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Sevannie

Cotton Eye - Paint Horse

- Im Besitz seit 20.10.2019 -

Cotton Eye - Paint Horse
Sevannie, 20 Okt. 2019
Cooper gefällt das.
    • Sevannie
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      Pflegebericht für: First Spark, Maleficent Mistress, Native Dancer xx, Glee, Aria, Missing Misty,
      Venetia, Darling Diva xx, Quintessa, Alice Cullen, Royal Rubina, Hannelore, Abbey Dawn,
      Baileys Irish Cream, Delightful Joy, Cotton Eye, Caprice, Namica, Velvedere, Icaria, Diadora,
      Ramazotti Amaro, Xanthos, Dreamdancer, Rainy Afternoon, Deadly Overdose xx, La Paz, Thiago,
      Dark sweet Temptation, Sweet Poison, Pancake Killer, Hermann, HGT's Hero of Heaven,
      Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Shining Sommerdream, Mephisto, Schwachkopf, Albus

      Sevannie (Reyna Huntington) & Obi-Wan (Ian Monroe) I Zeichen

      Kennenlernen

      Ian Monroe | Es war Samstag in der Früh, dürfte wohl so um 6 Uhr sein. Ich legt auf dem Bauch in meinem Bett, eine Hand hing über die Bettkante das dunkle Haar stand zerzaust vom Kopf ab. Ich war am Vorabend relativ früh schlafen gegangen, da die Arbeit und das Bier welches ich mit Reyna getrunken hatte dafür gesorgt hatten das ich wirklich müde geworden war. Es war ein ruhiger und traumloser Schlaf in welchen ich gesunken war. Er endete genau in diesem Moment als ich etwas Warmes und Feuchtes auf meiner Hand spürte. Ich zuckte zusammen, öffnete die Augen einen Spalt, hob den Kopf gerade soweit um zu sehen das Aika sich an meiner Hand verging. „Morgen“, brummte ich der Hündin entgegen und entzog ihr meine Hand. Mhh… Hundesabber am Morgen was konnte es denn schöneres geben? Ich wälzte mich auf den Rücken, bedeckte meine Augen mit einem Unterarm. Ein herzhaftes Gähnen entkam mir und eigentlich war ich schon wieder beim Einschlafen, als Aika ihre Vorderpfoten auf die Bettkante legte, den Kopf zwischen ihre Pfoten und leise vor sich hin winselte. Ich seufzte und spähte zu ihr hinüber, wie sie mich mit ihren großen braunen Augen flehend anstarrte. Wieder erklang dieser leise Ton der verkündete, dass sie auf ihr Frühstück bestand. „Schon gut!“ gab ich schließlich mit einem Seufzen nach und schlug die warme Bettdecke zur Seite. Meine Füße schob ich über die Bettkante und saß erstmal aufrecht dort, fuhr mit einer Hand durch mein Haar und kratzte mich am Hinterkopf. Aika indes lief aufgeregt im Kreis, herum gähnte und streckte ihr Hinterteil in die Höhe, bevor sie trippelnd wieder auf die Beine kam und um das Bett herum lief. Ich dachte über den Tag nach, dachte daran was heute denn zu tun war und dann fiel mir ein, dass ich mir ja mit Reyna ausgemacht hatte heute wieder zu ihr zu fahren. Sie wollte mir das Reiten beibringen… nun zumindest sollte ich mich heute mal auf ein Pferd setzen. Unwillkürlich spürte ich die Aufregung dabei. Ob das wirklich gut gehen würde? Noch war ich ja nicht so davon überzeugt, aber einfach kneifen konnte ich doch jetzt auch nicht mehr. Gut das erste Problem stellte sich mir ja schon, als ich vor dem Kleiderschrank stand. Was zog man denn zum Reiten an? Vielleicht hätte ich da Reyna doch lieber Fragen sollen… Ich seufzte leise bei dem Gedanken an die hübsche junge Frau geriet ich leicht ins Schwärmen. Mit einem Seufzen entschied ich mich einfach für eine Jeans und ein einfaches T-Shirt. So machte ich mich mit Aika auf den Weg zum Stall, stieg in den alten Pick-up ein. Bevor ich jedoch zum Stall fuhr, fuhr ich noch an einem Coffee Shop vorbei, nahm für Reyna und mich jeweils einen Kaffee und je einen Donut mit. Hoffte, dass ihr das zusagen würde. So fuhr ich eine viertel Stunde später auf dem alten Gestüt ein und wenn ich mir so die Gebäude von außen ansah, konnte ich noch jede Menge Arbeit sehen… in meinem Kopf hätte ich auch schon den einen oder anderen Plan wie man ein paar Dinge verbessern könnte. Das waren eben die Augen eines Handwerkers… Ich parkte wie die Tage zuvor auch schon am Rand, stellte den Motor ab und stieg aus. Aika sprang gleich hinter mir hinaus und zischte auf der nächste Fleckchen Wiese zu, um erstmal ausgiebig zu schnuppern und sich zu erleichtern. Ich lächelte und ging mit dem Kaffee und der Tüte mit den Donuts in der Hand auf die Suche nach Reyna. „Reyna?“ fragte ich in den Stall hinein und sah mich um, betrat die Stallgasse. Es roch nach Sägespäne und frischen Holz, nur unterschwellig kam auch der Duft der Hinterlassenschaften der Tiere durch. Die Pferde schienen alle ihr eigenes Frühstück schon zu haben, zumindest war meine Anwesenheit ihnen so gut wie egal. Nur ein zwei hoben ihre Köpfe, das Maul voll mit dem grünen getrockneten Gras. Ich fand mich bei der Box der hübschen hell gescheckten Stute wieder. Sie spitzte neugierig ihre Ohren als sie mich wahrnahm und kam sogar heran um an der Tüte zu schnuppern die ich in der Hand hatte. Ich grinste und machte lieber einen Schritt zurück. „Ich glaube nicht das Donuts was für dich sind meine Hübsche“, schmunzelte ich. Das Tier schnaubte schüttelte ihren Kopf, bevor sie sich wieder ihrem Futter widmete.

      Reyna Huntington | Ich war heute etwas später wach geworden als sonst, tat mich schwer aus dem Bett zu kommen. Ja ich schlief endlich in meinem Bett. Nachdem Ian gegangen war hatte ich mich drauf und dran gemacht das Schlafzimmer wenigstens halbwegs ins Lot zu bringen. Oder zumindest das Bett, denn langsam aber sicher bekam ich Rückenschmerzen von der Haltung auf den Heuballen. Kaffee gab es jedoch immer noch nicht für mich, wobei ich froh drum wäre nun einen zu haben. Ich schlurfte in das Badezimmer und machte mich fertig für den Tag, alles was dazu gehört. Zähne putzen, Schminken und und und. Ja man sah mir meine Müdigkeit an, sehr sogar, bekam ja kaum die Augen auf. Aber sicherlich legte sich das gleich wieder, wenn ich in den Stall gehen würde um die Pferde zu füttern. So zog ich mir heute die dunkelblaue Reithose an und ein lockeres Shirt, darüber eine Sweatshirtjacke denn in den letzten Tagen war es immer morgens kalt, dafür am Nachmittag brechend heiß. Ich musste mich unbedingt mal an die Wiesen dran machen, damit die Pferde wenigstens über den Morgen dort etwas grasen konnten, das Paddok war ja keine dauerhaft Lösung für sie. Zumindest nicht bei der Hitze und ohne Unterstand, so holte ich sie jeden Mittag wieder rein und ließ sie abends noch einmal hinaus. Ich streckte mich ausgiebig als die kühle Luft mich vollends weckte, ehe ich meine Jacke schloss. Ich wollte wahrscheinlich gar nicht wissen wie viel Grad es wirklich waren. So lief ich die Treppen hinunter und gleich in den Stall, die Pferde wärmen diesen immer ganz gut. Und die Wärme hielt sich hier, genauso wie Mittags die kühlere Luft wenn ich einen Durchzug startete nachdem alle auf dem Paddok waren. Ich wurde von erwartungsvollem Gebrummel und Fohlen Wiehern begrüßt, was mir ein Lächeln auf die Lippen zauberte. ,,Guten Morgen.“, rief ich in den, bis auf die Pferde, leeren Gang hinein und lief zur Futterkammer die es heute auch noch halt zu füllen. Wieso hatte ich bei meinem vollen Terminplan nochmal Ian eingeladen? Ja ich wollte ihn aufs Pferd setzen, ihm weiß machen wie schön das Reiten sein kann und hoffte auch das es mir Gelang, nur warum nochmal heute? Ich bereitete das Futter vor und gab jedem seine Portion nach und nach. Einen Teil vom Heu bekamen sie jetzt schon, den anderen verteilte ich derweil auf den Paddoks. Ich sah zum Stall hinüber, sah das alle natürlich noch am Kauen war und beschloss kurzer Hand meine Arbeit am Haupthaus und dessen Zimmer weiter zu vollziehen. Wollte dort ja irgendwann mal richtig einziehen und nicht so halbherzig. So lief ich die Treppen wieder hoch und begann in der Küche. Ich öffnete die Fenster und schmiss die alte Sachen wahllos in den Container der, Gott sei Dank dass ich ihn hab dort hinstellen lassen, unter dem Fenster stand. Wieso hatte der Vorbesitzer denn wirklich gar nichts mitgenommen, so schien es zumindest. Alte Küchengeräte und der Tisch im Esszimmer. Das Bett und so die Standardmöbel waren noch da, teilweise sogar noch Bilder. Ich schüttelte den Kopf, konnte nicht verstehen wieso man Bilder hängen ließ, die hatten doch eine Bedeutung. Ein kurzer Blick auf mein Handy verriet mir, dass es schon halb 9 war und ich wenigstens schon das ganze Kleingetraddel aus der Küche verbannt hatte. Eine neue würde ich mir derzeit noch nicht leisten könnten, so müsste diese halten. Eventuell das Holz neu streichen, aber das war eher ein kleineres Übel, sonst sah sie ja noch gut in Schuss aus, bis auf den Staub. Ich streckte mich erneut und der Wunsch, nun einen Kaffee zu haben, stieg wieder in mir auf. Ja dahinter steckte schon fast ein bisschen Suchtpotential, aber es war eben mein Lebenselixier. Früher hätte man mich vor meinem ersten Kaffee gar nicht ansprechen dürfen, zum Glück hatte sich das gelegt gehabt. Meine Beine trugen mich wieder aus dem Haupthaus und ich entdeckte Ians Auto. Oh! Lächelnd lief ich in den Stall. Ja wir verstanden uns gut und der Gedanke, seiner bloßen Anwesenheit, versetzte mir schon ein Lächeln auf die müden Gesichtszüge. Ich rieb mir die Augen, lief dann weiter. Aika schien mich schon zu hören, denn die kam geradewegs auf mich zugerannt. ,,Guten Morgen du Süße!“, rief ich und hockte mich hin, mit einem Sprung landete sie in meinen Armen und ich richtete mich auf. ,,Na du kleine Maus, gut geschlafen?“, lächelte ich und streichelte die aufgeregte Dame, welche fast zu explodieren schien vor Freude. Lächelnd und mit dem Hund auf dem Arm trat ich in den Stall. Sah den groß gebauten Mann mit einer Tüte und zwei Kaffeebechern in den Händen an, beobachtete wie er sich mit Velvedere unterhielt. Diese Stute hatte es ihm wirklich von Anfang an angetan. Aber es war ein wahrlich schöner Anblick. Ein hübscher Mann, welcher selbst noch etwas verschlafen drein blickte, der meine Velvedere streichelte und ihr erklärte warum sie nicht das haben könne was in der Tüte auch immer war. Ganz genau verstand ich seine Worte nicht und er schien mich auch nicht wirklich zu bemerken. Ich schmunzelte und musterte ihn, das Shirt spannte etwas an seinen muskulösen Oberarmen, sowie an der Brust auch etwas. Ja man sah ihm deutlich an, dass er ins Fitnessstudio ging. Und ich würde lügen, würde ich sagen dass dieser Mann mit seinem Aussehen nicht manchmal bestimme Gedanken hervorrief. Oder auch mit seiner Art, seiner überaus charmant Art, welche er zeitweise an den Tag legte. Ich schob diese Gedanken beiseite und sah wieder sein Profil an. „Guten Morgen Ian.“, rief ich ihm zu und ließ Aika wieder hinunter, ging ein paar Schritte auf ihn zu. ,,Gut geschlafen?“, fragte ich schmunzelnd nach und fuhr mir mit der Hand durch die Haare, strich sie nach hinten, damit sie mir nicht weiterhin ins Gesicht fallen. Müsste nachher wohl wieder zum Haargummi greifen, wie eigentlich schon die ganze Woche. Ich glaubte sogar, Ian hatte noch nicht einmal meine offenen Haare gesehen, glaubte er kannte mich nur mit hochangesetztem Pferdeschwanz da es für die Arbeiten angenehmer war, wenn mir die Haare nicht ständig ins Gesicht fielen.

      Ian Monroe | Mein Blick lag weiterhin auf dem hübschen Pferd, welches sich mittlerweile wieder von mir abgewandt hatte. Beobachtete fasziniert wie sie mit ihren Lippen kleine Halme aus den Sägespäne sammelte anstatt ihr Maul einfach in die Raufe zu stecken. Eine bekannte Stimme riss mich von dem beinahe schon meditativen Anblick los, ich drehte meinen Kopf und ein breites Lächeln trat unwillkürlich in mein Gesicht als ich der hübschen jungen Frau entgegen sah. „Morgen Reyna!“ erwiderte ich den Gruß und kam ihr entgegen. Ich nickte als sie fragte ob ich gut geschlafen hatte. „Ja sehr gut sogar, danke der Nachfrage“, antwortete ich ihr und grinste. „Und du?“ fragte ich sie zurück und beobachtete wie sie ihre Haare zurück strich. Wie sie durch das Licht was hier rein fiel glänzten als wären sie aus seinem feinen Stoff gewoben. Folgte dieser Bewegung mit den Augen und fragte mich ob sie sich so seidig anfühlten wie sie aussahen. Sie sah so ungewohnt aus mit den offenen Haaren – ungewohnt im guten Sinne, fast schon sexy, hatte ich sie die Woche doch nur mit Pferdeschwanz gesehen. Ich räusperte mich um schnell wieder meine Gedanken los zu werden, wurde mir dann den Doppelhalter in meiner Hand, indem die beiden Kaffees standen, wieder gewahr. „Öhm… ich habe Kaffee und Donuts mitgebracht“, lenkte ich also schnell ab, hob die Hände mit den Bechern und der Tüte in der Hand in die Höhe um darauf aufmerksam zu machen. Schenkte ihr wie üblich eines meiner charmanten Lächeln und hoffte das es ihr nicht aufgefallen war, dass ich sie angegafft hatte. „Ich fürchte nur er ist nicht mehr ganz so heiß“, meinte ich dann und lächelte entschuldigend. Hielt ihr dann den Papphalter hin. „Links ist glaube ich der Latte Macchiato und rechts ein doppelter Espresso“, erklärte ich. Nachdem ich ja nicht wusste wie sie ihren Kaffee gerne trank hatte ich einfach zwei verschiedene genommen und da ich ja nicht zimperlich war würde ich eben den nehmen der über blieb. Reyna sah zumindest so aus als könnte sie einen Kaffee gut gebrauchen und innerlich klopfte ich mir auf die Schulter für diese Idee. Denn das Lächeln das sie mir daraufhin schenkte war einfach atemberaubend schön und sie griff sogleich nach dem Latte. Gut das würde ich mir also für die Zukunft merken. Moment Zukunft? Ich kannte sie gerade mal die Woche, war eigentlich auch nur hier durch meinen Arbeitgeber. Nun gut heute nicht, denn es war Samstag und ich war hier, weil sie mich auf eines ihrer Pferde setzen wollte. Etwas nervös war ich aufgrund dessen schon, aber wollte mir das natürlich erstmal nicht ansehen lassen. – Wie schwer konnte es denn schon tatsächlich sein? - Wir verließen nochmal den Stall um das Essen drüben beim Haus auf der Bank einzunehmen auf der wir gestern schon Bier miteinander getrunken hatten. Ich reichte ihr lächelnd ihren Donut. Die Kaffeebecher waren leer, die Donuts gegessen. Aika hatte sich neben mir abgelegt und sah von dieser Position aus aufmerksam in die Gegend. Dann wandte sich Reyna schließlich mit einem Schmunzeln und einer Frage an mich: „Also für welches Pferd hast du dich denn nun entschieden?“
      Das war eine gute Frage, sie hatte sehr schöne Tiere nur wusste ich sehr wenig von dem Ganzen. Gestern hatte sie schon gesagt das ich aussuchen dürfte und sie ihr Veto einlegen würde, würde ich eines auswählen das nicht geeignet für...nun ja mich war. Ich lehnte mich auf der Bank zurück und dachte darüber nach. Natürlich kam mir gleich die hübsche gefleckte Stute in den Sinn. "Hmm.. was ist mit der hübschen hellen gescheckten Stute?" fragte ich also sogleich nach. Das Grinsen von Reyna sagte mir gleich, dass dieses Pferd wohl nichts für mich war. Was sich mit ihren Worten bestätigte, als sie mir sagte das Velvedere noch nicht zugeritten war. Gut... definitiv nichts für mich. Ich fuhr mit einer Hand durch mein Haar. "Na dann lieber nicht", meinte ich leise lachend, bevor ich mich vorbeugte. "Welche sind denn ..zugeritten?" fragte ich nach und musterte die hübsche Frau neben mir. Irgendwie.. rutschte man bei solchen Worten wie von selber in zweideutige Gedanken.

      Reyna Huntington | Hatte er mir doch tatsächlich schon den Tag versüßt mit dem Latte Macchiato und dem Donut. Auf meine frage hin, welches Pferd er gerne nehmen würde sagte er, was mit der hellen gescheckten Stute wäre. Ich schüttelte grinsend den Kopf, er schien sich wirklich gut mit ihr zu verstehen. ,,Vel ist nicht eingeritten und somit fällt sie leider raus. Ich könnte dir Hermann empfehlen.'', erklärte ich und er sah mich verdutzt an. Na klar wusste er nicht wer wer war. ,,Das große braune Kaltblut.'' - Achja. Ich vergaß, dass er sich damit auch nicht auskannte. War er doch ganz neu auf dem Gebiet. ,,Der große Braune, stämmige Hengst.'', erklärte ich dann und auf seinen Gesichtszügen breitete sich ein kleines Schmunzeln aus, wusste er doch nun wen ich meinte. ,,Der ist ganz lieb und ruhig, oder Icaria, sie ist auch ein Warmblut und sehr ruhig.'', erklärte ich knapp und stand dann auf, nahm ihm den Müll ab. ,,Komm, wir gehen am besten durch den Stall, so hat das doch keinen Zweck.'', lachte ich auf, als er erneut so süß verwirrt drein blickte. So schmiss ich den Müll schnell in die Tonne, bevor wir wieder in den Stall traten. Hatte mir zuvor auch gleich wieder die Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, da sie mich durch den Wind jetzt schon störten. Wir blieben vor Icaria's Box stehen, welche nur kurz ihren Kopf neugierig hob und dann doch wieder ihre Aufmerksamkeit dem Heu zuwandte. ,,Das ist Icaria. Eine Hannoveranerstute und sehr geduldig und ruhig.'', sagte ich und musterte die braune Stute mit den wunderschönen Abzeichen auf ihrem Kopf. War sie doch sehr außergewöhnlich durch dieses und das machte sie so besonders, zumal ihr Charakter goldwert war. Wir liefen zu Hermann, welchem ich Ian auch noch etwas vorstellte, bevor es weiter zu HGT's Hero of Heaven ging. ,,Er wäre vielleicht auch was, zeigt er kaum Hengstmanieren und ist eigentlich sehr lernwillig. Vielleicht wäre es auch für ihn eine gute Erfahrung um zu Lernen wie man sich vorsichtig gibt.'', sagte ich und streichelte dem dunklen Palomino über die grauen, samtweichen Nüstern die er uns gerade entgegen streckte. Hero brummelte leise und streckte seinen Hals, drehte seinen Kopf und schielte zu Ian hoch, was mir ein Kichern entlockte. ,,Ja er ist auch gerne mal ein Quatschkopf.'', fügte ich hinzu und wir gingen weiter. Ich stellte ihm noch Pancake Killer als potentiellen Kandidaten vor. So war der Tinker-Hengst ebenso ein ruhiger Kandidat, auch wenn er etwas tollpatschig war. Sweet Poison fiel aufgrund des Größenunterschieds aus, war es doch nicht sonderlich förderlich, einen so großen, gut gebauten Mann auf einen so viel kleineren Hengst zu setzen. Auch wenn mir Ian's Kommentar nicht entging, dass genau er doch der richtige wäre, könne er doch nicht so weit fallen sollte es dazu kommen. Ich kicherte und schüttelte dann grinsend den Kopf. ,,Nein keine Option.'', unterstrich ich meine Aussage und wir gingen zu dem letzten Kandidaten. ,,Antaris.'', sagte ich und streckte meine Arme zu der Box aus, in welcher der braune Hengst stand. ,,Er ist auch sehr ruhig und ein wahrer Schatz, wenn man ihn lässt.'', schmunzelte ich über meinen Zuchthengst und sah dann erwartungsvoll zu Ian, dem die Entscheidung wohl alles andere als leicht fiel. ,,Nun, lass es dir durch den Kopf gehen. Ich bringe solange die anderen Pferde auf die Paddoks.'', sagte ich und machte mich dann auch schon daran. Ich nahm zuerst Royal Rubina und Alice Cullen zu mir, lief mit den beiden aus dem Stall und zu den besagten Paddoks. Nach und nach folgten dann auch der Rest, wobei mir Ian auch half. So kamen zu guter Letzt noch Missing Misty und Aria raus auf ein gemeinsames Stück. ,,Und? Schon entschieden?'', fragte ich grinsend und drehte mich zu dem dunkelhaarigem Mann um, welcher doch recht nah vor mir stand. Ich schmunzelte, spürte das leichte erröten meiner Wangen und trat einen Schritt zurück. Musste ich doch immer wieder den Kopf in den Nacken legen um auch in die braunen Augen des Mannes sehen zu können. War er doch schon ein ganzes Stück größer als ich es war. Ich schmunzelte, betrachtete das kantige Gesicht und die harten Züge, doch Aika riss mich aus dem Anblick. War es sicherlich auch ein guter Zeitpunkt gewesen, die kleinen Vorderpfoten an meine Wade anzulehnen und mich mit stark wedelnder Rute anzuschauen. Sie quietschte leise, schien so aufgeregt und sich zu freuen. Ich lächelte und hob die kleine Maus hoch. ,,Aika wartet wohl auch schon auf eine Entscheidung.'', lächelte ich weiterhin und streichelte die kleine Hündin auf meinem Arm, sah dann wieder zu Ian auf. ,,Uhm.. Wie hieß der große Braune nochmal?'', hakte Ian nach und ich konnte mich nicht halten wieder los zu kichern. ,,Antaris oder Hermann?'' - ,,Der ruhige, stämmige.'', murmelte Ian peinlich berührt und kratzte sich am Hinterkopf. Sein Lächeln ließ mich ebenso schmunzeln. ,,Hermann.'', sagte ich dann und ließ die kleine Hündin wieder von meinem Arm, ehe ich mit Ian zu dem Paddok lief auf dem Hermann stand. ,,Wir können den ersten Ritt auch verschieben auf wann anders, wenn du magst? Vielleicht willst du ihn so erstmal kennen lernen?'', sagte ich dann und legte die Arme auf den Zaun des Paddoks, die Litzen waren ja etwas davon entfernt, also brauchte ich auch keine Angst haben, im nächsten Moment eine gewischt zu bekommen. Mein Blick fiel von dem Braunen wieder auf Ian, der den Hengst gerade ansah. Betrachtete währenddessen etwas ungehalten das markante Gesicht. Nun war ich wohl die, die starrte. So wandte ich den Blick ab und sah auf den Boden vor uns wartete auf die Antwort von Ian. Ich strich mir einer der Haarsträhnen aus dem Gesicht.

      Ian Monroe | Natürlich war das ganze Gerede über den Tieren von dieser Warte hier etwas... nun ja verwirrend. Sie nannte Namen, aber natürlich sagte mir das kaum etwas. Sah auf meine Hände als sie mir den Leeren Becher und das Papier abnahm. Ich kratzte mich an Hinterkopf und dachte fieberhaft darüber nach. Innerlich war ich natürlich aufgeregt, versuchte es jedoch nicht zu zeigen. Dann forderte sie mich auf aufzustehen, lachte mir mit diesem umwerfenden Lachen ins Gesicht. Es wirkte nicht als ob sie sich über mich lustig machen würde. Ich grinste schief und erhob mich auch so gleich mit einem eifrigen Nicken. Ich folgte Reyna und kam nicht umhin meinen Blick über ihre hübschen Körper gleiten zu lassen, hinunter zu dem hübschen kleinen Hintern der bei jedem Schritt hin und her wackelte. Ich biss mir auf die Zunge und zwang mich schnell wieder auf ihren Hinterkopf zu sehen, bot der auf und ab wippende Pferdeschwanz doch auch eine Schöne Aussicht! Wir blieben vor der Box der Stute stehen die sie zuvor erwähnt hatte und ich warf einen Blick über die Boxenwand. Begutachtete die braune Stute mit dem rosa Maul die sich auf dem Boden ihr Heu zusammen suchte. Dann führte mich Rey weiter zu dem stämmigen braunen Pferd. "Ganz schön viel Haar..." murmelte ich und sah auf die lustigen weißen Puschen die er an jeden seiner Füße hatte -sah fast aus als gehöre er zu einer Abba Revival-band oder sowas. Ich ging weiter und ließ mir nur zu gerne von Rey alle ihre Pferde zeigen und bedachte sie dabei mit einem genauen Blick. Die Art wie ihre Augen dabei regelrecht zu glühten war einfach umwerfend. Liebte sie diese Tiere wohl wirklich sehr, jedes Einzelne schien ihr am Herz zu liegen. Nickte dann als sie meinte, dass sie erstmal die anderen rausführen wurde. Sah sie mein Zögern wohl so das ich noch überlegen musste. Sie kehrte zu mir zurück und fragte ob ich mich denn schon entschieden hatte und stand dabei ganz nah bei mir. So das ich den Duft von ihr in die Nase bekam, gemischt mit dem von Pferd und ich empfand es als sehr... angenehm... mehr als das. Sie wartete auf eine Antwort also gab ich ihr diese. "Uhm... Wie hieß der große Braune nochmal?" fragte ich also peinlich berührt nach und kratzte mich am Hinterkopf. Sie kicherte und nannte zwei Namen. Oje.... "Der ruhige, stämmige", murmelte ich und ließ meine Hand eben gleich an meinem Hinterkopf wo sie schon dort oben war. Hermann... Ja, das war es gewesen. Irgendwann würde ich mir das schon merken... ich meine, wenn ich öfter hier wäre. Ja wenn... Mein Blick lag auf Rey und ich grinste ihr verwegen entgegen. Dann meinte die hübsche Frau vor mir, dass wir den resten Ritt ja auch verschieben könnten und ich ihn erstmal kennen lernen könnte. "Oh..." machte ich und räusperte mich, fühlte ich nun doch die Aufregung. "Wie wäre es, wenn wir erstmal das tun, was man vor dem Reiten ebenso tut mit Pferden? Und wir entscheiden dann?" meinte ich und lächelte ihr charmant entgegen. Hoffte das man mir die Aufregung nicht allzu stark ansah. Rey lachte wieder und nickte, unschlüssig stand ich da als sie auf den Auslauf des Pferdes ging. Ihr Blick ging Auffordernd zu mir, ebenso der von Aika die neben Rey stand und ich kam sogleich hinterher. Ging doch nicht an, dass die beiden Mädels mich wie einen begossenen Pudel hier stehen ließen! Wir gingen auf den Braunen zu, der uns neugierig entgegen sah. Rey drückte mir sogleich das Halfter, wie sie es nannte in die Hand und sagte mir wie ich es anzulegen hatte. "So etwa?" fragte ich und steckte es gleich mal verkehrt über die Nase des Tieres. Rey lachte und schüttelte den Kopf, ihre Hände legten sich auf die meinen und irgendwie.. es durchströmte mich ein warmes Gefühl dabei, es kribbelte wie verrückt in meinen Körper... und das lag nicht an der Aufregung neben einem gut 700 Kilo schweren Tier zu stehen, das mich wenn es ihm gefiel einfach umwerfen könnte. Zusammen mit Rey schaffte ich es schließlich das Halfter richtig anzulegen und sie überließ es auch gleich mir ihn von der Koppel zu führen. Sagte mir immer wieder wie ich es tun musste und wichtig... einfach ruhig bleiben.

      Reyna Huntington | Ian stand bei Hermann und streichelte behutsam über den Hals des stämmigen Hengstes. Wollte er wohl etwas Vertrauen aufbauen. ,,Gut, dann putzen wir mal.'', schmunzelte ich und stellte die Putzkiste neben den beiden ab und drückte sogleich Ian die erste Bürste in die Hand. Es dauerte auch nicht lange, da Hermann fast schon sauber war. So erklärte ich Ian gleich die Bürsten und dessen Anwendungsgebiete, versicherte ihm dass es beim öfteren Putzen der Pferde irgendwann wie eine Gewohnheit war und man nicht mehr drüber nachdachte, welche Bürste denn nun dran kam. Die Puschen von Hermann waren das Einzige, was etwas dreckiger war, doch leuchteten sogleich auch wieder in ihrem weiß. Mein Blick ging zu Ian der gerade wieder die Nüstern des Hengstes streichelte. ,,Ich würde sagen, wir spazieren doch erst einmal ein bisschen und danach gehts an die Longe?'', hakte ich nach und Ian sah verwirrt drein. Ja ich mochte diesen Blick irgendwie. Wirkte es schon ziemlich süß, dass man so einen Mann so leicht verwirren konnte. Dafür kannte ich mich eben auf seinem Gebiet nicht wirklich aus.. ,,Wir satteln ihn gleich schon und machen ihm die Trense drauf, dann können wir von dem Spaziergang gleich auf den Platz.'', lächelte ich ihm entgegen und wandte mich zum Gehen ab.
      Mit Sattel und Trense kam ich schließlich wieder und hängte die Trense an einen der Haken an der Wand. Ich legte den Sattel gleich auf den sanften Riesen und rückte ihn zurecht. Erklärte Ian auch gleich auf was man achten sollte und gurtete den Sattel. ,,Ganz wichtig, vor dem Aufsteigen nochmal nachgurten, sonst rutscht man höchstwahrscheinlich samt Sattel runter.'', erklärte ich und sah über meine Schulter hinweg wieder zu Ian. Ertappte ihn dabei, wie sein Blick über meinen Körper ging und schmunzelte vor mich her. Männer, irgendwo waren sie doch alle gleich oder? Konnte es ihm aber kaum verübeln, musste mich bei Hermann eben etwas mehr strecken um den Sitz des Sattels nochmal zu kontrollieren. Es ging weiter zum Trensen. Hatte das Halfter dafür schon abgemacht und der Hengst stand ohne da. Ian fragte, ob er nicht auch einfach abhauen könnte und ich nickte. ,,Sicher, aber er weiß, was er hier hat.'', kicherte ich und legte die Zügel über den Hals des Tieres, bevor ich ihm das Gebiss ins Maul legte, für welches er auch gleich das Maul aufmachte. Ich befreite den dicken Schopf von den Zwängen des Stirnriemens und erklärte Ian auch die Verschnallung der Trense. Wollte ihm eben einen kleinen Input geben, auch wenn mir klar war, dass es wahrscheinlich zu viel sein würde. Aber wenn er ja öfter zum 'Pferde einmaleins' kommen wollte, würde er das auch alles verstehen. Ich nahm die Zügel wieder von dem Hals des Tieres und drückte sie Ian in die Hand, lächelte ihm aufmerksam zu. ,,Komm.'', schmunzelte ich ihm entgegen und löste mich nur schwer von seinem Blick, lief dann mit ihm zusammen den gepflasterten Weg entlang. Es sollte ja nur eine kleine Runde zum Warm werden sein. Aika freute sich über diesen Auslauf auch, schnupperte sie überall umher und rannte als gäbe es kein Morgen mehr.
      Wir folgten dem Weg, der abseits des Hofes in einen trockenen Feldweg mündete und an dem Wald entlang. Danach wendeten wir auch wieder ab, liefen zwischen den Weiden umher und sprachen noch über die weiteren Projekte des Hauses, oder eher allgemein der Gebäude. Ian hatte da schon großartige Ideen, ich war eher etwas planlos und wollte einfach nur, dass sie wieder in Schwung kamen und nutzbar waren. War doch vieles mit der Zeit hier auf dem Hof herunter gekommen und wirkte.. alt. Ich wollte, dass der Fachwerkstil erhalten blieb, es verlieh meiner Vorstellung etwas klassisches und trotzdem sollte es eben modern wirken. Wie schon erwähnt, Ian fiel da vieles zu ein. Die Tatsache, dass wir noch Sommer hatten und so relativ gut bauen konnte spielte uns da gut in die Karten. Dank meinem Kredit wäre da das Geldproblem auch erst einmal bei Seite geschoben. Verdiente ich doch mit meinen derzeitigen Aufträgen genug um auch die Raten abdecken zu können. Wir kamen wieder an dem Putzplatz an und ich deutete Ian auf den Reitplatz, sahen diese auch noch etwas herunter gekommen aus weil der Zaun nicht mehr schön weiß war und auch einige Latten herunter gefallen war durch das morsche Holz.. ,,Geh schon mal hin, ich hole noch die Longe und die Peitsche.'', sagte ich zu ihm und er nickte. Er zuppelte wieder an den Zügeln und der Hengst folgte ihm mit gesenktem Kopf. Man konnte fast meinen, wir hätten Hermann schon ausgepowert mit dem Spaziergang. War er doch sehr träge und auf der Körung hatte ich es zu spüren bekommen. Musste ich ihn da doch schon um einiges mehr treiben, aber am Ende des Tages hatte er seine Lizens bekommen und ich könnte nun offiziell mit ihm züchten. Da ich aber darauf pochte nur reinrassige Pferde zu züchten, musste ich wohl noch auf die Körung und die Lizens von Hannelore warten.
      Ich hatte mir die Longe schnell aus der Sattelkammer geholt, ebenso die Peitsche und kam bei Ian und dem Hengst wieder an. Aika schnuffelte immer noch umher und sauste durch den Sand des Platzes. Nun gut. Ich hakte die Longe in das Gebiss der Trense ein, legte vorher noch die Zügel über den Hals von dem Braunen. Diesmal ließ ich auch gleich schon Ian nachgurten und stellte mit ihm die Bügel ein. ,,So und nun rauf!'', grinste ich und sah zu Ian, stellte mich auf die andere Seite um im Sattel gegen zu halten. ,,Du kriegst doch dein auch soweit hoch, oder?'', kicherte ich und zwinkerte dem Mann keck zu, als ich so über den Rücken des Tieres sah. Hatte ihm nochmal gesagt, dass sein linkes Bein in den Bügel müsste und er sich nicht so sehr in den Sattel fallen lassen sollte.
    • Sevannie
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      Venetia, Darling Diva xx, Quintessa, Alice Cullen, Royal Rubina, Hannelore, Abbey Dawn, Winona,
      Baileys Irish Cream, Delightful Joy, Cotton Eye, Caprice, Namica, Velvedere, Icaria, Diadora,
      Ramazotti Amaro, Xanthos, Dreamdancer, Rainy Afternoon, Deadly Overdose xx, Thiago,
      Dark sweet Temptation, Sweet Poison, Pancake Killer, Hermann, HGT's Hero of Heaven,
      Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Shining Sommerdream, Mephisto, Schwachkopf, Albus
      Commander's Colibri, Lord Coleman (HMJ 9925), Twister (HMJ 3315)


      Sevannie (Reyna Huntington) & Obi-Wan (Ian Monroe) I Zeichen
      Der tägliche Wahnsinn

      Heute hatten wir nicht viel Zeit für die Pferde. Demnach wurden sie, nach ihrem Frühstück, erst einmal alle auf die Paddoks und Weiden verteilt. Ian und ich begannen die Boxen zu misten, welche heute auf dem Plan standen, ehe wir uns auch schon fertig machten für unsere heutige Hauptveranstaltung: dieser Tag galt nämlich einzig und allein, naja mehr oder weniger, der Hochzeit zweier Freunde. Ich glaubte ja auch, das so ein Tag fernab des täglichen Wahnsinns uns mal gut tun würde und wir abschalten konnten...
      Gegen Abend bekam ich auch schon die SMS meiner Freundin, welche die Pferde alle reingestellt hatte und auch versorgt hatte. Alles wäre okay und wir bräuchten uns keine Sorgen machen - konnten also weiterhin den Abend genießen und hier ausklingen lassen. Später wenn wir wieder Zuhause ankommen würden, würde ich noch einmal durch die Stallungen huschen und mich selbst vergewissern, dass alles gut ist.
    • Sevannie
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      Stepping Stone Reining LK 5 - LK 4, Valhalla Reining LK 4 - LK 3, VK Gunna Whiz Reining LK 2 - LK 1, Cotton Eye Trail LK 5 - LK 4, Twister Reining LK 5 - LK 4, Small Town Dude Trail LK 5 - LK 4

      Januar 2021, by Veija
      Caleb
      Dezember. Viel zu schnell war er vergangen und viel zu früh wurde das neue Jahr eingeläutet. VK Gunna Whiz durfte den Januar über noch bei uns bleiben, seine Besitzerin schien da gar nichts dagegen zu haben. Im Dezember hätte ich das Training zwar abschließen können, jedoch durch die Feiertagspause meiner Meinung nach nur unzureichend. So durfte Nano noch einen weiteren Monat bei uns verbringen. Ich freute mich darüber, denn ein wenig vermisste ich ihn- als eines der ersten Zuchtfohlen der damaligen Gips Reminder Ranch. Aber zusammen mit Husky hatte er bei Brace ein tolles Zuhause!
      Wer ebenfalls schon bereits seit Mitte Dezember bei uns war, waren Twister und Cotton Eye von Reyna Huntington. Wir hatten die spontane Möglichkeit bekommen, beim noch laufenden HMJ kurz zusammenzuarbeiten. Ich freute mich nun natürlich riesig, dass sie mir das Vertrauen entgegen brachte, zwei ihrer Pferde zu trainieren. Twister würde eine wirkliche Herausforderung werden. Alleine aus diesem Grund hatte ich ihr von Anfang an gesagt, dass die Pferde erst einmal ein paar Wochen zum Einleben bekamen, bevor ich mich ans Training wagen würde. Da die Pferde ein paar Monate zum Training hier sein würden, spielte ein halber Monat mehr keine Rolle.
      Wer allerdings Ende Dezember zum Training im Januar ebenfalls angereist war, waren Stepping Stone und Valhalla von Tiara, die beiden Mustang Stuten.
      Bei meinen Pferden wollte ich das neue Jahr eher ruhig angehen lassen, ganz ohne Stress ein wenig testen, bei welchem Pferd ich auf welchem Level weitermachen konnte. Der Winter hier in Canada war kalt und voller Schnee gewesen, da hatte das Training der hauseigenen Pferde etwas gestockt.
      Zum Training der Kundenpferde nahm ich mir Cayce immer mit dazu. Bellamy konnte ich auf keines draufsetzen und Laurence traute ich das Training dieser Pferde leider auch nicht zu, weshalb es an uns hängen blieb.
      Anfangen wollte ich heute Morgen mit Valhalla. Ich kannte die Stute bereits vom Reiningkurs und auch von Tiaras Besuchen hier auf der Ranch. Ich wusste um ihre Macken und Tücken und kam wirklich gut mit ihr klar. Cayce setzte ich auf Gunna Whiz, er konnte ihn in der Zeit, in der ich Valhalla ritt, ordentlich aufwärmen.
      Nachdem ich die Stute warmgeritten hatte, arbeitete ich heute viel am Galopp. Man merkte ihr an, dass sie heute viel Energie hatte, da kam die Galopparbeit gerade richtig. Das was ich machte nannte man “Zirkeln”. Ich lenkte sie auf einen großen Zirkel und nahm nach und nach die Hilfen weg. Ich wollte von ihr, dass sie die Spur von sich aus alleine halten konnte. Schaffte sie es, gab ich meine Hilfen ganz dezent und kaum spürbar. Driftete sie mir zu weit nach außen, lenkte ich sie einmal diagonal durch den Zirkel hindurch zur anderen Seite, dann senkte ich meine Hände wieder nach und nach und nahm die Hilfen ein wenig weg. Driftete sie mir zu viel nach innen, lenkte ich sie in eine kleine Volte, dann wieder nach außen auf die richtige Spur.
      Dadurch, dass die Stute auf einem Auge blind war, verzieh ich ihr mehr Fehler, als ich einem top gesunden Pferd verzieh. Die Seite, auf der sie nichts sah, unterstützte ich mehr mit meinem Bein, als die andere. Dadurch driftete sie manchmal von meinem Bein weg, so dass ich das Andere wieder anlegen musste. Das machte nichts, zumindest hatte sich ihr generelles Benehmen gebessert und sie war nicht mehr die unausstehliche Ziege, wie ich sie kennengelernt hatte.
      Cayce war mit Nano auch schon soweit. Wir tauschten die Pferde und er ritt Valhalla in Ruhe trocken, während ich mit Nano auch am Zirkeln arbeitete. Er wurde für die LK 1 trainiert und da ich schon so viel Arbeit im Dezember in ihn investiert hatte, fehlte ihm auch nicht mehr viel. Nano hielt von sich aus die Spur wunderbar beim Galoppieren. Beim schnellen Galoppieren beugte ich mich noch immer etwas übertrieben nach vorne, damit es ihm leichter fiel, den Unterschied zwischen schnell und langsam zu verstehen.
      Bei der nächsten Runde setzte ich mich an X wieder tief in den Sattel, hielt die Beine aber am Pferd, damit er zwar langsamer wurde aber nicht in den Trab fiel. Cayce pfiff mir von der Seite aus zu. “Das sah ja mal mega gut aus, die ganze Arbeit macht sich bezahlt!”
      Ich grinste in mich hinein, ließ Nano den kleinen Zirkel langsam galoppieren, wechselte an X zur anderen Seite und galoppierte auch hier einen kleinen Zirkel, ehe ich ihn wieder nach außen lenkte und die Hand vor gab. Ich lehnte mich wieder etwas nach vorne- sofort wurde er schneller.
      Aus dem zweiten schnellen Zirkel heraus lenkte ich ihn auf die Run Linie- das war die Linie, auf der die Sliding Stops angeritten wurden. Während des galoppierens schob ich ihn über meinen Sitz mehr nach vorne, so dass er schneller wurde und wir am letzten Marker einen schönen Sliding Stop hinlegten, von diesem aus ich den Hengst ein paar Schritte rückwärts richtete. Dann lobte ich ihn und ritt ihn ebenfalls ab.
      Im Stall angekommen hatte uns Bellamy schon Stepping Stone, die Cayce reiten würde, und Twister fertiggemacht.
      Wir stellten unsere beiden Pferde am Putzplatz ab und übergaben sie somit Bellamy, der sie absattelte, ihnen die Abschwitzdecken rauflegte und in die Box brachte.
      Mit Stepping Stone und Twister gingen wir dann in die Halle- was sich als keine gute Idee herausstellte, wie ich kurze Zeit später merkte.
      Twister schien mit seiner weiblichen Gesellschaft nicht allzu zufrieden zu sein. Er rollte den Hals auf, brummelte sie an und wirkte immer weniger ansprechbar. Da ich ihm nicht am Maul reißen wollte, schickte ich ihn energisch rückwärts und holte so seine Aufmerksamkeit wieder zu mir zurück. “Hör mal Freund, das da kannst du auf der Koppel machen, aber nicht wenn ich dich hier an der Hand habe.”
      Die erste Viertelstunde verbrachte ich zusammen mit Twister damit, dass er dieses Getue bleiben ließ. Ich sah zu Cayce. “Der wurde mir von Reyna als zurückhaltend und misstrauisch beschrieben, das hier ist mir aber neu… sie hatte mir erzählt, dass er zu Anfang ziemlich ängstlich gewesen war, sich das ziemlich schnell in Aggression verwandelt hatte und dass er ein Steiger gewesen ist- also eigentlich unberechenbar. Da bin ich ja wirklich froh, dass er das nicht mehr macht. Sonst hätten wir hier wirklich keinen Spaß mehr zusammen.”
      Cayce lachte kurz. “Als ob du das nicht aus ihm rausbekommen hättest.”
      Ich rollte kurz mit den Augen, führte Twister ein wenig in der Halle herum und stieg dann auf. In der reiterlichen Ausbildung war der Hengst noch nicht wirklich weit, weshalb ich ihm die Basics nochmal näher bringen wollte.
      Während Cayce unter meiner Anweisung mit Stepping Stone einige Reiningmanöver antrainierte, angefangen beim Außengalopp auf dem großen Zirkel aber auch auf kleinen Volten, arbeitete ich vor allen Dingen an der Balance und auch der Nachgiebigkeit des Hengstes unter mir. Twister taute immer mehr auf, die klaren Ansagen eben meinerseits hatten mir wohl den nötigen Respekt verschafft, dass sich nun dazu entschieden hatte, mir lieber zuzuhören und mit mir zu arbeiten, statt gegen mich.
      Die Trainingseinheit gestaltete sich dementsprechend kurz. Twister war ziemlich schnell kopftechnisch fertig, aber auch für Stepping Stone war das Training anstrengend gewesen, so dass wir beide Pferde abritten und in den Stall brachten.
      Für heute fehlte noch Cotton Eye, bei der ich mich aufgrund ihrer Charakterbeschreibung durch ihre Besitzerin Reyna für die Disziplin Trail entschieden hatte. Bellamy war auch bereits bei ihr fertig mit Satteln, so dass ich mir sie schnappte und gerade den Stall verlassen wollte. “Cayce weißt du was? Schnapp dir Small Town Dude und komm auch runter in die Halle. Der soll eh auch im Trail trainiert werden, dann bin ich mit der Stute nicht ganz alleine in der Halle und der Hengst ist bewegt.”
      Cayce nickte. Zusammen mit Cotten Eye ging ich zur Halle und legte ein paar Stangen auf den Boden. Schrittstangen, Trabstangen und auch Galoppstangen. Die Halle war so groß, dass ich sie einzeln hinlegen, aber auch ein paar hintereinander auf dem Boden platzieren konnte.
      Nach Ausgiebigem Warmreiten, ich merkte sofort, dass Cotton Eye eine sehr sensible Stute war, begab ich mich zu den Schrittstangen. Ich ließ sie zunächst einfach für sich hinüber gehen, damit sie selbst ein Gefühl dafür bekam. Das war bei den Stangen jeder Gangart so.
      Ich merkte sofort, dass sie bei den Schrittstangen von mir keinerlei Hilfe brauchte. Bei den Trab- und Galoppstangen sah die Sache allerdings anders aus. Da schaffte sie es noch nicht wirklich, die Abstände richtig abzupassen und trat immer mal wieder gegen eine der Stangen.
      Unser Dude schlug sich genau gleich, da würden wir in den nächsten Tagen auch nochmal dran arbeiten müssen.
      Etwa zwei Wochen später, die Pferde standen allesamt fast jeden Tag als erstes auf dem Plan, sah man schon deutliche Fortschritte.
      VK Gunna Whiz machte sich wahnsinnig gut. Am gestrigen Tag war ich eine komplette Pattern fehlerfrei durchgeritten und wollte in den nächsten Tagen noch ein wenig mehr an den einzelnen Manövern feilen, damit er nicht mit einem Manöverscore von 0 oder +0,5, sondern vielleicht mit +1 oder +1,5 bei einem nächsten Turnier abschneiden würde. Ich hatte Brace am Telefon erzählt, dass wenn sie einen Reiter für ein Turnier brauchte, sie sich einfach nur bei uns melden sollte. Cayce oder ich konnten den Hengst ohne viel Aufwand vorstellen. Ich wusste ja, dass sie selbst im Western nicht so bewandert war.
      Valhalla entwickelte sich, was das Zirkeln anging, wirklich gut. Sie schaffte es immer mehr zu verstehen, dass ich sie mit dem anliegenden Bein nicht wegdrücken, sondern ihr lediglich eine Hilfe wegen ihres blinden Auges geben wollte. Auch die anderen Manöver gestalteten sich als gut, aber definitiv noch ausbaufähig. Die Umstellung vom Snaffle Bit zum Bit with shanks, also zur Kandare, hatte sie anfangs ein wenig verwirrt. Ich ritt sie deshalb trotzdem noch zweihändig. Einfach, um ihr die fehlende Sicherheit zu geben. Ich wollte sie nicht überfordern und sie schlimmstenfalls zurück in ihr altes Muster drängen. Manchmal, da brauchte sie ein wenig mehr Motivation, den Schub nach vorne anzunehmen. Aber wie hatte mal ein Bekannter zu mir gesagt: langsame Pferde schnell zu bekommen, ist keine Kunst. Schnelle Pferde langsam zu bekommen, daran beißt du dir die Zähne aus.
      Stepping Stone und Twister, beide wurden für die LK 4 in der Reining trainiert. Der Eine schlug sich gut, der andere schlug sich besser. Stepping Stone lernte schnell. Man merkte, dass sie den “will to please” hatte, der vielen Westernpferden nachgesagt wurde. Ihr fehlte häufig die eigene Balance, also ging es zurück zu den Basics. Twister dagegen verlangte mehr Arbeit, als ich zunächst gedacht hatte. Ich hatte mich deshalb dazu entschieden, ihn wirklich jeden Tag zu reiten. Nie schrecklich lange und nie schrecklich anstrengend, aber ihm tat die Routine einfach gut. Er war ein Pferd, der musste laufen. Einzig allein dadurch wurde er besser. Natürlich achtete ich darauf, ihn nie zu überfordern, aber auch nicht ihn zu unterfordern. Er schien manchmal etwas verständnislos, vor allem was die Spinarbeit anging. Er hatte dabei zu sehr den Drang nach vorne, wollte sich nicht auf sein inneres Bein “setzen”. Ein Problem, welches kein seltenes und auch kein schwer zu lösendes war. Es brauchte einfach seine Zeit. Das Stoppen hatte er schnell für sich entdeckt. Ich würde Reyna bei einem späteren Telefonat um Erlaubnis bitten, ihn beschlagen zu lassen. Denn für die weitere Arbeit war dies von großer Bedeutung, um ihm das Stoppen gelenkschonender zu machen.
      Cotton Eye und auch Dude, der tatsächlich jetzt jedes Mal mitgelaufen war beim Training, entwickelten sich eigentlich am Besten. Cotton Eye brauchte zwar noch sehr viel Unterstützung bei den Abstandsmessungen zwischen den Stangen, aber sie war wirklich fein an den Hilfen und konnte richtig nachtragend werden, wenn ich sie mal etwas härter anpacken musste. Im Großen und Ganzen waren wir jedoch auf einem guten Weg zur LK 4.
      Die letzte Woche des Januars war geprägt von Angst, Wut und Hoffnungslosigkeit. Mein Mitarbeiter Dell hatte einen schweren Unfall, dessen Folgen er wenige Tage später im Krankenhaus erlag. Zurück blieb seine Tochter Betsy, die am Boden zerstört war. Hatte sie in jungen Jahren nicht nur ihre Mutter, sondern nun auch ihren Vater verloren.
      Die Trainingspferde standen nun hinten an. Nano machte sich wieder auf den Weg nach Hause, Stepping Stone als auch Valhalla wurden von Tiara abgeholt. Twister und Cotton Eye verblieben bei uns, ihr Training musste im Februar weitergehen.
    • Sevannie
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      Cotton Eye Trail LK 4 - LK 3, Twister Reining LK 4 - LK 3, Easy Going Reining LK 5 - LK 4, Small Town Dude Trail LK 4 - LK 3

      Februar 2021, by Veija
      Caleb
      Nach einer Woche Trainingspause war ich wieder mit Cotton Eye in der großen Reithalle. Cayce saß auf Small Town Dude und würde sich ebenfalls dem Trailparcours widmen, den ich vor dem Training für ihn und mich aufgebaut hatte. Es war ein recht einfacher LK 3 Parcours, der nicht viel Unterschied zum Parcours vom letzten Mal zeigte. Was nun anders sein würde war, dass ich die Stute in der nächsten Woche ans Bit gewöhnen würden müsste, da sie in der LK 3 nicht mehr mit Wassertrense starten durfte. Auch Twister, den ich am Nachmittag trainieren würde, würde bald auf Kandare laufen müssen.
      Nun widmete ich mich aber zunächst einmal Cotton Eye.
      Ich wärmte die Stute ausgiebig auf, gab Cayce ab und zu Anweisungen, wie er mit Dude verfahren musste und kümmerte mich dann wieder um die Stute unter mir. Heute wollte ich mich den Trabstangen widmen. Bei der LK 3 Pattern lagen die Stangen unterschiedlich erhöht. Dementsprechend hatte ich neben dem Parcours einige Stangen auf den Boden gelegt. Zunächst startete ich bei denen, die nicht erhöht waren. Diese kannte die Stute ja schon aus dem vorherigen Trainings.
      Dann lenkte ich sie auf die Kombination zu, bei der jede Stange erhöht war. Sie verstand sofort, dass sie ihre Beine nun höher heben musste. Ich half ihr mit den Zügeln ein wenig nach und hob ihre Schulter an, damit sie nicht so in den Boden hinein lief und es einfacher hatte.
      Dann folgte die eigentliche Aufgabe aus dem Parcours, zu dem ich wieder hinüber trabte. Nun war jede zweite Stange erhöht. Cotton Eye schlug beim ersten Durchlauf ein paar der Stangen an. Nicht schlimm. Ich ritt sie erneut darauf zu und half ihr dieses Mal ein bisschen mehr, als beim ersten Mal. Es klappte schon besser, bedurfte aber noch einiges an weiterer Übung.
      Ein paar Durchgänge später hörte ich für heute auf, gegen Ende war sie wirklich super gelaufen.
      Am Nachmittag war ich mit Twister in der Halle. Wir harmonierten schon viel besser, als im letzten Monat. Er hörte mir besser zu, stellte sich nicht mehr so quer und wusste generell einfach besser, was ich von ihm verlangte.
      Ich galoppierte ihn gerade auf dem Zirkel, als Laurence mit Easy Going dazukam. Er schaute zu mir rüber und zuckte einmal mit den Schultern.
      “Cayce kann nicht, sieht wohl so aus, als ob ich mich wieder auf die Reiner setzen würde.”
      “Bist du sicher?”, fragte ich ihn und parierte Twister zum Schritt durch. Laurence hatte mit Smartie vor einiger Zeit einen Unfall gehabt und seitdem auf keinem der Reiningpferde mehr gesessen.
      Laurence lachte nur kurz, gurtete nach und stieg auf. “Bei Goldi schon- auf Gangster oder Vulture würde ich mich nicht setzen.”
      Ich würde jetzt wieder ein bisschen strenger mit Twister sein müssen, da nun eine Stute mit in der Halle war und er sich im Januar immer so schrecklich darüber aufgeregt hatte. Seine Hengstmanieren ließen auch nicht lange auf sich warten, denn als Laurence an uns vorbeiritt, machte er den Hals rund und brummelte sie an. Sofort nahm ich die Zügel auf, schob ihn zur Seite und beschäftigte ihn mit Kruppe heraus und herein, ehe ich ihn angaloppierte. So hatte er gar keine Zeit mehr, der Stute hinterher zu schauen sondern musste sich konzentrieren. Er quittierte meinen Druck mit einem Buckler, den ich unkommentiert ließ und einfach drüber hinweg ritt.
      Ich beschäftigte mich heute nur mit dem Zirkeln. Große, kleine, mittlere, schnelle, langsame, winzige Zirkel, es war alles dabei, denn das Training sollte ja nicht langweilig werden.
      Eine Woche später war ich am Morgen wieder in der Halle mit Cotton Eye. Die LK 3 Pattern war komplett aufgebaut und die Stute lief seit ein paar Tagen auf Kandare, wenn auch noch zweihändig. So konnte ich ihr den Umstieg erleichtern und konnte ihr einfach schneller helfen.
      Wir starteten an der Brücke mit anschließenden Schrittstangen. Ich nahm die Zügel auf, ließ Cotton Eye weiter unter mich treten und trabte sie an. Es ging um einen Slalom, ehe ich sie an der linken Ecke der Halle nach rechts angaloppierte. Es folgten zwei Galoppstangen, hinter denen ich sie sofort wieder in den Trab zurücknahm. Cotton Eye ließ sich wunderbar durchparieren und blieb auch versammelt, als wir durch die Box ritten.
      Von dort ging es im Trab in ein offenes Rechteck. Ich parierte zum Stand durch und gab ihr die Hilfen zum Rückwärtsrichten, die sie heute nicht wirklich annahm. Also zog ich die Zügel minimal mehr an und klopfte mit den Sporen fester an ihre Rippen, ehe ich die Beine wieder nach vorne wegstreckte. Ich bekam kaum mehr Reaktion. Gut, dann würden wir das eben gleich nocheinmal üben.
      Aus der Box herausgekommen drehte ich sie um 90 Grad und lenkte auf die vier Schrittstangen zu, die unterschiedlich hoch lagen. Das hatten wir in der letzten Woche zur Genüge geübt, so dass sie diese Übung souverän meisterte. Zu guter Letzt folgte das Tor, welches ich mit der rechten Hand arbeitete.
      Ich schloss es gerade wieder, da kam Cayce mit Small Town Dude in die Halle. “Na, auch wieder am Start heute morgen?” Cayce nickte und machte sich sofort ans Aufwärmen des Hengstes.
      Cotton Eye hatte noch keinen Feierabend, denn wir widmeten uns jetzt noch einmal dem Rückwärtsrichten. Sie wusste, was sie machen sollte. Sie hatte nur gerade keine Lust darauf. Also ging es rückwärts. Mal einen Schtitt, mal vier, mal zehn. Mal geradeaus, mal nach links weg und mal nach rechts weg. Ich ließ heute auch nicht locker und hörte erst auf, als sie mir fünf flüssige Schritte nach hinten gab. Dann ritt ich sie trocken und brachte sie wieder weg.
      Für Twister, der wirklich immer besser wurde und immer weniger anstrengendes Verhalten zeigte, ging es heute zur Sache. Er reagierte so toll auf die Kandare und ließ sich damit viel besser reiten, dass ich mich entschieden hatte, ihn heute einhändig zu reiten. Ich konnte ja noch immer mit der zweiten Hand eingreifen, falls es in die Hose gehen würde.
      Unsere Pattern startete an X. Wir schauten zur linken Wand und ich galoppierte ihn auf der rechten Hand an. Vorher stellte ich ihn genau, damit er sauber angaloppieren konnte. Die ersten beiden Zirkel waren groß und schnell. Dabei ließ ich ihn weitestgehend in Ruhe. Er sollte mittlerweile gelernt haben, den Zirkel selbst zu finden. Kurz vox X und dem Übergang zum kleinen, langsamen Zirkel spannte ich meinen Körper an, setzte mich ruhiger in den Sattel. Twister reagierte sofort und wurde langsamer. Ich hielt meine Beine an seinem Körper, damit er nicht zum Trab durchparierte, sondern im Galopp blieb. Beim nächsten Mal an X stoppte ich den Hengst. Er setzte sich schön auf die Hinterhand zum Stoppen. Es folgten vier Spins nach links, ehe ich ihn wieder angaloppierte und wir die gleiche Zirkel auch auf der anderen Hand ritten. Es folgten vier Spins nach rechts, ehe ich ihn wieder auf der linken Hand angaloppierte, wir an X einen fliegenden Wechsel machten und auf die andere Hand übergingen. Die Wechsel hatte er schnell verstanden. Unseren Zirkel jetzt schlossen wir nicht, sondern galoppierten an der langen Bande vorbei bis zum letzten Marker, wo ich ihm die Hilfen zum Stop gab. Roll Back nach rechts und wieder zurück, das Gleiche noch einmal.
      Letztendlich stoppten wir ein letztes Mal. Ich richtete den Hengst ein paar Schritte rückwärts und lobte ihn ausgiebig. Dass dieser Hengst einmal so lernwillig und motiviert bei der Sache sein würde, hätte ich nie gedacht!
      Als ich wieder auf dem Weg zum Stall war kam mir Laurence mit Easy Going entgegen.
      “Wieso reitest du die denn schon wieder? Cayce hat doch Zeit?”, fragte ich ihn etwas verdutzt.
      “Ja das schon. Aber ich mag die Stute.”
    • Sevannie
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      Pflegebericht für:
      Morpheus, Silver gotta Gun, BR Gunner in Diamonds, First Spark, Maleficent Mistress, Native Dancer xx, Glee, Aria, Missing Misty,
      Abbey Dawn, Venetia, Quintessa, Alice Cullen, Royal Rubina, Bright Sky, Caramel Touch, Winona, Diadora,
      Baileys Irish Cream, Delightful Joy, Cotton Eye, Caprice, Namica, Darling Diva xx, Hannelore, Velvedere, Icaria,
      Twister (HMJ 3315), Albus, Ramazotti Amaro, Xanthos, Dreamdancer, Rainy Afternoon, Deadly Overdose xx,
      Thiago, Pancake Killer, Dark sweet Temptation, Burnin' Awake and Lifeless, Schwachkopf, Mephisto,
      Shining Sommerdream, Antaris, Hermann, Sweet Poison, HGT's Hero of Heaven,
      Commander's Colibri, Lord Coleman (HMJ 9925)


      Sevannie (Reyna Huntington) & Obi-Wan (Ian Monroe) I Zeichen
      Viel um die Ohren

      Heute mussten wir rasch die Pferde rein holen. Noch heute morgen hatte die Sonne geschienen und es war ein traumhaftes Wetter für den Frühling, da zogen aber während unserer kleinen Shoppingtour - für neue Beschaffungen für das Haus - auch schon die dicken Wolken auf.
      Ian und ich holten also nach und nach die Pferde von den Weiden. Hier und da klappte alles perfekt und wir hatten gerade noch vier der Hengste vor uns da fing es auch schon an zu regnen. Der Regen prasselte nur so auf uns ein und der Wind fegte uns um die Ohren. Gut nur das wir zuletzt dann auch zwei ruhigere Kandidaten hatten, denen dieses Wetter absolut nichts ausmachte.
      Als alle Pferde dann auch schon in ihren trockenen Boxen standen verteilten wir das Heu und danach das Kraftfutter, welches natürlich auf jedes Pferd genaustens abgestimmt war. Ich ging noch einmal durch die Boxengasse und schaute bei jedem auch ob die Verriegelung der Türen richtig zu war, ehe ich mit Ian zum Haus ging. Die Sachen die wir gekauft hatten würden wir dann wohl morgen erst rein holen. Hoffentlich würde das besser bald auch mal besser werden..
    • Sevannie
      Platzhalter Training März
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  • Album:
    ~ Stuten im Sport ~
    Hochgeladen von:
    Sevannie
    Datum:
    20 Okt. 2019
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    Von Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt
    Aus der Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt
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    Rasse: Paint Horse
    Geburtsdatum: 20.10.2014
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 165 cm
    Fellfarbe: Braunschecke
    Kopfabzeichen: Scheckungsbedingt
    Beinabzeichen: Scheckungsbedingt
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    Cotton Eye ist eine sehr sanftmütige und liebe Stute. Sie ist sehr ruhig im Umgang und sehr feinfühlig, muss man bei ihr also jeden Schritt mit bedacht wählen um dieses ruhige Gemüt nicht zu verschrecken. Was nicht heißt das sie Schreckhaft ist, nur sie ist nachtragend und mag keine gröberen Behandlungen, weder am Boden noch im Sattel. Cotton Eye ist eine lernfähige und sehr neugierige Stute, aufgeschlossen gegenüber neuen Aufgaben und Bereichen in denen sie gefordert wird. So gestaltet sich das Arbeiten mit ihr meist als etwas positives, doch auch Eye kann mal einen schlechten Tag haben und da sollte man sie doch eher einfach auf der Wiese grasen lassen. Alles in allem entspricht die Stute den meisten Anforderungen an ein Quarter Horse.

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    Gekört/Gekrönt: Nein
    Vererbung:
    Farbe: Ee Aa TOTO
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.
    Nachkommen:
    //
    Besitzer: Sevannie
    VKR/Ersteller: Cooper
    Pferdewert: 300,-
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    Springen: E
    Western: S*
    Dressur: E
    Military: E
    Distanz: E
    Rennen: E
    Fahren: E
    Gangreiten: E
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    2. Platz 524. Westernturnier I 1. Platz 527. Westernturnier I 3. Platz 553. Westernturnier
    3. Platz 554. Westernturnier I 3. Platz 556. Westernturnier I 2. Platz 560. Westernturnier
    3. Platz 561. Westernturnier I 3. Platz 562. Westernturnier I 1. Platz 564. Westernturnier
    3. Platz 566. Westernturnier I 1. Platz 570. Westernturnier

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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren X
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔
    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Kommando kommen x
    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x


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    Letzter Tierarztbesuch: //
    Letzter Hufschmiedbesuch: //