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Bracelet

Costa de la Bryére ♥

Cor de la Bryére x Nisi de la Bryére <3

Costa de la Bryére ♥
Bracelet, 21 Okt. 2015
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      Alte Berichte

      Zitat von Occulta:
      Ankunft von Costa de la Bryére 09.02.2013

      Gegen Abend kam dann auch das letzte neue Pferd: Costa. Er war der Halbbruder von Pilot; sie hatten den gleichen Vater. Ich freute mich schon wahnsinnig darauf, ihn das erste Mal mit Pilot auf die wieder zu lassen. Sicherlich würden sich die beiden gut verstehen. Der Anhänger fuhr pünktlich auf den Parkplatz. Ich stand schon bereit mit Costa’s neuem Halfter. Wie auch Pilot hatte Costa eine interessante Scheckung. Er hatte ausserdem einen guten Körperbau und eine starke Hinterhand. Ich zog ihm stolz das neue Halfter an und führte ihn aus dem Anhänger. Dann verabschiedete ich mich vom Fahrer und brachte Costa in den Nebenstall, wo Pilot uns neugierig entgegen sah. Er schien Costa nicht zu kennen; verständlich: die beiden lagen mit ihren Geburtstagen zwei Jahre auseinander. Aber dennoch schien er besonders an ihm interessiert zu sein, als wüsste er, dass Costa sein Bruder war. Ich liess die beiden sich beschnuppern. Sie quietschen nicht, sondern blieben ruhig und freundlich. Zufrieden tätschelte ich ihre Hälse und brachte Costa in die leere Box neben Pilot. Dort durfte er sich erstmal etwas einleben, ehe ich ihn als es schon dunkel war wieder rausholte und putzte. Anschliessend sattelte ich ihn und bewegte ihn locker in der Halle. Er zeigte wie erwartet schöne Gänge. Für einen Vierjährigen konnte er ausserdem schon einiges an Lektionen. Nach einer halben Stunde beendete ich das Training und liess ihn in der Halle frei laufen. Er wälzte sich genüsslich, danach brachte ich ihn zurück in die Box. Ich verliess den Nebenstall und löschte das Licht, langsam kehrte ruhe ein auf Pineforest Stable.




      Alltag auf Pineforest Stable 05.03.2013

      Wie jeden Samstag stand ich früh auf und schlang mein Müsli runter, bevor ich dann in den Hauptstall lief und den Stallburschen beim Füttern half. Alle Pferde warteten schon ungeduldig und besonders Spot klopfte mit dem Huf gegen die Boxentür. Er bekam deshalb als Letzter sein Futter. Die Vollblüter im Hauptstall bekamen eine spezielle Futtermischung, die ihnen die nötigen Vitamine und Mineralstoffe für ihre Rennleistungen brachte. Diese Futtermischung schmeckte wohl auch besonders gut, denn wenn Pferde, die aus irgendeinem Grund gerade nicht im Rennsport tätig waren, stattdessen normales Futter, wie das der Nebenstall-Pferde bekamen, assen sie deutlich weniger und langsamer. Auch im Nebenstall wurde die Schubkarre mit dem Futter schon freudig erwartet und viele der Pferde „röchelten“ aufgeregt. Anschliessend brachten wir den Pferden auf den Weiden ihre Heu und Stroh Portionen, denn die bekamen wenn überhaupt nur wenig Getreidefutter. Es war schon recht warm an diesem Morgen und der Schnee war fast gänzlich geschmolzen. An manchen Stellen tauchten erste Frühlingsblumen auf und die Gräser begannen sich wieder aufzurichten. Auch die Luft roch nach Frühling und man hörte überall Vögel zwitschern. Da der geschmolzene Schnee die Weiden matschig werden liess, wurden Teile der Weiden zur Schonung des frischen Grases abgetrennt. Die Mini-Pferdchen waren immer süss anzusehen, wenn sie angerannt kamen, sobald der Futterwagen in Sicht war. Arco wieherte schon aufgeregt als wir die Weide betraten. Anschliessend liessen wir erstmal alle Pferde in Ruhe fressen, dann lief ich erneut zur Mini-Pferdchen Weide. Um neun Uhr kamen dann ein paar Kinder, die regelmässig am Wochenende mit den Mini-Pferdchen spielten und sie putzten. Ich blieb zuerst wie immer etwas dabei und half mit. Unsere Minis waren zwar allesamt super lieb im Umgang und sehr menschenbezogen, aber kommunizierten natürlich auch untereinander als Herde und dabei gab es öfter mal kleine Zankereien. Daki’s Nüstern durchstöberten schon wieder meine Hosentaschen nach Leckerlies und Chip versuchte gerade Goldy in den Hintern zu beissen. Ich packte sie am Ohr und ermahnte sie, denn solange die Kinder anwesend waren, hatte sie sich gefälligst zu benehmen. Arco und Prinz wurden separat geputzt, weil sie ja Hengstchen waren. Besonders an Diva’s knallrotem, flauschigen Winterfell hatten die Kids Freude. Die Minis sahen allgemein wie kleine Plüschkugeln aus. Bei Prinz kam man kaum noch durch den dichten Schweif; ein Frisör-Termin stand für alle an. Später am Morgen arbeitete ich mit Light und Stromer auf der Rennbahn, während mein Mann Spot und Sunday bewegte. Auch Felicita und Iskierka waren trainiert worden, allerdings schon am frühen Morgen. Am Mittag ritten ich und mein Mann gemeinsam mit Ronja und Burggraf aus. Der Boden war auf den Feldwegen recht gut, sodass wir auch viel galoppieren konnten. Auf den Feldern war es dafür allerdings zu matschig. Auf dem kleinen Gelände-Parcours in der Mitte der Rennbahn trainierten wir anschliessend noch etwas für die kommenden Distanzprüfungen. Beim Mittagessen liessen wir uns etwas mehr Zeit. Wir assen wie eigentlich immer mit allen Lehrlingen und Stallhelfern gemeinsam im Restaurant in der Halle. Dort wurde über den Tagesplan und die bereits verrichteten Arbeiten geredet, oder auch über allerlei sonstige Themen.
      Danach ritt ich mit Julia und Jonny, zwei der Helfer, auf den Aussenreitplatz. Ich ritt auf Flint, Julia auf Shadow und Jonny auf Summer. Wir stellten ein paar Stangen auf und bereiteten einen kleinen Western-Parcours auf. Während 45 Minuten trainierten wir diverse Bahnfiguren, Stops, Spins und vieles mehr. Flint war langsam richtig gut im Stoppen, er reagierte auf die feinsten Gewichtshilfen. Auch Summer machte gute Fortschritte, sie hatte allerdings ordentlich Winterfell, was das Westernpferde-Image ein wenig verfälschte. Sie sah lustig aus, wie sie mit all dem Teddy-Fell umher galoppierte. Shadow hingegen hatte sehr feines Fell und fror schnell, wenn sie gerade nicht bewegt wurde. Etwa um 3 Uhr nachmittags ritt ich mit Pilot in der Springstunde mit, die immer Samstags auch offen für Leute aus der Nachbarschaft war. Es kamen oft andere Leute mit ihren Pferden um in der grossen Halle zu trainieren. Einer der Helfer, Freddy, ritt mit Costa mit. Wir machten wieder mal Witze und lachten viel, alle waren fröhlich aufgelegt weil der Frühling kam. Nach der Springstunde ritt ich Peace, den ich ebenfalls noch nicht lange hatte. Er war noch sehr schreckhaft und unkonzentriert, was das Training zur Herausforderung machte, allerdings war bereits eine deutliche Besserung bemerkbar. Trotzdem erschreckte er sich vor einer Taube, die vor seiner Nase durch die Halle flog. Der kräftige Dreijährige bockte mich beinahe runter. Als ich ihn wieder beruhigt hatte, war er dann auch ganz schön verschwitzt, obwohl er geschoren war. Ich beschloss noch ein wenig mit ihm Seitengänge zu üben, zum Abkühlen ritt ich ihn dann noch eine Runde auf der Galoppbahn im Schritt. Nun war ein wenig Spass und Abwechslung mit den Criollos geplant: Ich sattelte Moon, nachdem ich Peace zurück in die Box gebracht hatte, und mein Mann holte Feline. Moon zappelte ungeduldig während wir auf Feline und meinen Mann warteten. Als er endlich kam stiegen wir vor dem Nebenstall auf und ritten zur Galoppbahn. Dort wärmten wir die beiden erstmal im Schritt ein. Anschliessend trabten wir an und machten einige Tempowechsel. Auch Schulterherein übten wir ein wenig. Schliesslich galoppierten wir auch. Nun da es schon fast 6 Uhr war kam starker Wind auf und fegte durch die Tannen des Galoppweges. Es war aber trotzdem noch recht warm und die Abendstimmung mit dem rötlich gefärbten Himmel war wunderschön. Wir beschlossen ein kleines Rennen zu machen. Zuerst ritten wir zur Begrenzung der Rennbahn und zogen den Pferden die Sättel aus. Wir legten sie über den Zaun, dann stiegen wir wieder auf und begaben uns auf die Startposition. Auf sein Zeichen hin preschten wir los. Es war ein herrliches Gefühl gegen den Wind zu galoppieren und die Tannen links und rechts vorbeifliegen zu sehen. Am Anfang lag mein Mann in Führung, dann holten Moon und ich aber auf. Nach der halben Runde waren wir Kopf an Kopf, aber Moon wurde langsam etwas müde. Deshalb verloren wir am Ende knapp. Aber das machte nichts, schliesslich war es ein Spass-Rennen. Wir holten die Sättel wieder und versorgten Moon und Feline. Danach ging ich mit Bella in die Halle und mein Mann mit Sparrow ins Gelände. Ich arbeitete mit Bella an der Losgelassenheit und der Balance, dazu liess ich sie auch über Stangen traben. Um 9 Uhr abends lief ich dann erschöpft zum Haus zurück um das Abendessen zu geniessen. Danach schauten mein Mann und ich einen Horror-Film bevor wir um 11 Uhr nochmals zur Kontrolle durch die Stallgassen liefen. Alles war ruhig und viele Pferde schliefen schon. Pilot röchelte mir zu, als ich an seiner Box vorbei lief. Ich ging ein wenig zu ihm in die Box und kraulte ihn an der Stirn. Dann ging ich ins Bett, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.



      Ein nicht ganz so toller Sommertag 03.06.2013

      Es hatte schon die ganze Woche heftig geregnet und mein Mann hatte schon gemeint, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis der Fluss über die Ufer treten würde. Heute Morgen passierte es dann. Als ich aufwachte hörte ich draussen das Rufen der Pfleger und jemand kam gerade die Treppe hochgerannt. Die Tür wurde aufgerissen: "Schnell Occu, der Nebenstall steht circa 10 Zentimeter tief unterwasser! Tendenz eher steigend..." Ich sprang auf, zog mich an und hüpfte die Treppe runter zur Haustür. Draussen schien auf den ersten Blick ein riesen Chaos zu herrschen. Vom Nordosten her kam eine braune Suppe durch die Tannen der Galoppbahn geflossen, zwar nicht sehr tief, dafür breitflächig. Die Hälfte des Reitplatzes war unterwasser und die Wassermasse floss weiter zum Nebenstall, der ebenfalls schön umspült wurde. Wenigstens ein paar der Weiden und der Hauptstall, sowie das Haupthaus und der Parkplatz waren einigermassen trocken. Ich schlüpfte schnell in meine Gummistiefel und zog im Rennen die blaue Regenjacke an. Beim Nebenstall waren die Helfer gerade dabei, die Pferde zu evakuieren und in den Hauptstall zu bringen. Dort hatte es noch genügend leere Boxen, in denen die Tiere provisorisch untergebracht werden konnten. Ich schnappte mir Halfter und Seil und schob die Boxentür von Moon auf, während Lewis und Lisa Co Pilot und Costa rüber brachten. Als ich mit Moon zum Hauptstall joggte, kamen uns Quinn und Rosie entgegen, die Feline, Silver und Risandro schon in eine Trockene Box gebracht hatten. Mein Mann hatte mit einem Nachbar, Ajith und Jonas ein paar Sandsäcke organisiert und versuchte nun den Strom aus Schlamm und Wasser vom Hauptstall fernzuhalten. Ich watete mit Moon weiter aus dem Wasser und führte sie durch eine Lücke im Schutzwall. Ich stellte sie in eine der freien Boxen und holte dann nacheinander Donut, Ocean und Dream. Als alle Pferde im Hauptstall waren und der Schutzwall stand, lief ich mit Quinn und Lisa zu den Weiden, um nach den Fohlen und Minis zu sehen. Dort schien zum Glück alles in Ordnung zu sein. Kaum hatten wir uns umgedreht, als wir auch schon wieder nach oben gerufen wurden. Oliver und Lily waren inzwischen auch eingetroffen und mein Mann wollte planen, was als nächstes getan werden musste. Also trommelten wir alle anwesenden zusammen. Ich stellte mich neben meinen Mann und strich mir die nassen Haare aus dem Gesicht, denn im Eifer des Gefechts hatte ich die Kapuze nicht hoch gezogen. "Okay, so weit so gut. Alle Pferde stehen wieder im Trockenen und das Wasser wird vom kleinen Schutzwall zurückgehalten. Im Verlauf des Nachmittages sollte der Regen aufhören, mit etwas Glück ist das Wasser heute Abend weg. Die Pferde bleiben aber ganz bestimmt über die Nacht hier im Hauptstall. Also müssen wir jetzt dafür sorgen, dass sie es für die Nacht schön bequem haben. Einstreuen der leeren Boxen währe zu verschwenderisch, aber wir können ihnen Heu und Wassereimer hinstellen, eine Nacht ohne zu liegen werden sie ja wohl überleben. Trocknet ausserdem die Beine derjenigen, die nass geworden sind." Alle murmelten zustimmend und machten sich an die Arbeit. Ich brachte Peace und Burggraf einen Wassereimer und zog Ronja, die am durchweichtesten von allen war, eine warme Fleece Decke an. Den drei Western Pferdchen Summer, Shadow und Flint ging es anscheinend auch gut, sie waren jedenfalls schon wieder am Heuhalme sortieren. Als alle Pferde genügend zu fressen hatten, bekamen auch die Menschen eine kleine Aufwärmung: Der freundliche Nachbar und Lewis hatten in der Zwischenzeit für alle warmen Kakao und trockene Handtücher hergezaubert. So sassen wir alle in der Stallgasse des Hauptstalls und trockneten uns gegenseitig. Am Nachmittag liess der Regen dann wie erhofft nach und auch die braune Suppe wurde weniger. Am Abend schliesslich war der Strom vollständig verschwunden, der Boden um den Hauptstall war aber noch sehr matschig. Ich sah bevor ich ins Bett ging nochmals nach den Pferden, dann fielen mir erschöpft die Augen zu. Was für ein Tag!

      © by Occulta
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      Costas Ankunft
      22. Juni 2013

      Es war ein warmer Sommertag, an dem ich bei einer Pferdeauktion eingeladen war. Ich suchte Warmblüter und im Allgemeinen Springpferde für mein Sportpferdegestüt. Bisher fand ich noch nichts passendes, weshalb ich heute ebenfalls keine großen Erwartungen hatte.
      Doch es sollte ganz anders kommen. Denn schon als ich auf das Gestüt kam, wo diese Auktion statt fand, sah ich einen wunderschönen Schecken. Es war ein ganzer Hengst, temperamentvoll und ausdrucksstark, den jemand in die professorische Boxengasse führte. Das ganze schien ihm nicht zu gefallen. Er stieg einmal beinahe, ließ sich aber doch noch in eine der boxen führen. Ich folgte den Beiden und dachte mir, wem gefalle es schon verkauft zu werden. Doch ich war sehr begeistert von dem hübschen Hengst. Ich glaubte fest daran, er wehre genau, was ich suche.
      Nachdem der Mann weg war, der ihn hierher gebracht hatte, ging ich zur Box des Hengstes. Er sprang unruhig umher und wiederte. Ich beruhigte ihn mit einigen Worten und er wurde tatsächlich ruhig. Er kam mir entgegen und ich streckte meine Hand durch die Boxstäbe. Er roch daran und ließ sich dann von mir am Nüstern streicheln. ,,Na du? Du willst nicht versteigert werden,richtig?'',sagte ich zu ihm und war mitfühlend. ,,Aber irgendwie gefällst du mir. Na? Willst du zu mir?'',fragte ich dann und streichelte ihn weiter. Er schien mich zu verstehen und schnaubte ein wenig ruhig und sah mich an.
      Nachdem ich den Hengst noch ein wenig gestreichelt hatte, ging ich dann zur Auktionshalle und setzte mich auf die Tribüne. Einige Hengste wurden vorgestellt und ersteigert. Aber keiner überzeugte mich nur annähernd so sehr wie der Hengst zuvor. Dann, endlich, wurde er von einem weiteren Mann in die Halle geführt und in verschiedenen GGA vorgestellt. Ein Kommentator redete dazu. ,,Ein wunderschöner Hengst. Trakehner Abstammung. Von einem Top-Siegeshengst,Cor de la Bryére, einem Körungssieger der Spitzenklasse und aus der Nisi de la Bryére. Eine hervorragende Abstammung. Er zeigte bisher im Heimatsstall großes Potenzial am Sprung und im Dressurreiten. Er ist 4-jährig und hört auf den Namen Costa de la Bryére.'' Nun war die Auktion eröffnet und nachdem ich immer höher ging um die anderen Mitbiter zu überbieten, ging er an mich.
      Nach dieser Auktion musste ich mich dann mit Anderen bei den Professorischen Boxen einfinden, wo bezahlt wurde und die Papierübergabe sowie die Übergabe des Pferde stattfand. Ich bekam Costa's Halfter und Führstrick und führte ihn in meinen Anhänger. Dann fuhr ich auf mein Gestüt.
      Hier führte ich ihn erstmals in seine neue Box. Er beäugte mich noch etwas ängstlich doch nachdem ich ihn gestreichelt und verwöhnt hatte, hatten wir uns angefreundet. Die Nacht verbrachte ich noch auf dem Gestüt in Costa's Box.​
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      Kurzbesuch bei Costa
      24. Oktober 2013

      An einem angenehmen milden Herbsttag kam ich auf mein Gestüt um Costa zu besuchen. Der hübsche Hengst stand brav in seiner Box und ich streichelte ihn eine Weile. Er schnaubte liebevoll und genoss es. Dann holte ich seine Putzbox und striegelte ihn bis er wunderschön glänzte. Dann kämmte ich ihm noch seine Mähne und seinen Schweif. Dies machte ich relativ vorsichtig um ihm keine Haare auszureißen. ,,Braav.'',lobte ich ihn als er auch beim hufeauskratzen total brav da stand und es über sich ergehen ließ. ,,Braver Junge.'',sagte ich dann und brachte ihn auf die Weide. Hier sah ich ihm noch eine Weile beim Galoppieren zu. Dann ging ich wieder.​
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      Frühlingsputzaktion
      29. März 2014

      Da nun der Frühling auf dem Gestüt einkehrt und alles rund um das Gestüt begann zu blühen, beschlossen ich und meine Mitarbeiter auf dem Gestüt eine Frühlingsputzaktion zu starten. So sollte auch das Gestüt wieder seinen alten Glanz finden und die Pferde für die kommende Tuniersaison besonders herausgeputzt werden. Alle Mitarbeiter versicherten mir mitzuhelfen und so kam dann auch der 29. März.
      Ich kam schon um 6 Uhr auf das Gestüt und begrüßte meine Mitarbeiter. Zusammen saßen wir in der großen Gemeinschaftshalle des Gestütshauses und tranken Kaffee. Ich redete mit dem Trainer einer meiner Pferde und schlürfte gelegentlich an meiner Tasse. So verging die Zeit bis um halb 7 alle da waren.
      Dann ging es daran die Pferde auf die Koppeln zu bringen, die mitlerweile wunderschön grün waren. Sie hätten heute einen Ruhetag damit das Gestüt geputzt werden konnte und wurden anschließend auch herausgeputzt. In einem großen Schwall ging es in den Stall. Jeder schnappte sich ein oder zwei Pferde und führt sie auf die Weiden. Ich nahm Touchable, meine hübsche Apfelschimmelstute, und Donella, ebenfalls Apfelschimmel. Brav folgten sie mir und liefen dann munter auf der Koppel umher.
      Für uns ging es dann daran aus allen Boxen Heu, Stroh und co heraus zu nehmen und die Boxen mit Wasser abzuspritzen und die Gitterstäbe zu putzen. Auch die Halterungen für die Halfter und Decken wurden geputzt und ebenso die Stallgasse. In der Sattelkammer wurden alle Halterungen geputzt und die Sättel und Trensen poliert. Die Decken wurden alle gewaschen und die Halfter und Führstricke ebenfalls abgespült. Auch die Bandagen und alles andere an Ausrüstung wurde perfekt geputzt. Auch die Futtertröge, Wassertröge, Heukippen und Salzsteinhalterungen wurden wieder auf Hochglanz gebracht. Ich packte fleißig mit an und half auch die Halle neu einzustreuen und die Boxen mit Stroh wieder zu erneuern.
      Als dies alles geschafft war war es 5 Uhr nachmittags. Somit mussten wir die Pferde nun im letzten Licht putzen, aber da alle mithalfen klappte es super. Jedes Pferd, Pony und Fohlen wurde mit Glanzschampoo gewaschen, die Hufe wurden gesäubert und eingewachst und der Nüstern und die Maul und Augenpartie wurde mit Schwämmchen gesäubert. Als dies gemacht war wurden die Pferde wieder in ihre Boxen gebracht und wir genossen noch einen netten Abend zusammen.
      An diesem Tag war ich wohl fertiger als je zuvor.​
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      Der Herbst kommt
      26. September 2014

      Allmählich wurde es von Tag zu Tag kühler, was man auf dem gesamten Gestüt im eher nördlich, in Slowenien, gelegenen Gestüt immer mehr zu spüren bekam. Langsam begannen auch die Blätter sich rotbraun zu färben und Burning Spring wurde der ersten Silbe seines Namens immer gerechter.
      Der Herbst brachte allerdings mehr als bloß eine Jahreszeitenveränderung mit sich. Unter anderem verabschiedeten sich einige Trainer und Bereiter. An ihrer Stelle sollten bald einige andere nachrücken und auch das Gestüt sollte sich auf seine neuen Ziele vorbereiten. Abgesehen davon, das wir unsere hohen Standards beibehalten möchten, wollen wir uns immer mehr auf die Selektierung und Krönung von Pferden beschäftigen. Mir war bewusst, dass es mir nicht leicht fallen würde mich von Einigen zu trennen, dennoch sah ich ein, das dies die richtige Entscheidung wäre.
      Nun wollte ich mich aber einmal wieder vergewissern, dass es allen meinen Schützlingen gut ging. Also stand ich an jenem Tag ziemlich früh auf und ging nun, in einen warmen Mantel gehüllt, Richtung Stallungen.
      Als erstes ging ich in den Stall in dem meine dressurorientierten Pferdchen zu finden waren. Als ich hinein kam wurde gerade Sir Donnerhall in seiner Box geputzt. Der 1,73m große Hannoveraner stand wie immer ganz gelassen da und beäugte mich neugierig als ich den Stall betrat. Waldjunge stand in der Nebenbox und streckte seinen Kopf aus seiner Box. Ich schnalzte mit der Zunge und sagte liebevoll seinen Namen. Anschließend gab ich ihm ein Leckerli und streichelte ihn ein wenig. Es war gerade halb 7 Uhr morgens und sein Bereiter kam erst gegen 8, weshalb er noch Zeit zum Entspannen hatte. Zuletzt geritten hatte ich den Hübschen vor etwar zwei Wochen, was allerdings bei den meisten Pferden der Fall war. Der Grund dafür war, dass er gerade mitten in seiner Ausbildung steckte, die jedes Pferd auf dem Gestüt genoss. Außerdem hatte ich leider nicht allzuviel Zeit all meine Pferde zu reiten. Insgesamt waren dies nämlich 24, zusammen mit 3 Fohlen. Dies war mitunter ein Grund weshalb ich leider einige der Süßen in liebevolle neue Hände vermitteln wollte. In Gedanken versunken hatte ich nun begonnen Waldjunge zu striegeln. Ich ließ mir Zeit und kratzte ihm auch die Hufe aus und kämmte seine Mähne und seinen Schweif. Er schnaubte genießend. Als ich dann fertig war ging ich auch zu Costas Box. Der hübsche Trakehner stand mit dem Po zu mir in seiner Box und fraß etwas Heu aus seinem Heunetz. ,,Costa.'',rief ich ihn, aber er drehte bloß ein Ohr in meine Richtung und reagierte sonst nicht. Ich öffnete die Boxtüre und setzte mich ins Stroh. Nun blickte er auf und drehte sich langsam zu mir um. Er betrachtete mich neugierig und ließ sich nun auch streicheln. ,,Braver Bub.'',sagte ich und gab ihm einen Kuss. Costa war eines der Pferde, welche ich mindestens einmal in zwei Tagen ritt. Mit ihm ging ich auch auf Turniere und wünschte mir, mit allen meinen Pferden so eine gute Beziehung zu haben wie zu ihm. Auch wenn er, wenn er fraß, nicht unbedingt gerne gestört wurde. ,,Na dann bringen wir dich mal auf die Weide.'',meinte ich und holte sein Halfter. Anschließend brachte ich ihn auf seine eigene Koppel, so wie sie jeder Hengst auf meinem Gestüt hatte. Mit den Worten ,,Heute hast du einmal einen Tag für dich.'' verabschiedete ich mich bei ihm und er galoppierte auf die Weide.
      Nun ging ich zu meinen vielseitigorientierten Pferden und/oder Freizeitpferden. Da sie alle erst gegen 11 gingen um ihr ''tägliches Fitnessprogramm'' zu absolvieren putzte ich jedes einzelne von ihnen und nahm mir viel Zeit für Streicheleinheiten. Zuerst putzte ich Love me tender; Anschließend Donella, Angels Kiss, Herbstblüte, BS Je'taime, Black Pearl, Double Diamond, Deila, Golden Eye, Final Destination IV, Wastl, Touchable, Pearl, Scarlet Sun und Ungezähmt Snow. Als ich gerade meine hübsche Snow putzte, kam auch schon einer der Bereiter, der für Black Pearl und Double Diamonds zuständig war. Er grüßte freundlich und verschwand anschließend in der Sattelkammer um Sattel und Trense zu holen. Ich aber verabschiedete mich auch schon wieder bei meinen Pferden und verließ auch den 2. Stall.
      Im 3. standen nun meine springorientierten Pferden, welchen derzeit meine größte Aufmerksamkeit genossen. Deo Volente, HGT's Nightmare, Takada, Party Shaker und N'oubliez jamais ritt ich nämlich jeden Tag, wie auch meist Costa. Diese Pferde hatten heute einmal einen Ruhetag und durften den gesamten Tag auf der Koppel verbringen, wo ich sie auch gleich darauf hinbrachte. Diarado putzte ich daraufhin ganz in Ruhe und genoss die Zeit mit ihm. Anschließend holte ich Sattel und Zaumzeug sowie Gamaschen und Hufglocken. Danach ging ich ganz in Ruhe ausreiten.
      Nach einem schönen Tag auf meinem Gestüt ging ich nun am Abend ins Bett und freute mich schon auf die kommenden Tage.​
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      Stallrundgang: Ich sehe mir an, was unsere Pferdetrainer so machen
      26. Februar 2015

      Es war ein regnerischer Tag auf meinem Gestüt, als ich den monatlichen Stallrundgang machte. Leider hatte ich diesen schon im Vorhinein bekannt gegeben und konnte so den Tag nicht ändern, egal wie mies das Wetter heute zu scheinen schien.
      Ein Stallrundgang war immer viel Arbeit auf meinem Gestüt. Ich musste jeden einzelnen Trainer begutachten, wie er seine Arbeit machte und wie weit die Pferde beim jeweiligen Trainer bereits waren.
      Pünktlich um 7 Uhr morgens verließ ich mit einer vollen Thermoskanne, beziehungsweise diesen Coffee-to-Go Dingern, das Hauptgebäude. Es war relativ warm für Februar aber dennoch durchdrang die Nässe mich bis auf die Knochen und ich fror ein wenig. Dabei kramte ich, solange ich noch unter dem Dachvorsprung stand, nach meinem Plan.
      Der lautete für die Wintermonate wie folgend:
      6:30 Die Pferde bekommen ihre erste Futterration für den Tag
      7:00 Die ersten Trainer und Bereiter trafen am Gestüt ein, kontrollieren ihre Notizen und planen vorläufig das Training für den nächsten Tag, was sie später allerdings noch ändern können
      7:30 Die Stallburschen putzen die ersten Pferde
      8:15 Die ersten Pferde werden aufgesattelt
      8:30 Ab nun kommen die Pferde mit den späteren Trainingseinheiten nacheinander in die Schrittmaschine
      8:30 Die Bereiter bzw. Trainer übernehmen ihre Pferde und beginnen mit den vorgesehenen Trainigseinheiten.
      Okay, weiter las ich zugegeben erstmal nicht. ,,Hallo.'', grüße mich auch schon die bekannte Stimme einer meiner Trainer. Ich grüßte zurück und schlenderte dann gemütlich zum Fohlenstall.
      Dort kamen meine drei hübschen Hengstchen auch schon munter auf mich zugelaufen. Chestnut wieherte aufgeweckt, woraufhin Exciting Force und Hidden Flyer ebenfalls einstimmten. Ich streichelte sie liebevoll und verhätschelte sie. Als ich das nächste mal auf meine Armbanduhr sah, war es auch schon kurz vor halb 8, weshalb ich den Süßen eine letzte Streicheleinheit gab und dann auch schon wieder ging.
      Um exakt 7:29 kam ich bei den Springpferden an, beziehungsweise beim Springpferdestall. Ich ging hinein und sah meine süßen entspannt am Heu knabbern. Nur N'oubliez jamais stand mit gespitzten Öhrchen in seiner Box und beäugte mich. Seit er am 10. Juli zu mir gekommen war ritt ich den Hübschen jeden zweiten Tag selbst und beschäftigte mich intensiv mit ihm. Obwohl er ein Hengst mit großem Temperament war verhielt er sich mir gegenüber immer respektvoll und liebevoll. Erst neulich erzählte mir ein Stallbursche, dass er sich vom Strick gerissen hatte und weggelaufen war. Erst nach einer Stunde konnte man ihn wieder einfangen. Natürlich war dies nicht unbedingt was ich gerne hörte, aber er war, auch wenn man es ihm Äußerlich nicht anmerkte, gerade mal 4 Jahre alt und hatte einen riesigen Überschuss an Energie, was allerdings den Sport mit ihm, sollte es nicht gerade um Dressur gehen, sehr angenehm machte.
      Sein Wiehern riss mich aus den Gedanken, als der Stallbursche mit dem Putzzeug angerannt kam. Er grüßte mich freundlich und öffnete dann N'oubliez jamais Boxentüre. ,,Schnuller'', wie ich ihn liebevoll nannte, fand dies allerdings nicht so toll und hatte sich in die hinterste Ecke seiner Box gestellt. Er war nicht unbedingt ein Fand davon, dass er jeden 2. Tag zu den Pferden gehörte, die als erstes raus mussten.
      Er musste sich aber damit abfinden, da die Springpferde immer erst in die Halle mussten, um ihr tägliches Dressurtraining abzuschließen, ehe sie dann am Nachmittag Springtraining hatten und die Dressurpferde die Halle für sich hatten.
      Ehe ich mich versah hatte der Stallbursche Schnuller geschickt dessen Halfter angelegt und führte ihn nun zum Putzplatz. Er folgte nun brav und ich ging den beiden nach. Es hatte eben aufgehört zu regnen, also nutzten die Stallburschen den Putzplatz draußen, da der drinnen bloß 4-5 Plätze hatte. Draußen allerdings konnten Deo Volente, Diarado, Nightmare, Takada, Party Shaker und Schnuller nebeneinander stehen. Fleißig begannen meine 6 zuständigen Helfer die Pferde zu putzen. Gähnend sah ich dabei zu und plauderte ein wenig mit meinem Springtrainer, der früher als gedacht mit seinen Notizen fertig war. Wir verstanden uns sehr gut und auch er nützte jede freie Sekunde um bei den Pferden zu sein, welche auch eine sehr gute Bindung zu ihm hatten.
      Insgesamt hatte ich 2 Springtrainer. Einen, Georg Müller, für Deo, Takada und Diarado und einen, Ricardo Sanchez, mit dem ich gerade sprach, für Nighti, Schnuller und Party.
      So, nun ging es ans aufsatteln. Dabei sah ich wieder etwas genauer hin, da mir auffiel, dass Deo seine Trense in letzter Zeit so ungern annahm, wenn ich dies von ihm verlangte. Und da sah ich das Problem auch schon: Der Stallbursche zog erst ein Ohr hindurch, dann das andere und dabei riss er ihm kurzzeitig aber doch im Maul herum. Ich ging hinüber und erklärte ihm, dass es so viel besser funktionieren würde und nahm den Zaum wieder herunter. Einmal vorgezeigt, wieder herunter und von ihm nachgemacht und siehe da: Ging doch.
      Nachdem dies auch geschafft war kamen auch schon die 6 Bereiter, die ich für die 6 Pferde ausgesucht hatte.
      Chloé Perrez für Takada, Daniel Murphy für HGT's Nightmare, Lucia Sanchez, Ricardos Tochter, für Deo Volente, Tyler Woods für Party Shaker, Riley McCalley für Diarado und Franc Novak für N'oubliez jamais.
      Sie übernahmen die Pferde, grüßten freundlich und folgten mir und Ricardo in die größte Halle, auf dem Gestüt, die hauptsächlich für Dressur und Stangenarbeit genutzt wurde. Bei uns, ganz vorne ging Lucia. Sie redete etwas mit ihrem Vater, der allerdings nicht mehr ihr Trainer war, da sie beschlossen einmal andersherum zu trainieren. ,,Und wie läuft's so mit Deo?'', fragte ich schließlich. ,,Ganz gut.'', antwortete sie ,,Dressurtechnisch will er ja bekanntlich manchmal einfach nicht so ganz aber es wird besser. Im Springen ist er dann aber mit ganzem Herzen dabei und reagiert super auf meine Hilfen.'' Ich grinste: ,,Das freut mich'' und öffnete dann das Hallentor für meine Bereiter.
      Die beiden Trainer gingen hinein, ich blieb auf der Tribüne sitzen und verfolgte alles aus der ferne mit. Schnell waren sie alle zu Pferde und die Trainer legten brav zum Warmreiten die Decken auf. Es folgte eine Viertelstunde Schritt, was ich als sehr lange empfand, im Winter allerdings nicht schlecht. Die Pferde verhielten sich am langen Zügel sehr unauffällig. Dann nahmen sie langsam die Zügel auf und bald trabten die ersten drei Reiter, die bei Georg im Training waren an. Sie achteten dabei darauf, dass sie möglichst nicht in der Abteilung ritten sondern frei. Immer wieder ging ein Reiter auf den Zirkel und umrundete Georg, der Tipps gab. 5 Minuten später trabten auch die drei übrigen Reiter an. Ich sah amüsiert zu und beobachtete sie. Sie machten das toll und hatten die Pferde gut im Griff. Nur im Galopp gab es dann einmal eine etwas brenzliche Lage, als N'oubliez jamais und Deo Volente gleichzeitig an die lange Seite kamen und sich auf der anderen Hand begegneten. Irgendwie kam es dazu das das innere Pferd, Deo Volente, plötzlich nach innen ausweichen wollte und der trabenden Nightmare beinahe den Weg geschnitten hätte. Dies war allerdings nicht weiter schlimm und alle beruhigten sich wieder.
      Nach diesem Training besuchte ich auch die Dressurpferde Sir Donnerhall, Costa und Waldjunge.
      Sie freuten sich sehr mich zu sehen und ich half den Stallburschen etwas beim Putzen und sah mir anschließend auch ihr Training an, worüber ich sehr zufrieden war.
      Zu guter Letzt besuchte ich Love me Tender, Donella, Angels Kiss, Herbstblüte, BS' Je'taime, Black Pearl, Double Diamonds, Deila, Golden Eye, Final Destination, Wastl, Touchable, Pearl, Scarlet Sun und Ungezähmt Snow. Ich half, sie auf die Weide zu führen und sah bei einigen Trainingsdurchgängen im Geländeparcour und auf der Galoppstrecke an. Es war toll, zu sehen wie sie aufblühten, seit sie wieder mehr gefordert wurden, da sie eine Zeit lang ja ''nur'' meine Freizeitpferde waren, die fast den ganzen tag auf der Koppel standen und dann nur eine Stunde geritten wurden und dies meist nicht sehr kontrolliert, sondern auf ,,Ja, heute will ich das ernster nehmen, morgen nicht', wenn ich ehrlich war. Aber nun hatten sie wieder eine schöne Muskulatur aufgebaut und waren auch sonst top fit.
      Vor allem bei Donella merkte man, da sie nun viel mehr Spaß hatte, sie war immerhin ein Pferd das eine Herausforderung benötigte.
      Mit gutem Gewissen konnte ich Abends meinen monatlichen Stallrundgang beenden und war sehr zufrieden.​
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      Das diesjährige, private Gestütsreitertreffen ~
      17. Juli 2015

      Um die gute Arbeit unserer Trainer und Bereiter zu würdigen, beziehungsweise für etwas Spaß zu sorgen, finden nun jedes Jahr einige kleine Turnierchen statt, an denen nur die Pferde unseres Gestütes teilnehmen dürfen. Zusamman mit unseren Bereitern natürlich. Zu allererst fanden die Wettbewerbe in der Sparte Dressur statt, anschließend ein Springparcours und zu guter letzt eine kleine aber feine Geländestrecke. Bewertet wurde das ganze von mir und 2 weiteren Richtern, die sich die Zeit für mich genommen hatten.
      Entspannt machte ich mir noch einen Tee, ehe ich damit zu meinem Richtertisch ging. Nachdem ich vor Ort noch mit meinen beiden Kollegen gesprochen hatte, begann auch schon der Bewerb. Eine kleine Dressurpferde A, bei denen ausnahmsweise auch Pferde teilnehmen durften, welche ursprünglich nicht in dieser Klasse startberechtigt waren. Insgesamt nahmen 7 Pferde teil. Donella, Black Pearl, Scarlet Sun, Ungezähmt Snow, Sir Donnerhall, Waldjunge und Costa de la Bryere. Sie waren alle wirklich Spitze. Dennoch wurden einige Punkte mehr vergeben, da hier und da ein kleiner Fehler passierte, was vollkommen okay war. Ich war wirklich sehr stolz auf sie alle.
      Schon bald ging es an die Siegerehrung, an welcher alle Reiter teilnehmen durften und eine Ehrenrunde galoppieren durften. Die ersten 3 bekamen allerdings eine Medaillie als Ehrung und der Gewinner einen Gutschein für ein Reitgeschäft in der Nähe. Ich durfte aufrufen. Somit rief ich sie von hinten nach vorne auf. Die ersten 3 waren, um sie kurz noch einmal zu erwähnen, Sir Donnerhall und ex equo Costa de la Bryre. Platz 3 ging an Donella, meine zuckersüße, gekörte Reitponystute.
      Als nächstes auf dem Programm stand Springen. Teilnehmer waren N'oubliez Jamais, HGT's Nightmare, Party Shaker, Diarado, Takada und Deo Volente. N'oubliez Jamais' Reiter musste leider aufgeben, da ,,Schnuller'' mal wieder seinen Sturschädel durchsetzen musste und, nachdem er bereits am ersten Hinderniss verweigert hatte, seinen Reiter hochkant abwarf. Die übrigen Pferde blieben relaxt und die höchste Fehlerrate lag bei 1 Abwurf pro Pferd. Gewonnen hatte Nighti, welche fehlerfrei geblieben war und sich im Stechen gegen Diarado durchsetzen konnte. Takada belegte Platz 3.
      Dann war auch schon die Geländestrecke dran. Sie beinhaltete neben einigen Auf und Abgaloppaden über die hügelige Landschaft eine Wasserpassage und ein Abschließendes Springen in einem kleinen Springparcours. Teil nahmen N'oubliez Jamis, Deo Volente, Pearl, Final Destinatin IV, Wastl, Touchable, Golden Eye, Deila, Double Diamonds, Black Pearl, Herbstblüte, Angels Kiss, Love me Tender und BS' Je'taime. Diesmal gab eskeine Ausfälle und alle Pferde absolvierten gekonnt den Parcours. Wenn man Zeit und Fehlerpunkte zusammenzähltem kam man auf ein Ergebniss, das mich wirklich stolz machte. Die beste Zeit hatte Black Pearl, mein schwarzes Muskelparket. Er hatte sich seit er bei uns war enorm entwickelt und gewann nun somit diesen Bewerb. 2. wurde N'oubliez Jamais, welcher diesmal brav geblieben war, und 3. wurde Final Destination IV.
      Nachdem alle Sieger geehrt wurden und alles wieder abgebaut war, besuchte ich nun meine kleinen Fohlen, welche auf der Weide standen. Die 3 werdenden Hengste liefen sofort im Galopp auf mich zu. m schnellsten war Chestnut, der sich beinahe nicht vor dem Koppelzaun bremsen konnte. So tollpaytschig er war, man sah ihm sein Talent einfach an. Ich streichelte sanft seine Nase, bis auch Hidden Flyer und Exciting Force da waren und mich neugierig beäugte. Ich streichelte sie und genoss noch einen schönen Tag mit ihnen. ​
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      Ein Ausritt in Deutschland
      ..mit Luisa mit Aquentino und Alicia mit River Dance
      26. September 2015

      Was für ein malerischer Herbsttag, dachte ich mir als ich aus meinem kleinen aber feinen Häuschen hinüber zum Hauptstall ging und tief die kühle, wohlriechende Morgenluft einatmete. Als ich beim Stall angekommen war schob ich erstmals an diesem Morgen das große Stalltor zur Seite, woraufhin ich auch schon von meinen neugierigen Nasen begrüßt wurde. Die sanften Strahlen des noch schwachen Sonnenlichtes tauchte die Boxen und die Stallgasse in ein hübsches, orangenes Licht und meine Pferde blickten mich erwartungsvoll an, doch auf ihr Frühstück mussten sie noch warten bis unsere Stallburschen kamen. Nur Costa bekam eine Fuhr Raufutter während ich ihn putzte und anschließend transportfertig machte.
      Dann brachte ich noch schnell Sattel, Trense und Gamaschen gefolgt von Costa, der wie immer brav mitmachte, in den bereits vorbereiteten Hänger und schon konnte es los gehen. Wir hatten einen ganz schön breiten Weg vor uns. Von Slowenien ging es nämlich über Österreich nach Deutschland, wo wir uns mit Luisa und Alicia mit ihren Pferden treffen würden.
      Die Fahrt klappte gut und ehe wir uns Versahen waren wir auch schon angekommen. Alicia, die es nicht allzu weit hatte und das Plätzchen ausgesucht hat war bereits vor und da. Ich parkte mich neben ihr ein und wurde gleich begrüßt. Genauso schnell fanden wir uns auch schon in einem interessanten Gespräch wieder, während wir unsere beiden Pferde ausluden. Sie war mit einer bildschönen Hannoveranerstute gekommen, die ich auch schon von einem Hufschmiedbesuch bei ihr kannte. Obwohl sie noch sehr jung war wirkte sie sehr gelassen und ließ sich vorbildlich aus dem Pferdeanhänger führen. Costa, den ich auch schon ausgeladen hatte, zeigte sich ebenso interessiert an River Dance. Er schnaufte zwar und zeigte sich von seiner besten Seite, etwas hengstisch versteht sich, machte aber keine Probleme.
      Während mir Alicia etwas von ihrer Fahrt hier her erzählte fuhr auch schon Luisa vor. Sie parkte sich gleich neben mir ein und wurde ebenso sofort von Alicia und mir begrüßt. Sofort begannen wir zu plaudern und auch ihr Pferdchen auszuladen. Dabei handelte es sich um Aquentino, einen irrsinnig edlen, großen Palominohengst, der sich ebenso spielerisch ausladen ließ. Auch er nahm River, wie sie liebevoll genannt wurde, wahr, spitzte neugierig die Öhrchen und plusterte sich etwas auf. Luisa streichelte ihn daraufhin sanft am Hals und redete ihm kurz zu woraufhin er dann aber entspannt wieder den Kopf senkte und kurz schnaubte.
      Nun nahmen wir alle unsere Transportgamaschen und Decken ab und sattelten langsam. Costa, der zuerst noch etwas an seinem Mittagessen gekaut hatte, war anscheinend etwas erzürnt darüber jetzt schon die Trense ins Maul nehmen zu müssen und zickte erst etwas herum, spielte dann aber doch mit und ich konnte wie Luisa und Alicia aufsteigen.
      Hintereinander ging es dann vom Parkplatz durch einen schmalen Weg, der durch ein Gestrüpp führte, hin zu einem hübschen, breiteren Sandweg durch einen traumhaften Wald. Es war wunderschön; Die Blätter waren teilweise schon orange, braun und gelb gefärbt und die nicht mehr allzu heißen Sonnenstrahlen erwärmten sanft unsere Haare und das Fell unserer Pferde. Aquentino, der anfangs unsere Truppe anführte und nun zwischen mir und Alicia ging schnaubte einige Male zufrieden und auch Costa wirkte tiefenentspannt. River Dance wirkte noch etwas überwältigt von all den neuen Eindrücken. Trotzdem schien ihr das ganze sehr gut zu gefallen, süß das mit ansehen zu können.
      So trotteten wir erstmals im Schritt dahin und unterhielten uns über die unterschiedlichsten Themen. Erst als wir eine kleine Wiese erreichten und damit aus dem Wald heraus kamen begannen wir etwas zu traben. Da es hier ein Reitgebiet war durften wir auch die ganze Wiese ausnutzen.
      Alicia begann mit River einige Kreise zu drehen und einige achten zu reiten. Sie lief wirklich schon sehr schön, vor allem sehr aufmerksam und reagierte in Folge dessen vorbildlich auf die Hilfen ihrer Reiterin. Mittlerweile lief sie in der Dressur schon auf L-Nivea und war gekört, dabei kam es mir erst vor wie gestern als mir Alicia erzählte, dass sie River anreiten ließ.
      Auch Luisa hatte begonnen mit ihrem hübschen Aquentino einige Figuren zu reiten. Es war wirklich beeindruckend wie ausdrucksvoll er seine Beine warf und welchen Raumgriff er aufwies. Einige Male galoppierten die Beiden auch schon ein wenig, erst nichts großes, machten viele Übergänge und arbeiteten ein wenig.
      Auch ich hatte bereits begonnen mit Costa etwas lockere Trabarbeit in Form einige gebogenen Linien zu machen. Dabei nahm ich erst die Zügel etwas auf, verstärkte hier und da seinen Trab und versammelte ihn wieder. Dann ließ ich ihn mir die Zügel aus der Hand kauen zu lassen und ließ ihn sich etwas nach Unten hin dehnen.
      Nachdem wir so also unsere Ründchen gedreht hatten und die Pferde nun warm waren trabten wir einige Weglein entlang bis zu einer großen, weitläufigen Wiese, wo wir ein wenig Galoppieren wollten.
      Dabei galoppierten wir erst einzeln etwas locker dahin bis wir anschließend unsere Pferdchen etwas wetteifern ließen und sie nebeneinander angaloppierten. Dabei zuerst die beiden Hengste, Aquentino mit Costa, dann Costa mit River und anschließend alle drei nebeneinander. Dabei zeigten sich vor allem die Hengste sehr Ehrgeizig und heizten sich gegenseitig etwas auf; dennoch achteten wir darauf, dass sie nicht zu schnell wurden. Ein ordentliches Tempo bekamen sie aber dennoch. Auch River Dance, die sich irgendwann dazu entschied den beiden Männern die Stirn zu bieten und die beiden in rasantem Tempo überholte.
      Nach dieser schönen Galoppstrecke wurde noch etwas getrabt, an einem schönen, schmalen Fluss entlang, es war wirklich traumhaft.
      Anschließend parierten wir die Pferde zum Schritt durch und gingen gemütlich wieder zurück zum Parkplatz, wo verluden und anschließend nach Hause gefahren wurde.
      Es war wirklich ein toller Tag - jeden Kilometer Fahrt wert.​
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      Distanztraining E-A
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      Oktober 2015 - Veija

      Heute war ich auf dem Weg zu Backfett, wie ich sie immer so gerne nannte, um drei ihrer Pferde in Distanz zu trainieren. Alle drei Pferde sollten in der Distanz von E nach A gebracht werden. Costa de la Bryére, ein schicker Black Tobiano Hengst, Seattle's GT'aime, ein schwarzbrauner Hengst und Takada, eine Rappscheckstute. Zur Unterstützung hatte ich mir heute Aaron und Alexis mitgenommen, die die Pferde mit mir zusammen trainieren sollten. Bei Backfett angekommen begrüßten wir sie herzlich und ließen uns zunächst den Hof zeigen und uns eine Karte des Geländes geben, damit wir uns nicht verritten. Bracelet erzählte uns ein wenig über ihre Pferde, weshalb ich Aaron, der am schlechtesten von uns reiten konnte, Costa zuteilte. Bei Anfängern sollte er wohl wirklich ruhig und vorsichtig sein. Außerdem ritten wir ja alle zusammen, falls etwas sein sollte, hatte man ihn schnell wieder eingefangen. Schließlich war ich eine Westerneiterin durch und durch, die sich mal schnell von einem auf das andere Pferd schwingen konnte, ohne das eigentliche Reittier zu verlieren. Alles schon erprobt. Alexis teilte ich Seattle zu und ich, die am besten reiten konnte, schnappte mir die schicke Stute. Mal sehen, ob das die richtige Entscheidung war..
      Doch nun ging es ans putzen und satteln. Bracelet hörte gar nicht mehr auf zu reden und erzählte und erzählte, von allen Neuigkeiten, die sie so wusste. Kurz lachte ich, ehe ich Takada den Sattel auf den Rücken schmiss und den Gurt zuzog. "Hier passiert ja viel, auf deinem Hof. So viele Neuigkeiten", sagte ich und machte meine Stute fertig. Wir legten allen Pferden noch Geländegamaschen und Sprungglocken an, da ich nicht wusste, wie das Terrain hier so war und ob die Pferde über ihre eigenen Beine stolperten. Als Aaron und Alexis dann auch fertig waren, gingen wir auf den Platz, um die Pferde ein wenig abzureiten. Wir gurteten nach und stiegen auf. "Aaron, halt ihn kürzer, der rennt dir unter Arsch weg!", wies ich Aaron an und schaute zu ihm rüber. Das mit dem lammfromm stimmte wohl nicht immer. Da ich Aaron schon im Sand liegen sah, wies ich ihn an, den Hengst anzuhalten und die Plätze zu tauschen. "Na komm, Freundchen", sagte ich und trieb ihn an, ehe er einen Satz nach vorne machte. Ich hatte schon damit gerechnet, weshalb es der Sprung nicht aus dem Sattel gehauen hatte. So fing ich an, ihn von vorne runterzuriegeln, indem ich die Zügel kurz nahm, ihn mit den Beinen aber nach vorne schickte. "Na denk mal nach", sagte ich laut zu ihm und merkte, wie sein Galopp beständig langsamer wurde. "Geht doch", murmelte ich und sah zu Bracelet, die wohl nicht so begeistert von meiner Aktion war. Als Costa brav und langsam vor sich hin galoppierte, hielt ich nach einer Weile bei Bracelet an. "Weißt du was hier das Problem ist?", fragte ich sie und klopfte den Hals des Hengstes. "Wenn ich meine Reiner vorne kurz nehm und hinten treib, geben die Gas. Wenn ich meine Pleasurepferde vorne kurz nehm und hinten treib, werden die langsamer. Also geht probieren über studieren, wenn ich andere Warmblüter reite", erklärte ich ihr und nun verstand sie wohl auch, was ich eben gemacht hatte. Aaron kam viel besser mit der Stute klar, weshalb ich mich wohl weiter um Costa kümmern würde. "Gut, Alexis", lobte ich sie, als sie in einem lockeren Trab an mir vorbeikam. "Ich denke, wir können jetzt ins Gelände", erklärte ich meinen beiden Mitarbeitern und auch Bracelet, die sich nun auf den Weg zu ihren anderen Pferden machte. Schließlich wollten diese auch beschäftigt werden. "Alexis reite du vor, Aaron du kommst in die Mitte und ich geh hinten hin", erklärte ich die Reihenfolge und so ritten wir vom Hof in den Wald. Zunächst mussten wir an einigen Straßen vorbei, die wir schön im Schritt überritten. Dann ging es endlich auf einen Feldweg und wir konnten ein bisschen an Tempo zulegen. So ritten wir viele Trab und Galoppwechsel, bis wir uns doch verritten und in einer Sackgasse ankamen. "Hm..", sagte ich und schaute auf die Karte. "Ach, wir hätten hinten rechts reiten müssen, nicht links", schlussfolgerte ich und wir drehten um. An der Weggabelung ritten wir dann in den anderen Weg rein und konnten wieder eine Weile galoppieren, ehe wir auch umdrehten. Die Kondition der Pferde ließ doch sehr nach, weshalb wir uns im Schritt und Trab auf den Heimweg machten. Es dauerte länger, als ich gedacht hatte, ehe wir wieder auf dem Hof ankamen. Sofort machten wir die Pferde fertig für die Box, ehe ich mit Bracelet abmachte, dass wir doch noch einen Tag blieben. So teilte sie und zwei Zimmer zu und die Nacht war schneller vorbei, als mir lieb war. Schon morgens um 8 Uhr waren wir auf den Beinen und sattelten die Pferde, ehe wir sie auf dem Platz kurz abritten und wieder ins Gelände gingen. Heute ritten wir vermehrt Trab und Galopp, damit die Pferde an Kondition aufbauten. Es dauerte jedoch nicht lange, ehe wir wieder auf dem Hof reinschneiten. "So, ich denke die können jetzt in der Klasse A laufen", erklärte ich Bracelet beim Absatteln der Pferde. "Wir machen uns dann mal wieder auf den Heimweg", sagte ich lächelnd und schaute kurz zu meinen beiden Mitarbeitern, die jetzt auch fertig waren mit absatteln. "Bis dann, Backfett", rief ich unserer Kundin noch nach und winkte ihr, ehe wir vom Hof fuhren.​
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      Militarytraining E-A
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      24. November 2015 - BellaS

      Da ich gerade etwas knapp bei Kasse war hatte ich einen kleinen Tausch ausgehandelt. Ich würde Bracelets Pferde Costa de la Bryére und N'oubliez jamais in Military trainieren während sie später bei mir vorbeischauen und meinen Pferden die Wintereisen anbasteln wollte. N'oubliez jamais, genannt Schnuller, hatte ich vor einiger Zeit schon einmal unterm Sattel gehabt, allerdings zum Dressurtraining. Heute würde ich Military, auch bekannt als Vielseitigkeit, trainieren müssen, gleich doppelt. Eine gute Übung für mich, deren Fähigkeiten, gerade im Springreiten reichlich eingerostet waren. Ich hatte mich auf einen mehrtägigen Aufenthalt vorbereitet, denn der Disziplin des Military war nicht in kurzer Zeit genüge getan. Für heute, den Tag meiner Ankunft, hatte ich die, für mich einfachste, Trainingseinheit geplant, den Dressurteil des Military. Schnuller kannte ich bereits, auch wie er sich in der Halle verhielt. In Dressur stand der schon auf L, eine gute Grundlage um auch die Vielseitigkeit auf dieses Niveau zu bringen. Nachdem ich mich in Bracelets Gästezimmer häuslich eingerichtet hatte, ging es auch schon zu einer kurzen Führung über den Hof. Mir wurden die Weiden und Boxen der beiden Hengste sowie ihre Spinde gezeigt und ich bekam noch einen kleinen Exkurs über ihre jeweiligen Eigenheiten ehe ich mir selbst überlassen wurde. Ich beschloss mit dem bekannten zu beginnen und sattelte N'oubliez jamais. Der Apfelschimmel schien sich an mich zu erinnern und trat missmutig ein paar Schritte zur Seite als ich mit dem Sattel ankam. „Ruhig Dicker. Diesmal halte ich meine Hände auch ruhig und hoch komme ich auch, keine Sorge.“ Erst nach etwas gutem zureden ließ Schnuller sich satteln und ich hielt mein versprechen. In null Komma nix saß ich auf seinem Rücken und nahm die Zügel auf. Die Halle betrat ich nun hoch zu Ross und brachte sogar das Kunststück fertig das Tor vom Pferd aus zu schließen ohne mich oder den Hengst in irgendwelche seltsamen Stellungen zu verbiegen oder ihn gar mit dem Tor zu rammen. Zu Hause hatte ich solcherlei schon oft geschafft, aber heute schien ein guter Tag zu sein. Nach ein paar Runden zum warm reiten begann ich mit einer Wiederholung sämtlicher Dressurgrundlagen. Rückwärtsrichten, Schenkelweichen, dann antraben. Mitteltrab, schön auf die Haltung achten, auf meine eigene Haltung aufpassen…. Zum Glück war die Halle mit Spiegel versehen, sodass ich meine eigenen Fehler sah und schnell korrigieren konnte. Weiter ging es mit Zügel im Trab und schließlich auch im Galopp übersteichen, sowie einer Trab und dann auch Galoppverstärkung. Schnuller hatte nicht vergessen, nein, im Gegenteil. Ich spürte, dass er seit meinem Besuch noch Training erhalten hatte, wahrscheinlich hatte Bracelet mit ihm geübt. Erstaunt blickte ich auf meine Uhr und stellte fest, dass es schon früher Nachmittag war. Ich kümmerte mich um N'oubliez jamais und ließ ihn schließlich mit Abschwitzdecke auf den Paddock zurück. Es war zwar schon fast Dezember, doch etwas frische Luft würde dem Hengst gut tun. Erst nach einer kleinen Mittagspause würde ich mich Costa de la Bryére widmen, jetzt musste ich erst einmal etwas zu essen auftreiben.
      Nachdem ich mich versorgt und ein wenig Pause gemacht hatte, ging es wieder aufs Pferd, Dieses Mal war Costa dran, den ich zwar noch nie geritten war, der aber auch schon auf L Niveau ging. Da Costa für sein Militaryziel nur A brauchte, nahm diese kurze Wiederholung der Dressurlektionen noch weniger Zeit in Anspruch. Schnell hatte ich auch die außergewöhnlich guten Grundgangarten des Rappschecken bemerkt, die das Dressurtraining zu einem echten Vergnügen machten. Nachdem ich auch hier fertig war, verbrachte ich den Nachmittag damit den Hof zu erkunden.
      Am nächsten Morgen stand ich schon früh auf. Ich hatte einen kleinen ausritt geplant um die Geländestrecke zu erkunden, das eigentliche Training im Gelände hatte ich aber für morgen geplant. Heute Nachmittag würde ich dann auf dem Springplatz trainieren. Zum ausreiten setzte ich auf Schnuller, denn dem mir bekannten Pferd vertraute ich irgendwie mehr. Costa ging als Handpferd mit. Ich fand die Strecke in bestem Zustand und freute mich schon auf dem morgigen Tag, jetzt würde es aber erst einmal auf den Springplatz gehen. N'oubliez jamais bekam eine Pause und ich begann mit Costa, der bereits ein gut ausgebildeter Springer war. Vorsichtig begann ich mit kleineren Sprüngen, doch bald schon wurde ich wagemutiger und taute langsam auf. Auch meine Trainerausbildung fiel mir Stück für Stück wieder ein und schließlich ließ ich Costa sogar den ganzen aufgebauten Parcours springen. Wahrscheinlich würde ich morgen Muskelkater haben, doch das war es wert. Da meine Isländer keine Springpferde sind, war ich ziemlich eingerostet doch ich genoss das Gefühl für einen Moment über dem Hindernis schwerelos zu sein. Nun blieb mir für heute noch das Springen mit Schnuller. Ich hatte schon beim letzten Dressurtraining bemerkt, dass er unglaublich schnell reagieren konnte. Jetzt erlebte ich diese Fähigkeit live und in Farbe im Parcours. Ich war noch niemals ein so schnelles Springpferd geritten, sodass ich auf der ersten Runde gleich mehrere Abwürfe kassierte, die alle auf meine Kappe gingen. N'oubliez jamais hatte brav auf mich gehört, ich mich aber in den Galoppsprüngen verzählt. Nach einer Weile gewöhnte ich mich an den Pfeilschnellen und sensiblen Hengst und konnte das Training schließlich zu 2/3 für erfolgreich erklären. Nun fehlte nur noch das Herzstück der Vielseitigkeit, der Geländeritt am nächsten Tag.
      Wieder war ich früh wach und beschloss, dass ich einfach anfangen würde. Je früher ich begann desto länger konnte ich reiten oder desto früher war ich fertig, kam ganz darauf an wie sich das Training gestalten würde. Die Strecke begann direkt am Hof, war aber leider kein Rundkurs. So würde ich jeden der Hengst am Hof warmreiten müssen um dann einmal über die Geländestrecke zu heizen. Es war empfindlich kalt und ich fröstelte, voller Vorfreude auf einen rasanten und wärmenden Ritt. Costa war der vorsichtigere der Beiden, also würde ich mit ihm beginnen. Ich sattelte den Rappschecken und ritt mich auf dem Dressurplatz etwas warm, übersprang noch eins zwei Hindernisse, dann ging es ins Gelände. Obwohl Costa offensichtlich noch nicht oft auf der Strecke gegangen war, hatte er eine gute Ausdauer und galoppierte zügig voran. Ich war froh, dass es noch nicht fror aber der Wassergraben war morgens um neun Ende November auch kein Vergnügen. Trotzdem war ich voll zufrieden. Meine Uhr teilte mir mit, dass wir nicht langsam gewesen waren und Costa hatte bei keinem Hindernis gezögert oder gebockt und gut durchgehalten. In entspanntem Schritt ging es zum Hof zurück, wo ich erst den Hengst versorgte und dann ins Haus ging um mich aufzuwärmen. Nach einer guten Stunde ging es nun auch noch Schnuller an den Kragen. Der freute sich sichtlich auf einen Geländeritt und begann aufgeregt zu tänzeln, kaum kam die Strecke in Sicht. Vorher hatten wir uns auf dem Dressurplatz etwas aufgewärmt doch als ich den Apfelschimmel nun angaloppieren ließ befürchtete ich, dass ich nicht gründlich genug gewesen war. N'oubliez jamais preschte los als wären alle Teufel der Hölle hinter ihn her und flog förmlich über die ersten Hindernisse. Ein wenig benommen wollte ich die Zügel nachfassen, als Schnuller den Kopf in vollem Galopp mit einem Ruck nach unten zog. Auf derartige Alürchen war ich nicht vorbereitet gewesen und ich segelte mit einem gekonnten Vorwärtssalto vom Pferd. Zum Glück trug ich im Gelände grundsätzlich einen Rückenprotektor, was sich bisher immer als sinnvoll erwiesen hatte – so auch heute. Mir war nichts ernsthaftes passiert, doch der Hengst sah völlig paisch und perplex auf mich hinunter. In seinem Blick stand deutlich geschrieben: „Was machst du da unten? Oh Gott, war ich das? Hast du dir weg getan? Bitte, bitte, ich bin nicht schuld! Gib mir nicht die Schuld!“ Ich grinste und rappelte mich auf. Mittlerweile kam ich auch ohne Cavaletti aufs Pferd, was mir jetzt zum Vorteil gereichte. Ich saß wieder auf und kehrte an den Anfang der Strecke zurück, von der wir bisher nicht sonderlich viel zurückgelegt hatten. Wieder ließ ich den übermütigen Hengst angaloppieren doch dieses Mal war er vorsichtiger. Ich musste ihn sogar etwas ermutigen bis Schnuller sich traute sein volles Tempo zu gehen. Wieder erwischte mich des Wasserlauf eiskalt, doch das störte mich gar nicht. Wir flogen in Rekordzeit über die Strecke und ich genoss den Wind der an meinem Gesicht vorbeipfiff und meine ewig im Gesicht herumwuselten Haare verlässlich nach hinten fliegen ließ. Viel zu schnell hatten wir das Ende der Strecke erreicht und den Rückweg traten wir in ruhigem Schritt an. Ich war vollkommen zufrieden mit den beiden Hengsten und hatte meine Seite des Tausches voll erfüllt. In den nächsten Tagen würde Bracelet bei mir vorbeischauen und ich begann langsam den Wunsch nach einem echten Militarypferd zu hegen. Die Zeit des Abschiedes war gekommen und schweren Herzens packte ich meine Sachen, verabschiedete mich von Bracelet und natürlich von Costa sowie von Schnuller, den ich wirklich zu lieben gelernt hatte. „Wir sehen uns bestimmt wieder.“, flüsterte ich in das Pferdeohr, ehe ich den Stall verließ, in mein Auto stieg und mich auf den Heimweg machte.​
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  • Album:
    DVTS' Hauptstallungen ♥
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    Bracelet
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    21 Okt. 2015
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  • Costa de la Bryére

    Vom: Cor de la Bryére
    Aus der: Cosy de la Bryére
    Vom: Blitzard de la Bryére


    Aus der: Nisi de la Bryére
    Aus der: Vanni
    Vom: Corny de la Bryére


    Rufname: Costa
    Geburtstag: 20.06. (2010)
    Stockmaß: 1.60 m
    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Black Tobiano
    Abzeichen: 4x weiss gestiefelt

    Gesundheit: sehr gut

    ~ brav im Umgang, vorsichtig ~
    Costa ist ein ausgezeichneter Hengst mit super GGA. Er besitzt in seinen jungen Jahren schon unglaublich gutes Dressurpotenzial und macht seinem berühmten Vater alle Ehre.
    Was den Sport betrifft ein absolutes Ausnahmepferd, welches auf dem Turnier für seinen Reiter kämpft und blinden Gehorsam zeigt, was wohl auch einer der zahlreichen Gründe dafür ist, dass Costa in der Dressur bis Grad Prix Level erfolgreich ist.
    Sein liebes, zutrauliches Wesen gab ihm seine Mutter mit und führt damit die zierliche Erscheinung weiter in der reinen Blutlinie mit sich.Im Umgang ist er ein wahres Schmuckstück. Unter dem Sattel ist er jedoch eher vorsichtig und testet seinen Reiter ab und zu auf dessen Führerqualitäten. Paradoxerweise ist er, im Gegensatz zu seiner Mutter, bei Reitanfängern oder ängstlichen Reitern aber absolut brav und spielt den Charmeur.

    Gekört: Ja
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    ~ Gewinner der 482. HK ~
    Vererbung-Farbcode: EEaanT oder EeaanT*
    *kann erst durch die ersten Fohlen bestimmt werden
    Zucht: DVTS
    Nachkommen:
    - DVTS' Cascadeur de la Vie
    (Mutter: Vintage Gold | Jahrgang 2016)
    - Cadeau
    (Mutter: Fix the Flame | Jahrgang 2013?)

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    ~ 75. Hengst des Monats ~

    Qualifikationen:
    Springen: L
    Military: A
    Dressur: S***
    Distanz: A

    Eignung: Dressur, Springen
    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Nein

    Turnierschleifen:

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    ~ Zweitplatzierter beim 326. Dressurturnier ~
    ~ Drittplatzierter beim 328. Springturnier ~
    ~ Zweitplatzierter beim 100. Synchronspringen ~
    ~ Drittplatzierter beim 336. Dressurturnier ~
    ~ Gewinner des 354. Dressurturniers ~

    Besitzer: Bracelet
    Vorbesitzer: Occulta
    Ersteller: Bekki/Penguin
    VKR: Bekki
    Verkäuflich: Nein

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    ~ by Jackie
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