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Citara

Debüt ♂ *Deutsches Reitpony*

[b]Debüt [/b] [img]http://i40.tinypic.com/mhd4x5.png[/img] [b]von: Douglas [/b] [size=1] [b]VV:[/b] Dublino [b]VM:[/b] Nibelungensage [/size] [b]aus der: Goldherz [/b][size=1] [b]MV:[/b] Mulay ox [b]MM:[/b] Goldstaub [/size] [b]Erfolge: [/b] - Douglas: Gewinner einer besonderen Hengstkörung; Gewinner eines Schönheitswettbewerbes; 2x 3. Platz Dressurturnier; 1. Platz Westernturnier; 1. Platz Springturnier; 2. Platz Springturnier; 1. Platz Fahrturnier; 3. Platz Military; Teilnahme am Osterritt 10; 3. Platz Dressurturnier The Single Malts; 1. Platz HdM - Goldherz: Gewinnerin einer Stutenkrönung; Gewinnerin eines Schönheitswettbewerbs; 4. Platz Carnevalsturnier Springen; 1. Platz Synchronspringen [b]Rasse:[/b] Deutsches Reitpony (100%) [b]Geboren:[/b] 2010 [img]http://i42.tinypic.com/97tsmw.png[/img] [b]Fellfarbe:[/b] Kohlfuchs [b]Abzeichen Kopf | Beine:[/b] Blesse | weiße Fessel (v. l.), hochweißer Fuß (h. l.) [b]Endstockmaß:[/b] 145 cm [b]Charakter:[/b] freundlich, frech, testet neue Besitzer [b]Beschreibung:[/b] Debüt hat seine wundervolle Fellfarbe von seinem Vater Douglas (v. Dublino, a.d. Nibelungensage) vererbt gekriegt, ebenso sein Potenzial für Turniere. Den Charakter hat er von seiner Mutter Goldherz (v. Mulay ox, a.d. Goldstaub) bekommen. Er hat gute Abstammung, sowie eine wundervolle Aufzucht bekommen. Sein Exeriteur ist traumhaft. [b]Eignung:[/b] Turnier, Zucht, Freizeit [b]Richterspruch Fohlenschau:[/b] darf nach einer Fohlenschau eingefügt werden. [b]Besitzer:[/b] Monsterflosse [b]Züchter: [/b]Zuchtgestüt Liberté [b]Vorkaufsrecht: [/b]Toffifee [img]http://i41.tinypic.com/8y9gys.png[/img] Galopprennen Klasse: / Western Klasse: / [b]Spring Klasse: [/b] / Military Klasse: / [b]Dressur Klasse: [/b] / [b]Distanz Klasse: [/b] / [size=1][b]fett [/b]: sehr viel Potenzial (75% ungeritten) unterstrichen : Potenzial vorhanden (45% ungeritten) [s]durchgestrichen [/s]: sehr wenig Potenzial (15% ungeritten) [/size]

Debüt ♂ *Deutsches Reitpony*
Citara, 6 Mai 2010
    • Citara
      Ein Prachtstück für Green Hills


      'Da bin ich also', murmelte ich, als der Flieger auf der Landespur des Johannesburg International Airport landete. "Südafrika", seufzte ich glücklich. Witzig war, dass mein Flieger genau dort landete, wo auch die Nationalmannschaft gelandet war, nur das diese wohl weniger in der Buisness-Class unterwegs gewesen war.​
      Also wartete ich auf meine Tasche und nahm dann den Bus zu meinem Hotel. 5*-Luxus, ich gönne mir diesen Urlaub mal, wo ich doch die letzten Jahre ohne Unterbrechung täglich nur geackert hatte. Um den Hof musste ich mir keine Sorgen machen - schließlich hatte ich Sam, Jan, Anja und Sonja (sie hatten mich zu diesem Urlaub überredet). Es war wirklich ein tolles Hotel mit allem nur erdenklichen Luxus. Und am Mittwoch hatte ich noch eine Karte für das Spiel Deutschland - Argentinien sichern können. Also war ich rundum glücklich und machte mich erst einmal auf in den Wirlpool, in dem ich mit Jan telefonierte, um zu Wissen, wie es den Pferden ging. "Aalso", fing er an, "Larissa wollte heute nicht so Recht geputzt werden, aber geschafft haben wir es mit vereinten Kräften dann dennoch", er schmunzelte, "und an der Mähne von Ice Splash, bis wir die nach ihrem Schlamm-Wälzer wieder sauber gekriegt haben, oh oh. Über Seth brauch ich wohl nichts weiter zu erzählen - brav wie immer. Jap, und unsere Falabellas werden immer frecher, deshalb bringen wir allen im Moment ein paar Kunststückchen bei. Turn kann ja zum Glück schon ein paar, und den anderen macht es wirklich Spaß, außerdem fahren wir die Süßen auch noch jeden Tag aus. Prince, Caipi und Mysteri waren auch brav. Naja, Else kennst du ja, die Frechdächsin...das waren die Ponys. Jetzt zu den Großpferden: Roxi hing wie immer nur mit Joyna rum, du kennst die beiden ja. Genau wie Vegas, Finja und Freedom, die drei sollte man echt mal trennen, die sind ja noch schlimmer als Roxi und Joyna! Romeo war mal wieder ein Schatz, Sam hat sich sichtlich gefreut als er den Westernsattel in deiner Kammer gefunden hat und mit ihm Barrelracing machen konnte...das hat er übrigens auch mit Joyna, Roxi, Schmuselocke und Happen gemacht, Arriban durfte zusehen. Unsere beiden Tekken und Nori verstehen sich auch prächtig, besonders die beiden Tekken, die lieben sich", er kicherte, "Linara und Liebe wie immer auch unzertrennlich, Love tobt gerade glücklich auf der Koppel rum." Damit hatte er fast alle beschrieben. "Und die anderen Zuchtpferde?", hakte ich nach. "Über die Falabellas und über Löckchen und Joyna hab ich ja schon erzählt, Itchy guckt auf Carenté-Vorstellungen immer Philipp nach. Sali und Cala, einzigartige Dressurasse, das durfte Anja feststellen, und Moonlight hat gerade 'ne Schmusestunde mit Sonja hinter sich. Aber jetzt zum spannenden Teil, den Neuankömmlingen: Debüt ist gekommen, Goldherz hat gefohlt. Ein sehr hübscher Kohlfuchs. Jap, und Findu hat Bluebayou und Cui gebracht, die machen nnur zu gern bei unserem Kunststück-Training mit", man hörte ihm das grinsen an, "Albus der Riese ist auch da. Und bei Khia hast du auf keinen Fall einen Fehlkauf gemacht, die ist arg schnell. Ach, und Maifee und Joyna haben auch gefohlt." - "WAAS?!", kreischte ich ihm überglücklich ins Ohr, "du musst mir unbedingt mal Bilder mailen" - "Ja das mache ich", er lachte, "sind übrigens beide total hübsch, beides Stütchen. My Apocalypse Fohlen ist ein Red Spotted Leopard geworden, und Joyce ist was ganz besonderes. Ein Dark Bay Sabino. Und kein einfacher Sabino, sondern einer von der Stichelhaarigen Art mit der extravagenten Scheckung und viel Weiß" Ich freute mich richtig. "Aber ich muss jetzt wieder an die Arbeit, da will ein Zaun geflickt werden. Hab ja schon gesagt, Else war wieder frech..." Ich lachte laut auf, bevor wir uns verabschiedeten und auflegten.​
      Nun hatte ich genug entspannt, ich stand auf, duschte und trocknete mich ab und zog mich an. Schließlich wollte ich noch ein wenig über die Straßen wandern und nicht zuletzt am Hotel unserer Nationalmannschaft vorbeischauen. Nur schauen, nicht fotografieren, nicht reden, nicht klingeln.​

      Also schnappte ich mir Sonnenbrille und Handtasche und verließ das Hotel. Meine Haare wehten leicht im Wind und ich war immer leicht am Lächeln - zu glücklich war ich gerade.​
      Am Straßenrand sah ich einen Südafrikaner, der gerade einen Sattel hochhob. Ich meinte, den Sattel zu kennen...jetzt war ich neugierig. "Hello", grinste ich, "Do you know where this saddle come from?" Er drehte sich um und meinte: "Hello. It's from Germany. Why do you ask me?" - "Oh, i think i know it" Ich grinste und sah, dass ein wenig der Polsterung abgetragen wurde. Das Pferd, welches ihn jetzt trug, musste einen ziemlich hohen Widerrist haben. Eins erkannte ich eindeutig: Der Sattel war aus meiner Hand. "I've buied it from a woman from Germany. Sadly it don't fit well. What else, anyway I have to sell my stallion", er seufzte traurig, ging dann in eine Gasse und bedeutete mir, mitzukommen. "Shall I try to fit the saddle to him? I''m a saddler. Okay, I seldom make new saddles because my stud is a very hard job." Er lachte - und ich hatte keine Ahnung ob er über mein Englisch lachte oder es nur pessimistisch gemeint war. "I have no money" Also war es pessimistisch gemeint. Na gut. "But I've got enough money so I don't need more." Er sah mich fragend an, worauf ich noch etwas hinzufügte: "I'll fit the saddle for free" Schon war er ein wenig glücklicher. "Thank you! But...you have a stud?" - "Yes, I have. Flair and I change our breeds at the moment so we dont breed any foals now. We search for stud horses at the moment." - "And wich breeds are you going to breed?", er biss sich auf die Lippe, es schien ihm zu schmerzen - warum auch immer. "Heavy Warmbloods, Criollos and Thoroughbreds. Why..?" Nun zeigte er auf einen wunderschönen, rosé-weißen, schlanken Vollbluthengst. "That's my stallion", antwortete er knapp und biss sich erneut auf die Lippe. Ich ging einen Schritt auf den Hengst zu und strich ihm über die Nüstern, während der Mann ihm den Sattel auflegte. 'Wie gut, dass ich für gewöhnlich Nadel, Faden und Nahttrenner dabei habe, ich dachte immer das wäre eine dumme, unnütze Angewohnheit', dachte ich bei mir und sah, wie viel zu hoch der Sattel um den Widerrist herum saß. Schnell bat ich den Mann, den Sattel so zu halten, dass ich an die Naht unterm Widerrist kommen würde. Das tat er und so trennte ich schnell die Naht auf, nahm ein wenig Polsterung herraus, glättete das Leder und nähte die Naht wieder zu. "You can try it if you want", meinte ich und er legte den Sattel auf - er passte perfekt.​
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      "Thank you", meinte er aufrichtig, doch es schwang Traurigkeit in seinem Ton mit. "You said that you have a stud with Flair. Are you Monsterflosse...from Green Hills?" - "Yes, I am", ich grinste leicht, doch ich verstand nicht so recht. Was wollte er? Er redete weiter: "And you said that you search for stud horses, too. And you know that I must sell him....", er wollte nicht weitersprechen und lehnte sich traurig an den hübschen Hengst. Ich wusste jetzt was er wollte und begriff meine Chance auf diesen wundervollen Hengst, der anscheinend so sanft und doch recht schnell war. "Has he got papers?", fragte ich und der Mann nickte. "I think you know Saphira, the black Mare from Pharlap? She's his Mum. His Dad is unfamous at the Moment, but he is very fast and talented. He is Empire State of Mind." Ich erinnerte mich an den feingliedrigen, weißen Hengst, den ich für Crazy importiert hatte, als ich noch keine Angestellten hatte und bei dem Jan sich immer beschwerte, dass ich ihn nicht behalten hatte. "Can I do a ride with him?" Ich war tatsächlich sehr interessiert. "Yes, you can. There is a riding place, there can you try it." Er zeigte nach rechts, und tatsächlich, dort war einer. Schnell schnallte er den Sattel fest, ließ mich auftrensen und ich führte Escador - wie der Hengst wohl hieß - zum Reitplatz, bei welchem ich aufstieg. Dann testete ich ihn: Schritt, Trab, Galopp, Renngalopp, Sprung. Und ich musste feststellen, dass Escador ein perfekter Zuchthengst für Green Hills war. "When you like to I'll buy him", teilte ich dem Mann meine Entscheidung mit. Er freute sich, einen guten Platz gefunden haben, doch spielte auch Trauer in seinem Gesicht mit. "How much?", fragte ich, worauf er nur antwortete: "I don't know. He haven't run any races until yet and he isn't trained well. But I've buied him as a foal...when he still was a bay..." - "I make a suggestion: 10.000 Euros...ähh...that are...circa 118.920 ZAR?" Der Mann bekam große Augen: "Thats too much", stellte er fest. Ich lachte. "No it isn't. You don't know whats the price of some other Thoroughbred who are slower than him?" - "No", nun grinste auch er und unterschrieb einen Vertrag, den ich mir daraufhin genau durchlas und dann ebenfalls unterzeichnete. "Now he's yours. The Tack too i think", ich nickte nur kurz dankbar. Im Vertrag war schon abgehandelt, dass ich ihn bis zu meiner Abreise hier, bei seinem alten Stall, unterstelle dürfte. Das mit dem Flug bekäme ich schon geregelt. Also verabschiedete ich mich von dem etwas traurigen Mann, um erst einmal einen Ausritt zu unternehmen. Das Geld hatte ich ihm bereits gegeben.​

      Mit meinem riesigen Hengst erregte ich reichlich aufsehen. Klar, er hatte schließlich die Größe eines Shire Horses undich selbst müsste ca. 15cm größer sein, um allein über seinen Widerrist schauen zu können. Plötzlich ref irgentetwas "Ich kack ins Essen, da ruft schon wieder einer an!" Ich lachte und wusste was es war, also griff ich nach meinem Handy und nahm ab. "Hey Jan", grinste ich und brachte Essi (diesen Spitznamen trug Escador seit 15 Minuten) zum Stehen. "Hey Monsta", meinte er, "und, was machst du grad so?" Ich lachte. "Du hast Langeweile, oder?" - "Nein, nur nix zu tun" Auch er lachte. "Nunja, ich reite grad aus." Er war erstaunt. "Mit wem?" - "Unserem neusten Neuzugang, den ich am Donnerstag mitbringe." - "Um was handelt es sich?" - "Ein Prachthengst. 1,90m, Rose Gray, reinrassiges englisches Vollblut mit Papieren und Abstammung: Saphira x Empire State of Mind" Jetzt sah ich ihn förmlich vor mir, die Kinnlade weit offen. Kurz war er sprachlos, dann rang er sich durch zu fragen: "Wo hast du denn den her?" - "Gekauft. Nein, ich hab gesehen wie ein Mann mit einem meiner Sättel unterwegs war und ich hab ihn angesprochen, worrauf er meinte dass er seinen Hengst bald eh verkaufen müsste und ja, dann haben wir über Green Hills gelabert und dann fragte er ob ich denn nicht noch einen Zuchthengst gebrauchen könnte. Und dann zeigte er mir den Escador." - "Ich freu mich schon auf ihn", lachte er, "aber jetzt bin ich erstmal neugierig, wie sieht das Hotel unserer Mannschaft aus?" - "Ou. Keine Ahnung, war noch nicht da, dann reite ich gleich mal drauf los. Bis heute Abend?" - "Jap, bis heute abend, Tschau!" Auch ich verabschiedete mich und brachte Escador nun in einen langsamen Galopp.​

      Der Weg war nicht lang und bald durfte ich ein schönes Hotel betrachten. Und den Bus unserer Elf. Und unser Team. Unser Team? Ich brachte Escador zum stehen, um besser sehen zu können. Tatsache. Zum Glück war ich nicht die einige die sich gerade vor dem Hotel befand. Nur ich machte die Rechnung nicht mit Philipp Lahm, der ja selbst ein Vollblut besaß. 'Oh Gott', dachte ich. Schnell stieg ich ab, denn sie kamen direkt auf mich zu und ich wollte nicht von oben herab sprechen müssen. "Thoroughbred?", fragte Philipp Lahm und nickte zu Escador. Ich nickte: "Jap, Vollblut. Ich hab mit ihm noch so einiges vor", und klopfte Essi den Hals, welcher mich darauf sanft anstupste. "Ah, Sie sprechen Deutsch", lachte er, "Sehr ruhig für ein Vollblut. Surabaja wäre bei solchen Menschenmengen schon längst ausgerastet", nun grinste er und ich entgegnete sofort: "Meine Khiara El Assuad auch, die kleine Zicke" - "Riesiger Hengst. Wer sind denn die Eltern?" - "Naja, der Vater ist jetzt nicht sonderlich bekannt, Empire State of Mind. Ist auch eher klein. Seine Größe hat er von seiner Mutter Saphira, die ist aber bekannt." - "Wollte ich gerade sagen, Saphira kenne ich doch", schmunzelte er und hinter ihm räusperte sich Bastian Schweinsteiger. "Philipp, wir sind auch noch da!" Philipp Lahm drehte sich um. "Ou ja, ach was, ich war halt neugierig. So einen Riesen sieht man nicht oft, und Vollblut-Schimmel sind auch nicht so häufig. Außerdem such ich noch nen Hengst der später mal geeignet für ein Fohlen von Sura wäre." - "Schon klar", entgegnete Lukas Podolski und wendete sich dann mir zu, "Wie heißen sie denn?" Sofort antwortete ich: "Monsterflosse" Philipp Lahm wurde hellhörig: "Green Hills? Flair und Sie?" - "Genau", lachte ich. Er redete weiter: "Ich hab gehört ihr wollt demnächst auch Vollblüter züchten, wann macht ihr denn wieder auf und auf welchem Niveau?" - "Wann ist noch unklar, und auf höchsten natürlich", ich grinste in mich hinein, als ich die genervten Gesichter der anderen Spieler sah. Mir viel es schwer, ein losprusten zu verkneifen. "Ich würd ja zu gern mal wissen, wie schnell es sich anfühlt wenn man auf ihm Sitzt, und vor allem wie hoch...", murmelte Bastian Schweinsteiger leise, es war anscheinend nicht für meine Ohren bestimmt. "Im Ernst?", lachte ich. Erst war er ein wenig geschockt, doch dann lachte auch er: "Ja:" - "Dann kommen Sie", meinte ich, stieg auf Essi auf und hielt ihm die Hand hin. Erst war er leicht eingeschüchtert, doch dann nahm er sich ei Herz und sprang hinter mir auf. "Halt dich gut fest. Egal wo, hauptsache gut. Okay, vielleicht nicht gerade so dass es Escador weh tut" Ein wenig Angst hatte der Schweini dann wohl doch, also nahm trieb ich Essi erstmal in den Trab und dann in einen mittleren Galopp. Prüfend sah ich nach hinten - es schien im Spaß zu machen. Also legte ich noch einen Zahn zu und wir rasten einen kleinen Rundlauf. Als wir wieder bei den anderen angekommen waren, stoppte ich und Bastian Schweinsteiger stieg ab. "Schade", grinste er, "ist fast so gut wie Autofahren" Ich schüttelte grinsend den Kopf. "Das ist doch nicht vergleichbar." Und wieder ging mein Handy los:"ICH KACK INS ESSEN, DA RUFT SCHON WIEDER EINER AN!" Oujeh, peinlich. "'Tschuldigung", murmelte ich und ging ans Telefon. Begrüßt wurde ich wieder von Jan. "Hey Jan", grinste ich.​
      Er war ganz außer Atem, was mir Sorgen bereitete. "Was ist los?" - "Fallen...sie ist mal wieder ausgebüxt und in ein Loch getreten...und wir können sie nicht fangen, obwohl sie lahmt, und zwar stark, sie schleift das Bein nurnoch..." Meine Miene schlug schlagartig um - von belustigt in angespannt und besorgt. "Sam ist doch Westernreiter? Dann...dann nehmt Khiara, Else und Ice Splash, die drei schnellste, und Sam kriegt Joyna, die ist westerngeritten. Sag ihm, er soll sie mit dem Lasso packen...und dann holt schnell einen Tierarzt" - "Okay", meinte er gehetzt und legte auf.​
      "Was ist los?", fragte Mesud Özil. Ich holte tief Luft und antwortete: "Das war mein Freund und Angestellter Jan, er hat mir grad was berichtet. Fallen Immortaliny, ein Araberstutfohlen von mir, ist ausgebüxt und in ein Loch getreten und lahmt jetzt stark. Naja, ich muss dann auch mal zurüch, Bis dann!" Alle verabschiedeten sich und ich brachte Escador zum Stall zurück um darauf hin zurück zum Hotel zu laufen und mir dort ein paar Runden im Pool zu gönnen. "Fallen kriegen die schon wieder hin", versuchte ich mir einzureden, doch die Sorge blieb.​
    • Citara
      Unfaithful

      Es war bewölt und bedrückte Stimmung lag über meinem Hof. Ich hatte gerade Who got the Key von Elle in Empfang genommen und putzte ihn ausgiebig, während Sam sich um Roxy und Joyna kümmerte. Mitleidige Blicke empfingen mich von ihm - warum wusste ich nicht. Doch ich hatte ein ungutes Gefühl und meine Stimmung war auch nicht gerade gut, denn vor wenigen Tagen starben Romeo, Mysteri und Arriban. Bestürzt widmete ich mich nun Escador und Khiara, als Sonja und Anja sich mal wieder die Fohlen schnappten, um sie zu putzen und mit ihnen zu spielen. Jan beschäftigte sich ausnahmsweise mal mit den Falabellas und Bluebayou - der Job, der am weitesten von mir entfernt war. Ich war besorgt, war das doch überhaupt nicht seine Art - schließlich waren wir zusammen.​
      "Jan, kümmerst du dich bitte noch um Else, Caipi und Larissa? Und die Großpferde?", wies ich ihn an, und er bejahte. Nun suchte ich noch Sonja und Anja, die sich nach der Fohlenpflege und -beschäftigung um die Zuchtpferde kümmern sollten. Schnell fand ich sie, und als ich schon wieder kehrt machen wollte, rief Anja mich zurück. "Monster? Ich habe Albus übrigens bereits eingeritten für dich." Ich lächelte "Danke, Anja" Was ich erntete, war ein mitleidiger Blick. Wussten sie etwas, was ich nicht wusste?​

      Mein Schritt ging zielstrebig auf meine Großpferdehengstweide zu. Dort stand der mittlerweile riesige Albus - mit sorgfältig geflochtener Mähne. Wer das wohl war? Ich tippte auf Jan.​
      Albus galoppierte zielstrebig auf mich zu und stoppte vor dem Weidetor. "hey Süßer", meinte ich und strich ihm über seine weichen Nüstern. Spontan legte ich ihm das Halfter um den Kopf und führte ihn zum Putzplatz, um ihn zu putzen und zu satteln. Schnell führte ich ihn ein Stück weg und sprang auf.​
      Ich wusste, dass es gefährlich war, mit ihm auszureiten, wo er doch gerade erst eingeritten war, doch mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich dies tun müsste. Mein Handy nahm ich vorsichtshalber auch mal mit.​

      Meine Sorgen waren völlig unberechtig. Er verhielt sich vornehmlich. Doch mir wurde immer mulmiger. Vorsichtshalber nahm ich mein Handy in die Hand.​
      Der unbeschlagene Hengst glitt leise durch das Dickicht und langsam wurden bedrohliche Stimmen vernehmbar - aus Intuition lies ich mein Handy alles aufnehmen. Vernehmbar waren eine Männer- und eine Frauenstimme. Die Frau redete zuerst:​
      "Können wir die Falabellas nicht jetzt schon mitgehen lassen?" Sie schien ungeduldig.​
      Der Mann wirkte genervt. "Neein. Hab ich doch schon alles erklärt - das würde auffallen. Ich muss sie zurückbringen."​
      "Meinst du wirklich, dass wir damit genug Geld für eine hübsche Villa und ein Boot und den Rest unseres Lebens bekommen werden?"​
      "Ja. Du glaubst gar nicht, was für tolle Pferde Monsta hat, wir werden reich werden!"​
      Ich hielt inne. Jemand wollte meine Pferde stehlen? Gut, dass ich alles mitschnitt, so konnte ich später zur Polizei gehen. Der Mann redete weiter: "Vielleicht wär es ganz gut, wenn wir den Hof nachher einfach abfackeln"​
      Mir blieb die Sprucke weg. Woher kannte ich diese Stimme? Die Frau sprach weiter, mit gesenktem Ton und verführerischer Stimme: "Na gut. Komm her..." Ich hörte wie die beiden knutschten. Doch nun war ich neugierig. WER war das? Ich packte das Handy in die Satteltasche und sprang ab, um hinter einem Baum hervor zu lugen. Und dort sah ich erst einmal eine lange, rote Mähne - vermutlich die von der Frau. Ich ging ein Stück näher...​
      "JAN!", entfuhr es mir und die beiden guckten schlagartig in meine Richtung. Ich taumelte ein paar Schritte zurück, rang mich dann jedoch doch noch dazu durch, mit schwacher Stimme ein "warum?..." dahinzuhauchen. Ich konnte es nicht fassen. Was tat der mir da an?​
      Angeekelt schaute er mich, die sich mittlerweile haltsuchend an einen Baum klammerte, an. "Ich habe dich noch nie geliebt." Diese Worte trafen mir mitten ins Fleisch. Mir wurde schwarz vor Augen...​
      ...ich wachte auf, als ein schriller Pferdeschrei ertönte. Gerade rechtzeitig sah ich, wie Jan mit den Messer auf mich zu ging und ich lief weg. Zu Albus. Oder besser zu den Falabellas, die anscheinend zu ihm abgehauen waren. Schnell ergriff ich Albus' Zügel, sprang in den Sulky und trieb die Falabellas in den vollen Galopp, Albus galoppierte brav nebenher. Mein Ziel war die nahegelegene Polizeibehörde.​

      Dort angekommen erklärte ich aufgelöst die Ereignisse und schickte das Aufgenommene einem Beamten aufs Handy. Sie versprachen, mir zur Sicherheit Beamte auf den Hof zu schicken, solange Jan und seine Verführerin noch nicht gefasst waren.​

      Mich konnte alles nicht trösten. Ich fuhr nach Hause, brachte alle Ponys auf die Weide, verstaute die Kutschsachen, sattelte Albus ab und putzte ihn. Danach legte ich eine Schmusestunde ein. "Ach Dickerchen...", schluchzte ich....​
      Ein paar Stunden später brachte ich Albus in den Stall und legte mich ins Bett. Ich träumte nicht gut, doch alles war besser, als dieser schreckliche Alptraum auf Erden...​
    • Citara
      Besuch bei den Verkaufspferden:

      'Na ihr Süßen?', seufzte ich und betrat das Verkaufspaddock. Traurig starrten mich 6 Pferdegesichter an. Sie gingen weder im Unterricht, noch hatten sie eine Reitbeteiligung. 'Ach man, das gibts doch nicht, dass ihr keinen besseren Platz findet'
      Ich holte das Putzzeug und begann, groben Schmutz im Fell von Debüt zu entfernen. Danach ging ich zu Else, danach zu Prinz, dann zu Sea King, Herbstblüte und zum Schluss zu Roxi. Die Sechs freuten sich sichtlich, dass sich wer liebevoll um sie kümmerte. 'Vielleicht sollte ich euch ein Leben auf der Gnadenweide zukommen lassen. Aber ihr seit noch so jung und viel zu schade eigentlich...ihr habt was besseres verdient.' Traurig streichelte ich Debüt's Kopf. Er war doch noch ein Fohlen, und dazu mit einmaliger Abstammung! 'Sobald die Zucht wieder läuft, mache ich mehr Werbung für euch. Versprochen. Und jetzt..."
      Nach und nach schnappte ich mir die Halfter der sechs Pferde und brachte sie zu den anderen auf die Weide. Das brauchten sie auch mal, eine große Herde.​
    • Citara
      Wahn

      "Saaaam?", trötete ich, als ich zum Frühstück in die Küche kam. Er guckte mich nur düster an, ich verdrehte die Augen. "Du weißt nicht zufällig, wo der Schlüssel vom Transporter ist?", säuselte ich weiter. Im Gegensatz zu ihm hatte ich nämlich gute Laune. Es waren nun mehrere Wochen vergangen, dass ich Wilson von Jan erzählt hatte. Ich fühlte mich gleich leichter. Aber Sam war auf mich immer noch nur schlecht zu sprechen. Missmutig antwortete er mir. "Hinter der Kaffeemaschine" - "Danke" Also wanderte ich schnell zur Kaffeemaschine, nahm den Schlüssel und machte mir bei der Gelegenheit gleich einen Kaffee. Viel geschlafen hatte ich ja nicht. Glücklich setzte ich mich an meinen Platz zwischen Wilson und Sam, wünschte allen einen guten Morgen und grinste durch die Runde, worauf ich nur verwunderte Blicke erntete. Anja und Sonja fragten sofort. "Sag mal, lange her das du so glücklich warst. Waaaas ist los?" Ich lachte. Ich sah ihnen gleich an, dass sie an eine Romanze dachten. "Ich bin verliebt, das ist alles", grinste ich ohne Rücksicht auf die beiden Männer am Tisch, und Anja und Sonja starrten mich groß an. Daraufhin lachte ich noch mehr und klatschte die Zeitung auf den Tisch, auf der eine Anzeige mit Bild dick eingekringelt war. Es handelte sich um eine weiße Vollblutstute. Anja und Sonja guckten enttäuscht. "War ja klar." Ich grinste euphorisch: "Ja, oder?" Sam zog seine Schlüsse. "Also möchtest du dir eine weitere Vollblutstute anschaffen?" - "Tja, wenn wir eine Rennbahn bauen, brauchen wir auch würdige Rennläufer, oder?" Zustimmendes Nicken. "Also. Sam, wäre nett wenn du dich heute um Shine, Freedom und Joyna kümmerst. Die hatten gestern ganz schön Arbeit mit den Reitchülern, die musst du nur kurz saubermachen und auf die Weide bringen. Achja, und kümmer dich bitte um Roxi, Sea, Prince & Debüt. Anja und Sonja, ihr macht heute einen großen Fohlenbespieltag und kümmert euch um Novio, Piro, Harmony, Herz, Prinz, Joyce, Dakini und Fallen. Ein wenig Erziehung schadet nicht. Achja, und ihr alle drei teilt euch dann noch Back, Rokko, Litzi, Orodeth, Füchschen, Valley, Finja, Maid & Khiara. Achja, und Moonlight, Wilson hat ja heuten den ersten Dreh. Mit Melody mach ich ein paar Übungen, bevor ich fahre um mir die Stute zu besichtigen." Alle nickten. "Ich bin aber erst heute Nachmittag weg, ich meine, Reiten wird dann sowieso nix, aber du hast ja nichts dagegen, wenn ich ein wenig zugucke? Und wann fährst du zur Besichtigung?", sagte Wilson. Ich nickte. "Klar darfst du das, ich fahre so um 10 Uhr los, mit AKU und so bin ich pünktlich zum Essen wieder da" - "Kann ich mitkommen?" Ich freute mich. Selten erlebt man Reitschüler, die so interessiert am Leben auf dem Gestüt sind. "Wenn du noch die Zeit dazu hast, gerne. Eine zweite Meinung kann eh nie schaden" So streuten wir aus, Wilson und ich zuerst zu Melody.
      "Was hast du denn heute vor mit der Hübschen?", fragte er. "Erstmal kommt heute nochmal Jule, ihr neuer VS-Sattel ist fertig. Und dann werde ich mit ihr ein paar Dressurübungen machen, da haperts noch ein wenig" Schnell putzten wir Melody. Prompt platze Jule in die Situation. "Ihr beide könnt euch echt nicht trennen", grinste sie und bevor ich etwas entgegnen konnte, lenkte sie das Augenmerk auf den Sattel. "Wunderschön. Und die grünen Schnallen an der Trense! Und die Decke, so richtig schön plüschig und einmalig schön! Danke Jule", meinte ich begeistert und nahm sie in den Arm. Dann holte ich mein Portemonnaie heraus, zählte die Scheine und drückte sie ihr in die Hand. "Hier bitte. Also, wenn sie älter ist kannst du gerne noch einmal wiederkommen und ihr einen Springsattel, einen Dressursattel und eine Kandarenzäumung anfertigen", lachte ich. Sie nickte glücklich, verabschiedete sich und verschwand. Wilson und ich zäumten Melody und brachten sie auf den Platz, wo ich unter viel Mühe aufstieg - mein Fuß schmerzte immernoch etwas.

      Ich ritt sie ein wenig warm, bis sie schön am Zügel ging, dann machte ich einige Bahnfiguren, versammelte sie, verstärkte ihre Gangarten undundund. Bis wir Halb Zehn hatten, dann musste ich sie absatteln, putzen und auf die Weide bringen, um mit Wilson in den Transporter zu springen und zu dem Hof zu fahren, auf dem es eine Vollblutstute zu verkaufen war. Auf dem Weg sammelten wir meinen Tierarzt ein.
      Angekommen ließen die Hofbesitzer auf sich warten. Der Hof war unaufgeräumt und nicht gerade gepflegt, aber noch nicht so verkommen, dass es den Pferden wirklich schaden konnte. Als die Besitzer dann kamen, waren sie mir gleich ein wenig unsympathisch. Dennoch ließ ich mir die Vollblutstute zeigen. Sie war noch sehr jung, gerade angeritten, aber sie kam mir gleich ein wenig komisch vor, für ein Rennpferd. "Darf ich mal ihre Papiere sehen?", fragte ich. Wiederwillig gaben die Besitzer sie mir. "Super Rennabstammung also, hmmhmm. Für dumm verkaufen können sie mich nicht. Aber ich möchte sie trotzdem gerne einmal rennen sehen, okay? Wäre es evtl möglich, sie einmal zu sehen und dann selbst zu reiten?" Die Besitzer nickten. Auch Wilson guckte ein wenig skeptisch. Die Stute wurde gesattelt und auf die Rennbahn gebracht, dort ein wenig warmgelaufen und dann in die Startbox gestellt. Gespannt sah ich auf. Es klingelte - und sie verpasste den Start. Egal, das konnte man üben. Aber sonderlich schnell war sie auch nicht. "Internationales Rennniveau also?" Die Besitzer nickten. "Besser als Khiara El Assuad?" Ich lachte, die Besitzer nickten. Ich schüttelte den Kopf. "Egal wie schön die Stute ist, sie ist für meine Zwecke zu langsam, außerdem möchte ich kein Pferd von Betrügern kaufen." - "Sie ist aber besser als Khiara El Assuad!", fuhr mich die Frau des Hofbesitzers an. "Sie wissen schon, das Khiara El Assuad mir gehört? Genau wie Valley Victoria, die sich schon mehrfach in der Zucht bewährt hat?" Die beiden wurden kleinlaut und Wilson grinste und schüttelte den Kopf. "Ich bin sicher, die Stute findet noch einen geeigneten Käufer, aber nicht wenn sie so betrügen." Ich schüttelte den Kopf und half, die Stute wegzubringen. Aus einer sehr dunklen Box drang ein tiefes Wiehern. Ich lugte herein und sah einen wunderschönen, braunen Vollblutbox. "Ach der. Der taugt nix, der wird bald gelegt. Oder vielleicht doch besser verkauft oder geschlachtet, mal sehen." Ich sah die Besitzer mit großen Augen kann. DER Hengst sollte nichts taugen? Ich sah eindeutig das Feuer in seinen Augen. "Kann ich nicht mal seine Papiere sehen?" - "Er hat keine gute Abstammung oder so." - "Hier bitte." Ich sah sie drauf und versuchte, mir das Erstaunen nicht anmelden zu lassen. Schmunzelnd beugte ich mich zu Wilson, tippte auf die Abstammung und raunte ihm zu "Valley ist seine Mutter, sein Vater ist Pharlap. Ich glaube, die Leute haben keine Ahnung von Rennpferden" Die Besitzer starrten uns düster an. "Aber wir haben eigentlich keine Zeit mehr, um ihn Vorzuführen." - "Egal, wenn das in Ordnung ginge würde ich ihn auch gerne selbst fertig machen und kurz eine Runde proberennen, Wilson kann dann gucken..." Wilson nickte glücklich und ein wenig stolz, dass ich ihm die Verantwortung überließ. "Jaja, da ist die Sattelkammer, machen Sie das, wir sind im Büro" Und die beiden verschwanden. Wir holten sein Halfter. Angesichts der (teilweise rossigen) Stuten im Stall wieherte er mehrmals dunkel und tänzelte leicht, wobei seine Muskeln gut zur Geltung kamen. Die Stuten warfen ihm erwartungsvolle Blicke entgegen. Schnell gingen wir zum Putzplatz, putzen ihn kurz und sattelten ihn. Er ließ es sich ohne Murren gefallen. Dann ging es auf die Rennbahn, ich ritt ihn kurz warm und stellte ihn in die Startbox. Mit einem Scheppern ging diese auf und der Hengst stürzte nur so heraus. Ich spürte lange, kräftige, schnelle Galoppsprünge, wie ich sie sonst nur von Khiara kannte. Ein Grinsen trat mir ins Gesicht, ich bremste und ritt ihn zu Wilson. Er nickte, ebenfalls grinsend. "Gekauft", lachte ich. "Hälst du ihn mal kurz? Ich hole eben die Besitzer."
      Als ich sie geholt hatte und sie Wilson und mir gegenüber standen, versuchten sie ordentlich zu feilschen. "1.000.000 Joellen." - "Das glauben sie doch wohl selber nicht. Sie finden ihn selbst schlecht, er ist kaum ausgebildet, ist noch nie Rennen gelaufen und hat keine sonderlich gute Abstammung." Unauffällig zwinkerte ich Wilson zu. "Ich mache ein Gegenangebot, 5.000 Joellen." Die Besitzer nickten und ich konnte mein Glück kaum fassen. So untersuchte der Tierarzt den Hengst, und nachdem kein Befund diagnostiziert werden konnte, unterschrieb ich den Kaufvertrag, auf dem ich seinen Namen las. "Hot Toddy, hört sich gut an" Wir luden ihn ein, kauften schnell im nahegelegenem Reitshop Halfter und fuhren nach Hause, wo wir ihn in die frische Box brachten. Die anderen Pferde waren alle auf der Weide, bis auf Khiara. "Sie wollte nicht aus dem Stall", meinte Sam. Imponierend stand Toddy in der Stallgasse neben mir, als ich mich in Bewegung setzte, tänzelte er wieder. Ich schüttelte den Kopf. Khiara war doch noch nimmals rossig! Wilson schien mir den Gedanken von der Stirn ablesen zu können. "Er weiß halt, was gut ist", meinte er und klopfte Khiaras Hals.

      Wir aßen, und schon traf das Filmteam ein. Wilson ging auf sie zu, ich mit ihm. Der Regisseur schüttelte den Kopf. "Rennbahn randaliert worden, Reiter-Modell krank, Pferde nicht schnell und erzogen genug. Wir können's vergessen." David Guetta trat neben den Regisseur, was mir ein wenig peinlich war - ich versuchte, nicht zu auffällig da rum zu stehen. "Keine Alternative?", fragte er. Der Regisseur schüttelte den Kopf. "Ist uns nicht bekannt." Ich nahm mir ein Herz und schaltete mich ein. "Vielleicht...also, ich weiß jetzt nicht wie das Video aussehen soll, aber zusammen mit Flair eben Gestütsbesitzerin und für züchten unter anderem Englische Vollblüter. Momentan ist Flair nicht da und ich kann über ihre Pferde nicht entscheiden, aber ich könnte trotzdem welche zur Verfügung stellen...Je nachdem, was für Anforderungen sie stellen, würden sich dreie bestimmt eignen... Und eine Rennbahn haben wir hier auch, sie ist zwar noch nicht ganz fertig, aber zum Großteil. Dann können sie halt nur (noch) nicht die ganze Bahn filmen..." Na klasse, ich hatte es geschafft, alle Augen ruhten auf mir. Wilson schaltete sich ein. "Und...vielleicht...ich hab ne Idee...Monsta, du magst nicht zufällig in dem Video mitspielen und reiten, wenn die anderen nichts dagegen haben?" Ich machte große Augen - ich war überrumpelt. Das Filmteam und David Guetta nickten einstimmig. Ich war also zu einer Antwort gezwungen. "Na...na gut." Der Regisseur war sichtlich erleichtert. "Die Rennbahn ist dort hinten, wenn sie schonmal dort hin möchten...und was möchten sie für Pferde? Und was für Sattelzeug?" Der Regisseur antwortete: "Am besten wären zwei Stuten, eine hell für Wilson und eine dunkel für David. Und einen Hengst, auf dem Sie dann reiten werden, am besten ein wenig größer als die Stuten und schön imposant, gerne dunkelbraun oder so, und gut bemuskelt. Und dann am besten ganz normale Vielseitigkeitsdecken und Satteldecken, ruhig verschieden Modelle und Farben, der Hengst nur mit Trense" Ich grinste. "Das passt sich. Dann mach ich die drei gleich mal fertig. Bräuchte allerdings ein wenig Hilfe..." Wilson meldete sich, und auch David Guetta wollte helfen. Ich guckte prüfend. "Echt? Haben Sie denn Ahnung von Pferden?" - "Nicht wirklich, aber ich könnte es ja lernen", lachte er. Der Regisseur meldete sich. "Ja, dann macht ihr mal die Pferde fertig, und dann zieht euch um." Ich guckte den Regisseur an. "Ähm. Genau, was soll ich anziehen?" - "Am Besten wär ein Bikini oder so...wie dieser hier", er zeigte einen. Er war schön, ja, aber ich lachte. "Da pass ich nie im Leben rein, da fällt mir alles oben raus" - "Dann sollten sie jetzt vielleicht shoppen gehen. Wir haben einen Vertrag mit der Marke, aber den Bikini gibt's eigentlich fast überall" - "Na gut...Wilson, nimm Valley, Khiara und Toddy. Ist zwar nicht so toll weil Toddy grad neu ist aber gut...ach, und Vorsicht mit denen...und schnapp dir noch Sam oder so, zur Hilfe"
      Sofort schnappte ich mir meinen Opel GT und fuhr in die Stadt. Schnell hatte ich den Bikini gefunden, anprobiert und gekauft, denn er passte. Jetzt nicht in der Größe, die der Regisseur in der Hand hatte, Modellmaße hatte ich halt nicht. Zwar durch Training und Reiten eine gute Figur, aber...

      Als ich wieder da war, hatten Sam, Wilson und David Guetta die Pferde schon fertig, ich kontrollierte noch schnell, befand alles für okay und wir gingen uns umziehen. Aber vorher sprach ich noch das ganze Team an: "Wär vielleicht ganz hilfreich, das Lied erstmal zu kennen" Der Regisseur war verwirrt, gab mir aber sofort seinen MP3-Player und Kopfhörer. Das Lied gefiel mir, also hörte ich es gleich zwei mal und achtete beim zweiten Mal auf den Text. Es ging...um zwei Männer, die um eine Frau kämpften, der eine schon länger und mit unfaireren Mitteln, hatte aber auch schon einmal gegen einen anderen verloren, und der andere erst seit kurzem und fair. Und die Frau liebte immernoch ihren ersten Freund, gegen den der Unfaire schon mal verloren hatte, der sie aber betrogen hatte. Ich nahm die Kopfhörer ab. "JETZT wüsste ich echt gerne, woher die Inspiration für den Text kam", und grinste leicht. Wilson guckte auf den Boden, worauf ich ihn nur prüfend ansah, aber wir wurden aufgescheucht, uns umzuziehen und dann zu den Stylisten zu gehen, die am Auto des Filmteams warteten.
      Also gingen wir uns umziehen und trafen uns dann am Auto. Ich fühlte mich wohl ein wenig nackt, nur so im Bikini, aber meine Bewunderung für Wilsons Oberkörper bließ das weg....
      Dann noch ein Besuch beim Stylisten, der mir gleich einen komplett neuen Haarschnitt und eine neue Haarfarbe verpasste. Und zwar einen tollen Schnitt und eine tolle Haarfarbe.
      Danach gab der Regisseur Anweisungen. "Also, Reitunterricht hattet ihr alle ja schon, jetzt mal rauf auf die Pferde..." Ich unterbrach ihn: "Und zwar vorsichtig, das sind teure und erfolgreiche Rennpferde" Der Regisseur verdrehte die Augen, redete dann aber weiter. "Ja gut, und dann einmal die Rennbahn runter, Monsterflosse mit ein wenig Abstand vorne, Wilson und David nebeneinander hinterher. Denkt an den Gesichtsausdruck! David, du darfst ruhig mal son bisschen, nicht ernst, versuchen, Wilson vom Pferd zu schmeißen. Aber echt nicht ernst, das ist gefährlich! Dann biegt ihr da am Ausgang ab, rennt ihr den Weg entlang, dann denn Fluss entlang und dann am See entlang und das wars dann. Danach springt ihr in den See, am besten nur ein bisschen Abbremsen und direkt runter. Und dann Schnitt. Okay?" Wir nickten und stellten uns auf. Leicht drückte ich die Schenkel an den sattellosen Toddy und er raste los, hinter uns Khiara und Valley. Alle drei Pferde gaben sich sichtlich Mühe, auch wenn sie nicht im vollen Tempo liefen, da Valley doch ein wenig langsamer war als Khiara und Toddy und Wilson und David Guetta auch nicht unbedingt die allerbesten Reiter waren.
      Am See gabs dann einen eleganten Sprung vom Pferd ins Wasser, Toddy wurde von Sam aufgefangen, um Khiara und Valley wollten sich Anja und Sonja kümmern. Ich tauchte wieder auf, und auch Wilson und David waren im Wasser. Ich lachte. Das Wasser war total kalt, und das Gesicht der beiden... "Haha, wir sind hier nicht in LA", gluckste ich und stieg aus dem See. "Das wars für heute", meinte der Regisseur, "meinetwegen könnt ihr euch jetzt abtrocknen und abhauen und euch wieder umziehen" Gesagt, getan. Schon bald standen Wilson und ich wieder bei den Rennpferden, die anderen waren schon weg. "Der Bikini steht dir, solltest du öfter mal tragen", rief Sam herüber. Ich schüttelte nur den Kopf und grinste. Dann dachte ich nach. "Sag mal Wilson, wer hat hier eigentlich den Text geschrieben, und was hat es mit dem auf sich?" Es war ihm sichtlich peinlich. "Ich hab den geschrieben...weißt du, ich verarbeite Dinge meist mit Musik..." Hieß das, das er sich wirklich...in mich verguckt hatte? Ich drehte mich um, legte meine Hand hinter mich auf Toddys Rücken und wartete, bis er sich ebenfalls von Khiara abwandte. Dann sah ich ihm tief in die Augen. Und was ich sah, gefiel mir nicht. Ich glaube, es war wirklich war. Aber das ging doch nicht! Sollte ich einen Freund verlieren? Ich war einfach nicht fähig, mich neu zu verlieben. Zumindest dachte ich das. "Ich weiß", meinte er schmerzvoll, sah auf den Boden und drehte sich dann wieder Khiara zu, um sie energisch zu Striegeln. "scheiße", murmelte er, aber ich hörte es kaum. Ich war zu sehr in Gedanken versunken. Ohne ein Wort zu sagen, brachte ich Toddy in die Box und kehrte dann zu Khiara und Wilson zurück - um Valley hatte sich Sam gekümmert. "Bringst du Khiara gleich weg und kommst dann zum Abendessen?", fragte ich kleinlaut und er nickte nur. Ich verschwand schon einmal in die Küche und bereitete alles für das Abendessen mit den anderen vor.
      Wilson kam dann auch relativ schnell, aber ich war schon fertig. "Ess nicht so viel", raunte er mir zu, als die anderen kamen und wir aßen - ich sehr wenig und Wilson ebenfalls. Ich wunderte mich. Als die anderen fertig waren und gingen, deckten wir den Tisch ab. Und Wilson...deckte ihn wieder? Diesmal mit Kerzen. "Monsta, ich weiß das es dich wahrscheinlich verletzt und ich kann verstehen wenn du das nicht möchtest...aber ich koch uns jetzt erstmal was, okay?" Ich nickte bedrückt. Er hatte recht, ich wollte eigentlich gar nicht. Zu viel war passiert, zwischen Jan und mir. Etwas bedrückt saß ich da, und Wilson merkte das. Er setzte sich neben mich. "Es...es tut mir leid Monsta...ich wollte eigentlich auch gar nicht, dass du es weißt...aber ich war ja zu blöd" Er schüttelte betroffen den Kopf. Ich tat es ihm nach und sah ihm mit Tränen in die Augen. "Das liegt doch nicht an dir...ich...ich kann einfach nicht mehr, es ist zu viel...weißt du, ich kann...niemandem vertrauen, zumindest keinem Mann, es tut mir so leid" Ich brach in Tränen aus und stützte mein Gesicht in meinen Händen. "Warum?", fragte er mit erstickter Stimme. "Jedes...jedes mal, wenn mich jemand liebt, denke ich, er würde das gleiche tun wie Jan. Außerdem...ich weiß nicht wieso, aber ich liebe Jan eben noch..." Ich schluchzte noch lauter, worauf er mich zärtlich in den Arm nahm. Er hatte sich wieder einigermaßen gefangen. Er redete nun ganz sanft, auch wenn man den Schmerz noch raushörte. "Nicht jeder Mensch ist schlecht Monsta, und mit der Zeit wirst du das merken. Bis dahin bin ich immer für dich da, wenn du mich brauchst. Und auch danach, wenn du das willst." Das hatte Jan nie zu mir gesagt. Im Allgemeinen war er der Erste, der das zu mir sagte. Und ich hatte doch Gefühle für ihn. Meine Tränen versiegten langsam. Er ließ ich mich los und sah mir in die Augen. Ich seufzte "Ich...ich...lass mir Zeit, ja?" Er nickte und wendete sich wieder dem Essen zu. Und es schmeckte köstlich. Ich fasste mir ein Herz. "Wollen wir demnächst nicht mal...zusammen ausreiten?" Er grinste breit und freute sich "Ja!" Ich stand auf und nahm ihm diesmal meinerseits in den Arm. "Es tut mir so leid, ich brauche Zeit, das war alles...ein wenig viel für mich. Gute Nacht", meinte ich liebevoll. Er lächelte und wollte mit dem Spülen anfangen. "Ist schon in Ordnung, ich mach das immer morgens früh. Geh ruhig auch schlafen." Er nickte, immernoch grinsend. "Gute Nacht", meinte auch er.​
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    Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Citara
    Datum:
    6 Mai 2010
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