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Samarti

Dancer in the Moonlight, DRP *

Dancer in the Moonlight, DRP *
Samarti, 25 Feb. 2014
Elii gefällt das.
    • Samarti
      alte Berichte
      26.05.2010
      Ein Tag mit meinen Zuchtpferden
      Gut gelaunt ließ ich das Rad ausrollen. Zwar war das Wetter heute nicht zum Jubeln, aber ich war trotzdem fröhlich. Heute hatte ich einen ganzen Tag frei, nur für meine Zuchtpferde.
      Von weitem sah ich schon einen weißen Hintern, der entweder Creepin oder Calina gehörte. Zufriedenes Schnauben und freundliches Wiehern schallte über die ganze Allee.
      Die graue Wolkendecke verhieß nichts Gutes, aber ich hatte ja noch meine Reithalle. Sie war zwar klein, reichte aber für das Bewegen der Zuchtpferde vollkommen aus.
      Der neue Stall hatte einen kleinen Gang direkt zu den Weiden, so konnten die Pferde immer, wenn sie wollten, auf die Weide. Auch, wenn das Wetter unverhofft aussah, standen nur drei Pferde in den beiden Ställen, für die Hengste und für die Stuten, in ihren Boxen.
      Creepin Up The Backstairs stand tatsächlich am Zaun und graste. Dabei beäugte sie mich leicht misstrauisch. Hey, Creepi! flüsterte ich und kletterte auf den Holzzaun. Es schien, als würde sie dagegen ankämpfen, jetzt zu kommen, als würde sie endlich erwachsen sein wollen. Creepi! flüsterte ich nochmals und hatte die junge Stute herumgekriegt. Sie sah mich an, dann trabte sie auf mich zu. Ich hätte ja auch ein Leckerli haben können.
      Jaja, für Leckerlis bin ich wieder gut genug! empörte ich mich gespielt und nahm aus meiner neuen Jacke eine Tüte, in der selbstgebackene Leckerlis waren. Ein Hafer-Apfel-Bananen-Leckerli. Da könnte ich mir eigentlich auch eins gönnen
      So schlecht schmeckten sie eigentlich gar nicht. Auch Creepin war der Meinung, sie verlangte nämlich nach mehr. Grinsend winkte ich ab. Nee, Süße. Erstmal ein wenig Arbeit Ich griff ihr Halfter und hakte den Führstrick in das Halfter. Creepin folgte mir von der grünen Weide zum Putzplatz.
      Als sie festgebunden war, holte ich schnell ihre neue Putzbox. Dicke Tropfen fielen auf mich hinab und ich sah missmutig nach oben. Toll, es begann!
      Neben dem zufriedenem Schnauben von Creepin hörte man nur Bürstenstriche und den prasselnden Regen auf dem überdachten Putzplatz. Aber meine junge Stute störte das kein bisschen. Sie ließ sich nur verwöhnen.
      Nachdem ihr weißes Fell von jeglichen Mistflecken befreit wurde, machte ich mich an ihre Mähne. Eigentlich könnte ich mal etwas probieren überlegte ich laut, dann nahm ich entschlossen ein paar Mähnengummis und werkelte an der reinweißen Mähne der Mixstute herum.
      Nach zehn Minuten zog ich den Endgummi nochmal fest, dann betrachtete ich mein Werk: mein erster Ardennerzopf. Und so schlecht sah er noch nicht mal aus!
      Den Schweif kämmte und verlas ich sorgfältig, es war kein einziger Strohhalm mehr darin. Lächelnd betrachtete ich mein Werk und griff nach dem pinken Hufauskratzer; fast fertig!
      Nachdem auch ihre Hufe ausgekratzt waren, griff ich nach der schwarzen Longe. Ein wenig Arbeit müssen wir schon machen sagte ich, als Creepin die Longe erschreckend beobachtete. Entschlossen hakte ich das lange Nylon in Creepis violettes Halfter ein. Komm schon, Dicke!
      Creepin folgte mir, wenn auch widerwillig. Klar, bei so einem Wetter hatte niemand Lust, zu arbeiten. Aber es musste sein, damit sie später perfekt ging an der Longe, wie auch unter dem Sattel.
      Die Halle lag total friedlich da. Klar, es war niemand hier, außer mir. Und Creepi.
      Sichtlich gelangweilt blieb die Stute erstmal stehen, als ich auf X stand und mit der Zunge schnalzte. Auch, als meine Stimme, die Hopp, Creepin! rief, energischer wurde, blieb die Stute auf ihrem Fleck, als wäre sie fest gewachsen. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mir die Longierpeitsche zu schnappen und neben mich auf den Boden peitschen zu lassen. Creepi erschrak sich, ging aber los. Feiin! lobte ich grinsend und hielt sie auf Trab. Wenn sie auch ein wenig langsam war.
      Ich spielte mit dem Gedanken, eine kurze Schrittrunde durch die Halle zu machen. Oder doch nicht? Creepin sah auch nicht gerade begeistert aus. Also ließ ich es bleiben.
      Dafür musste Creepin jetzt anfangen, aufzumachen. Meine Zunge schnalzte ununterbrochen, die Longierpeitsche knallte kurz neben mich auf den Boden. Trotzdem blieb die Stute eisern im Schritt. Machen wir heute ein wenig auf Dickkopf? fragte ich und biss die Zähne zusammen. Hopp jetzt! rief ich, schnalzte mit der Zunge und knallte die Longierpeitsche.
      Creepin trabte schwerfällig an. Zicke! Sofort schnalzte ich wieder mit der Zunge. Oma! rief ich beleidigt, dann musste ich grinsen.
      Die Longierpeitsche knallte wieder und Creepin legte die Ohren an. Endlich wurden ihre Schritte fleißiger und sie nahm den Kopf an. Sie trabte leichter und fluffiger, aber auch schneller. Genauso, wie ich wollte!

      Zehn Minuten trabten wir durch, dann ließ ich meine Stute eine Schrittpause einlegen. Schließlich sollte sie ihre Kondition für den Galopp verwenden und nicht gleich zusammenbrechen.
      Als sich Creepis Atmung wieder normalisiert hatte, ließ ich sie wieder antraben. Diesmal trabte Creepin gleich flüssig, leicht und schnell, ohne Hänger. Na, dann...Galopp! rief ich und schnalzte dreimal mit der Zunge. Creepins Ohren flogen nach vorne und sie sprang an. Sie liebte den Galopp.
      Als sie mir zu schnell wurde, ließ ich sie stehen bleiben und hakte die Longe aus. Creepi fühlte sich sofort besser, das sah man. Sie wurde aufgeweckter und schneller.
      Als ich sie im Galopp durch die Halle scheuchte, buckelte sie ein paar Mal übermütig. Das gefällt dir, oder? sagte ich lachend, als sie aus dem Galopp stehen blieb und den Arsch hochwarf.
      Lachend fing ich sie wieder ein und führte sie trocken. Jetzt gehts zurück versprach ich ihr und führte sie aus der Halle. Der Regen hatte nicht aufgehört, also beeilte ich mich, damit wir nicht nass wurden.
      Nachdem ich Creepin fertig gemacht hatte, bekam sie noch ein wenig Hafer. Jetzt gehst du aber wieder auf deine Weide sagte ich entschlossen und band sie, als ihr Eimer leer war. Immer noch kauend folgte sie mir zur Weide und wurde von Star schon freundlich begrüßt.

      In etwas weiterer Ferne sah ich einen weiteren Schimmel. Schatzi! flüsterte ich und klatschte in die Hände. Alle Stuten sahen mich aufmerksam an, auch die wahrscheinlich wundervollste aller meiner Zuchtstuten.
      Calina! rief ich und schwang mich über den Zaun. Brummelnd, ein paar Grashalme noch in den Mundwinkeln, kam die Schimmelstute auf mich zu und drehte die Ohren in meine Richtung. Ihre hellen Hufe glänzten vom nassen Gras.
      Als wir uns gegenüberstanden, schlang ich meine Arme um ihren Hals. Mit keinem anderen Pferd hatte ich eine solche Bindung. Nur mit der Holsteinerstute.
      Sie prustete mir in die Hand und folgte mir ohne Halfter von der Weide. Ein unsichtbarer Strick führte sie zum Putzplatz und band sie dort an.
      Mit ihrem neuen Putzzeug, das ich gekauft hatte, fing ich an, ihr die Grasflecken aus dem schneeweißen Fell zu bürsten. Ansonsten war nur noch loser Dreck, den ich mit der Kardätsche wieder auf den Boden beförderte.
      Langsam hörte das Tropfen auf dem Dach des Putzplatzes auf und ich holte den CD-Player, der in der Sattelkammer stand. Costello Music von den Fratellis lag darin. Dann rocken wir mal wieder ab sagte ich lachend und startete den Player. Sofort ertönten die ersten Töne von Henrietta. Calina wieherte und warf den Kopf nach oben. Sie liebte es, wenn während des Putzens oder Reitens Musik lief. Das tat nicht nur mir, sondern auch den Pferden gut (außer es lief Metal-Core, aber das ist ja verständlich).
      Als ich den Dreck der Weide und der Box aus Calinas Hufe gekratzt hatte, drückte ich kurz gegen ihre Flanke. Na komm, Süße sagte ich sanft und als sie sich zur Seite drehte. Dann konnte ich den Dreck wegkehren.
      Danach kam ich mit Sattel, Lammfell und Gamaschen wieder. Ihre neuen, blutroten Gamaschen legte ich sofort an, dann machte ich das Lammfell auf den Sattel. Calinas Reitbeteiligung Edfriend brauchte es nicht, nur ich benutzte es.
      Als Calina aufgesattelt war, stoppte ich die CD und brachte sie in die Reithalle. Der Regen hatte zwar aufgehört, aber so ganz traute ich dem auch nicht. Also, lieber in die Halle als im Platzregen auf dem Reitplatz.
      Als die Musik angeschlossen war und auch wieder lief, trenste ich Calina auf und führte sie in die Halle. Erstmal lief sie ein wenig frei herum, da ich ein paar rot-weiß gestrichene Trabstangen in die Mitte legte.
      Calina besah sie sich kurz uninteressiert, dann streifte sie zurück zu mir und ließ mich aufsitzen.
      Calinas Gänge waren so weich wie eine Wolke, auch der Galopp. Ich konnte harte Galoppe nie aussitzen, ich ging dann immer in den leichten Sitz, damit das Pferd unter mir sich austoben konnte.
      Bei Calina blieb ich sogar wie festgeklebt im Sattel sitzen.

      Calina ging super am Zügel und schon bald ließ ich die Gerte fallen. Wozu? Calina lief brav vorwärts und als ihr Lieblingslied, Chelsea Dagger kam, verharrte sie und lauschte der Melodie. Lächelnd schnalzte ich mit der Zunge und drückte Calina meine Schenkel sanft in den Bauch. Los, Süße!
      Mit immer noch gespitzten Ohren trabte die Mixstute an und ließ sich von mir stellen. Also, ein bisschen Dressur gehört schon dazu! meinte ich grinsend und gab mit den Zügel kurz nach. Calina drehte die Ohren zu mir nach hinten, trabte aber unentwegt weiter. Auch, als die Zügel immer länger wurden, war sie munter unterwegs. Fein! lobte ich und klopfte ihren Hals. Dann parierte ich sie für eine Schrittrunde durch.
      Calina ging heute perfekt an den Hilfen und ließ sich stellen. Sonst war die Gerte immer sehr häufig im Einsatz und sie hatte den Wiener Zügel eingeschnallt.
      Zur Belohnung, weil sie heute so brav mitgearbeitet hatte, lenkte ich sie auf das Hallentor zu. Eine kleine Galopprunde im Wald war perfekt.
      Calina ging mit aufgestellten Ohren und hörte brav auf meine Hilfen. Ich nahm eine kleine Abkürzung durch den Wald, um sofort zur Galoppstrecke zu kommen. Calina merkte, auf welchem Grund wir jetzt waren und fing an, zu tänzeln.
      Jaja, los gehts! rief ich, ging in den leichten Sitz und ließ die Schimmelstute unter mir angaloppieren.
      Sofort fiel Calina in einen gestreckten, blitzschnellen Galopp, der manchmal schwer auszusitzen war. Deswegen ging ich meistens in den leichten Sitz.
      Am Ende der ebenen Strecke parierte ich meine protestierende Stute durch und ritt sie im Schritt zurück. Auch, wenn sie meinte, ein bisschen Buckeln zu müssen und wieder anzugaloppieren.

      Nachdem Calina wieder zufrieden auf der Weide stand, schnappte ich mir Hot N Cold und Star. Mit den zweien wollte ich einen kleinen Spaziergang machen, denn die Sonne brach ein wenig durch.
      Trotzdem putzte ich Star und Hotti ausgiebig, was die beiden sich auch gefallen ließen und dösend am Putzplatz standen. Ich beschloss, auf Hot N Cold zu reiten und Star nebenher laufen zu lassen.
      Hotti war heute ein wenig übereifrig und trabte ziemlich schnell, sodass Star neben uns hergaloppieren musste.
      Als wir wieder auf dem Hof waren, brachte ich die beiden Stuten zurück und ich setzte mich auf die Bank neben der Stutenweide. Jetzt war erstmal Mittagpause, dann machte ich mit den Hengsten weiter. Sahnebonbon würde später noch von mir verwöhnt werden.
      Als ich mein Sandwich gegessen hatte, schwenkte ich lächelnd Capriciassos Halfter. Der Apfelschimmel sah mich dösend an und machte keine Anstalten, zu kommen. Okay, du darfst deine Mittagsruhe halten. Aber entschied ich und mein Blick fiel auf einen großen Hengst, Blaze!
      Sofort drehte sich der große Hannoveraner um und trabte auf mich zu. Er erinnerte mich von seiner feurigen, rotbraunen Farbe stark an seinen Sohn Cabaniro. Die beiden waren doch mehr miteinander verbunden als Calina mit Caba.
      Blaze hatte einen ganz schönen Bauch bekommen, der unbedingt wieder abtrainiert werden musste. Also halfterte ich den Braunen entschlossen auf und führte ihn zum Putzplatz.
      Nachdem ich ihn geputzt hatte, sattelte ich ihn auf und stieg in den Sattel. Am besten, wir gingen auf die große Galoppstrecke, da konnte ich außerdem ein wenig Kondition anbauen.
      Nach dem Aufwärmen wurde das Gelände ein wenig hügeliger. Sanfte Wellen waren auf dem Trampelpfad.
      Ich ließ Blaze die Zügel locker und ließ ihn antraben. Schwerfällig trat er an und ließ sich nur schwer stellen. Ach, Blaze seufzte ich und setzte mich tief in den Sattel ein. Zum Glück hatte ich meine Gerte dabei und gab zusätzlich noch einmal kräftigen Schenkeldruck. Widerwillig wurde Blaze schneller, wollte aber sofort wieder Schritt gehen. Nana! sagte ich streng und befürchtete, dass ich morgen fürchterlichen Muskelkater hatte. Unentwegt drückte ich Blaze meine Waden an den Bauch und tickte ihn ab und zu mit der Gerte an, um ihn am Traben zu halten.
      Ich stöhnte kurz auf, als ich die kleine Galoppstrecke vor mir sah. Ich ließ die Zügel locker, gab die Galopphilfe und tickte den schwerfälligen Blaze zusätzlich an.
      Er fiel in einen Zuckelgalopp, der zwar wunderschön auszusitzen war, aber leider für seinen sonst so übermütigen Renndrang unterstes Niveau.
      Blaze! rief ich scharf, um den Hengst ein wenig Feuer zu geben. Ich gab ihm einen ordentlichen Klaps auf die Flanke, damit er gescheit galoppierte.
      Blaze fügte sich seinem Schicksal und legte Tempo an. Zwar war er immer noch nicht so schnell wie vor ein paar Monaten, jedoch für heute schon ziemlich gut.
      Am Ende der kleinen Galoppstrecke ließ ich ihn eine Schrittpause machen, die bis zur großen Galoppstrecke führte. Die kleine Pause gönnte ich auch mir, ich hatte schon ziemlich geschwitzt. Ich war ziemlich durstig, doch hinter der großen Galoppstrecke lag ein kleiner Bach, notfalls könnte ich auch eine Abkürzung durch den Wald nehmen.
      Als ich hinter ein paar Hügeln die Große schon sah, ließ ich Blaze antraben. Er hatte sich gemerkt, dass er ein wenig fleißiger gehen musste und lief jetzt ganz passabel. Super so lobte ich den Hengst, dann saß ich aus und gab die Galopphilfe.
      Auch hier brauchte er nur noch wenig Gerte, dafür aber kräftigen Schenkeldruck, aber immerhin weniger als zuvor. Blaze galoppierte freier und nicht so gezwungen wie auf der Kleinen. Er machte den Hals lang, streckte sich und wurde von alleine schneller. Langsam kam der alte Blaze zurück.
      Er unterstand sich sogar, durchzuparieren. Dafür bekam er später eine kleine Massage.
      Als ich den Bach erblickte, parierte ich Blaze durch. Ich hatte unheimlichen Durst und rutschte aus dem Sattel.
      Blaze folgte mir, er war auch durstig.
      Das glasklare Bachwasser plätscherte fröhlich und ich formte meine Hände zu einer Schale.
      Nach ein paar Schalen stieg ich wieder auf meinen Hengst und ließ Blaze antraben. Das letzte Stück zu meinem Hof legten wir dann im Schritt zurück.
      Blaze hatte ordentlich geschwitzt und ich führte ihn erstmal trocken. Dann putzte ich ihn über und brachte ihn zurück.

      Capri graste seelenruhig neben dem kleinen Stall. Na komm, Alter! munterte ich ihn auf und legte ihm das Halfter an. Missmutig folgte mir der Apfelschimmel zum Putzplatz und ließ sich von mir putzen. Er hatte zwar nicht wirklich viel Bock, zu arbeiten, aber er war es ja schon ein bisschen gewöhnt.
      Ich hatte vor, den Kleinen zu longieren. Also legte ich ihm den Longiergurt an, trenste ihn und schnallte die Longe ein. Das Wetter hielt immer noch, es wurde jetzt sogar warm. Mhm, Capri Ich überlegte. Der Platz ist matschig. Nicht schön zum Arbeitengehen wir in die Halle! beschloss ich und der Reitponyhengst folgte mir brav in die Reithalle.
      Es war eine gute Entscheidung, Capri ging nämlich gerade seine zweite Runde Schritt, als draußen schon der Regen prasselte. Da haben wir mal wieder was richtig gemacht sagte ich lachend und ließ Capri antraben.
      Nach einer halben Stunde Longenarbeit machte ich Capri fertig und brachte ihn zurück.
      Sandro, Dancer in the Moonlight und Parlay bewegten sich schon genug auf der Weide, sie blieben verschont. Jetzt fehlten nur noch Victim und Sahnebonbon.
      Der Rapphengst stand schon am Zaun und sah mir neugierig entgegen. Na, du? flüsterte ich und nahm sein Halfter.
      Freundlich folgte mir der Hengst und ließ sich putzen. Eine kleine Schrittrunde würde wohl passen.
      Ich sattele Vicci, stieg auf und lenkte ihn auf den Trampelpfad, der um meinen Hof führte. So entspanntes Reiten war besser als alles andere.
      Zurück am Hof sattelte ich Vicci ab und führte ihn zurück auf die Weide, wo er sich sofort wälzte.
      Lächelnd nahm ich das zartrosafarbene Halfter von Sahnebonbon, meinem Cremello. Sahne! rief ich und schwenkte das Nylonhalfter. Die Stute drehte schwungvoll den Kopf zu mir und ihre Lockenpracht flog hinterher.
      Sie setzte sich langsam in Bewegung und ich sah die Sauerei: Sahnebonbon hatte sich im größten Matschloch gewälzt, dass es hier auf der Weide gab. Ihr weißes Fell strotzte vor Dreck, selbst ihr Schweif, der sonst so seidig war, war über und über mit getrocknetem Schlamm besudelt.
      Sahne! rief ich verzweifelt und führte die schlammbraune Stute auf den Putzplatz. Der Wasserschlauch lag schon bereit.
      Ich hatte meine Jacke ausgezogen, da es immer wärmer wurde und warf sie in die Sattelkammer.
      Sahne sah mich unschuldig an, als ich mit ihrer rosa Putzbox kam. Sie liebte es, wenn man sie putzte.
      Erstmal müssen wir dich waschen sagte ich und nahm den Wasserschlauch. Ich fing bei den Beinen an, da war der meiste Dreck, und arbeitete mich hoch.
      Zehn Minuten später erahnte man das Matschunglück nur noch am Langhaar. Der Schweif war dreckiger als die Mähne, also fing ich an, ihn nass zu machen und den Dreck heraus zu waschen.
      Wenn du schon mal dabei bist überlegte ich mir und holte das Shampoo. Sahnebonbon war anscheinend eingedöst, sie blieb ruhig stehen und entlastete ein Bein.
      Als der Schweif schäumte, wusch ich ihn aus und machte mich an der Mähne weiter.
      Nach einer halben Stunde war Sahnebonbon wieder ganz die Alte und ich konnte sie problemlos putzen.

      Als sie strahlte sah ich auf die Uhr. Okay, Süße, jetzt gehts ab in den Stall entschied ich und führte sie als erstes in den großen Stutenstall.
      Nachdem auch der letzte Hengst und die letzte Stute in ihren Boxen standen und zufrieden ihr Heu kauten, lief ich nach draußen und schnappte mir mein Fahrrad.
      Missmutig sah ich nach oben. Auch, wenn es bereits dämmerte, man sah klar, dass die grauen Wolken zurückkamen. Kurz darauf spürte ich einen Tropfen auf meiner Jacke.
      (c) Rhapsody
      04.07.2010
      Das Fohlen

      Unruhig fuhr ich mir durch das Haar. Wo bleibt sie bloß?! flüsterte ich wütend vor mich hin und sah dann wieder auf die Uhr. Else war schon über zehn Minuten zu spät.
      Die Sonne neigte sich langsam zum Horizont, dabei war es schon halb acht. Und es war heiß. Immer noch.
      Hot n Cold ließ sich die Sonne auf den Rücken und auf ihren dicken Bauch scheinen. Heute Nacht sollte es kommen, das kleine Fohlen. Das vielleicht letzte Fohlen von meinem alten Capriciasso. Nein, er lag nicht im Sterben, sondern er war einfach ein älterer Deckhengst.

      Endlich hörte ich bekanntes Hufgetrappel und schon bog ein Mädchen auf einer großen Braunschimmelstute um die Ecke. Die Stute blickte sich neugierig um, atmete etwas schwer, genauso wie ihre Reiterin.
      Da seid ihr ja! rief ich und schon war mein Ärger verflogen. Als die Stute meine Stimme hörte, brummelte sie leise, lief aber nicht von selbst zu mir. Sie wartete geduldig auf die Hilfen der Reiterin.
      Else grinste. Keinen Stress. Baghira meinte nur, sie müsse ein paar Mal Buckeln auf der Galoppstrecke. Ich glaube, sie mag mich nicht Else zweifelte daran nicht, dass sah man ihr an.
      Energisch schüttelte ich den Kopf. Nein, sie hasst dich nicht. Das letzte Mal, als sie so richtig abgehen durfte, war vor einer Woche und meine Rennsemmel braucht viel Rennen Ich senkte kurz den Blick. Und das hat sie leider nicht gekriegt Entschuldigend klopfte ich Baghira den Hals. Tut mir leid, meine Liebe. Aber mit Else hat es Spaß gemacht, oder?
      Zur Bekräftigung schnaubte die Arabermixstute in meine Handfläche und wartete still, bis ihre Reiterin abgestiegen war. Else führte Baghira zum Putzplatz, trenste und sattelte sie ab und machte sich dann ans Putzen.
      Kurz überlegte ich. Sind jetzt auch wirklich alle Pferde verpflegt? Else nickte und fing an, das verschwitzte Fell der Stute abzuspritzen. Ja. Dahiba und Its the CSI Girl waren im Longierzirkel, mit Sweet Death und Cheeky Sweetness waren wir im Gelände. Take A Bow durfte Freispringen, Else schien zu überlegen.
      Spirit und Buddy? Mit denen sind wir doch zum See gegangen, oder? fragte ich leise und lachte. Mein Gott, ich sollte mich schämen. Ich weiß nicht mal, was ich mit meinen Pferden gemacht habe.
      Else stimmte in mein Lachen mit ein. Ach, du musstest in letzter Zeit so viel für die Schule machenwahrscheinlich spukt dir das Simple Past noch im Kopf herum, oder?
      Kann sein. Aber vor allem das Past Progressive. Was oder Were plus Verb im Infinitiv und dann noch die ing-form. Else, ich könnte sterben!
      Theatralisch stützte ich mich an Baghira ab und brach über ihr zusammen. Von Else kam nur leises Glucksen. Naja, wenigstens weißt du das beschwichtigte sie mich und kratzte dem Braunschimmel die Hufe aus.
      Langsam kam es mir wieder. Mit Elegance haben wir eine Longierstunde gemacht. Und mit Candy Fireflies haben wir ein wenig gespielt richtig, oder?
      Else streckte sich. Ja und ich werde morgen so einen Muskelkater haben, dass ich mich kaum rühren kann. Grinsend verstaute sie den Hufauskratzer in der Putzbox und holte dann einen Eimer Wasser für Baghira.
      Auf einmal wurde ich bleich. Wir haben Cabaniro vergessen! Und die Zuchtpferde!
      Else sah mich kurz skeptisch an. Die Zuchtpferde haben heute eine Pause gekriegt, das hast du selbst gesagt. Und zum Reiten ist es noch nicht zu spät Dann wandte sie sich wieder der Stute zu.
      Mhm, eigentlichentschlossen stapfte ich auf die Hengstweide zu. Der große Hengst mit dem stechendroten Fell stand sogar ausnahmsweise am Zaun. Seit er wusste, dass er ein großes Pferd war, führte er sich manchmal auf wie ein Prinz. Wie hatte meine alte Reitlehrerin früher einmal gesagt? Er ist im Flegelalter.
      Treuherzig sah mir der junge Hengst entgegen. Na, wie willst du dich heute wieder aufführen? fragte ich und grinste. Gerade sah er mich so an, als ob ich spinnen würde. Ich weiß ganz genau, dass du später irgendetwas machen wirst. Und nicht, weil der Sattel dir nicht passt Flüsternd streifte ich ihm das Halfter über und führte ihn weg von seinen Freunden. Take A Bow wieherte ihm leise nach. Er kam in ein paar Wochen oder Tagen zu meiner Freundin Edfriend, sie hatte für den Kleinen eine bessere Verwendung schließlich wollte ich fast ganz auf Deutsche Reitponys umsteigen.
      Als wir am Putzplatz Else und Baghira begegneten, tänzelte Cabaniro wie wild hin und her. Oh mein Gott, eine Stute!
      Baghira interessierte der pubertierende Hengst gar nicht, sie lief gelassen an ihm entlang. Caba drehte sich halb zu ihr und wieherte dunkel. Jetzt hör doch mal auf! sagte ich scharf und führte ihn an den Anbindebalken.
      Mit Striegel, Kardätsche und grober Bürste bearbeite ich das Fell des Rotbraunen. Auch sein Langhaar brachte ich mit einem Mähnenkamm und meinen Fingern wieder in Ordnung. Cabaniro sah mir beim Hufeauskratzen neugierig zu, schnaubte dann und fing an, zu dösen.
      Still und rasch sattelte ich meinen Hengst, holte seine Trense und weckte ihn auf. Verschlafen sah mich Caba an und drehte sofort seinen Kopf weg, als er die Trense erblickte. Ach komm lachte ich und drehte seinen Kopf wieder zu mir. Caba gab sich geschlagen, ließ sich das Halfter über den Kopf streifen und machte bereitwillig das Maul auf.
      Aufgetrenst und gesattelt führte ich ihn auf den Reitplatz. Das Top klebte mir zwar schon am Rücken, aber für eine Stunde würde ich ja nicht gleich in Wasser aufgehen.
      Cabaniro war mit Antifliegenspray besprüht, also gingen die ganzen Vieher auf mich. Das nächste Mal schmier ich mich aus ein meinte ich brummelnd, stieg nach dem Nachgurten auf und sah Caba an. Seit dem letzten Mal, als ich ihn geritten hatte, hatte er sich ganz schön verändert.
      Sonst war er immer los geschossen, wenn ich den Fuß im Steigbügel hatte. Dann wartete er nicht auf meine Hilfen, sondern schoss, sobald ich die Zügel etwas nachgefasst hatte, los. Super lobte ich und klopfte leicht den Hals des Hengstes. Ich spannte mein Kreuz an, gab leichten Schenkeldruck und er ging los. Zwar etwas unsicher, sonst hatte ich immer mit den Schenkeln getrieben, aber er ging los.
      Die Zügel hielt ich beim Aufwärmen noch locker in der Faust, nach und nach nahm ich sie immer mehr auf und hielt Cabaniro schließlich an. Er reagierte sofort auf meine Hilfen und wartete, bis ich den Gurt nachgezogen hatte.
      Nach einem Zirkel im Schritt spielte ich ein wenig mit dem Zügel und trieb ihn mit der Hüfte energischer. Dazu kamen ein paar mal meine tickende Fersen, aber erst, als ich deutliche Hilfen gab, trabte Cabaniro an. Von selbst verlängerte er seine Schritte und ich spürte, wie er deutlich lockerer wurde.
      Wir trabten über ein paar Stangen, Cabaniro bog sich immer mehr auf einer Volte oder einem Zirkel. Auch sah er sich nicht mehr in der Gegend um, sondern hörte auf eine feine Hilfe.

      Galopp machte ich heute nicht, vielleicht, wenn es wieder etwas kühler wurde. Ich ritt Cabaniro ab, lockerte den Sattelgurt und ging dann zum Putzplatz.
      Else biss gerade von einem Apfel ab und sofort bettelte Cabaniro. Wie war er? fragte sie mit vollem Mund, was Cabaniro verrückt machte.
      Ich klopfte ihm schnell an die Schulter. Super, echt. Er ging total weich und super an den Hilfen teilte ich mit und machte mich dann ans Absatteln. Freundlicherweise half mir Else und ich konnte Cabaniro danach noch schnell abspritzen.
      Im Moment war er mit Take A Bow und den Zuchthengsten alleine auf der Koppel. Alle anderen Pferde standen noch in den Boxen, damit es nicht so heiß wurde.
      Als auch die Stallpferde vergnüglich grasten, schob ich Else ins Haus. Jetzt gibts Essen. Das war eine klare Ansage, ich hatte Kohldampf.

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      Hast du die Decke? flüsterte ich und senkte den Strahl der Taschenlampe ein wenig. Check wisperte Else und zeigte mir die strahlend grünen Decken, die man im Mondlicht noch ein wenig sah. Okay, sagte ich, dann lass uns mal dem Fohlen helfen
      Wir schlichen über den Hof zum Stall. Hot n Cold stand ganz alleine dösend in ihrer Box, die anderen Pferde schliefen auf der Weide.
      Sogar im dämmrigen Licht sah man, dass die Reitponystute schwer atmete. Ich glaube, es geht gleich los flüsterte Else, als wir es uns in der Nebenbox gemütlich machten.
      Tatsächlich; Hotti wurde unruhiger, legte sich hin, stand wieder auf, lief auf den Paddock und wieder herein. Als sie schließlich gar nicht mehr aufstand, nippte ich an meinem Kaffee. Zuschauen wäre doof. Warten wir einfach, bis es da ist wisperte ich leise und schloss die Augen. In ein paar Minuten würde ein neues Fohlen auf dem Hof leben. Ein kleines Stütchen oder ein kleines Hengstchen

      Wach auf!
      Ich brummelte und drehte mich auf die Seite. Es ist bestimmt erst halb sieben. murrte ich.
      Nein, Toffi. Komm, steh auf! Ich öffnete ein Auge und sah, Else, die mich wild schüttelte. Warum? Ohne Grund verlasse ich mein Bett nicht!
      Du hast einen guten Grund, nämlich einen Splashed White!
      Splashed White? Sofort setzte ich mich auf. Erst jetzt erkannte ich meine Umgebung. Der Stall, eine saubere Box, eine aufgeregte Else. Da, jetzt guck doch mal!
      Schnell sprang ich auf und ignorierte das leichte Schwindelgefühl. In der Nachbarbox lag eine Rappstute, neben ihm ein braunes Fohlen mit einem weißen Kopf und vier weißen Beinen. Stolz leckte die Mutter ihr Kind ab, dann stellte sie sich auf die Beine.
      Hot n Cold sah ihr Kleines herausfordernd an und fing an, das Heu aus dem Heunetz zu zupfen.
      Das Fohlen streckte den Hals und wieherte seiner Mutter hinterher. Langsam richtete es seine Vorderbeine auf, danach die Hinterbeine und plumpste wieder ins Stroh.
      Ganze fünf Anläufe brauchte das Kleine, dann stand es. Wackelig, aber die Welt von oben war anscheinend ganz schön spannend.
      Die ersten Schritte zur Mama waren ziemlich staksig, aber es lief. Nachdem das Fohlen getrunken hatte und sich wieder ins Stroh gelegt hatte, betrat ich die Box. Hotti sah mich argwöhnisch an, aber ich klopfte ihr zuverlässig den Hals. Keine Angst, ich tu euch nichts flüsterte und warf einen kurzen Blick auf das Fohlen. Dann drückte ich Hot n Cold einen Kuss zwischen die Nüstern und stapfte zurück zu Else.
      Ein kleiner Hengst sagte ich lächelnd und umarmte meine Freundin. Toll. Wie willst du ihn nennen? Else befreite sich aus meiner Umarmung.
      Ich zuckte mit den Schultern. Werde ich mir überlegen, wenn ich ausgeschlafen habe. Willst du noch bleiben?
      Else nickte und wir machten es uns in der Box gemütlich. Sofort waren wir eingeschlafen.


      -*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-

      Na, Schlafmütze? sagte ich lachend und legte meine Decke zusammen. Else öffnete zaghaft ihre Augen, schloss sie sofort wieder und drehte sich um. Lass mich brummelte sie und schlief weiter.
      Ich zuckte die Schultern. Okay, dann hol ich mal die Pferde rein. In einer halben Stunde mache ich Frühstück. Achja Grinsend drehte ich mich zu meiner schlafenden Freundin zu. Der Hengst hat einen Namen.
      Else schreckte auf. Welchen?
      Ich grinste. Cresant Moon. Ich mag den Namen irgendwie. Dann drehte ich mich wieder um und ging kurz an der Box vorbei. Das Fohlen scheute sofort zurück, Hotti blieb gelassen stehen.

      Als alle Pferde in ihren frisch ausgemisteten Boxen standen (Else war aufgestanden und hatte sich nützlich gemacht), kramte ich mein Handy heraus und wählte die Nummer des Tierarztes. Schließlich brauchte der kleine Hengst noch eine Untersuchung.
      Ich seufzte. Besetzt. Dann müsste ich es eben später nochmal versuchen. Bestimmt hatte einer der Tierärzte in der Gegend einmal Zeit, ein kleines Fohlen zu impfen.

      -*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-

      Die Zuchtpferde kriegen heute auch Pause sagte ich leise und setzte mich auf den Zaun der Stutenweide. Vor zwei Tagen hatte ich den ganzen Tag mit ihnen verbracht, zwei Tage bekamen sie Pause.
      Vanilla Twilight graste seelenruhig neben Star, ihrer Mutter. Sahnebonbon und Paradise Creepin Up The Backstairs ließen sich die Sonne auf den Rücken scheinen.
      Bei den Hengsten ging es auch ganz ruhig zu. Dancer in the Moonlight, Parlay und Capriciasso dösten unter einem Apfelbaum, Blaze, Sandro, Victim und Place Royal grasten verstreut über die Weide.
      Die Hitze kroch aus ihren Startlöchern und ich sprang vom Zaun. Else verabschiedete sich und ich sah nochmal in den Stall. Cresant Moon lag flach im Stroh, während Hotti schützend neben ihm stand.
      Bis später verabschiedete ich mich und ging ins Haus, um meinen Bikini anzuziehen. Ich wollte unbedingt braun werden, wenigstens diesen Sommer.
      (c) Rhapsody
      26.07.2010
      Der neue Pfleger - Prominenter Besuch?!

      Die Engländer, die ham Humor Mein Handy trällerte vor sich hin. Oh Gott, ich liebte dieses Lied. Wir hatten zwar nur die goldene Ananas geholt, doch diese WM war einfach traumhaft.
      Ich merkte gar nicht, wie das Lied aufhörte und fünf Minuten später wieder anfing, vor sich hin zu spielen.
      Versunken in den Gesang und den Text merkte ich, dass das Gimme Hope Joachim mein Klingelton war.
      Schnell rappelte ich mich auf und drückte auf den grünen Hörer. Ja, hallo?
      Ein kurzes Knacken kam in der anderen Leitung. Hallo? Bin ich hier beim Gestüt Liberté?
      Ja, wie kann ich helfen? Oh man, wie hörte sich das nur am anderen Ende an? Wahrscheinlich ziemlich vergnügt, denn mein Gesprächspartner gluckste vor sich hin. Als er sich wieder gefangen hatte, antwortete er. Ich rufe wegen dem Posten als freier Pfleger an. Sie haben ja etwas im Dorf angepinnt.
      Ich nickte. Ja, habe ich. Wollen Sie einfach mal vorbei kommen? Heute Nachmittag?
      Der Mann am anderen Ende schien ebenfalls zu nicken. Alles klar. Bis dann!
      Das Freizeichen ertönte und ich nahm das Handy vom Ohr. Yeah, heute Nachmittag hatte ich vielleicht schon einen Pfleger!
      Lächelnd nippte ich an meinem Eistee. Wenigstens war es ein paar Grad niedriger aber trotzdem noch viel zu heiß.

      Wir hatten gar nicht ausgemacht, wann er kommen wollte. Also saß ich bereits um halb zwei auf der Treppe und spielte mit Mika, M&M und Cassey Stöckchen.
      Ein paar Minuten später bog bereits ein blauer VW auf meinen Parkplatz und ausstieg ein Double.
      Von wem?
      Dem wohl tollsten Torwart, den ich bisher gesehen hatte.
      Blonde Haare mit dunklen Strähnen, eine große Sonnenbrille und ziemlich durchtrainiert. Dazu noch riesigwaah!
      Erst jetzt klappte ich vor Scham meinen Mund zu. Man starrte Leute, die einen nicht kannten, nicht an. Warum konnte ich mir das nie merken?!
      Überrascht sprang ich auf und pfiff meine drei Shepherds zurück, als sie den Neuankömmling begrüßten. Ähm, hallo sagte ich leise und reichte dem Riese die Hand.
      Er lächelte. Hallo Nachdem er meine Hand geschüttelt hatte, nahm er lässig seine Sonnenbrille herunter. Waah, ich sterbe! Diese blauen Augen!
      Nicht umkippen, nicht umkippenrief ich mir ins Gedächtnis und atmete tief durch. Ähm, ja stotterte ich und grinste verlegen. Was sollte man denn da noch groß sagen.
      Doch der durchtrainierte, junge Mann schien meine Gedanken zu erraten. Nein, ich heiße nur wie er Dann grinste er.
      Okay, dann weiß ich schon mal deinen Namenoh, ist es okay, dass wir Du sagen? Ist hier üblichnicht so wie auf einem hochmodernen Dressurgestüt.
      Manuel nickte. Also, ich bin Manuel. Deinen Namen müsste ich nur noch erfahren
      Nenn mich einfach Jojo, da höre ich am meisten drauf. Aber ich hätte gesagt, wir schauen erstmal, wie sehr du dich mit Pferden auskennst
      Alles okay. Ich bin mit Pferden aufgewachsen, hab die letzten Jahre in einem Dressurstall geholfen. Da hat es mir aber nicht so gefallen hat sich wie Arbeit angefühlt lachte er und folgte mir dann leise zu den Weiden.

      Nimm dir das blaue Halfter da unten und fang den großen Rappen ein, das wäre dann der Auftakt. sagte ich und wies auf Elegance, die uns neugierig beäugte.
      Entschlossen nahm der Blonde das Halfter, schwang sich über den Zaun und lief dann zielsicher auf Eli zu, die ihm freundlich entgegenblickte. Ohne große Hektik legte er der braven Stute das Halfter an und führte sie über die große Weide.
      Als er neben mir hielt, nickte ich. Okay, das war schon mal gut. Dann lass sie jetzt wieder frei und hol dir auf der Weide da drüben das schwarze Lederhalfter und den Fuchs mit dem weißen Bein. wies ich Manuel an und zeigte auf Cabaniro. Er graste gerade, ein Moment, in dem es echt eine Herausforderung war, ihn zum Hof zu bewegen. Mal sehen, wie Manuel sich schlug.
      Selbstsicher ging er auf den Hengst zu, das Halfter locker in der Hand. Es schwenkte leicht hin und her, Manuel wirkte überhaupt nicht nervös. Argwöhnisch wurde er von Caba beobachtet, doch der Junghengst machte keinerlei Anstalten, den Kopf aus dem leckeren Grün zu heben.
      Manuel wirkte immer noch ziemlich selbstsicher und dominant. Das würde Cabaniro sicher nicht auf sich sitzen lassen, auch bei mir versuchte er, den Macho zu spielen. Mal sehen, was Manuel als nächste machte.
      Er ließ seine dominante Maske nicht fallen, griff unter Cabaniros Hals und stemmte ihn ein wenig hoch, worauf Cabaniro beleidigt den Kopf hochwarf, um ihn zwei Sekunden später wieder ins Gras zu stecken. Doch der neue Pfleger ließ es nicht zu. Sicher packte er Cabaniros Kopf und zog ihm das Halfter über den Kopf. Der Hengst versuchte, nach Manuel zu schnappen, doch dafür bekam er nur ein paar Klapse.
      Schließlich folgte der kleine Hengst dem großen Blonden freiwillig von der Weide wenn auch nicht begeistert.
      Na, wie war ich? fragte Manuel und lächelte. Der Kleine ist ein ganz schöner Brocken. Flegelalter?
      Ich grinste zurück. Ja, ist gerade hineingekommen. Aber, wenn du ihn schon am Strick hast, Kurz deutete ich auf den Putzplatz, kannst du ihn gerne putzen. Auf, auf, ich hole mir auch ein Pferd.
      Schnell ging ich zur Hengstweide, nahm mir Victims Halfter und band ihn dann neben Cabaniro an. Einträchtig putzten wir die beiden Pferde und holten dann die Sättel. Wir gehen erstmal auf den Platz. Wenn ich nämlich mal nicht da bin, musst du die Pferde bewegen, okay?
      Manuel nickte grinsend. Okay. Aber ich soll wohl nicht alle heute reiten, oder? fragte er beängstigt und hielt mit seinem Bürstenstrich inne.
      Ich lachte. Nein, natürlich nicht. Du musst dann nur noch jemanden longieren, dann kann ich ja sehen, ob du geeignet bist oder nicht fügte ich hinzu und fing dann an, Victims Hufe auszukratzen. Ab und zu spickte ich mal zu Manuel rüber, der perfekt mit Cabaniro auskam. Nicht ein einziges Mal versuchte der junge Hengst, den neuen Pfleger zu beißen, er tänzelte nicht einmal. Victim war natürlich die Ruhe selbst, auch, als es ans Satteln und Trensen ging. Der Braune neben ihm machte jedoch ein paar Mätzchen, Manuel hatte sie aber im Griff. Er war sogar ohne einen einzigen Fehler eher mit dem Satteln fertig als ich.
      Tzz, bloß, weil du ein paar Muckis hast murmelte ich gespielt beleidigt, bewunderte seine starken Arme jedoch. Naja, wenn man im Tor stand
      Mist! Nein, er ist es nicht, du bildest dir alles bloß ein! Er ist kein Torwart. Er ist Pferdepfleger.
      Manuel lächelte. Das ist einfach die Übung. Aber Er sah Victim prüfend an. bist du dann auch mal fertig?
      Ich nickte und zog den Sattelgurt nochmal nach. Langsam ließ ich die Steigbügel hinunter und stieg dann in den Sattel. Ja, guck doch. Ich bin schon lange fertig! scherzte ich, nahm die Zügel leicht auf und ließ Victim vorwärts gehen.
      Schweigend ritten wir den Weg entlang, ich beobachtete jeden Schenkeldruck von Manuel. Er hatte seine Sonnenbrille wieder aufgesetzt und sah konzentriert nach vorne. Mit offenem Mund musste ich ihn anstarren, ich konnte nicht anders.
      Gespielt genervt sah Manuel mich an. Kannst du nicht mal aufhören? Dann grinste er.
      ÄhmSorry, aber das ist kaum zu unterdrücken meinte ich peinlich berührt und hielt Vicci dann an. Nachgurten und danach traben? Der Weg ist jetzt schön breit Manuel nickte und mit einer Parade standen die zwei Hengste einträchtig nebeneinander.
      Als die Gurte fest waren, setzte ich mich zurecht und nahm die Zügel weiter auf. Jetzt hatte ich eine stetige Verbindung zu Victims Maul.
      Mit einem weichen Schenkeldruck trabte der Rappe unter mir an und streckte seinen Hals. Er lief v/a, also perfekt.
      Auch Cabaniro trabte, sogar ziemlich ruhig. Allerdings sah er ziemlich gehalten aus, obwohl die Zügel locker waren. Manuel trieb auch genug, aber Cabaniro verarschte ihn. Und zwar ziemlich.
      Fragend sah mich Manuel an. Du kannst eigentlich nicht viel machen. Vielleicht stärker treiben, wenns gar nicht geht, einmal angaloppieren. Da streckt sich das Baby von alleine
      Manuel nickte und trieb ein wenig energischer nichts. Immer noch ging Cabaniro sehr gehalten, also gab es keine andere Lösung. Der neue Pfleger ließ die Zügel locker und gab die Galopphilfe.
      Victim wollte natürlich auch, doch ich ließ Cabaniro vorbeipreschen und hielt meinen Hengst im Zaum. Genervt schüttelte er den Kopf, blieb aber in einem ruhigen Tempo. Dumpf hörte man die Hufschläge auf dem Feldweg, auch, wenn Caba und Manuel nicht mehr zu sehen waren. Aber soviel Vertrauen setzte ich in den jungen Mann, dass er, sobald Cabaniro wieder normal ging, ihn durchparierte.
      Tatsächlich. Als ich einen kleinen Bodenwall hinunter ritt, warteten Manuel und der Hengst unter ihm schon. Cabaniro kaute ungeduldig auf dem Gebiss. Jetzt gehörte er Manuel, nur noch ihm.
      Gespielt neidisch sah ich die beiden an. Hey, das ist mein Pferd! Es soll dich bitteschön abbuckeln! meinte ich und grinste dann.
      Manuel sah mich erst ein wenig verwirrt an, dann kapierte er. Reiten wir weiter?

      Nach einem kurzen Schrittstück folgte nochmal Trab, dann kamen wir auf unsere Galoppstrecke. Die zwei Hengste wurden sichtlich unruhig, jetzt wollten sie abgehen. So. Traust du dir einen Galopp auf dem Teufelpferd zu? fragte ich den Mann neben mir, ein Funken Ernst war sogar dabei. Doch Manuel nickte. Klar. So schlimm wird er ja nicht sein, oder? antwortete er und lächelte in den Himmel.
      Okay, dann begann ich, doch Cabaniro sprang neben mir schon an, aber gewollt. Er drehte die Ohren zurück, hörte auf die kleinste Parade, die er von dem Reiter auf sich erhielt. Faszinierend sah ich den beiden zu, dann reagierte ich und gab Victim die Galopphilfe. Na komm!
      Die Galoppstrecke war viel zu schnell zu Ende. Im Schritt ritten Manuel und ich zurück und machten die Pferde fertig.
      Na, hat es dir gefallen? fragte ich und brachte Victims Sattel zurück in die Kammer. Manuel folgte mir. Ja, war total schön. Cabaniro ist echt toll schwärmte er. Okay, er hatte schon mal einen Liebling.
      Jetzt musst du noch dein Longiervermögen zeigen sagte ich zu dem Pfleger, als wir Cabaniro und Vicci zurück zur Weide brachten. Für die nächste Aufgabe musste ich erstmal ein Pferd findenund schon war die Suche vorbei.
      Manuel folgte mir zur Stutenweide. Hier, die Halfter. Und hol den Schimmel und den Dunkelfuchs wies ich ihn an und zeigte auf Dahiba und CSI Girl.
      Ein paar Minuten später kam er mit den beiden wieder. Beide longieren? fragte er verwirrt, doch ich schüttelte den Kopf. Du nimmst Dahiba sagte ich und zeigte auf den Schimmel.
      Wir putzten die beiden schweigend, und während Manuel mit Dahiba zum Longierzirkel marschierte, ließ ich CSI Girl ein wenig laufen.
      Dahiba war im Gegensatz zu Cabaniro ziemlich leicht zu handhaben. Manuel hatte keine Probleme, er ging einen kleinen Kreis, um im Trab mit der Jungstute mitzukommen. Dahiba hörte auf die kleinste Hilfe, die von der Seite Manuels kam, und Manuel stellte sich extra auf die junge Schimmelstute ein. Er hatte ein prima Händchen für Jungpferde.
      Nach guten zwanzig Minuten führte er Dahiba zum Putzplatz zurück und ich fing CSI ein. Die Stute folgte mir ein wenig wehmütig, dann begrüßte sie ihre beste Freundin neugierig.

      Okay, das war es dann für heute meinte ich, als wir die beiden jungen Stuten zurück gebracht und den Putzplatz gekehrt hatten.
      Manuel sah mich entsetzt an. Was? Schon?
      Ich nickte. Ja, aber morgen kannst du gerne wieder kommen. Also, fühle dich angestellt grinste ich und lehnte mich auf die oberste Stange des Stutenzauns.
      Der neue Pfleger grinste. Dankeschön, Chef. Morgen wieder?
      Ich nickte. Morgen um halb acht, okay?
      Manuel nickte, dann winkte er. Bis morgen!

      Ich sah dem VW hinterher, bis er bestimmt in der Wohnung von Manuel angekommen war, dann stupste mich jemand an. Rasch wirbelte ich herum und sah in Baghiras aufgeweckte Augen. Willst du ein wenig rennen? fragte ich sie und kraulte sie hinter den Ohren. Genüsslich streckte sich die Mixstute, sie liebte es, gekrault zu werden, heute Mrgen war ich noch mit ihr über die gemähten Stoppelfelder gefetzt.
      Die Wärme klang ab und Sweet Death trabte aus dem Unterstand. Hinter hier kam Eli herausgetrottet, die beiden mochten die Hitze überhaupt nicht.
      Die Zuchtstuten dagegen standen eng beieinander. Neben der trächtigen Vanilla Twilight stand die Oma des Fohlens, Star. Creepin Up The Backstairs und Sahnebonbon grasten fast direkt daneben. Aber wartefehlte da nicht jemand?
      Ja, der kleine Rappe fehlte Hot n Cold. Und auch ihr Fohlen, Cresant Moon, vermisste ich auf der Weide. Er war vor wenigen Tagen geimpft worden und somit für die weite Welt bereit gemacht. Also durfte er später auch noch zu Valentines Candy Fireflies, seiner kleinen Freundin aus dem Stall.
      Auf der Hengstweide war genauso wenig Action. Buddy graste neben seinem Kumpel Spirit, Cabaniro, Sandro und Blaze dösten unter dem großen Apfelbaum und Victim, Parlay, Capriciasso, Dancer in the Moonlight und Place Royal hatten sich in den großen Unterstand verkrochen. Faulpelze.
      Die Stalluhr zeigte bereits halb fünf, ich hatte den ganzen Nachmittag mit Manuel verbracht. Jetzt musste alles ziemlich schnell gehen.
      Hot n Cold stand in der Box und döste vor sich hin, während Cresant Moon versuchte, es seiner Mutter gleich zu tun.
      Ein wenig hektisch betrat ich die Box, worauf das kleine Hengstfohlen zurückschreckte. Tut mir Leid, Kleiner entschuldigte ich mich und ging langsam in die Knie. Meine Hand streckte sich vorsichtig nach der zierlichen Schulter des Fohlens. Er zuckte kurz zusammen, dann ließ er die Berührung zu. Noch lief er hinter seiner Mutter her, doch in ein paar Wochen wollte ich mit der Halftergewöhnung beginnen.
      Also halfterte ich Hot n Cold auf und führte sie aus dem Stall. Cresant Moon folgte ihr ruhig, erst, als wir durch die Stalltür gingen, wurde er unruhig. Er hatte den sicheren Stall noch nicht verlassen, war immer nur auf dem Paddock geblieben. Und jetzt ging es nach draußen.
      Hotti fühlte die Unruhe ihres Sohnes und drehte sich schützend zu ihm um. Leise blies sie ihn ins Gesicht, dann lief sie neben mir her.
      Cresant bekam Mut und stolzierte hinter dem Rappen her. Auf der Stutenweide angekommen, hakte ich den Führstrick von Hottis Halfter und klapste ihr dann leicht auf die Kruppe. Die Stute verstand sofort und trabte ein paar Schritte auf die Herde zu, Moon immer dicht hinter ihr. Er musste zwar ganz schön schnell traben, um seiner Mutter hinterher zu kommen, aber schließlich wurde er von den ganzen Stuten beschnuppert.
      Ängstlich drückte sich das Hengstfohlen an seine Mutter und wieherte leise, doch Hotti stupste ihn kurz zärtlich an. Der White Splashed nahm das als Aufforderung und reckte den Hals, um Baghira abzuschnuppern.
      Ich lächelte, er war also doch nicht so schreckhaft, wie in der Box. Leise drehte ich mich um und ging ins Haus, um zu essen.

      Die Sonne sank bereits gen Horizont, als ich um halb zehn noch einmal aus dem Haus trat, um alle Pferde in ihre Boxen zu bringen. Die Zuchtpferde blieben auf den Weiden.
      Cresant Moon wirkte, als ich Hot n Cold zurück in die Box führte, ziemlich selbstbewusst, er sah sich sogar meine Schuhe von selbst an. Lächelnd brachte ich den kleinen Hengst zusammen mit seiner Mama in die Box, die beiden waren die letzten. Gute Nacht, meine Hübschen flüsterte ich und setzte das Gitter vor die offenen Stalltüren. Morgen wartete schon der nächste warme Tag auf uns, die Nacht würde auch nicht kalt werden.
      (c) Rhapsody
    • Samarti
      alte Berichte
      14.11.2010
      Neulinge!

      Ich öffnete das Fenster und steckte meine Nase in die Luft. Ich atmete die erfrischende Luft ein und schaute zu der Weide, wo viele kleine Miniatur Pferde standen. Ich rieb mir meine Augen und machte mein Bett. Ich durchlüftete das Zimmer und zog mich um. Die Heizung war in der Nacht ausgefallen und im Haus war es ziemlich kalt. Umgezogen schloss ich das Fenster wieder und schielte erneut zur Weide. Nachdem ich mich auch gewaschen hatte ging ich raus und viele Pferde Augen beobachteten mich. Ich trat in die nasse und öde Welt hinein, es nieselte leicht. Zunächst ging ich zu den Stallpferden, dort standen Husky, und Knocked down. Der Stall war angenehm beheizt. Ich ging in die Box von Husky und zog ihr ein Halfter an. Ich machte sie an dem Stallgitter fest und schnappte mir die Putzsachen. Das Fell von der momentan ruhigen Rappstute war stark verstaubt. Nachdem ich auch den Dreck aus den Hufen ausgekratzt hatte, klopfte ich die Bürsten aus und begab mich anschließend, nachdem ich Husky das Halfter ausgezogen hatte und den Riegel der Boxentür schloss zu Knocked down. Er taumelte etwas auf der Stelle und schaute mich mit seinen großen Augen an. Ich entwich seinem Blick und begann ihn zu Putzen. Auch er war schmutzig, jedoch nicht arg stark. Doch seine Hufen waren stark dreckig und mit Mühe kratzte ich den Dreck aus seinen Hufen, stück für stück, bis ich anschließend alle vier Hufen ausgekratzt hatte. Ich strich ihn über den Kopf und ging aus der Box, machte den Eisernen Riegel zu und ging aus dem Stall. Ich schaute zur Weide. Ich schnappte mir einige Halfter, die von Playboy, Blümchen, Glanzstück, Horror Kid und Miss Seventeen. An den Weidezaun befestigte ich fünf Stricke. Ich wollte ihnen ein Halfter anziehen und sie rüber zum Strick führen. Ich begann mit Playboy, er weigerte sich nicht das Halfter anzuziehen und folgte mir bis zum Weidezaun, auch Blümchen und Glanzstück gingen noch ziemlich zufrieden zum Zaun. Doch als ich mich zu Horror Kid nähern wollte stritt sie das Halfter ab. Mit Überredungskunst aber folgte sie mir auch und ich knipste den Strick an das Halfter. Bei Miss Seventeen ging das auch ziemlich ruhig und auch sie hatte ich an den Zaun befestigt. Ich begann mit Horror Kid, denn sie zappelte wild auf der Stelle herum. Ich schnappte mir die Bürsten und begann den Dreck aus Horror Kid herauszuholen. Stark bedreckt war sie nicht, auch ihre Hufen waren großteils frei. Nun schimmerte Horror Kids Fell wie Rotgold, und dann entließ ich sie. Weiter machte ich mit Playboy, gelassen stand er da, gehorchte so gut wie auf alles. Auch bei ihm dauerte es nicht lange, dann konnte er auf der Weide herumtollen. Blümchens Fell glänzte auch sehr schnell, nur ihre Hufen waren zum Teil stark bedreckt. Nun konnte sie ebenfalls auf der Weide herumspielen. Ich polierte Glanzstück auf Hochglanz, damit auch sie strahlt. Das dauerte diesmal etwas länger, ihr Fell war teilweise stark bedreckt und mit Schlamm umsehen. Mit Mühe bürstete ich das Beste aus ihr heraus. Miss Seventeens Haare waren verknotet und es dauerte eine Weile bis ich dieses gebändigt hatte, und beim hufen auskratzen hörte sie auch nicht und verweigerte. Doch auch jetzt sind ihre Hufen sauber. Die fünf fingen an zu grasen und ich schielte zu den anderen Pferden. Ich schnappte mir die Halfter und Stricke und brachte sie wieder zur Sattelkammer. Kam heraus mit erneut fünf Stricken und Halftern, jedoch andere. Die von Bin ich dein Fluch, Meine Fäden, Aloha from Hell, Vintage Gold und Talmih. Ich wusste, das ich vor allem bei Bin ich dein Fluch und Meine Fäden mein Probleme haben würde. Aber die größten Probleme würden mir Aloha from Hell bringen. Ich hing mir zwei Halfter um die Schulter und näherte mich Vintage Gold, zog ihr den Halfter über, und da Talmih dicht daneben stand zog ich ihr ebenfalls das Halfter über und führte sie zum Weidezaun, wo ich wie vorher die Stricke befestigt hatte. Ich knipste die Stricke der Beiden an die Halfter und suchte Bin ich dein Fluch auf. Sie schaute auf, schaute mich an. Ich lächelte und schnappte mir ihr Halfter. Ich ging auf die zu, und ungewöhnlich stand sie still und ließ es hinter sich ergehen. Etwas verwirrt führte ich sie zu einem der noch drei übrigen Stricke und befestigte sie. Ja, immer noch stand sie still. Ich entfernte mich von ihr und schnappte mir Meine Fädens Halfter. Meine Fäden graste, zufrieden. Ich näherte mich ihr, langsam und mit vorsichtigen Schritten. Ihre Ohren waren leicht nach hinten angelegt und ich hielt das Halfter fest in der Hand. Meine Fäden schaute hoch, schaute mit ihren glasklar blauen Augen zu mir. Ich grinste und versuchte mit einer schnellen Bewegung das Halfter anzulegen, das klappe, aber nur halb und Meine Fäden schüttelte das Halfter ab und trabte davon. Ich blieb stehen und schaute ihr nach. Sie blieb stehen, und schaute musternd zu mir nach. Der Blick sah fragend aus, und dann setzte ich einen Schritt nach den anderen. Ein kleinwenig hatte ich die Nase voll und ich war Meine Fäden auf den Fersen. Dann, mit einer Blitzschnellen Bewegung, als Meine Fäden den Kopf in die Höhe riss zog ich ihr das Halfter an. Etwas verblüfft, wahrscheinlich verwirrt folgte sie mir. Ich hatte den Kampf gewonnen! Ich band meine Fäden an den Zaun und schielte schon zu Aloha from Hell, der ganz abseits dastand und alles mit beobachtete. Ich schaute zu ihm und er trabte davon. Ich ging ihm hinterher, der aber weichte immer aus, es war wie ein Fang-Spiel, auf das ich keine Lust hatte. Verärgert versuchte ich zu tricksen, was mir nicht gelang. Nach geschlagenen 10 Minuten hatte ich die Faxen dicke, ich konnte mich ihm zwar nähern, aber sobald er das Halfter sieht ergreift er die Flucht. So kam es, dann ich die Putzausstattung zu dem kleinen hinterlistigen Aloha from Hell trug und ihn dort säuberte. Er genoss es, verwöhnt zu werden, er ließ es sich gut gehen, so als würden wir ein heißes Bad nehmen. Ich war mit Aloha from Hell fertig und konnte mich nun den erwachsenen Pferden Widmen. Mit Bin ich dein Fluch fing ich an, und so schnell ich angefangen hatte, so schnell war sie auch wiederum fertig. Meine Fäden jedoch hinterließ eine große Staubwolke und nun glänzte sie auch wieder. Ich entknotete ihr Haar und entließ Meine Fäden und Bin ich dein Fluch, weiter machte ich mit Vintage Gold. Ich putzte die angetrockneten Schlammflecke heraus und kratzte auch ihr die Hufen aus. Nachdem auch sie auf der Weide herumtollen konnte, machte ich zum Schluss Talmih. Auch an ihr klebte leicht angetrockneter Schlamm, der sich aber leicht lösen ließ, mit einigen Bürstenstrichen. Nun hatte ich alle Pferde auf der Weide und auch im Stall gepflegt. Für mich war hier der Tag erstmal zu Ende, die Herbstsonne ging hinter dem Horizont unter, und ich im Wasser einer heißen Badewanne. Am nächsten Tag ging ich zur Zucht 11 Pferde warteten dort auf mich. Zunächst ging ich zu den zwei Arabern, Saddy und Muh! Die beiden Standen im Stall, genau wie Yanetha, Casablanca, Draugsa, Schokolade, Fine Frenzy, Seasons Princess, Soldiers Pride, Sir Lancelot und Laurencio. Ich öffnete den Boxenriegel von Saddy und trat hinein. Ich streichelte ihr über den Hals und griff mir die Putzsachen. Sie war kaum, fast gar nicht dreckig und schnell strich ich ihr einige Staubkrümel aus dem Fell und entknotete ihr Langhaar und kratzte und Bürstete ihre Hufen aus. Ich klopfte ihr auf die Schulter. Vor kurzem Gebar sie ein Fohlen, namens Manchester. Seitdem ist sie noch etwas wackelig und ausgepowert. Deshalb bekommt sie immer zusätzliche Vitamine, die ich ihr sogleich in den Futtertrog einfüllte. Ich trat heraus und schloss die Box zu, neben ihr stand Muh, in einer anderen Box. Er wurde vor kurzem der stolze Vater von Manchester. Ich trat zu Muh herein und streichelte ihm erstmal den Kopf. Danach strich ich ihm mit dem Bürsten übers Fell, kaum schmutzig war er, auch deine Mähne war seidig, nur seine Hufen waren etwas dreckig, und so bürstete ich sie aus. Ich ging zur American Saddlebred Horse Stute Yanetha und begrüßte sie erstmals. Ich trat herein und putzte auch sie. Ich tätschelte ihr den Hals, trat heraus und machte die Boxentür zu. Ich trat vor die Boxentür von der American Saddlebred Stute Casablanca. Ich grinste, und begab mich dann in die Box hinein. Ich begann ihr Fell zu polieren und das Gestrüpp von Haar wieder zu entknoten und in form zu bringen. Nachdem ich die Hufen ausgekratzt hatte, trat ich heraus und ging zu Schokolade. Ich öffnete den Riegel und stand mit einem Fuß drinnen. Ich griff mir das Putzzeug und strich ihr mit den Bürsten über das Fell. Als es glänzte und vom Schmutz verschont wurden war, kratzte ich ihr zum Schluss die Hufen aus und streichelte ihr über den Hals. Daneben stand Fine Frenzy, die Grauscheckenstute. Ich trat herein und betrachtete sie erstmals. Sie strahlte, sie hatte eine warme Aura um sich. Ich kam näher und legte meinen Arm auf ihren Bauch. Ich grinste, dann putzte ich sie gründlich, kratzte und Bürstete ihre Hufen aus und ging heraus. Seasons Princess schaute mich mit großen Augen an. Wieder das gleiche, ich schob den Riegel auf und ging in die Box herein. Ich sah mich erstmal um, krallte mir dann die Putzsachen und begann Seasons Princess zu säubern. Sie war leicht hartnäckig beschmutzt und ich kämpfte mit dem Staubigen Dreck. Ihre Hufen waren so gut wie frei, als ich fertig war trat ich heraus und schloss den Riegel wieder zu. Ich ging die Stallgasse entlang zu Soldiers Pride, der American Quarter Stute. Ich streichelte ihr über die Nüstern und öffnete das Boxentor, klopfte die Bürsten aus und ging hinein. Ich striegelte sie und bürstete sie anschließend, kratzte ihre Hufen aus und kämmte ihr Knoten aus dem Haar. Ich trat zu Sir Lancelot und betrachtete sein Ebenbild. Ich grinste und schob die Tür auf, trat herein und begann ihn zu säubern. Sein Fell strahlte wieder, sein Langhaar war nun auch entknotet und seidig, und weht bei dem kleinsten Windstoß. Ich tätschelte ihm über den Hals, nachdem ich auch die Hufen ausgekratzt hatte und schloss die Boxentür. Weiter ging es mit Laurencio, das letzte Pferd das ich noch putzen musste. Ich trat zu dem Tigerschecken in die Box herein und lächelte erstmals. Sein Fell war leicht, bis stark beschmutzt. Angetrocknete Schlammspuren klebten an seinem Fell. Mühsam bürstete ich den Schmutzt aus seinem Fell und entknotete sein weißes Langhaar und seinen Langen dreckigen Schweif. Zuletzt kratzte ich die Hufen aus und ging heraus. Ich ging aus der Stallgasse und kam mit einem großen Beutel Futter wieder. Ich füllte die Futtertroge der einzelnen Pferde auf und ging aus dem Stall heraus. Ich brachte die Zucht auf Vordermann, ich fegte den Dreck weg und säuberte den Gesamten Hof, ich ging mit einem Wasserschlauch herum und so entfernte sich der grobe Dreck. Ich verzierte den Hof ein wenig und versuchte ihn Edel aussehen zu lassen. Ich arbeitete bis spät in den Abend, dann ging ich Schlafen, als die Arbeit zu Ende war. Am nächsten Tag erwartete ich einen Anruf von vampyrin. Gegen 10 Uhr rufte sie anschließend an. Mein Handy klingelte, und ich ging ran. Wir unterhielten uns eine Weile, dann sagte sie, dass ich die Versteigerung für den Arberhengsten gewonnen hatte. Mit einem grinsen stellte ich mich vor die Haustür und wartete eine Weile. Ich hielt ein Halfter und einen Strick bereit, den ich schon auf das Geländer gelegt hatte. Als anschließend ein Auto samt Pferdeanhänger ankam wurde mein lächeln größer und verzog sich über mein ganzes Gesicht. Ich umarmte vampyrin und sie zeigte mir den Blue Roan Araber Hengst, Eisenmann. Er sah wahrlich wunderschön aus. Ich bedankte mich bei vampyrin, die kurzerhand wieder verschwunden war, und ich stand mit Eisenmann da. Ich schaute ihn an, musterte ihn. Das Halfter hatte ich ihm bereits angelegt, und nun führte ich ihn ein wenig auf den Hof herum. Ich zeigte im fast jede kleine Ecke, und den Anfangssteg des Reitweges. Dann führte ich ihn zur Weide, da wo er Zukünftig stehen würde. Die Pferde begrüßten ihn anschließend, mit einem Wiehern, und manche interessierten sich gar nicht für den Neuling. Er war ein schlank gebautes Vollblut, und auch seine Hengstmanieren sah man ihm an, er imponierte leicht, und fühlte sich anscheinend schon ziemlich wohl, denn er zerrte mich zu einigen Stellen, die er mehr beobachten wollte. Am ende aber führte ich ihn wieder zu der Weide, machte das Hölzerne Tor auf und führte ihn herein. Mit schnellen Schritten ging er herein und schaute auf den Boden, roch das Gras. Ich nahm das Halfter von ihm ab und ließ ihn die neue Welt erforschen. Eine Weile später hängte ich den Pferdetransporter für zwei Pferde an meinen Geländewagen und fuhr zu einer Versteigerung. Ich wollte unbedingt einen Hannoveraner haben, und einen Friesen. Angekommen schaute ich mich erstmals um. Sofort fiel mir der Hannoveraner Hengst Halluzination auf, jedoch hatte er wohl viele Interessenten, denn viele starrten zu ihm. Ich drängelte mich nach vorne zu ihm um ihn genauer zu betrachten. Er war wirklich, wirklich wunderschön. Ich war sicher dass ich ihn haben wollte, sogar Probesitzen durfte ich. Eigentlich wollte ich noch einen Friesen haben, am besten ebenfalls einen Hengst, jedoch war keiner in Sicht, ich fand keinen. Nun ging ich zum Versteigerungssaal und wartete auf mein hoffentlich Zukünftiges Pferd. Endlich trat er an, und wie ich mir vorstellte, viele boten für ihn. Es war nicht leicht gegen die Anzutreten, aber anschließend hatte ich die Versteigerung gewonnen. Ich war heilfroh, und nun Besitzer eines wunderschönen Hannoveraner Hengstes. Aber ich musste mich noch gedulden, bis die Versteigerung zu Ende war. Es waren wirklich wunderschöne Pferde dabei. Kurz vor Ende aber kam ein richtiges Highlight. Ich sah doch einen Friesen. Er stand stolz dar, ich zögerte zuerst, wusste nicht wie er drauf war, aber dann fing ich an zu bieten. Komischerweise bietete kaum jemand. Woran lag das? Wie er drauf ist, das wird vorerst aber ein Rätsel sein, bei Halluzination wusste ich ja nämlich, das er ruhig ist, und Lernfähig, da der Züchter mir dies mitgeteilt hatte. Aber bei dem Rappen hatte ich keine Vorstellung. Ich musste mich wohl überraschen lassen. Die Aktion war zu Ende und ich holte die Pferde ab. Ich ging raus und lud sie in den Transportlaster ein. Bisher gehorchte noch jeder. Im Auto hörte ich Gewieher, vom Transporter. Als wir dann in meinem Hof angekommen sind, steigte ich aus dem Auto heraus und ging hinter das Auto, an den Anhänger. Ich öffnete die hintere Tür und ging erst zu Halluzination, so nannte ich ihn. Ich öffnete die kleine Tür und führte ihn Rückwärts heraus. Bisher gehorchte er noch, er war ziemlich ruhig und gelassen. Ich band ihn an einem Pfad fest, damit ich auch den Friesen herausholen konnte, und dann mit den Beiden auf dem Hof sozusagen spazieren konnte. Der Hengst wollte nicht Rückwärtsgehen und blieb eifrig stehen. Wahrscheinlich war er einfach noch nicht an den Anhänger gewöhnt dachte ich und ging feinfühlsam mit ihm um. Anschließend reagierte er und ging einige Schritte rückwärts, stoppte und ging anschließend ganz heraus. Ich klopfte ihn auf den Hals und band Halluzination ab und hielt den Strick von ihm in meiner linken Hand, den von dem Friesen in meine rechte Hand. Viele neugierige Pferdeaugen starrten auf die Beiden Neulinge. Ich führte auch sie eine Weile herum, etwas unkonzentriert gingen sie herum, was aber sehr verständlich war, denn es war neu für sie, neuer Untergrund, andere Luft. Nach einer Weile überlegte ich einen Namen für den Rapphengst. Ich grübelte lange, und ein passender Name fiel mir aber noch nicht ein. Dann überlegte ich, warum kaum jemand für den Friesen geboten hatte. War er Ängstlich? Ich führte Halluzination schon mal auf die Weide, anscheinend wurde er von den anderen Akzeptiert, denn er stand ziemlich mittig der Pferde. Den Friesenhengst aber hatte ich noch an meiner Hand, ich wollte seinen Charakter erforschen. Außerdem ist mir die Lage seiner Ohren schon aufgefallen, die ziemlich flach angelegt waren. Plötzlich blieb er Stur stehen und ließ sich nicht mehr bewegen. Aber ein Gewieher von einem anderen Pferd ließ ihn aufschrecken und er machte einen kleinen Satz nach hinten. Seine Ohren waren noch stark nach hinten angelegt und ich führte ihn erstmal auf die Weide, da auch wo Halluzination stand, wollte wisse was er macht. Stur galoppierte er herum, stieg einige Male, dann graste er, ließ aber niemanden an sich heran, niemand näherte sich ihn. Da fiel mir ein für ihn ein, nach langem Überlegen wollte ich ihn Exorzismus nennen. Ich wusste zwar nicht ob er wirklich so bösartig ist, wie es den Anschein machte, aber der Name passte irgendwie zu ihm. Ich gähnte, es war gegen 5 Uhr, und ich musste noch mal zu einer Versteigerung. Beziehungsweise wollte ich, jetzt wo ich viele neue Hengste hatte, wollte ich auch eine neue Stute besitzen. Eine Arberstute wäre mir passend. Ich ging zu einer anderen Versteigerung, an der ich noch nicht war. Sie war auch deutlich weiter entfernt als die davor. Jedoch fuhr ich nicht wirklich lange, einige Zeit später war ich auch angekommen. Es gab hauptsächlich Vollblüter, und eine große Auswahl von Araber stand an. Aber am meisten scheintete eine Araberstute heraus, die mein Interesse geweckt hatte. Ich und der Besitzer plauderten eine Weile, er teilte mir bei, das sie manchmal etwas hinterlistig und frech wäre, und daher nicht für Anfänger geeignet wäre. Ich teilte ihm bei das ich viele freche Pferde habe und gut damit zurechtkomme. Ich setzte mich dann in den Versteigerungssaal. Und siehe da, die Araberstute für die ich mich Interessierte hatte war als erstes dran. Es waren wirklich, wirklich viele die sich von der Schönheit der Stute bestrahlen ließ und boten. Ich bot mit, bis ich endlich den Zuschlag gewann. Ein großes lächeln zückte auf meinem Gesicht, aber zuerst musste ich warten, bis die Versteigerung zu Ende war. Es waren wirklich, wirklich wunderschöne Pferde dabei, zum teil konnte ich kaum widerstehen zu bieten. Nach einer geschlagenen Halben Stunde warten durfte ich endlich zu der Araberstute gehen. Mir ist sogar ein Name eingefallen. I can feel your Heartbeat. Benannt nach meinem Lieblingslied. Ich lud sie in den Pferdeanhänger ein und fuhr los. Nach einiger Zeit kamen wir dann an. Ich parkte und lud sie aus. Ich führte auch sie herum, sie war ziemlich vorsichtig und aufgeregt, da sie auf dem Boden tänzelte. Sie hatte sehr langes, wunderschönes Langhaar. Ich streichelte ihren warmen Hals und am Ende der Führung zeigte ich ihr die Weide. Sie musterte die anderen Pferde, besonders die Hengste, sie imponierte, stellte den Schweif hoch und wieherte. Ich grinste etwas, öffnete das Koppeltor und führte sie herein, jetzt war es eine frage der Geduld, ob sie sich mit den anderen Pferden vertragen würde. Es war schon spät, die Sterne glänzten auf dm Horizont und es war eisig kalt, der Mond leuchtete Schwach und ich setzte mich auf die Bank, an dem kleinen Hügel. Ich schaute auf den Wald und auf die Berge. Es war ein entspannender Moment, aber auch ein kalter, denn ich fror. So stand ich auf und ging wieder zurück zum Hof, um mich dort auf mein Bett zu legen und zu schlafen. Der nächste Tag strahlte, es war warme +18°C grad warm und die Sonne weckte mich mit einem lächeln. Ich stand auf, streckte mich, es war ziemlich spät, 9 Uhr. Ich watschelte zum bad und machte mich dort erstmal fertig. Angezogen ging ich heraus und ging zur Weide, wo Exorzismus stand. Oh ja, er war wirklich nicht gerade Freundlich. Er fauchte regelrecht die anderen Pferde an. Ich schüttelte den Kopf und in meiner Hosentasche fing es an eine Melodie zu spielen. Mein Handy klingelte, ich ging ran, Facing war dran. Sie sagte mir, das ich Herbsttraum bekommen würde, eine überaus talentierte Welsh B Stute, die schon viele Gewinne hat, und außerdem gekrönt ist und in meine Zucht passen würde. Sie kommt in circa einer halben Stunde an meinem Hof an. Nach einer geschlagenen halben Stunde kam sie dann mit ihrem Auto samt Pferdeanhänger an. Ich begrüßte sie mit einer Umarmung. Dann lud sie Herbsttraum heraus und ich erst einmal geschockt von ihrer Schönheit. Ich grinste, bedankte mich, und dann fuhr Facing fort, sie hatte es eilig. Ich betrachtete Herbsttraum erstmals und führte sie dann zur dem Zuchtstall, in dem sie stehen würde. Ich führte sie durch die weite Stallgasse und öffnete einen Riegel von dem Stall. Ich führte sie vorsichtig herein und nahm das Halfter von ihr ab. Ich füllte einige Leckerchen in ihren Futtertrog und ging. Dann machte ich drei weiter Boxen bereit, betreten zu werden. Ich wechselte das Stroh aus und füllte den Futtertrog mit einigen Leckereien, denn heute würden noch drei weitere Ponys ankommen. Die Besitzerin ist Toffifee, die mir drei Deutsche Reitponys anvertraut. Da ihr Hof nicht allzu weit von mir entfernt ist, dauerte es nur eine Viertelstunde, bis sie mit einem Auto und einem großen Pferdetransporter ankam. Ich umarmte Toffifee herzlich und konnte es kaum erwarten, die drei zu sehen. Sie machte das Tor langsam auf und ich konnte einige Ponyärsche sehen. Gespannt wartete ich darauf, die in mein Herz einzuschließen. Zuerst wurde der Zuchthengst Dancer in the Moonlight ausgeladen und ich zog ihm ein Halfter an. Solange Toffifee die anderen auslud, brachte ich ihn schon mal in eine der Boxen, die ich vorbereitet hatte. Zuerst bliebt er stehen, musterte die gesamte Gegend und ging vorsichtig hinein. Ich schloss die Boxentür vorsichtig zu und tätschelte ihm die Nüstern. Ich war etwas verträumt und vergaß bei dem Anblick von ihm fast die anderen zwei Deutsche Reitpony Stuten. Also ging ich wieder heraus und nahm die anderen zwei Ponys in empfang. Auch die führte ich zu einem der vorbereiteten Boxen, Star, die Mutter von Stars Diamond machte den Anfang und näherte sich der Box, sie roch an den Untergrund und ging anschließend etwas zögernd herein. Stars Diamond war anschließend zuversichtlich und machte es ihrer Mutter nach. Sie ging herein und drehte sich erstmals einige Male um. Schaute sich jede Ecke und jeden Fleck an. Auch den Geruch prägten sie sich ein, der ganz anders roch, als höchstwahrscheinlich in der früheren Heimat. Ich klopfte Star den Hals und strich Stars Diamond den Kopf, dann ging ich an die Frische Luft und verabschiedete mich von Toffifee, ich war ihr wirklich Dankbar diese wunderschönen Pferde zu Besitzen. Es wurde Abend und Nebelschwaden tauchten auf. Ich ging heraus, wieder auf die Bank, ich wollte Nachdenken, über was, das wusste ich auch nicht. Aber es war ein ruhiger Moment. Ich habe mir eine Decke mitgeholt, damit ich nicht fror. Dann schaute ich zu dem Horizont und hoch in die Sterne, in den Mond, der heute stark Strahlte. Ich schloss die Augen und fing an Tagzuträumen. Dann stand ich auf, legte mir die Decke über den Rücken und ging wieder zum Haus, wo ich mir einen heißen Kakao machte und Fernsehen guckte, heute war ein toller Tag. Dann legte ich mich in mein weiches Bett und schlief...
      (c) HuskyJenny
      08.05.2011
      Vertretung bei Husky

      Ich stöberte gerade durch einige Pferdeforen im Internet, da stieß ich auf eine Internetanzeige, die mein Interesse erweckte.
      "Hallo, da ich die nächsten Wochen keine Zeit habe, suche ich eine nette Person, die sich verantwortungsvoll um meine 42 Pferde kümmern kann." Darunter eine Telefonnummer, die mir irgendwie bekannt vorkam. Weil ich die nächsten Wochen nichts zu tun hatte, beschloss ich, mich mal zu melden und rief dort an.
      Als HuskyJenny ans Telefon ging, musste ich lachen. Hatte ich mich also doch nicht getäuscht!
      Husky und ich kannten uns flüchtig, weswegen sie erfreut war, dass ich mich meldete. Wir besprachen alles weitere und damit war die Sache klar gemacht: Ich war vorerst für ihre vierbeinigen Lieblinge zuständig, und weil ich heute sowieso nichts mehr vor hatte, machte ich mich gleich mal auf den Weg auf die schöne Anlage der jungen Frau.
      Im Stallgebäude traf ich zwei Pferde an, Knocked Down und Husky, zwei hübsche Araber. Beide waren sehr liebe Gesellen und waren zufrieden, wenn sie jeweils auf ein großes Paddock in der Sonne durften, so hatte Husky es mir jedenfalls erklärt. Ich kümmerte mich also erst um die beiden Stallpferde und führte sie nacheinander auf zwei benachbarte Ausläufe, wo die beiden sich ein wenig die Beine vertreten konnten.
      Zufällig fiel mein Blick von hier aus zu den Weiden, weshalb ich beschloss, mich nun um die Pferde zu kümmern, die ganztags auf der Koppel standen. Gemütlich schlenderte ich dort hin und wurde sofort von Talmih, einer ziemlich freundlichen Scheckstute begrüßt. Fröhlich streichelte ich ihr über die Nase und schaute mich weiter auf der Koppel um. Aloha from Hell beäugte mich mit schelmischem Glanz in den Augen und schien ztu überlegen, welchen Spaß er sich wohl mit mir erlauben konnte. Bevor dies jedoch geschehen konnte, schnappte ich mir Miss Seventeen, um sie zu putzen und anschließend ein wenig Bodenarbeit mit der schönen Saddlebred Stute zu machen. Sie benahm sich sehr gut, trotz ihres jungen Alters, sodass wir schnell fertig waren und ich mit der Arbeit fort fahren konnte. Husky hatte mich davor gewarnt, dass viele der Weidepferde eher schwierig waren, doch mit Ptroblempferden kannte ich mich ja aus. I can feel your Heartbeat war eine sehr hinterhältige Stute, doch ich nahm mich in Acht und passte gut auf, weshalb es kaum Probleme hab, während ich sie putzte und anschließend longierte. Nach der Schimmelstute widmete ich mich dem stolzen Friesen Exorzismus. Trotz seiner Schönheit konnte ich ihn nicht wirklich als angenehm empfinden, da er alles andere als freundlich war und versuchte, mich mit allen Mitteln zu ärgern. Ich versuchte, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, gab jedoch schließlich auf und beendete die Arbeit mit ihm, die eigentlich nur aus halbwegs ordentlichem Putzen bestanden hatte, um ihn wieder zu entlassen. Zufrieden über seinen Triumph trottete er davon und gesellte sich zu Halluzination, mit dem er ein spielerisches Kämpfchen startete. Ich schaute kurz zu und machte dann weiter im Programm. Für heute hatte ich noch einen Kandidaten auf der Liste, dann wollte ich hier im Stall übernachten und morgen weiterarbeiten. Ursprünglich hatte ich geplant, Eisenmann zu reiten, doch auch er schien keine Lust auf mich zu haben und warf mir nur ein paar arrogante Blicke zu, deshalb schnappte ich mir lieber Vintage Gold, die sich ausnahmsweise mal als sehr angenehm war und mir die Arbeit leicht machte, sodass ich sie sogar dressurmäßig ritt und richtig Spaß daran hatte. Als ich die schöne Warmblutstute auf die Koppel zurück gebracht hatte, kam der schwarz gescheckte Playboy zu mir getrabt. Er schien ziemlich verschmust zu sein, denn zärtlich rieb er seinen Kopf an mir und genoss es richtig, dass ich ihm einige Streicheleinheiten schenkte. Nach einer kurzen Schmuserunde machte ich mich dann auf ins Gästehaus, wo ich übernachtete.

      Am nächsten Tag ging es dann früh wieder raus, heute war der zweite Teil der Weidepferde dran, und vielleicht sogar noch ein oder zwei der Zuchtpferde.
      Obwohl Husky Meine Fäden als misstrauisch und auch nicht so leicht beschrieben hatte, schien sie heute einen sehr guten Tag zu haben. Die Roanfarbene ließ sich brav einfangen und benahm sich auch mehr oder weniger gut, als ich mit ihr einen Spaziergang machte, auch, wenn sie vielleicht etwas zu schnell unterwegs war. Nach Meine Fäden kümmerte ich mich um Bin ich dein Fluch, die sich als ziemlich heimtückisch herausstellte. Sie versuchte ständig, mich beim Putzen in den Po oder sonst wo hin zu kneifen, aber ich wich ihr geschickt aus. Schließlich schien sie die Fellmassage auch ziemlich zu genießen, zumindest gab sie ihre Boshaftigkeiten am Ende auf. Nach der Pflege der Araberstute fing ich Horror Kid ein und machte mit ihr einen kleinen Ausritt ins Grüne. Anfänglich versuchte auch sie mich zu piesacken, und mich mit Bucklern loszuwerden, als sie aber merkte, dass sie mich nicht runter bekam, wurde sie ruhiger und der Spazierritt nahm entspannte Züge für uns beide an. Nachher führte ich sie wieder zu ihren Artgenossen auf die Wiese. Ich fing währenddessen Glanzstück ein, wobei mich Blümchen, eine sehr ängstliche und nicht zu unterschätzende Araberstute, mit missmutigem Blick beobachtete. Glanzstück war eine kleine Diva, doch bis auf ihre Sensibilität und ein wenig Eingebildetheit, war sie sehr ruhig und auch mit ihr machte das Dressurtraining Spaß.
      Nach der Falbstute hatte ich mich um alle Weidepferde gekümmert. Da es noch nicht allzu spät war, marschierte ich noch zu dem Trakt des Gehöfts, wo sich die wertvollen Zuchtpferde befanden. Weil ich Lust auf etwas gemütliches hatte, widmete ich mich jetzt den beiden Kaltblütern, Tigra und Rayon de Solei. Beide waren Shire Horses, was für meine geringe Körpergröße eine kleine Herausforderung darstellte. Weil die beiden Schimmel jedoch sehr brav waren, schaffte ich es mit eine Stuhl schließlich doch, beide zu putzen. Dann brachte ich sie gemeinsam in die Halle, wo sie sich zu zweit etwas austoben durften. Während die Kolosse übermütig durch die Halle preschten und bewiesen, dass sie trotz Kaltblut auch sehr temperamentvoll waren, schaute ich fasziniert zu. Nachdem Rayon und Tigra ihren Bewegungsdrang gestillt hatten, führte ich zurück in ihren Stall. Auch heute war die Zeit wieder wie im Fluge vergangen, und es begann schon zu dämmern, weshalb ich mich erstmal zurück zog und die weitere Arbeit auf morgen verschob.

      Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht begann nur ein neuer pferdiger Tag auf der Anlage von HuskyJenny. Auf meinem Plan hatte ich jetzt als nächstes die Zuchtponies des Gestüts der jungen Frau. Da es nur fünf an der Zahl waren, konnte ich möglicherweise sogar noch mit den Vollblütern anfangen, wenn alles klappte.
      Zuerst widmete ich mich Alufolie, dem kleinen American Miniatur Horse, welches mich fröhlich wiehernd begrüßte und scheinbar höchst erfreut war, als ich sie für einen Spaziergang aus der Box holte. Flüchtig putzte ich die schöne Stute und machte mich mit ihr auf den Weg. Sie zeigte sich sehr gehorsam, aber legte auch ein ordentliches Maß an Temperament an den Tag, sodass mir keineswegs langweilig wurde. Anschließend wollte ich mit Dancer in the Moonlight trainieren. Er war ein sehr gehorsamer Hengst, testete zwar wie weit er gehen konnte, benahm sich jedoch super gut, nachdem ich ihn etwas zur Ordnung gerufen hatte. Nach dem Braunen kümmerte ich mich nun um die Jungstute Star's Diamond. Sie war erst vier und noch ziemlich verspielt. Das deutsche Reitpony schien sehr gerne neue Dinge kennenzulernen, aus diesem Grund ließ ich sie in der Halle ein bisschen frei Springen, natürlich nur mit niedrigen, sicheren Hindernissen. Man merkte, dass Diamond viel Spaß an der Sache hatte, ich musste sie nicht mal dazu bitten, die Sprünge zu überwinden.
      Nach der jungen Stute kam nun deren Mutter Star zum Zuge. Sie war schon zwölf, hinterließ jedoch einen ganz anderen Eindruck bei mir. Ich longierte die Gute und hatte Mühe, die Longe in der Hand zu behalten, so aufgeweckt und übermütig sprang die Braune umher. Nachdem sie ruhiger wurde und zufrieden vorwärts abwärts lief, durfte sie wieder zurück in ihre Box und ich kümmerte mich noch um Herbsttraum, das letzte der gekörten und gekrönten Ponies. Die Welsh B Stute hatte einen klasse Charakter, welche das Springtraining, welches ich mit ihr machte, zu einem sehr schönen Ritt machte.
      Aus Erfahrung wusste ich, dass mit vollblütige Pferde nicht so sehr zusprachen. Ich entschied mich also, einen Teil der blütigen Zuchtpferde auf die Koppel zu entlassen, damit sie ihren für gewöhnlich hohen Bewegungsdrang ausgiebig ausleben konnten. Da Teasie und Muh! Western geritten waren, gehörten sie schonmal zu den Kandidaten, die ihre Freiheit auf der Koppel genießen durften, damit kannte ich mich nämlich kein bisschen aus. Auch Silberpfeil und Albaran ox durften mit nach draußen. Das Fohlen war nämlich noch etwas jung für die Arbeit, und der Fuchshengst schien ziemlich wild und aufgeregt. Nacheinander brachte ich die Vollblüter auf die Weide, wo sie sich sofort in den Galopp setzten und freudig buckelnd davon sprengten. Ich schaute den möchtegern Rennpferden eine Weile zu, ehe ich mich wieder in den Stall begab und mich nun Saddy annahm. Die Scheckstute war etwas zickig, ansonsten jedoch relativ brav. Das typische Arabertemperament zeigte sich natürlich, doch nach einigen Galopprunden auf dem Dressurplatz legte sich das Feurige und wir konnten toll gemeinsam arbeiten. Anschließend war Mikke an der Reihe. Husky hatte mir erzählt, dass die Fuchsstute ziemlich stur sein konnte. Deswegen entschied ich mich für Bodenarbeit, um ihr zu zeigen, dass sie sich manchmal einfach unterordnen musste. Anfänglich dachte ich, die hübsche, aber auch ziemlich launische Stute würde nie aufgeben, doch letztendlich ergab sie sich und die Übungen schienen ihre Wirkung zu zeigen. Zuletzt war sie wirklich lammfromm, sodass ich sie stolz in ihre Box zurück brachte und mich als letztes für heute noch Khadir, dem wundervollen Schimmelhengst. Mit ihm unternahm ich einen relaxten Abendausritt, der wirklich traumhaft schön war. Zum einen, weil wir in den Sonnenuntergang ritten, zum anderen, wiel Khadir unglaublich rittig und feinfühlig war. Dies war ein grandioser Abschluss für den dritten Tag bei Husky, und später fiel ich todmüde ins Bett.

      Am nächsten Morgen schlief ich etwas aus, ehe ich mich zu den zuchtfähigen Warmblütern begab, welche zwölf an der Zahl waren. Ich begann damit, Sir Lancelot, Laurencio und Soldiers Pride auf die Koppel zu bringen. Heute war Stutentag angesagt! Die drei Friesenstuten Amalia, Black Star und Zingara verwöhnte ich mit ausgiebigen Pflegeeinheiten, was sie sichtlich genossen und sich auch mal schön entspannten. Nach der Schönheitskur für die schwarzen Perlen, machte ich mit Yanetha weiter. Auch diese fühlte sich pudelwohl, und schien sich auch in ihrer Rolle als Diva bestätigt zu fühlen, denn bei der anschließenden Longenarbeit zeigte sie sich ziemlich faul und unmotiviert. Schließlich beendete ich das Longieren und brachte dannach Cassablanca und Schokolade in die Halle, wo ich sie rennen ließ. Freudig spielten die Stuten Rodeopferd und zeigten, wie ganggewaltig sie waren, typische Saddlebreds eben. Nachdem sich beide ausgetobt hatten, machte ich mit der faulpelzigen und ziemlich schreckhaften Draugsa weiter. Sie mobilisierte ich mit einer Art Schrecktraining, doch es schien nicht viel zu bringen, denn letztendlich hatten wir beide die Nerven verloren, Draugsa hatte sich nicht mehr gerührt und ich hatte Kopf schüttelnd, aber dennoch lachend aufgegeben. Hatte ich ahnen können, dass ein L aus Stangen gerne 1,61 m große Warmblutstuten auffraß?!
      Als letztes von Huskys Pferden ritt ich jetzt Season's Princess, mit der ich einen schönen Abschluss erlebte. Wir ritten aus, ganz gemütlich, zwischen durch aber auch mal rasant, und die Braune benahm sich einfach wundervoll.
      Nach der Arbeit machte ich einen Rundgang über den Hof und rief mir die letzten tage nochmal in Erinnerung. Ich hatte einiges erlebt, Spaß gehabt und mich manchmal auch geärgert, aber trotzdem war es eine klasse Zeit gewesen. Ich tippte Husky eine SMS, dass alles erledigt war, dann winkte ich symbolisch nochmal dem Hof und machte mich auf den Heimweg.
      (c) Chequi
      19.11.2011
      Besuch bei Husky!

      Heute besuchte ich Husky. Ich fuhr sofort los zu ihr um rechtzeitig fertig zu werden. Angekommen lief ich in den Stall zu ihr wo die ganzen Pferde schon auf husky warteten. Mann merkte ihnen sichtlich an wie enttäuscht sie waren als ich hinein kam. Zunächst ging ich zu einem Araber der mir sofort ins Auge stach ; Husky. Ich holte die Stute aus ihrer Box und putze sie. Dann Sattelte ich und führte auf den Platz. Nachdem ich sie warm-geritten hatte trabte ich über einige Stangen und sprang über ein kleines Kreuz. Zum Schluss ritt ich noch trocken und versorgte sie. Als Belohnung durfte sie noch auf die Weide. Nun kam Knocked Down an die reihe. Ich schrubbte das dicke Fell des Hengstes und legte ihm das Longierzeug auf den Rücken. Nun gingen wir in die Halle und ich lies ihn 6 Minuten Schritt laufen. Dann band ich ihn aus und trabte ihn an. Er reagierte auf jede Stimmhilfe und nach 25 Minuten Arbeit versorgte ich auch ihn , stellte ihn auf die Weide und verräumte das Zeug des Arabers. Nun holte ich Schachfigur und führte sie zunächst erstmal in die Halle. Dort schnappte ich mir eine Peitsche und trieb ihn vorwärts. Er imponierte und lies seine Hengst Manieren Spielen. Der Hengst genieste den anschließenden Weidegang und lies sich schön Sonnen.
      Nun war die nächste Araberstute dran. Blümchen hieß sie und ich puzte die braune Stute. Dann kam der Sattel drauf und ab geht die Post! Wir gingen auf den Platz und ich ritt sie warm. Anschließend folgten einige Dressur Lektionen und ich richtete sie wieder ab. Wir waren schließlich schon 1 Stunde in der Bahn. Vintage Gold und Glanzstück Durften heute ihren gesamten Tag auf der Weide verbringen. Sie freuten sich sichtlich . Nun holte ich Horror Kid und longierte den wunderschönen Araber etwa 15 Minuten am Halfter. Bin ich dein Fluch war heute nicht sehr motiviert. Als ich die Stute im gelände Reiten wollte wehrte sie sich bei jeder Kreuzung weiter zu gehen. Ich gab es auf und ritt zurück. Miss Seventeen dagegen war voller Lebensfreude. Sie wollte gar nicht mehr aufhören zu Galoppieren als ich sie auf dem Platz ritt. Schließlich durfte sie den Rest der Tage in der milden Herbstsonne verbringen. Ich lief zu Meine Fäden , der schon ungeduldig mit den Hufen scharrte und darauf wartete aufmerksamkeit zu bekommen. "So großer" , murmelte ich leise in ihre Ohren. Sie schnaubte als ich sie puzte und Sattelte fast die ganze Zeit aus. Nun eine halbe Stunde im Schritt im Gelände und schon war die Stute ficks und alle. Aloha from Hell stand ruhig in seiner Box , was mich wunderte. Als er jedoch auf die Weide durfte rannte er freudig neben mir her. Ebenfalls Talmih und Eismann die auch einen freien Tag hatten. Als nächstes war Halluzination an der Reihe. Ich ging mit ihm nur Spazieren da er etwas müde aus sah. Dagegen war Exorzismus heute einer der aufgewecktesten , als er jedoch ablongiert war lief er erschöpft auf die Wiese! I can feel your Heartbeat musste heute etwas mehr schaffen! Ich Baute mir einen kleinen Springpacour auf und sprang ihn einige male ab. Kruzifix Longierte ich , was ihn nicht sehr erschöpfte. Possibility ritt ich heute im Westernstill. Rayon de Solei und Tigra durften ebenfalls einen freien Tag geniesen! Es wurde kühl und dunkel darum musste ich mich beeielen. Husky hatte viele wunderschöne Saddelbreds die ich alle nach und nach in der Halle freilaufen lies nachdem ich sie gepuzt hatte. Zuerst Laurencio dann Sir Lancelot,Fine Frenzy,Season's Princess,Schokolade,Draugsa,Casablanc und zu guter lezt Yanetha. Es sind seit dem 5 Stunden vergangen und wir hatten Punkt 7 Uhr. Soldiers Pride longierte ich im Flutlicht was eigentlich ein sehr schönes Bild war. Ich holte jezte Black Star und puzte schnell über ihn drüber. Schnell den Sattel drauf und ab in die Halle! Ich ritt ihn warm und fing an zu traben. Galoppieren wollte ich ihm ersparen also hörte ich nach einer halben Stunde mit der Arbeit auf um ihn abzurichten und zu behlonen. Amalia,Zingara und King of Darkness lies ich in die Halle zum wälzen . Währendesen holte ich Chramisa zum Longieren aus der Box. Ich hatte noch einiges zu tuen und es war schon sehr spät. Also schnell über Khadir,Teasie und meine altes Pferd arsil gepuzt und ab zum Reiten! Als sie fertig waren holte ich Mikke und longierte sie noch. Albaran ox und Muh! ritt ich jeweils noch eine halbe stunde .Saddy und Albaran ox mussten ihren Tag heute in der Box verbringen da es sich nicht mehr lohnte sie auf die Weide zu bringen. Nun nur noch ihre Ponys versorgen ! Als erster war Herbsttraum dran denn ich ritt. Star durfte zusammen mit Star's Diamond in die Halle. Dancer in the Moonlight,Alufolie,little Jim und Shalom hatten heute einen steh Tag. Ich mistete noch alle Boxen aus und die anderen Pferde kamen von der Weide rein. Nun noch allen Heu und Kraftfutter geben und ab nachause ins warme!
      (c) niniana
      19.05.2012
      Pflegebericht
      Da Husky zu mir meinte das sie nun für einige Tage weg sei und mich fragte ob ich nicht vielleicht mich um ihre Pferde kümmern könnte in der Zeit,willigte ich natürlich ein. Da ich eine abenteuerlustige Person war,fragte ich meine Zuchtpartnerin Hummingbird ob sie nicht auf unsere Pferde in der Zeit aufpassen könnte und auch sie willigte ein. Da wir ja nun unsere Zucht umgestellt hatten hatte sie nur noch zwei Tiere bei sich im Stall und diese konnte sie über die Tage auch bei mir unterstellen. Ich schnappte das Zelt sowie Schlafsack und die Kühltruhe,noch einige Sachen die ich brauchte. Ich hatte nämlich mit Husky abgemacht das ich auf einer der Weiden zelten konnte,ich sollte mir nur ein Stückchen abzäunen,damit mich die Pferde nicht noch um trampelten wenn ich sie über die Nacht draußen ließ bei gutem Wetter. Und wenn es stürmen würde könnte ich ja auch im Stall auf dem Heuboden oder so schlafen. Es würde auf jedenfall toll werden. Auch wenn ich von manchen Rassen keine Ahnung hatte. Ich hoffe sie hatte meist nur Dressur oder Spring Pferde. Käme mir zu guten. Dann könnte ich sie etwas fördern,mit Western oder Distanz/Rennen,konnte ich kaum was anfangen... Kaum war ich da,dank dem alten Pick Up,lud ich die Sachen erstmals aus. Mit Husky zusammen begannen wir erstmals das ganze etwas abzustecken auf einer Weide,die der Stuten,den Hengsten traute ich nicht so. ,,Gut.. ich muss nun auch..'',murmelte sie und lächelte. ,,Okay. Keine Angst deinen Pferdchen wird’s gut gehen...'',versprach ich und sie verschwand. Ich lächelte und sah mich auf der Weide um,entschied mich als erstes für eine wunderschöne Quarter Horse Stute. Ein falbe,wenn ich mich nicht irrte. Ich lief zu der Stute und streichelte sie sanft. ,,Na du kleine.'',lächelte ich und sie suchte mich etwas nach Leckerlis ab. ,,Du die kriegst du nachher erst,erst etwas dafür tun!'',kicherte ich leise. Ich holte den Strick,das Halfter hatte Husky anscheinend bei jedem Pferd angelassen. Sanft zuppelte ich am Strick und die verschmuste Stute folgte,kaute dabei noch etwas Gras. ,,Nun komm.kleine Schönheit!'',lächelte ich und schloss das Weidentor hinter mir,ehe ich mit ihr zusammen zum Putzplatz ging,dort band ich sie an. Als ich in die Sattelkammer ging,zu dem Spind an dem ein Foto von ihr hing lächelte ich. Sie und ein Fohlen. Neugierig betrachtete ich das Bild. Also war sie eine gekrönte Stute. Als ich den Schrank öffnete fand ich eine kleine Aufgaben Liste. Diese war anscheinend an mich und einige Futterinfos. Schmunzelnd musterte ich nochmals kurz das Bild,ehe ich dann den Putzkasten,samt Sattel und Trense schnappte. Auch die Bandagen versuchte ich noch mit zu erwischen und lief dann wieder zu Soldiers Pride. Wusste nun ihren Namen. Und er passte zu ihr. Ich hängte den Sattel an der Halterung auf,die Trense ebenfalls ehe ich dann den Putzkasten schnappte und sie begann zu putzen. Immer wieder versuchte die kleine einen Schmuse-Start,worauf ich mich ab und an einließ. Einfach Süß. Als ich sie fertig geputzt hatte suchte ich auf der Hengstweide. Dort angekommen suchte ich nach einem Roan Quater Horse. Wollte,wie auf der Aufgaben-Liste,den als Handpferd mitnehmen. Da Soldiers Pride wohl gekrönt war,war dieser wohl schon gekört und beide sollten sich vielleicht schon kennen lernen oder so. Naja konnte mir egal sein,solange er brav als Handpferd war. Ich holte den Hengst mit bedacht von der Weide und schloss auch hier wieder richtig das Tor. Als ich mit dem Hengst,namens Possibility, zu Soldiers Pride kam,lächelte ich als die beiden sich schon gegenseitig zu wieherten. Ich hatte auch Possibility schnell geputzt,sattelte,bandagierte und trenste dann Soldiers Pride. Dem Hengst bandagierte ich auch und zog auch ihm die Trense an,da ich so auch etwas mehr Kontrolle über ihn hatte. Mit bedacht machte ich vorsichtig die Trense am Sattel fest,als ich aufstieg und gurtete dann nochmals nach. ,,Hui..'',grinste ich und lobte die Stute. ,,So dann wollen wir mal,oder meine Hübschen?'',schmunzelte ich und nahm die Zügel vom Hengst in die Hand und auch die von Soldiers Pride. Ich schnalze leise und sie ging im Schritt los,ich lächelte und hielt den Hengst immer schön neben mir. Als wir im Feld ankamen blickte ich mich um und ließ beide etwas lockerer,beide nahmen schnaubend die Köpfe hinunter. Als wir gut schon zehn Minuten unterwegs waren,begann ich mit beiden etwas zu trabend. Achtete immer darauf das der Hengst nicht hinter uns landete,denn etwas Angst bekam ich dann doch schon. Leise seufze ich kurz und sah auf ein Stoppelfeld. ,,Auf auf,treues Ross.'',murmelte ich belustigt und trieb sie vorsichtig in den Galopp. Der Hengst war glücklicherweise nicht schneller,oder er gab sich einfach Mühe langsamer zu sein,eines von beidem. Schmunzelnd parierte ich durch und lief mit den beiden dann auch schon wieder zurück,waren schon gut mehr als eine Stunde hier draußen,wie die Zeit doch verflog. Als ich auf dem Hof mit den beiden wieder ankam. Immer wieder wenn ich den Hengst streicheln wollte,wich er aus. ,,Hey..'',murmelte ich und trenste ihn sanft ab,ehe ich ihn dann auf halfterte,was wie vorhin auch eine kleine Prozedur wurde.. Als ich die beiden später wieder auf die Weide brachte,beobachtete ich nur wie der Hengst,Possibility,sich von den anderen eher abwandte,wohin die Stute einfach zu den anderen Stuten auf den Weiden trabte mit einem lautem Wiehern. Zwei Hengste sah ich noch etwas rangeln,was mich schmunzeln ließ,da es nur spielend aussah. Naja damit hatte ich die ersten beiden schon fertig gemacht. So nun kamen die nächsten. Leise seufze ich. Klar waren es viele Pferde,so schnappte ich mir die ersten,wie Laurencio und Sir Lancelot. Die beiden holte ich als nächstes von der Weide,einzelnd verstand sich. Als Laurencio so stürmisch von der Weide preschte zog er mich nur hinter her. Etwas sauer zuppelte ich am Strick. ,,Laurencio!'',zischte ich etwas wütend und band ihn dann an. Junghengst,eindeutig. Ich putze ihn,ehe ich dann den Zettel aus seinem Spind schnappte,dort drauf Freispringen stand. Rasch war in der Halle alles her gerichtet. So schnappte ich mir noch Laurencio,trenste ihn und lief mit ihm zur halle,machte dort die Zügel ab und der Hengst preschte erstmals los. ,,Ruhig..'',murmelte ich und er besann sich nach einiger Zeit. Ich schmunzelte und lockte ihn über die Hindernisse,welche er mit Freude nahm. Nach kurzer Zeit jedoch hatte er schon keine Lust mehr,so machte ich die Zügel wieder an seine Trense und brachte ihn zum Putzplatz. Dort tauschte ich die Trense gegen das Halfter. Ich wusch das Gebiss noch rasch,brachte Putzbox und Trense weg,ehe ich dann den Hengst auch wieder auf die Weide brachte. Als nächstes nahm ich Sir Lancelot. Husky hatte viele gekörte Pferde. Da sie auch nichts an seinem Spind hatte,putze ich Lancelot einfach nur und brachte den kleinen Rebell schon wieder auf die Weide. Mit dem zu reiten,dafür hätte ich keinen Nerv. Der war ja bald schlimmer als der Friese,den ich letztens mal für Husky bewegen sollte. Ich blickte dem Saddlebred hinter her,als er so einfach weg fegte,wieder zu Laurencio. Nun schnappte ich mir den nächsten Saddlebred Fine Frenzy. Ich lächelt als dieses wunderschöne Tier nun am Putzplatz stand. Rasch holte ich von ihr den Putzkasten. Kurz schmuste ich nur mit ihr,ehe ich sie begann zu putzen. Sie war auch eine gekrönte Stute. Mensch wenn die Hälfte meiner Pferde mal gekrönt wäre... Dann wäre meine Zucht auch besser am Laufen,aber gut das würde sicherlich noch kommen. Auch bei ihr stand nichts,was ich hätte mit ihr machen sollen,also gönnte ich auch hier nur eine kleine Schmuse oder Putzstunde. Was keine Stunde war,aber ich putze sie gründlich,wie jedes Pferd. Leise brummelte sie und genoss es sichtlich. Ich lächelte und gab ihr ein Leckerli,ehe ich sie auch wieder auf die Weide entließ. Mit dem 6. Pferd,dies war Season's Princess,machte ich auch etwas Freispringen,die Hindernisse standen ja noch,was praktisch war und ich würde sie auch erst heute Abend weg räumen. Und nach dem ganzen entließ ich auch sie wieder auf die Weide. Die restlichen vier Saddlebreds die auf dieser Weiden standen,welche da waren: Schockolade,Draugsa,Casablanca und Yanetha,putze ich auch nur und ließ sie dann wieder auf die Weide. Die meisten Pferde wurden eh nur etwas geputzt denn der Tag war nicht sonderlich lang,nicht wahr? Es war ja nun schon gut zwei Uhr. Als nächstes kam mein kleiner Albtraum: Exorzismus. Dem Pferd vordem ich viel mehr als Respekt hatte. ,,Na du..'',murmelte ich leise und streichelte ihn,solange bis er nach meiner Hand schnappte. ,,hast dich seit dem letzten Mal wohl nicht verändert..'',murmelte ich leise und schluckte. ,,Nur ein bisschen putzen,mehr nicht.'',murmelte ich und wollte ihn führen,doch er stemmte die Beine in den Boden und weigerte sie. ,,Leckerli? Du bekommst ganz viele.'',versprach ich. Ich weiß nicht ob er einfach nur Hunger auf Leckerlis hatte oder sonst was doch er kam mit. Schnell hatte ich ihn fest gebunden,gab ihm schonmals ein Leckerli und begann dann mit Vorsicht zu putzen. Immer wieder hob er plötzlich seine Hinterhand oder legte die Ohren an war mich verunsicherte,doch als das dann vorbei war gab ich ihm noch einige Leckerlis ehe ich ihn auch auf die Weide ließ. Die nächsten drei Friesen,Zingara,Amalia und Black Star,putze ich ebenfalls nur und ließ sie dann wieder auf die Weide. So nun war diese Weide fast geschafft,nur noch eine Stute,Chramisa. Auch mit dieser Stute machte ich noch etwas Freispringen,bemerkte dabei das die Stute sehr distanziert war.. Also anstatt weiter was mit ihr zu machen kam auch sie wieder auf die Weide. So der erste Tag war nun rum,leider Gottes. Aber morgen hatte ich ja auch noch Zeit für den ganzen Rest. Am Abend holte ich alle rein und fütterte sie,ehe ich mich dann auch schlafen legte.

      Am nächsten Morgen wachte ich früh auf und machte mich etwas frisch. Husky hatte mir ihren Haustür Schlüssel da gelassen das ich wenigstens das Bad nutzten konnte,aber selbst das mochte mir nicht so ganz gefallen aber gut. Als ich fertig war trat ich in den Stall ein,die Pferde die ich gestern fertig gemacht hatte kamen heute nur auf die Weide. Heute kamen fünfzehn andere Pferde dran. Darunter meist nur Araber,was ich toll fand. Anfangen tat ich mit Playboy,naja so hieß er früher mal nun heißt er Schachfigur. Ich holte ihn aus seiner Box und band ihn an,schnell war er geputzt und gesattelt. Ich lief mit ihm zum Reitplatz und ging einige Dressurlektionen und Aufgaben durch. Die er super meisterte und er war auch richtig bei der Arbeit dabei. Ich lobte ihn und schmunzelte. Ich ritt mit ihm vom Platz und dann Richtung Wald,wo ich ihn dann im Schritt Abritt. Als ich wieder kam,stieg ich rasch ab,lobte ihn,gab ihm ein Leckerli und schmunzelte,ehe ich ihn dann auf die Weide ließ. Ich wusch das Gebiss der Trense und brachte seine Sachen weg,ehe ich de nächste Putzbox schonmals holte,die von Blümchen. Die gute Stute putze ich wie alle anderen und baute dann wieder die Sprünge in der Halle auf,dort ließ ich sie etwas Freispringen,ehe ich sie auf die Wieder entließ. Auch ihre Sachen brachte ich wieder weg. Die nächsten fünf Pferde,die da waren: Goldstück,Horro Kid,Miss Seventeen,Bin ich dein Fluch und Meine Fäden,putze ich nur wieder und brachte sie dann auf die Weide. Das kleine Fohlen,namens Aloha from Hell, Ich putze den Bengel rasch,ehe er in der Weide toben durfte. Mit Freude warf er jeden Hinderniss um und sprang dann er drüber. Naja.. Auch gut. Ich brachte das rebellische Fohlen weg auf die Koppel und richtete die Hindernisse wieder,ehe ich mich ans nächste Pferd machte. Als nächstes war Vintage Gold dran. Ich putze auch sie gründlichst,ehe ich sie den Longiergurt auf den Rücken legte und ihn fest machte. Ich trenste sie und schnappte die Ausbinder,nahm mir dann die Longe und hakte sie bei der Trense ein,ehe ich mit ihr los ging auf den Reitplatz,sie dort longierte. Nach zehn Minuten aufwärmen machte ich die Ausbinder rein,stellte sie ein,so das sie mit dem Kopf nicht hinter der Senkrechten war,eher entspannt,ehe ich sie traben und galoppieren ließ,auch etwas über zwei Stangen. Als dies auch wieder rum war,war Vintage Gold mehr als erschöpft und so ließ ich sie auf die Weide wo sie sich erstmals ausgiebig wälzte. Die zwei nächsten Tiere,nochmals zwei Araber,putzte ich auch nur wieder,diese waren Eisenmann und Talmih. Zwei wunderschöne Tiere,das musste ich zugeben und wirklich edel,wie es die Rasse versprach. Ich beobachtete sie eine Zeitlang auf der Weide,diese eleganten Gänge,aber gut ich sollte mich wieder an die Arbeit machen! Als nächstes kam ein Hannoveraner. Wunderschönes Tier,wäre Klasse für die Zucht. Doch viel wollte ich mit ihm auch nicht machen,putze ihn nur etwas,ehe ich zur Führanlage sah. Ich schmunzelte und führte ihn hin,machte sein Halfter ab und stellte es auf ein gutes Schritttempo,ehe ich das Tor schloss,die Maschine los ging und Halluzination brav mitlief. Den nächsten Araber,brachte ich nach dem Putzen in die nächste Kabine der Führanlage,nahm dann auch gleich Halluzination mit und brachte ihn auf die Koppel,damit er sich dort noch etwas bewegen konnte. Naja. Nach zehn Minuten holte ich die vorhin schon... wütende Stute hinaus. Getan hatte ich ihr doch nichts,mit einer langen Prozedur hatte ich es dann geschafft das Tier auf die Weide zu bekommen. Bei der Friesenstute war es nicht anders,die putze ich etwas in Eile,nicht so gründlich wie die anderen ehe auch sie auf die Weide kam. ,,Blöden Zicken.'',murmelte ich leise,etwas sauer und machte erstmals eine kleine Pause. Possibility stellte ich nur wieder auf die Weide,er war ja gestern schon dran gewesen. Als nächstes war Husky dran. Die Araberstute war wenigstens eine die freundlich und liebevoll war. Was mich wirklich freute. Schnell hatte ich sie geputzt und ging dann nochmals eine kleine Runde mit ihr spazieren. Heute Abend würde schon Husky wieder kommen. Nach gut einer halben Stunde in der wunderschönen Natur spazierend kamen wir auf den Hof wieder an und auch sie ließ ich wieder auf die Koppel. Und nun kam ein wunderschöner Hengst,namens Knocked Down. Ihn putze ich ebenfalls gründlich ehe er in die Führanlage kam und dort für zehn Minuten ging,ehe ich dann ihn auf die Weide ließ und er dort sofort los preschte. Als nächstes waren zwei Kaltblüter dran. Einmal Tigra und einmal Rayon de Solei. Beide putze ich und brachte sie zusammen in die Führanlage. Und nach gut zwanzig Minuten durften die beiden dann auch wieder auf die Weide. Nur noch fünfzehn Pferde. Gut die ersten sieben putze ich nur noch,immerhin musste ich noch die Boxen misten. Diese sieben waren: Herbsttraum,Star,Star's Diamond,Dancer in the Moonlight,Alufolie,Little Jim und Shalom. Alle waren eigentlich recht brav,nur ab und an gab es kleine Zickerreien. Die nächsten acht putze ich und brachte jeden in die Führanlage für gut dreißig Minuten dannach kamen diese acht,Muh!,Saddy,Silberstern,Mikke,Albaran ox,Khadir,Teasie und Arsil, noch auf die Weide. Rasch mistete ich noch jede Box,ehe dann auch Huksy wieder kam. Wir streuten zusammen alle Boxen ein,brachten die Pferde rein und fütterten sie dann,ehe ich mein Zelt abbaute und mich dann auch wieder weg machte.
      (c) Sevannie
    • Samarti
      alte Berichte
      19.11.2012
      Wiederkehr
      Ein kalter Regnerischer Tag hütete das Gestüt. Weiterhin setzte sich nicht viel in Bewegung, meine Abwesenheit war zu spüren, nach langer Zeit kehrte ich zu meinen Pferden zurück. Ich war immer noch taub in den Beinen, aber froh wieder da zu sein. Meine Eltern und eine gute Freundin, sowie ihr Freund haben solange Stellung gehalten, jedoch sind die nun auch wieder fort. Ich war wieder ganz allein hier. Zuvor war ich weg, ich hab in einem anderen Bundesland etwas studiert, kam aber wieder, und möchte nun einen anderen Weg einschlagen, denn die Sehnsucht meiner Pferde war größer als der Beruf den ich immer haben wollte. Der Regen verblasste und ich matschte mit meinen Boots durch den aufgeweichten Boden. Nur auf der Weide sah ich sie herumdösen. Mir fiel gleich Meine Fäden auf, deren Langhaar mal wieder gepflegt werden sollte. Außerdem sah ich Schachfigur, Blümchen, Glanzstück, Horror kid, Miss Seventeen, Aloha from Hell, Vintage Gold, Talmih, Eisenmann, vor allem aber Halluzination, Heartbeat, Kruzifix und Possibility. In einer langen Tortur begrüßte ich mehr oder weniger all diese Pferde, herzlich, mit Futter. Nichts war ihnen lieber als Essen, also bekam es mir nicht anders, einen Eimer voll auf den Boden zu verteilen, verteilt auf 3 Weideflächen wo die genüsslich umhervielen.

      Diary Entry 1
      Liebes Tagebuch
      Heute habe ich mich entschlossen was in dich hineinzuschreiben. Das Buch was mir meine Mutter vor ihrem Tod schenkte. Immer noch lese ich ihre Einträge mit voller Motivation, sie hat fast jeden Tag ihres Lebens in dich verewigt. Heute war einer der anstrengendsten Tage überhaupt, zu gleich ein sehr schöner. Ich hab wieder die Freude am Reiten und an meine Pferde. Gefühlte 10 Jahre sind vergangen, ich habe mein Gestüt so gut wie aufgegeben, nun bin ich froh wieder hier zu sein. Bis zum Abend hin kümmerte ich mich um sie wie noch nie, ich werde ihre Namen nie vergessen. Tigra, Rayon de Solei, Herbsttraum, Star, Star’s Diamond, Dancer in the Moonlight, Alufolie, little Jim, Shalom, Muh!, Saddy, Silberstern, Mikke, Albaran ox, Kadir, Teasie, Arsil, Soldiers Pride, Laurencio, Sir Lancelot, Fine Frenzy, Season’s Princess, Draugsa, Casablanca, Yanetha, Exorzismus, Black Star, Amalia, Zingara und Chramisa. Diese Namen werden mir nie aus dem Kopf gehen, hoffe ich.

      Nun war es Zeit sich um die anderen zwei zu kümmern, ziemlich allein stehen sie immer abseits des ganzen Gestüts, aber bedacht; Husky und Knocked down. Eigentlich könnte ich sie auch einfach auf dem Gestüt rumlaufen lassen, denn sie haben sich sehr verändert. Fremd kommen sie mir vor, mein Handy klingelte, es war Max, er käme vorbei um mir zu helfen, nur wobei?
      Nach geschätzten dreißig Minuten kam er wirklich an, er hatte Reiterstiefel an, er sah wirklich gut aus. Es hat sich Zuviel verändert während ich weg war. Ich begrüßte ihn mit einer Umarmung, er wirbelte mich durch die Luft. Was wir heute vorhaben, hatte ich ihn gefragt. Er sagte ich habe genug getan, wir sollten uns eine Auszeit gönnen, und ich sollte wieder unters Pferd. Er sattelte Possibility, die beiden passten wirklich gut zusammen, und ich… ich schnappte mir Albaron ox. Ich vergriff mich in den Zügeln, so ungewohnt der stielvolle Gang.

      Diary Entry 2
      Liebes Tagebuch
      Er war wirklich fantastisch, endlich wieder ein Pferd unter mir, es war zwar ein bisschen Chaotisch doch ich bin froh auch ihn wieder bei mir zu haben. Er hilft mir wo er kann sagte er mir, er schaute mir auch heute zu tief in die Augen, er kann reiten wie ein Weltstar. Ich weiß noch wie ich ihn früher immer bemäkelt habe. Reiten kann man nicht verlernen? Tja, da habe ich mich wohl etwas Getäuscht, alles in allem war das ein toller Tag.
      (c) HuskyJenny
      11.05.2013
      Vertretung
      HuskyJenny bat mich dann doch nochmal nach ihren anderen Pferden zusehen.Also fuhr ich nochmal zu ihren Pferden,da ich nicht genau wusste was ich mit den Pferden machen sollte stellte ich sie alle nacheinander auf die Wiese,zuerst nahm ich mir Herbsttraum und Star an die Seiten und ging mit ihnen zur Wiese,ich ließ sie beide Laufen,danach holte ich Star's Diamond und Dancer in the Moonlight aus der Box und ging ebenfalls mit ihnen zur Wiese und ließ sie laufen.Dann kamen Alufolie und Little Jim dran und schmiss sie auch auf die Wiese,am Tor angekommen liefen sie sofort zu den anderen.Shalom und Spotted Dreams liefen neben mir dann fing Shalom an zu Tippeln,sie wollte schnell zur Wiese als wir da waren rannten die beiden wie die Irren über die Wiese,Zauberhaft war dagegen ganz anders sie schlich nur so neben mir her und als ich sie losmachte ging sie auch genauso langsam los zu den anderen.Douglas ritt ich dann noch zwei Stunden im Gelände,dann stellte ich sie auch noch auf die Wiese,danach mistete ich alle Ställe aus und streute sie wieder ein danach holte ich alle rein.Als das alles Fertig war ging ich kaputt geschlagen zum Wagen und fuhr nachhause,als ich dann geduscht hatte war ich total kaputt und schlief ein.
      (c) mimosi
      11.11.2013
      Pflegebericht für alle Pferde

      Der Tag hat so friedlich begonnen. Ich wachte auf nachdem ich feststellte das meine Heizung kalt geworden ist und sich meine decke verdreht hatte. Mühevoll zog ich mir meine Socken über und zog mir etwas armes an. Der November ist gekommen kalte Nächte traten hervor und als ich kurz aus dem Fenster schaute bildete sich eine kleine Atemwolke vor meinem Gesicht. Ich schloss das Fenster wieder schnell und machte mir einen Kaffee warm. Ich wollte keine zeit vergeuden schaute in dem Hof hinein wo die Pferde standen und begab mich schleppend die Treppen runterzugehen. Ich zog eine dickere Jacke an und etwas beschmutzte jedoch warme Stiefel. Bepackt mit all möglichem Zeug begab ich mich in die Winterstallungen, etwas weiter Abseits vom Hof. Dort standen Tigra und Rayon de Solei, da ich in letzter Zeit zu viele Pferde hatte, habe ich Angestellte eingestellt, die mir dabei halfen die Pferde zu pflegen. Die Boxen der Shire Horse waren jeweils sauber gepflegt und ich lobte den Stallburschen für seine Gelungene Arbeit. Der Rundgang führte mich weiter zu den ebenfalls gekörten Pferden. Nacheinander wurden die Saddlebreds Sir lancelote, Fine Frenzy, Laurencio, Draugsa, Casablanca, Yanetha und Season's Princess gebürstet und hinausgetragen. Soldiers Pride übernahm ich zunächst, bürstete ihr Fell kratzte ihre Hufen aus und entknotete ihr Langhaar. Etwas unbeholfen stand ich mit Exorzismus da der sich ungeduldig hin und herbewegte, letztendlich waren auch die Friesen Black Star, Amalia und Zingara fertig. Chramisa wurde soeben auf die Weide zusammen mit Calucci Aerith geführt. Mir blieben also noch Raufbold und Silcenc Dream, um Puppenspieler und Kinderlachen hat sich eine Freundin bereitgestellt. Silenc Ist erst vor kurzem auf unseren Hof gekommen und sich an ihn zu nähern war nicht das leichteste, jedoch ist seine Haltung sehr verschreckend zurückhaltend und er ist relativ gelassen. Ich hoffte das er sich schnell um die Umgebung gewöhnen würde. Etwas Gereizt schüttete ich das Heu in die Boxen da ich noch eine ganze Herde vor mir hatte. Ohne Zeit u verlieren ging ich eine Weide weiter wo die Stuten Saddy, Teasie und Mikke standen. Ich mistete einige Pferdeäpfel auf und somit war dort die Arbeit vorerst getan. In den Ställen standen die Hengste Muh! ,Silberstern, Albaran ox, Khadir und Arsil. Hier war noch nichts getan und so wurde ich gezwungen zwei Boxen komplett auszuräumen, und einige teilweise zu säubern. Ich warf zu jeder Box einige Leckeries hinein und füllte das Wasser neu auf. Es war nach 3 Uhr und einige Reitbeteiligungen waren eingetroffen. Die so nett waren wir etwas bei den Ponys zu helfen, ich übernahm Douglas, Dancer in the Moonlight und Herbstraum, während sich die Kinder an Alufolie, Shalom, Zauberfee, Little Jim, Star's Diamond, Spotted Dream und Star vergriefen. Ich erklärte ihnen was sie machen mussten, was es für Bürsten gab und worauf man achten sollte. Die Zeit ging schneller als mir in dem Moment lieb war und ich genoss die Zeit mit den Kindern ihnen etwas beizubringen. Zudem haben sie mir sehr bei der Arbeit geholfen. Da nach Zugabe gerufen wurde habe ich mich dazu entschieden etwas größere Pferde ranzunehmen. Schachfigur, Husky, Blümchen, Knocked Down Glanzstück und Horror Kid. Wir pflegten sie Sorgfältig und sie blieben alle ruhig stehen. Es fing an zu regnen also brachten wir sie in die Boxen, beziehungsweise führten einige auf die Weide wo sie sich austoben konnten. Verteilt standen nun auf den Weiden außerdem noch Meine Fäden, Bin ich dein Fluch, Miss Seventeen, Vintage Gold, Talmih und Kruzifix. Ich habe den Kindern erlaubt sie mit Leckerlies wie Äpfeln zu pflegen, und hab die Verantwortung weiter. Ich musste mich noch um wenige Pferde kümmern nachdem ich den Abend beenden durfte. Es war kurz vor 6 und es war schon sehr Dunkel, die Straßenlichter gingen an. Ich ging zu den Pfleglich gehaltenen Fohlenboxen, wo nebeneinander Awake and Lifeless und Aloha from Hell stand. Aloha leckte an einem Salzstein und konnte nicht ruhig halten. Beide sind ziemlich groß geworden, die Zeit vergeht wie im Flug. Da sie gestern Auslauf hatten ging ich weiter zu Halluzination und I can feel your Heartbeat. Ich bürstete beide leicht in der Box um den gröbsten Schmutz zu entfernen und füllte die Box mit Stroh. Kruzifix wurde gerade zusammen mit Possibility geritten. Ich wollte Cadence heute selber reiten da ich auf eine Stunde Dressur hatte. Sie war fertig und stand bereitgestellt, ich musste nur noch die Trense anlegen und setzte mich auf sie. In der Halle war es sehr frisch... Ich war fertig mit dem Reiten und war positiv von ihr überrascht sie hat sich mit der Zeit wirklich verbessert. Ich führte sie zurück in die Boxen und kratzte ihre Hufen aus. Ich ging zu Insane, es war nach 8 Uhr er jedoch zappelte wie verrückt in der Box und ich war etwas angetrieben ihn ebenfalls zu Reiten. Die Hindernisse standen noch und so begab ich mich zu Insane in die Box. Ich betrachtete sein glänzendes Fell und führte in hinaus. Ich putzte ihn und machte ihn fertig. Ich habe eine neue Trense benutzt und hoffe das er sich an sie gewöhnen würde, passen tut sie jedoch zum Glück. Wir ritten in die Halle hinein die inzwischen wie leergefegt war. Es standen einige Hindernisse die wir Mühelos überquerten. Es war ein anstrengender Tag und morgen würde der Tag sich wiederholen, ich ging noch vor 10 Uhr ins Bett und stellte mir den Wecker recht früh.
      (c) HuskyJenny
    • Samarti
      alte Berichte
      25.08.2010
      Liebeswirrwarr
      Tut mir Leid, Manuel. Du denkst nicht wirklich, dass ich dich allein mit den Kindern lassen will? Ich lächelte versöhnlich. Außerdem tut das Charteaux auch gut. Einfach mal ein bisschen fetzen. Ich kümmer mich derweil um die Ponys.
      Verlegen strich sich mein Pfleger durch die Haare und setzte seine Sonnenbrille kurz ab. Neben ihm stand der gesattelte Charteaux, dösend. Komm schon, sei nicht albern. Seine Stimme war fest und entschlossen. Ich kann die Kiddis auch handeln. Und Charteauxkennt sich hier noch nicht so gut aus. Wie ich. Ein Grinsen erschien auf seinen Lippen.
      Ich merkte, wie meine innerliche Mauer brach. Nein. Nein, nein, nein. Manu, du schnappst dir jetzt Charteaux und dann will ich dich mindestens eine Stunde lang nicht sehen. Der Boss in mir brach durch, doch ich lächelte sofort wieder. Alles klar?
      Manu war baff. Er setzte seine Pilotenbrille wieder auf und stieg in den Sattel. Okay, Chef. Bis in einer Stunde. sagte er, sichtlich verwirrt, und ließ Charteaux los gehen. Der Scheckhengst ging prustend los.
      Kurz sammelte ich meine Gedanken. Gut, Manuel war ich los. Der Pfleger war mir in der kurzen Zeit, die er hier war, schon echt ans Herz gewachsen. Vielleicht würde er ja in die günstige Pflegerwohnung neben dem Stall ziehen. Vielleicht. Dann würde er ein Tor aufstellen und mich zum Fußballspielen einladen. Hm, und ich würde natürlich kein einziges Mal treffen kein Wunder, er hatte einen Reflex. Den Reflex, den Ball immer zu fangen, egal, aus welcher Position.
      Ich schüttelte den Kopf. Nein, das war der Pfleger Manuel mit den blonden Haaren, den hellbraunen Strähnen und dem unwiderstehlichen Lächeln. Er hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Nationaltorwart, aber nur äußerlich. Ich kannte Manuel Neuer zwar nicht, aber mein Manu war bestimmt von Grund auf anders. Total. Absolut. Absolut zum Schwärmen.
      Zum zehnten Mal erwischte ich mich, wie ich mit verträumter Miene Charteaux und Manu nachstarrte. Nachdem ich den Kopf geschüttelt hatte, sah ich zur Zuchtweide.
      Es würde noch ein wenig dauern, bis meine Reiterferienkinder kamen, da konnte ich noch ein wenig Spaß mit meinen zur Zucht zugelassenen Ponys haben.
      Als erstes kam mir die stechend braunrote Farbe von Blaze vor die Linse. Er stand bereits am Zaun und döste, ruhig. Neben ihm, ebenfalls die Augen geschlossen, lehnte Victim. Na, ihr beiden Faulpelze? flüsterte ich zärtlich und strich über die zarten Nüstern der Hengste. Sie öffneten beide ihre braunen Augen und folgten mir zum Gatter. Ich konnte mit den beiden Kumpels ja ein wenig Bodenarbeit machen.
      Nachdem der Rappe und der Braune geputzt waren, führte ich sie beide an ihren neuen Knotenhalftern auf den Reitplatz. Sie sprangen herum, jagten sich und buckelten wild, während ich versuchte, außerhalb ihres Spielbereiches Trabstangen auf den Boden zu legen. Daneben auf dem dritten Hufschlag legte ich eine blaue Plane aus und nochmal daneben lagen eine Reihe Reifen.
      Mit einem Pfiff schossen die Köpfe der zwei Hengste in die Höhe, die Ohren waren gespitzt. Blaze, komm her! rief ich und klatschte kurz in die Hände. Der Braune löste sich von Victim und trabte auf mich zu.
      Rasch hakte ich einen Strick an sein Halfter, damit er nicht die Fliege machen konnte. Er sollte sich nicht vor der Bodenarbeit drücken. Aber die rotweißen Stangen lachten ihn an, da konnte er gar nicht widerstehen. Er trabte schon fast vor mir, euphorisch, mit gespitzten Ohren. Er wäre weiter die Bahn getrabt, wenn ich ihn nicht zurück genommen hätte. Jetzt war schließlich die Plane dran.
      Unbeirrt blieb Blaze auf der Mitte der blauen Plane stehen, senkte seinen Kopf und betrachtete die knisternde Plane. Dann sah er wieder mich an und trabte geschmeidig darüber. Kein Problem eben für meinen Checker.
      Als er mit angezogenen Beinen über die Reifen stolzierte, machte ich ihm den Führstrick wieder ab. Wie ein geölter Blitz schoss er zu Victim, der aber kurz darauf zu mir galoppiert kam.
      Victim war jedoch etwas zurückhaltender als Blaze. Er trabte schön an meiner Seite über die Stangen und blieb danach unschlüssig stehen. Als er die Plane sah, versteinerte der sonst so mutige Rappe.
      Komm, Vicci sagte ich leise und melodisch und zupfte am Führstrick, doch Victim machte keinen Mucks. Er starrte mit entsetzen Blick auf die Plane. Ein Plan musste her.
      Es half auch nicht weiter, als ich mich auf die Plane legte und hin- und herrollte. Auch mit Leckerlis machte Vicci nur einen unschlüssigen Schritt auf mich zu, dann blieb er gespannt stehen. Da musste also Blaze helfen.
      Er blieb schnaubend neben mir stehen und ließ sich auf die Plane führen. Unter seinen Hufen knisterte sie ein wenig, was Vicci noch weiter zurückschreckte.
      Okay, der Plan war schief gelaufen. Jetzt musste ein Neuer her. Da fiel mir ein hatten Blaze und nicht einmal Zirkustricks geübt?
      Blaze, lay sagte ich leise und zeigte mit einem Leckerli auf die Plane. Lay war das Schlüsselwort zu Leg dich hin. Und Blaze verstand. In Zeitlupe legte er sich auf die blaue Plane, die dadurch noch mehr knisterte. Aber Victim kam zwei Schritte näher, die Nüstern auf dem Boden. Er zeigte Interesse.
      Blaze stand wieder auf und ging ein paar Schritte rückwärts, während Victim unsicher Huf vor Huf setzte, bis es unter ihm knisterte. Und er blieb mitten auf der Plane stehen.
      Mit neuem Mut folgte er Blaze dann über die Reifen, die der erfahrene Braune souverän ein zweites Mal durchlief.
      Fein habt ihr das heute gemacht sagte ich, lächelte und steckte Blaze nochmal ein Stück Brot zu. Victim kaute bereits auf einem harten Stück herum. Sie waren fein geputzt, jetzt kamen sie auf die Weide. Und ich war im Stress.
      Meine nächsten Opfer waren Place Royal und Sandro. Longieren würde wohl reichen, reiten wollte ich lieber nicht probieren. Sandro arbeitete gekonnt mit, während Place Royal trotz Gummiausbinder den Kopf hochbrachte und wie ein aufgescheuchtes Huhn im Longierzirkel stakste. Die Ausbinder wollte ich nicht enger schnallen, das wäre dann doch ein wenig too much.
      Gerade schimpfte ich vor mich hin, als ich Hufschläge hörte. Wahrscheinlich würden ein paar der Tiere den kleinen Steinweg zu den Offenställen krabbeln. Ich machte mir also keine Sorgen.
      Mit Place war ich schon fast wieder fertig, als ich das Schlagen der Tür hörte. Da hab ich wohl mal wieder nicht richtig zugemacht kommentierte ich es nur und seufzte.

      Das leise Knarren des Gatters des Longierzirkels, welches hinter mir zugezogen wurde, ignorierte ich einfach. Oder ich hörte es nicht.
      Aber was ich und Place Royal hörten war nicht wirklich schön anzuhören. Meinen Hengst hatte ich wieder nach draußen auf den Hufschlag gescheucht, als ich unmittelbar hinter mir einen tiefen Atemzug hörte. Kurz darauf berührten mich eisige Finger, die doch irgendwie sanft waren. Und dann schrie ich, wie ich noch nie geschrieen hatte. AH! Hilfe!
      Place stieg einige Zentimeter, während die eisigen Finger meine Arme umschlossen. Von hinten kam nur belustigtes, unterdrücktes Kichern. Der Griff wurde verstärkt, als ich mich wehrte und versuchte, umzudrehen.
      Chill mal ertönte eine bekannte, weiche Stimme und wieder kicherte es. Er. Er
      Ich streckte meinen Kopf nach oben und sah einen jungen Mann, der grinste. Wie ein Honigkuchenpferd. Und die Sonnenbrille saß locker auf den Haaren.
      Du bist es. stellte ich tonlos fest und sah wieder zu Place, der sich inzwischen beruhigt hatte. Meine Stimme war monoton, ich wollte das Herzklopfen unterdrücken.
      Mein Pfleger fand das wohl ganz komisch. Ja, ich bin es. Und wie ich weg war, hast du hier die Pferde verrückt gemacht?
      Ein wenig taute ich auf. Du hast mich erschreckt! Was kann ich dafür? rechtfertigte ich mich und drehte mich um. Er hatte den Griff gelockert und sah mir jetzt lächelnd in die Augen. Aber kein freches, spitzbübisches Lächeln. Einsanftes Lächeln.
      Für ein paar Minuten verlor ich mich in seinen grünblauen Augen, dann schlug ich die Augen nieder. D-darf ich wieder weiter longieren?
      Manuels Lächeln wurde breiter. Wenn du mir versprichst, dass du Place gerecht behandelst?
      Empörung stand mir ins Gesicht geschrieben. Ich behandle ihn gerecht! Doch Manuel ließ nicht mit sich reden. Soll ich dir es zeigen?
      Nein sagte ich entschlossen, doch da hatte er mit seinen eisigen Finger schon die Longe übernommen. Wehren? Unmöglich.
      Ich stand nur neben meinem Pfleger und sah ihm zu, wie er Place Royal longierte. Und siehe da, der Hengst nahm wirklich den Kopf nach unten und kaute auf einem imaginären Gebiss.
      Wow. Es war ehrlich gemeint.
      Manuel lächelte wieder frech. Dankeschön, Chef. Und jetzt? Er machte Anstalten, zu salutieren, doch ich drückte lachend seinen Arm hinunter. Lass es. Jetzt bringen wir Place zurück zu Sandro. Der müsste jetzt auch gefressen haben.
      Ein kleiner Gourmet? Die Augen meines Pflegers blitzten und er schob die Sonnenbrille auf die Nase. Klein ist untertrieben. Der hat schon mal eine halbe Stunde für ein normales Mash gebraucht stöhnte ich gespielt mit den Nerven am Ende auf und lehnte mich unwillkürlich an Manus Schulter er wich nicht zurück.
      Erst, als Place mich anstupste, war ich wieder in der Realität. Manuel hatte sich nicht bewegt, er starrte nur ins Leere. Unentschlossen hatte er den Arm gehoben, um ihn um meine Schultern zu legen. Jetzt streifte er verkrampft mein T-Shirt. Tut mir leid. stammelte er, als ich mich erschrocken um blickte. Er passte auf, dass ich nicht umfiel, aber ging ein paar Schritte zur Seite. Place stupste mich wieder an. Ich ähmichich fing ich an, brach dann jedoch ab. Manuel sah in die Ferne, das Gesicht von mir abgewandt. Ich starrte auf meine Stiefelspitzen. Ich mach Place fertig. flüsterte ich so leise, dass es nicht einmal der Hengst hörte, der direkt neben mir stand.
      Stillschweigend machte ich also den Glanzrappen fertig und führte ihn mit Sandro auf die Weide. Manuel stand nicht mehr im Longierzirkel, er warverschwunden. Irgendwo hin.
      Super gemacht. Jetzt hatte ich ihn verschreckt.
      In manchen Filmen werden die Personen doppelt gezeigt. Die eine macht wie normal weiter, während die andere Person ihr über die Schulter sieht und sich denkt: Verdammt, warum kann ich nichts dagegen tun? Die arbeitende Gestalt hält darauf inne und macht mit etwas anderem weiter.
      Nun, so eine Szene hätte ich mir vorhin gewünscht. Dann hätte ich jetzt gebraucht. Eine kleine Stimme, die mir sagt, dass eine Beziehung zwischen Chef und Angestellten nie gut werden könnte. Und vor allem, wenn der Chef selbst nicht weiß, was er will.
      Ich hatte mich auf die Zuchtweide gekauert und starrte vor mich hin. Nichts spürte ich. Genau so, wie ich es wollte. Ich wollte hier draußen, wenn es sein musste, verrecken.
      Creepi graste vor mir, daneben Sahnebonbon. Beide wirkten zufrieden.
      Aber das war das einzige, was ich sah. Weiß und cremiges Weiß, darunter grün. Mehr nicht. Ich spürte nicht, wie Wind aufkam. Ich sah nicht, wie der Himmel sich verdüsterte. Erst, als die Pferde sich verzogen hatten und ich merkte, wie meine Haut unter dem T-Shirt durchnässt war, wusste ich, dass es regnete, wenn nicht sogar gewitterte.
      Aber das war gut so.
      Mein Blick wurde leerer, ich zog die Knie an und starrte weiter vor mich hin. Das nächste, was ich hörte, war Rauschen, bis es von einer warmen Stimme durchschnitten wurde.
      Warum liegst du denn hier draußen?!
      Meine Augen glitten über das Gras zum Zaun. Nasse Chucks, eine Buggy-Jeans und ein ebenso nasses T-Shirt wie meines.
      W-was m-m-machst d-du denn-n-n h-h-h-h-hier? stotterte ich und sah mit leeren Augen in das entsetzte Gesicht meines Pflegers. Er selbst war klatschnass, warum auch immer. Mit einer irren Schnelligkeit, so dachte ich, war bei mir und sein Gesicht erfüllte mein Sehfeld. Gehts dir gut? Fühlst du dich schlapp? Krank? fragte Manuel und seine grünblauen Augen sahen besorgt aus.
      M-m-m-mir gehts gut stotterte ich wieder und Kälte durchfuhr mich. I-i-ich will hier bleiben.
      Wenn die Ferienkinder kommen? Du spinnst doch. Seine Stimme hörte sich entschlossen an. Etwas unsicher sah er zu Boden und ich fand mich schon bald über dem Boden wieder. Ich schwebte.
      Lass mich zurück! rief ich hysterisch und strampelte in Manus Armen. Er lächelte leicht und verstärkte den Griff um meine Beine noch mehr. Lass mich bitte gehen versuchte ich es dann nett, doch Manuel war damit beschäftigt, die Wohnungstür aufzukriegen. Sanft legte er mich auf die Couch und holte eine Decke.
      Ich würde dir auch trockene Sachen anziehen, aber naja. Auch mein Pfleger wirkte nervös. Unsicher setzte er sich in den Sessel gegenüber mir und betrachtete mich. Ich fühlte mich etwas schwach, aber mehr nicht. Manuel?
      Ja? Sofort rutschte er an die Kante des Sessels.
      Kannst du schnell kommen?
      Er sprang auf und war in der nächsten Sekunde schon neben mir. Was ist?
      Kurz bestand Blickkontakt, wir unterhielten uns nur mit den Augen. Seine grünblauen Edelsteine funkelten, er wollte also auch. Kurz schluckte ich, dann kam sein Gesicht immer näher. Er hatte die Augen halb geschlossen, der Rest seines Blickes war auf meinen Mund fixiert. Sein Gesicht war nur noch wenige Zentimeter von meinem entfernt, ich spürte seinen ruhigen, aber doch irgendwie hektischen Atem.
      Unsere Lippen waren nur noch zwei Zentimeter getrennt, nur noch zwei kleine Zentimeter da dudelte mein Handy auf der Couchlehne los.
      Mit einem tiefen Seufzen sank Manu auf die Fersen zurück und stützte dann kurz das Gesicht in die Hände. Etwas verwirrt griff ich nach dem Handy.
      Hallo?
      Toffi? Hier ist Bekki! Die fröhliche Stimme meiner Freundin hellte meine Miene wieder auf, während ich Manu kurz musterte. Ein kleines bisschen Mitgefühl und Trauer lag in meinem Blick.
      Hey, Bekki. Was ist los? fragte ich und räusperte mich. Meine Augen waren immer noch an den unbewegten, jungen Mann am Boden geheftet.
      Ach, nichts. Ich wollte dir nur sagen, dass Icetea bereit zum abholen wäre. Bekki lachte hell auf und meine Arme wurden steif. Heißt? Ich spürte, wie meine Stimme brüchig wurde und meine Augen flogen schnell auf die Decke. Manuel hatte sich bewegt und stand auf. Er zeigte auf die Tür und formte mit leisen Bewegungen die Worte: Bin draußen und kümmere mich um die Pferde.
      Mit einem Seufzen hörte ich Bekkis Befehl zu. Das heißt, du kommst jetzt sofort zu mir und holst Icetea ab. Sie wartet schon. Und außerdem brauchst du gar nicht so zu seufzen, klar? Der Klang ihrer Worte war immer noch liebevoll und belustigt gemeint. Sie schaffte es wirklich, mir jedes Mal ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Wegen dir habe ich nicht geseufzt. entschuldigte ich mich. Wegenetwas anderem. Mein Blick wanderte wieder zur Tür, die Manu sorgfältig geschlossen hatte.
      Ah ja. Bekki dachte nach. Naja, wir sehen uns dann. Bis später!
      Dann hatte sie aufgelegt. Das Telefon glitt wieder auf den Beistelltisch und ich sah kurz aus dem Fenster. Toll, das Wetter hatte wieder umgeschlagen. Strahlender Sonnenschein.
      Die Schwäche fiel von mir ab und ich legte die rote Decke wieder zusammen. Bevor ich zu Bekki ging wollte ich noch duschen. Und dann, wenn ich wieder da war, musste ich mich bei Manuel entschuldigen.
      Das warme Wasser tat wirklich gut und für ein paar Minuten vergaß ich das Theater von vorhin. Ich zog trockene Sachen an, föhnte meine Haare und schlüpfte dann in meine Stallschuhe Chucks.
      Long Island Icetea wartete jetzt auf mich. Sie wurde auf Arijas Gestüt geboren, zu Bekki gebracht und jetzt kam sie zu mir. Eine ganz schöne Reise, die die Kleine schon zurückgelegt hatte. Aber ich freute mich wirklich total auf die kleine dunkelbraune Stute.
      Etwas apathisch setzte ich mich ins Auto und fuhr mit starrem Blick und starrem Lächeln vom Hof.
      Hallo, Toffi Bekki lächelte mich schief an, neben ihr stand ein neugierig dreinblickendes Fohlen. Unwillkürlich erwiderte ich das Lächeln. Hallo, Bekki.
      Und dann lagen wir uns lachend in den Armen.
      Schön, dass du wieder da bist sagte Bekki gepresst an mein Ohr und dann lösten wir uns voneinander. Das Fohlen hatte uns wieder nur angesehen. Icetea? Sag Hallo zu deiner neuen Futterfrau Meine Freundin wirkte feierlich und übergab mir leicht wie eine Feder den blauweißen Strick.
      Schalke bemerkte ich mit einem schiefen Grinsen und wog den Strick etwas in der Hand. Bekki sah mich fragend an und strich nebenbei das krause, weiche Fell des Fohlens. Dann fiel ein Blick auf ihre Uhr. Oh nein! Mist. Tut mir leid, Toffi, aber
      Ich musste lachen. Ja, ja, ich geh schon. Wir sehen uns oder telefonieren, oder? Mit einem leichten Zug folgte mir das Fohlen und prustete Bekki tröstend zu. Als würde es sich verabschieden und sich bedanken.
      Verladen ließ sich Icetea problemlos, sie stöberte sofort durch die leichte Strohschicht am Boden.
      Mit einem Knuddeln verabschiedete ich mich von Bekki und stieg dann ins Auto. Sofort wurde ich wieder apathisch.
      Fast zeitgleich erreichten mich zwei SMS. Eine von Channi02 und eine von Elle, ich konnte meine zwei Hengste abholen.
      Als ich wieder auf meinen Parkplatz parkte musste ich mich sehr an die SMS erinnern. Ich wusste, dass ich sie gelesen hatte, auch ungefähr den Inhalt. Aber trotzdemwar mein Gedächtnis irgendwie leer.
      Der Hof war wie leer gefegt. Der Boden war wieder trocken, die Sonne schien heiß und unerbärmlich herab.
      Icetea folgte mir auf die Stutenkoppel, als wäre sie hier schon immer gewesen. Mit einem kurzen Wiehern begrüßte sie alle und stürmte sofort auf den ängstlichen Cresant Moon los. Später wollte ich mit ihn noch ein bisschen ans Halfter gewöhnen.
      Wie programmiert baute ich die Mittelwand in den Hänger, stieg wieder ins Auto und machte mich sofort auf den Weg zu Elles Gestüt. Sie war wieder nicht da, hinterließ mir aber eine Nachricht:
      Vans wartet auf dem Paddock. Die Sachen sind in der Sattelkammer, wünsche dir viel Spaß mit dem Schönen!
      Okay, das Pony stand also auf dem Paddock wirklich schwer ihn zu finden war es nicht. Er streckte mir sofort den Kopf entgegen, in der Hoffnung, etwas Leckeres zu bekommen. Hallo, Vans lächelte ich und strich dem Hengst sanft über die Blesse. Der Name gefiel mir, meine Lieblingsmarke war eben Vans off the wall.
      Ohne Probleme ließ sich der Hengst aufhalftern und auch ohne Zicken verladen. Vans hatte nur das Heunetz gesehen, dann war er fast in den Hänger gesprungen.
      Elle und Channi02 wohnten ziemlich in der Nähe. Aber auch die Besitzerin des Grauens war nicht da. Nur wieder ein Zettel:
      Hallo, Toffi.
      Barquillero Mojito steht in seiner Box. Nimm dir am besten eine Gerte mit rein, sonst kommst du nicht unbeschadet wieder raus. Seine Sachen stehen davor.
      Channi
      Also wieder Pony holen? Seufzend griff ich mir eine Gerte, die an der Wand hing, und öffnete die große Box, an deren Tür in einer großen Schrift Barquillero Mojito prangte. Ich wurde schon gewarnt, der Hengst sei ein wenig stürmisch, aber eigentlich war ich das gewohnt.
      Die Gerte lag aufrecht in meiner Hand, als ich die Tür zurück schob und selbstbewusst ins Stroh trat. Ein wunderschöner Hengst stand in einer Ecke, kauend, er hatte gedöst. Sein Blick war jetzt wach, sein Kopf erhoben. Und er hatte ein Ohr angelegt und das andere gespitzt, als wäre er sich nicht sicher, ob ich im Gutes oder Böses tun wollte. Unentschlossen.
      Langsam kramte ich in meiner Tasche nach Leckerlis. Mojito machte einen langen Hals und ging ein paar Schritte auf mich zu. Die Ohren zuckten nach vorne und nach hinten. Ein Lächeln schob sich auf mein Gesicht, die Gerte versteckte ich hinter dem Rücken. Ein wenig Vertrauen lag in Mojitos hübschem Gesicht und entschlossen fasste ich nach dem schwarzen Halfter, welches er trug. Erst schüttelte der Hengst den Kopf, dann folgte er mir jedoch.
      Vor der Box lag ein weißer Strick, wahrscheinlich für das Pony. Zögernd hob ich ihn auf. War er wirklich für Mojito? Doch dann schüttelte ich den Kopf. Klar gehörte er ihm. Die Sachen von ihm lagen alle vor der Box, sowie der Strick. Es war seiner.
      Vorm Verladen machte ich mir jedoch noch Sorgen. Würde er einfach so in den Hänger spazieren? Sollte er erstmal Vans kennen lernen?
      Letzteres schien mir sinnvoll. Während Mojito graste, lud ich den Fuchshengst aus und führte ihn an den Grasstreifen.
      Barquilleros Kopf schoss in die Höhe, seine Ohren waren flach angelegt. Vans hingegen blieb cool. Er schnaubte gelassen und senkte dann seinen Kopf ins Gras. Der Graue gegenüber dem Fuchs sah diesen nur ungläubig an, dann entspannte sich seine Haltung und er graste ruhig.
      Zehn Minuten später verlud ich die beiden, die sich inzwischen über die Trennwand beknabberten, und fuhr zurück.

      Kurz warf ich einen Blick auf die Uhr. Es war gerade mal kurz nach zwei, die Ferienkinder kamen erst in zwei Stunden. Dann musste ich jetzt die Pferde weiter verpflegen. Allein.
      Sollte ich gleich mit Cresant Moon anfangen?
      Doch ich entschied mich nicht dafür. Die Kiddis liebten es, beim Training mit Fohlen zuzusehen. Aber Its the CSI Girl und Dahiba, mit den beiden konnte ich wirklich etwas machen. Einen kleinen Spaziergang?
      Doch die beiden Stuten schienen nicht sehr angetan von der Idee. Sie legten die Ohren an, als ich mit ihren Halftern und Stricken die Weide betrat. Das konnte ja heikel werden.
      Letztendlich ließen sich aber beide einfangen und zur Weide bringen. Dahiba kaute noch auf einem letzten Grasbüschel, bevor ich sie anband. Mit dir fange ich gleich mal an meinte ich leicht lächelnd und holte ihre Putzbox. Dahiba war dreckiger als CSI.
      Nach zehn Minuten Dauerstriegeln war ich selbst von Kopf bis Fuß dreckig und staubig. Das Lächeln wurde zu einem breiten Grinsen und dann zu einem hellen Lachen. Dahiba sah mich unverständlich an und prustete, als wolle sie sagen: Was ist denn mit dir los?
      Die Beine waren jedoch noch unsäglich dreckig. Ob die Schimmelstute wollte oder nicht, jetzt musste erstmal der Dreck abgewaschen werden. Dahiba tänzelte schon unruhig, als ich den Schlauch holte. Ruhig, meine Süße sagte ich leise und stellte den Schlauch auf einen sanften Strahl ein. Das Wasser war kühl, perfekt für den heißen Tag.
      Nach dem Waschen war ich zum Glück wieder einigermaßen sauber, aber nass. Zum Glück war CSI nicht ganz so dreckig. Nach allein zehn Minuten war sie fertig und es konnte losgehen.
      Die Stricke hingen ein wenig durch als wir durch den Wald streiften. Die beiden Stuten gingen ruhig neben mir her, sie freuten sich in Gedanken schon auf die Wiese. Da durften sie dann nämlich grasen und ein wenig rennen.
      Als wir aus dem Wald traten, blinzelte ich kurz. Die Sonne blendete ungeheuerlich, man konnte kaum glauben, dass es vor zwei Stunden noch geschüttet hatte.
      Bald schon hatten wir die Wiese erreicht. Dahiba und CSI grasten friedlich neben mir, während ich im Gras lag und die Augen schloss. So konnte man das Leben genießen.
      Als ich in keiner weiten Ferne Hufetrappeln hörte riss ich die Augen auf. Hatte ich das Gatter richtig verschlossen?
      Das Geräusch lenkte meinen Verstand zu einer weißen Stute, darauf galoppierte ein junger Mann. Manuel war mit Creepin Up The Backstairs ausgeritten. Okay, dann konnte ich später noch mit den anderen etwas machen.
      So, meine Süßen. Wir packen es. verkündete ich zwei Minuten darauf und rappelte mich aus dem Gras. Etwas beleidigt folgten mir die zwei Stuten dann wieder nach Hause.
      Als nächstesvielleicht einfach einen Schlag Zuchtpferde laufen lassen? Die Kinder kamen bald, ich musste noch ein paar Ponys fertig machenStress pur.
      Sweet Death, Dancer in the Moonlight und Parlay konnte ich ja noch laufen lassen. Sweet war mir als Kinderpferd ein wenig zu hinterlistig, vielleicht würde ich jemand wirklich erfahrenen auf sie setzen. Mal sehen.
      Mit einem Schwung Pferde machte ich mich also auf zum Reitplatz und ließ die drei Hengste und die Stute los. Die viertel Stunde, in denen die Pferde auf dem Platz rasten, konnte ich einen ungewollten Deckakt verhindern. Die Hengste bockten eh immer an der Spitze, es gab also keine Probleme.

      Zwei vor vier. Okay, ruhig bleiben. Sie tun dir nichts redete ich mir ein als ich mir fünf Halfter holte. Die Kinder kamen gleich, Manuel war immer noch verschwunden, obwohl Creepi auf der Weide graste. Die Halfter waren für Star, Charteaux, Spirit und Capriciasso. Es kamen zwar fünf Kinder, aber beim letzten Kind musste ich sehen, ob ich sie auf Sweet setzte oder nicht. Das fünfte Halfter war also eher noch unentschlossen.
      Die ersten Autos bogen um die Ecke und ich half den zwei Mädchen, die sich als Sara und Lisa vorstellten, ihre Koffer in das große Fünferzimmer zu schleifen. In zehn Minuten treffen wir uns draußen auf dem Hof, dann teil ich euch ein wenig ein und später dürft ihr auch noch zusehen, wie ich mit meinen zwei Fohlen arbeite. Dazu noch ein Lächeln und die zwei zehnjährigen Mädchen waren Feuer und Flamme.
      Das nächste Mädchen, das kam, trug den Namen Jessica und war elf Jahre alt. Auch ihr half ich den Koffer hoch zu schleppen und erklärte ihr den vereinbarten Treffpunkt. Dann lief ich wieder hinunter.
      Sara, Lisa und Jessica waren pünktlich in Reiterklamotten auf dem Hof und hörten mir zu, als ich ihnen erklärte, wie es hier ablief. Frühstück gibt es ab halb acht, aufstehen dürft ihr wann ihr wollt. Um halb elf ist die erste Reitstunde, Mittagessen ist um eins und am Nachmittag reiten wir dann entweder um drei oder um vier. Und
      Ich musste unterbrechen, da ein schwarzer BMW um die Ecke fuhr. Darin saßen eine versteifte Mutter im Chanelkostüm und einem strengen Haarknoten mit ihrer Tochter. Die letzte im Bunde, Marie.
      Die Mutter begrüßte mich förmlich und war dann auch wieder abgereist, was mir eigentlich ganz genehm war. Eine angeregte Unterhaltung mit dieser Dame wollte ich weitgehend umgehen.
      Als Maries Sachen verstaut waren, trafen wir uns wieder auf dem Hof. Also nochmal für alle: Frühstück steht in der Küche die zeige ich euch noch später ab halb acht. Aufstehen dürft ihr, wann ihr wollt, aber um halb elf ist die erste Reitstunde. Halb eins gibts Mittagessen, Mittagsruhe ist bis zwei. Um drei ist dann die nächste Reitstunde, danach helft ihr mir ein wenig bei den Pferden und im Stall. Um halb sieben gibt es Abendessen und dann werden die Pferde in den Stall gebracht. Wenn wir damit fertig sind, dürft ihr fernsehen oder machen, was ihr wollt. Noch Fragen? Aufmerksam sah ich in die Runde. Keine Hand meldete sich, also konnten wir ja mal die Reitkünste der Mädchen testen. Wie lange reitet ihr denn alle schon? fragte ich und umgriff die Halfter stärker.
      Wie sich herausstellte ritt Jessica am längsten und hatte die meiste Erfahrung mit Pferden. Dann reitest du Sweet Death. Die Schimmelponystute da hinten. Kurz drückte ich dem blonden Mädchen das blaue Nylonhalfter in die Hand und schickte sie schon mal auf die Koppel.
      Lisa war die kleinste und zierlichste, sie würde heute also erstmal Spirit reiten. Marie und Sara teilte ich für Baghira und Charteaux ein. Gewissenhaft machten alle ihre Pferde fertig und führten sie dann zum Reitplatz.
      Die Sonne stand schon tiefer und neigte sich immer näher an den Horizont heran, als wir auf den Platz marschierten. Niemand hatte große Probleme beim Aufsteigen und auch im Schritt ging alles gut. Jessica und Sweet Death kamen im Moment noch unglaublich gut aus, die Schimmelstute trottete brav hinter Charteaux her. Auch im Trab klappte alles noch; Baghira an der Tête raste ein wenig, aber Charteaux und Sara hefteten sich im richtigen Abstand an Baghis Fersen. Sweet Death hatte zuerst wenig Begeisterung gezeigt, hatte den Kopf nach unten gerissen, doch Jessica brachte es zustande, die Stute nicht buckeln zu lassen. Geschlagen trabte Sweet Death jetzt einen Zirkel. Lisa und Spirit verstanden sich bereits perfekt und das kleine Mädchen konnte den sonst so sturen Wallach allein auf dem oberen Zirkel traben.
      Einen Galopp ließ ich sie noch nicht machen, trotz Hundeblicken und Schmolllippen. Lernt die Ponys erstmal kennen. Morgen dürft ihr dann vielleicht. versprach ich und ließ die Truppe Mädels abreiten.
      Nachdem die Pferde und Ponys auf der Koppel waren schnappte ich mir zwei kleine Halfter. Jetzt arbeite ich ein wenig mit Cresant Moon und Feuervogel. Wenn ihr wollt, dürft ihr zusehen. schlug ich vor und schwang meine Beine über den Zaun. Erstmal war Feuervogel dran. Der kleine Hengst war schon ans Halfter gewöhnt, dann würde ich heute ein wenig Longenarbeit machen, bzw. ihn an die Longe gewöhnen.
      Der Palomino stakste freudig auf mich zu, er hatte gerade mit Icetea gespielt. Gemütlich folgte er mir von der Weide und ließ sich erstmal von den Mädchen betüddeln. Er war nicht arg dreckig, ich musste also nur ein bisschen über ihn drüberputzen.
      Vor der zusammengerollten Longe hatte er also schon mal keine Angst. Auch nicht, als ich sie ihn in das Halfter hakte. Er folgte mir widerstandslos zum Longierzirkel, kein Bocken oder andere Unarten.
      Die Longierpeitsche hatte ich, nachdem Feuervogel sie ohne Interesse beschnuppert hatte, hingelegt und mich neben ihn gestellt. Er sollte die grundlegenden Kommandos mit mir lernen.
      Scheeritt sagte ich leise und ging im normalen Tempo vorwärts. Feuervogel zuckte nicht mit der Wimper und folgte mir. Als ich mich immer weiter in die Mitte stellte blieb er einige Male stehen, doch als ich ein wenig auf der Stelle lief, ging er weiter.
      Nach zehn Minuten stand ich in der Mitte und trieb den kleinen Hengst weiter mit dem Zauberwort. Ein Ohr hatte er halb zu mir gedreht, das andere gespitzt nach vorne gerichtet. Das reicht. beschloss ich und hielt Feuervogel mit Brr! an.
      Wenig später tollte er wieder auf der Weide. Dann gehen wir jetzt zu Cresant Moon. Die Mädchen folgten mir schweigend und ein überzeugtes Oh, wie süüüüß! entfuhr ihnen, als sie den White Splashed Hengst sahen. Cresant sprang sofort einen Schritt zurück und versteckte sich hinter Hot n Cold, seiner Mutter. Diese stupste ihn auffordernd an und kam an den Zaun, auf der Suche nach Leckereien.
      Lisa, Jessica, Marie und Sara blieben am Zaun und kraulten die Rappstute. Ihre Blicke waren aber an Cresant Moon und mich gerichtet.
      Hallo, mein Kleiner flüsterte ich zärtlich und streckte meine Hand aus. Das Vertrauen zwischen dem Fohlen und mir war schon viel stärker, er ließ sich jetzt sogar schon leicht von mir streicheln.
      Langsam zog ich das weiße Fohlenhalfter hinter dem Rücken hervor. Cresant beschnupperte es eingehend, ging immer wieder ein paar Schritte zurück, nur um wenig später das weiße Nylonding wieder zu beschnuppern. Magst dus mal anziehen? Steht dir bestimmt ganz ausgezeichnet meinte ich grinsend und hob das Halfter leicht zum Kopf des Hengstfohlens. Erst zuckte sein Kopf zur Seite und er stieß ein helles Wiehern zum Kopf seiner Mutter aus. Diese schenkte ihm nur einen aufmunternden Schnauber, dann ließ sie sich weiter von den Mädels streicheln.
      Bleib ganz ruhig. Es tut nicht weh Meine Stimme war leise und beruhigend als ich das Halfter sanft über den kleinen Kopf des Hengstfohlens zog. Cresant sog die Luft scharf ein, blieb aber stehen und ließ mich das Halfter verschnallen und anpassen. Als ich mich aus der Hocke erhob und die Zuchtweide wieder verließ fing er an, über die Weide zu bocken und stolz zu wiehern. Als wolle er sagen: Guckt mal, jetzt habe ich auch so ein Ding!
      Kommt, Mädels. Jetzt gibts Essen und danach bringen wir die Pferde in die Boxen. rief ich den Kindern bei der Rappstute zu und machte mich schon mal auf den Weg zum Haus.

      Jessica, Sara, Lisa und Marie hatten sich gerade vor den Fernseher gehockt, um Galileo zu sehen, also konnte ich die Pferde alleine in ihren Stall bringen.
      Es sah wieder nach Regen aus, also sollten alle Pferde in die Boxen.
      Gerade, als ich nach den ersten Halftern greifen wollte, sah ich mir den Boden überrascht an. Kein einziges Halfter lag mehr auf der Hengstweide! Auf der Stutenweide war es genau dasselbe, alle Stallpferde waren weg. Auch die Zuchtpferde waren nicht mehr auf ihren Koppeln.
      Verwundert öffnete ich die Stalltür und sah Manu, wie er gerade das letzte Pferd fütterte. Als er mich bemerkte lief er rot an und fing an zu stammeln. Ehmich hab die Pferde schon mal rein gebracht Er sah genauso verdattert aus wie ich.
      Okaydanke. bedankte ich mich und trat einen Schritt auf die Stallgasse. Die Stalltür schlug zu und Manuel sah erst hinter mich, dann fiel sein Blick auf mich.
      Wir näherten uns und die grünblauen Edelsteine waren auf mein Gesicht fixiert. Seine Lippen waren halb geöffnet, er nahm meinen Kopf sanft in die Hände. Als ich die warmen, weichen Lippen auf meinen spürte, schloss ich die Augen und genoss den Moment einfach.
      Nach einer halben Ewigkeit lösten wir uns voneinander. Es tut setzte mein Pfleger an, doch ich hielt ihm den Zeigefinger vor den Mund. Nichts da. Dann entzog ich mich sanft aus seiner Umarmung. Jetzt ist aber Schluss. Gute Nacht verabschiedete ich mich und drehte mich mit einem sanften Lächeln um. Ich spürte seinen fragenden Blick im Rücken, aber sah ihn nicht mehr an.
      Als ich gerade abwusch und Mika, Cassey und M&M ihr Futter fraßen, hörte ich, wie draußen ein Motor angelassen wurde. Wenig später fuhr ein im kalten Mondlicht schwarzer BMW vom Hof. Manuels Auto.
      © Rhapsody
    • Samarti
      Pflegebericht 02. März 2014 - Kanada, wir kommen!

      Hochwasser.
      Ein Wort, das allein schon dämlich genug klingt – welcher Idiot hatte sich das denn bitte ausgedacht?
      Nachdem Cornwall noch immer unter Wasser stand und unser ganzes Gestüt tatsächlich darunter zu leiden hatte, indem die Weiden, Reitplätze und auch die Reithalle nun völlig verstört worden waren, hatten Matthew und ich uns dazu entschieden, dass etwas Neues her musste. Und das so schnell wie möglich. Es war auch für die Pferde unzumutbar, sie noch im Stall stehen zu lassen, weshalb diese inzwischen schon auf dem neuen Gestüt untergebracht worden waren.
      So sehr es mir auch im Herzen wehtat, aus England wegzuziehen – hatte ich hier doch eine lange Zeit gelebt – so war es dennoch eine Erleichterung, dass wir zumindest unseren treuen Vierbeinern ein vernünftiges Zuhause bieten konnten. Obwohl wir erst vor knapp zwei Monaten nach Penzance gezogen waren, was für mich ein Stich ins Herz war. Ich liebte England, aber besonders nach der Zeit, die wir im ungewünschten Wasser verbracht hatten, wurde mir klar, dass dringend eine Lösung her musste.
      Zu meinem Glück sah Matthew, mit dem ich mich inzwischen wieder ziemlich gut verstand, das Ganze genauso; ebenso meine anderen paar Mitarbeiter. Bei einigen hatte ich Glück, Matthew, Sophia, Charles und seine Frau Lucy hatten beschlossen, mich zu begleiten, da ihnen die Lage in England förmlich zu Kopf stieg. Hätte ich mich zuvor nicht mit Matthew versöhnt, würde er mich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht begleiten.
      So traf es sich gut, dass neben der Ranch Gwen, dessen Hengst Altair ich bereits im Training gehabt hatte, ein leerstehendes Gestüt zum Verkauf stand. Ursprünglich wollte ich nie nach Kanada ziehen – doch das Mädchen hatte mich dann schlussendlich doch überzeugen können und inzwischen war ich mir ziemlich sicher, dass uns eine schöne Zeit bevorstand. Natürlich war ich mir über die Wetterumschwünge in Kanada im Klaren, dennoch würde es mit Sicherheit eine interessante, neue Erfahrung sein.
      Die letzten Umzugskartons waren gerade verpackt, als jemand von hinten seine Arme um meinen Torso schlang und sein Kinn auf meiner Schulter bettete. Ohne hinsehen zu müssen, wusste ich, dass es sich um Matthew handelte.
      „Ich werde England vermissen“, murmelte er leise in mein Ohr. Sein Atem kitzelte auf meiner Haut; jagte mir einen wohligen Schauer über den Rücken und sorgte dafür, dass sich Gänsehaut auf meinem Körper ausbreitete.
      „Ich auch.“ Meine Stimme war kurz vorm Versagen. Ja, ich würde England vermissen – und wie ich das tun würde. In diesem Land hatte ich so viele Erlebnisse machen dürfen, war selbstständig geworden, hatte mein erstes, komplett eigenes Gestüt aufbauen können, hatte neue Freunde gefunden, Bekanntschaften geschlossen, mit Leuten zerstritten, meistens wieder mit jenen Leuten versöhnt, hatte mir eine neue Menge Pferde gekauft, hatte viele Pferde trainiert und, und, und. Ich könnte die Liste ewig weiterführen, doch irgendwas findet alles sein Ende.
      „Wir schaffen das. Zusammen.“ Er stockte kurz und senkte seine Stimme, während sich auf meinem Gesicht ein Lächeln ausbreitete.
      „Zusammen.“

      Endlich hatte ich den ganzen Trubel um den Check-In am Flughafen hinter mir und konnte mich nun auf den Flug nach Kanada begeben. Mein Handgepäck hatte ich rasch in der Ablage verstaut, nachdem ich meine Sitzreihe, F, gefunden hatte. Matthew war mir dicht auf den Fersen, die Anderen waren schon alle längst in Kanada, um das neue Gestüt auf Vordermann zu bringen. Ich seufzte leise und ließ mich dann auf meinen Sitz sinken, ehe ich mir die Ohrstöpsel ins Ohr steckte und Musik hörte. Meine Musik wurde aber leider Gottes nur kurz darauf von den nervigen Ansagen unterbrochen, die man sowieso vor jedem Flug hörte. Ich konnte sie inzwischen schon auswendig, schließlich flog ich nicht gerade selten, um neue Pferde zu holen oder einfach nur an internationalen Turnieren teilzunehmen.
      Zum Glück war die Ansage schon bald beendet und ich startete mein Handy erneut, um mich Flappy Bird zu widmen. Ich hasste dieses Spiel abgrundtief, hing ich doch immer noch bei meinem Highscore von 73 Röhren fest, doch ich wollte eben diesen unbedingt brechen. Das bedurfte nicht nur einer Menge Geduld, sondern auch viel Zeit – zu viel Zeit. Denn irgendwann gab mein Handyakku auf und ich musste mich anders beschäftigen, weshalb ich Matthew anstieß, welcher kurz zusammenzuckte und dann überrascht aufsah. Es dauerte nicht lange und wir waren in eine Unterhaltung darüber vertieft, wie es wohl in Kanada für uns weitergehen würde.

      Das neue Gestüt war riesig. Mir stand der Mund vor lauter Staunen offen, als ich aus dem Taxifenster blickte und unser großes Gelände erspähen konnte. Überall erstreckten sich lange, grüne Wiesen, dichter Wald umgab uns und hin und wieder sah man einmal ein Feld. Kurzum: Es war unglaublich. Das CHS in England war im Vergleich zu diesem winzig gewesen und ich zweifelte daran, ob es gut war, ein solch großes Gestüt zu besitzen. Schnell schlug ich mir den Gedanken wieder aus dem Kopf. Wir hatten uns vergrößert und würden auch demnächst noch einige neue Pferde erwarten, weshalb so viel Platz vielleicht ein ziemlicher Vorteil war, sollten doch bald eventuell sieben weitere Zuchtpferde von Elena bei uns ankommen, um die wir uns kümmern sollten.
      Mein Weg führte mich zunächst einmal ins Haus, wo Matthew und ich die restlichen Kartons und Koffer ablegten, ehe er mich völlig unerwartet bei der Hand nahm. Ein leichtes Kribbeln breitete sich an der Stelle aus, weshalb ich lächelnd zu Boden sah und ihm nicht ins Gesicht blicken wollte. Er grinste kurz, zog mich dann aus dem Haus heraus und wir standen etwas ratlos auf dem Gestüt herum, da wir nicht wussten, wo was war – weshalb wir uns erst einmal zu dem längsten Gebäude begaben, welches, wie nicht anders zu erwarten, der Stall war.
      Die Pferde standen momentan alle in ihren Boxen und zermalmten zufrieden ihr Heu, während wir an den neuen Außenboxen vorbeiliefen. Diesmal hatten wir uns gegen die Innenboxen und für die Außenboxen entschieden, da die Pferde somit einfach mehr „Luft“ hatten, es schien ihnen allerdings auch zu gefallen. Scheinbar hatten sie alle die anstrengenden Reisen gut überstanden, lediglich Pushin' Jazz for Cash hatte eine kleine Schürfwunde an der Brust, welche jedoch nicht allzu schlimm aussah. Kein Grund, sich Sorgen zu machen.
      Casey brummelte mir freundlich zu und sah neugierig auf, als wir an ihrer Box vorbeiliefen, doch ich streichelte ihre Stirn nur kurz zur Begrüßung und wir liefen weiter. Rapsoul beachtete mich nicht weiter, ebenso Audio Delite at Low Fidelity – sie beide waren nur mit ihrem Heu beschäftigt und hatten keine Zeit für uns übrig. In der Box gegenüber der Mixstute stand eine Kabstrupper-Stute, die ich vor kurzer Zeit von Elena gekauft hatte, aber bisher noch nicht selbst in Empfang nehmen konnte, da sie sofort nach Kanada gebracht worden war, ohne einen Zwischenstopp in England einzulegen. Die Gute hieß Sambuca und wollte sich lediglich einige Streicheleinheiten erbetteln, ehe auch sie sich wieder dem Futter zuwandte.
      Die drei kleinen Fohlen auf unserem Gestüt Dajeen, Beverly und Lunaris schienen sich trotz ihres niedrigen Alters ebenfalls schon ziemlich gut eingelebt zu haben, widmeten doch auch sie sich lieber dem Futter, als mich zu begrüßen. Lediglich der neue Hengst im Bunde, ein Buckskin Roan aus der Zauberhaft, der vor einem Tag geboren worden war und dementsprechend noch wackelig auf den Beinen stand und sich nur bei Zauberhaft in der Box befand, sah mich etwas verängstigt an. Der kleine war ein Nachkomme von dem Deutschen Reitponyhengst Unique Affair, der in der Zucht Burnin' Valentine stand und hatte daher auch seinen Namen bekommen: Burnin' Unbridled Dreams.
      Auch Sonic Syndicate war gut angekommen, ebenso Nacromancer in the Dark und Nickles 'n Dimes, auf den ich inzwischen meine ganzen Hoffnungen setzte. Der schon etwas ältere Kerl hatte eine ausgesprochen interessante Fellzeichnung, die auch der Farbzucht neues Leben einhauchen würde. Romantica und Ace of Clubs, die Farbwechsler-Stute, hatten wir inzwischen wieder auf dem Gestüt, nachdem sie eine Zeit lang bei Lisa auf dem Hof gelebt hatten, wo sie in der Dressur jeweils eine Stufe höher trainiert worden waren. Monsta lag dösend in ihrer Box und schien nicht mehr hungrig zu sein; sie blickte allerdings auch nicht auf, als ich an ihrer Boxentür vorbeiging und kurz herein sah. Das letzte meiner inzwischen sieben Sportponys war nun Firebird geworden, die junge Sooty Palomino-Stute, die ich von kira gekauft hatte.
      Schließlich folgten noch die Zuchtpferde, die wir uns einen Moment lang ansahen und bei denen wir kontrollierten, ob alles in Ordnung war. Beginnend bei Herbstblatt arbeiteten wir uns weiter voran, besuchten Pamino, Dahiba, Da Vinci und auch Star's Diamond nacheinander. Bei Goldherz verharrten wir eine Sekunde – sie brummelte mir erfreut zu und schmiegte sofort ihren Kopf gegen meine Brust, als sie mich sah. Das zwischen uns hatte sich wirklich zu etwas Besonderem entwickelt, so kitschig es sich jetzt auch für Außenstehende anhören mag. Sie war schon immer mein Lieblingspferd gewesen und nichts oder niemand könnte sich jemals wieder zwischen uns stellen, waren wir doch inzwischen beste Freunde geworden. Sie begleitete mich überall hin und das bereits seit fast fünf ganzen Jahren. Um nichts in der Welt würde ich sie jemals eintauschen oder hergeben wollen, so viel stand fest.
      Nachdem ich mich von Goldherz lösen konnte, liefen Matthew und ich zur nächsten Box, in der Zauberhaft ihr Heu fraß. Direkt neben ihr stand der einen Tag alte Hengst von Unique Affair, der es mir schon im ersten Moment angetan hatte. Ich hoffte wirklich, dass aus ihm mal ein ganz Großer werden würde, denn die richtigen Veranlagungen dazu hatte er allemal.
      Die letzten drei vergebene Boxen waren von den drei Neuen belegt worden. Wir hatten sie, wie auch Star's Diamond und Zauberhaft, von Husky kaufen können und so standen sie nun bei uns in Kanada. Ebenso wie Sambuca waren auch sie sofort nach Kanada gebracht worden, sodass ich sie zuvor noch nicht wirklich hatte sehen können.
      Der erste Hengst war ein Brauner, der bereits zwölf Jahre alt war; Dancer in the Moonlight. Der Hengst war ziemlich menschenbezogen, was mir schon in den ersten Sekunden auffiel: Er kam sofort zu mir, drückte sein Maul gegen meine Jackentasche und suchte nach Leckerlis, wollte aber zeitgleich auch gestreichelt werden.
      Daraufhin folgte Kronjuwel, der Papa von meiner Stute Zauberhaft. Er war ein wirklich schöner Buckskin, wurde ebenfalls im Jahre 2002 geboren und sein Charakter ähnlich wie der von Dancer in the Moonlight. Liebenswert, menschenbezogen und einfach ein Prachtkerl, der nicht nur sein faszinierendes Äußeres, sondern auch sein Interieur bisher immer mit vollem Erfolg weitergeben konnte.
      Das letzte der drei neuen Ponys war eine gekrönte Deutsche Reitponystute, die ich bereits von früher nur zu gut kannte. Inzwischen hatte ich eine stolze Zahl von vier gekrönten Deutschen Reitponystuten im Stall stehen, was mich ziemlich erfreute – war es doch vor gut zwei Monaten lediglich Goldherz, die bei mir im Stall stand. Nun jedoch hatte auch Star's Diamonds Mutter, Star, zu uns gefunden, die früher mal Juliane gehört hatte, mit der ich vor einigen Jahren mal das Gestüt Liberté geführt hatte. Ich war besonders froh darüber, sie bei mir haben zu können, strahlte sie doch schon früher solch einen Lebensmut aus, dass er beneidenswert war. Zwar war sie inzwischen schon fünfzehn Jahre alt, führte sich aber dennoch immer noch auf, als wäre sie eine dreijährige Stute, die erst noch eingeritten werden müsste.

      „Scheint, als ginge es ihnen allen gut“, bemerkte Matthew das Offensichtliche und ich lachte als Antwort nur kurz auf. „Ja, da magst du recht haben. Zum Glück haben sie die Reise alle gut überstanden“, seufzte ich erleichtert und fügte dann hinzu: „Aber jetzt werden wir erst einmal unsere neue Nachbarin begrüßen gehen.“
    • Samarti
      Pflegebericht 27. Juli 2014 - Zurück nach Deutschland

      Platzhalter!

      Momentan stand ich wirklich unter Stress, und das bekamen leider auch meine vierbeinigen Lieblinge zu spüren. Ich beschäftigte mich kaum noch mit ihnen, ließ vielmehr mein Personal alles mit ihnen machen und sie trainieren und das nur, weil ich kurzerhand zurück nach Deutschland reisen musste, um dabei zuzusehen, wie meine Tante ihre letzten Stunden mit ihrer Familie verbrachte. Sie leidete schon länger an Krebs, der inzwischen so weit fortgeschritten war, dass ihr nicht mehr viel Zeit blieb – genauer gesagt erwarteten die Ärzte ihren Tod in wenigen Tagen, weshalb ich auch noch einmal anreisen wollte, um sie ein letztes Mal zu sehen.
      Während sich Rapsoul, Casey, Beverly, Audio Delite at Low Fidelity, Pushin' Jazz for Cash, Skyrim, Dajeen, Burnin' Unbridled Dreams, Sambuca, Sonic Syndicate, Romantica, Nacromancer in the Dark, Monsta, Nickles 'n Dimes, Ace of Clubs, Firebird, Trés Jolie, Santa Fee (die vor kurzem wieder zu uns zurückgekehrt war), Herbsblatt, Pamino, Dahiba, Da Vinci, Star's Diamond, Star, Zauberhaft, Goldherz, Dancer in the Moonlight, Kronjuwel, Darym, Yanetha, Casablanca, Laurencio, Fine Frenzy, Draugsa, Silenc Dream und Season's Princess also in Kanada auf den weitläufigen Weiden fröhlich ihre Bäuche vollschlugen, verbrachte ich meine Zeit in meinem Heimatland. Und erst dann wurde mir klar, wie sehr ich meine Familie vermisst hatte – dennoch zog es mich zurück nach Kanada.

    • Samarti
      Pflegebericht 31. August 2014 - Von getrennten Wegen und langen Reisen

      In letzter Zeit hatte ich schon einige Flüge in verschiedene Länder hinter mir – ins regnerische England, ins heimische Deutschland oder auch einfach zurück nach Kanada.
      All dies änderte jedoch nichts daran, dass ich ständig wieder verreiste, um mir Neuankömmlinge anzusehen, die eventuell ein neues Zuhause auf meinem Gestüt finden sollten.
      Bis heute. Denn als ich heute vor meinem riesigen Stallgebäude stand, mir die Pferdenasen ansah, die sich über die Boxentüren streckten, zog sich mein Herz bei diesem Anblick zusammen. Ich wusste, dass ich viele Pferde besaß, und leider Gottes konnte ich mich nicht in vierzig Stücke schneiden und jedem die Aufmerksamkeit geben, die ihnen zustand.
      Umso klarer wurde mir allmählich, dass es so nicht weitergehen konnte. Denn auch, wenn wir massig Platz auf dem Gestüt hatten und jede Menge Leute hier arbeiteten, tat es mir im Herzen weh, zu sehen, wie ich mich nicht persönlich um jedes kümmern konnte. Matthew griff mir tatkräftig unter die Arme, Joline half, wo sie konnte und auch der Rest des gesamten Teams ließ mich nicht im Stich.
      Doch ich wollte es ändern – ändern, dass viele von ihnen vernachlässigt wurden. Zumindest von mir. Es waren meine eigenen Pferde und ich sollte mich wenigstens ab und zu selbst um sie kümmern und nicht einfach abfertigen. Vierzig Pferde kosteten sehr viel Zeit; Zeit, die ich nicht hatte.
      Deshalb fanden sich bisher bereits ganze sieben Pferde wieder, die ich in den Ruhestand entließ. Nicht, weil sie zu alt waren, sondern einfach, weil es ihnen dort besser gehen würde. Ich könnte mich noch immer mit ihnen beschäftigen und sie gesund und munter wissen, brachte ich es doch nicht übers Herz, sie gehen zu lassen. Vier gekörte Hengste standen nun dort gemeinsam mit Bel Homme, Firebird, meiner lieben Casey, Lucane und Nikan. Ich wollte nicht, dass die Hengste überfordert wurden, sie hatten der Zucht lange genug gedient. Nacro war vor nicht allzu langer Zeit gekört worden, doch irgendwie hatte ich nur diese Bestätigung gebraucht, dass er es schaffen könnte. Er sollte nie ein Zuchthengst werden, ihm machte die Arbeit auf dem Platz oder ruhige Ausritte im Gelände viel mehr Spaß. Genau wie Herbstblatt war er in einigen Disziplinen ziemlich stark vertreten, doch dies war nicht mein Verdienst. Nach Jahren stellte sich dann heraus, dass beide in jungen Jahren überfordert worden waren. Herbstblatts Gelenke machten das hohe Niveau nicht mehr mit, er hatte Schmerzen und wollte nicht mehr. Bei Nacro sah das Ganze besser aus, er hatte keine Gelenkprobleme – doch nach der Erfahrung mit dem Schwarzbraunen wollte ich den Braunen nicht demselben Risiko aussetzen, weswegen ich mich dazu entschied, ihn auf eine der weiten Wiesen Kanadas zu entlassen.
      Nikan und Lucane standen dort, weil sie dann doch verhältnismäßig schon alt waren – sie würden dennoch weiter gearbeitet werden, sie waren die perfekten Gefährten für ruhige Ausritte im Gelände.
      Und Casey … Ja, Casey hatte wohl dasselbe Schicksal wie einst ihre Mutter erlitten: eine Verletzung an der Beugesehne. Eines der Ferienkinder des mehr oder weniger unregelmäßig laufenden Ferienbetriebs hatte sie zu der Zeit geritten, und als es über einen Sprung ging, war Casey blöd aufgekommen und erstmal in Quarantäne geschickt worden, da sie stark lahmte. Als der Tierarzt später eintraf, entdeckte er jene Verletzung.
      Seufzend riss ich mich von dem Anblick der acht Pferde los und nahm die Arme vom Zaun, wo ich sie zuvor abgestützt hatte. Mein Koffer stand bereits vor der Haustür, wartete darauf, endlich mitgenommen zu werden. Und während Julien noch vor der Haustür stand und seinen gerade auf den Hof hievte, begab ich mich auf den Weg in seine Richtung, um mir meinen Koffer zu schnappen und mich ein achtes Mal zu vergewissern, dass ich doch wirklich alles dabei hätte. Der fast zehn Jahre ältere Mann lächelte mir aufmunternd zu, als er meinen sehnsüchtigen Blick bemerkte, der in Richtung Casey ging. Die acht würden bald ihre Reise zu einem kleineren Gestüt in der Nähe antreten, wo sie den Rest ihres Leben würden verbringen dürfen.
      Ich hatte mich bewusst dagegen entschieden, Matthew mitzunehmen. Er machte seine Arbeit gut und wir verstanden uns prima, doch nach seiner Abfuhr fühlte ich mich von ihm irgendwie … verarscht, um es auf gut Deutsch zu sagen.
      Apropos gut Deutsch: Unsere Reise war lang, und sie führte uns in verschiedene Länder. Nach Deutschland, um Salera Darym wieder zurückzubringen, von dem ich mich trennen wollte, dann auf Gaitanos Gestüt, die Carachillo wieder zu sich nahm. Mit beiden wurde ich nicht warm, deshalb war es für sie besser, ein neues Heim zu finden, wo sie genügend Aufmerksamkeit bekamen.
      Als ich ein letztes Mal über die Schulter sah und den bunten Haufen der Deutschen Reitponys erblickte, versetzte es mir einen Stich, doch dann wandte ich den Blick nach vorn und auf den dunklen Jeep, der uns zum Flughafen fahren würde.
      Und direkt im Anschluss würde es uns nach Wyoming verschlagen. Julien war total darauf aus, endlich mal wieder Ranchboden unter seinen Füßen zu haben, und da es Eddi auf eine Ranch verschlagen hatte, hatte ich ihn gefragt, ob er mich nicht begleiten wollte. Ich wusste noch nicht, wie lang wir dort bleiben würden, weshalb ich praktisch für einige Wochen ausgerüstet war. Dennoch war ich gespannt, wie Eddis Ranch aussah und wie sie sich bisher so als Einsiedlerin machte – und vor allem, ob die Umgebung nun wirklich so an den Wilden Western erinnerte, wie sie zu sagen pflegte. Zudem schwärmte sie ständig davon, dass ich völlig überwältigt von Wyoming sein würde und sie doch endlich ihren endgültigen Platz gefunden hatte.
      Ich hatte ja keine Ahnung, welch Überraschung mich dort erwartete.
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  • Album:
    3 - Pferde im Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Samarti
    Datum:
    25 Feb. 2014
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  • Dancer in the Moonlight
    Von:
    Green Mountain
    Aus der:
    Falling Star
    Geburtsdatum:
    07.03.2002
    Geschlecht:
    Hengst
    Gesundheit:
    sehr gut
    Aussehen:
    Rasse:
    Deutsches Reitpony
    Fellfarbe:
    Brauner
    Abzeichen:
    H.R: Halbweißer Stiefel
    Stockmaß:
    1.43m
    Charakter:
    liebenswert, menschenbezogen, eigensinnig, Kämpfer
    Besitzer Daten:
    Vorbesitzer:
    Toffifee
    Besitzer:
    HuskyJenny
    Pferd erstellt von:
    Salera
    Vkr:
    Salera
    Züchter:
    /-/
    Beschreibung:
    Dancer in the Moonlight ist ein liebenswerter kleiner Ponyhengst. Er ist mutig und hat ein großes Herz. Er kann zwar manchmal etwas eigenwillig sein, ordnet sich einem starken Reiter jedoch schnell unter.
    Qualifikation:
    Galopprennen Klasse:
    A
    Western Klasse:
    A
    Spring Klasse:
    E
    Military Klasse:
    E
    Fahren Klasse:
    E
    Dressur Klasse:
    L
    Distanz Klasse:
    E
    Schleifen & Auzeichnungen:
    Gewinner einer Hengstkörung
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    3. Platz 81. Galopprennen
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    3. Platz 166. Dressurturnier
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    1. Platz 179. Westernturnier
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    Informationen zur Zucht
    Gekört/Gekrönt: ja Nachkommen: