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kira

Daisy Dee

Welsh D | Stute

Daisy Dee
kira, 8 Aug. 2016
    • kira
      06.12.2015 - Pflegebericht - Catalina/Vhioti
      Eingewöhnung

      Von neuen Boxen, frischem Futter und dem ersten Gang auf den Paddock
      [Catalina|4276 Zeichen]


      Der Duft von frisch gewaschenem Fell, Stroh und Mist strömte mir entgegen. Die Rettungspferde sind gerade vom Hufschmied untersucht und versorgt worden. Der Tierarzt hatte sie auch abgenickt, aber besondere Maßnahmen mussten noch gemacht werden, so lange waren sie in 'Quarantäne' und hatten auch ihren eigenen Paddock. Mit einer Schubkarre voll mit Futter und Aufbaupräparaten ging ich dann in den Trakt. "Guten Morgen meine Lieben.", keine Antwort. Als erstes blieb ich bei Majd stehen. Der Araber bekam als erstes einen Apfel, damit ich sein Futter auffrischen konnte, und mischte ein bisschen vom Nahrungsergänzungsmittel meines Vertrauens darunter. Majds Hufe waren nun gekürzt, und die Mähne war nicht mehr so stumpf wie vor drei Tagen. Heros verweigerte seinen Apfel, schnupperte aber daran, ehe er ihn dann in seinen Futtertrog rollen ließ. Das Futter rührte er auch nicht an, aber die Streicheleinheit ließ er über sich ergehen.
      Die zwei Stuten waren schon ein etwas anderer Fall. Daisy Dee hatte eine Schur erhalten, Huffett ließ ihre Hufe glänzen und gesund aussehen und der Behang war frisch gestutzt. Beim Futtereinstreuen musste ich gut achtgeben, dass sie nicht ausbüxte. Sie gab mir einen kleinen Knuff, verschlang den Apfel und wieherte einmal, als die Boxentür geräuschvoll zu fiel. Itaque, eine Stute die ich bereits einmal trainiert hatte, war unvergleichbar zutraulicher, und ich konnte ihren etwas verknoteten Schweif kämmen und dann mit einem Mähnenspray einsprühen, damit er seidig und glatt blieb.
      Nach einer Stunde Futterpause begann ich mit dem Putzen. Ich wollte die kleine Herde nicht unnötig weiter splitten, und so ließ ich die anderen drei jeweils zuschauen beim Putzen. Majd, Heros und Itaque gaben Ruhe, der Araber beispielsweise bemerkte gar nicht, dass er locker angebunden war. Pünktchen hätte sich jederzeit befreit. Stattdessen ließ er sich bürsten und weiterhin sauber machen. Heros verweigerte das Hufegeben. Er ließ sich dann aber beruhigen und schaute mir soweit er konnte zu. Ein wenig misstrauisch, der Gute. In seiner Box fraß er dann aber gemächlich den Apfel, den er vorher verschmäht hatte. Daisy Dee störrte meine Arbeit kaum. Sie legte den Kopf zur Seite und brummelte zufrieden, als ich ihren Unterbauch bürstete, empfand das Putzen der Beine aber gar nicht angenehm. Immerzu zog sie die Beine weg und schnaubte. "In Ordnung, beim nächsten Mal wasche ich sie dir." Verträumt kraulte ich ihr hinter den Ohren und drehte kichernd den Kopf weg, als sie mir ins Gesicht schnaubte und ein wenig Speichel an meinen Hals gelangte. Itaque hingegen kannte das ganze Spektakel und blieb besonnen und gelassen wie ein alter Hase. Dennoch; als ich ihrer Schweifrübe mit dem Gummistriegel gefährlich nahe kam, schob sie ihr Hinterteil bestimmt von mir weg, und legte die Ohren an. Als Entschädigung streichelte ich ihren Rücken, und fuhr mit einer weicheren Bürste über ihren Körper. "Hast du gut gemacht, Itaque. Super gemacht!", ich klopfte lobend ihren Hals und war stolz, dass die Pferde nach der monatelangen Zeit auf der Weide ihre Zutraulichkeit nicht verloren hatten. Nur Daisy und Heros schienen nicht sehr menschenbezogen zu sein, aber war das verwunderlich? Meine Unterarme waren ein wenig verdreckt, aber da würde eine Dusche Wunder wirken, dachte ich mir als ich dann auf die Paddocks ging und die Türen öffnete, sodass die Pferde langsam auf ihre gut 82 m² große Paddocks gelangen konnten. Itaque und Daisy buckelten vor Freude, während Heros sich hinlegte und ausgiebig wälzte. Majd trottete auf dem Untergrund herum, schnaubte ein Mal laut und wartete wohl auf mich. Ich schloss die Boxentüren rasch, und ging dann auf den Paddock des Arabers. "Du siehst super aus, mein arabischer Freund. Ich weiß gar nicht, was für Qualen du erleiden musstest. Ein Glück seid ihr alle gesund und habt keine Kolik oder schlimmeres.", murmelte ich in seine Mähne. Einen Moment verweilte ich, dann ging ich weg von den vier Neulingen, beobachtete sie aber immer noch und machte dann die restliche Arbeit auf dem Hofe, damit sie an der frischen Luft bleiben konnten. Am Abend bekamen sie eine weitere Futterration und frisches Obst für ein optimales Gewicht.
    • kira
      24.12.2015 - Tierarztbericht - Cooper
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      Kaum zwei Wochen auf meinem Gestüt angekommen, flatterten schon der nächste Aufträg ins Haus. Von Catalina Dixon. Telefonisch hatten wir vereinbart das sie auch zwei weitere Pferde hinzufügen durfte, da ich noch keine anderen Aufträge erhalten hatte und wenn ich einmal dort war, wieso nicht.

      Nachdem ich angekommen war ging ich zur Autoleihfirma, die am Flughafen anknüpfte. Anschließend füllte ich einige Papiere aus und fuhr mit einem vernünftigen Auto vom Flughafen. Simon rief an um zu fragen wie es mir geht. Ich schaltete die Freisprechanlage an und erzählte ihn erstmal alles bis zu dem jetzigen Zeitpunkt. "Du glaubst nicht wie praktisch das ist an allen örtlichen Autohäusern problemlos ein Auto zu mieten, ich bin froh das ich dieses Angebot erhalten hab, außer das es nicht sooo Billig ist". Simon antwortete schnell und dann verabschiedeten wir uns wieder, schließlich hatte er auch viel zu run. Und je nachdem wie schnell ich mit den vier Pferden fertig bin, könnte ich sogar den Nachtflug wieder nach Hause nehmen.

      Nach einiger Fahrzeit erreichte ich Catalinas Hof. Ich packte alle Geräte und Utensilien ein die ich benötigte und betrat das Gelände mit tausend verschiedenen Vorstellungssätzen. Catalina Dixon kam auf mich zu und die Begrüßung ging wie immer komplett anders von statten wie man sich es vornimmt oder vorstellt. "Ich hoffe sie hatten einen guten Flug". "Lass uns gleich mit dem Du anfangen." lachte ich und sie nickte.
      Über die kommenden Pferde zu reden löste die Spannung, die sich am Ende des Gespräches sowieso lägst gelegt hatte. Ich kramte meine Papiere aus meiner Tasche, wo sich auch das Auftragsformular von Catalina befand. "Also, einmal die Prävention B und eine vollständige Grundimmunisierung, bei allen. Das bleibt so stehen oder kommt was hinzu oder weg?". Sie Antwortete mit einem ja, für den bestehenden Auftrag und mit nein, zur anderen Frage. Daraufhin führte sie mich direkt zu den Pferden, die alle in einer Reihe warteten.

      "Also, zuerst mache ich mit jedem Pferd/Pony in wenig bekannt und werde dann zuerst die Laborproben von jedem einzelnden entnehmen. So können die in de Zeit ausgewertet werden und am Ende kann ich sie dann Vorlegen" sagte ich zu Danillie Olson, sie inzwischen Catalina ablösen musste. Sie nickte und dann legten wir gemeinsam los. Zuerst war Majd an der Reihe, ein prachtvolles arabisches Vollblut. Ich begrüßte ihn behutsam mit einem Minzstängel,worauf er daraufhin herumkaute. Bei ihm war das Blut abnehmen sowie die Abstriche von Mundschleimhaut, Ohren, Nüstern kein Problem, auch die Fellprobe verlief reibungslos. Diese Prozedur wiederholten wir bei Daisy Dee, Heros und Itaque. Bei Daisy war es schon schwieriger gewesen, sowie auch bei Itaque. Es dauerte es seine halbe Stunde bis sie aufhörte mich irgendwo gegen quetschen zu wollen oder einfach zu wild tänzelte.
      Danielle seuftzte "Das es so schwierig wird hätte ich nicht gedacht". Ich lachte, beschriftete die Proben und steckte sie in die Zentrifuge. Als die Zeit und Geschwindigkeit eingestellt war, ging ich zurück zu Majd um den nächsten Schritt der Prävention zu machen. Ich testete sein Augenreflex mit einer mini Taschenlampe, kontrllierte Maul, Nüstern, Ohren und tastete langsam von Oben bis Unten seinen Körper ab. Beim unteren Bereich des Bauches angekommen blieb ich mit der an einer Stelle stehen. Es fühlte sich an wie ein Pickel unter der Haut, dennoch war die Oberfläche rau. Ich bückte mich kurz darauf und sah auf der Erhebung eine Kruste. "Hatte er sich schon mal in diesem Bereich verletzt oder so etwas" frug ich Danielle, sie verneinte. "Nagut, für mich sieht das aus wie in Bremsenstich, womöglich stammt es aber auch von einem anderen Insekt oder Tier, das ist in dem Fall aber nicht relevant. Ich denke mal das liegt daran das es dieses Jahr sehr warm ist. So wie es scheint hatte das Majd auch gestört und gejuckt, ansonsten wäre da keine Kruste. Ich schmiere ihm jetzt eine antiseptische Salbe auf. Die wirkt dem Juckreiz entgegen und verhindert das sie sich entzündet." Dann überreichte ich Danille die Salbe "Die geht aufs Haus. Einfach einmal pro Tag drauf schmieren, bis keine Kruste mehr zu sehen ist." Ich streichelte Majd und kontrollierte dann seine Vitalzeichen, Puls, Atmung und Temperatur. Auch diese waren alle im Normalbereich.

      Weiter ging es erstmal mit Daisy Dee. Die Welsh Stute hatte ich ja eben schon kennengelernt und hoffe das sie mich trotzdem noch an sie ran ließ und das tat sie auch, das lag aber höchst warscheinlich nur daran, das ich eine Möhre hatte. Mit einigen Schwierigkeiten führte ich das gleiche durch wie auch bei Majd. Nachdem ich mit ihr fertig war, war auch schon der nächste an der Reihe, Heros. "Ein Hannoveraner also" sagte ich, denn ich hatte noch nie mit so einer Rasse gearbeitet. Er schien sehr ruhig und als ehemaliges Polizeipferd wirkte er sehr sicher und respektvoll. Dennoch war es nicht leicht mit ihm Bekanntschaft zu machen, denn das wollte er nicht so wirklich. Da ich Grundsätzlich nie eine Behandlung antrete ohne das mich ein Pferd zumindest beschnuppert hat, blieb ich solange vor ihm stehen und bot ihn einen Apfel an, bis er diesen fraß und ich ihn letztendlich sogar streicheln durfte. "Ja, so gefällt mir das" lächelte ich und begann erneut die Prävention B zu wiederholen. Am letzten Pferd angekommen schien das Ende in Sicht, aber es kam ganz anders wie wir dachten. Die Deutsche Reitponystute hatte es gewaltig in sich, selbst mit Leckerlies kam man bei ihr nicht weiter. Erschöpft und zuerst ein wenig Ratlos setzten wir vorteilhaft für beide Seiten eine Pause ein. Wir versuchten es mit einer neuen Strategie, die wirkte. Trotzdem versuchte Itaque alles um zu Verhindern, was ihr eigentlich gut tun sollte. Sie quetschte mich ein und versuchte mit tänzeln alle Maßnahmen zu verhindern. "Die Prävention ist gut verlaufen, sie hat dennoch einige Schrammen auf ihren Beinen, die nicht gut verheilen können durch dauerndes kauen oder auch Feuchtigkeit. Ich habe ihr jetzt die gleiche Salbe auf die Verletzungen geschmiert wie Majd auf den Stich, aber diese ist mit Stoffen versetzt die für Pferde abgrundtief bitter schmecken. So müsste sie die Verletzungen auch in Ruhe lassen, sodass sie verheilen können. Und vermeiden sie unbedingt unnötige Feuchtigkeit oder Nässe, also ist der Weidegang erstmal für min 2 Wochen gestrichen. Um dem Auslauf und dem frischen Grass entgegen zu Wirken geht einfach mit ihr in die Reithalle, macht ein paar Übungen und schenkt ihr gepflücktes Graß von der Weide". "Alles klar" sagte Danielle. Nun fehlte nur noch die Immunisierung. Zuerst Impfte ich Itaque gegen Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut, entwurmte sie und ging die Reihe von hinten durch.

      Es war weniger Zeit vergangen wie wir gedacht hatten und auch die Zentrifuge war Zeitgerecht fertig geworden. Das Gerät spuckte mir die Ergebnisse aus und ich analysierte diese. "Alle Pferde sind wohl auf. Sowohl im Blut aber auch in den anderen Proben wurden keine Auffälligkeiten gefunden". Erleichtert atmete Danielle auf. "Nun, dann haben wir es endlich hinter uns" lachte sie und brachte die Pferde wieder in ihre Boxen. "Alles Klar. Ich melde mich bei Ihnen per E-Mail um weiteres zu klären. Ich bitte um Entschuldigung für den schnellen Abschied, aber so kann ich noch den Nachtflug zurück nehmen" sagte ich und verabschiedete mich von Danielle und auch von Catalina, die nochmal kurzzeitig dafür ihre Arbeit unterbrechen konnte.
    • kira
      25.12.2015 - Hufschmiedbericht - Bracelet
      Hufschmiedbesuch

      Eine Woche nachdem ich einen Auftrag von der lieben Cata, wie ich sie nannte, entgegengenommen hatte fuhr ich nun zu ihrem Hof.
      Dort angekommen parkte ich mein Auto vor dem Hauptgebäude ein und stieg erstmal aus. In Ruhe nahm ich dann meinen Hufschmiedekoffer heraus und machte mir meine Schürze um. Dann wurde ich auch schon von Cata begrüßt und zu ihren Pferden geführt. Vier davon würde ich mir nun heute ansehen.
      Dabei handelte es sich um Majd, Daisy Dee, Heros und Itaque. Wunderschöne Pferde, die allerdings, wie es mir ihre Besitzerin im Vorfeld erzählt hatte, lange auf einer großen Wiese gestanden hatten und deren Hufen dabei nicht all zu viel Beachtung geschenkt wurden. Aber dies würden wir bestimmt wieder hin bekommen, denn gar so verwahrlost wie beschrieben waren sie dann gar nicht.
      Majd war der Erste. Der hübsche Schecke war bereits im Vorfeld blitz-blank geputzt worden und stand nun brav am Putzplatz. Er hatte wirklich gute Manieren. Stand brav da, tänzelte nicht herum und machte bei allem gut mit.
      Seine Hufe waren etwas trocken und abgenutzt. Auch das Sohlenhorn bedarf Pflege. Doch dies war alles kein Problem. Ich nahm dazu einfach erst eine Spezialzange zur Hand und kürzte damit die Hufe. Dann wurde mit einem Hufrinnenmesser ein kleiner Probeschnitt gemacht, damit abgeschätzt werden konnte wie viel Horn ich von der Sohle entfernen musste, was ich dann auch tat. Den Strahl schnitt ich ebenfalls etwas in Form. Dann sah das Ganze schon deutlich besser aus. Um dem Ganzen dann noch den letzten Schliff zu geben raspelte ich alle Flächen nochmal glatt und pinselte die Hufe mit einem bestimmten Nährstoffkomplex ein, welchen ich Cata auch gleich flaschenweise mit gab.
      So weit so gut - mein nächster vierbeiniger Patient war Daisy Dee. Die hübsche Stute verzauberte mich sofort. Sie war wirklich wunderschön. Dieses Bild bröckelte allerdings etwas, als sie mich durch und durch veräppelte. Schon bei der Hufkontrolle wollte sie ihre Beine einfach nicht heben und schlug immer wieder genervt mit dem Schweif. Irgendwie kamen wir dann allerdings doch zusammen, da ich wusste wie ich mich durchsetzen konnte. Immerhin besaß ich ja selbst auch einige Pferde, die nicht ganz so leicht handzuhaben waren.
      ,,Gut. Hier sehen wir das selbe wie bei Majd in grün.'',sagte ich dann und nahm wieder meine Zange und anschließend mein Hufrinnenmesser zur Hand. Damit wurde gekürzt, ausgeschnitten und korrigiert. Zum Schluss folgte wieder das Abraspeln aufgerauter Stellen und das Einpinseln der Hufwand mit Nährstoffkomplex.
      Nach Daisy war Heros, ein wunderschöner Kohlfuchs, dran. Der Hübsche war mir gegenüber erst noch unentschlossen, aber da Cata ihm deutlich signalisierte, dass ich gut zu ihm sein werde zeigte er sich brav und zutraulich.
      Er gab brav Huf und ließ sich diesen kürzen. Auch beim Ausschneiden zeigte er sich kooperativ und ließ die ganze Prozedur über sich ergehen. Er schnaubte sogar einmal ganz entspannt. Da dauerte es dann auch nicht lange bis alles wieder tip-top war.
      Über meine letzte Patientin freute ich mich ganz besonders. Itaque. Und damit gab es auch etwas zu bereinigen. Die Kleine war nämlich bei mir auf dem Hof geboren worden, und nicht da, wo Cata ursprünglich dachte. Umso schöner aber war das Wiedersehen mir dem süßen Rappen, welcher mich anscheinend auch noch erkannte.
      Ihre Hüfchen sahen ebenso aus wie bei den anderen drei Pferden, doch bei ihr musste ich leider eine kleine Fehlstellung feststellen. Also kürzte ich erst wie gewohnt die Hufe, schnitt Itaque aus und nahm anschließend die Raspel zur Hand mit der ich die Tragefläche gerade raspelte, welche sich anscheinend durch eine ungleichmäßige Abnutzung abgeschrägt hatte und die Stute dabei beim Laufen nach Innen kippen ließ. Nun war aber wieder alles in bester Ordnung.
      Nachdem ich Ita auch etwas Nährstoffkomplex auftragen hatte, verabschiedete ich mich auch schon wieder und verließ das Gestüt.
    • kira
      21.09.2016 - Pflegebericht - kira
      Ungewöhnliche Reiter

      Valentine´s Candy Fireflies, Stromer‘s Painting Gold, Daisy Dee, White Dance, Ahyoka Dazzle, Genuine Lil Cut, Juwel der Stille, De Luxe, Jade, Verdine, Aggressor's little Queen, Coco de Mer, Baroness of the Guard, PFS' Daydream of Money, Fairy Tale, Prometheus

      Plötzlich aus dem Schlaf gerissen schaute ich in zwei bernsteinfarbene Augen, welche ich auf A, dass Jascha sich mal wieder in unser Bett geschlichen hatte. Mir den Finger vor den Mund haltend zischte ich ihn an, „Leise!“. Lars wäre nicht erfreut über den Hund im Bett, doch noch schlief er. Und solange Jascha nicht seiner Begeisterung, dass ich aufgewacht war, lautstarken Ausdruck verleihen würde, würde Lars auch weiter schlafen.

      In der Küche angekommen öffnete ich erst einmal die Tür zum Hof, damit mein Junghund seinen morgendlichen Geschäften nachgehen konnte. Noch war er nicht ganz stubenrein, aber lange hatten wir ihn ja auch nicht. Mit einem Kaffee in der Hand machte ich mich auf die Suche nach Malheuren der vergangenen Nacht, konnte aber zu meinem Erfreuen keine finden. „Gute Morgen Schatz!“, mein Freund kam in die Küche geschlufft. „Morgen! Kaffee ist schon frisch gemacht.”. “Mmmhh”. Während Lars sich seine Tasse eingoss berichtete ich ihm von Jaschas Erfolgsgeschichte, „Jascha hat heute Nacht nirgends hin gemacht“, „Mhm“, er setze sich an den Tisch. „Was steht heute an?“ „Für dich am besten Zäune streichen, die Stutenweide oben am Wald baucht neuen Teer auf den Pfosten, damit sie nicht faulen. Aber ich glaub, da musst du erst zu Baumarkt, der ist nämlich fast leer!“ „alles klar, brauchen wir sonst noch was?“, ich spürte die Begeisterung meines Freundes zum Baumarkt zu kommen. Welcher man bastelte nicht gerne herum? „Ich glaub nichts, ansonsten kann ich dich ja dann nochmal anrufen.“ „Gut, dann mach ich mich nach dem Frühstück fertig.“ Kurz bevor ich die Treppe hoch ging um mich ebenfalls anzuziehen, aber ins Stall und Reitoutfit, meinte ich noch zu Lars: „Wenn das Wetter später besser ist können wir ja noch eine Runde ausreiten!“ „Oh, Louisa wollte heute vorbei kommen!“ „Ah wie schön! Dann können wir ja zu dritt raus!“ „Mhm“ – Begeisterung klang anders, doch wenn wir dann schließlich unterwegs waren war mein Freund doch meistens begeistert. Er hatte vor mir nichts mit Pferden zu tun gehabt, außer dass seine Schwester Louisa ritt, doch dafür hatte ich ihn nach ein paar Jahren doch auf ein gutes Wissen gebracht.

      Jascha hatte sich nachdem er sein Futter bekommen hatte mir angeschlossen und so gingen wir gemeinsam, ich mit Sattelzeug bepackt, in den Nebenstall. Gefüttert waren schon alle Pferde, dafür hatten meine Angestellten gesorgt. Als ich Valentine´s Candy Fireflies aus seiner Box geholt hatte, kam mir grade Andrew entgegen. Der Engländer und Jockey, welcher neuerdings für mich arbeitete, hatte Stromer‘s Painting Gold im Schlepptau. Die junge Stute sah ziemlich fertig aus. „Hartes Training? “ “Ja, aber sie war gut.”, anerkennend nickte ich ihm zu, er hatte sich bisher als guter Trainer erwiesen und Goldie inzwischen fit für Rennen gemacht. Bei ihrem ersten offiziellen Rennen war das Vollblut erst wenige Wochen unter dem Sattel und im Training gewesen und hatte dennoch den 6.Platz erreicht, somit war ich nun gespannt auf ihr nächstes Rennen am Wochenende. Zwar würde ich sie nicht selbst reiten, dafür war ich leider noch nicht ausgebildet, aber ich fieberte dem Rennen entgegen. In meiner reiterlichen Ausbildung würde sich noch einiges tun, so hatte ich Westernlehrgänge geplant um meinen inzwischen sechs Westernpferden, gerecht zu werden. Bisher hatten sie nämlich nur eine ordentliche Förderung bekommen, wenn meine Stammtrainerin Veija ihre monatlichen Besuche gemacht hatte. Auch wollte ich mich, was Rennpferde anging weiterbilden, doch für beides hatte ich bisher noch nicht die Zeit gehabt mich genauer über die vorhandenen Möglichkeiten zu informieren.

      Nachdem ich Vally geputzt und gesattelt hatte ging es mit dem Hengst schnell in die Halle, denn grade fing es wieder an zu regnen. Halbwegs trocken kamen wir dort an und ich warf nachdem ich aufgestiegen war die feuchte Abschwitzdecke über die Bande. Jascha hatte noch nicht ganz verstanden, das er nicht immer um die Beine der Pferde wuseln sollte. Und so machte Vally, der an sich ein ganz gechilltes und cooles Pferd war, plötzlich einen Satz nach vorne. „Ruuhhig“ Schnell reagierte ich und nahm die Zügel kurz und setze mich tief hin, auch wenn ich für den großen Hengst ein Fliegengewicht war wurde er direkt ruhiger. Nach einigem Gehibbel ließ er sich auch halbwegs wieder hin stellen. Ich hielt besorgt nach meinem Hund Ausschau, welcher sich nach dem Tumult auf die andere Seite der Bande gerettet hatte. Etwas sauer war ich schon, doch er schaute nun so als hätte er verstanden, dass es zwischen Pferdebeinen gefährlich ist, somit beließ ich es dabei und war froh das nicht geschehen war.

      Das warmreiten war etwas mühselig da der Hengst noch etwas aufgekratzt war und ebenso verlief es im Training. Wir machten heute leichte Dressurarbeit, demnächst sollte der Hengst von einem professionellen Trainer auf die A Dressur vorbereitet werden. Auch wenn er in den Springsport gehen sollte, achtete ich dennoch bei meinen Pferden auf eine vielseitige Ausbildung und sie abwechslungsreich zu arbeiten und vernünftig zu gymnastizieren. Wir beschäftigten uns vor allem mit fließenden Gangartübergängen und dem Halten. Noch ruckelte es etwas, aber es wird. Ich liebte vor allem Vallys Galopp, der Hengst hatte einen astreinen Schaukelpferd Galopp und sprang in diese Gangart auch immer direkt an, wenn er auch etwas schwer zu bremsen war. Zu Letzt übte ich mit ihm zur Beruhigung nach dem Galopp noch das Rückwertsrichten, was für mich einfach zur Grundausbildung gehörte. Am Strick konnte dies fast jedes meiner Pferde, doch dies nur mit Reiter obendrauf zu wieder holen war für mache am Anfang schwer. Etwas schief und unsicher wich Vally ein paar Schritte zurück, lobend klopfte ich ihm den Hals und ließ ihn im Schritt wieder vorwärts gehen. Er verstand schon was ich von ihm wollte, doch bis er locker und grade rückwärtsging würde es noch dauern. Die Übung wiederholte ich noch einige Male, bevor ich das Training beendete.

      Als nächstes holte ich Daisy Dee aus der Box, die nun ihre war. Die Stute stand seit gestern bei mir im Stall und verteidigte ihren Lebensrau schon so giftig als wäre sie dort geboren. „Hey!“, mit einem Klaps auf die Nase behielt sie ihr Maul doch bei sich. Jascha blieb diesmal brav auf Abstand, was mich ziemlich erleichterte. Zu einer zickige, wenn auch hübschen und talentierten, Welsh Cob Stute hätte ich nicht auch noch einen ungezogenen Hund gebrauchen können. Einmal angebunden ließ Daisy sich aber dennoch fast brav putzen und satteln, nur an den Beinen fand sie mein „Herumgefummel“ doof – doch mich konnte sie nicht vertreiben und ich blieb ungeachtet ihres Herumgemecker dabei. Noch hatte sie keinen eigenen Sattel oder Trense und ich war mir auch gar nicht sicher ob sie einen brauchen würde. Vor dem Wochenende wollte ich dennoch al einen Satter drüber gucken lassen, ob sie weiterhin mit White Dances Sattel laufen könnte. Die Stuten hatten eine ähnliche Statur und Größe und augenscheinlich schien der Satte gut zu passen. Da White Dance auch vor der Kutsche lief brauchte sie diesen auch nicht so oft. Grade als ich mit Daisy fertig war kam mir Peter entgegen. „Sagen sie mal, dürfte ich mich wohl auch nochmal auf ein Pferd schwingen?“ Etwas verwundert fragte ich meinen doch schon an die 60 gehenden Stallburschen:“Sind sie denn schon mal geritten?“ „Natürlich“, lachte der alte Herr, „früher als ich jung war habe ich eine Zeit in Amerika verbracht und da auch einer Ranch gearbeitet und da gab es diese nette Mädchen .. jedenfalls endete ich als recht begnadeter Westernreiter.“ Bisher hatte ich nicht gewusst das mein Stallbursche fürs Misten, Füttern, hin und her bringen der Pferde auch mal auf einem gesessen hatte. „Oh.. ja dann wenn sie möchten..? Also wir haben ja diese beiden neuen, den Quarter und den Paint. Ich wollte sowie so nachher mal mit den Offenstallpferden eine Runde drehen, da können sie gerne mit!“. Jetzt lächelte Peter begeistert: „Sehr gerne! Wann soll ich die Pferde holen?“ „Am besten...“, ich spinkste auf meine Uhr und rechnete, “ Ahyoka und Gen, der neue Hengst, für in 1,5 Stunden und die andern vier für in 3 Stunden.“ Peter nickte.

      Auch mit Daisy ging ich in die Halle. Die Stute hatte bisher noch nicht sehr viel Ausbildung erfahren, weshalb ich heute erst einmal ihren Grundgehorsam unter dem Sattel abfragen wollte. Auch wenn ich schon gerne mit Stangen oder kleinen Sprüngen oder auf dem Platz gearbeitet hätte, so mussten wir doch erst mal einander kennenlernen. Vielleicht war die Stute ja auch was für die Kutsche? Eingefahren sollte sie sein, doch ich wusste nicht wie ihre Gänge unter Einfluss eines Reiters oder an der Kutsche aussahen, den für die Kutsche mussten sie sensationell aussehen. Ich hatte Alexandra gebeten später vorbei zu schauen, damit sie ein Video machen könnte. Nachdem ich den Sattelgurt nachgezogen hatte führte ich die Stute zum Bock, von wo ich geschmeidig in den Sattel kam. Zwar hätte ich bei ihrer kleinen Größe von 1,42m auch problemlos vom Boden aufsitzen können, doch ich wollte der Stute keinen Anlass geben sich zu wehren. Nicht jedes Pferd konnte die einseitige, plötzliche Belastung beim Aufsteigen eines Reiters ab. Und Daisy war sehr lange nicht mehr geritten worden. Die Steigbügel waren richtig eingestellt und so tippte ich erst sanft, als darauf keine Reaktion folgte, mit Nachdruck, meine Fersen in ihren Bauch. Ich merkte schon dass man bei dieser Stute Überzeugungskraft brauchte. Sie war nicht unbedingt wiederwillig, aber begeistert dabei auch nicht. Zu meinem Erstaunen klappten die Übergänge problemlos, wenn man sie gut beim Laufen hielt. Und das nicht nur in die langsamere Gangart. Den Galopp hielt ich erst sehr kurz, da sie wohl zum buckeln neigte. Grade waren wir in einem soliden Tempo am Leichttraben, als sie plötzlich wie von Bienen gestochen los schoss. Im Vergleich zu heute Morgen konnte ich mich kaum halten, obwohl ich ein unglaublich sattelfester Reiter war. Außer Rand und Band buckelte die Stute quer durch die Halle und ich registrierte nebenbei eine mit erschrockener Miene da stehende Person, aber dafür hatte ich grade keine Aufmerksamkeit übrig. Inzwischen unsanft nah ich die Zügel an und hielt den Kopf der Stute unten, mit allem Gewicht was ich hatte setze ich mich in den Sattel und zerrte mehr, als das die Stute noch auf vernünftige Hilfen reagierte, das Pferd Richtung einer Hallenecke. Mit der Bande links und rechts und einer endgültigen, kurzen und starken Parade bekam ich sie wieder unter Kontrolle. Eine kurze verschnauf Pause gönnte ich mir in dieser Haltung, bevor ich Daisy am strammen Züge und mit vorsichtigem Treiben im Schritt wieder auf die Bahn lenkte. Nach ein paar Runden hatte sich die Stute wieder beruhig und ich wurde auch wieder freundlicher zu ihr. Jetzt erst konnte ich Louisa grüßen. Ich hielt an der Bande was Daisy ohne zu mucken mitmachte und auch ruhig stehen blieb. „Hey! “ „Die ist neu oder? “ „Ja, seit gestern hier und ich würde sagen...“, ich blickte runter auf die buckskinfarbene Stute,”.. ein ganz schön widerspenstiges Biest!“. „Na dann ist sie ja definitiv was für dich!“, meinte Louisa etwas mitleidig und dennoch neckisch. Darauf konnte ich nur empört schnaufen, aber doch musste ich grinsen, mir war Aktion lieber als Schlaftabletten. „magst du uns gleich mal filmen? Ich konnte mir ihre Gänge unterm Reiter noch nicht anschauen!“.“Klar!“. Ich klopfte den Hals der Stute und trieb sie an. „Ach und wir machen nachher noch einen Ausritt!“, meinte ich verschwörerisch. Dieses Mal blieb die Stute ruhig und so konnte ich einige Runden Traben und auch den Galopp auf beiden Seiten gut ausreiten. Nachdem einige Minuten und alle Gangarten aufgenommen waren, beendete ich das Training und ließ Daisy am langen Zügel im Schritt noch einige Runden laufen, bis ich fertig war vertrieb sich Louisa die Zeit mit Jascha, beide schienen äußerst begeistert voneinander. Woher ihr plötzlicher Ausraster gekommen war, war mir noch nicht so ganz klar, aber das würden wir noch unter Kontrolle bekommen.

      Heute war keine Reitstunde, weshalb ich den ganzen Tag die Halle für uns hatte. Peter hatte Ahyoka Dazzle und Genuine Lil Cut schon fertig gemacht, weshalb ich die beiden nur übernehmen musste. Louisa war erst mal auf die Suche nach ihrem Bruder gegangen, welchen ich seit heute Morgen auch nicht mehr gesehen hatte. Daher suchte ich grade nach einer der Pflegerinnen, damit diese Ahyoka longieren würde, während ich den Hengst mal unter dem Sattel ausprobierte. Marion kam mir grade mit zwei der Stuten, Juwel der Stille und De Luxe, von der Führanlage entgegen. Die beiden sollten auch an Tagen wo sie nicht geritten oder gefahren wurden im Training bleiben, da bei so vielen Pferden nicht jedes täglich unter den Sattel konnte. „Würdest du gleich Ahyoka longieren?“, fragte ich die Pflegerin. Diese nickte, “Ich bring nur die beiden hier weg!“, das klang zwar nicht sehr begeistert, aber sie würde es machen. Ahyoka war auch leider ein schwieriges Pferd, auch wenn wir mittlerweile an einem Punkt waren wo man sie gut arbeiten konnte, doch am Boden stellte sie immer alles und jeden Infrage. „Ich warte an der Halle.“, und setzte mich dann mit den beiden Pferden in Bewegung. Gen hatte ich vor ein paar Tagen im Training gesehen, er war unglaublich talentiert, was aber auch nicht verwunderlich war, da der Hengst ja schließlich gekört war. Ich hoffte, dass ich ihm fürs erste mit meinen geringen Westernkenntnissen genügen würde.

      Marion war nach kurzer Zeit da, sodass ich Ahyoka an sie abgeben konnte. Gen hatte sich vorbildlich benommen, trotzdem eine Stute so nah bei ihm war, nur diese hatte mal wieder mit angelegten Ohren Radau gemacht. In der Halle hievte ich mich in meiner Hälfte in den Sattel. Nach einer Aufwärmphase fragte ich nach einander alle Gangarten ab. Gen lief wundervoll, im Gegensatz zu meinen hochgezüchteten Warmblütern waren seine Gänge kaum zu spüren und man hoppelte nicht im Sattel umher. Marion hatte nach anfänglichen Dominanzproblemen Ahyoka einmal ordentlich zusammengefaltet und so könnte sie die Stute nun gut longieren. Nach einer halben Stunde verabschiedete sie sich dann und brachte die Stute weg. Ich ritt Gen noch ein bisschen länger und versuchte auch ein paar Westernübungen abzurufen. Zwar klappten diese nicht grade perfekt, aber immerhin! Was sollte man auch erwarten? Das Pferd konnte noch so gut ausgebildet sein, der Reiter musste ja auch wissen was er tat! Aber dennoch war ich am Ende recht stolz und begeistert von dem Hengst. Für einen Anfänger war er toll, er dachte selber mit und versuchte das Beste aus meinen eher dürftigen Hilfestellungen heraus zu holen.

      Wieder an den Ställen nahm mir Peter Gen ab, nachdem ich diesen abgesattelt und übergeputzt hatte. Gen stand momentan in einem abgetrennten Bereich im Offenstall bei den anderen Westernpferden. Da musste ich mir jetzt auch keine Gedanken mehr machen, denn dieser ruhige Hengst würde wohl ohne Schwierigkeiten dort stehen bleiben können.

      In der Küche traf ich auf Lars und Louisa. „Und wie steht’s um den Zaun?“ „Der ist fertig!“, grinste Lars zurück und gab mir einen Kuss. „Magst du was essen? Ich hab Sandwichs gemacht.“, sagte Louisa und präsentierte mir die Brotschnitten auf der Arbeitsfläche. „Oh du bist toll!“, begeistert nahm ich mir einige und setzte mich an den Tisch.

      Nach der Mittagspause, wobei es schon eher eine Nachmittagspause war. Gingen wir in den Stall um dort die Pferde für den Ausritt fertig zu machen. Inzwischen war es zu meiner Freude aufgeklärt und eine schwache Herbstsonne strahlte, nur ab und an unterbrochen von einigen Wolken. Dennoch war es kalt und windig und auch der Boden war noch nass. Peter hatte schon die vier Pferde aus dem Offenstall geholt. Das würde vielleicht eine Arbeit werden, alle vier Stuten waren schlammig. Dennoch gab ich mein Bestes Jade sauber zu bekommen. Mit der Stute würde ich heute das erste Mal ins Gelände gehen, doch dies sollte klappen. Sie war zwar ein sehr aktives Pferd, doch so mochte ich es und dennoch war sie wohlerzogen. Louisa kümmerte sich wie bei einem der vorherigen Besuche um Verdine, die beiden kamen toll miteinander zurecht. Peter machte Aggressor's little Queen und Lars Coco de Mer fertig. Als alle Pferde einigermaßen sauber und gesattelt waren saßen wir auf. Peter schien mir erstaunlich routiniert und er hatte durchgehend ein sehr putziges lächeln auf dem Gesicht. Über die Feldwege ritten wir an den Weiden vorbei, wo grade kau Pferde standen. Wenige kamen bei diesem Wetter raus, zu groß war die Gefahr von Verletzungen bei den Aufgeweichten Weiden. Beim Ausritt würden wir uns heute auch nur mit einem gedrosselten Tempo fort bewegen. As wir in den Wald kamen wurde der Boden direkt besser, die Bäume hatten einiges der Feuchtigkeit aufgenommen und festigten den Boden durch ihr Wurzelwerk. Jade ging brav mit gespitzten Ohren voran. Von Peter wurde ich immer begeisterter, er würde wohl demnächst al öfter auf einem meiner Pferde sitzen, denn Queenie ging unglaublich toll unter ihm und er sah aus als hätte er keinerlei Mühe mit der Stute. Louisa und Verdine tüddelten gemütlich hinterher und schienen auch völlig zufrieden. Und auch mein Freund grinste während des Ausritts, Coco war auch eines der Pferde welche angenehm zu reiten sind. In den Wäldern wurde das Laub mittlerweile schon bunt, aber noch lagen nur wenige Blätter auf dem Boden. Als wir einen Teil der Strecke erreichten, wo der Weg mit Sand aufgefüllt war erlaubten wir uns auch einen kleinen Galopp. Die Gruppe blieb gut unter Kontrolle, auch weil Jade vorne war und keiner der anderen versuchte zu überholen, sodass sie sich leicht wieder zurücknehmen ließ.

      Zurück ritten wir nur bis zum Offenstall. Lars tauschte dort Cocos Trense gegen ein Halfter und band sie an. Während wir restlichen drei die Pferde absattelten und putzen, holte er den Jeep. Als er kam waren wir noch nicht ganz fertig, sodass er anfing den Wagen mit dem Sattelzeug zu beladen. Er hatte auch Jascha mitgebracht, welcher um unsere Füße wuselte und herum schnüffelte. Die Mäuse waren ich zu schnell, so gern er sie auch gefangen hätte. Die drei fuhren schon mal wieder zu den Stallgebäuden, während ich noch die Tränken im Offenstall kontrollierte, alles war in bester Ordnung und so rief ich Jascha, welcher mir zurück zum Hof folgte. Die Abendfütterung war schon voll im Gange und meine Freundin Louisa am mithelfen. „Soll ich dir mal was tolles zeigen?“, “Was denn?“ „Komm mit!“, grinste ich sie an und wuchtete einen Heu Ballen in die Schubkarre. Dann machten wir uns in Richtung Laufstall auf. Dort schauten schon einige kleine hungrige Fellnasen durch die Gitter. Die zweijährige Baroness of the Guard würde nicht mehr so lange in dieser Gruppe bleiben, war sie doch schon bald ein großes Pony. Dennoch fühlte sie sich unter den verspielten Absetzern wohl und war froh mal die älteste zu sein. PFS' Daydream of Money, Fairy Tale und Prometheus waren der vielversprechende Nachwuchs für meine Zucht. Dreamie und Theo kamen sogar aus England, wobei ich für erstere sogar einige Tage zu einer Auktion dorthin gefahren war. Bei dieser Gelegenheit hatte ich mir auch direkt das bekannte Vollblut Gestüt „Pineforrest Stables“ angeschaut, wo auch die Eltern meiner Goldie zuhause waren. Theo hatte ich erst letzte Woche abgeholt, dennoch fühlte das ruhige und verspielte Fohlen sich inzwischen schon sichtlich wohl. „Ooohh“, quietsche Louisa entzückt. Während ich das Heu aufschüttelte und verteilte, kuschelte sie meinen kleinen Theo durch. Der tiefschwarze Hengst war ein Glückstreffer gewesen, nur durch Zufall hatte ich seine Anzeige in einer Fachzeitschrift entdeckt, wo er unter den ganzen Warmblut Fohlen mit klangvollen Namen und glänzenden Stammbäumen unterging. Trotzdem seine Eltern auch wenn sie reinrassige Fellponys waren keine Papiere hatten, hatte ich für ihn die vollen Papiere erwirken können. Schon jetzt zeigte er einen tollen Ansatz von Behang und ich hoffte, dass er im Sommer nicht ausbleichen würde. Während die Fohlen fraßen kraulte ich meine beiden Welsh Stuten, Dreamie und Fairy Tale waren ebenfalls zwei äußerst schöne Wesen, und bestachen beide durch ungewöhnliche Farbgebung. Nachdem wir einige Zeit bei den flauschigen Fohlen verbracht hatten, rafften wir uns auf und gingen ins Haus, da es inzwischen schon sehr dunkel geworden war.
    • Friese
      27.02.2017 - Trainingsbericht - Friese
      Training von Daisy Dee Dressur E auf A

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      Heute durfte ich mal wieder mit Elena zu einem Auftrag fliegen. Sie hatte vor ein paar Wochen bereits bei Kira eine Stute trainiert, aber dieses Mal standen gleich vier Pferde auf der Liste. Zum einen Valentine’s Candy Fireflies und Daisy Dee, welche ich trainieren soll und zum anderen ZM’s Zanaro und Lady Moon, diese sollten von Elena trainiert werden. Sie kannte die Pferde schon, ich jedoch noch nicht. Genauso wenig wie ich Kira kannte. Am Hof angekommen wurde ich sehr freundlich von ihr begrüßt. Wobei ich eigentlich von keinem meiner bisherigen Kunden unfreundlich begrüßt worden war, höchstens ein bisschen gestresst. Kira führte mich auf dem Stall herum, während Elena den Koffer auf unser Zimmer brachte. Ich begann gleich damit mir Valentine’s Candy Fireflies aus der Box zu holen. Ich putze ihn und klopfte schließlich seinen Hals. Als nächstes holte ich das Sattelzeug und platzierte es auf seinem Rücken. Ich bandagierte seine Beine und trenste ihn auf. Ich klopfte nochmal seinen Hals und ging mit ihm und Kira zum Platz. Elena machte in der Zwischenzeit Lady Moon fertig. Ich ritt den Hengst warm und klopfte seinen Hals. Danach begann ich mit dem ersten Kennenlernen des Hengstes. Kira hatte mir einiges über den Holsteiner erzählt. Dies konnte ich nun im Training wieder gekonnt anwenden. Ich ritt ihn warm und begann dann die Grundlagen abzufragen. Diese schienen bei ihm trotz seines jungen Alters schon gut zu sitzen. Ich lobte ihn immer wieder und ritt ihn dann ab. Elena war in der Zwischenzeit mit Lady Moon auf den Platz gekommen und hatte sie auch warmgeritten.

      Zur gleichen Zeit aus Elenas Sicht:
      Während Kira und Simon zum Reitplatz gegangen waren, putzte ich Lady Moon und klopfte ihr immer wieder den Hals. Ich sattelte und trenste sie. Schließlich ging auch ich mit ihr auf den Platz. Dort stieg ich auf ihren Rücken und ritt sie warm. Die Grundlagen hatte ich schon bei meinem letzten Besuch abgefragt und so konnte ich gleich mit dem Training anfangen, während ich dies machte ritt Simon fertig ab und brachte dann den Hengst, welchen er geritten hatte, wieder in den Stall. Ich verpasste in der Zwischenzeit der Stute die letzten Feinschliffe auf A-Niveau. Ich klopfte ihr danach den Hals und ließ den Zügel lang. Sie hatte sehr gut mitgemacht und ich belohnte sie nach dem Reiten dafür mit einem Leckerlie. Ein weiteres Mal klopfte ich ihren Hals und führte sie dann auch in den Stall. Ich band sie vor der Box an und machte sie schließlich auch für die Weide fertig. Simon und Kira waren schon auf dieser und hatten Fireflies dort wieder laufen und fressen lassen. Ich stellte Lady Moon in Ruhe ab und nahm mir dafür ZM’s Zanaro mit. Ich klopfte dem Hengst den Hals. Wir kannten uns bereits und so konnte ich heute gleich mit dem Training anfangen. Ich putzte ihn als erstes und ging dann zum Platz. Simon war bereits voll im Training drinnen. Seine Stute Daisy Dee trabte brav unter ihm und nahm alle Hilfen an, welche er ihr gab. Er ritt alle erforderlichen Bahnfiguren der E-Lektion. Nachdem er damit auch fertig war und ich und Zanaro einige der Aufgaben der A-Lektion nochmal geübt hatten. Ich klopfte dem Hengst den Hals und ritt ihn ab. Während ich damit beschäftigt war, brachte Simon Daisy Dee auf die Weide. Ich brachte den Hengst nachdem er trocken war auch auf diese. Ich räumte seine restlichen Sachen auf.


      Aus Simons Sicht:

      Nach dem Training hatte ich Daisy Dee auf die Weide gebracht und war danach duschen gegangen. Als Elena auf unser Zimmer kam, räumte ich bereits unsere Koffer aus. Sie ging auch noch duschen und machte sich ein bisschen frisch. Wir wollten heute Abend noch eine Kleinigkeit essen gehen und hatten uns dafür Kiras Wagen leihen dürfen. Ich zog mich um und Elena war auch bald fertig. Wir fuhren in die Stadt und fanden ein kleines, süßes Restaurant. Nach dem Essen fuhren wir wieder auf den Hof und bedanken uns noch bei Kira. Der Abend war sehr schnell vorbeigegangen und wir gingen jetzt ins Bett.

      Die nächsten Tage auf Simons Sicht:
      Das Training in den nächsten Tagen wurde von Mal zu Mal besser. Sowohl mit Candy Fireflies als auch Daisy Dee lief es immer besser. Beide nahmen die Hilfen besser an und die Aufgaben wurden von Tag zu Tag sicherer. Einmal in der Woche hatte jedes der Pferde einen Tag Pause. Bei Daisy Dee war dieser Tag Mittwoch und bei Candy Fireflies war es Freitag. Dadurch, dass sie bei der Dressur nicht so viel Ausdauer brauchten wie bei der Distanz und viele Aufgaben von der Hand aus nicht zu üben waren, trainierten wir nur einmal am Tag. Dadurch dauert alles natürlich auch ein bisschen länger und ich musste meinen Trainingsplan nochmal verändern. Dies sprach ich mit Elena und Kira ab. Sie waren beide damit einverstanden, denn auch Elena musste das Training um ein paar Tage verlängern. Die Pferde machten zwar super mit, aber so aufnahmefähig wie wir dachten, waren sie scheinbar doch einfach nicht. Das Überfordern der Pferde nur um schneller weiter zu kommen war auch keine Lösung, denn dadurch mussten wir die Übungen nur öfter wiederholen oder die Pferde wurden bockig. Das war uns von Anfang an klar gewesen. Schließlich gehört dies zum kleinen 1x1 der Ausbilder. Wir hingen den überarbeiten Plan aus und sowohl Elena als auch ich schrieben uns einige Details auf.
      Die Übungen wurden von Mal zum Mal besser und hin und wieder hatte man das Gefühl der Tag war wie im Flug vorbei. Meistens dachte ich jedoch die Zeit dauerte noch viel zu lange bis wir wieder daheim waren. Dies lag aber wahrscheinlich nur daran, dass mir unsere eigenen Pferde doch auch sehr fehlten. Ich übte mit Candy Fireflies und Daisy Dee sowohl die erforderten Gangarten, Bahnfiguren als auch Lektionen. Candy fiel der Arbeitstrab um einiges leichter als Daisy Dee. Ihr hingegen fielen die Volten leichter. Sie bog sich besser und ließ hierbei mehr los als der Hengst. Das Halten aus dem Trab wurde auch immer besser. Sie blieben beide geschlossener stehen, als anfangs und die Schlangenlinien wurden auch immer präziser. Alles in allem nahmen die beiden die Hilfen besser an und am Ende konnte ich alles Lektionen, Bahnfiguren und Gangarten abrufen, welche für das Turnier notwendig waren.

      Aus Elenas Sicht:
      Ich war der Meinung, dass die Tage immer schneller vergingen, aber Simon war nicht dieser Meinung. Ich übte jeden Tag mit beiden Pferden, außer an den Tagen an welchen sie einmal die Woche Pause hatten. Der versammelte Trab und Galopp funktionierte immer besser sowohl bei ZM’s Zanaro als auch Lady Moon. Auch die Bahnfiguren wurden immer genauer und der Außengalopp klappte bei Lady Moon mittlerweile auch gut. Zanaro und ich harmonierten auch sehr gut miteinander. Das Training wurde von Tag zu Tag besser und wir kamen immer näher an das geforderte Niveau. Ich klopfte den beiden in der Früh die Hälse und machte als erstes Lady Moon für das Training fertig. Simon stand neben mir und machte Candy Fireflies fertig. Wir gingen zusammen zum Platz und ritten dann beide Pferde warm. Kira stieß zu uns und wir ritten die Kür vor. Ich klopfte Lady Moon den Hals nachdem wir fertig waren und ich ritt sie ab. Simon zeigte ein paar Aufgaben, welche nicht in der vorgerittenen Kür gefragt waren. Ich stieg vom Rücken der Stute und brachte sie auf die Weide. Dies war unser letztes Training gewesen und so verabschiedete ich mich noch von ihr. Als nächstes holte ich Zanaro und ritt auch ihn warm. Simon hatte die Aufgaben beendet und war bereits mit Fireflies auf der Weide. Auch er verabschiedete sich. Kira war bei mir auf dem Platz geblieben und sah mir nun beim Vorreiten von ZM’s Zanaro zu. Ich lobte den Hengst oft und er folgte brav auf die Hilfen. Hin und wieder hatte er noch leichten Beinsalat, aber er wusste was er machen sollte. Das weitere Training wurde Kira auch in aller Ruhe schaffen. Simon kam mit Daisy Dee auf den Platz und ritt sie warm. Danach führte auch er sie vor und präsentierte das neuerlernte. Ich ritt in aller Ruhe Zanaro ab und brachte ihn auf die Weide. Er bekam auch eine herzliche Verabschiedung und ich sah Simon noch beim Abreiten zu. Er brachte Daisy Dee auch auf die Weide und sagte auch ihr auf Wiedersehen. Wir stellten Kira noch die Zertifikate aus, gingen duschen und machten uns für unseren Nachtflug bereit. Kira würde uns zum Flughafen bringen und wir hatten noch ein paar Stunden Zeit bis dahin. Diese wurden mit ein bisschen Entspannung verbracht, da die Arbeit auf Kiras Gestüt ja getan war.
    • Occulta
      Verschoben am 21.05.2017
      Grund:
      6 Monate keine Pflege.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    kira
    Datum:
    8 Aug. 2016
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    EXIF Data

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    197,4 KB
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    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Daisy Dee

    Rufname: Daisy
    Geburtsdatum: 22.03.(2009)
    Geschlecht: Stute|Hengst|Wallach

    Gesundheit: akzeptabel
    Tierarzt: //
    Letzter TA-Besuch: //

    Hufe: akzeptabel
    Beschlagen? ja|nein
    Hufschmied: //
    Letzter HS-Besuch: //


    Exterieur
    Rasse: Welsh Cob
    Größe: 1,42 m
    Fellfarbe: Sooty Buckskin
    Abzeichen: Stern, 4x Socken
    Sonstiges: //


    Interieur
    Charakter: aufbrausend, sucht nach Aufmerksamkeit, eigensinnig
    Beschreibung: Daisy Dee erscheint wie das perfekte Reitpony. Klar, ihre Gänge und ihr Exterieur sprechen für eine vielversprechende Turnier- und Zuchtkarierre, aber vorsicht! Sie weiß, wie sie dem Zweibeiner auf oder neben ihr den Kopf verdrehen kann. Sie buckelt gerne, legt die Ohren an wenn man sich nicht gut genug um sie kümmert oder gar ihre Lieblingsnascherei (die Möhre) vergisst! Man muss sich ihr Vertrauen hart erarbeiten und jeden Tag von vorne beginnen.
    Herkunftsgeschichte: Das Pony wuchs wohlbehütet in der Stutenherde eines Züchters auf, und wurde dann als Lastenpony an den alten Buskin verkauft.


    Zuchtdaten

    Stammbaum

    Von: Unbekannt
    Von: Unbekannt| Aus der: Unbekannt

    Aus der: Unbekannt
    Von: Unbekannt| Aus der: Unbekannt

    Zuchtstatus

    Zuchteignung: ja|nein
    Zur Zucht zugelassen: ja|nein
    Geno: //

    Verliehen an: //
    Decktaxe|Leihmutterschaft:

    Geschwister: //
    Nachkommen: //


    Besitzerdaten
    Züchter: BearBrook
    VKR: BearBrook
    Besitzer: kira

    Ausbildung
    Eingeritten: ja
    Eingefahren: nein
    Eignung: Military|Distanz

    Qualifikationen
    Dressur: E (M)|
    Springen: E (M)|
    Distanz: E (S)|
    Military: E (S)|
    Rennsport: E(E)|
    Mehrgang: E (E)|
    Western: E (A)|

    Fett – trainiert
    Kursiv – Stufenaufstieg durch Schleifen
    In Klammern: max. Aufstieg

    Schleifen