Zaii

Dark Dreamer

* 2012, im Besitz seit 29. April 2013

Dark Dreamer
Zaii, 21 Aug. 2016
    • Zaii
      Um- & Einzug
      Pflegebericht, 17. Mai 2013
      Der Wecker klingelte viel zu früh an diesem Morgen, war es doch gerade mal 5.30 Uhr und Wochenende!
      Trotzdem stand ich auf, schließlich war heute ein großer Tag! Nach wochenlangen Um- & Aufbauarbeiten sollten Eisvogel, Adrian und ich heute auf meinen neuen Hof umziehen, ‚L’eredità di Florentina‘ war der wohlklingende Namen, den ich in Erinnerung an die frühere Bewohnerin gewählt hatte. Außerdem würde meine kleine „Herde“ heute auch noch Zuwachs bekommen. Gleich 2 Jungpferde würden heute ihr neues Zuhause, meinen Hof, beziehen.
      Einmal Dark Dreamer, ein schickes Hannoveraner-Hengstfohlen vom Gut Sanssouci welches vor kurzem von seiner Mutter entwöhnt worden war und dann die ein paar Monate ältere Talitha, eine Hannoveranerstute mit außergewöhnlicher Fellfarbe, die ich von Chequi übernahm.
      Als die Umzugshelfer eine gute Stunde nachdem ich aufgestanden war, aufkreuzten, um Möbel abzubauen und für den Transport zu verpacken, waren die beiden Hengste bereits gefüttert und ich war schon dabei, sie nochmal über zu striegeln. Ich wollte sie noch auf der Weide laufen lassen, damit sie ein bisschen Energie vor der 3 Stunden langen Fahrt loswerden konnten.
      Da sie die Nacht im Stall verbracht hatten, war keiner der beiden wirklich dreckig und so konnte ich, Eisvogel links, Adrian rechts neben mir, schon ein paar Minuten später zur Weide laufen, wo sich die 2 schwarzen wie erwartete buckelnd und quietschend über die Weide jagten. Der Umzug auf den neuen Hof brachte nur Vorteile mit sich. Der alte Stall war stark renovierungsbedürftig, ich hatte weder Platz noch Halle für mich alleine und musste somit für jegliches Training ins Nachbardorf reiten. Außerdem hatte ich nur eine Weide und mittlerweile wurde Adrian immer häufiger Eisvogel gegenüber aufsässig, was schon zu manchem Streit geführt hatte. Mit einem eigenen Stück Weide für jeden würde bestimmt wieder Ruhe einkehren. Und für Dreamie & Tali – wie ich die beiden schon nannte – brauchte ich ja auch noch Platz.
      Während die beiden Hengste auf der Weide Hacken schlugen, räumte ich die Sattelkammer noch vollständig aus, mistete die Boxen komplett aus und füllte ein Netz mit Heu, um es schon mal in den Hänger hängen zu können.
      Nach einer Stunde betrat ich die Weide wieder. Ich ermunterte die Hengste dazu, noch ein paar Runden zu drehen, dann hatte keiner von uns Dreien mehr Lust, über die Weide zu hetzen und bereitwillig ließen sich beide wieder einfangen.
      Ich führte Adrian und Eisvogel von der Weide direkt zum Hänger. Einer der Umzugshelfer erklärte sich bereit, meinen Isländer kurz zu halten, während Adrian neben mir brav den Hänger betrat. Ich hatte den Hänger noch nicht mal wieder verlassen, als Eisvogel schon nach seinem „kleinem Bruder“ wieherte. Diese beiden konnten wirklich weder mit, noch ohne einander! Lange stand Adrian im Hänger aber nicht alleine, ich führte Eisvogel direkt nach ihm hinein, band ihn fest und verschloss die Rampe.
      Schon 2 Umzugswägen waren in Richtung des neuen Hofes unterwegs, das dritte Fahrzeug, das vom Hof rollte, war der Geländewagen mit dem Pferdehänger hinten dran, der meine beiden langjährigen Freunde zu ihrem neuen Heim bringen würde.
      Ich blieb noch auf dem Hof, fegte noch einmal durch den nun verlassenen Stall. Es würde eine Umstellung und irgendwie auch ein Neuanfang werden. Bevor Wehmut aufkommen konnte, verschloss ich die Stalltür und kehrte zum Haus zurück.
      Dort koordinierten sich die Umzugshelfer aber bereits und waren schon in den letzten Zügen, alle Möbel waren schon abgebaut und verpackt und die Kartons wurden gerade in die Wägen geladen.
      Also konnte auch ich mich auf den Weg machen.
      Trotz meiner späteren Abfahrt war ich vor meinen Pferden auf dem Hof, konnte ich doch ohne Hänger schneller fahren.
      So hatte ich genug Zeit, die Sattelkammer des Hengststalls, wo Adrian und Eisvogel von nun an stehen würden, mit dem Zubehör der beiden zu füllen. Außer den beiden bot dieser Stall noch Platz für 3 weitere Hengste, einer davon würde später Dreamie werden, währen Tali im Hauptstall unterkommen würde, der 15 Boxen für Stuten und Wallache bot. Doch zunächst einmal würden die beiden kleinen sich den Offenstall im Herzen des Hofes teilen, so hatten sie gleich auch noch jeweils einen Spielkameraden.
      Nun fuhr auch endlich der Geländewagen mit Adrian und Eisvogel auf den Hof und parkte direkt vor dem Hauptstall. Ich lief dem Fahrer entgegen, bedankte mich und während dieser sich wieder zu seinen Kollegen aufmachte, die bereits dabei waren, die ersten Umzugskartons ins Haus zu tragen, ließ ich die Rampe des Hängers herunter, aus dem Inneren blickten mir zwei große Augenpaare entgegen. Mit ruhigem Zureden führte ich zuerst Adrian aus dem Hänger, der junge Hengst hatte etwas geschwitzt, doch wahrscheinlich hatte ihn Eisvogels Gleichgültigkeit schnell wieder beruhigt.
      Diesmal gab Eisvogel Ruhe, während Adrian neben mir verwirrt umher blickte. Den Kopf erhoben, den Schweif hoch aufgestellt tänzelte er mehr neben mir her, als dass er lief. Ich führte den Schecken auf eine der Weiden, machte ihn vom Strick los und verschloss das Gatter hinter mir. Mit schwingendem Trab schwebte Adrian über die Weide, so viele neuen Eindrücke, doch trotzdem war er verhältnismäßig ruhig.
      Ich lief zurück zum Hänger, wo mir Eisvogel entgegen brummelte, als ich den Strick los machte, um nun auch ihn auf die Weide zu führen. Der Rappe blickte sich ebenfalls erstaunt um, doch ihn brachte so leicht nichts aus der Ruhe – wenn er nicht gerade geritten wurde. Brav ließ er sich von mir auf die Weide neben Adrian führen, dieser drehte immer noch seine Runden, kam aber erleichtert schnaubend an den Zaun, als Eisvogel ihm entgegen trat.
      Ich sah den beiden Hengsten noch kurz zu, doch Eisvogel widmete sich bereits dem Gras und auch Adrian schien die Anwesenheit seines vertrauten Kumpels zu beruhigen. Zufrieden machte ich mich zurück auf den Weg zum Haupthaus, wo ich von nun an wohnen und leben werden würde.
      Auch im Haupthaus lief alles wie geplant, die Umzugshelfer kamen gut voran und so konnte ich nichts anderes, als im Weg herum zu stehen.
      Froh über die kurze Pause setzte ich mich zu Adrian auf die Weide, in der Hand eine Flasche Wasser, und sah dem Junghengst beim Grasen zu.
      Als ich gerade die Augen geschlossen hatte, um etwas die Sonne zu genießen, klingelte mein Handy.
      Es war Chequi, die so freundlich gewesen war und sich bereit erklärt hatte, Talitha zu ihrem neuen Zuhause zu bringen. So konnte sie sich den Hof gleich auch noch ansehen. Auch für Dark Dreamer hatte ich einen Abholservice vom Gestüt organisiert, sonst wäre der gesamte Umzug und der Einzug nicht an einem Tag machbar gewesen. Elii hatte sich meinen Hof schon vor Dreamies Geburt angesehen und würde den kleinen nicht persönlich bringen.
      Talitha würde in ein paar Minuten mit Chequi auf den Hof rollen, von Dreamie hatte ich heute noch nicht gehört.
      Tatsächlich hörte man kürzeste Zeit später das Bremsen eines Autos vor dem Haupthaus.
      Ich lief Chequi entgegen, die bereits ausgestiegen war und sich neugierig umsah. Aus dem Haupthaus hörte man das Klopfen und die Stimmen der Arbeiter und auch Talitha wieherte lautstark im Hänger. Chequi und ich begrüßten uns und nach einer kurzen Führung über den Hof luden wir Talitha zusammen aus. Die junge Stute hatte sich mittlerweile weitgehend beruhigt und trat vom Hänger.
      Chequi übergab mir den Strick und nach einer kurzen Bestechung in Form eines Leckerlies ging Tali brav neben mir her zum Offenstall.
      Ich schloss das Tor hinter mir und machte dem Hannoveraner dann den Strick vom Halfter ab, worauf hin dieser mich erst mal verwundert ansah. ‚Was soll das denn werden? ‘, schien ihr Blick zu fragen.
      Nach ein paar Runden mit hoch erhobenem Kopf über den Auslauf kam Talitha aufgeregt zu uns ans Gatter getrabt:
      Ein neuer, fremder Geländewagen parkte gerade neben Chequis Auto, aus dem sich dahinter befindenden Hänger hörte man lautstarkes, hohes Wiehern und demonstrierendes Hufe scharren. Dark Dreamer war da.
      Während Chequi bei Talitha blieb, die aufgeregt durch die Nüstern blies, trat ich dem Fahrer des Wagens entgegen, der sich bereits daran machte, Dreamies Zubehör auszuladen. Ich wieß ihn an, die Sachen in die Sattelkammer im Hauptstall zu räumen, dann öffnete ich die Rampe des Hängers, im Inneren tat sich der Junghengst – wobei Fohlen es fast noch besser traf – immer noch lautstark kund und bekam nun sogar schon Antwort von Talitha. Dementsprechend aufgeregt polterte Dreamie vom Hänger, da half auch gutes Zureden und „Ho, langsam!“ nicht viel.
      Nichts desto trotz stand Dark Dreamer unversehrt neben mir und betrachtete angespannt, aber auch neugierig seine neue Umgebung. Der kleine war vor ein paar Wochen von seiner Mutter entwöhnt worden, der Ruf jetzt galt aber Talitha, die auch sofort antwortete. Wenn das mal keine Liebe auf den ersten Blick – oder besser auf das erste Wiehern..? – war!
      Ich führte Dreamie um den Hänger herum in Richtung Offenstall, wo Talitha immer noch ganz neugierig am Zaun stand. Nach dem ersten Beschnuppern über den Zaun hinweg und einigem Quietschen schienen die beiden Jungpferde schon wieder etwas Interessanteres zu suchen. Also öffnete Chequi mir freundlicherweise das Tor, sodass ich den Braunen vom Halfter losmachen konnte und ihn in den Auslauf zu seiner neuen Spielgefährtin schicken konnte. Sofort forderte die ältere Tali Dreamie zum Toben heraus, spielerisch stiegen sich die beiden an und jagten sich buckelnd über die Weide. Dieses Gespann schien gut zusammen zu passen!
      Der Fahrer, der mir Dark Dreamer auf den Hof gebracht hatte, verabschiedete sich bereits wieder und auch ich räumte Talithas Zubehör in die Sattelkammer, da Chequi weiter musste.
      Wir verabschiedeten uns, natürlich konnte sie die Stute hier jeder Zeit besuchen kommen, dann rollte der Wagen auch schon vom Hof und es wurde wieder still.
      Adrian und Eisvogel grasten friedlich auf ihren Weiden und auch bei Dreamie und Tali gab es nach wie vor keine Probleme. Selbst im Haus lief alles nach Plan, mein Schlafzimmer war schon vollständig aufgebaut und auch in den anderen Zimmern fehlte nur noch der letzte Schliff, bevor alles geputzt werden konnte.
      Dies würde ich selber übernehmen und machte mich gleich daran, dort zu säubern, wo ich bereits das Okay dazu hatte, sonst würde ich heute Abend gar nicht mehr ins Bett kommen!
      Nach einer guten Stunde hatte ich Schlafzimmer und Wohn- & Essbereich geputzt und die Umzugshelfer machten sich langsam daran, zu gehen. Ihre Arbeit war getan. Ich verabschiedete mich bei dem Team und bedankte mich, danach ging ich wieder zu meinen Pferden.
      Zuerst versorgte ich Tali und Dreamie, ich brachte ihnen ihre Heurationen und war erfreut, dass sich die beiden bereits jetzt von mir streicheln ließen. Tali hatte trotz einiger Besitzerwechsel in ihrem erst kurzem Leben wohl nie etwas Böses erleiden müssen und bei Dreamie wusste ich, dass er artgerecht und liebevoll großgezogen worden war.
      Nach den Streicheleinheiten ging ich zum Hengststall. Auch dort verteilte ich für jeden der beiden schwarzen ihre Heuration in der Box, dann machte ich mich auf, um die beiden Hengste in den Stall zu holen.
      Eisvogel wartete bereits am Tor auf mich und brummelte mir vertrauensvoll entgegen. Ich führte ihn in den Stall, nahm ihm das Halfter ab und schloss seine Box. Das gleiche wiederholte ich mit Adrian, mit dem einzigen Unterschied, dass dieser natürlich nicht am Tor wartete und die beiden Pferde im Offenstall schrecklich interessant fand, welche Eisvogel kaum interessiert hatten. Trotzdem stand Adrian nun auch in seiner Box und beide Hengste malmten ihr Heu.
      Ich kontrollierte noch einmal, ob ich die Boxen richtig verschlossen hatte- Party auf der Stallgasse brauchte ich in der ersten Nacht dann doch nicht – dann verließ ich den Stall, schloss die Tür hinter mir und machte mich auf den Weg zurück ins Haus. Dort warteten schließlich noch einige Zimmer darauf, von mir gesäubert zu werden.
      An diesem Abend fiel ich wortwörtlich ins Bett, ich schaffte es kaum noch, die Augen offen zu halten, während ich mir die Zähne putzte.
      Das ganze Haus war frisch geputzt, bei meinem Kontrollgang durch die Ställe gerade eben war es überall ruhig gewesen und so konnte ich mich nun auch endlich schlafen legen. Nach einem anstrengend, ereignisreichen, aber natürlich auch schönem Tag war mein Bett noch bequemer als sonst und so schlief ich ein, sobald ich mich zugedeckt hatte, in Gedanken noch immer bei meinen zwei Neuankömmlingen Tali und Dreamie.
    • Zaii
      Teilnahme an der FS 206
      Pflegebericht, 17. Mai 2013
      „Gleich sind wir dran!“, flüsterte ich dem jungen Hengst neben mir zu, der mit gespitzten Ohren das Treiben beobachtete. Ich überprüfte das schwarze Lederhalfter und zupfte an einem der kleinen Mähnezöpfe herum, als der Lautsprecher knackte. Gerade verließ die vierte Teilnehmerin die Halle. Nun waren also wir an der Reihe. Tief durchatmen, ein Lächeln aufsetzen und los gehts. Mit Dreamer neben mir joggte ich in die volle Halle, der junge Hengst – war er doch noch eher ein Baby – trabte mit erhobenem Kopf und großen Schritten, wie immer.
      Bei X parierte ich durch und brav stand Dreamer neben mir. Denkste. Noch bevor ich die Zeit hatte, zu grüßen, stupste Dreamer mich erwartungsvoll an. Ich quittierte das Ganze mit einem Lächeln, grüßte förmlich und setzte mich dann wieder in Bewegung. Dreamer folgte mir sofort mit gespitzten Ohren, den Kopf hoch erhoben und die Zuschauer interessiert musternd.
      Nach einer halben Runde Schritt auf dem ersten Hufschlag, begann ich zu joggen und animierte Dreamer, es mir nach zu tun. Freudig über die schnellere Gangart zeigte Dreamer einen raumgreifenden Trab, wenn auch ab und zu noch nicht ganz taktklar.
      Dreamie, wie ich ihn oftmals nannte, hörte überraschend gut auf mich, für gewöhnlich konnte er sich nicht allzu lange konzentrieren und ließ sich zu gerne ablenken. Ich wechselte durch die Länge der Bahn um seinen Trab noch einmal frei in der Halle zu zeigen, dann folgte der für mich anstrengendste Teil: Bei A erhöhte ich das Tempo und schnalzte Dreamer auffordernd zu. Nach zwei, drei Trabtritten verstand der Hengst und schnaubte kurz als er in einen lockeren Galopp fiel, womit er fast wieder schneller war als ich. Ich hielt das Tempo über die lange Seite der Bahn, dann wurde ich wieder langsamer wodurch auch Dreamer zum Schritt durchparierte.
      Ich führte ihn in einem Zirkel zu X, wo mir einer der Helfer eine Longierpeitsche reichte. Ich nahm sie dankend entgegen und nachdem ich Dreamie vom Halfter gemacht hatte, ließ ich ihn antraben. Es schien fast, als würde der junge Hengst schweben, so federnd war sein Trab. Er übertraf sich wirklich selbst, was mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
      „Na komm“, murmelte ich, als ich Dreamer nach einer Runde durch die Halle zum Galoppieren aufforderte. Quietschend schlug er nach der Peitsche aus, die irgendwo hinter ihm war. In wildem Galopp, regelmäßig umspringend, drehte er seine Runden durch die Halle. Er war noch jung, es war für mich vollkommen in Ordnung, dass er nicht perfekt lief.
      Nach ein paar Runden parierte ich Dreamer mit meiner Stimme durch. Brav ließ sich der junge Hengst einfangen und war nun auch viel ruhiger, als er bei X neben mir stand. Der Helfer kam erneut, nahm mir die Longierpeitsche ab und reichte mir stattdessen ein Mikrofon.
      „Dark Dreamer ist ein Hannoveranerhengst vom Gut Sanssouci von Elii. Seine Mutter ist Jumping to Conclusion. Sowohl sein Vater, Dark Intention, aus der Unwritten und von dem berühmten Dark Firestorm, als auch seine Mutter haben alle Voraussetzungen, um im Spring- als auch im Dressursport erfolgreich zu sein.
      Dark Dreamer hat einen hohen Vollblutanteil im Stammbaum und ist dementsprechend auch temperamentvoll. Durch seine Neugierde lässt er sich noch leicht ablenken, ist aber immer daran interessiert, etwas Neues zu lernen.
      Voraussichtlich wird er sowohl im Viereck als auch im Parcours vorgestellt werden.“
      Ich gab dem heraneilenden Helfer das Mikrofon zurück, verabschiedete mich höflich von den Richtern und wendete Dreamie, um im Trab die Halle zu verlassen.
      "Fein gemacht", lobte ich meinen Kleinen.
    • Zaii
      Allgemeine Kontrolle
      Tierarztbericht, 18. Mai 2013

      Zaii kam mit einem hübschen, braunen Hengstfohlen aus dem Stall, das aufgedreht um sich guckte. Ich begrüßte Dark Dreamer und holte dann wieder die Spritzen. Auch hier vergewisserte ich mich erst, dass er fit für die Impfungen war. Dann bekam auch er zuerst die Tetanus-Influenza-Impfung. Er interessierte sich zuerst nicht weiter für die Spritzen. Ich fand die passende Stelle am Hals und stach ein. Er schreckte zusammen und während Zaii ihm beruhigende Worte zusprach gab ich ihm die anderen drei Spritzen. Bei der letzten bleib auch er ruhig. Wir lobten ihn kräftig und ich holte die Wurmkur. Er sah uns misstrauisch an als wir uns seinem Maul nährten. Zaii hielt ihn am Halfter fest und ich steckte schnell die Spritze in die Maulspalte. Dann war er fertig. Ich streichelte ihn noch einmal und holte die neuen Spritzen, solange Zaii den Kleinen wegbrachte.
      Tequila
    • Zaii
      Teilnahme an der FS 208
      Pflegebericht, 30. Mai 2013
      "Ich glaube, ich bin aufgeregter als du!", flüsterte ich dem jungen Hengst neben mir zu, der mit gespitzten Ohren das Treiben beobachtete. Ich überprüfte das schwarze Lederhalfter und zupfte an seiner pechschwarzen Mähne herum, als der Lautsprecher knackte. Gerade verließ die siebte Teilnehmerin die halle. Nun waren also wir an der Reihe. Tief durchatmen, ein Lächeln aufsetzen und los geht's! Mit Dreamie neben mir joggte ich in die volle Halle, der junge Hengst - oder besser gesagt noch Baby - trabte mit erhobenem Kopf und großen Schritten, wie immer.
      Bei X parierte ich durch und brav stand Dreamie neben mir. Ich grüßte förmlich, dann setzte ich mich wieder in Bewegung. Dreamer folgte mir sofort mit gespitzten Ohren, den Kopf hoch erhoben, doch noch mehr an den Zuschauern als an mir interessiert.
      Nach einer halben Runde Schritt auf dem ersten Hufschlag, begann ich zu joggen und animierte den Braunen, es mir nach zu tun. Freudig über die schnellere Gangart zeigte Dreamer einen raumgreifenden Trab, den ihm sein Vater vererbt hatte.
      Mittlerweile hatte ich Dreamies Aufmerksamkeit, er hörte sogar überraschend gut auf mich, für gewöhnlich konnte er sich nicht lange konzentrieren und ließ sich zu gerne ablenken. Ich wechselte durch die Länge der Bahn um seinen Trab noch einmal frei in der Halle zu zeigen, dann folgte der für mich anstrengendste Teil: Bei C erhöhte ich das Tempo und schnalzte Dreamer auffordernd zu. Nach zwei, drei Trabtritten verstand der Hengst und schnaubte kurz als er in einen lockeren Galopp fiel, womit er fast wieder schneller war als ich. Ich hielt das Tempo über die lange Seite der Bahn, dann wurde ich wieder langsamer wodurch auch Dreamer zum Schritt durchparierte.
      Ich führte ihn in einem Zirkel zurück zu X, wo mir einer der Helfer eine Longierpeitsche reichte. Ich dankte ihm und nachdem ich Dreamie vom Strick losgemacht hatte, ließ ich ihn antraben. Es schien fast, als würde der junge Hengst schweben, so federnd war sein Trab. Er übertraf sich wirklich selbst, was es schwer machte, ein Lächeln zu verbergen.
      „Ga-lopp“, murmelte ich leise, als ich den jungen Hengst nach einer Runde durch die Halle zum Galoppieren aufforderte. Quietschend schlug er nach der Peitsche aus, die irgendwo hinter ihm war. In wildem Galopp, ab und zu noch umspringend, drehte er seine Runden durch die Halle. Er war jung und ich war ihm nicht böse, dass er noch nicht immer ganz taktklar lief.
      Nach einigen Runden parierte ich Dreamer mit meiner Stimme zum Schritt und dann zum Stehen durch. Brav ließ sich der junge Hengst einfangen und war nun auch ruhiger, als er bei X neben mir stand. Der Helfer kam erneut, nahm mir die Longierpeitsche ab und reichte mir stattdessen ein Mikrofon.
      „Dark Dreamer ist ein Hannoveranerhengst vom Gut Sanssouci von Elii“, begann ich, „Seine Mutter ist Jumping to Conclusion. Sowohl sein Vater, Dark Intention, aus der Unwritten und von dem berühmten Dark Firestorm, als auch seine Mutter haben alle Voraussetzungen, um sowohl im Spring- als auch im Dressursport erfolgreich zu sein.
      Dark Dreamer hat einen hohen Vollblutanteil im Stammbaum und ist dementsprechend auch temperamentvoll. Durch seine Neugierde lässt er sich noch leicht ablenken, ist aber immer daran interessiert, etwas Neues zu lernen.
      Voraussichtlich wird er sowohl im Viereck als auch im Parcours vorgestellt werden.“
      Ich gab dem heraneilenden Helfer dankend das Mikrofon zurück, verabschiedete mich mit einem Kopfnicken von den Richtern und wendete Dreamie, um im Trab neben ihm die Halle zu verlassen.
      "Super gemacht, mein Kleiner!“, lobte ich.
    • Zaii
      Ausschneiden und Kontrollieren
      Hufschmiedbericht, 23. Juni 2013
      Heute überprüfte ich Dark Dreamer's Hufe. Ich kam ein wenig zu spät; mein Auto hatte einen Platten gehabt. Dark Dreamer stand aber Gott Sei Dank noch draußen angebunden. Ich streichelte ihn kurz, bevor ich meine Werkzeuge holte. Das gefiel ihm scheinbar sehr gut und er rieb seinen Kopf an meiner Jacke. Im weiteren Verlauf meiner Arbeit beobachtete er mich stets neugierig. Zuerst machte ich einen Probeschnitt, bei dem ich feststellte, dass nur wenig ausgeschnitten werden musste. Dann entfernte ich das wenige lose Sohlenhorn von allen Hufen. Danach raspelte ich noch ein wenig an seinen Hufen herum, und schon waren wir auch damit fertig. Ich ließ ihn probeweise ein wenig traben und galoppieren. Die Hufe waren jetzt wieder völlig in Ordnung. Ich kraulte ihn noch einmal kurz hinter den Ohren und gab ihm ein Leckerli. Kurz darauf verabschiedete ich mich auch von ihm.
      Helly25
    • Zaii
      Teilnahme an der BFS 210
      Pflegebericht, 15. Juli 2013
      Dreamie, mein junger Hannoveranerhengst, stand neben mir, mit gespitzten Ohren beobachtete er das Treiben. Ich überprüfte das schwarze Lederhalfter und zupfte an seiner weichen, pechschwarzen Mähne herum, als der Lautsprecher knackte. Gerade verließ die neunte Teilnehmerin die Halle und wir wurden aufgerufen. Nun waren also wir an der Reihe. Tief durchatmen, ein Lächeln aufsetzen und los geht’s! Mit Dreamie neben mir joggte ich in die volle Halle, der junge Hengst – oder besser noch Baby – trabte mit erhobenem Kopf und großen Schritten, wie immer. Bei X parierte ich durch und brav stand Dreamie neben mir. Ich grüßte förmlich, dann setzte ich mich wieder in Bewegung. Dark Dreamer folgte mir sofort mit gespitzten Ohren, den Kopf hoch erhoben, doch noch mehr an den Zuschauern als an mir interessiert. Nach einer halben Runde Schritt auf dem ersten Hufschlag, begann ich zu joggen und animierte den Braunen, es mir nach zu tun. Freudig über die schnellere Gangart zeigte Dreamie einen raumgreifenden Trab, den ihm sein Vater vererbt hatte. Mittlerweile hatte ich Dreamies Aufmerksamkeit, er hörte sogar überraschend gut auf mich, obwohl er sich mittlerweile schon viel länger konzentrieren konnte. Ich wechselte durch die Länge der Bahn, um seinen Trab noch einmal frei in der Halle zu zeigen, dann folgte auch schon der für mich anstrengendste Teil: Bei C erhöhte ich das Tempo und schnalzte Dreamie auffordernd zu. Nach zwei, drei Trabtritten verstand der Hengst und schnaubte kurz als er in einen lockeren Galopp fiel, wobei ich ihn zügeln musste, dass er mich nicht überholte. Ich hielt das Tempo über die lange Seite der Bahn, dann wurde ich wieder langsamer, wodurch auch mein Fohlen zum Schritt durchparierte. Ich führte ihn in einem Zirkel zurück zu X, wo mir einer der Helfer eine Longierpeitsche reichte. Ich dankte ihm und nachdem ich Dreamie vom Strick losgemacht hatte, ließ ich ihn antraben. Es schien fast, als würde der junge Hengst schweben, so federnd war sein Trab. Er übertraf sich wirklich selbst. „Ga-lopp“, murmelte ich leise, als ich den jungen Hengst nach einer Runde durch die Halle zum Galoppieren aufforderte. Quickend schlug er nach der Peitsche aus, die irgendwo hinter ihm war. In wildem Galopp, aber kaum mehr umspringend, drehte er seine Runden durch die Halle. Nach einigen Runden parierte ich Dreamie mit meiner Stimme zum Schritt und dann zum Halten durch. Brav ließ sich der junge Hengst einfangen und wirkte jetzt entspannter, als er bei X neben mir stand. Der Helfer kam erneut, nahm mir die Longierpeitsche ab und reichte mir stattdessen ein Mikrofon. „Dark Dreamer ist ein Hannoveranerhengst vom Gut Sanssouci von Elii“, begann ich, „Seine Mutter ist Jumping to Conclusion. Sowohl sein Vater, Dark Intention, aus der Unwritten und von dem berühmten Dark Firestorm, als auch seine Mutter haben alle Voraussetzungen, um sowohl im Spring- als auch im Dressursport erfolgreich zu sein. Dark Dreamer hat einen hohen Vollblutanteil im Stammbaum und ist dementsprechend auch temperamentvoll. Durch seine Neugierde lässt er sich manchmal noch ablenken, ist aber immer daran interessiert, etwas Neues zu lernen. Voraussichtlich wird er sowohl im Viereck als auch im Parcours vorgestellt werden.“ Ich gab dem heraneilenden Helfer dankend das Mikrofon zurück, verabschiedete mich mit einem Kopfnicken von den Richtern und wendete Dreamie, um im Trab neben ihm die Halle zu verlassen. "Das hast du super gemacht!", lobte ich. Ich war stolz auf meinen Kleinen und vielleicht hatte er sich sogar seinen zweiten Sieg erkämpft..
    • Zaii
      Teilnahme an der FS 212
      Pflegebericht, 26. Juli 2013
      Mit Dark Dreamer, meinem jungen Hannoveranerhengst, neben mir wartete ich auf den Aufruf bei der Fohlenschau. Der Braune versuchte, ein paar Grashalme vom Wegrand zu klauen, während ich dem Lautsprecher lauschte, der unseren Einzug in die Halle ankündigte. Ich überprüfte das schwarze Lederhalfter, zog einen Grashalm aus Dreamies Maulspalte und schnalzte ihm dann auffordernd zu, „Na komm, es geht los!“ Dreamie kannte die Turnieratmosphäre trotz seinem jungen Alter schon, ich hatte ihn bereits auf einigen Fohlenschauen vorgestellt und er hatte sogar schon einen Sieg einräumen können. Den Kopf hoch erhoben, trabte der Junghengst neben mir ein und ließ sich bei X brav zum Stand durchparieren. Nach der höflichen Begrüßung der Richter zupfte ich sachte am Strick und Dreamie und ich setzten uns gleichzeitig wieder in Bewegung. Nachdem wir die Halle einmal im Schritt auf dem zweiten Hufschlag umrundet hatten, zeigte ich seinen raumgreifenden Trab, den er zweifellos von seinem Vater geerbt hatte. Die Ohren aufmerksam in alle Richtungen drehend, konzentrierte sich Dreamie auf mich, als ich mit ihm nach einer Zirkelrunde aus dem Zirkel wechselte. Seitdem ich den Hannoveraner hatte, hatte sich seine Konzentrationsfähigkeit schon um einiges gesteigert und so folgte Dreamie mir aufmerksam, als ich nach einer weiteren Zirkelrunde durch die ganze Bahn wechselte. Schon vor X bereitete ich Dreamie durch ein leichtes Zupfen am Strick und leises Schnalzen auf den Galopp vor, sodass der Hengst kurz nach X neben mir galoppierte, wobei ich ihn zügeln musste, da er mich mit dem schwungvollen Galopp ansonsten mühelos überholt hätte. Nachdem wir das schnelle Tempo über die kurze Seite der Bahn gehalten hatten, parierte ich ihn in der Ecke wieder zum Schritt durch und wendete ihn ab, sodass wir bei X zum Halten kamen. Unter den Blicken der Richter wartete ich auf einen Helfer, der mir eine Longierpeitsche und ein Mikrofon reichte. Ich dankte, dann machte ich Dreamie vom Halfter los und schickte ihn an, alleine zu gehen. Das verstand der junge Hengst sofort und auch wenn er als Jährling momentan etwas unproportioniert war, so machten seine Bewegungen doch Eindruck, als er mit gestelltem Schweif und gespitzten Ohren durch die Halle trabte. Währenddessen begann ich, in das Mikrofon zu sprechen: „Dark Dreamer ist ein Hannoveranerhengst vom Gut Sanssouci von Elii. Seine Mutter ist Jumping to Conclusion. Sowohl sein Vater, Dark Intention, aus der Unwritten und von dem berühmten Dark Firestorm, als auch seine Mutter haben alle Voraussetzungen, um sowohl im Spring- als auch im Dressursport erfolgreich zu sein. Dark Dreamer hat einen hohen Vollblutanteil im Stammbaum und ist dementsprechend temperamentvoll. Durch seine Neugierde lässt er sich manchmal noch ablenken, ist aber immer daran interessiert, etwas Neues zu lernen. Voraussichtlich wird er sowohl im Viereck als auch im Parcours vorgestellt werden.“ Ich trieb Dreamie abschließend in den Galopp, den er dank wilder Handwechsel von selbst auf beiden Händen präsentierte, ehe er nach einigen Runden ruhiger wurde und mit den Nüstern am Boden durch die Halle trottete. Nachdem der Helfer Peitsche und Mikrofon zurück genommen hatte, fing ich Dreamie wieder ein, wobei dieser zum Glück auf Spielchen verzichtete. In einem Bogen führte ich ihn zurück zu X, wo ich mich von den Richtern verabschiedete, ehe wir die Halle verließen – Dreamie in federndem Trab, ich höchst zufrieden mit meinem „Kleinen“. Vielleicht hatte er sich heute sogar zur späteren Zucht qualifizieren können..
    • Zaii
      Fohlen ABC
      Ausbildungsbericht, 12. August 2013
      Ausbildungsfarm "Heartland"


      Es war ein heißer Tag. Amy wartete bereits draußen vor der Einfahrt. Jeden Moment, müsste eine neue Kundin ankommen. Für heute war viel geplant. Es sollten drei neue Pferde ankommen, und Jackies Pferd Prince of the half Moon sollte auch noch eingeritten werden. Nur Zaii's Fohlen Dark Dreamer sollte das Fohlen ABC erlernen. Zaii sagte bereits das Dark Dreamer am Halfter gehen könnte. Er kam schon das erste Auto. Es war Casper mit Golden Girl. Golden Girl war eine hübsche Araberstute. Casper sagte bereits sie sei ruhig und selbstbewusst. Sie sollte im hinteren Stall, bei den Ausbildungspferden stehen. Gegen Nachmittag kamen auch die anderen Pferde an. Dazu gehörten Wish, Sarahs Pferd und Dark Dreamer, Zaii's Fohlen. Die Pferde sollten sich erstmal in ihrer neuen Box eingewöhnen. Erst Morgen sollte das Training beginnen. Jackie wollte sich persönlich um ihr Pferd kümmern.

      Es war Sonntag und die Sonne lachte der Heartlandfarm bereits entgegen. Gegen 8 Uhr hörte man Ty's Wagen die Einfahrt entlang fahren. Amy's Herz machte einen kleinen Sprung. Ty war angestellter Stallbursche der Heartlandfarm und Amy's fester Freund. Ben und Jackie kamen ebenfalls an. Zuerst herrschte die Alltägliche Routine. Die Pferde mussten gefüttert werden. Hier wird jedem Pferd individuelles Futter gegeben, das jeweils die Gesundheit und die Leistung des Pferdes unterstützt. „Hi Ty“ Begrüßte Amy ihn. Er schien nicht ausgeschlafen zu sein. „Hey.“ Er küsste sie kurz auf den Mund und ging an ihr vorbei. „Alles okay bei dir ? Du siehst so erschöpft aus!“ Amy war nicht gerade begeistert von seiner flüchtigen Begrüßung. -“Ach meiner Mum geht es wiedermal schlecht. Sie hat wieder einen ihrer Depressionsanfällen.“ Ich zuckte kurz die Schulter und stellte das Futter zusammen. Amy tat ihm das gleich und antwortete mitfühlend :“Das tut mir Leid. Ich hoffe es geht bald vorüber“. Ty nickte und begann die Eimer zu den jeweiligen Pferdeboxen zu schleppen. Golden Girl begrüßte die 2 bereits freundlich und wieherte ihnen entgegen. Nur der kleine Dark Dreamer schien sich noch nicht eingelebt zu haben. „Schau mal Amy..“ er deutete auf ihn. Dark schnupperte Lustlos am Futter. „Das wird schon noch, lass uns ihm Baldrianwurzeln und Pfefferminzblätter ins Futter mitunter mischen.“. Dies sollte ihn entspannen und den Appetit anregen. Gegen Mittag wollte Amy schon mit dem Training beginnen. Während sie sich um Golden Girl kümmern wollte, sollte sich Ty um Wish kümmern. Ty war wie ein Seelenverwandter für sie. Er dachte wie sie und interessierte sich sehr für das was ihr Beruf war. „Ty, bist du so lieb und machst ein Join-Up mit Wish ? Damit er dir leichter vertrauen kann ?“ Ty befolgte ihren Wunsch augenblicklich und Amy begann die Araberstute zu putzen. Dabei führte sie den Striegel in gleichmäßig schnellen Kreisen über ihr Fell, es war eine ähnliche Form vom Ttouch. Girl genoss es und ließ den Kopf hängen. Zwischendurch blähte sie die Nüstern und schnaubte kräftig. Ty währenddessen ließ Wish bereits im Kreis galoppieren. Ben gesellte sich zu ihm und schaute ihm zu. „Ich beneide dich für das was du machst. Ich werde sowas wahrscheinlich nie können.“ Ty sah ihn an. „Wieso?“ „Ty das sieht man doch ! Schau dich doch mal an ! Du bist wie Marion persönlich.“ Ty errötete. Marion war Amys verstorbene Mutter. Sie starb bei einem Autounfall als sie mit Amy ein Pferd retten wollte. „Marion wusste wesentlich mehr als ich.“ Er seufzte und ließ Wish anhalten. „Willst du nicht einmal versuchen ein Join Up zu machen ?“ Ben strahlte. „Klar wieso nicht !“. Ben öffnete aufgeregt das Tor und gesellte sich zu Ty. „Nimm die Longe und scheuch Wish indem du deine Arme hebst. Er soll dich als Alpha Tier ansehen um dich zu respektieren. Sobald Wish sein Ohr nach innen ausgerichtet hat, den Kopf senkt und Kaubewegungen macht, senk deine Arme und gewähre ihn zu dir zu kommen. Du drehst dich dann um und wartest ab bis er dich berührt. Dann vertraut er dir, weil er weiß das du ihm nicht's tust und du ihn beschützen würdest.“ Ben nickte interessiert und folgte seinen Anweisungen. Tatsächlich, Wish preschte im Galopp um ihn herum. Ty bewunderte den Hengst. Er scheint ein sehr schönes Temperament haben. Nach einigen Runden wurde Wish langsamer und gab die von Ty genannten Signale wieder. Als Ben sich umdrehte, spürte er nach einer Weile ein warmes Pferdemaul im Nacken. Wish's Join Up hat perfekt funktioniert. Ty klopfte ihn anerkennend auf die Schulter und stellte Wish zurück in die Box. „Jackie wird ihn gleich putzen. Wenn ich richtig verstanden habe, wollte Sarah mit Jackie trainieren.“ Ben nickte.„Immer diese Mädchen...“
      Amy versuchte ebenfalls ein Join Up nachdem sie sah, das Wish aus dem Roundpen kam. Gerade um ein Pferd einzureiten, war es erforderlich Vertrauen aufzubauen damit es den Sattel zu lies. Sie führte Golden Girl in den Roundpen. Neugierig schaute die schicke Stute sich um. Offentsichtlich ist ihr das ganze hier fremdartig. Amy hakte die Longe ein und trieb die Stute an, indem sie einen Schritt auf sie zu ging. Schließlich warf sie ihre Arme in die Luft um die Stute in den Galopp zu befördern. Girl rannte und zeigte nach mehreren Minuten Amys erhofftes Signal. Ihr Kopf hing nun zu Boden und sie entspannte sich, fiel in den Trab und richtete ihr Ohr nach innen. Erst als sie mit den bekannten Kaubewegungen begann, durfte sie stehen bleiben und sich Amy nähern. Amy drehte sich dazu um und wartete darauf das die Stute zu ihr ging. Mit Erfolg. Golden Girl konnte ihr nun unproblematisch folgen. Amy beschloss sich von einen der Jungs mit den Sattel helfen zu lassen. Es dauerte nicht lange da stand Ty auch schon neben ihr. "Hast du den Sattel dabei?" fragte sie ihm. Ty nickte und deutete auf das Zaumzeug am Gatter. "Perfekt" zwinkerte Amy und ließ sich die Dinge assestieren. Zuerst übte sie Druck mit ihrer Handfläche auf den Rücken der Araberstute aus. Neugierig blickte Golden Girl zu ihr rüber "Super machst du das!" sie stemmte nun etwas mehr Gewicht auf ihren Rücken. Ungeduldig blieb die Stute stehen. "Gut Ty ? Reichst du mir nun den Sattel rüber" - "Natürlich". Sie nahm den Ledersattel entgegen und legte ihn der Stute auf den Rücken. "Fein machst du das!" . Girl stand ein wenig verkrampft, daher massierte Amy beruhigend ihren Hals - es wirkte, ihre Muskeln entspannten sich unter ihren Fingern und Amy konnte den Gurt fester machen. "Ty, ich werd jetzt mit Dark Dreamer trainieren, gleich sollte Sarah kommen - sie wird die Methoden die ich bei Golden Girl angewendet habe wiederholen - allerdings an Wish. Werf du ein Auge auf sie ok ? Golden Girl und Moon werden die nächste Zeit erst einmal an den Druck des Sattels gewöhnt." Aufmerksam nickte der Stallbursche und Freund von Amy. Er nahm Golden Girl entgegen und folgte Amy in den Stall. Amy schaute auf ihre Armbanduhr, es war bereits 4 Uhr. "Ich muss mich beeilen, wenn ich heute noch mit Dark Dreamer Fortschritte machen möchte" dachte sie für sich selbst. Dark Dreamer schaute ihr bereits entgegen, das kleine Fohlen brachte es gerade noch fertig über die niedriggelegende Boxentür zu schauen. Amy lächelte bei diesem Anblick. Sie nahm den Führstrick und führte Dark aus der Box. Der kleine Hengst folgte ihr willig. "Fein machst du das" immer wieder lobte Amy ihn, immerhin machte er dies gut. Als nächstes müsste sie ihn an das putzen gewöhnen, denn nicht jedes Fohlen ließ sich gerne betüddeln. Amy führte ihn den Hof auf und ab. Blieb schließlich stehen und betrachtete es eine Weile lang.
      Es stellte sich heraus das Dark Dreamer einige Umstände vorwies. Er lies sich nicht die Hufe anheben. "Na das kann was werden" sagte Amy seufzend und massierte dem Kleinen die Beine. Dreamer hatte keine Probleme sich striegeln zu lassen, aber an die Hufe wollte er wohl niemanden dran lassen. Amy hatte bereits damals mit einem Fohlen dieses Erlebnis gemacht. Summerwind vertraute ihr erst nachdem Amy sich um sie gekümmert hatte als es an eine Erkältung litt. "So lange können wir doch nicht warten" dachte sie nach. Sie beschloss Ty und Ben zu holen. Vom weiten hörte man bereits Jackie und Sarah, diese longierten Wish. Amy beschloss morgen mit Dark weiter zu üben und ihm vor der Übung mit Ttouch zu massieren, vielleicht würde das ja helfen.
      Am nächsten Tag begrüßte Amy das kleine Fohlen schon gegen Sonnenaufgang. Ty fütterte die Pferde. Amy allerdings saß bereits in der Box des Fohlens und massierte es wie gestern geplant. Es genoss die Massage, schloss die Augen und ließ die Ohren baumeln. "Na dann wollen wir doch gleich mal sehen ob es was gebracht hat." murmelte Amy währenddessen. Und tatsächlich, das kleine machte langsame Fortschritte. Mit einigen Umständen konnte sie schließlich den Huf hochheben. Amy beschloss diese Übungen jeden Tag zu machen, Ty sollte sich weiterhin um Wish kümmern, Amy übernahm die Tage über Golden Girl, Jackie ihr Pferd. Und in nur wenigen Wochen, könnten sie zurück zu ihren Besitzern.
      Jackie
    • Zaii
      Willkommen im neuen Zuhause, Lakim!
      Pflegebericht, 14. September 2013
      Brummelnd sahen mir Dreamie und Talitha entgegen, als ich Richtung Offenstall lief. Ich begrüßte die beiden Hannoveraner, ehe ich mich daran machte, die Heuraufe zu füllen. Ich konnte gerade noch das Gitter schließen, bevor Dreamie seinen Kopf hineinstrecken konnte. Beleidigt trottete er davon, kam aber wenig später wieder zurück – immerhin gab es Frühstück!
      Während meine beiden Jungpferde fraßen, äppelte ich Auslauf und Offenstall ab, danach machte ich mich auf den Weg zum Hengststall, wo ich auch schon erwartet wurde. Die beiden Hengste hatten ihre morgendliche Heuration noch vor meinen „Kleinen“ bekommen und dementsprechend war Adrian auch schon fertig und sah mir nun neugierig aus seiner Box entgegen. Sein Boxennachbar Eisvogel hingegen kaute noch auf ein paar Halmen herum. Ich schnappte mir Adrians grünes Halfter, das vor der Box hing, streifte es ihm über und öffnete die Box, nachdem ich einen Strick am Halfter befestigt hatte. Mit gespitzten Ohren streckte mir Adrian seinen Kopf entgegen, auf der Suche nach Leckerlis. Trotzdem blieb er in der Box stehen bis ich ihn aufforderte, heraus zu treten. Ich führte den Lusitano auf eine der kleineren Weiden, neben dem Misthaufen. Der Weg am Offenstall der Jungpferde vorbei brachte Adrian etwas aus dem Konzept, da Talitha mittlerweile in einem Alter war, in dem sich die Rosse ankündigte – ein Glück reagierte Dreamie noch nicht darauf - doch einmal auf der Weide widmete er sich lieber dem dürren Gras, das noch übrig war. Die Sonne hatte die letzten Wochen eine unglaubliche Kraft gehabt und auch, wenn die Temperaturen mittlerweile schon wieder kühler wurden, so hatte sich das Gras noch nicht vollständig von der Trockenperiode erholt. Nach Adrian führte ich Eisvogel auf die benachbarte Weide. Die beiden Hengste kannten sich, seit Adrian mit einem halben Jahr auf meinen Hof gekommen war, doch seit Adrian kein Fohlen mehr, sondern mittlerweile Hengst ist, stellte ich die beiden lieber getrennt nach draußen. Zu oft hatten sich die beiden schon gezankt und ich wollte nicht auf ernsthafte Verletzungen warten.
      Zurück bei den Jungpferden halfterte ich Dreamie auf, ich wollte heute die Lektionen des Fohlen ABCs, das er auf der HeartlandFarm gelernt hatte, mit ihm üben. Dreamie folgte mir willig, als ich ihn Richtung Hauptstall führte, nur Talitha, die alleine zurück bleiben musste, schien gar nicht zufrieden zu sein. Mit lautstarkem Gewieher machte sie ihrem Unmut Luft, was auch meine beiden Hengste einstiegen ließ. Dreamie, den ich auf der Stallgasse angebunden hatte, stand mit gespitzten Ohren da und gab sein helles Gewieher dazu. „Super, sonst noch jemand?“, murmelte ich vor mich hin, als mein Handy klingelte. Ernsthaft jetzt? Aber als ich hörte, wer am Telefon war, war ich sofort wieder konzentriert. Während ich Dreamies Putzsachen aus der Sattelkammer holte, unterhielt ich mich mit Friese. Sie hatte einige Pferde verkauft und nach einigem Feilschen auch mir eines: Lakim. Die junge Mixstute war mir schon bei einer früheren Verkaufsanzeige aufgefallen, doch damals hatte ich mir mit Talitha und Dreamie erst zwei junge Pferde zugelegt. Als sie nun wieder zum Verkauf stand konnte ich nicht anders, den eine Koppelfreundin für Talitha fehlte mir sowieso noch und außerdem war die junge Stute mit ihrer interessanten Farbe und der grandiosen Abstammung, war sie doch ein direkter Nachkomme des berühmten Cadocs, geradezu prädestiniert, später selbst das ein oder andere Fohlen auf die Welt zu bringen. Friese kündigte sich für den Nachmittag an, sie hatte sich meinen Hof zwar schon einmal angeschaut, wollte Lakim aber vorbei bringen. Nachdem ich mich von Friese verabschiedet hatte, widmete ich wieder Dreamie. Der junge Hengst drehte interessiert die Ohren in meine Richtung, als ich begann, ihn mit einer weichen Bürste zu striegeln. Jackie hatte auf ihrer Farm ganze Arbeit geleistet, mein Junghengst hatte schon beim Anbinden keine Probleme gemacht und entspannte sich auch jetzt, beim Putzen, recht schnell. Nach dem Überbürsten folgte das Hufe auskratzen. Ich war auf ausschlagen gefasst, doch außer leichten Druck zum Anheben brauchte es nichts und es passierte auch nichts. Nachdem ich auch die beiden Hinterhufe ohne Probleme säubern konnte, lobte ich meinen „Kleinen“ ausgiebig. Ich war wirklich zufrieden und beschloss, es damit für heute gut sein zu lassen. Nachdem ich Dreamie zurück in den Offenstall geführt hatte, machte ich mich auf den Weg zur Weide, auf der Adrian graste. Mit Talitha hatte ich gestern etwas Schrecktraining gemacht und da sie erst 2 Jahre alt war, hatte sie heute frei – überfordern wollte ich schließlich keines meiner Pferde.
      Adrian trottete beleidigt neben mir her, schließlich hatte ich ihn viel zu früh wieder von der Weide geholt. Nachdem er im Stall angebunden und gestriegelt worden war, sattelte und trenste ich den Rappen. In der letzten Zeit hatten Adrian und ich uns auf einigen Dressurturnieren versucht, leider ohne Erfolg. Trotzdem sollte er heute mal wieder etwas anderes als den Reitplatz sehen und so hatte ich mich zu einem gemütlichen Ausritt in den Wald entschieden. Nachdem auch die Gamaschen angebracht waren und ich nochmal die Fliegenhaube zu Recht gezupft hatte, gurtete ich ein Loch nach und saß dann im Hof auf. Am langen Zügel stapfte Adrian vom Hof, die Ohren entspannt nach vorne baumelnd. Der Ritt durch den Wald war ereignislos, bis auf das Zusammentreffen mit einem Trupp der Bundeswehr der einen seinen Märsche unternahm. Die kräftigen Männer kreuzten unseren Weg und Adrian starrte sie mit hoch erhobenem Kopf an, entspannte sich aber schnell wieder, als einer der Männer ihm ein Stückchen Apfel darbot. Ansonsten schien Adrian den Waldspaziergang zu genießen und auch das kurze Planschen in einem Bach, den wir durchquerten machte ihm Spaß.
      Zurück auf dem Hof nach ich meinem Hengst Sattel, Trense und Gamaschen ab und spritzte seine Beine mit dem Schlauch ab, ehe er – endlich – wieder auf die Weide durfte.
      Gerade, als ich den Strick neben dem Weidetor abgelegt hatte rollte ein großes Auto mit Hänger auf den Hof und hielt auf dem Parkplatz. Aus dem Hänger drang helles Wiehern und ungeduldiges Hufescharren. Ich lief Friese entgegen und nachdem wir uns begrüßt hatten, beschlossen wir, dass sich die Jungtiere auf der Weide kennen lernen sollten. Ich führte also nacheinander zuerst Tali, dann Dreamie auf die Weide, die dem Hengststall am nächsten war, während Friese unterdessen Lakim auslud und die tänzelnde Zweijährige auf die angrenzende Weide brachte. Während Dreamie auf der Weide seine Runden zog und unbedingt spielen wollte, stand Talitha brummelnd am Zaun und schien äußerst interessiert an dem Neuzugang. Lakim wiederum trabte aufgeregt umher, ihre Koppelnachbarn interessierten sie noch nicht. Friese und ich sahen dem Treiben auf den Weiden noch ein Weilchen zu, Lakim beruhigte sich schnell und machte auch schon die ersten Schritte Richtung Zaun, wo immer noch Talitha stand. Wir waren zufrieden und ich lud Friese ins Büro ein, um das Geschäftliche zu klären. Nachdem alle Dokumente unterzeichnet waren half mir Friese noch, das wenige Zubehör von Lakim auszuladen, dann verabschiedete sie sich von mir und rollte mit dem Auto vom Hof, während ich mich schon wieder auf den Weg zu den Jungpferden machte. Unglaublich, jetzt hatte ich doch tatsächlich einen Dark Intention-, einen Branagorn- und einen direkten Cadoc-Nachkomme in meinem Stall stehen! Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen und beobachtete die beiden Stuten, die sich mittlerweile schon vorsichtig ihre Nasen entgegen reckten. Dreamie hingegen trottete zu mir an den Zaun, es war ja möglich, dass ich ein Leckerli dabei hatte! Ich kraulte meinen jüngsten zwischen den Ohren, die Stuten schienen sich gut zu verstehen und trabten schon nach kurzer Zeit gemeinsam am Zaun entlang. Ich entschied mich, Talitha umzustellen, wobei mir Dreamie zum Glück nicht in die Quere kam, er war es gewohnt, dass ich Tali immer zuerst von der Weide holte. Lakim kam ruhig an den Zaun getreten, als ich mit der Hannoveranerstute die Weide betrat. Die beiden Stuten schienen sich gut zu ergänzen, Lakim war eine treue Seele und meist brav, während Talitha mit neugierig und mutig zu beschreiben war. Ich löste den Strick von Talithas Halfter und nach anfänglichem Gequietsche und Schweifschlagen knabberten die beiden Stuten schon bald nahe dem Zaun am Gras, sodass sich auch Dreamie dem zaunnahen Gras widmete. Ich wendete mich wieder von den Weiden ab und machte mich stattdessen auf den Weg zu Eisvogel, der gerade Adrian über den Zaun hinweg angiftete. Diese beiden.. konnten nicht mit, aber auch nicht ohne einander! Ich holte Eisvogel von der Weide, dankbarer Weise stand dem Hengst nicht der Sinn nach Fangspielen. Im Stall band ich ihn auf der Stallgasse an und nachdem der Rappe gestriegelt und außerdem die Hufe und das Langhaar gesäubert und von Dreck befreit waren, befestigte ich eine Hengstkette am Halfter – sicher ist sicher – und wir verließen anschließend den Stall. Auch diesmal entschied ich mich, den an den Hof angrenzenden Wald zu nutzen, denn bisher hatten mein „Senior“ und ich noch nicht die Möglichkeit gehabt, das neue Gelände auszukundschaften. Schon nach einem kurzen Stück auf dem Waldweg verließen wir diesen und bahnten uns unseren eigenen Weg quer durch den Wald. Eisvogel folgte mir aufmerksam und Dank seinem rassetypischen Gehwillen kamen wir trotz unwegsamen Gelände zügig voran und hatten auch beide unseren Spaß am Spaziergang, der außer einem gefährlichen, von einem Sturm losgelösten, toten, Baumstamm nichts aufregendes zu bieten hatte. Nach einem ausgiebigen Spaziergang kehrten der Isländer und ich zurück auf den Hof. Ich kontrollierte die Hufe des Hengstes nochmals, dann entließ ich ihn in seine Box und holte anschließend auch Adrian wieder in den Stall. Mittlerweile war es schon Nachmittag und die Wettervorhersage sollte Recht behalten, denn der Wind wurde stärker und würde heute wohl noch Regen bringen. Während Adrian und Eisvogel sich über die Boxentüren hinweg zu brummelten verließ ich den Hengststall und machte mich daran, die Jungpferde zurück in den Offenstall zu bringen. Ich war schon etwas nervös, da nun auch Dreamie und Lakim direkt aufeinander treffen würden, trotzdem versuchte ich mein bestes, mir die innere Unruhe nicht anmerken zu lassen. Zuerst führte ich die beiden jungen Stuten zurück. Mit Talitha rechts und Lakim links neben mir hatte ich zwar etwas zu tun, aber Talitha schien meiner neuen Stute Sicherheit zu geben und so konnte ich den beiden vor dem Offenstall problemlos die Halfter abnehmen und sie laufen lassen. Anschließend folgte Dreamie, der mir auf der Weide zwar schon missmutig entgegen brummelte, sich aber ohne Probleme führen ließ. Trotzdem entschied ich, ihm das Halfter anzubehalten. Ich schloss das Tor, machte den Hengst vom Strick los und wartete, doch glücklicherweise kam es zu keinen Kämpfen. Dreamie näherte sich Lakim zwar zuerst einmal mit angelegten Ohren, wurde von Talitha aber zu Recht gewiesen und damit schien alles geklärt zu sein. Ich füllte die Heuraufe im Jungpferdetrakt auf, dann verteilte ich die Futterrationen an meine Hengste, wobei diese heute nur aus Heu und etwas Mineralfutter bestand.
      Das zufriedene Malmen der Pferdemäuler wurde von einem Heulen des Windes unterstrichen. Nachdem ich die Außentüren der Hengstboxen nochmals kontrolliert hatte verließ ich den Stall, auch die Jungpferde hatten sich nach dem Fressen in den Stall zurückgezogen und standen dort entspannt zusammen. Ich war äußerst glücklich, dass es mit der neuen Herdenkonstellation keine nennenswerten Probleme gab und Dreamie damit noch eine Weile mit gleichaltrigen zusammenstehen konnte, war er doch das jüngste Tier auf meinem Hof.
    • Zaii
      Heimkehr eines alten Freundes
      Pflegebericht, 22. Oktober 2013
      „Danke, Zasa!“, entgegnete ich, als diese uns eine gute Heimfahrt wünschte. Ich stieg in mein Auto und zusammen mit einem neuen Pferd im Hänger rollte ich vom Gelände des Rettungshofes. Doch ein „neues Pferd“ war Soul Eater für mich eigentlich nicht. Ich hatte den schicken Irish Draught-Hengst einst an Zasa verkauft, da ich zu dieser Zeit mehrere Pferde besaß und dem Potential des Schecken so nicht gerecht werden konnte. Nach nicht mal einem Jahr allerdings hatte ich den Hübschen im Internet in einer Verkaufsanzeige entdeckt. Zunächst hatte ich auf ein gutes Zuhause gehofft, doch als sich herausstellte, dass Soul Eater mittlerweile auf einem Rettungshof stand dauerte es nicht lange und ich kündigte bei Zasa und der Hofbesitzerin an, dass ich den Guten mit mir und zu mir zurück nehmen würde. Zasa war einverstanden, denn sie würde nach Australien auswandern und konnte dorthin nicht alle Tiere mitnehmen.
      Auf dem Hof parkte ich Auto samt Hänger neben dem Gutshaus und wurde erst mal von meinen drei Jungpferden begrüßt, die mich natürlich sofort erblickt hatten. Während Talitha und Lakim sich wieder dem taufeuchten Herbstgras widmeten und Dreamie mir am Zaun entlang folgte, machte ich mich auf den Weg zum Hengststall, wo auch Dark Dreamer später einmal stehen würde. Aus ihren Boxen blickten mir bereits Adrian und Eisvogel entgegen, zweiter noch mit dem morgendlichen Heu in der Maulspalte. Ich halfterte die beiden auf und führte sie dann nacheinander auf die beiden kleinen Weiden neben dem Hengststall, Adrian auf die mittlere. Laut Zasas Aussage hatte sich Soul Eater nicht verändert, was das Verhalten anderen Hengsten gegenüber anging und so würde ich ihn wahrscheinlich nicht mit einem der anderen Hengste vergesellschaften können. Zudem kannten sich die Drei schon, Eisvogel und Adrian hatte ich schon, als ich Soul damals gekauft hatte. So weit, so gut. Ich machte mich auf den Weg zurück zum Hänger, wo Soul sogleich lautstark zu Wiehern begann, als er mich hörte. Ich öffnete die Klappe und trat zu dem Hengst in den Hänger. Sein Verhalten war so typisch für ihn, die Ohren gespitzt und den Kopf etwas gesenkt, schob er mir sein Maul entgegen und brummelte in meine Hand. Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen, er trug seinen Namen einfach zu Recht! Nachdem sich das Irish Draught ein paar Streicheleinheiten abgeholt hatte, machte ich ihn los und führte ihn rückwärts aus dem Hänger. Wieder mit ebenem Boden unter den Hufen sah sich Soul mit hocherhobenem Kopf um, folgte mir aber bereitwillig, als ich ihn auf die Weide neben Adrian führte, welche größer war, aber auch am weitesten vom Stall entfernt. Ungewöhnlich problemlos ließ Soul mich den Strick vom Halfter lösen, ehe er kehrt machte und mit großen Sprüngen über die Weide setzte. Sofort hatte Adrian ihn entdeckt und auch bei Eisvogel dauerte es nicht lange. Während Adrian noch mit gespitzten Ohren am Zaun stand, drehte Eisvogel drüben seine Runden, die Ohren nach hinten kippend und mit gestelltem Schweif. Soul Eater machte sich gerade auf den Weg zum Zaun, zu Adrian. Ich stand noch immer auf Souls Weide, denn ein gerne mal dominanter Soul und ein eher leichtsinniger Adrian waren möglicherweise nicht die beste Mischung. Aber immer noch besser als eine direkte Konfrontation mit Eisvogel, denn auch wenn der Isländer im Umgang, sei es mit Mensch oder Tier, eigentlich unproblematisch war, so hatten er und Soul sich doch bereits die ein oder andere Rauferei geleistet, wobei auch schon manche Schrammen davon getragen wurden. Adrian hingegen war bei Souls Verlassen noch mehr Jungpferd als Hengst gewesen und so war ich gespannt, was nun passieren würde. Während ich langsam am Zaun entlang ging, um notfalls eingreifen zu können, dass dies schief gehen konnte, dem war ich mir durchaus bewusst, reckten Soul und Adrian gerade die Hälse und stupsten sich an die Mäuler. Beide Hengste quietschten, Ohren wurden angelegt und Soul stieg einmal leicht. Ich war aufs Äußerste angespannt, doch hier schien es zu keiner größeren Auseinandersetzung zu kommen, Adrian senkte den Kopf und schnaubte auf den Boden, wie eine Stute. Er unterwarf sich, was mich dann ehrlich gesagt doch etwas überraschte, und Soul schien zufrieden mit sich. Nach einigen Minuten, in denen immer wieder einer der beiden die Nase zum anderen hinüberstreckte, widmete sich Soul nun dem Gras und Adrian tat es ihm nach. Ich verließ die Weide und beobachtete Eisvogel, der die ganze Zeit mit schlagendem Schweif am Zaun gestanden und das Treiben mit angesehen hatte, mittlerweile aber auch wieder graste.
      Ich machte mich auf den Weg zum Jungpferdestall, wo mir alle Drei bereits entgegen sahen. Ich halfterte zunächst Lakim auf, die junge Mixstute konnte, genau wie Talitha bald gearbeitet und somit an die Longe herangeführt werden. Heute aber stand nur ein Spaziergang an, für weiteres wollte ich mir professionelle Hilfe holen. Nachdem ich die junge Stute übergeputzt hatte, was sie bereits problemlos machen ließ, ersetzte ich ihr Stallhalfter durch ein schwarzes Lederhalfter, den Strick durch eine Führkette und los ging es. Lakim trat ruhigen Schrittes neben mir her, die Ohren gespitzt, aber immer sehr auf mich bedacht. Der Weg durch den Wald war kühl, auch wenn die Temperatur momentan fast wieder 20°C betrug. Nach einer halben Stunde kamen Lakim und ich wieder auf dem Hof an und da Lakim total entspannt war, beschloss ich, noch mit ihr in die Halle zu gehen. In die Halle deshalb, da ich zunächst keine Faktoren von außen wollte, die die Zweijährige möglicherweise abgelenkt hätten. Nachdem ich das Tor sicher verschlossen hatte stellte ich Lakim auf X, ehe ich sie vom Strick machte. Nach meiner Aufforderung, mir zu folgen, lief die Cadoc-Tochter mir gleichmäßig hinterher und folgte mir durch jede Kurve, die ich machte. Ihr treuer und braver Charakter machten es leicht, mit ihr nur durch Lob zu arbeiten. Nachdem auch einige Richtungswechsel die Stute nicht von mir trennen konnten, begann ich zu joggen und animierte Lakim mit der Stimme, in Trab zu fallen. Gemächlich setzte sich diese in den Trab und folgte mir auch in dieser Gangart. Nach ein paar Runden wurde ich wieder langsamer und nachdem auch Lakim durchpariert war, lobte ich sie und beschloss, dass es genug für heute war. Ich nahm Lakim wieder an die Führkette, führte sie auf den Putzplatz vor dem Hauptstall, wo ich sie nochmals überstriegelte, die Hufe kontrollierte und ein paar kleine Zweige aus dem Langhaar entfernte. Danach entließ ich Lakim wieder zu den zwei Hannoveranern, nur um mir sogleich Talitha zu schnappen und auch mit ihr in die Halle zu gehen, nachdem ich sie gestriegelt hatte. Dreamie wollte ich heute nicht arbeiten, die Zeit mit Lakim alleine würde ihm sicher auch gut tun, stellte sich doch normalerweise oftmals Talitha zwischen die Annäherungsversuche der beiden. In der Halle wiederholte ich das Programm, welches ich auch schon mit Lakim gemacht hatte und auch der Schecke arbeitete gut und willig mit, worauf hin ich bei Talitha noch einen Schritt weiterging und damit begann, sie an der langen Führkette um mich herum gehen zu lassen. Zunächst schien der Hannoveraner verwirrt, wieso ich sie wegschickte, außerdem wollte sie jedes Mal wissen, ob ich denn etwas in meiner Hand versteckt hielt, als ich diese ausstreckte, um sie von mir weg zu treiben. Doch nach etwa 10 Minuten hatte Talitha bereits verstanden, was ich von ihr wollte und schaffte es, auf beiden Händen ein paar Runden um mich zu drehen. Ich war mehr als zufrieden und lobte die Jungstute, ehe ich sie nochmals überstriegelte und die Hufe kontrollierte. Nachdem ich der Tigerscheckin noch ein Leckerli zugesteckt hatte, ließ ich sie zurück in den Offenstall, wo sie von Dreamie und Lakim bereits erwartet wurde.
      Während die Warmblüter sich gegenseitig anbrummelten, machte ich mich auf den Weg zurück zu den Weiden der Hengste. Auch hier war alles friedlich, also holte ich Eisvogel von der Weide und führte ihn zurück in den Stall. Dort striegelte ich den glänzenden Rappen, legte ihm Gamaschen an und trenste ihn anschließend auf. Eisvogel wollte ich heute longieren und an den Stimmkommandos arbeiten. Auf dem Platz angekommen schickte ich Eisvogel zuerst im Schritt um mich herum, danach im Trab, locker entspannt ließ der Hengst den Kopf während des Warmlaufens fallen. Als ich ihn schließlich dazu aufforderte, vermehrt seine Hinterhand einzusetzen trat Eisvogel von selbst in die Versammlung. Bei dem Naturtölter hatte es nach seinem TSV- Aufenthalt lange gedauert, bis er Tölt und Trab wieder unterscheiden und bewusst und gewollt in beiden Gangarten gehen konnte, als es gefordert wurde, doch mittlerweile trabte Eisvogel auf Stimmkommando an und brachte den Tölt nur, wenn gefordert. Ich ließ den Isländer aus dem Trab durchparieren, um ihn dann aus dem Stand anzugaloppieren. Der Hengst schnaubte ab, während er mit schwungvollen Tritten um mich herum ging. Ich war zufrieden, sowohl die Übergänge, als auch die Reaktion auf Stimmkommandos waren trotz momentan passiven Trainings perfekt. Nachdem ich die Grundgangarten mit Übergängen auf beiden Seiten gefordert hatte, ließ ich ihn noch an der Hand neben mir tölten, während ich über den Platz joggte. Eisvogel hatte die Ohren gespitzt und hielt mein Tempo problemlos mit, wovon andersrum nicht mehr die Rede gewesen wäre, wenn Eisvogel schneller geworden wäre. Ich lobte den Hengst, den Pass wollte ich heute nicht mehr fordern. Der Fünfgänger erfüllte den Traum eines jeden Gangpferdereiters, war er doch fein im Maul und bereits auf ein aufbaufähiges Level ausgebildet, doch für mich, die mit ihm ihr erstes Gangpferd besaß war er fast zu viel. Trotzdem würde ich ihn nicht verkaufen, frühere Verkaufsanzeigen brachten kein zufriedenstellendes Ergebnis und so wollte ich mir lieber einen Trainer suchen, der mir auf Eisvogel weiterhelfen konnte. Nachdem ich dem Hengst auf der Stallgasse Gamaschen und Trense abgenommen hatte und die Hufe nochmals kontrolliert hatte ließ ich Eisvogel in seine Box. Es war bereits später Nachmittag und bald stand die abendliche Fütterung an. Nachdem ich Adrian, dem ich heute ebenfalls einen Ruhetag gegönnt hatte, in den Stall gebracht hatte, verteilte ich Heu und Mineralfutter in die drei Boxen im Hengsstall, sodass Souls Boxenbezug nachher nicht die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Der Irish Draught-Hengst würde in die Box neben Eisvogel kommen, auch wenn die Hengste nicht sonderlich grün miteinander waren. Die Boxen des Hengststalls waren so gebaut, dass zwar jedes Tier aus der Box sehen und seinen Kopf über die Boxentüre strecken konnte, allerdings nicht die Möglichkeit bestand, dass Körperkontakt aufgenommen werden konnte. Während also Eisvogel und Adrian sich ihrem Futter widmeten betrat ich mit Soul den Stall, Adrian brummelte kurz, während Eisvogel kaum den Kopf hob. Ich war erleichtert und zufrieden und entließ Soul in seine Box, wo auch er sogleich zu fressen begann. Ich sah Soul noch eine Weile zu, der sich trotz neuem Stall und alten Bekannten ruhig verhielt und gelassen wirkte, dann verließ ich den Stall und machte mich auf den Weg zum Offenstall der Jungpferde, auch meine „Kleinen“ wollten gefüttert werden. Nachdem ich auch hier das Heu in der Heuraufe verteilt hatte, schaute ich nochmal in den Hengsstall, doch hier war glücklicherweise alles ruhig. Also verschloss ich die Tür, ehe ich mich zurück zum Gutshaus machte, wo auch ich etwas zu essen bekommen würde.
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  • Album:
    Hengste
    Hochgeladen von:
    Zaii
    Datum:
    21 Aug. 2016
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  • Pferdename Dark Dreamer
    Rufname Dreamie

    Von Dark Intention

    Dark Firestorm x Unwritten
    Aus der Jumping to Conclusions

    Rasse Hannoveraner
    Geschlecht Hengst
    Geburtsdatum 26. September 2012
    Farbe Brauner
    Stockmaß 172cm

    temperamentvoll, unerschrocken, neugierig
    Als Fohlen hatte Dreamie häufig nur Flausen im Kopf. Zwar arbeitete er gerne mit, nahm aber jede Gelegenheit wahr, um sich ablenken zu lassen und prinzipiell war alles, was man nicht machen sollte, viel interessanter als das, was gefordert wurde.
    Aus einem verspielten Fohlen wurde ein raufender Junghengst und von diesem entwickelte sich der große Hengst zu einem motivierten und interessierten Partner. Das Anreiten und Heranführen an die Arbeit geschah ohne größere Probleme und noch immer hat man in Dark Dreamer ein Pferd unter sich, welches gerne mitarbeitet. Dem steht sein temperamentvoller Dickkopf manchmal noch im Weg, doch wenn man dieses Temperament in die Arbeit umleitet, wird er sicher ein verlässlicher Partner werden, mit dem wir sicher noch einiges erleben werden.
    Am Sprung zeigt der Hengst eine gute Manier, aber seine schönen Gänge lassen auch auf Potential in der Dressur schließen. Wir hoffen, dass der Hengst in die Fußstapfen seiner Großeltern tritt, welche selbst in der Dressur und im Springen bis zur schweren Klasse erfolgreich waren.

    Nachkommen
    Dark's Darling
    (*2018) aus der Talitha

    Besitzer Zaii
    Ersteller Elii - Gut Sanssouci
    Vorkaufsrecht Elii

    Eingeritten Ja
    Dressur S - Springen S*** - Military E - Distanz E

    FS 208 | FS 233
    76. HdM-Wahl
    470. Dressurturnier | 471. Dressurturnier | 491. Dressurturnier | 500. Dressurturnier
    502. Springturnier | 505. Springturnier | 509. Springturnier | 511. Springturnier | 515. Springturnier | 519. Springturnier | 532. Springturnier | 270. Synchronspringen | 271. Synchronspringen |272. Synchronspringen | 273. Synchronspringen | 276. Synchronspringen | 277. Synchronspringen | 278. Synchronspringen | 279. Synchronspringen | 280. Synchronspringen | 281. Synchronspringen | 282. Synchronspringen | 283. Synchronspringen | 284. Synchronspringen | 285. Synchronsringen | 286. Synchronspringen | 287. Synrchonspringen


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    Fohlen | Offizieller Hintergrund