Laraya13

Daemon

Daemon
Laraya13, 16 Aug. 2019
    • Laraya13
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      Alte Berichte


      ~ Hollybrook Stud - Zuchtpferde & Anwärter ~
      [SIZE=6pt]Juni 2010 - Monatsbericht[/SIZE]

      "Don't stop make a pop, DJ blwo my speakers up..", dudelte mein Wecker los. Ich schrak hoch und wischte dabei mein Buch vom Bett. Na super. Ich war mal wieder eingeschlafen. Vorsichtig streckte ich mich und kroch dann aus dem Bett. Die ganze Woche war das reinste Chaos gewesen, ich war jeden Tag heimgekommen, hatte gelernt, meine Pferde versorgt, weitergelernt. Ich war jede Nacht erst um eins ins Bett gekommen und um fünf wieder aufgestanden, sonst hätte ich das alles zeitlich überhaupt nicht mehr hinbekommen.
      Ich tapste ins Bad und rieb mir verschlafen die Augen. Es war nicht unbedingt angenehm die ganze Nacht in Straßenklamotten zu verbringen, aber was solls. Jetzt nochmal einzuschlafen brachte rein gar nichts und immerhin war heute Samstag. Der einzige Tag an dem ich mich rundum um meine geliebten pferde kümmern konnte.
      Ich wusch mich schnell, zog meine Stallklamotten an und putzte mir die Zähne, dann joggte ich die Treppe hinunter und aus meinem großen Haus hinaus. Ein großer Teil meiner Sachen stand in Kartons gepackt herum, da ich bald zu rawwrrr ziehen würde - endlich würden wir unser Gestüt wieder gemeinsam leiten!
      Ich betrat den Stall und sog tief meinen alerliebsten lieblingsgeruch ein - Pferdeduft. Dann machte ich mich daran in jede Box einen Arm voll Heu zu werfen und verteilte Kraftfutter in die Tröge. Im Stall war es völlig ruhig - meine Ponies standen im Sommer nachts über auf den Koppeln und ich holte sie erst gegen zehn Uhr in den Stall, wenn es langsam warm wurde.
      Als ich fertig war fegte ich die Stallgasse und machte mich daran, das Sattelzeug zu putzen.
      Es war bereits halb elf als ich mit der Lederpflege fertig war, also schnappte ich mir schnell zwei Halfter und lief zu der Stutenkoppel. Dort holte ich zunächst meine beiden hochträchtigen Stuten Aimiliani und Thousand Sunny rein. Bei beiden müsste es in ca zwei Wochen soweit sein und ich freute mich schon rießig auf die Fohlen. Als nächstes kamen Magical Moment mit ihrem Fohlen Casanova und Fairylike Facility, ebenfalls mit Fohlen. Die kleine Rappstute hatte bereits einen besitzer gefunden und ich versuchte nciht allzu traurig zu sein, dass sie uns bald verlassen würde. Wenigstens hatte ich noch Casanova. Und natürlich Everybody's Darling. Die süße Stute machte sich prächtig und trabte eifrig neben ihrer Ziehmutter Isola della Pirateria her, als ich sie in den Stall brachte. Nun folgten Golden Flair und Walk of Fame, Elektra und Precious Scream, Naboo und Scaramouche, die mir ohne Fürhstrick folgte, Calabash und Talima und schließlich Sweet Sixteen und Come Cover Me.
      Als nächstes holte ich auch die Hengste in den Stall. Cheeky Jot wieherte schon ungeduldig, er hasste es noch draußen zu stehen wenn die Stuten schon im Stall waren. Immerhin musste er ja auf sie aufpassen. Also nahm ich meinen Lieblingshengst zunächst mit und brachte anschließend auch Orfino, Caradoc, Caspar und meinen Neuzugang unter den Hengsten - Tempelherr in den Stall.
      Mittlerweile war es schon richtig heiß geworden und ich begann zu schwitzen. Also machte ich mich schnell daran, auch meine Miniature Horses in den kühlen Stall zu holen. Als erstes nahm ich LM Hawks Stand out Loud, dann Pequeno und CS Royal Toros Fire und anschließend meine beiden Stuten Talina und Valentine's Day. Ich hoffte inständig dass die zwei bald gekrönt werden würden, damit wir endlich auch Minis züchten konnten.
      Als endlich alle Ponies friedlich im Stall standen und ihr Frühstück genossen, genehmigte auch ich mir einen kleinen Snack. Anschließend begann ich mit meinem täglcihen Fittnessprogramm: drei Kilometer weit zum See joggen, schwimmen und wieder zurück. In letzter Zeit hatte ich das zeimlich vernachlässigt, da ich einfach keine Zeit mehr gehabt hatte, doch nun wollte ich unbedingt wieder damit anfangen....
      Wieder daheim angekommen holte ich nacheinander alle Pferde aus ihren Boxen und putzte sie gründlich. Als ich fertig war, wurde es bereits langsam dunkel, doch ich beschloss wenigstens meine Hengste, Naboo und Walk of Fame noch ein wenig zu bewegen, da sie sonst ziemlich unleidig wurden. Schließlich war es halb elf als alle Ponies wieder auf der Weide standen und ich müde aber zufrieden mit dem heutigen Tag ins Bett fiel....

      Seuche & Tod....wie ein altes Leben endet und ein neues seinen Anfang nimmt

      Ich bibberte, als ich mich zwang aus meinem kuschelig warmen Bett zu kriechen. Wieso um alles in der Welt war es so kalt? Himmel noch mal, es ist doch Sommer?
      Ein Blick aus dem Fenster ließ mich resigniert seufzen. Es regnete in Strömen und die Bäume auf meinem Gestüt wurden von heftigem Wind nur so geschüttelt.
      Ärgerlich schüttelte ich den Kopf. Jetzt waren endlich die so lang ersehnten Sommerferien da und es regnete ohne Unterbrechung. Okay. Daran hatte ich mich mittlerweile gewöhnt, aber dass es jetzt auch noch so verdammt kalt war? Das war doch wohl wirklich die Höhe!
      Ich zog meinen Morgenmantel fester um mich und schlurfte ins Bad. Das hieß mal wieder kein schöner, ruhiger Ausritt heute.
      Ich stellte mich erstmal unter die heiße Dusche, um mich aufzuwärmen, dann schlüpfte ich in meine Stallklamotten und zwang mich hinaus in die Kälte und Nässe zu gehen. Immerhin warteten rund 70 Pferde auf ihr Frühstück. Ich begann wie immer im Zuchtstall, wo ich vor allem meinen Lieblingshengst Cheeky Jot ausgiebig begrüßte, machte im Stall der Hollybrook Anwärter weiter, dann kamen die Pferde die mit Hollybrook nichts zu tun hatten und zum Schluss meine 49 Verkaufspferde. Sie waren alle noch von meinem ehemaligen Gestüt – den Blue Moon Stables – übrig geblieben. Viele von ihnen waren von dem schrecklichen Brand traumatisiert, ließen sich nicht reiten oder verweigerten das Fressen. Solche Pferde wollte niemand kaufen, also hatte ich beschlossen sie alle zu behalten, aufzupäppeln und erst danach ein gutes Heim für sie zu finden.
      Ein lautes, gequältes Husten aus einer der hinteren Boxen im Verkaufsstall ließ mich aufhorchen. Das klang überhaupt nicht gut. Schnell hastete ich zu der Box und fand meine hübsche Isländerstute Dark Misery liegend in der Box vor.
      „Misery meine Kleine was hast du denn?“ Die Rappstute sah mich flehend an und sank dann mit einem röchelnden Schnauben auf die Seite.
      Ich stand erstmal völlig geschockt da, dann machte ich auf dem Absatz kehrt und rannte zum Telefon um meine Tierärztin anzurufen.
      Kaum zehn Minuten später stand Dr. Nyur im Stall und untersuchte Missy.
      „Hmm…also.. ich vermute Missy hat eine einfach Grippe.. Ich verabreiche ihr vorerst ein Antibiotikum, das sollte schnell Wirkung zeigen, aber sie sollten sie trotzdem so schnell wie möglich in eine Quarantänebox stellen, um eine Ansteckung der anderen Pferde zu vermeiden.“
      „Natürlich, vielen Dank Dr. Nyur.“ Ich wartete bis die Ärztin Misery das Medikament verabreicht hatte und führte die süße Stute dann sofort in den hinteren Teil des Stalles. Dort richtete ich in Rekordzeit die riesige Quarantänebox her, bevor ich Misery hineinstellte. Ich hoffte sosehr, dass es meiner Stute bald wieder besser gehen würde, doch ich sollte sehr schnell erfahren, dass das Glück nicht auf meiner Seite war. Misery von den anderen Pferden zu trennen hatte nicht das Geringste gebracht. Wir waren viel zu spät gewesen. Kaum eine Woche später waren insgesamt 15 der Verkaufspferde erkrankt und jeden Tag traten bei anderen Pferden die Symptome des Virus auf. Dr. Nyur war ratlos. Sie wusste nicht was sie den Pferden noch verabreichen sollte und ich beschloss einen zweiten, dann einen dritten und schließlich sogar einen vierten Tierarzt dazuzuholen. Alle stellten sie etwas anderes fest, doch keiner von ihnen hatte eine brauchbare Lösung parat.
      Ich lebte nun praktisch im Stall der Verkaufspferde und kümmerte mich um die kranken Tiere. Für meine anderen Pferde hatte ich Pfleger engagiert, die natürlich strengste Anweisungen hatten, meine Pferde nicht mal in die Nähe des Verkaufsstalls zu lassen.
      Heute war es mal wieder bitterkalt und ich zog die Pferdedecke die ich umgewickelt hatte, fester. Der Wind heulte draußen, hier drinnen war nur der rasselnde Atem meiner Pferde zu hören. In dieser Nacht starb Misery. Ich war einem Zusammenbruch nahe, als die schöne Stute mich zum letzten Mal ansah und Bilder schossen mir durch den Kopf. Wie ich Misery damals als kleines, schwaches Fohlen aus dem Tierschutzverein gerettet hatte, wie ich sie aufgezogen und hochgepäppelt hatte, bis sie zu einer lieben und stolzen Stute heranwuchs. Das ganze Training, meine vielen Stürze. Dann die erfolgreiche Krönung, kurz darauf die Bestätigung das Misery unfruchtbar war. Meine unendliche Trauer darüber und gleichzeitig die wahnsinnige Liebe die ich mit diesem Pferd verband.
      Schluchzend sank ich neben der toten Stute auf die Knie und umarmte ihren leblosen Körper. Und Misery sollte nicht die einzige sein.
      Nur zwei Wochen nach Missy‘s Tod wurde bekannt, dass in weitem Umkreis überall Pferde erkrankten und verstarben. Niemand wusste ein Heilmittel, niemand wusste wie weit sich der Virus bereits ausgebreitet hatte. Wusste denn überhaupt irgendjemand etwas? Ich erlebte die nächsten Wochen wie in Trance. Versuchte das Sterben meiner Pferde zu verstehen. Versuchte zu verstehen was ich verbrochen hatte, dass mir schon wieder so ein Unglück widerfuhr. Der Brand war gerade mal ein Jahr her, ich hatte mir ein neues Leben mit neuen wundervollen Tieren aufgebaut. Und wieder sollte alles zerstört werden? Das war doch nicht fair.
      Jeden Tag wurde in den Medien von dem schrecklichen Geschehen berichtet, dass sich hier abspielte, doch niemand machte sich die Mühe etwas dagegen zu tun. Der Bau von Atomwaffen, Intrigen und die Durchführung von Kriegen irgendwo auf der Welt waren wichtiger. Alles war wichtiger.
      Jeden Tag starb mindestens eins meiner Pferde. Jeden Tag wurde ich mut- und kraftloser. So langsam hatte ich keine Ahnung mehr wie ich das alles überstehen sollte. Immerhin eines hatten die Tierärzte herausgefunden: Der gesamte Verkaufsstall war infiziert und es war mehr als wahrscheinlich, dass auch meine anderen Pferde bereits erkrankt waren. Irgendein dämlicher Reporter schlug mir lachend vor, den ganzen Hof doch einfach in Brand zu stecken, man könnte sowieso nichts mehr retten. Das ich ihm nicht an die Gurgel ging war auch schon alles. Ich schmiss ihn in hohem Bogen von meinem Hof. Ich würde nicht aufgeben. Niemals. Ich würde auch noch um das letzte Pferd kämpfen, und wenn es das letzte war, was ich tat.
      In den nächsten Tagen wachte ich über die letzten fünf Pferde die aus dem Verkaufsstall noch übrig geblieben waren. Latina, Little Miss Sunshine, Pierre, Fair Prince und Salinero’s Shitan. Alle von ihnen waren todkrank. Keines von ihnen würde die nächste Woche überleben. Und doch…ich wollte ihnen das Gefühl geben, dass ich für sie da war. Das ich sie beschützen würde, bis zum bitteren Ende.
      Irgendwann kam einer der neuen Pfleger in den Stall, um mir zu sagen, dass ich einen Anruf bekommen hatte. Davon wollte ich nichts wissen und schickte ihn weg. Dabei übersah ich, wie er Pierre liebevoll über die Stirn strich und ihn kraulte. Ich sah alles wie durch einen Nebelschleier. Alles war so furchtbar unwirklich. Vielleicht träumte ich nur? Einen schrecklichen Alptraum? Und wenn ich aufwachte war alles wieder wie vorher?
      ‚Sammy hör auf damit und mach dir nichts vor. Du träumst nicht. Du bist wach und das alles hier passiert wirklich’, schalt ich mich in Gedanken selbst. Was brachte es schon vor der Wahrheit davonzulaufen? Überhaupt nichts.
      Nur zweieinhalb Tage später wurde Pierre abtransportiert und mit ihm auch das letzte Pferd des Verkaufsstalls. Ich atmete zitternd ein. 49 Pferde. Alle tot. Ich hatte keinem einzigen von ihnen helfen können. Schluchzend sank ich in einer Ecke des Stalls zusammen, als ich plötzlich ein Pferd wiehern hörte – Cheeky!
      Ich riss mich zusammen und stand auf. Erstmal musste ich mich gründlich säubern, damit auch ja keine Viren zu den gesunden Pferden gelangten.
      Als ich fertig war rannte ich so schnell ich konnte zu meinem geliebten Hengst und fiel ihm um den Hals.
      „Oh Gott Cheeky, es ist alles so furchtbar!“, weinte ich in die seidige Mähne des Hengstes.
      Dann gähnte ich. Ich hatte fast einen Monat lang nicht mehr richtig geschlafen. Das bemerkte auch einer der Pfleger und ‚befahl’ mir ins Bett zu gehen, sie würden sich schon um meine Pferde kümmern. Ich wollte eigentlich nicht weg vom Stall, doch ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten, es war wohl einfach das Beste, wenn ich mal richtig ausschlief.
      Doch bereits um drei Uhr morgens wurde ich aus dem Bett geklingelt.
      „Sammy! Komm schnell, Sahira geht es überhaupt nicht gut, ich glaube sie hat den Virus auch!“
      Nein…das konnte einfach nicht sein. Ich würde es nicht ertragen, noch einen Stall voller Pferde sterben zu sehen. Am liebsten hätte ich mir die Decke über den Kopf gezogen und mich darunter verkrochen, doch das ging natürlich nicht.
      Ich zog mir nur schnell etwas über und rannte dann dem Pfleger hinterher zum Stall. Dort sank ich vor Sahira zu Boden. Tief in meinem Innern wusste ich schon, dass meine geliebte Falbstute ebenfalls sterben würde. Genau wie die ganzen anderen Pferde, die mir so sehr ans Herz gewachsen waren.
      In der Box neben Sahira hustete Khamar und auch Everybody’s Darling tränten die Augen. Da fasste ich einen Entschluss: Ich musste um jeden Preis die Pferde die noch von dem Virus verschont waren hier heraus bringen, weit weg von diesem verfluchten Ort.
      Also lief ich in mein Büro und bestellte fünf der absolut besten Pferdespezialisten auf meinen Hof. Ich hatte inzwischen keinerlei Hoffnung mehr, dass sie das Virus irgendwie aufhalten würden, doch vielleicht konnten sie wenigstens die noch gesunden Tiere vor diesem furchtbaren Schicksal behüten.
      Etwa drei Stunden später standen die Spezialisten im Stall. Jeder bekam eine Liste mit den Namen meiner Pferde und jeder begann bei einem anderen Pferd.
      Zum Schluss kamen alle auf etwa gleiche Ergebnisse und ich hängte mich sofort ans Telefon.
      Rawwrrr hatte mir ja schon angeboten, dass ich zu ihr ziehen konnte, nun war sie meine einzige Hoffnung. Zitternd tippte ich ihre Nummer ein und wartete.
      Erst nach dem zehnten Klingeln nahm meine Freundin ab.
      „Hallo?? Tut mir Leid, wer auch immer es ist, aber es ist grade ein bisschen unpassend!“
      „Hey rawwrrri..sorry wenn ich störe, aber ich muss dringend mit dir sprechen!“
      „Sammy! Gott du hörst dich furchtbar an! Und warum hast du dich so lange nicht mehr gemeldet?! Wie geht’s dir und den Pferden? Ich hab von dem Virus gehört, das bei euch wütet!“
      Ich holte tief Luft und versuchte die Tränen zurückzuhalten, dann erzählte ich Rawwrrr die Kurzfassung von dem, was sich auf meinem Hof abspielte.
      Nachdem ich fertig war, schwiegen wir beide erstmal eine Weile. Dann brachte Rawwrrr zitternd hervor:
      „Mein Gott das ist ja furchtbar. Weißt du denn schon, wie viele deiner Pferde noch gesund sind?“
      „Naja..also bei neun Pferden hat keiner der Spezialisten etwas gefunden. Bei Rafinesse, Demonia und Orfino sind sie sich nicht einig…die drei werde ich auf jeden Fall in einen gesonderten Stall bringen, aber was ich dich eigentlich fragen wollte ist, ob ich mit den gesunden Pferden zu dir ziehen darf. Ich würde es nicht ertragen sie alle zu verlieren…..“
      „Sag mal, was denkst du denn? Natürlich kannst du kommen, das hatten wir ja sowieso so gut wie beschlossen….Der Stall des Fohlenhofs ist auch schon fertig, da sind 20 Boxen drin…“
      Ich bedankte mich bei ihr und legte dann einigermaßen erleichtert auf. Als nächstes bestellte ich zwei Rießentransporter und begann sofort damit, meine Pferde transportfertig zu machen.
      Als erstes holte ich Magical Moment mit dem kleinen Casanova. Sie waren am gefährdetsten, da Nova ja erst wenige Tage alt war und Magic noch von der Geburt geschwächt. Gleich danach führte ich meine beiden letzten New Forest Hengste Cheeky Jot und Tempelherr auf den Transporter und anschließend Naboo und Fairylike Facility. Als nächstes holte ich Cuchara, Jojo und meine beiden Isländerzwillinge Fatimah und Intolerable Life aus den Ställen, legte ihnen die Decken und Gamaschen an und führte sie ebenfalls auf den Transporter. Damit war der erste Transporter voll und ich machte mich daran, die letzten vier Pferde zu holen. Thousand Sunny, Walk of Fame, Isola della Pirateria und Scaramouche. Kaum hatte ich die Klappe geschlossen, fuhren die beiden Transporter vom Hof, in die rettende Geborgenheit von Rawwrrr’s Hof.
      Ich dagegen kehrte in die Ställe zurück und brachte die drei Zweifelsfälle vom Hof auf eine meiner Waldkoppeln. Dort richtete ich den Unterstand für sie her um es ihnen so angenehm wie möglich zu machen……

      Drei Wochen später war auch ich auf dem Weg zu Rawwrrr. Alle drei Pferde hatten überlegt. Ich hatte jeden Tag mit Rawwrrr telefoniert, mich erkundigt wie es meinen verbliebenen Pferden ging und schließlich heute morgen, um ihr zu sagen, dass ich sofort zu ihr aufbrechen würde. Ich hatte mir bereits vor einer Woche einen Möbeltransporter bestellt und die wichtigsten meiner Sachen zusammengepackt. Ich würde niemals mehr an diesen Ort zurückkehren. Und nie mehr würde ich mir ein neues Pferd anschaffen, wenn es nicht dringend nötig war. Diesen neun Pferden würde ich das Leben so schön machen wie ich nur konnte, doch mehr wollte ich nicht mehr. Dazu hatte ich einfach nicht die Kraft….

      ~ Endlich wieder vereint ~
      [SIZE=6pt]Cuchara, Ojos Azules, Intolerable Life, Fatimah, HBs Casanova, HBs Cheeky Jot, Magical Moment, Thousand Sunny, Naboo, Walk of Fame, Isola della Pirateria, Orfino, Khamar al Sanaa, Sahira, Bittersweet, Golden Flair, Someone, Sharley, Little Miss Sunshine, Semawi, Everybody’s Darling, Caspar, Caradoc, SPrecious Scream, Benjilala, Slaters Secret, Dorina, Daemon, Angels Falls First, Black Soul, Fairylike Facility & Scaramouche[/SIZE]

      Wütend drückte ich auf dem Radio des Möbeltransporters herum, um schnell einen anderen Sender zu finden, möglichst einen der etwas anderes als 'When you're gone' oder ähnliches spielte. Irgendwann gab ich es auf und legte mir meine Sum 41-CD ein, die mich hoffenlich auf andere Gedanken bringen würde. Ich war mittlerweile bereits sechs Stunden unterwegs und müsste bald bei Rawwrrr ankommen. Als hätte sie das gehört, klingelte in dem Moment mein Handy.
      "Hey Rawwrrri!"
      "Hay Samsel, ich wollte nur mal fragen, wo du bist?" "Also ich schätze ich brauch noch ca. eine Stunde...Mit dem Transporter geht das halt alles ein bisschen länger..aber jetzt hab ichs ja fast geschafft!"
      "Okay, dann fang ich jetzt mit kochen an, bis später!" Es klickte und Rawwrrr war weg. Ich fand es total süß wie sie meine Ankunft vorbereitete. Sie hatte ja auch allein die Boxen für meine Pferde hergerichtet, da ich diese ja vorgeschickt hatte, um eine Ansteckung zu vermeiden.
      Als ich an meine verstorbenen Pferde dachte, begann die Straße vor mir zu verschwimmen und ich fuhr schnell rechts ran. Dort legte ich den Kopf auf den Lenker und versuchte mich zu beruhigen. Ich musste jetzt einfach damit klar kommen. Genau wie mit dem Brand von vor einem Jahr. Dort waren 'nur' 9 Pferde gestorben, doch mein gesamter Hof war zerstört worden. Nun waren fast alle Pferde von damals tot, nur Cookie, Sahira, Jojo und meine Isizwillinge hatten den schrecklichen Brand miterlebt, doch für mich stand absolut fest, dass ich trotzdem nie mehr auf meinen schönen Hof zurückkehren würde. Rawwrrr hatte mir ja schon vor einiger Zeit angeboten, dass ich zu ihr konnte, doch zu der Zeit hatte ich mich einfach nicht dazu aufraffen können, so viele meiner Pferde zu verkaufen und dass ich mit fast 100 Pferden zu ihr zog, war natürlich unmöglich.
      Ich atmete noch einmal tief ein, trank einen großen Schluck aus meiner Wasserflasche, setzte den Blinker und fuhr wieder los....

      Knapp eineinhalb Stunden später fuhr ich auf den Hof von Rawwrrr's Gestüt. Sie hatte mir eine genaue Wegbeschreibung gegeben und ich hatte keinerlei Probleme gehabt, den Hof zu finden.
      Kaum hatte ich den Motor ausgeschaltet, flog auch schon die Haustür auf und Rawwrrr stürmte hinaus. Ich versuchte ein fröhliches Gesicht aufzusetzen und stieg aus, sofort umarmte sie mich stürmisch zur Begrüßung.
      "Hey! Endlich bist du da. Wie gehts dir? Gute Fahrt gehabt?"
      Ich grinste. Das war so typisch sie. "Hast du Hunger? Ach was ist mir eigentlich völlig egal, du isst einfach was!"
      Ich nickte, da ich ja wirklich Hunger hatte und folgte ihr in das große Haus. Rawwrrr hatte erst vor einiger Zeit angefangen hier zu bauen und es würde auch noch einiges an Arbeit vor ihr beziehungsweise jetzt natürlich uns liegen.
      Drinnen war es trotzdem schon richtig gemütlich und ich war froh endlich etwas bequemeres zum sitzen zu haben, als den Transportersitz. Wir hockten uns auf die Couch, futterten Rawwrrr's Nudeln mit Käsesoße und redeten über alles mögliche. Als wir fertig waren und abgespühlt hatten, zog es mich jedoch hinaus zu den Ställen. Also ging Rawwrrr mit mir über den Hof und gab mir eine kurze Führung.
      "Also Spring- und Dressurplatz sind leider noch nicht fertig, die kommen da drüben hin, auf die andere Seite vom Fluss! Da steht übrigens auch dein Stall! Und hier haben wir meinen Stall, die Reit- und die Longierhalle und den Außenplatz. Auch alles noch nicht ganz fertig, aber soweit dass man es benutzen kann auf jeden Fall!
      Ich hörte ihr gespannt zu und sah mich interessiert um. Auch ihre Pferde schaute ich mir kurz an und blieb natürlich besonders lange bei Classic Moment, ihrem süßen Hengstfohlen aus meiner Fairylike Facility. Auch Jolie und Pale, ihr Englisches Vollblutfohlen und die wunderschöne New Foreststute knuddelte ich zur Begrüßung. Danach hielt ich es nicht länger aus - ich musste jetzt unbedingt zu meinen Schätzen. Rawwrrr grinste nur und führte mich über die Brücke zu einem wunderschönen Stall. Ich öffnete die Türe und zog den herrlichen Geruch meiner Pferde ein. Viel zu lange hatte ich darauf verzichten müssen. Dann stieß ich einen leisen Pfiff aus und war schon wieder den Tränen nahe, also sofort die Köpfe hochschossen und ein mehrstimmiges, lautstarkes Begrüßungswiehern über die Stallgasse schallte.
      "Uha, ich dachte ja eigentlich sie würden mich mögen, aber sieht so aus, als hätten die dich alle verdammt arg vermisst!", lachte rawwrrr "Ich wusste nur nicht genau, wie du sie zusammenstellen möchtest, aber die waren bis gestern sowieso alle draußen auf den Koppeln, also kannst du das ja auch noch ändern."
      Ich nickte nur und ging von einem Pferd zum anderen, unendlich froh, dass es allen gut ging und wir ein so schönes zu Hause gefunden hatten.
      Nachdem ích an jeder Box zweimal vorbeigegangen war, sah ich mir die Sattel- und Futterkammer an. Die Ausrüstung für meine Pferde würde ich mir größtenteils neu kaufen, nach dem Brand hatte ich sowieso fast nur noch zerschlissenes Sattelzeug und ein wenig abgenutzte Decken besessen, doch mittlerweile hatte ich mir genug Geld zusammengespart, um meinen Pferden eine neue, schöne Ausrüstung zu gönnen. Sieben Boxen des Stalls standen leer und das würde größtenteils auch so bleiben. In der Sattelkammer waren zwanzig Ständer an den Wänden angebracht, für Sättel, Trensen und Decken. Außerdem war eine Wand mit Spinden bestückt, die genug Platz für die restliche Ausrüstung der Pferde boten.
      ICh drehte mich freudestrahlend zu Rawwrrr um. "Das ist einfach unglaublich! Ich fühle mich in dem Stall wohler, als in meinem eigenen!"
      "Najaaa das ist ja jetzt dein eigener...freut mich aber, dass er dir gefällt", erwiederte Rawwrrr fröhlich. Ich hakte mich bei ihr unter, wünschte meinen Pferden gute Nacht, holte das nötigste aus dem Transporter und ging mit Rawwrrr ins Haus. Wir hatten noch vieles zu besprechen und irgendwann würde ich dann wohl auch schlafen gehen, die Fahrt war lang und anstrengend gewesen und ich sehnte mich nach einem gemütlichen Bett.....
    • Laraya13
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      Monatsbericht Oktober 2010


      ~ Hollybrook Stud ~
      [SIZE=6pt]Monatsbericht Oktober 2010
      Pride's Perfection, Cuchara, Ojos Azules, Intolerable Life, Fatimah, Hollybrook's Casanova, Tempelherr, Hollybrook's Cheeky Jot, Magical Moment, Fairylike Facility, Naboo, Walk of Fame, Isola della Pirateria, Caspar, Caradoc, Precious Scream, Golden Flair, Orfino, Benjilala, Slaters Secret, Dorina, Daemon, Angels Fall First, Black Soul, Khamar al Sanaa, Sahira, Bittersweet, Someone, Sharley, Little Miss Sunshine, Semawi, Everybody’s Darling, Thousand Sunny & Scaramouche[/SIZE]

      Ausgiebig gähnend stieg ich aus dem Bett und bekam erstmal einen kleinen Schüttelfrost. Es war über Nacht verdammt kalt geworden. Schnell rannte ich ins Bad und drehte die Heizung hoch. Anschließend schlüpfte ich in meine Leggins, zog die Reithose darüber und meinen dicken Norwegerpulli an. Handschuhe, Mütze und Schal und - perfekt, jetzt konnte mir die Kälte nichts mehr anhaben.
      ICh machte mich auf den Weg nach unten in die Küche, wo ich schnell ein Glas Wasser hinunterschüttete, dann trat ich aus der Türe auf unsern Hof. Damit ich nicht doch anfing zu frieren, rannte ich bis zu meinem Stall. Das war wirklich abartig. Gestern war es noch einigermaßen warm gewesen und heute hatte es vielleicht noch 1 Grad. Ich musste unbedingt meine Pferde eindecken.
      Im Stall angekommen wurde ich schon von ungeduldigem Gewiehr begrüßt.
      "Schon gut meien SChätze, bin ja sofort bei euch!", rief ich und ging ich die Futterkammer, wo ich sorgfältig das frühstück für meine Lieblinge zubereitete. Anschlißend verteilte ich die Eimer in die Boxen, warf jedem Pferd noch einen Arm voll Heu hinein und ließ meine Lieblinge dann alleine, um schonmal die fünfzehn Winterdecken zum Putzplatz zu bringen. Danach ging ich in den Stall zurück und begann schoneinmal mit dem Ausmisten der Boxen. Als alle Pferde ihr Frühstück beendet hatten, war ich mit ca der Hälfte der Boxen fertig. Nun begann ich meine Lieblinge für die Koppel fertig zu machen. Zunächst nahm ich Hollybrook's Cheeky Jot, Orfino, Caspar, Caradoc und Tempelherr - natürlich einzeln, da die Hengste des Gestüts sich überhaupt nicht leiden konnten - zum Putzplatz, bürstete sie kurz über und legte ihnen dann die Winterdecken auf. Zum Schluss kam jeder auf seine eigene Koppel.
      Ab jetzt konnte ich die Pferde auch immer zu zweit holen. Die ersten waren Naboo und Fairylike Facility. DIe beiden verstanden sich super, da Naboo ja Leitstute war und Facility nie versuchte gegen sie aufzumucken. Als auch die zwei zufrieden auf der grüßten meiner Koppeln standen holte ich nacheinander Magical Moment mit ihrem Fohlen Casanova, Walk of Fame, Scaramouche, Thousand Sunny, Precious Scream, Everybody’s Darling, Golden Flair und Isola della Pirateria. Dann widmete ich mich den Pferden die nichts mit unserer, momentan eingestellten, Zucht zu tun hatten. Wieder waren als erstes die Hengste dran. Pride's Perfection, mein Englisches VOllblut, spielte sich mächtig auf, als ich ihn an der Koppel der New Forest Stuten vorbeiführte und Cheeky ließ sofort ein drohendes Wiehern ertönen. Er hasste es wie die Pest, wenn andere Hengste in die Nähe seiner Stuten kamen. Intolerable Life, Khamar al Sanaa, Someone, Slaters Secret, Daemon, Black Soul und vor allem mein Andalusier Ojos Azules waren da schon um einiges ruhiger. Die beiden konnte ich auch ohne Probleme zusammen auf eine Koppel stellen. Nun standen nur noch meine Schönheiten Cuchara, Sahira, Bittersweet, Sharley, Little Miss Sunshine, Semawi, Benjilala, Dorina, Angels Fall First und Fatimah im Stall. Beide hatten bereits einen Schönheitswettbewerb gewonnen und ich hatte es einfach nicht über mich gebracht mich von ihnen zu trennen, ganz besonders nicht von Fatimah, die ja die Zwillingsschwester von Intolerable Life war. Ich sah meinen Lieblingen noch eine Weile zu und machte mich dann daran den Rest der Boxen zu misten. Anschließénd putzte ich noch mein recht altes Sattelzeug und kehrte dann müde aber zufrieden mit dem was ich bereits geschafft hatte zurück zum Haus....
    • Laraya13
      Monatsbericht Dezember 2010


      ~ Hollybrook Stud ~
      [SIZE=6pt]Monatsbericht Dezember 2010[/SIZE]

      Total fertig schlug ich die Autotür zu und stapfte bibbernd durch den rutschigen Schneematsch, wohl darauf bedacht, bloß nicht schon wieder auszurutschen. Erleichtert über die wärme meines Hauses stellte ich mich erstmal ins Bad an die Heizung und atmete einmal tief durch. Übermorgen war der letzte Schultag. Endlich. In letzter Zeit war alles so stressig gewesen, dass ich einfach nicht dazu kam alle Pferde regelmäßig zu bewegen. Und das obwohl ich jeden Morgen bereits um 4°° auf den Beinen war und nachts erst weit nach 23°° ins bett fiel.
      Morgen stand nun noch die Englischklausur an und am Mittwoch dann Informatik. Dann war dieses schreckliche Jahr endlich vorbei und ich konnte mich in Ruhe mit meinem hoffentlich bald anstehenden Umzug beschäftigen. Da Rawwrrr ja nun nicht mehr hier wohnte und mir das Anwesen viel zu groß war, würde ich mir etwas gemütlicheres suchen und auch meine Zucht wieder neu aufbauen. FÜr diesen Zweck klickte ich mich auch in jeder freien Minute, von denen es in den letzten Wochen nicht mehr viele gegeben hatte, durch sämtliche Pferdeverkaufsanzeigen, die ich finden konnte und hatte sogar bereits etliche Zusagen erhalten. So würde ich bald meine Quarterhorsestute American Baby zurücknehmen, genauso wie meinen Trakehnerhengst Levistino und den Hannoveranerhengst Black Soul. Außerdem hatte ich noch zwei Vollblut Araber, zwei Welsh Bs, zwei Deutsche Reitponies, eine Angloaraber stute und eine Pintoaraberstute erstanden. Auf die Antwort von haffi07, der ich gerne ihre wunderschöne Mustangstute Noblesse abkaufen würde, wartete ich noch.
      Energisch schüttelte ich den Kopf. Es war höchste Zeit meine Lieblinge von der Koppel zu holen, die Boxen für die Nacht vorzubereiten und das Abendessen für meine vierbeinigen SChätze zu richten.
      Wiederstrebend löste ich mich von der warmen Heizung und schlüpfte in meine Stallklamotten. Dann lief ich so schnell es ging über den rutschigen Hof, schnappte mir gleich fünf Halfter aus der Sattelkammer und eilte zu den Koppeln, denn gerade in diesem Moment begann es zu hageln. Dem wollte ich meine Pferde natürlich nciht aussetzen.
      Zuerst kamen Magical Moment und ihr Fohlen Casanova. DIe beiden anderen FOhlen Nymphomaniac Fantasia und Classic Moment nahm ich ebenfalls gleich mit. Dazu dann noch meinen Andalusierhengst Ojos Azules.
      Hastig schloss ich die Boxentüren hinter jedem Pferd und rannte mit einem neuen Arm voller Halfter wieder nach draußen. Diesmal rettete ich meine beiden Isländer Fatimah und Intolerable Life, sowie meine New Forests Tempelherr, Caspar, Caradoc, Precious Scream, Golden Flair, Everybody’s Darling, Scaramouche und Thousand Sunny vor dem stürmischen Wetter.
      Nun nahm ich die restlichen Halfter aus der Sattelkammer, warf alle bis auf eins vor das Koppeltor und führte nun nacheinander meine FOrests Cheeky Jot, Naboo, Walk of Fame, Isola della Pirateria, Farylike Facility und danach die Andalusierstute Cuchara, Khamar al Sanaa, Bittersweet, Somoone, Sharley, Little Miss Sunshine, Semawi, Benjilala, Secret, Dorina, Daemon, Angels Fall First und den Englischen Vollbluthengst Pride's Perfection in den Stall. Vor allem Perfection machte mir Probleme. Der junge Hengst war ziemlich schwer verletzt zu mir zurückgekommen und hatte sich nun fast wieder erholt, doch nun stieg er panisch und verscuhte mir den Strick aus der Hand zu reißen. Nicht auszudenken, wenn der hübsche Hengst loskommen und blindlings über das Gelände rasen wrüde! Energisch ruckte ich am Führstrick und als dies auch nichts half, nahm ich ihn am Halfter und ruckte wieder daran. Das wirkte. Perfection hasste es wenn Druck auf seine empfindliche Nase kam, doch bevor er sich wieder ernsthaft verletzte, musste er das eben ertragen.
      Ich nutzte seine Verwirrung über meine Tat aus und führte ihn schnell in den Stall. Schwer atmend und klatschnass schloss ich das Stalltor und begann dann die Pferdeäpfel und das nasse Stroh aus den Boxen zu entfernen.
      Als ich auch damit endlich fertig war, bekam jedes Pferd einen großen Arm Heu in seine Box - Fantasia und Classic Moment teilten sich eine Box- und begann dann das Kraftfutter abzumessen, während meine Schätze sich schonmal über ihr Heu hermachten.
      Während ich die Eimer verteilte herrschte wie immer ein rießen Getöse im Stall. Jeder wollte natürlich der erste sein.
      Als ich mit der Fütterung fertig war und die Stallgasse gekehrt hatte, ging ich nocheinmal bei jedem meiner Pferde vorbei und kraulte es. Dabei ertönte immer wieder ein leises 'plitsch, platsch' aus dem hinteren Teil des Stalls. Das Dach war schon länger undicht, noch ein Grund weshalb ich es eilig hatte, mir eine neue bleibe zu suchen, eine Reperatur war ja unsinnig, wenn wir sowieso bald nicht mehr hier waren.
      Gähnend löschte ich das Licht und ging so schnell es ging zurück ins Haus. Der Hagel war mittlerweile zu dicken, weißen SChneeflocken geworden und ich dachte das erste mal daran, dass in nur vier Tagen bereits Weihnachten war...
    • Laraya13
      Monatsbericht Januar 2011


      ~ Hollybrook Stud ~
      [SIZE=6pt]Monatsbericht Januar 2011[/SIZE]

      [SIZE=6pt]BMs Yinn, Hollybrooks Nymphomaniac Fantasia, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Casanova, Pride's Perfection, Tempelherr, Scaramouche, Isola della Pirateria, Cuchara, Lukas, Dorina, Daemon, Cherish, Trianna, Black Soul, Levistino, Pure Poison, Bittersweet, Kolibri, Hollywood Undead, American Baby, Paradises Rafinesse, Ojos Azules, Intolerable Life, Fatimah, Sahira, Little Miss Sunshine, Sharley, Semawi, Khamar al Sanaa, Benjilala, Slterss Secret, Yakima, Someone, Angels Fall First, Wild Tempest, Thousand Sunny, Aimiliani, Hollybrook's Cheeky Jot, Fairylike Faciltiy, Magical Moment, Golden Fliar, Everybdys Darling, Naboo & Walk of Fame[/SIZE]

      Als ich die Augen aufschlug,traute ich kaum meinen Augen: mein gesamtes Zimmer war lichtdurchflutet, ich hörte Vögel zwitschern und im Vergleich zu den letzten Tagen war es sogar richtig warm. Endlich. Endlich nicht mehr das monotone Rauschen des Regens hören, keine völlig durchnässten Kleider mehr an der Heizung trocknen müssen und endlich wieder wunderbare Ausritte im Sonnenschein unternehmen.
      Diese Aussicht ließ mich sofort aus dem Bett springen, obwohl mir nur Sekunden später klar wurde, dass ich heute ganz sicherlich nicht ausreiten würde, da ich noch so viel Papierkram mit dem neuen Hof und natürlich vor allem der Zucht zu erledigen hatte. Aber meine Pferde würden sicher trotzdem ihren Spass haben.
      Also schlüpfte ich schnell in meine Stallklamotten, biss in einen Apfel und joggte aus meinem Haus hinaus zum Stall. Dort wurde ich natürlich gleich vom lauten Gewiehr meiner Pferde begrüßt. "Guten Morgen meine Schätze! Seht euch nur dieses herrliche Wetter an, jetzt könnt ihr endlich mal wieder ein paar Stunden toben!"
      Mein erster Weg führte mich - wie immer - zu meinem Lieblingshengst Cheeky Jot. Das freche New Forest Pony legte seinen Kopf auf meine Schulter und sah völlig zufrieden aus, denn er wusste genau, das er eine ganz besondere Stellung unter meinen Pferden einnahm.
      Anschließend begrüste ich auch Magical Moment, Yakima, Casanova, Rafinesse und Sahira ausgiebig. Ich liebte alle meine Pferde, aber mit diesen sechs hatte ich einfach schon so viel erlebt, dass mich schon der GEdanke sie zu verlieren innerlich fast zerriss.
      Als schließlich Cheeky gegen seine Boxentür trommelte verschwand ich schnell in der Futterkammer und begann das Futter für meine Hübschen zu richten. Anschließend fuhr ich die erste Ladung Eimer mit dem SChubkarren auf die Stallgasse und verteilte das Frühstück. Erst bekamen meine New Forest Pony Stuten Thousand Sunny, Magical Moment, Walk of Fame, Fairylike Facility, Naboo,Aimiliani, Isola della Pirateria, Golden Flair, Precious Scream und Scaramouche ihr Futter, danach die Fohlen Hollybrooks Casanova, Hollybrooks Classic Moment, Hollybrooks Nymphomaniac Fantasia, Bms Yinn, Paradises Raffinesse, Everybody’s Darling,Yakima und schließlich das Welsh B Stütchen Kolibri.
      Dann holte ich die zweite Ladung. Diesmal waren meine HEngst an der Reihe, da sie mir sonst wohl den Stall zusammenhauen würden. Als erstes bekamen Hollybrooks CHeeky Jot und Pride's Perfection, dann Tempelherr, Caspar, Caradoc, Slaters Secret, Khamar al Sanaa, Orfino, Someone, Daemon, Lukas, Daemon, Black SOul, Levistino, Pure Poison, Hollywood Undead, Ojos Azules, Intolerable Life, Someone und Wild Tempest. Zum Schluss dann noch die verbliebenen Stuten Cuchara, Dorina, Cherish, Trianna, Bittersweet,Little Miss Sunshine, Sharley, Semawi, Benjilala, American Baby, Fatimah, Sahira und Angels Fall First. Als nur noch das gleichmäßige Kauen meiner Pferde zu hören war, verzog ich mich in mein Büro und versuchte mal zu ordnen, was ich heute auf jeden Fall noch erledigen musste. Ca. eine halbe Stunde später begann ich dann die Pferde auf die Koppel zu bringen, wobei ich alle außer Cheeky Jot und Perfection zu zweit führte. Danach stand ich noch eine ganze Weile am Zaun und sah meinen Goldstücken beim TOben zu. Die Pferde genossen das Wetter sichtlich und eigentlich war ich ganz froh, keine Zeit zu haben - so hatten sie zwar wiedermal einen freien Tag, dafür hatte ich aber kein schlechtes Gewissen, weil ich es nicht schaffte, mit allen etwas zu machen und zweitens musste ich sie nicht vom spielen abhalten.
      Irgendwann wandte ich mich ab und ging wieder in den Stall um die Boxen zu misten und mich danach am besten in meinem Büro zu verbarrikadiren, bis ich fertig war....
    • Laraya13
      Monatsbericht März 2011


      Hollybrook Stud
      [SIZE=6pt]Monatsbericht März 2011
      Umzugsgedanken....[/SIZE]

      "Verdammt!", rief ich gefrustet. Meine wunderschöne - und gerade eben gekrönte - New Forest Ponystute Isola della Pirateria hatte mir schon wieder eine Box zertrümmert. Das Holz war sowieso schon morsch und überhaupt wunderte es mich, dass der Stall noch stand. An allen Ecken und Enden war etwas kaputt und zu wenig Platz hatte ich auch, seit der blöde Bauer anfing mir seine Wiesen wieder wegzunehmen. Die Pferde stanken ihm zu sehr, sagte er. Als wenn sein Kuhmist mehr stinken würde. Er wollte die Weiden nun als Bauland verkaufen und tatsächlich wurde bereits rund um mein sonst so ruhiges Gestüt gebaut.
      Meine Pferde waren total gefrustet, da sie nun nicht mehr so viel Auslauf hatten wie zuvor und außerdem total von dem ständigen Lärm gestresst. Selbst die ruhigsten von ihnen gingen mir dauernd durch oder entwickelten andere Unarten. Alles in allem war das was ich mir solange aufgebaut hatte nicht mehr im geringsten Pferdetauglich.
      Ich atmete tief durch, während ich damit anfing, die Hengste von den zwei verbliebenen Koppeln zu holen. Lukas mein braves Shirehorse, Daemon, den kleinen Reitponyhengst und Black Soul nahm ich zuerst. Pure Poison, Hollywood Undead, Levistino, Ojos Azules,Black Soul, Intolerable Life, Someone, Khamar al Sanaa, Orfino, Caspar, Caradoc, Slaters Secret und zum Schluss Wild Tempest und Tempelherr. Anschließend holte ich auch Pride's Perfection und Hollybrook's CHeeky Jot von ihren Paddocks herein. Die zwei Hengste bäumten sich auf und Perfection schnappte sogar nach mir. Da ich die beiden nicht mit den anderen Hengsten hinaus lassen konnte, waren sie trotz täglericher Bewegung völlig unausgelastet. Ich seufzte. Nun durften die Stuten für den Rest des Tages hinaus.
      Während ich Angels Fall FIrst, Yakima, Sahira, Little Miss Sunshine, Semawi, Sharley, Benjilala, Golden Flair Fatimah, Paradises Rafinesse, American Baby, Kolibri, Bittersweet, Trianna, Cherish, Dorina, Walk of Fame, Angels Fall First, Naboo, Magical Moment, Fairylike Facility, Aimiliani, Isola della Pirateria, Thousand Sunny, Cuchara, Scaramouche, BMs Yinn, Everybody’s Darling, Hollybrook's Classic Moment, HOllybrook's Nymphomaniac Phantasia und Hollybrook's Casanova immer in zweierpaaren auf die Koppeln brachte, dachte ich über meinen vergangenen Urlaub in Amerika nach.
      Ich hatte Bekannte in Los Angeles, die mich für zwei Wochen zu sich eingeladen hatten. Es war mir nicht leicht gefallen mein Gestüt solange allein zu lassen, doch irgendwann hatte ich mir selbst eingestanden, dass ich zerbrechen würde, wenn ich noch länger hier blieb und den Zerfall meines Lebenstraumes weiter betrachtete.

      Mit diesen Bekannten war ich also die erste Woche in Los ANgeles gewesen und hatte mir einmal den ganzen Stress und die ganze Verantwortung von der Seele getanzt. In der zweiten Woche wollten sie mir dann die andere Seite Amerikas zeigen und so fuhren wir mit dem Auto nach Wyoming auf eine kleine Ranch. Die Besitzer hatten es mit Rinderzucht versucht, waren aber gescheitert. Nun warteten sie auf einen passenden Käufer für die Ranch und wir als zahlende Gäste waren ihnen mehr als Recht gewesen. Sie hatten auch zwei Pferde und diese beiden Tiere waren es, die mich erst so richtig für Wyoming begeistern konnten. Zu der Ranch gehörten rießige Wiesen - zwar nur mit Stacheldraht umzäunt- aber trotzdem eine rießige Weidefläche für die beiden PFerde. Die Bestizerin warnte uns gleich vor, dass es eine Weile dauern könnte, bis die beiden kamen, als sie einen lauten, hellen Pfiff ausstieß, nicht unähnlich dem, mit dem ich auch meine Pferde zu rufen pflegte. Nachdem sie gepfiffen hatte, wandte sie sich zu dem winzigen Holzunterstand und holte zwei Eimer mit ein wenig Hafer, Bürsten und nach und nach Sättel und Zaumzeug hervor. Dann warteten wir knapp zehn Minuten, bis die Pferde angaloppiert kamen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen, hatte ich doch nach dem Zustand in dem sich die Ranch befand, zwei recht magere, stumpfe Pferde erwartet. Diese beiden strahlten jedoch soviel Lebenslust und Kraft aus, wie all meine Pferde zusammen.
      "Na ihr beiden? Wo habt ihr euch wieder herumgetrieben?", fragte die Frau leise. Die Pferde waren von oben bis unten dreckverkrustet.
      "Das ist das erste Mal seit drei Wochen, dass ich Jack und Gypsie wieder zu Gesicht bekomme!", lachte die Frau. Als ich sie fragend ansah, erklärte sie mir dass die Stute und der Hengst das ganze Jahr über draußen waren - die Koppel erstreckte sich beinahe fünf Meilen weit. Die Stute war auch jedes Jahr tragend und kam irgendwann mit einem neuen Fohlen zurück, dass die beiden zuritten und anschließend verkauften. Hereingerufen wurden Jack und Gypsie ansonsten nur, wenn sie gebraucht wurden.
      ICh sattelte Gypsie, die Frau nahm Jack. Meine Bekannten blieben und plauderten mit dem Rancher, sie machten sich nichts aus Pferden und die Gegend hier hatten sie schon oft genug gesehen.
      ICh aber war völlig hin und weg. Kaum das wir zehn Minuten geritten waren, kamen wir an einen kleinen, ruhigen, sauberen See, von dem eilig ein paar Rehe wegsprangen, als sie uns kommen sahen. Im Hintergrund zeichneten sich die Umrisse der Rocky Mountains ab und zwischen ihnen und uns erstreckte sich die schier endlose Prärie. Wir gaben den Pferden die Zügel frei und schossen über das beinahe kniehohe Gras hinweg. Als wir schließlich die Pferde auf einer Hügelkuppe zügelten, blieb mir vor Staunen fast die Luft weg. Man hatte von hier oben einfach einen unglaublichen Ausblick und ich konnte mir in diesem Moment wahnsinnig gut vorstellen, hier zu leben. Allein der Gedanke daran, dass meine Pferde so glücklich sein könnten wie diese beiden hier, berauschte mich.

      Ein wütendes Wiehern riss mich aus meiner Träumerei. Seit genau zwei Wochen war ich also nun wieder hier in der Einöde Deutschlands und alles wurde immer schlimmer. Das Pärchen hatte mir die Ranch sogar zu einem Spottpreis angeboten, als sie hörten dass ich in meinem jetztigen ZuHause überhaupt nicht glücklich war. Aber noch grauste es mir bei der Vorstellung meine Pferde in ein Flugzeug zu stecken und auf diese unglaublich lange Reise mitzunehmen. Geld genug hätte ich - auch für die Renovierung und Modernisierung der Ranch, aber hatte ich auch den Mut dazu? Es würde immerhin bedeutten, dass ich mein Heimatland verließ, mein Gestüt, meine Familie und vor allem meine Freunde. Amerika lag nun einmal nicht gerade um die Ecke und es störte mich ja jetzt schon, dass ich soweit von rawwrrr, Eddi und all den anderen entfernt wohnte. Andererseits hätten sie bestimmt auch nichts dagegen ab und zu ein bis zwei Wochen Ferien auf einer echten Ranch zu machen...So liefen meine Gedanken hin und her den ganzen Tag und nachts träumte ich davon. Selbst wenn ich auf dem Pferd saß, stellte ich mir vor wieder in Wyoming zu sein, den scharfen Präriewind um mich herum zu spühren und die Maiestätischen Berge vor mir zu sehen. Man könnte wohl fast schon sagen, dass ich Heimweh nach einem Land hatte, das nicht mein Zu Hause war. Aber trotzdem merkte ich, wie der entschluss immer mehr heranreifte und als ich eines Morgens zum Telefon griff und mit den beiden Ranchbesitzern die Renovierungsarbeiten besprach wusste ich, dass ich mich entschieden hatte: Ich würde Deutschland verlassen und in Amerika einen völligen Neuanfang wagen - FÜr meine PFerde und für mich!
    • Laraya13
      Alte Berichte Daemon



      Monatsbericht Juli 2011 (von Eddi)

      Hollybrook Stud
      [SIZE=6pt]Monatsbericht Juli 2011
      Eddi & Co zu Besuch[/SIZE]

      Heute gab es eine große Tagesaufgabe, ich hatte Sammy versprochen, mich heute um ihre Pferde zu kümmern. Natürlich konnte man sich schlecht alleine um 29 Zuchtpferde und 9 Anwärter kümmern. Und Hayes End konnte ich auch nicht einen ganzen Tag alleine lassen. Gott sei Dank waren momentan so viele auf Hayes End als Hilfe anwesend. Schon Morgens am Frühstückstisch erklärte ich meinen Plan. “Also … zumindest zwei oder drei Leute sollten ihr bleiben, dann bekommen die Pferde heute eben mal einen Ruhetag. Der Rest kommt mit mir auf das Gestüt Raffinesse. Freiwillige?” fragte ich grinsend und schlug mein Ei auf. “Bei 38 Pferden werde ich dir dort im Stall helfen.” bot Jake freundlich an und ich nickte ihm dankend zu. Sophia schaute mich schüchternd an. “Ich kann auch jemanden gebrauchen der mir hilft die Pferde zu bewegen.” lächelte ich sie fröhlich an und sie nickte erleichtert. “Gut, dann bleiben Joe und ich hier.” erklärte sich Chrissi bereit. “Du weißt, dass ich an Hayes End mehr hänge.” lachte sie fröhlich. “Juli was hast du vor?” schaute ich fragend meine Freundin an. “Hm … Ich bleibe lieber hier, fremde Pferde sind mir nichts …” murmelte sie schüchtern, doch ich nickte nur verständlich. “Okay, also kommt Nicole noch mit, sie wird sich sicherlich freuen.” lächelte ich zufrieden und ließ mein Team in Ruhe zu Ende frühstücken.
      Gott sei Dank war Nicole heute überpünktlich und so machten wir uns zu viert zum Gestüt Raffinesse auf. Ich wusste, dass Sammy von dieser Gegend nicht mehr begeistert war. Ich schaute mich um, immer mehr wurde um den Hof herum gebaut. Ich seufzte, ich ahnte natürlich von ihren Umzugsgedanken. Ich hatte das Glitzern in ihren Augen gesehen, als sie von Wyoming gesprochen hatte. Und ich verstand sie nur zu gut, außerdem wäre es genial immer mal Ferien in Amerika zu machen. Jake schaute mich fragend an, als er sah, dass die Straße plötzlich endete. Ich schüttelte nur lächelnd den Kopf. “Der Weg zu Gestüt ist inzwischen nur etwas … unwegsam…” murmelte ich fuhr ungerührt weiter. Als wir auf dem Hof ankam, war nicht diese friedliche Ruhe vorhanden, sondern man spürte den Stress. Die Pferde schienen auch nicht unbedingt ausgeglichen und entspannt zu sein. “Tja unser heutiges Tagesziel, die Pferde von diesem Mist ablenken.” Murmelte ich. Jake, Nicole und Sophia nickten.
      Ich schaute, was uns an Weiden zur Verfügung standen, ehrlich? Es war nicht sehr viel. Gerade einmal drei recht kleine Vierecke, eigentlich sogar nur zwei, aber die eine hatten wir für heute eiskalt abgesteckt. Ich seufzte. Gott sei Dank besaß Sammy noch zwei größere Paddocks. “Okay, auf die mittlere Weide bringen wir erstmal alle Fohlen.” erklärte ich. Also ging es los. Nach einer Viertelstunde standen Casanova, Classic Moment, Fantasia, Yakima, Paradises Raffinesse, Kolibri und Yinn auf der kleinsten Weide. Als nächstes sollten die ’Renner’ auf die rechte Weide. “Ich kenne die, die werden uns heute sonst den Tag zur Hölle machen.” murmelte ich seufzend. Dieser Bauer war aber auch unausstehlich. Sammy einfach das ganze Weideland wegnehmen. Ich brachte als erstes Pride’s Perfection auf die Weide. Er tobte sich richtig aus und Jake verstand, was ich gemeint hatte. Dazu kamen noch Someone, Pure Poison, Ojos Azules, Daemon, Tempelherr und Cheeky Jot. Nach anfänglichen Streitereien beruhigten sich die Hengste und nun brachten wir noch einige Stuten auf die andere Weide. Das waren Walk to Fame, Isola della Pirateria, Cherish, Bittersweet, Sahira, Myu und Cuchara. “Das sind glaube ich die Hitzköpfigsten.” erklärte ich und die Nicole und Sophia nickten. Scaramouche durfte zusammen mit Naboo, Magical Moment und Thousand Sunny auf den ersten Paddock. Auf den zweiten ließ ich Lukas, Levistino, Wild Tempest und Intolerable Life. So standen nur noch acht Pferde im Stall. Sieben Stuten und ein Hengst. Wir vier hatten Mitleid mit dem armen Hollywood undead und brachten ihn noch mit auf die Hengstweide. Das Welsh würde nun wirklich nicht so viel Stress machen.
      “Also kümmern wir uns zuerst um die sechs Stuten.” murmelte ich und schaute mir die Liste an. Sechs Pferde und vier Leute. Jake wollte und konnte ich noch nicht auf die Pferde setzen, also drei Reiter … “Jake? Verwöhnst du Fatimah ein wenig und gehst dann mit ihr spazieren? Und das Gleiche kannst du danach auch mit Dorina machen.” lächelte ich. Er nickte und verschwand, um sich die Pferde zu suchen. “Okay Mädels, dann wollen wir die Damen mal aufheizen!” lachte ich. Sophia gab ich die junge Stute Trianna. Nicole bekam Angels Fall First und ich nahm Aimiliani. Wir holten uns die drei Stuten aus dem Stall und begannen sie gründlich zu putzen. Als wir uns dann zum Reitplatz machten, ging Jake mit Fatimah los. Er schien froh zu sein, ein wenig weiter weg von dem Stress und Krach zu kommen. Wir drei ritten unsere Pferde schön warm und dann ging es ans Springen. Trianna war heute leider recht hitzig, aber nach einer Weile enspannte sie sich. Angels Fall First war total in ihrem Element und auch Aimiliani schien Gefallen am Springen zu finden. Nach einer Stunde beendeten wir das Training und versorgten die Stuten. Da alle drei kräftig geschwitzt hatten, spritzten wir noch ihre Beine ab. Am Putzplatz trafen wir Jake der Dorina putzte. Ich überlegte, irgendwie ging das mit den Pferden nicht auf. “Jake? Würdest du schon mit dem Stall anfangen? Nicole kann Dorina reiten, sonst haben wir jetzt nur zwei Pferde und das wäre doof.” er schien erfreut zu sein, sich nicht noch mit einer zickigen Stute herumschlagen zu müssen und gab die Stute gerne ab. Sophia gab ich Fairylike Facility und ich schnappte mir American Baby. Wieder wurden die drei Stuten gründlich geputzt und diesmal ging es in die ruhigere Halle. Jetzt war etwas Dressur angesagt. Sophia war von Anfang an von Fairy begeistert, ebenso Nicole von der deutschen Reitponystute. American Baby ritt ich dennoch Western, gab den anderen ab und an Anweisungen und so verbrachten wir wieder eine geschlagene Stunde damit, die Pferde auszupowern. Dann wurden die Stuten abgesattelt und auch abgespritzt. Jake war schon recht weit im Stall und hatte schon 15 Boxen geschafft. Wir halfen ihm noch bei den Rest und binnen einer Dreiviertelstunde waren alle Boxen sauber. Ich überlegte und zu viert steckten wir das freie Land zwischen Haupthaus und Stall noch zur Weide. Dann konnten die sieben Stuten aus dem Stall auch mal noch raus. Nun hatten wir es geschafft, alle Pferde aus dem Stall zu bringen, auch wenn es nur auf kleinem Platz war.
      “Und nun?” fragte Jake und ich schlug vor, dass er mir beim Freispringen half, während Nicole und Sophia noch Pferde ritten. “Okay … Also fürs Freispringen nehmen wir Perfection, Black Soul, Levistino, Daemon, Tempelherr und Cheeky Jot.” Jake nickte und holte die erste beiden. “Okay und ihr.” ich deutete auf Nicole und Sophia. “Ihr könnt euch mal Scaramouche, Cuchara, Myu und Bittersweet vornehmen.” auch sie nickten und dann machten wir uns an die Arbeit. Während Jake die Springgassen aufbaute, putzte ich die Hengste und brachte sie immer in die Halle. Jake kümmerte sich um die Bewegung der Pferde und ich putzte schon die nächsten beiden. Wenn ich die dann brachte, konnte ich die anderen zwei schon mitnehmen. Jedes Pferd sprang etwa eine halbe Stunde und das auf gutem Niveau. Da wir so schnell fertig waren nahm ich noch Someone und Wild Tempest dazu. Auch Nicole und Sophia waren bald fertig. “Nehmt euch noch Cherish und Thousand Sunny vor.”
      Nach einer Stunde waren wir auch damit fertig und ich lehrte Jake in das Longieren ein. Dafür hatten wir uns Magical Moment geschnappt. Jake hatte schnell die Grundkenntnisse drauf und ich holte mir kurz darauf Sahira um einen Ausdauerritt zu machen. 30 Minuten Trab. “Jake? Du kannst dir danach noch Pirateria nehmen. Nicole und Sophia? Ihr könnt einen Ausritt mit Naboo und Walk to Fame machen. Aber! Sophia reitet Fame.” erklärte ich. Dann schwang ich mich in den Sattel. Ich hatte Jake die jüngste Stute dagelassen und meine erfahrenste Reiterin auf Fame gesetzt. Naboo war eigentlich lieb, also dürfte so gesehen nichts passieren. Sahira wollte nur ich reiten. Sie war Sammy’s Schatz und ich war nicht wild darauf, dass sie jemand anderes herunterwarf. Mit Ausdauer meinte ich dann auch viel Trab und Galopp. Doch Sahira hatte sowieso viel Power und Pepp, sodass sie wirklich erst nach einer ganzen Stunde k.o. war. Ich machte mich auf den Rückweg zum Gestüt.
      Es ging allmählich auf Abend zu, als ich ankam. Auch Nicole und Sophia waren wieder da und Jake war mit Pirateria fertig. Er beschimpfte sie als ungelehriges Miststück, was mich zum Grinsen brachte. Ich machte die verschwitzte Sahira schnell fertig, spritzte sie ab und stellte sie mit Abschwitzdecke in ihre Box. Dann folgten allmählich alle anderen Pferde. Ich konnte es nicht glauben, wir hatten alle Pferde bewegt. Gut die Fohlen hatten nur auf der Weide gestanden, aber immerhin. Nachdem alle Pferde wieder im Stall standen, war Fütterungszeit. Während Nicole und Sophia die Weiden abgingen und alles kontrollierten, fütterten Jake und ich die Pferde. “Oh Gott, das war anstrengend.” lachte er und ich lachte mit. “Ich hoffe sie entscheidet sich für Wyoming, das hier ist wirklich kein Zustand …” murmelte ich und schaute mich bedauernd um, nein das war es wirklich nicht und Jake gab mir recht. Nachdem dann alle Pferde ihr Heu und Kraftfutter hatten, fuhren wir geschafft nach Hause. Dort empfingen uns Chrissi, Joe und Juli mit einen komfortablen Abendessen, was wir dankend annahmen.
    • Laraya13
      Monatsbericht Januar 2012

      ~ Hollybrook Stud ~
      Monatsbericht Januar 2012
      Ein Neubeginn – wieder einmal.

      „Ciao meine Süßen. Es tut mir unglaublich Leid, dass ich euch hierlassen muss, aber glaubt mir, hier geht es euch besser. Es ist einfach das einzig richtige“, verabschiedete ich mich leise von einem Großteil meiner Pferde.
      Ich war gerade auf einem Gnadenhof in der Nähe meines alten Gestüts. Wenn man es denn noch so nennen konnte. Der blöde Bauer der mir nach und nach immer mehr meiner Weiden genommen und an Bauunternehmen verkauft hatte, hatte schließlich um mich komplett zu vertreiben giftigen Dünger auf eine meiner verbliebenen Weiden gestreut – was ich ihm natürlich nicht nachweisen konnte, da ich keine Beweise hatte. Aber wer sollte es denn sonst gewesen sein?
      Auf jeden Fall hatte ich einen Teil meiner Pferde, darunter auch Scaramouche, Yakima, Nymphomanic Fantasia, American Baby und Wild Tempest. einschläfern lassen müssen. Beim Gedanken an die Armen stiegen mir sofort wieder Tränen in die Augen. Und nun? Tja ich hatte endgültig den Entschluss gefasst, mit meinem Freund nach dem Abitur nach Amerika zu ziehen, wo wir uns ein neues Leben aufbauen wollten. Bis dahin waren es nun noch ca zweieinhalb Monate und ich hatte schweren Herzens meine Pferde aussortiert. Nur ein paar durften mich begleiten. Pride’s Perfection wieherte laut, als ich mich abwendete um für immer zu gehen. Den Hengst hierzu lassen kam mir wie ein furchtbarer Verrat vor, doch ich war mir sicher dass die lange Reise ihm nur schaden würde. Er war sowieso auf Grund einer alten Rennverletzung gefährdet, da er sich so leicht aufregte. Hier auf dem Gnadenhof durfte er auf der Weide stehen und wurde von Kindern und Jugendlichen verhätschelt. Auch Lukas, Salwa, Casino Royal, Cherish, Trianna, Kolibri, Hollywood Undead, und Co ließ ich hier. Sie alle waren entweder zu sensibel oder zu alt für eine solche Aktion und würden den freiwilligen Helfern sicher viel Spaß bereiten.
      Seufzend setzte ich mich ins Auto und fuhr zum Gestüt zurück, um meine restlichen Pferde zu verladen.
      Ojos Azules, Cuchara, Fatimah, Intolerable Life, Rafinesse, Sahira,Bittersweet, Sharley, Semawi, Khamar al Sanaa, Little Miss Sunshine, Benjilala, Someone, Slaters Secret, Daemon, Dorina, Angels Fall First, Black Soul, Levistino, Mahira. Und natürlich meine Forrests Casanova, Classic Moment, Cheeky Jot, Everybody’s Darling, Golden Flair, Precious Scream, Caspar, Caradoc, Walk of Fame, Orfino Magical Moment, Thousand Sunny, Isola della Pirateria, Naboo, Aimiliani, Fairylike Facility. Bei ihnen konnte ich nur hoffen, dass sie die Fahrt gut überstanden und bei Jojo, Life, Classic Moment, Sunny, Cheeky, Casanova, Fatimah, Mahira, Levistino, Magic, Aimiliani und Fairy war ich mir da auch ziehmlich sicher. Meine Sorgen galten eher Cookie, Sahira, Rafinesse, Naboo und vor allem Isola della Pirateria. Die fünf waren eigentlich nicht für so eine Reise gemacht, doch auf dem Gnadenhof konnte ich sie nicht lassen, dafür waren sie zu aufgedreht und wild. Und verkaufen konnte ich sie einfach nicht. Nicht wenn ich nicht in der Nähe sein und mich ab und zu vergewissern konnte, dass es ihnen gut ging.
      Nachdem ich auch das letzte Pferd eingeladen hatte, fuhr die kleine Hänger Kolonne los zum Pesionsstall. Er würde die nächsten drei Monate das Zu Hause meiner verbliebenen Pferde sein. Die Miete zahlte ich durch den Verkauf meines alten Hauses. Und gleich nach dem Abitur würde es endlich nach Amerika gehen. Wir hatten bereits ein hübsches Häuschen in Malibu gefunden, mit Stall direkt hinter dem Haus. Dann konnte ich endlich wieder Strandausritte machen. Im Pensionsstall angekommen, lud ich alle Pferde aus und fütterte sie. Dann ging ich noch einmal zu jedem einzelnen in die Box, drückte ihm einen Kuss auf die weiche Nase und sagte leise: „Bis morgen meine Lieblinge, ihr werdet sehen, hier wird’s euch an nichts fehlen und morgen früh dürft ihr auf die rießigen Koppeln!
    • Laraya13
      Monatsbericht Dezember 2012

      Sammy said:

      Hollybrook Stud Zuchtgestüt
      Monatsbericht Dezember
      Sahira, Isola della Pirateria, Naboo, Hollybrook's Cheeky Jot, Hollybrooks Casanova, Hollybrook's Bloody Valentine, Mahira, Magical Moment, San Salvador, Cuchara, Ojos Azules, Levistino, Branagorn, Classic Moment, Intolerable Life, Fatimah, Paradises Rafinesse, Fairylike Faciltiy, Aimiliani & Thousand Sunny


      Auf gehts!
      Stöhnend warf ich mich auf die andere Seite des Bettes, rollte mich dann wieder herum und warf einen Blick auf meinen Wecker. Die leuchteten Ziffern sagten mir, dass es bereits kurz vor drei Uhr war. Wütend schlug ich auf mein Kissen - ich musste unbedingt schlafen, immerhin hatte ich morgen eine elendig lange Reise mit zehn Pferden vor mir. Als ich wieder daran dachte, wie lange wir unterwegs sein würden, wurde mir speiübel. Ich hatte meine zehn schwierigeren Pferde ausgewählt, da meine gute Freundin Edfriend ca zwei Wochen später mit den restlichen zehn Pferden nachkommen würde. Ich war ihr schon so unglaublich dankbar, dass ich ihr nicht auch noch meine nervösen Lieblinge aufhalsen wollte. Am meisten Sorgen machte ich mir dabei um meine temperamentvolle Vollblutaraberstute Sahira und um meine immernoch scheue New Forest Pony Stute Isola della Pirateria. Ich hatte alles so gut wie möglich vorbereitet und hoffte deshalb, dass alles glattging.
      Schließlich seufzte ich und schob mich aus dem Bett. Fröstelnd zog ich meine Strickjacke über und ging ins Bad. Wenn ich schon nicht mehr schlafen konnte, konnte ich mich genauso gut auch schon fertig machen und noch ein wenig Zeit mit meinen Pferden verbringen. Mein Freund war bereits vor zwei Monaten in die USA geflogen, um seine Mutter zu besuchen und alles andere abzuklären. Ich freute mich wahnsinnig darauf ihn wieder zu sehen, deshalb viel mir der Abschied aus Deutschland auch nicht ganz so schwer. Schnell sprang ich unter die Dusche, föhnte mir die Haare und packte dann meine restlichen Sachen zusammen. Frühstücken würde ich heute bei Eddi, um nocheinmal alles für ihre Abreise zu besprechen. Sie würde mich auch zum Flughafen begleiten und mir helfen meine Pferde überhaupt dorthin zu transportieren. Ich stopfte alles was ich noch hierhatte in meine große Reisetasche, packte meine wichtigen Dokumente und einige Kleinigkeiten in meinen Rucksack und sah mich dann ein letztes Mal in meiner kleinen Wohnung um. Auch wenn ich mich hier nie wirklich richtig wohl gefühlt hatte, war sie doch irgendwie mein zu Hause geworden.
      Als ich schließlich die Tür zuzog, huschte dennoch ein Lächeln über mein Gesicht. Dies war der erste Schritt in mein neues Leben. Mit meinem Gepäck über der Schulter schlenderte ich über den Reiterhof zum Stall. Ich ging zu jedem einzelnen meiner Pferde und begrüßte sie, bevor ich mich daran machte ihnen ihr Frühstück zu richten. Dann hatten die zehn, die heute mitkamen wenigstens ein wenig Zeit zwischen Futter und Flug. Bei Fatimah blieb ich besonders lange. Die Scheckstute würde erst mit Eddi nachkommen und auch wenn ich wusste, dass niemand sie besser betreuen könnte, viel es mir schwer sie hier zurückzulassen. Als schließlich alle meine Tierchen mit ihrem Futter beschäftigt waren, ging ich zum Haupthaus, um mit Immanuel zu reden. Er lieh uns zwei seiner Hänger. Einen für vier und einen für zwei Pferde und er würde auch mit einem Viererhänger mitfahren.
      Ich sprach kurz mit ihm ab, wann wir später loswollten und wie wir das mit der restlichen Miete machen sollten. Anschließend machte ich mich auf den Weg zu Eddi.
      Ich liebte ihren Hof einfach. Er strahlte so eine wunderbare Ruhe aus und die Pferde tollten schon jetzt fröhlich auf der Koppel herum. Da es mittlerweile schon früh dunkel wurde, hatten sie so mehr Zeit im freien. Eddi kam mir schon entgegen gerannt.
      "Gut das du da bist! Das Frühstück ist gerade fertig geworden!"
      "Wow Eddi, aber ich bin doch sogar zu früh!", rief ich überrascht.
      "Jaa, aber ich wusste doch, dass du sicherlich nicht schlafen kannst", grinste sie. Wir frühstückten beinahe zwei Stunden lang und bequatschten alles mögliche. Eddi würde sich in den zwei Wochen vor allem mit den beiden Fohlen Classic Moment und Rafinesse beschäftigen, damit sie vor der Reise gut ausgelastet waren. Rafinesse hörte hervorragend und hatte bereits zwei Fohlenschauen gewonnen und auch Classic Moment war sehr umgänglich. Sonst blieben noch die Isländerzwillinge Intolerable Life und Fatimah, der Andalusierhengst Ojos Azules, mein Trakehnerhengst Levistino, mein neuester Hengst Branagorn, sowie die New Forrests Thousand Sunny, Aimiliani und Fairylike Facility.
      Nach einem Blick auf die Uhr beschlossen wir schließlich, dass es langsam Zeit wurde aufzubrechen. Also räumten wir schnell das Frühstück ab und waren schon auf dem Weg zu den Autos, als mir noch etwas einfiel: „Eddi warte! Ich würde mich gerne noch von Zarin, Candle in the wind, Dead Pop Romance, Tiny Girl und Fary Bluebird verabschieden!“ Eddi grinste, machte sofort kehrt und lief mit mir zur Fohlenkoppel. Ich lächelte, als ich die drei Hollybrook Fohlen auf der Koppel herumtollen sah. Aber auch Dead Pop Romance, den ich Eddi geschenkt hatte, hatte sich prächtig entwickelt. Es war nicht leicht mir vorzustellen, dass ich die Nachkommen meiner Ponies nun nicht mehr weiter aufwachsen sehen würde, aber da sie es bei Eddi so gut hatten, machte ich mir keine Sorgen. Zum Schluss besuchten wir noch Candle in the Wind. Der wunderschöne Achal Tekkiner Hengst stolzierte anmutig auf uns zu, holte sich ein Leckerchen ab und galoppierte dann wieder zurück über die Koppel.
      Seufzend stieg ich ins Auto. „Ach guck doch nicht so, wir kommen doch eh gleich nochmal her!“, lachte Eddi. Ich schlug mir mit der Hand gegen die Stirn: „Klar, das hab ich doch jetzt glatt schon wieder vergessen!“ Meine beiden Fohlen Rafinesse und Classic Moment würden die nächsten zwei Wochen nämlich auf Eddis Hof verbringen, damit sie sich besser um sie kümmern konnte. Die restlichen Pferde blieben noch auf dem Reiterhof stehen, die Miete für diesen Monat hatte ich sowieso schon bezahlt. Auf dem Reiterhof angekommen, holten wir erst einmal die Fohlen, die zu Eddi kamen aus dem Stall. Geputzt hatte ich alle meine Pferde bereits und so legten wir ihnen nur Decken und Gamaschen an und luden sie anschließend in den Hänger. Classic Moment zögerte einen Moment, doch als Rafinesse – die ja schon Erfahrung mit Transporterfahrten hatte – zielstrebig den Hänger betrat, machte er einen Satz und stellte sich neben sie. Ich setzte mich neben Eddi in den Hänger und so fuhren wir nochmals zu ihrem Hof.
      Auf Hayes End angekommen, nahm ich Rafinesse und Eddi führte Classic Moment. Die beiden Fohlen sahen sich neugierig um, blähten aufgeregt die Nüstern und drehten ihre hübschen Köpfe, um möglichst viel von dieser unbekannten Umgebung zu sehen. Als wir uns den Stallungen näherten, begannen Eddis Pferde die beiden Fohlen mit lautem wiehern zu begrüßen. Classic Moment der kleine Feigling versteckte sich mit einem Satz hinter Rafinesse, die ihn vorwurfsvoll ansah. Das aufgeweckte Stütchen zeigte selten Angst und schien auch in diesem Moment einfach neugierig. Wir hatten gemeinsam beschlossen, die beiden unter sich zu lassen, damit sie sich nicht zwei Wochen lang an Eddis Pferde gewöhnten und danach schon wieder weg mussten. Also nahmen wir ihnen die Transportsachen ab und führten sie dann auf einen kleinen Paddock. Von hier aus konnten sie einen großen Teil des Hofes überblicken und hatten genug Platz zum Toben. Ich atmete noch einmal tief durch, wuschelte Classic Moment durch die kurze Mähne und gab Rafinesse einen Kuss auf die samtweichen Nüstern, dann hakten wir die Führstricke aus und ließen die Fohlen laufen. In diesem Moment klingelte auch schon mein Handy. Emanuel wollte wissen, wo wir blieben und beruhigte sich erst, nachdem ich ihm dreimal versichert hatte, dass wir schon wieder auf dem Rückweg waren.
      Wieder am Reitstall machten Eddi und ich uns daran, die zehn Pferde zu verladen, die jetzt mitkommen würden. Doch zuerst schleppten wir mein komplettes Sattelzeug und meine Ausrüstung auf den Hof, um alles in den Hängern zu verstauen. Das einzige was wir draußen ließen, war die Transportausrüstung der Pferde, sowie das Putzzeug derjenigen, die später mit Eddi nachkommen würden. Anschließend liefen wir wieder in den Stall und überlegten kurz, wer mit wem im Hänger stehen sollte. Klar war schonmal, dass wir die vier Hengste Hollybrook’s Cheeky Jot, Hollybrook’s Casanova, Hollybrook’s Classic Moment und San Salvador in einen Hänger stecken würden. Cheeky würde ausrasten, wenn er mit einer ‚seiner‘ Stuten in den Hänger käme. Schnell griff ich nach Cheeky’s Strick während Eddi San Salvador aus der Box führte. Wir banden die beiden kurzerhand vor ihren Boxen an, bürsteten sie nochmal kurz über und legten ihnen dann Transportdecken und –gamaschen an. Gleich darauf führten wir sie aus dem Stall und dann ohne weitere Probleme in den ersten Viererhänger. Cheeky schnaubte erfreut, er liebte Turniere und Schauen aller Art. Salvador dagegen betrat den großen Hänger etwas schüchterner, er hatte aber auch noch nicht so viel Erfahrung. Nachdem die beiden sicher angebunden waren, gingen wir wieder in den Stall, um diesmal Casanova und Valentine reisefertig zu machen. Casanova stolzierte sofort in den Hänger. Er hatte so viel von seinem Vater, es war einfach unglaublich. Valentine dagegen sah uns erstmal nur panisch an. Er brachte mit Hänger Fahrten nicht gerade positives in Erinnerung, da ich ihn vor einiger Zeit gerade noch rechtzeitig von seiner damaligen Besitzerin hatte holen können, bevor er komplett verwarloste. Nach einigem guten Zureden stand jedoch auch Valentine im Hänger. Wir verschlossen die Laderampe und beschlossen uns, nach einem Blick auf die Uhr, noch mehr zu beeilen. Cuchara, Mahira, Sahira und Naboo kamen in den zweiten Vierer Hänger. Bei allen Vieren hatten wir alle Hände voll zu tun, um die nervösen Stuten in den Hänger zu bekommen. Vor allem Sahira benahm sich ziemlich unmöglich. Sie verfiel wieder in alte Manieren und biss mit flach angelegten Ohren um sich. Ich musste sie mit einem heftigen rupfen am Führstrick und einem scharfen ‚nein!‘ maßregeln, woraufhin sie mich vorwurfsvoll anschaute, aber immerhin den Hänger betrat. Ich band sie in dem letzten freien Stand fest und wuschelte ihr liebevoll durch den langen, seidigen Schopf. Dann machte ich mich mit Eddi daran, die letzten beiden Pferde zu verladen. Magical Moment ließ sich wie erwartet brav fertig machen und ging auch problemlos hinter Eddi in den Hänger. Ich hatte da mit Isola deutlich mehr Schwierigkeiten. Schon als ich der schönen, scheuen Stuten die Decke auflegte, begann sie nervös herumzuzappeln und als sie die Öffnung des Hängers sah, stieg sie steil in die Luft. „Ist ja gut meine Schöne. Komm schon bitte, Magical Moment steht doch schon im Hänger und wartet auf dich!“ Es war mir eigentlich klar gewesen, dass wir mit Isola am längsten brauchen würden, und ich ärgerte mich über mich selbst, dass ich sie nicht zuerst verladen hatte. Cheeky wieherte bereits protestierend. Er fragte sich bestimmt, warum es nicht endlich los ging. „Isola bitte komm schon“, flehte ich die Rappstute an. Wir hatten in den letzten Wochen zwar das Verladen mit der nervösen Stute geübt, doch sie schien instinktiv zu spüren, dass heute etwas anders war als sonst. Plötzlich ertönte direkt hinter uns ein lauter Knall. Isola machte einen rießigen Satz nach vorne in den Hänger. Noch bevor sie wusste wie ihr geschah, band ich sie fest, hielt ihr ein Leckerli unter die Nase und redete ihr beruhigend zu. Magical Moments Ruhe tat den Rest und so senkte Isola schließlich ergeben den Kopf. Ich verließ den Hänger, schloss die Rampe und sagte dann Eddi und Emanuel , dass sie schonmal einsteigen konnten, ich wollte mich nur noch schnell von den restlichen acht Pferden verabschieden. Somit ging ich ein letztes Mal in den Stall, indem ich so viel Zeit verbracht hatte. Zuerst verabschiedete ich mich von meinen Hengsten Ojos Azules, Intolerable Life , Levistino und Branagorn. Liebevoll kraulte ich ihre muskulösen Hälse und strich ihnen sanft über die Stirn. Dann ging ich weiter zu Aimiliani, Fairylike Facility, Fatimah und Thousand Sunny. Vor allem bei Fatimah brauchte ich etwas länger. “Wirst schon sehen meine Kleine, in Amerika habt ihr wieder einen ganz eigenen Stall und kein nerviges Gebrüll von hochnäsigen, verwöhnten Gören”, sagte ich leise, bevor ich mich ein letztes Mal umsah und dann auf den Hof trat, um nun endlich zum Flughafen aufzubrechen.
      Ich setzte mich ans Steuer des Zweier Hängers, gab Emanuel, der im ersten Hänger saß ein Zeichen und fuhr dann vorsichtig an. Isola schien sich damit abgefunden zu haben, dass sie nun einmal nicht aus dem Hänger herauskam und verhielt sich die gesamte Fahrt über ruhig. Am Flughafen angekommen zeigte ich einem Sicherheitsmann mein Ticket und die Papiere meiner Pferde. Er nickte und sagte uns wo wir hin sollten. Kurze Zeit später standen wir vor zwei Flughafenmitarbeitern. Nun kam der schwierigste Teil, die Pferde mussten ins Flugzeug. Meine Pferde würden jetzt immer zu viert, beziehungsweise Isola und Magical Moment zu zweit in Container verladen werden und diese kamen dann in den Laderaum des Flugzeugs. Mir war schon ganz übel vor Aufregung. Gott sei dank kam in diesem Moment meine Tierärztin um die Ecke. Sie würde meinen Pferden Beruhigungsmittel geben und hatte auch Kontakt mit einem sehr guten Kollegen in den USA aufgenommen, der uns gleich am Flughafen abholen und hoffentlich dafür sorgen würde, dass meine Lieblinge nicht allzu lange in Quarantäne mussten. Meine Tierärztin war jedoch ziemlich zuversichtlich, da sie meinte ein paar ihrer Freunde hätten ihre Pferde mit Hilfe dieses kompetenten Arztes nicht mal eine Woche in der Quarantänestation lassen müssen. Wir begannen wieder damit, die Hengste zuerst umzuladen. Cheeky Jot sah sich mit geweiteten Augen und geblähten Nüstern in der großen Halle um und tänzelte unruhig neben mir her, so dass ich alle Mühe hatte ihn ruhig zu halten. Doch plötzlich schleifte er mich einfach neben sich her und hielt genau auf einen der Flughafenmitarbeiter zu. Dieser sah den hübschen Hengst mit aufgerissenen Augen an und schien nicht fähig, auch nur einen Schritt weg zu gehen. Cheeky blieb kurz vor ihm stehen reckte den Hals und zupfte an der Jacke des Mannes. Dieser wurde kreidebleich und ich versuchte krampfhaft, Cheeky von ihm weg zu bekommen. Plötzlich entspannte sich der Mann, griff in seine Tasche und zog einen großen, roten Apfel hervor. Ich grinste. „Cheeky du verfressenes Wesen!“, lachte ich. Der Mann stimmte mit ein und hielt Cheeky den Apfel hin: „Und ich dachte schon, der will mich beisen!“, sagte er immer noch lachend.
      Als Cheeky schließlich zufrieden war, ließ er sich auch wieder brav von mir führen und tat, als wäre überhaupt nichts gewesen. Die drei Fohlen hatten ihr Mittel bereits erhalten und nachdem auch Cheeky einen Kurzcheck hinter sich hatte, führten wir die vier nacheinander in die Boxen des Containers. Das verlief alles relativ problemlos, für Cheeky und die neugierigen Hengstfohlen war das wohl nichts anderes, als in einen Hänger zu steigen. Mehr Sorgen machte ich mir um die nun folgenden Pferde. Wir beschlossen zuerst wieder alle Pferde zu versorgen, was gott sei Dank noch ruhig verlief. Sahira drehte sich zwar andauernd um sich selbst, und rempelte dabei die anderen, nicht weniger aufgeregten Pferde an, verhielt sich ansonsten aber ruhig – zumindest für ihre Verhältnisse. Die vier Stuten tänzelten aufgeregt neben uns her und Naboo wäre auf der Rampe in den Container fast gerutscht, da sie den Nerv hatte, mitten auf der Rampe ihren schönen Kopf herumzureißen. Dabei hätte sie fast das Gleichgewicht verloren. Ich strich ihr beruhigend über die Nüstern und führte sie dann das letzte Stück der Rampe hinauf. Die Container sahen eigentlich relativ komfortabel aus. Die Boxen waren einigermaßen groß und in den Ecken waren Heuraufen, sowie Wassertränken festgeschraubt. Ich warf noch einen vorerst letzten Blick auf meine vier Süßen, dann verließ ich den Container und widmete mich den beiden letzten Pferden. Als Eddi Magical Moment aus dem Hänger führte, stieß einer der Angestellten einen bewundernden Pfiff aus. Die goldglänzende Stute war aber auch einfach ein Hingucker, wie sie anmutig aus dem Hänger trat, die kleinen Ohren aufgestellt, den hübschen Kopf hocherhoben. Ich lächelte in mich hinein und führte Isola rückwärts die Rampe hinunter. Sofort flog der Kopf der Stute nach oben, sie legte die Ohren an und klemmte den Schweif ein. „Ist ja gut, Isola. Guck mal Magical Moment ist genau vor uns, wir gehen ihr jetzt hinterher, du bekommst noch ein Abschiedsgeschenk von der Tierärztin und dann hast du erstmal eine Weile Ruhe vor uns schrecklichen Menschen“, säuselte ich leise. Isola dachte natürlich überhaupt nicht daran, sich in irgendeiner Weise brav zu verhalten, aber ich konnte es ihr auch nicht verdenken. Die Stute war sowieso noch recht scheu und hypersensibel, da war es ja von vornherein klar gewesen, dass der Flughafen sie überfordern würde. Mit viel Reden und Geduld schaffte ich es schließlich, sie hinter Magic zu der Tierärztin zu führen. Magic hatte ihre Untersuchung bereits hinter sich und die Ärztin verzog das Gesicht, bevor sie – nun wieder lächelnd- auf Isola zuging. Beim letzten Mal hatte die Stute es doch tatsächlich geschafft, der armen durch einen blitzschnellen Biss einen rießigen Bluterguss zu bescheren. Ich griff fest in Isola’s Halfter und versuchte, die Stute so gut wie möglich festzuhalten. Eddi hatte Magic Emanuel übergeben, und eilte mir zu Hilfe. Die Tierärztin hatte aus dem letzten Mal gelernt. Sie näherte sich der wilden Stute langsam, griff dann an ihren Hals und setzte blitzschnell die Spritze. Noch bevor Isola herumschnellen konnte, war sie schon wieder außer Reichweite. Bei Isola hatten wir beschlossen, eine höhere Dosierung des Beruhigungsmittels zu verabreichen, als bei den anderen Pferden. Das gefiel mir zwar eigentlich gar nicht, war aber immer noch besser, als wenn Isola sich den ganzen Flug über furchtbar aufregen würde. Wir warteten noch kurz ehe das Mittel zu wirken begann und führten die beiden Stuten dann gemeinsam in den Container. Ich besprach mit den Angestellten schnell noch einmal die Ankunft meiner Pferde, dann machten Emanuel, Eddi und ich uns im Laufschritt auf zu den Terminals, da es nun höchste Zeit wurde, dass ich eincheckte. Eddi versprach mir, noch einmal kurz hier vorbei zu schauen, wenn ich im Wartebereich war. Bevor ich durch die Kontrolle ging, umarmte ich Eddi fest und bedankte mich bei ihr und Emanuel für die tolle Hilfe. Fröhlich winkte ich ihnen zu, bis sie nicht mehr zu sehen waren. Dann erst ging ich durch die Kontrolle. Jetzt ging es endlich los. Mein Traum wurde wahr!
    • Laraya13
      Warmblüter & Ponies - Monatsbericht August 2013

      ~ Paradises Rafinesse & San Salvador ~
      Fröhlich pfeifend ging ich in meinen Warmblüter und Ponystall. Hier standen die Pferde, die zwar fast alle zuchtfähig waren, jedoch nicht zum Hauptstamm meiner Zucht gehörten. Ich begrüßte alle meine Pferde liebevoll und ging dann ans Ende des Stalles, wo meine beiden Fohlen Paradises Rafinesse und San Salvador standen. Die beiden waren schon zu alt um zusammen auf die Koppel zu dürfen, deshalb ließ ich Rafinesse immer mit Mahira und Everybody's Darling und Salvador mit meinen New Forest Hengstfohlen raus. Nun hatte ich ja auch noch zwei Englische Vollblutstutfohlen und ein Hannoveranerstutfohlen, die ich demnächst in die Fohlenherde integrieren würde.
      Rafinesse hörte aufs Wort und war schon gekrönt, deshalb ließ ich sie am langen Strick neben mir her laufen, während ich Salvador etwas kürzer nehmen musste. Der schöne Hengst war nämlich ein wenig scheu. So führte ich meine beiden Jungpferde zum Putzplatz, band sie jeweils an den entgegenliegenden Enden an und begann dann abwechselnd mit meiner Putzarbeit. Als ich schließlich zufrieden war, leuchtete das Fell beider Fohlen. Ich band sie los und lief in Richtung Reitplatz, denn noch war es schön kühl. Rafinesse ließ ich auf dem Weg auf der Stutfohlenkoppel raus, wo sie sofort zu ihrer Freundin Mahira rannte. Darling sah den beiden erst etwas ratlos zu und beschloss dann, trotzdem mitzumachen. Ich lächelte und führte Salvador weiter. Da ich vorhatte den Hengst baldmöglichst auf einer Fohlenschau vorzustellen, war es höchste Zeit ihn dafür vorzubereiten.
      Also übte ich erst einmal die Grundgangarten an der Hand, das Halten aus Schritt und Trab, Rückwärtsrichten und schließlich auch das Freilaufen. Salavdor arbeitete sehr gut mit und ich war wie immer überwältigt von seinen tollen Gängen. Nach einer guten halben Stunde beschloss ich aufzuhören, lobte Salvador überschwänglich, putzte ihn nochmal über und ließ ihn zu den anderen Hengstfohlen auf die Koppe.

      ~ Fatimah, Dark Misery, Intolerable Life & Fair Prince ~
      Nun waren meine vier Isländer Dark Misery, Fair Prince und die Zwillinge Fatimah und Intolerable Life an der Reihe. Eddi würde gleich vorbeikommen und dann würde es mit dem Vierspänner ins Gelände gehen. Ich holte meine vier Ponies schon einmal auf den Putzplatz und begann sie zu säubern. Da Prince und Life beide kein bisschen hengstig waren, war es überhaupt kein Problem sie neben den Stuten stehen zu haben.
      Als ich Fatimah und Misery bereits fertig geputzt hatte, kam Eddi mit rotem Gesicht zu mir gelaufen.
      "Oh, bin ich zu spät?", fragte sie ganz außer Atem.
      "Ne Quatsch, du bist zu früh! Aber ich wusste ja, dass du immer früher kommst, deshalb hab ich schon angefangen!", grinste ich.
      Eddi putzte nun Prince und ich Life. Da ich schneller fertig war, ging ich schonmal in die Sattelkammer und holte die Geschirre für die Pferde raus. Die Kutsche stand bereits im Hof. Nun legten wir den Ponies flott die Geschirre an und führten dann zuerst Misery und Fatimah zur Kutsche. Die beiden Hengste waren mutiger und nicht so schreckhaft, deshalb war es gut, wenn sie voraus liefen. Als wir schließlich fertig waren, zogen wir uns beiden auf den Kutschbock, ich nahm die Zügel auf und es ging im gemütlichen Schritt los.
      Zuerst ließen wir die Ponies über Feldwege laufen, bis wir schließlich entschieden, in die Stadt zu fahren. Dort konnten Eddi und ich uns ein Eis gönnen und die Ponies sahen mal etwas anderes. Wir galoppierten noch bis zum Ende des Feldweges, dann parierte ich wieder zum Schritt durch und schon kurz darauf erreichten wir die Stadt. Die Ponies liefen eifrig vorwärts und waren voll bei der Sache. In der Stadt ernteten wir eine Menge neugieriger Blicke und als wir an der Eisdiele Halt machten, kamen ein paar Kinder mit ihren Müttern und fragten schüchtern, ob sie die Ponies streicheln durften. Die vier genossen die Aufmerksamkeit in vollen Zügen, weshalb Eddi und ich unser Eis - anders als geplant- in der Stadt verzehrten und erst dann wieder heimwärts fuhren. Auf dem Hof angekommen, spannten wir die Ponies flott aus, putzten sie nochmals, gaben ihnen die wohlverdienten Karotten und brachten sie dann zurück zur Koppel.

      ~ Ojos Azules & Someone ~
      Da Eddi noch Zeit hatte, beschlossen wir gleich noch einen netten Ausritt hinten dran zu hängen. Ich überlegte kurz welche Pferde wir nehmen sollten und entschied mich dann für Ojos Azules und Someone. Die zwei waren schon länger nicht mehr im Gelände gewesen. Eddi würde Jojo reiten und ich Someone.
      Also holten wir die Hengste aus ihren Boxen, putzten sie und sattelten sie dann auf. Jojo und Someone vertrugen sich sehr gut, da Jojo eigentlich nie Hengstmanieren zeigte. Deshalb hatte ich auch darauf verzichtete Slaters Secret mitzunehmen, denn er und Someone könnten dann durchaus aufeinander los gehen.
      Als die Pferde gerichtet waren, schwangen wir uns in die Sättel und verließen das Gestüt in Richtung Wald.
      Die Pferde griffen fleißig aus und es war alles in allem ein sehr gemütlicher Ausritt. Da es inzwischen auch recht warm geworden war, legten wir nur einen kleinen Galopp ein und kehrten dann im Schritt zum Hof zurück. Ich bedankte mich bei Eddi für ihre Hilfe und brachte die Hengste in ihre Paddocks, wobei ich Jojo zu Khamar, Branagorn, Prince, Life und Orfino stellte, die sich sehr gut vertrugen. Someone dagegen musste in einen Einzelpadock, damit er mir die anderen Hengste nicht kurz und klein schlug.

      ~ Cinnemont's History, Dorina, Benjilala & Mizzi ~
      Bevor ich Mittagspause machte musste ich mich noch um Dorina, Benjilala, Mizzi und meine neue gekrönte DRP Stute Cinnemont's History kümmern. Die vier hatten heute frei, deshab putzte ich sie nur und stellte sie dann auf die Koppel - History zunächst auf ein kleines abgetrenntes Stück neben der großen Koppel, damit sich die Stuten miteinander vertraut machen konnten. Anschließend ging ich ins Haus, um mir mein Mittagessen zu machen.

      ~ Cuchara ~
      Als es Abends kühler wurde, widmete ich mich meinen beiden letzten Pferden Cuchara und Secret. Zuerst wollte ich meine Andalusierstute Cookie bewegen. Ich holte die wunderschöne Rotschimmelstute aus ihrer Box und putzte sie in aller Ruhe. Dann sattelte ich sie auf und führte sie in die Reithalle.
      "Ich weiß meine Schöne, wir haben schon lange nichts mehr alleine gemacht! Aber heute arbeiten wir mal wieder richtig!"
      Ich stellte Cookie auf der Mittellinie auf, gurtete nach, ließ die Steigbügel herunter und schwang mich in den Sattel. Dann wärmte ich Cookie im Schritt und Trab mit viel Biegen und Wenden auf. Seit unserem Desaster ganz am Anfang hatte Cookie sich wirklich prächtig gemacht. Die Stute war zwar immer noch recht schreckhaft, ging aber nicht mehr ohne Grund unberechenbar los und versuchte mich abzuwerfen.
      Nach einer Weile gab ich Cookie die Hilfen zum Angaloppieren. Die hübsche Stute senkte den Kopf und buckelte einmal übermütig, war aber ansonsten brav. Ich ritt sie noch ordentlich trocken und brachte sie dann auf die Stutenkoppel, wo ich ihr nochmals liebevoll über den feinen Kopf strich.

      ~ Slaters Secret ~
      Nun war nur noch mein gekörter Barockpintohengst Slater's Secret an der Reihe. Ich hatte den Hengst als Fohlen ersteigert, hatte ihn aufgezogen und gekört. Dann war er mir durch einen dummen Zwischenfall weggenommen worden und ich hatte zusehen müssen, wie er von Besitzer zu Besitzer weitergereicht worden war, bis ich endlich wieder die Chance hatte, ihn zu kaufen. Nun stand er in meinem Stall und ich konnte meinen Liebling jeden Tag sehen.
      "Hallo Baby!",säuselte ich, während ich dem großen Hengst das Halfter überstreifte. Dann führte ich den Rappschecken zum Putzplatz, wo ich ihn mit kräftigen Strichen durchbürstete, seine Hufe auskratzte, den Behang kämmte und Schweif und Mähne verlas. Dann sattelte ich den Hengst auf und führte ihn auf den Reitplatz. Secret war ein absolutes Verlasspferd, deshalb wollte ich nun endlich dafür sorgen, dass er in der Dressur vorankam. Ich wärmte ihn ordentlich auf, ritt dann Viereck verkleinern und vergrößern, Schulterherein und Schenkelweichen, danach Vorhandwendungen, Zirkel verkleinern und vergrößer und Versammlungen sowie Verstärkungen. Secret arbeitete wie immer super mit und als ich ihn schließlich trocken ritt war ich wirklich stolz auf ihn. Ich musste unbedingt einen Trainer finden, der ihn für höhere Klassen ausbildete, das Zeug dazu hatte er ja definitiv!
    • Laraya13
      Warmblüter & Ponies - Monatsbericht September 2013

      Intolerable Life, Fair Prince, Slaters Secret, Someone & Ojos Azules
      Als ich den Stall meiner Warmblüter und Ponies betrat, wurde ich bereits von lautem Wiehern begrüßt. Mein Saddlebred Hengst Someone schlug ungehalten gegen die Boxentür. "Hey lass das du Spinner!", wies ich ihn zurecht "Ihr kommt ja gleich alle raus, aber hexen kann ich auch nicht", lachte ich dann. Damit Someone nicht dachte, ich würde sein Fehlverhalten belohnen, führte ich nun zuerst Slaters Secret, meinen stolzen Barockpintohengst aus dem Stall, putzte ihn kurz und ließ ihn dann auf seine Hengstkoppel. Dort wieherte er auch sofort drohend Black Soul zu, der seinerseits hoch stieg und mit seinen schwarzen Hufen durch die Luft schlug. Ich schüttelte lachend den Kopf. Dabei waren die Stuten grade nicht einmal in der Nähe!
      Als nächstes nahm ich meine beiden Isländerhengste Fair Prince und Intolerable Life. Die zwei waren so verträglich, dass ich sie problemlos gemeinsam fertig machen und auch mit anderen Hengsten auf die Koppel lassen konnte. Ich putzte beide abwechselnd und brachte sie anschließend zu Branagorn und Orfino auf die Weide.
      "So jetzt bist du dran, du verrücktes Pferd!", neckte ich Someone, als ich wieder im Stall war. Der stattliche Hengst schnoberte meine Hände ab und ließ sich dann ausnahmsweise brav aus der Box führen. Danach war nur noch mein gelassener Andalusierhengst Ojos Azules an der Reihe. Ich putzte den lackschwarzen Hengst und stellte ihn ebenfalls zu den anderen ruhigen Kandidaten auf die Weide.

      Fatimah, Dark Misery & Cuchara
      "So meine Damen und jetzt ihr!", rief ich anschließend fröhlich meinen Stuten zu. Meine beiden Isländer Fatimah und Dark Misery, sowie meine Andalusierstute Cuchara hatten heute ihren freien Tag. Missy und Fatimah nahm ich zusammen, säuberte ihr flauschiges Fell und führte sie auf die Koppel, wo bereits Samiyah und Angels Fall First warteten. Mit Cookie wiederholte ich das Spielchen und entließ sie dann ebenfalls auf die Weide. Die schöne Rotschimmelstute legte sofort die Ohren an und stürmte auf Samiyah zu, die ebefalls sofort zurück giftete. Die beiden stritten sich seit Sami's Ankunft andauernd um die Position der Leitstute und ich war schon versucht, die Gruppe zu trennen.

      Paradises Rafinesse & San Salvador
      Als ich in den Stall zurück kehrte, wieherte mir Paradises Rafinesse vorwurfsvoll zu. Ich lächelte und holte auch sie aus ihrer Box. Die hübsche Scheckin kam heute das erste Mal zu den Erwachsenen auf die Koppel und ich war gespannt, wie sie sich benehmen würde. "Na mein Mädchen? Wie konnte ich es nur wagen, die anderen vor dir zu beachten, hm?", säuselte ich, während ich über ihr geschecktes Fell fuhr. Rafinesse fuhr mir vorsichtig mit ihrer weichen Nase über den Arm. "Du bist schon etwas ganz besonderes mein Schatz. Sei so gut und vertrag dich mit den anderen, ja? Mahira kommt dann später auch", mit diesen Worten löste ich den Führstrick und ließ Rafinesse auf die Weide. Sofort hörten Cookie und Samiyah mit ihren Streitereien auf und starrten die neue Stute argwöhnisch an. Rafinesse blickte sich ein wenig erstaunt um, sie suchte wohl ihre Freundin Mahira. Als sie einen zögerlichen Schritt nach vorne machte, kam Sami angerauscht und legte mit böse blitzenden Augen die Ohren flach an den Kopf. Ansonsten war Samiyah ein Engel, doch in 'ihrer' Herde konnte sie ein richtiges Biest sein. Meine wundervolle Rafinesse machte einen erschrockenen Satz rückwärts und sah Samiyah unsicher an. Die Stute ließ es sich trotzdem nicht nehmen, Rafinesse quer über die Weide zu scheuchen, bis sie schließlich genug hatte und wohl beschloss, dass Rafinesse ihr nicht gefährlich werden würde. Da hatte ich bei Mahira schon eher Bedenken...

      Cinnemont's History & Dorina
      Nun waren meine beiden Deutschen Reitponystuten Dorina und Cinnemont's History an der Reihe. Anna kam mir bereits entgegen, als ich die beiden Stuten aus ihren Boxen holte. Dorina war schon recht lange in meinem Besitz, während ich History erst vor kurzem gekauft hatte.
      "So Anna. Ich dachte wir machen heute ein bisschen Dressur auf dem Reitplatz. Was hälst du davon?", fragte ich das schüchterne Mädchen lächelnd. Ich weiß nicht genau warum, doch ich hatte Anna von Anfang an sehr gern gehabt. Meine übrigen Pfleger waren größtenteils männlich und machten sich nicht viel aus dem Reiten. Anna war da anders. Erst vor kurzem hatte sie sich auf Melody's Girl ins Gelände gewagt, nachdem sie seit einem Reitunfall Jahre lang nicht mehr geritten war.
      Anna schaute mich an. Sie war etwas bleich im Gesicht. "Wen soll ich denn reiten?", fragte sie schließlich.
      "Ich dachte, du könntest Dorina nehmen. History bin ich noch nicht geritten, seit ich sie habe und Dorina kennst du auch schon eine Weile.", antwortete ich.
      Das junge Mädchen schien erleichtert und begann flott Dorina zu putzen und aufzusatteln. Dann führten wir die beiden Stuten zusammen auf meinen großen Dressurplatz.
      "Wärm Dorina erst mal im Schritt auf und wenn du dich sicher genug fühlst, kannst du auch gerne traben und galoppieren.", gab ich Anna Anweisungen. Bei unserem Ausritt waren wir nur Schritt gegangen und ich war gespannt, ob das Mädchen seine Angst schon ein Stück weit überwunden hatte. Doch als ich meine fleißige History nach vielen Lektionen und einer guten Viertelstunde Galopparbeit schließlich zum Schritt durchparierte, hatte Anna noch immer keine schnellere Gangart eingelegt. Die sonst so sanftmütige Dorina wurde ungeduldig und schlug mit dem Kopf. Sofort machte Anna die Beine zu und zog an den Zügeln.
      "Oh oh.", machte ich und ritt schnell zu den beiden hinüber. Ich sah das weiße in Dorina's Augen und sie hatte die Ohren unsicher nach hinten gelegt.
      "Anna ganz ruhig. Sie möchte doch nur laufen. Glaub mir, Dorina würde niemals durchgehen oder so etwas in der Art. Warte kurz hier, ich bringe History schnell weg und nehme dich dann an die Longe.", sagte ich besänftigend.
      "Nein warte. Ich ich geh nicht weg bitte. Was ist wenn Dorina dann Angst bekommt?", fragte Anna und schaffte es kaum, das Beben in ihrer Stimme zu verbergen.
      In genau diesem Moment kam Eddi. Wir waren zum Ausreiten verabredet. Schnell führte ich meine Fuchsstute zum Zaun.
      "Hey Eddi! Meinst du du könntest History versorgen? Ich möchte Anna gern kurz an die Longe nehmen, aber sie möchte nicht alleine hier bleiben...Ich komme dann auch sofort, ich dachte wir könnten Mizzi und Benjilala nehmen!" Eddi lächelte und nahm mir die Zügel aus der Hand.
      Ich schnappte mir die Longe, die über dem Reitplatzzaun hing und befestigte sie mit Longierbrille an Dorina's Trense. Sofort wurde Anna merklich ruhiger und auch Dorina regte sich schnell wieder ab.
      "Okay. Jetzt gib ihr mal die Hilfen zum Antraben", forderte ich Anna auf. Sie sah mich erschrocken an, doch als ich nichts weiter sagte, nahm sie die Zügel auf und drückte zaghaft die Beine an. Die gut ausgebildete Dorina fiel trotzdem sofort in einen zackigen Trab, womit Anna offensichtlich nicht gerechnet hatte. Sie zog wieder an den Zügeln und der alt bekannte panische Ausdruck erschien auf ihrem Gesicht. Ich schüttelte den Kopf und holte Dorina zu mir her. Dann legte ich meine Hand auf Anna's Bein und sagte: "Hör zu. Ich sehe das du Angst hast. Aber ich sehe auch, wie gerne du reitest. Versuch einfach ganz locker zu bleiben, dann klappt auch alles."
      Anna hatte Tränen in den Augen: "Ja ich glaube dir ja, aber ich kann Dorina einfach nicht vertrauen. Ich hab es wirklich versucht..."
      Ich überlegte kurz: "Gibt es denn ein Pferd auf dem Hof, dem du vertraust?", fragte ich vorsichtig.
      "Ja...Bloody Valentine. Er ist so unglaublich!"
      Oh je. Naja einen Versuch war es vielleicht wert: "Na gut ich mache dir einen Vorschlag: Wenn du jeden Tag weiterhin Dorina und vielleicht Melody reitest, kannst du mir dabei helfen Valentine einzureiten und darfst dann später mit ihm arbeiten". Anna schaute mich ungläubig an und trabte im Anschluss tatsächlich zwei Runden mehr oder weniger locker an der Longe. Ich lobte sie und eilte dann zum Stall, um endlich mit Eddi auszureiten.

      Mizzi & Benjilala
      Als ich beim Putzplatz ankam, standen meine Saddlebredstute Mizzi und meine Barockpintostute Benjilala bereits gesattelt und getrenst da und warteten.
      "Oh Eddi , tut mir wirklich Leid! Ich hab nur solches Mitleid mit Anna...". setzte ich an, doch Eddi winkte lachend ab.
      "Weiß ich doch. Und ich finde es toll, was du machst. Lass uns jetzt gehen, die Damen werden schon ungeduldig...Ich nehme an du nimmst Benji?"
      Ich nickte und band die gescheckte Stute los. Anna, die uns mit Dorina entgegenkam, wünschte uns viel Spass und winkte uns zu.
      "Wow sie sieht richtig fröhlich aus. Dabei dachte ich, als ich vorhin da war, sie fängt gleich an zu weinen.", bemerkte Eddi erstaunt, während wir im Schritt den Hof verließen.
      "Ja hat sie auch. Aber ich habe ihr versprochen, dass sie mir mit Bloody Valentine helfen und ihn später arbeiten darf, wenn sie jetzt mit Dorina und Melody am Ball bleibt."
      "Was? Sammy ich weiß, du meinst es nur gut, aber bist du sicher, dass das eine so tolle Idee ist? Ich meine Bloody ist ein junger Hengst, der zudem auch schon ziemlich viel erlebt hat...", wandte Eddi vorsichtig ein.
      "Ja ich weiß. Aber er mag Anna. Und Bloody ist mittlerweile wirklich sehr brav im Umgang. Einreiten werde ich ihn natürlich selbst und sie darf ihn auch nur reiten, wenn sie mir beweist, dass sie den Pferden weder in den Rücken fällt, noch im Maul reißt. Ich werde sie auch Dorina und Melody nur noch gebisslos reiten lassen, am besten mit Halfter...Aber jetzt lass uns endlich reiten, Benji ist viel zu ruhig und dem traue ich nicht!", sagte ich lachend und trieb die Rappscheckstute in einen flotten Trab. Mizzi setzte sofort hinterher. Die hübsche Fuchsstute war sehr angenehm zu reiten, doch wenn man ihr falsche Hilfen gab, setzte sie einen auch gerne einmal in den Sand. Deshalb durfte bisher auch nur Eddi sie reiten. Benji dagegen war auf dem Platz, vor allem bei der Dressurarbeit ein Engel. Doch sobald es ins Gelände ging, führte sie sich auf, als wäre eine Horde Pferdefresser hinter ihr her. Da ich die Stute jedoch bald Einfahren wollte, musste sie dieses Verhalten unbedingt ablegen.
      Nach einer guten Stunde kamen wir lachend aber ziemlich fertig wieder auf dem Hof an. Benji war die erste Hälfte des Rittes totenbrav gewesen und hatte dann plötzlich aus dem nichts angefangen zu spinnen, sodass sie mich fast aus dem Sattel katapultiert hätte. Mizzi hatte sich auch sogleich von der Aufregung anstecken lassen und so hatte auch Eddi alle Hände voll zu tun gehabt.
      "Mann die hatten heute ganz schön Pfeffer unterm Hintern", keuchte sie, während sie abstieg und Mizzi absattelte. Wir machten die Stuten fertig und stellten sie dann noch für ein paar Stunden auf die Koppel....
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  • Album:
    ♂BOS - Stallions and Geldings♂
    Hochgeladen von:
    Laraya13
    Datum:
    16 Aug. 2019
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  • Daemon
    --------------------------------------------------

    Spitzname: /

    --------------------------------------------------

    ~ Abstammung ~
    Von: Deniro
    V: /
    M: /
    Aus der: Vampire Lady
    V: /
    M: /

    --------------------------------------------------

    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 12.12.2009
    Stockmaß: 1,42 m
    Fellfarbe: Rappe
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: v.l. weiße Fessel, h.l. weiße Fessel, h.r. weiße Fessel

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~

    folgt

    --------------------------------------------------

    Besitzer: Laraya13
    Vorbesitzer: Sammy, Flair
    Ersteller: Uni
    Vkr: Sammy

    --------------------------------------------------

    ~ Qualifikationen ~
    Dressur: A
    Springen: E
    Military: E
    Fahren: A

    --------------------------------------------------

    ~ Schleifen ~
    Gewinner der HK [119] für Rappen
    3. Platz beim 217. Fahrturnier

    1. Platz 558. Dressurturnier
    [​IMG]
    --------------------------------------------------

    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Ja
    Nachkommen: ///
    Geschwister: ///?