Elii

Császári -- Furioso-North Star

*2011, im Besitz seit: 22. August 2016

Császári -- Furioso-North Star
Elii, 22 Aug. 2016
Dir, Zion, Eddi und 5 anderen gefällt das.
    • Elii
      Pflegebericht 01. September 2016 - Ankunft
      1387 Zeichen

      „Wie viele Pferde kommen denn noch an?“, fragte Jojo entsetzt, als der Transport auf den Hof rollte. Ich winkte ab und ging schnurstracks auf die Ladeklappe zu. Ein dunkelbrauner Hengst stand im Anhänger und drehte sich aufmerksam dreinschauend zu mir um. „Ist er nicht toll!“, quietschte ich, während ich Császári die Rampe herunterführte. Jojo verdrehte genervt die Augen und streckte bereitwillig ihre linke Hand entgegen, wusste sie doch schon was auf sie zukam. Ich drückte ihr den Strick in die Hand und unterschrieb dem Fahrer dann seine Dokumente, damit dieser wieder fahren konnte.

      Wie gehabt, brachten wir Császári zuerst zum Beine vertreten in die Halle und anschließend auf die Koppel, wo auch Gwen dazu stieß. Sie war etwas empört darüber, dass wir sie gar nicht mehr dazu einluden, wenn neue Pferde kamen. Dabei musste sie als selbsternanntes Kanada-Oberhaupt so etwas doch wissen!

      Blablabla. Immer dieselbe Leier, obwohl sie sich doch hätte denken können, dass ich auch Jojo nicht dazu eingeladen hatte, sondern sie mal wieder im richtigen Moment über meinen Hof stolperte. Császári war ein fünfjähriger Sohn von Csíny, der bis jetzt auf einem nahegelegenen Hof nur für junge Hengste und Wallache stand. Er war schon sehr gut angeritten und in den kommenden Wochen und Monaten galt es Kondition aufzubauen, damit er die nächste Turniersaison problemlos mitlaufen konnte.
    • Elii
      Pflegebericht 31. Oktober 2016 - Herbsttag
      5806 Zeichen

      Clouded Sky stand entspannt am Putzplatz und genoss wie der Rückenwärme seine Körperwärme reflektierte. Das Solarium war momentan von Kalzifer und Csíny besitzt, welche in kurzer Zeit mit Colin und Nate ins Gelände gehen sollten. Die Pferde freuten sich immer über die angenehme Wärme und gerade im Winter konnte man sie nicht genug verwöhnen. Die Trainingspause ging dem Ende zu und langsam nahmen wir unsere Arbeit wieder auf.

      Clouded Sky gehörte mit Császári und Dark Rubin zu den Pferden, die keine Pause hatten, da sie bis jetzt auch keine Turniersaison liefen. Die drei neusten Hofmitglieder arbeiteten fleißig mit und schritten schnell voran im Training. Bis jetzt stand nur Dressur und das Entspannen im Gelände bei gemütlichen Ausritten auf dem Plan, doch heute durfte Clouded Sky das erste Mal wieder springen. Das letzte Mal durfte er das Mitte August beim Probereiten, sonst hatte er bis auf Trabstangen nichts in diese Richtung gemacht.

      Voller Vorfreude zog ich den Rückenwärmer vom Körper des Hengstes und nahm den Schoner vom Springsattel. Ich hatte für ihn das selbe Modell wie für Cloud Nine gewählt, waren Vater und Sohn doch fast identisch im Körperbau. Da ich noch ein paar Feinheiten ändern musste bei diesem nagelneuen Sattel, trug Cloud ihn ohne Schabracke. So würde sich ein klares Bild abzeichnen und ich konnte problemlos sehen, wo das Polster noch geändert werden musste.

      Das farblich passende Vorderzeug hatte ich bereits seit mehreren Wochen im Stall, doch erst seit zwei Tagen hatte ich es geschafft, ein paar größere Swarovskis einzusetzen. Nate hatte das Ganze als „Zerstörung der Männlichkeit“ betitelt, aber was wusste der schon. Mehr als einmal saß er schon auf einem Pferd mit knallpinker Schabracke und es hatte absolut nichts an seiner (nicht vorhandenen) Männlichkeit geändert. Außerdem musste das Vorderzeug zum Stirnriemen der Trense passen, welche noch dazu Steine am Nasenriemen besaß. Zugegeben, man könnte meinen es wäre vielleicht ein kleines bisschen zu viel des Guten, aber als gelernter Sattler musste man irgendwo sein Handwerk ausüben.

      Gamaschen hatte der junge Hengst auch spendiert bekommen. Mit Lammfell-Einlage, damit auch alles schön weich und angenehm für Cloud war.

      So konnten wir flotten Schrittes zum Springplatz gehen, der bei diesem wunderschönen Oktobermorgen in ein tolles Licht gehüllt war. Ich benutzte die Aufstiegshilfe am Eingang und ritt dann erst eine Runde um den Hof zum Aufwärmen. Der Hengst kannte das bereits und fand auch ohne Anleitung den Weg. Als ich wieder ankam, machten sich gerade Colin und Nate auf den Weg, dick eingehüllt in Jacke und Schal, während ich mir gerade selbiges auszog. Im Pullover begann ich dann Cloud zu arbeiten, bevor ich die ersten kleinen Sprünge mitaufnahm. Wir hatten viel auf dem Springplatz trainiert, ohne jedoch über die Hindernisse zu reiten, was dazu führte, dass Cloud nichtmehr in vollem Tempo auf die Sprünge zuraste, sondern ruhig und kontrolliert den Kommandos des Reiters folgte.

      Zwar beherrschte Cloud schon weit größere Höhen, doch momentan arbeiteten wir vor allem am ruhigen und sicheren Abspringen auf A Höhe. Man merkte, dass der springbetonte Hengst nur zu gerne höher wollte, doch dafür musste es erst auf niedrigerem Niveau sitzen. Wir machten nur eine kleine Einheit, strahlte die Sonne heute doch besonders stark und ließ das Thermometer in die Höhe schnellen.

      Der Hannoveranerhengst hatte zwar keine Probleme mit Wetterumschwüngen, aber provozieren musste man es nicht. Dadurch dass er bereits eine Schur verpasst bekommen hatte, war er nur an einzelnen Stellen etwas verschwitzt. Diese trockneten schnell in der Zeit als Cloud unter den roten Solariumlampen stand, also konnte er schon bald wieder auf die Koppel. Seine Decke musste er nichtsdestotrotz aufbehalten, dafür wurde diese von dunkelgrün in matschbraun gefärbt.

      Als nächstes widmete ich mich Császári. Er wartete bereits am Koppeltor und brummelte mir freundlich zu, als ich zu ihm kam. Wir würden uns heute vor allem im Galopp weiter vorarbeiten, denn für die Dressurturniere in der nächsten Saison müssen wir noch einige Defizite dort abbauen.

      Nach der Verwöhnphase im Solarium wurde Csázsári gesattelt und getrenst, sowie mit Bandagen ausgestattet. Passend zum goldenen Herbst ritten wir in einem hellen Orange. Und ja, vielleicht hatte ich das Set gekauft, um auch bei schwarzem Lederzeug in meinen hellbraunen Dressurstiefel reiten zu können, ohne modisch durchzufallen.

      Wieder wärmte ich mit einer Schrittrunde durchs Gelände auf, bevor ich auf den Platz ritt und dort anfing zu traben und abzugaloppieren. Die Startschwierigkeiten im Galopp konnten wir von Mal zu Mal weiter abbauen, was eventuell auch daran lag, dass ich seinem Rücken immer zusätzliche Wärme spendierte vor dem Reiten. Unsere ersten Annäherungen an den Außengalopp hatten wir heute auch auf dem Plan, wenn Császári zuerst noch im Handgalopp ansprang. Ich korrigierte ihn vorerst aber nicht, sondern verschob dies auf spätere Einheiten. Zunächst war ich einfach froh, dass er überhaupt so locker und rund angaloppierte. Auch die Trab-Halt Übergänge verbesserten sich immer weiter und das Rückwärtsrichten funktionierte nun ohne größere Einwirkungen mit der Hand. Anfangs hatte er sich immer wieder gesträubt und gegen die Hand gedrückt, doch mittlerweile freute er sich mitzuarbeiten und es dem Reiter angenehm zu machen.

      Mit Zügel aus der Handkauen im Trab beendete ich das Training und ging wieder meine gewohnte Runde um den Hof. Wieder zurück folgte das gleiche Prozedere wie bei Clouded Sky. Und natürlich verpasste auch Császári seiner Decke eine weitere Dreckschicht. Vom dunkelblau der Decke sah man schon lange nichts mehr, doch jedes Pferd liebte es Salz in die Wunde seines sauberkeitsliebenden Besitzers zu streuen.
    • Elii
      Pflegebericht 22. Dezember 2016 - Weihnachtslieder
      2597 Zeichen

      „Was ist eigentlich mit der versprochenen Weihnachtsüberraschung?“, fragte Nate während er sich in meinen Weg stellte. Ich verdrehte die Augen und quetschte mich zwischen ihn und den Türrahmen. „Es ist noch nicht Weihnachten. Wir reiten jetzt erstmal aus.“

      Er seufzte und folgte mir schließlich, natürlich nicht ohne mehrere Male zu raten, was es sein könnte. Doch ich hielt dicht. Weil ich noch keine Idee hatte.

      Nate kuschelte gerade mit Cresant Moon am Koppeltor, bevor er sich uns anschloss und sich Csíny als Reittier aussuchte. Cressi hatte sich seine Möhren heute mit einer Springstunde verdient, wo er laut Colins Erzählungen wie immer hervorragend mitgemacht hatte. Elisa hatte Colin mittlerweile als Cressis Reiter akzeptiert und gab ihm regelmäßig Unterricht. Er hatte das nicht zwangsweise nötig, aber es gab Elisa Sicherheit und das war wichtig.

      Colin schnappte sich Clouded Sky und ich führe Császári von der Koppel. Die beiden Hengste waren das letzte Wochenende auf einem Synchronspringen und brachten Schleifen für den dritten Platz mit nach Hause. Auch sonst verstanden sie sich sehr gut und gingen gerne miteinander raus, um sich dann Wettrennen zu liefern.

      Nachdem alle drei Hengste vorbereitet waren, ging es auch schon hinaus in die weiße Schneelandschaft. Kanada war zwar kalt, aber wenigstens gab es hier im Schnee. Die Weihnachtsstimmung ging dadurch in nullkommanix in die Höhe, sodass meine zwei Begleiter wiederwillig meinen Gesang von Weihnachtsliedern zuhören mussten. Auch während unseres Wettrennens grölte ich begeistert weiter, was Colin und Nate zu einem einstimmigen „Booooah“ verleitete.

      Der Todesblick unterbrach es, wussten die beiden doch, dass sie keine Freude haben würden, wendeten sie sich gegen ihre Chefin.

      Wieder am Hof angekommen, sattelten wir gemeinsam ab und während die Pferde unter ihren Abschwitzdecken warteten, öffnete ich Spotify und spielte Weihnachtslieder. Auch sorgte ich dafür, dass Colin und Nate nicht davonkamen. Sie sollten auch endlich mitsingen! Leider waren die Pferde zu schnell trocken, sodass ich die Lieder stoppen musste und die Hengste zurück auf die Koppel brachte. Als ich zurückkam, war auch sonst niemand mehr auf dem Hof zu finden.

      Nur die Decken von Cloud Nine und Dark Intention lagen am Putzplatz. Anscheinend hatten sich Nate und Colin mit den Hengsten aus dem Staub gemacht.

      Ihr Versteck in der Reithalle war zwar schlecht, aber wenigstens arbeiteten sie. Über die Musikanlage der Reithalle spielte ich dann doch noch meine Weihnachtslieder und dieses Mal gab es wirklich kein Entkommen für die zwei Männer.
    • Elii
      Pflegebericht 07. April 2017 - Gangsterpaar auf der Flucht
      4319 Zeichen

      Nachdem es nun schon einige Zeit lang trocken geblieben war, wollte ich heute das erste Mal mit Couleur du Deuil auf die Geländestrecke. Die junge Stute hatte die Woche über mit Dressur- und Cavalettiarbeit verbracht, als Belohnung dürfte sie nun auch draußen Gas geben dürfen. Nate und Colin begleiteten mich ebenfalls, auf Császári und Flavor of the Week. Die beiden Hengste würden zu tun haben, um mit Dulli Schritt halten zu können, denn trotz ihres Alters verhielt sie sich im Gelände wie ein alter Hase.
      Die Pferde waren so gut wie fertig, also nahm ich schnell Paint it Black aus dem Solarium, um ihn auf die Koppel zu stellen. Der Hengst gähnte und steckte eines seiner Hinterbeine aus, bevor er sich dazu bewegen ließ mit zu folgen. Anscheinend war der Ausritt anstrengender als gedacht gewesen.
      Kurz vorm Koppeltor kamen uns zwei weiße Blitze entgegengerannt - wobei, da waren einige Punkte vorhanden. Sie stoppten vor mir und hüpften wild um mich herum, was Paint it Black gar nicht passte.
      Den Tumult hatten auch Ayumi und Yuki bemerkt und kamen in Windeseile vom Stall angeschossen. Die zwei fremden Hunde, allem Anschein nach Dalmatiner, freuten sich über ihre Spielpartner und auch meine Beiden freuten sich sichtlich.
      Da meinem Hengst das Ganze gar nicht packte, verfrachtete ich ihn schnell in die Koppel und rief dann Ayumi und Yuki zu mir. Wie geplant, folgten auch die anderen Zwei, welche ich am Halsband packen konnte. Dort befanden sich auch Marken, auf denen jeweils eine Telefonnummer stand.
      Bevor ich diese wählen konnte, kamen zwei bekannte Gestalten um die Ecke gestürmt und kamen vor mir wild schnaufend zum Stehen.
      „Sagt bloß, das sind eure..“, murmelte ich und deutete mit meinem Blick auf die Rabauken. Während Elisa nach Luft ringt und auf allen Vieren am Boden kniete, brachte Gwen ein gehauchtes „Jaaaa..“ Heraus, bevor sie sich wieder die Hand in die Hüfte stemmte und laut atmete. „Ihr wisst aber, dass es so etwas wie Leinen gibt?“, fragte ich weiter, was auch mit einem leichten Nicken bejaht wurde. Zumindest von Gwen, Elisa sah so aus, als würde sie gleich kollabieren.
      Da ich Mitleid und einen guten Tag hatte, gab ich meinen Nachbarinnen den Strick von Paint it Black mit, welchen sie ins eine Halsband einklinkten und am anderen festknoteten.
      Bevor die beiden davonschlichen, denn sie konnten nicht mehr schneller laufen, machten wir noch einen Termin für eine Welpenspielstunde aus, dann würden Bonnie und Clyde auch nicht mehr einfach so durch die Weltgeschichte toben.
      Ayumi und Yuki schauten ihren neugewonnenen Freunden noch eine Weile hinterher, bevor sie mir folgten. Die beiden Shibas würden die Zeit, die wir auf der Geländestrecke waren, im Haus verbringen. In der Hoffnung, dass Yuki nicht umdekorierten und alles möglich in ein Versteck bringen würde.
      Als das erledigt war, ging ich zum Stall, wo ich von meinen Mitarbeitern schon erwartet wurde. Schnell Trense ich Dulli auf und schwang mich dann samt Schutzweste auf ihren Rücken. Die Bügel stellte ich noch ein Stück kürzer bevor wir losritten.
      Auf dem Weg verkündigte ich noch die Neuigkeit, dass wir ab jetzt jeden Montag und Donnerstag eine Welpenspielstunde veranstalten würden, was zu mäßiger Begeisterung führte. Nate rollte mehrmals mit den Augen und schrieb sofort Matthew, um diesen zu informieren. Von Elisa wusste ich bereits, dass er einen Aufstand gemacht hatte, als sie mit den Welpen auf den Hof kam.
      Nach gut fünfzehn MInuten kamen wir bei der Geländestrecke an, und wärmten erst einmal im Trab und Galopp weiter auf. Heute wollten wir nur die Hindernisse auf dem Grasplatz nutzen und nicht die gesamte Strecke, um die Pferde erst wieder an die Naturhindernisse zu gewöhnen. Dulli, Császári und Weak waren gut drauf und gingen die Hindernisse in einem flotten Tempo an. Dulli setzte wie erwartet noch ein Stück drauf und sprang den Parcours um einiges schneller als die beiden Hengste. Es war schwer sie zurück zu nehmen, doch nach ein paar Durchläufen, klappte sogar das.

      Nach dem Training wurden alle Pferde gelobt und wir traten unseren Heimweg an. Es ging im gediegenen Schritt zurück, jedoch musste Dulli auch hier jederzeit die Nase vorn haben. Die Stute war wirklich einmalig, allerdings müsste man noch einiges an Arbeit investieren, bevor sie das perfekte Reitpferd darstellte.
    • Elii
      Trainingsbericht 31. Mai 2017

      Platzhalter
    • Elii
      Trainingsbericht 15. Juli 2017 - Military E-A
      6440 Zeichen

      „Hi. Bye“, zwei Worte und schon war Jojo wieder weg. In dieser kurzen Zeit hatte sie es geschafft mir ihren Hengst in die Hand zu drücken, hinter mir vorbei zu laufen und dann wieder in die Richtung aus der sie kam zu verschwinden. Ich hinterfragte es nicht, schließlich hatten wir ausgemacht, dass sie Ares heute zu mir brachte. Colin kam kurz darauf um die Ecke, unter ihm Császári. Der Furioso Hengst sollte auch mit auf den Geländeplatz gehen.
      Er sollte Ares Sicherheit geben, denn dieser kannte den Geländeplatz bisher nur von weitem. Ich stieg auf den Rücken des Rotbraunen und wir machten los. Der Weg dorthin würde uns das Warmreiten abnehmen, dort wollten wir aber auch noch einige Runden locker traben und galoppieren, bevor es an die Sprünge ging.
      Bis jetzt ging es gut, allerdings konnte Ares auch ganz anders. Deshalb hielten wir den Abstand zwischen den zwei Hengsten möglichst groß, was uns aber nicht daran störte, und weiter zu unterhalten.
      Am Platz wartete auch schon Nate auf Couleur du Deuil. Eigentlich gab ich die Stute ungern aus der Hand, aber heute war es eine Ausnahme. Wobei ich es mir am Ende des Trainings nicht nehmen lassen würde, mich selbst auf den Rücken der Stute zu schwingen. Da wir nun alle versammelt waren, ging es los. Die Pferde sollten locker und geschmeidig vorwärtslaufen. Wichtig war, auch jetzt schon Tempounterschiede zu fordern, damit sie später vor den Hindernissen besser zu händeln waren. Für Dulli galt dies nicht unbedingt, aber Nate hatte genug Erfahrung, um auch den Halbtrakehner zu bändigen. Ares kannte durch seine Springausbildung die Tempounterschiede in und auswendig, auch das springen von Wechseln war kein Problem. Seine Routiniertheit würde sich noch auszahlen und mir einiges erleichtern.
      Császári und Dulli machten den Anfang, danach kam Ares an die Reihe und durfte über den ersten Baumstamm. Zuerst ließ ich ihn von Nahem anschauen, dann galoppierte ich ihn in frischen Tempo darauf zu. Auch wenn er sich etwas übersprang, war der Stamm problemlos. Die festen Sprünge waren ja doch etwas anders als die bunten Stangen, doch mit etwas Übung würde der Hengst herausfinden wie er welches Hindernis am besten nahm. Dulli und Császári waren deutlich routinierter, waren diese Saison aber auch schon die ganze Zeit im Busch unterwegs. Warum Jojos Eigentlich-Springpferd nun auch dort starten sollte, wusste ich nicht genau. Sie hatte irgendwas von Abwechslung geplappert, aber zuhören war an dem Tag einfach nicht mehr drin gewesen.
      Neben dem Bekanntmachen von diversen Sprungkonstellationen, sollte Ares nun auch den Wasserdurchritt bestreiten. Dulli ging voraus und zeigte den Hengsten, wie es richtig ging. Im Schritt watete sie hinein und wurde dann von Nate in der Mitte angehalten. Dann kam auch Császári hinzu und schließlich sollte Ares hinein. Wasser wurde im Springen ja eher großzügig umgangen, doch anscheinend hatte Jojo ihr Pferd vorbildlich vorbereitet und ihm schon gezeigt, wie problemlos das kühle Nass war. Als alle drei Pferde drinstanden, ging es der Reihe nach auf der anderen Seite heraus. Nun sollte das Ganze noch einmal im Galopp passieren, schließlich hatte man auf dem Turnier keine Zeit zum Durchparieren. Dulli preschte sogleich hinein und sorgte damit, dass das Wasser Nate sogar ins Gesicht spritzte. Ich saß schadenfroh auf meinem Pferd und flüsterte ihm noch ein, etwas langsamer zu galoppieren. Császári startete eher gediegen, erhöhte das Tempo aber sofort als Colin ihn aufforderte. Zuletzt sollte ich nun losstarten, was zu Anfang auch vielversprechend aussah, jedoch weigerte sich Ares kurz davor doch noch hineinzugaloppieren. Er bremste ab und schlitterte etwas seitwärts, was uns aber genau in die richtige Position brachte, um nochmal anzugaloppieren und neu anzureiten. Ich versuchte nun ein etwas höheres Tempo, sodass er nicht nochmal auf dumme Ideen kam. Ares hielt den Kurs, verwechselte es aber mit dem altbekannten Wassergraben und sprang hinein, anstatt weiter zu galoppieren. Bis auf das meine Hose danach recht nass war, hatte es doch gut geklappt und ich ging gleich noch eine Runde, um es für den Hengst zu etwas Normalen zu machen. Dieses Mal lief er brav weiter, auch wenn er kurz zum Sprung ansetzte. Ich lobte ihn und es folgte eine Schrittpause für alle. Danach wollten wir noch zwei Sprünge reiten und dann Ares nach Hause schicken. Dulli und Császári würden noch etwas weiterarbeiten, denn es stand schon bald das nächste Turnier an.
      Dafür übergab ich Ares an Nate, der diesen heimbrachte und setzte mich selbst auf Dulli. Nach der Neujustierung der Steigbügel konnte es auch schon losgehen. Heute war sie wohl besonders gut drauf, was mich überlegen ließ, ihre Kraftfutterportion noch weiter zu reduzieren. Momentan konnte man die Haferkörner abzählen, jetzt würde ich sie auf unbestimmte Zeit komplett streichen und sehen, wie die Stute damit zurechtkam.
      Sie zog gut ans Gebiss, ging teilweise aber auch gegen die Hilfe und versuchte vor allem vor dem Sprung dem Ganzen zu entgehen. Das Springtraining auf dem Platz und das Einschieben einer reinen Dressurwoche pro Monat hatte schon gut geholfen, doch sie wusste einfach, dass es im Busch gleich um viel mehr ging. Mit vielen Übergängen und Tempowechseln schaffte ich es am Ende trotzdem noch, sie in einem einigermaßen ruhigen Tempo über die Baumstämme zu bekommen. Es folgte Schritt, Lob und schließlich der Heimweg.
      Császári und die Stute verstanden sich gut, starteten sie beide ja oft in der gleichen Prüfung und traten mit viel Einsatz gegeneinander an.
      Für Ares ging es die folgenden Wochen immer mehr in den Busch und er steigerte sich konstant. Auch Jojo saß das ein oder andere Mal auf ihm und machte mit. Natürlich nicht ohne in den höchsten Tönen von ihrem Ausnahmetalent zu sprechen. Ein Glück hatte ich das ein oder andere Training geschönt, ihr hätte es nicht gefallen, dass ich einen Baumstamm fünfzehn Mal anreiten musste, weil Ares das angesetzte Moos gestört hatte.
      Als dann endlich das erste Turnier von Jojo und Ares anstand, durfte ich mich im Fähnchen und T-Shirt in die Fanmeile stellen und anfeuern. Dass ich selbst wenige Minuten nach ihrem Zieleinlauf starten sollte, interessierte sie eher weniger. „Du hast doch Angestellte, die dir das Pferd warmreiten...“ Dass ich denen dann einen Gefallen schuldete, ignorierte sie gekonnt.
      Letzten Endes konnten sie zwar keine Schleife abstauben, aber fast-glücklich war Jojo trotzdem.
    • Elii
      Pflegebericht 25. Juli 2017 - Büroarbeit
      2753 Zeichen

      Der Sommer war immer besonders stressig. Jedes Wochenende standen Turniere an, denn fast alle Pferde liefen in den unterschiedlichsten Klassen, was ein besonders gutes Zeitmanagment erforderte.
      Auch heute reichte es nur für einen kurzen Durchgang, da einiges an Bürokram anstand. Colin und Nate konzentrierten sich dafür auf das Training und waren gerade mit Coloured Belle und Golden Lights auf dem Springplatz. Danach sollten auch Dark Rubin, Colour GH’s Baila Conmigo und Long Island Icetea auf den Platz gehen. Der etwas mildere Tag heute sollte genutzt werden für Springgymnastik und Parcourspringen, je nachdem wie weit das jeweilige Pferd war.
      Poppysmic, Ékes und Tavasz hatten heute frei, genauso Kiss me Quick und Liscalina. Beides neue Stuten, die ich aus einer Insolvenz übernommen hatte. Auch Minstrel und Jacarta kamen auf diesem Weg zu uns, sowie Back to Business und die zwei Vierjährigen Dark Prince und Déchante. Da ich nicht alle behalten wollte und konnte, wurden die Pferde auf meine Freundinnen verteilt. Nur Jacarta und Minstrel würden letzten Endes bleiben.
      Da ich doch noch etwas Zeit hatte, drehte ich noch eine Runde bei den Koppeln. Am Morgen war alles noch etwas aufregender für die Pferde. Obwohl sie jeden Tag draußen standen, mussten vor allem die Hengste ihre Energie rauslassen. Cloud Nine und Clouded Sky galoppierten Seite an Seite über die Koppel, während Flavor of the Month und Flavor of the Weak bereits fertig waren mit Toben und sich eine schöne, braune Schicht aufgetragen haben. Mit dabei von der Vater-Sohn Partie waren auch Liberté’s Cresant Moon und Crescent Jewel und auch Csíny und Kalzifer standen in ihrer Nähe. Die vier grasten und sahen nur kurz hoch, als ich vorbei stiefelte.
      Die Büroarbeit sorgte nach drei Stunden doch für Kopfschmerzen, weshalb ich eine erneute Pause einlegte. Mittlerweile waren Colin und Nate mit Couleur du Deuil und Dark Chocolate aus dem Gelände zurück und berieten sich, welche Pferde als nächstes kamen. Die Wahl fiel schließlich auf Paint it Black und Császári. Für beide stand die Dressur heute an.
      Später würde wohl auch noch Romerico an die Longe kommen und ich reservierte mir Weltwunder für einen Ausritt. Dajeen hatte Glück und durfte heute freimachen.
      Bei meiner jetzigen Runde schaute ich noch bei den Kleinen vorbei. Millennium Falcon, Éllovas und Golden Cascade standen friedlich in ihrem Offenstall. Cover the Stars würde ich heute nicht besuchen. Da er momentan der einzige Junghengst war, stand er nicht am Hof.
      Seufzend schlappte ich schließlich zurück zum Haupthaus, um mich dort erneut vor meinen PC zu setzen. „Geh endlich! Du kannst morgen wieder mitmachen!“, rief mir Nate noch hinterher, was ich allerdings nur mit einem bösen Blick kommentierte.
    • Zaii
      Hufschmiedbericht 30. Juli - Emanzipation
      8.277 Zeichen

      „Ich bin so selbstlos! Sag ihr das, ja? Vergiss es nicht! Versprich es...“, ich zog die Autotür hinter mir zu, bevor Zai zu Ende gesprochen hatte. Sie hatte nur ungefähr dreihundert Mal betont, dass ich ihrer Freundin Elena unter die Nase zu reiben hatte, dass Zai maßgeblich daran beteiligt war, dass dieser Auftrag zustande gekommen war. Nur, weil Eli und Zai gestern einen Ausritt unternommen hatten und darauf zu sprechen gekommen waren. Aber gut. Selbstlosigkeit beschrieb Zairina natürlich mit Abstand am besten. Dass ihre blonde Freundin sich darum kümmerte, dass eine Tochter von Zais Eisvogel nach Kanada einfliegen konnte und auch, dass bald ein weiteres Pferd, welches auf Gut Sanssouci gezogen worden war, nach Crescent Acres ziehen würde, das ließen wir unbedacht, denn Zai war selbstverständlich die Selbstlosigkeit in Person.
      Mit einer wild gestikulierenden Zairina im Rückspiegel, rollte ich langsam von unserem Hof und fuhr das kurze Stück zu unserer Nachbarin Elena. Diese erwartete mich bereits vor der Stutenstallung und winkte mich gut gelaunt herbei.

      Bepackt mit Schürze, Werkzeug und dem mobilen Ofen in der einen Hand erreichte ich die schlanke Frau und bevor ich auch nur einen Ton gesagt hatte, ergriff sie das Wort: „Denk nicht mal daran, eine Lobeshymne über unsere gemeinsame Freundin anzustimmen“ Obwohl ich das nicht vorgehabt hatte, fragte ich mich trotzdem, ob Elena mich wie ein Buch oder meine Gedanken lesen konnte, „Wie hast du..?“ Eli hob wedelnd ihr Smartphone in die Luft, „Sie wollte sicher gehen, dass niemand sie vergisst“, meinte sie trocken und ich nickte wissend (und vielleicht ein bisschen erleichtert, dass sie meine Gedanken doch nicht lesen konnte).
      Wir einigten uns darauf, dass Zai nichts von dieser kleinen Unterhaltung hier erfahren würde, dann band ich mir die Schürze um und Eli steckte den Ofen ein.

      Während dieser warm wurde, begann ich mit Rockabella, die Eli bereits in Schritt und Trab vorgeführt hatte. Die Stute hatte tolle Gänge und war lammfromm, sodass es ein leichtes war, ihr die alten Eisen abzunehmen. Kurz sprach ich mit Eli den weiteren Einsatz der Stute ab und wir einigten uns auf einfache Stahleisen. Da Eli schon jahrelang im Pferdegeschäft war, konnte ich sie die neuen Eisen selbst aussuchen lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass diese später nicht passend sein würden. In der Zeit, in der Eli sich über meine Auswahl an Eisen hermachte („Du, Theeeeeeo..“ – „Ich muss dich leider enttäuschen“ – „Du weißt doch gar nicht, was ich sagen wollte!“ – „Ob ich goldene Hufeisen habe?“ – „Oh.. vielleicht wusstest du es doch“), kürzte ich die erste von Rockabellas vier Hufwänden. Darauf folgte das Ausschneiden des Zerfallshorns und das Planraspeln. Schnell waren auch die Ecken berundet und so war der erste Huf bereit für einen neuen Beschlag. Die Württembergerstute hielt vorbildlich auch bei den anderen drei Hufen still und so konnte nach kürzester Zeit das erste Eisen aus dem Ofen entnommen und geschmiedet werden. Auf den Lärm reagierte Rockabella verständlicherweise, blieb für Elena aber immer kontrollier- und abrufbar und beruhigte sich auch schnell wieder, als ich mich ihr näherte, um es aufzubrennen. Nach einem kurzen Wasserbad schlug ich das Eisen auf den Huf und nach und nach passierte das an allen vier Hufen der Dunkelbraunen.
      „Gut gemacht“, lobte ich die Stute mit einem Stück Möhre, ehe Eli sie mir noch einmal vorführte. Rockabella war ein alter Hase und ihre Gänge waren nach wie vor schön anzusehen und vor allen Dingen klar. So konnte ich die Stute guten Gewissens entlassen und mich dem nächsten Pferd widmen, das Nate gerade seiner Chefin übergab. Im Gegenzug nahm er ihr Rockabella ab. Es war lustig zu sehen, dass die Damen in Kanada definitiv die Hosen anhatten. Während Hugo Zai gerne noch Kontra gab und eine Diskussion, die seine Chefin hitzig werden ließ, einfach an ihm abprallte, hatten sich Matthew und Nate wohl schlichtweg Elisa und Elena unterworfen und lebten nun ein gebeugtes, aber ruhiges Leben. Zu meinem Glück arbeitete ich nicht für Zai. Sie war mehr Kooperationspartnerin. Trotzdem hatte auch ich eine Chefin. Meine wunderschöne Freundin Alex, wofür ich sie natürlich sehr liebte (genug geschleimt, falls sie das einmal lesen sollte?).
      Man konnte förmlich ansehen, wie ihre Brust vor Stolz anschwoll, als sie Dark Chocolate vorführte.
      „Die dritte Generation“, erklärte sie und ich hätte schwören können, dass sich ihre Pupillen zu kleinen Herzchen formten. Elena konnte auf ihre fünfjährige Stute aber zu Recht stolz sein, denn die Schwarzbraune hatte schöne Gänge und verhielt sich auch noch brav, als ich mit meiner Arbeit begann. Kurz überlegte ich, ob Eli die Pferde wohl high gemacht hatte, damit sie so ruhig und entspannt blieben? Ich entschied aber, dass mir etwas an meinem Leben lag und so behielt ich den Gedanken für mich.
      Mit geübten Griffen löste ich Chocs alte Eisen und brachte ihre Hufe in Form.
      Auch die neuen Eisen konnte ich zügig aufbrennen und anpassen, denn obwohl die Stute den Geruch und auch den Lärm nicht sonderlich zu mögen schien, zeigte sie deutlich, wie sehr sie ihrer Besitzerin vertraute und ließ sich dementsprechend auch immer wieder beruhigen.
      So war meine Arbeit hier in Bestzeit erledigt und obwohl Choc beim abschließend Gangtest noch etwas unsicher lief, so waren keine Unklarheiten zu erkennen und Eli wusste, dass der Gang ihrer Stute von den neuen Eisen rührte und sich zeitnah legen würde.

      Wie auf Kommando trat wieder Nate in mein Sichtfeld, diesmal allerdings von der anderen Seite. Er hatte den Stalltrakt der Stuten umrundet und führte, Elena schien ein Fable dafür zu haben, einen Schwarzbraunen an der Hand. Wieder übergab Nate das Tier seiner Chefin und nahm im Gegenzug Choc an.
      „Császári“, erklärte Elena wie selbstverständlich und ich versuchte, den Namen auszusprechen, ohne mir die Zunge zu brechen. Es misslang mir. „Ich spreche eben kein Parsel“, brachte ich zu meiner Entschuldigung hervor und kassierte dafür einen wirklich bösen Blick von Elena.
      Die hatte gerade Schritt und Trab des Hengstes vorgeführt und positionierte sich nun neben dem Furioso-North Star, während ich mich daran machte, die alten Eisen abzunehmen.
      Während meiner Arbeit an den Hufen entfuhr mir nun doch fast die Frage, wie sie ihre Pferde ruhig stellte, denn es war bemerkenswert, dass keiner meiner heutigen Kandidaten Faxen machte.
      Aber vielleicht waren das alles auch nur Klone. Ich meine, so unwahrscheinlich war das nicht. Alle waren braun, ähnlich groß.. vielleicht wollte Eli ihre verrückten Experimente tarnen, indem sie jedem Pferd doch noch etwas Individuelles verpasste. Da mein Tod für diese Gedanken allerdings nicht nur sicher, sondern auch langsam und qualvoll gewesen wäre, biss ich mir auf die Lippe und war froh, dass Elena mir aktuell nicht ins Gesicht sehen konnte, den ich holte gerade das erste der glühenden Eisen aus dem Ofen. Schnell war es aufgebrannt und in Form gebracht, woraufhin es bereits angenagelt werden konnte. Császári (ich fragte mich wirklich, wieso sie sich für ihn keinen Spitznamen überlegt hatte. Kszksz zum Beispiel. Vielleicht sollte ich das vorschlagen.) blieb von meiner Arbeit dermaßen unbeeindruckt, dass ich ihm zum Abschied zwei Stücken Möhre verfütterte. „Bis bald, Kszksz“, grüßte ich den Hengst und stellte fest, dass der Name ausgesprochen vor allem dazu führte, dass man sein Gegenüber in einen feinen Regen aus Speichel hüllte. Elena war entsprechend begeistert. Ich brachte ein entschuldigendes Lächeln zu Stande, aber hatte immerhin Nate zum Lachen gebracht, der natürlich wieder parat stand.

      Die Blondine entschied sich darauf hin, den Hengst selbst zurück in seine Box zu bringen und ließ Nate und mich ohne ein weiteres Wort stehen. Wie kleine Schuljungen versuchten wir, mehr oder weniger erfolgreich, unser Lachen zu unterdrücken, doch Elenas entrüstetes Schnauben zeigte, dass wir trotzdem losgeprustet hatten.
      Der dunkelhaarige Nate, der nur wenige Jahre älter war als ich, half mir dabei, mein Werkzeug und den Ofen wieder im Auto zu verstauen und verabschiedete sich dann mit Handschlag, ehe ich ins Auto stieg. Er hingegen eilte schnell in den Stall der Hengste, um sich seine Standpauke für sein Verhalten abzuholen und den Schaden einzudämmen. Der Arme.
    • Elii
      Pflegebericht 28. Oktober 2017 - Teilnahme an der [HK 492] Hengste mit Abstammung
      1441 Zeichen

      "Viel Erfolg!", rief ich Colin noch hinterher, als er schon auf dem Weg zur Halle war. Da ich momentan dank einer Erkältung wie ein nasser Sack auf dem Pferd saß, übernahm einer der Bereiter die Vorstellung auf der Hengstkörung von Császári. Gekleidet war er wie jedes unsere Pferde in einer weißen Schabracke mit dem Stalllogo. Seine Mähne war akkurat eingeflochten und sein schwarzer, frisch gewaschener Schweif war voll und gerade geschnitten.
      Schnell hechtete ich in die Halle hinein auf den Platz nehmen Nate, der schon genervt wartete. Einen Moment später ritt Colin ein. In einem schönen, schwungvollen Trab ritt er den dunklen Hengst hinein. Bei X parierte er zum Halten durch und grüßte anschließend die Richter. Erneut trabte er an und ging auf den Hufschlag. Nach einer Runde parierte Colin zum Schritt durch und drehte eine Weitere. Auch im Galopp blieb er mit Császári auf der ganzen Bahn und wechselte die Hand dann geschickt mit einem fliegenden Galoppwechsel.
      Auf der anderen Hand stellte er ebenfalls alle Gangarten vor und parierte schließlich bei X zum Halten durch. Ein erneutes Grüßen und Colin konnte die Halle im Schritt am langen Zügel verlassen. ​
      Wähenddessen hechtete ich wieder nach draußen, half dabei Császári den Sattel abzunehmen und übernahm ihn dann. In einer anderen Halle sollte er zum Freispringen.
      Auch dieses meisterte er mit Bravour und konnte danach beim Hänger ausspannen bis zur Urteilsverkündung.
    • Elii
      Pflegebericht 19. November 2017 - Winterplanung
      4629 Zeichen

      Die Turniersaison war fast vorbei und die Pläne für das Wintertraining mussten erstellt werden. Ich saß mit einer großen Tasse Tee und einigen Keksen am Schreibtisch, vor mir der PC, mehrere Notizbücher und ein großer Block. Auch den Kalender an der Wand durfte ich nicht außer Acht lassen, denn selbst vor Jahresende standen noch einige Veranstaltungen außerhalb der Turniere an.

      Ich seufzte verzweifelt und ließ mich auf den Tisch fallen. „Ich will nicht meeeeeehr“, meckerte ich und vergrub meinen Kopf in meinen Armen. An meinem Bürofenster ritten gerade Colin und Nate auf Minstrel und Császári vorbei. Ich wäre auch viel lieber draußen, aber irgendjemand musste ja organisieren. Zwar würde ich mich später in den Rücken von Lichterloh schwingen und eine Runde ausreiten, aber bis dahin musste ich alle Trainingspläne abschließen. Die Fuchsstute befand sich momentan noch im Aufbau, welchen wir mit vielen Gängen im Gelände mischten.

      Momentan hasste ich meinen Chef-Posten. Es war so schön damals, mit gerade mal fünf Pferden, als man jeden Tag reiten konnte, ohne nebenbei noch drei Stunden im Büro zu sitzen. Momentan waren es sogar deutlich mehr, was mir nur noch mehr missfiel. Ich seufzte tief und arbeitete dann weiter. Gerade Dajeen und Weltwunder mussten im Winter ranklotzen, schließlich sollten sie in der nächsten Saison die Turnierplätze unsicher machten. Die zwei Jungstuten hatten dieses Jahr schon einige Turniere bestritten, sollten aber erst nächstes Jahr voll einsteigen. Couleur du Deuil hatte sich eine Pause verdient, nach einer anstrengenden ersten Saison. Den kompletten Dezember würde sie auf der Koppel verbringen und im Januar würden wir wieder mit leichtem Training beginnen. Bei Dark Chocolate sah es ähnlich aus, allerdings hatte sie nur zwei Wochen komplett frei und würde dann schon wieder Mitte Dezember mit leichtem Training anfangen. Dann würde es wieder gesteigert werden, sodass wir über den Winter einen Klassenanstieg erzielen konnten. Bei Paint it Black sollte ebenfalls einen Klassenanstieg schaffen und wurde dafür jetzt schon trainiert. Im Sommer war er eher weniger auf Turnieren unterwegs. Der kleine Crescent Jewel durfte diesen Winter komplett freimachen vom Training, schließlich würde er erst nächstes Jahr vier Jahre alt werden.


      Ich nahm einen großen Schluck aus meiner Tasse, stopfte einige Kekse in mich hinein und starrte dann gefühlte fünf Minuten gegen die Wand. Plötzlich ging die Tür auf und Nate kam hinein. „Meine Güte, bist du immer noch nicht fertig? Wie lange willst du denn mit der Planung verbringen?!“, schimpfte er genervt und machte besonders viel Lärm, während er den Kühlschrank öffnete. „Hetz. Mich. Nicht.“, sagte ich langsam und bestimmt, bevor ich meinen Kopf in meinen Armen auf dem Tisch vergrub. Ich spürte wie Nate die Augen verdrehte und verharrte in dieser Position, bis ich hörte, dass die Haustür erneut auf und zu ging. Long Island Icetea und Baila Conmigo würden im Winter eine Pause von der Kutsche machen und sich auf die Dressurarbeit unter dem Sattel konzentrieren. Ékes sollte über den Winter die Klasse S der Dressur erreichen, sodass wir in der nächsten Saison auch dort angreifen konnten.


      Langsam wurde ich immer müder, weshalb ich nur noch wenige Pferde planen würde, bevor ich mir mit Lichterloh eine Pause im Gelände gönnen würde.

      Dark Intention würde weiter im Springen trainiert werden, genauso Cresant Moon. Csíny und Kalzifer nutzen den Winter für die Dressuarbeit, ebenso Flavor oft he Month, welcher im Winter auch einen Klassenaufstieg erzielen sollte.

      Bei Romerico stand etwas mehr Arbeit an. Wir hatten über den Sommer das Anreiten abschließen können, nun mussten wir uns darauf konzentrieren, dass wir Normalität ins Training brachten. Er hatte immer noch seine Aussetzer und man musste in wie ein rohes Ei behandeln. Da er nächstes Jahr aber Turnierluft schnuppern sollte, mussten wir einiges als Arbeit hineinstecken.

      Schnell kritzelte ich die letzte Notiz in mein Notizbuch, klappte dann das Macbook zu und schaltete den Mac aus, bevor ich nach oben stürmte und mich in meine Reitklamotten warf. Gut gelaunt lief ich zur Koppel, bevor ich am Tor stand und fassungslos Lichterloh ansah. Augenscheinlich hatte sich ihre Decke gesprengt und nun stand sie, völlig verdreckt und in Fetzen wie Aschenputtel da und starrte mich an. Leider war ich keine gute Fee und konnte dies nicht mit einem Schwung meines Zauberstabs wieder richten.

      Anscheinend war es heute nicht mein Tag, aber ich ergab mich meinem Schicksal und verbrachte die nächste halbe Stunde mit Putzen, bevor ich dann endlich ins Gelände tingeln konnte.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    1.7 Hengste in der Zucht
    Hochgeladen von:
    Elii
    Datum:
    22 Aug. 2016
    Klicks:
    933
    Kommentare:
    13

    EXIF Data

    File Size:
    310,9 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • [​IMG]

    Rufname: //
    geboren: März 2011

    von: Csíny – Furioso-North Star
    von: The Whole Story, aus: Furmint

    aus: Ékes – Furioso-North Star
    von: Karcag, aus: Evi

    [​IMG]

    Rasse: Furioso-North Star
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Schwarzbrauner
    Stockmaß: 167cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Császári lebte in seiner Jugendzeit in einer großen Hengstherde und ist dementsprechend gut sozialisiert. In der robusten Haltung bekam er zwar einige Schrammen ab, war bis jetzt allerdings noch nie erkrankt oder verletzt und zeigte sich beim Einreiten äußerst gelassen.
    Trotz dressurmäßiger Vorbelastung durch die Eltern soll Császári besonders in der Vielseitigkeit gefördert werden. Seine zähe Art und der Kampfgeist machen ihn zu einem perfekten Partner im Busch und zu einem Aushängeschild dieser Rasse.

    [​IMG]

    Erfolge

    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    1.Platz 262. Distanzturnier
    3. Platz 159. Synchronspringen
    2. Platz 297. Militaryturnier
    2. Platz 314. Militaryturnier
    3. Platz 315. Militaryturnier
    3. Platz 420. Springturnier
    2. Platz 421. Springturnier
    3. Platz 199. Synchronspringen
    2. Platz 325. Militaryturnier

    Springen E – Dressur E– Military A

    [​IMG]

    [​IMG]

    Gewinner [HK 492] Hengste mit Abstammung

    Decktaxe: 103 Joellen
    Zuchtverleih: //
    Nachkommen: //


    offizieller Hintergrund
    Zubehör