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Elii

Dark Chocolate* -- Hannoveraner

*2012, im Besitz seit 02. Dezember 2016

Dark Chocolate* --  Hannoveraner
Elii, 2 Dez. 2016
Occulta, Samarti und Zaii gefällt das.
    • Elii
      Pflegebericht 08. Dezember 2016 - Neuankömmlinge
      1490 Zeichen

      "Wenn du das noch einmal machst, verkaufe ich dich!", rief ich Golden Cascade noch nach. Die junge Stute hatte (mal wieder) die Schubarre umgeworfen und sich dann im vollen Galopp aus dem Staub gemacht. Man könnte meinen, dass eine zweieinhalb jährige Stute nicht mehr so viele Flausen im Kopf hatte, doch sie war irgendwie besonders. Zum Glück war die Schubkarre noch leer, aber der Ärger über das goldene Spielkind war trotzdem groß.
      "Du wolltest sie unbedingt kaufen!", rief mir eine Stimme entgegen. Es war Nate, der gerade auf Dark Chocolate, ebenfalls ein Neuzugang, saß. Er kam gerade von seiner Aufwärmrunde zurück und würde nun in der Halle mit der Stute arbeiten. Es standen Gymnastizierungssprünge auf dem Plan und viel vorwärts abwärts, da die Stute zwar angeritten war, aber noch einiges an den Grundlagen gearbeitet werden musste.
      Nachdem meine Augen so weit nach innen wie möglich gerollt waren, begann ich mit dem Abmisten des Offenstalls unserer Jungspunde. Meine Stallburschen waren momentan beide krank geworden und in der kurzen Zeit konnte ich keine Aushilfe finden. Da musste der Chef eben höchstpersönlich ran. Zwar könnte ich mir eine bessere Beschäftigung vorstellen, doch im Mist stehen lassen würde ich meine Pferde nicht.
      Während ich mich warmarbeitete und immer mehr Jacken auszog, begann es draußen schon wieder zu schneien. Golden Cascade nutze die Chance Weltwunder und Dajeen nach draußen zu locken, um so mit ihnen zusammen durch die Neuschnee zu flitzen.
      Zaii gefällt das.
    • Elii
      Pflegebericht 21. Dezember 2016 - Schmarozer Freundinnen
      3061 Zeichen

      „Du hast versprochen noch mehr Punsch zu machen!“, jammerte Gwen und zupfte wie ein kleines Kind an meinem Pullover. „Ich weiß, aber niemand konnte damit rechnen, dass du einen ganzen Topf alleine trinkst!“

      „Pah!“, moserte Gwen, „Sieh es doch als Kompliment, er schmeckt eben gut.“ Gekonnt verschränkte sie die Arme und drehte sich demonstrativ um. Man konnte ihr ja trotzdem nicht böse sein, also setzte ich zum gefühlt hundertsten Mal einen Punsch auf. Das würde aber wirklich der letzte für heute sein, denn danach würde ich Gwen rauswerfen.

      Während der Punsch köchelte, hatte sie sich in die Kuscheldecke eingewickelt und schaute Weihnachtsmann & Co KG. Anstatt sich auf das Sofa zu setzen, hatte sich Gwen direkt vor die Mattscheibe gedrückt und folgte gebannt dem Weihnachtsmann und seinem Eisbär. „Hallo, bin da. Bring mir was zu trinken!“, ertönte es plötzlich. Aus dem Augenwinkel konnte ich Jojo erkennen, die uns mit ihrer Anwesenheit beehrte. „Poppysmic und Balia Conmigo sind jetzt übrigens Schimmel.“, kommentierte sie emotionslos und warf sich elegant aufs Sofa. Anscheinend hatten sich die zwei Reitponystuten im Schnee vergnügt. Wer konnte es ihnen auch verübeln, mit ihren dicken Winterdecken konnte man es schließlich gut im Schnee aushalten und auch das ein oder andere Nickerchen darin halten. Und da sie heute bereits bewegt wurden, musste ich mir auch keine Gedanken mehr machen, die Schneeklumpen aus der Mähne zu bekommen. Das würde sich dank der Körperwärme und über Nacht im Stall von selbst regeln.

      Während ich nun also Gwen und Jojo den Punsch servierte, kamen auch schon die nächsten durch die Tür gestiefelt. Colin und Nate waren anscheinend fertig mit der Arbeit und wollten nun, wie alle anderen hier auch, ein wenig in der Wärme entspannen.

      Colin war gewohnt zuvorkommend und legte erst einmal zwei Holzscheite nach, damit unser Ofenfeuer auch noch lange brennen konnte. Nate war gewohnt uncharmant, schnappte sich ein Glas Punsch und fläzte sich aufs Sofa.

      „Tavasz und Ikes sind abgehakt oder?“, warf ich in die Runde und blickte zwischen Colin und Nate hin und her. Nate ignorierte mich. Aber auf Colin war Verlass. „Die sind bewegt, ja. Golden Lights wurde auch bewegt und die vier Jungstuten hab ich nur freilaufen lassen.“, entgegnete er und grinste.
      Dajeen, Weltwunder und Golden Cascade hatten den Winter über frei und wurden wenn überhaupt nur in die Halle zum Austoben gebracht. Dark Chocolate musste diesen Winter schon zwei bis drei Tage die Woche etwas arbeiten, allerdings hatte sie heute auch frei. Mit vier Jahren durfte sie den Winter ruhiger angehen.

      Erwartungsvoll saß ich Jojo und Gwen an. „Ihr bleibt noch?“, fragte ich mit einem Seufzen, welches nur mit wildem Nicken beantwortet wurde. Kaum hatte ich gefragt, sprang die Tür auf. Elisa und Lena hüpften hinein, setzten sich aufs Sofa und forderten dann ebenfalls ihren Punsch ein. „Ich hol auch noch ein paar Plätzchen..“, seufzte ich und stapfte in die Küche zurück. Wenn es so weiter geht, würde ich auch noch das Abendessen vorbereiten dürfen...
    • Elii
      Pflegebericht 24. April 2017 - Dressur für alle
      3240 Zeichen

      Jungpferdearbeit konnte so entspannt sein. Dajeen lief sowohl im Gelände, als auch auf dem Platz völlig entspannt und wir konnten uns sogar schon an Trabstangen wagen. Die junge Scheckstute konnte ihren Körper mittlerweile gut in Balance halten und meisterte jeden Aufgabe mit Leichtigkeit. Auch wenn sie sehr groß war, kamen ihr ihre langen Beine nicht in den Weg.

      So konnte ich schon nach kurzer Zeit etwas Aufrichtung fordern, auch wenn wir trotz alledem die meiste Zeit im vorwärts abwärts blieben. Auch heute machte sie ihren Job wieder besonders gut, sodass ich das Training schon nach zwanzig Minuten beendete. Die Stute schnaubte ab und streckte sich im Schritt. Nach zwei Runden verließ ich die Halle und ging zum Abschluss eine Runde ins Gelände.

      Mittlerweile hatte Dajeen keine Probleme mehr auch alleine vom Hof zu gehen und freute sich jedes Mal, wenn sie raus konnte. Nach fünfzehn Minuten waren wir wieder zurück und ich sattelte Dajeen ab. Kurz darauf sie wieder auf die Koppel, welche sie im wilden Galopp stürmte. Weltwunder rannte sofort mit ihr mit und mischte die restliche Stutenherde auf. Auch Dark Chocolate ging auf das Spiel ein und bockte fröhlich durch die Gegend.

      Während die jungen Hüpfer tobten, schnappte ich mir Golden Lights, denn sie stand als nächstes auf meiner Liste. Die Palominostute durfte heute ebenfalls in der Dressur ran, allerdings etwas gehobener, denn wir arbeiteten wieder einmal an den M Lektionen. Golden Lights war zwar schon älter, hatte aber noch einiges zu tun, bevor sie ihre M Dressuren gehen konnten. Nachdem ich sie geputzt hatte, holte ich den Sattel aus der Kammer und legte ihn auf Golden Lights Rücken. Die rosane Schabracke die sie trug, machte sie zu einem Barbiepferd, welches ich mit gleichfarbigen Bandagen und linken Glitzerhufglocken komplettierte. Beim Stirnriemen nahm ich mich heute etwas zurück und benutzte ein schlichtes Inlay mit Chrystal Steinen. Als die Kandare am Kopf war, gurtete ich noch einmal nach und führte die Stute dann in die Reithalle. Nach der Aufwärmphase, arbeitete ich erst noch an Übergängen, bevor ich mich an die Lektionen machte. Sie kannte zwar schon alles, es fehlte aber noch deutlich an Präzision, die wir für die Turniere brauchten. Zwar hatte es sich schon verbessert, doch wirklich zufrieden war ich leider noch nicht. Man merkte deutlich, dass sie mehr Spring-, als Dressurpferd war, auch wenn sie die Veranlagung für beides hatte. In der Zwischenzeit kam Colin mit Dark Rubin herein. Die Dunkelfuchsstute hatte ebenfalls ihre Dressurstunde vor sich und arbeitete tatsächlich schon an L Lektionen. Sie lernte schnell und gern, und das in allen Sparten.

      Nachdem ich fertig mit dem Training war, verließ ich die Halle und hielt die Tür noch schnell für Nate auf, der gerade mit Rockabella hereinkam, um sie zu longieren. Bei der Runde im Gelände ritt ich an den Koppeln vorbei, wo sich Ékes und Tavasz gerade synchron wälzten. Die beiden Furioso Stuten hatte heute frei und genossen den Sonnentag in vollen Zügen. Golden Lights schaute ihnen kurz zu, ging dann aber von selbst weiter, um unsere Runde zu beenden. Wieder am Hof sattelte ich ab und kümmerte mich um den Rest der Ausrüstung, bevor ich die Stute auf die Koppel entließ.
    • Elii
      Trainingsbericht 30. Mai 2017 - Dressur E-A
      2636 Zeichen

      Heute übernahm ich Dark Chocolate, welche gerade mit Nate aus dem Gelände zurückkam. Eigentlich war für sie Springtraining geplant, doch spontan wollte ich weiter an den Dressurlektionen üben. Sie war etwas weiter hinten als Paint it Black, nur den Mittelgalopp hatte sie besser drauf. Beim Springen wollte sie immer die Kontrolle übernehmen, übersprang sich dadurch und ging mit einem viel zu hohen Risiko in den Parcours. Dem wollte ich mit der Dressur entgegenwirken, so würde sie nicht in den L-Parcours gehen.

      Nate war etwas genervt, dass er sich nun das nächste Pferd fertigmachen musste, gab Choc aber brav ab.

      Bei der Stute war es wichtig, innerhalb der Einheit viel Abwechslung zu bieten. Dazu arbeitete ich viel mit Stangen und Tempounterschieden, ebenso mit Übergängen. Besonders viel Spaß hatte sie momentan am Rückwärtsrichten, weshalb ich daran arbeitete, dass sie gleichmäßig zurückschritt und dabei nicht zu schnell wurde oder schwankte.

      Ihr Trab war heute schön ruhig und losgelassen, weshalb ich mich wieder an den Mitteltrab herantastete. Oft fiel sie danach ins Rennen, was nicht Sinn der Übung hatte. Dagegen ging ich oft sofort in den Schritt über, oder in das Schulterherein. Dadurch kam ihre Ruhe zurück und wir konnten die Übung noch einmal machen.

      Das Verkleinern und anschließende Vergrößern des Vierecks kannte sie bereits von der Handarbeit als dreijährige, dementsprechend war sie ein Profi in dieser Lektion. Nichts desto trotz nahm ich sie immer wieder ins Training mit auf, damit sie noch mehr schreitete. Sie verbesserte sich dadurch stetig und würde so vielleicht doch noch ein Dressurturnier gehen. Zwar würde sie über die unteren Klasse nicht hinausgehen, aber zur Übung war es sicher gut die andere Sparte zu kennen.

      Bei der Schrittpause ritt ich sie frisch vorwärts, um sie an das spätere Gefühl vom Mittelschritt heranzuführen. Hierbei galt es darauf zu achten, dass sie nicht davonrannte.
      Das Zügel aus der Hand kauen beherrschte sie, ausnahmsweise wurde sie nicht hektisch, sondern nahm sie mir gleichmäßig und langsam aus der Hand. Ich lobte sie daraufhin gleich und schloss das Training für heute ab. Morgen und übermorgen stand Cavalettiarbeit und Springen auf dem Plan, am Wochenende war wieder Turnier. Vermutlich würde sie also erst wieder nächste Woche das Viereck wiedersehen, was ihr bestimmt ganz gut in den Kram passte.

      Die kommende Zeit nahm ich dann doch etwas mehr Dressur im Trainingsplan auf, da sie im Springen oft zu stark wurde und ja eigentlich als Damenpferd gehandhabt wurde. Dies verbesserte sich mit der Dressur schnell, so ganz ausmerzen konnte man es aber nicht.
    • Eddi
      Tierarztbericht 15. Juni 2017 - Pferdepraxis Sapala
      3386 Zeichen

      Trotz meiner knapp bemessenen Zeit ging es heute für mich aufs Gut Sanssouci, denn der Termin bei Elena Redling stand schon seit längerem fest. Aber statt von der eigentlichen Gestütsbesitzerin, wurde ich von zwei wild herumtollenden Welpen begrüßt, die mich und meine Doktortasche höchst interessant fanden. Doch eine Ermahnung ihrer Besitzerin reichte und die beiden verzogen sich in Richtung Stall, so dass ich Elena in Ruhe begrüßen konnte.
      Gemeinsam gingen wir in den Stall, denn wir hatten einiges vor. Vier Pferde standen auf unserer Liste und wir wollten im Verlauf des Tages ja auch noch fertig werden. Wir begannen mit dem wichtigsten Kandidaten: Flavor Of The Weak. Der hübsche Schimmel sollte demnächst auf einer Körung vorgestellt werden und dementsprechend war sein Gesundheitszustand von hoher Priorität.
      Zu Beginn führte Elena mir ihren Hengst im Schritt und Trab auf dem Hof vor. So konnte ich mir die Bewegungsabläufe des Pferdes genauer anschauen und eventuelle Lahmheiten oder Ähnliches entdecken. Doch bei Weak war alles in bester Ordnung und auch die Beugeprobe bestand er ohne Probleme. So kehrten wir zum Putzplatz zurück, wo ich in aller Ruhe einen Blick in Ohren, Augen und Maul warf, um zu schauen, ob alles so war, wie es sich gehörte.
      Dann wurde Weak an der Brust abgehört, um die Werte von Puls und Herz kontrollieren zu können. Abschließend wurde die Körpertemperatur gemessen und nachdem alles bestens war, konnte Weak geimpft werden. Dabei hielt ich mich an seinen Impfpass, so dass er nur gegen Influenza und Herpes geimpft werden musste.
      Die Wurmkur übernahm die Besitzerin selbst und diese war auch sehr regelmäßig vorhanden, so dass alle Pferde gut geschützt waren. Weak war dann für seinen Teil fertig und durfte zurück in die Box. Doch ein paar Minuten später stand bereits das nächste Pferd vor mir: Dark Rubin. Eine junge und aufgeweckte Fuchsstute, die beim Vorführen bereits ihre schönen Gänge zeigte.
      Auch sie tastete und hörte ich ab, kontrollierte, ob alles so war wie es sein sollte und dann musste auch Dark Rubin für eine Impfung stillhalten, ehe sie direkt fertig war. Die nächste Stute, Rockabella, war ebenso brav und gut erzogen, wie ihre Vorgänger. Es kam sicherlich auch sehr selten vor, dass ein Pferd auf Sanssouci mit Unarten daher kam und mir meinem Job schwer machen würde.
      Rockabella ließ sich einwandfrei vorführen, abtasten und abhören. Auch bei der Impfung zuckte sie kaum zurück und somit waren wir hier wirklich mehr als schnell fertig und konnten zum letzten Pferd übergehen. Bei Dark Chocolate handelte es sich um eine Halbschwester zu Dark Rubin, was bereits der Name verriet. Auch sie war mit tollem Gangwerk und einem schönen Exterieur gesegnet und konnte ebenso mit Benehmen punkten.
      Zwar vertraute sie weder dem Stethoskop noch der Spritze in meiner Hand so recht (und wohl auch berechtigt), ließ sich aber von ihrer Besitzerin schnell beruhigen und stand brav still, während ich an ihr herumhantierte. So war auch das vierte Pferd schnell erledigt und durfte zurück in seine Box. "Tolle Pferde!", meinte ich lobend zu Elena, denn ihre Zucht bewunderte ich seit langem. Umso schöner war es, wenn dann eben bereits die dritte Generation einer Linie immer noch in meiner Obhut stand. Dennoch musste ich mich vom Gestüt losreißen und den Heimweg antreten, denn zu Hause wartete noch allerhand eigene Arbeit auf mich.
    • Elii
      Pflegebericht 25. Juli 2017 - Büroarbeit
      2753 Zeichen

      Der Sommer war immer besonders stressig. Jedes Wochenende standen Turniere an, denn fast alle Pferde liefen in den unterschiedlichsten Klassen, was ein besonders gutes Zeitmanagment erforderte.
      Auch heute reichte es nur für einen kurzen Durchgang, da einiges an Bürokram anstand. Colin und Nate konzentrierten sich dafür auf das Training und waren gerade mit Coloured Belle und Golden Lights auf dem Springplatz. Danach sollten auch Dark Rubin, Colour GH’s Baila Conmigo und Long Island Icetea auf den Platz gehen. Der etwas mildere Tag heute sollte genutzt werden für Springgymnastik und Parcourspringen, je nachdem wie weit das jeweilige Pferd war.
      Poppysmic, Ékes und Tavasz hatten heute frei, genauso Kiss me Quick und Liscalina. Beides neue Stuten, die ich aus einer Insolvenz übernommen hatte. Auch Minstrel und Jacarta kamen auf diesem Weg zu uns, sowie Back to Business und die zwei Vierjährigen Dark Prince und Déchante. Da ich nicht alle behalten wollte und konnte, wurden die Pferde auf meine Freundinnen verteilt. Nur Jacarta und Minstrel würden letzten Endes bleiben.
      Da ich doch noch etwas Zeit hatte, drehte ich noch eine Runde bei den Koppeln. Am Morgen war alles noch etwas aufregender für die Pferde. Obwohl sie jeden Tag draußen standen, mussten vor allem die Hengste ihre Energie rauslassen. Cloud Nine und Clouded Sky galoppierten Seite an Seite über die Koppel, während Flavor of the Month und Flavor of the Weak bereits fertig waren mit Toben und sich eine schöne, braune Schicht aufgetragen haben. Mit dabei von der Vater-Sohn Partie waren auch Liberté’s Cresant Moon und Crescent Jewel und auch Csíny und Kalzifer standen in ihrer Nähe. Die vier grasten und sahen nur kurz hoch, als ich vorbei stiefelte.
      Die Büroarbeit sorgte nach drei Stunden doch für Kopfschmerzen, weshalb ich eine erneute Pause einlegte. Mittlerweile waren Colin und Nate mit Couleur du Deuil und Dark Chocolate aus dem Gelände zurück und berieten sich, welche Pferde als nächstes kamen. Die Wahl fiel schließlich auf Paint it Black und Császári. Für beide stand die Dressur heute an.
      Später würde wohl auch noch Romerico an die Longe kommen und ich reservierte mir Weltwunder für einen Ausritt. Dajeen hatte Glück und durfte heute freimachen.
      Bei meiner jetzigen Runde schaute ich noch bei den Kleinen vorbei. Millennium Falcon, Éllovas und Golden Cascade standen friedlich in ihrem Offenstall. Cover the Stars würde ich heute nicht besuchen. Da er momentan der einzige Junghengst war, stand er nicht am Hof.
      Seufzend schlappte ich schließlich zurück zum Haupthaus, um mich dort erneut vor meinen PC zu setzen. „Geh endlich! Du kannst morgen wieder mitmachen!“, rief mir Nate noch hinterher, was ich allerdings nur mit einem bösen Blick kommentierte.
    • Elii
      Trainingsbericht 27. Juli 2017 - Springen E-A
      3105 Zeichen

      Kurz vor einem ereignisreichen Turnierwochenende wollte ich mit Dark Chocolate noch einmal ein Trainingsspringen veranstalten. Paint it Black war auch dabei, auf ihm Nate. Colin würde sich ebenfalls zwanzig Minuten Zeit nehmen und uns die Hindernisse währenddessen etwas umbauen. Die beiden Fünfjährigen wurden in allen drei Gangarten warm gemacht, die ersten fünfzehn Minuten drehten wir wie immer im Gelände.
      „Ich finde, eine schlichtere Farbe würde ihm besser stehen“, beklagte sich Nate plötzlich aus dem Nichts heraus. „Wie bitte?!“, entgegnete ich und drehte meinen Kopf zu ihm. „Hellrot sieht ja wohl genial auf dunklen Pferden aus.“
      Nate verdrehte die Augen und machte mit einer Hand die Blablabla-Bewegung. Anscheinend konnte er sich nicht eingestehen, dass ich Recht hatte. Nur weil Rot nicht seine Lieblingsfarbe war, hieß das nicht, dass ich sie nicht auf meine Pferde legen konnte. Choc war heute in hellblau unterwegs, passend zum Rand der Schabracke waren die Gamaschen dunkelblau und die Hufglocken, mein ganzer Stolz, waren aus blauem Glitzer. Nate sollte sich wirklich nicht beschweren, denn Paint hatte ein schwarzes Gamaschenset, sowie schwarze Hufglocken an.
      Auch wenn der Hengst eigentlich etwas mehr vor der Kutsche gefordert werden und dort in die Dressur einsteigen sollte, so wollten wir einen guten Ausgleich schaffen und in so abwechslungsreich wie möglich trainieren.
      Hindernisse auf A-Höhe waren kein Problem für ihn, und auch für Choc war es ein leichtes über die Sprünge zu fliegen.
      Nate und ich sprangen abwechselnd und in unterschiedlicher Reihenfolge über die Hindernisse, immer darauf bedacht, dass die Pferde möglichst locker und sicher darüber sprangen, ohne dass das Tempo zu hoch wurde. Auch wenn es nicht gerade der Linie der Stute entsprach, war Choc unglaublich ruhig am Sprung und ließ sich problemlos arbeiten. Gerade an stressigen Tagen ritt ich sie besonders gern, da sie stets versuchte die Anweisungen sofort umzusetzen und einfach zu reiten war. Trotzdem wurde es mit ihr nicht langweilig, da man ihr Abwechslung bieten musste und sie gern neues lernte.
      Unsere Hindernisse waren alle um einen Meter hoch und variierten in der Weite sogar on 0,85 bis 1,25 m. Den sonst üblichen Wassergraben hatten wir heute nicht aufgebaut, schließlich sollte es nur ein leichtes Training für Choc werden. Die Stute hatte am Wochenende mehrere Prüfungen vor sich und sollte nicht zu ausgepowert werden. Auch Paint it Black stand ein ereignisreiches Wochenende bevor, allerdings würde er in einer Dressurprüfung vor der Kutsche laufen. Unsere acht Hindernisse hatten wir schnell mehrmals durch und beendeten das reine Springtraining auch schon nach 15 Minuten. Als Abschluss gab es nochmal alle Gangarten fleißig vorwärtsgeritten und mit Tempounterschieden, um die Pferde noch einmal aufzulockern. Die beiden nahmen es gut an und streckten sich toll nach unten. Auch das Schnauben kam nicht zu kurz, was uns auch verkündigte, dass es Zeit war aufzuhören.
      Es folgte wieder eine entspannte Runde im Schritt durchs Gelände, was die beiden Jungspunde natürlich sehr freute.
      Eddi gefällt das.
    • Zaii
      Hufschmiedbericht 30. Juli - Emanzipation
      8.277 Zeichen

      „Ich bin so selbstlos! Sag ihr das, ja? Vergiss es nicht! Versprich es...“, ich zog die Autotür hinter mir zu, bevor Zai zu Ende gesprochen hatte. Sie hatte nur ungefähr dreihundert Mal betont, dass ich ihrer Freundin Elena unter die Nase zu reiben hatte, dass Zai maßgeblich daran beteiligt war, dass dieser Auftrag zustande gekommen war. Nur, weil Eli und Zai gestern einen Ausritt unternommen hatten und darauf zu sprechen gekommen waren. Aber gut. Selbstlosigkeit beschrieb Zairina natürlich mit Abstand am besten. Dass ihre blonde Freundin sich darum kümmerte, dass eine Tochter von Zais Eisvogel nach Kanada einfliegen konnte und auch, dass bald ein weiteres Pferd, welches auf Gut Sanssouci gezogen worden war, nach Crescent Acres ziehen würde, das ließen wir unbedacht, denn Zai war selbstverständlich die Selbstlosigkeit in Person.
      Mit einer wild gestikulierenden Zairina im Rückspiegel, rollte ich langsam von unserem Hof und fuhr das kurze Stück zu unserer Nachbarin Elena. Diese erwartete mich bereits vor der Stutenstallung und winkte mich gut gelaunt herbei.

      Bepackt mit Schürze, Werkzeug und dem mobilen Ofen in der einen Hand erreichte ich die schlanke Frau und bevor ich auch nur einen Ton gesagt hatte, ergriff sie das Wort: „Denk nicht mal daran, eine Lobeshymne über unsere gemeinsame Freundin anzustimmen“ Obwohl ich das nicht vorgehabt hatte, fragte ich mich trotzdem, ob Elena mich wie ein Buch oder meine Gedanken lesen konnte, „Wie hast du..?“ Eli hob wedelnd ihr Smartphone in die Luft, „Sie wollte sicher gehen, dass niemand sie vergisst“, meinte sie trocken und ich nickte wissend (und vielleicht ein bisschen erleichtert, dass sie meine Gedanken doch nicht lesen konnte).
      Wir einigten uns darauf, dass Zai nichts von dieser kleinen Unterhaltung hier erfahren würde, dann band ich mir die Schürze um und Eli steckte den Ofen ein.

      Während dieser warm wurde, begann ich mit Rockabella, die Eli bereits in Schritt und Trab vorgeführt hatte. Die Stute hatte tolle Gänge und war lammfromm, sodass es ein leichtes war, ihr die alten Eisen abzunehmen. Kurz sprach ich mit Eli den weiteren Einsatz der Stute ab und wir einigten uns auf einfache Stahleisen. Da Eli schon jahrelang im Pferdegeschäft war, konnte ich sie die neuen Eisen selbst aussuchen lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass diese später nicht passend sein würden. In der Zeit, in der Eli sich über meine Auswahl an Eisen hermachte („Du, Theeeeeeo..“ – „Ich muss dich leider enttäuschen“ – „Du weißt doch gar nicht, was ich sagen wollte!“ – „Ob ich goldene Hufeisen habe?“ – „Oh.. vielleicht wusstest du es doch“), kürzte ich die erste von Rockabellas vier Hufwänden. Darauf folgte das Ausschneiden des Zerfallshorns und das Planraspeln. Schnell waren auch die Ecken berundet und so war der erste Huf bereit für einen neuen Beschlag. Die Württembergerstute hielt vorbildlich auch bei den anderen drei Hufen still und so konnte nach kürzester Zeit das erste Eisen aus dem Ofen entnommen und geschmiedet werden. Auf den Lärm reagierte Rockabella verständlicherweise, blieb für Elena aber immer kontrollier- und abrufbar und beruhigte sich auch schnell wieder, als ich mich ihr näherte, um es aufzubrennen. Nach einem kurzen Wasserbad schlug ich das Eisen auf den Huf und nach und nach passierte das an allen vier Hufen der Dunkelbraunen.
      „Gut gemacht“, lobte ich die Stute mit einem Stück Möhre, ehe Eli sie mir noch einmal vorführte. Rockabella war ein alter Hase und ihre Gänge waren nach wie vor schön anzusehen und vor allen Dingen klar. So konnte ich die Stute guten Gewissens entlassen und mich dem nächsten Pferd widmen, das Nate gerade seiner Chefin übergab. Im Gegenzug nahm er ihr Rockabella ab. Es war lustig zu sehen, dass die Damen in Kanada definitiv die Hosen anhatten. Während Hugo Zai gerne noch Kontra gab und eine Diskussion, die seine Chefin hitzig werden ließ, einfach an ihm abprallte, hatten sich Matthew und Nate wohl schlichtweg Elisa und Elena unterworfen und lebten nun ein gebeugtes, aber ruhiges Leben. Zu meinem Glück arbeitete ich nicht für Zai. Sie war mehr Kooperationspartnerin. Trotzdem hatte auch ich eine Chefin. Meine wunderschöne Freundin Alex, wofür ich sie natürlich sehr liebte (genug geschleimt, falls sie das einmal lesen sollte?).
      Man konnte förmlich ansehen, wie ihre Brust vor Stolz anschwoll, als sie Dark Chocolate vorführte.
      „Die dritte Generation“, erklärte sie und ich hätte schwören können, dass sich ihre Pupillen zu kleinen Herzchen formten. Elena konnte auf ihre fünfjährige Stute aber zu Recht stolz sein, denn die Schwarzbraune hatte schöne Gänge und verhielt sich auch noch brav, als ich mit meiner Arbeit begann. Kurz überlegte ich, ob Eli die Pferde wohl high gemacht hatte, damit sie so ruhig und entspannt blieben? Ich entschied aber, dass mir etwas an meinem Leben lag und so behielt ich den Gedanken für mich.
      Mit geübten Griffen löste ich Chocs alte Eisen und brachte ihre Hufe in Form.
      Auch die neuen Eisen konnte ich zügig aufbrennen und anpassen, denn obwohl die Stute den Geruch und auch den Lärm nicht sonderlich zu mögen schien, zeigte sie deutlich, wie sehr sie ihrer Besitzerin vertraute und ließ sich dementsprechend auch immer wieder beruhigen.
      So war meine Arbeit hier in Bestzeit erledigt und obwohl Choc beim abschließend Gangtest noch etwas unsicher lief, so waren keine Unklarheiten zu erkennen und Eli wusste, dass der Gang ihrer Stute von den neuen Eisen rührte und sich zeitnah legen würde.

      Wie auf Kommando trat wieder Nate in mein Sichtfeld, diesmal allerdings von der anderen Seite. Er hatte den Stalltrakt der Stuten umrundet und führte, Elena schien ein Fable dafür zu haben, einen Schwarzbraunen an der Hand. Wieder übergab Nate das Tier seiner Chefin und nahm im Gegenzug Choc an.
      „Császári“, erklärte Elena wie selbstverständlich und ich versuchte, den Namen auszusprechen, ohne mir die Zunge zu brechen. Es misslang mir. „Ich spreche eben kein Parsel“, brachte ich zu meiner Entschuldigung hervor und kassierte dafür einen wirklich bösen Blick von Elena.
      Die hatte gerade Schritt und Trab des Hengstes vorgeführt und positionierte sich nun neben dem Furioso-North Star, während ich mich daran machte, die alten Eisen abzunehmen.
      Während meiner Arbeit an den Hufen entfuhr mir nun doch fast die Frage, wie sie ihre Pferde ruhig stellte, denn es war bemerkenswert, dass keiner meiner heutigen Kandidaten Faxen machte.
      Aber vielleicht waren das alles auch nur Klone. Ich meine, so unwahrscheinlich war das nicht. Alle waren braun, ähnlich groß.. vielleicht wollte Eli ihre verrückten Experimente tarnen, indem sie jedem Pferd doch noch etwas Individuelles verpasste. Da mein Tod für diese Gedanken allerdings nicht nur sicher, sondern auch langsam und qualvoll gewesen wäre, biss ich mir auf die Lippe und war froh, dass Elena mir aktuell nicht ins Gesicht sehen konnte, den ich holte gerade das erste der glühenden Eisen aus dem Ofen. Schnell war es aufgebrannt und in Form gebracht, woraufhin es bereits angenagelt werden konnte. Császári (ich fragte mich wirklich, wieso sie sich für ihn keinen Spitznamen überlegt hatte. Kszksz zum Beispiel. Vielleicht sollte ich das vorschlagen.) blieb von meiner Arbeit dermaßen unbeeindruckt, dass ich ihm zum Abschied zwei Stücken Möhre verfütterte. „Bis bald, Kszksz“, grüßte ich den Hengst und stellte fest, dass der Name ausgesprochen vor allem dazu führte, dass man sein Gegenüber in einen feinen Regen aus Speichel hüllte. Elena war entsprechend begeistert. Ich brachte ein entschuldigendes Lächeln zu Stande, aber hatte immerhin Nate zum Lachen gebracht, der natürlich wieder parat stand.

      Die Blondine entschied sich darauf hin, den Hengst selbst zurück in seine Box zu bringen und ließ Nate und mich ohne ein weiteres Wort stehen. Wie kleine Schuljungen versuchten wir, mehr oder weniger erfolgreich, unser Lachen zu unterdrücken, doch Elenas entrüstetes Schnauben zeigte, dass wir trotzdem losgeprustet hatten.
      Der dunkelhaarige Nate, der nur wenige Jahre älter war als ich, half mir dabei, mein Werkzeug und den Ofen wieder im Auto zu verstauen und verabschiedete sich dann mit Handschlag, ehe ich ins Auto stieg. Er hingegen eilte schnell in den Stall der Hengste, um sich seine Standpauke für sein Verhalten abzuholen und den Schaden einzudämmen. Der Arme.
    • Elii
      Trainingsbericht 01. August 2017 - Springen A-L
      2060 Zeichen

      Manchmal war ich etwas verblüfft von den Fähigkeiten meiner Stuten. Ohne viel Drill konnte Dark Chocolate bereits über L-Hindernisse fliegen und das mit gerade mal fünf Jahren. Natürlich achteten wir darauf, die Stute nicht zu überfordern, doch sie hatte sichtlich Spaß an der Sache.
      Auch Dark Rubin war mit von der Partie, allerdings tat sich die ein Jahr ältere Stute etwas schwerer.
      Heute war ich zusammen mit Colin auf dem Springplatz, welcher von Nate aufgebaut wurde. Wir machten die beiden Dark Nachkommen ganz locker warm, ritten viele Übergänge um sie geschmeidig zu bekommen und versuchten besonders im Galopp Tempounterschiede zu reiten.
      Die Sprünge waren mittlerweile um einiges höher und variierten zwischen 1,10 m und 1,20 m. Auch die Weite hatte zugenommen und der Wassergraben war auf über 2,50 m angewachsen. Doch die Stuten sprangen ohne Probleme, was wahrscheinlich an ihrer besonders guten Vaterseite lag. Sich darauf auszuruhen ging natürlich nicht, weshalb gutes und vor allem konstantes Training einen hohen Stellenwert hatte. Natürlich auch, weil meine Pferde Sportler mit Leib und Seele waren und bei längeren Pausen sich in wahre Monster verwandelten.
      Während Colin und ich abwechselnd über die Hindernisse ritten, passte Nate genau auf und gab kleinere Tipps. Sein geschultes Auge bemerkte jeden Fehler, sehr zum Nachteil von mir. Aus Spaß ignorierte ich ihn hin und wieder, was darin resultierte, dass er fast eine Gerte nach mir werfen wollte. Zum Glück konnte mein unglaublicher Charme das Schlimmste abwenden und alle in Ruhe weiterreiten.
      Während bei Choc alle Stangen mit großem Abstand liegen blieben, musste Nate bei Rubina schon einiges mehr wieder auflegen. Die Dressureinkreuzung blieb natürlich nicht unbemerkt, dennoch konnte sich auch Rubina im Parcours zeigen.

      Unser Springtraining blieb die nächsten Wochen konstant, auch wenn es immer wieder von Dressur und Ausritten unterbrochen wurde. Die Stuten hatten schon bald ein gutes Niveau erreicht und auch Rubina ließ alle Stangen dort liegen, wo sie sein sollten.
    • Elii
      Pflegebericht 19. November 2017 - Vor der Fuchsjagd
      5365 Zeichen

      „Erklär mir doch bitte noch einmal warum ich mitkommen muss“, murrte Nate genervt hinter mir. „Du bist nun mal mein Chefbereiter!“, entgegnete ich mit Euphorie, „Und außerdem gehört Choc zu deinen Trainingspferden.“ Nate verdrehte die Augen und legte einen Gang zu. Der Koffer klapperte hinter ihm und ich hatte Mühe nachzukommen. Zugegeben, mein momentanes Outfit war komplett anders als sonst. Hohe Schuhe und ein dunkelblaues Kleid mit langen Ärmeln, darüber ein grauer Mantel und ein überdimensionaler Schal. Mit kleinen, schnellen Schritten folgte ich meinem Begleiter, wobei ich mir nicht nur einmal wahlweise meine Tasche oder meinen Koffer gegen ein Körperteil rammte. „Nathan!“, jammerte ich, was dazu führte, dass er sofort stoppte und sich umdrehte. Ich seufzte erleichtert und hakte mich bei ihm ein. „Wenn du noch einmal so schnell machst, bist du gefeuert... Hey! Denk nicht einmal daran!“

      Man konnte an seinem Blick erkennen, dass er diese Möglichkeit für eine Sekunde in Betracht gezogen hatte – Nur hatte er wohl selbst erkannt, dass ich ihn nicht so leicht gehen lassen würde. Er seufzte nur und ging dann, mit mir an seinem Arm hängend, weiter.

      Auf meine Bitte hin, hatte er sich heute etwas schicker angezogen. Auch, wenn man sich für über zwölf Stunden Flug etwas Bequemeres wünschen würde. Hemd und Sakko stand ihm, die Jeans dazu lockerten es etwas auf und mit den Kopfhörern konnte er mich im Flugzeug ignorieren. Wow, er hatte wirklich an alles gedacht.

      Unser Weg führte uns über die Gepäckaufgabe, durch die Sicherheitskontrolle zum Duty-Free Bereich. „Ich hab Hunger“, kommentierte ich nüchtern und deutete auf einen der Imbisse. „Du weißt, dass es hier mega teuer ist und du in zwei Stunden im Flughafen etwas bekommst?“, entgegnete Nate und schüttelte den Kopf. Traurig starrte ich wie ein Kind zwischen ihm und dem Imbiss hin und her, bis er schließlich mit mir dort hinging. Ich bestellte mir ein belegtes Brötchen und einen Cappuccino, Nate nahm einen Kaffee. Schwarz. Wir hatten noch einiges an Zeit, bevor das Boarding begann und ich versuchte sie mit einem netten Gespräch zu überbrücken – vergebens. Auch wenn Nate mir nicht zuhörte, so hatte ich wenigstens mein Essen.

      Als wir dann endlich im Flugzeug saßen und es schließlich in der Luft war, begann ich mit etwas Büroarbeit. Ich hatte durch die Reiseplanung die Woche weniger Zeit dafür und musste direkt noch einige E-Mails beantworten und Rechnungen schreiben. Nate seufzte, als er bemerkte, dass ich wieder am Arbeiten war und setzte seine Kopfhörer ab. „Wie wärs wenn du einmal entspannst?“, schlug er vor und klappte meinen Laptop zu. Nach etwas Bedenkzeit willigte ich schließlich ein – zumindest solange das Essen da war, würde ich eine Pause einlegen.

      Die Zeit verging erstaunlicherweise wie im Flug (haha). In England angekommen warteten wir noch für etwa eine halbe Stunde an der Gepäckausgabe, um dann schließlich mit dem Taxi zum Hotel zu fahren. Unsere Pferde würden erst kurz vor dem Event anreisen, während wir die nächsten Tage auf Geschäftsterminen sein und, ich gab es ungern zu, Sightseeing betreiben würden. „Du darfst mir nicht böse sein, wenn du das Hotelzimmer siehst, versprochen?“, fragte ich Nate auf der Fahrt zum Hotel zögerlich. Er sah mich fragend an, nickte dann aber mit dem Kopf. „Hauptsache ich hab ein Bett zum Schlafen.“

      Als wir dann später, mit dem Zimmerschlüssel in der Hand, in der Tür standen, wollte er sich nicht mehr so ganz an sein Versprechen erinnern. Ich wich seinem Blick aus und ging hinein, bevor ich mich dann grinsend umdrehte. „Es war nichts Anderes mehr frei, ehrlich!“

      Er seufzte mürrisch, mal wieder, und zog unsere Koffer hinein. Bevor er mir einen Vortrag halten konnte, griff ich nach seiner Hand und zog ihn nach draußen auf den Gang. „Los doch, Garett und seine Frau warten schon beim Italiener hier um die Ecke!“ Garett war ein bekannter Züchter, der sich auf Dressurpferde spezialisiert hatte und schon einige für die Weltspitze hervorgebracht hatte. Die Pferde des Italieners gehörten dementsprechend zur oberen Preisklasse, doch für Beziehungen musste man seinen Geldbeutel manchmal ignorieren. Immerhin würde Nate so hoffentlich schnell vergessen, dass unser Zimmer nicht wie geplant zwei Einzelzimmer, sondern ein Doppelzimmer mit passendem Bett war.

      Bei Pizza, Pasta und einem guten Wein verbrachten wir einige Stunden mit dem Züchterpaar im Restaurant, bevor wir uns auf den Weg zurück machten. Während ich im Hotelzimmer noch etwas an Büroarbeit erledigte, lag Nate auf dem Bett und hörte Musik – bis er mich schließlich aufforderte auch ins Bett zu kommen und zu schlafen.

      Die Woche in England verging recht schnell. Nate und ich hatten ein bisschen Sightseeing betrieben, wenn ich nicht gerade andere Züchter traf und mir sogar ein paar Pferde ansah. Auf den ersten Blick war leider nichts dabei, doch auch nach der Fuchsjagd hatte ich noch einige Termine wahrzunehmen. Nate würde dann schon wieder mit den Pferden zurückreisen, aber dann hatte ich wenigstens kein nerviges Anhängsel.

      Als wir in Sandringham Manor aufschlugen wurden wir sogleich von Esther Fitzalan begrüßt. Wir kannten uns schon eine Weile, auch da sie Pferde aus meiner Zucht in ihrem Besitz hatte und wir auch in Zukunft weiter zusammenarbeiten wollten. Während Nate nach den Pferden sah, ging ich auf einen Kaffee mit ins Haus.
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    Elii
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    2 Dez. 2016
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    Rufname: Choc
    geboren: Mai 2012

    von: Dark Intention – Hannoveraner
    von Dark Firestorm, aus Unwritten


    aus: Colored Belle – Hannoveraner
    von Giacomo Casanova, aus Jumping to Conclusion

    von: Ramires, aus: Cassini's Girl | von: Smith, aus: Juggling Maid

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    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Schwarzbrauner
    Stockmaß: 170 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Dark Chocolate gehört zur zweiten Nachkommengeneration aus Dark Firestorm. Wie aus dieser Linie bekannt ist sie ein Naturtalent am Sprung, jedoch hat sie auch gutes Dressurblut im Stammbaum. Diese Doppelveranlagung ebnet ihr den Weg zum Vielseitigkeitspferd, auch wenn sie momentan noch Schwierigkeiten mit Sprüngen im Gelände hat.

    Dark Chocolate ist eine sehr ruhige, einfach zu reitende Stute. Sie passt sich problemlos an und gibt alles, um es dem Reiter einfach zu machen. Dadurch ist es möglich in der Ausbildung große Schritte zu machen, ohne dass Missverständnisse zwischen Pferd und Reiter dazwischen kommen.

    In Dark Chocolate vereint sich zweimal die dritte Generation von Pferden des Gut Sanssouci.

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    Erfolge

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    3. Platz 388. Springturnier
    3. Platz 404. Springturnier
    2. Platz 315. Militaryturnier
    3. Platz 316. Militaryturnier
    3. Platz 320. Militaryturnier
    2. Platz 234. Synchronspringen
    3. Platz 484. Springturnier
    3. Platz 486. Springturnier
    3. Platz 496. Springturnier
    2. Platz 498. Springturnier
    2. Platz 517. Springturnier

    Springen A – Dressur L

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    Gewinnerin der [SK 453] Stuten mit dunklen Augen

    Decktaxe: 315 Joellen
    Zuchtverleih: //
    Nachkommen: //


    offizieller Hintergrund
    Zubehör