Elii

Csíny* -- Furioso-North Star

*2007, im Besitz seit 26. Juni 2013

Csíny* -- Furioso-North Star
Elii, 17 Mai 2017
Zaii, Samarti, Occulta und 2 anderen gefällt das.
    • Elii
      Teilnahme an der [HK 44] Hengste mit Joelle-Eltern 15. Juni 2013
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      Nervös rieb ich den Schweiß meiner Hände an meiner Reithose ab und warf einen kurzen Blick auf Csínys Zaumzeug, ob es auch wirklich korrekt saß.
      Dann wurde auch schon unsere Teilnehmenummer aufgerufen und ich ritt im Trab ein. Der sechsjährige Hengst lief locker voran und blieb nach der ganzen Parade bei X stehen. Ich grüßte die Richter und ritt dann im Galopp beim Hufschlag nach rechts ab. Flüssig lief er seine Zirkelrunden und sprang beim Handwechsel fliegend in den Linksgalopp um. Nach einer Bahn parierte ich zum Schritt durch und trieb den dunkelbraunen Furioso fleißig vorwärts, um seinen raumgreifenden Schritt zu verdeutlichen. Erneut wechselte ich die Hand mithilfe der Kurzkehrt. Nach der halben Volte, die es dafür benötigte, ließ ich ihn seitwärts gehen, wobei er die Beine weit überkreuzte.
      Nach einer Runde auf dem Zirkel im Schritt, trabte ich im versammelten Tempo an und steigerte dies kurz vor den Trabstangen, die an der langen Seite langen. Beim Überschreiten hob Csíny seine Beine noch höher, um bloß nicht an die Stangen zu schlagen. Auch auf der anderen Hand klappte das Überreiten der Trabstangen problemlos.
      Nach der kurzen Seite parierte ich in der Ecke zum Halten durch und trieb den Hengst dann im Schritt seitwärts, wodurch wir durch die ganze Bahn wechselten. Brav folgte er meinen Weisungen und blieb dabei konstant in der Anlehnung. Es schien wie als wüsste er ganz genau, um was es bei diesem Ritt ging. Aus dem Halten trabte ich wieder mit viel Schwung an und ritt an der langen Seite eine einfache Schlangenlinie, wobei der Hengst wieder stellenweise seitwärts ging.
      Auch der anschließende Galopp war kein Problem für Csíny, der auf mein Kommando immer wieder im fliegenden Wechsel vom Links- in den Rechtsgalopp, und anders herum, wechselte. Der Hengst begann zu schnauben, machte aber, wie ein Musterschüler, seine Aufgaben wie gewünscht weiter. Die Übung war zwar sehr anstrengend für ihn, jedoch war es für die Richter umso spektakulärer, wenn ein Pferd sie korrekt ausführen konnte.
      Wieder durch pariert zum Schritt, ließ ich den Hengst die Zügel aus der Hand kauen und trieb ihn dabei weiter vorwärts.
      Ein letztes Mal nahm ich die Zügel meines Hengstes auf und trabte versammelt an. Ich wendete auf die Mittellinie ab und parierte bei X mit einer ganzen Parade zum Halten durch. Ich verabschiedete die Richter und ritt dann, mit einem breiten Grinsen im Gesicht vom Platz.
      Wir hatten es geschafft! Die Prüfung war vorbei und schon jetzt konnte ich das Ergebnis kaum noch erwarten.
    • Elii
      Pflegebericht 22. Juli 2013 - Körungsergebnis
      1249 Zeichen

      "Sie sind gekört!", rief ich laut, als ich durch die Stallgasse lief. Voller Freude umarmte ich erst Mel und dann Jack, welche beide ebenfalls ein breites Grinsen im Gesicht hatten.
      Nicht nur dass sich ich mein Schimmelhengst Flavio bei der Körung als Sieger herausstellte, auch mein Furioso Nachwuchs Hengst konnte die Richter für sich gewinnen. Ich konnte es immer noch nicht fassen, dass Csíny, wie seine Eltern, in der Zucht mitwirken konnte. Sollte er jemals seine blauen Augen vererben, würde das Fohlen definitiv bleiben. Seltenheiten gab ich nur mit schwerem Herzen weg.
      Flavio und Csíny, beide besaßen strahlend blaue Augen, wussten bisher noch nichts von ihrem Glück, doch der Eimer mit Möhren und Äpfeln konnte ihnen bestimmt verraten, dass heute ein ganz besonderer Tag war. "Heute seid ihr alleine die Stars des Hofes, meine beiden Sieger.", flüsterte ich ihnen zu, während ich ihnen über die Stirn streichelte. Es war wunderschön wie die Hengste Seite an Seite fressen konnten, und nur von einem Zaun getrennt waren. "Hoffentlich ändert sich das nicht, wenn ihr das erste Mal zu einer Stute dürft.", sagte ich lachend und nahm die bereits leeren Eimer in die Hand.
      "Brav sein!",rief ich ihnen noch zu, als ich zurück zum Stall ging.
    • Elii
      Pflegebericht 09. August 2013 - Gesamtbericht
      14608 Zeichen

      Auch wenn heute die Temperaturen unter die 30° fallen sollten, stand ich bereits um kurz nach 5 Uhr im Stall und ließ die Pferde auf die Koppel. Findings Neverland und Shakoor kamen zusammen mit Cresant Moon auf die kleine Koppel direkt am Stall. Direkt daneben durfte es sich Diome bequem machen. Csíny und sein Vater The Whole Story brachte ich in die gegenüberliegenden beiden Koppeln. Die Stuten kamen alle zusammen auf die Koppel am Stall, auch wenn sich beim Weg dorthin Ostara und Pipcas wieder einmal zankten und ich schon Angst hatte, dazwischen zu geraten. Furmint und Ékes begannen gleich zu grasen, als sie ihre Halfter los hatten, weshalb Unwritten genervt die Ohren anlegte, da sie wegen den beiden kaum vorwärts laufen konnte. Jumping to Conclusions und Dark Jewel trotteten hinter Unwritten her und begannen weiter hinten zu graßen.
      Schnell schloss ich das Koppeltor und lief zurück zum Stall, da noch einige Hengste auf die Koppeln gehen sollten. Zwei der größten Koppeln waren mittlerweile unterteilt, damit jeder Hengst seinen eigenen Bereich haben konnte. Dark Decission und Dark Intention kamen nebeneinander in die erste Koppel. Direkt dahinter kamen Flavio und Kalzifer. Rechts daneben konnte Fekete seine Freiheit genießen und ganz am Ende war Dark Firestorm’s Koppel.
      Als ich wieder zurück war, ging ich noch einmal ins Haus, um mehrere Kisten an Sprudel in den Stall zu bringen, damit niemand verdursten musste.
      Da der Stallbursche momentan im Urlaub war, und Melanie und Jack erst um 7.30 Uhr anfingen, begann ich alleine die Boxen zu misten. Nach einer Stunde hatte ich bereits einen Großteil geschafft, da durch die langen Aufenthalte auf der Koppel, die Boxen kaum genutzt wurden. In der letzen halben Stunde mistete ich noch die große Gemeinschaftsbox von Shakoor und Nevi, sowie die Boxen von Diome, Csíny und Cressi.
      Als ich die letzte Box neu einstreute, kamen erst Melanie und dann Jack durch die Stalltür und begrüßten mich. Nachdem wir den Ablauf des Tages bei einem Kaffee besprochen hatten, ging es auch schon los mit der Arbeit.
      Da die beiden Azubis, die seit heute auf dem Hof mitwirken sollten, erst um halb 9 kommen würden, hatte ich noch Zeit Kalzifer zu reiten. Der Fuchshengst sollte heute wieder etwas auf dem Platz gearbeitet werden, in letzter Zeit hatten wir das Training wegen der hohen Temperaturen schleifen lassen. Melanie nahm sich in der Zwischenzeit Ékes vor, die heute ebenfalls dressurmäßig geritten werden sollte. Jack hatte somit genügend Platz auf dem Springplatz, um niemand durch Flavios Eskapaden zu gefährden.
      Nachdem alle Pferde geputzt und gesattelt waren, gingen wir zusammen zu den Plätzen. Jack verabschiedete sich als wir am Springplatz ankamen, so dass Melanie und ich alleine zu Dressurplatz gingen. Während Melanie bereits im Schritt losritt, legte ich vier Stangen beim Mittelzirkel hin und stieg danach auf Kalzifers Rücken. Gemeinsam mit Mel drehte ich meine Runden auf dem Platz, bevor es mit der Arbeit losging.
      Nach zehn Minuten begann ich dann erst über die Stangen und dann in Volten um sie herum zu reiten. Danach wechselte ich die Hand und ritt die gleiche Übung noch einmal. Kalzifer arbeitete heute besonders gut mit, auch das Schenkelweichen, wo er sonst immer versuchte zu schummeln, klappte auf Anhieb. Mel hatte mit Ékes auch keine Probleme, aber die Stute machte sonst ja immer brav mit.
      Im Trab musste ich Kalzifer vermehrt mit dem äußeren Bein treiben, damit er auch wirklich über die Stangen lief. Auch wenn ich ein wenig kämpfen musste, trabte der Hengst dann doch über die Stangen und nicht daran vorbei. Melanie tat es mir gleich, da Furmint etwas maulig war und immer wieder den Kopf in die Höhe warf.
      An der langen Seite ließ ich meinen Hengst im Trab zulegen und fing das Tempo kurz vor der kurzen Seite wieder ab. Danach folgte eine kurze Schrittpause am langen Zügel, um dem Hengst etwas Erholung zu bieten.
      Als ich die Zügel wieder aufnahm, trabte ich noch eine Runde auf dem Zirkel und galoppierte dann an. Die Stange, die auf dem Zirkel lag, nahm ich gleich im Galopp mit. Nach zwei Runden parierte ich durch, wechselte die Hand und galoppierte erneut an. Auch hier ritt ich Kalzifer wieder über die Stange. Wieder parierte ich durch und galoppierte dann auf dem Mittelzirkel über alle vier Stangen. Kalzifer galoppierte fleißig, und ich hatte Mühe mich bei seinem Schwung im Sattel zu halten. Auch das Verstärken des Galopps an der langen Seite, klappte einwandfrei, auch wenn Kalzifer kurz ins Stolpern geriet.
      Ich parierte durch und trabte leicht, gleichzeitig gab ich dem Hengst die Zügel hin und lobte ihn ausgiebig. Auch Melanie hatte gerade das Training beendet und ritt bereits im Schritt ihre Runden. Damit die beiden Pferde noch etwas raus kamen, ritten wir eine Runde um den Hof zum Abschluss. Jack war bereits fertig und hatte den Schimmelhengst schon zum Putzplatz gebracht. Als Melanie und ich ankamen, war Flavio bereits abgeduscht und mit Jack auf den Weg zurück zur Koppel. Ich übernahm Ékes als sie abgesattelt wurde und duschte sie und Kalzifer zusammen ab.
      Ein kurzer Blick auf die Uhr sagte mir, dass unsere Azubis jede Minute kommen würden, also beeilte ich mich die beiden Pferde auf die Koppel zu führen. Als ich zurück kam, kamen mir auch schon zwei junge Mädels entgegen. Celine, dunkelbraune Haare und 21 Jahre, und Marleen, rote Haare und 18 Jahre, hatten bereits beide ein Praktikum auf unserem Hof hinter sich, dies fand allerdings noch vor dem Umzug, weshalb die Beiden etwas verloren im Eingang standen.
      „Habt ihr gut hergefunden? Wir liegen jetzt ja etwas weiter außerhalb.“, sagte ich lachend und führte Celine und Marleen gleich weiter zu den Koppeln. „Wenn ihr wollt könnt ihr euch gleich aufs Pferd schwingen, das ihr Reiten könnt, weiß ich ja. Furmint und Ostara müsstet ihr ja noch kennen, oder?“, fragte ich während wir zur Koppel gingen, was mir durch ein Nicken bejaht wurde. Ich grinste und freute mich, da mir so auch einiges an Arbeit abgenommen wurde. Schnell halfterte ich Ostara und Furmint auf, und übergab sie dann Celine und Marleen. Während die Beiden die Stuten putzten, bequatschte ich mit ihnen den künftigen Tagesablauf und sagte, welche Pferde sie in Zukunft reiten würden. Neben den beiden Stuten sollten auch Diome und Tiny zu ihren Aufgaben gehören, sowie hin und wieder eins der anderen Pferde, wenn Jack, Mel und ich nicht genügend Zeit hatten. Während ich mich um die Azubis kümmerte, gingen Mel und Jack auf Pipcas und Jewel zusammen ausreiten.
      Um kurz vor 9 Uhr ging es dann in die Halle, da der Himmel begann sich zu verdunkeln und in Kürze der Regen folgen würde. „Fangt schon einmal an im Schritt, ich bau solange noch ein paar Sachen auf:“, rief ich Celine und Marleen zu, bevor ich in der kleinen Kammer verschwand und mit Stangen zurück kehrte. An der langen Seite legte ich drei Stangen schräg auf den dritten Hufschlag, so dass man sie mit einer einfachen Schlangenlinie oder beim Handwechseln über reiten konnte. An der anderen langen Seite baute ich noch ein Cavaletti auf, das später als Gymnastiksprung dienen sollte. „Die Sachen könnt ihr nutzen, ich muss mir jetzt kurz selbst ein Pferd fertig machen und dann komm ich wieder hier her.“
      Schnell holte ich Fekete von der Koppel und putzte kurz über sein ohnehin sauberes Fell, bevor ich ihm den Kappzaum anlegte und die Longe in den mittleren Ring einklinkte. Ich führte ihn so zurück zur Halle und begann dort ihm im Schritt den Hufschlag entlang führte. Marleen und Celine arbeiteten bereits fleißig im Trab mit ihren Stuten und nutzten auch die Stangen mit. Fekete konnte seine Augen kaum von den hübschen Stuten lassen, diese ließen sich von seinem sehnsüchtigen Wiehern aber nicht aus der Fassung bringen. „Treib Furmint weiter voran, die schläft dir fast ein. Und Ostara braucht ein bisschen mehr Abwechslung als Zirkel. Reite ein paar Schlangenlinien, Volten oder Tempowechsel, sonst macht die dir bald dicht.“, rief ich Celine und Marleen zu, während ich Fekete um mich kreiseln ließ. Auch er musste über die Stangen laufen und auch das Cevaletti kam zum Einsatz. Im Galopp rannte er etwas zu schnell drauf zu, konnte sich aber kurz davor noch abfangen und gesetzter Springen. Er war einfach ein Dressurpferd durch und durch. Immer wieder Handwechsel führten dazu, dass der Rapphengst sich fallen ließ und fleißig vorwärts-abwärts lief. Locker ließ ich ihn noch einige Runden traben und parierte ihn dann zum Schritt durch. Marleen und Celine ritten bereits einige Runden im Schritt, weshalb ich vorschlug noch eine Runde um den Hof zu reiten; die dunklen Wolken waren bereits vom Himmel verschwunden.
      Während des kleinen Rundgangs erklärte ich meinen Azubis das Gelände und wo sie die besten Galoppstrecken finden konnten. Wieder am Hof angekommen, zeigte ich den Waschplatz und übernahm dann die beiden Stuten, um sie auf die Koppel zu bringen.
      Währenddessen machte sich Mel mit den beiden Mädchen bekannt und nahm sie als Helfer bei Cressi mit, der heute seinen Reiter das erste Mal im Trab an der Longe tragen sollte.
      Bei mir stand als nächstes Unwritten auf der Liste, mit der ich ins Gelände gehen wollte. Nachdem ich sie geputzt hatte, sattelte ich meine Lieblingsstute schnell und stieg dann auf. Ich ritt den Wiesenweg am Reitplatz entlang und verfolgte dann die Landstraße weiter geradeaus, bis ich in den Wald kam. Dort trabte ich locker an und sorgte mit dem Schulterherein für die tägliche Portion Dressur. Für meine Scheckenstute war das kein Problem, schließlich kannte sie die Übung schon ewig. Fleißig lief die Stute voran, zuckte aber kurz zusammen, als es im Gebüsch raschelte. Jedoch hatte ich sie schnell wieder beruhigt und konnte gemütlich weiter reiten. Als es den Berg hinaufging galoppierte ich die Stute an, welche sofort lospreschte. Weiter im Wald gelangte ich zur Vielseitigkeitsstrecke, wo momentan Jack mit Deci und einem Trainer arbeitete, dieser hatte nämlich am kommenden Wochenende ein Turnier und sollte dafür Top in Form sein. Da ich nicht stören wollte, ritt ich eilig weiter und trabte die Stute ein weiteres Mal an. Ruhig setzte sie sich in Bewegung und trabte den Waldweg entlang. Kurz darauf verließen wir den Wald wieder. Als wir die Straße überquert hatten, und ich wieder in den Feldern war, galoppierte ich Unwritten erneut an. Als wir in die Nähe des alten Bauernhofs kamen, parierte ich zum Schritt durch. Kurz darauf trabte ich wieder an und parierte erst kurz vor der Brücke, die über den Fluss führte, durch. Den übrigen Weg ritt ich im Schritt, denn schon nach zehn Minuten kamen wir wieder am Stall an. Dort nahm ich Unwritten die Ausrüstung ab und duschte sie, wie die anderen Pferde, ab. Melanie und die beiden anderen hatten bereits begonnen, die anderen Pferde zu putzen, mit Cressi hatte nach Melanie alles bestens geklappt.
      Schnell brachte ich die Stute zurück zu den anderen auf die Koppel, bevor ich mir Jumina schnappte und zum Putzplatz führte. Melanie würde mit Story und Celine auf Diome, sowie Marleen auf Tiny noch eine Runde ins Gelände gehen. Ich hingegen holte für Jack noch Fire von der Koppel, da wir zusammen mit dem Trainer noch auf den Springplatz gehen wollten.
      Jack rief gerade an, als ich die Pferde satteln wollte, um mir zu sagen, dass er länger brauchen würde und ich davor noch Csíny longieren könnte.
      Daraufhin packte ich Jumina und Fire mit einem Arm voll Heu in ihre Boxen und holte mir dann den Furioso Hengst von der Koppel. Er sollte ebenfalls an die Longe, allerdings wollte ich mit ihm hauptsächlich Stangenarbeit machen. Geputzt war er in Windeseile und auch der Kappzaum saß schnell an seinem Kopf. Wieder hängte ich die Longe in den mittleren Ring und führte ihn dann in die Halle. Nach dem Aufwärmen begann ich den Hengst über die Stangen zu schicken und auch das Schenkelweichen seitwärts über die Stangen klappte einwandfrei mit ihm. Über die Stangen schnalzte ich immer wieder, damit mein Kleiner auch seine Beine hieb. Im Galopp sprang er erheblich besser über das aufgestellte Cavaletti und gab sich deutlich mehr Mühe bei der Stangenreihe. Wieder durchpariert übte ich noch einmal das Schulterherein im Schritt an der langen Seite und auch das Schenkelweichen ohne Stange klappte. Mit einer Runde um den Hof beendete ich das Training und konnte auf dem Weg sogar Jack einsammeln. Während er Csíny und Deci abduschte und in die Boxen brachte, da die Pferde über Mittag rein kamen, sattelte ich Jumina und Fire, die letzten beiden Pferde für heute. Jack hatte noch genug Zeit, um auch die Stuten in die Boxen zu bringen, dann mussten wir auch schon auf den Springplatz. Während wir im Schritt die Pferde warmritten, rief ich noch bei Melanie an, damit sie wusste, dass die Pferde noch in die Boxen sollten.
      Jumina und Fire wurden schnell warm, aufgeheizt durch die vom Trainer aufgebauten Hindernisse. Nach dem Abgaloppieren, fingen wir an zu springen, erst niedrig, wobei beide Pferde eher mäßig sprangen und man sie kaum passend reiten konnte. Hauptsache Laufen und locker Springen, war die Devise, damit Jumina und Fire warm werden konnten, auch wenn sie lieber sofort auf höchstem Niveau springen wollten.
      Als es endlich in die Höhe ging, wurden die beiden Pferde munterer und man hatte es schwer, sie überhaupt noch in Zaum zu halten. Jumina war flott unterwegs, vor den Hindernissen gab sie noch ein bisschen mehr Gas, um den nötigen Schwung für den Sprung aufzubringen. Nach dem Sprung musste sie leicht abgebremst werden, um das nächste Hindernis nicht zu verpassen. Fire hingegen war kaum zu halten, schließlich konnte er die letzten Wochen auch nicht wie sonst über den Springplatz heizen, da es schlichtweg zu heiß war. Jack hatte keine andere Möglichkeit den Hengst laufen zu lassen, aber dieser war mittlerweile auch so selbstständig, dass es kein Problem darstellte.
      Nach einer guten dreiviertel Stunde beendeten wir das Training und ritten, wie gewohnt, noch eine Runde um den Block. Daran hatten wir, und auch die Pferde, mehr Freude, als auf dem Platz zu kreiseln.
      Als unsere Pferde Frisch geduscht in ihren Koppeln standen und ihr Heu mümmelten, kamen auch Mel, Celine und Marleen auf ihren Pferden eingetrudelt. Ich half beim Verstauen der Ausrüstung, damit die Pferde schnell geduscht werden konnten und dann in ihre Box zum Heu fressen durften.
      Mittlerweile war es auch so heiß, dass Arbeit nicht mehr möglich war. Der Hunger kündigte sich zudem auch noch an, weshalb ich die gesamte Mannschaft zum Essen in mein Haus holte. Gegen Abend würden die Pferde wieder auf ihre Koppeln kommen, da es dann nicht mehr so heiß war.
    • Elii
      Pflegebericht 22. Oktober 2013 - Scheren
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      „Verdammt noch mal, stell dich doch nicht so an!“, sagte ich genervt zu Kalzifer, als ich ihm den Hals scheren wollte. Schon eine gute Stunde stand ich mit der Schermaschiene neben dem Hengst und hatte bis jetzt nur Bauch und die Hälfte des Halses geschafft. Der Fuchs tänzelte ungeduldig hin und her, während ich immer wieder am Strick zuckeln musste, um nicht umgerannt zu werden. „Und dir soll ich auch noch eine Flamme in den Hintern scheren.“, seufzte ich. Mel war währenddessen mit Fekete beschäftigt, der schon die Augen zu hatte und momentan das komplette Gegenteil von Kalzifer war. „Letztes Jahr hat doch alles so super geklappt.“, sagte ich und legte die Schermaschine resignierend zur Seite. Mel hingegen lachte und pfeifte fröhlich, während sie weiter scherte. Innerhalb der nächsten Viertel Stunde war Fekete dann auch fertig und Mel konnte mir mit dem Fuchshengst helfen. Als sie in festhielt, klappte es auch endlich besser und ich schaffte es sogar die Flamme in seinen Hintern zu scheren, ohne Patzer. Gerade als ich fertig war, kam Jack mit zwei Paket im Arm in den Stall. Ich hüpfte ihm entgegen, riss die Pakete an mich und öffnete sie. Drinnen befanden sich die neue Schabracke mit passenden Bandagen und Abschwitzdecke für Kalzifer und im anderen Paket eine dunkelblaue Barockschabracke für Fekete mit passendem Jackett für mich. „Wenn jetzt noch der Lammfellsitzbezug kommt bin ich gerüstet für den Winter.“ „… die nächsten 2 Wochen…“, nuschelten Jack und Mel synchron. „Soviel kauf ich doch gar nicht.“, murmelte ich und packte die Kartons weg. Beide lachten und ich stimmte sogleich mit ein. Das Zubehör packte ich direkt in die entsprechenden Sattelschränke, während das Jackett erstmal in meinen Spind kam. Als ich zurück kam, hatten beide geschorene Hengste ihre Decken auf und konnten zurück in die Boxen. Heute sollten noch Csíny und Pajtás geschoren werden, während Deci, Story, Fire und Tiny morgen an der Reihe waren. Flavio hatte sowieso schon sehr dünnes Fell, weswegen er nicht geschoren wurde, sondern nur eingedeckt.
      Die Schwierigkeit an der Schur der nächsten Kandidaten war, da ich Csíny eine Narrenkappe in den Hintern scheren wollte und Pajtás bekam die Space Invaders. Die beiden Hengste waren zum Glück sehr ruhig dabei und ließen das Tamtam über sich ergehen. Nachdem die Narenkappe leicht schief an Csínys Hinterhand zu sehen war, übernahm ich Pajtás und versuchte die Pixelfiguren in sein Fell zu schneiden. Da die Prozedur etwas länger dauerte, lief der Hengst nach rechts und links und wurde ungeduldiger, als Csíny bereits in die Box zurück durfte. „Gleich geschafft, Großer.“, flüsterte ich und tätschelte ihm die Seite. Noch zehn Minuten, dann war ich auch endlich fertig und er konnte in die Decke gepackt werden. „Siehst, hast es doch noch geschafft.“, lachte ich und schob ihm eine Karotte zu, bevor ich seine Box verlies.
    • Elii
      Pflegebericht 02. Januar 2014 - Neujahrstag
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      „Ein Glück ist das vorbei.“, murmelte ich genervt, als ich mich aus dem Bett hievte. Mein Kopf schmerzte, weshalb ich ins Bad schlich und mir eine Aspirintablette aus dem Medizinschrank holte. Ich wunderte mich es nach dem gestrigen Abend tatsächlich noch in mein Bett geschafft zu haben, vielleicht war es doch ein wenig zu viel Alkohol gewesen.
      Als es klingelte schlüpfte ich schnell in meine Jogginghose und lief die Treppe hinunter. „Du bist schon hier?“, fragte ich verwundert, als plötzlich Mel vor der Tür stand. Sie war auf der selben Feier gewesen, hatte meines Wissens mindestens genau so viel getrunken, stand aber fit wie ein Turnschuh vor mir. „Ach, ich konnte nicht schlafen und mir war langweilig. Dachte es wäre ganz geschickt, gleich zu dir zu kommen und mitzuhelfen.“, antwortete sie mit einem breiten Grinsen auf den Lippen.
      Mit einer Geste lud ich sie ein, erst einmal reinzukommen. Ohne einen Kaffee würde ich sowieso nicht wirklich wach werden. „Auch was?“, murmelte ich und zeigte zuerst auf meine Tasse und dann auf die neue Kaffeemaschine, die ich zu Weihnachten bekommen hatte. „Wenn möglich einen Chai Latte, der war richtig klasse letztens.“, sagte ich und ließ sich auf die Couch fallen. Meine zwei Kater zuckten daraufhin kurz zusammen, einer von beiden stand dadurch sogar auf und ging zur Tür. Mel eilte zu ihm und öffnete sie, damit er nicht anfing uns die Ohren voll zu miauen.
      Bevor sie zur Couch zurück kam, hatte ich ihr schon ihr Getränk serviert und setzte mich mit einem Cappuccino in den Händen hin. „Glaubst du Jack kommt heute überhaupt noch?“, fragte ich lachend. Er hatte sich am Silvesterabend kein Trinkspiel durch die Lappen gehen lassen und bekam dementsprechend ordentlich Alkohol mit. Mel schüttelte lachend den Kopf, griff aber gleich zum Handy. „Ich versuch ihn mal anzurufen, die Pferde haben heute sowieso Pause, nicht wahr?“
      Ich nickte und trank schnell die letzten Schlucke aus meiner Tasse. „Ich zieh mich noch schnell um, genieß die Pause solange es geht.“, sagte ich zu ihr und lief die Treppe nach oben. Ich holte die frisch gewaschene Reithose aus der Waschküche, holte einen Pulli aus dem Schrank und zog zuletzt noch ein paar Socken über die Füße. Eilig ging ich wieder hinunter, was meinen Kater, der sich an Mel schmiegte, aufschreckte. „Ach Kleiner, langsam müsstest du mich doch kennen.“, lachte ich und hob ihn auf meinen Arm. „Wo ist eigentlich unser Kätzchen?“, fragte ich, da sie mir plötzlich in den Sinn kam und setzte den nun quengelnden Kater ab. Kaum hatte ich ihren Namen ausgesprochen, kam die rot-weiß-getigerte Jungkatze aus ihrem Versteck und rannte auf mich zu. Kurz vor mir stoppte sie und stellte sich auf die Hinterbeine. Liebevoll streichelte ich ihr über den Kopf und nahm sie kurz hoch. Sie drückte ihren Kopf gegen meinen und schnurrte glücklich. „Kommst du mit ihn den Stall?“, fragte ich sie dann und hielt sie etwas weiter weg. Sie miaute leise, was mich und Mel zum Lachen brachte. „Dann gehen wir jetzt!“, entgegnete Mel und öffnete die Tür. Mein Kater hatte sich in der Zwischenzeit hinter dem Sofa vor dem, zugegebenermaßen fast ausgewachsenen, Kätzchen versteckt und kam langsam hervor, als sie mit uns nach draußen trabte.
      Da das Wetter schön war, sollten die Pferde auf die Koppeln, nachdem wir sie gefüttert hatten. Das Ausmisten würden wir heute auch selbst übernehmen, da die Stallburschen frei hatten.
      Mit dem Futterwagen ging es zuerst in den Stutenstall. Unwritten und Jewel waren die ersten in der Stallgasse und bekamen somit auch zuerst ihr Futter. Beide standen ruhig in der Box, machten aber große Augen, als sie sahen, wie wir die Tröge füllten. Jumina hingegen, die als nächste an der Reihe war, tänzelte nervös von rechts nach links, scharrte mit den Hufen und prustete laut, bis sie an ihr Futter konnte.Pipcas und Ostara waren auch aufgeregt, Ékes und Furmint dafür umso ruhiger. Es war einer der vielen Gründe wieso ich mich in Furiosos so verliebt hatte.
      Weiter ging es mit dem Wagen weiter zu den Hengsten. Wieder waren es die Hannoveraner die kaum noch warten konnten, wer konnte es ihnen auch verübeln? Fire und Deci waren schnell versorgt und mit Tiny und Diome war die ganze Familie versorgt. Flavio bekam als nächstes seine Portion und schmatze genüsslich, als er die ersten Bissen im Mund hatte. Danach waren Story und seine beiden Söhne Csíny und Pajtás an der Reihe. Alle drei waren furchtbar ruhige Pferde und warteten brav ab, bis die Tröge gefüllt waren. Fekete und Kalzifer machten den Abschluss.
      Auch der Nachwuchs sollte nicht leer ausgehen, auch wenn bis auf Cressi alle mit Heupellets und etwas Aufzuchtsfutter Vorliebe nehmen mussten. Kedves und Shakoor fraßen das zum Glück ohne Probleme, auch wenn sie es anfangs gerne haben liegen lassen. Fagy war schon eine ganze Weile in einem kleinen Stall mit mehreren Jungstuten untergebracht, in dem sie täglich auf die Koppel kam und dort auch eine Rundumversorgung genoss.
      Als wir zurück bei den Stuten waren, konnten wir diese schon auf die Koppeln bringen, da alle vor den geleerten Trögen standen. Während ich Jewel und Pipcas übernahm, führte Mel zunächst Furmint und Ékes auf die Koppel. Unwritten lief frei neben mir her, sie wusste schließlich ihren Weg und war so auf mich koordiniert, dass sie sich kaum zwei Meter entferntes. Ein leises „Komm!“ reichte schon aus, um sie vom Gras am Wegesrand wieder zu mir zu locken. Als wir die Koppel erreichten, öffnete ich das Gatter und nahm den Stuten die Halfter ab, Unwritten spurtete sie zum Galopp an und so ging es flott zu fünft ans andere Ende der Koppel. Wir gingen wieder zurück in den Stall, wo Mel sich um die beiden übrigen Stuten, Ostara und Pipcas, kümmerte. Ich machte mich daraufhin zum Hengststall auf und schnappte mir Fire. Mit ihm an der Hand konnte ich keinen zweiten Hengst nehmen, außer ich hatte einen Todeswunsch. Mit der Führkette über der Nase brachte ich ihn ins Freie, wo er schon den Stuten auf der anderen Koppel schöne Augen machte. Er tänzelte und ich war heilfroh, als ich an der Koppel war. Als nächstes waren Deci und Diome an der Reihe, die an der Hand furchtbar gut miteinander auskamen. Mel übernahm Kalzifer. Dieser wieherte unersättlich den Stuten entgegen, auch wenn von ihnen nur Furmint antwortete. Auch diese Drei waren schnell in ihrem eingezäunten Bereich. Nun nahmen wir uns die beiden Brüder Csíny und Pajtás vor, die gelassen nebeneinander herliefen und deren Koppeln sich auch nebeneinander befanden. Weiter ging es mit Story und Fekete, ich nahm zusätzlich zu dem Rapphengst auch noch Tiny. Ein letztes Mal liefen wir zum Stall, Mel übernahm Flavio, der nun ganz allein mit Cressi im Stall stand. Den Reitponyhengst halfterte ich kurzerhand auf und so machten wir uns ein letztes Mal auf den Weg.
      Kedves und Shakoor würden sich heute auf eine Reise machen, sie sollten heute zu Zaii fahren, da diese auf ihrem Hof eine Junghengstherde gründen wollte und ich es für eine klasse Idee empfand, den Beiden neue Eindrücke zu ermöglichen. Auch wenn ich sie etwas wehleidig für den Transport vorbereitete, vor allem bei Shakoor machte ich mir große Sorgen, da er immer noch sehr skeptisch neuem gegenüber ist und recht lange gebraucht hatte, um sich mit Kedves zu verstehen. „Hey.. Das wird schon gut gehen, keine Sorge.“, munterte mich Mel auf und legte ihre Hand auf meine Schulter. „Wenn es nicht klappt, kommen die Beiden eben wieder zurück. Es ist doch nur bis April und besuchen können wir sie sowieso jederzeit.“ Ein Glück hatte ich sie an meiner Seite, sie hatte einfach immer die richtigen Worte für mich parat. Ich nickte und erkämpfte mir ein Lächeln. Mel half mir, den beiden Transportgamaschen anzulegen und stopfte ein Heunetz, während ich ihnen eine Abschwitzdecke auflegte. Wehmütig führten wir sie zusammen in den Hänger und schlossen hinter ihnen vorsichtig die Klappe. „Du fährst jetzt und ich werde solange die Boxen ausmisten.“, deklarierte Mel und schob mich zum Wagen. Verdutzt stieg ich ein, willigte dann aber ohne Widerworte ein.
      Nach einer Stunde kam ich an Zaii’s Hof an und stieg aus dem Wagen. Ich begrüßte sie und Edfriend, die auch gerade angekommen war und half dann zuerst beim Ausladen ihrer Pferde. Ich durfte Painted Blur, einen wunderschönen Rapphengst zur Koppel führen, welcher sofort losgaloppierte, als das Halfter ausgezogen war.
      Als nächstes kamen meine eigenen Pferde an die Reihe, welche sich seelenruhig ausladen ließen. Kedves übergab ich so gleich an Zaii, er hatte keine Probleme auch mit ihm fremden Personen zu gehen. Shakoor hingegen übernahm ich selbst, da er schon zitternd aus dem Anhänger kam. Schnell nahm Edfriend die Abschwitzdecken und die Gamaschen von meinen Hengsten ab, bevor wir sie dann zur Koppel führten. Shakoor brummelte leise, als ich mit ihm sprach, tänzelte dann aber sofort wieder mit hocherhobenem Kopf um mich herum. Ich ließ Zaii mit Kedves voraus gehen. Dieser trabte schnell auf die Koppel, als er die anderen Pferde erblickte und machte sich kurzerhand bekannt mit den anderen. Mit Shakoor stand ich bisher noch außerhalb des Zaunes. „Er hat ein paar Probleme mit neuen Dingen, vor allem Ortswechsel machen ihm zuschaffen, da er schon so oft verkauft wurde.“, erklärte ich Zaii und Edfriend, die verständnisvoll zuhörten. Langsam reagierte Shakoor auf die Rufe der anderen und als Kedves schließlich im Schritt entgegen kam, wurde er munterer und ich führte ihn auf die Koppel. Dort löste ich das Halfter und streichelte ein paar Mal über seine Stirn. Eilig steckte ich meinen Beiden noch ein paar Leckerlies zu, sie würden die nächste Zeit zwar ihre Ruhe von mir haben, aber so würden sie mich bis dahin immer in guter Erinnerung haben. Zu dritt sahen wir der kleinen Herde noch eine Weile zu, bevor wir ins Haus gingen, wo sich auch die Besitzer der übrigen Hengste schon befanden. Ich begrüßte alle freundlich und aß auch einen Bissen, aber so ganz konnte ich mich nicht damit anfreunden, meine beiden Hengste allein zu lassen. Auch die anderen kämpften mit Wehmut, doch Zaii beruhigte uns alle. Da ich noch einiges zu tun hatte, machte ich mich recht schnell auf den Heimweg, auch wenn ich es nicht lassen konnte, mit eine von den leckeren Schneckennudeln für den Weg mit zunehmen.
      Obwohl es mir nicht so lang vor kam, war ich wohl ewig unterwegs gewesen, denn als ich wieder zu Hause an kam, waren bereits alle Boxen gemistet. Ich wunderte mich, dass es Mel so schnell geschafft hatte, allerdings lag es an Jack der kurz nach meiner Abfahrt doch noch auf den Hof gekommen war. „Und dir geht’s gut?“, fragte ich ihn lachend und stupste ihn in die Seite. „Klar, das bisschen Alkohol halte ich doch locker aus.“, prahlte er lachend. „Wie wäre es wenn wir uns mit der Neujahrsbrezel die ich mitgebracht hab ins Haus setzen und du uns etwas über das neue Heim der beiden Hengste erzählst?“, schlug er im gleichen Atemzug vor, woraufhin ich eifrig nickte.
      Zusammen schlenderten wir zum Haus und während ich eine große Kanne Tee machte, schnitt Jack die Neujahrsbrezel an und Mel bespaßte Kätzchen, die ihr schon die ganze Zeit am Rockzipfel hing.
      „Auf das 2014 erfolgreich wird.“, sagte ich munter und stieß mit den Beiden an.
    • Elii
      Pflegebericht 01. Juli 2014 - Hoher Besuch
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      Hurtig lief ich durch die Stallgasse und verteilte eilig das Futter an die Pferde. Warum zur Hölle musste der Wecker auch gerade heute nicht klingeln. Entnervt braute ich auch Fagy, der letzten in der Reihe ihr Futter und tauschte dann schnell die Stiefelletten gegen meine dreckigen Turnschuhe.
      „Mist, Mist, Mist.“, fluchte ich dann, als auf einmal der Schnürsenkel des linken Schuhs riss und ich doch noch auf meine Stiefel zurückgreifen musste. Was tat man nicht alles, um den ungarischen Besuch ordentlich in Empfang zu nehmen. Vor zwei Wochen hatten sich Elias und Laura Kovács, das Ehepaar von dem ich Pipcas und Furmint gekauft hatte, angekündigt, da sie Urlaub im Schwarzwald machten und somit auch mir einen Besuch abstatten wollten. Dafür hatte ich vor zwei Tagen den ganzen Hof von vorne bis hinten aufgeräumt und wollte ihnen jetzt neben Pipcas und Furmint, auch ihre Nachkommen Csíny, Pajtás, Kedves und Fagy vorstellen.
      Pipcas und Furmint würden von meinen beiden Azubis vorgestellt werden, während Pajtás und Csíny unter Mel und Jack ihr Können zeigen sollten.
      Kaum hatte ich meine Stiefel an, fuhr auch schon ein großer, schwarzen Van auf den Hof. Lächelnd begrüßte ich Elias und Laura, die mich sogleich in den Arm nahmen und mit Küsschen begrüßten. Während ich ihnen von den Erfolgender Stuten aus ihrer Zucht erzählte, brachte ich auch meinen minimalen ungarischen Wortschatz zum Besten, von dem die Beiden dennoch begeistert waren.
      Auf dem Platz wurden Pipcas und Furmint geritten, die sich heute besonders fleißig zeigten. „Na, die hätte ich mal nicht verkaufen sollen.“, lachte Elias lauthals, während er die Stuten begutachtete. „Dass aus den wilden Dingern mal so Reitpferde werden, hätte damals doch wirklich keiner geglaubt.“
      Das Kompliment ging runter wie Wasser. Auch Laura war begeistert, vor allem von Pipcas, hatte sie die rotbraune Stute doch vor vielen Jahren mit auf die Welt gebracht. „Und wie hübsch sie geworden ist.“, sagte sie strahlend, als ich ihr von ihrem unglaublichen Ergebnis bei der Körung erzählte.
      Noch eine Weile sahen wir zu, dann gingen wir zur Halle, in der gerade Csíny und Pajtás für das Springen warm gemacht wurden. „Kann ich mal auf einen drauf?“, fragte Elias nach einiger Zeit, was ich mit einem Ja beantwortete. Laura hielt sich, dank Babybauch zurück, obwohl sie am liebsten mit ihrem Mann auf den Hengsten sitzen würden. Besonders Csíny hatte ihr es angetan, mit seinen strahlend blauen Augen.
      Wir überließen ihren Mann den Pferden und gingen weiter zu den Kleinsten, Fagy und Kedves. Zweiterer stand wiehernd in der Box als wir zu ihm kamen, denn die anderen waren schon auf der Koppel. „Er hier ist von Pipcas, wir arbeiten fleißig daran ihn anzureiten, aber momentan hat er wieder etwas Pause.“, erklärte ich Laura, während sie den Junghengst streichelte. Auch Fagy kam nicht zu kurz und fand bei ihr ebenfalls großen Anklang.
      „Du hast so schöne Fohlen aus den beiden gezogen! Ich bin schon gespannt, sie unter dem Sattel zu sehen, wenn wir wieder kommen.“, sagte sie grinsend und kam mit mir mit, um die zwei Halbgeschwister auf die Koppel zu bringen. Dort führte ich sie an den anderen Furiosos vorbei, die sie völlig begeistert ansah.
      Als wir zurück kamen, war auch Elias wieder auf dem Boden und half Mel und Jack dabei, die Pferde fertig zu machen.
      Er nahm mich lachend in den Arm und lobte mich für meine Junghengste. „Fantastisch“ Einfach fantastisch!“, rief er und lachte. „Wie damals meine Jungs, so fleißig und begeistert!“
      Ich wurde schon ganz rot von den ganzen Komplimenten und bedankte mich gefühlte Tausend Mal.
      Kaffee und Kuchen genossen wir auf der Terrasse, vor der gerade ein paar der Furioso Stuten weideten. So glücklich würden die Pferde sonst nur in der Puszta sein, erklärte mir Elias und freute sich sichtlich, dass gerade ich seine Stuten damals gekauft hatte.
      Zum Abschied kündigten sie mir an, dass ich unbedingt zur Taufe ihres baldigen Kindes kommen müsste. Und neue Fohlen würde es dann auch geben, die mir bestimmt gefallen würden. „Nichts lieber als das.“, antwortete ich lächelnd und winkte ihnen hinterher, bis sie vom Hof gefahren waren.
    • Elii
      Pflegebericht 29. November 2014 - Fütterung
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      Heute war es gefühlte zehn Grad kälter als sonst, weshalb ich das erste Mal meine dicken Winterjacke aus dem Schrank nahm, bevor ich in den Stall ging. Als ich die Stallgasse betrat, lugten schon einige der Pferdeköpfe aus den Boxen. Schnell sammelte ich die Eimer in der Futterkammer auf und stellte sie in eine Schubkarre. Langsam schob ich diese die Stallgasse entlang und hielt immer nach drei bis vier Boxen, um den Pferden das Frühsück zu servieren. Zuerst waren Unwritten, Jumina und Jewel an der Reihe, die beglückt brummelten als ich an das Tor kam. Danach waren Saphir und Falada an der Reihe. Beide waren zwei hübsche Knabstrupper, die ich erst vor eine Weile für meine Zucht erstanden hatte. Alors on Chante, Altbekannte und Neuzugang zugleich, bekam anschließend ihr Futter. Furmint und Ostara kamen erst von ihren Paddocks, als sie das Futter in den Trog rieseln hörten, während Pipcas und Ékes ungeduldig hin und her tippelten. Als die zehn Stuten versorgt waren, lief ich zu den Hengsten, die mir, wie gewohnt, kaum Beachtung schenkten, als ich die Stallgasse betrat. Zuerst kamen Dark Firestorm und Decission an die Reihe, die neben Tiny und Diome, unglaublich quengelig wurden, wenn ich nicht schnell genug war. Flavio bekümmerte es recht wenig, dass ich etwas länger brauchte und Story sich erst von seinem Paddock runter begab, als ich bereits an der nächsten Boxentür stand. Dann bekamen Fekete und Kalzifer ihr Futter, gefolgt von den Jungspunden Csiny, Cressi Patjás. Der Nachwuchs bekam morgens kein Futter, nur nach der Arbeit gab es ein paar Krümel als Belohnung. Fagy, Undisclosed Desires, Dajeen und Baila standen zusammen im groß geratenen Offenstall direkt am Hof. Kedves war momentan außerhalb in einer Hengstgruppe, bis er im Frühjahr zum Antrainieren zurück kommen sollte. Eine gute halbe Stunde später waren die Pferde fertig mit ihrem Frühstück und kamen auf die Koppeln. In ihren gefütterten Decken konnte ihnen trotz Schur die Kälte nichts anhaben und gegen den Regen gab es Unterstände. Die Stuten kamen in Gruppen auf die Koppel, während die Hengste einzeln standen. Da ich heute einiges außerhalb des Hofes zu tun hatte, gönnte ich den meisten Pferden eine Ruhetag. Nur wenig würden später noch von Jack und Mel bewegt werden.
    • Elii
      Pflegebericht 21. April 2015 - Umzug Teil 2
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      „Hast du alles?“, fragte Mel die die letzten Kartons in mein Auto packte. „Ich denke schon, ja…“, antwortete ich mit einem Seufzer und umarmte sie herzlich. Wir würden uns so schnell nicht wieder sehen, aber sie hatte mir versprochen schon im Sommer zu mir zu kommen.
      Heute stand der letzte Flug an, danach würde ich nicht mehr so schnell nach Deutschland zurückkehren. Die letzten Pferde, Pajtás, Csíny, Kalzifer, Ostara und Ékes, waren bereits am Flughafen, da sie schon vorher vom Tierarzt dort gecheckt werden mussten. Auch meine beiden Katzen waren dort, auch wenn sie mich dafür am liebsten zerfetzt hätten. Minuten später ging es auch für mich zum Flughafen und relativ direkt auch in den Flieger.
      Zwölf Stunden später stand ich am Flughafen in Winnipeg und wurde wild winkend von Jojo, Gwen und Elisa begrüßt. Natürlich mussten sie ein riesengroßes Schild mit meinem Namen in die Höhe halten und auch dieses völlig verrückt hin und her schwingen. Peinlich betreten lief ich vorsichtig in ihre Richtung und ließ mich dann von allen Seiten umarmen. Nach ein wenig SmallTalk gingen wir zu meinen Pferden, die endlich durch den Check waren und schon bald ihr neues Heim erkunden konnten.
      Der große Transporter war bald beladen und und unsere Reise ging los. Nach Dauphin dauerte es noch eine Weile, aber die machten wir durch sehr viel Gequatsche (vor allem von Elisas Seite) wett.
      Als wir endlich an meinem Hof ankamen, stieg ich völlig begeistert aus, konnte mir allerdings nur wenig ansehen, da die Pferde aus dem Transporter mussten. Diese durfte vorerst auf die Sandpaddocks, um sich ihre Beine nach der langen Zeit endlich zu vertreten.
      Als das geschafft war stand Gwen schon an der Eingangstür die mit einem roten Band geschmückt war und hatte sowohl Schere, als auch den Champagner in der Hand. Ich lachte, nahm die Schere entgegen und durchschnitt das Band feierlich. Währenddessen hatte sich Elisa die Champagnerflasche geschnappt und schüttete mir den Champagner direkt ins Gesicht, als sie es schaffte diese zu öffnen. Am liebsten hätte ich ihr die Schere dafür ins Auge gestochen, aber Jojo warf sich heldenhaft in den Weg und riss sie mir aus der Hand. „Warts nur ab, das nächste Mal ist niemand da um dir zu helfen“, zischte ich böse und band schnell meine Haare zusammen. Das machte es zwar nicht besser, aber so musste ich mir wenigstens nicht die klebrigen Strähnen aus den Augen fischen.
      Als ich endlich die Haustür öffnen konnte, flogen mir gefühlte 1000 Luftballons entgegen. Natürlich. Elisa, Jojo und Gwen freuten sich wie noch was, das ich so verwirrt dreinschaute und noch dazu wie ein begossener Pudel aussah.
      „Können wir jetzt wirklich Champagner trinken?“, fragte ich leidend in die Runde, da mich langsam doch mein Jetlag einholte.
    • Elii
      Pflegebericht 3. Juli 2015 - Verrückte Nachbarn
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      „Warum habt ihr denn nicht aufgepasst, dass Matthew schon bevor ihr losgeht säuft?“, fragte ich, als meine beiden Angestellten endlich am Frühstückstisch saßen. „Ach, der war nicht aufzuhalten“, grummelte Nate, der anscheinend immer noch nicht ganz wach war. Er stand schlaftrunken an der Kaffeemaschine, drückte gefühlte hundert Mal zu viel auf den Startknopf, sodass seine Tasse überlief.

      Ich wendete meinen Blick von diesem Elend ab und sah dann Colin an. Auch er war mit den anderen „Männern“ unterwegs gewesen, kam aber, im Gegensatz zu den anderen, recht nüchtern an.

      „Hast du eigentlich nichts getrunken?“, fragte ich ihn schließlich, meine Neugier konnte ich mittlerweile nicht mehr verstecken.

      „Hm? Naja, die anderen wollten irgendwann keine Shots mehr mit mir trinken, nachdem Matthew so abgeschifft war. Und das andere Zeug hatte kaum Alkohol.“ Nach einem kurzen Blick zu Nate, der inzwischen bei uns am Esstisch saß und nickend zustimmte, musste ich mein Kinn mit meiner Hand abstützen, damit es nicht herunter klappte.

      Stille Wasser sind tief und Colin war anscheinend der Mariannengraben. Eine sehr niedliche Version davon. Durch den strahlenden Sonnenschein traten seine Sommersprossen deutlicher hervor und ich konnte meine Augen kaum von ihm lassen, auch wenn ich dafür tausende böse Blicke kassierte.

      „Wir sollten ein Wetttrinken machen.“, sagte ich schließlich zu Colin und ließ es wie eine Kriegserklärung klingen. „A-Aber… Aber ich kann doch nicht… Muss das sein?“

      Ich nickte nüchtern, presste meine Augen zusammen und ließ ihn nicht aus den Augen, während ich einen Schluck aus meinem Glas trank.

      Nate schaltete daraufhin seinen Beschützerinstinkt ein und versuchte seinen Kollegen aus der Situation zu retten. „Was steht heute an?“, fragte er mich schließlich, nachdem er mich mehrmals in die Seite gepikst hatte, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen.

      Ich seufzte kurz auf, wurde mein Duell so unfair unterbrochen und erklärte anschließend den Tagesplan. „Elisa hat übrigens ihr Einverständnis für Cressi gegeben. Du kannst dich also schon mal mit ihm bekannt machen.“, erklärte ich Colin grinsend, auch wenn er den Part mit Elisa nicht so recht verstand. Aber wer tat das schon, schließlich war ihre Liebe für den Hengst für die meisten völlig verrückt. Neben den Stuten, die dem jungen Mann zugeteilt waren, stellte Cressi eine schöne Abwechslung dar, auch wenn er hauptsächlich unter meiner (und Elisas) Fuchtel stehen würde.

      Nachdem die Aufgaben verteilt waren, wurde ich auch schon von einem völlig verzweifelten, ungestillten Etwas überrannt. Dass man sich so auf meinen Hof traute war schon schlimm genug, mich dann aber zu tackeln und wild schreiend ins Gras zu werden, überstieg alles.

      „WIESO ZUR HÖLLE HAST DU MICH NICHT AUFGEHALTEN?!“, fragte, oder viel mehr schrie, Elisa und zog so die Aufmerksamkeit der anderen auf sich. Während Nate schnell weiter lief, sah Colin uns nur verängstigt an und war jetzt wahrscheinlich für immer geschädigt. „Wieso sollte ich dich aufhalten? Was hast du schon wieder für Mist gebaut?“ Ich stieß sie von mir runter und setzte mich auf, um mir anschließend den Dreck vom T-Shirt zu klopfen. „Irgendwie hat sich der Weg zu meinem Schlafzimmer verändert, wieso bin ich sonst in Matthews Bett aufgewacht?! Und DU bist die einzige, die zu so etwas fähig ist.“, erklärte sie mir völlig verzweifelt und schüttelte mich an den Schultern.

      Anstatt den Fehler bei sich zu suchen, schob Elisa die Schuld wieder auf mich. Dabei sollte sie froh sein, endlich kam ihre Fast-Beziehung-aber-irgendwie-auch-nicht-Beziehung voran und wenn es im Bett klappte, konnte es beim Alltag auch nur gut laufen. „Gut, aber warum regst du dich so auf? Matthew tut es bestimmt gut nicht mehr so untervögelt zu sein.“, sagte ich und befreite mich dann völlig aus Elisas Griff. Für mich war das ganze kein Problem, schließlich hingen die Beiden viel zu oft aneinander um nicht zusammen zu sein. So prüde wie sich Elisa manchmal gab (ihr erschreckter Gesichtsausdruck spiegelte das gerade perfekt wieder), war sie auch nicht und so schlecht sah Matthew nicht aus, dass man ihn von der Bettkante schubsen musste.

      „Meine Güte, dass ist nicht das erste Mal und mir gehen die Ausreden aus. Kannst du mich nicht ein zwei Tage… Noch besser, Wochen! Bei dir verstecken?“

      Auf ihre völlig verrückte Frage, folgte mein emotionsloses Kopfschütteln und ein leises „Geh jetzt heim“, was sie allerdings mit Freude ignorierte. Stattdessen hängte sie sich an mein T-Shirt und folgte mir in den Stall. Als Colin mit Cressi um die Ecke kam, ließ sie Gott sei Dank los und beobachte in peinlichst, um jede kleinste Bewegung genau im Blick zu haben.

      Ich seufzte erleichtert und schnappte mir dann Ékes, die nah am Zaun der Koppel graste. Die Stute und ich hatten ein einfaches Dressurtraining auf dem Plan, vor den Turnieren am Wochenende war es besser, nicht allzu viel zu machen.

      Geputzt war sie schnell und auch der Sattel lag in kürzester Zeit auf ihrem rotbraunen Rücken. Als ich gerade vom Putzplatz gehen wollte, fuhr Matthew auf den Hof und kam direkt auf mich zu. Oh Gott. Jetzt hieß es schnell sein oder der Gefahr ins Auge sehen. Ich hätte mich für das erste entschieden, wäre der Kerl nicht so unglaublich schnell gewesen. „Elisa ist… ist…“, ich suchte nach einer Ausrede, „nicht hier. Also bei mir. Ich meine auf dem Hof. Ich muss los!“

      Ich war so gut darin, es war unglaublich. Nach einer Runde um den Hof sah ich, wie Matthew neben Elisa am Reitplatz stand und ihr zusah, wie sie zusah, wie Cressi und Colin verschüchtert die Beiden ansahen. Eigentlich wollte ich mich nicht einmischen, aber mein Mund arbeitete wieder von alleine und ich konnte gegen das ‚Was geht, Turteltäubchen?‘ nicht ankommen. Der Blick den ich kassierte, sorgte dafür, dass ich ängstlich umdrehte und doch lieber in der Halle reiten würde. Ich hatte in das Wespennest gestochen und musste nicht dabei sein, wenn es auseinander bricht.

      Nach meinem Ritt, bei dem sich Ékes wieder von ihrer besten Seite gezeigt hatte, standen Colin, Cressi, Matthew und Elisa gemeinsam am Waschplatz.

      „Vorsichtig mit dem Schlauch nach oben. Langsam. Langsamer. Gaaaaanz Langsam. Cressi ist sensibel“, bevormundete Elisa meinen Angestellten, bevor sie ihm den Schlauch grinsend aus der Hand nahm und sich selbst um den Hengst kümmerte. Dass Matthew die ganze Zeit ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte, ignorierte sie gekonnt und reagierte erst recht nicht, als er sie ansprach.

      „Schon ok, Colin. Mir hat sie den Schlauch früher auch immer weggenommen“, beschwichtigte ich ihn und klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. Er kannte sie noch nicht so gut und wusste nicht, dass sie nur halb so arrogant war, wie sie rüber kam. Manchmal etwas mehr, aber meistens weniger. Auch Ékes bekam nun ihre Dusche und durfte danach wieder auf die Koppel, um sich dort einzupanieren.

      Als ich zurück am Stall war, konnte ich Elisa beobachten wie sie sich in Cressis Box mehr schlecht als recht versteckte. „Wieso tust du das?“ - „Wieso hast DU mich nicht aufgehalten gestern?“

      Anscheinend hatte sie mir immer noch nicht für meinen nicht begangenen Fehler verziehen, also konnte ich Matthew in ihre Richtung lotsen. Das hatte sich verdient, schließlich wollte ich endlich ein Pärchen in der Umgebung haben. Da waren die Zwei die einzige Anlaufstelle die ich hatte. Jojo und Declan waren davon noch weit entfernt und ich? Naja, darüber musste man nicht sprechen.

      Um nicht noch einen Anschiss von Elisa zu bekommen, ging ich mit Nate auf Pajtás und Csíny ins Gelände. Irgendwann musste ich ihm ja die Geländestrecke zeigen und jetzt war die Gelegenheit perfekt.
    • Elii
      Pflegebericht 30. August 2015 - Pool Verleih
      3146 Zeichen

      „Und jetzt ganz leise, Pajtás…“, flüsterte ich meinem Hengst zu, als wir uns Elisas Hof näherten. Wir schlichen uns über den Parkplatz, direkt zur Terrasse hinter dem Haus, wo auch der neu gebaute Pool stand. Schnell hüpfte ich vom Rücken des Dunkelbraunen und führte ihn durch das Gartentor hindurch. Von Elisa, oder sonst jemanden, war nicht zu sehen - Wir hatten freie Bahn!
      Als das Tor wieder geschlossen war, nahm ich die Trense ab und ließ den Hengst fressen, während ich mir den großen Schwimmreifen über den Kopf zog und mich meiner Kleidung entledigte. Im roten Bikini lief ich einmal um den Pool herum, warf dann den Schwimmreifen und anschließend mich selbst ins Wasser. Das hochspritzende Wasser ließ Patjás kurz zusammen zucken, doch beruhigte er sich schnell und fraß dann weiter.
      Ich lag bestimmt schon eine Stunde land in meinem Reifen auf dem Wasser und ließ mich von der Sonne verbrennen, als ich Fußstapfen hörte. Blitzschnell rutschte ich ins Wasser und versteckte mich. „Matthew räum gefälligst dein Zeug auf, wenn du schon in MEINEN Pool gehst! Ich dachte du hast so viel Arbeit?!“, zeterte es in einer Lautstärke, die mich erzittern ließ. Würde sie mich jetzt sehen, würden die nachfolgenden Poolnutzer ein Blutbad genießen können.
      Vorsichtig sah ich mich zu Patjás um, der, Gott sei dank, gerade hinter einem Baum graste und so nicht im Sichtfeld der Furie war. Als man erneut Schritte hörte, krabbelte ich vorsichtig auf meinen Reifen und sondierte die Lage kritisch. Von Elisa war nichts mehr zu sehen, aber es lag immer noch etwas in der Luft, dass mich erzittern ließ. Als mein Schwimmreifen sich langsam drehte, wusste ich auch warum. Mit dem Todesblick bewaffnet, beobachtete mich Elisa und hielt meine Klamotten in der Hand. Ich grinst unschuldig und brachte nur noch ein „Überraschung?“ hervor, was Elisa dazu veranlasste meine Klamotten in den Pool zu werfen. Dass ich sie dadurch am Arm packen und hinein ziehen konnte, hatte sie allerdings nicht berechnet und landete so mit einem Knall im Wasser. Recht so. Niemand warf ungestraft meine gute Reithose ins Wasser.
      „Du verdammtes M…“, rief Elisa, bevor ich ihren Kopf unter Wasser tauchte und laut lachte. Während sie um sich ruderte, fischte ich meine Klamotten und den Schwimmreifen aus dem Wasser, sprang auf Pajtas Rücken und ritt im Stechtrab davon. Dieses Mal würde sie mich nicht erwischen!
      Auf dem Rückweg ritt mir Gwen entgegen, der ich einen Dreh-um-sonst-bist-du-tot-Blick zuwarf, damit sie Elisas Wut nicht abbekam. Völlig verstört blieb sie stehen, sah mich an und düste dann ebenfalls in die andere Richtung. Elisas Schreie waren immer noch zu hören, allerdings fiel dieses Mal Matthews Name. Ich sollte ihm also lieber etwas als Entschuldigung mitbringen, wenn er schon für mich den Drachen abfing.
      Die letzten Meter zu meinem Hof ging ich zu Fuß, im Bikini war es doch sehr unbequem auf dem nackten Pferderücken. Pajtás wurde von mir noch kurz abgespritzt, bevor er auf die Koppel durfte und es dort Csíny gleich tat, der in seiner Staubkruste aussah wie ein paniertes Schnitzel. Wer brauchte schon Dunkelbraune, wenn man Falben haben konnte?
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  • Album:
    1.7 Hengste in der Zucht
    Hochgeladen von:
    Elii
    Datum:
    17 Mai 2017
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    EXIF Data

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    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

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    Rufname: //
    geboren: April 2007

    von: The Whole Story – Furioso-North Star
    aus: Furmint – Furioso-North Star

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    Rasse: Furioso-North Star
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Brauner
    Stockmaß: 165 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Csíny (ungr. Schabernack) macht seinem Namen alle Ehre. Ihm sitzt der Schalk im Nacken und wenn man nicht genau auf den Hengst aufpasst, hat er sich schon eine neue Schandtat ausgedacht. Er liebt es, genau das Gegenteil von dem zu machen, was der Reiter von ihm verlangt. Nur wer konsequent genug ist, kann Csíny im Zaum halten und eine angenehme Trainingsatmosphäre schaffen.
    Hat man ihn einmal durchschaut und hält seinen Eskapaden auch stand, arbeitet er fleißig und konzentriert.

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    Erfolge

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    2. Platz 238. Dressurturnier

    1. Platz 334.Militaryturnier

    Military E – Dressur A

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    Gewinner [HK443] Hengste mit Joelle-Eltern

    1. Platz 61. Hengst des Monats Wahl
    1. Platz 64. Hengst des Monats Wahl
    2. Platz 69. Hengst des Monats Wahl

    Decktaxe: 104 Joellen
    Zuchtverleih: //
    Nachkommen:
    Császári* / Furioso-North Star [2011] - aus Ékes / Furioso-North Star
    PFS' Reverie / Furioso-North Star [2017] - aus Parányi / Furioso- North Star

    offizieller Hintergrund
    Zubehör