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Waldvoegelchen

Dashing Blade - Englisches Vollblut - Hengst

Im Besitz seit April 2016

Dashing Blade - Englisches Vollblut - Hengst
Waldvoegelchen, 16 Apr. 2016
Dir, Cooper, Friese und einer weiteren Person gefällt das.
    • Waldvoegelchen
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      Nachdem Gala fertig war, öffnete Friese die Box von Dashing Blade. Während sie ihn aus der Box führte und anband, erzählte sie über ihn: „Blade ist ein junges Englisches Vollblut, er ist manchmal ein kleines Sensibelchen, aber im Umgang ist er eigentlich brav und ruhig. Beim Hufschmied hat er noch nie Probleme gemacht.“ Ich begrüßte den Hengst mit einem Leckerli, dann hob ich seinen ersten Huf an. Schon als ich mit der Hand das Bein runter strich, gab mit Blade routiniert den Huf. „Fein“, sagte ich und kratze den Huf mit dem Hufauskratzer aus. Es war nur etwas Stroh drin, also fuhr ich mit dem Hufmesser fort. Der Huf sah noch sehr gut aus, ich schnitt nur ein kleines Stück des Horns ab, um die Form des Hufes zu optimieren. Blade stand brav still und ließ mich geduldig meine Arbeit machen. Ich raspelte nun das Horn glatt und beseitigte eine kleine Auswölbung, die sich im Laufe der Zeit gebildet hatte. Als ich damit fertig war, ließ ich den Huf runter und klopfte dem Hengst den Hals. Seine braunen Augen leuchteten im hellen Licht des Stalls. Ich fuhr mit dem nächste Huf fort. Auch bei diesem entfernte ich erst das wenige Stroh und schnitt dann die Form und Länge des Hufes zurecht. Anschließend feielte ich mit der Raspel alles schön glatt. Das wiederholte ich dann auch noch bei den anderen Hufen, dann hatte Blade es geschafft und ich gab ihm ein Leckerli zur Belohnung

      Während Friese den Hengst zurück in seine Box brachte, sagte ich: „Die beiden sind wirklich zwei tolle Pferde. Und wunderschön sind sie noch dazu!“ - „Danke, ich finde sie auch toll.“ Wir unterhielten uns noch eine Weile über dieses und jenes, dann verabschiedete ich mich langsam, um mich auf den Weg nach Hause zu machen. „Ich freue mich, wenn ich nochmal kommen darf“, rief ich Friese zu, während ich vom Hof fuhr. Sie winkte mir hinterher und rief: „Sicher, du hast deine Arbeit toll gemacht!“ Dann bog ich auch schon auf die Straße und fuhr nach Hause.
      © Mongofisch​




      Pflegebericht Dezember 2013
      Neue Zucht und alles auf unserem Hof
      -Aus Rachels Sicht-




      Es war schon ein Gutes Gefühl zu wissen das man wieder in der Zucht einsteigen konnte und diesmal würde meine Begleiterin Elena sein. Wir blieben auf meinem Hof welcher nur ein wenig Ausgebaut wurde um all unsere Pferde unter zu bringen, doch das war nicht so schlimm. Denn die Umkosten würden wir später mit unseren Zuchtfohlen wieder rein bekommen. Zudem kommt das ich mehrere Pferde erwartete. Und diese sollten im Laufe der Woche nach langem Transport und Flug ankommen. Simon und ich waren wieder fleißig bei uns auf der Ranch am Arbeiten und misteten mit unseren Stallarbeitern als ich nur noch ein Rattern auf dem Parkplatz war nahm. Mit Neugierigen Blicken schaute jeder zu dem Pferdetransporter und ich wusste das einer Von ihnen nun auf dem Weg war bei uns einzuziehen. Die Freien Boxen hatten wir schon länger eingestreut und würden heute bewohnt werden. Ein Junger Mann, mittleren Alter’s lud einen Braunschecken aus und ich konnte mir denken wer das Pferd war. Es war Stardust, ein gescheckter Mustanghengst, welcher zu unserer Zucht beitragen würde. Stardust war ein schöner Hengst, mit recht wenig Hengstmanieren. Brav stolzierte er hinter dem Mann her und sah sich wiehernd nach anderen Pferden um, welche Neugierig die Köpfe aus den Boxen streckten und zu ihm sahen. Ich staß meinem Bruder den Ellenbogen leicht in die Hüfte und sagte ihm leise das ein neuer Frauenheld eingekehrt wäre. Simon sah mich nur beleidigt an und ging zu Shirasagi an die Box. Unser Stallbursche Taylor durfte sich um Angel’s Pferd Shira mitkümmern und so wie es schien wollte er sich heut ein wenig vertrauter machen. Simon wusste das Angel Shirasagi ein wenig mit dem Putzen vertraut gemacht hatte und sie die Mähne ausgelesen hatte. Sie war nicht mehr verfilzt und die Stute hatte einen besseren Eindruck gemacht als am Ersten Tag. Mitlerweile stand sie auch schon in einer unserer Boxen und wurde von Tag zu Tag friedlicher. Taylor ging in ihre Box und Shirasagi beäugte den 19-Jährigen Mann kritisch. Doch ließ sich nach kurzem Hin und her doch ans Halfter holen. Simon musste kurz schmunzeln, ging dann aber zu Yaris um ihn ein wenig zu putzen. Der junge Freiberger hob seinen Kopf aus der Box und begrüßte den 18 Jährigen Simon. "Na großer. Wie gefällts dir hier?", sprach er mit dem Pferd und bekam ein freundliches Stupsen wieder. Yaris wurde heute ein wenig an die Kutsche gespannt und schien die Pflege und die Aufmerksam sichtlich zu genießen. Simon hatte sich von Dead and Gone Trennen müssen da er einen Weiteren Umzug nicht verkraften würde. Holy Boy war auch umgezogen und weitere würden folgen. Viele Pferde hatten uns Verlassen doch durch Jesse's einzug kamen auch viele wieder dazu und hatten sich einen Platz in der Herde arrangiert, wie zum Beispiel American Rush, Horror Halloween, Flintstone, Wings Of Butterfly, Juno und Dancing Moonrise Shadows. Alle seine Pferde hatten ihren Platz gefunden und Jesse hatte einen Platz in meinem Herzen gefunden. Acacia hatte bei einer Krönung nur Knapp verloren, doch machte sie sich im Training sehr gut. Nach ein paar Tagen kam auch Elena mit je 6 Pferden pro Transporter an. Im ersten waren Nanu Nana, Slush, Zott Monte von Danone, Shettyhengst Floh, Jacko und Keep the Faith, welche alle auf 2 Weiden geteilt wurden. Im Zweiten waren dann Kajano, Girlie, Gabriella, das Fohlen Face Down, Smokey Gun und Cup Cake welche den Anderen nun Gesellschaft leisteten. Als nach einer Halben Stunde auch schon der Dritte Transporter mit Conan's Serenity, Easy Going, Roxy, Batida de Coco und Classic Gold ankam füllte sie die Große Weide ein wenig und die anderen Erwarteten schon die 6 weiteren Pferde aus Transporter 4 welche Northern Dancer, Shadow on the Wall, Shadow of a Murderer, Celly und Villain waren. Der 5. Transporter bestand aus den Hengsten Galawayn, Walking the Damon, General Jack, Hall of Fame, King of Night und Dashing Blade. Und auch der 6. Transporter rollte nach einer Stunde an mit Coda, A Brave hearts Freedom, Time to Go ,Darling; Heart Of Ocean, Blood Spill's, und Shay Petit. Auch der 7. kam nach einer Zeit an und Louis, Lestat de Lioncourt , Ron, Almost Illegal, Overo und Dancing in the Dark wurden verladen und auf die Weide gebracht. Elena und ich tranken einen Kaffee ehe wir auch die Letzten 2 Transportern mit Cap, Brief an dich, Miami's Blue Boy, Argente Noir und den Rettungspferden Caress, Nameless, Pusteblume, Smoking Jade, Schwachköpfchen, Ameer und Touchdown welche zum Teil auf der Weide und zum Teil in den Boxen ihren Platz fanden. Am Abend bekamen die Pferde futter und Elena dekorierte ihre Wohnung.




      [SIZE=medium]Pflegebericht Juni 2014:[/SIZE]







      [SIZE=medium]Heute machte ich mich auf den Weg in den Stall. Seit Wochen standen nun schon die Kartone in der Gegend rum und eigentlich wollten wir schon lange im neuen Stall sein, doch es kam immer wieder etwas dazwischen und wir konnten einfach nicht umziehen. Ich sah mich im Stall noch kurz um und ging dann in die Sattelkammer und streckte mich. Die Schränke waren schon soweit leer und alles verstaut. Ich ging auf eine der Putzboxen zu und holte sie dann. Als erstes lief ich zu Galawayn und holte den Hengst aus seiner Box. Dann band ich ihn an und begann ihn zu putzen. „Na Großer?“ fragte ich den Hengst. Er war nun schon ein paar Monate bei uns und hatte sich wirklich gut eingelebt. Nachdem ich ihn geputzt hatte brachte ich ihn auf die Weide und ging wieder in den Stall, wo ich Walking the Damon aus seiner Box holte. Sanft lobte ich den jungen Hengst und begann dann auch ihn zu putzen. Er war nicht besonders dreckig und so konnte ich ihn schnell auf seine Weide stellen. Ich sah nochmal kurz nach Gala, bevor ich in den Stall ging. Dort warteten die anderen Hengste geputzt zu werden und ich putzte Hall of Fame und General Jack. Dann brachte ich sie zusammen auf eine Weide, da die beiden Hengste sich sehr gut verstanden. Auch im neuen Stall sollten die beiden zusammen stehen. Als nächstes folgten meine drei Tinker King of Night, A Brave Heart’s Freedome und Time to go, Darling, welche ich auch schnell putzte und dann auf eine Weide stellte. Ich lobte sie alle drei und ging dann in den Stall um mich an Dashings Blade Fell zu machen. Sein Fell war auch nicht gerade dreckig und so stellte ich ihn nach kurzer Zeit zu Walking the Damon. Beide rannten wild über die Weide und kämpften ein bisschen. Nun folgte der kleinste der Gruppe, mein DRP Hengst. Ich putzte Heart of Ocean und brachte ihn zu seinem Weidenpartner Galawayn. Ich hatte leider nicht viel Zeit für die Pferde, da ich zuhause nun auch anfangen wollte die Kartons zu packen. Da wir schon lange ausziehen wollten, war das auch dringen nötig. Ich ging nochmal in den Stall und putzte dann die Fohlen Khaleb, Bottle of Jack und Paluche. Ich lobte sie sanft und brachte sie dann alle auf eine Weide. Als letztes putzte ich nun Rosenprinz und brachte ihn dann zu den anderen EVB Hengsten. Auch er mischte bei den beiden ein bisschen mit. Ich ging in den Stall und mistete dann die Boxen aus und streute sie neu ein. Ich streckte mich kurz und fegte den ganzen Stall kurz. Ich holte Galawayn wieder rein und putzte ihn nochmal, dann ging ich eine kleine Runde mit ihm spazieren. Gala machte sich echt gut und er folgte mir brav. Ich brachte ihn nach dem Spaziergang wieder in die Box und holte Heart of Ocean rein. Ich lobte ihn nochmal und ließ ihn dann auf dem Platz laufen. Er sprang ein bisschen rum und stieg. Ich rief ihn und der kleine kam zu mir. Ich lobte ihn nochmal und brachte ihn dann in seine Box. Als nächstes holte ich Hall of Fame rein. Ich putzte ihn nochmal und sattelte und trenste ihn dann. Seine Sachen waren eine der Wenigen die noch nicht eingepackt waren. Ich stieg auf seinen Rücken und ritt dann los. Ein entspannter Ausritt war jetzt genau passend. Ich lobte ihn nochmal und bog dann auf den Weg direkt neben den Weiden ein. Ich streckte mich kurz und trabte den Hengst an. Er streckte sich sanft und wolbte seinen Hals. Ich lobte ihn und bremste ihn dann ein bisschen. Ruhig trabte er weiter und ich galoppierte ihn kurz an. Ich drehte ihn um und ließ ihn dann Schritt gehen, damit er ein bisschen abkühlen konnte. Im Stall angekommen brachte ich ihn in seine Box und holte General Jack von der Weide. Ich putzte den Hengst nochmal und machte dann ein bisschen Bodenarbeit mit ihm. Der Hengst machte gut mit und ich brachte ihn wieder in seine Box. Ich schaute auf die Uhr. Wirklich viel Zeit blieb nicht mehr um mit den anderen Pferden zu arbeiten, also holte ich als erstes die Kaltblüter wieder rein und dann die Fohlen. Danach holte ich die Englischen Vollblüter rein und ließ sie noch ein bisschen auf dem Platz rennen. Ich putzte die drei nochmal und lobte sie dann. Nun gab ich ihnen zu fressen und verabschiedete mich dann von allen. Ich machte das Licht aus und begann dann meine Koffer zu packen. Daraufhin ging ich total erschöpft ins Bett und dachte über den Umzug nach.[/SIZE]


      Ein weiteres Mal machte ich mich auf den Weg in meinen eigen Stall. Heute ging es in den Vollblütertrakt zu Wild Reflex, Classic Gold, Ice Black, Norther Dancer, Walking The Damon, Pride, Riverside, Rosenprinz, Khaleb und Dashing Blade. Meine Vollblüter waren zur Zeit eindeutig zu kurz gekommen. Ich stellte die Pferde erstmal auf die Weiden und mistete dann die Boxen aus. Ich streute sie neu ein und richtete dann das Futter. Danach holte ich Rosenprinz, Ice Black und Riverside in den Stall. Dort wartete bereit Joyce und Rachel auf mich. Ich hab jeder ein Pferd und begann dann meinen Rappen Ice Black zu putzen. Wir wollten heute zusammen auf die Rennbahn gehen und die drei testen. Dort angekommen, stiegen wir auf und ritten an den Start. Das Rennen zwischen den drei Hengsten war bis zum Schluss spannend und es hatte nur knapp Joyce auf Rosenprinz gesiegt. Ice Black und Riverside waren die meiste Zeit gleich auf. Die beiden satteleten am Hof alle drei Pferde ab, sodass ich die Fohlen gleich reinholen konnte. Ich putze sie und wir gingen mit ihnen spazieren. Die Hengste hatten wir wieder in ihre Boxen gebracht. Nach dem Spaziergang holten wir Wild Reflex, Classic Gold, Dashing Blade und Walking The Damon rein. Wir putzen die Pferde und sattelten dann alle. Dann stieg ich auf Dashing Blade, Joyce auf Wild Reflex und Rachel auf Walking The Damon. Classic Gold war mein Handpferd. Wir machten einen größeren Ausritt. Am Hof angekommen versorgten wir alle Pferde mit ihrem Futter und fuhren dann heim.



      Heute machte ich mal einen kurzen Abstecher zu Elena. Lange war ich nicht mehr bei ihr gewesen und war deshalb recht neugierig, was sich alles auf der Last Base Ranch getan hatte. Elena war gerade bei der Morgenfütterung im Vollblutstall, als ich kam. Ich begrüßte kurz Riverside und Classic Gold, welche beide neugierig den Kopf über die Boxentür streckten und auf ihr Futter warteten. Elena begrüßte mich kurz und reichte mir direkt vier Eimer. Also durfte ich Northern Dancer, Wild Reflex, Prides Heart and Perfektion und Ice Black füttern. Da alle Pferde gut erzogen waren, wichen sie zurück als ich die Box betraten und warteten geduldig mit dem Fressen bis ich gegangen war. "Schön, dass du mir hilfst!", meinte Elena grinsend und fütterte noch fix Rosenprinz und Walking the Damon. Danach waren alle fertig und wir konnten uns für einen kleinen Plausch eine Pause gönnen. Ich erkundigte mich über Coulee, welche noch bis vor kurzem bei uns gestanden hatte und Friese zeigte sie mir direkt. Zufrieden futternd stand die Scheckstute in ihrer Box und ließ sich auch nicht von ihrer zickigen Boxennachbarin Dashin Blade stören. Dann erzählte mir Elena noch von dem letzten Training, bei welchem Coulee die beiden Hengste Brookton und Magic Attack verwundert am Start hatte stehen lassen und alleine davon gesaust war. Grinsend hörte ich ihr zu, während wir uns auf dem Weg zum nächsten Stall machten.


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      Friese - 23. September 2015
      Umweiden oder auch: Wer keine Arbeit hat macht sich eben welche!
      Ich führte The Circle of Unbroken neben Hall of Fame über die Stallgasse. Ich hatte die Lichter schon sehr früh heute angemacht und war nun schon mit meiner Arbeit in vollem Gange. Verschlafen schlürfte Rachel neben der fitten Joyce zu mir in den Stall. Beide sahen mich sahen mich total geschockt an. „Guten Morgen“ meinte ich dann fröhlich zu den zweien. „ Du meintest ja gestern du willst die Pferde umstellen, aber wir haben jetzt acht. Warum bist DU da schon wach?“ fragte mich Joyce lachend. Die zwei sahen sich um und staunten dann noch mehr. Ich hatte alle Boxenschilder bereits an die neue Box gehängt und den Großteil von unseren Pferden auf die Weide gebracht. Sie sahen sich weiter um. „ Wo sind denn die anderen Pferde?“ Ich ging an ihnen vorbei und meinte dann „ Draußen auf den Koppeln. Simon hat mir geholfen“ Dieser war mittlerweile jedoch duschen, weil er zu seiner Freundin fahren wollte. Meine zwei Freundinnen folgten mir nach draußen. Gemeinsam standen wir an der Weide der Hengste und sprachen weiter drüber ab, welches Pferd wo stehen würde. „ Wir sollten uns auch nochmal über die nächsten Turniere und die weitere Planung der Zucht unterhalten“ sagte ich mit ein bisschen Nachdruck in der Stimme. Wir kamen mit allem sehr gut voran seitdem wir auf dem neuen Hof waren. In kurzer Zeit hatten wir viele Zuchtpferde begrüßen dürfen und auch selbst ein paar gekört bekommen. „ Was muss heute noch alles gemacht werden?“ fragte Joyce und riss mich mal wieder aus meinen Gedanken. Rachel erklärte, dass sie mit ein paar ihrer Pferde für das nächste Turnier trainieren wollte. Ich stimmte ihr zu und gemeinsam gingen wir wieder in den Stall. Das Ausmisten war schnell erledigt, da wir drei gut zusammen halfen und schon ein eingespieltes Team waren was die Aufgaben anging. Joyce mistete, ich fuhr den Mist weg und brachte dann neues Heu und Rachel verteilte es in den Boxen. So waren bei uns immer mindestens zwei Schubkarren in Gebrauch und man hörte zwischen durch ein Knallen oder Knarren. „ Wir sollten die letzten schönen Tage eigentlich noch nutzen bevor es dann Winter wird. Das Sattelzeug einiger Pferde müsste nämlich auch mal gefettet werden“ meinte sie dann und ich nickte kurz. Ich stand auf dem Gang und bohrte die letzten Namensschilder an die Boxen während die anderen das Futter richteten. „Mal schauen wie die Hengste ihre neue Boxenordnung so finden. Auf den Koppeln stelle ich sie auch gleich noch in andere Gruppen. Ich wollte nur, dass sie erstmal noch ein bisschen entspannen können.“ Mit diesen Worten ging ich aus dem Stall und zu meinen Hengsten. Ich hatte bereits eine der leeren großen Koppel in kleinere unterteilt, da die Gruppen nun überschaubarer werden sollten und nicht mehr alle 18 Hengste zusammen stehen sollten. Als erstes holte ich Circle und Hall von der großen Weide und ging mit ihnen zu den vier abgegrenzten Stücken. Gemeinsam stellte ich sie auf die erste, welche auf der linken Seite lag. Zwischen den vier Stücken hatte ich ein Stück frei gelassen, damit ich sie zwischen durch führen konnte. Ich lobte die zwei und ging dann wieder zur Weide. Von dieser holte ich San Diago und Coming Home. Sie stellte ich zu den anderen zweien. Ich musste nicht damit rechnen, dass es zu arge Kämpfe gab, da sie ihre Rangfolge untereinander schon ausgemacht hatten. Der ein oder andere würde die Rangfolge durch die neuen Gruppen vielleicht in Frage stellen, aber auch dies würde sich bald geregelt haben. Im Gedanken holte ich Hrafn von der großen Weide. Ihn brachte ich auf die kleinste der vier Weiden. Fahd und Mökkur folgten Hengst und irgendwie tat der Araber mir schon leid, dass er mit zwei Fohlen auf einer Weide stand. Ich hatte es mir auch lange überlegt, dennoch war ich zum Entschluss gekommen, dass es für ihn so am besten war. Er hatte sich in der Gruppe zwischen den anderen Hengsten nicht sonderlich wohl gefühlt, da er doch wahnsinnig sensibel war. Ich war der Meinung, dass deswegen der schüchterne Mökkur zu ihm passte. Als nächstes holte ich meinen schwarzen Berber. Ich brachte ihn auf seine neue Weide, welche neben der meiner anderen vier Hengste lag. „ Brav Ameer“ meinte ich zu ihm und ging dann wieder auf die große Weide zurück. Riverside und Rosenprinz holte ich zu ihm auf die Weide und ging ein weiteres Mal zurück. Müde streckte ich mich. Auf der Weide angekommen, klinkte ich den Strick in das Halfter meines Hengstes. Ich führte Lambardo zu den dreien auf die Weide. Bis jetzt waren alle noch ruhig und ich musste mir noch keine Sorgen machen, dass etwas passiert. Die letzte Weide war am schwierigsten. Sie war auch die größte mit 5 Pferden. Ich holt Flopp oder Hopp wieder von der Weide und stellte ihn dann auf die große abgetrennte Weide. Nun waren es nicht mehr viele Pferde, welche auf die Weide mussten. Während ich wieder an der alten Weide ankam, hörte ich schon ein paar laute Wieherer. Mit Dashing Blade an der Hand ging ich wieder zu den neuen abgetrennten Stücken. Dort sah ich wie sich Circle und Sanny stritten. Die beiden machten anscheinend gerade ihre neue Rangfolge aus. Ich war mir ganz sicher, dass Circle sich nicht einfach so von ihm unterdrücken lassen würde. Ich brachte Dashing auf die Weide zu Flopp oder Hopp. Dann sah ich kurz nach den zwei Streithähnen und den anderen Koppeln. Ich ließ die zwei einfach ihren Kampf selbst austragen und ging dann wieder zu der großen Weide. Von dort holte ich Magic Attack und Ice Black. Auch sie kamen auf die größte der vier Weiden. Bei ihnen blieb ich kurz stehen. Ice Black legte seine Ohren tief in den Nacken und ging so auf die anderen zu. Er wollte anscheinend seine Position in der Herde klar stellen und nicht wieder im Mittelfeld der Herde sein. Bis jetzt war aber der eigentliche Chef der Herde auf der Weide. Ich holte Brookton von der Koppel. Er war der vorletzte der Gruppe und bei ihm hatte ich mir eigentlich keine Sorgen. Zwei Hengste fehlten insgesamt noch. Diese holte ich auch zusammen. Walking the Damon stellte ich zu der einen Gruppe und Galawayn zu der ersten Gruppe. Zwischen Circle und Sanny wurde es nun auch schon ruhiger und ich machte mir keine Sorgen, dass es zwischen den beiden nicht klappte. Als ich mich umdrehte sah ich wie Damon auf Ice Black zuging. Er schnappte nach ihm und beide galoppierten über die Weide. Immer wieder buckelte Ice Black nach ihm. Ich seufzte kurz und ging dann in das Haupthaus. Die anderen zweien saßen dort bereits auch schon. „ Ich war gerade mit Café Latte beim trainieren. Er hat so toll mitgemacht“ erzählte uns Joyce und Rachel fügte hinzu, dass sie es gesehen hatte, als sie mit Zot auf dem Platz war. Die zwei hatten anscheinend schon mehr erledigt wie heute. „ Ich muss morgen die Hengst dann genauer anschauen und die Wunden versorgen. Soll ich mich um eines eurer Pferde dann auch noch kümmern und untersuchen?“ sagte ich zu den zweien. Rachel antwortete mir, dass sie ihre selbst erst ein bisschen angeschaut hatte und keiner was hatte. Joyce fügte hinzu, dass sie morgen mithelfen würde und ihre Pferde auch gleich anschauen würde. Ich lächelte und nickte dann. „Ich schau mal schnell nach den Stuten und hol sie dann auch schon rein“ meinte ich und stand dann auf. Bei den Stuten war alles in Ordnung. Mein erster Weg wieder in den Stall war mit Face Down und Gabi, welche nebeneinander in den ersten zwei Boxen standen. Ich ging wieder raus und holte Cup Cake und Easy Going. Ich ging mit ihnen rein und stellte sie gegenüber den anderen zwei Westernpferden. Ihnen folgten Spotted Face, Luna, Hollywood Undead und Kristy Killings. Ich ging ein weiteres Mal auf die Weide und holte meine Englische Vollblutdame Coulee. Die Stute folgte mir lieb und schnaubte auch lieb ab. Die nächsten waren Shay Petit und Lysanne. Sie folgten auch lieb und ich brachte sie in ihre neuen Boxen. Ich empfand die neue Stallordnung und Boxenordnung als viel besser. Die letzten zwei die noch in ihre Boxen mussten waren Prides Heart and Perfektion und Northern Dancer. Sie kamen in die letzten zwei Boxen auf der rechten Seite. Bis die zwei dann verstaut waren hatte der Großteil meiner Stuten schon gefressen. Ruhig kehrte ich den Gang draußen. Nun waren die Hengste an der Reihe. Bei ihnen war es die ganze Zeit ruhig gewesen während ich die Stuten in den Stall gebracht hatte. Als erstes brachte ich Mökkur und Hrafn in ihre Boxen. Ihnen folgte in die dritte Box des Hengstkomplexes mein Araber Fahd. Somit war die erste Koppel schon leer. Die zweite Koppel war auch mit zwei Gängen leer, da ich beim ersten Mal Riverside und Rosenprinz in ihre Boxen führen konnte und dann Lambardo und Ameer. Sie standen den anderen drei Hengsten gegenüber. Die nächste Weide war nun die schwierigste. Ich holte als erstes die zwei Kämpfer rein. Walking the Damon und Ice Black hatten beide ihre Ohren tief in den Nacken gelegt und ich führte den einen auf die rechte Seite und schließlich den anderen auf die linke. Schnell ging ich wieder nach draußen, da es langsam dunkel wurde. Ich holte Dashing Blade und Magic Attack rein und stellte sie beide auf die linke Seite. Brookton und Flopp oder Hopp nahmen den Platz ihnen gegenüber an. Müde gähnte ich und war froh, dass es jetzt nur noch 5 Hengste waren. Als erstes holte ich Galawayn und San Diago herein. Der eine kam auf die rechte Seite und der andere auf die linke. Die zwei fraßen wie die anderen und ich holte meine letzten drei Hengste rein. Diese drei nahm ich auf einmal mit rein. Circle und Coming Home kamen auf die linke Seite. Der letzte war dann Hall of Fame, welcher auf die rechte Seite kam. Auch die Hengste hatten schon gefressen und so fegte ich nur noch schnell. Dann ging ich ins Haus und duschte.
    • Waldvoegelchen
      Mit dem Blick auf die Uhr war ich hellwach. Ich hatte tatsächlich verschlafen! Schnell warf ich mir die Arbeitskleidung über und sprintete unfertig raus zu den Pferden. Die brummelten mich alle ungeduldig an. Ich warf auf jede Weide die Portion Heu, die ich jeden Tag gab und füllte Kraftfutter in die Boxen von Heimerdinger, Bittersweet Memory, Istas und Dashing Blade. Die brachte ich dann alle nacheinander rein, damit sie ihr Frühstück genießen konnten.
      Währenddessen holte ich den kleinen Ridcully und führte ihn etwas auf dem Hof herum. Er hatte ein auffällig dickes Bein. Wenn es bald nicht besser wurde, würde ich den Tierarzt holen müssen, doch bislang sah das sehr harmlos aus. Vermutlich hatte er sich nur blöd vertreten. Ich entschied mich, ihn auf der Weide zu lassen und ihn nicht in eine Box zu stellen. Erstens konnte er dort nicht rausgucken und außerdem lahmte er nicht, er hatte also keine Schmerzen.
      Ich prüfte, ob die Hengste ihr Frühstück gefuttert hatten und holte dann Dashing Blade aus der Box, prüfte seine Hufe und longierte ihn auf dem Roundpen. Als ich sah, wie Lukes Wagen auf den Hof fuhr, war ich erleichtert. Er parkte, stieg aus und kam auf mich zu. "Gott sei dank bist du da", rief ich ihm zu, "ich hab total verpennt, ich hab gleich noch 'nen Termin, kannst du für mich die Hengste machen? Ihn hier mach ich noch fertig, aber dann muss ich auch los." Luke lachte mich aus, machte sich aber an die Arbeit.
      Er holte Memo aus der Box, putzte und zäumte ihn und machte leichte Dressurarbeit mit ihm auf dem Platz. Als ich mit Dashing Blade fertig war, durfte der helle Hengst wieder auf die Weide. Er schüttelte sich und trabte dann weiter nach hinten, wo das Gras wohl am besten schmeckte. Luke war inzwischen auch fertig mit Memo. Er ritt ihn nurnoch ab und schwang sich dann aus dem Sattel. Ich rannte ins Haus, machte mich in Rekordzeit fertig und fuhr los zu meinem Termin.
      Luke stellte den Ponyhengst zurück auf die Weide, der sich direkt erstmal wälzte. Mit Heimi machte Luke dann Cavalettiübungen, die der Hengst mit Bravour meisterte, er war einfach ein Konzentrationstalent und brauchte solche Beschäftigung. Auch er durfte wieder auf die Weide und gesellte sich zu Dashing Blade. Die beiden waren gute Freunde geworden, ich hatte Glück, dass meine Hengste so gut sozialisiert waren, Istas mal ausgenommen.
      An den wandte sich Luke auch als nächstes. Istas machte erst keine Anstalten, sich aus der Box auch nur einen Millimeter herauszubewegen und später am Putzplatz konnte er nicht still stehen. Luke entschied sich, ihn einfach auf dem Platz laufen zu lassen, reiten war ihm zu heikel auf dem Punktetier. Der wollte sich dann aber auch dem Platz wieder nicht bewegen, also gab Luke es auf. Er war ohnehin nicht für Istas zuständig, die beiden fanden überhaupt nicht zusammen. Ich selber hatte zwar auch nicht den perfekten Draht zu dem Hengst, aber immerhin wusste ich inzwischen, wie man mit ihm anständig arbeiten konnte.
      Eine Stunde später kam ich mit einer Tafel Schokolade zurück und dankte Luke ganz herzlich, bevor ich mich um die Stuten kümmerte.
    • Waldvoegelchen
      Ich saß mit Luke und Mr Flynn gemütlich bei Kaffee und Kuchen im Wohnzimmer. Das Feuerholz im Kamin verbreitete eine wohlige Wärme und es herrschte eine angenehm vorweihnachtliche Stimmung. Es war schön, die Sorgen mal ganz weit weg zu lassen und sich einfach nur um das Hier und Jetzt zu kümmern. Luke berichtete uns von seiner neuen Freundin. Die beiden waren frisch verliebt und erst zwei Wochen zusammen. Ich freute mich für die beiden. Sie wollte morgen vorbeikommen. Mit Pferden hatte sie nichts zu tun, hatte sogar etwas Angst vor den großen Tieren, aber schön fand sie die trotzdem.
      Nachdem der Kuchen verputzt war, schlug ich einen kleinen Spaziergang vor. Mr Flynn entschied, dass wir doch die Ponys mitnehmen konnten. Gesagt, getan. Ridcully und die weiße Stute wurden von der Weide geholt, und da wir kein drittes kleines Pony hatten, holte ich Dashing Blade. Der Hengst konnte sowieso nie genug Bewegung haben. Wir kratzten die Hufe der Tiere, Blade trenste ich auf und die Ponys durften mit Halfter und Strick mitkommen. Das schlimmste, was die tun konnten, war am Wegrand stehen bleiben und Gras fressen, wobei wir das schon ganz gut im Griff hatten.
      Blade benahm sich ausgesprochen gut beim Spaziergang. Er war zwar allgemein ein sehr liebes, personenbezogenes Pferd, aber das Tempo war absolut nicht seins. Die Kleinen gingen nunmal nur halb so schnell wie er. Ich musste ihn zwar ab und an etwas bremsen und eine Volte drehen, aber irgendwann hatte er herausgefunden, welche Geschwindigkeit wir von ihm wollten. Wir brauchten für eine Runde von 4km so etwa 45Minuten, aber wir haben auch keine Eile gehabt.
      Als wir wieder zurückkamen hörten wir nur Gequitsche von Pferden von der einen Hengstweide. Normalerweise vertrugen sich die Hengste ganz gut, aber sowas kam trotzdem ab und an mal vor. Als das Gezicke aber nicht aufhörte, drückte mir Luke Ridcully in die Hand und ging zu der Weide. Dazwischen gehen konnte er eh nicht, das war zu gefährlich. Ich band die Pferde an und ging ihm nach, Mr Flynn blieb am Putzplatz und kümmerte sich um die Tiere.
      An der Weide war ich ganz erschrocken. Badawi hatte sich schon wieder von seiner Weide befreit und forderte gerade Peacekepper heraus. Der ging eigentlich nie gegen etwas an und war eher rangniedrig, doch von so einem kleinen frechen Halbstarken ließ er sich dann doch nichts gefallen. Badawi versuchte immer, von hinten auf den älteren Hengst loszugehen, doch der schlug nach unzähligem Androhen dann aus und traf den Araber an der Brust. Das sah schon nach einem fiesen Treffer aus, ich hoffte da war alles gut gegangen. Badawi wandte sich aub und Peacekepper jagte ihm mit angelegten Ohren im Tiefflug nach, blieb dann aber irgendwann aufgeplustert und pustend stehen. Ich nutzte die Gelegenheit und fing den Rappen ein, der gerade sehr nah am Zaun stand, was das alles sehr einfach machte.
      Ich brachte ihn zunächst in eine Box. Dieses Pferd war echt ein Meister im Zerstören von Zäunen, wir musste also schon wieder eine Schwachstelle finden. Einfach durchschlüpfen konnte er bei sich nämlich nicht, dafür waren die Balken zu nah aneinander.
      Ich untersuchte ihn nochmal auf offene Stellen, aber fand nichts. Vermutlich wurde er wirklich nur einmal an der Brust getroffen, wo er wohl jetzt eine Prellung haben würde. Luke untersuchte derweil den Trakehner nachdem der sich beruhigt hatte, fand aber auch nichts. Wir würden die beiden die Tage beobachten und wenn uns etwas auffällt, noch den Tierarzt rufen. Bisher sah aber alles so aus, als wären wir mit einem Schrecken davongekommen.
    • Sammy
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      Trainings- und Ausbildungsbericht
      Dashing Blade Springen E-A, Peacekepper Geländetraining
      31. Januar 2017

      Fröhlich vor mich hinsummend lief ich durch den Hengsttrakt und kontrollierte die beiden frisch hergerichteten Boxen am Ende der Stallgasse. Ich hatte bei einer kleinen Weihnachts-Wichtel-Aktion teilgenommen und hatte im Zuge dessen zwei Trainingseinheiten verschenkt. Nun würde die Frau, deren Wichtel ich gewesen war ihre beiden Hengste heute vorbeibringen. Da sie aus Kanada kam, hatte ich sogleich angeboten, dass sie ein paar Tage auf meinem Gestüt verbringen durfte, bevor sie sich wieder auf den Rückweg machte. Waldvoegelchen hatte auch sogleich zugestimmt einen Tag bei mir zu bleiben, danach würde sie weiterziehen, da sie noch geschäftlich in England zu tun hatte. Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht kontrollierte ich die Tränken und warf dann je einen Arm Heu in die Boxen. Die Hengste würden nach der langen Reise sicherlich erschöpft sein. Viel wusste ich noch nicht über meine beiden neuen Schützlinge, nur dass ich das Vollblut im Springen auf Klasse A trainieren und mit dem Trakehner ein wenig Geländetraining machen sollte. Ich betüddelte gerade meinen rabenschwarzen Andalusierhengst Ojos Azules, der neben den beiden Trainingspferden stehen würde, als mein Angestellter Samuel in den Stall gerannt kam und rief: "Sie kommen! Ich hab grade den Hänger die Auffahrt hochkommen sehen." Ich drückte Jojo einen Kuss auf die samtweiche Nase und lief hinaus auf den Hof, um Waldvoegelchen und ihre Pferde in Empfang zu nehmen.
      Nach einer kurzen Begrüßung half ich Waldvoegelchen sofort dabei, Peacekepper und Dashing Blade auszuladen. Ich übernahm dabei das cremefarbene Vollblut und seine Besitzerin den bunt gepunkteten Trakehner. Dashing Blade tänzelte am Führstrick neben mir her und sah sich mit gespitzten Ohren nach allen Seiten um. Alles in allem war er aber gut händelbar. Peacekepper dagegen war im Gegensatz zu Blade's neugieriger Aufregung die pure Nervosität ins Gesicht geschrieben. Der Hengst zuckte bei jedem Geräusch zusammen und starrte mit weit aufgerissenen Augen in der Gegend umher. Ich führte Blade in den Hengsttrakt und stellte ihn in die letzte Box der Reihe, Peackepper bezog die Box zwischen ihm und Jojo. Ich hatte zuvor selbstverständlich bei Waldvoegelchen angefragt, inwiefern sich die beiden Hengste mit ihren Artgenossen verstanden. Nachdem wir uns kurz vergewissert hatten, dass es den beiden Neuankömmlingen an nichts fehlte, ging ich mit Waldvoegelchen erneut zum Parkplatz. Samuel würde bei seiner Arbeit mit den Hengsten ein Auge auf Blade und Peace haben, sodass wir uns nicht um sie sorgen mussten. Ich half Waldvoegelchen dabei ihren Hänger zu säubern und zeigte ihr dann das Gästezimmer. Die junge Frau war von der Reise logischerweise erschöpft und würde erst einmal ein Nickerchen machen.

      ~*~

      Am nächsten Morgen führte ich meinen Gast als allererstes zu ihren Pferden. Blade und Peace begrüßten sie mit lautem Gebrummel und genossen die morgendliche Schmuseeinheit, auch wenn Peace alle paar Sekunden eine Runde in seiner Box drehte und nervös nach draußen auf den Paddock starrte. Die beiden würden den Tag heute auf der Weide genießen dürfen, ab morgen würde ich dann mit leichtem Training beginnen. Nun zeigte ich Waldvoegelchen noch in aller Ruhe mein Gestüt, bevor sie sich auf den Weg zu ihren Terminen machte. Ich dagegen kehrte in den Hengststall zurück, rief Samuel zu mir und hakte den Führstrick in Peacekepper's Halfter ein. Samuel ging mit Dashing Blade voraus, ich folgte mit Peace. Der hübsche Trakehner prustete laut durch seine geweiteten Nüstern und machte einen erschrockenen Satz zur Seite, als mein prämierter New Foresthengst Cheeky Jot ihm herausfordernd zuwieherte. "Nana, mein Hübscher. Es ist alles in Ordnung, dir tut doch keiner was.", redete ich leise auf das nervöse Tier ein. Ich war schon sehr gespannt, wie das Training mit ihm ablaufen würde. Dashing Blade war zwar sehr temperamentvoll, aber um einiges mutiger. Er ging mit kraftvollen Schritten neben Samuel her und setzte sofort zu einem Galopp über die Koppel an, als Samuel den Führstrick gelöst hatte. Peacekepper schaute sich erst einmal alles ganz genau an, bevor er sich zum Toben anstecken ließ. Ich stützte die Ellenbogen auf dem Zaun ab und sah den beiden eine Weile zu. Mein grober Trainingsplan stand schon fest und ich konnte es wie immer kaum erwarten endlich loszulegen.

      ~*~

      "So mein Süßer, dann wollen wir uns mal ein bisschen kennen lernen.", sagte ich am nächsten Nachmittag zu Peacekepper. Ich hatte beschlossen mit dem nervösen Hengst zu beginnen, da ich damit rechnete mit ihm länger zu arbeiten als mit Dashing Blade. Ich führte den Hengst auf die Stallgasse und begann in aller Seelenruhe ihn zu putzen. Damit redete ich die ganze Zeit leise mit ihm. Es dauerte eine Weile, aber irgendwann ließ Peace den Kopf sinken und entspannte sich. Ich kraulte ihm lobend den kräftigen Hals und band ihn los. Mit ihm würde ich heute an sich noch nichts machen. Ich wollte ihn einfach im Round Pen ein wenig kennen lernen. Mit einem neuen Pferd ging ich nichtmal dann sofort ins Gelände, wenn es ein besonders ruhiges Tier war. Sobald wir den Stall verließen war Peace sofort wieder hellwach und leider auch genauso schreckhaft wie zuvor. Ich führte ihn zum Roundpen, ohne mich von seinem Gezappel beeindrucken zu lassen und schloss das Tor hinter uns. Ich löste den Führstrick, sodass der Hengst nun lediglich Gamaschen und sein Halfter trug. Peacekepper stand einen kurzen Moment ruhig da, dann begann er genau wie bei der Koppel den gesamten Roundpen zu inspizieren. Ich ließ ihn machen, da ich hier drin ja in Ruhe mit ihm arbeiten wollte. Bevor wir uns ins Gelände wagten, musste der Hengst mir sein Vertrauen schenken und mich als Leittier akzeptieren, ansonsten würde er da draußen seinen eigenen Kopf durchsetzen und das konnte für uns beide brenzlig werden. Als Peacekepper schließlich etwas unschlüssig stehen blieb, rief ich ihn zu mir. Der Hengst reagierte zwar auf seinen Namen, indem er den Kopf hob und die Ohren stellte, bewegte sich jedoch keinen Milimeter in meine Richtung.
      REST FOLGT
    • Waldvoegelchen
      Helena liegt flach

      Kopfschmerzen plagten mich, als ich mich aus dem Bett quälte. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten und so richtig klar sehen fiel mir auch schwer. Diese Erkältung hatte mich richtig erwischt. Ich zog mir schwerfällig warme Kleidung über meinen Schlafanzug. Eine enge Jeans hätte ich kräftemäßig nicht mehr über meine Beine bekommen. Ich schlurfte die Treppe herunter und Luke schaute mich finster an. "Was amchst du hier unten? Geh wieder ins Bett!" befahl er mir. Bevor ich etwa erwidern konnte, drehte er mich an meinen Schultern um und half mir nach oben. "Ich kümmere mich um alles, bis es dir wieder gut geht." gab er sein Versprechen. Ohne die warmen Klamotten auszuziehen, fiel ich wieder ins Bett und war sofort weg.
      Luke derweilen machte sich auf und besorgte sich Karren und Schippe. Eine nach der anderen schob er sie leer zu den Weiden und voll wieder zurück. Unermüdlich säuberte er die Grasflächen, bis alles vorbildlich aussah. Daraufhin brachte er Dashing Blade zum Putzplatz und striegelte sein glänzendes Fell. Dabei wurde er desöfteren von dem goldenen Hengst angeknabbert, nie grob, sondern immer liebevoll. Luke arbeitete mit Blade auf dem Roundpen und das Pferd zeigte richtig, was er konnte. Nach einer anfänglichen Zurschaustellung seiner prächtigen Gänge fing er an, gut mitzudenken und fleißig zu sein.
      Die gleiche Prozedur wiederholte er mit Peacekepper. Der war heute allerdings sehr aufgewühlt und sah hinter jeder Ecke Gespenster. Bei ihm hatte Luke wirklich Mühe, Konzentration zu fordern. Ständig sprang das farbige Pferd zur Seite und guckte durch die Gegend, anstatt ordentlich und entspannt zu laufen. Das war wohl der Frühling, der in seinen Gliedern steckte.
      Badawi und Felicitas bekamen heute einen Tag Pause. Luke holte sie zwar raus und Mr. Flynn war so nett, die beiden zu putzen, aber das war es dann auch. Die Jungspünde hatten sowieso besseres zu tun. Zum Beispiel toben auf der Weide oder grasen oder Schabernack machen. Mit Bocksprüngen verabschiedeten sie sich also in den freien Tag.
      Jack und Heimerdinger holte Luke gleichzeitig. Mr. Flynn hatte auch Lust, mal wieder auf einem größeren Pferd zu sitzen. Luke machte Heimi fertig und entdeckte eine kleine Wunde am Bauch, zum Glück nicht in Sattellage. Die desinfizierte er kurz, aber etwas ernstes war es nicht. Mr. Flynn massierte Jack regelrecht mit den Bürsten, das ließ sich der braune Hengst sichtlich gefallen. Geputzt und ausgerüstet drehten die beiden dann eine recht große Schrittrunde, sodass der Himmel sich langsam rosa färbte, als sie zurückkamen. Die Pferde wurden glücklich und zufrieden auf die Weide entlassen und grasten friedlich vor sich hin.
      Da sieht man mal, auf meine Männer kann ich mich verlassen.
    • Waldvoegelchen
      Kälteeinbruch

      Furchtbar warm war es hier nie. Aber wenn man wenigstens 13°C misst und am nächsten Tag plötzlich nurnoch 5°C, dann tut es verdammt nochmal weh! Einerseits am Kopf, denn auf Wetterumschwünge reagierte ich empfindlich, andererseits an den Händen, weil kalte Finger + harte Arbeit = nicht sooo schön. Aber meckern konnte man viel, das war den Pferden auch egal. So schleppte ich mich also nach draußen und äppelte die Koppeln ab. Peacekepper kam ganz neugierig an und hatte kurzerhand dann doch Schiss vor dem Mistkarren, den er schon tausendmal gesehen hatte. Als er dann zum dritten Mal ankam, schickte ich ihn bestimmt weg, denn so kam ich nie zu irgendwas.
      Als ich fertig war, was hier ja leider alleine immer ziemlich lange dauerte, schnappte ich mir Dashing Blade von der Wiese. Er wurde einmal übergeputzt und longiert. Ich arbeitete mit ein paar Stangen, ließ ihn sich ordentlich strecken und richtete ihn zwischenzeitlich rückwärts, um ihn von da antraben zu lassen. Er machte das hervorragend und war erstaunlich konzentriert. Ich fand noch ein Leckerli in der Tasche, dass er genüsslich fressen durfte.
      Mit Jack ging ich ins Gelände. Ich ritt viele Tempoveränderungen, hauptsächlich im Galopp. Im Trab ließ ich ihn ein paar Hügel rauflaufen. Man merkte, dass er dann angaloppieren wollte, weil das weniger anstrengend war, er blieb aber trotzdem immer im richtigen Tempo. Seine Kondition ist momentan echt auf Höchstform, um ihn noch weiter zu fördern fehlte mir leider die Zeit. Da er etwas stärker geschwitzt hatte, entließ ich ihn mit einer Abschwitzdecke auf die Weide, die ich ihm später wieder abnehmen würde.
      Mit Peace machte ich heute ein wenig Schrecktraining. Dabei war es mit wichtig, dass er zwar auch vor den Dingen an sich keine Angst hatte, aber hauptsächlich, dass er auf mich achtete und sich entspannte, wenn ich es tat. Das war schwieriger, als ich es gewohnt war, da ich eigentlich nur neugierige, ruhige Pferde hatte. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, wir machten eher Rückschritte als Fortschritte bei dem Thema. Beim Reiten blieben wir wenigstens auf unserem Stand, aber voran kamen wir leider auch nicht so wirklich.
      Badawi lotste ich auch zur Bodenarbeit. Er sollte Gehorsam lernen und aufmerksamer dem Menschen gegenüber sein. Ich führte ihn über den Hof und forderte mit Aufgaben seine Aufmerksamkeit. Er ließ sich immer wieder ablenken, doch kam zu mir zurück, wenn ich etwas von ihm verlangte. Trotzdem tänzelte er noch zu viel um mich herum, wenn er stehenbleiben sollte. Wenn er sich bewegte, wenn er stehen sollte, schickte ich ihn ein paar Schritte zurück und ging wieder ein paar vor und blieb wieder stehen. Doch sobald sein Fokus wieder auf etwas anderes gelenkt wurde, tänzelte er wieder herum. Als ich ihn zehn Sekunden stehen lassen konnte, beendete ich das Training. Ein kleiner Erfolg, aber besser als nichts.
      Felicitas hatte heute frei. Ich beobachtete sie, wie sie graste. Sie war eine schöne junge Stute geworden. Normalerweise quirlig, sah sie so friedlich schon beinahe elegant aus. Ich freute mich schon darauf, zu sehen was die Dressurarbeit mit ihr brachte. Auch, wenn ihre Stärke definitiv im Gelände liegen würde.
    • Waldvoegelchen
      Heute war ein kleiner Ausritt geplant. Mr Flynn setzte sich auf Jack, Luke auf Heimerdinger, Helena auf Peacekepper und eine Freundin von Helena auf Dashing Blade. Alle machten ihre Pferde selbst fertig, dann ging es auh schon raus ins Gelände. Die Pferde waren brav und keiner wollte überholen. Allerdings ging die Truppe auch nicht das Risiko ein, zu galoppieren. Das konnte weder Peace noch Blade gut, deshalb blieb es beim Trab als schnellste Gangart. Spaß hatten alle trotzdem. Es wurde viel gequatscht und gelacht und die Pferde waren tiefenentspannt. Die Sonne kitzelte allen auf der Nase, die Frühjahrswärme tat gut. Als alle wieder auf dem Hof ankamen, freuten sich die Pferde auf eine Extrahand voll Müsli. Das gab es manchmal als Belohnung.
      Im Anschluss schauten Helena und Luke noch nach Felicitas und Badawi. Bei denen sah auch alles prächtig aus. Die beiden hatten aber heute frei und musste nichts tun. Badawi brutzelte ein wenig in der Sonne und Feli senkte ihren Kopf in das frische Gras. Für die kleine ein echter Festschmaus. Bald würden die beiden auch eine Karriere als Reitpferd einschlagen.
    • Waldvoegelchen
      Auch ein Beauty Tag muss mal sein. Zuerst holten Helena, Luke und Mr. Flynn Badawi, Felicitas und Dashing Blade von den Koppeln und putzten die Pferd gründlich. Gewaschen wurde nicht, dafür war es sowohl zu kalt, als auch zu nass, sodass die Tiere sofort wieder dreckig wären. Heute ging es eher um Zeit mit den Pferden. So hatte das augiebige Putzen eine massierende Wirkung. Badawi hatte zwar keine Lust, stehen zu bleiben, deshalb war es für ihn noch ein gutes Geduldstraining.
      Nach den Dreien kamen Heimerdinger, Jack und Peacekepper an die Reihe. Die Hengste genossen es sichtlich und dösten friedlich während sie verwöhnt wurden. Anschließend brachen Helena, Luke und Mr. Flynn noch zu einem kurzen Spaziergang auf. Die klare Luft tat gut und die Pferde freuten sich, nicht arbeiten zu müssen. Nach dem Spaziergang wurden alle wieder auf ihre Koppel entlassen.
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  • Album:
    Wohlverdienter Ruhestand
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    Waldvoegelchen
    Datum:
    16 Apr. 2016
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    EXIF Data

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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Dashing Blade
    [​IMG]

    Von
    : unbekannt
    Aus der: unbekannt
    Rufname: Blade


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    Rasse: Englisches Vollblut[100%]
    Geburtsdatum: 12.05:2010
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 165 cm
    Fellfarbe: Perlino
    Kopfabzeichen:
    //
    Beinabzeichen: //


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    Charakter| Beschreibung
    Dashing ist ein lieber Hengst und liebt es mit seiner Bezugsperson zu kuscheln. Der Hengst nimmt immer auf andere Rücksicht und passt sehr auf seinen Reiter auf. Er ist ein ruhiger Partner mit dem man viel Spaß haben kann.
    [​IMG]

    Zuchtpapiere: Nein
    Gekört/Gekrönt: Nein

    Vererbung:
    Farbe: unb.
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen

    Besitzer: Friese
    VKR/Ersteller: Waldvögelchen
    Pferdewert: //

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    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Nein
    Verladefromm: Ja
    Schmiedefromm: Ja

    Springen: E
    Western: E
    Dressur: E
    Military: E
    Distanz: E
    Rennen: L

    1. Platz beim 311. Galopprennen
    3. Platz beim 314. Galopprennen
    3. Platz beim 324. Galopprennen


    Ausbilder:
    Trainer:
    Reitbeteiligung: