und Merci, Maya, Butterfly und Darlin‘ in den Genuss einer Rundumpflege, alle landeten auf der Sommerweide. Gegen elf Uhr war dort die gesamte pferdische Belegschaft versammelt und Sam half mir beim Kochen. Wir hatten uns für italienisch entschieden, Sam kochte die Pilzravioli während ich Parmesan-Käse rieb. Es schmeckte wunderbar und mit meiner Lieblingsmahlzeit im Bauch war ich wieder um ein Vielfaches glücklicher.
      So kam es dass ich Sam einen Vorschlag machte: „Ey? Ben mistet heute noch den Stall und holt die Stallpferde rein, was wenn wir den zuchtstall neu einstreuen, alle wieder reinholen und dann ‚n Ausritt machen? Drüben in Oberhausen steht’n Hannoveraner, ein brauner Junghengst… Den Fotos nach wär er was für Asi, den könnten wir uns angucken “ schlug ich vor.
      „Au ja, das machen wir, auf geht’s!“ Sam sprang auf und räumte das Geschirr in die Spülmaschine während ich das Reibeisen und den Nudeltopf abspülte. Zusammen gingen wir hinüber zum Lager und zogen den Strohballen von gestern wieder hervor. Wir schoben, zerrten und drückten wild an dem Ding rum, bis es endlich vor dem Zuchtstall stand. Ich war mir nie im Klaren darüber gewesen wie störrisch diese Teile eigentlich waren, die hätten es doch viel einfacher haben können. Ich schnappte mir eine Gabel und streute den linken Teil der Stallgasse ein, Sam übernahm den Rechten. Peinlich genau passten wir auf dass wir ja nicht an der neuen Farbschicht kratzten, obwohl die natürlich längst trocken war. Nach getaner Arbeit machte ich mich an die Boxenschilder und Futterpläne, die wieder an die Türen geschraubt werden mussten, während Sam das ganze Zubehör aus der Garage holte, wo wir es über Nacht deponiert hatten. Er hängte alles wieder in die Spinde und über die Bügel an den Boxentüren, während ich alle Schilder von Futterplan bis Stammbaum wieder anschraubte.
      Danach brachten wir die Pferde paarweise wieder in ihre Boxen, Darym und Asi blieben am Putzplatz.
      Besonders Darym hatte sich eingesaut, und da Asi für Sam reserviert war, schlug ich mich mit Daryms schlammverklebten Fell herum, kratzte die Hufe aus und verlas notdürftig das Langhaar, auf eine Fieselei wie bei Nuss hatte ich keine Lust.
      Schnell waren die beiden gesattelt und wir schwangen uns in den Sattel.
      „Also. Schaff an, wohin?“ meinte Sam frech grinsend und trieb Asi an. Auch ich schenkelte Darym und war schnell mit der Kohlfuchsstute auf gleicher Höhe.
      „Komm mein Knecht, lass uns zum Märchenwald aufbrechen um den Prinz zu besichtigen“ näselte ich mit gar führnehmen Gesicht, versammelte Darym und bemühte mich aus ihm einen schwingenden Märchenpferdtrab herauszuholen.
      Sam lachte los, unaufgewärmt hatte Darym den absoluten Ackergaultrab, träge wackelte er die Allee entlang.
      „Kommschon Dari, du bist mein Märchenpferd“ versuchte ich ihn anzufeuern, doch dann brach der Lachkrampf aus mir heraus.
      „Raus damit: Was hast du mir ins Glas geschüttet?“ prustete ich schließlich als ich mich einigermaßen beruhigt hatte.
      „.. Nur einen edlen Tropfen, der gar fürnehmen Prinzessinnen gebührt“ antwortete Sam mit untertäniger Stimme und einer Verbeugung.
      Erneut hielt mich nichts mehr, doch Alors on Danse stoppte meinen Lachanfall in dem sie einen Bocksprung einlegte. Das Gegacker über ihr schien ihr gar nicht zu gefallen und so rissen wir uns zusammen um die Situation nicht auszureizen. Die Stimmung blieb heiter während wir den ‚Märchenwald‘ durchquerten und draußen auf den Feldern angaloppierten. Wir lieferten uns ein Wettrennen, welches für mich ansolut aussichtslos war, Darym war mehr ein kräftiger, kein leichter Läufer. Er war ausdauernd, Sprinten lag ihm nicht.
      Es dauerte nicht lang bis wir Halt am Waldrand machten. Wir standen vor einem großen noblen Vierseithof, doch auf Pferde gab es keinen Hinweis. Wir ritten durch das Tor und wussten sofort wieso. Der vorhandene Platz war hervorragend ausgenutzt worden, und statt einem riesigen Rondell war dort die offenbar einzige Weide. Ein Brauner graste dort, ich fragte mich ob das der mir zugedachte sein sollte.
      Wir stiegen ab und banden die Pferde vor dem Haupthaus am Treppengeländer an, bevor wir nach oben gingen und klingelten.
      Ein kleines Mädchen von etwa vier Jahren öffnete den Briefschlitz und spähte hindurch.
      „Hallo Kleine, is dein Papa da? Wir wollen uns ein Pferd angucken“, sagte ich mit einem Lächeln auf den Lippen.
      „Meine Mama hat gesagt ich darf nicht mit Fremden reden“ gab die Kleine trotzig zurück und ich sah durch den Briefschlitz wie sie an einem Zopfende kaute.
      „Kann ich ihnen helfen?“ wurde uns von hinten zugerufen. Ein Pfleger kam auf uns zu, stellte sich überraschend als der Hausherr vor. Mir fielen fast die Augen aus dem Kopf, bei einem Anwesen dieses Kalibers hätte ich nicht damit gerechnet dass der Häuptling mitarbeiten würde. Andererseits war es bei mir ja genauso…
      „Ja, wir wollen uns den Braunen ansehen, den Hannoveraner-Junghengst“, erklärte ich. „.. wir haben telefoniert, ich bin Fratzi“.
      „Ah, dann bassts ja, ich hab sie schon erwartet. Entschuldigen sie meine Tochter, manchmal kann sie schwierig werden, sie macht was sie will“ antwortete er verlegen.
      „Kein Ding“, gab ich zurück. „.. wo ist das Pferd denn? Ist das der auf der Koppel hier?“
      „Ja, das ist Prinz“, erzählte er. „.. er ist jetzt zweieinhalb Jahre alt, wir werden ihn hier einreiten und eine Grundausbildung vornehmen, dann wird er verkauft. Wollen sie ihn mal in Bewegung sehen?“
      Ich war haltlos begeistert. Mittlerweile standen wir am Zaun und die Braune Schönheit war zu uns gestoßen. Neugierig beschnupperte er Sam und mich, immerhin rochen wir nach zig fremden Pferden. Sanft streichelte ich die samtene Nase des Junghengstes und vergaß fast dem Besitzer zu antworten. „.. Klar, gerne“, beeilte ich mich zu sagen.
      Der Besitzer kletterte über den Zaun und schnappte sich das Halfter des Pferdes. Er joggte mit ihm einmal um die Weide und zeigte uns seinen Trab, dann nahm er sich eine Gerte die am Gatter auf dem Boden lag und trieb ihn zum Galopp an. Der war wahnsinn, raumgreifend und schwingend. Völlig taktrein preschte der Hannoveraner über die Weide und ließ uns staunen. Noch immer ein bisschen um Fassung ringend streichelte Sam den Hengst, als er mit dem Besitzer zusammen wieder zu uns gekommen war.
      „Das waren mal die Gänge, eine L-Dressur könnte schon klappen, trotzdem ist er mehr ein Springer, auch den Eltern nach“ setzte der Besitzer hinzu.
      „Saam?“ fragte ich leise. Der nickte nur, völlig gefesselt vom interessierten Blick des Pferdes.
      Ich wertete seine Reaktion als ein klares Ja und wandte mich an den Besitzer: „Sagen sie, kann ich mir den irgendwie reservieren, bis er ausgebildet ist und verkauft wird? Ich nehme ihn, wann immer sie ihn aus den Händen geben“.
      „Das lässt sich machen, sie können ihn ja mal besuchen und sich seine Fortschritte ansehen, ich kontaktiere sie dann“ meinte er.
      „Vielenvielen Dank“, sagte ich, mehr mit Blick auf das Pferd als auf ihn.
      Wir verabschiedeten uns und ritten nach Hause zurück. Die Pferde waren sauber, Sam kratzte nach dem Absatteln nur schnell die Hufe aus, während ich eine große Box Walnusseis und Löffel holte.
      „Komm mit“ meinte ich nur, und zog Sam am Ärmel hinter mir her hinter die Halle. Dort war noch die Leiter die wir mal für Ausbesserungsarbeiten benötigt hatten, diese kletterte ich nun hoch, das Eis in der einen Hand.
      Endlich oben machten wir es uns auf dem Hallendach gemütlich und löffelten unser Lieblingseis, während wir Ben zusahen, der gerade gekommen war. Er holte die Stallpferde rein und schob eine Schubkarre Mist um die andere nach draußen, bemerkte uns jedoch nicht.
      Mittlerweile war es später Nachmittag und wir saßen noch lange auf dem Dach und aßen Eis, redeten über Prinz und besahen uns den Sonnenuntergang, wobei mir wieder schlagartig Melancholie und Müdigkeit in die Knochen fuhr.

      ~ 23.000 Zeichen by Fratzi
    • Eddi

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      ... ein Tag lang Vertretung für Fratzi

      Rangoon, Way to Future, Raufbold, Sugar, Looking at Las Vegas, Shalom, Over the Mountains, American Baby, Implore the dark Sky, Millenium GC, Blackbeard, Alors on Dance, Darym, Don Caladrio, Anduin, Listen to your Heart, Odysee, Like Rain in the Desert, Swarovskis Salinera, Rheingold, Lightning Sugar, Aurelie, GH's Diamant, Shadow of Water & Diabolo

      Die Sonne schimmerte schon durch die grünen Äste der Bäume und zeigte die großen Nebelschwaden auf den Wiesen und Feldern. Der Herbst würde bald kommen. Die Blätter der Pappeln färbten sich schon bunt, sie waren zumeist die ersten im Herbst, die ihre Blätter verloren.

      Ich fuhr die Auffahrt zum Collier Lakes Stud hinauf. Da Fratzi heute einen wichtigen und leider auch sehr umfangreichen Termin am Ende der Stadt hatte, hatte ich beschlossen, dafür bei ihr einzuspringen. Den Gefallen war ich ihr für Muskat noch schuldig. Ich stieg aus und zog die kühle Morgenluft ein. Ein markantes Zeichen von Fratzis Hof war die große, eher riesige, Eiche in der Mitte des Hofes und Gestütes. Rundherum standen Gebäude und lagen weitläufige Wiesen. Ich schaute mir den Gestütsplan an, Fine und Fratzi hatten ihn mir extra angefertigt. Ich seufzte, denn ich hatte keinen Plan wo hin ich sollte. Doch da kam schon die Rettung, naja sie starrten mich misstrauisch an, aber was solls. “Hey, ich bin Eddi. Die Aushilfe für Fratzi.” sagte ich lächelnd, keine Unsicherheit zeigen, dachte ich mir nur. Die beiden jungen Herren mussten dann wohl Ben und Sam sein, die auf dem Gestüt arbeiteten. “Hallo. Ich bin Sam und das ist Ben.” Der eine deutete auf den anderen. “Hey.” sagte diese. Ich hatte jetzt schon für mich beschlossen, Sam netter zu finden. “Okay. Eigentlich ist mir alles klar, nur den richtigen Tagesablauf könnte ich noch gebrauchen. Fratzi meinte ihr könntet mir da schon helfen?” Super, Eddi, schieb Fratzi vor. Sie war immerhin die Chefin und was sie sagte, wurde gemacht. Ben seufzte, Sam grinste. “Also, zuerst bekommen alle ihr Kraftfutter, aber das ist schon getan. Dann werden alle geputzt und dann geht es entweder an die Arbeit oder auf die Weide.” erklärte mir Sam. “Ist ja ganz simpel.” grinste ich und folgte den beiden über den Hof zum Stall. Mir wurde das Fohlen Aurelie ’zugeteilt’. Ich seufzte. Klar, erstmal testen ob ich mit Pferden klar komme. Sarkastisch nahm ich Ben den Strick aus der Hand und führte Aurelie zum Putzplatz. Diese trappelte fröhlich neben mir her. Ich holte noch schnell die Putzbox, die unter der Eiche stand und konnte dann loslegen. Zu mir gesellte sich Sam mit Asi, der Mutter. Mich hatte es gewundert das Aurelie mir ohne zu meckern von ihrer Mutter weggefolgt war. Doch jetzt waren beide ja wieder vereint. Ich begann mit einem Striegel durch das dichte Fohlenfell zu gehen und versuchte möglichst viel Staub herauszubürsten. Während ich also kräftig arbeitete, kam Ben mit American Baby. Ich kannte die Stute noch von Sammy und so kam doch tatsächlich ein redseliges Gespräch zwischen uns drein zu Stande. Während Ben und Sam mir viel über das Collier Lakes Stud erzählten, erzählte ich ihnen von Hayes End und dem Hollybrook Stud. Aurelies Langhaar war ein komplizierter Fall, denn es war richtig dick. Nachdem ich mich durch ihr Haar gekämpft hatte, kratzte ich noch die Hufen aus und fettete diese auch ein. Aurelie gab brav die Hufen ohne Probleme. Als dann auch Sam fertig war, brachten wir Mama und Tochter auf die große, grüne, saftige Weide. Ich beobachtete die beiden lächelnd. Ben ließ noch American Baby dazu und dann tobten die drei über die Weide. “Weiter an die Arbeit.” lachte Ben und stieß mir mit seinem Ellenbogen in die Seite. “Hey!” rief ich erschrocken aus. “Pff, das hat wehgetan.” sagte ich sarkastisch, als Ben und Sam lachten. “Na passt nur auf.“ grinste ich und schubste die beiden von hinten, aber wirklich nur vorsichtig, ich konnte ja nicht ahnen, dass Ben sein Gleichgewichtssinn nicht so stark war wie sein Humor. Aber hey, letztendlich lachten wir alle drei. Und schon ging es zurück an die Arbeit. Spontan entschied ich mich für Odysee. Der Saddlebredhengst war einfach wow. Ben schnappte sich Don Caladrio und, so weit ich sah, nahm Sam Like Rain in the Desert. Der Pinto Hengst war toll. Sein Zeichen war seine Scheckung am Hinterteil, die wie ein Baum aussah. Wir drei fingen an die Pferde zu putzen und so langsam kannte ich Ben und Sam auch besser. Es wurde richtig lustig mit den beiden und so war es auch keine große Anstrengung, fast eine Stunde damit zu verbringen, Odysees Langhaar zu verlesen. In der Zwischenzeit hatten Ben und Sam schon Rain und Caladrio fertig geputzt. Sam war auch schon mit Diamant fertig, der junge Hengst tobte nun über die Weide. Stattdessen kümmerte sich Sam nun um Listen. Auch Ben hatte sich um ein Fohlen gekümmert, nämlich Millenium. Inzwischen war er dabei Darym auf Hochglanz zu putzen. Die beiden waren richtig schnell, wenn es darum ging sich um die Pferde zu kümmern. Ich bewunderte sie ja fast, wusste aber selber das es bei mir fast nicht anders war. Ich brachte den glänzenden Odysee nun auf die Weide und holte mir aus dem Stall Rheingold. Ich mochte das Warmblut und inzwischen war er auch meine Reitbeteiligung, am Ende des Tages könnte ich sicherlich einen Ausritt mit ihm machen. Doch nun galt es erstmal, alle Pferde sauber zu bekommen. Im schnellen Arbeitstempo machten wir weiter. So standen auch bald Darym, Rheingold und Listen auf ihren Weiden. Die nächsten waren Rangoon, Way to Future, Looking at Las Vegas, Sugar, Raufbold und Implore tue darken Sky. Ich kümmerte mich um Rangoon und Las Vegas. Die beiden Hengste hatten sich in der diesjährigen Turniersaison gut bewiesen, auch wenn sie wegen der Zuchtpause kaum Gelegenheit dazu gehabt hatten. Ben und Sam waren in ihrem Element und ich musste mich ranhalten, genauso schnell wie sie zu arbeiten. Wir hatten alle Hände voll zu tun, denn die Pferde waren doch recht dreckig. Kein Wunder bei 3 Tagen Regenwetter. Wenigstens schien heute die Sonne und der Himmel war herrlich blau. Mich freute es, dass Fratzi mir ihren Hof anvertraut hatte. Auch wenn Ben und Sam etwas kompliziert waren, zumindest hatte man es da als Frau nicht leicht, aber wozu gab es die Pferde? Bei den nächsten sechs Pferden suchte ich mir Over the Mountain und Shalom heraus. Zwei hübsche Classicponys die verkauft werden sollten. Ebenso Anduin und Lightning Sugar, die Ben sich holte. So viel ich wusste, wollten sich Fratzi und Fine nämlich auf Westernpferde spezialisieren. Früher hatten sie eine reine Mixzucht gehabt, die war wirklich groß gewesen, Heart of Asia, doch diesmal sollte es eine Privatzucht werden. Während ich in Gedanken versankt, putzte ich automatisch Shalom. Sam kümmerte sich dagegen wieder um Blackbeard, auch BB genannt, und Salinera. Ich musste grinsen als ich diesmal schneller als Ben fertig war, der sonst immer damit angab. “Pah! Deine Pferde waren ja auch viel kleiner.“ sagte er grinsend. „Aber auf viel dreckiger.“ konterte ich und führte die Ponys auf die Weide. Nun kümmerten sich Sam und Ben noch um Diabolo und Shadow of Water. Ich dagegen sollte kochen. „Na Grazie.“ seufzte ich und verschwand in die Küche. Dort fand ich jedoch nicht das vor was ich brauchte. Also fuhr ich am nächsten Supermarkt vorbei. Als Sam und Ben dann herein kamen war der Tisch gedeckt, Orangensaft stand da und eine Schüssel mit warmen Toast. Ich tischte mein geliebtes Pilzragout auf. „Was?“ fragte ich, als ich die kritischen Blicke sah. „Man, das ist das einzige was ich kann.“ sagte ich lachend und schon mir eine Gabel in den Mund. Ben und Sam taten es mir gleich, aber mit gewisser Vorsicht. Doch nach dem ersten Bissen schien es ihnen auch zu schmecken. Ich stellte für Fratzi eine Portion in die Mikrowelle. Den Rest aßen die Jungs auf. „Okay ich würde sagen jetzt Boxen ausmisten, oder?“ die beiden anderen nickten. Ich grinste, sprang auf und warf die leeren Teller in die Spüle. Binnen fünf Minuten hatte ich alles aufgewaschen und schon ging es an die Arbeit. Wir teilten uns die 25 Boxen irgendwie gerecht auf und dann klappte das alles. Binnen drei Stunden waren wir fertig. Ich seufzte zufrieden und wischte mir den Mist vom Arm. Ben meinte er müsste los. Doch ich verneinte. „Wir machen jetzt noch was mit den Pferden und wenn Fratzi dann kommt, machen wir einen Ausritt zu viert.“ Erklärte ich grinsend. Also teilten wir uns auf. Ich schnappte mir Millenium und ging mit der Stute in die Halle zum Longieren. Sam hatte Spaß daran mit Diamant einen kleinen Gelassenheitsparcours zu absolvieren. Und Ben würde Lightning Sugar auf dem Reitplatz reiten, damit die Stute gut trainiert an den Verkäufer ging. Nach Millenium machte ich Las Vegas startklar und ritt mit ihm auf den Springplatz. Auch Sam schwang sich in den Sattel. Er ritt mit Listen ein wenig durch das Gelände. Die Stute hatte die letzten Tage schon genug Training gehabt. Ben war mit Sugar fertig, als ich mitten im Training steckte. Doch er wusste was zu tun war. Ich konnte sehen das er Sugar abspritzte und dann auf die Weide brachte. Heute war aber auch schönes Wetter. Las Vegas würde eine kleine Dusche auch vertragen. Nach zehn Minuten gesellte sich Ben mit Anduin zu mir auf den Platz. Das kraftvolle Kaltblut hatte feine Gänge. Als dann auch Ben mit Darym kam, ritt ich Vegas ab und versorgte ihn abschließend. Inzwischen war es schon Spätnachmittag und Fratzi würde in einer Viertelstunde kommen. Ich holte die Jungs von ihren hohen Rössern und ordnete an, dass die beiden sich ihre Ausrittspferde fertig machen sollten und ich meins und Fratzis machen würde. Für Fratzi nahm ich Odysee und ich selbst wollte Rheingold reiten. Da es zu keinen Zickereien kommen solle, beschlossen wir, nur Hengste zu nehmen. So ritt Sam kurzerhand Desert und Ben wollte Don Caladrio reiten. Als Fratzi dann tatsächlich ankam, erwarteten sie schon vier fertige Pferde und drei fertige Reiter. Sie zog sich schnell um und schwang sich in Odysees Westernsattel. Zu viert ritten wir Richtung Feld. „Und haben sich die Jungs benommen?“ fragte Fratzi lachend nach. „Naja, ja. Und mein Pilzragout hat ihnen auch geschmeckt, für dich steht noch was in der Mikrowelle, es sei denn sie haben es schon mitgefuttert.“ antworte ich grinsend, während die Jungs schwiegen. „Wettrennen über das Stoppelfeld?“ „Aber klar!“ tönte es von allen Pferden und als erstes preschte Caladrio los, ich gab Rheingold die Galopphilfe, er raste neben Odysee her und auch Desert preschte neben uns her. Sicherlich ein schöner Anblick: Vier Pferde, die über ein gold leuchtendes Stoppelfeld preschen, während hinter ihnen langsam die Sonne untergeht.

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    • Julia
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Fratzi
    Datum:
    6 Okt. 2009
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