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Rhapsody

Contia Socks

Trakehner -- im Besitz seit 11/2018 -- von Fleming -- Aa EE

Contia Socks
Rhapsody, 16 Nov. 2018
Dir, Elii, Zion und 3 anderen gefällt das.
    • Rhapsody
      Alte Berichte
      Fohlen ABC 1 - 4.4.17 - FrauHolle

      Gestern war ein kleiner Sonnenschein auf meinem Hof eingezogen. Die kleine Contia Socks, die sich wunderbar in ihre Herde integriert hatte, verbreitete sowohl unter den Pferden, als auch bei den Menschen gute Laune. Bis jetzt wurde mit Socks noch nicht viel gearbeitet. Nun war sie schon zwei ein halb Jahre alt und es wurde Zeit, ihr ein paar Manieren beizubringen. Ich freute mich riesig auf die Arbeit mit der jungen Stute und war gespannt, wie sie sich anstellen wird. Bevor ich mich an jegliche Hofarbeit machte, wollte ich mich um Socks kümmern. Als ich auf den Paddock kam, war die Stimmung noch ziemlich ruhig. Es war früh am Morgen und die Pferde genossen die ersten Sonnenstrahlen auf ihrem Fell. Alle Pferden lagen und standen entspannt rum: Nymeria hatte es sich zusammen mit Nabiri im weichen Sand gemütlich gemacht, Devil und Rabea dösten mit geschlossenen Augen auf der Wiese und auch Wednesday hatte sich einen netten Platz zum Sonnen gesucht. Und Contia Socks? Socks sprang wie ein kleiner Flummi über die Wiese, ärgerte die anderen Fohlen und knabberte an allem, was ihr in den Weg kam. Als ich das Tor der Miniranch öffnete, bekam ich wenig Beachtung von meinen Ponys. Rabea öffnete kurz die Augen, schloss sie aber ganz schnell wieder, als sie erkannte, dass ich es war. Nabiri spitze kurz die Ohren, wendete sich allerdings ebenfalls schnell wieder ab und beschloss, lieber weiter in der Sonne zu dösen. Nur eine freute sich: Socks wieherte und stapfte mir mit großen Schritten und ihren langen Beinen fröhlich entgegen. "Endlich jemand, der sich freut wenn ich komme", ich musste kurz schmunzeln. Das Halfter kannte Socks bereits, auch wenn sich das aufhalftern etwas schwierig gestaltete. Anstatt sich das Halfter artig über den Kopf ziehen zu lassen, knabberte Sock daran und wollte es kaum mehr loslassen. " Na das müssen wir aber dringend üben", dachte ich laut vor mich hin. In führte Socks durch das Tor und dann weiter zum Putzplatz. Socks wurde noch nie angebunden, weshalb ich es langsam anging. Bevor ich sie anbinden wollte, steckte ich den Strick einmal durch den Ring und hielt das andere Ende in meiner Hand fest. Sollte Socks sich nun losreißen oder zurück schmeißen, konnte ich sofort locker lassen und die kleine Trakehnerstute würde sich nicht verletzten. Etwas aufgeregt tänzelte Socks von links nach rechts, während sie auf dem Strick herum kaute. Beruhigend kraulte ich ihr den Hals und als sie für einen Moment still stand, erlöste ich sie und ging mit ihr Richtung Reitplatz, auf dem ich Führtraining machen wollte. Führen klappte mit Socks schon ganz gut, da sie in ihrem alten Zuhause oft von einem Pfleger zu unterschiedlichen Weiden geführt wurde und selbst auch schon verladen wurde. Aber das stehen bleiben und losgehen klappte noch nicht so ganz und daran wollten wir nun arbeiten. Ich ließ Socks auf dem Hufschlag laufen und führte sie neben mir her. Immer wieder blieb ich stehen und versuchte dabei, von Mal zu Mal den Strick weniger zu benutzen. Auch wenn Socks noch sehr hektisch war, wurden wir immer besser und das Anhalten klappte schon ziemlich gut. Ich wechselte auf die andere Hand und spielte dort das gleiche Spiel. Es war zwar nur eine kleine Übung, aber für Socks reichte das für heute, denn ich wollte sie nicht überfordern. Die nächsten Tage mussten wir auf jeden Fall weiter üben, damit ich bald zur Fohlenschau mit ihr gehen konnte. Völlig zufrieden brachte ich Socks zurück zu den anderen, bei denen sich die morgendliche Stimmung inzwischen aufgelöst hatte. Als ich Socks durchs Tor führte, kam uns Nabiri bereits entgegen und wollte Socks begrüßen. Ich öffnete das Halfter und strich Socks sanft über die Nüstern, bevor sie zusammen mit Nabiri lospreschte. Noch eine ganze Weile beobachtete ich, wie Socks und Nabiri über die Wieso tobten. Ich war wirklich froh, dass die Fohlen sich untereinander so gut verstehen und freute mich, wie süß sie zusammen spielten.
    • Rhapsody
      Alte Berichte
      Fohlen ABC 2 - 15.4.17 - FrauHolle

      Eine Woche war nun vergangen, seitdem ich mit dem Training der kleinen Stute Contia Socks begonnen hatte. Täglich hatten wir in der letzten Woche nun geübt und es hatte sich einiges getan. Heute wollte ich einen ersten kleinen Spaziergang mit Socks wagen und war schon sehr gespannt, wie sie sich anstellen wird, wenn wir den Hof verlassen und sie ihre Herde zurücklassen muss.
      Ich schnappte mir ein Halfter, welches gar nicht mehr so klein war, denn Socks war in letzter Zeit ziemlich gewachsen. Neben dem Halfter von Nabiri oder Devils Trap sag Socks Halfter sogar schon fast riesig aus. Ich schlenderte mit dem Halfter in der Hand Richtung Mini-Ranch und öffnete das Tor. Wie jeden Morgen kam Socks mir sofort entgegen und begrüßte mich freundlich, während die anderen kein Interesse an mir zeigten. Ich kraulte der kleinen Stute den Hals und Socks schmiegte sich genüsslich an mich. Das Aufhalftern klappte immer besser und ich lobte Socks, als sie sich brav das Halfter über die Ohren ziehen ließ, ohne daran zu knabbern. Ich stellte mich auf ihre linke Seite und führte sie durchs Tor hindurch zum Putzplatz. Auch ans Anbinden hatte sich Socks inzwischen gewöhnt und ich konnte sie ohne Bedenken am Putzplatz anbinden. Putzen gefiel Socks immer und immer besser, denn sie genoss es, sich mal so richtig durchkraulen zu lassen. Sanft putze ich die Dreckschicht mit einem Striegel von ihrem Rücken, bevor ich den restlichen Dreck mit der Wurzelbürste abputzte. Sogar im Gesicht konnte ich Socks mit einer Schmusebürste vorsichtig putzen und nachdem ich auch die Beine vom Staub entfernt hatte, war ich zufrieden. Ich öffnete den Pferdeknoten und schlenderte mit Socks Richtung Reitplatz. Bevor ich zu einem kleinen Spaziergang aufbrechen wollte, wollte ich ein paar Führübungen machen, denn ich wollte Socks bald auf einer Fohlenschau vorstellen. Wir übten das Anhalten und Losgehen, sowie das Schrittgehen und Traben an der Hand. Socks hatte sich in letzter Zeit wirklich zum Positiven entwickelt und ließ sich brav von mir über den Platz führen. Für die nächsten Tage nahm ich mir den Freilauf vor, doch heute wollte ich lieber mit ihr Spazieren gehen. Ich führte sie vom Platz und schloss hinter uns das Tor vom Reitplatz. Am Stall und am Aktivstall vorbei, gingen wir Richtung Straße. Die Straße war sehr wenig befahren, da sie nur zu meinem Hof und einem Golfplatz, der ein Stück weiter die Straße runter lag, führte. Wir gingen ein kleines Stück auf dem Seitenstreifen entlang, bevor wir hinter dem Aktivstall in einen kleinen Feldweg einbogen. Socks schaute sich aufgeregt nach ihren Freundinnen um, blieb aber nicht stehen, sondern ging immer weiter. Beruhigend redete ich auf die ein und zeigte ihr, dass alles in Ordnung ist. Wir gingen in der Mitte des Feldweges, bogen rechts ab, liefen eine Schleife und kamen schließlich wieder dort an, wo wir von der Straße auf den Feldweg abgebogen waren. Das kleine Stück neben der Straße entlang führte uns zurück zum Hof. Auch wenn der Spaziergang nur gute zehn Minuten gedauert hatte, war Socks für ihren ersten Spaziergang sehr artig gewesen, wenn man bedenkt, dass sie das erste Mal alleine, ohne andere Pferde, außerhalb des Hofes war. Socks wieherte lautstark, als sie Nabiri von weitem erkannte. Nabiri wieherte freudig zurück und lief aufgeregt im Trab am Zaun entlang. Ich gab Socks eine Belohnung, die sie glücklich entgegennahm, und brachte sie dann zu den anderen. Nabiri, und auch Wednesday, hatten ihre neue Freundin sichtlich vermisst und freuten sich sehr, als ich Socks das Halfter vom Kopf zog. Insgesamt war ich mit Contia Socks und ihrer Entwicklung sehr zufrieden und ich war mir sicher, dass aus ihr später einmal ein erfolgreiches Turnierpferd werden wird.
    • Rhapsody
      Alte Berichte
      Fohlen ABC 3 - 19.4.17 - FrauHolle

      Ein eisiger Wind wehte mir ins Gesicht, als ich auf meiner Ranch ankam. Das gute Wetter der letzten Tage war vorbei und ich traute mich nur mit Regenjacke und Mütze raus auf meinen Hof. Den ganzen Morgen hatte es geregnet, doch laut Wetterbericht sollte es ab mittags trocken sein. Nachdem ich am Vormittag den Bürokram erledigt hatte, machte ich mich nun auf den Weg zu meinen Pferden. Das Training mit Contia Socks lief gut, weshalb ich unbedingt am Ball bleiben wollte. Ich schnappte mir Socks Halfter und lief durch den kalten Wind zur Mini-Ranch. In der Ecke auf dem Putzplatz war es um einiges angenehmer, denn der Wind kam vom Meer und die Halle schützte uns vor dem Wind. Großartig putzen konnte ich meine kleine Stute heute nicht, denn durch den Regen war sie total durchnässt. Behutsam kämmte ich ihren zarten Schweif und strich ihr mit der Wurzelbürste das Wasser vom Rücken. Auch mit dem Hufe Geben hatten wir angefangen und auch wenn ich die Hufe noch nicht auskratzte, nahm ich jeden Huf für eine kurze Zeit hoch und wartete, bis Socks artig stehen blieb. Zufrieden kraulte ich Socks den Hals und kurz darauf machten wir uns auf den Weg in die Reithalle. In der Reithalle war ich noch nicht oft gewesen, denn ich war ein typischer draußen Reiter. Doch heute war es einfach nur unangenehm draußen und ich war glücklich, dass ich die Möglichkeit, in die Halle zu gehen, hatte. Wir begannen mit ein paar Führübungen. Bei jedem Training gingen wir den Ablauf einer Fohlenschau durch, denn da wollte ich bald mit ihr hin. In der Mitte der Halle blieb ich stehen uns wartete, bis Socks artig neben mir stehen blieb. Danach führte ich sie im Schritt auf beiden Händen durch die Halle. Auch das Traben an der Hand hatten wir vor einiger Zeit in unser Sortiment aufgenommen, was immer besser klappte. Gestern hatten wir uns zum allerersten Mal am Freilauf versucht. Um klein anzufangen, hatte ich sie gestern auf dem Longierzirkel laufen lassen, doch so richtig gut klappte das nicht. Heute hatte ich mir eine kleine Peitsche mit in die Halle genommen und hoffte sehr, dass es heute besser klappen wird. Ich öffnete den Panikhaken von Socks Strick und versuchte, sie von mir wegzuschicken. Neugierig schnüffelte Socks auf dem Boden herum, denn die Halle musste genau unter die Lupe genommen werden. Mit meiner Stimme und der Peitsche dirigierte ich sie auf die rechte Hand und machte ihr deutlich, dass sie außen an der Bande entlang gehen sollte. Ständig blieb Socks stehen, versuchte umzudrehen, kam in die Mitte, trabte an, blieb wieder stehen und lief kreuz und quer durch die Halle. Meine Zeichen mit der Peitsche waren ihr dabei so ziemlich egal, denn sie freute sich, endlich ihr eigenes Ding durchzuziehen. Ich gab mir wirklich Mühe, die kleine Stute auf Kurs zu bringen, doch für Socks gab es viel wichtigere Sachen als meine Zeichen mit der Peitsche. Ich beschloss, etwas härter durchzugreifen und knallte mit der Peitsche in der Luft. Ruhig, aber bestimmt, zeigte ich ihr mit meiner Stimmer und meiner Körpersprache den Weg und ließ es mir nicht gefallen, dass Socks mich ignorierte. Erschrocken schaute Socks mich an, denn so einen Ton kannte sie von mir nicht. Zögerlich setzte sie sich in Bewegung und folgte meinen Anweisungen. Sofort wurde ich wieder lieb zu ihr, doch als sie umdrehen wollte, zeigte ich wieder meine strenge Seite. Ich spielte dieses Wechselspiel zwischen Entspannung und Durchsetzten eine ganze Weile. Lief Contia artig im Schritt um mich herum, ließ ich sie in Ruhe, entspannte mich und schliff die Peitsche locker hinter mir her. Machte Socks irgendwelche Dummheiten, setzte ich meine Körpersprache ein uns zeigte ihr mit Stimme und Peitsche, wer hier der Chef von uns beiden ist. Immer seltener versuchte Socks umzudrehen oder eine Abkürzung quer durch die Halle zu nehmen und nachdem sie zwei Runden ohne Dummheiten artig um mich herum lief, holte ich sie nach innen und machte Feierabend. Inzwischen hatte sich das Wetter etwas gebessert. Auch wenn der Wind immer noch eisig war, hatten sich die grauen Wolken am Himmel verzogen und es sah so aus, als wenn es heute keinen Regen mehr geben wird. Im Gegensatz zu gestern lief das Training heute wirklich gut und ich hatte gelernt, dass ich mich bei Socks mehr durchsetzen musste. Auch wenn sie mit ihrer süßen Art immer sehr brav aussieht, musste man aufpassen, dass sie einem nicht auf der Nase herumtanzt. Am Freilauf mussten wir ganz dringend weiter üben, damit ich sie bald auf einer Schau vorstellen konnte. Somit hatten wir nun zwei Baustellen: Das freie Laufen und das Spazierengehen, das heißt das Entfernen von der Herde und das Alleinsein in einem unbekannten Gebiet. Auch ein Schrecktraining mit der jungen Stute hatte ich für die nächsten Tage geplant. Damit hatten wir uns fürs erste ein gutes Ziel gesetzt und ich freute mich jetzt schon auf die nächsten Wochen mit Socks, denn sie überraschte mich immer wieder aufs Neue.
    • Rhapsody
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      Tierarztbericht Horse Heaven - 25.4.17 - Möhrchen

      Die Sonne ging gerade erst auf, als mich mein Weg mal wieder zu einem Termin auf die Küstenranch führte. Meine Schwester hatte ein neues Fohlen auf ihrem Hof und wollte es wie alle neuen Pferde untersuchen lassen. Als ich auf den Parkplatz fuhr, war meine Schwester gerade dabei, den Hof zu fegen. Ich begrüßte sie und umarmte sie. Wir hatten uns viel zu lange nicht gesehen, da ich durch die Arbeit auf dem Hof und den Einzug von Zoey, Carina und Emma ziemlich eingespannt gewesen war.
      Quatschend gingen wir zur Miniranch. Contia war eine Trakehnerstute und sah zwischen den anderen Bewohnern der Minranch riesig aus, obwohl sie selbst noch ein Baby war. Sie hatte für ihr Alter schon ewig lange Beine und wirkte neben den Shettys wie ein Storch im Salat. Sie ließ sich von meiner Schwester brav aufhalftern und durchs Tor führen. Draußen ließ ich sie an meiner Hand schnuppern und streichelte vorsichtig ihre Nase. Sie stupste mich an und flehmte, wahrscheinlich roch ich noch etwas nach meinen Pferden.
      Am Putzplatz hielt meine Schwester sie fest, da sie das Anbinden noch nicht ausreichend gewöhnt war und ich fing damit an, ihre Augen, Ohren und Nüstern zu untersuchen. Contia hatte glänzendes Fell und auch am Kopf sah alles super aus. Während ich ihren Hals Wirbel für Wirbel abtastete, machte sie sich mit dem Maul an meiner Hosentasche zu schaffen. Meine Schwester ruckte am Strick, aber die kleine Stute dachte gar nicht daran, aufzuhören. Als ich am Rücken ankam, konnte sie meine Hose nicht mehr erreichen. Sie zeigte keinerlei Schmerzen und sah zufrieden aus.
      Ich bat meine Schwester, sie eine Runde über den Hof zu führen. Kurz bockte sie übermütig los, ließ sich dann aber gleich wieder einfangen und trabte dann brav neben ihr her. Ihre Gänge sahen sehr federnd und gleichmäßig aus, ich konnte nichts Besorgniserregendes entdecken. Zurück am Putzplatz hörte ich noch ihr Herz und ihre Lunge ab, aber auch hier war offensichtlich alles in Ordnung.
      Zum Schluss hatte ich noch eine Wurmkur für die Kleine. Ich holte die Spritze aus meiner Tasche und zeigte sie Contia. So etwas hatte sie noch nie gesehen, aber sie schnupperte interessiert daran. Als sie sie zwischen die Lippen nahm, um daran herum zu knabbern, drückte ich die Paste geschickt in ihr Maul. Sie zuckte zurück und schaute mich schockiert an, dann schlabberte sie aber die Wurmpaste von ihren Lippen und schluckte sie brav hinunter. So schlimm schien es also nicht zu schmecken. Zur Belohnung gaben wir ihr ein Leckerchen und brachten sie dann zurück zu ihren Freunden. Wir standen noch eine Weile quatschend am Zaun und schauten den Fohlen beim Spielen zu, bevor wir uns zu einem zweiten Frühstück ins Haus verzogen.
    • Rhapsody
      Alte Berichte
      Contia wird erwachsen 1 - 19.10.17 - FrauHolle

      Früh am Morgen schlenderte ich mit dem Halfter in der Hand zur Mini Ranch. Die Uhr hatte gerade 7 Uhr geschlagen und hinter den Dünen sah man die Sonne aufgehen. Der perfekte Zeitpunkt für mich, um mich an die Arbeit zu machen. Als erstes stand heute das Training mit der kleinen Contia Socks auf dem Plan. "Klein" konnte man die Stute allerdings nicht mehr nennen, denn sie war in letzter Zeit ganz schön groß geworden. Im September hatten wir ihren dritten Geburtstag gefeiert und seitdem arbeitete ich regelmäßig mit ihr. Das "Fohlen-Bespaßungs-Programm" war nun vorbei und der Ernst des Lebens hatte begonnen. Bevor ich sie im nächsten Sommer langsam einreiten wollte, hatte ich mir nun als festes Ziel gesetzt, sie diesen Winter auf mein Vorhaben vorzubereiten.
      Nachdem ich sie gründlich geputzt hatte, machte ich mich mit ihr auf den Weg zum Platz. Vor gut einer Woche hatte Contia ihren ersten Trick gelernt: Den Spanischen Gruß. Stolz schmiss sie ihre Beine in die Höhe und ich musste aufpassen, dass meine Kniescheibe nicht von ihren Hufen zerstört wird. Wir arbeiteten ein wenig vom Boden aus.:Anhalten, Losgehen und Rückwärtsrichten waren inzwischen kein Problem mehr für die junge Stute. Auch das Traben an der Hand klappte von Tag zu Tag besser. Nachdem ich Contia warm gemacht hatte nahm ich mir einige Stangen aus der Ecke des Reitplatzes und baute sechs Trabstangen an der langen Seite bei B, sowie 3 Galoppstangen bei E auf. Ich schnallte die Longe in Contias Halfter und schickte sie nach außen. Neugierig schielte sie nach außen und beobachtete Nabiri und Devils Trap, die die ersten Sonnenstrahlen des Tages genossen und vergnügt über die Wiese tobten. Ich zog leicht an der Longe und lenkte Contias Aufmerksamkeit auf mich. Nach einigen Runden Schritt ließ ich sie antraben. Schwungvoll schwebte die Stute über die Stangen. Sie hatte wirklich wunderschöne Gänge und ich war schon total gespannt darauf, wie sie einmal unterm Reiter gehen wird. Ich ließ sie einige Male zum Schritt durchparieren und trabte sie kurz darauf wieder an. Nach einer kleinen Schrittpause machten wir uns an die Galopparbeit. Es fiel ihr noch ein bisschen schwer im Galopp auf dem Zirkel das Gleichgewicht zu halten, doch es wurde von Mal zu Mal besser. Auch die Galoppstangen waren eine große Herausforderung für Contia, denn sie kam mit den vielen Beinen noch nicht ganz zurecht. Ich ließ sie über die Galoppstangen laufen, parierte sie durch zum Trab, schickte sie über die Trabstangen und galoppierte sie wieder an. Contia kam ordentlich ins Schwitzen und schnaubte zufrieden ab, als ich sie zum Schritt durchparierte. Sie hatte noch nicht ganz so viel Kondition, weshalb 20 Minuten an der Longe für sie völlig ausreichend waren. Ich brachte sie zurück zum Putzplatz und stellte ihr eine große Schüssel mit Müsli hin. Während sie es sich schmecken ließ, holte ich Funny Sugar, Devils Trap und Nabiri, denn die vier Fohlen, bzw. Jungpferde durften den Tag heute auf der großen Wiese verbringen. Ich führte die vier über die Straße zur Weide und machte einen Strick nach dem anderen ab. Ich hatte gerade den letzten Strick abgemacht, als die Ponys alle gemeinsam im vollen Galopp lospreschten. Ich freute mich schon darauf, die vier heute Abend auf der riesengroßen Wiese wieder einzufangen...
    • Rhapsody
      Alte Berichte
      Das Jahr 2017 - Jahresrückblick - 17.12.17 - FrauHolle

      Was für ein Jahr! Im Januar hatte ich mir meinen Traum von einem eigenen Hof erfüllt. Gleich an Neujahr hatte ich mit meiner Familie und meinen Freunden angefangen die ersten Ställe zu renovieren. Den ganzen Januar durch hatten wir Tag und Nacht geschuftet: Die Halle bekam einen neuen Boden, die Boxen wurden gestrichen und das Reiterstübchen wurde komplett renoviert. Wir karrten Haufenweise neuen Sand auf die Paddocks und in die neu gebauten Unterstände und auch eine große Liegehalle für den Aktivstall bauten wir alle gemeinsam. Doch die ganze Arbeit hatte sich mehr als gelohnt und dank meiner vielen Helfer konnte ich am 23. Januar meine erstes eigenes Pony auf die Küstenranch holen: Lumikello durfte als erstes Pferd in den neuen Aktivstall ziehen. Ich war stolz wie Oskar und verbrachte Stunden damit, Lumi im neuen Stall zu beobachten. Wir wurden schnell zu einem guten Team und auch heute, fast ein Jahr später, kann ich mich wirklich glücklich mit ihm schätzen. Natürlich sollte Lumikello nicht alleine bleiben und so kaufte ich schon drei Tage später einen Freund für ihn. Fallen Godness und Lumi verstanden sich auf Anhieb und auch ich war zufrieden mit dem jungen Hengst. Leider merkte ich mit der Zeit, dass Fallen und ich nicht wirklich zusammenpassten, sodass ich ihn im Sommer an meine Schwester verkaufte.
      Auch die Shettystute Rabea und der Falabellahengst Treebeard zogen bald darauf bei mir ein, genau wie Tinkerstute Ramira. Doch fünf Pferde waren mir noch nicht genug, sodass ich regelmäßig neue Pferde auf meinem Hof begrüßen durfte. Mit Lamiro hatte ich einen perfekten besten Freund für Treebeard gefunden, denn die zwei sind seid Lamiros Ankunft unzertrennlich. Auch Rabea sollte natürlich eine kleine Herde bekommen, und so erweiterte ich die Miniranch und kaufte My Hope Nymeria. Im März nahm ich dann eine neue Herausforderung an und kaufte mir die beiden Fohlen Devils Trap und Nabiri, die den Stuten auf der Miniranch Gesellschaft leisten durften.
      Ich lebte mich immer mehr auf meinem Hof ein und der Alltag mit und bei den Pferden spielte sich so langsam ein. Während ich mich zwischendurch immer wieder auf die Reise quer durch Europa machte, um meinem Beruf als Trainerin nachzugehen und mir ein bisschen Geld zu verdienen, konnte ich die Pferde problemlos einige Tage alleine lassen, in denen sich eine Freundin von mir um die Fütterung der Pferde kümmerte. An den Wochenenden fuhr ich immer regelmäßiger zu Turnieren und holte erste Schleifen und Siege auf die Ranch, die ich stolz im Reiterstübchen aufhängte.
      Im April zogen dann Wednesday, Contia Socks, sowie Lady Felize auf meinen Hof. Mit Lady Felize hatte ich einen sehr guten Fang gemacht. Wir trainierten jeden Tag, bestritten jede Woche teilweise mehrere Turniere und holten einen Sieg nach dem anderen. Im September erlebte ich dann das Highlight des Jahres: Felize Körung! Ich konnte es kaum glauben, wie gut sie sich innerhalb von einem halben Jahr bei mir entwickelt hatte und konnte sie voller Stolz mein erstes gekröntes Pferd nennen. Doch auch Harvey, die zusammen mit Miss Monty und Rumkugel im Mai auf meinen Hof zog, machte sich im Turniersport sehr gut und ich war mir sicher, dass auch sie es Anfang nächsten Jahres zur Krönung schaffte.
      Im Juni wurde die Miniranch durch Funny Sugar noch einmal aufgemischt und auch die Stutenherde war mit Jule nun endlich komplett. Ich nahm nicht nur mit Harvey und Lady Felize an Turnieren teil, sondern auch die Shettys überraschten mich wieder, indem sie einige Siege in Fahrturnieren absahnten. Mit dem Kauf von Burnout erhoffte ich mir ein weiteres Turnierpferd und ich war mir ziemlich sicher, dass ich 2018 mit ihm durchstarten kann. Im Oktober zog dann mein letztes Pferd für dieses Jahr ein. Lewitzerhengst Leon hatte es mir total angetan und ich bereute es auf keinen Fall, ihn zu mir geholt zu haben.
      Ich war nicht nur stolz darauf, was ich innerhalb eines Jahres alles erreicht hatte, sondern auch überglücklich, jedes einzelne dieser Pferde zu besitzen. Das Jahr 2017 war wirklich überaus perfekt und ich freute mich schon riesig darauf, im neuen Jahr sowohl als Trainerin, als auch als mit meinen Pferden, durchzustarten. Mal sehen, was 2018 so mit sich bringt!
    • Rhapsody
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      Der Frühling ist da - 11.4.18 - FrauHolle

      Pünktlich um 6 Uhr holte mein Wecker mich aus dem Schlaf. Ich zog die Gardine zurück und schaute aus dem Fenster. Das Wetter versprach einen wunderschönen Sonnenaufgang. In Windeseile schnappte ich mir meine Reithose und Gummistiefel und düste nach draußen. Nach einem kurzen Check, ob bei den Pferden alles in Ordnung war, holte ich mir zwei Halfter aus der Sattelkammer und schlenderte zur Miniranch. Schon jetzt war es total warm draußen und endlich konnte man wieder richtig an den Strand. Das eine Halfter legte ich der einjährigen Funny Sugar an, die neugierig an meiner Jackentasche knabberte. Zusammen mit Funny ging ich zu Contia Socks, die gerade die restlichen Heuhalme aus der Raufe popelte. Contia war inzwischen zu einem richtigen Pferd geworden. Mit ihren dreieinhalb Jahren war sie eigentlich schon viel zu alt für die Miniranch und ich konnte sie bald zu den Offenstall der Stutenherde stellen. Doch jetzt wollten wir erst einmal an den Strand. Zu dritt machten wir uns auf den Weg über den Deich durch die Dünen hindurch. Die beiden Stuten waren flott unterwegs und stapften mit ihren langen Beinen durch den tiefen Sand. Wie liefen in Richtung Südost am Wasser entlang. Funny schnaubte zufrieden ab und lief motiviert im flachen Wasser neben mir her. Das Wasser war noch ziemlich kalt, doch den beiden Pferden machte das überhaupt nichts aus. Wir legten einen kleinen Stopp ein und ich schickte die Pferde etwas weiter ins Wasser herein. Contia scharrte mit ihrem rechten Vorderhuf und machte dabei Funny und mich von oben bis unten nass. Wir liefen noch ein Stück am Strand entlang, bevor wir umdrehten. Gemütlich schlenderten wir am Wasser zurück Richtung Hof. Funny und Contia plantschten noch einmal ausgiebig im Wasser, bevor wir schließlich über den Deich zurück zum Hof gingen. Am Putzplatz spülte ich den beiden den nassen Sand von den Beinen und holte ihnen eine kleine Leckerei. Nachdem ich bei beiden Pferden noch rasch die Hufe ausgekratzt hatte, brachte ich Funny und Contia auf die große Weide, wo sie heute zum ersten Mal dieses Jahr den Tag verbringen durften. Kurz darauf holte ich noch Nabiri und Devils Trap und stelle sie dazu. So hatten die drei älteren Shettys heute mal Urlaub von der Jugend und die Jungpferde durften sich den ganzen Tag auf der riesigen Weide austoben. Zufrieden beobachtete ich Contia und die anderen, wie sie sich genüsslich wälzten, im vollen Galopp buckelnd über die Wiese rannten und sich kurze Zeit später über das frische Gras hermachten. Die anderen Pferde hatten bestimmt auch Hunger, dachte ich, sodass ich mich an die Arbeit machte und die restliche Rasselbande versorgte.
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      Ein Sommertag im Stall - 29.5.18 - FrauHolle

      Pünktlich um 6 Uhr am Morgen klingelte mein Wecker. Ich schaltete das laute Piepen aus und blieb noch einen Moment liegen. Dann wälzte ich mich auf die rechte Seite und griff nach meinem Smartphone, um meine Neuigkeiten zu checken. Ich öffnete meine Wetter-App. Sonne, Sonne und noch mehr Sonne, dachte ich. Heute Nachmittag zeigte mein Handy über 30 Grad an. Ich musste mich schleunigst an die Arbeit machen, um zumindest die Stallarbeit zu erledigen, bevor die Temperaturen anstiegen. Nach einem schnellen Besuch im Badezimmer schlenderte ich nach draußen. Ich füllte zuerst bei den Stuten, dann bei den Hengsten und schließlich auch bei den Minis das Wasser auf und befüllte die Heuraufen und -netze mit frischem Heu. Danach äppelte ich die Sandflächen in den Offenställen und im Aktivstall ab und harkte das auf dem Boden liegende Heu zu einem Haufen zusammen. Schon jetzt war die Luft ziemlich schwül und ich kam ordentlich ins Schwitzen. Doch ich hatte noch viel vor und nach einer kurzen Trinkpause machte ich mich daran, die Ponys zu beschäftigen.
      Zuerst brachte ich die Aktivstall-Hengste, die den heutigen Vormittag auf der großen Wiese verbringen durften, nacheinander auf die andere Straßenseite. Leon und Burnout machten den Anfang, danach folgten Rumkugel und Lumikello. Den vieren war die Freude sichtlich ins Gesicht geschrieben, denn sie stürzten sich begeistert auf das frische Gras. Ich hängte die Halfter zurück an ihren Platz und holte Felize Dressursattel, Trense und Putzzeug aus der Sattelkammer und stellte diese an den Putzplatz. Für Lady Felize stand heute lockeres Dressurtraining auf dem Plan. Im Nu hatte ich die Stute geputzt und gesattelt und saß schließlich gegen 10 Uhr im Sattel. Obwohl ich viele Schrittpausen machte und das Programm ans Wetter anpasste, war Felize bei den Temperaturen nach dem Training ordentlich nassgeschwitzt. Ich nahm ihr den Sattel mit der vollgeschwitzten Schabracke ab und duschte die Stute am Waschplatz. Kaputt aber zufrieden schmiss Felize sich sofort in den Sand, als ich sie zurück zu ihren Freundinnen brachte. I
      nzwischen war die Mittagszeit angebrochen und die Sonne stand schon ziemlich hoch. Auch ich brauchte dringend eine Abkühlung und so zog ich mir eine kurze Hose an, schnappte mir Ramira, Miss Monty und Nabiri und machte einen Spaziergang an den Strand. Artig folgten die drei mir am Strick bis zum Wasser. Monty stürzte sich sofort ins kühle Nass und plantschte drauf los. Ramira musste sich erst einmal an das kalte Wasser gewöhnen und tastete sich langsam immer weiter rein. Nabiri hingegen war eher nicht so begeistert von der ganzen Sache, doch war am Ende durch Montys Rumgeplansche unfreiwiligerweise genauso nass wie die anderen. Ich versuchte noch ein Stückchen am Wasser entlang zu gehen, doch das gestaltete sich mit drei Pferden, die alle unterschiedlichen Mist im Kopf hatten, eher schwierig. Nachdem Monty sich noch genüsslich im Sand paniert hatte, machten wir uns auf den Rückweg.
      Zurück auf dem Hof holte ich die Hengste von der Weide. Zwar wären die vier wahrscheinlich gerne noch länger dort geblieben, doch einen ganzen Tag Gras waren sie nicht gewohnt. Doch das war auch ganz gut so, denn so konnten Funny Sugar, Contia Socks, Rabea, My hope Nymeria und Wednesday den Nachmittag auf der Weide verbringen. Nachdem ich die fünf in zwei Etappen zur Weide geführt hatte, gönnte ich mir eine kleine Mittagspause und setzte mich mit einem Salat und einer kühlen Cola in den Schatten. In der Sonne war es nun kaum auszuhalten und auch die Ponys suchten auf ihren Weiden und Paddocks nach Schatten. Durch die Reithalle lag der kleine Reitplatz zum Glück im Schatten und so konnte ich dort nach der Mittagspause ein wenig Bodenarbeit machen. Tinkerstute Jule hatte inzwischen viel Freude an der Bodenarbeit entwickelt und selbst bei diesem Wetter war sie konzentriert bei der Sache. Wir übten ein paar Zirkuslektionen und das Seitwärtsgehen über eine Stange. Nach einer guten halben Stunde lobte ich Jule zufrieden, duschte ihr die Beine und brachte sie zurück zu den Stuten.
      Ich holte das Halfter für Devils Trap aus der Sattelkammer und holte das kleine Shettyfohlen vom Paddock. Devil hatte bis vor kurzem noch panische Angst vor Wasser und so übten wir nun jeden Tag abwechselnd mit dem Wasserschlauch und der Nordsee. Inzwischen bleibt Devil schon ruhig stehen, wenn ich ihr mit dem Wasserschlauch die Beine abspritze. Und auch ins Meer traute sie sich Stück für Stück immer weiter rein. Bei der Hitze heute wollte ich versuchten, Devil komplett abzuduschen und war gespannt, wie sie reagieren wird. Ich begann an den Hufen und tastete mich von dort immer weiter nach oben. Devil guckte etwas skeptisch doch langsam merkte sie, dass das kühle Wasser an ihrem Bauch doch ganz angenehm sein kann. Ich gab ich zur Belohnung ein Stück Karotte und spritzte dann vorsichtig ihre Brust ab. Devil zuckte kurz zusammen, doch duldete dann mein Vorhaben, ohne sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Das sollte für heute erst einmal reichen. Ich schaltete das Wasser ab und kraulte Devil den Hals. Zusammen mit Nabiri stellte ich sie auf den Springplatz, wo die beiden den restlichen Tag den Rasenmäher spielen durften.
      Als nächstes kümmerte ich mich um Lamiro und Treebeard. Ich putze die beiden, baute Zügel an Lamiros Halfter und schwang mich auf seinen Rücken. Mit Treebeard als Handpferd ritt ich Richtung Strand. Bei Lamiro war ich mir inzwischen hundertprozentig sicher, dass ich ihm auch ohne Sattel und Trense am Strand vertrauen konnte. Ich ritt in einem gemütlichen Schritt im flachen Wasser am Strand entlang. Treebeard blieb ab und zu stehen und steckte seine Nase ins Wasser, trabte dann aber immer wieder direkt seinem großen Freund hinterher. Ich ritt noch ein kleines Stück weiter ins Wasser herein und die beiden Ponys fingen an, sich gegenseitig nass zu machen. Auch ich blieb auf Lamiros Rücken natürlich nicht trocken, doch das war eine wunderbare Abkühlung. Nachdem wir alle drei ordentlich nass waren, ritt ich zurück zum Hof und brachte die beiden wieder in den Offenstall. Ich füllte noch einmal alle Tränken mit frischem Wasser, brachte den Pferden neues Heu und ging schließlich ins Haus, um mir etwas trockenes anzuziehen.
      Nach dem Abendbrot holte ich die fünf Minis von der Weide. Inzwischen war es glücklicherweise nicht mehr so warm und die Sonne verschwand so langsam am Horizont. Perfekt, um noch einen kleinen Ritt mit Harvey einzulegen. Rasch holte ich die Sachen aus der Sattelkammer und machte das Pferd fertig. Pünktlich zum Sonnenuntergang stieg ich auf dem großen Reitplatz in den Sattel. Harvey hatte vor kurzem die Stutenkrönung geschafft und ich hatte das Gefühl, dass sie seitdem nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht hatte. Ihre Gänge waren wunderschön und auch die Leistung unterm Sattel konnte sich sehen lassen. Nicht nur als Turnierpferd, sondern auch als Freizeitpferd machte sie mich jeden Tag aufs neue wieder stolz. Das Dressurtraining mit ihr rundete diesen, wenn auch ziemlich heißen und anstrengenden, aber wunderschönen Tag perfekt ab. Nachdem ich Hervey versorgt und Devil und Nabiri zurück zu den anderen gestellt hatte, machte ich noch einmal einen Rundgang über den Hof und viel schließlich todmüde und völlig fertig in mein Bett!
    • Rhapsody
      Alte Berichte
      Ein Sonntag auf der Küstenranch - 2.9.18 - FrauHolle

      Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich heute endlich mal wieder einen freien Sonntag und ich freute ich riesig darauf, den Tag auf meinem Hof mit den Pferden zu verbringen. Pünktlich um 7 Uhr klingelte mein Wecker. Ich machte mir Frühstück und war kurze Zeit später gestärkt und mit Stallklamotten draußen bei den Pferden. Bevor ich mich an die Stallarbeit machte, brachte ich Rumkugel, Burnout, Lamiro und Treebeard auf die Weide, denn die vier Hengste hatten heute Pause und durften den Sonntag auf der großen Weide verbringen.Die anderen Pferde wurden von mir mit frischem Wasser und Heu versorgt, dann machte ich mich ans Absammeln der Paddocks und mistete die Unterstände aus. Kurz vor 10 Uhr war ich fertig mit der Stallarbeit und machte mich ans Training.
      Zum Einstieg des Tages hatte ich etwas Springtraining mit Leon geplant. Der junge Lewitzerhengst hatte diese Saison einige Schleifen und Siege mit nach Hause gebracht und ich freute mich total, ihn schon bald auf einer Körung vorzustellen. Auch wenn seine Turniersaison bereits vorbei war, mussten wir natürlich bis zur Körung im Training bleiben und so ging ich regelmäßig mit ihm auf den Springplatz oder ins Gelände. Inzwischen war Leon, trotz seiner Größe, zu einem echten Springprofi geworden und das Training mit ihm machte jedes Mal aufs Neue wieder Spaß. Zum Aufwärmen drehte ich eine „Hofrunde“, so nannte ich die zehnminütige Ausreitrunde einmal um den Hof herum. Wir machten uns im Trab und Galopp auf dem Springplatz warm, bevor ich mit dem Springen begann. Leon war wirklich sehr zuverlässig beim Springen und ich konnte mir immer sicher sein, dass er den Absprung noch rettete. Nach einer guten Stunde machte ich zufrieden Feierabend und brachte Leon zurück auf den Paddock. Ich schnappte mir Funny Sugar und Zenja, denn die beiden hatten heute Nachmittag die Aufgabe den Springplatz zu mähen und ich war mir sehr sicher, dass die beiden jungen Stuten dieser Aufgabe gewachsen waren.
      Nach einer kleinen Mittagspause schnappte ich mir My Hope Nymeria, Nabiri und Contia Socks, um mit den drei Stuten eine Runde spazieren zu gehen. Ich halfterte alle drei auf und machte mich auf den Weg Richtung Strand. Zum Glück war gerade Ebbe und so konnten wir gemütlich durchs Watt spazieren. Die Ponys blieben völlig entspannt und trotteten neben mir her. Wir liefen durch einige Priele, drehten schließlich um und liefen zurück Richtung Hof. Nach einer guten Dreiviertelstunde standen die drei wieder auf dem Paddock. Nachdem ich Devils Trap eine halbe Stunde lang longiert hatte, machte ich Lady Felize und Jule bereit für einen Ausritt. Jule hatte sich in letzter Zeit als gutes Handpferd entpuppt und so konnte ich bei einem Ausritt gleich zwei Pferde bewegen. Wir drehten eine Runde durch den Wald, trabten kleine Feldwege entlang und gaben auf einem Stoppelfeld in der Nähe des Hofs so richtig Gas. Erschöpft aber zufrieden kehrten wir zum Hof zurück, wo ich beiden Pferden eine große Portion Müsli gab. Auch ich hatte jetzt erst einmal genug Action und so longierte ich erst Lumikellound dann Miss Monty. Während Lumi es eher gemütlich anging und sich etwas zögerlich von mir über die Trabstangen bitten ließ, konnte ich Monty vor lauter Energie kaum stoppen. Das war eindeutig ein Zeichen, dass ich öfter etwas mit ihr machen musste und genau das nahm ich mir auch für die nächsten Wochen vor.
      Inzwischen war es schon ziemlich spät und ich legte eine kleine Pause im Haus ein, um Abendbrot zu essen. Doch es waren noch längst nicht alle Pferde bewegt und so sattelte ich nach dem Abendbrot meine Tinkerstute Ramira, um mit ihr etwas auf dem Reitplatz zu arbeiten. Sie war inzwischen seit eineinhalb Jahren bei mir und ich war wirklich stolz auf ihre Entwicklung. Zwar hatte Ramira viel Zeit zum Lernen gebraucht, doch ich hatte ihr die Zeit gerne gegeben. Nicht nur unterm Reiter hatte sie sich deutlich verbessert, sondern auch ihr Charakter hatte sich in letzter Zeit stark zum positiven entwickelt. Für nächstes Jahr hatte ich mir vorgenommen Ramira einzufahren und war sehr gespannt, ob wir eventuell bald unser erstes Turnier melden konnten. Zum Abschluss eines wunderbaren Tages mit meinen Pferden schnappte ich mir die beiden Shettydamen Wednesday und Rabea, sowie meine bereits gekrönte Stute Harvey, und machte mich ein letztes Mal für heute auf den Weg zum Strand. Gemütlich liefen wir dem Sonnenuntergang entgegen und die Pferde plantschten in der Nordsee, bis die Sonne schließlich am Horizont verschwand.
      Am Abend holte ich die vier Hengste von der Weide zurück auf die Paddocks und auch Funny und Zenja durften zurück in ihre Herde. Ich füllte noch alle Raufen mit frischem Heu und füllte die Tränken mit Wasser, dann machte ich mich völlig erschöpft aber sehr zufrieden mit dem Tag auf den Weg ins Bett. Was ein Tag!
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  • Album:
    3 | Steenhof
    Hochgeladen von:
    Rhapsody
    Datum:
    16 Nov. 2018
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    Contia Socks
    ”Contia”


    PEDIGREE
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    von: Fleming

    von: Ravallo 1 | 2

    von: Rasputin 1 | 2
    aus der: Ibiza

    aus der: Mystical Star

    von: Pacey
    aus der: Ysun

    aus der: unbekannt

    von: unbekannt

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

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    von: unbekannt
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    EXTERIEUR & INTERIEUR

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    Stute
    Trakehner
    7 Jahre

    168 cm
    Dunkelbrauner
    Flocke | v.l. weißer Kronrand, h.r. halbweiße Fessel

    Contia Socks ist ein kleiner Sonnenschein, der alle zum Lachen bringt. Mit ihrer aufgeweckten Art hält sie nicht nur die Menschen auf trab, sondern auch ihre Herde. Sie ist ständig auf der Suche nach interessanten Dingen und freut sich über jede Veränderung auf ihrer Weide. Zusammen mit den anderen Fohlen tobt sie den ganzen Tag umher und ist dabei nicht müde zu kriegen.
    Socks hat, unter anderem auch durch ihre Abstammung, viel Potenzial und soll deshalb später zu einem erfolgreichen Turnierpferd ausgebildet werden. Durch ihren munteren Charakter hoffen wir auf ein lernfähiges Pferd, welches vor allem im Springen und im Military erfolgreich sein wird.


    TRAINING

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    Fohlen ABC


    Dressur
    E A L M* M** S*

    Springen

    E A L M* M** S*

    Military

    E A L M* M** S*


    ERFOLGE

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    Dressur: -, Springen: -, Military: -


    Turniere


    Andere


    ZUCHTINFORMATIONEN

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    HK/SK Schleife
    HK-/SK-Gewinnerthema


    Leihmutterschaft:
    Genotyp: Aa EE
    Aus der Zucht: privat (Trier, DE)
    Nachkommen:


    GESUNDHEITSZUSTAND

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    Chronische Krankheiten:
    Letzter Tierarztbesuch:
    25.04.17 – Pferdeklinik & mobiler Tierarzt "Horse Heaven" – Grundkontrolle

    Fehlstellungen:
    Beschlagen:
    Letzter Hufschmiedbesuch:


    STALLINTERN

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    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller: Mohikanerin
    VKR: Mohikanerin

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    Offizieller Hintergrund