Occulta

Corde de la cerise, Trakehner

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Corde de la cerise, Trakehner
Occulta, 30 Nov. 2019
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    • Occulta
      [​IMG]
      02. März 2017 | 20513 Zeichen von adoptedfox
      Pflege für alle Pferde des Phoenix Valley

      Ankunft
      Mittwoch. Vor wenigen Minuten noch setzte mein Flug zur Landung an und schon stand ich inmitten der Menschenmenge, welche darauf wartete abgeholt zu werden. Die Sonne stand genau über dem Flughafen und die Luft wurde nur durch die leichte Frühlingsbrise abgekühlt. Ich sah mich um und hoffte zu erkennen, wer mich abholen würde. Und da entdeckte ich Ihn. Er stand etwas Abseits mit einem Schild in der Hand auf welchem in großen Druckbuchstaben "Käthe -> Phoenix Valley" stand. Ich hängte meine Reisetasche über die Schulter, nahm meinen Koffer und ging Ihm mit einem Lächeln entgegen. "Hi, ich bin Käthe!" begrüßte ich Ihn, stellte meinen Koffer ab und machte anstalten seine Hand zu schütteln doch er kam mir zuvor, nahm meine Hand, zog mich an sich und umarmte mich. "Ich bin Kenneth, schön Dich zu sehen! Wir war dein Flug? fragte er mich während er mich aus der Umarmung entließ und nahm gleichzeitig meine Reisetasche ab. "Weniger anstrengend als ich erwartet hatte." antwortete ich Ihm ehrlich und folgte Ihm zum Kofferraum, wo ich meinen Koffer neben die Reisetasche stellte die er bereits hineingelegt hatte. Während der Fahrt zur Anlage unterhielten wir uns über die Pferde, meine Arbeit und wie es mich nach England verschlug. Nach einer Weile fuhren wir auf den Parkplatz des Phoenix Valley ein. Kenneth nahm meine Reisetasche und meinen Koffer aus dem Kofferraum und bat mich Ihm zu folgen. Während wir über den Hof zum Hauptgebäude liefen, erklärte mir Kenneth das man mich im Gästezimmer unterbringen würde für die Zeit des Aufenthalts. Dort angekommen stellte er meinen Koffer und meine Reisetasche vor das Bett und teilte mir mit, das er im Stallgebäude der Stuten auf mich warten würde. Ich nutzte seine Abwesenheit um mich umzuziehen. Eine schlichte Reithose und ein leichtes Top. Ich zog meine Stiefeletten an und ging aus dem Gebäude zu dem Stalltrakt, den ich für den Bereich der Stuten hielt.

      Tag 1
      Er ging mit mir von Box zu Box und stellte mir die Pferde vor. "Ok, ich denke es ist das einfachste wenn ich mich zuerst um die Fohlen kümmere, dann kann ich diese zusammen auf eine Weide stellen während ich mich um den Stall kümmere. Oder?" fragte ich. Kenneth sah mich an und antwortete mir lachend "Perfekt, kommst du zurecht? Dann schauen Lucius, mein Bruder und Ich nach dem Wagen, der macht nämlich Probleme.". Mit den Worten verschwand er aus der Stallgasse in Richtung Hof. Ich wandte mich den beiden Stutfohlen Ases Maskwamozi und Leveneza zu. Kenneth berichtete mir, dass die beiden Fohlen vom Ausbildungsstand am weitesten wären und so entschloss ich mit beiden eine Runde spazieren zu gehen um die Umgbung kennen zu lernen. Behutsam zog ich Ases Maskwamozi das Halfter über und führte das Fohlen in die Stallgasse, wo ich es mit einem geschickten Knoten anband um Leveneza zu holen. Ich begrüßte beide Fohlen ausgiebig, nahm eines in die linke, das andere in die rechte Hand und zu dritt verließen wir die Stallgasse. Wir wandten uns dem Weg zu, welcher von Bäumen gesäumt war um im kühlen Schatten zu laufen. Leveneza nahm die Umgebung aufmerksam wahr, die Ohren spielten und schienen jedes Geräusch einzusaugen. Ases Maskwamozi hingegen schien nur Levenza zu folgen. Mehrfach versuchte sie mich auszutricksen und den Rückweg anzustreben, doch mit Geschick konnte ich sie immer wieder überreden uns weiter zu begleiten. Die Wege um den Hof schienen miteinander verbunden, denn langsam ließen sich die Umrisse des Stallgebäudes erahnen. Auf dem Hof angekommen ließ ich die beiden Stutfohlen trinken und brachte beide auf die Weide. "Na, was stellen wir denn mit euch 2 hübschen an?" fragte ich als ich die Stallgasse betrat und ging zu der Box mit Stracciatella. Die kleine Stute sah gelagweilt aus und schenkte mir, bis auf 1 zugewandtes Ohr, keinerlei Aufmerksamkeit. Ich öffnete die Boxentür und wandte mich ihr langsam zu. "Keine Sorge, wir wollen Dir doch nichts schlechtes, hm?" sprach ich beruhigend auf das junge Fohlen ein und streichelte dessen Hals. Vorsichtig wanderte meine Hand zum Mähnenkamm, weiterhin kreisende Bewegungen streichelnd. "Super machst du das!" lobte ich Stracciatella, die aufzutauen schien. Ich holte aus meiner Hosentasche 1 Bananenchip und bot ihn Ihr an. Neugierig schnaubte sie in meine Handfläche und nahm den Bananenchip zwischen die weichen Lippen. Er schien Ihr zu schmecken, denn kaum war der erste verschwunden, schob sie Ihr weiches Maul in Richtung meiner Hose. Ich lachte "So aber nicht! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!". Ich strich in sanften Bewegungen in Richtung Rücken. Mit meiner anderen Hand griff ich in den Trog, wo ich zuvor einen weichen Striegel positioniert hatte. Ich bewegte den Striegel in der gleichen kreisenden Bewegung am Rücken des Fohlens, wie zuvor meine Hand. Stracciatella schien sich selbst nicht sicher zu sein, ob sie dies gut oder schlecht fand. Ich beschloss das Training für den heutigen Tag zu beenden und gab Stracciatella zur Belohnen noch einen Bananenchip. Das letzte Fohlen, Phoebe, beobachtete mich bereits neugierig als ich aus Stracciatella's Box kam. Als ich die Boxentür öffnete spürte ich eine Hand auf meiner Schulter, es war Kenneth. "Wenn du magst..." sagte er und reichte mir ein kleines Halfter. "Sie wird mir doch nicht die Hand abbeißen, oder?" fragte ich und erhielt statt einer Antwort nur ein verlegenes Schulterzucken. Er schloss die Boxentür hinter mir, blieb jedoch stehen und sah mir zu. Ich ließ mich nicht beirren strich mit beruhigenden, sanften Bewegungen über den Hals der Stute. Das Halfter war bereits geöffnet, sodass es mir leicht fiel das Genickstück sanft über Ihren Hals zu streifen. Vorsichtig zog ich Ihr das Halfter an und schloss es locker. Sobald ich meine Hand entfernte schlug die junge Stute ein paar Mal mit dem Kopf. Sie schien nicht erschrocken über das klappernde Geräusch welches die Halfterschnallen verursachten, im Gegenteil, es schien sie zu amüsieren! Lobend kraulte ich Phoebe die Brust und steckte ihr einen Bananenchip als Belohnung zu. Kenneth reichte mir durch die Boxenstäbe einen Strick. Ich nahm ihn und befestigte ihn am Halfter der Stute und führte sie in die Stallgasse. Dort band ich sie aber nicht an und griff stattdessen nach dem Striegel aus Stracciatellas Trog um in kreisenden Bewegungen über Phoebes kurzes Fell zu streichen. Es schien ihr nichts auszumachen, jedoch entschied ich das Training zu beenden, da ich die Stute nicht überfordern wollte. Damit Stracciatella nicht als einziges Fohlen im Stall bleiben musste, brachte ich auch Phoebe zurück in Ihre Box.
      Während die beiden Fohlen Ases Maskwamozi und Levenza nicht in Ihren Boxen waren, nutzte ich die Zeit um diese auszumisten. Ich schob die halb gefüllte Schubkarre an die Box von Stracciatella, öffnete die Boxentür und ging hinein. Behutsam sammelte ich alle Pferdeäpfel und das nasse Stroh ein und beförderte es in die Schubkarre. Das gute Stroh verteilte ich, wie bei den anderen beiden Boxen, über die kahlen Stellen. Den Vorgang wiederholte ich anschließend auch bei Phoebe und den anderen Stuten im Stall. Nachdem auch die letzte Schubkarre auf dem Misthaufen entleert wurde, schnappte ich mir ein paar Strohballen um die Stallboxen entsprechend aufzufüllen. Als die Boxen der Stuten und Fohlen gemistet und neu eingestreut waren schob ich die Schubkarre hinaus in den Hof, lehnte die Mistgabel gegen das Stalltor und kehrte mit einem Besen die Stallgasse sauber. Mit jedem Bürstenstrich über den Stallboden wirbelte Staub auf. Als die Arbeit erledigt war beschloss ich die beiden Fohlen wieder in die Boxen zu bringen. Da ich zuvor bereits mit beiden spazieren war und dies super funktionierte, etschloss ich auch dieses Mal beide Fohlen zeitgleich zum Stall zu bringen. Zurück in der Stallgasse traf ich Kenneth, der sich gerade ein Halfter und einen Strick nahm. "Hast du Lust auf eine Runde spazieren? Ich würde Morgane nehmen und wenn du magst, kannst du Fix the Flame nehmen." ich nickte zustimmend und brachte die beiden Fohlen in Ihre Boxen. Kenneth hat bereits beide Stuten aufgehalftert und in die Stallgasse gebracht. Geschickt löste ich den Knoten und bevor ich mich versah, befanden wir uns auf einem kleinen Waldpfad. Kenneth erzählte, das dieser Pfad angenehm für Spaziergänge mit Pferden wie Fix the Flame war, da Sie sich so an die Umgebung gewöhnte und man Ihr gleichzeitig zeigen konnte, das es außerhalb der sicheren Box nicht nur Gefahren gab. Morgane schien die Ruhe selbst zu sein, aber Kenneth versicherte mir, das dies nur ein trügender Schein ist. Über diesen Pfad kamen wir auf der Rückseite der Stutstallung an. Kenneth nahm Morgane mit in Richtung der Reithalle, während ich Fix the Flame wieder in Ihre Box brachte. Nachdem die Boxentür fest verschlossen war und ich Fix the Flame einen Bananenchip zusteckte, begab ich mich auf die gegenüberliegende Boxenseite und holte Levistino's Hope und Busted Cherry Cake aus den Boxen. Ich entschied mich mit beiden Pferden dazu, die erste Route entlang zu spazieren, welche ich bereits mit den Fohlen erkundet hatte. Beide Stuten verhielten sich vorbildlich und schienen, genau so wie ich, den warmen, sonnigen Tag zu genießen. Nachdem wir zum Hof zurückgekehrt waren stellte ich die Stuten in Ihre jeweiligen Boxen. Gerade als ich die Boxentür zu Estrada Dourada öffnete, suchte jemand anderes meine Aufmerksamkeit. "Hey, wenn du Estrada beschäftigst, kannst du an Ihrer Gelassenheit arbeiten? Der Hufschmied hat nicht jedes Mal die Zeit mit einer aufmüpfigen Stute zu diskutieren!" hallte es die Stallgasse entlang und ich war mir sicher, dass es sich nicht um Kenneth gehandelt haben kann. "Du bereitest deinen Besitzern also Kopfzerbrechen, hm?" fragte ich die Stute und strich ihr sanft über die Stirn. Ich zog Ihr das Halfter über und führte Sie in die Stallgasse, wo ich sie vor Ihrer Box festband. Ich nahm mir aus der Putzbox einen Hufkratzer und aus der Sattelkammer einen zusätzlichen Strick. Schon als ich mit meiner Hand am Bein der Stute entlang striff, schien sich diese merkbar zu verspannen. Ich sprach beruhigend auf die Stute ein und wiederholte den Vorgang immer wieder, bevor ich den Huf hoch nahm und in der Luft behielt. Immer wenn ich den Huf in der Luft hielt, zählte ich bis 5 und setzte Ihn sanft wieder ab. Nach einigen Wiederholungen nutzte ich zusätzlich den Hufkratzer um der Stute zu zeigen, das Ihr nichts geschieht und es nur um ihr Wohl ging. Von Wiederholung zu Wiederholung wurde die Stute entspannter und ruhiger. Ich klopfte lobend Ihren Hals und brachte sie zurück in Ihre Box, wo sie ein paar Bananenchips von mir bekam. Der Tag neigte sich langsam aber sicher dem Ende zu. Ich entschied, mit Senda Oscura noch eine Runde spazieren zu gehen, bevor ich den Stalltrakt für den Tag verließ und mich dem Bett in meinem Gästezimmer widmete.
      Während die beiden Fohlen Ases Maskwamozi und Levenza nicht in Ihren Boxen waren, nutzte ich die Zeit um diese auszumisten. Ich schob die halb gefüllte Schubkarre an die Box von Stracciatella, öffnete die Boxentür und ging hinein. Behutsam sammelte ich alle Pferdeäpfel und das nasse Stroh ein und beförderte es in die Schubkarre. Das gute Stroh verteilte ich, wie bei den anderen beiden Boxen, über die kahlen Stellen. Den Vorgang wiederholte ich anschließend auch bei Phoebe und den anderen Stuten im Stall. Nachdem auch die letzte Schubkarre auf dem Misthaufen entleert wurde, schnappte ich mir ein paar Strohballen um die Stallboxen entsprechend aufzufüllen. Als die Boxen der Stuten und Fohlen gemistet und neu eingestreut waren schob ich die Schubkarre hinaus in den Hof, lehnte die Mistgabel gegen das Stalltor und kehrte mit einem Besen die Stallgasse sauber. Mit jedem Bürstenstrich über den Stallboden wirbelte Staub auf. Als die Arbeit erledigt war beschloss ich die beiden Fohlen wieder in die Boxen zu bringen. Da ich zuvor bereits mit beiden spazieren war und dies super funktionierte, etschloss ich auch dieses Mal beide Fohlen zeitgleich zum Stall zu bringen. Zurück in der Stallgasse traf ich Kenneth, der sich gerade ein Halfter und einen Strick nahm. "Hast du Lust auf eine Runde spazieren? Ich würde Morgane nehmen und wenn du magst, kannst du Fix the Flame nehmen." ich nickte zustimmend und brachte die beiden Fohlen in Ihre Boxen. Kenneth hat bereits beide Stuten aufgehalftert und in die Stallgasse gebracht. Geschickt löste ich den Knoten und bevor ich mich versah, befanden wir uns auf einem kleinen Waldpfad. Kenneth erzählte, das dieser Pfad angenehm für Spaziergänge mit Pferden wie Fix the Flame war, da Sie sich so an die Umgebung gewöhnte und man Ihr gleichzeitig zeigen konnte, das es außerhalb der sicheren Box nicht nur Gefahren gab. Morgane schien die Ruhe selbst zu sein, aber Kenneth versicherte mir, das dies nur ein trügender Schein ist. Über diesen Pfad kamen wir auf der Rückseite der Stutstallung an. Kenneth nahm Morgane mit in Richtung der Reithalle, während ich Fix the Flame wieder in Ihre Box brachte. Nachdem die Boxentür fest verschlossen war und ich Fix the Flame einen Bananenchip zusteckte, begab ich mich auf die gegenüberliegende Boxenseite und holte Levistino's Hope und Busted Cherry Cake aus den Boxen. Ich entschied mich mit beiden Pferden dazu, die erste Route entlang zu spazieren, welche ich bereits mit den Fohlen erkundet hatte. Beide Stuten verhielten sich vorbildlich und schienen, genau so wie ich, den warmen, sonnigen Tag zu genießen. Nachdem wir zum Hof zurückgekehrt waren stellte ich die Stuten in Ihre jeweiligen Boxen. Gerade als ich die Boxentür zu Estrada Dourada öffnete, suchte jemand anderes meine Aufmerksamkeit. "Hey, wenn du Estrada beschäftigst, kannst du an Ihrer Gelassenheit arbeiten? Der Hufschmied hat nicht jedes Mal die Zeit mit einer aufmüpfigen Stute zu diskutieren!" hallte es die Stallgasse entlang und ich war mir sicher, dass es sich nicht um Kenneth gehandelt haben kann. "Du bereitest deinen Besitzern also Kopfzerbrechen, hm?" fragte ich die Stute und strich ihr sanft über die Stirn. Ich zog Ihr das Halfter über und führte Sie in die Stallgasse, wo ich sie vor Ihrer Box festband. Ich nahm mir aus der Putzbox einen Hufkratzer und aus der Sattelkammer einen zusätzlichen Strick. Schon als ich mit meiner Hand am Bein der Stute entlang striff, schien sich diese merkbar zu verspannen. Ich sprach beruhigend auf die Stute ein und wiederholte den Vorgang immer wieder, bevor ich den Huf hoch nahm und in der Luft behielt. Immer wenn ich den Huf in der Luft hielt, zählte ich bis 5 und setzte Ihn sanft wieder ab. Nach einigen Wiederholungen nutzte ich zusätzlich den Hufkratzer um der Stute zu zeigen, das Ihr nichts geschieht und es nur um ihr Wohl ging. Von Wiederholung zu Wiederholung wurde die Stute entspannter und ruhiger. Ich klopfte lobend Ihren Hals und brachte sie zurück in Ihre Box, wo sie ein paar Bananenchips von mir bekam. Der Tag neigte sich langsam aber sicher dem Ende zu. Ich entschied, mit Senda Oscura noch eine Runde spazieren zu gehen, bevor ich den Stalltrakt für den Tag verließ und mich dem Bett in meinem Gästezimmer widmete.
      Während die beiden Fohlen Ases Maskwamozi und Levenza nicht in Ihren Boxen waren, nutzte ich die Zeit um diese auszumisten. Ich schob die halb gefüllte Schubkarre an die Box von Stracciatella, öffnete die Boxentür und ging hinein. Behutsam sammelte ich alle Pferdeäpfel und das nasse Stroh ein und beförderte es in die Schubkarre. Das gute Stroh verteilte ich, wie bei den anderen beiden Boxen, über die kahlen Stellen. Den Vorgang wiederholte ich anschließend auch bei Phoebe und den anderen Stuten im Stall. Nachdem auch die letzte Schubkarre auf dem Misthaufen entleert wurde, schnappte ich mir ein paar Strohballen um die Stallboxen entsprechend aufzufüllen. Als die Boxen der Stuten und Fohlen gemistet und neu eingestreut waren schob ich die Schubkarre hinaus in den Hof, lehnte die Mistgabel gegen das Stalltor und kehrte mit einem Besen die Stallgasse sauber. Mit jedem Bürstenstrich über den Stallboden wirbelte Staub auf. Als die Arbeit erledigt war beschloss ich die beiden Fohlen wieder in die Boxen zu bringen. Da ich zuvor bereits mit beiden spazieren war und dies super funktionierte, etschloss ich auch dieses Mal beide Fohlen zeitgleich zum Stall zu bringen. Zurück in der Stallgasse traf ich Kenneth, der sich gerade ein Halfter und einen Strick nahm. "Hast du Lust auf eine Runde spazieren? Ich würde Morgane nehmen und wenn du magst, kannst du Fix the Flame nehmen." ich nickte zustimmend und brachte die beiden Fohlen in Ihre Boxen. Kenneth hat bereits beide Stuten aufgehalftert und in die Stallgasse gebracht. Geschickt löste ich den Knoten und bevor ich mich versah, befanden wir uns auf einem kleinen Waldpfad. Kenneth erzählte, das dieser Pfad angenehm für Spaziergänge mit Pferden wie Fix the Flame war, da Sie sich so an die Umgebung gewöhnte und man Ihr gleichzeitig zeigen konnte, das es außerhalb der sicheren Box nicht nur Gefahren gab. Morgane schien die Ruhe selbst zu sein, aber Kenneth versicherte mir, das dies nur ein trügender Schein ist. Über diesen Pfad kamen wir auf der Rückseite der Stutstallung an. Kenneth nahm Morgane mit in Richtung der Reithalle, während ich Fix the Flame wieder in Ihre Box brachte. Nachdem die Boxentür fest verschlossen war und ich Fix the Flame einen Bananenchip zusteckte, begab ich mich auf die gegenüberliegende Boxenseite und holte Levistino's Hope und Busted Cherry Cake aus den Boxen. Ich entschied mich mit beiden Pferden dazu, die erste Route entlang zu spazieren, welche ich bereits mit den Fohlen erkundet hatte. Beide Stuten verhielten sich vorbildlich und schienen, genau so wie ich, den warmen, sonnigen Tag zu genießen. Nachdem wir zum Hof zurückgekehrt waren stellte ich die Stuten in Ihre jeweiligen Boxen. Gerade als ich die Boxentür zu Estrada Dourada öffnete, suchte jemand anderes meine Aufmerksamkeit. "Hey, wenn du Estrada beschäftigst, kannst du an Ihrer Gelassenheit arbeiten? Der Hufschmied hat nicht jedes Mal die Zeit mit einer aufmüpfigen Stute zu diskutieren!" hallte es die Stallgasse entlang und ich war mir sicher, dass es sich nicht um Kenneth gehandelt haben kann. "Du bereitest deinen Besitzern also Kopfzerbrechen, hm?" fragte ich die Stute und strich ihr sanft über die Stirn. Ich zog Ihr das Halfter über und führte Sie in die Stallgasse, wo ich sie vor Ihrer Box festband. Ich nahm mir aus der Putzbox einen Hufkratzer und aus der Sattelkammer einen zusätzlichen Strick. Schon als ich mit meiner Hand am Bein der Stute entlang striff, schien sich diese merkbar zu verspannen. Ich sprach beruhigend auf die Stute ein und wiederholte den Vorgang immer wieder, bevor ich den Huf hoch nahm und in der Luft behielt. Immer wenn ich den Huf in der Luft hielt, zählte ich bis 5 und setzte Ihn sanft wieder ab. Nach einigen Wiederholungen nutzte ich zusätzlich den Hufkratzer um der Stute zu zeigen, das Ihr nichts geschieht und es nur um ihr Wohl ging. Von Wiederholung zu Wiederholung wurde die Stute entspannter und ruhiger. Ich klopfte lobend Ihren Hals und brachte sie zurück in Ihre Box, wo sie ein paar Bananenchips von mir bekam. Der Tag neigte sich langsam aber sicher dem Ende zu. Ich entschied, mit Senda Oscura noch eine Runde spazieren zu gehen, bevor ich den Stalltrakt für den Tag verließ und mich dem Bett in meinem Gästezimmer widmete.

      Tag 2
      Mit dem ersten aufgeregten zwitschern der Vögel wurde ich wach. Ich betrat das Badezimmer und bereitete mich auf den Tag vor. Auf dem Weg nach draußen hielt mir Kenneth eine Brottüte vor die Nase. "Frühstück nicht vergessen junge Dame!" sagte er lächelnd und ich nahm diese dankend entgegen. Bevor ich mich den Pferden widmete ging es zur Fütterung. Ich betrag die Futterkammer und richtete die Futterrationen für die Pferde. Nach und nach leerte ich jeden Eimer im Trog der Pferde, bis alle schmatzend ihr Frühstück genossen. Ich ebenso, denn ich hatte es mir gerade auf einem Strohballen gemütlich gemacht und nahm das Sandwich aus der Brottüte. Ich sollte mir für die Heimreise ein paar Sandwiches von Kenneth wünschen, denn sie schmeckten fabelhaft! Gestärkt nahm ich mir eine Longe aus der Sattelkammer und ging hinüber zu den Stuten. Ich hing die Longe an die Box von Corde de la cerise und begann die Stute in Ihrer Box zu putzen. In langen Zügen strich ich mit dem Striegel in der einen und der Bürste in der anderen Hand über das Fell der hübschen Stute. Die Mähne und den Schweif säuberte ich lediglich mit meinen Fingern und sammelte so Strohhalme heraus und löste Knötchen. Mithilfe des Hufkratzers säuberte ich die Hufe und nahm die Stute dann am Halfter und führte sie zur Boxentür. Dort hakte ich die Longe am Halfter ein und führte die Stute zur Reithalle. Ich positionierte mich in die Mitte der Halle und schickte die Stute nach außen auf den Zirkel. Sie schien arbeitswillig, denn sie setzte sich sofort in Bewegung und lief im Schritt Ihre Runden. Nach ein paar Runden schnalzte ich mit der Zunge und Corde de la cerise fiel in einen lockeren Trab. Die Stute war aufmerksam, hielt ein Ohr aber stets zu mir gerichtet. Im Galopp powerte sie sich offenbar erst aus, bevor sie zur eigntlichen Arbeit zurück kam. Ich lies sie gewähren. Ich nahm die Longe auf und ließ die Stute in den Schritt parieren und letztendlich stehen. Mithilfe einer lockeren Armbewegung gab ich der Stute zu verstehen, das ich einen Handwechsel möchte und nach einer kleinen Diskussion trabte die Stute auch auf der linken Hand auf dem Zirkel. Die anfängliche Anspannung war schnell verflogen und so holte ich die Stute zu mir, lobte sie ausgiebig und brachte sie zurück in Ihre Box. Den gleichen Ablauf versuchte ich bei S'Cada, jedoch zeigte sie mir eindeutig, das es ihr absolut nicht passte arbeiten zu müssen. Nach minutenlangen Diskussionen und wildem gereiße an der Longe holte ich die Stute zu mir und nahm die Longe ab. "Gut, dann bleibst du halt hier. Tob dich aus!" sagte ich bestimmt und verließ die Halle. Offenbar schien ihr das auch nicht wirklich Recht, denn sobald das Hallentor geschlossen war stürmte die Stute los und buckelte. Währenddessen nutzte ich die Zeit um die Boxen der Hengste auszumisten und neu einzustreuen. Als die Arbeit beendet war ging ich zurück zur Halle, wo eine ausgepowerte S'Cada bereits auf mich zu warten schien. "Na, alles klar?" rief ich ihr zu und schloss das Hallentor hinter mir. Ich ging ruhig auf die Stute zu und klopfte ihren Hals. Die Longe wieder eingehakt, gingen wir aus der Halle zurück in die Stallgasse. Ich brachte S'Cada in Ihre Box zurück und nahm ihr das Halfter ab. Als ich die Stallgasse der Hengste betrat wartete bereits Kenneth auf mich. "Bevor du dich mit unseren Jungs beschäftigst rate ich Dir an, Amador zum Schluß zu arbeiten. Und sei vorsichtig, er ist das, was sich alle unter einem Hengst vorstellen!" sagte er und redete auf mich ein aufzupassen. Ich beschloss auf ihn zu hören und ging zur Box von Cadiz. Ich strich ihm sanft über die Nüstern und tauschte sein Stallhalfter gegen eine Trense. Bereits auf unserem eigenen Gestüt lernte ich schnell, das es leichter war einen Hengst mit einer Trense, als mit einem Halfter auszuführen. Ich nahm mir, auf dem Weg an der Sattelkammer vorbei, eine Longierbrille und Longe und tauschte diese gegen die Zügel ein. Zusammen gingen wir nach draußen und schlugen den ruhigen Waldpfad ein. Der heutige Tag würde nicht so heiß werden wie der gestrige, zumindest hoffte ich das. Cadiz lief im Schritt neben mir, sodass es eine ruhige und entspannte Runde wurde. Zurück im Stall tauschte ich Cadiz gegen Ghost Merchant ein. Er war ein hübscher Hengst und gefiel mir auf Anhieb. Auch mit Ihm lief ich auf dem Waldpfad entlang. Ghost Merchant war aufmerksam und nahm seine Umgebung genauestens auf. Einige Male versuchte er mich zu überholen, doch das wusste ich mit einem einfachen Wendemanöver zu unterbieten! Da mir der Hengst gefiel gab es, zurück in der Box, einen Bananenchip.
      Bevor ich mich an Amador versuchte, wandte ich mich Lucero zu. Schon als ich in die Box kam stieß er mir seinen gewaltigen Kopf schnell entgegen und schnupperte an meiner Hosentasche. Als wüsste er was sich in Ihr befindet, knabberte und zog er am Stoff umher. "Hey du Spinner, lass das!" sagte ich und schob seinen Kopf beiseite. Ich legte ihm das Halfter an und führte ihn aus der Box auf den anhängenden Reitplatz. Da ich nicht wusste wie der Hengst sich verhält hielt ich es für die beste Idee mit Halfter und Longe zu arbeiten. Ich stellte mich mit dem Hengst auf den Zirkel und strich mit der Schlaufe der Longe über den Hals und die Schulter des Hengstes. Dies schien ihm keine Probleme zu bereiten, so begann ich damit das Longenende über seinen Rücken zu legen und herunter zu ziehen. Lucero verspannte sich, sobald er bemerkt wie das Seil heruntergezogen wird. Ich sprach beruhigend auf ihn ein und wurde langsamer, sodass er sich auf das Gefühl, welches das Seil verursachte, einlassen konnte. Schon nach ein paar Wiederholungen wurde der Hengst merklich ruhiger und entspannter. Das ich das Longenende schließlich über seinen Rücken warf bereitete ihm keinerlei Probleme mehr. Ich lobte den Hengst ausgiebig für seine Geduld und Mitarbeit und schob ihm ein paar Bananenchips zu. Diese schienen ihm zu schmecken denn sofort bettelte er nach mehr. Ich verwehrte Ihm den Zugang in meine Tasche und führte ihn zurück in seine Box. Ich schloss die Boxentür und wandte mich Amador zu. Dieser legte bereits die Ohren an, als ich auch nur zur Box trat. Ich ging in die Sattelkammer und holte ein festes Rope, sowie ein Knotenhalfter. Behutsam öffnete ich seine Boxentür und betrat diese, während ich beruhigend auf den Hengst einsprach. Die Ohren noch immer angelegt ging er ein paar Schritte auf mich zu und beobachtete mich. Ich ging ebenfalls auf den Hengst zu und sprach weiterhin beruhigend auf ihn ein. Er lies zu das ich ihn berührte und ich nutzte den Moment, ihm das Knotenhalfter anzuziehen. Ich entschloss zuerst mit dem Hengst in die Reithalle zu gehen um ihn ein paar Runden laufen zu lassen, bevor wir einen Spaziergang unternahmen. So konnte er sich auspowern und ich konnte mir ein Bild über ihn verschaffen. Allein der Weg in die Halle war kein Zuckerschlecken. Amador zog am Rope und versuchte auf der kurzen Strecke mehrmals sich mir zu entziehen und strebte den Sprung nach vorn an. Ohne mich! Ich wendete ihn immer und immer wieder, blieb stehen und richtete rückwärts. In der Halle angekommen ließ ich ihn sich auspowern. Er setzte sofort zum Galopp an und hielt diesen minutenlang am Zirkel. Irgendwann schien ihm die Lust zu vergehen und nach ein paar Buckler und gezielten, gegen mich gerichteten Tritten, lief er mit gesenktem Kopf im Schritt. Ich lobte ihn mit sicherer Stimme und ließ ihn zum Stand hin parieren. Bestimmt ging ich auf den Hengst zu und klopfte seinen Hals. "Na, hast du Lust auf Entspannung?" fragte ich ihn und ging in Richtung Hallentor. Kenneth erwartete mich bereits und öffnete das Tor. "Wer hätte gedacht das eine so zierliche Frau diese Eskarpaden aushält!" sagte er sichtlich beeindruckt und schloss das Hallentor hinter mir. "Ich begleite euch, es ist gerade Luft und sollte doch etwas passieren kann ich eingreifen" bot er an und ehe wir uns versahen, befanden wir uns im Wald. Kenneth erzählte mir von Amador und wie sie zu ihm kamen. Ebenso erfuhr ich, das ich am Tag zuvor seinen Bruder Lucius kennenlernte und er sich gleich für dessen forschen Ton entschuldigte. Er sei im Stress gewesen als er mich bei den Pferden sah. Ich beschloss ihm zu vergeben. Kenneth erkundigte sich nach dem Stand meiner Arbeit und bot mir an doch noch einen weiteren Tag zu bleiben um Kalifornien kennenzulernen. Ich nahm diesen Vorschlag dankend an, entgegnete jedoch das ich dafür am Abend kochen würde als Dankeschön. Kurz bevor wir auf den Hof einbogen stemmte Amador seine Hufe in den Boden, riss den Kopf in die Luft und stieß ein durchdringendes Wiehern aus. "Halt ihn fest....!" sagte Kenneth und sah sich um. Doch alles was er entdeckte war sein Bruder Lucius, der mit Morgane über den Hof lief. Ich hielt Amador fest und richtete ihn rückwärts um seine Aufmerksamkeit zu erhalten und um ihn dazu zu bringen weiter zu gehen. Es funktionierte und schon wenige Minuten später fanden wir uns auf dem Hof ein. "Wir bringen Amador besser auf die Weide, nicht das er uns schon wieder die Box zertritt." sagte Kenneth und nahm mir den Hengst ab. Ich wandte mich der Stallgasse der Hengste zu und begann diese für die Mittagszeit zu füttern. Als jeder der Hengste, bis auf Amador, schmatzend mit dem Maul in den Trog schauten, ging ich hinüber zu den Stuten und bereitete auch ihnen das Futter zu. Als auch die Stuten gefüttert waren ging ich zurück ins Haupthaus und besprach mit Kenneth und Lucius den Rest des Tages, sowie den Tagesablauf für Morgen. Ich freute mich schon auf die Führung durch Kalifornien, doch noch mehr freute ich mich darauf wieder nach Nottingham zu reisen. Auch wenn ich die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut vermissen werde.
      Bevor ich mich an Amador versuchte, wandte ich mich Lucero zu. Schon als ich in die Box kam stieß er mir seinen gewaltigen Kopf schnell entgegen und schnupperte an meiner Hosentasche. Als wüsste er was sich in Ihr befindet, knabberte und zog er am Stoff umher. "Hey du Spinner, lass das!" sagte ich und schob seinen Kopf beiseite. Ich legte ihm das Halfter an und führte ihn aus der Box auf den anhängenden Reitplatz. Da ich nicht wusste wie der Hengst sich verhält hielt ich es für die beste Idee mit Halfter und Longe zu arbeiten. Ich stellte mich mit dem Hengst auf den Zirkel und strich mit der Schlaufe der Longe über den Hals und die Schulter des Hengstes. Dies schien ihm keine Probleme zu bereiten, so begann ich damit das Longenende über seinen Rücken zu legen und herunter zu ziehen. Lucero verspannte sich, sobald er bemerkt wie das Seil heruntergezogen wird. Ich sprach beruhigend auf ihn ein und wurde langsamer, sodass er sich auf das Gefühl, welches das Seil verursachte, einlassen konnte. Schon nach ein paar Wiederholungen wurde der Hengst merklich ruhiger und entspannter. Das ich das Longenende schließlich über seinen Rücken warf bereitete ihm keinerlei Probleme mehr. Ich lobte den Hengst ausgiebig für seine Geduld und Mitarbeit und schob ihm ein paar Bananenchips zu. Diese schienen ihm zu schmecken denn sofort bettelte er nach mehr. Ich verwehrte Ihm den Zugang in meine Tasche und führte ihn zurück in seine Box. Ich schloss die Boxentür und wandte mich Amador zu. Dieser legte bereits die Ohren an, als ich auch nur zur Box trat. Ich ging in die Sattelkammer und holte ein festes Rope, sowie ein Knotenhalfter. Behutsam öffnete ich seine Boxentür und betrat diese, während ich beruhigend auf den Hengst einsprach. Die Ohren noch immer angelegt ging er ein paar Schritte auf mich zu und beobachtete mich. Ich ging ebenfalls auf den Hengst zu und sprach weiterhin beruhigend auf ihn ein. Er lies zu das ich ihn berührte und ich nutzte den Moment, ihm das Knotenhalfter anzuziehen. Ich entschloss zuerst mit dem Hengst in die Reithalle zu gehen um ihn ein paar Runden laufen zu lassen, bevor wir einen Spaziergang unternahmen. So konnte er sich auspowern und ich konnte mir ein Bild über ihn verschaffen. Allein der Weg in die Halle war kein Zuckerschlecken. Amador zog am Rope und versuchte auf der kurzen Strecke mehrmals sich mir zu entziehen und strebte den Sprung nach vorn an. Ohne mich! Ich wendete ihn immer und immer wieder, blieb stehen und richtete rückwärts. In der Halle angekommen ließ ich ihn sich auspowern. Er setzte sofort zum Galopp an und hielt diesen minutenlang am Zirkel. Irgendwann schien ihm die Lust zu vergehen und nach ein paar Buckler und gezielten, gegen mich gerichteten Tritten, lief er mit gesenktem Kopf im Schritt. Ich lobte ihn mit sicherer Stimme und ließ ihn zum Stand hin parieren. Bestimmt ging ich auf den Hengst zu und klopfte seinen Hals. "Na, hast du Lust auf Entspannung?" fragte ich ihn und ging in Richtung Hallentor. Kenneth erwartete mich bereits und öffnete das Tor. "Wer hätte gedacht das eine so zierliche Frau diese Eskarpaden aushält!" sagte er sichtlich beeindruckt und schloss das Hallentor hinter mir. "Ich begleite euch, es ist gerade Luft und sollte doch etwas passieren kann ich eingreifen" bot er an und ehe wir uns versahen, befanden wir uns im Wald. Kenneth erzählte mir von Amador und wie sie zu ihm kamen. Ebenso erfuhr ich, das ich am Tag zuvor seinen Bruder Lucius kennenlernte und er sich gleich für dessen forschen Ton entschuldigte. Er sei im Stress gewesen als er mich bei den Pferden sah. Ich beschloss ihm zu vergeben. Kenneth erkundigte sich nach dem Stand meiner Arbeit und bot mir an doch noch einen weiteren Tag zu bleiben um Kalifornien kennenzulernen. Ich nahm diesen Vorschlag dankend an, entgegnete jedoch das ich dafür am Abend kochen würde als Dankeschön. Kurz bevor wir auf den Hof einbogen stemmte Amador seine Hufe in den Boden, riss den Kopf in die Luft und stieß ein durchdringendes Wiehern aus. "Halt ihn fest....!" sagte Kenneth und sah sich um. Doch alles was er entdeckte war sein Bruder Lucius, der mit Morgane über den Hof lief. Ich hielt Amador fest und richtete ihn rückwärts um seine Aufmerksamkeit zu erhalten und um ihn dazu zu bringen weiter zu gehen. Es funktionierte und schon wenige Minuten später fanden wir uns auf dem Hof ein. "Wir bringen Amador besser auf die Weide, nicht das er uns schon wieder die Box zertritt." sagte Kenneth und nahm mir den Hengst ab. Ich wandte mich der Stallgasse der Hengste zu und begann diese für die Mittagszeit zu füttern. Als jeder der Hengste, bis auf Amador, schmatzend mit dem Maul in den Trog schauten, ging ich hinüber zu den Stuten und bereitete auch ihnen das Futter zu. Als auch die Stuten gefüttert waren ging ich zurück ins Haupthaus und besprach mit Kenneth und Lucius den Rest des Tages, sowie den Tagesablauf für Morgen. Ich freute mich schon auf die Führung durch Kalifornien, doch noch mehr freute ich mich darauf wieder nach Nottingham zu reisen. Auch wenn ich die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut vermissen werde.
      Bevor ich mich an Amador versuchte, wandte ich mich Lucero zu. Schon als ich in die Box kam stieß er mir seinen gewaltigen Kopf schnell entgegen und schnupperte an meiner Hosentasche. Als wüsste er was sich in Ihr befindet, knabberte und zog er am Stoff umher. "Hey du Spinner, lass das!" sagte ich und schob seinen Kopf beiseite. Ich legte ihm das Halfter an und führte ihn aus der Box auf den anhängenden Reitplatz. Da ich nicht wusste wie der Hengst sich verhält hielt ich es für die beste Idee mit Halfter und Longe zu arbeiten. Ich stellte mich mit dem Hengst auf den Zirkel und strich mit der Schlaufe der Longe über den Hals und die Schulter des Hengstes. Dies schien ihm keine Probleme zu bereiten, so begann ich damit das Longenende über seinen Rücken zu legen und herunter zu ziehen. Lucero verspannte sich, sobald er bemerkt wie das Seil heruntergezogen wird. Ich sprach beruhigend auf ihn ein und wurde langsamer, sodass er sich auf das Gefühl, welches das Seil verursachte, einlassen konnte. Schon nach ein paar Wiederholungen wurde der Hengst merklich ruhiger und entspannter. Das ich das Longenende schließlich über seinen Rücken warf bereitete ihm keinerlei Probleme mehr. Ich lobte den Hengst ausgiebig für seine Geduld und Mitarbeit und schob ihm ein paar Bananenchips zu. Diese schienen ihm zu schmecken denn sofort bettelte er nach mehr. Ich verwehrte Ihm den Zugang in meine Tasche und führte ihn zurück in seine Box. Ich schloss die Boxentür und wandte mich Amador zu. Dieser legte bereits die Ohren an, als ich auch nur zur Box trat. Ich ging in die Sattelkammer und holte ein festes Rope, sowie ein Knotenhalfter. Behutsam öffnete ich seine Boxentür und betrat diese, während ich beruhigend auf den Hengst einsprach. Die Ohren noch immer angelegt ging er ein paar Schritte auf mich zu und beobachtete mich. Ich ging ebenfalls auf den Hengst zu und sprach weiterhin beruhigend auf ihn ein. Er lies zu das ich ihn berührte und ich nutzte den Moment, ihm das Knotenhalfter anzuziehen. Ich entschloss zuerst mit dem Hengst in die Reithalle zu gehen um ihn ein paar Runden laufen zu lassen, bevor wir einen Spaziergang unternahmen. So konnte er sich auspowern und ich konnte mir ein Bild über ihn verschaffen. Allein der Weg in die Halle war kein Zuckerschlecken. Amador zog am Rope und versuchte auf der kurzen Strecke mehrmals sich mir zu entziehen und strebte den Sprung nach vorn an. Ohne mich! Ich wendete ihn immer und immer wieder, blieb stehen und richtete rückwärts. In der Halle angekommen ließ ich ihn sich auspowern. Er setzte sofort zum Galopp an und hielt diesen minutenlang am Zirkel. Irgendwann schien ihm die Lust zu vergehen und nach ein paar Buckler und gezielten, gegen mich gerichteten Tritten, lief er mit gesenktem Kopf im Schritt. Ich lobte ihn mit sicherer Stimme und ließ ihn zum Stand hin parieren. Bestimmt ging ich auf den Hengst zu und klopfte seinen Hals. "Na, hast du Lust auf Entspannung?" fragte ich ihn und ging in Richtung Hallentor. Kenneth erwartete mich bereits und öffnete das Tor. "Wer hätte gedacht das eine so zierliche Frau diese Eskarpaden aushält!" sagte er sichtlich beeindruckt und schloss das Hallentor hinter mir. "Ich begleite euch, es ist gerade Luft und sollte doch etwas passieren kann ich eingreifen" bot er an und ehe wir uns versahen, befanden wir uns im Wald. Kenneth erzählte mir von Amador und wie sie zu ihm kamen. Ebenso erfuhr ich, das ich am Tag zuvor seinen Bruder Lucius kennenlernte und er sich gleich für dessen forschen Ton entschuldigte. Er sei im Stress gewesen als er mich bei den Pferden sah. Ich beschloss ihm zu vergeben. Kenneth erkundigte sich nach dem Stand meiner Arbeit und bot mir an doch noch einen weiteren Tag zu bleiben um Kalifornien kennenzulernen. Ich nahm diesen Vorschlag dankend an, entgegnete jedoch das ich dafür am Abend kochen würde als Dankeschön. Kurz bevor wir auf den Hof einbogen stemmte Amador seine Hufe in den Boden, riss den Kopf in die Luft und stieß ein durchdringendes Wiehern aus. "Halt ihn fest....!" sagte Kenneth und sah sich um. Doch alles was er entdeckte war sein Bruder Lucius, der mit Morgane über den Hof lief. Ich hielt Amador fest und richtete ihn rückwärts um seine Aufmerksamkeit zu erhalten und um ihn dazu zu bringen weiter zu gehen. Es funktionierte und schon wenige Minuten später fanden wir uns auf dem Hof ein. "Wir bringen Amador besser auf die Weide, nicht das er uns schon wieder die Box zertritt." sagte Kenneth und nahm mir den Hengst ab. Ich wandte mich der Stallgasse der Hengste zu und begann diese für die Mittagszeit zu füttern. Als jeder der Hengste, bis auf Amador, schmatzend mit dem Maul in den Trog schauten, ging ich hinüber zu den Stuten und bereitete auch ihnen das Futter zu. Als auch die Stuten gefüttert waren ging ich zurück ins Haupthaus und besprach mit Kenneth und Lucius den Rest des Tages, sowie den Tagesablauf für Morgen. Ich freute mich schon auf die Führung durch Kalifornien, doch noch mehr freute ich mich darauf wieder nach Nottingham zu reisen. Auch wenn ich die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut vermissen werde.


      Trainingsbericht
      28. März 2017 | 8326 Zeichen von Friese
      Trainingscenter Sportpferdegestüt Jasmund | Dressur E-A für Morgane + Corde de la cerise

      Heute ging es wieder zu Kenneth. Dieses Mal standen zwei andere Pferde an der Reihe. Zum einen Morgane, eine Trakehnerstute, und Corde de la cerise, auch eine Trakehnerstute. Zwei wirklich schöne Stuten, wobei ich Morgane auf den Bildern interessanter fand. Ich würde die Pferde heute abholen, da Kenneth leider selbst sehr eingebunden war und sie mir somit nicht bringen konnte. Ich hatte mir sowohl ein Auto als auch einen Hänger für diesen Tag gemietet und nahm beides nun am Flughafen entgegen. Ich verstaute mein Handgepäck im Wagen und fuhr dann zu Kenneth. Er war gerade dabei die Pferde endgültig fertig zu machen. Das Zubehör hatte er bereits auf zwei Wägen platziert. Ich grüßte ihn und fing gleich an die kompletten Sachen zu verladen. Ich hatte auf Kenneth Hof nur 2 Stunden eingeplant und dies konnte relativ knapp werden, wenn man bedenkt was wir alles machen mussten. Er brachte mir noch zwei Heunetze, welche ich in den Hänger band. Dann ging es auch schon weiter mit Zubehör laden. Kenneth war fertig mit den Pferden und führte sie beide noch zur Beruhigung auf den Paddock. Hier konnten sie sich noch entspannen, während ich und Kenneth den Papierkram klärten. Er übergab mir alle wichtigen Papiere für die nächsten Tage und ich verstaute sie sicher in meiner Tasche. Nachdem wir mit allem fertig waren, holten wir die Pferde und brachten sie in den Hänger. Wir banden beide in Ruhe an und klopften den zweien die Hälse. Kenneth verabschiedete sich von den zweien und ich stieg ins Auto. Wir verabschiedeten uns auch und ich fuhr wieder zurück zum Flughafen. Dort musste ich mit den Pferden erst mal durch einige Kontrollen und als letztes noch selbst einchecken. Ich konnte mich während dem Flug nicht wirklich entspannen, da Kenneth mir die bisherigen Informationen über die Pferde mitgegeben hatte und ich diese nun förmlich studierte. Am Flughafen in der Nähe meines Gestüts wartete Simon bereits auf mich. Wir verstauten meine Sachen im Wagen und holten dann die Pferde mit dem Hänger ab. Nach einiger Zeit bekamen wir die beiden auch und konnten auf unser Gestüt fahren. Dort brachte ich die zwei in den Trainings- und Tierarzttrakt. Ich klopfte ihnen den Hals und gab ihnen ein bisschen Heu. Ich öffnete die Tür für den Paddock und die beiden schauten sich um. Ich verstaute ihr Zubehör und schrieb den vorläufigen Trainingsplan an das Whiteboard im Trainingsstall. Ich schaute nochmal nach meinen privaten Pferden und ging dann ins Haupthaus. Ich aß zusammen mit Simon und den anderen, ehe ich ein letztes Mal nach allen Pferden sah. Simon hatte gemeinsam mit Tyler die Fütterung der Pferde schon vorgenommen, nur Morgane und Corde de la cerise wurden noch von mir gefüttert. Hierfür sah ich nochmal in die Mappe von Kenneth und versorgte sie schließlich. Der Tag war sehr lange gewesen und ich wollte den Pferden nun ihre Ruhe gönnen, zudem würde morgen ein Turnier mit meinen eigenen Pferden anstehen und ich müsste wieder früh raus. Die zwei würden noch drei Tage Pause haben, damit sie sich ein bisschen mehr an alles gewöhnen konnten.

      Die ersten Tage waren schon vergangen und die beiden Stuten hatten sich schon ein bisschen besser an alles gewöhnt. Ich hatte sie schon probegeritten und den Trainingsplan nochmal modifiziert. Heute sollte das richtige Training losgehen und ich wollte zuerst mit Morgane anfangen. Mit ihr würde ich als erstes den Mitteltrab und den Mittelgalopp üben. Dies würde ein paar Tage dauern und ich war mir sicher, dass die Stute auch hin und wieder gegen mich arbeiten würde und sich nicht immer als die liebe Stute stellen würde, aber genau das war klar, denn so hatte sie Kenneth mir schon beschrieben. Ich machte sie fertig und ging zusammen mit ihr auf unseren Dressurplatz. Dort ritt ich sie als erstes warm und dann übte ich noch kurz die Grundlagen der E-Dressur. Die Stute war heute recht gut drauf und machte bis jetzt brav mit. Entgegen ihres eigentlichen Charakters, aber das kam mir ja nur zu gute. Sie verstand schnell, welche Hilfen was zu bedeuten hatte und wie sie auf den Druck reagieren sollte. Die Bewegungen waren noch nicht flüssig und wirklich einfach tat sie sich auch nicht, aber das würde schon werden. Anfangs war es immer schwerer als wenn es dann mal komplett klar war, aber das war auch verständlich. Es brauchte meistens einfach nur diesen Moment in dem der Knoten platzte. Ich übte noch den Mittelgalopp und klopfte ihr schließlich den Hals. Morgane kaute mir die Zügel aus der Hand und ich ritt sie in aller Ruhe noch ab. Ich stieg vom Rücken der Stute und führte sie in den Stall. Dort trenste ich sie ab und band sie vor ihrer Gastbox an. Ich klopfte ihr nochmal den Hals und entfernte dann noch das restliche Zubehör. Als nächstes brachte ich sie auf die Weide und holte im gleichen Zug Corde de la cerise von der Weide. Ich lobte sie und band sie vor der Box an. Ich putzte sie und holte das Sattelzeug. Als nächstes machte ich sie für das Training fertig und führte sie nach draußen. Ich stieg auf dem Platz auf den Rücken der Stute und klopfte ihr den Hals. In aller Ruhe wärmte ich sie auf und übte auch mit ihr das gleiche wie mit Morgane. Sie machte brav mit und tat sich ein bisschen leichter als Morgane. Ich lobte sie und nachdem wir ein bisschen den Mittelgalopp und Mitteltrab geübt haben, ritt ich sie ab. Sie hatte relativ gut mitgemacht und nachdem sie sich leichter getan als Morgane, konnte ich das Training früher beenden als wie mit Morgane. Ich ließ ihr die Zügel lang und sie schnaubte in aller Ruhe ab. Ich führte sie in die Stallgasse und machte auch sie dann für die Weide fertig. Ich brachte sie auf diese und räumte schließlich die Reitsachen auf. Ich fegte noch die Stallgasse und machte den Platz sauber. Simon und ich kümmerten uns um alle Pferde, natürlich zusammen mit Tyler, Joyce, Linus und Mercy. Ich war froh, dass wir so tatkräftige Hilfe auf dem Hof hatten und dadurch, dass wir zu sechst waren ging es auch sehr schnell. Abends holte ich meine zwei Kundenpferde von der Weide und gab auch ihnen noch ihre Portion zu fressen.
      Die nächsten Tage über wurde auch kräftig trainiert. Die Bahnfiguren fielen den Pferden leichtern, als die neuen Gangarten, aber das war meistens so. Hin und wieder hatte ich so meine Probleme mit Morgane und das Training zog sich ein bisschen länger hin als mit Corde. Beide hatten ganz individuelle Probleme und Stärken. Neben den Bahnfiguren, kamen nun auch noch andere Lektionen an der Reihe. Ich berichtete Kenneth regelmäßig und hackte nach jeder Einheit diese auf meiner Tafel ab. Hin und wieder nahm ich meine Trainingsstunden auch auf und schickte sie dann an Kenneth. Ich wollte, dass er genau sehen konnte wie sich seine beiden Pferde entwickelten und er schien darüber auch sehr froh zu sein, wie ich bei einem unserer Skypegespräche merkte.

      Am vorletzten Tag kam dann Kenneth vorbei und ich ritt ihm die beiden Pferde vor. Hierbei konnte er sich ein genaueres Bild davon machen und ich erklärte ihm alles genauer. Ich erklärt ihm auch, dass Morgane noch ein paar Probleme mit der 10 Meter Volte hatte, aber dies würde mit der Zeit und mehr Übung auch klappen. Corde hatte dagegen noch ein paar Schwierigkeiten bei der Schlangenlinie mit vier Bögen. Sie fing hier hin und wieder ein bisschen zum Straucheln an, aber mir war klar, dass sich auch das mit Übung beheben lassen würde. Mir war wichtig, dass Kenneth ihnen diese Sicherheit geben würde, schließlich war es ein Unterschied, ob ich als Trainer auf einem Pferd saß oder der eigentlich Besitzer. Ich konnte die Pferde einfach nicht so individuell fördern wie ich es manchmal gerne wollte, da ich sie einfach nicht zu 100 Prozent kannte und die Pferde mir auch meistens gar nicht so vertrauten wie ihren Besitzern. Bei diesen konnten sie sich also doch noch ein bisschen besser fallen und somit auch los lassen. Das Training würde durch mich also vielleicht noch länger dauern, als wenn Kenneth die Lektionen einfach öfter wiederholte. Natürlich konnte ich als Trainer auch Sicherheit übermitteln, aber es war immer noch ein Unterschied zwischen Trainer und Besitzer. Kenneth und ich packten die Sachen in den Hänger und aßen noch zusammen mit den anderen. Er würde über Nacht noch bei uns bleiben und am nächsten Morgen heimfliegen. Mein Job war jetzt getan und ich stellte noch die Zertifikate aus.


      Trainingsbericht
      30. April 2017 | 1429 Zeichen von Rinnaja
      Ausbildungscenter Beacon Lodge | Military E-A

      Ich hatte einen Anruf aus Kalifornien von einen Kenneth Jenkins der mir sagte, dass ich eines seiner Pferde trainieren sollte in Military. Ich mache mich also auf die Reise. Als ich angekommen war stand Herr Jenkins mit der Stute Corde de la Cerise schon da. Er war grade dabei die Stute zu bürsten und sie für mich fertig zu machen. Ich begrüßte ihn herzlich und Herr Jenkins übergab mir die Stute und machte sein Ding auf dem Hof. Ich begrüßte die Stute kurz und sattelte und trenste sie um anschließend mit ihr ein wenig auf dem Reitplatz zu üben. Ich wärmte sie auf. Aber bevor ich anfing mir ihr ein wenig zu springen guckte ich noch mal ob alles saß und zog nochmal den Sattel fest. Es waren schon ein paar Hindernisse aufgebaut worden von den Leuten auf dem Hof. Mir war es nur recht da es mir die Arbeit erleichterte. Ich nahm ein Hindernis nach den nächsten. Sie zickte zwar rum ab und an und bockte, aber es klappte. Also ging ich mit Corde de la Cerise ein wenig ins Gelände und suchte da nach Hindernissen, die ich auch fand. Ich ritt sie an und Corde de la Cerise sprang diesmal ohne zu zicken rüber das machten wir eine ganze Weile so. Nach fast 40min Arbeit im Gelände ritt ich sie noch ab und wir ritten zusammen nach Hause, wo sie ihr Abendbrot bekam.
      Ich räumte alles weg und ging zum Schluss zu Herr Jenkins um ihm alles zu berichten und ihm zusagen dass sie ohne Problem das Military Training bestanden hatte.

      Tierarztbesuch
      20. Mai 2017 | von Cooper
      Corde de la cerise | Zuchtpferde Check-up, Grundimmunisierung

      Nachdem ich einige Tage zurück auf Chattahoochee Hill's war, kamen weitere neue Aufträge rein. "Duuu! Ich glaube es hat sich rumgesprochen das ich wieder arbeite" rief ich Simon von Büro in die Küche zu. "Ja!. Sehr gut! Ich mache Kaffee, ich frage dich einfach gar nicht ob du einen willst, ich weiß das du immer einen willst". Ich lachte und freute mich sehr auf den Kaffee, Simon machte einfach den besten Kaffee, für mich zumindest. Als er mit das Heißgetränk mit Erdbeeren servierte, zeigte ich ihm die Website von Phoenix Valley und dessen Pferde, die keine spezialisierten Rassen hatten, dafür eine sehr bunte Mischung. "Der Auftrag kommt von Lucius und Kenneth Jenkins, sind Brüder, ihr Sitz ist in Kalifornien" murmelte ich als ich deren Internetseite runter scrollte. "Tja, dann ruf ich mal Miguel an, das ihm ein Flug bevorsteht". Ich fragte Simon nicht ob er mitkommen wollte, da er sowas immer von selbst fragen würde, wenn er lust darauf hätte. Meiner Meinung nach, bekam ihm dieses ganze Fliegen einfach nicht, zudem konnte er Jobmäßig auch nicht. Nicht als zu viele Tage später saß ich im Flugzeug. Miguel kümmerte sich um mich, da ich immer noch unter Flugangst litt. Sein spanischer Akzent half, es war immer wieder amüsant ihm zuzuhören. Vor allem wenn er seine Crew herumscheuchte. Vor der Abreise hatte ich erneut eine neue Kundenakte für die Jenkin's, sowie dokumentations Akte für Corde de le cerise angelegt. Diese überprüfte ich im Flugzeug nochmal, um mich abzulenken und gleichermaßen meine Sucht nach Organisation zu stillen. Der Flug war relativ lang, dennoch gab es keine Zeitverschiebung, was angenehm war. Als ich gelandet war kontaktierte ich zuerst Simon um bescheid zu sagen das alles gut ist und machte mich dann auf den Weg, die ganzen medizinischen Mitbringel zu holen. Erneut hatte auch Miguel alles mit dem Zoll geregelt, so konnte ich ohne Probleme viel mitnehmen, leider musste ich aber das große Ultraschallgerät zuhause lassen, auch die Zentrifuge konnte nicht mit, somit musste ich die Blutproben in mein Labor schicken. Abgeholt wurde ich von Lucius Jenkins. Freundlich begrüßte er mich und fragte ob ich einen angenehmen Flug hatte. Ich erwiderte das er angenehm war, ich jedoch Kopfschmerzen hatte. Lucius starrte auf die Straße und gab mir nach dem beenden meines Satzes, einen Blick indem er nur wenige Sekunden seine Augen in meine Richtung schwenkte und sie dann sofort wieder auf die Straße richtete. "Wieso nimmst du dann keine Tablette" sagte er direkt und in einem sehr selbstverständlichen Ton. Für viele Leute kann das als unhöflich empfunden werden, ich hingegen fand es nicht schlimm, er erinnerte mich an Simon. Ich lächelte und gab zu dass das eine gute Lösung ist. Wir hatten uns darauf geeinigt uns direkt zu duzen, da ich gern mit meinen Kunden auf persönlicher Ebene spreche, als so zu tun als wäre ich was besseres, nur weil ich Möglicherweise mehr medizinisches Wissen habe, was nicht immer stimmte Außerdem war es einfach nicht meine Art. Die fahrt auf den Hof war nicht wirklich lang, die Ankunft war sehr angenehm. Da es schon spät war hatte ich mich nur noch Kenneth vorgestellt und ging dann in das Zimmer, was mir zur Verfügung stand.
      Am nächsten Morgen wurde ich früh von dem Weckanruf von Simon geweckt und machte mich dann, nachdem ich mich zurecht gemacht hatte, auf den Weg die Brüder zu suchen. Es dauerte nicht lange bis in ihnen begegnete und diese mich netterweise zu Frühstück baten. Mit beiden konnte ich mich sehr gut unterhalten, aber Kenneth brachte sehr viele Themen auf, mit denen ich mich selbst gern beschäftigte. Nach dem Frühstück führte mich Lucius zu den Trakehner, der schon einige Erfolge erzielt hatte und ein sehr stattliches Aussehen besaß. Die genannte Corde, war nicht das ruhigste Pferd das ich je behandelt hatte, aber war auch nicht das unruhigste. Was mir auffiel ist das sein Fell sehr stark glänzte und allgemein in diesem Stall und im ganzen Gelände, es sich sehr um das Auftreten und Aussehen gekümmert wurde. Als ich die Stute kennen lernte, stellte ich fest das sie keine Vertrauensprobleme hatte, sich gerne anfassen ließ und unglaublich Aufmerksam war. Nachdem alles geklärt war, fing ich mit der Untersuchung an. Der Zuchtpferdecheckup beinhaltete die Prävention A, somit fing ich an die Nüstern, die Mundhöhle, die Ohren und Augen und deren Reflexe zu begutachten und dokumentierte die Ergebnisse. Unruhig tänzelte die Stute, aber es dauerte nicht lange bis ich sie wieder beruhigen konnte und dann mit der Untersuchung fortfuhr. Die Vitalzeichen, sprich Puls, Atmung, Temperatur und Herzfrequenz waren alle in bester Ordnung, auch nach der Untersuchung nach Parasiten oder Verletzungen am kompletten Körper des Pferdes, war nichts zu entdecken. Somit konnte Immunisiert werden, was schnell, aber nicht ganz kampflos von statten ging, da die Stute sich ausgiebig wehrte. Nach der Prozedur beschlossen wir Sie die Stute ein wenig in Frieden zu lassen, wobei wir das mit der Kontrolle ihrer Grundgangarten verknüpften. Diese waren unglaublich raumgreifend und taktmäßig und kamen elastisch aus der Hinterhand des Pferdes. "Alles wie es sich für ein Trakehner gehört". Zum Körperbau konnte man sagen das Corde das Gesamtbild eines Trakehner erfüllte. Sie hatte große Augen, edles und elegantes Auftreten, trockenen und ausdrucksvollen Kopf, großen Gelenken und die Extremitäten waren korrekt und passten in das harmonische trockene Bild des Pferdes. Weiter erfüllte sie auch die Erwartungen des Stockmaßes und Charakters. Ich dokumentiere alles Rassentypische in die Dokumentation, somit konnten die Brüder diese Merkmale nachschlagen und auf Körungen und Zuchten punkten. Nachdem wir das erledigt hatte, nahm ich noch Blutproben, einmal für ein großes Blutbild und einmal für die Auswertung des Prozentsatzes von Östrogen. Ich lobte die Stute und begutachtete danach das Geschlechtsorgan sowie Gebärmutter, auch hiervon nahm ich Proben. "Rein oberflächlich ist alles super. Ich werde die Proben zuhause im Labor untersuchen lassen, dann wissen wir zu hundert Prozent bescheid" sagte ich. "Nun, es fehlen nur noch die Papiere" lächelte ich und Kenneth händigte mir sie aus. Ich kontrollierte ihre Abstammung, wobei drei ihrer Vorfahren bekannt waren. "Schön, ich sehe mittlerweile viele Tiere, die einen unbekannten Stammbaum haben". Kenneth lächelte und berichtete mir erstmal über die Wichtigkeit der Abstammung. Er hatte sich sehr im Thema verfangen und ich war schon fertig mit dem begutachten der Papiere. Ich tat jedoch so das ich sie weiter lesen und kontrollieren würde, damit er aussprechen konnte. Es fehlte nur noch die Wurmkur, die die Stute nicht gern nahm, aber mit einer Banane gezwungenerweise, nahm. Nachdem Kenneth lobte seine Stute und brachte sie auf die Weide. Wir verbrachten den Tag noch mit dem erkunden ihres Geländes und präsentierten mir noch einige ihrer Pferde. Gegen Abend war das Abreisezeit und ich verabschiedete mich. Die Brüder bedankten sich sehr höflich.


      Hufschmiedebericht
      20. Mai 2017 | von sadasha
      Vineyard Farrier | Hufschmiedbericht

      Ach Felan… Seufzend musterte ich die Schimmelstute, die ich gerade von der Weide geholt hatte um sie zu putzen. Sie hatte sich mal wieder im Schlamm gewälzt und komplett eingedreckt. „Viel Spaß.“ wünschte mir Isaac, der auf der Stallgasse stand und seine Stute Come Back Cupcake striegelte. Es dauerte eine ganze Weile, bis Felan wieder einigermaßen weiß war. Wenigstens war ihr Langhaar nicht ganz so übel dran, da ich das in weiser Voraussicht eingeflochten hatte. Mit ein bisschen Schimmelspray wurde die Tinkerstute wieder ganz weiß. Zumindest bis auf den Behang, den man für die perfekte Weiße einshampoonieren müsste. Dafür war heute aber keine Zeit und gut für die Haut wäre eine tägliche Waschsession eh nicht. Ich löste den Strick und führte Felan zur Schmiede, wo bereits ein neuer Satz Hufeisen auf sie wartete. Immerhin würde sie bald zur Zuchtzulassung kommen. Da sollte sie bestmöglich ausgerüstet sein. Risikoreduzierung nannte ich das. Da die Stute frisch geputzt war konnte ich sofort mit der Arbeit beginnen. Erst löste ich die alten Eisen und schnitt dann die Hufe sorgfältig aus und schliff sie plan. Immer wieder prüfte ich den Sitz der neuen Eisen und schlug sie auf dem Amboss in die richtige Passform. Erst als ich mir sicher war, dass alles stimmte begann ich damit die Eisen nacheinander aufzuschlagen. Ich war gerade fertig als meine Mutter in die Schmiede kam. Sofort fiel mir der kleine Zettel in ihrer Hand auf, von dem sie sogleich ablas. „Ein Herr Kenneth Jenkins hat angerufen, er brauche einen Hufschmied. Hier ist seine Summer, damit du ihn zurückrufen kannst. Die Telefonverbindung reicht ja nicht bis zur Schmiede, sonst hätte ich ihn dir gleich weitergereicht.“ Ich nickte knapp und nahm den Zettel dankend entgegen. Meine Mutter nahm mir meine stille Art nicht übel. So war ich schon immer und sie wusste dass ich wenn es drauf an kam die richtigen Worte fand.

      „Wann brauchst du mich?“ fragte ich wie immer ein wenig mürrisch, da ich die Jenkins Brüder nicht so gern hatte, wie sie es sich wohl wünschten. „Sobald wie möglich?“ Kenneth hatte meinen Tonfall bemerkt und wirkte gleich dagegen indem er etwas herunterfuhr. „Aber wir richten uns da ganz nach deinem Zeitplan.“ meinte er hastig. Suchend blätterte ich in meinem Planer herum. Eigentlich waren die Tage bespickt mit anderen Unternehmungen. Turniere hier und da, ab und an ein Termin zur Zuchtzulassung, Tierarztbesuche und so konnte die Liste ewig weiter geführt werden. Doch dann fand ich eine Lücke. Ein Wochenende, das ich mir eigentlich für etwas andere frei gehalten hatte. „Nur die eine Stute?“ wollte ich wissen, damit ich besser kalkulieren konnte. Er bejahte und so einigten wir uns darauf, dass ich morgens einfliegen würde und mittags sofort wieder nach England aufbrach. So musste ich kein Hotel mieten und verlor nur einen Tag.

      Gesagt getan. Samstags kam ich auf dem Phoenix Valley Gestüt an wo Kenneth bereits wie geplant auf mich wartete. Er hatte eine langbeinige, dunkle Stute mit vier weißen Füßen an der Hand. „Ist sie das?“ fragte ich noch vor dem Hallo. Stolz präsentierte mir Kenneth sein Goldstück. Er hörte kaum noch auf von ihr zu sprechen. Zwischendrin bat ich ihn um ein paar Hilfen wie zB dem Vorführen der Stute in Schritt und Trab oder dem Ablenken, damit sie mich nicht mehr beim Betrachten der Hufe ablutschte, als wäre ich ein Eis. Ich säuberte die Hufe und schnitt sie anschließend aus. Sie war noch nicht beschlagen. Doch so wie ich di Jenkins Brüder mittlerweile kannte, wusste ich, dass Corde de la cerise einen Teilbeschlag bekommen sollte. Natürlich fragte ich noch einmal nach, bevor ich mir alles für den Beschlag zurecht legte. Ich bereitete zuerst die Hufe auf den Beschlag vor, kürzte die Hufwand noch so weit, dass das Eisen die übrige Strecke bis zum Boden übernahm. Einige Minuten später trug die Trakehnerstute ihre ersten Eisen. „Lass sie noch einmal vorlaufen um zu sehen wie sie sich verhält.“ bat ich und beobachtete aufmerksam. Wie erwartet lief sie ein wenig unsicher. Doch sie fand sich schnell ein und hielt es schließlich nur bei einer etwas höheren Aktion. „Das legt sich auch noch. Sieht nur bescheuert aus.“ erklärte ich Kenneth, der nicht wusste ob er lachen sollte, da ihn der Anblick doch verwirrte.

      Planmäßig kam ich wieder in England an und freute mich wahnsinnig als mir Gine mit Slap Happy entgegen kam, als ich aus dem Wagen stieg. Was für eine tolle Begrüßung, nach so einem ermüdenden Tag! Die braune Stute war die letzte noch tragende Stute dieses Jahr. Sie war wirklich spät dran, sollte aber eigentlich jeden Moment abfohlen. „Wie ist ihr PH Wert heute?“ fragte ich und streichelte Scheppi liebevoll. Gine schüttelte den Kopf. „Da tut sich nichts.“ beteuerte sie. Ein paar Tage würden wir ihr noch geben, bis sie in die Klinik müsste. Aber wir hofften weiterhin nur das Beste.


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      20. Juni 2017 | 20029 Zeichen von adoptedfox
      Pferdepflege von Landsberg
      Tag 1
      Ich brauche ganz dringend Zeit für mich stellte ich fest als ich mit müden Augen in das kleine Badezimmer meines Hotelzimmers ging. Am Abend zuvor war ich, nachdem meine Pferde versorgt waren, noch zum Flughafen gefahren um ein Last-Minute-Ticket nach Deutschland zu buchen. Mein Weg führte mich nach Caenheide im beschaulichen Nordrhein-Westfalen. Nachdem ich mich angezogen hatte verließ ich das Hotel und ging zu meinem Mietwagen. Ich stieg in den Wagen und gab die Adresse in das Navigationssystem ein. Glücklicherweise war mein Hotel nur zirka 25 Minuten vom Hof entfernt und da der Hof in einem Landschaftsschutzgebiet lag konnte ich die Fahrt dorthin genießen. Als ich den Hof erreichte stellte ich den Wagen auf dem Parkplatz ab und begab mich in den Stall. Ich begrüßte die Pferde und stellte fest, dass mir ein paar nicht unbekannt waren. Da es noch früh am Morgen war begann ich damit die Pferde zu füttern. Während die Pferde fraßen ging ich mit einer Schubkarre hinüber auf die Weiden und sammelte Pferdemist. Gleichzeitig kontrollierte ich die Zäune, konnte aber keine Beschädigungen feststellen. Ich wollte den heutigen Tag nutzen um mich den Fohlen zu widmen und begann mit Focus. Der schöne Braunschecke wirkte gelangweilt als ich an seine Box trat. Ich ging in die Box und hielt Focus meine Hand hin damit er mich kennenlernen konnte. Neugierig schob er sein kleines Maul über meine Handfläche als würde er etwas suchen. Mit meiner anderen Hand strich ich langsam über seinen Hals und bewegte sie in kreisenden Bewegungen in Richtung Rücken. Die Berührungen schienen ihm nichts auszumachen. Ich ging zur Boxentür und griff nach dem kleinen Halfter welches beim öffnen der Tür auf den Boden fiel. Behutsam legte ich den offenen Genickriemen über seinen Hals und zog ihm das Halfter auf. Bevor ich es schloss verharrte ich einen Moment. Ich lobte Focus ausgiebig als das Halfter geschlossen war und führte ihn an die Boxentür damit ich eine weiche Bürste aus der Putzbox nehmen konnte. Sanft strich ich über sein weiches Fohlenfell und entfernte so Staub und lose Haare. Um Focus nicht zu überfordern beendete ich die Trainingseinheit, ging aus der Box und verschloss diese. Ich würde die Fohlen erst später auf die Weide bringen. Neben Focus' Box schob Skittles bereits ihr Maul durch die Stangen und suchte meine Aufmerksamkeit. Ich öffnete die Boxentür und begrüßte das freundliche Stutfohlen. Während ich mit meinen Händen über ihren zierlichen Körper fuhr um sie an Berührungen zu gewöhnen ließ sie den Kopf hängen und fand offensichtlich gefallen an der Massage. Während ich zur Boxentür ging um das Halfter von der Halterung zu nehmen sprach ich beruhigend mit dem jungen Fohlen. Auch bei Skittles legte ich zuerst den Genickriemen um den Hals bevor ich das Halfter auf ihren Kopf zog. "Prima! Du bist ja eine ganz kluge!" lobte ich sie als das Halfter geschlossen war. Skittles schüttelte kurz ihren Kopf, schien aber kein Unwohlsein zu empfinden. Ich nahm die Bürste, die ich zuvor in den Trog ihrer Box gelegt hatte und strich in sanften, kreisenden Bewegungen über ihr weiches Fell. Zufrieden lobte ich Skittles und ging für einen kurzen Moment aus ihrer Box um einen Führstrick zu holen. Ich hängte den Strick in ihr Halfter und führte sie aus der Box. Das Focus neugierig an die Boxentür trat war ein Vorteil für mich, denn so konnte ich die Tür öffnen und den zweiten Strick in sein Halfter hängen. Mit einem Fohlen in der linken- und einem in der rechten Hand ging ich zu einer der großen Weiden und entließ sie für den heutigen Tag. Ungestüm galoppierten die beiden davon. Ich ging zurück in die Stallgasse und wand mich Phoebe zu. Das junge Stutfohlen war mir nicht unbekannt und ich begrüßte sie mit einem Leckerchen. Ich zog Phoebe das Halfter an und führte sie hinaus in die Stallgasse wo ich sie vor ihrer Box fest band. Ich nahm eine Bürste aus der Putzkiste und begann ihr kurzes Fell zu bürsten um es von Staub und Schmutz zu befreien. Da Phoebe mit dem Hufe geben noch unsicher war steckte ich den Hufkratzer in meine Hosentasche und beschloss mit ihr zu üben. Behutsam strich ich mit meinen Händen ihre Beine entlang und nahm den Huf für ein paar Sekunden hoch. Ein paar Mal entzug sie mir den Huf, doch das war in Ordnung. Beruhigend sprach ich mit Phoebe während ich den Huf hielt und mit der Bürste des Hufkratzers säuberte. Als alle 4 Hufe sauber waren lobte ich sie ausgiebig. Ich löste den Knoten im Strick und führte Phoebe über den Hof zu den Weiden um sie zu den anderen beiden zu bringen. Nun wand ich mich Stracciatella zu. Ich begrüßte die junge Stute ausgiebig nachdem ich die Box betreten hatte. "Na hast du Lust etwas zu lernen?" fragte ich sie und kraulte der jungen Stute die Stirn. Ich hatte das Halfter bereits mit in die Box genommen und lies Stracciatella nun daran schnuppern. Ich öffnete das Halfter und legte den Genickriemen sanft auf ihren Hals auf. Vorsichtig zog ich ihr das Halfter an und streichelte der Stute beruhigend den Hals. Stracciatella wirkte erst unsicher, fand aber gefallen am klappern wenn sie den Kopf schüttelte. Der Anblick war amüsant und ich konnte mir ein lachen nicht verkneifen. Ich hängte den Strick in das Halfter ein und führte sie aus der Box. In der Stallgasse band ich sie fest und griff nach der Bürste um die junge Stute zu putzen. Da auch für Stracciatella das Hufe geben unbekannt war, ging ich mit viel Ruhe vor und wurde überrascht. Stracciatella hatte überhaupt kein Problem mit dem Hufe geben und so konnte ich auch die Hufe auskratzen. Stolz lobte ich sie und schob ihr ein Leckerchen zwischen ihre weichen Lippen. Während sie es genüsslich zerkaute löste ich den Strick und ging mit Stracciatella zu den Weiden, wo ich sie zu ihren Freunden entließ. Mit den letzten beiden Fohlen plante ich einen Spaziergang zu unternehmen um die Gegend kennenzulernen. Ich ging in die Box von Leveneza, zog ihr das Halfter an und führte sie hinaus in die Stallgasse wo ich sie vor ihrer Box fest band. Ich holte einen Striegel und eine Bürste aus der Putzbox und begann Leveneza zu putzen. Mit den Fingern zog ich lose Strohhalme aus dem Schweif und der Mähne. Ich kratzte die Hufe der Stute aus und ließ sie in der Stallgasse angebunden stehen um mich ihrer Boxennachbarin Ases Maskwamozi zuzuwenden. Nachdem ich ihr das Halfter angezogen hatte führte ich sie neben Leveneza in die Stallgasse und band sie an der Boxentür fest. Ich klopfte den Striegel, den ich gerade noch für Leveneza verwendet hatte, auf dem Boden aus damit ich Ases Maskwamozi putzen konnte. Mit dem Hufkratzer säuberte ich ihre Hufe und auch bei ihrem Langhaar benötigte ich keinen Kamm. Ich fuhr mit meinen Fingern durch die feinen Haare um so Knötchen zu lösen. Nun, da beide Fohlen geputzt vor mir standen räumte ich die Putzbox zusammen Ich öffnete die Knoten der Führstricke und ging dann mit beiden Fohlen hinaus in den Hof. Die Natur der Caenheide wirkte unheimlich beruhigend und ich freute mich auf den Spaziergang. Wir wählten einen schmalen Schotterpfad der zwischen zwei Feldern durch führte. Ases Maskwamozi und Leveneza liefen brav neben mir her und hin und wieder schaffte Levenza es ein Büschel Gras zu erhaschen. An einer Weggabelung gingen wir nach rechts und wir hatten eine gute Wahl getroffen, da wir dem Hof entgegen liefen. Ich brachte die beiden Fohlen zu ihren Freunden auf die Weide und ging in die Stallgasse wo ich damit begann die Boxen auszumisten. Ich fegte die Boxen leer und wusch die Tränken aus. Nachbdem ich die Schubkarre auf dem Misthaufen ausgeleert hatte lehnte ich sie gegen die Stallmauer und löste ein paar Lagen vom Strohballen ab um sie in den Boxen aufzuschütteln. Als die Boxen fertig eingestreut waren kehrte ich die Stallgasse sauber und bereitete das Futter für die Fohlen zu. Ich sah auf die Uhr. Der Tag verging wie im Flug und ich nahm mir vor, für heute Ruhe walten zu lassen. Zurück im Hotel ging ich sofort ins Bett.

      Tag 2
      Heute war ich etwas früher auf den Beinen und nutzte die Zeit um in einem kleinen Café zu halten. Ich wählte einen Coffee-to-Go, das war für die Fahrt das einfachste. Ich parkte den Wagen und trank den letzten Schluck aus meinem Kaffeebecher bevor ich ausstieg und mich an die Arbeit machte. Heute würde ich mich den Pferden widmen. Auf dem Weg in das Stallgebäude stellte ich fest das die Fohlen gestern noch in die Boxen gebracht wurden. Das war in Ordnung und mit den Besitzern der Caenheide besprochen. Ich wandte mich dem ersten Pferd im Stalltrakt zu, Ostid OC. Der schöne Hengst klopfte mit dem Huf gegen die Boxentür und wirkte unruhig. Ich sprach beruhigend auf ihn ein und öffnete die Boxentür um ihm das Halfter überzuziehen. Ich führte ihn hinaus in die Stallgasse und band ihn an. Ich ließ ihn für einen Moment allein und holte die Putzbox aus der Sattelkammer. Mit langen Zügen striegelte ich sein Fell um es von Staub und Schmutz zu befreien. Ich nahm den Mähnenkamm aus der Putzbox und legte Striegel und Bürste wieder hinein. Sorgfältig kämmte ich Mähne und Schweif des Fuchses und kratzte anschließend seine Hufe aus. Ich ging in die Sattelkammer und holte eine der Longen. Zurück bei Ostid hängte ich die Longe in das Halfter ein und löste den Strick. Ich führte den Fuchs auf den großen Sandplatz und führte ihn in den Zirkel. Im Schritt zog er seine Runden, ein Ohr stets auf mich gerichtet. Ich schnalzte mit der Zunge und Ostid fiel in einen lockeren Trab. Er arbeitete fleißig an der Longe und auch die Handwechsel bereiteten ihm keine Probleme so das ich ihn im Galopp noch ein paar Runden auspowern lies. Ich parierte den Hengst durch und holte ihn zu mir. Lobend klopfte ich seinen Hals und brachte ihn direkt auf die Weide wo er sich nun entspannen konnte. Zurück im Stall ging ich zur Box von S'Cada. Ich begrüßte die Stute ausgiebig und zog ihr das Halfter an. Den Strick hatte ich bereits eingehängt und konnte sie so direkt in die Stallgasse bringen wo ich sie vor Ihrer Box fest machte. Ich nahm einen Striegel und eine Bürste aus der Putbox und begann das Fell der Stute zu putzen. Sorgfältig bürstete ich ihr dunkles Fell und legte Striegel und Bürste zurück in die Putzbox um mir einen Mähnenkamm zu nehmen. Ich kämmte die kurze Mähne und fuhr mit meinen Fingern durch den Schweif, bevor ich diesen ebenfalls kämmte. Nachdem auch die Hufe ausgekratzt waren zog ich mein Telefon aus der Hosentasche um mir die Beschreibungen der Pferde anzusehen. Ich hatte vor mir S'Cada spazieren zu gehen und wollte ein zweites Pferd mitnehmen. Damit es nicht zu Streitigkeiten kam fiel meine Wahl auf Estrada Dourada. Die champagnerfarbene Stute stand gegenüber von S'Cada in ihrer Box. Ich begrüßte die Stute durch die Boxenstangen, nahm das Halfter vom Sattelhalter und ging hinein. Brav ließ sie sich das Halfter anziehen und folgte mir hinaus in die Stallgasse. Ich band sie etwas versetzt an und begann sie zu putzen. In langen Zügen striegelte ich ihr Fell und hatte mit einer Stelle ganz besonders zu kämpfen. Estrada Dourada hatte sich über Nacht in ihre Hinterlassenschaften gelegt, doch zum Glück waren die Stellen bereits getrocknet und konnten mit etwas Druck ausgebürstet werden. Ich kämmte ihre Mähne und ihren Schweif und kratzte sorgsam ihre Hufe aus. Nun, da beide Pferde geputzt vor mir standen räumte ich die Putzutensilien auf die Seite und löste die Stricke. Mit beiden Pferden verließ ich die Stallgasse und nahm mir vor den gleichen Weg zu gehen, wie bereits am Tag zuvor mit den Fohlen. Das Wetter war heute zugezogen und ich hoffte inständig das es nicht zu regnen beginnen würde. Doch das Wetter hielt sich und die Stuten nahmen aufmerksam ihre Umgebung auf. Bevor wir zum Hof zurück gingen hielt ich mit beiden Stuten auf einer Wiese und lies sie etwas grasen. Der Weg zurück zum Hof verlief unspektakulär und ich brachte die beiden auf eine Weide. Die Stricke legte ich ins Gras nahe des Tors. Ich ging zurück zum Stall und wandte mich Fix the Flame zu. Nachdem ich die schöne Stute begrüßt hatte zog ich ihr das Halfter an und führte sie aus ihrer Box in die Stallgasse. Ich band die Stute vor ihrer Box an und griff in die Putzbox um Striegel und Bürste in die Hände zu nehmen. In langen Zügen putzte ich das rotbraune Fell der Stute und wandte mich ihrem Langhaar zu. Sorgfältig kämmte ich die Mähne. Bevor ich den Schweif kämmte zog ich "gesammelte" Strohhalme heraus und löste Knötchen. Als ich auch die Hufe der Stute ausgekratzt hatte ging ich zur Box von Senda Oscura. Neugierig trat sie an die Boxentür als ich diese öffnete und sie begrüßte. Ich nahm das Halfter vom Sattelhalter und zog es der dunklen Rappstute an. Noch bevor ich sie aus der Box führen konnte schob sie sich bereits an mir vorbei. "Hier geblieben!" mahnte ich sie und band sie vor ihrer Box an. Sie wirkte aufgeregt und blieb kaum ruhig stehen. Ich beeilte mich damit sie zu putzen und hatte gerade mit den Hufen einiges zu tun. Entweder sie verlagerte ihr Gewicht so sehr auf das Bein, welches ich hielt, das es mir unmöglich war sie zu halten oder sie entzog mir den Huf. Als ich endlich den letzten Huf ausgekratzt hatte strich ich mit dem Handrücken über die Stirn. Hoffentlich würde sie beim Spaziergang ruhiger werden! Ich löste zuerst den Strick von Senda Oscura und dann von Fix the Flame. Mit den beiden Stuten verließ ich die Stallgasse und ging hinaus in den Hof. Da es hinter dem Hof ein kleines Waldstück gab entschied ich mich für diesen Weg in der Hoffnung, dass Senda Oscura entspannter werden würde. Wir folgten dem schmalen Schotterweg der in den Wald führte und als hätte Senda meine Gedanken gehört, entspannte sie sich zusehends. Im Wald war es kühl und leider trieben ein paar Mücken ihr Unwesen. Nach einer entspannenden Runde im Wald schlugen wir den Weg in Richtung der Caenheide ein. Auf dem Hof angekommen brachte ich die beiden auf die Weide zu den anderen Stuten. Ich ging zurück in den Stall und widmete mich Ghost Merchant. Der Porzellanschecke stand ruhig in seiner Box. Ich öffnete die Boxentür und begrüßte den schönen Wallach bevor ich ihm das Halfter über zog und ihn in die Stallgasse führte. Ich band den Hengst vor seiner Box an und begann damit ihn zu putzen. Ghost Merchant war ein sauberer Hengst der es auch in seiner Box vor zog seine Hinterlassenschaften in eine Ecke zu platzieren. Demnach hatte sein helles Fell auch keine unansehlichen Flecken. Nachdem ich auch die Hufe ausgekratzt hatte ging zur Box von Ostid wo ich die Longe über den Sattelhalter gehängt hatte. Ich hängte die Longe in das Halfter von Ghost und führte ihn hinaus auf den Reitplatz. Von allein ging er auf den Zirkel und ich ließ ihn ein paar Runden im Schritt warm werden. Er arbeitete fleißig mit und setzte die Kommandos, die man ihm gab, gewissenhaft um. Nach ein paar Hand- und Geschwindigkeitswechseln parierte ich den Hengst durch und holte ihn zu mir. Ich lobte ihn ausgiebig und schob ihm ein Leckerchen zu. Ich führte Gost Merchant vom Reitplatz zur Nordweide wo er sich nun entspannen konnte. Bevor ich zurück in den Stall ging machte ich eine kleine Pause und ging zu meinem Wagen um mir einen Schluck aus der Wasserflasche zu genehmigen. Der Blick auf mein Telefon war ernüchternd. Keine verpassten Anrufe, keine Nachrichten. Ich entschied mein Telefon im Wagen zu lassen, trank noch einen großen Schluck und ging wieder zu den Pferden in den Stall. Ich ging zur Box von Morgane und öffnete die Tür. "Na Morgane? Wie gehts Dir denn?" fragte ich die Stute und hielt ihr die Hand zur Begrüßung hin. Die wirkte wenig begeistert das ich in ihrer Box stand, deswegen wollte ich mich mit Vorsicht nähern. In kreisenden Bewegungen streichelte ich ihren Hals und zog ihr das Halfter über. Ich führte sie hinaus in die Stallgasse und band sie vor ihrer Box an. Ich machte mich daran Morgane zu putzen und kämmte sorgfältig ihr Langhaar. Ich war erstaunt das sie keinerlei Zicken machte als ich ihr die Hufe auskratzte und lobte sie dafür. "Komm wir bewegen dich ein bisschen." sagte ich und holte die Longe. Nachdem ich die Longe in das Halfter eingehängt hatte führte ich Morgane auf den Reitplatz. Sie hatte Lust zu laufen was sie sofort zeigte in dem sie sich von mir ab wand und fleißig voranschritt. Ich sortierte die Longe in meiner Hand und achtete darauf das Morgane sie mir nicht aus der Hand zog. Morgane lief sowohl auf der linken- als auch auf der rechten Hand klar und folgte, wenn auch etwas widerwillig, den Kommandos. Im Galopp zeigte Morgane ihren Charakter und zog das Tempo an. Ich parierte sie in den Schritt und lies sie ein paar Runden laufen bevor ich ihr das Kommando gab, galoppieren zu dürfen. "Viel besser!" lobte ich sie. Sie hatte sich ordentlich ausgepowert und sich den Weidegang verdient. Ich holte Morgane zu mir und klopfte ihr lobend den Hals. Ich brachte sie auf die Weide und ging zurück in den Stall. Ich brachte die Longe zurück in die Sattelkammer und wandte mich Corde de la cerise zu. Ich begrüßte die nervös wirkende Scheckstute und führte sie hinaus in die Stallgasse, nachdem ich ihr das Halfter aufgezogen hatte. Im Stall angebunden machte ich mich an das putzen der Stute. Mit langen Zügen striegelte ich ihr Fell um Schmutz zu entfernen und bürstete nochmals nach. Sorgfältig kratzte ich die Hufe aus und bürstete festgesetzten Schmutz ab. Als ich auch die Mähne und den Schweif gekämmt hatte gab ich der Stute ein Leckerchen. Während des putzens hatte sie mehrfach an meiner Hosentasche geschnuppert und ich dachte es wäre ok wenn sie eins bekäme. Ich blickte zur Stalltür und sah das es langsam zu dämmern begann. "Na komm, eine Runde schaffen wir noch oder?" fragte ich Corde de la cerise und ging zu ihrer Boxennachbarin Busted Cherry Cake die ich mitnehmen wollte. Man hatte mir mitgeteilt das Busted Cherry Cake sich gegenüber anderen Stuten zickig verhielt, doch ich hoffte das beste. Nachdem ich auch Busted Cherry Cake geputzt hatte kratzte ich noch die Hufe aus und war bereit. Ich löste den Knoten aus dem Strick von Busted Cherry Cake und führte die an Corde de la cerise vorbei. Mit beiden Pferden an den Händen verließ ich die Stallgasse und entschied mich für den Feldweg. Damit die beiden Stuten keinen Streit anfangan konnten führte ich sie weit voneinander entfernt was ungemein zu helfen schien. Busted Cherry Cake fand es viel interessanter hier und da ein Grasbüschel zu ergattern. Nach einer 20-minütigen Runde schlugen wir den Rückweg ein. Ich brachte Busted Cherry Cake auf eine einzelne Weide nahe der Stutenweide und stellte Corde de la cerise zu den Stuten. Nun wartete nur noch ein Pferd auf mich, der Hengst Cadeau. Ich begrüßte den Hengst in seiner Box und führte ihn in die Stallgasse. Auch wenn ich ziemlich kaputt war gab ich mir die größte Mühe beim putzen und kämmte sorgsam seine Mähne und seinen Schweif. Als auch die Hufe ausgekratzt waren ging ich nochmals in die Sattelkammer und holte die Longe. Ich nahm den Strick ab und hängte die Longe in das Halfter ein. Ich führe Cadeau auf den Reitplatz welcher langsam in rotes Licht getränkt wurde. Cadeau zeigte Fleiß und arbeitete gut mit. Zum Abschluß ließ ich ihn ein paar Runden ausgelassen galoppieren bevor ich das Training beendete und ihn zu seinen Freunden auf die Weide brachte. Bevor ich mich an die Stallarbeiten machte brachte ich die Longe und die Putzutensilien zurück in die Sattelkammer. Gewissenhaft mistete ich die Boxen in diesem Stallbereich aus und fegte die Boxen leer. Mithilfe eines Schwamms wusch ich die Pferdetränken aus und brachte die volle Schubkarre ein letztes Mal auf den Misthaufen. Ich streute die Boxen wieder ein und kehrte die Stallgasse durch damit alles sauber war. Da es bereits dunkel wurde bereitete ich das Futter für die Pferde zu. Die Hofbesitzer würden die Pferde später in den Stall bringen. Ich streckte mich erschöpft aus und ging zu meinem Wagen. Ich fuhr zum Hotel zurück und stieg unter die Dusche. Das hab ich jetzt so nötig dachte ich und genoss das heiße Wasser auf meiner Haut. Am nächsten Tag würde es zurück nach Nottingham gehen.
    • Occulta
      Pflegebericht
      05. Oktober 2017 | 11.205 Zeichen von sadasha
      Der Boden war vom Regen der letzten Tage so durchweicht, dass man aufpassen musste die Wiesen durch das Beweiden nicht gänzlich zu zerstören. Die Pferde störte das herzlich wenig. Sie waren auch glücklich, wenn sie die abgesteckten Bereiche nutzen konnten, die so oder so schon vom Schlamm durchzogen waren. Der Aufruhr der letzten Wochen hatte sich gelegt. Die Pferde kamen langsam aber sicher in ihrem neuen Alltag an und auch das Team wirkte Hand in Hand, als wären es schon immer knapp dreißig Pferde gewesen, die es zu versorgen galt. Doch bis vor Kurzem lebten auf diesem Hof lediglich das Ehepaar Ziegler mit zwei eigenen Stuten. Der Rest der Pferde waren Einsteller. Dass ihr Bestand an eigenen Pferden so rasch auf beinahe zwanzig Pferde wachsen würde, damit rechnete niemand. Doch die Auflösung des Phoenix Valley Gestüts in Kalifornien kam den Zieglers wie gerufen. Sie hatten den Entschluss ein Sportpferde Gestüt aufzubauen schon in ihrer Ausbildung gefasst. Sie hatten Jahre lang hart gearbeitet um sich nun diesen Traum gemeinsam erfüllen zu können. Unter der Voraussetzung, dass sie alle Pferde nehmen, bekamen sie von den Jenkins Brüdern sogar ein unschlagbares Angebot zugesichert. Als die Pferde endlich in Deutschland ankamen war die Überraschung groß. Entgegen ihrer Erwartungen, befanden sich alle Pferde in gutem Zustand. Die iberischen Pferde fanden schnell einen neuen Besitzer in England und die Morgan Horse durften bis auf Weiteres auf Caenheide bleiben. Franziska Ziegler hatte Spaß an ihnen und würde sie alsbald auf Shows vorstellen wollen. Dafür schienen die beiden Stuten wie gemacht und es würde dem Hof nur zu Gute kommen, da die Preisgelder solchers Shows sehr üppig ausfielen. An Ausrüstung mangelte es den Pferden des ehemaligen Phoenix Valley Gestüts nicht. Alle Teile waren sehr gepflegt und manche schienen sogar maßgefertigt zu sein. Immer wieder drängte sich dem Ehepaar die Frage auf, wieso die beiden Brüder ihren Hof aufgaben. Doch es erschien ihm unhöflich, diese Frage laut auszusprechen, also beließen sie es bei den Gedanken.
      Sobald die Pferde auf dem Hof waren wurde klar, dass die zwei nicht in der Lage waren so vielen Pferden ohne Unterstützung gerecht zu werden. Sie hatten zwar Sabine Faber, die ihnen bei der allgemeinen Pflege und Versorgung half, doch das reichte nicht. Sie brauchten Unterstützung beim Training der Pferde. Zwei Wochen ließen sie sich Zeit und sprachen auch mit Sabine immer wieder die verschiedenen Bewerbungen durch. Sie ließen Trainer vorbeikommen um sich die Arbeit gleich am Pferd anzusehen und schließlich fiel die Wahl auf Dominik Seiler fürs Springreiten und auf Anna Schwab fürs Dressurreiten. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, aber sie machten ihre jeweilige Arbeit gut. Außerdem wirkten sie sehr sympathisch, was ihnen durchaus Pluspunkte verschaffte.

      Heute ging der erste Monat zu Ende. Der erste Monat mit knapp zwanzig Pferden im eigenen Besitz und erst heute konnte das Ehepaar Ziegler sagen, dass sie sich wieder eingelebt hatten. Eingelebt in diese neue Situation. Mit dem Monat hörte auch endlich der Regen auf, der sie die letzten Wochen begleitet hatte. Endlich zeigte sich die Sonne und es wurde wieder etwas wärmer. Immerhin war Sommer! Und eigentlich war es zur Sommerzeit schön in Caenheide. Doch dieses Jahr, beschränkte sich die schöne Zeit des Sommers auf gerade mal eine handvoll Tage. Motivierter als üblich ging jeder auf dem Gestüt seiner Arbeit nach. Die Pferde waren gefüttert, die Boxen gemistet und Sabine war dabei die Wiesen zu überprüfen. Leon und Franziska saßen mit einem Block und Stiften mitten im Hof und planten das weitere Vorgehen. Man wusste schon, dass nicht alle Pferde auf dem Hof bleiben würden. Vor allem der Deckhengst Ghost Merchant war den beiden ein Dorn im Auge, wegen seines Overo-Gens. Es brachte zwar eine interessante Scheckung, aber auch den Tod mit sich. Letzteres allerdings nur, sollte es reinerbig auftreten. Zu riskant sei es, dass der Deckhengst für eine Stute genutzt würde, bei der das Gen im Phänotyp nicht erkennbar ist. Im schlimmsten Fall gibt es dann nicht nur einen Toten bei einer Totgeburt. Dass das Ehepaar ohne den Overo gar keinen Deckhengst hätte schien nicht von Wert zu sein. “Sicherheit geht vor.” und “Wir haben auch noch vielversprechende Jungpferde, die seinen Platz irgendwann einnehmen können.” waren die Totschlag-Argumente. Keiner kam gegen die Meinung der beiden an. Auf die Frage, was mit dem Hengst passieren sollte, wenn er schon nicht mehr für die Zucht genutzt würde, reagierten sie unsicher. Vielleicht sollte er gelegt werden, das wäre die sicherste Methode. Vielleicht hätte ein anderer Züchter Spaß an ihm. Doch wollen die beiden das verantworten? Nein. Eigentlich wollen sie das nicht. “Wir können das ein ander mal entscheiden.” hieß es immer, wenn es zu diesem Punkt kam. Auch Busted Cherry Cakes Zukunft stand noch nicht geschrieben. Die großrahmige Stute hatte zwar ihre Mutterqualitäten schon einmal unter Beweis gestellt, doch irgendetwas schien das Paar auch an ihr zu finden, das sie zögern ließ, sie fest in ihre Pläne einzugliedern.


      »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«


      Die beiden Reitplätze des Hofes waren durch die Trainer belegt. Dominik beschäftigte Morgane und Anna Fix the Flame. Das Ehepaar beschloss sich deshalb in der Reithalle um May Bee und Yuno zu kümmern. Die beiden Fuchsstuten kamen von verhältnismäßig kleinen Höfen und waren die ersten Pferde von Franziska und Leon. “Komm schon, muss das jetzt sein?” genervt wippte Leon mit dem Fuß, als er sah, dass seine Frau gerade damit begann die Mähne ihrer Stute einzuflechten. Auf einem Mähnengummi kauend wandte sie sich kurz von ihrem Werk ab um ihm eine Antwort zu geben: “Ja. Und wenn du schon hier herumstehst: Mir sind da eben ein paar Mähnengummis runtergefallen. Hebst du die bitte auf?” Es grenzte wohl an ein Wunder, dass Leon das verstanden hatte. Vielleicht war er aber auch nur aufmerksam genug um die Blicke von Franziska zu verfolgen. Schwer seufzend hockte er sich auf den Boden um die Gummis einzusammeln und zurück in die Tüte zu packen. “Nein, nein! Ich brauche ein paar!” rief Franziska nun ohne eines der bunten Helferlein zwischen den Zähnen und lachte ihren Mann an. “Bevor die wieder alle runterfallen, gebe ich sie dir lieber einzeln an, Madame.” tadelte er ihr und gab im nächsten Moment das erste Mähnengummi an.
      Als Franziska fertig war, gingen die beiden mit ihren Fuchsstuten in die Reithalle und ritten einige Minuten warm. “Hast du von der Jagd gehört?” fragte Franziska ihren Mann um ein Gespräch zu beginnen. Leon schüttelte den Kopf. “Welche Jagd?” wollte er wissen und sie erzählte ihm davon. Schnell wurde ihm klar, dass sie sehr gerne zu dieser Jagd fahren würde, egal ob mit oder ohne ihn. Wissend lächelte er sie an. “Mit welchem Pferd wolltest du hin?” Das Feuer in ihren Augen loderte kurz noch etwas heller auf, als sie begriff, dass sie ihren Mann wiedermal unterschätzt hatte. “Mit Cadeau?” sagte sie unsicher und beobachtete die Mimik von Leon. Dieser lächelte unbeirrt weiter. “Gute Wahl. Aber du solltest trotzdem ein wenig mehr mit ihm machen, wenn du eine sicheren Ritt auf fremden Boden mit ihm haben möchtest.” Er legte die Stirn kurz in Falten und starrte gedankenverloren auf den gewölbten Pferdehals vor ihm. “Lass uns abreiten und dann mit Cadeau und Estrada Dourada ausreiten um zu sehen wie gut das klappt. Ihr kennt euch nicht so lange und von Estra weiß ich, dass sie sich draußen ruhig verhält.” Franziska nickte ein wenig übereifrig, was Leon lachen ließ.

      “Es hat sogar aufgehört zu regnen!” sagte Franziska, die noch immer vor Begeisterung sprudelte, als sie mit Cadeau unterm Sattel den Hof verließ. “Freu dich nicht zu früh.” entgegnete ihr Mann mit einem Fingerzeig auf die dunklen Wolken etwas weiter hinten am Himmel. “Da kommt noch etwas auf uns zu.” Cadeau und Franziska schlugen sich ganz gut. Nach gut einer Stunde Geländeritt waren alle vier komplett durchnässt. Leon hatte Recht behalten mit seiner dunklen Vorahnung. Wenige Minuten, nachdem sie den Hof verlassen hatten setzte der Regen ein. Zuerst sturzbachartig und später nieselig, aber weiterhin stetig. “Wie fühlst du dich auf ihm?” fragte Leon seine Frau, als er langsam aber sicher den Drang verspürte heim zu wollen. Franziska zügelte den dunklen Hengst und parierte ihn bis zum Schritt durch, bevor sie antwortete. “Er ist eine Geländeversicherung, sag ich dir.” verkündete sie fröhlich. “Das freut mich sehr mein Schatz.”


      »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«


      Am vorigen Abend noch hatte sich Franziska für die Jagd gemeldet und fieberte von nun an darauf zu. “Das wird ein toller Abschluss der Geländesaison!” Auch das Team durfte an ihrer Euphorie teilhaben. Sabine tat gleich so, als würde sie ihre Chefin nicht hören und striegelte stumm Ostid OCs rotes Fell. Leon stand einen Gang weiter und kratzte die Hufe von Corde de la cerise aus. “Beschäftigte lieber deine Pferde…” murmelte er undeutlich als Franziska an ihm vorbeilief. Sie schnaubte verächtlich, schnappte sich aber Senda Oscuras Halfter und machte sich von Dannen. “Dominik ist mit S’Cada in der Halle.” meldete Sabine sich zu Wort. Leon zeigte mit einem Nicken, dass er verstanden hatte. “Dann geh du mit Ostid auf den Platz, ich sag Franziska bescheid.” Bis zum Mittag waren alle mit den ausgewachsenen Pferden beschäftigt.
      Nachmittags ging es dann an die Arbeit mit den Fohlen. Das Team machte sich einen Spaß daraus zu sehen wer mit seinem Fohlen am Weitesten kam, natürlich immer auf das Wohlbefinden der Vierbeiner bedacht. Die zweifach prämierte Leveneza schlug sich dabei besonders gut. Aber auch Ases Maskwamozi war äußerst wesensfest. “Die macht trotzdem nur Unfug…” meckerte Sabine, als Ases mal wieder in eine komplett andere Richtung wollte als sie. Dominik hatte sich den jüngsten im Bunde geschnappt. Focus war das letzte Fohlen vom 2017er Jahrgang. Übrig blieben dann noch Stracciatella, Phoebe und Skittles. Die drei waren etwas auf dem gleichen Ausbildungsstand und wurden heute besonders gefördert, da sie zuletzt beim Hufschmied ein wenig Probleme gemacht hatten.
      “Babe?” Leon sah seine Frau ernst an, als das letzte Fohlen wieder im Stall stand. Verwundert sah sie ihn an. “Ich… möchte Corde de la cerise decken lassen. Dieses Jahr schon.” - “Sicher? Wie kommst du darauf?” Er zog den Kopf zwischen die Schultern. “Sie gefällt mir und ich habe mich auch schon nach einem Hengst umgesehen… ich hätte sogar Namen für das Fohlen…” Franziska fiel die Kinnlade runter. “Du hast es jetzt aber eilig, wir reden da gleich drüber ja?”
      Am Abend zeigte Leon seiner Frau alles, was er sich zurecht gelegt hatte. “Deo Volente also? Du möchtest die Bryère Linie weiterführen?” prüfend sah Franziska ihren Liebsten an. “Gut erkannt. Ich denke das wäre eine sehr hochwertige Anpaarung.” - “Und Namen hast du auch schon? Lass mal hören.” - “Der einzige, der dir gefallen würde wäre Devotion.” Er zählte noch ein paar andere seiner Gedanken auf, die Franziska jedoch so abwegig fand, dass sie irgendwann lauthals zu lachen begann. “Das arme Pferd!” - “Ich hab dich gewarnt!”
      Die beiden bewarfen sich noch eine Weile mit unmöglichen Pferdenamen und ließen den Tag schließlich bei einem Glas Rotwein ausklingen.


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      12. Dezember 2017 | 9061 Zeichen von sadasha
      Das Gestüt Caenheide liegt auf dem Flachland, wo in der Regel nur sehr wenig bis kein Schnee liegen bleibt, egal wie kalt der Winter wird. Dieses Jahr jedoch war ein „Einmal im Jahrzehnt“-Winter. Seit nun fast einer Woche schneit es jeden Tag und der Boden konnte das kühle Nass schon nach ein paar Stunden nicht mehr aufsaugen. Die ganze Gegend wurde in Weiß getunkt. Eine eisige Brise wehte Franziska um die Nase, als sie dick eingepackt in den Stall ging um Sabine bei der Versorgung der Pferde zu helfen. Die beiden Frauen freuten sich über den Schnee, wenngleich er den Verkehr auf den Straßen deutlich erschwerte. Die Pferde wurden nur noch in kleinen Gruppen auf die Weiden gelassen um die Verletzungsgefahr zu verringern. Die besonders wertvollen Zuchtpferde wurden sogar nur zum Training rausgebracht.
      In Gedanken versunken füllte Franziska einen Futtertrog nach dem anderen und brachte dabei beinahe die Futterpläne durcheinander. „Woran denkst du?“ wollte ihre Freundin wissen. Verträumt lächelnd wandte sich Franziska zu ihr um zu antworten. „Heute kommen neue Pferde an und wir haben endlich Namen für das Fohlen aus Morgane. Ich hoffe auf eine Schimmelstute, dann würde es meins werden. Leon hätte gerne einen Hengst, den er dann General taufen kann.“ Die junge Frau schnaubte verächtlich und zeigte eine herablassende Handbewegung. Sabine wusste, dass sie dazu nichts sagen sollte und lächelte nur vielsagend. In die kleinen Reibereien der Zieglers sollte man sich als Angestellter nicht einmischen. Man konnte nie wissen ob es Ernst oder Spiel war. In der Regel klärte sich diese Frage mit der Zeit von selbst. „Ich hoffe nur, dass es ein braves Fohlen wird.“ sagte die ältere Frau schließlich in ihrer sanften Art.

      Nach der Fütterung war der gesamte Stall erfüllt von den Kaugeräuschen der Pferde. Hier und da schnaubte eines oder schlug mit dem Schweif gegen die Boxenwand. Irgendein Fohlen rief weit hinten im Stall nach seiner Mutter, was ein paar der Stuten dazu veranlasste ihr Frühstück zu unterbrechen und in Richtung des Rufes zu lauschen. Alles wirkte sehr idyllisch und warm, während Franziska draußen an die klirrende Kälte erinnert wurde. In einer Stunde sollte Deo Volente zusammen mit St Pauli eintreffen. Die beiden Rapphengste sind eine gute Ergänzung für die Trakehnerzucht. Beide waren begabte Springpferde und konnten schon die ein oder andere gute Nachzucht vorweisen. Einen jungen Hengst hatte Franziska erst vor Kurzem gekauft. Sie wusste zwar, dass sie keinen Bedarf mehr an weiteren Hengsten hatten, aber Sacred Assault hatte ihr unglaublich gut gefallen. Der Fünfjährige sollte zunächst schonend eingeritten werden. Das knirschen des Schnees verriet Franziska, dass Sabine nun bei ihr stand. Ohne sich umzudrehen fragte sie: „Sind die Boxen für die Neuankömmlinge fertig?“ – „Ja. Die vier können kommen.“ gab sie im Vorbeigehen zurück. „Kaffee?“ rief sie ihrer Chefin zu ohne sich noch einmal umzudrehen. Franziska sog die klare, kühle Luft tief ein und ging im Ausatmen los. Neue Pferde waren immer mit viel Aufregung verbunden und heute kamen gleich vier an. Als sie in die Küche kam stand ihr Mann bereits vor der Kaffeemaschine. Gespielt tadelnd sah sie ihn an. Er grüßte die beiden Frauen fröhlich und schenkte dann auch ihnen je eine Tasse Kaffee ein, ehe er sich setzte. „Was machen wir nur?“ fragte Franziska verzweifelt. „Können wir die Pferde nicht nach und nach zu uns holen, wie das normale Menschen machen?“ Sie lachte leise und auch auf Leons Lippen zeichnete sich ein verwegenes Lächeln ab. „Seit wann sind wir schon normal, Liebes? Wir packen das schon! Vier sind Nichts im Vergleich zur Übernahme der Phoenix Valley Pferde. Das machen wir mit Links.“ – „Besser nicht mit Links.“ korrigierte Franziska ihn sofort. Im Laufe des Morgens gesellten sich auch Dominik Seiler und Anna Schwab dazu, was die Runde komplett machte. Die beiden Trainer unterhielten sich angeregt, als sie das Haus wieder verließen um an die Arbeit zu gehen. Sie hatten im Moment viel damit zu tun, die beiden Stuten Leveneza und Ases Maskwamozi einzureiten. Seit Kurzem war Sacred Assault noch mit von der Partie. Doch sie wirkten keinesfalls überfordert. Das Ehepaar Ziegler hatte ein zuverlässiges, gut funktionierendes Team aufgebaut. Das Training der Turnier- und Zuchtpferde wurde gerecht, je nach verfügbarer Zeit unter allen Mitarbeitern aufgeteilt.

      Nun war der Tagesablauf heute etwas anders. Die Trainer machten sich zwar über ihre Berittpferde her, Franziska, Leon und Sabine jedoch warteten ungeduldig auf die Ankunft der beiden neuen Hengste. Mit gut 30 Minuten Verspätung fuhr dann endlich der Trailer auf den Hof. „Das müssen sie sein!“ sagte Franziska aufgeregt und sprang auf um rauszurennen und auf dem glatten Boden auszurutschen. „Vorsicht!“ rief ihr Mann und fing sie etwas unbeholfen auf, bevor sie sich verletzen konnte. Beschämt lächelte sie ihn an und ging dann deutlich bedachter auf den Trailer zu, der mittlerweile zum Stehen gekommen war. Eine Frau um die 40 trat aus der Fahrertüre und begrüßte die Drei höflich. „Zweimal Lackschwarz?“ scherzte sie. Leon und Franziska nickten aufgeregt und rieben sich frierend die Hände, während Sabine und der Gast die Trailertüre weit aufschoben. Zwischen den Hengsten hatte man eine Box frei gelassen. Eigentlich konnte man mit diesem Fahrzeug insgesamt vier Pferde transportieren. „In den leeren Boxen waren zwei Wallache, die ich vor diesen beiden in ihre neuen zu Hause gebracht habe. Sie waren also nur auf dem letzten Stück so isoliert.“ erklärte sie. Wieder nickte das Ehepaar angespannt, voller Vorfreude. Die beiden Hengste sahen schläfrig aus und machten keine Anstalten von selbst aus dem Trailer zu steigen. Franziska konnte es ihnen nicht verübeln. Im Trailer herrschte eine schnuckelige Wärme und der Geruch von frischem Stroh und Heu lag in der Luft. Sabine löste den Strick von Deo Volente und schob seine Tür beherzt auf. Das schabende Geräusch der Schiene weckte die Gemüter der Rappen und Bewegung kam in die Szene. Sabine führte den älteren Hengst ruhig zur Reithalle, wo er sich erst einmal lösen konnte, nachdem sie ihm die Transportgamaschen abgenommen hatte. Danach ging es zum ersten Mal in seine neue Box. St Pauli bekam anschließend die gleiche Behandlung. Nachdem beide Hengste dampfend und ihre erste Futterration kauend in ihren neuen Boxen standen kehrte Sabine zurück auf den Innenhof. Die Dame mit dem Trailer war schon längst wieder abgefahren und Franziska und Leon warteten auf sie um die Ankunft der nächsten Pferde zu besprechen.

      Die beiden Stuten Shorty und Aphedril könnten unterschiedlicher kaum sein. Bei Shorty stand außerdem noch nicht fest, ob sie auf dem Gestüt bleiben würde. Overo Schecken wollte das Ehepaar eigentlich nicht in ihrer Zucht haben, Ghost Merchant wurde deshalb schon in seine wohl verdiente Rente geschickt. Shorty jedoch war noch jung. Einzig ihre Abstammung und ihr Potential waren interessant. Die Zeit würde zeigen, wie sich ihre Zukunft geben wird. Aphedril, das stand fest, würde ihren Lebensabend auf diesem Gestüt verbringen. Leon hatte sich gleich in diese Stute verliebt und er würde sie selbst einreiten, nachdem sie sich eingewöhnt hatte. Vom Gebäude her war die Tigerscheckstute ein klasse Allrounder und würde ihn in der Vielseitigkeit sehr glücklich machen, wenn sie sich wie erhofft entwickelte.

      Am Nachmittag spitzte sich die Wetterlage wie bisher jeden Tag dieser Woche erneut zu. Der Wind nahm zu und auch der Schneefall wurde heftiger. Dicke Flocken fielen dicht an dicht auf den eh schon weißen Boden. Schneeverwehungen verblendeten die Übergänge von Straßen und Wegen und an eine Weiterarbeit Draußen war nicht zu denken. In der Halle tummelten sich Dominik, Anna und Leon mit ihren Schützlingen. Franziska und Sabine beschäftigten sich derweil mit den Fohlen und bereiteten im Anschluss das Essen für die Mannschaft vor. Abends hatte das bunte Treiben in Halle und Stall endlich ein Ende. Es wurden heute nicht alle Pferde bewegt, das war aber bei einem Team dieser Größe und Pferden dieser Menge nicht ungewöhnlich. Zufrieden aßen die Fünf und berichteten von ihren Fortschritten.Dominik und Anna blieben dabei immer wieder bei ihren Berittpferden hängen, wobei Leon sich darauf versteifte wie toll Corde de la cerise doch heute mitgearbeitet habe. Franziska und Sabine tauschten immer wieder argwöhnische Blicke aus und lachten an den denkbar unmöglichsten Stellen, weil sie die Euphorie ihres Teams als sehr überheblich empfanden. Es herrschte Hochstimmung, während draußen das Chaos wütete. Sie ahnten noch nicht, dass der viele Schnee auch für sie noch Tücken bereit hielt. Er nagte jetzt schon an den Barrikaden und es fehlte nur noch ein Müh um die ersten Steine zum fallen zu bringen.
      Aber für heute schien die Welt noch perfekt zu sein. Die vorweihnachtliche Stimmung, die neuen Pferde, die Erfolge im Training. Das alles ließ nur Gutes verheißen. Nicht im Traum dachten die Fünf daran, dass irgendetwas in den nächsten Tagen ihre Stimmung kippen könnte. Niemals.


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      16. Februar 2018 | 6274 Zeichen von sadasha

      Sie musste sich ja unbedingt Reitponys holen. Jetzt hat sie den Salat. Wenig begeistert sah Leon seiner Frau dabei zu wie sie versuchte die Reitponyhengste Thornheart und PFS’ Heart of Ocean davon abzuhalten sich gegenseitig zu Tode zu beißen. Er wartete darauf gerufen zu werden und just in diesem Moment: “Leon! Komm mal bitte!” Schmunzelnd lief er rüber und legte sich gespielt nachdenklich eine Hand ans Kinn. “Jetzt lass das, das ist nicht witzig!” Franziska war verzweifelt darum bemüht wenigstens einen der Hengste vom Boxenfenster weg zu halten. Leon lachte gehässig. “Du hast recht. Aber... “ Er kam nicht dazu seinen Satz zu Ende zu sprechen, da Franziska ihn beherzt weg schubste. “Hallooo? Jemand zu Hause?” rief sie nun ebenfalls lachend. “Wir müssen die Hengste umordnen. So geht’s nicht.” Leon zog entgeistert die Brauen hoch. “Ach WIRKLICH?” meinte er sarkastisch und nahm sich nun den anderen der beiden Hengste vor. “Welchen möchtest du woanders haben?” Franziska überlegte kurz und beschloss dann Thornheart wegzubringen, da immerhin er der Neuzugang war. Ocean hatte das Hausrecht. Gemeinsam sortierten sie das Geplänkel und brachten den jüngeren der beiden Hengste erstmal in Einzelhaft auf eine Weide. Mittlerweile hatte sich Sabine auf dem Hof eingefunden und war sichtlich verwirrt von der leeren Box neben Ocean. “Lass dir das von Franzi erklären. Ich nehm mir jetzt St Pauli raus, der ist weniger auf Drama aus, wenn du verstehst was ich meine.” scherzte Leon und tat wie geheißen.
      Währenddessen hatte Franziska Phoebe und Leveneza von der Weide geholt. Die beiden Jungstuten benötigten nur noch etwas Feinschliff um vom Fohlen-und Jungpferde-ABC zu den Vorbereitungen des Beritts überzugehen. Die junge Deutsche übte deshalb fleißig die Geländesicherheit. Die beiden Stuten machten sich wunderbar und zeigten sich unbeeindruckt von den meisten Gegebenheiten solange sie gemeinsam ausgeführt wurden. Sabine mistete unterdessen die Boxen, während Dome und Anna Ases Maskwamozi und Aphedril im Training hatten. Die beiden Tigerschecken waren noch nicht beritten und machten noch ein paar Probleme in der Vorbereitung. Doch die Trainer übten sich in Geduld mit den beiden Knalltüten.
      Als Leon von seinem Ausritt mit Pauli heimkehrte beobachtete er die beiden auf dem Reitplatz. “Sieht chaotisch aus. Wo ist denn das Problem?” wollte er wissen, bekam jedoch nur ein. “Geh wieder arbeiten, Klugscheißer!” von der genervten Anna zugeschrien. Dafür würde sie sich später reuemütig entschuldigen. Immerhin war Leon ihr Chef, aber in Stresssituation reagierte die junge Frau gerne mal etwas voreilig. Leon hob entschuldigend die Hände und ging in den Stall um nun Scared Assault, St Paulis Sohn fertig zu machen. “Ey, das ist meiner.” beschwerte sich Franziska, als sie ihn dabei erwischte. Prüfend blickte er sich um. “Dann nimm du eben Vakany. Die ist meine, aber ich weiß wie gern du sie reitest.” Er warf ihr einen Kuss zu und widmete sich dann wieder dem Rappen neben ihm. Franziska murmelte irgendwas vor sich her, während sie zu Vakany schlenderte und sie schließlich aus der Box holte. “Wieso weißt du das?” fragte Franziska schließlich, kurz bevor Leon mit Sacred Assault die Gasse verließ. “Weil du meine Frau bist und ich Alles über dich weiß.” Wie er das so sagte klang es gruselig. Franziska erschauderte und lachte dann. “Ja ja klar…” meinte sie und wank ab. Leon lachte gespielt irre und machte sich auf den Weg zur Reithalle.

      “Franzi?” Sabine war mit dem Misten fertig und stand nun an der Bande der Reithalle um Franziska und Vakany beim Training zu beobachten. Leon und Sacred Assault beschlagnahmten den hinteren Teil der Halle. “Sagmal, was ist denn bei den Ponyhengsten los?” Im Trab kam Franziska zur Bande. “Gut, dass du das erwähnst. Du bist ja jetzt fertig oder?” Sabine nickte. “Wir müssen Thornheart von den anderen Hengsten trennen, der ist streitlustig. Hast du vielleicht Lust dir da etwas zu überlegen? Du hast da so viel Erfahrung mit.” Dem bittenden Blick ihrer Chefin konnte Sabine nicht widerstehen. Sanft lächelte sie. “Mache ich. Soll ich mich danach um die restlichen Fohlen kümmern?” fragte sie. Franziska überlegte kurz. “Stracciatella und Skittles mache ich nachher noch. aber du könntest Focus noch übernehmen.” - “So machen wirs.” Gleich machte sie kehrt und ging an die Arbeit. “Ich freue mich schon auf General und Devotion.” fügte Leon hinzu, dessen Gedanken zu den Fohlen abgeschweift waren, die noch gar nicht auf dieser Welt weilten. “Lebst du jemals im Hier und Jetzt, mein Schatz?” fragte Franziska liebevoll lächelnd. “Tue ich! Pensive Cuddlepot und Louvré zum Beispiel mache ich nachdem ich mit ihm hier fertig bin. Die hast du in deiner Planung nämlich vergessen. Siebhirn.” Er zwinkerte um ihr zu zeigen, dass er das nicht bissig meinte und Franziska lachte. “Die beiden sind Neu, was erwartest du von mir! Nenn mich nicht so! Das bekommst du später zurück!” drohte sie immer noch lachend und galoppierte Vakany an. Leon brummte schmunzelnd und verkniff sich seinen Kommentar zu dieser Drohung.
      Gegen Nachmittag stand der Weidewechsel an. Senda Oscura, Estrada Dourada, Paminta, May Bee, Yuno, Morgane, Corde de la cerise, S’Cada, Fix the Flame, Princess Sansa, Arcany, Eismärchen und Busted Cherry Cake wurden reingeholt und die Hengste Ghost Merchant, Cadeau, Ostid OC, Deo Volente, Pauli und sein Sohn, Red Diamond, Emrys und die Streithähne wurden auf die kleinen Weiden aufgeteilt. Der Tage neigte sich schon bald dem Ende zu. Sabine war schon am Nachmittag in den Feierabend gegangen und Anna und Dominik blieben bis zum Abendessen. Erst als alle Mitarbeiter den Hof verlassen hatten schlossen Leon und Franziska sämtliche Türen und Tore ab. Schließlich sah Franziska ihren Mann tadelnd an. “So, jetzt bist du fällig!” Verwirrt stand Leon da, bis ihm die Geschichte von heute Mittag wieder einfiel. “Du hast es also nicht vergessen?” Sie schüttelte mit dem Kopf. “Ich habe die Zeit genutzt um meine Rache zu planen.” Hämisch grinsend kam sie näher. Leon hatte keine Chance ihr zu entfliehen. Im Endeffekt hatte auch er Spaß an diesem Spiel. Sie ließen den Tag nun ausklingen und die Arbeit und die damit verbundenen Sorgen fielen wie eine schwere Last von ihnen ab, ehe sie sich schlafen legten.


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      30. März 2018 | 8119 Zeichen von sadasha
      Ein Haflinger

      Endlich schien die Sonne und das sogar schon am Morgen. Trotzdem war es noch bitterkalt, sobald man das Haus verließ. Es half nichts. In dicker Jacke und mit Handschuhen machten sich Leon und Franziska an die Stallarbeit. Die Pferde schlugen aufgeregt gegen die Boxen und warteten auf ihr Futter. Nach der Fütterung wurden sie nacheinander auf die Weiden gebracht, sodass gemistet werden konnte. Als Sabine heute eintraf, war das Ehepaar bereits fertig. “Was machst du hier? Du bist krankgeschrieben.” wollte Franziska von ihrer Freundin wissen. Diese zog die Schultern hoch. “Mir fällt zu Hause die Decke auf den Kopf. Durch das Antibiotikum geht es mir gut. Gib mir eine leichte Aufgabe, bitte. Alles ist besser als nutzlos zu Hause rumzuhocken.” Leon warf Sabine einen missbilligenden Blick zu, ließ aber seine Frau die Angelegenheit klären. “Du steckst uns noch Alle an, Sabine.” erklärte sie und sah Hilfe suchend zu Leon, der bereits das Weite suchte. Sabine schüttelte den Kopf. “Ich nehm seit drei Tagen Medikamente, ich bin sicher nicht mehr ansteckend!” beteuerte sie und brachte Franziska endlich dazu einzulenken. “Wehe dir wenn nicht.” drohte sie lächelnd. “Du könntest das Zubehör pflegen. Die Saison beginnt gerade wieder und wenn nicht jetzt, wann wäre dann der perfekte Zeitpunkt?” Franziskas Blick wanderte an Sabine herab. “Aber zieh dir bitte Handschuhe über.” Sabines freudige Antwort wurde in einem Hustenanfall erstickt, doch sie machte sich gleich darauf auf den Weg in die Sattelkammer.

      Dominik und Anna waren mittlerweile auch eingetroffen und kümmerten sich um die beiden Berittpferde Ases Maskwamozi und Aphedril. Leon hatte sich heute ganz den Fohlen verschrieben. Er ratterte seine kleinen Fohlen-ABC Einheiten mit Focus durch. Der kleine Wirbelwind gab mittlerweile bereitwillig jeden seiner Hufe, ließ sich ins Maul schauen und ordentlich hin und her führen. Im Gelände war er aber noch etwas unsicher. Mit der Zeit würde sich auch das legen. Schließlich war Focus erst ein paar Monate alt. Franziska zog mit ihrem Mann gleich indem sie Stracciatella, eine junge Appaloosastute abfragte. Sie war ein paar Monate älter als Focus, was ihr aber leider nicht mehr Sicherheit verschaffte. Zwar möchte sie ihrem Menschen gefallen und tut Alles für eine ausgiebige Schmuseeinheit, doch bei neuen Aufgaben wurde sie nervös. Franziska übte deshalb vor Allem das Spazierengehen. Dazu gehörten auch ein paar das Vertrauen stärkende Übungen auf dem Platz. Neben der Arbeit schweiften Franziskas Gedanken immer wieder zu Sabine, die in der Sattelkammer hockte und mit Wasser, Seife und Fett das Zubehör mehr als gründlich reinigte. Auch die zwei kaputten Halfter nahm sie sich zur Hand und vernähte sie neu. Sie sahen danach zwar nicht mehr so toll aus, waren aber wenigstens wieder einsatzbereit. Immer wieder hörte man Sabine husten oder niesen. Gut klang das nicht und Franziska machte sich Sorgen. Auch an Leon zog das nicht spurlos vorbei, doch er sorgte sich mehr um die Konzentration seiner Ehefrau. “Jetzt hör auf dich verrückt zu machen, Schatz. Sabine ist 16 Jahre älter als du. Meinst du wirklich dass sie nicht weiß was sie sich zumuten kann und was nicht?” Er sah sie innig an. “Komm, bring Stracciatella weg, die weiß gar nicht mehr wohin mit sich. Und dann gehen wir mit Phoebe und Skittles eine Runde über die Felder.” Franziska hatte noch immer diesen besorgten Gesichtsausdruck, doch sie willigte ein. Sie schloss das Training mit der wirklich desorientiert wirkenden Stracciatella mit einer einfachen Übung ab und schnappte sich dann das übrig gebliebene Stutfohlen. Nach dem Spaziergang besuchte Franziska Sabine in der Sattelkammer, die gerade dabei war das Leder einer auseinander gebauten Trense zu fetten. “Lust auf eine Pause?” fragte sie sanft und legte ihr eine Hand auf die Schulter. “Ich mach uns beiden einen frischen Kamillentee. Kein Tütenzeug, frisch!” schlug sie zustimmend nickend vor. Sabine lachte. “Dann hilf mir noch schnell mit der Trense, ich lasse keine angefangene Arbeit zurück.” gab sie forsch zurück.

      Beim Tee bekam Sabine einen Anruf. Sie begann über beide Ohren zu strahlen, als sie auflegte. “Heute ist ein großartiger Tag!” platzte es aus ihr heraus. Verwirrt runzelte Franziska die Stirn. “Weil?” - “Weil ich gerade eine Ankaufbestätigung bekommen habe. Ich bekomme ein Pferd.” Nun wurden auch Franziskas Augen groß, sie lehnte sich nach vorne und sah auf das Handy ihrer Mitarbeiterin. “Wirklich? Was für eines? Wie kommt es dazu? Hast du ein Foto?” Verzweifelt tippte und wischte Sabine auf ihrem Handy herum und ein paar Momente später knallte sie selbiges mit dem Display nach unten auf den Tisch. “Keine Ahnung wie das geht. Ich finds nicht mehr. Vielleicht hab ich es auch gelöscht.” Frustriert und verärgert sah sie zu Franziska, die aufmunternd lächelte. Sabine seufzte. “Er ist ein Haflingerhengst und heißt Golden Samurai. Er ist sogar gekört! Ich würde dir so gerne das Bild von ihm zeigen, aber ich glaube ich hab es wirklich gelöscht.” erzählte sie und lächelte nun wieder. Franziska nickte wissend. “Ist doch nicht so schlimm. Wann kommt er denn an? Können Leon und ich irgendwas vorbereiten? Wie verträglich ist er?” Die beiden Frauen saßen noch gut eine Stunde am Tisch und besprachen wie sie den Hengst in den Hofalltag eingliedern wollen. Erst als Leon völlig durchnässt ins Haus kam wurde ihnen bewusst wie viel Zeit verstrichen war. “Pensive Cuddlepot und Louvré sind jetzt auch beschäftigt. Die tragenden Stuten hab ich wieder reingeholt und Dominik und Anna arbeiten noch mit den letzten Trainingspferden. Und was habt ihr so produktives geschafft? In der Sattelkammer stehen noch ein paar Sachen?” Franziska wank ab. “Du übertreibst maßlos. Wir haben nur etwas besprochen. Jetzt geh duschen und hau dich danach vor den Fernseher. Wir kochen was. Sabine bleibt heute zum Essen, dann berichten wir dir was es Neues gibt.” meinte Franziska und tat wie geheißen.

      Auf dem Hof herrschte hektisches Treiben am Tag der Ankunft von Sabines Haflingerhengst. Die Box war hergerichtet, Jungpferde und tragende Stuten auf die Weiden gebracht und andere Hengste in neue Boxen umsortiert. Alles so, dass Golden Samurai erstmal möglichst wenig Kontakt zu den eingesessenen Pferden hatte. Zwar wurde von Allen Seiten immer wieder versichert, dass der Hengst ein freundlicher und menschenbezogener Kandidat war, doch das Ehepaar Ziegler wollte auf Nummer sicher gehen. Gerade Morgane und Corde de la Cerise, die beiden noch tragenden Stuten durften sich jetzt nicht mehr großartig aufregen oder gar verletzen. Jeden Moment könnte es bei den beiden soweit sein. Devotion und General, so sollten die zwei Fohlen heißen, wurden bereits erwartet. Gegen Mittag fuhr dann endlich der obligatorische Pferdehänger auf den Hof. Franziska und Leon hatten ihre Sabine noch nie aufgeregter erlebt. Sie hatte sich von ihrer Erkältung gerade erst erholt und wirkte gerade wieder, als sei sie kurz vor dem Kollabieren. Im Umgang mit dem Neuzugang jedoch war sie sanft wie eh und je. Golden Samurai sah sich mit aufgeblähten Nüstern und gespitzten Ohren um, sowie er von der Rampe getreten war. Er war nervös, hatte aber ein selbstbewusstes Auftreten dabei. Beim Flehmen sog der die verschiedensten Düfte seiner neuen Heimat auf und wirkte im Anschluss noch aufgedrehter. “Ruhig, Hübscher!” sagte Sabine sanft und strich dem Hengst über die Nase, sodass er den Kopf wieder ein wenig sank. “Ich führe ihn ein bisschen herum. Wir haben ja bereits Alles geklärt.” sagte sie bestimmt und wandte sich ab. Franziska und Leon unterhielten sich mit dem Händler noch ein wenig, ehe er den Hof verließ und die zwei wieder an die Arbeit gingen. Erst am späten Nachmittag fragten sie bei Sabine nach ob alles in Ordnung sei.Sabine nickte glücklich, man sah ihr jedoch an dass der Tag für sie auslaugend war. Golden Samurai war offenbar kein einfaches Pferd, doch auch er würde sich einleben und Sabine würde die Herausforderung noch lieben lernen. Sie war nur etwas aus der Übung. Franziska hatte noch ein paar aufmunternde Worte für sie, ehe sie sich verabschiedeten.


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      28. April 2018 | 8564 Zeichen von sadasha

      "Ich liebe ihn, Leon!" schwärmte Franziska, während sie den bunten Hengst unter ihr kraulte, der wohlig schnaubte. Eine halbe Stunde waren die beiden auf dem Reitplatz bei schwülwarmen Wetter. Leon kam gerade von einem Ausritt mit Ghost Merchant zurück. Der alte Hengst genoß seinen Ruhestand und musste nicht mehr so hart arbeiten wie seine jüngeren Kollegen. Red Diamond, auf dem Franziska gerade saß war sogar noch ein bisschen älter. Die beiden Rentner würden ihre guten Gene vielleicht noch ein paar mal vererben, ehe sie auch aus der Zucht herausgezogen würden. Dass Franziska ihren Schecken liebte wusste Leon schon. Dennoch freute er sich darüber seine Frau glücklich zu sehen und lächelte seelig, während er sie dabei beobachtete wie weiter mit dem Pferd arbeitete. "Eh Faulpelz!" beschwerte sich Dominik, als er aus der Reithalle kam. "Nicht rumstehen, weiter arbeiten." Leon nickte. "Wen hast du schon fertig?" erkundigte er sich und sein Springreiter dachte nach, bevor er die Pferde aufzähle: "Busted Cherry Cake, Morgane, Corde de la Cerise und Yuno." Abermals nickte Leon. Die beiden tragenden Stuten hätte er sowieso nicht großartig bewegen können. "Keine Lust auf die Hengste?" Dominik lachte rau und schüttelte den Kopf. "Anna hat sich die Hengste vorgenommen und wie du siehst kommen die Stuten auch bei euch beiden etwas zu kurz heute." Er deutete auf Franziska und Leon. "Ich bring die Gute hier jetzt rein. Wenn du nicht noch weiter nutzlos herumstehen willst, kannst du mir ja folgen, damit wir als nächstes zusammen ins Gelände gehen können. May Bee freut sich sicher das Wissen aus eurem Training weiter zu festigen. Und ich komme mit Paminta mit." Ohne zu antworten nahm Leon die Zügel seines Hengstes auf und wandte sich zum Gehen. Ein Blick in den Himmel verhieß jedoch nichts Gutes. Er ahnte, dass sich etwas zusammenbraute und zweifelte an Dominiks Idee jetzt auf die Geländestrecke zu gehen. Vermutlich war es auch nur die Angst davor sein Wissen zu prüfen. Schließlich hatte Leon sich immer ganz gut vor den Cross Country Pferden gedrückt, seit er vom Lehrgang wieder heim gekommen war. Wenigstens würde er gleich nicht alleine sein. Falls etwas passierte, war gleich Hilfe zur Stelle.
      Franziska beendete alsbald die Session mit ihrem Liebling und nahm sich als nächstes Deo Volente aus der Box. Der Rappe stand mit seinen sieben Jahren in der Blüte seines Lebens. Besonders im Springen war er begabt, doch Franziska forderte auch ihn heute in der Dressur. Er befand sich auf E Niveau, würde aber mit etwas Hilfe auch eine A Dressur schaffen, da war sich die Blondine sicher. Sorgfältig putzte sie das seidige Fell und holte dann Sattel und trense aus der Kammer. Im Verbeilaufen sah sie Anna, die gerade Cadeau zurück in seine Box brachte. Franziska beobachtete sie aus dem Augenwinkel dabei, wie sie als nächstes St Pauli fertig machte. Heute morgen hatte sich Anna mit den Jungpferden Sacred Assault und Thavila beschäftigt. Deo schlug unruhig mit dem Schweif, als Franziska den Sattelgurt anzog. "Zieh den Bauch ein!" scherzte sie und streichelte den Rappen kurz, ehe sie in die Zügel griff und ihn auf den Reitplatz führte. Schwungvoll stieg sie auf und ritt den Rappen im Schritt an. Sie ließ ihm viel Zügel, sodass er sich noch strecken konnte. Beim Warmreiten legte die Reiterin nicht allzu viel Wert auf Formvollendung. Deo nutzte seine Freiheit und schnaubte über den sandigen Boden. Erst als Anna mit Paulchen ebenfalls auf den Reitplatz kam hob er neugierig den Kopf und wurde wieder unruhiger. Franziska war nun gezwungen die Zügel richtig aufzunehmen. Die beiden Hengste hatten sich für diesen Tag entschieden nicht gut Freund zu sein. Beide spielten sich etwas auf und machten es den Reiterinnen schwer sich voll und ganz auf die Reiterei zu konzentrieren. Doch auch mit solchen Situationen mussten sie umgehen. Auf Turnieren ließ sich so etwas auch nicht unbedingt vermeiden.

      Nachdem der Tag gut verlaufen war begannen Leon und Franziska den nächsten Tag mit dem Training von Fix the Flame und S'Cada.Es war regnerisch und hatte sich das Paar in ihrer Reithalle einen kleinen Parcours aus Cavaletti und Stangen aufgebaut. Die beiden Stuten wurde jedoch vorher zuerst gründlich warm geritten, ehe mit der Stangenarbeit angefangen wurde. Irgendwann gesellten sich Dominik und Anna mit Ostid OC und Vakany dazu.Der Fuchshengst war jedoch deutlich abgelenkt von so viel weiblicher Präsenz. Dominik verabschiedete sich deshalb ins Gelände, nachdem Ostid gut aufgewärmt war. Zwar konnte er bei dem Wetter nicht viel anstellen im Gelände, doch er würde wissen was er tut. Nach der Mittagspause sah Franziska bei Sabine nach dem Rechten. Die ältere Frau übernahm das Fohlentraining. Gerade hatte sie Phoebe zwischen und heute früh hatte sie mit Pensive Cuddlepot geübt. Die hübsche Scheckstute machte große Fortschritte beim Führtraining. "Kann ich dir helfen? Die meisten Pferde haben heute Pause und das schaffen die drei schon ohne mich." fragte Franziska. Sabine lächelte. "Sehr gerne! Ich bringe die Kleine eben weg. Dann können wir mit Stracciatella und Skittles eine Runde gehen." Gesagt getan. Franziska holte aus der Sattelkammer die beiden Fohlenhalfter und zwei Stricke und kam Sabine dann auf dem Weg zur Fohlenbox entgegen. Die beiden Stutfohlen freuten sich endlich Auslauf zu bekommen. "Das Wetter ist leider so unbeständig und wir wollen die jungen Pferde nicht bei Gewitter und Sturm draußen stehen haben." entschuldigte sich Franziska und kassierte eine tadelnden Blick ihrer Mitarbeiterin. "Hör auf dich zu rechtfertigen. Ich weiß, dass ihr nur das Beste für eure Pferde wollt." Draußen sahen sie zwei wie Leon mit Aphedril in die Halle ging. "Viel Spaß mein Schatz." rief er seiner Frau zu und verschwand im Dunkeln.
      Nach dem Spaziergang standen die Boxen von Leveneza, Ases Maskwamozi und Emrys leer. Die drei Jungpferde standen in den Kinderschuhen was ihren Beritt betraf und Franziska hielt es für keine gute Idee die drei gleichzeitig in einer Halle zu haben. Doch wenn Leon da anderer Meinung war, musste sie darauf vertrauen, dass er die Situation unter Kontrolle hatte. Doch auch Sabine wirkte nicht begeistert von dieser Konstellation. Sie brummte leise vor sich hin, ehe sie mit einer Idee aufkam. "Am besten machen wir weiter wie bisher und nehmen und einfach die nächsten zwei Fohlen raus." Sie zuckte mit den Schultern. "Gute Idee." meinte Franziska und stülpte das Halfter, das eben noch an Skittles Kopf saß über Nase und Ohren von Louvré. Sabine nahm sich stattdessen Focus vor. Bei diesem Spaziergang redeten die zwei viel über die Reitponys. Thornheart hatte sich auf dem Gestüt prächtig entwickelt und würde bald für die wichtigen Prüfungen vorbereitet werden. Auch das ein oder andere turnier sollte der kleine Hengst laufen. Anna hatte sichtlich Spaß an ihm und allein durch seinen schönen Körperbau und die Farbe war der Hengst interessant für die Sportponyzucht. "Stell dir vor, wenn Pleasing groß ist. Ein Fohlen von den beiden!" schwärmte Franziska und brachte Sabine damit zum Lachen. "Das kann ich mir noch nicht vorstellen, Liebes." Pleasing war einfach noch zu klein. Doch jeder Genetikliebhaber würde erkennen welch Farbpotential in dieser Anpaarung steckte. "Apropros Ponys… Golden Samurai wurde seit zwei Tagen nicht bewegt und ich glaube heute wird es mal wieder Zeit. Das Wetter ist zwar blöd, aber für einen Ausritt reichts. Solange die anderen die Halle blockieren?" Franziska nickte. "Gute Idee. Dann komme ich mit PFS' Heart of Ocean mit. Die vertragen sich zwar nicht gut, aber wir müssen ja nicht aneinander kleben." Die beiden Frauen machten sich mit diesem Vorsatz auf den Heimweg und putzten im Anschluss die beiden ausgesuchten Hengste. In der Halle bewegten Anna, Leon und Dominik aktuell die übrigen Ponys: Eismärchen, Arcany und Princess Sansa.
      Spät am Abend als die Mitarbeiter das Gestüt schon verlassen hatten sattelten Franziska und Leon abermals Pferde. Die beiden Morgan Stuten Senda Oscura und Estrada Dourada durften die frische Gewitterluft schnuppern. Es hatte sich mächtig abgekühlt und die Thermik hatte jetzt ausgesetzt. Das Gewitter war kurz und heftig. "Wie lange glaubst du halten uns Morgane und Corde de la Cerise noch vor, was sie tragen? Ich möchte meine Devotion haben!" fragte Leon seine Frau auf halber Strecke. Sie zog eine Grimasse. "Wen fragst du da? Ich möchte auch endlich meinen General!" Dass die beiden Stuten zu ihrer Überraschung noch am nächsten Tag mit nur wenigen Stunden Abstand fohlen würden, konnten sie nicht ahnen.
      Franziska beendete alsbald die Session mit ihrem Liebling und nahm sich als nächstes Deo Volente aus der Box. Der Rappe stand mit seinen sieben Jahren in der Blüte seines Lebens. Besonders im Springen war er begabt, doch Franziska forderte auch ihn heute in der Dressur. Er befand sich auf E Niveau, würde aber mit etwas Hilfe auch eine A Dressur schaffen, da war sich die Blondine sicher. Sorgfältig putzte sie das seidige Fell und holte dann Sattel und trense aus der Kammer. Im Verbeilaufen sah sie Anna, die gerade Cadeau zurück in seine Box brachte. Franziska beobachtete sie aus dem Augenwinkel dabei, wie sie als nächstes St Pauli fertig machte. Heute morgen hatte sich Anna mit den Jungpferden Sacred Assault und Thavila beschäftigt. Deo schlug unruhig mit dem Schweif, als Franziska den Sattelgurt anzog. "Zieh den Bauch ein!" scherzte sie und streichelte den Rappen kurz, ehe sie in die Zügel griff und ihn auf den Reitplatz führte. Schwungvoll stieg sie auf und ritt den Rappen im Schritt an. Sie ließ ihm viel Zügel, sodass er sich noch strecken konnte. Beim Warmreiten legte die Reiterin nicht allzu viel Wert auf Formvollendung. Deo nutzte seine Freiheit und schnaubte über den sandigen Boden. Erst als Anna mit Paulchen ebenfalls auf den Reitplatz kam hob er neugierig den Kopf und wurde wieder unruhiger. Franziska war nun gezwungen die Zügel richtig aufzunehmen. Die beiden Hengste hatten sich für diesen Tag entschieden nicht gut Freund zu sein. Beide spielten sich etwas auf und machten es den Reiterinnen schwer sich voll und ganz auf die Reiterei zu konzentrieren. Doch auch mit solchen Situationen mussten sie umgehen. Auf Turnieren ließ sich so etwas auch nicht unbedingt vermeiden.

      Nachdem der Tag gut verlaufen war begannen Leon und Franziska den nächsten Tag mit dem Training von Fix the Flame und S'Cada.Es war regnerisch und hatte sich das Paar in ihrer Reithalle einen kleinen Parcours aus Cavaletti und Stangen aufgebaut. Die beiden Stuten wurde jedoch vorher zuerst gründlich warm geritten, ehe mit der Stangenarbeit angefangen wurde. Irgendwann gesellten sich Dominik und Anna mit Ostid OC und Vakany dazu.Der Fuchshengst war jedoch deutlich abgelenkt von so viel weiblicher Präsenz. Dominik verabschiedete sich deshalb ins Gelände, nachdem Ostid gut aufgewärmt war. Zwar konnte er bei dem Wetter nicht viel anstellen im Gelände, doch er würde wissen was er tut. Nach der Mittagspause sah Franziska bei Sabine nach dem Rechten. Die ältere Frau übernahm das Fohlentraining. Gerade hatte sie Phoebe zwischen und heute früh hatte sie mit Pensive Cuddlepot geübt. Die hübsche Scheckstute machte große Fortschritte beim Führtraining. "Kann ich dir helfen? Die meisten Pferde haben heute Pause und das schaffen die drei schon ohne mich." fragte Franziska. Sabine lächelte. "Sehr gerne! Ich bringe die Kleine eben weg. Dann können wir mit Stracciatella und Skittles eine Runde gehen." Gesagt getan. Franziska holte aus der Sattelkammer die beiden Fohlenhalfter und zwei Stricke und kam Sabine dann auf dem Weg zur Fohlenbox entgegen. Die beiden Stutfohlen freuten sich endlich Auslauf zu bekommen. "Das Wetter ist leider so unbeständig und wir wollen die jungen Pferde nicht bei Gewitter und Sturm draußen stehen haben." entschuldigte sich Franziska und kassierte eine tadelnden Blick ihrer Mitarbeiterin. "Hör auf dich zu rechtfertigen. Ich weiß, dass ihr nur das Beste für eure Pferde wollt." Draußen sahen sie zwei wie Leon mit Aphedril in die Halle ging. "Viel Spaß mein Schatz." rief er seiner Frau zu und verschwand im Dunkeln.
      Nach dem Spaziergang standen die Boxen von Leveneza, Ases Maskwamozi und Emrys leer. Die drei Jungpferde standen in den Kinderschuhen was ihren Beritt betraf und Franziska hielt es für keine gute Idee die drei gleichzeitig in einer Halle zu haben. Doch wenn Leon da anderer Meinung war, musste sie darauf vertrauen, dass er die Situation unter Kontrolle hatte. Doch auch Sabine wirkte nicht begeistert von dieser Konstellation. Sie brummte leise vor sich hin, ehe sie mit einer Idee aufkam. "Am besten machen wir weiter wie bisher und nehmen und einfach die nächsten zwei Fohlen raus." Sie zuckte mit den Schultern. "Gute Idee." meinte Franziska und stülpte das Halfter, das eben noch an Skittles Kopf saß über Nase und Ohren von Louvré. Sabine nahm sich stattdessen Focus vor. Bei diesem Spaziergang redeten die zwei viel über die Reitponys. Thornheart hatte sich auf dem Gestüt prächtig entwickelt und würde bald für die wichtigen Prüfungen vorbereitet werden. Auch das ein oder andere turnier sollte der kleine Hengst laufen. Anna hatte sichtlich Spaß an ihm und allein durch seinen schönen Körperbau und die Farbe war der Hengst interessant für die Sportponyzucht. "Stell dir vor, wenn Pleasing groß ist. Ein Fohlen von den beiden!" schwärmte Franziska und brachte Sabine damit zum Lachen. "Das kann ich mir noch nicht vorstellen, Liebes." Pleasing war einfach noch zu klein. Doch jeder Genetikliebhaber würde erkennen welch Farbpotential in dieser Anpaarung steckte. "Apropros Ponys… Golden Samurai wurde seit zwei Tagen nicht bewegt und ich glaube heute wird es mal wieder Zeit. Das Wetter ist zwar blöd, aber für einen Ausritt reichts. Solange die anderen die Halle blockieren?" Franziska nickte. "Gute Idee. Dann komme ich mit PFS' Heart of Ocean mit. Die vertragen sich zwar nicht gut, aber wir müssen ja nicht aneinander kleben." Die beiden Frauen machten sich mit diesem Vorsatz auf den Heimweg und putzten im Anschluss die beiden ausgesuchten Hengste. In der Halle bewegten Anna, Leon und Dominik aktuell die übrigen Ponys: Eismärchen, Arcany und Princess Sansa.
      Spät am Abend als die Mitarbeiter das Gestüt schon verlassen hatten sattelten Franziska und Leon abermals Pferde. Die beiden Morgan Stuten Senda Oscura und Estrada Dourada durften die frische Gewitterluft schnuppern. Es hatte sich mächtig abgekühlt und die Thermik hatte jetzt ausgesetzt. Das Gewitter war kurz und heftig. "Wie lange glaubst du halten uns Morgane und Corde de la Cerise noch vor, was sie tragen? Ich möchte meine Devotion haben!" fragte Leon seine Frau auf halber Strecke. Sie zog eine Grimasse. "Wen fragst du da? Ich möchte auch endlich meinen General!" Dass die beiden Stuten zu ihrer Überraschung noch am nächsten Tag mit nur wenigen Stunden Abstand fohlen würden, konnten sie nicht ahnen.


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      09. Oktober 2018 | von sadasha
      Hibiskus und Thaurissan

      Auf dem Caenheide Gestüt erhielten vor Kurzem gleich zwei neue Pferde Einzug. Die Ponystute Hibiskus kam von einer alten Bekannten und hatte sich schon gut eingelebt. Sie war recht unkompliziert im Umgang, wenngleich sie durchaus verrückte Züge an sich hatte. Sie stand mittlerweile mit Eismärchen, Princess Sansa, Arcany und Pleasing auf einer Weide. Die Ponystuten hatten aktuell Pause und genossen die langen Tage auf der Weide, ehe die Temperaturen wieder so kühl wurden, dass man sie mindestens über Nacht in den warmen, schützenden Stall holen musste. Ebenfalls neu eingezogen war der stattliche Braune Thaurissan. Der Hengst verstand sich nicht ganz so gut mit anderen Pferden, weshalb er noch alleine stand, ehe man ihn mit einem Partner vergesellschaftete. Die Zeit dazu war im Moment einfach nicht da. Das Augenmerk des Ehepaars liegt zur Zeit auf den Pferden Thavila, Paminta, Skittles, Stracciatella, Thornheart und Emrys. Die beiden Ponyhengste PFS' Heart of Ocean und Golden Samurai standen aktuell leider auch viel herum. Um diese leichte Vernachlässigung alsbald zu beenden denken die Zieglers über weiteres Personal nach. Besonders freut es das Team, dass Focus, der erst frisch eingeritten wurde schon auf einem Wettbewerb punkten konnte. Phoebe ist ebenfalls als Newcomer heiß im Rennen und soll demnächst eingeritten werden, damit ihre Karriere starten kann. Leveneza wird im Moment ebenfalls schonend angeritten, ihre Ausbildung wird jedoch mit noch mehr Geduld angegangen, da sie bereits durch ihre Erfolge aus Fohlentagen genug Leistung erbracht hat. Devotionund General haben endlich das Licht der Welt erblickt und ihre Mütter Corde de la cerise und Morgane erholen sich gemeinsam mit ihren Anhängseln auf den Weiden. Damit ist die Fohlensaison 2018 auf dem Gestüt beendet. Pensive Cuddlepot, Louvré und Extra Sugarstehen als Youngstergruppe noch separat von den jungen Mutterstuten. Die beiden Morganhorse Stuten Estrada Dourada und Senda Oscura wurden regelmäßig für ausgiebige Erholungsausritte genutzt und bekam dadurch ausreichend Beschäftigung. Übrig bleiben nur noch die prämierten und gekörten Warmblüter. Vakany, May Bee, Yuno, S'Cada, Fix the Flame, Busted Cherry Cake und Chessqueen wurden in kleinen Gruppen in der Führanlage bewegt und durften dann ihren Alltag auf den Weiden genießen. Die Hengste Ghost Merchant, Deo Volente, Red Diamond, Cadeau, St Pauli, Ostid OC und Sacred Assault wurden einzeln in der Halle trainiert. Im Großen und Ganzen läuft es also ganz rund. Lediglich die Zeit ist knapp und es bedarf einer künftig besseren Organisation um diese Masse an Pferden angemessen zu beschäftigen. Vor allem den Fohlen muss sich wieder mehr gewidmet werden, damit sich ihre Erziehung und Entwicklung nicht zu stark verschlechtert.
    • Occulta
      sadasha
      06. März 2019 | von sadasha

      Eine entspannte Zeit war es aktuell auf dem Caenheide Gestüt. Die Turniersaison war vorbei und würde erst in ein paar Monaten wieder beginnen, keine Stute war für das kommende Jahr gedeckt und so bestand die tägliche Arbeit darin den Betrieb in Stand zu halten. Ein wenig auf den Kopf stellte uns das ganze nur die Ankunft gleich zwei neuer Schützlinge. Darlington, war eine besondere Trakehner Stute aus Irland, die wir durch Zufall beim Stöbern durch Verkaufsanzeigen gefunden hatten. Jeune Mariée hingegen war Franziskas wahr gewordener Traum eines bunten Trakehnerfohlens. Die beiden Stuten kamen in der gleichen Woche, nur wenige Tage versetzt auf dem Hof an und lebten sich derzeit ein. Die Quarantäne Zeit war bald vorüber und dann würde kein Zaun mehr bei der Kontaktaufnahme mit den Koppelfreunden stören. Franziska verbrachte viel Zeit damit ihr Stutfohlen einfach nur zu beobachten, das Fohlen ABC abzufragen. Immer wieder erinnerte ich sie daran, dass es auch noch andere Pferde auf dem Gestüt gab, die sich über ihre Zuneigung freuen würden. So widmete sie sich auch den anderen Jungpferden. Devotion, General und Pensive Cuddlepot waren bald bereit für die ersten Schritte in Richtung Beritt. Es war erschreckend wie groß die drei nun schon waren. Phoebe gesattelt und beritten zu sehen, brachte uns jedes Mal ins Staunen. Extra Sugar war da noch eine ganze Ecke kleiner, verspielter und unberechenbarer. Die Jüngste auf dem Gestüt, neben Marie. Gedankenversunken stand ich neben May Bee und verlas ihren dichten Schweif. Meine Frau konnte ich durch das offene Stallfenster bespitzeln. Sie lief draußen hin und her um die Koppeln ohne automatische tränken mit Wasser zu versorgen. Als ich meine Stute fertig geputzt und schon aufgesattelt hatte kam Franziska auf die Stallgasse und sah mich mit weitem Blick an. „Was ist los?“, fragte ich, unsicher darüber was sie wohl schockierte. Sie hob eine Hand um mir Einhalt zu gebieten. „Warte einen Moment, ich komme mit S'Cada mit!“ Hektisch wandte sie sich um und entspannte sich just in dem Moment, als sie sah, dass S'Cada mit Abschwitzdecke in ihrer Box stand. Das Putzen würde so ein wenig schneller gehen. Lächelnd beobachtete ich das Prozedere und kraulte May Bee an Hals und Schulter. Irgendwann fand ich genau den Punkt, der die Fuchsstute dazu brauchte sich lang zu strecken, den Kopf zu senken und das Gesicht zu einer lustigen Grimasse zu verziehen. Als sie dann auch noch anfing zu stöhnen lachte ich und hörte kurz auf. Enttäuscht wandte May Bee den Kopf zu mir um. Auch Franziska hielt kurz inne, ging dann jedoch in die Sattelkammer. Keine zehn Minuten später ritten wir uns in der Halle warm. Wir blieben nicht lange hier. Kaum waren die beiden Stuten warm ging es raus ins Gelände. Wir ritten bis hoch zum Wald und suchten die Wege aus, die noch trocken genug waren, damit wir das Tempo ab und an erhöhen konnten. Für S'Cada und May Bee war das am Ende des Ritts eine gelungene Trainingseinheit. Wir bewegten den Rest des Tages noch Vakany und Corde de la cerise. Die übrigen Pferde hatten heute frei und würden morgen bewegt werden. Wir ließen den Abend mit einem gemeinsamen Essen ausklingen und gingen dann ins Bett.
      Der nächste Morgen begann mit viel Sonne und entsprechend guter Laune. „Hengsttag.“, beschloss Franzi beim Frühstück. „Erst der Senior?“, schlug sie vor und funkelte mich begeistert an. Ich nickte und bereitete mich in Gedanken auf eine Springstunde mit Red Diamond vor. Er war der älteste Hengst auf dem Hof und lief keine Wettbewerbe mehr. Ab und an gab es noch Interessenten für einen Natursprung, doch er hatten hier ein weitestgehend ruhiges Leben und durfte bei uns bleiben, bis es irgendwann zu Ende geht. Nach dem Senior schnappten wir uns Cadeau und Ostid OC. Die zwei ritten wir in der Reithalle, wo wir abermals auf unsere Trainer trafen. Deo Volente und Sacred Assault wurden von ihnen gerade gearbeitet. Die Hengste verstanden sich nur minder gut und wir gingen uns so gut es ging aus dem Weg. Alltag im Umgang mit Hengsten, sie mussten trotzdem lernen auch bei Anwesenheit anderer Pferde, egal welchen Geschlechts, bei der Sache zu bleiben und ihren Job zu machen. Auch Focus war davon nicht ausgenommen, wenngleich er noch so jung war, dass wir nicht allzu viel erwarteten. Überraschender Weise arbeiteten heute vor allem diese beiden besonders fleißig mit und ließen sich nicht irritieren. Wir machten nach den eher eintönigen Trainingseinheiten auf Halle und Platz einen gemeinsamen Ausritt mit Thaurissan und Golden Samurai. Zwei Hengste, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir genossen die warme Sonne auf unseren Gesichtern und setzten nicht viel daran die Pferde zum arbeiten zu bekommen. Der leichte Wind machte den fast schon frühlingshaften Tag perfekt. Zumindest solange, bis sich unter die rauschenden Geräusche der Umgebung auch ein klägliches Jammern mischte. „Hörst du das?“, flüsterte Franziska und sah mich mit besorgter Miene an. Wir hielten die Hengste an und versuchten das Klagen zu orten. „Da!“, rief Franziska und deutete auf den Feldgraben. Ein sich bewegendes Bündel lag dort im Dreck. Wir stiegen ab und nahmen die Pferde mit, die uns nur unsicher folgten. Das Bündel war eine Leinentasche. Darin wuselten drei kleine Katzen. „Wer tut so etwas?“, fragte Franziska enttäuscht und nahm die Kätzchen eins nach dem anderen hoch. Sie waren dreckig und verschnupft. „Leg sie zurück in die Tasche, dann können wir sie einfacher transportieren.“, bestimmte ich und Franziska folgte meinem Rat. Wir machten uns sofort auf den Heimweg. Samurai war zum Glück ein wenig entspannter als Thaurissan, was das merkwürdige Bündel betraf. Ruhig ließ er sich führen und schnupperte ab und an an den Kätzchen, wenn sie besonders laut Maunzten. Mein brauner Hengst hingegen spielte sich ab und an so sehr auf, dass ich lieber ein paar Meter hinter meiner Frau ging. Ich konnte es dem Hengst nicht verübeln. Es sah merkwürdig aus, wenn sich die Katzen in dem Beutel hin und her bewegten, das könnte auch ein besonders agiles Alien sein! Zu Hause angekommen legten wir die Katzen in einem Wäschekorb ab und sattelten unsere Pferde ab und brachten sie in ihre Boxen. Erst dann schickte ich Franziska los mit den Katzen zum Tierarzt zu gehen und danach ins Tierheim. Ich kümmerte mich in der Zwischenzeit um Punchdrunk, Emrys und Thornheart. Die drei Reitponyhengste ritt ich nicht, ich steckte sie in die Führanlage und blieb dann mit meiner Frau über das Smartphone in Kontakt. Sie war so aufgeregt, schaltete sofort Anzeigen im Internet ob jemand die Katzen vermisste. Doch es war unter diesen Umständen recht eindeutig, dass die Katzen ungewollt waren. Man hatte sie ausgesetzt. Immer wieder fragte Franziska was für Menschen so eine Tat vollbrachten, wohlwissend, dass die Kätzchen auch hätten sterben könnten. Sie vergoss in der Nacht einige Tränen darüber und dachte sich viel zu sehr in die Materie hinein. Tröstend streichelte ich ihr über den Rücken und sagte gar nichts dazu. Egal was ich gesagt hätte, es wäre nicht richtig gewesen oder hätte die bösen Gedanken nur vertieft. „Ich möchte sie alle behalten, wenn sie überleben.“, beschloss Franzi. Auch das ließ ich unkommentiert. Wir würden noch genug Zeit haben diese Überlegung zu diskutieren, doch jetzt war dafür der falsche Zeitpunkt. Ich kümmerte mich am Tag darum meine Frau mit Arbeit abzulenken. Ich suchte für sie die Ponys aus, mit denen sie arbeiten sollte und ritt selbst ein paar der Großpferde. Am Ende waren Hibiskus, Pleasing und Eismärchen von ihr beschäftigt worden. Ich hingegen hatte mich um Stracciatella, Aphedril und Thavila gekümmert. Die Trainer hatten Arcany am Morgen gearbeitet. Nachmittags hatten sie dann Estrada Dourada und Senda Oscura rausgenommen. Die beiden Morganstuten waren auch für sie eine Herausforderung und Spaß zugleich. Wir hatten ihnen beigebracht wie sie mit ihrer zusätzlichen Gangart zu reiten waren und sie nutzten jede freie Minute um mit ihnen zu üben. Franzi und ich verbrachten den Nachmittag damit uns um die Kätzchen zu kümmern. „Das ist eine prima Vorbereitung auf eigene Kinder.“ Franziska schmunzelte und lächelte mich vielsagend an. „Ich dachte die Pferde sind unsere Kinder, reicht das nicht?“, fragte ich feixend. Ich sah ihr an, dass sie überlegte eine Diskussion zu starten, doch sie ließ es bleiben. Es hätte die Stimmung zu sehr gedrückt und deshalb bin ich ihr dankbar. Sie ließ mir die Zeit, die ich brauchte. Eigene Kinder waren ein großer Schritt, vor Allem wenn man nebenbei einen Betrieb führen musste. Konnten wir das überhaupt stemmen? Zeitlich? Vielleicht irgendwann, doch nicht jetzt, nicht in nächster Zukunft. Wenn mehr Personal da ist, die Einnahmen stabil sind. Kurz: Wenn der Betrieb auf einer stabilen Basis steht.
      6 März 2019

      Occulta
      Eine Herde bekannter Gesichter

      Deadly Ambition, Odyn, Felicita II, Piroschka, Riven in a Dream, PFS' Strolch, PFS' Savory Blossom, PFS' Straight Alignment, Corde de la Cerise, Eismärchen, Blue Moon II, Louvré, PFS' Ljúfa, PFS' Lyskra, Raving Hope Slayer, Co Pilot de la Bryére, Moon Kiddy, Dancing Moonrise Shadows, Iskierka, A Winter's Tale, Empire State of Mind, Senda Oscura, Dourada Estrada, One Cool Cat, Unbroken Soul of a Rebel, Daedra, PFS' Counterfire, Phantom, Mikke, Kaythara El Assuad, All Pride, Nosferatu, Drømmer om Død

      Vor gut einer Woche hatte ich das Team informiert, dass heute «besondere Umstände» unsere unsere Zeit in Anspruch nehmen würden. Die Rede war von der Ankunft einer ganzen Horde von Pferden, die wir von Hunter Crowley und dessen Bekannten übernahmen. Es gab auf den jeweiligen Gestüten eine Umstrukturierung und in Folge dessen waren viele der Pferde zum Verkauf gestanden. Schon vor nicht allzu langer Zeit hatte ich ein paar von Hunters Pferden zu mir geholt, unter anderem den von mir heiss geliebten Vollblüter Raving Hope Slayer. Diesmal waren es aber vor allem Pferde, die ich bereits kannte und die zum Teil sogar auf Pineforest ihre ersten Schritte überhaupt getan hatten. So etwa Savory Blossom, die hübsche Blütenzauber-Tochter. Auch zwei Stromer-Nachkommen waren unter den Rückkehrern: Straight Alignment und Strolch. Auf letzteren war ich besonders gespannt, denn vom Hören-Sagen her glich er seinem Vater auf’s Haar, abgesehen von der leicht dunkleren Fellfarbe. Ally war ein stattlicher junger Hengst mit reichlich Potential für Military, wie ich ihn einschätzte. Piroschka kehrte ebenfalls wieder zurück - sie hatte seit ihrem Verkauf irgendwie ihren Weg zu Hunter gefunden, und nun durfte sie ihre alten Kolleginnen, insbesondere Moon, wiedersehen. Ausserdem war da noch Corde de la Cerise - eine Warmblutstute von, wer hätte es gedacht, Co Pilot. Praktische Grösse, hübsch dunkelbraun mit Dapples und ähnlich sensibel wie ihr Vater. Das war auch einer der Gründe, warum ich sie zu mir hatte nehmen wollen; in fremden Händen wäre ihre Zukunft recht ungewiss gewesen. Da ich aber die Launen und Macken dieser Blutlinie nur zu gut kannte, war ich sicher, damit umgehen zu können. Eine weitere Herausforderung bot sich mit Eismärchen, einer halbblinden Ponystute. Womöglich machte ich mir dazu aber mehr Gedanken als nötig, denn die Stute war laut Hunter unkompliziert und ruhig. Ganz neu war auch Mikado, eine Vollblutstute, die mich rein äusserlich ein wenig an Sympathy of the Devil erinnerte, jedoch charakterlich eher auf der scheuen Seite zu sein schien. Und natürlich der kleine Louvré, den ich schon vor einer Weile gekauft hatte, der aber bis anhin noch bei Hunter auf der Fohlenweide einquartiert war. Zu guter Letzt gab es noch einen Rückkehrer besonders zu erwähnen: Riven in a Dream. Die schwarzbraune Stute war auf dem Bear Brook Gestüt liebevoll umsorgt worden und befand sich körperlich in einem top Zustand. Ich freute mich schon darauf, sie wieder unter dem Sattel zu haben.

      Wir waren schon am Vortag nebst den Routinearbeiten eifrig damit beschäftigt gewesen, die Boxen einzurichten. Ich hatte beschlossen, ein paar Verschiebungen in der Boxenreihenfolge vorzunehmen, damit es bei den Neulingen keine Zankereien mit den benachbarten Pferden gab. Natürlich konnte ich nur raten, wer sich am besten mit wem vertragen würde. Aber meistens hatte ich eine Art Gespür dafür – schliesslich hatte ich es schon öfter mit wählerischen Kandidaten wie zum Beispiel der zuckersüssen Iskierka zu tun gehabt, die ihren ersten paar Nachbaren am liebsten durchs Gitter an die Kehle gegangen wäre und erst Ruhe gegeben hatte, als sie die Box mit nur einseitiger Nachbarschaft, verkörpert durch A Winter’s Tale, bekommen hatte. Das lag vermutlich daran, dass Thalia gegenüber anderen Pferden nicht so aufdringlich war wie viele andere der vierbeinigen Genossen. Jedenfalls hoffte ich, dass sich alle irgendwie arrangieren würden. Vor dem Mittag bereiteten wir nun auch die Transporter vor; den vierplätzigen Camion und zwei gewöhnliche Zweier-Anhänger. Die Fahrt nahmen wir kurz nach dem Mittag in Angriff. Im Nachbardorf trafen wir wie geplant auf Rosie, die ebenfalls zwei Pferde abholen wollte. Unsere Karavane kam ohne tragische Verspätung am Zielort, dem Bear Brook Gestüt, an. Dort wurden wir fröhlich in Empfang genommen, sobald wir organisiert-praktisch auf dem Parkplatz verteilt waren. Um die weniger verladefreudigen unter den Pferden nicht unnötigem Stress auszusetzen, planten wir kurz, wem welche Aufgabe zuteilwurde. Leute hatten wir mehr als genug zur Verfügung. So wurde Schlag auf Schlag ein Pferd nach dem anderen in die Transportvehikel geführt und alles gesichert. Weil wir geschickterweise die mutigeren Kandidaten gleich als Vorbilder voraus verluden, gingen eigentlich alle problemlos rein, sogar die zappelige Cerise. Die Klappen wurden schwungvoll geschlossen und es wurden zufriedene High-Fives oder Schulterklopfen ausgetauscht. «Ich hoffe, wir hören trotzdem bald wieder von euch», wandte ich mich leicht besorgt an Hunter. Der beschwichtigte mit einer Handbewegung und einem Zwinkern. «Keine Angst, wir sind ja nicht von der Welt. Aber in nächster Zeit werden wir nur leider sehr beschäftigt sein.» Ich grinste und nickte wohlwissend, dann verabschiedeten wir uns mit einer freundschaftlichen Umarmung.

      Zuhause wurde es doch noch etwas hektisch. Zwischen dem aufgeregten Wiehern der Pferde und dem tänzelnden Hufgetrappel dirigierte ich so gut es ging die Zweibeiner, während ich selber eine schnaufende Cerise am Strick hatte. Es gab Gequietsche zwischen den neuen Boxennachbaren, und manche der Neulinge drehten zunächst unruhige Runden im Stroh. Als der Heuwagen kam, beruhigte sich die Stimmung deutlich. Ich half noch mit, die Transporter zu reinigen und zu versorgen, dann machte ich eine Kontrollrunde, wobei ich zuallererst zur Fohlenweide stiefelte, um nach Louvi zu sehen. Der junge Hengst wurde wie erwartet aufdringlich beschnuppert und sein helles Fell gründlich inspiziert, aber die Begrüssung schien friedlich zu bleiben. Ich bat Lewis trotzdem, ein Auge auf die Gruppe zu halten. Als nächstes lief ich durch den Innenhof des Hauptstalls und warf einen Blick durch die Fenster. Strolch kaute zufrieden auf seinem Heu herum, aber Ally schien noch immer unruhig zu sein und rührte seinen Haufen nicht an. Ich ging ins Innere des Stalls und betrat die Box des Hengstes. «Hey, big boy. It’s allright, you’re home», murmelte ich, und streichelte seinen dunkelbraunen Hals. Er wieherte mir zum Dank direkt ins Ohr. Ich rieb mir symbolisch die Ohrmuschel und verzog das Gesicht. «Got a tinitus?», lachte Ajith, der mit der Schubkarre durchkam. «Almost…» Der Pfleger kam näher und warf ebenfalls einen Blick in die Box. Dann meinte er: «Don’t worry, I’ll check frequently to see if he’s fine.” Er ahnte, dass ich mir mehr Sorgen als nötig machte, weil ich noch zu genau im Kopf hatte, was mit Allys Vater geschehen war. Ich wusste, dass die beiden Pferde trotz ihrer Verwandtschaft völlig unterschiedlich waren und es bei Stromer einfach Pech gewesen war, aber ich konnte nicht anders als daran zu denken, wenn ich die Nachkommen meines Lieblings so aufgewühlt und gestresst sah. Ich bedankte mich bei Ajith – der Pfleger war in solchen Momenten ein Segen. Mikado und Savory waren ruhig, Riven schien sich auf Anhieb wieder wohlzufühlen. Cerise konnte sich kaum entscheiden zwischen Fressen, Nachbaren beschnuppern und in der Gegend herumglotzen. Ich lachte bei dem Anblick der höchst beschäftigten Stute. Typisch junges Pferd. Wenig später ging ich zur Stutenweide, um Ljúfa zu putzen. Ljúfa und ihre kleine Tochter, um genau zu sein. Das Fohlen war seit ein paar Wochen auf der Welt und bereits ziemlich mutig unterwegs. Sie verlief sich auch öfter mal und folgte dann einer anderen Stute, bis Mama Ljúfa sie mit angelegten Ohren zurückeroberte. Besonders frech in dieser Hinsicht war Chanda. Die Criollo Stute war ein ausgesprochener Fan des Föhlchens und lockte die Kleine jeweils fast schon zu sich. Aber natürlich liess Ljúfa nicht zu, dass das graue, flauschige Ding zu lange von ihrer Seite wich. Anfangs hatte ich die Situation besorgt aufmerksam beobachtet, aber nun waren die beiden aus dem gröbsten raus. Die kleine trug übrigens den Namen Lyskra.

      Gegen Abend wollte ich bereits zum ersten Mal eines der neuen Pferde ausprobieren. Ich entschied mich für Strolch. Sein cremefarbenes Fell war besonders beim Hals vorne ganz weich und hatte einen seidigen Glanz, typisch für Champagne. Vom Farbton her war es dem seines Vaters sehr ähnlich, aber die Haut darunter war an manchen Stellen nicht rein rosa, sondern ganz leicht dunkelgrau gesprenkelt. Von weitem erkannte man das kaum, aber als ich direkt neben ihm stand und mit den Fingern den Nüstern entlangstrich, konnte ich die einzelnen Fleckchen zählen. Strolch spielte mit seiner Oberlippe, als ich den Zeigfinger darauf tippte. Wenig später gähnte er ausgelassen und streckte dabei seine Zunge raus, weil ich eine etwas verspannte Stelle beim Kreuzdarmbein mit dem Striegel traf. Ich massierte dort noch etwas länger und er verzog genüsslich das Maul. «Na du Albino-Giraffe», grüsste Jonas laut, und strich dem jungen Hengst ebenfalls kurz über die Stirn. «Was machst du mit ihm?» «Bisschen auf den Platz, dachte ich.» Ich gab ihm einen Begrüssungskuss. «Ich hab ne bessere Idee.» «Die wäre?» «Ich nehm Empire und wir gehen zusammen zu Rosie rüber. Sie hat uns zu einer Tasse Tee eingeladen.» «Mit Strolch? Er ist gerade erst angekommen, ich weiss nicht, ob das schlau ist…» «Ach was. Das ist nicht anders, als wenn er auf einem Turnier wäre. Sagen wir, ein Patrouillenritt. Oder eine Fuchsjagd.» «’Kay, wenn man es so betrachtet…» «Genau. Ich hab immer recht.» «Stimmt doch gar nicht», protestierte ich lachend, und stupste ihm in die Seite. Wir einigten uns auf einen kurzen Besuch und ich machte Strolch fertig, während er Empire sattelte. Wir liessen die beiden beim Aufsteigen einander beschnuppern – es gab nicht einmal ein Gequietsche. Es schien, als würde Strolch den älteren, erfahreneren Hengst ohne Hinterfragen als Chef akzeptieren. «Cleverer Bursche», murmelte ich und klopfte ihm auf den Hals. Wir ritten los und kamen bis zur Holzbrücke, ehe Strolch dann doch ein wenig Unwohlsein zeigte. Die vom Regen der vergangenen Tage noch etwas feuchten Planken schienen ihm nicht geheuer zu sein. Ich ritt ihn geduldig heran und liess ihn den Untergrund untersuchen, doch auch das überzeugte ihn zunächst nicht von unserer Idee. Schliesslich klappte es, als Empire direkt vorausging und er sich quasi hinter dem Schimmel verstecken durfte. Ich lobte ihn ausgiebig und war froh, ein so wohlerzogenes Lehrpferd an unserer Seite zu haben. Empire konnte zwar auch anders, das wusste ich, aber zumindest im Moment war auf ihn verlass. Wir setzten den Weg fort und kamen in ganzen Stücken bei Rosie an. Die junge Stallbesitzerin empfing uns und wir konnten die beiden Pferde wie gewohnt in zwei ihrer leeren Boxen stellen – derer sie auch nicht mehr so viele hatte, wie ursprünglich. Zwei neue Morgan Horses wohnten nämlich nun auf der Wilkinson Farm, zwei prächtige Tiere. Das eine mit goldgelbem, glänzenden Fell und das andere so schwarz wie die finsterste Nacht. «How do you like them? I must admit - I instantly fell in love when I saw them”, schwärmte Rosie. “They are quite handsome, that’s true. The golden one is a champagne, I suppose?” “Of course. Dourada Estrada. The mottled skin and green eyes are unmistakable. I love that green sheen.” “This is kinda funny. Did you take a close look at my new fellow over there?” Wir wechselten zu Strolch und Rosie musterte ihn neugierig. «He’s a son of Stromer, right?” “Jup.” “He sure looks like his daddy…» «Nah, look at his eyes.” “OH!” Wir lachten herzhaft. “I really didn’t notice – must have been the dim light in here…” “What a coincidence, right?” “Yeah!” Wir blieben noch einen Moment im Stall bei den Pferden (Senda Oscura wurde uns auch noch vorgestellt), dann wechselten wir ins Haus und genossen eine Tasse Tee. Bevor es ganz eindunkelte machten Jonas und ich uns schliesslich auf den Heimweg.

      Bei der letzten Stallkontrolle vor dem Zubettgehen hatte Ally seinen Heuhaufen schliesslich auch ratzeputz aufgefressen, und Savory streckte sich diese Nacht sogar schon entspannt im Stroh aus, was man an ihrem reichlich dekorierten Schweif am nächsten Morgen erkannte. Überhaupt hatten sich viele der Neuen über Nacht schon etwas eingelebt. Wir begannen an diesem Morgen, alle in den gewöhnlichen Tagesablauf zu integrieren. Dazu gehörte natürlich auch Bewegung. Ich ritt am Morgen deshalb nebst One Cool Cat, Rebel, Moon und Phantom auch Riven – allerdings nicht auf der Rennbahn, sondern auf dem Sandplatz. So kurz vor dem Mittag war die Luft schon sehr aufgeheizt und wir schwitzten beide so viel, dass wir nach dem Galopp fast frisch geduscht aussahen. Ich wollte Riven (und mich selbst, mit meiner zarten, bleichen Haut) nicht mehr zu lange der Sonne aussetzen, also verzichtete ich auf allzu ausgiebiges Ausschreiten und steuerte schon den Ausgang an, beziehungsweise Waschplatz. Aber so weit kam ich nicht – mein Smartphone klingelte vorher. Überrascht nahm ich ab. «Cooper?» «Hi Occulta. I have to reorganize my barn and prepare for future breeding projects. Would you like to take back Felicita? And there’s Odyn, too – the son of Mikke. And I have a Mare out of Burning Spring that I’m sure you would like.” “Are you kidding me??” “No, why?..” Ich konnte es nicht fassen – noch mehr Pferde? Die Sonne brannte auf meine Oberschenkel, und Riven scharrte ungeduldig. «Coop?», fragte ich, um zu sehen ob sie noch dran war. «Yes?» «I have to think about it – and discuss with Jonas…” “No Problem. Hey – is it so very hot in England, too? We had to train the horses even earlier in the morning than usual. At eight o’clock it was already 77 °F over here…” “Yeah Cooper, I’m drowning in my own sweat right now. That’s why – let’s hang up, I really need to go take a bath together with my horse”, drängte ich. “Oh my, you’re still out? I’m sitting here with an ice cream, enjoying the fan in front of me.” “Whatever. Bye, I’ll call you back later.” Ich hängte lächelnd auf, dann stopfte ich das Smartphone in die Po-Tasche und ritt Riven zügig zum Hauptstall zurück. Ich sprühte sie gründlich von Huf bis Kopf ab und streifte dann das überschüssige Wasser mit dem Schweissmesser ab. Sie schnaubte ein paarmal und hielt den Hals entspannt waagrecht. «That’s much better girl, right?», murmelte ich liebevoll. Ich wusch mir selbst rasch das Gesicht, dann führte ich die Stute in ihre Box, wo sie bis zum Abend bleiben würde – wir stellten die Pferde im Sommer erst Abends auf die Weide, um sie nicht den Bremsen zu servieren. In der Stallgasse des Hauptstalls war es zum Glück etwas kühler als draussen. Alle Fenster waren geöffnet und eine leichte Brise sorgte für gelegentlichen Luftaustausch. Trotzdem machte ich mir natürlich Gedanken, wie man es den Pferden noch angenehmer machen konnte. Eine Klimaanlage im ganzen Stall kam jedoch leider nicht in Frage – die Stromkosten wären nicht tragbar. Etwas Besseres fiel mir momentan auch nicht ein. Ich begab mich ins Haus, um das Mittagessen, ein Birchermüsli mit Früchten, vorzubereiten. Auf etwas warmes hatte niemand Lust. Zum Nachtisch gab’s dann auch ein Eis. Lily hatte im Supermarkt Wassereis gefunden, in das Gummibärchen eingefroren waren. Unerwartet lecker für ein vermutlich überzuckertes, künstlich gefärbtes Produkt. Ich rollte die Augen beim blossen Gedanken daran und schleckte genüsslich weiter. Beiläufig stellte ich mich neben Jonas und lehnte mich leicht an ihn. Er durchschaute mich sofort. «Was führst du jetzt wieder im Schilde?» «Gar nichts. Verdächtige mich doch nicht immer gleich.» «Dann darfst du mir aber keinen Grund dafür geben.» «…Okay, nächstes Mal. Cooper hat angerufen…» Ich brauchte gar nicht weiterzureden. «Noch mehr Pferde??» Ich stiess ein kleinlautes «Ja» aus. Sein Tonfall wurde ernst. «Wir müssen noch mehr anbauen, wenn das so weiter geht. Der Hauptstall hatte noch nie, seit ich hier bin zumindest, alle Boxen besetzt. Zum Glück ist die Besitzerin von Muskat letztens mit ihm umgezogen, sonst hätten wir sogar eine zu wenig gehabt." "Ich weiss ja... Ich hatte auch nicht vor, so viele aufzunehmen. Aber ich kann doch unsere alten Freunde nicht im Stich lassen! Ich meine - Felicita kommt zurück! Ich kann es kaum fassen, dass ich sie nach so langer Zeit wiedersehe. Ich bin so gespannt darauf wie sie jetzt ist. Sie muss inzwischen richtig erwachsen und zuverlässig geworden sein. Aber sie war sowieso immer schon ein Schatz." "Nichts desto trotz müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht zu viel aufhalsen. Vermutlich müssen wir noch einen Pfleger mehr einstellen, und die ganzen Kosten für Tierarztbesuche und Futter darfst du auch nicht vergessen. Bisher kamen wir relativ sorglos über die Runden, aber mit so vielen Mäulern zu stopfen wird das nicht ewig so bleiben." Ich seufzte. Er hatte vollkommen recht, das war mir auch bewusst. Ich sah ihn nicht direkt an, meinte aber: "Die Saison ist noch lange nicht zuende. Iskierka ist dieses Jahr noch stärker als sonst und wir haben mit Counterfire und Daedra gleich zwei ausgezeichnete Jungpferde am Start. Cool Cat und Kaythara sind ebenfalls beinahe ungeschlagen - und vergessen wir mal nicht Raving Hope Slayer, dessen volles Potential wir noch gar nicht kennen. Ich wollte mit Oliver sowieso darüber sprechen, ob wir uns im September mit Counterfire an die St. Leger Stakes in Doncaster wagen können." "Die St. Leger Stakes?? Glaubst du sie hat ne Chance? Das ist ein Gruppe-1 Rennen, und erst noch das älteste der British Classics - Es geht über 2900 Meter! So eine Distanz ist Daedra bisher nie gelaufen." "...und das Preisgeld für den Sieger ist £421,355", stellte ich beiläufig fest. "Und Oliver meint, dass sie das kann?" "Sie ist ungeschlagen, Jonas. Keiner der Zweijährigen konnte ihr das Wasser reichen, und die Dreijährigen können es bisher auch nicht. Oliver wird mir sicher zustimmen."

      "You wanna do WHAT?!?" Oliver sah mich an, als hätte ich mein letztes bisschen Vernunft an die Schwalben unter dem Dach des Hauptstalls verfüttert. "Well, don't you always rave about how she is oh so outstanding and should race group-1?" "That's a completely different story! What you are suggesting ist Great Britain's oldest classic race, the last race of the tripple crown! This is not some freshwater race like the ones that we've done so far. This one is of international importance!" "You fear that she could embarrass you in front of international trainers. You're a coward." "I'm only being realistic!" "I think we should give her a chance to prove herself." "I think you should ask her first, if she wants to run a whole Mile and six furlongs against three-year-olds that were trained specifically for that." "There's still time to train her specifically, too." Schweigen stellte sich für einen Moment ein. Oliver sah nachdenklich aus, und ich überlegte mir, ob ich mit meiner Idee vielleicht doch zu sehr nach den Sternen griff. Schliesslich ergriff Oliver wieder das Wort. "We would have to train hard to achieve this level of stamina. We would have to train her first in the morning, and even then it will still be too warm for that amount of training. You know I will try to fulfill your every wish, but only if you are sure about it. I don't want to hear another harangue from you about how I abuse your precious horsey-babies and about how overambitious I am. You still remember our little discussion after Frame's accident, don't you?" Ich zögerte. "Yes - and you're right, it probably is a stupid idea. I still thought you would be more excited and help me get upbeat about it, too." Er fixierte mich mit ernster Miene. "I AM excited about it. I would gladly try to train a champion horse for a challenge like that. But my experience tells me that you will not let me finish the plan once you realise what you're asking of that horse." Entschieden antwortete ich: "I will. I will agree with whatever you deem necessary, as long as Counterfire does not get hurt in the process. I will keep an eye on you, but I will not blame you if something goes wrong. I promise." "It's decided then. We start tomorrow, we have a lot to catch up on." Ich nickte, unsicher, ob ich erleichtert oder besorgt sein sollte. Auch wenn ich es schönzureden versuchte - ich hatte im Grunde genau das vor, wofür ich so viele andere Rennpferdebesitzer anprangerte: Geldverdienen.

      Später am Nachmittag rief ich Cooper erneut an und bestätigte, dass ich Odyn, Felicita und die Stute namens Deadly Ambition bei mir aufnehmen würde. Ich setzte alle Hebel für den Einflug der drei aus Kanada in Gang, dann ging ich in den Stutenoffenstall, um Shadow zu holen; aber vorher zog ich meine Badesachen an. Die Stute hatte mit ihrem schwarzen Fell noch heisser als die anderen und brauchte dringend eine Abkühlung. Und wo bekam man die besser, als bei der Badestelle im Fluss nebenan? Lily, und auch Lea, die gerade um fünf Uhr gekommen war, stiessen begeistert hinzu. Lea durfte einen Badeanzug von Lily ausleihen. Sie nahm ihren Ponyhengst All Pride, während Lily die ebenfalls dunkle Nosferatu auswählte. Die beiden Ponys kannten sich übrigens bereits von früher: sie hatten ziemlich lange auf dem selben Gestüt gelebt. Kurz bevor wir losreiten wollten, kam Jonas in seinen Badehosen über den heissen Asphalt gejoggt - ausrufend, dass er auch noch mitwolle. Er holte Dod aus dem Nordstall. Wir warteten ungeduldig in der heissen Sonne auf ihn, aber er beeilte sich zum Glück. "Man darf die Ladies nicht warten lassen, stimmt's?" Wir rollten allesamt die Augen, dann machten wir uns auf den Weg. Ich war unglaublich froh, als wir das Wasser erreichten, denn ich klebte förmlich auf Shadows Rücken fest und ihr Fell war richtig heiss zum Berühren. Die Pferde stiegen bereitwillig das Ufer hinunter und auch sofort stampfend ins Wasser. Der Fluss führte trotz der Hitze noch relativ viel Wasser, vermutlich weil es zuvor lange geregnet hatte. Wir genossen die Abkühlung eine ganze Dreiviertelstunde lang, ehe die Vierbeiner ungeduldig wurden und wir uns auf den Heimweg machen mussten. Dort lockte nämlich das Kraftfutter.
      30 Juni 2019

      Occulta
      Ein vorläufiger Platzhalter

      Iskierka, Raving Hope Slayer, PFS’ Riptide, One Cool Cat, Kaythara El Assuad, PFS’ Counterfire, Daedra, Unbroken Soul of a Rebel, Burggraf, Areion, Diarado, Drømmer om Død, Vychahr, Flintstone, Nosferatu, Cambria, White Dream, Yoomee, Silverangel, Fake my Destiny, River’s Lychee, scs Sugar and Sweets, scs Bluebell, PFS’ Shadows of the Past, Nimué, Moon Kiddy, Chanda, Dancing Moonrise Shadows, Phantom, Matinée, PFS’ Ljúfa, Farasha, PFS’ Skydive, PFS’ Reverie, Brendtwood, PFS’ Soñando Solas, PFS’ First Chant, PFS’ Clooney, PFS’ Cranberry, Cinnemont’s History, All Pride, PFS’ Karat, PFS’ Lyskra, Fallen Immortality, Namuna, PFS‘ Savory Blossom, PFS‘ Straight Alignment, Blue Moon II, Odyn, PFS‘ Strolch, Corde de la Cerise, Eismärchen, Piroschka, Louvré

      „Occu, komm endlich!“ „Ja, gleich!“ Ich hastete zu Odyns Box und wechselte rasch dessen Decke zu einer leichteren Stalldecke. Dann sah ich bei Cool Cat rein und stellte fest, dass er ebenfalls noch die schwere Decke trug. „Moment noch!“ „Occu!!“ „Lass Ajith seine Arbeit machen und komm jetzt“, meldete sich nun auch Jonas. „Aber ich muss noch schnell Kaytharas Bein mit Lehm einstreichen! Und Riptide hat auch noch eine kleine Schramme auf der Schulter von der Integrierung gestern!“ „Das machen die Pfleger. Sie sind alle informiert. Es wird alles klappen, wirklich.“ Mit einem Seufzen gab ich auf. „Na schön. Aber wehe ich komme zurück und hier herrscht Chaos!“ „So ist’s gut“, meinte Jonas zufrieden lächelnd, und empfing mich, den Arm um meine Schulter legend. „Für alle Pferde ist gesorgt. Du kannst unseren Ausflug in vollen Zügen geniessen.“ „Meinst du?“ „Klar.“ Ich lehnte meinen Kopf an seinen und zwang mich zu einem Lächeln. Lily zog an meiner Hand. „Der Zoo schliesst um sechs Uhr!“ „Es ist erst zehn Uhr, little Miss Adams.“ „Trotzdem!“
      17 Nov. 2019
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    Occulta
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    30 Nov. 2019
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    Height:
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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).


  • Stute
    5 Jahre
    Rasse Trakehner
    Stockmaß/Endmaß 168cm
    Fellfarbe Braunschecke
    Geno EE Aa ToTo



    Charaktereigenschaften
    Unausgeglichen, Etwas scheu, Unruhig, Sensibel

    Beschreibung
    Corde de la cerise ist eine hochbeinige Trakehnerstute mit viel Energie. Unter dem Sattel ist sie anfänglich unausgeglichen und sollte ordentlich warm geritten sein bevor man ihr konzentrierte Mitarbeit abverlangt. Die Stute ist sensibel und reagiert schon auf kleinste Hilfen. Corde de la cerise setzt ihren Reiter gern ab wenn sie merkt, dass sie damit durch kommt. Aus diesem Grund ist die Stute nicht für Anfänger geeignet. Sie ist ein erfolgreiches Distanz- und Springpferd und man ist gespannt wie sich ihre Nachkommen entwickeln werden.

    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M S

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S


    Springen E A L M S
    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****

    Military E A L M S

    Eventing (British Eventing, national): BE80(T)
    BE90 BE100 BE100Plus Novice Intermediate Advanced Intermediate Advanced

    Distanz E A L
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2


    Von Co Pilot de la Bryére
    Von Cor de la Bryére Aus der Larnella

    Aus der Busted Cherry Cake

    [​IMG]
    SK 451

    Züchter/Herkunft Phoenix Valley
    VKR/Ersteller Occulta

    Nachkommen
    Cor de Chasse von Butterfly Stanly
    Devotion von Deo Volente

    Letzter Tierarztbesuch 20. Mai 2017
    Gesamteindruck sehr gut


    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur 20. Mai 2017
    Letzte Impfung 20. Mai 2017


    Letzter Hufschmiedbesuch 20. Mai 2017
    Ausgeschnitten/Korrigiert Ja


    Beschlag vorne Sportbeschlag
    Beschlag hinten keiner



    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund