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Muemmi

Davina | Rottaler Warmblut | Stute

Im Besitz seit: Oktober 2016 | Körpunkte: | Bitte keine Kommentare! | In Rente seit: März 2017 (schwere Mauke)

Davina | Rottaler Warmblut | Stute
Muemmi, 30 Okt. 2016
Veija gefällt das.
    • Muemmi
      Juli 2015, by AliciaFarina
      Trainingsbericht
      Dressur E-A für Black Sue Dun It, Changa, Davina, I'll never leave you

      Mein Weg führte mich auf den Hof von einer guten Freundin von mir. Verena betreibt in Kanada die Gips Reminder Ranch, ich war schon oft dort, auch schon mit meinen Pferden um diese auszubilden. Dieses Mal war ich da um ihre Ferienranch Pferde auszubilden. Wieder einmal begleiteten mich drei meiner Reitbeteiligungen, Lena, Lina und Lucy.
      Nach meiner Ankunft machten wir uns mit den Pferden vertraut. Wir teilten sie unter uns auf und fingen mit der Arbeit an. Die vier machten es uns leicht, sodass wir nach anderthalb Wochen schon fertig mit dem Training waren und die letzten Tage gemütlich ausklingen ließen.​
    • Muemmi
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      Großer Komplettcheckup | 5130 Zeichen | © BellaS
      (August 2016)

      Von Verena O‘Conner hatte mir Bella bereits einiges erzählt. Unter anderen, dass sie die eigentliche Besitzerin unseres Skrudis war und Vaena eines Tages übernehmen würde. Da Bella in ihrem Beruf als Trainerin oft in Kanada auf ihrer Ranch war, musste sie mich wohl weiter empfohlen haben, denn jetzt hatte ich einen Tierarztauftrag von Verena bekommen. Zwei Stuten sollten komplett durchgecheckt werden. Eine Routineuntersuchung eben.
      Ich wurde bereits erwartet und direkt zu meiner ersten Patientin für den heutigen Tag geführt. Hof Spot war eine freundlich wirkende Stute. Ein Deutsches Reitpony und Freizeitpferd mit viel Geduld. Dementsprechend entspannt zeigte sie sich auch, als ich begann sie am ganzen Körper abzutasten. Das diente dazu versteckte Knoten oder Schwellungen aufzuspüren und auch starke Verspannungen, die gerne mal die Ursache eines Übels bildeten, konnte ich so entdecken. Hier war jedoch alles im grünen Bereich. Nun war Verena dran, denn ich wollte die Stute auch in Bewegung begutachten. Hot Spot lief folgsam und geschmeidig neben ihr her und war mit ihrer Aufmerksamkeit bei ihrer Besitzerin. So sollte es sein.
      Als nächstes wollte ich einen Blick in ihr Maul riskieren. Auch dabei musste Verena mir assistieren, damit die Stute nicht einfach auf die Idee kam selbiges einfach zu schließen. Auch ihre Zähne waren in bester Ordnung.
      Nun kramte ich das erste Mal in meiner Tasche und fischte Fieberthermometer und Stethoskop heraus. Gemessen wurde bei Pferden am After, am Hintern, wenn man es weniger fein ausdrücken wollte.
      „Körpertemperatur und Atmung sind normal.“, murmelte ich vor mich hin und griff wieder in meine Tasche, aus der ich einen Katheter und einen Tupfer mit Desinfektionsmittel zu Tage förderte. „Verena könntest du bitte aufpassen? Bisher war sie ja unglaublich lieb, aber ich möchte trotzdem keine Bekanntschaft mit ihren Zähnen machen.“ Ich grinste. Die Stelle am Hals, die Drosselvene, war nicht schwer zu finden. Ich desinfizierte sie und versenkte die Nadel vorsichtig im Hals der Stute. Hot Spot zuckte kurz, entspannte sich dann aber wieder, als der kurze Schmerz abebbte. „Und jetzt noch zweimal pieksen.“, bemitleidete ich das Pony kurz, ehe ich die Blutprobe beschriftete und in meiner Tasche verpackte. Als nächstes kam der Chip, der mit einer dicken Nadel im Fettgewebe am Pferdehals platziert wurde. „Warum werden eigentlich s wenig Pferde schon im Fohlenalter gechippt? In Deutschland ist das üblich.“, fragte ich mich selbst. Mir war das schon bei vielen anderen Patienten aufgefallen, dass der Microchip offenbar noch nicht gang und gebe war. Ich trug Verena auf den Aufkleber von der Verpackung des Chips in Hot Spots Equidenpass einzutragen und injizierte noch den Impfcocktail, ehe ich Verena zum Thema impfen und den benötigten ruhetagen aufklärte und die Stute dann zurück in ihre Box brachte. Nebenan stand auch ein Deutsches Reitpony. Eine junge Stute in einer Farbe, die ich noch nie gesehen hatte. Ich schaute sie einen Moment an, dann wandte sie den Kopf zu mir und ihr Blick traf meinen. „Amelie.“ Hatte ich das eben laut gesagt? Der freche Blick und das unerschrockene Wesen erinnerten mich unglaublich an meine Tochter. „Nee. Crimetime.“ Kam es grinsend von Verena. „Ich weiß schon, dass sie nicht Amelie heißt. Aber sie erinnert mich so an meine Tochter. Amelie.“ „Sie ist zu verkaufen.“ Wieder grinste Verena.


      Während ich die zweite Stute abtastete, waren meine Gedanken bei der grauen Stuten mit dem besonderen Muster. Ihr Fell hatte Streifen, etwas dunkler als die Grundfarbe, fast als wäre irgendwo ein Zebra in ihren Vorfahren zu finden. So bemerkte ich auch erst beim vortraben, dass die Stute nicht astrein ging. „Mit dem rechten Vorderbein ist etwas nicht in Ordnung. Sie tritt nicht richtig auf.“, stellte ich fest und tastete noch einmal drüber. „Wenn dir das wichtig ist, können wir noch ein Ultraschall machen, aber mich würde sagen das ist nur verstaucht. Zwei Tage Ruhe und das hat sich erledigt. Madame hat wahrscheinlich etwas überschwänglich herumgetobt.“

      In aller Ruhe kontrollierte ich die Zähne und Vitalfunktionen der Stute. Sie war alles in allem etwas rabiater als Hot Spot und war nicht mit allem was ich da trieb ganz zufrieden, sodass Verena für alles, was mit einer Nadel zu tun hatte, ordentlich festhalten musste. Schließlich war jedoch auch Davina gechipt, geimpft und komplett kontrolliert. Dank der Impfung sollte sie so oder so zwei Tage nur leicht bewegt werden und bis dahin dürfte die Verstauchung abgeklungen sein. Schätzungsweise war die Stute schon ein paar Tage damit gegangen, denn die Verletzung hatte keinen frischen Eindruck gemacht. Ich erledigte noch den Papierkram und machte mich dann auf den Heimweg.

      Von Kanada noch Dänemark war es eine ganz ordentliche Reise, sodass mir viel Zeit zum nachdenken blieb – und zum schreiben von WhatsApp Nachrichren mit Bella. Sie kannte Crimetime. Gut sogar. Die Stute war als Fohlen ihre Pflegebeteiligung gewesen und sie fand es sehr schade sie aus den Augen verloren zu haben. Und so war das erste, was ich zu Hause tat, des Erledigen eines Anrufs.
      „Verena. Ich kaufe sie.“​
    • Muemmi
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      September 2016, by Veija
      Pflege
      Heute machte ich einen kurzen Abstecher auf der Ferienranch, um nach dem rechten zu sehen. Zu erst ging ich zur Grullafarbenen Stute Change, welche ich aufhalfterte und auf die Koppel brachte. Dann ging ich zu Davina, welche ich auch ans Halfter nahm und auf ihre Koppel brachte. Die letzte war I'll never leave you, eine schicke Palominofarbene Araberstute, die ich auch aufhalftere und dann auf die Koppel brachte.
      Ich mistete die Boxen der drei Pferde. Dann füllte ich die Heunetze auf und kontrollierte das Wasser, bevor ich noch zu Miss Dearings ins Haus ging und den ganzen Nachmittag mit ihr quatschte. Bevor ich nach Hause fuhr holte ich alle drei Pferde wieder in den Stall. Ich kontrollierte, ob die Boxen auch zu waren, ehe ich mich auf den Weg nach Hause machte.


    • Muemmi
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      am 14.10.2016 by Rinnaja

      Es war mal wieder so weit und ich machte mich auf den Weg zu Familie Dearings. Heute waren, 2 Stuten an der reihe. Beiden sollten echt lieb sein und total brav so das ich meine Arbeit ohne Probleme machen konnte. Auf den Hof angekommen standen die mal beide Pferde gleich Arbeit bereit. Was für ein Traum dachte ich mir und grüßte Mr.Dearings und er sagte mir kurz und knapp was alles an Davina und I'll never leave you zu machen war. Ich nickte ihn nur kurz zu und holte anschließen alle meine sachen aus dem Wagen der nicht weit stand. Ich hole meine Hufschneidzange (Nipper) und fing an bei Davina den träger zu kurzen um anschließen mit dem Hufmesser den Huf au zu schneidenden. Davina blieb kann entspannt stehen und es schien so als wurde sie gleich umkippen so entspannt war sie. Ich wurde mal sagen so Pferd ist ein Traum für jeden Hufschmied. Ich machte weiter mit der Raspel um sie Fertig zu bekommen und den mich um I'll never leave you einer alten bekannten zu widmen. I'll never leave you kannte ich von damals sie war einer meiner ersten Pferd mit unter, wo ich angefangen hatte, selber einen klein Reiterhof zu führen ich war froh das die Stute immer noch in Guten Händen weiter gegeben wurde. Auch I'll never leave you war die ruhe selbst und so konnte ich schnell mit dem Nipper und der Hufmesser die Hufen fertigmachen. Bevor ich wieder zu Raspel wechselte und den Rest machte. Als fertig war brachte ich beide Stuten wieder zurück. Aber da vor Futter ich beide Pferd mit Apfel. Auf der Weide rannten bei voller Freude gleich los zu hiere kleinen Herden Gruppe. Ich brachte alles weg und räumte alles wieder ins Auto und räumte meinen Dreck weg den ich gemacht hatte und suchte den Hof Besitzer um mich zu verabschieden. Das ging schnell, dachte ich mir und ohne Probleme das kann ich jeden Tag haben.
      1819 Zeichen (c) Rinnaja​
    • Muemmi
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      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 22. Januar 2017 | 12971 Zeichen

      Neubau für die Turnierpferde des Gestütes
      Lillifee, Bifröst, Skadi, Medivh, Reykja, Aquentino, Possy Pleasure Mainstream, Webster, Davina, Oak´s Lake Mountain, Mon Amie, Amber, Caja, Checkpoint, Meilenstein, Thor, Taciturn, Heros

      Hauptstall der Zucht
      Starlight Express II, Zarin, Elanor, Augen auf! Ich komme, Fleming, Dante, Aestas Amor, Zingara, Ehrengold, Ravallo, Seana, Red Diamond II, Weyganda, Lacura, Polarfuchs, Rasputin, Trink auf´s Leben, Little Sweetness, Butch, Tainted Love Toffifee

      Westflügel der Naundorfer Welshzucht
      Occani, Seidenfell, Orchidee´s Nikita, Prima Teutonia, Zimtmond´s Haselnuss, Love me Lara, Miro, Landwein´s Erdbeerpflücker, Take a Bow, Sweet Poison
      (Pferde sind seit Herbst 2016 offiziell im Besitz von kira)

      Dave´s Bewerbung

      Der Himmel war dunkel und das Schneegestöber zuckerte die ganze Landschaft innerhalb von Minuten noch weiter ein, als eh schon. Wir hatten heute morgen erst geräumt, aber es lag jetzt schon am frühen Nachmittag 5cm frischer Schnee und das, obwohl die Naundorfgegend nicht wirklich für solches Wetter bekannt ist. Idefix war die letzten Wochen nicht mehr aus dem Haupthaus gekommen, der Kleine war mittlerweile alt geworden und folgte mir mit seinen 12 Jahren nicht mehr wirklich überall hin. Ich war ziemlich traurig, als mir die Tierärztin beim letzten Besuch riet, ihn zu schonen und nicht mehr unbeaufsichtigt über den Hof rennen zu lassen, da er mittlerweile immer schlechter sah und hörte. Und zusätzlich kamen jetzt die kalten Temperaturen, die seine Gesundheit stark forderten. So beschränkten sich unsere gemeinsamen Stunden immer mehr auf den Abend, in denen er sich zu mir ins Bett kuschelte und neben mir schlafen durfte. Ich wischte mir bei den Gedanken die feuchten Augen, räumte den Rest des Schnees auf die Seite und klopfte mir die Stiefel ab, bevor ich in die Stallungen ging. Es hatte sich in den letzten Wochen einiges getan, ich hatte ganz spontan die Leitung der Fahrturniere übernommen, obwohl ich davon am allerwenigsten Ahnung hatte. Das Sportzentrum richtete sie seit sieben Wochen unter der Leitung eines Freundes von Tom, meinem Bereiter in der hohen Dressur, aus. Aber der hatte mir nach der Auswertung bekannt gegeben, dass er das schon ab nächster Woche nicht mehr machen würde. Noch ein Punkt, der mich in die Mangel nahm. Sofort schrieb ich die Stelle offiziell aus, denn auch Mia, Susan und Leo waren in anderen Disziplinen ausgebildet. „Naja, dann können wir auch offiziell Fahren ausbilden!“ „Falls jemand die Vollzeitstelle so schnell antritt!“ meinte ich zu Leo, der ganz begeistert vom Fahren war. Wir hatten auch darüber gesprochen, ihn neben der Military auch dort ausbilden zu lassen. Ich war wirklich stolz auf meine beiden Azubis, die sich hier schon wie zu Hause fühlten und wirklich verlässlich waren. Ich konnte allen alles anvertrauen und war wirklich glücklich, dass sich Naundorf so entwickelt hatte. Die Pläne, nach England zu gehen, hatten sich immer mehr auf Eis gelegt, obwohl die Welsh-Pferde schon verkauft waren. Kira hatte sie schon vor Wochen auf dem Papier erworben, dennoch standen sie bis zum Frühjahr noch hier auf dem SPZ. Ich ging deswegen so oft ich noch konnte hinüber und streichelte der hübschen Scheckenstute Nikita, der hellen Seidenfell und der munteren Teutonia über die süßen Köpfe. Ich wurde ihnen einfach nicht mehr gerecht und hatte mich entschieden, die Zucht im Ganzen abzugeben. Das umfasste damit auch Haselnuss, Occani, Lara, Miro, Erdbeere, Bow und den talentierten Poison. Lediglich Lillifee, ein Stutfohlen aus der Lara würde bei mir bleiben. Sie stand derzeit mit Taciturn und Bifröst in einer Box. Letzterer war erst vor kurzem unerwartet zurück auf meinen Hof gekommen. Ich fütterte die Stuten, mistete den abgetrennten Offenstall und füllte die Heuraufen. Den Hengsten gab ich ebenfalls mehr Heu zu fressen, damit sie es warm hatten und streute frisch ein. Gerade als ich mit dem Kehren fertig war, klingelte mein Handy. Auf der anderen Seite der Leitung eine tiefe Männerstimme, zwar jung aber erfahren und sehr sympathisch. Ich konnte gar nicht sagen, wie froh ich war, als es um die ausgeschriebene Stelle ging. Er hatte sie von einem Bekannten Tom´s erfahren, der ebenfalls seine ehemaligen Arbeitskollegen über unsere Situation unterrichtet hatte. Er würde noch heute nach Naundorf für ein Gespräch kommen, sofern das so zeitig möglich wäre. Ich sagte sofort zu und machte ein Treffen für den späten Nachmittag aus. Immer noch ziemlich platt steckte ich das Handy wieder ein, lief weiter zu Taciturns Box und gab auch ihr und den beiden Babys zu fressen. Bifröst war langsam etwas aufmüpfig, ich musste ihn also bald trennen oder legen lassen. „Das entscheide ich beim nächsten Mal!“ flüsterte ich und strich ihm über die kurze Mähne. Ich bürstete Taciturns dicke Mähne, flocht sie im Zopf zusammen und kratzte ihr die Hufe aus. Sie hatte ebenfalls wöchentlich Starts bei den Fahrturnieren und bezauberte mich immer wieder aufs Neue, weswegen ich ihr genauso viel Aufmerksamkeit zukommen ließ, wie meinen Sportlern. Sie war auch eine der Einzigen, die mit mir kuschelte und immer wenn ich mich nicht gut fühlte, kam ich zu ihr und den beiden Zwergen. Sie würde immer die gute Seele von Naundorf bleiben. Nach einer halben Stunde strich ich ihr nochmal durch den Schopf, verließ die Box und lief hinüber ins Haupthaus. „Mia! Rate mal, wer uns heute Nachmittag besuchen kommt!“ rief ich meiner Vertreterin und besten Freundin zu. Sie konnte es auch nicht glauben, stieß Tom sofort darauf an, der vom Dressurtraining mit Reykja und Webster kam und war genauso glücklich wie ich. „Na, hoffentlich passt der dann auch hier rein!“ meinte Willi, der ebenfalls ins Haupthaus gekommen war und sich gerade den Schnee abklopfte. Mit Leo und Susan aßen wir dann zusammen zu Mittag, ich knuddelte ein wenig mit Idefix, bevor ich mich als Letzte fertig machte für den Kontrollgang. Susan, meine zweite Azubi jetzt im zweiten Lehrjahr, begleitete mich auf die Koppeln. Alle Hengste waren heute draußen, da es durch den Schneefall nicht so kalt war wie sonst. Fleming und Dante, meine zwei jüngsten Körsieger lieferten sich am Zaun ein Wettrennen, als sie uns kommen sahen und scheuchten den Rest der Gruppe mit Amor, Ehrengold, Red Diamond, Socke, Flemings Vater Ravallo, Rasputin, Weyganda, Checkpoint, Polarfuchs, Säufer, Butch und Zarin auf. Zarin war der Einzige, der nur hochsah, kurz mittrabte und sich dann zurück zum Heu verzog. „Den holen wir nach unserer Kontrolle rein, ich möchte ihn langsam an die Koppel und die Anstrengung gewöhnen. Ich bin mir da noch nicht so sicher.“ Susan nickte und stieg mit mir durch den Zaun. Der Berberfuchs war deutlich schlanker, als ich ihn von meinem Verkauf viele Jahre zuvor in Erinnerung hatte. Er war seit zwei Wochen auf meinem Hof und machte sich gut, aber war wie Starlight Express, der ebenfalls vor vielen Jahren vom Gestüt Ammersee aus verkauft wurde, ein Pflegefall geworden. Verwahrlost und hungernd hatte ich die beiden aufgenommen und aufgepeppelt. Der anfängliche Eindruck war aber schlimmer als befürchtet, auch der seelische Schaden schien sich jetzt schon langsam abzubauen. Der Shettyhengst war für die große Gruppe zu klein, weswegen er einen großen eigenen Paddock besaß und bei Thor, meinem Friesenfohlen stand. Susan und ich liefen die Sportlerweide ab, kontrollierten die Zäune, die Leitungen und die Wassertröge. Brav folgte der Berber Susan, als diese ihn mit Möhren und Äpfeln zu sich brachte und ihm den Führstrick anlegte. „Ich werde mich um die Fohlen kümmern, wenn ich eh schon rüber gehe!“ meinte sie und ich nickte. Gemeint war neben Thor auch die hübsche Meilenstein, die jetzt schon Susans Liebling war. Ich ließ sie diese so oft es ging mitversorgen und sie dankte es mir, indem sie auch ihre anderen Pflichten ernst nahm. Willi fuhr den Misthaufen gerade zusammen, als ich um den Trakt lief und mich zu den Stuten aufmachte. Skadi war im Schnee schwer zu erkennen und löste sich erst kurz vor ihrem Stop bei mir aus ihrem Umfeld. „Nana, was bist du heute schnell unterwegs!“ Ich klopfte ihr den Hals und drückte Zingaras Nase auf die Seite, die wie Yin und Yang immer an Skadi hing. „Meine zwei schönen Friesen...“ murmelte ich, Zingara immer noch suchend nach Leckerchen ihre Nüstern an meinen Taschen. „Jetzt lass das doch mal!“ lachte ich und ging ohne zu Zögern durch das Grüppchen, zu dem sich Mainstream, Seana und Davina gesellt hatten. Mon Amie, Lake, Amber, Caja, Sweety und Augen auf standen paarweise oder vereinzelt über die Weide verteilt und suchten unter der Decke aus Schnee und Eis etwas Gras. Reykja war wohl wie Webster von Tom im Stall gelassen worden, nachdem er mit ihnen trainiert hatte. Da fiel mir Elanor ein, eine weitere Scheckenstute, die Seana sehr ähnlich sah. Ich blickte mich nach ihr um und sah sie dann doch neben Amber stehen. Auf die hatte ich es abgesehen und holte mir Halfter und Strick, nachdem auch auf der Stutenweide alles in Ordnung war. Etwas zögerlich folgte sie mir in den Stall, unentschieden, ob sie lieber bei ihren Freundinnen auf der Weide in der Kälte bleiben wollte oder ob sie mit mir im Warmen arbeiten wollte. Durch das Hufgeklapper rief ich den letzten Vierbeiner auf meinem Hof auf den Plan. Tainted Love Toffifee, mein einziger gekrönter Quarterhengst auf dem SPZ stand in seiner Box und wartete auf seine neue Besitzerin. Auch er würde uns noch heute verlassen, weswegen ich ihn geputzt und hergerichtet in seiner Box gelassen hatte. Er sah neugierig über die Türe und beobachtete mich dabei, wie ich Amber von Schnee und Dreck befreite und sie anschließend sattelte und trenste. Ich wollte mit ihr regelmäßig trainieren und forderte sie immer wieder in der größeren Halle, die wir über die Wintermonate fürs Springtraining eingerichtet hatten. Nach ungefähr einer Stunde ritt ich sie ab und sah auf die Uhr. Das Treffen! Ich war knapp dran, führte Amber zurück in die Stallungen und kam an unserer Hoflichtung vorbei. Zwischen den Ästen der Hecken sah ich ein fremdes Auto parken, ein schwarzer, älterer Geländewagen. Ich hatte noch 10 Minuten, sattelte Amber ab und warf ihr die Abschwitzdecke über. Gerade als ich den Sattel in die Kammer gebracht hatte und zurück kam, stand ein Mann bei ihr, streichelte ihr den Hals und sah sie sich genau an. Ich hielt inne, betrachtete die Szene kurz und trat dann auf die beiden zu. „Kann ich Ihnen helfen?“ Lächelnd trat ich neben ihn, legte den Kopf schief – und erstarrte. Er lächelte ebenfalls, als er mich mit seinen hellen blauen Augen ansah und mir die Hand hinstreckte. „Sie müssen Frau Goeke sein, mein Name ist Lange, wir haben vorhin telefoniert.“ Seine Stimme passte so gar nicht zu ihm, er machte auf mich einen gemischten Eindruck – wahnsinnig jung und wahnsinnig erfahren zugleich und das, obwohl er ungefähr 10 Jahre älter war als ich. Nun wieder bei Sinnen, ergriff ich seine Hand. „Ja, bin ich, aber nenn mich Luisa. Wir duzen uns hier alle auf dem Hof.“ meinte ich. „Dave.“ er lächelte immer noch. „Hübsche Stute. Deine?“ „Ja, ich bilde hier die Springer aus. Tom ist für Dressur zuständig und bildet die Azubis Susan und Leo aus, die im Springen gehen, Leo vertieft in Military. Mia macht derzeit schwerpunktmäßig Distanz, hat aber auch die Zulassung in Dressur, was eher ihr Steckenpferd ist. Leider fehlt uns jetzt jemand fürs Fahren.“ Ich lächle wieder. „Und da komme ich ins Spiel?“ fragt er und lächelt zurück. „Richtig. Wenn du mich Amber noch schnell weg bringen lässt, dann zeige ich dir den Hof und du kannst mir mal ein wenig erzählen, was du bis jetzt so gemacht hast.“ Er nickt und ich führte meine Warmblutstute den Gang hinunter, bevor wir eine kurze Runde über das SPZ drehen und dann ins Haupthaus einkehren. Mia ist ebenso erstaunt und wirft mir eine eindeutige Geste zu, als sie Dave begrüßt und dann zum Stalldienst der Hengste hinüber geht. Wir betreten die Küche, in deren Ecke sich Idefix eingerollt hat. Er knurrt kurz, als er den Mann sieht. „Alles gut Idefix, braver Hund.“ meine ich, kraule ihn kurz hinter den Ohren und biete Dave etwas zu trinken an. „Unser Hofhund. Ist allerdings schon sehr alt, begleitet mich seit er ein Welpe war. Er sieht nur nicht mehr so gut, weswegen er jetzt die Küche hütet.“ Dave nickt nur stumm, nimmt die heiße Tasse Kaffee dankend an und berichtet mir, dass er seit längerem eine feste Stelle als Trainer sucht. „Hauptsächlich bin ich ebenfalls im Military unterwegs, ich würde als einzige Prämisse meine Hengste Medivh und Heros mitbringen wollen. Allerdings war mein Vater viel im Fahrsport tätig, weswegen meine Ausbildung dort fast besser ist.“ „Wegen den Pferden wäre das kein Problem, das SPZ hat genug Platz und auch Möglichkeiten, falls du sie weiter ausbilden möchtest. Es wäre nur recht schnell die Organisation der Fahrturniere zu stemmen.“ Er freute sich sichtlich, anscheinend hatte er bis jetzt Probleme mit diesem Wunsch. Ich sprach mit ihm die Details durch und bot ihm eine Probezeit von zwei Wochen an, die Dave glücklicherweise sofort annahm. Sollte sich die Zusammenarbeit danach als gut herausstellen, würde der Vertrag dauerhaft gültig. Ich gab ihm die Papiere mit, vereinbarte den ersten Arbeitstag für übermorgen und verabschiedete mich von ihm. Als sein Auto den Hof verließ, kam Mia zurück, stupste mich an und lachte. „Luisa, wenn du den nicht nimmst...“ „Hab ich schon, hat die Papiere mitgenommen!“ unterbrach ich sie und zwinkerte. „Endlich mal ein heißer Typ auf dem Hof!“ „Das hab ich gehört!“ Willi warf uns einen gespielt bösen Blick vom Traktor zu, von dem er gerade abstieg und das Hallentor schloß. Mia und ich lachten laut, nahmen Willi in den Arm und gingen zusammen ins Haupthaus zurück.​
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  • Album:
    Sportzentrum Naundorf - Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Muemmi
    Datum:
    30 Okt. 2016
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    EXIF Data

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  • Davina

    Bild folgt

    Stammbaum
    unbekannt ♂ x unbekannt ♀

    Zuchtdaten
    Geburtsdatum: 03.09.2004 / 12 Jahre
    Zucht: unbekannt

    Gekört/Gekrönt: Nein

    Besitzer: Muemmi
    VKR/Ersteller: Nuray (verfallen)

    Exterieur
    Geschlecht: Stute ♀
    Rasse: Rottaler Warmblut
    Stockmaß: 1,62 m
    Fellfarbe: Brauner
    Abzeichen: 3x gestiefelt, Stern, Schnippe

    Interieur
    ruhig | gelassen | liebenswürdig | kinderfreundlich | verlässlich

    Rottaler Warmblüter stammen aus Bayern und werden dort noch in kleinen Mengen gezüchtet.
    Diese Pferde sind besonders genügsam und tuen normalerweise keiner Fliege etwas zu Leide.
    Sie sind ausgezeichnete Dressur- und Springpferde, aber sie werden auch sehr oft als Voltigierpferde verwendet.

    Davina ist dementsprechend eine wirklich mehr als ruhige Vertreterin ihrer Rasse, die es liebt, von Kindern umsorgt zu werden.
    Davina war früher ein Kindervoltigierpferd, weshalb wir unser Interesse an dieser Stute bekundet haben.

    Qualifikationen
    Eignung: Dressur, Distanz, Fahren
    Ausbildung: Bodenarbeit, Doppelonge, Eingeritten
    Galopp: E A L
    Dressur: E A L M S S* S** S***
    Springen: E A L M S S*
    Military: E A L M S S*
    Western: E A L
    Distanz: E A L M S S* S** S***
    Fahren: E A L M S S* S** S***
    Turnier | Training | Potenzial

    Gesundheit
    Sehr gut

    Tierarzt
    gechippt, geimpft, entwurmt
    Letzter Besuch: August 2016
    Hufschmied
    kein Beschlag
    Letzter Besuch: Oktober 2016

    Erfolge
    301. Fahren
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    Steckbrief in Anlehnung an sadashas Vorlage