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Pepe

Cylon Blue // Trakehner

Letzte Pflege: 31.05.15 | Letzter Tierarztbesuch: 13.09.15 | Letzter Hufschmiedbesuch: 18.05.15

Cylon Blue // Trakehner
Pepe, 12 Apr. 2015
    • Eddi
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      Es war noch gar nicht so lange her, als ich das letzte Mal bei Lea auf dem Gestüt gewesen war, um zwei ihrer Pferde zu untersuchen. Seitdem hatte sich jedoch wieder allerhand getan und das Gestüt beherbergte seit neustem einen neuen Vierbeiner und genau um diesen Neuankömmling sollte ich mich heute kümmern. Er hieß Cyclon Blue und war ein reinrassiger Trakehner. Wie immer kam ich natürlich überpünktlich auf dem Gestüt an (ha, von wegen!) und wurde trotz meiner Verspätung herzlich von Lea empfangen.
      Wir redeten gar nicht lange um den heißen Brei, sondern betraten direkt den Stall, wo auch schon Cyclon Blue auf uns wartete. Er war ein richtig schicker Fuchs mit einer auffälligen Zeichnung am Bauch, was ihn auf jeden Fall zu einem Hingucker machte. Cyclon Blue war an sich wirklich liebenswert, aber momentan noch ein wenig unsicher und nervös. Dementsprechend war er auch nicht so sehr von mir als fremde Person begeistert.
      Umso beruhigender war es für ihn, als Lea ihn aus der Box holte und mir erst einmal im Schritt und Trab die Stallgasse entlang führte. Cyclon Blue schnaubte aufgeregt und hob angenehm schwungvoll seine Beine. Er schien anscheinend auf keinen Fall irgendwelche Probleme zu haben. Lea blieb schnaufend stehen und lobte ihn kurz, ehe sie ihn am Putzplatz anband.
      Dort warf ich erst einmal einen Blick auf Augen und Nüstern, doch Cyclon Blue atmete weder schwer, noch besaß er irgendeinen Ausfluss. So kam ich als nächstes direkt zu seinen Zähnen. Für den Hengst stand heute eine Zahnkontrolle an und ich hoffte inständig, dass er alles ohne Beruhigungsmittel über sich ergehen lassen würde. Aber anscheinend hatte ich Glück. Cyclon Blue nahm willig die Maulsperre auf und ich konnte mir sein Gebiss genauer anschauen.
      Die Kauflächen waren gleichmäßig abgenutzt, die Hengstzähne standen gerade und auch sonst konnte ich keine Problemchen entdecken und so war Cyclon Blue schon bald wieder von der Maulsperre befreit. Als nächstes hörte ich ihn ab. Erst Herz und Lunge, danach noch die Darmgegend. Dann tastete ich mich, angefangen beim Genick, seine Wirbelsäule und dann auch noch die Beine entlang, doch Cyclon Blue schien keinerlei Verspannungen zu besitzen.
      Zu guter Letzt kontrollierte ich noch die Temperatur und da auch diese im Idealbereich lag, konnte ich Cyclon Blue guten Gewissens impfen. Die vier Spritzen hielt er tapfer aus. Dann gab es als kleine Verschnaufpause die Wurmkur, ehe ich noch den Chip unter die Haut brachte und dann hatte es der Trakehner auch schon geschafft. Ich lobte ihn ausgiebig und Lea brachte ihn wieder in die Box. Ich füllte noch den Impfpass aus und verabschiedete mich dann.
    • Vhioti
      Cyclon Blue, A-Dressur


      Nachdem ich meine Magenverstimmung kuriert hatte, kam auch schon Lea. Die junge Frau war eine gern gesehene Kundin bei mir. Der Hannoveraner, der nun ausgeladen und von mir begutachtet wurde, schnupperte interessiert mit hochgehobenem Kopf. Da dies heute nur eine Tageslektion war, ging Lea schon einmal vorraus zum Platz. Die Sonne schien wieder einmal mit Kraft, und deswegen wollten wir draußen trainieren. Der Hengst, der immer noch in seinem Transportoutfit steckte, wurde kurz vorbereitet, wobei er beim Hufeheben noch seine Probleme hatte. Auch, als ich die Dressurgamaschen anlegte zuckten seine Fesseln ein wenig. Ich schob es auf die Nervösität des Hengstes, da er mich nicht kannte oder ihm die Umgebung ungewohnt war. Nichtsdestotrotz war er sodann gesattelt und getrenst, und mit Elan saß ich auf und ritt mit ihm auf den Platz. Lea saß, beschäftigt mit ihrem Handy, auf einer Holzbank nicht unweit vom Platz und schaute kurz hoch, als ich auf dem Platz stehen blieb und die Steigbügel sowie den Gurt einstellte.


      Obwohl der Hengst seine Umgebung begutachtete, war das Warmreiten recht unkompliziert. Die Anlehnungen der E-Dressur setzte er gut um und auch die Gangwechsel, die abverlangt werden sollten, gingen butterweich ab. Es ging weiter mit Trab-Galoppübergängen, die besonders in den Ecken stattfanden, damit er im Galopp nicht sofort losjagte. Weiter ging es mit dem tatsächlichen Training. Als wir im Trab bei A ankamen, wechselten wir auf den Zirkel. Das Spielchen war ihm wohlbekannt und er legte sich schön in die Wendung hinein. Nach zwei weiteren Runden erfolgte ein Bahnwechsel und eine einfache Schlangenlinie. Cyclon wirkte konzentriert, führte den Bogen aber nicht gut genug aus. Es lag wohl daran, dass ich die Angaben nicht genau genug gegeben hatten. Daher übten wir weiter daran an den nächsten zwei Seiten.


      Danach gab es eine Schrittpause. Ich gab die Zügel ein wenig ab, damit der Hengst den Kopf strecken konnte. Ungeduldig scharrte er dann mit den Hufen und hinterließ eine kleine Überraschung. Lea hastete sofort auf den Platz und beseitigte den Haufen. Dann blieb sie neben ihrem Hengst stehen und klopfte seinen Hals. "Er schwitzt.", erklärte sie. "Ich weiß. Ich werde ihn noch ein wenig im Trab ein paar Bahnfiguren gehen lassen.", bot ich an. Lea schaute ihrem Hengst in die Augen. "Warum nicht?", antwortete sie lächelnd und zuckte mit den Schultern. Sobald Lea vom Platz runter war, trieb ich den Hengst sanft an. Mittlerweile schien er schon lockerer zu sein beziehungsweise schien er auf seine Fähigkeiten zu vertrauen. Seine Ohren zuckten gelegentlich wegen der Fliegen, die herumflogen, ansonsten führte er im Schritt die Figuren sorgfältig aus. Bei B saß ich aus und gab ihm die Trabhilfen. Auf der anderen Seite, bei E, stellte ich mich auf Zirkelwendungen und einen Bahnwechsel ein, doch ich hatte nicht mit dem nervösen Hengst gerechnet. Genau jetzt flog ein Kleinvogel – ein Sperling wahrscheinlich – haarscharf am Kopf des Hannoveraners vorbei und Cyclon setzte sofort im Galopp die halbe Bahn unter Staub. Damit hatte ich allerdings nicht gerechnet und verlor kurz die Haltung, bevor ich dies wieder korrigierte und ihn nach einer halben Bahn auf dem Platz anhalten konnte. "Alles in Ordnung?", rief Lea besorgt. Ich nickte nur und streichelte den Hals des Hengstes zur Beruhigung. "Ich glaube, das reicht für heute. Ich putze ihn noch für die Fahrt und dann könnt ihr nach Hause.", gab ich an und saß ab.


      Der Hengst war wirklich verschwitzt. Und die Tatsache, dass der Staub des Platzes an seinem Körper förmlich klebte ließ mich länger putzen als eigentlich erwartet. Aber ich wollte es auch für Lea und den Hengst nicht unnötig schwer machen, die Fahrt nach Hause war sehr lang und erschwerlich. Zum Abschluss bekam der Gute noch einen Apfel und eine Möhre zugesteckt, und kurz darauf stand ich winkend an der Einfahrt und ging dann weiter, um mit dem nächsten Pferd zu arbeiten.


      Cyclon Blue hat erfolgreich am A-Dressurtraining der UHAP Ocean Wave Trainerin Catalina teilgenommen.
    • Pepe

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      „Guten Morgen“, gähnte ich als ich Ben im Stall antraf. „So früh schon fleißig?“, fragte ich ihn, da er Cylon Blue bereits geputzt hatte und an seinen Hufen werkelte. Ben nickte und verwies stumm auf einen Brief im Putzkasten. Ich hob ihn auf und durchlas ihn, perfekt, der Hengst hatte noch einen Platz in der aktuellen Hengstkörung bekommen!
      „Gute Idee, ihm die Hufe noch hübsch zu machen, kann ich dir helfen?“, nickte ich Ben zu und klopfte Blue. Ben bejahte und ich warf ihm das Hufmesser zu. Die Hufe des Trakehners waren wie immer in einem top Zustand, Ben schnitt etwas vom alten Horn ab und feilte die Hufe nach.
      „Was hälst du von Aluminiumeisen? Besonders jetzt auch wo wir wieder öfter rauskönnen…“
      Ich wartete nicht auf Bens Antwort sondern machte mich auf den Weg zu unserem Wagen, um Eisen für den Fuchs zu besorgen. Auf dem Rückweg raschelte ich mit der Nageldose und Ben schaute auf.
      „Ich halte dir die Hufe“, entgegnete er mir, die Barfußpflege hatte er bereits abgeschlossen. Mit gekonnten Schlägen befestigte ich mit einigen Nägeln die Eisen am Huf, Blue stand gelassen und dösend vor seiner Box.
      „Super, mein Großer!“, rief ich ihm zu, als wir fertig waren und Ben brachte ihn mit einer Möhre zurück auf die Weide.

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    • Pepe
      Pflege - 31.05.15

      "Guten Morgen, Blue!", rief ich in den Stall und brachte den neuen Sack Möhren in die Futterecke. Mit einem Messer ritzte ich den Sack auf, Blue brummelte mir schon entgegen. "Bitteschön, mein Hübscher", flüsterte ich ihm zu und steckte ihm die Möhre ins Maul. Laut knackend zerbiss der Hengst das Gemüse und schnupperte an meiner Jacke. Rasch hatte ich ihm das Halfter übergezogen und brachte ihn hinaus auf den Hof. Mit einer Bürste säuberte ich sein kurzes Fell und sattelte Cylon Blue. Nach dem Nachgurten schwang ich mich auf seinen Rücken und gemeinsam verließen wir den Hof.
      Im Trab und gestrecktem Galopp ging es quer durch den Wald, vorbei am Bach und der Blumenwiese. Blue schnaubte mehrmals ab und entspannte sich am langen Zügel im Schritt. Sein Einzug war die beste Entscheidung meines Lebens, auf seinem Rücken konnte ich sämtliche Sorgen und Probleme vergessen. Ich lehnte mich nach vorne auf seinen Hals und folgte mit meinem Körper seinen Bewegungen. Der Trakehner lief sicher und ruhig durch das Gelände und fand den Heimweg auch alleine.
      Zurück auf dem Hof sattelte ich ihn ab und bürstete ihm mit etwas Wasser den Schweiß ab. Danach verabschiedete ich ihn auf die Koppel und mistete seine Box.​
    • Pepe
      Rund-um-Pflege
      13.07.2015

      Mit der Umbenennung unseres Teilstückes des Hofes war auch wieder ein neuer Pflegetag nötig. Wärend Ben sich um den Stall, das Futter und die Stallarbeit kümmerte, erledigte ich die Pferde.
      Ich begann mit Annakiya, unserer Jährlingsstute. Wir hatten viel gearbeitet, Halfter und Hufe geben ging mittlerweile problemlos. Heute schnappte ich mir ihr neues Halfter und holte sie vom Paddock. Die kleine Stute war sehr pingelig und oftmals nur etwas staubig. Schnell war sie geutzt, die Hufe hatte sie heute morgen neu gefeilt bekommen. Neugierig schnupperte Anna an mir herum, wie immer erwartete sie ein Leckerchen. „Jetzt noch nicht, meine Süße!“, grinste ich und löste den Strick. Ich wollte heute etwas mit ihr spazieren gehen, manchmal war sie noch etwas ungestüm und ließ sich schwer bremsen. Mit spielenden Ohren verließen wir den Hof. Nach etwa einer Viertelstunde kamen wir beide entspannt am langen Strick zurück. Annakiya hatte erstmals nicht gezickt oder sonst irgendwelche Gespenster gehen. Ich war stolz auf die und brachte sie zu den anderen,die Ben gerade reinstellte, in den Stall.
      „Lässt du mir die Jungs grade noch draußen?“, bat ich Ben und schnappte mir einige Stricke. Kvest Halsnaes, Oaklands Cloudbreaker, Osita, Fajir El Assuad, Blettur und Soul Dance durften sich gemeinsam in der Halle austobene; die kleine Herde genoss diese Stunde einmal in der Woche sehr. Rangeleien gab es bisher noch keine, ausgelassen tobte und spielten sie immer miteinander.
      In der Zwischenzeit sattelte ich mir Cylon Blue und brachte den Hengst auf den Reitplatz, lange hatten wir nichts mehr getan. Ich stieg auf, gurtete nach und ritt los. Der Hengst war sehr sensibel, er ließ sich auch bisher nur von mir reiten. Etwas Druck im Zügel und der Trakehner kaute zufrieden auf seinem Gebiss.
      „Brauchst du Hilfe?“ ertönte es plötzlich am Zaun. Es war Ben, der zur untergehenden Sonne zeigte. Mist. Ich hatte ganz vergessen wie spät es schon war. „Kannst du Joy longieren? Nur bisschen in den Gangarten, das reicht schon…“, rief ich ihm zu.
      Zehn Minuten später kam Ben mit Hope of Joy auf den Reitplatz. Ich befand mich mit Blue bereits im lockeren Trab und versammelte ihn leicht. Ben schickte die Stute auf einen etwas kleineren Zirkel und begann mit ihr zu arbeiten. Während ich mit Cylon Blue zu Trab-Galopp-Übergängen anfing, gab ich Ben immer wieder mal ein paar Tipps. Die Stute lief nach kurzer Zeit sehr locker, Ben kam mit ihr auch mehr als gut zurecht, so unkompliziert wie sie war. Ich ließ Blue im Schritt am langen Zügel etwas entspannen, und ließ Ben mit Joy an der Longe galoppieren. Die Stute hatte etwas viel Energie, etwas musste ich meinen Hengst bremsen. „Okay, das ist gut so. Bringst du sie zurück und sammelst die anderen aus der Halle zusammen? Ich schwing mich noch kurz auf Yorick.“ Geschwind war Cylon Blue abgesattelt und versorgt.
      Yorick Halsnaes war erst seit wenigen Tagen aus dem Training zurück. Von der ersten Minute an hatte ich eine besondere Beziehung zu dem Junghengst. Er brummelte mir bereits entgegen und nahm das Gebiss sanft an. Ich führte das Fjord auf die Stallgasse, putzte mit einer Kardätsche kurz über und lief mit ihm zur Halle. Dort machte ich etwas lockere v/a-Arbeit, die letzten Tage hatte er sich wegen Muskelkaters kaum selbst bewegt, so wollte ich ihm etwas Lockerung verschaffen. Yorick schnaubte nach zehn Minuten im Trab locker ab und streckte sich. Ich klopfte ihn glücklich und drehte noch einige Schrittrunden durch die Halle. Zurück im Stall versorgte ich ihn und brachte ihn in seine Box für die Nacht.
      Ben hatte die Abendfütterug bereits vorbereitet und zu zweit war die letzte Arbeit des Tages schnell erledigt.​
    • Veija
      5. August 2015, by Veija
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      Osita Trail LK 3 auf LK 2, Cylon Blue Pleasure LK 4 auf LK 3

      Heute war ich auf dem Weg zu Pepe und ihrer Deutschen Reitponystute Osita, die ich in Trail trainieren sollte. Ebenso mit von der Patie war Cylon Blue, ein Trakehnerhengst, dem ich die Pleasure ein wenig näher bringen sollte. Zur Unterstützung hatte ich Aliena, meine Auszubildende, mitgebracht, damit sie mir ein wenig unter die Arme greifen konnte.
      Bei Pepe angekommen begrüßte wir sie kurz, ehe wir zu den Pferden gingen. Zu erst gingen wir zu Osita, halfterten sie auf, nahmen sie aus der Box und führten sie zum Putzplatz, wo mir mit dem Putzen anfingen. Osita war eine wirklich hübsche kleine Stute, die einen, wie wir in der Westernsprache immer sagten "will to please", also "den Willen zu gefallen" hat. Sie war ruhig, gelassen und ließ sich alles gefallen. "Das müsste sie mal an ein paar unserer Westernpferde weitergeben, nicht wahr?", fragte ich Aliena lachend und legte Osita dann das Pad auf den Rücken. Es folgte der Westernsattel, den Aliena festmachte während ich zwei Gamaschen für ihre Vorderbeine und die Trense holte.
      Fertig gesattelt gingen wir mit ihr in die Halle, wo ich mir ersteinmal einen Überblick über den Könnensstand der Stute verschaffen wollte. Da sie mittlerweile schon auf L- Niveau lief, musste sie ja einiges können. Ich gurtete nach und schwang mich in den Sattel, ehe ich sie eine gute Viertelstunde warm ritt und dann angaloppierte. Ich teste Schlangenlinien, Speed Control, Galoppwechsel, vereinzelt kleine Stops, Back Up, Spins und Seitwärtsgänge. All das beherrschte die kleine Stute sehr gut, auch wenn sie noch stark an den Hilfen hing, weil sie genau das machen wollte, was man von ihr verlangte. Ich klopfte ihren Hals und sah zu Aliena, die uns einen Parcours aufgebaut hatte. "Siehst du, wie sie an den Hilfen klebt? Als hätte sie Angst etwas falsch zu machen.. Da muss sie noch echt lernen freier zu gehen", sagte ich und nahm die Zügel, die ich vorher in beiden Händen hatte, in Eine. Sofort merkte ich, dass die Stute unsicherer wurde. Doch in der LK 2 durfte man nur noch einhändig reiten, weshalb die Stute das nunmal jetzt lernen musste. Um sie nicht ganz ins kalte Wasser zu werfen ging ich alle Übungen, die vorhin schon einmal durchgegangen war, noch einmal durch. Das Einzige was anders war: ich ritt sie mit einer Hand.
      Nach und nach gewöhnte sich die Stute jedoch daran, dass sie wirklich auf das Anlegen der Zügel an ihrem Hals achten musste, so dass die Spins wirklich gut klappten! Dann ging es mit dem eigentlichen Training los: wir überritten Stangen, die in verschiedenen Ausführungen auf dem Boden ausgelegt waren, gingen über eine Plane, die Aliena mit Wasser gefüllt hatte, durchquerten einen Flattervorhang und öffneten und schlossen ein Tor. Zum Schluss unserer Übungen streichelte ich ihr den Hals. "Braves Mädchen", sagte ich und stieg ab, damit Aliena aufsteigen konnte, um sie trocken zu reiten. Sie hatte schon angefangen die Stangen wieder wegzubringen, so dass ich nicht mehr viel zu tun hatte.
      Nun ging ich zu dem Trakehnerhengst Cylon Blue, den ich flink fertig machte und mit ihm in die Halle ging, die Aliena gerade mit der talentierten Stute verließ. Der Trakehnerhengst war erst in der LK 4, aber das sollte nichts heißen. Da Trakehner oft im Dressursport genutzt wurden, hatten sie von sich aus schon schöne, schwingende Gänge, weshalb sie für die Pleasure am Meisten geeignet waren. In der Halle gurtete ich also nach, ehe ich mich in den Sattel schwang und ihn ebenfalls gründlich warm ritt. Im Gegensatz zu Osita ritt ich keine Elemente aus der Reining, sondern dehnte ihn einfach im Schritt und Trab ordentlich durch, damit er schön locker für das weitere Training war.
      Eigentlich brauchte ich bei dem Trakehnerhengst nicht viel zu arbeiten. Er bat von sich aus schon schöne, langsame und schwungvolle Gänge an, so dass ich ihn nur grade halten musste und ihm erklären musste, auch auf kleinste Signale zu reagieren. Da er in der LK 3 noch mit zwei Händen geritten werden konnte, tat ich das natürlich auch und konnte ihm so mehr Sicherheit geben, da er auch noch ein wenig an den Hilfen klebte. Nach einer guten halben Stunde Training löste er sich jedoch immer mehr davon und galoppierte seineganzen Bahnen recht locker, so dass ich bald Schluss machen konnte. Aliena ritt ihn noch trocken und brachte ihn weg, so dass ich kurz mit Pepe reden konnte. "Beide Pferde kleben recht stark an den Hilfen, da musst du immer wieder dran bleiben und immer feiner reiten, damit die Pferde da locker lassen", erklärte ich ihr. "Also am Anfang starke Hilfen, dann immer weniger aber gezielter, verstehst du?", fragte ich sie lachend und kratzte mir fragend am Kopf. Als Pepe nickte, lächelte ich zufrieden, sammelte Aliena auf und wir fuhren wieder nach Hause.
    • Vhioti
      Platzhalter Ausrittsbericht - August -
    • Eddi
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      Der letzte Auftrag des Tages näherte sich mir langsam, aber sicher. Noch hatte ich ein wenig Zeit, die Ergebnisse der letzten Blutuntersuchungen auszuwerten, ehe ich mich dann auch schon von meinem vollen Schreibtisch erhob und mich in meine normalen Sachen warf. Heute Abend hatte ich noch einen Termin bei Lea, dementsprechend musste ich mich nun langsam auf den Weg machen. Zum Glück war sie auch mit dem Abend einverstanden gewesen, so hatte ich heute alles schaffen können, was ich schaffen musste.
      Meine Arzneitasche stand sogar noch im Auto, so dass ich nur einsteigen und losfahren musste. Auf dem Weg zum Gestüt legte ich noch einen kleinen Zwischenstopp bei der Post ein, um die letzten Ergebnisse an ihre neuen Besitzer zu verschicken und dann ging es direkt weiter. Gut eine halbe Stunde benötigte ich, ehe ich endlich bei Lea ankam. Sie war gerade bei der Abendfütterung und machte diese noch schnell fertig, ehe sie mich in Empfang nahm. Mein heutiger Patient würde ihr Trakehnerhengst Cylon Blue sein, welcher bei der Jolympia angemeldet worden war und dementsprechend noch einen kleinen Check benötigte.
      Heute stand nur eine fixe Untersuchung an, trotzdem ließ ich mir Cylon Blue einige Minuten später einmal im Schritt und einmal im Trab auf dem Hof vorführen. Gerade bei Sportpferden waren die schließlich Bewegungsabläufe das A und O, wenn es auch nur irgendwo ein bisschen haperte, konnte das für sie das Aus bedeuten. Wie von Leas Pferden gewohnt, lief aber alles wie geschmiert. Cylon Blues Gänge waren taktklar und locker, während er motiviert neben seiner Besitzerin herlief.
      Somit konnten wir uns zufrieden auf den Weg zum Putzplatz machen. Lea band mir den Hengst dort an und ich begann mit der Untersuchung. Zuerst galt es einen Blick in Ohren, Augen und Nüstern zu werfen. Das war immer der erste Blick, denn der Kopf des Pferdes konnte unheimlich viel über den Gesundheitszustand aussagen. Bei Cylon Blue war alles in bester Ordnung. Auch bei den Zähnen konnte ich nach einem gründlichen Blick keine Auffälligkeiten entdecken.
      Nun ging es an das Abhören. Erst Herz und Lunge und dann die Darmgegend. Danach kontrollierte ich noch die Herz- und Pulsfrequenzen, aber alles war im grünen Bereich. Zu guter Letzt hieß es nur noch das Abtasten und Temperatur messen. Cylon Blue war davon nicht sonderlich angetan, benahm sich aber eigentlich ganz vorbildlich. Danach konnte ich das Protokoll ihrerseits mit einem fetten "Alles i.O." abhaken und mich an die Auffrischung seiner Impfungen machen. Cylon Blue würde heute alles aufgefrischt bekommen, das hieß also vier Impfungen: Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut.
      Tapfer hielt er alle vier Spritzen aus und die Wurmkur schluckte er auch problemlos und schon war Cylon Blue bereit für jedes kommende Turnier. "Perfekt, danke!", meinte Lea lächelnd, als ich ihr den erneuerten Impfpass zurückgab. Dann war für uns beide auch schon Feierabend, ich verabschiedete mich und fuhr zufrieden nach Hause.​
    • Rhapsody
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      Zwischen meinem Aufenthalt bei Julie Callahan und meinem Flug nach Winnipeg hatte ich noch einen Auftrag auf der Insel. Diesmal jedoch wieder in England, nämlich auf dem Wilmore Stud. Dort erwartete mich Cylon Blue, ein bereits gekörter Trakehnerhengst, im Besitz von Lea. Ein wenig geschmeichelt fühlte ich mich doch – der Hengst war durchaus ein bekanntes Gesicht auf Turnieren und ich hatte schon oft die Ehre gehabt, ihn im Parcours zu sehen.

      Trotzdem hatte ich fast ein wenig Lampenfieber als ich samt Caddy auf das Wilmore Stud fuhr und dort schon von seiner Besitzerin empfangen wurde. Auch Cylon Blue war stand schon heumampfend in seiner Box, während der Rest des Stalles gerade unbewohnt war.

      „Führ‘ ihn doch mal raus, dann kann ich ihn mir draußen ansehen,“ bat ich Lea lächelnd und kramte dann meine Tasche aus dem Auto hervor. Kurz darauf hörte man dann auch schon das Klappern von Hufen; nicht ganz so hell wie bei beschlagenen Pferden, sondern eher ein wenig tiefer und dumpfer. Im Schritt führte Lea den Hengst an mir vorbei und auf mein Zeichen trabten die beiden auch an mir vorbei. Soweit ich sah gab es keine möglichen Fehlstellungen, die ich beim Beschlagen beachten musste, und da das eine durchaus gute Nachricht war, teilte ich das Lea natürlich auch gleich mit. Dann konnte die Arbeit auf der Stallgasse weitergeführt werden.

      Für die letzten paar Monate, in denen Cylon Blue eine Auszeit vom Turniersport genossen hatte, war er barhuf gegangen, dementsprechend gründlich kontrollierte ich auch jetzt noch einmal die Hufe, bis ich das okay für den Aluminiumbeschlag geben konnte. Dann nahm ich mir das Hufmesser und die Arbeit begann.

      Mir kam es fast so vor, als wäre Blue ein wenig nervös; ich spürte, dass er neben mir immer mal wieder alles anspannte, sich kurz entspannte und das Ganze noch einmal wiederholte. Doch Lea redete beruhigt auf den Hengst ein, sodass ich problemlos den ersten Huf innerhalb von zehn Minuten fertig hatte. Wenn das so weiterging, dann schaffte ich meinen Flug noch locker.

      Erst bei den hinteren Hufen stellte sich der Trakehner ein wenig quer. Andererseits konnte ich verstehen, dass das Aufbocken nicht gerade angenehm war und beeilte mich deswegen, die Hufwände zu begradigen.

      Nachdem alle vier Hufe soweit gekürzt waren, dass sie fertig für den Beschlag war, steckte ich Blue ein Leckerli zu und holte die Aluminiumeisen. Ich war immer wieder überrascht, wie leicht sie doch waren im Gegensatz zu einem normalen Hufeisen. Und sie glänzten natürlich auch schöner, fast schon weiß in der überraschend hellen Sonne Englands.

      Wie es sich für ein erfahrenes Turnierpferd gehörte, machte Blue das Aufnageln nicht nervös – das wäre bestimmt anders gewesen, hätte ich das Eisen erst aufbrennen müssen. Doch das Aluminium war so leicht verformbar, dass ich die ganze Prozedur ohne Erhitzen und Aufbrennen (und Gestank) machen konnte. Dadurch wurden mir die leichteren Beschläge immer sympathischer.

      Bevor ich jedoch mit dem Aufnageln beginnen konnte, mussten natürlich erst einmal die Stollenlöcher rein. Auch darin bekam ich langsam aber sicher Übung und es ging immer schneller, sodass ich früher als erwartet anfangen konnte.

      Die Erklärung für die Stollenlöcher sparte ich mir – ich war mir sicher, dass Lea darüber Bescheid wusste und als ich sie beim letzten Huf kurz darauf ansprach, nickte sie nur eifrig. Ebenso eifrig band sie Cylon Blue wieder ab als der letzte Nagel vernietet war, die Stollen bereits in ihrer Hosentasche waren und nach einem letzten Vortraben war der Trakehner dann wieder erlöst. Ich lag auch gut in der Zeit und würde meinen Flug wohl noch schaffen, wenn ich jetzt sofort gehen würde – also lehnte ich Leas Angebot, auf einen Kaffee mit ins Reiterstübchen zu gehen, dankend ab und verabschiedete mich. ​
    • Pepe
      Pflege - 06.01.2016
      Auf in's neue Jahr!

      "Guten Morgen!", rief Ben fröhlich aus der Küche. Ich brummelte zurück; wie konnte ein Mensch so früh morgens schon so fit sein? Bevor ich drüber nachdenken konnte, drückte er mir eine warme Tasse Kaffee in die Hand und gab mir einen Kuss. "Ich muss los.", flüsterte er und drehte sich um in Richtung Tür. Ben hatte seit einigen Wochen eine neue Arbeit in der Stadt und musste früh los, die Stallarbeit blieb komplett an mir alleine hängen. Ich nahm einen großen Schluck warmen Kaffees, stellte die Tasse auf den Tisch und griff nach meiner Jacke. Frühstück würde ich verschieben.
      Draußen war es kalt, aber geschneit hatte es bisher noch nicht. Im Stall wurde ich bereits erwartet und jeder meiner Fellnasen bekam sein Frühstück. Ich setzte mich in die Mitte des Stalls auf einen dort abgestellten Heuballen, schloss die Augen und genoss das friedliche Kauen der Tiere.
      Chestnut war natürlich als erstes fertig, steckte seinen kleinen Kopf über die Tür und krümelte die Stallgasse voll. Ich ging zu ihm und kraulte ihn am Ohr. „Lust was zu machen, Kleiner?“, raunte ich ihm zu und griff zum Halfter. Der Hengst trug eine leichte Stalldecke, so wie die meisten am Stall, war sehr praktisch kaum putzen zu müssen. Ich bürstete kurz mit der Kardätsche über, trenste ihn auf und wir gingen hinaus auf den Hof. Ich schwang mich ohne Sattel auf das Reitpony und wir verließen den Hof. Es war noch etwas neblig auf den Felder, wir beschränkten uns auf einen gemütlichen Schrittausritt. Bevor wir am Hof wieder eintrafen kam die Sonne heraus und tauchte die Welt in wundervolles Zauberlicht. Zurück auf dem Hof trenste ich Chestnut ab und brachte ihn so wie alle anderen auf den Paddock. Der Ausritt hatte mich hungrig gemacht und ich beschloss, erst gemütlich zu frühstücken, bevor es weiter ging.
      Nach dem Frühstück gab es heute Freilaufen in der Gruppe. Ich holte Yorick Halsnaes, Kvest Halsnaes und Soul Dance vom Paddock, putzte beide kurz über und brachte beide auf den Winterauslauf, den ich zum Toben mitbenutzte. Ein kurzer Blick in die Halle - sie war ebenfalls frei. Dort durften sich Annakiya, My Lovely Horror Kid und Laheeb al Amara austoben. Ich schaute den Stuten einige Minuten zu, wie sie ausgelassen durch die Halle rannten und miteinander spielten. Es war schön mit anzusehen, dass alle meine Pferde sich prima verstanden. In der Zeit in denen sich die beiden Gruppen austobten, mistete ich die Boxen und die Paddocks. Anschließend kamen alle 6 wieder zurück auf ihre Paddocks, Annakiya, Horror Kid und Laheeb bekamen ihre Decken auf, für das wenige Fell war es doch zu kalt.
      Auch die Hengste sollten heute nicht zu kurz kommen. Fajir el Assuad und Oaklands Cloudbreaker konnte ich gefahrenlos zusammen in der Halle laufen lassen, die beiden verstanden sich prima und rauften sich immer freundschaftlich, ohne aggressiv zu werden. Oak liebte es auch, den Vollblüter in sich rauszulassen, da war Fajir der ideale Spielgefährte.
      Osita hatte heute ihren freien Tag, ich putzte sie ausgiebig. Vor ein paar Tagen hatte sie eine leicht warme Sehne gehabt, sie lahmte aber nicht. Vermutlich hatte sie sich nur vertreten, aber ich wollte sicher gehen und sie keiner großen Belastung aussetzen.
      Cylon Blue war der letzte, der heute an die Reihe kam. Der Trakehnerhengst war seit einigen Tagen etwas ungeduldig, die Kälte ließ ihn immer etwas aktiver werden. Ich zog ihm die Stalldecke ab, putzte ihn und ging mit ihm in die Halle. Dort longierte ich ihn eine halbe Stunde, in einem flotten Mix aus Trab und Galopp, nachdem ich ihn im Schritt aufgewärmt hatte. Cylon buckelte im ersten Galopp ein paar Mal, das ließ ich ihm aber durchgehen, weil ich wusste, dass er es brauchte. Danach lief er flüssig und entspannt und ließ sich auch leicht biegen. Nachdem ich die Arbeit mit ihm beendet hatte, kam er mit Decke zurück auf seinen Paddock.

      Nachmittags traf ich mich mit einer Freundin, als Ben von der Arbeit nach Hause kam, half er mir bei der Abendfütterung und steckte einigen Pferden, mal wieder heimlich, eine Möhre zu.
      Ich war glücklich so wie unsere Situation momentan war und freute mich auf das neue Jahr.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Pepe
    Datum:
    12 Apr. 2015
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  • Cylon Blue
    Blue
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    Vater » Donnerschall
    VV »Don Calandrio
    Cry for Moon x Don Pedro
    MV »Marah
    Yin Yang x Miami Blood Moon

    Mutter » Mon Chérie
    MM » unbekannt
    VM » unbekannt

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    Rasse »
    Trakehner
    Geschlecht » Hengst ♂
    Geburtsdatum » 09.05.2011
    Stockmaß » 1,65m
    Fellfarbe » Fuchs
    Langhaar » braun
    Abzeichen » breite Blesse; weißer Fleck am Bauch
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    Charakter »
    noch etwas nervös, freundlich
    Beschreibung » Cylon Blue ist ein Hengst der Extraklasse, super Exterieur und tolle Gänge!

    Eignung » Dressur / Springen / Military / / Zucht

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    Zur Zucht zugelassen » ja

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    HK 471 Warmblüter


    Decktaxe » 250j.
    Vererbung » noch nicht bekannt
    Nachkommen » -
    Besitzer » Pepe
    In meinem Besitz seit dem » 11.04.2015
    Ersteller » HuskyJenny
    VKR » HuskyJenny
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    Qualifikationen »
    Eingeritten »
    ja
    Eingefahren » nein

    Dressur S (max. S)
    Springen M (max. S)
    Military A (max. S)
    Western L (max. A)
    Distanz E (max. M)

    Zirzensik »Plié, Kompliment, Spanischer Schritt, Knien, Liegen, Tanzen, Podest, Freiarbeit

    Pfleger » /Erfolge »

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    2. Platz 80. Synchronspringen

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    1. Platz 206. Militaryturnier

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    2. Platz 81. Syncronspringen

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    3. Platz 305. Springturnier

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    2. Platz 313. Dressurturnier

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    1. Platz 295. Westernturnier

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    2. Platz 320. Dressurturnier

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    1. Platz 384 Dressurturnier
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    Letzter Hufschmiedbesuch » 18.09.15
    Letzter Tierarztbesuch » 13.09.2015
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