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Mongofisch

Dave

[b]Dave[/b] Rasse: Shetlandpony Alter: 11 Jahre Geburtstag: 2003 Geschlecht: Hengst Stockmaß: 1,02m Fellfarbe: Fuchs Abzeichen: / Vater: / Mutter: / Dave ist ein liebenswerter Hengst. Er ist gerne bereit neues zu lernen und macht begeistert mit beim Reiten und der Bodenarbeit. Er lernt schnell und mag Kinder und Hunde. Er ist aber nun mal ein Pony und ist deswegen auch frech. Eingeritten: Ja Eingefahren: Ja Eignung: Fahren, Dressur Galopprennen: E Western: E Springen: E Military: E Dressur: E Distanz: E Fahren: M Hufe: Sehr gut Gesundheit: Sehr gut Gekört/Gekrönt: Nein Nachkommen: Keine Besitzer: Mongofisch Vorbesitzer: Loi Vkr/Ersteller: Sosox3 [img]http://abload.de/img/gallery_5_5269_42754wdw9.gif[/img]195. Fahrturnier [img]http://abload.de/img/gallery_5_5269_50057udop.gif[/img]198. Fahrturnier Offizieller Hintergrund [img]http://abload.de/img/offiziellerhg17bgx.jpg[/img]

Dave
Mongofisch, 27 Juli 2014
    • Mongofisch
      Pflegebericht 1 - 26.12.2013
      Müde kam ich auf Unelma Hevonen an, doch zum Ausruhen blieb keine Zeit: Lina würde bald aus Deutschland eintreffen, zu Weihnachten hatte sie mir zwei Pferde geschenkt, die heute eintreffen sollten.
      Zuerst verstaute ich aber meinen Hufschmied Kram und schaute dann in die Ställe, ob alles in Ordnung war. Calistas Box war noch immer leer, jeden Tag stieg die Spannung, wann sie wohl wiederkommen würde.
      Ich hörte ein Auto und lief, ja rannte beinahe aus dem Stall. Lina war da!
      Kaum war sie ausgestiegen, fiel ich ihr um den Hals: „Hey, wie war die Fahrt? Geht es dir gut? Und den Pferden? Ich kann es kaum erwarten!“
      Etwas überrumpelt und müde blickte sie mich an: „Hey, danke mir geht’s gut, den Pferden auch soweit, sie fanden die Fahrt zwar nicht grade toll, aber jetzt sind sie ja da!“
      „Komm, wir holen sie raus. Mensch bin ich glücklich, ich freu mich so!“
      Rasch öffneten wir den Hänger und holten die beiden ingleichen Pferde raus.
      Da war einmal Brave, ein toller, wahnsinnig schöner Tinkerhengst und zum Anderen, der kleine Shettyhengst Dave. Ich kannte ihn bereits und war überglücklich, als ich erfahren hatte, dass Lina ihn mir schenkte.
      „Ich denke, die beiden wollen erstmal laufen, drei Tage auf dem Hänger, da hat sich viel Energie angesammelt. Können wir sie auf die Weide lassen?“ Lina hielt den kleinen Dave, während ich Brave am Strick hatte.
      „Ja, die anderen beiden Hengste sind im Stall“, nickte ich und marschierte vor, zur Hengstweide.
      Grade hatten wir die Stricke von den Halftern gelöst, da galoppierten die beiden Pferde auch schon los. Ein herrliches Bild, der kleine und der Große. Die beiden kannten sich noch nicht, mussten sich aber zwangsweise auf der Fahrt arrangieren. Brave platze fast vor Energie und konnte gar nicht aufhören zu laufen, alles war neu, alles war Interessant und alles musste genau erkundet werden.
      Lina würde eine Nacht bleiben, dann musste sie zurück nach Deutschland, ihre Pferde warteten dort auf sie.
      „Lassen wir sie erstmal toben, du hast sicher Hunger?“ Ich zeigte Lina den Weg zum Haus, wo wir uns in die Küche zurück zogen.
      „Oh ja, wenn du was hast, wäre das super“, nickte meine Freundin.
      „Klar, ich mach uns schnell was“, erwiderte ich und begann zu Kochen.
      Während dem Essen unterhielten wir uns über Verschiedenes, vor allem aber bedanke ich mich gefühlte 100 Mal.
      Es war später Nachmittag, als wir uns erneut zur Weide aufmachten, um die beiden Hengste das erste Mal in ihren neuen Stall zu bringen. Lina nahm Dave und ich Brave. Die beiden kamen in die Boxen auf der linken Seite, gegenüber von Monster und Heat.
      Aufgeregtes Schnauben und Scharren kam auf, als wir den Stall betraten und die Neuankömlinge in ihren Boxen unterbrachten.
      Es würde sicher ein paar Tage dauern, bis sie alle zusammen auf die Weide gehen konnten, aber ich war zuversichtlich, dass sie schnell eine Rangordnung festlegen würden.
      Lina und ich zogen uns ins Haus zurück und machten uns noch einen gemütlichen Abend, ehe meine Freundin morgen wieder abreisen musste.
    • Mongofisch
      Tierarztbericht 1 - 07.01.2014


      Heute kam ich mal wieder auf den Hof von Lisa. Sie hatte vor kurzem zwei Neuankömmlinge bekommen, von denen sie nichts über den Impfzustand wusste und ich daher nach ihnen sehen sollte.
      Lisa hatte meinen Wagen offensichtlich bereits erkannt, als ich langsam die Auffahrt hinauf rollte, denn sie lief mir bereits entgegen und schien sichtlich froh über meine Ankunft zu sein. Wir begrüßten uns kurz, dann ging es direkt zu den beiden Patienten.
      Als erstes war Dave an der Reihe, ein elf jähriges Shetlandpony.
      Lisa holte den Fuchs aus der Box und ich begrüßte den Kleinen, indem ich mit der Hand vorsichtig unter seine Mähne glitt und ihm darunter den Hals klopfte. Er war artig, beobachtete jedoch keck jede meiner Bewegungen und versuchte einmal nach mir zu beißen, als ich mich umgedreht hatte. Man spürte jedoch sofort, dass es nicht boshafter Natur war – er testete einfach gerne, was man ihn machen ließ.
      Ich begann zunächst, ihn durchzuchecken. Zu diesem Zweck sah ich mir als erstes die Augen an und kontrollierte mit Hilfe einer kleinen Lampe den Pupillenreflex. Auch die Ohren und Nüstern sah ich mir an und öffnete vorsichtig das Maul, um mir die Zähne anzusehen und die Schleimhäute zu überprüfen. Sie waren zart rosa und das Blut floss schnell wieder hinein, wenn man mit einem Finger auf die haut drückte und den Druck dann wieder wegnahm. Es war somit alles in Ordnung.
      Anschließend kontrollierte ich die Gelenkte und überprüfte die Muskeln. Auch den After schaute ich mir an und überprüfte die Hufe auf Druckempfindlichkeit.
      „Der ist topfit“, stellte ich an Lisa gewandt fest.
      Somit konnte ich ihn mit freiem Gewissen impfen und entwurmen. Zunächst holte ich die Impfung – er bekam das Kombipräparat Influenza und Tetanus.
      Die Spritze fand er nicht allzu witzig, blieb aber artig stehen, bis auf ein kurzes Zusammenzucken.
      Die Wurmkur anschließend war dafür ebenfalls kein Problem. Er kaute zwar einen Moment leer, während Lisa ihn wieder in die Box brachte, aber er wehrte sich nicht bei der Eingabe der Paste.
      Nachdem Lisa ihren Shettyhengst wieder in die Box geführt hatte, brachte sie mir den nächsten Patienten – ein wunderschön gezeichneter Irish Tinker Hengst.
      „Na, das ist ja ein Hübscher! Der versteckt auch mit Sicherheit die Sabino-Scheckung!“, entfuhr es mir, als ich die gleichmäßig gezeichneten, hochweißen Beine des stark glänzenden Rappen sah.
      Lisa erzählte mir, dass er erst vier sei und ich begrüßte den Junghengst mit einem Klopfen.
      Kurz wuschelte ich ihm durch die dicke Mähne. „Na bin ich froh, dass ich das nicht kämmen muss, wenn der auf der Wiese gewesen ist – das ist bestimmt nicht einfach!“, lachte ich, was Lisa mir breit grinsend bestätigte.
      Nun begann ich, den Gesundheitszustand des Hengstes zu kontrollieren.
      Während ich die Muskeln langsam abtastete und nach Verspannungen, Knötchen und Unregelmäßigkeiten suchte, fiel mir etwas auf: „Ist der eigentlich noch im Pony-Maß?“
      „Nein, knapp rausgegangen.“
      „Das ist ja Schade.“
      Nun kontrollierte ich auch die Gelenke, überprüfte, ob sie trocken waren und nicht übernatürlich warm. Doch alles war in Ordnung. Mit einer speziellen Zange kontrollierte ich die Hufe auf Druckempfindlichkeit.
      Anschließend sah ich mir die Augen und Nüstern an, überprüfte den Pupillenreflex und anschließend den Zustand der Schleimhäute. Es war alles vollkommen in Ordnung.
      Ich klopfte den Glanzrappen, weil er so brav war, woraufhin er den Hals weit nach unten dehnte und zufrieden schnaubte. Dabei setzte er etwas klaren Schleim ab, der mich stutzen ließ.
      „Hat er das schon länger?“
      Lisa verneinte. Ich holte mein Stethoskop und hörte die Lunge ab – sie war frei. Ich bat Lisa, zu beobachten, ob er übermäßig viel Schleim absetzte oder viel hustete. So hatte es nichts zu bedeuten, aber manchmal baute darauf ein Infekt auf, den man auf jeden Fall behandeln müsste.
      Da er so aber fit war, beschloss ich, ihn zu impfen. Auch er bekam das Kombipräparat Tetanus + Influenza.
      Bei der Impfung zuckte er deutlich zusammen, blieb aber artig stehen.
      Etwas komplizierter war die Wurmkur, von der er überzeugt war, dass sie nichts in seinem Maul zu suchen hatte. Er presste die Kiefer fest aufeinander und versuchte so zu verhindern, dass ich die Spritze in seinen Schlund einführen konnte. Doch es gelang mir und ich drückte die Paste so tief in sein Maul, dass er gezwungen war, zu schlucken. Etwas übel nahm er mir dies dennoch und schaute misstrauisch über die Schulter, während Lisa ihn von mir weg in die Box führte.
      Meine Arbeit war für heute getan, sodass ich mich verabschiedete und auf den Heimweg machte.
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      Eowin
    • Mongofisch
      Trainingsbericht 1 - Einfahren 15.01.2014
      Momentan litt ich unter ziemlich starkem Zeitdruck und auch meine Motivation, meiner Arbeit als Ausbilderin nachzugehen, hatte nachgelassen. Dennoch hatte ich einen Auftrag in meinem Ausbildungsbetrieb erhalten, es war wieder Lisa – diesmal allerdings, um zwei ihrer Pferde einzufahren. Ich stimmte zwar sofort zu, hatte aber bis zu diesem Tag nicht die Lust gefunden, mit der Ausbildung zu beginnen. Zwar waren inzwischen beide mit der Doppellonge vertraut, da ich dies öfter mit ihnen trainiert hatte. Doch dies war ja nur für Angus the Brave etwas Neues, Dave hatte ja zuvor bereits Bekanntschaft mit der Doppellonge und ihrer Funktionsweise gemacht.
      Hatte ich anfangs noch gedacht, Lisa würde mir zwei ihrer Pferde zum zweispännigen Einfahren vorbeibringen, da hatte ich mich gewaltig geirrt. Ich hatte mir bereits einen Plan aufgestellt, wann ich was trainieren wollte, doch diesen konnte ich wegwerfen, als Lisa mir ihre Pferde zeigte. Wie sollte man mit einem knapp 1,50 Meter großen Tinker und einem Shetlandpony zweispännig fahren? Richtig, gar nicht.
      Jedenfalls war ich gerade auf dem Weg in den Stalltrakt 2, in dem die beiden Pferde untergebracht waren und überlegte, wie ich es am besten anstellte, die zwei vernünftig an die Schleppe zu gewöhnen, die sie fortan hinter sich zum Muskelaufbau hinter sich her ziehen müssen, da traf ich auf Charles.
      „Du kommst genau richtig“, murmelte ich und sah ihn flehend an, „würdest du bitte, bitte mit mir Angus the Brave und Dave ausbilden? Alleine würde es doppelt so lange dauern.“
      Er nickte nur stumm und begleitete mich auf meinem Weg in den Stalltrakt. Wir waren beide nicht sehr gesprächig und ich wusste auch, wieso – der nächste Umzug stand bevor und wir schwelgten beide in Erinnerungen auf diesem Gestüt. Glücklicherweise war die neue Ranch nur knappe zwanzig Kilometer von diesem Gestüt entfernt, sodass ich beinahe alle meine Angestellten „behalten“ konnte.

      Wir befanden uns bereits in der Halle. Ich hatte Dave an der Longe, während Charles sich mit Angus the Brave beschäftigte. Er bestand darauf, den Junghengst zu übernehmen, da er lieber mit jüngeren Pferden arbeitete und ich wollte ihm dieses Vergnügen nicht nehmen, hatte ich mich doch irgendwie ein wenig in Dave verguckt. Der kleine Hengst war wirklich niedlich. Ständig ließ er sich irgendetwas einfallen oder wollte schmusen – mit ihm wurde es jedenfalls nie langweilig.
      Die beiden Hengste zogen jeweils eine Schleppe hinter sich her, die den Muskelaufbau und die Gesunderhaltung der Pferde fördern sollte. Vor dem Ziehen schwerer Lasten war es wichtig, dass die Pferde genug Muskulatur aufgebaut hatten. Da sie zuvor bereits an das Geschirr gewöhnt worden waren, mussten wir dies nicht noch einmal wiederholen und konnten gleich mit der Schleppe fortfahren.
      Runde um Runde drehten die Beiden und wurden anscheinend nicht sonderlich müde, denn sie liefen tapfer weiter. Zwar versuchte Dave manchmal, Faxen zu machen und Brave schien es ein wenig langweilig zu werden, doch es hielt sich in Grenzen.

      Einige Zeit später hatten wir uns versichert, dass sie mit dem Muskelaufbau weit genug vorangeschritten waren, um langsam an die Kutsche gewöhnt zu werden. In Daves Augen war das „Ding“, das sich Kutsche nannte, zunächst einmal ungeheuerlich und total boshaft, weshalb es einiges an Überredungskunst brauchte, bis wir ihn so weit hatten, dass er sich ohne Murren vor die Kutsche anspannen ließ. Bei Angus the Brave dauerte dies keine zehn Minuten, bis er angespannt worden war. Er machte seinem Namen alle Ehre und schritt mutig zu der Kutsche voran, beschnüffelte sie – und befand sie für ungefährlich.
      Die beiden Hengste kannten und hörten dank der Arbeit mit der Longe sehr gut auf Stimmkommandos, was beim Kutsche fahren ein wichtiger Bestandteil war. Trotz der Tatsache, dass Angus the Brave noch nicht eingeritten worden war, machte er sich wirklich gut und ich konnte schon erahnen, dass er sich im Fahrsport gut machen würde, was aber aufgrund seiner Rasse auch kein Wunder war.
      Es machte sich definitiv bezahlt, dass wir so viel Zeit in die Arbeit mit der Longe investiert hatten. Weder Angus the Brave noch Dave waren im Gelände schreckhaft; nein. Sie hörten genau auf das, was wir ihnen sagten und hatten nur Augen für das Gelände direkt vor ihnen. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei dem Erfinder der Scheuklappen bedanken.
      Wobei auch diese eigentlich kaum nötig gewesen waren, denn sie beide waren nicht sonderlich schreckhaft, sie schienen er Spaß bei der Sache zu haben. Besonders für Dave war es eine gute Möglichkeit, ihn in Form zu halten – war er doch für normalgroße Reiter zu groß, höchstens als Kinder- oder Anfängerpony könnte er dienen. Das Fahren hingegen schien wie für ihn gemacht zu sein und er trottete eifrig vor mir her.
      Die Geländefahrten verliefen ebenso problemlos wie die vorherigen Übungsfahrten auf der Rennbahn, die uns zur Verfügung stand. Zum Glück hatten wir momentan keine Rennpferde mehr im Training, denn so stand sie uns durchgehend für die Ausbildung der beiden neuen Kutschpferde zur Verfügung.

      Es dauerte aufgrund des beinahe reibungslosen Verlaufes der Ausbildung nicht sonderlich lange, bis ich Lisa mitteilte, dass sie ihre Pferde abholen konnte, was auch einige Tage später direkt geschah. Sie hatte einen jungen Mann an ihrer Seite, der die Pferde verlud und die Ausrüstung verstaute, während Lisa und ich uns über die Ausbildung und das Benehmen ihrer Pferde unterhielten.
      „Deine Hengste sind wirklich wie für das Fahren gemacht“, grinste ich und warf einen Blick über eine Schulter. Charles kam auf uns zu und gesellte sich schließlich zu uns. „Das ist Charles, er hat die Ausbildung von Angus the Brave übernommen“, stellte ich ihn vor, „Charles, das ist Lisa.“
      Die beiden gaben sich die Hand und sahen mich dann erwartungsvoll an, weshalb ich damit fortfuhr, Lisa zu erklären, dass ihre Pferde sich gut geschlagen hätten und sie das Fahren auf keinen Fall vernachlässigen sollte, denn gerade für Dave war dies eine abwechslungsreiche Beschäftigung, die ihm scheinbar viel Spaß machte. Doch auch Angus the Brave hätte seine Freude an diesem Sport gefunden. Als ich schließlich mit der Berichterstattung fertig war, händigte ich ihr noch die Trainingspässe aus, dann verabschiedeten wir uns voneinander. Zwei Autotüren wurden zugeknallt, der Motor des Autos wurde angelassen und schon kurz darauf war es in der Ferne verschwunden.
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      Samarti
    • Mongofisch
      Pflegebericht 2 - 27.01.2014
      Was ich heute feststellen konnte: Auf dem Beifahrersitz fährt es sich besser als gedacht. Kimi bestand immer wieder darauf, dass ich selber kein Auto mehr fahre, aber mir war es recht, so konnte ich auf der Fahrt nach Helsinki entspannen.
      Vor ein paar Tagen hatte ich es nicht lassen können und hab für Caletta und Maira noch eine Freundin gekauft. Wie es der Zufall so wollte, ist die kleine Luisa ebenfalls ein Braunschecke und kommt, wie Maira, aus Kanada.
      Schon gestern hatte Kimi einen Teil des Fohlenoffenstalls abgetrennt, um Luisa nicht ganz ins kalte Wasser zu schmeißen. So konnten die drei sich erstmal beschnuppern und Luisa würde sich in Ruhe von der langen Reise erholen.
      Pünktlich kamen wir am Flughafen an, zum Glück kannten wir den Ablauf bereits und mussten nicht erst alles suchen. Nach nur wenigen Minuten standen wir bei Luisa, die grade noch den Check über sich ergehen lassen musste. Etwas genervt schaute sie uns an, sah aber trotzdem Zuckersüß aus.
      „Oh wann ist es denn soweit?“ Fragte die Tierärztin lächelnd, als sie mir das Fohlen übergab. Ich nahm den Strick entgegen und antwortete dann: „In 13 Wochen.“
      Wieder lächelte die Tierärztin: „Dann wünsche ich Ihnen alles Gute!“ Damit ließ sie uns zurück, sicher hatte sie noch mehr Arbeit. Während wir noch auf Luisa gewartet hatten, hatte Kimi den Wagen mit Anhänger geholt, in welchen das Tinkerfohlen jetzt verladen werden sollte. Wie immer wurde mir die Arbeit abgenommen, bevor ich überhaupt anfangen konnte. „Ich mach das schon“, sorgte Kimi sich, nahm mir den Strick aus der Hand und führte Luisa behutsam auf den Anhänger. Die Stute folgte ihm brav, ohne Probleme. Entweder war sie wirklich gut erzogen oder sie war einfach zu erschöpft um zu protestieren.
      Auf der Rückfahrt zum Gestüt schlief ich schnell ein und Kimi weckte mich erst auf, als wir auf dem Hof geparkt hatten. Verschlafen rieb ich mir die Augen, wurde aber hellwach, als ich aus dem Auto stieg. Klirrende Kälte schlug mir entgegen und zeigte mir, dass noch immer Winter war, würde ich ja sonst wahrscheinlich vergessen. Ich lachte bei dem Gedanken und wartete ungeduldig darauf, dass Kimi den Anhänger öffnete.
      „Dann wollen wir den beiden Verrückten mal ihre neue Freundin vorstellen“, grinste Kimi, während er die Klappe runterließ und Luisa vorsichtig rückwärts schob.
      „Die sind nicht verrückt“, lachte ich. „Nur eben noch Babys, und Babys sind manchmal anstrengend.“ Erst letzte Woche haben es die beiden Fohlen tatsächlich geschafft, den Schlauch ihrer Tränke abzureißen. Der ganze Stall stand unter Wasser, was den Damen aber nichts ausmachte.
      Kimi führte Luisa zum Offenstall, wo Maira und Caletta schon neugierig über den Zaun guckten. Auch Luisa wurde wieder etwas munterer. Leise brummelnd tänzelte sie neben Kimi her und konnte es scheinbar gar nicht erwarten, die beiden Interessant aussehenden Fohlen zu beschnuppern. Grade als Kimi den Strick löste, trabte die junge Stute aufgeregt am Zaun entlang und stieß ein freudiges Wiehern aus. Maira und Caletta machten es dem neuen Fohlen nach und so wurde erstmal ausgiebig über den Zaun hinweg gespielt.
      „Machst du heute noch was mit Dave und Brave?“ Fragte ich nach einiger Zeit.
      „Ja, ich lasse die beiden laufen. Wirklich schade, dass sie nicht zusammen vor die Kutsche können“, grinste Kimi und strich mir über den Bauch. „Das stimmt“, lachte ich. „Ich geh jetzt rein, mir ist kalt und meine Beine tun weh.“ - „Mach das, mein Schatz“, sagte Kimi und kam noch bis zur Koppel mit, wo er Dave und Brave holte. Ich hingegen ging zum Haus rüber, zog umständlich meine Schuhe aus und ließ mich im Wohnzimmer aufs Sofa fallen.
      Seit man meinem Bauch fast beim Wachsen zusehen konnte und Kimi mir jegliche körperliche Arbeit untersagte, fühlte ich mich manchmal etwas unnütz, allerdings war es auch ganz schön, sich mal nicht um den Hof kümmern zu müssen.
    • Mongofisch
      Pflegebericht 3 - 19.02.2014
      Unsanft wurde ich aus meine Träumen gerissen und drehte mich missmutig auf die andere Seite. Kimi stand panisch vor dem Bett und versuchte mich zu wecken. „Was ist denn los?“ murmelte ich genervt, rieb mir die Augen und drehte mich wieder um.
      „Steh auf! Es brennt“, schrie er schon fast und ich saß plötzlich kerzengrade im Bett. In meinem Kopf spielten sich die schlimmsten Szenarien ab.
      „Komm jetzt! Ruf die Feuerwehr!“ Kimi rannte aus dem Schlafzimmer, ich hörte ihn die Treppe runter stolpern.
      Panische Angst ergriff mich, ich schnappte mir mein Handy, wählte den Notruf, lief zum Fenster und bekam den Schock meines Lebens. Der ganze Stall stand in Flammen, große, dunkle, bedrohliche Flammen! Tränen schossen mir in die Augen und ich fing urplötzlich an zu zittern. Ich war gelähmt, konnte dem Mann am Telefon grade noch sagen, was passiert war und wo ich mich befand. Er versicherte mir, dass sofort jemand da sein würde, doch das war mir nicht genug. Ich hatte Angst – Angst, dass Mieke etwas passieren würde– Angst, dass meinen Pferden was passieren würde – Angst, dass Kimi etwas passieren würde – Vor allem aber Angst, das mein Traum grade zerplatzte.
      Ich rappelte mich auf, lief die Treppe runter, wäre dabei fast hingefallen und rannte ohne nachzudenken im Nachthemd und barfuß über den Hof.
      „Kimi“, schrie ich in die Nacht, die Tränen liefen mir nur so übers Gesicht. Aus dem Stall vernahm ich panisches Wiehern der Pferde. Wo sollte ich nur zuerst hin? In mein Kopf drehte sich alles, ich konnte nicht klar denken. Hinter mir hörte ich Pferde laufen, blitzschnell drehte ich mich um und erblickte Kimi, der gefolgt von Monster und Heat aus dem Stall kam. „Bring die auf die Koppel“, befahl er und ließ die Mähnen der Pferde los, um zurück in den Stall zu laufen und die anderen Pferde zu holen. Ich wusste nicht was ich tat, griff nach den Hengsten und rannte mit ihnen zur Weide. In ihrer Panik zogen sie mich mehr hinter sich her, als das ich ihnen zeigte, wo es lang ging.
      Aus der Ferne hörte ich endlich die Sirenen der Feuerwehr, was mir aber weniger Sicherheit gab, als dass es mir noch mehr Angst machte.
      Kimi hatte inzwischen Brave und Dave aus dem brennenden Stall geholt und schubste mich unsanft an. „Komm!“
      Wie in Trance folgte ich ihm, meine Füße waren eiskalt, mein Gesicht hingegen brannte wie Feuer. Die Stuten hatte es schlimmer erwischt, es gab keine Möglichkeit in den Stall zu gelangen.
      Die Feuerwehr war da! Panisch schrie ich einen der Männer an: „Meine Pferde sind da drin!“ Er faselte irgendwas von beruhigen, aber ich wollte mich nicht beruhigen!
      Nur Augenblicke später kam ein Rettungswagen, doch ich hatte nur Augen für das brennende Gebäude, in dem meine Pferde eingeschlossen waren.
      „Sie müssen meine Pferde retten“, schrie ich nun einen anderen Mann an, ich hatte panische Angst, ich wusste nicht was ich machen sollte, ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie alles abbrannte.
      Alles zog an mir vorbei, ich hörte nur Teile von dem was gesprochen wurde, dafür aber umso mehr, wie die Pferde wieherten. Ich hörte sie schreien! Es waren Schreie voller Angst, voller Panik und ich konnte nichts tun.
      Ich sank auf die Knie und vergrub mein Gesicht in meinen Händen, weinend wie ein Schlosshund. Immer und immer wieder hörte ich das panische Wiehern der Pferde, es brannte sich in mein Gedächtnis, ich würde es nie wieder vergessen können.
      Ein Rettungssanitäter griff mir unter die Arme und half mir auf die Beine. „Sie sollten hier nicht auf dem Boden sitzen.“ Ich hatte keine Kraft mehr mich zu wehren, das einzige was ich noch hatte war Angst – Angst, dass ich meine Pferde nie wieder sehen würde.
      Als ich wieder aufwachte, befand ich mich in einem Hotelzimmer. Mieke schlief seelenruhig neben mir, nur Kimi war nicht da. Ich musste mich erstmal berappeln, da viel mir die letzte Nacht wieder ein und sofort bekam ich panik. Ich griff zu meinem Handy und wählte Kimis Nummer. Er meldete sich und klang ganz normal. Er erzählte mir, dass er bei den Pferden war, die die Nacht alle unbeschadet überstanden hatten. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Doch nun standen wir vor dem nächsten Problem: Wir hatten kein Zuhause mehr!
      Lange überlegten Kimi und ich, wie es nun weiter gehen sollte, dann fiel mir Lina ein. Wir konnten vorrübergehend zu ihr. Sofort rief ich sie an und erzählte von unserer misslichen Lage. Sie erklärte sich bereit, uns bei sich aufzunehmen und der Entschluss stand fest. Es ging zurück nach Deutschland!
      Vier Tage später kamen wir mit allen Pferden an der Ostsee an und waren heilfroh, endlich wieder ein „richtiges“ Zuhause zu haben. Lina zeigte uns sofort, wo wir unsere Pferde unterstellen konnten. Vor allem die Fohlen waren sichtlich gestresst und froh, die Lange Autofahrt überstanden zu haben.
      Doch noch waren wir nicht an unserem endgültigen Ziel. Linas Hof war viel zu klein für alle Pferde, also musste eine Lösung her!
    • Mongofisch
      Hufschmiedbericht 1 - 21.02.2014
      Heute ging es ab zu Lisa, die schon einmal in meiner Hufschmiede war. Diesmal waren aber andere Pferde dran, und zwar Calacirya, Dave, Angus the Brave, Luisa, Maira und Caletta. Ich machte mich schon früh auf den Weg und kam nach einiger Zeit auch an, da ich mich komischerweise nicht verfuhr. Lisa wartete dort schon mit den ersten drei Pferden: Angus, Luisa und Calacirya. Ich packte meine Sachen aus und machte mich sofort an die Arbeit. Ich befreundete mich erst mit Calacirya an, denn die Tinkerstute war ziemlich freundlich und neugierig. Ich hob ihren ersten Huf mit Leichtigkeit und machte mich an die Arbeit. Ich schnitt mit dem Messer den Dreck und den Sand heraus, dann knipste ich mit der Hufzange das überstehende Horn ab, ehe ich mit der Feile die Hufwand wieder rund machte. Dann testete ich aus, ob die Hufform auch passte, ehe ich das alles bei den anderen drei Hufen wiederholte. Calacirya war ziemlich ruhig dabei und ließ alles über sich ergehen. Dann ging es zu Angus, der etwas mutiger war und an meiner Tasche, in der ich Karotten verstaut hatte, knabberte. Ich gab ihm auch eine, wobei Calacirya auch noch eine bekam, bevor sie weggeführt wurde, und machte mich auch bei ihm an die Arbeit. Es ging recht schnell, da er kaum Anstalten machte. Dann ging es zu Luisa, die mir stürmisch entgegentrat und mich sofort beschnupperte. Sie war noch ein Fohlen und daher war ich erst recht bei ihren kleinen Hufen vorsichtig, allerdings war sie etwas zappelig und ich brauchte etwas länger. Lisa hatte Angus und Calacirya schon weggeführt und brachte jetzt Maira und Caletta und Dave auf den Putzplatz, ehe sie auch Luisa zurück in ihre Box brachte. Ich machte mich auch bei dem kleinen Dave an die Arbeit und danach kamen noch die beiden Fohlen Maira und Caletta dran. Als ich fertig war, packte ich auch schon meine Sachen zusammen und verabschiedete mich bei Lisa, die ihre Pferde wieder zurückführte, und fuhr dann wieder zurück auf mein Gestüt.
      Lynx
    • Mongofisch
      Trainingsbericht 2 - Fahren E-A - 22.02.2014
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      Heute war es so weit, meine ersten Ausbildungspferde sollten ankommen. Ich hatte mich vor kurzem dazu entschieden mich nicht nur meinen Pferden zu widmen sondern auch den Pferden anderer. So kam es dazu das ich zusammen mit einer guten Freundin, namens Alice Moseby, einen Ausbildungsstall eröffnete. Welcher an zwei verschiedenen Standorten sein sollte, mein Stall war in Deutschland genauer gesagt in Nord-Rhein Westfalen im Schönen Paderborn und Alice in Neuseeland. Es war kurz vor Zehn als der Anhänger mit den beiden Shetlandponys auf meinen Hof rollte. Ich hatte vorher bereits zwei nebeneinander liegende Paddockboxen Bezugsfertig gemacht und lief nun zum Anhänger. Im Auto welches vor dem Anhänger gespannt war erkannte ich Lisa die am Steuer saß. Sie hatte ihre Tochter Mieke nicht mit gebracht denn Zuhause, bei ihrem Vater war sie besser aufgehoben als den ganzen Tag auf der Autobahn. Lisa und ich begrüßten uns freundlich, denn wir kannten uns bereits da sie eine meiner Stuten eingeritten hatte bevor ich ebenfalls einen Ausbildungsstall eröffnet hatte. Wir luden die beiden aus und ich merkte sofort, das Feather vom Wesen her eine sehr angenehme Stute ist und der Kleine Hengst Dave etwas kecker. Wir brachten die beiden in ihre Boxen, holten die Geschirre und das Putzzeug aus dem Anhänger, verstauten es in der Sattelkammer und zogen uns in mein Büro zurück. Im Büro erfuhr ich das Feather, ebenso Dave, von mir vor der Kutsche Ein-und Zweispännig auf das A-Niveau gebracht werden sollen, das war kein Problem, da ich durch meinen Hengst Big John bereits sehr Gute Fahrkenntnisse auf diesem Gebiet hatte. Nachdem wir alles geklärt hatten verabschiedeten wir uns von einander und Lisa fuhr wieder nach Hause zu ihrer Familie. Ich ließ den beiden Shettys noch etwas Eingewöhnungszeit bevor ich sie für das erste Training am Nachmittag holen wollte.
      Das erste Training
      Am Nachmittag ging ich in den Stall und holte als erstes Dave aus der Box. Der kleine Shetlandpony Hengst kam brav mit mir mit und blieb auch am Anbinder brav stehen Ich putzte ihn gründlich und holte anschließend sein Geschirr aus der Sattelkammer. Ich schirrte ihn an und führte ihn nachdem ich mir noch eine kurze Bogenpeitsche und meinen Helm geschnappt hatte aus dem Stall in Richtung Wiese. Auf der Wiese stand bereits mein Sulky und ich stellte ihn zwischen die Deichsel. Dave kannte es daher machte er keine Probleme. Meinem Mann hatte ich vorher Bescheid gegeben und er kam mir zu Hilfe. Während ich Dave vorne fest hielt pannte er den kleinen Racker an den Sulky. Nun tauschten wir die Rollen. Ich setzte meinen Helm auf, denn Sicherheit geht auch beim Kutsche fahren vor und ich setzte mich langsam in den Sulky. Die Leinen hielt ich locker in der Hand und gab meinem Mann das Zeichen das er gleich anführen kann. Dave nahm meine Los-Geh-Hilfe sofort an und schritt in Shetty typischen Schritt voran. Nach einer Runde ließ mein Mann sich zurück fallen und beobachtete uns von der Mitte der Wiese aus. Dave reagierte hervorragend auf meine Lenkhilfen und auch als ich eine Halbe Parade zur Vorbereitung zum Halt gab reagierte er fein und hielt an. Ich fing nun an damit ihn viele Hufschlagfiguren gehen zu lassen und auch den Trab bezog ich mit ein. Dave reagierte sehr Fein und ich beschloss nun in die Halle zu fahren. Mein Mann verfolgte uns und öffnete mir die Hallen Tür. Auch in der Halle reagierte Dave brav und ich ließ ihn nach einer halben Stunde durchgehend Trab und Schritt Hufschlagfiguren an langen Leinen verschnaufen. Als er nicht mehr pumpte stieg ich vom Sulky ab, spannte Dave aus und führte ihn in den Stall zurück. Dort angekommen schirrte ich ihn ab und er durfte in seine Box zurück. Nun kümmerte ich mich um Feather. Die 6 Jährige Stute war wie ich vorher mir bereits gedacht hatte eine sehr angenehme Zeitgenossin. Beim Putzen gab sie auf Fingerzeig die Hufe. Schnell war sie sauber und auch sie schirrte ich an. Mit ihr wollte ich aber nicht auf der Wiese anfangen sondern in der Halle. Ich führte sie dort hin und spannte sie an. Mein Mann führte uns wieder an aber nach wenigen Schritten durfte er sich in die Mitte zurück ziehen. Auch bei Feather fing ich mit Adam und Eva an sprich mit dem Anhalten, losgehen und dem abbiegen. Feather bewies das sie eine sehr gute Ausbildung hatte und sie bereitete mir wie Dave keine Probleme. Im Trab erarbeitete ich mit ihr das Zirkel vergrößern und verkleinern welches bereits sehr gut klappte. Nach einer guten dreiviertel Stunde hörte ich auf und spannte Feather vor dem Stall aus und ließ den Sulky von meinem Mann in den Schuppen zurück rollen. Ich ging mit Feather in den Stall und schirrte sie ab, danach putzte ich sie über und entließ sie in den Feierabend. Dave und Feather bekamen ihr Abendbrot und ich freute mich schon auf den nächsten Tag mit den beiden.
      Der nächste Tag
      Am Morgen des nächsten Tages holte ich zuerst den kleinen Hengst Dave aus seiner Box. Denn heute wollte ich ihn zum ersten Mal zweispännig fahren. Da ich nicht wusste ob die beiden das schon kannten hatte ich mich dazu entschieden Dave zuerst mit meinem Hengst Vipke van de Zandhoven zu fahren. Vorm anschirren ließ ich die beiden sich in der Reithalle beschnuppern und zusammen laufen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und ich hatte keine Bedenken das es nicht klappen würde. Mein Mann putzte Vipke über und ich Dave. Als sie sauber waren schirrten wir sie an und führten sie zur Kutsche vor der eine Deichsel für Zwei Pferde war. Vipke kannte die Prozedur bereits und wir spannten ihn als erstes an. Dann spannten wir Dave neben ihn, ich setzte mich wieder mir langen Leinen in den Kutschbock und mein Mann führte auf Dave's Seite an. Ich lenkte in Richtung Wiese, da wir dort mehr Platz als in der Halle hatte. Ich beschäftigte die beiden mit Handwechseln und dem Durchparieren und wieder antreten. Als Dave es verstanden hatte gab ich die Trabhilfe und ließ die beiden neben einander her traben. Auf beiden Händen klappte es ohne Probleme. Als ich einen kurzen Galopp wagte hatte ich ganz gut zu tun, da die beiden sich ein Wettrennen liefern wollten. Da wir es aber doch schafften einen anständigen Galopp zu fahren hörte ich für diesen Tag auf. Ich fuhr noch ein Mal kurz mit dem Gespann um den Hof. Dave zeigte sich ziemlich beeindruckt neben den vielen Großen Pferden die an den Zaun kamen aber Vipke's Ruhige Art half ihm ruhig zu bleiben. Nach dieser Runde fuhr ich vor den Stall. Dort hielt ich an und mein Mann hielt die beiden von vorne fest. Ich stieg ab und wir spannten die beiden ab. Im Stall schirrten wir sie ab und entließen sie in ihre Boxen. Nun war die schöne Stute Feather an der Reihe. Sie durfte als erstes Shakira meine Shetlandpony Stute kennen lernen. Die beiden Stuten zickten sich etwas an aber nachdem Shakira Feather zurecht wies verstanden sie sich. Wieder half mein Mann mir beim Putzen und auch beim anschirren. Wir führten sie nun vor die Kutsche und Shakira spannten wir als erstes an. Feather schien das zweispännig fahren zu kennen, daher stellte ich sie neben Shakira und spannte auch Feather an. Dann setzte ich mich auf den Kutschbock und ließ die beiden los gehen. Da ich merkte das Feather sehr sicher lief fuhr ich von Anfang an viele Hufschlagfiguren. Feather zeigte sich als unerschrocken und so fing ich an neue Übungen ein zu bauen wie Kehrtvolten und Schlangenlinien in 4 Bögen. Shakira und Feather liefen perfekt nebeneinander her so dass man denken könnte das sie schon immer zusammen laufen würden. 'Hoffentlich laufen Feather und Dave heute Nachmittag genauso gut zusammen.' dachte ich mir als ich eine viertel Stunde später das Training beendete und wir dabei waren die beiden auszuschirren. Ich entließ sie in ihre Boxen und sie durften sich ausruhen.
      Am frühen Nachmittag war es soweit: Feather und Dave wurden das erste Mal zusammen angespannt. Finn und ich machten gemeinsam die beiden fertig und spannten sie an. Die beiden kannten sich bereits daher war es kein Problem sie nebeneinander zu stellen. Auch das anschirren war kein Problem. Nun war es so weit, ich setzte mich auf den Kutschbock und ließ Finn anführen. Es klappte tadellos! Im Schritt und Trab ließ ich die beiden laufen und auch die neuen Übungen beherrschten die beiden nach kurzer Zeit und ich konnte beruhigt an die Prüfung denken.
      Die nächsten Tage
      In den nächsten Tagen wiederholten Finn und ich das Prozedere. Abwechselnd liefen Feather und Dave mal links mal rechts von der Deichsel und liefen immer sicherer auf beiden Seiten. Wir fuhren immer mal wieder Ausschnitte aus der A1 Dressur und die beiden wurden immer sicherer und beim Schritte verlängern schmissen die beiden ihre Beine nach vorne wie die Großen. Um den beiden Abwechslung zu bieten wurden sie ab und an auch im Tausch mit Vipke und Shakira gefahren und im Gelände übten wir auch viel.
      Der entscheidende Tag
      Heute war es so weit Feather und Dave mussten sich mit mir zusammen der Prüfung stellen ob sie genug gelernt hatten um aufgestuft zu werden. Am frühen Morgen waren wir zum Prüfungsort gefahren, nachdem wir dort angekommen waren luden wir die beiden aus und machten sie für die Prüfung fertig. Wir hatten die beiden am vorigen Tag eingeflochten und richteten ihre Frisuren. Dann schirrten wir an und spannten die beiden vor den Wagen. Ich fuhr auf den Vorbereitungsplatz und sah das nur wenige Gespanne dort waren, das hieß das wir schnell an der Reihe sein würden. Während ich die beiden warmlaufen ließ beobachtete ich die anderen Gespanne. Alle fuhren auf Kandarre, dies hatten wir nicht nötig denn die beiden Shettys reagierten auf die kleinsten Hilfen. „Und nun Alicia mit Dave und Feather bitte an den Start“, schallte es über den Platz und ich lenkte die beiden in Richtung Halle. Vor der Halle atmete ich einmal tief durch und ließ die beiden im Arbeitstrab hinein laufen. Beim X hielt ich an und grüßte. Nun hieß es wieder antraben, die taten die beiden Shettys nur zu gerne. Sie sprangen flott an und ich hatte Mühe die beiden im Arbeitstrab zu halten. Beim C fuhren wir auf die Rechte Hand. Nach einer Runde fuhren wir einen Zirkel an der offenen Seite ließ ich die Zügel aus der Hand kauen. Dave und Feather zeigten dies vorbildlich und ich nahm zur geschlossenen Seite die Zügel wieder auf. Von H nach K durften die beiden die Schritte verlängern und sie flogen nur so vor der Kutsche her. Vor der kurzen Seite fing ich das Tempo wieder ein und wir trabten im Arbeitstrab weiter. Beim K fuhren wir eine Kehrtvolte sodass wir nun auf der anderen Hand weiter fuhren. Vom M zum F war nun wieder das Tritte verlängern angesagt. Die beiden kleinen zeigten sich von ihrer besten Seite und reagierten sofort auf meine Hilfe, vor der kurzen Seite fing ich das Tempo wieder ein und parierte beim K in den Schritt durch. Bei E hielt ich an, während ich leise bis 10 zählte merkte ich das die beiden Ponys auf ihren Gebissen kauten und nur auf die nächste Hilfe warteten. Als die 10 Sekunden um waren fuhr ich wieder im Schritt an und trabte bei C an. Beim A bog ich auf die Mittellinie und beim imaginären Punkt G hielt cih an. Ich grüßte zum Abschied und ließ die beiden im Arbeitstrab aus der Halle laufen. Draußen angekommen knuddelte ich die beiden durch und schirrte sie zusammen mit Finn ab. Nun hieß es warten. Eine Stunde später waren alle Gespanne fertig und die Ergebnisse wurden ausgehangen. Ich lief schnell zum Schwarzen Brett und kuckte. Wir hatten bestanden und waren sogar auf dem Zweiten Platz neben den ganzen Warmblütern und großen Ponys. Ich wollte die beiden nicht noch extra anschirren daher nahm ich die beiden am Halfter mit zur Siegerehrung. Man sah den beiden an das sie selbst Stolz auf sich waren. Nachdem wir alles verstaut hatten fuhren wir nach Hause. Dort angekommen luden wir als erstes die beiden aus, dann rief ich Lisa an und erzählte ihr das wir es geschafft hatten und klärte mit ihr ab wann sie die beiden holen würde. Da sie am nächsten Tag bereits Zeit hatte einigten wir uns darauf das sie Feather und Dave bereits dann abholen würde.
      Der letzte Tag
      An dem letzten Tag den Feather und Dave bei mir verbringen würden durften sie sich auf getrennten Paddocks von dem ganzen Training entspannen. Am späten Vormittag kam Lisa auf den Hof gefahren und sie hatte dieses Mal ihre Tochter Mieke mit. Die kleine war noch sehr klein aber schaute sich bereits in der Gegend um während ihre Mutter sie auf dem Arm hielt. Lisa bedankte sich bei mir und ich half ihr Dave und Feather zu verladen. Ich würde die beiden Sicherlich vermissen aber so weit wohnen sie ja auch nicht weg das ich sie nicht besuchen können würde. Als wir die beiden verladen hatten Zahlte mir Lisa den Betrag für die Ausblildung und die Unterkunft. Wir würden uns sicherlich erneut sehen. Ich blickte ihr hinterher und war glücklich meinen ersten Auftrag so gut erledigt zu haben.
      12893 Zeichen by AliciaFarina
    • Mongofisch
      Pflegebericht 4 - 26.03.2014
      In den letzten Tagen war das Wetter wieder etwas besser geworden und ich entschied mich beim Frühstück spontan, mit Dave und Feather eine kleine Tour zu machen.
      "Guten Morgen ihr Lieben", begrüßte ich die Pferde im Stall.
      Lina war derweil im Stutenstall und kontrollierte, ob dort alles in Ordnung war. Ich tat das Gleiche bei den Hengsten und war zufrieden: Alle Pferde sahen ordentlich und gesund aus.
      Dave streckte mir seinen Kopf schon entgegen: "Na, kannst du schon riechen, dass es gleich los geht?" Grinsend wuschelte ich dem kleinen Shetty durch den Schopf und steckte ihm eine Karotte zu. Schmatzend zerkaute der Hengst diese und blickte zufrieden drein. Ich machte mich auf in die Sattelkammer und holte dort das Halfter des knapp einen Meter großen Ponys und brachte ihn damit raus auf den Hof. Angebunden wartete er artig, bis ich seine Putzsachen geholt hatte und begann, sein flauschiges Fell zu bürsten.
      "Du hast dich ja mal wieder schmutzig gemacht", lachte ich, als ich an den Beinen angekommen war und die Matschklumpen in seinem Fell entdeckte. Mit einer Wurzelbürste und viel Geduld, gelang es mir, den Fuchs ordentlich sauber zu machen, sodass ich dann die junge Feather holte.
      "Ich glaube", betrachtete ich das Shetty. "Du musst mal wieder etwas weniger zu fressen bekommen." Die Stute war tatsächlich etwas rundlich am Bauch geworden. Nun putzte ich aber auch sie und spannte die beiden kleinen Ponys dann vor die Kutsche. Lina passte auf Mieke auf, sodass Kimi und ich endlich mal wieder Zeit zu zweit verbringen konnten. Diese Gelegenheit bot sich nicht oft, sodass wir es wirklich genossen.
      Feather und Dave liefen hervorragend vor der Kutsche und ich war wirklich stolz auf die beiden, wie gut sie sich doch machten.
      Nach einer wunderschönen Kutschfahrt durch die Schleswig-Holsteinische Landschaft kamen wir glücklich wieder am Hof an. Kimi half mir, die beiden Ponys auszuspannen und auf die Weide zu bringen. Dort stürzten sich beide sofort auf das saftige Gras, welches in den letzten Tagen gesprießt war. Eine Weile beobachtete ich die Pferde auf der Koppel, dann machte ich mich wieder an die Arbeit.
    • Mongofisch
      Pflegebericht 5 - 23.05.2014
      „Morgen Loi!“ rief ich fröhlich und stieg aus dem Auto. „Danke, dass du mir hilfst! Ich glaube sonst schaffe ich heute nicht alle Pferde.“ stöhnte sie und sah jetzt schon ganz gestresst aus. Ich bot ihr erst einmal einen Thermosbecher Kaffee an und nickte ihr aufmunternd zu. „Zu zweit wird das doch kein Problem.“ grinste ich und wir machten uns gemeinsam auf den Weg in den Stall. Lisa war momentan nicht in der Lage, sich um ihre Pferde zu kümmern, da dass Kind mehr Aufmerksamkeit als gedacht benötigte und Loi hatte die Fürsorge für ihre Pferde übernommen. Doch im Moment war viel los, so dass auch Loi mit ihrer Zeit zu tun hatte, weshalb ich ihr heute unter die Arme griff.
      Erst einmal fütterten wir alle Vierbeiner, ehe es dann auch schon auf die saftigen Weiden ging. Schon jetzt Ende Mai waren die Temperaturen um die 25°C angestiegen und die Pferde genossen einfach nur das Wetter auf der saftigen Wiese. Während die Pferde ihre Pause genossen, machten Loi und ich uns an die Stallarbeit, denn es hieß Boxen ausmisten und wieder herrichten. Danach kehrten wir die Stallgasse und entfernten noch hier und da Spinnenweben.
      Als das geschafft war, beschäftigten wir uns auch schon mit den Pferden und begannen bei den jüngsten. Alle drei Jungstuten forderten unsere gesamte Aufmerksamkeit. Lisas Schützling Calette überließ ich lieber Loi, da sie die kleine Dame schon länger kannte. Ich nahm stattdessen Maira, sie war genauso aufgeweckt wie ihre Freundinnen. Wir putzten die beiden gründlich und gingen dann mit ihnen ein wenig in der Halle Fange spielen, um die Bindung zu den Menschen zu fördern. Während Loi die beiden Fohlen bespaßte, holte ich noch Luisa dazu, damit auch sie gleich beschäftigt wurde. Danach durften die drei Schecken wieder auf ihre Weide und der Ernst begann.
      Wir nahmen uns zuerst die Hengste vor, denn bei ihnen würden wir wohl mehr Kraft brauchen – außer bei Dave. Das Pony wollten wir später mit zu einem Ausritt mitnehmen, stattdessen waren jetzt Angus the Brave und Monster Energy an der Reihe. Ich putzte und sattelte Brave, während Loi sich Monster fertig machte. Dann marschierten wir auf den Reitplatz und begannen ein wenig Dressurarbeit. Brave besaß zwar nur ein Stockmaß von 1.49m, aber dennoch hatte er raumgreifende und schwungvolle Gänge. Auch Loi musste sich zu Anfang erst einmal an das kräftige Pferd unter ihr gewöhnen. Ich hatte kaum Probleme mit Brave, er machte seinen Namen eben alle Ehre, aber Monster schien das Gleiche zu tun. Anfangs testete er nur zu gerne aus und Loi musste ihn sehr beschäftigen, damit er keinen Blödsinn machte.
      Umso froher war sie, als wir endlich fertig waren, die beiden Hengste absattelten und wieder auf die Weide brachten. „Wollen wir erst einmal eine Pause machen?“ fragte Loi und lud mich zu einem Ausritt zum See ein. Ich sagte begeistert zu und holte HeadHunter, den hübschen Wallach von der Weide. Loi schnappte sich Grey Love, außerdem nahmen wir Dave und Feather, die beiden Shettys, als Handpferde mit. Flott waren wir sechs fertig und konnten los. Mit den Tinkern war der Ritt richtig entspannt und sie planschten auch gerne im Wasser umher, so dass wir sie anscheinend richtig beschäftigt hatten.
      Wieder auf dem Hof standen noch drei Pferde an und dann hätten wir es auch schon geschafft. Ich kümmerte mich um die Trakehnerstute Calista und machte sie für ein wenig Springen fertig. Loi holte Summer Holiday, sie wollte lieber noch ein wenig Dressur reiten. Ich nickte ihr zu und dann machten wir uns an die Arbeit. Beide Stuten arbeiteten wunderbar mit und zufrieden kamen wir auch nach der Stunde wieder zurück in den Stall. Loi wollte schon den Stall für den Abend fertig machen, so dass ich mich noch um Calacirya kümmern würde.
      Ich putzte die Stute gründlich und ging dann mit ihr auf den Platz, um sie noch ein wenig zu longieren, denn das würde ihr sicherlich gut tun. Und tatsächlich machte ihr es einen riesigen Spaß und sie war danach richtig zufrieden. Ich ließ sie noch kurz laufen, ehe es auch für sie zurück in den Stall ging. Loi hatte schon alle Pferde reingeholt und wir fütterten nur noch schnell, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten. „Noch einmal Danke für deine Hilfe!“ meinte Loi lächelnd und winkte mir noch einmal.
      Edfriend
    • Mongofisch
      Hufschmiedbericht 2 - 29.07.2014
      Hufpflege vom Kleinen Sprung
      Als nächstes was ein kleiner Fuchsfarbener Shettyhengst dran. Ich begrüßte ihn mit einem Stück Karotte, dann machte ich mich auch gleich an die Arbeit. Wie bei Angus fing ich damit an, den Huf mit dem Messer zu bearbeiten. Ich trug das Zerfallshorn ab, kürzte die Trachten und Hufwände dann mit der Zange und raspelte noch Unebenheiten und eventuelle scharfe Kanten ab. Die Mustang-Role fertige ich mit gestrecktem Huf an, dann war Dave auch schon fertig. Der war die ganze Zeit damit beschäftigt zu dösen, damit er ein wenig genervt erschien als Mongofisch ihn vorführte. Zufrieden nickte ich. "Sehr schön. Im Frühling und Sommer wieder aufpassen mit dem frischen Gras. Er neigt da doch schneller zu Rehe als andere Rassen.", meinte ich und Mongofisch versorgte den Fuchs anschließend.
      (786 Zeichen; © Boralie)
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Mongofisch
    Datum:
    27 Juli 2014
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