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Samarti

Da Vinci, DRP *

Da Vinci, DRP *
Samarti, 22 Jan. 2012
Elii gefällt das.
    • Samarti
      Pflegebericht 08. März 2012 - Trainingspläne der Pferde

      Ich war in letzter Zeit ziemlich beschäftigt gewesen, darunter hatten auch meine Pferde leiden müssen. Gott sei Dank hatte Michelle diese einmal gepflegt, sodass ich nicht noch mehr Arbeit zu erledigen hatte. Doch nun war die Zeit gekommen, dass ich mich mal wieder selbst um meine Pferde kümmerte.
      Ich konnte natürlich nicht alle bewegen, deshalb stellte ich einen Plan für das Personal auf, das für das Training und die Bewegung der Pferde verantwortlich war.

      • Rapsoul: Kurzes Springtraining auf E-Niveau (30 Min.)
      • Nacromancer in the Dark: Dressurtraining auf A-Niveau
      • Casey: Vorbereitungen für Stutenkrönungen
      • Absinth: Führring
      • Lucane: Führring
      • Larissa: Geländeritt, 60 Minuten Training (inkl. 15 Min. Schrittphase) auf E-Niveau
      • Allelujah: Springtraining auf E-Niveau
      • Delicius: Lockeres Training, Dressur & Springen
      • Fada Fid: Führring
      • Smooth'n Angel: Freilaufen auf der Koppel
      • Eiskristall: Führring

      Nachdem der Plan für die Stallpferde aufgehangen wurde, setzte ich mich an den für die Zuchtpferde.

      • Herbstblatt: Springtraining auf M-Niveau
      • Pamino: Freilaufen auf der Koppel
      • Jargo: Lockeres Training, Dressur
      • Mrs. Pretty: Ausritt
      • Sonic Syndicate: Ausdauertraining (30 Min.)
      • Dahiba: Freispringen
      • Elanor: Freispringen
      • Beck's Experience: Spaziergang
      • Rubina: Dressurtraining auf E-Niveau
      • Requiem: Springtraining auf E-Niveau
      • Flame: Freilaufen auf der Koppel
      • Chronos: Geländetraining, 45 Minuten Training (inkl. 15 Min. Schrittphase) auf E-Niveau
      • Da Vinci: Freilaufen auf der Koppel (Gewöhnung an das neue Heim)

      Als auch die Liste für die Zuchtpferde vervollständigt war und am schwarzen Brett hing, machte ich mich auf den Weg und sagte allen Bescheid, dass der heutige Plan aushing. Die Trainer und Pferdepfleger machten sich an die Arbeit. Wenn ein Pferd fertig war, wurde es abgehakt, sodass man immer wusste, wer noch Bewegung haben musste und wer bereits das Futter verdient hatte.
      Die Pferde erhielten ihr Futter, als alle bewegt worden waren.

      Gegen 22:30, als die Pferde alle im Stall standen, sah ich nochmal nach den Rechten. Da alles in Ordnung war, machte ich beruhigt das Licht aus und ging ins Bett.
    • Samarti
      Pflegebericht 07. Juni 2012 - Zeitdruck

      Da ich in letzter Zeit nicht wirklich viel Zeit hatte, mich um meine Pferde zu kümmern, musste ich mich auch jetzt wieder mächtig sputen. Also erstellte ich nur kurz einen Trainingsplan für meine Pferde und was mit ihnen gemacht werden sollte, damit die Pfleger sie bestmöglich versorgen konnten.

      Zuchtpferde:
      • Herbstblatt: Ausritt
      • Sonic Syndicate: Ausritt
      • Da Vinci: Ausritt
      • Jargo: Dressurtraining, 30 Min.
      • Mrs. Pretty: Springtraining, 45 Min.
      • Dahiba: Dressurtraining, 15 Min.
      • Elanor: Longieren, 30 Min.
      • Beck's Experience: nur Weide
      • Rubina: Ausritt
      • Requiem: Führring, 30 Min.
      • Flame: Dressurtraining, 60 Min.
      • Chronos: Dressurtraining, 30 Min.
      • Pamino: Koppelgang, 45 Min.

      Stallpferde:
      • Eiskristall: Ausritt
      • Smooth'n Angel: Ausritt
      • Fada Fid: Training auf der Rennbahn, 20 Min.
      • Delicius: nur Weidegang
      • Bel Homme: nur Weidegang
      • Allelujah: Springtraining, 30 Min.
      • Larissa: Ausritt
      • Else: Ausritt
      • Nacromancer in the Dark: Geländetraining, 2h
      • Casey: nur Weidegang
      • Rapsoul: Geländetraining, 45 Min.

      Als ich den Trainingsplan an das Schwarze Brett geheftet hatte, ging ich eine Runde durch die Ställe und beobachtete einige Zeit die Pferde. Doch nicht allzu lange und ich musste wieder los ... Also verabschiedete ich mich von meinen Pferden und sagte Tschüss.
    • Samarti
      Pflegebericht 01. September 2012 - Ablenkung und Training

      Laut und hart prasselte der Regen gegen meine Fensterscheibe. Wenn man versuchte, durchzublicken, wurde man enttäuscht – eine dichte Schicht vieler Regentropfen, die die Scheibe herunter liefen, blockierte die Sicht. Genauso wie das Wetter war, fühlte ich mich auch und da gab es nur einen Ausweg: Ablenkung. Ablenkung von allem. Einfach allem!
      Ich beschloss also, mich mit meinen Pferden zu beschäftigen, die meine Aufmerksamkeit in letzter Zeit viel zu wenig genossen hatten. Ich musste mich wieder mehr um sie kümmern!
      Und da ich sowieso nichts zu tun hatte, kam mir die Gelegenheit gerade recht.
      Also schlüpfte ich rasch in meine Reitsachen, schnell noch die Regenjacke an und Kapuze über den Kopf – und schon war ich aus dem Haus. Kaum trat ich vor die Haustür, wurde ich auch schon herzlich begrüßt – von Allelujah! Er hatte wohl gesehen, wie ich aus dem Gebäude herausgegangen war und die Tür zuknallen gehört, denn er stand schon neugierig am Weidegatter und brummelte mir entgegen. Ich hielt mir die Hand über die Augen, um mich zu orientieren. Der Regen war zu dicht, um durchzusehen. Hinzu kam noch, dass ein starker Nebel aufgezogen war. Wo war ich denn hier?! In Schottland, oder wie?!
      Na ja, wie auch immer, Lujah wartete jedenfalls auf mich. Also ging ich kurzerhand in die Sattelkammer, holte mir sein Halfter und ging zurück zur Hengstweide. Spontan öffnete ich das Tor, holte ihn heraus und verschloss das Tor wieder gut, damit auch keiner ausbüxen konnte.
      Lujah genoss es, mal so richtig geputzt zu werden. Trotz der Tatsache, dass er klatschnass war, rubbelte ich ihn mit einem Handtuch trocken, zumindest die Sattellage und den Kopf ein wenig, und sattelte ihn dann. Egal, dass das Wetter so scheiße war, ich wollte jetzt springen. Und da Lujah das sowieso so gern tat – Wieso nicht?!
      Als mein kleiner Hengst also fertig war, führte ich Allelujah zur Reithalle, in der zum Glück noch ein Parcours aufgebaut war, da Michelle wohl gestern auch gesprungen war.
      Allelujah spitzte schon die Ohren, als er auch nur die Hindernisse sah. Ich lächelte leicht, dann stieg ich auf und wir begannen mit dem Training.

      Nach dem Training war es gerade mal neun Uhr in der Früh, sodass ich Casey noch holte. Das Wetter hatte sich um einiges gebessert, die Sonne schien und es war größtenteils nur noch feucht, nicht mehr trocken.
      „Hallo meine Süße!“, begrüßte ich Casey und lächelte ihr leicht zu. Die Stute brummelte und freute sich sichtlich, mich zu sehen, denn sie trabte mit gespitzten Ohren und glänzenden Augen auf mich zu. Sie war einfach mein Lieblingspony, da gab es nichts dran zu ändern.
      Sie ist so lieb und meine beste Freundin, niemand könnte sich dazwischen stelle. Sie war einfach immer für mich da. Immer.
      Und wenn „menschliche“ Freunde kamen und gingen, so war sie immer an meiner Seite.
      Ich öffnete das Weidetor und sie lief heraus, dann schloss ich es wieder. Bei Casey brauchte ich kein Halfter, sie lief frei neben mir her, so lange hatten wir das geübt, bis es endlich klappte. Was war ich stolz auf mein Mädchen ♥
      Ich lief mit ihr zum Putzplatz, machte sie fertig und ritt dann auf meinem Grauschecken vom Hof. „Hm, Liebling, wo wollen wir denn heute lang?“, fragte ich sie, wie auf Kommando brummelte sie und lief munter in den Wald hinein.Wollte sie unbedingt springen? Sah so aus, denn sie begab sich auf den Weg zum Geländeparcours. Sofort, als wir angekommen waren, spitzte sie die Ohren, beschleunigte und nur mit Mühe brachte ich sie davon ab, in den Trab zu fallen, ganz gelang es mir jedoch nicht. Sie trippelte in kleinen Trabschritten unter mir her und seufzend gab ich nach. Schon fiel sie in einen raschen, aber kontrollierten Galopp. Als sie immer schneller wurde, nahm ich sie wieder zurück, sodass die Galoppsprünge genau passten, als wir auf die Baumstämme, die im Abstand von circa einem Meter voneinander entfernt lagen. Casey sprang ab, landete, sprang, landete, sprang wieder und landete wieder sanft auf dem Boden. Schon zog sie weiter zum nächsten Hindernis, einer Steinmauer, die ungefähr 1,10 Meter hoch war. Auch diese Aufgabe meisterte sie gut und wir übersprangen noch zwei weitere Hindernisse, bis ich einen Weg einschlug, der einer Rennbahn ähnelte. Meine kleine Rennsau Casey wusste, was jetzt kam und da sie schon warm gelaufen war, ließ ich die Zügel locker und ging in den leichten Sitz über. Das Pony legte rasch an Geschwindigkeit zu, die sie lange hielt. Ich musste nach Luft schnappen, so überrascht war ich. Casey war noch nie so schnell gelaufen, anscheinend musste sie sich echt mal wieder auspowern!
      Viel zu schnell kamen wir am Ende der Strecke an, sodass ich durchparieren musste. Casey schnaubte empört, sie wollte noch weiterlaufen! Doch so leid es mir auch tat, wir mussten zurück. Wir waren inzwischen schon gute anderthalb Stunden unterwegs und ich musste mich noch um die anderen Pferde kümmern, sie durften schließlich auch nicht zu kurz kommen.
      Also machten wir uns auf den Rückweg. Immer wieder versuchte meine Stute, wieder schneller zu laufen, doch ich kam ihr zuvor und so gelang es ihr nicht mehr.
      Schon viel zu früh kamen wir wieder am Gestüt an, ich machte Casey fertig und beschäftigte mich noch eine Weile mit meiner Süßen, dann wurde es Zeit, Abschied zu nehmen. Zumindest für heute! Denn abgeben würde ich sie nie, niemals. Mir war jetzt schon klar, dass sie bei mir ihr Gnadenbrot bekommen würde. Schon als Fohlen hatte ich sie geliebt und es war so schön für mich, ihr beim Aufwachsen zuzusehen. Sie war bei mir, seit sie geboren wurde und bereits damals hatte ich sie geliebt. Mehr geliebt als alles andere.
      Wie auch immer, jetzt war zumindest Rapsoul an der Reihe. Auch er wurde etwas verhätschelt, dann wurde er mit Nacromancer in the Dark, Pamino, Sonic Syndicate und Delicius in den Führring gespannt und hatten dort ihre Bewegung für eine halbe Stunde, anschließend wurden sie der Reihe nach aus dem Führring geholt und sie durften freispringen. Mit großer Freude und vollem Körpereinsatz waren sie bei der Sache und ich war erstaunt, wie gut sich Sonic entwickelt hatte, nachdem wir ihn gerettet hatten. Er war ein richtiges Prachtstück!
      Auch Lucane war danach dran, er wurde auf meine Anweisung hier von einem der Angestellten auf dem Dressurviereck abgearbeitet.
      Bel Homme und Herbstblatt wurden von Michelle und mir rasch geputzt, dann stieg ich auf Bel Homme auf und sie auf Herbstblatt. Wir unternahmen einen ruhigen, entspannten Ausritt zu viert.
      Beck's Experience, Chronos, Jargo, Da Vinci und Reqiuem wurden ebenfalls für eine halbe Stunde in den Führring gespannt, dann ließ ich sie ein wenig auf den großen Reitplatz und sorgte dafür, dass sie sich ordentlich austobten.
      Mit Dahiba, Elanor, Fada Fid, Mrs. Pretty, Flame, Larissa und Rubina hatte ich dasselbe vor, auch sie tobten sich ordentlich aus und liefen gefühlte zehn Stunden im Kreis herum, buckelten und freuten sich sichtlich über die Bewegung.
      Smooth'n Angel wurde nur ein wenig von mir geputzt, damit sie sich daran gewöhnte, dass sie nicht mehr so rumzickte und mal etwas artiger wurde. Mit ihr hatte ich noch viel Arbeit vor mir...
      Als ich mit den Stuten fertig war, war ich total k.o und froh, dass der Tag sein Ende genommen hatte. Kurz nachdem ich es mir im Wohnzimmer gemütlich gemacht hatte, fing es auch schon an, wieder zu gewittern. Es regnete im Strömen und ich war so erleichtert, dass ich rechtzeitig fertig geworden war...
    • Samarti
      Pflegebericht 31. März 2013 - Vorsorgen für Ostern

      Laute Musik ertönte und riss mich aus dem Schlaf. Geschockt wurden meine Augen noch ganz groß, ehe ich sie wieder schloss und sie mir verschlafen rieb. Ein kurzer Blick auf die Uhr bestätigte mir, dass ich schon lange hätte aufstehen müssen.
      Langsam stand ich auf, streckte mich noch einmal und begab mich dann auf den Weg ins Bad, um mich fertig zu machen. Ein harter Tag stand mir bevor.

      „Hey, Casey, meine Süße!“, begrüßte ich die hübsche Stute, die erfreut brummelte, als sie mich erblickte. Sanft strich ich ihr über das weiche Fell an ihrem Kopf und lächelte leicht, als Casey leise wieherte. Romantica schnaubte empört – es kam mir beinah ein wenig eifersüchtig vor – und versuchte so einiges, um meine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Ein schiefes Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen, die Beiden waren einfach zu süß. Man musste sie einfach lieb haben.
      Schon fast schleichend ging ich über die Stallgasse und legte ebenfalls kurze Zwischenstopps bei den anderen Stuten ein, die bereits darauf warteten, endlich in die Freiheit (oder eher gesagt: auf die Weide) entlassen zu werden und sich den Bauch mit leckerem, saftigen Gras vollzuschlagen.
      Nur bei Smooth'n Angel hielt ich mich zurück. Das Pony ließ mich noch immer nicht an sich heran, doch wir waren schon ein wenig weiter als zuvor. Immerhin rastete sie nicht mehr völlig aus, wenn ich in ihre Nähe kam. Das arme Pferd kam mir völlig verstört und hilflos vor, den Grund kannte ich jedoch nicht. Leider.
      Aus der hinteren Ecke der Stallgasse blickte mit ein schokoladenbrauner, zierlicher Ponykopf entgegen. Fröhlich lief ich nun etwas schneller und schloss das süße Pony in meine Arme. Wie sehr hatte ich sie vermisst. Als Weihnachtsgeschenk wurde Goldherz mir wieder von der Gnadenweide geholt. Michelle hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um sie mir unbedingt wiederzuholen und ich war ihr dafür wirklich sehr, sehr dankbar. Ihr hatte die Zeit auf der Gnadenweide jedoch nicht geschadet, kein bisschen. Sie sah wunderbar aus. Das Fell glänzte leicht, wenn die Sonnenstrahlen von draußen mein Pony erreichten. Liebevoll schmiegte Goldherz ihren Kopf an mich und ich wusste, dass sie mich genauso vermisst hatte, wie ich sie.

      „Mensch, Dahiba, pass auf!“, ermahnte ich die große Schimmelstute und verdrehte die Augen. Sie konnte es überhaupt nicht erwarten, endlich auf die Weide zu kommen und so versuchte sie die ganze Zeit, schneller dorthin zu gelangen, indem sie mich herum schubste. Während ich versuchte, Dahiba davon abzuhalten, ließ Mrs. Pretty, deren Strick ich in der anderen hand hielt, sich davon nicht beeindrucken. Gelangweilt trottete das Haflingerpony neben mir her und beobachtete mit wenig Elan die Vögel im Himmel. Es wurde Frühling, die Vögel kamen wieder und das Gezwitscher ging wieder los. Darauf hätte ich gut verzichten können, vor Allem am frühen Morgen.
      Nachdem ich die Beiden endlich auf der Weide hatte, holte ich noch Flame und Bel Homme und brachte auch die Pferde zu ihren Freunden auf die Weide. Casey, Goldherz und Romantica standen bereits auf der Wiese und ließen sich das leckere Gras schmecken.

      Als ich Pamino und Sonic Syndicate aus dem Stall führte und mit ihnen zur Hengstweide ging, erblickte Pamino seine Mutter, die er sehr lange nicht mehr gesehen hatte. Trotzdem erkannte er sie sofort wieder und zog mich mit seiner ganzen Kraft zum Weidezaun. Goldherz wieherte leise und trabte auf den Zaun zu, wo Pamino seine Mutter mit einem erfreuten Schnauben empfing. Mutter und Sohn schmiegten ihre Köpfe vertraut aneinander und ich wollte die Beiden ungern aus ihrem Wiedersehen reißen, doch Sonic wurde unruhig und so musste ich Pamino und Sonic auf die Hengstweide bringen. Der Schecke regte sich darüber natürlich ziemlich auf, doch mir blieb keine andere Wahl.
      Danach holte ich noch Da Vinci, Chronos, Delicius, Lucane, Allelujah, Rapsoul, Herbstblatt und Jargo, die von dem Weg zur Weide wesentlich mehr angetan waren als Mrs. Pretty. Sie tänzelten allesamt glücklich herum und so musste ich mit jedem alleine gehen. Alles andere wäre mir zu gefährlich gewesen.

      Nachdem alle Pferde auf ihren Weiden standen, machte ich mich an den anstrengenderen Teil des Tages: die Boxen ausmisten. Ich musste insgesamt achtzehn Boxen ausmisten, doch zum Glück packten zwei meiner Stallarbeiter mit an und so wurden aus achtzehn Boxen, die zu säubern waren, sechs. Wir wurden schnell fertig und setzten uns dann ins Reiterstübchen, wo wir einige Zeit lang saßen, bevor wir die Pferde reinholen würden. Gleich würden wir das Osterfeuer anzünden und wenn meine Lieblinge draußen stehen würden, wäre das keine gute Idee. Letztes Jahr hatten die Pferde dabei so einen Terror veranstaltet, dass sie ab jetzt immer im Stall stehen mussten, wenn irgendeine Veranstaltung stattfand.
    • Helly25
      Hufschmiedbericht - 11. Mai 2013
      Heute überprüfte ich Da Vinci's Hufe. Ich war schon da, denn ich hatte gerade erst Herbstblatt's, Pamino's, Jargo's, Mrs Pretty's, Sonic Syndicate's, Dahiba's, Flame's und Chronos' Hufe überprüft. Ich half beim Anbinden und streichelte ihn, bevor ich meine Werkzeuge holte. Er beäugte mich, als ich an seinen Hufen arbeitete. Zuerst kratzte ich ihm gründlich die Hufe aus, dann überprüfte ich eben jene nach Beschädigungen, Entzündungen oder Ähnlichem. Danach machte ich einen Probeschnitt, bei dem ich feststellte, dass zeimlich viel ausgeschnitten werden musste. Dann entfernte ich das lose Sohlenhorn von allen Hufen. Danach raspelte ich noch ein wenig an seinen Hufen herum, und schon waren wir auch damit fertig. Ich ließ ihn probeweise ein wenig traben und galoppieren. Die Hufe waren jetzt wieder normal. Ich streichelte Da Vinci noch einmal, dann bereitete ich die Hufeisen vor. Er beobachtete mich, während ich das Hufeisen, das ich vorher gründlich angepasst hatte, mit den Nägeln in seinen linken Vorderhuf schlug. Die Nagelenden, die auf der anderen Seite wieder herauskamen, verbog ich mit meinem Hammer. Diese Prozedur wiederholte ich auch noch mit den anderen 3 Hufen, dann benutzte ich den Knipser, um die noch aus dem Hufende herausragenden Nägel zu entfernen. Als ich fertig war, bekam Da Vinci noch ein Pferdeleckerli von mir, danach prüfte ich, ob die Hufeisen auch richtig saßen, indem ich daran herumdrehte und ihn kurz laufen ließ. Alles saß, wie es sollte. Kurz darauf verabschiedete ich mich auch von ihm.
    • Samarti
      Pflegebericht 22. Mai 2013 - Von Deutschland nach England

      „Ruhig, Allelujah. Der Hänger tut dir nichts“, versuchte ich, meinen Reitponyhengst zu beschwichtigen, doch der Versuch misslang. Auch, wenn bereits fünf weitere meiner Pferde in dem Pferdetransporter standen, ließ Allelujah sich nicht dazu überwinden, ebenfalls das Fahrzeug zu betreten, damit die Fahrt endlich losgehen konnte. In diesem Moment drehte Goldherz ihren Kopf herum, um sich das Spektakel anzusehen. Auch sie war bereits verladen, was sich bei ihr als keinerlei Problem entpuppte. Sie brummelte dem Hengst leise zu, doch davon ließ sich dieser nur wenig beeindrucken. Seufzend drehte ich mich zu dem Hengst um und klopfte ihm den Hals. Ich versuchte bereits seit zwei Stunden, das Pony in den Hänger zu verladen, doch das wurde einfach nichts. Allelujah war viel zu stur, um sich auch nur einen einzigen Schritt dem Hänger zu nähren. Er tat beinahe so, als würde das Fahrzeug ihn gleich auffressen wollen. Leicht genervt führte ich Lujah zurück in seinen alten Stall, so wurde das nichts. Als er in seiner Box stand, nahm ich ihm das Halfter vom Kopf und sperrte ihn ein. Sonderlich viel Zeit für Streicheleinheiten mit ihm hatte ich jetzt nicht. Durch ihn hatte ich immerhin zwei Stunden an Zeit verloren, in denen ich schon mit den anderen Pferden hätte losfahren können.
      Schnell hatte ich mir das Halfter von Pamino geschnappt, ihn aufgehalftert und aus dem Stall geführt. Zum Glück war der Schecke wesentlich entspannter, was das Verladen antraf, denn ich war mit ihm schon oft zu Wettbewerben gefahren, was mit Lujah noch nie der Fall gewesen war. Schon nach wenigen Minuten hatte ich Pamino in den Transporter geführt und festgebunden. Da seine Box im Transporter direkt neben der seiner Mutter, Goldherz, war, war Pamino davon besonders begeistert. Liebevoll streckte er seinen Kopf, um ihn an dem der Ponystute zu reiben. Sanft lächelte ich. Es hatte so lange gedauert, bis er seine Mutter wieder bekommen hatte, doch schlussendlich war es doch geschafft. 2010 hatte ich sie an Juu zurückgegeben, als ich mir eine Auszeit von meinem Hof nehmen musste. Dort verletzte sie sich so sehr, dass Juu beschloss, sie in den wohlverdienten Ruhestand zu geben. Weihnachten letzten Jahres hatte Michelle sie mir geschenkt. Sie hatte schon immer gewusst, wie sehr mir die Stute fehlte. Sie war schon immer mein Lieblingspony, seit ich hierher gezogen war, und sie würde es auch auf ewig bleiben. Nichts konnte uns mehr trennen.
      „Wir können!“, schrie ich über den Lärm hinweg, den man von überall auf dem Hof entnahm. Erst heute hatte ich eine Verkaufsanzeige für Michelles und meinen alten Hof aufgegeben, und schon jetzt hatten sich mögliche Interessenten gemeldet. Michelle blieb derweil noch daheim, während ich mich darum kümmerte, dass alle meine Pferde verladen wurden. Hierfür hatte ich sage und schreibe drei Transporter mit jeweils sechs Stellplätzen organisieren müssen, damit alle meine Pferde unterkamen. Die Fahrt nach England war lang und so wollte ich die Strecke nicht öfter als nötig fahren.
      Der erste Transporter wurde gestartet, das leise Brummen des Motors ertönte. Langsam kam er ins Rollen und kurz darauf war er vom Hof verschwunden. Im nächsten Moment fuhr der zweite Transporter vor. „Matthew! Die nächsten Pferde!“, rief ich dem Mann zu, der mir zunickte. Er hatte meine Anweisung verstanden. Im Nu war er im Hengststall verschwunden, um die nächsten sechs Pferde zu verladen. Als er wiederkam, hielt er den Führstrick von Bel Homme in der rechten und den Führstrick von Lucane in der linken Hand. Die beiden Ponyhengste hatten glücklicherweise ebenfalls keine Probleme beim Verladen, sodass sie recht schnell in dem schwarzen Transporter verladen worden waren. Mat erschien wieder auf dem Hof und begab sich sofort wieder zum Hengststall, wo er nun Chronos und Jargo mit deren Transportsets ausstattete und dann in den Transporter führte. „Matthew, mach bitte Delicius schon einmal fertig. Ich brauche gleich Hilfe bei Allelujah. Vielleicht lässt er sich ja verladen, wenn Deli dabei ist“, bat ich meine Aushilfe. Auf seine Zustimmung hin ging ich wieder zurück zu Allelujahs Box. „Hey, Lujah.“ Meine Stimme war nur ein leises Gemurmel, als ich den Hengst aus der Box holte. Sein Transportset hatte er noch immer angezogen, sodass ich ihn nicht nochmal damit ausstatten musste. Widerwillig schnaubte der Ponyhengst. Er wusste genau, mit was er nun erneut konfrontiert wurde. Nichtsdestotrotz folgte er mir wie ein kleines Fohlen der Mutterstute, als wir zurück zum Transporter gingen. Matthew stand dort bereits und hielt Delicius' Strick in der Hand. Lächelnd ging ich auf ihn zu und formte mit den Lippen ein „Danke, du bist der Beste“, bevor ich den Versuch startete, Lujah durch gutes Zureden in den Transporter zu führen. Mat stand schmunzelnd neben uns.
      „Darf ich mal?“
      Es war keine Frage, sondern eine Aufforderung. Mürrisch gab ich mich geschlagen, ich würde Allelujah heute sowieso nicht mehr in den Transporter bekommen. Matthew drückte mir den Führstrick von Deli in die Hand und nahm wortlos den von meinem Palominohengst entgegen. Es bedurfte einer ordentlichen Portion Zuspruch von Matthew an Allelujah, bis der Palomino einen ersten Huf auf die Rampe machte, die in das Fahrzeug führte. Verwirrt stand ich daneben und beobachtete das Geschehen. Auch, wenn ich mich fragte, warum der Hengst bei Mat weiter ging als bei mir, war ich erst einmal froh darüber, dass er überhaupt Fortschritte machte. Nach und nach gingen die Beiden immer weiter in den Transporter, ich stand mit weit geöffnetem Mund daneben. Schließlich hatte Matthew es geschafft: Allelujah stand in seiner Transportbox!
      Grinsend kam mir der junge Mann entgegen und entnahm mir Delis Führstrick. Schon nach kurzer Zeit war das Pony ebenfalls in der für es vorgesehenen Transportbox und die Rampe wurde geschlossen. Ich gab dem Fahrer noch das Zeichen, dass er losfahren konnte, doch da sprang der Motor bereits an und der Pferdetransporter fuhr los. Schon kurz darauf war der zweite Transporter ebenfalls vom Hof verschwunden.
      Doch der Dritte ließ auf sich warten.

      „Fuck!“, schrie ich und schlug mit der Faust gegen die Wand. Es war inzwischen 12:30 Uhr, der dritte Transporter war noch immer nicht auf den Hof eingefahren. Matthew stand hinter mir, seine Hand verweilte beruhigend auf meinem Rücken. Doch auch das änderte nichts daran, dass der Transporter nun schon sage und schreibe viereinhalb Stunden Verspätung hatte. Völlig aufgebracht wollte ich den Telefonhörer nehmen, doch Mat war schneller und griff ihn. Er wählte irgendeine Nummer und hielt sich den Hörer ans Ohr.
      „Hello, here's Matthew. Where the fuck are you?!“
      Matthew sprach Englisch, er rief also den Fahrer an. Das wusste ich, weil unser Fahrer ausschließlich Englisch sprach – er kam aus England direkt hierher, um meine Pferde nach England zu fahren. Auch Matthew war aus England hergekommen, er würde mich wieder zurück nach Großbritannien begleiten und mir dort auf meinem Hof unter die Arme greifen. Ich konnte mir ein leichtes Lächeln nicht verkneifen und so entwich es mir. Ein schwaches Lächeln umspielte nun meine Lippen. Mat ging ungeduldig im Zimmer auf und ab.
      „We're waiting for more than four hours now.“
      Sein Ton klang ziemlich vorwurfsvoll, als würde ein Vater mit seinem Sohn schimpfen, der vier Stunden zu spät nach Hause gekommen war. Diesmal war ich es, die dem Mann beruhigend die Hand auf die Schulter legte. Ich wusste, dass Matthew leicht zu provozieren war und wollte dies auf keinen Fall herausfordern. Nicht, dass wir später gar keinen Fahrer mehr hatten.
      „Okay. See you then.“
      Er legte auf und stellte das Telefon zurück in die Ladestation, dann drehte er sich zu mir um. „Er ist auf dem Weg. Steht im Stau“, murmelte er leise und ließ sich auf einen der wenigen Stühle fallen, die noch im Wohnhaus standen. Das Haus war fast vollständig leergeräumt, da meine ganzen Möbel und Gegenstände bereits im neuen Zuhause in Kent, einer Grafschaft im Südosten Englands, waren. Nur die wenigen Möbel, die ich nicht mehr hatte, würden mit dem Grundstück einen neuen Besitzer finden. Ich zog mir einen der anderen Stühle heran und nahm ebenfalls Platz. „Wann wird er da sein?“
      Matthew sah kurz zu mir hoch, ein entschuldigender Blick machte sich auf seinem Gesicht breit.
      „In frühestens zwei Stunden.“
      Ein mulmiges Gefühl machte sich in meiner Magengegend breit. „Na super“, entfuhr es mir. Wir hatten also noch zwei Stunden Zeit, um die sechs Pferde transportbereit zu machen, bis wir sie endlich verladen konnten.
      „Komm mit.“ Ich stand auf, ergriff Matthews Hand und zog ihn mit mir in den Stutenstall, wo ich ihn vor Dahibas Box stellte. „Sattel sie auf“, forderte ich ihn auf und sah zu, wie er Dahiba bereit zum Reiten machte. Währenddessen holte ich Flame aus ihrer Box, nahm sie mit zum Putzplatz und bereitete sie dort vor. Die Lusitanostute genoss die Aufmerksamkeit, ich hatte mich leider in der letzten Zeit viel zu wenig um sie gekümmert. Sie schloss die Augen, als ich mit dem Striegel in kreisenden Bewegungen über ihr glänzendes Fell fuhr, um die Massage zu genießen.
      Matthew hatte Dahiba bereits fertig gesattelt. Da Dahiba Matthew bereits kannte und sich mit ihm angefreundet hatte, war es für sie kein Problem, von ihm geritten zu werden, obwohl sie sonst nur ihre Bezugsperson an sich heranließ. Auch Flame war kurz darauf fertig und so stiegen wir beide in den Sattel. Ich wusste nicht, wie lange es her war, dass ich mit Flame ausgeritten war. In letzter Zeit hatte ich sie beinahe nur trainiert, was mir inzwischen Leid tat. Sie hatte viel zu wenig Aufmerksamkeit von mir bekommen, auch Dahiba erging es leider ähnlich. Ich nahm mir vor, mich in Zukunft wieder mehr um die Beiden zu kümmern, damit es ihnen so gut wie möglich bei mir erging.
      Als wir an Michelle vorbei ritten, bedeutete ich ihr kurz, dass wir auf einen kleinen Ausritt gehen würden, bis der nächste Transporter endlich ankommen würde. Sie verstand und nickte daraufhin. „Viel Spaß“, formten ihre Lippen noch, ehe sie sich wieder den Interessenten für das Gestüt zuwendete.
      „So endet es also“, nuschelte ich leise, doch Matthew verstand, was ich gesagt hatte. Er schenkte mir ein leichtes Lächeln. „Es musste irgendwann so kommen. Das Anwesen ist einfach zu groß für euch geworden, seitdem ihr so viele Pferde in den Ruhestand geschickt habt. In England wird es mit Sicherheit schön.“
      Ich brummelte nur ein gedämpftes „Du hast Recht“ vor mir hin, dann konzentrierte ich mich wieder auf Flame. Sie war wesentlich interessiert an der Umgebung, diesen Weg kannte sie noch gar nicht. Sonst war ich höchstens mit ihr den Weg im Wald geritten, doch jetzt waren wir gerade auf dem Weg zum Geländeparcours. Von dort aus ging es quer über einige verwachsene Felder und schließlich durch den Wald wieder zurück. Es war die perfekte Strecke, um ein wenig abzuschalten. Matthew sah ein paar Mal zu mir herüber, was ich im Augenwinkel wahrnahm. Ich wusste, dass ich mich immer auf ihn verlassen konnte. Er hatte sich vor einigen Wochen bei mir als Stallhilfe beworben, als ich eine Anzeige aufgegeben hatte, doch inzwischen war er viel mehr als das. Er ist mein bester Freund geworden und stand mir immer bei, wenn ich Hilfe brauchte. Zusätzlich hatte er immer ein paar Tipps für mich auf Lager und kannte sich mit Pferden bestens aus, manchmal kam er mit meinen Pferden sogar besser zurecht, als ich selbst. Zudem war er immer dazu bereit, ein wenig zu scherzen und heiterte mich immer wieder auf, wenn es mir nicht so gut ging, wie in diesem Moment. Lächelnd sah ich zu Matthew, dann trieb ich Flame an. Wir hatten bereits die ersten zwanzig Minuten im Wald hinter uns gelassen, wir waren gerade am Geländeparcours angekommen. Die Stute verstand sofort, was ich vorhatte und spitzte erfreut die Ohren. Grinsend schnalzte ich mit der Zunge und schon fiel der Lusitano in einen flotten Trab, der dann dem Galopp wich. Flame hatte ein wahnsinniges Tempo drauf, ich wechselte in den leichten Sitz und genoss den Moment.
      Als ich den ersten Sprung sah, ein Stapel von Baumstämmen, steuerte ich mein Pferd direkt darauf zu. Wir näherten uns dem Hindernis, während ich die Galoppsprünge zählte. Flame versammelte sich vor dem Sprung noch einmal mit großer Sicherheit, im nächsten Moment flogen wir durch die Luft. Auch, wenn dieser Moment nicht von langer Dauer war, schloss ich die Augen und kostete das Gefühl der Schwerelosigkeit vollständig aus.
      Beim Ende des Parcours parierte ich Flame durch. Widerwillig galoppierte sie noch ein Stück weiter zum Wald hin, vollführte ein paar grandiose Bocksprünge, die mich fast aus dem Sattel schmissen und blieb schließlich doch stehen. Mein Atem ging wahrscheinlich genauso schwer wie der von Flame, doch das interessierte mich zu dem Zeitpunkt relativ wenig. Viel mehr achtete ich auf das Hufgetrappel, welches sich uns näherte. Breit grinsend drehte ich mich im Sattel um, um Dahiba und den vor Freude strahlenden Matthew auf uns zugaloppieren zu sehen. Die Hannoveranerstute stoppte so abrupt, dass Matthew fast aus dem Sattel geschleudert wurde, weil er darauf absolut nicht vorbereitet war, doch er konnte sich gerade noch rechtzeitig fangen, um weiterhin auf dem Pferderücken zu bleiben.
      Lobend klopfte ich Flames Hals, was die Stute sichtlich freute. Sie schnaubte und nickte mit dem Kopf, als würde sie sagen wollen „Ich war doch super, oder nicht?!“. Ein Grinsen machte sich auf meinem Gesicht breit. Es war toll, einfach so loslassen zu können, weil man wusste, dass man dem mächtigen und starken Tier unter sich vollständig und blind vertrauen konnte.
      Nachdem auch Matthew Dahiba gelobt hatte und wir sowohl uns als auch den Pferden eine kurze Pause gönnten, ritten wir im Schritt weiter. Der Weg führte uns über Feldwege, an verlassenen Farmen und vergessenen Wiesen und Feldern vorbei. Mit einem sehnsüchtigen Blick auf das fantastische Ausreitgelände entfuhr mir ein enttäuschter Seufzer. Auch, wenn ich wusste, dass es in Kent genauso schön, vielleicht sogar noch schöner werden würde. Shepway lag direkt an der Nordsee, das Grün war endlos und es gab eine große Anzahl an Feldern sowie einen Fluss, der das Bild noch vervollständigte. Ich war bereits mehrmals dort im Urlaub gewesen und hatte mir Eindrücke von der Landschaft verschafft, bis ich vor Kurzem das Anwesen „Terosa“ gekauft hatte. Für mich war es bereits jetzt völlig klar, dass ich dort unbedingt hinziehen wollte – dabei spielte es keine Rolle, dass ich Deutschland dafür verlassen musste. Mein Traum war es schon immer gewesen, endlich nach England zu ziehen. Jetzt hatte ich mir diesen Traum erfüllt, was ich keinesfalls bereute.
      Schon bald wanderte mein altes Zuhause in unser Blickfeld. Wir ritten im langsamen Schritt zurück auf den Hof und stiegen ab. Nach kurzer Zeit waren die beiden Stuten abgesattelt und malmten zufrieden an dem bisschen Heu, was wir ihnen als Belohnung in ihre Futterraufe geschüttet hatten.
      Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es bereits 14:15 Uhr war, also musste der Transporter in einer Viertelstunde endlich da sein.
      Matthew und ich begleiteten Michelle noch ein wenig, die den Interessenten für das Grundstück dieses zeigte. Als wir dann aber den Transporter gesehen hatten, liefen wir schnell wieder in den Stall. Matthew kam mit Mrs. Pretty und Romantica neben sich wieder, ich hingegen holte Casey und Smooth'n Angel. Ich war schon gespannt, was das Pony sich diesmal wieder einfallen lassen würde. Mat hatte keinerlei Probleme damit, die Haflingerstute und Paminos Halbschwester zu verladen, auch Casey ging brav in den Transporter. Ich bereitete mich nun auf das Schlimmste vor, ich kannte es schließlich von Smooth'n Angel, dass sie alle um sich herum in die Hölle schicken wollte. Matthew stand neben mir, um mir zu helfen, falls ich seine Hilfe brauchte.
      Komischerweise ging Angel sofort in den Transporter und ließ sich auch brav von mir in ihre Transportbox bringen. Während ich noch darüber verwundert war und mich fragte, woher ihr plötzlicher Sinneswandel kam, holte Matthew bereits Flame und Dahiba aus dem Stall und verlud auch sie in den Transporter. Zu guter Letzt rannte ich noch zu Michelle und fiel ihr in die Arme. Meine Augen wurden feucht und einige wenige, salzige Tränen bahnten sich ihren Weg über meine Wangen. Michelle wusste sofort, was los war, auch ihre Augen begannen, sich zu nässen und nach weniger Zeit wurde auch ihr Gesicht von glänzenden Tränen geschmückt. Wir verharrten fünf Minuten lang so und standen dort Arm in Arm.
      „Versprich mir, d-dass du mich besuchst“, brachte ich unter Tränen hervor, meine Stimme verlor sich in einem Schluchzen. Das Mädchen nickte nur schwach und flüsterte ein leises „Versprochen“. Ich würde sie unglaublich vermissen, doch meine Tür stand für sie immer offen. „Viel Glück“, murmelte ich, meine Stimme war schwach und gedämpft.
      Ich ließ meine Arme sinken und löste mich aus der innigen Umarmung. Sowohl meine als auch Michelles Augen waren gerötet und angeschwollen, ein geschwächtes Lächeln schmückte meine Lippen. Dann drehte ich mich um, winkte Michelle ein letztes Mal und kletterte in die Fahrerkabine des Transporters, wo Matthew bereits wartete. Auch Loric, ein Freund von mir, der mir schon oft auf dem Hof geholfen hatte, saß bereits im Wagen. Ebenso wie Matthew begleitete er mich nach Großbritannien, um mir dort dabei zu helfen, mir mein neues Gestüt aufzubauen.
      Die sechsstündige Fahrt nach Shepway konnte beginnen.

      „Elisa! Wach auf, wir sind da!“
      Verschlafen öffnete ich meine Augen und blickte in ein paar dunkelbrauner Augen, die vor Freude glänzten. Es waren Matthews. „Wir sind endlich in Shepway“, murmelte er erneut und man konnte ihm das Glück aus der Stimme heraushören. Ein leichtes Lächeln entwich meinen Lippen, als ich sah, was für eine gute Laune der junge Mann hatte.
      Ich stieg auf, verließ den Transporter und befand mich auf dem Hof, den ich zuvor nur auf Fotos gesehen hatte. Es war ein Kauf gewesen, bei dem ich mich von meinem Bauchgefühl hatte leiten lassen und so, wie es momentan aussah, war es kein Fehler gewesen.
      Auf der Weide sah ich bereits Herbstblatt und Sonic Syndicate, die friedlich nebeneinander grasten. Sie wurden bereits auf die Weide gestellt, was ein ziemliches Glück für mich bedeutete. Auch Da Vinci und Rapsoul erblickte ich in der Nähe.
      Nachdem alle anderen Pferde ebenfalls auf der Weide standen, ging ich ins Haus, um mich ein wenig einzuleben. Meine Möbel standen bereits alle im Haus, die Kartons würde ich morgen auspacken. Jetzt war ich viel zu müde, um noch irgendetwas zu machen und ließ mich in mein Bett fallen. Schon nach kurzer Zeit fiel ich in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
    • Pharlap
      Tierarztbericht - 25. Mai 2013

      Heute hatte ich einen großen Auftrag! Samarti hatte mich gebeten alle ihre Pferde durchzuchecken und zu impfen. Ich machte also schon sehr früh morgens, direkt nach dem wir die Pferde gefüttert und auf die Weiden gestellt hatten, auf den Weg. Ich hatte alle nötigen Sachen in mein Auto gepackt, ehe ich los fuhr. Die Sportpferdezucht Terosa die Elisa mittlerweile leitete war nur eine knappe halbe Stunde von der Pferdeklinik entfernt.

      Um circa halb Neun erreichte ich den Hof. Ich parkierte mein Auto direkt neben dem grossen Zuchtstall, damit ich meine Ausrüstung zur Hand hatte. Da niemand zu sehen war betrat ich den Stall, zuhinterst entdeckte ich dann Elisas Stallburschen, der gerade eine Box ausmistete. "Guten Morgen!", rief ich und ging auf ihn zu. "Wo finde ich denn Elisa?"; fragte ich ihn. "Die ist gerade auf der Weide bei den Ponys", sagte er. Ich dankte ihm, nahm mein Arzt Köfferchen und machte mich auf den Weg zur Weide.
      Doch irgendetwas stimmte nicht. Ich sah Elisa schon von weitem. Sie stand neben dem Wallach Bel Homme und sah sich sein Bein an. Das Pony wirkte apatisch, als hätte es Schmerzen und seine Besitzerin wirkte angespannt. "Elisa", rief ich öffnete das Koppeltor und ging auf sie zu. Sie liess Bel Hommes Bein los und drehte sich zu mir um. "Du kommst gerade genau richtig!", sagte sie. Sie erzählte mir das Bel Homme heute Morgen urplötzlich gelahmt hatte. Gestern war noch alles in Ordnung gewesen, sie hatten eine Springstunde gehabt und der Wallach war super gelaufen. Sie hatten sich für das grosse Sommerturnier in der Umgebung vorbereitet. "Am besten wir bringen in den Stall, dort kann ich ihn mir besser ansehen als hier auf der Koppel", sagte ich ruhig und liess mir meine Bedenken nicht anmerken.

      Wir brachten alle Ponys in den Stall. Ich schnappte mir Romantica und Rapsoul, Elisa nahm Casey und Bel Homme. Elisas Stallbursche nahm Lucane. Wir brachten alle Ponys in ihre Boxen. Bel Homme banden wir auf der Stallgasse an. Elisa hielt den Kopf des Wallaches fest während ich mich niederkniete und sein linkes Vorderbein untersuchte. Bel Homme reagierte sehr schmerzempfindlich auf die leisesten Berührungen, er hatte auf jeden Fall grosse Schmerzen. Das Bein war dick geschwollen und fühlte sich heiss an. "Ich würde ihn gerne mal traben sehen. Am besten du lässt ihn einmal die Stallgasse rauf und runter traben", sagte ich. Elisa nahm den Braunen am Halfter und trabte mit ihm. Er folgte ihr nur unwillig und versuchte das verletze Bein nicht zu belasten, so das er fast nur auf drei Beinen humpelte. Er ging sehr stark lahm. Danach band Elisa den Wallach wieder an.

      „Ich vermute eine Verletzung der Beugesehne. Das ist die lange Sehne auf der Hinteren Seite des Unterschenkel, die über das Karpalgelenk bis hinunter zum Huf geht. Ich vermute das sie gerissen ist, aber ohne einen Kernspin ist es schwer zu sagen ob sie angerissen oder ganz gerissen ist.“, erklärte ich Elisa. Wir schwiegen eine Weile. Wir wussten beide nur zu genau wie schwerwiegend diese Verletzung war. „Ich gebe Bel Homme zuerst einmal ein Schmerzmittel und etwas zur Beruhigung damit er ruhig ist und keinen zusätzlichen Schaden anrichtet“, sagte ich und zog die Medikamente in einer Spritze auf. Ich gab Bel Homme ein Stück Karotte und ihm selben Moment kam die Spritze zum Einsatz, dann war das ganze schon vorbei. „Also es sieht so aus. Ich schiene sein Bein, danach muss sein Bein mehrmals täglich 10 Minuten mit Wasser gekühlt werden und neu eingebunden werden. Ich verschreibe ihm strengst Boxenruhe, er darf sich so wenig wie nur möglich bewegen. Nach einiger Zeit, je nachdem wie gut das Bein verheilt, darfst du anfangen ihn täglich 10 Minuten auf hartem Untergrund zu führen. Es kommt darauf an wie schwer die Beugesehne verletzt ist, es wird aber sicherlich 5 -6 Monate dauern bis das Bein verheilt ist. In dieser Zeit darf er weder auf den Paddock noch auf die Weide oder geritten werden.“ Ich machte eine Pause und fügte dann hinzu: „ Die zweite Möglichkeit wäre in einzuschläfern. Allerdings bin ich zuversichtlich dass er wieder auf die Beine kommt, aber es ist dein Pferd und die Entscheidung liegt bei dir.“

      Elisa schwieg einen Moment dann sagte sie: „ Ich möchte ihn nicht einschläfern …“ Ich nickte und holte meine restliche Ausrüstung aus meinem Wagen. „Eins sollte dir aber klar sein. Bel Homme ist 13 Jahre alt und damit kein junges Pferd mehr. Wenn alles gut verheilt könntest du ihn nach der Aufbauphase frühestens in einem Jahr wieder reiten, wahrscheinlich wir es sogar anderthalb Jahre dauern. Er wäre dann 14 oder 15 Jahre alt und das Risiko einer erneuten Verletzung der Sehne wird trotz allem sehr hoch sein. Eine Springkarriere könntest du mit ihm somit vergessen, du wirst mit ihm noch gemütliche Ausritte unternehmen können. Aber er sollte danach in den Ruhestand geschickt werden“, sagte ich.

      Elisa nickte und sagte dass ihr das klar seie. Danach kühlte ich Bel Hommes Bein, schiente es und gab Elisa Kühlgel und Antibiotika, Schmerzmittel in Pulverform und ein Beruhigungsmittel mit. „Ich komme in einer Woche wieder und sehe ihn mir nochmal an“, sagte ich ihr.

      Nachdem wir eine kurze Pause gemacht hatten, kamen nun die anderen Pferde an die Reihe.

      Als erstes war Romantica an der Reihe. Es handelte sich dabei um eine hübsche, vierjährige Scheckstute. Das junge Tier war aufgeweckt und kerngesund. Beim Impfen zappelte sie ein wenig, mit etwas gutem Zureden und einem Apfel als Erpressung hielt sie allerdings brav still. Danach entwurmte ich sie noch, das passte ihr nicht da die Paste ekelhaft schmeckte.

      Als wir fertig waren durfte Romantica wieder auf die Koppel.

      Der nächste Kandidat war ebenfalls ein Schecke, diesmal handelte es sich aber um einen hübschen 10 Jahre alten Hengst. Lucane liess sich brav überall anfassen und war auch relativ brav als ich ihm ins Maul schaute, allerdings zeigte er klar dass er davon nicht sehr begeistert war. Da Impfen kannte er schon so dass er ruhig dastand und nur kurz zusammen zuckte. Ich klopfte ihm lobend den Hals und auch er bekam einen Apfel. Abschliessend wurde er noch entwurmt, dann schickten wir ihn auf die Hengstweide.

      Den nächsten Patienten kannte ich nur zu gut. Es handelte sich dabei um Rapsoul, der lange meine RB gewesen war und dann auch einige Zeit bei mir gestanden hatte, bevor er zu Elisa umgezogen war. Ich begrüsste das Pony fröhlich und checkte ihn dann durch. Auch er war gesund und munter. Nach dem impfen und entwurmen durfte auch er zu Lucane auf die Hengstkoppel.

      Das letzte Pony aus diesem Stall war Casey. Sie war ebenfalls eine sehr junge Deutsche Reitponystute mit ihren 5 Jahren. Sie war etwas nervös, liess sich aber mit gutem Zureden untersuchen. Beim Impfen hielt Elisa sie fest und fütterte sie mit Karottenstückchen. Ich beeilte mich mit dem Impfen und noch bevor Casey reagieren konnte, war die ganze Prozedur schon vorbei. Nun entwurmten wir sie noch, dabei hob sie den Kopf und lief rückwärts, aber mit etwas Geschick und Elisas Hilfe schafften wir es sie zu entwurmen.

      Danach gingen wir zum Zuchtstall. Die Pferde standen schon ihn ihren Boxen bereit, nach dem Impfen würden wir sie nach draussen auf ihre Weiden und Paddocks bringen.

      Im Zuchtstall fing ich mit Herbstblatt an, einem schwarzem Deutschen Reitponyhengst den Elisa damals aus sehr schlechter Haltung gerettet hatte. Er hatte sich sehr gut erholt und hatte sich zu einem prächtigen Hengst entwickelt. Mittlerweile hatte er im Springen und in der Dressur Klasse S*** erreicht. Vorsichtshalber kontrollierte ich seine Beine besonders gut und liess ihn auch vortraben. Den Rücken sah ich mir auch genauer an. „Es ist wichtig seine Beine immer gut zu Kontrollieren und auch zu schützen. Er ist erst 8 Jahre alt und hat noch eine wahnsinnige Karriere vor sich, aber die hohen Sprünge sind eine enorme Belastung für ein solch junges Pferd“, sagte ich. Da ich nichts finden konnte, impfte und entwurmte ich den Hengst und ging zum nächsten Pferd.

      Als nächstes war Pamino an der Reihe, der Hengst war zwar erst vier Jahre alt, aber schon jetzt ein echter Überflieger. Er hatte eine SW und zwei FS gewonnen und ich hatte das Gefühl das er es noch sehr weit bringen würde. Zudem hatte er edelste Vorfahren. Eine solche Abstammung versprach viel.

      Ich checkte ihn durch, impfte und entwurmte ihn.

      Als nächstes waren die Hafis an der Reihe. Jargo und Mrs. Pretty waren wie alle Haflinger sehr robust und auch sie waren beide kerngesund. Aber ich erwartete auch nichts anderes den Elisa und ihr Team kümmerten sich vorbildlich um ihr Pferde.

      Sonic Syndicate war ein wirklich schickes Pony. Niemand würde denken das er einmal fast gestorben wäre. Wir hatten ihn damals gerettet und mühsam aufgepäppelt. Mittlerweile war er ein stolzer Hengst geworden und hatte sich gut entwickelt. Er war kern gesund und voller Lebensenergie. Ich impfte den Hengst und entwurmte ihn, dann durfte er auf die Hengstweide.

      Nun war Dahiba an der Reihe. Sie war das was man eine echte Schönheit nannte und ich war mehr als begeistert von ihr. Manchmal vermisste ich sie ein wenig, aber bei Elisa hatte sie es gut, wurde geliebt und verwöhnt. Dahiba war gesund, so dass ich sie impfen und entwurmen konnte.

      Dann kamen noch Flame, Chronos, Da Vinci und zum Goldherz. Alle vier waren gesund und munter, so dass ich sie impfen konnte.

      Als wir fertig waren füllte ich noch sämtliche Impfbücher aus und überreichte sie Elisa. Ich wünschte ihr alles Gute und viel Erfolg mit ihrem neuen Hof dann verabschiedete ich mich von ihr.
    • Samarti
      Pflegebericht 25. Juli 2013 - Urlaubsvertretung
      (c) Ponyfreak

      „Grr, was für ein Wetter“, sagte ich und stieg aus meinem Auto, welches ich gerade auf dem Hof von Elisa Cranfield parkt hatte. Es regnete in Strömen und ein kalter Wind blies über den Hof. Ich zog demonstrativ die Kapuze meiner Regenjacke über den Kopf und marschierte schnurstracks in Richtung Pferdestall,wo ich mit einem lauten Gewieher empfangen wurde. Ich beschloss mich zuerst um Elisas Reitpferde zu kümmern,ehe mich den Zuchtpferden zu widmen. Gleich rechts vom Stalleingang sahen mir vier hübsche Scheckstute entgegen und ich lief näher zu ihnen. Anhand den Boxenschildern konnte ich erkennen, dass es sich um Smooth'n Angel, Santa Fee, Casey und Romantica handelte. Ich beschloss die drei frei in der Halle laufen zu lassen, da das Wetter zu nass war um sie auf die Weide zu stellen. So ging ich in Romanticas Box um diese aufzuhalftern. Anschließend halfterte ich Casey und Angel auf,welche mit angelegten Ohren neben mir herlief. Mit den vier Stuten am Strick lief ich nun in Richtung Halle. Dort angekommen, ließ ich sie laufen und Casey galoppierte sofort los, dicht gefolgt von Romantica und Santa Fee. Die Einzige, welche sich zuerst nicht in das Spiel einmischte,war Smooth'n Angel, welche sich lieber niederlegte und ausgiebig wälzte. Nachdem sie sich wieder aufrichtete,schüttelte sie sich und galoppierte bockend und mit zurückgelegten Ohren den anderen drei Stuten hinterher. Ein Glück, dass die Halle überdacht war! So beobachtete ich eine Weile das bunte Treiben zwischen den vier Stuten,ehe ich sie wieder zurück in ihre Boxen brachte. Nun waren die Hengste an der Reihe. Ich ging zu Delicius in die Box, um diesen aufzuhalftern, was kein Problem war.Anschließend führte ich ihn aus seiner Box und band ihn am Putzplatz an. Ich holte geschwind seinen Putzkasten und begann mit dem Putzprogramm. Zuerst bürstete ich den groben Dreck aus seinem Fell,ehe ich mit der Feinarbeit begann. Nach einer knappen halben Stunde Powerputzen glänzte und blinkte Delicious und ich brachte ihn wieder zurück in seine Box. Sein Boxennachbar Bel Homme erwartete mich schon sehnsüchtig. Als ich den Wallach aus seiner Box führte, um ihn für die Longestunde fertig zu machen, folgte er mir brav ohne zu zicken. Nachdem ich ihn ausgiebig geputzt hatte, legte ich ihm die Ausbinder an und verschnallte diese mit der Trense. Als ich nun fertig war, hakte ich die Longe ein und ging mit Bel Homme in die Reithalle. Ich stellte mich in die Mitte des oberen Zirkels und trieb den Wallach auf den äußersten Hufschlag. Dort angekommen,lief er brav im Schritt auf dem Zirkel. Nach einer Viertelstunde Aufwärmtraining,ließ ich ihn antraben und er folgte brav meinen Anweisungen. Nach einer halben Stunde wechselte ich die Hand und ließ Bel Homme angaloppieren. Dieser machte zu Beginn einen riesigen Satz und preschte buckelnd los. Da merkte man deutlich,dass das Fohlen in ihm durchkam. Nach ein paar Runden verlangsamte er sein Tempo und kaute zufrieden auf seinem Gebiss. Nun longierte ich ihn noch eine halbe Stunde,ehe ich die Longenstunde für beendet erklärte.Ich lobte ihn ausgiebig und brachte ihn zurück in seine Box nachdem ich ihn abgetrenst hatte. Nun wendete ich mich an Lucane, Allelujah und Rapsoul. Nachdem ich ausgiebig ihre Steckbriefe gelesen hatte, kam ich zu dem Entschluss, die drei ebenfalls frei in der Halle laufen zu lassen, da sie sich untereinander verstanden. So halfterte ich die drei auf und brachte sie in die Reithalle. Als ich sie losband, blieben sie zuerst fest angewurzelt stehen,ehe Lucane in einem wahrlich traumhaften Trab mit aufgestelltem Schweif an der Bande entlang zu traben. Daraufhin machte Allelujah einen Hopser nach vorne und wieherte laut hörbar durch die gesamte Halle. Rapsoul blickte daraufhin misstrauisch um sich,ehe er im gestreckten Galopp Lucane folgte, welche immer noch seine Runden auf dem äußersten Hufschlag drehte. Als nun Rapsoul dicht neben Lucane galoppierte, wurde es diesem zu bunt und schlug nach hinten aus. Da Rapsoul eine wahnsinnig gute Reaktion hatte, konnte dieser gerade noch ausweichen. Nun mischte sich Allelujah ein, welcher mit Hengsthals auf die beiden zugetrabt kam. Nochmals blieb er stehen und wieherte durch die Halle. Nun stieg er und ging auf Rapsoul los. Dieser tat es ihm gleich und die beiden Hengste mischten sich in ein Knäuel und man konnte böses Gewieher hören. Mir lief es in diesem Moment kalt den Rücken hinunter,da ich wirklich Angst um Elisas Pferde bekam. Mit einer Gerte bewaffnet kletterte ich über die Bande und ging zwischen die zwei Hengste. Als ich diese nun trennen konnte, nahm ich alle drei beim Halfter und führte diese wieder zurück in ihre Box. Nun ging ich zu Elisas Zuchtpferden. Sofort stach mir ein Schwarzbrauner Ponyhengst in das Auge, welcher laut wiehernd mir entgegensah. Ich schlüpfte in seine Box und halfterte den Hengst auf.Anschließend führte ich Herbstblatt auf den Putzplatz, wo ich ihn für eine Springstunde vorbereitete.Als alles saß,nahm ich die Zügel in die Hand und ging in Richtung Springplatz. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und die Sonne spickelte hinter den Wolken hervor. Als wir nun auf dem Springplatz angekommen warn,gurtete ich nochmal nach und schwang mich in den Sattel von Herbstblatt.Mit langen Zügeln ließ ich ihn erst einmal im Schritt gehen.Anschließend nahm ich die Zügel etwas auf und ließ ihn antraben um seine Muskulatur zu lockern und aufzuwärmen. Nach einer 15-minütigen Aufwärmphase ging es an die Arbeit.Wir überwanden Steilsprünge, Oxer,Wassergräben, Kombinationen und diverse andere Sprünge ohne Probleme.Nach einer intensiven Trainingsstunde,lobte ich Herbstblatt ausgiebig, da er seine Aufgabe sehr gut gemacht hatte und führte ihn wieder in seine Box und sattelte ihn ab. Nun ging ich zu seinem Boxennachbar Pamino, welchen ich mit einer kleinen Schmuse-und Streicheleinheit verwöhnte.Anschließend war Jargo, der verschmuste Haflinger an der Reihe.Ich nahm seinen Putzkoffer direkt mit in die Box.In einer knapp einstündigen Putzsession polierte ich ihn auf Hochglanz und flocht sein Langhaar ein.Nachdem ich damit fertig war, ging ich zu Mrs. Pretty, welche als sehr kompliziert galt. Als ich ihre Box betrat,sah sie mich misstrauisch an. Als ich ihr jedoch einen Apfel anbot nahm sie diesen ohne zu zögern und ich beschloss ein wenig Bekanntschaft mit ihr zu schließen. So näherte ich ihr mir immer mehr an und streichelte sie. Als sie mehr Mut gefasst hatte, schwang ich mich auf ihren Rücken und beobachtete, was sie machte. Sie sah interessiert um sich und ich tätschelte sie.Nach einer knappen Stunde verließ ich ihre nun ihre Box und ging mit ein paar Leckerlis bewaffnet zu Sonic Syndicates Box.Als ich die große Boxentüre öffnete, trat der Kohlfuchs in das hinterste Eck seiner Box zurück und kehrte seinen Hintern in meine Richtung. Ich redete beruhigend auf ihn ein,jedoch half dies nichts.So setze ich mich kurzerhand in die gegenüberliegende Ecke und redete munter weiter über alles mögliche. So verflog die Zeit und Sonic wendete sich interessiert zu mir. Eine Weilchen später kam er mit gespitzten Ohren auf mich zu und ich lobte ihn ausgiebig mit meiner Stimme.Dies sollte für den Anfang genügen und so verließ ich wieder seine Box.Als ich zu Dahiba in die Box trat,fand ich diese gelangweilt in einer Ecke stehen.Ich halfterte sie auf und führte sie in die Reithalle,wo ich sie Freispringen ließ. Dahiba war begeistert mit bei der Sache und hüpfte wie ein großer Gummiball über die Hindernisse. Als ich sie wieder zurück in ihre Box führte,schnaubte sie zufrieden und ich lobte sie nochmals ausgiebig. Nun widmete ich mich Flame, welche ausgiebig geputzt wurde, da sie aussah, wie ein kleines Wildschwein. Man sah ihr den letzten Weidegang im Schlamm und Matsch deutlich an und deshalb war heute eine Putzsession auf dem Programm. Nach einer geschlagenen Stunde war es vollbracht und man konnte nichts mehr von Wildschwein erkennen. Nun ging ich zu Chronos, einem schneeweißen Lusitanohengst mit beachtlichem Stockmaß.Als ich seine Boxentüre öffnete,kam mir der sanfte Riese entgegen und ich halfterte ihn auf um ihn auf den Putzplatz zu führen.Als ich ihn fertig für den Ausritt gemacht hatte, begann es wieder zu regnen.Ich gurtete noch einmal nach und schwang mich in den Sattel und nahm die Zügel auf.Nun konnte es losgehen! Im gemütlichen Schritt verließen wir den Hof und ritten in Richtung Wald.Dort angekommen,nahm ich die Zügel auf und setzte mich in den leichten Sitz. Chronos verstand sofort und preschte im vollen Galopp los. Mit enorm kraftvollen Galoppsprüngen rasten wir den Wald hinunter. Wir befanden uns auf einem Art Rundweg,welcher um den Hof ging. Mit der Zeit wurden Chronos' Galoppsprünge etwas gemächlicher und ich verlangsamte sein Tempo,so dass es im flotten Trab weiterging.Nach einer weiteren knappen halben Stunde kamen wir wieder an den Hofeingang. Dieser passierten wir im Schritt und ich lobte den Hengst, da er sehr artig auf unserem gemeinsamen Ausritt war.Als ich ihn abgesattelt hatte,brachte ich ihn in seine Box und verabschiedete mich von ihm.Sein Boxennachbar Da Vinci erwartete mich schon sehnsüchtig. Nachdem ich im rasanten Tempo den kleinen DRP-Hengst für die Dressurstunde fertig gemacht hatte,nahm ich die Zügel der Kandare in die Hand und lief in Richtung Reithalle.Dort angekommen,gurtete ich nochmals nach und stieg dann auf.Die 15-minütige Aufwärmphase verflog wie im Flug und ich machte mich daran mit Da Vinci,welcher sehr kooperationsbereit war, schwierige Lektionen aus der S-Dressur, wie etwa die Piaffe, Passage oder den fliegenden Galoppwechsel, zu üben. Dies klappte sehr gut und ich war begeistert von seinen federleichten und doch sehr kraftvollen Bewegungen.Nachdem ich die Dressurstunde beendet hatte und den Hengst versorgt hatte, war es bereits dunkel geworden. Nun war noch Goldherz an der Reihe, mit welcher ich einen kleinen Spaziergang unternehmen wollte. Ich halfterte sie auf und führte sie in Richtung der Weiden.Ab und zu legten wir während unserem kleinen Spaziergang eine Pause ein, in der die Scheckstute etwas grasen konnte. Nach einer Stunde brachte ich sie wieder zurück in ihre Box und verabschiedete mich von Elisas Pferden. Anschließend stieg ich in mein Auto und verließ den Hof.
    • Samarti
      Pflegebericht 05. November 2013 - Alte Bekannte

      „Damit wären wir fertig!“, triumphierte ich und hörte selbst den Stolz, der in meiner Stimme mitschwang heraus, als ich auf meinen Hof sah. Matthew, der neben mir stand, grinste mich erfreut an. „Ja. Hat auch lange genug gedauert … but we've done it!“ Ich lächelte leicht. Er hatte es sich angewöhnt, fast nur noch Englisch zu sprechen, da wir inzwischen in Kent, einem kleinen Küstenort im Südosten Englands, lebten.
      Ich wendete meinen Blick von der Reithalle, die heute Morgen fertig gestellt worden war, ab und begab mich auf den Weg zum Parkplatz, denn wir hatten gerade Besuch bekommen.
      Es war ein braunhaariger, junger Mann. Schon vom Weiten erkannte ich die Grübchen, die entstanden, wenn er grinste. Ohne es zu erkennen, wusste ich, dass seine Augen glänzten, als er mich erblickte.
      „Hey“, flüsterte er mir charmant ins Ohr, als ich bei ihm angekommen und ihm in die Arme gefallen war, „schön, dich zu sehen.“ Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd, so froh war ich, ihn wiederzusehen.
      „Hallo, Harry“, murmelte ich in seine Schulter, an der mein Gesicht verweilte, und hob dann wieder den Blick, nachdem ich ein letztes Mal seinen wohlriechenden Duft eingeatmet hatte.
      Er legte die Hände an meine Hüfte und drückte mich leicht weg, um mich zu mustern. Ich fühlte mich ein wenig unwohl, als sein Blick über meinen Körper schweifte, doch dann sah er mir wieder in die Augen, sodass ich sofort in dem Olivgrün seiner versank. „Gut siehst du aus.“
      „Danke, gleichfalls“, erwiderte ich und hielt mich kurz. Er sah wirklich gut aus, hatte er sich ziemlich verändert, seit ich ihn das letzte Mal gesehen hatte. Die dunkelbraunen Haare waren perfekt gestylt, kein Haar stand irgendwie zur Seite ab. Er war ebenfalls ziemlich gewachsen, er war nun um Einiges größer als ich.
      „Wie kommt's, dass du mich besuchst? Ich meine … wir haben uns bestimmt fünf Jahre nicht gesehen.“
      Das letzte Mal, dass ich Harry begegnet war, war ich gerade dreizehn Jahre alt geworden. Er war damals bereits fünfzehn und ich hatte ziemlich lange für ihn geschwärmt. Seine Schwester war damals meine beste Freundin gewesen und so waren wir uns irgendwann näher gekommen und hatten uns ziemlich gut angefreundet, bis er schließlich mein bester Freund war. Nachdem er allerdings mit seiner Familie weggezogen war, als er gerade sechzehn geworden war, hatten wir nur noch per Facebook Kontakt gehabt. Dieser verschwand aber auch immer weiter, bis wir schließlich gar nichts mehr mit dem Anderen zu tun gehabt hatten.
      „Ich habe deinen neuen Hof im Internet gefunden und da wir uns ziemlich lange nicht mehr gesehen haben … hatte ich mir gedacht, komme ich dich einfach mal besuchen.“ Er lächelte mich an und ich konnte nicht anders, als das Lächeln zu erwidern. „Das freut mich“, brachte ich hervor und winkte dann Matthew zu mir, um die Beiden miteinander bekannt zu machen. Matthew schlenderte lässig zu uns rüber, seine Augen blitzten skeptisch auf. „Hallo“, begrüßte er Harry kurz angebunden und hielt ihm anscheinend eher widerwillig als erfreut zur Begrüßung die Hand hin.
      Harry tat, als würde er dies nicht bemerken, schenkte Matthew sogar noch ein freundliches Lächeln und ergriff die Hand. „Hey.“
      Ich wagte einen kurzen Seitenblick zu Matthew, dessen Miene wie versteinert war. Er schien ein ziemliches Problem mit Harry zu haben, doch ich wusste nicht, wieso.
      Mat ging nach einiger Zeit wieder weg und verschwand im Haupthaus, während ich Harry die Ställe zeigte.
      Als wir im Hengststall waren und Harry sich gerade Pamino anschaute, der frech über seine Boxentür blickte, erklang ein kehliges Wiehern aus dem Nebengebäude. Harry blickte auf und ging, ohne irgendetwas zu sagen, in den Stuten- und Wallachstall, wo er auf Casey traf. Die Ponystute hatte es wieder geschafft, ihre Boxentür zu öffnen und stand vor der Box von Goldherz. Dem Anschein nach zu urteilen versuchte sie, Goldherz' Boxentür ebenfalls zu öffnen, doch dies gelang ihr nicht. Ich lächelte leicht, dann brachte ich Casey wieder in ihre Box. Das Pony versuchte, zu protestieren und stemmte zuerst die Vorderbeine in den Boden, doch nach einigen Versuchen gelang es mir, sie wieder in ihre Box zu verfrachten. Dann öffnete ich sowohl das Tor zum Paddock als auch das Verbindungstor zwischen Paddock und Weide. Das Gleiche tat ich auch bei Dahiba, Flame und Dajeen, sodass alle vier Stuten nun auf die Weide gehen konnten. Dajeen wich ihrer Mutter nicht von der Seite, und ich beobachtete lächelnd das Geschehen, ehe ich aus meinen Gedanken gerissen wurde.
      Goldherz scharrte ungeduldig in den Sägespänen herum. Ich ging zu ihr und streichelte sanft über ihre Stirn, woraufhin sie sich an mich schmiegte. Ich liebte diese Stute; und ich wusste, dass diese Liebe bedingungslos war. Sie würde für mich ins Feuer gehen, und ich würde für sie ins Feuer gehen. Leise brummelte Goldherz und schnaubte kurz darauf, bevor sie mich spielerisch anstupste. Lachend trat ich einen Schritt zurück und öffnete die Boxentür, nur, um sie hinter mir wieder zu schließen und auch Goldherz den Zugang zur Weide ermöglichte. Gemächlich schritt die Stute an mir vorbei und beobachtete mich dabei, bevor sie losgaloppierte und mit einer Vollbremsung bei den anderen zum Stehen kam. Kurz darauf hatte sie schon den Kopf gesenkt und fraß genüsslich das letzte Gras, das der Sommer dagelassen hatte. Bald würde der Winter anbrechen und das hieß auch hier, dass es kalt werden würde und die Pferde die Nacht vorerst in ihren Boxen verbringen mussten.
      Auch Santa Fee machte sich nun bemerkbar und als ich auf sie zuging, trat sie energisch gegen die Boxentür. „Pscht!“, zischte ich ermahnend, weshalb das Pony sofort aufhörte. Auch sie hatte ich ziemlich lieb gewonnen. Ursprünglich war sie ein Import aus Amerika, wo eine Farm aufgelöst wurde, doch sie hatte es mir sofort angetan. Weshalb, wusste ich nicht – aber irgendwie hatte sie das gewisse Etwas.
      Kurz darauf begab auch sie sich auf den Weg zu den anderen Stuten auf die Koppel. Auch Romantica gesellte sich kurz darauf zu ihnen.
      Als ich gerade das Stallgebäude verlassen und das Nächste betreten wollte, schlangen sich von hinten zwei kräftige Arme um meine Taille. Heißer Atem kitzelte mir im Nacken und ich begann, zu kichern. „Harry, lass das!“, murrte ich und versuchte, mich aus seinem Griff zu befreien. Wie nicht anders zu erwarten war, schlug der Versuch fehl. Irgendwann ließ der Lockenkopf mich dann doch los und ich durfte in den Hengststall gehen, während er mich wie ein kleiner Hund verfolgte. Schnell waren auch Pamino, Sonic Syndicate, Herbstblatt und Rapsoul auf der Weide verschwunden. Seufzend sah ich Rapsoul hinterher. Er war erst vor einiger Zeit gekört worden, und ich war mächtig stolz auf ihn, doch noch hatte er keine Nachkommen. Ich hoffte, das in naher Zukunft ändern zu können. Auch Da Vinci verließ schnell seine Box und betrat die Weide. Chronos tänzelte schon ungeduldig in seinem Paddock herum, während die anderen Hengste auf die Weide stürmten, deshalb verließ auch er schnell seinen Paddock, als ich das Tor zur Weide öffnete. Zufrieden betrachtete ich die Pferde und Ponys, wie sie friedlich auf der Weide grasten, bevor ich mich Harry zuwandte, der mich grinsend ansah. „Was ist?“, fragte ich verwirrt und sah an mir herunter, konnte jedoch nichts feststellen. „Nichts“, winkte er ab und ich gab mich widerwillig zufrieden. Wenn er meinte. Schweigend gingen wir nebeneinander ins Haus, wo wir uns ins Wohnzimmer setzten und den Fernseher einschalteten. Es lief mal wieder nichts vernünftiges, abgesehen von irgendwelchen dämlichen Soaps, die mich immer wieder an „Mitten im Leben“ oder „Familien im Brennpunkt“ erinnerten, doch sowas wollte und musste ich mir nicht antun.
      Irgendwann bemerkte ich, dass Harry mir immer näher rückte und mich schließlich an sich zog. Müde kuschelte ich mich an ihn und schloss die Augen, bevor ich sie wieder öffnete, um zu sehen, wer die Tür so zugeknallt hatte. Matthew hatte gerade das Haus betreten und sah Harry mit einem finsteren Blick an, weshalb ich nur verwirrt die Augenbrauen hochzog und ihn fragend ansah. Bevor er mich angesehen hatte, war er allerdings schon in sein Zimmer verschwunden.
      „Ich muss da mal hinterher“, murmelte ich leise und löste mich aus Harrys festem Griff, was mir erst nach einigen Versuchen gelang. Unsicher machte ich mich auf den Weg zu Matthews Zimmer. Vorsichtig klopfte ich an die Tür und vernahm nur ein schwaches „Herein“, weshalb ich die Türklinke langsam herunter drückte und die Tür öffnete.
      „Was ist los?“, fragte ich, während ich noch auf Matthew zuging, der auf seinem Schreibtischstuhl saß und den Kopf in die Hände gestützt hatte. Müde blickte er auf und seine Augen waren ungewöhnlich matt.
      „Was ist los?“, wiederholte ich mich, diesmal etwas lauter. Er schüttelte nur leicht den Kopf und stand im nächsten Moment auf. Kurz darauf stand er schon hinter mir und flüsterte mir leise eine Frage ins Ohr, die mich erschaudern ließ.
      „Liebst du ihn?“
    • Samarti
      Pflegebericht 24. Dezember 2013 - Weihnachten auf dem Gestüt

      „Unser erstes gemeinsames Weihnachten“, murmelte ich leise und betrachtete den riesigen, noch ungeschmückten Weihnachtsbaum, der den Weg in unser Haus gefunden hatte. Matthew und Harry brummelten mir zustimmend irgendetwas zu, während sie am großen Tisch saßen und Armdrücken spielten. Sie wollten unbedingt wissen, wer von den Beiden der Stärkere war. Seufzend drehte ich mich wieder von ihnen weg und befestigte eine weitere Christbaumkugel an einem der Zweige. Im Hintergrund lief leise Weihnachtsmusik und die letzten Töne von „Let It Snow“ erklangen gerade, als das nächste Lied angespielt wurde.
      „Mach das aus!“, schrie ich nahezu und fuchtelte wild mit den Armen in der Luft herum, was dazu führte, dass mein Gleichgewichtssinn sich verabschiedete. Ich konnte mich gerade noch so auf der Leiter halten, ohne umzukippen und stieg schließlich die Stufen herunter, um mich auf den Weg zum Radio zu machen.
      „Schalt es ab“, wiederholte ich knurrend und suchte den Lautstärkeregler des Radios.
      „Was hast du denn gegen Last Christmas?“ Matthew sah mich verwundert an, seine Augenbrauen schossen fragend in die Höhe.
      „Ich hasse es einfach. Es ist nervig.“
      „Ich finde es schön“, protestierte Lucy und ich warf ihr einen tödlichen Blick zu, um sie zum Verstummen zu bringen. Im nächsten Moment musste sie laut lachen. Nein, meine Blicke konnten leider nicht töten.
      „Macht es einfach aus“, stimmte Joline mir zu, „ich finde es auch scheußlich. Jedes Jahr dasselbe, dämliche Lied. Ich kann es nicht mehr hören.“
      Ich sah sie lächelnd an, dankte ihr dafür und beobachtete Harry, der auf einen anderen Sender umschaltete. Als er sich zu mir umdrehte, zierte ein belustigtes Grinsen sein Gesicht.
      „Da haben sich die Radiosender wohl gegen dich verschworen.“
      Ich stöhnte genervt auf und ließ mich auf einen der Stühle fallen, die im großen Wohnzimmer verteilt standen. Mein Gesicht vergrub ich demotiviert in meinen Handflächen und ein lauter Seufzer verließ meinen Mund. Es konnte doch nicht wahr sein, dass auf jedem gottverdammten Sender dieses nervtötende Lied gespielt wurde! Ein wunderbarer Weihnachtstag, ein wunderbarer Heiligabend wegen diesem wunderbaren Lied. Man bemerke bitte die Ironie in dieser tatkräftigen Aussage.

      „Beverly und Dajeen sind bereits in ihren Boxen. Was ist mit Goldherz und Casey?“ Harry lief unruhig auf und ab, verwirbelte dabei einige Strohhalme in der Stallgasse, die soeben gefegt worden war. „Goldherz steht in ihrer Box. Casey muss noch hereingeholt werden, Romantica auch. Machst du das bitte eben?“, bat ich ihn und händigte ihm die zwei Halfter aus, die für die beiden Reitponystuten bestimmt waren. Er nickte und verschwand nach draußen. Es würde laut Wetterberichten eine kalte Weihnachtsnacht werden, weshalb die Pferde und Ponys die Nacht in den Ställen verbringen würden. Der Regen dürfte in Folkestone auch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Dieses Jahr gab es wohl keine weiße Weihnacht. Danke, Erderwärmung.
      Nur kurze Zeit später erschien Harry mit den beiden Scheckstuten im Stalltrakt und führte sie in ihre warmen, frisch eingestreuten Boxen. Ich seufzte bei dem Gedanken daran, dass wir wahrscheinlich bald wieder umziehen würden. Eigentlich wollte ich dies nicht, doch ich hatte eine kleine Ranch in Aussicht, ganz in der Nähe von diesem Gestüt. Sie war gemütlich und wurde nur verkauft, weil die ehemaligen Besitzer verstorben und keinerlei Erbanwärter vorhanden waren, weshalb sie schließlich zwangsversteigert werden musste. Ich hatte mich sofort in diese Ranch verliebt, aber … es war schwierig, vom Gestüt The Mountain Yard loszukommen. Schließlich wohnten wir hier erst seit einem halben Jahr, doch ich bemerkte, dass die Anlage einfach zu groß für uns war. Wir hielten nur siebzehn Pferde, und für diese reichte die kleine Ranch in Dover in der Nähe der Kreidefelsen vollkommen aus. Dann würde ich das Gestüt hier wohl oder übel verkaufen müssen.
      Ein wenig Hufgetrappel ertönte, als ich mich umdrehte und nach draußen sah. Dort standen Flame und Dahiba, fertig geputzt und gesattelt. Sie warteten nur noch darauf, ihre Trensen übergezogen zu bekommen, dann würden wir in einen kurzen Ausritt starten. Sie brauchten ihre Bewegung.
      Mein Reithelm saß fest auf meinem Kopf, als ich auf Dahiba aufstieg und Joline neben mir das Gleiche bei Flame tat. Es war kühl und ich fror ein wenig, hatte ich doch nur einen Sweater angezogen, aber das musste nun sein. Augen zu und durch!

      Nach nicht sehr viel Zeit trafen wir wieder auf dem Hof ein. Die Dämmerung brach schon an, als die beiden Stuten in ihren Boxen standen und es schien, als würde sich bald die Nachtdecke über Folkestone niederlassen. Der Himmel war in eine bunte Mischung aus verschiedensten Farben getaucht worden, und kurz gesagt: Es war wunderschön.
      „Rapsoul, Pamino und Sonic Syndicate sind in den Boxen. Holt bitte noch Herbstblatt, Chronos und Da Vinci rein!“, wies Charles Neill und Mason an, die sofort auf seine Anweisung hörten und auf der Weide verschwanden, um besagte Hengste in die Boxen zu bringen.
      „Hat sich Dusk Till Dawn gut eingelebt?“, wandte sich der Ausbilder und oberste Stallmeister nun an mich und ich nickte nur leicht. „Ja. Trotz der Tatsache, dass er erst seit einem Tag hier ist, macht er sich wahnsinnig gut.“
      „Das ist schön zu hören. Monsta muss noch in die Box!“, rief er Harry zu und klatschte in die Hände, um alle auf sich aufmerksam zu machen. „Elisa, hol du Nacromancer in the Dark in den Stall. In Ordnung?“ Ich nickte erneut. Obwohl er für mich arbeitete, war er so etwas wie ein Vater für mich und half mir oft dabei, alles geordnet zu halten.
      Meine Beine trugen mich eilig auf die Hengstweide und mit einem kurzen 'Klick' sprang der Karabinerhaken ein, sodass Nacros Halfter nun fest auf seinem Kopf saß. Es war eigentlich unnötig, denn der Hengst folgte mir auch so. Dennoch ging es so schneller.
      Es war bald schon in seiner Box und die Pferde waren alle versorgt worden – inklusive einer kleinen Weihnachtsüberraschung, die sie in ihren Trögen fanden.

      „Sie erinnert mich an ein kleines My Little Pony“, lächelte ich Matthew zu und deutete auf das Bild einer Criollo-Tinker-Mix Stute, die momentan zum Verkauf stand. Ich hatte sofort ein Auge auf sie geworfen und mich um sie beworben, doch ich war nicht die Einzige, die sie haben wollte. Dennoch hoffte ich auf das Beste.
      „Lass uns zu den Anderen“, murmelte Matthew und strich mir sanft über den Rücken. Ein kleiner Schauer lief mir über diesen und ich musste augenblicklich noch breiter lächeln.
      „Gerne“, erwiderte ich, stand auf und zögerte dann., bevor ich wirklich zu den Anderen ging und ihn hinter mir herzog. Und so verbrachten wir einen ganzen Abend mit leckerem Weihnachtsessen, einer wunderschönen Bescherung und einem ebenso wunderbaren Heiligabend. Trotz der Tatsache, dass wir in England waren, behielten wir noch deutsche Traditionen bei uns – mal sehen, wie lange die noch anhalten würden.
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  • Album:
    3 - Pferde im Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Samarti
    Datum:
    22 Jan. 2012
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  • [​IMG]
    Da Vinci
    von: Da Capo
    Don Cruàzon - Lanchià
    aus der: Mia III Ecqutor x Mia II
    Abstammung
    Da Vinci ist ein Tophengst und geht aus hervorragenden DRP-Zuchtlinien hervor. Entweder wird er große Erfolge auf Turnieren mit nach Hause bringen oder er wird, genauso wie seine Eltern, ein qualitativer Zuchthengst, aus dem viele erfolgreiche Nachkommen gezogen werden können.
    [​IMG]
    Grundinformationen
    Geburtsjahr: 2002
    Alter: 12 Jahre Geschlecht: Hengst Rasse: Deutsches Reitpony Stockmaß: 142 cm Deckhaar: Brauner Abzeichen: unterbrochene Blesse
    Besitzer: Samarti
    Vorbesitzer: Carisi
    Ersteller/Züchter: flairi
    Um-/Großgemalt von: --
    VKR: flairi
    Pfleger: --
    Reitbeteiligung: --
    Kaufpreis: --
    verkäuflich []
    Verkaufspreis: n. v.
    [​IMG] Beschreibung Der Hengst ist äußerst lernwillig und intelligent, was sich positiv auf seine Qualifikationen im Turniersport auswirken würde. Da er sehr gerne im Rampenlicht steht, wird er höchstwahrscheinlich eines Tages ein guter Turnierhengst werden. Durch seine Intelligenz ist es nicht leicht, ihn zu irgendetwas zu überreden, von dem er weiß, dass er etwas mag. Zudem ist er sehr flink und anspruchsvoll, sprengt aber nie den Rahmen und weiß, wie er sich zu verhalten hat. Seine Liebeswürdigkeit kommt auch bei Kindern gut an, mit denen er sich meist versteht. Dennoch ist er kein Anfängerpferd.
    Vorgeschichte
    Über die Vorgeschichte des Hengstes ist leider nichts bekannt.
    [​IMG] Ausbildungsstand
    eingeritten []
    eingefahren []
    Reitstil: Englisch
    für Anfänger geeignet []
    geländesicher []
    verladefromm []
    schmiedefromm []
    longiert []
    Schwerpunkt-Disziplin(en): Dressur
    Eignungen
    [​IMG][​IMG] Zucht – Show
    Auf Da Vincis Ausbildung wurde nie sonderlich viel wert gelegt - viel wichtiger war es, ihn auf seine Zukunft als Deckhengst vorzubereiten, und genau deshalb ist er nur einmal auf einem Turnier gestartet - erfolglos.
    Dem Pony fehlt die nötige Motivation, etwas erreichen zu wollen
    Dressur: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Springen: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Military: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Distanz: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆ Rennen: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆ Western: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆ Fahren: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆ Wendigkeit: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆ Roter Stern: Aufstieg durch Turniererfolg // Blauer Stern: Aufstieg durch Training
    Schnelligkeit ★★
    Kondition ★★★
    Ausdauer ★★
    Gelassenheit ★★☆☆
    Gehorsam ★★
    [​IMG]
    Zuchtdaten zur Zucht zugelassen []
    steht als Deckhengst zur Verfügung []
    Erreichte Punktzahl: --
    Erbkrankheiten: keine
    Eingetragene Zucht: -- Gencode: Ee A[sup]t[/sup]A
    Vererbung
    Da Vinci trägt Extension heterozygot und Agouti homozygot dominant. Somit wird er kein Rappfohlen bringen.
    Die Modifikation A[sup]t[/sup] des Agouti trägt er heterozygot – er kann demnach auch hellbraune Fohlen bringen.
    Gentest durchgeführt von: Tierarztpraxis zum Gestüt Federsee
    Carenté-Pferd []
    Decktaxe: 800 Joellen
    Nachkommen Macho Boy (a. d. Lady)
    LMR Soundcloud (a. d. Goldherz)
    [​IMG] Körperliche Gesundheit
    gechippt []
    Letzte Impfung: 02.01.2014 Letzte Wurmkur: 02.01.2014
    Krankheiten: keine Beschwerden: keine Hufzustand
    beschlagen []
    Letzte Kontrolle: 11.05.2013 Letzter Beschlag: -- Beschlag: -- Beschwerden: keine
    [​IMG]
    Offizieller Hintergrund | PNG | Puzzle PNG