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Möhrchen

Corry Cracker | Exmoor Pony | Hengst

Corry Cracker | Exmoor Pony | Hengst
Möhrchen, 27 Aug. 2017
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    • Möhrchen
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      Die Sonne schien schwach durch die Wolken und Pepes Hof lag in ruhiger Abendstimmung da. Mein Auto hatte ich auf dem Parkplatz abgestellt und ich hatte mir mein Köfferchen aus dem Kofferraum geschnappt, ehe ich gut gelaunt den Stall betrat.
      Pepe erwartete mich schon und stand mit Halfter und Strick bewaffnet vor der Box von Corry Cracker.
      „Hey ihr Hübschen!“, begrüßte ich Frau und Pony fröhlich.
      „Hallöchen Jamie! Schön, dass du so schnell hierher kommen konntest.“, erwiderte Pepe glücklich und betrat die Box des kleinen Exmoorponies.
      „Komm her, Großer! Jamie will sich mal nach deiner Verfassung erkunden.“

      Kurze Zeit später stand der Hengst ruhig und angebunden auf der Stallgasse. Seine Besitzerin hatte sich am Kopf ihres Schätzchens positioniert und verfolgte interessiert meine Bewegungen.
      „So Schnucki. Dann schauen wir doch mal, wie es im Moment um dich steht.“, sagte ich und begann meinen Job zu machen.

      Als erstes beurteilte ich das Erscheinungsbild des Ponies: Corry Cracker war in einem sehr guten Zustand. Sein Fell glänzte und war dicht, seine Hufe in Ordnung. Ein wacher Blick und Interesse an den Jackentaschen seiner Besitzerin vollendeten den guten ersten Eindruck.
      Nun wollte ich die Schleimhäute kontrollieren und trat zum Kopf des Exmoorponies. Ich fuhr erst behutsam mit der Haut über den Nasenrücken und schaute die Augen und die Maulschleimhaut an. Eine pralle rosa Farbe und eine passende Kapillarfüllzeit zeigten mir, dass Corry in einem guten Zustand war.
      „Weißt du, warum ich zwei Sekunden lang auf sein Zahnfleisch gedrückt habe?“, fragte ich Pepe.
      „Nein.“
      „Ich überprüfe damit die Kapillarfüllzeit. Das bedeutet, dass ich durch den Druck die Durchblutung an der Stelle behindere. Wenn ich den Finger dann wieder wegnehme ist die Schleimhaut erst ganz blass und sollte sich dann innerhalb von zwei bis drei Sekunden wieder zur Ausgansfarbe zurückfärben. Wenn das nicht der Fall ist, stimmt etwas mit der Durchblutung nicht.“, erklärte ich und nahm mir dann mein Stethoskop.
      Ich hörte Herz und Lunge ab und konnte keine Mängel feststellen.
      „So – das wäre geschafft. Du hast ein wirklich gesundes und fittes Pony.“, stellte ich fest und bereitete die Spritzen vor, welche ich auch sofort spritzte, nachdem ich die Einstichstelle desinfiziert hatte.
      Corry Cracker hatte sich wie ein Engel benommen und wurde von Pepe wieder in seine Box entlassen.
      „Also. Cracker ist bis März 2014 mit den Impfungen abgedeckt. Ich lasse dir die Wurmkur hier. Die solltest du ihm in fünf bis sechs Tagen geben. Wenn er sie so nicht frisst, kannst du sie auch über ein Brötchen oder über einen Apfel verfüttern.“, erklärte ich ihr und räumte mein Köfferchen ein, ehe ich mich verabschiedete und den Stall verließ.

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      (c) Trostpferd
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      Kurzer Besuch, 07.12.13

      Freilaufen

      "Hey mein Großer!" Ich betrat die Box des Exmoor Ponys und setzte mich in die Ecke in das warme Stroh. Sofort kam der Hengst zu mir und prustete mir ins Gesicht. Ich hob die Hand und kraulte in am Kopf - der Kleine konnte mich immer aufmuntern. "Ich wünschte ich hätte mehr Zeit für dich, aber die Zeit vor Weihnachten ist am stressigsten für mich. Sieh's doch so, du hast frei!", grinste ich Corry an. Dieser spielte mit den Ohren, hob den Kopf und sah einem Pferd auf dem Hof nach - es war Soul Dance. Die beiden hatten sich von Anfang an gut verstanden, eines Tages würde ich mit den beiden vielleicht sogar züchten können. Ich stand auf und nahm Corry Cracker mit vor die Box, wo ich ihn anband. Dort putzte ich ihn etwas über und kratzte seine Hufe aus. Dann löste ich den Strick und führte den Hengst in die leere Halle. Ich ließ ihn frei und das Pony preschte los. Ich lachte und schloss das Tor - er konnte sich etwas austoben während ich seine Box mistete.
      Ich entfernte das alte Stroh und frischte die Box auf. Dann überprüfte ich die Wassertränke und legte Corry Cracker eine Karotte zur Begrüßung in den Trog.
      Corry erwartete mich bereits am Halleneingang, so führte ich ihn heraus und brachte ihn zurück in seine Box.
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      Zu Besuch bei Soul Dance, Klappstuhl, Daydreaming Sorrow, Corry Cracker, Pacino’s Yael, Uhrzeigersinn, Lambardo, Luna & Silky Rose Chex, 16.12.2013

      Es war Montag, einer meiner halbfreien Tage in der Woche. Die Sonne schien, doch es war knackig kalt. Ich beschloss heute die Zeit zu nutzen und mich um die Füße meiner Liebsten zu kümmern. Ich trank meinen Kaffee aus und legte die Tasse in die Spüle. Dick angezogen öffnete ich die Haustür und trat auf den Hof. Verdammt war das kalt heute! Ich öffnete die Stalltür und trat in die Stallgasse ein. Aus der Sattelkammer stellte ich mir die Hufschmiedtasche heraus. Ich lief den Gang entlang und blieb bei Soul Dance stehen. „Hallo meine Schöne, Frühstück aufgegessen?“ Das Pony prustete mir einige Strohhalme ins Gesicht, ich deutete dies als ein „Ja“. Ich nahm das Halfter von der Halterung an der Boxenwand und öffnete die Box. Soul Dance ließ sich brav das Halfter über die Ohren ziehen und ich führte sie raus auf den Hof zum Putzplatz – in die Sonne! So würde es sich möglicherweise aushalten lassen. Ich band die Stute an und holte meine Tasche. Daraufhin kratzte ich die Hufe der Stute und schnitt sie dann sorgfältig aus, bei ihr wurde vor einigen Monaten ja eine leichte Hufrehe festgestellt, welche aber so gut wie verschwunden ja. Dennoch wollte ich ihr die beste Pflege geben. Nach dem Ausschneiden feilte ich das Horn glatt und sorgte dafür, dass Soul Dance auf allen vier Beinen gleichmäßig stand. Ich schmiss die Feile zurück in die Tasche und holte aus der Sattelkammer etwas Hufbalsam. Damit bestrich ich die Hufe der Stute und ließ sie in der Sonne trocknen. Das Hufbalsam war speziell für den Winter entwickelt und ließ die Hufe nicht austrocken, allerdings auch nicht durch den ständigen Matsch aufweichen. Während die das Exmoor Pony sich etwa sonnte, kümmerte ich mich um ihre Box und stellte sie danach wieder hinein – die Pferde würden gegen Mittag auf die Koppel oder Auslauf kommen.

      Weiter ging es mit Klappstuhl. Der Hengst war erst vor wenigen Tagen zu mir nach Kanada gekommen. Ich trat an seine Box und rief das Pferd mit seinem Namen. Klappstuhl hob seinen Kopf und kam zur Boxentür. Ich halfterte ihn auf und führte ihn zum Putzplatz, wo ich ihn anband. Ich kratzte sorgfältig die Hufe aus und klopfte den Paso Fino. Ich gab ihm ein Stück Möhre und griff nach dem Hufmesser. Damit schnitt ich die etwas lang gewachsenen Hufe des Hengstes aus, gleichzeitig kürzte ich sie auch ab. „Bei dir muss ich in Zukunft etwas besser aufpassen, dass das Horn nicht wieder so lange ist.“, raunte ich dem Hengst zu. Er schnaubte und kratzte sich am Bein. Mit der Feile feilte ich anschließend das aufgeraute Horn glatt und eben und überprüfte den Gang auch noch einmal mit einer Schrittrunde. Klappstuhl lief klar und durfte dann zurück in die Box.

      Dann holte ich Daydreaming Sorrow raus, einen meiner Zuchthengste. Den Hengst hatte ich schon etwas länger und wir verstanden uns blind. Nur mit Halsring führte ich den Hengst aus der Box und band ihn an. Sorrow hatte gelernt, auch ohne Halfter sich zu benehmen und ich konnte ihm vertrauen. Ich kratzte auch seine Hufe aus und kraulte ihn am Hals. Das genoss der Hengst sichtlich und streckte seinen Hals. Die Sonne schien ihm auch zu gefallen und sie machte es mir etwas leichter, was die Kälte betraf. Ich griff nach der Zange und entfernte vorsichtig die alten Nägel aus Sorrows Hufen. Der Hengst würde heute aufgerüstet für den Winter, decken wird er dieses Jahr nicht mehr, da ich ihn etwas reiterlich fördern wollte. Die alten Nägel waren schnell entfernt und so ruckelte ich sanft an den alten Eisen und machte sie letztendlich von den Hufen herunter. Sorrow knabberte in der Zeit an der Putzstange, eine alte Angewohnheit von ihm. Ich schnitt alle vier Hufe aus und feilte sie nach. Dann holte ich Aluminiumeisen aus meinem Wagen, sie würde ich kalt beschlagen und sie waren schön leicht, perfekt für meine winterliche Arbeit – auch im Schnee. Ich öffnete die Dose mit den neuen Nägeln und nagelte ein Eisen nach dem anderen auf das Horn. Anschließend kürzte ich die Nägel und feilte hier und da noch etwas nach. Zum Schluss bekam Daydreaming Sorrow noch Stollen in die neuen Eisen geschraubt, damit er im Schnee und auf Gras besseren Grip hatte. Ich klopfte den Hengst und auch er war nun erlöst und durfte ein Brötchen kauen.

      „Corry!“, rief ich in den Stallgang. Das Exmoor Pony Corry Cracker hörte auf zu fressen und lugte aus seiner Box. Ich streichelte die Stirn des Ponys und führte ihn dann hinaus in die Sonne. Dort kratzte ich seine Hufe aus und begann sie sorgfältig auszuschneiden. Corry hielt still und beschäftigte sich lieber mit dem Anbindestrick. Ich grinste und kürzte das Horn etwas und feilte anschließend die Hufe glatt und eben. Die Hufe des Hengstes waren sehr pflegeleicht, bisher gab es noch keine Probleme mit ihm. Auch seine Hufe bestrich ich etwas mit dem Winterhufbalsam und ließ sie in der Sonne trocken. In der Zwischenzeit kraulte ich das Pony etwas am Kopf und schweifte etwas mit meinen Gedanken ab.

      Corry Cracker stand mit einem Arm Heu in seiner Box und Pacino’s Yael war an der Reihe. Das Highlandpony hatte sich noch nicht so gut in Kanada eingelebt und bekam von mir noch etwas Zeit. Der Hengst stand somit noch etwas unruhig am Putzplatz und ich tat mich schwer seine Hufe auszukratzen. Seine Hufe waren erst vor kurzem ausgeschnitten worden und ich musste sie nur etwas nachfeilen. Der Hufbock jedoch war so gar nicht nach Pacinos Geschmack und so warf er ihn einige Male um. Ich schimpfte mit ihm und nach einiger Überzeugungsarbeit ließ der Hengst mich an seine Hufe und hielt am Bock still. Damit war es mir möglich die Vorderhufe gründlich nachzufeilen. Anschließend feilte ich die restlichen Hufe in der Hand nach. Damit war Pacino’s Yael auch fertig und ich brachte ihn mit einem Apfel zurück in seine Box.

      Der Großteil meiner Pferde war geschafft. Ich ging nach einem Kaffee zurück in den Stall und holte Uhrzeigersinn heraus. Der Isländer hatte ebenso erst vor kurzem den Weg zu mir gefunden und wir verstanden uns prima. Ich hielt ihm ein Möhrenstück unter die Nase und Uhrzeigersinn schnappte sofort. „Heh! Lass das!“, raunte ich ihn an und zog die Hand weg. Ich kratzte die Hufe des Isländers aus und entdeckte ein kleines Stück am Horn, welches weggebrochen war. Insgesamt erschien mir das Horn etwas zu weiß. Ich schnitt vorsichtig das überflüssige Horn weg und feilte die Hufe nach. Alle vier Hufe waren mir etwas zu weich, das hieß für Uhrzeigersinn erstmal kein Matsch, nicht, dass daraus noch Strahlfäule wird. Ich bestrich die Hufe mit einer Paste, welche das Horn etwas härter machen sollte. Diese ließ ich trocknen und brachte Uhrzeigersinn dann auf den Sandpaddock. Dieser matschte nicht so schnell durch, Lambardo würde ich später als Gesellschaft dazustellen.

      Vorher musste ich aber auch Lambardos Hufe begutachten. Das Shetty hatte kleine und langsam wachsendes Horn, sehr praktisch für mich. Ich band den Hengst an der Putzstange fest und kratzte die Hufe aus. Ausschneiden erschien mir nicht für nötig, also griff ich zur Feile. Ich hob den ersten Vorderhuf an und setzte die Feile an. Routiniert feilte ich das Horn etwas ab und feilte es dann glatt und eben. Das machte ich mit allen vier Hufen und klopfte Lambardo zum Abschluss. Der Kleine verhielt sich immer vorbildlich, egal ob der Tierarzt da war oder kleine Kinder um ihn tobten. Anschließend brachte ich das Shetlandpony zu Uhrzeigersinn auf den Paddock, die beiden verstanden sich super und würden die nächsten Tage zusammen stehen.

      Meine Liste lichtete sich, nur noch zwei zu behandelnde Pferde. Luna, meine Isländerstute, war die vorletzte. Ich holte sie aus ihrer Box und band sie davor an. Ihre Hufe waren schnell ausgekratzt und ich konnte auf den ersten Blick nichts Ernstes feststellen. Also griff ich zum Hufmesser und begann das alte Horn auszuschneiden. Luna schloss die Augen und ging ins Tagträumen über, eine Art von ihr, wenn ihr langweilig und sie entspannt war. Als ich mit Ausschneiden fertig war, nahm ich die Feile zur Hand und feilte die Hufe glatt und eben. Auch der Hufbock konnte sie nicht aus der ruhe bringen und somit war sie auch schnell fertig. Zum Schluss überprüfte ich noch ihren Stand und war zufrieden mit meiner Arbeit.

      Silky Rose Chex war die Letzte. Ich holte die Quarter Stute aus ihrer Box und kratzte ihre Hufe aus. Die Stute war beschlagen und so entfernte ich mit einer Zange die alten Nägel. Dann ruckelte ich sanft an den alten Eisen und entfernte sie damit vom Huf. Anschließend schnitt ich die Hufe mit dem Hufmesser aus und prüfte gleichzeitig diese auf eventuelle Krankheiten. Rose Hufe waren jedoch in bester Ordnung und so feilte ich, mithilfe eines Hufbocks, die Hufe der Stute nach und setzte sie dann wieder ab. Ich wollte sie wieder beschlagen, doch über den tiefen Winter würde es, wie bei Sorrow, Aluminiumeisen geben. Ich holte sie und mit frischen Nägeln schlug ich sie routiniert in das Horn der Stute. Silky Rose Chex hielt still und ließ mich schnell meine Arbeit verrichten. Nachdem die Nägel abgekürzt waren, schraubte ich noch Stollen in die neuen Eisen. Damit war die Arbeit für heute getan! Rose kam zurück in die Box und bekam von mir noch eine Möhre.

      Bevor ich Mittag aß, brachte ich alle meine Pferde noch auf die Koppel. Uhrzeigersinn und Lambardo blieben auf dem Paddock und bekamen zur Beschäftigung etwas Heu. Mittagspause für mich!
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      Ausritt, 25.03.14

      Ausritt mit Corry als Handpferd

      Die warme Frühlingssonne schien vom hellblauen Himmel und ich entschloss mich zu einem kleinen Ausritt. Reiten würde ich Kvest Halsnaes, Corry Cracker würde als Handpferd mitlaufen. Die beiden Hengste verstanden sich prima und passten auch von der Größe super zusammen.

      Ich holte die beiden von ihrem Paddock und band sie an. Zuerst putzte ich Corry etwas über, der Kleine hatte sich im feuchten Sand gewälzt, demnach konnte ich hier nicht viel machen. Ich kratzte die Hufe aus und kümmerte mich dann um Kvest.

      Das Fjordpferd war trotz Hengst ein Pony mit sehr ruhigem Charakter. Ich putzte sein bereits kurzes Sommerfell und sattelte ihn anschließend. Kvest war angenehm zu sitzen und so freute ich mich auf unseren gemeinsamen Ausritt.

      Ich stieg auf und zupfte am Strick. "Corry, auf!" Das Exmoor Pony setzte sich in Bewegung und so ging es los. Im Schritt und im Trab ging es über die Felder und ein kleines Stück durch den am Hof angrenzenden Wald. Nur einmal musste ich Corry Cracker kurz ermahnen, ansonsten verlief der Ausritt sehr harmonisch.

      Zurück auf dem Hof stieg ich ab und sattelte Kvest ab. Corry stand währenddessen dösen daneben. Ich klopfte ihn und brachte beide wieder zurück auf den Paddock. Sie bekamen frisches Wasser und etwas Heu zur Beschäftigung.
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      What a nice day!

      Heute war ich wieder zu Besuch bei Pepe, ich wollte ihr ein wenig beim Pferdepflegen unter die Arme greifen. Das Wetter war herrlich, also entschied ich mich, die Pferde für das Boxenmisten auf die Weide zu bringen. Über mir zogen ein paar wenige, flauschige Wolken durch den strahlend blauen Himmel, als ich aus dem Auto stieg und zum Stallgebäude des Hofes lief. Plötzlich fiel mir ein, dass ich Pepe vielleicht zuerst begrüssen sollte. Ich machte kehrt und klingelte an der Haustür, kurz darauf wurde die Tür geöffnet. Ich besprach kurz mit ihr, wie ich vorgehen würde und sie zeigte mir, wo die Schubkarre und die Besen waren. Sobald mir alles bekannt war, legte ich auch schon los. Zunächst lief ich in den Bereich wo die Hengste waren. Ich schnappte mir zwei Halfter und brachte die stolze Herrschaft einen nach dem anderen nach draussen. Ich blieb noch einen Moment beim Tor stehen und beobachtete ein paar kleine Raufereien um sicherzugehen, dass sie friedlich miteinander umgingen. Der freche Uhrzeigersinn legte sich im ersten Moment mit Checkpoint an, der viel grösser und war und dies seinem dominanten Gehabe nach zu urteilen auch wusste. Doch dann entspannten sich die beiden und grasten etwas abseits voneinander, die Rangordnung war geklärt. Dann mistete ich nacheinander die Boxen von Sorrow, Uhrzeigersinn, Lambardo, Cracker, dem Paso Fino Klappstuhl, Checkpoint, Cloudbreaker und Götterdämmerung. Die Zeit verging wie im Fluge, vielleicht kam es mir auch nur so vor, weil ich die ganze Zeit über Musik hörte. Ich überprüfte auch gleich bei allen Boxen die Tränken und reinigte diese, falls sie verdreckt waren. Zu guter Letzt schmiss ich in jede Box ein wenig Heu, damit die Hengste etwas zu knabbern hatten. Ich holte sie jedoch noch nicht gleich zurück in den Stall, sondern liess sie noch ein wenig die Sonne geniessen. Schliesslich hatte das Gestüt mehrere Weiden, die allesamt in einem tollen Zustand waren. Ich lief also zu den nächsten Boxen, die der Fjordpferde. Hier standen nur zwei etwas einsam wirkende Hengste, sodass ich beschloss, sie auf die Nachbarweide der anderen zu bringen. Sie direkt auf dieselbe Weide zu bringen wollte ich nicht riskieren, da es sonst vielleicht zu grösseren Gruppendynamiken gekommen wäre. Ich säuberte auch die Boxen dieser Beiden Kerle, ehe ich zu den Fohlen wechselte. Die beiden standen zusammen in einem Laufstall, sodass sie genug Raum hatten, um meiner Mistgabel Ausweichen zu können. Ich Hatte trotzdem etwas länger bei den beiden, da besonders Dynur immer wieder kam und hinten am Stiel der Gabel knabbern wollte. Wild Fire hingegen interessierte sich für meine Schuhe und schnupperte jeweils vorsichtig daran, wenn ich mich nicht zu stark bewegte. Ich kraulte das weiche Fohlenfell belustigt und prüfte die Tränke. Als ich fertig war, holte ich die Hengste wieder rein, da ich die Stuten auch noch rausbringen wollte und nicht wusste, wie sie darauf reagieren würden, wenn diese auf einer Weide in der Nähe wären. Sorrow freute sich besonders darauf, zu dem frischen Heu zu kommen, daher zog er etwas sehr am Strick. Ich wies ihn sanft aber bestimmt zurecht und entliess ihn dann in die saubere Box. Die anderen benahmen sich, weshalb ich wiederum rasch fertig war. Nun ging’s also zu den Stuten. Ich war schon gespannt auf die verschiedenen Damen, schliesslich war es immer wieder interessant, neue Pferde kennenzulernen. Zwei Tinker, Jaela und Velours fielen mir sofort auf. Ich mochte diese Rasse, hatte jedoch aus Platzgründen selber keine Tinker zuhause. Die beiden liessen sich brav führen, ebenso wie das Reitpony Santa und das Exmoor Pony Soul Dance. Für die Boxen der vier brauchte ich wiederum etwas länger, da ich langsam müde wurde. Ich war froh, als ich endlich fertig war und die Stuten wieder nach drinnen bringen konnte, aber die Arbeit hatte mir dennoch grossen Spass gemacht und ich hatte viele interessante neue Pferdebekanntschaften gemacht. Ich verabschiedete mich von Pepe und wünschte ihr einen schönen Abend, ehe ich nach Hause fuhr und mich um die eigenen Vierbeiner kümmern ging.
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      Bericht für alle meine Pferde
      ~ Eternity, The Rhythm of the Heat, Quintess, Jocki, Landmann, Asatru, Nosferatu, Krisu, Mini, Silence Zombieapocalypse, Demon, Corry Cracker, HGT´s My Own Worst Enemy, Sungold, Adventure Dream, Wolfsklaue, Tequilla Sunrise, My Blue Gun, Hollywood´s Silver Dream, Slaufa, The Walking Dead ~


      Müde machte ich mich auf den Weg in den Stall. Die Nacht war mehr als gut. Ich hatte kaum geschlafen, musste immer über irgendwas rumgrübeln. Ich ging in die Sattelkammer und holte dort die Sachen von Eternity. Nachdem ich die Stute aus der Box geholt und davor angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox und putzte die Stute. Als sie sauber war, band ich die Stute los und brachte sie auf die Weide. Anschließend holte ich Schubkarre und Mistgabel und machte mich daran, ihre Box zu misten. Zum Schluss verteilte ich frisches Stroh. Als ich ihre Sachen aufgeräumt hatte, holte ich die Sachen von The Rhythm of the Heat. Ich holte den Hengst aus seiner Box heraus und band ihn an. Nun öffnete ich die Putzbox und fing an ihn zu putzen. Als ich damit fertig war, räumte ich die Putzbox auf und holte seine Reitsachen. Als er gesattelt und getrenst war, führte ich ihn in die Reithalle. Nachdem ich ihn eine Stunde bewegt hatte, versorgte ich ihn und brachte ihn auf die Weide. Anschließend mistete ich seine Box aus und holte die Sachen von Quintess. Nachdem ich die Putzbox abgestellt hatte, öffnete ich die Boxentür und betrat die Box. Ich legte ihm sein Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box heraus. Als ich ihn angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox und putzte ihn. Danach band ich ihn los und brachte ihn auf die Hengstweide, wo The Rhythm schon wartete. Ich räumte noch seine Sachen auf und nahm die von Jocki mit. Nachdem ich den Hengst aus der Box geholt und angebunden hatte, fing ich an ihn zu putzen. Danach brachte ich ihn auf die Hengstweide zu den anderen und mistete noch die Boxen von Rhythm und Jockie aus. Anschließend räumte ich Jocki´s Sachen auf und nahm die von Landmann mit. Als ich den Hengst aus der Box geholt hatte, band ich ihn an und fing an ihn zu putzen. Anschließend brachte ich ihn zu den anderen auf die Weide und mistete seine Box aus. Ich räumte noch seine Sachen auf und nahm die von Asatru mit. Der Jährling war erst seit kurzem bei mir auf dem Hof. Ich hatte ihn von einem Mann, der aus gesundheitlichen Gründen seine Hobbyzucht aufgeben musste. Ich hatte ihm versprochen, dass er den Hengst besuchen durfte, da er eh in der nähe wohnte und sehr an dem Hengst hing. Das war für mich vollends okay. Nachdem ich den Jährling aus der Box geholt hatte, band ich ihn davor an und fing an ihn zu putzen. Zum schluss band ich ihn los und brachte ihn auf die Weide. Nachdem ich seine Box gemistet hatte, räumte ich seine Sachen auf und nahm die von Nosferatu mit. Der Hengst war wieder bei mir auf dem Hof, nachdem die Besitzerin ihn nach kurzer Zeit doch nicht mehr wollte. Angeblich wegen Zuchtumstellung. Ich war froh, dass er wieder bei mir war und so schnell würde er auch nicht mehr wegkommen. Ich holte den Hengst aus der Box heraus und band ihn davor an. Nun öffnete ich die Putzbox und fing an ihn zu putzen. Der Hengst genoss es richtig. Als ich fertig war, band ich ihn los und brachte ihn zu den anderen Hengsten auf die Weide. Ich räumte noch seine Sachen auf und holte dann die Sachen von Krisu. Nachdem ich die Stute aus der Box geholt und angebunden hatte, putzte ich die Stute. Anschließend mistete ich ihre Box aus und brachte sie auf die Weide. Ich räumte noch ihre Sachen auf und nahm die von Mini mit. Ich holte die Stute aus der Box heraus und band sie davor an. Nun öffnete ich die Putzbox und fing an die Stute zu putzen. Danach brachte ich die Stute auf die Weide und mistete ihre Box. Als ich ihre Sachen aufgeräumt hatte, holte ich die von Silence Zombieapocalypse. Ich stellte die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Als ich der Stute das Halfter angelegt hatte, befestigte ich den Führstrick daran und führte sie aus der Box heraus und band sie an. Als ich die geputzt hatte, brachte ich sie auf die Weide und mistete ihre Box. Ich räumte noch ihre Sachen auf und nahm die von Demon mit. Ich holte den Hengst aus der Box heraus, band ihn an und putzte ihn. Anschließend band ich ihn wieder los und brachte ihn auf die Weide. Ich mistete noch seine Box aus und räumte seine Sachen auf. Anschließend nahm ich die von Corry Cracker mit. Als ich den Hengst aus der Box geholt und davor angebunden hatte, fing ich an ihn zu putzen. Anschließend holte ich die Bodenarbeitsleine und den Stick und ging mit ihm in die Reithalle. Dort machte ich mit ihm ein paar Bodenübungen und brachte ihn anschließend zu den anderen Hengsten auf die Weide. Nun mistete ich noch seine Box und räumte seine Sachen auf. Nun kam HGT´s My Own Worst Enemy an die Reihe. Der Hengst war erst seit ein paar Tagen bei mir und hatte sich mittlerweile etwas eingelebt. Da ich ihn nicht gleich überfordern wollte, putzte ich ihn erst mal und fing dann mit etwas Bodenarbeit bei ihm an, bevor ich vom Sattel aus mit ihm arbeitete. Ich gab mir bei neuen Pferden immer Zeit, erst vertrauen aufzubauen. Diese Methode hatte sich bisher immer gut bewährt. Ich holte nun die Sachen von ihm und ging zu seiner Box. Als ich ihn rausgeholt und angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox und fing an ihn zu putzen. Anschließend ging ich mit ihm in die Halle und machte noch ein wenig Bodenarbeit mit ihm. Danach brachte ich ihn auf die Weide und mistete seine Box aus. Nun räumte ich noch seine Sachen auf und ging die Sachen von Sungold holen. Nachdem ich die Stute aus der Box geholt und davor angebunden hatte, putzte ich die Stute und brachte sie anschließend auf die Weide. Ich räumte noch ihre Sachen auf und mistete ihre Box aus. Danach holte ich die Sachen von Adventure Dream. Ich holte das Hengstfohlen aus der Box heraus und band ihn davor an. Nun putzte ich ihn und ging mit ihm in die Halle um mit ihm etwas Bodenarbeit zu machen. Anschließend brachte ich ihn auf die Weide, mistete seine Box und räumte seine Sachen auf. In der Sattelkammer nahm ich nun die Sachen von Wolfsklaue mit. Als ich an seiner Box ankam, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentüre. Nachdem ich ihn begrüßt hatte, legte ich ihm sein Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box heraus. Als ich ihn angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an ihn zuputzen. Als ich damit fertig war, entwirrte ich sein Langhaar und kratzte ihm die Hufe aus. Anschließend brachte ich ihn auf die Weide, räumte seine Sachen auf und mistete seine Box. Danach holte ich die Sachen von Tequilla Sunrise. Vor seiner Box angekommen, stellte ich die Putzbox ab, begrüßte ihn und legte ihm sein Halfter an. Anschließend befestigte ich den Führstrick daran und führte ihn aus der Box raus. Ich band den Hengst an, putzte und sattelte ihn. Ich führte ihn aus dem Stall raus und in die Halle rein. Schade, dass das warme Wetter nun vorüber war. Nachdem ich nachgegurtet hatte, stieg ich auf und ritt ihn im Schritt warm. Anschließend arbeitete ich eine stunde lang mit ihm. Nachdem ich ihn versorgt hatte, räumte ich seine Sachen auf und mistete seine Box. Ich holte die Sachen von My Blue Gun und ging zu seiner Box. Er war ebenfalls neu bei mir im Stall. Als ich ihn aus der Box geholt und angebunden hatte, putzte ich ihn und brachte ihn anschließend auf die Weide. Ich beobachtete ihn und die anderen Hengste eine Weile, ehe ich wieder in den Stall ging, um seine Box zu misten. Ich nahm seine Sachen wieder mit und verstaute diese in der Sattelkammer. Dort nahm ich die von Hollywood´s Silver Dream mit. Bei ihm angekommen, begrüßte ich ihn und holte ihn aus der Box heraus. Nun öffnete ich die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing damit an, ihn zu putzen. Als ich damit fertig war, legte ich die Bürsten wieder zurück und nahm die Mähnenbürste heraus. Mit dieser kämmte ich seinen Schopf und seine Mähne. Den Schweif entwirrte ich als erstes mit der Hand und fuhr danach mit der Mähnenbürste hindurch. Zum Schluss kratzte ich noch seine Hufe aus und brachte ihn dann auf die Weide. Ich räumte noch seine Sachen auf, ehe ich seine Box mistete. Als ich die Sachen von Slaufa geholt hatte, machte ich mich auf den Weg zu ihrer Box. Ich stellte die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Da die Stute neu bei mir war, wollte ich sie heute nur putzen und auf die Weide bringen. Nachdem ich sie angebunden hatte, holte ich Striegel und Kardätsche aus der Putzbox und fing an die Stute zu putzen. Anschließend kämmte ich ihren Schopf und ihre wuschelige Mähne und entwirrte ihren Schweif mit der Hand. Zum Schluss kratzte ich noch ihre Hufe aus, band sie los und brachte sie zu den anderen Stuten auf die Weide. Ich räumte ihre Sachen auf und mistete ihre Box, ehe ich die Sachen von The Walking Dead. Die kleine Stute war erst seit gestern bei mir auf dem Hof. Es war eine kleine Mustangstute. Als ich sie gesehen hatte, hatte ich mich sofort in sie verliebt, obwohl ich nach einem erwachsenen Pferd gesucht hatte. Sie hatte sich schon etwas mit den anderen Fohlen angefreundet, was mir sehr gefiel. Nachdem ich sie geputzt hatte, brachte ich sie zu den Fohlen, damit sie noch ein wenig toben konnte, bevor ich die Pferde wieder in den Stall brachte. Ich räumte noch ihre Sachen auf, mistete ihre Box und kehrte noch die Stallgassen.
      26 Jan. 2015

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      Die Sache mit der Stallgasse
      © Vampyrin & Ravenna

      schwarz - Sarah
      blau - Kathrin
      lila - Hansi

      Wir hatten die etwas stressigen Weihnachtsfeiertage mit meinen Eltern wunderbar hinter uns gebracht, am zweiten Feiertag hatten wir gemeinsam Siobhan und den kleinen Fionn besucht. Die Mutter von Ty und meine hatten der Mutter kaum eine Chance gegeben ihn zu halten – dabei hatte ich beinahe Tränen in den Augen gehabt. Nie würde meine Mutter einen eigenen Enkel in den Armen halten, das tat mir irgendwie dann doch Leid. Silvester war hier auf der Insel und in näherer Umgebung nicht viel los gewesen – umso besser war es für die Pferde gewesen. Zwar hatten wir gemeinsam ein wenig gefeiert, aber nicht sonderlich groß, die Arbeit musste weiter gehen.
      Freudig stand ich nun am Rande des Offenstalles beobachtete die Hengste, die mit dem gerade zu ihnen gelassen Gwyn umher tobten, sich aber nach wenigen Minuten schon wieder beruhigten. Es freute mich besonders, dass sich Draki und auch Moon so Klasse in unsere recht große Hengsttruppe integriert hatten – klar durch ihre kleinen Verletzungen standen sie nachts lieber drinnen in den Boxen, aber jeden Morgen kamen sie zu den anderen raus. Zwar hatte ich Moon eine Decke für den Winter geben wollen, doch Cayden winkte ab, da dies nur den Wärmehaushalt des Hengstes stören würde, Recht hatte er ja dabei. Gwyn hatte ich heute morgen leicht lahmen sehen, also hatte ich ihn aus dem Offenstall geholt und das rechte Vorderbein untersucht – da es jedoch weder heiß war oder geschwollen hatte er sich vielleicht erstmal nur vertreten. An die Pinnwand im Stall hatte ich gleich einen Zettel gepinnt, dass Gwyn beobachtet werden sollte, dann hatte ich die Zeit gleich genutzt um den Hengst ein wenig zu putzten.
      Ein Blick auf das Display meines Handys verriet mir die Uhrzeit – fast 9 Uhr – bedeutete unser Frühstück stand gleich an! Somit bewegte ich mich durch den feinen, aber zutiefst nervigen Nieselregen hinein ins Haus – das schlimme war gar nicht die Nässe an sich, aber wenn es mehrere Tage nur durchregnete, man durch den Nebel fast nichts sah und der Wind einem um die Ohren pfiff – machte die Arbeit im freien kaum Spaß. Zumindest ging es mir so…manchmal auch Hansi, diejenigen unter den Mitgliedern des Hofes die sich schon ewig in Schottland aufhielten oder gar hier aufgewachsen waren, tja die schienen dieses Wetter vollkommen zu ignorieren. Im Vorflur entledigte ich mich meiner gefütterten Gummistiefel, sprang ein wenig auf der Stelle um die innere kälte meiner Glieder loszuwerden, da ging die Tür erneut auf und Aiden kam mit nassen Haaren hinein. Zusammen mit ihm hatten wir seit um sieben den Paddock von den gröbsten Pferdeäpfeln befreit und die Pferde mit frischem Heu versorgt. Hansi hatte sich dazu bereit erklärt Moon und Draki zu den anderen zu stellen, während Cayden und Kathi sich heute um unser Frühstück kümmerten. Ich mochte diese Art der Aufgabenverteilung, rieb mir ein letztes Mal die Hände aneinander und hielt Aiden dann die Tür zum Rest des Flures auf. „Hinein in die gute Stube“ meinte ich und folgte ihm auf dem Fuße in die gemeinsame Küche des geräumigen Haupthauses. Mit einem plumpsen ließ ich mich an meinem Platz nieder, legte die Hände wohltuend um die Warme Tasse Tee und versuchte nippender Weise ihn mir einzuflößen. „Also…ganz ehrlich, wenn wir bei der Stallgasse nicht bald etwas tun, dann brech ich mir bei den dämlichen Holpersteinen noch den Hals!“ murrte ich ein wenig in die Tasse. Die anderen hatten sich auch bereits an den Tisch gesetzt, sodass sie auch mitbekamen wovon ich rede. Hansi warf ebenfalls eine Tirade gegen die Stallgasse ein – klar sie und der ganze Stall war noch aus der Gründungszeit des Hofes und man hing an der Nostalgie. Die alten Holzbalken, die Mauern aus Stein ließen einen an das Mittelalter denken, wenn man darin stand – aber nicht nur wir hatten Probleme mit den holprigen Steinen der Stallgasse, auch die Pferde eierten darüber hinweg. „Bevor wir hier im Haus neue Möbel besorgen, will ich erst die Stallgasse ordentlich haben – da ist mir die Nostalgie ehrlich gesagt egal!“ meinte Hansi – zwar war er mittlerweile ein Angestellter und durfte viele Entscheidungen treffen, doch die höchste Entscheidungsgewalt lag bei Kathi und Cayden, nach unserer Hochzeit auch bei mir.
      „Glaubst du wirklich ich hätte etwas dagegen? Diese Steine sind eine verdammte Todesfalle!“, murrte ich und streckte meine Hände aus um die verkrusteten Stellen zu zeigen, die ich mir am Vortag eingefangen hatte, als ich mich lang auf die Nase gelegt hatte.
      „Von dem Azubi den wir bald kriegen hatte ich euch erzählt richtig?“
      Schweigen.
      Alle in der Küche sahen mich ratlos an und ich meinte im Hintergrund die Grillen zirpen zu hören.
      „Es ist Winter, es gibt keine Grillen!“, murmelte ich. Obwohl ich nicht gedacht hätte, dass dies überhaupt möglich war, wurden die Blicke noch ratloser.
      „Oh.. also, wir kriegen vermutlich bald einen Azubi zugeteilt, ich habe letztens die Prüfung abgelegt und wir sind jetzt offiziell ausbildungsberechtigt. Hatte ich das echt nicht erzählt?“
      Schweigen.
      „Leute?!“
      Ich sah wie Hansi langsam den Kopf schüttelte. „Jetzt wisst ihr jedenfalls Bescheid!“, schmollte mich und vergrub mich hinter meiner Kaffeetasse.
      Den Rest des Frühstücks unterhielten wir uns nur noch über Belanglosigkeiten, dann sahen alle so schnell es ging zu, dass sie an die Arbeit kamen.
      Eigentlich hatte ich den Auftrag einen Handwerker zu finden, der die Stallgasse ausbessert, gerade an Cayden abschieben wollen, da war er auch schon an mir vorbeigehuscht und hatte die Tür hinter sich zugeworfen.
      „War ja klar, jetzt darf ich mich wieder um den langweiligen Mist kümmern“, zischte ich leise, schenkte mir noch einen Kaffee ein und begab mich dann Richtung Büro um die Arbeit rasch hinter mich zu bringen.

      Nachdem Kathi die Sache mit dem Azubi erwähnt hatte, hatten es seltsamerweise alle sehr eilig an die Arbeit zu kommen. Ich begleitete Aiden schnell in den Stall um mir Gwyn zu sichern, bevor jemand anderes die Möglichkeit hatte. Auch wenn ich es niemals zugeben würde bedeutete mir der Hengst verdammt viel, man konnte ihn fast als mein Lieblingspferd bezeichnen. Ach, streichen wir das 'fast'.
      'Gwyn's Bein beobachten', entzifferte ich aus der schnell hingekrakelten Notiz an der Pinnwand mit etwas Mühe. „So'n Mist!“, fluchte ich, dabei hatte ich eigentlich mit ihm auf den Geländeparcours gewollt.
      „Viel Spaß dabei Gwyn zu putzen!“, hörte ich Aiden aus einer der Boxen lachen. „Wieso?“, gab ich zurück, „ich dachte Sarah hätte das vorhin gemacht?!“
      „Mag schon sein, aber davon ist nicht mehr allzu viel übrig!“
      Wieder hörte ich ihn Lachen.
      „Du bist so ein schadenfrohes Ekel!“, zog ich ihn auf und seufzte laut als ich den (ehemals) schneeweißen Hengst sah, der mir freudig zuwieherte.
      „Du ebenfalls!“
      Er hatte sich offensichtlich gerade genüsslich im eigenen Dreck gewälzt und hätte so locker als Brauner durchgehen können. „Nein, nimm den Kopf weg!“, warnte ich, als er seinen großen, schmutzigen Schädel gerade an meiner Schulter reiben wollte. „Du bist 'ne elende Drecksau, weißt du das?“, murrte ich, trat einen Schritt zur Seite und gab ihm den Befehl aus der Box zu treten. Ein wenig stolz war ich schon darauf, dass er mir auf's Wort gehorchte, bei den anderen klappte das nie so gut. Gwyn stubste mir die Nase in den Bauch und ich musste unwillkürlich grinsen. „Abmarsch jetzt.“, befahl ich wieder etwas gefasster und der Hengst stellte sich mitten in die Stallgasse um sich nochmals gründlichst schrubben zu lassen.
      Gerade kämpfte ich mit einem großen Fleck auf Gwyn's Hinterteil, als Cayden mit Ikarus im Schlepptau den Stall betrat. Eine Weile gingen wir schweigend unserer Arbeit nach während im Hintergrund 'Heidevolk' aus den Boxen trällerten.
      „Könnt ihr diesen Krach nicht mal aus machen?“, knurrte Cayden, woraufhin er mit einen finsteren Blick von Aidan und mir bestraft wurde. Dennoch ging ich nach einem längeren Zögern zur Musikanlage und drehte sie leiser, aber nicht aus. Cayden konnte mit diesem 'Holländischen Käse', wie er es gerne nannte einfach nichts anfangen.
      Ich widmete mich wieder Gwyns Hintern und erneut herrschte Schweigen. Aiden räusperte sich. Wir blickten uns vielsagend an, die gleiche Frage auf den Lippen.
      „Uuund?“, sprach ich sie als erster aus „was hältst du von der Sache mit dem Azubi?“
      Einen Augenblick dachte ich er hätte mich gar nicht gehört und wollte die Frage gerade wiederholen.
      „Ich weiß nicht.“, murmelte er. Schweigen.
      Ich trommelte ungeduldig mit einer Hand auf Gwyns Rücken.
      „Ich weiß nicht.“
      „Du wiederholst dich.“, warf Aiden ein, allerdings so leise, dass nur ich ihn hören konnte.
      „Ich bin mir nicht sicher, ob wir wirklich schon wieder jemand neues hier haben müssen.“, dann fing er an zu grinsen. „Immerhin haben wir dich gerade erst halbwegs anständig erzogen.“ Die Bürste verfehlte Cayden nur knapp und fiel hinter ihm scheppernd zu Boden. Ikarus spitzte kurz die Ohren und verfiel dann wieder in seinen Halbschlaf.
      „Och ich weiß nicht, eine heiße Blondine die mir ein wenig zur Hand geht, hätte schon was.“, hörte ich Aiden lachen. Wir stimmten ein. Cayden verstummte als erstes und verfiel wieder in seine nachdenkliche Stimmung. „Aber was soll das heißen, wir kriegen einen zugewiesen? Nachher taucht irgendein Schwachkopf hier auf und bringt alles durcheinander..“
      „Wäre es dir lieber, wenn ich wieder den erstbesten Besoffenen vom Festival anschleppe, so wie Hansi?“, rief ich etwas lauter als beabsichtigt und sah belustigt wie Cayden zusammenzuckte. Hansi wollte wohl gerade zu einer Gegenwehr anstimmen, verstummte dann aber mitten im 'Eh', als er feststellte, dass er dem nichts entgegenzusetzen hatte. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht klopfte ich Cayden auf die Schulter. „Keine Sorge, das wird schon und es ist nicht so, dass wir den erstbesten Deppen von der Straße angedreht kriegen, das letzte Wort haben immer noch wir und die ein oder andere helfende Hand mehr kann wohl kaum schaden, allmählich wächst uns die Arbeit doch allen über den Kopf.“ Das schien seine Sorgen zumindest ein wenig zu zerstreuen. Gut gelaunt klatschte ich in die Hände. „Die Handwerker kommen übrigens in 2 Wochen.“ Mit diesen Worten auf den Lippen machte ich mich auf den Weg nach draußen um Argo einzusammeln, nicht ohne vorher die Musik wieder aufzudrehen wohl wissend was Cayden von dem 'Holländischen Käse hielt'.
      Ich kam gerade mit dem Hengst Bucks am Strick den Weg zum Stall hinauf – es regnete immer noch, dabei zog sich die Kälte bis in die Tiefe meiner Kleidung, sodass auch irgendwie das Gefühl hatte mir in die Hose gemacht zu haben. Ich seufzte betreten, froh gleich diesem Nebel – Nieselregen Gemisch aus dem Weg gehen zu können. Ich hatte bereits mit Braum ein wenig in der Halle longiert – der Kleine würde im Verlauf dieses Jahres ganz schonend angeritten werden und konnte sich bereits jetzt mit dem Gewicht eines Sattels anfreunden. Außerdem wollte ich später irgendwann mit dem Stutfohlen Primo Victoria ein kleines Führtraining für unsere nächste Fohlenschau machen. Bucks hingegen wollte ich ein wenig putzten – nachdem ich fast eine gute halbe Stunde damit zugebracht hatte ihn vom Paddock zu holen. Einerseits hatte es mich gefreut ihn wieder mit allen Hengsten in den Offenstall entlassen zu können nach seiner Genesung – er hatte ein Hufgeschwür gehabt, welches langsam aber sicher doch abgeklungen war. Auf der anderen Seite ließ er sich zwar mittlerweile „recht gut“ händeln, aber in vielen Situationen keilte er ohne ersichtlichen Grund aus. Aus diesem Grunde hatte ich auch den beiden Mädchen Maeve und Lia geraten von ihm Abstand zu halten, zumal sich Lia noch immer von ihrem gebrochenen Arm erholte. In letzter Zeit hatte ich mich oft in den Büchern wieder gefunden, im Internet geschaut und auch befreundete Trainer angeschrieben wegen dem „Problem“ mit Bucks. Im Grunde ging es ihm gut unter den Hengsten, er hatte seine Kumpels, genoss es draußen zu sein, sogar die Leckerli und Streicheleinheiten schien er zu genießen. Wir konnten alle nicht verstehen was in dem kleinen Pottockhengst so vor sich ging, klar war nur – er würde wahrscheinlich nie wie jedes andere Pferd werden, darin bestand aber auch ein Risiko für mich und jeden der ihn versorgte. Erst letzte Woche hatte er einen saftigen Tritt in Richtung Kathi ausgeteilt, dem sie nur knapp entgehen konnte. So in Gedanken versunken erschrak ich plötzlich als der Hengst gegen meine Schulter prallte – die Ohren tief angelegt. Kathi kam gerade aus dem Stall, in dem deutlich hörbar Musik drang, ich liebte die Tatsache,dass wir dort Boxen hatten! Bucks schien sich offenbar tierisch vor Kathi erschreckt zu haben, zappelte nun an der Hand und zeigte deutliche Ansätze vorn hoch zu gehen. Quietschend bewegte er sich plötzlich deutlich in meine Richtung, was mich dazu veranlasste den Strick sofort durch den Ring des Halfters gleiten zu lassen und aus der Bahn zu gehen. Wir nutzten nie einen Panikhaken, sondern nutzten einfach eine einfache Schnur, die problemloser durch den Ring zu ziehen war um aus dem Weg zu gehen. Im unruhigen Stechtrab bewegte sich der Hengst aus unserer Reichweite, drehte uns dann deutlich die linke Seite seines Körpers zu – nur allmählig schien die Fassung zurück zu kommen. Kathi war stehen geblieben, blickte zerknirscht lächelnd zu mir herüber – unser Sorgenkind! „Das fällt mir immer öfter auf….du bist von rechts gekommen….und schau er dreht uns seine linke Seite zu.“ Nachdenklich begann ich an meiner Unterlippe zu kauen, dachte an all jene Momente an denen er so reagierte. „Was sagst du dazu?“

      Wir sollten da dringend ‘nen Tierarzt drüber gucken lassen“. In Gedanken versunken beobachtete ich den Hengst, der immer noch etwas hin und her tänzelte. „Wollte Eddi nicht eh die Tage mal vorbeischauen? Dann kann sie ihn ja vielleicht gleich ein bisschen genauer untersuchen.“
      „Stimmt wohl.“
      „Gut, fragst du sie dann noch eben? Ich wollte gerade mit Argo ein wenig ausreiten, willst du mitkommen? Vielleicht kriegen wir die anderen Chaoten ja auch noch mit.“, grinste ich. „Jetzt mach dir keinen Kopf, so schlimm wird das mit Bucks schon nicht sein“, versuchte ich sie zu trösten, obwohl ich mir selber nicht sicher war, was ich von der Sache halten sollte.
      „Ja bitte, bringst du mir Yoomee mit?“
      „Klar.“

      Gut 10 Minuten später trat ich mit den beiden Ponys im Schlepptau wieder in den Stall und legte mich prompt lang über die Stallgasse.
      Argo legt die Ohren an, tänzelte ein paar Schritte zur Seite und sprang noch im selben Moment wieder zurück um Ikarus‘ Zähnen zu entgehen, wobei sie Yoomee gefährlich nahe in Richtung Wand stieß. Cayden reagierte zum Glück blitzschnell und trennte die Streithähne bevor schlimmeres passieren konnte.
      Hansi lachte.
      „Vollidiot!“, rief ich zu ihm rüber, murmelte Cayden ein zerknirschtes ‚Danke‘ zu und rappelte mich auf.
      „Sarah und ich wollen gleich ausreiten gehen, will wer mitkommen?“, fragte ich in die Runde und vergewisserte mich, dass die Pferde sicher angebunden waren.
      Eine Weile später verließen Cayden, Sarah, ich und Hansi, der etwas zerknirscht auf Ikarus saß, weil Gwyn leider noch nicht wieder ganz klar lief, den Hof. Eine Weile ritten wir schweigend den Trampelpfad entlang der von unserem Hof weg führte. Cayden eilte mit Darym ein ganzes Stück voraus, gefolgt von Sarah und Yoomee. Ich hatte schwer zu kämpfen mit Ikarus Schritt zu halten, offenbar war heute nicht Argo’s bester Tag.
      „Na, haste Angst dich nochmal auf die Nase zu legen wenn du zu schnell reitest?“, grinste Hansi zu mir herunter. Kurz darauf hatte er meine Gerte in der Seite. „Ich weiß schon warum ich die mitgenommen habe!“, lachte ich, als Hansi mich irritiert anschaute. „Und jetzt mal ein bisschen Respekt vor deiner Chefin, mein Lieber! Bevor du an mir rumkrittelst lern lieber mal das Einflechten!“
      „Da muss ich ihr allerdings rechtgeben, ich glaub die Knoten in Thowras Mähne krieg‘ ich nie wieder raus.“, grinste Sarah, die sich hatte zurückfallen lassen und nun neben mir ritt. Hansi öffnete den Mund und beschloss, dass es doch besser war nicht gleich ZWEI seiner Chefs gegen sich aufzubringen.
      „Cayden, wo willst du eigentlich so schnell hin?“, rief er stattdessen nach vorne, denn Pferd und Reiter waren bereits fast vollständig im langsam aufsteigenden Nebel verschwunden. Wir ließen die Pferde antraben um aufzuholen.
      „Also, wo wollen wir hin?“, fragte Sarah in die Runde.
      „Lasst uns die Runde am Meer lang nehmen, ich war schon ewig nicht mehr da!“, rief Hansi aufgeregt.
      „Och nööö..“, doch leider wurde meine fehlende Begeisterung einstimmig ignoriert und so schlugen wir den Weg Richtung Küste ein.

      Cayden – noch immer gut drei Pferdelängen vor uns – führte die Truppe hinunter zur Küste, auch wenn sich Kathi von dieser Idee nicht begeistern ließ. Für Yoomee und auch für Argo würde dies der erste Kontakt zum Meer werden. Ikarus wurde sichtlich schneller, kein Wunder, denn im Sommer hatten sich die Jungs hier unten Rennen geliefert. Zwar wurde der Vollbluthengst nun mehr auf Military trainiert, aber seine einstige Rennkarriere steckte ihm natürlich noch immer in den Knochen. Darym und Cayden hatten auch ihren Spaß am Sprung, denn der Hengst zeigte dafür wahrliches Talent darin. „Komm schon Kathi, zieh nicht ein solches Gesicht, oder hast du Angst nass zu werden?“ neckte sie Hansi von irgendwo weiter vorn und Kathi streckte ihm nur die Zunge raus. Ich beobachtete derweil unsere Umgebung, ganz anders als im letzten Winter in dem wir im Schnee versunken waren, gab es dieses Mal zwar eine Schweinekälte aber keinen Schnee. Noch jetzt lagen auf den Gräsern gefrorene Tautropfen, die den Eindruck von Schnee gaben. Erst in der letzten Nacht hatten wir Temperaturen von -10 Grad gehabt, sodass ich mich in meinen vielen Schichten von Sachen etwas ungelenk auf dem Pferd fühlte. Während allerdings mein Oberkörper wunderbar warm war, begannen meine Füße bereits in den Eisklumpenmodus zu gehen. Zwischen den Gräsern lagen mit ihrer dichten, weißen Wolle einige Schafe, die als solche beinahe nicht zu erkennen waren, sondern eher aussahen wie Nester. Als die Pferde den ersten Huf auf den etwas ungewohnt, tiefen Sand des Strandes setzten, senkten sie den Kopf um zu sehen was das denn genau war. Yoomee trabte etwas voran, ein kleiner Stechtrab mit hoher Beinaktion, da sie ganz offensichtlich den Sand nicht ganz Geheuer fand. Die anderen blieben stehen, bis ich mein Pferd etwas beruhigt hatte, dann ging es im Schritt weiter. „Langsam friert mir das Gesicht ein und meine Hände und Füße spür ich auch nicht mehr, dabei sind wir gerade mal ne Viertelstunde unterwegs“ stöhnte ich in Richtung Kathi, die mir nur einen erwidernden Blick zuwarf. Dann deutete sie nach vorn zu Ikarus, bei dem Hansi offensichtlich Probleme hatte ihn vom Schritt zu überzeugen. Gemeinerweise galoppierte sie nun an, preschte dicht zwischen Darym und Ikarus vorbei und rief irgendetwas das ich nicht mehr verstehen konnte. Auch ich gab Yoomee die Zügel und eine leichte Galopphilfe, folgte den anderen im rasenden Galopp. Argo und Kathi gelang es nicht lang an der Spitze zu bleiben, denn Ikarus holte sie in Windeseile ein, dahinter folgte Argo, die auch ordentlich Versengeld gab, dann kam Cayden auf Darym während ich das Schlusslicht bildete. Nach einer ordentlichen Runde im gestreckten Galopp parierten wir alle wieder zum Trab und anschließend zum Schritt durch. „Gewonnen“ feixte Hansi, grinste breit und hob die Faust in die Höhe – Ikarus stand bis knapp zu den Knöcheln im Wasser, während sich Kathi auf Argo von hinten nährte und ihm einen Stoß an der Schulter gab. Eigentlich nicht im bösen gemeint, verlor Hansi ein wenig das Gleichgewicht, dass Ikarus in dem Moment nervös zur Seite ging trug dann nicht gerade dazu bei das ihm wieder mehr Gleichgewichtssinn dazu kommen zu lassen. Da landete Hansi also im – wortwörtlich arschkalten Wasser und schneller als wir hätten „Achtung“ sagen hören können, war er auch schon wieder am Stand – seine komplette linke Seite war nass und einiges hing in seinen Haaren. „Okay, dann ist der Ausritt hier beendet – zurück zum Hof!“ kommandierte Cayden, der dem nun bereits ruhigeren Ikarus an den Zügeln hielt während Hansi mürrisch aufstieg. Ich jedoch wandte mich mit erhobenem Zeigefinger an Kathi „Lass solche Späße in Zukunft!“ befahl ich wobei ich mir ein fettes Grinsen ja doch nicht von den Lippen wischen konnte.
      Zurück am Hof versorgten wir die Pferde, gaben ihnen ein wenig Futter und schickten Hansi ins Haupthaus vor den Kamin. Anschließend teilten wir uns wieder auf, ich brachte die beiden Stuten zurück und Cayden die Hengste, während Kathi den Schmutz aus der Stallgasse etwas beseitigte – dieses Mal hatte sich keiner von uns auf die Nase gelegt. Cirilla und Primo befanden sich in einer der geräumigen Boxen, während wir den älteren Camilero zusammen mit Braum in einer anderen Box zu stehen hatten. Ansonsten befand sich kein Pferd in den anderen Boxen, morgen würde Smaug nun endgültig den Hof verlassen. Für heute jedoch hatten wir die Nase voll und gingen drinnen.

      Zwei Wochen später werkelten die Handwerker fleißig in der Stallgasse, der Termin für den Tierarzt war gelegt und Gwyn lahmte noch immer ab und an. Hansi jedoch war wegen einer Bronchitis erst einmal an das Bett gefesselt, da der Landarzt befürchtete daraus könnte eine Lungenentzündung werden. Kathi hatte ihm eine Tafel Schokolade als Entschuldigung geschenkt, sodass sie sich nun von neuem gemeinsam in die Pfanne hauen konnten. Braum machte im Round Pen mit dem baumlosen Sattel auf dem Rücken wirkliche Fortschritte und auch Aesi kam dem Thema einreiten immer näher. In der Arbeit vom Boden aus hatte sie etliche Erfahrung, Sattel und Trense waren ihr bereits geläufig und nach und nach würde ich mich auf ihren Rücken schwingen. Braum hatte jedoch noch eine ganze Weile Zeit bevor sich jemand auf seinen Rücken setzten würde. Argo hatte sich mittlerweile super eingelebt, wenn auch das Training etwas haperte, die Stute hatte in ihrer Filmzeit keine richtige Reitweise kennengelernt und die Dressur schien nicht ihr Steckenpferd zu sein. Kathi und ich spielten deshalb mit dem Gedanken, sie wie Stormbringer Western umschulen zu lassen. Aiden beschäftigte sich in der letzten Zeit besonders mit dem etwas fettleibigen Yael, damit dieser nicht noch weiter auseinander gehen würde und vor allem fitter. Zumindest zeigte der Hengst reges Interesse in der Dressur und wir wollten ihn einfahren in diesem Jahr um ihn für die kommende Turnier und Körungssaison vorzubereiten. Besonders legten wir auch Wert auf das weitere Training unserer Stuten, besonders der Connemaras damit wir bald mit ihnen auf geeigneten Krönungen starten konnten. Im Grunde jedoch legten wir nicht den kompletten Tag darauf aus, die Stuten und Hengste sollten einfach ihr Leben bei uns genießen können. Maeve und Lia waren jetzt in der Unterrichtsfreien Zeit oft auf dem Hof – kümmerten sich um ihre Lieblingsstute Soul Dance, gingen zusammen mit Draki und Moon spazieren und ritten fast jeden Tag. Noch mussten sie eine Menge lernen, das taten sie fleißig auf Kürbis und Eisblume, die als Lehrpferde wunderbar waren und lernten auch mit Soul Dance die Arbeit mit der Kutsche näher kennen. „Na wenn das so weiter geht, werden die beiden bald die Nachfolge hier antreten“ witzelte Cayden. Ich erwiderte darauf nichts weiter und biss in mein Toast belegt mit Käse, welches ich mir von drinnen mit gebracht hatte. Die Temperaturen waren noch immer kalt, aber man hielt es ganz gut draußen aus. Gamhain und Corvus erfreuten sich derweil an den Futterresten die Soul Dance rechts und links neben dem Futtereimer verteilte. „Mensch, fressen nicht ständig daneben schütten“ tadelte ich sie leicht und scheuchte die Köters beseite….ulkige Angewohnheit, die sie sich da angeeignet hatte. Ich strich ihr über die Rückenparte, flauschte durch das dicke Fell und erfreute mich einfach an der kleinen Stute. Es war Zufall gewesen, das ich ihre Verkaufsanzeige gesehen hatte und sofort ihre Besitzerin angeschrieben gehabt – ich und Amy waren es damals gewesen, die Soul eingeritten hatten. Das sich unsere Wege noch einmal kreuzen würden nachdem sie mit Pepe nach Kanada gegangen war, hielt ich zunächst gar nicht für möglich und nun befand sie sich in meinem Besitz. Sie war noch jung, hatte jedoch schon eine ganze Menge an gutem Training genossen. Es stand zur Debatte, sie vielleicht eine kleine Weile zu Vina ins Training zu geben zum Zirkuspony, doch so schnell wollte ich sie nun auch nicht wieder fort schicken – eine Reise nach Prag würde ziemlich lang für sie werden. Im Grunde konnte ich ihr einige Dinge auch selbst beibringen, oder Maeve und Lia würden dies sicher auch gern ausprobieren. Wundersam wie ich diese beiden Mädchen schon zum Inventar den Hofes zählte….
      Nach einer weiteren Woche sahen wir uns einer vollkommen erneuerten Stallgasse gegenüber in der weder wir noch die Pferde stolpern konnten. Kathi und ich „hüpften“ vor Freude durch die Gasse, grinsten uns beide Gegenseitig vollkommen dümmlich an und waren einfach nur froh. „So ist´s wirklich viel besser als der alte Zustand!“ sagte Hansi, der dick eingepackt, die Taschen mit etlichen Taschentüchern bestückt, noch immer heiser neben uns stand. Unmerklich hielt ich Abstand von ihm, da ich keinerlei Interesse daran hatte ebenfalls krank zu werden.
      8 Feb. 2015
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      Willkommen Auszubildener!
      © Vampyrin & BluePearl & Ravenna
      "Fertig!" seufzt Cayden, lehnt sich in dem Stuhl weiter zurück, beginnt das Haarband um seine Haare herum zu lösen. In sanften Wellen fallen sie ihm den Rücken herunter. Auf nackten Füßen lief ich zu ihm hinüber über den Parkettboden, vor einem Jahr war dieser Dachboden noch nicht ausgebaut worden. Zwar waren es damals schon Dielen gewesen, doch musste man aufpassen das man sich ohne Schuhe keine Splitter in den Fuß jagte. Der Boden war das erste gewesen, dass renoviert worden war. Ansonsten hatte dieses Zimmer seinen Look behalten - graue Steine des Hauses zwischen den Steinen gab es einige Halterungen für Kerzen. Der große, aber vorallem alte Schreibtisch der darin stand diente Cayden als Arbeitsplatz. Auf ihm gab es etliche Kratzer seiner Vorbesitzer, auch an dieser Wand gab es Kerzen, die den Raum in heimeliges Licht tauchte. Zwar stand direkt neben ihm eine altersschwache Lampe, die jedoch selten brannte. Sacht ließ ich mich auf Caydens Schoß nieder, bis eben hatte ich auf der Chaiselounge gelegen mit einem Buch. Das geräumige Büro war an den Wänden nicht nur bedeckt mit einigen Kerzenleuchtern, sondern mit einer ansehnlichen Buchsammlung, die Dank mir auch immer größer wurde. "Was hast du da eigentlich gemacht? " fragte ich ihn leise flüsternd. "Ach ich hab Kathi die Abrechnung für das Futter und die Rechnung wegen der Stallgasse abgenommen. Außerdem alles geklärt damit Marens Caiphi hier unbeschadet auf dem Hof ankommt, sie kommt in zwei Tagen hier an." Ich nickte, ich hatte zugesagt die Stute von Maren einzureiten... erst vor ein paar Tagen war die da gewesen um sich wieder einmal Bucks zu widmen. Periodische Augenentzündung hatte die Diagnose gelautet... ihm die Arznei einzuflößen war nicht einfach gewesen. Ein leises Winseln ließ uns beide auf den Boden zu schauen, zu unseren Füßen hockte Corvus, wollte offenbar bei der Runde mitmachen. Mit seinen Rehbraunen Augen schaute er zu uns hinauf, im Sommer hatten wir eine Hundeklappe eingebaut, sodass sich nun beide Hunde entscheiden konnten ob sie im Stall oder Haus schlafen wollten. Gamhain jedoch schaffte es mit ihrer HD nicht mehr die Treppen hinauf, während Corvus also hier oben war hörte man Gamhain unten jammern. "Holst du sie hoch?" fragte ich an Cayden gewandt. Der Tag war angenehm gewesen, noch immer hing der Nebel in der Luft, es war kalt aber für wenige Stunden hatte die Sonne unsere Leiber beschienen. Argo befand sich bei Hansi im Training, meine Hilfskraft hatte mehr Erfahrung mit Westernlektionen. Aufgrund ihres bisherigen Daseins als Filmpferd war sie sowohl Western als auch Englisch "geritten", sie konnte auf Kommando halten und in jede Gangart wechseln, Dinge wie Versammlung, Haltung und Anlehnung waren ihr fremd. Da Argo eher an den Westernsattel gewöhnt gewesen war, hatten wir beschlossen sie ebenso wie Stormbringer Western auszubilden. Nun arbeitete Hansi fast jeden Tag mit der Palominostute, langsam gewann sie immer mehr an Muskeln dazu. Außerdem hatten wir in der letzten Woche zwei Neulinge dazu bekommen - Black Lemontree und Corry. Black hatte sich bei meinen Eltern schon einmal in meinem Besitz befunden...war der Vater von Blettur und somit Großvater von Uprising. Damit hatte ich nun drei Generationen an Islandhengsten bei uns, irgendwie freute ich mich daran. Corry war ebenso wie Soul Dance ein Exmoorpony, begabt vor der Kutsche und für sein Alter recht gelassen. Maeve kümmerte sich liebevoll um den jungen Hengst, im Round Pen hatte sie bereits auf seinem Rücken gesessen. Erst hatte ich die Überlegung gehabt ihn Kastrieren zu lassen, das Thema jedoch erstmal beiseite gepackt. Vor der Kutsche mit Soul wollte ich ihn dennoch mal probieren laufen zu lassen. Gemeinsam mit Cayden hatte ich begonnen die Lerneifrige Yoomee vor die Kutsche zu bringen - mit Willow im Gespann orientierte sie sich wunderbar an der erfahrenen Rappstute. Thowra hatte heute einen freien Tag gehabt, ebenso wie Kürbis. Letztere befand sich langsam im Aufbau Training nach ihrem Fohlen...für dieses Jahr hatten wir kein weiteres Fohlen mit ihr geplant. Ganz anders Greentea, die bereits tragend von Finlay war. Mit Yael hatten wir leider einen kleinen Rückschlag was das Gewicht anging, beim Holen seiner Sachen hatte sich der verfressene Hengst losgerissen und wahrhaftig den Weg in die Futterkammer gefunden. Erst bei meiner Rückkehr hatte ich sein Fehlen bemerkt und eine halbe Stunde mit suchen verbracht - ich hatte vermutet er sei zur Hengstkoppel gelaufen. Kathi hatte den Hengst schließlich in der Kammer entdeckt, seit dem Vorfall befand er sich in Boxenhaltung neben Bucks, seine Fütterung wurde kontrolliert und täglich ging es für ihn in die Führanlage, falls niemand die Zeit fand ihn zu longieren bis der Sattelgurt wieder ordentlich passen würde. Finlay dagegen hatte langsam eine schlankere Linie bekommen, was alle versammelten freute. Auch Gwyns Lahmen hatte sich verbessert, sodass Hansi auch ihn endlich wieder reiten konnte. Damit gingen Aiden, Hansi und auch Cayden fast jeden Abend noch in die Halle um ein wenig über die Hindernisse zu jagen, da die Geländestrecke noch etwas gefroren war. Cayden erhob sich aus dem Sessel, ich hörte wie er die knarzende Treppe hinunter lief und ein wenig schnaufend mit Gamhain auf dem Arm wieder hinauf kam. Corvus trappelte Rute wedelnd aus dem Raum und kam hinter der Bearded Collie Hündin hüpfend wieder hinein. Die beiden waren wirklich ein niedliches Pärchen geworden. "Ich staune das die beiden im Haus sind." sagte Cayden, da sie sonst lieber im Stall schliefen. Ich zuckte mit den Schultern "Wer weiß, vielleicht zu kalt draußen?" Cayden wuschelte Gamhain durch das Rückenfell, kam dann wieder zu mir an den Sessel. "Wollen wir ins Bett?" dabei sah ich wie er ein Gähnen nicht unterdrücken konnte. Sehnsüchtig starrte ich noch auf mein zugeschlagenes Buch hinüber, nickte dann jedoch, folgte ihm den Flur hinunter zu unserem Zimmer. Auch dieses Zimmer war eher rustikal als modern, doch genau dieser Stil gefiel mir besonders, zwar fehlten hier die Decken hohen Bücherregale unseres Büro´s , aber ein offener Kamin und das Bett in seiner Nähe sorgten für eine ähnliche bequeme Atmosphäre. Da ich vor knapp zwei Stunden Holz hinauf gebracht hatte, konnten wir nun ein Feuer in dem Kamin entfachen und ich schlüpfte unter die dicke Federdecke. „Morgen kommt der neue Azubi, ich bin wirklich gespannt auf ihn… auch wenn ich lieber auf eine weibliche Verstärkung gehofft hatte. Die anderen Bewerber haben aber einfach nicht so eine gute Figur gemacht wie Killian.“ Bemerkte ich zu Cayden, der sich gerade seiner Hose entledigte und anschließend zu mir unter die Decke kroch. Als seine kalten Füße meine berührten zog ich die meinen ein wenig weg, kuschelte den Rücken jedoch näher an seinen Oberkörper. „Wir werden es sehen, wann wollte er noch mal kommen?“ fragte er flüsternd irgendwo in meinen Haaren. „Puuh… irgendwie gegen Mittag, aber sicher bin ich nicht genau. Wir werden es beim Frühstück erfahren, denke ich.“ Setzte ich dazu, denn manchmal schlief Kathi doch etwas länger als Cayden und ich, die einfach Frühaufsteher waren – gegen 7 Uhr war unsere Nacht einfach vorbei. „Denke ich auch, aber er schien wirklich recht anständig und beim Probearbeiten hat er sich ja sowohl mit den Hengsten als auch den Stuten gut angestellt.“ Bemerkte Cayden, während ich bereits langsam dem Schlaf entgegen sank.
      Noch im Halbschlaf öffnete ich ein Auge und blickte auf meinen Wecker. „Verdammt!“, rief ich und war sofort hellwach. Es war fast halb 10, ich hatte mal wieder verpennt und um 11 sollte der neue Azubi hier aufkreuzen, was ich natürlich mal wieder vergessen hatte weiterzuleiten.
      In Rekordzeit war ich aufgestanden, geduscht und angezogen und hätte mich fast an meinem Toast verschluckt, während ich in den Stall hetzte. Keuchend stand ich in der Stallgasse und blickte mich um. Keiner da. „Hallooo?“, rief ich zaghaft ins Blaue hinein. Keine Antwort. „Na super, wo sind denn wieder alle?!“ murmelte ich und eilte in Richtung der Offenställe.
      „Wow, endlich mal etwas Leben hier“, rief ich Aiden zu der gerade mit der Schubkarre in einer Schlammpfütze steckengeblieben war. Nachdem wir sie mit vereinten Kräften hinaus gehievt hatten, verriet er mir, dass wohl zumindest Hansi und Sarah sich in der Reithalle aufhalten sollten.
      Ich bedankte mich für den Tipp und bald darauf hatte ich sie endlich gefunden.
      „Morgen!“, rief ich und die beiden wandten sich mir zu. Keiner schien sonderlich begeistert, dass ich mal wieder so spät dran war. „Hey, jetzt rück endlich mit der Sprache raus, wann genau soll Killian jetzt hier aufkreuzen?“
      „Um 11.“
      „Verdammt, so früh schon? Dann sollte ich mich wohl beeilen.“
      Jetzt wirkte sie noch weniger begeistert.
      „Wo ist Cayden, der muss doch bestimmt auch Bescheid wissen?“
      „Der ist grad erst weg, wollte ein wenig ins Gelände mit Darym. Aber wir brauchen den armen Kerl ja nicht gleich mit alle Mann belagern, dann kommt er halt später nach..“
      Damit war ich wohl knapp einer Kugel entgangen, ich wollte nicht noch mehr Ärger stiften und wandte mich an Hansi.
      „Ich wollte jetzt noch schnell sein Zimmer herrichten, wie sieht’s aus, kann ich mich in eure Wohnung trauen?“
      „Ach, über das bisschen Unordnung kannst du wohl hinwegsehen oder?“, grinste er zurück. Ich verdrehte die Augen und stieg die Treppe zur Wohnung hoch, die direkt über der Reithalle lag.
      Da Kathi noch einen Anruf bekommen hatte musste ich nun den Sitter spielen für unseren Jungspund auf dem Hof, Aiden hätte lieber ein Mädchen in unserer lustigen WG gehabt...aber man konnte ja nicht alles haben,was?
      Die Straße hinauf, Richtung Fähre in Craighnure führte mich die holprige Straße – nun parkte ich auf dem Platz, nahm das alberne Schild von Kathi entgegen auf dem in Gaelic und Englisch die Begrüßung von „Killian McKenzi“ stand. Also ging es nun zum Anleger, in der Ferne konnte ich bereits die Fähre kommen sehen, na immerhin war ich dieses Mal pünktlich. Eine kleine Flut von Menschen ergoss sich über den Anlegeplatz, ich präsentierte das Schild und wartete also bis ich ihn wieder erkannte oder er das Schild sehen konnte. Ob ich mich lächerlich fühlte? Und ob! Wie ich da also so mit dem Schild stand sah ich den leicht schlaksigen Jungen auf mich zukommen – er sah aus wie jemand der noch nie richtig hatte arbeiten müssen in seinem Leben. Mit Pferden konnte er umgehen, dass stand außer Frage – aber die Mistgabel konnte er noch nicht sonderlich schwingen. Auf Caed Crevan jedoch musste jeder seinen Teil beitragen, also würde aus dem schlaksigen vielleicht doch noch ein wirklicher Mann werden. Wobei nicht gesagt werden konnte, das er nicht ein hübsches Gesicht aufzuweisen hatte...irgendwie erinnerte er mich an jemanden. Genau das war mir bereits beim Vorstellungsgespräch und dem späteren Probearbeiten aufgefallen. Als wir an der Bushaltestelle vorbei zum Wagen liefen, sah ich das schwarzehaarige Mädchen von Siobhan dort stehen. Mit dem Handy in der Hand stand sie da, schaute auf die Anzeige der Buszeiten und verzog das Gesicht. „Die Kleine ist mir schon auf der Fähre aufgefallen, heißes Teil oder?“ meinte Killian zu mir, hatte mir in die Magengegend gestupst dabei. Mit hochgezogener Augenbraue sah ich ihn an „Heißes Teil, eh?“ meinte ich, schüttelte den Kopf...grün hinter den Ohren..Ich stiefelte zu ihr hinüber „Lost the bus?“ fragte ich sie, da ich nicht wusste wie viel Deutsch sie sprach. Mein Englisch war...nunja bescheiden, aber zumindest konnte ich es überhaupt!
      Na toll. Der nächste Bus würde erst in einer Stunde kommen. Und natürlich keinen Empfang. Das passt ja mal wieder gut zusammen. Ich könnte die Strecke laufen oder ich warte einfach. Zum Warten war es mir aber zu kalt. Ein Mann kam auf mich zu. Ich kannte ihm vom sehen her. Er gehörte zum Caed Crevan. „Yes. Can we speak german?“ Er nickte und so fragte ich: „Du fährst doch zurück zum Hof. Könntest du mich mitnehmen?“ Hätte ich nicht gewusst, dass er einer von Sarahs Angestellten war, hätte ich so etwas nicht gefragt. Für mich wäre es super, da ich so nicht warten musste. Meine Shoppingtour hatte ich beendet und es waren auch nur zwei Tüten. Ich brauchte mehr Reitklamotten.
      Durch das tägliche reiten brauchte ich öfters neue Handschuhe und auch mehr als zwei Reithosen. Vor allem, wenn es an die Turniersaison ging.
      „Natürlich, dann lernst du gleich unseren neuen Auszubildenden kennen – das ist Killian, soeben auch mit der Fähre hier angekommen“ stellte ich dem jungen Mädchen, den jungen Mann rechts von mir vor. Zusammen ging es dann also zum Auto, da auf dem Beifahrersitz der eigenwillige Russelrüde Corvus seinen Platz eingenommen hatte – verfrachtete ich die beiden Grünschnäbel auf die hinteren Sitze und machte mich auf die Heimreise – erst Richtung Classical Harmony und dann zu unserem Hof zurück. „Auf geht´s“
      „Wie lange bist du schon Auszubildende?...Ist die Schule eigentlich direkt hier auf der Insel oder wie läuft das hier?“ Hatte ich eine Planung? Nicht wirklich, Hauptsache ich musste nicht mehr bei meiner Mutter in der Wohnung in Edinburgh verbringen, langsam wurde es mir da zu eng. Meine Schule hatte ich fast 6 Jahre in Deutschland, bei meinen Großeltern absolviert, da meine Mutter gemeint hatte ich sollte so viele Sprachen lernen wie möglich. Zugegeben eine Sprachbegabung hatte ich wirklich, aber lies das jetzt nicht gern raus hängen. Aus blauen Augen sah sie mich, vollkommen frei von Unsicherheit von der Seite her an.
      „Ich bin Mittem im zweiten Lehrjahr, aber ich bin erst seit Ende Oktober hier. Mein alter Hof musste Insolvenz anmelden und da die Leiterin gut mit meiner jetzigen Chefin befreundet ist, hat sie sich darum gekümmert, dass ich hier meine Ausbildung beenden kann. Wenn du zur Grundschule möchtest, dann bist du hier richtig. Wir haben hier keine Schule. Es gibt Unterricht per Internet und ab und an müssen wir aufs Festland um Prüfungen abzulegen“, antwortete ich ihm. Er wusste aber schon, wie das mit der Ausbildung laufen sollte, oder? Er wirkte auf mich etwas verplant. Vielleicht lag es auch an der Tatsache, dass das gerade alles neu für ihn war. Ich glaube, ich war nicht viel besser als ich das erste mal gesehen habe wo ich arbeiten werde.
      Ich beugte mich ein wenig zu ihr herüber, der Typ vorn am Steuer sollte ja nicht gleich mitbekommen, dass ich oft ziemlich verpeilt und dazu noch faul war um irgendwas zu lesen „Ich hab die Unterlagen irgendwie im Zug liegen gelassen“ ich zuckte unbekümmert die Schultern. Irgendwie hatte ich mich immer durchgeschlagen, selbst durch die Schule – dabei war ich nicht mal ein schlechter Schüler, nur fehlte es mir bei vielem an Durchhaltevermögen. Ging es jedoch um die Pferde, da war ich sofort Feuer und Flamme, weshalb es mich freute die Ausbildung auf einem Hof wie Caed Crevan zu beginnen!
      Etwas besorgt schaute ich im Rückspiegel den beiden Grünschnäbeln zu, die sich wegen der vielen Sachen auf dem Rücksitz, eng aneinander quetschen mussten. Dieser Killian würde sich doch nicht etwa als einer dieser Womanizer herausstellen? Doch schätzte ich das junge Mädchen als Bodenständige Natur ein, zumindest machte sie diesen Eindruck auf mich. Ich zuckte leicht mit den Schultern, konzentrierte mich weiter auf die Straße – in knapp 5 Minuten würde ich das Mädchen eh auf ihrem Hof absetzten….verdammt das ich mir nie ihren Namen merken konnte.
      „Oh. Das ist ja blöd“, antwortete ich ihm. Kann ja mal passieren. Ich war anfangs auch etwas durch den Wind, als ich hier angekommen war. Es war alles so neu und schön gewesen. Auch die Begrüßung von Ty und Cayden war herzlich ausgefallen und man hat sich sofort wie Zuhause gefühlt. Anfangs hatte ich etwas Zweifel, dass es mit der Sprache schwer wird, aber das war unbegründet. Wir waren schon kurz vor Lochdon, sodass ich gleich auf dem Hof sein würde. Das wäre gut. Erstmal die neuen Sachen waschen und dann schnell einweihen. „Ich denke mal, dass sie dir bestimmt nochmal alles erklären werden, wie es ablaufen wird.“
      Gerade als ich ihr antworten wollte, hielt der Wagen an einem anderen Hof – dem Hof auf dem sich wohl wohnte - „Das denke ich auch“ bleibe versonnen sitzen, ehe ich merke...sie kann gar nicht aussteigen, wenn du es nicht tust. Mit der Hand fummelte ich an der Türklinke, gehe hinaus um ihr den nötigen Platz zu geben. „Wir werden einander sehen?“ stellte ich ihr offen eine Frage. Zumindest hätte ich dann jemanden, den ich auf dieser Insel kennen würde – in meinem Alter.
      „Wer weiß. Ich bin eigentlich immer hier auf Classical Harmony. Sarah besucht uns öfters. Du weißt ja, wo du mich finden kannst, wenn man sich nicht so mal sehen sollte“, antwortete ich ihm und nahm meine Einkaufstüten auf dem Kofferraum. Ob wir uns wiedersehen würden? Bestimmt irgendwann mal. Die beiden Höfe feierten öfters mal zusammen. Von daher würden wir uns schon über den Weg laufen. „Danke Hansi fürs mitnehmen.Das war echt nett von dir. Tschüss“, sagte ich zu dem Mann und schlenderte den Weg hoch zum Hof.
      Auf dem Weg zurück schien der junge Kerl recht dünn angebunden, doch mein Blick auf die Uhr verriet mir – ich musste mich langsam beeilen! Wir würden in weniger als einer halben Stunde besprechen wollen wer zum Distanzrennen kommen würde.

      Zusammen mit Cayden, Hansi(der etwas zu spät kam) und auch Julie,Kathi und natürlich Siobhan hockte ich mit der Liste der Anmeldungen am großen Küchentisch - wir hatten uns noch nicht 100% entschieden wen wir hatten nehmen wollen. Auch der neue Auszubildende hockte gleich mit bei dieser Veranstaltung. In den letzten zwei Stunden waren wir alle gründlich durchgegangen, hatten verglichen und schließlich schon zwei Entscheidungen getroffen. Auf unserer Liste standen bereits Django und Maren "Der Kleine ist zwar nicht sonderlich ängstlich, aber um ihn an die andere Umgebung hier zu gewöhnen, könnten wir ihn und Siobhans Falabellastute zusammen vor den Trainingssulky spannen - zumindest für´s erste." schlug ich dabei vor und bekam keinerlei Einwände. Da erhob Siobhan die Stimme "Ich dachte es sei eine gute Idee, Meg das Training mit Was immer du tust absolvieren zu lassen und später am Rennen teilzunehmen?" "Wunderbar! Dann kann unser Grünschnabel vielleicht gleich bei ihr mitmachen - als Zusammenarbeit?" warf Kathi fragend in die Runde. Siobhan überlegte kurz, nickte dann aber "Fänd ich gut" - auch Killian legte kein Veto ein.
      "Zurück zur Liste" ermahnte ich dann aber wieder - sonst wäre der Abend vorrüber und noch immer keine Entscheidung getroffen.
      Wir einigten uns auf Alicia und Nienke - sie würde einen eigenen Wagen mitbringen, was die Sache für uns erleichterte.
      Bei den Reitern und ihren Pferden knobelten wir eine Weile, dabei stand dort auch schon jemand fest "Vina kommt definitiv - sie war lange nicht hier und als Trainerin braucht sie nur eine Art der Anweisung, denn sie weiß auch wie man Ausdauer mit dem Pferd üben kann. So können wir uns auf die oder den letzten im Bunde sehr gut konzentrieren. Wobei eh jeder von uns einen der Teilnehmer betreut." warf ich bittend in die Runde. "Sieht aber ganz schön nach Freundschaftsbonus aus" murmelte Hansi leicht spöttisch(offensichtlich lauter als gedacht) zu Cayden. Trotzdem wurde der Vorschlag nicht abgelehnt und Vina und Wolfi landeten auf der Liste. "Dann darf ich jetzt aber auch entscheiden,ja?" kam Kathi in die Runde zurück, mit einer Tasse Kaffee, die dampfte und einen angenehmen Geruch verbreitete. In der anderen Hand trug sie eine weitere Tasse des schwarzen Gesöffs, die Hansi froh entgegen nahm. "Battle Scars - kommt zwar jetzt doof, wenn noch ein Tinker dabei ist, aber da entscheid ich jetzt in Symphatie für den Namen!" meinte sie leicht lachend, wobei Hansi und auch Julie sofort Partie ergriff. Ich schlug die Hände in die Luft "Ganz ehrlich reizen mich alle...aber so viel kann ich uns nicht zumuten und ehe wir jetzt per Los entscheiden, gut dann eben nach dem Namen. Wer nen anderen Einwand?" allgemeines Kopfschütteln - also wurden Joyce und Battle Scars ergänzt in der Liste.
      "Damit haben wir´s - wer bleibt zum Essen?"
      24 März 2015
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      Zeit für Entscheidungen

      „Guten Morgen meine Hübschen!“, rief ich in den Stall und einige Pferde schauten auf und sahen aus ihren Boxen. Ben und ich hatten in den letzten Tagen viel am Stall gearbeitet, teilweise hatten wir nun Paddockgruppen mit einigen Pferden zusammen. Jeden Morgen kontrollierte ich die Gruppen und Zäune und schaute nach dem Rechten, Probleme könnten ja auftauchen. Und heute war es soweit und ich hatte das erste Problem. Corry Cracker und Soul Dance waren bisher unzertrennlich, bisher waren sie nachts getrennt gewesen, auf der Koppel jedoch ein Herz und eine Seele.
      Die Stute stand eingeschüchtert in der Ecke und hatte eine Wunde auf der Brust. Besorgt kletterte ich unter dem Zaun durch und lief zu hier. Als Soul mich entdeckte hob sie den Kopf und brummelte mir zu. Corry dagegen stand sehr angespannt in der anderen Ecke und beobachtete mich, als ich die Stute auf den Hof führte.
      Vorsichtig säuberte ich die Wunde und desinfizierte sie, tief war sie nicht, vermutlich hatte Corry sie getreten, besonders so ängstlich wie sie war…
      Ich griff zum Telefon und wählte Ben’s Nummer.
      „Hey, ich bin’s. Wir haben ein Problem am Stall.“
      Ben grummelte, er fuhr wohl grade Auto und das war mein Zeichen einfach zu erzählen was los war.
      „Ich habe Soul eben ganz verschüchtert und mit einer Wunde an der Brust aus dem Paddock geholt, scheinbar klappt es mit Corry definitiv keine 24 Stunden am Stück. Ich weiß echt nicht, was ich machen soll, er versteht sich mit keinem der anderen.“
      Von Ben kam nur ein „mhm, ich weiß es auch nicht, aber ich denke darüber nach. Bis später, hab dich lieb“. Und er legte auf.
      Seufzend putzte ich Soul noch etwas und brachte sie vorerst wieder in ihre alte Paddockbox. Zum Trost bekam sie einige Möhren und einen Arm voll Heu, sicher hatte Corry sie nichts fressen lassen.
      Als Ben am späten Nachmittag heim kam, hatte er anscheinend einen Entschluss gefasst.
      „Liebes, du weißt dass niemand von uns wirklich mit Corry zurecht kommt, anscheinend ist er auch nicht das soziale Pony, für den wir ihn gehalten haben…“
      „Worauf willst du hinaus?“, unterbrach ich ihn.
      „Ich weiß nicht, aber hast du schon mal darüber nachgedacht, ihn zu verkaufen? Ich glaube er braucht wirklich diese Einzelbehandlung, die wir ihm nicht geben können.“
      Ich schluckte. Ich hatte die beiden schonmal verkauft gehabt und wieder waren sie beide bei mir. Vielleicht kam Corry damit einfach nicht zurecht? Ben könnte Recht haben und der Junghengst könnte ein besseres Leben führen. Damit würde auch das Züchten wegfallen, ich hatte Angst die beiden wieder lange zusammenzulassen, vor allem nicht unter Aufsicht.
      „Du hast Recht, Ben. Wir müssen uns sowieso verkleinern, wegen dem noch laufenden Kredit; die nächsten Monate können wirklich hart werden…“
      Ben nickte, und sah mich mit seinem süßen Blick an.
      „Ich werde mal schauen, ob ich Interessenten für ihn finde.“, sagte ich und gab Ben einen Kuss.

      "So maybeeeee ... you gonna be the one that changes meeeeee, and after allllllll – you're my wonderwa-h-aall!" Mein Radiowecker funktionierte überhaupt nicht. Galant warf ich ihn von meinem Nachttisch – nur um dann kurz darauf auf eine Ecke zu treten. Fluchend stolperte ich zum Kleiderschrank, fischte mir eine Jeans, ein altes Hemd und eine passende Jacke aus den Schubladen, verschwand in der Dusche und ging dann die Treppe herunter. Meiner Küche blieb kalt. Clark war wohl noch am schlafen. Draußen waberte Nebel über den Hof. Was ein Glück, dass Bella, Linn und Co. sich um meine Pferde in der Zwischenzeit kümmern wollten. Meyja und Blacky hatten dort einen schönen Platz gefunden, und ansonsten hatten wir auch keine Probleme mehr.

      Eine glückliche, große Familie in Schottland.

      Rrums! "Ouh verdammt!", stöhnend rieb sich Clark den Kopf. Kichernd sah ich ihm zu, wie er den Kopf geduckt hielt. "Echt jetzt?!", ich warf die Hände in die Luft. "Tut mir ja Leid!", brummte er. Mit seinen 1,80m gegen den Dachbalken zu brettern. Respekt. Sowas schaffte nur er...und Hansi. Mit einem Fremdschämgrinsen wandte ich mich ab. "Hör auf zu jammern. Bring einfach die Pferde raus. Pünktchen auf sein Stück Weide. Bella und die anderen kümmern sich ja um die Pferde, bis wir wieder hier sind."

      Corry Cracker, seines Zeichens Exmoor-Pony mit feschem Mähnenschnitt, stand nun in einer der Abfohlboxen. Die einzig freie normale Box wurde als Lagerstätte genutzt und sollte zeitnah wieder ihre alte Funktion erhalten. Aber die große Box schien den jungen Hengst nicht zu stören. Er lag in einer der Ecken und döste. Mit einem freudigen Lächeln hockte ich mich vor ihn hin und fuhr durch sein dichtes Fell. Ein Wunder, bei den schönen Temperaturen hatte er sogar teilweise noch Winterfell. Im Juli. Büschelweise fiel sein Fell auf den Boden der Box. Corry öffnete seine Augen und rappelte sich auf. "Na, gut geschlafen?" Der Hengst schaute mich kurz an, und pinkelte. Ich trat kurz zur Seite, dann strubbelte ich durch seinen Pony und brachte ihn dann auf ein weiteres separates Stück Weide. Denn auch bei ihm galt Vorsicht. Ich hoffte insgeheim, dass er nicht so aggressiv war wie Pünktchen, aber er hatte auch seine Marotten. "Catalina! Der Flug geht gleich!" Ich stand nun mit geraden Rücken an einer der Tränken gelehnt, und lockte das Pony zu mir. Ich hatte immer noch die Kräuterchen in meiner Tasche. "Jaaar die magst du ganz dolle, was?", mein Mutter-Gen mutierte mal wieder. Ich gab ihm noch zwei weitere, klopfte ihn, ehe ich ihn alleine ließ.
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      Little Miss Universe versus Toretto Hill

      Es war kurz nach sechs Uhr. Frisch angezogen war ich gewappnet für den heutigen Tag. Aus der Küche entstieg ein himmlischer Duft, eine Kombination aus gebratenem Speck und Quittenmarmelade. Maxine, die stets gut gelaunte Köchin und Reiterin, hatte ein Frühstück daher gezaubert, dass einem Königsmahl gleichte.

      Die Olsens lebten nun seit drei Monaten hier. Fast zeitgleich war auch Clark ausgezogen. Es gab noch sehr viele Veränderungen und Schicksalsschläge. Benedick war seinem hohen Alter und den Auswirkungen seiner Kolik erlegen, und auch Fire's Grace hatte das Zeitliche gesegnet. Äußerst betrübt hatte ich fast alle Pflichten vernachlässigt, bis Danielle ordentlich auf den Putz gehauen hatte.
      Maxine und August waren die Oberhäupter der Olsens. Die beiden waren äußerst liebenswürdig, flexibel, hatten aber auch ihren eigenen Kopf. Während August sich auf die Berber fixierte, wollte Maxine sich einfach um alle Pferde kümmern. Collin und Danielle waren noch Schüler. Collin hatte Interesse am Westernreiten, Danielle wollte mir unbedingt meine DRPs abluchsen. Kein Wunder; Arcany und Pendragon haben es ihr angetan. Nur von dem sieben Jahre alten Mick konnte man nichts erwarten. Die Pferde waren einfach zu groß.

      Schon um sieben Uhr standen alle auf ihren zugehörigen Weiden. Collin und August wurden mit der unseligen Aufgabe beauftragt, die Boxen sowie den Stalltrakt zu putzen. Maxine kümmerte sich um die Futter- und die Sattelkammern. Und währenddessen packte ich mit Danielle eine Tasche für das Wochenende. In der Nähe gab es eine Ausstellung einer für mich sehr interessanten Ponyrasse. Pony of the Americas hieß die noch junge Rasse. Danielle, Maxine, Mick und ich wollten daher nach Cardiff fahren. Gut, Cardiff war nicht unbedingt 'in der Nähe', aber nach Amerika fliegen? Kam für mich nicht in Frage.
      „Kann ich dann ein Pony kriegen?“ Dani schwärmte seit Tagen von der sehr hübschen und vielfältigen Rasse. Mit einem kleinen Lachen zuckte ich mit den Schultern. „Wenn du dann das Futter und den Tierarzt selber bezahlst, werde ich sehen, was sich machen lässt.“ Ihre grauen Augen strahlten förmlich, als sie von ihrem zukünftigen POA träumte und sich ausmalte, mit ihm (oder ihr?) Turniere zu gewinnen.

      Tigrotto und Mick waren ein Traumpaar. Zu schade, dass der Junge irgendwie Angst vor ihr hatte. Aber wie er auf ihr ritt war einfach nur göttlich. Wie ein zu klein geratener Prinz saß er auf dem Longierpad und hielt sich an dem -gurt fest. August strahlte, als er mit der Stute und seinem Jüngsten im Schlepptau über den Platz stoppelte. „Oh nein, ich glaube, so wird das nichts.“, gibbelte Maxine. Die Französin aus Lyon hielt sich den Bauch und schaute teils verwundert, teils bewundernd ihren Sohn an, der mit einem glücklichen Lachen auf der AMH-Stute herumhüpfte. „Aber so kann Tigrotto sich an das Gewicht von Kindern gewöhnen.“ „Aber nicht mit Mick!“, gestand Collin sich ein. Der war etwas verstroht und hustete. Brüderlich legte er einen Arm auf Danis Schulter, die diesen sofort herunterschob. „So, wenn Tigrotto bewegt wird, möchte ich mit Danielle gerne die Ponys unterhalten. Collin kann auf Corry ein bisschen Dressurarbeit leisten und Maxine-“ Maxine wusste Bescheid. Die Dame kam mit Pünktchen und Pashmina gut klar.
      Danielle und ich machten Arcany und Steelheart für einen kleinen Ausritt in die Wälder bereit. Die Füchsinnen verstanden sich prächtig. Während des Sattelns unterhielten sie sich lautstark und stubsten sich an. „Worauf musst du achten, wenn du mit Steel arbeitest?“ „Konkretes und langsames Befehlegeben. Es lieber ruhiger angehen lassen, damit sich keiner überanstrengt.“, berichtete sie und band ihre langen Haare geschickt zusammen. Manchmal konnte man regelrecht auf die 15jährige eifersüchtig sein. Nicht nur auf ihr Haar, sondern auch auf ihre Naivität, die sie doch häufig an den Tag legte. Wie zum Beispiel vor einer Woche, als sie achtkantig von Pünktchen abgeworfen wurde. Der gute Herr ließ sich von nicht jedem unterbuttern. Die beiden Ponystuten hingegen waren brav wie Lämmer, als wir im Trab an die viereinviertel Kilometer hinter uns brachten und gelegentlich für Fotos anhielten.
      „So, und jetzt?“ Ich nahm mich der beiden Stuten an und schickte Dani los zu Pendragon. Gemeinsam mit Collin auf Corry Cracker gab ich ihnen eine kleine Reitstunde. Corry wirkte sehr ehrgeizig, seinen Mitstreiter zu übertrumpfen. Das artete etwas aus, sodass ich wohl oder übel mit ihm über den Platz ging, Seite an Seite. „Wenn er sowas noch mal abzieht greifst du die Zügel auf und treibst ihn voran, verstanden?“, rief ich Collin zu, der mit angestrengtem Gesichtsausdruck nickte und dann verbissen dreinblickte. Die restliche Stunde verlief sehr gut, auch der Galopp saß wie angegossen. Auch wenn Collin ein wenig im Sattel hüpfte...
      Monster Delusion durfte nur leicht vom Boden aus bewegt werden. Seine Fesseln waren dick und glühten wie Feuer. Doch nach einer halben Stunde vermehrt im Schritt konnte er im Trainingsstall seine Box mit Paddock beziehen. Direkt neben Pünktchen. Der hübsche Knabstrupper hatte erste Erfolge in der Dressur und auch auf Turnieren erlangt und bewies Köpfchen, wenn es um das Abluchsen von Naschereien ging. Leider bekam ich in der letzten Zeit häufiger Anfragen, den Hengst zu verkaufen. Zuerst war ich entrüstet, doch nach und nach schickte ich einfach eine simple Ablehnung, niemals würde ich den Onkel verkaufen wollen! Onkelchen triezte mich gerade. Für ihn ging es auf das Wasserlaufband. Nachdem er sich aus unerfindlichen Gründen die Fesselgelenke aufgekratzt hatte – die Weide war giftpflanzen- und distelfrei, sorgte die therapeutische Maßnahme für eine Leistungssteigerung. Er wirkte allgemein fitter und schien Spaß am Laufen im nassen Element zu haben, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass er immer noch angeschlagen war.
      Pashmina stieg konzentriert über einige Stoffstangen. Genauso konzentriert blicke Maxine drein, als diese das Berberfohlen über die Hindernisse geleitete, manchmal das Stutfohlen antrieb oder lenkte. „Und?“, mit den Armen verschränkt auf der Bande, wollte ich die alles entscheidende Antwort haben. „Nö. Bei mir klappts auch nicht so ganz.“, erwiderte die Französin. Schade, dass Pasha keine Seelenverwandte in ihr gefunden hatte. In wem könnte der passende Reiter für das Fohlen stecken? Das plagte mir so manche Bauchschmerzen. „Kannst du mir dann noch bei Daryl helfen?“

      Passend zum Start der sechsten Staffel The Walking Dead vergangenen Montag hatte der Vollbluthengst benannt nach einem der Hauptdarsteller sich doch noch an mich und August gewöhnt. Daryl sorgte auch so schon genug für Aufregung. Er ließ sich mittlerweile auch reiten – ohne Gerte oder andere Pferde in der näheren Umgebung, aber es klappte immerhin. Einen passenden Sattel gab es für den feinen Herren nicht. Ein Reitpad und ein modifiziertes gebissloses Zaumzeug taten es aber, und man konnte an der Vertrauensbasis anfangen. Die bestand hauptsächlich aus ganzen Runden und einigen Zirkeln. Zu viel Einwirkung auf das Maul fand er nämlich auch nicht so töfte; der Kopf wurde hoch gerissen und man blieb direkt stehen und verweigerte jegliches Weitergehen. Doch mit gutem Zureden und Pfefferminze schaffte man es bei ihm eine vernünftige und sogar ansehbare Runde im Trab hervorzuzaubern.

      Genauso zauberhaft war das Zusammenspiel zwischen Aldaire und seinem weiblichen Partner in Crime Numidia – ein Herz und eine Seele. Die beiden schmusten am Putzplatz miteinander herum, umgarnten sich und brummelten sich verliebt an. Aus den beiden würden wunderbare Fohlen entspringen, mit genauso sahnebonbonfarbenen Augen und dem verträumten Blick. Im Round Pen an der Doppellonge zeigten sie, aus was für einem Holz sie geschnitzt waren. Was Holz angeht kenne ich mich ja nicht aus, aber bei ihnen war es etwas Edles, Standhaftes und Biegsames. So etwas wie Bambus, nur nicht...in..grün...Der raumgreifende Trab und die schwungvollen Bewegungen wahrten das Antlitz meines stolzen Paares, und jetzt verstand ich, warum diese Rasse mit den Arabischen Vollblütern gekreuzt wurden, um neue, genauso edle Rassen hervorzubringen. Als sie angaloppierten, stürmten sie praktisch durch den Sand, als wären sie in ihrem Heimatland Marokko und nicht in England, wo die feine britische Art existierte. Mehr als nur zufrieden mit der Leistung meiner Pferde gab ich dem inneren Druck nach, mit der Tasche zum Auto zu gehen. Ein finaler Abschiedsgruß und -kuss von meinen Schätzen – und ab ging es nach Cardiff!

      European Ponys Of The Americas Association – Cardiff 12th to 15th October 2015

      Mehrere der rot-weiß gefärbten Banner mit der schwarzen Aufschrift wiesen uns auf dem Eventgelände den Weg. Mit unseren Weekcards hatten wir Zugang zu sämtlichen Shows und Vorstellungen. Auch an einigen Auktionen und Verkäufen konnten wir teilnehmen. Danielle und Mick machten sich zu den Kinderaktionne auf, während Maxine und ich uns die Informationsstände unter die Lupe nahmen.

      Mit einer erfolgreichen Züchterin aus Texas geriet ich in ein sehr schönes Gespräch über den Nutzen von POA's. „Mir ist es bei ihnen nicht unbedingt um das Fell wichtig. Klar, die permanent papers sind ein Muss, aber ich weiß nicht, wie groß die Kriebelmückenpopulation bei uns ist.“, erklärte ich der Züchterin. „In England, Richtung Küste hin ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. Hier im Inland würde ich nicht unbedingt halten wollen.“ Die Frau erzählte uns von der Plage aus 2013, in der sie fast zehn Tiere einschläfern lassen mussten. Zwar reagierten sie nur allergisch, aber ihre Jungstuten hatten einen allergischen Schock erlitten, der sie für die Zucht und die Nutzung als Reitponys unnütz machte. Es klang brutal, aber das Geschäft mit und um das Pferd war in Amerika und England so brandaktuell wie das Flüchtlingsdilemma in Deutschland, Österreich und Co. „Es ist halt leider so, dass hier in England kein Verband für unsere Ponys existiert. Registrierte Tiere gibt es leider keine.“, sagte die Frau mit traurigem Lächeln. Registriert bedeutete prämiert oder gekört, und 'normale' Ponys gab es nur an die zwanzig. Schließlich musste jedes eingebrachte Tier von einem fremden Kontinent eingetragen werden. „Ich will Sie nicht bedrängen, die Zucht hier zu mobilisieren, aber bedenken Sie nur: in Deutschland gibt es 350 Ponys of the Americas! Und alle im Zuchtverband, das ist eine der höchsten nicht amerikanischen Zahlen weltweit!“, sie grinste triumphal. Ich lächelte eher bedeckt, als sie mir weitere Zahlen und Fakten vorlegte und dann noch auf ihre Verkaufsaktion heute Nachmittag hinwies. Ich bedankte mich, aber insgeheim überlegte ich es mir doch noch drölfmal, dort wirklich ein oder zwei Ponys zu erstehen.

      „Guck mal, die Fohlen!“ Wie Kinder zur Weihnachtszeit strahlten Mick und Dani. Und wirklich; die Fohlen, die auf ihrer kleinen Weide standen und toll herumspielten wollte ich mich am liebsten dem Drang hingeben mich zu ihnen zu setzen und sie zu knuddeln. Unauffällig beugte ich mich zu Maxine vor und wisperte ihr ins Ohr: „Ich denke, so ein Pärchen wäre doch gar nicht so schlecht, oder?“, doch die machte nur schnell pschhh!

      „Wirklich?!“ Mick gab Dani ein Babyhighfive und lachte glücklich. „Oh je, was habe ich nur angestellt?“, fragte ich hypothetisch, als die Kinder mich von einem Halter zum nächsten zogen, auf der Suche nach dem perfekten Paar.
      *
      „Little Miss Universe!“ - „Nein, Toretto Hill!“ „LITTLE MISS UNIVERSE!“ „NEIN, TORETT-“ Rasch mutete ich die Kinder mit einer Hand auf ihren Mündern. „Ruhe! Die Armen sind doch schon total verängstigt!“ Das war eine Lüge. Die beiden Kinder fanden die beiden Ponys total spannend. Little Miss Universe, eine braune Stute mit Spotted Blanket hatte einen sehr lieben, schüchternen Blick drauf, der zusammen mit Toretto Hill, einem Grauschecken, einfach nur wundervoll aussah. Toretto wirke schon eher wie ein wacher und neugieriger Hengst, der ohne Scheu von Mick gekrault wurde.

      Später, am Ende des Tages, ließ ich mir heimlich die Nummer der Besitzerin geben, um über das Paar zu verhandeln.​
    • Möhrchen
      Fahren E auf A
      (c)Ravenna | 3829 Zeichen

      Während Hansi also den neuen Azubi holte, stiefelte ich begleitet von der kürzlich aufgetauchten Katze – oder doch ein Kater – über den Hof in Richtung der Hengstkoppel. Lia war vorhin gekommen, holte nun Soul Dance, während ich mich auf zu Corry machte. Dort angekommen wurde ich sofort von einigen der anderen Hengste belagert, von vorn kam Stormbringer entgegen, der seine Kuscheleinheit forderte. Mit einem Schubs in den Rücken machte sich Varulv bemerkbar und ein anderer brummelte neben meinem Ohr. „Ist ja gut Jungs“ kicherte ich leise, schob den etwas aufdringlichen Uprising resolut beiseite und arbeitete mich zu Corry durch, der offensichtlich gefallen an Darym gefunden hatte und dicht an seiner Flanke stand. Mit dem Pony am Halfter stand ich nun nur noch vor der Aufgabe, aus dem Paddock zu kommen ohne einen anderen hindurch schlüpfen zu lassen – was mir mittlerweile ganz gut gelang.

      Am Putzplatz band ich den Hengst an, machte ich auf in die Sattelkammer um seinen Putzkasten zu holen, der zu meinem Pech nicht unter seinem Namensschild stand. Ich vedrehte die Augen, sah mich nach dem dunkelblauen Kasten um, fand ihn jedoch nicht. „Ye serching for this?“ erklang die Stimme von Lia hinter mir, ich drehte mich um – sie kam aus dem anderen Teil der Sattelkammer, mit zwei Putzkästen in der Hand – dem von Corry und dem von Soul. „Well done! So we could prepare the horeses for training!“ sagte ich zu ihr und Lia lächelte mich an. Es fiel mir manchmal trotz dem ganzen Jahr das wir nun hier lebten noch immer nicht leicht die richtigen Worte zu finden. Ich schämte mich unheimlich für meine schlechte Aussprache noch mehr jedoch für die Grammatikfehler die ich machte! Besonders hatte ich mich an den Klang des schottischen Englisch gewöhnen müssen. Hier auf dem Hof lebten wir wie in unserer eigenen Welt, irgendwie hatten wir alle Deutsche Wurzeln, hatten es in der Schule lernen müssen oder hatten längere Zeit dort verbracht – wie es bei Aiden der Fall war. So sprachen wir auch untereinander selten Englisch, genauso wie mit Siobhan und Ty oder auch Julie weiter im Westen der Insel. Verliesen wir diese Welt, sprach ein jeder die Landessprache..oder eben Gaelic, wovon ich kaum ein Wort verstand. Einträchtig putzten wir die Pferde, legten die Geschirre an und Lia half dabei beide Ponys vor das kleine Sulky zu spannen. Auch wenn die knapp 14 jährige begierig darauf war den Wagen allein lenken zu können, sah ich zu jetztigen Zeitpunkt davon ab. Corry und Soul waren zwar bereits eingefahren, hatten einige Erfahrung, doch waren sie erst seit etwa einer Woche ein Gespann. Jeden Tag spannte ich sie ein, unternahm eine kleine Tour um den Hof mit ihnen um anschließend ein paar Übungen auf der Geländestrecke zu machen. Den kleinen Hügel zum Beispiel hinauf und hinab, Slalom um die aufgestellten Pfähle – mittlerweile nahmen wir sie gar nicht mehr heraus. Wir hatten nun bereits zwei Gespanne auf dem Hof – Willow und Yoomee sowie Corry und Soul. Trotzdem sie Stute und Hengst waren, liefen sie wunderbar neben einander – jedes Pony konzentrierte sich auf seine gestellte Aufgabe und es gab von Corry kein übermäßiges Hengstgebrabbel. Sobald die beiden eine gewisse Routine hatten als Team zu laufen, wollte ich auf erste Fahrturniere als Zweispänner, auch die Planung von Distanzfahren lief auf Hochtouren. Nebenbei trainierten wir nämlich auch Willow und Yoomee für ihre ersten Distanzfahrrennen.
      Corry und Soul setzten langsam einen Fuß vor den anderen, während wir den Hügel hinab fuhren – meine Hand betätigte weiterhin die Bremse, damit der Sulky den Pferden nicht in die Hinterbeine fuhr. Unten angekommen schnaubte Corry, ganz so als sei er mit sich und der geleisteten Arbeit zufrieden. Trotz der klirrenden Kälte errötete sich leicht vor Stolz – die beiden würden noch richtig Klasse werden!
      19 Feb. 2015
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      Ausbilderin Fiona Friendmountain
      Dressur E- A für Corry Cracker
      © DisneyHorse | 3031 mit Leerzeichen Zeichen

      Am Morgen schaute ich auf mein Handy und dort sah ich eine Nachricht von einer neuen Nummer, dort stand:
      Hallo Fiona,
      ich würde gerne meinen Ponyhengst in Dressur auf A Niveau bringen lassen und wollte bei dir anfragen.
      LG Sarah Kyren



      Ich war froh wieder einen Auftrag zu haben und beschloss gleich mal hin zu fahren. Neuerdings blieb ich nur noch immer einen Tag dort und gab noch Tipps wie man weiter trainierte.
      Also setzte ich mich ins Auto und fuhr zu Sarah Kyren.
      Dort angekommen, begrüßte mich eine nette junge Frau. "Hey ich bin Sarah du musst Fiona sein oder?" "Ja die bin ich. Dann zeigt mir mal deinen Ponyhengst.", antwortete ich.
      Sie ging mit mir zum Stall und zeigte mir Corry Cracker. Der kleine Hengst schaute uns freundlich an und Sarah holte ihn aus der Box.
      Wir putzen ihn gemeinsam und besprachen wie wir vorgehen würden und kamen zu dem Entschluss, dass ich erst mit ihm üben werde und dann vom Boden aus Tipps geben würde. Danach gingen wir mit Corry in die Reithalle. Dort gurteten wir nach und ich stieg auf. Erstmal gingen wir im Schritt ein paar Bahnfiguren um uns aufzuwärmen. Dabei übten wir gleich für die A-Dressur zum Beispiel den Mittelzirkel und den Wechsel aus dem Zirkel plus Volten mit 10m Durchmesser. Nach einem Handwechsel, trabten wir an. Erstmal hielt ich ihn etwas zurück, wegen dem Mitteltrab, den wir üben müssten. "Fein Corry, toll machst du das!", lobte ich ihn.
      Nun übten wir das halten aus dem Trab, was wirklich gut klappte, weil Corry sich noch gut konzentrierte. Die Volte mit 10m machten wir ebenfalls im Trab und ich war begeistert wir aufmerksam Corry war. Wir übten auch die Gangarten übergänge und das Rückwärstrichten. So nun war ich mit reiten fertig und wir gönnten Corry eine Pause und danach war Sarah dran.

      Nach der Pause, sahs Srah auf und fing an. Ich stellte mich in die Mitte der Halle und gab Anweisungen. Die Lektionen im Schritt fielen den beiden nicht schwer. Im Trab gab es noch ein paar Probleme mit dem Halten, aber ansonsten lief alles gut, im Galopp ebenfalls. "Super macht ihr beide das!", rief ich ihnen zu.
      Dann sollten die beiden mal so tun als ob sie bei einer echten Prüfung sind mit allem drum und dran. Die Prüfung dauert ja ca. 4 min und das klappte alles fast fehlerlos. Danach sollte Sarah sich von Corry im Schritt und Trab noch die Zügel aus der Hand kauen lassen. Zm Schluss übten die beiden noch das Leichttraben, welches echt gut aussah. Für Corry brauchte wir keine Gerte, weil er heute echt super mitgemacht hatte. Ich erklärte Sarah was sie noch üben müssten und vorallem wie. Sie bedanke sich bei mir. Dann gingen wir zurück in den Stall. Dort sattelte Sarah Corry ab und ich putze ihn. Jetzt stellte Sarah Corry in die Box und wir versorgten anschließend die Pferde. "Es hat mir Spaß mit euch gemacht!", sagte ich zu Sarah. Sie schmunzelte und bedankte sich erneut. Sie brachte mich noch zum Auto und dann fuhr ich wieder am Abend nach Hause. Ich war zuversichtlich das die Beiden Tuniere erfolgreich betreiten würden.
      23 März 2015
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      Soul Dance und Corry Cracker Springtraining E auf A

      Heute war ich zusammen mit Aaron spontan zu Ravenna und ihren beiden Exmoorponies Soul Dancer und Corry Cracker aufgebrochen. Vor ein paar Wochen erst hatte sie zwei meiner Pferde trainiert- also war dies nun die Revanche. Bis zu ihr war es ein langer Flug und am Abend begrüßten wir alle kurz, sahen uns im Stall um und gingen totmüde ins Bett.
      Doch sogleich am nächsten Morgen ging es los. Aaron schnappte sich vorerst die Stute und ich mir den Hengst. Auch wenn Sarah mir versichert hatte, dass Corry eine treue Seele sei, wusste ich nicht, wie sein Verhalten bei Stuten war. Da war es mir dann doch zu gefährlich, ihn auf einen Hengst zu setzen, den wir ständig bei einer Stute laufen hatten... Sarah hatte mir gesagt, ich könne mir aussuchen, worin ich die beiden trainieren soll, doch ich entschied mich fürs Springen. Da beide noch auf E-Niveau liefen, würde das mit dem Training auch gut klappen. Geputzt und gesattelt gingen Aaron und ich mit den beiden Pferden in die Halle, wo Sarah und schon einige Trab und Galoppstangen sowie ein paar kleinere Cavalettis und niedrige Sprünge aufgestellte hatte. Kurz lächelte ich und drückte Aaron eine der Longen in die Hand. "Das ist wichtig.. du reitest ein fremdes Pferd. Es kann sein, dass Soul jetzt einen auf lieb macht und sobald du draufsitzt nur noch versucht dich loszuwerden. Deshalb ist Ablongieren eigentlich immer eine gute Methode, rauszufinden, wie die Tiere so ticken. Doch Sarah hatte mich nicht enttäuscht: Corry als auch Soul waren wirklich zwei brave Tiere, die gut mitarbeiteten und sich wirklich anstrengten. Aaron und ich gurteten noch einmal nach, ehe wir uns in die Sättel schwangen und die Pferde aufwärmten. Dazu ritten wir im Schritt und Trab in Schlangenlinien um die Hindernisse herum und trabten immer öfter über die Stangen, ehe wir die Hilfen zum Galopp gaben und auch die Galoppstangen mit einbezogen. Bei Soul hörte ich keinmal ein Anstoßen, doch Corry und ich stießen immer öfter an. War bei ihm schon die Luft raus? Kurz wechselte ich auf die Trabstangen und ritt die Galoppstangen einmal von der anderen Seite. Na siehe da.. Corry schaute jetzt auch auf den Boden und sah, wo er hintrat. Ich hielt ihn an und lobte ihn, während Aaron und Soul schon ein paar der Sprünge nahmen. Die zwei machten ihre Sache gut, weshalb ich sie wieder in den Stall schickte, nachdem Aaron Soul ordentlich gelobt hatte. Als sie die Halle verlassen wollten, tat Corry etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte: Er ging ohne Vorwarnung vorne in die Luft. Ich lehnte mich blitzartig nach vorne und umklammerte seinen Hals. Bei einem doch noch recht jungen Hengst konnte man nie wissen, ob sie ihr Gleichgewicht verloren, weshalb ich mich bereit machte, runterzuspringen, ehe er auf den Rücken fallen würde. Doch ich bekam ihn heil wieder auf den Boden. Auch Aaron war stehen geblieben und starrte uns fragend an, während ich den Hengst anfauchte: "Was sollte das denn, du Spinner?!" Ebenso wie er mich eben überrascht hatte, überraschte ich ihn nun und trieb ihn so stark an, dass er, um meinem Druck auszuweichen, aus dem Stand angaloppieren musste. Ich ritt ein paar enge Zirkel, ehe ich noch etwa vier bis fünf Mal sprang und dann mit Aaron zusammen, der doch auf uns gewartete hatte, die Halle verlies. Sarah erklärte sich bereit alles wegzuräumen, so dass wir die Pferde in Ruhe versorgen und in ihre Boxen bringen konnten. Wir gingen dann auch ins Bett, da es nun doch schon sehr spät geworden war.
      Die nächsten Tage trainierten wir nach der gleichen Methode: Abwechslung. Wir bauten immer wieder Trab- und Galoppstangen, Cavalettis oder Kombinationen ein, damit die Tiere nicht die Konzentration verloren. Nach gut einer Woche hatten wir die zwei soweit, dass sie einen A-Parcours Fehlerfrei springen konnten.
      Nun war unsere Zeit auch schon gekommen. Wir verabschiedeten uns von allen und machten uns wieder auf den Weg nach Kanada. Natürlich hatte ich mich nicht aus dem Staub gemacht, ohne Stormi noch einen kurzen Besuch abzustatten. Sollte der Hengst jemals verkauft werden, wäre ich vermutlich die erste die auf der Matte stehen würde. (♥)
      4121 Zeichen, by Veija
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      M-Dressur
      "Corry!", das Pony wuselte sofort zur Boxtür. Er war immer noch in der großen Box untergebracht. Ich fuhr durch seinen langen Pony, und halfterte ihn auf. Geritten war ich noch nicht auf ihm, aber heute hatte ich Lust auf M-Dressur. Mit guter Laune wanderte ich neben ihm her zum Putzplatz und putzte sein dunkles Fell. Der junge Hengst grunzte, als ich mit dem Gummistriegel einen Fleck von seinem weichen Bauch entfernte. Er brauchte unbedingt Muskeln.

      Die marineblaue Satteldecke unterstrich die Farbe des Exmoor-Ponys. Stolz wie Bolle schickte ich Sarah ein Bild von dem Hengst. Er hatte ja mal ihr gehört, und daher kam auch sofort eine Antwort. Lachend legte ich mein Handy in den privaten Schrank, verschloss ihn und führte Corry auf den Dressurplatz. Ich überlegte es mir aber anders. Es roch nach Regen. In der Halle war es dafür mollig warm. Zuerst galt es, die bereits erlernten Lektionen abzufragen. Beim Galoppwechsel war der Hengst noch sehr stürmisch, daher blieben wir eine Zeit lang im Galopp und übten den recht komplizierten Wechsel. Der sechsjährige Exmoor-Hengst schien damit nicht einverstanden zu sein.
      Auch über die nächsten Tage verteilt übten wir unablässig daran, den Galoppwechsel endlich zu schaffen, ließen dabei aber die M-Dressur relevanten Figuren und Tempi nicht außen vor sondern bauten diese noch mit ein.
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      DisneyHorseCorry Cracker | Springen A → L Sprunghöhe 110cm-120cm | by DisneyHorse

      Ich schlief in meinem Gastbett, als plötzlich jemand die Tür aufriss und "Guuten Mooorgen!" rief. Es war Cata mit einem Tablet in der Hand. Ich sah sie nur verschwommen und gähnte ein "Morgen". Cata stellte mir das Tablet mit Frühstück hin und erklärte mir , dass wiedermal wegmüsste und ob ich bitte 3 ihrer Pferde trainieren könnte. Natürlich sagte ich ja und sprang auf und warf fast das Tablet um.

      Schnell hatte ich gegessen und mich angezogen. Noch etwas zerknittert vom Aufstehen ging ich in den Stall. ich kannte Corry noch von Ravi und begrüßte ihn. Es war gutes Wetter, sodass wir auf den Platz gehen konnten. Ich war erstaunt, dass die sprünge schon aufgebaut waren. Mit einem Sprungsattel, mexikanischer Trense und einer Schabracke führte ich Corry nach draußen. Der hengst tänzelte etwas neben mir beruhigte sich aber ebenso schnell.

      Ich hanm die Zügel in ene Hand und stieg über die Aufsteghilfe auf, dies tat ich nicht aus Bequemlichkeit, sonder um den Pferderücken zu schonen. Mit Schritt trotteten wir über ein paar Cavalettis, genauso wie im Trab und Galopp. Der junge Hengst arbeitete gut mit und erleichterte mir so die Arbeit. Die ersten Sprünge waren noch in der Höhe des A Niveaus, deswegen berieteten sie uns keine Probleme und Corry überwand sie ohne Mühe.

      Corry schreckte zur Seite als ein Vogel aus dem Gebüsch geflogen kam und Galoppierte ein paar Schritte, bis ich ihn beruhigte. Nun nahmen wir die Sprünge in der Trainingshöhe. Die 110cm hohen Sprünge schafften wir ohne irgendwelche Fehler, doch bei den höheren rissen wir immer die erste Stange, doch nach ein paar Stunden überwanden wir sie problemlos. "Toll Corry da wird sich Cata freuen!", sagte ich ihm und klopfte ihm den Hals.

      Zurück im Stall, gib ich ihm ein paar Leckerlis und versorgte ihn. Ich sehe nicht oft Exmoor Ponys und bin trotzdem begeistert von Ihnen. Corry war ein Sprungtalent mit einem feschem Mähnenschnitt und ich schätze auch wenn sein höchsten Niveau das L Niveau ist das er ein paar M Sprünge auch schaffen sollte.

      Corry Cracker hat erfolgreich das L Sprungniveau erreicht!
    • Möhrchen
      Die Nebenstallungen
      Es war mal wieder Zeit sich um meine Sorgenkinder zu kümmern, also schnappte ich mir Corry Cracker und begann den kleinen zus striegeln, kämmte sein dickes Langhaar und säuberte die dreckigen Hufen, dann Beschloss ich das Nachbarskind auf ihn zu setzen und kleine Reitstunden zu geben, da ich ein wenig zu groß für den Schlupf war, bzw. nicht unbedingt auf den kleinen Racker rumhantieren. Also sattelte ich ihn auf und brachte ihn zur Halle, dort half ich der Kleinen aufzusetzen und ließ sie die ersten Grundgangarten laufen. Daraufhin ließ ich die Kleine mit dem Exmoor Ponyhengst allein zum Putzplatz zu gehen und ihn zu putzen.
      In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um Absolutely Right und begann sein Fell zu striegeln, sein Langhaar zu bändigen und seine Hufe zu säubern, als das getan war schwang ich mich in den Sattel und übte auf dem Springparcours einige Hindernisse, ehe ich ihn am Schluss noch trocken ritt und auf die Weide mit Decke stellte.
      Amadea die hübsche Barbiehafistute war an der Reihe, diese musste ich ganz schön gut putzen, also tat ich das und brauchte eine Weile bei der Mähne, doch bald war sie wieder wundervoll lang. Zufrieden putze ich noch etwas über den Rest und sattelte sie auf. Auch sie bekam heute ein kleines Kind auf den Rücken, dieser wollte an der Longe mit Schritt anfangen, also legte ich dem Barbiepferd die Longe an und ging zur Reithalle, da war auch schon Thomas, der kleine Rabauke, er fand zwar Right viel toller, doch der war ein wenig schwieriger im Umgang und noch nicht so wirklich was für Anfänger. Also musste er mit der lieben Anadea auskommen, doch man merkte sofort, wie viel Spaß er mit ihr hatte, oft sagte er: Sie sei sein Prinzenpferd. Man konnte einfach nur Schmunzeln über diese Worte. Bald war die Stunde vorbei und auch hier durfte Thomas noch ein wenig Putzen, doch zur Sicherheit, ging ein Stallbursche mit.
      Djafur, das nächste Barbiemähnenpferd, ja er hatte wirklich dicke Mähne, kaum zu glauben, das der kleine diese Haarpracht so gut trug. Lächelnd stupste ich ihn an und säuberte seine Hufe, ehe ich noch ein wenig putzte und dann für heute auf die Weide ließ, er war ein wenig schlapp auf den Beinen, wahrscheinlich wegen dem Wetter....


      Nebenstallungen - 28.07.2016
      Corry Cracker, Absolutely Right, Amadea, Djafur
      Die Nebenstallungen waren dran, auch genannt der Aufpäpplungsstall, dort standen momentan vier Pferde, die auf eine Auffrischung und neue Heimat warteten.
      Beginnen tat ich mit Cracker, dem kleinen Exmoorpony. Ich holte ihn erstmal aus der Box und band ihn fest, ehe ich mit dem Ausmisten begann, gründlich entfernte ich den alten Mist und streute neues Stroh rein. Dann kümmerte ich mich um Corry, diesen begann ich erstmal zu Striegeln bis er glänzte, ehe ich seine Hufe säuberte und sein wildes Langhaar bändigte. Dann bekam er einen Sattel auf den Rücken und wurde erstmal zum Platz geführt. Dort kümmerten wir uns heute um die Muskulatur, also longierte ich den kleinen Hengst und baute weiter Muskulatur auf. Wir machten nach dem harten Training endlich Schluss und ich brachte den jungen Kerl auf die Weide, dann ging ich zum nächsten Pferd.
      Absolutely Right war an der Reihe, der Rappe mit dem wunderschönen Fell. Ich holte ihn aus der Box und band ihn fest, sofort bekam ich ein paar kleine Liebkosungen, ehe ich den Guten lobte und meine Arbeit fort führte. Diese behielt das Misten der Box, welches viel Zeit in Anspruch nahm, da der kleine Hengst ein ganz schöner Schmutzfink war. Nachdem nun seine Box im neuen Glanz erstrahlte und frisch eingestreut war, begann ich mit der Fellpflege und striegelte sein dunkles und helles Fell. Bald war es wieder völlig schön anzusehen und anzufassen, sodass ich mit der Mähne weiter machte. Er meckerte und schnaubte ständig, da er es hasste die Mähne gekämmt zu bekommen, was auch Zöpfchen machen bei ihm sehr erschwerte. Bald war die Tortour gemacht und ich säuberte seine Hufe. Als diese wieder sauber waren, schwang ich ihm den Sattel auf den Rücken und stieg nach dem auftrensen auf. Dann wurden ein paar Sprünge absolviert, den das machte ihm immer Spaß. Wir ritten einige Runden, absolvierten verschiedene Sprünge und kamen bald zum Ende. Dann sattelte und trenste ich den Schecken ab und brachte ihn auf die Weide.
      Amadea war die Nächste, die einzige Stute aus dem Stall die aufgepäppelt werden musste. Ich holte sie aus ihrer Box und band sie außerhalb dieser fest, dann mistete ich die Box aus, streute sie neu ein und begab mich dann zur Pflege des Haflingers. Es dauerte nicht lang und ihr dunkles Fell war sauber, dann kam die Barbiemähne an die Reihe,diese kämmte ich extra lange durch, bis sie nur noch viel und bei dem kleinsten Windhauch leicht schwebte. Beim Schweif hatte ich das gleiche getan, dann kamen die Hufe an die Reihe. Als diese wieder sauber waren, entschied ich heute, das sie eine Ruhepause verdient hätte und stellte sie auf die Weide. Dort graste sie gemütlich mit de anderen Stuten.
      Das letzte Pferd des Stalls war dran, der Schecke Djafur, auch mit einer riesen Barbiemähne. Ein schöner Kerl, der hoffentlich nach seiner Aufpäpplung in eine tolle Zucht integriert wird. Denn was wünsche ich mir für ihn, den er ist ein wirklich wunderschönes Tier mit tollen Charakter und Gängen. Doch erstmal musste die Box gesäubert werden, was schnell geschah und dann das Pferd an die Reihe kam. Also striegelte ich den jungen Kerl und kämmte danach sein Langhaar. Dann säuberte ich seine Hufe und entschied den Kleinen ein wenig auf der Bahn zu Reiten. Ich wärmte ihn auf und ritt dann alle Gangarten, ehe ich ihn anschließend auf die Weide brachte und mich um die Stallgasse kümmerte.
      Später brachte Max die Pferde in ihre Boxen und ich kümmerte mich um eine leckeres Abendessen.

      08.12.2016 - AlfurElfe
      Pflegebericht für Absolutely Right, Amadea, Corry Cracker, Djafur, Rebellmouse
      Diese Woche wartete ein Job auf einem Gestüt auf mich, ich sollte den Großteil der Pferde pflegen und bewegen. Die Hofbesitzerin Stefanie Westside hatte zur Zeit einiges um die Ohren und hatte deswegen spontan nach einer Aushilfskraft gesucht. Auch wenn ich nicht mehr ritt, hatte ich nicht wenig Ahnung von Pferden, weshalb ich mich sofort für den Job gemeldet hatte.

      Stefanie begrüßte mich freundlich, führte mich kurz über den Hof und erklärte mir, was ich machen sollte. Für Notfälle hinterließ sie mir noch ihre Handynummer, bevor sie wieder verschwand. Ich beschloss, mit den Nebenstallungen zu beginnen. Aus der ersten Box schaute mir ein Rappschecke entgegen. Dem Boxenschild entnahm ich, dass der Hengst Absolutely Right hieß. Ich halfterte ihn auf und führte ihn in den Stallgang, w ich ihn anband, ehe ich begann sein Fell zu putzen. Da ich jedes Pferd auch etwas bewegen sollte, entschied ich mich für etwas Bodenarbeit. Ungefähr eine Viertelstunde arbeiteten wir auf dem Platz, bevor ich Absolutely Right sein Futterzuereitete und wärend er fraß schon zum nächsten Pferd ging. Dies war die Haflingerstute Amadea. Auch sie putzte ich und bewegte sie kurz auf dem Platz, bevor ich Absolutely, der mittlerweile aufgefressen hatte, auf einen kleinen Paddock brachte. Mein nächster Schützling war der junge Exmoor-Pony-Hengst Corry Cracker, welcher neugierig über die hohe Boxentür lugte. Beim Putzen stand er ungern still und trat mir mehrmals auf den Fuß, weshalb ich entschied, ihn ein paar Runden im Roundpen Galoppieren und Toben zu lassen. Während Corry sich an seinem Futter gütig tat, ging ich zur nächsten Box in dem kurzen Stalltrakt weiter. Hier stand Djarfur, ein wunderschöner Braunschecke. Obwohl sein Fell nur etwas staubig war, gestaltete sich das Putzen als schwierig, denn in Djarfurs dichten und drahtigen Langhaar hatten sich unzählige Strohhalme verfangen. Nachdem diese größtenteils entfernt worden waren, ging ich auch mit Djarfur auf den Platz und machte ein bisschen Bodenarbeit. Währnd der Isländer noch fraß, brachte ich Corry auf den Paddock und holte das letzte Pferd dieses Stalltraktes, um es zu putzen. Es war die braune Stute Rebellmouse, welche das Putzen in vollen Zügen genoss und der auch der kurze Spaziergang gut zu tun schien. Nachdem alle fünf Pferde versorgt waren, machte ich mich auf zum nächsten Stall.

      Reinschauen zu den damaligen Nebenstallpferden
      Meine Nebenstallpferde, brauchten wieder Liebe, also schnappte ich mir als erstes Absolutely Right, den ich erstmal gründlich putzen musste, da er alles andere als sauber war... Also pflegte ich gründlich das Fell, Hufe und Langhaar, ehe ich mit ihm ein wenig Springtraining absolvierte. Nun kam Amadea dran, also schnappte ich mir die Schöhnheit und begann das Fell der jungen Hafidame zu putzen, ihre Barbiemähne zu kämmen und die Hufe gründlich zu säubern. Dann trainierten wir ein wenig auf und ab auf dem Platz wo sie fleißig mitmachte. Bald war ihr Training vorbei und Corry Cracker war an der Reihe, also schnappte ich mir den guten und begann mit der Pflege. Hier kümmerte ich mich grundgebend um das Fell, das Langhaar war schnell zu bändigen und die Hufe nicht sonderlich dreckig. Als er wieder sauber war, ging es zum Stangentraining vom Bode aus, damit er wieder mehr an Muckis bekommen sollte. Djafur wurde heute schon von meinen kleinen schwestern geputzt und trug einen riesen Zopf in seiner Mähne von diesen. Ein Lächeln war nicht zu vermeiden, weswegen ich nur noch Sattel auflegte und zur Bahn ging um seinen Pass und Tölt zu trainieren.​
    • Möhrchen
      Kurzer Pflegebericht für alle meine Pferde – Der erste Schnee!
      |©Möhrchen, 08.12.2017

      Es war eine unheimlich stressige Zeit gewesen und ich hatte mich bei der Stallarbeit wochenlang auf das nötigste beschränkt. Ich hatte mich fast rund um die Uhr um meine Mutter gekümmert, die am anderen Ende von Deutschland mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus lag. Meine Pferde waren wirklich eine ganze Weile lang zu kurz gekommen. Langsam wurde es besser, trotz allem hatte ich auch heute wieder nicht viel Zeit. Jetzt ging es auch schon auf Weihnachten zu, wo es in der Familie auch nicht unbedingt entspannter werden würde.
      Meine Pferde hatten also vorerst Winterpause und ich hoffte, im Januar wieder voll durchstarten zu können.

      Als ich die Vorhänge zurück schlug, traute ich meinen Augen kaum. Die ganze Zeit hatten wir keine einzige Flocke Schnee abbekommen und jetzt war draußen dichtes Schneegestöber und die Erde war schon leicht gezuckert. Ich schlüpfte also in meine dicken Thermostiefel und setzte meine Mütze auf. Dann machte ich mich auf den Weg in den Stall, das Frühstück musste heute mal warten.

      Ich fing mit der Stallarbeit auf dem Stutentrail an. Die Mädels waren heute ordentlich aufgedreht, Curly, Anni, Snooky und Viona fegten gerade in einem Affenzahn den Trail entlang. Lillifee stand dagegen entspannt an der Heuraufe und schaute sich das Spektakel aus der Ferne an. Liara und Narla standen im Unterstand und kraulten sich gegenseitig den Widerrist. Ich ging zum Koppeltor und öffnete die größte Koppel. So konnten sie sich zumindest noch ein bisschen austoben. Sobald sie sahen, dass das Tor offen war, stürmten die vier Wildfänge auf die Wiese und setzten ihr Spiel dort fort. Auch Liara und Narla spitzten die Ohren und schossen dann hinter ihnen her. Nur die Kleinste der Bande, Lillifee, spazierte im Schritt hinter den anderen her. Ich musste grinsen, als ich meine Mädels so über die Weide fegen sah. Da ging einem doch trotz all dem Stress das Herz auf.

      Ich beeilte mich mit der Stallarbeit, äpplte den Paddock ab, kontrollierte Tränken und füllte Heu und Stroh auf. Dann machte ich mich mit der voll beladenen Schubkarre auf zu den Hengsten.

      Auf dem Trail der Hengste ging es etwas gemächlicher zu, nur Corry und Fallen hatten sich von den Stuten anstecken lassen und tänzelten unruhig am Zaun entlang. Caillou, Calimero und Armani standen einträchtig an der großen Heuraufe und zupften die letzten Halme aus dem Netz. Haru, Yakari und Damon hatten sich in die Liegehalle zurückgezogen und hielten ein Nickerchen. Haru hielt Wache, während die anderen beiden es sich im Stroh bequem gemacht hatten. Auch für sie öffnete ich die Weide, doch die drei Schlafmützen im Unterstand ließen sich davon gar nicht stören. Die Kleinen machten sich dagegen begeistert auf den Weg auf die Koppel und drehten auch ein paar flotte Runden im Schnee. Calli schmiss sich sofort auf die verschneite Wiese und rollte sich genüsslich von einer Seite auf die andere.

      Ich sammelte auch hier alles ab, mistete geschickt und die schlafenden Ponys herum aus und füllte alle Heuraufen wieder auf. Zum Glück hatte ich beheizte Selbsttränken und musste kein Wasser schleppen. Zum Ausruhen setzte ich mich noch kurz zu den Großen ins Stroh und genoss ein bisschen die winterliche Stille. Damon und Yakari ließen sich davon gar nicht stören, was mich sehr freute.

      Im Stutenstall warteten alle sehnsüchtig darauf, dass sie auf die Koppel durften. Nach und nach brachte ich die Stuten auf die große Winterkoppel, die inzwischen schon mehr weiß als grün war. Royal und Namica machten den Anfang, dann folgten Donatella und Brött und zu guter Letzt Nökkvadís und Raya. Heute schienen echt alle Pferde ordentlich Pfeffer im Hintern zu haben, denn während die ersten vier bisher noch entspannt gegrast hatten, schossen sie jetzt mit Ankunft der letzten beiden wie die verrückten los und buckelten wild über die Koppel. Ich blieb einen Moment am Zaun stehen und schaute ihnen zu, bis schließlich wieder Ruhe einkehrte. Dann machte ich mich an das Misten der Boxen und Füllen der Heunetze.

      Nun fehlten nur noch die kleinsten im Offenstalltrakt. Sie blieben bei dem Wetter auf dem Paddock. Anscheinend fanden sie den Schnee sehr interessant, schließlich hatten sie so etwas noch nie gesehen. Thalima schob begeistert ihre Nase durch den dünnen Schnee und freute sich über die kleinen Häufchen, die sie zusammen schob. Pantoffelchen steckte ihren Kopf durch das Gatter und schaute fasziniert in die weiße Landschaft hinaus. Nayomi und Bina kämpften gerade ein bisschen und versuchten quietschend, sich anzusteigen. Nayomi verlor dabei fast das Gleichgewicht und wäre beinahe auf den Rücken gefallen. Nur Umpalumpa und Lakota hatten nichts für den Schnee übrig und standen gelangweilt im Unterstand herum. Für die war das weiße Zeug ja schließlich nichts Neues.

      Ich striegelte alle Fohlen kurz ein bisschen. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir dann aber, dass ich mich langsam beeilen musste. In Windeseile äppelte ich die Paddocks ab und verteilte frisches Heu und Stroh. Dann eilte ich zurück ins Haus, um mir trockene Klamotten anzuziehen.
    • Möhrchen
      Kurzer Pflegebericht für alle Pferde – der Frühling ist da!
      |©Möhrchen, 18.04.2018

      Endlich war es so weit: es war warm, richtig warm, und die Sonne strahlte vom strahlend blauen Himmel. Endlich Frühling! Während vor ein paar Wochen noch Schnee lag, waren jetzt schon an die 25 Grad und ich hatte richtig gute Laune, als ich vom Frühstückstisch aufstand und meinen Teller in der Geschirrspüler räumte.

      Gestern hatte ich mich mit meinen beiden besten Freundinnen zu einem Hoftag verabredet und ich freute mich auf einen fröhlichen und produktiven Stalltag. Noch bevor die beiden ankamen, machte ich mich an die Stallarbeit. Zuerst mistete ich die beiden Paddocktrails ab und füllte die Heuraufen. Dann ließ ich die Boxenpferde auf die Koppel und machte mich daran, die Boxen zu misten. Während ich noch am Misten war, kamen Sina und Kathi laut schnatternd in die Stallgasse gelaufen. Wir begrüßten uns herzlich, da wir uns eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatten. Dann schnappten sie sich kurzerhand eine Mistgabel und halfen mir beim Misten.

      Zu dritt waren wir schnell mit der Stallarbeit durch. Da das Wetter uns einfach nach draußen lockte, entschieden wir uns, zuerst einen Ausritt in den Wald zu machen. Ich sattelte also Liara, Sina nahm Narla und Kathi Curly Lure. Als Handpferde nahmen wir Viona, Lillifee und Snooky mit, sodass wir mit einer richtig großen Truppe von Hof ritten. Es war wirklich ein tolles Ausritt, wir trabten viel und nutzten auch meine Lieblings-Galoppstrecke gründlich aus. Die Pferde waren artig und entspannt und hatten richtig Spaß. Zufrieden ritten wir zurück auf den Hof, spritzten den verschwitzten Pferden die Beine ab und stellten sie zurück auf den Trail.

      Anschließend nahm ich Anni mit zum Putzplatz, schrubbte ihr gründlich das lose Winterfell ab und schnitt ihre Mähne nach. Ansonsten hatte sie heute frei und durfte weiter auf dem Paddock die Sonne genießen.

      Auch mit den Wallachen entschieden wir uns zu einem Ausritt. Ich sattelte Haru und nahm Callimero als Handpferd, Sina zog mit Yakari und Caillou los und Kathi schnappte sich Armani und Corry. Die Jungs waren etwas flotter drauf als die Mädels und genossen einen sehr ausgedehnten Galopp im Gelände. Yakari und Caillou bekamen sich auf dem Ausritt etwas in die Wolle, sodass ich den Rückweg mit zwei Handpferden meisterte. Aus diesem Grund ritten wir auch gemütlich plaudernd im Schritt zurück und es klappte besser als gedacht.
      Zurück am Hof bekamen auch die Jungs ein Fußbad und durften dann für ein paar Stunden auf die große Wiese.

      Währenddessen machten wir Mädels noch ein kleines Beautyprogramm mit Fallen Godness, Damon, Umpalumpa und Raya. Dann bauten wir auf dem Platz ein paar kleinere Sprünge auf führten Nökkvadís, Brött, Donatella, Namica und Royal Disturbance warm. Die Stuten waren entspannt und drehten brav mit uns ihre Runden. Nach 10 Minuten ließen wir sie vom Strick und ließen sie erstmal ein paar Minuten toben. Dann verteilten wir uns auf dem Platz und dirigierten sie nach außen über die Sprünge. Anfangs hatten sie mächtig Spaß und das Ganze glich eher einem Wettrennen als einem Freispringen. Aber nach ein paar Runden beruhigten sie sich etwas und sprangen gesittet ein kleines Kreuz nach dem anderen. Namica buckelte übermütig und schnaubte danach zufrieden ab. Nach 20 Minuten waren alle Ponys müde und wurden immer langsamer. Wir ließen sie noch eine Weile auf dem Platz, damit sie ihr verschwitztes Fell genüsslich im Sand wälzen konnten, was sie auch begeistert annahmen. Dann stellten wir sie zurück auf die Wiese.

      Zum Schluss waren noch die Fohlen an der Reihe. Wir setzten uns einfach zu ihnen auf den Paddock und ließen uns belagern. Sofort kamen sie an und beschnupperten uns neugierig, ließen sich kraulen und Bina legte sich nach einer Weile sogar neben uns in den Sand. Lakota verlor nach einiger Zeit das Interesse, während Tahlima und Nayomi sich stundenlang kraulen ließen. Pantoffelchen stand etwas abseits und beobachtete das Geschehen. So ließen wir den Abend gemütlich ausklingen und quatschten über Gott und die Welt, während die Fohlen um uns herum langsam müde vom Spielen wurden.
    • Eddi
      Verschoben am 09.11.2018
      Grund:
      6 Monate lang keine Pflege.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Möhrchen
    Datum:
    27 Aug. 2017
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    484
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    6

    EXIF Data

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  • Corry Cracker

    *____________________________________________*
    Abstammung


    Von:
    unbekannt
    Von: unbekannt | Aus der: unbekannt
    Aus der: unbekannt
    Von: unbekannt | Aus der: unbekannt


    *____________________________________________*
    Exterieur

    Hengst
    Pony
    *unbekannt
    (6 Jahre)
    Rasse: Exmoor Pony
    Stockmaß: 127 cm
    Farbe: Brauner


    *____________________________________________*
    Interieur & Beschreibung


    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●●● Unintelligent
    Sozial ●●● Unsozial
    Begabt ●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●● Nervös
    Loyal ●●● Untreu
    Gutmütig ●●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●●● Faul


    Beschreibung
    Charakter: intelligent, teilweise unsozial, braucht viel Aufmerksamkeit
    Beschreibung: Ein noch junger Hengst, welcher gefördert werden muss. Corry ist clever und lernt schnell. Unter dem Sattel präsentiert sich der Hengst, selbst unter unerfahrenen Reitern, mit einem natürlichen Vorwärtsdrang und würde niemals willentlich buckeln. Für sein junges Alter ist er sehr gelassen, ruhig und man würde nicht vermuten das er erst 2009 geboren wurde.
    Herdenverhalten: Mit anderen Pferden versteht er sich nicht immer, Vorsicht ist geboten.​




    *____________________________________________*
    Besitzer


    Besitzer: Möhrchen
    Vorbesitzer: Snoopy
    Züchter: -
    VKR/Ersteller:
    Reitbeteiligung: -
    im Besitz seit: 27.08.2017
    Zu verkaufen: -
    Kaufpreis: -



    *____________________________________________*
    Qualifizierungen & Erfolge


    Dressur E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Gangreiten E A L M S S* S** S***
    Aufstieg durch: Turniersieg | Training


    Erfolge

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    1. Synchronfahren 1. Platz
    230. Fahrturnier 1. Platz
    306. Dressurturnier 2. Platz


    *____________________________________________*
    Zuchtdaten


    Abstammung: 0
    Schleifen: 3
    HS: -
    TA: -
    Trainer: -
    Zubehör: -
    Gesamt: 3



    Zur Zucht zugelassen: Nein

    Eingetragene Zucht: x

    Nachkommen
    -


    *____________________________________________*
    Ausbildung


    Eingeritten
    Eingefahren
    Halfter und Decke vertraut
    Verladefromm
    Longiert
    Schmiedefromm
    Geländesicher


    Bodenarbeit/ Zirkuslektionen

    Spanischer Gruß
    Spanischer Schritt
    Flehmen
    "Ja" sagen
    "Nein" sagen
    Küsschen geben
    Beine überkreuzen
    Bergziege
    Schaukelpferd
    Plié
    Kompliment
    Knien
    Liegen
    Flachliegen
    Sitzen
    Steigen
    Podest
    Slalom
    Teppich ausrollen
    Drehen


    *____________________________________________*
    Gesundheitszustand


    Letzter Tierarztbesuch: x
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert: x
    Hufbeschaffenheit: sehr gut
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: x
    Beschlag hinten: x

    *____________________________________________*